5. Der Mensch ein Mikrokosmos

Der mikrokosmische Gesamtplan.

«Mensch erkenne Dich selbst!» ist eine viel zitierte Inschrift am Tempel des Apollon in Delphi, als deren Urheber Chilon von Sparta, einer der «Sieben Weisen», angesehen wird. Der erste Beleg für diesen Gedanken findet sich in einem Fragment des Philosophen Heraklit: „Allen Menschen ist zuteil, sich selbst zu erkennen und verständig zu denken.“ Für Platon stand bei der Selbsterkenntnis der eine Aspekt im Vordergrund, dass des Menschen Wissen Torheit sei, weil es noch unvollendet die Realität nicht erfassen kann. Erst die Erkenntnis um das eigene Nichtwissen kann den Menschen von seinem Hochmut befreien, etwas empirisch von Gott oder alles um das Wesen der Natur und des Lebens zu wissen. Nur dann wird er nach rechter Einsicht des eigenen Unwissens und der eigenen Unfähigkeit selbst etwas zu machen in Bescheidenheit und Ehrfurcht sein Leben in die Hände des Fatums, des Schicksals, oder der Führung seiner Monade geben. Er erlebt die christliche Umwendung «Buße» oder das «Bhakti» der Veden oder das «Wu-wei» in der chinesischen Weltanschauung. „Es irrt der Mensch, solange er strebt!“ erinnert Goethe an die menschliche Unmöglichkeit, etwas Wirkliches zu wissen, nach Weisheit zu streben und dadurch auch seinen Charakter zu veredeln. Das Bemühen um solche Selbsterkenntnis war für Platon ein Bestandteil seines zentralen ethischen Projekts der Sorge um die Seele, d.h. um die Entwicklung des Mikrokosmos. Seine harmonische Weiterentwicklung und das Wohlergehen des Menschen ist davon abhängig, dass er die Stimmen des Gewissens aus den höheren Ebenen seines Systems hören kann, sie befolgt und die vermittelten Ideale der Tugend praktiziert. Der Spruch: «Γνῶθι σεαυτόν (Gnothi seauton)» soll heute noch auf einem Fries über den letzten Säulen der antiken Tempelruine eingemeißelt sein.
Das Dasein Mensch ist für den westeuropäischen Durchschnittsbürger ohne Frage auf einen einigermaßen funktionierenden Körper und einen klaren Kopf reduziert, mit dem er alle seine Lebensereignisse bedenken kann. Der menschliche Körper mit seinen Organen ist an sich schon ein wahres Wunderwerk der Schöpfung, auch wenn man die unglaublich kreativen Befähigungen des Denkens betrachtet. Der Körper fügt sich fast jedem Wunsch und Begehren, was der Mensch sich so im Raum seiner gedanklichen und materiellen Umgebung vorstellt. Mit ihm bewältigt man im Laufe seines Lebens die verschiedensten Aufgaben seines täglichen Lebens, ohne jedes Murren oder Zucken, es sei denn, die Normalität des Wohlbefindens wird von Gebrechen, Krankheiten oder Unfällen gestört. Vieles wird mit den geliebten Mitmenschen unternommen, mit denen man sich wohl fühlt und gerne einige Zeit verbringt, wie es eben die gesellschaftlichen und finanziellen Verhältnisse zulassen. Dem Menschen gehört sein Körper, er besitzt sein Bewusstsein, seine Gefühle oder Begehren, und es ist dabei völlig selbstverständlich, dass er mit seinen Gefühlen und der Sprache alles zum Ausdruck bringen kann, was ihm fehlt oder was er begehrt. Jedermann schätzt es ohne Frage, dass er in seinem Tagesbewusstsein über all die Ereignisse oder Lebensanforderungen mal eben einfach Nachdenken kann, oder dass er sich in seinem Gedächtnis an die vergangenen Urlaubsereignisse am Meerestrand oder in den Bergen erinnern kann.


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Es ist wirklich erstaunlich, aber die Menschen reflektieren es nicht, dass jeder viele Talente von der Natur geschenkt bekommt, vielfältige handwerkliche, sportliche, musische oder sonstige intellektuelle Vermögen. Ohne darüber nachzudenken, verwendet er seine Vermögen jederzeit wie ein Herrscher als ein persönliches Eigentum für seine materielle Bereicherung und Befriedigung, für Machtausübung oder für humanitäre Aktionen, für ein liebevolles soziales und kulturelles Zusammensein oder für die brutale Ausbeutung seiner Mitmenschen. Dabei wird der Körper des Menschen trotz teilweise extremer Strapazen völlig selbstverständlich viele Jahrzehnte, meistens bis ins hohe Alter einigermaßen funktionsfähig bleiben. Das alles erscheint ihm so, als könne er seine Befähigungen nach Gutdünken benutzen, ohne eine Reflektion auf die metaphysischen Zusammenhänge des Lebens, die ihm nach dem Tod des Körpers präsentiert werden. Kaum ein gesunder Mensch im westlichen Kulturkreis hält die Fakten seines Zusammenhanges mit transpersonalen Kräften überhaupt des Bedenkens für würdig. Alle Erfolge sind eigener persönlicher Ruhm, alle Verluste und Abstürze sind seine privaten Depressionen, auch seine Krankheiten, sein persönlicher Tod. Für die zahlreichen unangenehmen Konflikte werden entweder die zufälligen unglücklichen Umstände, die Umwelt oder Außenstehende verantwortlich gemacht. Alle diese Vorstellungen des physischen Lebens und Daseins sind völlig selbstverständlich ohne sie irgendwie in Frage zu stellen.
Die Erkenntnis des eigenen Selbst, wie es von Apollon gefordert wird, bedeutet doch, dass das Dasein der Menschen auf Erden mit einem Auftrag für den Kosmos verbunden ist. Das zu erfassen und zu bekennen müssen die Menschen einmal erfüllen, auch wenn es heute so erscheint, als würden sie davon meistens nicht einmal einen ungefähren Schimmer des Wissens haben. Ihre Funktion als Mensch erfüllt sich für sie innerhalb der gesellschaftlichen Spielregeln mit ihrer privaten Selbst- und Artentfaltung und der politischen traditionellen Gruppenerhaltung. Jeder ist mit sich selbst und seinen persönlichen Erlebnissen, mit seiner Arbeit für Lohn und Brot, mit seinem Umfeld, seiner Heimat und den täglichen banalen Ereignissen völlig ausreichend beschäftigt, oftmals auch noch total überfordert. Alles Erfassen, Fühlen und Bedenken dreht sich um sein spezifisches privates, sehr individuelles Dasein, wie das mit der geliebten Partnerin, seiner Familie, seinen Kindern, seinen Freunden, seinem Arbeitsplatz und in seinem Volk mit allen Vereinen, Parteien und Organisationen so um ihn oder sie eingerichtet ist.

Der Mikrokosmos

Einige Biochemiker sind bei ihren Forschungen bereits darauf gestoßen, dass es im Menschen eine kommunikative «Organstruktur» aus unstofflichen, elektromagnetischen Feldern geben muss, um bestimmte Phänomene des Lebens zu erklären. In einigen esoterischen Kreisen sind diese metaphysischen Phänomene bereits seit längerem bekannt. Sie werden schon immer benutzt, teilweise für angeblich okkulte Beschäftigungen, wie Wahrsagen, Kommunikation mit Verstorbenen oder Außerirdischen, für Schamanismus, Channeling, bei spiritistischen Sitzungen und geistigem Heilen.

Das alles wird nur möglich,

  1. weil es im und um den Menschen herum immaterielle «elektromagnetische» Kraftfelder gibt,
  2. weil einigen Menschen von Natur aus die Möglichkeiten geschenkt bekommen, mit diesen Kräften zu wirken, wenn sie die notwendigen Verbindungen ermöglichen, und die daraus entstehenden Verpflichtungen akzeptiert werden,
  3. wenn die natürlichen Vorgänge für die Wesen im Jenseits wenig gestört werden,
  4. wenn sich die Äonen oder Asuras durch diese Offenbarungen Vorteile für ihre Selbsterhaltung versprechen.

Da es in der europamerikanischen Zivilisation nicht unbedingt üblich ist, dass über diese transpersonale Zusammenhängen in Schulen unterrichtet wird, und auch sonst sehr wenig darüber offiziell berichtet wird, ist es wahrlich nicht ganz leicht zu verstehen, in welch umfassende transpersonale Aktionen jeder einzelne Mensch unzweifelhaft eingebettet ist. Das Dramatische dabei wird erst deutlich, wenn diese Tatsachen einem unbedarften Bürger eingängig erklärt werden. Denn es ist die Erfahrung einiger absolut vertrauenswürdiger „Hellseher“, dass die Verleumdung durch die allgemeinen Medien und durch die empirischen Wissenschaftler in der westlichen Welt völlig selbstverständlich an der Tagesordnung ist. Selbst wenn in parapsychologischen Instituten der absolute Beweis erbracht werden konnte, werden die metaphysischen Verhältnisse des Lebens von den autorisierten Meinungsbildnern in Politik und Medien nicht akzeptiert. Die Ignoranz dieser unstofflichen Lebenssphären, die so wichtig für das Verstehen und Annehmen des Todes wären, wird heute nur durch einige Publikationen im Internet durchbrochen, die sich prinzipiell jeder heraus suchen kann, jedoch meistens nicht macht, weil sie im täglichen Existenzkampf unbedeutend erscheinen. Darum gerät dieses Wissen meistens nach einem Gespräch oder Kontakt recht schnell in Vergessenheit und wird aus dem normalen Zusammenleben in Familie und Beruf wieder ausgeblendet. Allein darum ist eine stete Auffrischung dieser transpersonalen Lebensfaktoren sinnvoll, um das prinzipiell Andersartige und Wunderbare des Lebens im eigenen Sein bewusst und positiv anzuschauen und für wahr nehmen zu können, nicht nur dann, wenn unheilbare Krankheiten oder der Tod den Menschen dazu zwingen.

Seit langen Zeiten ist bei esoterischen Eingeweihten und auch in einigen religiösen Kreisen bekannt:

Mikros oT
Jeder Mensch bewohnt einen komplexen Mikrokosmos, eine Welt im Kleinen, die von einer Monade geführt wird.

Hinter jedem Mikrokosmos drängt die ursprüngliche Schöpfung aus ferner Vergangenheit, der Urtyp, die Monade. Der Begriff «Monas» (griechisch = Einheit, das Einfache) bzw. «Monade» hat in der Geschichte der Philosophie unterschiedliche Bedeutungen bekommen, deren Grundaspekte aber erstaunlich konstant blieben. Die Monade gilt als eine komplexe Kraftkonstellation, als Matrize einer ursprünglichen Idee der Offenbarung für alle Geschöpfe in allen kosmischen Gebieten. Diese Bedeutung findet sich nicht nur bei den Pythagoräern und entfaltet sich insbesondere im Neuplatonismus und teilweise auch in der christlichen Mystik. Viele Aspekte finden sich bei Giordano Bruno, der für seine Bekenntnis zu diesem Weltbild auf dem Schafott endete. Später wird dieses kosmische Modell in der Monadologie von Gottfried Wilhelm Leibniz vertreten. Heute bezeichnet die Monade in den meisten esoterischen Weltbildern das metaphysische Kraftfeld eines vollständigen Urtyps aus sieben sich ineinander drehenden Kraftfeldern. Die Monaden leiten die fortschreitende Entwicklung in den eingeborenen Makrokosmen, Kosmen und Mikrokosmen, und sie sind auch für die Evolution der implantierten Geschöpfe zuständig, wie Galaxien, Sonnensysteme, Planeten, Wesen, Menschen und diverse Lebenswellen.

Eine der Kraftverbindungen der Monade mit dem Menschen über den Mikrokosmos wird mittelalterlich die «Rose des Herzens» genannt, oder persisch die «Perle in der Lotusblüte». Nach den moderneren Darlegungen der Veden ist es «Atman», der innewohnende Anteil von «Brahman», der höchste Schöpferimpuls. Nach dem paulinischen Christentum könnte der Berührungspunkt der Monade als der «eingeborene Sohn, Jesus» bezeichnet werden. Die zweite Verbindung der Monade mit dem Mikrokosmos wird im Hauptheiligtum über die Pinealisaura aufrecht erhalten, solange der Mensch sich durch seine Lebenshaltung dafür geeignet macht. Die Monade selbst kann als das «Kind Gottes» angesehen werden, die bereits mit allen sieben Kraftfeldern vollkommen ausgestattet ist, und diese für den evolvierenden Mikrokosmos und den Menschen bereit hält. Und zwar solange, bis er über mehrere Inkarnationen für diese Erhebungen geeignet wurde. Also werden die höheren Lebensfelder prinzipiell für jeden Menschen bereits jetzt zur Verfügung gehalten, bis sein Mikrokosmos die erforderliche höhere Stufe auf dem Evolutiosbogen erreichen konnte. Dieses erstaunliche Phänomen wird in dem gnostischen Werk der «Pistis Sophia» – verfasst von dem Alexandriner «Valentinus» – beschrieben. Dort wird nach Aussage des Autors berichtet, wie «Jesus» zu seinen Jüngern sagte:

„Als nun die Sonne im Osten aufging, geschah es durch das Erste Mysterium, das von Anfang an besteht, aus dessen Willen das All hervorgegangen ist, woraus ich selbst soeben gekommen bin, nicht in der Zeit vor meiner Kreuzigung, sondern jetzt – dass durch den Befehl dieses Mysteriums mir mein Lichtkleid gesandt wurde, das mir von Anfang an gegeben war, und das ich im letzten Mysterium zurückgelassen hatte, dem vierundzwanzigsten von innen nach außen – von jenen vierundzwanzig Mysterien, die sich in der Ordnungsmacht des zweiten Raumes des Ersten Mysteriums befinden. Dieses Lichtgewand nun hatte ich im letzten Mysterium zurückgelassen, bis die Zeit angebrochen sein würde, um es anzulegen und ich beginnen würde, zur Menschheit zu sprechen und ihr alles zu offenbaren vom Beginn der Wahrheit bis zu ihrer Vollendung und vom Innersten bis zum Äußersten, und vom Äußersten bis zum Innersten.“

In diesem Gedankengang wird etwas Grundlegendes über die mikrokosmische Struktur festgestellt, das von vielen nachfolgenden Philosophen möglicherweise übersehen wurde: der Mensch, der Mikrokosmos hat mehrere «Lichtkleider». Das ist zwar ein altertümlicher Begriff für Energiefelder, aber er besagt doch deutlich, dass der körperliche Mensch in seinem Mikrokosmos von unterschiedlichen Kraftfeldern umgeben ist, ja, dass die stoffliche Person innerhalb dieser Kraftfelder «eingeboren» ist. Der Körper selbst ist dann in diesen Zusammenhängen eigentlich die materielle «Finsternis». Wenn wir diesen Begriff jetzt nicht abwerten, sondern einfach neutral nehmen, können wir erfassen, dass der stoffliche Körper nur die unterste, am niedrigsten schwingende Kraftebene ist. Damit ist dann bereits eine wesentliche Selbsterkenntnis eingetreten als ein Abglanz von der Wirklichkeit des komplexen Mikrokosmos in bezug zur Persönlichkeit. Die Erkenntnis, dass der Mensch dementsprechend viel mehr ist als nur ein Körper aus Materie, kann doch ziemlich begeistern. Er bewohnt eine Totalität, einen Holokumulus (holos = ganz, kumulus = zusammengeballt, vereint) aus mehreren Kraftfeldern, vom höchsten Licht bis in die unterste Finsternis, dem irdischen Lebensfeld. Alle Makrokosmen, Kosmen und Mikrokosmen sind derartige Konglomerate aus den diversen Kraftfeldern.

Diese Erkenntnis hat Giordano Bruno ca. 1584 in seinen Visionen über die Monade als Wesensstruktur der Schöpfung in dem Dialog «Über die Ursache, das Prinzip und das Eine» ausführlich dargestellt. Darin beweist er im Rahmen der damaligen Erkenntnisse die Notwendigkeit der kosmischen Unterstrukturen als kugelförmige Zusammenballungen der Kräfte, Monaden, aus mehren Perspektiven und hebt das geozentrische Weltbild des Aristoteles auf. Seine Ausführungen gehen auch über die heliozentrische Kosmologie des Keppler hinaus, was ihm den Unwillen der Inquisition einbringt. Zurück zu dem Zitat aus der Pistis Sophia, in dem noch angedeutet wird, was keinesfalls übersehen werden darf: Nämlich, dass einige Lichtkleider für den aktuellen Menschen noch nicht wirksam sind, während andere, einige höhere «Lichtkleider» in einem anderen Lebensfeld, in dem Feld der vollendeten Monade immer noch aufbewahrt werden. So heißt es in dem Traktat des Valentinus, der Pistis Sophia: „…dass mir mein Lichtkleid gesandt wurde, das mir von Anfang an gegeben war, und das ich (Jesus) im letzten Mysterium zurückgelassen hatte, dem vierundzwanzigsten von innen nach außen“. «Jesus, der Christus» kann durchaus als der Prototyp eines vollständigen Mikrokosmos bzw. einer Monade angesehen werden. Wer IHM nachfolgt, wer den Impulsen seiner vollendeten Monade nachstrebt, wird einmal ihr gleich werden, in ihr aufgehen mit allen damit verbundenen Herrlichkeiten. Das ist die Verheißung in den Evangelien. Dafür ist es dringend erforderlich, die Gesamtkonzeption des eigenen Mikrokosmos und des Kosmos Erde mit allen Implikationen zu verstehen und den zugehörigen Regeln zu folgen. Einige fundamentale Informationen dafür liefern uns die «Zehn Gebote» des Moses.

Es ist wirklich keine naturgegebene Selbstverständlichkeit, dass jeder Mensch in seinem Leben nach seinem Gutdünken Lust auf Lust und Arbeit auf Arbeit bis zum Tode aneinander reihen muss, nach welchen gesellschaftlichen Regeln auch immer. Sein Wirken und Dasein in Denken, Fühlen und Handeln bildet das Schöpfrad für diverse Kräfte, die seinen Mikrokosmos eigentlich für ein sinngebendes Ziel durchströmen. Die Monade führt den Menschen zielgerichtet bei seiner Entwicklung, in seiner permanenten Evolution der noch nicht entfalteten mikrokosmischen Kraftfelder. Damit wird der Mensch befähigt, mit seinem eigenen Erfassen und aufmerksamen Bedenken selbstbewusst die fundamentalen Zusammenhänge zu erkennen, in welchen Strom von Kräften er eingebettet ist, und dass sogar das scheinbar sinnlose Dahintreiben auf dem Strom des Lebens einen tiefen Sinn hat. Die Berührung mit der Monade macht sich bemerkbar als ein Drängen nach höheren «Gefilden», wie es im «Lied von der Perle» von Mani, dem persischen Propheten der Spätantike, so schön beschrieben ist. Wer wahrlich aus eigenem Antrieb beginnt, sein Leben auf die mikrokosmische Evolution einzurichten, ermöglicht, dass sich die höheren Kraftfelder, die für ihn aufbewahrten «Lichtkleider», z.B. die Astralis, die Mentalis und die noch fehlenden nirwanischen Felder konzentrisch mit dem Mikrokosmos verbinden! Das wird von der Monade über die Pinealisaura und den Brennpunkt im Herzen, dem Zentrum des aurischen Wesens beständig dem Mikrokosmos eingespiegelt. Es ist eine überwältigend gnadenvolle Verheißung, wenn der Mensch einmal in sich erfährt, dass er nicht nur ein vierfacher Holokumulus für einen zeitlich begrenzten Stoffwechsel im irdischen Weltfeld ist, wo sich Schmerz an Leid und Verderben reiht, sondern dass jeder Mensch immer von einer Verbindung mit dem universellen Bewusstsein begleitet wird, das sich in allen sieben Kraftfeldern der Schöpfung offenbart. Dadurch wird auch deutlich sichtbar, dass jeder Mensch prinzipiell über sein kleines, scheinbar unbedeutendes Bewusstsein, mit dem gigantischen Gesamtbewusstsein der Offenbarung verbunden ist und Anteil daran haben kann.

Die Grundstrukturen des Mikrokosmos, die Lichtarten der «elektromagnetischen» Energiefelder, die sich in unserer Natur des siebten kosmischen Gebietes holistisch offenbaren, haben schon viele Geisteswissenschaftler intensiv beschäftigt. In allen okkulten Beschreibungen des menschlichen Daseins finden sich gute Modelle, die plausible Rahmenbedingungen für die unstofflichen Ansichten des Systems Mensch schaffen. In den bestehenden Kosmologien der großen Religionen oder dem esoterischen New-Age werden einige derartige Weltbilder vorgestellt. In ihnen wird unterschiedlich beschrieben, in welchen Formen das universelle Bewusstsein mit der stofflichen Erde verbunden ist. In dem Buch «Basis der Evolution» wird auch auf die philosophische Weisheit der indischen Veden zurückgegriffen, die sich sowohl bei Zoroaster als auch im paulinischen Christentum spiegeln. Die kosmologische Ursache allen Lebens hat die Menschheit schon immer beschäftigt, und es wurden schon manche Modelle einer Gotteswelt mit der offenbarten Schöpfung entworfen. Wir wollen hier bei alledem sehr vorsichtig erneut ein plausibles Gedankenbild vorstellen, immer bewusst, dass auch wir sozusagen von unten her nur ein menschliches Modell entwickeln können. Dieses soll allerdings plausibel, logisch und leicht verständlich sowohl mit den antiken großen Religionstheorien als auch mit den modernen Erkenntnissen aller Wissenschaften und Geisteswissenschaften übereinstimmen. Es wird in diesem Rahmen der Darstellung des Mikrokosmos allerdings nur eine Kurzfassung sein können.
Zu Beginn aller Zeiten und Offenbarungen entfaltet sich im unbegrenzten, unkennbaren ewigen Kraftfeld ein alles umfassendes universales Bewusstsein, die Urmonade, aus und in der wie in einer Kaskade alle weiteren Monaden der ganzen Schöpfung entstehen. Das ist das ursprüngliche Offenbarungsfeld, der Logos vom Anfang, TAO, Brahman, Ahura Mazda, das PSI-Feld. Mit diesem totalen Universum offenbaren sich sieben Kräfte, der «Heilige Siebengeist», in den sieben kosmischen Gebieten mit sieben universellen Bewusstheiten, die sich dem jeweiligen Schöpfungsprozess der Monaden mit und durch die sieben universellen Kräfte anpassen und an den diesen Feldern gestellten Aufgaben mitwirken.

Im siebenten kosmischen Gebiet entwickeln die Monaden in der Galaxie Milchstraße mit ihren kosmischen «Kindern» auch die Sonnenmonade mit den planetaren Monaden des solaren Systems. Gleichzeitig entstehen die Monaden der Monde und Asteroiden. In der Monade der Erde wird ein irdisches Lebensfeld, der Kosmos mit seinen sieben Kraftfeldern, dem Diesseits und Jenseits entwickelt. Die Erde ist als materieller Körper im siebten Stratum darin eingebettet. Im gesamten Kosmos wesen und wirken zahlreiche Entitäten (Engel, Devas o.ä.) und ätherische bzw. astrale Naturwesenheiten für die Aufrechterhaltung der natürlichen Zusammenhänge und Lebenswellen. In diesem komplexen Lebensfeld werden und erleiden die irdischen Menschen ihre Erfahrungen für die Entwicklung ihrer sieben mikrokosmischen Kraftfelder. Die stete Entwicklung der Kräfte im Mikrokosmos verändern, erhöhen für die Menschen die Wahrnehmungsmöglichkeiten seiner selbst und seiner wechselnden Umwelt.
Dieses Lebensfeld im siebenten kosmischen Gebiet mit seinen inhärenten Monaden ist Teil eines gewaltigen Evolutionsbogens. In dem vorläufig noch kristallisierten Teil des siebten Lebensfeldes entwickeln sich die stofflichen Menschen mit ihren Mikrokosmen. Unter der Führung der Monaden, die die Mikrokosmen in ihrem Erwachen vorantreiben, werden die Menschen künftig zu einem höheren Erfassen und Bedenken ihres Seins und ihrer Umwelt kommen. Diese dadurch entstehende total neuartige Selbst- und Welterkenntnis wird den Menschen künftig so erscheinen, als wären sie im Paradies angekommen. Das wäre jedoch ein fataler Irrtum. Denn das ist keineswegs der Fall! Vielmehr sind mit der Aktivierung der höheren Astralis erst die Voraussetzungen geschaffen, damit sich auch die noch nicht zentrierten mentalen Aspekte offenbaren können und sich die drei nirwanischen Kraftfelder im Mikrokosmos zentrieren, was den Menschen erneut mit völlig unbeschreibbaren Erfahrungsmöglichkeiten seiner Welt verbinden wird.

