Kampf der Äonen

Bildtitel: 009 Kampf der Äonen; digital editiert, Format: 70 x 50 cm; Daten: 140 MB, 300 dpi; Datum: 23.09.2020

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Trilogia Rose

Titel: 008 Trilogia Rose; Digital Composing; Format: 50 x 70 cm; Daten: 89 MB, 240 dpi; Datum: 21.09.2020

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Denkend in die Evolution eintreten.

Wahrnehmung und Denken
Solange diese Zukunftsvision nur am Horizont des eigenen Erlebens erscheint, taucht eine dringe Frage im eigenen Denken auf: Wie kann ich, was kann ich dafür machen? –
Am Beginn besteht Dein Sein, dein Charakter, Dein Karma, Deine Lebensansichten und Deine angelernten Vorbehalte. Du hast Deine «Gottes»-Vorstellungen und Deine Weltanschauungen. Das alles gehört zu Deinem Wirkungsspektrum und leider auch zu der Gardine, durch die Du Deine Umwelt und Deine Mitmenschen wahrnimmst. Alles Erfassen wird durch Dein «Ich bin»gefärbt. Du hast Deine beruflichen Ambitionen und Deine Hobbys, Du hast Deine eigene Art wie Du «spirituell» bist, wie Du darüber liest, nachdenkst bzw. meditierst, wie Du unter Umständen einem «Guru» folgst. Du studierst und kommentierst auf Deine Weise Deine «Heiligen Bücher» – den Koran, Die Bibel, den Talmud, die Suren der Veden, die Upanishaden, die Baghavadgita, die Predigten des Buddha usw. –, das alles machst Du nach den Dir möglichen, teilweise vorgegebenen und anerzogenen, Strukturen. Dabei lebst Du mit Deiner Familie, Deinen Freunden, Deinen Lebensgruppen, Institutionen, Schulen, Kirchen, Vereinen usw. und nimmst nach Deinen Möglichkeiten an ihren Leben teil und bringst Dich in ihre Aktivitäten ehrlich ein, bei Festen, gemeinsamen Essen, Trinken oder Spielen, bei ihrer Trauer, Taufen, Hochzeiten etc..
Bei allen Begegnungen und Gesprächen gibst Du immer etwas von Deiner Weltanschauung weiter. Ganz einfach durch Dein Sein. Vor allem in den Diskussionen über die allgemeinen Interessen. Wenn Du dabei mit Deinen Meinungen immer Recht haben willst, dann kollidierst Du ständig mit den anderen, weil sie natürlich auch ihre eigene Meinung haben. Und sie sind dazu auch berechtigt, ihre eigenen Anschauungen zu haben, die von Deinen unabhängig sind. Willst Du Dich wirklich verständigen, dann musst Du alle innerlichen Aversionen gegen andere Menschen, ganz gleich welcher Art, Volk, oder Rasse, abbauen. Du kommst dem höchsten Gebot für jeden spirituellen Pfad nur näher, wenn Du alle über Dich gefällten Verurteilungen – vor allem durch Eltern, Geschwister in der frühen Kindheit oder nahestehende Freunde, besondere Autoritäten wie Ärzte oder Lehrer – ehrlich in Frage stellst, und versuchst, diese in stillen Meditationen abzubauen. Ein besondere Hilfe und Begleiter dabei kann ein guter Psychologe oder ein begabter Freund sein. Über den Säulen am Eingang zum Tempel der Athene steht eine Forderung: «Erkenne Dich selbst!», damit ist gemeint, vor dem Eintritt in das Heiligtum ist diese Forderung zu erfüllen, sonst wirst Du sehr schnell zu einem Schauspieler. Beachte dabei stets. «Der Wunsch ist der Vater des Gedankens», der sich schnell in die Wirklichkeit umsetzt. Das aurische Wesen ist nur zu bereit Dir jeden Wunsch zu erfüllen, und wenn es nur im Schein so ist.

Es bleibt das erste Gebot auf jedem spirituellen Weg, die Meinung des anderen genauso zu schätzen, wie die eigene, auch dann, wenn sie zu Deiner Meinung kontrovers ist. Du brauchst darum Deine eigenen Vorstellungen nicht verwerfen. Vielleicht solltest Du Deine Ansicht renovieren und etwas anpassen. Der Weg in der Evolution zu einem höheren Wissen, zu einem idealeren, friedlichen und liebevollen Verhalten hat einen prinzipiellen Maßstab, der sich aus der Basis jeder Kommunikation ergibt, der Resonanz. Resonanz ist die Möglichkeit der Mitschwingung. Je direkter man mit einem Menschen mitschwingen kann, desto besser wird er Dich und Du wirst ihn verstehen. Dieses gegenseitige Verständnis geht so weit, dass Ihr Euch ohne große Worte lieb habt, weil Ihr Euch sehr ähnlich seid. Das ist auch das Fundament für ein gemeinsames Verstehen und eine intensive Kommunikation – kommt von «gemeinsam» machen.

Die über allen Verstand gehende vollkommene Monade ist in Einheit mit allen Monaden um sich herum. Sie umfängt liebevoll fördernd ihren Mikrokosmos – Kosmos oder Makrokosmos – und besonders behutsam auch das darin wachsende Geschöpf, z.B. einen Menschen – oder eine Lebenswelle, einen Planeten, oder ein Sonnensystem –. Sie beschützt ihre Kinder, man möchte sagen, wie eine gute Mutter das Baby in ihrem Bauch, sie liebt es als einen Teil ihrer Selbst. Es ist dabei keineswegs zwingend notwendig, das alle Wesen gleich sind, gleiche Lebensanschauungen, gleiche Götter, gleiche Dogmen, gleiche Vermögen haben. Sondern gerade die Vielschichtigkeit der möglichen Geschöpfe macht die Funktionalität des Lebens im kybernetischen Universum aus. Alle persönlichen Vorstellungen, wie ein Mensch zu sein hätte – nach diesen oder jenen Vorschriften – werden vollkommen angenommen und respektiert, denn jeder geht mit seinen Anlagen auf seinem Weg im Verbund mit allen Wesen, auch wenn seine Aktivitäten von nicht endendem Streit gekennzeichnet wären. Es ist sein Weg innerhalb seiner persönlichen Geschichte, der von seiner Monade absolut geduldet wird und in seinem Mikrokosmos mit dem aurischen Wesen und dem Karma ausgefochten werden muss. Wenn Du mit Deinem Humanismus einem solchen Menschen helfen willst, dann solltest Du ihn als erstes total umsichtig annehmen, und aufmerksam seinen Impulsen friedlich folgen.

Mein Beispiel und Vorbild dafür ist die Monade. Das Ziel für ein besseres Miteinander ist nicht die Idealität im Sein oder im Charakter, sondern in der Flexibilität für die persönliche Resonanzfähigkeit. Die kosmische Evolution in den Triaden – Monade, Kosmos, Geschöpf – geschieht vor allem durch das wohl gesonnene Annehmen der Bemühungen aller Geschöpfe in ihrer Entfaltung. Sie sind vielseitig kreativ bei der Erfindung ihrer Ambitionen, Hobbys und Sehnsüchte – man braucht nur in die Geschichtsbücher zu schauen, egal wie schlecht die Geschichte geschrieben ist – alle machen auf ihre Art und Weise ihre Fortschritte, selbst wenn es ihnen nicht bewusst wird. Jede «Gottes»vorstellung in den morphischen Feldern der Mutter Erde, Gaia, ist ein Möglichkeit, die gemeinsame Resonanz mit dem Leben in ein hohes Bedenken hinein zu heben, das von Liebe, Frieden und Wahrhaftigkeit gekennzeichnet ist.


Sollte Dir eine Gedanke zum Bild oder zum Text einfallen, würde ich mich über eine Mitteilung freuen. Per Kontakt


Trilogia – Das Schöpfungsprinzip

Bildtitel: Trilogia, Digital Composing; Format: 50 x 70 cm; Daten: 62 MB, 200 dpi; Datum: 14. Sept. 2020

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Die Grundidee im Kosmos

Betrachten wir die erkennbaren Zusammenhänge im universellen Geschehen einmal kurz zusammengefasst . Mit der Offenbarung entfaltet sich permanent in und aus dem unbegrenzten, unkennbaren ewigen Energiefeld ein alles umfassendes universales Bewusstsein, die Urmonade, aus und in der in einer Kaskade alle weiteren Monaden für alle Geschöpfe im Metaversum entstehen. Das ursprüngliche Offenbarungsfeld wird auch in den verschiedenen Kulturen unterschiedlich bezeichnet: wie z.B. der Logos, TAO, Brahman, Shiva, Indra, Allah, Ahura Mazda, das PSI-Feld.
Mit diesem totalen Universum offenbaren sich sieben Kräfte – der «Heilige Siebengeist» – in sieben kosmischen Gebieten mit sieben universellen Bewusstheiten. Diese passen sich dem jeweiligen Schöpfungsprozess in den sieben universellen Kräften an, und wirken als Basis aller kosmischen Kommunikation in den Monaden und ihren Kosmen an, um die diesen Feldern gestellten Aufgaben zu bewältigen.
Die Erde ist als materieller Körper im siebten Stratum darin eingebettet. Im gesamten Kosmos wesen und wirken zahlreiche Entitäten (Engel, Devas o.ä.) und ätherische bzw. astrale Naturwesenheiten für die Aufrechterhaltung der natürlichen Zusammenhänge und Lebenswellen. In diesem komplexen Lebensfeld werden und erleiden die irdischen Menschen ihre Erfahrungen für die Entwicklung ihrer sieben mikrokosmischen Kraftfelder. Die stete Entwicklung der Kräfte im Mikrokosmos verändern, erhöhen für den Menschen die Wahrnehmungsmöglichkeiten seiner selbst und seiner wechselnden Umwelt.
Dieses Lebensfeld im siebenten kosmischen Gebiet mit seinen inhärenten Monaden ist Teil eines gewaltigen Evolutionsbogens. In dem vorläufig noch kristallisierten Teil des siebten Lebensfeldes entwickeln sich die stofflichen Menschen mit ihren Mikrokosmen. In allen Schöpfungsbereichen wirken drei Kreationen zusammen in einer Trilogia: Erstens die Monade, darin und ihr unterstellt zweitens das «Werkfeld» – ein Kosmos, Mikro- oder Makrokosmos – und drittens das evolvierende Geschöpf – eine Galaxie, ein Stern, ein Planet, ein Mensch, ein Engel oder sonst ein Wesen der Schöpfung. Unter der Führung der Monaden, die alle Kosmen bzw. Mikrokosmen in ihrem Erwachen begleiten, werden die Menschen künftig zu einem höheren Erfassen und Bedenken ihres Seins und ihrer Umwelt kommen.

Diese dadurch entstehende total neuartige Selbst- und Welterkenntnis wird den Menschen künftig so erscheinen, als wären sie im Paradies angekommen. Das wäre jedoch ein fataler Irrtum. Denn das ist keineswegs der Fall! Vielmehr sind mit der Aktivierung der höheren Astralis erst die Voraussetzungen geschaffen, damit sich auch die noch nicht zentrierten mentalen Aspekte offenbaren können und sich die drei nirwanischen Kraftfelder im Mikrokosmos zentrieren, was den Menschen erneut mit völlig unbeschreibbaren Erfahrungsmöglichkeiten seiner Welt verbinden wird.

Der synergetische Prozess, in dem die Menschheit seit Anbeginn ihrer Schöpfung mit ihren Monaden – jeder Mikrokosmos ist von einer Monade umfangen – in der kosmischen Monade der Erde steht, ist bereits in der fundamentalen Idee des universalen Bewusstseins enthalten. Soweit es unseren Einsichten geschenkt werden kann, können wir sagen, dass dieser Plan folgendes beinhaltet. Jeder Kosmos bzw. Mikrokosmos wird sich künftig nach einem längeren Evolutionprozess mit seiner Monade vereinigen, nachdem er in allen Kräften mit ihr kongruent geworden ist. Aber Achtung für alle Himmelsstürmer: Auch dann ist der Mensch als Manas, als vollkommenes aurisches Wesen mit seiner Monade noch nicht in der Endphase seines kosmischen Daseins. Völlig neue für uns unbegreifbare Aufgaben für die Evolution im solaren System und in der Galaxie stehen noch an. Es wäre äußerst gewagt, darüber irgend etwas Genaues zu berichten. Nur eines scheint mir in diesem Zusammenhang doch ersichtlich. Zunächst müssen die jenseitigen Lebensfelder von allen unheiligen Kräften – Äonen oder Asuras – gereinigt werden, damit sie für die weitere Entwicklung anderer Mikrokosmen keine Behinderung mehr darstellen. Zudem sollten auch alle noch nicht so weit fortgeschrittenen Lebenswellen in Fauna und Flora vollendet in ihren Monaden aufgenommen werden können. Auch dabei haben die bereits vollkommen entwickelten «Menschen» in ferner Zukunft mitzuwirken.

Seit Anbeginn der Offenbarung werden sämtliche Universen, Galaxien, Kosmen, Planeten, Monde und die Menschen als Mikrokosmen von ihren Monaden in einer kontinuierlichen Evolution geführt. Zur aktuellen Zeit befindet sich der irdische Kosmos mit allen seinen Lebenswellen bei seiner Entwicklung in einer Wendezeit zwischen der vorbereitenden Entwicklung des materiellen Körpers bis zur Aufnahme des wahrnehmenden Verstandes im Gehirn. Mit der aufsteigenden Evolution entfaltet sich das Denkvermögens für die Umsetzung aller Impulse für die kosmische Evolution, so könnte man es beschreiben. Das beginnende Aquariuszeitalter dynamisiert diese absolut revolutionäre Wendezeit. Aktuell ist jeder Mensch selbst dafür verantwortlich, dass sich in seinem Mikrokosmos die höhere Astralis und Mentalis entfalten wird. Dafür muss er in seiner Psyche die komplementären Kräfte des Animus und der Anima, maskulin und feminin, ebenbürtig und gleichberechtigt in harmonischer Zusammenarbeit beim täglichen Leben verwirklichen. Dann kann er sich auch mit all seinen bewussten Entscheidungen eindeutig auf die anstehende Evolution ausrichten.
Die ganze Schöpfung, wie in den vorhergehenden Kapiteln bereits dargestellt, besteht aus sieben unterschiedlichen Lebensfeldern. Die Monade, das göttliche Wesen hinter dem Mikrokosmos, wirkt beständig aus und in allen kosmischen Energien, sie ist holistisch aus allen Kraftfeldern gebildet. Vollbringt der Mensch einmal unter ihrer Leitung die vollständige Herstellung seines Mikrokosmos aus den sieben (oder neun) Kraftfeldern, dann wird dieser «Neue Mensch» eins mit seiner Monade.
In den alten chinesischen Mythen wurde der geheiligte Mikrokosmos als der «siebenflügelige Drachen» beschrieben. Darum wird auch heute noch die Verehrung des Drachens in der chinesischen Kultur an vielen Festen vom Volk gefeiert. Diese siebenflügelige Kraftkonzeption repräsentiert mit einem leitenden Flügel die Pinealisaura, mit den zwei Flügeln des Hauptes die Mentalis im Wahrnehmen und Bedenken, mit den zwei Flügeln des Herzens die Astralis in Begehren und Liebe, und mit den zwei Flügeln der aktiven Verwirklichung das Ätherfeld zur Mitwirkung im Plan der Urmonade. Darin kann man die neuen Kräfte oder die Lichtkleider des kommenden neuen Menschen erkennen. Aber für diese weitreichenden Prozesse müssen zuerst die niederen astralen und mentalen Felder von ihren Verbindungen mit den Äonen im stofflichen Lebensfeld neutral reduziert werden, sonst können sich die höhere Astralis und die höhere Mentalis nicht entfalten. Dies wäre die aktuelle fundamentale Verrichtung der Menschheit in dieser Wendezeit.


Sie sollte sich in Selbsterkenntnis und autonom von den alten Methoden der materiellen Selbsterhaltung und Arterhaltung und dem «Tanz um das goldenen Kalb» verabschieden, damit die niedere Astralis ruhig werden kann. Auch das Bestreben, mit der niederen Mentalis die großen Mysterien der materiellen Ursachen des Lebens zu erforschen, sollte alsbald verstummen, damit sich auch die bislang nicht aktivierten höheren Ansichten der Mentalis im Mikrokosmos zentrieren. Das ist eine entscheidende Maßnahme in der Aquariuszeit.
Die damit verbundenen Lebenszusammenhänge können hier verständlicherweise nicht im Detail dargestellt werden. Eines kann man jedoch mit Sicherheit sagen, weil es bereits seit zweitausend Jahren verkündet wird: Jeder Mensch wird sich uneingeschränkt autonom in den Dienst für alle Menschen, Tiere und Pflanzen stellen und auch in den Dienst für die Evolution des irdischen Kosmos.

Trip Evolution

Bildtitel: Trip Evolution, Digital Composition, Format: 50 x 70 cm, Datei: 120 MB, 240 dpi; Datum: Februar 2020

Bewusstsein – Sich selbst erfassen.


Weder die psychischen Funktionen noch die physischen Aktionen des Menschen können richtig verstanden werden, wenn man nicht die Tatsache begreift, dass das Wachstum des Mikrokosmos wird von seiner Ausrichtung bestimmt, insbesondere die Entwicklung seiner Astralis. Sie hat sich zur Zeit bei fortgeschrittenen Mikrokosmen in vier von sieben Aspekten verwirklicht. Darum sind dem Menschen zur Zeit nur vier Erkenntnisebenen möglich.
Der untere Erfassenszustand ist zuerst einmal der Schlaf. In anderen Worten ein passiver Zustand, in dem der Mensch die Hälfte seines Lebens verbringt.
Der zweite Zustand, in dem die Menschen die andere Hälfte ihres Lebens verbringen, den sie als aktiv betrachten und Tagesbewusstsein nennen oder den «Wachzustand» des Erfassens.
Der dritte Erfassenszustand ist Selbst-Erinnern oder Erfassen seiner selbst oder das Begreifen des eigenen Seins. Gewöhnlich gehen die Menschen davon aus, dass sie diesen Erfassenszustand haben oder dass sie ihn haben können, wenn sie wollen.
Die vierte Erkenntnisstufe wird der Zustand des objektiven Erfassens genannt. Auf dieser Stufe kann ein Mensch nicht nur die Dinge seiner Wirklichkeit sehen, wie sie wirklich sind, sondern er projiziert die Ahnung von Idealen in seine natürliche Welt.
Der vierte Bewusstseinszustand im Menschen ist das Ergebnis inneren Wachstums und der einzig richtige Weg zu objektivem Erkennen führt über das aktive Studium des Erfassens seiner selbst.
Der dritte Erfassenszustand kann jedem Menschen, so wie er ist, von Rechts wegen zugebilligt werden. Für die meisten Menschen, sogar für die gebildeten und denkenden Menschen, ist jedoch die Hauptschwierigkeit auf dem Weg, zu einem klaren Erkennen seiner selbst zu kommen, dass sie tatsächlich davon ausgehen, sie besäßen wahrhaftige Erkenntnis ihrer selbst und mit allem, was damit verbunden ist.
Die zwei höheren Erfassenszustände – Erkenntnis seiner selbst und «objektives Erfassen» – sind mit der Entwicklung der höheren Ansichten in der Astralis und Mentalis im Mikrokosmos Menschen verknüpft.
Außer den Zentren von denen wir schon gesprochen haben, gibt es zwei weitere Zentren im Menschen, das ,höhere Gefühlszentrum‘ in der Astralis und das ,höhere Denkzentrum‘ in der Mentalis. Diese Zentren sind wohl bereits entwickelt und arbeiten die ganze Zeit, aber ihr Wirken erreicht nicht unser gewöhnliches Tagesbewusstsein. Der Grund hierfür liegt in den besonderen Eigenschaften unseres fälschlich angenommenen «klaren Erkennens».
Der Mensch ist ein selbsttätiger siebenfacher Mikrokosmos, alles geschieht aus den unstofflichen Feldern des Mikrokosmos und des Kosmos unter der Leitung der Monade.
Er kann weder den Fluss seiner Gedanken anhalten, noch seine Vorstellungen, seine Gefühle und er beherrscht nicht einmal seine Aufmerksamkeit, oder nur für kurze Momente.
Beide Bewusstseinszustände, das Schlaf- und das Tagesbewusstsein, sind gleichermaßen eingehüllt in einen Dämmerzustand vorhandener Gedanken und Projektionen. Erst wenn ein Mensch beginnt, sich seiner selbst zu erinnern, wacht er wirklich auf. Und dann gewinnt alles ihn umgebende Leben einen anderen Aspekt und eine andere Bedeutung.
Nur das Erwachen und was zum Erwachen führt, hat in Wirklichkeit einen Wert.


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Die kosmische Evolution

Bildtitel: Pentafantasie; digital composing, Format: 50 x 71 cm; Daten: 142 MB

Warum konstruktives Denken, ausgeglichenes Fühlen und Handeln?

Die Hauptaussage vieler moderner Philosophen besteht darin, dass die Menschheit durch das, was sie bedenkt, durch das was sie in ihren Vorstellungen für wirklich hält, was sie beim Handeln in den Interaktionen mit der Natur und der Gesellschaft fühlt, die körperlich-materielle Realität erschafft. Aus den animalischen Gedanken und Emotionen gleicher Art, die in den morphischen Feldern der Erde – Astralis und Mentalis – kumulieren, werden über die Ätherfelder ein materielles Weltgebäude aufgebaut. Die Erkenntnis, dass die irdischen Lebensumstände und Ereignisse das unmittelbare Ergebnis der menschlichen Erwartung und Grundhaltung sind, kann eigentlich nur teilweise bestätigt werden. Natürlich bestimmt die Menschheit in ihrer Selbstbehauptung von den materiellen Erscheinungen mit den diese beweisenden naturwissenschaftlichen Forschungen vieles im menschlichen Schicksal. Jedoch sind noch andere emergente Kräfte in den morphischen Feldern des Planeten Erde aktiv, die nicht direkt von den Gedankenbildern der Menschen erfüllt sind. Viele kosmischen Kräfte der irdischen Natur stammen aus dem Werden des Wesens Erde, Gaia, mit ihren immateriellen Zusammenhängen mit den Nachbarplaneten und der Sonne und dem Mond.
Es ist gewiss ein interessantes Unterfangen, einmal der Frage nachzugehen: «Wie können sich die menschlichen Vorstellungen, Begehren und Wünsche im Stoff verwirklichen?» – Rupert Sheldrake hat bei seinen Forschungen nach den Grundgesetzen der Natur entdeckt, dass lebenswichtige Impulse für das elementare Dasein aus den morphischen Feldern der Mikrokosmen der Menschen, Tiere und Pflanzen und dem Kosmos der Erde kommen. Dabei ist zu bedenken, dass das Erfassen von Informationen, also der Input in die morphischen Felder von bereits in diesen Vorräten lagernden Bits nach dem Resonanzgesetz mitbestimmt wird. Auch das nachfolgende Bedenken und Aufstellen von Absichten – in Folge des neuen Inputs – wird von den resonanten Interferenzen dieser Gedächtnisspeicher beeinflusst.
Durch diese Einsicht in die immateriellen Wechselwirkungen bei aller Kommunikation bekommt die Frage nach dem «Wie?» einen ganz besonderen Klang. Offenbar gibt es eine ganze Reihe astraler und mentaler Kraftstrukturen in der Sphäre des Planeten Erde, die nicht von einzelnen Personen oder einer ganze Gruppe von Menschen ausgehen. Wenn Apostel Paulus davon spricht: „Wir kämpfen nicht gegen Menschen, sondern gegen die Fürsten und Gewaltigen unter dem Himmel!“, dann kann er sich auf einige griechische Weise berufen, die schon vor seiner Zeit gelebt haben. Auch in den Veden wird in der Beschreibung kosmischer Zusammenhänge von Devas und Asuras gesprochen. Armin Risi erwähnt in seinen Büchern die «Asuras», die bösartigen «Devas» aus den Veden, die ihre unheiligen Strahlungen seit Anbegin der Schöpfung zur Menschheit schicken und diese durch subtile Methoden letztlich von ihren Absichten abhängig machen. Dieter Broers hat wohl in einer Vision erkannt, dass die bösen Äonen und Archonten aus dem Weltall mit UFOs zur Erde gekommen sind, um ihre negativen Aufgaben hier zu erfüllen. In antiken gnostischen Werken werden diese Äonen/Asuras als mental-astrale Schöpfungen der selbstbehauptenden Menschheit betrachtet, die mit halbwahren Informationen irregeleitet die materielle Welt paradiesisch verherrlichen wollen. Dabei ist der Eigenwille,
das narzistische Bestreben der körperlichen Person nach Heiligkeit oder Seligkeit von ausschlaggebender Bedeutung. Rudolf Steiner fasste alle diese Kräfte im Kosmos, die eine Spiegelung im Mikrokosmos haben – und umgekehrt – als «Ahriman» zusammen, womit er die Gedanken des persischen religionstifters «Zarathustra» aufgegriffen hat. Zarathustra hat in seinen kosmologischen Gedanken zwei Kraftkonstellationen in der irdischen Natur gesehen. Unterhalb von Ahura Mazda, des höchsten Gottes der Weisheit, wird die Welt von einer guten und einer bösen Kraft regiert: «Ebenso wie Öhrmazd in der Höhe ist und Ahriman in der Tiefe seine Stätte hat und sie, die zusammen die Kraft in der Welt bedeuten, miteinander im Streit liegen, so hat auch der Mensch zweierlei Zugkräfte in sich; der eine ist der Zug zur Weisheit, die Seele, deren Thron im Gehirn im Inneren des Kopfes ist; … der andere ist der Zug zur Sünde, dessen Art kalt und trocken ist, und dessen Thron im Bauch ist. (Bundahišn Kap. XXVIII; Geo Widengren, Iranische Geisteswelt, 1961)

Annie Besant unterteilt die immateriellen Kräfte siebenfach: Materie, Äther, Astralis, Mentalis, und drei nirvanische Felder. Dieses Modell wird letztlich auch von den Theosophen und Rosenkreuzern verwendet. Hier erfährt der Schüler noch weitere Details um das Zusammenwirken der Kräfte, die vergleichbar sind mit den morphischen Felder von Sheldrake. In allen sieben Kraftfeldern des Kosmos und der Mikrokosmen wirkt eine Bewusstheit, die die Kommunikation lenkt, also informationsaufnahme, Informationsweitergabe und Gedächtnis. Diese Bewusstheiten aller Lebensfelder aller Kosmen sind trotz aller Differenziertheit für die eigenen Aufgaben stets eine Einheit im ganzen Universum. Das bedeutet auch, dass alle individuellen morphischen Felder mit allen anderen interagieren bzw. kommunizieren nach dem Resonanzgesetz.
Der Mensch sollte sich von seinem insulären Weltbild der Erdenbewohner verabschieden, den die Wissenschaft und die christliche Kirche aufgebaut hat. Jedes Lebewesen auf dem Wesen Erde lebt ganz direkt in wechselnder Abhängigkeit von allen anderen Lebewesen im Planeten. Man könnte sagen, die Menschheit ist insgesamt eine spezielles Organ von Mutter Gaia, ebenso bilden auch die Tierwelten und Pflanzengattungen, das Wasser und die Luft und die Mineralwelt spezielle Organe für das gesamtwesen Erde, wie das Herz, die Leber, die Nieren, der Blutkreislauf o.ä. im Körper des Menschen. Auch wenn die Ökologie der Nahrungsketten ein hochkomplexes Geschehen ist, das alle Pflanzen, Tiere und Menschen mit der Luft, dem Wasser und dem Mineral in einem nahezu unüberschaubarem Zusammenleben verbindet, nehmen es die heutigen westeuropäischen Menschen nicht mehr war, weil die Naturwissenschaften seit Aristoteles die Erde zu einem toten Erdball erklärten und alle Lebensvorgänge darauf mit der mechanistischen Physik erklärten. Selbst die Kirchen haben dieses platte materialistische Welt in ihren Katechismus integriert. So wird in den Medien und anderen Buchpublikationen meistens die notwendige Kooperation in der Natur bei der Nahrungsmittel- oder Heilungsmittelbeschaffung nicht berücksichtigt. Auch beim sonstigen Verhalten beim Wohnen oder dem Verkehr und auch bei der Psyche werden physikalische Vorgänge zugrunde gelegt. Am allerwenigsten ist den meisten Menschen die holistische Kohärenz der metaphysischen Lebensfelder präsent, insbesondere der Astralis, dem Gefühlswesen im Mikrokosmos, die sie mit den Tieren gemeinsam haben und auch der Mentalis, dem Denkvermögen des Menschen, die ununterbrochen miteinander kommunizieren, um das Leben des Wesens Erde in seiner Totalität zu ermöglichen. Die vielfältigen Reaktionsabläufe zum Erhalt des materiellen Gleichgewichtes zwischen den selbstbehauptenden Fress-Aktionen und der Wiedererzeugung von Ernährungsprodukten für alle Spezien bedürfen der regelnden Informationen aus den morphischen Feldern in den kosmischen Kraftfeldern der Materie und des Äthers. Dort sind nämlich sämtliche Kontroll- und Reaktionsabläufe resonant gespeichert und es werden stets emergente Variationen für sich verändernde Bedürfnisse systematisch kreativ gefunden und umgesetzt.

