Gleichberechtigung

Wer seine männliche Kraft kennt und doch weibliche Sanftmut bewahrt, ist das Tal des Reiches. Wenn er das Tal des Reiches ist, wird ihn die immerwährende Tugend nicht verlassen, und er wird zurückkehren zu dem natürlichen, unkomplizierten Zustand eines Kindes.

Wer sein Licht kennt und doch im Schatten bleibt, ist das Vorbild für das Reich.
Ist er das Vorbild für das Reich, dann wird die immerwährende Tugend in ihm nicht versagen, und er kehrt zurück zum universalen Bewusstsein.

Wer seine Glorie kennt und in der Schande bleibt, ist das Tal des Reiches.
Wenn er das Tal des Reiches ist, wird die immerwährende Tugend in ihm ihre Vollkommenheit erreichen, und er wird zum universalen Bewusstsein zurückkehren.

Als sich der Makrokosmos verbreitete, wurden die Kosmen gebildet.

Der Weise, der das hohe Erfassen anwendet, wird selbstverständlich in Gruppeneinheit mit allen sein. Er wirkt gemeinsam mit allen in Erhabenheit und verletzt niemanden.
(Übertragung aus dem Tao-Te-King von Laotse)

Zu Anfang seiner Verse spricht Laotse davon, dass jeder Mensch, sowohl der Mann als auch die Frau, im eigenen Wesen die innerpsychi-schen komplementären Aspekte des männlichen und des weiblichen – C.G. Jung nannte diese Animus und Anima – in eine harmonische Zusammenarbeit in Gleichwertigkeit führen muss. Bei den gegebenen gesellschaft-lichen Bedingungen (je nach Volk und Kultur) bedeutet dies natürlich eine Vielzahl subjektiver Erfahrungen im Leben mit Leid und Verdruss, bis letztendlich aus der tiefgreifenden Einsicht eine zwingende Motivation entsteht, dass nur dann eine „immer währende Tugend“ entstehen kann, wenn eine unverbrüchliche Harmonie zwischen den beiden komplementären Kräften besteht. Dafür ist selbstverständlich auch die Gleichstellung von Mann und Frau innerhalb einer zivilen Gesellschaft notwendig. Diese Tugend oder Tauglichkeit für die Weiterentwicklung des Menschen bedeutet: die höheren astralen Aspekte werden sich nur dann im Mikrokosmos entfalten, wenn die niedere Astralis endgültig zur Ruhe gekommen ist. Erst nachdem alle Sympathien und Antipathien für den Selbstschutz des Körpers im materiellen Lebensfeld ausvibriert sind, wird sich im Astralfeld ein höheres Begehren bemerkbar machen.


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Die Menschen müssen innerlich erfassen können, dass die höheren Welten – oft auch die seelischen Welten genannt, – kostbarer sind als Besitz, Ruhm und Macht auf dem Erdball. Es ist eigentlich erstaunlich, dass sich diese Einsicht trotz vieler Publikationen in China, in Indien – durch die Veden bereits vor 4000 Jahren –, in Griechenland, im Zweistromland, im antiken Ägypten u.a., weltweit nicht in der Praxis durchgesetzt hat. Vielmehr leidet und stöhnt der Planet unter dem martialischen Patriarchat. Kapitalistische Ausbeutung der Natur ist die Grundmelodie der Aktienwelt, dabei ist die Übervorteilung und Unterdrückung der Frauen vielerorts an der Tagesordnung. Laotse war mit seinen humanen Gedanken, die auch von Konfuzius geteilt wurden, seiner Zeit um viele tausend Jahre voraus. Die ungebrochene Gier der Reichen und ihre Verblendung, die stets von den Fürsten unter dem Himmel (Paulus) angefacht wird, erreicht zur Zeit wohl einen Höhepunkt. Dabei werden die Empathie und die Kohabitation von Mann und Frau mit stahlharten Kommiss-Stiefeln getreten.

Im letzten Abschnitt seiner Verse erweist sich Laotse als ein wahrer Prophet, denn er wusste bereits vor ca. 2500 Jahren, dass sich durch die Entfaltung der höheren Mentalis wie „selbstverständlich“ eine Einheit einstellen wird. Jedoch kann sich die Mentalis erst vervollkommnen, nachdem sich die höheren Aspekte der Astralis im Mikrokosmos konzentriert haben und darum für das Werkzeug aktiv werden. Um die Abhängigkeit des Menschen von diesem Zusammenhang richtig verstehen zu können, sollte man einsehen, dass die subjektive Weltsicht, also das, was jeder persönlich durch Informationen über die äußere Welt erfährt, erstens direkt abhängig ist von der grobstofflichen Art seiner Sinnesorgane und zweitens von der gedanklichen Bewertung auf der Basis gespeicherter Lebenserfahrungen, Vorstellungen, Dogmen und Tabus in seinen morphischen Feldern. Sind diese Gedächtnisstützen vorwiegend aus Aktionen zum Selbstschutz des Körpers sowie der Selbsterhaltung im materiellen Lebensfeld zusammengestellt, wird das Weltbild dementsprechend an die bereits bestehenden materialistischen Lebensbilder angepasst ausfallen. Dadurch bedenken und bewerten die Gedanken im Verstand der unteren Mentalis dann die eingehenden Informationen nur nach Nützlichkeit, Sinn und Zweck, bzw. Gefahr und Bedrohung von Leib und Leben. Der Mensch bestätigt durch dieses egobezogene Denken völlig unbewusst sich selbst immer nur die eine für seine stoffliche Person gültige „Wahrheit“.

Auf diese Weise wird sichergestellt, dass ununterbrochen ausschließlich die niedere Astralis beschäftigt wird. So läuft das Denken wie in einem Hamsterrad im materiellen Regelkreis von Sympathie und Antipathie, Zuneigung und Abneigung, Liebe und Hass. Dabei ist nicht daran zu denken, dass die niederen Astralfelder aus Angst vor einem materiellen Tod zur Ruhe kommen. Wenn okkulte Methoden oder fernöstliche Meditation diesen Kreislauf der Egozentrik nicht berücksichtigen, bleibt die höhere Mentalis auch auf diese Weise ebenfalls unerreichbar. Dabei wäre es doch ganz einfach. Laotse hat sich ausführlich damit auseinander gesetzt und seinen Lesern einige gute Informationen für die harmonische Weiterentwicklung des Mikrokosmos im Tao-Te-King vermittelt.

Beruhigt sich die niedere Astralis bis auf das biologisch Notwendige, dann kann sich die Monade deutlicher im Menschen bemerkbar machen und im Mikrokosmos die Weiterentwicklung der höheren Kraftfelder dynamisieren. Ein besonderes inneres Ereignis tritt ein: In den höheren Astralfeldern erfährt der Mensch womöglich ein Gebiet der vollkommenen Einheit mit alle Natur und allen Wesenheiten bzw. Geschöpfen darin. Dabei kann er diese Einheit allerdings nur als ein Teil der Ganzheit erfahren. Alles gehört wunderschön zusammen, nirgendwo findet sich eine Grenze, auch keine emotionale Trennung, alle verstehen sich ohne Worte. Jedoch das Viele in der Einheit steht immer noch im Außen. Alles Erkennen in diesem Stadium gleicht einem gefühlten, intuitiven Erfassen aller Wesen und Entitäten der Astralis und der Ätherwelt, die er über die isobare Resonanz seiner Person anzieht. Jedoch sollte der Mensch diese Pseudo-Himmel nicht als sein Lebensziel betrachten und dabei stehen bleiben, denn in seinem Mikrokosmos ist die Entwicjklung noch beendet, die höhere Mentalis und die drei nirvanischen Lebensfelder noch nicht konzentriert.

In dem Büchlein „Die Stimme der Stille“ von Mme. H.P. Blavatsky steht darum über diesen Zustand: „Der Name der zweiten Halle ist: Halle des Lernens zur Erprobung – (es ist die höhere Astralis). In ihr wird deine Seele die Blüten des Lebens finden, unter jeder Blume ringelt sich jedoch eine Schlange. Wenn du die zweite Halle sicher durchschreiten willst, dann bleibe nicht stehen, um den Duft ihrer betäubenden Blüten einzuatmen. Wenn du von den karmischen Ketten frei werden willst, dann darfst du in diesen mãyãvischen Reichen nicht deinen Guru suchen.“ Erst wer auch die dritte Halle durchschritten hat – die höhere Mentalis, kann sich auf den weiteren Pfad durch die nirvanischen Felder begeben.

Wichtig für den Wanderer in diesem weiten Tal der Erfahrungen ist, sich gerade bei diesen erfolgreichen Schritten auf dem Weg der mikrokosmischen Entwicklung immer bewusst zu sein, dass er selbst niemals der Akteur seines Denkens und Handelns ist. Der Mensch wird stets von den Kräften seiner Monade und den Feldern seines Mikrokosmos geführt.

Leider ist diese allgemein verbreitet Selbsttäuschung auch verquickt mit den unermüdlichen Bemühungen der irdischen Äonen im astral-mentalen Feld des irdischen Kosmos, die sich mit allen erdenklichen Methoden um ihre Existenzsicherung bemühen. Kann der fortgeschrittene Kandidat trotz aller inneren und äußeren Wider-stände mit der höheren Mentalis verbunden werden, dann zeigt sich ihm erneut ein Himmel von unbeschreiblicher Schönheit. Er erfährt sich integriert in den mit ihm resonanten Makrokosmos. Er erfährt sich innerhalb des Kosmos, eins mit allem und allen, in aller Pracht und aller verheißenen Herrlichkeit. Das Buch der Natur ist mit sämtlichen Details vor ihm ausgebreitet, alle Bedeutung des Daseins in seinem Lebensfeld und in allen anderen Existenzen wird vor dem inneren Erfassen ersichtlich. Jedoch der «Erleuchtete» muss auch diese überaus herrliche Phase seiner Evolution schnell wieder verlassen, um die weitere Entwicklung der folgenden drei nirvanischen Felder zu ermöglichen. Gerade auf dieser hohen Stufe der Einweihung muss es immer glasklar vor seinem höchsten Bewusstsein stehen, dass er selbst, sein mentales EGO – auch das sogenannte höhere Selbst – niemals das Ziel des Bestrebens ist. Wer das einmal auf diesem Wege im heiligen Strom vergisst, stürzt sofort wie ein Eisberg vom Gletscher ins Meer der Vergessenheit. Wenn er die Selbstlosigkeit noch nicht verwirklichen kann, wäre es besser für ihn, diese Stufe vorerst noch nicht zu betreten. Sonst werden die äonischen Kräfte des Egoismus ihm eine vielversprechende Selbstherrlichkeit schenken, die ihn unweigerlich an die irdische Magie fesselt.

Jeder Mensch kann die Entwicklung aus den unteren astralen Feldern bis zu den heiligsten nirvanischen Gebieten in seinem Mikrokosmos vollziehen lassen, der sich klug von den Anweisungen des Laotse im Tao-te-king führen lässt. Die höchste Kunst des Wu-wei wu-wei erreicht jeder, der immer und unter allen Bedingungen eine demütige Geduld und eine rücksichtsvolle Zuneigung zu allem Leben bewahrt. Auch wenn es noch einige Inkarnationen dauern könnte.

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Neues Weltbild


Felddenken – ein total neues Weltbild

Zur Einleitung einige Gedanken von Giordano Bruno aus dem 16. Jahrhundert: In seinem Kosmos, wie er sich ihn dachte, kreisen zahllose Sterne und Weltkugeln, Sonnen und Erden. Von diesen Gestirnen ist keines in der Mitte. Denn sein Universum ist nach allen Seiten hin gleich unermesslich. Es gibt viel mehr Sonnen und ebenso viele Mittelpunkte, als es Welten gibt. Alle Gestirne sind Individuen, Kolossalorganismen und im Verhältnis zu noch größeren Weltindividuen wiederum nur Teile und Organe. Alle diese Riesenkörper sind aus den gleichen Kräften bzw. Elementen aufgebaut. „Wer meint, es gebe nicht mehr Planeten, als wir kennen, ist ungefähr ebenso unvernünftig wie einer, der glaubt, es flögen nicht mehr Vögel durch die Luft, als er soeben aus seinem kleinen Fenster beobachtet hat.“ – „Nur ein ganz Törichter kann die Ansicht haben, im unendlichen Raum, auf den zahllosen Riesenwelten, von denen gewiss die meisten mit einem besseren Los begabt sind als die Erde, gäbe es nichts anders als das Licht, das wir auf ihnen wahrnehmen. Es ist geradezu albern, anzunehmen, es gäbe keine anderen Lebewesen, keine anderen Denkvermögen, keine anderen Sinne als die uns bekannten.“ Immer wieder bekommen wir von Gelehrten, das heißt: studierten Menschen, die nur die eine Seite irgendeiner Wirklichkeit erblickt haben, die Versicherung zu hören, der Mond sei eine „tote Erde“, die Sonne sei nur dazu da, um Licht und Wärme zu spenden, aber Leben sei auf ihr unmöglich. Aber dies und dergleichen ist anthropomorphisches Geschwätz hochmütiger und engstirniger Stubenmenschen.
„Es ist ganz und gar ausgeschlossen, dass es eine Erde gibt, die tot ist: das würde ihrem Begriff völlig widersprechen. Erde heißt Leben und Heimat von Leben; wie kann so etwas jemals tot sein? Und die Sonne: wie könnte sie so viel Leben auf so vielen Planeten schaffen, erhalten, steigern, erneuern, wenn sie nicht selbst ein unerschöpflicher Lebensherd wäre? Oder sollte sie wirklich ihre ungeheuren schöpferischen Energien nur für ihre Trabanten aufbrauchen, für sich aber gar nichts davon verwenden? – Lässt sich im Ernst daran zweifeln, dass die Mission aller gottgeschaffenen Wesen, sich vollkommen zu vergeistigen, nicht schon auf vielen Weltkörpern erreicht ist?“

Leben hat die Tendenz, sich immer zu verbreiten, zu erhöhen, zu vervielfältigen. G. Bruno ist für seine Weltanschauung von der katholischen Kirche hingerichtet worden, weil er trotz Folter nicht widerrufen hat. Das kennzeichnet die „christliche Liebe der Kirche“ zu dokumentarisch. Dieser mittelalterliche Philosoph und Astrologe hat das Wesen des universellen Lebens geschaut, auch wenn für seine Zeit die Wirklichkeit der elektromagnetischen Felder noch nicht zum Standardrepertoire der Universitäten gehörte. Aber es war ihm das Wesen Leben, das bewusste Leben als Ursprung aller Geschöpfe in seinen unermesslichen Kosmen durchaus bekannt. Er musste alle engstirnige Dogmatik der Kirche ablehnen und sich zu seinem im eigenen Herzen Erschauten bekennen.


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Heute ist es wenig schwierig, den Menschen etwas über die Radiowellen – elektromagnetische Vibrationen – zu erklären, weil sie zum täglichen Miteinander gehören. Die Smartphones, die Radios, Fernseher, GPS, Bluetooth und andere Funkwellenproduzenten ermöglichen heute die vielseitige geschäftliche und private Kommunikation, inklusive dem Elektrosmog, über den vielfach spekuliert wird. So kann in der aktuellen Zeit die Feststellung, dass das Leben der Menschen in all seinen Auf- und Niedergängen allein aus den kosmischen Lichtkräften zu erklären ist, die sich jeden Moment um ihn bemühen, niemanden wirklich erschüttern. Es sei denn, er ist immer noch in den mittelalterlichen Dogmen und ihrer aristo-telischen Weltsicht des Augustinus gefangen. Dennoch kann ohne Frage gesagt werden, dass die Lebensschwierigkeiten des Menschen nicht in erster Linie aus seinem physischen oder psychischen Verhältnis zu seinen Mitmenschen entstehen, zur Gesellschaft oder zum Leben im Allgemeinen. Vielmehr sind sie ausschließlich die Folge von Einflüssen, die eine bestimmte Gruppe elektro-magnetischer Strahlungen, Strömungen und Felder auf ihn ausüben. Daraus sind seine Situationen, Konflikte und Abenteuer zu erklären. Des Menschen Lebenslauf ist auch darum so komplex geworden, weil in früheren Inkarnationen seines Mikrokosmos besondere Lektionen des astralen Lebens gelernt werden mussten, die zunehmend von einem moralischen und ethischen Bedenken korrigiert wurden. Aus der aktuellen Weltsituation kann man lesen, dass diese inneren Lernabschnitte für viele Menschen keineswegs schon abgelaufen sind.

Der Mensch steht zur Zeit an einem bestimmten Punkt seiner Entwicklung; im Laufe der Aquariusperiode sollte er über die niederen Ansichten seines Wesens, die des Ätherfeldes, der Astralis und der Mentalis, im kosmischen Dasein hinaus wachsen, damit sich die höheren Felder in seinem Mikrokosmos stabilisieren und zentral mit ihm verbinden können. Bedauerlicherweise ist bei aller Entfaltung von Pädagogik und Berufsvor-bereitung der Jugend durch Lehre oder Studium der Denkansatz aus der Schöpfungsgeschichte in der Genesis verloren gegangen, dass der Mensch sich „die Welt untertan machen“ solle. Dieser biblische Auftrag wird von den egoistischen Kapitalisten völlig anders interpretiert als er ursprünglich beabsichtigt war. Sie verstanden diese heilige Aufforderung der Genesis nämlich als eine Anweisung, die Natur und ihre Schätze für private Bereicherung möglichst umfassend auszubeuten, so weit sich dafür technische Möglichkeiten und bereitwillige Arbeitssklaven finden lassen. Es wurden dann auch alle die Menschen, die für die Erschließung aller in der Natur auffindbaren Ressour-cen arbeiten, selbst ausgebeutet, da sie ohnehin keine Chance zu einem lebenswerten Dasein haben. Es ist für die herrschenden Kasten abso-lut kein Problem, diese Arbeiter – natürlich nach Gottes Willen – in eine der untersten Kasten einzustufen. Damit die geschundenen Hilfskräfte auch fest daran glauben, dass sie für ihr eigenes Schicksal selbst verantwortlich waren, wurde z.B. von den Brahmanen und Priestern schnell noch das Karmagesetz mit entsprechenden Regeln ausgestattet.

Jedoch kann sich niemand die Welt untertan machen, wenn er sie nicht wirklich umfassend kennt, wenn er sich selbst nicht als verantwort-licher Mitwirkender in allen Sphären der Welt begreifen kann. Das gehört natürlich auch zu der Aussage Jesu, dass eher ein Kamel durch ein Nadelöhr gehen kann, als dass ein Reicher in den Himmel kommt. Um sich die Welt, soweit ersichtlich, untertan machen zu können, ist einerseits die Kenntnis aller Felder, die den Kosmos beleben, absolut notwendig, und zweitens das Wissen, dass alle Wesen des Kosmos Erde gemeinsam und voneinander abhängig in einer gewaltigen Evolution stehen. Jede Gruppe von Wesen, die Tiere, die Pflanzen, die Menschen, beleben ein gemeinsames Gruppenwesen, das nach Familien, Rassen und anderen Untergruppen gegliedert ist. Alle diese Gruppen können letztlich nur zusammen die einzelnen Evolutionsschritte bewältigen. Bei diesen großen Zyklen wird es natürlich auch Rückbildungen für die Wesen geben müssen, die den anstehenden Entwicklungsschritt partout noch nicht machen können. Auch wenn Darwin zu seiner Zeit nicht alle Feinheiten dieser Entwick-lungszyklen erforschen konnte, so hat er doch die Menschheit mit seiner Abstammungslehre vor die große Allegorie ihres Daseins gestellt.

Alle Tiere und Pflanzen der Erde sind selbst aktiver Teil einer kosmischen Evolution, und der Mensch gehört eindeutig mit den Primaten zu den höheren Säugetieren. Das bedeutet, der Mensch ist absolut mitverantwortlich in diesen Entwicklungsprozess einbezogen, ebenso wie alle Fauna und Flora, sowie alle Entitäten, Engel und Wesen des Jenseits. Das sollte im Ausbildungplan der jungen Menschen in Schulen und Universitäten niemals vergessen werden. Die Eltern haben diese Mitverantwortung im Allgeschehen ihren Kindern im täglichen Zusammensein mitzuteilen und vorzuleben. Dieser Auftrag zur vollständigen Kenntnis des Menschen und der Erde geht eindeutig an dem unter der Anleitung zahlreicher Priester, Gurus, Mullahs etc. weit verbreiteten Bemühen vorbei, sich aus dem sogenannten Tränental, dem Rad von Geburt und Tod, durch eine „Heiligung“ ganz gleich welcher Art, zu entfernen. Weder die Pilgerreise nach Mekka noch die zur Kumbh Mela oder zum Keilasch können den Menschen von seiner wirklichen Aufgabe befreien. Keineswegs helfen die zahlreichen Opfer in Tempeln, Stupas oder Kathedralen. Was soll eine Entität aus Bewusstsein, Weisheit und Liebe mit Knallkörpern (China), Lammfleisch (Mekka) oder Alkohol und Zigaretten (Südamerika) und so weiter anfangen. Das ist doch eine völlig kleinkarierte Kindergartenvorstellung von einem „Gott“. Jene, die solche Opfer annehmen und noch dafür Erfolg und Fruchtbarkeit versprechen, können doch nur Götzen sein, die aus dem Jenseits die Menschen ganz grausam ausbeuten. Die für die Erfüllung des Auftrages erforderlichen Informationen werden den Menschen, wenn nicht bereits im Jenseits nach seinem Ableben, dann spätestens in der nachfolgenden Inkarnation erreichen. Die permanente Ausbeutung von Natur und Mensch läuft in der Perspektive der kosmischen Reso-nanz unter Diebstahl, und zum Teil auch unter Mord. Zwei elementare Gesetze aus den zehn Geboten werden unbewusst gebrochen, und die handelnden Menschen wähnen sich kraft ihrer irdisch benannten Kaste im Recht. Doch die kosmischen Gesetze sind nicht von Menschen gemacht, sie wickeln alle Ungerechtigkeiten völlig unpersönlich und vollkommen neutral ab. In Ägypten kannte man dafür die Wägung des Herzens gegen eine Feder der Göttin Maat unter Aufsicht des ibisköpfigen Thot und Horus mit dem Falkenkopf.

Dem europamerikanischen Menschen wird in seiner selbstbewussten Art der jüdisch-christlichen Erziehung wohl kaum zu Bewusstsein kommen, dass diverse Aussagen in der Bibel nicht nur dogmatische Gebote sind, bei denen sie sich vielleicht entscheiden können, ob sie diese nun befolgen wollen oder nicht. Nein, in der Genesis sind einige kosmische Gesetze niedergelegt, die vom Menschen unbedingt befolgt werden müssen. Sonst werden die ausgleichenden Kräfte der Nemesis wirksam, oft noch in diesem Leben, häufig erst nach dem stofflichen Tod im Jenseits. Meist forscht der Mensch dann mit allen Mitteln in seinem sogenannten Unglück nach einer materiellen Ursache in seiner Umwelt und vielfach auch bei anderen Menschen. Obgleich es einfach nur sein Schicksal war, das ihm geschickte Heil, an dem er genesen könnte.

Die angestrebte Evolution aller kosmischen Wesen vollzieht sich unerbittlich unter dem Einfluss der zodiakalen Kräfte und Wirksamkeiten im Sonnenkosmos. Eine gewisse Erschwernis ist dadurch gegeben, dass der bevorstehende Schritt in der kosmischen Entwicklung der aktiven Mithilfe von vielen immer klarer erkennenden Menschen bedarf, die sich in der Erwartung eines höheren Denkens ernsthaft darum bemühen, die rein materiell orientierten Aktivitäten und Begehren für den Überlebenstrieb im irdischen Lebensfeld deutlich zu verringern.

Wenn Jesus sagt: „Mein Volk geht verloren, weil es keine Kenntnis hat!“ dann ist erstens keineswegs das Volk Israel oder das der Juden gemeint, sondern alle Menschen, die sich bereits in seiner, Jesu Nachfolge befinden. Das soll heißen, die mikrokosmischen Entwicklung zu einem höheren Denken hat bereits eingesetzt. Jesus Christus war ein vollendeter Mikrokosmos mit vollständigen sieben zentrierten Kraftfeldern. Das kann sich heute kaum ein Mensch richtig vergegenwärtigen, was das für das Wesen und den Kosmos bedeutet. Ein Großteil der Wunder Jesus‘ sind leicht allein aus dieser mikrokosmischen Wirklichkeit zu erklären. Zweitens wird in dieser Aussage Jesus die Kenntnis aller okkulten Kraftfelder und ihre Bedeutung für den Kosmos Erde und aller auf ihr lebenden Wesen und Menschen in der bevorstehenden Evolution gemeint. Das kommende Weltgeschehen wird sich nicht in einer Erweiterung der bestehenden materiellen Bereicherung ergießen, sondern alle Wesenheiten werden auf ein höheres Erkennen und Erfassen ihres gesamten Daseins gehoben, mit allen damit verbundenen Verantwortlichkeiten. Darum erfolgt auch die Warnung, dass man nicht dem Mammon dienen solle. Wer also bereits heute ganz aktuell sich selbst in diesen Prozess einbringen will, sollte genauestens wissen, in welchen Kraftfeldern die menschlichen Mikrokosmen in dieser Zeit wirken bzw. wie sie von diesen gelebt werden. Das exakte Wissen, welche Ansichten oder Kraftfeldstufen im eigenen Mikrokosmos bislang noch zur Vollendung fehlen, ist für den ernsthaften Mitarbeiter in der Evolution zu einem höheren Bewusstsein ebenso notwendig, wie das Atmen. Also geht es bei der Aussage von Jesus keineswegs um eine Art Himmelreise, sondern um eigene Kenntnis des kosmischen und des persönlichen Lebenszieles, eingebettet in die weitere Entwicklung des ganzen Universums. Diese Perspektiven erschließen sich dem höheren Denken wie selbstverständlich und bedürfen keiner weiteren Autorisierung durch einen kirchlichen Heiligen oder eines anerkannten sachverständigen Professors der Theologie, eines indischen Mahatma oder islamischen Ayatollah.

Es gibt eine über Jahrhunderte autorisierte Behauptung, die zu einen höchst bedenklichen Widerstand gegen die Evolution der Menschheit geführt hat. Seit Aristoteles wird gesagt, dass der Mensch die Natur nur mit sinnesorganisch erfahrbaren Fakten wirklich erforschen und erkennen kann. Das hat bedauerlicherweise zu einer fatalen „Kristallisation“ – vor allem der in der westlichen Kultur anerkannten Wissenschaften – geführt. Nun untersuchen viele intelligente Menschen weltweit mit aller Raffinesse und mit ungeheuerem technischen Equippment sowie gigantischem finanziellem Aufwand die materiellen Bausteine der irdischen Natur. Dabei behaupten sie ernsthaft in allen Medien, durch die Analyse der Materie bis in die kleinsten Bausteine, und durch die Erforschung weiter Fernen im Weltenraum könnten sie die Ursache allen Lebens finden. Weil es einmal so definiert wurde, und Aristoteles war eine große Autorität, und weil andere Koryphäen wie Bacon und nachfolgende Philosophen in das gleiche Horn bliesen, blieb die elementar wichtigste Hälfte der Welt unerforscht, wo das Leben als solches hätte gefunden werden können. Wenn man – ungeachtet aller internationalen Zensuren sich – das Ergebnis der wissenschaftlichen Forschungen einmal anschaut, dann muss man einsehen, dass vor allem gefunden wurden: Kriegsmaschinen, Überwachungsinstrumente und Produkte für die Konsumenten, die auch ohne diese sehr glücklich leben könnten. Obwohl heute reichlich moderne Philosophen, Theosophen, Anthroposophen, amerikanische Esoteriker, Psychologen und andere Wissenschaftler immer wieder darauf aufmerksam gemacht haben, dass man das Leben selbst nur in den unstofflichen Sphären des Daseins erforschen kann, wurden stets erneut Forschungsgelder bereit gestellt, damit in Universitäten neue Techniken entwickelt werden konnten, die zur Bereicherung der ohnehin Reichen nützlich sind. Um das Leben und seinen Urgrund zu erkennen, bedarf es einzig und allein der individuellen Befähigung, die Realitäten der unstofflichen Lebensfelder im Kosmos und Mikrokosmos sehen zu können, diese in allen Wesen existenten Wirkmechanismen zu akzeptieren und ihnen entsprechend zu leben. Ergo: Bewusstsein ist gleich Erkenntnis ist gleich Lebenshaltung.

In den folgenden Beschreibungen bemühen wir uns, diese bisherigen Erkenntnisse über die unstofflichen Welten verständlich zusammen zu stellen. Bei diesen Versuchen, auch bei den Bemühungen anderer Autoren, ist eine prinzipielle Problematik der Kommunikation in der modernen Menschheit deutlich geworden, die sich darum jetzt erst einmal vor die weiteren Darstellungen schiebt.


Wird ein wirklich neues Wissensgebiet vor das Erkennen des Menschen gestellt, dann kann der Mensch nur mit dem Bildervorrat bzw. sinnhaften Vorstellungen seines Gedächtnispotentials resonant auf die neu vorgestellten Bilder bzw. Gedanken reagieren. Kann trotz bestem Bemühen keine Resonanz zwischen dem Leser/Hörer und dem Autor/Sprecher entstehen, zwischen dem aufgenommenen Sinn und einigen bereits gespeicherten Inhalten, dann kann der neu hinzu gekommene Sinninhalt überhaupt nicht verstanden werden. Für den aufmerksamen Leser wäre es dann, als spräche der Autor in einer ihm fremden Sprache. Nun, dieses Problem ist nicht nur eine Frage der Sprache, denn auch eine gutbürgerliche Hausfrau mit mittlerer Schulbildung wird wohl kaum den Abhandlungen eines Kernphysikers folgen können, auch wenn diese in ihrer Muttersprache dargeboten werden.
Noch kritischer wird die Situation, wenn der Autor seine neuen Erkenntnisse aus einem Lebensbereich geschöpft hat, der in der Zivilisation seit vielen Jahrzehnten tabuisiert und mit unzähligen Dogmen zugepflastert wurde. Der Leser wird die Aussagen des jungen Autors direkt mit der gedanklichen Inquisition verfolgen, die ihn das Establishment der Pädagogik bereits beigebracht hat. So wird er wenig oder nichts verstehen, auch wenn durch diese Gedanken gerade jene Menschen von ihren mit Dogmen zugemauerten Gefängnisse befreit werden sollten. Wo auch immer der Leser jetzt steht, sollte jeder bei sich selbst erkennen. Ein wenig Aufklärung der tatsächlichen Abläufe kann niemals schaden. Zu allen Zeiten hat es Menschen gegeben, die der Menschheit völlig neue Ausblicke auf ihre zukünftige Entwicklung ermöglichten. Wer die Augen und Ohren für neue Einsichten in die künftige menschliche Entwicklung öffnen will, kann beruhigt weiterlesen.

Also erklären wir zunächst die grundlegenden Strukturen der unstofflichen Kraftfelder, die des Universums und aller Kosmen darin sowie aller Wesen und Menschen in ihnen, auch der sogenannt metaphysischen. Man kann sie durchaus analog dem physikalischen Lichtspektrum, inklusive der Radiowellen, als elektro-magnetische Kraftfelder ansehen, auch wenn sie in den verschiedenen kosmischen Bereichen viel höhere Energien transportieren als der wissenschaftlich erforschte Bereich des Spektrums, und sie wirken auch in vielen unbekannten Arten und Weisen. Bei dem Begriff „Licht“ wird in diesem Zusammenhang das ganze Spektrum der physikalischen elektromagnetischen Strahlung gemeint, nicht nur der Frequenzausschnitt des sichtbaren Lichtes. Der Kosmos lebt in insgesamt sieben Kraftfeldern, wenn man das grobstoffliche Feld – vorübergehend – noch dazu rechnet. Also ist die uns bekannte Materie die niedrigste Energiestufe, was schon Louis de Broglie 1948 in seiner wissenschaftlichen Untersuchung „Licht und Materie“ bestätigte. Als nächstes Kraftfeld folgt der Äther, dann die Astralis, dann die Mentalis, darüber liegen noch die drei sogenannten nirvanischen Kraftfelder. Sie werden so von Annie Besant in ihrem Buch „Eine Uralte Weisheit“ genannt, was sie wohl aus den buddhistischen Kosmologien entnommen hat, die von der Theosophie in die europäischen Sprachen übertragen wurden. Diese drei höheren Kraftfelder haben in der esoterischen Literatur noch keinen verbindlichen Namen erhalten, ausgenommen unübersetzte indische Begriffe, die über Mme. H.P. Blavatsky mit der Übertragung der Stanzen des Dzyan zu uns gekommen sind.

Diese sieben universellen Kraftfelder haben jeweils sieben Unterteilungen, sieben verschiedene Ansichten mit jeweils zugeordneten Aufgaben. Dabei muss man sich immer ganz klar vor Augen halten, dass es in diesen Sphären keine wirkliche Abgrenzung gibt wie in der Materie mit ihren Gegenständen. Trotz der Unterschiedenheit stehen die Felder immer in einer intensiven Zusammenarbeit. Im Mikrokosmos sind alle Kraftfelder um einen zentralen Punkt konzentriert angeordnet, und zwar dem Mittelpunkt des aurischen Wesens. Er liegt in etwa im Herzen des Menschen. Diese Felder sind über die sieben mal sieben Chakren miteinander verbunden. Die Chakrenlehre kommt aus der indischen Philosophie, und diese besagt, dass die sieben Hauptchakren entlang der Mittelachse des Körpers angeordnet sind. Zu diesem Thema gibt es bereits recht ausführliche Literatur, wobei einige Ansichten durchaus kontrovers diskutiert werden. Wesentlich ist, dass die Kraftfelder beständig miteinander kommunizieren, sich stetig informieren und Kräfte austauschen, genauso wie beim Vorgang des Ein- und Ausatmens.

Für den geschulten Seher in die geistigen Welten wird deutlich, dass die Mikrokosmen der westeuropäischen Zivilisationen bereits bis zu einem bestimmten Entwicklungsstand fortgeschritten sind. Einige weltbekannte Esoteriker sprechen in ihren Publikationen schon seit Jahren davon, dass die Zeit gekommen ist, in der ein regelrechter Mutationssprung bevorsteht. Das soll heißen, dass viele Mikrokosmen der kommenden Zeit in ihrer mikrokosmischen Entwicklung weiter fortgeschritten sein werden. Die stoffliche Seite scheint ihrer Ansicht nach wohl den Tiefpunkt der Kristallisation durchschritten zu haben und tritt jetzt wieder in eine Phase der Entstofflichung ein. Als Beispiel dafür wird unter anderem die zunehmende Radioaktivität erwähnt. Das hieße, für die Menschheit steht eine Evolution in eine total andere Lebensform bevor, die von den weiter fortgeschrittenen Mikrokosmen dann realisiert wird. Die kosmischen Zuflüsse aus den weiten Räumen des Universums treiben die Welt in diese großartige Veränderung. Damit dieses Geschehen einigermaßen verstanden werden kann, soll die derzeitige Situation der Kraftsphären im Mikrokosmos dargestellt werden: Der grobe Stoffkörper ist in sieben Ansichten vollendet. Das Ätherfeld hat zumindest fünf bis sechs seiner Aspekte zentralisieren können, und die Astralis verfügt wohl über die drei bis vier unteren Ansichten. Bei der Mentalis sind die Differenzen in der Entwicklung noch etwas größer, selbst in der europäischen Kultur. Einige Autoren sprechen sogar nur von einem Ansatz, einem Impuls ähnlich einem Funken, zu einem Denkvermögen. Andere Philosophen sprechen in ihren Büchern durchaus über menschliche Bestrebungen, die sich nur unter Bedingungen entfalten können, wenn die Mikrokosmen bereits drei oder sogar vier Ansichten des Mentalvermögens zentralisiert haben.

Diese so bestehenden heutigen Aspekte der unteren Ebenen im Kraftgefüge der Mikrokosmen können den Menschen nur mit seinem auf Selbsterhaltung ausgerichteten Egoismus und seiner persönlichen Entfaltung verbinden, mit den bekannten Auswüchsen wie Anhäufung von Reichtum, Macht, Wissensdurst, Ruhm, Ehre. Ja selbst alle kulturellen und humanitären Bestrebungen gründen im niederen Astralen und werden von den unteren Mentalvermögen erwogen, geplant und für Ruhm und Ehre für den persönlichen Vorteil durchgeführt. Ein Grundproblem dieser niederen Kraftentfaltung ist das irdische Gesetz der Polarität. Alles Gute schlägt stets um in sein Gegenteil, das Böse, wie es am besten Zarathustra in dem Avesta dargestellt hat. Es ist wahrhaftig eine schier unlösbare Aufgabe, die in dieser mikrokosmischen Entwicklungstufe lebenden Menschen anzuleiten, aus den höheren Idealen einer angenommenen „göttlichen Dimension“ zu leben. Der heutige Mensch kann im tiefsten Inneren diese damit verbundenen Forderungen wohl kaum für sich realisieren, weil ihm dafür die erforderlichen sinnesorganischen Fähigkeiten ganz einfach fehlen. Das Leben ist in der von ihm erfassbaren Art und Weise für seinen Wissensstand wahr und umfassend, so wie er es mit seinen Sinnen erleben kann. Keine Religion oder hochintelligente Philosophie vermag diesen subjektiven Kern der persönlichen inneren Wahrheit wirklich umzustoßen. Die Menschen können nur einen Glauben aufbringen, ohne wirklich um die elementaren Grundgesetze des Alls zu wissen, und sie befolgen gemäß den familiären Gegebenheiten gehorsam die göttlich autorisierten Regeln und Gebote, wie sie traditionell auf allen Kontinenten von den heiligen Herren gepredigt werden. Das hat allerdings weltweit bereits zu zahllosen Kriegen, Kreuzzügen und fanatischen Mordserien geführt, bei denen sich jeder nüchterne Mensch ernsthaft fragen sollte, wieso ein seine Geschöpfe liebender Gott solches Unheil über die Menschheit bringen kann. Auch keine Meditationsübungen, Drogentherapie oder Yoga – ganz gleich ob Hatha-Yoga oder Kundalini-Yoga – können die erforderliche Erweiterung des Denkvermögens im Mikrokosmos beschleunigen, mit der ein Mensch die hohen Ideale wirklichen Menschseins aus sich heraus erfassen und realisieren könnte, ohne Priester und Institutionen, die mit Hilfe „von Gott“ autorisierten Gesetzen und Vorschriften auf den Menschen Druck ausüben.

Selbst die höheren astralen Ansichten begehren immer noch auf der subjektiven Basis nach den Idealen in Ethik, Karitas, Humanitas, Kunst, Kultur, Philosophie und Religion. Es bedarf einer ausgeprägten Wachsamkeit, um gut zu verstehen, warum selbst diese höheren astralen Felder mit zu dieser gegensätzlichen Reaktion beitragen. Das astrale Feld begehrt, immer etwas für den Mikrokosmos zu erhalten, vor allem die erforderlichen Kräfte für seine Selbstverwirklichung. Das Astrale wirkt auf allen Ebenen stets wie ein Konsument, es will etwas haben, besitzen und verwerten, etwas bekommen, das der Mikrokosmos verbrauchen kann. Selbst die Religion benutzt der Mensch für seine Einweihung, seine Erleuchtung o.ä. Darum besteht ja auch die irdische Hemisphäre weitestgehend aus Konsumenten, aus Menschen, die ihre Mitmenschen benutzen, um etwas von ihnen zu bekommen, und die die Natur ausbeuten und sie beschimpfen, wenn sie nicht mehr das zur Verfügung stellen kann, was alle Väter und Urväter stets von ihr bekommen haben. Ohne zu forcieren erkennt wohl jeder Mensch in der aktuellen Weltlage, dass dadurch seit überschaubaren 6000 Jahren eine ausgesprochen perfide Entwicklung stattfindet. Einstein ist einmal von einem Journalisten nach der Unendlichkeit gefragt worden. Er gab zur Antwort: „Ich kenne zwei Unendlichkeiten; einmal im Universum und dann die Dummheit der Menschen. Beim Universum bin ich mir nicht so ganz sicher.“ Die Menschheit führt schon über Jahrtausende auf allen Kontinenten mörderische Kriege untereinander, die eigentlich nur zu einer Bereicherung der ohnehin Reichen alles irdische Sein rücksichtslos ausnutzen. Das ist das Opfer, das die Menschheit schon immer dem „Golden Kalb“ gebracht hat.

Doch es gibt noch ein viel grausameres Geschehen im irdischen Kosmos. Der prinzipielle Egoismus der Menschen hat jede Religion zu einem Selbstbedienungsladen der Eitelkeiten werden lassen. Und dadurch sind gewaltige unheilige Kräfte im Jenseits ins Leben gerufen worden. Seit einigen tausend Jahren haben viele Menschen zahlreicher Generationen mit ihrem egoistischen Streben zu einer persönlichen Heiligung zu kommen oder in einen irdischen Himmel, in ein Sommerland oder in andere paradiesische Sphären, im Jenseits gigantische gleich polarisierte Kraftfelder aus astralen und mentalen Kräften hervorgerufen. Diese Zusammenballungen gewaltigen Ausmaßes umspannen den ganzen Planeten Erde. Mit ihrer mentalen Intelligenz wenden sich diese Äonen aus Selbsterhaltung immer wieder an ihre Schöpfer, die Menschheit. Für dienstbereite Priester, Kardinäle, Maharishis, Mullas, Ayatollahs, und wie die heiligen Männer und Frauen auch heißen, erscheinen diese Kräfte dann auch als Engel oder Devas, die auch den Mystikern in ihren Visionen etwas von den „geheiligten Sphären“ im Jenseits vermitteln. Geschickt werden die Massen seit Jahrtausenden von den irdischen Dienstknechten manipuliert, um in gigantischen Events erneut und immer wieder möglichst viele Astral- und Mentalkräfte mit egoistischer Polarisation abzugeben. Die dadurch entstandene, massive egoistische Ausrichtung prägt auch die ätherischen Gebiete, so dass sich auch dort schmarotzende Wesen entwickeln, die den egoistischen Menschen in seinem täglichen Leben beständig anpumpen und ätherisch ausbeuten. Das alles ist zu einem ausgesprochen unappetitlichen, unbeschreibbaren Geschehen angewachsen. Zu allem Überfluss müssen die Mikrokosmen, die ihren Stoffkörper im Diesseits abgelegt haben, in diesen jenseitigen Sphären ihre unstofflichen Felder ausvibrieren lassen. Sie sind, solange sie nicht bereits aufgelöst in höhere Gebiete weitergehen konnten, beständig in ihren egoistischen Zusammenhängen mit all dem jenseitigen Unrat verbunden. Das betrifft vor allem diejenigen klugen Köpfe, die bereits in ihren irdischen Lebzeiten als gefällige Dienstknechte für die Äonen und Archonten gewirkt haben. Sie bekamen für diese Dienste in den irdischen Verhältnisse allen Reichtum, Immobilien und Macht sowie alles, was für ein luxuriöses Leben auf Erden so alles begehrt und ermöglicht werden konnte. Diesen grauslichen Zusammenhängen nachzugehen ist nicht so besonders erfreulich, zumal alle Mikrokosmen der Erde – von höherer Ebene aus betrachtet – eigentlich ein einziges Wesen sind. Es sollte nur der Vollständigkeit halber erwähnt sein, denn die Aufgabe der Menschen – aller Menschen – besteht letztendlich darin, diese niederen egoistischen Begehren der Selbsterhaltung und Selbstentfaltung, auch der Seelenheiligung, auf ein natürliches Basisniveau herunter zu fahren. Dabei wäre es absolut kein Problem, die primären Gesetze der Toleranz und Akzeptanz aller nächsten Mitmenschen – egal welcher Sprache oder Rasse oder sozialer Schicht – einzuhalten. Nur unter dieser Voraussetzung werden die unteren astralen und mentalen Bereiche des Mikrokosmos und des Kosmos zu einer ruhigen Vibration zurückkehren, und die höheren Aspekte könnten sich verstärkt zentralisieren. Jede Missachtung menschlicher Gefühle und lebenserhaltender Wirkungen bringt automatisch die niederen astralen Felder in Aktion, und diese werden von den niederen astralen Wesen des Jenseits sofort ausgenutzt. Die unbewusste Manipulationen aus diesen Sphären ist sehr subtil. Die unerkannten Bewohner des Jenseits nutzen jedes noch so schwache egoistische Wünschen oder Wollen aus, um sich daraus zu ernähren.

Bleiben die niederen astralen und mentalen Verbindungen eindeutig für eine längere Zeit neutralisiert, während die höheren Ansichten aktiviert werden, so könnte der Wahrheitssucher entdecken, dass seine bisherigen Begrenzungen im Erfassen und Bewerten seiner Weltsicht verschwinden und sich völlig neue Dimensionen vor ihm auftun. Es käme ihm allerdings zunächst so vor, als ob sich die Welt geändert hätte. Doch das ist nur eine vorübergehende Täuschung. Der Mensch bleibt tatsächlich in seiner Welt, seinen neuen Wahrnehmungsvermögen zeigen sich allerdings einige Ansichten dieser Welt, die vorher für ihn verborgen waren. Da sich alle bisherigen astralen Bindungen mit den materiellen Bedürfnissen und Genüssen bis auf ein Minimum auflösen, versperren sie nicht mehr die Sicht auf die inneren planetaren und natürlichen Wirklichkeiten sowie die höheren kosmischen Zusammenhänge aller Sphären. Die Erfassung subatomarer Vorgänge im Spiel der elektromagnetischen Kraftfelder wäre ebenso selbstverständlich wie die Einsicht in die astronomischen Weiten und der Resonanzen und Interaktionen von Galaxien und Welten im Universellen. Gleichzeitig entsteigt der Mensch dem niederen astral-ätherischen Spannungsfeld, aus dem alle Gegensätze, Konflikte, Kriege, aller Hass und alle Habsucht zu erklären sind. Er betritt gleichsam eine neue mentale Welt der vollkommenen Einheit vom kleinsten Atom bis zur größten Entität, eine wahrlich sinnhafte friedliche Welt.
Es entsteht in ihm der Eindruck, als träte er durch eine Tür in ein ganz neues Lebensfeld, das trotzdem zeiträumlich gleichzeitig auch die bisherige Welt umfasst, den gleichen Kosmos Erde als Planet im Sonnensystem. Für alle, die schon einen winzigen Spalt dieses durchaus im Bereich des Möglichen liegende neue Schauen erleben durften, war es wie eine Erleuchtung göttlichen Daseins. Daraus entstanden dann die fantastischen Beschreibungen der Mystiker in Orient und Okzident, oder der Reisenden mit psychedelischen Drogen, wie z.B. LSD. Jedoch bedeutet die definitive Erhebung in die höheren mentalen Welten für den Menschen kein Eintritt in eine metaphysische Anderswelt, sondern nur ein weit umfassenderes Erkennen dieser Welt, allerdings mit den bislang verborgenen höheren ätherischen, astralen und mentalen Feldsphären, in denen bereits viele der bislang verzweifelt gesuchten Idealitäten völlig selbstverständlich zum Dasein gehören. Und er würde dabei klar erkennen, dass er in diesen Sphären keineswegs ein einsamer Wanderer ist, sondern dass schon eine ganze Reihe von Gruppierungen in dieser besonderen erhabenen Lebenssphäre existieren, die sich nach ihren Regeln um die gesamte Menschheit und die Evolution des Kosmos bemühen.

Als wichtigste Erkenntnis für alle Menschen, die noch nicht in diesen Lebenszustand eintauchen können, erscheint doch die Tatsache eminent wichtig, dass diese höheren Lebenssphären mit der uns bekannten Welt verbunden sind, und niemand dafür eine Rakete benötigt, um dorthin zu gelangen. Ja, er muss nicht einmal einen Priester, Schamanen oder Guru konsultieren, um seine Entfaltung in die höheren astralen und mentalen Welten zu bewerkstelligen.
Was hindert die Menschen daran, diesen Fortschritt für sich zu vollziehen? Es gibt in allen Kulturen unzählige Verbote und Tabus, zahllose Dogmen der Priesterschaften und anderer Autoritäten, viele Traditionen aus uralten Zeiten sind angefüllt von solchen ungereimten, oftmals banalen Vorbehalten. All diese unbewussten Gefängniswärter im eigenen Sein muss der Mensch gegen zahlreiche Angriffe aus seinem Umfeld in sich niedermachen, ohne Rücksicht auf Zweifel und Verleumdungen, auf die gesellschaftlichen Vorbehalte, die aus der Familie und der Lebensgruppe mit Sicherheit aufkommen werden. Apollonius von Thyna stellt an den Beginn einer solchen Erhebung in eine neue Weltsicht die Reinigung des Atemfeldes, aus dem sich diese zahlreichen Golems verborgen in das Leben eines jeden Menschen einmischen. Der Kampf gegen diese Schemen im eigenen Unbewussten, kann nur durch Wuh-Wei, durch eine völlige Neutralisation ohne jede Negation vollzogen werden. Jeder Sucher nach dieser Wahrheit steht zu Beginn seines Weges erst einmal sich selbst gegenüber, seinen eigenen Beschränkungen, Vorstellungen und prinzipiellen Denkkategorien, seinem eigenen ICH, seinem eigenen Zerberus, der aus einigen fundamentalen Prinzipien und Strukturen der Selbsterhaltung zusammengesetzt ist. Diese gilt es aufzulösen. Das ruft natürlich zahlreiche Bedenken auf den Plan, die sich aus den bislang gehegten Ansichten ernähren, oder es schleichen sich tiefgreifende Zweifel ein, die alles und jedes in Frage stellen, und sich sogar unwissentlich mit erlogenen Verleumdungen tarnen. Darum kann nur gesagt werden, was bereits einige Forscher in dieser Richtung erfahren mussten, das Suchen nach dieser neuen Lichtpforte kann niemals nur ein mystisches Streben und emotionales Gerede sein, zwischen Kaffee-Trinken und Partylobby, wie es zeitweilig von unterschiedlichen religiösen und esoterischen Gruppen angepriesen wird. Ebensowenig können weder ein Buchstudium noch die regelmäßige Teilnahme an Seminaren sowie Yogakursen eine Erweiterung der astralen und mentalen Stufen des Mikrokosmos ermöglichen. Auch eine wie auch immer geartete Erleuchtung wird niemals eintreten, wenn sich der Kandidat nicht in eine fundamentale Veränderung seines Denkens vertieft. Es kommt höchstens zu einer hysterischen, psychischen Überschattung von jenseitigen Schmarotzern. Mit einem natur-mystischen Verhalten bleibt jeder Mensch stets derselbe, der er immer gewesen ist. Nein, das Suchen nach der Möglichkeit, nach der Weiterentwicklung in dem Sinn, dass man in eine andere, in eine höhere mentale Lebenswirklichkeit aufgehen will, bedeutet, sich konsequent und bewusst auf einen längeren Prozess auszurichten, den man täglich verwirklichen muss, dem man sich kontinuierlich dynamisch unterwirft.

Bevor man sich in diesen Prozess stellt, der oft auch als Bergbesteigung bezeichnet wird – Michaël Naïmi hat ihn in seinem Buch Mirdad als Ersteigung eines Feuersteinhanges beschrieben –, sollte man die grundlegenden Rahmenbedingungen seines menschlichen Daseins auf Erden kennen. Vielfach sind gerade die ersten Schritte zum höheren Leben die schwersten, und zwingen den Kandidaten schnell zur Umkehr, so dass er bereits an den ersten Stufen scheiterte. Darum sollte sich jeder Wahrheitssucher zunächst mit Geduld wappnen und seinen dynamischen Willen möglichst einstellen. Wer sich täglich in den Prozess dieser besonderen Aufmerksamkeit stellen kann, dem stehen unseres Erachtens keine übermäßigen Forderungen oder Überraschungen bevor. Vielmehr vollzieht man eigentlich nur eine radikale Kehrtwendung gegenüber dem allgemeinen Mainstream in Denken und Fühlen, Begehren und Handeln.
Das muss mit einer absolut ehrlichen und uneingeschränkten Erkenntnis der eigenen Behinderungen im Denken, Wollen und Fühlen beginnen. Dabei soll klar erkannt und verstanden sein, dass eben nur die wirkliche innere Motivation aus dem eigenen Wesen in vollkommener Ehrlichkeit die Wege zu neuen Einsichten bahnen kann. Eine rein theoretische Überlegung oder eine spekulative Hinwendung, so nach dem Motte: Man kann es ja versuchen, der Versuch schadet nix!, wird den Kandidaten verstärkt mit den jenseitigen Kräften der Ichsucht verbinden. Es sollte und muss an dieser Stelle auf diese Gefahr hingewiesen werden. Denn die Äonen dieser Welt lassen sich nicht an der Nase herumführen, weil sie bereits in Existenznot geraten sind und um jeden Flüchtling aus ihren Erntefeldern kämpfen. Auch wenn der Mensch kein wirkliches Empfinden für seine unstofflichen Trägerfelder hat, so wird er aber gerade dort jederzeit von den Schmarotzern aus dem Jenseits beobachtet. Darum muss jede erkannte Struktur des Unbewussten, jeder Golem der Vergangenheit, jedes COEX-System, um mit St. Grof zu sprechen, ins Licht des Tagesbewusstseins gehoben und als solches akzeptiert, erkannt und in die Neutralität entlassen werden.
Das kann natürlich eine längere Zeit in Anspruch nehmen, denn diese Bewohner des Atemfeldes hatten viel Zeit, um zu wachsen und sich mit anderen natürlichen Bedürfnissen zu verhäkeln. Mit viel Geduld und Wachsamkeit muss jeder Winkel des Unterbewusstseins, auch gegen die Behinderungen aus dem eigenen Atemfeld, ausgespäht werden. Ja gerade dann, wenn ungewöhnliche Behinderungen durch Konflikte mit der Umwelt oder durch unerwartete Krankheiten auftauchen, sollte man außergewöhnlich aufmerksam sein und nach den tieferen Ursachen in der eigenen Psyche forschen. Schon bald wird sich „des Pudels Kern“ entlarven, und die Probleme schwächen sich zunehmend ab, wenn man bei allen Anfechtungen die Ausrichtung nicht aufgibt.  Es bleibt dabei allerdings niemandem erspart, dass er selbst in sich die Machenschaften seiner eigenen Verbindungen mit der ihn umgebenden Spiegelsphäre erkennen muss, die für seine Gefangenschaft in voller Breite verantwortlich sind, nämlich die von autorisierten Autoren stets proklamierten Dogmen und Tabus der Gesellschaft.

Solange die Sicht auf den Menschen im üblichen Mainstream derartig einseitig bleibt, wie sie bereits in der Antike von Philosophen, Staatsmännern und Predigern geprägt wurde, kann keine neue revolutionäre Weltanschauung entstehen. Auch wenn Satelliten zum Mars fliegen, Menschen in einer Weltraumstation forschen und Speläologen die tiefsten Höhlen der Welt erkunden, auch wenn die spitzfindigsten Mediziner in den Genen neue selbst nachgebaute Genome implantieren, sie werden dem Rätsel des Lebens keinesfalls näher kommen. Die Forscher nach dem Sinn und der Ursache allen Lebens haben ihn stets in den ursprünglichen Religionen oder in der modernen Geisteswissenschaft bzw. Esoterik gefunden. Für sie ist der wissenschaftlich materialistische Grundsatz von „der Reproduzierbarkeit des Experiments“ nicht bindend, denn e würde jede Erforschung der unstofflichen Felder des Lebens behindern, ja, ernsthaft stören. Darum ist es heute zumindest den euroamerikanischen, normalen Wohlstandsbürgern, die entweder der wissenschaftlichen oder der realochristlichen Weltsicht anhängen, wohl kaum bekannt, dass jeder Mensch in einem multiplexen Mikrokosmos aus sieben Kraftfeldern sein Leben gestalten muss. Dies ist prinzipiell so, auch dann, wenn er das mit seinem Tagesbewusstsein nicht direkt wahrnehmen kann. Das ist genauso wie beim Mond. Er existiert auch dann noch, wenn er bei Tageslicht auf der Rückseite der Erde verschwindet. Das Witzige an der westlichen Weltanschauung ist absolut die prinzipielle Situation, dass der in seinem Weltbild fixierte Mensch absolut daran glaubt und felsenfest davon überzeugt ist. Sein Hochmut in dieser tabuisierten Weltsicht wird noch dadurch verstärkt, das er meint, es bestände für ihn die Freiheit, jede Weltanschauung vertreten zu dürfen. Das ist doch in der sogenannten Meinungsfreiheit verbrieft.

Viele psychologische Studien von wissenschaftlich anerkannten Forschern haben ergeben, dass unzählige Menschen sich von ihren, in der Kindheit übergestülpten Vorbehalten oder den Fehlverhalten ihrer Eltern selbst im hohen Erwachsenenalter nicht befreien können, und somit fortwährend in felsenfesten Dogmen und unverrückbaren Tabus hin- und hertaumeln, solange bis sie einen Psychotherapeuten finden, der sie aus diesem Gefängnis befreien kann. Kaum ein Mensch hat wirklich das Vermögen, sich für diese oder eine andere Weltanschauung zu entscheiden. Nahezu jeder Mensch wird in eine Weltanschauung hineingeboren und muss diese akzeptieren, auch unter Androhung von Strafe, Exkommunikation oder Verstoß aus der Familie etc.. Man schaue sich nur die Lebensverhältnisse in Nordafrika, dem Orient, in Indien, Hinterindien mit Thailand und Myanmar, in China mit Tibet und den Staaten im Himalaya. Eigentlich ist es ein unbeschreibliches Trauerspiel, wie viel unsagbares Leid dadurch ausgelöst wird. So wollen wir den Versuch wagen, durch diese Informationen etwas dazu beizusteuern, dass doch einmal das Zusammenleben der Menschen auf der Welt nicht mehr von antiquierten Dogmen bestimmt wird.

Man muss sich einfach zu der mittlerweile doch von zahlreichen Menschen anerkannten Realität bekennen:
Der Mensch lebt in einem siebenfältigen mikrokosmischen Kraftfeld.

Sechs Kraftfelder umgeben und durchdringen also die stoffliche Persönlichkeit. Das Ätherfeld produziert ähnlich der Matritzentechnik den materiellen Körper in allen Aspekten, atomar, molekular, organisch und nervlich. Seine höheren Fluiden ermöglichen das Erfassen und Erkennen und das Bedenken, sowie die interne Kommunikation, sowohl nervlich als auch endokrin. Das Astralwesen, – ja, man muss von einem Wesen sprechen, denn es verfügt wie alle anderen Kraftfelder über ein eigenes Bewusstsein und demnach über ein autonomes „Denken“ –, bedingt alle Gefühlsaktivitäten. Begehren und Begierden, Wünsche. Liebe und Hass, Wut und Zorn, Eifersucht und Empathie kommen über die Astralis zur Person. Das Denkvermögen ist ein Strahl der siebenfachen Mentalis. Damit wird dem Menschen das intelligente Denken mit seinem stoffgebundenen Verstand ermöglicht. Auch die sinnesorganische Wahrnehmung wird über das Mentalvermögen dem Tagesbewusstsein zugeleitet. Die weiteren, weit höheren Kraftfelder werden von wenigen Autoren bereits erwähnt, weil sie von dem gewöhnlichen Denken, auch den höher veranlagten oder durch meditative Techniken erworbenen Denkbereiche nicht „erfasst“ werden. Diese ganz hohen Vermögen werden als nirvanische Felder definiert, weil Buddha seine Erleuchtung in das Nirvana verlegt hat. Seinen Mönchen antwortete er seinerzeit auf die Frage nach der Art des Nirvana: Es lässt sich nichts darüber sagen. Wer dort ankommt wird es erkennen.

Von den sieben Kraftfeldern kann der Mensch nur die vier niederen Felder benutzen, und davon jeweils nur die unteren drei oder vier Stufen oder Ansichten für sein irdisches Leben einsetzen, weil die anderen Ansichten der unteren Kraftfelder und die drei nirvanischen Felder noch nicht voll zentriert mit dem Mikrokosmos verbunden sind. Bei Vollendung des Mentalfeldes kann der Mensch all diese hier beschriebenen Zusammenhänge in voller Schönheit erfassen und seine niederen Körper bewusst kontrolliert für sein Dasein verwenden. Ihm wird die Aufgabe der Menschheit für den irdischen Kosmos und den Sonnenkosmos offenbart.
Für den normal denkenden Menschen, der noch in der materialistischen, christlich geprägten Weltanschauung gefangen denkt, und in dieser Weltsicht seine persönliche Freiheit als höchst zu verteidigendes Gut ansieht, ist es natürlich der größte Affront, wenn man die Wirklichkeit des irdischen Daseins ungeschminkt vertritt: Seit Jahrmillionen schwimmt jeder Mikrokosmos oder schwebt in den unstofflichen Kraftfeldern des Kosmos, allgemein als Jenseits bekannt. In einigen geisteswissenschaftlichen Darstellungen wird diese uns umgebende Sphäre auch Spiegelsphäre genannt, weil sie die irdischen Ereignisse nach dem Resonanzprinzip auf die Menschheit widerspiegelt.

Trotz aller christlichen Gegenrede gegen jedwede Inkarnationen, hat sich diese Weltanschauung der asiatischen Philosophien auch in der westlich-christlichen Kultur langsam aber sicher durchgesetzt. Die stoffliche Person kommt mit ihrer Geburt in einem erneut inkarnierten Mikrokosmos in diese materielle Welt, die er nach seiner grobstofflichen Auflösung wieder verlässt, damit sich seine unstofflichen Systemanteile im Jenseits langsam auflösen können. Nach der Kenntnis von Eingeweihten währt diese Sterbenszeit dann noch einmal ca. 400 bis 700 Jahre, nach menschlichem Maßstab gemessen. Wer das Leben etwas genauer und weniger materialistisch betrachtet, stellt ganz schnell fest, dass es den viel gefürchteten Tod eigentlich nicht geben kann. Der stoffliche Körper zerfällt in seine materiellen Bestandteile – nachdem sich die unstofflichen Felder von ihm trennen konnten –, die sich dann wieder mit den materiellen Anteilen der Erde vereinigen und dort erneut in den natürlichen Kreislauf aufgenommen werden. Die unstofflichen Felder lösen sich genauso entsprechend ihren Vibrationen in den zugehörigen Feldern des Jenseits auf bis am Ende das Urprinzip des aurischen Wesens noch in die Monade zurückgenommen wird. Dieses aurische Wesen mit seinen Gedächtnisspeichern wird dann auf die nachfolgende Inkarnation vorbereitet, wo es ein sich liebendes Ehepaar nach dem Resonanzgesetz aussucht, das in einer sexuellen Konzeption ein Baby für die Implantation zeugt, womit ein neuer Mensch wieder die irdene Plattform betritt.

Genauer betrachtet ist das Jenseits, das alle stofflichen und unstofflichen Lebenssphären des Kosmos Erde und darum herum umfasst, beständig und ohne Unterbrechung die Daseinssphäre aller irdischen Wesen. Der Mensch kann sie nur nicht mit seinem an den Stoff gebundenen Verstand mit den fünf Sinnen erfassen. Denn er hat vergessen, seine Sinnesorgane für die Sphären des Jenseits zu reinigen und zu trainieren, auch weil dieses Gebiet von ihm prinzipiell permanent ignoriert wird. So ist dieses unverständliche, aber äußerst hartnäckige Tabu der christlichen Materialisten in zweitausend Jahren gewachsen. Traurig ist, dass fast jeder ungeprüft daran glaubt. Man kann sich leicht vorstellen, dass der Unwissende, wie im Nebel voller Angst in einem Wald herumtappend, ständig ohne jedwede Ahnung ungewollte Zusammenstöße und Unfälle verursacht, deren Folgen sich dann bis in sein Tagesgeschehen auswirken. Diese werden meist mit großem Erstaunen wahrgenommen und eifrig mit rationalistischen Begründungen der stofflichen Zusammenhänge zu erklären versucht. Die unbedingt erforderliche Selbsterkenntnis auf dem Weg zu einer Höherentwicklung des Denkens und Erfassens macht es jedoch notwendig, dass der Mensch seinen Durchblick durch dieses Nebelfeld deutlich verbessert, für das letztlich doch Jeder irgendwie seine eigene Verantwortung zu tragen hat. Meistens wird dann in diesem Zusammenhang gerne von Bewusstseinserweiterung gesprochen, oder von einer Einweihung, oder auch von einer spirituellen Erleuchtung, wenn unter der Anleitung von Gurus, Avataren oder Meistern im Rahmen einer Zeremonie eine Verbindung mit den zugehörigen Äonen zustande kommen konnte. Aber es bringt für den Prozess selbst keinerlei Vorteil, wenn man sich mit theoretischen Definitionen umgibt, die aus dem niederen stofflichen Denken hervorgeholt wurden.

Natürlich ist das Licht in dieser Welt, die sich dem höheren Denkvermögen präsentiert und von ihm wahrgenommen werden kann, sehr viel heller. Diese, sich im neuen Schauen darstellende Erde, realisiert in ihren Feldern selbstverständlich viele ideale Eigenschaften, die in der uns bekannten niederen Welt stets nur mit ihren negativen Schlagschatten möglich sind. Darum sprechen viele Menschen von Erleuchtung, die durch eine mystische Überschattung oder durch meditative Übungen einen kleinen Blick in diese überirdische Welt werfen durften. Allerdings sollte man gerade dann mit beiden Beinen fest auf dem Boden bleiben und die Situation ganz realistisch betrachten. Fakt ist, dass selbst diese wunderbaren Einsichten keine Durchblicke in eine neue oder andere seelische Welt darstellen, irgendwo in einem metaphysischen Raum. Vielmehr bleibt die Welt tatsächlich nach wie vor die selbe Welt mit ihren Meeren und Wüsten, mit ihren Gebirgen und Strömen. Auch in der neuen Sicht sind noch jene Lebensbereiche der Welt zu erkennen, in denen wie immer die Menschen mit ihren Problemen und Erfahrungen leben, ja existieren müssen. Das völlig andere Schauen und Erkennen der unstofflichen Lebensfelder im Kosmos schenkt dem Tagesbewusstsein total andere Bedeutung der weltlichen Vorgänge. Diese ganz andere Sicht auf des kosmische Wesen Erde mit ihren unstofflichen Komponenten ergibt völlig andere Parameter, erzeugt eine erhellende Perspektive auf alle kosmischen Zusammenhänge. Darum es dem Menschen kommt zu Beginn seiner Veränderung so vor, als wäre er in einer völlig anderen, einer wahrhaft himmlischen Welt, angekommen. Es ist aber diese seine Erde von ehedem. Nur, dass jetzt mit dem Wirken zahlreicher Wesen und Entitäten der höheren Kraftfelder verbunden wird. Dabei kann er auch alle äonischen Machenschaften durchschauen, und beginnt zu begreifen, welche gigantische Arbeit bereits für Welt und Menschheit vollbracht wurde, welche Aufgabe noch vor ihnen liegt. Dabei zeigen sich ihm auch alle die aufwärts führenden Kraftspiele für die kosmische Einheit im universellen Allbewusstsein.

Betrachten wir vorerst noch einmal die aktuelle Situation der Menschheit. Jeder Mensch der heutigen Zeit sollte, vor allem bei besonderen Sensationen, die Ursache für deren Ablauf nicht in den materiellen Zusammenhängen suchen, sondern stets bedenken, dass die gesamte stoffliche Offenbarung, also jede materielle oder persönliche Erscheinung, immer aus dem Mentalen, Astralen und durch das Ätherische entstehen. Dieses Wissen und die darauf ausgerichtete Lebenshaltung sollte ihn bestimmen, wenn er sich bereits jetzt in die ablaufende Weiterentwicklung des irdischen Kosmos einbringen möchte. Darum ist die Erkenntnis der unstofflichen Lebensbedingungen absolut notwendig. Alle stofflichen Geschehnisse entfalten sich immer und ununterbrochen in allen und aus allen Sphären des Diesseits und des Jenseits, und werden ausschließlich aus diesen abgewickelt. Diese sieben Sphären bestimmen sich gegenseitig ohne Unterbrechung und sie sind innerhalb einer hierarchischen Struktur vollständig voneinander abhängig. Dabei bringen die höheren Kräfte die unteren nicht nur hervor, sondern beschützen und regenerieren sie auch in unerwarteten Problemen.

