Autonomie – gibt es diese?

Bevor man direkt über die Autonomie des Menschen sprechen kann, sollte man den sehr deutlich fremd gesteuerten Werdegang eines Menschen einmal in einigen wenigen Details betrachten. Wobei in diesem Text mehr der idealen Linie gefolgt wird, um die Übersicht zu bewahren. Denn den Verwirrspielen um eine neumenschliche Geburt sind in der augenblicklichen Situation unseres Kosmos zu Beginn der Aquariuszeit kaum noch Grenzen gesetzt. Die Sphäre, aus der die Inkarnationen zu uns kommen, ist so überladen mit mentalen und astralen Projektionen von zigtausend Jahren unserer Erdperiode, dass eine ungestörte Inkarnation schon als Ausnahme angenommen werden kann.


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Die geschlechtlichen Aktivitäten der Menschheit in der heutigen Zeit entsprechen vielfach nur einem körperlichen Begehren, in dem Macht, Besitz an der schönen Frau (oder Mann), oder einfach brutaler Lustgewinn Priorität hat. Das alles wird mit einem undifferenzierten Gefühl kaschiert, das man Liebe nennt. Dabei entsteht ohne Wissen der Partner allerdings auch eine Inkarnations- oder Geburtskonzeption im Feinstofflichen. Der Befruchtungsabbruch durch die Pille, Präservativ o.ä. führt zu erheblichen Verwirrungen in den metaphysischen Feldern, wo zahllose Mikrokosmen auf ihre Inkarnationsmöglichkeit warten. Wurde ein Mikrokosmos durch die Geschlechtskonzeption des Paares angezogen, bei dem dann doch keine Befruchtung vollzogen wird, muss er wieder in die „Warteschleife“ zurückdriften. Da man durchaus davon ausgehen kann, dass dieses unproduktive geschlechtliche Verkehren heute an der Tagesordnung ist, kann es nicht ausgeschlossen sein, dass tausende Mikrokosmen sich um die wenigen Inkarnationschancen drängeln. Darum kann auch nicht mehr von einer natürlichen Abfolge gesprochen werden, und es wird kaum noch eine den idealen Regeln entsprechende Inkarnation erfolgen. Viele abartige Inkarnationen, in denen die harmonische Resonanz von brutalen „Raubinkarnationen“ überlagert ist, führt zu Kind-Eltern-Verhältnissen, die auch nicht mehr als harmonisch bezeichnet werden können.

Verfolgen wir eine Reihe von Stationen, die zum Werden eines jeden Menschen gehören, soweit die Naturwissenschaft, die Genetik und die esoterische Literatur darüber informieren. Bereits vor der physischen Geburt eines Kindes entwickeln sich aus den feinstofflichen jenseitigen Lebensfeldern heraus einige unumgängliche Voraussetzungen.