Mit dem Auftreten der Menschheit in der Geschichte des Kosmos wurden die morphischen Felder der Astralis mit den Emotionen der Selbsterhaltung aller Wesen, Tiere und Menschen, und später auch die Gedanken in der Mentalis mit sämtlichen kreativen Einfällen für die Arterhaltung bzw. Fruchbarkeit, für die Beschaffung der Nahrung, für den Ackerbau, die Jagd und die Tierhaltung, für die interkosmische Kommunikation und den Verkehr zwischen den Völkern im Kosmos der Gaia gefüllt.
Die sich dort summierenden Kräfte wurden nicht nur in der griechischen Mythologie sondern auch in den Mythologien anderer Kulturen zu Göttern erhoben und bekamen geheiligte Namen. Diesen «Naturgottheiten» wurde dann an heiligen Plätzen und Tempel oder Kathedralen zum Selbsterhalt geopfert. Nicht nur für das persönliche Befinden, sondern auch für eine erfolgreiche Jagd, für eine gedeihliche Partnerschft und einen ggfs. männlichen Erben, für eine fruchtbare Ernte der Erdfrüchte wurden an diese Götter die Bittgebete gerichtet und Prozessionen und heilige Feierlichkeiten veranstaltet. Zum erfolgreichen Kampf gegen angrenzende Nachbarn, die in das eigene Ernährungsrevier eingedrungen waren, wurden von ausgewählten Schamanen, Priestern, Lamas oder Druidinnen die erforderlichen Rituale mit der Gemeinschaft vollzogen. Häufig auf speziell dafür geweihten erhobenen Plätzen auf einem heiligen Berg oder in den dafür erbauten Tempeln oder Zikkurats. Diese heilige «Kommunikation» mit den «Göttern» des Jenseits waren stets streng ritualisiert und es entstanden verbindliche Opferrituale, die letztlich nur noch von dafür geeigneten, ausgebildeten und anerkannten Personen durchgeführt werden konnten. Die Kaste der Leviten im Judentum, die Brahmanen in Indien, im römischen Reich die vom Pontifex Maximus ernannten Priester/innen waren für dieses heilige Amt berufen. Aus diesen mehr schamanistischen Glaubensstrukturen entstanden dann später in der Antike die großen Religionen im Orient und in Vorderasien mit ihren weltlichen Institutionen, die mit ihren Leviten, Priestern und Tempeldienern dafür Sorge trugen, die emotionalen und mentalen Emissionen der egoistischen Gläubigen in die richtigen morphischen Felder des Kosmos zu kanalisieren.

Genau so wie der Ernährungs-Wettbewerb zwischen den Menschgruppen Interssenskonflikte und Kriege auslöste, entstand innerhalb der kosmischen Felder ein konfliktreicher Wettbewerb zwischen den zugehörigen Äonen/Gedankenfeldern. Man kann sagen, dass alle animalischen Aktivitäten und menschlichen Ambitionen und Unternehmungen, ganz gleich welcher Art, astrale und mentale Regelkreise in den mit ihnen morphischen Gedächtnissen entstehen ließen, die sich in ihren speziellen Vibrationen polarisiert von einander unterscheiden, sich resonant verbanden oder gegeneinander abstoießen. Da dieses Geschehen schon seit urdenklichen Zeiten in den immateriellen Lebensfeldern wirken, werden diese Kraftkonstellationen auch Äonen – nach einem Begriff für einen sehr langen Zeitraum – benannt. Die sehr lange Existenz dieser Naturgötter hat im indischen und iranischen Denken sogar dazu geführt, dass man sich diese Kräfte bereits seit Anbeginn der Schöpfung existent vorstellt, als Asuras (Vivekananda bzw. A.Risi) in Indien oder als Ahriman durch Zarathustra in Persien.
Im Rahmen des kybernetischen Lebenslaufes des Wesens Erde als ein pluralistischer Körper auf verschiedenen Offenbarungsebenen ist es vorstellbar, dass sich die kollektiven Gedächtnisse zusammen mit dem Erwachsenwerden bewusster Menschen auf der Erde entwickelten. Entsprechend der astralen Aktivierung bei den Säugetieren und Menschen sowie der Entfaltung mentaler Vermögen der Menschheit entstanden bewusste Kraftkonzentrationen. Die Regelkreise in den morphischen Feldern des Äthers und der Materie bleiben von den höheren Emissionen weitestgehend unberührt, wenngleich es auch dort in den selbsterhaltenden Strukturen Wechselwirkungen mit der Astralis geben kann. Vor allem, wenn es um Notlagen in der Selbsterhaltung geht, d.h. bei Nahrungsmittelentzug, Energie- oder Wassermangel werden die egoistischen Bedürfnisse bis in die Emotionalität des Wesens aufsteigen und dort in der Astralis entsprechende Reaktionen auslösen, insofern dieses animalische Lebensfeld im Mikrokosmos angelegt ist.
Das kollektive Leben der Völker auf unserem Planeten ist heute von unzähligen Organisationen, Unternehmungen und Institutionen geprägt. Die älteren sind mit der Beschaffung von Lebensmittel, Aufbewahrung und deren Vermarktung befasst. Daneben sind über die Jahrtausenden aus den regionalen schamanischen Fruchtbarkeits- und Gesundheitsritualen überregionale Religionsverbände erwachsen die teilweise unterschiedliche Kosmoslogien vertreten. Zusätzlich sind die Völker durch viele kriegerische Auseinandersetzungen von Kampfeshelden zu politische Staaten zusammengefügt worden, die sich heute zunehmend als eigenständige Nationen einer Rasse betrachten, was oft nur auf der politischen Ebene stimmen kann. Dabei entstanden weitere unterschiedliche Kollektive, Institutionen, Religionen, Parteien, Interessenverbände, Genossenschaften und Unternehmen. Den irdischen Kollektiven entsprechen gemeinsam erschaffene und rituell genutzte, astrale und mentale Vorstellungen, die die entsprechenden morphischen Felder bevölkern und sich kraft der gemeinsamen astral-mentalen Grundschwingung der Selbsterhaltung verstärken. Völlig unerkannt und gewissermaßen unbeachtet beeinflussen diese Gedächtniswolken aus den morphischen Feldern in der Atmosphäre der Erde die Ambitionen all jener Menschen, die mit ihnen durch ihr, Fühlen, Begehren, Wollen, Denken und Handeln resonant sind.

Darüber hinaus lebt jeder Mensch in den Bedingungen seines angeborenen Schicksals oder Karmas, wie im Hinduismus oder Buddhismus die Wirkungen aus den Langzeitgedächtnissen früherer Inkarnationen im Mikrokosmos benannt werden. Auch diese Resonanzen hat sich die aktuell lebende Person gewiss nicht selbst ausgesucht. In diesem Zusammenhang sollten auch alle mentalen und emotionalen Beziehungen mit den irdischen Gedächtnissen der eigenen Kultur, des Volkes und der Rasse erwähnt werden. Denn kein einziger Mensch lebt in einer Art mentalem bzw. emotionalen Vakuum, das er alleine durch seine eigenen Wunsch- bzw. Willensaktivitäten strukturiert und mit seinen in ihm selbst entstandenen Gefühlen und Gedanken aufgefüllt hat. «Niemand lebt sich selbst.», fand schon Paulus heraus. Es ist bislang kein direkter Automatismus für die Verwirklichung der persönlichen Gemütslagen in Gesundheit und Wohlbefinden nachgewiesen. Vielfach wird doch gerade das, was man sich ernsthaft gewünscht hat, keine Wirklichkeit, auch wenn man sich das lebhaft und möglichst oft bildhaft vorgestellt hatte. Natürlich sagen alle Stars, dass sie sich ihr Leben nie anders gewünscht hätten. Oder große und erfolgreiche Manager erzählen immer wieder die Geschichte, dass sie sich aus armen Verhältnisse nach oben gearbeitet haben, weil sie immer an ihren Erfolg geglaubt haben. Aber haben sie auch schon einmal nachgerechnet, wie viele solcher Erfolgsmenschen es in bezug auf die Gesamtbevölkerung auf Erden gibt? Es erscheint ein bisschen wie im Lotto oder im Spielkasino: 1 zu 1 Million. Es gewinnen immer die Äonen, die sich an den selbstsüchtigen Begehren und Ambitionen sättigen. Sie sind gezwungen, derartige guten Erfolgsgeschichten zulassen und produzieren und diese dann mit Hilfe der von ihnen gelenkten Medien publizieren lassen. An sonsten würde doch niemand mehr diesen «scheinbaren» Erfolgsmethoden nachstreben, und entsprechend die selbstbehauptenden Äther, Astralis und Mentalis spenden. Statistisch gesehen leben ca. 90 % der Menschen in armen und ganz armen Verhältnissen, und nur ganz selten wird in den Medien erwähnt, dass einer von ihnen des Jackpot vom Lotto geknackt hat. Es wird immer wieder das Märchen von Aschenputtel oder Cinderella den Kindern erzählt, und es sind bestimmt eine ganze Menge sozial schwach gestellter Menschen, die in ihrer Jugend davon träumten, einen Platz an der Sonne zu bekommen. Aber das ist dann wieder ein Ansporn für viele tausende Ihr Geld im Glücksspiel auszugeben, was nun ganz einfach geworden ist, denn man kann die Wetten oder andere Casinospiele auch vom Smartphone bedienen. Letztendlich gewinnt dabei immer die Casinoverwaltung und der Staat. Dabei darf man die zugehörigen Äonen nicht vergessen. Es sind ganz alte Mechanismen, doch die Äonen sorgen schon dafür, dass sie nicht allzu bekannt werden.

Sehr viele Menschen neigen dazu, die Ursachen für ihren sozialen Status und ihren psychische Zustand nach außen zu projizieren. Dieser Gemütszustand schlägt sich durch entsprechende Ambitionen und Handlungen in der materiellen Wirklichkeit nieder. Das geschieht ohne Rücksicht auf alle psychischen Inhalte und metaphysischen Zusammenhänge. Dieses Prinzip ist allgemeingültig. Theoretisch könnte jeder die Resonanz im positiven Sinne zu seinem Nutzen einsetzen und dadurch seine Lebensbedingungen verändern, sobald er/sie seine Situation erkennt und beherzigt. Diese Erkenntnis wird in besonderen Eliteschulen den Studierendenen dort anerzogen, wie es in gehobenen Kreise nicht unüblich ist. Jedoch sind die Panzerungen und Verdrängungen in der Psyche letztlich nicht zu übersehen, die sich nun auch – häufig völlig deplaziert – Bahn brechen. Einen Kessel kann man nur eine gewisse Zeit unter Druck halten, bis der Deckel aufspringt, und allen Unrat über seine Umgebung verteilt.
Niemand kann seiner entstandenen Geistes- und Gefühlshaltung entfliehen und seinen damit resonanten Lebensfeldern im Kosmos. Auch wenn die Gesellschaft mit entsprechenden Erziehungsmethoden, mit kultiviertem Humanismus und Mitleid, mit den hehren Idealen einer Religion, versucht den animalischen Trieben im Menschen entgegen zu steuern. Man kann durchaus sagen: «Die Mehrheit der Menschen ist immer noch in elementaren selbstbehauptenden Begierden befangen und weigert sich allgemein, andersartige Menschen anzuerkennen oder zu respektieren, trotz ungezähltem Leid in den Unmengen von Kriegen auf allen Kontinenten. Die nationalen Regierungen werden seit Jahrtausenden mit wenigen Ausnahmen von Menschen gestellt, die völlig von dem animalischen Selbsterhaltungstrieb ihrer Äonen bestimmt, ihre Interessen rücksichtslos durchsetzen und dies mit politischen oder religiösen Scheinzielen decken. Darum kann man heute in keinem Staat von Demokratie sprechen, weil in allen Regierungsformen die persönliche Bereicherung der Parlamentarier und Abgeordneten normal ist. Wie oben – bei den Äonen – so unten – bei der Regierung. Der Lobbyismus und das industrielle Marketing und PR reichen sich in den protzigen Regierungspalästen die Hand, und sie sträuben sich mit allen Mitteln gegen die Aufdeckung der Korruption mit Banken und der Industrie. Eigentlich ist es schon immer so gewesen, weil die morphischen Gedächtnisse des Kosmos keine anderen Strukturen hergeben können. Schon immer kooperierten die Priester mit den Königen oder Pharaonen im gemeinsamen Interesse, das einfache Volk für sich auszubeuten. Es lohnt sich dafür einmal in einem guten Geschichtsbuch nachzuschlagen. Man mus natürlich ein bisschen zwischen den Zeilen lesen, denn die wirklichen Zusammenhänge werden natürlich nicht offen publiziert.
Es ist eine Art Kreidekreis. Die negativ polarisierten Einsichten aus dem eigenen Erleben und die selbstbehauptenden Gedankenwolken aller in der Geschichte der Erde lebenden Menschen färben ununterbrochen den Inhalt dessen, was der aktuelle Mensch wahrneh-men und bedenken kann. Das, was er mit seinen Sinnesorganen erfasst hat, hält der normale Mensch für wahr. Diese angenommene Realität, diese im Menschen geformte Vorstellung bestimmt dann erneut seine aktuellen Erfahrungen und darum erlebt er dann seine eigenen Vorstellungen in der Wirklichkeit bestätigt. Die bestehenden Vorstellungen werden von den eintretenden Ereignissen ratifiziert, könnte man sagen. Man spricht dann gerne, von der «sich-selbst-erfüllenden-Prophezeiung». Aber ist es wirklich so, oder wird dem Menschen auch an dieser Stelle nur etwas vorgespiegelt, damit seine Erfahrungen die tatsächlichen Tatsachen verdecken? Damit sollte sich jeder einmal intensiv befassen, der einigermaßen achtsam mit seinen Beobachtungen umgeht. Das Wechselspiel zwischen den emotionalen Gedankenkomplexen in den mikrokosmischen Feldern und solchen in den kosmischen morphischen Feldern wird permanent vor allem von den Egoismen der Äonen bzw. Asuras der Erdgeschichte resonant mitbestimmt. Diese sind angefüllt mit dem ganzen selbstbehauptenden Gedanken- und Gefühlsabfall aller Menschen auf dem Wesen Erde, der sich in den Jahrtausenden der historischen Leidensgeschichte dort aufgestaut hat. Wer sich einmal die Mühe gemacht hat, die Geschichte der Länder zu studieren, der wird bestätigen, dass das Werden der Menschheit bis heute von Grausamkeiten unvorstellbarer Art, von gewaltigen Katastrophen, ungezählten Kriegen mit abartigem Gemetzel, jahrzehntelanger Inquisiotion und anderen Absurditäten in den zahllosen Gefängnissen begleitet ist. Die damit verbundenen Gedanken und Gefühle des Hass, der Rache, der Angst, der Wut, des Schmerzes vielfach multipliziert haben sich in den morphischen Feldern der Völker zusammengeballt. Da es nicht zu den allgemeinen Gewohnheiten gehört irgendwelche Rücksichten auf die Resonanzspeicherung zu nehmen, werden die Schrecken der vergangenen Kriege bei zahlreichen Erinnerungszeremonien wieder aufgerufen und mit den aktuell lebenden Menschen verbunden, in dem Glauben dadurch könnte derartiges nicht wieder geschehen. Wen wundert es da noch, dass auch bei den heutigen Kriegen, die gleichen Schreckensbilder wieder mit aller Genauigkeit von den Medien über die sensationslüsternde Menscheit ausgeschüttet. Die in den astralen und mentalen Lebensgebieten der Erde in den Jahrtausenden zusammen getragen Erinnerungen prägen sich nach unten in die Materie aus und bieten sich als sensationelles Anschauungsmaterial den Reportern und Fotografen und Filmemachern unverschleiert an. Und der Leser, Hörer oder Fersehzuschauer erschaudert erneut vor dem Gräuel, den sich die erwachsenen Menschen der Moderne sich und ihren Mitmenschen antun. Erneut werden entsprechende mental-astrale Schöpfungen den bereits in den morphischen Feldern bestehenden hinzugefügt.
Es sind aber nicht nur die schrecklichen Taten der Menschen bei Völkerschlachten und sonstigen Auseinandersetzungen im Kleinkrieg der Banden in den Städten, die zu dem astral-mentalen Vorrat in den unstofflichen Feldern beitragen. Sondern auch das massenhafte Abschlachten von Tieren, ganz gleich welcher Art, führt zu gewaltigen astralen Wolken in den entsprechenden morphischen Feldern des Kosmos, die mit der erlebten Angst während dem Fangen der Tiere und ihrer Tötung aufgeladen sind. Die ganze brutale Animalität dieser Kreaturen und der dabei beteiligten Menschen drücken sich ebenfalls in der irdischen Astralis aus. Der astrale Kreislauf schließt sich dann, insbesondere solche Menschen sind dafür ungeschützt resonant, die sich vorwiegend von getöteten Tieren, Rindern, Schafen, Geflügel oder Fischen und Produkten ernähren, die aus getöteten Tieren massenhaft hergestellt werden. Von der Insektennahrung hier ganz zu schweigen. Die verzehrten Teile getöteter Tiere tragen die panischen astralen Kräfte in jeden Mikrokosmos, der sich nicht fleischlos ernährt. So kommen die tierischen Ängste und Rachegelüste besonders zu jenen, werden besonders stark jene beeinflussen, die es lecker finden, möglichst rohen Fisch oder Fleisch zu verzehren (Suschi in Japan). Dadurch kommt man natürlich besonders intensiv in Resonanz mit den kongruenten kosmischen Vibrationen der Angst und des Hasses auf die Natur. Natürlich wird dem Menschen damit auch eine besondere physische Vitalität geschenkt, die in aller Regel von einer uneingeschränkt brutalen Ausstrahlung gezeichnet ist.
Nicht zuletzt ist dies der Grund, warum Buddha, Jesus und andere große Weise ihren Anhängern zum Vegetarismus geraten haben. Wenn sich das Weltgeschehen echt verändern sollte, müssten zunächst die morphischen Feldern des Kosmos in der Mentalis und Astralis geschwächt werden. Das ist stark davon abhängig, wie die Menschen selbst in diesen Zusammenhängen eine intelligente Lebenshaltung praktizieren werden. Alle negativen, das heißt misstrauischen, ängstlichen, zornigen oder herabsetzende Haltungen gegen andere verstärken insofern nicht nur die Äonen im Kosmos, sondern verstärken den innereigenen Magnetismus zu den resonanten Äonen. So schließt sich der Kreislauf, weil sich die mikrokosmischen Kräfte dann gegen den Menschen, stets gegen das eigene Selbst richten. Nicht nur der Kosmos sondern auch die wahrnehmende und bedenkende Person wirkt wie eine Art Spiegelsphäre, weil alle Gefühle und Gedanken, die im Mikrokosmos entstehen, nicht nur dort in den morphischen Feldern vibrieren, sondern auch resonant mit den metaphysischen Kraftfeldern des Kosmos, mit den entsprechenden Äonen. In jedem Streit zieht der Mensch magnetisch Informationen aus den resonanten morphischen Feldern der kosmischen Astralis und Mentalis an, verbindet diese mit den eigenen Empfindungen und Gedanken und sendet dieses Konvolut mit der aufgebrachten Wut in den Mikrokosmos der betroffenen Person, mit allen Reflexionen in den eigenen Mikrokosmos und der Reflexion in die resonanten Felder der kosmischen Bereiche. Der Strahl dieser Reaktion verbindet sich resonant erneut in dem morphischen Feld des Kosmos.
Bei dieser – richtig betrachtet – katastrophalen Weltanschauung, haben sich natürlich schon einige Denker die Frage gestellt, wie die Menschen diesem Kreidekreis entkommen können? – Gibt es dabei so etwas wie eine Hilfe von außen? – Es wird immer wieder über Methoden nachgedacht und geschrieben, mit deren Hilfe jeder seine eigenen Lebensumstände verändern könnte, und dadurch die Umstände der Menschheit insgesamt beeinflussen kann. Ganze Bibliotheken könnte man mit den Büchern weiser Männer oder Frauen füllen, die sich diesem Thema gewidmet haben.
Seit über 2000 Jahren gibt es Religionen, die den Frieden predigen, die ihre Gläubigen zu großer Empathie und hochstehender Ethik anhalten. Wer sich jedoch die Geschichte der Völker in den letzten 2000 Jahren nur ein ganz wenig angeschaut hat, wird bald erkannt haben, dass sich entgegen aller wohlgemeinten Aktionen und Ambitionen das Kriegspotential in der Welt stets vergrößert hat und dabei unvorstellbar grauenhafter geworden ist.
Kann man hierbei von der «sich-selbst-erfüllenden-Prophezeiung» sprechen? – Wohl kaum. Denn alle Menschen – mit einigen Ausnahmen – wünschen sich doch ein friedliches Leben in der ihnen gewohnten, komfortablen Umgebung. Woher kommen dann diese stets anwachsenden kriegerischen Intentionen? – Weil der Mensch nicht einsehen will, dass eine oro-lakto vergetarische Kost sein Leben gesund und kräftig erhalten kann, wie bereits einige Statistiken beweisen.Wer den Kreislauf der Gedanken mit den Äonen wirklich begreift, wird als erstes bei seiner eigenen Lebenshaltung beginnen, etwas grundsätzlich zu ändern. Nicht, um ein besserer Mensch zu werden, sondern um seinen Mitmenschen zu helfen, die äonischen Beeinflussen zu schwächen. Das hat etwas mit Schuldvergeben zu tun.

Wenn ein Mensch in der materiellen Welt immer nur das Schlechte und das Elendige erfährt, so ist das in vielen Fällen nur möglich, weil er in sozialen Zusammenhängen leben muss, vielleicht durch karmische Voraussetzungen, in denen das Schlechte und Elendige eindeutig dominiert. Zur Erleichterung für sein eigenes Selbstvertrauen projiziert ein solcher Mensch die größten Belastungen natürlich nach außen. Er verschließt, wenn überhaupt möglich, die Augen vor weiteren Konflikten und blockiert dadurch für sich selbst möglicherweise heilsame Erfahrungen. Wer erfahren möchte, was er von sich selbst halten sollte, kann sich innerlich fragen, woher seine persönlichen Gemütsbewegungen kommen, und in welchen Zusammenhängen diese entstehen. Dabei darf er sich aber nicht mit seinen Vorstellungen und eigenen Bewertungen aufhalten lassen. Dann würde er den Kreislauf verstärken, den er eigentlich verlassen möchte. Er muss sich mit Menschen zusammen tun, und mit ihnen neue Erfahrungen sammeln. Es kann ihm helfen, wenn er immer beobachtet, dass er das Schlechte bei seinen Mitmenschen oder Partnern nur darum erfassen kann, weil es in ihm – in seinen mikrokosmischen Gedächtnissen – selbst vorhanden ist. Macht er sich diese Erinnerungen bewusst und transzendiert sie, so besteht die Chance, dadurch die Ursachen seiner negativen Emotionen auszulöschen.

Eine ehrliche Selbsterkenntnis ist unverzichtbar für Gesundheit und Vitalität.
Die Erkenntnis der Wirklichkeit über sich selbst besteht im Wesentlichen darin, dass der Mensch in seinen meist unbewussten Feldern gespeicherten Informationen entdeckt, die seine Wahrnehmung von sich selbst und seiner Umwelt stark beeinflussen. Dann vermag er auch erfassen, warum seine unbewusst gespeicherten Vorstellungen seinen Gemütszustand dominiert. Das ist keineswegs eine unabänderliche Tatsache. Jedoch, eine Veränderung kann erst beginnen, wer seine eigene Situation im Unterbewusstsein auch erkennen will und annehmen kann. Der Prozess zu einem ehrlichen Selbstbild ist mit einigen, aber durchaus überwindbaren Hindernissen gespickt. Bei diesem inneren Erfahrungsprozess sollte man auf jeden Erfolg aufbauen, und jede negative Resonanz in ihrer Quintessenz zu einer positiven Erfahrung umwandeln.
Das negative Beurteilen zeitigt regelmäßig auch negative Folgen im eigenen Selbst. Wer regelmäßig negative Gedanken bestätigt, führt depressive Stimmungen und eben oft auch «Kopfschmerzen» herbei. Wer also bei sich Kopfschmerzen feststellst, sollte sofort nach den tieferen Ursachen in seiner Psyche suchen: «Will ich zuviel? Habe ich falsche Vorstellungen von der Situation? Was kann ich nicht erfassen oder durchschauen? Welche Situationen liegen meinen Absichten im Weg, die ich nicht richtig einsortieren kann?»
Es kann wohl nicht richtig sein, negative Gedanken und Gefühle, zum Beispiel solche der Angst, des Ärgers oder des Hasses, einfach nur zu verdrängen. Man sollte derartige Gedanken und Gefühle in sich als Verursacher erkennen und akzeptieren, dass diese auch zum Leben gehören. Nur wenn man sie bewusst annimmt als eigene Geschöpfe, lassen sie sich überwinden und durch lebensbejahende Gedanken ersetzen. Es entstehen immer wieder Lebenssituationen, die berechtigt Anlass für Ärger oder Wut geben. Dennoch sollte man nicht versuchen, diese begründeten Ausbrüche zu bekämpfen oder zu negieren. Einfacher und wirkungsvoller ist es, sie wie Wolken im klaren Blau des Himmels verfliegen zu lassen, ganz bewusst in ihrer aktuellen Erscheinung akzeptieren und davon fliegen lassen.
Noch eine recht gute Klarstellung: Wenn der Wunsch nach Gesundheit dazu führt, dass man sich auf die Krankheitssymptome, die man eigentlich überwinden will, konzentriert, dann tut man besser daran, nicht mehr an Gesundheit oder Krankheit zu denken und seine Aufmerksamkeit etwas anderem zu widmen, zum Beispiel schöner Musik oder einem geliebten Hobby. Denn die Konzentration auf einen Zustand des Mangels verstärkt diesen nur, statt ihn zu beseitigen.