Es ist augenscheinlich für den unbedarften Betrachter erstaunlich, wie sich aus ganz normal flutenden elektromagnetischen Kraftfeldern hochintelligente Kumulationen bilden, wie z.B. der Makrokosmos, der Kosmos und der Mikrokosmos. Dies wird darum über Millionen von Jahren gewährleistet, weil alle geschaffenen Kosmen ein Kind ihrer Monade sind, so gesehen ein göttlicher Funke, eine Idee des höchsten Bewusstseins des Universums ist, ein Gottesfunke, würden die Christen sagen. Aus all diesen hohen Sphären, für die Dionysius Aeropagita eine ganze Engelschar benannte, werden die galaktischen Felder gebildet, die ihrerseits die Sternen- und Planetenfelder ihres Systems hervorbringen. So ist auch die Galaxis „Milchstraße“ gebildet worden und darin das Sonnensystem mit seinen Planeten. Letztlich sind die mikrokosmischen Felder bis zu einem gewissen Grade aus den Kraftfeldern der Erde extrahiert worden, so wie die atmosphärischen Felder und der Körper der Erde aus den Sonnenfeldern.
Alle Sterne, Planeten und Mikrokosmen sind kugelförmig konzentriert. Letzterer ist in der materiellen Erscheinungswelt mit einer Person als stoffliches Werkzeug ausgestattet. Das Sphäroid Mikrokosmos besteht, lebt darum in einem permanenten Stoff- und Kraftwechsel. Dabei erfolgt die Einatmung über den mikrokosmischen Nordpol über dem Scheitel, über dem Pinealischakra, und die Ausatmung über den Südpol unterhalb des Steißbeinchakras. Die Ablehnung, die Ignoranz dieses fundamentalen Geschehens durch die euroamerikanische jüdisch-christliche Kultur begründet sich bereits in der antiken Philosophie der Griechen.

Man kann durchaus den Gedankengängen von R.Steiner folgen und bestätigen, dass die Menschen in den Zeiträumen der arischen Periode ihre Gefühls- und Denkfähigkeiten festigen sollten. In dem als die moderne Zeit bezeichneten Abschnitt, einmal von Romano Guardini als Neuzeit zusammengefasst, brachten viele Menschen ihre Verstandesfähigkeiten zu gewaltiger Blüte. Im Mittelalter entfalteten sich im 17. Jahrhundert viele Erkenntnisse für nahezu alle Lebensbereiche, die sich über die Gegenwart in die Zukunft hinein weiter entfalten werden. Allerdings versteifte sich in der Überschätzung des intelligenten Denkens die Ausrichtung auf das bequeme und fürstliche materielle Überleben auf Kosten der armen Landbevölkerung und der städtischen Handwerker und auf Kosten einer uneingeschränkten Ausbeutung der naturgegebenen Ressourcen. Alle Pflege der Verstandeskräfte war immer mehr auf die materielle empirische technoide Erkenntnis des Daseins ausgerichtet, auf eine Anhäufung und Reproduktion von materiellen Erkenntnissen aus Universitäten und Fakultäten, die von der Industrie zum Vorteil der Unternehmer gefördert werden. Gleichzeitig schrumpfte die Erkenntnis unbewusster oder übersinnlicher Lebensstrukturen und Wesen. Gleichzeitig wächst der Anteil der Menschen, die psychologische Therapien in Anspruch nehmen (müssen), um wieder in ein handlungsfähiges Gleichgewicht zu kommen. Zudem wird der Verbreitung psychosomatischer Krankheiten zunehmend mehr Aufmerksamkeit geschenkt, weil die probaten klassischen Methoden der organotrop ausgebildeten Fachärzte vielfach versagen, und weil die Diagnose und die Therapie an einzelnen Organen des menschlichen Körpers aus ihrem lebendigen Zusammenhang heraus genommen werden. Daneben entwickelt sich auch in dieser Zeit weltweit eine esoterische Szene, die immer größer und bedeutender werdend, sich stärker den subtilen Erkenntnissen eines übersinnlichen Bewusstseins zuwenden. Seit den 1960iger Jahren erscheinen zahlreiche Publikationen, die sich mit den Tiefen und Weiten im unbewussten Menschen befassen. Ein neues, «verborgenes Wissen» scheint nun doch die Vorstellung zahlreicher Menschen zu beschäftigen. Dabei kommen viele Denkmodelle aus antiken Zeiten oder aus den klassischen Religionen wieder zur Geltung. Einige Philosophen der Moderne, die sich mit diesen Trends befassen, haben erkannt und beschreiben in ihren Betrachtungen, dass der Mensch eigentlich einen viel tieferen Auftrag hat, als sich materiell zu bereichern und sich im Ruhm und dem Applaus tausender Konsumenten zu berauschen. Sein kosmischer  Auftrag bedeutet, sich zu höheren Denkebenen hin zu entfalten, damit er seine Welt in größeren Zusammenhängen erfassen kann. Damit er in einem höheren Denken an der Evolution des Kosmos Erde mitwirken kann. Diese Entwicklung bedeutet allerdings auch, das sich die Menschen in dieser permanenten Evolution von den allgemein üblichen Bestrebungen für die irdene Überlebenssicherheit und dem profanen Luxusleben abwenden.

Auch die bislang weltweit angebotenen, sogenannten spirituellen Methoden zur Heiligung der Persönlichkeit in einem irdischen Himmel werden mehr und mehr in Frage gestellt. Das führt zu einer grundlegenden Veränderung im mikrokosmischen Austausch der ätherischen und astral-mentalen Kräfte. Die bislang gewohnte Polarisation der Felder verändert sich zunehmend von einem stark egoistischen Profil zu einem mehr kosmischen altruistischen. Die wesentliche Eigenschaft im Resonanzgeschehen wird allmählich dazu führen, dass sich die über lange Zeit aufgebauten Äonen zunehmend weniger von den Emissionen der Menschen ernähren können. Es ist nur selbstverständlich, dass sich diese Wesen und Entitäten, die sich bislang im Jenseits verborgen unbeobachtet ins Gigantische aufblasen konnten, weil sie bis heute erheblich von der materialistischen und körperlich humanistischen Denk- und Gefühlswelt der Menschheit profitierten, gegen alle neuen Erkenntnisse und Einsichten der Menschen nicht nur ablehnend verhalten, sondern mit allen erdenklichen Mitteln jede konkrete, jede nahezu wissenschaftliche Beweisführung für die Bedeutung der immateriellen Lebensfelder, z.B. durch Quantenphilosophie, Parapsychologie oder Noetik, behindern oder vernichten. Allein, was geschehen soll, wird geschehen, trotz aller zeitweiligen Ablehnung. Der Ablauf der interkosmischen Zyklen, denen auch der Kosmos Erde nun einmal unterliegt, kann von den Bewohnern des irdischen Jenseits nicht verhindert werden. Das ist natürlich ein großes Problem für die Fürsten und Gewaltigen unter dem Himmel, wie sie schon von Paulus bezeichnet wurden. Darum entfachen sie in einem letzten Aufbäumen – so will ich hoffen – alle erdenklichen Methoden der Kriegsführung mit weltumbrandenden Mitleidswellen und ungeheuren Anstrengungen humanitärer Hilfe (ohne die Kriege zu befrieden), mit unbeschreiblichen politischen Auseinandersetzungen zwischen den Völkern und in den humanitären Organisationen. Dabei verzweifeln die Betroffenen, weil sie nicht mehr erkennen können, wofür das alles und wohin dieses politische und kommerzielle Gerangel auf Erden eigentlich hinführen soll. Wenn man sich das Gesamtgeschehen aus einer höheren Warte betrachtet, wird doch völlig klar, dass all diese weltweiten Konflikte nur einen Sinn haben, nämlich den herrschenden Äonen im Jenseits noch einmal möglich viel gut polarisierten Äther zu spenden.

Die Aquariuszeit wird allerdings erheblich dazu beitragen, dass das sogenannte okkulte Wissen immer mehr Menschen ergreifen wird, und darum künftig auch von den aktuellen Autoritäten in Wissenschaft und Medien immer weniger ignoriert werden kann. Wer die sich abzeichnende Entwicklung der Menschheit, die einen radikalen Evolutionssprung mit sich bringen wird, in seiner tieferen emotionalen und mentalen Bedeutung nach verstehen lernt, erkennt auch, dass die Beharrung in der bislang überall und wiederholt favorisierten materiellen und davon abhängigen kommerziellen Denkweise, der Menschheit insgesamt einen unglaublichen Schaden zufügt. Vielmehr ist es bereits heute absolut und dringend notwendig, die bereits anlaufende Entfaltung der Menschheit selbstständig durch ein neues Denken zu fördern, unabhängig von Rasse oder Religion.

Wer sich schon etwas aus den festgefahrenen Dogmen der etablierten Glaubenslehren befreien kann, wird entdecken, dass dieser Evolutionssprung sehr eng mit dem Wesen dessen verbunden ist, was mit dem eigentlichen Geschehen des Jesus Christus zu Beginn unserer Zeitrechnung vor die ganze Menschheit gestellt wurde. Allerdings muss derjenige, der das ganze Ausmaß dieser Verkündigung wahrlich erfassen will, Jesus Christus zunächst aus seinem historisch gewachsenen christlich-dogmatischen Mantel befreien. Auch die Dogmen der Evangelien und des Paulus stehen einer objektiven Betrachtung im Wege. Sie hatten damals ihre Aufgabe, aber heute bestehen ganz neue Kräfteverhältnisse, die auch völlig andere Mikrokosmen und Menschen hervorgebracht haben. Man sollte alle Religionen von ihren überalterten Interpretationen der ungezählten Prediger befreien, alle Klöster und Tempel, Kirchen und Moscheen schließen, alle Priester für einen normalen Beruf umschulen, damit sie, wie alle anderen Menschen, zum Leben der allgemeinen Menschheit produktiv beitragen können. Es würde natürlich auch zu total anderen politischen Verhältnissen führen, wenn alle religiösen Institutionen nicht mehr die Finanzmärkte, die Politik und die Lehrämter in den Ländern der Welt dominieren können. Unvorstellbar, welche Reinigung des Denkens für Milliarden Menschen möglich werden könnte, welche Friedfertigkeit sich um den Erdball ausbreiten würde.

Die Wendezeit des Aquarius bringt neuzeitliche Mikrokosmen hervor, bei denen das höhere Astralfeld sowie die höhere Mentalis deutlich stärker im System verankert sind. Aus diesem Grund könnten sie die von Natur aus «Eingeweihten des Christus» genannt werden. Sie werden die Möglichkeit haben, wenn sie beim Erwachsen-Werden ihre Lebensaufgabe erkennen und dafür lernen und studieren, mit den neuen Sinnesorganen des höheren Denkvermögens die Welt und ihre Berufung zu erfassen. Ihre Vorstellung von Jesus Christus beschreibt einen bereits vollendeten Mikrokosmos mit allen sieben Kraftfeldern. Christus, der Gesalbte von Gottes wegen, war ein Mensch in einem vollständigen Mikrokosmos, der eigentlich ein Sohn des Sonnenlogos war. Zu dieser Erkenntnis kann nur der Mensch vordringen, der sich bereits von allen autorisierten Dogmen und Vorstellungen des Christentums befreien konnte und sich schon ein wenig von den höheren Denkvermögen in seinem Tagesbewusstsein zu spiegeln beginnt. Dabei muss man sich die Bedeutung der Wunder, die Aussagen in den Gleichnissen, und vor allem die Bergpredigt in ihren fundamentalen Aussagen unter der Perspektive des höheren Denkens vor Augen führen. Alle evangelischen Gleichnisse und Interaktionen des Jesus mit seinen Jüngern bekommen eine ungeahnte Leichtigkeit. Alles, was irgendwie an Gebote oder Verbote erinnert, verfliegt wie der Rauch im Wind. Es werden erfahrene nachvollziehbare, plausible Selbstverständlichkeiten. Ganz tiefe Einsichten in das Wesen des kosmischen Lebens wollen sich mitteilen, in dem die Einheit aller Wesen, die uneingeschränkte Liebe zu allen, die Gerechtigkeit im universellen Resonanzgesetz und die Harmonie mit dem All absolut natürlich wird.

Wir leben in der Gegenwart in einer Zeit, in welcher diese Erkenntnisse zunehmend von immer mehr Menschen aufgenommen werden, als dies vorher jemals der Fall war. In dem Maße, wie die Entwicklung der Mikrokosmen fortschreitet, wird der wahrhaftige Impuls, welcher durch das Christus-Ereignis bereits vor 2000 Jahren mit dem Kosmos verbunden wurde, immer deutlicher in seiner tatsächlichen Bedeutung für die ganze Menschheit von der Allgemeinheit erfasst. An die innere Seite der christlichen Entwicklung, die Erhöhung des Denkvermögens, wird sich dann auch immer mehr die äußere Seite anschließen. Durch das Wissen um diese kosmischen Einsichten und ihre Umsetzung in der täglichen Praxis werden sich unübersehbare Konsequenzen in Gesellschaft und Politik ergeben. Was durch Imagination, Inspiration, Intuition über die höheren Welten in Verbindung mit dem Christus-Geheimnis erkannt werden kann, wird das Vorstellungs-, Gefühls- und Willensleben aller Menschen immer mehr durchdringen. Das früher von einigen Eingeweihten oder Mahatmas Erkannte wird allen Mikrokosmen, die in der neuen Entwicklung stehen, offenbar und völlig selbstverständlich werden. Das hell leuchtende Erkennen der fundamentalen Einheit des Alls wird als eine innere Kraft die Lebensäußerungen dieser Menschen immer mehr durchdringen. Sie werden es zunehmend auf die ganze Menschheit übertragen können, ohne Mission einer kirchlichen Institution. Und die Prophezeiung wird Wirklichkeit:
„Gehet hin, und lehret alle Völker,
im Namen des Vaters – in der Kraft des höheren Astralvermögens –,
im Namen des Sohnes – in der Kraft des höheren Mentalvermögens –,
im Namen des heiligen Geistes – in der Kraft der hohen nirvanischen Felder–.“

Wenn ein Mensch heute seine mentale Gefangenschaft in den erdbindenden Zusammenhängen erkennt und nach der Befreiung in einem neuen Lichtfeld verlangt, dann sieht er sich zunächst mit den klassischen Bildern der bestehenden Religionen konfrontiert, die ihn unbemerkt auf egoistische Abwege führen. Er wird dann, nachdem er immer wieder erneut die kosmische Lichtkraft Christi erfahren hat, zunächst auf seine große Aufgabe verwiesen: Er muss nämlich in seinem eigenen Wesen die ihn behindernde magnetische Kette der gewöhnlichen Natur und ihrer humanitären, karitativen und religiösen Glieder durchbrechen und vernichten, um einer möglichen Erhöhung seines Denkvermögens näher zu kommen.
Die gnostischen Autoren der Pistis Sophia und anderer apokryphen Evangelien haben den unterschiedlichen Licht- und Naturkräften nach der Gewohnheit ihrer Zeit Namen und Charakter von Wesen verliehen. Sie personifizierten sie. Die Griechen bezeichneten sie als Götter und Daimonen (Lichtträger). Die Inder hatte vielfache Namen ihrer Sprache, wovon uns der Begriff Deva oder Daeva am nächsten liegt. Dionysius Aeropagita hat ein komplexe Engelhierarchie zusammengestellt, die bevorzugt der Kabbalah und christlichen Lehre entnommen ist. R.Steiner hat in seiner Geheimlehre diese Bezeichnungen wieder übernommen und anthroposophisch erläutert. Leider werden in unseren Tagen von unzähligen Autoren in Religion und Philosophie immer noch diese überholten Vorstellungsweisen der antiken Welt benutzt. Das mag sehr romantisch und mystisch wirken und viele Gefühle der individuellen Persönlichkeit befriedigen, aber in der gegenwärtigen Zeit ist damit eine sehr große Gefahr verbunden, denn die beiden Sphären unserer Naturordnung – die Stoffsphäre und die Spiegelsphäre greifen augenblicklich stark ineinander. Die Schleier dazwischen sind mittlerweile sehr dünn. Eine zu sehr personifizierte Gefühlsvorstellung von den Lichtkräften des Alls könnte den Menschen allzu leicht mit den entkörperten Wesenheiten des Jenseits verbinden. Darum müssen die Vorstellungen immer mehr von der personifizierenden Mystik befreit werden, da alle Personifizierungen im gegenwärtigen Seinszustand des Menschen immer mit dem Verstandesdenken der Ich-Person verbunden sind und sich an das Ego im Menschen wenden. Auf diese Weise halten sie das kräftige ICH, und damit auch die Lichtkraft der stofflichen Geburt, instand und verstricken den Menschen in die vielfältigen Formen des irdischen Wahns. Er erschafft sich so ein ganzes Pantheon von personifizierten Schemen im Jenseits und wird diesen Kräften völlig unkontrolliert geopfert. Darum ist es dringend angeraten, jede veraltete Benennung oder Bezeichnung zu vermeiden! Man sollte an die belebten und mit Bewusstsein ausgestattete Kraftfelder des universellen Lichtkraftsystems denken, an die kosmischen Strahlungsgesetze, und sich mit dem einfachen System der fundamentalen Lichtstrahlungen vertraut machen, aus dem alle Geschöpfe leben. Auch hinter den ewig gewordenen Wesen und Entitäten des Universums stehen immer die sieben universellen Lichtkräfte, das Wort vom Anfang, wie es im Johannes-Evangelium heißt. Die Menschen werden aus ihnen mit den erforderlichen Kräften versorgt, bekommen von ihnen die Ideation  der Planung sowie der kosmischen Logistik und wirken mit und in den Kraftfeldern für die Ausbreitung der Herrlichkeiten in der universellen Schöpfung.

Der Streit, den der Mensch zu führen hat, das Werk, das er ausführen muss, wendet sich nicht gegen »Begierden aus Fleisch und Blut«, wie es die zahlreichen Religionen, Sekten und Glaubensrichtungen der Menschheit verkündigen, sondern gegen solche kosmischen Strahlungen, gegen die Äonen und Archonten, die aus egoistischen Gründen der Selbsterhaltung der bevorstehenden Evolution entgegenwirken müssen. Darum sagt Paulus: »Wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit Fürsten und Gewaltigen unter dem Himmel.« Diese Kräfte oder Äonen sind immer aus selbstsüchtigen Motiven, aus Strahlungen, Äther, Astralis und Mentalis, entstanden, die von den Menschen ausgestrahlt werden, die seit Jahrtausenden nach einem paradiesischen Zustand in dieser materiellen Welt verlangen. Die »bösen Geister«, die die Entwicklung der Menschheit seit Äonen behindern, sind bestimmt nicht personifiziert. Sie sind also formlos und bestehen aus egozentrischen Vibrationen, die notabene der Kristallisation Vorschub leisten müssen. Nur die Fortführung der menschlichen Emissionen sichert ihnen ihren Lebenserhalt, der entsprechend der mentalen Ausrichtung der Spender polarisiert natürlich ewig sein soll. Damit steuern diese Kräfte verständlicherweise mit allen erdenklichen Mitteln gegen den Plan und das Werden der Evolution.

Wer sich mit seiner höheren Astralis nach einer Erhöhung seines Denkvermögens sehnt, und mit allen Vermögen seines Mikrokosmos zu dieser Erleuchtung strebt, verbindet sich mit der kosmischen Evolution. Damit verbindet er sich auch durch sein natürliches Absorptionsvermögen mit einer völlig anderen Kraftfeldmodalität. Das hat natürlich ungeahnte Auswirkungen auf das bisherige Zusammenspiel zwischen den Menschen in seinem gesellschaftlichen Kontext. Dabei wird auch sein Verhältnis zu den jenseitigen Kräften gestört. Die ehemalige Verbindung mit den Äonen wird immer schwächer und erstirbt. Es werden von ihm keine der bisherigen Emissionen mehr in die Sphären ausgehen. Von dem Augenblick an, wo der Mensch seinen niederen astralen Magnetismus nicht mehr auf himmlische oder heilige Verwirklichungen im stofflichen Lebensfeld richtet, stört sein neues Strahlungsfeld das bisherige Kräftespiel mit den Wesen im Jenseits, die mit aller Macht dagegen steuern werden. Damit muss auch jeder Mensch rechnen, der bereits mit einem erneuerten Mikrokosmos in dieses Erdenfeld inkarniert. Er muss in sich einen gangbaren Weg finden, eine Methode anwenden, damit er gegenüber allen Offenbarungen im alten Naturfeld unangreifbar wird. Denkbar ist die totale Neutralität gegenüber sämtlichen Erscheinungen und Notwendigkeiten, die der alten Natur zugrunde liegen und die jeden Menschen die meiste Zeit seines Lebens beschäftigen, so lange er aus Fleisch und Blut in dieser Welt existieren muss.

In den recht unterschiedlichen Auszügen in der spirituelle Literatur der Welt über die Universelle Lehre wird öfters das Universum allegorisch beschrieben. Kern dieser oft blumigen oder animalisch symbolhaft verschleierten Projektion, ist die Feststellung, dass es im kosmischen Raum sieben große, fundamentale Strahlungsfelder gibt. Sie beleben und dynamisieren alle Geschöpfe in den sieben Dimensionen der sieben kosmischen Gebiete gemäß ihren dortigen Aufgaben für die Allschöpfung. Alle Gebiete und die in ihnen wirkenden Kraftfelder sind ein einziger zusammenwirkender kugelförmiger Sphäroid unermesslichen Ausmaßes. Alle Kraftfelder durchwirken sich gegenseitig und kommunizieren bzw. informieren sich untereinander, wie es mit ihren gemeinsamen Plänen übereinstimmt.

Im gesamten All gibt es keinen leeren Raum, keinen unbelebten Planeten. Alle Kräfte werden von einem Bewusstsein mit allen anderen Entitäten und Wesen verbunden. Diese Vielfalt bestimmt die Vorgänge im Wesen Sonne und in den Wesen der zugehörigen Planeten, Monde, Asteroiden und Kometen. Die Menschheit ist ein Kind des Wesens Erde und wird von dem Gesamtgeschehen in ihm und auf ihm bestimmt.
Es ist jetzt die Zeit gekommen, wo die Menschen ihre verstaubten Glaubenssätze der vergangenen Zeiten renovieren und sich in die kommende Wirklichkeit stellen. Immer deutlicher und klarer werden die Stimmen gehört, die von den verschiedenen Möglichkeiten, Resonanzen und Interaktionen unstofflicher Felder des Kosmos berichten. Und diese betreffen prinzipiell vor allem auch den Mikrokosmos, aus dem der Mensch gelebt wird. Das sollte uns allen zu denken geben, und uns für eine völlig andere Einstellung zum Dasein öffnen.

Helmenzen 12. Mai 2016

Allbewusstsein


Die Ideologien der experimentellen Freiheitsphilosophie aus den vergangenen Jahrhunderten haben der Menschheit geholfen, bis in die Neuzeit zu kommen und alle Fürstentümer, Tyrannen und Diktatoren zu überwinden. Jedoch um wahrlich moderne Menschen zu werden, muss sich ein völlig neues Denken durchsetzen. Damit wird jeder dann einmal erkennen können, dass viele Hinweise im Neuen Testament oder anderen heiligen Büchern keineswegs Gebote oder Verbote sind, sondern Prophetien.
In unseren Tagen der beginnenden Aquariuszeit ist es eine der höchsten Aufgaben für alle Menschen, sich von allen Egoismen zu verabschieden, die einem in den beruflichen Durchsetzungsstrukturen gut geholfen haben. Jedoch ist es jetzt dringend notwendig der Menschheit die Kenntnis ihres kosmischen und mikrokosmischen Daseins nahe zu bringen,  damit sie die Verantwortung dafür zu übernehmen vermag, dass jeder Mensch im Feld des allumfassenden Bewusstseins mit jedem anderen nach der isobaren Resonanz verbunden ist. Ganz gleich welcher Rasse, welcher Sprache oder welcher Religion.

Bei den meisten Theologen und Philosophen beginnt ihre Wissenschaft mit dem Studium der alten überlieferten Schriften der heiligen Männer aller Zeiten. Man sagt, diese waren besondere Menschen, die eine mentale Verbindung mit den überirdischen Göttern hatten und darum hinter die offensichtlichen Geschehnisse des Alltags schauen konnten. Der materielle Vorhang der sinnlich wahrnehmbaren Welt hatte sich ihnen einen Spalt breit geöffnet, um den Menschen, die hören können – deren Mikrokosmos mental schon soweit entwickelt war –, etwas vom wahren Leben zu berichten und das Wissen um die eigene Entwicklung dafür zu vermitteln. Dieses Wissen, diese eine Weisheit aus der fundamentalen Kraft des universalen Bewusstseins befördert zu allen Zeiten die Evolution der Menschheit.


Sollte Dir ein Gedanke zu dem Text einfallen, dann schicke ihn mir bitte zu.  Vielen Dank.


Wenn im Evangelium des Johannes steht: «Im Anfang war der Logos – oder das Wort» – das ist der siebenfältige Name Gottes –, dann kann ein pragmatischer Wissenschaftler der modernen Zeit sagen – wenn er die einfach Übersetzung des Begriffs „Logos“ von Luther etwas beiseite legen kann –: Zu allen Vorgängen im Kosmos gehört natürlich immer auch eine Energieform, eine Art elektromagnetisches Kraftfeld. Giordano Bruno hat dafür das Konzept der Monaden entwickelt. Den Kosmologen und Astronomen ist der Gedanke an eine ursächliche Kraft zu Beginn der Schöpfung wohlbekannt, darum suchen sie schon ein Jahrhundert nach der einen, für alles gültigen Kraft in der materiellen Natur. Dabei bezeichnen sie diese universelle Kraft meistens als «Licht». Dieser Begriff steht in der Physik nicht nur für das sichtbare Licht, einem kleinen Abschnitt im Spektrum aller elektromagnetischen Kräfte, von den längsten Langwellen bis zu den kürzesten Vibrationen aus dem Weltall, die von irdischen Messgeräten erfasst werden können. Dabei sollte jedoch bedacht werden, dass die Eingeweihten aller Zeiten auch von den unstofflichen Kräften im Jenseits und im Kosmos sowie im eigenen Mikrokosmos wussten. Die Ätherwelten, die astralen Kräfte, die mentalen und die drei nirvanischen Energiefelder der Natur waren ihnen wohl bekannt, und diese sollten dem allgemeinen Begriff „Licht“ hierbei hinzugerechnet werden. Es muss aber – wenn wir beim Originaltext im Neuen Testament bleiben – hinzugefügt werden, dass alle Kraftfelder des Universums keine unbelebten oder unintelligenten Kräfte physikalischer Wirksamkeit darstellen. Die Erkenntnis, dass in allen Welten und Kraftfeldern das universelle Bewusstsein wirkt, ist von fundamentaler Bedeutung. Die Lichtvibrationen, die Kraftfelder des Kosmos sind also im umfassendsten Sinn belebt, können sich und die Umwelt erkennen, deduktive Beschlüsse fassen und sinnhafte teleologische Aktionen und Kooperationen durchführen. Dabei ist das Grundprinzip der Resonanz auf die harmonische Kohabitation aller mit allen ausgerichtet.

Das Wort vom Anfang, der griechische Begriff «Logos», bezeichnet diese umfassende Bedeutung deutlich und unmissverständlich. Im universellen «Licht», dem «Logos» vibrieren sowohl die fundamentale Energie, das Licht, als auch ein dazu gehöriges, total integriertes eigenständiges Bewusstsein, Wahrheit, Weisheit, Liebe, Gerechtigkeit. Es ist der heilige Siebengeist, Gottes Name mit sieben Buchstaben. Die fehlgeleiteten Übertragungen des ursprünglich griechischen Begriffs rücken den Logos, Tao, Akasha oder Chi in die Nähe der Kommunikationswissenschaften, was eine ganze Reihe irreführende religiöse Konzepte ausgelöst hat. Diese Entwicklung hängt leider auch mit der antiken Attitüde der Mittelmeervölker zu Beginn unserer Zeitrechnung zusammen, einen persönlichen Gott zu verehren, den man auch plastisch in Stein gehauen in einen Tempel stellen kann. Sie alle beleben das Bild des „Gottes im Außen“, sehr wohl irgendwie metaphysisch, aber dennoch auch persönlicher Ansprechpartner, viel majestätischer als alle Könige, aber dennoch einbezogen in das Irdische, wenn auch überdimensional. Zu diesen göttlichen Weltbilder gehören dann auch irgendwo räumlich oder überräumlich existent so etwas wie ein Himmel, ein Garten Eden oder ein Sommerland und dann natürlich unterirdisch eine Hölle oder Hades, in der der Mensch oder seine Seele nach entsprechendem Wohl- oder Böseverhalten nach seinem physischen Tode seinen zukünftigen Aufenthalt verbringen muss.

Diese siebenfältige Kraft aus der Urmonade, die in sich und aus sich heraus alle weiteren Monaden hervorgebracht hat. In diesen und aus ihnen wurden alle Erscheinungen im All geschaffen und werden auch aktuell weiterhin hervorgebracht. Sie wirken absolut zielgerichtet und hochintelligent für deren Erhaltung und für die harmonische Evolution aller Lebewesen, Entitäten und Hierarchien, Galaxien, Kosmen, Sterne und Planeten des gesamten Universums.
Sie ist in sich und mit allen Monaden in einer hohen Ordnung kohabitativ strukturiert sowie hierarchisch untergliedert. Sie ist die Urmonade – das Urkraftfeld der ersten Offenbarung in IHM, Tao. Dieses erste Feld der Offenbarung, die Urmonas, die seit dem Anbeginn das universale Bewusstsein von IHM ist, wird in den unterschiedlichen Lehren der esoterischen Welt als das PSI-Feld, Brahman, Chi oder die Akasha etc. bezeichnet. Dem menschlichen Denken wird dabei ganz deutlich gezeigt: das All kennt nur eine einzige Perspektive, mit einem Anfang vor aller Schöpfung, der in fernster Vergangenheit an einem bestimmten Scheidepunkt beginnt, und einem vorher bedachten Ende, dem Eingang aller Monaden mit ihren involvierten, vollkommen entwickelten Lebewesen, in das universalen Bewusstsein. Es ist überaus problematisch, davon zu sprechen oder zu schreiben, denn aus der Sicht des irdischen Menschen existierte einstmals vor Beginn allen Seins das unkennbare, alles umfassende Feld des ungeschaffenen Gottes – das Feld, das vor allem Anfang ist und in aller Ewigkeit sein wird. Denn Zeit und Ewigkeit sind sich selbst stets gleich verfließend und dennoch unverflossen, ohne Anfang und ohne Ende. Die Männer des Sanskrit haben dieses Problem für sich gelöst, indem sie sich das Ein- und Ausatmen des Brahman dafür vorgestellt haben.

Für die Menschen ist immer ein unfassbares göttliches Lebensfeld existent, das uns Hermes Trismegistos in einem Lobgesang des Pymander beschreibt, das Dionysios Aeropagita in seinen mystischen Traktaten umreißen will. Es ist das Ahura Mazda, die allerhöchste umfassende Weisheit des persischen Zarathustra, die gleichzeitig auch die über alles und in allem wirkende Kraft aller Welten ist. Wenn auch die Menschheit nur in staunendem Anbeten vor ihr stehen kann, ohne sie wahrlich zu begreifen, so sind wir doch alle und ist das ganze All mit allen Geschehnissen und Bewusstheiten in ihr, der Urmonas geborgen, aus ihr sind alle weiteren Monaden hervorgegangen und in eine teleologische Evolution eingebunden, die alle Monaden und ihre vollendeten Wesen einmal wieder in dem universalen Bewusstsein, der Urmonas aufnimmt.
So steht in der Genesis geschrieben: zu Beginn der Schöpfung schwebte der Geist über den Wassern. Auch hier wird das göttliche Bewusstsein, die Wahrheit, die Sophia mit der fundamentalen Kraft – den lebenden Wassern, Symbol für die stets fließende, nie versiegende Kraft Taos – verknüpft. Die Schöpfung und alles was in ihr geschah, geschieht, und geschehen wird, entfaltet sich aus dem Geist, dem kraftvollen Bewusstsein, dem All-Wissen, der hohen Weisheit, der einen ungeteilten Wahrheit und den sieben Kräften, den Energien des Heiligen Lichtes, der Lebens-Vibration oder der Sphären-Musik.
Es ist der Sohn des Vater-Mutterfeldes, die erste Monade, das umfassende Bewusstsein. Sie offenbart sich sofort in der Dreiheit. Geist (Bewusstsein), Dynamik, Schöpfung (Realisation), der Ursprung von allem, die Offenbarung und der heilige Geist oder der Vater, der Sohn und die Mutter. Diese Trinität des Daseins durchtönt alle Kreationen im All bis hinein in die kleinsten Handlungen jedes animalischen Seins. In jeder Handlung klingt ein sinngebender Impuls, ein Gedanke und ein entscheidender Plan, ein Bedürfnis zur Realisation. Jede Handlung wird mit einer Kraft im Gefüge eines Gedankens und Begehrens durchgeführt. Oder andersherum gesagt: ohne Begehren und Bedenken entsteht keine Aktivität, ohne geplante energetische Wirkung wird keine Tat, keine Veränderung durchgeführt – offenbart sich keine Schöpfung. Jede Evolution steht in einer Idee (1), geschieht nach einem Plan (2), wird mit Energie vollzogen (3).
Nun ist es allerdings nicht so, wie es sich im Islam darstellt. Hier unten lebt der Mensch in seiner irdischen Welt und da oben ist dann allumfassend Allah. Das kosmische Geschehen ist in einer abgestuften Hierarchie aufgebaut. In sieben kosmischen Gebieten, wirken in den sieben Dimensionen sieben Kraftfelder. So gibt es dann auch im Allgeschehen einen Unterschied zwischen dem universalen und dem universellen Bewusstsein, der von besonderer Bedeutung ist, insofern die verschiedenen Strata und Galaxien im Universum richtig verstanden werden. Zunächst wäre dabei zu klären, dass das Bewusstsein selbst ein ganz besonderes Kraftfeld ist. Wie in vielen Schriften bereits dargestellt, ist es die Kraft, die allem Leben und allen Wesen, Entitäten, Kosmen und Mikrokosmen immanent ist. Es wird in China Tao genannt oder in der modernen Philosophie  PSI, Chi, oder in Indien von Shankara die Akasha, also die das All tragende fundamentale Vibration, das universelle Meer der lebenden Wasser. Eine Kraft ist immer auch eine Energievibration, in diesem Falle ist sich diese Kraft ihrer Selbst bewusst, ganz gleich in welchem Teilchen oder Teil der Gesamtschöpfung sie sich offenbart. Das alles umfassende Bewusstsein von Anbeginn bis in alle Ewigkeiten ist das universale Bewusstsein, die Urmonas, das allumfassende Schöpfungsfeld im unkennbaren Gott. Dieses beweist sich zum Beispiel auch als Bewusstheit in der Sonnenmonade, aus der Christus hervorging, um dem Kosmos Erde bei seiner Evolution zu helfen. Im Sonnenlogos vibriert ein universelles Bewusstsein, von dem ein Anteil im Kosmos der Erde als kosmisches Bewusstsein für das irdische Leben wirkt, und ein mikrokosmisches Bewusstsein aus der Monade dem Menschen für sein Denken zur Verfügung steht.

Im Mikrokosmos könnte man also ein umfassendes aurisches Bewusstsein erkennen.  Zudem gibt es in jedem einzelnen Kraftfeld des Mikrokosmos und des Kosmos, also im Äther, in der Astralis, in der Mentalis usw. jeweils ein eigens Bewusstsein. Alle „unteren“ Bewusstheiten sind anteilig in den höheren aufgenommen. Somit sind alle Bewusstheiten aller Galaxien und Kosmen des totalen Universums stets im universalen Bewusstsein eingebettet und kohabitieren miteinander. Grundsätzlich ist dabei auch zu bedenken, was den irdischen Vorstellungen von Kraftfeldern nicht unbedingt entspricht: Das Bewusstsein ermöglich auf jeder Stufe, auch im kleinsten Atom, ein Erfassen von sich selbst und der näheren Umgebung, auch der Kraftfelder in das es eingebettet ist, ein Bewerten der sich entwickelnden Sensationen, der erfassten Ereignisse und Zusammenhänge, sowie ein Bedenken und Planen von Reaktionen und ein Anlegen von Gedächtnisinhalten nach dem Isobaren Resonanzgesetz in kleineren oder größeren Modulen, Strings oder Holokumulies, Kluster o.ä. Von dort kann das Wahrnehmungsorgan des Bewusstseins, der Verstand, manchmal auch Vernunft genannt, – was nur eine Art von Selektionsmöglichkeit nach ideellen Vorstellungen bedeutet –, bestehende Erinnerungen aus den diversen Gedächtnissen abrufen und in das allgemeine Bedenken mit einbinden. Genau so wie wir uns das Denken vorstellen. Allerdings können die Aktionen des Bewusstseins in den drei höheren Kraftfeldern der nirvanischen Sphären nicht wirklich beschrieben werden. Es fehlen dafür einfach die geeigneten Worte. Und selbst wenn sie von einem Eingeweihten den Menschen in einer Vision geschenkt würden, wer vermöchte es dann richtig verstehen? (Selbst Christus, der große Eingeweihte in diese Mysterien, ist von seinen Aposteln nicht wirklich verstanden worden.) Heute würde es allerdings schon ausreichen, wenn sich viel mehr Menschen aus der Überschattung der dogmatischen Weltanschauungen, Philosophien und Religionen hervortreten könnten, um sich in das klare Licht des universellen Bewusstseins ihrer Monade oder des Christus zu stellen.

In unserer Natur findet jede Verwirklichung, jede neue Realisation in einem stofflichen Substrat statt, das nach der Absicht der höheren Kraftfelder – Astralis und Mentalis – über den Äther Form und Gestalt erhält. Die Realisation in der stofflichen Wirklichkeit kann nur innerhalb einer bewussten Triade geschehen, wobei die gemeinsame Wirkung aller Stofflichkeiten sehr unterschiedlich sein kann. Denn die unstofflichen Kräfte und ihre Manifestationen können die Menschen in dem materiellen Lebensfeld mit ihren fünf stofflichen Sinnesorganen nicht wahrnehmen. Da diese selbst als Organ aus Atomen und Molekülen mit einem stofflichen Körper über Nervenbahnen mit dem stofflichen Gehirn verbunden sind, können sie eben nur die äußeren materiellen Erscheinungen der Gegenstände oder Eriegnisse dem aktuellen Denken vermitteln. Nur die äußeren grobstofflichen Erscheinungen manifestieren sich wahrnehmbar in unserer sinnlichen Welt, obgleich sie ohne das Energiepotential des Ätherfeldes selbst niemals existent wären.

Ob es ihm nun bewusst ist oder nicht, bei allem Tun und Handeln steht der Mensch stets im Verbund mit allen ihn umgebenden Kräften, die ihn beim Denken, Begehren und Handeln leiten und führen, ja, die ihm das Bewusstsein seiner Aktivität in der Form schenken, so dass er sagt: Ich habe es getan! Allerdings hören wir von Gustav Meyrink, zitiert in seinem Traktat „Die Verwandlung des Blutes“: In dem indischen grandiosen Epos „Die Bhagawadgita“, das ausführlich über Yoga spricht, wie wohl kein zweites Buch, heißt es: »Jedwede Tat, die hier geschieht, geschieht nach dem Naturgesetz.–‘Ich bin der Täter dieser Tat‘ – ist selbstgefälliges Geschwätz!« – Alles Handeln durch den Menschen, alles Wirken des Mikrokosmos für den Kosmos, kann nur geschehen, weil in ihm eine Anknüpfungsmöglichkeit mit den Kraftfeldern des All implementiert ist. Er ist nicht die Kraft selbst, aber sein Leben zeugt von den Kräften, die durch ihn wirken können. Darum sagt auch Johannes im NT: «Ich bin nicht der Messias, aber ich zeuge von ihm.» Es wird in diesem heiligen Buch nicht nur eine Prophetie geschildert, sondern in ihm wird eindeutig auf eine grundlegenden Gesetzmäßigkeit in der Schöpfung hingewiesen. Jede Tat aus bewusstem Krafteinsatz kann nur geschehen, weil der Handelnde lichtfähig ist – wie Eckartshausen sagt – weil seine mikro-kosmischen Kraftfelder die Kräfte aus dem All assimilieren und diese für die beabsichtigte Aktion wirkfähig umwandeln. Jeder Mensch vermag darum nur die Energie verwenden, die mit ihm eine Verbindung eingegangen ist, weil sie von ihm angezogen werden konnte und ihn darum durchströmt und belebt. An der Art und Weise, Dynamik und Melodie, sowie der Zusammensetzung dieses Stroms von Kräften kann jeder Mikrokosmos gesehen und von dafür geeigneten Wesen – Menschen, Devas, etc. – erkannt werden. Dies geschieht in vielfacher Hinsicht, zumal die Menschheit als Ganzes einen Auftrag zu erfüllen hat, wobei jeder, ebenso wie in einem Orchester bei einer Symphonie seine Partitur zu spielen hat. Diesbezügliches Fehlverhalten wird liebevoll korrigiert, was sich bis in körperliche Veränderungen auswirken kann, die vom Menschen nicht unbedingt für gut befunden werden.

Aus dieser Sichtweise ergibt sich eine weitere sehr bedeutsame Perspektive. Jedes Lebewesen, jeder einzelne Mensch, jedes Tier, jede Pflanze ist an seinem Platz und auf seine Weise immer ein mitverantwortlicher Akteur im Allgeschehen. Denn alles, was irgendwo geschieht, ist stets eingebettet in das universale Bewusstsein, die Akasha, in die alles und alle anderen mit ihren Reaktionen ebenfalls eingebettet sind, und auch in die Energiefelder, die Wasser des Lebens, die für alle ausgegossen werden. Der bekannte Satz aus der Genesis: «Der Geist schwebte über den Wassern…» – sagt es sehr gut aus: alles Sein sind Kraftfelder mit Bewusstsein.

So wird uns in der indischen Philosophie, unter anderem in den Upanischaden und der Baghavadgita erklärt, dass Brahman im Menschen nur wirken kann, wenn Atman in ihm einen Platz gefunden hat. Die wahre Wissenschaft entfaltet sich also stets im Wechselspiel zwischen dem universalen Bewusstsein der höchsten Offenbarung des Siebengeistes, dem eingeborenen Sohn und der hervorbringenden Harmonie im Mikrokosmos. Alles Wirken des Menschen ist immer die wahrhaftige Offenbarung seines totalen Seins in allen seinen Feldern. Oder anders gesagt, in seinem Tun und Handeln zeigen sich stets die Kraftwirkungen, alle bewussten und unbewussten Absichten und Begehren, bilden sich die Komponenten ab, die ihn handeln lassen. Für den Menschen, der das weiß und sehen kann, bleibt nichts verborgen.

In unseren Tagen der beginnenden Aquariuszeit ist es eine der höchsten Aufgaben für alle Menschen, sich von allen Egoismen zu verabschieden und die Verantwortung dafür zu übernehmen, dass jeder im Feld des allumfassenden Bewusstseins mit jedem verbunden ist. Jeder Gedanke, jede Handlung hat eine Auswirkung auf alle anderen Mitbürger unseres Lebensfeldes und darüber hinaus. Was sagt uns Mirdad (Akteur in dem gleichnamigen Buch von Mikhaïl Naimy) über unser Denken: «Jeder Gedanke ist wie mit großen Lettern an den Himmel geschrieben, und jedes Wort kann von aller Welt gelesen werden.» Und die Chaostheoretiker wagten zu behaupten: Ein Flügelschlag eines Schmetterlings in Mexiko kann einen Tornado in China auslösen.
Liest man in den heiligen Büchern und Folianten, dann stolpert man ziemlich oft über Aussagen wie: Du sollst; Du musst! etc.. Es sollte einem bewusst werden, dass das alles keine Vorschriften und Gebote für einen verirrten Materialisten sind, der sich als unabhängige Persönlichkeit in der Freiheit seines Seins erfindet, sondern diese Aussagen formulieren ein prinzipielles Grundgesetz: Alles und alle sind miteinander verwoben wie in einem großen schillernden Seidentuch aus Marrakesch. Und wer an der einen Seite des wunderschönen Tischtuches einen Faden zieht, reißt möglicherweise die ganze Tischdekoration mit herunter. Im Nachhinein, wenn das Unglück geschehen ist, will es niemand gewesen sein. Und sie haben natürlich aus ihrer Perspektive eines Materialisten so recht, denn sie konnten die unstofflichen Wirkkräfte nicht mit ihren materiellen Sinnen und ihrer eingebildeten materialistischen Denkweise verfolgen.
Das Weltgeschehen beweist: es ist genug falsches Denken und Handeln von Menschenhand geschehen, in dem das Resonanzgesetz des irdischen Tränentals ignoriert wurde. «Sie haben Augen und können nicht sehen, sie haben Ohren und können nicht hören.» Dennoch wird das Chaos immer und immer wieder fortgesetzt. An allen Orten ist es zu merken und die Verwirrung und das Leid der Menschen wird täglich größer. Die Menschen verhalten sich wie der in der Ballade von J.W. von Goethe beschriebene Zauberlehrling, der die hervor gezauberten Besen nicht mehr beim Wasser-Holen bändigen kann.

Wer wahrlich geisteswissenschaftlich arbeiten will, wer zu höherer Erkenntnis kommen will, wird die heiligen Bücher und Philosophien aller Kulturen aus der Perspektive der menschlichen Evolution studieren müssen, die noch nicht abgeschlossen ist und noch auf ihre Vollendung im Allbewusstsein harrt. Aber nicht nur studieren und theoretisieren, bis die Gedankenwolken in den Hörsälen dick zum Schneiden geworden sind! Vielmehr sollte jeder Student die Quintessenz der Gedanken in die eigene Lebenshaltung hineinziehen, wenn die Theorien es ermöglichen. Wenn sich die Philosophien allerdings nur um sich selbst und ihre eigenen Aszendenten drehen, dann sollte man sie schnellstens dem Antiquariat überlassen. Dabei ist heute wohl weltweit ein alles entscheidender Schritt von möglichst vielen Menschen zu machen. Aber das wird in der uns umfangenden Sphäre der rächenden Äonen nicht so leicht werden. Nahezu alle Religionen und Philosophien, und natürlich alle ihnen unterliegenden Wissenschaften beschreiben „Gott“, oder wie er auch immer in anderen Sprachen oder Zivilisationen genannt wird, außerhalb des Menschen. Es ist immer ein Hier und ein Dort, hier der Mensch und dort das Göttliche, die Welt der Ideale. Mit dieser Annahme, Hypothese oder Fiktion, die diesem nahezu unausrottbaren Dogma der letzten Jahrtausende werden alle Gläubigen für einen Archont und seine Äonen ausgebeutet. Besondere Stärke und Ausbeutungsdramatik erreichten alle diejenigen Götter, die personifiziert und mit Hilfe von Statuen oder menschenähnlichen Plastiken dargestellt, mit Opfergaben verehrt und angebetet wurden, wegen egoistischer Wunscherfüllung. Aus meinem Elternhaus erklingt die mütterliche Ermahnung: „Hilf Dir selbst! Dann hilft dir Gott!“ Dieser Satz bekommt jetzt eine tiefe Bedeutung, denn es geht nicht darum, dass irgend ein Gott mir helfen wird, wenn meine kleinmenschliche Hilfe zu versagen droht, nachdem ich mich unsäglich bemüht habe. Nein und abermals nein. Der Gott ist nicht außerhalb des Mikrokosmos. Er ist ein wesentlicher Teil des Systems, sogar der absolut wesentlichste.
Ich muss ihn nur erwecken. Das Vermögen dazu ist implementiert: Atman, der eingeborene Sohn, die Verbindung mit der Monade. Für diese Erweckung der höheren Begehren, der höheren Astralfelder des Mikrokosmos, und des höheren Denkens und Erfassens mit den noch fehlenden Ansichten der Mentalis, muss der Mensch aktiv die Verwirklichung der persönlichen Heiligung in der Materie völlig aufgeben. Die Anhänger des alten Humanismus, der unsere Kultur hat versteinern lassen, lehnen eine solche Vision total ab. Sie stellen sich vor, der Mensch habe dann kein individuelles Ziel mehr, er verliert seine Persönlichkeit . Wie könnte der Mensch, der zu einem viel höheren Denken vorgestoßen ist, der alle niederen Begierden auf das biologische Minimum reduzieren konnte, ohne jedes Verzichtserlebnis, wie könnte er den Verlust seiner materialistischen Erscheinung als schmerzhaft erfahren? Ihm wurde die zur Zeit höchst erfahrbare Möglichkeit seines „göttlichen“ Bedenkens und Erfassens geschenkt, eingebunden in die Gedächtnisse aller mentalen Felder des Sonnenkosmos. Die aktuelle Persönlichkeit ist nicht das höchste Gut des Menschen und auch nicht die Krone der Schöpfung. Sie ist Teil eines sich entwickelnden Mikrokosmos, einer sich weiter entfaltenden Zelle innerhalb des Kosmos, die zu einem neuen Evolutionsschritt gedrängt wird. Die Überlieferungen und die kosmischen Entwicklungen fordern die Menschheit auf, alles irdische materielle Hin- und Hergeschiebe auf allen Ebenen, also Sport, Kommerz, Kunst, Kultur, Humanität Karitas und Religion, insoweit es über die Grunderfordernisse der irdischen Existenz hinausgeht, aufzugeben, um zu dem einen fundamentalen Ziel zu gelangen. Das wahrhaft erwachte Denken und Erfassen stößt vor in einen weiteren Bereich der universellen Kommunikation des universalen Bewusstseins, in dem die Wesen und Entitäten für die Kohabitation aller Galaxien im All wirken. Dafür kann bereits heute die persönliche stoffliche Existenz viel weiter begriffen und als ein Instrument des Erwachsenwerdens verwendet werden, während sie gleichzeitig, ohne Schaden zu nehmen, mit dem kollektiven Leben aller Kosmen des Sonnenlogos verschmilzt. Das Motto, das dem Hermes Trismegistos nachgesagt wird: «Alles empfangen, alles umwandeln und dann alles wegschenken!» – ist die grundlegende Formel für das universelle Resonanzgesetz, für die Wirkung und Erleuchtung allen Seins. Die Schöpfung im All verläuft nach diesem Spiegelgesetz: «Gib, so wird Dir gegeben.» Wer viel gibt, dem wird viel gegeben. Wer wenig gibt, dem wird auch das noch genommen, was er bereits hat, sagt Jesus im NT zu seinen Jüngern!

Trennen wir uns endgültig von den Ideologien der experimentellen Freiheitsphilosophie der vergangenen Jahrhunderte und beginnen wir als wahrlich moderne Menschen zu akzeptieren, dass viele Hinweise im Neuen Testament oder anderen heiligen Büchern keine Gebote oder Verbote sind, denen wir von „Gottes“ wegen gehorchen müssen, wobei wir uns unter Umständen noch überlegen können, ob wir sie befolgen müssen oder nicht. Die Gesetze, die Jesus konkret und in Gleichnissen vor seine Jünger oder Zuhörer stellt, weisen auf die grundlegenden, stets ablaufenden Gesetze hin. Alles Leben und Sein läuft nach diesen einmal gesetzten Prinzipien des Universums ab. Und es ist noch niemals ein Held geboren oder ein Demiurg geschaffen worden, der auch nur einen Tüttel daran ändern konnte. Jeder wird das ernten, was er gesät hat, auch wenn er längst kein Bauer mehr ist. Auch ein Banker wird seinen Lohn einstmals erhalten, je nach der Messlatte seiner Verwirrspiele. In dem fundamentalen Prinzip der Nemesis, der isobaren Resonanz, zeigt sich das Bild der Verantwortung eines Jeden für sich selbst, aber auch seine sehr persönliche Verantwortung für die ganze Schöpfung. Daran wird er nach seinem stofflichen Ableben gemessen werden. Da auch sein Mikrokosmos einmal als ein voll funktionsfähiges Werkzeug in das Allgeschehen integriert werden soll, wird er im Jenseits ganz besonders für ihn kalibrierte Ereignisse absolvieren müssen, die dann auch seine Einsichtsfähigkeit trainieren und zu höheren Denkmöglichkeiten befähigen wird.

Wer heute bereits bei allen seinen Aktivitäten immer weiß, dass er in der fundamentalen Kraft des Allbewusstseins geführt wird, die von vielen Menschen als Christus bezeichnet wird, von dem Kraftfeld, ohne das wir Menschen ohnehin nichts tun können, der bekennt jetzt schon einen Irrtum der Selbstheit, die Verlogenheit des Egoismus. Ein solcher Mensch wird in einen Strom des evolvierenden Bewusstseins aufgenommen, denn die Barmherzigkeit, die Liebe und die Weisheit des Allbewusstseins sind stets vollkommen. Die Harmonie und die Ordnung im All werden durch das Resonanzgesetz beschirmt, bis alle Evolution zum universellen Bewusstsein erfüllt sein wird. In der ägyptischen Urgnosis kann man den uralten Gedanken finden: „Wer sich innerlich sorgfältig in die Evolution seines Denkens und Seins vertieft und alles damit verbundene mit den erwachenden Augen seines erhöhten Begehrens beharrlich betrachtet, wird den Weg zum erneuerten Denken und Erfassen finden; oder noch richtiger: Die Vorstellung des universalen Bewusstseins selbst wird jeden auf diesen Weg führen. Die innerliche Ausrichtung auf diesen Weg der Erleuchteten hat zur Folge, dass sie jene, die mit einer solchen Hinwendung einmal begonnen haben, in ihrer Macht umfangen hält und zu sich nach oben zieht, wie ein Magnet das Eisen.“
Bei aller Religion geht es also nicht um die Vernichtung oder Auflösung des bestehenden Menschen, sondern um eine grundsätzliche innere Evolution des Begehrens und Denkens. Innerhalb der anstehenden Inkarnationszyklen werden sowohl das Astralfeld als auch das Mentalfeld vollendet, damit in den nachfolgenden Inkarnationen die nirvanischen Felder dem Mikrokosmos eingegliedert werden können. Selbstertötung und Askese in allen ihren irdischen Erscheinungen sind Vortäuschungen. Letztlich dienen diese Fehlinterpretationen nur den jeweils zugehörigen Äonen, um den Menschen ihrer Äther und astralen Kräfte zu berauben, wie der Schäfer seine Schafe hält, um sie nach pfleglicher Behandlung jährlich scheren zu können. Ja, es ist eigentlich noch viel schlimmer. Jeder Verzicht auf die notwendigen körperlichen und psychischen Bedürfnisse des natürlichen menschlichen Miteinander bedeutet, dass ungenutzten Energien des Mikrokosmos freibleibend in das Jenseits ausgestoßen werden, wo sie sich entsprechend ihrer egoistischen Polarisation zusammenballen, um sich von dort erneut mit Menschen zu verbinden, die aus karmischen Gründen für sie empfänglich sind. Diese werden dann durch die unbewusste Beeinflussung zu höchst unappetitlichen Steigerungen, z.B. der Fresssucht oder der Sexualität angestiftet. Auch um diesen unüberschaubaren Folgen intelligent vorzubeugen, sollte sich jeder bei aller mentalen Ausrichtung normal und vollkommen natürlich verhalten, dem eigenen Körper und auch seinen Mitmenschen, der Natur und der Gesellschaft gegenüber, maßvoll und völlig neutral.


Worterklärung

Das Resonanzgesetz
Auf eine einfach Formel gebracht heißt es: Gleiches zieht Gleiches an. Es kann am schönsten mit einer Stimmgabel ausprobiert werden. Stellen wir eine Stimmgabel, die auf den Kammerton A‘ abgestimmt ist, fest auf eine Tischplatte. Spielt nun ein Pianist auf seinem Klavier den Kammerton A‘, dann erklingt auch die Stimmgabel und überträgt diese Vibration direkt auf die Tischplatte. Dieses Modell mit dem Piano und der Stimmgabel symbolisiert die Art und Weise, wie das ganze All miteinander kommuniziert. Es kann auch als die isobare Resonanz bezeichnet werden.

Nicht der Schwingungskörper als solches ist wirklich entscheidend, obgleich nicht unbedeutend, denn er muss rein schwingen können, sondern die spezielle Vibrationsaffinität, der Vibrationsschlüssel. Sympathie heißt Mitleiden. Man kann auch Mitschwingen sagen. Beachtet man dabei ein wenig die Wellentheorie der Physik, werden einige charakteristische Eigenschaften der elektromagnetischen Resonanz deutlich, die für alle Kraftfelder gültig sind. Für jede Welle oder Vibration kann eine Grundschwingung bestimmt werden, die von verschiedenen Parametern abhängig ist, denn die Schwingung entwickelt sich in einem Kraftfeld, in dem vor allem der Pulsator die Grundfrequenz – Länge und Amplitute der Wellen – bestimmt. Man könnte sie auch als Grundfarbe benennen oder als Grundton. Die Basisvibration bekommt dort Eigenschaften der Energie, Lichtfülle, Schnelligkeit und Intensität oder andere. Diese Grundschwingung kann von einer anderen Vibration, z.B. einer Melodie, überlagert werden, wodurch die Basisschwingung nicht verändert wird. Diese Überlagerungen, in der Musik als Melodien bekannt, können auf der Grundschwingung mehrfach aufgesetzt sein. Dabei müssen sie allerdings immer den selben Vibrationsschlüssel wie die Basisschwingung haben. Das ist natürlich immer gewährleistet, wenn Basisvibration und Melodie zum gleichen Kraftfeld gehören und dort integriert sind.
Die Menschen leben in einem Spiegelkabinett, könnte man sagen. In Indien ist der Begriff Maya für alles materielle Geschehen ganz normal. Alle Bewegungen in den Kraftfeldern des Mikrokosmos und alle Kommunikation mit diesen zu den Sphären des Kosmos ist nach den Spiegelgesetz oder Resonanzgesetz organisiert, ganz gleich ob mit der materiellen Wahrnehmung oder mit der ätherischen, astralen und mentalen „Schau“. Immer und überall gilt: „So wie es in den Wald hinein schallt, so schallt es auch heraus!“ Darum gibt es auch den weisen Ratschlag: „Was Du nicht willst, das man dir tut, das füge keinem anderen zu!“ Da aber der Mensch, wie jeder bei sich selbst und in der Welt sehen kann, diesen Rat keineswegs ununterbrochen befolgen kann, und viele internationale Katastrophen gelegentlich das totale Gegenteil zu beweisen scheinen, gibt es wohl eine starke Behinderung dafür. Dennoch bleibt das Motto, das dem Hermes Trismegistos nachgesagt wird, stets und überall gültig: «Alles empfangen, alles umwandeln und dann alles wegschenken!» – ist die grundlegende Formel für das universelle Resonanzgesetz, für die Wirkung und Erleuchtung allen Seins. Die Schöpfung im All verläuft nach diesem isobaren Resonanzgesetz: «Gib, so wird Dir gegeben.» Wer viel gibt, dem wird viel gegeben. Wer wenig gibt, dem wird auch das noch genommen, was er bereits hat, sagt Jesus im NT zu seinen Jüngern!

 

Vision 13. Februar 2016; redigiert 15. Mai 2017

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Der Logos, das universale Bewusstsein

Im Neuen Testament steht zu Beginn des Johannes-Evangeliums 1, 1-14:
„Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Dasselbe war im Anfang bei Gott. Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht,
ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist.
In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat‘s nicht begriffen.
Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, die an seinen Namen glauben, welche nicht von dem Geblüt noch von dem Willen des Fleisches noch von dem Willen eines Mannes, sondern von Gott geboren sind.“

Mit Sicherheit ist dieser Text vielen Christen geläufig, denn es wird immer wieder von der Kanzel darüber gesprochen. Manch einer hat das Ringen Goethes in seinem Werk „Faust“ gelesen, der den Anfang des Johannes-Evangeliums letztlich abändern wollte, indem er den Begriff „Logos“ nicht in das „Wort“, sondern Logos mit der „Tat“ übersetzte. (Faust II. Teil) In der von Luther gewählten Übertragung der ersten Zeile des Johannes-Evangeliums aus dem Griechischen ist ein kleines Geheimnis verborgen, das den heutigen Menschen leicht in die Irre führen kann. Im Originaltext der Bibel steht an dieser Stelle der Begriff „Logos“ und für die deutsche Übersetzung wurde von Luther dafür „Wort“ gewählt. Möglicherweise war dem mittelalterlichen Menschen die weiter greifende Bedeutung des Wortes noch als ein Kraftprinzip geläufig. Er wusste aus seiner Lebenspraxis, dass Sprache eine bestimmte Art der Magie, der Kraftübertragung und Beeinflussung war. In unserer modernen Zeit sind Worte und Sprache zum Spielball der Werbetexter und Journalisten geworden, die beständig unter dem Druck stehen, spannende oder animierende Zeilen, Slogans, Headlines, zu finden, die beim Leser den AHA-Effekt auslösen.


Sollte Dir ein Gedanke zu dem Text einfallen, dann schicke ihn bitte mir zu.  Vielen Dank.


Aber auch im Allgemeinen gehen viele Menschen davon aus, dass Fakten und Probleme besprochen und so geklärt werden können. Kommunikation ist die moderne Lebensnotwendigkeit am euroamerikanischen Horizont, am Besten die totale Kommunikation mit allen Menschen über Communities mit dem Smartphone. Die technischen Medien machen die beständige Verbindung mit Freunden und ein unentwegtes Gerede über die allgemeinsten Alltäglichkeiten möglich. Es besteht natürlich ein großes Interesse daran, dass möglichst viele Menschen viel miteinander über alles Mögliche reden, denn das bringt nicht nur den Providern viel Geld ein. Mittlerweile ist so ziemlich jeder zu der Überzeugung gekommen, dass der Mensch mit Reden und Publizieren etwas Wesentliches bewegt. Man denke nur an die Internet-Communities wie facebook, Google, Twitter oder YouTube und ihre zahllosen Kopien. Man könnte sich vielleicht einmal fragen: Warum führen die Kommunikationsprofis die Menschen gezielt mit einer entsprechend gefärbten Berichterstattung in eine gesteigerte Emotionalität, die vielfach dazu führt, dass sinnvolle Überlegungen oder berechtigte Bedenken vergessen werden? Die äonischen Komponenten dieses Geschehens sollen hier jedoch nicht besprochen werden.

Auch wenn sie sich auf esoterischen oder spirituellen Wegen befinden, hören die Menschen nur selten auf den gesunden Menschenverstand. Selbst Moral, Ethik und Fairness bleiben bei den angefachten Bedürfnissen schnell auf der Strecke. Kann es sein, dass der Sinn dieses Handelns von anderen Kräften bestimmt wird, die ein sehr spezielles Interesse daran haben, dass die innere Stimme aus dem Kontakt mit der Monade von den lauten emotionell aufgeladenen Propagandabildern aus Politik, Sport, Pop-Kultur, Humanitas, Karitas und Religion übertönt wird? Für die Stimme der Stille, die nur in einer geordneten, von überflüssigen Begehren befreiten Atmosphäre aus dem Herzen aufsteigen kann, ist bei dieser Kommunikationsflut kaum ein freier Raum im Denken zu finden. Überall, verbunden mit jeder allgemeinen Mitteilung werden vorgeprägte Idealvorstellungen, Wünsche und Wollüste geschürt, die sich an den medial gezüchteten Ansichten und Wertstellungen der Kultur-Industrie, der Politiker und der heutigen Religionen ausrichten.

Jedes subjektive Selbstbewusstsein richtet sich nach dem: „Sage mir, was Du Dir leisten kannst, und ich sage Dir wer Du bist.“ Descartes erkannte sein Selbstbewusstsein noch aus dem Cogito ergo sum = Ich denke also bin ich!  Heute erwächst bei vielen Menschen das Selbstbewusstsein aus materiellem Besitz oder dem wirtschaftlichen Ansehen, dem beruflichen Erfolg – Ruhm und Ehre – und der sexuellen Potenz. Dabei beziehen sie allerdings ihre Autorität vor allem aus dem: „Ich sage etwas, also bin ich jemand!“. Denn das Sprechen gehört zu der unentbehrlichen sexuellen Aktivität des Menschen. Und heute sorgen die Pressechefs auch durch konsequent gepflegten Kontakt mit den Medien dafür, dass Politiker, Stars, Manager und Wissenschaftler – Sachverständige – öfters in Rundfunk und Fernsehen zu Wort kommen. Unbewusst berufen sich sowohl Journalisten als auch Buchautoren dabei auf das Bibelzitat: „Am Anfang war das Wort.“ – „Sie reden wie gedruckt.“ Denn sie ahnen, dass Reden und Schreiben mit einer schöpferischen Funktion verbunden ist. So können dann ihre Vorstellungen von den Hörern oder Lesern auch umgesetzt werden. Ganz deutlich ist das Phänomen bei Politikern und Lobbyisten zu beobachten, die mit vielen intelligenten Worten und autorisierter Logik die Interessen ihrer Lobby vertreten und sich geschickt in der PR- und Medienlandschaft bewegen. Dem ernsthaften Sucher nach der einen Wahrheit wird jedoch bald bewusst, dass vieles Sprechen und Dozieren alles andere als befreiend oder von irgendeinem besonderen Wert ist. Die Wahrheit selbst ist nicht auf Erden zu finden. Geschickter Lug und Betrug sind die plausibelsten Erfolgsmethoden im Kommerz. Laotse sagte unmissverständlich: „Schöne Worte sind nicht wahr. Und wahre Worte sind nicht schön.“ Denn alles auf der Erde ist Eitelkeit und Haschen nach Wind, bekennt der Priester im AltenTestament. Alles irdische Geschehen ist Maya, die Erscheinung ist in die Vergänglichkeit geboren, war schon den alten Indern eine bekannte Einsicht in das tägliche Überleben. Das kann sehr gut auch heute noch im Zusammenhang mit historischen, literarischen und journalistischen Machwerken  beobachtet werden.

Aber wie jeder aufmerksame Betrachter der Kommunikationsbranche erkennt, kann sich Niemand so ohne weiteres aus seinem kulturellen Lebenskreis heraus bewegen. Jeder benutzt selbstverständlich seine ihm bekannten Argumente, die von der existierenden Gesellschaft autorisiert sind, und die in dem Zusammenhang für seine Absichten förderlich sind. Aus Selbsterhaltung entstehen politisch anerkannte Rationalisierungen und Vereinfachungen bis hin zu missverständlichen Wortschöpfungen. Dabei wurden schon viele gute Gedanken sinnentfremdet, und dann durch Multiplikation in den Medien zu geflügelten Worten gemacht. Manchmal ist es einfacher und ungefährlicher, den Wahn zu vergrößern, als für die Realität eine Bresche zu schlagen.

Kommen wir zu unserem Zitat zurück: Im griechischen Originaltext steht im Johannesevangelium nicht der Begriff „Wort“ – in dem Sinne als Teil unserer Sprache oder eines Textes – sondern das griechische Wort: „Logos“.  Und Logos beinhaltet wesentlich mehr als eine sinnvolle Buchstabenfolge,  die ein Mensch aussprechen oder auf ein Papier drucken kann. Es handelt sich bei dem Begriff „Logos“ um eine umfassende Definition der sieben Kraftwirksamkeiten des ursprünglichen und unaussprechlichen Gottes. Es gibt esoterische Kreise, denen ist bekannt, dass die Wirksamkeit Gottes mit dem Heiligen Siebengeist einhergeht. Darum wird auch in der Kabbala gesagt: dass der unaussprechliche „Name“ Gottes 7 Buchstaben hat.

