Kosmische Gedanken

Bildgröße: 50 x 70 cm; Daten 140 MB; Datum: 29.12.2016

Bild: Blauer Baum

Kosmische Gedanken

Die esoterische Philosophie aller Zeiten bezeichnet das Weltall in seinen Tiefen als ein rhythmisches Weben der Weltseele. Besonders in der alten indischen Vedanta wird von dem Ein- und Ausatmen Brahmans gesprochen. (Sanskrit: brahman m.) Diese höchste Schöpfungskraft ist Teil der hinduistischen Trinität, welche aus Brahma (Schöpfer), Vishnu (Erhalter) und Shiva (Zerstörer) besteht. Diese Trinität aus Vater, Sohn und Heiliger Geist ist auch im Christentum verankert. Allerdings ist allgemein bekannt, dass unsere Welt aus 12 Kräften geschaffen wurde, die sich in den Aspekten der Sternzeichen im Tierkreis widerspiegeln. In der Philosophie perennis kann man von den sieben mal sieben Strahlen des ursächlichen Feldes vor allem Beginn lesen, die das Metaversum mit allen Geschöpfen in ihren Monaden schaffen und geschaffen haben. Es bleibt also eine Angelegenheit des Betrachters, auf welches Modell er sein Leben einstellen will. Die sieben kann als eine Zusammenfügung aus zwei mal drei Kräften betrachtet werden. Drei wirken oberhalb eines zugehörigen Horizonts in der Mitte und drei Kräfte wirken unterhalb der Kraft im Horizont, die die Kohabitation zwischen den unteren und oberen Kräften ermöglicht und dynamisiert. Hierbei sollte man sich keinerlei materialistische Interpretation gestatten, denn diese Siebenheit ist immer in Einheit wirksam.
Man kann auch sagen, es besteht als Kontinuum der Offenbarung seit Anbeginn die Urmonade, das universale Bewusstsein. Alles, alle Galaxien, Sterne und Planeten und alle stofflichen bzw. unstofflichen Wesen haben ihren Entwicklungsraum in den sieben kosmischen Räumen und den sieben Dimensionen der Urmonade. In ihren sieben Energien erklingt die Schöpfungsevolution probabilistisch auf alle Ewigkeiten hin, sich stets in kreativer Vielfalt und absoluter Einheit entwickelnd. Die Galaxie, die Milchstraße, zu der auch das planetare System der Sonne gehört und auch der Kosmos Erde mit seinem Mond, werden ebenfalls von ihrem eigenen Schöpfungsprinzip getragen, von ihrer sie ernährenden und führenden Monade. Die kosmische Monade der Erde hat sowohl die Monade des Mondes als auch die Monaden der diversen Lebenswellen in ihren Mikrokosmen auf der Erde hervorgebracht. Spricht man von einem Planetgeist, von einem natürlichen Demiurgen und Schöpfer des irdischen Daseins, und von einem Planetlogos, der Monade, die den Kosmos in seiner Entwicklung anfeuert, dann werden damit die zwei Prinzipien der irdischen Trinität angedeutet. Der Planetgeist ist der Herrscher im aurischen Wesen des Kosmos Erde, der Planetlogos korrespondiert mit der Monade des irdischen Kosmos. Der Planet selbst mit seinen diversen Lebenswellen beinhaltet die Kinder, Söhne und Töchter dieser Schöpfung im solaren System.

Im kosmischen Feld der Erde kooperieren grob gesagt vier Lebenswellen zusammen: das Mineralreich, das Pflanzenreich, das Tierreich und das Menschenreich. Alle zugehörigen Mikrokosmen stehen in einer permanenten Evolution, die von den übergeordneten Monaden gefördert wird. Die universelle interkosmische Evolution hat als Ziel, alle Wesen, Mikrokosmen, Kosmen, Galaxien und Entitäten mit ihrem höchstmöglichen Erfahrung in der Schöpfung kreativ mitwirken zu lassen. Diese Mitarbeit aller Geschöpfe im All ist das Grundprinzip der gegenseitigen Resonanz seit Anbeginn der Allschöpfung. Auf dieser Basis verwirklicht sich das universelle Leben und Sein in Liebe und harmonischer Einheit.

Wir erkennen und erfassen uns als bewusste Menschen, und sehen überrascht, wie oberflächlich und lächerlich schwach unsere menschlichen Lebensimpulse im Verhältnis zu den Vermögen sind, die uns unsere Monade schenkt. Darum beginnen die Menschen, zumindest einige von ihnen, ihren mikrokosmischen Zustand zu erhöhen. Allerdings werden Regeln der großen Religionsstifter dazu benutzt, um sich selbst als materielle Person in einen höheren Zustand aufzuschwingen. Dabei geraten sie unversehens in die Imitation. Sie gehen Ahriman im Jenseits auf den Leim und bauen sich in den mentalen Feldern, dem Devachan, einen stofflich orientierten Ersatzhimmel.
Sie können dabei noch nicht erkennen, dass der Weg noch viele Irrfahrten für sie bereit hält, bevor sie den direkten Weg zur Vollendung ihres Mikrokosmos finden werden, bei dem sich sowohl paradiesische als auch himmlische Zustände ergeben werden. Diese sind allerdings keineswegs das Ziel und der Sinn des Daseins, sondern es stehen noch viel weiter reichende Aufgaben vor den Menschen, wenn sie sich, endgültig vollendet, mit ihren Monaden vereinigen können.
Dieser Prozess führt über das intelligente Auflösen jedes materiellen Impulses der Selbsterhaltung des stofflichen „Ich-bin“ zu der tiefen Erkenntnis des ewigen Seins in einem sich entwickelnden Mikrokosmos, aus dem ohnehin alle Vermögen des Menschen hervorgehen. Erst dann kann die Kraft des Lebens in den sieben metaphysischen Feldern des Alls erfasst werden. Erst dann, wenn keine materiellen Vorstellungen mehr den Verstand einschränken, wenn keine vergangenen mentalen Projektionen mehr in den morphischen Feldern gefunden werden, öffnen sich auch die Türen zu den drei nirvanischen Gebieten des Mikrokosmos und des Kosmos. Damit entwickelt sich dann die uneingeschränkte hingebungsvolle Dienstbereitschaft für die kosmische Evolution, in der sich der Mikrokosmos vollendet und kongruent mit seiner Monade vereinigen kann, in einer wahrhaft heiligen Hochzeit, um sich für die Erhebung aller Lebenswellen und Wesen im Kosmos mit allen geheiligten Monaden und ihren Mikrokosmen zu verbinden. Danach wird der Kosmos des Planeten Erde für die weiteren Evolutionsschritte im lunaren Kosmos und im solaren Kosmos mitarbeiten.