Der teleologische Prozess, in dem die Menschheit seit Anbeginn ihrer Schöpfung mit ihren Monaden in der kosmischen Monade der Erde steht, ist bereits in der fundamentalen Idee des universalen Bewusstseins enthalten. Soweit es unseren Einsichten geschenkt werden kann, können wir sagen, dass dieser Plan vorsieht, dass sich jeder Mikrokosmos künftig mit seiner Monade vereinigen wird, nachdem er in allen Kräften mit ihr kongruent geworden ist. Aber Achtung für alle Himmelsstürmer: Auch dann ist der Mensch als Manas – als Monade – nicht in der Endphase seines kosmischen Daseins. Völlig neue für uns unbegreifbare Aufgaben für die Evolution im solaren System und in der Galaxie stehen noch an. Es wäre äußerst gewagt, darüber irgend etwas Genaues zu berichten. Nur eines scheint uns in diesem Zusammenhang doch ersichtlich. Zunächst müssen die jenseitigen Lebensfelder von allen unheiligen Kräften – Äonen oder Asuras – gereinigt werden, damit sie für die weitere Entwicklung anderer Mikrokosmen keine Behinderung mehr sein können. Und es sollten auch alle noch nicht so weit fortgeschrittenen Lebenswellen in Fauna und Flora vollendet in ihren Monaden aufgenommen werden können. Auch dabei haben die bereits vollkommen entwickelten «Menschen» in ferner Zukunft mitzuwirken.
Diese wichtige Grunderkenntnis wird da und dort in wenigen Büchern verschleiert angedeutet. Aber man muss sich schon viel Zeit nehmen und intensiv graben, um diese ausgezeichneten Gedanken zu finden. Seit Anbeginn der Offenbarung werden sämtliche Universen, Galaxien, Kosmen, Planeten, Monde und die Menschen als Mikrokosmen von ihren Monaden in einer kontinuierlichen Evolution geführt. Zur aktuellen Zeit befindet sich der Kosmos mit allen seinen Lebenswellen bei seiner Entwicklung in einer Wendezeit zwischen der vorbereitenden Entwicklung des materiellen Körpers bis zur Aufnahme des wahrnehmenden Verstandes im Gehirn und der aufsteigenden Evolution, der Entfaltung des Denkvermögens für die Umsetzung aller Impulse für die interkosmische Evolution, so könnte man es beschreiben. Das beginnende Aquariuszeitalter verweist in der kosmischen Uhr auf diese absolut revolutionäre Wendezeit. Dabei wird der Menschheit die eine alles entscheidende Aufgabe zugewiesen. Aktuell ist jeder Mensch selbst dafür verantwortlich, dass sich in seinem Mikrokosmos die höhere Astralis und Mentalis entfalten wird. Dafür muss er in seiner Psyche die komplementären Kräfte des Animus und der Anima, maskulin und feminin, ebenbürtig und gleichberechtigt in harmonischer Zusammenarbeit beim täglichen Leben verwirklichen. Dann wird er auch in der Lage sein, sich mit all seinen bewussten Entscheidungen eindeutig auf die anstehende Evolution auszurichten. Diese neue Lebenshaltung wird eigentlich für jeden verständlich, der die Natur mit ihren vielfältigen Aspekten beim Wachsen und Gedeihen kennt. Die Pflanze muss im Erdreich wurzeln und sich mit dem Trieb, dem Stamm aus dem Erdreich erheben und mit aller Kraft zum Licht emporstreben, damit einmal in der vollen Krone der Blätter sich die Blüten entfalten, um darin die erforderlichen Organe für die Früchte zu bilden. Es ist keineswegs erstaunlich, dass die Rishis in Indien und die Priester in Ägypten den Lotos als Symbol für die menschliche Entwicklung genommen haben, denn er wurzelt im Winter im Schlamm unter dem Wasser, erhebt sich im Frühling über die Wasseroberfläche und im Sommer streckt er seine wunderschönen Blüten zum Sonnenlicht.

Die ganze Schöpfung, wie in den vorhergehenden Kapiteln bereits dargestellt, besteht aus sieben Lebensfeldern. Als Paradies, Garten Gottes, bezeichnete man in der Antike das siebte kosmische Gebiet, aus dem die Menschheit symbolisch durch Adam und Eva vertrieben wurde. Die Monade, das göttliche Wesen hinter dem Mikrokosmos, wirkt allerdings beständig aus und in allen kosmischen Gebieten, sie ist holistisch mit allen Kraftfeldern und Gebieten verbunden. Vollbringt der Mensch einmal unter ihrer Leitung die vollständige Herstellung seines Mikrokosmos aus den sieben Kraftfeldern, dann wird dieser «Neue Mensch» eins mit seiner Monade, die auch immer in der Einheit mit allen Monaden steht. In den alten chinesischen Mythen wurde der geheiligte Mikrokosmos als der «siebenflügelige Drachen» beschrieben. Darum wird auch heute noch die Verehrung des Drachens in der chinesischen Kultur an vielen Festen vom Volk gefeiert. Diese siebenflügelige Kraftkonzeption repräsentiert mit einem leitenden Flügel die Pinealisaura, mit den zwei Flügeln des Hauptes die Mentalis im Wahrnehmen und Bedenken, mit den zwei Flügeln des Herzens die Astralis in Begehren und Liebe, und mit den zwei Flügeln der aktiven Verwirklichung das Ätherfeld zur Mitwirkung im Plan des Logos.

Darin kann man die neuen Kräfte oder die Lichtkleider des kommenden neuen Menschen erkennen. Aber für diese weitreichenden Prozesse müssen zuerst die niederen astralen und mentalen Felder auf ihre schützenden Aufgaben im stofflichen Lebensfeld neutral reduziert werden, damit sich die höhere Astralis und die höhere Mentalis entfalten können. Dies wäre die aktuelle fundamentale Verrichtung der Menschheit in dieser Wendezeit. Sie sollte sich in Selbsterkenntnis und autonom von den alten Methoden der materiellen Selbsterhaltung und Arterhaltung und dem luxuriösen Einrichten auf Kosten anderer Mitbürger vollkommen verabschieden, damit die niedere Astralis beruhigt werden kann.
Auch das Bestreben, mit der niederen Mentalis die größten Weisheiten über die materiellen Ursachen des Lebens zu erforschen sollte verstummen, damit sich die bislang nicht aktivierten höheren Ansichten der Mentalis im Mikrokosmos zentrieren. Das ist eine entscheidende Maßnahme in der Aquariuszeit. Diese unbequemen Verbindlichkeiten werden allerdings nur jenen ersichtlich, die bereits die Schwerpunkte in den Geboten und Regeln der großen Religionen beherzigen. Da steht z.B. die Begierdelosigkeit bei Buddha im Mittelpunkt, die vielfach missverstanden zu einer die Menschlichkeit verzerrenden Askese geführt hat. Auch Mose predigte schon die Abkehr vom «Mammon» oder dem «goldenen Kalb», was insbesondere von einer bestimmten Elite absolut nicht eingesehen wird. Jesus erklärte seinen Nachfolgern, sie sollen sich nicht um den nächsten Tag sorgen: Matth. 6, 25 „Darum sage ich euch: Sorget nicht für euer Leben, was ihr essen und trinken werdet, auch nicht für euren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr denn Speise, und der Leib mehr denn die Kleidung? – Sehet die Vögel unter dem Himmel an: sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater nährt sie doch. Seid ihr denn nicht viel mehr denn sie? – Wer ist aber unter euch, der seiner Länge eine Elle zusetzen möge, ob er gleich darum sorget?“ Eigentlich ist alles schon gesagt. Der Mensch antwortet darauf mit dem Zitat: «Der Geist ist willig, doch das Fleisch ist schwach.» Ist es mit derartigen Sprüchen wirklich getan oder gibt es unerkannte Kraftstrukturen im Jenseits, die mit einer konsequenten Weiterentwicklung der Menschheit nicht einverstanden sind und darum alle guten Ansätze verderben?
Allerdings bleiben die Begleiterscheinungen für die mikrokosmische Evolution sowie die damit notwendigen Forderungen an den Menschen in dieser Zeitperiode dennoch bestehen. Erst nach der völlig natürlichen Neutralisation der niederen astralen Begehren für die stoffliche Selbsterhaltung, erst durch das Entfalten der höheren Begehren aus der Astralis nach den metaphysischen Entfaltungen kann sich auch die Mentalis erhöhen. Nur damit werden die mikrokosmischen Voraussetzungen geschaffen, um den drei nirwanischen Kraftfeldern, der Spinalis, der Spiritualis und der Idealis sukzessive mehr Zugriff auf das Dasein der Menschen zu ermöglichen. Diese Zusammenhänge und Wechselwirkungen unterstehen nicht den persönlichen Entscheidungen, vielmehr sind sie nach den Regeln der harmonischen Resonanz geordnet und kosmisch eingerichtet. Die damit verbundenen Lebenszusammenhänge können hier verständlicherweise nicht im Detail dargestellt werden. Eines kann man jedoch mit Sicherheit sagen, weil es bereits seit zweitausend Jahren verkündet wird: Jeder Mensch wird sich uneingeschränkt autonom in den Dienst für alle Menschen, Tiere und Pflanzen stellen und auch in den Dienst für die Evolution des irdischen Kosmos.

Der Mensch ist ein Mikrokosmos innerhalb seiner Monade

Die meisten Menschen leben und existieren in einem multiplexen Kraftfeld, einem Holokumulus von ca. 16 m Durchmesser, der von seiner Monade, einem noch größeren Holokumulus aus sieben Kräften, umschlossen ist. Allerdings nicht alle Menschen. Einige Volksgruppen der sogenannten Naturvölker werden über einem gemeinsamen Mikrokosmos entwickelt, ebenso wie die höheren Säugetiere. Alle anderen Lebenswellen der Erde sind ebenfalls nach Arten oder Gattungen zusammen in einem Mikrokosmos mit der zugehörigen Monade in das allgemeine Kräftespiel des Kosmos aufgenommen. Jeder Mikrokosmos wird beständig aus den ihn umgebenden Sphären ernährt. Nach den universellen Regeln der Resonanz atmet der Mikrokosmos über den Nordpol die mit seinem Vibrationsschlüssel resonanten Kräfte ein, und über den Südpol werden die verbrauchten Kräfte wieder ausgeatmet. In unserer Zeit spielen dabei insbesondere die Äther und die drei niederen astralen Kräfte eine dominante Rolle. Mit ihnen lebt der Mensch solange in Resonanz, wie er sich mit all seinen Begehren, Wünschen und Denken ausschließlich auf seine materielle Selbst- und Arterhaltung richtet.

Die Persönlichkeit selbst – als materieller Körper – ist das Kind des ewig seienden aurischen Wesens in seinem Mikrokosmos, der ein Kind der Monade ist. Niemand kann sich sein Schicksal selber aussuchen, niemand lebt sich selbst, wie schon Paulus festgestellt hat. Jeder, ob Kaiser, Topmanager, Star oder Bettelmann, ob in Rom, New York, Peking oder São Paulo, wird von den Wechselspielen der Kräfte in seinem aurischen Wesen in Resonanz mit den Wesenheiten des Jenseits hin- und hergetrieben, um über die zugehörige Monade den für die Entwicklung seines Systems notwendigen Kräfteaustausch abzuwickeln. Dabei durchlebt und durchleidet der Mensch im Sinne des griechischen «Pathos» in seinem Leben – aus seiner egozentrischen Sicht selbstständig und selbstverschuldet – zahllose Schicksale und Erfahrungen. Dieses «Pathos» dauert so lange, bis der Mensch jenen Punkt erreicht hat, wo er sich eindeutig von den Abhängigkeiten in der stofflichen Existenzsicherung liebevoll aber eindeutig distanziert. Dann sucht er noch eine Weile nach dem Sinn seines Daseins, bis er nach vielen Experimenten in eine neue Entwicklungsphase eintritt, die völlig befreit ist von den vergeblichen Bemühungen um liebevolle Karitas, tiefgründige Kultur, abwegigen Bemühungen um paradiesische Verhältnisse und wissenschaftlichen Naturforschungen der materiellen Zusammenhänge. Unter dem stets lauter werdenden Einfluss der Monade im Bedenken und Begehren wird er sich endgültig bewusst auf die Entwicklung seiner höheren astralen Felder und seines Denkvermögens konzentrieren. Die Monade des ewigen Lebens unterstützt ihn jetzt dynamischer als je zuvor, auch bei seinen Aufgaben bei allen noch bestehenden karmischen Verpflichtungen.

Das aurische Wesen inkarniert immer wieder, die Person lebt nur einmal.

«Aura» ist das griechische Wort für Hauch, Lufthauch und auch für die «Göttin der Morgenbrise». So ist «Aurora» die Göttin der Morgenröte. Heute wird der Begriff Aura in esoterischen Lehren auch für die durchaus wahrnehmbare Ausstrahlung, das Charisma des Menschen benutzt. Meist werden damit die unteren Ebenen des Energiekörpers oder ein Teil des Ätherfeldes bezeichnet. In dem gängigen stoffgebundenen Begriffskatalog gibt es wenige passende Worte für die diversen Energiewelten. Die offizielle Meinung der europamerikanischen Öffentlichkeit verhält sich so, als wären diese Sphären überhaupt nicht existent. Man sollte annehmen, dass die Namensgebung für die Dinge und Vorgänge in der uns umgebenden Welt bereits in einer geschichtlichen Zeit stattfand, als einige weise Menschen in ihrer Welt neben den fünf grobstofflichen Sinnesorganen auch noch einen sechsten Sinn für die Geister und Wesen der immateriellen Zustände hatten. Aus den Forschungen des Schamanismus, z.B. durch Mircëa Eliade, kann entnommen werden, dass unter besonderen Bedingungen zumindest die unteren ätherischen und astralen Welten für die Schamanen nicht nur «einsehbar» waren, sondern auch für Heilungen verschiedener Art verwendet wurden. Heute können wir auf die Erkenntnisse modernerer Okkultisten, vor allem aus den theosophischen bzw. anthroposophischen Gruppen, zurückgreifen.
Das mikrokosmische Feld wird insgesamt als aurisches Wesen bezeichnet, weil es einem Holokumulus gleich ein Kraftkonglomerat aus sieben «elektromagnetischen» Feldern mit einem eigenen Leben, mit Bewusstsein und Erfassen ist. Das aurische Wesen belebt unter der Leitung der Monade den eingeborenen Menschen in einem wechselseitigen Magnetismus mit Hilfe seiner persönlichen Begehren, Gedanken und Reaktionen. Der Mensch ist demgemäß mehr als nur ein Körper. Er wirkt auch in die immateriellen Kraftfelder des wachsenden Mikrokosmos hinein als selbstbewusstes, für die Evolution mitverantwortliches Werkzeug.
Die Bezeichnung «elektromagnetisch» für die Qualität der sieben Kraftfelder sollte in diesem Zusammenhang richtig verstanden werden. Allerdings kann dieser Begriff nicht direkt aus der materiellen Physik in die metaphysischen Dimensionen übertragen werden. Wir werden ihn dennoch weiterhin so benutzen, weil in den unstofflichen Feldern ebenfalls immer Energien fließen, die mit isobarer Resonanz Kräfte anziehen bzw. abstoßen, wie beim einem magnetischen Kraftfeld.
In einem Mikrokosmos wirken und weben sieben Kraftfelder. Folgende Übersicht zeigt sie von unten nach oben von niederer zu höherer Frequenz:

1. der stoffliche Körper
2. das ätherische Doppel
3. das astralen Feld
4. das mentale Feld
sowie drei nirwanische Kraftfelder, die den Mikrokosmos aus einer nicht zentrierten Kraftwolke umschweben.

Alle Kraftfelder leben auf ihre eigene Art und haben mit einem eigenen Bewusstsein verschiedene Ausdrucksmöglichkeiten wie Gefühle, Denken sowie ein selbstständiges Gedächtnis. Darüber kommunizieren sie untereinander, z.B. über Interferenzen oder direkter über die Chakren. Alle sieben Kraftfelder können selbst noch einmal in sieben unterschiedliche Qualitäten oder Modalitäten untergliedert werden. Die drei höheren Frequenzen wirken über die mittlere – die vierte Frequenz – mit den drei darunter schwingenden zusammen. Die drei unteren Frequenzbereiche wenden sich über das Feld in der Mitte zu den drei höheren Vibrationen, und der Feldaspekt der Mitte bildet sozusagen die Verbindung für die interne Kommunikation. Eigentlich sind die unterschiedlichen Aspekte nicht wirklich getrennt – wie es in der stofflichen Welt so üblich ist – , vielmehr wirken sie immer als eine einheitliche Gruppe zusammen. Dabei ist allerdings zu beachten: Nur die im mikrokosmischen Mittelpunkt konzentrierten Aspekte der Felder können aktiv für den Menschen agieren, stehen ihm mehr oder weniger direkt, wenn auch unbewusst, zur Verfügung. Die noch nicht zentrierten Ansichten oder Felder begleiten wohl alle seine Aktivitäten, beeinflussen aber das Leben des Menschen vorerst nur am Rande. Die Leitung oder Steuerung aller Entfaltungen obliegt immer der Monade.

Man kann die Affinitäten oder charakteristischen Wirkungen der Kraftfelder wohl voneinander unterscheiden, ähnlich einem Lichtspektrum mit seinen verschiedenen Farben. Dennoch sind die Feldbereiche nicht wirklich voneinander zu separieren, denn sie vibrieren immer als eine untrennbare Einheit. Das aurische Wesen, das alles umfassende Feld des Mikrokosmos, übernimmt dabei als Werkzeug der Monade eine ihrer Aufgaben. Diese umfasst, die Person (wird hergeleitet von ‚persona = per-sonare = hindurchtönen‘), den Menschen in seinem Dasein im materiellen Feld zu der Einsicht bzw. Selbsterkenntnis zu führen, dass er auch von weiteren immateriellen Kräften unterhalten und bestimmt wird. Nur in dieser umfassenden Erkenntnis seiner Daseinsfelder kann ihm die Bedeutung des «Gib, so wird dir gegeben», des universellen Resonanzgesetzes wirklich einleuchten.
Das ist eine zwingend notwendige Selbsterkenntnis, die den in der materiellen Selbstentfaltung entstandenen Hochmut auslöschen kann, bevor der Mensch in seiner Entwicklung mit den höheren Aspekten der Mentalis verbunden wird. Dies ist eine unabdingbare Voraussetzung, damit einmal alle vorgesehenen Kraftfelder vollkommen mit dem System konzentrisch verbunden werden können. Es sollte gut verstanden und niemals übersehen werden: der Mensch ist vorläufig noch nicht wirklich vollendet! Dieses ganze siebenfache Lebenssystem steht wohl in einer kräftigen Entwicklung, und zwar mit Hilfe und unter der Einstrahlung der Monade, die mit dem Kernprinzip des Mikrokosmos zusammen arbeitet. Der mikrokosmische Aufbau aus den vier unteren Kraftfeldern, der den Menschen zu einem selbstbewusst wirkenden Werkzeug gemacht hat, ist als solches jetzt schon ein wahres Wunder der Natur. Doch das ganze Wesen steht in einem noch viel höheren teleologischen Auftrag, der weit über das Dasein auf dem Planeten Erde hinausweist. Das scheint jedoch bei den meisten Menschen heute angesichts des irdischen Überlebenskampfes vergessen worden zu sein. Die Entfaltung des mikrokosmischen Geschöpfes unterliegt vorübergehend der Willkür der eingebildeten «persönlichen Freiheit». Jedem wirklichen Kenner der Lebenszusammenhänge wird dabei auch klar, dass die Vision eines «paradiesischen Lebens nach einem im Sinne der großen Religionen guten Lebensverhaltens» den Prozess der kosmischen Evolution sehr stark behindert. Die dadurch bedauerlicherweise entstandenen jenseitigen Kräfte ringen selbstverständlich mit aller Macht um ihr Überleben, das durch die konsequente Weiterentwicklung der Mikrokosmen gefährdet ist.

Die morphischen Felder der Lipika

Die menschlichen Vorstellungen über Gott oder Götter sind geglaubte hypothetische Theorien, angefüllt mit gedachten Vorstellungen von Menschen mit einem begrenzten Denkvermögen. Eine «Theorie» wird im Allgemeinen als eine durch Denken bzw. Intuition gewonnene Erkenntnis verstanden im Gegensatz zum durch empirische Erfahrung gewonnenen Wissen. Das Wort «Theo» bedeutet soviel wie «Gott», im Griechischen bezeichnete «Theorie» einmal die Betrachtung der Wahrheit durch reines Bedenken kosmischer Zusammenhänge. Das entspräche einer inneren Überlegung bzw. Erleuchtung im mentalen Feld. Dabei kann es heute auf der Basis geisteswissenschaftlicher Zusammenhänge durchaus bekannt sein, dass der Mensch mehr als ein physischer Körper auf materieller Ebene ist.
Das menschliche Wesen ist Teil eines Mikrokosmos aus mehreren Kraftfeldern und wird von einer Monade aus der ursprünglichen Schöpfung geführt und geleitet. Der Mikrokosmos beherbergt als ewiges Sein das aurische Wesen, das als Kumulus aus verschiedenen lebenden Feldern auch die Person Mensch bewirtet. Die sieben Lebensfelder sind 1. die Materie, 2. der Äther, der als Matrize der Atome, Moleküle und Organe den Körper komplett durchströmt und belebt, 3. die Astralis, die über das Begehren oder die Begierden und Wünsche die erforderlichen Kräfte und In-formationen anzieht. Diese Selbsterhaltungsfunktion wird vor allem nach außen durch die Magnetkraft des aurischen Wesens ausgeführt. 4. Für die interne und externe Kommunikation gehört die Mentalis dazu, welche dem Mikrokosmos über den menschlichen Verstand das Bedenken und Bewerten der Erlebnisse ermöglicht. Der Mikrokosmos wird erst mit den drei nirvanischen Feldern vollständig, die sich bislang noch nicht aktiv mit ihm verbunden haben.

Die Monade ist seit ihrer Schöpfung absolut vollständig und unabhängig vom Menschen. Sie existiert seit Anbeginn der Offenbarung und wird weiterhin ewig leben. Sie dominiert über das aurische Wesen alle Geschehnisse im und mit dem Mikrokosmos. Für die Überlebensfähigkeit des sich in der Entwicklung befindenden Mikrokosmos sind eine ganze Reihe von Abläufen für die Selbsterhaltung erforderlich, die von einer Inkarnation zur nachfolgenden weiter gegeben werden. In jedem Lebensfeld des aurischen Wesens wird vom Bewusstsein ein Gedächtnis geschaffen, das diese Vorgänge aufnimmt und regulierend wieder abgibt. Diese morphisches Felder (– um mit Rupert Sheldrake zu sprechen –), enthalten alle bisherigen Regulatorien und Gesetzmäßigkeiten für alle physischen und transpersonalen Funktionen der recht komplexen Menschen im Mikrokosmos. Damit wird jenes Metaprogramm der Inkarnationsweisheit aus der indischen Hindureligion gemeint, das dort von den Rishis «Lipika» genannt wird und für die karmischen Zusammenhänge verantwortlich ist. Mme. Blavatsky schrieb dazu: «Die Lipika gehen von Mahat aus und werden in der Kabala die vier Aufnahme-Engel genannt. in Indien die vier Maharajas, diejenigen, die jeden Gedanken und jede Tat eines Menschen aufzeichnen; Die Lipika stehen in direktem Zusammenhang mit Karma und dem, was die Christen den Tag des Gerichts nennen.» Die Psychologie (z.B. C.G. Jung) sagt in seinen Theorien: Der Geist jedes Menschen ist mit einem Über-Ich verbunden. Diese EGO, das kumuliert in den morphischen Feldern geformt wird, steuert die automatischen Körperfunktionen sowie die Gesundheit und fördert die Evolution.
Eine Erkenntnis aus der materiellen Physik erleichtert das Verstehen: Wenn man eine Maschine mit allen Details genauestens beschreibt, dann ist immer noch nicht alles gesagt, warum sie funktioniert. Beim Auto braucht es einen Ingenieur, der die gesamte Funktionalität und die zugehörige Mechanik erdacht und erprobt hat, und es braucht dann auch einen Auto-Fahrer, einen Anwender, der den komplexen Mechanismus jetzt «in Bewegung» setzen kann. Der Fahrer löst «auf geheimnisvolle Weise» durch den Zündfunken «Salamander im Ätherfeld» aus, die von der Elektrizität im Äther hervorgebracht werden, die dann die Explosion im Kolben verursachen. Die Hubbewegungen der Kolben werden über ein Getriebe und eine Kurbelwelle auf die Räder übertragen, wodurch das Fahrzeug angetrieben wird. Man könnte die Informationsquelle als die Überseele, das natürliche EGO bezeichnen. Dabei wird allerdings ein zentraler Faktor des menschlichen Daseins verallgemeinert und ausgeblendet: das Gedächtnis oder vielmehr die Gedächtnisse in den vier Lebensfeldern, der Materie, dem Äther, der Astralis und der Mentalis.
Für die Mikrokosmen werden die wesentlichen Informationen sowohl für den physischen Körper des Menschen, also die Muskeln und Knochen, als auch für den Blutkreislauf, die Wirkungen der endokrinen Drüsen und die Verarbeitung der nervlichen Fluiden, über die morphischen Felder im materiellen Bereich und im Äther geliefert. Die Basisstrukturen für die Energieresonanz, sowohl Stärke oder Intensität als auch Qualität und Subjektivität für die Selbsterhaltung liegen in den morphischen Feldern der niederen Astralis. Die Bewertungskriterien liegen im Gedächtnis der Mentalis. Die darin verborgenen morphischen Felder generieren die Parameter für das Überleben und die Kooperation mit den Mitmenschen, Familie und Freunde, später auch die Verbindungen für die Partnerschaft, bzw. die Erhaltung der Art.