Auch hier wird vom Wissenden versucht, eine Wirkungsweise des erhabenen unbegreiflichen alles umfassenden Kraftfeldes allegorisch zu verdeutlichen, die für unser auf die Materie gerichtetes Denken unbegreiflich bleibt. Dieses an das stoffliche Bewusstsein gebundene Wahrnehmen sieht immer nur abgegrenzte Form neben Form, geschlossenen Körper neben Körper. Die Polarität der Gegensätze von Licht und Schatten und die physikalischen Begrenzungen bestimmen unser Wahrnehmen und dominieren unser Denken.
Selbst beim Beschreiben quantenphysikalischer Vorgänge bleiben die Erfahrungen des Nebeneinander verschiedener Wirksamkeiten, wie in der Mechanik, im Bedenken der Forschungen dermaßen dominant, so dass sie sich selbst bei der Definition zusammenwirkender Phänomene des Lichtes immer wieder von mechanischen Gesetzen leiten lassen, die in der körperlichen Physik üblich sind. So werden in ihren Berichten aus Kraftfeldern verständliche Modelle gebaut, wo festgestellte Strahlen sich überlappen, sich ergänzen, aufhäufen, summieren oder gegenseitig auslöschen. Die Weltsprachen sind allerdings über die Jahrhunderte zu kommerzialen Sprachen geworden, die absolut erforderlich waren, um Handelsgüter messen, wiegen und berechnen zu können

Hinter dem Begriff „Logos“ steht allerdings eine alles umfassende Einheit von 7 Kosmen, 7 Dimensionen und 7 mal 7 Kraftwirksamkeiten, die in dem und durch das alles umfassende Gesetz der isobaren Resonanz wirken, leben und schöpfen. „Von Herrlichkeit zu Herrlichkeit.“ Wer sich von allen der irdischen Physik entnommenen Vorstellungen befreien kann, in seinem tiefsten Inneren werden diese herrlichen Gedanken der grundlegenden Einheit widerhallen. Dann kann es auch sein, dass aus dieser Stimme das Bild der Rose aufscheint, das an einigen Stellen der religiösen Weltliteratur angedeutet wird. Welchen Namen diese Manifestation dort auch haben mag, sie ist ein komplexes Bild für das alles einschließende „Wort“ Gottes, den Logos.

Unsere gewohnte Denkweise arbeitet stets mit Bildern von Körpern, Teilchen und Korpuskeln. Dabei sträubt sie sich mit allen erdenklichen rückwärts gewandten Rationalisierungen und aus der Vergangenheit geborenen Vorstellungen längst verflossener Autoritäten gegen eine Welt der Kraftfelder, der Wellen des Lichtes, wie sie in manchen mystischen Berichten über göttliche Erscheinungen mittels symbolischer Bilder erwähnt werden. Wenn der moderne Mensch mit den autorisierten Begriffen seiner Wirklichkeit die Erklärungen nicht erfassen kann, dann werden sofort tausend Zweifel an ihrer Tatsächlichkeit laut. Das ist ganz natürlich, denn alle weisen Denker konnten ihre Symbole immer nur aus dem Bildervorrat entnehmen, den sie in ihrem Leben aus ihrem persönlichen sinnesorganisch erfassbaren Umfeld nehmen konnten. Und sie mussten es tun, weil sie nur auf der Basis dieser Bilder von ihren Zuhörern verstanden werden konnten. Dafür erzählten sie dann wundervolle Allegorien oder Sinnbeispiele, die für Ereignisse in einer allgemein gültigen Welt stehen, die nur und ausschließlich durch Vibrationen, Klängen oder Licht geschehen.

Auch die Manifestation der Materie ist nur eine besondere Energieform des elektromagnetischen Lichtspektrums, wie die Kernphysiker heute durchaus bestätigen werden.

„Am Anfang war der Logos.“ Aus ihm ist alles gemacht, was gemacht ist. Diese allumfassende Einheit enthält einerseits alle Ideale von Weisheit, Liebe, Harmonie, Gerechtigkeit, andererseits auch alle Kräfte, vibrierende Energie, das Licht, den Klang, die Gravitation, ja, das Werden und Leben aller Schöpfungen, Galaxien, Universen, Entitäten und Wesen in allen metaphysischen Räumen, natürlich auch aller Menschen, aller Mikrokosmen, Monaden oder Urtypen. Die Ideen des Logos erschaffen aus der „Materia Magica“, dem universalen Bewusstsein, reflektieren in dem ursächlichen Kraftfeld der Offenbarung, dem einen überaus strahlenden Licht des allumfassenden Bewusstseins, der höchsten Energie im All nach den Gesetzen der isobaren Resonanz die Herrlichkeiten seiner Offenbarwerdung. In diesen Kräften gibt es kein Nebeneinander und niemals ein Gegeneinander. Sie wirken und entfalten sich in einem stets fließenden Miteinander. Sie reflektieren und inspirieren sich untereinander und schaffen auf diese liebevolle Weise stetig absolut neue Möglichkeiten der göttlichen Weisheit und Barmherzigkeit.

Wenn Eva in der klassischen Mythe unter dem Baum der Erkenntnis auf Geheiß der Schlange Adam einen Apfel gibt, dann ist das nur im christlich kirchlichen Sinne der Sündenfall. Im gnostischen Sinn werden die symbolischen Figuren völlig anders gesehen. Adam stellt den aktiv-dynamischen Aspekt des Geistes und Eva das gebärende, hervorbringende Vermögen der universellen Alloffenbarung dar. Die Schlange der Weisheit inspiriert Eva, Adam den Schlüssel, das Symbol für den irdischen Evolutionssprung zu schenken: einen Apfel. Nun muss man im europäischen Kulturraum berücksichtigen, dass dort, wo diese Geschichte eigentlich zu Hause ist, in den Ländern um das Mittelmeer herum, wo sie also auch zuerst formuliert wurde, es sehr unwahrscheinlich ist, dass Eva dem Adam einen germanischen Apfel reichte. Viel eher wurde für diese Schöpfungs-Allegorie der Granatapfel verwendet. In diesem hohen allumfassenden Symbol für die Entstehung der Menschheit repräsentiert HVA (Eva) den weiblichen Aspekt des Seins, die Materie, und ADM die männliche Wirksamkeit, das universelle Bewusstsein, und der Apfel symbolisiert die zusammenwirkende Einheit von Kraft, Denken und Geschöpf.
Darum ist es ausgerechnet ein Granatapfel. Es geht hierbei keineswegs um gesunde Ernährung, oder ähnliches, wie jedem einsichtig sein wird. Vielmehr zeigt der Blick auf den durchgeschnittenen Granatapfel die Einheit zahlreicher Fruchtperlen, die sich aneinander fügen und wohlstrukturiert ein nahezu rundes Ganzes formen. – Hier haben wir das Symbol der Einheit aus der sich ineinanderfügenden Vielheit als ein leicht verständliches Bild aus dieser Natur. Es ist ein unglaublich treffendes Bild für die holografischen Strukturen der mikrokosmischen Offenbarung. Die schmackhaften roten Perlen im Granatapfel schmiegen sich aneinander und deformieren sich sogar teilweise dafür, damit sie alle zusammen als eine Gruppe die äußere nahezu runde Hülle lückenlos erfüllen können. Als materielle Partikel können sie sich nur anschmiegen, nicht durchdringen, wie es die holografischen Körper durchaus können.

Kraft, Licht, Raum und Leben durchwirken sich in höchster Energie mit Weisheit, Wahrheit, Gerechtigkeit und Liebe zum absoluten Sein. Nur unser auf die irdische Natur ausgerichtetes Bewusstsein will für seine lange gezüchteten Definitionen überall Grenzen und Abgrenzungen sehen, sucht Differenzierungen und Unterscheidungen für Beurteilungen, für Bewertungen von besser, höher oder wertvoller. Dass dieses Denken für sportliche Aktivitäten durchaus sinnvoll sein kann, zeigt uns die Olympiade. Doch für einen realistischen Weg zu einem höheren Denken ist das physikalische Beurteilen und Analysieren selbst unserer Natur eine glatte Irreführung. Es wird heute sogar den physikalischen Forschern mittlerweile deutlich, sofern sie sich ein wenig über die Erkenntnisse in der Quantenphysik erheben und die Aussage voll akzeptieren, dass selbst die Materie definitiv Licht ist, wie Louis de Broglie es zu Beginn des 20. Jahrhunderts mathematisch formulierte.

Eigentlich ist das alles doch nur eine Frage des Erkenntnisstandpunktes. Natürlich ist der Mensch dieser Natur noch nicht eins mit dem universellen Bewusstsein, aber er ist keineswegs von ihm ausgenommen. Wäre die allumfassende Welt dieses Bewusstseins nicht prinzipiell mit dem Bewusstsein dieser Natur verbunden, so wäre eine Evolution zu höherem Denken unmöglich. Weil das ewige Licht auch in unsere Natur scheint, und dort mit allem Leben zusammenwirkt, kann sich jeder darauf ausrichten, damit es auch ihn zu neuen Erkenntnissen erhebt. Diese in der Praxis gelebte Ausrichtung auf die höheren Befähigungen des Bewusstseins, des Denkens und Wahrnehmens, ist die fundamentale Voraussetzung für eine wirkliche Erleuchtung. Erst dann kann das Energiefeld des anderen Reiches, des Reiches der überfeinstofflichen Vibrationen, die im Gehirn bereits angelegten Areale des Menschen zu ihrer Entwicklung stimulieren und dynamisieren. Damit kann und wird künftig ein total neues Wahrnehmen und Denken, ein völlig neues Erfassen der Geschehnisse unserer Natur möglich. Dem Menschen wird aus eigener Anschauung sein Lebensfeld in völlig neuen Dimensionen erscheinen. Dafür muss niemand einen anderen Planeten aufsuchen oder irgendeinen obskuren Platz im Jenseits erkämpfen.

Es wird sich dem neuen, völlig gesunden Wahrnehmen zeigen, dass die materielle Erscheinung der Natur sowie die eng damit verbundenen unteren Ätherschichten – die die indischen Philosophen bereits Maya nannten – und die Griechen mit dem bezeichnenden Begriff „ὔᴧἠ“ – hule belegten – nomen est omen, eben weil diese energiearmen Lebensfelder einem Wechsel von Geburt, Werden, und Vergehen, Tod, unterworfen sind. Die höheren Äther und die Astralis unterliegen einem beständigen Wandel, der permanenten Transformation. Wohingegen bereits in den oberen astralen Ansichten und in der Mentalis sich eine sehr lange Beständigkeit der Ideen- und Gedankengeschöpfe manifestiert. Die Offenbarungen in den folgenden metamentalen Kraftebenen bleiben in für den Menschen unvorstellbar lange Zeiten existenzfähig, so dass es aus unserer Sicht wie eine Ewigkeit erscheint. Diese Erfahrung ist keine Angelegenheit irgendeines Ortswechsels. Sie wird dermaleinst von den dafür reif gewordenen Mikrokosmen in künftigen Inkarnationen in dieser Natur, der heiligen Erde, erfahrbar werden.

Heute leben wir in der Welt, die sich durch unsere Wahrnehmungsart und unsere Denkparameter vor uns projiziert, also materiell, grobstofflich, korpuskulär. Schon der Mensch, dem die Gabe des ätherischen Hellsehens geschenkt ist, lebt in einer formgebundenen Welt der feinstofflichen Geschehnisse, die rein äußerlich der unsrigen Welt sehr ähnlich ist, aber keinerlei materielle Grenzen, Mauern oder dergleichen kennt. Alles ist erfahrbar, was mit den Begehren, Wünschen und Projektionen in Zusammenhang steht. Er sieht in diesen Bereichen viele für den grobsinnlichen Menschen unfassbare Ereignisse, die ihm keineswegs als irgendein Wunder vorkommen. In einem Bericht darüber zu normalen Sterblichen könnte er die Sachlage gewiss auf die eine oder andere Weise erklären, doch er wird meistens vom sozusagen normalen Menschen für „irre“ erklärt. Seine Aussagen werden prinzipiell mit dem Spott der in der euroamerikanischen Kultur allgemein verbreiteten Anschauung verleumdet. Darum werden sich auch solche Menschen aus dem Mainstream heraushalten, die von Natur aus schon astral hellsichtig sind. Obgleich bemerkt werden muss, dass gerade diese einzelnen Begnadeten bereits heute der Menschheit große und überragende Hilfe leisten könnten. Doch auch sie müssen sich bei der Veröffentlichung ihrer Ansichten mit einigermaßen wissenschaftlichen Erklärungen und Beweisen vor Diffamierungen schützen. Es ist verständlich, dass sich solche hellsichtigen Menschen unter geschützte Gruppen mischen, die sich mit religiösen Bestrebungen, Meditationen und Ritualen befassen. Prinzipiell ist es schon heute möglich, mit geeigneten Methoden zur mentalen Hellsichtigkeit zu kommen. Soweit die veröffentlichen Kenntnisse reichen, kann nicht davon ausgegangen werden, dass die mikrokosmischen Voraussetzungen dafür wirklich schon ausgebildet sind. Kommende Inkarnationen werden öfters mit diesem Talent begabt sein.

Wer nur etwas seinen Entwicklungsgang in diese Richtung hin einschlagen möchte, muss zunächst wissen, dass das mikrokosmische Wachstum in allem nicht automatisch abläuft. Auch die Gesamtentwicklung des Kosmos und der darin existierenden Wesenheiten und Mikrokosmen ist von den Bemühungen aller Menschen abhängig. Wie kann das bewerkstelligt werden? – Dafür muss sich möglichst jeder Mensch als erstes von den alten im stofflichen Denken verhafteten Ichstrukturen lossagen, die historisch gewachsenen Lebensprinzipien der Materie vergessen, und sich zweitens dem universalen Bewusstsein, dem Streben zum Logos zuwenden. Dann wird der Satz des Paulus Wirklichkeit: in der Christuskraft – das universelle Bewusstsein der Sonne – werden „alle, die IHN annehmen, die Kraft erhalten, wiederum Kinder Gottes, des universalen Bewusstseins, zu werden.“ Die unabänderliche Regel dafür steht in den Sätzen: „Liebe Gott über alles, mit deinem ganzen Herzen, mit deinem ganzen Haupte und mit deinem ganzen Gemüt. – Und: Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst.“ Die isobaren Resonanzgesetze des Alls werden jedes Streben nach Heilbegehren in diesem Sinne unterstützen und für jeden geeigneten Mikrokosmos erfüllen. Wer seine eigenen Denk- und Wahrnehmungspotentiale erweitern will, der benötigt eine permanente Ausrichtung, einerseits ein beständiges Bemühen um das Loslassen der irdisch materiell orientierten Begierden und andererseits ein Hinwenden und Annehmen der ideellen Welten der holografischen Vibrationsmuster des heiligenden Bewusstseins.

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Die Wahrheit

Im Neuen Testament steht: „Da sprach Jesus zu den Juden, die an ihn glaubten: Wenn ihr bleiben werdet in meiner Rede, so seid ihr in Wahrheit meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen und die Wahrheit wird euch freimachen.“ –

Was kann der Mensch schon von der Wahrheit wissen, selbst wenn er versuchen sollte, sich von den irdischen Täuschungen freizumachen, denn er ist als physische Person ein Wesen der Täuschung. Gefangen in der Materie des groben Stoffes wird jeder von den Kräften seines Unbewussten gelenkt. Jenseitige Kraftfelder beeinflussen aus den feinstofflichen Gebieten alle Gefühle, das Denken, Begehren und die Empathie des Menschen. Wie viel davon dem Einzelnen in seinem Leben bewusst wird, hängt unter anderem von seinem mentalen Vermögen ab. Denn von den organischen Möglichkeiten der Gehirnzellen benutzt der Mensch nach Aussage kompetenter Neurologen nur einen geringen Teil für sein Denken und Wahrnehmen.

Und dennoch wird allen Menschen im NT verheißen: „und die Wahrheit wird euch freimachen!“ Unter welchen Bedingungen könnte ein Mensch einen Abglanz der Wahrheit mit seinem Bewusstsein empfangen? –
Für die täglichen Notwendigkeiten ist der uns zugeteilte Verstand sehr gut zu gebrauchen. Zum praktischen „Überleben“ auf der Erde ist er hervorragend geschaffen, doch die eine Wahrheit kann sich nicht in ihm spiegeln.


Sollte Dir ein Gedanke zu dem Text einfallen, dann schicke ihn bitte mir zu.  Vielen Dank.


Für den Menschen ist der Verstand in der Regel ein feststehender Begriff.
Er scheint ein konkretes Organ zu umfassen und wird im Gehirn lokalisiert. Mit ihm wird gedacht, erinnert, reflektiert, besonnen, kombiniert, gerechnet, diskutiert, getröstet, rationalisiert, spekuliert und vieles mehr. Der Verstand ist auch definiert als das Organ für die Intelligenz und den Willen.

Auf der anderen Seite wird er auch mit dem Begriff  Vernunft verbunden. In diesem „Organ“ lokalisiert der Mensch sein Gedächtnis und sein Bewusstsein. Schon daran wird deutlich, dass der Verstand eigentlich kein festumrissenes Organ, wie z.B. das Auge oder das Ohr sein kann. Das stoffliche Organ, in dem der Verstand lokalisiert wird, ist bekanntermaßen das Großhirn, der Neokortex. In seinen vielfältigen Zellverbänden, Windungen, Brücken und Verknüpfungen sollen sich die Funktionen vollziehen, die allgemein dem Wahrnehmen, dem Erinnern und dem Denken zugeordnet werden.

Es ist keineswegs falsch zu sagen, dass der Verstand eine virtuelle Struktur ist, die von grobstofflichen Organteilen der Person und von feinstofflichen Anteilen des niederen Selbstes im Mikrokosmos so organisiert ist, damit für das Überleben sinnvolle Verknüpfungen mentaler Einheiten mittels chemischer und elektrischer Impulse aus den Informationen der einzelnen Sinnesorgane, aus dem Gedächtnis und dem Tagesbewusstsein hergestellt werden können.

Es sei gestattet, es in einem modernen Bild zu beschreiben: Der organische Zellverband, der dem Verstand zur Verfügung steht, wird von einem virtuellen Softwareprogramm zur Wahrnehmung, Verarbeitung und Speicherung aller physischen und psychischen  Sensationen sowie aller mentalen Ereignisse gesteuert. Die zugehörige Hardware sind bestimmte Bereiche im Gehirn und die fünf Sinnesorgane. Der große Datenspeicher für das Denkprogramm liegt allerdings vorwiegend in den feinstofflichen Gedächtnissen des Mikrokosmos, im Mental- und Astralkörper sowie im Atemfeld und in der Lipika des aurischen Wesens.

In gewisser Hinsicht wirkt der Verstand primär genauso selektiv wie ein Radioempfänger, der durch die Einstellung eines definierten Frequenzbereiches für den klaren Empfang eines Senders geeignet gemacht wird. Die persönliche Aufmerksamkeit sowie die innere Einstellung oder Motivation, z.B. beim Studium auf die erforderlichen Inhalte, im Beruf auf die zu verrichtende Arbeit und in der Meditation auf das gewünschte Ergebnis fokussieren die Bereiche des Verstandes auf die anstehenden Verrichtungen oder Denktätigkeiten. Auf diese selektive Art der Einstellung wird der Mensch nur diesen ausgewählten Teil aller möglichen Informationen aus der Summe aller Wahrnehmungen und dem Gedächtnis in sein Tagesbewusstsein übertragen bekommen, die er zu diesem Zeitpunkt benötigt. Andere Wahrnehmungen oder Gedächtnisteile werden selektiv ausgeblendet.
Im Laufe der irdischen Evolution des Menschen ist der Verstand und das damit verbundene Wahrnehmen und Denken vom selbstbehauptenden Menschen ausschließlich für das irdische Überleben auf der materiellen Ebene programmiert und letztlich auch physisch eingestellt worden. Alle seine primären Verknüpfungen im Mikrokosmos mit dem aurischen Wesen, mit seinem Karma, und mit den naturgeborenen Bedürfnissen des Körpers ließen den Massenmenschen zum Selbstschutzwesen, zum Egoisten werden. Mit dieser primären Ausrichtung auf das stoffliche Dasein hat er sich in allem Wahrnehmen und Bedenken an die Empfänglichkeit und die Qualität der grobstofflichen Sinnesorgane gebunden, die ihm auf Grund der Erbfolge zur Verfügung stehen können. Zahlreiche Philosophen und Wissenschaftler haben das Dogma geschaffen, dass nur die sinnesorganisch erfahrbare Natur wirklich ist. Alle feinstofflichen oder geisteswissenschaftlichen Erkenntnisse sind für die anerkannte Wissenschaft entweder Einbildung oder inexistent. Parapsychologie oder Noetik gelten nur für „Spinner“.

Obwohl der Mensch das Denkvermögen als Basis für den Verstand von einem Funken aus der göttlichen Welt geschenkt bekam, wurde und wird dieses enorme Vermögen aus Unkenntnis über viele Inkarnationen für die naturgegebene Selbstbehauptung und für die egozentrische Selbstbereicherung aufs brutalste missbraucht. So wurden über Millionen von Jahren die Möglichkeiten des Verstandes verbogen und explizit auf materielle Bedürfnisbefriedigung konzentriert. Durch die fatalen Bedrängnisse im Existenzkampf auf Erden werden die verängstigten Menschen von einem Irrgarten der Wirklichkeit in den nächsten geschickt, und der Schrecken wird nicht weniger.

All das hat natürlich zu einer katastrophalen Entwicklung geführt. Die religiösen Führer der Menschheit haben zunächst mit ihren Philosophien versucht, den Massenmenschen in Bahnen zu lenken, die dazu geeignet waren, ihr Los zu erklären und zu erleichtern. Dies geschah vor allem durch die psychologisch geschickt aufgebauten und darum für den einfachen Verstand verstehbaren Erklärungen autorisierter Dogmen, durch die der Mensch sein schweres Los als Bauer oder Viehzüchter ertragen lernte. Dabei wurde in den religiösen Dogmen der Priesterkasten oder der Schamanen jedem Erdenbürger eine prinzipielle Schuld am eigenen Schicksal als von Gott gegeben aufgebürdet. Neben allem Leiden für die eigene und familiäre Lebensabsicherung musste der Mensch auch noch Opfer für das Land, den Staat und vor allem für Tempel und Kirchen und ihre Götter bringen. Als Dank für seine Zuarbeit und die Spenden durfte der leidende Mitbürger dann Hilfe, Beistand und Trost für sein Leiden erbeten. Die Priester segneten seine Arbeit und vergaben ihm großzügig die gebeichteten Sünden, damit der Mensch nach dem Tode nicht die breitspurig ausgemalten Höllenqualen erleiden müsse.

Kann der Mensch in dieser ausweglosen Situation etwas von der Wahrheit empfangen? – Wollten die herrschenden Priesterkasten, Medizinmänner und Schamanen jemals ihren abhängigen Gläubigen die Wahrheit verkünden? – Wohl kaum. Denn sie würden dabei sofort alle Pfründe ihrer sorgfältig aufgebauten Lebensabsicherung verlieren.

Das Problem mit der Wahrheit ist also zweifach gelagert. Einerseits wird kein Mensch die Wahrheit auf den bisher praktizierten Einweihungswegen erlangen können! Das ist die bittere Realität. Denn die Methoden der Persönlichkeitskultur und auch der Persönlichkeitsspaltung, um in die jenseitigen Gebiete eintauchen zu können, stützen sich auf  Ich-zentrale Motive, die immer nur egoistische Resultate nach sich ziehen können. Darauf können selbstverständlich nur die Kräfte antworten, die ebenfalls egoistisch polarisiert sind.

Zweitens ist die Wahrheit eine Kraft, die weit über ein geisteswissenschaftliches Erkennen aller feinstofflichen Lebensgebiete hinausgeht. – Jeder, der das Gegenteil behauptet, vergrößert den Irrwahn dieser Welt. Jeder, der trotzdem davon spricht, die Wahrheit zu wissen, versucht nur auf neuen Wegen Abhängigkeiten zu schaffen, mit denen er seine irdischen oder jenseitigen Bedürfnisse mit Hilfe der Gläubigen decken kann.

Wie weit allein die allgemeine Egozentrik den Verstand bereits beschädigt hat, kann ganz deutlich bei einer Analyse der üblichen Sprachen erkannt werden. Die gebräuchlichsten Worte sind inhaltlich stark von der Lebenshaltung im Materialismus und den Eigenarten des Besitzens und des Habens irdischer Güter geprägt. Alle philologischen Bemühungen um neue Begriffe, um eine wahrhaft philosophische Sprache, können es nicht schaffen, dass von Menschen wahrlich über die Wahrheit geschrieben werden kann. Es ist eine strukturelle Untauglichkeit des Systems festzustellen, auch nur einige Fasern der Wahrheit wahr-zu-nehmen. Woran kann das liegen?

Es ist eigentlich leicht verständlich: Es liegt am homologen Resonanzgesetz dieser Welt. Wer sich mit seiner ganzen Aufmerksamkeit immer und überall den Methoden und Strategien zum physischen Überleben zuwendet, bekommt seinen Wünschen entsprechend für die Verwirklichung seiner Begehren stets die Kräfte aus dem Lebensfeld gereicht, das er mit seinen Aktivitäten belebt hat. Und das sind immer komplementäre Kraftpotentiale mit zwei ganz charakteristischen Eigenschaften:

Erstens: die Polarität verknüpft immer mit dem Gegenteil und

Zweitens: das Werden in der Zeit lässt alles Entstandene wieder vergehen.

Wer also immer wieder – egal wofür – die irdischen Kräfte aufruft, wird ganz konsequent in seinem Sein von diesen irdischen Gesetzen begleitet, vom Januskopf der Polarität und dem Vergehen in der Zeit. Die sich trotz allem guten Bemühen aufbauenden negativen Folgen fordern erneut ein intensives Bemühen. Der Mensch wird sein intellektuelles Denken und Impulsieren verstärken, um seine stofflichen Begehren zu realisieren. Frust, Hochmut, Stolz und Trotz mit allen Reaktionen, wie Streit, Eifersucht, Wut und Krieg durchwirken den endlosen Existenzkampf von Sisyphus. Sein Schicksal wurde eindringlich in der griechischen Mythologie beschrieben.

Die entsprechenden Auswirkungen auf die körperlichen Organe, auf Gehirn und Verstand, aber auch auf das Blut, die Knochen und die Organe der inneren Sekretion sind nicht zu verhindern. Diese konsequent angewendete selbstbehauptende Ausrichtung der Persönlichkeit auf die materielle Seite des Lebens in Denken und Handeln bestimmt stets mehr den Kräftefluss im Mikrokosmos und wird zu einem unüberwindbaren Kreidekreis. Dieses stoffgebundene Denken führt die Menschen auf diese Weise in ein mit materiellen Blümchentapeten geschmücktes Gefängnis, in dem die körperliche Liebe und das Glücklichsein in einer kristallisierten Unwahrheit mit aller Medienmacht den Menschen bei jeder Gelegenheit übergestülpt werden. Der auf physische Wohlfahrt gerichtete Kräftestrom in Denken, Fühlen und Begehren beschleunigt durch die zunehmende Verfestigung in humanistischen und kulturellen Weltbildern eine perfide Selektion, die permanente Degeneration und letztendlich den Tod.

Allen, die sich der Begrenztheit im irdischen Dasein bewusst geworden sind, und darum einen Weg in die Freiheit von allen materiellen Zwängen eingeschlagen haben, sei gesagt: Auch eine intensive Ausrichtung auf die okkulten Seiten des Lebens, auf die feinstofflichen Ebenen der uns umgebenden Sphären und die Manipulationen der dort hausenden jenseitigen Wesen, befreit keineswegs von der Polarität und der zeitlichen Vergänglichkeit. Auch wenn das Sein in den feinstofflichen Kraftfeldern vor oder nach dem Ablegen des physischen Körpers durchaus etwas Befreiendes hat, weil der träge Stoffkörper die Realisation der Wünsche und Vorstellungen nicht mehr behindern kann, denn das Ätherfeld und auch das astrale Feld können viel beweglicher, schneller und elastischer auf die mentalen und emotionalen Impulse des Menschen reagieren. Jedoch auch im Jenseits folgt unwiederbringlich der Schlagschatten jeder sogenannten „guten“ Tat entsprechend deutlich und schnell. Das homologe Resonanzgesetz ist dort in seiner Wirkung ausgesprochen präzise und zeitlich präsent, wirkt sich sofort und direkt aus, ohne jede Behinderung durch materielle Fakten.

Wer die 10 Gebote des Mose nicht spontan von innen heraus einhalten kann, sollte vorerst keinen Ausflug in das Jenseits machen, es sei denn, er hat schützende Begleiter, die sich ohne jede Täuschung absolut auskennen und dem experimentellen Forscher helfend beistehen können, wenn sich die Horrorszenarien in aller Grandiosität ausbreiten können.

Wohin gehen Ihre persönlichen Wünsche und Begehren? –
Wie viel Angst, wie viele Sorgen um das tägliche Dasein glühen noch im Unbewussten? – Wie viele Bemühungen um Komfort, Ruhm und Ehre, Ansehen oder Erleuchtung der eigenen Person halten sie bewusst oder unbewusst beschäftigt? – Wie vielen Ablenkungen durch Zeitschriften, Computer, Internet, Fernsehen, Kino und Smartphone setzen Sie sich täglich aus? – Vieles, das von uns eigentlich sorgsamer überdacht werden sollte, wird unkontrolliert vom Kommunikationsmüll der Banalitäten überspült.

In diesem Strom, der wie im Blitzlichtfeuer abgesendeten Informationen über ungezählte materielle Erscheinungen irgendwo in der Welt, ertrinken Denken, Fühlen und letztlich auch der wachsame Verstand. Von Vernunft ist dabei nicht zu reden. Der Mensch wird auch ohne Drogen oder Alkohol geistig trunken gemacht, und fällt, unfähig zu einer inneren Besinnung, in eine hektische Depression automatisch durchgeführter Handlungen in einem sinnentleerten Leben.

Können wir Menschen uns, wenn wir uns dieser Situation voll bewusst werden, aus diesem unentwirrbaren Irrgarten befreien? –
Haben wir eine reelle Chance, uns und den Verstand wieder zu befähigen, seine ursprünglichen Aufgaben wahrzunehmen? –
Ja, diese Möglichkeit wurde und wird den Menschen zu allen Zeiten geboten.

Jeder möge noch einmal für sich in aller Ruhe und Achtsamkeit bedenken:
Womit wird in uns entschieden, was für uns selbst wahr oder unwahr ist? –
Wovon wird unsere spezifisch subjektive Lebensanschauung geprägt? –
Hat jeder für sich einen konkreten Anhaltspunkt für seine Wirklichkeit, die er für seine unverbrüchliche Wahrheit hält? – Oder ist auch das, woran man sich so gerne in seinem Inneren festhält – Vorstellungen, Beurteilungen, Dogmen, Tabus und Tradition – alles nur Schein? –

Jeder kann in seinem Leben fast täglich selber feststellen, dass in der westlichen Welt gerne nur diejenigen Gedanken als „Wahrheit und Wirklichkeit“ akzeptiert werden, die das bestehende materialistische Wertesystem bestätigen und absichern. Nur die auf antikem Denken aufgebauten Philosophien und solche Religionen, die im Rahmen der wohlbehüteten Traditionen zur Sicherung der Ausbeutungsrituale seit Jahrtausenden gepflegt wurden, werden in den autorisierten Medien kommuniziert, gedruckt und veröffentlicht.
Wer kann unter diesen Bedingungen in dieser offenbar absichtlich aufgebauten Surrogatwelt wirklich von seinem Verstand und Denken erwarten, dass sich göttliche Gedanken in ihn projizieren? –
Und doch gibt es eine ganz reale Chance, die von dem Menschen, der sich ehrlich nach der einen Wahrheit sehnt, ergriffen werden kann. Wer in sich aus eigener Erfahrung erkennt, dass er ganz persönlich selbst derjenige ist, der die Beschädigung seines Systems immer wieder zulässt, der ist bereits an der Grenze angelangt, wo ihn die rufende Kraft des allumfassenden Feldes der hohen Bewusstheit erreichen kann. Da kein Mensch sich selbst lebt, weil er vor allem von feinstofflichen Kräften geführt wird, können ihn diese Kräfte nur dann befreien, wenn er sich ihnen mit seiner ganzen Aufmerksamkeit und Lebenshaltung zuwendet. Es mag in diesem Zusammenhang etwas banal klingen, einen von der Kirche breitgepredigten Satz zu zitieren: „Wer einen Schritt zum Vater geht, dem kommt er mit zwei Schritten entgegen!“ Doch dieser Gedanke aus der heiligen Schrift erklärt mit wenigen Worten das überall und stets geltende Resonanzgesetz. Es ist die Basis für das homologe Spiegelgesetz im All. Allerdings muss immer der Mensch den ersten Schritt machen! Erst derjenige, der durch seine eindeutige und unverbrüchliche Ausrichtung auf das höhere Denken den fundamentalen Magnetismus seines Mikrokosmos umwendet, wird den Morgenglanz der einen Wahrheit in sich klingen hören.

Berufen wir uns hier auf zahllose Weise und Hierophanten in der Zeit:
Indras Netz, die allumfassende Bewusstheit des Sohnes, die Welt des Lichtes, der Wahrheit und der Liebe, ist eigentlich immer präsent, also in und um uns. Die Wahrheit hat selbst im Sündenfall alle Wirksamkeiten ausgeschöpft, um alle, die im materiellen Dasein ihrem Lebensschicksal zu entlaufen versuchen, wieder in die ursprünglichen Kraftfelder zurück zu geleiten, wo alle Polarität und Vergänglichkeit erloschen sind. Das ist und war schon immer der wirkliche Sinn jeder wirklichen Religion.

Es muss an dieser Stelle klar gesagt werden: Religion ist keine Institution, um Machtstrukturen einzelner Gruppen von Priestern, Kardinälen, Kalifen oder Imame, Maharishis, Gurus oder Saddhus etc. aufrecht zu erhalten. Religion ist auch keine Institution, um auf Bergen oder in heiligen Tempeln oder Pagoden ungezählten Schein-Göttern Opfer zu bringen und die Reliquien anzubeten, um auf diese devote Art Hilfe für den egoistischen Selbstbehauptungskampf zu erhalten. –
Eine Religion, die diesen Namen wirklich verdient, wird stets von Menschen vertreten und gelebt, die sich von der universellen Weisheit führen lassen. „Ein Weiser Mann ist darum ein weiser, weil er sich weisen lässt, nicht, weil er viel Wissen hat.“ sagt ein altes geflügeltes Wort. Dieser wird sich niemals rühmen, die Wahrheit zu wissen, oder irgend etwas dergleichen. Er ist ja selbst noch auf dem Weg zu diesem im irdischen Tränental unauffindbaren Lebensfeld.

Das Paradies der Menschheit ist weder für den stofflichen Menschen im Hier noch für den unstofflichen (toten) Menschen im Jenseits zu finden. Alles, was sich als Himmel, Nirvana, Sommerland oder Neues Jerusalem oder ähnlich deklariert, sind nur raum-zeitliche Enklaven im Jenseits, meistens irgendwo im siebenfachen Devachan. Von dort muss jeder Bewohner einmal in ferner Zukunft oder auch bald wieder in das leidige Erdendasein inkarnieren, wo ihm eine erneute Chance zugebilligt wird, durch Überwindung der egozentrischen Selbstbehauptung im materiellen Dasein den einzigen Weg zur Wahrheit zu gehen.

Wahre Religion will den Menschen vor allem auf seine Vernetzung mit den irdischen Imitaten der Wahrheit aufmerksam machen. Sie will ihn ermuntern und bestärken, seine Aufmerksamkeit und seine tägliche Lebenshaltung auf die Berührung mit dem allumfassenden Bewusstsein abzustimmen. Dazu gehören eine beständige Ausrichtung auf das Ziel und eine nicht nachlassende Wachsamkeit gegenüber dem eigenen Unbewussten. Diese leicht verständlichen Anweisungen beinhalten keinerlei Schuldzuweisung oder irgendeine Verurteilung. Die hinter einer wahren Religion stehende Kraft wirkt immer aufklärend und aufbauend.
In der Ausrichtung auf das allumfassende Bewusstsein wird jedem die Kraft zuteil, die er in seiner aktuellen Lebenssituation benötigt, um zu gegebener Zeit das Lebensfeld der physischen Existenz verlassen zu können, um in einem höheren Bewusstseinsfeld aufgenommen zu werden.

In aller Welt wird von einer Zeitenwende gesprochen. Seit fast einem ganzen Jahrhundert wird vom kommenden neuen Menschen gesprochen. Ja, die beginnende Aquariusperiode schenkt der Menschheit eine wahrhaft grandiose Zeit mit vielen ungeheuerlichen Möglichkeiten für jeden. Jedoch auch die Gegenkräfte versuchen in dieser Zeitenwende mit allen Mitteln der Subversivität und der offenen Kriegsführung die Verschiebungen der werdenden Neuordnung in der ganzen Welt zu ihren Gunsten zu beeinflussen. Doch der kosmische Zyklus im Werde- und Wachstumsgang der Menschheit ist durch keine irdische Initiative aufzuhalten. Auch die Götter im Devachan oder in der Mondsphäre haben keine Macht, diesen absolut neuen Entwicklungsprozess der ganzen Menschheit abzuwenden.

Wie bei allem Leben wird der Mensch in seiner Entwicklung weiter fortschreiten. Obgleich in den meisten Philosophien oder Weisheitsschriften der Religionen der Mensch so betrachtet wird, als sei er in seiner jetzigen Form das Endprodukt der Schöpfung. Doch dafür ist definitiv keine logische Begründung in der allgemeinen Natur zu finden. Auch der Mensch ist als Geschöpf des Werdens in der Zeit in einer permanenten Entwicklung. Und jetzt, besonders in der aktuellen Zeit, bahnt sich ein völlig neuer Evolutionssprung an. Dabei werden prozessmäßig im Mentalvermögen des Menschen für das Erfassen und Umsetzen der einen Wahrheit total neue Möglichkeiten geschaffen.
Bislang verfügte der Mensch nur über einen Brennpunkt des Denkens. Man kann dabei bereits von einem gewaltigen Denkvermögen sprechen, weil, wie allgemein ersichtlich, mit diesem Vermögen phänomenale wissenschaftliche Erkenntnisse und Technologien erfunden wurden, großartige Kunstwerke und berauschende Musik, Dramen, Theaterstücke, Possen und Opern, und unglaublich viel Literatur und Philosophie geschaffen wurden. Aber auch der entsprechende Schlagschatten mit Kriegen, mit Umweltzerstörung und -verschmutzung, mit brutalster Ausbeutung der irdischen Ressourcen und der Massenmenschen wurde mit dem logischen Denken des Verstandes geplant und durchgeführt. Man denke nur an die Kriegsmaschinen, die Michelangelo di Lodovico Buonarroti neben allen religiösen Gemälden gezeichnet hat.

Der neue Mensch wird in den kommenden Jahrzehnten für einen neuen Zyklus des irdischen Daseins mit einem vollständigen Denkvermögen ausgestattet werden. Was das im einzelnen für die gesellschaftlichen und politischen Gesamtzusammenhänge bewirken wird, kann mit Sicherheit noch Niemand vorausahnen. Allerdings muss gesagt werden, dass die sich dadurch entwickelnden Erneuerungen von derartigem Ausmaß sein werden, dass alle bisherigen Weisheitsbücher nur noch als historische Wertobjekte gebraucht werden können. Mit dem neuen Denkvermögen geht natürlich auch ein absolut neues Wahrnehmen und neues Denken einher. Der Mensch mit einem vollendeten Denkkörper wird nicht nur die in die grobstoffliche Natur ausgestreuten Zeichen, die materiellen Symbole für die Wahrheit, erfassen können, sondern auch alle feinstofflichen Zeichen in den Kraftfeldern des Jenseits. Der Verstand richtet sich in diesem Wandlungsprozess auf die Frequenz der kosmischen Einheit aus. Sein künftiges Bedenken und in Folge sein Handeln wird vernünftig darauf abgestimmt sein, für alle Menschen die gesellschaftlichen und politischen Voraussetzungen zu stiften, um friedvoll allen Wesenheiten des irdischen Kosmos die weitere Entwicklung harmonisch zu gestalten. Es wird sich eine bislang ungekannte Einheit aller Menschen mit der Natur ergeben. in der die kontinuierliche Ausrichtung auf eine ungestörte Kommunikation und direkte Information mit dem Bewusstsein des Sonnenkosmos erschlossen wird.
All das verändert und erweitert auch die Weiterentwicklung der komplizierten Organstruktur, die wir Gehirn nennen. Dort, wo heute ein materiell orientiertes Ego den Verstand regiert, wird fürderhin ein von den herrlichen Möglichkeiten der universellen Kommunikation beseeltes Selbst völlig neue Dimensionen des Denkens und Wahrnehmens ermöglichen. Und alle bereits dafür vorbereiteten Areale des Großhirns werden für dieses höhere Denken und Erinnern benutzt. Der Verstand wird als ein multitaskingfähiges Sinnesorgan eingesetzt und dient vollwertig der Koordination jeder Lebenssituation, ebenso wie die anderen Sinnesorgane es in ihren Arbeitsfeldern auch verrichten.

Die Impulse aus dem höheren Bewusstseinsfeld begegnen im Herzen und im Verstand den Informationen aus den Sinnesorganen und werden zu Bildern einer totalen Sinnhaftigkeit für alles Leben. Alle mentalen Ereignisse werden in diesem Bewusstsein in ergreifbare Bilder der interaktiven Psyche umgewandelt und ihre Bedeutungen und Werte kommen in eine folgerichtige Reihe für die auszuführenden Aufträge. Auf diese Weise breitet sich auch der Plan mit Welt und Menschheit für alle künftigen Zeiten in allen Details vor dem inneren Schauen aus.

Es ist unleugbar eine ungeheure Verheißung, die der Menschheit bereitet ist. Mit diesem neuen Vermögen des Wahrnehmens und Denkens werden die vergänglichen Werte der materiellen Welt erkannt und ihre Täuschungen entlarvt.

Durch diese Weiterentwicklung des Denkvermögens entsteht die praktikable Wirklichkeit, dass jeder Mensch im irdischen Lebensfeld, auf der Basis eigener Erkenntnis, die Wiederverbindung mit der universellen Weisheit und Wahrheit in sich verwirklichen kann.

Durch die aktuell rasant zunehmende Degeneration der Menschen und Mikrokosmen ist der Verstand heute kaum noch geeignet für den Empfang der in diese Welt ausgestreuten Lichtfunken der Wahrheit. Vor allem, weil das Geschenk des bisherigen Denkvermögens überwiegend für die Egozentrik in der physischen Welt missbraucht wird.

Die Geburt des vollendeten Denkkörpers ist der Beginn für eine totale Revolution des Menschen in allen Lebensbereichen, auch weil der Magnetismus des Mikrokosmos, der für den Stoffwechsel aller Organe zuständig ist, komplett umgewechselt wird. Er beeinflusst über die mikrokosmischen Atmungsorgane die Chakren, die ätherischen, astralen und mentalen Kraftfelder, und damit auch alle seelischen, geistigen und physischen Vorgänge. Im Verstand entwickeln sich zusätzlich völlig neue Frequenzbereiche. Die Wahrnehmungs- und Denksoftware wird sozusagen vollständig aktualisiert. Damit wird natürlich auch eine absolut neue Sinngebung des Lebens und aller Vernetzungen mit den Lebewesen des Jenseits möglich. Wenn die Bibel dazu sagt: „Es fiel ihm wie Schuppen von den Augen.“ ist damit sehr bildhaft beschrieben, was in einem Menschen geschieht, der mit einem vollendeten Denkvermögen ausgestattet sein wird. Es ist vor allem diese völlig neue Sichtweise, diese neue Lebensanschauung, die dem Menschen ermöglicht, weit über die stofflichen Zusammenhänge des Kosmos hinauszuschauen, die ihm die kosmischen Interaktionen aller Entitäten erklärt.

Damit ist jedoch kein komfortables und konfliktfreies Leben verbunden, aber die neuen Erkenntnisse lassen die bislang geheiligten Wertigkeiten und Wichtigkeiten des irdischen Lebens zu Nichts zerfließen. In dieser Phase wird dann aus eigenem Erleben wahrgenommen, dass die umgewandelte Einstellung des Verstandes die eingehenden Informationen völlig anders gewichtet, und sich neue ungeahnte Perspektiven im Denken formulieren.

Dieser Weg in die Befreiung von allen bisherigen materiell gebundenen Verpflichtungen verbietet jede autoritäre Forcierung, sowohl von außen als auch von innen. Denn jedes methodische Muss, jedes psychologische Drängeln beschädigt erneut ernsthaft das empfindliche Zusammenspiel zwischen dem neuen Wahrnehmen und Denken und dem möglichen Heilungsprozess für die gesellschaftliche Entwicklung. Es ist dabei stets zu berücksichtigen, dass der Rettungsplan für Welt und Menschheit, wie er allegorisch in den Religionen dargestellt wird, kein theoretisches Denkmodell für philosophische Spekulanten oder devote Mystiker ist, sondern es wird definitiv von jedem Menschen eine ganz konkrete praktische Mitarbeit erwartet. Damit alle in diesen Prozess aufgenommenen Mikrokosmen und auch alle Nachzügler in allen Ländern mit den Veränderungen im Zusammenleben ihre persönliche Entwicklung harmonisch umsetzen und einbringen können, müssen völlig neuartige Strukturen für die staatlichen Interaktionen in den internationalen Institutionen erarbeitet werden.

In einer früheren Phase dieser Entwicklung ist der Mensch, bzw. der Mikrokosmos zunächst mit den niederen Aspekten des Denkvermögens verbunden worden. In einer späteren Phase des Weltgeschehens, zu Beginn unserer Zeitrechnung, hat sich der Christusimpuls über den Jesus von Nazareth mit der Erde verbunden. Dieses Beispiel eines total vollkommenen Mikrokosmos mit allen vollendeten sieben Kraftfeldern wurde der Erde geschenkt, damit alle Menschen auf ihr sehen können, welche Entwicklungen für sie vom universellen Bewusstsein vorbereitet sind. Jetzt ist es an der Zeit, die allegorisch im Neuen Testament angedeuteten Schritte der eigenen Denkkultur anzuwenden, und sich auf diesen Impuls auszurichten, ganz gleich wie er auch in den verschiedenen Kulturen benannt wurde.

Ein wichtiger Punkt wäre hierzu noch zu erwähnen: Wer sich hier in dieser Welt, mit allem Begehren dem Lebensfeld der Wahrheit zuwendet, wird sofort von den Mächten der Unwahrheit, der Täuschung und Imitation angegriffen. Es muss von jedem, der sich in diesen Entwicklungsprozess stellt, gut verstanden werden: Das aggressive Verhalten der Äonen und Archonten ist keine böse Absicht, jedoch er selbst gefährdet durch das neue Denken und Fühlen eindeutig ihre Existenz. Sie wurden nämlich aus dem äonenlangen selbstbehauptenden Denken und Wünschen der Menschen nach einem Paradies auf Erden geschaffen. Jetzt fühlen sie sich in ihrer Selbstbehauptung bedroht und beginnen die Verteidigung.

Diesen Mächten der Täuschung begegnet jeder in seinem eigenen Wesen. Darum sollte jeder klar einsehen: Herodes, Leviten, die Schriftgelehrten und Pharisäer sind aktive Bewohner des eigenen Mikrokosmos, und sie haben gewaltige Kooperationspartner im Jenseits. Die aus dem alten Verstandesdenken geschaffenen Kräfte werden natürlich, wenn ihre Existenz gefährdet wird, alle rationalen Schemen der irdischen Argumentationstechnik, alle vergangenen Zweifel und weltanschaulichen Kritiken in das Atemfeld des neuen Menschen spiegeln. Es werden alle Register der Täuschung gezogen, um das erwachende neue Denkvermögen für die eigenen Interessen zu instrumentalisieren oder mit süßen Versprechungen aus der Einweihungsgeschichte zu umnebeln.

Wer bereits heute in seinem Inneren mit dem alten Denken seine Entscheidung für die Evolution des Denkvermögens gefällt hat, wird an der Grenze zur kommenden Zeit ausharren. Ein solcher Mensch kann nicht mehr anders. Er muss jetzt ganz konkret dem einmal eingeschlagenen Weg folgen. Er hat noch nicht das neue Denken, aber er weiß, dass diese Entwicklung heute schon von der Menschheit durch ihre innere Ausrichtung gefördert werden muss. Diese Erkenntnis bestärkt seinen Entschluss und weist ihm einen praktischen Weg. Zu ihm strömt die neue Kraft entsprechend den Regeln der Resonanz, die ihn instand setzt, gegen alle Angriffe aus dem eigenen Sein zu widerstehen. Der Brand der unterschiedlichen Erfahrungen in der zurückliegenden Zeit war schon ein kräftigendes Läuterungsfeuer. Auf diese Weise wurde dem Bewusstsein eine klare Sicherheit für die jetzt eingeschlagene Lebenshaltung übertragen, die unabhängig von allen religiösen Autoritäten und ihren Philosophien immer mehr Kontur gewinnt..

Wer seine Religion im besprochenen Sinn gefunden hat, den durchströmt eine ruhige mächtige Kraft. Sie ist wie die lebendige Stärke im Keim eines Baums, der sich aus dem geöffneten Samen durch das Erdreich einen Weg zum Licht erarbeitet. Die Wurzel nach unten in die Erde bohrend, entfaltet er sich gleichzeitig nach oben mit den Keimblättern, die sich immer nach der Sonne ausrichten, damit kein einziger Lichtstrahl verloren geht. Die bewusste Ausrichtung aller Lebensaktivitäten auf die stets stärker werdende Stimme des erwachenden Mentalfeldes schränkt den Empfang der vielen Stimmen aus der irdischen Welt auf das natürliche Lebensminimum ein. Selbsterkenntnis und die Welterkenntnis stehen von nun an unter einem neuen geistigen Licht.

So kann durch Menschen ein dauerhafter Magnetismus für die anstehende Entwicklung der Menschheit geschaffen werden, der die universellen Kraftströme zum Menschen lenkt, damit die Menschheit für die Entfaltung des erweiterten Denkens soweit vorbereitet ist, damit sich die Stimme des universellen Bewusstseins, die Wahrheit, harmonisch in das Weltfeld einsenken kann. Dann wird wieder die Stimme der Wahrheit, Weisheit und Liebe im Menschen erklingen, wie es im Prolog des Johannesevangeliums ausgedrückt wird: „Im Anfang war der Logos, und der Logos war bei Gott, und Gott war der Logos. Dasselbe war im Anfang bei Gott. Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist.“ Mögen einmal alle Menschen die Erfahrung dieser allumfassenden Wahrheit aus eigenem Erleben bestätigen.

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Der Herr?

Eine andere Sicht auf die heilige Schrift

In allen Philosophien und Theologien werden die heiligen Bücher der Religionen zum allergrößten Teil als Anweisungen oder Richtung gebende Informationen, als pädagogische Anweisungen für ein gutes Lebensverhalten betrachtet.

Vielfach ist die historische Betrachtung durchaus Gang und Gäbe. So wird z.B. das Alte Testament von den Juden auch als Geschichtsbuch gesehen. Bereits an dieser Stelle sind natürlich Bedenken anzumelden, denn die Schöpfungsgeschichte der Genesis ist erstens nicht die älteste Fassung im semitischen Lebensraum und zweitens haben zahlreiche archäologische Ausgrabungen und die Datierungen der gefundenen Artefakte viel weiter zurückliegende Zivilisationen erwiesen, als die Zeitschiene der Genesis es zulässt.


Sollte Dir ein Gedanke zu dem Text einfallen, dann schicke ihn bitte mir zu.  Vielen Dank.


Natürlich werden die damit verbundenen Bedenken nur von den Nichtgläubigen in Erwägung gezogen. Damit wird hier ein äußerst brisantes Thema angeschnitten. Wenn die heiligen Bücher der Religionen, die über 2000 Jahre maßgeblich die Leitlinien für das Zusammenleben von Menschen geprägt haben, nur für die Gläubigen der jeweiligen Religion bestimmend sind – eben weil sie an die Texte glauben –, dann ist damit doch ihre Allgemeingültigkeit in Frage zu stellen. Das betrifft natürlich auch den Koran und alle entsprechenden Auslegungen der Suren für die Moslems. Ihr darin wurzelnder Weltherrschaftsanspruch steht auf absolut tönernen Füßen. Bei richtiger Betrachtung wird deutlich, dass hinter all dem aktuellen religiösen Treiben eine Konstellation ihr Unwesen treibt, die keinerlei vernünftige – moralische und tolerante – Lebensansichten vertritt.

Nimmt man all den heiligen Büchern, die sicherlich von sehr weisen Menschen niedergeschrieben wurden – davon sollten wir angesichts ihrer Bedeutung für die Menschheit insgesamt ruhig ausgehen –, die ihnen auferlegten religiösen Ansprüche und mystischen Interpretationen, dann entstehen zwei viel weiter reichende Gedankenkomplexe:

  1. Viele Aussagen sind wohl als Anweisung formuliert (und übertragen), allerdings kann man diese auch als die Darlegung einer unumstößlichen Gesetzmäßigkeit erfassen;
  2. Die Gleichnisse und Allegorien sind oft in einer Gegenwartsform ausgesprochen, ähnlich einer allegorischen Geschichte. Jedoch ist es durchaus möglich, die gleichen Texte auch als eine Vorhersage, als eine Prophetie zu lesen.

Beide Lesarten könnten unter Umständen, soweit es überhaupt von den Meinungsbildnern und deren Kompetenzen gewünscht ist, völlig neue und hilfreiche Aspekte für das weitere Zusammenleben der gesamten Menschheit ergeben.

Ganz zu Beginn einer Erörterung sind allerdings einige wenige Kernaussagen in voller Tragweite zu würdigen. So sagt Jesus von sich: „Der Vater und ich sind eins.“ „Ich tue nur was der Vater will.“ Will man sich diesen klaren Bestimmungen ohne Vorbehalte nähern, dann muss man alle Vorbehalte, die aus den tradierten Übertragungen der Theologen stammen wirklich bei Seite legen. Der „Vater“ ist für Jesus eine übergeordnete Wesenheit, die mit den Attributen eines Vaters ausgestattet ist, also wie ein menschlicher Vater im geistigen Sinne über die Person Jesus körperlich wirkt, also Geister austreibt, Kranke heilt und Tote auferweckt. Jesus bekennt eindeutig, dass er es nicht selbst tut, sondern eben sein „Vater“. Hierin ist eine tiefgründige Gesetzmäßigkeit verborgen, die allerdings im westlichen Kulturkreis total ausgemerzt wurde. Sie besagt, dass ein jeder Mensch zu jeder Tages- und Nachtzeit von seinem „Vater“ gemacht wird. Das entspricht eindeutig der hinduistischen Aussage: Alles ist Maya, wir sind alle nur eine Erscheinung. Also ist auch die Person – das Wort stammt aus dem lateinischen und bedeutet per sonare = hindurchtönen – ein Werkzeug für das „was ihn führt, den Vater“. Doch hier haben bislang alle Theologen und Philosophen keine genauen Analysen mehr angestellt, weil es Bestrebungen gibt, die den Zusammenhang zwischen der körperlichen Persönlichkeit und dem mikrokosmischen Wesen verschleiert.

Dieser Trend manifestiert sich in der Aussage: „Ich will sein wie Gott.“, die Luzifer bei der Schöpfung unseres Naturfeldes geäußert haben soll, wie es in vielen alten Mythen geschildert wird. Demnach wird dem Menschen aus dieser narzisstischen Quelle, die sich in seinem mikrokosmischen Himmel eingenistet hat, stets suggeriert, er wäre der Herrscher über seine Person. Sein ICH-BIN ist Auslöser und Ursache sämtlicher Taten, Gedanken, Erfindungen, Kreationen und alles Fühlen und Empfinden kommen aus dem ICH. Darum ist das Possessivpronomen „mein“ in unserer Sprache so eminent wichtig geworden. Jedoch das alles ändert nichts an dem Gesetz: „Der ‚Vater’ und ich sind eins.“ „Ich tue nur was der Vater mir eingibt!“

Hier wird natürlich neben allen berechtigten Widerworten die Frage gestellt werden, wer denn der ‚Vater’ eines Jeden ist. Diese Frage ist nicht so einfach zu beantworten. Aber gerade darum lohnt es sich, einmal die unterschiedlichen Faktoren zu betrachten, die diesen Herrn des Menschen bilden, auch dann wenn der Mensch sich selbst keinerlei Beherrschung bewusst ist. Insbesondere in der euroamerikanischen Kultur die Freiheit und die persönliche Autonomie wie eine heilige Kuh behandelt. Doch wie weit diese unumstößlichen Dogmen reichen, werden wir gleich genauer analysieren.

Zunächst ist wohl jedermann geläufig, dass unser Tun und Lassen von drei Steuerungszentren bestimmt wird. Für uns Westeuropäer ist das Haupt mit den Sinnesorganen und dem Gehirn wohl das dominierende Zentrum. Hier werden gewöhnlich das Bedenken, Entscheiden und das Wollen lokalisiert. Es ist durchaus nicht falsch, wenn man die überlegende Ratio in diesem Zentrum vermutet, aber auch die Kreativität und die sogenannte Vernunft werden von den meisten Neurologen in den Gehirnzellen angesiedelt. Meistens wird das Kleinhirn im Hinterkopf unterschätzt, das zuverlässig zu vielen vegetativen Vorgängen im Körper beiträgt, die nicht vom Bewusstsein erfasst werden. Überhaupt kontrolliert der Mensch mit seinem Bewusstsein äußerst wenige neurovegetative Vorgänge seines Körpers, und das ist auch gut so.
Daneben haben wir auch ein Gefühlszentrum, das für die meisten im Herzen zu Hause ist. Für manche Esoteriker ist es schon eine stehende Aussage: „Man denkt nur mit dem Herzen gut!“ Was auch immer damit gemeint sein soll. Vielleicht möchte man damit sagen, dass man im sozialen Miteinander bei allem Beurteilen auch die seelischen Komponenten des Zusammenseins berücksichtigen sollte. Doch im Herzen, oder besser gesagt im Sonnengeflecht, entfalten sich auch die Gegensätze von Liebe und Hass, Zuneigung und Eifersucht. Diese bekommen allerdings, wie allgemein bekannt ist, sehr viel Dynamik aus dem Becken, wo einige dominante endokrine Organe beheimatet sind. Zu diesem Zentrum gehören alle Impulse der Selbsterhaltung, der Selbstentfaltung und der Fortpflanzung, also der Sex.

Aus dieser kurzgefassten Übersicht kann man erkennen, dass drei Kommandozentralen um die Vorherrschaft im System ringen oder miteinander kooperieren. Inwieweit sich der Mensch im Einzelnen über diese Faktoren bewusst ist, lässt sich natürlich endlos diskutieren.

Aus dieser Sicht kann man nicht eindeutig bestimmen, welcher „Herr“ angerufen wird, wenn ein Mensch das erwähnte Mantram aus dem „Vater-Unser“ ausspricht. Es muss zunächst das Gesamtgefühl des Menschen in dieser Situation betrachtet werden. Aus welchem Komplex – Angst, Sorge und Furcht; Zorn, Hass, Eifersucht o.ä. – wird er gerade gelebt? Welche Richtung möchte er mit seinem aktuellen Bewusstsein einschlagen? Wie steht es mit seinen Bewertungen, Vorurteilen und gelebten Tabus? Denn gerade diese Gesamtschwingung im Wesen Mensch bestimmt, wer „die Tür“ öffnet, wenn aus innerem Antrieb angeklopft wird. Denn geantwortet wird auf jedes Stoßgebet. Nur, aus welcher Kraftebene die Antwort kommt, das bestimmt nicht der Wunsch, sondern die Grundvibration im Aurischen Wesen (das kommt von der Bezeichnung „Aura = körperliche Ausstrahlung, die von hellsichtigen Personen gesehen werden kann).

Die Gesamtvibration des Mikrokosmos kann man jedoch erst dann einschätzen, wenn der Mensch als ein Mikrokosmos gesehen werden kann. So wie die Erde Mittelpunkt einer vielschichtigen Atmosphäre ist, so lebt die Person in einem gemischten Kraftfeld, einem Atemfeld des aurischen Wesens. Der Mikrokosmos lebt mit allen anderen Mikrokosmen in den Kraftfeldern der Erde. Der Kosmos Erde bewegt sich wiederum durch einen Makrokosmos aus einigen Planetenkraftfeldern und dem ganzen Sternenheer. Der auch den Menschen beeinflussende Makrokosmos reicht bei unseren Betrachtungen bis zu dem astronomischen Tierkreis, in dem die 12 Sternbilder bereits in der Antike mit besondere Namen versehen wurden, die spezielle Kraftwirkungen aus diesem kosmischen Bereich symbolisieren.
Nach der hermetischen Aussage: „Wie oben so unten.“, können wir konstatieren: Wenn die Sternbilder des Tierkreises einen beachtlichen Einfluss auf den Kosmos haben, so werden die Sternbilder im „Himmel“ des Menschen, also die astrologische Konzeption seines aurischen Wesens, ebenfalls einen bedeutenden Einfluss auf den Menschen ausüben. In den aufgeklärten Wochenzeitschriften des euroamerikanischen Pressemarktes ist das Horoskop unverzichtbarer Bestandteil, weil zahllose Menschen sich ungeachtet aller Rationalität in ihrem Leben nach den Sternkonstellationen richten. Es ist nicht unbekannt geblieben, dass sich in unserem modernen Zeitalter einige ranghohe Politiker stets von Wahrsagern/innen beraten ließen.

Damit wäre bereits ein wesentlicher Faktor eines Jeden „Vaters“ erkannt. Nun wird nicht jeder Rationalist die Astrologie als einen ernst zu nehmenden Faktor im Leben anerkennen. Dennoch ist der Mond auch dann am Himmel, wenn man ihn nicht sehen kann. Zumindest kann man den alten heiligen Büchern der indischen Kultur entnehmen, dass jeder Mensch in einer karmischen Veranlagung aufwächst, die er selbst durch sein Leben für eine folgende Inkarnation beeinflusst. So ist es also keineswegs falsch, wenn man feststellt, dass jeder Mensch seinen Lebensweg mit einer Vorprägung beginnt und auch damit fortsetzt, ganz gleichgültig, welche Doktrin die Definitionen dafür liefert.

Im mikrokosmischen Modell ist das Aurische Wesen der Schöpfer des körperlichen Menschen, der innerhalb einer multidimensionalen Kraftkugel seine Persönlichkeit entsprechend der aurischen Konditionierung entfaltet. Aus den aktuellen Erkenntnissen der Kernphysik kann man heute entnehmen, dass selbst die feste Materie nur ein Kondensat aus elektromagnetischer Energie ist. Durch die Betrachtungen der esoterischen Geisteswissenschaft ist mittlerweile bekannt geworden, wie sich die anderen feinstofflichen Felder im Mikrokosmos zusammensetzen. Bekannt sind der Äther, die Astralis und ein Mentalvermögen. Die drei weiteren Kraftfelder haben noch keine verbindliche Definition bei den Esoterikern gefunden.

Um die vierfache Persönlichkeit entfaltet sich im Aurischen Wesen bis zur Lipika das Atemfeld. Sie beinhalten unterschiedliche Speicher astraler und mentaler Konzentrationen, die in einem holografischen Netzwerk miteinander kommunizieren. Dort finden wir das menschliche Gedächtnis. Der Mensch selbst hat meistens von all diesen Vorgängen wenig oder kein Bewusstsein. Da diese mikrokosmische Konzeption für den Menschen von der Wissenschaft negiert wird, werden alle im Aurischen Wesen ablaufenden Reaktionen, Emotionen und mentale Ausbrüche dem Unbewusstsein zugeschrieben. Diesem Lebensraum haben zahlreiche weltbekannte Psychoanalytiker wie z.B. S Freud und C.G. Jung ihre Studien gewidmet.

Könnte man den „Herrn“ der Menschen in diesem Gewirr aus vielfältigen Kräften ermitteln? – Nein, leider geht es auch jetzt noch nicht wirklich.
Natürlich gibt es bestimmte Prioritäten des alltäglichen Seins, die entsprechende Kräfte der verschiedenen Ebenen polarisieren und damit in den Vordergrund des Daseins ziehen. So stehen dem Menschen am Morgen beim Frühstück in friedlicher Atmosphäre andere Kräfte aus seinem Vorrat zur Verfügung, als am Nachmittag bei einer heftigen Diskussion über personelle und sonstige Probleme am Arbeitsplatz.

Bei alledem ist auch noch zu berücksichtigen, dass von den Kraftkonzentrationen im Aurischen Wesen noch andere Wesenheiten aus dem Jenseits angezogen werden, die ein vitales Interesse daran haben, dass die innermikrokosmischen Kumulies lebendig und wirkungsvoll den Menschen beeinflussen. Diese Elementalen oder Golems im Jenseits leben dort in der Äther- oder Astralsphäre, in die alle Mikrokosmen eingebettet sind, wie Goldfische im Wasser. Niemand ist jemals befreit von diesen Begleitern, die nach dem Resonanzgesetz zum Menschen und seinem Mirkokosmos gehören, wie die Pilotfische zum Hai.

Aus diesen Beschreibungen der feinstofflichen Umgebung der körperlichen Person wird ungemein deutlich, dass der Mensch eben nur eine „Person“ ist. Alles, was in den verschiedenen Kraftfeldern des Mikrokosmos und um ihn herum erklingt, tönt durch ihn nach außen, wird durch Mimik und Gestik, durch Bekleidung und Frisur und vor allem durch das Sprechen, Singen und Lachen in die Umwelt kommuniziert.

Natürlich können sich die meisten Menschen dieser direkten Beeinflussung all der feinstofflichen Komponenten ihres Daseins nicht bewusst werden, weil sie aus vitalen Gründen getarnt im Unterbewusstsein ihr Unwesen treiben.

Es gibt allerdings noch eine weitere Quelle der Beeinflussung, die „Gott sei Dank“ im Menschen einmal wirksam werden kann. Das ist die Monade oder der Urtyp, der einen Brennpunkt seines Wirkens in das Herz des Menschen eingesenkt hat. Diese Stimme wird in der hinduistischen Philosophie Atman genannt, die Rosenkreuzer nennen diesen Berührungspunkt mit der göttlichen Ebene die Rose des Herzens und im Christentum ist es der „eingeborene Sohn“.
Nun liegt es am Menschen, welchen Beeinflussungen er seine Aufmerksamkeit zuwenden kann. Darum wird auch von allen weisen Männern, sowohl der Antike als auch der Moderne die Aufforderung an die Menschen gerichtet, doch endlich zu erwachen, durch beständige Wachsamkeit den Kräften auf die Spur zu kommen, die das normale Leben immer und immer wieder dominieren. Bedauerlicherweise bringen es oftmals erst die schmerzlichen Erfahrungen deutlich an den Tag, von welchen unterbewussten Reflexen man sich völlig aus Bahn bringen lässt. Allerdings können auch heftige Konflikte die Krise im Menschen so weit auf die Spitze treiben, dass er entgegen alle Widerstände der täglichen Verbindlichkeiten selbst Abstand zu den hektischen Abwicklungen des Daseins nimmt. In dieser Ruhepause von dem obligatorischen Hin und Her kann er der verborgenen Stimme in seinem Herzen lauschen, und auf einmal beginnt er etwas von der wahrhaftigen Freiheit seiner Seele zu ahnen.

