Transformation

Digitales Kunstwerk, Titel: 016 Transformation, Format: 70 x 50 cm, Daten 140 MB, 300 dpi, Datum: 16.05.2021

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Über die menschliche Evolution

Die Welt stellt sich für den beobachtenden Menschen als eine Entwicklung der Natur in wellenförmigen Entwicklungen der Jahreszeiten dar. Seine Erlebnisse finden in Rahmen seines Zeitempfindens statt, mit dem er sein Dasein in seiner persönlich begrenzten Wahrnehmung erfährt. Dabei ist das Erwachen der Natur aus dem Winterschlaf nur eine kurzfristige Angelegenheit die bald in den Sommer und den Herbst übergeht. Und dann ist auch schon wieder Winter. In dieser relativen kurzen Zeitspanne von einem Jahr haben unzählige Transformationen stattgefunden. Die Fauna und die Flora verwandeln sich nicht nur in bezug auf die klimatischen Veränderungen, sondern es werden unzählbare Geschöpfe geboren, das Laub der Bäume ist gesprossen und Myriaden Blätter wurden im Winter wieder abgeworfen und transformieren sich zu Humus – Nahrung für Myriaden Kleinstlebewesen, die in einer beständigen morphischen Transformation leben. Das Leben auf dem Wesen Gaia ist eine permanente Transformation. Ist dies nun alles immer nur eine Wiederholung der ablaufenden Prozesse? – Nein, auf allen Ebenen entwickeln sich viele unbeachtete Neuschöpfungen, erblüht die kreative Emergenz entlang probabilistischer Strukturen, die aus den morphischen Feldern der Existenzen und der Erde geregelt werden. Doch diese Vorgänge benötigen eine viel längere Laufzeit als das übliche Tagesgeschehen. Manche Entfaltungen benötigen Jahre und Jahrhunderte oder sogar Jahrtausende, so z.B. die Erweiterung der Bewusstheit in den Menschen. Wieviel Millionen Jahre sind vergangen, bis ein Mensch auf Erden wandelte, der seinen Verstand gebrauchen konnte für die gigantischen technischen Erfindungen. Für den Übermenschen mit supramentalen Befähigungen – siehe Sri Aurobindo, Ramakrishna oder Daniel R.Hawkins und andere – muss sich der Mikrokosmos in seiner Monade jedoch noch etwas weiter entwickeln. Und dieser Evolutionsschritt wird eine erhebliche Veränderung in der Menschheit auslösen. Dafür müssen sich viele Menschen von der gewohnten materiellen Ausrichtung ihres Daseins distanzieren und die spirituellen Wirklichkeiten in sich und um sich herum akzeptieren.
Diese spirituelle Evolution der Natur ist noch im Gange und unvollständig. Man könnte sagen, sie steht erst am Anfang einer gewaltigen Revolution. Dabei war ihr hauptsächliches Anliegen bisher, eine Basis für eine höhere Bewusstheit und ein weiter reichendes Erfassen der geistigen Welten sicher zu stellen und die dafür erforderlichen unstofflichen Wahrnehmungsorgane zu entwickeln, um so immer mehr eine Grundlage oder Form für die Schau dessen zu erschaffen, was in der Wahrheit des Geistes ewig ist. Erst wenn die Natur diese intensive Entwicklung und Gestaltung durch viele Individuen abgesichert hat, kann man etwas Radikales von sich ausweitendem oder kraftvoll verströmendem Charakter erwarten. Es verursacht eine Erhöhung zu einem kollektiven spirituellen Leben. Viele solche Versuche wurden bereits von einzelnen Personen gemacht, meistens freilich ohne die mikrokosmische Veränderung abzuwarten.
Bis die anstehende Transformation der Menschheit fortschreiten und dauerhaft erfolgreich werden kann, muss sich jeder Einzelne auf seine eigene Entwicklung konzentrieren, und damit helfen, seinen Mikrokosmos zu entwickeln und dafür sein Leben völlig umwandeln, es in Übereinstimmung mit der Wahrheit der transpersonellen Lebensfelder bringen. Jeder voreilige Versuch, in großem Maßstab ein kollektives spirituelles Leben zu schaffen, ist dem Misserfolg ausgesetzt, auf seiner dynamischen Seite durch Unvollkommenheit der mikrokosmischen Erfordernisse. Der selbstsüchtige Willen der einzelnen Suchenden entwickelt eine negative Dynamik des okkulten Prozesses, weil die materielle Selbstsucht die Menschen mit den alten Kräften in den morphischen Feldern der Erde und der vitalen stofflichen Selbstbewusstheit resonant macht, die sich der Wahrheit bemächtigt, sie imitiert, sie vortäuscht oder verzerrt. Die mentale Intelligenz und ihre Haupt-Macht, der materiell orientierte Verstand, können das Prinzip und den beharrlichen Charakter des physischen Selbsterhaltungsdranges nicht verändern.
Das bisherige auf die materielle Umwandlung gerichtete Denken kann nur verschiedene Mechanisierungen, Manipulationen, äußere Entwicklungen und Formgebungen bewirken. Die Erhöhung der Astralis hingegen befreit und erleuchtet die Anschauung der Welt. Sie hilft selbst der Mentalis zu einer Erhöhung. So kann sich auch die äußere Natur von einzelnen menschlichen Wesen durch den inneren Einfluss läutern und emporheben. Solange aber in der Masse der Menschen die bestehende unentwickelte Mentalis als ihr Instrument wirken muss, kann sie zwar Einfluss auf das materielle Erden-Leben ausüben, aber keine Transformation in die Überwelten dieses Lebens zustande bringen. Aus diesem Grund kam es zu der überwiegenden Tendenz, sich mit einem Einfluss der geistigen Imitation der Äonen zufrieden zu geben und damit Erfüllung in einem Leben in einem anderen Himmel zu suchen. Um die Menschheit aus der Unwissenheit über seine Welt völlig zu transformieren, ist eine höhere mikrokosmische Dynamik als nur die der Astralis notwendig.

Broken Windows

Bildtitel: 014 BrokenWindows, Format: 68 x 50 cm; digital composing, Daten: 87 MB, 240 dpi, Datum: 27.04.21

Die Wahrnehmung durch zerbrochene Fenster

            In gewisser Hinsicht sind wir in einer Welt von vorgefertigten Begriffen eingemauert, die wir ungenau aufgefasst und falsch übernommen haben. Viele unserer aktuellen Beurteilungen gehen auf alte Erfahrungen zurück, die mit der Zeit zu fixen Bildern oder Vorurteilen erstarrt sind, welche uns nun unsere Wahrnehmung und Bewertungen der Welt diktieren. Wir schauen in unsere Welt wie durch zerbrochene und verschmutzte Fenster. Infolgedessen stürzt jedes Mal, wenn wir etwas wirklich Neues erleben, eine vorgefasste Meinung, bezüglich Form und Inhalt in den Vordergrund, schiebt das Neue beiseite und nimmt seinen Platz ein. Anstelle einer unmittelbar unverfälschten Wahrnehmung des Gegenstandes oder der Situation visualisieren wir ein verblichenes Bild, das die bekannten Merkmale anderer, ähnlicher Dinge aufweist, die wir vor langer Zeit einmal gesehen haben. Dies geschieht so rasch und völlig automatisch, dass wir uns dessen nicht einmal bewusst werden. Wir stellen höchstens fest, dass unsere Wahrnehmung nicht mehr so frisch ist wie zuvor. Wenn wir unsere inneren Bilder mit der tatsächlichen Wirklichkeit von Dingen verwechseln, verschmutzen wir die Fenster, die uns von einem unmittelbaren Erleben der Realität trennen. Viele dieser Bilder waren jedoch einstmals auch lebendige Symbole, die das von ihnen Symbolisierte in aller Klarheit veranschaulichten – und sie könnten es wieder tun. Wir müssen sie nur in derartig transparente Fenster zurück verwandeln, die uns einen ungetrübten Blick auf die Welt und auf uns selbst gestatten.