Eigentlich sollte man sich immer gewiss sein, dass das Leben die Fülle, die Vitalität und die Lebenskraft selbst ist.
Jeder Mensch verfügt über die nötigen Mittel, sich gegen negative Suggestionen zu verteidigen, und alle können auf die Unversehrtheit ihres Wesens vertrauen. Es wird hier nicht vorgeschlagen, Gefühle zu unterdrücken. Spontanität ist, im Gegenteil, höchst wünschenswert. Wäre der Mensch auf unverbildete, echte Art spontan, müsste er sich um positive Einstellungen und Suggestionen keine Sorge machen, und er wäre auch ganz selbstverständlich gesund. Die Fallstudien der Psychologie bestätigen den Eindruck, dass viele Menschen glauben, es sei besser, ihre empathischen Gefühle insgeheim zu hüten, als sie natürlich freien Lauf zu lassen. Viele werden leider von den gesellschaftlichen Konventionen zu dieser Haltung erzogen.
Jeder sollte offen für seine Gefühle sein und sie stets locker zulassen. Es sollte jedoch gut verstanden werden: Man darf sich nicht mit dem Inhalt der Gefühle identifizieren. Die Person ist nicht nur der Körper. Sie ist nicht das, was gefühlt wird. Die Gefühle sind Vibrationen in der Astralis, die Gedanken vibrieren in der Mentalis. Die Person ist prinzipiell von ihren Gedanken und Gefühlen ebenso unabhängig wie von einem Frühstück. Jedoch das EGO baut seine Wichtigkeit gerne mit den gefühlten Inhalten auf. Das EGO bedient sich der Gedanken und Gefühle in den morphischen Feldern und den resonaten Gebieten des Kosmos. Die unsichere Person wird schnell vom EGO in diese unangenehmen Gemütszustände hineingezogen, und beginnt, sich mit den negativen Gedanken und Gefühlen zu identifizieren. Das sollte gut verstanden werden, wenn man die Lenkung seines Gemütes nicht seinem EGO überlassen will.
Wer in sich Barrieren errichtet und Türen verschließt, sperrt seine Gefühle in der Astralis ein und seine Bewertungen bevölkern wie Gefangene die Mentalis und der Mensch wundert sich dann, warum für nichts anderes mehr Platz vorhanden ist. Auch hier ist das wichtige ICH ein arger Quälgeist, denn es ist vielfach mit den domatisierten Vorstellungen und Konventionen der religiös kalibrierten Gesellschaft verbunden, weil diese Gedankenkomplexe im Kosmos von den Äonen am Leben erhalten werden.
Die meisten fordern von der Welt und den anderen Menschen, dass ihre Vorstellungen vorherrschen und dass die Welt ihren Forderungen nachkommen. Vielfach leben sie in gesellschaftlichen Zusammenhängen, die ihren Weltanschauungen in gut entsprechen. Spontane Veränderungen werden schnell mit Verurteilungen quittiert. Selbst Sonne und Regen sollten sich dem fügen, was sie sich vorstellen, was diese vollbringen sollen! Die zunehmende Forderung, dass alles Sein in der Ordnung der bisherigen Regeln und vorgestellten Disziplin abläuft, dominiert das Fühlen und Denken vieler Menschen, die damit ihre Existenzen sichern. Das wird natürlich von den sich selbstbehauptenden herrschenden Kräften in den kosmischen Kraftfeldern gerade in dieser Zeit unterstützt und über willige Diener auf Erden mit den Menschen verbunden.
Wer kümmerte sich wirklich um solche menschlichen Forderungen? Der wunderbaren Spontaneität der gewaltigen Natur wohnt eine kybernetische Disziplin inne, die den meisten Menschen ebenso entgeht wie ihre permanente Beeinflussung durch die von ihnen ignorierten Kraftpotentiale. In ihr pulsiert ein Wissen jenseits von allem, was die Menschheit wissen kann. Im spontanen Wechselspiel der Natur gibt es eine höhere wirkungsvolle Systematik über der Anschauung, die dem Menschen bekannt sein kann, und ein Wissen, das den eigenen Resonanzen folgt: eine probabilistische kybernetische Lebensdynamik jenseits aller menschlichen Forderungen. Wahres Leben entfaltet sich nur in einem empathischen und systematischen selbsterhaltenden Miteinander.
Die Spontanität der Natur gehorcht ihrer eigenen Ordnung. Die Jahreszeiten kommen jedes Jahr, wie dies seit Jahrtausenden auf dem Planeten Erde geschieht. Sie kommen mit einer wunderbaren Selbstverständlichkeit und einer überwältigenden Kreativität. Frühling kommt nicht im Dezember. Niemand fürchtet das Kommen der Jahreszeiten, man richtet sich auf allen Kontinenten seit Jahrtausenden nach der vorherrschenden Harmonie der planetaren Zyklen. Um diese genauestens zu sehen und das gesetzmäßige Eintreten der erkannten Regeln zu schauen, haben viele Völker gigantische Observatorien gebaut. Dort wurden dann die Tag-und Nacht-Gleiche und andere astronomischen Eriegnisse genauestens beobachtet , damit sich die Bevölkerung mit ihren Aktivitäten wie z.B. die Aussaat danach richten konnten. Wenn sich heute im Klima etwas merklich verändert, wird in den Medien sogleich das große Katastrophenspektakel aufgerufen. Dabei trägt jeder Mensch auf seine Weise unbewusst mit seinen Gedanken und Gefühlen zu dem Geschehen in der Natur bei, denn er ist für das Wesen Erde unzweifelhaft ein wesentlicher Mitmacher. Jeder kann tatsächlich alles auf der Erde, alles was an Wundern und Katastrophen in und auf ihr geschieht, auch als einen Beitrag der Menschheit betrachten. Die Menschen sind mit ihren Mikrokosmen in die Lebensfelder des irdischen Kosmos mit allen ätherischen, astralen und mentalen Regelkreisen, die dem Planeten Erde inhärent sind, zutiefst verflochten.


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Evolution 2019

Bildtitel: Evolution19; digitale Komposition, Format 64,3 x 90 cm, Data 123 MB 240 dpi; Datum: 10.11.2019

Die Mikrokosmische Evolution im Rahmen der kosmischen Bedingungen

Ein mächtiges Symbol wie z.B. ein Mandala oder ein Kruzifix kann mehr bewirken, als nur eine unsichtbare Wahrheit darzustellen oder einen Aspekt einer metaphysischen Wirklichkeit zu repräsentieren – es kann wie ein mystisches Fenster uns einen Blick über uns selbst hinaus gestatten. Wenn wir uns dem Symbol mit inniger Achtsamkeit widmen, befähigt es uns, sozusagen hindurchzuschauen und eine Ahnung von der gewaltigen Wirklichkeit zu erhaschen, die es visiuell symbolisiert. In den Meditationen, in den eine aufblitzende Intuition das Betrachten durchbrichtin und wir eine plötzliche Einsicht in das Symbol erhaschen , wird das Mandala stofflich enthoben und wird durchsichtig wie eine Glasscheibe. In diesem Augenblick enthüllt es uns einen bisher verborgen gebliebenen Durchblick von unerwarteter Tiefe und Bedeutung. Wie in Trance erleben wir den umfassenden Sinn der symbolisierten Wirklichkeit. Es wird uns ein ungeahnter Blick in einen weiten und tiefen Raum geschenkt, der sich vor unserem Gesicht bis ins Unendliche erstreckt. Das Symbol erweitert unser Erfassen über die Vermögen unserer sinnesorganische Wahrnehmen hinaus. In diesem Einsehen in den naheliegenden Urgrunde der unstofflichen Gegebenheiten befinden wir uns in einem mystischen Erleben des grenzenlosen Universums und können die Entwicklungen der kosmischen Lebendigkeit begreife . Plötzlich, wie in einem Rausch, sehen wir von innen, wie bei einem Hologramm, auf welche Weise die inneren Zusammenhänge das Äußere bewegen. Wie der englische Dichter William Blake beschrieb, sehen wir eine Welt in einem Sandkorn und einen Kosmos in einer vollendet erwachten Blüte.

Im Bereich der Psychologie wird der Mensch mit seinen seelischen Zusammenhängen betrach-tet, wobei die klassischen Psychoanalytiker Gefühle, Gedanken und charakterliche Komplexe in einen undefinierten abstrakten Raum stellen. Dabei werden viele dieser inneren Vorgänge als Projektionen, Einbildungen, möglicherweise als Intuitionen oder durch einen kranken Körper hervorgerufene Psychosen betrachtet. Durch diese auf die Materie bezogene Perspektive wird ihnen die Anerkennung als Wissenschaftler gewährleistet. Auch die Religionen des Abraham, die ihr kosmisches Weltbild von der Genesis ableiten, unterstützen das materialistische Weltbild. Der körperliche Mensch wurde am sechsten Tage erschaffen, und «Gott» sah, dass es gut war und ruhte am siebenten Tage aus. Mit der Erschaffung der irdischen Welt nach dem Modell der Genesis ist die physische Welt sozusagen mit der Schöpfung am Ende.

Im 1. Buch Mose, Kap.1, 26-29 steht: «Und Gott sprach: Laßt uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei, die da herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über die ganze Erde und über alles Gewürm, das auf Erden kriecht. Und Gott schuf den Menschen ihm zum Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie einen Mann und ein Weib. Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehrt euch und füllt die Erde und macht sie euch untertan. Und Gott sah alles an, was er gemacht hatte; und siehe da, es war sehr gut. Da ward aus Abend und Morgen der sechste Tag. Also ward vollendet Himmel und Erde mit ihrem ganzen Heer. Und also vollendete Gott am siebenten Tage seine Werke, die er machte, und ruhte am siebenten Tage von allen seinen Werken, die er machte.»

Wer an dieses Modell glaubt, nimmt den Menschen aus dem natürlichen Geschehen der Evolution heraus, wie sie in aller Natur völlig selbstverständlich ist. Lassen wir einmal die amerikanischen Kreationisten außen vor, so sind doch die meisten Christen, Juden und Islamisten von diesem kosmischen Modell überzeugt. Die hinduistischen Philosophen vertreten meistens das vedische Modell: «Obwohl attributlos, wird Brahman auch als Sat-chit-ananda (Sein-Bewusstsein-Glückseligkeit) beschrieben. Denn geht man davon aus, dass das ursprüngliche Schöpfungsfeld Materie hervorbringen kann, muss es selbst Substanz besitzen. Brahman ist omnipräsent, in Geist und Materie, als unsichtbare, unhörbare und undenkbare Kraft. Es ist auch das Unsterbliche, das über den Göttern steht.» (Wikipedia)
Auch dieses brahmanische Modell des Kosmos beinhaltet einen nicht zu unterschätzenden Mangel. Brahman repräsentiert darin die unbeschreibliche Urmaterie. Die Gläubigen werden nach einem vollbrachten guten Leben, nach den Regeln der Brahmanen, einstmals wieder mit Brahman vereint, ergo materiell sein. So ist bei ihnen jeder Gedanke materiell, wie man bei Krishnamurti lesen kann: «Diejenigen, die viel denken, sind äußerst materialistisch, weil das Denken Materie ist. Der Gedanke ist ebenso Materie, wie es der Fußboden ist, die Mauer, das Telefon. Energie, die schablonenhaft arbeitet, wird zur Materie. Es gibt Energie, und es gibt Materie. Daraus besteht das Leben. Wir mögen glauben, daß der Gedanke keine Materie ist, aber er ist es. Der Gedanke ist ebenso Materie, wie eine Ideologie es ist. Wo Energie ist, verwandelt sie sich in Materie; Materie und Energie stehen in gegenseitiger Beziehung.» (Jiddi Krishnamurti, Einbruch in die Freiheit; Ullstein 1990)

Das ist der reinste ins Göttliche erhobene Materialismus, und niemand sollte sich wundern, wenn viele Menschen sich nicht von den materiellen Bedrängnissen in der an die stoffliche Welt gebundene Bipolarität ihres Daseins befreien können. Die ungezählten Erkenntnisse der Biologie, der Archäologie und Genforschung sowie der modernen Informatik bezeugen, dass das Leben auf unserem Planeten, und das Wesen Erde selbst, in eine ewige Evolution eingebettet sind. Allen lebendigen Organismen und Wesen wohnt der Trieb zum Überleben inne, insbesondere sorgt der angeborene Fortpflanzungstrieb beständig für die Erhaltung
der Arten. Wofür einige Spezies dafür extrem physische Leistungen vollbringen. So z.B.: viele Zugvögel, die für die Aufzucht ihrer Brut tausende Kilometer über Wüsten und höchste Gipfel in den hohen Norden fliegen, wo ihre Nester nicht ausgeraubt werden können. In der Wissenschaft nennt man das den biologischen Imperativ. Im Gegensatz zur Dogmenethik der konventionellen Wissenschaft und den antiken Religionen verläuft die Evolution weder zufällig noch vorherbestimmt, sondern systemisch probabilistisch. Die sprunghaften Mutationen ereignen sich unvorhergesehen auf Grund bislang unerkannter Bedingungen.

Jeder Forscher im Sinne einer Geisteswissenschaft erkennt die immateriellen metaphysi-schen Felder. Weil er zum Beispiel das Ätherfeld, die Astralis oder die Mentalis jedoch als real annimmt, wird er aus dem Kreis der anerkannten Wissenschaftler ausgeschlossen, z.B. indem man ihn in der Fachpresse nicht mehr zitiert oder ähnliches. Die transpersonel-len Felder, so wie dies allerdings von esoterischen Forschern, Geistheilern und theosophi-schen Spezialisten gesehen wird, werden nur von ganz speziellen Kreisen als die eine Wirk-lichkeit akzeptiert, weil die antiken Kosmologien immer noch nicht ausgestorben sind. Letztlich hat eigentlich Rupert Sheldrake durch seine Forschungen über die morphogenetischen Felder in der lebendigen Natur jenen modernen Wissenschaftlern die Brücke zur Noetik gebaut, die über die Quantenfluktuationen bereits zum universellen Bewusstsein vorgedrungen sind.

Kunstvolle Bilder können nur Fenster sein, welche sich jenen Betrachtern öffnen, die zu einer unbedachten Anschauung ohne eigenwillige Beurteilungen in der Lage sind. Das Fensterglas kann immer nur so klar und durchsichtig sein, wie es von den eigenen Gedankennetzen nicht verunreinigt wurde. Selbst wenn das Fenster, das Bild selbst fest vor einem an der Wand hängt, kann es doch vorüber ziehende Wolken und im nächtlichen Himmel durchziehende Sternschnuppen zeigen – eine bewegte, lebendige Landschaft oder einen sich drehendes Himmelszelt.

Für viele Menschen ist es mittlerweile schon eine Selbstverständlichkeit geworden: «Der Mensch ist Teil eines siebenfachen Mikrokosmos». Dieser ist realistisch betrachtet eine Art «Energiewechselorgan». Damit wird klar zum Ausdruck gebracht, dass er mit allen anderen Kosmen, Mikro- und Makrokosmen in beständiger Kommunikation steht. Das tatsächliche Leben im ganzen Kosmos ist weniger eine Vollendung in der Materie, wie es die Religionen und die Wissenschaft versuchen zu beweisen, sondern es ist vor allem ein systematischer, geregelter Austausch von Kräften und Informationen, also eine ewige beständige Kommunikation im ursprünglichen Sinne von «Gemeinsam-Machen». Dieser permanente Informationstransfer und Kräfteaustausch geschieht sowohl im Mikrokosmos mit der körperlichen Person, als auch in dem einen, alles umspannenden siebenfachen Kraftfeld des Kosmos, das seinerseits in die Lebensfelder des solaren Planetensystems eingebettet ist und mit diesem ebenfalls kommuniziert.

Dabei spielt allerdings der mikrokosmische Mensch mit der materiellen Person eine nicht ganz unerhebliche Rolle. Das sollte jedem ganz bewusst sein, der bereits erkannt hat, dass wir auf einem lebenden Wesen Erde unser Dasein gestalten. Allerdings kann er es nur dann erfassen, wenn die Person ihren Bezug zum Lebewesen Erde, der Mutter Gaia, in ihre eigenen Erfahrungen mit der Natur mit einbezieht. Es wird dem Menschen dann nämlich bewusst, dass die Menschheit für die lebende Erde vor allem auch ein Referenzorgan ist, das seine täglichen Erkenntnisse im gesellschaftlichen Leben und in seinem Umgang mit der Natur bewertet und diese Gedanken mit dem mentalen Feld des Kosmos austauscht. Dabei realisieren die meisten Menschen mit ihrem Verstand vorwiegend die äußeren materiellen Erscheinungen, die für ihre Selbsterhaltung zwingend notwendig sind. Einige Menschen können auch die immateriellen Wirkungen des Lebens erfassen, weil ihr Mikrokosmos dafür prädisponiert ist.
Mir scheint, es werden immer mehr Menschen, die eine intensivere Beziehung zu Fauna und Flora aufbauen können. Bei allen äußeren Wahrnehmungen stellt der Mensch seine Eindrücke in eine subjektive Relation zu seinen bereits abgespeicherten Informationen. Diese werden in den mentalen Feldern dann mit den resonanten karmischen und aktuellen Prägungen verbunden. Dazu gehören auch alle Impulse aus der Monade, die zu ihm über den Mikrokosmos durchdringen. Dabei fügen sich alle anstehenden Resonanzen mit der interkosmischen Evolution in die Gedankenkumulies. Dieses ganze Geschehen in der Mentalis wird die kommenden Wahrnehmungen und Bedenken dazu probabilistisch ausformen.

Eigentlich ist der Mensch dazu berufen und befähigt, die materiellen Erscheinungen der Natur in ihrer energetischen Wirklichkeit zu erkennen. Viele moderne Wissenschaftler sind bei ihren Forschungen nach dem kleinsten «Baustein» der Materie darauf gekommen, dass Materie ebenso zum elektromagnetischen Spektrum gehört wie das Licht und alle anderen Wellenfelder. Mit der vielseitigen und umfassenden Naturforschung und den vielfältigen wissenschaftlichen Erkenntnissen wird der Mensch einmal die vorgesehene Zielrichtung aller Natur in dem ihn umspannenden Weltall erkennen. Wenn er sich neben seinem Streben nach Wissen, Macht und Besitz auch einige Kenntnisse über die metaphysischen Sphären der Erde erwerben will, wird er bald zu der Einsicht in die interkosmische Evolution aller Lebensfelder der Sonnen, Planeten, Monde und sonstigen Bewohner in diesem unendlichen Raum-Zeit-Geschehen des grenzenlosen Universums geführt.

HUBBLE-Ultra-Deep Field; Bild: NASA

Angesichts der gigantischen Weiten des Alls und der filigranen Details in den subatomaren Kraftfluktuationen könnte sich der erkennende Mensch von den illusionären Selbsterhöhungen innerhalb des materiellen Egoismus lösen, wenn er sich der Tatsache stellen würde, dass sein Wesen ein sich entwickelnder Mikrokosmos in einer probabilistischen Evolution ist, bei der er seinen Stoffkörper zu gegebener Zeit ohnehin ablegen wird, genauso, wie sich ein Schmetterling aus der letzten Hülle der Puppe häutet, bevor er frei in den azurblauen Himmel steigt. Doch bis dahin muss sich seine materielle Erscheinung erst noch im Rahmen seiner bestehenden Vermögen vollenden. Erst nach der Erfüllung aller damit verbundenen Aufgaben wird sich die Astralis und die Mentalis um einige Ansichten erweitern und dadurch neue Aspekte in der Erfassung der Welt aktivieren. Hierbei wird sich die Wahrnehmung grundlegend verändern. Auch wenn der Mensch dann immer noch mit einem Stoffkörper als Person in der Gesellschaft seiner Mitmenschen lebt und wirkt, so entfaltet sich in ihm zusätzlich eine mikrokosmische Wahrnehmung ohne die stofflichen Sinnesorgane. Der sich dadurch ergebende erweiterte Blick auf die metaphysischen Erscheinungen in den Sphären des Äthers und der Astralis dieser irdischen Welt verändert alle Beziehungen zur Natur, zu den Mitmenschen und zur Gesellschaft mit ihren Institutionen und sonstigen kommunalen Organen. Die bislang als außersinnliche Wahrnehmungen benannten Fähigkeiten werden jedem Menschen nach dieser mikrokosmischen Entwicklung zuteil. Das Erfassen der niederen transpersonalen Sphären führt selbstverständlich zu einer völlig neuen Lebenshaltung in weiten Schichten der Bevölkerung und notabene zu einem völlig veränderten gesellschaftlichen Zusammenleben ohne Lüge und Betrug. Auch wenn der stoffliche Mensch weiterhin als notwendiges Werkzeug für den Mikrokosmos wirken muss, so werden seine Absichten und Begehren doch von völlig neuen Parametern und Werten des Daseins geprägt, die sich konsequent auf die Weiterentfaltung der Aufgaben ausrichten, die sich aus seinem Mitwirken in den unteren metaphysischen Kraftfeldern ergeben. Die sich dadurch ergebende Werteverschiebung wird so ziemlich alle Konstanten der bisherigen Wissenschaften, der Politik und der Finanzwelt umstürzen.

Natürlich wird der dadurch veränderte Magnetismus des aurischen Wesens in den Mikrokosmen die Polarisation der immateriellen Vibrationen derart verändern, dass den Äonen oder Asuras dann sukzessive keinerlei Kräfte mehr zugeführt werden. Auf diese einfache Art verlieren auch diese Manipulatoren aus dem Unsichtbaren ihren Einfluss auf die Menschheit und lösen sich sukzessive auf. Was nicht heißen soll, dass sich durch die neuen Ambitionen und Aktivitäten der Menschheit nicht wieder neue Kraftkonstellationen in den höheren morphischen Feldern des Kosmos entwickeln werden.

Sollte sich die Menschheit künftig konstruktiv der weiteren Evolution des Kosmos weihen, so wird von selbst dieses Begehren nach einer permanenten Weiterentfaltung entstehen und wie selbstverständlich eine astrale und mentale Neutralität gegenüber den materiellen Belangen, die vorher das ganze Leben überschattet haben. Die Sehnsucht nach einer holistischen Lebenswelt verbindet sich mit einem uneingeschränkten Mitwirken bei der interkosmischen Umwälzung, die sich notwendiger Weise bei der Evolution des Kosmos ergibt. Dann kann auch die Stimme der Monade immer deutlicher das Wesen Mensch bei seinem Mitwirken lenken. Diese innere Stimme, die erstens im Herzen das Fühlen und Begehren stimuliert, und die zweitens im Verstand stets deutlicher das Denken beeinflusst, und die drittens im Plexus Sakralis das rechte Handeln bestimmt, lässt im mikrokosmischen Atemfeld einen neuen mental-astralen Holokumulus erwachen. Zusätzlich werden neue Informationen aus den morphischen Feldern der Lipika an die Oberfläche kommen, mit denen die Erinnerung an den ursprünglichen Auftrag des Menschen für das Wesen Gaia in der Mentalis des Kandidaten klingt. So entwickelt sich in diesem Wechselspiel zwischen mentalem Erfassen, aurischer Sphäre und den monadischen Berührungen, eine Art neuer «Beseelung». Von dieser innereigenen Dynamik, begleitet von einer neuen Einsicht in die wahren Absichten des kosmischen Lebens, werden die weiter entwickelten Menschen zu einer Lebenshaltung geführt, mit der den noch nicht entwickelten Mikrokosmen anderer Lebenswellen der Natur geholfen wird. Der Mensch wird stets autonomer die vor ihm liegenden Prozesse der Entfaltung nach allen Richtungen fördern.

Zunächst werden wir einige eventuell offene Fragen nach dem «seelischen Sein» beantworten, die zu den bestehenden Thesen gehören. Die «Seele» ist der dominante «Kraftstern» in der Astralis. Zusammen mit der wachen Mentalis bestimmt sie als Triebfeder durch Begehren, Aufmerksamkeit, also Ausrichtung und Absicht, das Ziel des Menschen: Primär steht dabei die Selbsterhaltung und Selbstentfaltung in einem selbstbewussten Leben im Fokus, das sich in der umfassenden schöpferischen Evolution ergibt. Im irdischen Lebensfeld wird von einem «EGO», das als «Naturseele» bezeichnet werden kann, der Stoffwechsel optimal für alle Ambitionen geregelt. Diese sorgt auch für die erforderliche Kommunikation mit allen niederen transpersonalen Kraftfeldern im Rahmen der isomorphen Resonanz. Damit kann der Mensch sein Dasein strukturieren, in dem neben allen notwendigen Umtrieben, neben allem Leiden und Erleiden in der bipolaren materiellen Welt die Erfahrung im Menschen aufsteigt, dass das Dasein auf dem Planeten Erde eigentlich ein höheres Ziel hat. Das kann bekanntermaßen einige Inkarnationen des Mikrokosmos dauern, bis genügend Einsicht geboren ist, damit sich der Weg zu den höheren Sphären auf der Spirale der Evolution für das erkennende Bewusstsein abzeichnet. Heute haben sich die meisten Menschen als Mikrokosmos noch nicht bis an die Grenze seiner gegebenen Möglichkeiten entwickelt.
Für ein Erkennen der nächsten Schritte in dem Prozess der Weiterentwicklung muss sich vor allem das Begehren aus der Astralis von den materiellen Zusammenhängen mehr und mehr trennen, weil alle Versuche des Menschen, seine aus der vierten Astralis aufsteigenden Ideale hier auf Erden zu realisieren, in den Wechselwirkungen von Licht und Schatten im beständigen Werden und Vergehen zum Scheitern verurteilt sind. Allerdings kann der Mensch dabei erkennen, dass sich seine inneren Ambitionen, seine spirituellen Vorhaben möglicherweise in den metaphysischen Kraftfeldern realisieren lassen. So wendet er sich esoterischen Kreisen zu, die ihn mit den erforderlichen Informationen versorgen, und er bekommt z.B. über Meditation, holotropes Atmen, autogenem Training oder anthroposophische Methoden einen spürbaren Kontakt mit den astralen Welten des Kosmos. Mittlerweile steht zu diesen Themen eine umfangreiche Literatur zur Verfügung, über die sich eigentlich jeder lesebegabte Mensch recht gut informieren kann. So erweitert der Mensch sein Wissen über alle jenseitigen Möglichkeiten in den morphischen Feldern seines Mikrokosmos und des Kosmos.

Viele haben bei diesem experimentellen Suchen in den übersinnlichen Sphären einen Guru oder Meister gefunden, der sie in die nächst möglichen astralen Abhängigkeiten hinein führt. Das schenkt dem Wanderer zu den Sternen genügend Einsicht in die höheren Sphären, wobei ihm unmissverständlich deutlich gemacht wird, dass er in diesen Bereichen vor allem von seiner mikrokosmischen Resonanz geführt wird. Das heißt, solange der Mensch noch mit allen egoistischen Bestrebungen seine Aktionen bestimmt, wird er den egoistischen Kräften und Wesen der niederen Astralis begegnen, die ihn bereitwillig in jene Erlebensbereiche führen, in denen seine egoistischen Begehren befriedigt werden können. Dass er dabei gleichzeitig als Beute für seine scheinbaren Lehrer dient, die sich an den Emissionen seines Mikrokosmos erbauen, wird der Mensch nicht so schnell erkennen können. Erst wenn ihn diese scheinbar spirituellen Angebote auch nicht mehr befriedigen, wird er nach Wegen suchen, die ihn aus diesem jenseitigen Gewusel befreien können. In einer erneuten Inkarnation wird der neue Mensch dann mit einer weiter entwickelten Astralis das stoffliche Lebensfeld betreten. Dabei kann er von Kindesbeinen an die astrale Welt, die Ätherfelder und auch die stofflichen Erscheinungen sehen, wie es bislang nur ausgenommen wenige hellsichtige Medien können. Eines ist diesem neuen Menschen von Anbeginn ganz klar, das Leben der Welt entfaltet sich keinesfalls nur innerhalb der von den modernen Naturwissenschaftlern behaupteten materiellen Zusammenhänge der Natur. Er sieht alle Lebenszusammenhänge mit der Ätherwelt und mit der astralen Sphäre, soweit seine Astralis sich entwickelt hat, also auch alle darin wirkenden Wesen, die mit seinem Mikrokosmos resonant sind. Vor allem erlebt dieser Mensch, dass jenes Gebiet, das heute meistens als «Jenseits» bezeichnet wird, nicht jenseits seines Lebens ist, also auch nicht nur für die körperlich Verschiedenen existiert. Die transpersonalen Welten befinden sich nicht irgendwo in der Stratosphäre oder im Himmel zwischen den Sternen des Zodiaks, sondern die als jenseitig definierten unstofflichen Sphären durchdringen immer den ganzen Kosmos, auf und in der Erde. Dabei ist jeder Mensch stets von seinem Anteil «Jenseits», seinem aurischen Wesen im Mikrokosmos, umgeben und wird immer von den jenseitigen Kräften nach isomorpher Resonanz beeinflusst, auch dann, wenn es der Mensch ignorieren will und weiterhin auf die Parameter der dialektischen Naturwissenschaft pocht.

In seinen spirituellen Ambitionen werden mit Gewissheit neue Einsichten das Gelände bestimmen, in dem er sich umschauen wird. Auch in den Kraftfeldern der Religionen, des Schamanismus, des New Age, der theosophischen, anthroposophischen oder anderen esoterischen Gruppierungen, die ihn vordem angezogen haben, als er ihr wahren Strukturen noch nicht wahrnehmen konnte, erkennt er die unerfüllbaren Verheißungen. Ihm wird ganz deutlich, dass er sich auch diesbezüglich mit höchster Neutralität verhalten muss, damit er von den klebrigen Krakenarmen der spirituellen Institutionen nicht noch einmal eingefangen werden kann. So erklärt sich ihm das Kapitel über das Dienen bezüglich der kosmischen Evolution, das er schon mal in der Literatur bei einigen Autoren gefunden hat, mit einer neuen Brisanz. All seine inneren Bestrebungen und Wünsche werden sich angesichts seiner neuen allumfassenden Erlebnissphäre in diese Richtung entwickeln, weil jeder Gedanke, jedes Begehren und alle unbedachten Absichten über den Magnetismus im aurischen Wesen sofort seine Resonanz im Ätherfeld und in der Astralis bestimmen. Ein Mensch mit einer erhöhten Astralis erlebt natürlich alle Reaktionen aus dieser Sphäre völlig ungetarnt in einer ungeahnten Schnelligkeit, die mit Sicherheit gewöhnungsbedürftig ist. Denn schon im Ätherfeld rast das Werden viel schneller, als im materiellen Feld. Man sagt, es wäre 100 Mal schneller als im Stoff, und die Astralis ist noch einmal 100 Mal schneller. Das bedeutet eine sofortige Reaktion und Projektion der resonanten Wesen und Ereignisse, die der Kandidat Kraft seines Magnetismus angezogen hat.

Aber auch für die Mentalis wird sich eine prägnante Veränderung einstellen, weil jetzt auch die nächsten Mentalsphären von dem Kandidaten erfahrbar werden. Es ist hierbei kein Schauen oder ähnliches angesagt. Vielmehr entsteht ein inneres Empfangen komplexer Gedankenbilderfolgen direkt in der Mentalis, die sich dem aktuellen Tagesbewusstsein vermitteln. Paranoide Menschen, die nicht auf dieses Phänomen hingewiesen wurden, kann das innere »Hören« sehr stark irreführen. Aber auch dieses Empfangen wird von der isomorphen Resonanz bestimmt. Es macht Sinn, sich mit dem Vorgang »Denken«, einmal etwas genauer zu beschäftigen. Bevor ein Gedanke bewusst gedacht wird, halten sich seine sinngebenden Anteile, meistens als Bilder, in der Mentalis als Kumulies auf, die sich z.B. mit bestehenden Gedanken im aurischen Wesen verbinden. Sie werden von der Ambition des Gedankens vom Verstand angewählt und angezogen, dann mit allen anderen Anteilen kumuliert und als Sinngebilde «Satz oder Bild» ins eigene mikrokosmische Feld entlassen. Zunächst halten sich diese Gedankenkumulies im Atemfeld des eigenen Mikrokosmos auf. Wenn allerdings im Gespräch die Sätze/Gedanken hin- und hergehen, dann wandern diese mentalen Geschöpfe zum anderen Mikrokosmos, wo der innewohnende Mensch diese mit seinem Verstand aufnimmt und den sinngebenden Inhalt in sein Denken übernimmt, in seiner Mentalis kumuliert. Der Gedanke wird entsprechend seiner Bedeutung/Melodie in das morphische Gedächtnis der Mentalis des Empfängers resonant eingegliedert. So bevölkern die ausgetauschten Gedanken sowohl das Atemfeld des Sprechers als auch das des Zuhörers, und eine Kopie dieser Gedankenwolke entflieht in das kosmische morphische Feld mit der entsprechenden isomorphen Resonanz.