Wenn der Mensch also zu sich selbst sagt: „Herr, nicht mein Wille, sondern Dein Wille geschehe!“, dann ist es doch dringend notwendig genau zu wissen, an wen sich der Sprechende just in diesem Augenblick wendet. Denn er befindet sich in jedem Moment seines Daseins in einem Konglomerat von Beeinflussungen aus den feinstofflichen Feldern. Darin hausen verschiedene Wesen, die aus vitalen Gründen alles tun, um weiterhin die Aufmerksamkeit des Menschen in der Art zu manipulieren, damit sie an den Kraftflüssen des Mikrokosmos ausreichend partizipieren können. Damit ihre Schmarotzertätigkeit nicht entdeckt werden, kann praktizieren sie allerlei Verhaltensweisen für die Selbsttarnung im Unterbewusstsein. Die entscheidende davon ist der Materialismus. Denn er erklärt rundherum ohne jede Scham: „Das gibt es alles nicht. Das sind nur Halluzinationen, psychotische Projektionen.“ Doch auch das, was der aufgeklärte Geist nicht sehen kann, hat durchaus Existenz. Es gibt mittlerweile genügend Menschen, die in die Aura schauen können.

Allerdings gibt es eine noch hartnäckigere Aktivität dieser Golems: Das heißt sie machen sich nicht nur wichtig, sondern sie erklären dem Ich-Bewusstsein, sie wären unentbehrlich. Das geht heute schon so weit, dass sich im gewöhnlichen Sprachgebrauch kaum Sätze bilden lassen, die nicht ohne ICH gebildet werden können. Jedes Mal, wenn der Mensch von seinen Aktivitäten berichtet, wird immer davon gesprochen: Ich habe gemacht, ich habe gegessen etc. Doch das Ich im Menschen ist keineswegs der Macher, sondern nur ein Brennpunkt oder Golem im Atemfeld, der alle Aktivitäten der Person auf sich bezieht und sich damit wichtig tut.

Das bezeugt vor allem das erste Gebot aus dem Alten Testamen: „ICH bin der Herr Dein Gott, Du sollst keine anderen Götter neben mir haben!“ und so geschieht es. Nur wenige Menschen können diese Lüge entlarven. Wer vermag schon einsehen, dass er mit diesem ersten Gebot der Genesis durch Selbsthypnose sein eigenes Gefängnis zumauert. Natürlich erlebt sich der Mensch sehr aktiv und tut vieles in seinem Leben, jedoch wird sich bei genauem Hinschauen leicht feststellen lassen, aus welchen bewussten oder unterbewussten Antrieben der Körper in dieser oder jener Form aktiv geworden ist.

Vor allem, wer sich der Rose des Herzens zuwendet, und sich für die Belange der Überwindung dieser materiellen Welt einsetzt, nicht durch Fürbitte oder Kirchengeläut, sondern durch aktives Mitwirken in der Menschgruppe, die sich der Befreiung der ganzen Welt von den Gesetzen der Polarität geweiht hat, sollte sich selbst genau prüfen „Wes Geistes Kind er ist“. Wer sich einmal dem Auftrag des Christus wirklich zugewendet hat, wer in aller Wahrheit begonnen hat, Sein Nachfolger zu werden, kann sich von der Überschattung all der feinstofflichen Kumulies, Golems oder sonstigen Elementale befreien. Frei von Angst, Sorge, Furcht und Zweifel wird er in seinem Leben sehr wachsam hinschauen, welchem „Herrn“ er gerade dienen muss.

In diesem Sinne wird dann auch die Aussage der Engel bedeutsam, die in Bethlehem zu den Schäfern auf die Weide gehen, nachdem Jesus in der Grotte geboren wurde.
Sie rufen ihnen zu: „Erwachet! Euch ist heut’ ein Kindlein geboren!“ Das heißt unmissverständlich: Wenn die neue Stimme im Herzen ertönen kann, wenn Jesus geboren ist, dann sollte man in seinem Leben allem Tun und Lassen sehr wachsam gegenüber sein, damit diese leise Stimme nicht wieder von den lauten Stimmen der irdischen Begehren nach Selbsterhalt, Ruhm, Macht sowie finanzieller Sicherheit übertönt wird.

Dieser Prozess, der jetzt beginnen kann, liegt etwas abseits der lauten Straßen der gewohnten irdischen Beschäftigungen. Andererseits kann aber diese leise Stimme den Menschen auch zu dem unheiligen Gedanken verführen, selbst der Erleuchtete zu sein. Dann werden oft unterschiedliche Methoden der Kirchengebetstradition, der mystischen Verzückung in einer Einsiedelei, der buddhistischen Meditation oder der hinduistischen Askese zur Heiligung angewendet, um sich selbst als heilig betrachten zu können, wie bei den hinduistischen Saddhus, den kirchlichen Kardinälen oder den islamischen Ajatollahs.

„Niemand ist heilig. Nicht einer. – Mein Reich ist nicht von dieser Welt!“ so klärt Jesus Christus seine Anhänger auf. Wer trotz alledem selbst heilig werden will, muss sehr wachsam fragen, aus welchen Kräften in seinem System er jetzt gedacht wird. Kann er das nicht mehr in sich selbst ergründen, dann ist er bereits ein Opfer der höchsten irdischen Hierarchie geworden. Dieser einmal zu entkommen wird sicherlich ein äußerst schwieriges Unterfangen sein, das ohne Frage mit der Ersteigung des Mt. Everest zu vergleichen wäre.

Wer die klare Aussage von Jesus Christus: „Mein Reich ist nicht von dieser Welt!“ wirklich verstanden hat, wird der Stimme seines Herzens folgen, und diese andere göttliche Welt suchen, wo immer er kann. Sie ist nicht im Diesseits zu finden, aber auch nicht in den feinstofflichen Feldern des Jenseits, sondern immer außerhalb jeder Polarität.

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Sein und Wirklichkeit

Esoterisch-theosophische Interpretation einiger Gedanken von Don Juan.

Don Juan spricht mit Castaneda in dem Buch: Der zweite Ring der Kraft.

CC: „Wer sind die Schwarzen Magier, Don Juan?“
DJ: „Die Schwarzen Magier sind unsere Mitmenschen. Und da du zu ihnen gehörst, bist du auch ein Schwarzer Magier. Denk mal einen Augenblick nach! Kannst Du von dem Weg abweichen, den sie dir vorschreiben? – Nein. Dein Denken und dein Handeln sind auf ewig nach ihren Bedingungen festgelegt. Das ist Sklaverei! – Darum fürchte deine Gefängniswärter, deine Meister! Vergeude nicht deine Zeit und deine Kraft, in dem du Angst vor mir hast!“
CC: Ich wusste, dass er recht hatte, und doch, trotz meiner ehrlichen Zustimmung wusste ich auch, dass meine lebenslangen Gewohnheiten mich unausweichlich auf meinem alten Weg festhalten würden. Tatsächlich, ich kam mir wie ein Sklave vor. –
An anderer Stelle sagt DJ:
„Deine Kenntnis der Welt sagt dir, dass sich im Gebüsch nur umherschleichende Tiere oder Menschen verstecken können. An diesem Gedanken hast du festgehalten, und natürlich musstest du eine Möglichkeit finden, die Welt in Übereinstimmung mit diesem Gedanken zu bringen.“- „Aber ich dachte überhaupt nichts.“ – „Nun, nennen wir es nicht Denken. Es ist eher die Gewohnheit, die Welt stets in Übereinstimmung mit unseren Gedanken zu sehen. Wenn sie dies nicht ist, sorgen wir einfach dafür, dass sie übereinstimmt. (Mit unseren inneren Vorstellungen dessen, was wir wahrgenommen haben, bestimmen wir völlig automatisch das Ereignis.)


Sollte Dir ein Gedanke zu dem Text einfallen, dann schicke ihn bitte mir zu.  Vielen Dank.


Mit unseren angelernten Vorstellungen von den Zusammenhängen der Welt versuchen wir uns das Glück im materiellen Leben zu sichern, obgleich wir vielfach gelesen haben, dass die äußere Ansicht der Welt, die Formseite der Dinge nur Erscheinung, indisch: Maya ist. Nicht umsonst spricht Appolonius von Thyana in der Ersten Stunde seiner Erläuterungen für seine Schüler von der Reinigung des Atemfeldes, von den Komplexen im Unbewussten. Erst wenn die alten Prägungen der Vor- und Ausbildung gelöscht werden konnten, wird sich das positive Karma aus dem aurischen Wesen im Leben offenbaren. Erst dann kann der Mensch seine tatsächliche Wirklichkeit sehen oder hören, ohne sie zugleich mit den alten Bildern aus dem antrainierten Gedächtnis zu überschreiben.
Solange die bestehenden mentalen und emotionalen Bewohner des mikrokosmischen Atemfeldes im Unterbewussten weiter stimuliert werden, bleibt das Wesen Mensch auch an die zugehörigen Kräfte aus dem Jenseits gebunden, ohne einen Schatten ihres Daseins zu erhaschen.
Viele halten ihre jahrtausendalten Traditionen in hohen Ehren, ohne sie ernsthaft  nach ihrer Berechtigung zu fragen. Zahllose Menschen predigen die historischen Gewordenheiten des Lebens, die seit Aristoteles aus den sichtbaren und erfahrbaren Zusammenhängen abgeleitet werden. Auf allen Kontinenten werden in ungezählten Tempeln oder Gotteshäusern irgendwie gearteten metaphysischen Gotteswesen geopfert, die für Schutz, Wohlergehen, Fruchtbarkeit und materiellem Erfolg angebetet werden. Die aus diesem philosophischen Konglomerat zusammengestellten Weltanschauungen werden den Kindern in ihrer Kinderstube eingetrichtert und dann in der höheren Schule erweitert und vertieft. So ist mit Garantie gesichert, damit immer alles beim Alten bleibt. Jeder Erwachsene in Ost und West glaubt an Dogmen der Vergangenheit und verbreitet diese tausendfach vorgeprägten Meinungen bei jeder Unterhalten. Die ganze Weltliteratur der Bestsellerie-Plantagen ist vollgestopft mit dem Unrat historisch verbrämter Lebensvorstellungen. Wie in einer hypnotischen Verabredung ist alle Welt total begeistert davon. Auf diese subtile Weise entsteht unbewusst und ungewollt ein schwarz-magisches Netz aus immer wieder erneut bestätigten, stets bereits veralteten Vorstellungen des Daseins. Von der Kindererziehung, über die Medizin, das kommerzielle Gebaren der Menschen bis hin zur großen Politik – alles tanzt auf diese schleichende Weise ohne einen Schimmer der Ahnung um das Goldenen Kalb, das von den Herren der Welt in ihre mentale bzw. emotionale Mitte gestellt wurde.
Zum zweiten Teil ist zu bemerken, dass schon J. W. Goethe bei seinen Betrachtungen der Sinnesorgane feststellen musste, dass der Mensch schon im Vorgang des Wahrnehmens das Wahrgenommene bewertet und nach seinen Vorbehalten beurteilt. Neuere Untersuchen amerikanischer Neurophysiologen haben ergeben, dass sogar die organischen Voraussetzungen der Sinnesorgane schon eine prinzipielle Selektion des Wahrgenommenen für die Selbsterhaltung bedingen. Das Phänomen MAYA ist wohl tief im Hinduismus vergraben, hat jedoch mit der steten Verbreitung indische angehauchter Esoterik seinen Weg in das euroamerikanische New Age-Denken gefunden, diese Wahrheit wird jedoch, trotz der elektrophysikalischen Erkenntnisse in der Kernphysik, nicht als Er-Scheinung im realen Leben konkretisiert.

DJ: » Vor allem halte ich es für grundfalsch, dass du alles dermaßen ernst nimmst«, sagte er, »Es gibt dreierlei schlechte Gewohnheiten, in die wir immer wieder verfallen, sobald wir im Leben mit ungewöhnlichen Situationen konfrontiert sind.
1. Erstens können wir das, was geschieht oder geschehen ist, leugnen und so tun, als sei es nie geschehen. So machen es die Bigotten.
2. Zweitens können wir alles unbesehen akzeptieren und so tun, als wüssten wir, was geschieht. So machen es die Frommen.
3. Drittens kann ein Ereignis uns zwanghaft beschäftigen, weil wir es weder leugnen noch rückhaltlos akzeptieren können. So machen es die Narren. – Du etwa auch?
– Doch es gibt noch eine vierte Möglichkeit, die richtige nämlich, die des Kriegers. Ein Krieger handelt so, als sei überhaupt nichts geschehen, weil er an gar nichts glaubt, und doch akzeptiert er alles unbesehen. Er akzeptiert, ohne zu akzeptieren, und leugnet, ohne zu leugnen. Nie tut er so, als wisse er, noch tut er so, als sei nichts geschehen. Er handelt so, als ob er die Situation in der Hand hätte, auch wenn ihm vielleicht die Hosen schlottern. Diese Art zu handeln vertreibt die zwanghafte Beschäftigung mit den Dingen.« – Lange schwiegen wir.

Dieser Abschnitt enthält eine kräftige Beschreibung des Wu-wei aus dem chinesischen Schatz der Taoisten. Jeder kann in der Aktualität seines Seins prinzipiell allen Geschehnissen in völliger Neutralität, also ohne jegliche Überprüfung an persönlichen Bedenken und Einwänden, gegenüber treten und sie sang und klanglos abwickeln. Nicht aus Pflichtbewusstsein, nicht Zwanghaft, einfach als den Tatbestand einer neuen exklusiv für ihn persönlich geschaffenen Information. Jede Erfahrung im Feld der Maya bleibt eine Erscheinung in der projektierten Form, die von den Kräften der Welt nur dafür geschaffen ist, den vitalen Akteuren eine Möglichkeit der Erfahrung zu schenken, um ihr Bewusstsein in eine höhere Schwingung zu erheben, letztlich bis in das höchste Seelenfeld.

DJ: »Niemand bringt einen Doppelgänger hervor. Das ist nur eine bildliche Redeweise. Und du, bei all deinem vielen Reden, bist doch den Wörtern hilflos ausgeliefert. Du gehst ihrer Bedeutung auf den Leim. Jetzt meinst du, man bringe den Doppelgänger durch unredliche Tricks hervor, nehme ich an. Aber wir leuchtenden Wesen haben alle einen Doppelgänger. Wir alle! Ein Krieger lernt lediglich, sich dessen bewusst zu sein, das ist alles. Es gibt anscheinend unüberwindliche Schranken, die dieses Bewusstsein versperren. Aber das kann nicht anders sein. Gerade diese Schranken machen das Erreichen eines solchen Bewusstseins zu einer so einzigartigen Herausforderung.« –
CC: »Warum habe ich soviel Angst davor, Don Juan?« –
DJ: »Weil du glaubst, der Doppelgänger sei das, was das Wort besagt, ein Doppelgänger oder ein anderes Ich. Ich gebrauche diese Wörter nur, um den Sachverhalt zu beschreiben.“

Viele esoterisch-wissenschaftliche Autoren beschreiben den Menschen mit einem Ätherkörper und einem Astralkörper. Einige wissen auch davon, dass der Mensch über den Ansatz eines Mentalvermögens verfügt. Der Doppelgänger von DJ weist auf eine damit zusammenhängendes Problem hin. Der Weg zur Erleuchtung erfordert vom Kandidaten, dass er sich Schritt für Schritt aber konsequent dieses eigenen Astralwesens bewusst wird. Doch wie jeder auf diesem Weg in die Seelenfreiheit erfahren muss, entstehen aus dem Unbewussten gerade dann, wenn er dabei erfolgreich wird, etliche gewaltige Behinderungen. Der Zerberus bäumt sich hinter dem Ego auf.
Zudem macht Don Juan an dieser Stelle auf eine für den Euroamerikaner nahezu unüberwindliche Barriere aufmerksam. Die Menschen sind geradezu verbissen, sich an die Begrifflichkeit ihrer Worte zu klammern, die aus ihrer antrainierten materiellen Weltanschauung stammen. Die spontan aus dem eigenen Denken auftauchenden Vorstellungen werden direkt mit den erfassten Sensationen verknüpft und verbauen damit das richtige Erkennen und Verstehen. Die Chance, andere mentale Erkenntnisse zuzulassen, wird in den vorherrschenden Meinungen eingefroren, kristallisiert und stirbt.
Der Doppelgänger ist ein Phänomen des Astralwesens, das bedauerlicherweise  auch eine Spiegelung im Jenseits hervorbringt, das ohne jede bewusste Wahrnehmung das Leben jedes Menschen dominiert. Eigentlich sind alle Menschen unter diesem Gesichtspunkt als Sklaven ihrer eigenen Astralis zu betrachten. Darum ist es für ein intelligentes Handeln aus dem neu erwachenden Seelenbewusstsein ausgesprochen förderlich, sich einen Weg zu erarbeiten, um sich der eigenen Astralis bewusst zu werden. Dieser Weg dahin führt über die klassische Forderung: Mensch erkenne dein Selbst. Bereits Buddha predigte seinen Mönchen, beständig und gerade bei allen noch so gewöhnlichen Verrichtungen des alltäglichen Dasein wachsam zu sein, um die Abhängigkeit von der eigenen Begierdennatur im Stoffbewusstsein einigermaßen erkennen zu können, die ganz besonders aus der Astralis kommt.

CC: Don Juan hatte recht. Ich musste ihnen zugestehen, dass ich wusste, dass es irgend etwas in mir gab, das alles registrierte und sich dessen, was ich tat, bewusst war. Und doch hatte dies nichts mit dem gewöhnlichen Bewusstsein meiner selbst zu tun. Es war etwas anderes, das ich nicht erfassen konnte. – Es ist eine innere Stimme, die dir sagt, was los ist. Und damals sagte sie mir, dass ich zum zweiten Mal erwacht war. Sobald ich aufwachte, war ich natürlich überzeugt, dass ich geträumt haben musste. Offenbar war es kein gewöhnlicher Traum gewesen, aber es war auch nicht eigentlich Träumen gewesen. Daher kam ich zu dem Schluss, dass es etwas anderes gewesen sein musste: Schlafwandeln war es, im Halbschlaf, nehme ich an. Ich konnte es mir nicht anders erklären. – Das, was ich erlebt hatte, war alles andere als ein Traum und ich dürfe mich nicht damit begnügen, es als Schlafwandeln aufzufassen.

Wer in sich akzeptieren kann, dass sein Wesen mit einem Ätherkörper und einem Astralkörper ausgestattet ist, hat die Chance, unter bestimmten Bedingungen in diesen mikrokosmischen Feldern bewusst zu sein. Z.B. tritt der Mensch im Traum mit seinem Astralbewusstsein in die astralen Welten ein, die aktuell von ihm angezogen werden. Ein Forscher, der Sein und Glauben der indischen Saddhus erforscht hat, schreibt, dass einige durch Meditation und langjährige Askese geschulte Saddhus bis in das mentale Bewusstsein vordringen können. Wer fest dazu entschlossen ist und die geeignete Umgebung für sich herstellt, kann sich durch Meditation, Autogenes Training, oder ganz einfach durch Tagträumen in sein ihn umgebendes astrale Feld erheben. Er sollte sich dabei stets dessen bewusst sein, dass auch dort die Erscheinungen nur Erscheinungen sind, keine Wirklichkeiten! Die bereits mehrfach beschriebenen Nahtod-Erfahrungen sind ungewolltes Betreten der jenseitigen Sphären, in den sich zunächst die ätherischen Gegebenheiten noch mit der stofflichen Welt mischen.

DJ: »Heute habe ich nur die Aufgabe, den Nagel einzutreiben, den Genaro abgesteckt hat – nämlich die Tatsache, dass wir leuchtende Wesen sind. Wir sind Wahrnehmung. Wir sind Bewusstsein. Wir sind keine Objekte, wir haben keine feste Konsistenz, wir sind grenzenlos. Die Welt der festen Objekte ist ein Mittel, unsere Wanderschaft auf Erden angenehm zu machen. Sie ist nur eine Beschreibung, geschaffen, um uns zu helfen. Wir – oder besser: unsere Vernunft (unsere rationelle Prägung durch Erziehung und Pädagogik) – vergessen gern, dass die Beschreibung nur eine Beschreibung ist, und so schließen wir die Ganzheit unseres Selbst in einen Teufelskreis ein, dem wir, solange wir leben, kaum entrinnen können.«

Der Mikrokosmos bzw. das aurische Wesen ist ein multiplexes Kraftfeld auf der Basis von Bewusstsein. Im Ätherfeld ist ein ätherisches Bewusstsein, im Astralfeld wirkt ein astrales Bewusstsein, im mentalen Feld denkt ein mentales Bewusstsein und im Stoffkörper kommuniziert ein stoffliches Bewusstsein. In gewisser Weise arbeiten alle mikrokosmischen Bewusstheiten für die verschiedenen Lebensaufgaben unterschiedlich zusammen und aktivieren die entsprechenden Wahrnehmungsmöglichkeiten, Denken, Fühlen, Riechen, Schmecken, Sehen. Es wird allerdings nicht nur der Input geregelt, sondern auch der Output wie z.B. Sprechen oder emotionale Ablehnung über die Astralis, oder das Einspeichern in die den Bewusstheiten zugänglichen Gedächtnisse. Einiges wird in die bereits im Atemfeld aufgebauten Vorstellungen, Werturteile oder Lebensprinzipien nach dem isobaren Resonanzgesetz eingegliedert. Dazu gehören auch die Sinngebungen von Bezeichnungen oder Namen aus der materiellen Weltanschauung. z.B. ist ein Stein hart und schwer, Wasser ist flüssig und nass und Federn sind leicht und weich. Vom Gesichtspunkt des Kernphysikers sind das alles nur Kondensate von subatomarer Energie; wir können auch sagen: alle Dinge der materiellen Welt sind Ab-bildungen aus dem Ätherfeld. Und dabei wird das Ätherfeld direkt und konsequent vom Astralfeld ausgeprägt. Das mikrokosmische Gesamtgeschehen wird vom Gesamtbewusstsein des aurischen Wesens geführt, bis hinein in alle stofflichen Reaktionen, die die Person ausführt. Hat sich der Mensch allerdings methodisch vom stofflichen und ätherischen Sein lösen können, kann der Astralkörper unabhängig und ohne Probleme „durch Wände“ gehen, weil er prinzipiell weder vom Stoff noch vom Äther aufgehalten werden kann. Das Erlebnis ist dann ganz ähnlich der Erfahrung in einem Traum. Nur dass er in dieser bewusst herbeigeführten Situation aktiv handeln kann, im Rahmen des vorbereiteten Settings – Umgebung, Zeitschiene, Mitwirkende, Betreuer etc.

DJ: »Wir sind wahrnehmende Wesen«, fuhr er fort. – »Die Welt, die wir wahrnehmen, ist jedoch eine Illusion. Sie (Maya) ist entstanden durch eine Beschreibung, die man uns seit dem Augenblick unserer Geburt erzählt hat. – Wir sind leuchtende Wesen, sind mit zwei Ringen der Kraft geboren, aber wir benutzen nur einen davon, um die Welt zu erschaffen. Dieser Ring, der sich schließt, bald nachdem wir geboren sind, ist die Vernunft – und ihr Begleiter ist das Sprechen. Gemeinsam hecken die beiden die Welt aus und halten sie in Schwung. Die Welt, die deine Vernunft erhalten möchte, ist also im Grunde eine Welt, geschaffen durch eine Beschreibung und ihre dogmatischen, unumstößlichen Regeln, welche die Vernunft zu akzeptieren und zu verteidigen lernt.
Das Geheimnis der leuchtenden Wesen ist, dass sie noch einen weiteren Ring der Kraft haben, der gewöhnlich nie benutzt wird, den Willen. Die Methode der Zauberer ist die gleiche Methode, wie ihn die normalen Menschen anwenden. Beide haben sie eine Beschreibung (ihrer Welt). Der eine, der normale Mensch, erhält sie mit Hilfe seiner Vernunft aufrecht, der andere, der Zauberer, erhält sie mit seinem Willen aufrecht. Beide Beschreibungen haben ihre Regeln, und die Regeln sind wahrnehmbar, doch der Vorteil des Zauberers liegt darin, dass der Wille umfassender ist als die Vernunft.
Was ich dir jetzt vorschlagen möchte, ist, dass du von nun an deine Wahrnehmung entscheiden lassen sollst, ob die Beschreibung der Welt durch deine Vernunft oder durch deinen Willen aufrechterhalten wird.«

Bei diesen Textabschnitt fällt auf, das DJ darauf aufmerksam machen will, dass der normale Mensch mit seiner Vernunft ein bestehende Weltbild erschafft, das jedoch nicht komplett ist. Das vernünftige Denken der Menschen in den westeuropäisch orientierten Zivilisation auf ihren materialistisch geprägten Gedächtnisspuren aufbaut. Dabei sind Ding oder Abstrakta mit dem Begriff und dem Namen verschmolzen. Dem Denken entgeht mithin, dass alle Sensationen allerdings nur Erscheinung im stofflichen Energiefeld sind, in dem der Mensch sein ganzes Selbst niemals realisieren kann. Die Vernunft – dieses Wort wird hier in der Bedeutung von rationalem Bedenken und Abgleichen an autorisierten Weltanschauungen benutzt, die ein Mensch im Laufe des Erwachsen-Werdens abgespeichert hat, um sich im Konkurrenzkampf des Alltäglichen behaupten zu können. Da er sich der Einfachheit halber stets mit den Oberflächen der Erscheinungen zufrieden gibt, kann er nicht wirklich Kraft wirken, kann er auch niemals sein wahres Selbst erfassen, das aus allen Kraftebenen des Mikrokosmos hervorgebracht wird.
Der Wille bezeichnet eine Kombination aus uneingeschränktem Begehren aus der Astralis und einer ungebrochenen mentalen Wachsamkeit und Ausrichtung auf das gewünschte Ziel, die nicht von äußeren Verstandesargumenten, gesellschaftlichen Bedingungen, Verhaltenskodizes oder Tabus in Frage gestellt wird. Dieses mentale und astrale „Wollen“ ist ein so sein müssen, das aus der ganzen Person klingt und sich dann auch in allen Feldern verwirklicht. In diesem Handeln realisieren sich das autonome Selbstbewusstsein und die damit verbundenen karmischen Aufträge. Dabei wird der Kandidat von seiner sehr aufmerksamen Wahrnehmung geleitet, die, unabhängig von vorgeprägten Anschauungen, alle ihn betreffenden Ereignisse in den Gesamtrahmen des aktuellen Werdens stellt.

DJ: »Der grundlegende Unterschied zwischen einem normalen Menschen und einem Krieger ist, dass der Krieger alles als eine Herausforderung annimmt, während der normale Mensch alles entweder als Segen oder als Fluch auffasst.«

Mit dieser Feststellung wird ein typisches Verhalten der konsumorientierten euroamerikanischen Mitbürger charakterisiert. Allerdings ist sein Kern in dem semitischen „Sündenfall-Konzept“ und den darauf aufbauenden teleologischen Philosophien verborgen. Darum sortieren die in ihrem Einfluss stehenden Menschen, die sie umgebenden Ereignisse und Sensationen stets nach Erfolg bzw. Misserfolg. Viele Menschen wenden sich heute von den religiösen Zwangsmechanismen ab, und sortieren ihre Geschehnisse nach ihrem subjektiven Wohlbefinden oder nach der Kompatibilität mit ihrem aktuellen Überlebenskampf, je nach sozialer Schichtung. Alle Gruppen realisieren ihr Sein und die darin für sie auftretenden Ereignisse als Glück oder Unglück, oder als Vor- bzw. Nachteil.
Dabei werden die Ereignisse immer im Außen wahrgenommen, im materiellen Feld der Erscheinung. Die verursachende Instanz wird offensichtlich immer außerhalb des Wahrnehmenden positioniert. Egal ob es jetzt materielle Gegebenheiten oder Zufälligkeiten analog der Billardkugeln sind oder religiöse Zusammenhänge mit Göttern oder schamanistischen Geistern, es herrscht die kuriose Meinung vor, dass es immer etwas anderes in der Umwelt gibt, was das Geschehnis bestimmt. Besonders die unangenehmen Ereignisse sind immer von der Gesellschaft, anderen Menschen oder Wesen, Geistern oder Göttern verursacht, die dann auch durch angemessene Rituale wieder besänftigt werden müssen.
Alles Leben ist jedoch auch für verbohrte Marxisten und Allah-Gläubige eine Perlenschnur aus ganz konkreten praktischen Erfahrungen, die leichter zu bewältigen sind, wenn die Erlebnisse von Vornherein weder bewertet noch verurteilt werden. Zum anderen sollte einmal jedem klar werden: alle Ereignisse, die den Menschen erreichen, alle mentalen, emotionalen und physischen Sensationen, die von ihm wahrgenommen, sein Denken, Fühlen und Begehren aktivieren, werden immer von dem mikrokosmischen Gesamtfeld angezogen, das von den karmischen Strukturen, polarisiert von seinem aktuellen Sein, Denken, Fühlen und Begehren, eine individuelle Vibration hervorbringt. Das aktuelle Bewusstsein des Menschen ist sich dieses Gesamtzusammenhangs niemals bewusst und unterliegt aus diesem Grunde zahllosen Irrtümern und Täuschungen, vor allem, wenn es darum geht, einen Verursacher zu finden.

1. Vorwort: Basis der Evolution

Warum braucht es in der heutigen Zeit noch ein weiters Buch über die Weltanschauung?
Die meisten Menschen sind überzeugend selbstständig und in ein gefügtes Weltbild einer Religion oder der empirischen Naturwissenschaft, oder in einer esoterischen oder geisteswissenschaftlichen oder politischen Gruppe integriert?
Sie glauben an das Weltbild einer fremden Autorität, die sie berechtigter Weise für richtig halten. Mit den ungezählten Videos oder Publikationen im Internet wissen sie alles, was sie für ihr aktuelles Leben benötigen?
Alle Wissensbereiche sind ausführlich erforscht und bei Wikipedia kann sich jeder in kurzen Lesehappen die Einsichten der Weltelite herauspicken. Evolution, das ist doch die Geschichte mit Darwin und den Knochenfunden der Archäologen. So kann dort gelesen werden: «Die Theorie der Evolution durch natürliche Selektion wurde erstmals ausführlich von Charles Darwin in seinem 1859 erschienenen Buch «The Origin of Species» dargestellt. In den 1930er Jahren wurde die von Darwin herausgestellte natürliche Selektion mit den mendelschen Regeln zur Vererbung verbunden. (Dass die Evolutionstheorie bereits mit Lamarcke begann, ist heute wenigen Menschen bekannt. Er führte 1766 den Begriff „Biologie“ ein und legte als erster eine ausformulierte Evolutionstheorie vor(Wiki). Die synthetische Evolutionstheorie definiert Evolution als die zeitliche Änderung der Häufigkeiten relativer Varianten durch Mutationen in einer Population. Durch ihre beschreibenden und begründenden Aussagen wurde diese Theorie zum zentralen organisierenden Prinzip der modernen Biologie und liefert eine fundierte Erklärung für die Vielfalt des Lebens auf der Erde.» In dieser aus den materiellen Untersuchungen vieler Tiere, Insekten, Pflanzen und Mikroben ist eine Theorie entstanden, aus der die Vererbungshypothese für die materielle Evolution extrahiert wurde.

Jedoch sind dabei eine Vielzahl von ungeklärten Zusammenhängen aufgetaucht, z.B. die sogenannten Missing Links, und andere genetische Unstimmigkeiten, die immer deutlicher werden, je genauer die Genforschung in die Tiefen der Zusammenhänge eintaucht. Die Epigenetiker sind in der neuesten Zeit zu der Überzeugung gelangt, man muss heute nach den neuesten Forschungen davon ausgehen, dass sich wesentliche Informationen für die Art eines Lebewesens von einem morphogenetischen Feld ausgehen. Rupert Shaldrake hat eine bemerkenswerte Abhandlung über seine diesbezüglichen Forschungen in dem Buch «Das Gedächtnis der Natur» publiziert.
Es ist also an der Zeit einige Erkenntnisse aus den Fakultäten zusammen zu fügen, und der Evolution in ihren interkosmischen Dimension zu erläutern. Viele Autoren wie z.B. Louis Pauwels schreibt bereits 1980 über den Aufbruch in das 3. Jahrtausend über zahlreiche Ereignisse in Wissenschaft, Politik, Kultur und Gesellschaft, die sehr deutlich werden lassen, dass in den kommenden Jahren erhebliche Veränderungen in der Welt stattfinden werden. Einmal abgesehen von den Veränderungen im Magnetfeld der Erde, der Verlagerung der Polachsen, der Beschleunigung der Zeit, dem unübersehbaren Klimawandel, der Häufung von Kriegen und Terroranschlägen und so weiter, usw.

Helfen die möglicherweise neue Kosmologien den Menschen in ihren aktuellen Lebenssituationen? – Warum jetzt dem Menschen eine Konzeption von einem völlig unbekannten Autor vorlegen, in denen eigentlich neben den bekannten modernen Erkenntnissen einige uralte Weisheiten erneut ausgesprochen werden?


Sollte Dir ein Gedanke zu dem Text einfallen, dann schicke ihn bitte mir zu.  Vielen Dank.



Wem nützen dann die Gedankenwelten eines Avicenna (Abū Alī al-Husain ibn Abdullāh ibn Sīnā), Shankara, Aristoteles, Paulus, Mohammed, Plato, Plotin, Valentinus, Konfuzius, Laotse, G. Bruno, F. Bacon, E. Swedenborg, G.W.F. Hegel, G.W. Leibnitz, R. Steiner, M. Heindel, P.D. Ouspensky , Jan van Rijckenborgh, Anagarika Govinda, Vivekananda, Sri Aurobindo, F. Kapra, K. Wilber, St. Grof, J.C. Lilly, M. Murphy, E. Laszlo und vielen anderen, die sich tiefe und fundamentale Gedanken über das Leben, den Sinn der Menschheit und die Aufgabe und Werdegang des Kosmos gemacht und niedergeschrieben haben?

Wer hat heute schon Lust solche Texte lesen? –

Gibt es Menschen, die sich in der aktuellen Zeit mit den kosmischen Perspektiven ihres Seins befassen wollen, in denen sich die elementare Bedeutung der sich abwickelnden Evolution spiegelt, und die auch fundamentale Informationen über das Weiterexistieren nach dem körperlichen Tod enthalten? –
Seit meiner Kindheit sprach in mir stets eine Stimme, die irgendwie um die großen bestimmenden Kraftströme dieser Welt wusste, die mir später dann beim Lesen philosophischer oder wissenschaftlicher Bücher immer zuflüsterte, die Informationen aller Autoren sollten in eine große logischen Verbindung zusammen gefügt werden. Das Leben ist eine Einheit; es gibt nur eine alles umschließende Weisheit, eine absolute Wahrheit; darin gibt es keine separaten Fakultäten oder einzelne Funktionsteile wie in der Mechanik. Vielmehr ist alles Leben ein Licht und in ihm ist alles zusammen miteinander wirksam. Physikalische Wissenschaft und metaphysische, transpersonale Psychologie gehören zusammen, sie sind nur Teilaspekte des einen Leben im Kosmos.
Immer wieder habe ich in Büchern, Fachzeitschriften und auch online der unterschiedlichen Fakultäten von Wissenschaft, Philosophie und Religion recherchiert, um die Zusammenhänge des irdischen Daseins zu begreifen, das in meiner Jugend nicht sehr komfortabel war. Ich wollte unbedingt die fundamentale Ursache des täglichen Streites und der unglaublichen Ausbeutung von Mensch und Natur begreifen, und die Wahrheit über den Sinn allen Daseins im Universum erfassen. Die vielen Warums? sind bis heute in meinem Denken immer noch nicht erloschen.
Warum werden stets die alten Lebensideale penetrant von den Kanzeln gepredigt, wenn bis heute in der Realität kaum die kleinsten Fitzelchen von der geforderten Idealität verwirklicht werden? Die dann auch noch von riesigen Schlagschatten des Unfriedens und der Kriege begleitet oder verfolgt werden. – An vielen Orten und in vielen Gesprächen oder Büchern fand ich immer wieder nur Halbwahrheiten, eingepackt in die stets wiederholten Hypothesen der aus der Antike stammenden materiellen Weltsicht! – Nach langen Jahren des Suchens in allen Wissenschaften, Psychologien, Religionen und esoterischen Unterweisungen und des immer weiter Lernens konnte eine erste Zusammenfassung entstehen, wie sie wohl kaum in einer öffentlichen Bibliotheken gefunden wird.

Mit dem vorliegenden Buch: «Basis der Evolution» ist ein übersichtliches Sachbuch entstanden. In ihm werden alle wirkenden Kräfte in den sieben Dimensionen des Universums erklärt, wie sie zusammenwirken und welche Perspektiven mit der ablaufenden Evolution vor der Menschheit aufgetan werden. Viele der beschriebenen Tatbestände zählen die meisten Menschen in der westlichen Kultur zum geheimen oder okkulten (verborgenen) Wissen der Welt. Aber das Buch stellt keine Geheimlehre oder etwas Vergleichbares dar, weil die darin erwähnten Kraftfelder, Fakten und Entwicklungen eigentlich von jedem normalen Menschen erfahren werden könne, insofern er möchte. Diese wichtigen Zusammenhänge zwischen den wissenschaftlichen Erkenntnissen der Neuzeit und die mystischen transpersonalen Erfahrungen esoterischer oder religiöser Philosophen ist unzweifelhaft eine hervorragende Hilfe beim Lösen der zahllosen Fragen nach Frieden und Gerechtigkeit in unserer chaotischen Zeit. In diesem Teppich, gewoben aus allen Wissensgebieten der Menschheit, finden sich viele vergeblich gesuchte Ausgangspunkte nach harmonischer Liebe und weltumspannender Empathie.

Diese Begründung und Beweisführung der kosmischen Evolution trifft in unserer Zeitenwende auf interessierte Menschen, die in der gleichen Entwicklung stehen. Sehr viele der aktuellen Generation sind sehr wache Menschen mit einem schnellen Erfassen und Erkennen. Und denen sind die kosmischen und menschlichen Zusammenhänge wichtiger als Aktienkurse, Macht oder Immobilien. Mit Sicherheit suchen zahllose Menschen in einer Welt, die von den etablierten Kräften immer mehr in Vergangenheiten konserviert wird, nach praktikablen und plausiblen Wegen in eine zuverlässige Zukunft. Besonders junge Menschen wissen bereits, dass sich irgendwo und irgendwann das Ziel des menschlichen Daseins auf der planetaren Existenzebene für sie entschlüsseln wird. Dann kann der Sinn der aktuell heftigen Eruptionen in aller Welt für die kommende Evolution von einem großen Teil der Menschheit erkannt werden.

In einer so weit reichenden, gut strukturierten Darstellung über alle Kräfte, die die Welt bewegen – soweit die heute bestehenden geisteswissenschaftlichen oder esoterischen Intuitionen im Einzelnen reichen –, entsteht wie selbstverständlich für jeden interessierten Leser ein Problem, das sich nach zwei Seiten hin entwickelt:

  • Erstens wird, er angeregt von den ihn überzeugenden Passagen versuchen, seine besten Freunde an diesem Wissen teilhaben zu lassen. Leider kann er dabei erleben, dass sie wenig oder nicht interessiert sind. Was sehr einsam machen kann. Wie ich selbst erfahren musste.
  • Und zweitens wird er letztlich damit leben müssen, dass die ihm entgegen kommenden Vorurteile und Zweifel der unbelehrbaren Materialisten nicht aussterben, obgleich er selbst die neue Weltanschauung nicht mehr loslassen kann. Ganz im Gegenteil, trotz aller spontanen Begeisterung für die neue Weltanschauung erheben die innereigenen Zweifel noch einmal gewaltig ihr Medusenhaupt.

Entgegen aller Bereitschaft, sich mit Philosophie und Religion zu befassen, bleiben die edlen Wahrheiten bei den meisten Menschen im unbeachteten Schatten ihres Lebens. Denn Konsequenzen sind fordernd und wollen sich nicht in das bestehende komfortable Weltbild einfügen. Nachdem sie nun endlich erwachsen und dabei unabhängig von ihren ungeliebten Lehrern geworden sind, richten sie sich gemütlich gemeinsam mit ihren Verwandten und Freunden mit ihren Göttern und Vorurteilen in ihrer persönlichen Welt ein. Es entwickeln sich zahlreiche Wohlfühlgemeinsamkeiten, in der sich die Menschen mit ihren Familien, Freunden und Lebensgefährten so ganz richtig fühlen. Darüber entfalten sich die schon lange in bestehenden dogmatischen Traditionen eingebetteten Volksgruppen und Clans. Neue Gedanken, mögen sie auch noch so wahr und richtig sein, sprengen jeden Rahmen, in dem die Menschen ihr subjektives ICH-BIN verwirklichen können, meistens so stark, dass jede neue Weltansicht maximal als eine Hypothese angenommen wird, die man eben mal beim Bier oder Sekt diskutieren kann. Professionelle Philosophen, Theologen, Ayatollahs, Maharishis oder Priester werden diese neuen Perspektiven über die immateriellen Kraftfelder des Lebens total ignorieren. Jedoch, auch wenn die Menschen in ihren tradierten und zigfach abgehandelten Lebensstrukturen von der kosmischen Evolution geschockt sein sollten, Aquarius wird seinen Auftrag in den Menschen und im Kosmos konsequent vollziehen. Auch wenn die etablierten Institutionen und ihre Äonen alle neuen Weisheiten mit heftigen Gegenargumenten ihrer antiken Weltschau von sich weisen, kann kein Sterblicher und keine äonische Entität im Jenseits den kosmischen Werdegang aufhalten.

Es ist leider nur wenigen Wissenden bekannt, dass in der Atmosphäre der Welt einige bislang gut getarnte, und öffentlich nie benannte Instanzen leben, die verständlicherweise wenig oder gar kein Interesse daran haben, dass eine sie entlarvende Weltanschauung auch nur ansatzweise bei den Menschen verbreitet wird. Darüber wäre noch einiges zu sagen.

In den folgenden Kapiteln sollen einige Aspekte davon ausführlich beleuchtet werden.
Gerade darum sollte dieses Wissen völlig frei und ohne Lizenzrechte jedem Menschen kostenfrei zur Verfügung gestellt werden, der sich ernsthaft mit dem Wesen und der interkosmischen Evolution befassen möchte, denn jeder Mensch ist in diese Entwicklung mit einbezogen. Nur ein vollständige Aufklärung über alle Kraftfelder der Natur, des Kosmos und der Mikrokosmen ermöglicht, den Sinn des Daseins innerhalb der universellen Weiterentfaltung zu begreifen.
Diese provokante dynamische Weltanschauung richtet sich ausnahmslos an solche Menschen, die gewillt sind, sich bewusst von den bislang autorisierten Philosophien unabhängig zu machen. Wer den Drang zur einen ungeteilten Wahrheit als einen intensiven Durst nach Freiheit von den stets wiederholten Theorien in der Geschichte der Menschheit erlebt, kann etwas von den bevorstehenden Umwälzen bei der Entwicklung in Kosmos und Makrokosmos in sich erspüren. Das erfordert eine absolut aufrichtige Einstellung sich selbst gegenüber und zu allen Erscheinungen in unserer Natur, auch in Bezug zu allen transpersonalen Ansichten der eigenen Persönlichkeit und des Kosmos. Dafür muss man bereits ein, jeden Egoismus, auch den im Unbewussten, aufzulösen für eine uneingeschränkte Dienstbereitschaft für die Evolution des Kosmos. Dabei verblassen dann die Konflikte der profanen Selbsterhaltung im alltäglichen Miteinander. Um dem endlosen Leiden unzähliger Lebewesen und Menschen auf unserem Planeten für alle Zeiten ein Ende zu bereiten, muss der Mensch entschlossen sein und sich selbst gegenüber die größtmögliche Wahrhaftigkeit und Neutralität einnehmen. Nur mit diesem Schutz der Neutralität gegenüber allen durchaus noch bestehenden Lebensnotwendigkeiten und ihren Vertretern in den historisch gewachsenen Institutionen vermag er unbescholten zur Vollendung der ursprünglich im Schöpfungsplan engebetteten Evolution aller Kosmen und Mikrokosmen beitragen.

 Warum sollte man das beginnen? – Was hat der einzelne Mensch davon? –

Als erstes entsteht eine lebendige, befreiende Wahrnehmung der eigenen Realität sowie der kosmischen Wirklichkeit des Planeten Erde, die sich in keiner bestehenden, ideologisch gefärbten Philosophie oder regionalen Theologie abbildet. Ein völlig erneuerter mentaler Freiraum öffnet sich, in dem sich Gedanken entfalten und wirksam werden, die bislang wegen Tabus oder pauschalen Grundregeln der menschlichen Gesellschaft exkommuniziert waren. Die Akzeptanz des Ungewöhnlichem gewinnt Oberhand gegenüber den kristallisierenden Vorstellungen in der aristotelischen Naturwissenschaft, gegenüber den in allen Kulturen und Religionen gewachsenen Traditionen und damit verbundenen Aktionen, regelmäßigen Feiertagen und vorgeschriebenen Pilgerfahrten.

Es besteht in diesem Buch keineswegs die Absicht, die zweifellos gewaltigen Wissens-Schätze der menschlichen Zivilisation in irgendeiner Form zu diskreditieren. Natürlich kann in jedem Gedankengebäude ein Teil absolute Wirklichkeit angedeutet werden; jedoch die eine Wahrheit kann ohnehin im physischen Lebensfeld nicht publiziert werden. Vielmehr stellt dieses den Versuch dar, einen Großteil der umfassenden Wirklichkeit des Kosmos mit allen immateriellen Lebensfeldern aus einer weitestgehenden unabhängigen Perspektive zu beschreiben. Die Fakten aus Erforschung und der bereits bestehenden Literatur summieren sich hier übersichtlich, geordnet und unabhängig, soweit das irgend möglich ist. In der Unabhängigkeit von bereits tradierten Grundhaltungen und prägenden Vorstellungen, wie und warum sich der Kosmos im Makrokosmos dreht, wird der Anfang zur Erweiterung im Erfassen, Denken und Bewerten gefunden. Damit ist keine Ablehnung der bereits gefundenen Weisheiten gemeint, sondern ihrer absolutistischen Autorität in Sachen Weltgeschehen wird erneut in Frage gestellt. Es ist ein Beginn in eine Freiheit des Denkens, soweit es die alle beeinflussenden Kraftströme zulassen.

Es wurde schon vielfach gedacht und veröffentlicht, dass jedes Nachsprechen bestehender Weltanschauungen meist zu einer ungeprüften Reproduktion gewünschter Vorstellungen führt, wie es in der Pädagogik meist unbewusst angestrebt wird. Aber nur derjenige kann zu einem weitestgehend freien Denken kommen, wer alles alte, von antiken Autoritäten in vorgefertigte Schablonen oder Dogmen gepresste Kopieren oder Imitieren definitiv unterlässt. Zu einem dieser neuen Gedanken schreibt Stanislav Grof: „Die Gedankenwelt der Wissenschaftler aus den Bereichen der Kernphysik und Quantenmechanik haben die korpuskuläre Weltsicht bereits aufgebrochen. Um mit den Worten des berühmten Mathematikers und Physikers Sir James Jeans zu reden: »Das Universum gleicht immer weniger einer Maschine und immer mehr einem Gedankensystem.« Die dreidimensionale Raum- und die eindimensionale Zeitvorstellung Newtons wich dem vierdimensionalen Kontinuum von Raum-Zeit Einsteins. Werner Heisenberg: »Das lineare Prinzip von Ursache und Wirkung verliert seinen Platz als das einzige und notwendige verbindende Prinzip im Universum.« In der modernen Physik ist das Universum nicht das gigantische mechanische Uhrwerk Newtons, sondern ein verbundenes Netzwerk von Ereignissen und Beziehungen. Einige prominente Physiker wie zum Beispiel Eugene Wigner, David Bohm, Geoffrey Chew, Edward Walker, Fred Alan Wolf und andere gehen davon aus, dass Geist, Intelligenz und womöglich Bewusstsein integrierte Bestandteile der Existenz unseres Universums sind, und nicht lediglich eine unbedeutende Randerscheinung der Materie.“ Ähnliche Überlegungen finden sich auch bei Ervin Laszlo in seinem Buch: «Der Akasha-Code»

An erster Stelle der dynamischen Weltsicht steht die Einsicht, dass die Welt aus zahlreichen Feldern in einem Feld gelebt wird, wie so manche Denker heute bereits bei ihren Überlegungen erkannt haben. An zweiter Stelle steht eine – ich möchte sie passive Weltanschauung nennen –, in der die ICH-sagende Persönlichkeit bewusst weiß, keineswegs der aktiv Handelnde, der Machthaber seines Lebens zu sein. Im weiten scheinbar leeren Raum können zahlreiche Kraftfelder mit immanentem Bewusstsein festgestellt werden, die ohne Ausnahme jedes Wesen im Universum beleben, und natürlich auch jeden Menschen. Alle Offenbarung geht von Monaden aus, die den Kosmen entsprechen und diese in ihrer Entwicklung führen und bestimmen. Alle Natur, im Großen wie im Kleinen, ist unabdingbar eingewoben in diese Kräfte, und lebt in ihnen permanent wie ein Goldfisch im Wasserglas. In dieser Weltsicht existiert eine sich dynamisch entwickelnde Welt, in der die materielle Manifestation keineswegs die eine Wirklichkeit ist, von der und zu der hin sich alle Erscheinungen erfüllen. Wie später noch ausführlich beschrieben wird, ist die Materie (griechisch Hylé), nur eine von den sieben Kraftfeldern des Daseins. Das universale Bewusstsein, das über alle universalen Schöpfungen stehende Tao, benötigt keine stofflichen Erscheinungen für seine in aller Herrlichkeit geschaffenen Offenbarungen. Die Menschheit ist in die interkosmische Evolution eingebettet und wird jetzt unter der Leitung ihrer Monaden einen fundamentalen Entwicklungssprung vollziehen, die Wende zu einem Neuen Menschen, die bereits von vielen Autoren und Denkern vorhergesagt wurde.

Warum kann ich das so einfach behaupten, obwohl die halbe Welt das Gegenteil propagiert?

Niemand kann unabhängig von der Atmosphäre leben, in der er atmet, genauso wenig, wie ein Fisch außerhalb seines Wassers leben kann – amphibisch mutierte Ausnahmen ausgenommen. Auch nicht der Autor dieser Zeilen. Auch für ihn kommen alle Gefühle, Gedanken und Absichten aus einem unstofflichen Lebensfeld, das in einem komplexen Wechselspiel der Resonanzen und Interdependenzen mit der Monade hervorgebracht wird. Alles Leben ist in einen Strom von vergangenen Erfahrungen früherer Existenzen und kosmisch geplanten Entwicklungen sowie ganz aktuell entstandenen Lebensereignisse eingebettet. Davon kann er sich Niemand trennen, kein Papst oder Kaiser, auch dann nicht, wenn er physisch «stirbt». Das bewusste Leben setzt sich nach der materiellen Auflösung in der Unstofflichkeit noch zusätzlich für einige hundert Jahre in völlig neue Perspektiven fort. Die Erkenntnis «Ich bin nicht der Macher meiner Events» oder das ICH ist niemals der Verursacher, wird dann unmittelbar eingesehen. Jeder, der sich auf dieses unstoffliche Sein nicht minimal vorbereitet hat, wird nach seinem Ableben erst einmal in einen Bewusstseinsschock fallen.
Darum ist auch jede Be- oder Verurteilung auf der Basis materieller Gegebenheiten immer nur eine halbe Sache. Es ist geradezu spannend, wenn man sich selbst als Endprodukt einer Folge von diversen Kraftwirkungen erfährt. Der Mensch sitzt sozusagen wie ein Mitfahrer in einem Auto und er kann die Ereignisse an sich vorüberziehend beobachten. Wer sich als machthabender Lenker in diesem Auto sieht, ist bereits einer der größten Irreführungen aufgesessen, die zu dem Ausbeutungsschema der bestehenden Welt gehört.

Um das alles richtig verstehen zu können, werden in diesem Buch «Basis der Evolution» alle Kraftfelder des Lebens im Einzelnen beschrieben – soweit diese in esoterischen sowie geisteswissenschaftlichen Kreisen bereits benannt werden – und es werden einige wichtige Regeln und prinzipielle Gesetze innerhalb der kosmischen Evolution vorgestellt, die das Zusammenwirken aller Monaden, Kosmen und aller lebendigen Wesen «im Diesseits und im Jenseits», sowie aller «physisch Toten» bestimmen. Diese Beschreibungen wurden zum Teil aus Büchern und Gesprächen/Vorträgen zusammengetragen und durch vielfältige eigene Erfahrungen und Visionen bestätigt. Viele der dabei erwähnten Gesetze sind nicht von Menschen gemacht oder von Rishis, Ajatollahs oder anderen Heiligen erfunden, sondern diese Gesetze sind Teil der Offenbarung im ganzen All. Niemand wird sich anmaßen können, alle diese universellen Gesetze zu kennen. Allerdings kann auch gesagt werden, dass mit einem erneuerten Erfassen und Denken auf der Basis der mikrokosmischen Entwicklung werden auch Zusammenhänge erfasst, die mit dem allgemein üblichen, materiellen Weltbild definitiv unvereinbar sind. Von den Erscheinungen in den unstofflichen Kraftfeldern in den Mikrokosmen kann ein Mensch erst wissen, der durch natürliche Geburt in die Kraftfelder schauen kann – was in den aktuellen Zeiten immer häufiger vorkommen wird –, oder wer sich methodisch dafür geöffnet hat. Einige dieser Methoden werden an geeigneter Stelle vorgestellt.

Durch das «höhere Sehen» entsteht ein neues, alle aktivierten Lebensfelder umfassendes Weltbild, das bislang nur von hellsichtigen Medien oder Astralreisenden erfasst werden kann. Viele Ansichten aus diesen Feldern dazu finden sich allerdings schon in antiken Philosophien sowie in den großen klassischen Religionen. Von diesem neuen Weltbild haben u.a. die Theosophen um Mme. H.P. Blavatsky, die Anthroposophen um R. Steiner, die Rosenkreuzer von M. Heindel und J.v. Rijckenborgh, zahlreiche amerikanische New-Age-Autoren und esoterisch-wissenschaftliche Denker einiges berichtet. Somit kann ich auf eine ganze Reihe Vordenker zurückgreifen, die meine Visionen bestätigen. Allerdings ist die Sicht in die metaphysischen Welten von den subjektiven Prägungen, Wünschen und kulturellen Vorstellungen beeinflusst. Darum sind gerade ihre Bücher, die wirklich sehr schätzenswert sind, mit wachsamer Sensibilität zu lesen. Es ist leider so: diese von mir sehr geschätzten Autoren konnten auch nur unter ihren eigenen Voraussetzungen «Schauen und Lesen» und diese ihre persönlichen Einsichten in die Akasha publizieren. Hinzu kam noch die Grundbedingung jeder Kommunikation, dass sie ihre dort geschauten Bilder und Erkenntnisse einigermaßen in die bestehende und allgemein verwendete Begriffswelt der normalen Bürger übertragen mussten.

Warum nur ist das alles so kompliziert? –
Was oder wer behindert die Menschen an einem weiter führenden Denken? –

Zu allen Zeiten träumten einige Philosophen von einem Utopia, meistens sollte es ein Utopia auf der stofflichen Erde sein, eine Art materielles, irdisches Paradies, in dem alle Ideale natürlich waren, ewige Liebe, Harmonie, Frieden, Gerechtigkeit, Nahrung für alle im Überfluss, Schönheit und Gerechtigkeit. Viele Künstler und andere Autoren haben die Vision eines neuen Lebensfeldes mit allen erdachten idealen Qualitäten gemalt und beschrieben. Wenn sie veröffentlicht wurden, spielten diese futuristischen Modelle entweder in einer märchenhaften Umwelt, oder liefen in einer alle Grenzen sprengenden Science Fiction Dimension ab, damit ihr visionären Charakter dem einfachen Leser plausibel erscheinen konnte. Diese Utopien mussten dem an die Materie gebundenen Menschen und seinem permanenten Streben nach hehren Idealen in dieser tellurischen Welt gehorchen. Doch gerade darin verbirgt sich eine große Wahnvorstellung. In dieser erschöpfen sich unzählige Menschen, Priester, Kardinäle, Kalife, Imame, Ajatollahs, Gurus, Saddhus, Maharischis und alle Tempelmönche und Klosterbewohner in der ganzen Welt mit ihren Milliarden Gläubigen. Mit diesem permanent publizierten Wahnvorstellungen ist das größte Übel aller Zeiten verbunden. Da alle diese ausgesprochen lieben humanistischen Menschen unterhalten auf diese sehr kindliche Weise des Glaubens an einen irdischen Himmel o.ä. eine nahezu paranoide Täuschung in den unstofflichen Feldern. Beim unabhängigen Durchdenken der allgemein anerkannten Weltanschauungen wird man etwas Bestürzendes erkennen: Die Menschheit beugt sich seit Tausenden von Jahren wie selbstverständlich unter die unerbittliche Knute von Machtwahn und Kommerz, in allen Kulturen auf allen Kontinenten. Dabei konservieren sie die banalste Methode der Ausbeutung aller Wesen jeglicher Art im irdischen Kosmos.

Prinzipiell könnten es alle Menschen wissen: Die ideale Welt muss nicht erst geschaffen werden, sie existiert bereits seit Anbeginn aller Zeiten um sie herum auf einem anderen Plan, in den höher vibrierenden elektromagnetischen Kraftfeldern. Es bedarf keiner weltlichen Opfer, Geldspenden oder Räucherwerk, schon gar nicht tierische Opfer, um diese Weltfelder mit ihren Entitäten zu betreten. Die teleologischen Erziehung oder das vielfach verbreitete Gütestreben, mit Humanitas und Karitas geschmückt, sind nur eine erste beschützende Vorbereitung für den Übergang in diese Lebensfelder, der überall auf der Welt «Tod» genannt wird, der jedoch keiner ist. Das Leben als solches, auch der Menschen und Tiere ist ewig, sonst gäbe es überhaupt kein Leben.

Es gibt sogar einige klassische und eindeutige Beschreibungen für diese allen Menschen geltende Zukunft. Die Befreiung von der Materie ist grundsätzlich in jedem reifen Mikrokosmos bereits angelegt. Die «Jakobsleiter» in den «Himmel», auf der alle Erkennenden in der Antike vorangestiegen sind, steht in der stofflichen Existenz des irdischen Daseins, die aus einer höheren Sicht als Wüstenei für das ewige Leben darstellt.

Einige Aspekte der hier vorgestellten kosmischen Evolution wird da und dort auch in anderen Büchern und Schriften mehr oder weniger angedeutet. Dabei ist zu berücksichtigen: bei allen okkulten Studien ist dringend Achtsamkeit geboten, denn kein Autor kann sich gänzlich den Beeinflussungen der irdischen Hierarchien entziehen. Darum sollte jeder zu Beginn seiner Studien die erweiterten Grundregeln im energetischen Weltgeschehen der Interferenzen in Kraftfeldern gründlich in sich aufnehmen, und dabei alle neuen Einsichten in die selbst erfassten Wirklichkeiten passgenau eingliedern. Wenn sich die neuen Erkenntnisse des eigenen Wahrnehmens und Bedenkens nicht wirklich plausibel einfügen, werden sich unerwünschte Abwege in die bisherige Gefangenschaft jenseitiger Projektionen ergeben.

Alle Teile der neuen Weltanschauung sollten sich harmonisch in die Perspektiven der bestehenden Weltansichten einfügen. Dafür stehen diese Texte hier bereit.

Wenn jeder diese neuen Zusammenhänge in der kosmischen Evolution unabhängig gut in sich verarbeitet, wird er sie selbst in sein Langzeitgedächtnis speichern können, ohne an den Behinderungen seines Unterbewusstseins zu stranden. Dort lauern nämlich die unerkannten Gegenspieler aus der Vergangenheit, die eine kontinuierliche Weiterentwicklung verhindern wollen. – Warum? Weil diese Bewohner des Mikrokosmos und ihre Anhänger im Jenseits von den Gedanken und Gefühlen aus den aktuell verfestigten Verhältnissen und Vorurteilen leben. Erst wenn diese Medusa der konservativen Einstellungen definitiv vernichtet werden konnte, können keine sibyllinischen Einflüsterungen mehr das neue Denken trüben.

In dem Buch «Basis der Evolution» findet der Leser ein umfangreiches Kompendium esoterischer Aspekte und Wirkungen, die ein echter Beginn auf dem Weg zu einem neuen Denken sein kann, zu einem neuen eigenen Erfassen durch ein verändertes Wahrnehmen, zu einer neuen dynamischen Weltanschauung in die Evolution aller Lebensfelder. Es entstehen völlig neue Perspektiven, die die bisherigen Halbwahrheiten über die Lebensfelder aller irdischen Lebensbereiche der Natur im Vorhinein deutlich werden lassen. Das vollendete Denkvermögen bildet die Voraussetzung für die Licht-Brücke in die Zukunft weiterer Entwicklungen des Mikrokosmos und Kosmos. Sie kann und wird gemäß des kosmischen Voranschreitens in der Aquariusperiode letztendlich alle Menschen mit einbeziehen.
Die hiermit zunächst online veröffentlichten Texte bestehen auch aus einer Vielzahl von Inspirationen als Summe einiger Visionen aus dem eigenen Umsetzen der gegebenen und verarbeiteten Anweisungen, und manchen leidigen Einsichten in die dabei aufgetretenen Irreführungen. Viele Komponenten werden von den in der Bibliothek genannten Autoren ungefiltert im Original bestätigt. Kann ein Leser den Rahmen seines Denkens heute schon für eine absolut neue Sichtweise öffnen? – Jeder kennt die paradoxe Aufforderung an den Anderen: Sei einmal spontan! Das kann natürlich dem menschlichen Wesen nur bedingt gelingen.

Kein Mensch ist von seinem Beginn an niemals autonom. Er verfügt nicht über die stets propagierte Denk- bzw. Handlungsfreiheit. Siehe oben! – Bereits mit dieser Prämisse beginnt der große Konflikt mit den meist bereits etablierten Vordenkern. Während Plato den Menschen noch als eingebunden in die ihn umgebenden und durchdringenden Kräfte und Ideen erfahren und beschrieben hat, sträubte sich bereits Plotin vehement gegen die Außenbeeinflussung der Seele/Mikrokosmos und des Menschen. Ob nun Aristoteles, Augustinus, Blaise Pascal, Descartes, Leibnitz o.a. Es ging bei ihnen stets hin und her: einmal wurde für die Freiheit des Menschen argumentiert, dann für die «determinierte» Freiheit. Im Orient und im asiatischen Raum prägten die Religionen den Fatalismus viele Anhänger, in dem eigentlich keiner wirklich frei sein dürfte. Was prinzipiell vielfach bei der Machtausübung übergangen wird.
Es sollte noch einmal rundheraus gesagt werden, egal was noch in Mode kommen wird: Der Mensch wähnt sich, der machthabende Akteur zu sein! Aber er ist de facto eine Marionette seiner unterbewussten Verflechtungen mit den Lebensfeldern seines Mikrokosmos und dem Kosmos. Dabei sind natürlich nicht einmal seine Gedanken frei. Im Wechselspiel der Kräfte ist er aber keineswegs absichtslos oder unfähig, seinen eigenen Weg einzuschlagen. Diese Einsicht braucht eine ganze Weile, bis sich das Denken in die höheren Gefilde aufgeschwungen hat und auch alle damit entstehenden Ängste neutralisiert wurden.

So paradox es klingt: Erst die innere Einsicht, in einem von vielen Einflüssen bestimmten System zu leben, schafft eine gewisse Voraussetzung, den Rahmen des eigenen Denkens für eine bislang ungekannte Dimension neu zu justieren. Erst wer die beängstigende Gefangenschaft seines bisherigen Denkens in den permanent und überall verbreiteten Meinungen der emotional-materiell bestimmten Welt erfährt und die darin kristallisierten Weltanschauungen selbst erlebt, erkennt aus sich heraus auch die unlösbare Verstrickung seines Mikrokosmos mit den zahllosen Weltmächten. Aus diesem neuen Erkennen der eigenen Persönlichkeit im Wechselspiel mit dem Kosmos und seiner Evolution entsteht wie selbstverständlich eine völlig andere Sehnsucht. Wenn sich die höhere Astralis bemerkbar macht, erlischt das Streben nach «Heiligkeit» der Seele. Das ganze Wesen lässt sich von der Monade auf die stete Evolution des Kosmos mit allen seinen Wesen ausrichten.

Diese spezielle Veränderung des Denkens und Erfassens beginnt niemand aus purer Neugierde. Wenn sich das Denken in die Richtung dieser Entwicklung erweitern kann, werden im Mikrokosmos die bis dato unbewussten Beeinflussungen und Abhängigkeiten versiegen. Damit ist ein nicht zu unterschätzendes Kriterium verbunden. Bislang profitierten die Bewohner des Atemfeldes und die mit ihnen kooperierenden niederen Geister aus dem astralen Feld des Kosmos von den bestehenden Denk- und Gefühlsausbrüchen. Verlöschen diese durch das neue Denken und Wahrnehmen der Welt, dann kommen diese Wesen verständlicherweise in arge Bestehensnot und ringen mit allen Mitteln um Selbsterhalt. Die Selbsterkenntnis und Ehrlichkeit sich selbst gegenüber wird darum gerade zu Beginn der Umstellung auf eine harte Probe gestellt, weil die widerstreitenden Kräfte im eigenen Mikrokosmos sehr subtile Waffen einsetzen, vor allem schüren sie Zweifel und Misstrauen. Wird das neue Weltbild die bestehenden Vorstellungen und Denkkategorien zu sehr stören, dann löst sich der Blick auf den eingeschlagenen Weg unter dem Druck der Gegenkräfte nach manchem Konflikt schnell wieder auf, um sich vorläufig mit der bekannten und bequemeren Weltanschauung zu einigen. An dieser Klippe strandeten bedauerlicherweise schon viele Religionslehrer, Theosophen und andere Philosophen.

Es gibt in diesem Zusammenhang noch eine weitere Schwelle, die besonders in unseren Tagen ganz enorm wichtig genommen wird. Ein noch nicht autorisierter und unbekannter Autor, der zudem kein irdisches «Charisma» hat, wird in dieser Welt nicht ernst genommen. Das ist ein extrem raffinierter Schutz der Äonen unter dem Himmel. Sie benutzen jede infame Methode der Verunglimpfung, um die bestehenden Verhältnisse aufrecht zu erhalten. Eine Veränderung des bislang favorisierten Weltmodells bringt sie in Bestehensnot. In den vorliegenden Texten wird einiges erklärt, das von keinem Professor bereits autorisiert wurde, weil die meisten allgemein anerkannten Autoritäten unwissentlich zu den Gefängniswärtern der Menschheit gehören, zur Dienerschaft der ahrimanischen Kräfte unter dem Firmament, die eine Änderung der Verhältnisse verhindern müssen.
Nun ist der mutige Leser gefordert. Wird er die Texte lesen und unabhängig von seinen inneren etablierten Richtern in sein Denkgebäude einsortieren können? –
Letztlich wird sein Erfassen nur das wahrnehmen, was er vor seinem innersten Selbst auch wahr haben will und kann. An dieser Prüfung ist bereits mancher Kandidat gescheitert. Man beachte: jeder lebenswichtige Inhalt muss mit den bereits abgespeicherten Ansichten im Gedächtnis einigermaßen mitklingen, wenigstens ein ganz klein Wenig, bevor er in das morphische Feld eingelassen wird. Darum steht jeder mit diesen Informationen vor seiner eigenen inneren Konsequenz. Es ist mir selbst leider nur zu gut bekannt: Was ich in meinem Sein nicht akzeptieren will, wird sich nicht sofort meinem Gedächtnis hinzu gesellen! Frederic Vester hat das in seinen Untersuchungen über das menschliche Denken sehr gut belegt. John Lilly beschreibt u.a. das Graben-Syndrom. Alles eigene wird in den Vorstellungen wie ein Turm erhöht, alle Fremdansichten werden zunächst prinzipiell erniedrigt. Das geschieht jedem Menschen genauso. Selbst wenn es vorübergehend auch so ausschaut, als wären die neuen Gedanken höchst interessant. Der selbsterhaltende Filter hat so seine Feinstruktur im Unbewussten. Diesen kann niemand sofort ausschalten. Aber das erwähnte maßlose Sehnen nach Denkfreiheit könnte hier weiter helfen.

