MonadenBrücke

Bildgröße: 100 x 75 cm; Datei: 300 MB; Datum: 23.10.2017

Monaden Brücke

Über die Monaden und die Schöpfung durch diese…

Selbstverständlich sind alle menschlichen Vorstellungen eines ursächlichen Wesens vor aller Offenbarung nur unspezifische Annahmen bzw. Hypothesen, die sich meistens auf Aussagen oder niedergeschriebene Dokumente historischer Personen beziehen, z.B. Propheten oder Religionsstifter verschiedener Kulturen.
Hinsichtlich der Erkenntnis des unkennbaren Schöpfungsfeldes vor jedem Anbeginn einer Offenbarung verhält unser Denken sich zur Realität wie das Polygon (Vieleck) zum Kreis. Obgleich jedermann nach Einstein mittlerweile weiß, dass der Weltenraum gigantisch groß ist, bleibt es allen Forschern oder Astronauten versagt, die Grenzen des Universums auch nur annäherungsweise anzudeuten. Weil das menschliche Denken solche Gegensätze nicht verarbeiten kann, werden sie von den Philosophen gerne hinter nebulösen Thesen über kosmologische Voraussetzungen verborgen. Bereits in Griechenland gab es seinerzeit einen «unbekannten Gott», der auf dem Aeropagit vom Volk verehrt wurde, wie Paulus seinerzeit bei seiner Visite in Athen festgestellt haben soll. In der hinduistischen Philosophie gibt es mehrere Schöpfungsmythen, bei denen unpersönliche Weltfelder als die höchsten unkennbaren Kraftwirkungen des Universums benannt werden. Angesichts der häufig kontroversen Vorstellungen über die Schöpfung bzw. die Lebensvorgänge im All kann der Mensch eigentlich immer nur konstatieren, dass dieser unser Kosmos stets ein weit über das Verstandesdenken hinausgehendes Miteinander überdimensionaler metaphysischer Wirkungen, Reflexionen und Kommunikation ist und war. Alle Weisen der Welt bestätigen eine so ziemlich allgemein gültige Aussage: Das höchste allumfassende Universum steht in einer dynamischen, vollkommenen Einheit aller Vielheiten, die über jedes menschliche Denken und Erfassen hinausgeht.

Hier ein Zitat von Giordano Bruno aus seinem Buch „Über die Ursache, das Prinzip und das Eine“: «Was wir auch im Weltall betrachten: es enthält, was Alles in Allem ist, und umfasst daher auf seine Weise die ganze Weltseele (Urmonade), wenn auch – wie schon gesagt – nicht vollständig, so doch als eine solche, die ganz in jedem beliebigen Teil des Universums ist. Da der Aktus einer ist und überall ein Sein bewirkt, so darf man annehmen, dass es in der Welt eine Vielheit von Substanzen (Monaden) und von dem gebe, was wahrhaft das Sein bildet. Darüber hinaus seht Ihr es – wie ich weiß – als unzweifelhaft an, dass jeder einzelne dieser unzähligen Weltkörper, die wir im Universum erblicken, darin nicht wie in einem ihn umschließenden Raum oder Zwischenraum an bestimmter Stelle schwebt, sondern wie in einem alles Umfassenden, Erhaltenden, Bewegenden und Schaffenden, welches von jedem dieser Weltkörper ebenso ganz umfasst wird wie die Weltseele von jedem seiner Teile. Wenn also ein einzelner Weltkörper – wie die Erde – sich auf einen anderen wie die Sonne – zubewegt und ihn umkreist, so bewegt sich doch in bezug auf das Universum keiner auf dasselbe zu, noch um dasselbe, sondern in demselben. Außerdem lehrt Ihr, dass auch das Wesen des Universums Eines im Unendlichen ist und in jedem Ding, sofern man es als Glied von jenem betrachtet, so dass in der Tat das Ganze und alle seine Teile der Substanz nach Eines sind; …»

Und Dionysios Aeropagita teilt uns seine Weisheit von der Einheit des ursächlichen Feldes mit: «Die heilig Eingeweihten verstehen unserer theologischen Überlieferung nach unter göttlicher Einung jene geheime Wirklichkeiten, die tiefgründiger als jeder Urgrund und darum nicht mitteilbar sind. Sie führen bis zur Höhe jener Einheit empor, die uns unerreichbar, unsagbar und unerkennbar ist. Und dieselben Theologen nennen göttliche Sonderung jedes wohltätige Offenbarwerden der Urgottheit, d.h. alle ihre Äußerungen im Hinblick auf uns.
Ein Beispiel: gemäß der wahrhaft göttlichen Einheit des urgöttlichen Wesens, das jenseits aller Wesen ist, müssen wir der ureinen Dreifaltigkeit folgende einheitlich gemeinsamen Eigenschaften zuschreiben: ihr heiliges Vorhandensein überragt alles Wesenhafte, ihre heilige Göttlichkeit übersteigt jedes einzelne Göttliche, ihr allwirkendes Gute reicht über alles wirkende Gute hinaus und ihre heilige Identität – ihr über alles erhabenes Sich-Selbst-Ewig-Gleich-Bleiben – umfasst und sprengt alle einzelnen Eigentümlichkeiten in ihrer Ganzheit. Die heilige Dreifaltigkeit ist deshalb eine Einheit auch noch jenseits und oberhalb des Prinzips der Einheit selbst, denn sie ist jenseits von jeder Eigenschaft, und ebenso jenseits von Unsagbarkeit, Vielheit oder Vielnamigkeit, jenseits von Unkennbarkeit oder allbegreifendem Weltverstehen, jenseits von allumfassendem Bejahen, allumfassendem Verneinen, Übersteigen, Unerreichbarbleiben …»

