Was ist die Seele?

Existenz und Seinsform

Wohl kaum ein menschlicher Aspekt hat über die Jahrtausende in der Philosophie als fundamentaler Grundbegriff so viele verschiedene Wandlungen erfahren wie die Seele. In nahezu allen Kulturen ist sie im Leben der gläubigen Menschen als eigenständiges, belebendes Wesen der wichtigste Hauptakteur des Daseins. Umfangreich und bildstark wird in den Philosophien von den religiösen Weisen aller Zeiten erklärt, dass allein die Seele, oder ein Aspekt von ihr, eine Chance auf ewiges Weiterleben nach dem körperlichen Tode hat. In der modernen christlich-jüdisch orientierten Philosophie wird sie zum fundamentalen Leitfaden des Lebens, sozusagen das sinngebende Ziel des menschlichen Daseins. Heute beflügeln Vorstellungen vom methodisch beeinflussten Seelenwachstum und einer gelenkten Seelenwanderung die Esoterik sowie das New Age unter dem Einfluss hinduistischer, buddhistischer, taoistischer und suffistischer Denker. Die gnostische Philosophie erklärt die Seele zum Hervorbringer des Lebens und des Bewusstseins. Ihre Seele manifestiert sich im Blut und im Schlangenfeuer der Persönlichkeit. In der hermetischen Gnosis kann sich der Kandidat über einen Transfigurationsprozess eine neue Seele und neue Seelenkleider erwerben.


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Die vielen sehr unterschiedlichen Wirklichkeiten, Körperlichkeiten und Fähigkeiten der Seele oder der Psyche, wie sie im Laufe der Jahrtausende dargestellt wurden, hinterlassen beim Studenten den Eindruck, dass gerade bei diesem so eminent wichtigen Seinsfaktor die Sprachverwirrung von Babylon noch nicht überwunden wurde. Bei alledem kann man den modernen Psychologen und Philosophen durchaus nachsehen, dass auch sie die Wirklichkeit der Seele noch nicht gefunden haben, selbst wenn in den abgedruckten Texten über die Seele sehr viele, bereits bekannte Aspekte der Seele erneut umschrieben werden. Ausfürhliche Texte finden sich bei G.R.S. Mead, Die Lehre vom feinstofflichen Körper, und Ernst R. Waelti, Die abgeschlagenen Wurzeln. Hier werden auch alle antiken Philosophen mit ihren Ansichten querbeet vorgestellt.

Auf der Basis der neuesten geisteswissenschaftlichen Ansichten über den Mikrokosmos mit all seinen unstofflichen Aspekten in der Tradition der Theosophen, lohnt sich ein Versuch, eine für alle plausible Darstellung der Seele zu geben. Der Wachstumsfaktor, der allem Leben im All eigen ist, die permanente Evolution wird eigenartiger Weise gerade dann vergessen, wenn die menschliche Konzeption, seine Gefühle und sein Denken unter psychologischen oder religiösen Gesichtspunkten analysiert wird. Arg störend stehen wohl den Wissenschaftlern dabei besonders die historischen Belehrungen antiker Philosophen oder heiliger Weisen asiatischer Vergangenheiten im Wege. Wird von einem Autor ein besonders heikles Thema aus dem Bereich des Glaubens diskutiert, wie z.B. das der Seele, dann muss er sich wegen der tradierten Vorstellungen darauf einstellen, dass alle Leser als erstes das tradierte Bild ihrer gewohnten Religion oder ihrer verinnerlichten philosophischen Weltansicht vor ihrem inneren Auge aufrufen.
Beim Studieren der umfangreichen Weltliteratur und den Darstellungen der Seele oder Psyche fallen die stets wiederholten symptomatischen Fachbegriffe auf. Der aufmerksame Leser kann meistens problemlos feststellen, dass die zahllosen Autoren aus Philosophie und Religion bemüht sind, aus den ungeklärten Begriffen ihrer Vorredner oder -Schreiber die ihnen wichtigen Aspekte herauszudrechseln, ohne selbst wirklich zu klären, welche Qualität die Seele ihrer Ansicht nach nun hat, welche Befähigungen der Seele ganz konkret zueigen sind oder zu welchen „Kleidern“ des Wesens Mensch die Psyche nun definitiv gehört.

Die heutigen Vorstellungen von Psychologie als Seelenkunde, in der ungezählte statistische Wahrscheinlichkeiten Einzug gehalten haben, hat natürlich populärwissenschaftlich zu weiterer Begriffsverwirrung über die Seele beigetragen. In den diversen historischen Darstellungen der Philosophie und der Religionen aller Welt wird der Begriff Seele nach wie vor, je nach beabsichtigter Überzeugungstaktik, für ganz unterschiedliche Aspekte bzw. Körperlichkeiten des Wesens Mensch verwendet.
Innerhalb aller Abhandlungen über die Psyche werden verschiedene Vermögen der Seele besprochen. Dazu gehören vor allem das Bewusstsein mit dem Unbewusstsein, die Gefühle und das Gemüt, sowie der Charakter. Sie kann Empfinden, Wahrnehmen und dem Menschen einen individuellen Seinszustand schenken. Mystische Visionen steigen für den streng gläubigen Christen aus der Seele empor und vermitteln seinem Bewusstsein wundervolle Bilder aus der Gotteswelt, die unmöglich zu beschreiben sind. Die Seele ist für viele Christen ein besonderer göttlicher Körper, eine Art Hochzeitskleid. Für die indisch beeinflussten Esoteriker ist sie eine durch Meditation errungene mentale Aura, die Verwirklichung der Kundalini u.a.

In einigen religiösen Kreisen flammt immer wieder die Diskussion um die Lebensdauer der Seele auf. – War sie vor der Geburt bereits präexistent? – Kann sie länger leben als der Stoffkörper? – Wird die Seele erneut inkarnieren? – Wenn ja, welche Seele? Möglicherweise in einem Insekt? – Kommt sie nach dem Tod in den Himmel oder muss die Seele nach ungebührlichem Leben in der Hölle schmoren? – Ist die Seele ein Produkt eines Gottes, sein eingehauchter Atem am Beginn der menschlichen Schöpfung? – Oder wird die Seele erst mit der physischen Geburt des Babys mit dem Menschen verbunden? – Warum muss die Seele, die sündigt, sterben? – Muss es eine zweite Seele geben, die nicht gesündigt hat, und darum ewig leben wird? – Alle diese Fragen deuten darauf hin, dass die meisten Autoren die Seele als etwas wesenhaft Geformtes betrachten. Die Seele handelt und wirkt bei diesen Betrachtungen ähnlich einem Körper aus Fluiden, einer Art metaphysischer Materie. Vielleicht war die Frage: Was ist die Seele? den Autoren in dem ihnen besonders bedeutungsvollem Zusammenhang nicht wichtig genug, um sich auf eine präzise Definition festzulegen. Darum kann in all diesen außerordentlich spannenden Bekenntnissen kaum eine exakte Definition gefunden werden.

Will man sich heute auf die Suche nach einer konkreten Definition der Seele machen, dann wird der beste Startplatz eine esoterisch-geisteswissenschaftliche Basis sein. In den Ausführungen der Theosophen H.P. Blavatsky, A. Besant, M. Heindel, R. Steiner und J.v. Rijckenborgh befinden sich eine Vielzahl sehr guter Hinweise, aus deren säuberlicher Zusammenfügung sich eine schlüssige Konzeption für eine plausible Interpretation ergibt.

Am Beginn dieser Betrachtungen steht die klare Einsicht, dass die theologischen Bedeutungen aller metaphysischen Phänomene leider nur sehr vage und schleierhafte Begriffe liefern. Es kann davon ausgegangen werden, dass dem Priester/Prediger immer bewusst war, dass ein fester Glaube an einen Gott nicht von einer genauen Definition der Seele abhängig ist. In der Kenntnis, dass der Stoffkörper im Tod vergehen wird – „Asche zu Asche und Staub zu Staub“ –, bemüht sich der eine Mensch durch ein gutes Verhalten, nach seinen Vorstellungen und gemessen am gesellschaftlich sanktionierten Verhaltenskodex, durch sein Beten und Opfern, das  Recht auf ein Weiterleben in einem unstofflichen Kleid in einem metaphysischen Lebensfeld zu erwerben. Für Atheisten, Nihilisten und Materialisten ist nach dem Tod sowieso alles zu Ende, ohne jede ausvibrierende Struktur von etwas Seelischem. Für alle Esoteriker darf die Seele in dem überirdischen Lebensfeld, im Jenseits, für einen langen Zeitraum weiterexistieren, sozusagen als Belohnung für alle bisherigen Mühen und Leiden im irdischen Leben. Dieses metaphysische Gerechtigkeitspräsent der Heiligkeit spornt zig Millionen von Menschen an, Götter zu erschaffen, die in für sie errichteten Tempeln, Kirchen und Kathedralen angebetet werden.

So entstanden in den Weltreligionen umfangreiche Darstellungen, was oder welcher Teil nach dem physischen Tode weiter lebt, vor allem, um dem Gläubigen plausibel zu machen, wie er in seinem Leben und vor allem nach dem Ableben vor weiterem Unglück und Leiden bewahrt werden könne. Diese ausgefeilten Argumente für ein gerechtes und heiliges Weiterleben nach dem Tode sehen eigenartigerweise so aus, als wären sie dem Wortschatz der allgemeinen Propaganda und Werbetechnik entnommen. Es wird in allen Tempeln und Kirchen den Gläubigen stets das Prinzip Hoffnung angeboten, auch dann wenn niemand wirklich erfahren hat, was mit dieser Hoffnung verbunden ist. Das ist auch absolut verständlich, wenn man berücksichtigt, dass in aller Welt die heiligen Männer und Frauen, Priester, Kaplane, Äbtissinen oder Mönche von den Zuwendungen ihrer Gläubigen existentiell abhängig waren und sind. Nirgendwo fließt und floss mehr Geld, als im Zusammenhang mit religiöser Verehrung und religiösem Brauchtum. Auch wenn Lenin von der Religion als dem Opium für das Volk sprach, so muss man bei dem festen Glauben unzähliger Menschen doch einsehen, dass selbst in den ärgsten religiösen Spekulationen ein Fünkchen Wahrheit glimmt.

Bei alledem ist auch zu bedenken, dass in antiken Zeiten auserwählte Menschen, Priester und Weise, Magier und Schamanen problemlos die Vorgänge in den niederen jenseitigen Welten schauen konnten. Sie konnten nicht nur mit ihren Göttern oder Göttinnen verkehren, sondern auch wahrnehmen, wie sich in den ätherisch-astralen Gebieten die mikrokosmischen Anteile der Verstorbenen langsam verflüchtigten. Trotz alledem blieb es ihnen verborgen, wohin sich der Mikrokosmos bei seiner Auflösung im Jenseits  letztlich entfernte, wenn sich selbst die ätherischen und astralen Anteile aufgelöst hatten.  So konnten sie keine plausible Anschauung vermitteln, wo und wie der spirituelle Impuls des Göttlichen im Menschen, eben die Seele, nach einem entsprechendem Lebensverhalten im Himmel bis in alle Ewigkeit in Seligkeit weiter existieren wird. Im alten Ägypten haben die Priester eine hochkomplizierte Seelenreise durch die Unterwelt mit zahlreichen Kämpfen und Prüfungen in den diversen Jenseitsbereichen ausführlich beschrieben. Wer die ägyptischen Unterweltbücher einmal gelesen hat, kann sich nicht des Eindrucks erwehren, dass es sich bei den plastisch beschriebenen Abenteuern der Toten um konkret erlebte Ereignisse handelt, die in der ägyptischen Unterwelt von der Seelenkonfiguration bestanden werden. Auch die weisen Hindus, Guruhs und Saddhus wussten und wissen von dem Fortbestehen in einem jenseitigen Gebiet mit seinen karmischen Auswirkungen auf die nachfolgenden Inkarnationen im Diesseits.

Zu allen Zeiten haben kluge Menschen erfahren, dass die uns so vertraute irdische Natur keine göttliche, vollkommen gute und gerechte Welt sein kann. Viele kriegerische Auseinandersetzungen und Hungersnöte sprachen und sprechen deutlich dagegen, dass die Erde eine Schöpfung des absolut guten Gottes sein kann, der die totale Liebe, Weisheit, Frieden und Harmonie repräsentiert. Darum musste für die Gläubigen eine unerschütterliche Erklärung gefunden werden, in die eine Vorstellung der künftigen Wiederverbindung mit der Gotteswelt einfließen konnte. Diese Lücke wurde mit dem schillernden Begriff der Seele ausgefüllt, die nach dem Leiden in der irdischen Welt als Belohnung für das gottesfürchtige Verhalten des Menschen, ewig in Seligkeit weiterexistieren wird.

Ob in den Anfängen des Hinduismus oder in den Annalen des alten Ägypten, in den Keilschriftaufzeichnungen der Sumerer, in den chinesischen Philosophien oder in den Mythen der Mayas und Aymaras, überall finden sich Worte, die einen Aspekt des Menschen umfassen, der nach dem Tode eine Wiederverbindung mit dem göttlichen Lebensfeld ermöglicht. In Folge des Wissens oder des Glaubens an diese Wiederverbindung (darum das Wort Religion) mit dem göttlichen Lebensfeld entstand bei den Philosophen natürlich auch die Frage nach der Inkarnation oder der Seelenwanderung, die von den katholischen Kirchenvätern per Absprache auf dem Zweiten Konzil von Konstantinopel, 553 n.Chr., abgeschafft wurde. Ergo gibt es für die Millionen Gläubigen der christlichen Kirche in aller Welt keine Präexistenz der Seele – sie wird mit der physischen Geburt von Gott dem Neugeborenen beigegeben – und auch kein weiteres Fortbestehen nach dem Tode – ausgenommen die physische Auferstehung am Ende aller Tage nach der Gnade Gottes.

In den unterschiedlichen Philosophien der Länder und Religionen wird eine verwirrende Verschiedenheit der Seelen gefunden, die nicht nur untereinander gemäß des Landes oder der Zeit differieren, sondern auch im menschlichen Wesen selbst werden unterschiedliche Seelen benannt. Der Mensch verfügte z.B. im alten Ägypten über drei Seelen: Ka, Ba und Ach. In der Übertragung der Hieroglyphen kann natürlich nicht mit Sicherheit die wahre Bedeutung dieser Begriffe für die damaligen Priester und Menschen gefunden werden. Jedenfalls ist diese Dreiteilung der Seele dann über das Judentum in das Christentum eingeflossen. Dort wird in den Texten eine Körperseele, eine Vitalseele (Triebseele) und eine Geistseele erwähnt.
So wie das vorwiegend dualistisch ausgerichtete griechische Denken die beiden Prinzipien Leib und Seele auseinander hielt, so schien es den christlich orientierten Philosophen sinnvoll, bei der Seele oder Psyche ebenfalls den persönlichen oder körperlichen von dem metaphysischen Anteil zu trennen. Bei genauer Anschauung der erwähnten verschiedenen Bestimmungen der Seele werden die zwei Existenzformen des Menschwesens sichtbar: es lebt ein grobstofflicher Mensch, die Person in dieser materiellen Welt, und es existiert mit ihm eine Konfiguration aus unstofflichen Körpern, ein Mikrokosmos.

Bei vielen Autoren wirkt die Seele bis in das natürliche, stoffliche Selbst. Dabei liegt meistens der Schwerpunkt auf der Belebung des Körpers. Hegel unterteilt diese Wirkung noch nach natürlicher, fühlender und wirklicher Seele. Bei Hesekiel steht im Alten Testament: „Die Seele, welche sündigt, die muss sterben!“ Demnach kann gefolgert werden, dass es auch eine Seele gibt, die nicht sündigt. Die griechische Philosophie definierte eine pneumatische Seele und eine physische. Die pneumatische Seele wird nach christlich-jüdischer Anschauung den Tod überdauern und in das Paradies kommen. Diese Ansicht wurde ganz besonders von den alexandrinischen Gnostikern vertreten. Allerdings tun sich alle christlichen Autoritäten äußerst schwer mit der Auferstehung, die Jesus seinen Nachfolgern verheißen hat.

Aus dieser griechisch-christlichen Seeleneinteilung kann geschlossen werden, dass das stoffliche Selbst des Menschen mit seinen natürlichen Bedürfnissen von einer seelischen Komponente durchwirkt ist, die mit dem Tode des physischen Körpers ebenfalls vergeht. Und darüber hinaus wird ein feinstofflicher Körper der Person definiert, der für ein Weiterleben und die Auferstehung – bei guter Führung im diesseitigen Leben – von einer unsterblichen Seele geführt wird. Goethe betont es im Faust I, Vers 1112-1117: „Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust, Die eine will sich von der andern trennen; Die eine hält, in derber Liebeslust, sich an die Welt mit klammernden Organen; Die andere hebt gewaltsam sich vom Dust (= Staub) zu den Gefilden hoher Ahnen.“

Selbst bei detaillierten Interpretationen der urchristlichen Anschauung und den hinduistischen oder buddhistischen Philosophien bleibt jedoch immer noch die konkrete Frage offen: Was ist das nun, die Seele? Aus welcher Materie oder Kraft ist sie? –

Aus vielen Aufzeichnungen fernöstlicher Weisheiten und den Lehren der hermetischen Gnostiker  in Alexandrien, sowie aus den aktuellen esoterischen und theosophischen Erkenntnissen kann entnommen werden, dass das menschliche Wesen mehr als nur ein Stoffkörper ist. Der Mensch ist ein Mikrokosmos aus mehreren Kraftfeldern, die für seine physischen Sinnesorgane nicht unbedingt wahrnehmbar sind. Dazu gehört das Ätherfeld, die Astralis, das Denkvermögen und weitere drei Felder, die den Mikrokosmos noch unkonzentriert begleiten. Diese Felder bilden zusammen ein kugelförmiges Kraftfeld, in dessen Mitte der stoffliche Mensch als Werkzeug, als ausführendes Organ lebt. Das Gesamtgebilde wird in der esoterischen Geisteswissenschaft auch als aurisches Wesen bezeichnet. Sein Mittelpunkt ist ein Berührungspunkt mit einer metaphysischen Entität, die von Leibnitz mit Monade bezeichnet wurde. Der Umfang des aurischen Wesens bildet eine siebenfach gegliederte Sphäre, die Lipika; dieser Begriff aus dem Sanskrit bezeichnet die Speichersphäre an der Peripherie des aurischen Wesens für das angesammelte Karma.

Von Innen nach Außen betrachtet, gliedert sich das menschliche Wesen, der Mikrokosmos, in folgende Aspekte:
1. die Perle in der Lotusblüte, die Rosenknospe, der Berührungspunkt der Monade;
2. der physische Körper mit seinen Organen aus Materie ;
3. diesen Stoffkörper durchdringt und überragt ein Ätherfeld um ca. 5 cm;
4. beide Felder durchzieht und umgibt ein Astralfeld, in dem sich um den Kopf herum
5. ein Mentalvermögen entwickelt.
6. drei weitere Kraftfelder durchwirken und dynamisieren das ganze System. Sie werden von den Theosophen meistens als Kausal-, Weisheits- und Geist-Licht-Körper benannt
7. Als Atemfeld wird das Feld innerhalb der Lipika bezeichnet, die das Gedächtnis der Mentalsphäre bildet  .
8. Das Gesamtwesen Mensch wird von einer elektromagnetischen Sphäre umfasst, die ähnlich einem Magnetfeld alle kohärenten Kräfte anzieht und alle nicht kompatiblen abstößt.

Das zentrale Feld des Mikrokosmos ist angefüllt mit ätherischen, astralen und mentalen Kräften und wird darum als Atemfeld bezeichnet, weil der Mensch alle Kräfte und auch die physische Luft durch dieses Feld hindurch einatmen muss. Natürlich werden alle Aspekte der Atmung von der Qualität der sich darin aufhaltenden „Bewohner“ beeinflusst. Das muss sehr klar verstanden werden, vor allem wenn man sich die Qualität der Seele  als Untersuchungsobjekt ausgesucht hat. Denn sie ist ein besonderer „Bewohner“ des mikrokosmischen Atemfeldes, wie aus der umfassenden Weltliteratur zu ersehen ist.

Um das genau zu verstehen, muss man einen speziellen Faktor des Lebens kennen lernen. Der Impuls zum Dasein eines Mikrokosmos kommt aus den Kraftfeldern des irdischen Kosmos und seiner für das Wirken und Sein notwendigen Hierarchien „unter dem Himmel“. Diese irdischen Götter und Devas oder Asuras haben den Auftrag die natürlichen Wechselwirkungen allen Lebens in diesem Kosmos zu regeln und so lange in Funktion zu halten, bis alle Wesen, Mikrokosmen und Entitäten, die zu diesem Kosmos gehören, wieder in das ursächliche Offenbarungsfeld, das PSI-Feld, oder wie die Hindus sagen in „Brahman“, eingegangen sein werden. Wer sich mit der Größenordnung und Komplexität dieses universellen Systems befassen möchte, muss sich mit zahlreichen weltumspannenden Schöpfungstheorien befassen. Wie in der Genesis bestätigt wird, gibt es zwei Schöpfungen des Menschen. Eine Schöpfung ist völlig natürlich und geht von den Göttern der irdischen Natur aus. Die Aufzeichnungen sprechen dann aber noch von einer zweiten Erschaffung des Menschen „nach seinem Bilde“. Diese Schöpfung aus der Monade des überirdischen Feldes wird allerdings erst nach einer gewissen Reife des natürlichen Mikrokosmos stattfinden können, folgt man den Betrachtungen der großen Esoteriker Blavatsky, Heindel und Steiner. In den verschleierten Darstellungen der Religionen wird unter anderem auch bei den Rosenkreuzern von dem Wachstum der Rose des Herzens gesprochen.
Der Gedanke, dass der Mensch ein Mikrokosmos ist, der komplett von den unstofflichen Sphären der Natur durchwirkt wird, ist wie gesagt, keineswegs eine moderne Erkenntnis. In der chinesischen Medizin z.B. findet sich seit tausenden von Jahren das Phänomen ch‘i. Ch‘i ist, in abendländischen Begriffen erklärt, das strukturierte Muster von Lebenszusammenhängen, das in Begriffen einer Ausrichtung definiert wird. (Nach Porkert und Kapra) Aus unserer Sicht ist es das holografische Interferenzmuster aller Wechselwirkungen zwischen den sieben Kraftfeldern des Seins, das vom universellen Bewusstsein zur Evolution aller kosmischen Offenbarungen gedrängt wird. Damit wird auch deutlich, dass die esoterischen Erkenntnisse über die diversen Sphären und Hierarchien im Jenseits zu den altbekannten Weisheiten aller Zeiten gehört.

Es muss  davon ausgegangen werden, dass seit vielen tausend Jahren das Bewusstsein der Menschen stets kristallisierter wurde, stets individualisierter. Darum haben die Menschen die Fähigkeiten des Hellsehens in den sie umgebenden feinstofflichen Lebensfeldern und ihre Verbindung mit den verschiedenen „Göttern“ und den Elementarwesen im Jenseits verloren. Rudolf Steiner berichtete in seinen Vorträgen in München im August 1911 über dieses Phänomen. Auch Mircea Eliade erwähnt in seinen Betrachtungen über den Schamanismus der Welt, dass die modernen Schamanen immer weniger wirklich mit ihren „Geistern“ oder „Göttern“ kommunizieren können. Einige Uralte dieser Zunft bekennen in den Gesprächen mit den Ethnologen, dass ihre Väter und Vorväter sich noch ganz konkret mit den „Kräften im Jenseits“ verbinden konnten und durch diese ihre Vorhersagen machten oder die Kranken des Clans heilten. Um im 21. Jahrhundert ihren Auftrag als Heiler und Medizinmann für ihren Clan erfüllen zu können, müssen sie entsprechende landestypische psychedelische Drogen benutzen, um mit den Geistern in den feinstofflichen Sphären kommunizieren zu können. Den Schamanen war in ihrer Kultur bewusst, dass die Krankheit des Körpers oder eines Körpergliedes immer ein Defekt im Fluss der mikrokosmischen Kräfte und seiner damit verwobenen Seele war.

Damit kommen wir bei unseren Betrachtungen zu einer Perspektive, die recht gut die Rahmenbedingungen der „Seele“ offenbart. Insbesondere in den indischen Philosophien wird die Seele oftmals als Zusammenfügung aller feinstofflichen Körper des Menschen bezeichnet. In der esoterischen Geisteswissenschaft gibt es dafür den Begriff „Aurisches Wesen“. Wer den Gedanken in den religiösen Philosophien der Welt über die Seele aufmerksam folgt, kann erkennen, dass sich die Autoren in diesem Zusammenhang stets bemüht haben, auch konkrete Fakten der Reinkarnation darzustellen. Insbesondere das Bardo Tödol, das Tibetanische Totenbuch, und die Totenbücher aus Ägypten beschäftigen sich ausführlich mit den nachtodlichen Erlebnissen. Viele Aspekte davon werden heute durch die Berichte von Nahtoderlebnissen bestätigt, die z.B. von Dr. Raymond A. Moody um 1970 in Amerika gesammelt und erstmals 1975 veröffentlicht wurden. In zahlreichen Religionen wird ein Weiterleben nach dem physischen Tod in einem der jenseitigen Umgebung angepassten Körper beschrieben, der dort sogar ganz praktisch irdische Bedürfnisse befriedigen musste. Das beweisen auch die von den Archäologen überall gefundenen Grabbeigaben. Der Leser wird in allen bestehenden Philosophien lesen können, wie auf kulturtypische Weise das mikrokosmische Wesen und seine Seele in metaphysische Lebensfelder eingebettet ist. Mit dem Begriff Seele wurden dann besonders die feinstofflichen Aspekte des Mikrokosmos benannt, das „Aurische Wesen“ mit dem darin stets anwesenden belebenden Faktor der Seele.

Geschulte Hellseher können alle diese Kraftfelder des Jenseits und des Mikrokosmos wahrnehmen und beschreiben, wie z.B: Leadbeater, A. Besant, Elivas Levi, Gurdjieff u.a. Das Aurische Wesen, oder ein Teilaspekt davon, lebte in ihren Vorstellungen nach dem Tod des Körpers weiter, der damals von ihnen „Seele“ genannt wurde, analog den bereits bestehenden von den Religionen eingebürgerten Vorstellungen. Einige Theorien sprechen davon, dass sich die unstofflichen Körper des Mikrokosmos später in einem Übergangsgebiet auflösen, wohingegen das aurische Wesen mit der Beseelung sich für eine erneute Inkarnation vorbereitet. Die verschiedenen Religionen sprechen der fortlebenden Seele dementsprechend ganz unterschiedliche Erlebnisbereiche zu. Je nachdem wie sich der Mensch bzw. die Seele im irdischen Leben den humanistischen Vorstellungen eines guten und friedlichen Zusammenlebens in der Gesellschaft gewidmet hat, ist für das nachtodliche Weiterleben eine Art Hölle, mit Leiden und Peinigungen, oder eine Art Himmel, mit glücklichem und freudevollem Dasein, vorgesehen.
In den indischen Philosophien wird von einer weiteren Reifung der Seele während ihrer Erlebnisse und Geschehnisse in den diversen jenseitigen Gefilden gesprochen. Erst nach einer vollständigen Auflösung aller feinstofflichen Körper sowie der Einspeisung aller Lebenserfahrungen in das Gedächtnis des Mikrokosmos, der Lipika, kommt es zu einer erneuten Inkarnation in der irdischen Natur, wobei entsprechend den karmischen Vorbedingungen eine grobstofflichen Person adoptiert wird. Ganz ähnlich musste die ägyptische Seele nach vielen Auseinandersetzungen mit den verschiedenen geistigen Bewohnern in der Unterwelt, des Jenseits, unter Zuhilfenahme von Osiris, an den dort hausenden „Göttern“ vorbeikommen, um letztlich erfolgreich den Weg in die Sonne zu finden. Auf diese sehr bildhafte Art und Weise wird die qualitative Bewertung der Seele in der ägyptischen Mythologie ausgesprochen physikalisch dargestellt. Das Herz oder das Gewissen des Kandidaten (=die Seele) wird von Anubis und Thot auf den Waagschalen der Maat gegen eine Feder gewogen. Auch hier ist die Symbolik eindeutig. Der Kern, das Herz des Menschen, als physischer Wohnplatz der Seele, liegt als ein konkreter Teil des Mikrokosmos auf der Waagschale, und die Götterfiguren, die Hierarchien im Jenseits, entscheiden über ihr/sein weiteres Verbleiben.

All diesen Darstellungen kann man entnehmen, dass die Seele auf eine besondere Weise mit den energetischen Ansichten des Mikrokosmos korrespondiert. Dann stellt sich allerdings die Frage, in welchem Anteil  des Gesamtwesens manifestiert sie sich? Aus den verschiedenen Lehren ist bereits deutlich geworden, dass es mindestens zwei, wenn nicht sogar drei Seelen gibt. Einige indische Theorien sprechen von neun oder sogar noch mehr Seelen, je nachdem welchen Ausblick auf das Wesen Mensch der Philosoph im Auge hat. Dabei wird subtil angedeutet, dass es den Autoren eigentlich weniger um die Qualität der Seele geht, sondern vielmehr um ihre Aufgabe und ihre Funktion, vor allem im Zusammenhang mit dem physischen Tod.
An dieser Stelle bietet sich ein ganz konkreter Ansatzpunkt für eine moderne Beschreibung der Seele. Es ist durchaus ein sehr guter Denkansatz, wenn für einige Philosophen die Seele das „Aurische Wesen“ im Mikrokosmos repräsentiert, das nach dem Ableben die restlichen Kraftfelder – Äther, Astralis, Mentalis – noch eine Weile zusammenhält, bis auch diese sich aufgelöst haben. Doch nach den Bedeutungen der weitergehenden Seelenfunktionen wäre uns diese Zuteilung etwas zu engherzig, auch wenn das Aurische Wesen die Qualität des ewigen Lebens als solches bereits beinhaltet. Damit wäre dann der Tatbestand einer ewig seiende Seele eigentlich schon angedeutet. Man muss sich dann jedoch die unbequeme Frage stellen, ob das Aurische Wesen wirklich für die irdische Sünde verantwortlich ist? – Wie die zahlreichen Schöpfungsmythologien darstellen, ist es nämlich gerade das aurische Wesen oder der Mikrokosmos als solcher, der den Ausrutscher in das Chaos ausgelöst haben soll. Danach wäre das Aurische Wesen dann die Seele, die sündigt, die sterben muss, wie es von Hesekiel erklärt wird.

So wie die Erde eine Atmosphäre um sich herum ausbreitet, in der die verschiedenen Kraftfelder miteinander kommunizieren, so verfügt auch der Mikrokosmos über ein Atemfeld. Bei der Geburt eines Menschen ist dieses Feld weitestgehend rein und von neuen Gedankenimpulsen unberührt. Nur die erforderlichen Kraftströme für die Existenz in der stofflichen Natur gehen hindurch. Einatmung der kosmischen Äther etc. über den Nordpol und Ausatmung in das umgebende Jenseits der verbrauchten Äther etc. über den Südpol. Der erste Bewohner des Atemfeldes, das Ego des Babys, formiert sich primär aus dem Begehren nach Mutterwärme, Zärtlichkeit und Zuwendung, sowie Sättigung an der Brust, womit gleichermaßen die Ernährung des heranwachsenden Ätherkörpers gesichert wird. In der Kindheit wird somit das Ego als erster Bewohner des Atemfeldes mit den primären Begierden, Gefühlen und Gedanken des Kindes geprägt, die natürlich auf die körperliche Selbsterhaltung ausgerichtet sind. Im Laufe des Heranwachsens kommen alle Gedanken- und Begierdenkomplexe hinzu, die sich aus der Wechselwirkung der Person mit seinem gesellschaftlichen Umfeld und dem hinzutreten der karmischen Bedingungen ergibt. Darum konnte Karl Marx in seiner Philosophie sehr bestimmt behaupten, der Mensch wird von seiner Umwelt geprägt. Er hatte in seiner Philosophie allerdings die Rahmenbedingungen durch das Karma vergessen, dass sich verstärkt in der Phase der Pubertät über das sich vervollständige Astralvermögen mit dem Menschen verbindet. Darin entfalten sich alle Bedürfnisse der partnerschaftlichen Beziehungen und der Fortpflanzung sowie die darin verflochtenen karmischen Verpflichtungen aus früheren Inkarnationen, wobei auch alle Wertvorstellungen der familiären Gruppe und die zugehörigen gesellschaftlichen Tabus eine individuelle lebendige Struktur erhalten. Man muss sich dabei vergegenwärtigen, dass bei allen Lebensvorgängen und Ereignissen das Mentalvermögen unentwegt schöpferisch tätig ist. Aus allen Wünschen und Begehren, aus allen Überlegungen, Bedenken und aktivem Handeln formt der Mensch – ohne etwas davon zu bemerken – Wesen aus Mentalstoff und Astralis, die sich auch im Atemfeld einnisten. Alle diese Bewohner des Atemfeldes mischen sich aus Selbsterhaltung permanent in das egoistische Denken, Fühlen und Handeln ein und bestimmen so die weitere mentale und emotionale Ausrichtung der Person. Einerseits sind diese Mentalschöpfungen wirklich lebensnotwendig für den Menschen, andererseits können sie zu den größten Behinderungen für ein geordnetes Leben werden, was zahlreiche Psychotherapeuten aus ihrer Praxis bestätigen könnten.

Vom egozentrischen Grundimpuls des um Selbsterhalt ringenden Menschen ausgehend bildet sich vor allem das Ego als ein alles bestimmendes Wesen im Atemfeld heraus, das alle anderen Lebensstrukturen des gesamten Mikrokosmos koordiniert. Dabei spielt vor allem die Ausrichtung der Wahrnehmung und die damit verknüpfte Bewertung der Überlegungen und Sensationen eine alles entscheidende Rolle. Dieses Wesen aus Astralis und Mentalis kann man gut und gerne als die Naturseele bezeichnen. Sie ist unbewusst mit allen Funktionen und Aktivitäten des Menschen, seinem Fühlen, Denken und Handeln verbunden und bestimmt über das aurische Magnetfeld die Qualität der kosmischen Kräfte, die vom Mikrokosmos eingeatmet werden.
Die oft gestellte Frage: Wer ist das eigentlich, der da ICH sagt?, kann hiermit eindeutig beantwortet werden. Es ist die Naturseele, das Ego, dieser dominante Gedanken- und Gefühls-Kumulus im Atemfeld des Mikrokosmos. Er – dieses Ich – ist niemals das ausführende Organ der Persönlichkeit, nimmt aber alle Aktivitäten des Körpers für sich in Anspruch und macht sich damit wichtig. Man kann das sehr schön im normalen Leben bei allen Aussprachen beobachten. Am besten sagte es wohl Ludwig der XIV. von Frankreich: „L‘état c‘est moi!“. Man vergleiche damit die vornehme Artikulation von Descartes: „Ich denke, also bin Ich!“ Ganz deutlich wird es in den 10 Geboten zum Ausdruck gebracht, die Moses von JHWE erhalten haben soll: „ICH bin der Herr, Dein Gott, Du sollst keine anderen Götter haben neben mir!“

Zur Vereinfachung der nachfolgenden Besprechung wollen wir diesen Atemfeldbewohnern aus mentalen und astralen Kräften eine Bezeichnung geben, die einem Buch von Gustav Meyring entnommen ist: Golem. So können wir jetzt sagen, dass das Atemfeld unbewusst zahlreiche kleinere und größere Golems beherbergt, die unter anderem alle dort zirkulierenden Kräfte mit ihrer Grundschwingung in Übereinstimmung bringen, bevor sie vom Menschen eingeatmet werden. Der Mensch reproduziert und ernährt mit seinen Gedanken, Gefühlen und Taten seine Golems und erschafft stets auch völlig neue, die zu seinem bereits existenten Pantheon passen. Dabei ist der Hauptgolem, die Naturseele, sein Ego, der größte und absolut dominante Faktor, der Metaprogrammierer. Sie bestimmt die prinzipielle Polarität aller Gefühle und Gedanken sowie seine Ausrichtung z.B. auf Tierliebe und Natur, Humanität, Moralität und Mitgefühl, Sozialität und Geselligkeit, auf Politik und Machtstreben etc. Sie bestimmt seinen Platz im Dasein, reguliert sein Werden und auch seine Vergehen gegen die gesellschaftlichen Normen. Dieser Hauptgolem im Atemfeld eines jeden Menschen ist als die Naturseele zu bezeichnen, denn sie ist im Wechselspiel zwischen dem aurischen Wesen, dem Blutserbe der stofflichen Eltern, dem Astralwesen und den Lebensereignissen des Menschen von Kindesbeinen an, entstanden.