Das Denken über uns und die von uns erfahrene Wirklichkeit ist so überaus kompliziert, weil der Denker mit dem betrachteten Problem identisch ist.

Eigentlich ist es ein ganz normaler Lernprozess, der mit der inneren Revolution gegen das bestehende Programm beginnt, das sich dem Bedenken und Bewerten in den Weg stellt. Jedoch, die meisten Menschen denken nicht wirklich über sich selbst nach, über ihr Selbstwahrnehmung und ihre Umwelt. Vor allem, das in vielen Fällen völlig hinderliche Unbewusstsein wird meist sogar absichtlich verdrängt. Erst dramatische Ereignisse – ein Unglück, schwere Krankheit oder Krieg – rücken auf einmal die konkrete Wirklichkeit z.B. des Todes in das aktuell bewusste Blickfeld.
Damit das nicht geschieht, gibt es einige subtile Methoden, dem Menschen die Neugier nach dem Wissen über sich selbst und die Welt auszutreiben. Eine davon ist die weitestgehend von westlichen Autoritäten bestimmte wissenschaftliche Beweisführung. Die Definition des wissenschaftlich anerkannten Beweises zementiert die Erklärung der Welt aus den materiellen Bausteinen der zeiträumlichen Natur und eliminiert den unleugbaren Vorgang der Schöpfung durch eine über allem stehende numinose Entität – Gott, Indra, Vishnu, Brahman oder Allah. Jeder Mensch weiß, dass ein Kunstwerk im Louvre von einem Künstler erdacht und gemacht wurde. Nur die Erde ist durch einen genau definierten Zufall aus Materie entstanden. Es ist erstaunlich, wie salopp in der westlichen Welt gut angesehene Doktoren und autorisierte Professoren mit dem Faktor Zufall spielen! Wohingegen mehrere Millionen Menschen im Orient schon seit langem wissen, dass es so etwas wie Karmagesetze gibt. Glücklicherweise gibt es heute selbst unter den amerikanischen Autoren der Physik und Psychologie einige fortschrittliche Grenzgänger, die versuchen, zwischen Orient und Okzident einen Kompromiss zu finden.

Eigentlich müsste man international eine Art Liga der Ehrlichkeit gründen, die zum Schutz des Menschenrechtes für ein aufrichtiges und politisch ungelenktes Denken einträte. Da es trotz aller heftig verteidigten Pressefreiheit in allen Ländern einen genau definierten Maulkorb gibt, der vor allem den bestehenden Ausbeutungsstrukturen der Reichen und ihren Regierungen dient, ist es ausgesprochen gefährlich, ernsthaft über die tatsächlichen Vorschriften der globalen Kommunikation zu sprechen.
Was will man über die Wirklichkeit des Menschen herausfinden, oder über die Evolution der Erde und des Kosmos, wenn die immateriellen Lebensfelder des Daseins ignoriert, oder in die Ecke der Märchen oder des Glaubens gestellt werden? –
Wer will die zahllosen Verschleierungstechniken für dieses Thema aufdecken? –
Wie will man hinter den Schleier des Materialismus schauen, wenn schon im Vorfeld einer solchen Absicht die Angst grassiert, von den machthabenden Hierarchien abgestraft zu werden?

Die im Buch «Basis der Evolution» vorgestellte Weltanschauung kann dein Leben verändern. Wer die Entwicklung seines Denkens in sich methodisch fördern will, wird die Erde als ein bewusstes lebendes Wesen innerhalb einer universellen Gruppe von Monaden erfassen und den Mensch in seinem Mikrokosmos in seiner Monade. Wer versucht, eine umfassende Erkenntnis vom Aquarius-Auftrag der Welt zu bekommen, der ertastet etwas vom universellen Sinn der kosmischen Evolution. Darin findet er oder sie den einen lebenserfüllenden Auftrag, dem jeder von seiner Monade zugeführt wird. Ganz gleich wie viele Umwege die Person noch machen wird. Das universale Bewusstsein wird nicht ruhen, bis alle Menschen in der Aquariusperiode den nächsten Schritt auf dem Evolutiosbogen erfüllt haben werden, die Vollendung des mikrokosmischen Denkvermögens. Letztlich kann kein Äon diese kosmische Entwicklung verhindern, auch wenn es zur Zeit noch so aussieht, als hätten die Archonten die Welt total im Griff. Das täuscht! Die Monaden des Kosmos werden dies unter der Leitung der Christus-Monade aus der Sonne nicht zulassen. Das Ahrimanische Feld löst sich in den kommenden Entwicklungen von selbst auf.
Wer die Literatur der modernen Weltanschauungen studiert, kommt irgendwann an eine Grenze der Unklarheiten, die von den allermeisten Forschern nicht überschritten wird. Entweder sind die Autoren selbst, aus welchen Gründen auch immer, tatsächlich in dieser Hinsicht an die Grenze ihres Denkvermögens angekommen, oder sie wissen, dass sie diese Grenze nicht überschreiten dürfen, weil sie sonst keine Chance haben, publiziert zu werden. Ich möchte hier nur einige Beispiele nennen, die mir jetzt aktuell einfallen: Fritjof Kapra «Wendezeit», Annie Besant «Eine uralte Weisheit», Ken Wilber «Das Holographische Weltbild», Rupert Sheldrake «Das Gedächtnis der Natur», über morphogenetische Felder, John Lilly «Das Zentrum des Zyklons», Stanislav Grof «Topographie des Unbewussten», Robert A. Monroe «Der Mann mit den zwei Leben», Gustav Meyring «Der Engel vom westlichen Fenster», Michael Naïmi «Das Buch Mirdad», Sri Aurobindo «Stufen der Vollendung» und viele andere. Wenn in dem Buch «Die uralte Weisheit» von Annie Besant versucht wird, die natürlichen metaphysischen Vorgänge in unserer Welt, im Kosmos mit dem Planeten Erde, in eine neue Form zu gießen, dann bin ich mir auch meiner eigenen Beschränktheit bei diesem Thema bewusst. Aber es werden in diesem Buch bereits eine ganze Reihe von Perspektiven vorgestellt, die entweder in anderen kosmologischen Beschreibungen unerwähnt geblieben sind, oder innerhalb anderer komplexer Gedankengänge untrennbar verwoben sind. Mit tiefem Dank für ihre Arbeit habe ich ihre Informationen in das vorliegende Gedankengebäude zur Evolution des Kosmos erneut eingebaut.

Fortsetzung im folgenden Kapitel

2. Beginn und Ursache

Am Anfang war das Licht…
Warum suchen westlich orientierte Menschen vielfach die Ursache des Seins in der Materie?

Als Einleitung zu der nachfolgenden Kosmologie stelle ich ein Zitat moderner Philosophen aus dem Buch: Das holographische Weltbild, Wirklichkeit und Wandel, von Marilyn Ferguson. (aus dem Buch Das holographische Weltbild, von Ken Wilber, Scherz Verlag, Bern)

«Alle sichtbare Substanz und Bewegung sind Illusion, sie treten aus einer anderen, ursprünglicheren Ordnung des Universums hervor. Bohm nannte dieses Phänomen Holobewegung, Seit Galilei, so sagt David Bohm, haben wir die Welt durch Linsen betrachtet. Unsere eigene Tätigkeit des Objektivierens verändert, wie in einem Elektronenmikroskop, das, was wir zu sehen hoffen. Wir wollen die Umrisse eines Objekts sehen, wollen, dass die «Realität» für einen Augenblick stillhält, während doch ihre wahre Natur zu einer anderen Ordnung der Wirklichkeit gehört, zu einer anderen Dimension, in der es keine Dinge gibt. Es ist so, als stellten wir das «Beobachtete» scharf ein, wie man ein Dia schärfer einstellt: doch ist in Wahrheit das Verschwommene die genauere Darstellung. Das Verschwommene selbst ist die grundlegende Wirklichkeit. Karl Pribram, Gehirnforscher, kam der Gedanke, der Berechnungsapparat des Gehirns könnte ebenfalls wie eine Linse wirken. Seine mathematischen Umwandlungen machen aus Verschwommenheit oder Frequenzen Objekte, verwandeln sie in Klänge und Farben. kinästhetische Empfindungen, Gerüche und Geschmack. Die neuralen Interferenzmuster des Gehirns, seine mathematischen Berechnungen, sind vielleicht mit dem Urzustand des Universums identisch. Das heißt, unsere mentalen Prozesse bestehen tatsächlich aus demselben «Stoff» wie das organisierende Prinzip. Der Astronom James Jeans sagte, das Universum gleiche mehr einem großen Gedanken als einer großen Maschine, und der Astronom Arthur Eddington meinte: «Der Stoff, aus dem das Universum besteht, ist Geiststoff.» In jüngster Zeit hat der Kybernetiker David Forster ein «intelligentes Universum» beschrieben, dessen konkretes Erscheinungsbild durch kosmische Daten aus einer nicht erkennbaren organisierten Quelle erzeugt wird.


Sollte Dir ein Gedanke zu dem Text einfallen, dann schicke ihn bitte mir zu.  Vielen Dank.


Kurz formuliert besagt die holographische Supertheorie: Unser Gehirn konstruiert aufgrund mathematischer Berechnungen die «harte» Wirklichkeit durch Interpretation von Frequenzen aus einer Dimension, die Raum und Zeit transzendiert. Das Gehirn verwandelt die Interferenzen der sieben Schöpfungskräfte in ein Hologramm, ein holographisches Universum, in dem sich auch die stofflichen Qualitäten manifestieren.» Das sind die Monaden, die Giordano Bruno als Vision seiner Weltordnung bereits ca. 1570 gesehen hatte. 

Die Menschheit steht mit ihren Philosophien, Wissenschaften und Religionen in einem ungeheuren Spannungsfeld, und die weltweiten, vielfältigen Auseinandersetzungen politischer Art oder sogar Kriege reflektieren dieses Katastrophenfeld sehr konkret. Die kosmischen Zyklen laufen in der Zeit ab und senden der Erde in ihren vielfältigen Strahlungen und intensiven Kraftfeldern ihre Dynamik zur Erfüllung des Schöpfungsauftrages. Eine neue – wirklich – neue Zukunft muss sich in dieser Welt verwirklichen. Dafür sind zuallererst neue Erkenntnisse der wirklichen Zusammenhänge und ein neues Bedenken aller Bewohner dieses Kosmos Erde erforderlich. Die oben zitierten Wissenschaftler sind bereits einen großen Schritt auf diesem Wege gegangen, dennoch fehlt noch der entscheidende verbindende Sprung zu einer ersten universalen Vereinigung.

Die Fixierung auf ein wissenschaftlich beweisbares, materialistisches Weltbild hat die westliche Menschheit an diesen Punkt geführt. Ausbeutung und Unterdrückung überall, weltweite Kriege und Zerstörung der Umwelt. Man ist mittlerweile etwas desorientiert und hält einfach nur die Luft an: Was muss denn noch an Unglücken geschehen, damit die Menschheit begreift? – Die einen suchen nach Lösungen in dieser Richtung, andere in jener Richtung und die «ganz Schlauen» wissen alles schon, und die oberschlauen Zokker versuchen, sich an dem allgemeinen Chaos noch zu bereichern. Was müssen die Menschen begreifen?

Im Folgenden wird versucht, die verschiedenen modernen Weltanschauungen zu einer Kosmologie umzuformen, in der alle teilweisen Perspektiven ihren berechtigten Platz finden. Dafür müssen allerdings alle Grenzen zwischen der materiellen Weltanschauung der westlichen Wissenschaftler und der esoterischen Sicht der Geisteswissenschaftler und den okkulten östlichen Religionen vorbehaltlos transzendiert werden. Auch die verbreiteten Traditionstheorien und die überzogene Anbetung antiker Philosophien und Weltbeschreibungen sollten in diesem gemeinsamen Bild einen vertretbaren Platz finden. Viele große Geister unserer Zeit haben schon einen ganz steifen Nacken vom ständigen „Nach-der-Vergangenheit-Schielen“ und berauben sich damit der Möglichkeit, nach vorne in eine Zukunft zu schauen, die von allen alten Dogmen befreit ist.

Können Sie, liebe Leser, an dieser Stelle die Dramatik dieses ganzen Geschehens erfassen? – Einerseits drängt die beginnende Aquariusperiode die Menschheit zu einem enorm wichtigen Evolutionsschritt, die Erhöhung der astralen und mentalen Felder im Mikrokosmos. Das kommt einer Revolution der Wahrnehmung gleich, einer Transformation in ein höheres, völlig andersartiges Vibrationsfeld. Die kosmischen Kräfte der Monaden hinter den Mikrokosmen und dem Kosmos dynamisieren in dieser Periode sehr stark die Evolution, der sich letztendlich kein Mensch entziehen kann. Andererseits gibt es Äonen und Archonten (Asuras) in den jenseitigen Sphären unserer Welt, die dieses Vorwärtsschreiten der ganzen Menschheit in eine neue Zukunft absolut verhindern wollen, weil sie sonst die Macht über ihren Selbsterhalt verlieren.

Das Universum ist ein einziges gigantisches Bewusstseinsfeld und der Kosmos Erde ist, so wie wir ihn mit unseren astronomischen Berechnungen erfassen können, ein kleines Abbild dieser grenzenlosen Wirklichkeit des Alls. Prinzipiell sollte im folgenden von jedem Leser das Billardkugel-Weltbild, das die Gedankenwelt vieler Autoren und auch Pädagogen in der eurpamerikanischen Kultur bis ins 20. Jahrhundert dominierte, fallen gelassen werden. Diese Kalottenmodelle der Atome und Moleküle waren gut als Anschauungsmodelle für die im materiellen Weltbild eingefangenen Menschen, um sich überhaupt verständlich zu machen. Aber die Wirklichkeit sieht schon seit Nobelpreisträger Werner K. Heisenberg völlig anders aus. Alle Materie besteht aus elektromagnetischen Energiefeldern. Alles Sein ist Licht, so wie alle Funkwellen bis hin zu den radioaktiven Strahlungen. Wir sagen „elektromagnetisch“, weil alle derzeitigen Untersuchungsmethoden auf diesen Kraftfeldern beruhen. Eigentlich sind es Kraftfelder einer siebenfältigen Kraftstruktur, in die das Feld der Materie sozusagen «eingefaltet» ist, wie David Bohm versucht hat, es auszudrücken. Selbst sein faszinierendes Gedankenmodell ist ein materialistisch basierter Versuch, diese Kompliziertheit einem Publikum zu veranschaulichen, das noch nicht anders denken kann.

Rund um den Globus sind in den Jahrtausenden zahlreiche Schöpfungstheorien oder Kosmologien entwickelt worden. Unvermeidlich stehen sie alle in dem Allgemeinwissen der Entstehungszeit. Da und dort gab es erlauchte Propheten, die ein kleines Stückchen weiter in die Entwicklung des Universums hineinschauen konnten. Leider muss man bei der großen Vielfalt der Begründungen des menschlichen Daseins berücksichtigen, dass die Führer größerer Völkergruppen ein elementares Interesse daran hatten, dass die Theologien ihrer Priesterschaften auf jeden Fall ihre Herrschaftansprüche göttlich absicherten. Außerdem waren die Religionen, so wie wir das im aufgeklärten Europa heute nennen – früher waren das allgemein verbindliche Weltanschauungen, an denen niemand zweifeln durfte – , hervorragende pädagogische Richtlinien, damit die Gesellschaft kooperativ zusammengefügt und regiert werden konnte. So entstanden die Religionen mit ihren Geboten aus den regional schamanistischen Ritualen und wurden unter den herrschenden Klassen das Rückgrat der staatlichen Gesetzgebungen. Damit das Volk auch weiterhin im gegebenen Sinne gehorsam blieb, wurde in einigen Kulturen dem Bürger und Gläubigen eine Grundschuld aufgebürdet, nämlich die primäre Sünde. Die historisch entstandene Ursünde bestimmt heute vor allem die abrahamitischen Kosmologien, die rund um das Mittelmeer entstanden waren.
Natürlich hat das alles einen tieferen Sinn, der dann allerdings schwer ins Wanken gerät, wenn man die nachfolgenden Verhaltensweisen der diversen Könige, Kaiser und Päpste, Kalifen, Schahs etc. ansieht. Die Geschichtsbücher aller Völker schreiben von unzähligen Kriegen, Intrigen an den Höfen der Herrscher, von martialischer Ausbeutung der Un- bzw. Anders-Gläubigen etc. Darum sollte man alle religiösen Kosmologien höchstens als mögliche Modelle betrachten, die schon eine kleine Wahrheit enthalten können. Aber man sollte ohne Bedenken jeden Absolutheitsanspruch – egal welcher religiösen Gruppe – absprechen. Die der Menschheit vorliegenden «heiligen» Bücher sind alle von Menschenhand geschrieben. Dabei ist zu berücksichtigen, dass jeder Denker immer nur in seiner von ihm erlernten Weltanschauung seine Einsichten formuliert hat. Selbst wenn er sich einer größeren Gruppe von Menschen verständlich machen wollte, musste er sich bei seinen Begriffen notgedrungen an deren Verständnisvermögen orientieren. So stehen auch wir heute an einer Schwelle, die wir mit unseren Visionen nicht so ohne weiteres überschreiten können. Vorerst müssen auch wir noch unser Denkvermögen, die Mentalis des Mikrokosmos, vollständig werden lassen, bevor wir einen Blick in die Vermögen der nirwanischen Felder werfen können.
Bis es soweit ist, können wir jedoch, auf dieses einmalige Ziel gerichtet, eine moderne Evolutionstheorie entwickeln, in der sich auch die Anschauungen heutiger Geisteswissenschaftler und esoterischer Philosophen, Psychoanalytiker, Soziologen, Quantenphysiker, Mediziner, etc. niederschlagen.

Unabhängig von allen religiösen Traditionen und wissenschaftlichen Kosmologien betrachtet ist das irdische Lebensfeld ein nahezu unüberschaubares komplexes Feld zahlloser Interferenzen. Mit unserem Wahrnehmen, Denken und Fühlen können wir immer nur einen winzigen Bruchteil der Vielfalt selbst der stofflichen Sensationen in unserem Umfeld erfassen. Auch die Naturforscher müssen sich bei ihren Betrachtungen immer auf einen definierten Bereich beschränken, um konkrete Aussagen über Pflanzen oder Tiere in den unterschiedlichsten landschaftlichen Strukturen machen zu können. Auf dem Erdkörper mit seinen riesigen Kontinenten und gewaltigen Meeren leben Billionen Wesen, werden geboren, wachsen und werden gefressen, sterben, vermodern in einer immer noch nicht vollständig erforschten Fauna und Flora. Unter der verhältnismäßig dünnen Erdkruste wühlt ein gigantischer Lavakern, der die Plattentektonik der Kontinente nicht zur Ruhe kommen lässt und viele Vulkane in Aktivitäten versetzt sowie immer wieder neue Inseln aus dem Meer hervorstößt.
Über dem nahezu unüberschaubaren materiellen Planeten Erde wölbt sich eine Atmosphäre Kilometer hoch in das Weltenall, in deren unteren Schichten die Vogelwelt ihren Lebensbereich findet. In den höheren Stratosphären wird das Weltenklima gemischt. Am äußeren Rand dieser Sphären schützen elektromagnetische Felder die Erde vor den kosmischen Strahlen, z.B. werden im van-Allen-Gürtel viele galaktische Strahlungen abgefangen oder nur modifiziert zur Erde durchgelassen.

Geisteswissenschaftlich gesehen, werden alle stofflichen Bereiche, Erde, Wasser und Luft, zusätzlich von sechs unstofflichen Kraftfeldern durchzogen, die das materielle Sein hervor bringen – allgemein naturwissenschaftlich nicht anerkannt – und das Wachsen, Werden und Sterben aller irdischen Wesen dynamisieren. Das den meisten Menschen völlig unbekannte transpersonale oder metaphysische Jenseits – ob nun in den bestehenden Kosmologien daran geglaubt oder davon gewusst wird, oder nicht – belebt alle Materie und alle physischen Lebewesen des Planeten. In diesem multiplexen Kosmos der unstofflichen Kraftfelder vibrieren die körperlich verstorbenen Menschen und Tiere solange, bis sich ihre Mikrokosmen entleert haben, und auch zahlreiche Wesen übermenschlicher und untermenschlicher Art, die vom Jenseits aus für eine gewisse Ordnung und Reinhaltung der materiellen Natur sorgen.

Hubblefoto Ultra deep; NASA

Das Leben entfaltet sich in Myriaden von gegenseitigen Beeinflussungen, sowohl aus den aktuellen Reaktionen in bezug zu einem kommenden Geschehen, die in ihrer Art und Struktur von bereits in den Vergangenheiten sich abwickelnden Ereignissen oder Impressionen beeinflusst sind. Die gigantische Vielfalt der irdischen Lebewesen und die begründete Unüberschaubarkeit selbst für den Universalforscher bestimmt einen unumstößlichen Glaubenssatz wissenschaftlicher Erkenntnis der europamerikanischen Kultur: «Alles Leben entwickelt sich nach dem Zufall». Mit dieser Grundhaltung bei aller anerkannten Forschung können natürlich die tatsächlich ablaufenden materiellen Vorgänge in ihren Wechselwirkungen mit den unsichtbaren, metaphysischen Kraftfeldern nicht einmal ansatzweise erfasst werden.
Darüber hinaus ergibt sich für den aktuellen Stand jeder Forschung ein noch weiter reichendes Problem. Das Verstandesdenken des aktuellen Menschen ist im stofflichen Bewusstsein versunken, weil seine Evolution noch nicht weiter fortgeschritten ist und er darum nicht über ein Erfassen im Äther oder in der Astralis verfügen kann. Das ist ein gravierender Faktor, weshalb die naturwissenschaftlichen Erkenntnisse immer in der halben Wirklichkeit hängen bleiben. Die Annahmen einiger großer Forscher, dass hinter allem materiellen Zusammenspiel eine gewaltige «Bewusstheit» wirken muss, um u.a. die neuesten Erkenntnisse der Kernphysik zu erklären, werden vom breiten Publikum meistens ignoriert. Sie passen nicht in die Schablonen der allgemein üblichen Vorstellungen von Gott und der Welt, sofern man sich überhaupt Gedanken darüber macht. Die Begrenzung der Forschung auf die stoffliche Seite des Lebens erleichtert natürlich die labormäßigen Experimente und Aussagen über die Ergebnisse, weil die Kraftfelder, die nach unserem Sprachgebrauch das Jenseits darstellen, bequem ausgeklammert bleiben können, weil diese nicht zu den denkbaren Realitäten der naturwissenschaftlichen Forscher gehören.

Viele esoterische Denker, geisteswissenschaftliche Forscher oder Noetiker beschreiben die Welt als eine »Zwei-Einheit«, die irdische stoffliche Erde mit einem materiellen Diesseits aus Materie, Luft und Wasser, inklusive aller physikalischen Emissionen, und einem Jenseits, dem metaphysischen Erfahrungsfeld der Gestorbenen, dem Durchgangsfeld für alle Inkarnationen, die Seelenfelder und der Wirkungsbereich diverser Devas, Entitäten und Wesen, die sich um die Regulation der irdischen Natur in den unstofflichen Kraftfeldern bemühen. In der zweiten Ansicht der Welt lokalisieren viele Menschen, die innerhalb ihrer Religionstheorie an einen Gott glauben, eine paradiesische heilige Erde, einen «Garten Eden», in dem alle Heiligen und geheiligten Menschen «ewig» leben werden. Es kann von Niemandem mit Sicherheit festgestellt werden, dass diese Vorstellungen nicht nur eine besondere Energieenklave irgendwo im Jenseits darstellen, im Feld des Devachan, wie es in der indischen Philosophie angedeutet wird, oder ob die gläubigen Menschen bereits ein darüber hinausgehendes Wirkungsfeld innerhalb der irdischen Monade im Sinn haben.
Nahezu alle Aussagen über das Jenseits sind entweder aus den Nahtoderfahrungen von zahlreichen Menschen zusammengestellt, von hellsichtigen Menschen erfasst worden oder durch Channeling mit dem Transpersonalen entnommen. Manche Berichte darüber in den «Stanzen des Dzyan» sollen Mme. Blavatsky von den «Mahatmas», eine transpersonale Gruppierung im Himalaya, diktiert worden sein. Die meisten Berichte mystischer Erfahrungen mit jenseitigen Wesen entsprechen stets dem jeweiligen Kulturkreis mit den dort prägnanten Religionen. Darum sind in diesen Berichten Wunsch und Wahrheit unentwirrbar miteinander vermischt, zumal das fundamental geltende Resonanzgesetz jeden Seher mit seiner Welt verbindet, die mit ihm in kongruenter Vibration ist. Konkret bedeutet das, dass ein Hinduist in den metaphysischen Sphären die ihm geläufige Götterwelt des Krishna, Vishnu oder Brahman erfassen wird, und ein Christ wird in einen christlichen Himmel sehen können.

Die umfassende Darstellung vieler Weltreligionen durch den amerikanischen Religionsforscher und Professor Mircea Eliade zeigt, dass die vielgestaltigen Schöpfungsgeschichten oder Kosmologien meistens mit einem übermächtigen ewigen Gott oder einigen großen Göttern oder sogar vielzahligen Götterhierarchien beginnen. Bei den vorsichtigen Umschreibungen von Eliade kann man feststellen, dass es in den Religionen sehr unterschiedliche Ausgangsebenen innerhalb der Kosmologie für die regionale Schöpfungsgeschichte geben muss. Im romanisch-griechischen Kulturbereich um das Mittelmeer herum propagieren die meisten religiösen Betrachtungen über Mensch und Kosmos seit dem Griechentum einen «persönlichen Gott». Bei vielen antiken Zivilisationen werden in den geläufigen Kosmologien die großen Herrscher, Könige, Pharaonen oder Kaiser häufig als die Söhne des Gottes, z.B. der Sonne oder eines Sternes, dargestellt. Diese göttliche Autorisierung der herrschenden Oberhäupter sicherte ihnen ihren absolutistischen Machtanspruch auf Erden; durch die priesterlichen Darstellungen wurden sie als Person sozusagen tabuisiert «sakro sankt», und damit unangreifbar in allen ihren Entscheidungen. Die moderne Sicht eines demokratisch erzogenen Europäers, der für diese Art der Verfügungsgewalt über das Volk wenig Verständnis aufbringt, war für den in der Antike lebenden Menschen absolut undenkbar. In dem damals üblichen Gruppendenken und -empfinden war es allen Bürgern völlig natürlich, dass alle Menschen des Volkes – nicht nur die persönlichen Sklaven – ohne Frage absolute Leibeigene z.B. des Pharao in Ägypten, des Königs in Griechenland oder des Shahinshah in Persien oder des Aššur, dem König von Assyrien waren. Das arbeitende Volk der Gläubigen konnte niemals wirklich Kenntnis davon erlangen, dass ihnen mit dieser Interpretation der göttlichen Hierarchie immer und zu allen Zeiten von den Priestern der absolute Gehorsam, natürlich im Auftrage des großen Herrschers, aufgezwungen wurde. Die vom König eingesetzten Hohepriester hatten in jedem Land die absolute Kommunikationshoheit und konnten mit ihren Verkündigungen ohne Frage den Auftrag des Herrschers befolgen und so seinen fundamentalen Absolutheitsanspruch durch Rituale in den extra dafür errichteten Tempeln mit entsprechenden Festlichkeiten, Prozessionen und Opferregelungen für das Volk dauerhaft gewährleisten. Wer sich den heute noch üblichen überbordenden Prunk bei vergleichbaren kirchlichen Veranstaltungen in Rom oder anderen Zentren der Religionen in Indien, Thailand, China und Japan anschaut, kann in etwa nachvollziehen, wie diese religiösen Zurschaustellungen bereits vor mehreren tausend Jahren das Volk tief beeindruckt haben.

Selbstverständlich sind alle menschlichen Vorstellungen eines ursächlichen Wesens vor aller Offenbarung immer nur Annahmen bzw. Hypothesen, die sich meistens auf Visionen und Aussagen oder niedergeschriebene Dokumente historischer Personen beziehen, z.B. Religionsstifter oder Propheten und Mystiker (heilige Männer) verschiedener Kulturen. Hinsichtlich der Erkenntnis des unkennbaren Schöpfungsfeldes vor jedem Anbeginn einer Offenbarung verhält sich unser Denken zur Realität wie das Polygon zum Kreis. Obgleich jedermann nach Einstein mittlerweile weiß, dass der Weltenraum unendlich ist, bleibt es allen Forschern oder Astronauten versagt, die Grenzen des Universums auch nur annäherungsweise anzudeuten. Weil das menschliche Denken solche Gegensätze nicht verarbeiten kann, werden sie von den Philosophen, Theologen und Kosmologen gerne hinter nebulösen Thesen über astronomische Voraussetzungen verborgen. Bereits in Griechenland gab es seinerzeit einen «unbekannten Gott», der auf dem «Aeropag» (Tagungsort des obersten Gerichts im antiken Athen) vom Volk verehrt wurde, wie Paulus seinerzeit bei seiner Visite in Athen festgestellt haben soll. In der hinduistischen Philosophie gibt es mehrere Schöpfungsmythen, bei denen unpersönliche Weltfelder als die höchsten unkennbaren Kraftwirkungen des Universums benannt werden. Angesichts der häufig sehr kontroversen Vorstellungen über die Schöpfung bzw. die Lebensvorgänge im All kann der Mensch eigentlich immer nur konstatieren, dass dieser unser Kosmos stets ein weit über das Verstandesdenken hinausgehendes Miteinander überdimensionaler metaphysischer Wirkungen, Reflexionen und Inspirationen ist und war. Alle Weisen der Welt bestätigen eine so ziemlich für alle Religionen gültige Aussage: Das höchste allumfassende Universum steht in einer dynamischen, vollkommenen Einheit aller Vielheiten, die über jedes menschliche Denken und Erfassen hinausgeht.

Hier zitieren wir Giordano Bruno selbst aus seinem Buch „Über die Ursache, das Prinzip und das Eine“:

„Also ist diese Welt, dieses Sein, dieses Wahre, dieses Universum, dieses Unendliche und Unermessliche in jedem seiner Teile ganz, so dass es die Allgegenwart selbst ist. Was daher im Universum ist, ist hinsichtlich des Universums nach dem Maße seiner Fähigkeit überall, sei es auch in bezug auf die übrigen Einzeldinge, was es wolle; denn es ist über, unter, innerhalb, rechts, links und überhaupt an jeder Stelle des Raumes, weil im Unendlichen als Ganzem all diese Unterschiede sind wie auch keiner von ihnen. Was wir auch im Weltall betrachten: es enthält, was Alles in Allem ist, und umfasst daher auf seine Weise die ganze Weltseele, wenn auch – wie schon gesagt – nicht vollständig, so doch als eine solche, die ganz in jedem beliebigen Teil des Universums ist. Da der Aktus einer ist und überall ein Sein bewirkt, so darf man annehmen, dass es in der Welt eine Vielheit von Substanzen und von dem gebe, was wahrhaft das Sein bildet. Darüber hinaus seht Ihr es – wie ich weiß – als unzweifelhaft an, dass jeder einzelne dieser unzähligen Weltkörper, die wir im Universum erblicken, darin nicht wie in einem ihn umschließenden Raum oder Zwischenraum an bestimmter Stelle schwebt, sondern wie in einem alles Umfassenden, Erhaltenden, Bewegenden und Schaffenden, welches von jedem dieser Weltkörper ebenso ganz umfasst wird wie die Weltseele von jedem seiner Teile. Wenn also ein einzelner Weltkörper – wie die Erde – sich auf einen anderen wie die Sonne – zubewegt und ihn umkreist, so bewegt sich doch in bezug auf das Universum keiner auf dasselbe zu, noch um dasselbe, sondern in demselben.
Außerdem lehrt Ihr, dass auch das Wesen des Universums Eines im Unendlichen ist und in jedem Ding, sofern man es als Glied von jenem betrachtet, so dass in der Tat das Ganze und alle seine Teile der Substanz nach Eines sind; daher habe es Parmenides nicht unpassend das Eine, Unendliche und Unbewegliche genannt.. Ihr sagt, dass die Unterschiede, die man an den Körpern hinsichtlich ihrer Form, Beschaffenheit, Gestalt, Farbe und ihren sonstigen besonderen sowie gemeinsamen Eigenschaften wahrnimmt, nichts anderes sind als das wechselnde Antlitz ein und derselben Substanz: ein unstetes, bewegliches und vergängliches Antlitz des einen unbeweglichen, beständigen und ewigen Seins, in dem alle Formen, Gestalten und Glieder sind, aber noch ungeschieden…“ –

Und Dionysios Aeropagita teilt uns seine Weisheit von der Einheit des ursächlichen Feldes mit:

„Die heilig Eingeweihten verstehen unserer theologischen Überlieferung nach unter göttlicher Einung jene geheime Wirklichkeiten, die tiefgründiger als jeder Urgrund und darum nicht mitteilbar sind. Sie führen bis zur Höhe jener Einheit empor, die uns unerreichbar, unsagbar und unerkennbar ist. Und dieselben Theologen nennen göttliche Sonderung jedes wohltätige Offenbarwerden der Urgottheit, d.h. alle ihre Äußerungen im Hinblick auf uns. Im Anschluss an die Heilige Schrift reden sie auch von den Eigentümlichkeiten der erwähnten Einung und behaupten, dass auch die Sonderung wieder in Einungen und Sonderungen geordnet werden müsse.
Ein Beispiel: gemäß der wahrhaft göttlichen Einheit des urgöttlichen Wesens, das jenseits aller Wesen ist, müssen wir der ureinen Dreifaltigkeit folgende einheitlichen gemeinsamen Eigenschaften zuschreiben: ihr heiliges Vorhandensein überragt alles Wesenhafte, ihre heilige Göttlichkeit übersteigt jedes einzelne Göttliche, ihr allwirkendes Gute reicht über alles wirkende Gute hinaus und ihre heilige Identität – ihr über alles erhabenes Sich-Selbst-Ewig-Gleich-Bleiben – umfasst und sprengt alle einzelnen Eigentümlichkeiten in ihrer Ganzheit. Die heilige Dreifaltigkeit ist deshalb eine Einheit auch noch jenseits und oberhalb des Prinzips der Einheit selbst, denn sie ist jenseits von jeder Eigenschaft, und ebenso jenseits von Unsagbarkeit, Vielheit oder Vielnamigkeit, jenseits von Unkennbarkeit oder allbegreifendem Weltverstehen, jenseits von allumfassendem Bejahen, allumfassendem Verneinen, Übersteigen, Unerreichbarbleiben – ja sie ist auch noch jenseits des Nicht-mehr-berührt-werden-könnens von jedem Ja und von jedem Nein. Sie ist das Verbleiben und Ruhen der ureinheitlichen Hypostasen ineinander, die Urgrundlage und der Fortbestand aller persönlichen Grundwesenheiten der heiligen Dreifaltigkeit in ihrer Einheit und Allgegenseitigkeit, in ihrer Einheit vollkommen auch noch jenseits des Prinzips jedes Einsseins selbst, in ihrer Allgegenseitigkeit vollkommen auch noch jenseits von jedem Unterscheiden, Trennen oder Verbinden, also ohne jede Vermischung.“

MilkyWay-full-annotated/NASA

Man kann heute nach den weitreichenden Erkenntnissen der Quantenphysik und der Erforschung der elektromagnetischen Wellen (Licht, Rundfunk, Radioaktivität) sich von dieser gewaltigen Einheit aller Schöpfungen sehr viel besser eine analoge Vorstellung machen, als zu den Zeiten, in denen gerade die fundamentalen Erkenntnisse der Materie in ihrer sich in der Natur offenbarenden Vielfältigkeit besprochen wurden. In Anbetracht all dieser Erkenntnisse können wir heute sagen, und mit Bestimmtheit durchaus davon ausgehen, dass im Beginn aller Anfänge eine mit allen universalen Kräften und Dimensionen ausgestattete Monade aus dem unkennbaren Urfeld des Metaversums hervorgegangen ist, die Urmonade.
In diesem allumfassenden Offenbarungsfeld vibrierte und vibriert ein alles tragendes und durchdringendes universales Bewusstsein (die universale Seele), das mit seiner unbeschreiblichen Energie und unvorstellbaren Liebe die Idee des ewigen unkennbaren göttlichen Urfeldes offenbarte, der LOGOS, TAO, Ahura Mazda, Indra o.ä..
Es expandierten sieben Dimensionen mit sieben Kraftströmen und erfüllten die sieben kosmischen Gebiete, das Akasha- oder PSI-Feld. Das universale Bewusstsein stand als fundamentales Lebensprinzip bei allen seinen Offenbarungen in der Mitte, wie Laotse in seinem Daodejing sagt, die sich in Myriaden von Monaden im unendlichen Raum des Offenbarungsfeldes ausbreiteten.
In allen Monaden vibrierte und vibriert stets die eine alles umfassende Grundidee der göttlichen Schöpfung: Das jeder Monade eingeborene Werkzeug – eine Galaxie, ein Sternennebel, ein Sonnensystem, Planeten Monde, Asteroiden etc. oder ein Mikrokosmos – wird durch die sieben schöpferischen Kräfte des Universums in seiner Monade fortentwickelt und vollendet, um dann in den nächst größeren Systemen mit diesen Monaden vollendet und vereinigt zu werden, bis letztlich alle geschaffenen Monaden in die Urmonade eingehen werden.
In dem uns näher stehenden Kosmos der Milchstraße begegnen sich die Kräfte der kosmischen Monade Erde innerhalb der Monade des Sonnensystems mit den acht Monaden der Planeten, Merkur, Venus, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun, Pluto, sowie ihren Monaden der Monde, der zugehörigen Kometen und Asteroiden. Jede Monade unserer Galaxie beherbergt eine komplette Schöpfung, einen wirkenden, lebendigen Kosmos aus sieben Kraftfeldern, eine lebendige sich selbst bewusste Wesenheit in Entwicklung. So wird der Planet Erde mit allen eingebundenen Wesen und Lebenswellen von seiner Monade zur Vollendung im Kosmos der Sonne geführt. Die naturgebundene Evolution auf der Erde wird von zahlreichen Monaden dynamisiert. Sie bewahren und fördern alle implementierten Kosmen, Wesen, Lebenswellen bis zu ihrer Vollkommenheit, dann zur Vereinigung mit ihrer eigenen Monade, dann zur Versammlung aller Monaden mit gleicher Vibrationstiefe. In Folge werden sie der sie umfassenden Monade ihrerseits zur Vervollkommnung beistehen und sich zukünftig in die höher stehende Monade der Sonne eingliedern.

Diese Betrachtung lehnt sich auch an das Gedankenfeld von Gottfried Wilhelm Leibniz an, der im 17. Jahrhundert in seiner Theodizee und der Monadologie auf besondere Weise die Zusammenhänge zwischen der Urschöpfung, dem Gotteswesen und seinen Geschöpfen bis hinunter zur einfachen Natur dargelegt hat. Als beachtenswert und relevant für diese Ausführungen soll folgender Gedanke aus der Monadologie stehen: „Die kleinsten, einfachen, unteilbaren Teile (A-tomos) in der Natur sind im metaphysischen Sinn Ideen des Schöpfers.“ Leibniz verwendet dafür auch den Begriff „Substanz“. Seit Aristoteles versteht die Philosophie unter „Substanz“ ein selbständiges seiendes Wesen oder Entelechie. Diesen einfachen Teilen gibt Leibniz dann den Namen Monade. Das Wort selbst stammt von dem griechischen Wort Monas ab, was so viel wie Einheit bedeutet. Nur die Einheit ist Sein, die sich aus der Einfachheit, der Einzelheit und der Einzigkeit zusammensetzt. Leibniz verbindet sich mit diesem Denkansatz über das universale Geschehen und die Schöpfung mit Giordano Bruno, der in seinem Werk „Über die Ursache, das Prinzip und das Eine“ 1584 ein hohes Lied auf die grundlegende Einheit der Schöpfung verfasst hat. Brunos vielfältige Begründungen arithmetischer und geometrischer Art bestätigen aus menschlicher Sicht die alles umfassende Einheit der Schöpfung in aller Vielheit. Zumal wir selbst denkende Wesen innerhalb einer Monade sind, können wir diese plausiblen Darlegungen der göttlichen Einheit eigentlich auch begreifen, in der sich die Vielfachheit der Geschöpfe offenbaren kann. Als Basis für die Evolution proklamieren beide Philosophen die Monaden, diese „einfachen Substanzen“ – aus sieben sich gegenseitig durchdringenden 7-fachen Kraftfeldern konzipierte Holokumulies –, die als selbstständig seiende Wesen nur möglich sein können, wenn auch eine Vielheit zusammengesetzter Substanzen (Monaden), also eine räumliche und körperliche Welt in Evolution existiert.

Folgen wir den Grundgedanken von G. Bruno und G.W. Leibniz, dann kann man das kosmische Geschehen etwa folgendermaßen darstellen:
Aus der Urmonade vom Anbeginn erklingen durch alle sieben kosmischen Gebiete sieben Schöpfungskräfte in den sieben Dimensionen aller universellen Monaden, die dann von der Uridee erregt ihrerseits galaktische Monaden entwickeln. In Folge entstehen gleichermaßen in ihnen Myriaden Sonnenmonaden und planetare Monaden. Der Gedanke, dass es mehrere Universa geben kann, wäre dabei keineswegs abwegig. Die Kaskade der monadischen Schöpfungen analog der Schöpfungsidee vom Anbeginn nimmt kein Ende, bis für alle Wesen bis hin zu den Nanotierchen das Leben geoffenbart ist. Wie bei einem gewaltigen Orchester – auch wenn es das menschliche Denkvermögen nahezu überfordert – klingen alle universellen, galaktischen, solaren, planetaren Monaden in der Einheit zusammen mit der ursächlichen Monade des Schöpfungsfeldes, Tao, Gott-Vater, Indra o.ä. Alle auch sehr stark unterschiedlichen Monaden des allumfassenden Universums sind stets und permanent eins mit der fundamentalen Einheit aller. Das universale Bewusstsein fügt sich mit seinen Vermögen hinein bis in die kleinsten Monaden, dynamisiert die jeweiligen Funktionen und Aufgaben angepasst an die durch sie geführten Lebewesen, ganz gleich ob atomar winzig oder galaktisch groß.

Die Monaden kommunizieren seit Anbeginn vollkommen miteinander, sowohl als Gruppen als auch im Einzelnen, in Harmonie für die eine Schöpfungs-Idee, genauso vollkommen und harmonisch wie ihr ursächliches Schöpfungsfeld, das aus dem und in dem unkennbaren ewigen Hyperuniversum erklingt. So wie die Monade der Erde ein Geschöpf der kosmischen Monade des Sonnensystems ist, wurde die Monade der Sonne wiederum aus der galaktischen Monade der Milchstraße hervorgebracht. In der kosmischen Monade des Sonnensystems kreisen auch die acht Monaden der anderen Planeten mit ihren Begleitern. So wie der Mond seine Monade bei seiner Schöpfung aus der Erdmonade empfangen hat, so haben die anderen Planetenmonde im Sonnensystem ebenfalls ihre Monaden aus ihren Mutterplaneten erhalten, als sie im Prozess der Hervorbringung erschaffen wurden.
Die Monaden aller irdischen Wesen und Lebenswellen auf und in der Erde gliedern sich ein in die weltumspannende irdische Monade. Sie sind insofern stets eine Wirkungseinheit, und doch unterschieden nach den jeweils eingegebenen Aktionsstrukturen. Man könnte dieses mit der Erde verbundene monadische Feld auch als die universelle bruderschaftliche Kette andeuten, aus der und in der sich die im irdischen Kosmos geoffenbarten Glieder der Botschafter und Heilsbringer, wie Lao Tse, Vishnu, Shiva, Zoroaster, Buddha, Moses, Jesus Christus und Mani offenbarten. Sie alle verkündeten den Menschen, wie sich einmal aus ihrem Mikrokosmos der wirkliche Mensch zu seiner vollendeten Monade hin entwickeln kann und wird. Diesem Gedanken folgt die oft beschriebene Vorstellung, dass die »Monade« ein Gottesfunken ist, weil sie der Impuls- und Kraftgeber aus dem höchsten universellen Lebensbereich für jede Offenbarung ist. So wird diese monadische Beeinflussung im Mikrokosmos als die „göttliche Seele“ benannt, oder als der „eingeborene Sohn“ – in der christlichen Welt – als „Atman“ in der brahmanischen Welt.

Für die konsequente Umsetzung der ihnen innewohnenden Idee aus dem universalen Bewusstsein setzten alle Monaden für die Schöpfung ihrer Wesen – Engel, Menschen, Tiere, Pflanzen – die sieben fundamentalen Kräfte ein, die in den sieben Dimensionen alles Dasein bewirken. (Siehe Kapitel: Wesen und Wirken im All, in „Basis der Evolution“)
Wer ernsthaft versucht, diesen Vorgängen und Impressionen mit seinem Verstandesdenken zu folgen, was eigentlich völlig natürlich und auch logisch ist, das sich aber an den materiellen Gegebenheiten orientiert wie ein empirischer Verhaltensforscher, für den ist leider auch das Zweifeln und Verleumden dieses Modells bereits vorprogrammiert. Der Leser dieser Gedanken sollte sich selbst dieser außergewöhnlichen Problematik bewusst sein und sich entgegen aller Vorbehalte vorübergehend einmal auf den Standpunkt des Autors stellen.
Es kommt noch ein anderer, nicht zu unterschätzender Vorbehalt ins Spiel, der aus dem Unbewussten all unserer Bedenken dominiert: Es ist bei den Besprechungen und Traktaten der modernen Philosophen obligatorisch, die Erkenntnisse der antiken Weisen als unanfechtbar hinzustellen. Das führt sehr schnell dazu, dass das theoretische Erwägen – insbesondere transpersonaler Welten – über die veralteten Dogmen und Tabus nicht hinaus kommt. Darum können die neuesten Forschungserkenntnisse aus den aktuellen Wissenschaften keineswegs so schnell in die bestehenden, antik-religiös überschatteten Kosmologien einfließen.

Warum sollte heute die geistige Inquisition nicht ebenso schnell zur Hand sein, wie ehedem im Mittelalter, um die erfolgreichen Pfründe der herrschenden Priesterscharen mit ihren eigenen Theorien zu schützen? – Wer jedoch unvoreingenommen bereit ist, auf den Spuren eines G. Bruno und G.W. Leibniz, sich mit einem holografischen Denkmodell, das für die Wellenlehre der elektromagnetischen Welten und die Optik entworfen wurde, diesen monadischen Prinzipien in der Schöpfung zu nähern, erlebt eine durchaus sinnvolle und plausible, leicht verständliche Kosmologie, die eigentlich von allen aufrichtigen und ehrlichen Denkern akzeptiert werden könnte und sollte.

Mit dem Denkansatz von Bruno und Leibniz werden die gigantischen Strukturen der vielfältigen Kommunikation in der universellen Schöpfung wie in einer ahnungsvollen Vision sichtbar.
Aus und in dem unkennbaren ewigen heiligen Feld des Anfangs vor allen Anfängen entfaltet sich die Urmonade, der Logos, Tao, Brahma, das universale Bewusstsein. Dieses Schöpfungsfeld vor allem Anfang ist bezüglich des irdischen Menschen völlig und absolut unpersönlich und besitzt keinerlei Figuration, keine von uns erkennbare Qualität oder Quantität, die sich dem stoffgebundenen Denken erschließen könnte.
Alle figurativen Gottesdarstellungen seit dem Griechentum, und wenn sie künstlerisch noch so schön oder wertvoll wären, sind totale Irreführungen. Selbst die Götterhierarchie des Zeus nach Gaja und Chaos sind nur mentale Projektionen irdischer Kräfte im stoffgebundenen Lebensfeld, die den griechischen Priestern und ihren Künstlern in den Tempeln als Visionen erschienen waren, um dem Volk weise und gerechte Lebensrichtlinien zu geben. Es ist dabei immer zu berücksichtigen, dass die antiken Menschen mit ihrem Denken noch direkt allegorische Bilder in ihrem inneren Schauen aufrufen konnten, die die Plastiken in den Tempeln und auf den Plätzen mit den gemeinten Attributen und Qualitäten sozusagen bekleideten. Der schauende Grieche sah also nicht nur die Marmorstatue, sondern vielmehr ihre spirituelle Bedeutung, ihr Wirken und ihre Affekte. Die indischen Darstellungen der Schöpfungsmächte glichen bis zur Eroberung von Nordindien durch Alexander den Großen eher abstrakten Abbildungen von Kräften. Auch die indische Bevölkerung konnte damals die transpersonalen Kräfte der Götter in ihrem allegorischen Schauen mit den von ihnen geschaffenen Skulpturen verbinden. So kennt man von Buddha z.B. an dem Ort seiner Anwesenheit die Darstellung seiner Füße, oder er wurde da und dort als Baum visualisiert. Selbst Shiva wurde in frühesten Abbildungen nur als ein monolithischer Stein symbolisiert. Ob es sich bei solch einem Phallus um die allegorische Darstellung seiner göttlichen Potenz handelt oder um ein steinzeitliches Symbol unbekannten Inhaltes, wird heute von Fachleuten diskutiert, denen das direkte allegorische Erfassen der Plastiken oder Skulpturen völlig abhanden gekommen ist. Man kann daraus auch den Rückschluss ziehen, dass sich mit der Bewusstseinsverengung im Menschen für den einfachen Gläubigen die heute üblichen persönlichen Gottesdarstellungen als eine pragmatische Modifikation der ursprünglich abstrakten Beziehungen zum göttlichen Wesen durchgesetzt haben. Speziell in der hinduistischen Religion ist bei einigen Gottesveränderungen eindeutig nachzuvollziehen, wie sich einzelne große Gottheiten aus regionalen Vorgängern heraus entwickelten, und danach beim Volk zunehmend an Popularität gewannen. Zuletzt erfuhr auch der Brahmanismus durch die Wiederbelebung der völlig abstrakten Vision des stets immanenten Kraftfeldes Brahman wieder an Bedeutung. Brahman ist ein unpersönliches Konzept vom Göttlichen, als neutrale, alles umfassende Gesamtheit aller Energien, ein Urgrund des Seins aller Universen, ohne Anfang und ohne Ende. Und doch bildet es den gedacht chronologischen Anfang allen Seins, so die Philosophen der Upanishaden. Brahman wäre im korrekten Zusammenhang ohne weiteres der Urmonade vergleichbar, die nach der bhagavad-gïtã in allen Geschöpfen als „Atman“ die interkosmische Evolution betreibt.

Fassen wir hier für die nachfolgenden Betrachtungen erst einmal zusammen:

  1. Vor allem Anfang existierte und existiert ein unergründliches, ungeschaffenes, ewiges, heiliges, göttliches Feld, das über alle denkbaren und undenkbaren Ideale erhaben ist. Aus diesem ging hervor:
  2. der Logos, Tao, Brahman, das ursächliche Schöpfungsfeld für alle Universen, auch die Urmonade, das universale Bewusstsein. Diese Emanation aus dem unkennbaren Hyperuniversum vor dem Anfang aller Anfänge verursacht seitdem ein beständiges Erschaffen unendlichen vielfältigen Lebens.
  3. Diese Schöpfung umfasst in sieben Dimensionen und sieben kosmischen Gebieten das ganze Dasein allen Lebens.
  4. Das Sein bewirkt und strukturiert sieben Kräfte, sieben Strahlungen; von der höchsten Energiestufe, dem universalen Bewusstsein, begonnen, drei nirvanische Felder, die Mentalis, die Astralis, das Ätherfeld plus der Offenbarungsebene im Nadir, die Materie,
  5. Alle Monaden sind als solche aus den sieben Kräften lebend, wirkend und bewusst und in der Gruppe vollkommen, wie die Uridee des Unkennbaren selbst.
  6. Alle Geschöpfe werden in und von ihren Monaden geschaffen, von der größten Galaxie bis hin zum Menschen, den Tieren, Pflanzen und Mikroben. Sie sind im status nascendi unvollkommen und werden über eine jeder Art gemäßen Evolution zur Vollendung geführt.
  7. Alles Dasein besteht zusammen in einer progressiven Dynamik, Evolution oder dynamischen Entropie, die von den Monaden ausgeht und gesteuert wird, und letztendlich zu einer vollkommenen Einheit aller Geschöpfe mit dem universalen Bewusstsein hinführt.
  8. Jede Schöpfung in der Monade findet in und mit den erforderlichen sieben Kraftfeldern statt, die sukzessive mit dem Geschöpf zentral verbunden und für weiterführende Aktionen entwickelt werden. Diese Entfaltung beginnt immer in der energetisch niederen Ansicht und setzt sich aufbauend fort bis in die oberste Energie-Ebene. Für uns Menschen ist die niederste Energie die Materie, die höchste in den nirvanischen Feldern.
  9. Der irdische Nadirzustand mit dem Feld der Materie, die entgegen der empirischen Wahrnehmung der Menschen auch ein elektromagnetisches Kraftfeld ist, stellt einen expliziten Sonderzustand in der Schöpfung dar, der mit der Vollendung der drei nirvanischen Felder in den Monaden entfällt. Die mikrokosmische Evolution beginnt mit einem Werkzeug als materieller Körper, der in der weiteren Entwicklung wichtige Aufgaben zu erfüllen hat. Die irdischen Wesen und der Kosmos Erde benutzen nach ihrer vollständigen Entfaltung mit der Monade als unterstes Wirkungsfeld das Ätherfeld.

Wer diese Faktoren einigermaßen neben seine bisherigen Vorstellungen harmonisch einfügen kann, dem wird ganz deutlich: Alle Monaden der universellen Evolution dynamisieren einerseits die geschaffenen Entitäten, Wesen und Körper – Seelen, Mikrokosmen, Kosmen – zur Vollkommenheit ihres Seins und harmonisieren anderseits mit Liebe und Gerechtigkeit das Miteinander aller Wesen und Geschöpfe kraft des universalen Resonanzgesetzes. Dabei umfasst das monadische Feld der Erde auch alle irdischen Monaden der Devas und Engel, die Mikrokosmen und alle sich in Entwicklung befindenden Menschengruppen, Tiere und Pflanzen, etc.. Es ist im Geschehen des irdischen Chaos unübersehbar, dass eine gewisse Anzahl von Mikrokosmen körperlicher Menschen direkt von eigenen Monaden instrumentalisiert werden, und andere Menschen in Gruppen von einer Monade weiter entwickelt werden. Das Wesen Erde entwickelt sich nicht nur als materieller Körper stets weiter, sondern natürlich auch mit allen unstofflichen Kraftfeldern. Dabei tragen die auf ihr lebenden Menschen eine besondere Verantwortung für die Evolution des Planeten, nämlich mit ihrem fortschreitenden Erfassen und Erkennen der Lebensprozesse in allen irdischen Sphären die Entfaltung der irdischen astralen und mentalen Sphären zu ermöglichen. Diese spezielle Aufgabe teilen sie sich mit den Naturwesen, Devas oder Engeln dieser Welt. Alle Tierfamilien bzw. Gattungen und Pflanzenarten und -Familien werden je nach eigener Art von ihren Monaden bestimmt und geführt und sind in die allgemeine Evolution eingebunden.

Es ist immer wieder erstaunlich, wie intelligente Autoritäten der empirischen Wissenschaft und Philosophie die Schöpfung selbst aus dem Zufall materieller Gegebenheiten erklären wollen, obwohl eigentlich allen Christen aus der Bibel bekannt sein sollte, dass am Anfang von allem der Logos, das Licht war.

Es gibt ein Meer von Licht, ein gigantisches Spektrum aus elektromagnetischer Energie. Aber die Menschheit kann dieses Bewusstseinslicht nicht erfassen, weil sie von den niederen astralen Kräften an die materielle Selbsterhaltung gefesselt ist. So nimmt sie nur einen winzigen Bruchteil dieser Leben spendenden Kräfte wahr, weil ihr Wahrnehmen und Bewerten mit der stofflichen Seite des Lebens verbunden ist. Solange der Mensch nur der materiellen Seite des irdischen Daseins seine Aufmerksamkeiten schenkt, kann er mit seinem Denken nur das stoffliche Bewusstsein aktivieren, vielleicht ein wenig auch etwas aus dem Ätherbewusstsein. Von dem alles durchstrahlenden siebenfachen Licht, das in diesem Falle alle elektromagnetischen Strahlungen und alle unstofflichen Vibrationen im All umfasst, gehen zur Menschheit permanent lebenswichtige Impulse aus. Die Menschheit reagiert jedoch überwiegend selbsterhaltend im Rahmen der materiellen Gegebenheiten ihrer Umwelt, soweit sie diese mit ihren Sinnesorganen erfassen kann. Unentwegt verschenkt sich das Licht jeden Augenblick an alles und alle, die in seinen Schein eintreten. Der Mensch strebt verständlicherweise nach Lebenserhaltung und Lebenssicherung, also nach Haben, Macht und Ruhm, Anerkennung, Liebe und Ehre. Er will möglichst alles als sein persönliches Eigentum besitzen. Sogar die Heiligkeit, die Einweihung und die Erleuchtung wollen die Frommen „haben“, also in ihren Besitz nehmen. Dabei werden sogar Humanismus und Karitas zu attraktiven Beschäftigungen auf dem Wege zur Selbsterhöhung eingesetzt. Im Kampf um die höchsten Plätze im Selbstwertgerangel gründen immer mehr Meister, Avatare, Maharishis und Kalifen ihre Rettungsorganisationen. Um die Verwirrung der Menschen zu vermehren, werden nahezu täglich neue Modelle über die Psyche und ihre Erleuchtung erdacht und durch dafür geeignete Medien und über Videos im Internet verbreitet. Auf allen Ebenen wird so versucht, die Gedanken der verunsicherten Gläubigen mit gezielten Methoden zu verwirren, damit sie gar nicht erst zur Erkenntnis des eigenen Seins und ihrem in der Zukunft liegenden tatsächlichen Lebensziel kommen.

Ein amerikanischer Philosoph der Neuzeit wagte zu behaupten, dass die heutige Menschheit in einer Flut von Kommunikatiosmüll untergehen wird, wobei sie das Wesentliche des Daseins bereits völlig aus den Augen verloren hat. Angesichts der ungezählten Artikel in den internationalen Zeitungen und Zeitschriften, der vielfältigen Berichte und Filme im Fernsehen und der Milliarden Videos im weltweiten Internet, begreift man diesen Mann. Einstein erzählte seinerzeit den staunenden Journalisten: „Er kenne zwei Unendlichkeiten: Die Unendlichkeit des Weltalls und die der menschlichen Dummheit. Bei ersterer wäre er sich aber nicht ganz so sicher“. Eigentlich kann man nicht von einer Dummheit der Menschen sprechen, das wäre wirklich zu einfach. Aber Einstein hat schon bestens erkannt, wie wenig die Menschen im allgemeinen von ihren wirklichen Lebenszusammenhängen erfassen können, und wie wenig sie sich bewusst werden, dass sie völlig natürlich von diversen Kräften des Diesseits und Jenseits manipuliert und ausgebeutet werden. Das alles ist unerkennbar zu einer permanenten Selbstverständlichkeit geworden wie das Atmen. Ja, man muss eigentlich sagen, wie wenig die Menschen sich der „Schafherdenmentalität“ bewusst werden können, weil ihr Begehren, Wahrnehmen und Denken bei den alltäglichen Zwängen im materiellen Überlebenskampf vor allem von den einfachen Verrichtungen in den stofflichen Gegebenheiten des aktuellen Daseins gefangen genommen werden.

Wie ist das alles entstanden und wie ist das alles so geworden, sollte man sich doch fragen. – Warum wird nicht gefragt?
Bei jedem schönen Gebäude fragt man den Architekten nach seinen kreativen Einfällen zu dem Plan des Hauses, bei jedem hervorragenden Gemälde sucht man die Gedanken des Künstlers zu entdecken, um seine Inspiration kennenzulernen, aus der er sein Bild geschaffen hat. Nur bei der Erde untersucht man die Steine, das Wasser und seine körperlichen Bewohner und fragt neuerdings die Planeten im Weltall, woher und warum die Welt entstanden ist. Für alle Gläubigen der Welt, und das ist immer noch die überwiegende Mehrheit der irdischen Bevölkerung, ist die Erdkugel, die Welt, das Produkt eines Schöpfers, eines Gottes oder einer Götterschar, die vor allen Zeiten Welt und Menschheit erschaffen haben. Und es ist höchste Zeit, bei diesen hohen Kräften einmal direkt anzufragen. Oder zumindest den antiken Weisen oder den modernen Philosophen zuzuhören, die immer wieder den Menschen eine kleine Ansicht der Schöpfungsgeschichte vermitteln durften. Sonst wird die ganze Menschheit erneut ein Opfer der kollektiven Unbewusstheit dieser Erde.

Es gibt Sternstunden, in denen das überirdische Wesen einem menschlichen Denken seinen Abglanz schenkt. Lassen wir uns hier auf einen ägyptischen Wissenden ein, genannt Hermes Trismegistos, von dem die hermetische Weisheit über Alexandrien nach Arabien kam.

„Als Gott, der Vater/Mutter seinerzeit den Menschen als Gottesfunken aus sich selbst hervorbrachte und in den unermesslichen Raum stellte, damit er seine Pilgerfahrt beginnen konnte, die ihn von der Unbewusstheit zum Allbewusstsein führen sollte, wurde sein Ort im Raum durch die mehr oder weniger enge Verbindung seines Wahrnehmungsvermögens mit der stofflichen Dichtigkeit jener Gebiete bestimmt, in die das Leben ihn führte. Je fester der Mensch sich mit der Erde verband, desto mehr rückte das Licht von ihm ab. Solange der Mensch dunkel und allein imstande ist, Licht und Wärme zu absorbieren, wird die Erde ihn innerhalb der Kraft ihres Wirkungsfeldes festhalten.“

«Gott der Vater» – «Krishna» – «Allah» – «Voodoo» – «Ahura Mazda» – Es gibt viele unterschiedliche Bezeichnungen für die metaphysischen Kräfte im All, und viele Irrtümer. – Was war im Anfang aller Zeiten? – Kann man das als irdischer Mensch überhaupt erfassen und umfassen? – Das ursächlich universale Bewusstsein als Schöpfungsfeld aller Universen, Entitäten, Wesen, Kosmen und Mikrokosmen, bedingt eine unfassbare Qualität, die sich jedem Denken entzieht. – Und doch gibt es Sternstunden, in denen das allgemeine überirdische Bewusstsein in seiner Größe einem menschlichen Gewahrsein und vernünftigen Denken einen Abglanz schenkt, in dem dieses dann einige Aspekte des ursächlichen Allfeldes der Natur erfassen kann.
Ein gewissenhafter Erforscher des Lichtes, der u.a. seine Quantelung entdeckt hat, bestätigt die religiöse Schau:
„Als ein Mensch, der sein ganzes Leben der am klarsten denkenden Wissenschaft gewidmet hat, der Erforschung der Materie, kann ich Ihnen über das Ergebnis meiner Forschung zu den Atomen so viel mitteilen: Es gibt keine Materie an sich! Jede Materie entsteht und existiert nur vermöge einer Kraft, welche die Teilchen eines Atoms in Schwingung versetzt und dieses äußerst fragile Sonnensystem des Atoms zusammenhält. … Wir müssen hinter dieser Kraft die Existenz eines bewussten und intelligenten Geistes annehmen. Dieser Geist ist die Matrix aller Materie!“ erklärt Max Planck (1858-1947)
«Gott ist Licht.» sagt uns die Bibel. Wenn das richtig ohne den üblichen mystischen Zierrat betrachtet wird, kann erkannt werden, dass seit dem Anfang aller Anfänge so etwas wie eine über alles erhabene Energie wirkte und wirkt. Die ursächliche Energie ist das universale Bewusstsein, der Logos, aus ihm und in ihm wesen das Leben und die Liebe, wie uns viele heilige Weisen in Ost und West mitteilen. Dazu gehören neben Harmonie und Gerechtigkeit natürlich auch die Weisheit, das allumfassende Wissen und nicht zu vergessen, die totale Selbstbewusstheit Aller.

Die höhere Wirklichkeit kann wirken. Sie ist real, ganz konkret. Sie ist wirklicher als aller Wahn dieser materiellen Welt.
Wenn schon die Natur des Todes alle geschaffenen Wesen darin an ihrer Bewusstheit teilhaben lässt, warum sollte nicht der Gott des Alls „seinen Kindern, den von ihm geschaffenen Gottessöhnen und -Töchtern“ auch sein umfassendes Bewusstsein mittels des universellen Bewusstseins, das mit dem Kosmos Erde verbunden ist, zur Verfügung halten, zumindest jenen Teil schenken, den sie kraft ihrer Beseelung für ihre aktuelle Weiterentwicklung und für die Mitwirkung im Gesamtplan des Alls benötigen?
Die Ursache des Lebens vor allen Anfängen ruht in TAO, wie uns Laotse aus China berichtet. Es ist vielleicht die schönste Benennung von einer Wirklichkeit, die keinen Namen haben kann, von der wir uns kein Bild noch Gleichnis machen sollten, wie Moses argumentiert. Ein kurzes Zitat von Dionysios Areopagita beschreibt allerdings in bildreichen Worten die Welt des Schöpfers:

„Gleichwie nämlich die alles übersteigende Güte der alles überragenden Gottheit von den höchsten und vollkommensten Wesen bis zu den untersten herab dringt und doch über allen ist – denn auch die oberen Wesen können die Überhoheit Seiner Güte nicht überragen, und auch die unteren können aus der Umfassung nicht heraustreten – gleichwie die Güte alles erleuchtet, erschafft, belebt, zusammenhält und vollendet, gleichwie sie allen Wesen ihr Maß setzt, deren Aeon bestimmt, und deren Zahl, Ordnung, Umfassung, Ursache und Endziel ist: so erleuchtet auch das strahlende Abbild der göttlichen Güte alle Körper, die an ihr teilnehmen können. Und diese große, durch und durch lichte und immer flammende Sonne wirkt also wie ein vielgestaltetes Echo des Guten, sie hat von oben her ihr Licht ausgebreitet und lässt den Glanz ihrer unvergleichlichen Strahlen über die ganze sichtbare Welt dahinfluten, über ihre Höhen und über ihre Tiefen.“

Dieses unfassbare multiplexe Kraftfeld wirkt über ihre Schöpfung der Urmonade in allen Universen, allen Galaxien, Sternensystemen und Planeten. Die unvorstellbare Vielheit konstituiert in Einheit das Dasein, sie tut es real, ganz konkret und absolut kreativ. Sie ist wirklicher als aller Wahn dieser materiellen Welt, zu der schon die Hinduisten Maya sagten. Maya ist der schöne Schein. Die Griechen hatten einen durchaus passenden Begriff dafür: Hylé. Goethe lässt in seinem Faust sagen: „Und Gott hat es gefallen, alle Dinge zu einem Gleichnis zu machen.“ Plato schreibt in seinem Werk «Der Staat» von den Schatten auf dem Hintergrund der Höhle, die die Seelen als ihre Realität ansehen. Der Mensch gehört zu den Schatten. Das Wirkliche, die Ideen, werden vor der Höhle zwischen dem Feuer und der Höhlenwand vorbeigeführt, die durch das Licht die Schatten der Ideen auf die Rückwand der Höhle werfen.
Der postmoderne Mensch befindet sich inmitten einer revolutionären Entwicklung seines Denkvermögens, die als Wendezeit zwischen der Involution zur materiellen Person und der Evolution zu einer höheren mikrokosmischen Bewusstheit bezeichnet werden kann. Grandiose Möglichkeiten leuchten am Horizont der Zeiten auf. So kann der Mensch, in dem sich der vollständige Denkkörper entfalten wird, viel klarer die subtilen Hinweise seiner Zeit lesen und er wird sich dann zu diesem Horizont aufmachen, der von unserem bisherigen niederen Wahrnehmen nicht erfasst werden kann. Jedoch muss man heute schon bereit sein, für die künftigen Chancen vollbewusst alle bisherigen Weltanschauungen zu relativieren. Tatsächlich sollten alle kosmischen Modelle und religiösen Weltbilder, die der aktuellen Menschheit sehr viel wert sind, überarbeitet werden. Warum? Alles bisher angelernte Wissen über den Menschen selbst, alle alten materialistischen Vorstellungen über den Weltenkörper sind angesichts der neuen Erkenntnisse renovierungsbedürftig, weil die bisherigen Betrachtungen mit einem noch nicht voll entfalteten Mentalvermögen bedacht und übertragen wurden. Alles, was jeder bisher treu und voller Glauben in seinen diversen Gedächtnissen gesammelt hat, sollte ernsthaft einer Überprüfung unterzogen werden. Denn es gilt, in der Aquariuszeit mit der Weiterentwicklung des Denkvermögens zu einem völlig neuen Denken und Bewerten aufzubrechen. Es werden künftig alle Zusammenhänge des Tagesbewusstseins und des Unbewusstseins auf den Prüfstand gestellt, denn mit nur halbem Erfassen würde der Mensch erneut ein Opfer der unstofflichen Kräfte ätherischer und astraler Art im Mikrokosmos und allen damit zusammenhängenden Wesen aus den Kraftfeldern des Jenseits.