  1. Der inkarnierende Mikrokosmos wird von seinen karmischen Bindungen, die ihn wieder zur stofflichen Erde ziehen, in die erdnahen Sphären geführt, wo er die Frau sucht und findet, die für die angelegten karmischen Verhältnisse des künftigen Menschen notwendigen körperlichen Vermögen schenken kann. In diesen karmischen Urerinnerungen vibrieren vor allem die Aufgaben, die zur Weiterentfaltung des Mikrokosmos im stofflichen Lebensfeld noch erledigt werden sollten.
  2. Danach führt der inkarnierende Mikrokosmos den Mikrokosmos der Frau – das alles geschieht völlig unbewusst über die morphische Resonanz, die von der Vibration der Frau zusammen mit der des neuen Mikrokosmos entsteht – zu einem Mann, der die Voraussetzungen für die soziale und gesellschaftliche Stellung der Familie mit dem neuen Erdenbürger mit einbringt. Dafür fügt er auch Einiges aus seinem physischen Erbgut zum körperlichen Dasein des Neugeborenen hinzu. Wichtige Voraussetzung für das Zusammentreffen von Mann und Frau ist die isomorphe Resonanz des Mannes mit der Frau, dabei fügt der Mann den passenden Magnetismus in Richtung Gesellschaft und sozialen Status für die künftigen Veranlagungen des neuen Menschen hinzu.
  3. Idealerweise wird in der harmonischen Gleichschwingung beider Partner die Zeugungskonzeption bereits in den transpersonalen Feldern – ätherisch, astral als auch mental – aufgebaut. Beim Geschlechtsverkehr wird dazu ein physischer Körper gezeugt. Das ist mithin auch die okkulte Ursache für die katholischen Ansichten bezüglich dem Schutz der kirchlich geschlossenen Ehen, die hinter der harmonischen Gleichschwingung der Partner eine seelische Verbundenheit annehmen. Die mit der geschlechtlichen Vereinigung zur Zeugung eines Kindes verbundenen Emotionen und Gefühle werden beiden Partnern als intensives Glückserleben über ihre Schöpfung geschenkt, in der ein vitaler Kräfteaustausch auf allen feinstofflichen Ebenen stattfindet. Dabei entsteht aktuell auch eine eigene astral-mentale Kraftkonstellation, an der jetzt drei Mikrokosmen für das künftige Zusammenleben in der jungen Familie eingebunden sind.
  4. Verfolgen wir den Werdegang etwas weiter. Im embryonalen Zustand, wenn das Schlangenfeuersystem sich entfaltet und der Wirbelsäulenkanal sichtbar wird, schickt der inkarnierende Mikrokosmos sein morphogenetisches Programm für die körperlichen Anlagen und die Grundvibration des neuen Mikrokosmos in das werdende Kind. Das neue morphische Programm wird mit dem Nervenfluidum verbunden, das ab jetzt vor allem das Schlangenfeuer und die ersten Nervenbahnen durchpulst. Damit sind die probabilistischen Grundstrukturen für das neue aurische Wesen gelegt. Im Zusammenhang mit den physischen vermögen bilden sich so die ersten Muster des kommenden Typs und Charakters. Man könnte diesen Vorgang in etwa mit einem Computer vergleichen, in den ein System und ein Programm installiert wurde. Nachdem die Hardware sorgfältig ausgesucht wurde, wird jetzt in dieser embryonalen Phase ein optionales System mit einem Wahrscheinlichkeitsprogramm aufgespielt. Damit sind dann allerdings schon eine ganze Reihe von prinzipiellen Vermögen vorgegeben, die die spätere charakterliche Entwicklung eingrenzen und die physischen, mentalen und emotionalen Veranlagung präformieren.
  5. Während der Kindesjahre, in etwa bis zum 7 Lebensjahr, entfalten sich der Ätherkörper und unter seinem direkten Einfluss der Stoffkörper. Der Selbsterhaltungstrieb stofflicher und ätherischer Art dominieren die ersten Erfahrungen und Wertstellungen des jungen Menschen, zu denen natürlich auch sehr traumatische Ereignisse gehören können, wie z.B. in Kriegszeiten, Hungerperioden, oder politischen Umwälzungen. Zunächst lebt das Baby aus den morphischen Ätherfeldern der Eltern bzw. der verschiedenen Zuwendungspersonen. Das Baby wird in seiner Lebensart und seinem Verhalten ein ihm eigenes Durchsetzungsvermögen entwickeln, um von seinen Bezugspersonen möglichst ausreichend Äthernahrung zu bekommen. Alle biologisch angelegten Primärreize sind dabei natürlich behilflich, wie die Kopfform mit den großen Augen, das tapsige Begreifen und das erste Herumkrabbeln, das unbefangene Lächeln etc. eben alles, was so ein Baby niedlich macht. Doch die Welt ist für das Baby selbst fürchterlich kalt. In vielen Gegenden müssen sich die Eltern auch noch um ihren eigenen Selbsterhalt kümmern, ggfs. unter dramatischen Bedingungen, wie gesellschaftliche oder natürliche Katastrophen, Krieg usw. So wird das Kleinkind sehr bald eine ganze Reihe geschickter Verhaltensmuster lernen, um an die benötigten Äther oder dann auch Astralis zu kommen. Lächeln oder Brüllen, je nach Situation und Partner – man kann auch Kampf um Zuwendung dazu sagen, aber im Prinzip ist es der gleiche Vorgang. Nur wenn das Kind genügend unstoffliche und materielle Nahrung bekommt, wird sich der Stoffkörper kraftvoll entfalten. Der Faktor Unterernährung ist nicht nur von den unbedingt erforderlichen Lebensmitteln abhängig, wie man mittlerweile auch in den Waisenhäusern feststellen musste, sondern auch von der psychischen Betreuung.