            Das Selbstbild ist das wichtigste der Bilder, die jeder von uns im Laufe seines Lebens formt. Die stärksten Farben und Formen bekommt es in den ersten Lebensjahren – bis zum 6 Jahr. Dieses selbstgeschaffene Bild wollen wir im Folgenden als das «Ich» bezeichnen. Das Selbstbild ist mehr als eine bloße Vorstellung. Es ist stark gefühlsgeladen und dominiert alle Merkmale und Begriffe, mit denen wir uns identifizieren. Es bildet unser bisheriges Leben ab, beinhaltet so ziemlich alles – angefangen mit unserer Lebensphilosophie bis herab zu der Meinung darüber, auf welche Art und Weise wir uns kleiden sollten. Ohne dies zu durchschauen, visualisieren wir unser «Ich» mit einer Intensität, die es konkret wie einen Kristallblock erscheinen lässt, an dem wir uns stoßen können. Wir identifizieren uns so vollkommen mit den materiellen Erfahrungen unserer frühen Jugend, dass wir sie immer wieder als «uns selbst» erleben. In unserem Denken und Empfinden werden wir dann zu den Bildern, die wir von uns machen und empfinden sie sogar als unseren Wesenskern. Wir machen also unbewusst dasselbe wie ein Yogi, der sich selbst als eine Gottheit visualisiert – mit dem Unterschied, dass unsere Gottheit unser eigenes «Ich» ist. Darum steht für die Juden zu Beginn der 10-Gebote: «Ich bin der Herr, dein Gott!» Wenn wir uns mit unserem selbst geschaffenen «Ich» identifizieren, hören wir auf, unser eigentliches Sein aktuell zu erleben. Wir reduzieren unser unmittelbares Erfassen der Welt und unseres wahren Seins mit den im Verstand vorgefassten Begriffen und Bewertungen. Da diese Bilder niemals an die Tiefe und Vielschichtigkeit des wirklichen Menschseins heranreichen, beschränken wir unser Begreifen auf die oberflächlichen Merkmale der Selbstbehauptung, die sie beschreiben. Alles das, was mit den eingeprägten Erinnerungen nicht resonant ist, entgleitet unbewusst unserem unmittelbaren Bedenken. Damit verlieren wir den Zugang zu der lebendigen aktuellen Erkenntnis, die wir benötigen, wenn wir die uns gefangen nehmenden Vorstellungen richtig bewerten wollen. Wir enden schließlich in der Falle emotionaler und mentaler Projektionen, die einen befreienden Blick auf uns selbst, auf unsere Mitmenschen und auf unsere Umwelt verhindern.

            Das «Ich» muss jedoch nicht unbedingt Täuschungen und Illusionen produzieren. Da das EGO selbst ein zusammen gesetztes Wesen ist, kann es theoretisch auch wirkliche Einsichten in unser wahres Sein freigeben. Beharren wir jedoch im Denken auf dem einmal gewonnenen statischen Bild von uns selbst, wird uns das «Ich» immer irreführen. Nähern wir uns dem «Ich» jedoch als ein Symbol, erlaubt diese Perspektive, uns selbst zu durchschauen. Da das «Ich» kein Selbstwesen besitzt, ist es in gewisser Hinsicht transparent. Wenn wir dieses konkret erleben, das Fehlens eines Selbstwesens erkennen und das «Ich» als das sehen, was es wirklich ist, können wir seine Bilder durchschauen und uns unmittelbar vergegenwärtigen, worauf diese sich beziehen und für das «Ich» versinnbildlicht werden. Im Verlauf dieses Prozesses können wir entdecken, dass das «Ich» – insbesondere seine vorprojezierten Facetten – aus abgespeicherten Bildern besteht, die auf vergangene Erlebnisse und anerzogene Vorbehalte zurück zu führen sind. Wenn wir uns bewusst seine Vorprägungen relativieren, die das Bild seines inneren Wesens verdeckt, kann dieses wieder zu einem offenen Fenster werden, das eine unbewertete Wirklichkeit zeigt. Da wir uns meistens jedoch stark mit dem angenommenen Bild identifizieren, fällt es anfangs sehr schwer, von dem sich selbst behauptenden «Ich» loszukommen. Jeder Versuch, das falsche Selbstbild loszulassen oder seine Wirklichkeit in Frage zu stellen, scheint die Grundlage unseres Daseins zu bedrohen.

            Ganz gleich, welche Einsichten der Blick durch unser «Ich» enthüllen würde, wir würden sie wahrscheinlich, je nach dem, ob wir sie attraktiv finden oder nicht, in annehmbare oder abzulehnende Bilder umwandeln. Aus diesem Grunde sind spirituelle Symbole, Allegorien oder Bilder eher dazu geeignet, uns einen ersten Blick in die Tiefen unseres inneren Wesens zu gestatten. Da wir ihnen nicht wirklich anhaften und auch nicht Teil ihrer Existenz sind, werden sie dann transparent für die verborgenen Schichten der Psyche.

            Ein gewöhnlicher Mensch, der die richtigen karmischen Bedingungen mitbringt, könnte durchaus gewissermaßen zufällig auf die äußere Ebene einer verborgenen Symbolik stoßen. Wenn er jedoch die im Symbol verborgenen tieferen Ebenen sehen will, muss er über spirituelle Kraft und Entwicklung verfügen. Aber nur ein vollendeter Kandidat kann bis zur geheimsten Ebene des Symbols vordringen oder noch weiter bis zu einer spirituellen Schicht, die wir die letztliche Ebene der Erkenntnis nennen könnten. Dies verdeutlicht, dass es von dem Erkenntnisgrad eines Menschen abhängig ist, welche verborgenen Bereiche seiner psychischen Landkarte er in seinen Visionen wahrnimmt. Zunächst die nahe liegenden Wälder und Auen, und später die ferneren Berghänge und Täler, die er in den weiteren Bereichen vorfindet.

Das Enneagramm

Digitales Kunstwerk, Titel: 013 Enneagramm; Format: 60 x 80 cm; Daten: 192 MB, 300 dpi; Datum: 15.04.2021

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Kosmische Gedanken

Die spirituelle Philosophie versteht das Weltall in seinen Tiefen als ein rhythmisches Weben aller Geschöpfe in der Weltseele. Besonders in der alten indischen Vedanta wird von einem Ein- und Ausatmen Brahmans gesprochen. (Sanskrit: brahman m.) Diese höchste Schöpfungskraft ist Teil der hinduistischen Trinität, welche aus Brahma (Schöpfer), Vishnu (Erhalter) und Shiva (Zerstörer) besteht. Diese Trinität aus Vater, Sohn und Heiliger Geist ist auch im Christentum verankert.
Allerdings ist allgemein bekannt, dass unsere irdische Welt aus 12 Kräften bewegt wird, die sich in den Aspekten der zwölf Sternzeichen im Tierkreis widerspiegeln. In der europäischen Philosophie wird immer wieder von den sieben mal sieben Strahlen des ursächlichen Feldes vor allem Beginn gesprochen, die das einzige Universum mit allen Geschöpfen in ihren Monaden schaffen und geschaffen haben. Es bleibt also eine Angelegenheit des Betrachters, auf welches Modell er sein Leben einstellen will.
Die sieben kann als eine Zusammenfügung aus zwei mal drei Kräften betrachtet werden. Drei wirken oberhalb eines zugehörigen Horizonts in der Mitte und drei Kräfte wirken unterhalb der Kraft im Horizont, die die Kohabitation zwischen den unteren und oberen Kräften ermöglicht und dynamisiert. Hierbei sollte man sich keinerlei materialistische Interpretation gestatten, denn diese Siebenheit ist stets in untrennbarer Einheit wirksam.
Man kann auch sagen, seit Anbeginn besteht als Kontinuum der Offenbarung die Urmonade, das universale Bewusstsein. Alles, alle Galaxien, Sterne und Planeten und alle stofflichen bzw. unstofflichen Wesen haben ihren Entwicklungsraum in den sieben kosmischen Räumen der Urmonade, in den sieben Dimensionen. In ihren sieben Energien erklingt die Schöpfungsevolution probabilistisch auf alle Ewigkeiten hin, sich stets in kreativer Vielfalt entwickelnd, in absoluter Einheit kybernetisch in einer dynamischen Homöostase. Die Galaxie, die Milchstraße, zu der auch das planetare System der Sonne gehört und auch der Kosmos Erde mit seinem Mond, werden ebenfalls von ihrem eigenen Schöpfungsprinzip getragen, von ihrer sie ernährenden und führenden Monade. Die kosmische Monade der Erde hat sowohl die Monade des Mondes als auch die Monaden der diversen Lebenswellen in ihren Mikrokosmen auf der Erde hervorgebracht. Spricht man von einem Planetgeist, von einem natürlichen Demiurgen und Schöpfer des irdischen Daseins, und von einem Planetlogos, der Monade, die den Kosmos in seiner Entwicklung anfeuert, dann werden damit die zwei Prinzipien der irdischen Trinität angedeutet. Der Planetgeist ist der Herrscher im aurischen Wesen des Kosmos Erde, der Planetlogos korrespondiert mit der Monade des irdischen Kosmos. Der Planet selbst mit seinen diversen Lebenswellen beinhaltet die Kinder, Söhne und Töchter dieser Schöpfung im solaren System.