Es gilt, alle Zusammenhänge des Bewusstseins zu erforschen, denn mit nur halbem Wissen werden wir erneut geopfert …

Alle Kulturen haben im Rahmen ihrer gesellschaftlichen Wertestrukturen aus Wissenschaft, Philosophie und Religion einen Kanon von Vorschriften und Regeln erschaffen, bestehend aus ungezählten „das darfst du nicht!“, „das solltest Du!“, „das kannst du nicht machen!“, „das ist absolut verboten!“ usw. und im Laufe der Jahrhunderte als Verhaltens- und Denkparameter mit Hilfe von Religion, Medien und Pädagogik in den Menschen verankert. So kann man heute die chinesische Denkweise, die koreanische, die thailändische, die hinduistische, die orientalische, die islamische, die deutsche, die englische, die christliche usw. … beschreiben. Alle haben einige gemeinsame Denkstrukturen, denn alle sind irgendwie ein Produkt von selbstbewussten Persönlichkeiten. Aber viele Denkparameter weichen erstaunlich weit ab von denen anderer Menschen, und dadurch grenzen sich die Menschen stets gegenseitig aus. Diese landes- oder kulturtypischen Denkmuster sind für den Ethnologen recht interessant, jedoch grenzen sie die Möglichkeiten für einen Austausch der realen Lebenserfahrungen sehr stark ein. Die technisch industrialisierten Länder haben eine intellektuelle Kultur des Verstandesdenkens auf der Basis der niederen Aspekte des Denkvermögens über ihre Bevölkerung ausgebreitet. In Korea und China büffeln Kinder in der Schule für ihre Zukunft in einem erfolgreichen Berufsleben, damit die Versorgung der Eltern im Alter gesichert ist. Dabei entsteht natürlich eine einseitige Ausrichtung der Lebenseinstellung auf Wissensanhäufung stofflicher Zusammenhänge und Interdependenzen vor allem für die berufliche Karriere. Die sozialen, menschlichen Komponenten des Daseins werden auf die zwingend notwendigen Rituale reduziert, wie Partnerschaft, Heiraten, Kinder, Familie, Religionsfeiern, Ahnenkult etc. Trotz alledem läuft alles Leben in einem Kreislauf von unbeachteten Kräften ab, wie mittlerweile auch andere esoterische Autoren beschreiben, selbst wenn niemand mehr hinschauen mag oder will.
Eingebettet in seine Monade ist der Kosmos Erde mit allen Lebenswellen und allen Völkern ein vielfältiges alchemisches Laboratorium mit zahlreichen Kraftfeldern, die alle miteinander kommunizieren und isotrop resonant interagieren. Dabei erfasst der auf seinen Intellekt und seine Karriere so stolze Mensch nicht viel mehr, als dass er jederzeit an jedem Ort total in dieses Kräftespiel eingebettet ist. Ja, er wird von diesen Kräften auf unterschiedliche Weise gelebt und ausgebeutet, gerade weil er sie mit seinen Sinnesorganen und seinem Denken nicht wahrnehmen kann, will oder darf. Doch Unwissenheit und Angst haben noch zu keiner Zeit den Menschen vor Schaden schützen können.
Darum ist das Buch: «Basis der Evolution» ein bescheidener Versuch, diese vielfältigen Komponenten und Kräfte des Daseins in einer gewissen plausiblen Ordnung darzustellen. Dafür wurden aus zahlreichen Berichten und geisteswissenschaftlichen Erkenntnissen die in esoterischen Kreisen bekannten transpersonalen Vibrationen in den weiten Räumen des Kosmos aus ihren komplexen okkulten Zusammenhängen gelöst, damit sie in eine einigermaßen übersichtliche Struktur eingefügt werden konnten.

Für den aufmerksamen Leser werden dadurch viele Warums beantwortet, z.B. warum Leben? warum Sterben? warum Liebe? warum Krieg? –

Karl Gamper schreibt in einem seiner Bücher: „Das Herz kann die Einheit, die Ewigkeit, das Formlose und die Form allen Lebens wahrnehmen. Der Verstand ist immer polar und vergangenheitsorientiert. Er kann nicht anders, das ist seine Natur. Wer also mental beispielsweise Erfolg fokussiert, zieht damit immer auch Misserfolg in sein Leben. Die Zukunft beginnt niemals im Kopf! Der Verstand kann jedoch verstehen, dass das Herz der alchimistische Ofen ist und kann daher auch versöhnt mit dem Herzen gemeinsam wirken. Kraft und Notwendigkeit vermählen sich. Das Ego wird als illusionäre Bildergalerie durchschaut und weicht einem authentischen Selbst. Ein Individualist mit einem synchronen Bewusstsein nimmt im Konzert des kosmischen Orchesters ganz natürlich seinen Platz ein, versöhnt und jenseits seines Wichtigkeits-Syndroms. Wenn das Herz aktiviert ist, kommt es auch auf eine sehr natürliche und selbstverständliche Art zu einer Gedankenhygiene. Denn der Verstand rutscht organisch an seinen Platz als Diener. Jeder kann für sich diese Gedankenhygiene pflegen und zum Wohle aller – und auch für sich selbst – nützen. Wir sind nicht getrennt und können daher miteinander machtvolle morphische Echos auslösen.“
Es muss, wie K. Gamper schreibt, von vielen karrierebewussten Menschen wieder die herzliche Bewusstseinskomponente in alle Erwägungen mit einbezogen werden. Doch dabei kann ein selbstbewusster Pionier der Freiheit nicht stehen bleiben. Es gilt, alle Zusammenhänge des Bewusstseins zu erforschen, denn mit nur halbem Wissen werden wir erneut ein Opfer der Äonen, die sich in der Atmosphäre und ihren Feldern der Erde eingenistet haben, vor denen uns schon Paulus im Neuen Testament gewarnt hat: „Denn wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit Mächten und Gewaltigen, nämlich mit den Herren der Welt, die in dieser Finsternis herrschen, mit den bösen Geistern unter dem Himmel.“ Epheser 6.12

Um nicht erneut die alten verdorbenen unvollständigen Weltanschauungen zu unserem Gott, zu unserem Beherrscher zu machen, der alle weiteren Gedanken und Handlungen unseres Lebens bestimmt, müssen wir das Nachfolgende klar vor unsere Einsicht stellen und dort festhalten. Niemand hat dann einen Grund, sich über das chaotische Dasein zu beklagen.
Es gibt eine umfassende Schöpfungsgeschichte der Erde in den Bildern der modernen Zeit, unbeeinflusst von religiösen oder wissenschaftlichen Tabus: Das unkennbare Seinsfeld des allmächtigen Schöpfungsfeldes, hat aus sich heraus in sich ein Offenbarungsfeld hervorgebracht. Die einen nennen diese Urmonade den geoffenbarten Logos („Der Geist schwebte über den Wassern“, steht in der Genesis). Andere sprechen in ihren Denkmodellen von Brahman, Krishna, Tao, von einem PSI- oder Akasha-Feld. In dieser Monade mit dem universalen Bewusstseinsfeld entfalteten sich sieben kosmische Entwicklungsfelder, Monaden, in sieben Dimensionen und mit siebenfach wirkenden Kraftfeldern. Dafür wurden von den Weisen der antiken Kulturen immer «Götter» mit den Sternbildern verknüpft und in den die Erde umfassenden Tierkreis gesetzt. Wo anders hätten solche alles menschliche Denken sprengenden Kräfte ihren Platz haben können? In dieses allumfassende Metaversum wurden und werden beständig neue Schöpfungsideen emaniert, Monaden auf ihren Entwicklungsweg gestellt, die in der christlichen Welt «die Kinder Gottes» genannt werden. Dabei ist heute leicht zu begreifen, dass die aktuelle Menschheit in der irdischen Welt nicht damit gemeint sein kann. Die ursprünglichen Kinder Gottes sind die Monaden und diese hatten in gewisser Weise metaphysische Attribute in Dimension und Vermögen, aber sie waren eben noch Kinder, heranwachsende «Götter». Sie wurden in einen gewaltigen Entwicklungsprozess hineingestellt, in dem sie «Manas», vollwertige Verwirklicher der «Gedanken Gottes» werden können. Nach der Ur-Schöpfung der ursprünglichen Bewohner des Universums, der Monaden, Kräfte und Dimensionen, ging es um eine kosmische Revolution gigantischen Ausmaßes, eine wirkliche Entfaltung aller kreativen Daseinsmöglichkeiten, um die Offenbarung seiner Herrlichkeit in all ihrer Liebe und Barmherzigkeit. Dabei sollte immer an die multidimensionalen Ausmaße des sichtbaren Universums gedacht werden, in dem ungezählte Monaden die Galaxien, Sternhaufen, Sterne und Planeten, ja, selbst Asteroiden und Kometen mit allen denkbaren und undenkbaren Lebenswellen zu bewussten Wesen im kreativen Allgeschehen heranwachsen lassen.

Aber es ist stets erneut festzuhalten: Auf der einen Seite gibt es diese überirdischen Lebensfelder, in denen sich das geoffenbarte kreative Potential von Herrlichkeit zu Herrlichkeit entfaltet, wobei sich tatsächlich die Evolution im universellen Bewusstsein nach dem Emergenzprinzip abspult. In der Monade der Milchstraße mit all ihren Galaxien und Sternen wirkt die Monade des Sonnensystems mit ihren Planeten und Monden. Darin entwickelt sich auch die kosmische Monade der Erde; und auf ihr entwickeln sich die Menschen und die anderen Lebenswellen in den Mikrokosmen ihrer Monaden. In der aktuellen Periode der Selbstentfaltung der niederen mikrokosmischen Kraftfelder müssen die Menschen vorerst konsumtiv leben und wirken. Dabei ziehen sie die materiellen Lebensmittel an sich und schützen sich und ihre Nachkommen durch Besitz und Feststellung ihres Machtbereiches, in dem sie allein befugt sind, die darin vorhandenen Ressourcen allein für sich zu verwenden (Revierschutz). Diese auf die stoffliche Erhaltung ausgerichtete Lebenseinstellung löst auf der anderen Seite beständig den Mangel aus, der auch wieder aufgefüllt werden muss. So entstehen im irdischen Lebensfeld die «Natur der Gegensätze» und des «Werdens und Sterbens» in der Zeit, in dem sich wegen der sich ständig überschneidenden individuellen Interessen und Ansprüche ein vielfältiges Chaos abspult, wie sich auf allen Kontinenten in der Welt beweist. Im Laufe der mikrokosmischen Weiterentfaltung entsteht beim Eintritt in die höheren astralen Felder eine total veränderte Lebenssituation. Bei dieser wird die Selbsterhaltung aller Wesen über die permanente Reflektion der Kräfte in allen Feldern gesichert. Einerseits werden die Ströme aller Kräfte im ganzen Kosmos von allen Wesen widergespiegelt, wodurch verständlicherweise keine Notdurft entstehen kann, andererseits bedarf es jetzt keiner materiellen Nahrungsmittel mehr, weil diese sich aus dem Ätherstrom heraus bilden.

Bei alledem sollte einmal über den folgenden Gedanken ernsthaft nachgedacht werden: Für den normal Sterblichen repräsentiert das sinnliche Erkennen und Bedenken mit seinem Verstand seinen «Geist». – Kann das sein, bei der unvollendeten Erkenntnismöglichkeit des niederen Denkapparates? – Kann der Intellekt so etwas wie «Geist» besitzen? Oder ist der Verstand ein Produkt des Geistes? – Was wohl vielerorts von Autoritäten beschworen und in zahlreichen Philosophien und ergänzenden Publikationen verbreitet wird. Dieses ungebrochene Dogma über den Geist oder das Bewusstsein der empirischen Sinngebung und des Verstandesdenkens ist die Ursache für die weit verbreitete Denk-Degeneration. Gerade darum sollten mit allem zur Verfügung stehendem Mut die behindernden mentalen Baustellen genau ins Visier genommen werden, um alle noch bestehenden Fehlinterpretationen, irreführenden Behauptungen von religiösen Autoritäten zu beseitigen. Der meist zitierte «Geist» steht bei zahlreichen Autoren für die metaphysischen Einflüsse aus dem «Überbewusstsein», dem höheren Selbst. Geist bedeutet demnach nicht einfach alles Unstoffliche des Lebens auch nicht die verdunstenden Substrate von Alkohol oder chemischem Äther. Der esoterisch gemeinte Geist kann als höhere Astralis und die höhere Mentalis angesehen werden. Andere Autoren, wie Sri Aurobindo, setzen den Begriff «Geist» erst in den supramentalen Bereichen der Evolution ein.

Das, was dem Menschen bewusst wird, ist immer eine Erkenntnis aus den sinnlichen oder übersinnlichen Wahrnehmungen. Zumindest ist das der üblicherweise gängige Umgang mit diesem Begriff. Auch wenn der Mensch etwas verstanden oder konkret erfasst hat, benutzt er die Phrase: Das ist mir bewusst. Eigentlich sollte er einen anderen Begriff benutzen, der die Art seiner Einsicht oder Erkenntnis genauer definiert. Das Bewusstsein ist nämlich etwas ganz anderes; eine besondere kosmische Kraft. Das Bewusstsein ist die in allen sieben Lebensfeldern immanente Kraft für die interne und externe Kommunikation, für die Informationsaufnahme, -verarbeitung und -speicherung (Gedächtnis) zur Aufrechterhaltung des Lebens.
Wer sich einmal mit dieser Sichtweise anfreunden konnte, wird sich von den massenhaft angebotenen Vorstellungen und materiellen Modellen des Lebens und des Kosmos beruhigt abwenden. Denn er hat jetzt das Tal der Verirrungen durchschritten und kann mit seinem neuen Denken eine weitere Stufe auf der Treppe zur Erkenntnis der Wirklichkeit ersteigen.

Gab es ein kosmisches Unglück, eine Vertreibung aus dem Paradies?

Wenn wir alle Klischees der Geschichte über die Schöpfung neutral und unbewertet zur Seite stellen und nur die prinzipiellen Wirklichkeiten, die durchaus darin verborgen sind, zu einem logischen und realen Geschehen zusammenfügen wollen, dann erscheint ein etwas anderes Bild von der Offenbarung im Anbeginn. Die Erschaffung des Alls aus und in der Urmonade, die Kaskade der Monaden als Organisationsstruktur des Kosmos, alle Universen, Makrokosmen und Mikrokosmen, alle Galaxien, Planetensysteme, Planeten und ihre Bewohner bis zu den Menschen und anderen Lebenswellen entwickelt sich aus sich heraus nach der einen Uridee unabänderlich in einer vorgedachten Entwicklung, in einer sich erfüllenden Offenbarung. Frei von allen irdischen, durch Menschen autorisierten Vorbehalten kann jede kosmische und mikrokosmische Wesenheit an der monadischen Evolution im All mitwirken und alle Herrlichkeiten dieser freiheitlichen und liebevollen Entwicklung für seinen Teil erfassen und erleben.
Die gesamte Schöpfung entfaltet sich in einer Kaskade von „ursprünglichen Gottesfunken“, den Monaden. In ihnen allen vibriert die Grundidee des hohen Schöpfungsplans ausgehend aus dem universalen Bewusstsein. Jede Monade erschafft in sich – nach dem Vorbild ihres Schöpfers – ein eigenes komplexes Wesen, einen Kosmos, Makro- oder Mikrokosmos, damit diese sich zu einem selbstbewussten mitwirkenden Faktor in der Schöpfung unter der Leitung der Monaden entwickeln können. Dafür muss dieses eingeborene Geschöpf sich selbst in den komplexen Abhängigkeiten der Schöpfung erkennen, um dann die eigene sowie die kosmische Entwicklung konstruktiv zu fördern. In der interkosmischen Evolution entwickelt jeder Kosmos aus den sieben kosmischen Energien eine Wesenheit (Menschen, Wesen, Planeten, Sonnen, Sterne, Galaxien o.ä.) Die Geburt dieses Bewohners im Kosmos beginnt mit der Konzentration auf den untersten beiden Energiestufen, dem Äther und der Materie. Die anderen fünf Kraftfelder in dem Holokumulus sind noch nicht konzentrisch aktiv eingebunden, wirken jedoch bereits bei der Schöpfung mit. Diese zugehörigen Kräfte umschweben wolkenartig das innerkosmische Geschehen so lange, bis auch sie alle vollkommen ausgebildet, konzentrisch aufgenommen, aktiv mitwirkend werden. Die Ur-Idee beinhaltete von Anfang an ein bewusstes Werden und Erwachen in allen Energien, in allen sieben Kraftfeldern der Schöpfung. Also entsteht von Beginn an die Schöpfungsmonade aus der Idee des unkennbaren Schöpfungsfeldes und diese evolviert in sich alle Monaden der Universen im umfassenden Bewusstseinsfeld. Alle Monaden leben und wirken in ihrer unvorstellbaren Vielheit und Unterschiedlichkeit in der Urmonade, dem Logos, Tao, PSI-Feld, Brahman, Krishna usw.. Aus und in dieser Vielheit bleiben alle in der universellen Einheit. Durch sie werden alle zugehörenden kosmischen Entitäten, Galaxien, Makrokosmen, Kosmen und Mikrokosmen mit den in ihnen eingeborenen Wesen, Planeten, Menschen etc. aus den sieben Kräften beständig belebt und entfaltet.

Dies sind die multiplexen Kräfte des allumfassenden universellen Lichtes. Man kann ruhig Analogien mit den uns bekannten elektromagnetischen Energien entwerfen. Ihre Wirk- oder Reaktionsstrukturen entsprechen einerseits den optischen Gesetzen der Reflexion und entfalten sich im Rahmen der Wellenlehre, wie zum Beispiel der Interferenz, der Kohärenz, der Induktion oder der Amplitudenmodulation. Andererseits wirken sie als Kräfte und Energietransformatoren und -Speicher. Dessen ungeachtet sind ihre Wirkungen vielfach differenzierter und mit den Kräften der irdischen Welt unvergleichbar, vor allem was ihre Intensität, ihre Energiedichte und die Wirkungsrichtungen angeht. Diese ursprünglichen Kraftfelder sind im All sieben an der Zahl. Die Siebenheit ist die kosmische Grundstruktur. Sieben kosmische Gebiete, sieben Dimensionen der Entfaltung, sieben Kräfte in sieben mal sieben Wechselwirkungen, 49 Polaritäten, Farben und Offenbarungen.

Buddha hat seinerzeit selbst zu seinen Mönchen des inneren Kreises über das Devachan, das kosmische Feld der Mentalis, allegorisch gesprochen. Was er sagte, kann im Shan-Mun-yih-Tung gefunden werden. Der Tathagata sagt: „Viele tausend Myriaden von Weltsystemen jenseits dieses unseren gibt es eine Region der Seligkeit, genannt Skhavati … Diese Region ist von sieben Reihen von Zäunen umgeben, von sieben Reihen weiter Vorhänge, sieben Reihen sich wiegender Bäume; diese heilige Wohnstatt von Arahats wird von den Tathagats (Dyan Choanen) regiert und ist im Besitz der Bodhisattvas. Sie hat sieben kostbare Seen, in deren Mitte kristallene Wasser fließen, die ‚sieben und ein‘ Eigenschaften oder unterscheidende Merkmale haben (die sieben Prinzipien, die aus dem EINEN ausstrahlen). Dies, o Saiputra, ist das Devachan. Seine göttliche Umsumbara-Blume senkt eine Wurzel in den Schatten jeder Erde und blüht für alle, die sie erreichen. Die in dieser gesegneten Region Geborenen sind wahrhaft glücklich, in diesem Zyklus gibt es für sie keinen Schmerz und keine Sorgen mehr … usw.“ aus Die Mahatma Briefe, A.P. Sinnett und A.O. Hume, Adyar, 3. Band.

Es bleibt, es muss ein Versuch bleiben, wenn man sich ernsthaft Gedanken über die Anfänge des Daseins im Universum macht, insofern es überhaupt einen Anfang gegeben hat. Dieser angenommene Anfang liegt nicht nur sehr weit zurück in einer unkennbaren Vergangenheit – die Schätzungen der Forscher umfassen mehrere Milliarden Jahrtausende – , er ist mit Gewissheit in eine ganz andere Energiequalität eingebettet, die weit über unsere Erkenntnismöglichkeiten hinausreicht, wofür kein Mensch einen Bildervorrat hätte anlegen können, auch nicht aus seinen heiligsten Träumen.

Wir stehen bei aller Weite der naturwissenschaftlichen Erkenntnisse bei der Schöpfung vor dem Phänomen der Undenkbarkeit. Sie kann vom menschlichen Denken allerhöchstens symbolisch beschrieben werden. Und das haben bereits einige weise Philosophen der Antike in Indien, Persien, Griechenland und in Asien versucht. So finden sich in den Veden, in den iranischen Mythen der Meder, im Heldenepos des Gilgamesch aus Ur, in der Genesis und in den Büchern des Hermes Trismegistus, von Pythagoras oder in den Stanzen des Dzyan, die Mme. Blavatsky nach Europa gebracht hat, viele Denkansätze zu allegorischen Kosmologien, die mit Sicherheit alle etwas von der ursprünglichen Weisheit enthalten.
Bei dem folgenden Modell haben einige bekannte Autoren Pate gestanden. Aus der Bibel (NT, Johannes 1.1) stammt der Satz: „Im Anfang war der Logos, und der Logos war bei Gott. Und Gott war das Licht.“ Der griechische Begriff Logos steht für Bewusstsein und für Kraft, für die Idee und die Realisation. Schenkt man dem von der römischen Kirche verurteilten Giordano Bruno die Aufmerksamkeit, dann besteht seit Beginn der Offenbarung eine Urmonade im unbegreifbaren Urfeld vor allem Anfang. Gewöhnlich wird dafür der Begriff «Gott» verwendet. Ich scheue mich, dieses Wort dafür zu benutzen, weil es über zwei Jahrtausende missbraucht wird und für alle mögliche Kraftkonzentrationen übermenschlicher Art im Firmament herhalten muss. Dennoch kann man aus allen Schriftwerken herauslesen, die sich mit diesem Thema befassen, dass es ein übermächtiges unbeschreibliches Kraft- und Lebensfeld gibt, aus dem heraus die erste Offenbarung allen Seins hervorgegangen ist, die sich in IHM ausbreitet.

In der Genesis steht zu Beginn der ersten Schöpfung 1. Mose 1.2: „ und der Geist Gottes schwebte auf dem Wasser.“ und weiter bei 1. Mose 1.6 „Und Gott sprach: Es werde eine Feste zwischen den Wassern, und die sei ein Unterschied zwischen den Wassern.“ Hiermit kann begründet werden, dass ein Bewusstsein die universellen sieben Kräfte, die an anderer Stelle als der „Heilige Siebengeist“ bezeichnet werden, mit einer Schöpfungsidee beauftragt hat, nämlich eine «Feste» zwischen den Wassern zu ermöglichen.
Damit offenbarten sich die sieben Dimensionen als die Ordnung in Raum und Zeit. Diese beiden Dimensionen neben dem universalen Bewusstsein sind charakteristisch für die Schöpfung. Der Raum ist umfassend und hervorbringend, in unserem Verständnis also weiblich, die Zeit ist dynamisierend und bewegend, also männlich. Die vier weiteren Dimensionen: das Licht – Kräfte, Energien –, die Einheit – das Leben und Sein – das Begehren, Dynamik, Wille – und die Wahrheit, Weisheit, Kreativität, gliedern sich in diese ebenbürtige Konzeption ein.

So finden wir in vielen heiligen Schriften der ganzen Welt die Siebenheit der ursprünglichen Schöpfung bestätigt.

Im Apokryphon des Johannes lesen wir in seiner Schöpfungsgeschichte von der Barbelo, die vier mal drei Gottheiten mit ihrem Gepaarten hervorbringt. Das sind zusammen 24 Kosmokratoren, deren Namen uns ganz klar an die Ideale dieser Welt erinnern. Die Zahl erinnert an die 12 Tierkreiszeichen. Beim Zeichen Zwilling und dem Zeichen Fische ist noch die Doppelung zu erblicken. In der Rigveda lesen wir die hinduistische Variante: „Aditi, die Himmelsgöttin der Unendlichkeit erzeugt sieben Adityas.“ Bei einer späteren Beschreibung der Schöpfungsmythe sind es dann 12 Götter, die unsere Welt gestalten. So finden wir im Westen wie im Osten zwei unterschiedliche Schöpfungszyklen. In der ersten wird die Siebenheit betont und in der zweiten die Zwölfheit, die in die Schöpfung der Siebenheit eingebettet ist.

Es ist der Logos, das Wort, das am Anfang war, bestehend aus sieben Buchstaben, den sieben mal sieben Kraftwirkungen.

Wer sich der Mühe unterzieht, den hier zugrunde liegenden Ursachen nachzuforschen, wird bald feststellen, dass es sich bei der zweiten Schöpfungsperiode um die Erschaffung der irdischen Natur, den Kosmos Erde, handelt. Damit ist die Welt unserer Natur gemeint, die wir als Menschen kennen. Sie wurde innerhalb des Kosmos von der Monade hervorgebracht, damit im Rahmen einer langfristig angelegten Evolution sich aus der Materie individuelle stoffliche Körper, die Erde, der Mond und die verschiedenen Lebenswellen in der Natur entwickeln, damit auch einmal eine selbstbewusste Menschheit entstehen kann. Diese wird von ihren Monaden durch die Mikrokosmen prozessmäßig in die Lage versetzt, mit ihrem Denken und Erfassen in der weiteren Evolution konstruktiv mitzuwirken. Am guten Ende werden sie als erwachte «Kinder Gottes», als Erwachsene in und gemeinsam mit ihrer Monade an der Evolution des Kosmos mitarbeiten, bis alle Monaden mit ihren Entitäten des ganzen Universums wieder in das universale Bewusstsein, in die Urmonade, eingehen können.
Für das Verstandesdenken etwas unverständlich wirken sechs ursächliche Kräfte vollbewusst in Harmonie zusammen. (Im irdischen Nadir ist die Erscheinung der Materie eng mit dem Ätherfeld verbunden. Separiert betrachtet wäre die Materie das achte Kraftfeld, faktisch ist sie nur die äußere „Haut“ des Äthers, auch wenn die Menschheit diese als ihre einzige Realität ansieht.) Damit alle Kräfte in totaler Freiheit und Kreativität zusammenwirken können, hat sich die siebte Vibration, das universelle Bewusstsein = die Liebe, in die anderen sechs Kraftfelder für die Kommunikation hinein gesenkt. TAO ist überall in der Mitte, sagt der chinesische Weise Laotse. In Folge der Urschöpfung entstehen auf der zweiten Emanationsebene durch die 6 aktiven, dynamischen (männlichen) Kraftwirkungen in gemeinsamer Arbeit mit den 6 passiven, erzeugenden (weiblichen) Kraftwirkungen die 12 Urkräfte, die über den 13. Äon, das universale Bewusstsein, kommunizieren. Dieser 13. Äon wird in der Pistis Sophia, einem gnostischen Evangelium erwähnt. Er wird dort symbolisch dem «Sohn Gottes» zugeordnet, der der siebten Kraft der ersten Emanation gleich ist. Alle göttlichen Kräfte wirken aus ihrem Bewusstsein verbunden mit ihren Monaden in der ursächlichen universalen Monade. Sie schöpfen mit der Kraft der Barbelo. „Diese ist der erste Gedanke, des Schöpfers Abbild. Sie wurde der Mutterschoß des Alls, denn sie ist die, die vor ihnen allen ist, der Mutter-Vater, der erste Mensch, der heilige Geist, der dreifach-männliche, der dreifach-kraftvolle, der dreifach-benannte Mannweibliche und der ewige Äon bei den Unsichtbaren und das erste Herauskommen.“ (Apokryphon des Johannes) Andere Mythen lassen die schöpferische Urkraft als Brahman, als Osiris + Isis oder als den Heiligen Siebengeist wirken. In allen Weisheiten wird versucht dem Hörer diese multiple Kraftwirkung verständlich zu machen, aus der alles im Universum gemacht wurde, was gemacht ist, und alles gemacht wird, was noch geplant ist. Es ist der Logos, das Wort, das universale Bewusstsein das am Anfang war, bestehend aus sieben Buchstaben, den sieben mal sieben Kraftwirkungen in den sieben Dimensionen.

In einigen Denkmodellen wird gesagt, dass während der Schöpfung der Welt nach der Hervorbringung der Sophia bedauerlicherweise ein Unglück geschehen sein soll. So wird es auch in einem gnostischen Evangelium vorgestellt. Es soll hier dieses unrichtige Bild nicht weiter transportiert werden. Denn die fundamentale Aussage des Hermes Trismegistos in der ägyptischen Urgnosis, dass in der Schöpfung die Wesen von der Unbewusstheit zur totalen Bewusstheit aller Schöpfungsmöglichkeiten heranwachsen werden, ist der Kern aller Entwicklungen im All. Der sogenannte «Sündenfall» kann insofern als eine abrahamitisch-christliche Spezialität bei den orientalischen Religionen betrachtet werden. Bei der modernen Psychoanalyse über perinatale Erinnerungen, haben sich Patienten unter dem Einfluss einer holotropen Therapie nach Stanislav Grof an ihre vorgeburtliche Phase als Fötus im Mutterleib erinnert. Dieses ozeanisch geborgene, alles versorgende umfassend geliebte paradiesische Dasein wird durch den nachfolgenden Geburtsprozess so zerstört, dass es mit einem Tod-und-Wiedergeburts-Erleben verglichen wurde. Auf diesen in vielen Menschen im stofflichen Gedächtnis abgespeicherten Erlebensstrukturen wird von den antiken Autoren wohl die Mythe vom Sündenfall aus dem Paradies aufgebaut worden sein, denn sie hat sie selbst aus den Tiefen ihres Unterbewusstseins berührt. Die modernen Erkenntnisse der Evolution waren in diesen Zeiten noch völlig unbekannt, konnten darum auch als Modell für die Schöpfung nicht herangezogen werden.
Wer sich heute von den Klischees der alten Kulturen aus dem Mittelmeerraum einigermaßen befreien kann, wird einem völlig anderen Modell von der menschlichen Erschaffung zustimmen können, in dem keinerlei Schuld oder Sühne der Persönlichkeit eingebunden ist. Wagen wir hier trotz aller Gegendarstellungen religiöser Autoritäten die Beschreibung einer Kosmologie ohne Sündenfall und ohne Apokalypse, in der auch die Begriffe «Himmel» oder «Hölle» neu bestimmt werden sollten.

Es gab also zu Beginn des Werdens eine göttliche Inspiration, eine Kaskade monadischer Schöpfungen aus dem und im universalen Bewusstsein. Betrachten wir nachfolgend der Einfachheit halber hier nur den irdischen Kosmos, das Sonnensystem als Ganzes. Luzifer repräsentiert im irdischen Lebensfeld den Lichtbringer, also das Wesen des Alls, das den innewohnenden Systemen die Energie, die Kohäsion und Adhäsion und alle Wirkkräfte für eine materielle Seinsform erschuf, die als fundamentale Basis für die folgende Evolution erforderlich ist, weil mit ihrer Hilfe auch das Erkennen und Erfassen einer selbstbewussten Menschheit hervorgegangen ist.
Christus, die große Kraft in der Sonnenmonade, entzündete in sämtlichen Monaden der planetaren Natur die sieben Impulse für die Entwicklung ihrer Kraftfelder. Diese Monaden erschufen die Grundstrukturen für ihre Kosmen, Makro- bzw. Mikrokosmen und statteten die in ihnen sich entwickelnden, innewohnenden Geschöpfe und Kreaturen mit allen Eigenschaften und Befähigungen des Erfassens, des Denkens, des Bewertens, der Zuneigung, Gnade, Liebe etc aus. Damit ist vollkommen das Bild aus der Schöpfungsgeschichte der Genesis erfüllt: „Am Anfang schwebte der Geist – Christus – über den Wassern – Lebensfelder –.“ Für den christlichen Leser mag diese Vision zunächst sehr provokant sein, weil sie mit den über lange Zeiten verbreiteten Bildern über unsere Welt nicht zusammen passt. Zunächst ist bei diesem Modell von großer Bedeutung, dass die Ideen Gottes, die Monaden mit ihren Wesen und Entitäten des Alls, so auch die Mikrokosmen, für ihre Evolution nach SEINEM Bilde geschaffen wurden. Dieses Bild repräsentiert grundlegend die monadische Konzeption aus sieben mal sieben Kräften, wie sie im ganzen All und in Folge davon auch in allen Kosmen gefunden werden kann. „Wie oben, so unten!“ spricht die Tabula Smaragdina. Insofern waren und sind die Mikrokosmen immer mit der Grundidee des Alls verbunden. In ihrer Mitte vibriert der Begegnungspunkt mit der Monade, die Perle in der Lotosblüte. Einige Interpreten der Veden sprechen von Atman, das ein Aspekt von Brahman ist. Auf dem Weg nach Erlösung räumt Shankara dem spirituellen Erkennen «dem Kleinod der Unterscheidung» den höchsten Stellenwert ein: „Man mag die heiligen Schriften hersagen und den heiligen Geistern Opfer bringen, man mag die Riten ausführen und Gottheiten verehren, doch solange der Mensch nicht zur Erkenntnis seiner Identität mit dem Atman (der Monade) erwacht, kann er niemals Befreiung finden – selbst nicht nach Hunderten von Zeitaltern.“

Lebenshaltung im Sinne einer ewigen Philosophie ist etwas völlig anderes als das Verlangen nach Erlösung. Da diese das Absolute als integrale Ganzheit beschreibt, kann es nicht das Ziel des Lebens sein, von ihm erlöst zu werden.

Der Sinn des irdischen Lebens in den materiellen Zusammenhängen ist eine Fülle unterschiedlicher Erfahrungen im Befriedigen der großen Begehren, um damit jene Ganzheit des Werdens und Wirkens mit allen transpersonalen Aspekten zu erfüllen. Durch Hinwendung und Sehnsucht an das kreative Schöpfungspotential aller Wesen und Entitäten im Universum wird die Trinität der Offenbarung erfahren. Albert Einstein bezeichnete diese Einsicht als Beseitigung der optischen Täuschung, wir seien separate, vom Ganzen getrennte Individuen: „Ein menschliches Wesen ist stets ein Teil des Ganzen, das wir «Universum» nennen, ein in Raum und Zeit begrenzter Teil. Es erfährt sich selbst, seine Gedanken und Gefühle als etwas von allem anderen Getrenntes – eine Art optische Täuschung seines Bewusstseins. Diese Täuschung ist für uns eine Art Gefängnis, das uns auf unser persönliches Verlangen und unsere Zuneigung für einige wenige uns nahestehende Personen beschränkt. Unsere Aufgabe muss es sein, uns aus diesem Gefängnis zu befreien.“

Nach der ewigen Philosophie ist diese «Entdeckung der Ganzheit», die Beseitigung der optischen Täuschung des Getrenntseins, kein bloßer Glaube und auch kein Dogma, das akzeptiert werden muss, weil viele Menschen daran glauben. Wenn das Absolute wirklich eine integrale Ganzheit ist, wenn es zugleich Teil und Gesamtheit von allem ist, was existiert, dann ist es auch in allen Menschen vollständig vorhanden. Im Gegensatz zu Felsen, Pflanzen oder Tieren haben menschliche Wesen – weil sie ihr eigenes Dasein bewusst erfassen können – die Fähigkeit, diese Ganzheit zu entdecken. Sie können auch das Metaphysische erfahren. Sie sollten nicht nur daran glauben weil es ihnen gesagt wird, sondern sie sollten es in sich entdecken, ganz konkret erfahren. Es ist so, als werde sich eine Meereswelle plötzlich ihrer selbst bewusst und entdeckte dadurch, dass sie eins ist mit dem Ozean und auch eins mit allen anderen Wellen, da sie alle aus dem selben Wasser bestehen. Das ist ein eindeutiges Phänomen der Transzendenz und könnte mit Erleuchtung oder Befreiung verglichen werden. Das meinte auch Plato, wenn er davon sprach, man steige aus der Höhle der Schatten nach oben und findet das Licht des Seins; oder wenn Einstein die Hoffnung äußert, der Täuschung des Getrenntseins zu entkommen. Das kann auch als das Ziel der buddhistischen Meditation, des hinduistischen Yoga und der christlichen mystischen Kontemplation angesehen werden. Allerdings sollte jeder Pilger, der diesen Pfad der Selbstentdeckung erklimmen will, entschieden wissen, dass die kosmische Einheit und das Erleben der permanenten Resonanzen in allen Kraftfeldern nicht das Endziel der Evolution bedeuten. Die Evolution der Mikrokosmen ist eingebettet in die Evolution des Kosmos Erde mit allen darin wesenden Lebenswellen, stofflich und unstofflich im Jenseits, und die Evolution der Erde ist eingebettet in die Evolution des Sonnensystems, jeweils geleitet und liebevoll betreut durch ihre Monaden, die mit der interkosmischen Evolution verbunden sind.

Nähert man sich dem Sinn der Geschichte aus der neuen Sicht mit einer allgemein gültigen Perspektive in der Evolution, dann lässt sich Geschichte nur mit einer neu zu definierenden Kosmologie mit den Monaden erklären. «Gott» ist in diesem Zusammenhang niemals eine übermächtige Person – die anbetet werden will, der man opfert oder um eine Zuwendung, Hilfe oder Heilung bitten kann –, sondern der Logos, Tao, Indra, Brahman o.ä. und bezeichnet die Ganzheit und das Sosein alles dessen, was das Metaversum ausmacht, die unbegreifliche und unbegrenzte Urmonade in der Einheit mit allen Monaden der Universen. In diesem Bilde umfasst die irdische Geschichte keine Berichterstattung von der Entfaltung eines Paktes zwischen dem Menschen und dem einen isrealischen «Gott», sondern die Entfaltung multipler Erfahrungshorizonte zwischen den Menschen, mit allen Lebenswellen der irdischen Natur und allen vitalen Lebenskräften im Kosmos Erde, mit allen Planeten und Monden im Sonnenkosmos, in der Milchstraße und über allem in der höchsten Ganzheit des Universums. Gerade in der westlichen Philosophie muss man sich dieser unbegrenzten Einheit gewahr sein. Diese Ganzheit und Kohabitation aller Dimensionen und Kräfte mit dem universalen Bewusstsein ist in Harmonie mit allem Leben, welches sich durch die Monaden über die Kosmen bis hin zum Wesen ausdrückt. Das meinte Laotse, wenn er sagte: «Tao ist überall in der Mitte». In dieser Anschauung gibt es keineswegs mehr eine «versteckte Metaphysik» oder «unbeweisbare Annahmen» als in der normalen materiellen Evolutionstheorie. Beide Betrachtungsweisen beruhen auf der gleichen Art «unsichtbarer» Annahmen, weil sich die Sinnesorgane noch nicht bis in diese Höhen erheben konnten.

Mit den geisteswissenschaftlichen Einsichten und Erkenntnissen über die Metaphysik der unstofflichen Kraftsphären wird jedoch viel mehr Sinn, Zusammenhang und Ausgewogenheit für dieses umfassende Lebensmodell erreicht. Wer die Geschichte der Menschheit mit ihrem Planeten in diesen Zusammenhang stellt, der erkennt, dass alles Sein im gewaltigen Universum zugleich wissenschaftlich und spirituell, immanent und transzendent, empirisch, plausibel und sinnvoll ist. Diese Anschauung bestätigt auch, dass das Weltgeschehen tatsächlich in einer permanenten, unbegrenzten kreativen Expansion fortschreitet. Nicht auf einen Tag des Jüngsten Gerichts hin, sondern es evolviert in Richtung auf die maximale Kreativität nach dem Emergenzprinzip. Nach den meisten Versionen dieser These können die auftauchenden Gegebenheiten aus den Bedingungen, Ereignissen oder Strukturen heraus, aus denen sie erwachsen, nicht erklärt oder vorher gesagt werden. Sie sind fundamental neuartig und sie sind auch keine Umgestaltung bereits existierender Elemente. Das Prinzip der universellen Emergenz setzt die Existenz von Stufen voraus, das heißt kosmische Gebiete im Universum, die durch ihnen eigene Qualitäten, Formen und Gesetzlichkeiten gekennzeichnet sind und aus anderen Bereichen hervorgehen. Der Philosoph T.A. Goudge schreibt: „Es stimmt mehr mit den naturwissenschaftlichen Beweisen überein, Leben und Geist als letzte Stadien einer langen Reihe minimaler Emergenzen statt als plötzlich auftretende Sprünge zu verstehen. Doch trotz ihrer unterschiedlichen Auffassungen unterstützen die Philosophen, die Emergenz und Neuartigkeit in der Entwicklung der Welt betonten, die Idee der evolutionären Transzendenz. Dabei muss man berücksichtigen, dass Materie, Leben und Geist nach jeweils eigenen Gesetzmäßigkeiten funktionieren, in der bewussten Einheit mit der Urmonade, dem universalen Bewusstsein. Diese ist nicht nur die NATUR aller Naturen, sondern auch das vollendete und höchste Potential der allumfassenden Schöpfung selbst.
Die Evolution ist in der Geschichte der Welt jener Pfad durch die monadische Transzendenz zur mikrokosmischen Transzendenz. Er beginnt also beim höchsten ersten Glied der Entfaltung mit dem Bewahren und Fördern der in die Monade eingeborenen Wesen, die einmal den Auftrag zur konstruktiven bewussten Mitwirkung bei seiner Entfaltung und Vollendung erfüllen müssen. In einem sehr speziellen Sinn gilt dies vor allem für die aufsteigende Kurve der menschlichen Evolution. So macht Ken Wilber aus der ganzen Menschheitsentwicklung mit allen einzelnen evolutionären Schritten des Bewusstseins das von ihm so genannte «Atman-Projekt». Ein weiterer Kerngedanke zu diesem Projekt erinnert deutlich an die Überlegungen von Giordano Bruno bei seiner Monadologie: „Bei genauem Betrachten der Natur sehen wir überall Ganzheiten, nicht nur einfache Ganzheiten, sondern in sich hierarchisch organisierte Entelechien: Jede Lebensstruktur ist Teil einer größeren, die wiederum Teil eines noch größeren Ganzen ist. Felder in Feldern in Feldern erfüllen den gesamten Kosmos und verflechten alles und jedes mit allem anderen.“ G. Bruno ging davon aus, dass das allumfassende Universum eine geisterfüllte, statische und doch tätige Monade sei, die stets mit allen resonanten Monaden kommuniziert, also keineswegs «fensterlos» ist, wie es später G. W. Leibniz darstellt. Dabei bewirkt der Kosmos in allen Gliedern und Wesen absolut vital, voller Energie, dynamisch und bewusst kreative Neuschöpfungen. Das universale Bewusstsein, der Logos, tendiert dazu, Monaden in einer sich eingliedernden Ordnung hervorzubringen, die sich immer differenzierter organisieren und zielgerichtet in allen Sphären vervollkommnen. Dieser allumfassende kosmische Prozess, der sich in den sieben Dimensionen des Alls entfaltet, ist nichts anderes als die fundamentale Evolution.
Setzt man diesen Gedankengang fort, wird folgende Feststellung plausibel: Da die Person und der menschliche Mikrokosmos mit seinen sieben Kraftfeldern mit den sieben Kraftfeldern des Kosmos immer wesenseins ist, kann gesagt werden, im Mikrokosmos selbst ist die gleiche Entwicklung von Ganzheiten (Kraftfeldern) innerhalb von Ganzheiten zu finden, von sehr einfachen, unvollständigen bis hin zu äußerst komplexen und umfassenden Feldern. Genau dies hat auch die moderne Psychologie bereits festgestellt.
R. Jakobson spricht von „jenen geschichteten Phänomenen, die die moderne Psychologie in verschiedenen Bereichen des Geistes entdeckt“, wobei jede Schicht integrierter und umfassender als die vorangegangene ist. Wir können demnach zusammenfassen, dass der Mikrokosmos – wie der Kosmos im Großen – vielschichtig, pluridimensional ist, und aus einer Folge von kumulierenden Ganzheiten, Einheiten und Integrationen immer höherer Ordnung besteht, eben den sieben verschiedenen Kraftfeldern, die sich entlang den Struktur gebenden Linien der Monade vervollständigen, zentrieren und kohabitieren.

Im Esalen-Institut in Big Sur, Kalifornien, USA, sammelte Michael Murphy mit zahlreichen Wissenschaftlern unterschiedlicher Fakultäten am Rande des Mainstream eine gewaltige Menge an Daten und Aussagen über die Bewusstseins-Entwicklung der Menschheit. Die Lebenswellen Pflanzenreich, Insekten, Vögel, Fische und Säugetiere bildeten auf Erden ein lebendiges Laboratorium, in dem die irdische Natur sozusagen den heutigen selbstbewussten Menschen erarbeitet hat. Der Mensch mag sehr wohl eine denkende, lebendige Persönlichkeit sein, die mit der bewussten Mitwirkung im eigenen Mikrokosmos den Plan der Monade umsetzen will, sofern der Mensch die «Stimme der Monade» hören kann. Wenn die Evolution die fortschreitende Offenbarung seitens der Natur von dem ist, was in ihr latent, in ihr involviert wirkt, ist die stoffliche Natur auch die offenbarte Realisation von dem, was sie insgeheim auch im Metaphysischen oder Transpersonalen ist. Sie kann von niemandem auf einer gewissen Stufe ihrer Entwicklung aufgehalten werden, auch wenn es Kräfte in den unstofflichen Sphären des Jenseits gibt, die das gerne machen würden. Wenn es wahr ist, dass unstoffliche Kräfte die Materie instrumentalisieren und die sichtbare Natur unerkannt und unbeachtet im metaphysischen Weben steht, dann ist es für den Menschen auf Erden das erhabenste und legitime Ziel, in sich selbst das Unstoffliche zu erkennen und die Qualitäten der Monade durch den Mikrokosmos zu verwirklichen.
Trotz der deutlichen Unterschiede in ihren Philosophien sahen sowohl Aurobindo als auch James die Evolution des Universums aus einer vorausgehenden Involution des universalen Lebensfeldes in die materielle Natur hervorgehen. Sie betrachten die sichtbare Welt als Emanation des Göttlichen (oder der einen ursächlichen Monade, dem universalen Bewusstsein), gleichzeitig jedoch als einen dynamischen Prozess, der den Plan allen Seins, über die Monaden in der äußeren Welt schöpferisch zu offenbaren sucht.

Im Zusammenhang mit den Erkenntnissen der unstofflichen Lebensfelder der Kosmen ist es unbedingt notwendig, einige betagte Begriffe der vergangenen Kulturepochen zu modifizieren. Dabei werden die Prämissen der Aussagen keineswegs relativiert. Die sichtbare Natur ist nicht das Abbild eines Gottes, wie es von Teilhard de Chardin dargestellt wird. Vielmehr gestaltet die sichtbare materielle Natur nur die äußere Erscheinung allen Lebens im materiellen Lebensfeld, wie eine Haut – griechisch «Hylé», indisch «Maya» – einer viel komplexeren Kumulation von sieben unstofflichen Kraftfeldern, insofern eine Emanation der kosmischen Lebensfelder innerhalb des planetaren Sonnenkosmos, die komplett von der Sonnenmonade getragen wird. Die Monaden sind im Universum die Werkzeuge der Schöpfung und geben diesem gewaltigen Geschehen Struktur und die erforderliche Logistik.
Dieser Brennpunkt mit den Kräften der Monade ist der Verbindungspunkt mit den kosmischen Monaden, die ihrerseits zusammen mit allen grundlegenden Ideen der Schöpfung im universalen Bewusstsein aus der Zeit am Anfang aller Zeiten aufgenommen sind. In jeder mikrokosmischen Monade vibriert als Urtyp die siebenfache Struktur sozusagen als der Bauplan, als Kausalkörper der Anthroposophen, für alle vollzogenen Entwicklungen und für die noch folgenden Eingliederungen der noch fehlenden Kraftfelder, so lange bis jeder Mikrokosmos mit allen sieben Kraftfeldern vollendet sein wird. Doch bis dahin wird es noch einige Inkarnationen auch der Erde bedürfen, denn auch unser Kosmos muss in dieser Zeit ebenfalls in allen Feldern vollkommen werden. Das ist eine unvorstellbar gewaltige Arbeit, denn zu unserer Zeit sind noch äußerst wenige Mikrokosmen der Menschen über eine astrale Vollkommenheit hinausgewachsen. Wie viele Inkarnationen werden noch vorübergehen, bis ein Großteil der Menschen über einen vollkommenen Mikrokosmos mit allen sieben Kraftfeldern verfügen wird? Bis sich das materielle Kleid aller Personen künftig aufgelöst und verflüchtigt hat und der Mikrokosmos eins mit der Monade geworden ist? Dann werden die vollendeten Monaden der Erde gemeinsam mit den integrierten Geschöpfen zu den Monaden im Sonnenkosmos aufgenommen, um dort für die Vollendung des Sonnenkosmos mitzuwirken.
In den Büchern des Erlösers, die zum apokryphen Evangelium der Pistis Sophia gehören, findet man noch einen weiteren wertvollen Gedanken. Er ist verborgen in der Beschreibung der Seelenschöpfung in unserer Natur durch die Äonen. Es ist dort geschrieben, wie Jesus darüber seinen Jüngern erzählt haben soll:

„Wenn die Seele (der Mikrokosmos) eine aus der ‚Hefe‘ des gereinigten Lichtes ist, dann nimmt Melchisedek, der große Überbringer in der Lichtwelt, diese Hefe von den Archonten entgegen. Oder sonst, wenn die Seelen (Mikrokosmen) aus den Tränen ihrer Augen oder aus dem Atem ihres Mundes sind – mit einem Wort, wenn die fünf Archonten derartigen Seelenstoff verteilen und verschiedene Seelen daraus machen, oder auch noch, wenn es eine alte Seele ist –, dann mischt der Archont, der sich in den Häuptern der Äonen befindet, selbst den Becher des Vergessens mit der Saat des Bösen; und er vermischt ihn mit jeder neuen Seele (oder Mikrokosmos) zu der Zeit, wenn er sich in dem jeweiligen Äonenhaupt befindet. Und dieser Becher des Vergessens wird zum Widersacher-Geist für jene Seele und bleibt außerhalb der Seele (im aurischen Wesen), indem er ein Mantel für sie ist und ihr in jeder Hinsicht gleicht, gleichsam als eine Gewandumhüllung für sie (den Mikrokosmos).“

Diese Beschreibung stellt sich in die Ansicht, dass die Schöpfung vieler irdischen Mikrokosmen mit ihren Menschen nicht aus «göttlicher Hand» geschieht, wie es in der Bibel, in der Genesis, beschrieben wurde. Das kreative Potential der Offenbarung ist zu allen Zeiten also auch noch jetzt so gewaltig, dass es keineswegs unwahrscheinlich ist, wenn es in allen Bereichen des siebenten kosmischen Gebietes unserer Welt dafür vorgesehene metaphysische Kräfte kreativ wirken und offenbaren, dass also Monaden aus den irdischen Kosmos die Mikrokosmen erschaffen, in denen Pflanzen, Tiere und andere Lebenswellen evolvieren, sich weiter entwickeln und so die Voraussetzungen hervorbringen, aus denen später auch ein Mensch hervorgehen wird. Das ist eine bewusst gelenkte Kumulation von spinalen, mentalen, astralen, ätherischen Energien zu einem aurischen Wesen nach der isotropen Resonanz im All. Beim Erscheinen eines physischen Wesens oder körperlichen Menschen werden dann aus der Erde die noch fehlenden stofflichen Kräfte ins aurischen Wesen hineingezogen. Das aurische Wesen ist eine holografische Kraftspiegelung der Monaden, ein Holokumulus – individuelle Zusammenfügung von Kräften – im planetaren Kosmos. Doch von entscheidender Bedeutung in dieser Erzählung, so eigenartig sie dem modernen Menschen auch erscheinen mag, ist die Feststellung Jesu, dass ein Teil von der Lichtkraft des Christus, dem Sonnenlogos, mit einem Auftrag in die Mikrokosmen eingewoben ist, wie es sein Gebot war. Danach kann man davon ausgehen, dass nicht nur die Impulse der Monade mit Mikrokosmos und Mensch kommunizieren, sondern auch der Christuskosmos in diese speziell menschliche Evolution hineinwirkt. Diese Verbindung des universellen Bewusstseins mit der irdischen Menschenschöpfung wird in vielen Religionen als die eine fundamentale Basis für ihre Existenz dargestellt. Das ist allerdings von enormer Bedeutung für die kosmische Weiterentwicklung, denn dieser hohe Bewusstseinsstrahl ist eine zusätzliche Vernetzung für das realistische Erfassen der ganzen phänomenalen Evolution. Es ist wahrlich ein Gnadenakt der Monaden, der im Hinduismus bei den Upanishaden als im Menschen innewohnender Brahman entspricht Atman bezeichnet wird.

In dem Buch «Die Akasha-Chronik» beschreibt Rudolf Steiner einen mehrstufigen Schöpfungsgang, der sich an die Philosophie des Mani aus Persien anlehnt. Über mehrere Inkarnationen des Kosmos «Erde» entwickeln sich auch die unstofflichen Felder der Mikrokosmen und werden zu einem Holokumulus zusammengefügt, um den stofflichen Körper herauszubilden, der heute Mensch genannt wird. Dieser Textabschnitt in der Akasha-Chronik erfordert vom Leser eine besondere Aufmerksamkeit. Nach Ansicht von R. Steiner waren bereits im Entstehungsbeginn der Welt, vor der sogenannten «Saturnphase» der Erde, alle sieben Kraftfelder im Kosmos anwesend. In jedem universellen Lebensfeld des All treten sie immer zusammen in Erscheinung. Diese elektromagnetischen Kraftfelder müssen in einem Prozess der subjektiven Erfahrungen und individuellen Erkenntnisse sukzessive nacheinander kraftwirksam im aurischen Wesen des Mikrokosmos zentriert eingebunden werden, damit sie vom innewohnenden Monadenprinzip geleitet und entwickelt werden können. Die noch nicht ganz konzentrisch mit dem Mikrokosmos verbundenen Kraftfelder umschweben die niedere Persönlichkeit in den zentrierten Kraftfeldern während der ersten Inkarnationsphasen wolkenartig und werden von den höheren Wesen aus der monadischen Sphäre für die Entwicklung der Menschen angewendet.
Aus den Höhen des universalen Schöpfungsfeldes, der Urmonade, wurde unter anderem die Monade der Galaxie «Milchstraße» entlassen. Hier entwickelten sich die Monaden des Sonnensystems mit allen planetaren Monaden. So entstand dann aus der irdischen Monade der Kosmos Erde auf seiner Entwicklungsbahn, eine Schöpfung mit einem monadischen Impuls zur weiteren Entwicklung aller unstofflichen Felder der Welt. Aus der Genesis erfahren wir von einem «Paradies». Dieser «Garten Eden» wird als eine Art Zwischen-Feld der Entscheidung beschrieben. Die Autoren des Alten Testaments verkündeten ihren Anhängern: Der Mensch bekam in dieser Phase seiner Entwicklung die Möglichkeit geschenkt, durch eine Auseinandersetzung mit den polaren Kräften von Gut und Böse, bewusst Erfahrungen zu sammeln, um dadurch zu einem höheren Erkennen und Denken heranzureifen und dann mit der Frucht vom «Baum des Lebens» direkt ins universelle Lebensfeld des Sonnenkosmos einzugehen. Der «ADM», der irdische Kosmos oder der erste Mensch, hat sich für den Weg der Erfahrung entschieden «und fiel aus dem Paradies», so wird von den Berichterstattern und Übersetzern des Alte Testaments behauptet. Es ist durchaus denkbar, dass bei dieser Betrachtungsweise ungefilterte Ahnungen aus der postnatalen Phase des menschlichen Lebens die Gedankenwelt einiger bedeutender Schriftgelehrten ausgestattet haben.
Der Erfahrungsweg der Mikrokosmen begann nach R. Steiner allerdings bereits in der Saturnphase. In dieser Periode der Erdentwicklung wurde unter der Leitung der Monaden für die Basiserfahrungen eine äußerst elegante Entwicklungskonzeption für die solaren Kosmen und planetaren Mikrokosmen gestiftet, die mit der Uridee der Offenbarung übereinstimmt. Aus den sieben Kraftfeldern sollten sich nach der Uridee der Schöpfung als erstes handlungsfähige Wesen im niedersten Energiefeld, in der Materie, entwickeln, die mit einem gewissen Selbstbewusstsein und sinnesorganischen Erkenntnisfähigkeiten ausgestattet werden konnten. So entwickelten die kosmischen Monaden für alle Lebenswellen zunächst das Mineralreich, dann die Mikroben, Insekten, Pflanzen, Tiere und Menschen. Die Autoren des apokryphen Evangeliums der Pistis Sophia beschreiben diesen Schöpfungsprozess viel ausführlicher. Parallel zu den materiellen Entfaltungen des Lebens erschuf «Luzifer, der Lichtbringer», zwölf metaphysische irdische Götter als Regenten im Umfeld des Sonnensystems, die den Kraftwirkungen aus dem kosmischen Tierkreis entsprechen. Die persischen und ägyptischen Astrologen begannen schon in historischen Zeiten die Auswirkungen dieser Gestirn-Konstellationen auf das menschliche Geschehen zu berechnen. Insbesondere die Staatslenker und Heerführer verlangten von diesen Auskünfte der «Götter» vor allem über den Ausgang ihrer Kriege. So bekamen die «Götter» am Firmament auch ihre tierischen Namen, die allegorisch für die Qualitäten der überirdischen Kräfte standen. Dabei erschufen die Regenten der sieben Kraftfelder auch andere unstoffliche Wesen oder Entitäten, die für das Wachstum, die Entfaltung der Natur und ihre Ordnung zuständig waren.

Die kosmischen Monaden der Erde sind in die Welt-Monade eingebettet. Während der Erdperiode senkte sich die Christuskraft aus dem Sonnenkosmos in den Erdkosmos für den Erhalt und die Beschleunigung der Entwicklung aller irdischen Wesen gegen die reaktionären Einflüsse der Äonen oder Asuras. Seit dem Geschehen um «Jesus von Nazareth» zu Beginn unserer Zeitrechnung stellte «Christus» für das menschliche Denken und Werden die wichtigste Kraft dar. Insbesondere im Einflussbereich des römischen Reiches um das Mittelmeer herum und in Europa bis ins ferne Skandinavien und Island bekam die christliche Religion eine ganz phänomenale Bedeutung für die gesellschaftlichen und sozialen Strukturen, weil sie von den herrschenden Äonen vereinnahmt und angewendet wurde. Das römische Reich deutscher Nationen unter der Leitung des Papsttums im Vatikan evolvierte mit Hilfe der abrahamitischen Äonen zum römischen Reich europäischer Nationen mit den mittelalterlichen Besitzstrukturen. Das Christusgeschehen wurde in den kanonisierten Bibeltexten von den staatlich autorisierten Kardinälen zu einer göttlich abgesicherten Verhaltensvorschrift aller Mitbürger degradiert, die sich später im 20. Jahrhundert den Deckmantel der Religionsfreiheit umhängte. Dass bei den diversen Konzilien der Kirchenväter erhebliche Korrekturen an den ursprünglichen Gleichnissen und Aussagen der Apostel beschlossen und mit Macht umgesetzt wurden, stört heute kaum einen gläubigen Christen. Sie alle wähnen in dem Schriftwerk das ungefälschte Wort Gottes, wie es der Katechismus auch fordert.

Eigentlich repräsentiert Christus das aus dem Sonnenkosmos in die Erde einstrahlende universelle Bewusstsein. Dieses hat sich damals mit dem Mikrokosmos Jesus in die kosmischen Zusammenhänge der Erde inkarniert. Mit diesem Geschehen konnte Christus in einer stofflichen Erscheinung der Menschheit die künftige Entwicklung für alle Menschen glaubwürdig demonstrieren. Das Verhalten des Jesus-Christus sowie alle Gleichnisse und Geschichten aus den Evangelien mit seinen 12 Jüngern beschreiben darum recht genau, wie der Mensch in tatwirklicher Nachfolge die sieben Kraftfelder in seinem Mikrokosmos vollenden wird. Diese prophetische Vision für die Menschheit steht glücklicherweise nicht nur in den tausendfach übersetzten und verfälschten Evangelien sowie dem Katechismus der römischen Kurie, sondern auch in der Akashachronik der Erde, wo sie unzensiert von jedem geeigneten Mikrokosmos ausgelesen werden kann. Von dort reflektiert sich die Verheißung der kommenden Entwicklung aller Mikrokosmen mit den Menschen, auch für die gesamte Natur im irdischen Kosmos, wie sie künftig sämtliche Lebenswellen mit ihren Monaden zum höchsten Devachan und darüber hinaus in das nirwanische Lebensgebiet des Sonnenkosmos aufsteigen lässt.

Das Basisprinzip, die Uridee der ganzen universalen Schöpfung, ist die fortwährende kreative Neuschöpfung (Emergenz), bei der alle weniger entwickelten Geschöpfe in die höher entwickelten aufgenommen, mitgenommen werden. Nach dem Empfangen des Lebens und des Daseins in dem universellen Bewusstsein entwickeln sich alle Kosmen der Schöpfung mit den ihnen innewohnenden Wesen bis zur höchsten Vollkommenheit durch das uneingeschränkte Wegschenken aller empfangenen Kräfte an alle, durch die kontinuierliche Reflexion aller Informationen nach dem für alle gültigen Resonanzgesetz. Wer dieses bereits in seinem irdischen Leben anwenden kann, verbunden mit der tiefen Erkenntnis, niemals selbst die Ursache seines Wirkens oder der Kraft zu sein, steht in der Gnade einer herrlichen Entwicklung.

Wie konnte bei diesem herrlichen Plan der Liebe und Freiheit im Universum all das Leid im materiellen Lebensfeld auf Erden entstehen? Diese Frage hat zu allen Zeiten die weisen Männer der Kulturen beschäftigt; und es haben sich auch einige Modelle entwickelt, die aus der Perspektive der naturwissenschaftlichen Empirie plausibel erscheinen. Insbesondere die Konzeption der Sünde als eigenwillige Abwendung von Gott wegen der narzistischen Egozentrik wird von den abrahamitischen Religionen vertreten. Diesem Modell widerspricht die Tatsache, dass sich kein Mensch selbst geschaffen hat. Alle Menschen leben aus den sieben Kräften ihres Mikrokosmos, die ihrerseits von einer Monade umfangen sind. Alle Mikrokosmen sind eingebettet in die Kraftfelder des irdischen Kosmos, wie die Wassertropfen im Meer. Auch der Kosmos Erde ist in seiner Monade eingeschlossen, wie alle anderen Nachbarplaneten im Sonnensystem, die zusammen die große Sonnenmonade erfüllen. Alles Leben in den universellen Zusammenhängen beruht auf der ununterbrochenen Kommunikation aller mit allen in allen Kraftfeldern nach dem Prinzip der Resonanz. Dabei könnte man das Grundgesetz der interkosmischen Kommunikation als die gewollte Freiheit zur totalen Kreativität bezeichnen, als die Schaffung von unendlich vielen Neugestaltungen nach dem Emergenzprinzip.
Natürlich bleiben diese Betrachtungen ebenfalls im Rahmen der beschränkten Möglichkeiten der mikrokosmischen Entwicklung, über die fundamentalen Schöpfungsprinzipien nachzudenken. Dabei erscheint die Brunosche Monadenlehre als eine plausible Grundlage. Alle sieben Kraftfelder stehen innerhalb ihres Energielevels immer auch mit dem niedrigeren und dem höheren Level in Kommunikation. Dabei entwickelt sich der unterste Energielevel innerhalb der Evolution als erstes nach den Prinzipien der Kreativität. Das Mineralreich entfaltet sich unter dem ätherischen Einfluss zu unvorstellbaren planetaren und stellaren Wesen, zu gewaltigen Sternenkonstellationen, Myriaden Galaxien und Sternennebeln in beständiger Expansion. Auf einem Planeten in der Galaxie Milchstraße entstand das Sonnensystem, in dem sich dann auch noch der Planet Erde herausbildete. Die ätherisch-materielle Entfaltung der Erde schuf mit der speziellen Zusammensetzung der irdischen Atmosphäre und den Konstellationen der Meere und Kontinente die idealen Voraussetzungen für die biologischen Lebenswellen der Flora und Fauna sowie dem Menschen. Im höheren Ätherfeld erlebten die Pflanzen ihre große Schaffensphase, dann folgte die Entfaltung der Tierwelt mit einem Umweg über die Insekten durch die Evolution der Astralfelder, wodurch sich auch die Sinnesorgane entwickelten. Dabei wurden bereits die Voraussetzungen geschaffen, dass sich einmal auch die Mentalis entwickeln kann, die von den Organen der Tiere für ihre Selbsterhaltung genutzt werden können.
Zahlreiche Verhaltensforscher bestätigen, dass in vielen Tieren das Organ «Gehirn» sehr gut ausgeprägt ist. Das Erfassen der Umwelt mit den Sinnesorganen und das instinktive Reagieren und Verarbeiten der empfangenen Informationen für den Selbstschutz ist bei vielen höheren Säugetieren sehr hoch entwickelt. Welche Kreativität wurde erst bei der Erschaffung des sich selbst bewusst seienden Menschen aufgebracht? Es ist unter der Leitung und Betreuung der Monaden eine gewaltige Leistung erbracht worden, um aus den vier niederen Energiefeldern, Materie plus Äther, Astralis und Mentalis, dieses hochkomplexe Ökosystem von Fauna und Flora mit wechselnden Interdependenzen zum Wasser, zur Mineralwelt und zur Atemluft auf dem Planeten Erde zu entwickeln. Welch gigantische Ordnung wurde rein kreativ nach den Prinzipien der Emergenz und der Resonanz geschaffen? – Welchem Menschen steht eine Beurteilung zu, wie „humanistisch“ das alles hätte geschehen müssen? – Es wäre sehr vermessen, auch nur einen Evolutionsstep nach seinem Leidenspotential zu beurteilen? – Beim Erschaffen neuer Lebensformen regeln die wechselseitigen Informationen nach dem ursächlichen Plan der Schöpfung von Anbeginn die wechselseitigen Kombinationen der Kraftfelder, die von den Monaden bei jedem Entwicklungsschritt begleitet werden.
Die Dynamik der Offenbarung ist ein unaufhaltsamer Strom resonanter In-formation. Jede Interaktion zwischen den Wesen, jede Interferenz zwischen den Kräften reflektiert das ganze unerschöpfliche Potential der Urmonade. Monas ist ein Wort aus dem Griechischen und bedeutet «Einheit»; im universalen Bewusstsein stehen alle Geschöpfe und alles Geschaffene ununterbrochen seit Anbegin – sofern es diesen gegeben hat – in der Einheit mit ihrem Schöpfer. Diese Einheit ist ewig, so wie der Schöpfer ewig ist; darin ist kein Tod zu finden. Die Myriaden von Erneuerungen der Formungen gehören zum Strom der sich beständig wandelnden Kommunikation zwischen den sieben Kraftfeldern für die Offenbarung seiner supranirvanischen Kreativität innerhalb der kosmischen Gebiete. Bei aller Vielheit der Erscheinungen bewahren alle stets die liebevolle und harmonische Einheit mit den sieben Dimensionen.