Betrachten wir beispielhaft die Geburt eines Menschen: Bei der Inkarnation eines Mikrokosmos überschattet dieser eine bestimmte Frau, die mit ihm gut resonant ist. Sie wird von diesem auf der Erde durch «die Liebe» zu einem sympathischen Mann geführt, der beabsichtigt, mit ihr eine Partnerschaft oder Ehe aufzubauen. Gemeinsam sind die Eltern in dieser Phase resonant vor allem mit dem Gedächtnis im morphischen Feld der Materie des Embryos. Das Aurische Wesen des inkarnierenden Mikrokosmos induziert nach der Zeugung, wenn sich die Wirbelsäule mit ihren neuronalen Zusammenhängen ansatzweise gebildet hat, die ersten Anlagen aus dem materiellen Gedächtnis in das morphische stoffliche Feld des Embryos. Dies geschieht ebenso mit der mikrokosmischen Verbindung zur kosmischen Sternkonstellation im Geburtszeitpunkt. Damit wird für den Menschen das astrologische Metaprogramm für alle Gedächtnisse in der Lipika: ätherisch, astral und mental angelegt.
Diese Basisinformationen beeinflussen über die morphischen Felder sowohl auf der mentalen Ebene als auch auf der astralen Ebene alle späteren Wahrnehmungen. Durch dieses Metaprogramm kann der heranwachsende Mensch immer nur das wahrnehmen, was mit diesem «Horoskop», der astrologischen Determination seines Daseins, in Verbindung steht. Außerhalb dieser in ihn eingesenkten Grundstruktur kann er nichts wahrnehmen und für wahr halten. Damit wird jeder Mensch mit seiner fundamentalen Aufgabe in der Evolution verbunden, die ihm über die morphischen Felder in den vier Lebensfeldern seines Mikrokosmos von der Monade diktiert wird.

Im Kind füllt sich das morphogenetische Gedächtnis im Feld der Materie für den Aufbau, die Lagerung und alle materielle Verbindungen zum Blut, der Lymphe und den Nerven für das Kommunizieren mit allen stofflichen Organen aus dem Stoffgedächtnis des inkarnierenden Mikrokosmos. Viele Prägungen darin sind identisch mit den Informationen aus dem materiellen Feld der Mutter. Alle perinatalen Erlebnisse prägen sich ein, und auch alle ersten Erlebnisse in der Frühkindzeit dominieren das Gedächtnis im morphogenetischen Feld des Stoffgedächtnisses.
Das Ätherfeld entwickelt sich parallel in den ersten Lebensjahren zunächst aus dem Äther der Mutter, bzw. anderen Bezugspersonen, in dem sich das morphische Feld (ätherisches Gedächtnis) aufbaut, analog zu den primären Erfahrungen mit dem stofflichen Gedächtnis.
Die Astralis entwickelt sich zwischen dem 3. und 7. Lebensjahr, um für die sozialen Kontakte im entsprechenden morphischen Feld die ersten Erfahrungen zu speichern Das astrale Gedächtnis füllt sich auf mit allen sozialen Einsichten auf der Basis der karmischen Prägungen. Dazu kommen die Impulse aus der Familie, sowie aus den ersten Interaktionen in der Kita und der Schule. Dieses soziale Gefüge zu Beginn des Lebens, im Alter von etwa 7 – 14 Jahren, beeinflusst sehr stark das Gemüt des Menschen. Mit der heranwachsenden Geschlechtsreife wird das morphische Feld in der dritten Astralis mit den karmischen Erinnerungen aus früheren Inkarnationen gespeist, womit die Partnerwahl in sympathisch oder antipathisch probabilistisch vorbestimmt wird.
Zur gleichen Zeit werden auch die ersten morphischen Felder für das mentale Gedächtnis angelegt. Alle gravierenden Einsichten während der Kindheit aus den subjektiven Erfahrungen mit der Gesellschaft werden analog in den morphischen Feldern der Materie, des Äthers und der Astralis gemäß den bereits darin vorhandenen Prägungen, auch karmischer Art, gespeichert. Zu dieser letzten Phase in der Kindheit gehören auch ritualisierte Einweihungen, Initiationen, Konfirmation, Kommunion, Aufnahme in ein Kloster, erste Liebe, tiefgreifende Unfälle bzw. Krankheiten etc.
Die Summe dieser Gedächtnisse in den jeweiligen morphischen Feldern sind die belebenden Grundstrukturen im Wesen des Menschen. Alle diese Gedächtnisinhalte bestimmen den Kommunikationsfluss des Menschen, seine Wahrnehmung, sein Bewerten und Gewichten, seine Intelligenz, seine musischen oder künstlerischen Vermögen, seine Dynamik und sein Durchsetzungsvermögen, seine Sprache im Rahmen der kulturellen Zusammenhänge mit dem Volkskarma.
Daraus kann zweifelsfrei geschlossen werden, dass jeder Mensch sowohl von einem Metaprogramm geführt wird, dass vor allem seiner physischen und psychischen Selbst- und Arterhaltung dient, als auch von individuellen morphischen Feldern, deren Gedächtnisse seine subjektiven Lebenserfahrungen in einer gewissen Richtung mit allen Implikationen probabilistisch beeinflussen. Insgesamt kann man die Summe dieser mitwirkenden Gedächtnisse in der Lipika des Mikrokosmos als das EGO oder «Über-Ich» bezeichnen. Es wäre ein Forschungsprojekt wert, um zu erfahren, in wie weit die unterschiedlichen virtuellen Programme im alltäglichen Dasein sowohl die Geschehnisse als auch die dabei gespeicherten subjektiven Einsichten bestimmen. Alle Ereignisse der Person werden prinzipiell vom Magnetismus des eigenen aurischen Wesens angezogen, alle Begegnungen mit anderen Menschen, sowohl in einer intimen Situation als auch im Beruf, bei Massenveranstaltungen oder in Verkehrsmitteln. Dabei bestimmen die sich verfestigenden „Glaubensansichten“ in den morphischen Feldern, insbesondere in der Astralis und Mentalis ganz eindeutig das, was der Mensch bei den Geschehnissen wahrnimmt oder nicht. Alle für die Person als unwahr geltenden Möglichkeiten werden durch diese Zusammenhänge spätestens kurz nach dem Geschehen wieder ausgeblendet.

Diese Gedächtnisse in den morphischen Feldern der sieben Lebensgebiete des Mikrokosmos wurden in den Veden als die «Lipika» bezeichnet, und bei einigen Richtungen sind die Lipika göttergleich, die grundlegend das Leben des Menschen und sein Karma, sowohl das empfangene als das ausgelöste, bestimmen.

Bei alledem muss auch berücksichtigt werden, dass das Wesen Erde mit seinem Kosmos ebenfalls unter «ihrer Lipika» belebt wird. Rudolf Steiner nannte diese Sphäre die Akasha-Chronik, wobei der Begriff «Akasha» in der hinduistischen Philosophie den «Welt-Äther», den Raum im Universum bezeichnet. Natürlich bilden die sieben Lebensfelder mit dem Planetenkörper Erde eine Einheit, einen Holokumulus aus sieben miteinander kommunizierenden elektromagnetischen Kraftfeldern in einer Monade. So betrachtet könnte man die in diesen enthaltenen sieben morphischen Felder ebenso zusammen nehmen. Allerdings beinhalten die sieben morphischen Felder der Erde sieben unterschiedliche Gedächtnisse für die verschiedenen Lebensorganisationen der Erde. Das morphische Feld für Materie verwaltet die atomaren, molekularen, kristallinen Entfaltungen, sowie die Kommunikation mit allen organischen Lebewesen und die Informationen für den stofflichen Aufbau der Teile der Pflanzen und der Organe der Tiere. Hierbei kommt bereits das Äthergedächtnis ins Spiel, das die fließenden Aspekte reguliert und die Strukturen für die interne Kommunikation bestimmt. Die morphischen Felder der Erde, die sich rund um den Globus ausbreiten, interagieren notwendigerweise mit den Gedächtnisfeldern aller Mikrokosmen auf Erden. Auch alle Lebewesen der Fauna und Flora werden von Monaden über ihre Mikrokosmen gelebt, die aus den Gedächtnissen ihrer morphischen Felder in-formiert und gesteuert werden, im Zusammenklang mit den Resonanzen aus den morphischen Feldern der Erde.
Dies haben die gewaltigen Forschungen und Betrachtungen von Rupert Sheldrake ergeben. Könnte man den Irrglauben der Materialisten ausrotten, die der Menschheit wissenschaftlich beweisen wollen, dass das Leben aus der Materie entstanden ist, dann würden gewiss viele bislang fortwährend unbeantwortete Fragen über die Natur, ihre Entstehung und ihre Weiterentwicklung vollkommen und plausible beantwortet werden. Jedoch muss man einsehen, dass die Masse der Menschen auf allen Kontinenten in ihren Traditionen verharren, in denen die Ansichten bzw. Hypothesen antiker Autoren über die Schöpfung seit Gedenken reproduziert werden. Darum bleiben die modernen Erkenntnissen über die interkosmische Evolution aller Lebensfelder den wenigen Pionieren vorbehalten. Auch im Postdarwinismus hat sich mittlerweile die Erkenntnis durchgesetzt, dass es keine singuläre materielle Evolution geben kann, wenn nicht auch eine fundamentale Evolution im ganzen Universum stattfindet, die sich auch ätherische, astral und mental bei allen Wesen, Tieren, Pflanzen und Menschen durchsetzt. Mit diesen Überlegungen müsste auch eine einmalige Gottesschöpfung, wie sie die Genesis erzählt, in Frage gestellt werden.

Der grobstoffliche Mensch

In der niedrigsten Kraftebene offenbart sich die Energie der Materie mit allen ihren Strahlungen und Wellenemissionen. Hier im tiefsten Nadir vibriert das kosmische «Licht», selbst die elektromagnetischen Strahlung im subatomaren Bereich, ganz langsam. Darum nennt man diesen Teil der Schöpfung etwas ungalant «die Finsternis». Für uns Menschen ist diese Energieebene das natürliche gewohnte Lebensfeld und es ist von den empirischen Wissenschaftlern eigentlich auch am Besten erforscht. Diese Wissenschaftler haben seit Jahrhunderten mit ungezählten verschiedenen Naturbeobachtungen alle materiellen Zusammenhänge erforscht, unter teilweise unglaublichen Bedingungen, von den astronomischen Weiten bis hin zu den kleinsten «Bausteinen» der Materie durch Zertrümmerung der Atome (paradoxer Weise bedeutet dieser Begriff eigentlich «unteilbar») und auch ihrer winzigen Bestandteile in riesigen Zyklotronen. Von der gigantischen Galaxie, den mit dem Hubble-Teleskop erfahrbaren Ansichten, bis in das kleinste Bit wurde keine materiell mögliche Untersuchungsrichtung ausgespart. Ob nun technisch-maschinistisch, physiologisch, biologisch oder psychologisch, soziologisch oder ökonomisch, nahezu alle Existenzbereiche von Mineral, Flora und Fauna wurden genauestens durchforstet.

Ein ganz erstaunliches Ergebnis der intensiven Forschungen über mittlerweile zweitausend Jahre ist die aktuelle Weltanschauung der meisten Menschen in der europamerikanischen Kultur: die meisten – wie viele andere Autoren ebenfalls berichten – gehen davon aus, dass die Materie fest ist, kompakt wie Stein oder Mineral. Sogar die Luft und das Wasser sind rein physikalische Stoffe, die sich entsprechend den Gesetzen der Mechanik verhalten. Auch die vielfach genutzten Funkwellen (für Smartphone, Rundfunk, TV, Internet, GPS o.a.) oder die radioaktiven Strahlungen sind Emissionen der materiellen Energieebene. Der Mensch selbst ist in diesem Weltbild mit allen Gefühlen, Emotionen, Psyche und Denken ebenfalls ein materieller Körper, der vor allem stofflich ernährt werden muss und sogar mechanisch repariert werden kann. Jeder identifiziert seine Persönlichkeit vorwiegend bis ausschließlich mit dem stofflichen Körper, insbesondere dann, wenn es um seinen Tod geht. Trotz alledem ist es bei einigen Forschern, insbesondere den Psychologen und auch bei einigen Quantenphysio-philosophen bereits bekannt, dass die Verstandestätigkeiten, die Emotionalitäten und viele soziale Verhaltensstrukturen irgendwie in einem psychischen transpersonalen Raum stattfinden, der allerdings, obgleich schon metaphysisch akzeptiert, oft noch in das grobmaterielle Weltbild integriert wird.


Darum ist es von immenser Bedeutung, dass jeder Leser – bevor er
die Beschreibungen dieses holografischen mikrokosmischen Weltbildes positiv
aufnehmen kann – sein aktuelles Verhältnis zu der alten Weltanschauung
selbst noch einmal genauestens überprüft.
Achtung: Wer die holistische Kosmologie mit der Monadenlehre noch nicht akzeptieren kann, sollte sich mit den nachfolgenden Gedanken nicht belasten.


Seit Marsilio Ficino für Cosimo de Medici die Traktate des Hermes aus dem Arabischen ins Lateinische übertragen hatte, wussten bereits viele Autoren der Renaissance und berichteten auch in ihren Werken: «Es gibt keinen leeren Raum». Das kann heute ganz konkret durch die wissenschaftliche Feststellung ergänzt werden, dass jeder Raum, selbst ein physikalisches Vakuum, mit Strahlungen, Vibrationen, Schwingungen sowie elektromagnetischen Kraftfeldern mit zahllosen Unterstrukturen erfüllt ist. Am besten passt für diese erfüllende Gesamtheit das Wort: Feldharmonien oder einfach Weltmelodie. Denn jede Frequenz kann nach verschiedenen Inhalten, nach aufmodulierten Kommunikationsstrukturen, nach Aufgaben und Funktionen unterschieden werden. Wie in einem Orchester spielen viele elektromagnetische Instrumente in einem alles umfassenden holistischen Konzert der Kommunikation aus Information und Kraftverteilung.

Ein Bild aus der Akustik kann das noch am ehesten deutlich machen. Der Lärm einer Arbeitsmaschine, gleichmäßig in Rhythmus und Lautstärke klingt durch eine große Werkshalle. In nahezu gleicher Lautstärke und fast dem gleichen Rhythmus erklingt ein Symphoniekonzert von Wagner in der Philharmonie. Das Klatschen der Zuhörer braust nach der Beendigung des Konzerts durch den Saal. Der Sprecher bedankt sich anschließend über die Lautsprecheranlage beim Dirigenten und dem Orchester. Alle Gäste gehen nun, sich intensiv über den gelungenen Abend unterhaltend, zur Garderobe. Das ziemlich laute Gemurmel aller Gäste füllt das Foyer. Auf der Straße tost der Verkehr. Hupen, Quietschen der Reifen, Start- und Bremsgeräusche füllen die Straßen. Alle diese Sensationen im hörbaren Bereich erreichen den Ätherkörper der Menschen und darüber ihr Gehör und lösen selektiert durch die subjektive Aufmerksamkeit und das Hörvermögen in der persönlichen Wahrnehmung sehr unterschiedliche Reaktionen aus. Alle Tonmodulationen sind in gewisser Weise gleichermaßen Kommunikation, allerdings aus unterschiedlichen Quellen, gesonderten Anlässen und mit weit auseinander gehenden Aufgaben. Diese können in den höheren Energiequalitäten noch vielseitiger und wunderlicher sein, als hier Beispiele aus der materiellen Welt angeführt werden können. Jede Vibration oder Schwingung hat immer auch eine individuelle Melodie, gehört gewissermaßen zu einem umfassenden Konzert. Jede Melodie besteht entsprechend dem klangerzeugenden «Instrument» immer auch aus diversen Obertonreihen, die auf mehreren Ebenen Informationen austauschen.

Die materielle Weltanschauung erleichtert scheinbar das tägliche Ringen um die Selbsterhaltung im stofflichen Miteinander, vor allem, wenn es um das nackte Überleben zwischen gleichgeschalteten «Raubtieren» geht. Die Bedrängnisse und Gefahren der materiellen Natur werden durch die gut durchstrukturierte Wahrnehmungsorganisation (siehe Wahrnehmungslehre) schnell und direkt überschaubar selektiert. Durch Ausblendung unwesentlicher Belange werden die Zusammenhänge für den Bedrohten nach plausiblen Zusammenhängen übersichtlich strukturiert, damit er schnell und erfolgreich die Gefahren für Leib und Leben abwenden kann. Die Erforschung dieser stofflichen Zusammenhänge hat viele umfassende Gesetzmäßigkeiten ans Tageslicht gebracht und zahllose in den Tiefen der Natur verborgene Abhängigkeiten zumindest den Wissenschaftlern deutlich werden lassen. Dabei wurde – es war gar nicht anders zu erwarten – auch erkannt: der Mensch ist – selbst nur in seiner materiellen Fassung – ein Wunder der Schöpfung. Vor allem, wenn man ihn in allen organischen Einzelteilen mit den zahllosen endokrinen und neuronalen Regelkreisen genauer unter die Lupe nimmt. Es grenzt wahrhaft an Zauberei, dass dieses materielle Wunder zwischen Reiz und Reaktion stofflicher Zellen Gefühle der Liebe aufbringen kann und über religiöse Philosophien nachzudenken weiß. Aber, weil der Mensch nun einmal in der niedersten Vibration der Welt lebt, in der «Finsternis», wie im Neuen Testament die stoffliche Gebundenheit beschrieben wird, könnte eigentlich jeder Gläubige der Welt endgültig verstehen, dass er selbst kein direktes Kind Gottes sein kann und beileibe auch nicht zur Krone der Schöpfung berufen ist. Das ist eine wahnhafte Verwechslung der Fakten. Der Mensch ist vorerst noch in Entwicklung, als ein Werkzeug im aurischen Wesen seines Mikrokosmos. Dieser ist ein Holokumulus aus mehreren Kraftfeldern, der von einer Monade durch einen Erfahrungsweg in der kosmischen Evolution geführt wird, wobei der erwachende und erwachsen werdende Mensch eine nicht unerhebliche Rolle spielt und diese verantwortungsvoll übernehmen sollte.

In den meisten kosmischen Mythen der Welt wird der Mensch aus einem Kloß Erde, aus Schlamm, Dung oder aus dem Staub der Erde erschaffen. Mater als Wortstamm zu Matrize heißt zu deutsch Mutter. Im Französischen heißt die Mutter «la mère». Dieses französische Wort kann auch mit «das Meer» übersetzt werden. Das hängt mit dem ursprünglichen Wissen der Griechen zusammen, nach dem alles materielle, physische Leben seinen Ursprung im Wasser hat und immer vom Wasser abhängig sein wird. Damit sind die «lebenden Wasser» der christlichen Schöpfung angedeutet, der Strom der holistisch wirkenden sieben Strahlungen, aus denen die Monade den Mikrokosmos als Arbeitsplatz für den Menschen hat entstehen lassen. Man kann dabei klar erkennen, warum die Weltanschauung des Betrachters immer auch seine Ansicht von der Realität dieser Natur bestimmt. Die Matrize der Materie ist der lebend vibrierende Äther der Schöpfung. Eine der sieben kosmischen Kräfte, die von den Monaden zur Offenbarung der Herrlichkeiten ihrer Urmonade eingesetzt werden. Die Materie ist nur in einem stofflich offenbarten Lebensfeld erforderlich. Sie bekam in der altgriechischen Sprache den Begriff «Hylé» und in den indischen Veden wurde sie der Göttin «Maya» zugeschrieben, der irdischen Erscheinung, als Widerspiegelung des tatsächlichen Seins.
Heute weiß fast jeder Gymnasiast in Europa, dass die materielle Seite der Natur sieben Aggregatzustände hat, wie man sagt. In einer der ersten Schöpfungsphasen der Welt soll der Himmel von der Erde getrennt worden sein, also der «Himmel», die Atmosphäre mit dem Sternenmeer von dem körperlichen Erdball mit seinen flüssigen und kristallinen Bestandteilen. In einigen Mythen wird dafür sogar ein Gott oder eine Göttin «gespalten». Darin spiegelt sich das Wissen, dass die äußerlich sehr unterschiedlichen Komponenten der Welt einmal, vor dem Beginn aller Zeiten, wohl eine Einheit waren, von den höchsten Sphären im Sternenhimmel über die Atmosphäre bis hin zum tiefsten Orkus der Planeten. Diese kosmische Einheit aller Kraftfelder in den Monaden und Wesen im Universum wird in der plausiblen Beweisführung der Vision in Giordano Brunos Dialog über die kosmischen Zusammenhänge ausgezeichnet vorgestellt. Zu dieser Weltanschauung gehört auch die elementare Feststellung, dass alle Sphären im All immer von intelligenten Wesen geleitet werden, was im materiellen Weltbild wohl verloren gegangen ist. Denn in allen Kraftfeldern ist immanent stets ein Anteil des universellen Bewusstseins wirksam mit einem Gedächtnis und einem deduktiven Leitungsvermögen. (Deduktion ist in der Philosophie und der Logik eine Schlussfolgerung gegebener Prämissen auf die logisch zwingenden Konsequenzen. Wikipedia)

Die sieben Aggregatzustände der stofflichen Natur

1. Die niederste Energieebene ist der Kristall, der Stein oder das Mineral. Dazu gehören viele Metalle, die zahllosen Metall-Vermischungen und Legierungen, Silikate und Edelsteine. In diesen verfestigten Bestandteilen der sogenannt anorganischen Chemie der Erde vibrieren die Atome meist nur noch in einem Kristallgitter um sich selbst. Erst durch eine starke Erwärmung von außen kann ein höherer Energiezustand erzielt werden, wodurch ein Mineral oder Metall einen Fließ- oder sogar einen Gaszustand erreicht. Unter ganz extremen Bedingungen, zum Beispiel im Erdkern oder in der Sonne, unter hohem Druck und sehr großer Hitze, können auch Steine zu Plasma werden.
2. Die nächst höhere Energiestufe der Materie entspricht den organischen Verbindungen wie z.B. Holz, wie es bei den alten chinesischen Elementen noch aufgeführt wird. Sie umfasst die festen aber strapazierfähigen elastischen, organischen oder synthetischen Verbindungen aus Zellulose, Chitin oder ähnlich geartete Kunststoffe. Man findet sie sehr oft in den tragenden, statischen Teilen von Pflanzen und Tieren, z.B. Knochen, Baumstämme, Äste, Blumenstengeln, die Knochen, Fischgräten, Insekten-Panzer, Fell und Haare. In der Regel sind es organische, feste und elastische Stoffe, ohne die das Leben von Pflanzen und Tieren undenkbar wäre. Ohne diese fest-elastischen Stoffe aus der Natur oder die ihnen ähnlichen Kunststoffe könnten uns die vielen Gebrauchsgegenstände für den Haushalt oder in der industriellen Produktion das Leben nicht erleichtern.
3. Die dritte Ebene, die plastischen Stoffe kann man als eine Vorstufe zum Holz oder den Gräten bzw. Knochen ansehen. Dazu gehören vor allem Verbindungstoffe, z.B. zwischen den Knochen und in den Faszien der Muskeln. Im Körper gibt es an vielen verschiedenen Stellen ein plastisches, kollagen faseriges Bindegewebe, das diverse Schutzhüllen, Stützgewebe, Knorpel, Sehnen, weiche Fischgräten und innere Stützen für Mollusken und andere Weichtiere bildet. Diese weicheren faserigen Kollagenstoffe formen auch die Transferleitungen, z.B. die Adern für Blut und Lymphe und die Kapillarröhrchen in Pflanzen für den Transport von Nahrungsflüssigkeiten. Viele Kleintiere haben in ihrem Körper keine festeren Bestandteile als diese knorpeligen Strukturen aus Kollagen.
4. Die vierte Ebene bilden die geleeartigen Stoffe in der Mitte zwischen flüssig und fest. Aus ihr gehen die zähflüssigen Bestandteile hervor: Das Protoplasma als Zellinhalt ist ein Gelee aus und mit anderen organischen Bestandteilen angereichert und so für zahllose Lebenskomponenten zuständig. Es gibt in dieser Gruppe auch noch die Konsistenz sirupartig, wie z.B. Honig, Rohkautschuk, Baumharz, Pech und Substanzen, vergleichbar mit schwerem mineralischen Öl. Viele organische oder synthetische Klebstoffe gehören in diese Gruppe.
5. Die fünfte Ebene sind alle Flüssigkeiten, wie Wasser und andere organische oder anorganische wässrige Säuren, Alkohole, Basen oder Ester (solche Substanzen gibt es auch kristallin). In dem Experiment der Brownschen Molekularbewegung wird deutlich, dass in den Flüssigkeiten (und auch in den Gasen) die ihnen innewohnende Wärmeenergie der beteiligten Teilchen/Moleküle die Aggregatzustände der Elemente bestimmen
6. Die sechste Ebene wird gebildet von den Gasen, wie Luft, Sauerstoff und Wasserstoff, die Edelgase und andere gasförmige Verbindungen. Entzieht man den Gasen die Wärmeenergie, dann gehen viele direkt in einen flüssigen oder kristallinen Zustand über, was in der modernen Chemie eine erhebliche Erleichterung in der Logistik ist und auch für die tiefe Kühlung bestimmter Experimente genutzt wird (Trockeneis aus CO2).
7. Die siebte Ebene wird nur unter besonders hohen energetischen Bedingungen erreicht: das Plasma. In ihm sind selbst die Gase «ionisiert», das heißt in elektrisch geladene Bestandteile aufgespalten, wie zum Beispiel in einer Neonröhre oder in einem Halogenbirnchen. Ein weiteres schönes und größtes Beispiel für Plasma kennen wir alle in der Sonne. In ihrem Plasma wird durch Kernfusion von Heliumatomen unser Tageslicht und alle Wärme für den Planeten Erde produziert.

