Evolution der Natur

Bildgröße: 50 x 70 cm; Datei: 105 MB; Datum: 29.06.2018

Marakesch

Die Natur und ihre Evolution

Die Geschichte der Erde ist die Entfaltung der kosmischen und mikrokosmischen Kraftfelder unter dem ständigen Einfluss der zuständigen Monaden. Es geht dabei nicht um die Verlagerung der bestehenden Wesen oder Menschen in andere bessere oder heilige Lebensgebiete, sondern um die Veränderung verschiedener Strukturen des Erfassens und Erkennens. In dieser Anschauung gibt es keineswegs mehr «versteckte Metaphysik» oder «unbeweisbare Annahmen» als in der normalen wissenschaftlichen Evolutionstheorie, da beide auf derselben Art «unsichtbarer» mentaler Hypothesen beruhen. Mit dem Erfassen der unstofflichen Kraftfelder des Lebens kann viel mehr Sinn, Zusammenhang und Ausgewogenheit für jede Anschauung der natürlichen Lebensvorgänge erreicht werden.
Die irdische Entwicklung steht auf allen Kontinenten mit allen Völkern stets in einem direkten Zusammenhang, der für den Menschen prinzipiell wissenschaftlich und spirituell, immanent und transzendent, empirisch und sinnvoll ist. Diese plausible Anschauung bekennt, dass die kosmische Evolution tatsächlich ein ewiges Werden in kreativer Vielfalt ist. Bislang haben die menschlichen Denker diese Perspektive stets außer Acht gelassen, weil für diese Philosophen das geozentrische Weltbild mit dem Menschen als Krone der Schöpfung immer im Mittelpunkt steht. Das Universum bewegt sich keineswegs in Sünde auf den Tag des Jüngsten Gerichts oder einer Apokalypse zu, sondern es evolviert ohne jede Schuld oder Diskreditierung einzelner Entwicklungen in einer ewigen Entfaltung in Einheit mit der Vielheit aller Geschöpfe der Offenbarung, probabilistisch auf eine höchste Ganzheit im Einssein mit dem universalen Bewusstsein der Urmonade, des in sich selbst seienden ewigen Urfeldes.
Die Schöpfung ist nicht nur die NATUR aller Naturen, sondern auch das vollendete und höchste Potential des monadischen Seins selbst. Die Entwicklung der Mikrokosmen ist ein permanenter und erfolgreicher Weg zur Vollendung aller sieben Kraftfelder, um dann kongruent mit seiner Monade zu verschmelzen. So werden die Werkzeuge für die Weiterentwicklung des Kosmos zusammengefügt, um das Wesen Erde ebenfalls zu vervollkommnen. Alle Bestrebungen der Menschheit nach ewiger Liebe, allumfassenden Wissen größerer Vermögen und reicher Barmherzigkeit zu allen Wesen werden auf diesem Wege erfüllt, weil diese zu den erforderlichen Eigenschaften der Monaden gehören.

Im Sinne der Ewigen Philosophie ( K. Wilber) folgt dieser Pfad der Transzendenz einer universalen Aufeinanderfolge hierarchischer Ebenen erwachender und vollendender Kraftfelder im Mikrokosmos durch die Dynamik der Monade. Dass sich dabei im Menschen, der immanenten Person, stets eine neue Wahrnehmung seiner vielfältigen Entfaltungen physischer und psychischer Intentionen innerhalb seines vielseitigen Lebensraumes entwickelt, liegt in der Absicht der Natur. Diese Entwicklung schreitet fort, um abendländische Begriffe zu benutzen, von der Materie zum Körper, zum Begehren und Bedenken (Geist), zum Denken der Einheit, zum Mitwirken bei der kosmischen Evolution. Aus dieser Sicht führt die Entfaltung immer höherer Aspekte im Mikrokosmos (Äther, Astral, Mental, Spinal, Spirituell, Ideal), beginnend mit dem untersten in der Materie – dem niedersten Energielevel – mit dem physischen Körper und endend mit dem höchsten Energielevel, dem nirvanischen Kraftfeld, zu einer immer besseren Mitarbeit bei der kosmischen Veränderung.
Die größtmögliche Einheit mit dem Kosmos wird der Mensch erfahren, dessen Mikrokosmos sich bis zum fünften Aspekt seiner mikrokosmischen Mentalis entfaltet hat. Aufblitzende Intuitionen können in meditativen Zuständen erreicht werden, wie sie von indischen Rishis berichtet werden. Bei der Vollendung aller sieben Kraftfelder im Mikrokosmos geht er in der Monade auf, um zusammen für die weitere Entwicklung des irdischen Kosmos zu wirken.