Im kosmischen Feld der Erde kooperieren grob gesagt sieben Lebenswellen zusammen: das Luftreich, das Wasserreich, das Mineralreich, das Reich der Mikroorganismen, das Pflanzenreich, das Tierreich und das Menschenreich. Alle zugehörigen Mikrokosmen stehen in einer permanenten Evolution, die von den übergeordneten Monaden gefördert wird. Die universelle interkosmische Evolution hat als Ziel, alle Wesen, Mikrokosmen, Kosmen, Galaxien und Entitäten mit ihrer höchstmöglichen Erfahrung in der Schöpfung kreativ mitwirken zu lassen. Diese Mitarbeit aller Geschöpfe im All ist das Grundprinzip der gegenseitigen Resonanz seit Anbeginn. Auf dieser Basis verwirklicht sich das universelle Leben und Sein probabilistisch im Rahmen der gegebenen Strukturen in liebevoller Einheit.
Wir erkennen und erfassen uns als bewusste Menschen, und sehen überrascht, wie oberflächlich und lächerlich schwach unsere menschlichen Lebensimpulse im Verhältnis zu den Vermögen sind, die uns unsere Monade schenkt. Darum versuchen einige Menschen, methodisch ihren mikrokosmischen Zustand zu erhöhen. Allerdings werden dafür Regeln der großen Religionsstifter benutzt, die bereits erleuchtet sind, um sich selbst als materielle Person in einen höheren Zustand hinauf zu schwingen. Dabei geraten sie unversehens in die Imitation. Sie gehen Ahriman im Jenseits auf den Leim und bauen sich in den mentalen morphischen Feldern, dem Devachan, einen irdisch orientierten Ersatzhimmel. Sie können dabei noch nicht erkennen, dass der Weg noch viele Irrfahrten für sie bereit hält, bevor sich der Weg zur Vollendung ihres Mikrokosmos für sie öffnet. Auf diesem erfolgreichen Weg, gestützt durch die drei monadischen Ströme, werden sich sowohl paradiesische als auch himmlische Zustände für den Kandidaten ergeben. Diese Wegstrecken sollten nicht mit einem Paradies oder göttlichen Himmel verwechselt werden, denn sie sind keineswegs das Ziel und der Sinn einer spirituellen Bemühung. Vielmehr sind diese idealen Ansichten im Dasein des Menschen nur Vorbereitungen für viel weiter reichende Aufgaben, die vor den dienenden Menschen stehen, bevor sie sich, endgültig vollendet, mit ihren Monaden vereinigen können.
Dieser spirituelle Prozess führt über das intelligente Auflösen jedes materiellen Impulses der Selbsterhaltung des stofflichen „Ich-bin“ zu der tiefen Erkenntnis des ewigen Seins in einem sich entwickelnden Mikrokosmos, aus dem ohnehin alle Vermögen des Menschen hervorgehen. Erst dann, wenn keine materiellen Vorstellungen mehr den Verstand einschränken, wenn keine vergangenen mentalen Projektionen mehr in den morphischen Feldern gefunden werden, öffnen sich auch die Türen zu den drei nirvanischen Gebieten des Mikrokosmos und des Kosmos. Jetzt entfaltet sich die absolute Dienstbarkeit für die kosmische Evolution, in der sich der Mikrokosmos vollendet und kongruent mit seiner Monade vereinigen kann, in einer wahrhaft heiligen Hochzeit. Sie führt letztlich zur Erhebung aller Lebenswellen und Wesen im Kosmos, die sich selbst über ihre Mikrokosmen mit allen geheiligten Monaden verbinden. Danach wird der Kosmos des Planeten Erde für die weiteren Evolutionsschritte im lunaren Kosmos und im solaren Kosmos mitarbeiten.

Die Gewalt der Natur

Bildtitel: 012 Die Natur, digitales Kunstwerk, Format: 50 x 66 cm; Daten: 84 MB, 240 dpi; Datum: 09.04.2021

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Das falsche Weltbild des Dualismus – es gibt nur ein Universum

Wie entsteht eine Weltanschauung?

Woraus entstehen in uns die grundlegenden Anschauungen, wie wir als Mensch funktionieren, wie und woher unser Denken, Wollen und Fühlen kommt. Woher kommen unsere Weltbilder, die beschreiben wie die Umwelt einmal entstanden ist, und wie sich das alles fortentwickelt, wie die Natur ist und lebt?

Der größte Teil unserer Weltanschauung wurde uns von unseren Eltern beigebracht, von unseren Freunden, von den diversen Pädagogen und Erziehern. Am Anfang des Erlernens steht das selbstbewusst Werden im jungen Kindesalter, das geprägt wird von den Erfahrungen in der sinnesorganisch erlebbaren materiellen Umgebung – Stadt, Land, Meer, Tundra, Schneefelder, Urwald etc.. Gerade in dieser Phase werden viele dinglichen Begriffe in den substanziellen Wortschatz einsortiert und damit in die Vorstellungen und das aktuellen Denken des heranwachsenden Menschen eingebrannt

Hierbei spielen vor allem die Familie und ihre Religion die bestimmende Autorität. So wie sich eine Graugans nach dem Schlüpfen dem «ersten Tier» anschließt, das sich in seinem gerade eben geöffneten Blickfeld bewegt, und dessen Unterweisungen es blind gehorcht – im Rahmen seiner physiologischen Gegebenheiten – ebenso übernimmt das Kind im jungen Werden seiner Gedächtnisse ungeprüft die Erklärungen der Eltern, der Familie, die diese vor dem Kind ausbreiten. So wird im abrahamitischen Kulturkreis Europas und Amerikas (Juden, Christen, Moslems) in den stark religionsorientierten Schulen bereits über viele Jahrhunderte den Schülern ein dualistisches Weltbild eingebläut, in dem der «Geist» vom «Körper» getrennt existiert. Insbesondere das römisch-christliche Dogma hat über tausend Jahre dafür gesorgt, dass nur die wissenschaftlichen Forschungen auf der Basis eines einheitlichen antiken Weltbildes akzeptiert wurden. Die Natur-Wissenschaftler haben sich selbst ein Rahmengesetz des Materialismus gegeben, in dem nur das wissenschaftlich anerkannt wird, das sinnesorganisch überprüfbar und nachvollziehbar ist. Damit haben die Naturforscher sich selbst eine Laufstall gebaut, der sie von der Erforschung der metaphysischen Phänomene ausschließt. Trotzdem haben heute aber schon viele Autoren neben das dogmatisch gespaltene Weltbild eine holistische Weltanschauung gestellt, in dem Geist und Materie zusammen gehören, weil sie gemeinsam wirken. Im Mittelalter sind einige Forscher einer ganzheitlichen Welt in die Mühlen der Inquisition geraten, wenn nicht sogar auf dem Scheiterhaufen verbrannt worden, wie z.B. Giordano Bruno. Für viele moderne Menschen gehört das geozentrische Weltbild des Aristoteles, bei dem die Erde den Mittelpunkt des Universums bildet, schon seit einigen Jahrzehnten der Vergangenheit an. Leider bekennen sich trotz aller modernen Esoterik immer noch sehr wenige zu einem ganzheitlichen Kosmos, weil sie sich nicht vom christlichen Glauben abwenden können.

Warum entstand dieses mechanistische Weltbild?

Das Einfachste, was ein Mensch sehen kann, sind die einzelnen Dinge und Körper in seinem Umfeld, die irgendwie physisch aufeinander wirken. Die Körper, die sich z.B. wie Billardkugeln stoßen und darum in die unterschiedlichen Richtungen auseinanderkugeln, erfüllen den sichtbaren Raum. Ob Körper, Korpuskel, Partikel oder Quarks, dies alles sind Begriffe für materiell gedachte Teile, die sich in ihrer mechanischen Wechselwirkung nach den elementaren Gesetzen der Physik verhalten, die von Masse und Kraftwirkung zeugen.

Dieses mechanistische Weltbild wurde dadurch problematisch, weil man es auch auf die geistigen und psychologischen Phänomene anwendete. Der amerikanische Behaviorismus hat das pawlow’sche Modell – Reiz-Reaktion-Vorgang im Tier – in der Psychologie zur Perfektion getrieben, das sich heute immer noch in den USA größter Beliebtheit erfreut.

Doch dieses Modell hat den sich immer weiter zuspitzenden körperlichen Individualismus hervorgebracht, der «wie eine Krankheit» nun auch alle Völker in Asien und Amerika überzieht und mehr und mehr andere demokratisch regierte Staaten infiziert.