Diese morphischen Felder der Mentalis haben bereits in tiefer Vergangenheit durch indische Philosophen den Namen „Devachan“, bekommen, weil man sich in diesem Bereich das Aufenthaltsfeld der Devas (= Götter, positiv gut) und Asuras (= Götter, negativ böse) im irdischen Kosmos vorstellte. Das Kumulieren der mentalen und astralen Ausstrahlungen der Menschen hat über die Jahrtausende ihres Bestehens und Wirkens gewaltige, vollbewusste Wesen aus mentaler und astraler Energie geschaffen, die durch ihre Grundausrichtung entsprechend polarisiert sind. Einfach ausgedrückt, mörderische egoistische Gedankenkomplexe mit großem Selbstbewusstsein und großem Egoismus ziehen nicht nur analog vibrierende Ausdünstungen der entsprechend fühlenden und denkenden Menschen an, sondern sie stimulieren auch für ihre eigene Selbstbehauptung dafür empfängliche Mikrokosmen und dementsprechend polarisierte Wesen in der Astralis. So entsteht ein Kreislauf zwischen den egoistischen Menschen und den selbstsüchtigen Wesen und Konglomeraten in den morphischen Feldern des Kosmos Erde, die die reaktionären Tendenzen fördern, indem sie Eigensinn, Streit, Kämpfe und Kriege anzetteln. Das beständige Reproduzieren solcher Darstellungen in den Medien, in Fernsehfilmen – sei es als Dokumentation oder als erfundene Fantasy-Stories oder in Computerspielen – fördert diesen krankhaften Energieaustausch zwischen den Asuras und den Menschen seit Äonen (= langen Zeitabschnitten) auf allen Kontinenten.

Das gigantische Problem des jenseitigen Devachan mit seinen Asuras war bereits den historischen Autoren des Hinduismus bekannt. «Die Fürsten und Gewaltigen unter dem Himmel», wie sie von Paulus im NT genannt werden, oder «die Asuras» wie sie in den Veden als bösartige Götter bezeichnet werden, oder «Ahriman»,, wie es in der Religion des Zoroaster benannt wird, spiegeln dem verlangenden Menschen vor, dass die Natur-Seelen zukünftig heilig in den göttlichen Bereichen eines «paradiesischen Himmels» oder in «Brahman» ewig-seiend, selig und allwissend existieren werden. Damit wird das ganze Drama dieser Wechselwirkungen mit dem Devachan erst richtig deutlich. Jedes egoistische Bestreben, ob im Beruf oder innerhalb einer spirituellen Bewegung wird von den äonischen Kräften in den morphischen Feldern des Kosmos für ihre Selbstbehauptung gebraucht.

Für jene, die erfassen können, wie bei den verschiedenen Auseinandersetzungen im täglichen Allerlei die Gedanken und Gefühle zu den resonanten Kräften in den kosmischen Feldern strömen, entsteht die Frage nach einer Befreiung von dieser Ungeheuerlichkeit. Bei allen Diskussionen oder Gesprächskreisen, bei jedem Streit und bei jedem Kampf – auch bei allen ritualisierten oder für ein Schauspiel oder Video/Film inszenierten Kämpfe oder bei Kriegen ganz besonders – strömen die astralen und mentalen Emissionen aller Beteiligten völlig unkontrolliert in die astralen und mentalen Gedächtnisse des Jenseits, wo sie sich dort nach den Regeln der isobaren Resonanz in den entsprechenden morphischen Feldern des Devachan mit den Energiekumulies gleicher Vibration zusammen ballen. Um es ganz deutlich zu machen, alle weltweiten Kriegsgeräte-Hersteller und Waffen-Industrien und Filmindustrien, die in Hollywood, Bollywood, Korea, Japan, England, Frankreich, Italien, Deutschland, Tschechei, Russland, Brasilien usw. Krimis oder Kriegsdokumentationen früher analog und heute digital aufzeichnen, verkaufen nicht nur ihre kommerziellen Produkte, sondern sie erzeugen auch einen ungebrochenen Strom mentaler kriegerischer Energien für die Äonen und ihre Archonten. Dazu gehören selbstverständlich auch viele Produzenten von Baller-Komputerspielen in aller Welt mit ihrer tausendfältigen Belegschaft und einem jährlichen Milliarden Umsatz. Der entstandene Kriegsäon wächst schon seit zig tausend Jahren in einem derart gewaltigen Ausmaß, dass man es nicht zu denken wagt.
Alle diese Kräfte wenden sich natürlich wiederum permanent an die Menschheit. Auch jene Menschen, die nur mal einen streitsüchtigen Gedanken erwägen, werden von diesem unheiligen Magnetismus erfasst, und ihr flüchtiger Gedanke wird zu einer abscheulichen Tat aufgepuscht. Nach der Tat wundern sich Täter und seine Freunde, dass er zu so einer Tat fähig war. Es macht wenig Sinn, über diese, die Evolution der Menschheit bremsende Faktoren zu lamentieren oder sich ernsthaft davor zu ängstigen. Es gilt nur, sich zunächst dieser ätzenden Realität einigermaßen bewusst zu werden und höchst achtsam zu sein, um nicht ebenfalls von diesen Kräften in Anspruch genommen zu werden. Darum wird von nahezu allen Weisen der Welt stets angeraten, keinen Streit zu führen, bzw. sich aller Be- und Verurteilungen neutral zu enthalten.

Es gibt aber noch eine wesentlich prekärere Behinderung bei der kosmischen Evolution, die sehr viel schwieriger zu erkennen ist, weil das menschlich Gute und Humane von allen Kulturen gesellschaftlich vertreten wird. Es ist die Bindung von Milliarden gläubiger Menschen an die antiken Religionen. Dieser endlose Strom von spirituellen Gefühlen und Gedanken zum Ziele der egoistischen Erleuchtung, der Heilig-Werdung oder des persönlichen Eingehens in einen Himmel, ein Shambhala, ein Sommerland oder das Einswerden mit der integralen Seins-Seligkeit saccidananda in Brahman oder im Aufgehen in die universelle Leere mit der tibetanischen «Kalachakra-Meditation», bedeutet für die Menschheit ein unbarmherziges Gefängnis für einige Inkarnationen. Besonders durch die selbstsüchtigen spirituellen Ambitionen der Menschen entsteht für sie eine schier unüberwindliche Mauer zur natürlichen Evolution. Die damit aufgerufenen hinduistischen, buddhistischen Devas oder die christlichen oder islamischen Äonen sättigen sich an den Sehnsüchten der Gläubigen bei allen möglichen religiösen Aktivitäten.
Aber auch viele esoterischen, theosophischen und anthroposophischen Gruppierungen spenden ihren Anteil an diese gewaltigen metaphysischen Mächte. Die unheiligen Äonen unterstützen natürlich alle dafür mitwirkenden menschlichen Diener, Priester, Päpste, Lamas, Mullahs, Ayatollahs, Rabbiner, Rishis, Gurus, Brahmanen, Saddhus usw. in den Kirchen, Kathedralen, Tempeln und Stupas bei ihrem ritualisierten Wirken. Die Äonen sind dringend auf diese irdene Mithilfe angewiesen, weil gerade ihre Aktionen ununterbrochen die selbstbehauptenden astral-mentalen Ausdünstungen für ihren Selbsterhalt hervorbringen. Weil immer wieder Millionen von Menschen aus spiritueller Selbstsucht das gleiche «Heiligwerden» für sich und ihre «Brüder und Schwestern im Glauben» erflehen, weil sehr viele Menschen, unterstützt durch die weltumspannend wirkenden Medien plus Internet, immerzu die gleichen Gedankenbilder hegen und pflegen, wie z.B. bei den jährlichen heiligen Feiertagen, bei den gemeinsamen Gebeten und bei Prozessionen bzw. Pilgerfahrten von Abertausenden, insbesondere bei ritualisierten Events mit tausenden Mitwirkenden, wachsen die ahrimanischen Kräfte in den morphischen Feldern des Kosmos zu gigantischen Kraftfeldern, um die Menschheit als Ganzes zu knebeln und auszubeuten. Die Unkenntnis über diese beständigen Vorgänge in den unsichtbaren kosmischen Feldern führt zu einer beängstigenden Gefangenschaft.

Zudem füttern auch viele bürgerliche Veranstaltungen oder Events die reaktionären Kräfte im unsichtbaren Jenseits. Z.B. bei allen Sport- oder Musikevents werden gleich schwingende egoistische Sehnsüchte in Worten und Gefühlen massenhaft ins Jenseits ausgesendet, die sich dort in den entsprechend vibrierenden Feldern mit den bereits vorhandenen Kumulies verbinden und diese vergrößern, stets mächtiger machen. Ganz besonders wirksam dabei sind die Medien wie Fernsehen, Kino, Netflix, YouTube und andere Internetkommu-nities, mit denen die in aller Welt stattfindenden Ereignisse jedem User rund um den Globus präsentiert werden, damit auch jeder das Ereignis noch mit seinen eigenen Meinungen und Emotionen begleiten kann. Zudem füttern die vor allem auf eine persönliche «Beteiligung» und Identifikation mit den Stars in Popkultur und Sport gerichteten Gedanken- und Gefühlswolken täglich gezielt die morphischen Felder im Kosmos der auf dem materiellen Weltbild beharrenden Äonen und Archonten. Dabei sollte der Kenner dieser problematischen Situation keineswegs in Angst und Panik geraten, weil selbst die Nega-tion oder die Verärgerung die Asuras füttert. Vielmehr wäre gerade dieses besonders «neutral» zu bedenken, weil schon der Begriff «Jenseits» das Bedenken eigentlich in die Irre führt. Die unstofflichen Lebensfelder des Kosmos sind immer hier und im Jetzt über der Erde, auf der Erde, in der Erde und unter Erde wirksam, sonst gäbe es den Kosmos Erde, das Wesen Gaia überhaupt nicht. Die als Jenseits bezeichneten unstofflichen Sphären durchdringen immer den ganzen Kosmos mit allen darin lebenden Wesen, auch mit den sich auflösenden Mikrokosmen der «Toten». Nur weil das so ist, weil die morphischen Felder in der Materie, im Äther, in der Astralis, in der Mentalis und in den nirvanischen Feldern wirken, kann der Mensch leben, handeln, fühlen und denken. Nur darum, wegen der immateriellen Lebensfelder kann er sich für die interkosmische Evolution auf seine weitere Entwicklung und für ein neues Leben ausrichten. Nur darum vermag er die dafür sinnvollen Aktionen auch vollbringen, mit seinen Ambitionen erfassen, bedenken, emotional durchdringen und realisieren.

Jeder Mensch ist in allen Situationen seines stofflichen Daseins und auch danach, also nach dem Vergehen des materiellen Körpers, stets von seinen Anteilen «Jenseits» umgeben und wird immer von den transpersonellen Kräften durchströmt, also beeinflusst. Das könnte man als das «fundamental Böse» bezeichnen, was sich durch die Jahrtausende mit Predigten, Gebeten und Opfern von Millionen Menschen im mental-astralen Feld der irdischen Atmosphäre entwickelt hat. Ihrer Selbsterhaltung wegen mussten die ahrimanischen Kräfte die Menschen immer wieder in die gleiche Richtung animieren, damit diese die uralten Traditionen und religiösen Rituale bis in alle Zeiten fortsetzen. Natürlich werden die Menschen dafür beständig in Versuchung gebracht, immer und immer wieder die schönen Traditionen einzuhalten, die alten Feste der Väter zu feiern, die Denkmäler, Museen und Gedächtnisstätten zu pflegen, und in die Kirche zu gehen oder nach Mekka zu pilgern, wie es auch im Koran steht, damit diese „Fürsten unter dem Himmel“ ewig weiter existieren können.
Das bedeutet doch: Nur wenn die Menschen weiterhin in Unkenntnis über die wirklichen Zusammenhänge ihrer Lebenssituation gehalten werden, – die Pädagogik bzw. die häusliche Erziehung könnte bereits in der Jugend eine gewisse Aufklärung bewirken –, und dadurch von ihrer materiellen Sehnsucht und dem natürlichen Humanismus angestachelt werden, ihren kindlich naiv idealisierten Himmel als Endziel ihrer materiellen Persönlichkeit zu betrachten, wird die Nahrung der «Götter» weiter strömen. Wenn die Menschen die Realität der transpersonellen Lebensfelder in ihrem Mikrokosmos und im Kosmos mit allen Implikationen nicht akzeptieren können, werden die morphischen Felder weiterhin mit allen selbstbehauptenden Kräften gefüllt, die durch ihren steten Einfluss die interkosmische Evolution aufhalten. Und das scheinbar Böse kann die Menschheit mit allen raffinierten und subtilen Methoden immer wieder von ihrem Streben nach Freiheit von der materiellen Gefangenschaft abhalten. Da mit der Aquariusperiode in der Natur die Wendezeit angestoßen ist und die kosmischen Einflüsse die monadischen Impulse verstärken, kann die Entwicklung der Menschen richtig betrachtet nicht aufgehalten werden, auch wenn die Äonen bzw. Asuras das ernsthaft anstreben. Gegen die interkosmischen Impulse aus dem solaren System können die irdischen Äonen letztendlich nicht gewinnen.

«Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen», so wird es gelegentlich im christlichen «Vater Unser» gesprochen. Wer die persönliche Sünde oder ein anderes Verbrechen nach den gesellschaftlichen Regeln der Moral als Ursache des Bösen bezeichnet, wie es in allen Medienkanälen perpetuiert wird, hat den «Sack mit dem Esel» verwechselt, den der Esel tragen muss. Natürlich sollte der gesellschaftliche Umgang von Empathie und Mitgefühl getragen sein, und in diesem Sinne, den Anderen weder belästigen, noch behindern, noch gefährden oder sogar töten, denn kraft der Resonanz fällt das immer auf den Verursacher zurück. Meistens kommt der unerwünschte Reflex mit einer gewissen Zeitverschiebung zurück oder er erreicht ihn auf unbedachten Wegen. Man sollte sich einmal ernstlich fragen, warum in unserer Welt sexuelles Begehren in der Liebe oder sexuelle Zärtlichkeiten zwischen sich liebenden Partnern als Sünde erklärt wurden. Liegt dahinter nicht ein verborgenes Motiv des egoistischen, spirituellen Bemühens um Erleuchtung? Fast alle Priester der antiken Religionen und auch die Meister oder Gurus vieler esoterischen Gruppierungen streben in einem zölibatären Leben nach Heiligung oder Erleuchtung. Offensichtlich ist ihnen bekannt, dass für eine Erhöhung der Astralis im Mikrokosmos erforderlich ist, dass sich die männliche Dynamik mit der weiblichen Sanftmut in Harmonie befindet. Wem es gelingt, die beiden astralen Impulse – die männliche Kraft und die weibliche Sanftmut – harmonisch durch seine Persönlichkeit in allen Aktivitäten zu verwirklichen, wird von innen her getrieben und nicht anders können, als seinen Mitmenschen, die sich noch in Unwissenheit mit der Materie identifizieren, soweit zu dienen und zu helfen, wie es ihnen aus eigenem Antriebe möglich wird, ebenfalls dieses Gleichgewicht anzustreben. Es ist keineswegs auszuschließen, dass viele Menschen damit immer noch ein echtes Problem haben, denn Sex gehört zur Arterhaltung des Volkes und der Menschheit. Was kann daran Sünde sein? Für die mikrokosmische Weiterentwicklung sind die allseits akzeptierten Perversionen ein viel größeres Hindernis.

Das Problem des «Bösen» kann nicht mit den alten Vorbehalten und historischen Vorstellungen gelöst werden, denn es ist sozusagen ein Produkt der überholten Identifikation mit der materiellen Erscheinung. Alle darin eingebetteten philosophischen Betrachtungen haben die Menschheit in die Abhängigkeit von ihren egoistischen Äonen geführt. Die menschlichen Gelüste etc. als solche verursachen nicht das «Böse» Das Böse ist ein recht unklarer Begriff. Meistens wird er im Hintergrund für alles benutzt, was der Gesellschaft schadet. Aber das wird je nach Kultur und Zivilisation unterschiedlich verwendet, um das Volk im Rahmen der Gesetze friedlich bei der Stange zu halten. Jede Lebensgemeinschaft hat das Recht, ihr tolerantes Beisammensein und Zusammenleben nach eigenen Gefühlen und Ansichten zu ordnen. Allerdings sollte man dabei folgendes im Auge behalten. Es gibt einige universelle Gesetzmäßigkeiten in der Welt, die nicht von Menschen gemacht wurden, die also unabhängig von Staat, Kultur, Religion oder Zivilisation ablaufen. Da ist z.B. das «Werden in der Zeit». Alles im technischen Zeitalter läuft nach Terminen und Taktungen ab. Nahezu jeder Mensch in einer administrativ geordneten Welt richtet sich nach einer Uhrzeit. Auch wenn Politiker demokratisch darüber abstimmen, wann Sommer- oder Winterzeit zu sein hat, das «Werden in der Zeit» als solches läuft unbeirrbar weiter. In der Natur gibt es die kosmischen und die planetaren Rhythmen. Das Werden und Vergehen des materiellen Seins ist bis in die letzten Ecken mikroskopischer Details und atomarer Fluk-tuationen erforscht, ohne dass jemals ein Naturwissenschaftler das Leben als solches in der Materie finden konnte, auch wenn mit gigantischem Aufwand auch in den entferntesten stellaren Arealen auf seltenen Asteroiden danach gesucht wurde.

Der Wechsel von Tag und Nacht, von Dasein und Tod sind Kennzeichen der Bipolarität im materiellen Wirken. Licht und Schatten, die beiden Seiten der irdenen Lebensmedaille gehören zum materialistischen Sein; das Gute ist dabei immer der Auslöser seines Schlagschattens. Dieser wird vom Menschen dann als «Böse» bezeichnet, weil er prinzipiell eigentlich meistens das Gute angestrebt hat. Nun muss er sich mit dem Beseitigen des «Bösen» beschäftigen, was ihm unnütze Zeit und Energie raubt. Zumindest ist das sein persönlicher Eindruck. Er könnte das Ganze aber auch anders herum betrachten.
In der interkosmischen Evolution gibt es keine partielle Entwicklung, z.B. eine Evolution der materiellen Körper, wie sie von Darwin erforscht wurden. R. Sheldrake hat längst nachgewiesen, dass es kein Lebewesen im Stoff gäbe, ohne seine morphogenetischen Felder. Bei seinen Untersuchungen und Betrachtungen ist er sogar soweit vorgedrungen, dass es für das Leben in dieser Natur mindestens drei morphische Felder geben müsse. Ein morphogenetisches Feld für die materiellen Zusammenhänge, ein morphisches Feld für das Gefühlsgeschehen und eines für das deduktive Denken, Beschließen und Bewerten. Alle die Felder, in denen Gedächtnisinhalte wesen, bestimmen, lenken und dynamisieren sie das Leben. Auch das Zusammenleben auf der Erde und auch das Wesen Erde, eigentlich alle Planeten und Sterne und das ganze Universum werden von morphischen Feldern in den sie umfassenden Kosmen geleitet. Bei diesem Gedanken begegnen sich die Weltmodelle von Giordano Bruno mit seinen Monaden, die später noch einmal von Leibnitz aufgegriffen wurden, mit dem kosmisch-mikrokosmischen Modell der Theosophen A. Besant und C.W. Leadbeater, das später dann auch von den Rosenkreuzern unter Jan van Rijckenborgh vertreten wurde.

Diese drei weltanschaulichen Modelle zusammen genommen bestätigen weitergehende kosmologische Überlegungen auch anderer esoterisch-wissenschaftlicher Autoren, die sich zum Teil an die hinduistisch-buddhistischen Lehren anlehnen, und dabei den Gedanken der interkosmischen Evolution weiter entwickelt haben. Immer wieder wurde mit dem Beginn der Aquariusperiode von einer Wendezeit gesprochen, von dem Erscheinen eines kommenden neuen Menschen – Nietzsche nannte ihn den Übermenschen. Zunächst einmal wäre es sinnvoll, will man die kosmische Evolution richtig verstehen, alle Lebensfelder oder alle morphischen Felder in diese Betrachtungen mit einzubeziehen. Zumal sich die Materie niemals außerhalb des Ätherfeldes entwickeln kann und das zugehörige Ätherfeld ist direkt von der Astralis durchdrungen. Diese wiederum wird von der Mentalis stimuliert. Dann wird alles durchdrungen von den drei nirvanischen Feldern, die – von der Monade instrumentalisiert – das aurische Wesen in Kosmos bzw. Mikrokosmos leiten. Dabei werden alle mikrokosmischen Felder von den interkosmischen Feldern durchzogen, die sich bei entsprechenden Resonanzen mit diesen Kräfte austauschen.
In allen diesen Feldern wirken als die eine Grundenergie Bewusstheiten, die einerseits den einzelnen Feldern vibrationsmäßig zugeteilt sind und – so eigenartig es dem normalen Denken erscheint – sind diese unterschiedlichen Bewusstheiten anderseits ein einziges Bewusstsein in den Mikrokosmen und den Kosmen. Diese in ihre Felder eingebundenen Bewusstheiten sorgen für die notwendige Kommunikation miteinander, intern und extern, nach der lebendigen isomorphen Resonanz. Sie bilden dafür auch in ihren jeweiligen morphischen Feldern ein spezielles Gedächtnis. Das ist auch der Anlass für Rupert Shel-drake gewesen, in allen Lebewesen nach den morphischen Feldern zu forschen. Da diese mit ihren lebensnotwendigen Informationen über Generationen wichtige Befähigungen und Anpassungen der Mutationen beeinflussen und steuern. Bei seinen letzten Studien war ihm dann aufgefallen, dass die morphischen Felder stets wie eine Art Gewohnheit oder Erinnerung arbeiten. Eine solche stete Wiederbelebung vergangener Möglichkeiten widerspräche jedoch einer sich permanent entwickelnden Dynamik neuer Lebensformen. Beim beständigen Reflektieren bereits gespeicherter Informationen aus den morphischen Feldern kann sich eben nichts Neues entfalten, was von vielen Naturforschern bestätigt, jedoch beständig in der lebendigen Natur geschieht. Die komplexen Interaktionen in der Natur mit ihren beständigen Anforderungen an sich verändernde Situationen und Umgebungen lassen ein Überleben der Spezies nur mit erneuerten, angepassten Ausprägungen zu.

Wenn man die siebenfältige Struktur des Mikrokosmos und seine Führung durch die Monade bedenkt, dann erscheint die Lösung dafür eigentlich ganz einfach. Die hierarchisch gegliederten unteren morphischen Felder von Materie, Äther, Astralis und Mentalis sind in die drei höheren nirvanischen Felder eingebettet, und diese werden alle zusammen von den dynamischen Informationen der alles umfangenden Monade stimuliert. Sie, die Monade, ist der persönlich bezogene göttliche Aspekt des Daseins, der die Evolution im Einzelnen fördert, aber auch mit allen kosmischen Monaden zusammen die interkosmische Evolution ununterbrochen anfeuert.

Bei aller überpersonellen Beeinflussung des mikrokosmischen Daseins könnte man doch fragen, warum für diese Entwicklung eine materielle Person mit ihrem denkenden Wunderwerk überhaupt erforderlich ist. In Millionen von Jahren der materiellen Evolution wurde ein komplexes Gehirn mit den fünf Sinnesorganen und dem Verstand hervorgebracht, der eigentlich auch ein Sinnesorgan ist, mit dem die Gedanken erfasst und assoziiert werden.

Mit ihrem Wahrnehmen und Bedenken vermag heute jede einzelne Person in der Natur mit dem pluralistischen Geschehen die Spielregeln des Daseins zu erfassen. Die naturwissenschaftliche Forschung hat sehr viele wirkende Gesetze der Materie entdeckt und sogar in mathematische Gleichungen geformt. Trotz aller Widerstände aus dem materialistisch eingestellten Lager haben die Philosophen der Religionen und der Noetik die metaphysischen Zusammenhänge aufgeklärt und den daran interessierten Mitmenschen erklärt. Es wurden auch Methoden und Wege gefunden, wie z.B. Hypnose, Rebirthing, Yogatechniken und Meditation, wie im Einzelnen die unstofflichen Lebensfelder real erlebt werden können. Mit Hilfe zahlloser Berichten von Menschen, die die so bezeichneten «Nahtoderlebnisse» überstanden haben, konnten viele Fragen über das Weiterleben nach dem stofflichen Ableben beantwortet werden. So könnte heute rein theoretisch jeder davon überzeugt sein, dass sein Mikrokosmos ohne Sünde geboren in eine ewige Evolution eingebettet ist, in der niemals der Tod eintreten kann, wie er heute von der materialistischen Weltanschauung vertreten wird. Alle mentalen Höllenvisionen sind einer brutalen Fantasie entsprungen, die von Menschen und ihren Asuras erfunden wurden, um bei dafür resonanten Mitbürgern Angst auszulösen, damit diese leichter ausgebeutet werden können. Insbesondere die abrahamitischen Religionen haben damit ganze Zivilisationen unterdrückt. Aber auch die hinduistischen Brahmanen sind diesbezüglich nicht frei von unrühmlichen Ausbeutungstechniken. Jedoch sind alle mitmenschlichen Entwicklungen in die absolut freien kreativen Kontexte des natürlichen Systems der Evolution integriert, die den beteiligten Personen ihren ganz besonderen Erfahrungshorizont für ihre karmischen Bewegtheiten und darauf aufbauende Erkenntnisse ermöglichen.

Dabei hilft dem achtsamen Menschen das isobare Resonanzgesetz, sein mikrokosmisches Sein in allen Facetten zu erfassen und sich mit diesen tiefen Einsichten auf die weitere Entwicklung des Kosmos Erde auszurichten. Wer heute noch die feinsinnigen Regeln der christlichen Ethik sozusagen als Erziehungsknute umbiegt, macht sich leider selbst zum Dienstknecht der Äonen. Das umfassende Gesetz der «10-Gebote» kann nur richtig verstehen, wer diese so einfach erscheinenden Gebote mit den kosmischen Faktoren in der Abhängigkeit von der interkosmischen Evolution und ihren Resonanzgesetzen verknüpft. Und das darunter liegende Grundgesetz heißt: «Gib, so wird Dir gegeben!»
Dieses fundamentale Gesetz ist eigentlich allgemein bekannt. Leider wird es vielfach nur bei negativen Ereignissen zitiert, wie z.B.: «Wer einem anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein.» oder wie es auf dem Lande heißt: «Wie es in den Wald hinein schallt, so schallt es auch heraus.» Die konstruktive Wirkung des Resonanzgesetzes wird heute für den persönlichen Erfolg im Beruf oder bei der Partnerwahl von kommerziellen Positivdenkern in aller Regel in kostspieligen Kursen trainiert. Dabei sollten die Studierenden dieser Regeln jedoch immer berücksichtigen, was möglicherweise von ausschlaggebender Bedeutung sein kann, dass die morphischen Felder des Mikrokosmos mit den Feldern des Kosmos verlinkt sind, aus denen ungeahnte karmische Verbindlichkeiten aus mehreren Zusammenhängen in die komplementäre Resonanz des Einzelnen hinein spielen. Damit wird dann die Auswirkung des eigenen persönlichen Wunschdenkens auf den möglichen Magnetismus des Mikrokosmos stark eingeschränkt und wenig vorhersehbar und nicht so, wie es die Meister des Coaching oder des ZEN versprochen hatten. Wie die unterschiedlichen Yogamethoden zeigen, bedarf es schon einer geraumen Zeit, wenn nicht sogar einiger Jahre, um den eigenen Mikrokosmos von bereits vorhandenen unangenehmen und tief in den Feldern vergrabenen Abberationen und psychischen Reflexen zu reinigen, bevor sich das Wunschdenken wirklich positiv auf die eigene Entfaltung auswirken kann.

