Lilien Paar

Titel: 008 LilienPaar, digitales Kustwerk, Format: 65 x 50 cm; Daten: 130 MB, 300 dpi; Datum 07.03.2021

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Genderphilosophie – Harmonie und Gleichgewicht

Das Thema Gleichberechtigung ist in unserer Zeit in einen Trümmerhaufen traditioneller und nationaler Vorbehalte und sakrosankter Dogmen eingebettet. Darum gehört es zu den provokativsten Themen. Bei der Gleichberechtigung kann man sich nicht auf bisherige geläufige Literatur oder heilige Bücher stützen, denn sie alle tragen bereits den Makel der Verfremdung der sexuellen Polaritäten und seines Missbrauchs zu Gunsten machtpolitischer Strukturen. Zumal bei der Gründung der klassischen Religionen und Beginn der antiken Philosophien den Weisen der damaligen Zeit nicht geläufig war, dass der Geschlechtsverkehr von Mann und Frau notwendige bedingung für eine Kindsgeburt war. Die Menschen hielten zu Beginn unserer Zeitrechnung alle Geburten von einer Frau hervorgebracht. Darum war auch die sogenannte »Jungfrauengeburt« Jesu damals kein ebsonderes Ereignis, eher normal. Das hat natürlich dazu geführt, dass die Männer auf die besondere Leistungsfäöhigkeit der Frau, eben Leben hervor zu bringen, neidisch waren, und die Faruen darum nach allen regeln der Kommunikation in ein schlechtes Licht stellten. Politisch stellten sie sich stets über die Frau, wenngleich diese als schicke Partnerin bei öffentlichen Präsentationen sehr angenehm war.

Dennoch bleibt es seit Altersher bestehen: Männlich – weiblich – das sind die zwei Grundkomponenten des Alls. Sie reflektieren sich in den aktiven, dynamischen und den passiven, gebärenden Kräften, ohne die eine Schöpfung, ganz gleich auf welcher Ebene, nicht möglich ist. Das Bild ist ein malerischer Versuch, die intuitiv empfundene Idee der harmonischen Zusammenarbeit beider Aspekte auf allen Ebenen des menschlichen Seins darzustellen.
Isis und Osiris mit dem Sohn Horus stellen das klassische Paar der ägyptischen Mythologie aus der fernen Vergangenheit dar. Im Geburtsland Europas – Griechenland – gab es lange Zeit einen heftigen Kampf zwischen den Mondgöttinnen, z.B. Demeter und den Sonnengöttern, z.B. Apollon. Heute herrschen auf der männlichen Seite die Götter der Macht, der Religion und des Krieges und auf der matriliniearen Seite findet man den fundamentalen Materialismus und den traditionellen Bauernkult und die Naturschützer – Gold und Reis.

Die Gleichberechtigung kann jedoch mit den Komponenten Macht oder Gold nicht wirklich entstehen. Es braucht ein totales Umdenken zu einer grundlegenden individuellen Autonomie, unabhängig von allen festgeschriebenen Notwendigkeiten des materiellen Selbsterhaltes, und vollkommen frei von allen alten Traditionen. Denn jeder Mann ist nun einmal das Kind einer Frau, und die sexuelle Befruchtung ist die Grundlage aller natürlichen Fortpflanzung, die aus einer Evolution der Natur nicht wegzudenken wäre. Es fordert eine Ausrichtung auf ein Erwachsenwerden, auf das Bewusstsein eines Menschwerdens – also des bewussten Seins im Prozess eines zielgerichteten Werdens zu einer mikrokosmischen höher Entwicklung innerhalb eines lebendigen Wesens Erde, das in der metaphysischen Wirklichkeit die Totalität ist. Diese Gleichberechtigung auf der höheren Ebene aller immateriellen Lebensfelder im Kosmos trägt in sich die absolute Harmonie von Weisheit und Wahrheit, von Gerechtigkeit und Barmherzigkeit, von Frieden und Liebe. Weiblichkeit und Männlichkeit vereinen sich in Harmonie zu einem kosmischen Holismus.

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