Symbole für das eine Werden

Wer sein Lebensziel erkannt hat und sich behutsam auf den Weg begibt, wird mit der Zeit bei seinen eigenen Schritten und Erfahrungen der Einsicht begegnen, dass eine evolutionäre Entwicklung in der Materie nur innerhalb einer unstofflichen Evolution des Kosmos stattfinden kann.

Diese irdische materielle Natur wurde in allen Richtungen und Dimensionen nach naturwissenschaftlichen Gesetzen erforscht. Allerdings wird bei alledem eine grundlegende Regel gerne übersehen: nämlich die Bipolarität der Dinge und Ereignisse. Alles hier hat seine zwei Seiten: Tag und Nacht, Licht und Schatten, Gut und Böse, Krieg und Frieden, Liebe und Hass usw. Das sich vor ihm ausbreitende Lebensfeld wird von zahlreichen Kraftfeldern durchkreuzt, die einerseits seine irdische stoffliche Existenz und andererseits seine Teilnahme an der holistischen Gesamtheit aller Dimensionen im Universum ermöglichen. Die von ihm erahnten Ideale verwirklichen sich in den metaphysischen Feldern, wenn sein Mikrokosmos sich zu vollenden beginnt. Das probabilistische Entwicklungsprinzip kann allegorisch von einem Kreuz dargestellt werden.

Das ägyptische «Ankh-Kreuz» oder Schleifenkreuz enthält als Zeichen des universellen Lebens den Hinweis auf die Lebensfelder der Einheit und Liebe, mit denen der Mensch auf ewig verbunden ist. Der Person stellt sich die Aufgabe auf der Erde eine selbstständige Individualität zu werden. Dabei wird sie sich den höheren Kräften ihrer Monade anvertrauen. Dann kann sie diese Impulse liebevoll in ihrem Dasein umsetzen. Der ernsthaft Strebende lässt die wechselnden Aspekte im Horizontalen ruhig ausklingen, während ihn die Strahlen der Monade vertikal empor tragen.



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