Diese Einteilung wird sehr direkt von dem energetischen Zustand der materiellen Bestandteile bzw. Elemente bestimmt. Das Plasma ist mit der höchsten Energie ausgestattet, das Mineral oder das amorphe Metall Blei haben sehr viel weniger Energie. Das bedeutet auch, erhitzt man z.B. ein Metall so lange bis es flüssig wird, kann sein Aggregatzustand entsprechend der Energiezufuhr bis zum Plasma ansteigen. In der Sonne entsteht ununterbrochen ein sehr heißes Plasma mit der uns bekannten höchsten Energiestufe, durch Kernfusion. Im kernphysikalischen Bereich kann die Energie soweit gesteigert werden, dass nur noch Elementarbausteine, Quarks, Mesonen, Bosonen o.ä. – also Strahlung – gemessen werden können.

Für jeden ernsthaften Wissenschaftler ist es immer wieder erstaunlich, wie subtil die verschiedenen Materialien, Elemente und Moleküle doch im Körper von Mensch, Tier oder Pflanze harmonisch zusammenwirken. Erst wenn man den lebendigen Zusammenhang zerstört, können die einzelnen Bestandteile fraktioniert, können die einzelnen Bausteine analysiert, definiert, katalogisiert und in die verschiedenen wissenschaftlichen Betrachtungswinkel gestellt werden. Noch immer sind nicht alle Lebewesen erforscht, z.B. die in der Tiefsee oder in manchen völlig abgelegenen Tälern der Regenwaldgebirge in Afrika oder Asien. Die Wissenschaft ist weit entfernt davon, alle Lebensrätsel gelöst zu haben. Stets werden erneut traumhafte Wesen entdeckt, ob in der Tiefsee oder in den undurchdringlichen Dschungeln am Äquator oder in heißen, stark mineralhaltigen Quellen an den tektonischen Verwerfungen der Erdplatten. Vieles in den unerforschten Winkeln der Erde bleibt bis auf den heutigen Tag den Expeditionen der Naturforscher verborgen.
Es ist wahrscheinlich schon vielen Wissenschaftlern deutlich geworden: Wer die Umwelt immer nur mit seinen fünf Sinnen nach materiellen Lebewesen absucht und diese stofflich analysiert, wird niemals erfassen können, was das Leben selbst ausmacht. Denn dieses ist die treibende Kraft in allen grob- und unstofflichen Ebenen.

Esoterische und noetische, parapsychologische Wissenschaftler wissen seit längerem: Alle Materie wird vollkommen aus einem siebenfachen Ätherfeld hervorgebracht, durchströmt und erhalten. Der Äther ist die unmittelbare Basis, der Urgrund jeder stofflichen Offenbarung. Man kann ohne Einschränkung sagen, dass die materiellen Erscheinungen alles dessen, was wir zu unserer sichtbaren Welt zählen, Materie aus Stein, Metall, Glas, Wasser sowie andere Flüssigkeiten, alle Gase und auch das elektromagnetische Licht (Strahlungen) ohne das ätherische Geschehen inexistent wären. Diese nachweisbaren Fakten werden bei vielen westlich orientierten Wissenschaftlern und den von ihnen abhängigen «Gläubigen“ und medienabhängigen Meinungsbildnern prinzipiell nicht akzeptiert. Seit Albert Einstein gibt es für jeden anerkannten Physiker in dem beschriebenen Sinn keinen Äther mehr. Aus dieser Weltsicht heraus wird folgendermaßen argumentiert: «Niemand hat den Äther je gesehen oder mit wissenschaftlich anerkannten Untersuchungsmethoden nachgewiesen, also kann es ihn objektiv nicht geben!» Das ist der gleiche Standpunkt wie der eines Wilden, der vehement vertritt: Es kann keinen Schnee geben, weil ich keinen gesehen habe. Die heutige Wissenschaft, die von staatlichen oder industriellen Aufträgen abhängig ist, benimmt sich gewissermaßen ebenso erzorthodox wie seinerzeit die katholische Kirche im Mittelalter, die Johannes Kepler oder Giordano Bruno durch die Inquisition belangte und auf dem Scheiterhaufen verbrannte. Dennoch muss hier noch einmal in völliger Neutralität der Fakt ausgesprochen werden:

Das Ätherfeld ist die Matrix der Materie, die Mutter allen irdischen Seins.

Alle grobstoffliche Ernährung, vor allem mit Vitaminen oder ätherischen Ölen – nomen est omen – dient fundamental auch der ätherischen Ernährung, die für jedes Überleben in Gesundheit und Vitalität absolut erforderlich ist. Die direkte Ätherassimilation durch Milz und Leber oder über die Haut sind ebenso wichtig für die Stabilität von Gesundheit und körperlicher Konstitution wie genügend gute und reine Luft zum Atmen. Jede zwischenmenschliche Beziehung basiert immer auf einem intensiven Ätheraustausch, vor allem in der Liebe und jedem empathischen Miteinander. Gerade bei Kindern spielt der liebevolle Austausch von Äthern bei körperlichen Kontakten mit Vater und Mutter eine lebenserhaltende Rolle, wie vor allem aus Fallstudien in Waisenhäusern festgestellt wurde. Leider ist der Ätheraustausch auch bei Rache und Hass mit im Spiel.

Das den Menschen durchdringende und ihn umgebende Ätherfeld hat sieben Polarisationen oder Wirkungsgrade:

1. Die Atome, Moleküle und Zellen werden vor allem von dem chemischen Äther aufgebaut, vitalisiert und funktionstüchtig gehalten.
2. Die Organe und die körperliche Zusammenwirkung werden vom organischen- oder Lebensäther dominiert, der den darin ablaufenden Informationsaustausch bestimmt.
3. Der neuronale Äther liefert u. a. die Fluiden für das Gehirn, die Nervenbahnen, das Schlangenfeuer in der Wirbelsäule und die endokrinen Organe.
4. Das Denken – der Verstand und die Sinnesorgane – sowie das Erinnern und alle hochkomplexen Informationen zwischen den leitenden Organstrukturen werden vom widerspiegelnden Äther getragen.
5. Für die höheren Zellaktivitäten im Kopf werden Groß- und Kleinhirn vom Lichtäther durchflutet.
Er wird dann bei entsprechender Entwicklung des Mikrokosmos bislang nicht genutzte Areale im Gehirn aktivieren.
6. Für die höhere Entwicklung in der Astralis und Mentalis stehen die notwendigen Fluiden des Feueräthers zur Verfügung.
7. Der spinale Äther spornt das aurische Wesen an, die Mentalis im Mikrokosmos zu vervollständigen und die Übergänge für die Spinalis zu ebnen.

Diese Bezeichnungen für die sieben Aspekte des Ätherfeldes werden in der esoterischen Literatur von einigen Autoren so oder ähnlich formuliert. Sie werden dort je nach Richtung jedoch mit verschiedenen Bezügen zum Sein eingesetzt. Da die drei höheren Ätherfelder oder Aspekte direkt mit den astralen oder mentalen Entwicklungen einhergehen, sind sie bislang nirgendwo ausdrücklich erwähnt. Man kann sagen, die drei höheren Äther sind noch nicht vollständig und definitiv konzentrisch in allen Mikrokosmen mit dem Ätherkörper verbunden. Dann begleiten sie mehr oder weniger frei flukturierend die mikrokosmische Entwicklung und werden sich dann fest mit ihm verbinden, wenn dieser für die Nutzung reif geworden ist. Theophrastus Bombast von Hohenheim als «Paracelsus» erwähnt in seinen medizinischen Erklärungen für den Basisäther den Begriff «Archäus» oder «ursprünglicher Äther», den er als leitende Kraft sehr direkt mit der «Astralis» in Verbindung setzte. Für die Menschen seiner Zeit wären alle weiter führenden Begriffe sicherlich sehr verwirrend gewesen, weil die wissenschaftlichen Beschreibungen der Natur des Mittelalters noch nicht bis zur Wellenlehre reichten. Der Begriff «Feueräther» wird verschiedentlich in der theosophischen bzw. esoterischen Literatur im Zusammenhang mit einer neuen Seelenentfaltung verwendet. Dieser Gedanke korrespondiert mit der Entwicklung der höheren Astralis sowie der höheren Aspekte der Mentalis. Wie bereits angedeutet, sollen die höheren Äther während der Aquariusperiode eine besondere Entwicklung in der Menschheit einläuten, bei der alle Erdenbürger in eine Weiterentwicklung vor allem des Denkvermögens aufgenommen werden. Das könnte ganz aktuell dazu führen, dass sich jeder Mann und jede Frau autonom, unabhängig von allen bisherigen Autoritäten und Religionen, für ein absolut humanes Miteinander aller Völker und Rassen einsetzen.

Die Übergänge zwischen Materie und Äther sind mittlerweile von Grenzwissenschaftlern labormäßig untersucht und bestimmt worden, so weit es mit sensiblen elektronischen Apparaten heute überhaupt möglich ist. Das bekannteste Beispiel dafür ist die Kirlianfotografie, mit der unter hochfrequenter Hochspannung Strukturen des chemischen Äthers auf fotoempfindlichen Platten sichtbar gemacht werden können. Mit Hilfe eines meist elektrostatischen Hochspannungsfeldes haben verschiedene Forscher von Fingerkuppen, frischen Pflanzenteilen oder von anderen Dingen ausgehende «Koronen» auf lichtempfindlichen Papieren oder Folien abbilden können. Der sowjetische Elektrotechnik-Ingenieur Semjon Davidowitsch Kirlian entdeckte 1937 diese Art der Fotografie und ließ das Verfahren 1949 patentieren.

Bekannt ist auch das ätherische Hellsehen von sensitiven Personen. Schamanen und Geistheiler wirken verstärkt im Ätherfeld, auch zusammen mit den dort wesenden Elementalen, die beim Schutz unserer Natur mithelfen. Mittlerweile kann akzeptiert werden, dass sich einige Tierarten durch ätherisches «Sehen» orientieren. Bis zur Zeit von «James Clerk Maxwell» (bedeutender Physiker im 19. Jahrhundert, Begründer der Wellenlehre) war der Äther in der Physik das Trägermedium für den Strom, elektromagnetische Felder und das Licht. Erst seit Albert Einstein «benötigte» das Licht den Äther nicht mehr, zumindest in der Theorie der europamerikanischen Wissenschaft.

magnetfeld Jedes Kraftfeld hat sogenannte Feldlinien, also eine Unterstruktur ähnlich der Struktur in einem Magnetfeld.

In jedem Kumulus aus Feldkräften konzentrieren sich diese etwas entlang von Bahnen, Feldlinien, die von Pol zu Pol laufen, in denen ein stärkeres Fließen stattfindet. Im Körper strömt der Äther z.B. auch stärker entlang der Nervenbahnen bzw. der Adern. Die in der chinesischen Medizin bekannte Akupunktur kennt sogenannte Meridiane, die als Kraftfeldlinien im Ätherfeld des Menschen angesehen werden können. Die Manipulation und Stimulation mit metallischen Nadeln einzelner Akupunkturpunkte auf den Meridianen produziert einen ganz feinen elektrischen Energieausgleich in den zugehörigen Segmenten des Körpers. Die elektrische Änderung dieser Punkte im Ätherkörper hilft, die gestörte Harmonie wieder herzustellen. Die minimalen Veränderungen des Spannungsniveaus im Äther lassen die Organe wieder gesunden, die zu dem entsprechenden Körpersegment gehören. So kann man sehen, dass das Wissen um die Zusammenhänge zwischen dem Stoffkörper, der Materie und dem Äther, zumindest schon den Weisen und Ärzten im alten China bekannt war.

Das astrale Feld

Astral heißt übereinstimmend mit der theosophischen Literatur (C.W. Leadbeater) soviel wie Sternenkraft, weil dieses Feld von besonders irisierendem und transluzentem Leuchten gekennzeichnet ist, das mit dem Licht der Sterne verglichen wurde.
Die Astralis ist nach dem Äther das nächst höher energetische Schwingungsfeld für den Menschen, das alle niederen Felder durchwirkt. Okkulte Seher sprechen oft von einer farbigen Aura oder einem lichtvollen Glanzkörper, z.B. um den Kopf. Wenn bei den mittelalterlichen Heiligenbildern oder den christlich-orthodoxen Ikonen die Goldaura um die Köpfe der Heiligen gemalt wurden, dann haben die Mönche und Künstler des Altertums diese Erscheinungen in der Astralis oder sogar von der Mentalis um den Kopf schauen können. Natürlich wurden vielfach ältere Vorbilder kopiert.

Das Astralwesen des Menschen hat im Ruhezustand in etwa die Form eines Eies, in das die materielle Person im Ruhezustand hineinpasst. Die Astralis weist allerdings einige ungewöhnliche Eigenheiten auf – u.a. eine «großen Seifenblasen» ähnliche atmosphärische Beweglichkeit –, die damit zusammenhängen, dass sich in ihr und durch sie alle menschlichen Gefühle, Wünsche, Bedürfnisse und Begierden ausdrücken. Darum hat sich bei den esoterischen Autoren für dieses Kraftfeld des Mikrokosmos der Begriff «Begierdenkörper» eingebürgert. Zahllose Begehren sind in diesem Kraftfeld als Vibrationswirbel, als «Phantome» gespeichert, die den Menschen seit seiner Kindheit begleiten oder ihn sogar noch aus früheren Inkarnationen überschatten. Besonders extreme Gefühlsausbrüche in Zusammenhang mit Freudes- bzw. Glücksausbrüchen oder mystische Euphorien, aber auch infernalische Brutalitäten und hässliche emotionale Exzesse der Eifersucht hinterlassen ihre Spuren im astralen Gedächtnis. Überdies ist die Astralis äußerst geschmeidig und plastisch, an alle emotionalen Strömungen des Menschen anpassungsfähig. Sie kann sich bei einem konsequenten Begehren unter entsprechender mentaler Beeinflussung mit den Äthern umkleiden. Alle Wünsche und Begehren der Persönlichkeit werden im Astralen soweit dynamisiert, bis der Mensch seine Handlungen im Verstand plant und physisch durchführt. Damit kann jeder mit seinem «Wollen und Begehren» und den nachfolgenden Handlungen über die mit diesen Aktionen zusammen hängenden Erfahrungen auch sein inneres Selbst erkennen.

Die Ignoranz der immateriellen Lebensfelder bringt den Menschen allerdings in eine extrem problematische Situation, die er selbst meistens nicht einmal wahr haben will. – Warum ist das so problematisch? – Man stelle sich folgendes vor: Ein Mensch muss, um heil und unbeschadet an sein Ziel zu kommen, nachts bei dichtem Nebel einen fremden Wald durchqueren. Es ist so dunkel und neblig, dass man die Hände nicht vor den Augen sehen kann. Aber der Weg führt nun einmal durch den Wald hindurch, zumal es keinen anderen Weg zum erwünschten Ziel gibt. Wenn man aus Unkenntnis auch noch fast blind für die aktuelle Situation ist, kann es doch nicht ausbleiben, dass es zu erheblichen Blessuren kommt. Der Mensch stößt sich beim blinden Herumstolpern an Bäumen oder Ästen und stürzt über Gräben oder querliegende Felsbrocken. Auch wenn er dann doch letztendlich am Ziel angekommen sein mag, sieht der Mensch sicherlich ziemlich lädiert aus. So oder ähnlich ergeht es vielen modernen Menschen mit ihrer Astralis. Wie heftig die emotionalen Defekte bei den Menschen insgesamt sind, zeigen doch die Statistiken über psychisch Kranke, aber auch andere gesellschaftliche Konflikte sind auf diese Deformation der Astralis in vielen Menschen zurückzuführen. Einige astrale Defekte könnten in einer Hypnotherapie eventuell bearbeitet und wieder in die Reihe gebracht werden. Meistens werden die Beschädigungen aber erst in den psychosomatischen Krankheiten des Körpers deutlich. Die Symptome werden dann mit Tabletten oder physischen Therapien behandelt, weil die transpersonalen Felder von den allopathischen Ärzten ignoriert werden.

Da die meisten Menschen im christlichen Kulturbereich die transpersonalen Felder igno-rieren, sehen sie nicht, wie sie sich mit ihren unstofflichen Feldern benehmen, tappen sie bei vielen Handlungen und zwischenmenschlichen Interaktionen in dem unbekannten «Unrat» ihrer immateriellen Zusammenhänge und den darin verborgenen «Fettnäpfchen» herum. Besonders dramatisch wird das für aufbrausende bzw. cholerische Typen, die sich explosiv unkontrolliert in ihren Ärger oder Zorn wütend hineinsteigern. «Zorn macht blind», so sagt der Volksmund. Die äußeren Folgen, vor allem bei zwischenmenschlichen Beziehungen, Partnerschaft oder Familie, sind oftmals auch bei den Sozialämtern bekannt. Aber, was den meisten Menschen dabei unbekannt ist: Das mikrokosmische Astralfeld bläht sich bei großer Erregung übermäßig auf und stülpt sich sogar über das Objekt seiner Begierde oder Eifersucht, auch um in der anderen Astralis den beabsichtigten Schaden anrichten zu können. Ein in rasender Wut ausgesprochener Fluch lässt im astralen Feld eine überschäumende Kraftform entstehen, die im Gegenüber grausame Wunden schlagen kann. Wenn das nur alles wäre –, denn gleichzeitig werden im Jenseits mit dem Hass, der Wut und dem Fluch resonante Wesen oder Elementale angezogen, die sich von diesen emotionalen Eruptionen ernähren und dadurch wachsen. Alle diese Exaltationen der niederen Gefühle, des Zornes und Hasses, der Eifersucht und der Rache, schaffen auf diese Weise zusätzlich unerkannte Verbindungen mit zahllosen Kräften des ignorierten Jenseits. Es ist absolut kein erfreuliches Thema, aber eigentlich wäre es für den allgemeinen Frieden förderlich, wenn jeder Mensch sich dieser faktischen Verstärkung der eigenen Aktionen durchaus bewusst wäre. Jeder Wutausbruch wird von diesen Wesen zusätzlich verstärkt und zurück reflektiert, auch wenn der westlich-christlichen Kultur dieser Gedanke fremd ist. So kommt nach dem cholerischen Ausbruch ein entsprechend verstärkter und multiplizierter Impuls zum Wütenden oder Fluchenden zurück. Schließlich steht der Mensch fassungslos vor den erschütternden Folgen seiner eigenen emotionalen Entgleisung, die er mit Sicherheit in dieser Heftigkeit nicht gewollt hatte. Auch aus diesem Grund wird in den weisen Schriften immer zur Sanftmut und Gewahrsamkeit aller Gedanken und Worte geraten. In Sanftmut und verständiger Toleranz könnten alle Konflikte und Dissonanzen, die im Miteinander oft nicht zu vermeiden sind, ohne übermäßigen astralen Unrat abgewickelt werden. Es nützt allerdings wenig, wenn man innerlich emotional «am Kochen» ist und äußerlich die Höflichkeitsmaske trägt. Das Astralwesen ist selbst auch dann hochaktiv und behelligt aufs Heftigste den Gesprächspartner. Jedoch Stillschweigen ist zehnmal besser als Schreien. Am Besten ist, immer den Rat der alten Rishis zu beherzigen: «Was du nicht willst, dass man es dir tue, das füge auch keinem anderen zu.»

„Während des Erdenlebens vermengen sich die verschiedenen Arten von astralen Stoffen bei der Bildung des Astralkörper gerade so, wie es bei den festen, flüssigen, gasförmigen und ätherischen Stoffen im physischen Körper der Fall ist. Die in der Anordnung des Astralkörpers nach dem Tode eintretende Änderung besteht in der Scheidung der Kräfte nach der Vibrationsfrequenz; es bildet sich auf diese Weise eine Reihe konzentrischer Schalen, von welchen jede einzelne nur aus einer bestimmten Unterebene der Astralebene besteht. Der Astralkörper wird so zu einem Gebilde aus sieben aufeinander geschichteten Lagen, zu einem siebenschaligen Gehäuse aus astralen Kräften, in das der Mensch eingekerkert ist.“ schrieb Annie Besant in ihrem Buch „Eine uralte Weisheit“.

In bezug auf die Beschreibungen von A. Besant muss allerdings deutlich betont werden, dass die Astralis wirklich kein Stoff ist und auch keinerlei materielle Qualitäten hat. Die Astralis ist, wie alle anderen Kraftfelder, ein «elektromagnetischer» Vibrationskumulus mit besonderen plastischen, bildformenden Eigenschaften, die analog aus der Holographie bekannt sind. Das hat frühere Autoren dazu verführt, der Astralis atomare Qualität zuzusprechen. Einzig und allein im ursprünglichen Sinne des griechischen Wortes «a-tomos = unteilbar» wäre es richtig, denn die astralen Holokumulies können nicht in dem Sinne zerteilt oder geschichtet werden, wie es mit materiellen Kügelchen oder Platten geschehen kann, weil es eben vibrierende Kraftfelder sind. Es ist vielleicht hier auch zu berücksichtigen, dass es sich bei einer elektromagnetischen Wirkung dieser unstofflichen Ebene um einen qualitativ völlig anderen Elektromagnetismus handelt, wie der in der Elektrophysik unserer physischen Welt dargestellte. Auch das führt vielleicht zu einiger Verwirrung, denn wir messen den «materiellen» Strom, also die Elektrizität, in Volt und Watt und in Abhängigkeit davon die entstehenden «grobstofflichen» Schwingungsfelder und den Magnetismus. Diese Darstellungen reichen für die Qualitäten der unstofflichen Kraftfelder nicht immer ganz aus, obwohl analog auch dort Spannung, Frequenz und Fließmenge für die anziehenden und abstoßenden Reaktionen relevant sind. Allerdings übersteigen sie bei weitem die irdischen Messwerte, vor allem in Energie und Frequenz. Das Zitat von Frau A. Besant macht uns noch auf einen weiteren Tatbestand aufmerksam, der in diesem Zusammenhang von großer Bedeutung ist. Sie sagt in ihrem Text, dass die Astralis siebenfach gegliedert ist, sieben verschiedene Polarisationen und Aufgabenbereiche aufweist, die nach der Auflösung des Stoffkörpers, dem physischen «Tod», allerdings nicht zusammenfallen. In dem Buch «Eine uralte Weisheit» werden zwei Bereiche genannt, die niedere Astralis und die höhere Astralis. Diese Wertung ist der hinduistischen Philosophie entnommen und weist auf die prinzipiellen Vibrationsunterschiede in den sieben Aspekten hin. Fügen wir dieser Bewertung in dem hinduistischen Bild eine weitere Erklärung bei, nämlich bezüglich der Wirkungsrichtung der Astralis: Das konsumtive Begehren nach materieller Behauptung begleitet die erforderliche stoffliche Selbsterhaltung, und das transpersonale Begehren nach der mikrokosmischen Evolution aller Menschen erklingt aus den qualitativ höheren astralen Aspekten.