  6. So ab dem 7. Lebensjahr wird vom Kind der Körper spielerisch nach allen Richtungen ausprobiert und in seinen Funktionen trainiert. In dieser Phase werden einige fundamentale Charaktereigenschaften angelegt, die sich allein aus dem physischen Überlebenskampf in den ersten sozialen Netzwerken ergeben, Familie, Kita, Schule. Entsprechend der familiären, sozialen und gesellschaftlichen Umgebung werden unumstößliche Weltanschauungen ausgebildet, die sich korrespondierend mit den karmischen Vorprägungen im Atemfeld festsetzen. Die in dieser Zeit entstandenen weltanschaulichen und religiösen Vorstellungen, die meistens völlig unkontrolliert dem Kindmenschen vorgelebt werden, können sich zu unumstößlichen Tabus und Ritualen entwickeln, die den Menschen später sein Leben lang bestimmen. Das alles kommuniziert natürlich mit der karmischen Grundstruktur des aurischen Wesens, das im Jugendlichen eigentlich erst ab dem ca. 14. Lebensjahr seine Rechte einfordern wird, wenn der Astralkörper sich voll ausgebildet hat. Das karmische Gedächtnis im aurischen Wesen speichert Erfahrungen aus früheren Leben des Mikrokosmos, die in Bezug zur Befreiung des ganzen Systems noch nicht aufgelöst oder abgewickelt sind. Diese projizieren sich auch in das Astralwesen, wo sich diesbezügliche Phantome bilden, die mit Begehren und Wünschen aus dem Herzbewusstsein den Menschen manipulieren. Diese neuen Kräfte müssen sich jetzt mit den neu entstandenen ätherischen Vorprägungen der frühen Kindheit und den in den ersten 7 Lebensjahren im physischen Konkurrenzgeschehen entstandenen Vorurteilen, Weltanschauungen, Tabus etc. auseinandersetzen. Dazu gehören natürlich auch alle immer komplexer werdenden zwischenmenschlichen Beziehungen in Familie, Schule, Gesellschaft, die jetzt für den jungen Menschen eine starke emotionale Komponente bekommen. Man nennt diese Zeit salopp die Trotzphase. Denn jetzt muss nicht nur für den Ätherkörper – und damit auch für den Stoffkörper – sondern auch für den Astralkörper die erwünschte Nahrung herbeigeschafft werden. Dabei können die Methoden zur Ätherbeschaffung, entstanden aus den Kindheitserfahrungen, sehr stark die emotionalen Bedürfnisse des Heranwachsenden kontrastieren, was verständlicherweise zu einem quängeligen und trotzigen Verhalten Anlass gibt.
  7. Das Thema Zuwendung wird auf dieser neuen astralen Basis im Gedächtnis zum Thema „Liebe“ umgewidmet. Im astrale Bewerten der aktuellen Gefühle dominiert noch unbewusst die physische Selbsterhaltung aus dem ätherischen Gedächtnis. In diesem Zusammenhang beginnen sich die schöpferischen Kräfte zu regen. Der endokrine Kreislauf zwischen den hormonausschüttenden Drüsen stabilisiert die Funktionen für die Fortpflanzung. Viele Autoren sprechen in Prosa und Lyrik von Amore, und die Pop- bzw. Rock-Musik ist voll davon. Bei den gesellschaftlichen Begegnungen mit Verwandten und auch Freunden, die nicht zur Familie gehören, werden Pädagogen, Schulkameraden, Sportsfreunde und andere kennengelernt und in den Kreis der Menschen aufgenommen, die gut mit dem eigenen morphischen Feld interagieren. Bei diesem intensiven Miteinander werden große emotionale Kreise aus Sympathie und Antipathie, Freundschaften und Liebeleien, aber auch aus Feindschaft und Hass gezogen. Gerade in dieser Zeit entwickelt sich auch eine innige Beziehung zum morphischen Feld  der Heimat. Dabei werden verschiedene Bande in Vereinen und Kooperationen oder der Religion geknüpft und rassistische Abhängigkeiten geprägt, untermalt von den unterschiedlichsten Fanatismen.
  8. In der Zeit der Adoleszenz dominieren allerdings zunehmend die persönlichen karmischen Aufgaben. Jeder trifft somit immer öfter auch mit den Menschen zusammen, mit denen er eine Aufgabe im Rahmen einer „überirdischen Realität“ zu erledigen hat, auch wenn er diese konkreten Bestimmungen zu Beginn keineswegs real erfassen ist. An keiner Schule oder Universität wird im Kontext der westeuropäischen Erziehung über dieses lebensnotwendige spirituelle Thema unterrichtet. Darum neigt der junge Mensch auch jetzt sehr deutlich dazu, die erlernten Mechanismen des Selbsterhaltes und die korrigierenden Tabus aus der Zeit des körperlichen Wachstums als bisher erfolgreiches Modell weiter auszubauen. Die rein materiell orientierten Wertvorstellungen werden im Rahmen des Studiums und der Berufsausbildung mehr und mehr verfestigt. Pädagogen, Wissenschaftler, Managerinternate, Mönche, Priester, Koranschulen und andere Institutionen tragen dazu bei, dass der einmal eingeschlagene Weg befestigt und in der aktuellen Kultur durch spirituelle Überhöhung dogmatisiert wird. Aber gerade dadurch arbeitet der Mensch unbewusst an einem wirkungsvollen morphischen Feld für sein Erlebnisse im Jenseits – nach dem körperlichen Verfall – und vielleicht auch für die nachfolgende Inkarnation.