Jeder Mensch steht mit seinem ganzen Potential immer über sein aurisches Wesen mit der Monade in Verbindung, die jeden zu einem erfolgreichen Mitarbeiter für die kosmische Evolution zubereiten wird. Dafür werden alle Mikrokosmen und die innewohnenden Personen liebevoll durch ihre notwendigen Erfahrungen geleitet. Manche Ereignisse werden vom Menschen als sehr unangenehm oder erschreckend erfahren. Aber auch solche Geschehnisse sollten mit Bedacht und gut überlegt nach ihren Belehrungen abgefragt werden, weil der Mensch durch ein multiplexes Programm des Erwachens geführt wird. Sollte sich sein Mikrokosmos dann in die nächst höhere Astralis erheben, dann erwartet ihn die erste «paradiesische» Belohnung. Der Mensch erfährt sich in der Einheit mit allen Lebewesen der Natur als eine reale Umgebung, natürlich auch mit allen Konsequenzen der Resonanz. Kann sich die Person damit anfreunden und allen Hinweisen achtsam folgen, dann wird sich auch die Mentalis in einer weiteren Ansicht öffnen, wodurch der Mensch sich als Mittelpunkt im mentalen Feld des Kosmos, ja, des umfassenden Alls erfährt. Er wird der schauende Mittelpunkt des universellen Geschehens, auf das er seine Aufmerksamkeit lenken kann.

Dies entspricht der vielfach verheißenen Einweihung oder Erleuchtung. Nur sollte der «erwachte» Mensch aufmerksam zur Kenntnis nehmen, dass diese Entwicklungsstufen des Mikrokosmos weder das erwartete Endziel seiner Entwicklung noch das «Paradies» noch «Brahman» sind, auch wenn es ihm im Erleben dieser oft beschriebenen Stadien sehr bekannt vorkommt. Diese mikrokosmischen Entwicklungen sind nur eine absolut erforderliche Zubereitung des Magnetismus im aurischen Wesen für die erfolgreiche Mitarbeit in der kosmischen Evolution, wo für die entwickelten Mikrokosmen unüberschaubare Arbeit für die zahllosen Lebenswellen der Erde ansteht. Der Mitarbeiter für diese wahrhaft humane Beschäftigung kann nur dann erfolgreich vollzogen werden, wenn der Mikrokosmos/Mensch nicht mehr von den immer noch existierenden Äonen/Asuras angezogen werden kann. Natürlich arbeiten in dieser Rettungsarbeit alle Monaden und Wesen im metaphysischen Plan der Erde gemeinsam in einer vollkommenen Gruppeneinheit, in einer heiligen Hierarchie aller Monaden des solaren Systems. Um dieses Werk mit großer Sicherheit zum absoluten Erfolg zu bringen, hat sich die Christusmonade vor etwa 2000 Jahren in den Kosmos Erde eingesenkt. Denn ohne diese Unterstützung können wir es nicht vollbringen. Das ist das Geheimnis in der griechischen Mythe von Herkules und dem Augiasstall. Die wahrhaft gewaltigen Kräfte der Monaden und der für die Mitarbeit geeigneten Mikrokosmen entsprechen Herkules, und der Freund, der zu Hilfe geholt wird, ist der Christus.


PAK 5.11.2019


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Morphogenetische Felder

Eine Zusammenfassung wichtiger Standpunkte der Morphik kombiniert mit der Lehre von den interkosmischen Feldern.

Aus platonischer Sicht ist biologische Evolution von der Evolution genetischer Systeme abhängig, denn nur unter dieser Voraussetzung können sich einige der möglichen Formen oder Urbilder in der stofflichen Welt als tatsächliche Organismen manifestieren; die Formen oder Formeln oder Biomorphe selbst evolvieren jedoch nicht. Zum Beispiel haben die morphogenetischen Feldgleichungen für Tyrannosaurus rex schon existiert, bevor die Erde entstand, bevor überhaupt der Kosmos geboren wurde. Sie blieben gänzlich unbeeinflusst vom tatsächlichen Auftreten dieser Saurierart und ebenso unbeeinflusst von ihrem Aussterben.

Sollte den morphogenetischen Feldern jedoch ein Gedächtnis innewohnen, so könnten wir uns ein ganz anderes Bild von ihnen machen: Sie sind dann keine transzendenten Formen, sondern den Organismen immanent. Sie evolvieren im Bereich der Natur und unterliegen dem Einfluss dessen, was früher geschah. Es bilden sich Gewohnheiten und Gedächtnismuster in ihnen.

Der Gedanke, dass morphogenetische Felder ein Gedächtnis beinhalten, ist der Ausgangspunkt für die Hypothese der Formenbildungsursachen. Diese Hypothese kann die Menschheit zu einem wirklich evolutionären Verständnis des Lebendigen hinführen. Die bislang einzige Alternative – die Kombination von Platonismus (Gottesglauben) und Materialismus einer mechanistischen Sicht der Dinge – wird dies wohl nie leisten können, denn sie wurzelt in einer vorevolutionären Vorstellung vom Universum, die nun auch von der modernen Physik allmählich aufgegeben wird.

Die Hypothese der Formenbildungsursachen geht von der Annahme aus, dass morphogenetische Felder physikalisch real sind in dem Sinne, wie Gravitationsfelder, elektromagnetische Felder und Quantenmateriefelder, die als physikalisch real angenommen werden. Jede Art von Zellen, Geweben, Organen und Organismen besitzt ihre eigene Art morphischer Felder. Diese Felder gestalten und organisieren auch die Entwicklung von Mikroorganismen, Pflanzen und Tieren und stabilisieren die Form des ausgewachsenen Organismus. Dies können sie aufgrund ihrer eigenen räumlich-zeitlichen Organisation.

Morphogenetische Felder entfalten in jedem Organismus die künftige Lebensstruktur anhand des gespeicherten Organisationsmusters, und lenken den Entwicklungsprozess probabilistisch in die künftige Richtung. Die Formenbildungsursachen konkretisieren mit der Struktur dieser Felder die tatsächlichen Formen ähnlicher Organismen aus der Vergangenheit, weil sie diese für die kommenden Generationen der Organismen aufbewahren, um sie später in die Strukturgebung des neuen Organismus einzubinden. So werden etwa die morphogenetischen Felder von Eichenbäumen durch alle Einflüsse geformt, die von früheren Eichen ausgehen; ihre morphischen Felder bilden insofern eine Art kollektive Erinnerung dieser Art. Jede Pflanze einer Art wird von den Art-Feldern geformt, gestaltet selbst aber auch diese Art-FeIder mit und beeinflusst damit die künftigen Exemplare seiner Art.

Wie könnte dieses Gedächtnis wirken? Die Formenbildungsursachen, die morphischen Felder, beruhen auf einer Art von Resonanz, die man «morphische Resonanz» nennen kann. Morphische Resonanz wiederum beruht auf isomorphen Informationen: Je ähnlicher ein Organismus früheren Organismen ist, desto stärker die morphische Resonanz. Und je mehr es solche ähnliche Organismen in der Vergangenheit gegeben hat, desto stärker ist ihr kumulativer Einfluss im morphischen Feld. Eine sich entwickelnde Eiche steht in morphischer Resonanz mit zahlreichen früheren Eichen ihrer Art, und diese Resonanz formt und stabilisiert aktuell ihr morphogenetisches Feld.

Die morphische Resonanz unterscheidet sich nur wenig von den in der Physik bekannten Arten der Resonanz – etwa der akustischen Resonanz (zum Beispiel beim Mitschwingen von gespannten Saiten), der elektromagnetischen Resonanz (zum Beispiel beim Abstimmen eines Radios auf eine bestimmte Frequenz, einen bestimmten Sender), der Elektronenspin-Resonanz und der kernmagnetischen Resonanz. Sie ist nicht immer mit einem Energietransfer von einem System auf ein anderes verbunden, sondern stellt vorwiegend einen determinierenden Informationstransfer dar.

Morphische Resonanz stimmt allerdings darin mit anderen Arten der Resonanz überein, dass sie auf rhythmischen sowie melodischen Mustern beruht. Organismen sind Aktivitätsstrukturen, und auf jeder Ebene der Organisation werden bei ihnen rhythmische Oszillationen oder Schwingungen, periodische Bewegungen oder Zyklen gefunden. Die Elektronen von Atomen und Molekülen befinden sich in ihren Schalen in beständiger Schwingungsbewegung; große Moleküle wie etwa Eiweißmoleküle zeigen wellenartige Bewegungen von charakteristischer Frequenz. In den Zellen finden wir zahllose schwingende Molekularstrukturen, und auch die biochemischen und physiologischen Prozesse lassen einen rhythmischen Ablauf erkennen usw.

Die Hypothese der Formenbildungsursachen besagt nun, dass sich zwischen solchen rhythmischen Aktivitätsstrukturen eine morphische Resonanz bildet, wenn sie einander ähnlich sind, und aufgrund dieser isomorphen Resonanz können die Aktivitätsmuster vergangener Systeme die Felder der folgenden beeinflussen. Morphische Resonanz beinhaltet eine Art Fernwirkung sowohl räumlicher als auch zeitlicher Art. Die Hypothese nimmt an, dass dieser Einfluss weder mit der räumlichen noch mit der zeitlichen Entfernung abnimmt.

Die Bildung von Formen findet nicht im «leeren Raum» statt. Alle Entwicklungsprozesse setzen bei Systemen an, die bereits eine spezifische Organisation aufweisen. Ein Embryo zum Beispiel entwickelt sich aus einer befruchteten Eizelle, die DNS, Proteine und andere Moleküle enthält, die bereits auf bestimmte Weise organisiert und für die Art charakteristisch sind. Solche organisierten Anfangsstrukturen oder «morphogenetischen Keime» treten in morphische Resonanz zu früheren Exemplaren ihrer Art, es findet eine «Abstimmung» statt zwischen ihrem Feld und dem der Art, die ihre Entwicklung lenken.

Alle Exemplare einer Art tragen zum Art-Feld bei; ihr Einfluss ist kumulativ, wird also mit wachsender Zahl der Individuen größer. Organismen einer Art sind einander ähnlich, aber nicht identisch, und das Art-Feld, von dem ein neuer Organismus geformt wird, stellt eine Art probabilistisches Durchschnittsfeld dar. Es ist ein Wahrscheinlichkeitseinfluss, der im Rahmen der gespeicherten Informationen und der vorgegebenen Lebensstrukturen wirksam wird. Morphogenetische Felder sind immer probabilistisch, d.h. sie haben «Wahrscheinlichkeitsstrukturen», in denen die Durchschnittsmerkmale dominieren, womit sich die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass das Typische des Organismus erhalten bleibt.

Information ist in unserer Zeit ein Modewort geworden, und es wird auch gerne die lutherische Übertragung des Johannesevangeliums zitiert: «Am Anfang war das Wort.» um dieser Bedeutung noch etwas mehr Gewicht zu geben. Jedoch umfasst der ursprüngliche Begriff «Logos» vielmehr den Sinn eines morphischen Feldes, insofern am Anfang nämlich Licht, Vibration und Energie war, sowie In-Formation für das sich entfaltende Leben. Wenn man diesen Informationsbegriff heranzieht, um die Entwicklung und Evolution von Körper, Verhalten, Geist und Kultur zu erklären, kann man die interkosmische Information selbst nicht als statisch betrachten – diese muss dann selbst permanent in Entwicklung und Evolution begriffen sein.

Morphische Felder, Formbildungsursachen spielen eine ähnliche Rolle wie Informationen und Programme im biologischen Denken, und man könnte sie auch als Informationsfelder oder Gedächtnisfelder bezeichnen. Damit wäre der evolutionäre Charakter biologischer und transpersonaler Information einbezogen, denn diese Felder enthalten ein Gedächtnis, das von morphischer Resonanz getragen wird.

Morphische Felder stehen wie Gravitationsfelder, elektromagnetische Felder und Quantenmateriefelder der Physik in einer sehr engen Beziehung zu allem Leben. Sie stehen mit dem Werden aller Wesen in Wechselwirkung und organisieren diese bis in die feinsten Strukturen. Selbst die Materie besteht für die heutige moderne Physik aus rhythmischen Prozessen, aus gebundener und strukturierter Energie innerhalb von Feldern. Faraday schlug verschiedene Interpretationsmöglichkeiten vor: «Sie sind entweder Zustände eines materiellen Mediums, das wir Äther nennen können, oder Zustände des bloßen Raumes.» Er selbst neigte der zweiten Anschauung zu, denn sie passte besser zu seinen Überlegungen, dass Materieteilchen nichts weiter seien als die Schnittpunkte konvergierender Kraftlinien – und mit dieser Überlegung war bereits der Unterschied zwischen Materie und Kraft aufgehoben.

Maxwell hatte Faradays Überlegungen aufgegriffen und betrachtete Felder als Zustände eines Mediums, des Äthers. Der Äther hatte etwas von der Natur der Fluide an sich. Der Äther war für K. Lorentz erstens ein nicht-mechanisches Medium und dabei auch ein absoluter Bezugsrahmen für das Leben mit einer ähnlichen Rolle wie Newtons absoluter Raum. Mittlerweile ist die Wissenschaft so weit fortgeschritten, dass gesagt werden kann: Teilchen sind Manifestationen der grundlegenden Wirklichkeit der Felder. Diese Felder sind Zustände des Raumes, und dieser Raum ist nicht leer, sondern voller Energie und erfährt «Quantenfluktuationen».

Nehmen wir einen organismischen anstelle eines atomistischen Standpunktes ein, so ist durchaus einzusehen, dass Organismen auf allen Ebenen der Organisation und des Aufbaues von lebenden Körpern ihre charakteristischen Felder haben.
Das morphische Feld eines Organismus organisiert die Teile oder Holons dieses Organismus; deren Felder wiederum organisieren die untergeordneten Holons und so weiter, So werden von einem Organfeld die Gewebe organisiert, von einem anderen Gewebefeld die Zellen, von einem Zellenfeld die subzellulären Holons, wie z.B. der Zellkern und die Zellmembran. Sowohl die Holons als auch ihre Felder sind in einer geschachtelten Hierarchie angeordnet. Die Felder der Holons sind auf jeder Ebene probabilistisch und die materiellen Prozesse in den Holons daher teilweise beliebig oder unbestimmt. Höhere morphische Felder wirken auf die Felder niederer Ebenen auf eine Weise ein, die deren Probabilitätsstruktur beeinflusst, und zwar im Sinne einer Stabilisierung, d.h. einer Beschränkung ihrer Variationsbreite.

Damit sind wir bei einem sehr allgemeinen Gesichtspunkt für die Morphogenese symmetrischer Strukturen: Die Symmetrie erfordert offenbar eine Resonanzkommunikation zwischen den symmetrischen Teilen eines Organismus. Betrachten Sie zum Beispiel Ihre beiden Hände. Sie unterscheiden sich deutlich von den Händen anderer Menschen, sind einander jedoch so ähnlich wie die Kristall-Arme einer Schneeflocke. Innerhalb eines sich entwickelnden Organismus könnte zwischen ähnlichen Strukturen eine morphische Resonanz bestehen, in diesem Fall zwischen den Feldern der embryonalen Hände. Ähnliches gilt auch für andere symmetrische Strukturen, etwa die beiden Gesichtshälften oder die Augen; auch hier ist die Symmetrie nicht ganz exakt, die Ähnlichkeit ist jedoch so groß, dass man annehmen muss, die Entwicklung habe unter dem Einfluss eines Resonanzphänomens stattgefunden.

Es kann daraus geschlossen werden, dass in sich entwickelnden Organismen generell eine innere Resonanz zwischen den Feldern symmetrischer Strukturen besteht und diese Eigenresonanz für die Symmetrie von entscheidender Bedeutung ist. Da Symmetrie ein so charakteristischer Zug natürlicher Formen ist, dürfte die innere Resonanz zwischen symmetrischen Strukturen ein und desselben Organismus ein allgemeines Kennzeichen der Formenbildung aufgrund morphischer Felder sein. Dies ist jedoch nur eine Form der Eigenresonanz. Eine andere und ebenso grundlegende Form der Eigenresonanz ist die morphische Resonanz eines bestimmten Organismus mit seiner eigenen Vergangenheit.

Morphische Resonanz ist um so spezifischer und wirksamer, je ähnlicher die in Resonanz stehenden rhythmischen Muster sind. Besonders spezifisch ist natürlich die Resonanz eines Organismus mit seinen eigenen früheren Zuständen, denn diese Zuständen – vor allem, wenn sie erst kurze Zeit zurückliegen – ist er ähnlicher als anderen Organismen. Diese Eigenresonanz stabilisiert den Organismus in seiner charakteristischen Form und harmonisiert die Entwicklung symmetrischer Strukturen. Diese Selbststabilisierung morphischer Felder könnte auch vieles beitragen zum Verständnis des Umstands, dass lebendige Organismen ihre typische Form aufrechterhalten können, obgleich die Stoffe, aus denen ihre Zellen und Gewebe bestehen, ständig ausgetauscht werden.

Wenn die Resonanz eines Holons mit seiner eigenen Vergangenheit tatsächlich von solcher Bedeutung ist, wie weit muss dann ein bestimmtes rhythmisches Muster zurück liegen, um durch morphische Resonanz wirksam werden zu können?
Der Begriff «Resonanz» impliziert ja eine Beziehung zwischen mindestens zwei Schwingungsmustern, und solch ein Muster ist nicht für einen bestimmten Zeitpunkt zu definieren, da Schwingungen in der Zeit ablaufen. Ein «gegenwärtiges» rhythmisches Muster muss also von einer gewissen Dauer sein, da die Schwingungsfrequenz erst anhand mehrerer Schwingungen zu bestimmen ist. Wenn die «Gegenwart» aber mehrere Schwingungszyklen umfassen muss, ist ihre Dauer abhängig von der Schwingungsfrequenz des jeweiligen Systems oder Organismus.

Da ein morphisches Feld in der Zeit «stehen» bleibt, muss seine Gegenwart irgendwie mit seiner Vergangenheit verbunden sein, und diese Kontinuität kann nicht durch unabhängig bestehende materielle Strukturen gegeben sein, weil die Materieteilchen selbst Manifestationen des Feldes sind. Die Verbindung von Gegenwart und Vergangenheit muss zeitlicher Natur sein und kann daher nur auf Eigenresonanz beruhen.
Diese Vergangenheit wird durch morphische Resonanz gegenwärtig und stabilisiert damit das Feld in der Zeit. Wenn diese Interpretation zutrifft, dann beruht das Fortbestehen von Materie und Strahlung auf beständiger Resonanz der Felder mit ihrer eignen Vergangenheit. Die Kontinuität jedes selbstorganisierenden Aktivitätsmusters – vom Elektron bis zum Elefanten – wird durch Eigenresonanz mit den Aktivitätsmustern der eigenen Vergangenheit hergestellt. Alle Organismen sind dynamische Strukturen, die sich unter dem Einfluss ihrer eigenen vergangenen Zustände über morphische Felder in den sieben universellen kosmischen Lebensfeldern beständig selbst neu erschaffen.

Alle Organismen erben – durch morphische Resonanz mit früheren Organismen ihrer Art – ein kollektives Gedächtnis ihrer Art. Individuelle Organismen stehen in morphischer Resonanz mit ihren eigenen vergangenen Zuständen in den transpersonalen Feldern, der Mentalis, der Astralis, dem Äther und der Materie. Dabei bildet die Eigenresonanz die Grundlage ihrer individuellen Gedächtnisse in diesen Feldern und ihrer Lebens-Gewohnheiten.

Die Funktionen des Nervensystems sind von Natur aus zunächst unbestimmt und probabilistisch und die organisierende Wirkung der Verhaltensfelder besteht darin, dass sie diesen Funktionen ein raumzeitliches Muster auferlegen. Das Verhalten wird nicht nur vom Leitungsnetz des Nervensystems und den darin ablaufenden physikalisch-chemischen Prozessen bestimmt, sondern vor allem von der ordnenden Wirkung dieser Felder. Wir können uns diese Tiefenstrukturen, die u.a. für die Sprache und das Lernen erforderlich werden, als geschachtelte Hierarchien morphischer Felder vorstellen, die auf die Aktivitätsmuster des Nervensystems einwirken und durch sie wirksam werden. Die Verhaltensmuster von geschachtelten Hierarchien von Verhaltensfeldern werden so wie die Muster der Morphogenese von geschachtelten Hierarchien morphogenetischer Felder organisiert.

Aufgrund der generellen morphischen Resonanz mit ihrer Kultur haben Kinder die Anlage zur Spracherlernung ihrer Muttersprache, doch sobald sie die Sprache zu sprechen beginnen, befinden sie sich in der morphischen Resonanz mit den Menschen, die sie eben diese Sprache sprechen hören, und die Resonanz erleichtert ihnen, Grammatik und Wortbestand dieser Sprache zu erfassen.

Wenn unser Verhalten von morphischen Feldern organisiert wird, so enden diese Felder nicht an den Grenzen unseres Gehirns oder unseres Körpers, sondern breiten sich in die Umgebung aus und verbinden sich mit den morphischen Feldern anderer Menschen, Tiere oder Pflanzen in der Umwelt. Insgesamt koordinieren diese die Sinneswahrnehmung und das Handeln, verbinden die sensorischen und motorischen Regionen des Körpers und Gehirns, bilden eine geschachtelte Hierarchie morphischer Felder, bis hinunter zu den Feldern einzelner Nerven und Muskelzellen.

Wenn wir die verschiedenen Arten organisierter Aktivität betrachten, ist es durchaus sinnvoll bei den morphischen Feldern zwischen morphogenetischen Feldern, Verhaltensfeldern und mentalen Feldern zu unterscheiden. Diese Erkenntnis beweist prinzipiell, dass es

  1.  ein morphogenetisches Feld für und in dem Feld der Materie gibt;
  2.  ein morphogenetisches Feld im Äther gibt, für die Bildung der Ätherstrukturen und der materiellen Wirkungen;
  3.  ein morphisches Feld für Verhaltens- bzw. Begehrensstrukturen (Gedächtnis) und der Wahrnehmung in der Astralis gibt;
  4.  ein morphisches Feld für das Bedenken und Bewerten aller Sensationen sowie ein Gedächtnis in der Mentalis gibt.

(Es ist nicht auszuschließen, dass sich in den drei höheren nirvanischen Lebensfeldern ebenfalls morphische Felder herausbilden, die die noch kommenden Mikrokosmen für ihre diesbezüglichen Aufgaben determinieren.)

Die menschliche Fähigkeit Dinge zu erkennen, zu bewerten und zu kategorisieren, hängt von Beziehungsmustern ab. Wir erkennen den Sinn eines Satzes in der Sprache, die uns geläufig ist, aufgrund von Mustern und der Sequenz seiner Elemente. Auch eine Melodie erkennen wir trotz großer Klangunterschiede, wenn sie uns bekannt ist, also im Gedächtnis Erinnerungen aufgerufen werden. Wir erkennen Pflanzen, Tiere und Gegenstände anhand von bereits abgespeicherten Informationen im Gedächtnisfeld.

Die Elemente einer konkreten Erfahrung werden nicht nur kategorisiert, sondern zueinander in Beziehung gesetzt. Morphische Felder verknüpfen und vereinigen nach Resonanz die einzelnen Elemente der Erkenntnis zu integralen Ganzheiten. Aufgrund unserer Erfahrung bilden sich ganze Verknüpfungsmuster in morphischen Feldern höherer Ordnung (Strings in Kluster oder Holokumulies).

Das morphische Feld des Erkennens wird bestimmt von den Faktoren Interesse, Motivation und Aufmerksamkeit. Auch die Intensität des Erkannten und seine Bedeutung in der aktuellen Gegenwart verstärken die morphische Resonanz. Gewöhnung und Gleichgültigkeit schwächen die Aufmerksamkeit und die Resonanz. Wenn wir uns aktiv erinnern, dann verbinden sich frühere Erfahrungen und Einsichten mit dem aktuellen Feld des Denkens zu neuen Organisationsmustern; selbst in Träumen geschieht das ohne unser bewusstes Zutun. Daraus können sich dann Déjà-Vue-Erfahrungen ergeben, die wir nicht bewusst nachvollziehen können.

Das Grundprinzip der Mnemonik (Gedächtniskunst), das schon im Altertum bekannt war, gehört zum Studium der Rhetorik. Dabei werden die Begriffe, die man sich einprägen will oder ganze Sequenzen mit sogenannten «Eselsbrücken» verbunden. Das bedeutet, man verknüpft in dem morphischen Feld des Lehrstoffes Aussagen mit prägnanten Bildern, die besonders leicht zu merken sind. Erinnert werden also nicht einzelne Begriffe, sondern komplette Assoziationen oder Beziehungen – Resonanzen – im morphischen Gedächtnisfeld, in die sie eingebunden gespeichert sind.
Werden später ähnliche Erfahrungen gemacht, können die vorangegangenen Erinnerungen im morphischen Feld «überschrieben» werden, was eine besondere Art des Vergessens darstellt. Man könnte sagen, dass das frühere Muster mit dem neueren kumuliert und verschmilzt.
Kollektive Erinnerungen ähneln Gewohnheiten darin, dass die Wiederholung ähnlicher Aktivitätsmuster die Besonderheit jedes einzelnen Musters verwischt oder auslöscht; alle früheren Aktivitätsmuster der gleichen Art tragen durch Resonanz zu einem morphischen Gesamtfeld bei und werden gleichsam in dieses Feld eingeschmolzen. Es entsteht ein Überlagerungs- oder Durchschnittsmuster. C.G. Jung bezeichnete solche in allen Kulturen historisch gewachsenen Gewohnheitsmuster auch als «Archetypen».

Der Gedanke, dass Gesellschaften Ganzheiten darstellen, die mehr sind als die Summe ihrer Teile, scheint überall auf der Welt ganz selbstverständlich zu sein. Wir wachsen damit auf. Wir geben dem organismischen Charakter von Gruppen bzw. Gesellschaften sogar in der Sprache Ausdruck in Wendungen wie Körperschaft, Bruderschaft, Vereinigung, Holding etc. bis hin zum «Willen des Volkes».
Nach der Erkenntnis der Formbildungsursachen hängt die Organisation sozialer Systeme (Firmen, Konzerne, Vereine, Parteien, Religionen) von geschachtelten Hierarchien morphischer Felder im Kosmos ab, wobei das Gesamtfeld der Gesellschaft (der Äon) o.ä. durch Resonanz auf die Felder der Einzelwesen einwirkt. In Folge davon beeinflussen deren morphischen Felder wiederum auf die Resonaznen des Denkens, Fühlens und Handelns bis in die Organe und Zellen.

Das persönliche und geistige Leben eines jeden Menschen wird von der Kultur geformt, in der er geboren und aufgewachsen ist, nicht zuletzt durch seine Muttersprache und durch das kulturelle Erbe, das in den morphischen Feldern des Kosmos seinen Niederschlag gefunden hat. Jede menschliche Gesellschaft weist allgemein verbindliche Strukturen und Muster auf, die von ihrem kulturellen Erbe in ihrem morphischen Feld der Erde bestimmt werden, aus denen sich kein Mitglied der Gesellschaft so ohne weiteres befreien kann.
Es gibt für alle menschlichen Gesellschaften und Institutionen grundlegende morphische Felder, die bis in Ordnungsvorschriften und in die Gesetzgebung hinein reichen. In diesen kollektiven morphischen Feldern konkurrieren vielfach die Attribute der Selbst- und Arterhaltung der Gesellschafts-Mitglieder je nach Rang und Bedeutung. Dazu gehören das Verhältnis des Mannes zur Frau, dazu gehört das Bild der Familie und der Freundschaft, die Vorstellungen ehrlicher und fairer Zusammenarbeit und beim Kooperieren in leitenden Gruppierungen, bei gemeinsamen Aktivitäten aller Art.

Nach einem Zitate aus dem Buch: Das Gedächtnis der Natur von Rupert Sheldrake


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Maya – die Identifikation mit dem Körper

Maya und die Identifikation des Menschen mit seiner materiellen Lebensform

Spätestens seit Immanuel Kant sollten die Menschen auch im Abendland erkannt haben, daß die bloße Sinneserfahrung nie zur wahren Natur der Dinge vordringen kann. Dies gilt insbesondere für die Phänomene Leben und Bewusstsein, Gefühle von Liebe und Empathie. Nur weil das transpersonale Sein Leben und Erkennen schenkt, gibt es auch in der materiellen Welt Leben und Erfassen. Da das Absolute, Metaphysische, allumfassend ist, ist alles Relative, Materielle, das immer vom Absoluten ausgeht, eingebunden in das Wirken des Absoluten. Hinter allen relativen Erscheinungen der Welt gibt es eine ewige, absolute Realität. Ohne diese Realität gäbe es tatsächlich nichts, weder Leben noch Erfassen, noch Denken und keine Menschen, die sich irgend etwas vorstellen. Wir als Menschen können die absolute Realität nicht sehen, wir erfassen immer nur eine subjektive Relativität, und innerhalb dieser Relativität ebenfalls nur jene Ausschnitte, die von unseren Sinnesorganen in unser Bedenken gespiegelt werden. Die „Welt an sich“ kann über die sinnliche Wahrnehmung der materiellen Erscheinungen nicht erfasst werden. Die objektive Wirklichkeit ist deshalb im wahrsten Sinn des Wortes über-sinnlich, metaphysisch. Doch zwischen dieser Wirklichkeit und unserer subjektiven Wahrnehmung liegt ein Schleier der Illusion, der unsere Sicht verdeckt. Dieser Schleier ist das von den Gedächtnissen im EGO beeinflusste Denken. Diese Schleier bewirken, dass wir die Realität so sehen, wie «wir» sie sehen wollen. Maya bedeutet demnach Ego-Projektion und falsche Identifikation mit der materiellen Erscheinung, die letztlich sogar dazu führt, dass man sich selbst als ein Produkt der Materie, sieht.