Die kosmische Evolution ergreift also alle Glieder der Kette in der Natur. Auch die materielle Sphäre der Erde und der Mensch erwächst von dort aus unter der Leitung seiner Monade durch vielfache Erfahrungen und Einsichten zu einem vollwertigen Mitarbeiter im Wesen Erde. So wie die Ontologie, die Seinslehre, die Phylogenie, die Lehre von der Stammesentwicklung, rekapituliert, so begann die Entwicklungsgeschichte des Mikrokosmos mit dem Menschen auf den unteren Stufen des irdischen Seinsmöglichkeiten, dem Einssein mit der Natur, in der die Menschen erst alle früheren vormenschlichen Stufen der Evolution in tierischer Form (nach Darwin und Blavatsky) durchleben mussten. Das erste Auftreten des selbstbewusst seienden Menschen war tatsächlich ein außergewöhnlicher Fortschritt innerhalb der kosmischen Evolution. Dabei wird die Menschheit lernen, seine Vorläufer in der Natur zu assimilieren, mit in den Entwicklungsprozess einzubeziehen, um diese dann zu transzendieren. Dabei geht es niemals um die Ausbeutung der Wesen oder der Beschaffung von Nahrung durch Vernichtung. Die Negierung oder Ablehnung der Natur oder einiger Teilaspekte, wie z.B. Zölibat, oder einer anderen Art der Askese sind weder nützlich noch förderlich für diese Entfaltung eines höheren Seins.

Die frühesten Stufen der Evolution der Menschheit waren von subhumanen und unbewussten Impulsen dominiert, die aus der Monade kommend die Mikrokosmen stimulierten. Dieser von dem Mikrokosmos und dem darin erwachenden tierischen Körper beherrschte Zustand war es, mit dem der Mensch schließlich durch die ersten Entfaltungen der Mentalis eine selbstreflexive und einzigartige Form des Erfassens und Bewertens entwickeln konnte. Die Fehleinschätzung des mikrokosmischen Prozesses führte zu dem daraus aufbauenden psychischen Komplex des Egoismus. Die materielle Selbsterhaltung und das darin eingebundene Erwachsen werden förderte die Omnipotenz der Egos. Noch steht die prinzipielle Selbsterkennung als ein mikrokosmisches Wesen für die meisten Menschen in den ersten Anfängen. Auch wenn das evolutionäre Herauswachsen des Ego aus dem Unbewussten zur Zeit eines der fundamentalen Entscheidungen ist, die jeder einzelne Mensch in der beginnenden Aquariusperiode für sich durchsetzen muss. Dazu gehört auch die prinzipielle Gleichstellung der männlichen und weiblichen Prinzipien in seiner eigenen Psyche, im eigenen Mikrokosmos.
Für den Menschen unserer Zeit entsteht gerade an dieser Stelle der weiteren Evolution ein enormes Problem aus den festgezurrten Deklarationen und halbwahren Darstellungen der großen Religionen und autorisierten esoterisch-philosophischen Betrachtungen. Die aktuelle Menschenkenntnis aus der neueren Psychologie beweist, dass alles Denken, auch jedes Selbstverständnis im Einzelnen auf den diversen Gedächtnissen in den morphischen Feldern des Mikrokosmos basiert. Die darin gespeicherten Informationen entstanden aus dem gewachsenen Leben und aus früheren Inkarnationen, die aus dem Unbewusstsein vom Verstand erfasst werden und sich mit den aktuellen Einsichten mischen. Alle gespeicherten Erinnerungen, angefangen bei den perinatalen Erlebnissen, den ersten juvenilen Erfahrungen und den des Erwachsenwerdens, mit allen verzerrenden Autorisierungen sowie Anpassungen in der Ausbildung, den Instruktionen der Religion und der unverrückbaren Gesellschaftsvorbehalte mit ihren halbwahren Dogmen und Tabus, prägen das aktuelle Wahrnehmen und Bewerten.
Einerseits ist die Evolution kein statistischer Zufall ist, sondern ein mühsames Ringen aller Monaden im Kosmos um die weitere Entfaltung im Kosmos der Erde lebenden Geschöpfe, damit sich die interkosmische Evolution auch hier verwirklichen kann. Alle Wesen wirken stets in multipler Resonanz zusammen für die kreative Vielheit der kosmischen Einheit.