Es gibt eine wissenschaftliche Entwicklung, nach der diese Fehleinschätzung der lebenden Wesen in Flora und Fauna längst überholt sein müsste. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts haben verschiedene Forscher nach der Entdeckung der Radioaktivität feststellen können, dass es nur einen graduellen Unterschied zwischen Licht und Materie gibt. Licht, darin werden alle elektromagnetischen Wellen der Erde zusammengefasst, die Radiowellen, die Ultrakurzwellen fürs Smartphone oder Pad, WLAN, WIFI, Bluetooth, etc. auch zum Kochen, und die g- oder Röntgenstrahlung und andere hochfrequente Strahlungen im subatomaren Bereich und Quantenfluktuationen (keine Teilchen-Strahlung). Zu historischen Zeiten, als die physikalische Erforschung der Welt noch in ihren Kinderschuhen steckte, wurde die Lichtwelle immer mit einem Träger verbunden, ebenso wie die Wasserwellen auf dem Wasser, die Druckwellen (Melodien, Akustik) mit der Luft oder Materie, in der sie sich ausbreiten. Man stellte sich vor, dass sich das Licht im «Äther» ausbreitet, einem immateriellen Fluidum, so wie der Schall sich in der Luft, dem Wasser aber auch in der festen Materie ausbreitet. Das Licht wurde lange Zeiten als eine Vibration im »Äther« verstanden.

Die Theosophen, Anthroposophen und Rosenkreuzer schreiben darüber, dass alle Lebewesen und auch Mutter Erde von transpersonellen, analog «elektromagnetischen» Kraftfeldern geleitet werden, dass alle Mineralien, Pflanzen, Tiere und Menschen aus diesen Feldern atmen und leben. Es wird dabei erklärt, dass die ätherischen und die astralen Vibrationen letztlich den elektromagnetische Erscheinungen ähnlich sind, allerdings mit noch stärkerer Energievibration mit einer wesentlich höheren Frequenz. Sie haben ein anderen Zeitrahmen, die Ereignisse laufen in einem viel schnelleren Werden ab, das die irdischen Vorstellungen weit überschreitet. Paulus betont in einem Brief an die Epheser, «dass wir, die spirituell ausgerichteten Anhänger des Christus, nicht gegen Menschen kämpfen, sonder gegen Fürsten und Mächte unter dem Himmel». Wobei er mit Himmel nicht irgendeinen blauen Raum oberhalb der Erdoberfläche meint, sondern vielmehr eine Sphäre höherer Energie, mit einer anderen Vibration als der uns geläufigen irdischen Schwingung. Den animistischen Naturreligionen der sogenannten «primitiven Völkern» ist es vollkommen geläufig, das alle Natur von Geistern und Kräften der anderen «geistigen» Welt geleitet und gefügt wird. Diese uneingeschränkte Welt hat dann einen anderen unchristlichen Namen: «Gaia», womit das alle Natur umfassende siebenfache Wesen Erde gemeint ist. Diese holonomen Sphären des Universums betten jeden materiellen Körper in einen Kosmos, Makro- bzw. Mikrokosmos ein, einem unstofflichen «Holokumulus», eine Art Spiegelsphäre mit morphischen Feldern, die das jeweils regulierende Gedächtnis darstellen.

Trotz alledem ist die Vorstellung des Individuums, die Idee der separierten Person mit seinem Denken und Weltanschauungen so in die diversen kosmischen und individuellen Kraftfelder verbunden, dass allerhöchste Anstrengungen notwendig wären, um den materialistisch denkenden Menschen von einer Weltanschauung der holistischen Feldwirksamkeit zu überzeugen. Dass mechanistische Weltbild mit seinen Ursache-Wirkungen in den Teilen gemäß den sich stoßenden Billardkugeln ist sehr einfach zu durchschauen und von jedem Menschen leicht zu verstehen. Es ist das lineare: wenn A dann B. Schon komplexere Bilder der Mechanik werden nicht mehr begriffen.

Das Denken und Leben mit Ganzheiten aus mehreren Kraftfeldern ist noch mächtiger, denn die Ursache-Wirkungsfaktoren sind vielfältiger, und nicht linear miteinander zu verknüpfen. Trotz alledem wirkt das Leben aus den unstofflichen Feldern durch uns. Wir werden uneingeschränkt von den transpersonalen Kraftfeldern, die uns tragen, aus den morphischen Gedächtnissen probabilistisch gelebt.

Warum ist dem Menschen das Phänomen der Wesenseinheit der Erde so unzugänglich? Warum leben wir streng im analytischen Separatismus? – Wir sind doch als Menschen bereits Teil einer Ganzheit, einer Gruppe von Kräften? – Wir selbst als Individuum sind in einem Gruppenverband der Kraftwirkungen, die uns angezogen haben – achten Sie einmal auf dieses Wort – das Kleid das wir anziehen –. Wir können hier gar nicht von einem aktiven Anziehen sprechen, weil uns dieser Prozess keineswegs bewusst ist, oder wenn dann nur minimal. Solange wir es nicht sehen wollen, dass wir gelebt werden, solange wird der Mensch seine faktische Wirklichkeit nicht begreifen, solange wird er unbewusst aus seinen Vibrationen gelebt, die er nicht wahr haben will. Weil die empirische Wissenschaft mit ihren festgelegten Regularien und die Kirche mit ihren antiken Dogmen die Wirkungsweisen, wie alles Materielle gelebt wird, nicht akzeptieren wollen noch können, werden die Menschen unter diesem Einfluss nach ihrem Glauben gelebt, unfreiwillig. Das dualistische Weltbild von Diesseits und Jenseits, von materieller Wahrheit und dem Wissen um metaphysisches Leben ist das Grundproblem, mit dem uns die metaphysischen Kräfte der Spiegelsphäre mit ihren diesseitigen Dienern/innen in dem berühmten «Kreidekreis» der Halbwahrheiten unerkannt herumführen.

Menschliches Organ im Wesen Gaia

Warum bemühen sich viele esoterische Gruppen in Geduld und Liebe, die Menschen davon vollkommen zu überzeugen, dass sie sich in einer Gruppeneinheit auf der Basis der lebendigen Kräfte des Wesens Erde befinden? Jede noch so subtile Abgrenzung vom Andersartigen ist für jeden Kandidaten auf einem spirituellen Weg schädlich, weil sein Licht mit seperatistischen Vibrationen geladen in die Isolation führt. Dann entsteht immer eine Gärung, eine kranke Vermischung der unterschiedlichen Lebenskräfte, und eine Opferung der Einheitsradiationen der irdischen Monaden an die Äonen und Archonten im Devachan. Darauf sind diese besonders gierig, wie nach einer ganz besonderen Speise.

Eingebettet als Gruppe in die natürlichen Lebensfelder Gaias, die uns von den Monaden des Lebens gereicht werden, kann einmal die mikrokosmische Evolution so weit voranschreiten, dass im Licht und in der Kraft einer erhöhten Astralis und Mentalis eine neue Wahrnehmung entstehen kann, mit der die Wirklichkeit der metaphysischen Lebensfelder gesehen wird. Daraus entsteht eine derartig andere Lebenshaltung, die alle bisherigen Kristallisationen der Weltbilder aus Naturwissenschaft, Religion und Regierungsmächte und ihre davon profitierenden Äonen hinwegfegt. Diese vollkommen neue Einsicht in die lebensnotwendigen Interdependenzen in der Einheit des Kosmos erlaubt zu behaupten: ein neuer Menschentyp, der beabsichtigte Mensch, Manas offenbart sich.

Angesichts dieser Zusammenhänge wird verständlich, das wir immer die Folge und immer der wahre Ausdruck des »Organs Menschheit« auf dem Wesen Erde sind. Jeder Mensch spiegelt als Selbst immer einzelne Aspekte der Ganzheit seiner Gruppe, seines Volkes oder Stammes wieder. Diese individuellen Eigenschaften sind notwendige Qualitäten bei der Ausstrahlung für die Gruppenwirksamkeit. Wer sich noch als autonomes Individuum mit eigener Verantwortung bezeichnet, erlebt sich isoliert in seiner Einbildung im egoistischen Größenwahn. Er kann bei dieser Arroganz nicht die äonische Beeinflussung und seinen unberechtigten Stolz erfassen. Trotz alledem bleibt er wie alle anderen Menschen ein Geschöpf des Geistes seiner speziellen Konstellation, aus der seine Person in die materielle Offenbarung projiziert wird. Alle Menschen im Körper der Menschheit bilden mit ihren außergewöhnlichen Qualitäten und Absonderlichkeiten eine Ganzheit als ein funktionelles Geschöpf in der Ganzheit des Kosmos Erde.