Zu Beginn des Lebens war sie nur eine lebenssichernde Instanz, zuständig für die Belebung des Wesens einerseits und auch für alle regulativen Wechselwirkungen im Mikrokosmos. Denn für seine irdische Existenz müssen alle Kraftfelder durch eine innewohnende Dynamik zentriert zusammengehalten und andererseits durch spezielle Kraftimpulse belebt und für das aktuelle Geschehen selbsterhaltend dynamisiert werden. Zwischen diesen funktionalen Feldern strömen unzählige Informationen hin und her. Darüber hinaus findet ein beständiger Austausch mit den feinstofflichen Feldern des Jenseits statt. Die permanente Interdependenz mit den das All erfüllenden unstofflichen elektromagnetischen Kraftfeldern wird bei den meisten Erläuterungen oftmals übersehen. Der Mikrokosmos ist realistisch betrachtet ein Stoffwechselorgan, wobei der Begriff „Stoff“ hier für Verwirrung sorgt, denn es geht im ganzen Kosmos weniger um die materielle Seite unserer Natur, sondern vor allem um eine beständige Kommunikation von Kräften und Informationen in einem alles umspanneneden Kraftfeld des Kosmos. Dabei spielt allerdings die stoffliche Person eine nicht ganz unerhebliche Rolle. Der Mensch sollte es eigentlich aus eigener Erfahrung wissen. Er ist vor allem auch ein Betrachtungsorgan, das seine Wahrnehmungen bewusst realisiert und mit seinem ICH, seinen seelischen Kriterien bewertet.

Wer sich in seiner Weltanschauung mit dieser Megastruktur des Menschen vertraut machen kann, wird die Frage nach der Qualität der Seele beantworten können. Die Natur-Seele ist eine Zusammenfügung von feinstofflichen Kräften, Mentalis und Astralis, die im Atemfeld des Mikrokomos alle Aktivitäten des Menschen unbewusst steuert. Der Mensch glaubt, seine Handlungen aktiv selbst ausgeführt zu haben. Wer sagt: Ich habe diese Idee gehabt. oder Ich habe die Schlacht geschlagen. oder Ich habe die Natur gerettet. ist seinem inneren Golem aufgesessen, denn die von seiner Naturseele angespornten Kräfte haben den Menschen handeln lassen.

Fassen wir die weiteren Vermögen der Seele noch einmal zusammen.
Erstens: die Seele hat Bewusstsein und sie kann denken. Die Seele bewirkt Kommunikation und Information, allerdings in und mit allen Feldaspekten des Mikrokosmos und auch darüber hinaus, mit allen kosmischen Feldern des Jenseits.
Die Seele ist eine komplexe Vernetzung vielfältiger Informationen aus allen Strukturen des mikrokosmischen Wesens. Wie ein Baum hat sie überall ihre Wurzeln und streckt in alle Richtungen ihre Äste, die über einen starken egoistischen Stamm mit den Wurzeln verbunden sind.
Im Laufe des Lebens werden diese Strukturen der Naturseele immer kräftiger und zu unüberwindlichen psychologischen Faktoren, die nachhaltig das Denken und Beurteilen des Menschen bestimmen.

Der Bewusstseinsaspekt der Seele bestimmt vor allem die Aufmerksamkeit und Ausrichtung der bewussten Person. Sie bestimmt, wohin sich der Mensch ausrichtet, entweder auf die materiellen Aspekte des irdischen Lebens – die Seele, die sündigt – oder er lenkt sein Begehren auf ein göttliches Lebensfeld – das entspräche der ewig seienden Seele. Für diese Funktion wird in den hermetischen Darstellungen an manchen Stellen auch der Begriff Gemüt verwendet, das sich auf der Basis der vier Bewusstheiten im Herzen entwickeln soll. Die Seele muss einerseits in allen Kraftfeldern für den ganzen Mikrokosmos die Selbsterhaltung sichern und andererseits die permanente Evolution innerhalb der Schöpfung dynamisieren. In diesen Zusammenhang macht uns noch einmal der Ausspruch des Faust in Goethes Drama: „Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust, Die eine will sich von der andern trennen; Die eine hält, in derber Liebeslust, sich an die Welt mit klammernden Organen; Die andere hebt gewaltsam sich vom Dust (= Staub) zu den Gefilden hoher Ahnen.“ auf ein besonderes Problem des Menschen aufmerksam.

Wenn man nach der Qualität der zweiten, der ewig seienden Seele fragt, muss man sich kurzfristig mit der Art und der Struktur unseres natürlichen Lebensfeldes befassen. Allen Menschen ist die stoffliche Natur mit allen ihren materiellen Erscheinungen unseres Planeten Erde geläufig. Weniger bekannt ist, dass alle materiellen Erscheinungen von immateriellen oder unstofflichen Kraftfeldern durchdrungen sind, die das Dasein auf der Erde überhaupt erst ermöglichen. Bedauerlicherweise hat sich in den Lebensfeldern unseres Kosmos eine gewisse Unheiligkeit entwickelt, die ähnlich den Vorgängen im Atemfeld des Mikrokosmos aus mentalen und emotionalen Schöpfungen der ganzen Menschheit besteht. Im Jenseits tummeln sich also neben den Wesen und Kräften, die diese unsere irdische Natur erhalten und ordnen, auch Wesen und Entitäten (Golems), die aus den Wünschen und Begehren aller Menschen nach einem paradiesischen Dasein auf Erden entstanden sind und auch noch immer entstehen. Zu allem Überfluss sind die ätherischen, astralen und mentalen Felder des Jenseits auch die Gebiete, in denen sich die Mikrokosmen der Verstorbenen langsam auflösen. Es ist jetzt hier nicht der Platz, all die verwickelten Entwicklungen der jenseitigen Sphären im Einzelnen zu erläutern. Beschränken wir uns auf den Fakt, dass ähnlich den Golems im Atemfeld des Mikrokosmos sich im Jenseits gewaltige Äonen (Holokumulies) entwickeln, die neben allen egozentrischen Bestrebungen nach Macht, Ruhm und Reichtum auch mit all den Begierden nach Erleuchtung und ewigem Leben für das selbstsüchtige Ego geladen sind.
Diese Fürsten und Gewaltigen unter dem Himmel, wie sie von Paulus im NT genannt werden, spiegeln den verlangenden Menschen vor, dass ihre Natur-Seele dermaleinst heilig in den seligen Bereichen eines paradiesischen Himmels ewig leben werden. Dies tun diese Entitäten oder Götter oder Devas im Jenseits aus reiner Selbsterhaltung, denn sie wurden über Millionen von Jahren von selbstsüchtigen Menschen hervorgebracht.

Allerdings müssen alle Mikrokosmen, die auf diese Vortäuschung falscher Tatsachen hereinfallen, dermaleinst wieder das mühsame Los eines sterblichen Erdenbürgers annehmen. Denn nur als irdische stoffliche Person kann der Mensch eine neue überirdische Seele bekommen. Goethe wusste also bereits von dieser metaphysischen Möglichkeit, d.h. sein Mikrokosmos hatte bereits die erforderliche Reife dafür erlangt. Denn erst wenn die Naturseele ermattet ist von den vielen Versuchen weder im irdischen Dasein und noch in einem jenseitigen Dasein eine göttliche Welt zu schaffen, tritt die Möglichkeit ein, dass sich die Monade mit dem Mikrokosmos verbindet und die neue Seele zur Geburt bringt. Einige Weisen der großen ursprünglichen Religionen beschreiben der Menschheit jene metaphysischen Gebiete, aus denen jedem die Gnade geschenkt wird, einmal eine ewige Seele zu bekommen, der sich wahrhaftig dieser zukünftigen Verheißung zuwendet.
Vor aller irdischen Schöpfung mit ihren Devas und Hierarchien unter dem Himmel existiert seit Anbeginn aller Zeiten eine göttliche Schöpfung, die siebenfach gestuft alles umfasst, auch das, was den Visionen der Heiligen nicht zugänglich ist und der Menschheit vorerst nicht überbracht werden kann. Am nächsten von allen diesen sieben Gebieten ist uns das sechste kosmische Gebiet, das die Ereignisse im siebenten kosmischen Gebiet lenkt und dynamisiert. Dort existiert für jeden wahren Mikrokosmos ein Urtyp, ein Vorbild, von dem aus der Mikrokosmos im siebten kosmischen Gebiet in-formiert wird. Dieser Urtyp, Leibnitz nannte ihn auch die Monade, senkt eine kraftvolle Verbindung in den Mittelpunkt des Herzens. Dies ist der Begegnungspunkt mit dem göttlichen Lebensfeld und der Ursprung der ewig seienden Seele. Er wird von Shankaracharya auch Atman genannt.

Kann sich der Mensch von den Anbiederungen der irdischen materiellen Welt lösen, z.B. weil er die in ihm erklingenden Ideale weder auf Erden noch in irgendeiner Sphäre des Jenseits verwirklich sieht, und bei allem redlichen Bemühen keine reale Chance erkennen kann, wie sie in dieser Natur des Egoismus verwirklicht werden könnten, dann wird er nach einem Ausweg suchen. Es entsteht auf der einen Seite eine mentale Neutralität gegenüber den natürlichen Belangen und auf der anderen Seite eine intensive Sehnsucht nach dieser höheren Lebenswelt. In dieser spannungsgeladenen inneren Stille kann das Heimweh des Herzens von der Monade beantwortet werden. Kann diese innere Stimme aus dem Herzen stets deutlicher das Denken und Fühlen des Menschen beeinflussen, entsteht hieraus ein neuer mental-astraler Golem im mikrokosmischen Atemfeld. Zusätzlich wird ein  Stern in der uralten Schicht der Lipika wieder aufleuchten, aus dem die Erinnerung von dem ursprünglichen Auftrag des Menschen in das Bewusstsein des Kandidaten klingt. So entwickelt sich in diesem Wechselspiel zwischen Bewusstsein, aurischer Sphäre und der Rose im Herzen (Atman), die monadische Berührung, eine neue Beseelung.
Von ihr geht eine neue innere Einsicht in die wahren Absichten des kosmischen Lebens aus, die den Menschen zu einer völlig neuen Lebenshaltung führen, in der die Eitelkeiten der Welt nur eine untergeordnete Rolle spielen. Die Naturseele verliert prozessmäßig an Kraft, weil sich der Mensch bewusst seinem neuen Lebensziel zuwendet, und unter dem Einfluss der neuen Beseelung seine Ausrichtung völlig verändert. (Die wird in der christlichen Terminologie Buße genannt.) Bei aller Aktivität seines gewöhnlichen Lebens achtet er auf Denkansätze, was er noch machen kann, damit diese uralte Stimme aus der Rose des Herzens noch lauter zu ihm sprechen kann. So entfaltet sich die Ewige Seele aus den Kräften des Mikrokosmos und der Monade als ein vitaler heilbringender Golem im Atemfeld. Nach einiger Zeit der Entwicklung bekommt diese mental-astrale Konfiguration einen kräftigen Zuschuss aus dem sechsten kosmischen Gebiet, so dass sich nun auch  der Ätherkörper im Mikrokosmos um einige Aspekte unirdischer Äther erweitern kann. Diese überraschend neue Konzeption eines zusätzlichen Lebewesens im Mikrokosmos wird in den Bildern und Gleichnissen des Jesus von Nazareth im Neuen Testament und den Apokryphen Evangelien dargestellt. Die Transfiguration wirkt sich vor allem in den Feldbereichen der Astralis und Mentalis aus, wo in einem mehrstufigen Prozess neue Aspekte entwickelt werden, die bislang noch nicht vom Menschen erfasst weden konnten. Jetzt kann das neue erwachende Bewusstsein sprechen, wie Johannes: „Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde.“

Fassen wir noch einmal die wichtigsten Punkte zusammen:

1. Man kann die Seele als das feinstoffliche Ego bezeichnen, es ist ein Golem aus ätherischen und astralen Kräften im Atemfeld des Mikrokosmos.
Viele Theorien deuten auf ihre Weise und Sprache ähnliche Dimensionen an. Der Begriff Seele wird meistens für einen nicht genau definierten Aspekt in den unbewussten Sphären
der Persönlichkeit verwendet. Damit soll zum Ausdruck gebracht werden, dass von diesem Anteil der Psyche ein dynamisches Prinzip ausgeht, eine Art Gewissen oder moralische Instanz, die das Denken, Handel und Wandel des Menschen unbewusst prägt.
2. Die Seele schenkt allen Wesen das Leben.
3. Die Seele bewirkt im Bewusstsein vor allem die Ausrichtung bei allen Wahrnehmungs- und Denkvorgängen. Wie Erinnerungen aufgerufen, Bedeutungen, Wertungen und Beurteilungen vorgenommen werden, bestimmt die Art der Seele. Auf diese Weise lenkt die Seele die Ausrichtung des Egos in der Person.
4. Die Seele bestimmt den Charakter, den magnetischen Vibrationsschlüssel des Mikrokosmos, und dominiert somit den gesamten Stoffwechsel der Kraftfelder für die Selbsterhaltung und die Evolution in der Schöpfung.
5. Eine sündige Seele als solche gibt es nicht. Das ist nur eine theologische Definition, die angstvolle Menschen in religiöser Abhängigkeit hält. Der Erfahrungsweg in dieser polaren Natur ist für jeden Mikrokosmos sehr unterschiedlich, und jede menschliche Be- oder Verurteilung der Lebensart basiert auf schlichter Unkenntnis der wirklichen Zusammenhänge.
6. Die Naturseele wird mit dem irdischen Mikrokosmos zu ihren Ursprüngen hin aufgelöst und kann nicht in die Ewigkeit aufgenommen werden. Allerdings kann der Mensch mit
den zahllosen Erfahrungen, die er unter Anleitung der Naturseele machen darf, der ewig-seienden Seele den Weg bereiten, damit diese einmal die Herrschaft über den Mikrokosmos übernehmen kann.
7. Diese göttliche Seele wird aus den Kräften des sechsten kosmischen Gebietes im Atemfeld induziert und kann gemeinsam mit einem bewussten Kandidaten zum Leben erweckt werden. Sie ist zunächst auch nur ein heiliger olem im Atemfeld, der  jedoch im gleichen Mikrokosmos die Entwicklung des Ätherfeldes, der Astralis und der Mentalis weiter entwickelt.
Damit sind erhebliche Veränderungen im Denken, Erfassen, Bewerten und auch in der Physis des Menschen verbunden.

Mit diesen Definitionen werden einige offene Fragen nach dem seelischen Sein beantwortet, die mit den bestehende Thesen durchaus verträglich sind. Die Seele als dominanter Golem im Atemfeld bestimmt als Triebfeder im Bewusstsein, durch Aufmerksamkeit, also Ausrichtung, das Ziel des Mikrokosmos: Selbsterhaltung zur Selbstentfaltung in dem alles umfassenden schöpferischen Bewusstsein. Dafür regelt im irdischen Lebensfeld zunächst die Natur-Seele den Stoffwechsel und bewirkt die Kommunikation mit allen unstofflichen Kraftfeldern im Rahmen der isobaren Resonanz, bis aus allem Leiden und Erleiden die Erfahrung aufsteigt, dass das Dasein ein höheres Ziel hat. Dadurch wird der Weg zu der höheren Sphären auf der Spirale der Evolution gebahnt.

Dann wird sich unter dem Einfluss der Monade im Mikrokosmos eine neue Beseelung entfalten. So wird diese auf Gott ausgerichtete Seele auch die Bewahrerin der auf die höchste Ideation ausgerichteten Evolution des Menschen, ewig-seiend im universalen Bewusstsein. Dabei wäre zu erwähnen, dass auch das mikrokosmische Bewusstsein zu allen Zeiten ein Teil des universalen All-Bewusstseins war und ist, das sich im kosmischen und solaren Feld der Schöpfung manifestiert. Im Rahmen der Evolution wird sich das individuelle Denken und Erfassen eines jeden Mikrokosmos einmal nach seiner langen Reise durch die kosmischen Verirrungen soweit mit den kosmischen und makrokosmischen Entwicklungen befassen, bis er mit dem universalen Bewusstsein vereinigt wird. Bis dahin müssen allerdings noch einige Inkarnationen erfolgreich verlaufen.

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3. Das siebenfache Weltfeld

Die Basiszahl aller Strukturen im All ist die heilige Sieben. Es gibt sieben kosmische Gebiete, in allen existieren sieben Dimensionen. In ihnen wird alles Leben von sieben Kräften erfüllt, die sich jeweils in sieben unterschiedlichen Polarisationen auswirken.

Diese Weltanschauung umfasst den ganzen Bereich der stofflichen und unstofflichen Offenbarungen im Universum. In vielen Büchern werden einzelne Teile davon angedeutet, meistens im Zusammenhang mit religiösen Vorstellungen oder kabbalistischen Hypothesen. Es ist wohl die Zeit gekommen, ernsthaft danach zu fragen, warum die Weisen aller Zeiten dieses Thema immer nur beiläufig besprochen haben? – Fehlte ihnen die Vision, oder ermangelte es einfach an der Kommunikationsmöglichkeit? – Auch heute wird es nicht ganz einfach sein, mit den nichtautorisierten Begriffen für diese Weltschau auf Verständnis zu stoßen. Warum? – Weil diese sich derzeit dafür anbietenden Bezeichnungen oder Namen bereits für andere verschiedene esoterische Bereiche mit abweichenden Inhalten verwendet werden oder aus bislang nicht bedachten Erlebensbereichen stammen.


Sollte Dir ein Gedanke zu dem Text einfallen, dann schicke ihn bitte mir zu.  Vielen Dank.


Jakob Böhme beschrieb seine Visionen von der Schöpfung und dem Sündenfall 1612 in einem christlich geprägten Europa. Die dominierende katholische Kirche hatte alle wissenschaftlichen Erkenntnisse der Griechen, Perser und Araber unter das Joch ihrer Dogmen gestellt, die damals sehr stark von Aristoteles beeinflusst waren. Auch darum existierten in den deutschen Landen zur Zeit Böhmes keine bekannten Bilder für die kosmischen Kräfte oder Dimensionen, obgleich sich die Philosophen sehr viel mit den Erkenntnissen aus der Metaphysik beschäftigten. Denn bereits damals brannte den scholastischen Geistern die Fragen nach dem Woher? und Wohin der Menschen? auf den Nägeln.
Gerade in der Zeit der Renaissance wurde die Alchemie von einigen erlauchten Herren gepflegt, die sich ein entsprechendes Labor eingerichtet hatten, um den Wirkungen der Tinkturen auf die Schliche zu kommen, oder um profanes Gold für die Fürsten zu machen. Es wurde auch fleißig nach dem Stein der Weisen geforscht, oft unter der Anleitung des ägyptischen Alchimisten Hermes Trismegistos. Die Rosenkreuzer forderten in ihren Manifesten zu einer Reformation in Wissenschaft, Philosophie und Religion auf. Für die normalen Gläubigen in der Kirche musste die Erde eine Scheibe sein, darüber thronte der Himmel, am Rande dehnten sich die großen Meere aus bis zum Horizont, und unter der Erdscheibe stellte man sich die furchtbare Hölle vor. Ob das aristotelische Weltbild, in dem sich alles um die Erde dreht, vielleicht immer noch bei vielen Menschen das Denken bestimmt, obgleich sie sich heute alle in Sprache und Bildern der modernen Wissenschaften über unseren kugelförmigen Kosmos und die planetare Konstellation in zahllosen Publikationen informieren können?
Vergegenwärtigen wir uns den irdischen Kosmos, so wie er uns heute in modernen wissenschaftlichen Bildern beschrieben wird, mit allen Sphären in den Höhen der Atmosphäre bis hin zum van-Allen-Gürtel und in den Tiefen des Meeres und des Erdinneren, von denen einst Jules Verne seine Visionen geschrieben hat. Die Atmosphäre – von griechisch ατμός, atmós „Dampf, Dunst, Hauch“ und σφαιρα, sphaira „Kugel“– ist die gasförmige Hülle um den Planeten Erde. Sie besteht meistens aus einem Gemisch verschiedener Gase, das vom Schwerefeld des Himmelskörpers festgehalten werden kann. Die planetare Atmosphäre, als ein Bestandteil der Geosphäre, ist an der Oberfläche der Erde am dichtesten und geht in großen Höhen fließend in den interplanetaren Raum über. Sie bestimmt im Falle ihrer Existenz zum größten Teil das Erscheinungsbild eines Himmelskörpers. Die Atmosphären der Sterne reichen tief in den Raum hinein, auch wenn das von den menschlichen Messinstrumenten nicht erfasst werden kann.
Die Erde hat in erster grober Näherung die Form einer leicht abgeflachten Kugel mit einem Erdradius von 6357 bis 6378 km. Das  Innere der Erde ist aus mehreren Schalen aufgebaut: Im Zentrum befindet sich der feste Erdkern aus Eisen und Nickel. Daran schließt sich der flüssige Teil des Erdkerns an, mit einer Mächtigkeit von rund 2200 km. Darüber liegt die 2900 km dicke Schicht des Mantels aus zähplastischem Gestein. Daran sieht man, dass unsere Welt auf einer relativ dünnen, harten mineralischen Kruste existiert. Mit ihrem schalenartigen Aufbau ist die Erde gleichzeitig der Prototyp der vier terrestrischen Planeten im inneren Teil unseres Sonnensystems.

Soweit die grobstoffliche Ansicht des Lebensfeldes der Erde. Die unstoffliche Sicht des Geistesforschers reicht weit über die materielle Kugel hinaus in die sie umgebenden Sphären. Das Wesen Erde ist vielgestaltiger und wird in den Stratas von mehreren Planetgeistern bewusst als ein Organ innerhalb des Sonnenkosmos geführt. Es gibt keinen leeren Raum. Alle Sphären sind angefüllt mit unstofflichem Leben, um das multidimensionale Sein der Welt innerhalb und außerhalb des materiellen Körpers Erde aufrecht zu erhalten und die geplante Evolution aller Monaden des universellen Offenbarungsfeldes durch den Logos zu ermöglichen.

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Abb.: van-Allen-Gürtel, NASA/GSFC Scientific Visualisation Studio

Alles Leben unserer Welt, alle Mikrokosmen, alle Wesen in den Märchen und alle sonstigen die Natur instand haltenden Entitäten, alle irdischen Götter, Demiurgen, Engel und Devas, Daevas und Äonen wesen in den unstofflichen Feldern der Planetensphäre, in der „unsichtbaren“ Spiegelsphäre oder dem Jenseits der Welt, das auch das Diesseits enthält, die für uns sichtbare materielle Natur. Jeder Planet, jeder Stern und jede Galaxie ist ein lebendes Wesen, und kann als Teil des Zodiaks gesehen werden, die alle einen speziellen Auftrag im Gesamtgeschehen haben. Sie werden durchzogen und getragen von einer Monade, die das Wirken des komplexen Klusters von Kraftfeldern unterschiedlicher Vibrationen leitet. Diese monadische Infusion schafft im System eine Bewusstheit, mit Wahrnehmung und bedachten, erwogenen Reaktionen. Alle Körper im All und alle für die Menschen unsichtbaren Wesen und Entitäten sind bewusste, mitentscheidende lebende Bausteine des Universums. „Der Geist schwebt über den Wassern“, wird in der Genesis gesagt.

Dieses historische Bild erläutert in seiner allegorischen Sprache, dass alle Energien der Welt – die Wasser – immer vom Geist, d.h. von Bewusstheit, Wissen und Weisheit geführt werden.

Erst die modernen Wissenschaftler haben in ihren Theorien aus Materie den Geist, die Bewusstheit extrahiert. Sie stellen sich überall eine tote Materie oder eine unbelebte Energie vor. Aber nirgendwo im ganzen All und auf der Erde gibt es etwas Unbelebtes. In der Natur gibt es eben nur darum lebendige Wesen, Tiere, Pflanzen, Einzeller und Bakterien, weil alles – auch die Mineralien – von pulsierendem Leben erfüllt sind. Darum können sie alle zu einer lebendigen Gesundheit aller Fauna und Flora im Himmel, auf der Erde und im Wasser beitragen. Selbst alle synthetisch produzierte chemische Medizin könnte keinem Kranken helfen, wenn sie nicht irgendwie lebendig wäre.

Das umgebende und durchdringende Jenseits
Die grobstoffliche Natur ist der sinnesorganisch erfassbare Teil der gesamten Welt. Zu ihr gehören noch weitere sechs unstofflichen Sphären. Zusammen werden diese mit ihren lebendigen Kräften und Bewohnern, Entitäten und Engeln als Jenseits bezeichnet, im Gegensatz zu der wahrnehmbaren, stofflichen Erde, dem materiellen Diesseits. Man spricht gerne auch von einer Spiegelsphäre, weil sich die Krafterscheinungen des Jenseits auch in den stofflichen Ebenen der Himmelskörper widerspiegeln – sowie umgekehrt, die Geschehnisse der materiellen Welt reflektieren sich immer in die jenseitigen Feldstrukturen. Vielfältig wird von kirchengläubigen Menschen dieses Bild vom Jenseits, in das Himmel und Hölle der Verstorbenen versetzt wurde, oberhalb oder unterhalb der materiellen Ebene gesehen. Das Weltbild aus der Zeit, als die Erde noch als eine Scheibe aufgefasst wurde, müsste heute endgültig revidiert werden, angesichts der Erfahrungen einiger Astronauten, die das Weltall bereits mit Satelliten bereist haben. Natürlich durchwirken die unstofflichen Felder mit ihren Bewohnern die gesamte Materie bis in die Tiefen der Erde und bis in die Höhen des van-Allan-Gürtels und auch darüber hinaus. Ja, die ätherischen und astralen Kräfte sind unbedingt notwendig für die Existenz der materiellen Erscheinungen. Oftmals enthalten die Märchen über Engel, Nymphen, Sylphen, Elben und Orks mehr Weisheit als die empirischen Definitionen der Elemente in der Luft, im Wasser, im Holz und im Stein.

Die Spiegelsphäre heißt so, weil sich die Erscheinungen des Jenseits in der materiellen Ebene der Erde widerspiegeln, und umgekehrt.

Alles Geschehen der Welt trägt zu einem gemeinsamen Kosmos bei, zu einem gewaltigen elektromagnetischen Kraftkörper, weil alle Ereignisse des Seins miteinander kommuniziert werden und im Resonanzprinzip reflektiert werden. Die Bauernsprüche: „Wer einem anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein.“ und „Wie es in den Wald hinein schallt, so schallt es auch hinaus!“ sind nicht nur wohlfeile Ratschläge, sondern sie definieren ein kosmisches Gesetz. Das Spiegel- oder Resonanzgesetz ist überall gültig, jeder Gedanke, jede Handlung – ob von Menschen oder von Göttern – hat eine Reflexion in der zugehörigen Ebene, und je nach Wirkungsstärke, reicht diese auch bis in andere naheliegende Felder hinein. Kein Leben kann ohne Reflexion ablaufen, denn jede lineare Dynamik bedarf einer korrigierenden Reaktion, um sich im vielfältigen elektromagnetischen Miteinander harmonisch zu gestalten. Wer die erhabene Konstruktion des Universums in etwa erkennen will, darf sich nicht im allgemein veröffentlichten Vorurteilsurwald, in der allseits gepflegten Unwissenheit der Menschheit verstecken. Wer sich der steten Verschleierung der Realitäten durch die materialistische Wissenschaft unkritisch hingibt, wird den Sinn und die Schönheit des kosmischen Entwicklungsplans nicht sehen können. Stellen wir uns möglichst neutral und ohne die obligatorischen Einwände vor die esoterisch nachweisbaren Tatsachen: Der sichtbarer Teil unserer irdischen Natur vibriert in einer unsichtbaren multiplexen Kraftsphäre, dem sogenannten Jenseits mit zahlreichen unstofflichen Feldern. Alle durchdringen sich gegenseitig innerhalb ihres Sphäroids analog den elektromagnetischen Energiefeldern der GPS, Funk, Radio- bzw. Fernsehsender, die rund um den Erdball pulsieren. Beide Sphären, Diesseits und Jenseits des Kosmos Erde beeinflussen sich wechselseitig, und beleben auf diese Weise die Welt als eine selbstbewusste Entität in ihrer Monade. Alles für das menschliche Auge Sichtbare unter dem Himmel gehört zu der stofflichen Natur. Der Raum zwischen den Sternen ist jedoch kein Vakuum, sondern ist mit zahllosen Kräften erfüllt.
Lesen wir, was der Codex Askewianus, das Buch „Die Pistis Sophia“, über die Herrscher in den  jenseitigen Sphären berichtet:

„Über die Archonten und ihr Ziel, die Zeit ihrer Herrschaft möglichst lange hinauszuschieben. Jetzt aber hatten sie erkannt, dass die Siebenzahl der Ziffern Melchisedeks, des Lichtüberbringers, vollkommen war. Er kommt wiederum heraus, wie er es zu tun pflegt, und geht in die Mitte der Archonten all der Äonen und der Archonten der Schicksalskräfte und der 24 Sphären hinein. Er versetzt sie in Aufregung und bewirkt, dass sie ihre Kreisbahnen schnell verlassen. Sie geraten unmittelbar in Bedrängnis und werfen die Kraft aus sich heraus durch den Atem ihres Mundes und die Tränen ihrer Augen und den Schweiß ihrer Leiber.“

Dieser Text macht deutlich, dass die irdische Welt aus sieben sich ineinander drehenden Kraftkugeln besteht, in denen 24 Kosmokratoren die Regeln fügen und die Gesetze beherrschen. Sie sind als Herrscher dieser Naturordnung eingesetzt, um für diese zu sorgen und so lange instand zu halten, bis die Evolution der Mikrokosmen vollendet sein wird. Aber zusätzlich zu diesen, von Beginn an für die Menschheit wirkenden Monaden, wirken gewaltige Bewusstseinswesen, Äonen und Archonten, aus den jenseitigen Sphären auf die Menschen. Die gewaltigen, unbeachteten Entitäten, die ahrimanischen Fürsten unter dem Himmel, wurden aus den zahllosen Gedanken, Wünschen und Gebeten aller Menschen geschaffen, die sich den Garten Eden in der irdischen astral-mentalen Welt sowie dem materiellen Pendant bis in alle Ewigkeit herbeiwünschen. Diese von Menschen geschaffenen astralen Kräfte werden Äonen und Archonten, Kosmokratoren genannt, weil sie bereits seit undenklichen Zeiten („äon“ bedeutet im Altgriechischen „ein langer Zeitraum“) hervorgebracht und ernährt werden. Die Summe all dieser Kräfte im Jenseits wird in der alten persischen Lehre des Zarathustra als „Ahriman“ angedeutet. Die hinduistischen Lehren bezeichnen diese irdischen Götter unterschiedlich als Asuras oder als Devas. Ihr Aufenthaltsgebiet im mentalen Feld des Jenseits heißt darum auch Devachan.

Es ist und war also zu allen Zeiten bekannt, dass es neben dem Diesseits, damit ist die sinnlich erfahrbare Welt gemeint, und auch ein Jenseits gibt, die hellsichtig erfahrbare unstoffliche Welt, in der auch zahllose Wesen, Geister oder Engel leben. die zum Erhalt und zur Regeneration der Natur beitragen. Dabei ist wohl zu bedenken, dass alle sieben Lebensfelder unbedingt zusammen gehören, nicht nur weil sie sich ineinander drehen und sich gegenseitig durchdringen, also einen zusammenhängenden Kosmos oder Holokumulus  bilden, sondern weil sie in ihrer Monade eine lebendige, mit Bewusstsein begabte Kraftkugel innerhalb des Sonnensystems bilden. In der Sonnenmonade sind alle planetaren Monaden mit ihren Planeten und Monden integriert und erfüllen gemeinsam eine konkrete Aufgabe für die Evolution des Gesamtsystems der Galaxie Milchstraße.

Die Erde wird von einer Monade belebt und besteht aus sieben sich ineinander drehenden Kraftfeldern.

Die Monade der Erde kann als ein „Kind Gottes“ bezeichnet werden, sie ist eines der Kinder des Sonnenlogos. Die Erde selbst mit allen Strata ist eher ein Kind der zugehörigen Monade. In diesem Lichte scheint es doch eine unbedachte Überheblichkeit zu sein, wenn sich der Mensch selbst als Kind Gottes bezeichnet. Der Mensch ist mit seinem Mikrokosmos selbstverständlich ein Kind des lebendigen Wesens Erde. Erst die empirische Wissenschaft hat unter Anleitung der selbstbehauptenden Äonen im Denken der europamerikanischen Kultur eine unbeseelte und unbewusste Natur definiert. Die ersten Weichen für diese materialistische Weltanschauung haben allerdings bereits einige griechische Philosophen, unter anderem Aristoteles gestellt. Da die katholische Kirche und einige arabische Philosophen haben seine Lehre über die Regeln der wissenschaftlichen Methoden, wie die Natur zu untersuchen sei, im Mittelalter bis weit in die Renaissance hinein dogmatisiert. Zugleich wurde das kritische Hinterfragen der kirchlichen Dogmen in mehreren Konzilien unter Strafe gestellt, z.B. die Exkommunikation. Jeder, der noch ein wenig von den unstofflichen Welten erfassen konnte und ihre natürlichen Bewohner in ihrem Dasein berücksichtigte, wurde während der Inquisition verfolgt. Alle Forscher, die getrieben von ihrem inneren Wissensdrang auch die Wesen in der unstofflichen Natur genauer analysierten, wurden verleumdet, ihrer Vermögen beraubt und zwecks Meinungsänderung gefoltert. Dieses menschliche Trauma des europäischen Mittelalters hat tiefe Spuren in der Psyche vieler Europäer hinterlassen, darum wird weitestgehend nicht über Engel, Nymphen oder andere Elementalwesen gesprochen. Es ist eigentlich ungeheuerlich, dass man auch heute noch in Gesprächen über dieses Thema deutlich bemerken kann, wie die dadurch geschürten Zweifel selbst den aufgeklärten modernen Menschen beeinflussen.

Heute weiß es eigentlich ein jeder: Alle Planeten im Sonnensystem verfügen über vergleichbare Kraftfelder, über Stratosphären, über eine Gravitation und eine elektromagnetische Ausbreitung. Der Mutterstern unseres Planetensystems, die Sonne, hat ebenso wie alle anderen Sterne seine unstofflichen Sphären. Sie nehmen dabei einen so großen Raum ein, wie das Sonnenlicht in das All hinausreicht. Dieses gigantische Sonnenfeld ist eingebettet in die Sonnenmonade, in der die planetaren Monaden organisch, bewusst mitarbeitend eingebunden sind. So reichen die ursprünglich geschaffenen Schöpfungsfelder für uns Menschen, die Monaden, bis an den Rand des astronomisch „sichtbaren“ Bereiches. Dort, im Zodiak des Tierkreises des sichtbaren Universums, sollen die obersten Kosmokratoren herrschen. So stellen es sich die Astrologen aus Chaldäa, Persien, Ägypten und Griechenland seit der Antike vor. Dass aus diesen hohen Sphären besondere Monaden ihre Einflüsse über das planetare Sonnensystem, die Welt und auch über die Menschheit der Erde ausstrahlen, kann man aus der Kabbalah, der Geheimlehre von Mme. Blavatsky und bei R. Steiner nachlesen. Dieses Wissen um die großen Zusammenhänge hat in der Antike dazu geführt, dass wissende Priester den Sternbildern im Zodiak die heute noch geläufigen astrologischen Namen von „ihren Göttern“ gegeben haben. In den griechischen Mythologien wurden die Götter oder Halbgötter öfters als Stern oder Sternbild in den Himmel versetzt. Die Sternbildnamen sind dabei keineswegs willkürlich erfunden worden, so wie man heute Markennamen produziert, sondern die Allegorien der Götter bedeuten eine spezielle Auswirkung ihrer Kraftfelder auf alle Planeten, Wesen und Geschöpfe ringsumher. Die Namen charakterisieren die expliziten Eigenschaften und Qualitäten ihrer auf die Welt und den Menschen ausstrahlenden Kräfte.

Die Urmonas, das ganze Offenbarungsfeld ist ein zusammengehöriges und zusammenwirkendes im Allbewusstsein pulsierendes Lebensfeld, der Logos, Tao, Chi, Ahura Mazda oder Allah. In diesem Universum gibt es tatsächlich sieben kosmische Gebiete, in denen seit der Schöpfung zahlreiche Makrokosmen leben und sind.

Das führt den Leser an den Gedanken heran, dass alle sieben kosmischen Gebiete, alle Universen und Galaxien – ob sichtbar oder unsichtbar – in ihrer unvorstellbaren Vielfalt ein einziges zusammenhängendes gigantisches Kraftfeld bilden, ein gewaltiger geordneter Sphäroid in unbeschreiblicher Vielfalt und in einer herrlichen Einheit in der Urmonas. Das ganze Offenbarungsfeld ist ein zusammengehöriges und zusammenwirkendes im Allbewusstsein pulsierendes Lebensfeld, der Logos, Tao, Chi, Ahura Mazda oder Allah. Wer etwas von dieser Herrlichkeit erahnen möchte, sollte seine Lebensausrichtung von den kleinkarierten Lebensumständen auf dem irdenen Erdenkloß einmal abwenden und sich in aller Stille mit diesen hehren Einsichten erfüllen. Auf diese Weise kann ihm die Möglichkeit geschenkt werden, in seinem Mikrokosmos dafür geeignete neue „Sinnesorgane“ zu entwickeln. Das einheitliche Bemühen um eine höhere Bewusstheit wird aus einem Denken geboren, dass die materielle, in dieser Natur lebensnotwendige, auf sich selbst bezogene Weltanschauung auf einen neutralen Platz stellt. Dabei sollten die das ganze Dasein durchdringenden Dogmen und Tabus ernsthaft bis in das Unterbewusstsein gelöscht werden. Erst wenn sich der Mensch mit Hilfe seines intelligenten Verstandes-Denkens auf ein Leben und Geben in allen unstofflichen Energieströmen ausrichtet, kann sich eine Tür zur höheren Astralis und zum höheren Mentalvermögen öffnen. (Genaueres dazu unter Mikrokosmos, Kapitel 05) Entfalten sich diese neuen Vermögen, kann es möglicherweise bereits in der Aquariusperiode wirklich werden, dass viele Menschen in dem neuen Weltgeschehen mitwirkend zu einem friedlichen und harmonischen Durchbruch beitragen.