Man kann heute nach den weitreichenden Erkenntnissen der Quantenphysik und der Erforschung der elektromagnetischen Wellen (Licht, Rundfunk) diese gewaltige Einheit aller Schöpfungen sehr viel besser verstehen, als zu den Zeiten, in denen gerade die fundamentalen Erkenntnisse der Materie in ihrer sich in der Natur offenbarenden Vielfältigkeit von den ersten Naturwissenschaftlern besprochen werden konnten. So können wir heute sagen, und mit Bestimmtheit durchaus davon ausgehen, dass im Beginn aller Anfänge eine mit allen universalen Kräften und Dimensionen ausgestattete Monade aus dem unkennbaren Urfeld des Universums hervorgegangen ist.
In diesem allumfassenden Offenbarungsfeld vibrierte ein alles tragendes und durchdringendes universales Bewusstsein, «die universale Seele», das mit seiner unbeschreiblichen Energie und unvorstellbaren Liebe die Idee des ewigen unkennbaren göttlichen Urfeldes kommunizierte.
Es expandierten sieben Dimensionen mit sieben Kraftströmen und erfüllten die sieben kosmischen Gebiete. Das universale Bewusstsein stand als fundamentales Lebensprinzip bei allen seinen Offenbarungen in der Mitte, die sich in einer Kaskade von Monaden im unendlichen Raum des Offenbarungsfeldes ausbreiteten.
In allen Monaden vibrierte und vibriert stets die eine alles umfassende Grundidee der göttlichen Schöpfung: Das jeder Monade eingeborene Werkzeug, – eine Galaxie in einem Makrokosmos, ein Sonnensystem in einem Makrokosmos, ein Planet in einem Kosmos oder ein Lebewesen, wie z.B. der Mensch, in einem Mikrokosmos – wird durch die sieben schöpferischen Kräfte des Universums mit den in den großen Systemen innewohnenden Monaden zur Vollendung gebracht.
In dem uns näher stehenden Makrokosmos der Milchstraße begegnen sich die Kräfte der kosmischen Monade Erde innerhalb der kosmischen Monade des Sonnensystems mit den acht Monaden der Planeten, Merkur, Venus, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun, Pluto, sowie ihren Monden. Jede Monade unserer Galaxie beherbergt eine komplette Schöpfung aus sieben Kraftfeldern, eine lebendige Wesenheit in Entwicklung. So wird der Planet Erde mit allen eingebundenen Wesen und Lebenswellen von seiner Monade zu Vollendung im Kosmos der Sonne geführt. Die naturgebundene Evolution wird von zahlreichen Monaden dynamisiert. Sie treiben alle implementierten Kosmen, Wesen, Lebenswellen zur Vollkommenheit, erst zur Vereinigung mit ihrer eigenen Monade, dann zur Versammlung aller Monaden mit gleicher Vibrationstiefe, damit die sie umfassende Monade ihrerseits zur Vervollkommnung kommen und sich in die höher stehende Monade der Sonne eingliedern kann.

Diese Betrachtung lehnt sich auch an das Gedankenfeld von Gottfried Wilhelm Leibniz an, der im 17. Jahrhundert in seiner Theodizee und der Monadologie auf besondere Weise die Zusammenhänge zwischen der Urschöpfung, dem Gotteswesen und seinen Geschöpfen bis hinunter zur einfachen Natur dargelegt hat. Als beachtenswert und relevant für diese Ausführungen soll folgender Gedanke aus der Monadologie stehen: „Die kleinsten, einfachen, unteilbaren Teile (A-tomos) in der Natur, (die Monaden) sind im metaphysischen Sinn die Ideen des Schöpfers.“ Leibniz verwendet dafür auch den Begriff „Substanz“. Seit Aristoteles versteht die Philosophie unter „Substanz“ ein selbständiges seiendes Wesen oder Entelechie. Diesen einfachen Teilen gibt Leibniz dann den Namen Monade. Das Wort selbst stammt von dem griechischen Wort Monas ab, was so viel wie Einheit bedeutet. Nur die Einheit ist Sein, die sich aus der Einfachheit, der Einzelheit und der Einzigkeit zusammensetzt. Leibniz verbindet sich mit diesem Denkansatz über das universale Geschehen und die Schöpfung mit Giordano Bruno, der in seinem Werk „Über die Ursache, das Prinzip und das Eine“ 1584 ein hohes Lied auf die grundlegende Einheit der Schöpfung verfasst hat. Brunos vielfältigen Begründungen arithmetischer und geometrischer Art begründen aus menschlicher Sicht die alles umfassende Einheit der Schöpfung in aller Vielheit.
Zumal wir selbst denkende Wesen eines Mikrokosmos innerhalb einer Monade sind, können wir diese plausiblen Darlegungen der göttlichen Einheit eigentlich auch begreifen, in der sich die Vielfachheit der Geschöpfe offenbaren kann. Als Basis für die Evolution proklamieren beide Philosophen die Monaden, diese „einfachen Substanzen“ – aus sieben sich gegenseitig durchdringenden 7-fachen Kraftfeldern konzipierte Holokumulies –, die als selbstständig seiende Wesen nur möglich sein können, wenn auch eine Vielheit zusammengesetzter Substanzen (Monaden), also eine räumliche und körperliche Welt in Evolution existiert. Daraus muss man dann folgern: Die Menschen sind keine Kinder des Gottes; sie sind Kinder der Monaden, die insofern dann aber die Väter/Mütter der Menschen sind.