Karl von Eckartshausen beschreibt das Zusammenwirken der Kräfte in seinem Buch «Über die Zauberkräfte der Natur» folgendermaßen:
„Der Äther oder die feinste und primitive Luft kann auf alle anderen Luftarten wirken und durch sie aufs Physische; darin bestehet das höchste Geheimnis natürlicher Magie.  Dieser Äther ist einem Spiegel gleich, worin sich alles reflectirt; denn er ist ein Astralgeist, und steht mit allen Astris in Analogie. Um dieses Geheimniss wohl zu verstehen, muss man wissen, was die Astra sind. Das Unsichtbare in der Natur nannten die Alten Astris, und die Verhältnisse dieses Unsichtbaren in der Wirkung die sieben astralischen Kräfte; das Ganze den Astralgeist. Die verschiedenen Verhältnisse zusammen sind der Grund der Imagination. Die Imagination, oder die Verhältnisse der Kräfte unter sich, gehen nach unveränderlichen Gesetzen vor. Das Organ, wodurch die Kräfte wirken, ist der Geist. Alle Kräfte wirken im Astralgeiste. Im Menschen liegt die Fähigkeit der Imagination, wie in den Astris. Das Verlangen erzeugt die Imagination. Wenn die Seele mit Heftigkeit dieses Verlangen realisirt wissen will, so entsteht durch den Willen eine Begierde, und diese Begierde wirkt im Geist, und dieser Geist vereint sich mit dem ähnlichen Geist in der Natur und wirkt, was der ähnliche Geist wirkt. Die Einbildungskraft ist attractiv. Der Geist, welcher durch die heftige Einbildung entsteht, schöpft sich eine Menschheit, in welche sich die Begierde des Menschen durch seinen Willen senkt und eine Wirklichkeit erzeuget. Der Astralgeist hat sieben Kräfte; diese äußern sich in sieben Quantitäten; diese in sieben Qualitäten; die Qualitäten in sieben Formen, und die Formen in sieben Körpern. So wirkt eines auf das andere durch die Analogie.“
So wird schon im Jahre 1795 von K. v. Eckartshausen über die Wechselwirkungen der mikrokosmischen Kraftfelder geschrieben. Das spricht eindeutig dafür, dass schon die klassischen Alchemisten von diesen unsichtbaren Kräften und ihren Wirkungen wussten. Wie bereits dargestellt, wirken die sogenannten drei unteren Astralkräfte sehr direkt zusammen mit dem Äther-Feld und die drei oberen Astralkräfte kooperieren induktiv bereits mit den unteren mentalen Feldern. Der vierte astrale Aspekt betätigt sich dazwischen als Mittler. Er ermöglicht und dynamisiert gleichermaßen die Synergie zwischen allen 7 Kraftansichten der Astralis. Bei allen Unterschieden in Vibration und Aufgaben klingen diese Kraftfelder jedoch stets wie in einem Konzert zusammen. Eine permanente Stimulation aus der Monade informiert ständig über Kompetenzen und Bedeutungen. Dabei bleibt der emotionale, astrale Gemütszustand immer auf das Gleichgewicht im Wohlergehen des Mikrokosmos ausgerichtet, dass nur durch ein totales Gemeinsam-Machen (Kohabitation und Kommunikation) aller in den vielschichtigen Holokumulus hinein klingenden Informationen erreicht wird.

Betrachten wir die sieben Feldbereiche der Astralsphäre einmal genauer:

1. Die elementale Astralis. Auf der untersten Schwingungsebene sorgt die elementale Astralis für die Grundbedürfnisse und in Zusammenwirkung mit dem chemischen Äther für den Selbsterhalt des Stoffkörpers. Die Atome, Moleküle und Zellverbände müssen sich mit den diversen Organen zu einem Gesamtorganismus, zu einem funktionstüchtigen Körper zusammenfügen. Das besorgt das elementare Begehren durch die Vibration der elementalen Astralis, die somit die ätherische und die materielle Basis des irdischen Seins sicher stellt.

2. Die funktionale Astralis. Auf der ätherischen und stofflichen Grundlage muss die funktionale Astralis den Magnetismus und die Kommunikation für die Organe und ihre Gesunderhaltung sicherstellen. Jedes Organ steht in einer besonderen Beziehung zu einem astralen Wirbel, Chakra, der die ätherisch-astralen Strömungen regelt. Die grundlegenden und lebensnotwendigen Bedürfnisse werden durch eine besondere Kooperation mit dem Ätherfeld abgedeckt. Diese Astralis hat die Befähigung, sich mit den Äther-Kräften zu umkleiden und sie entsprechend einer Information aus dem mentalen Feld zu formen.

3. Die vitale Astralis. Der dynamische Aspekt der menschlichen Gefühlswelt mit allen Exzessen geht von diesem Feldbereich aus, darum kann er durchaus als die «Naturseele» angesehen werden. Jeder mentale Entschluss und jede Entscheidung wird aus diesem Feld dynamisiert und mit den erforderlichen Kräften ausgestattet. Im Stoffkörper werden die endokrinen Hormondrüsen gesteuert und die Nervenplexi stimuliert und treiben so den physischen Körper zur Aktion an. Darum könnte man in diesem astralen Bereich auch den Willen lokalisieren. In diesem astralen Aspekt vibrieren alle starken Begehren/Begierden der materiellen Arterhaltung und der körperlichen Liebe, der Sexualität, der Familien- und Heimatliebe sowie der stofflichen und unstofflichen Existenz im weitesten Sinne. Hier thront die Angst vor dem stofflichen Tod, vor dem Hunger und dem Verdursten. Diese Todesangst ist der höchste emotionale Wert in der Astralis. In geringerem Maße vibriert hier selbst die banale Angst vor tiefgreifenden Veränderungen in der gewohnten materiellen Nahrungskette.

4. Die solidarische Astralis. Diese mittig liegende astrale Ansicht vermittelt die ersten Impulse für eine idealere Zukunft des Mikrokosmos. Allerdings wirken hier auch alle feineren Begehren zur Selbsterhaltung, mit denen der Mensch weiterhin konfrontiert ist. Darum dynamisiert sie nicht nur den ätherisch-astralen Haushalt des kultivierten Menschen, sondern die bereits anklingenden Ideale werden über diesen Aspekt der Astralis angezogen. Im Brennpunkt der Monade mit dem Mikrokosmos werden die ersten transpersonalen Informationen greifbar. So entsteht eine tiefe Sehnsucht im Bewusstsein des Menschen nach Frieden, nach absoluter Gerechtigkeit und Wahrheit als ein tiefes Heimweh nach einem höheren Lebensfeld, dem göttlichen Paradies.

5. Die ethische Astralis. In diesem speziellen Aspekt werden erstmals die Wünsche nach den hohen Idealen vollkommen real. Das starke Begehren nach wahren Informationen über die Einheit der Menschen mit den Lebenswellen und dem Kosmos wird erlebt. Im Erleben der Einheit mit allen Geschöpfen des Kosmos erwachen hohe empathische Gefühle für alle Menschen, Respekt und Achtung in einem fairen Miteinander. Aller Naturschutz für die Tier- und Pflanzenwelt erfüllt sich in diesem Aspekt. In der ethischen Astralis wird die erste Stufe der unpersönlichen Liebe zu allen Wesen erlebte Wirklichkeit – auch zu den astralen Helfern im Jenseits – für die Evolution aller Lebenswellen auf Erden und für den ganzen Kosmos.
Diese Erfahrungen der universellen Einheit aller Lebewesen mit aller Natur werden in den meisten (christlich gefärbten) Religionen als das «Paradies» bezeichnet, und das birgt für den in Unkenntnis lebenden Mystiker eine gewisse Gefahr. Er wird versucht anzunehmen, dass er das Ziel seines idealistischen Bestrebens erreicht hat. Jedoch ist das nicht der Fall. Denn sein Mikrokosmos sollte sich noch weiter entwickeln können, in die höhere Mentalis und die drei nirwanischen Felder. In dem Büchlein «Die Stimme der Stille» von Mme. Blavatsky wird bereits darauf deutlich hingewiesen, dass der Kandidat die errungene Lebensstufe nicht als seinen eigenen Erfolg ansehen darf, dass er als Mensch sein Paradies erreicht hat. Dann wird er stagnieren und ein Opfer der darauf wartenden Äonen

6. Die koronale Astralis – (direkt mit dem Herzen verbundene Astralis). Die höchsten menschlichen Werte und Gefühle der ewigen Liebe, Harmonie, Gerechtigkeit und Wahrheit werden in diesem Aspekt magisch angezogen. In ihr finden alle sogenannten religiösen Begehren nach Seligkeit oder Heiligkeit ihre Dynamik, sowie die aktive Beteiligung zur Weiterentfaltung der ganzen Menschheit. In und mit ihr äußern sich starke Zuneigungen zu den höheren, den Kosmos fördernden Wesen und dafür entstandenen Heiligen in der Weltgeschichte, wie z.B. die «Boddhisattvas», «Isis und Osiris», «Krishna» oder «Maria Magdalena», u.a..

7. Die kephalische Astralis – (die mit dem Haupt verbundene Astralis). Es ist normalerweise bekannt, dass Emotionen und Begehren in der Astralis eigentlich vom Herzen, dem Sitz der Gefühle regiert werden. Weniger bekannt ist, dass in der kephalischen Astralis die höchsten Begehren nach Heiligung der ganzen Menschheit, ja, Vervollkommnung des ganzen Kosmos, schlummern, die sich auch als emotionale Liebe (Agape) zur interkosmischen Evolution äußern. Dieses Denken mit dem Herzen verbindet den Menschen in seiner Wahrnehmung mit nahezu «göttlichen» Impulsen, was vielfach bei Mystikern zu der Fehleinschätzung geführt hat, sie wären im Himmel aufgenommen. Die Erfahrungen in dieser Entwicklungsstufe des Mikrokosmos lassen eine solche Schlussfolgerung wohl zu, jedoch ist mit dieser Stufe keineswegs ein Ende der Evolution erreicht. Darum darf der Mensch auch an dieser Schwelle seiner Erkenntnis die Sehnsucht nach Vollendung nicht aufgeben, sonst gerät er in einen rückläufigen Strudel. Dieser führt ihn dann zu einer stationären Kristallisation.

Die drei Ansichten der höheren Astralis bereiten den Mikrokosmos auf die weitere Entfaltung der höheren Mentalis vor. Damit kommen die weiterführenden Aufgaben in der Evolution des Kosmos und des Sonnenmakrokosmos in größere Reichweite. Nach der stufenweisen Vollendung der drei nirwanischen Felder wird dann künftig die Integrierung des Mikrokosmos in die leitende Monade sukzessive verwirklicht. In Verbindung mit dem Kreis der kosmischen Monaden bekommen alle Kontakt mit dem universellen Bewusstsein des Sonnensystems, dem Christusgeist. Dabei wäre zu betonen, dass die hier angedeutete Entwicklung keinen Automatismus darstellt. Für einen erfolgreichen Prozess für dieses Wachstum der Mikrokosmen werden viele Menschen benötigt, die sich autonom, durch eine bewusst positive neue Lebenshaltung, aktiv in diesen dienenden Prozess einbringen. Werden die drei höheren Ansichten der Astralis im Sinne einer spirituellen Entwicklung und Sehnsucht nach einem höheren Menschwerden vom Menschen bewusst und aktiv gefördert, wie es von der Monade eigentlich beabsichtigt ist, wird sie diese Begehren über einen Kraftimpuls in das gereinigte Herzheiligtum verstärken. In diesem Zusammenhang werden sich dann auch die drei höheren Felder des Mentalvermögens für den Mikrokosmos entfalten. Damit ist dann auch das Tor zu den nirwanischen Feldern im Mikrokosmos erreicht, das sich in der nachfolgenden Inkarnation öffnen wird. Ein solcher Kandidat wird dann wie Johannes auf Patmos bekennen können: «Ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde.» Nichts wird mehr wie vorher sein. Allerdings wird dieser ganze Prozess durch den kleinsten egoistischen Wunsch nach Selbsteinweihung oder Erleuchtung unterbrochen.

Für viele Esoteriker ist die Erkenntnis unserer Zeit, dass die meisten Menschen vorerst nur über drei oder vier untere astrale Aspekte verfügen, die für das Überleben im stofflichen Feld ausreichend sind, leider eine unumstößliche Tatsache. Die Sehnsucht nach höheren Äthern, nach höheren astralen und mentalen Kräften leuchtet erst mit dem vierten Aspekt der Astralis im Bewusstsein auf. Es ist ein ethisches und moralisches Gewissen, das das Gemüt sehr stark bewegt. Dabei muss der Mensch dann aber erfahren, dass die kulturelle, karitative oder religiöse Umsetzung der empfundenen Ideale nach ewiger Treue in der Liebe, nach tief empfundenem Mitleid mit den gequälten Mitmenschen, nach einer reinen Liebe und einem absolut fairen und wahrhaftigen Miteinander in Brüderlichkeit und Einheit aller Völker, in der stofflichen Welt wegen dem in der Zeit waltenden Gesetz der Bipolarität und der Affinität mit den schmarotzenden Äonen zum Scheitern verurteilt ist.
Die Induktion aus der Monade erklingt in einem besonderen Brennpunkt im Herzen. Aus der Berührung im Mittelpunkt des aurischen Wesens werden nach Vollendung der sieben astralen Aspekte helfende Kräfte der Monade auch die Mentalis in den sieben Wirkungen auffalten und im Mikrokosmos aktivieren. In Folge davon kann sich künftig die Berührung mit den nirwanischen Feldern liebevoll bemerkbar machen. Jedoch werden die idealen Impulse aus der vierten Astralis in der Verkennung ihres Ursprungs viele Inkarnationen lang vom Menschen unverstanden leider auf das egoistische Leben für Ruhm, Ehre, Kultur, Kunst, Poesie, Musik, Macht, Humanismus, Karitas und Religion im materiellen Lebensfeld projiziert. Für den hochkultivierten Menschen ist es keineswegs so einfach zu erkennen, dass der idealistische Impuls auf ein metaphysisches Lebensfeld verweist, das der Mensch in seiner Entwicklung erst noch erreichen soll. Um diesen prinzipiellen Unterschied in sich selbst zu empfinden, braucht es einen gewissen Stillstand im niederen Begehren nach Selbsterhöhung durch materielle Vorteile oder Besitz. Nur unter diesem Entschleunigen der irdischen Aktivitäten kann sich das Kleinod der Unterscheidung entfalten. Damit kann der Mensch die monadische Information entgegen der allgemeinen Massenströmung für den Dienst in der kosmischen Evolution erkennen und auch umsetzen.
Nun erst ist es möglich, klar zu verstehen und zu unterscheiden: Die Hauptaufgabe der niederen Astralfelder besteht vor allem darin, die physisch-psychische Konzeption «Mensch» dynamisch mit den materiellen Kräften aus dem Kosmos – und auch mit den astral-ätherischen Fluiden – solange zu ernähren, bis sich die höheren Aspekte der Astralis und Mentalis und ihre Konzentration im Mikrokosmos anbieten. Danach wird durch den erneuerten Magnetismus der höheren Astralis das Selbsterhaltungskonzept unter der Leitung der Monade total umgestellt. Diese höheren Kräfte erhalten alles Leben nicht mehr materiell konsumtiv, sondern resonant kooperativ.

Insbesondere das egoistische Erhalten des Lebens mit materiellen Lebensmitteln ist stark konsumtiv mit Haben und Besitzen, sowie Angst um Verlust und Vorsorge für später, auch für Familien- bzw. Gruppenangehörige, Kinder und Enkel geprägt. Darum entstehen in der von der Materie bestimmten Gesellschaft immer die erschreckenden Schatten des «Nichthabens», der Armut mit quälendem Neid, Eifersucht sowie Missgunst mit abstrusen Intrigen, Lügen und das ganze intelligente Schlangennest der verstörten Natur bricht auf. Dann beginnt der unerbittliche Kampf um den persönlichen Vorteil, um Macht und Besitz, zwischen den wenigen ganz reichen Clans und der Masse des Pöbels, der ewigen Sklaven. Erst das bewusste Eintreten in die höheren astralen Ebenen macht dem Menschen die fundamentale Grundregel im All deutlich: Das fortwährende Geben, das freiwillige und unbedingte Wegschenken. Dann ist die Aussage des Jesus aus dem NT: «Gib so wird Dir gegeben!» keine Anordnung oder Vorschrift, sondern es wird gelebte Wirklichkeit. Darum vermag auch niemand diese Vorstellung umsetzen, der noch nicht diese mikrokosmischen Entwicklung eingetreten ist. Das wird bedauerlicherweise in unserer Welt noch nicht wirklich verstanden, auch wenn in den heiligen Büchern immer wieder davon gesprochen wird. Da spricht z.B. im Neuen Testament «Jesus», der erhobene Mikrokosmos, «Christus», der mit den «höheren Kräften Gesalbte», zu seinen «Nachfolgern auf dem Berg». Das bedeutet doch der «Erhabene» erzählt den bereits erwachenden Menschen, die ebenfalls schon die «Erhöhung ihrer Astralis» erleben können, von ihrem neuen Lebenszustand. In diesen Sphären versorgen alle Wesen im steten Strom der permanenten Reflexion alle anderen «Jüngeren oder Nachfolger», die sich bis in diese Sphären kraft ihrem mikrokosmischen Wachstum erheben konnten, und in diesen erhabenen Kraftfeldern angekommen sind. Dieser Zustand wird von Menschen erfahren, als wäre er nach einer langen Wanderung durch die Wüste endlich im Garten Eden angekommen. Dort wird ihm ein Vorgeschmack des ersehnten Paradieses geschenkt, nachdem er das Haus des Werdens und Vergehens in der Bipolarität verlassen konnte.

Das Ein- und Ausatmen der astralen Fluiden in der ihn umhüllenden astralen Sphäre des Kosmos stellt immer wieder die Balance und die Stabilität des Mikrokosmos zwischen den verschiedenen Impulsen der Entstehens und Vergehens zur Selbsterhaltung der Person her. Jeder Mensch ist nach seiner Geburt im Stoffkleid bis zum Vergehen seines Körpers über seinen Mikrokosmos aufs innigste mit den Feldern der niederen Astralis der Erde verbunden, die durch die zahllosen Wahnvorstellungen über die menschliche Existenz mit vielem emotionalen und mentalem Müll angefüllt ist. So wie die Umwelt, die Meere und Strände, mittlerweile mit unglaublichen Mengen von Plastik- und sonstigem Abfall vermüllt sind, so ist die Astralis und auch der untere Devachan über die Jahrtausende mit unvorstellbarem menschlichen „emotionalen und mentalen Unrat“ vollgestopft worden. Leider sind gerade diese irdischen Sphären am stärksten verdorben, weil sich in ihnen alle undenkbar hässlichen und absurden Miasmen der ganzen menschlichen Geschichte angesammelt haben. Alle hasserfüllten, vor allem national oder religiös gefärbten Fanatismen, entlassen ihre abgrenzenden Egoismen in die den Erdball umkreisenden und durchdringenden, niederen astralen Sphären. Niemand ist darum vor einem Anfall von Fanatismus geschützt, wenn er nur durch den kleinsten Anstoß, z.B. über die Medien Fernsehen, Rundfunk bzw. Internet, in einen resonanten Gefühlszustand manövriert wird.

Die Askese und die Astralis

Wie unmittelbar die Astralis mit dem stofflichen Körper verbunden ist, zeigt sich auch in dem folgenden Aspekt. Spirituelle Heiler berichten, dass die astralen Kräfte  über die ätherischen Fluiden wirken, vor allem mit den Nerven und den endokrinen Organen zusammen, z.B. Hypophyse, Schilddrüse, Nebennieren und Ovarien u.a., die für die natürliche Erhaltung der physischen Energie und die Schöpfungsfunktionen erforderlich sind. Wird der endokrine Kreislauf, z.B. durch Verzicht und Askese, gepaart mit dem Wusch nach einer Selbsterhöhung, Einweihung oder Erleuchtung, stark eingeschränkt oder sogar unterbrochen, dann fließen dennoch die zugehörigen astralen und ätherischen Kräfte im Mikrokosmos immer noch weiter. Sowohl physisch als auch unstofflich kommt es dadurch zu einem Stau. In der Psychologie spricht man auch von Verdrängung oder Abkapselung. Je nach Konstitution kann der Mensch das recht lange ausbalancieren, und es stellen sich möglicherweise sogar außersinnliche Wahrnehmungen ein. Diese hellseherischen Vermögen werden dann gerne von jenseitigen Wesen induziert, weil diese sich dabei von den gleichzeitig ins Jenseits abgeschiedenen Kräften ernähren. Diese meist unerkannte Verbindung mit jenseitigen Wesen allein kann an sich schon einige unangenehme psychische Defekte im Menschen verursachen. Die überschüssigen und ungenutzten Kräfte stauen sich nämlich nicht nur im aurischen Wesen im sogenannten «Atemfeld», sondern diese werden auch ungerichtet, mit allen subjektiven Begierden polarisiert, frei in die alle umfassende Spiegelsphäre reflektiert. Entweder werden sie während der Wirkung direkt von jenseitigen Schmarotzern konsumiert oder sie ballen sich in der Astralsphäre des Kosmos mit den bereits gleichen abgesonderten Kräften nach dem isobaren Resonanzgesetz zusammen, was leider schon seit über einigen tausend Jahren der Menschheitsgeschichte geschieht. Darum wurden diese Kräfte auch Äonen genannt, denn «Äon» heißt übersetzt «langer Zeitraum».
Die Selbsterhaltung dieser jenseitigen Bewohner ist die perfide und völlig unerkannte Ursache, warum in vielen Religionen das Streben nach dem verheißenen Ziel, Erleuchtung, die Lösung von allen Bindungen an die irdische Welt sowie die Überwindung des Todes, mit der Forderung nach Begierdelosigkeit und Askese verknüpft ist. Falsch verstanden, begannen schon in der Antike die Mönche ihre natürlichen sexuellen Begehren zu unterdrücken, die in allen Kulturen, insbesondere bei der führenden Gesellschaftsschichten und Priesterschaften, als «sündhafte Begierde» bezeichnet wurden. Meistens wurden unter diesem Begriff dann auch noch alle freudigen Ereignisse des Menschen eingeordnet, wie Lachen, fröhliches Singen und Scherzen, Tanzen, alle Flirtaktionen und die Verliebtheit sowie das zum lebendigen Dasein, zur Arterhaltung des Volkes gehörende sexuelle Fruchtbarkeitsritual, das zur Unzucht und Hurerei umgetauft wurde. Die Folgen davon haben die westlich hochkultivierten Zivilisationen in Europa und Amerika so stark geprägt, dass die Geburtenrate in den Völkern beängstigend zurückgegangen ist.
Da die mentale Weiterentwicklung und die damit verbundene «Erleuchtung» etc. nur über eine Veränderung, eine Erhöhung im Astralwesen erreicht werden kann, ist die Überlegung zu einer Begrenzung der irdischen Begehren wohl die richtige Richtung. Wenn die egoistische Anziehung astraler Kräfte aus der Todesnatur und ihre ständige Verwirbelung im astralen Feld durch intensive Begierden und euphorische Aktivitäten nicht bereinigt wird, werden die transpersonalen Ströme von der höheren Astralis nicht angezogen. Der dafür erforderliche Magnetismus wird vom Wesen überhaupt nicht entwickelt. Es war wohl schon immer die Erkenntnis einiger fortgeschrittener Menschen, dass eine effektive Beruhigung und Neutralisation des niederen Astralwesens jedoch erst dann erfolgen kann, wenn diese aus der Einsicht in die Vergeblichkeit der egoistischen Bemühungen nach vielen Inkarnationen des Mikrokosmos hervorgeht. Eine willentlich methodisch betriebene Begierdelosigkeit auf der Basis der niederen Astralis, um selbst heilig zu werden, bewirkt keine Neutralisation, sondern nur die Deprivation des Astralkörpers und eine höchst unpassende Deformation. Die für die Instandhaltung des physischen Körpers erforderlichen Kräfte in den endokrinen Kreisläufen fließen trotz aller asketischen Anstrengungen weiter und werden sich unerkannt in Bahnen ergießen, die den Menschen krank machen werden.