Die Wendezeit zum Beginn der Aquariusperiode.

Die Menschheit erlebt zur Zeit in ihrer Evolution eine besondere Wende- und Entscheidungszeit. Innerhalb des siebten kosmischen Gebietes führt die Monade die Entwicklung der Erde durch das elektromagnetische Feld der Materie, in dem die Menschen selbstbewusst zu der Erkenntnis kommen soll, dass die Evolution sie alle zu höheren Lebensgebieten führen wird. Dafür müssen sich alle Menschen aus eigener Erkenntnis von dem Prinzip des Konsumierens zum Prinzip des Schenkens erheben. Man kann also sagen, dass die Erde zur Zeit ein Lernfeld ist, eine Art Universität, in der jeder prozessmäßig über viele Erfahrung zu einer selbstständigen, innereigenen Erkenntnis kommen kann, dass seine Lebensaufgabe darin besteht, das bisherige Leben aufzugeben zugunsten einem Leben aus dem Strom der Kräfte, die sich permanent wegschenken.
Kann man etwas konkretes über die kosmischen Gebiete sagen? In dem gnostischen Werk, das von Valentinus verfasst sein soll, die Pistis Sophia, Kapitel 88, wird mehrfach über die höheren Sphären des Lichtreiches gesprochen: Nach all diesen Worten wiederum fuhr Jesus in der Rede fort und sprach zu seinen Jüngern: „Hört, damit Ich mit euch spreche über den Glanz jener von der Höhe, wie sie sind, der Art entsprechend, wie ich mit euch bis jetzt gesprochen habe. Wohlan, wenn ich euch zum Gebiet des letzten Helfers führe, der den Lichtschatz umringt – wenn ich euch also zum Gebiet jenes letzten Helfers führe, und ihr die Herrlichkeit seht, worin er sich befindet, so wird der Ort des Lichterbes für euch nur so viel wie die Größe einer Stadt dieser Welt gelten, gemessen an der Größe, in der sich der letzte Helfer befindet, und an dem großen Licht, in dem er ist. Und danach werde ich mit euch auch sprechen über den Glanz des Helfers, der über dem kleinen Helfer steht; doch ich werde nicht mit euch reden können über die Gebiete derer, die über allen Helfern stehen; denn es gibt in dieser Welt kein Bild, um sie zu beschreiben; denn es gibt in dieser Welt nichts Ähnliches, um sie damit zu vergleichen: weder Größe, noch Licht, das ihnen gleicht, um sie zu beschreiben; nicht nur mit dieser Welt, sondern sie haben auch keine Ähnlichkeit mit jenen vom Ort der Höhe der Gerechtigkeit aufwärts. Darum gibt es nun in der Tat kein Bild in dieser Welt, um sie zu beschreiben, wegen des großen Glanzes derer von der Höhe und ihrer unermesslichen Größe. Darum nun gibt es Nichts in dieser Weit, um diesen Glanz zu beschreiben!“

Die sieben Kraftfelder der Schöpfung sind, wie hier angedeutet, in ihrer Energiestärke vielfach höher als die uns bekannten Energien, die im Zusammenhang mit der Materie im siebenten Gebiet erforscht werden können. Da und dort wird in der esoterischen Literatur von Zahlen gesprochen, die jedoch allesamt sehr vage Hypothesen sind, darum wollte ich diese hier nicht wiederholen. Zahlreiche Gespräche und die überwältigende Fülle Bücher und Zeitschriften aus Wissenschaft und Forschung beweisen: Die europamerikanische Weltanschauung der materiellen Welt ist stahlhart kristallisiert und wird unter subtiler Anleitung der Äonen von hohen Autoritäten der Wissenschaften bewacht.

Stanislav Grof schreibt in seinem Buch: Auf der Schwelle zum Leben:
Der Mythos von fester, unzerstörbarer Materie, das zentrale Dogma überlieferten Denkens, löste sich unter experimentellen und theoretischen Beweisen auf. Die Grundbausteine des Universums, die Atome, stellten sich als im wesentlichen leer heraus. Zuerst wurden sie auf Protonen, Neutronen und Elektronen reduziert, um später in der Hochenergiephysik in Hunderte von subatomaren Partikeln aufgelöst zu werden. Zusätzlich noch weisen diese Partikel dieselben paradoxen Charakteristika wie das Licht auf, sie zeigen sich – je nach dem Verlauf des Experiments – entweder als Partikel oder als Wellen. Die Welt der festen Materie wurde durch die des Prozesses, des Geschehens, der Beziehungen ersetzt. In der subatomaren Analyse verschwand die feste Newtonsche Materie und wurde durch Aktivität, Form, abstrakte Ordnung und Muster ersetzt. Um mit den Worten des berühmten Mathematikers und Physikers Sir James Jeans zu reden: »Das Universum gleicht immer weniger einer Maschine und immer mehr einem Gedankensystem.« Die dreidimensionale Raum- und die eindimensionale Zeitvorstellung Newtons wich dem vierdimensionalen Kontinuum von Raum-Zeit Einsteins. Die objektive Welt lässt sich nicht mehr von dem Beobachter trennen (Werner Heisenberg) und das lineare Prinzip von Ursache und Wirkung verliert seinen Platz als das einzige und notwendige verbindende Prinzip im Universum. In der modernen Physik ist das Universum nicht das gigantische mechanische Uhrwerk Newtons, sondern ein verbundenes Netzwerk von Ereignissen und Beziehungen.
Einige prominente Physiker wie zum Beispiel Eugene Wigner, David Bohm, Geoffrey Chew, Edward Walker, Fred Alan Wolf und andere gehen davon aus, daß Geist, Intelligenz und womöglich Bewusstsein integrierte Bestandteile der Existenz unseres Universums sind, und nicht lediglich eine unbedeutende Randerscheinung der Materie. Obwohl die Quantenphysik die überzeugendste und radikalste Kritik des mechanistischen Weltbildes bietet, haben auch in anderen Disziplinen – auch in den Naturwissenschaften – Forschungserkenntnisse zu wichtigen Veränderungen im Denken geführt. Unter diesen spielten die Kybernetik, Informationstheorie und Systemtheorie eine wichtige Rolle.

Die dreidimensionale Raum- und die eindimensionale Zeitvorstellung Newtons wich dem vierdimensionalen Kontinuum von Raum-Zeit Einsteins. Die objektive Welt lässt sich nicht mehr von dem Beobachter trennen (Werner Heisenberg) und das lineare Prinzip von Ursache und Wirkung verliert seinen Platz als das einzige und notwendige verbindende Prinzip im Universum. In der modernen Physik ist das Universum nicht das gigantische mechanische Uhrwerk Newtons, sondern ein verbundenes Netzwerk von Ereignissen und Beziehungen.
Einige prominente Physiker wie zum Beispiel Eugene Wigner, David Bohm, Geoffrey Chew, Edward Walker, Fred Alan Wolf und andere gehen davon aus, daß Geist, Intelligenz und womöglich Bewusstsein integrierte Bestandteile der Existenz unseres Universums sind, und nicht lediglich eine unbedeutende Randerscheinung der Materie. Obwohl die Quantenphysik die überzeugendste und radikalste Kritik des mechanistischen Weltbildes bietet, haben auch in anderen Disziplinen – auch in den Naturwissenschaften – Forschungserkenntnisse zu wichtigen Veränderungen im Denken geführt. Unter diesen spielten die Kybernetik, Informationstheorie und Systemtheorie eine wichtige Rolle.

Alle sieben Kraftfelder der irdischen Monade sind auf besondere Weise miteinander verschränkt.

Dabei lässt sich auch aus wissenschaftlicher Forschung – insbesondere der Quantenphysik und Bosonenforschung – nicht mehr ganz leugnen, dass alle sieben Kraftfelder des irdischen Kosmos auf besondere Weise mit den aller anderen planetaren Monaden verschränkt sind. Genauso wie der sichtbare Kosmos mit seinen Planeten eine großartige Ordnung und Genauigkeit zeigen, haben alle unstofflichen Kraftfelder der Welt einen wesentlichen Anteil an der unabdingbaren Gesamtordnung im Universum. Da die irdische Natur als ein Abbild des monadischen Urtyps geschaffen wurde, sind dem Autor plausible Analogien zum göttlichen Wirken erlaubt, allerdings im klaren Wissen, dass sich das Sein in den höheren kosmischen Lebensfeldern in Qualität und Quantität der Energieströmungen völlig anders entfaltet als alle irdischen Forschungen beibringen können.
Es ist dabei von grundlegender Bedeutung, dass der Mensch mit seinen aktuellen Sinnesorganen eigentlich nicht begreifen kann, wie und worin sich die Energieebenen in den höheren Ebenen im sechsten, fünften, und vierten etc. kosmischen Gebiet von den irdischen im siebenten unterscheiden. Einerseits vibrieren alle irdischen elektromagnetischen Kräfte mit einer deutlich niedrigeren Schwingung. Allein die Materie vibriert mit der niedrigsten Energie in der untersten Ebene, und schon das Ätherfeld wirkt in einer viel höheren Energie. Das nächste Feld, die Astralis überträgt noch höhere Energien, wobei sich auch die Zeitqualität deutlich verändert. Jeder vermag das in seinen Träumen beobachten, die sich bekanntermaßen in der Astralis abspielen. Im Traum können es Monate und Jahre gewesen sein, eine parallel erfasste Zeit in der Tagesrealität zeigt nur ein paar Minuten. Auf der anderen Seite werden von den Wesen der irdischen Natur von den sieben Kräften des Kosmos nur die vier unteren aktiv genutzt, das stoffliche Feld, der Äther, die Astralis und die Mentalis. Dabei ist die konsequente Aufmerksamkeitsrichtung des Menschen auf das Überleben in den materiellen Zusammenhängen fokussiert, das ist auch für die Tiere und Pflanzen gültig. Jeder aufmerksame Beobachter kennt das aus seinem persönlichen Umfeld, die Selbst- und Arterhaltung mittels materiellem Konsum, mit Macht und Standesvorteilen stehen weltweit im Vordergrund des täglichen Lebens. Jeder Mensch lebt unter seinem individuellen Denkcharakter, wird geprägt von seinen astrologischen Sternkonstellationen, seinem Karma und seinen pädagogisch geschickt übertragenen Dogmen. Darum sind die Menschen sozusagen taub geworden gegenüber den außersinnlichen Zusammenhängen, sie beschränken sich auf ein an die Materie gebundenes Bewusstsein. Erst wenn dem Menschen die höhere Astralis und die höhere Mentalis im Mikrokosmos aktiv zur Verfügung steht, vermag er auch die unstofflichen Zusammenhänge mit seinen neuen Sinnesorganen zu erfassen. Damit taucht er in eine völlig neue Welt ein – die eigentlich nur ein höheres Kraftfeld der gleichen Erde ist – in der allerdings sich das Gesetz der Resonanz positiv umsetzt: „Gib, so wird Dir gegeben.“ Wer das noch nicht verwirklichen kann, wird diesen Entwicklungsschritt vorerst nicht wollen.

Denn der wesentliche Unterschied zwischen den niederen Aspekten der Kraftfelder liegt in der deutlich anderen Wirkungsrichtung der Kräfte. Die Kraftfelder der höheren kosmischen Gebiete wirken stets zentrifugal nach außen. Das beginnt bereits zunehmend mit der Aktivierung der höheren Astralis. Diese Kräfte verschenken sich völlig schattenlos. Sich gegenseitig vollkommen ergänzend streben sie harmonisch in die absolute Einheit der Schöpfungsherrlichkeit. Im Gegensatz dazu wirken die niederen astralen Kräfte in der irdischen Natur immer konzentrisch, vereinnahmend, behaltend, stets konsumtiv nach innen gerichtet. Sich selbst egozentrisch in den Mittelpunkt stellend werden spontan und meist unbewusst gegen jeden anderen Grenzen errichtet und oftmals bitter verteidigt. Immer polar pendelnd zwischen den Gegensätzen von Gut und Böse werfen die kriegerischen Ereignisse ihre Schatten voraus in eine immer absurder werdende Disharmonie. Zum Schutz der Evolution ist im materiellen Werden das Sterben bereits eingebunden. In dieser uns bekannten sichtbaren Welt entwickelt sich das Dasein im Kommen, Aufblühen, Fruchttragen und Vergehen. Die Eckpunkte des materiellen Lebens auf der Erde sind die Geburt, das Dasein und der Tod. Insofern ist die stete Polarität zwischen den Gegensätzen ein bestimmender Faktor des alltäglichen Lebens. Dabei ist der Begriff „Tod“ ausgesprochen relativ. Wohl löst sich beim körperlichen Tod der Verband der Organe und Moleküle in die Atome dieser Natur auf, jedoch gibt es dabei keinen wirklichen Energie- oder Materieverlust. Es findet nur eine Transmutation von einem organisierten Körper zu einer amorphen Menge von unzusammenhängenden Atomen statt, die sofort in den natürlichen Kreislauf wieder übernommen werden. Jeder Mensch kann mit seinem subjektiven Erkennen dieser Zusammenhänge und ihn umgebenden Abläufe zu der notwendigen Einsicht kommen kann, dass der Wechsel in den Zuständen aller beteiligten Wesen ein perfektes, kybernetisch verknüpftes Zusammenspiel zum Erhalt des Gesamtsystems Erde darstellt, solange der Mensch nicht, von seinen materialistischen Vorstellungen seiner stofflichen Selbsterhaltung angetrieben, darin eingreift.

Nicht alle Kraftstrukturen unserer Welt sind dabei eindeutig zu benennen, weil in unserer Sprache, auch in der vorhandenen esoterischen Fachsprache, die Begriffe dafür niemals wirklich festgelegt wurden. Das Chaos, das Ungeordnete, ist vorerst das Kennzeichen im materiellen irdischen Kosmos, der in einer kosmischen Vergangenheit von einer Monade für eine besondere Evolution der Erkenntnis und Vollendung aller sieben mikrokosmischen Kraftfelder geschaffen wurde. In anderen kosmischen Schöpfungen entfalten sich die Werdeprozesse nach unvorstellbaren Gesetzen und Zusammenhängen, dass hier nicht darüber gesprochen werden kann. Das gesamte Universum im Allbewusstsein bleibt eine, von den menschlichen Betrachtungen und Bewertungen total unabhängige, ganz einfache Ordnung. Alle sieben Kosmen wirken und leben ineinander und miteinander in steter Kommunikation (Gemeinsamkeit sowie Einheit) und Information (Form und Kraft dafür schenkend) nach verblüffend einfachen Regeln der Resonanz, die später noch erläutert werden.

Das universelle Sein offenbart sich in sieben kosmischen Gebieten und in  sieben Dimensionen. In ihnen wirken sieben Kräfte, stets auf die Entwicklungen und Bedürfnisse eines jeden Kosmos abgestuft.

Zur Offenbarung der Monaden und ihrer Kinder – Kosmen oder Mikrokosmen – haben alle Kraftfelder sieben Dominanzen, sieben Aspekte oder sieben Unterfrequenzen. Dabei sind diese aber niemals scharf  gegen- oder nebeneinander abgegrenzt, sondern alle Kräfte vibrieren stets mit- und ineinander. Die Kraftfelder haben wohl unterschiedliche Schwingungszustände, vergleichbar mit den Frequenzen, sowie diverse Qualitäten oder Arbeitsmodalitäten, die sich aus ihrem Auftrag im Welten-Plan ergeben. Dennoch wirken sie immer ineinander schwingend, unter allen Umständen in einer einzigen Einheit miteinander kooperierend.
Jede Monade entfaltet in sich einen Kosmos, eine Galaxie oder einen Stern, ein Wesen oder einen Mikrokosmos mit einem Menschen aus allen diesen vieldimensionalen Kraftfeldern der Welt und des Alls. Man kann durchaus von 7 x 7 = 49 Vibrationsfeldern sprechen. Auch die Monade des Mikrokosmos, aus dem und in dem der Mensch lebt, wirkt mit den siebenfältigen Kräften. Sie überträgt diese über das aurischen Wesen im Mikrokosmos, in dem sich alle Anteile der ihn umgebenden und durchdringenden Felder entsprechend seinem innereigenen Magnetismus transformieren. Die bis heute abgespulte Entwicklung der Mikrokosmen über einige Inkarnationen der Erde, wie sie bei R. Steiner in seiner Geheimlehre beschrieben wird, hat dem Menschen einen nahezu vollendetes Wunderwerk des Köpers und ein deutliches Selbstbewusstsein verschafft. Der Mensch kann sich und seine Umwelt erfassen, taxieren und koordinierte Maßnahmen für sein Leben ergreifen.
Jedoch ist der Mensch dabei keineswegs unabhängig von den ihn gestaltenden Kräften geworden. Er entscheidet keinesfalls frei über Gedanken, Wünsche und Taten. Das alles sind die Folgen der mikrokosmischen und kosmischen Kräfte. Er wird immer von den Kräften gelebt, die er leider innerhalb seines materiellen Weltbildes mehr oder weniger ignoriert. Das ist ein seltsames paradoxes Kuriosum. Da der Mensch die unstofflichen Kräfte seiner Welt nicht wahr haben will, kann er sie auch nicht wahrnehmen, und wird dadurch zu ihrer Marionette. Die Prinzipien des Lebens, die der Mensch verdrängt, psychologisch gesprochen, bestimmen in völliger Unkenntnis ganz eindeutig, wie er lebt. Das ist allerdings das elementarste Problem für die dynamischen Macher unserer Zeit, die sich alle als erfolgreiche Beherrscher des Schicksals empfinden. Was ist aus Kyros,  Ramses, Dschingis Khan, Caesar und Alexander dem Großen geworden? – Nur Helden in den Geschichtsbüchern. Ursprünglich wurde der Mensch nach seinem Bilde geschaffen, dem Urtyp,  der Monade – wie einstmals die Urmonas am Anbeginn der Schöpfung. – Was ist aus dieser Herrlichkeit geworden, der sich die Welt untertan machen solle? Das mikrokosmische Dasein hat sich bis zur Selbst- und Arterhaltung mit einem begrenzten Denken und Wahrnehmen evolviert. Es kann sich jeder auf dem Erdball glücklich schätzen, der noch ein winziges Bild der Monade, des Lebensfeldes in sich trägt, das ihn geschaffen hat.

Die irdische Welt, das für uns sichtbare Universum, ist trotz seiner galaktischen Weiten (soweit es unsere Astrologen mit ihren Messgeräten ermitteln) nur ein winziger Schnipsel von Kräften, ein Makrokosmos, innerhalb des siebten kosmischen Gebietes. Aus unserer Sicht, so können wir ohne Weiteres bekennen, ist er mit allen Galaxien, Kosmen und Planeten eine sehr wichtige und für alles Dasein durchaus notwendige Welt. Damit der Mensch seine Gesamterscheinung und seine grandiose Auswirkung wahrlich begreifen kann, wird die Evolution von der Monade solange dynamisiert, bis alle sieben Kraftfelder, in die er eingebettet ist und von ihnen gelebt wird, erst einmal bewusst erkannt werden. Erst wenn dem Menschen alle Wirkungsvorgänge der sieben Felder bekannt sein werden, kann er in der kosmischen Evolution mitarbeiten – sich seine Welt untertan machen, wie es in der Genesis heißt. Das überwältigende Ziel im irdischen Dasein während der Aquariuszeit liegt in einem entscheidenden Schritt auf diesem Wege: die Erweiterung der Astralis und der Mentalis, damit ein völlig neues Begehren, Erfassen und Bedenken für den Menschen möglich wird. Damit wachsen die kommenden Generationen der Menschheit über die bis jetzt noch bestehenden Begrenzungen ihrer Denkvermögen hinaus, so dass völlig neue noch nicht beschreibbare Entwicklungen möglich werden. Einzelne Bruchstücke dieser Erkenntnis haben allegorisch in einige heilige Bücher und in philosophische Außenseiter der Moderne bereits Eingang gefunden.

Das materielle Feld

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Der Mensch erlebt sich als Bewohner eines materiell aufgebauten, nach physikalischen Gesetzen entwickelten Planeten Erde, der mit seinem Satelliten, dem Mond, um die Sonne kreist. Für die meisten Wissenschaftler ist die Erde eine feste Kugel mit schnee- und eisbedeckten Polkappen, mit großen Strömen und Meeren, mit fruchtbaren Ebenen und Wüsten und mit hohen Bergketten und gigantischen Untiefen in den Meeren. Wie dünn diese starre Erdschicht tatsächlich ist, auf der sich das bunte Leben entfaltet, wird bei Erdbeben und Vulkanausbrüchen schnell erkennbar. So kristallisiert und mineralisiert die Erde auch vielfach erscheinen mag, sie ist dennoch ein lebendiges Wesen, eine denkende, empfindende und bewusst handelnde Entität. Dafür schenkt sie permanent allen Lebewesen auf und in ihr verschiedene Entwicklungsfelder, sieben Strata, angefüllt mit siebenfältigen Potenzen.
Die Erforschung der materiellen Welt ist in der technisierten modernen europamerikanischen Welt bis zur höchsten Perfektion gelungen. Alle Wissenschaften haben über Jahrtausende ihre zeitgebundenen Irrtümer der Physik mehr oder weniger beseitigen können. Heute weiß seit Max Planck jedes Kind bereits, dass alle festen Körper, alle Atome eigentlich vibrierende Energiefelder sind. Louis de Broglie bewies bereits 1929 in seiner wissenschaftlichen Dissertation, dass die Materie in Wirklichkeit nur ein Phänomen der elektromagnetischen Kraftfelder ist, die wir salopp in seiner Gesamtheit als Licht bezeichnen. Das heißt, die Materie erscheint uns nur deswegen als hart mit einer festen Oberfläche, weil die sinnesorganische Wahrnehmung mit Organen stattfindet, die ebenfalls aus Molekülen dieser Materie aufgebaut sind. Darum kann Mann oder Frau nur das wahrnehmen, was dem Auflösungsvermögen und der Empfindungsschärfe der organischen Sinne entspricht. Auch wenn die materiellen Bausteine sowie Flüssigkeiten und Gase, die Moleküle und Zellen in ihrem Netzen aus Lymphe, Blut und Nerven nur funktionieren können, weil sie in die ätherischen und astralen Fluiden eingebettet sind. Dabei bleiben dem menschlichen Erfassen die unstofflichen Ansichten seines Lebens meistens verborgen, weil er im Laufe seines Werdens über die Jahrtausende die Fähigkeit des Hellsehens meistens verloren hat. Zu allen Zeiten hat es immer wieder auch Forscher gegeben, denen eine über den Materiekloß hinausgehende ganzheitliche Betrachtungsweise der Welt erforschenswert erschien, und die darum auch außersinnliche Wahrnehmungen in ihre Forschungen mit einbezogen. Die holotrope Ansicht der Welt war bereits im alten China geläufig, wie man aus den Stoffgliederungen im I Ging studieren kann. Auch die platonischen Wissenschaftler der Antike haben die ätherische Konstante hinter den physikalischen Erscheinungen gekannt, die letztlich erst im 20. Jahrhundert durch Albert Einstein aus der Physik verbannt wurde. Die Akupunktur, ein Teilgebiet der traditionellen chinesischen Medizin (TCM), wurde bereits ca. 200 Jahre vor unserer Zeitrechnung durchgeführt. Sie geht von einer „Lebensenergie des Körpers“ (Qi = Ätherfeld) aus, die von definierten Leitbahnen, den Meridianen, durchzogen ist, und einen steuernden Einfluss auf alle Körperfunktionen hat. Der Mesmerismus ist eine Behandlung im Ätherfeld, der im ausgehenden 18. Jahrhundert von F.A. Mesmer in Paris praktiziert wurde. Die Homöopathie erforscht und beschrieben von S. Hahnemann basiert auf der Erkenntnis, dass die Krankheit nichts anderes als eine krankhafte Verstimmung des „Lebensprinzips“ – im Ätherfeld und der Astralis – ist, die der Heilkünstler oder Arzt anhand der körperlichen Symptome zu erkennen und zu beseitigen habe. Auch das moderne geistige Heilen berücksichtigt die Tatsache, dass Licht und Materie zusammen eine Wirkungseinheit ist, die eigentlich nicht getrennt betrachtet werden sollte.

Licht und Materie sind eigentlich richtig betrachtet ein und das Selbe.

Die menschlichen Sinnesorgane sind nicht nur aus Materie gebildet, sondern sie wurden aus den lebensnotwendigen Begehren nach Selbsterhalt und Selbstverwirklichung der Astralis konzipiert und über das Ätherfeld vorgeprägt in der Materie realisiert. Die Notwendigkeiten der Evolution im Kampf gegen die Umwelt bestimmt nicht nur die Art und Weise der Wahrnehmungen sondern auch die Weiterleitung der empfangenen Informationen an die beurteilenden Zentren in der Mentalis. Das Denken des Verstandes ist unter diesem Einfluss vollkommen auf das materielle Überleben auf dem Planeten Erde ausgerichtet. Die Wahrnehmungsordnung wurde über die Jahrtausende derart intensiv dafür vorprogrammiert. so dass der Mensch heute durch seine Sinne nur noch das erfassen kann, was seiner eigenen materiellen Auflösung und Ausrichtung entspricht. Die Einsicht, dass der Körper vor allem durch einen geregelten Ätherfluss instand gehalten werden muss, wird dabei völlig ignoriert. Diese ignorante Grundhaltung wird dann in allen Medien die „allgemeine Erfahrung“ genannt oder sogar als der „gesunde Menschenverstand“ verkauft. Auf dieser Basis erklärte bereits Aristoteles die Grundregeln für die empirischen Forschung. Will man jedoch heute die Struktur eines physikalischen Atoms sehen, muss ein Elektronenmikroskop benutzt werden. Ein normales Lichtmikroskop kann eben nur in der Wellenlänge des sichtbaren Lichtes differenzieren, wohingegen ein Elektronenmikroskop das untersuchte Objekt viel feiner in der Frequenz der Elektronenstrahlen darstellen kann. Das Problem einer noch feineren Auflösung besteht nun eindeutig darin, dass mit der Feinheit der Strahlung auch die Energie der Strahlung zunimmt, die dann möglicherweise das beleuchtete Objekt zerstören würde. Das erkannte bereits A. Einstein und erklärte seinen Studenten: Der Mensch befindet sich bei seinen Experimenten mit der Natur in der Situation des Blinden, der mit seinen Fingern versucht, einen Schneekristall zu ertasten. Er stellt nur eine kalte Feuchtigkeit fest. Die Feinstrukturen des Kristalls werden durch die Wärme und den Druck des tastenden Fingers zerstört.

„Wer will etwas Lebendiges erkennen und beschreiben,
Sucht erst den Geist heraus zutreiben,
Dann hat er die Teile in seiner Hand,
Fehlt leider nur das geistige Band.“               schreibt Johann Wolfgang von Goethe im Faust.

Die ungeheure Begrenztheit der Naturwissenschaften in bezug auf das Lebendige wird von Goethe durch die Gestalt des Mephisto im Drama Faust spöttisch dargestellt. Es werden immer nur die materiellen Teile von den seriösen Wissenschaftlern untersucht, ohne jedoch den Bewusstseinsaspekt des Lebens zu berücksichtigen. Das Wesentliche, was ein lebendes Wesen von einem „toten Erdenkloß“ unterscheidet, wird in der wissenschaftlichen Erforschung erst hinaus getrieben. Man muss dabei feststellen, dass das keineswegs banale Ignoranz ist. Die Forscher werden in ihrem Bedenken der Fakten von unbewussten transphysischen Kräften so geführt, damit sie prinzipiell eine mögliche andere Weltsicht überhaupt nicht akzeptieren. Das Anerkennen unstofflicher Zusammenhängen ist für diese Menschen schlichtweg nicht möglich. Dieser Zustand ist überaus bedauerlich, aber wohl kaum zu ändern. Die anerkannten Wissenschaftler müssen sich an den vereinbarten Codex der sinnesorganisch erfahrbaren Welt halten, auch auf Basis ihrer selbstgeschaffenen Begrenzung wissenschaftlich anerkannter Untersuchungen. Sollte einer von ihnen beginnen, die Äther- oder Astralwelten zu erforschen, so wird er sofort aus dem Kollegium der Wissenschaftler ausgestoßen und bekommt keinerlei Fördergelder für seine Forschungen und ihm wird nicht einmal mehr Zutritt zu seinem Forschungsplatz gestattet. Mir sind einige Berichte aus USA-amerikanischen Büchern bekannt.
Die moderne Inquisition ist gut von der historischen abgekupfert. Ein solcher Forscher, der die Wirkungen unstofflichen Energien untersuchen will, muss völlig unabhängig von allen bestehenden Glaubensrichtungen und etablierten wissenschaftlichen Institutionen arbeiten können. Wie schwer das in der heutigen Zeit namhaften Wissenschaftlern gemacht zeigt das Beispiel des Institute of Noetic Sciences in Petaluma, Kalifornien. Die Erforschung des PSI-Feldes, meistens ist es nur das Ätherfeld, ist darum so problematisch, weil es eine viel höheren Frequenz hat, als die Lichtstrahlung der bereits wissenschaftlich erfassten Strahlungen. Es können also immer nur auftretende Wechselwirkungen erforscht werden, wie z.B. Psi-Phänomene, Gedankenübertragungen, und andere außersinnliche Erscheinungen. Wer sich experimentell den Äther- oder Astralwelten oder den noch energiereicheren Feldern des Kosmos nähern wollte, müsste bei ihrer Erforschung von Anfang an selbst mit diesen unstofflichen elektromagnetischen Wellen operieren. Nikola Tesla hat einige letztlich wenig beachtete Versuche mit freier Energie dazu unternommen. Wie bei seinen Experimenten deutlich wurde, können selbst die parapsychologische Forschung oder die noetischen Wissenschaftler nur einige Randbereiche der unstofflichen Sphären des Ätherfeldes erfassen. Dennoch wurde schon bei diesen Forschungen deutlich erkennbar, dass es für den heutigen Menschen keineswegs so einfach ist, die für solche Untersuchungen notwendigen „Sinnesorgane“ zu erfinden, geschweige denn die Anerkennung solcher Forschungen durch die etablierte Wissenschaft.

Halten wir hier erst einmal fest:

Licht und Materie sind eigentlich richtig betrachtet ein und das Selbe, aber sie treten in unterschiedlichen Verdichtungsgraden auf. Licht und Materie sind elektromagnetische Schwingungen, die vom Ätherfeld her bewegt werden, das seinerseits der stofflichen elektromagnetischen Vibration ähnlich, jedoch viel energetischer ist.

Die uns bekannte Materie – die unterste Kraftebene der elektromagnetischen Kraftfelder – gliedert sich in sieben sogenannte Aggregatzustände:

1. hart, kristallin – Eis, Metalle, Steine, Mineralien, Edelsteine.
2. plastisch bis elastisch – Holz, Knochen, Elfenbein, Asphalt, Gummi, Kunststoffe
3. gelartig – Zellinhalte, diverse Eiweiße, Knorpel und ähnliche organische Substanzen
4. zähfließend, sirupartig – Öl, Pech, diverse organische Verbindungen
5. flüssig, wässrig – Wasser, div. chemische Verbindungen, wie Säuren, Laugen, Alkohol
6. gasförmig, luftig – alle Gase, Mischungen, Luft
7. plasma – Gasplasma

Wer sich ein wenig in den natürlichen Zusammenhängen auskennt, weiß bereits seit dem Physikunterricht in der Schule, dass alle Materialien, Stoffe oder Elemente unter bestimmten Bedingungen, wie z.B. Druck und/oder Hitze, in mehreren Aggregatzuständen auftreten können. Sie unterscheiden sich allerdings dann vor allem durch eine Energieabstufung. Das Plasma gehört zur höchsten Energiestufe und das kristallisierte Mineral oder das metallische Element zur untersten. Das bedeutet allerdings keineswegs eine qualitative Wertung, weil alle Aggregatzustände im Zusammenwirken der körperlichen Naturerscheinungen ihre notwendige Bedeutung haben. Die materiellen Bestandteile der Kosmen sind einerseits qualitativ voneinander geschieden, werden jedoch vielfach miteinander verbunden und vermischt aufgefunden. Durch chemisch-physikalische Situationen können sich einzelne Stoffe oder Gase zu komplexen Molekülen und Kristallen ionisch miteinander verbinden, ineinander auflösen und vermischen.
Wir sollten uns an dieser Stelle nicht täuschen lassen! Es gibt nicht nur einen Stoffwechsel der materiellen Bestandteile. Auf vielfache Weise hat der Mensch aufs Innigste Anteil an allen Stoffen und unstofflichen Kräften, besteht er doch insgesamt aus diesen Stoffen und Kräften. Der Mensch atmet die Luft – Sauerstoff, Kohlendioxid, Stickstoff und Edelgase – ein und verändert aus, trinkt Mineralwasser und er ernährt sich von pflanzlichen und tierischen Körperteilen. Das Wesentliche dabei entgeht den meisten Konsumenten, nämlich dass sie mit dem materiellen Essen alle die Materie bildenden und erhaltenden ätherischen und astralen Fluiden ebenfalls aufnehmen. Auf diese Weise gliedert er nicht nur die materiellen Stoffe in seinen Körper ein, sondern auch die zugehörigen unstofflichen Fluiden gesellen sich zu seinem Äther- und Astralfeld, aus dem der Mensch leben muss. Auf diese Weise  wird er auch von den Fluiden beeinflusst, die er unbewusst in sein Lebensfeld integriert.

„Der Mensch ist, was er isst!“ Mit diesem berühmt gewordenen Diktum kommentierte Ludwig Feuerbach zustimmend das Buch des Physiologen Jakob Moleschott. In der 1846 erschienenen Streitschrift „Wider den Dualismus von Leib und Seele, Fleisch und Geist“ wettert der stürmische Neuerer, dessen Schriften seine Zeitgenossen Karl Marx und Friedrich Engels – trotz aller Unterschiede – als „eine wirkliche theoretische Revolution“ erleben, gegen die idealistische Vorstellung, wonach sich die menschliche Wirklichkeit allein im Geiste abspielt: „Der Leib ist die Existenz des Menschen; den Leib nehmen, heißt die Existenz nehmen; wer nicht mehr sinnlich ist, ist nicht mehr.“ (Zitat Dr. Hans Lemke, Zeitschrift für freies Denken und humanistische Philosophie). In diesem Sinne bestätigen wir die Ansicht von Feuerbach und auch von Marx, dass die Umwelt den Menschen ausmacht, dass es in ihm keine Trennung von Geist – unstoffliche Kraftfelder – und Materie gibt. Wir müssen aber ausdrücklich betonen, dass der Mensch aus allen ihn durchströmenden Kräften gelebt wird, sowohl körperlich im Sinne von A. Feuerbach mit allen sinnlichen Notwendigkeiten als auch seelisch-psychologisch mit allen unstofflichen Assimilationen.
Es gibt zu keinem Zeitpunkt eine Trennung zwischen den unstofflichen  und grobstofflichen Lebenskräften. Bei richtiger Betrachtung der Lebensvorgänge wird leicht ersichtlich, dass die höheren Lebensfluiden die niederen materiellen Vibrationen nicht nur durchdringen und erhalten, sondern diese beständig hervorbringen. Darum gibt es ohne Äther niemals Materie, niemals entsteht ohne die erforderliche Astralis ein Ätherfeld. Kein astrales Feld existiert ohne die Wirkung des Mentalfeldes usw. Die verschiedenen Kräfte treten überall und stets in einem hierarchisch geordneten Zusammenhang in Erscheinung. Die Analyse der physikalischen Kräfte, die wir für unser Verständnis der Welt benötigen, basiert auf einer rein theoretischen Annahme. Bei genauer Betrachtung besteht das weitverbreitete Weltbild als ein Glaubensdogma, das ausschließlich durch die Kommunikationshoheit der Medien gestützt wird. Was den meisten Menschen jedoch bei der dogmatisierten Wahrnehmung entgeht, ist, dass jedes Atom, jeder Kristall immer erst im Ätherfeld besteht. Jedes Tier besteht aus astraler Kraft, aus Äther und aus Materie, wobei die höheren Kraftfelder (Mentalis und höher) die Tiere in einer Art Wolke umschweben, formiert in einer Wesenheit. Man kann diese Feldstruktur Mikrokosmos oder Gruppengeist nennen, denn auch dort ist Bewusstheit. Akzeptieren wir, dass alle Kraftfelder ineinander wirken, dann können wir uns problemlos vorstellen, wie sich mit dem Austausch von materiellen Lebensmitteln oder Flüssigkeiten, also durch Essen und Trinken, auch die damit verbundenen unstofflichen Kräfte, der zugehörige Äther und Astralis mit dem Menschen verbinden. Denn er lebt in einem Mikrokosmos, in dem sich die Vibrationen all dieser Felder natürlicherweise gegenseitig durchdringen und informieren. Das ist wie der Goldfisch im Wasserglas.