Es ist eine bedauerliche Feststellung, dass Weltanschauungen, Werthaltungen, Vorstellungen, Tabus und Verbote, die im Laufe des Lebens nicht eindeutig vom Menschen in Frage gestellt werden, sich zunehmend verhärten und zu bestimmenden Bewohnern seiner umfassenden Gedächtnisse im aurischen Wesen werden. Der Mensch nennt sie beiläufig: meine Vorstellung, mein Standpunkt, meine Prinzipien, die Sitte, die Tradition, und dergleichen mehr. Die Folge ist, dass sich das ursprünglich übernommen morphische Feld nicht mehr gereinigt werden kann. Der Mensch wird unbewusst von seinen selbstgeschaffenen Attraktoren in der Astralis und Mentalis mehr oder weniger gelebt, auch wenn er selbst ganz bestimmt davon überzeugt ist, stets nach seinem eignen «freien Willen» zu entscheiden.

Bei alledem wird deutlich: Der Mensch kann erst autonom und wirklich selbstbewusst werden, wenn er den ihn umgebenden Irrgarten von Fehlinformationen, Wahnvorstellungen und Unwahrheiten in seinem morphischen Feld erkennt und diese intelligent aufzulösen beginnt. Allerdings erfordert das mehr Mut, als einen äußeren sichtbaren Feind zu bekämpfen, denn das eigene Gefühls- und Gedankenleben und alle damit verbundenen Überlebenstechniken sind nahezu unüberwindliche Mauern und hermetische Schlösser in den Toren des eigenen astralen und mentalen Gefängnisses. Da die Bewohner des eigenen Gefühls- und Gedankenlebens – Wertvorstellungen, Gebote und Verbote, Tabus und heilige Dogmen – aus dem Unterbewusstsein heraus wirken, sind sie besonders schwer zu entlarven.

Wer jedoch diese eigene Abhängigkeit von seinen morphischen Prägungen langsam in sich zu erkennen beginnt, wer intensiv erlebt, dass er noch lange nicht autonom sein kann, steht vor seiner Bergbesteigung.  Er sollte zunächst für seine Befreiung aus den Fesseln der Tradition und Spekulation einige Vorbereitungen treffen, und sich vor allem mit Geduld wappnen. Im Labyrinth der Selbsterkenntnis angekommen, bekommt der Kandidat dann auch die notwendige Stabilität, alle in seiner Gesellschaft gewachsenen Sitten, Tabus und tradierten Vorbehalte ungeschminkt anzuschauen und auf ihre Bedeutung für den Weg in die kosmische Evolution zu überprüfen. Auch alle Gesetze dieser Welt müssen erst einmal neutral hinterfragt werden, ob sie mit dem wahren Auftrag aller Menschen, eben ihr Karma zu erfüllen und die Evolution aktiv zu begleiten, in Übereinstimmung zu bringen sind. Allein in dieser umwerfenden Selbsterkenntnis werden die zwingenden Mechanismen des Unterbewusstseins mehr und mehr eine neutralere Position im Leben bekommen, die astralen Wertstellungen und mentalen Projektionen in den Gedächtnissen beginnen sich aufzulösen. Nicht, dass gleich nach einer ersten Erkenntnis die sogenannte «Erleuchtung» winkt. Die autonom selbstbewusste Lebenshaltung liegt weiter entfernt, als Weise uns erzählen. Auch Ikarus musste in den Tiefen des Labyrinths erst an Zerberus vorbeikommen, um dann mit Hilfe seines Vaters Daedalus die «Seelenflügel» zu erwerben. Erst damit konnten beide aus der Mitte des Labyrinths entsteigen, um zur Sonne zu fliegen.

Erst dann, wenn der Stoffkörper losgelassen in das Ägäische Meer fällt, kann für den Mikrokosmos von Autonomie gesprochen werden. Der bis zu diesem befreienden Moment recht beschwerliche Weg ist  die tatsächliche Lebensaufgabe eines jeden Menschen. Bedauerlicherweise werden mehrere Inkarnationen für diese tiefgreifende Erkenntnis und für die Entfaltung einer erhöhten Astralis sowie einer zunehmenden Mentalis benötigt. Doch wer einmal in sich die wirklichen Zusammenhänge der kreativen Entwicklung auch im materiellen Daseins durch eigenes Erleben erfahren konnte, wird in diesen Weiterentwicklung der mikrokosmischen Evolution hineingezogen. Die im Herzen und im Bedenken hindurch klingende Beunruhigung der Monade kann sich zunehmend deutlicher bemerkbar machen und das wird sich endgültig auswirken in freiwilligem Gehorsam an das große Werk der universellen Evolution mit allen Menschen und der darauf wartenden Natur.

 

 

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