Die egozentrische Begierde zur persönlichen Heiligung wird vom aurischen Wesen und den jenseitigen Kräften enorm verstärkt und für den Streber mit allen Vorteilen der materiellen Welt geschmückt. Alle mystischen Ambitionen werden geschickt von den Äonen (Asuras) unterstützt. Sie fördern dieses unzeitige Heilbegehren in den Menschen nach dem himmlischen Paradies gezielt durch entsprechende Events, Prozessionen, Massenveranstaltungen an sogenannten heiligen Plätzen, um den Ernährungskreislauf für die im Jenseits existierenden Wesenheiten und Entitäten eine möglichst lange Zeit aufrecht zu erhalten. Das dialektische Begehren nach «Selig-Werden» oder «Erleuchtung» löst nicht nur einen selbstbehauptenden herunterziehenden astralen Einfluss aus, sondern auch eine Ätheremission egozentrischer Lichtäther. So werden den Äonen auch höher vibrierende Äther gespendet, die aus religiösem Egoismus und Fanatismus entstehen. Die Größenordnungen dieser Kraftausschüttungen erreichen bei den Großveranstaltungen der jährlich gefeierten religiösen Events gigantische Ausmaße, z.B. bei der islamischen «Hadsch» in Mekka und Medina, den christlichen Festtagsveranstaltungen auf dem «Petersplatz» in Rom, der «Kumbh Mela» am Ganges oder bei der jährlichen Pilgerreise zum Berg «Keilasch» in Tibet. Aber auch bei den traditionellen «Pilgerpfaden» zu den etablierten Wallfahrtsorten wie z.B. «Lourdes» in Frankreich oder «Santiago de Compostela» in Spanien, den ritualisierten «Karfreitagsprozessionen» in Jerusalem, den regelmäßigen islamischen, buddhistischen oder hinduistischen Tempelfesten, den Shintofeiertagen oder dem touristischen Strom der Millionen Chinesen, Thailänder, Kambodschaner usw. zu den zahllosen buddhistischen oder taoistischen Tempeln, die in den Ländern Asiens aktuell in einem nahezu kapitalistischen Gesellschaftsgefüge zur Freude der Mönche heute wieder restauriert und finanziell unterstützt werden.
Wer wird schon zuhören und danach handeln, wenn auch von anderen Autoren beschrieben wird, dass diese Zeremonien mit einer beabsichtigten Evolution oder einem Erwachsen-Werden des Mikrokosmos im eigentlichen Sinn nichts zu tun haben. Man bezeichnet diese vielgestaltigen Aktivitäten der Menschen wohl als «Religion» oder «spirituelle Aktivität», dahinter verbirgt sich leider eine Tradition der unstofflichen Ausbeutung. Jede Ambition oder Initiative auf der Basis der niederen Astralis, die ein Mensch für sich selbst, für seine Verwandten oder für sein Volk praktiziert, bleibt unzweifelhaft rein animistisch okkult, und kann den Menschen niemals von seinem Leiden im Kreislauf der Inkarnationen befreien. Ganz im Gegenteil, je intensiver sein unnützes Streben praktiziert wird, desto heftiger wird der Mikrokosmos beschädigt und benötigt weitere zusätzliche Inkarnationen für die Regeneration.

Man muss sich das bei aller Liebe zu den verständlichen Sehnsüchten des vereinsamten Menschen gut vor Augen halten: Die niederen astralen und mentalen Kräfte des Mikrokosmos haben die Aufgabe, die grobstoffliche Seite der Menschen zu entwickeln und so lange zu erhalten, bis sich die höheren astralen Felder im Mikrokosmos konzentrieren können. Solange wirken diese gemäß dem Spiegelgesetz immer nur in der irdischen stofflichen Natur. Mit den stofflichen Augen kann keine «göttliche Welt» erfahren, geschaut oder betreten werden, mit den materiellen Ohren kann keine «göttliche Musik» gehört werden. Solange die Mentalis nur für eine egoistische Erleuchtung eingesetzt wird, egal ob in einem Ashram in Indien, in «Mekka», in «Bagan», Myanmar, oder in «Lhasa», Tibet, um nur einige zu nennen, können sich die höheren Kraftaspekte nicht entfalten, kann kein «supramentales» Bewusstsein (Sri Aurobindo) aufleuchten. Das Gesetz der isobaren Resonanz verhindert das.
Es bleibt ein zu allen Zeiten ungelöstes Rätsel, dass ein religiös Irregeleiteter die aufklärenden Informationen über seine diesbezügliche biologische Untauglichkeit nicht in die Hände nimmt, auch wenn Immanuel Kant den Fakt, dass der gewöhnliche Mensch mit seinem Verstand keine «göttlichen Gedanken» nachdenken kann, schon im Jahre 1781 ganz ausführlich philosophisch begründet hat. Niemand kann mit dem niederen menschlichen Verstand eine wahre spirituelle Erfahrung machen, die aus den höheren mentalen Ebenen in das Denken des erwachten Menschen eintreten wird wie das Licht der Morgensonne. Jedoch der Verblendete will das überhaupt nicht wissen. Selbst die mystische Versenkung, die von den New-Age-Gruppen in esoterischer Uminterpretation von Buddhismus und Hinduismus indischer Meister ihren Anhängern angepriesen wird, führt bei einer selbstverliebten Ausrichtung in die mystische Quantenphilosophie stets nur in die damit resonanten astralen oder/und mentalen Welten des Jenseits, dem zugehörigen New-Age-Devachan – es soll mittlerweile eine ganze Menge davon geben –, oder dem christlichen, islamischen oder jüdischen Himmel. Die Perversität der subjektiven Verblendung hat Johann Amos Comenius in seinem Buch «Labyrint světa a ráj srdce» (1623/1631) «Labyrinth der Welt und das Paradies des Herzens» recht anschaulich beschrieben.
Es ist durchaus möglich, dass bei diesen meditativen Atemtechniken oder kontemplativen Methoden oder vielleicht mit Drogen ein niederes ätherisches oder astrales «Schauen» erlangt werden, vielleicht auch ein überproportionales Wahrnehmen im Mikrokosmos, das in esoterischen Kreisen als «kosmisches Bewusstsein» beschrieben wird. Bedauerlicherweise führt die Identifikation des alten EGO mit den Inkarnationen des aurischen Wesens immer nur zu einem unbeherrschbaren Größenwahn, der meistens in psychopathologische Zustände hinüber gleitet. Selbst bei einem guten und gesunden Übergang in die unstoffliche Wahrnehmung wird der Kandidat mit diesen Methoden maximal in den niederen Gebieten des Devachan die Reflexionen des unteren Akasha-Feldes im irdischen Kosmos schauen können. Da das bewusste Durchbrechen in diese Sphären und die darin möglichen Aktionen, wie sie auch von früheren Schamanen berichtet werden (Mircëa Eliade), für den Erlebenden als überaus grandiose Realität erfahren werden, ist die Überschätzung dieses transpersonalen Zustandes an der Tagesordnung. Auch weil diese Errungenschaft von den Äonen oder Asuras (bösartige Entitäten im Jenseits) mit entsprechenden Talenten und/oder Astralreisen und Heilungsvermögen diverser Arten gefördert wird. Die Erscheinungswelten in der jenseitigen Astralis sind nahezu unbegrenzt. Michael Ende lässt in seinem Buch «Die unendliche Geschichte» die vier Winde dem fragenden Atreju auf der Suche nach Bastian sagen: «Wusstest Du nicht, das s Fantasialand unendlich ist?» Die geschenkten Einsichten und Ansichten in die astralen Welten werden aus Dankbarkeit und Euphorie mit entsprechenden Emissionen aus egoistisch polarisierten Äther- und Astralkräften ins Jenseits beantwortet, was die Äonen für ihre fortwährende Ernährung beabsichtigt haben. Auf so einfache Weise können sie ihre Dienstknechte auch für die kommenden Inkarnationen an die Erde fesseln.

Dabei bleiben die fantasievollen Erscheinungen des Jenseits jedoch auch nur Erscheinungen und bilden keine dauerhafte Wirklichkeit ab. Leider sind sie für den «hell»-Sehenden eine persönlich erlebbare, absolut fantastische Realität, die kaum von ihm selbst in Frage gestellt werden kann. Diese irregeleiteten esoterischen Kandidaten glauben bei der Erhabenheit ihrer Einsichten in das Jenseits ganz fest daran, dass sie jetzt die Erleuchtung und die Seligkeit erreicht haben. Das ist wohl zu verstehen, denn im Verhältnis zum irdischen Dasein ist selbst der Aufenthalt im niederen Devachan, mit deren herrlichen Prachtbauten und heiligen Personen, überdimensionalen Engeln und sonstigen Erscheinungen, sehr viel herrlicher als das irdische chaotische Weltengeschehen. Man muss dabei sehr wohl bedenken: jedes Wesen in den niederen astralen Feldern muss in unserer irdischen Sphäre immer Kräfte von außen als Lebenserhalt anziehen. Das wird auch für einen menschlichen Bewohner in den unteren astralen und ätherischen Abteilungen des Jenseits bald zu einer bitteren Erkenntnis. Auch ohne den materiellen Stoffkörper wird er dort nur solche kosmischen Kräfte anziehen können, die mit seinem Seinszustand resonant sind. Das bedeutet vor allem die niederen astralen Emissionen der stofflich lebenden Menschen zu ernten, die er weiterhin assimilieren muss, um am Leben zu bleiben. So ist er oder sie in unserem materiellen Sinne auch dort ein «Toter». Zu gegebener Zeit wird er sich wieder in das materielle Feld der Erde inkarnieren. Jeder mystische oder spirituelle Aufstieg in den Devachan entspricht durchaus einer Bergbesteigung, wie der des Mount Everest im Himalaja. Wer allerdings ohne die notwendige Weiterentwicklung seines Mikrokosmos in die höhere Astralis den Gipfel nach zahllosen Etappen und mit viel Unterstützung durch die «Scherpas», nach zahlreichen Entbehrungen und Strapazen erreicht hat, wird spätestens am Ende seiner Bemühungen feststellen, dass er erneut hinunter auf die Erde muss, wo sich seine transpersonalen Felder in den geeigneten Zusammenhängen entwickeln können. Leider wird es nach einem solchen erzwungenen Aufenthalt im Devachan noch vieler Irrfahrten bedürfen, die der nunmehr beschädigte Mikrokosmos im planetaren Irrgarten erleben muss, bis alle mikrokosmischen Verletzungen der schein-spirituellen Strapazen ausgeheilt sind.

Der ursächliche Plan des Logos für das irdische Dasein erschöpft sich eben nicht darin, als materielle Person für irgendwelche individuelle Vorteile im Kampf ums Überleben, für Ruhm und erhobenes Ansehen, erleuchtet zu werden. Die Erfahrungen beim Leben auf unserem Planeten mit allen emotionalen Sensationen in Glück und Leid, in Freude und Scham mit den zahlreichen Mitmenschen sollen ein völlig neues Denken und Wahrnehmen wachsen lassen, das u.a. zu einer ganz anderen Weitsicht in die Entwicklungszyklen des Weltgeschehens führt. Die höheren astralen Kräfte helfen dem Kandidaten, wenn er in seiner inneren Ausrichtung gegenüber allem irdischen Treiben neutral werden konnte, dieses Ziel auch durch die Aktivierung der höheren Denkvermögen zu erreichen, weil er sich tief innerlich ahnungsvoll nach einer Einbindung in die Entwicklung von Kosmos und Menschheit sehnt. Es muss allerdings noch einmal betont werden, die Entfaltung der höheren Astralis kann nicht mit Askese oder diätischer Meditation erreicht werden, auch nicht mit humanitärer und karitativer Güte gegenüber dem materiellen Leben. Alle sogenannte Güte des körperlichen Menschen für stoffliche Mitbürger, wie sie vielfach von den irdischen Religionen und den karitativen Institutionen gepredigt und alle Jahre wieder in den Medien über die zahllosen Katastrophen stimuliert wird, ist für diese Weiterentwicklung des Mikrokosmos ziemlich wertlos. Der Mensch muss die Nutzlosigkeit dieses Bemühens aus eigener Anschauung und lebendiger Erfahrung eingesehen haben, um die Stimme der Monade in seinem Herzen, mit diesem völlig anderen Begehren nach Mitwirken im Prozess der kosmischen Evolution, beantworten zu können.

Das Mentalvermögen als Basis für das Denken

Ohne das Denken, das durch das mikrokosmische Mentalvermögen durch unseren Verstand ermöglicht wird, könnte dieses Buch «Basis der Evolution» nicht geschrieben worden sein, und niemand könnte oder würde darin lesen. Das Mentalvermögen erhebt den Menschen auch zu einem sich selbst bewussten Sein. Dieser wird sich dadurch seiner Existenz mit allen Handlungen, Gedanken und Gefühlen bewusst und er kann sich selbst, die Natur und andere Mitmenschen mehrdimensional reflektieren. Mit dem Verstand kann er auch abstrakte Vorstellungen wie in der Mathematik oder in den Naturwissenschaften, kombinieren und bewerten. Ja, er kann sogar metaphysische Gedanken erfassen und poetisch formulieren. Ganz besonders Befähigte vermögen bewusst in künstlerische, musische und mystische Visionen nicht nur einzutauchen, sondern sie auch anderen Menschen mit ihrem Denken und ihrem sprachlichen Vermögen verständlich zu machen.

Bei all diesen schon bewundernswerten Vermögen ist es äußerst erstaunlich, dass der Mensch für das bewusste Leben und Erkennen heute allerdings erst nur über einen ersten Ansatz seines Denkvermögens mit zwei oder drei Ansichten verfügt. Dennoch kann jeder bereits mit seinem kleinen Strahl der Mentalis einen hochfunktionalen Verstand und einen enormen Gedächtnispool verwalten. Das ist bereits ein gewaltiges Potential, das dem Menschen in der Erdinkarnation geschenkt wurde, als sich der Mond von der Erde trennte, wie Rudolf Steiner in seiner Akasha-Chronik beschreibt. Allerdings muss man bei dieser Betrachtung auch bekennen, wie viel Schaden die eigenwillige Menschheit mit ihrem Wahn von Selbstsucht, mit ihrer intellektuellen wissenschaftlichen Verstandestätigkeit, in ihrer Unwissenheit in bezug auf die unstofflichen Wirkungsebenen und dem wahren Sinn des Lebens, der Erde schon zugefügt hat. Als Beispiel soll nur auf die dramatische Entwicklung des Klimas und die mittlerweile unübersehbaren Ausmaße der Umweltverschmutzung durch unnötigen Verpackungsmüll, gigantischen Bergbau, überflüssiges Landgrabbing und globale Industriekombinate sowie Lebensmittelkonzerne zur Bereicherung einiger weniger Clans hingewiesen werden, über das uns täglich in den Medien berichtet wird.

Es ist unverständlich aber wahr, dass die Menschheit entgegen vieler ernst gemeinter Ermahnungen konsequent mit ihrem falsch verstandenen Egoismus den Erdball plündert, obgleich ihrem hohen Denken eigentlich ersichtlich sein sollte: Die Menschheit hat nur einen einzigen Globus als Lebensfeld und jeder Mensch ist nur einen kurzen Lebensabschnitt im Stoffkörper gefesselt. Diesen kann er nicht in das bewusste Erleben nach dem physischen Tod mitnehmen. Allerdings muss jeder Mensch während der Auflösung seiner transpersonalen Felder alle Folgen seiner irdischen Wahnsinnshandlungen mit ansteigendem Bewusstsein erleben und bis zu einem gewissen Grad die angerichteten Schäden und Verletzungen selbst durchleben, damit sein Mikrokosmos bei der folgenden Inkarnation vor vergleichbaren Ambitionen geschützt ist. Heute steht der Mensch mit diesem göttlichen Geschenk des Denkvermögens vor einer viel weiter reichenden Aufgabe: Er soll mit Hilfe seines intelligenten Verstandes und seiner wachen Sinnesorgane zu einer empathischen Lebensweise durchdringen und die femininen und maskulinen Aspekte in seiner Astralis harmonisieren. Er sollte «Anima und Animus» in ebenbürtiger Weise nutzen, dadurch aller Natur und allen Mitbürgern auf Erden, jedem auf seine eigene Weise, langfristig ermöglichen, in einer toleranten Gesellschaft ein gediegenes Leben für die bevorstehende Evolution des Kosmos vorzubereiten. Dadurch könnten optimale Voraussetzungen für jeden Erdenbürger entwickelt werden, einmal seine ihm gestellten Aufgaben eigenständig zu erfassen und zu erfüllen. Nur in einer offenen, allgemein empathischen und friedfertigen Gesellschaftsstruktur kann jeder unter der Leitung seiner Monade die Weiterentwicklung seines Mikrokosmos fördern, um allen Menschen und Lebenswellen der Natur bei ihrer Entwicklung für ihre künftige Vollendung zu helfen.
Leider scheinen nur wenige Menschen von dieser wahrhaft befreienden Entwicklung zu wissen, die alles kommerzielle Streben börsenorientierter Machtmenschen durchkreuzt. Aber auch Zahllose, die längst dafür reif wären, beschäftigen sich noch immer viel zu viel mit der Heiligung ihrer irdischen Person auf der stofflichen Ebene, die leider immer zu einer weiteren Verkettung mit den egoistischen Kräften des Jenseits führt. Viele Anhänger des New-Age, die Vertreter der modernen Quantenphilosophie, zahllose Saddhus, Moslems, Suffis, neu-christliche Mystiker und andere seriöse Denker der wissenschaftlich orientierten Esoterik erschaffen bewundernswerte überkosmische Gedankengebäude mit modernem christlichen, hinduistischem oder buddhistischem Anstrich. Ja, zahllose Menschen in Ost und West streben ernsthaft nach einer «persönlichen» Einweihung in die Mysterien des Lebens und nach privater Erleuchtung. Aber erst eine totale Umwendung des Begehrens, eine radikale Abwendung von allen irdischen Methoden als Basis für die subjektive Heiligung, bewirkt eine erfolgreiche Veränderung, wodurch dann der Prozess für eine Vollendung des Denkvermögens begonnen werden kann. Ansonsten bewegt sich das auf den stofflichen Erdplaneten und seinen «Himmel» bezogene astrale und niedere mentale
Erkennen nur innerhalb der animalischen Astralis im eigenen aurischen Wesen und im Jenseits rund um den Globus. Es kann gar nicht anders sein. Laotse, der Weise aus China, erklärte es schon ca. 400 v.Chr. aller Welt in seinem Dáodéjing oder «Tao Teh Ching»: „Nichts ist verborgen, alles ist offenbar. Man muss nur richtig lesen können, und verstehen wollen.“ Dafür ist jedoch ein erneuertes Denkvermögen erforderlich!

Es gibt überall auf der Welt mythologische Erzählungen, die eine malerische Begründung dafür liefern, warum die Entwicklung auf der Erde so abgelaufen sein soll, wie es in den Annalen der Religionen aufgezeichnet wurde. Prinzipiell ist wirklich niemand bei der Erschaffung der Welt dabei gewesen. Auch die wenigen Menschen, die gut in der Akasha-Chronik der Erde lesen konnten und noch können, berichten nur von dem Teil der Schöpfung, der mit ihrem individuellen subjektiven Denkmodell in Resonanz sein kann. Das wird zu allen Zeiten ein gewaltiges Problem gewesen sein, weil es immer Meinungsbildner gibt, die – aus welchen Gründen auch immer – besonders die uralten Folianten als die entscheidenden Wahrheitsträger autorisieren. Es erklingen in ihren Erzählungen die Aspekte des Narzissmus und des Ödipus (seine Mutter ist die Erde, sein Vater der Geist), des Ying-Yang-Kreislaufes und der Vischnu-Brahma-Shiva-Manifestationen in den Veden. Zahlreiche ägyptische Aufzeichnungen spiegeln den Kreislauf der Sonne (Ra oder Re) mit ihrer täglichen Wiedergeburt. Andere orientalische Geschichten verbinden das Menschenschicksal mit dem Kreislauf sowie den Kräften des Mondes. Andere weise Autoren spekulieren später mit den Beeinflussungen der Planeten oder den Zyklen des Tierkreises oder der Jahreszeiten, die auch einmal einen Anfang gehabt haben müssen. Heute nach der Zeit der Aufklärung und des Humanismus haben viele wissenschaftlich orientierte Philosophen und Kosmologen mit empirischer Akribie den Erschaffungsprozess des Kosmos dem König «Zufall» in den Schoß gelegt. Ein «göttlicher» Schöpfungsakt ist für viele westlich-moderne, wissenschaftlich fundierte und mathematisch belegte Kosmologien überhaupt nicht mehr notwendig.

Wer das Menschsein in seiner umfassenden Tragweite verstehen möchte, wer wirklich eine Idee von absoluter Liebe und Gerechtigkeit erfassen will, dem muss hinter allen Schöpfungstheorien etwas deutlich werden können. Der Planet Erde ist mit allen Lebenswellen der Natur, also Mineral, Wasser, Luft, Pflanzen, Tiere, Insekten und sonstigen Lebewesen und auch mit dem Menschen in Mikrokosmen, Holokumulies aus diversen Kraftfeldern in einen Kosmos eingepflanzt. In diesem findet zuerst in eine Entwicklung der niederen Kraftfelder statt, bis die materiellen Ebenen voll funktionsfähig entwickelt sind, aus denen sie bewusst eigenständig leben können. Danach entwickeln sich vor allem die menschlichen Mikrokosmen weiter, damit der Plan der Schöpfung erkannt werden kann. Auf dem irdischen Plan wurden alle Wesen für diese fundamentale Entwicklung in die Materie eingebunden, in die niederste kosmische Energieform, die sich aus einem sich zugleich entfaltenden Ätherfeld herausbildet. Alles Leben im Universum wird bei dieser Evolution gezielt aus den Monaden geführt, wie es in dem Kapitel o4 «Wesen und Wirken im Allgeschehen» ausführlich dargestellt ist.

In der aktuellen Wendezeit vom Fischezeitalter zur Aquariusperiode, in der 4. Inkarnation der Erde und während der Halbzeit der vierten Runde – laut «Akasha-Chronik» von R. Steiner – wird der Kosmos Erde allerdings jetzt von den kosmischen Kräften des Wassermanns dazu gedrängt, seine Evolution der Astralis und Mentalis zu fördern. Dafür befindet sich das mikrokosmische Wesen, von dem der stoffliche Mensch adoptiert wurde, in einer stürmischen Weiterentwicklung seiner Kraftfelder, was einige revolutionäre Entwicklungen mit sich bringt, die den Äonen bzw. Asuras absolut nicht gefallen werden. Die Entwicklung der unstofflichen Kräfte im Mikrokosmos könnte in der aktuellen Zeit für viele Menschen bereits abgeschlossen sein und die Evolution des Empfindens und Denkens schon begonnen haben. Da sich der Mensch – bevorzugt in der europamerikanischen Zivilisation – aber meistens bereits mit den niederen Aspekten seines Denkvermögens als Krone der Schöpfung betrachtet – einmal abgesehen von den noch drei fehlenden nirwanischen Feldern seines Systems, die ohnehin wenigen bekannt sein können –, hat er natürlich vor seinem innersten Erfassen ein grundlegendes Problem des Selbstverständnisses. Der Mensch ist sich in seinem eigenen Erkennen auf der Basis seiner subjektiven stoffgebundenen Gedächtnisse immer die oberste Autorität, vor allem in punkto «Wahrheit». Aller Hochmut und alle Ingnoranz basieren auf der Verblendung seiner persönlichen Einsichten in die materiellen Zusammenhänge, die er aus seinem Begehren und den Begierden der niederen Astralis nach materieller Selbsterhaltung erfahren und auch erfolgreich bewältigt hat. Nun projiziert der Mensch diese seine in der Materie als wirksam erkannten Methoden auch auf sein spirituelles Ringen um ein «Paradies auf Erden», möglichst physischer Natur. Die für das körperliche Überleben geschärften, grobstofflichen Sinnesorgane sind ohnehin für die transpersonalen Welten ungeeignet, und die ätherischen bzw. astralen Sinnesorgane sind durch die bevorzugte Lebenseinstellung vorläufig stark degeneriert und nur begrenzt nutzbar. Dennoch erklingt in jedem heranwachsenden Mikrokosmos unterschwellig aus der Monade das Wissen, dass er keinesfalls schon fertig entwickelt ist. Gleichzeitig verstärkt sich der innere Glaube, dass das ideale neue Lebensfeld in greifbare Nähe gerückt ist.