Der Mensch, also der ganze Mikrokosmos, nimmt beständig Kräfte und Stoffe zu sich, verarbeitet sie und integriert sie in sein System. Die nicht verwendbaren und die verbrauchten Kräfte oder Stoffe gibt der Mikrokosmos wieder von sich in die zugehörige Sphäre. Der Mensch ist geschaffen als ein Stoff-Kraft-Wechselmedium. Das hat auch zur Folge, dass durch die Art der täglichen Ernährung das Erfassen und das Denken des Menschen deutlich mit beeinflusst wird. Es wird je nach Art der Lebensmittel, Getränke, Drogen oder Medikamente getrübt oder erhellt, verdunkelt, betäubt oder erleuchtet, belebt oder getötet. Dabei sollte man nicht vergessen, dass die Zusammensetzung der Luft sowie die vielfältigen Funkwellen ebenfalls die Mikrokosmen durchdringen und auch beeinträchtigen.

Das ist unter anderem ein triftiger Grund, warum die vegetarische oder vegane Ernährung und das Leben in den abgelegenen Bergen  von vielen Esoterikern bevorzugt wird, abgesehen davon, dass sie, in Kombination mit den Produkten von Tieren, also Milch, Käse und Eier, die nicht von getöteten Tieren gewonnen werden, die gesündeste sein soll. Jede synthetische Medizin, jedes Pflanzengift in unseren Nahrungsmitteln, jede Luftverunreinigung, jede Wasserverschmutzung unseres Trinkwassers, Alkohol oder Drogen, Kaffee oder Tee, Fisch oder Fleisch, Gemüse, Käse, Eier und sonstige Lebensmittel mit ihren synthetischen Komponenten, die kristallinen Äther bei Mineralien und Pflanzenteilen und die belastete Astralis bei totem Fleisch oder Fisch, beeinflussen sehr direkt das Bewusstsein der Menschen. Stark kristallisierend und bewusstseinsdämpfend wirken vor allem die synthetisch gewonnenen Medikamente, Drogen, Düngemittel, Pestizide und diverse Tierfutterbeigaben, zudem auch Nikotin und alle Sorten aus Erdöl gewonnener Zusätze. Die modernen esoterischen Autoren des New-Age oder der Geisteswissenschaften haben stets die unstofflichen Grundlagen des irdischen Daseins beschrieben, um den wirklichen Zusammenhang des Seins aller Wesen erkennbar zu machen, damit jeder Mensch einmal den Auftrag in der Evolution seines Denkvermögens auch wirklich erkennen kann. Mit einem eingetrübten Denkvermögen und degenerierten sowie desorganisierten unstofflichen Kraftfeldern in seinem Mikrokosmos wird er das nicht können.
Es ist für jeden Gebildeten leicht einzusehen: Wer sein Lebensfeld nicht wirklich mit allen zugehörigen Komponenten kennt, die es durchwirken und dynamisieren, ist niemals in der Lage, diese Aufgabe in seiner Tragweite zu erkennen. Bedauerlicherweise kann sich der Mensch unter keiner Bedingung auf dogmatisch wissenschaftliche Weise der vielfältigen Beeinflussungen und Wirkungsweisen der Kraftfelder bewusst werden. Niemand kann sich ihnen entziehen, nicht einmal nach dem grobstofflichen Ableben. Er  bleibt darum solange im Wahn gefangen, bis er seine prekäre Situation vollständig einsieht, und einen Ausweg sucht, wie der Held in dem Film die „Die Truman Show“. Leider ist es unter diesen Bedingungen auch den Ökologen und Naturschützern kaum möglich, die weitreichenden Interdependenzen der verschiedenen kosmischen Felder in der Natur nur annähernd zu erfassen. Das wäre allerdings für ein harmonisches, gerechtes und friedliches Zusammenleben aller Menschen auf unserem Kosmos zwingend notwendig.
Der postmoderne Mensch der westlichen Kultur wähnt sich meistens – vor allem bei seinen großen persönlichen Erfolgen, man bedenke nur alle sportlichen Wettkämpfe oder politischen Wahlkämpfe, einmal ganz abgesehen von kriegerischen Auseinandersetzungen und astronomischen Meisterleistungen – als freier Macher seiner eigenen Lebensumstände. Jedoch gerade diese Fehlprojektion oder Einbildung ist ein absolut gigantisches Gefängnis. Kein Mensch kann in dieser Verblendung durch seine empirischen Erkenntnissen wahrlich sehen, welch enorme Malträtierungen alle Wesen – inklusive der Erde – über sich ergehen lassen müssen.

Der Mensch wird meistens ungebeten von den Kräften in seinem Unbewusstsein und aus dem Jenseits wie eine willfährige Marionette an den Fäden der Äonen im Zirkus der materiellen Weltanschauung herumgeführt.

Das Ätherfeld

Im Jenseits der Erde sind die Ätherwelten zunächst der Aufenthaltsbereich für alle Wesen, die ihren stofflichen Körper abgelegt haben, und jetzt als niedersten Körper ihr Ätherfeld noch haben. Um das Ungemach einigermaßen beschreiben zu können, das damit bereits seit Jahrtausenden mit der auf Erden lebenden Menschheit verbunden ist, muss ich inhaltlich etwas vorgreifen und weiter ausholen. Die beiden unteren Äther verbleiben solange bei den Resten der Leiche, wie diese in der materiellen Ebene nicht aufgelöst wurde. Erst wenn alle Knochen und sonstige Teile des Körper wieder im Kreislauf der stofflichen Natur aufgenommen werden konnten, kann sich der chemische Äther vom Körper lösen. Solange die niederen Äther beider verwesenden Leiche verbleiben müssen, wie z.B. durch Mumifizierung, solange muss auch das noch lebende Astralfeld mit der bewussten Mentalis existent bleiben. Das heißt, der Verstorbene kann sich so lange nicht auf die kommende Inkarnation im Jenseits vorbereiten, und geistert halb verstorben durch die ätherisch-astralen Welten. Wieviel Leid allein durch die konventionelle Leichenbestattung über die Menschheit gekommen ist, können sich möglicherweise nur die Kulturen vorstellen, die ihrem Ahnenkult nachgehen. Große Religionen haben allezeit die Einäscherung propagiert, weil dadurch der Sterbeprozess im Jenseits optimal kurz gehalten werden kann. Durch die vielfach normale Bestattung des ganzen Körpers, wird das Ätherfeld der Erde übermäßig denaturiert, so dass es selbst jenen ätherischen Wesenheiten, die vorwiegend für den Erhalt und die Kommunikation der Mineralien, der Pflanzen und für die Insekten und niederen Tiere zuständig sind, unnötigerweise schwer gemacht wird, ihre Aufgaben zu erfüllen. Einmal abgesehen von allen spiritistischen Machenschaften, banalem Schamanismus und sonstigen Betrügereien. Im Ätherfeld leben eine ganze Reihe untermenschlicher Wesen, sogenannte Elementale, die in liebevoller Fürsorge das für den Menschen erforderliche elementare und molekulare Umfeld instand setzen und intakt halten. Sie müssen die Folgen ungezählter zerstörerische Aktivitäten aus Eigennutz und egoistischer Ausbeutung z.B. durch intensive Landwirtschaft, Erz- und Kohle-Industrie immer wieder ausbalancieren. Die modernen wissenschaftlichen und technischen Methoden haben besonders in den letzten Jahrhunderten das Ätherfeld der Erde sehr stark mineralisiert und damit stark beschädigt, warum auch diese Wesenheiten im Ätherfeld zunehmend beschädigt wurden. Jeder kann aus diesen kurzen Andeutungen verstehen, welch einen Unsinn der Mensch in seiner Unwissenheit mit der industriellen Atomspaltung, dem Fracking und der chemischen Industrie weltweit anstiftet, einmal abgesehen von den gigantischen Umweltzerstörungen und Umweltverschmutzungen durch Elektroschrott, städtische Mülldeponien, Industrieabwässer, -abgase und Tanker- bzw. Pipelinehavarien, etc.

Auch das Ätherfeld hat eine siebenfache Gliederung, die mit den speziellen Wirkungsweisen im Mikrokosmos und den anderen Bewohnern des Jenseits und ihren Aufgaben für die Erde korrespondiert. Der Äther umfasst viel mehr als die strukturierende Matrize des stofflichen Feldes. Die stofflichen Erscheinungen alles dessen, was wir Materie nennen, die Atome, Mineralien, Moleküle, Zellen, Organe, Flora und Fauna, wären ohne das ätherische Geschehen inexistent. Es kann ohne Weiteres gesagt werden: Die Materie ist das „Produkt“, ein Abguss der Matrize im Ätherfeld. Darum findet sich auch in den indischen Philosophien bei der Beschreibung der Welt der bezeichnende Begriff „Maya“ für die Erscheinung des materiellen Seins.

Hören wir dazu ein Zitat aus den Wissenschaften (Wikipedia):

„Die lorentzsche Äthertheorie, die hauptsächlich um 1900 von H.A. Lorentz und Poincaré entwickelt wurde, beruhte auf der Weiterentwicklung von A. J. Fresnels Äthertheorie, den Maxwell-Gleichungen und der Elektronentheorie von Rudolf Clausius. Lorentz führte eine strikte Trennung zwischen Materie (Elektronen) und Äther ein, wobei in seinem Modell der Äther völlig unbewegt ist und von bewegten Körpern nicht mitgeführt wird. Der Zustand dieses Äthers kann im Sinne der Maxwell-Lorentz’schen Elektrodynamik durch ein elektrisches Feld und ein magnetisches Feld definiert werden, wobei diese Felder als von den Ladungen der Elektronen verursachte Anregungszustände bzw. Vibrationen im Äther aufgefasst wurden. Lorentz nahm als Vermittler zwischen den Elektronen dieses elektromagnetische Feld des Äthers an, in dem sich Wirkungen maximal mit Lichtgeschwindigkeit ausbreiten können.“

Manche Grenzwirkungen des Ätherfeldes wurden von Wissenschaftlern labormäßig untersucht und definiert. Die bekannteste davon ist wohl die Kirlianfotografie. Auch bei einigen Tierarten ist mittlerweile erforscht worden, dass sie ätherisch „sehen“ können, sonst wäre ihre problemlose Fortbewegung im Raum zwischen Gebüschen und Bäumen bei Dunkelheit kaum zu erklären. Die Vielfalt der außersinnlichen Phänomene der Welt hat Michael Murphy in seinem Buch «Der QuantenMensch» ausführlich dargestellt. Aber auch andere Autoren wie Ervin Laszlo, St. Grof, K. Wilber, R. Sheldrake schreiben über die transpersonalen Erfahrungen der modernen Zeit. In einem holografischen Weltbild wird jede grobstoffliche Wesenheit aus einem Kraftfeld erhalten. Das bekannte Ätherfeld durchdringt den Körper und überragt ihn um einige Zentimeter. Der Begriff Äther ist seit langer Zeit ein in der esoterischen Welt anerkannter Begriff für die untere Schwingungsebene in den feinstofflichen Welten. Bis zur Relativitätstheorie von Albert Einstein gehörte der Äther auch zu den physikalischen Erscheinungen, z.B. als Träger für das Licht. (s.o.)

Das Ätherfeld kann in sich noch einmal siebenfach unterschieden werden in
den chemischen Äther,
den organischen Äther, auch Lebensäther genannt
den neuronalen Äther,
den widerspiegelnden Äther,
den Lichtäther,
den Feueräther und
den spinalen Äther

Der chemische Äther erschafft das Stoffatom und sorgt für die direkte Kommunikation zwischen den Atomen. Die Wissenschaftler kennen das als elektrische oder ionisierende Eigenschaft der Atome. Alle Plasmaeigenschaften, die elektrische Leitfähigkeit oder der elektrische Widerstand in den Elementen, alle sogenannten Aggregatzustände stehen in direktem Zusammenhang mit den Wirkungen des chemischen Äthers. Er dominiert das Mineralreich. Der Äther ordnet die Atome im Cluster oder im Kristallgitter, strukturiert die Vermischung in den Legierungen, Amalgamen oder sonstigen anorganischen Vermischungen.
Der organische Äther oder Lebensäther schafft die organischen Molekülketten, insbesondere die Organisation der Eiweißketten in den Zellen. Er verfügt das Zusammenkommen großer Moleküle und bewirkt die Organisation von Zellen, die DNS, die Organellen. Alle Organe und übergreifenden Strukturen des Zusammenlebens bis hin zu den Körpern werden vom Lebensäther geschaffen. Er ist stark an der Kommunikation zwischen den Organverbänden beteiligt, die als Fluidum über die Bahnen der Körperflüssigkeiten, Blut und Lymphe, laufen.
Der neuronale Äther stellt die Fluiden für die Nervenbahnen und die Gehirnzellen, und er unterstützt und trägt die neuronale Kommunikation zwischen allen Zellverbänden und Organen.
Der widerspiegelnde Äther arbeitet eng mit den endokrinen Organen zusammen. Der Widerspiegelnde Äther ist vor allem  für die enzymatische und lymphonale Kommunikation zuständig. Seine Fluiden lassen einen  Körper erst richtig lebendig sein. Er reflektiert Gefühle und Emotionen in die Organe und führt sie zu einer angemessenen Reaktion im Rahmen des Selbstschutzes.
Der Lichtäther wird vorwiegend für die Gehirntätigkeiten, das Gedächtnis, das Erinnern und das Denken verwendet. Aber auch alle unbewusste Kommunikation, die eine deduktive Operation erforderlich machen, wird mittels Lichtäther vollzogen. Er ist natürlich um den Kopf und verstärkt in der Gehirnmasse konzentriert, dazu in und um die Medulla Oblongata und das Rückenmark, im Schlangenfeuerkanal, im Parasympathikus und in den großen Nervenplexi im Herzbereich, im Sonnengeflecht und im Kreuzbeinbereich.

Darüber hinaus wirken noch zwei weitere Ätherarten, die sich in der aktuellen Zeit der beginnenden Aquariusperiode verstärkt im Weltgeschehen bemerkbar machen.
Für Fernheilungen, Telepathie, Hellsehen, Psychokinese sind stärkere Kräfte erforderlich, die aus dem Feueräther hervorgebracht werden können. Er manifestiert sich heute immer mehr in den wundersamen Geschehnissen unserer Welt in vielen außersinnlichen Wahrnehmungen. Fernheilungen und Heilungen geistiger Art werden durch den Feueräther ermöglicht. Der Feueräther unterstützt sehr stark die beginnende Aquariusevolution, durch die vor allem das autonome Selbstbewusstsein dynamisiert wird. Das eigenständige Denken der Menschen wird erhoben und der Freiheitsdrang als Loslösung von historisch begründeten Autoritäten wird verstärkt. Ganz besonders wird dabei die Selbstautorität der Frauen gestärkt, die sich nun aus den traditionellen unterwürfigen Rollen ihrer bisher patriarchalisch geprägten Gesellschaften befreien.
Die ernst zu nehmende Kommunikation mit den Schöpferkräften dieser Welt kann nur mit Hilfe des spinalen Äthers gelingen. Dafür wird sich in den folgenden Inkarnationen der Mikrokosmen ein ausgewachsenes Mentalvermögen ausbilden. Doch dieses Zukunftsbild wird der Menschheit noch zahllosen Verirrungen und Erfahrungen in einem komplexen Entwicklungsprozess bringen.
Der spinale Äther verbindet sich zunehmend intensiver mit den Menschen, die in sich die beiden Aspekte von Anima und Animus ebenbürtig verwirklichen. Das ist die notwendige Voraussetzung für eine Erhöhung in der Astralis und der Mentalis. Alle telementalen Aktivitäten zwischen ebenbürtigen Personen und auch mit resonanten Wesenheiten des Jenseits werden von den Fluiden des mentalen Äthers unterstützt. Das wahre Denken im schöpferischen Sinne wird erst mit Hilfe des spinalen Äthers möglich werden. Darum wird er auch als kephalischer Äther bezeichnet. Diese Kraft kann den Menschen mit einer völlig neuen Lebenshaltung verbinden, in der vor allem Verzeihen und tolerante Kooperation mit jedem Lebewesen völlig natürlich sein werden.

Es ist heute bereits festzustellen, dass zunehmend mehr Menschen eine höhere Sensitivität gegenüber den unstofflichen Welten haben, einmal ganz abgesehen davon, dass auch im westeuropäisch-christlichen Einflussbereich der allgemeine Trend zu einer psychologischen Beratung und zur esoterischen Charakterschulung flächendeckend immer stärker wird. Eigentlich ist das alles bereits mehrfach gesagt und beschrieben. Es kann reichlich in bereits publizierter Literatur nachgelesen werden.
Viele esoterische Gelehrte unterrichten ihre Anhänger bereits in diesen Aspekten. Nahezu alle Religionen sprechen in irgendeiner Form davon. Dennoch werden die Menschen leider regelmäßig durch scheinbar plausible Verallgemeinerungen und zahlreiche ungenaue Darstellungen ganz leicht in die Irre geführt. Dort ist wohl das Grundproblem der heutigen Menschheit zu suchen. Je verdrehter eine esoterische Ansicht, desto größer ihr Verbreitungsgebiet durch den scheinbar unabhängig operierenden freien Journalismus. Die Kommunikationshoheit im Schutz einer stets proklamierten Freiheit, die wirklich keine sein kann, ist die ahrimanische Perfektion einer permanenten Ausbeutung aller Menschen, die sich über Jahrmillionen um die Erde ausgebreitet hat. Später davon mehr.

Das astrale Feld

Das astrale Feld der Erde ist ein viel höher schwingendes Energiefeld, das die niedriger schwingenden Felder, das materielle und ätherische Feld, durchdringt und konjugiert. Die Astralis ist eine besondere Vibration, die mit den elementaren Lebensanstößen, den Gefühlen, dem Wünschen und Begehren der Wesen korrespondiert. Entsprechend dieser Begehren werden die ätherischen und stofflichen Organe belebt und angetrieben. Darum wurde zu allen Zeiten der Begriff Seele für diese Antriebskraft benutzt. Die Seele ist das Leben, so sagt man. Und bei diesem Modell gibt es eine Naturseele, die sterben muss, und eine neue Seele, die für den Eingang in den Himmel geeignet ist. Beide Seelen bewohnen die Astralis. Mit den drei niederen Aspekten der Astralis ist die Naturseele verbunden, denn diese dynamisieren die materiellen Selbsterhaltung. Die neue Seele ist mit der höheren Astralis verbunden, in der die Begehren nach der Einheit aller und alle weiteren Ideale entstehen. Man sollte dieses Thema allerdings zunächst völlig sachlich betrachten, unabhängig von den verheerenden Folgen, welche die emotionalen Entgleisungen in der niederen Astralis anrichten können. Es gibt viele Betrachtungen in Philosophie und Religion über die Seele. So sind vielschichtige Vorstellungen entwickelt worden, bis hin zu körperlichen Konfigurationen, die dann einmal in den Himmel aufgenommen werden. Doch im mikrokosmischen Zusammenspiel ist die Seele die Dynamik im astralen Begehren. Dabei könnten einige Visionen großer  Mystiker zu dieser Konzeption beigetragen haben, weil der Mensch eine Art Himmel erfährt, wenn sich in seinem Mikrokosmos die sechste Ebene der Astralis deutlich bemerkbar gemacht hat.

Viele Erfahrungen und Berichte aus den astralen Welten der Erde wurden schon von Wissenschaftlern, Psychologen und Neurologen veröffentlicht, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts gezielte Untersuchungen und Studien unter anderem mit LSD oder Mescalin durchgeführt haben. Sämtliche Traumdeutungen befassen sich mit den Reisen in astrale Gebiete. Auch berichten zahlreiche Nahtodberichte z.B. von R.A. Moody, USA, und E.Kübler-Ross, Deutschland, u.a. über Erfahrungen aus den unstofflichen Sphären.
Die Astralis wird als Sternenkraft bezeichnet, weil sie ein starkes Leuchten kennzeichnet. Bekannte Seher beschreiben die leuchtende Aura der Menschen, insbesondere Heilige haben stark leuchtend goldgelbe Farben in der Aura. (C.W. Leadbeater) Außerdem hat die Astralis ein sehr bildformendes Vermögen. Es wird von A. Besant beschrieben, dass sie ätherische Kräfte an sich binden können und zusammen damit sogenanntes Ektoplasma bilden. Sie beschreiben, wie im Jenseits damit unter besonderen Bedingungen leuchtende Wesen von unüberschaubaren Maßen geformt werden können, die darum von den Spiritisten die Bezeichnung Engel bekommen. So ist die Astralis der Welt bedauerlicherweise voll gepackt mit zahllosen Wuschvorstellungen, mit allen religiösen Idealen, die in diesem Feld für das astrale Bewusstsein sichtbar sind, solange sie von Menschen emotional und gedanklich belebt werden (z.B. durch Gebete, Messen, Prozessionen u.ä.). Wegen der gegensätzlichen Polarität aller irdischen Kräfte ist die Astralis leider auch mit den Schlagseiten der gütigen und friedlichen Gedankenwelt angefüllt, allen verlogenen, betrügerischen, bösartigen und entsetzlichen Begierden der Menschheit, mit den gruseligsten und unappetitlichsten Horrorvisionen, die jede Hollywooddarstellung in den Schatten stellt.
Man achte in diesem  Zusammenhang einmal auf die Aussage im Alten Testament. Dort wird im Psalm 90, 9-11 gesagt: „…; und es geschieht nichts Neues unter der Sonne. Geschieht auch etwas, davon man sagen möchte: Siehe, das ist neu? Es ist zuvor auch geschehen in den langen Zeiten, die vor uns gewesen sind. Man gedenkt nicht derer, die zuvor gewesen sind; also auch derer, so hernach kommen, wird man nicht gedenken bei denen, die darnach sein werden.“

Im ablaufenden pythagoräischen Jahr „Fische“ versammeln sich in der Astralis unserer Welt viele Ungeheuerlichkeiten des menschlichen Zusammenlebens aus der Vergangenheit, die sich mitten in den zivilisierten Städten auswirken und auch solche, die sich am Rande der gigantischen Großstädte oder in den abgelegenen Gebieten des von zahllosen Bürgerkriegen erfüllten Afrikas vollziehen. Doch für die Äonen, die von den menschlichen Wünschen nach einer paradiesischen Welt geschaffenen Kraftkonzentrationen unter dem Himmel, sind alle diese Ungeheuerlichkeiten dringend lebensnotwendig, weil sie sich zur Existenzsicherung von den ausstrahlenden Kräften der Menschen, von den Miasmen vieler Menschen ernähren müssen. Dabei ist die Aussage von A. Schopenhauer so treffend: „Hauptsache, sie – die Menschen – wesen.“  Das alles ist auch ein Grund, warum von den so liebevoll humanistisch eingestellten Kirchen und Organisationen aller Religionen und anderen karitativen Organisation, wie z.B. das Rote Kreuz, so erbärmlich wenig für die leidende Menschheit getan werden kann. Die ‚Fürsten unter dem Himmel‘ werden diesen äonenalten Kreislauf der Kriege und Aggressionen besonders über das Astralfeld immer wieder anfachen.

Warum muss im Zusammenhang mit dem Denken und Wahrnehmen der Menschen in Deutschland, England oder Frankreich über die Schrecklichkeiten im fernen Afrika oder in Kambodscha gesprochen werden? – Weil die Astralis der Welt mit viel höherer Schnelligkeit um den ganzen Erdball kreist als die Tief- und Hochdruckgebiete des Wetters. Durch die verdorbene Astralis wird nicht nur das Ätherfeld rund um den Globus chaotisiert, sondern auch das stoffliche und das mentale Feld der Erde werden völlig durcheinander gewirbelt. Die zivilisierten, humanistischen und hochmoralischen Menschen der anderen Hemisphären werden dann aus diesen unseligen Kräften angestachelt. Welch ein ätherisch-astrales Spektakel dadurch abgespult wird, kann sich jeder selbst denken, der sich mit den aktuellen Flüchtlingswellen aus dem vorderen Orient beschäftigt. Die Einheit der ganzen Menschheit wird heute von zahlreichen esoterischen Autoren geradezu beschworen. Ja, diese Einheit ist auf dem astralen und mentalen Plane trotz aller Grausamkeiten absolute Wirklichkeit, auch wenn dem Menschen bereits die höheren astralen und mentalen Vermögen zur Verfügung stehen. Aber das ist auch die Basis für das geflügelte Wort: „Es kann der gute Mensch nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt.“ Die brutalen Exzesse in Afrika, Südamerika und dem Orient durchfluten die ganze irdische Astralis, und sie berühren direkt und sofort jeden Menschen auch in allen anderen Ländern der Welt.

Da das Wahrnehmen und Denken aller Menschen auch über die Gefühle, Begierden und das davon abhängige Handeln unbewusst von den die Welt umspannenden verdorbenen astralen Feldern mitbestimmt wird, kann sich eigentlich niemand seiner Mitverantwortung entziehen. Wie heißt es bei dem persischen Dichter und Mystiker Saadi, eigentlich Moscharraf od-Din Abdullah, aus dem 13. Jahrhundert:

„Die Söhne Adams sind aus einem Stoff gemacht,
Als Glieder eines Leibes von Gott dem Herrn erdacht,
Sobald ein Leid geschieht nur einem seiner Glieder,
Erklingt sein Schmerz sogleich in ihnen allen wider.
Ein Mensch, den nicht die Not der Menschenbrüder rührt,
Ist es nicht wert, dass er den Namen Mensch noch führt.“

Jede irdische Methode der humanistisch orientierten Menschheit, Frieden zu bringen, ob durch Gebete, religiöse Prozessionen oder Meditation mit Millionen von Teilnehmern, löst in unserer polaren Welt, in der Dialektik, leider auch immer den unangenehmen Schlagschatten des Unfriedens und des Krieges aus. Es kann nicht deutlich genug betont werden: Man muss von diesem Gesetz der komplementären Resonanz voll durchdrungen sein, um die perfide Gefangenschaft der Menschheit und des Kosmos mit allen Wesen zu begreifen, die gerade von den Gutwollenden beständig verstärkt wird. Immer wird sich ein Teil der Menschheit aufs Heftigste anstrengen, das Dasein mit blumigen Worten positiv aufs Allerschönste auszumalen. Und dennoch finden auf der Welt immer mehr kriegerische Handlungen statt. Wie viele Staaten sind gerade bei den Steuern auf den Verkauf von Zigaretten, Alkohol, Drogen, synthetischer Medikamente und militärische Produkte angewiesen? – Nach vielen Jahren erinnert man mit Denkmälern und Gedenkstätten dann an die vergangenen desaströsen Zustände, in dem Glauben, sie könnten künftiges Leid verhindern helfen. Jedoch das Gegenteil ist leider der Fall!

Man sollte es immer wieder betonen: Jedes Wiedererinnern, jede emotionale und mentale Wiederbelebung der ruinösen Vergangenheit verstärkt die bereits bestehenden und mit dem Unglück verbundenen astralen und mentalen Kraftfelder und fachen sie im Jenseits erneut an. Wenn man es nur sehen könnte, wie sich die Äonen über diese prachtvoll restaurierten Gedenkstätten in aller Welt freuen, wenn Politiker von großem Medienrummel begleitet, dort ihre Kränze niederlegen? – Das ist die richtige Nahrung für den Kriegsäon, angefüllt mit nationalistischem Hass und den ewig selben Schuldgefühlen und Wünschen für Frieden und Brüderlichkeit auf Erden.

An dieser Stelle muss auch über eine andere besondere Eigenschaft der elektromagnetischen Felder gesprochen werden, die ich hier summa summarum als Licht bezeichne. Durch die Erforschung der Holographie ist man auf ein Phänomen aufmerksam geworden, das den historischen Esoterikern erhebliche Schwierigkeiten bereitet hat, bestimmte Phänomene in den astral-mentalen Feldern zu beschreiben und sie auch plausibel zu begründen. Das Licht, so hat diese Forschung ergeben, kann in sich und aus sich heraus durch holografische Konfiguration der Kraftfelder und davon ausgehenden Reflexionen gegenständliche Erscheinungen analog den Abbildungen schaffen, die in der materiellen Welt vom Ätherfeld hervorgebracht werden. Dies ist natürlich zunächst für den irdischen Verstand etwas widersinnig, weil er stets aus den in der kristallisierten materiellen Welt entstandenen Vorstellungen heraus denkt und reflektiert. Wer den Begriff „Er-scheinung“ ganz konkret nimmt und nicht mit stofflichen Kristallisationen füllt, kann auch holografisch mitdenken. Alles Sein ist eine Projektion aus den energiereicheren Kraftfeldern in die ernergieärmeren Felder, wo sie dann ganz konkret für diejenigen sichtbar wird, die über eine entsprechende Wahrnehmungsmöglichkeit verfügen. Solche Erfahrungen bleiben natürlich für den einfachen und unbedarften Menschen immer ausgesprochen suspekt, und werden darum auch von vielen Menschen ignoriert und verdrängt. Wer nicht wahr haben kann, was er nicht mit seinen Sinnesorganen wahrnehmen kann, der wird immer einen großen und wesentlichen Teil seines Lebensfeldes nicht einmal akzeptieren können. Im Ätherfeld leben ätherische Wesenheiten, im Astralfeld leben astrale Wesenheiten –  und in beiden halten sich die entsprechenden Anteile aller verstorbenen Menschen und Tiere so lange auf, bis die sich abwickelnden Erfahrungen in ihren aurischen Wesen geordnet eingespeichert werden konnten.

Das mentale Feld

In einer noch höheren Energie als das astrale Feld und die anderen Felder, die es durchwebt, vibriert das mentale Feld. Genauso wie ein Fernsehsender die UKW- oder Mittelwellenfelder durchdringt, denn sie sind alle gleichzeitig in einem Raum empfangsbereit, und trotzdem stören sie sich gegenseitig nicht. Allerdings sind die unstofflichen Felder doch noch etwas anders polarisiert, als die von technischen Apparaten abgestrahlten Frequenzen. Die kosmischen Felder sind äußerst lebendig und alle haben bewusste Eigenschaften, die zum Erhalt des Lebens beitragen. Sie wirken nicht nur für die Kommunikation. Im Mikrokosmos der Menschen hat sich ein kleiner mentaler Brennpunkt gebildet. Ohne die induktiven Impulse aus der Monade wäre der Verstandesapparat des Menschen jedoch absolut stumm. Die Sensationen aus den Sinnesorganen und aus den ihnen nachgelagerten Nerven- und Gehirnstrukturen können nur durch die Kooperation mit dem mentalen Feld zu einem für den Menschen sinnvollen Ganzen zusammengefügt werden. Im Verstand wird normalerweise alles das lokalisiert, was wir „Denken“ nennen. Mit ihm verknüpfen wir die Informationen aus den unterschiedlichen Strukturen des Mikrokosmos und verarbeiten die wahrgenommenen Gedanken, die im Verstand zum Denken kommen. Mit der Mentalis erschaffen wir neue Gedankenformen, die uns für die Kommunikation z.B. für das zwischenmenschliche Miteinander wieder verlassen. Betrachten wir dieses mentale Feld einmal noch genauer, wird erneut deutlich, dass es ebenso wie die anderen mikrokosmischen Felder eine siebenfache Untergliederung hat.

Jeder Sterbende wird in den letzten Jahren der Auflösung seines Mikrokosmos im Jenseits einmal nur noch mit seinem Mentalvermögen bekleidet sein. Nach Auflösung der stofflichen Hülle vergeht in den jenseitigen Feldern der Ätherkörper und nach Jahren auch der Astralkörper. Alles das funktioniert in der Spiegelsphäre immer nach dem selben isobaren Resonanzgesetz: Gleiches zieht Gleiches an. Natürlich wirken dann auch alle folgenden Entwicklungen und leidvollen Erfahrungen im Jenseits wieder auf den Schwingungsschlüssel ein, was die Entwicklung weiter treibt und zu einer Veränderung des kommenden Aufenthaltsbereiches führt. Der Mikrokosmos durchwandert im Jenseits sozusagen verschiedene Lebensdomänen. Aber dieser Aufenthalt ist weder eine sinn- und wertlose Bestrafung noch der Aufenthalt im Himmel bei einem „lieben“ Gott. In dieser Natur wird zur Evolution des allen gemeinsamen kosmischen Bewusstseins keine Energie verschwendet. Die Phasen der Auflösung in den ätherischen und astralen Feldern führen zu erheblichen Erkenntnissen des Mikrokosmos, die, oft von heftigen Erlebnissen begleitet, tief in die Aura eingebrannt werden. So wird die Chance der Erlösung vom Rad der Geburt und des Todes durch das Purgatorio im Jenseits stark optimiert. Vielleicht haben Sie von Dantes „Die Göttliche Komödie“ einmal gehört. Im Purgatorio entscheidet ausschließlich immer und überall das helfende Licht, wo das Wesen Mikrokosmos schlussendlich das erfahrbare Jenseits verlassen wird. Wenn in diesen Feldern alle Begehren und Wünsche endgültig verklungen und die zugehörigen Erfahrungen eingesammelt sind, wird der Mensch mit seiner Restmentalis im Devachan ein Feld betreten, für das er sich in seinem irdischen Dasein oder im Jenseits qualifizieren konnte. Der aktuelle Schwingungsschlüssel seines aurischen Wesens, wie er im Leben und in der Auflösungsphase im Jenseits entstanden ist, entscheidet über den Magnetismus, der ihn in die Sphäre des Devachan ziehen wird, wo er bis zur endgültigen Auflösung seines Bewusstseins verweilen darf. Die letzten Restschwingungen mit allen zugehörigen Erfahrungen, die keine ausgleichenden Resonanzen finden konnten, werden in der Lipika des aurischen Wesens gespeichert, das wieder inkarnieren muss. Sicher ist, dass die nächste Inkarnation auf Erden in einem nirwanischen Gebiet, dem spinalen Feld, weiter vorbereitet wird, so dass der Mikrokosmos in seiner erneuten Inkarnation die besten Möglichkeiten bekommt, seine Evolution fortzusetzen. Der dann entstandene Vibrationsschlüssel des mikrokosmischen Feldes bestimmt, wo und wie der Mikrokosmos auf der Erde die nächsten Erfahrungen im stofflichen Leben abwickeln muss, die für seine Weiterentwicklung noch anstehen.

Die mentalen Möglichkeiten verändern sich heute vor allem bei den jungen Menschen in einer unglaublichen Dynamik, die von der beginnenden Aquariusperiode enorm beschleunigt wird. Dabei ist selbstverständlich, dass es nicht alle Menschen gleichzeitig betrifft. Wie zu allen Zeiten bewegt es zuerst eine Pinoniergruppe, die sich aus vielen Menschen aller Nationen zusammensetzt. Fatal daran ist allerdings, dass diese Entfaltungen des Mentalvermögens nicht unbedingt über eine kontinuierliche Weiterentwicklung zu einem höheren Erfassen des kosmischen Auftrages hinführen kann. Einerseits wird es unter dem Einfluss der bestehenden Äonen zu einer noch stärkeren Verbindung mit den egozentrischen Kräften im Jenseits kommen, die leider nichts anderes im Sinn haben, als die Erde zu einem Paradies zu machen. Andererseits drängen die Monaden die innere mentale Reife auch schneller zu der Erkenntnis, dass es nach einer Erweiterung des Denkens und Wahrnehmens der paranoiden Verhältnisse auf Erden die Menschheit radikal aus den materiellen Verbindungen entsteigen muss. Diese Einsicht wird allerdings erst dann den Mikrokosmen einen Weg in die Freiheit ebnen, wenn auch die bestehenden mentalen Kraftwolken Ahrimans geschwächt sein werden.