Zivilisation und Dogmen

Bildtitel: Civilisation; digitale Komposition; Format: 50 x 70 cm, Daten: 89 MB, 240 dpi; Datum. 08.04.2021

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Zivilisation und Dogmen-Mauer

Das weit verbreitete Dogma der festen Materie mit ihren Korpuskeln und atomaren Bausteinen aus der Antike, die eine Naturforschung der Neuzeit nicht kennen konnten, ist doch heute bereits überholt. Momentan ist es selbst eingefleischten Kernphysikern und Quantentechnikern geläufig, dass das Universum allein aus Vibrationen besteht, das einem unendlichen kontinuierlichen Feld von Wellen aus Energie und Bewusstsein gleicht.

Das Grundgesetz des Lebens ist eine permanente Reflexion und Interferenz nach den Regeln der Resonanz »Gleiches zu Gleichem«. Alle Kräfte werden resonant zeitgleich untereinander ausgetauscht, damit wird eine beständige kreative Weiterentwicklung aller Wesen möglich.

Die bisher dogmatisch vertretene Ansicht, dass es eine »tote« und eine »lebende« Materie gibt, von der alle sinnlichen Erfahrungen und das bewusste Denken emittiert werden, wird angesichts der oben gemachten Einsicht irrelevant. Alles was ist und im Universum existiert, ist lebendig und insofern auch vom allgemeinen Bewusstsein durchdrungen. Die lebenden Wesen – alle Galaxien, Quasare, Sterne, Planeten usw. und die auf und in ihnen lebenden Entitäten – werden als Ganzheiten nach dem holonomen Prinzip geschaffen und ewig erhalten. Das Bewusstsein trägt und belebt alle Lebensfelder entsprechend den mit ihnen verbundenen Entwicklungen.

Das »höchste Schöpfungsfeld«, das die universelle Offenbarung in sich trägt, hat für die Erschaffung und synergetische Erhaltung aller Lebewesen eine überragende Hierarchie von »göttlichen« Monaden hervorgebracht. Analog dem trilogischen Grundgesetz der Offenbarung: Monade plus Kosmos plus Geschöpf quellen die unzählbaren Monaden aus der unerschöpflichen Urmonade hervor, die mit einem probabilistischen Leben versehen miteinander kommunizierend die pluralistische Einheit aller erschaffen.

Die von vielen Wissenschaftlern vertretene Ansicht einer materiellen Welt aus Dingen, Teilen, Korpuskeln und Quanten ist ein fatales Dogma, das einer harmonischen Evolution des Kosmos entgegen steht. Jedes Wesen des Universums ist für sich ein Ganzes ein vollständiges Sein, ein für sich bestehendes umfassendes System, ein Holon, das im Universum resonant in die permanente Kommunikation eingebunden ist. Es trägt mit Hilfe seiner Monade alle lebensnotwendigen Information über sich selbst und über alle Lebensstufen. Dieses sich selbst bewusste holistische System erlaubt nur ganzheitliche, intelligente und lebende Wesen, ob nun mikroskopisch klein oder galaktisch groß. Das materielle Dogma muss weichen, angesichts der Tatsache dass auch die Planeten Erde, unser Sonnensystem und die Galaxis auf allen energetischen Ebenen lebendig ist, als ein Ganzes und ausgestattet mit eigener Intelligenz.

Diese spezielle Vorstellung erinnert an das traditionelle Modell einer triadischen Gotteswelt: Monade, Kosmos/Mikrokosmos/Makrokosmos, Geschöpf: Jedes System reproduziert die Grundidee der Offenbarung, ist also Ausdruck der Dynamik seiner Geschöpfe. Wie in der Vision von den Monaden des Giordano Bruno setzt sich jedes holonomische System, jedes Geschöpf, aus vielen anderen vollständigen Systemenzusammen, die innerhalb dieses größeren Schemas ihrerseits als Organein der Evolution mitwirken. Da wir jetzt sehen, dass jeder Holokumulus von Energien eine Vielzahl von Feldern kumuliert und jeder Holon auch auf fundamentale Weise mit eigenem Bewusstsein und Intelligenz ausgestattet ist, folgt daraus, dass jedes holonomische System auch in einer atomaren Kleinheit von allen implementierten Wirkungen weiß.

Die menschliche Beschränktheit auf ein dreidimensionales Weltall, in das erst kürzlich die Dimension der Zeit eingefügt wurde, versperrt den Blick auf die metaphysischen Welten, die bereits von einigen Auserwählten gesehen werden kann und auch beschrieben wurde. Viele Aspekte der Dreidimensionalität können nicht so ohne Weiteres auf die PSI-Welten übertragen werden, wie z.B. Betty Smith aus ihren Erfahrungen uns mitteilt. Mit großer Wahrscheinlichkeit gibt es sieben Dimensionen, zu denen Bewusstsein, Zeit, Raum, Energie (Licht), Wahrheit (Weisheit) und Liebe (Gerechtigkeit) gehören. Die konstante Kommunikation und Reflexion der Kräfte überträgt in einem holistischen Kontinuum alle lebensnotwendigen Informationen zeitgleich zu allen Geschöpfen, die mit dieser Information resonant sind. Es ist in der außersinnlichen Welt darum keine Frage mehr von Zeit und Raum, wer welche Information hat, sondern es werden immer alle Geschöpfe, Monaden, Planeten, Menschen, Zellen etc. immer mit allen für sie lebenswichtigen Information gespeist.

Der Gedächtnisspeicher ist nun nicht mehr eine physisches Gehirn. Das ist ein überholtes Dogma. Vielmehr ist das menschliche Gehirn für den Menschen ein Erfassungsorgan, das die in den morphischen Feldern seiner Lebenskräfte eingelagerten Informationen auslesen kann. Alles nach den regeln der Resonanz. In allen für das holonomische Universum wirkenden Kraftfelder – so weit aktuell bekannt sind es sieben – hat das zugehörige Bewusstsein ein morphisches Feld angelegt, das als Speicher die wichtigen Informationen für den aktuellen Lebenszusammenhang verwaltet, einlagert und erforderlich auch als Steuerung von Lebensvorgängen ausgibt. Im Übrigen stehen jedem holonomen Wesen im All immer uneingeschränkt alle Informationen des Universums zur Verfügung.

So ist hiermit eine Zusammenfassung einiger Dogmen gegeben, die das Denken der meisten Menschen zumauern. Die Zeit ist reif dafür, ein Fenster in die aktuellen Erkenntnisse der PSI-Welt zu schlagen. In der Dimension, in der sich das »Licht« um die Evolution des Wesens Erde, Gaia, bemüht, das Lebensfeld des Christus aus der Sonnenmonade.

Nachwort zum Buch Sehnsucht

Nach einer langen Expedition durch die internationalen Wälder religiöser, esoterischer und philosophischer Erläuterungen, nach ausgiebigen Ausfahrten auf den höher gelegenen Meeren schamanistischer und New-Age-Weltanschauungen, hat sich letztendlich die Einsicht durchgesetzt, dass viele esoterische Autoren ihr Weltbild mit theoretischen Modellen ausfüllen, die ein durchaus beachtenswertes Stück realistischer Wirklichkeit enthalten. Dabei werden jedoch bei den meisten Darstellungen eines spirituellen Weges die Voraussetzungen für diesen weitreichenden Prozess wenig oder nicht wirklich dargestellt. Denn der normale Mensch muss erst einige seiner automatisierten Lebenshaltungen erkennen und ablegen, bevor er den ersten Abschnitt betreten kann. Es ist keineswegs ausreichend, die natürlichen Begehren nach materieller Lebenserfüllung zu unterdrücken oder völlig darauf zu verzichten, wie ein Klostermönch oder ein christlicher Priester. Das grob- stoffliche Wesen gehört mit allen Reaktionen in den natürlichen Lebenslauf des Körpers, und muss in einer absolut gesunden Perspektive für den Weg der Wege erhalten bleiben.