Das über alles menschliche Denken hinausgehende Kraft- und Lichtfeld «göttlicher» Art aus und in dem die Offenbarung der Urmonade eingebettet ist, erschafft in seiner permanenten Evolution die gewaltige Ordnung des Geschehens im unbegrenzten, ewig expandierenden Universum mit einer überwältigenden Präzision über die Hierarchie der Monaden und die Gesetzmäßigkeiten der isotropen Resonanz.

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zur Druckversion als PDF02. Beginn + Ursache

3. Das siebenfache Weltfeld

Die Basiszahl aller Strukturen im All ist die heilige Sieben. Es gibt sieben kosmische Gebiete, in allen existieren sieben Dimensionen. In ihnen wird alles Leben von sieben Kräften erfüllt, die sich jeweils in sieben unterschiedlichen Polarisationen auswirken.

Diese Weltanschauung umfasst den ganzen Bereich der stofflichen und unstofflichen Offenbarungen im Universum. In vielen Büchern werden einzelne Teile davon angedeutet, meistens im Zusammenhang mit religiösen Vorstellungen oder kabbalistischen Hypothesen. Es ist wohl die Zeit gekommen, ernsthaft danach zu fragen, warum die Weisen aller Zeiten dieses Thema immer nur beiläufig besprochen haben? – Fehlte ihnen die Vision, oder ermangelte es einfach an der Kommunikationsmöglichkeit? – Auch heute wird es nicht ganz einfach sein, mit den nichtautorisierten Begriffen für diese Weltschau auf Verständnis zu stoßen. Warum? – Weil diese sich derzeit dafür anbietenden Bezeichnungen oder Namen bereits für andere verschiedene esoterische Bereiche mit abweichenden Inhalten verwendet werden oder aus bislang nicht bedachten Erlebensbereichen stammen.


Sollte Dir ein Gedanke zu dem Text einfallen, dann schicke ihn bitte mir zu.  Vielen Dank.


Jakob Böhme beschrieb seine Visionen von der Schöpfung und dem Sündenfall 1612 in einem christlich geprägten Europa. Die dominierende katholische Kirche hatte alle wissenschaftlichen Erkenntnisse der Griechen, Perser und Araber unter das Joch ihrer Dogmen gestellt, die damals sehr stark von Aristoteles beeinflusst waren. Auch darum existierten in den deutschen Landen zur Zeit Böhmes keine bekannten Bilder für die kosmischen Kräfte oder Dimensionen, obgleich sich die Philosophen sehr viel mit den Erkenntnissen aus der Metaphysik beschäftigten. Denn bereits damals brannte den scholastischen Geistern die Fragen nach dem Woher? und Wohin der Menschen? auf den Nägeln.
Gerade in der Zeit der Renaissance wurde die Alchemie von einigen erlauchten Herren gepflegt, die sich ein entsprechendes Labor eingerichtet hatten, um den Wirkungen der Tinkturen auf die Schliche zu kommen, oder um profanes Gold für die Fürsten zu machen. Es wurde auch fleißig nach dem Stein der Weisen geforscht, oft unter der Anleitung des ägyptischen Alchimisten Hermes Trismegistos. Die Rosenkreuzer forderten in ihren Manifesten zu einer Reformation in Wissenschaft, Philosophie und Religion auf. Für die normalen Gläubigen in der Kirche musste die Erde eine Scheibe sein, darüber thronte der Himmel, am Rande dehnten sich die großen Meere aus bis zum Horizont, und unter der Erdscheibe stellte man sich die furchtbare Hölle vor. Ob das aristotelische Weltbild, in dem sich alles um die Erde dreht, vielleicht immer noch bei vielen Menschen das Denken bestimmt, obgleich sie sich heute alle in Sprache und Bildern der modernen Wissenschaften über unseren kugelförmigen Kosmos und die planetare Konstellation in zahllosen Publikationen informieren können?
Vergegenwärtigen wir uns den irdischen Kosmos, so wie er uns heute in modernen wissenschaftlichen Bildern beschrieben wird, mit allen Sphären in den Höhen der Atmosphäre bis hin zum van-Allen-Gürtel und in den Tiefen des Meeres und des Erdinneren, von denen einst Jules Verne seine Visionen geschrieben hat. Die Atmosphäre – von griechisch ατμός, atmós „Dampf, Dunst, Hauch“ und σφαιρα, sphaira „Kugel“– ist die gasförmige Hülle um den Planeten Erde. Sie besteht meistens aus einem Gemisch verschiedener Gase, das vom Schwerefeld des Himmelskörpers festgehalten werden kann. Die planetare Atmosphäre, als ein Bestandteil der Geosphäre, ist an der Oberfläche der Erde am dichtesten und geht in großen Höhen fließend in den interplanetaren Raum über. Sie bestimmt im Falle ihrer Existenz zum größten Teil das Erscheinungsbild eines Himmelskörpers. Die Atmosphären der Sterne reichen tief in den Raum hinein, auch wenn das von den menschlichen Messinstrumenten nicht erfasst werden kann.
Die Erde hat in erster grober Näherung die Form einer leicht abgeflachten Kugel mit einem Erdradius von 6357 bis 6378 km. Das  Innere der Erde ist aus mehreren Schalen aufgebaut: Im Zentrum befindet sich der feste Erdkern aus Eisen und Nickel. Daran schließt sich der flüssige Teil des Erdkerns an, mit einer Mächtigkeit von rund 2200 km. Darüber liegt die 2900 km dicke Schicht des Mantels aus zähplastischem Gestein. Daran sieht man, dass unsere Welt auf einer relativ dünnen, harten mineralischen Kruste existiert. Mit ihrem schalenartigen Aufbau ist die Erde gleichzeitig der Prototyp der vier terrestrischen Planeten im inneren Teil unseres Sonnensystems.

Soweit die grobstoffliche Ansicht des Lebensfeldes der Erde. Die unstoffliche Sicht des Geistesforschers reicht weit über die materielle Kugel hinaus in die sie umgebenden Sphären. Das Wesen Erde ist vielgestaltiger und wird in den Stratas von mehreren Planetgeistern bewusst als ein Organ innerhalb des Sonnenkosmos geführt. Es gibt keinen leeren Raum. Alle Sphären sind angefüllt mit unstofflichem Leben, um das multidimensionale Sein der Welt innerhalb und außerhalb des materiellen Körpers Erde aufrecht zu erhalten und die geplante Evolution aller Monaden des universellen Offenbarungsfeldes durch den Logos zu ermöglichen.

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Abb.: van-Allen-Gürtel, NASA/GSFC Scientific Visualisation Studio

Alles Leben unserer Welt, alle Mikrokosmen, alle Wesen in den Märchen und alle sonstigen die Natur instand haltenden Entitäten, alle irdischen Götter, Demiurgen, Engel und Devas, Daevas und Äonen wesen in den unstofflichen Feldern der Planetensphäre, in der „unsichtbaren“ Spiegelsphäre oder dem Jenseits der Welt, das auch das Diesseits enthält, die für uns sichtbare materielle Natur. Jeder Planet, jeder Stern und jede Galaxie ist ein lebendes Wesen, und kann als Teil des Zodiaks gesehen werden, die alle einen speziellen Auftrag im Gesamtgeschehen haben. Sie werden durchzogen und getragen von einer Monade, die das Wirken des komplexen Klusters von Kraftfeldern unterschiedlicher Vibrationen leitet. Diese monadische Infusion schafft im System eine Bewusstheit, mit Wahrnehmung und bedachten, erwogenen Reaktionen. Alle Körper im All und alle für die Menschen unsichtbaren Wesen und Entitäten sind bewusste, mitentscheidende lebende Bausteine des Universums. „Der Geist schwebt über den Wassern“, wird in der Genesis gesagt.

Dieses historische Bild erläutert in seiner allegorischen Sprache, dass alle Energien der Welt – die Wasser – immer vom Geist, d.h. von Bewusstheit, Wissen und Weisheit geführt werden.

Erst die modernen Wissenschaftler haben in ihren Theorien aus Materie den Geist, die Bewusstheit extrahiert. Sie stellen sich überall eine tote Materie oder eine unbelebte Energie vor. Aber nirgendwo im ganzen All und auf der Erde gibt es etwas Unbelebtes. In der Natur gibt es eben nur darum lebendige Wesen, Tiere, Pflanzen, Einzeller und Bakterien, weil alles – auch die Mineralien – von pulsierendem Leben erfüllt sind. Darum können sie alle zu einer lebendigen Gesundheit aller Fauna und Flora im Himmel, auf der Erde und im Wasser beitragen. Selbst alle synthetisch produzierte chemische Medizin könnte keinem Kranken helfen, wenn sie nicht irgendwie lebendig wäre.

Das umgebende und durchdringende Jenseits
Die grobstoffliche Natur ist der sinnesorganisch erfassbare Teil der gesamten Welt. Zu ihr gehören noch weitere sechs unstofflichen Sphären. Zusammen werden diese mit ihren lebendigen Kräften und Bewohnern, Entitäten und Engeln als Jenseits bezeichnet, im Gegensatz zu der wahrnehmbaren, stofflichen Erde, dem materiellen Diesseits. Man spricht gerne auch von einer Spiegelsphäre, weil sich die Krafterscheinungen des Jenseits auch in den stofflichen Ebenen der Himmelskörper widerspiegeln – sowie umgekehrt, die Geschehnisse der materiellen Welt reflektieren sich immer in die jenseitigen Feldstrukturen. Vielfältig wird von kirchengläubigen Menschen dieses Bild vom Jenseits, in das Himmel und Hölle der Verstorbenen versetzt wurde, oberhalb oder unterhalb der materiellen Ebene gesehen. Das Weltbild aus der Zeit, als die Erde noch als eine Scheibe aufgefasst wurde, müsste heute endgültig revidiert werden, angesichts der Erfahrungen einiger Astronauten, die das Weltall bereits mit Satelliten bereist haben. Natürlich durchwirken die unstofflichen Felder mit ihren Bewohnern die gesamte Materie bis in die Tiefen der Erde und bis in die Höhen des van-Allan-Gürtels und auch darüber hinaus. Ja, die ätherischen und astralen Kräfte sind unbedingt notwendig für die Existenz der materiellen Erscheinungen. Oftmals enthalten die Märchen über Engel, Nymphen, Sylphen, Elben und Orks mehr Weisheit als die empirischen Definitionen der Elemente in der Luft, im Wasser, im Holz und im Stein.

Die Spiegelsphäre heißt so, weil sich die Erscheinungen des Jenseits in der materiellen Ebene der Erde widerspiegeln, und umgekehrt.

Alles Geschehen der Welt trägt zu einem gemeinsamen Kosmos bei, zu einem gewaltigen elektromagnetischen Kraftkörper, weil alle Ereignisse des Seins miteinander kommuniziert werden und im Resonanzprinzip reflektiert werden. Die Bauernsprüche: „Wer einem anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein.“ und „Wie es in den Wald hinein schallt, so schallt es auch hinaus!“ sind nicht nur wohlfeile Ratschläge, sondern sie definieren ein kosmisches Gesetz. Das Spiegel- oder Resonanzgesetz ist überall gültig, jeder Gedanke, jede Handlung – ob von Menschen oder von Göttern – hat eine Reflexion in der zugehörigen Ebene, und je nach Wirkungsstärke, reicht diese auch bis in andere naheliegende Felder hinein. Kein Leben kann ohne Reflexion ablaufen, denn jede lineare Dynamik bedarf einer korrigierenden Reaktion, um sich im vielfältigen elektromagnetischen Miteinander harmonisch zu gestalten. Wer die erhabene Konstruktion des Universums in etwa erkennen will, darf sich nicht im allgemein veröffentlichten Vorurteilsurwald, in der allseits gepflegten Unwissenheit der Menschheit verstecken. Wer sich der steten Verschleierung der Realitäten durch die materialistische Wissenschaft unkritisch hingibt, wird den Sinn und die Schönheit des kosmischen Entwicklungsplans nicht sehen können. Stellen wir uns möglichst neutral und ohne die obligatorischen Einwände vor die esoterisch nachweisbaren Tatsachen: Der sichtbarer Teil unserer irdischen Natur vibriert in einer unsichtbaren multiplexen Kraftsphäre, dem sogenannten Jenseits mit zahlreichen unstofflichen Feldern. Alle durchdringen sich gegenseitig innerhalb ihres Sphäroids analog den elektromagnetischen Energiefeldern der GPS, Funk, Radio- bzw. Fernsehsender, die rund um den Erdball pulsieren. Beide Sphären, Diesseits und Jenseits des Kosmos Erde beeinflussen sich wechselseitig, und beleben auf diese Weise die Welt als eine selbstbewusste Entität in ihrer Monade. Alles für das menschliche Auge Sichtbare unter dem Himmel gehört zu der stofflichen Natur. Der Raum zwischen den Sternen ist jedoch kein Vakuum, sondern ist mit zahllosen Kräften erfüllt.
Lesen wir, was der Codex Askewianus, das Buch „Die Pistis Sophia“, über die Herrscher in den  jenseitigen Sphären berichtet:

„Über die Archonten und ihr Ziel, die Zeit ihrer Herrschaft möglichst lange hinauszuschieben. Jetzt aber hatten sie erkannt, dass die Siebenzahl der Ziffern Melchisedeks, des Lichtüberbringers, vollkommen war. Er kommt wiederum heraus, wie er es zu tun pflegt, und geht in die Mitte der Archonten all der Äonen und der Archonten der Schicksalskräfte und der 24 Sphären hinein. Er versetzt sie in Aufregung und bewirkt, dass sie ihre Kreisbahnen schnell verlassen. Sie geraten unmittelbar in Bedrängnis und werfen die Kraft aus sich heraus durch den Atem ihres Mundes und die Tränen ihrer Augen und den Schweiß ihrer Leiber.“

Dieser Text macht deutlich, dass die irdische Welt aus sieben sich ineinander drehenden Kraftkugeln besteht, in denen 24 Kosmokratoren die Regeln fügen und die Gesetze beherrschen. Sie sind als Herrscher dieser Naturordnung eingesetzt, um für diese zu sorgen und so lange instand zu halten, bis die Evolution der Mikrokosmen vollendet sein wird. Aber zusätzlich zu diesen, von Beginn an für die Menschheit wirkenden Monaden, wirken gewaltige Bewusstseinswesen, Äonen und Archonten, aus den jenseitigen Sphären auf die Menschen. Die gewaltigen, unbeachteten Entitäten, die ahrimanischen Fürsten unter dem Himmel, wurden aus den zahllosen Gedanken, Wünschen und Gebeten aller Menschen geschaffen, die sich den Garten Eden in der irdischen astral-mentalen Welt sowie dem materiellen Pendant bis in alle Ewigkeit herbeiwünschen. Diese von Menschen geschaffenen astralen Kräfte werden Äonen und Archonten, Kosmokratoren genannt, weil sie bereits seit undenklichen Zeiten („äon“ bedeutet im Altgriechischen „ein langer Zeitraum“) hervorgebracht und ernährt werden. Die Summe all dieser Kräfte im Jenseits wird in der alten persischen Lehre des Zarathustra als „Ahriman“ angedeutet. Die hinduistischen Lehren bezeichnen diese irdischen Götter unterschiedlich als Asuras oder als Devas. Ihr Aufenthaltsgebiet im mentalen Feld des Jenseits heißt darum auch Devachan.

Es ist und war also zu allen Zeiten bekannt, dass es neben dem Diesseits, damit ist die sinnlich erfahrbare Welt gemeint, und auch ein Jenseits gibt, die hellsichtig erfahrbare unstoffliche Welt, in der auch zahllose Wesen, Geister oder Engel leben. die zum Erhalt und zur Regeneration der Natur beitragen. Dabei ist wohl zu bedenken, dass alle sieben Lebensfelder unbedingt zusammen gehören, nicht nur weil sie sich ineinander drehen und sich gegenseitig durchdringen, also einen zusammenhängenden Kosmos oder Holokumulus  bilden, sondern weil sie in ihrer Monade eine lebendige, mit Bewusstsein begabte Kraftkugel innerhalb des Sonnensystems bilden. In der Sonnenmonade sind alle planetaren Monaden mit ihren Planeten und Monden integriert und erfüllen gemeinsam eine konkrete Aufgabe für die Evolution des Gesamtsystems der Galaxie Milchstraße.

Die Erde wird von einer Monade belebt und besteht aus sieben sich ineinander drehenden Kraftfeldern.

Die Monade der Erde kann als ein „Kind Gottes“ bezeichnet werden, sie ist eines der Kinder des Sonnenlogos. Die Erde selbst mit allen Strata ist eher ein Kind der zugehörigen Monade. In diesem Lichte scheint es doch eine unbedachte Überheblichkeit zu sein, wenn sich der Mensch selbst als Kind Gottes bezeichnet. Der Mensch ist mit seinem Mikrokosmos selbstverständlich ein Kind des lebendigen Wesens Erde. Erst die empirische Wissenschaft hat unter Anleitung der selbstbehauptenden Äonen im Denken der europamerikanischen Kultur eine unbeseelte und unbewusste Natur definiert. Die ersten Weichen für diese materialistische Weltanschauung haben allerdings bereits einige griechische Philosophen, unter anderem Aristoteles gestellt. Da die katholische Kirche und einige arabische Philosophen haben seine Lehre über die Regeln der wissenschaftlichen Methoden, wie die Natur zu untersuchen sei, im Mittelalter bis weit in die Renaissance hinein dogmatisiert. Zugleich wurde das kritische Hinterfragen der kirchlichen Dogmen in mehreren Konzilien unter Strafe gestellt, z.B. die Exkommunikation. Jeder, der noch ein wenig von den unstofflichen Welten erfassen konnte und ihre natürlichen Bewohner in ihrem Dasein berücksichtigte, wurde während der Inquisition verfolgt. Alle Forscher, die getrieben von ihrem inneren Wissensdrang auch die Wesen in der unstofflichen Natur genauer analysierten, wurden verleumdet, ihrer Vermögen beraubt und zwecks Meinungsänderung gefoltert. Dieses menschliche Trauma des europäischen Mittelalters hat tiefe Spuren in der Psyche vieler Europäer hinterlassen, darum wird weitestgehend nicht über Engel, Nymphen oder andere Elementalwesen gesprochen. Es ist eigentlich ungeheuerlich, dass man auch heute noch in Gesprächen über dieses Thema deutlich bemerken kann, wie die dadurch geschürten Zweifel selbst den aufgeklärten modernen Menschen beeinflussen.

Heute weiß es eigentlich ein jeder: Alle Planeten im Sonnensystem verfügen über vergleichbare Kraftfelder, über Stratosphären, über eine Gravitation und eine elektromagnetische Ausbreitung. Der Mutterstern unseres Planetensystems, die Sonne, hat ebenso wie alle anderen Sterne seine unstofflichen Sphären. Sie nehmen dabei einen so großen Raum ein, wie das Sonnenlicht in das All hinausreicht. Dieses gigantische Sonnenfeld ist eingebettet in die Sonnenmonade, in der die planetaren Monaden organisch, bewusst mitarbeitend eingebunden sind. So reichen die ursprünglich geschaffenen Schöpfungsfelder für uns Menschen, die Monaden, bis an den Rand des astronomisch „sichtbaren“ Bereiches. Dort, im Zodiak des Tierkreises des sichtbaren Universums, sollen die obersten Kosmokratoren herrschen. So stellen es sich die Astrologen aus Chaldäa, Persien, Ägypten und Griechenland seit der Antike vor. Dass aus diesen hohen Sphären besondere Monaden ihre Einflüsse über das planetare Sonnensystem, die Welt und auch über die Menschheit der Erde ausstrahlen, kann man aus der Kabbalah, der Geheimlehre von Mme. Blavatsky und bei R. Steiner nachlesen. Dieses Wissen um die großen Zusammenhänge hat in der Antike dazu geführt, dass wissende Priester den Sternbildern im Zodiak die heute noch geläufigen astrologischen Namen von „ihren Göttern“ gegeben haben. In den griechischen Mythologien wurden die Götter oder Halbgötter öfters als Stern oder Sternbild in den Himmel versetzt. Die Sternbildnamen sind dabei keineswegs willkürlich erfunden worden, so wie man heute Markennamen produziert, sondern die Allegorien der Götter bedeuten eine spezielle Auswirkung ihrer Kraftfelder auf alle Planeten, Wesen und Geschöpfe ringsumher. Die Namen charakterisieren die expliziten Eigenschaften und Qualitäten ihrer auf die Welt und den Menschen ausstrahlenden Kräfte.

Die Urmonas, das ganze Offenbarungsfeld ist ein zusammengehöriges und zusammenwirkendes im Allbewusstsein pulsierendes Lebensfeld, der Logos, Tao, Chi, Ahura Mazda oder Allah. In diesem Universum gibt es tatsächlich sieben kosmische Gebiete, in denen seit der Schöpfung zahlreiche Makrokosmen leben und sind.

Das führt den Leser an den Gedanken heran, dass alle sieben kosmischen Gebiete, alle Universen und Galaxien – ob sichtbar oder unsichtbar – in ihrer unvorstellbaren Vielfalt ein einziges zusammenhängendes gigantisches Kraftfeld bilden, ein gewaltiger geordneter Sphäroid in unbeschreiblicher Vielfalt und in einer herrlichen Einheit in der Urmonas. Das ganze Offenbarungsfeld ist ein zusammengehöriges und zusammenwirkendes im Allbewusstsein pulsierendes Lebensfeld, der Logos, Tao, Chi, Ahura Mazda oder Allah. Wer etwas von dieser Herrlichkeit erahnen möchte, sollte seine Lebensausrichtung von den kleinkarierten Lebensumständen auf dem irdenen Erdenkloß einmal abwenden und sich in aller Stille mit diesen hehren Einsichten erfüllen. Auf diese Weise kann ihm die Möglichkeit geschenkt werden, in seinem Mikrokosmos dafür geeignete neue „Sinnesorgane“ zu entwickeln. Das einheitliche Bemühen um eine höhere Bewusstheit wird aus einem Denken geboren, dass die materielle, in dieser Natur lebensnotwendige, auf sich selbst bezogene Weltanschauung auf einen neutralen Platz stellt. Dabei sollten die das ganze Dasein durchdringenden Dogmen und Tabus ernsthaft bis in das Unterbewusstsein gelöscht werden. Erst wenn sich der Mensch mit Hilfe seines intelligenten Verstandes-Denkens auf ein Leben und Geben in allen unstofflichen Energieströmen ausrichtet, kann sich eine Tür zur höheren Astralis und zum höheren Mentalvermögen öffnen. (Genaueres dazu unter Mikrokosmos, Kapitel 05) Entfalten sich diese neuen Vermögen, kann es möglicherweise bereits in der Aquariusperiode wirklich werden, dass viele Menschen in dem neuen Weltgeschehen mitwirkend zu einem friedlichen und harmonischen Durchbruch beitragen.

Die Wendezeit zum Beginn der Aquariusperiode.

Die Menschheit erlebt zur Zeit in ihrer Evolution eine besondere Wende- und Entscheidungszeit. Innerhalb des siebten kosmischen Gebietes führt die Monade die Entwicklung der Erde durch das elektromagnetische Feld der Materie, in dem die Menschen selbstbewusst zu der Erkenntnis kommen soll, dass die Evolution sie alle zu höheren Lebensgebieten führen wird. Dafür müssen sich alle Menschen aus eigener Erkenntnis von dem Prinzip des Konsumierens zum Prinzip des Schenkens erheben. Man kann also sagen, dass die Erde zur Zeit ein Lernfeld ist, eine Art Universität, in der jeder prozessmäßig über viele Erfahrung zu einer selbstständigen, innereigenen Erkenntnis kommen kann, dass seine Lebensaufgabe darin besteht, das bisherige Leben aufzugeben zugunsten einem Leben aus dem Strom der Kräfte, die sich permanent wegschenken.
Kann man etwas konkretes über die kosmischen Gebiete sagen? In dem gnostischen Werk, das von Valentinus verfasst sein soll, die Pistis Sophia, Kapitel 88, wird mehrfach über die höheren Sphären des Lichtreiches gesprochen: Nach all diesen Worten wiederum fuhr Jesus in der Rede fort und sprach zu seinen Jüngern: „Hört, damit Ich mit euch spreche über den Glanz jener von der Höhe, wie sie sind, der Art entsprechend, wie ich mit euch bis jetzt gesprochen habe. Wohlan, wenn ich euch zum Gebiet des letzten Helfers führe, der den Lichtschatz umringt – wenn ich euch also zum Gebiet jenes letzten Helfers führe, und ihr die Herrlichkeit seht, worin er sich befindet, so wird der Ort des Lichterbes für euch nur so viel wie die Größe einer Stadt dieser Welt gelten, gemessen an der Größe, in der sich der letzte Helfer befindet, und an dem großen Licht, in dem er ist. Und danach werde ich mit euch auch sprechen über den Glanz des Helfers, der über dem kleinen Helfer steht; doch ich werde nicht mit euch reden können über die Gebiete derer, die über allen Helfern stehen; denn es gibt in dieser Welt kein Bild, um sie zu beschreiben; denn es gibt in dieser Welt nichts Ähnliches, um sie damit zu vergleichen: weder Größe, noch Licht, das ihnen gleicht, um sie zu beschreiben; nicht nur mit dieser Welt, sondern sie haben auch keine Ähnlichkeit mit jenen vom Ort der Höhe der Gerechtigkeit aufwärts. Darum gibt es nun in der Tat kein Bild in dieser Welt, um sie zu beschreiben, wegen des großen Glanzes derer von der Höhe und ihrer unermesslichen Größe. Darum nun gibt es Nichts in dieser Weit, um diesen Glanz zu beschreiben!“

Die sieben Kraftfelder der Schöpfung sind, wie hier angedeutet, in ihrer Energiestärke vielfach höher als die uns bekannten Energien, die im Zusammenhang mit der Materie im siebenten Gebiet erforscht werden können. Da und dort wird in der esoterischen Literatur von Zahlen gesprochen, die jedoch allesamt sehr vage Hypothesen sind, darum wollte ich diese hier nicht wiederholen. Zahlreiche Gespräche und die überwältigende Fülle Bücher und Zeitschriften aus Wissenschaft und Forschung beweisen: Die europamerikanische Weltanschauung der materiellen Welt ist stahlhart kristallisiert und wird unter subtiler Anleitung der Äonen von hohen Autoritäten der Wissenschaften bewacht.

Stanislav Grof schreibt in seinem Buch: Auf der Schwelle zum Leben:
Der Mythos von fester, unzerstörbarer Materie, das zentrale Dogma überlieferten Denkens, löste sich unter experimentellen und theoretischen Beweisen auf. Die Grundbausteine des Universums, die Atome, stellten sich als im wesentlichen leer heraus. Zuerst wurden sie auf Protonen, Neutronen und Elektronen reduziert, um später in der Hochenergiephysik in Hunderte von subatomaren Partikeln aufgelöst zu werden. Zusätzlich noch weisen diese Partikel dieselben paradoxen Charakteristika wie das Licht auf, sie zeigen sich – je nach dem Verlauf des Experiments – entweder als Partikel oder als Wellen. Die Welt der festen Materie wurde durch die des Prozesses, des Geschehens, der Beziehungen ersetzt. In der subatomaren Analyse verschwand die feste Newtonsche Materie und wurde durch Aktivität, Form, abstrakte Ordnung und Muster ersetzt. Um mit den Worten des berühmten Mathematikers und Physikers Sir James Jeans zu reden: »Das Universum gleicht immer weniger einer Maschine und immer mehr einem Gedankensystem.« Die dreidimensionale Raum- und die eindimensionale Zeitvorstellung Newtons wich dem vierdimensionalen Kontinuum von Raum-Zeit Einsteins. Die objektive Welt lässt sich nicht mehr von dem Beobachter trennen (Werner Heisenberg) und das lineare Prinzip von Ursache und Wirkung verliert seinen Platz als das einzige und notwendige verbindende Prinzip im Universum. In der modernen Physik ist das Universum nicht das gigantische mechanische Uhrwerk Newtons, sondern ein verbundenes Netzwerk von Ereignissen und Beziehungen.
Einige prominente Physiker wie zum Beispiel Eugene Wigner, David Bohm, Geoffrey Chew, Edward Walker, Fred Alan Wolf und andere gehen davon aus, daß Geist, Intelligenz und womöglich Bewusstsein integrierte Bestandteile der Existenz unseres Universums sind, und nicht lediglich eine unbedeutende Randerscheinung der Materie. Obwohl die Quantenphysik die überzeugendste und radikalste Kritik des mechanistischen Weltbildes bietet, haben auch in anderen Disziplinen – auch in den Naturwissenschaften – Forschungserkenntnisse zu wichtigen Veränderungen im Denken geführt. Unter diesen spielten die Kybernetik, Informationstheorie und Systemtheorie eine wichtige Rolle.

Die dreidimensionale Raum- und die eindimensionale Zeitvorstellung Newtons wich dem vierdimensionalen Kontinuum von Raum-Zeit Einsteins. Die objektive Welt lässt sich nicht mehr von dem Beobachter trennen (Werner Heisenberg) und das lineare Prinzip von Ursache und Wirkung verliert seinen Platz als das einzige und notwendige verbindende Prinzip im Universum. In der modernen Physik ist das Universum nicht das gigantische mechanische Uhrwerk Newtons, sondern ein verbundenes Netzwerk von Ereignissen und Beziehungen.
Einige prominente Physiker wie zum Beispiel Eugene Wigner, David Bohm, Geoffrey Chew, Edward Walker, Fred Alan Wolf und andere gehen davon aus, daß Geist, Intelligenz und womöglich Bewusstsein integrierte Bestandteile der Existenz unseres Universums sind, und nicht lediglich eine unbedeutende Randerscheinung der Materie. Obwohl die Quantenphysik die überzeugendste und radikalste Kritik des mechanistischen Weltbildes bietet, haben auch in anderen Disziplinen – auch in den Naturwissenschaften – Forschungserkenntnisse zu wichtigen Veränderungen im Denken geführt. Unter diesen spielten die Kybernetik, Informationstheorie und Systemtheorie eine wichtige Rolle.

Alle sieben Kraftfelder der irdischen Monade sind auf besondere Weise miteinander verschränkt.

Dabei lässt sich auch aus wissenschaftlicher Forschung – insbesondere der Quantenphysik und Bosonenforschung – nicht mehr ganz leugnen, dass alle sieben Kraftfelder des irdischen Kosmos auf besondere Weise mit den aller anderen planetaren Monaden verschränkt sind. Genauso wie der sichtbare Kosmos mit seinen Planeten eine großartige Ordnung und Genauigkeit zeigen, haben alle unstofflichen Kraftfelder der Welt einen wesentlichen Anteil an der unabdingbaren Gesamtordnung im Universum. Da die irdische Natur als ein Abbild des monadischen Urtyps geschaffen wurde, sind dem Autor plausible Analogien zum göttlichen Wirken erlaubt, allerdings im klaren Wissen, dass sich das Sein in den höheren kosmischen Lebensfeldern in Qualität und Quantität der Energieströmungen völlig anders entfaltet als alle irdischen Forschungen beibringen können.
Es ist dabei von grundlegender Bedeutung, dass der Mensch mit seinen aktuellen Sinnesorganen eigentlich nicht begreifen kann, wie und worin sich die Energieebenen in den höheren Ebenen im sechsten, fünften, und vierten etc. kosmischen Gebiet von den irdischen im siebenten unterscheiden. Einerseits vibrieren alle irdischen elektromagnetischen Kräfte mit einer deutlich niedrigeren Schwingung. Allein die Materie vibriert mit der niedrigsten Energie in der untersten Ebene, und schon das Ätherfeld wirkt in einer viel höheren Energie. Das nächste Feld, die Astralis überträgt noch höhere Energien, wobei sich auch die Zeitqualität deutlich verändert. Jeder vermag das in seinen Träumen beobachten, die sich bekanntermaßen in der Astralis abspielen. Im Traum können es Monate und Jahre gewesen sein, eine parallel erfasste Zeit in der Tagesrealität zeigt nur ein paar Minuten. Auf der anderen Seite werden von den Wesen der irdischen Natur von den sieben Kräften des Kosmos nur die vier unteren aktiv genutzt, das stoffliche Feld, der Äther, die Astralis und die Mentalis. Dabei ist die konsequente Aufmerksamkeitsrichtung des Menschen auf das Überleben in den materiellen Zusammenhängen fokussiert, das ist auch für die Tiere und Pflanzen gültig. Jeder aufmerksame Beobachter kennt das aus seinem persönlichen Umfeld, die Selbst- und Arterhaltung mittels materiellem Konsum, mit Macht und Standesvorteilen stehen weltweit im Vordergrund des täglichen Lebens. Jeder Mensch lebt unter seinem individuellen Denkcharakter, wird geprägt von seinen astrologischen Sternkonstellationen, seinem Karma und seinen pädagogisch geschickt übertragenen Dogmen. Darum sind die Menschen sozusagen taub geworden gegenüber den außersinnlichen Zusammenhängen, sie beschränken sich auf ein an die Materie gebundenes Bewusstsein. Erst wenn dem Menschen die höhere Astralis und die höhere Mentalis im Mikrokosmos aktiv zur Verfügung steht, vermag er auch die unstofflichen Zusammenhänge mit seinen neuen Sinnesorganen zu erfassen. Damit taucht er in eine völlig neue Welt ein – die eigentlich nur ein höheres Kraftfeld der gleichen Erde ist – in der allerdings sich das Gesetz der Resonanz positiv umsetzt: „Gib, so wird Dir gegeben.“ Wer das noch nicht verwirklichen kann, wird diesen Entwicklungsschritt vorerst nicht wollen.

Denn der wesentliche Unterschied zwischen den niederen Aspekten der Kraftfelder liegt in der deutlich anderen Wirkungsrichtung der Kräfte. Die Kraftfelder der höheren kosmischen Gebiete wirken stets zentrifugal nach außen. Das beginnt bereits zunehmend mit der Aktivierung der höheren Astralis. Diese Kräfte verschenken sich völlig schattenlos. Sich gegenseitig vollkommen ergänzend streben sie harmonisch in die absolute Einheit der Schöpfungsherrlichkeit. Im Gegensatz dazu wirken die niederen astralen Kräfte in der irdischen Natur immer konzentrisch, vereinnahmend, behaltend, stets konsumtiv nach innen gerichtet. Sich selbst egozentrisch in den Mittelpunkt stellend werden spontan und meist unbewusst gegen jeden anderen Grenzen errichtet und oftmals bitter verteidigt. Immer polar pendelnd zwischen den Gegensätzen von Gut und Böse werfen die kriegerischen Ereignisse ihre Schatten voraus in eine immer absurder werdende Disharmonie. Zum Schutz der Evolution ist im materiellen Werden das Sterben bereits eingebunden. In dieser uns bekannten sichtbaren Welt entwickelt sich das Dasein im Kommen, Aufblühen, Fruchttragen und Vergehen. Die Eckpunkte des materiellen Lebens auf der Erde sind die Geburt, das Dasein und der Tod. Insofern ist die stete Polarität zwischen den Gegensätzen ein bestimmender Faktor des alltäglichen Lebens. Dabei ist der Begriff „Tod“ ausgesprochen relativ. Wohl löst sich beim körperlichen Tod der Verband der Organe und Moleküle in die Atome dieser Natur auf, jedoch gibt es dabei keinen wirklichen Energie- oder Materieverlust. Es findet nur eine Transmutation von einem organisierten Körper zu einer amorphen Menge von unzusammenhängenden Atomen statt, die sofort in den natürlichen Kreislauf wieder übernommen werden. Jeder Mensch kann mit seinem subjektiven Erkennen dieser Zusammenhänge und ihn umgebenden Abläufe zu der notwendigen Einsicht kommen kann, dass der Wechsel in den Zuständen aller beteiligten Wesen ein perfektes, kybernetisch verknüpftes Zusammenspiel zum Erhalt des Gesamtsystems Erde darstellt, solange der Mensch nicht, von seinen materialistischen Vorstellungen seiner stofflichen Selbsterhaltung angetrieben, darin eingreift.

Nicht alle Kraftstrukturen unserer Welt sind dabei eindeutig zu benennen, weil in unserer Sprache, auch in der vorhandenen esoterischen Fachsprache, die Begriffe dafür niemals wirklich festgelegt wurden. Das Chaos, das Ungeordnete, ist vorerst das Kennzeichen im materiellen irdischen Kosmos, der in einer kosmischen Vergangenheit von einer Monade für eine besondere Evolution der Erkenntnis und Vollendung aller sieben mikrokosmischen Kraftfelder geschaffen wurde. In anderen kosmischen Schöpfungen entfalten sich die Werdeprozesse nach unvorstellbaren Gesetzen und Zusammenhängen, dass hier nicht darüber gesprochen werden kann. Das gesamte Universum im Allbewusstsein bleibt eine, von den menschlichen Betrachtungen und Bewertungen total unabhängige, ganz einfache Ordnung. Alle sieben Kosmen wirken und leben ineinander und miteinander in steter Kommunikation (Gemeinsamkeit sowie Einheit) und Information (Form und Kraft dafür schenkend) nach verblüffend einfachen Regeln der Resonanz, die später noch erläutert werden.

Das universelle Sein offenbart sich in sieben kosmischen Gebieten und in  sieben Dimensionen. In ihnen wirken sieben Kräfte, stets auf die Entwicklungen und Bedürfnisse eines jeden Kosmos abgestuft.

Zur Offenbarung der Monaden und ihrer Kinder – Kosmen oder Mikrokosmen – haben alle Kraftfelder sieben Dominanzen, sieben Aspekte oder sieben Unterfrequenzen. Dabei sind diese aber niemals scharf  gegen- oder nebeneinander abgegrenzt, sondern alle Kräfte vibrieren stets mit- und ineinander. Die Kraftfelder haben wohl unterschiedliche Schwingungszustände, vergleichbar mit den Frequenzen, sowie diverse Qualitäten oder Arbeitsmodalitäten, die sich aus ihrem Auftrag im Welten-Plan ergeben. Dennoch wirken sie immer ineinander schwingend, unter allen Umständen in einer einzigen Einheit miteinander kooperierend.
Jede Monade entfaltet in sich einen Kosmos, eine Galaxie oder einen Stern, ein Wesen oder einen Mikrokosmos mit einem Menschen aus allen diesen vieldimensionalen Kraftfeldern der Welt und des Alls. Man kann durchaus von 7 x 7 = 49 Vibrationsfeldern sprechen. Auch die Monade des Mikrokosmos, aus dem und in dem der Mensch lebt, wirkt mit den siebenfältigen Kräften. Sie überträgt diese über das aurischen Wesen im Mikrokosmos, in dem sich alle Anteile der ihn umgebenden und durchdringenden Felder entsprechend seinem innereigenen Magnetismus transformieren. Die bis heute abgespulte Entwicklung der Mikrokosmen über einige Inkarnationen der Erde, wie sie bei R. Steiner in seiner Geheimlehre beschrieben wird, hat dem Menschen einen nahezu vollendetes Wunderwerk des Köpers und ein deutliches Selbstbewusstsein verschafft. Der Mensch kann sich und seine Umwelt erfassen, taxieren und koordinierte Maßnahmen für sein Leben ergreifen.
Jedoch ist der Mensch dabei keineswegs unabhängig von den ihn gestaltenden Kräften geworden. Er entscheidet keinesfalls frei über Gedanken, Wünsche und Taten. Das alles sind die Folgen der mikrokosmischen und kosmischen Kräfte. Er wird immer von den Kräften gelebt, die er leider innerhalb seines materiellen Weltbildes mehr oder weniger ignoriert. Das ist ein seltsames paradoxes Kuriosum. Da der Mensch die unstofflichen Kräfte seiner Welt nicht wahr haben will, kann er sie auch nicht wahrnehmen, und wird dadurch zu ihrer Marionette. Die Prinzipien des Lebens, die der Mensch verdrängt, psychologisch gesprochen, bestimmen in völliger Unkenntnis ganz eindeutig, wie er lebt. Das ist allerdings das elementarste Problem für die dynamischen Macher unserer Zeit, die sich alle als erfolgreiche Beherrscher des Schicksals empfinden. Was ist aus Kyros,  Ramses, Dschingis Khan, Caesar und Alexander dem Großen geworden? – Nur Helden in den Geschichtsbüchern. Ursprünglich wurde der Mensch nach seinem Bilde geschaffen, dem Urtyp,  der Monade – wie einstmals die Urmonas am Anbeginn der Schöpfung. – Was ist aus dieser Herrlichkeit geworden, der sich die Welt untertan machen solle? Das mikrokosmische Dasein hat sich bis zur Selbst- und Arterhaltung mit einem begrenzten Denken und Wahrnehmen evolviert. Es kann sich jeder auf dem Erdball glücklich schätzen, der noch ein winziges Bild der Monade, des Lebensfeldes in sich trägt, das ihn geschaffen hat.

Die irdische Welt, das für uns sichtbare Universum, ist trotz seiner galaktischen Weiten (soweit es unsere Astrologen mit ihren Messgeräten ermitteln) nur ein winziger Schnipsel von Kräften, ein Makrokosmos, innerhalb des siebten kosmischen Gebietes. Aus unserer Sicht, so können wir ohne Weiteres bekennen, ist er mit allen Galaxien, Kosmen und Planeten eine sehr wichtige und für alles Dasein durchaus notwendige Welt. Damit der Mensch seine Gesamterscheinung und seine grandiose Auswirkung wahrlich begreifen kann, wird die Evolution von der Monade solange dynamisiert, bis alle sieben Kraftfelder, in die er eingebettet ist und von ihnen gelebt wird, erst einmal bewusst erkannt werden. Erst wenn dem Menschen alle Wirkungsvorgänge der sieben Felder bekannt sein werden, kann er in der kosmischen Evolution mitarbeiten – sich seine Welt untertan machen, wie es in der Genesis heißt. Das überwältigende Ziel im irdischen Dasein während der Aquariuszeit liegt in einem entscheidenden Schritt auf diesem Wege: die Erweiterung der Astralis und der Mentalis, damit ein völlig neues Begehren, Erfassen und Bedenken für den Menschen möglich wird. Damit wachsen die kommenden Generationen der Menschheit über die bis jetzt noch bestehenden Begrenzungen ihrer Denkvermögen hinaus, so dass völlig neue noch nicht beschreibbare Entwicklungen möglich werden. Einzelne Bruchstücke dieser Erkenntnis haben allegorisch in einige heilige Bücher und in philosophische Außenseiter der Moderne bereits Eingang gefunden.

Das materielle Feld

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Der Mensch erlebt sich als Bewohner eines materiell aufgebauten, nach physikalischen Gesetzen entwickelten Planeten Erde, der mit seinem Satelliten, dem Mond, um die Sonne kreist. Für die meisten Wissenschaftler ist die Erde eine feste Kugel mit schnee- und eisbedeckten Polkappen, mit großen Strömen und Meeren, mit fruchtbaren Ebenen und Wüsten und mit hohen Bergketten und gigantischen Untiefen in den Meeren. Wie dünn diese starre Erdschicht tatsächlich ist, auf der sich das bunte Leben entfaltet, wird bei Erdbeben und Vulkanausbrüchen schnell erkennbar. So kristallisiert und mineralisiert die Erde auch vielfach erscheinen mag, sie ist dennoch ein lebendiges Wesen, eine denkende, empfindende und bewusst handelnde Entität. Dafür schenkt sie permanent allen Lebewesen auf und in ihr verschiedene Entwicklungsfelder, sieben Strata, angefüllt mit siebenfältigen Potenzen.
Die Erforschung der materiellen Welt ist in der technisierten modernen europamerikanischen Welt bis zur höchsten Perfektion gelungen. Alle Wissenschaften haben über Jahrtausende ihre zeitgebundenen Irrtümer der Physik mehr oder weniger beseitigen können. Heute weiß seit Max Planck jedes Kind bereits, dass alle festen Körper, alle Atome eigentlich vibrierende Energiefelder sind. Louis de Broglie bewies bereits 1929 in seiner wissenschaftlichen Dissertation, dass die Materie in Wirklichkeit nur ein Phänomen der elektromagnetischen Kraftfelder ist, die wir salopp in seiner Gesamtheit als Licht bezeichnen. Das heißt, die Materie erscheint uns nur deswegen als hart mit einer festen Oberfläche, weil die sinnesorganische Wahrnehmung mit Organen stattfindet, die ebenfalls aus Molekülen dieser Materie aufgebaut sind. Darum kann Mann oder Frau nur das wahrnehmen, was dem Auflösungsvermögen und der Empfindungsschärfe der organischen Sinne entspricht. Auch wenn die materiellen Bausteine sowie Flüssigkeiten und Gase, die Moleküle und Zellen in ihrem Netzen aus Lymphe, Blut und Nerven nur funktionieren können, weil sie in die ätherischen und astralen Fluiden eingebettet sind. Dabei bleiben dem menschlichen Erfassen die unstofflichen Ansichten seines Lebens meistens verborgen, weil er im Laufe seines Werdens über die Jahrtausende die Fähigkeit des Hellsehens meistens verloren hat. Zu allen Zeiten hat es immer wieder auch Forscher gegeben, denen eine über den Materiekloß hinausgehende ganzheitliche Betrachtungsweise der Welt erforschenswert erschien, und die darum auch außersinnliche Wahrnehmungen in ihre Forschungen mit einbezogen. Die holotrope Ansicht der Welt war bereits im alten China geläufig, wie man aus den Stoffgliederungen im I Ging studieren kann. Auch die platonischen Wissenschaftler der Antike haben die ätherische Konstante hinter den physikalischen Erscheinungen gekannt, die letztlich erst im 20. Jahrhundert durch Albert Einstein aus der Physik verbannt wurde. Die Akupunktur, ein Teilgebiet der traditionellen chinesischen Medizin (TCM), wurde bereits ca. 200 Jahre vor unserer Zeitrechnung durchgeführt. Sie geht von einer „Lebensenergie des Körpers“ (Qi = Ätherfeld) aus, die von definierten Leitbahnen, den Meridianen, durchzogen ist, und einen steuernden Einfluss auf alle Körperfunktionen hat. Der Mesmerismus ist eine Behandlung im Ätherfeld, der im ausgehenden 18. Jahrhundert von F.A. Mesmer in Paris praktiziert wurde. Die Homöopathie erforscht und beschrieben von S. Hahnemann basiert auf der Erkenntnis, dass die Krankheit nichts anderes als eine krankhafte Verstimmung des „Lebensprinzips“ – im Ätherfeld und der Astralis – ist, die der Heilkünstler oder Arzt anhand der körperlichen Symptome zu erkennen und zu beseitigen habe. Auch das moderne geistige Heilen berücksichtigt die Tatsache, dass Licht und Materie zusammen eine Wirkungseinheit ist, die eigentlich nicht getrennt betrachtet werden sollte.

Licht und Materie sind eigentlich richtig betrachtet ein und das Selbe.

Die menschlichen Sinnesorgane sind nicht nur aus Materie gebildet, sondern sie wurden aus den lebensnotwendigen Begehren nach Selbsterhalt und Selbstverwirklichung der Astralis konzipiert und über das Ätherfeld vorgeprägt in der Materie realisiert. Die Notwendigkeiten der Evolution im Kampf gegen die Umwelt bestimmt nicht nur die Art und Weise der Wahrnehmungen sondern auch die Weiterleitung der empfangenen Informationen an die beurteilenden Zentren in der Mentalis. Das Denken des Verstandes ist unter diesem Einfluss vollkommen auf das materielle Überleben auf dem Planeten Erde ausgerichtet. Die Wahrnehmungsordnung wurde über die Jahrtausende derart intensiv dafür vorprogrammiert. so dass der Mensch heute durch seine Sinne nur noch das erfassen kann, was seiner eigenen materiellen Auflösung und Ausrichtung entspricht. Die Einsicht, dass der Körper vor allem durch einen geregelten Ätherfluss instand gehalten werden muss, wird dabei völlig ignoriert. Diese ignorante Grundhaltung wird dann in allen Medien die „allgemeine Erfahrung“ genannt oder sogar als der „gesunde Menschenverstand“ verkauft. Auf dieser Basis erklärte bereits Aristoteles die Grundregeln für die empirischen Forschung. Will man jedoch heute die Struktur eines physikalischen Atoms sehen, muss ein Elektronenmikroskop benutzt werden. Ein normales Lichtmikroskop kann eben nur in der Wellenlänge des sichtbaren Lichtes differenzieren, wohingegen ein Elektronenmikroskop das untersuchte Objekt viel feiner in der Frequenz der Elektronenstrahlen darstellen kann. Das Problem einer noch feineren Auflösung besteht nun eindeutig darin, dass mit der Feinheit der Strahlung auch die Energie der Strahlung zunimmt, die dann möglicherweise das beleuchtete Objekt zerstören würde. Das erkannte bereits A. Einstein und erklärte seinen Studenten: Der Mensch befindet sich bei seinen Experimenten mit der Natur in der Situation des Blinden, der mit seinen Fingern versucht, einen Schneekristall zu ertasten. Er stellt nur eine kalte Feuchtigkeit fest. Die Feinstrukturen des Kristalls werden durch die Wärme und den Druck des tastenden Fingers zerstört.

„Wer will etwas Lebendiges erkennen und beschreiben,
Sucht erst den Geist heraus zutreiben,
Dann hat er die Teile in seiner Hand,
Fehlt leider nur das geistige Band.“               schreibt Johann Wolfgang von Goethe im Faust.

Die ungeheure Begrenztheit der Naturwissenschaften in bezug auf das Lebendige wird von Goethe durch die Gestalt des Mephisto im Drama Faust spöttisch dargestellt. Es werden immer nur die materiellen Teile von den seriösen Wissenschaftlern untersucht, ohne jedoch den Bewusstseinsaspekt des Lebens zu berücksichtigen. Das Wesentliche, was ein lebendes Wesen von einem „toten Erdenkloß“ unterscheidet, wird in der wissenschaftlichen Erforschung erst hinaus getrieben. Man muss dabei feststellen, dass das keineswegs banale Ignoranz ist. Die Forscher werden in ihrem Bedenken der Fakten von unbewussten transphysischen Kräften so geführt, damit sie prinzipiell eine mögliche andere Weltsicht überhaupt nicht akzeptieren. Das Anerkennen unstofflicher Zusammenhängen ist für diese Menschen schlichtweg nicht möglich. Dieser Zustand ist überaus bedauerlich, aber wohl kaum zu ändern. Die anerkannten Wissenschaftler müssen sich an den vereinbarten Codex der sinnesorganisch erfahrbaren Welt halten, auch auf Basis ihrer selbstgeschaffenen Begrenzung wissenschaftlich anerkannter Untersuchungen. Sollte einer von ihnen beginnen, die Äther- oder Astralwelten zu erforschen, so wird er sofort aus dem Kollegium der Wissenschaftler ausgestoßen und bekommt keinerlei Fördergelder für seine Forschungen und ihm wird nicht einmal mehr Zutritt zu seinem Forschungsplatz gestattet. Mir sind einige Berichte aus USA-amerikanischen Büchern bekannt.
Die moderne Inquisition ist gut von der historischen abgekupfert. Ein solcher Forscher, der die Wirkungen unstofflichen Energien untersuchen will, muss völlig unabhängig von allen bestehenden Glaubensrichtungen und etablierten wissenschaftlichen Institutionen arbeiten können. Wie schwer das in der heutigen Zeit namhaften Wissenschaftlern gemacht zeigt das Beispiel des Institute of Noetic Sciences in Petaluma, Kalifornien. Die Erforschung des PSI-Feldes, meistens ist es nur das Ätherfeld, ist darum so problematisch, weil es eine viel höheren Frequenz hat, als die Lichtstrahlung der bereits wissenschaftlich erfassten Strahlungen. Es können also immer nur auftretende Wechselwirkungen erforscht werden, wie z.B. Psi-Phänomene, Gedankenübertragungen, und andere außersinnliche Erscheinungen. Wer sich experimentell den Äther- oder Astralwelten oder den noch energiereicheren Feldern des Kosmos nähern wollte, müsste bei ihrer Erforschung von Anfang an selbst mit diesen unstofflichen elektromagnetischen Wellen operieren. Nikola Tesla hat einige letztlich wenig beachtete Versuche mit freier Energie dazu unternommen. Wie bei seinen Experimenten deutlich wurde, können selbst die parapsychologische Forschung oder die noetischen Wissenschaftler nur einige Randbereiche der unstofflichen Sphären des Ätherfeldes erfassen. Dennoch wurde schon bei diesen Forschungen deutlich erkennbar, dass es für den heutigen Menschen keineswegs so einfach ist, die für solche Untersuchungen notwendigen „Sinnesorgane“ zu erfinden, geschweige denn die Anerkennung solcher Forschungen durch die etablierte Wissenschaft.

Halten wir hier erst einmal fest:

Licht und Materie sind eigentlich richtig betrachtet ein und das Selbe, aber sie treten in unterschiedlichen Verdichtungsgraden auf. Licht und Materie sind elektromagnetische Schwingungen, die vom Ätherfeld her bewegt werden, das seinerseits der stofflichen elektromagnetischen Vibration ähnlich, jedoch viel energetischer ist.

Die uns bekannte Materie – die unterste Kraftebene der elektromagnetischen Kraftfelder – gliedert sich in sieben sogenannte Aggregatzustände:

1. hart, kristallin – Eis, Metalle, Steine, Mineralien, Edelsteine.
2. plastisch bis elastisch – Holz, Knochen, Elfenbein, Asphalt, Gummi, Kunststoffe
3. gelartig – Zellinhalte, diverse Eiweiße, Knorpel und ähnliche organische Substanzen
4. zähfließend, sirupartig – Öl, Pech, diverse organische Verbindungen
5. flüssig, wässrig – Wasser, div. chemische Verbindungen, wie Säuren, Laugen, Alkohol
6. gasförmig, luftig – alle Gase, Mischungen, Luft
7. plasma – Gasplasma

Wer sich ein wenig in den natürlichen Zusammenhängen auskennt, weiß bereits seit dem Physikunterricht in der Schule, dass alle Materialien, Stoffe oder Elemente unter bestimmten Bedingungen, wie z.B. Druck und/oder Hitze, in mehreren Aggregatzuständen auftreten können. Sie unterscheiden sich allerdings dann vor allem durch eine Energieabstufung. Das Plasma gehört zur höchsten Energiestufe und das kristallisierte Mineral oder das metallische Element zur untersten. Das bedeutet allerdings keineswegs eine qualitative Wertung, weil alle Aggregatzustände im Zusammenwirken der körperlichen Naturerscheinungen ihre notwendige Bedeutung haben. Die materiellen Bestandteile der Kosmen sind einerseits qualitativ voneinander geschieden, werden jedoch vielfach miteinander verbunden und vermischt aufgefunden. Durch chemisch-physikalische Situationen können sich einzelne Stoffe oder Gase zu komplexen Molekülen und Kristallen ionisch miteinander verbinden, ineinander auflösen und vermischen.
Wir sollten uns an dieser Stelle nicht täuschen lassen! Es gibt nicht nur einen Stoffwechsel der materiellen Bestandteile. Auf vielfache Weise hat der Mensch aufs Innigste Anteil an allen Stoffen und unstofflichen Kräften, besteht er doch insgesamt aus diesen Stoffen und Kräften. Der Mensch atmet die Luft – Sauerstoff, Kohlendioxid, Stickstoff und Edelgase – ein und verändert aus, trinkt Mineralwasser und er ernährt sich von pflanzlichen und tierischen Körperteilen. Das Wesentliche dabei entgeht den meisten Konsumenten, nämlich dass sie mit dem materiellen Essen alle die Materie bildenden und erhaltenden ätherischen und astralen Fluiden ebenfalls aufnehmen. Auf diese Weise gliedert er nicht nur die materiellen Stoffe in seinen Körper ein, sondern auch die zugehörigen unstofflichen Fluiden gesellen sich zu seinem Äther- und Astralfeld, aus dem der Mensch leben muss. Auf diese Weise  wird er auch von den Fluiden beeinflusst, die er unbewusst in sein Lebensfeld integriert.

„Der Mensch ist, was er isst!“ Mit diesem berühmt gewordenen Diktum kommentierte Ludwig Feuerbach zustimmend das Buch des Physiologen Jakob Moleschott. In der 1846 erschienenen Streitschrift „Wider den Dualismus von Leib und Seele, Fleisch und Geist“ wettert der stürmische Neuerer, dessen Schriften seine Zeitgenossen Karl Marx und Friedrich Engels – trotz aller Unterschiede – als „eine wirkliche theoretische Revolution“ erleben, gegen die idealistische Vorstellung, wonach sich die menschliche Wirklichkeit allein im Geiste abspielt: „Der Leib ist die Existenz des Menschen; den Leib nehmen, heißt die Existenz nehmen; wer nicht mehr sinnlich ist, ist nicht mehr.“ (Zitat Dr. Hans Lemke, Zeitschrift für freies Denken und humanistische Philosophie). In diesem Sinne bestätigen wir die Ansicht von Feuerbach und auch von Marx, dass die Umwelt den Menschen ausmacht, dass es in ihm keine Trennung von Geist – unstoffliche Kraftfelder – und Materie gibt. Wir müssen aber ausdrücklich betonen, dass der Mensch aus allen ihn durchströmenden Kräften gelebt wird, sowohl körperlich im Sinne von A. Feuerbach mit allen sinnlichen Notwendigkeiten als auch seelisch-psychologisch mit allen unstofflichen Assimilationen.
Es gibt zu keinem Zeitpunkt eine Trennung zwischen den unstofflichen  und grobstofflichen Lebenskräften. Bei richtiger Betrachtung der Lebensvorgänge wird leicht ersichtlich, dass die höheren Lebensfluiden die niederen materiellen Vibrationen nicht nur durchdringen und erhalten, sondern diese beständig hervorbringen. Darum gibt es ohne Äther niemals Materie, niemals entsteht ohne die erforderliche Astralis ein Ätherfeld. Kein astrales Feld existiert ohne die Wirkung des Mentalfeldes usw. Die verschiedenen Kräfte treten überall und stets in einem hierarchisch geordneten Zusammenhang in Erscheinung. Die Analyse der physikalischen Kräfte, die wir für unser Verständnis der Welt benötigen, basiert auf einer rein theoretischen Annahme. Bei genauer Betrachtung besteht das weitverbreitete Weltbild als ein Glaubensdogma, das ausschließlich durch die Kommunikationshoheit der Medien gestützt wird. Was den meisten Menschen jedoch bei der dogmatisierten Wahrnehmung entgeht, ist, dass jedes Atom, jeder Kristall immer erst im Ätherfeld besteht. Jedes Tier besteht aus astraler Kraft, aus Äther und aus Materie, wobei die höheren Kraftfelder (Mentalis und höher) die Tiere in einer Art Wolke umschweben, formiert in einer Wesenheit. Man kann diese Feldstruktur Mikrokosmos oder Gruppengeist nennen, denn auch dort ist Bewusstheit. Akzeptieren wir, dass alle Kraftfelder ineinander wirken, dann können wir uns problemlos vorstellen, wie sich mit dem Austausch von materiellen Lebensmitteln oder Flüssigkeiten, also durch Essen und Trinken, auch die damit verbundenen unstofflichen Kräfte, der zugehörige Äther und Astralis mit dem Menschen verbinden. Denn er lebt in einem Mikrokosmos, in dem sich die Vibrationen all dieser Felder natürlicherweise gegenseitig durchdringen und informieren. Das ist wie der Goldfisch im Wasserglas.

Der Mensch, also der ganze Mikrokosmos, nimmt beständig Kräfte und Stoffe zu sich, verarbeitet sie und integriert sie in sein System. Die nicht verwendbaren und die verbrauchten Kräfte oder Stoffe gibt der Mikrokosmos wieder von sich in die zugehörige Sphäre. Der Mensch ist geschaffen als ein Stoff-Kraft-Wechselmedium. Das hat auch zur Folge, dass durch die Art der täglichen Ernährung das Erfassen und das Denken des Menschen deutlich mit beeinflusst wird. Es wird je nach Art der Lebensmittel, Getränke, Drogen oder Medikamente getrübt oder erhellt, verdunkelt, betäubt oder erleuchtet, belebt oder getötet. Dabei sollte man nicht vergessen, dass die Zusammensetzung der Luft sowie die vielfältigen Funkwellen ebenfalls die Mikrokosmen durchdringen und auch beeinträchtigen.

Das ist unter anderem ein triftiger Grund, warum die vegetarische oder vegane Ernährung und das Leben in den abgelegenen Bergen  von vielen Esoterikern bevorzugt wird, abgesehen davon, dass sie, in Kombination mit den Produkten von Tieren, also Milch, Käse und Eier, die nicht von getöteten Tieren gewonnen werden, die gesündeste sein soll. Jede synthetische Medizin, jedes Pflanzengift in unseren Nahrungsmitteln, jede Luftverunreinigung, jede Wasserverschmutzung unseres Trinkwassers, Alkohol oder Drogen, Kaffee oder Tee, Fisch oder Fleisch, Gemüse, Käse, Eier und sonstige Lebensmittel mit ihren synthetischen Komponenten, die kristallinen Äther bei Mineralien und Pflanzenteilen und die belastete Astralis bei totem Fleisch oder Fisch, beeinflussen sehr direkt das Bewusstsein der Menschen. Stark kristallisierend und bewusstseinsdämpfend wirken vor allem die synthetisch gewonnenen Medikamente, Drogen, Düngemittel, Pestizide und diverse Tierfutterbeigaben, zudem auch Nikotin und alle Sorten aus Erdöl gewonnener Zusätze. Die modernen esoterischen Autoren des New-Age oder der Geisteswissenschaften haben stets die unstofflichen Grundlagen des irdischen Daseins beschrieben, um den wirklichen Zusammenhang des Seins aller Wesen erkennbar zu machen, damit jeder Mensch einmal den Auftrag in der Evolution seines Denkvermögens auch wirklich erkennen kann. Mit einem eingetrübten Denkvermögen und degenerierten sowie desorganisierten unstofflichen Kraftfeldern in seinem Mikrokosmos wird er das nicht können.
Es ist für jeden Gebildeten leicht einzusehen: Wer sein Lebensfeld nicht wirklich mit allen zugehörigen Komponenten kennt, die es durchwirken und dynamisieren, ist niemals in der Lage, diese Aufgabe in seiner Tragweite zu erkennen. Bedauerlicherweise kann sich der Mensch unter keiner Bedingung auf dogmatisch wissenschaftliche Weise der vielfältigen Beeinflussungen und Wirkungsweisen der Kraftfelder bewusst werden. Niemand kann sich ihnen entziehen, nicht einmal nach dem grobstofflichen Ableben. Er  bleibt darum solange im Wahn gefangen, bis er seine prekäre Situation vollständig einsieht, und einen Ausweg sucht, wie der Held in dem Film die „Die Truman Show“. Leider ist es unter diesen Bedingungen auch den Ökologen und Naturschützern kaum möglich, die weitreichenden Interdependenzen der verschiedenen kosmischen Felder in der Natur nur annähernd zu erfassen. Das wäre allerdings für ein harmonisches, gerechtes und friedliches Zusammenleben aller Menschen auf unserem Kosmos zwingend notwendig.
Der postmoderne Mensch der westlichen Kultur wähnt sich meistens – vor allem bei seinen großen persönlichen Erfolgen, man bedenke nur alle sportlichen Wettkämpfe oder politischen Wahlkämpfe, einmal ganz abgesehen von kriegerischen Auseinandersetzungen und astronomischen Meisterleistungen – als freier Macher seiner eigenen Lebensumstände. Jedoch gerade diese Fehlprojektion oder Einbildung ist ein absolut gigantisches Gefängnis. Kein Mensch kann in dieser Verblendung durch seine empirischen Erkenntnissen wahrlich sehen, welch enorme Malträtierungen alle Wesen – inklusive der Erde – über sich ergehen lassen müssen.

Der Mensch wird meistens ungebeten von den Kräften in seinem Unbewusstsein und aus dem Jenseits wie eine willfährige Marionette an den Fäden der Äonen im Zirkus der materiellen Weltanschauung herumgeführt.

Das Ätherfeld

Im Jenseits der Erde sind die Ätherwelten zunächst der Aufenthaltsbereich für alle Wesen, die ihren stofflichen Körper abgelegt haben, und jetzt als niedersten Körper ihr Ätherfeld noch haben. Um das Ungemach einigermaßen beschreiben zu können, das damit bereits seit Jahrtausenden mit der auf Erden lebenden Menschheit verbunden ist, muss ich inhaltlich etwas vorgreifen und weiter ausholen. Die beiden unteren Äther verbleiben solange bei den Resten der Leiche, wie diese in der materiellen Ebene nicht aufgelöst wurde. Erst wenn alle Knochen und sonstige Teile des Körper wieder im Kreislauf der stofflichen Natur aufgenommen werden konnten, kann sich der chemische Äther vom Körper lösen. Solange die niederen Äther beider verwesenden Leiche verbleiben müssen, wie z.B. durch Mumifizierung, solange muss auch das noch lebende Astralfeld mit der bewussten Mentalis existent bleiben. Das heißt, der Verstorbene kann sich so lange nicht auf die kommende Inkarnation im Jenseits vorbereiten, und geistert halb verstorben durch die ätherisch-astralen Welten. Wieviel Leid allein durch die konventionelle Leichenbestattung über die Menschheit gekommen ist, können sich möglicherweise nur die Kulturen vorstellen, die ihrem Ahnenkult nachgehen. Große Religionen haben allezeit die Einäscherung propagiert, weil dadurch der Sterbeprozess im Jenseits optimal kurz gehalten werden kann. Durch die vielfach normale Bestattung des ganzen Körpers, wird das Ätherfeld der Erde übermäßig denaturiert, so dass es selbst jenen ätherischen Wesenheiten, die vorwiegend für den Erhalt und die Kommunikation der Mineralien, der Pflanzen und für die Insekten und niederen Tiere zuständig sind, unnötigerweise schwer gemacht wird, ihre Aufgaben zu erfüllen. Einmal abgesehen von allen spiritistischen Machenschaften, banalem Schamanismus und sonstigen Betrügereien. Im Ätherfeld leben eine ganze Reihe untermenschlicher Wesen, sogenannte Elementale, die in liebevoller Fürsorge das für den Menschen erforderliche elementare und molekulare Umfeld instand setzen und intakt halten. Sie müssen die Folgen ungezählter zerstörerische Aktivitäten aus Eigennutz und egoistischer Ausbeutung z.B. durch intensive Landwirtschaft, Erz- und Kohle-Industrie immer wieder ausbalancieren. Die modernen wissenschaftlichen und technischen Methoden haben besonders in den letzten Jahrhunderten das Ätherfeld der Erde sehr stark mineralisiert und damit stark beschädigt, warum auch diese Wesenheiten im Ätherfeld zunehmend beschädigt wurden. Jeder kann aus diesen kurzen Andeutungen verstehen, welch einen Unsinn der Mensch in seiner Unwissenheit mit der industriellen Atomspaltung, dem Fracking und der chemischen Industrie weltweit anstiftet, einmal abgesehen von den gigantischen Umweltzerstörungen und Umweltverschmutzungen durch Elektroschrott, städtische Mülldeponien, Industrieabwässer, -abgase und Tanker- bzw. Pipelinehavarien, etc.