Im siebenfachen Devachan wie Buddha uns erläutert (aus den Mahatma-Briefen), dem höchsten mentalen Feld der Erde im Jenseits, vibriert auch das Feld Ahrimans, der tellurischen Spiritualis als absolute Imitation der kosmischen Monade. Gerade weil sich ein Sohn des Sonnenlogos, der Christus, in seiner großen Barmherzigkeit in den irdischen Kosmos eingesenkt hat, wird das heilige Geschehen in den Feldern des Jenseits als ein lebendiger Äon mental eingespiegelt. Aber gerade dadurch, weil die Resonanzgesetze im ganzen All wirken, wird in der Spiegelsphäre der irdischen Natur gleichzeitig eine perfekte Imitation Christi aufgerufen und belebt. Die Evolution, die konstruktive Weiterentwicklung von Kosmos und Mikrokosmos werden allerdings so lange als möglich von den Fürsten unter dem Himmel kopiert, denaturiert und pervertiert. Es ist wohl die am schwersten auszuhaltende Einsicht im Weltgeschehen: Das höchste Gute der Erde bringt als Reflektion das brutalste Böse auf Erden hervor, so wie das Licht in den niederen astralen Feldern eben immer wieder Schatten wirft. Die obersten Kosmokratoren und Daevas dieser Welt erschaffen durch ihre hohe Güte unentwegt „Ahriman“ mit allen unvorstellbaren Hässlichkeiten, die sich leider auch direkt im stofflichen Leben der Menschen ausdrücken. Trotzdem oder gerade darum ist dieses komplexe kosmische Gebäude aus den zahllosen Kraftströmungen für alle Wesen in der solaren Monade das Lebensfeld der Erkenntnis und der Gnade. Jeder Mensch ist aufgefordert, in sich autonom das Kleinod der Unterscheidung zu entwickeln, mit dem er dann seine Evolution konsequent und ungestört fördern kann.

Unzweifelhaft ist die volle Entfaltung des Mentalvermögens die aktuelle Entwicklungsstufe der Menschheit auf dem Evolutionsbogen.

Dafür müssen sich die Menschen sowohl im Einzelnen als auch in der Gemeinschaft jetzt von vielen tradierten Verhaltensweisen und Dogmen befreien, die bislang von den vorherrschenden Religionen und den davon abgeleiteten Philosophien dominiert werden. Es ist eigentlich ungeheuerlich, wie sich die moderne Kultur und Wissenschaft den verhärteten Prinzipien des materiellen Weltbildes unterwirft, wodurch selbst die allgemeine Medizin und die Psychologie zu einer oberflächlichen Unmenschlichkeit verkommen ist. Das sich über den Erdball ausgebreitete Ausbeutungssystem des unmoralischen Kapitalismus offenbart sich immer mehr als eine schizophrene Schimäre. Mittlerweile erkennen viele Menschen die monetären Scheingefechte der herrschenden Mächte, die sich in ihren Glaspalästen unter einer demokratischen Maskerade zusammenfinden. Die Wendezeit ist unmissverständlich eingeläutet. Das Fischezeitalter geht seinem Ende zu und die Wasser des Aquarius beginnen zu strömen. Sie werden alles Alte davon schwemmen, damit ein neues klares Denken in aufrichtigen Menschen entstehen kann. Die kosmische Evolution schreitet unaufhaltsam fort.

Neue Generationen werden mit erweiterten Vermögen des Bedenkens und Erfassens geboren, die die Wege zu einer Gesellschaftsform bahnen werden, in denen sich das Menschsein zu einer wahren Sinnentfaltung entwickeln kann. Dazu gehört als allererstes die völlige Gleichstellung der männlichen und weiblichen Dynamiken im Mikrokosmos, damit sich der Mensch von den bisherigen Autoritäten, sowohl im Inneren als auch im Äußeren, distanzieren kann. Da die im Jenseits herrschenden Kräfte gerade davor die größte Angst haben, nutzen sie jetzt, soweit sie irgend können, alle mentalen Möglichkeiten der modernen Menschen aus, sie mit allerlei belanglosen Beschäftigungen des Verstandes abzulenken, so z.B. in den Wissenschaften, z.B. der Kommunikationsindustrie mit Computertechnik und Internet, und in der Film- und Spieleindustrie. Mit ihren Plagiaten suggerieren sie den Menschen die totale Verbrüderung auf einer virtuellen Plattform z.B. durch sogenannte Communities, womit viele junge Menschen in eine egoistische Abzocke der unstofflichen Kräfte eingebunden werden. Ein von der Aquariusstrahlung getroffener Mensch muss heute schon sehr gefestigt sein, damit er den Irrwitz dieser Ausbeutungs-Methoden einigermaßen erkennen kann. Um wenigsten die Richtung eines Ausweges zu sehen, braucht es eine innerliche Verbindung mit der Monade, um selbst tief innerlich die Perversität der machtausübenden irdischen Hierarchien erfahren zu können. Das ist das berühmte Nadelöhr, durch das selbst ein Kamel passen sollte. Wer allerdings in seinen früheren Inkarnationen schon einmal die leidvolle Erfahrung gemacht hat, dass alle mentalen Methoden und Übungen mit der niederen Mentalis keine private Tür zur Einheit öffnen kann, wird all diesen Einflüsterungen der irdischen Götter standhalten können, und mit seiner erhöhten Astralis ein neues Freiheitsbegehren aussenden.

Die nirwanischen Felder

Alle Kraftfelder bilden trotz ihrer grundlegenden Unterschiede eine lebendige bewusste Einheit. Das Bewusstsein senkt sich in jede Kraft als eine eigene Wirkungsvibration ein, so dass alle Kraftfelder einerseits eigene Wesen sind und als solche mit unterschiedlichen Aufgaben im Kosmos betraut wurden. Die Vorstellung von geistigen Wesen oder Engel neben dem Hauptgott oder den Hauptgottheiten ist im gesamten indogermanischen Kulturraum altüberliefertes Kulturgut. So hat z.B. Dionysius Areopagita  ca, 500 n.Chr. ein umfassendes Werk über die Engelhierarchie geschrieben, die in viele christliche Theologien Eingang gefunden hat. Auch Thomas von Aquin hat in seiner Summa Theologiae eine umfassende Engellehre aufgestellt. Die höheren drei Engelchöre repräsentierten in den historischen Denkmodellen den obersten Aspekt der interkosmischen Evolution. Die nirwanischen Kraftfelder wirken genauso wie die vier unteren Felder durch- und miteinander wie die Organe eines lebenden Körpers im Zusammenklang mit allen weiteren Kräften. Als Vorbild dient und wirkt in allen Schöpfungen die Monade, die ihre in ihnen implantierten „Kinder“ – Galaxien, Sterne, Sonnen, Planeten, unser Planetensystem, die Milchstraße, zu der unser Sonnensystem gehört – stets informieren und mit den erforderlichen Kräften versorgen. Alle profitieren von den in ihnen und den sie durchwirkenden Kraftfelder.

Man kann es sich wirklich nur schwer vorstellen, doch alle Kraftfelder der irdischen Welt werden beständig von den entsprechenden Kraftfeldern der nächst höheren Welten durchströmt, um durch induktive Impulse die gemeinsame Evolution zu fördern. Die Monaden aller Wesen sind von Beginn an in allen Kraftfeldern vollendet, und sie verfügen über alle sieben Kraftfelder, auch über die nirwanischen Möglichkeiten. Diese werden sie ihren Mikrokosmen zu der richtigen Zeit der Entwicklung ebenfalls zur aktiven Verfügung stellen.

Das spinale Feld 

Bis hierher wurden die unteren Vibrationen der Materie, des Äthers, der Astralis und der Mentalis besprochen. Das nächst höher vibrierende Kraftfeld, das spinale Feld, gehört zu den drei nächst höher schwingenden nirwanischen Kräften, die bislang selten erwähnt wurden. Seit den Zeiten des großen Buddha heißt dieser Lebensbereich der Erleuchteten Nirwana. Diese drei Kraftfelder, Spinalis, Spiritualis und Idealis, gehören bei einigen Esoterikern unserer Zeit zum nirwanischen Lebensfeld. Dieses ist in seinen Aspekten und Qualitäten vielen Autoren eher weniger geläufig, einerseits, weil sich die Kraftfelder noch nicht direkt mit den Mikrokosmen verbunden haben, und andererseits kann der Mensch diese Lebensbereiche nicht mit seinem Verstandesdenken erreichen. Dieses Phänomen hat manchen Autor, der seine diesbezügliche Grenze erfassen konnte, dazu geführt, die nirwanischen Felder zu leugnen. Jedoch wird sich die Wahrheit überall durchsetzen und zu erkennen sein. So sprechen doch einige Autoren von diesen überherrlichen Dimensionen, die den Menschen in einer großartigen Zukunft verheißen sind.
Die Monade sendet über die nirwanischen Felder aus den großen kosmischen Zusammenhängen völlig neue Impulse über das höchste mentale Feld in den empfangsbereiten Mikrokosmos. Im Menschen werden diese hohen Inspirationen im Gemüt empfangen. Die Induktion über die Spinalis in die Mentalis ist kein deduktives, assoziatives oder kombinatorisches Geschehen wie aus dem Bedenken bekannt, sondern sie wirkt mehr wie eine schöpferische Inspiration. In dieser Ideation klingen zusammenfassend die hohen Regeln des Weltalls, die fundamentale Information für alle Offenbarungen leuchten vor dem inneren Erkennen auf. Das gewöhnliche Bedenken könnte man so umschreiben: Das mentale Feld empfängt mit dem Verstand, verarbeitet, kombiniert und bearbeitet mit bereits eingegangenen Informationen in den Gedächtnissen des Mikrokosmos, und erschafft daraus neue Gedankenkomplexe. Diese bleiben jedoch wesensgemäß mit den Parametern der  unteren Kraftfelder verbunden. Die Spinalis dagegen atmet völlig aus den Eingebungen, die sich aus den höheren kosmischen Ideationen in sie einsenken. So werden hehre Impulse für die kosmische Gesamtwirksamkeit mit allen Menschen induktiv verbunden, die dann dem aktiven Erleben der universellen Einheit zu völlig neuen Dimensionen vorauseilt, die heute von den Menschen noch nicht einmal geahnt werden. Grundvoraussetzung dafür sind völlige Ausgeglichenheit in den unteren Ansichten der Astralis und Mentalis und eine unbeirrbare stille Ausrichtung auf die unbekannten neuen Inspirationen.

Die Spinalis ist ein Kraftfeld, das sich wohl erst in der nächsten Erdperiode mit den Mikrokosmen individuell zentrisch verbinden wird, so wie sich heute bereits das Mentalfeld in die Mikrokosmen eingesenkt hat. Hier kann ergänzt werden, dass für die Wirksamkeit der einzelnen nirwanischen Kraftfelder beim Menschen vorher ein inneres Erfassen aus neuen virtuellen Organen erwachen muss. Allerdings war zu allen Zeiten einigen wenigen Priestern, Rishis oder Weisen der großen Religionen Methoden und Mittel bekannt, wie sie aus den höheren Kraftfeldern Informationen abrufen, bzw. wie sie mit Wesen aus diesen Feldern Kontakt bekommen und deren Hilfe aufrufen konnten. Mit großer Wahrscheinlichkeit wird es heute schon einzelne Personen geben, die sich bereits auf die sich dadurch ergebenden Perspektiven im gemeinsamen Zusammenleben vorbereiten. Natürlich ist es ausgesprochen riskant, konkrete Aussagen über einzelne Qualitäten und Aspekte der nirwanischen Felder zu machen, solange noch die meisten Menschen darum ringen, wenigstens mit den höheren astralen und mentalen Feldern ihres Mikrokosmos zu kooperieren. Dennoch werden sie alle bereits von den nirwanischen Feldern speziell der Spinalis selbstverständlich völlig unbewusst für die Evolution vorbereitet.

Das spirituelle Feld

Dieses nirwanische Kraftfeld steht völlig unter dem Einfluss der höheren Aspekte und Kräfte der Monade, die in antiken Schriften als Cherubim, Seraphim und Throne bezeichnet werden. Da alle Kraftfelder von einem eigenen Bewusstsein gelenkt werden, haben diese Felder in antiken Religionen, insbesondere im Judentum, die Bezeichnung Engel bekommen. Unter ihrer Leitung werden die unteren vier Kraftfelder dynamisiert und in ihrer weiteren Evolution systematisch gelenkt. Ein wesentlicher Aspekt der anstehenden Entwicklung besteht darin, die Mikrokosmen mit einem selbstbewusst positiv agierenden Werkzeug, dem Menschen, für die intensive Mitwirkung am Werden des irdischen Kosmos auszustatten. Dafür müssen aus dem Wesen Mensch alle individuellen egoistischen Bezüge zu seinem stofflichen Umfeld vor allem in seinem Erfassen des Geschehens abgebaut werden. Das bedeutet eine völlig natürlicher Gleichmut gegenüber allen physischen und auch psychischen Beeinflussungen, damit diese Kraftfelder in tiefer Stille ruhen können. Für die Kooperation mit den höheren Wesen für die Evolution der Erde ist eine uneingeschränkte Empathie mit allen einbezogenen Wesen erforderlich, die von innen heraus erfahren und miterlebt werden kann. Dabei wird auch die in unserer stofflichen Welt obligatorische Grundeinstellung des hier und dort, oder die selbstverständliche Auffassung des Ich und Du völlig eliminiert. Die Engelchöre der nirwanischen Felder bereiten auch auf Erden dafür sehr weise viele Gegebenheiten für den Menschen vor, in denen jeder Einzelne seine persönlichen für ihn erforderlichen Erfahrungen in aller Regel harmonisch abwickeln kann. Nach der heutigen Erkenntnis der Weisen heben die hohen nirwanischen Felder der Spiritualis und der Idealis die Mikrokosmen in interkosmische Erlebnisbereiche und Kommunikationen ungekannter Dimensionalität. Allerdings haften an allen Begriffen und Namen für diese Schwindel erregenden Höhen der irdischen Evolution immer noch die materialistischen Vorstellungen von den Strukturen unseres aktuellen Daseins. Alle Beschreibungen können demnach nur unvollständige Versuche mit einer begrenzten Bedeutungsreichweite sein, weil die Fakten der kommenden Realität weit entfernt von jeder direkten Erkenntnis dieser Zeit liegen, und darum noch nicht von der höchsten Mentalis berührt werden können. Darin findet sich auch der Grund, warum die nirwanischen Felder in den Theogonien der Länder sehr unterschiedlich benannt oder überhaupt nicht erwähnt werden.

Das Feld der Idealis

Dem Feld der Idealis entströmt die fundamentale Kraft allen Daseins, das höchste Daseinserfassen, in dem  alle Ideationen des höchsten Schöpfungsfeldes vibrieren, durch das alle Energieströme für die Offenbarung polarisiert werden, aus dem sich jede Realisatiosstruktur in die Offenbarung spiegelt. Es ist auch die höchste Vibration im irdischen All, die in der universellen Lehre aller Völker stets mit dem Begriff „Feuer“ oder „Geist“ in Verbindung gebracht wurde. Feuer stand dem antiken Menschen allegorisch immer für die heißeste und darum stärkste Energie. Feuer hat schon zu diesen historischen Zeiten viele Stätten vernichtet. Und der Mensch stand bei solchen Feuerbrünsten dieser verzehrende Energie oftmals machtlos gegenüber. Doch Feuer gehörte zu den wichtigsten Elementen für die heranwachsenden Zivilisationen, denn mit ihm konnte man nicht nur heizen und gekochte bzw. gebratene Speisen zubereiteten, sondern mit Feuer konnten Metalle geschmolzen werden, um sich aus Gold, Kupfer und Zinn Schmuck, Gebrauchsgeräte und Werkzeuge herzustellen sowie Waffen zu schmieden. Man denke nur an die Beschreibung der Elemente in der chinesischen Mythologie und Astrologie: Erde, Holz, Wasser und Feuer. Heute können wir mit unseren technischen Apparaturen und der Kernspaltung viel höhere Energien produzieren oder sogar mit einem Laser versenden. Wir wissen als postmoderne aufgeklärte Menschen auch von zahlreichen künstlichen elektromagnetischen Kraftfeldern. Überall werden heute zahlreiche Sendemasten für Funkverbindungen aufgestellt und viele Satelliten für GPS, Internet und Radioteleskopie um die Welt geschickt. Forscher erzeugen mittels Kernspaltung neue radioaktiver Elemente, die bislang völlig unbekannt waren. Doch die unstofflichen Energien, schon der niederste Äther oder die höchste Energie der Ideation kann mit irdischer Technik niemals verwendet werden. Schon die Darstellung des niedrig vibrierenden Äther bereitet dem menschlichen Vermögen erhebliche Schwierigkeiten.
Wenn in spiritistischen Kreisen von der Emanation von Ektoplasma gesprochen wird, das die jenseitigen Geister benötigen, um ihre Lichtwesen für Menschen sichtbar werden zu lassen, wie es Umberto Eco in seinem Buch Das Foucaultsche Pendel beschrieben hat, dann geschieht das unter ganz extremen Umständen. (Ein Foucaultsches Pendel ist ein langes Fadenpendel mit einer großen Pendelmasse, mit dessen Hilfe die Erdrotation anschaulich nachgewiesen werden kann.)

Alle Eingeweihten der Mysterien schreiben davon, dass alles Leben und das bewusste Sein aller irdischen Wesen, aller Devas, aller Throne, Seraphim oder Cherubim, aller Engel, Entitäten usw. irgendwo im mentalen Feld beginnt, im Devachan. Doch das sah für sie damals nur darum so aus, weil sie die drei höheren nirwanischen Felder nicht klar erkennen konnten. Es ist von unermesslicher Bedeutung, wenn man im eigenen Wesen begreifen kann, dass am Beginn des irdischen Werdens alle sieben Kraftfelder in unserem sichtbaren Makrokosmos als eine Spiegelung der sieben Schöpfungskräfte im Universum der Monaden entstanden sind, wie es in vielen heiligen Schriften beschrieben wird. Die Kraftfelder der Natur können in unserer irdischen Welt nur darum wirken und sein, weil die höheren Kraftfelder auch die Natur des Todes vollständig durchdringen und in sie harmonisch dynamisierend hineinwirken. Durch gezielte Impulse und Induktionen unterstützen die hohen Bewusstseinskräfte als Helfer und Begleiter der Monaden jede nur ansatzweise gemachte Bewegung der implantierten Mikrokosmen, sich aus der Umklammerung der niederen Astralis mit der materiellen Welt zu befreien. Jeder Gedanke, die Täuschung von Maya zu entlarven, wird verstärkt und jeder Schritt, in dieser irdischen Welt auf der Basis einer inneren bewussten Umwendung in der Evolution vorwärts zu kommen, wird von diesen hohen Kräften gefördert.

Die Monade der Erde ist ein Kind der Sonnenmonade im planetaren Sonnensystems. Insofern wurde unsere Welt völlig nach dem Vorbild des Ur-Vater-Mutter, der Urmonas, erschaffen. In diesem Abbild oder Spiegelbild wurden Heerscharen von Engeln, von ihren Monaden, als Regenten in der irdischen Natur gebildet. Dann senkten die Kinder der Welt ihre Monaden in das stoffliche Gebiet der Erde. In ihnen wurden die Mikrokosmen für alle Wesen dieser Lebenswellen in das für sie vorbereitete Entwicklungsfeld entbunden. Man kann diese ersten Stufen der Menschwerdung innerhalb der ersten drei Inkarnationen der Erde durchaus als Involution bezeichnen, weil sich in dieser Zeit mit vielen natürlichen Experimenten der grobstoffliche Körper herausbildeten. Dabei entwickelten sich vor allem der materielle Körper im Ätherfeld, die unteren Ansichten des Astralfeldes sowie die ersten Aspekte der Mentalis  In der vierten Inkarnation der Erde, wie es bei Heindel und Steiner dargestellt wird, befindet sich jetzt die Menschheit an dem Wendepunkt zur Evolution. In der sich entwickelnden Aquariusperiode schaffen besondere kosmische Strahlungen dafür beschleunigende Einwirkungen, damit die Menschheit sich aus den niederen Feldern der Astralis und Mentalis den höheren zuwendet. Die Selbsterhaltung im materiellen Lebensfeld bedingt ein konsumtives Verhalten. Durch das Verzehren und Behalten der kosmischen Kräfte im Rahmen entstehen die bipolaren Schattenwirkungen im Strom des Lebens. Im beständigen Werden und Vergehen entstehen neben dem Guten stets das Böse gemeinsam wie Licht und Schatten, damit der Mensch durch Erfahrung und Erkenntnis bewusst zu den höheren Lebensfeldern vorankommen kann. So wurde für den Menschen eine liebevolle eigenständige Erfahrung geschaffen, damit in ihm die Einsicht wachsen kann, dass in dem ihn umgebenden Lebensfeld das Ziel seines Lebens nicht gefunden werden kann. Diese Erkenntnis, selbst nicht die Krone der Schöpfung zu sein, ist eine wichtige Voraussetzung für die erforderliche Selbsterkenntnis. Zumal ausführlich von fortgeschrittenen Meistern beschrieben wird, dass sich die Kraftfelder der hohen Lebensdomänen in Einheit und Liebe dynamisch in Raum und Zeit des ewigen Werdens entfalten. Es wird in den heiligen Schriften von einer permanenten Evolution und Expansion von Herrlichkeit zu Herrlichkeit gesprochen. In unserer irdischen Natur ist der Raum begrenzt, einengend, immer irgendwo zu Ende, selbst das sichtbare Weltall mit seinen gigantischen Entfernungen. Im höheren Lebensfeld ist der Raum unvorstellbar unendlich, sich für alles und alle Universen permanent erweiternd, ohne irgendwie erkennbare Grenzen.

Die Bewusstseinsfelder

Allein der Begriff „Bewusstsein“ löst bei vielen Menschen schon echte Denkprobleme aus. Einerseits stellt sich das Bewusstsein für Jeden als eine Gesamteinheit aller seiner sinnesorganischen und verstandesgemäßen Informationen dar, die er im Wachzustand erfassen kann. Andererseits gibt es doch viele verschiedene Bewusstseinssituationen, in denen auch ein Unbewusstsein Platz findet. Neurologische Erkenntnisse zeigen, dass im Tagesbewusstsein nur ein Bruchteil der Menge an Informationen verarbeitet werden, die durch die zahllosen Organe und Neuronen des Körpers fluten. Denn dieses aktuelle Wahrnehmen hat sich über viele Inkarnationen so entwickelt, dass vor allem die Informationen selektiert werden, die für das Überleben in der materiellen Umwelt nötig sind. Was tatsächlich beim Erkennen ankommt, hängt unter anderem von der Bandbreite der möglichen Aufmerksamkeit ab, die aus innermikrokosmischen Impulsen gespeist wird. Darüber hinaus beeinflussen ständig Aktivitäten im Unbewusstsein den regulären Informationsfluss. Durch besondere Situationen, Konflikte, und Krankheiten, aber auch durch Bewegtheiten in der niederen Astralis und Mentalis, die durch jenseitige Wesen angestachelt werden, können Anteile des verborgenen Bewusstseins zeitweilig an die Oberfläche des Tagesbewusstseins gehoben werden. Das Gesamtbewusstsein ist immer im Menschen aktiv, auch im Schlaf und im Koma. Er lebt permanent in und aus dieser Qualität. Damit kann bei sinnvoller Nutzung seiner Möglichkeiten jeder Mensch auch einsehen, dass das Erkennen im Denkvermögen nur eine einzige Dimension seines Daseins ist. Das bewusste Sein, das Denken und Wahrnehmen, das Gedächtnis und Erinnern, wird getragen von den Vermögen der Mentalis, die vom Bewusstsein getragen wird. Der Mensch kann in seinem wachen Leben erfahren, dass sein deduktives Denken, sein Wahrnehmen und Erinnern permanent seine Entscheidungen beeinflusst und damit sein Dasein kräftig strukturiert, ohne irgendeine Kenntnis davon zu bekommen. Bewusstseinszustand ist Lebenszustand, wird gesagt. Im Bewusstsein manifestiert sich die fundamentale Energie des Alls, die alle sieben Kraftfelder durchwebt, in allen anderen Energien mitvibriert. Auf der höchsten offenbarten Ebene ist das Bewusstsein sowohl eine Dimension als auch eine Energie, das Bewusstsein ist das Sein und die Liebe selbst. Hier ist Anfang und Ende, Ziel allen Seins und Werden allen Seins.

„Im Anfang war der Logos, und der Logos war bei Gott, und Gott war der Logos. Dieser war im Anfang bei Gott.
Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist. In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen.
Er war das wahrhaftige Licht, welches alle Menschen erleuchtet, die in diese Welt kommen. Es war in der Welt, und die Welt ist durch dasselbe gemacht; und …
Und der Logos ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit wie des Einzig-geborenen vom Vater, voll Gnade und Wahrheit.“
(1. Johannes, Münchner NT, 1988)

In dieser Bibelübertragung steht, vollkommen befreit von aller sentimentalen Religiosität und den damit verbundenen Streitereien, dass die Ursache aller Ursachen der LOGOS ist, das Allbewusstsein. Warum Luther daraus das „Wort“ gemacht hat, bleibt in der Geschichte verborgen. Vielleicht, weil in der Kabbalah Gottes „Name“ mit sieben Buchstaben geschrieben wird, die man nicht aussprechen kann. „Das Wort des Anfanges“  hat eine klare und deutliche Aussage, sowie auch der „Name Gottes“. Denn zu dem griechischen Wort „Logos“ gehört auch Sein, Kraft, Licht und Entfaltung. Die sieben unaussprechlichen Buchstaben des Namens bezeichnen die sieben Schöpfungskräfte.

Ein ganz entscheidender Aspekt unterscheidet das universale Bewusstsein von den anderen Kräften oder Feldqualitäten. Wie bereits betont, durchdringen die energiereicheren Kräfte selbstverständlich alle an Energie niederen Kraftfelder, die höheren Kräfte sind also stets auch in den niedereren immanent und kommunizieren auf verschiedene Weise miteinander. Das universale Bewusstsein ist das ursprüngliche Offenbarungsfeld, die Urmonas, der Logos, Tao, Allah, Chi u.a. für alle weiteren Monaden im All. Das in ihr wirkende Allbewusstsein durchwebt alle anderen Kraftfelder, wo es als universelles Bewusstsein gemäß ihrer Funktionalität einbezogen mitwirkt. Es fügt sich harmonisch in Vibration und Wirkungsart in die jeweiligen Funktionen und die Aufgabenbereiche der Kraftfelder ein und leitet alle behutsam bei der Erfüllung ihrer Lebensaufgaben in der Evolution.

So arbeitet also im stofflichen Lebensfeld ein stoffliches Bewusstsein. Im Ätherfeld wirkt ein Ätherbewusstsein, im Astralfeld ein Astralbewusstsein, im Mentalfeld ein Mentalbewusstsein, dann ein Spinalbewusstsein und ein spirituelles Bewusstsein und ein Idealisbewusstsein. Über allem, durch und mit allen zusammen wirkt das universelle Gesamtbewusstsein des Kosmos Erde und über allem das universelle Bewusstsein des Sonnenlogos. Alle menschlichen Vorstellungen sprengend ist: Alle diese Aspekte des Bewusstseins sind in aller Differenziertheit gleichzeitig eine vollkommene Einheit. Sie kommunizieren untereinander stets anhaftend und innewohnend zusammen, wirken in jeder Ebene spezifisch als das eine Bewusstsein der Kraftebene, gleichzeitig jedoch immer in Einheit mit allen anderen Bewusstheiten der anderen Ebenen.

In  dem 2000 Jahre alten christlichen Weltmodell muss der im Sündenfall aus dem Paradies ausgestoßene Mensch in der stofflichen Welt im Schweiße seines Angesichts viele unangenehme Erfahrungen im Scheitern seiner Ideale wandeln, bis er in einem Gott dienenden Leben erkennen kann, dass im materiellen Lebensfeld nur die Imitation eines göttlichen Schöpfungsplans zu finden ist. Und Jakob Böhme beschreibt diese Situation noch drastischer: der „verdorbene Salniter“ in der gefallenen Natur aus Werden und Vergehen stört irgendwie  die Verbindung mit dem Schöpfer. Richtig daran ist, dass der Mensch mit den unteren Aspekten seiner Astralis und Mentalis nur seine physische Selbsterhaltung vollziehen kann. Erst wenn in seinem Mikrokosmos Ansichten der vierten Astralis zu leuchten beginnen, erfährt der Mensch etwas von den höheren idealeren Lebensaspekten. Nun muss er in sich die Stimme aus der Monade hören können, die seine Weiterentwicklung fördern will. Dafür muss der Mensch seine Eigenwilligkeit, seinen hochmütigen Narzissmus aufgeben, die ihn mit der stofflich gebundenen Astralis im Egoismus gefangen setzt. Damit wird auch die Evolution blockiert, die ursprüngliche Harmonie mit dem monadischen Bestreben ist gestört. Unermüdlich greifen auch hier die unterschiedlichen Aspekte des Bewusstseins helfend ein, so dass für Jedermann eigentlich die stets kommunizierten Dogmen des Abgetrenntseins, des Alleinseins und des Individuellen als Wahnbilder erkennbar werden. Auch in der niederen Natur steht der Satz: „Ich bin der Herr Dein Gott, sagt das Bewusstsein, das in allem und über allem ist.“ An dieser Stelle spricht die Genesis im Alten Testament eine deutliche Sprache über die irdische Wirklichkeit.

Richtig betrachtet, ist mit dem sogenannten Sündenfall, mit dem die abrahamitischen Glaubenstheorien die europäische und orientalische Menschheit infiziert haben, mit einer unglaublichen tragischen Gefangenschaft verbunden. Die darin begründete gesellschaftlich prägende Moral der materiellen Seinsformen des Lebens wurde zu einem angstverflochtenen Dogma erhoben. So wurde ein irdischer Gedankenirrgarten gezüchtet, in dem kein praktikabler Ausgang zu finden ist. Man führe sich heute nur das entsetzliche Leiden der Menschheit in den ungezählten Konflikten und Kriegen in Asien, im Orient und in Afrika vor Augen. Wenn sich in der Materie bereits derart abartigen Auswüchse des Terrors und der perversen Aggressionen gegeneinander abspielen, wie soll man dann die Pein und die Notdurft der Wesen im Jenseits verstehen, die für die Ordnung und die Erhaltung des irdischen Lebensfeldes sorgen müssen. Die Menschheit muss die holografischen Zusammenhänge aller Monaden in der Schöpfung begreifen lernen, damit ihre Lebenswellen, Kosmen und Wesen, die zu Beginn der irdischen Schöpfung die Gegebenheiten für die Involution plus Evolution des Kosmen und aller Entitäten in dem multiplexen Kraftfeld Erde geschaffen haben, ohne weitere Erschwernisse für die Gesamtentwicklung wirksam sein können.

Der Lichtbringer, auch «Luzifer» genannt, ist auch ein Sohn der uranfänglichen Schöpfungsidee, und wirkt im irdischen Lebensfeld für die kosmische Monade. Allerdings ist der «Sohn» noch nicht selbst der «Vater», seine Monade. Das ist der kleine aber entscheidende Unterschied. Darum muss er jetzt eigenständig dafür sorgen, dass die für die Evolution einströmenden kosmischen Lebenskräfte unter seiner Ägide nicht von den astral-mentalen Fehlprojektionen der Menschheit, den Äonen und Archonten, für deren Selbsterhaltung reaktionär missbraucht werden. Leider kämpfen gerade heute diese ahrimanischen Fürsten verstärkt im kosmischen Jenseits, um weiterhin ausreichende Äther, Astralis mit der alten Polarisation von der Menschheit zu bekommen. Somit stemmen sich in dieser Wendezeit die „falschen Götter oder Daevas“ der Involution gegen die kosmisch angesagte Evolution der Menschen. Dennoch kann diese angesagte Bewusstseins-Entwicklung nicht aufgehalten werden, wie sehr sich die Äonen und Archonten auch anstrengen, um ohne Unterbrechung neue Kräfte durch irdische Institutionen und Massenveranstaltungen zu generieren.

Die Selbstbehauptung aus der niederen Astralis ist als Lernprogramm eigentlich schon beendet worden. Leider spiegelt sich bekanntlich die Tradition in vielen Menschen: Sie schafft Egoismus auf Kosten der anderen Wesen. Man könnte darum eigentlich leicht erkennen, wo der Hass und der Krieg, die Übel aller Zeiten, ihre wirkliche Ursache haben.

Der innigste Wunsch der religiösen Menschheit, das Paradies, die Harmonie und den ewigen Frieden im irdischen Lebensfeld aufzurichten, konnte trotz aller überwältigenden Bemühungen von Wissenschaft und Technik, von Philosophen und heiligen Männern aller Religionen, niemals realisiert werden.

Das intelligente Verstandesdenken könnte prinzipiell heute schon jedem Menschen ermöglichen, zu dieser weitreichenden Erkenntnis vorzudringen, sofern er dafür überhaupt ein Interesse aufbringt. Die kosmische Entwicklung der Aquariuszeit wird für viele neuinkarnierte Menschen die Möglichkeit eines erweiterten umfassenden Wahrnehmens und Denkens schaffen. Wenn sich die Entwicklung eines vollständigen Mentalvermögens bei immer mehr  Mikrokosmen durchsetzen wird, kann das dadurch entstehende neue Erfassen und Bewerten der unstofflichen Zusammenhänge die Welt so radikal verändern, dass viele Menschen ihren Auftrag für die kosmische Evolution in einem völlig neuen Licht sehen. Doch für die aktuelle Zeit ist die Abwendung von den materiellen Selbsterhaltungsstrategien der erste notwendige Schritt zum autonomen Denken. Die bedingungslose Befreiung von allen Autoritäten, die sich auf das Denken, Fühlen und Handeln aus den unteren Ansichten der Astralis und Mentalis stützen , das Losmachen von den ungezählten historischen Tabus für das Zusammenleben könnte schon heute für alle Mitmenschen eine lebenswerte Atmosphäre erschaffen. Das Buch „Labyrinth der Welt und Paradies des Herzens“ von Johann Amos Comenius beschreibt eigentlich die fatale Situation des Menschen am deutlichsten. Die europamerikanische Wissenschaft hat den Schöpfer aus der Offenbarung vertrieben, und der orientalische Fatalismus hat mit dem Karma den Menschen seiner Eigeninitiative beraubt, sich eigenständig aus dem Sumpf der Irrtümer zu erheben. Dennoch werden die kosmischen Zyklen viele Menschen zur Veränderung ihrer Lebenssituation und zu völlig neuen Erfahrungen führen. Viele Menschen folgen heute z.B. in den USA einer amerikanischen Avantgarde der Naturwissenschaftler um Ken Wilber, die das holografische Weltbild vertreten und beweisen, das bereits in den Monadologien von Giordano Bruno und C.W. Leibniz angeklungen ist. Auch die Mitglieder des Club of Budapest erforschen die transpersonalen Zusammenhänge in der Akasha, dem Bewusstseinsfeld der Erde, und im Esalen Institut sprechen moderne Forscher, Psychologen und Quantenphysiker über ASW und Noetik.

Trotz zweitausend jährigem Christentum erklärt die wissenschaftlich beeinflusste Mehrheit der europamerikanischen Medien den Ursprung des Lebens in der Materie nach dem Prinzip Zufall. Eine überirdische Schöpfung wird von vielen autorisierten Wissenschaftlern in den Hintergrund verwiesen. In ihren Darstellungen der Urforschung fehlt dann immer nur noch ein winziges Moment, und sie könnten die Entstehung des Lebens im Labor nachstellen. Einige Wissenschaftler und namhafte Physiker betonen, dass es sich nicht wirklich lohnen würde, darüber nachzudenken, wie die Schöpfung entstanden ist. Wir gehen allerdings davon aus, wie der leider viel zu wenig bekannte Helmut Pape in seinen einleitenden Worten zu einem Büchlein von C.S. Peirce schreibt,

dass „alle lebenden Wesen auf dieser Erde in einem unverbrüchlichen Zusammenhang stehen, der über die Evolution des Kosmos und des Lebens auf dieser Erde hinausreicht in die Gleichzeitigkeit der Wechselwirkungen zwischen allen lebenden Wesen und der Materie im gegenwärtigen Augenblick. – Wir teilen mit allem Lebendigen eine gemeinsame Welt, und für diese Welt tragen wir Verantwortung, weil unser Handeln diese Welt in steigendem Maße verändert … Für uns Menschen gilt: indem wir uns für Ziele entscheiden, legen wir fest, nicht nur wer wir sein werden, sondern wie unsere Welt beschaffen sein wird: Diese einfache Weise, die Ökologie menschlichen Erkennens und Handelns zu umreißen, führt zu dreierlei: Achtung und Würdigung der instinktiven, emotionalen Gemeinschaft aller Lebewesen… Nur eine Philosophie, die damit beginnt, unseren Platz in dieser Welt als philosophisches Datum ernst zu nehmen, wird in der Lage sein, unseren Umgang mit dieser Welt und den kommunikativen Umgang miteinander angemessen verständlich zu machen.“

In diesem Zitat wird zwischen den Zeilen angedeutet, dass H. Pape weiß, wie unser Kosmos auch mit zahllosen anderen nichtmenschlichen Wesen bevölkert und mit allen Planeten und ihren Bewohnern in die Gesamtwesenheit Sonnensystem eingebettet ist. Moderne Physiker können das allerdings kaum berücksichtigen, weil  im eingeschränkten Weltbild des mechanistischen Verstandesdenkens nur materielle Bausteine planetarer Mineralballen existieren dürfen, die wir Galaxien, Sterne oder Planeten nennen.