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Die materielle Energie erzeugt unbegrenzt viele relative Ansichten, weshalb das bloße Erforschen des Relativen endlos und daher sinnlos ist. Innerhalb des Relativen kann man das Absolute nicht finden, genauso wie man innerhalb der Dunkelheit kein Licht finden kann. Licht ist kein Produkt der Finsternis. Dunkelheit ist die Abwesenheit von Licht. Ebenso ist das Relative vom Absoluten abhängig, und nicht umgekehrt. Sobald Licht erscheint, weicht die Dunkelheit. Unser Problem ist der ungebrochene Glaube an die naturwissenschaftliche Perspektive der materiellen Erscheinungen, was auch durch das Wort «Materie» zum Ausdruck gebracht werden soll. Denn «Mater» heißt Mutter, sie ist also die «Matrize», die Voraussetzung für das Sein. Doch das ist eine sprachliche Irreführung, weil der Äther die Matrize für die stofflichen Atome ist. Diese Verwechslung führt zu der Arroganz in der europamerikanischen Kultur, in der die Menschen nicht bemerken, dass sie in einer Scheinwelt leben und dass sie diese Schattenwelt des Relativen (Plato: Schatten an der Rückwand der Höhle) für die einzige Realität halten. Diese falsche Identifikation mit der Welt der materiellen Er-Scheinungen bedeutet in den überwiegenden Fällen auch – insbesondere in den westlichen Interpretationen der buddhistischen Lehren –, die transpersonalen Wirklichkeiten der metaphysischen Kraftfelder zu leugnen.

Der Mensch, die Person, ist esoterisch gesehen kein Geschöpf der Materie. Aufgrund der beschränkten Erfahrungen des heranwachsenden Ichs (inkl. Schulbildung) wird in der westeuropäischen Kultur unter Einfluss der empirischen Wissenschaft häufig nur die materielle Wirksamkeit erfasst. Die Erziehung durch die Kinderstube und die Schulbildung im Einfluss der christlichen oder moslemischen Kirchen legen einen Schleier zwischen die Wahrnehmung und die Wirklichkeit. Eine sogenannte Hellsichtigkeit der unstofflichen Sphären wird in diesem Einflussbereich mit allerlei Diffamierungen belegt oder streng verboten. Für viele Christen ist der transpersonale Bereich des Menschen ein Produkt des Teufels oder Satans, oder ihren weiblichen Entsprechungen der Hexen. Mittlerweile finden sich jedoch sogar in öffentlichen Publikationen Besprechungen über Sylphen, Engel und Elfen, den Wesen, die für die Erhaltung der Natur sorgen.

Wenn wir uns selbst betrachten, finden wir nicht nur eine, sondern viele Einschränkungen der Wahrnehmung und Bewertung: den grobstofflichen Körper, der uns seine ganz bestimmte Perspektive aufzwingt (die materielle Perspektive); die stofflichen Sinnesorgane, die immer nur beschränkte Eindrücke vermitteln; den Verstand, der nur unter dem Einfluss der Vorprägungen die zahllosen Sinneseindrücke verarbeitet; den für den Konsum dressierten Intellekt, der die materiellen Wünsche bewertet und egoistisch interpretiert; unsere körperlichen Gefühle, die von vielen sympathischen und antipathischen Eindrücken beeinflusst werden, und dann auch noch rückwirkend die neuen Wahrnehmungen beeinflussen. Dies alles sind erhebliche, leider meist unbedachte Einschränkungen, die unsere Sicht auf die tatsächlichen Realitäten verblenden.

Das Erlangen höherer Erkenntnis ist in erster Linie ein innerer Vorgang, denn die Einschränkungen entstehen im Verhältnis zur mikrokosmischen Entfaltung. Um das Erfassen der Wirklichkeit von allen bestehenden Einschränkungen der materiellen Selbstbehauptung zu befreien, müssen sich im Mikrokosmos Gegebenheiten einstellen, damit sich die höheren astralen und mentalen Aspekte entfalten können. Da sich diese nur unter dem Einfluss der Monade im Mikrokosmos entwickeln, sollte der Mensch erstens die Stimmen der Monade über das Herz und das Haupt «hören» können. Das ist natürlich nur möglich, wenn er sich von den lauten Märkten des materiellen Gerangels um Luxusgüter und anderer materieller Vorteile distanziert, und sich zweitens nicht mehr mit ihnen identifiziert. Das bezeichnet der vedische Begriff Maya.
Wer sich aus der Identifikation mit der stofflichen Ansicht der Selbstbehauptung erheben kann, beruhigt seinen Mikrokosmos vor allem in den niederen astralen Ansichten. Dann können sich die beiden höheren Aspekte entfalten, wodurch eine immer tiefere Einsicht in die Wirklichkeiten der Welt möglich würde. Zum Beispiel würde die umfassende Einheit aller Wesen im astralen Kosmos geschaut, in dem die Erhaltung aller durch permanenten Austausch der Kräfte erfolgt. Das im Mittelalter vielfach bemühte Bild eines paradiesischen Schlaraffenlandes ist eine passende Allegorie für die fünfte Astralis, übertragen in stoffliche Gegebenheiten. Durch die sich natürlich abspielende Ernährung entfällt in der Astralis das grundlegende Begehren nach dem Materiellen. Insofern träte eine große Ruhe ein. Auch das ständig aufwühlende Freund-Feind-Geschehen würde sich in dem Erleben der allgegenwärtigen Einheit auflösen. Auf diesem Weg könnte sich ein besseres Hören der Herz-Impulse aus der Monade einstellen.

Jeder Mensch spielt seine Rolle innerhalb seiner karmischen Bedingungen, der Körper ist das multiple Kostüm, und das Spiel ist eine Tragödie, denn die Identifikation mit der gesellschaftlichen Rolle ist unnatürlich. Es ist genauso verrückt, wie wenn ein Schauspieler, der Hamlet spielt, denkt er sei Hamlet. Wir identifizieren uns mit so vielen Dingen; aber wer sind wir, die wir uns identifizieren? Identifikation und Identität sind ja nicht dasselbe. Die verschiedenen Eindrücke, die wir wahrnehmen, sind Er-Scheinungen auf dem Spiegel unserer Sinneserkenntnis, und sie ziehen an uns vorbei wie natürliche Vorgänge bei den Jahreszeiten, Werden, Aufblühen, Frucht tragen, Vergehen, Glück und Leid, Jugend und Alter, «Leben» und «Tod». All diese Erscheinungen betreffen nur die materiellen Schleier der physischen Körpers. Seine Sinnesorgane und die von ihnen projizierten Wahrnehmungen vermitteln absolut nicht die Wirklichkeit des ganzen mikrokosmischen Seins. Wer die transpersonalen Zusammenhänge einmal erfassen kann, wird durch die stofflichen Erscheinungen nicht mehr verwirrt. Wenn er in sich feststellt, dass er durch die Identifikation mit seinem Mikrokosmos einen nicht zu unterschätzenden Anteil an dem ewigen Leben geschenkt bekommt, hat er prinzipiell dem vielfach gefürchteten Tod bereits ein Schnippchen geschlagen.

Die materielle Verblendung, die den menschlichen Hochmut in der europamerikanischen Welt prägt, bestimmt, was der Mensch sieht, was er für wahr annimmt und was er nicht sehen kann, weil er es überhaupt nicht wahr haben will. Die persönliche Resonanz seines Mikrokosmos aus dem aurischen Wesen bestimmt, von welchen Aktivitäten sich der Mensch beeinflussen lässt, und dies wiederum bestimmt die Art und Weise, wie er handelt: harmonisch (konstruktiv, verbessernd, weitsichtig), leidenschaftlich (produktiv, aufbauend, manipulierend) oder unwissend (destruktiv, verschlimmernd, schadend). Dabei sollte man die Zusammenhänge richtig einschätzen, denn das aurische Wesen repräsentiert und reflektiert eine Vermischung aus dem karmischen Gedächtnis sowie den vier Gedächtnissen des niederen Selbst. Dabei ist meistens das egoistische stoffliche Gedächtnis mit allen Selbsterhaltungsreflexen sehr dominant, weil es aus dem Unterbewusstsein alle eingehenden Erfahrungen bestimmt, die pränatal und juvenil meistens unreflektiert mit egoistischen Werthaltungen eingespeichert werden. Später mischen sich die astralen Erfahrungen mit den vergangenen Ergebnissen aus dem Karma. Eine mentale Werteeinschätzung kommt erst später durch Erziehung oder Schulbildung zustande. Je weniger der Mensch seine individuellen Entscheidungen aus einer höheren Werteskala beziehen kann, zumal wenn er sie nicht erlernen konnte, desto primitiver und egoistischer wird er sich verhalten.

Jede Entscheidung ist eine ganz konkrete Wahl, die die isobare Resonanz im magnetischen Spiel der mikrokosmischen Wirksamkeit bestimmt. Dabei ist zu bedenken, dass wohl kaum ein Mensch wirklich in sich autonom agieren kann. An dieser Stelle sollen besonders die diversen Wechselwirkungen mit den Kräften im Jenseits hervor gehoben werden. Denn jeder Mikrokosmos ist ein Wassertropfen im Meer, ein Holokumulus aus Kräften eingebettet in ein Meer aus diesen Kräften, die sich beständig mit den Kräften im Mikrokosmos austauschen. Alles funktioniert nach den Prinzipien der isotonen Resonanz, vergleichbar mit der Versorgung einer Körperzelle, die von der Körperflüssigkeit umspült wird, damit Sauerstoff und wichtige Nährstoffe in die Zelle eintreten und Zellmüll oder Gifte abtransportiert werden können. Diese ununterbrochene Kommunikation mit dem Umfeld des Mikrokosmos bedeutet, dass der Mensch entsprechend den aurischen Resonanzen in eine ganz bestimmte Strömung materieller Ereignisse hineingezogen wird, die dann auch alle weiteren Gedanken, Begehren, Handlungen und innere Einstellungen bestimmen. So kann man sich doch gut vorstellen, das ein stark erdgebundener Mensch auch immer ein egoistischer Mensch sein wird, der selbst seine Religion auf seine selbstbehauptenden Begehren abstimmen wird. Alle gesellschaftlich orientierten Wertvorstellungen werden subjektiv an den eigenen Bedürfnissen verifiziert. Ein Mensch, der sich schon immer mit philosophischen oder anderen «geistigen» Themen beschäftig hat, sich von Kultur, Musik und Literatur angesprochen fühlte, wird auch mit anderen Wesen oder Kräften im Jenseits verbunden sein, so dass er von seinem aurischen Wesen mit den entsprechenden resonanten Ereignissen zusammengeführt wird. Das ist allerdings primär nicht seine Absicht, weil es ihm bei allen seinen Betätigungen um die Entwicklung der spirituellen Möglichkeiten seines Mikrokosmos geht. Damit macht der Mensch einen gewaltigen Schritt in seinem Karma, denn die Maya ist ihm nicht mehr der verbindliche Gesprächspartner. Seine Identifikation mit den stofflichen Erscheinungen hat einfach nicht mehr die Kraft, um ihn in die materielle Kampfsituation hinein zu ziehen.

«Solange man nicht das Bewusstsein (die Erkenntnis) des zeitlosen ewigen Seins besitzt, solange man von einem Körper oder einem verkörperten Denkwesen oder einem verkörperten Vitalen abhängt und auf diese oder jene Welt, auf diese oder jene Umstände des Seins angewiesen ist, lebt man weder in der Wirklichkeit des Selbst, noch in der Fülle des spirituellen Daseins. Nur als das Selbst eines Körpers zu leben oder nur durch den Körper zu sein, heißt, eine vergängliche Kreatur sein, dem Tode und dem Begehren, den Schmerzen und Leiden, der Verwesung und dem Verfall unterworfen. Über das Bewusstsein des Körpers hinauszugehen, seine Grenzen zu überschreiten, nicht in ihm oder durch ihn gefangen gehalten zu werden, sondern ihn nur als Werkzeug zu behalten und als geringfügige äußere Gestalt des Selbst zu sehen, ist die Grundvoraussetzung für ein spirituelles Leben.»  – Sri Aurobindo, The Live Divine. II, 28

 

Das Wissen des Menschen

Es sollte jeder Mensch wissen.

In einem vordergründigen Dasein leben die Menschen innerhalb ihres Unbewussten durch ein Werden in Raum und Zeit. Im alltäglichen Erleben in den materiellen Gegebenheiten und den psychologischen Antrieben verwirklicht der Mensch mit seinem Ich sein in vieler Hinsicht unbestimmtes EGO. Dieses ist, infolge seiner veräußerlichten, sinnenhaften Lebenseinstellung während seines Werdens in der Zeit, unwissend über seine lange Vergangenheit und seine lange Zukunft. Der Mensch weiß eigentlich nur von dem kleinen Leben, an das er sich erinnern kann, und selbst davon sind nur einzelne Bruchstücke im Gedächtnis übrig geblieben, die mit der Zeit weiter verblassen. Denn vieles von den tatsächlichen Erlebnissen, den äußeren Gegebenheiten und den emotionalen Beweggründen der aktuellen Beobachtungen, geht in den anwachsenden Erinnerungen verloren. Aus dem einfachen, zwingenden aber unzureichenden Grund, dass man sich nicht daran erinnert, es nicht wahrgenommen hat und über nichts anderes informiert ist, glaubt der Mensch, dass er erst durch seine physische Geburt in dieses aktuelle Leben eingetreten ist und dass durch den Tod dieses Körpers und das Aufhören der kurzen physischen Aktivitäten auch sein Dasein beendet ist.

Das trifft zwar zu für die materielle Seite der Person, die physische und die stoffliche Umhüllung. Diese sind erst bei der Geburt hervorgebracht worden und daraufhin glaubt dann der Mensch, mit dem Auflösen dieses Körpers im Tod wird auch seine Person und sein Selbstbewusstsein aufhören zu existieren. Aber das ist nicht wahr für den tatsächlichen Werdeprozess des ganzen Menschen in der kosmischen Zeit. Denn das wirkliche Sein im Kosmos ist der Mikrokosmos, eine Zusammenballung von sieben Kraftfeldern, deren unterste Energieebene die stoffliche Seite der Person bildet. Der Mensch hat demnach ein «niederes Selbst», das sich aus Äther und Materie, Astralkräften und Mentalvermögen im aurischen Wesen des Mikrokosmos herausbildet. Diese kugelförmige Konstellation aus metaphysischen Kräften stellt das sichtbare Selbst, die stoffliche Person, nach außen, damit sie eine kurze Zeit für die Weiterentwicklung im materiellen Dasein, im tagtäglichen Dasein mit allen psychologischen Vorgängen, Erfahrungen erstens über sich selbst, zweitens über die praktische Umwelt und drittens über die transphysischen Vorgänge insgesamt einsammeln kann.

Der Mensch spielt dabei eine wesentliche Rolle, die ihm zwischen materieller Geburt und Tod zugeteilt wurde, um mit seiner gegenwärtigen, lebenden und bewussten Ausgestaltung des niederen Selbst, in einer vielgestaltigen Welt unterschiedlich bewusster Natur – Mineralien, Wasser, Insekten, Pflanzen, Tiere, – das wahre Werden seines eigenen Seins im Kosmos zu erforschen und zu begreifen. Insbesondere das wahre Wesen, seinen siebenfachen Mikrokosmos, in der innigen Verbindung mit dem evolvierenden Kosmos. Die sterbliche Personalität spielt in der Materie nur eine besondere Rolle, mit der weitreichende Erfahrungen in der materiellen Welt auf der notwendigen Stufe in der Evolution des Mikrokosmos gemacht werden müssen. Dafür stehen dem Mikrokosmos mehrere Inkarnationen zur Verfügung, denn dieser stirbt ebenso wenig durch das Aufhören der einen physischen Person wie der Schauspieler aufhört zu existieren, wenn er eine seiner Rollen beendet hat. Die Person lebt allerdings mit ihrem Bewusstsein auch etwas länger als das materielle Dasein andauert, weil die transphysischen Kraftfelder sich erst innerhalb von einigen Jahrhunderten in die verursachenden Kräfte im Jenseits auflösen. Dabei werden vom Menschen noch weitere Erfahrungen durchlebt und ihre Quintessenz im aurischen Wesen, seiner Lipika, eingespeist.


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Ob man die Inkarnations-Theorie von vielen Geburten desselben Mikrokosmos oder des gleichen psychischen Wesens in verschiedenen menschlichen Personen auf dieser Erde akzeptieren kann oder nicht, ist es gewiss, dass das mikrokosmische Werden in der Zeit weit in eine Vergangenheit zurück reicht und sich weit in eine Zukunft hinein fortsetzten wird. Denn weder die Monade hinter dem Mikrokosmos noch das aurische Wesen im Mikrokosmos können durch einige wenige Jahre als materielle Erscheinung im Werden und Vergehen begrenzt werden. Es ist nicht unbedingt einfach zu erfassen: Die Monade ist grundsätzlich ewig seit Anbeginn in der Schöpfung, und der im offenbarten Lebensfeld inkarnierte Mikrokosmos ist mit der Person nur eine Erscheinungsform zur Weiterentwicklung der in ihm eingebundenen Felder, speziell des Äthers, der Astralis und der Mentalis.

Für die Monade ist die kosmische Zeit ein weites Feld für diverse Entwicklungen in den interkosmischen Verflechtungen. Das Werden des Seienden als solches findet permanent in allen Vergangenheiten, in der Gegenwart und gleicherweise in der ganzen Zukunft statt. Von der irdischen Vergangenheit, die eigentlich allein vom menschlichen Wissen definiert wird, weiß das persönliche naturwissenschaftliche Denken – wenn man das überhaupt ein Wissen nennen kann – nur um das aktuelle körperliche Dasein und die damit für den einzelnen Menschen verbundenen Erinnerungen. Von seiner Zukunft, die allein die kontinuierliche Orientierung unseres Werdens erklärt, weiß der Mensch so viel wie eine Wettervorhersage möglich macht, sonst nichts. Die dadurch entstehende Lücke füllt er mit vorausschauenden hypothetischen Planungen aus, die meist nur auf vergangenen Erfahrungen beruhen.

Der Mensch ist in seiner beschränkten Einsicht in die stattfindenden Lebensvorgänge durch die angelernten Vorbehalte dermaßen stark festgelegt, dass er ernsthaft darauf besteht, die Vergangenheit könne nur durch die von ihm hinterlassenen äußeren Artefakte erklärt werden. Von der Zukunft könne man überhaupt nichts konkretes wissen, weil die Zukunft eben noch nicht vorhanden ist. Dennoch sind die beiden Zeitbereiche des Werdens immer in allen Geschehnissen und Sensationen einbezogen. Die Vergangenheit ist stets aus den diversen Gedächtnissen involviert und aktiv, insbesondere das Gedächtnis des Stoffkörpers; die Zukunft ist immer bereit, sich in der kontinuierlichen Evolution des verborgenen Denkens und Fühlens zu entwickeln. Aus der Ignoranz gegenüber der tatsächlichen Existenz des Menschen in den metaphysischen Feldern des Kosmos ergibt sich eine fundamental begrenzende und enttäuschende Unwissenheit.

Aber nicht nur hier beschränkt sich das Wissen des Menschen über sich selbst. Mit seinem breitspurigen Hochmut weiß er nicht nur nichts über seine höhere Verbindung mit seiner Monade, meistens auch nichts über sein unbewusstes niederes Selbst im Mikrokosmos mit den vier Gedächtnissen, geschweige denn über seine Lipika im aurischen Wesen. Er ist auch unwissend hinsichtlich der vielfältigen Beeinflussungen aus seiner transpersonalen Welt, in der er gegenwärtig lebt, die ständig auf ihn und durch ihn wirkt und auf der und durch die er notabene zu handeln hat.
Seine fundamentale Unwissenheit wird auch dadurch charakterisiert, dass er die Welt und seine direkte Umwelt als etwas ansieht, das von ihm völlig gesondert existiert, als etwas Fremdes, das da draußen außerhalb von ihm selbst erscheint, auch weil dieses Fremde anders ist als die eigene Gestaltung in der Natur, und nicht in seine Icherfahrung einbezogen ist. In gleicher Weise denkt er zuerst, wenn er z.B. durch Meditation, Hypnose oder Drogen seinem aurischen Wesen gegenübersteht, dass dieses etwas völlig anderes ist als er selbst, etwas außerhalb von ihm. Sobald er auf ähnliche Weise seines kosmischen Bewusstseins inne wird, erscheint ihm auch dieses zuerst als eine andere, größere Person oder als ein Bewusstsein, das anders ist als sein eigenes, das ihn fördern und erhalten, dass ihn bei seiner empfundenen Kleinheit jetzt führen kann. Er wähnt sogar einen außerkosmischen Gott in diesem Feld zu erkennen.

Von der Welt überschaut der Mensch eben nur die eine kleine Schaumblase Dasein, nämlich sein partielles Leben in seinem stofflichen Körper, mit dem er sich täglich identifiziert. Er meint ernsthaft, nur diese körperliche Erscheinung mit all den physischen Fähigkeiten und den psychischen Vermögen sei er selbst. Wenn der Mensch aber ganz konkret in sein mentales Bewusstsein eintreten kann, wird er schauen, dass sich die unstofflichen Felder des Kosmos vor ihm ausdehnen, so weit wie sein Blickhorizont diese Welt erfassen kann. Verbindet sich der Mensch einmal mit seinem höheren Denken, so wird er finden, dass die materielle Welt nur eine Manifestation von vielen Welten ist, und alles in dieser umfassenden Welt ist die Fülle aller kosmischen Kraftfelder. Er erfährt sich in ihr als ein vibrierender Mikrokosmos, innig verbunden mit den ihn durchdringenden kosmischen Lebensfeldern und doch von ihnen geschieden, wie ein Tropfen im Meer. Er wird ferner mit Bestimmtheit erkennen, dass alle Lebensfelder zusammen nur ein einziges unteilbares Feld von wohlgeordneten bewussten Kräften im Universum bilden.

Im ganzen vielteiligen Weltall gibt es nur ein einziges unteilbares Leben mit einem Bewusstsein, das als höchstes Kraftvermögen in allen Lebensfeldern bis zum kleinsten Wesen als universelles Bewusstsein immanent ist. Letztlich ist das ganze All nur ein einziges universales Bewusstsein, die Urmonade, der Logos, TAO oder das PSI-Feld. Aus ihm gehen drei Lebensnotwendigkeiten hervor: Sieben Kraftfelder für die Realisation der Uridee, sieben Dimensionen als Entwicklungsparameter und sieben kosmische Gebiete für die geordneten Entwicklungsperioden. Für alle Geschöpfe und Wesen erschafft die Urmonade alle Monaden nach der Grundidee in der Offenbarung die funktionalen Lebenseinheiten, die je nach ihrer Größe Makrokosmos, Kosmos oder Mikrokosmos genannt werden. Die sich in ihnen entwickelnden materiellen Körper stellen in den Kosmen nur eine lebendige Kumulation der Kräfte mit der niedersten Energieebene im siebenten kosmischen Gebiet dar. Dort werden sie wie alle anderen Wesen und Entitäten zu erkennenden und selbstbewusst Mitwirkenden bei der interkosmischen Evolution heranwachsen. Die menschliche Monade, ihr Mikrokosmos und ihr individuelles Wesen stellen also eine triadische Konzeption dar, so wie alle Monaden mit ihren Manifestationen. Die für den Menschen sichtbaren Galaxien, Sternenhaufen, Sonnen, Planeten und Monde bewirken aktiv die Weiterentwicklung ihrer Kosmen bzw. Makrokosmen. Ist ein Planet voll entfaltet, geht sein Kosmos in die zuständige Monade über, um danach bei der Entwicklung des höheren planetaren Systems mitzuarbeiten, dieses zur Vollendung zu bringen.

Das menschliche Dasein entfaltet sich in einem vibrierenden Holokumulus, einem Mikrokosmos aus sieben mal sieben kosmischen Kräften in unterschiedlichen Entwicklungsstufen. In ihm wirken zu unserer Zeit ein siebenfaches materielles Feld im sechsfachen Ätherfeld, eine vierfache Astralis und eine zwei- bis dreifache Mentalis, sowie drei nirvanische Felder, die noch nicht voll zentriert sind. Alle Mikrokosmen entwickeln sich in den sieben kosmischen Kraftfeldern bis zu ihrer Vollendung unter der Leitung ihrer Monaden. Die sich dabei auch verändernden Qualitäten der Wahrnehmung gehören zu einer Reihe von neuen Vermögen, die für die Mitwirkung bei der Förderung der irdischen Natur und ihrer Lebenswellen erforderlich werden. So ist z.B. das Erleben der liebevollen Einheit mit allen Lebewesen der Natur eine natürliche Erfahrung mit der höheren Astralis, mit der auch eine Art kosmischen Bewusstseins einhergehen kann. Dieses Phänomen ähnelt einem «himmlischen Zustand», der allerdings keine Beendigung der vorgesehenen Entwicklung ist, sondern nur ein wichtiger Durchgang zu der folgenden Entfaltung in der Mentalis, bei der sich weitere Ideale völlig natürlich hinzu gesellen. Auch diese Stufe der Entwicklung könnte mit dem «Garten Eden» verwechselt werden, wenn nicht bereits im Vorfeld dem Menschen deutlich wird, wofür diese phänomenalen Entwicklungen letztlich erforderlich sind. Der Mikrokosmos muss in Folge nämlich noch die nirvanischen Bereiche zur vollen Entfaltung bringen können. Wer zählt die dafür erforderlichen Inkarnationen?

Nur der auf die physische Selbsterhaltung und Selbsterhöhung ausgerichtete Ich-Sinn klammert sich an die Aufteilung zwischen Person und Umwelt, zwischen Ich und Du, zwischen EGO und «Gott» bzw. übersinnlichem Lebensfeld. Aus dieser Verhaltens- und Denkweise schöpft die menschliche Unwissenheit ihre Macht, die starken Trennungswände intakt zu halten, die das Denken mit den autorisierten Lehrmeinungen und Religionen erschuf. Diese emotionalen und mentalen Mauern aus Verboten und Tabus halten auch den modernen Menschen in seinem selbst gemauerten Kerker gefangen. Das vom materialistisch naturwissenschaftlichen Denken geschaffene Ich ist der gordische Knoten, der die westlich orientierten Zivilisationen in ihrer Unwissenheit gefesselt hält. So wie der Mensch von seinem Dasein in der Zeit außerhalb der kleinen Stunde seines materiellen Erscheinens auf dem Planeten nichts weiter kennt, an das er sich erinnert, so weiß er selbst auch nichts von außerhalb seines Raumes, außerhalb der kleinen Peripherie seiner persönlichen Reichweite, deren er sich durch die Sinne und das Wahrnehmen bewusst wird. Die einzelnen Körper bewegen sich beim Reisen mit dem Auto oder Flugzeug hier auf Erden durch diese angenommene Erscheinung des Raumes, mit dem sie sich beim Bedenken ihrer Macht, beim Fühlen ihrer Selbsterhöhung und beim Besitzen ihrer Häuser, Gärten oder Ländereien stets erneut identifizieren. In diesem auf den Kontinenten materiell eingegrenzten Raum finden die Wissenschaftler ihre Institute, ihre technischen Apparate, erforschen Archäologen die Artefakte etlicher verschütteter Vergangenheiten, errichten die Finanzkräfte der Welt ihre Verwaltungshochhäuser, ohne die allumfassenden Weiten der metaphysischen Dimensionen des Universums in ihre Überlegungen und Daseinsphilosophien mit einzubeziehen.