Um den inneren Spagat aus subjektiver Erfahrung und innerer Ahnung ausbalancieren zu können, kompensiert der Materialist im «hylotropen Tagesbewusstsein» die unbewusste Induktion der Ideale mit einer fiktiven Gegendarstellung. Der verheißene Garten Eden wird in eine metaphysische Sphäre verbannt, die nur von einer «geheiligten Seele» betreten werden kann. Durch gehorsames Befolgen der religiösen Gesetze der klerikalen Autorität und durch devote Anbetung der Heiligen besteht für den Menschen, bzw. für seine Seele die Chance, nach dem irdischen Leben – oder nach dem Abschluss der Apokalypse – eine materielle Wiedergeburt im Paradies zu erleben. Diese Fiktion verhindert natürlich jede mikrokosmische Entwicklung. Wahrscheinlich wird jeder unbewusst von den klerikalen Äonen, die er durch sein eigenes Leben angezogen und aktiviert hat, dermaßen für deren Selbstbehauptung missbraucht, dass ihm eine klare Einsicht in das eigene Sein beständig von den astralen Unmöglichkeiten der materiellen Welt verbaut wird.
Die Entwicklung des Mikrokosmos ist in den vergangenen vier Inkarnationen der Erde nun so weit fortgeschritten, dass der heutige Mensch über zwei, drei oder vielleicht auch vier Aspekte seines Denkvermögens verfügen könnte. Die Mentalis soll sich in dieser kosmischen Periode allerdings noch viel weiter entwickeln. Das Denkvermögen arbeitet auf der Basis des Bewusstseins mit mentaler Energie, die eine wesentlich höhere Frequenz hat als die Astralis. Die Mentalis hat eine ganz besondere, wenig bekannte Eigenschaft. Sie wirkt schöpferisch und ist damit für Mensch und Welt ein höchst gefährliches Vermögen. Diese potentielle Gefahr sollte jedem Menschen erklärt werden, damit er umsichtig und mit einer hohen ethischen Grundhaltung damit umgehen kann. Darauf werden wir später noch genauer eingehen.

Mit den mentalen Kräften werden die Erinnerungen aus den verschiedenen mikrokosmischen Gedächtnissen aufgenommen und mit den Wahrnehmungen aus den Sinnesorganen über das virtuelle Organ Verstand assoziiert und für das aktuelle Leben in der sich gestaltenden Umwelt bedacht, bewertet und für die Aktivitäten in die Tat umgesetzt. Dabei ist jeder Gedanke ein mentales Geschöpf, das zunächst kurzfristig im Atemfeld vibriert. Wird der Gedanke mit einem eindeutig kräftigen Begehren begleitet, dann stabilisiert sich der kleine Holokumulus und verbindet sich dabei mit resonanten Begleitern im Atemfeld, in dem dort vibrierenden Gedächtnis. Das alles ist zunächst völlig wertfrei und neutral für alles Leben. Erst die menschlichen Absichten und Intentionen können die Gedankenformationen zu erbarmungswürdigen Konzeptionen anwachsen lassen, die sich für die allgemeinen Weltereignisse erschütternd entwickeln können. Und dann realisieren sich die egozentrischen Ausbeutungmethoden der Masse, Mafia und Korruption, Kriege und Katastrophen, Finanzkrisen und Hungersnöte unserer Zeit rund um den Erdball! – Die Menschen benutzen so im allgemeinen ihre empirischen Sinneserkenntnisse, ihren auf das stoffliche Existieren ausgerichteten Verstand, ihre in den Traditionen versunkenen Religionen und Bräuche, vorwiegend für die persönlichen Vorteile, meistens ohne Rücksicht auf die psychischen, wirklich humanen Zusammenhänge. – Einige Autoren betiteln zeitweilig ihr Denken als den «gesunden Menschenverstand». Betrachtet man den Zustand unserer hochzivilisierten westlich orientierten Welt einmal objektiv, klingt es ziemlich anmaßend, von einer geistigen Gesundheit zu sprechen. Viele Menschen sind mit Gewissheit hochintelligent und überaus vernunftorientiert, intellektuell geschult, vielleicht auch esoterisch vorgebildet und «spirituell» veranlagt. Es ist schon erschütternd, wie spekulativ und experimentell diese Begriffe in den meisten Büchern ohne jede profunde Kenntnis der tatsächlichen Zusammenhänge verwendet werden. Man muss die kaum zu überbietende Wortakrobatik geradezu bewundern, mit der zauberhafte Worthülsen in fantastische und durchaus plausibel wirkende semantische Konzeptionen verpackt werden. Mit einer grandiosen Geschicklichkeit werden die Sätze zu farbenfrohen Gedankenteppichen gewoben, die dann als Weisheit oder Weltanschauung für das moderne Leben in perfekt gestylten Büchern publiziert werden. Die großen heiligen Versprechungen der Antike und die darauf aufgebauten einseitigen Weltbilder, die das prinzipielle Grundproblem der niederen Astralis im Menschen unberücksichtigt lassen, sind angesichts der weltweiten Kontraste total unrealistisch. Schon Laotse gibt der Menschheit einen äußerst interessanten Hinweis, indem er sagt: «Wahre Worte sind nicht schön, und schöne Worte sind nicht wahr.»

Die offenbare Tätigkeit des Verstandes ist vielfach nur ein Abgreifen überlebenswichtiger Ergebnisse der stoffgebundenen Sinnesorgane und der sich daran anschließenden Hypo-thesen, die sich an den Vorratsspeichern persönlicher Erfahrungen und Vorstellungen vergangener Autoritäten orientieren. Solange sich das Erfassen und Denken allerdings nur «hylotrop» auf die materiellen Erscheinungen in der Welt richtet, können immer nur die erworbenen Informationen aus den materiellen Abbildern und deren Abstraktionen erfasst und kombiniert werden. Der Verstand kann sie zwar vielseitig miteinander verknüpfen und dabei durchaus zu völlig neuen Mustern oder Gedankenkonzepten kommen. Wird eine solche Gedankenarbeit dann den Mitmenschen durch Sprache oder Schriftzeichen präsentiert, stehen die plausible Kombination vorhandener Vorstellungen und die subjektive Erfindungsgabe des Autors im Vordergrund. Die scheinbar neuen Gedanken selbst sind jedoch nur «Patchwork» bereits bestehender Gedankenkomplexe, selbst wenn sie durch hellsichtige Personen oder durch Astralreisen aus dem Jenseits gewonnen wurden. Denn auch die dort erfassbaren Gedächtnisse sind das Ergebnis früherer materieller Betrachtungen der Lebenszusammenhänge und deren Kombinationen von Naturerkenntnissen aus noch älteren Zeiten. Ein amerikanischer Psychologe und Verhaltensforscher, John C. Lilly, der auch die Kommunikation von Delphinen umfangreich erforscht hat, spricht aus seiner langjährigen Erfahrung mit transpersonalen Workshops im Esalen Institut in Big Sur, Kalifornien:

„Im Bereich des Denkens ist das, was man für wahr hält, entweder wahr oder wird wahr innerhalb bestimmter Grenzen, die von Karma, Gedächtnis und aktueller Erfahrung bestimmt werden. Diese Grenzen sind innere Überzeugungen, die transzendiert werden müssen. Vor uns selbst versteckt, gibt es eine heimliche Gruppe von Überzeugungen, die das Denken, das Handeln und das Fühlen kontrollieren. Diese heimliche Gruppe von versteckten Überzeugungen ist die begrenzende Gruppe von Überzeugungen, die transzendiert werden müssen. – Wenn ich es erlaube, gibt es keine Grenzen; keine Grenzen des Denkens, keine Grenzen des Fühlens, keine Grenzen der Bewegung. Werden von mir die Grenzen überwunden, so gibt es keine Grenzen.“
Im Bereich des Geistes ist das, was man für wahr hält, entweder wahr oder wird wahr. Im Bereich des Geistes (der Mentalis) gibt es keine Grenzen. (John C. Lilly, Im Zentrum des Zyklons, Fischer TB, 1976)

Die Verknüpfung bereits vorhandener Gedankenkomplexe oder Abbildungen aus den mikrokosmischen Gedächtnissen in der uns umgebenden Astralis im Atemfeld des aurischen Wesens mit dem Verstand wird allgemein als Denken bezeichnet. Jedoch bleiben alle diese mentalen Kunststücke meistens im Netz der stofflichen Vorstellungen und Erfahrungen gefangen, weil die menschlichen Erlebnisse und Misserfolge, Gefahren und Wollüste vorwiegend in den materiellen Zusammenhängen stattgefunden haben. Am deutlichsten wird das durch die Film- und Fernsehindustrie, die immer nur materielle Vorgänge oder Geschehnisse auf die Leinwand bannen können. Eventuelle psychische Vorgänge müssen über besondere «bildliche Zaubertricks» visualisiert werden, was bei sogenannten Fantasy-Filmen manchmal ausgesprochen synthetisch daherkommt. Wer von den aufgeklärten Autoren der Neuzeit will schon hören, wie beängstigend der menschliche Wahn und seine Verblendung bereits sind? Wenn die Filmemacher ihre von den Äonen lancierten Geschichten und Bilder aus einem «erdachten Jenseits» den Menschen als Realität verkaufen, kann es immer nur eine Imitation der Wirklichkeit sein, die sich aus den spärlichen Berichten einiger «Hellseher» ergibt, die sich bei ihren Beschreibungen schon auf die materiellen Belange des Daseins beschränken mussten, um überhaupt verstanden werden zu können. Ein Film, wie perfekt er mit seinen Effekten auch gemacht ist, kann immer nur die äußeren Erscheinungen materieller Situationen abbilden, auch wenn mit verführerischen Effekten der modernen Computeranimationen Scheingestalten und Rauchwolken hinter dem Horizont simuliert werden, bleiben es visuelle Abbilder körperlicher Figuren und stofflicher Gegenstände.

Solange es in der normalen Gesellschaft keine Akzeptanz der transpersonalen Lebenswelten gibt, werden sich auch keine realistischen Begriffe dafür in der Umgangssprache entwickeln. Alle Menschen und alle empirischen Forscher sowie alle Autoren aus allen publizistischen Branchen sind vorerst immer die Schatten an der «Rückwand der Höhle in dem Gleichnis von Platon». Das Immaterielle ist und bleibt für das materiell gebundene Denken unbeschreiblich. Das intelligente Denken – wie wir es normalerweise nennen –, das Verbinden bereits existierender Informationen von mentalen «Geschöpfen im Atemfeld» mit den mentalen Sternen in der Lipika sowie den körperlichen, ätherischen und astralen Gedächtnisvorräten ist eine saubere Abfrage- und Kombinationstechnik mit den Begriffen für die sinnesorganisch erfassten äußeren Erscheinungen des Daseins. Dieses menschliche Denken geht selbstverständlich sehr weit über das instinktive Reiz-Reaktionsmuster bei den Tieren hinaus. Jedoch zum wirklichen höheren Bedenken des kosmischen Daseins in aller Tragweite, im ursprünglichen Sinne von «Manas», gehört zunächst ein vollendetes Mentalvermögen mit allen seinen sieben Aspekten. Dann kann dieser fortgeschrittene Mensch alle Regungen und Interferenzen seines Mentalfeldes – der Astralis und des Ätherfeldes – erfassen und bedenken. Entsprechend seiner Resonanz wird er jetzt auch mit den kosmischen Lebensfeldern verbunden, dem «Buch der Natur» oder der «Akasha-Chronik». Damit wird er befähigt, im Astralfeld der Erde mit allen darin lebenden Wesen für den Erhalt des Planeten dienstbar zu sein. Zu dieser weitreichenden Entwicklung ist prinzipiell die ganze Menschheit heute in der beginnenden Aquariusperiode aufgerufen, auch wenn die Erkenntnisse zeigen, dass nur wenige heute schon für diese Erhebungen erwachsen sind.

In seinem Buch «Der QuantenMensch» berichtet Michael Murphy aus seinen umfassenden Recherchen über zahllose bestätigte außersinnliche Erfahrungen in aller Welt, dass schon sehr viele Menschen erstaunliche Befähigungen auf dem Wege zu außersinnlichen Wahrnehmungen über das Geschehen in der Welt erworben haben. Zunächst ist es wirklich erforderlich dass, viel mehr Menschen in der europamerikanischen Einflusssphäre davon Kenntnis nehmen, die nachgewiesenen Fakten auch anerkennen, und in ihre wissenschaftlichen Betrachtungen mit einbeziehen. Für die nächsten Schritte auf der Evolutionsleiter wäre es dringend notwendig, dass die dafür geeignet gewordenen Menschen oder zumindest ihre auserwählten Pioniere die Blickrichtung ihrer Aufmerksamkeit von den Überlebensstrategien im materiellen Lebensbereich abwenden, und sich für die bereits vorhandenen Möglichkeiten bzw. Methoden für die transpersonalen Erfahrungen öffnen, sich darauf ausrichten. Möglicherweise auch solche Menschen dafür schulen, die sich für diese Erfahrungen interessieren. Die in der Aquariusperiode für die Menschheit ausgehauenen Stufen können heute schon mit einiger Kenntnis der wirklichen Zusammenhänge in der siebenfachen Astralis und der siebenfachen Mentalis erstiegen werden. Hier ist auch das «Kleinod der Unterscheidung» zu finden, wie es schon Shankaracharya in seinen Gedanken umrissen hat, damit sich niemand in den riesigen vielfach projizierten und reflektierten Landschaften des Jenseits verirren kann. Negierung, Verdrängung oder Verleugnung, wie es bislang von der empirischen Wissenschaft, den Religionen und deren Interpretationen in den Medien üblich ist, wird das bestehende Chaos des menschlichen Zusammenlebens nur noch vergrößern, und unsägliches Leid über die Völker ausbreiten. Diese Entwicklung kann verständlicherweise niemals mit – auch niemals unbewusst – von statten gehen.

Das siebenfache mentale Feld.

Untersuchen wir das mentale Kraftfeld genauer, dann wird auch hier die siebenfache Abstufung deutlich sichtbar. Es ist dabei wie bei allen Beschreibungen der Kraftfelder zu beachten, dass diese Gliederung nur unterschiedliche graduelle Aspekte in der Frequenz darstellt, die sich bei den Aufgaben für den Mikrokosmos die Arbeit teilen. Bei allen Wahrnehmungen und Denkaktionen wirken sie immer in Harmonie zusammen, auch wenn vorerst nur einige Teilbereiche konzentrisch mit dem Mikrokosmos verbunden sind. Die nachfolgenden Bezeichnungen sind keiner genehmigten Nomenklatur entnommen!

1. Die instinktive Mentalis. Dieser mentale Aspekt hat zwei lebenserhaltende Aktivitätsbereiche, so könnte man sagen. Mit dem einen Bereich aktiviert die instinktive Mentalis die Erinnerung in die Erfolgsgeschichte der animalischen Reaktionen im Stoffkörper. Mit dem anderen Aktivitätsbereich legt dieses Vermögen ein stets abgreifbares Gedächtnis der lebenserhaltenden Verhaltensmuster in den körperlichen Strukturen und organischen Zusammenhängen an.

2. Die vernünftige Mentalis. Sie bewirkt das beständige Abgleichen und Verbinden der über die Sinnesorgane und transpersonalen Erfassungen eingehenden Informationen mit bereits vorhandenen Gedankenstrings. Sie bereitet alle Informationen für die aktuelle «Kommunikation» in den Gedächtnissen auf und formuliert die Gedanken für das aktuelle Aussprechen oder Schreiben.

3. Die intuitive Mentalis. Hierbei wirkt neben der besonderen Beweglichkeit im Erfassen und Kombinieren, vor allem die prinzipielle Offenheit für neue Kombinationen bei überraschenden Begegnungen und Auseinandersetzungen und für völlig neue Ereignisse und Sensationen, die für die bedachte Weiterentwicklung des Mikrokosmos nützlich erscheinen. Diese ausgeprägt zukunftsorientierte Komponente der Mentalis geht mit einer unvoreingenommenen, natürlichen Neugier einher.

4. Die kollektive Mentalis. Alle eingehenden Gedanken werden nach gemeinsamen Interessen im gesellschaftlichen Miteinander für die Selbst- und Arterhaltung sorgfältig abgeglichen und auch für die höheren Aspekte der Evolution gewertet und eingeordnet. Ein weiterer Schwerpunkt dieser Energie liegt im Vergleichen bestehender Informationen aus den kollektiven Gedächtnissen für die gesellschaftlichen Interaktionen, sowie die Aufsplittung übergreifender kosmischer Informationen.

5. Die idealistische Mentalis. Mit ihr werden die sinngebenden Informationen aus den höheren, nirwanischen Kraftfeldern spontan aufgenommen und in die aktuellen Denkprozesse eingebunden. Dabei werden diese Impulse dekodiert in die Mentalis reflektiert und für die in der Evolution anstehenden Schritte bewertet und im Mentalgedächtnis resonant an bereits vorhandene Gedankenstrings angebunden.

6. Die universale Mentalis. Mit diesem Multitasking-Aspekt werden alle aus dem interkosmischen höheren Feldern eingehenden Impulse auf ihre optimal harmonische Eingliederung in bereits vibrierende Inhalte abgetastet. Hierbei wirkt zentral als Schlüssel für eine wirkungsvolle Aufnahme im Gedächtnis die isobare Mitschwingung mit den komplexen Gedankenimpulsen aus anderen kosmischen Kraftfeldentwicklungen.

7. Die spirituelle Mentalis. Diese obere Mitschwingung im mentalen Feld arbeitet bereits intensiv mit dem nächst höheren nirwanischen Feld, der Spiritualis, zusammen. Es ist die Kraft für die Erfassung und Verarbeitung der höchsten Ideationen, die vor allem aus dem spinalen Energiefeld in die Mentalis einströmen. Im Mittelpunkt steht immer die Kooperation und das angemessene Erkennen der aktuellen Situationen im kosmischen Entwicklungszyklus. Der Plan für diese kosmischen Entwicklungen ist ein äußerst lebendiger und dynamischer Vorgang, der stets mit den sich permanent neu gestaltenden Zusammenhängen in den komplexen Interaktionen aller Kraftfelder abgeglichen werden muss.

In seltenen Fällen können auserwählte Menschen unter der Leitung ihrer Monaden in die höheren Sphären des Devachan eintreten und dabei visionäre Impressionen über die kosmische Evolution empfangen. Oftmals sind dies nur kurze Ausblicke auf eine ferne Zukunft, die allerdings wichtige Informationen für den heutigen Menschen enthalten können. Das sind den ergriffenen Mikrokosmen geschenkte Gedankenkomplexe, die über ihn auf einem optimalen Weg die ganze Menschheit erreichen sollen. So hatte z.B. Mme. H.P. Blavatsky von 1880 bis 1985 eindeutig Kontakt mit den Mahatmas, einer tibetisch-buddhistischen Loge zur Erhebung der Menschheit wurde. Sie wurde in dieser Zeit im Wesentlichen von den Mahatmas beeinflusst. Dabei hatte sie zahllose Textübertragungen von den Meistern empfangen, die sich in ihren Büchern «Die entschleierte Isis» und «Die theosophische Geheimlehre» niederschlugen. Recht spannend ist das in den «Mahatma Briefen» von A.P. Sinnett zu lesen. Auch Jane Roberts schreibt in ihren «Gesprächen mit Seth» von überirdischen Kontakten zu einem Kontrollgeist «Seth». Diese Übertragungen von Inhalten aus den jenseitigen Sphären werden heute Channeling genannt. Dabei werden den sensitiven Personen Gedanken, Sätze, ganze Bücher von Wesen des höheren Jenseits (oder von Personen einer weit entfernten Gegend der Welt) für die aktuelle Entwicklung in der stoffliche Welt übertragen, z.B. durch automatisches Schreiben oder akustische Informationen. Die unteren Ebenen des Devachan, wie auch die zeitlich nahe liegenden Felder der Akasha-Chronik der Erde, können prinzipiell von jedem dafür geeigneten Menschen mit einem geschulten Denk-Vermögen gelesen werden. Einige esoterische Gruppierungen, wie die Theosophen, die Anthroposophen und AMORC u.a. bieten eine entsprechende Schulung an. Ein unvorbereitetes Eindringen in diese Wissensspeicher ohne ethisch-moralische Basis soll leider zu einer stark übersteigerten Überheblichkeit der Person führen und/oder zu einem unkontrollierten psychologischen Defekt, wie R. Steiner ausdrücklich betont. Nur ein Denken, das frei von allen selbstsüchtigen Ambitionen sich der anstehenden Evolution geweiht hat, kann diese hohen Impressionen unbeschadet empfangen und der Menschheit weiterreichen.

Die höheren Vermögen im Mikrokosmos

Die Vermischung der Mentalenergie ist so fein, dass bereits die begriffliche Differenzierung auch Unverständnis auslösen kann, sofern man sie getrennt wirkend betrachtet. Die Einheit des Denkens bleibt unter allen Umständen trotz geschickter Arbeitsteilung gewahrt. Jeder weise Denker wird sich geduldig in die Offenbarungen einfügen, die sich seinem Erfassen mitteilen. Die höheren Vermögen sind dafür vorgesehen, die innere Einheit und die übergeordnete Einheit mit der Monade, sowie zwischen allen Wesen und dem Kosmos zu erfassen, um sich mit den daraus entfaltenden Vermögen für das kosmische Geschehen einzusetzen. Die im Kosmos Erde vereinten Monaden streben die Erhebung aller irdischen Wesen und Lebenswellen an, damit in den zukünftigen Entwicklungsschritten der ganze Planet Erde für die kommende Evolution des solaren Kosmos in seine Monade aufsteigen kann.

Wir haben den Mikrokosmos bis hierhin als vierfaches Wesen dargestellt, bestehend aus:

1. Stoffkörper,
2. Ätherfeld,
3. Astralis und
4. Mentalvermögen (Mentalis).

Aber zu diesem lebensfähigen und selbstbewusst denkenden Menschen gehören auch noch drei weitere mikrokosmische Kraftaspekte, die sogenannten nirwanischen Vermögen, die in der augenblicklichen Inkarnation bei keinem Mikrokosmos konzentrisch integriert sind, und darum auch nicht von einem Menschen verwendet werden können.
Wir benennen diese höheren «nirwanischen» Kraftfelder des Mikrokosmos und im Kosmos hier:

5. Spinalis,
6. Spiritualis,
7. Idealis

Der Begriff «Nirwana» gehört zu der indischen Philosophie und wurde von Buddha als Endziel der mönchischen Bemühungen beschrieben. Nirwana oder Nirvana bzw. Nibbana (Pali, nibbãna), ist ein buddhistischer Schlüsselbegriff, der den Austritt aus dem «Samsara», dem Kreislauf des Leidens und der Wiedergeburten, bzw. Reinkarnationen, durch Erwachen «Bodhi» bezeichnet. In der buddhistischen Philosophie wird Nirwana erreicht im Loslassen von allen Anhaftungen an die Bedingungen des «Samsara», der selbsterhaltenden Begehren mit der niederen Astralis im grobstofflichen Lebensfeld. Folglich bedeutet das Erreichen des «Nirwana» nicht etwas, das sich erst mit dem physischen Tod einstellt. Vielmehr könnten die nirwanischen Kräfte theoretisch, entsprechend einer astral und mental geförderten Entwicklung schon mit dem stofflichen Leben erreicht werden. Dieses transpersonale Erwachen ist kein Übertritt in eine andere Lebenssphäre – einen Himmel oder ein Paradies –, auch wenn es dem Menschen vielleicht so vorkommt. Sondern durch die Erweiterung der mikrokosmischen Kraftfelder wird der Mensch seine Umwelt in völlig neuen Dimensionen und Zusammenhängen erfassen. In diesen nirwanischen Lebenssphären sind die für jetzige Menschen unerreichbaren Ideale konkret gelebte Wirklichkeit. Es ist natürlich ein riskantes Unterfangen über Lebenszustände zu sprechen oder visionäre Kräfte zu beschreiben, die bislang nur von einzelnen Personen benannt wurden, die in ihrem Leben bereits die höheren Mentalvermögen erleben konnten. Es ist selbstverständlich, dass nur solchen ausgereiften Mikrokosmen ein Ausblick auf die weitere Entwicklung der nirwanischen Vermögen geschenkt wird. Das ist auch der Grund, warum wir hier die drei angeführten, nicht autorisierten Begriffe für die nirwanischen Vibrationsfelder benutzen. Aber sie sind definitiv bereits für die künftigen Schritte in der Evolution der Menschheit latent angelegt. In unserer Zeit umschweben und durchweben diese Kraftfelder unter der direkten Führung der Monaden die vier unteren mikrokosmischen Felder wie größere lockere Energiewolken. Diese vibrieren ausgerichtet auf das anstehende Wachstum und stimulieren vor allem die in der Mentalis bereits Fortgeschrittenen, ihre Mentalis für die kosmische Dienstbarkeit geeignet zu machen.