Wer die Fülle der Wirkungsprinzipien aller unstofflichen Kraftfelder dieser Welt im eigenen Leben einigermaßen erfassen kann, der wird  in seinen alltäglichen Verrichtungen auch die Verantwortung für das universelle Geschehen übernehmen und umsetzen wollen. Ein solcher Mensch wird zu einem gesunden Egoismus heranreifen, in dem er stets dafür Sorge trägt, dass alle Mitmenschen in einer gesunden Umwelt in einer naturgemäßen Umgebung mit allen Wesen, Pflanzen und Tieren zusammenleben, und sich darin für die weitere Entwicklung der Menschheit und des Kosmos einsetzen können. Seine Sorge wird es stets und überall sein, die bedingte Freiheit für alle in der Welt nach dem Motto von Jacob Christoph Burckhardt zu schützen: „Es darf keine Freiheit geben zur Zerstörung der Freiheit.“
Für diese wahrhaft hohe Erkenntnis ist der Mensch bereits heute mit seinen herangewachsenen Vermögen in der Astralis und Mentalis für ein bewusstes Erfassen, Bedenken, Eingliedern und Speichern aller ihm zugehenden Informationen aus seiner inneren und äußeren Umwelt eingerichtet. So könnte er theoretisch problemlos weiterschreiten zu den kommenden Entfaltungen des Mikrokosmos in den nirwanischen Vermögen. Im diesem vollendeten Lebensfeld der heiligen Monaden wirken alle Polarisationen des Bewusstseins in einer total harmonischen Einheit. Unvorstellbar sanft und liebevoll schmiegt sich jedes Bewusstsein informierend, assimilierend, Leitung gebend und Gedächtnis formend in alle Kraftfelder des Seins. Es ist, so könnte man sagen, die konkrete Kommunion, die absolute Information und total innige Verbindung, der liebevolle Mittler zwischen allen Energiebereichen, der vermittelnde lebenspendende einigende Urgrund aller Entfaltungsmöglichkeiten, die Liebe selbst.

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Fortsetzung im folgenden Kapitel

zur Druckversion als PDF 03. Siebenfaches Weltfeld

4. Wesen und Wirkungen im Allgeschehen

Warum wird eigentlich in der christlichen Welt immer unbedacht angenommen, alle Menschen – egal welcher Rasse oder Kulturzeit – hätten ein gleiches Bewusstsein? – Allerdings ist die Tatsache der kosmischen Einheit bereits seit Jahrtausenden in einigen Kulturen bekannt. – Warum müssen dann große Anstrengungen unternommen werden, diese Kenntnis dem aufgeklärten Weltbürger zu vermitteln?

Das Thema «Die Gleichheit aller Menschen», auch Gleichheit im Denken, Wahrnehmen und Beurteilen macht es internationalen Journalisten einfach, mit humanistischen Interpretationen bei Umweltkatastrophen, Erdbeben, Vulkanausbrüchen oder Tsunamis das Mitleid der Welt aufzurütteln, damit die Menschen weltweit in ihrer Unwissenheit über die wirklichen Ursachen und Zusammenhänge nicht nur Geld sondern auch Äther und astrale Kräfte den Äonen spenden. Das ist gute Nahrung für die Fürsten unter dem Himmel, die den Menschen ohnehin beständig Sand in die Augen streuen, damit sie nicht erkennen können, wie sehr sie am Irrwahn der materiellen Erscheinungen existieren müssen und welche höchst primitiven Methoden des Schneeballsystems dafür praktiziert werden.


Sollte Dir ein Gedanke zu dem Text einfallen, dann schicke ihn bitte mir zu.  Vielen Dank.


Die Theorie der Gleichheit aller Menschen wurde letztlich von der christlichen Kirche als Dogma festgeschrieben, denn «vor Gott» sind natürlich alle Menschen gleich. Der Fehlschluss dabei ist bedauerlicherweise, dass die auf der Erde lebende Menschheit nicht zu Gottes «Kindern» gezählt werden können, sondern sie alle sind nur Kinder der Erde. Schon wer einigermaßen die ethnologischen Verschiedenheiten der Menschen auf den Kontinenten kennt, wird klar sagen: «Das kann einfach nicht wahr sein, dass alle Menschen gleich sind.» Die Ursachen für diese Unterschiede sind in der Vergangenheit der Menschheitsentwicklung zu suchen, in ihren diversen Inkarnationen und ihrer komplexen Vermischung mit den verschiedenen Rassen, einmal abgesehen von den zahllosen klimatischen Bedingungen und den kosmischen Kräften, die jeden Menschen sehr unterschiedlich treffen.
Dennoch hat Karl Marx bei seinen Theorien über den Kommunismus im 19. Jahrhundert erstaunlicherweise ausgerechnet diese ungenaue Definition als unumstößliche Prämisse erneuert, so dass alle kommunistischen und sozialistischen Regierungen auch heute noch in den davon geprägten Staaten (Kuba, Vietnam, Nordkorea und China) die überholte Behauptung vom gleichartigen Menschen in ihren politischen Strategien verbreiten. Allerdings verhalten sich die Parteioberen jedoch nicht wirklich danach. Jeder kennt die Ungleichheit zwischen Armen und Reichen. Jeder kennt den Unterschied zwischen dem Bewusstsein eines Wissenschaftlers, dem eines Künstlers, eines Literaten oder eines Priesters. Also auch die Berufungen des Menschen prägen deutlich sein sehr verschiedenes Denken. Selbst bei eineiigen Zwillingen sollen sich bei anderen Lebensumständen die Unterschiede gegenüber dem anderen Zwilling signifikant bemerkbar machen. Aber betrachten wir das Thema noch von einer anderen Seite her – von der kosmischen Seite. Dann tauchen viele Gesichtspunkte auf, die derart revolutionär sind, dass die Meinungsbildner wirklich zu einer völlig neuen Weltanschauung durchbrechen sollten.

Bewusstseinsfelder

Die vorhergehenden Betrachtungen zur Bewusstseinspyramide im Kapitel 03 könnten einige der ungenauen Gedanken aus dem Wege räumen, die immer wieder veröffentlicht werden. Das hat seinen Grund auch in der selbstverständlichen Tatsache, dass das materiell gebundene Erfassen und Bedenken auch dann keine höheren Einsichten vermitteln kann, wenn es ein Leben lang dem Studium wissenschaftlicher Thesen widmet. Das Denken der heutigen Menschen basiert aus verschiedenen Gründen auf dem stofflichen Bewusstsein, vor allem weil der Mensch die transpersonalen Lebensfelder ignoriert. Da die Einsichten in ein unstoffliches Dasein der allgemeinen Lehrmeinung widersprechen, ist bei jeder neuen unautorisierten Aussage prinzipiell Vorsicht geboten. Das beginnt natürlich auch damit, dass die Frage nicht gestellt wird: «Warum werden die alten autoritär zementierten Lehrmeinungen und die damit verbundenen Vorstellungen in dieser Hinsicht immer wieder erneut publiziert?» – Man könnte fast eine Absicht vermuten.

Wir wollen unser Thema an dieser Stelle mit einer Erkenntnis fortsetzen, die vorübergehend in ein anderes, scheinbar abwegiges Gebiet führt. Es betrifft ein Thema, das wir so ganz allgemein «Dimensionen» nennen.

Es gibt viele Erscheinungen im Leben, die vom Menschen als völlig selbstverständlich hingenommen werden. Nur wer durch Beruf oder Studium darauf gestoßen wird, oder durch ein einschneidendes Ereignis an diesen Punkt der Einsicht kommt, wird aufmerksam und schaut einmal ernsthaft in diese Richtung. So ist es beispielsweise mit einigen ganz natürlichen Lebensvorgängen im Körper, z.B. das Atmen oder das Denken. Das Wie und Warum sind nur bei entsprechenden Spezialisten der Betrachtung wert. Auch die Lebensfaktoren «Raum» oder «Zeit» sind für die meisten Menschen die größte Selbstverständlichkeit. Sie sind einfach vorhanden und «stören» das normale alltägliche Leben eigentlich nicht. Diese ursächlichen Lebensnotwendigkeiten sind nahezu allen Menschen ungeachtet Bildung und Stellung dermaßen selbstverständlich und auch völlig gleichgültig, dass viele uralte Ansichten darüber unreflektiert selbst in Lehrbüchern und philosophischen Abhandlungen bis in die Postmoderne hineingetragen werden, obgleich schon einige Künstler und Wissenschaftler aktuell total andere Erkenntnisse erforscht und dokumentiert haben. Das Leben wird meistens völlig selbstverständlich als solches konsumiert, wie es sich in Raum und Zeit abspult, und wie es sich die meisten Menschen so vorstellen.

Es bleibt trotz alledem immer eine hochbrisante Frage, warum das so ist?

Die kosmische Einheit

Im allgemeinen sprechen die Menschen von drei Dimensionen, und meinen dann die Höhe, die Breite und die Tiefe des «Raumes». Vielleicht sind seit Einstein eine Reihe Menschen dazu übergegangen, die «Zeit» als die «vierte Dimension» zu betrachten. Doch in den meisten Fällen ist die Welt 3-D – also dreidimensional. Die vierte Dimension lässt Raum für zahlreiche Spekulationen. Es hat in den 60ger Jahren des vergangenen Jahrhunderts sowjetische Wissenschaftler gegeben, die mathematisch zehn aufeinander aufbauende Dimensionen konstruierten. Diese mathematischen Hypothesen waren äußerst interessant. Allerdings haben sie sich wissenschaftlich nicht lange gehalten, denn sie existierten nur als ein Denkmodell. In elitären mathematischen Kreisen jedoch wurden diese abstrakten Konstrukte heiß diskutiert. Nun, sie sind im Langzeitgedächtnis der Wissenschaften abgelegt und haben dort einen besonderen Platz im Archiv der Zeitdokumente erhalten.

kosmische _gebieteWie im Kapitel 03 erwähnt, entfaltet sich die ganze Schöpfung in sieben kosmischen Gebieten. Die höchsten Kraftströme des Alls strahlen aus dem heiligen Siebengeist. So scheint es sehr plausibel zu sein, dass es im ganzen All ebenfalls sieben Dimensionen gibt. Diese Vision hat etwas ausgesprochen Musikalisches. Betrachten wir es aus der Harmonielehre der Musik, die zum großen Teil auf den Erkenntnissen, oder sollten wir sagen Intuitionen, des Pythagoras aufbaut: Als Oktave (von lat. octava: „die achte“), bezeichnet man in der Musik ein Intervall, das 8 Tonstufen einer diatonischen, heptatonischen Tonleiter umspannt. Dazu gehören allerdings nur sieben Töne, denn den Abschluss der Oktave bildet der am Beginn klingende Ton der folgenden Oktave, nur in der nächst höheren Stimmung. Die Oktave ist in fast allen Musikkulturen der Welt ein Grundintervall der Tonleitern. Üblicherweise erstrecken sich diese Tonleitern über einen Oktavraum und wiederholen sich dann im Oktavabstand. So werden aus sieben Klangfrequenzen, sieben Tönen mit ihren Modulationen alle musikalischen Kunstwerke zusammengestellt.
Um die Vision der sieben Dimensionen richtig erfassen zu können, wird es allerdings notwendig, den alten Begriff «Dimension» in einem etwas anderen Sinn zu verstehen, als es gemeinhin üblich ist. Eigentlich ist es schon ein Begriff, der eben nicht nur die räumlichen Verhältnisse umfasst. Um die sieben Dimensionen der Schöpfung gut zu verstehen, sollte man das räumliche Kalottenmodell der materiellen Bilderkaleidoskope verlassen. Hier in unserer körperlichen Welt geschieht alles nebeneinander oder nacheinander, weil im mechanistischen Denken eine Billardkugel nicht den Raum der anderen Kugel einnehmen kann. Alle Zellen einer Pflanze liegen stets nebeneinander, und auch im Ablauf des Werdens folgt ein Ereignis nach dem anderen, auf die Nacht folgt der Tag. Eine Welle folgt der nächsten, usw. So erlebt jeder seine Welt, und darum ist auch unser Wortschatz unübersehbar prall mit materiellen Begriffen gefüllt.

Wenn wir im Folgenden von einer ersten oder einer siebten Dimension sprechen, dann ist diese Nummerierung nur für unser Denken, nur für unser mentales Differenzieren und Unterscheiden erforderlich, das immer ein Nebeneinander für seine begriffliche Ordnung benötigt. Die Zahlen bezeichnen weder eine zeitliche Reihenfolge noch eine wertende Rangfolge der Dimensionen. Für unser Denken nahezu unvorstellbar:

Alle Dimensionen sind immer zugleich und ineinander Basis des Universums.

Dabei ist für unsere Betrachtung eindeutig zu betonen, dass die erste Dimension, das Bewusstsein, alle anderen Dimensionen in namenloser Liebe umfasst und durchwebt. TAO ist in allem und es gibt NICHTS in dem das universale Bewusstsein nicht wäre. Es ist gleichzeitig die Urkraft der ersten Monade in der Offenbarung. Siehe Kapitel 03 .

Die zweite Dimension ist für uns das Sein, die prinzipielle und bewusste Existenz als solches. Von allem Anfang an gab es nur IHN, dimensionslos ohne alles Wirken ruhte das ungeschaffene Weltfeld in der zeitlosen und raumlosen Ewigkeit, so schreiben es viele Weise lange vor Beginn unserer Zeitrechnung. Dann trat ES, TAO, der Logos, Indra, Brahman in Erscheinung, mit allen Dimensionen zugleich offenbarte das universale bewusste Sein IHN in all seiner Herrlichkeit.
Alle Darstellungen der Offenbarung, des Seins – des Werdens und Vergehens – beginnen im status nascendi – im «Da-Sein». «Ich bin der Herr Dein Gott», ist der erste Paragraph bei den 10 Geboten in der Genesis. Wir müssen uns dieser Ansicht ohne Vorbehalt nähern und völlig neutral erfassen. Aber ohne das «Bewusst-Sein» wären alle anderen Dimensionen wertlos, ja gerade unsinnig. Aus unserem unmaßgeblichen Blickwinkel stellt es sich so dar: Die das unbegrenzte Universum umfassende, für uns Menschen unkennbare Kraftebene, die sich allen Betrachtungen entzieht, emanierte, brachte als erstes aus sich und in sich hervor – es sei hier diese Sichtweise gestattet – das Feld der Offenbarung, die Urmonade im universalen Bewusstsein, den Logos aus Wasser und Geist, Licht und Bewusstsein. Man spricht in vielen Mysterien der Welt auch von den Urwassern des Lebens. Damit trat das Da-Sein bewusst in Offenbarung, um SEINE Herrlichkeit offenbar werden zu lassen. Das unkennbare unendliche ewige Feld, das alle Universen in sich enthält, trägt keinen Namen und keine Begrifflichkeit, weil es über alle unsere Sprachen hinaus geht. Der allgemein übliche Begriff Gott stammt aus dem geozentrischen Weltbild des Aristoteles, und kann für alle möglichen Entitäten und Wesen im All verwendet werden, so wie es dem Philosophen gerade in sein Konzept passt. Dieses Missverständnis möchte ich hier in diesem Zusammenhang vermeiden.
Das Sein ist die Dimension, in der alle Entitäten, Wesen, Kosmen und Menschen dieser Herrlichkeiten gewahr werden können. In ihm entfalten sich alle Sinnesorgane, um die Wahrnehmung des göttlichen Wirkens zu einem Lob und Dank emporzuheben zu IHM, der Alles in Allem ist. Es ist zugleich die höchste göttliche Macht und die alles umfassende und alles durchtönende Harmonie, die alles erschafft und alles erkennen kann, weil sie selbst alles ist. Und weil sie alles ist, kennt sie alles, beschützt und fördert sie alles in Liebe und weiser Vorsehung, inspiriert sie das ganze Leben im All zu neuen Entwicklungen und führt sie voller Barmherzigkeit in Zeit und Raum zur totalen ewigen Herrlichkeit. In der universalen Bewusstheit steht alles Geschaffene in der Einheit mit IHM, dem Schöpfungsfeld selbst.

Dies ging direkt einher mit der folgenden Dimension. Sie ist das Werden, die Zeit. Es sind in dem Bilde der Mysterien die Lebenden Wasser, in denen sich alles offenbart. «Das Währen ist SEINE Macht», lesen wir in der universellen Weisheit. Wir sprechen in unserem Naturfeld von Zeit. Da sich alles Werden in der Dimension Zeit vollzieht, kann eine Entwicklung von einem Anfang zu einem anderen Ende stattfinden. Dennoch gibt es im All viele unterschiedliche Möglichkeiten des Werdens, sagen wir in anderen Zeiten. Oder in der Ewigkeit, in der auch ein Werden stattfindet, das aber unserer schnellen Werdensqualität gegenüber als Statika bezeichnet wird. Vor IHM sind tausend Jahre wie ein Tag, sagt uns die Bibel, Ob die Proportion stimmt, sei einmal dahin gestellt. Sicher ist das irdische Werden in der Materie ein völlig anderes als das Werden in einer viel höheren Energieform, z.B. der Astralis oder der Mentalis.

Doch ohne die Dimension des Raumes wäre kein Sein, kein konkretes Entfalten von Kraft und Schöpfungen möglich. Alles was ist, also das ganze Sein entfaltet sich in Zeit und Raum. Das dürfte normalerweise für einen guten Mitdenker nicht zum Problem werden. Doch es gibt auch mystische Denkansätze, die die Vision von einem Entfalten aus dem «zeitlosen und raumlosen Nichts» entsprechend dem buddhistischen Nirvana anbieten. Mit der Dimension des Raumes sind die Aspekte der Einheit und der Kohabitation aller Erscheinungen verbunden, die in Harmonie das Wesen des Schöpfungsfeldes offenbaren.

Kraft, also Energie ist die belebende, wirkende Dimension, denn ohne Kraft kein Werden. Ohne Licht, ohne die diversen Ströme der Energie entstehen keine Atome, entfaltet sich in keinem Raum eine Evolution von Herrlichkeit zu Herrlichkeit. In dieser Dimension treten alle unterschiedlichen Kraftarten in Erscheinung, die sich in unterschiedlichen Medien verbreiten aus verschiedenen Kraftquellen ausgesendet werden. Nun wird allezeit gesagt, dass ohne SEINEN Willen nichts in Offenbarung getreten wäre.

Ohne SEINEN Willen fallen hier keine Vögel mal eben vom Himmel! Man könnte diesen Begriff einfach so stehen lassen. Aber er hat eine sehr personifizierende Note, die auch sonst die Bücher der klassischen Religionen durchströmt. Ohne SEINEN Willen – daneben steht dann: Ich bin der Herr, dein Gott – und schon sehen wir die köstlichen Bilder eines bärtigen Mannes, den u.a. Botticelli gemalt hat und Michelangelo Buonarroti in der Sixtinischen Kapelle an der Decke verewigte. Fassen wir diese Dimension allerdings aus der Ebene der Kraftfelder auf, dann ist sie ein dynamisches Drängen oder Begehren in den verschiedensten Realisationsräumen.
Sie ist die allem innewohnende Dynamik, die mit Kraft das Leben in Raum und Zeit zur Offenbarung drängt. Ohne sie entstehen keine Galaxien, ohne diese Dimension drehen sich die Planeten nicht um die Sonne. Diese kraftvolle Dynamik, das Begehren treibt alle Wesen, ob Mensch, Tier oder Pflanze zur verwirklichenden Tat. Dieses Begehren begleitet jedes Atom durch das Dasein. In der Kraft und ihrer dynamischen Beschleunigung wachsen Begierden, Begehren, Wünsche und alle damit verbundenen Triebkräfte und treten in Offenbarung. Auch das höchste Begehren nach Seligkeit wird in dieser Dimension gelebt.
Wer die Herrlichkeit des Sternenmeeres am dunkelblauen Firmament betrachtet, wer die Berichte der Astronauten liest, die das Weltall aus nächster Nähe geschaut haben, in denen von der beeindruckenden Macht des harmonischen Miteinanders aller Planeten im Sonnensystem berichtet wird, ist davon überzeugt, dass dahinter eine fundamentale Wirkung steht. Wer das Leuchten der Sonne und Gestirne beobachtet und um die unfassbaren Energiemengen weiß, die in der Sonne produziert werden oder die beständig aus allen kosmischen Gebieten die Erde erreichen, der weiß, dass die Energie oder die Kraft schlechthin die verwirklichende Dimension im All ist.

Zu Beginn der Schöpfung schwebte der Geist über den Wassern, so liest man in der Genesis. Was kann man davon ableiten? Es gibt eine geistige Dimension, die Sophia, die Weisheit, die sich über und in der Materia Magica offenbart. Denn die Entwicklung des Alls, die Entfaltung der Welt und der Menschheit wird nach SEINEM Plan in großer Weisheit vorangetrieben. In dieser Dimension steht auch das große Gedächtnis der Natur mit dem umfassenden Wissen aller Gesetze der Gerechtigkeit und lebensnotwendiger Regeln des harmonischen Zusammenwirkens, die göttliche Weisheit.
In ihr manifestieren sich alles Wissen aller Naturen und offenbart sich die Wahrheit. Für uns Menschen ist die Wahrheit ein sehr vager Begriff, denn er ist eine erklärende Definition für subjektive Feststellungen, die über die angefügte Eigenschaft „wahr“ objektiviert und autorisiert werden. Im Weltall der umfassenden Schöpfung ist die Wahrheit allerdings eine prinzipielle Dimension, in der sich das Leben entfaltet. Immer wieder haben Biologen das Leben aus der Materie extrahieren wollen, sind jedoch an dem einfachen Phänomen gescheitert, dass sie mit ihren Wahrnehmungen immer im stofflichen Lebensfeld stehen geblieben sind. Das Leben aller Fauna und Flora auf unserem Planeten, das Wesen aller Sterne und Galaxien, aller Entitäten entfaltet sich in der Dimension der Wahrheit, in Gleichheit und Gerechtigkeit, soweit in uns eine Ahnung davon klingen mag.

Fassen wir diese komplexe Vision hier noch einmal zusammen:
1. Dimension     das Bewusstsein, die Liebe, die Ideation
2. Dimension     die Zeit, das Werden, die Schöpfung,
3. Dimension     der Raum, Kohabitation, Harmonie
4. Dimension     das Licht, die Kräfte, Energie,
5. Dimension     das Begehren, die Dynamik, der Wille
6. Dimension     die Einheit, das Sein als solches, das Leben,
7. Dimension     die Wahrheit , die Gerechtigkeit, die Weisheit

Diese Aufstellung macht deutlich, dass ein Weiser aus Indien vielleicht in seiner Vision 12 Dimensionen erblickt hat. Je nachdem könnten es sogar noch mehr sein,  je weiter man differenzieren möchte. In meiner Einsicht stehen diese sieben Dimensionen für das ganze Schöpfungsfeld, und es bedarf keiner weiteren. Die namentlich genannten zusätzlichen Qualitäten sind in den bestehenden immanent.

Ganz wichtig ist für separatistisch denkenden Menschen:
Alle Dimensionen stehen stets in Einheit und treten in keiner Situation und nirgendwo einzeln in Erscheinung.

Sie sind immer in einem harmonischen Zusammenhang existent. Jedes Sein als solches entfaltet sich stets im Raum in Weisheit, mit Kraft gewollt und bewusst erfahren. Nichts ist außerhalb von IHM. Das universale Bewusstsein ist ohne Unterbrechung Alles in Allem. Dieser Fakt scheint für das westliche Denken der Analyse und Abgrenzung des Einen gegen ein Anderes, für das zelluläre Denken innerhalb von physikalisch organisierten Kalottenmodellen etwas völlig Ungewöhnliches zu sein. Allerdings können die verstandgebundenen Beschreibungen diese totale Wirklichkeit der Vision nicht umfassen. Aber es wäre sicher äußerst interessant, alle Aspekte der Dimensionen im Detail nachzuvollziehen, wenn es nicht den Rahmen des Themas sprengen würde.

Darum möchten wir hier nebenbei nur kurz einen wesentlichen Aspekt der Dimension Werden oder Zeit beleuchten, bevor wir zu dem Thema Bewusstsein zurückkehren. Der Mensch ist geneigt, auch bei der Zeit von einem Besitz zu sprechen. So klagt er oft genug: Er habe keine Zeit. Die esoterischen Berichte, wissenschaftlichen Studien und philosophischen Spekulationen über die Zeit sind kaum zu zählen. Doch alles, was der Mensch wirklich messen kann, ist immer nur das Werden und Vergehen von Sensationen, von „Ereignissen“, ob sie nun sehr schnell ablaufen oder sich nur ganz langsam entwickeln. Er sieht die sich verändernden materiellen Erscheinungen, das Wirken von Kräften in der Luft, im Wasser, auf der Erde, in den Elementen, also das Werden und Vergehen von Dingen, von Menschen, Tieren und Pflanzen. Der Zeiger auf der Uhr dreht sich zwar im Kreis über einem Zifferblatt, einer segmentierten mit Zahlen eingeteilten Scheibe. Das Element Uran zerfällt in bestimmten Halbzeitwerten. Hierbei ist es nicht die Zeit als solches, sondern das Zerfallen in einem von Menschen bemessenen Rahmen (Planeten-Uhr).

Doch ist das die Zeit?  – Warum wird das nicht gesehen? – Ist es dem Menschen einfach zu kompliziert, die Auswirkung von der Ursache zu trennen? – Nein, der Zeiger auf dem Zifferblatt der Uhr zeigt nur eine Maßeinheit, die zu dem Begriff Zeit mutierte, der unser so vertrautes Bild vom Werden umreißt, in dem jeder selbst steht, und das ihn von allen Seiten umfasst. Es gibt in unserer Welt kein Sein ohne Werden und Vergehen. Es ist uns sogar ein wenig unheimlich, dass wir Morgen schon zu dem gehören, was wir Vergangenheit nennen. So haben wir uns in unserem Gemüt mit dem Phänomen des Vergehens eingerichtet, damit wir nicht täglich in Depressionen verfallen. Denn im Unterbewusstsein wissen wir bereits, dass das, was wir Leben nennen, eigentlich ein ständiges Sterben ist.
Der radioaktive Zerfall von Elementen zeigt sich nur in der Zusammensetzung der Zerfallsprodukte, die in einem gewissen Zeitraum entstanden sind. Die Zeitschiene, auf die unser Planet Erde gespannt ist, mit der die Wissenschaftler und alle Menschen das Werden messen, ist allein der Maßstab für das fortschreitende Leben in der Materie, im Wirken der fließenden Kräfte. Die Ewigkeit, in der es eigentlich keine Zeit gibt – wie es in den heiligen Schriften steht –, ist erfüllt von stetem Werden. Doch das ist eine völlig andere Qualität der Zeit, für die wir Menschen in unserem Bewusstsein kein Maß kennen, weil uns das erforderliche höhere Bewusstsein dafür vorerst noch mangelt.
Der Mensch hat sich aus dem Werden vor allem der Jahreszyklen der Erde und den planetaren Zyklen um die Sonne ein Raster geschaffen und dieses in immer kleiner werdende Messstrecken unterteilt. Mit diesen künstlichen Einheiten schafft der Mensch sich plausible Korrelationen des Werdens oder Vergehens, was für das technische Zeitalter und ihren zahllosen Meetings auf allen Kontinenten ungeheuer wichtig ist. So sagt der Mensch dann vereinfacht, dass seine Messgeräte ihm die Uhrzeit anzeigen. Natürlich ist sie eine sehr hilfreiche und pragmatische Vereinbarung für ein geschäftiges Miteinander im Werden und Sein.

In den Dimensionen von Werden und Sein geschehen die Sensationen immer nur im Jetzt.

Sind sie geschehen, dann ist alles vorbei – der Pfeil ist abgeschossen, der Ton ist verklungen, die Tränen sind getrocknet. Uns heftet sich Vergangenes in das Gedächtnis, woraus es wieder erinnert werden kann. In der Rückschau der Erinnerung wird dann die Vergangenheit mental erneut belebt, oder auch wiederholt in Szene gesetzt. Aber das Damals wird sich nicht noch einmal in der Realität wiederholen. Der Kinofilm, das Theaterstück kann wieder und wieder gespielt, das Musikstück kann erneut vorgespielt werden. Und doch sind alle solche Reproduktionen im aktuellen Jetzt stets um einiges anders als die vorhergehende bereits abgelaufene Inszenierung. Jeder weiß eigentlich ganz genau, dass ein kongruentes Wiederholen unmöglich ist. „Alles ist im Fluss. Wenn Du morgen an der gleichen Stelle in den Fluss steigst, ist es nicht mehr der selbe Fluss, bist du nicht mehr der selbe Mensch.“ sagt ein auf den griechischen Philosophen Heraklit zurückgeführter Ausspruch. Die Vergangenheit hat kein Sein. Sie besteht nur in einem oder mehreren Gedächtnissen; im persönlichen Gedächtnis, in der Lipika (Gedächtnis des Mikrokosmos), in der Akasha-Chronik (Gedächtnis der Erde) im PSI-Feld (Astralis und Mentalis) Mit der Erinnerung rufen wir die vergangenen elektromagnetischen Spuren wieder auf und bilden sie in unseren Kraftfeldern wieder zu erfahrbaren Sensationen. Die Zukunft ist ein analoges vages Zusammenstellen aus sich entwickelnden Gedächtniswolken im aktuellen Sein. Das Zusammenspiel der vielfältigen gespeicherten Erscheinungen miteinander und aufeinander lassen wohl durch geschickte Hochrechnungen eine plausible Annahme künftiger Geschehnisse zu, je nach Qualifikation des Propheten und seinen mikrokosmischen Vermögen in der Mentalis oder höher. Mehr geht dann allerdings nicht. Die Zukunft war noch nicht geschehen. Nun könnte man jedoch einwenden, Hermes Trismegistos, der ägyptische Gelehrte erklärt aber: «Es gibt keinen Zufall». Oder man konstatiert: «Der Mensch muss seinem Karma gemäß leben», denn «Inschallah – Gott hat es gefügt». Das ist richtig. Auch die Erde dreht sich nach den Vorgaben der Akasha-Chronik, wie schon Mani in Persien feststellte. – Und dabei muss man dann noch ergänzen: „Es gibt nichts Neues unter dem Himmel.“ sagte der Prediger im Alten Testament. Es war bereits alles schon einmal geschehen, in einer früheren Vergangenheit, einer vorherigen Inkarnation der Erde. Auch in dem Zusammenspiel der Dimensionen im Allbewusstsein ist das Geschehen, ganz gleich welcher Größenordnung auf das Jetzt beschränkt. Im Werden ist immer ein Aspekt des Ungewordenen enthalten, in der Zukunft ist also das noch vor dem Jetzt Verborgene grundsätzlich noch inexistent, also nicht erfahrbar.

Das Wissen um die Tiefe, Breite und Höhe des Raumes bekam in der Renaissance einen besonderen Impuls. Durch die Erkenntnisse einer Projektionsmöglichkeit und die Erfindung der Black Box, Ursprung des Fotoapparates, in dieser Periode begriffen Maler und Künstler, die schon immer ihrer Zeit etwas voraus waren, dass eine mathematisch genaue, räumliche Perspektive in der sie umgebenden Welt den Raum gliedert. Natürlich haben die Menschen schon weit vorher das Raumbewusstsein erlebt. Bereits die Perser haben vor Jahrtausenden unglaubliche astronomische Vermessungen der Sterne vorgenommen. Der ganze Zodiak der Tierkreiszeichen war den Chaldäern bereits bekannt, und es gab zur Zeit der alten Ägypter ein ausgefeiltes System der astrologischen Vorhersagemethode. Die Große Pyramide in Gizeh bei Kairo die bereits vor 12.000 Jahren erbaut sein soll, enthält Maße, räumliche Proportionen und Dimensionen in bezug zu den Maßen der Erdkugel, deren Genauigkeit noch heute die Wissenschaftler erstaunt. (Siehe Axel Klitzke)
Wir können auch davon ausgehen, dass sich in der über 12-tausend Jahre dauernden Entwicklung der Welt im arischen Zeitabschnitt das Bedenken, das Wahrnehmen und Bewerten der Menschen kontinuierlich entfaltet hat. Angefangen bei einem dumpfen, saturnischen Erfassen der Umwelt und des Seins, über ein innerliches Seelenbewusstsein und ein allegorisches Gruppenbewusstsein entwickelte es sich zum klaren Gegenstandsbewusstsein der heutigen Zeit. Dies wird, wie jedes organische Wachstum, in kleinen, manchmal unmerklichen Etappen vor sich gegangen sein. Und es ist sicherlich plausibel, wie es verschiedene Weisheitsbücher andeuten, dass es auch noch eine Weiterentwicklung des Denkens für den Menschen in künftigen Inkarnationen der Erde geben wird. Wenn es uns jetzt gelingt, unser aktuelles Tagesbewusstsein für einige Augenblicke aus dem materialistischen Gefängnis zu befreien, um für die Dimensionen des Geistes offen zu sein, dann sehen wir eine Welt der Vibrationen, eine Welt des Lichtes und des Bewusstseins. Alles Sein webt im Licht, in einer Kraftfülle. Alle Körper sind ganz unterschiedliche, lebendige, reflektierende Kraftfelder. Sie wirken miteinander in einer harmonischen wohlgeordneten Einheit.

Jeder Kosmos, jede Galaxie ist ein gigantisches Meer aus diversen Energien. Sieben mal sieben Energieströme evolvieren die gesamte Schöpfung von Herrlichkeit zu Herrlichkeit. Die Astrophysiker in der ganzen Welt erkunden mit großen Radioteleskopen die kosmische Strahlung oder erforschen mit Hilfe der Gravitationsstrahlung die fernsten Geburten von Galaxien. Dass die Röntgenstrahlung nicht nur zu medizinischen Untersuchungen, sondern auch auf Flughäfen bei der Sicherheitskontrolle eingesetzt wird, ist allgemein bekannt. Sie durchdringt den Körper und kann festere Stoffe, wie z.B. Knochen oder Metalle, sichtbar machen. Zahllose Wellenbereiche für Radio-, Fernseh- oder Satellitensender, UMTS für mobiles Surfen oder Telefonieren oder die GPS-Positionserkennung vibrieren rund um den Globus nach allen Richtungen durcheinander. Auf der Welt kann kein Platz gefunden werden, wo diese Wellen nicht von einem Radioempfänger in Musik oder Sprache umgesetzt werden könnten. Auch wenn einige umweltbewusste Mahner den ängstlichen Bürgern viel vom sogenannten Elektrosmog erzählen, werden diese zahllosen WLAN-, Bluetouth-, Mobilfunk- und Rundfunkwellen von den meisten Menschen selbst nicht wahrgenommen. Man mag den Auswirkungen auf das normale biologische Leben unterschiedlich gegenüber stehen. Sie sind trotz alledem einfach überall mit entsprechenden technischen Apparaturen nachzuweisen. Ja, das Erstaunliche daran ist doch, obgleich sie sich alle gegenseitig durchdringen – gewissermaßen zusammen ein gewaltiges Vibrationsfeld sind – kann jede Frequenz nahezu ungestört von einer anderen für die Mobilfunk- oder Fernsehübertragung eines einzelnen Senders, Hörers oder Programms verwendet werden. Hinzu gesellen sich bei genauer Betrachtung auch noch die zahlreichen feinstofflichen Vibrationsfelder – ätherisch, astral, mental, spinal etc.

Licht-SpektrumBetrachten wir einmal folgende Tatsache: Das sichtbare Licht ist nur ein kleiner Bereich des ganzen elektromagnetischen Spektrums, der ohne technische Hilfsmittel vom menschlichen Auge wahrgenommen werden kann. Er umfasst den Frequenzbereich von 400 bis 700 Nanometer. Das gesamte (irdische) Spektrum reicht von 0,01 Nanometer der kosmischen Strahlung bis etwa 1000 Meter Wellenlänge, so wird es von der Wissenschaft angegeben. Nun werden in den feinstofflichen Vibrationsfeldern die Frequenzen der wirkenden elektromagnetischen Kräfte Äther, Astralis, Mentalis usw. immer höher und damit noch energetischer. Sie bekommen aber auch etwas andere Qualitäten, Charaktere und Wirkungsmöglichkeiten. Da der normale Mensch keine stofflichen Sinnesorgane in und aus Materie für diese Vibrationsebenen entwickelt hat, wird er diese nicht mit seinen Sinnen wahrnehmen können, auch wenn die feinstofflichen Kräfte alles durchdringen, also auch hier und jetzt im Raum anwesend sind.

Ja, selbst die höchsten Vibrationen aus den göttlichen Lebensfeldern erreichen die Menschen immer, wenn sie sich dafür öffnen.