Einige Naturwissenschaftler des zweiten Jahrtausends haben sich ein wenig aus ihrer Weltanschauung befreit, in der es nur ein körperliches Leben zwischen Geburt und Tod gibt, und heute ihre Forschungseinsichten mit den Weisheiten indischer Rishis verbunden. So kamen Ken Wilber, Stanislav Grof, Fritjof Capra, Rupert Sheldrake, Illya Prigogine, Karl H. Pribram, Alfred N. Whitehead, Michael Murphy, David Bohm, Ervin Laszlo u.a. zu völlig neuartigen Erkenntnissen über den Menschen und seine psychologische Evolution. Die modernen Rosenkreuzer kennen die Lehre von den sieben transpersonalen Kraftfeldern im Kosmos und Mikrokosmos, nachdem diese von den beiden Theosophen Annie Besant und C.W. Leadbeater erklärt wurden. Schon im 16. Jahrhundert schrieb Giordano Bruno seine universelle Weltanschauung über die Monaden. Diese Ideologie spiegelte sich im holografischen Weltbild von Karl H. Pribram/Ken Wilber mit den Holons und überlagerte sich mit dem «Netz des Indra» in der Akasha bei den vedischen Interpreten.
Die Verbindung zwischen den Wissenschaftlern und den esoterischen Philosophen erkannte ich beim Studieren der «morphischen Felder» von Rupert Sheldrake. Damit entstand ein plausibles Modell des Universums, in dem die materielle und die spirituelle Seite zusammen kommen können. Die Interpretation der Äonen und Archonten aus der «Pistis Sophia» des alexandrinischen Valentinus vereinigt sich mit dem Modell der kosmischen Felder mit den mikrokosmischen Gedächtnissen, die von Gedanken aus der materiellen Selbstbehauptung erfüllt sind. Das stolze und hochmütige Verstandesdenken des Menschen (Authades) wird durch das Wirken der in den Lebensfeldern der Erde geschaffenen Äonen und Archonten verstärkt, die aus den Wunschprojektionen der Menschen in ihrer materiellen Entfaltung entstanden sind. Bereits in den Veden werden diese immateriellen Kräfte am Firmament beschrieben und in ihren Lehren «Asuras» genannt – als Gegenspieler zu den Suras (Sanskrit).

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Lilien Paar

Titel: 008 LilienPaar, digitales Kustwerk, Format: 65 x 50 cm; Daten: 130 MB, 300 dpi; Datum 07.03.2021

Genderphilosophie – Harmonie und Gleichgewicht

Das Thema Gleichberechtigung ist in unserer Zeit in einen Trümmerhaufen traditioneller und nationaler Vorbehalte und sakrosankter Dogmen eingebettet. Darum gehört es zu den provokativsten Themen. Bei der Gleichberechtigung kann man sich nicht auf bisherige geläufige Literatur oder heilige Bücher stützen, denn sie alle tragen bereits den Makel der Verfremdung der sexuellen Polaritäten und seines Missbrauchs zu Gunsten machtpolitischer Strukturen. Zumal bei der Gründung der klassischen Religionen und Beginn der antiken Philosophien den Weisen der damaligen Zeit nicht geläufig war, dass der Geschlechtsverkehr von Mann und Frau notwendige bedingung für eine Kindsgeburt war. Die Menschen hielten zu Beginn unserer Zeitrechnung alle Geburten von einer Frau hervorgebracht. Darum war auch die sogenannte »Jungfrauengeburt« Jesu damals kein ebsonderes Ereignis, eher normal. Das hat natürlich dazu geführt, dass die Männer auf die besondere Leistungsfäöhigkeit der Frau, eben Leben hervor zu bringen, neidisch waren, und die Faruen darum nach allen regeln der Kommunikation in ein schlechtes Licht stellten. Politisch stellten sie sich stets über die Frau, wenngleich diese als schicke Partnerin bei öffentlichen Präsentationen sehr angenehm war.

Dennoch bleibt es seit Altersher bestehen: Männlich – weiblich – das sind die zwei Grundkomponenten des Alls. Sie reflektieren sich in den aktiven, dynamischen und den passiven, gebärenden Kräften, ohne die eine Schöpfung, ganz gleich auf welcher Ebene, nicht möglich ist. Das Bild ist ein malerischer Versuch, die intuitiv empfundene Idee der harmonischen Zusammenarbeit beider Aspekte auf allen Ebenen des menschlichen Seins darzustellen.
Isis und Osiris mit dem Sohn Horus stellen das klassische Paar der ägyptischen Mythologie aus der fernen Vergangenheit dar. Im Geburtsland Europas – Griechenland – gab es lange Zeit einen heftigen Kampf zwischen den Mondgöttinnen, z.B. Demeter und den Sonnengöttern, z.B. Apollon. Heute herrschen auf der männlichen Seite die Götter der Macht, der Religion und des Krieges und auf der matriliniearen Seite findet man den fundamentalen Materialismus und den traditionellen Bauernkult und die Naturschützer – Gold und Reis.

Die Gleichberechtigung kann jedoch mit den Komponenten Macht oder Gold nicht wirklich entstehen. Es braucht ein totales Umdenken zu einer grundlegenden individuellen Autonomie, unabhängig von allen festgeschriebenen Notwendigkeiten des materiellen Selbsterhaltes, und vollkommen frei von allen alten Traditionen. Denn jeder Mann ist nun einmal das Kind einer Frau, und die sexuelle Befruchtung ist die Grundlage aller natürlichen Fortpflanzung, die aus einer Evolution der Natur nicht wegzudenken wäre. Es fordert eine Ausrichtung auf ein Erwachsenwerden, auf das Bewusstsein eines Menschwerdens – also des bewussten Seins im Prozess eines zielgerichteten Werdens zu einer mikrokosmischen höher Entwicklung innerhalb eines lebendigen Wesens Erde, das in der metaphysischen Wirklichkeit die Totalität ist. Diese Gleichberechtigung auf der höheren Ebene aller immateriellen Lebensfelder im Kosmos trägt in sich die absolute Harmonie von Weisheit und Wahrheit, von Gerechtigkeit und Barmherzigkeit, von Frieden und Liebe. Weiblichkeit und Männlichkeit vereinen sich in Harmonie zu einem kosmischen Holismus.

Grüne Kraftfelder

Digitales Kunstwerk; Format: 30 x 42 cm; Daten: 50 MB, 300 dpi; Datum: 10.01.2012

Für die bessere Sicht auf die Bildstrukturen verwende die angefügte Slideshow.

Das Universum ist ein All aus den Vielheiten, es ist die räumliche Ewigkeit, ähnlich der Ewigkeit in der Zeit. Es ist ein Ganzheit mit der Unendlichkeit, grenzenlos in allen denkbaren Dimensionen, des Bewusstseins und der Liebe, der Zeit und dem Werden, des Raumes und der Kohabitation, des Lichtes und der Energie, der Einheit und des Lebens, des Begehrens und aller Dynamik, der Wahrheit und der Gerechtigkeit, sieben Dimensionen in diesem Modell.

Antike Autoren haben diesen universellen Dimensionen Regenten zugeordnet, um den Dimensionen verständliche Informationen zuzuordnen, die dem Menschen in seiner kleinen irdischen Welt verständlich sein konnten. Die multidimensionale Vielheit erstreckt sich über alle Weiten des Alls in einer unteilbaren Einheit, die für das irdische Denken unvorstellbar in Myriaden von Monaden hierarchisch strukturiert ist, um dem Leben in seiner umfassenden Liebe einen bewussten Ausdruck in allen Dimensionen zu schenken. Die Monaden enthalten sozusagen alle ein «Kind», ein Geschöpf in Evolution, einen Kosmos aus mehreren Kraftfeldern, ein sich entwickelnder Holokumulus . Dieses sind nicht nur alle unzählbaren Galaxien, Sterne, Sonnen, astronomische Nebel, Schwarze Löcher, Supernovae und Planeten, die von menschlichen Observatorien registriert werden können, sondern auch alle unzähligen für das materialistische Schauen unsichtbaren Kosmen gigantischen und mikroskopischen Ausmaßes.

Dionysos Aeropagita sagt:
Das Schöne und Gute ist tatsächlich das Band, das immer alles zusammenhält und zusammenschließt, während alles in Bewegung ist und es selbst über aller Bewegung und auch über aller Stetigkeit erhaben ist. Das Schöne und Gute ist wahrhaftig dasjenige, durch welches, aus welchem, in welchem, zu welchem hin und um dessentwillen alle Stetigkeit und Bewegung in dieser Welt ist. Denn nur aus dem Schönen und Guten und nur durch das Schöne und Gute existiert alle Wesenheit, gibt es Sein und Wesen und Gegenwart und Leben – sowohl des Geistes als auch der Seele.