Die Umgebung sowie die sich darin im Wechsel der Jahreszeiten entwickelnde Natur wird als ein lebloses Nicht-Selbst betrachtet, mit dem umgegangen und das für die erdachten Konzepte der materiellen Selbstbereicherung verwendet werden muss. Diese täglich neue Identifikation mit der materialistischen Konzeption der Welt bildet den Zusammenhang für die erwünschte Sicherheit und den stets aktuellen Selbstschutz der stofflichen Hülle. Die endlos sprießende Fauna und Flora wird mit vordergründigen Rationalisierungen für das menschliche Überleben von den sich anmaßenden Besitzern rücksichtslos ausgebeutet, weil jeder kapitalistisch verfremdete Materialist das siebenfache Gesamtwesen Erde mit seiner hochkomplexen Ökologie unverstanden verleugnet. Raum ist für viele naturwissenschaftlich orientierte Denker nur eine selbstverständliche Voraussetzung der Dinge und Ereignisse, eine plausible Dimension mit den drei gewohnten Dimensionen – Höhe, Breite, Tiefe –, die sich für die meisten Menschen nur in der begreifbaren Horizontalen entfaltet. Die beachtlichen Raumhöhen in der Atmo- und Stratosphäre und darüber hinaus sind im wesentlichen nur für Wetterbeobachtungen, Flugüberwachung sowie für Astronomen und -nauten der Beachtung wert. Eine Zeit lang machte das Ozonloch in der Stratosphäre von sich reden, weil es für die verstärkte schädliche UV-Strahlung, vor allem im sommerlichen Australien, verantwortlich gemacht werden konnte. Doch dieser Hype ist schon lange wieder bei langwierigen Erforschungen natürlicher Ursachen aus dem Blick der sensations-heischenden Medien verschwunden. Die Pluralität der Menschen und ihr vielfältiges unabhängiges Dasein ist eigentlich nur durch die räumliche Einheit auf der Oberfläche des Planeten möglich und der darauf bzw. darin wachsenden Natur, ergänzt durch das Erfahrungsfeld der kosmischen Interaktionen im galaktischen Raum, z.B. Sonnenstrahlen.

Im übersinnlichen holotropen Raum besteht die Koexistenz der vielfältigen Myriaden von Kosmen, Entitäten und Wesen mit ihren Monaden in einem einzigen Wesen, der Urmonade, dem universalen Bewusstsein, dem LOGOS. Die Dimension Raum ist insofern die sich selbst konzipierende Ausdehnung dieses einzigen Wesens in der Vervielfältigung unzähliger Monaden und kreativen Neuschöpfungen durch die zahllosen Interaktionen bzw. Kommunikationen seit der Offenbarung des Universums. Aus der Urmonade geht das geoffenbarte, universale bewusste Sein hervor, das sich in alle geschaffenen Monaden und Kosmen einsenkt. Alle vom Menschen im All sichtbaren Sterne, Sonnen und Planeten leben mit einem materiellen Anteil in ihrem aurischen Wesen, der zusammen mit den weiteren Anteilen aus den sechs holotropen Kraftfeldern lebt und interagiert.
In Unkenntnis dieser transpersonalen Kräfte hält der Mensch die Erfahrungen seiner mental-astralen Regungen für sich selbst, für sein EGO; alle übrigen Erscheinungen in der materiellen Umwelt erfährt er als «Nicht-Selbst» außerhalb von sich. Erwachsen erfährt sich der Mensch als Spiegel für die ihm zugeeigneten Sensationen. Sein Erkennen, Wahrnehmen oder Erfassen über die stofflichen Sinneswerkzeuge im Bewusstsein ist immer eine Reflektion vom «Nicht-Selbst», einem Ding oder einer Erscheinung im Raum um ihn herum. Seine konsequente materielle Definition aller Umwelt führt dazu, dass der Mensch sich ebenfalls nur mit seiner materiellen Form identifiziert und darum sein einziges physisches Leben aus dieser Unwissenheit für sein ganzes Dasein hält, das aus dem Fluss der Vergangenheit in die Zukunft im Heute heraus geschnitten ist.

Die eigene Mentalität kann jedoch mit dem Wahrnehmen nicht wirklich erfasst werden, ohne dass das kosmische Mentalfeld erkannt, anerkannt wird. Ebenso kann die astrale Vitalität nicht erfasst werden, ohne dass etwas vom einzigen allumfassenden astralen Feld des Kosmos gewusst wird. Desgleichen kann der menschliche Körper in seinen komplexen organischen und neuronalen Funktionen nur wahrgenommen werden, wenn die Äther-Basis für die Materie erkannt und anerkannt wird. Die stoffliche Natur des Menschen wird nicht nur von den Qualitäten der vier transpersonalen Kräfte im Mikrokosmos bestimmt, sondern auch durch die sie ernährenden kosmischen Kräfte werden ihre Auswirkungen und körperlichen Pathologien in jedem Augenblick geregelt und bestimmt. Obwohl aber dieses ganze Meer des Seins permanent auf die Menschheit und den Kosmos einströmt, nehmen die Menschen mit ihrem Verstandesdenken nicht einmal an den kosmischen Astral- bzw. Mentalfeldern teil. Vom Devachan – in der indischen Philosophie wird das kosmische Mentalfeld insgesamt so genannt – wissen nur einige wenige so viel, als in ihr äußeres Mental intuitiv spontan eingeht, dort übersetzt und mit den bestehenden Vorstellungen koordiniert werden kann.

Jeder Kosmos lebt Kraft seiner Monade, die ihn ernährt und erhält. Sie führt ihre Kräfte angemessen in jeden Mikrokosmos und so auch in jedes Lebewesen. Auf diese Weise wirkt sie in allen Menschen und Tieren und Pflanzen mit und gestaltet so mit ihnen die Impulse für die Evolution der ganzen Welt. Es gibt insofern keine auf die animalischen Erscheinungen begrenzte Evolution, wie von Darwin erforscht wurde, sondern eine alle kosmischen Wesen umfassende interkosmische Evolution, die auf der Entwicklung der sieben Kraftfelder in den Kosmen basiert. Wegen ihrer eingeschränkten Wahrnehmung der tatsächlichen Lebenszusammenhänge bilden sich die körperlichen Menschen gerne ein, das ganze Weltall wäre ausschließlich für sie erschaffen und sie seien physisch gesehen die Krone der Schöpfung oder die auserwählten Kinder Gottes, und sie seien es, die gesondert aus ihrer Person selbst und mit ihrem eigenen Denken und mit ihrer eigenen Kraft für ihre Selbstverwirklichung leben, denken und handeln müssen. So wie die Menschen darum wenig oder nichts vom zeitlosen aurischen Wesen wissen, von den ätherischen und astralen Feldern, oder von den mentalen Lebensbereichen und von dem höheren Selbst im Mikrokosmos, so wissen nur ganz wenige Personen etwas von den Beeinflussungen aus der kosmischen Monade, aus dem universalen Selbst.

Rettung bringt der Menschheit allein, dass viele trotz ihrer Unwissenheit vom Streben nach einer spirituellen Vollendung erfüllt sind, die in ihren Vorstellungen auftaucht und in vielen Religionen mit zahlreichen nebulösen Hypothesen dürftig ausgekleidet wird. Befreiung käme auch dadurch zustande, wenn die für die Evolution geeigneten Menschen jede religiöse Intention und Aktivität unterließen, und ununterbrochen täglich darum ringen würden, dem wahren Gesetz ihres Wesens gemäß der Höherentwicklung des Kosmos und ihres Mikrokosmos zu dienen, in der Erkenntnis der ebenfalls evolvierenden Natur und ihren inhärenten Resonanzgesetzen. Wollte man versuchen, den heutigen Menschen zu dieser Ausrichtung umzustimmen, so müsste man zunächst die zahlreichen familiären Rituale, religiösen Feiertage und sonstige Aktivitäten der staatlich organisierten Religionsgruppen stark reduzieren, z.B. Glockengeläute verbieten und den Ruf des Muezzin auf allen Moscheen untersagen. Dann würde es erforderlich, besonders in der westlichen Einflusssphäre das Wissen über den kompletten Mikrokosmos mit seinen aktiven und inaktiven holotropen Sphären an den Schulen und Universitäten in den Biologieunterricht einzubinden, wo dann die vier niederen realisierten, transpersonalen Felder in ihren einzelnen Entwicklungsstadien mit ihren Auswirkungen auf Mensch und Tier ausführlich besprochen werden könnten. Erstens würden dadurch viele bislang ungeklärten Fragen in der Biologie des Lebens plausibel verständlich beantwortet werden können und zweitens würde der überlebensnotwendige ökologische Zusammenhang in der Natur viel deutlicher hervor treten.

  • Das materielle Feld ist weitestgehend in allen sieben Aspekten wirksam. Darum ist eigentlich die Periode der materiellen Selbsterhaltung mehr oder weniger abgeschlossen.
  • Das ätherische Feld erschafft und unterstützt in fünf bis sechs Ansichten die Lebendigkeit der Organe und die Gesunderhaltung des Körpers.
  • Die Astralis dominiert mit drei bis vier Ansichten das Wollen, Wünschen und Begehren. Mit ihrer vierten Ansicht werden Idealvorstellungen paradiesischer Prägung erwünscht und angezogen. Diese Ahnungen bilden den Ausgangspunkt für Humanismus, Karitas, Religion und philosophisches Schaffen. Der „Gute Mensch“ ist das Produkt der vierten Astralis. Es kann allerdings die Absicht der Schöpfung nicht darin bestehen, dass der Mensch sich, nach einer gewissen physischen Entwicklung, in einem Kreislauf auslebt unter Befolgung der von einem Gott geschaffenen Regeln der Empathie und Güte für die Mitmenschen. Stets wird er nach diesem Modell der Religion mit Unkenntnis über sein Vorleben in einer vorherigen Inkarnation in karmische Zusammenhänge verwickelt, muss Leiden ohne triftigen und einsichtigen Grund erdulden oder in Reichtum und luxuriösem Überfluss leben, ohne eine Einsicht in die resonanten Erfahrungen, die sich im Jenseits an ihn wenden. Diese gnadenlos gedachten Zusammenhänge eines Daseins im halben Kreislauf von Geburt und Tod muss der Mensch aus eigenem Antrieb nach den Vorschriften dieser Religion dann durchbrechen. Das spätere Erwachen in der Phase der Auflösung der holotropen Felder des Mikrokosmos im Jenseits bedeutet nur geringe Erlösungschancen. Darum scheint doch das Lebensmodell der Evolution, einer steten Weiterentwicklung der Lebensmöglichkeiten mit den sich entfaltenden Vermögen der mikrokosmischen Felder, viel barmherziger und liebevoller.
    Erst die prozessmäßig entstehende Einsicht, dass die idealen Weltanschauungen von der Monade für ein interkosmisches Zusammenwirken aller Wesen und Kräfte im Kosmos vorgesehen sind, bewirkt im Menschen die tiefe Einsicht seiner eigenen ganz persönlichen Mitverantwortung für die weitere Evolution des lebenden Wesens Erde mit allen ihren Bewohnern. Jenen Mikrokosmen bzw. Menschen, die damit vollkommen bereit wurden, die erahnten Ideale nicht für eine spirituelle Selbsterhöhung in der materiellen Welt umzusetzen, z.B. für priesterliche Beförderung etc.. öffnet sich in der fünften Ansicht der Astralis ein kleines Wunder. In der höheren Astralis erlebt der Mensch jetzt eine Art „himmlischer“ Zustände der Einheit aller Wesen in dieser Sphäre. Die sich selbst regulierende Resonanz aller Kräfte ist für den Menschen keine Gnade oder Belohnung für ein vorschriftsmäßiges Verhalten gegenüber den Wesen der Natur, sondern ein total aus sich selbst wirkendes natürliches Sein. Jeder erlebt sich als aktiv beteiligtes Mitglied einer Einheit in steter Kommunikation mit allen Wesen der Erde; die vielfach erahnten Ideale gehören wie selbstverständlich zum natürlichen Dasein. Dabei wird der Schöpfungsplan für die bevorstehende Entwicklung aller Lebewesen auf und in der Erde in den erforderlichen Details erfahren. Nun ist die wesenswirkliche Voraussetzung für die weitere Mitarbeit in der Evolution des Kosmos Erde geschaffen.
  • Der heutige Mensch verfügt noch nicht über ein vollendetes mentales Vermögen. Das heißt, seine Mentalis ist erst in drei bis max. vier Ansichten wirksam. Daraus resultiert natürlich eine vielseitige Unkenntnis über alles Leben, das mit der höheren Mentalis eingesehen werden kann. Der Anstoß der Monade über die Pinealis Aura lässt den Menschen jedoch danach streben, ein umfassenderes Denken und höhere Bereiche des Schauens und Bedenkens zu erreichen. Im Streben nach diesen höheren Gaben, das sich in religiösen und esoterischen Praktiken äußert, findet sich auch die Ursache für alle Arten von Meditation und Yoga, praktiziert von Asketen, Mönchen, Priestern, Saddhus oder Sannyasins auf der ganzen Welt. Auch die wortgewaltigen Beschreibungen von Götterwelten und vielen Mysterien in Ost und West erklären sich aus diesem Impuls. Aber die höhere Mentalis erschließt sich nur dem dienstbereiten Kandidaten, der die neuen Befähigungen für seine Mitarbeit in der interkosmischen Evolution dringend benötigt. Von einer anderen Seite her betrachtet, könnte man heute durchaus sagen: Die beginnende Aquariusperiode treibt mit kosmischer Präzision die ganze Menschheit an, ihre Unwissenheit jetzt zu überwinden und zum sich Verschenken an die ganze Welt mit allen Lebenswellen überzugehen.

Die Menschheit muss heute bei ihrer Evolution aus den materiellen Zusammenhängen vom Wissen über die empirisch erfahrbaren Erscheinungen des Daseins zu einem Wissen um die Wirkungsweisen in den höheren transpersonalen Energien voran schreiten. Dafür muss sie allerdings zuerst die verborgene Natur ihrer Mikrokosmen und des Kosmos anerkennen und auch wissenschaftlich erforschen können, sowie die volle Ausdehnung und die für die Natur notwendigen Wesen in den holotropen Lebensfeldern entdecken. Solange die Mentalis speziell auf die stoffliche Selbstverwirklichung des Hier-Seins und die Heiligung in einem stofflichen Himmel ausgerichtet bleibt, wird sie sich mit der veröffentlichten Halbwissenheit zufrieden geben müssen. Wem das Denken im Verstand auf der Basis der bestehenden Gedächtnisstrukturen ausreicht, wird sich selbst immer noch als die höchste Wahrhaftigkeit im Kosmos empfinden. Da die Menschheit aufgrund ihrer empirisch naturwissenschaftlichen Selbstdefinition in einem materiellen, räumlich und zeitlich begrenzten Universum lebt, wird pauschal übersehen, dass sich diese Welt auf ihrer verborgenen Seite bis in unendliche Sphären erhebt, die weit über die erfassten astronomischen Entfernungen des Sternenmeeres hinausreichen. Von welcher Richtung wir die Mentalis auch betrachten, erblicken wir die Tatsache einer vielseitigen Halbwahrheit über das eigene Selbst und über die natürlichen Lebensformen der Erde: Die Menschen wissen nichts vom Absoluten, das als der Ursprung allen Seins und allen Werdens erfahren und erklärt wird.

  • Die erste ursächliche Unwissenheit der Menschen besteht darin, dass sie die partiellen Er-Scheinungen des Lebens in der Natur und die vergänglichen Beziehungen des Werdens für die ganze Wahrheit des Seins nehmen. Denn auf der physischen Basis kann niemand etwas von den sieben universellen Dimensionen und den darin wirkenden sieben Kräften für die interkosmische Evolution innerhalb der Schöpfung wissen.
  • Die zweite kosmische Unwissenheit entsteht durch eine Selbstirreführung: Die anerkannten Erforscher des Lebens nehmen die beständige Beweglichkeit und Veränderlichkeit des irdischen Werdens in Zeit und Raum als das einzig gültige Modell für die ganze Wahrheit des Seins. Diese Wissenschaftler werden von zahlreichen Medien und deren unstofflichen Befürwortern im Jenseits als vollautorisierte Meinungsbildner dem breiten Publikum präsentiert.
  • Die dritte Unwissenheit entfaltet sich in der Unkenntnis vom mikrokosmischen höheren und niederen Selbst, von einem transpersonalen Sein, von einem möglichen kosmischen Bewusstsein, von der Einheit mit aller irdischen Natur, mit allen Wesen und den Aufgaben in den kosmischen Entwicklungen über Inkarnationen. Der Mensch sieht sehr individuell, je nach Kultur und sozialem Status, sein begrenztes egobezogenes Denken und Handeln, seine durch die Haut begrenzte Körperlichkeit für sein wahres ICH. Dabei wird jeder Andere bzw. jedes andere Wesen und Erkenntnisfeld, also alles andere als er selbst ausgegrenzt, als das außerhalb Seiende, das Befremdliche bis Gefährliche betrachtet.
  • Die vierte Unwissenheit manifestiert sich in der Dimension Zeit. Der Mensch erkennt nicht die fundamentale Dimension «Zeit», weil er nicht einmal sein kurzes Leben auf Erden in den materiellen Zusammenhängen in einer kleinen Spanne seines Werdens und Vergehens überschauen kann, geschweige denn etwas von dem ewigen Werden in den metaphysischen Perspektiven seiner Religionen erfährt. Darum beschränkt der Mensch sein eigenes Werden in ein winziges Feld von Zeit und Raum, als einen kurzen Kreislauf mit einem Anfang, einer Mitte und einem Ende. Die spirituellen Spekulationen bleiben psychische Trostpflaster für demoralisierende Begierden und Handlungen.
  • Die fünfte, die psychologische Unkenntnis wurzelt tief in der materialistischen, körperlichen Vorstellung vom Menschen. Innerhalb des kurzen, vergänglichen Werdens auf dem Planeten weiß kein Mensch, kein Biologe oder Arzt etwas vom umfassenden, komplexen menschlichen Wesen, von der Monade, vom Mikrokosmos und allem, was im Verhältnis zum vordergründigen Werden überbewusst, unterbewusst, innenbewusst, umweltbewusst ist, weil die autorisierten Meinungsbildner in Wissenschaft und Religion das Werden und Dasein an der Oberfläche für das ganze Arsenal des Daseins darstellen, mit einer kleinen Auswahl emotionaler Erscheinungen – wie Liebe, Hass, Wut und Eifersucht und anderen gefühlten Erfahrungen, sowie dem oberflächlichen Verstandesdenken.
  • Die sechste, die konstitutionelle Unwissenheit folgt direkt auf die fünfte Fehleinstellung. Kein Mensch bekommt infolge der verbreiteten materialistischen Denkhaltung und Pädagogik eine realistische Information über die wahren Zusammenhänge seines Werdens. Wissenschaft, Philosophie und Religion fördern die empirisch erworbenen Halbwahrheiten und göttlichen Hypothesen aus unterschiedlichen Gruppeninteressen. Der Mensch begnügt sich für sein Dasein meistens mit den theoretischen Modellen der internationalen Autoritäten. Meistens hält er seinen Körper, sein Denken oder seine Gefühlswelt, seine erfolgreiche Selbstbehauptung, seine gesellschaftliche Anpassung und seine Empathie für Familienangehörige und Freunde, für sein wahres Dasein oder für das ganze Leben nach dem Fun-Prinzip. Dabei verliert der Mensch schnell aus dem Auge, was ihn konstituiert, wie er beständig durch verschiedene unbewusste Kräfte bestimmt wird, und dass er eigentlich gerade diese Wirkweisen uneingeschränkt bestimmen soll, frei nach dem Motto: Erkenne Dich selbst.
  • Die siebte kumuliert in der praktischen Unwissenheit. Der Mensch verfehlt als Ergebnis all dieser Halbwahrheiten die ursächlichen Prinzipien und Aufgaben seines Daseins innerhalb der kosmischen Zusammenhänge. Dabei wird die Lenkung im irdischen Werden missverstanden und die Freude des Lebens in der Welt wird durch zahllose Missverständnisse und ungeklärte Pathologien geschmälert. Warum wissen die Menschen in ihrem Denken und Wollen, in ihrem Empfinden und Handeln nichts von den brennenden Fragen, die die Welt an die Mächtigen der Menschheit stellt, und warum reagieren diese an jedem Punkt falsch oder unvollkommen auf sie? Warum irren selbst die Entscheider an der Macht in einem Labyrinth umher, geblendet von Irrtümern und falschen Begehren, vom Ringen um Macht und Versagen in der Liebe? Von Schmerz und Lust, von billigen Erfolgen und tiefem Straucheln begleitet, verfolgen die Menschen bei ihrer Entwicklung einen ziemlich verschlungenen Weg, und sie tasten, vom Wahn geblendet, nach wechselnden Irrlichtern, weil sie ihre monadische Führung ignorieren und von der äonischen Übermacht aus dem Jenseits erfolgreich ausgebeutet werden.

Es wird dringend notwendig, dass die Menschen sich auf die rudimentäre Basis ihrer Erkenntnisse besinnen, die sie mit empirischen Forschungen von den Erscheinungen des Daseins erhaschen können. Nur wer sich seiner eigenen Positionen wirklich bewusst ist, kann sein nächstes Ziel genau bestimmen und dann auch erreichen. Dazu bedarf es heute der Kenntnis einiger grundsätzlicher Fakten, die nun nicht mehr übersehen werden sollten. Auch wenn es den Äonen oder Asuras absolut nicht ins Konzept passen wird.

Die Grundgesetze der Offenbarung sind eigentlich nur wenige, die sich in der Schöpfung der allumfassenden, expandierenden Wirklichkeit gegenseitig ergänzen:

  • Erstens: Der Mensch ist von Anbeginn der Schöpfung ein wesentlicher, mitwirkender Teil in einer triadischen Konzeption: Monade, Mikrokosmos und Person. Damit kann sich das Ziel allen menschlichen Strebens und der Zweck des kosmischen Bemühens erfüllen. Die Monade ist als Teil der Offenbarung über das universelle Bewusstsein prinzipiell und über die nirwanischen Lebensfelder fundamental eins mit allen Monaden seit der Offenbarung in allen Universen.
  • Zweitens: Die Evolution der Mikrokosmen und der Kosmen wird von zwei Strömen aus der Monade stimuliert und dynamisiert. Dies löst das Bestreben der Menschen aus, zu höheren astralen Begehren und weiteren mentalen Einsichten zu kommen, um durch rechtes Erfassen und Bewerten der vielfältigen Zusammenhänge in den metaphysischen Lebensfeldern und in ihren Lebenswellen die Absichten der Natur intelligenter zu beantworten.
  • Drittens: An bedeutender Stelle steht das Resonanzgesetz, das innerhalb aller Geschehnisse zwischen den Mitwirkenden stets einen gerechten Ausgleich herbeiführt. In diesem Konzert-Prinzip der Spiegelung aller Informationen und Kräfte besteht die harmonische Selbsterhaltung aller Geschöpfe. Es ist der Menschheit seit Urzeiten bekannt: «Gib, so wird dir gegeben.» oder «Alles empfangen, umwandeln, und alles wieder wegschenken.»
  • Viertens: Das aktive Mitwirken an den Entwicklungsprozessen im Kosmos erscheint für den Menschen als das Gebot: «Liebe Gott – deine Monade – über alles, und deinen Nächsten – deinen Mikrokosmos – wie dich selbst.» Bei diesem mitfühlenden Dienen steht die alles belebende Triade in ununterbrochener Resonanz mit den immanenten mikrokosmischen Bewusstheiten. Die permanente interaktive Kommunikation zwischen allen Monaden und Kosmen bewirkt die expandierende Subsumtion aller beteiligten Glieder in der kreativen Multiplikation der Grundidee im Universum.
  • Fünftens: In dieser harmonischen Kohabitation wird die Evolution nicht auf einzelne Lebensfelder eingeschränkt, denn sie entfaltet sich kontinuierlich in allen Berührungen und Durchmischungen zwischen den beteiligten Kraftfeldern nach dem Emergenzprinzip. Dabei entwickeln sich neuartige Schöpfungen, die in ihrer Art den Bedingungen, Ereignissen oder Strukturen, aus denen sie erwachsen, nicht direkt entsprechen. Sie entfalten sich grundlegend neuartig und sind keine Umgestaltung bereits existierender Elemente, weil sie sich qualitativ von allem unterscheiden, was vor ihnen existent war.

Es stellt sich einem intelligenten Denken doch die Frage, warum das aktuellen Dasein der Menschheit von der Halbwahrheit in den empirischen Forschungsergebnissen dominiert wird, die sich in wissenschaftlichen Kreisen als die eine unantastbare Wahrheit präsentiert, wobei gleichzeitig ein darüber hinaus reichendes metaphysisches Wissen verleugnet wird, obgleich in vielen esoterischen Zirkeln fleißig damit experimentiert wird. Das holotrope Wissen entfaltet sich allerdings nur mit der Weiterentwicklung in den mikrokosmischen Feldern, im Zusammenhang mit dem Erwachen und Annehmen der transpersonalen Prominenz im Sein. Die siebenfache Unwissenheit weicht bei der Entdeckung der unstofflichen Lebensfelder im Kosmos einem integralen Wahrnehmen und denkendem Erfassen.
Wird der Mensch mit seinem Denken in die Bereiche des Daseins vorstoßen, die ihm bislang verschlossen waren – was ihm nicht bewusst wurde, weil er sein Erleben nur auf die Selbsterhaltung in der Materie gerichtet hielt – erfährt er sich in dem triadischen System aus Monade, Mikrokosmos und sich Selbst aufgenommen. Damit kann er die siebenfache Offenbarung des Bewusstseins in den mikro- bzw. kosmischen Feldern bewusst erkennend annehmen. Das bedeutet: Erkenntnis der kosmischen Ordnungsstruktur aller Dinge im gesamten Weltall; Wissen von den Monaden, von den siebenfachen Kräften, von den sieben kosmischen Gebieten und vom Universum als der allumfassenden Einheit aller Vielheiten und in der kreativen Manifestation der Schöpfungsidee. Diese tiefgreifende Erkenntnis der Welt, als eins mit sich selbst und allem im Erkennen des wahren Kontextes der Menschen, hebt die trennende Idee im Leben der Menschen auf, bedeutet auch die Erkenntnis der psychischen Wesenheit und ihrer unsterblichen Dauer in der Zeit über Tod und Erden-Dasein hinaus.

Zu dieser Erkenntnis des größeren und inneren Seins hinter der physischen Außenseite gesellen sich die Erkenntnis der vier aktiven Lebensfelder des Lebens und des Körpers in ihrem konkreten Verhältnis zum Mikrokosmos und zu den noch latenten übermentalen nirwanischen Sphären über ihnen. Damit erschließt sich auch die Erkenntnis der universellen Harmonie und des rechten Gebrauchs des interkosmischen Denkens, Wollens und Handelns und die Umwandlung der ganzen Natur in einen bewussten Ausdruck der vollständigen kosmischen Wirklichkeit.

Das ist dann kein intellektuelles Wissen, das systematisch gelernt und mit dem gegenwärtigen Bildervorrat der vorhandenen Gedächtnisse umfasst werden kann. Es wird eine neue Erfahrung im Werden, eine Umwandlung des Erfassens, die auch das physische Wesen mit seinen Sinnes- und Denkorganen verwandelt. Das weist hin auf den evolutionären Charakter allen Werdens und auf die Tatsache, dass die aktuelle mentale Unwissenheit nur eine Stufe von insgesamt 49 Stufen innerhalb der kosmischen Entwicklung ist. Das umfassende kosmische Wissen kann also durch eine Entfaltung der Mentalis sowie der nirwanischen Bereiche der mikrokosmischen Natur zustande kommen. Das bedeutet allerdings einen stets fortschreitenden Prozess in der Zeit, der die bereits erfolgten evolutionären Transformationen der Physis begleitet hat. Bei dieser Schlussfolgerung sollte aber die Tatsache berücksichtigt werden, dass die Evolution jetzt einigen Menschen bewusst geworden ist. Ihre Methode und ihre Stufen brauchen darum keineswegs den selben Charakter zu haben wie bisher, wo die Entwicklung für die Menschheit unterbewusst verlaufen ist.

Da das kosmische Wissen mit der Entwicklung der mikrokosmischen Felder zunehmen wird, kann es durch einen Prozess befördert werden, in dem die innere Ausrichtung und unentwegte Bemühung um das Erwachen im Menschen eine elementare Rolle spielen, in dem sie ihre systemeigenen Möglichkeiten entdecken und ihre Lebenshaltung danach umstellen. Das Wachsen der nirwanischen Erkenntnisse im Menschen kann durch bewusste Selbst-Transformation der Mentalis zügig fortschreiten, wenn der Mensch mit seinen erwachten holotropen Sinnesorganen und seinem völlig neuen Reflektieren der supermentalen Erfahrungen erfassen kann, welche Aufgaben ihm bei der kosmischen Mitarbeit in der Evolution zufallen werden und welche Veränderungen von der Monade noch vorgenommen werden, die zwangsläufig daraus hervorgehen, mit anderen Worten: welche Fülle des Erkennens eintreten wird, die die Basis der kosmischen Resonanz und interplanetaren Kommunikation sein wird. Dabei bleibt vorerst noch offen, wie dieses unvorstellbar andersartige Leben gestaltet werden oder sich selbst gestalten mag. Welcher Visionär kann heute schon die Herrlichkeiten schauen, wie sich das universelle Dasein letztendlich in den unendlichen Resonanzen und Interferenzen aller Schöpfungsmodalitäten nach dem Emergenzprinzip kreativ «verwirklichen» wird?