Sie sind ihnen «näher als Hände und Füße», wie es in der Bibel steht. Natürlich stehen diese universellen Lichtkräfte in den höheren kosmischen Gebieten in einer total anderen Vibration. Sie besitzen nicht nur ganz andere, gewaltigere Energien, sondern wirken auch in einer anderen „Richtung“. In einer Passage in dem gnostischen Werk „Die Pistis Sophia“ steht, was Jesus von diesen Lichtkräften nach seiner Auferstehung und Himmelfahrt seinen Jüngern berichtet:

„Siehe, die Zeit ist nun erfüllt. Ziehe das Kleid an und komme zu uns. Denn wir alle erwarten Dich, um Dich auf Befehl des Ersten Mysteriums mit seiner Pracht zu bekleiden.  ……  Danach ließ ich diesen Ort hinter mir und ging hinauf zur ersten Sphäre, die überaus leuchtete und zwar neunundvierzigmal stärker als damals, als ich im Firmament war. Als ich zum Tor der ersten Sphäre gelangte, kamen die Tore in Bewegung und öffneten sich alle gleichzeitig. – Ich trat ein in die Häuser der Sphäre, überaus leuchtend in unermesslichem Licht, und alle Archonten und alle Bewohner der Sphäre gerieten in Verwirrung. Sie sahen das große Licht, das mich umgab, und sie erblickten mein Kleid und sahen darauf das Mysterium ihres Namens. Und sie gerieten noch mehr in Aufregung und Furcht und riefen: «Wie ist der Herr des Alls durch unsere Mitte gegangen, ohne dass wir es wussten?» …
Sie bewegten alle ihre Äonen, Sphären und Ordnungen gleichzeitig voller Furcht und Zittern wegen des großen Lichtes, das mich umgab und das von anderer Beschaffenheit war als jenes, das mich umgab, als ich mich auf der Erde der Menschen befand. Denn die Welt hätte die Fülle dieses Lichtes nicht ertragen können. Es hätte die Welt und alles, was darin ist, unverzüglich vernichtet. Das Licht aber, das an mir war inmitten der zwölf Äonen, war 8700 Myriaden Mal stärker als jenes, das mich bei euch auf der Erde umgab. – Als nun alle, die sich in den zwölf Äonen befanden, das große Licht an mir sahen, gerieten sie in Aufruhr und liefen in den Äonen hierhin und dorthin. Alle Äonen und Himmel und ihre gesamte Ordnung bewegten sich gegeneinander aus großer Furcht, da sie das Mysterium, das sich ereignete, nicht kannten. Adamas, der große Tyrann, und alle in den Äonen wohnenden Tyrannen begannen vergeblich, gegen das Licht zu kämpfen. Und sie wussten nicht, gegen wen sie kämpften, da sie nichts sahen als das alles überwältigende Licht.“

Klar und unmissverständlich wird in diesem Text beschrieben, dass die Lichtkraft der höheren kosmischen Gebiete noch viele Myriaden mal mehr Energie und eine tausendmal höhere Frequenz hat, als die irdischen elektromagnetischen Kraftfelder, die uns wegen ihrer besonderen Eigenschaft der Durchdringung sehr nahe sind.

Die Art und Weise, wie sich das Licht im Weltall ausbreitet, wirkt für unser physikalisches Denken etwas mysteriös, weil der Mensch im allgemein gewohnt ist, beim Licht immer von „Strahlen“ oder «Strahlung» zu sprechen, die von einer Quelle, von einem Sender ausgehen. Natürlich kennt jeder die Sonne, den Mond und die Sterne, von denen das uns bekannte Licht zur Erde kommt, auch wenn sie Milliarden Lichtjahre dafür benötigen, wie die Astronomie ermittelt hat. Dass sich das Licht für den Menschen immer in Form von Strahlen bewegt, hat natürlich seinen Grund in der Art unserer materiell vorgeprägten Wahrnehmung, und der Position, die der Mensch sich darin gibt. Für ihn entwickelt sich alles Geschehen immer in Bezug zu ihm selbst. Nach seinen Vorstellungen ist er selbst stets der Mittelpunkt seines Lebens, seines Seins innerhalb der sinnlichen Wahrnehmungen seiner Umwelt, in der sich die Dinge der Welt vollziehen, so wie er sie sehen kann. Darum ist er oder sie für sich gesehen immer die zentrale Sonne, um die sich alles dreht. Da der Mensch sich selbst innerhalb einer physisch materiellen definierten Welt dann auch als Hauptakteur, als der Macher erfährt, muss auch das Licht sozusagen eine dementsprechende Aktionseinheit besitzen. Das Licht, die Sonne oder die Kerze, das Leuchtmittel in einer Lampe strahlt. In der Vorstellung des Menschen benutzt das Licht die Strahlen – so wie Speere – für seine Ausbreitung und Wirkung in Zeit und Raum.

Das Licht selbst sehen wir nicht.

Unter normalen Bedingungen sehen wir im Licht des Tages nur die beleuchteten Gegenstände oder Wände im Raum. Den Sonnenschein selbst sehen wir nicht oder sehr selten direkt, nur wenn wir direkt in die Lichtquelle hinein schauen. Wer durch die sommerliche Landschaft wandert, erblickt im strahlenden Licht (wir können es schon nicht mehr mit anderen Worten ausdrücken!) die sonnendurchflutete Landschaft, das Wechselspiel von Licht und Schatten auf den Feldern und Hügeln, das von den dahin ziehenden Wolken auf die weite Landschaft gezaubert wird. Aber direkt sieht man das Licht nicht. Wenn es da ist, sind alle Gegenstände hell. Dort wo das Licht nicht hinscheint, ist es dunkel, finster. Nur durch die Beschaffenheit der feuchten Augenoberfläche und wenn sich Wolken oder andere Hindernisse zwischen Sonne und den Betrachter schieben, sieht das Auge bei feuchter Atmosphäre so etwas wie Lichtstrahlen. Im physikalischen Labor werden diese „Strahlen“ in optischen Geräten mit Löchern und Linsen (beim Laser durch Kristalle und starke Magnetfelder) «aus dem Gesamtfeld Licht» ausgeschnitten, damit es analysiert und seine speziellen Effekte untersucht werden können. Entgegen diesen besonderen physikalisch bedingten Erkenntnissen, ist das Licht und sind alle anderen Kraftfelder tatsächlich in Art und Erscheinung ein homogenes elektromagnetisches Feld, das immer unteilbar ist, ganz gleich wie weit sich sein Kraftfeld ausdehnen kann. Das Licht ist immer und überall ein kugelförmiges Kraftfeld, das von der Lichtquelle nach allen Seiten ausgesendet wird. Genauso geschieht es mit allen anderen elektromagnetischen Wellen. Innerhalb des gesamten Feldes sind stets alle Eigenschaften des Lichtes, also auch einmodulierte Informationen, in allen Punkten des Feldes enthalten. Es kann im All verschiedene Lichtfelder geben, schnellere und langsamere, solche die unser Auge verarbeiten kann und solche, die wir nicht mit unseren Sinnesorganen, auch nicht mit den optischen Spezialgeräten erfassen können. Im Weltall gibt es keinen leeren Raum, in dem kein Kraftfeld vibriert. Überall, in allen sieben kosmischen Feldern, in allen sieben Dimensionen wirkt das Leben, das Licht, Bewusstsein und Werden, der Logos.

Schaut man die Welt einmal aus dieser Sicht der Kraftfelder an, dann wird überdeutlich, dass uneingeschränkt alles Sein durch- und miteinander wirkt. Es gibt wirklich Nichts, das getrennt vom anderen Sein existiert.
In dieser Weltanschauung ist das Billardkugeln-Nebeneinander und -Nacheinander auf einen Sonderfall der irdischen mechanistischen Physik begrenzt. Eigentlich war das vielen Menschen in ihrer Sicht auf die Götterwelt völlig selbstverständlich. Ob sich nun in Hellas alle Götterhierarchien auf dem Olymp zusammen fanden oder in Indien die Göttertrias unter Indra, Brahma, Vishnu oder Krishna mit den vielfältigen ihnen zugeordneten Kräften wirkten, oder in Ägypten die hohen Götter sich im Sonnengott Re vereinten, in allen Theogonien war die Schöpfung stets eine Einheit aus hehren Lichtkräften. Die unterschiedlichen Wirkungen für den Menschen bekamen in den Kulturen verschiedene Namen, die sich sogar regional deutlich unterschieden. Jedoch waren alle diese Kräfte in der Gesamtheit immer nur eine heilige Kraft, weit über alle Kräfte des Menschen erhaben. Der Mensch fühlte sich in allen Zeiten absolut abhängig von ihren Beeinflussungen, wie z.B. bei der Ernte, der Fruchtbarkeit, dem Erfolg in Krieg und Handel, selbst im Tod etc. Darum schufen die Könige oder Pharaonen die Gebetstempel, wo das Volk seine Opfer zur Besänftigung oder Animation der „Götter“ bringen konnte und heute noch kann. In den Texten des Hermes Trismegistos aus der ägyptischen Philosophie kommt klar zum Ausdruck, dass der eine Gott alles ist, dass ER alles durch sein Wort, den Logos, – Synonym für die bewusste göttliche Kraft – geschaffen hat und noch schafft, dass ER alles erkennt und erkannt sein will – also alles Geschaffene in seinem universalen Bewusstsein lebt.

In der hinduistischen, chaldäischen, griechischen und ägyptischen Kosmogonie werden zwei Weltschöpfungen angedeutet. Auch in der jüdischen Genesis, die in den ersten Büchern Moses beschrieben wird, werden eine erste Schöpfung in sieben Tagen und eine zweite Schöpfung des Paradieses und von Adam und Eva mit dem Sündenfall beschrieben. Diese repräsentiert einen späteren Schöpfungsprozess nach der vierten Erd-Inkarnation in die materielle Lebenssphäre, erklärt uns R. Steiner. Und jeder heilige Lehrer wird uns bestätigen, dass selbst diese aus dem heiligen Feld kommende Welt nur darum existent und lebensfähig ist, weil sie von SEINER Kraft durchdrungen ist, bis in das kleinste Lebewesen.

Trennen wir uns also von unserem partiellen, teilweisen und abgrenzenden Verstandesdenken. Alle Schöpfungen sind eine Einheit, auch wenn unsere materiellen Sinnesorgane eine andere Weltanschauung beweisen wollen. Mit unserem Erfassen haben wir prinzipiell immer Anteil an der Summe. Dieser Gedanke ist in einigen alten Lehren der indischen Philosophie deutlich zum Ausdruck gebracht worden. Das waren und sind konkrete Visionen der Wirklichkeit. Denn alle Menschen, alle Wesen, alles Leben ist immer, wenn auch unbewusst, auf eine gewisse Art mit allem, auch mit dem universellen Bewusstsein verbunden. Fragen Sie doch einmal einen Islamisten, einen gläubigen Hindu, oder einen Buddhisten! – Sie werden es ihnen bestätigen. Es sollte jedoch von allen in Demut und Bescheidenheit gesagt werden. Jeder Mensch kann immer nur den Teil des Ganzen erfassen, für den er in seinem mikrokosmischen Werden geeignet wurde. Die mentale Evolution geht einher mit Entfaltung der Rose im Herzen, dem Berührungspunkt mit der Monade. Das ist ein kontinuierlicher Prozess der Reife des Mikrokosmos und der Hinwendung des ihn bewohnenden Menschen zu einem höheren Bewusstsein.

Im Folgenden sollen drei besondere Aspekte näher betrachtet werden:
Im Folgenden sollen drei besondere Aspekte näher betrachtet werden:
Erstens die Vermischung der Kraftfelder, die isobare Resonanz,
zweitens die Bildung kugelförmiger Monaden oder Holokumulies und
drittens die Modulation und Zusammenarbeit der Kräfte.

Die Vermischung, das Neben- und Durcheinander der Kraftfelder ist darum möglich, weil sie in unserem Sinne unstofflich sind. Das bedeutet, der Raum, in dem sie vibrieren, wird durch ihre Existenz nicht für andere Wellenbereiche blockiert. Sie füllen den Raum ihrer Existenz nicht in der materiellen Form aus, wie z.B. Wasser oder Stein, die durch ihre Anwesenheit alle anderen Materialien verdrängen. Es sei denn, sie lösen sich ineinander auf oder emulgieren sich, verschmelzen miteinander. Das ist für uns eigentlich schon ein völlig selbstverständliches Phänomen. Hier sollten wir uns einen Moment Zeit gönnen, dieses kleine Wunder der Existenz noch einmal genauer anzuschauen. Die grobstofflichen Dinge beanspruchen einen konkreten Raum gegenüber den anderen materiellen Erscheinungen (mit Ausnahmen), aber nicht immer gegenüber den Wellenbereichen. Denn z.B. Röntgen- oder Neutronenstrahlungen können die Materie durchdringen. Töne, Schallwellen sind wesensmäßig an die Stoffwelt gebunden, weil sie durch Druckwellen in der Materie bestimmt werden, die sich in der vibrierenden Materie oder der Luft ausbreiten. Demgegenüber durchdringen sich das Licht, Radiowellen, elektromagnetische Vibrationen überall in Raum und Zeit immer gegenseitig. Also schwingen sie gemeinsam in einem Sein mit allen anderen Frequenzen. Zudem sind sie gegenseitig kohärent unter Einhaltung bestimmter Wellengesetze, wenn sie sich in der Frequenz unterscheiden, auf verschiedenen Energiehöhen vibrieren.

Die Grundregel für die gegenseitigen Aktionen in der Welt der Vibrationen oder Kraftfelder ist das isobare Resonanzgesetz: «Gleiches zu Gleichem».

Alles was nicht den gleichen Vibrationsschlüssel hat, wird nicht behindert oder vermischt. Eine Interferenz entsteht nur bei gleichen oder sehr ähnlichen Frequenzen. Bei elektromagnetischen Wellen ist die Frequenz über die Ausbreitungsgeschwindigkeit mit ihrer Wellenlänge verknüpft. Je höher die Frequenz, desto «mehr Wellen» pro Maßeinheit, desto höher die Energie. Damit wird auch eine Aussage über ihre Energie gemacht: je kürzer die Wellenlänge und je höher die Frequenz, desto größer ist die Energie, die sie transportieren. Das ist für die folgenden Überlegungen nicht ganz unerheblich.

Das Grundphänomen der kugelförmigen Entstehung eines elektromagnetischen Feldes ist eigentlich allen bekannt, die sich nur ein wenig mit Radiologie befasst haben. Die Impulse der Schwingungen dehnen sich von der Quelle nach allen Seiten gleichmäßig aus, bis an ein energetisches Ende. So entsteht ein kugelförmiges Feld, in dem die Vibration ausschwingt. Jedes Schwingungsfeld hat Kraft seiner ihm mitgegebenen Energie eine bestimmte Größe. Die Energie steht proportional zum Radius des Feldes. Sie nimmt energetisch immer mehr ab (im Quadrat der Entfernung), je weiter sich die Vibration von der Quelle entfernt. Die Reichweite hängt mit der Energiemenge zusammen, die vom Sender des Wellenfeldes gesendet wird. Hört der Sender auf zu senden, bricht das Feld zusammen, es erlischt. Das Feld bildet sich immer rings herum um den Sender als ein kugelförmiges Feld.

Der Kreis oder die Kugel ist die symmetrischste Form im All und folgt den prinzipiellen Gesetzen des Alls: absolute Harmonie in Gleichheit und Resonanz.

Die entstehenden Energieimpulse verlassen nicht wie geworfene Steine den Auslöser, sondern sie bleiben stets mit der Ursache verbunden und sind immer eins mit ihr. Auch die mit dem Feld mitschwingenden, aufmodulierten Informationen, wie z.B. Bild, Sprache oder Musik, breiten sich kugelförmig aus. Diese kugelförmigen Konfigurationen sind nicht nur ein Phänomen des gesamten Feldes, sondern auch eine strukturbildende Eigenschaft innerhalb der Kraftfelder. Giordano Bruno hat in seiner Vision des Kosmos diese schöpferischen Kraftfelder im Universum als Monaden bezeichnet.

Seine Einsichten könnten folgendermaßen zusammengefasst werden: Aus der Urmonade erklingen vom Anbeginn an sieben Schöpfungskräfte in den sieben Dimensionen aller universellen Monaden, die dann von der Uridee erregt ihrerseits galaktische Monaden emanieren. In Folge entstehen gleichermaßen in ihnen Myriaden Sonnenmonaden und planetare Monaden. Die dynamische Kaskade der monadischen Schöpfungen analog der Idee vom Anbeginn nimmt kein Ende bis für alle Wesen bis hin zu den Nanotierchen das Leben geoffenbart ist. Wie bei einem gewaltigen Orchester – auch wenn es das menschliche Denkvermögen nahezu überfordert – klingen alle universellen, galaktischen, solaren, planetaren Monaden in einer untrennbaren Einheit zusammen mit der ursächlichen Monade des Schöpfungsfeldes, Tao, Gott-Vater, Indra, Brahman o.ä. Alle auch sehr stark unterschiedenen Monaden des allumfassenden Universums sind stets und permanent eins mit der fundamentalen Einheit aller. Seit Anbeginn kommunizieren alle Monaden vollkommen zusammen mit allen anderen als Gruppe und im einzelnen in Harmonie mit der einen Idee, genauso harmonisch wie ihr Schöpfungsfeld. Wie die Monade der Erde ein Geschöpf der kosmischen Monade des Sonnensystems ist, so ist die Monade der Sonne wiederum ein Geschöpf der galaktischen Monade der Milchstraße. In der kosmischen Monade der Sonne kreisen auch die acht Monaden der anderen Planeten mit ihren Begleitern. So wie der Mond seine Monade bei seiner Schöpfung aus der Erdmonade empfangen hat, so haben die anderen Planetenmonde im Sonnensystem ebenfalls ihre Monaden aus ihren Mutterplaneten erhalten, als sie im Prozess der Hervorbringung erschaffen wurden. Die Monaden aller irdischen Wesen und Lebenswellen gliedern sich ein in die irdische Monade. Sie sind also immer eine Wirkungseinheit, und doch unterschieden nach den jeweils eingegebenen Aktionsstrukturen. Alle Monaden der universellen Evolution erstellen für alle Geschöpfe ein organisiertes Lebensfeld, einen Makrokosmos, einen Kosmos oder Mikrokosmos – je nach Größe des Geschöpfes – und dynamisieren darin die geschaffenen Entitäten, Wesen und Körper – Galaxien, Sonne, Planeten, Wesen, Menschen, Lebenswellen – zur Vollkommenheit ihres Seins und harmonisieren mit Liebe und Gerechtigkeit das Miteinander aller Wesen und Geschöpfe kraft des universalen Resonanzgesetzes. Für die konsequente Umsetzung der ihr innewohnenden Idee aus dem universalen Bewusstsein erstreben alle Monaden in der Herrlichkeit der Offenbarung mit den sieben Kräften des Alls die permanente Entwicklung ihrer Wesen – Engel, Menschen, Tiere, Pflanzen.

Die Monaden sind vollendete Kinder Gottes in allen sieben Kraftfeldern und als autonome Funktionseinheiten in sich uneingeschränkt lebensfähig. Über den permanenten Austausch von Kräften auf der Basis der isobaren Resonanz mit allen anderen Monaden entfaltet sich das stete Werden in allen kosmischen Gebieten. Damit leiten sie die Evolution der in ihren Arbeitsfeldern eingeborenen Geschöpfe.

In der Schönheit eines Regenbogens leuchtet eine weitere Qualität der Monaden auf. Wer schon einmal die frappierend glitzernden Reflektionen des Lichtes in den zahlreichen Wassertropfen eines Spinnennetzes im Morgentau gesehen hat, ahnt den Grund für die Projektion des Allgeschehens durch Indras Netz. In ihm erblicken wir symbolisch die ungezählten Möglichkeiten der interaktiven Kommunkation. Alle Wesen und Geschöpfe im All sind eingebettet in ihre Kosmen, in denen sich das Licht, die elektromagnetischen Felder aus allen Ebenen unterschiedlich reflektieren, nach der grundlegenden isobaren Resonanz im Allgeschehen. Der Begriff „Holon“, der auch Ken Wilbers Philosophie bestimmt, enthält unter anderem die Assoziation mit der physikalischen Technik der Holographie. Analog diesem holographischen Inhaltsphänomen wird die Eigenschaft der Monaden bestätigt, dass sie als strukturgebende Entitäten des ganzen Universums immer über die komplette Information des unbegrenzten Alls verfügen. In der Kohärenz aller Kraftfelder wird deutlich, wie die qualitative Kohabitation aller elektromagnetischen Felder im All das holistische Werden bestimmt.

Bei dieser Betrachtung ist allerdings zu berücksichtigen, dass der Begriff «elektromagnetisch» nicht nach irdischen Maßstäben auf die weiteren sechs Kraftfelder direkt übertragen werden kann. Die Astralis oder Mentalis z.B. ist nur insofern «elektrisch» bzw. «magnetisch», weil diese kosmischen Kräfte mittels der ihnen innewohnenden Energievibrationen und analog der gegenseitigen resonanten Anziehung bzw. Abstoßung wirken. Die Brechung des irdischen Lichtes zeigt uns symbolisch wie der Einfalls- und Austrittswinkel und die Qualität, wie z.B. «Dichte und Reinheit» des Kosmos, die «Farben» oder die Eigenschaften bestimmen, die mit dem reflektierten Licht weiter gereicht werden. Tritt eine Vibration in einen Kosmos oder Mikrokosmos ein, dann wird diese entsprechend der inneren Aufgaben verwendet und mit einer dementsprechenden inhaltlich veränderten Schwingung wieder ausgesendet.

Dabei muss noch ein drittes Phänomen der Kraftfelder beachtet werden, das uns bei der Akustik, z.B. in der Musik, geläufig ist, aber nicht immer bewusst wird. Die Grundschwingung, die Basisvibration z.B. eines Instrumentes oder einer Stimme wird durch Überlagerung mit zusätzlichen Vibrationen moduliert. Diese spezifischen „Klangfarben“ entstehen auch in den kosmischen Resonanzen. Folgende Analogie kann jeder beobachten: Schaut man auf eine bewegte Wasseroberfläche eines Sees, dann sieht man, wie das Wasser in großen Wellen auf das Ufer zurollt. Auf den großen aus der Tiefe kommenden Wellen kräuseln sich vom Wind auf der Wasseroberfläche noch zusätzlich kleinere Wellenfelder, die auf die großen breiten Wellen ihre Muster zaubern. Kleinere Windböen kräuseln selbst diese Wellen noch zu einer glitzernden Feinstruktur, die auf den großen Wellen reitend davongetragen wird.


Zur Erläuterung machen wir einen Seitensprung in die Akustik. Die empfundene Tonhöhe von Tönen aus Musikinstrumenten ist durch die Frequenz ihrer Grundschwingung bestimmt. Durch ein Instrument wird der Grundton, z.B. Kammerton a‘, mit weiteren Klangmodalitäten ausgestattet. Der erzeugte Ton verrät durch seine Klangfarbe, z.B. Obertöne, einem geschulten Ohr das Instrument und die Spieltechnik. Stellt man den Ton auf einem Oszillographen dar, so zeigt er keine glatte Sinuskurve, sondern ein vielfach gezacktes Bild, in der die Grundschwingung – Ton a‘ – wohl noch zu erkennen ist. Analog können mehrere Schwingungsmodulationen entstehen, das bedeutet, es können diverse Inhalte mit den Kraftfeldern ausgesendet werden, z.B. die Sprache des Nachrichtensprechers, die Bilder eines Vulkanausbruches oder ein Konzert aus der Mailänder Skala, wie es eigentlich allgemein bekannt ist und am Fernseher weltweit, auch in den entlegendsten Ecken der Welt völlig selbstverständlich konsumiert wird.

In dem «Corpus Hermeticum», einem Buch über «Alchemie und Gnosis», das einem «Hermes Trismegistus» zugeschrieben wird – es kam in der Renaissance über «Marsilio Ficino» aus der arabische Welt nach Europa –, werden schon viele Ansichten über die kosmischen Kraftfelder beschrieben. Obgleich die Menschen in der Antike und davor wohl kaum die Kernphysik erforscht haben, wie uns die Archäologen wissen lassen, waren den damaligen Weisen oder Eingeweihten wohl schon die grundlegenden Gesetzmäßigkeiten der unstofflichen oder metaphysischen Welt bekannt. So kann man auch heute feststellen:

Erstens: Alles Leben ist ein Zusammenwirken zahlloser Vibrationen aus vielen Quellen, die alle aus einer gespeist werden, dem einen ungeschaffenen, unkennbaren Kraftfeld der Offenbarung, in das alle Universen eingebettet sind.

Zweitens: Sieben mal sieben gleich 49 Kraftfelder wirken im All immer durcheinander und miteinander. Das zeitliche Nacheinander und das räumliche Nebeneinander sind spezifische Eigenschaften der Materie im irdischen Kosmos, die den mechanischen Gesetzen der Physik gehorchen.

Drittens: Alle Kraftfelder bilden immer und überall kugelförmige Kosmen, Monaden. Selbst die höchste «unkennbare Gottheit» wird in Offenbarung als ein Kreis mit einem Punkt symbolisiert. So hat es z.B. Mme. H.P. Blavatsky von ihren Mahatmas übermittelt bekommen. Die Monaden entsprechen den «Kindern Gottes». Diese schaffen aus ihren Kräften für die Weiterentfaltung der Schöpfung entwicklungsfähige Arbeitsfelder, Makrokosmen, Kosmen bzw. Mikrokosmen, in denen Wesen, Geschöpfe – Galaxien, Sonnen, Planeten, Menschen – evolvieren und bis zur Vollendung heranreifen. Darin spiegelt sich auch die Trinität der Alloffenbarung: Vater = Monade; Sohn = Geschöpf; Heiliger Geist = Arbeitsfeld, Kosmos.

Viertens: Alle Kräfte in Offenbarung wirken kohärent nach der isobaren Resonanz. Alle Monaden, Entitäten etc. empfangen für ihre Entfaltung die erforderlichen Vibrationen, wandeln alle bei der eigenen Verwendung um, und spiegeln alle Kräfte mit den neuen Informationen weiter. Durch dieses permanente Empfangen, Umwandeln und Wegschenken kann sich alle Schöpfung, alle Entitäten und Wesen stets erneuern.

Fünftens: In allen Kraftfeldern, Geschöpfen und Lebenswellen wirken bei der interkosmischen Evolution – erschaffend, konzipierend, regulierend, mitdenkend – die liebevollen, barmherzigen, sinngebenden und inspirierenden Vibrationen des universalen Bewusstseins. Es gibt Nichts im All, das nicht in seinem Bewusstsein, dem Logos, ist. TAO ist überall in der Mitte. In den Veden ist es Brahman, der alles erschafft und belebt.

Sechstens: Alles Kräftespiel in unserem Universum ist eine einzige holistische Einheit. Alle vielfältigen Dimensionen, Kräfte, Geschöpfe und Wirkungen stehen immer und überall in der einen unabänderlichen Kohabitation in den sieben Dimensionen. Die Unter- und Abgeschiedenheiten gibt es nur im Erfassen und Denken des stofflichen Menschen während seiner materiellen Entwicklungsphase bis zum Selbstbewusstsein.

Siebtens: Es gibt an keiner Stelle des Alls und zu keiner Zeit eine nutzlose Verschwendung von Energie. Der «Tod» ist eine Schimäre im lebenden Wechselspiel der Schöpfung. Er gehört zu den absurden physischen Gedankenmodellen innerhalb der irdischen, materiellen Weltanschauung. Alles Sein befindet sich in einem holistischen Umwandlungsprozess, das Leben ist eine dynamische teleologische Entropie, eine kontinuierliche Umwandlung der «elektromagnetischen» Energien von einem Wirkungszustand in einen anderen.

Die Grundregeln der All-Komposition

In dieser Weltsicht der geistigen metaphysischen Wellenfelder geschieht alles durch Interferenzen und Kohärenzen holistisch miteinander. Es existieren einige Regeln, die dieses Miteinander in einer absolut harmonischen schöpferischen Ordnung klingen lassen, wie ein gewaltiges Orchester. Jedes Instrument spielt mit seinem individuellen Klang und seinem einzigartigen Timbre. Unter der Leitung einer überwältigenden göttlichen Komposition aus Liebe, Wahrheit und Gerechtigkeit spielen sie eine überwältigende Seinssymphonie. Gerade weil alle unterschiedlichen Instrumente harmonisch für ein gemeinsames Ziel miteinander spielen, erfüllt ein wundervolles «Klangerlebnis» alle Universen, die dann mit ansteigender herrlichen Kohabitation antworten. An diesem allegorisch zu verstehenden Bild für die Schöpfung können wir ermessen, wie das Bewusstsein einerseits alles umfassend und andererseits in jedem einzelnen kooperierenden Wesen oder Kosmos wirkt und stets an allen einzelnen Untergliederungen, an noch so winzigen Bereichen beteiligt ist. Jede Melodienfolge, jeder Akkord, jeder Ton wird in jedem Detail liebevoll zum Ganzen, zu einer großen zusammenwirkenden Harmonie, geführt.
In diesem Orchester der Offenbarung gibt es auch eine primäre Schutzfunktion des Lebens, die in der ewigen Philosophie «Nemesis» genannt wird. Diese absolute Gerechtigkeit basiert auf dem isobaren Resonanzgesetz nach dem Gleichheitsprinzip, so dass immer die Harmonie aller im dynamischen Miteinander gesichert bleibt. In der griechischen Mythologie wird «Nemesis», die Göttin des Schicksals der alten Griechen  mit einer Augenbinde dargestellt, nicht weil sie blind aburteilt, sondern weil im All die persönlichen, linear körperlichen Aspekte keine zu bewertenden Faktoren sind. Alles Leben in der gewaltigen Schöpfung, ganz gleich auf welcher energetischen Ebene und in welchem Entwicklungsstadium, gründet auf dem harmonischen Mithelfen in der Gesamtentwicklung. Um die Grundstrukturen der dynamischen Wechselwirkungen in der interkosmischen Evolution zu erhalten, bemühen sich alle Geschöpfe darum, jeden einzelnen Mitwirkenden stets erneut für diese Mitarbeit geeignet zu machen, wenn er einmal abgewichen sein sollte, und ihn erneut mit seinen Vermögen wieder in das harmonische Allgeschehen einzuweisen. Darum sind «Nemesis‘ Wege» für das menschliche Bedenken angesichts der vielfältigen Interaktionen der kosmischen Kräfte unübersehbar verschlungen wie in einem Labyrinth.

Das Resonanzgesetz – die Spiegelung oder Reflexion

Dieses Gesetz des Alls ist in den Weisheitslehren da und dort verborgen bereits genannt. Die Gesetze der Resonanz, der Spiegelung oder Reflexion für alle Kraftfelder wurden schon erwähnt. Sie werden in der physikalischen Lehre vom Licht, in der Optik oder in der elektromagnetischen Wellenlehre ausführlich beschrieben. Die Analogien zu den wissenschaftlich physikalischen Darstellungen können hier nur vergleichsweise herangezogen werden, weil die Bedingungen des Universums nicht in einem Labor nachgestellt werden können. Abgesehen von den viel größeren Dimensionen in den Energieformen sind auch die Wesensqualitäten der Kraftfelder vielfach anders, als die auf der Erde bekannten elektromagnetischen Wirkungen. Dennoch können zahlreiche Erscheinungen mit unseren Bildern erklärt werden, auch dann, wenn die Vergleiche niemals präzise sein können. Das Resonanzgesetz ist z.B. als Echoprinzip aus der Akustik bekannt, und der Begriff Reflexion hat bereits im Denken seinen Platz gefunden. In der hinduistischen Philosophie weiß man schon seit Jahrtausenden, dass die weltlichen Gegenstände eigentlich nur Erscheinungen sind, darum der treffende Name Maya. Dieser Tatbestand könnte auch den europamerikanischen Menschen bekannt sein, wenn er sich seiner Wahrnehmung direkt bewusster wäre. Alles sinnesorganische Erfassen von Gegenständen ist immer nur ein Erkennen der Veränderungen in den eigenen Sinnesorganen, die auch nur die äußere Erscheinung sehen, ertasten, riechen etc. Am deutlichsten wird es beim Sehen. Das Auge vermittelt immer nur den reflektierten Lichtschein, und davon auch nur den Anteil, der von der Oberfläche des Gegenstandes nicht resorbiert und meistens in Wärmeenergie umgewandelt wird. Der Mensch sieht nicht das Haus, wie es innerlich ist, sondern nur die Oberfläche der Außenmauern oder des Verputzes. In der meist gewohnten sprachlichen Vereinfachung wird dann gesagt, ich sehe ein Haus; der Mensch jedoch sieht nicht das Haus sondern nur den Widerschein der Außenhaut. Da diese Aussage seit dem Kindergarten allen jungen Menschen beigebracht wird, wird sich der Mensch meistens der tatsächlichen Wahrnehmung nicht bewusst. So träumt er vor sich hin, dass er in den Gegenständen die Wirklichkeit sähe. Es bleibt jedoch eben nur die Reflexion des Lichtes, der Schein oder die Erscheinung.
Allerdings geht dieses Gesetz der Reflexion noch viel tiefer. Jede Aktion, jeder Gedanke, jeder Wunsch und jeder Zornesausbruch wird direkt im eigenen Mikrokosmos reflektiert, sowohl nach innen als auch nach außen. Es ist meistens nicht nur eine eindimensionale Spiegelung, wie an einer glatten Oberfläche, sondern ähnelt mehr der Reflexion in einem vielfach geschliffenen Kristall. Struktur und Vielflächigkeit sind vom Medium selbst – Äther, Astralis, Mentalis – abhängig, sowie von den in den Kraftebenen vibrierenden Absichten, Ideationen und ihrem Zusammenspiel. Hinzu kommen noch Attribute, die dadurch entstehen, dass alle Kraftfelder Bewertungsaspekte mittragen, die der Reflexion „bedachte Brechungen“ aufmodulieren, z.B. eine Reduktion oder Multiplikation entsprechend dem beabsichtigten Auftrag. Das Ganze macht es selbstverständlich etwas problematisch, darüber Bilder aus der physikalisch-technischen Denkwelt heranzuziehen, die nur die Kräfte ohne Bewusstheit kennen, wodurch alles immer „körperlich verzerrt“, mechanistisch, technisch kalt und leblos definiert wird. In der Wellenlehre des Alls gibt es weder harte Steine, noch hölzerne Türen von einem Raum zum anderen, oder kullernde Kegelkugeln, noch irgendwelche unlebendigen Korrelationen der Wesen ohne Wahrnehmen und Bedenken.

Eine passende Analogie für dieses fließende Miteinander findet sich in den neuesten Erkenntnissen über die Kommunikation und Reflexionen in den Feinstrukturen des Wassers. Aus der normalen Sichtweise ist das Wasser ein einziges fließendes Element. Untersucht man das Wasser etwas genauer, wird eine besondere molekulare Struktur sichtbar. Da zeigt sich, wie sich mehrere Wassermoleküle auf der Basis ionischer Anziehung zu Cluster zusammenfügen. Nun haben japanische Forscher durch langjährige Untersuchungen herausgefunden, dass das Wasser Informationen unterschiedlich aufnehmen und übertragen kann. Dies stellt den Beweis dar, dass in den Schwingungskörpern des Wassers Informationen kommuniziert und reflektiert werden, wie letztlich in allen organischen Wesen und Strukturen. («Welt im Tropfen», Team um Prof. Dr.-Ing. Bern Kröplin; «The Message from Water», Masaru Emoto, «Water and Hado», Dr. Lee H. Lorenzen)
Auch das Licht ist immer ein einziges Feld, wie wir mit eigenen Augen feststellen können. Bei genauer Betrachtung der Feinstruktur, wie z.B. in der Holografie, erfahren wir von den Kraftkugeln des Lichtes. Die Holographie stellt sehr schön dar, wie das Licht, analog den zweidimensionalen Wellenkreisen auf einer Wasseroberfläche, kugelförmige Kraftfelder bildet. Allerdings sind elektromagnetische Felder immer räumlich, dreidimensional. Das Licht ist ebenso wie das Wasser oder die Luft in der Lage, Informationen aufzunehmen und weiter zu geben. Seit Jahrtausenden sind es Menschen gewohnt, Lichteffekte für die zwischenmenschliche Kommunikation zu verwenden, z.B. beim Leuchtfeuer, bei Leuchtreklamen, beim Film, Fernsehen, Computer, aber auch für medizinische Anwendungen und physikalische Versuche. Zudem gibt es auch lichtinterne Reflexionen, analog der Modulation von Radiowellen. Letztens es ist gelungen, eine an Biophotonen gebundene Informationsverteilung in den Organen des menschlichen Körpers nachzuweisen. Jede Kommunikation ist nicht nur von der Art und den Qualitäten des Senders: Klarheit, Kraft und Dynamik sowie den Qualitäten des Reflektors, unter anderem von seiner Form, Größe, Durchlässigkeit, Reinheit und Konsistenz abhängig, sondern auch von der Auffassung und Erkenntnismöglichkeit des Empfängers mit seinen Qualitäten in den Empfangsstrukturen. Die Resonanzgesetze bestimmen mit ihren isobaren Regeln die beständige Evolution der Schöpfung in einer dynamischen Einheit.

Das isobare Resonanzgesetz garantiert, dass sich jede Änderung oder Neuerung harmonisch in das kosmische Gesamtgeschehen einfügt.