Aus ihr stammen die kleinsten, die mittleren und die ungeheueren Größenverhältnisse der Gesamtnatur, alle Maße, alle Entsprechungen und Ähnlichkeiten und Ganzheiten, Teilbarkeiten, Vielfältigkeiten, Verknüpfungen und Beziehungen, das Allein und das Zusammen, die Einheit in der Vielheit, die Vollkommenheiten, Eigenschaften, Qualität und Quantität, die Abstände, die Vergleiche, die Unterscheidungen, Unendlichkeiten, überhaupt jedes Ende, jede Grenze, jede Ordnung, ebenso die Vorränge, Elemente, Gestalten, Wesenheiten und Mächte – das Prinzip selbst jeder Wirksamkeit, jedes Zustandes, jeder Empfindung, ja die Möglichkeit des Bedeutens von Worten, Erkenntnissen, Wissenschaften, Berührungen und Einungen: kurz alles, was ist, stammt aus dem Schönen und beruht auf dem Guten, wendet alle seine Wesensäußerungen bewusst oder unbewusst auf das Schöne und absichtlich oder unabsichtlich auf das Gute.

Diesem wunderbaren Gedanken sollte hinzugefügt werden, dass alle Strömungen im Universum von der Wahrheit und Liebe des interkosmischen Seins in der synergetischen Kohabitation aller Monaden – mit ihren vielfältigen Geschöpfen – bis in alle Ewigkeiten bewegt werden.

Geschöpf21

Titel: 002 Geschöpf21, digitales Kunstwerk; Format: 50 x 70 cm; Daten: 90 MB, 240 dpi; Datum. 28.01.2021

Ein Geschöpf im Wesen Gaia

Die Menschheit als funktionelles Organ im Wesen Gaia

Warum bemühen sich viele esoterische Gruppen in Geduld und Liebe, die Menschen davon vollkommen zu überzeugen, dass sie sich in einer Gruppeneinheit auf der Basis der lebendigen Kräfte des Wesens Erde befinden? Jede noch so subtile Abgrenzung vom Andersartigen ist für jeden Kandidaten auf einem spirituellen Weg schädlich, weil sein Licht mit seperatistischen Vibrationen geladen in die Isolation führt. Dann entsteht immer eine Gärung, eine kranke Vermischung der unterschiedlichen Lebenskräfte, und eine Opferung der Einheitsradiationen der irdischen Monaden an die Äonen und Archonten im Devachan. Darauf sind diese besonders gierig, wie nach einer ganz besonderen Speise.

Eingebettet als Gruppe in die natürlichen Lebensfelder Gaias, die uns von den Monaden des Lebens gereicht werden, kann einmal die mikrokosmische Evolution so weit voranschreiten, dass im Licht und in der Kraft einer erhöhten Astralis und Mentalis eine neue Wahrnehmung entstehen kann, mit der die Wirklichkeit der metaphysischen Lebensfelder gesehen wird. Daraus entsteht eine derartig andere Lebenshaltung, die alle bisherigen Kristallisationen der Weltbilder aus Naturwissenschaft, Religion und Regierungsmächte und ihre davon profitierenden Äonen hinwegfegt. Diese vollkommen neue Einsicht in die lebensnotwendigen Interdependenzen in der Einheit des Kosmos erlaubt zu behaupten: ein neuer Menschentyp, der beabsichtigte Mensch, Manas offenbart sich.

Angesichts dieser Zusammenhänge wird verständlich, das wir immer die Folge und immer der wahre Ausdruck des »Organs Menschheit« auf dem Wesen Erde sind, in dem wir gerade die wohl entscheidenden Lebensschritte für den Kosmos machen. Gaia umfängt uns und alle ihre Lebenswellen. Wir  Menschen sind von ihr befugt, gemeinsam in dieser umfassenden Ganzheit bei der kosmischen Evolution bewusst mitzuwirken. Kein noch so weit entfernt lebendes Volk ist im synergetischen Selbsterhaltungsprozess der Erde ausgeschlossen.

Jeder Mensch spiegelt als Selbst immer einzelne Aspekte der Ganzheit seiner Gruppe, seines Volkes oder Stammes wieder. Diese individuellen Eigenschaften sind dann notwendige Qualitäten bei der Ausstrahlung für die Gruppenwirksamkeit. Wer sich noch als autonomes Individuum mit eigener Verantwortung bezeichnet, erlebt sich in seiner Einbildung im Größenwahn isoliert. Er kann bei dieser Arroganz nicht die äonische Beeinflussung und seinen unberechtigten Stolz erfassen. Trotz alledem bleibt er wie alle anderen Menschen ein Geschöpf des Geistes seiner speziellen Konstellation, aus der seine Person in die materielle Offenbarung projiziert wird. Alle Menschen im Körper der Menschheit bilden mit ihren außergewöhnlichen Qualitäten und Absonderlichkeiten eine Ganzheit als ein funktionelles Geschöpf in der Ganzheit des Kosmos Erde.

Lebensdynamik

Digitales Kunstwerk, Titel: 001 Lebensdynamik; Format: 70 x 50 cm, Daten: 140 MB, 300 dpi; Datum: 04.01.2021

Jeder Mensch steht in der Fülle der kosmischen Strahlungen, Energiefelder und Resonanzen aus dem Makrokosmos der Milchstraße. Jeder Mensch spiegelt davon eine Vielzahl dieser Strahlungen zurück in seine persönliche Umgebung, mit der er resonant verbunden ist. Alles was er sieht, gehört zu seinem Labyrinth aus dem er sich nur befreien kann, wenn er alle subjektiven unbewussten Einflüsse aus seinem Mikrokokosmos und alle kollektiven Einflüsse aus dem Makrokosmos in sein »Ich bin« harmonisch integrieren kann.

Holismus

Die Philosophie des Holismus ist in einem bemerkenswerten Buch umfassend erläutert, »Holismus und Evolution«, 1926 von einem noch bemerkenswerteren Mann geschrieben, von General Jan C. Smuts, einem Staatsmann, Philosophen und Wissenschafler. Ein Abschnitt in der Encyclopaedia Britannica unter dem Titel »Holismus«, der ebenfalls von General Smuts geschrieben wurde, gibt eine allgemeine Zusammenfassung der in diesem Buch entwickelten Ideen. Wir wollen aus diesem Abschnitt etwas ausholender zitieren:
»Holismus ist die Theorie, welche die Existenz von Ganzheiten zu einem grundlegenden Merkmal der Welt macht. Sie betrachtet sowohl belebte wie leblose Objekte als Ganzheiten und nicht nur als Montagen von Elementen oder Teilen. Sie betrachtet die Natur als aus diskreten, konkreten Körpern und Dingen bestehend, und nicht als ein diffuses homogenes Kontinuum. Und diese Körper oder Dinge lassen sich nicht vollständig in Teile auflösen. Auf diese oder jene Weise sind sie Ganzheiten, die mehr als die Summe ihrer Teile sind, und das mechanische Zusammenfügen ihrer Teile wird ihren Charakter und ihr Verhalten weder hervorbringen noch erklären können. Die sogenannten Teile sind tatsächlich nicht wirklich, sondern weitgehend abstrakte analytische Unterscheidungen, die nicht in rechter oder adäquater Weise auszudrücken vermögen, wessen es bedurft hat, um das Ding als Ganzheit zu machen .
»Holismus« ist deshalb ein die Wissenschaft ergänzender und komplementärer Gesichtspunkt, deren Schlüsselworte Kontinuität und Mechanik sind… Die mechanistische Auffassung der Wissenschaft wird sogar auf lebendige Körper angewandt, insofern als ihre materiellen Strukturen die Funktionen bestimmen, welche ihre Lebensmerkmale ausmachen … Leben und Geist werden als aus der Materie stammend und eine Nachfolgeerscheinung der Materie betrachtet … Diese wissenschaftliche Auffassung ist durch die modernen Entdeckungen der Physik und Mathematik ernsthaft untergraben worden.«
*(Dies gilt besonders für die Quantentheorie, die vielleicht die grundlegendste Basis für den wissenschaftlichen Holismus darstellt, insoweit, als sie das Universum mit Hilfe von Ganzheiten von »Aktion«: Quanten funktionieren sieht. Diese Theorie wendet sich gegen die Auffassung kontinuierlicher Bewegung, und gibt so dem Universum eine diskrete Erscheinung. Die Philosophie der Quanten-Theorie muss noch formuliert werden. D. R.)
»Der Wert des mechanistischen Konzepts für die Forschung wird nicht in Frage gestellt, aber ein solches Konzept kann nicht länger als wahrer Index des konkreten Charakters des Universums und seiner Inhalte gelten. Holismus ist ein Versuch, eine alternative Auffassung zu erforschen, die jedoch die Irrtümer des Vitalismus vermeidet.
»Worum handelt es sich bei Konzept einer Ganzheit? Zunächst insoweit ein Ganzes aus Teilen oder Elementen besteht, können sie nicht festgelegt, konstant oder unwandelbar sein … Ganzheit und Teile beeinflussen und modifizieren sich gegenseitig und reziprok … Die Teile werden durch das Ganze geformt und angepasst, ebenso wie das Ganze wiederum von der Kooperation der Teile abhängt … Das Konzept der Ganzheit bringt, wenn es auf naturhafte Objekte angewandt wird, zwei große Abweichungen von der orthodoxen wissenschaftlichen Auffassung mit sich. Zunächst einmal bestehen Materie, Leben und Geist (Gemüt) nicht aus festgelegten konstanten und unwandelbaren Elementen. Und zweitens ist neben den Teilen oder Elementen in den Dingen noch ein weiterer aktiver Faktor gegenwärtig (die Ganzheit), welchen die Wissenschaft überhaupt nicht anerkennt.»
»Evolution ist die zunehmend komplexer werdende Entwicklung von Teilen oder kooperierenden Elementen bei gleichzeitiger Zunahme der Einheitlichkeit des Musters, in das sie hinein gefügt sind. Sie ist damit eine steigende Reihe von Ganzheiten, von den einfachsten materiellen Mustern beginnend, bis zu den am weitesten fortgeschrittenen … Ganzheitlichkeit oder Holismus kennzeichnet den gesamten Prozeß der Evolution in einem ständig zunehmenden Maße. Und dieser Prozess ist insofern kontinuierlich, als ältere Typen von Ganzheiten oder Mustern nicht aufgegeben, sondern zum Anfangspunkt und zu den Elementen der neueren, weiter fortgeschrittenen Muster werden. Damit werden die materiellen chemischen Muster in die biologischen Muster aufgenommen und beide wiederum in die darauf folgenden psychischen Muster oder Ganzheiten … Elektronen und Protonen, Atome und Moleküle, inorganische und organische Komponenten, Kolloide, Protoplasmen, Pflanzen und Tiere, Gemüt und Persönlichkeit sind alle nichts als einige Schritte in dieser Bewegung der Ganzheitlichkeit …«
»Das Ganze ist kreativ; wo immer sich Teile vereinigen, um ein Ganzes zu bilden, entsteht etwas, das mehr als die Teile sind … Der Ursprung einer Ganzheit aus seinen Teilen ist ein Beispiel des «mehr» aus dem «weniger», des «höher» aus dem «niedriger», auf eine Weise, welche die Vernunft nicht verletzt … denn das Konzept einer Ganzheit in Beziehung zu seinen Teilen ist ein Produkt der Vernunft …«
(EncycJopaedia Britannica: »Holismus«)