Evolution

Gedanken zur Erhellung der Beziehung zwischen Evolution und Höherer Natur

Bevor sich die Vorstellung von Fortschritt und Evolution der westlichen materiellen Weltanschauung anpassen kann, muss der Gedanke, dass die Welt statisch oder zyklisch abläuft bis zu einer Apokalypse, bei dem der Faktor Zeit nichts Neues hinzufügt, abgeklungen sein. Dass sich diese Sichtweise einer evolutionären Entfaltung aller kosmischen Wesen nicht so schnell durchsetzen wird, hängt nicht zuletzt von allen daran mitdenkenden Menschen ab, und von den äonischen Kräften unter dem Firmament, die aus dem stetigen wieder Aufleben-Lassen der Vergangenheit ihre Kraft beziehen.

Seit undenklichen Zeiten wurde der Geist der Menschen auf subtile Weise durch andere Menschen, ihre Vergangenheit und ihre Umgebung informiert. In den modernen materialistisch orientierten Gesellschaften wurde diese Information als unwirklich und unwichtig unterdrückt. Dies wird nun anders: Die auf dem PSI-Feld basierende Information kehrt aus den tiefen Schlupfwinkeln des individuellen Unterbewussten und kollektiven Unbewussten zurück, um sich im Denken von mehr und mehr Frauen und Männern zu manifestieren. Sie erwachen zu der Tatsache, dass sie subtile Intuitionen und Bilder empfangen, die keineswegs Illusion sind, obwohl sie nicht durch die physischen Sinnesorgane aufgenommen werden. Sie suchen nach alten und neuen Wegen, um Zugang zu diesen Quellen der In-formation zu finden – durch Meditation, Yoga und andere überlieferte Methoden, und auch durch die Suche nach neuen Wegen, um in veränderte Erfassungszustände zu gelangen – durch Biofeedback, Psychotherapie sowie neu oder wieder entdeckte spirituelle Praktiken.


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Durch die Entdeckung, dass ihre Visionen oder Intuitionen kein Produkte ihrer Phantasie sind, sondern auch eine wissenschaftliche Erklärung haben, gewinnt die subtile, außersinnliche Information zunehmend an Bedeutung. Die Menschen können nach den Signalen suchen, die ihr Gehirn und ihren Geist erreichen, ohne schief angesehen oder für merkwürdig und okkult gehalten zu werden. Heute können sie diese Informationen ihrem wachen Bewusstsein gegenüber zugeben und erkennen, dass alle Menschen eng miteinander und mit der Biosphäre verbunden sind. Wenn eine kritische Masse von Menschen zu dieser Erkenntnis gelangt, dann wird das integrale Bewusstsein Sri Aurobindos, Jean Gebsers und Ken Wilbers eher zur Regel als zur Ausnahme werden; das kollektive Unbewusste C.G. Jungs bricht durch in die Welt alltäglicher Erfahrung.

Die Auffassung des spiritualisierten Bedenkens, das materielle Universum sei ein unwirklicher Traum (Maya), kann keinen absoluteren Wert haben als das des materialisierten Weltbildes, göttliche Offenbarung und die metaphysischen Sphären im Jenseits seien illusorische Gedanken. Im einen Fall ist das Denken, weil es nur auf die Realitäten der empirischen Sinneserfahrung eingestellt ist und Wirklichkeit auf das körperliche Dasein gründet, entweder nicht daran gewöhnt, andere Phänomene des Erfassens zu akzeptieren, oder unfähig, den Begriff Wirklichkeit auf transpersonale Welten auszudehnen. Im anderen Fall überträgt das selbe Denken, das zur überwältigenden Erfahrung unkörperlicher Wirklichkeit im Metaphysischen gelangt ist, einfach jene selbe Unfähigkeit und das daraus folgende Empfinden von Traum und Halluzination auf die tatsächlichen Wahrnehmungen der Sinne. Aber eigentlich kann man auch die Wahrheit anerkennen, dass beide Auffassungen den Zusammenhang der Realität und der Relativität entstellen. Es ist wahr, dass für diese Welt der stofflichen Form, in die die Menschen zu ihrer Selbst-Verwirklichung und -Erhöhung hineingestellt sind, nichts voll gültig ist, wenn es nicht durch das physische Erfassen in Besitz genommen und sich auf den niedersten Ebenen in Harmonie mit seiner Manifestation auf den höchsten Gipfeln und den tiefsten Tiefen geoffenbart hat. Ebenso wahr ist, dass materielle Gestaltungen, wenn sie als aus sich selbstseiende Wirklichkeit angesehen werden, eine Illusion in der Unwissenheit sind. Jede Form und alle materiellen Erscheinungen können nur eine zweckdienliche Gestaltung oder ein Produkt des Unkörperlichen bzw. Unmateriellen sein. Sie sind ihrer Natur nach ein Akt der Monade im Wesen des kosmischen Zusammenhanges und nach ihrem Zweck und Ziel die Darstellung des Zustandes der geistigen Prämissen.

Mit anderen Worten: Wenn das universelle Bewusstsein über die Monade und den Kosmos in die Form eingegangen ist und ihr Wesen in materieller Substanz dargestellt haben, kann das nur sein, weil es sich als kreative Manifestation in den Gebilden relativen und phänomenalen Bewusstseins offenbaren will. Das universelle Bewusstsein ist in dieser Welt, um allen Werten und Wesen der unüberschaubaren Vielheit des geoffenbarten Lebens die Entfaltung weiterer Individuen (Unteilbarkeiten) zu schenken. Leben existiert im universalen Bewusstsein, damit alle Entitäten das universelle Bewusstsein partiell in sich selbst entdecken können. Darum ist jeder Mensch in der Welt wichtig, damit er ihr zu jener Evolution von Bewusstsein verhilft, in der ihre Umgestaltung durch vollkommene Entdeckung der Gesetze in der Offenbarung möglich wird. Dem höchsten Sein, den Monaden im Kosmos im irdischen Leben bei der steten Evolution zu dienen, ist des Menschen Mensch-Sein. Dafür ging er hervor aus der animalischen Vitalität und entfaltete die organischen Voraussetzungen für ein wertendes Erfassen. Sein Ziel ist aber ein vollendetes Dasein in der offenbarten Vielheit aller sieben universalen Lebensfelder.
Wie im Denken, so ist auch im Leben das wahre Gesetz der Selbst-Verwirklichung ein stets fortschreitendes umfassendes Verstehen. Das universelle Bewusstsein bringt seine Kommunikation in allen sieben Lebensfeldern des Kosmos und Mikrokosmos zum Ausdruck. Das Leben muss sich bei seiner Selbst-Entwicklung in immer neue Sphären seines eigenen Wesens erheben. Wenn der Mensch aber aus Eifer für seine neuen spirituellen Errungenschaften beim Übergang von einem Bereich in den anderen, z.B. durch Askese oder Zölibat, das verwirft, was ihm bisher als Lebensbasis gegeben war, wenn ein Kandidat also beim Eintritt in ein gedachtes „spirituelles Leben“ das physische Leben im Stoff, wegwirft oder missachtet oder wenn der Mensch, angezogen von spirituellen Verheißungen, die irdischen Gesetze und die physischen Verbindlichkeiten zurückweist, wird sich keine heilige Erhöhung erfüllen, sondern es werden den widersachenden Kräften im Jenseits Genüge getan, die sich von den egoistischen Bestrebungen der Menschen ernähren. Dabei ist die Halbwahrheit und die scheinbare Vollkommenheit das wesentliche Argument. Der Mensch wird auf diesem Weg nicht vollkommen, denn sein Anstieg ist doch falsch, wenn er seine materielle Basis ignoriert, auch wenn er gerade das nicht glaubt. Wenn das Gewahrsein des Einen und seine verkündete Seins-Seligkeit einigen Menschen nach einem einmaligen materiellen Erleben frei gewährt wird und von anderen gleichzeitig „nicht erreicht“ wird, weil sie noch in dem Bemühen stagnieren, die himmlische Gnade zu erringen, steht der Prediger vor einem spirituellen Dilemma.

Um die menschlichen Möglichkeiten für ein transpersonales Leben einschätzen zu können, sollten die durch die zeitgenössische Wissenschaft aufgedeckten Fakten der Evolution mit den Zeugnissen der spirituellen Traditionen aus Ost und West kombiniert werden. Dafür muss sich der Mensch mit zwei grundlegenden Realitäten auseinander setzen: der gesamten Evolution der irdischen materiellen Formen, die seit einigen Milliarden Jahren andauert, und den transzendenten Formen der Existenz, die seit mehreren Jahrtausenden überall auf der Welt von Menschen erkannt oder erfahren wurden. Für eine spirituelle Evolution sowie eine Wiederverbindung mit der monadischen Schöpfung ist es zwingend notwendig, diese beiden Aspekte der irdischen Existenz zu integrieren.

In den zwei Jahrhunderten, in denen sich die Vorstellung des „Fortschritts“ in einer Evolution im Westen durchsetzte, haben unter anderem die Philosophen Fichte, Schelling, Hegel, Solowjow, Berdjajew, Bergson, Whitehead, Samuel Alexander, C. Lloyd Morgan, Jean Gebser, Charles Hartshorne, Teilhard de Chardin und Sri Aurobindo versucht, das sich entwickelnde Universum in einer Beziehung zu etwas Grundlegendem, Ewigem oder Immerwährendem zu begreifen oder zu erklären. Jeder von ihnen hat auf seine Weise das gleichzeitige Erfassen von Natur und höherer Natur bekräftigt, indem er den Fortschritt der Welt – die Evolution – mit Geist, Gottheit, „dem allgegenwärtigen Ursprung“, dem universalen Bewusstsein, PSI-Feld, Tao oder einer anderen Form mit einer die Welt transzendierenden doch ihr innewohnenden Wirklichkeit in Verbindung brachte.

Lässt man nur eines der sieben Lebensfelder der irdischen Existenz außer acht, so bedeutet das für die Philosophie, entscheidenden Fragen auszuweichen. Jeder, der sich heute bemüht, ein umfassendes Bild der Welt zu zeichnen, ohne ihre erstaunliche materielle Evolution mit einzubeziehen, würde sich selbst Scheuklappen anlegen. Und umgekehrt kann keine allgemeingültige Theorie der Entwicklung des Menschen in gutem Glauben die immensen Zeugnisse mystischer Erkenntnis sowie andere metanormale Fähigkeiten übersehen, die durch zeitgenössische Studien der Religion, der psychischen Forschung, anthropologische Untersuchungen des Schamanismus und andere systematische Nachforschungen über außergewöhnliche Erfahrungen offenbart wurden. Das sich entwickelnde materielle Universum und die höhere, metaphysische Natur, gleich wie man sie benennen mag, sind für uns heute zwei unausweichliche Tatsachen.

Die Aussage dieses Textes stützt sich auf verschiedene gedankliche Strömungen der Beziehung zwischen Evolution und metanormalen Wirklichkeiten:

  • Ansichten über Emergenz. Die Emergenz (lateinisch emergere „Auftauchen“, „Herauskommen“, „Emporsteigen“) ist die Herausbildung von neuen Eigenschaften oder Strukturen eines Systems infolge des Zusammenspiels seiner Elemente, und dynamisiert das evolutionäre Prinzip des Neuen,
  • Vorstellungen einer evolutionären Übernahme und Einbeziehung bestehender Lebensformen (Unterordnung),
  • die Behauptung, dass sich neue Bewusstseinsformen zu verschiedenen Zeiten und an verschiedenen Orten innerhalb der menschlichen Spezies entwickelt haben,
  • Lehren von Involution / Evolution.

Jeder Standpunkt liefert tiefgehende Einsichten, eine korrekte Terminologie und beachtliche philosophische Prinzipien über die Entwicklung des Menschen.

Das evolutionäre Prinzip des Neuen – das Emergenzprinzip

Samuel Alexander, C. Lloyd Morgan, C. D. Broad, Joseph Needham, Michael Polanyi und andere haben den Gedankengang entwickelt, dass die Evolution neue auftauchende Strukturen, Prozesse und Gesetzmäßigkeiten oder Gewohnheiten hervorbringt, die zuvor nicht existierten. Nach den meisten Versionen dieser Emergenz-Theorie können die neuartigen Gegebenheiten nicht aus den Bedingungen, Ereignissen oder Strukturen, aus denen sie erwachsen, abgeleitet oder vorher gesagt werden. Sie sind grundlegend neuartig und keine Umgestaltung bereits existierender Elemente. Sie unterscheiden sich qualitativ von allem, was vor ihnen war.
Das von den oben erwähnten Denkern entwickelte Konzept der Emergenz setzt die Existenz von Stufen voraus, das heißt Anteile der Welt, die durch ihnen eigene Qualitäten, Formen und Gesetzlichkeiten gekennzeichnet sind und aus anderen Bereichen hervorgehen. Trotz der recht unterschiedlichen Auffassungen unterstützen die Philosophen, die Emergenz und Neuartigkeit in der Entwicklung der Welt betonten, die Idee der evolutionären Transzendenz. Die Emergenztheoretiker ermutigen dazu, jene reduktionistischen und materialistischen Vorstellungen abzulehnen, die das Verstehen von Begebenheiten hemmen, die vom empirisch-wissenschaftlichen Standpunkt aus als anormal gelten – einschließlich jener außergewöhnlichen Erfahrungen, die eine neue evolutionäre Ordnung ankündigen.
Zahllose Heilige und Weise haben seit alters her eine Wirklichkeit beschrieben, die schon vor jeglichem Versuch, sie zu fassen, zu existieren scheint. Die Segnungen dieser ich-transzendierenden Ordnung spiegeln sich in der Sprache des Christentums als von Gott gegeben oder in der des Budddhismus als nicht-erreicht. Wie bringen wir die Erfahrung des ewigen Lebens mit der Vorstellung in Einklang, dass solches sich aus dem bestehenden Leben entwickelt?

Evolutionäre Subsumtion

Im Verlauf der Evolution bauten neue Lebensstufen auf den ihnen vorangehenden Lebewesen auf und subsumierten frühere Entwicklungen in ihre einzigartige Weiterentfaltung. So nimmt alles Lebende anorganische Elemente auf und verwendet sie zur Bildung organischer Wesen in Flora und Fauna. Nun sind die Menschen in ihren Funktionen viel komplexer als die ihrer Vorfahren aus der Tierwelt. Dabei entfaltete sich auch der Verstand, der von den biologischen Prozessen abhängig ist. Hegel sah einen analogen Prozess in der psychosozialen Entwicklung, und er bediente sich des Begriffs «aufheben» – was sowohl auf Vernichtung als auch Erhaltung hindeutet –, um die häufig auftretenden Subsumtionen von kulturellen Mustern durch ihre Nachfolger zu beschreiben. In der Dialektik der Geschichte wurden frühere Formen des menschlichen Verhaltens und Bewusstseins (Gestalten des Bewusstseins) zu höheren Stufen hin«aufgehoben».

Der indische Philosoph Sri Aurobindo hob diesen bedeutsamen Aspekt evolutionärer Wandlung hervor. Das entstehende Bewusstsein, das in Aurobindos Philosophie seinem Wesen nach gnostisch ist, nimmt die Lebensform, die es bewohnt, mit sich, um sie … auf eine höhere Ebene emporzuheben, [ihr] höhere Werte zu geben, aus [ihr] höhere Wirkmöglichkeiten hervorzubringen. Das tut [es], weil [es] offensichtlich nicht die niederen Töne des Lebens zum Schweigen bringen oder zerstören will, sondern sie einzubeziehen sucht, da die Daseins-Freude sein ewiges Anliegen ist und es darum die Methode seiner Musik sein muss, eine Harmonie der vielartigen Variationen zu komponieren und sich nicht nur an einer einzigen lieblichen, aber monotonen Melodie zu erfreuen. Weil [es] sie mit einer tieferen und feineren Bedeutung auflädt, erlebt [es] durch sie ein höheres Entzücken .. .
Nach Aurobindos Anschauung muss der Mensch, um seine spirituelle Entwicklung auf der Erde verwirklichen zu können, sein multiplexes Erbe der transpersonalen Felder im Mikrokosmos bzw. Kosmos annehmen und einschließlich aller physio-biologischen Prozesse und der entsprechend notwendigen organischen Ernährungskreisläufe übernehmen, anstatt sie über eine asketische Disziplin zu transzendieren.

Bestimmte Methoden, eine religiöse Transzendenz zu erreichen, grenzen verschiedene Fähigkeiten des Menschen aus – indem sie z.B. auch die Imagination oder den Intellekt gering schätzen, potentiell schöpferische Gefühle oder diese oder jene Tugend unterdrücken, eben weil der Begründer der Methode sie nicht befürwortete oder weil sie unsere physischen Energien durch Kasteiung drosseln. Wenn wir jedoch begreifen, dass wir die vielen Dimensionen unserer menschlichen Natur zu einer «Harmonie der vielartigen Variationen» vereinigen können, und wenn wir die Tatsache anerkennen, dass eine derartige Integration jenen Subsumtionen entspricht, die in früheren Stadien des evolutionären Fortschritts geschahen, so vermögen wir aus unserem reichen Erbe zu schöpfen und unser höheres Potential voll zu entfalten.

Kreativität ist die letztliche Wirklichkeit im Universum, für die alle Ereignisse, Kosmen, Wesen, Menschen und Dinge als Beispiele gelten. Das bedeutet, dass die grundlegenden Komponenten oder Qualitäten Ereignisse sind, Prozesse eines Werdens in den sieben Lebensfeldern. Alle subatomaren sowie astronomisch-makroskopischen Ereignisse geschehen in zusammenhängenden Gruppen. Sie weisen in allen Dimensionen organisierte und strukturelle Muster auf. Giordano Bruno zufolge schaffen die Monaden diese Muster und die strukturelle Vollständigkeit durch eine allen Dimensionen innewohnende Kommunikation, nämlich durch die universelle Bewusstheit, die sich in allen Kosmen, Makro- und Mikrokosmen für die Entfaltung der innewohnenden Galaxien, Sonne, Planeten, Menschen und Lebenswellen einsenkt. Damit können alle universalen Wesen andere Ereignisse erfassen und in Resonanz treten. Erfassen schließt nicht notwendigerweise eine sinnesorganische Tätigkeit ein, wie es beim Menschen ständig sowohl auf bewusster als auch unbewusster Ebene abläuft. Es bezieht jedoch den metaphysischen Kontakt mit anderen Einzelwesen oder Ereignissen mit ein, sowie die Resonanz mit ihnen. Wahrnehmen und Erfassen hat viele subjektive Formen, einschließlich „Gefühle, Wertungen, Zwecksetzungen, Zuneigung, Abneigung“. Durch Erfassen und Reflektion stehen alle Wesen mit allen anderen in Resonanz, aus denen sich das Universum zusammensetzt. Die Monaden aller Geschöpfe dynamisieren die Makro- und Kosmen und darüber auch alle Einzelwesen mit einem gewissen Ausmaß an Kreativität. Aus dieser Sicht steht jegliches Bewusstsein, jeder Kosmos bzw. Mikrokosmos in einer beständig sich entwickelnden Wechselbeziehung mit anderen – anorganischen, tierischen, menschlichen oder übermenschlichen – Kosmen, durch ein immaterielles Erfassen, durch resonante Kommunikation.

Da die Wahrnehmung der Welt durch den Menschen nicht nur oder nicht in erster Linie eine Sinneswahrnehmung ist, ist ein vom Sinnesapparat seines physischen Körpers getrennter Mikrokosmos immer noch zur Resonanz mit anderen Wesen fähig. Der in dieser Philosophie einbezogene und begründete panpsychische oder animistische Interaktionismus vermittelt uns ein Bild des Universums, das weitgehend mit der Schlussfolgerung übereinstimmt, dass alle Menschen zu einer weiteren metaphysischen Entwicklung fähig sind.

Die Evolution des Bewusstseins

In den letzten zweihundert Jahren wurde von Hegel, Bergson, Sri Aurobindo, Ken Wilber und anderen Philosophen der Gedanke dargelegt, dass das Bewusstsein der menschlichen Spezies in seiner Entwicklung fortschreitet. Die Vorstellung eines mehrstufigen Bewusstseins bestand natürlich schon zuvor; sie tauchte zum Beispiel in Platons Metapher der geteilten Linie (Der Staat, Sechstes Buch) auf, in Plotins Unterscheidung zwischen Nous und Dianoia sowie bei hinduistischen und buddhistischen Denkern seit der Zeit der Upanishaden. Moderne Philosophen wie Hegel und Bergson haben jedoch betont, dass im Verlauf der Evolution der Menschheit neue Stufen des Bewusstseins entstehen – so wie andere, auftauchende Merkmale des Universums.
Nach Hegel wird jedes Stadium der menschlichen Entwicklung im dialektischen Fortschritt der Geschichte aufgehoben und erhalten. In der «Phänomenologie des Geistes» ging er diesem fortlaufenden Prozess nach – vom Sklaven der Antike, der erfolgreich gegen die Schwierigkeiten der Natur ankämpfte, zum Stoiker, der die Freiheit in sich selbst, unabhängig von den Anforderungen der Natur, begründete, hin zum Skeptiker, der die Freiheit erwarb, indem er einschränkende Kategorien des Denkens auflöste, zum gläubigen Christen, der die Freiheit in einem «transzendenten Gott» entdeckte und zum modernen Intellektuellen, der sich die höchsten Prinzipien der Vernunft aneignet. In dieser Dialektik subsumieren die aufeinander folgenden Formen des Erfassens die ihnen vorausgehenden Formen der Erkenntnis.
Sri Aurobindo war der Ansicht, dass im Verlauf der menschlichen Geschichte völlig neue Formen des Erfassens, Bedenkens und Begehrens entstehen. Er beschrieb die Entwicklung eines höheren Denkens über mehrere Stufen bis zu der höchsten Entwicklung im Supramentalen, in dem sich die göttliche Einheit in der Vielheit ausdrückt, Individuen mit ihrem kosmischen Wesen in Einklang gebracht werden und das persönliche Begehren mit dem kosmischen Werden in Resonanz steht.
Die hierarchischen mentalen Stufen, die zum Supramentalen führen, werden charakteristischerweise in besonderen Formen außergewöhnlicher Handlungen ausgedrückt – das höhere Mentale in synoptischem Denken, das erleuchtete Mentale in mystischer Inspiration, das intuitive Mentale in religiöser Schöpferkraft und das Übermentale in weltveränderndem Wirken – während das Supramentale auf diesem Planeten erst noch verkörpert werden muss.

Involution / Evolution

Hegel, Henry James senior und Sri Aurobindo haben neben anderem den Gedankengang entwickelt, dass sich die Entfaltung dieser Welt auf das verborgene Wirken, das Hernieder-Steigen oder die Involution eines Höchsten Prinzips oder der «Göttlichkeit» gründet. Jeder dieser Philosophen nahm an, dass ein fortschreitender Ausdruck höherer Formen oder Qualitäten durch ihre insgeheime Existenz oder Immanenz in der Natur möglich wird. Nach Brunos Monadologie offenbart sich die höchste Offenbarungskraft siebenfach durch eine hierarchische Ordnung nach den Regeln der isobaren Resonanz. Alle Monaden, von der ersten Urmonade bis hinunter zu den menschlichen Monaden repräsentieren eine grundlegende Einheit über alle transpersonalen Kraftfelder, die in permanenter Kommunikation jede kreative Erneuerung in der Evolution an alle Wesen vermitteln. Alle Kraft- und Lebensaspekte werden ununterbrochen an alle reflektiert, so dass alle Entwicklungen eine nach der anderen in einem höheren Erfüllt-Werden aufgehoben werden.
Henry James senior entwickelte eine Synthese aus ethischem, sozialem und metaphysischem Denken, das sich weitgehend auf die Auffassungen Swedenborgs und der Neuplatoniker gründete. Für ihn ging der Evolution die Involution des Göttlichen in dieser Welt voraus. „Was auch immer ein Ding erschafft“, schrieb er, „gibt ihm Leben, in-volviert es, nicht umgekehrt. Der Schöpfer involviert das Geschöpf, das Geschöpf e-volviert den Schöpfer.“ In seinem metaphysischen Werk Substance and Shadow (1863) schrieb Henry James:
„Nach Swedenborg – kurz gesagt – erschafft uns Gott oder gibt uns Leben, indem Er sich vollendet in unserer Natur verkörpert. – Folglich ist eindeutig zu schließen, dass sich das göttliche Wirken in der Schöpfung aus zwei Bewegungen zusammensetzt: die eine … erschaffend, uns das ursprüngliche Wesen oder die Identität gebend, die andere … erlösend, eine Bewegung der Verklärung, die uns die weitestreichende individuelle oder spirituelle Entwicklung von unserem niederen Ursprung aus schenkt.
Die vorausgehende Bewegung, das Herniedersteigende, Ruhende, das eigentlich Erschaffende – gibt uns das natürliche, eigentliche Selbst oder Bewusstsein, ein Bewusstsein der Trennung von Gott, von einer uns innewohnenden und unabhängig von Ihm bestehenden Kraft. Die nachfolgende Bewegung – das Aufsteigende, Dynamische und eigentlich Erlösende – schenkt uns spirituelles Bewusstsein, ein Bewusstsein der Einheit mit Gott.“

Die mineralische Form ist folglich die früheste oder niedrigste Entwicklung des Ich. Es ist das Ich in einem äußerst trägen Zustand, einem passiven Zustand oder einfach einem Zustand der Ruhe. Es ist das Ich, das zuerst einen Platz oder einen Standort erhält für seine nachfolgende Erfahrung des Wachstums in der pflanzlichen Form, der Bewegung in der tierischen und des Handelns in der menschlichen Form. Die Natur ist nur ein Echo des Mikrokosmos und spiegelt daher nur jenes von der göttlichen Schöpfung und Vorsehung, was über die Monade mit dem Wesen selbst über die beiden Ströme zur Pinealis und zum Herzen verbunden werden kann. Trotz der deutlichen Unterschiede in den Philosophien kann die Ansicht vertreten werden, dass die interkosmische Evolution aus einer vorausgehenden Involution der Monaden hervorgeht.
Die sichtbare materielle Welt kann als Emanation der göttlichen Monaden bzw. Mikrokosmen oder Kosmen angesehen werden, die in einen dynamischen Prozess des Werdens innerhalb der sieben Lebensfelder die überwältigende Herrlichkeit der universellen Offenbarung auch in der äußeren Welt schöpferisch zu offenbaren sucht. So gesehen kann man die «sichtbare Natur» auch «insgeheim als Gott» betrachten und erkennen, wie die Höchste Wirklichkeit im Wandel der Zeiten immer vollständiger auf dieser Welt in Erscheinung tritt. Die Konzeption der Kette der Wesen, die Gesetze der Kontinuität und Fülle, auf denen sie beruhte, die wachsende optimistische Weltanschauung, die sie begründen half, und die geltende Biologie begründen nämlich das Eindringen der Zeit in die Kette der Lebewesen. Die Schöpfung wird immer seltener als die Beschreibung eines fertigen Bestandes angesehen, sondern als ein kreatives Programm der Natur verstanden, welches allmählich und in langen Zeiträumen der kosmischen Geschichte verwirklicht wird. Alle möglichen Dinge verlangen nach Verwirklichung, aber nicht allen wird sie zur gleichen Zeit gewährt. In der nächsten Evolutionsstufe wird das menschliche Erfassen und Bedenken sich von der ego-gebundenen weg und zur transpersonalen Form hin bewegen. Dies wird eine größere, ja in der Tat eine bedeutsame Evolution sein, aber wie alle Evolutionen vor ihr wird auch sie nicht plötzlich und im Geist aller Menschen gleichzeitig stattfinden. Sie wird wohl in einem allmählichen Prozess ablaufen. Durch eine neue Erkenntnis oder eine Offenbarungserfahrung kann die Transformation des Bedenkens einzelner Menschen schnell geschehen, aber das Bewusstsein einzelner Spezies wird einige Zeit brauchen, um sich in der ganzen Welt zu verbreiten.

Die Fülle der Spekulationen zeigt, welch reiches Gebiet für philosophische Untersuchungen entsteht, wenn die interkosmische Evolution im Zusammenhang mit intuitiver Erkenntnis und Erfahrung eines höchsten Prinzips oder der Göttlichkeit (Unerfassbarkeit, Ewigkeit, Heiligkeit) betrachtet wird. Viele der Einsichten dieser Philosophen deuten darauf hin, dass die Verbindungen zwischen übernatürlichen Dimensionen der Existenz und den Entwicklungsprozessen dieser Welt reif sein könnten für ein neues Verständnis des kosmischen Werdens.
Wenn die Menschheit nicht sich und ihre Umwelt zerstört, dann wird im Laufe der Zeit ein weiter entwickeltes Erfassen der Welt eher die Realität als die Ausnahme sein. In einer Art von Ansteckungsprozess wird es sich vom weniger weit zum weiter entwickelten Denken hin ausbreiten. Ein entwickeltes Bewusstsein ist, wie wir wissen, höchst „infektiös“ – es steckt die Menschen an, deren Denken noch weniger weit entwickelt ist, ganz ähnlich wie die Denkweise und die Erkenntnis eines fortgeschrittenen Meisters die Denkweise und die Erkenntnis seiner Schüler „anstecken“. Schließlich wird der größte Teil der Menschheit zum transpersonalen Erleben hinreifen, um dann vor dem darauf folgenden Schritt in der interkosmischen Evolution zu stehen.