Auch das Ätherfeld hat eine siebenfache Gliederung, die mit den speziellen Wirkungsweisen im Mikrokosmos und den anderen Bewohnern des Jenseits und ihren Aufgaben für die Erde korrespondiert. Der Äther umfasst viel mehr als die strukturierende Matrize des stofflichen Feldes. Die stofflichen Erscheinungen alles dessen, was wir Materie nennen, die Atome, Mineralien, Moleküle, Zellen, Organe, Flora und Fauna, wären ohne das ätherische Geschehen inexistent. Es kann ohne Weiteres gesagt werden: Die Materie ist das „Produkt“, ein Abguss der Matrize im Ätherfeld. Darum findet sich auch in den indischen Philosophien bei der Beschreibung der Welt der bezeichnende Begriff „Maya“ für die Erscheinung des materiellen Seins.

Hören wir dazu ein Zitat aus den Wissenschaften (Wikipedia):

„Die lorentzsche Äthertheorie, die hauptsächlich um 1900 von H.A. Lorentz und Poincaré entwickelt wurde, beruhte auf der Weiterentwicklung von A. J. Fresnels Äthertheorie, den Maxwell-Gleichungen und der Elektronentheorie von Rudolf Clausius. Lorentz führte eine strikte Trennung zwischen Materie (Elektronen) und Äther ein, wobei in seinem Modell der Äther völlig unbewegt ist und von bewegten Körpern nicht mitgeführt wird. Der Zustand dieses Äthers kann im Sinne der Maxwell-Lorentz’schen Elektrodynamik durch ein elektrisches Feld und ein magnetisches Feld definiert werden, wobei diese Felder als von den Ladungen der Elektronen verursachte Anregungszustände bzw. Vibrationen im Äther aufgefasst wurden. Lorentz nahm als Vermittler zwischen den Elektronen dieses elektromagnetische Feld des Äthers an, in dem sich Wirkungen maximal mit Lichtgeschwindigkeit ausbreiten können.“

Manche Grenzwirkungen des Ätherfeldes wurden von Wissenschaftlern labormäßig untersucht und definiert. Die bekannteste davon ist wohl die Kirlianfotografie. Auch bei einigen Tierarten ist mittlerweile erforscht worden, dass sie ätherisch „sehen“ können, sonst wäre ihre problemlose Fortbewegung im Raum zwischen Gebüschen und Bäumen bei Dunkelheit kaum zu erklären. Die Vielfalt der außersinnlichen Phänomene der Welt hat Michael Murphy in seinem Buch «Der QuantenMensch» ausführlich dargestellt. Aber auch andere Autoren wie Ervin Laszlo, St. Grof, K. Wilber, R. Sheldrake schreiben über die transpersonalen Erfahrungen der modernen Zeit. In einem holografischen Weltbild wird jede grobstoffliche Wesenheit aus einem Kraftfeld erhalten. Das bekannte Ätherfeld durchdringt den Körper und überragt ihn um einige Zentimeter. Der Begriff Äther ist seit langer Zeit ein in der esoterischen Welt anerkannter Begriff für die untere Schwingungsebene in den feinstofflichen Welten. Bis zur Relativitätstheorie von Albert Einstein gehörte der Äther auch zu den physikalischen Erscheinungen, z.B. als Träger für das Licht. (s.o.)

Das Ätherfeld kann in sich noch einmal siebenfach unterschieden werden in
den chemischen Äther,
den organischen Äther, auch Lebensäther genannt
den neuronalen Äther,
den widerspiegelnden Äther,
den Lichtäther,
den Feueräther und
den spinalen Äther

Der chemische Äther erschafft das Stoffatom und sorgt für die direkte Kommunikation zwischen den Atomen. Die Wissenschaftler kennen das als elektrische oder ionisierende Eigenschaft der Atome. Alle Plasmaeigenschaften, die elektrische Leitfähigkeit oder der elektrische Widerstand in den Elementen, alle sogenannten Aggregatzustände stehen in direktem Zusammenhang mit den Wirkungen des chemischen Äthers. Er dominiert das Mineralreich. Der Äther ordnet die Atome im Cluster oder im Kristallgitter, strukturiert die Vermischung in den Legierungen, Amalgamen oder sonstigen anorganischen Vermischungen.
Der organische Äther oder Lebensäther schafft die organischen Molekülketten, insbesondere die Organisation der Eiweißketten in den Zellen. Er verfügt das Zusammenkommen großer Moleküle und bewirkt die Organisation von Zellen, die DNS, die Organellen. Alle Organe und übergreifenden Strukturen des Zusammenlebens bis hin zu den Körpern werden vom Lebensäther geschaffen. Er ist stark an der Kommunikation zwischen den Organverbänden beteiligt, die als Fluidum über die Bahnen der Körperflüssigkeiten, Blut und Lymphe, laufen.
Der neuronale Äther stellt die Fluiden für die Nervenbahnen und die Gehirnzellen, und er unterstützt und trägt die neuronale Kommunikation zwischen allen Zellverbänden und Organen.
Der widerspiegelnde Äther arbeitet eng mit den endokrinen Organen zusammen. Der Widerspiegelnde Äther ist vor allem  für die enzymatische und lymphonale Kommunikation zuständig. Seine Fluiden lassen einen  Körper erst richtig lebendig sein. Er reflektiert Gefühle und Emotionen in die Organe und führt sie zu einer angemessenen Reaktion im Rahmen des Selbstschutzes.
Der Lichtäther wird vorwiegend für die Gehirntätigkeiten, das Gedächtnis, das Erinnern und das Denken verwendet. Aber auch alle unbewusste Kommunikation, die eine deduktive Operation erforderlich machen, wird mittels Lichtäther vollzogen. Er ist natürlich um den Kopf und verstärkt in der Gehirnmasse konzentriert, dazu in und um die Medulla Oblongata und das Rückenmark, im Schlangenfeuerkanal, im Parasympathikus und in den großen Nervenplexi im Herzbereich, im Sonnengeflecht und im Kreuzbeinbereich.

Darüber hinaus wirken noch zwei weitere Ätherarten, die sich in der aktuellen Zeit der beginnenden Aquariusperiode verstärkt im Weltgeschehen bemerkbar machen.
Für Fernheilungen, Telepathie, Hellsehen, Psychokinese sind stärkere Kräfte erforderlich, die aus dem Feueräther hervorgebracht werden können. Er manifestiert sich heute immer mehr in den wundersamen Geschehnissen unserer Welt in vielen außersinnlichen Wahrnehmungen. Fernheilungen und Heilungen geistiger Art werden durch den Feueräther ermöglicht. Der Feueräther unterstützt sehr stark die beginnende Aquariusevolution, durch die vor allem das autonome Selbstbewusstsein dynamisiert wird. Das eigenständige Denken der Menschen wird erhoben und der Freiheitsdrang als Loslösung von historisch begründeten Autoritäten wird verstärkt. Ganz besonders wird dabei die Selbstautorität der Frauen gestärkt, die sich nun aus den traditionellen unterwürfigen Rollen ihrer bisher patriarchalisch geprägten Gesellschaften befreien.
Die ernst zu nehmende Kommunikation mit den Schöpferkräften dieser Welt kann nur mit Hilfe des spinalen Äthers gelingen. Dafür wird sich in den folgenden Inkarnationen der Mikrokosmen ein ausgewachsenes Mentalvermögen ausbilden. Doch dieses Zukunftsbild wird der Menschheit noch zahllosen Verirrungen und Erfahrungen in einem komplexen Entwicklungsprozess bringen.
Der spinale Äther verbindet sich zunehmend intensiver mit den Menschen, die in sich die beiden Aspekte von Anima und Animus ebenbürtig verwirklichen. Das ist die notwendige Voraussetzung für eine Erhöhung in der Astralis und der Mentalis. Alle telementalen Aktivitäten zwischen ebenbürtigen Personen und auch mit resonanten Wesenheiten des Jenseits werden von den Fluiden des mentalen Äthers unterstützt. Das wahre Denken im schöpferischen Sinne wird erst mit Hilfe des spinalen Äthers möglich werden. Darum wird er auch als kephalischer Äther bezeichnet. Diese Kraft kann den Menschen mit einer völlig neuen Lebenshaltung verbinden, in der vor allem Verzeihen und tolerante Kooperation mit jedem Lebewesen völlig natürlich sein werden.

Es ist heute bereits festzustellen, dass zunehmend mehr Menschen eine höhere Sensitivität gegenüber den unstofflichen Welten haben, einmal ganz abgesehen davon, dass auch im westeuropäisch-christlichen Einflussbereich der allgemeine Trend zu einer psychologischen Beratung und zur esoterischen Charakterschulung flächendeckend immer stärker wird. Eigentlich ist das alles bereits mehrfach gesagt und beschrieben. Es kann reichlich in bereits publizierter Literatur nachgelesen werden.
Viele esoterische Gelehrte unterrichten ihre Anhänger bereits in diesen Aspekten. Nahezu alle Religionen sprechen in irgendeiner Form davon. Dennoch werden die Menschen leider regelmäßig durch scheinbar plausible Verallgemeinerungen und zahlreiche ungenaue Darstellungen ganz leicht in die Irre geführt. Dort ist wohl das Grundproblem der heutigen Menschheit zu suchen. Je verdrehter eine esoterische Ansicht, desto größer ihr Verbreitungsgebiet durch den scheinbar unabhängig operierenden freien Journalismus. Die Kommunikationshoheit im Schutz einer stets proklamierten Freiheit, die wirklich keine sein kann, ist die ahrimanische Perfektion einer permanenten Ausbeutung aller Menschen, die sich über Jahrmillionen um die Erde ausgebreitet hat. Später davon mehr.

Das astrale Feld

Das astrale Feld der Erde ist ein viel höher schwingendes Energiefeld, das die niedriger schwingenden Felder, das materielle und ätherische Feld, durchdringt und konjugiert. Die Astralis ist eine besondere Vibration, die mit den elementaren Lebensanstößen, den Gefühlen, dem Wünschen und Begehren der Wesen korrespondiert. Entsprechend dieser Begehren werden die ätherischen und stofflichen Organe belebt und angetrieben. Darum wurde zu allen Zeiten der Begriff Seele für diese Antriebskraft benutzt. Die Seele ist das Leben, so sagt man. Und bei diesem Modell gibt es eine Naturseele, die sterben muss, und eine neue Seele, die für den Eingang in den Himmel geeignet ist. Beide Seelen bewohnen die Astralis. Mit den drei niederen Aspekten der Astralis ist die Naturseele verbunden, denn diese dynamisieren die materiellen Selbsterhaltung. Die neue Seele ist mit der höheren Astralis verbunden, in der die Begehren nach der Einheit aller und alle weiteren Ideale entstehen. Man sollte dieses Thema allerdings zunächst völlig sachlich betrachten, unabhängig von den verheerenden Folgen, welche die emotionalen Entgleisungen in der niederen Astralis anrichten können. Es gibt viele Betrachtungen in Philosophie und Religion über die Seele. So sind vielschichtige Vorstellungen entwickelt worden, bis hin zu körperlichen Konfigurationen, die dann einmal in den Himmel aufgenommen werden. Doch im mikrokosmischen Zusammenspiel ist die Seele die Dynamik im astralen Begehren. Dabei könnten einige Visionen großer  Mystiker zu dieser Konzeption beigetragen haben, weil der Mensch eine Art Himmel erfährt, wenn sich in seinem Mikrokosmos die sechste Ebene der Astralis deutlich bemerkbar gemacht hat.

Viele Erfahrungen und Berichte aus den astralen Welten der Erde wurden schon von Wissenschaftlern, Psychologen und Neurologen veröffentlicht, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts gezielte Untersuchungen und Studien unter anderem mit LSD oder Mescalin durchgeführt haben. Sämtliche Traumdeutungen befassen sich mit den Reisen in astrale Gebiete. Auch berichten zahlreiche Nahtodberichte z.B. von R.A. Moody, USA, und E.Kübler-Ross, Deutschland, u.a. über Erfahrungen aus den unstofflichen Sphären.
Die Astralis wird als Sternenkraft bezeichnet, weil sie ein starkes Leuchten kennzeichnet. Bekannte Seher beschreiben die leuchtende Aura der Menschen, insbesondere Heilige haben stark leuchtend goldgelbe Farben in der Aura. (C.W. Leadbeater) Außerdem hat die Astralis ein sehr bildformendes Vermögen. Es wird von A. Besant beschrieben, dass sie ätherische Kräfte an sich binden können und zusammen damit sogenanntes Ektoplasma bilden. Sie beschreiben, wie im Jenseits damit unter besonderen Bedingungen leuchtende Wesen von unüberschaubaren Maßen geformt werden können, die darum von den Spiritisten die Bezeichnung Engel bekommen. So ist die Astralis der Welt bedauerlicherweise voll gepackt mit zahllosen Wuschvorstellungen, mit allen religiösen Idealen, die in diesem Feld für das astrale Bewusstsein sichtbar sind, solange sie von Menschen emotional und gedanklich belebt werden (z.B. durch Gebete, Messen, Prozessionen u.ä.). Wegen der gegensätzlichen Polarität aller irdischen Kräfte ist die Astralis leider auch mit den Schlagseiten der gütigen und friedlichen Gedankenwelt angefüllt, allen verlogenen, betrügerischen, bösartigen und entsetzlichen Begierden der Menschheit, mit den gruseligsten und unappetitlichsten Horrorvisionen, die jede Hollywooddarstellung in den Schatten stellt.
Man achte in diesem  Zusammenhang einmal auf die Aussage im Alten Testament. Dort wird im Psalm 90, 9-11 gesagt: „…; und es geschieht nichts Neues unter der Sonne. Geschieht auch etwas, davon man sagen möchte: Siehe, das ist neu? Es ist zuvor auch geschehen in den langen Zeiten, die vor uns gewesen sind. Man gedenkt nicht derer, die zuvor gewesen sind; also auch derer, so hernach kommen, wird man nicht gedenken bei denen, die darnach sein werden.“

Im ablaufenden pythagoräischen Jahr „Fische“ versammeln sich in der Astralis unserer Welt viele Ungeheuerlichkeiten des menschlichen Zusammenlebens aus der Vergangenheit, die sich mitten in den zivilisierten Städten auswirken und auch solche, die sich am Rande der gigantischen Großstädte oder in den abgelegenen Gebieten des von zahllosen Bürgerkriegen erfüllten Afrikas vollziehen. Doch für die Äonen, die von den menschlichen Wünschen nach einer paradiesischen Welt geschaffenen Kraftkonzentrationen unter dem Himmel, sind alle diese Ungeheuerlichkeiten dringend lebensnotwendig, weil sie sich zur Existenzsicherung von den ausstrahlenden Kräften der Menschen, von den Miasmen vieler Menschen ernähren müssen. Dabei ist die Aussage von A. Schopenhauer so treffend: „Hauptsache, sie – die Menschen – wesen.“  Das alles ist auch ein Grund, warum von den so liebevoll humanistisch eingestellten Kirchen und Organisationen aller Religionen und anderen karitativen Organisation, wie z.B. das Rote Kreuz, so erbärmlich wenig für die leidende Menschheit getan werden kann. Die ‚Fürsten unter dem Himmel‘ werden diesen äonenalten Kreislauf der Kriege und Aggressionen besonders über das Astralfeld immer wieder anfachen.

Warum muss im Zusammenhang mit dem Denken und Wahrnehmen der Menschen in Deutschland, England oder Frankreich über die Schrecklichkeiten im fernen Afrika oder in Kambodscha gesprochen werden? – Weil die Astralis der Welt mit viel höherer Schnelligkeit um den ganzen Erdball kreist als die Tief- und Hochdruckgebiete des Wetters. Durch die verdorbene Astralis wird nicht nur das Ätherfeld rund um den Globus chaotisiert, sondern auch das stoffliche und das mentale Feld der Erde werden völlig durcheinander gewirbelt. Die zivilisierten, humanistischen und hochmoralischen Menschen der anderen Hemisphären werden dann aus diesen unseligen Kräften angestachelt. Welch ein ätherisch-astrales Spektakel dadurch abgespult wird, kann sich jeder selbst denken, der sich mit den aktuellen Flüchtlingswellen aus dem vorderen Orient beschäftigt. Die Einheit der ganzen Menschheit wird heute von zahlreichen esoterischen Autoren geradezu beschworen. Ja, diese Einheit ist auf dem astralen und mentalen Plane trotz aller Grausamkeiten absolute Wirklichkeit, auch wenn dem Menschen bereits die höheren astralen und mentalen Vermögen zur Verfügung stehen. Aber das ist auch die Basis für das geflügelte Wort: „Es kann der gute Mensch nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt.“ Die brutalen Exzesse in Afrika, Südamerika und dem Orient durchfluten die ganze irdische Astralis, und sie berühren direkt und sofort jeden Menschen auch in allen anderen Ländern der Welt.

Da das Wahrnehmen und Denken aller Menschen auch über die Gefühle, Begierden und das davon abhängige Handeln unbewusst von den die Welt umspannenden verdorbenen astralen Feldern mitbestimmt wird, kann sich eigentlich niemand seiner Mitverantwortung entziehen. Wie heißt es bei dem persischen Dichter und Mystiker Saadi, eigentlich Moscharraf od-Din Abdullah, aus dem 13. Jahrhundert:

„Die Söhne Adams sind aus einem Stoff gemacht,
Als Glieder eines Leibes von Gott dem Herrn erdacht,
Sobald ein Leid geschieht nur einem seiner Glieder,
Erklingt sein Schmerz sogleich in ihnen allen wider.
Ein Mensch, den nicht die Not der Menschenbrüder rührt,
Ist es nicht wert, dass er den Namen Mensch noch führt.“

Jede irdische Methode der humanistisch orientierten Menschheit, Frieden zu bringen, ob durch Gebete, religiöse Prozessionen oder Meditation mit Millionen von Teilnehmern, löst in unserer polaren Welt, in der Dialektik, leider auch immer den unangenehmen Schlagschatten des Unfriedens und des Krieges aus. Es kann nicht deutlich genug betont werden: Man muss von diesem Gesetz der komplementären Resonanz voll durchdrungen sein, um die perfide Gefangenschaft der Menschheit und des Kosmos mit allen Wesen zu begreifen, die gerade von den Gutwollenden beständig verstärkt wird. Immer wird sich ein Teil der Menschheit aufs Heftigste anstrengen, das Dasein mit blumigen Worten positiv aufs Allerschönste auszumalen. Und dennoch finden auf der Welt immer mehr kriegerische Handlungen statt. Wie viele Staaten sind gerade bei den Steuern auf den Verkauf von Zigaretten, Alkohol, Drogen, synthetischer Medikamente und militärische Produkte angewiesen? – Nach vielen Jahren erinnert man mit Denkmälern und Gedenkstätten dann an die vergangenen desaströsen Zustände, in dem Glauben, sie könnten künftiges Leid verhindern helfen. Jedoch das Gegenteil ist leider der Fall!

Man sollte es immer wieder betonen: Jedes Wiedererinnern, jede emotionale und mentale Wiederbelebung der ruinösen Vergangenheit verstärkt die bereits bestehenden und mit dem Unglück verbundenen astralen und mentalen Kraftfelder und fachen sie im Jenseits erneut an. Wenn man es nur sehen könnte, wie sich die Äonen über diese prachtvoll restaurierten Gedenkstätten in aller Welt freuen, wenn Politiker von großem Medienrummel begleitet, dort ihre Kränze niederlegen? – Das ist die richtige Nahrung für den Kriegsäon, angefüllt mit nationalistischem Hass und den ewig selben Schuldgefühlen und Wünschen für Frieden und Brüderlichkeit auf Erden.

An dieser Stelle muss auch über eine andere besondere Eigenschaft der elektromagnetischen Felder gesprochen werden, die ich hier summa summarum als Licht bezeichne. Durch die Erforschung der Holographie ist man auf ein Phänomen aufmerksam geworden, das den historischen Esoterikern erhebliche Schwierigkeiten bereitet hat, bestimmte Phänomene in den astral-mentalen Feldern zu beschreiben und sie auch plausibel zu begründen. Das Licht, so hat diese Forschung ergeben, kann in sich und aus sich heraus durch holografische Konfiguration der Kraftfelder und davon ausgehenden Reflexionen gegenständliche Erscheinungen analog den Abbildungen schaffen, die in der materiellen Welt vom Ätherfeld hervorgebracht werden. Dies ist natürlich zunächst für den irdischen Verstand etwas widersinnig, weil er stets aus den in der kristallisierten materiellen Welt entstandenen Vorstellungen heraus denkt und reflektiert. Wer den Begriff „Er-scheinung“ ganz konkret nimmt und nicht mit stofflichen Kristallisationen füllt, kann auch holografisch mitdenken. Alles Sein ist eine Projektion aus den energiereicheren Kraftfeldern in die ernergieärmeren Felder, wo sie dann ganz konkret für diejenigen sichtbar wird, die über eine entsprechende Wahrnehmungsmöglichkeit verfügen. Solche Erfahrungen bleiben natürlich für den einfachen und unbedarften Menschen immer ausgesprochen suspekt, und werden darum auch von vielen Menschen ignoriert und verdrängt. Wer nicht wahr haben kann, was er nicht mit seinen Sinnesorganen wahrnehmen kann, der wird immer einen großen und wesentlichen Teil seines Lebensfeldes nicht einmal akzeptieren können. Im Ätherfeld leben ätherische Wesenheiten, im Astralfeld leben astrale Wesenheiten –  und in beiden halten sich die entsprechenden Anteile aller verstorbenen Menschen und Tiere so lange auf, bis die sich abwickelnden Erfahrungen in ihren aurischen Wesen geordnet eingespeichert werden konnten.

Das mentale Feld

In einer noch höheren Energie als das astrale Feld und die anderen Felder, die es durchwebt, vibriert das mentale Feld. Genauso wie ein Fernsehsender die UKW- oder Mittelwellenfelder durchdringt, denn sie sind alle gleichzeitig in einem Raum empfangsbereit, und trotzdem stören sie sich gegenseitig nicht. Allerdings sind die unstofflichen Felder doch noch etwas anders polarisiert, als die von technischen Apparaten abgestrahlten Frequenzen. Die kosmischen Felder sind äußerst lebendig und alle haben bewusste Eigenschaften, die zum Erhalt des Lebens beitragen. Sie wirken nicht nur für die Kommunikation. Im Mikrokosmos der Menschen hat sich ein kleiner mentaler Brennpunkt gebildet. Ohne die induktiven Impulse aus der Monade wäre der Verstandesapparat des Menschen jedoch absolut stumm. Die Sensationen aus den Sinnesorganen und aus den ihnen nachgelagerten Nerven- und Gehirnstrukturen können nur durch die Kooperation mit dem mentalen Feld zu einem für den Menschen sinnvollen Ganzen zusammengefügt werden. Im Verstand wird normalerweise alles das lokalisiert, was wir „Denken“ nennen. Mit ihm verknüpfen wir die Informationen aus den unterschiedlichen Strukturen des Mikrokosmos und verarbeiten die wahrgenommenen Gedanken, die im Verstand zum Denken kommen. Mit der Mentalis erschaffen wir neue Gedankenformen, die uns für die Kommunikation z.B. für das zwischenmenschliche Miteinander wieder verlassen. Betrachten wir dieses mentale Feld einmal noch genauer, wird erneut deutlich, dass es ebenso wie die anderen mikrokosmischen Felder eine siebenfache Untergliederung hat.

Jeder Sterbende wird in den letzten Jahren der Auflösung seines Mikrokosmos im Jenseits einmal nur noch mit seinem Mentalvermögen bekleidet sein. Nach Auflösung der stofflichen Hülle vergeht in den jenseitigen Feldern der Ätherkörper und nach Jahren auch der Astralkörper. Alles das funktioniert in der Spiegelsphäre immer nach dem selben isobaren Resonanzgesetz: Gleiches zieht Gleiches an. Natürlich wirken dann auch alle folgenden Entwicklungen und leidvollen Erfahrungen im Jenseits wieder auf den Schwingungsschlüssel ein, was die Entwicklung weiter treibt und zu einer Veränderung des kommenden Aufenthaltsbereiches führt. Der Mikrokosmos durchwandert im Jenseits sozusagen verschiedene Lebensdomänen. Aber dieser Aufenthalt ist weder eine sinn- und wertlose Bestrafung noch der Aufenthalt im Himmel bei einem „lieben“ Gott. In dieser Natur wird zur Evolution des allen gemeinsamen kosmischen Bewusstseins keine Energie verschwendet. Die Phasen der Auflösung in den ätherischen und astralen Feldern führen zu erheblichen Erkenntnissen des Mikrokosmos, die, oft von heftigen Erlebnissen begleitet, tief in die Aura eingebrannt werden. So wird die Chance der Erlösung vom Rad der Geburt und des Todes durch das Purgatorio im Jenseits stark optimiert. Vielleicht haben Sie von Dantes „Die Göttliche Komödie“ einmal gehört. Im Purgatorio entscheidet ausschließlich immer und überall das helfende Licht, wo das Wesen Mikrokosmos schlussendlich das erfahrbare Jenseits verlassen wird. Wenn in diesen Feldern alle Begehren und Wünsche endgültig verklungen und die zugehörigen Erfahrungen eingesammelt sind, wird der Mensch mit seiner Restmentalis im Devachan ein Feld betreten, für das er sich in seinem irdischen Dasein oder im Jenseits qualifizieren konnte. Der aktuelle Schwingungsschlüssel seines aurischen Wesens, wie er im Leben und in der Auflösungsphase im Jenseits entstanden ist, entscheidet über den Magnetismus, der ihn in die Sphäre des Devachan ziehen wird, wo er bis zur endgültigen Auflösung seines Bewusstseins verweilen darf. Die letzten Restschwingungen mit allen zugehörigen Erfahrungen, die keine ausgleichenden Resonanzen finden konnten, werden in der Lipika des aurischen Wesens gespeichert, das wieder inkarnieren muss. Sicher ist, dass die nächste Inkarnation auf Erden in einem nirwanischen Gebiet, dem spinalen Feld, weiter vorbereitet wird, so dass der Mikrokosmos in seiner erneuten Inkarnation die besten Möglichkeiten bekommt, seine Evolution fortzusetzen. Der dann entstandene Vibrationsschlüssel des mikrokosmischen Feldes bestimmt, wo und wie der Mikrokosmos auf der Erde die nächsten Erfahrungen im stofflichen Leben abwickeln muss, die für seine Weiterentwicklung noch anstehen.

Die mentalen Möglichkeiten verändern sich heute vor allem bei den jungen Menschen in einer unglaublichen Dynamik, die von der beginnenden Aquariusperiode enorm beschleunigt wird. Dabei ist selbstverständlich, dass es nicht alle Menschen gleichzeitig betrifft. Wie zu allen Zeiten bewegt es zuerst eine Pinoniergruppe, die sich aus vielen Menschen aller Nationen zusammensetzt. Fatal daran ist allerdings, dass diese Entfaltungen des Mentalvermögens nicht unbedingt über eine kontinuierliche Weiterentwicklung zu einem höheren Erfassen des kosmischen Auftrages hinführen kann. Einerseits wird es unter dem Einfluss der bestehenden Äonen zu einer noch stärkeren Verbindung mit den egozentrischen Kräften im Jenseits kommen, die leider nichts anderes im Sinn haben, als die Erde zu einem Paradies zu machen. Andererseits drängen die Monaden die innere mentale Reife auch schneller zu der Erkenntnis, dass es nach einer Erweiterung des Denkens und Wahrnehmens der paranoiden Verhältnisse auf Erden die Menschheit radikal aus den materiellen Verbindungen entsteigen muss. Diese Einsicht wird allerdings erst dann den Mikrokosmen einen Weg in die Freiheit ebnen, wenn auch die bestehenden mentalen Kraftwolken Ahrimans geschwächt sein werden.

Im siebenfachen Devachan wie Buddha uns erläutert (aus den Mahatma-Briefen), dem höchsten mentalen Feld der Erde im Jenseits, vibriert auch das Feld Ahrimans, der tellurischen Spiritualis als absolute Imitation der kosmischen Monade. Gerade weil sich ein Sohn des Sonnenlogos, der Christus, in seiner großen Barmherzigkeit in den irdischen Kosmos eingesenkt hat, wird das heilige Geschehen in den Feldern des Jenseits als ein lebendiger Äon mental eingespiegelt. Aber gerade dadurch, weil die Resonanzgesetze im ganzen All wirken, wird in der Spiegelsphäre der irdischen Natur gleichzeitig eine perfekte Imitation Christi aufgerufen und belebt. Die Evolution, die konstruktive Weiterentwicklung von Kosmos und Mikrokosmos werden allerdings so lange als möglich von den Fürsten unter dem Himmel kopiert, denaturiert und pervertiert. Es ist wohl die am schwersten auszuhaltende Einsicht im Weltgeschehen: Das höchste Gute der Erde bringt als Reflektion das brutalste Böse auf Erden hervor, so wie das Licht in den niederen astralen Feldern eben immer wieder Schatten wirft. Die obersten Kosmokratoren und Daevas dieser Welt erschaffen durch ihre hohe Güte unentwegt „Ahriman“ mit allen unvorstellbaren Hässlichkeiten, die sich leider auch direkt im stofflichen Leben der Menschen ausdrücken. Trotzdem oder gerade darum ist dieses komplexe kosmische Gebäude aus den zahllosen Kraftströmungen für alle Wesen in der solaren Monade das Lebensfeld der Erkenntnis und der Gnade. Jeder Mensch ist aufgefordert, in sich autonom das Kleinod der Unterscheidung zu entwickeln, mit dem er dann seine Evolution konsequent und ungestört fördern kann.

Unzweifelhaft ist die volle Entfaltung des Mentalvermögens die aktuelle Entwicklungsstufe der Menschheit auf dem Evolutionsbogen.

Dafür müssen sich die Menschen sowohl im Einzelnen als auch in der Gemeinschaft jetzt von vielen tradierten Verhaltensweisen und Dogmen befreien, die bislang von den vorherrschenden Religionen und den davon abgeleiteten Philosophien dominiert werden. Es ist eigentlich ungeheuerlich, wie sich die moderne Kultur und Wissenschaft den verhärteten Prinzipien des materiellen Weltbildes unterwirft, wodurch selbst die allgemeine Medizin und die Psychologie zu einer oberflächlichen Unmenschlichkeit verkommen ist. Das sich über den Erdball ausgebreitete Ausbeutungssystem des unmoralischen Kapitalismus offenbart sich immer mehr als eine schizophrene Schimäre. Mittlerweile erkennen viele Menschen die monetären Scheingefechte der herrschenden Mächte, die sich in ihren Glaspalästen unter einer demokratischen Maskerade zusammenfinden. Die Wendezeit ist unmissverständlich eingeläutet. Das Fischezeitalter geht seinem Ende zu und die Wasser des Aquarius beginnen zu strömen. Sie werden alles Alte davon schwemmen, damit ein neues klares Denken in aufrichtigen Menschen entstehen kann. Die kosmische Evolution schreitet unaufhaltsam fort.

Neue Generationen werden mit erweiterten Vermögen des Bedenkens und Erfassens geboren, die die Wege zu einer Gesellschaftsform bahnen werden, in denen sich das Menschsein zu einer wahren Sinnentfaltung entwickeln kann. Dazu gehört als allererstes die völlige Gleichstellung der männlichen und weiblichen Dynamiken im Mikrokosmos, damit sich der Mensch von den bisherigen Autoritäten, sowohl im Inneren als auch im Äußeren, distanzieren kann. Da die im Jenseits herrschenden Kräfte gerade davor die größte Angst haben, nutzen sie jetzt, soweit sie irgend können, alle mentalen Möglichkeiten der modernen Menschen aus, sie mit allerlei belanglosen Beschäftigungen des Verstandes abzulenken, so z.B. in den Wissenschaften, z.B. der Kommunikationsindustrie mit Computertechnik und Internet, und in der Film- und Spieleindustrie. Mit ihren Plagiaten suggerieren sie den Menschen die totale Verbrüderung auf einer virtuellen Plattform z.B. durch sogenannte Communities, womit viele junge Menschen in eine egoistische Abzocke der unstofflichen Kräfte eingebunden werden. Ein von der Aquariusstrahlung getroffener Mensch muss heute schon sehr gefestigt sein, damit er den Irrwitz dieser Ausbeutungs-Methoden einigermaßen erkennen kann. Um wenigsten die Richtung eines Ausweges zu sehen, braucht es eine innerliche Verbindung mit der Monade, um selbst tief innerlich die Perversität der machtausübenden irdischen Hierarchien erfahren zu können. Das ist das berühmte Nadelöhr, durch das selbst ein Kamel passen sollte. Wer allerdings in seinen früheren Inkarnationen schon einmal die leidvolle Erfahrung gemacht hat, dass alle mentalen Methoden und Übungen mit der niederen Mentalis keine private Tür zur Einheit öffnen kann, wird all diesen Einflüsterungen der irdischen Götter standhalten können, und mit seiner erhöhten Astralis ein neues Freiheitsbegehren aussenden.

Die nirwanischen Felder

Alle Kraftfelder bilden trotz ihrer grundlegenden Unterschiede eine lebendige bewusste Einheit. Das Bewusstsein senkt sich in jede Kraft als eine eigene Wirkungsvibration ein, so dass alle Kraftfelder einerseits eigene Wesen sind und als solche mit unterschiedlichen Aufgaben im Kosmos betraut wurden. Die Vorstellung von geistigen Wesen oder Engel neben dem Hauptgott oder den Hauptgottheiten ist im gesamten indogermanischen Kulturraum altüberliefertes Kulturgut. So hat z.B. Dionysius Areopagita  ca, 500 n.Chr. ein umfassendes Werk über die Engelhierarchie geschrieben, die in viele christliche Theologien Eingang gefunden hat. Auch Thomas von Aquin hat in seiner Summa Theologiae eine umfassende Engellehre aufgestellt. Die höheren drei Engelchöre repräsentierten in den historischen Denkmodellen den obersten Aspekt der interkosmischen Evolution. Die nirwanischen Kraftfelder wirken genauso wie die vier unteren Felder durch- und miteinander wie die Organe eines lebenden Körpers im Zusammenklang mit allen weiteren Kräften. Als Vorbild dient und wirkt in allen Schöpfungen die Monade, die ihre in ihnen implantierten „Kinder“ – Galaxien, Sterne, Sonnen, Planeten, unser Planetensystem, die Milchstraße, zu der unser Sonnensystem gehört – stets informieren und mit den erforderlichen Kräften versorgen. Alle profitieren von den in ihnen und den sie durchwirkenden Kraftfelder.

Man kann es sich wirklich nur schwer vorstellen, doch alle Kraftfelder der irdischen Welt werden beständig von den entsprechenden Kraftfeldern der nächst höheren Welten durchströmt, um durch induktive Impulse die gemeinsame Evolution zu fördern. Die Monaden aller Wesen sind von Beginn an in allen Kraftfeldern vollendet, und sie verfügen über alle sieben Kraftfelder, auch über die nirwanischen Möglichkeiten. Diese werden sie ihren Mikrokosmen zu der richtigen Zeit der Entwicklung ebenfalls zur aktiven Verfügung stellen.

Das spinale Feld 

Bis hierher wurden die unteren Vibrationen der Materie, des Äthers, der Astralis und der Mentalis besprochen. Das nächst höher vibrierende Kraftfeld, das spinale Feld, gehört zu den drei nächst höher schwingenden nirwanischen Kräften, die bislang selten erwähnt wurden. Seit den Zeiten des großen Buddha heißt dieser Lebensbereich der Erleuchteten Nirwana. Diese drei Kraftfelder, Spinalis, Spiritualis und Idealis, gehören bei einigen Esoterikern unserer Zeit zum nirwanischen Lebensfeld. Dieses ist in seinen Aspekten und Qualitäten vielen Autoren eher weniger geläufig, einerseits, weil sich die Kraftfelder noch nicht direkt mit den Mikrokosmen verbunden haben, und andererseits kann der Mensch diese Lebensbereiche nicht mit seinem Verstandesdenken erreichen. Dieses Phänomen hat manchen Autor, der seine diesbezügliche Grenze erfassen konnte, dazu geführt, die nirwanischen Felder zu leugnen. Jedoch wird sich die Wahrheit überall durchsetzen und zu erkennen sein. So sprechen doch einige Autoren von diesen überherrlichen Dimensionen, die den Menschen in einer großartigen Zukunft verheißen sind.
Die Monade sendet über die nirwanischen Felder aus den großen kosmischen Zusammenhängen völlig neue Impulse über das höchste mentale Feld in den empfangsbereiten Mikrokosmos. Im Menschen werden diese hohen Inspirationen im Gemüt empfangen. Die Induktion über die Spinalis in die Mentalis ist kein deduktives, assoziatives oder kombinatorisches Geschehen wie aus dem Bedenken bekannt, sondern sie wirkt mehr wie eine schöpferische Inspiration. In dieser Ideation klingen zusammenfassend die hohen Regeln des Weltalls, die fundamentale Information für alle Offenbarungen leuchten vor dem inneren Erkennen auf. Das gewöhnliche Bedenken könnte man so umschreiben: Das mentale Feld empfängt mit dem Verstand, verarbeitet, kombiniert und bearbeitet mit bereits eingegangenen Informationen in den Gedächtnissen des Mikrokosmos, und erschafft daraus neue Gedankenkomplexe. Diese bleiben jedoch wesensgemäß mit den Parametern der  unteren Kraftfelder verbunden. Die Spinalis dagegen atmet völlig aus den Eingebungen, die sich aus den höheren kosmischen Ideationen in sie einsenken. So werden hehre Impulse für die kosmische Gesamtwirksamkeit mit allen Menschen induktiv verbunden, die dann dem aktiven Erleben der universellen Einheit zu völlig neuen Dimensionen vorauseilt, die heute von den Menschen noch nicht einmal geahnt werden. Grundvoraussetzung dafür sind völlige Ausgeglichenheit in den unteren Ansichten der Astralis und Mentalis und eine unbeirrbare stille Ausrichtung auf die unbekannten neuen Inspirationen.

Die Spinalis ist ein Kraftfeld, das sich wohl erst in der nächsten Erdperiode mit den Mikrokosmen individuell zentrisch verbinden wird, so wie sich heute bereits das Mentalfeld in die Mikrokosmen eingesenkt hat. Hier kann ergänzt werden, dass für die Wirksamkeit der einzelnen nirwanischen Kraftfelder beim Menschen vorher ein inneres Erfassen aus neuen virtuellen Organen erwachen muss. Allerdings war zu allen Zeiten einigen wenigen Priestern, Rishis oder Weisen der großen Religionen Methoden und Mittel bekannt, wie sie aus den höheren Kraftfeldern Informationen abrufen, bzw. wie sie mit Wesen aus diesen Feldern Kontakt bekommen und deren Hilfe aufrufen konnten. Mit großer Wahrscheinlichkeit wird es heute schon einzelne Personen geben, die sich bereits auf die sich dadurch ergebenden Perspektiven im gemeinsamen Zusammenleben vorbereiten. Natürlich ist es ausgesprochen riskant, konkrete Aussagen über einzelne Qualitäten und Aspekte der nirwanischen Felder zu machen, solange noch die meisten Menschen darum ringen, wenigstens mit den höheren astralen und mentalen Feldern ihres Mikrokosmos zu kooperieren. Dennoch werden sie alle bereits von den nirwanischen Feldern speziell der Spinalis selbstverständlich völlig unbewusst für die Evolution vorbereitet.

Das spirituelle Feld

Dieses nirwanische Kraftfeld steht völlig unter dem Einfluss der höheren Aspekte und Kräfte der Monade, die in antiken Schriften als Cherubim, Seraphim und Throne bezeichnet werden. Da alle Kraftfelder von einem eigenen Bewusstsein gelenkt werden, haben diese Felder in antiken Religionen, insbesondere im Judentum, die Bezeichnung Engel bekommen. Unter ihrer Leitung werden die unteren vier Kraftfelder dynamisiert und in ihrer weiteren Evolution systematisch gelenkt. Ein wesentlicher Aspekt der anstehenden Entwicklung besteht darin, die Mikrokosmen mit einem selbstbewusst positiv agierenden Werkzeug, dem Menschen, für die intensive Mitwirkung am Werden des irdischen Kosmos auszustatten. Dafür müssen aus dem Wesen Mensch alle individuellen egoistischen Bezüge zu seinem stofflichen Umfeld vor allem in seinem Erfassen des Geschehens abgebaut werden. Das bedeutet eine völlig natürlicher Gleichmut gegenüber allen physischen und auch psychischen Beeinflussungen, damit diese Kraftfelder in tiefer Stille ruhen können. Für die Kooperation mit den höheren Wesen für die Evolution der Erde ist eine uneingeschränkte Empathie mit allen einbezogenen Wesen erforderlich, die von innen heraus erfahren und miterlebt werden kann. Dabei wird auch die in unserer stofflichen Welt obligatorische Grundeinstellung des hier und dort, oder die selbstverständliche Auffassung des Ich und Du völlig eliminiert. Die Engelchöre der nirwanischen Felder bereiten auch auf Erden dafür sehr weise viele Gegebenheiten für den Menschen vor, in denen jeder Einzelne seine persönlichen für ihn erforderlichen Erfahrungen in aller Regel harmonisch abwickeln kann. Nach der heutigen Erkenntnis der Weisen heben die hohen nirwanischen Felder der Spiritualis und der Idealis die Mikrokosmen in interkosmische Erlebnisbereiche und Kommunikationen ungekannter Dimensionalität. Allerdings haften an allen Begriffen und Namen für diese Schwindel erregenden Höhen der irdischen Evolution immer noch die materialistischen Vorstellungen von den Strukturen unseres aktuellen Daseins. Alle Beschreibungen können demnach nur unvollständige Versuche mit einer begrenzten Bedeutungsreichweite sein, weil die Fakten der kommenden Realität weit entfernt von jeder direkten Erkenntnis dieser Zeit liegen, und darum noch nicht von der höchsten Mentalis berührt werden können. Darin findet sich auch der Grund, warum die nirwanischen Felder in den Theogonien der Länder sehr unterschiedlich benannt oder überhaupt nicht erwähnt werden.

Das Feld der Idealis

Dem Feld der Idealis entströmt die fundamentale Kraft allen Daseins, das höchste Daseinserfassen, in dem  alle Ideationen des höchsten Schöpfungsfeldes vibrieren, durch das alle Energieströme für die Offenbarung polarisiert werden, aus dem sich jede Realisatiosstruktur in die Offenbarung spiegelt. Es ist auch die höchste Vibration im irdischen All, die in der universellen Lehre aller Völker stets mit dem Begriff „Feuer“ oder „Geist“ in Verbindung gebracht wurde. Feuer stand dem antiken Menschen allegorisch immer für die heißeste und darum stärkste Energie. Feuer hat schon zu diesen historischen Zeiten viele Stätten vernichtet. Und der Mensch stand bei solchen Feuerbrünsten dieser verzehrende Energie oftmals machtlos gegenüber. Doch Feuer gehörte zu den wichtigsten Elementen für die heranwachsenden Zivilisationen, denn mit ihm konnte man nicht nur heizen und gekochte bzw. gebratene Speisen zubereiteten, sondern mit Feuer konnten Metalle geschmolzen werden, um sich aus Gold, Kupfer und Zinn Schmuck, Gebrauchsgeräte und Werkzeuge herzustellen sowie Waffen zu schmieden. Man denke nur an die Beschreibung der Elemente in der chinesischen Mythologie und Astrologie: Erde, Holz, Wasser und Feuer. Heute können wir mit unseren technischen Apparaturen und der Kernspaltung viel höhere Energien produzieren oder sogar mit einem Laser versenden. Wir wissen als postmoderne aufgeklärte Menschen auch von zahlreichen künstlichen elektromagnetischen Kraftfeldern. Überall werden heute zahlreiche Sendemasten für Funkverbindungen aufgestellt und viele Satelliten für GPS, Internet und Radioteleskopie um die Welt geschickt. Forscher erzeugen mittels Kernspaltung neue radioaktiver Elemente, die bislang völlig unbekannt waren. Doch die unstofflichen Energien, schon der niederste Äther oder die höchste Energie der Ideation kann mit irdischer Technik niemals verwendet werden. Schon die Darstellung des niedrig vibrierenden Äther bereitet dem menschlichen Vermögen erhebliche Schwierigkeiten.
Wenn in spiritistischen Kreisen von der Emanation von Ektoplasma gesprochen wird, das die jenseitigen Geister benötigen, um ihre Lichtwesen für Menschen sichtbar werden zu lassen, wie es Umberto Eco in seinem Buch Das Foucaultsche Pendel beschrieben hat, dann geschieht das unter ganz extremen Umständen. (Ein Foucaultsches Pendel ist ein langes Fadenpendel mit einer großen Pendelmasse, mit dessen Hilfe die Erdrotation anschaulich nachgewiesen werden kann.)

Alle Eingeweihten der Mysterien schreiben davon, dass alles Leben und das bewusste Sein aller irdischen Wesen, aller Devas, aller Throne, Seraphim oder Cherubim, aller Engel, Entitäten usw. irgendwo im mentalen Feld beginnt, im Devachan. Doch das sah für sie damals nur darum so aus, weil sie die drei höheren nirwanischen Felder nicht klar erkennen konnten. Es ist von unermesslicher Bedeutung, wenn man im eigenen Wesen begreifen kann, dass am Beginn des irdischen Werdens alle sieben Kraftfelder in unserem sichtbaren Makrokosmos als eine Spiegelung der sieben Schöpfungskräfte im Universum der Monaden entstanden sind, wie es in vielen heiligen Schriften beschrieben wird. Die Kraftfelder der Natur können in unserer irdischen Welt nur darum wirken und sein, weil die höheren Kraftfelder auch die Natur des Todes vollständig durchdringen und in sie harmonisch dynamisierend hineinwirken. Durch gezielte Impulse und Induktionen unterstützen die hohen Bewusstseinskräfte als Helfer und Begleiter der Monaden jede nur ansatzweise gemachte Bewegung der implantierten Mikrokosmen, sich aus der Umklammerung der niederen Astralis mit der materiellen Welt zu befreien. Jeder Gedanke, die Täuschung von Maya zu entlarven, wird verstärkt und jeder Schritt, in dieser irdischen Welt auf der Basis einer inneren bewussten Umwendung in der Evolution vorwärts zu kommen, wird von diesen hohen Kräften gefördert.

Die Monade der Erde ist ein Kind der Sonnenmonade im planetaren Sonnensystems. Insofern wurde unsere Welt völlig nach dem Vorbild des Ur-Vater-Mutter, der Urmonas, erschaffen. In diesem Abbild oder Spiegelbild wurden Heerscharen von Engeln, von ihren Monaden, als Regenten in der irdischen Natur gebildet. Dann senkten die Kinder der Welt ihre Monaden in das stoffliche Gebiet der Erde. In ihnen wurden die Mikrokosmen für alle Wesen dieser Lebenswellen in das für sie vorbereitete Entwicklungsfeld entbunden. Man kann diese ersten Stufen der Menschwerdung innerhalb der ersten drei Inkarnationen der Erde durchaus als Involution bezeichnen, weil sich in dieser Zeit mit vielen natürlichen Experimenten der grobstoffliche Körper herausbildeten. Dabei entwickelten sich vor allem der materielle Körper im Ätherfeld, die unteren Ansichten des Astralfeldes sowie die ersten Aspekte der Mentalis  In der vierten Inkarnation der Erde, wie es bei Heindel und Steiner dargestellt wird, befindet sich jetzt die Menschheit an dem Wendepunkt zur Evolution. In der sich entwickelnden Aquariusperiode schaffen besondere kosmische Strahlungen dafür beschleunigende Einwirkungen, damit die Menschheit sich aus den niederen Feldern der Astralis und Mentalis den höheren zuwendet. Die Selbsterhaltung im materiellen Lebensfeld bedingt ein konsumtives Verhalten. Durch das Verzehren und Behalten der kosmischen Kräfte im Rahmen entstehen die bipolaren Schattenwirkungen im Strom des Lebens. Im beständigen Werden und Vergehen entstehen neben dem Guten stets das Böse gemeinsam wie Licht und Schatten, damit der Mensch durch Erfahrung und Erkenntnis bewusst zu den höheren Lebensfeldern vorankommen kann. So wurde für den Menschen eine liebevolle eigenständige Erfahrung geschaffen, damit in ihm die Einsicht wachsen kann, dass in dem ihn umgebenden Lebensfeld das Ziel seines Lebens nicht gefunden werden kann. Diese Erkenntnis, selbst nicht die Krone der Schöpfung zu sein, ist eine wichtige Voraussetzung für die erforderliche Selbsterkenntnis. Zumal ausführlich von fortgeschrittenen Meistern beschrieben wird, dass sich die Kraftfelder der hohen Lebensdomänen in Einheit und Liebe dynamisch in Raum und Zeit des ewigen Werdens entfalten. Es wird in den heiligen Schriften von einer permanenten Evolution und Expansion von Herrlichkeit zu Herrlichkeit gesprochen. In unserer irdischen Natur ist der Raum begrenzt, einengend, immer irgendwo zu Ende, selbst das sichtbare Weltall mit seinen gigantischen Entfernungen. Im höheren Lebensfeld ist der Raum unvorstellbar unendlich, sich für alles und alle Universen permanent erweiternd, ohne irgendwie erkennbare Grenzen.

Die Bewusstseinsfelder

Allein der Begriff „Bewusstsein“ löst bei vielen Menschen schon echte Denkprobleme aus. Einerseits stellt sich das Bewusstsein für Jeden als eine Gesamteinheit aller seiner sinnesorganischen und verstandesgemäßen Informationen dar, die er im Wachzustand erfassen kann. Andererseits gibt es doch viele verschiedene Bewusstseinssituationen, in denen auch ein Unbewusstsein Platz findet. Neurologische Erkenntnisse zeigen, dass im Tagesbewusstsein nur ein Bruchteil der Menge an Informationen verarbeitet werden, die durch die zahllosen Organe und Neuronen des Körpers fluten. Denn dieses aktuelle Wahrnehmen hat sich über viele Inkarnationen so entwickelt, dass vor allem die Informationen selektiert werden, die für das Überleben in der materiellen Umwelt nötig sind. Was tatsächlich beim Erkennen ankommt, hängt unter anderem von der Bandbreite der möglichen Aufmerksamkeit ab, die aus innermikrokosmischen Impulsen gespeist wird. Darüber hinaus beeinflussen ständig Aktivitäten im Unbewusstsein den regulären Informationsfluss. Durch besondere Situationen, Konflikte, und Krankheiten, aber auch durch Bewegtheiten in der niederen Astralis und Mentalis, die durch jenseitige Wesen angestachelt werden, können Anteile des verborgenen Bewusstseins zeitweilig an die Oberfläche des Tagesbewusstseins gehoben werden. Das Gesamtbewusstsein ist immer im Menschen aktiv, auch im Schlaf und im Koma. Er lebt permanent in und aus dieser Qualität. Damit kann bei sinnvoller Nutzung seiner Möglichkeiten jeder Mensch auch einsehen, dass das Erkennen im Denkvermögen nur eine einzige Dimension seines Daseins ist. Das bewusste Sein, das Denken und Wahrnehmen, das Gedächtnis und Erinnern, wird getragen von den Vermögen der Mentalis, die vom Bewusstsein getragen wird. Der Mensch kann in seinem wachen Leben erfahren, dass sein deduktives Denken, sein Wahrnehmen und Erinnern permanent seine Entscheidungen beeinflusst und damit sein Dasein kräftig strukturiert, ohne irgendeine Kenntnis davon zu bekommen. Bewusstseinszustand ist Lebenszustand, wird gesagt. Im Bewusstsein manifestiert sich die fundamentale Energie des Alls, die alle sieben Kraftfelder durchwebt, in allen anderen Energien mitvibriert. Auf der höchsten offenbarten Ebene ist das Bewusstsein sowohl eine Dimension als auch eine Energie, das Bewusstsein ist das Sein und die Liebe selbst. Hier ist Anfang und Ende, Ziel allen Seins und Werden allen Seins.

„Im Anfang war der Logos, und der Logos war bei Gott, und Gott war der Logos. Dieser war im Anfang bei Gott.
Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist. In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen.
Er war das wahrhaftige Licht, welches alle Menschen erleuchtet, die in diese Welt kommen. Es war in der Welt, und die Welt ist durch dasselbe gemacht; und …
Und der Logos ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit wie des Einzig-geborenen vom Vater, voll Gnade und Wahrheit.“
(1. Johannes, Münchner NT, 1988)

In dieser Bibelübertragung steht, vollkommen befreit von aller sentimentalen Religiosität und den damit verbundenen Streitereien, dass die Ursache aller Ursachen der LOGOS ist, das Allbewusstsein. Warum Luther daraus das „Wort“ gemacht hat, bleibt in der Geschichte verborgen. Vielleicht, weil in der Kabbalah Gottes „Name“ mit sieben Buchstaben geschrieben wird, die man nicht aussprechen kann. „Das Wort des Anfanges“  hat eine klare und deutliche Aussage, sowie auch der „Name Gottes“. Denn zu dem griechischen Wort „Logos“ gehört auch Sein, Kraft, Licht und Entfaltung. Die sieben unaussprechlichen Buchstaben des Namens bezeichnen die sieben Schöpfungskräfte.

Ein ganz entscheidender Aspekt unterscheidet das universale Bewusstsein von den anderen Kräften oder Feldqualitäten. Wie bereits betont, durchdringen die energiereicheren Kräfte selbstverständlich alle an Energie niederen Kraftfelder, die höheren Kräfte sind also stets auch in den niedereren immanent und kommunizieren auf verschiedene Weise miteinander. Das universale Bewusstsein ist das ursprüngliche Offenbarungsfeld, die Urmonas, der Logos, Tao, Allah, Chi u.a. für alle weiteren Monaden im All. Das in ihr wirkende Allbewusstsein durchwebt alle anderen Kraftfelder, wo es als universelles Bewusstsein gemäß ihrer Funktionalität einbezogen mitwirkt. Es fügt sich harmonisch in Vibration und Wirkungsart in die jeweiligen Funktionen und die Aufgabenbereiche der Kraftfelder ein und leitet alle behutsam bei der Erfüllung ihrer Lebensaufgaben in der Evolution.

So arbeitet also im stofflichen Lebensfeld ein stoffliches Bewusstsein. Im Ätherfeld wirkt ein Ätherbewusstsein, im Astralfeld ein Astralbewusstsein, im Mentalfeld ein Mentalbewusstsein, dann ein Spinalbewusstsein und ein spirituelles Bewusstsein und ein Idealisbewusstsein. Über allem, durch und mit allen zusammen wirkt das universelle Gesamtbewusstsein des Kosmos Erde und über allem das universelle Bewusstsein des Sonnenlogos. Alle menschlichen Vorstellungen sprengend ist: Alle diese Aspekte des Bewusstseins sind in aller Differenziertheit gleichzeitig eine vollkommene Einheit. Sie kommunizieren untereinander stets anhaftend und innewohnend zusammen, wirken in jeder Ebene spezifisch als das eine Bewusstsein der Kraftebene, gleichzeitig jedoch immer in Einheit mit allen anderen Bewusstheiten der anderen Ebenen.

In  dem 2000 Jahre alten christlichen Weltmodell muss der im Sündenfall aus dem Paradies ausgestoßene Mensch in der stofflichen Welt im Schweiße seines Angesichts viele unangenehme Erfahrungen im Scheitern seiner Ideale wandeln, bis er in einem Gott dienenden Leben erkennen kann, dass im materiellen Lebensfeld nur die Imitation eines göttlichen Schöpfungsplans zu finden ist. Und Jakob Böhme beschreibt diese Situation noch drastischer: der „verdorbene Salniter“ in der gefallenen Natur aus Werden und Vergehen stört irgendwie  die Verbindung mit dem Schöpfer. Richtig daran ist, dass der Mensch mit den unteren Aspekten seiner Astralis und Mentalis nur seine physische Selbsterhaltung vollziehen kann. Erst wenn in seinem Mikrokosmos Ansichten der vierten Astralis zu leuchten beginnen, erfährt der Mensch etwas von den höheren idealeren Lebensaspekten. Nun muss er in sich die Stimme aus der Monade hören können, die seine Weiterentwicklung fördern will. Dafür muss der Mensch seine Eigenwilligkeit, seinen hochmütigen Narzissmus aufgeben, die ihn mit der stofflich gebundenen Astralis im Egoismus gefangen setzt. Damit wird auch die Evolution blockiert, die ursprüngliche Harmonie mit dem monadischen Bestreben ist gestört. Unermüdlich greifen auch hier die unterschiedlichen Aspekte des Bewusstseins helfend ein, so dass für Jedermann eigentlich die stets kommunizierten Dogmen des Abgetrenntseins, des Alleinseins und des Individuellen als Wahnbilder erkennbar werden. Auch in der niederen Natur steht der Satz: „Ich bin der Herr Dein Gott, sagt das Bewusstsein, das in allem und über allem ist.“ An dieser Stelle spricht die Genesis im Alten Testament eine deutliche Sprache über die irdische Wirklichkeit.

Richtig betrachtet, ist mit dem sogenannten Sündenfall, mit dem die abrahamitischen Glaubenstheorien die europäische und orientalische Menschheit infiziert haben, mit einer unglaublichen tragischen Gefangenschaft verbunden. Die darin begründete gesellschaftlich prägende Moral der materiellen Seinsformen des Lebens wurde zu einem angstverflochtenen Dogma erhoben. So wurde ein irdischer Gedankenirrgarten gezüchtet, in dem kein praktikabler Ausgang zu finden ist. Man führe sich heute nur das entsetzliche Leiden der Menschheit in den ungezählten Konflikten und Kriegen in Asien, im Orient und in Afrika vor Augen. Wenn sich in der Materie bereits derart abartigen Auswüchse des Terrors und der perversen Aggressionen gegeneinander abspielen, wie soll man dann die Pein und die Notdurft der Wesen im Jenseits verstehen, die für die Ordnung und die Erhaltung des irdischen Lebensfeldes sorgen müssen. Die Menschheit muss die holografischen Zusammenhänge aller Monaden in der Schöpfung begreifen lernen, damit ihre Lebenswellen, Kosmen und Wesen, die zu Beginn der irdischen Schöpfung die Gegebenheiten für die Involution plus Evolution des Kosmen und aller Entitäten in dem multiplexen Kraftfeld Erde geschaffen haben, ohne weitere Erschwernisse für die Gesamtentwicklung wirksam sein können.

Der Lichtbringer, auch «Luzifer» genannt, ist auch ein Sohn der uranfänglichen Schöpfungsidee, und wirkt im irdischen Lebensfeld für die kosmische Monade. Allerdings ist der «Sohn» noch nicht selbst der «Vater», seine Monade. Das ist der kleine aber entscheidende Unterschied. Darum muss er jetzt eigenständig dafür sorgen, dass die für die Evolution einströmenden kosmischen Lebenskräfte unter seiner Ägide nicht von den astral-mentalen Fehlprojektionen der Menschheit, den Äonen und Archonten, für deren Selbsterhaltung reaktionär missbraucht werden. Leider kämpfen gerade heute diese ahrimanischen Fürsten verstärkt im kosmischen Jenseits, um weiterhin ausreichende Äther, Astralis mit der alten Polarisation von der Menschheit zu bekommen. Somit stemmen sich in dieser Wendezeit die „falschen Götter oder Daevas“ der Involution gegen die kosmisch angesagte Evolution der Menschen. Dennoch kann diese angesagte Bewusstseins-Entwicklung nicht aufgehalten werden, wie sehr sich die Äonen und Archonten auch anstrengen, um ohne Unterbrechung neue Kräfte durch irdische Institutionen und Massenveranstaltungen zu generieren.

Die Selbstbehauptung aus der niederen Astralis ist als Lernprogramm eigentlich schon beendet worden. Leider spiegelt sich bekanntlich die Tradition in vielen Menschen: Sie schafft Egoismus auf Kosten der anderen Wesen. Man könnte darum eigentlich leicht erkennen, wo der Hass und der Krieg, die Übel aller Zeiten, ihre wirkliche Ursache haben.

Der innigste Wunsch der religiösen Menschheit, das Paradies, die Harmonie und den ewigen Frieden im irdischen Lebensfeld aufzurichten, konnte trotz aller überwältigenden Bemühungen von Wissenschaft und Technik, von Philosophen und heiligen Männern aller Religionen, niemals realisiert werden.

Das intelligente Verstandesdenken könnte prinzipiell heute schon jedem Menschen ermöglichen, zu dieser weitreichenden Erkenntnis vorzudringen, sofern er dafür überhaupt ein Interesse aufbringt. Die kosmische Entwicklung der Aquariuszeit wird für viele neuinkarnierte Menschen die Möglichkeit eines erweiterten umfassenden Wahrnehmens und Denkens schaffen. Wenn sich die Entwicklung eines vollständigen Mentalvermögens bei immer mehr  Mikrokosmen durchsetzen wird, kann das dadurch entstehende neue Erfassen und Bewerten der unstofflichen Zusammenhänge die Welt so radikal verändern, dass viele Menschen ihren Auftrag für die kosmische Evolution in einem völlig neuen Licht sehen. Doch für die aktuelle Zeit ist die Abwendung von den materiellen Selbsterhaltungsstrategien der erste notwendige Schritt zum autonomen Denken. Die bedingungslose Befreiung von allen Autoritäten, die sich auf das Denken, Fühlen und Handeln aus den unteren Ansichten der Astralis und Mentalis stützen , das Losmachen von den ungezählten historischen Tabus für das Zusammenleben könnte schon heute für alle Mitmenschen eine lebenswerte Atmosphäre erschaffen. Das Buch „Labyrinth der Welt und Paradies des Herzens“ von Johann Amos Comenius beschreibt eigentlich die fatale Situation des Menschen am deutlichsten. Die europamerikanische Wissenschaft hat den Schöpfer aus der Offenbarung vertrieben, und der orientalische Fatalismus hat mit dem Karma den Menschen seiner Eigeninitiative beraubt, sich eigenständig aus dem Sumpf der Irrtümer zu erheben. Dennoch werden die kosmischen Zyklen viele Menschen zur Veränderung ihrer Lebenssituation und zu völlig neuen Erfahrungen führen. Viele Menschen folgen heute z.B. in den USA einer amerikanischen Avantgarde der Naturwissenschaftler um Ken Wilber, die das holografische Weltbild vertreten und beweisen, das bereits in den Monadologien von Giordano Bruno und C.W. Leibniz angeklungen ist. Auch die Mitglieder des Club of Budapest erforschen die transpersonalen Zusammenhänge in der Akasha, dem Bewusstseinsfeld der Erde, und im Esalen Institut sprechen moderne Forscher, Psychologen und Quantenphysiker über ASW und Noetik.

Trotz zweitausend jährigem Christentum erklärt die wissenschaftlich beeinflusste Mehrheit der europamerikanischen Medien den Ursprung des Lebens in der Materie nach dem Prinzip Zufall. Eine überirdische Schöpfung wird von vielen autorisierten Wissenschaftlern in den Hintergrund verwiesen. In ihren Darstellungen der Urforschung fehlt dann immer nur noch ein winziges Moment, und sie könnten die Entstehung des Lebens im Labor nachstellen. Einige Wissenschaftler und namhafte Physiker betonen, dass es sich nicht wirklich lohnen würde, darüber nachzudenken, wie die Schöpfung entstanden ist. Wir gehen allerdings davon aus, wie der leider viel zu wenig bekannte Helmut Pape in seinen einleitenden Worten zu einem Büchlein von C.S. Peirce schreibt,

dass „alle lebenden Wesen auf dieser Erde in einem unverbrüchlichen Zusammenhang stehen, der über die Evolution des Kosmos und des Lebens auf dieser Erde hinausreicht in die Gleichzeitigkeit der Wechselwirkungen zwischen allen lebenden Wesen und der Materie im gegenwärtigen Augenblick. – Wir teilen mit allem Lebendigen eine gemeinsame Welt, und für diese Welt tragen wir Verantwortung, weil unser Handeln diese Welt in steigendem Maße verändert … Für uns Menschen gilt: indem wir uns für Ziele entscheiden, legen wir fest, nicht nur wer wir sein werden, sondern wie unsere Welt beschaffen sein wird: Diese einfache Weise, die Ökologie menschlichen Erkennens und Handelns zu umreißen, führt zu dreierlei: Achtung und Würdigung der instinktiven, emotionalen Gemeinschaft aller Lebewesen… Nur eine Philosophie, die damit beginnt, unseren Platz in dieser Welt als philosophisches Datum ernst zu nehmen, wird in der Lage sein, unseren Umgang mit dieser Welt und den kommunikativen Umgang miteinander angemessen verständlich zu machen.“

In diesem Zitat wird zwischen den Zeilen angedeutet, dass H. Pape weiß, wie unser Kosmos auch mit zahllosen anderen nichtmenschlichen Wesen bevölkert und mit allen Planeten und ihren Bewohnern in die Gesamtwesenheit Sonnensystem eingebettet ist. Moderne Physiker können das allerdings kaum berücksichtigen, weil  im eingeschränkten Weltbild des mechanistischen Verstandesdenkens nur materielle Bausteine planetarer Mineralballen existieren dürfen, die wir Galaxien, Sterne oder Planeten nennen.

Wer die Fülle der Wirkungsprinzipien aller unstofflichen Kraftfelder dieser Welt im eigenen Leben einigermaßen erfassen kann, der wird  in seinen alltäglichen Verrichtungen auch die Verantwortung für das universelle Geschehen übernehmen und umsetzen wollen. Ein solcher Mensch wird zu einem gesunden Egoismus heranreifen, in dem er stets dafür Sorge trägt, dass alle Mitmenschen in einer gesunden Umwelt in einer naturgemäßen Umgebung mit allen Wesen, Pflanzen und Tieren zusammenleben, und sich darin für die weitere Entwicklung der Menschheit und des Kosmos einsetzen können. Seine Sorge wird es stets und überall sein, die bedingte Freiheit für alle in der Welt nach dem Motto von Jacob Christoph Burckhardt zu schützen: „Es darf keine Freiheit geben zur Zerstörung der Freiheit.“
Für diese wahrhaft hohe Erkenntnis ist der Mensch bereits heute mit seinen herangewachsenen Vermögen in der Astralis und Mentalis für ein bewusstes Erfassen, Bedenken, Eingliedern und Speichern aller ihm zugehenden Informationen aus seiner inneren und äußeren Umwelt eingerichtet. So könnte er theoretisch problemlos weiterschreiten zu den kommenden Entfaltungen des Mikrokosmos in den nirwanischen Vermögen. Im diesem vollendeten Lebensfeld der heiligen Monaden wirken alle Polarisationen des Bewusstseins in einer total harmonischen Einheit. Unvorstellbar sanft und liebevoll schmiegt sich jedes Bewusstsein informierend, assimilierend, Leitung gebend und Gedächtnis formend in alle Kraftfelder des Seins. Es ist, so könnte man sagen, die konkrete Kommunion, die absolute Information und total innige Verbindung, der liebevolle Mittler zwischen allen Energiebereichen, der vermittelnde lebenspendende einigende Urgrund aller Entfaltungsmöglichkeiten, die Liebe selbst.

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Fortsetzung im folgenden Kapitel

zur Druckversion als PDF 03. Siebenfaches Weltfeld