General Smuts erklärt dann weiter, wieso die Vorstellung rein mechanischer Kausalität unbefriedigend und möglicherweise eine Fiktion ist; denn wenn der Effekt niemals mehr als die Ursache ist, wenn die Ursache immer notwendigerweise ein genauer Maßstab des Effekts ist und sein muss, dann kann dies kein kreatives, sich fortentwickelndes Universum sein. Holistische Kausalität (wo verschiedene Faktoren zur Schaffung neuer Ganzheiten beitragen) ist der reale Prozess und macht die Zunahme und den Fortschritt möglich, der in der Natur ein Faktum ist. Wenn im übrigen die Ursache den Effekt vollständig festlegt, ist der Determinismus absolut. Im holistischen Universum wird Freiheit als der Natur innewohnendes Merkmal angesehen.
Die organische Einheit, welche ein Ganzes ausmacht, ist die höchste Basis von Individualität. Im anorganischen Reich kaum zu bemerken, wächst die Individualität in der organischen Welt zunehmend, bis sie die Grundlage der jüngsten und größten Ganzheit der Evolution wird, der menschlichen Persönlichkeit. Aus der voranschreitenden evolutionären Kombination oder Integration von materiellen chemischen, biologischen und mentalen Mustern wird eine vollständige Persönlichkeit geboren, welche die Einheit und die zwischen diesen drei Anordnungen von Mustern bestehenden wechselseitigen Beziehungen begründet und erklärt.
Die Ganzheit ist – von einem äußeren mechanischen Standpunkt aus betrachtet -–was wir Teile nennen. Aber von einem inneren integralen Standpunkt aus ist die Ganzheit das Selbst. Das Verhältnis vom Ganzen zu seinen Teilen wird damit in das Verhältnis von Selbst zu Nicht-Selbst gewandelt, das wir von der Psychologie her als Subjekt-Objekt-Beziehung kennen. Ganzheitlichkeit ist Selbstheit. Der Weltverlauf tendiert von Materie durch Leben zu Geist und Spirit; von Notwendigkeit zu Freiheit; von der Äußerlichkeit der Elemente zur Innerlichkeit und Selbstheit von Ganzheiten. Ganzwerdung kennzeichnet diesen Verlauf in jedem Stadium. Das bezieht sich auf psychologische Prozesse, in denen ein zunehmender Aufbau von höheren Mustern aus niedrigeren erfolgt. Gestalt-psychologie hat zum Beispiel aufgezeigt, dass mentale Aktivität Muster oder Strukturen von Erfahrung formt, die sich als Ganzheiten verhalten, und in andere Erfahrungen als ungeteilte und untrennbare Ganzheiten eingehen.
Während dies auch auf soziale, religiöse und politische Strukturen zutrifft, sind sie jedoch eher Holoide als Ganzheiten; und die wahren Ganzheiten sind immer die Persönlichkeiten, welche diese Strukturen um des Wachstums und des spirituellen Fortschritts aller menschlichen Individuen willen aufgebaut haben. General Smuts glaubt nicht daran, dass das Individuum für den Staat oder die Kirche da ist, sondern umgekehrt. In bezug auf die Möglichkeit, daß das Universum gleichfalls eine Ganzheit sein könnte, weigert er sich, eine
bejahende Haltung einzunehmen, und sagt nur, daß »dieses nicht ein vollständig abgeschlossenes Universum ist, sondern ein Universum im Werdeprozess, und es mag jenseits des Wahrnehmungsvermögens unserer beschränkten Fähigkeiten große und kleine Ganzheiten im Werdeprozess geben.« Und er schließt mit diesen wundervollen Worten:

Obwohl die Theorie des Holismus die materielle Basis der Welt offen annimmt und die naturhafte Ordnung so anerkennt wie es der Idealismus nicht kann, rechtfertigt sie doch voll die geistigen Gesichtspunkte und Feststellungen in der Interpretation der Welt … Wir sind ständig mit der Gegensätzlichkeit zwischen Materie und Geist konfrontiert, zwischen dem Zeitlichen und dem Ewigen, zwischen dem Scheinbaren und dem Wirklichen. Holismus zeigt diese Gegensätze als in der Ganzheit miteinander versöhnt und harmonisiert. Er zeigt Ganzes und Teile als Aspekte von einander – das Endliche wird mit dem Unendlichen identifiziert, das Vereinzelte mit dem Universalen. Ewigkeit ist in der Zeit enthalten, Materie ist Kleid und Vehikel des Geistes, Wirklichkeit ist nicht eine transzendente anders-weltliche Ordnung, sondern im Phänomenalen immanent. Um Wirklichkeit zu erlangen, müssen wir nicht von der Erscheinung fortfliegen; jedes kleine Zentrum und Ganzes in der Welt, wie nieder auch immer, ist eine Werkstatt, in der Zeit in Ewigkeit gewandelt wird das Phänomenale in das Wirkliche. Die wunderbare Wirklichkeit ist überall; das Senklot wird ungekannte Tiefen erreichen, gleich, wo es hernieder gelassen wird; jeder Querschnitt in der Welt der Erscheinungen wird die Beschaffenheit der Realität enthüllen. Die Ganzheit, sogar die scheinbar kleinste und unbedeutendste, ist überall das wirkliche Wunder, der Zauber, der die Geheimnisse enthält, nach denen wir im Denken und Verhalten tastend suchen. Es gibt dort das «immer», welches das «jenseits» ist. Eine Ganzheit zu sein und in der Ganzheit zu leben wird zum höchsten Prinzip, aus dem alle höchsten ethischen und spirituellen Regeln (wie z. B. die Goldene Regel) folgen. Und sie verbindet diese Regeln mit dem Wesen der Dinge, denn aus ihr entspringen nicht nur Güte, Liebe und Gerechtigkeit, sondern auch Schönheit und Wahrheit, die in der Ganzheit verwurzelt sind und von ihr getrennt keinerlei Bedeutung haben. Das Ganze ist in der Tat zugleich Quelle und Deutungsprinzip all unserer höchsten Ideale, wie nicht weniger der früheren evolutionären Strukturen.«