Die Evolution vollzieht keine liebevolle bzw. leidlose Umfangung der bestehenden Person in einer anderen neuen Weltenklave, sondern eine gravierende Veränderung im Wahrnehmen und Erfassen der mikrokosmischen und kosmischen Zusammenhänge. Der evolvierte Mensch soll mit seinen neu erwachenden Wahrnehmungsorganen die astralen, mentalen und ätherische Sphären einsehen mit allen natürlichen Wesen, die darin ihre Werke für die Natur vollbringen. Natürlich wird er auch die materiellen Geschehnisse in einer neuen Weise durchschauen, die weit über das bisherige Erfassung der Erscheinungen hinausgeht. Er wird erleben, dass jeder Mensch und sein Mikrokosmos in dieser komplexen Welt der kosmischen Einheit, in allen Kraftebenen völlig natürlich mit den lebensnotwendigen Kräften und Informationen versorgt wird. Eigentlich bedarf es nur der Aktivierung bereits latent angelegter Organe des Erfassens, um die bestehenden Kraftwirkungen sowie die damit verbundenen Entitäten, Wesen und die gemeinsamen Lebensaufgabe zu erkennen. Nach einer Phase der Orientierung übernimmt der Mensch als eine liebevoll angenommene Pflicht die Mitarbeit bei der Weiterentwicklung aller Lebenswellen im Kosmos, um die Natur aus ihren bestehenden Zuständen empor zu entwickeln und den sphärischen Ballast aus dem Jenseits aufzulösen. Im positiven Dienst für Welt und Natur wird jeder Mikrokosmos unter den stets vorwärts treibenden monadischen Impulsen der Evolution stets weiter entfaltet.

Es sind zwei Problemkreise, die sich vor dem Wanderer durch die Sphären auftun: Das erste Problem besteht in den halbwahren Vorstellungen aus den stets autorisierten Behauptungen der antiken Religionen bzw. Philosophien, die sich in den morphischen Gedächtnissen der Völker durch Medien und Pädagogik als Dogmen verhärtet eingebrannt:

  1. Der Mensch ist weder durch einen Sündenfall aus einer Gotteswelt heraus gefallen, noch ist er mit «Erbsünde» belastet und muss darum seine Schuld abbüßen.
    Warum kann das so einfach gesagt werden? –
    Weil der Mensch von Anbegin des Seins von seiner Monade in einem gelenkten Evolutionsprozess durch alle Inkarnationen in den sieben Kraftfeldern geführt wird. Nicht die Menschen, sondern die Monaden sind die Kinder der Urschöpfung. Sie verwirklichen den urzeitlichen Auftrag, das ihnen eingeborene Werkzeug, den Mikrokosmos, zur Vollendung ihrer selbst zu führen. Die Monade entwickelt im Zusammenwirken mit einem bewussten Menschen über diverse Inkarnationen den siebenfachen Mikrokosmos.
  2. Es geht bei dieser Entwicklung des Menschen nicht darum, dass er oder seine «Seele» dermaleinst so heilig wird wie der gedachte „Gott“ heilig ist, weder in einem Paradies noch in einer anderen Seligkeit. Die Evolution des Mikrokosmos ist eingebettet und mitverantwortlich in einer ewigen Evolutionen aller Geschöpfe der Offenbarung im Universum, von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, oder in krativer Vielfalt in Einheit und Liebe.

Warum wird es dem Sucher nach der einen Wahrheit so sehr schwierig gemacht? wird natürlich jeder normale Mensch fragen.
Niemand, auch nicht die Monade macht es der Menschheit schwierig. Der Mensch strebt in seiner Selbstbehauptung im materiellen Feld nach seiner Seligkeit unter einem halbwahren Denkansatz. Mit der sich entfaltenden vierten Astralis beginnt er die Ideale der Einheit, der gegenseitigen Liebe und der Ewigkeit zu ahnen, und er begehrt nach ihnen. Dennoch sind diese Ideale nicht im stofflichen Kleid zu realisieren, weil es die in der Materie eingebundenen Gesetze der Bipolarität und des Vergehens nicht zulassen. Dieses Lebensfeld dient nur der Entwicklung einer erkennenden mitdenkenden Person, die mit ihren psychischen Erfahrungen über die materielle Natur hinaus wachsen will.

Die Expansion des Alls ist in sieben Lebensfeldern eine wohlgeordnete Struktur bis ins kleinste Atom, und der bewusst gewordene Mensch hat für die Entwicklung dieser Natur mit allen ihren Bewohnern in den transpersonalen Feldern mitzuwirken. Die Evolution und alle damit verbundenen Veränderungen im Schauen, im Erfassen und Bewerten der wirklichen Lebenszusammenhänge, können nur dann ohne Gefahr für Leib und Wesen in den sieben Kraftfeldern des Mikrokosmos von statten gehen, wenn sich jedes Feld ohne eine egoistische Regression voll entfalten kann. Das bedeutet, dass alle Impulse aus der niederen Astralis für das Leben in der Materie so notwendige konsumtive Verhalten und Denken gelöscht sind. Aus der höheren Astralis erhebt sich eine vollkommen altruistischen Lebenshaltung in freiwilliger uneigennütziger Empathie für den ganzen Kosmos, denn das Resonanzgesetz ist ebenso «unbarmherzig wie Nemesis». Darum werden auf dem schwierigen Pfad durch alle persönlichen Erfahrungen – langfristig gesehen – alle noch vorhanden halbwahren Identifikationen oder Imitationen der Maya verklungen sein.