Die Aquariuszeit hat unweigerlich begonnen, in der für zahlreiche Mikrokosmen die astrale und mentale Vollendung eigentlich vorgesehen ist. Es ist keineswegs verwunderlich, dass sich jene Kräfte im Jenseits wegen der eingeborenen Selbstbehauptung, die Äonen, Daevas oder Asuras, mit allen erdenklichen Mitteln und subtilen Techniken dieser revolutionären Entwicklung im Kosmos entgegen stemmen. Sie werden es bereits wissen, dass einmal die Zeit kommen wird, in der weiter fortgeschrittene Mikrokosmen auf Erden inkarnieren, die für die Integration der nirwanischen Kraftfelder schon bereit sind. So lange bleiben diese Felder auch im Kosmos vorerst latent und stehen dem Menschen vorerst nicht für eine aktive Verwendung in der Lebenshaltung zur Verfügung. Nur einige wenige werden zeitweilig mit der Spinalis verbunden, um wichtige Schlüsselinformationen im Sinne der Evolution aus diesen Gebieten der Menschheit zu überbringen, damit diese einen weiteren Schritt in ihrer Entwicklung machen kann. Diese höheren mikrokosmischen Anlagen sind ein gnadenvolles Geschenk der monadischen Hierarchie und können unmöglich durch etwaige Methoden des Zen oder anderen Yoga-Übungen vorzeitig erreicht werden.

Eine tabellarische Übersicht über die sieben mal sieben Kraftebenen, die sowohl den Kosmos als auch den Mikrokosmos durchströmen. In den Kosmen/Mikrokosmen sind die Kräfte mehr oder weniger konzentrisch in einem kugelförmigen Holokumulus zusammengefügt. Die Bezeichnungen innerhalb der nirwanischen Ansichten sind ein zaghafter Versuch, auch hier die bestehenden Dominanzen und Aufgaben zu charakterisieren. Es scheint noch nicht die Zeit gekommen, diese Unterteilung eindeutig zu publizieren. Die in der Grafik eingefügte Wellenform veranschaulicht die aktuelle Entwicklung der Kraftfeldansichten in den aktuellen Mikrokosmen der hochzivilisierten Kulturen.

Eine Übersicht über die gut geordnete Zusammenarbeit aller immateriellen Felder zeigt, wie recht der Semiotiker Charles S. Peirce mit seiner Theorie hatte, in der er über die Triangelwirkung allen Seins schreibt. Ein wenig schimmert in dieser Struktur der Gedanke der göttlichen Trinität hindurch. Selbst beim Zusammenwirken im Bereich der subatomaren Quarks finden sich erstaunliche Parallelen zur trinitarischen Resonanz im Weltgeschehen, im makrokosmischen Weltall bis hin zum mikrokosmisch Atomaren. Nur in der für uns Menschen erfahrbaren physikalischen Natur scheinen die Kräfte immer linear auf die oder mit der Materie zu wirken. Das wird wissenschaftlich mit den Gesetzen der Mechanik «belegt». Obgleich die fünf Sinne stets die empirische Sicht der Erscheinungen beweisen, werden alle materiellen Gegenstände und Wesen dennoch immer in Folge von einigen Kräften aus den Sphären gelebt, in die sie nun einmal kraft ihres Daseins eingebettet sind. Ja, es ist geradezu eine Kaskade von Kräften, die das ganze Sein erschafft und belebt – auch die sogenannte tote Materie – und alle Pflanzen, Tiere und Menschen, alle Planeten, Sterne, Galaxien und andere uns unbekannte Wesen und Entitäten wirken lässt.

Triangel-Reaktion der Kräfte

Aus der fundamentalen Energie der Urmonade, dem universalen Bewusstsein, tritt die Idealis in Offenbarung. Hier erfüllen die höchsten Ideen, wie Plato sie geschaut und in seinen Dialogen beschrieben hat, mit unbändiger Kraft Raum und Zeit und schenken der Spiritualis die nachfolgende Stufe der Konkretisierung. Die Impulse aus dem allerhöchsten Kraftfeld werden mit weiteren Informationen sowie angefügten Sinngebungen geladen in die Spinalis eingesenkt. Von dort erfolgt die Induktion in das Mentalfeld, welches als Mittler zu den unteren Lebensebenen fungiert. Hier spiegelt sich am deutlichsten die hohe Bedeutung, die dem menschlichen Denken angemessen wird. Dabei ist es immer beachtenswert, dass zusätzlich jedes mikrokosmische Feld von einem speziellen Bewusstsein durchdrungen ist. Jedes Feld hat in seinem Bewusstsein ein spezielles Gedächtnis und entsprechende Resonanzen. Bei genauerem Betrachten der Wirkungsart der Kraftfelder wird verständlich, dass alle Kraftfelder vor allem über das ihnen innewohnende Bewusstsein permanent miteinander kommunizieren.

Es sollte allen Menschen wie ein heiliges Mantram sein: Alles Leben ist immer eine Einheit. Im Sonnenkosmos wird alles Leben vom universellen Bewusstsein aller Monaden getragen. Im universalen Bewusstsein der Urmonade offenbart sich die Totalität der Schöpfung; aus dem LOGOS ist und in IHM wird alles, was es im All gibt und geben wird.

Viele Berichte bekannter Koryphäen, esoterischer Autoritäten sowie anderer okkulter Experten lassen den Schluss zu, dass die meisten von ihnen nur mit einer mehr oder weniger hoch entwickelten Mentalis ausgestattet waren. Damit können sie selbstverständlich unmöglich in die nirwanischen Lebensfelder schauen und ihre besondere Art erfassen, geschweige denn in irgendeiner Form darüber berichten. Auch der Vortrag von R. Steiner über die sieben Felder des Devachan 1913 in Berlin bleibt unter diesen außergewöhnlichen Bereichen. Selbst Buddha musste seinen Mönchen ausweichend antworten, als sie nach dem Nirwana fragten. Seine Worte trafen den Kern der Sache: «Wenn ihr dort eintreten könnt, werdet ihr es erleben». Diese höheren Felder können nur erlebt werden, weil die Mentalis nicht direkt mit diesen Kräften kommunizieren kann. Für das Wurzelwerk wäre es unsinnig, über die Aufgaben der Knospen zu sprechen.

In der angebrochenen Aquariusperiode wird für den Menschen die Entwicklung seines Mentalvermögens die allerwichtigste Aufgabe neben der natürlichen Selbsterhaltung seines Körpers. Für diese sollte der Mensch immer nur soviel Lebensenergie aufwenden, wie es biologisch erforderlich ist. Man möge es noch einmal ruhig bedenken: Im mentalen Feld werden alle Ideen und vibrierenden Gedanken aus jenen Ansichten der Mentalis ergriffen, die mit der eigenen mikrokosmischen Entwicklungsstufe kongruent sind. Nur diese resonanten Assoziationen, Bedeutungen und Sinninhalte werden vom Verstand verarbeitet und dadurch im aktuellen Denken des Menschen konkret erfassbar. Ein Mensch, in dessen Mikrokosmos nur die drei unteren Phasen der Mentalis aktiviert sind, wird niemals den Menschen verstehen, der mit der 5. Mentalis bereits «himmlische» Perspektiven in seinem Erfassen aufleuchten sieht, wo Einheit, Harmonie, Schönheit, ewige Liebe, brüderliche Gerechtigkeit und Barmherzigkeit so völlig selbstverständlich sind, dass er sich vor überschäumender «Seligkeit» bereits in den versprochenen Gefilden des «Garten Eden» versetzt wähnt. Dieses manchmal erwähnte «kosmische Bewusstsein» ist jedoch nur eine der Treppenstufen innerhalb der fortschreitenden Evolution des irdischen Kosmos. Man sollte sich immer ganz klar vor Augen halten, dass die Natur der Evolution ein beständig fortschreitender Prozess im Mikrokosmos unter der Leitung der Monade ist. Dabei entstehen für den Menschen mit jeder weiteren Entfaltung seiner Kraftfelder neue Möglichkeiten für die Erfassung dieser Lebensfelder. Vergleichen wir es einfach mit einer Pflanze: Zu Beginn muss sie das Wurzelwerk ausbreiten. Dafür bekommt sie die erforderlichen Informationen. Wenn sie den Trieb und den Stengel erschafft, werden ihr auch die Impulse für die Blätter gegeben, die sie nun am Stengel ausbreiten wird. Ist dieses Gebilde nun kräftig genug, eine Blüte zu tragen, und ist die passende Jahreszeit mit der erforderlichen Wärme eingetreten, dann werden die Impulse für ein Knospe ausgetragen. Nun bereitet sich die Blüte für ihr Erblühen vor und die Impulse für die Bildung von Samen und Frucht steigen in den Fruchtknoten und die Staubblätter. Erst nach der Bestäubung durch Bienen oder andere Insekten beginnt sich die Information für die Fruchtbildung auszuwirken. Jede Entwicklungsstufe bekommt für seine aktive Phase rechtzeitig die erforderlichen Informationen. Das ist eigentlich überall so in der Natur eingerichtet. Es bedarf in diesem Sinne auch für den Menschen nur ein wenig mehr Geduld mit sich selbst, dann werden sich die anstehenden Informationen für die weiteren Schritte in seinem Wesen manifestieren. Die total friedfertige Gelassenheit und vollkommene Empathie für alle Wesen in Gerechtigkeit und Barmherzigkeit ist eine ungeheuer wichtige Lebenshaltung, um den Anfechtungen bei der weiteren Reinigung der jenseitigen Erdensphäre standhalten zu können, ohne selbst erneut in den Orkus abzurutschen.

Eines könnten heute schon einige Menschen, Neurologen und Psychiater begreifen, um eventuellen Pathologien in rechter Weise zu begegnen: Die Vermittlung der «höheren Gedanken» über die mentalen Aspekte des Verstandes sowie die virtuelle Speicherung der Informationen in den Gedächtnissen ist ein Vermögen, eine Wirkung der Bewusstseinsenergie. Es ist niemals umgekehrt, wie es materialistisch orientierte Wissenschaftler stets behaupten. Dabei haben sich für diese Eigenschaften über die Jahrhunderte einige sinnentstellende Begriffe in den Wortschatz von Psychologie, Religion und Esoterik mit unterschiedlichen transpersonalen Aspekten eingeschlichen, die an vielerlei Stellen mit einem undefinierten «Bewusstsein» belegt wurden.

Der Verstand ist ein virtuelles Sinnes-Organ

Im und durch das virtuelle Verstandesorgan werden die mentalen Aktivitäten, die Ideen in konkrete Bilder oder abstrakte Gedankenformen aufgenommen und miteinander kombiniert in das Bedenken des «Tagesbewusstseins» übertragen. Der Verstand kann alle erreichbaren Gedächtnisse abfragen, mit denen er Kraft der mentalen Entfaltung in Resonanz ist. Erläuternde und beschreibende Gedanken begleiten alle Handlungen und auch alle Gefühle, die das Sein bestätigen, aber auch alle aggressiven und menschenmordenden Konzeptionen des irregeleiteten Terroristen. Kreative Gedanken erfassen intuitiv einen Plan zur Verwirklichung und Umsetzung im Dasein. Das erfolgversprechende mentale Konzept wird je nach Situation und Gegebenheit im Astralen emotional belohnt – die erfasste Schönheit stimuliert die Begeisterung, das erlebte Unglück schürt den Zorn. So wird die Tat in die jeweils beabsichtigte Richtung dynamisiert. Eine starke Begierde zur Verwirklichung egoistischer Absichten vitalisiert alle Detailwünsche und koordiniert auch die erforderliche Logistik für die Durchführung bis zur Realisation. So bekleidet sich das mental-astrale Konzept mit einem Feld aus starken, der Idee entsprechenden ätherischen Energien, die dann im Stoff wirksam werden und auch den Menschen innerlich für die Handlung und Realisation in der Materie kräftig stimulieren. Diese Kraftkaskade kann geradezu beispielhaft vor dem inneren Auge visualisiert erstehen.

Jedes Begehren – Liebe und Freude, Hass und Zorn – wird also immer von Gedanken begleitet. Es wäre jetzt müßig zu fragen, ob zuerst das intensive Denken oder zuerst das unbändige Begehren die Kraft zur Umsetzung – den «Willen» – anfacht. Der Mikrokosmos ist in seinem Holokumulus immer eins in allen Kraftfeldern. Ein Nacheinander ist die typisch materielle Auffassung von korpuskulären, Ereignissen wie auf einem Billardtisch. Die triadische Wirkung in den unstofflichen Feldern ist prinzipiell nahezu simultan: so wie gefühlt, so wird es gedacht. Auch darum ist die Bergierdelosigkeit ein nicht ganz einfach zu bewältigendes menschliches Problem, das Kurt Tucholsky folgendermaßen aussprach: „Der Zustand der gesamten menschlichen Moral lässt sich in zwei Sätzen zusammenfassen: «We ought to. But we don‘t!» (Eigentlich sollten wir, aber wir tun es nicht.).“

Das pädagogische Resonanzgesetz

In diesem Zusammenhang wäre es sinnvoll, sich mit dem Resonanzgesetz etwas genauer zu befassen. Für das harmonische Zusammenleben sollte der Mensch seine Auswirkungen einschätzen können, es in allen seinen Konsequenzen verstehen und künftig bei jeder Kommunikation und Reaktion beachten. Die kosmische Evolution wird unter der Leitung der irdischen Monaden von holistischen Kraftwirkungen vollzogen. Diese arbeiten ohne Ausnahme «zentrifugal» «reflexiv», d.h. dass sie stets nach dem Prinzip: «Alles empfangen, umwandeln und wegschenken» wirken, also resonant ohne Ansehen einer subjektiven Eigenschaft oder Qualität. Auf der monadischen Ebene sind dadurch alle erforderlichen Kräfte permanent im Fluss, wie Heraklit schon in der Antike feststellen konnte. Offensichtlich waren schon einigen antiken Denkern die unstofflichen Zusammenhänge des Mikrokosmos, das Ätherfeld, die Astralis und auch die Mentalis bekannt. In der höheren Astralis werden von jedem Holokumulus, jeder Galaxie, jedem Sternenkosmos, jedem Planeten und allen auf diesen Ebenen wirkenden Entitäten und Wesen im Universum alle empfangenen Kräfte nach den Prinzipien der insobaren Resonanz widergespiegelt bzw. weitergereicht. Das ist die totale, alle und alles umfassende universelle Kommunikation und Information.

In dem uns bekannten irdischen Kosmos, der zur Zeit vorwiegend von Menschen, Fauna und Flora bevölkert ist, die noch mit den niederen ätherischen, astralen und mentalen Kräften auf ihm existieren müssen, will jeder konsumieren, mehr haben und besitzen, weil es notwendigerweise zu seinem/ihrem Selbsterhalt erforderlich ist. Ist der Mikrokosmos mit der Entwicklung der vierten Astralis befasst, wird der Mensch in sich die ersten Gefühle für Humanität, Liebe, Barmherzigkeit, Gerechtigkeit, Empathie oder Mitgefühl entwickeln. Auf dieser Basis erfüllen sich dann leider viele Menschen ihr Selbstwertgefühl in empathischer Mitarbeit bei karitativen Organisationen oder in der Mitarbeit für den Naturschutz, oder sie setzen sich für bedrohte Naturvölker ein. Viele Berufe für ein harmonisches gesellschaftliches Miteinander basieren auf dieser mikrokosmischen Entfaltung. Doch dabei wird etwas Prinzipielles übersehen. Die Entwicklung der mikrokosmischen Felder geschieht keineswegs für eine persönliche Einweihung oder Erleuchtung, oder die körperliche Wiedergeburt nach einer vorhergesagten Apokalypse. Das ist der große Irrtum der großen Religionen. Die mikrokosmische Entwicklung in der Nachfolge Christi, der ein vollendeter Mikrokosmos war, geschieht im Rahmen und für eine weiterführende interkosmische Evolution. Darum vergehen sich diese irregeleiteten Gläubigen und Humanisten eigentlich gegen die anstehende Evolution der Menschheit, und erschaffen unglücklicherweise dabei die Schrecken der Äonen oder Asuras. Das Gleichnis von Ananias und Saphira im NT, Apostelgeschichte des Lukas, verweist mit großer Deutlichkeit auf diese sehr schwer durchschaubare «menschliche Güte». Es zeigt unmissverständlich die Radikalität des Resonanzgesetzes in den niederen astralen Bereichen.

Warum muss das so radikal sein? – Hierbei ist auf keinerlei Art und Weise so etwas wie eine Verurteilung im gesellschaftlichen Sinne angesagt. Das Resonanzgesetz des Alls ist völlig unparteiisch und wertfrei. Es richtet sich ausschließlich nach der Kongruenz und der Art der Spiegel“fläche“. Die ausgesendeten Begehren werden direkt aus der isobaren Energiequalität beantwortet, die mit dem Begehren kongruent ist. Ist das Wunschpotential egoistisch voller Sorgen oder Angst um die Selbsterhaltung in der stofflichen Welt polarisiert, wird die resonante Antwort notwendigerweise dieser Absicht entsprechend ebenfalls egoistisch ausfallen. Damit kommt aber dann auch noch die komplementäre Reaktion ins Spiel. Stammt die ausgesendete Frequenz aus der niederen Astralis, so kann die Antwort immer nur bipolar sein. Dieses Problem wird in jenen esoterischen Kreisen vielfach übersehen, die sich vor allem auf das positive Coaching stützen. Nach den Grundregeln der Reflexion kommt immer Gleiches zu Gleichem. «Wie es in den Wald hinein schallt, so schallt es auch hinaus», so kalkuliert man dabei. Darum denkt man z.B.: Wenn 1 Mio Menschen um Frieden beten, (ist übrigens von der TM schon um 2000 organisiert worden), dann verstärkt diese Gruppenaktivität die Friedensbemühungen in der Welt. Doch die Reaktion in der niederen astralen Sphäre für die grobstoffliche, sprich egoistische Menschheit, bewirkt gleichzeitig mit dem Begehren um Frieden den Schatten des Krieges, und fördert mit der wirklich gut gemeinten Veranstaltung die weltweiten Kriegsaktivitäten. Bedauerlicherweise wird dieser direkte Zusammenhang in der Welt niemals konkret erkannt, zumal niemand der materialistischen Wissenschaftler in der Lage wäre, die astralen Zusammenhänge empirisch darzustellen.

Man sollte bei alledem bedenken, dass das Resonanzprinzip im Weltgeschehen unerkannt eigentlich ein ganz liebevolles pädagogisches Konzept enthält. Der Mensch soll nämlich durch seine leidvollen Erfahrungen begreifen, dass die materielle Welt niemals eine Art von Paradies sein soll, in dem für die Persönlichkeiten himmlische Ideale eingesetzt oder angewendet werden. Ein empathisches Miteinander in den Volksgruppen mit den Nachbarstaaten in Gleichberechtigung und toleranter Akzeptanz kann auf der materiellen Ebene niemals ohne den enttäuschenden «Schlagschatten» durchgehalten werden. Der Mensch wird in seinem Mikrokosmos von der Monade zu einem höheren Dasein in den metaphysischen Sphären gerufen, dafür sollte er seine Ausrichtung auf die materielle Selbstverwirklichung weitestgehend einstellen und neutralisieren.
Nur das absolut reine Begehren nach hingebungsvoller Mitarbeit und absichtslosem Dienen für und innerhalb der interkosmischen Evolution unter der monadischen Leitung in und mit Christus, dem Abgesandten des Sonnenkosmos, lässt die höheren Aspekte in der mikrokosmischen Astralis und Mentalis mit den zugehörigen «Sinnesorganen» erwachen.

Dabei ist es von großer Bedeutung, diese völlig neuartige Lebenshaltung gegen alle unterbewussten Widerstände durchzusetzen. Denn in den vorangegangenen Lebensjahren dominierte die aktuelle materielle Selbsterhaltung, die natürlich in den Gedächtnissen allerlei Voreinstellungen und Erfolgsprogramme (COEX-Systeme oder Golems) im Atemfeld hinterlassen hat. Die dafür zwingend notwendige Selbsterkenntnis bedeutet dann auch eine gründliche Reinigung von allen bisherigen und veralteten Vorstellungen, Tabus und Werthaltungen in der Psyche durchzuführen. Das ist mit Sicherheit kein so leichtes Unterfangen. Dennoch steht am Eingang über dem Apolontempel die Aussage: «Mensch erkenne Dich selbst!» Es gibt viele ausführliche Unterweisungen zu diesem Thema bei den antiken Weisen, wie z.B. bei Pythagoras oder Apolonius von Thyana, aber auch die modernen Psychologen können mit ihrem Wissen um diese Problematik jedem helfen, der sich auf den Weg begibt. Kann der Mensch sein Gedanken- und Gefühlsleben mit diesem Ziel – für die mikrokosmische Evolution – vollständig reinigen, sind ihm nahezu «himmlische» Lebenserfahrungen verheißen. In Folge dieser astralen und mentalen Umwendung haben die niederen Kräfte der total verschmutzten irdischen Astralis und des verdorbenen Devachan keinerlei Resonanz mehr mit diesem von allem Egoismus «geheilten» Mikrokosmos. Im Neuen Testament steht: «Und er sah wie Johannes auf Patmos einen neuen Himmel und eine neue Erde». Nicht, weil diese sozusagen aus «dem Himmel» herabgekommen sind, als eine Art Neuland, oder wie das «Neue Jerusalem» – wie es in der Bibel auch dargestellt wird – sondern, weil sich die virtuellen Sinnesorgane der Wahrnehmung in der Astralis und in der Mentalis für diese Lebensfelder geöffnet haben. Dann kann der Mensch in die transpersonalen Felder hineinschauen und alles darin sehen und erleben, mit dem er aktuell resonant ist. Er wird also in diesen Feldern auch alle Wesen «sehen», die genauso wie er, für die Entwicklung der Erde, für die interkosmische Evolution bereits wirken. Die ätherische Erde erscheint natürlich in einer völlig anderen Manifestation als die stoffliche Welt. Prinzipiell sind jetzt schon alle sieben Sphären existent. Für ihre volle und herrliche Entfaltung muss die Menschheit und auch die anderen Lebenswellen Flora, Fauna etc. der Welt diese Lebensfelder erst noch wirksam beleben und mit ihren sinngebenden Aufgaben erfüllen. Im Verhältnis zur Dialektik, im materiellen «Werden» und in der Bipolarität, sind die Einsichten und Erfahrungen in der nun «sichtbaren» Astralis und Mentalis tatsächlich im höchsten Maße ideal. Einerseits, weil alle mit der Materie verbundenen Problematiken und Konflikte wegfallen, und andererseits weil vor allem die mit allen Wesen und allem Sein innerliche Einheit in einer unbeschreiblichen Liebe erfahren wird. Die vollkommene Kenntnis aller Zusammenhänge in der kosmischen Natur sowie die permanente Verteilung bzw. Reflektion aller Kräfte ist eine außergewöhnliche Erfahrung, in der das dialektische Gerangel um Nahrung im materiellen Überleben total entfällt.

Der physische Tod wird als eine Angelegenheit der materiellen Daseinsform erkannt, weil er die sinnvolle Regeneration der Mikrokosmen ermöglicht, damit jeder einmal die höheren Stufen in seinen immateriellen Feldern erreichen kann. Jede erfolgte Erneuerung eines Mikrokosmos trägt wesentlich zur Gesundung des ganzen Kosmos Erde bei und hilft gleichzeitig anderen Mikrokosmen bei ihre eigenen erneuernden Entfaltung. Nach der Reinigung in der Astralis und Mentalis von allen materiell orientierten, egoistischen Bestrebungen kann diese Menschen nun auch keine «böse Tat» mehr erreichen, weil sämtliches Begehren auf die kosmische Evolution ausgerichtet ist. Die Lebenshaltung und der Lebensstil, die sich daraus ergeben, sind dann völlig der Bewegung der Gegensätze der niederen Astralis entzogen. Das ungeteilte Tao wird sich aus der Monade offenbaren. Die Persönlichkeit, die sich so in die Evolution eingebracht hat, wird dann in der materiell bedingten Natur des Werdens und Vergehens keine Spuren mehr hinterlassen; denn der Mensch lebt weiterhin einerseits in der stofflichen Welt, seine Lebensmotivation ist aus der höheren Welt. Das ist ein Geheimnis Tao‘s. Wer sich diesem heilenden Prozess vollständig weiht, hat sich auch allen Gründen und Ursachen für Karma entzogen, er hebt die erdbindenden Folgen seines Lebensganges prozessmäßig auf. Das bedeutet das Geheimnis, das man Schuldvergebung nennt. «Und wären eure Sünden so rot wie Scharlach, ich werde sie weißer waschen als weiße Wolle…« steht im NT. Alles Vergangene der materiellen Verbindlichkeiten ist erloschen, selbst die stoffliche Erscheinung wird von den astralen Kräften über die Äthersphäre erhalten. Die damit verknüpfte große Gnade ist die Entbindung aller unheiligen Kräfte im mikrokosmischen und kosmischen Jenseits, was eine Befreiung auch aller anderen Menschen und Wesen der Erde darstellt, die sich bis dahin noch nicht aus eigenen Kräften erheben konnten.

Diese kosmischen Entwicklungen der Aquariuszeit sind weder von Menschen
und deren Machthabern noch von den Äonen oder den Asuras aufzuhalten!


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