Was nicht mit der grundlegenden schöpferischen Idee mitschwingen kann, findet sich so lange in einem abgegliederten kugelförmigen Weltfeld zusammen, bis es seine Abweichungen von der grundlegenden Idee in der Monade selbst erfahren hat und aus dieser Erkenntnis heraus die Wiedereingliederung beginnt. Darin ist die Gnade der weisen Göttin Nemesis verborgen. Nichts kann IHM, dem Allbewusstsein, entfallen. Alles bleibt im universalen Bewusstsein enthalten, wird sich stets wieder positiv zu IHM wenden, aus IHM sein und letztlich für die weitere Entfaltung bewusst wahrnehmen, denken und entscheiden, und damit wirken und arbeiten. SEINE Barmherzigkeit geschieht in allen Monaden, Wesen, Entitäten und auch im Menschen, selbst in den aus irdischer Perspektive bezeichneten Bösen, den stigmatisierten Sündern oder Abweichlern vom Plan.
Gleiche Gedanken ziehen sich an und finden zusammen aufgrund ihrer isobaren Vibration. Gleiche astrale Vibrationen ballen sich im Jenseits zusammen, auch wenn es hier auf Erden niemand bemerkt. Das unglücklichste Beispiel dafür sind die mental-astralen Äonen und Archonten unter dem Himmel, die sich aus den zahllosen egoistischen Gedankenwolken der Menschheit seit Anbeginn aller Zeiten kumulieren. Das Gedächtnis der Menschheit vibriert um den Kosmos und wirkt aufgrund seines Entstehens und seiner aktuellen Dynamik gleichsam wie ein Naturgesetz mit allen Wesen. Das Akashafeld überschattet alle Menschen und drängt sie zu den unglaublichsten Taten.

In einigen amerikanischen Denkschulen hat sich zur Zeit für die Erscheinung des gemeinsamen Denkfeldes der Begriff „morphisches Feld“ herausgebildet. „Als morphisches Feld, ursprünglich auch als morphogenetisches Feld, bezeichnet der britische Biologe Rupert Sheldrake ein ‚hypothetisches‘ Feld, das als „formbildende Verursachung“ für die Entwicklung von Strukturen sowohl in der Biologie, Physik, Chemie, aber auch in der Gesellschaft verantwortlich sein soll. In seinem 1988 veröffentlichten Werk „Das Gedächtnis der Natur. Das Geheimnis der Entstehung der Formen in der Natur“ erweiterte er seine Hypothese dahingehend, dass die morphischen Felder auch die Naturgesetze selbst erfassen. Nach dieser Sichtweise bestände die Natur möglicherweise nicht nur aus Naturgesetzen, sondern auch aus Regelkreisen.“ (Zitat Wikipedia)

Diese isobaren Regelkreise, die Monaden aus nirvanischen, mentalen, astralen und ätherischen Feldern, gewährleisten in jedem Kosmos, in jedem geschaffenen Wesen das Harmoniegesetz. Sie wirken aus unserer Sicht nahezu automatisch in dem Sinne: Alles was in gleicher Schwingung vibriert, wird assimiliert und gespiegelt. Alles was nicht damit übereinstimmen kann, wird wieder ausgeschieden oder gleich abgestoßen. Alle Menschen kennen die Wirkung von Sympathie und Antipathie, die Reaktionen nach den unterschiedlichen Geschmäckern. Der eine liebt dieses, was der andere nicht leiden kann, usw. Auf diese sehr einfache Weise realisiert sich auf allen Ebenen jeder Stoff- bzw. Kraftwechsel. Auf diese Weise funktionieren Maschinen, vor allem elektromagnetisch oder elektronisch gesteuerte, aber auch alle zwischenmenschliche Kommunikation. Selbst beim Wahrnehmen mit seinen Sinnesorganen kann der Mensch immer nur das effektiv wahrnehmen, was mit seiner inneren isobaren Vibration oder Information bereits im Gedächtnis gespeichert ist. Jede Firma, jeder Konzern, jedes Ashram, jedes Kloster, jede Hilfsorganisation, jede religiöse Institution, jeder Verein, jede internationale Organisation und jeder Staat werden von einer gemeinsamen Wolke aus den von ihrer Institution aufgerufenen spinalen, mentalen, astralen und ätherischen Kräften geleitet. Jede Institution entwickelt aus ihren Planungen und Mitarbeitern ein zugehöriges multiplexes morphisches Feld, oder anders gesagt, einen mehr oder weniger großen Äon, der letztlich alle seine Aktionen bestimmt. Dieser Äon wird vom Chef, dem Vorstand, von allen Angestellten, Aktionären, Bürgern, Mitgliedern oder Äbten, Kardinälen, Mönchen oder Nonnen – je nachdem – hervorgebracht, ernährt und durch tägliches Mitdenken, Mitfühlen und Mitmachen gepflegt.


Es gibt aber auch Bruderschaften der Monaden in der Schöpfung, die mit der Förderung der Evolution des Kosmos sowie der zugehörigen Mikrokosmen befasst sind. Viele und gigantische mentale und spinale Felder halten nicht nur für jede evolvierende Entität den Weg offen, sondern es gehen von ihnen vor allem helfende Kräfte aus, die die gestörte Harmonie im Sonnenkosmos immer wieder herstellen. Der menschliche Verstand kann weder wahrnehmen noch verstehen, warum es in der Schöpfung der absoluten Freiheit, in der auch alle Geschöpfe stets harmonisch im gewaltigen Orchester der Universen mitspielen, auch die Freiheit geben muss, sich mit einer eigenen Melodie abzusondern. In dieser unverständlichen Situation wirken die liebevollen Gesetze des Alls über eine Veränderung der Wahrnehmung und des Bewertens. Durch Verwirklichung und Erfahrung wird alles über eine gewisse Zeitspanne nach dem isobaren Resonanzgesetz wieder in die vorgesehene Komposition zurückgeführt. Darin ist auch für das menschliche Schicksal die auf den irdischen Kosmos beschränkte materielle Naturordnung eingebettet, in der die bewusst werdenden Menschen im Laufe von Inkarnationen Einsicht erhalten können, welche Regeln als Grundstruktur für das kosmische Miteinander gelten. Die erwachenden Kandidaten lernen auf ihrem Erfahrungsweg durch die stoffgebundenen Konflikte in der Polarität, mit den ihnen stetig zur Verfügung gestellten Kräften positiv und aktiv im Sinne des ursprünglichen Planes zu wirken.

Das isobare Resonanzgesetz kann der Mensch selbst, z.B. im Traum oder bei anderen Astralwanderungen kennen lernen. Entschwindet er nämlich mit seinem niederen Astralkörper in die Sphären des Jenseits, dann erreicht er mit seiner Wahrnehmung stets nur die unteren astralen Gebiete, die den gleichen Vibrationsschlüssel haben wie sein eigener Mikrokosmos. Dabei ist nicht der aktuelle Wunsch oder das bewusste Begehren entscheidend, sondern die isobare Grundschwingung im gesamten aurischen Wesen. Ist diese egoistisch und selbsterhaltend mit Besitzvorstellungen von irdischen Gütern, Privilegien oder lustvollen egoistischen Begierden gefärbt, so wird die astrale Reise auch nur in gleichartige Gebiete führen können. Darum sollte ein prinzipiell neidischer oder eifersüchtiger Mensch möglichst keine Unternehmungen starten, die ihn in die Astralis auswandern lassen (z.B. durch Drogen), denn er würde nur seinem eigenen Zerberus begegnen und in unappetitlichen Horrortrips landen, von denen so viel Sensationelles in esoterischen Medien berichtet wird. Wer das tägliche Leben einmal aus dieser Perspektive betrachtet, stellt sehr schnell fest, dass kaum ein Normalbürger davon ausgeht, dass er in seinem Leben immer nur das erlebt, was zu ihm kommen muss, weil er sich durch frühere Handlungen, Gedanken und Wünsche dafür magnetisch gemacht hat. Das Resonanzgesetz ist trotz alledem in dieser Hinsicht eindeutig, und lässt wenig Spielraum für Schuldzuweisungen an Umwelt und Mitbürger, wie es eigentlich zur Gewohnheit geworden ist. Wenn Karl Marx in seinen philosophischen Abhandlungen logisch begründet, dass die Umwelt den Menschen prägt, so ist damit eigentlich etwas viel weiter Reichendes gemeint als das materielle Dasein. Das aurische Feld und seine Vibrationen gehören ebenfalls zu dieser Umwelt, die innerhalb des Mikrokosmos sogar die gesellschaftliche oder landestypische Umgebung des Menschen bestimmt, und natürlich alle damit verbundenen Lebenskonflikte sowie deren Art der Bewältigung. Das Schicksal ist immer das Ergebnis der im Mikrokosmos vorgegebenen Strukturen, womit der Mensch in seinem aurischen Wesen eine klare Mitschwingung hat, weil sie zu seinen Lösungsaufgaben gehören, die ihm von der Monade über die höheren Lebensfelder aufgetragen werden.

Aus einer höheren Schau der Wirklichkeit wickeln sich alle menschlichen Beziehungen nach dem isobaren Resonanzgesetz ab.

Darin realisieren sich aber auch die Prinzipien der Liebe, der empathischen Anteilnahme am Schicksal des Anderen, des mitfühlenden Bedenkens und der ehrlichen Verantwortung für die Gesellschaft als Ganzes etc. Denn wenn der Mensch seinen eigenen Seinszustand ehrlich und ohne Beschönigung erkennt, wenn in ihm ein Begehren nach wahrer Veränderung lebt und ihm die Kraft dafür geschenkt wird, kann in ihm ein neues Sehnen nach höheren Idealen aufflammen. In diesem astralen Prozess wird ihm dann die Verbindung mit dem höheren Mentalvermögen geschenkt. Hierin spiegeln sich die ersten Aspekte der nirvanischen Felder. Das universelle Bewusstsein im Kosmos ermöglicht dem Mikrokosmos die ersten entscheidenden Schritte zur Loslösung von den an die Materie bindenden Sachzwängen, wenn er sich diesem Prozess zuwendet. Jede Aktivität im Denken, Begehren und Handeln wird im menschlichen Feld der Erde zu einer Kraft- und Gedächtnisstruktur, der Akasha-Chronik, wie sie von Rudolf Steiner genannt wird. Die Gedächtnisse der Natur in den jeweiligen Kraftfeldern sind eine äußerst sinnvolle Einrichtung für die Weiterentwicklung auf allen Ebenen. Die abgespeicherten Erfahrungen sorgen dafür, dass einmal getätigte oder gedachte und gefühlte Fehlaktivitäten gegen die geplante Evolution nicht wiederholt werden. Das führt sehr selbstverständlich den ganzen Kosmos wieder in die Harmonie mit dem universalen Bewusstsein zurück. Alle, die diese Zusammenhänge auf der Basis ihres erwachenden Herzbewusstseins erfassen, werden aktiv an dieser Wiedereingliederung der Erde in die ursprüngliche Schöpfung aus Licht und Bewusstsein mitwirken.

Die Triangel-Reaktion

Die «Trinität» des Schöpfer-Gottes wird in vielen Religionen an den Anfang der Kosmogonie gestellt. Die Heilige Dreifaltigkeit oder Trinität (lat. trinitas ‚Dreizahl‘) bezeichnet in der christlichen Theologie die Wesens-Einheit von Gott Vater, Sohn (Jesus Christus) und Heiliger Geist.
Diese höchsten Götter – Wirksamkeiten – werden aus dem Urprinzip «Gott» als Regenten der drei grundlegenden Prinzipien des Alls geschaffen, nicht aber als drei Substanzen oder drei separate Götter aufgefasst. Das wird bei den verschieden gefärbten Glaubensrichtungen von deren Exegeten wieder unterschiedlich philosophisch erläutert. Mittlerweile wird aus den neuesten Forschungen in Physik, Biologie, Kosmologie und transpersonale Psychologie (Noetik) ersichtlich, dass es ein wie auch immer geartetes Urfeld, ein Universum hinter dem Universum geben müsste, welches das uns bekannte Universum in-formiert. Die modernen Begriffe wie PSI-Feld, Quantenvakuum, Akashafeld sind nur aus den bisherigen Veröffentlichungen abgeleitete Bezeichnungen der immer noch in materiell orientierten Begriffen denkenden Autoren. Es gibt jedoch mittlerweile viele Physiker, die ein andere Ansicht vertreten. Stanislav Grof schreibt z.B.: „Die Welt der festen Materie wurde durch die des Prozesses, des Geschehens, der Beziehungen ersetzt. In der subatomaren Analyse verschwand die feste Newtonsche Materie und wurde durch Aktivität, Form, abstrakte Ordnung und Muster ersetzt. Um mit den Worten des berühmten Mathematikers und Physikers Sir James Jeans zu reden: »Das Universum gleicht immer weniger einer Maschine und immer mehr einem Gedankensystem.« Die dreidimensionale Raum- und die eindimensionale Zeitvorstellung Newtons wich dem vierdimensionalen Kontinuum von Raum-Zeit Einsteins. Die objektive Welt lässt sich nicht mehr von dem Beobachter trennen (Werner Heisenberg) und das lineare Prinzip von Ursache und Wirkung verliert seinen Platz als das einzige und notwendige verbindende Prinzip im Universum. Selbst in der modernen Physik ist das Universum nicht mehr das gigantische mechanische Uhrwerk Newtons, sondern ein verbundenes Netzwerk von Ereignissen und Beziehungen.“ Die Sinnlosigkeit des Daseins der Existentialisten löst sich im 20. Jahrhundert in eine neue Sinnhaftigkeit auf, die Wesenlosigkeit wird von der Erkenntnis abgelöst, die eine bewusst gelenkte Schöpfung wahrscheinlicher werden lässt, als die Zufallsschöpfung. Die Erkenntnisse über äußerst fein aufeinander abgestimmten Kohärenzen und Korrelationen im All zwingen zu diesem neuen Weltbild, das eigentlich schon so alt ist, wie die Menschheit selbst. Sie ist nämlich wesentlicher Bestandteil der uns bekannten Schöpfung. Ein Blick in die spannenden Zusammenhänge von den lebendigen Kraftfeldern unserer Welt hätte nicht nur der christlichen Welt einige der entsetzlichsten Dramen ersparen können, sondern auch der Radikalität des Islam einiges seiner Schärfe genommen. Bei diesen Überlegungen können die Gedanken von J.C. Maxwell sehr hilfreich sein. Er postulierte in seinen Betrachtungen zum Elektromagnetismus: „Ein sich bewegender elektrischer Strom erzeugt ein Magnetfeld; ein sich bewegendes Magnetfeld erzeugt einen elektrischen Strom, wie z.B. mit Hilfe eines Dynamos.“ In diesen Forschungsbereichen hatte sich auch Nikolas Tesla noch weiter an die Grenzen der Wahrnehmbarkeit bewegt und nahezu (?) den elektrischen Äther entdeckt. Die beiden Felder der Elektrizität und des Magnetismus sind in einer gewissen Weise induktiv miteinander verschränkt. Bewegen sich beide Felder gemeinsam, wird zusammen mit dem elektrischen Äther ein noch höheres Vibrations-Feld aktiviert, das mit dem physikalischen Begriff  Gravitation korrespondiert.

So kann deutlich erkannt werden, dass zwei Kräfte durch ein Miteinander eine neue Kraft induzieren. Durch das Zusammenspiel nach bestimmten Regeln wird ein weiteres ausstrahlendes Feld nach dem allegorischen Schema: Idee (Plan), Begehren (Dynamik), Tat (Realisation) aktiviert. Im Bewusstsein entstehen Idee und Plan, im Begehren verbinden sich der Wille mit kraftvoller Dynamik, die Tat strukturiert sich von der Logistik bis zur Fertigstellung.

Übertragen wir dieses Arbeitsmodell mit allem Bedacht auf die Kraftfelder. – Keine Analogie ist perfekt!

1. Das Bewusstsein interferiert mit der Ideation und löst im spirituellen Feld ein strahlendes Vermögen aus.
2. Das spirituelle Feld inspiriert das Spinalfeld und dort werden die Reflexionen in das mentalen Vermögen vorbearbeitet.
2. Das spirituelle Feld inspiriert das Spinalfeld und dort werden die Reflexionen in das mentale Vermögen vorbearbeitet.
3. Die hohen Geistesblitze aus der Spinalis entzünden das Mentalfeld. Dort bildet sich ein mentaler Komplex, der das Astralfeld aktiviert,
wodurch sich letztlich über das Ätherfeld in der irdischen Natur die materielle Schöpfung im Stoff offenbart.

 


„Kehren wir für einen Moment in unsere eigene Wirklichkeit zurück. Der Leser dieser Gedanken steht gleichzeitig immer im Empfang seiner eigenen Gedächtnisinhalte, seiner persönlichen Vorstellungen und seiner ganz privaten Wahrheiten, die für ihn die absolute Wirklichkeit bestimmen, in der er lebt. Diese inneren „Wahrheiten“ sind, wie nicht anders zu erwarten, in seiner Welt gewachsen, die in den westlich orientierten Kulturen vom Materialismus dominiert wird. Zahllose Vorstellungen von autorisierten Fachkompetenzen haben sich im Unterbewusstsein eingenistet und bestehen darauf, weiterhin existent sein zu dürfen. Darum ist meistens jeder ernsthafte Versuch, über das eigene Meer der inneren Wahrheiten hinauszusteigen, um eine davon unabhängige Anschauung zu erlangen, immer dann zum Scheitern verurteilt, wenn der Betrachter das unbewusste mentale und emotionale Gepäck seines Gedächtnisses unbedingt festhält und absolut nicht preisgeben kann. Darum können wir Menschen die Schöpfungsprinzipien immer nur von «unten» anschauen. Hinzu kommt leider, dass wir für alle Erklärungen das Vokabular der allgemein üblichen, vorgeprägten Wortbilder der vorherrschenden Sprachen verwenden müssen, um die Vision aus einem anderen Denkraum verständlich zu machen. Die damit verbundenen Behinderungen des materiell aufgebauten Bildervorrats im Gedächtnis sind dem Autor sehr wohl bewusst. Dennoch wird hier der Versuch gewagt, über das partielle und zelluläre Denken ein kybernetisches, ein multidimensionales Denken vorzustellen, in dem die Abhängigkeiten und Beeinflussungen durch und innerhalb der verschiedenen Kraftfelder keine körperlichen Bausteine, Ketten oder Schlachten sind, sondern Kosmen, Holokumulies, die in Vibrationen, Interferenzen, Melodien und Symphonien miteinander kommunizieren.“


 

Die Wirkungstriade aller Ereignisse kann auf allen Ebenen des Daseins erkannt werden:
1. Idee. Als erstes entsteht bei allen Aktivitäten im Bewusstsein eine abstrakte Vorstellung vom Auftrag oder vom Ziel, eine Ahnung dessen, welche Schritte zu tun wären, um das Empfundene, das Erwünschte zu verwirklichen. Das kann im Bruchteil einer Sekunde ablaufen, oder viel länger dauern.
2. Projekt, Konzeption. Als zweites entsteht im Bedenken ein Ablaufplan. Man bespricht sich mit seinem Partner, mit einem Freund oder beauftragt einen Fachmann. Es entstehen Strukturen der Lösung, eine Logistik zur Realisation, die Art der Beschaffung der erforderlichen Informationen und Materialien werden entwickelt. Die einzelnen Schritte werden bedacht und kalkuliert, alle Nebeneffekte können in dieser Phase im voraus einkalkuliert werden. Eine große Hilfe ist das von Frederic Vester vorgeschlagene kybernetische Denken.
3. Realisation, Umsetzung. Die Planung wird nach den vorgegebenen Strukturen Schritt für Schritt in die Wirklichkeit gebracht. Um Städte und Häuser zu bauen, bedarf es Handwerker, Straßen und kommunaler Behörden, die mit in das Projekt einbezogen werden. Alles das muss koordiniert und beauftragt werden usw.
Bei großen Projekten, wo auch viele Menschen beteiligt sind, geschieht dieser Ablauf sehr deutlich nachvollziehbar.  Man schaue  z.B. auf die Raumfahrt, auf Bauprojekte wie Stadtplanungen oder Staudämme. Oder man denke an opulente Konzerte, Theaterdramen und Literaturwerke. Aber die Wirkungstriade läuft auch bei den kleinsten Handlungen ab, oftmals in wenigen Augenblicken. Allerdings auch im höchsten Schöpfungsvorgang, beim Entstehen von Galaxien.

In der folgenden Illustration wird die Schöpfungstriade auf der höchsten Ebene vereinfacht dargestellt:

1. Im höchsten universalen Bewusstsein entsteht eine Konzentration um einen göttlichen Funken. Daraus entwickelt das Feld der Ideation die Idee, konzipiert die im Gottesfunken, in der Monade, angelegten Auftrag für die Schöpfung. In dieser erhabenen Wirklichkeit vibrieren bereits der Schöpfungsplan und sieben ideale Werte verbinden sich zu einer Lebensstruktur für die weitere Offenbarung der monadischen Konzeption. Die innereigene Lebensdynamik der so vollständig ausgestatteten Idee kondensiert im spirituellen Feld zu einer Wolke, einem Kumulus aus Bewusstsein, Ideationen und sieben Kräften, die die Monade in ihrer Gesamtheit mit sieben Eigenschaften informieren.
2. Auf der spinalen Ebene wird die Information zur weiteren Entfaltung der Monade in der Mentalsphäre vorgebildet. Dort wird der Plan, der Kumulus der Schöpfungsidee mit allen spinalen Details zur Verwirklichung, Voraussetzungen und Kohabitationsbedingungen ausgestattet. Hierbei wirken steuernd und harmonisierend für alle Interferenzen prinzipiell das isobare Resonanzgesetz und die Regeln der Kohäsion.
3. Das Mentalvermögen modifiziert die spinalen Impulse mit den kreativen Ansprüchen, die in der Monade bereits angelegt sind, und legt die Bahnen für die synergetischen Strukturen in der nachfolgenden Mitwirkung der Astralis fest.
4. Diese Aktivität entflammt die Astralis und umgibt den wachsenden Kumulus mit dem Begehren zum Werden. Der monadische Wille flammt auf und drängt zur Umsetzung der universellen Idee aus dem höchsten Bewusstsein. Dafür umhüllen sich die gebildeten astralen Aspekte mit den erforderlichen Äthern. Ein ätherischer Holokumulus als Arbeitswerkzeug in der Evolution des Kosmos ist geschaffen.
5. Für die irdischen Zusammenhänge: Der geschaffene Holokumulus setzt alle seine Kräfte in positiver Dynamik ein. Innerhalb der irdischen Natur, im materiellen Feld, entfaltet sich die fertige Aktion in der stofflichen Offenbarung, ein aktiver, selbstbewusster Mikrokosmos kann seinen Erfahrungsprozess zur Konzentration aller inneren Kraftfelder vollziehen. Dadurch wird die Monade über einige Inkarnationen vollständig und kann mit den sieben mal sieben Feldern konzentriert und voll bewusst in der weiteren Expansion des Kosmos mitwirken.

Bei all diesen Betrachtungen wird sehr deutlich, dass sich der Mensch von seinem subjektiven Hochmut, selbst der Macher zu sein, von diesem einkapselnden selbstzerstörerischen Wahn befreien sollte. Denn es ist wirklich eine große Gnade, zu wissen, dass jeder mit seinen Bewusstheiten am ganzen kosmischen Entscheidungsprozess beteiligt ist, im Destruktiven wie im Konstruktiven. Jedem Menschen ist gegeben, sich zu entscheiden, ob er bereit ist, seine Aufmerksamkeit auf ein positives Mitwirken auszurichten. Dann vermag er seine ihm vom Schicksal oder Karma geschenkten Erfahrungen bewusst zu erfahren und sich in diesen Momenten mit seinen Einsichten konstruktiv in die Schöpfung einzubringen. Im Prinzip des Harmoniegesetzes, Gleiches zu Gleichem, geschieht alles zur permanenten Evolution der Herrlichkeit, im Kleinen wie im Großen. Das isobare Resonanzgesetz der Harmonie

Im Miteinander aller Kraftfelder und ihren Unterstrukturen tritt eine kosmische Regel auf, die die Harmonie in allen Sphären sichert. Alle Wirkungen, alle Gedanken, Gefühle und Taten verbinden, verschränken sich mit den ihren zugeordneten Kraftebenen zu wirkenden Einheiten, Kumulies, Mikrokosmen oder im größeren Maßstab zu Kosmen, Galaxien, Universen. Überall vereinigen sich diese durch die isobare Anziehung. So wie es aus dem Magnetismus bekannt ist, fügt sich Gleiches zu Gleichem, und Ungleiches wird abgestoßen. Die Stärke der Kongruenz wird von der monadischen Polarisation vorgegeben, also von dem aktuell mit dem ganzen System übereinstimmenden Vibrationsschlüssel. Damit wird auch einsehbar: das isobare Gesetz der Anziehung und Abstoßung analog den Regeln des uns bekannten Elektromagnetismus ist in allen Dimensionen, in allen Kräften des Alls wirksam. Es bestätigt auch das Grundprinzip jeder Resonanz und ist eine absolut wirksame Basis für die Feinabstimmung aller kosmischen Erscheinungen und damit für den Erhalt der Schöpfung. Alle Entwicklungen finden auf diese Weise zu ihrem evolutionären Ergebnis.
Die Gewährung ewiger Harmonie unter gleichberechtigten Kraftsystemen in einer dynamischen Beständigkeit.

Das holografische Gesetz

Die Spiegelungen der Kräfte und Wirkungen im All verlaufen nicht immer linear wie in einem planen Kristallspiegel an der Wand, sondern agieren mehrdimensional in kugelförmigen Kraftkonstellationen, die holistisch auf der Basis von Reflexion und Interferenzen entstehen.

Ken Wilber hat in seinem Buch «Das holografische Weltbild» ausführliche Forschungen und Statements der naturwissenschaftlichen Avantgarde zusammengetragen. Wir zollen diesen Ansichten auf dem Weg zu einem ganzheitlichen Weltverständnis unsere Hochachtung, denn es ist ein entscheidender Schritt zum eigenen Verständnis der kosmischen Interaktionen für die Evolution und zu einer völlig neuen Weltanschauung, in der der Mensch nicht der Mittelpunkt eines Geo- oder Heliozentrischen Weltbildes ist. Dabei muss man allerdings seinen bisherigen Denkrahmen für den irdischen Kosmos um Einiges auf die makrokosmischen Dimensionen ausdehnen. Die grundlegenden Funktionen des Lichtes, die durch die Holografie sichtbar werden, und in der Wellenlehre wirken, bestimmen nicht nur im irdischen, physikalisch betrachtbaren Kosmos die Interaktionen, sondern ganz allgemein in allen sieben «elektromagnetischen» Kraftfeldern der Schöpfung.
So schreibt David Bohm in seinem Buch «Die verborgene Ordnung des Lebens» (Seite 19 f):

„Die Relativitätstheorie hat eine Anzahl fundamental neuer, subtiler Konzepte von Raum, Zeit und Materie aufgestellt. Wesentlich für uns ist dabei, dass der Begriff getrennter und unabhängiger Teilchen als grundlegender Bestandteil des Universums aufgegeben werden musste. Statt dessen wurde als grundlegender Begriff das Feld eingeführt, das sich kontinuierlich durch den Raum ausdehnt. Daraus musste der Begriff des Teilchens entwickelt werden.
Ich möchte diese Idee mit dem Bild einer Flüssigkeitsbewegung, eines Strudels erläutern. Es gibt in dieser Flüssigkeit ein sich wiederholendes stabiles Muster. Man könnte sich dies als Wirbel vorstellen, auch wenn es sich nicht um einen echten Wirbel handelt. Es gibt nur ein Fließmuster des Wassers. Aber Wirbel ist ein geeignetes Wort, um dieses Muster zu beschreiben. Wenn man nun zwei Wirbel nahe genug zusammenbrächte, dann würden sie sich gegenseitig beeinflussen und ein ganz anderes Muster erzeugen und schließlich, wenn man sie eng genug aneinander brächte, in einen Wirbel verschmelzen. Man kann feststellen, dass es eine inhärente Wechselwirkung dieser Muster gibt, aber dass eine ungeteilte Ganzheit der Fließbewegung die zugrunde liegende Wirklichkeit darstellt. Getrennte Einheiten wie Wirbel sind relativ konstante und unabhängig voneinander operierende Formen, die in Wahrnehmung und Gedanken vom Ganzen abstrahiert werden. Während die Physik des 19. Jahrhunderts Elementarpartikel annahm, die die Grundlage aller materiellen Gestalten bildeten, schlug Einstein in seiner Relativitätstheorie eine Menge kontinuierlicher Felder vor, … die den ganzen Raum durchdringen und innerhalb derer Teilchen als relativ stabile und unabhängige Strukturen (Wirbel, Strukturen oder Kluster entsprechen den Monaden, wie sie Giordano Bruno in seinem Weltbild darstellt. Anm.d.Verf.) an einem begrenzten Ort, an dem das Feld stark ist, verstanden werden. Daher wird jedes Teilchen als eine Abstraktion einer relativ unabhängigen und stabilen Form erklärt, das sich, wie der Wirbel (Monade), durch den Raum ausbreitet, ohne irgendwo eine Unterbrechung aufzuweisen. Das Universum wird als eine ungeteilte Ganzheit verstanden, die sich in einer fließenden Bewegung befindet.“

Diese Kraftwirbel in den Dimensionen des Bewusstseins, die Monaden der Weisheit, der Wahrheit und der Energie wirken im Wechselspiel von Anziehung und Abstoßung, von Kohäsion und Adhäsion, nach den Regeln der Kohäsion in absoluter Harmonie und Symmetrie. Werden, Raum und Sein unterliegen den gleichen isobaren Gesetzen der holistischen Resonanz. So wie sich im Wasser durch elektromagnetische Wechselwirkungen aus den gleichartig schwingenden Wassermolekülen «Kluster» bilden, formen sich nach dem selben Prinzip im Licht und den Kraftfeldern holistische Kumulies, Monaden und/oder Kosmen. Daraus können mehrdimensionale Interferenzkörper aus den interkosmischen Energien entstehen, die sowohl als Makrokosmen oder Mikrokosmen, als auch als Wesen, Entitäten, Galaxien, Planeten, ein bewusstes Eigenleben führen oder auch analog großer «Hydrozoen» einen vielteiligen Gesamtkumulus formen, um in dem unermesslichen All z.B. ganze Galaxien neu zu entwickeln und diese in der permanenten Expansion zu einem bewussten Dasein, und darin zur Selbstbewusstheit und zu völlig neuen ungeahnten Schöpfungsmöglichkeiten zu führen. Dabei ist es für das Verständnis der lebenden Holokumulies von wesentlicher Bedeutung, dass jede sich bildende Unterstruktur der Felder immer auch selbst Kraftfelder sind, auch wenn sie subatomar klein sind, bleiben sie „a-tomos“ unteilbar, eben Energiefelder. Alle Teilchentheorien der Kernphysik basieren auf dem sich auflösenden materialistischen Weltbild der Teilchen-Mechanik. Selbst die mit enormem Aufwand und technischen Investitionen verbundenen Teilungen von Kernteilchen der Atome bleiben Quanten von Energie und Licht, und sie können darum niemals Eigenschaften eines korpuskulären Daseins annehmen. Das bleiben Vorstellungen der materiell orientierten Denkkategorien.

Aequorea victoria aus Wikipedia als Beispiel einer Hydrozea bzw. Meduse.

Auch der Mikrokosmos, den wir als Mensch bewohnen, ist eine kugelförmige Untereinheit in einem Gesamtwesen, das auch Giordano Bruno Monade genannt hat. Das physikalische Phänomen des Lichtes in der Holografie, die von dem ungarischen Physiker Dennis Gábor entdeckt wurde, wird heute von zahlreichen Autoren der modernen Bewusstseinsforschung als Erklärung für viele kosmische Vorgänge im Universum verwendet. Diese besondere Art der Licht-Aufzeichnung sowie der Licht-Projektion ist geradezu eine frappierende Analogie für die Kraftfeldinteraktionen innerhalb der Schöpfung. In unserer sichtbaren Welt kann man flüchtig eine ähnliche Form – natürlich horizontal aufgefächert – beobachten. Wenn man eine Handvoll Sand in eine stille Wasseroberfläche hineinwirft, werden von den einzelnen Sandkörnchen, die ins Wasser fallen, viele Wellen ausgelöst. Diese laufen durcheinander und übereinander und bilden auf der Wasseroberfläche ein Wellenmuster, eine Welleninterferenz. Diese Art Hologramm in 2-D schwingt so lange aus, bis der Impuls der ins Wasser geworfenen Sandkörner beendet ist. So ist der Lauf des Werdens und Vergehens. Die mehrdimensionalen Monaden oder Kosmen der höheren Kraftebenen bleiben ebenfalls nur so lange bestehen, wie sie von den Lichtenergien, vor allem der höchsten Ideationen der nirwanischen Felder, durchströmt werden. Das funktioniert analog einem elektromagnetischen Feld, in dem der Magnetismus nur solange anhält, wie der elektrische Strom fließt. Strömt das kosmische Licht ewig, bleibt die Ideation ewiglich bestehen, so lebt auch die zugehörige Monade ewig.

Beim Betrachten eines Hologramms fällt die folgende Qualität besonders auf: In jedem Teil eines Hologramms ist immer das ganze Abbild enthalten. Dieses Phänomen ist bei vielen Autoren in den 1980-gern zur leitenden Metapher des Universums geworden, aber sie bleiben bei einem deskriptiven Betrachten von gedachten Erscheinungen in einem abstrakten Raum stecken. Mit mathematischer Akribie wird nun versucht, die Submaterieteilchen und deren Wirkungen im elementaren Feld so zu definieren, dass alle Energie von der Materie ausgeht. Wobei dann der Forscher selbst als Teil des totalen morphogenetischen Feldes Menschheit und Kosmos re-agiert, wie Rupert Sheldrake es so treffend für alles Leben formuliert. Dabei kann die Frage, ob der ganze Kosmos ein Superhologramm ist, wie es Ervin Laszlo beschreibt, nur mit einem klaren JA bestätigt werden, Es ist die Urmonade vom Anbeginn der Offenbarung. Interpretiert man die heiligen Bücher der Weisen Rishis aus Asien und der Weisen aus dem Orient und Europa geduldig und überträgt ihre mystischen Bilder intelligent in unsere modernen Sprachgebräuche, kann man in diesen antiken Analogien erstaunlich plastische Bilder für die kosmischen Realitäten finden, so wie sie heute auch von Quantenphilosophen vorgestellt werden. Unter anderem wird sichtbar, dass die Weisen aus dem antiken Persien und Indien bereits über den Tatbestand eines einheitlichen holistischen Metaversums längst Bescheid wussten. Wer heute die weitreichenden Erkenntnisse in der aktuellen Biochemie und Quantenphysik kennen lernt, steht staunend einem wunderbaren Gleichnis gegenüber. In jedem kosmischen Lebewesen spiegelt sich in gewisser Weise die Gesamtheit des Allgeschehens wieder, ob nun eingefaltet, impliziert, wie David Bohm es formuliert, oder im entfalteten PSI-Raum, weil das ganze All mit allen Sternen, Planeten und Galaxien holistisch expandiert.

Es ist keineswegs falsch, wenn man konstatiert, dass niemals die Wirklichkeiten kompliziert sind, sondern nur die menschlichen Vorstellungen, die sich auf der Basis des beschränkten Erkennens herausbilden. Nur unserem auf materiell-korpuskuläre Zusammenhänge dressierten Verstand erscheinen die Regularien des Alls so komplex. Dieses auf Partikel vorprogrammierte Denken macht es nahezu unmöglich, die fließende, vibrierende Wirklichkeit der kosmischen Energien wie einen klaren Bergbach zu durchschauen. «Panta rhei – alles ist im Fluss», wie es bereits Heraklit beschreibt. An anderer Stelle wird treffend gesagt: „Wir steigen mit unserem aktuellen Bewusstsein in den selben Fluss der Ereignisse und doch nicht in denselben, wir sind es und wir sind es nicht mehr, weil die dazwischen sich abwickelnden Ereignisse sowohl uns als auch den Fluss verändert haben, mag es auch noch so wenig sein.“

Zwei weitere Aspekte der Holografie bedürfen noch einer eingehenden Betrachtung:

Der erste Aspekt ist die Bildung von Monaden. Diese Holokumulies sind kugelförmige Zusammenballungen unterschiedlicher Lichtkräfte auf Grund der Kohäsion nach der isobaren Resonanz. Dieses Phänomen der kugelförmigen Gruppierung des kosmischen Lichts erschafft lebende mehrdimensionale kugelförmige Konfigurationen, Holokumulies. zusammen mit der Ideation in der Spinalis aus stehenden Wellen, woraufhin zweitens die Astralis reagiert und sich mit den mitvibrierenden Äthern umkleidet. Durch das Wechselspiel von Anziehung und Abstoßung (Adhäsion und Kohäsion) nach dem Gleichheitsprinzip entsteht drittens aus dem pulsierenden Licht-Kraftfeld ein stabiler Kosmos aus Licht, also Kraft, Bewusstein, Leben. Von der Ideation ausgehend entsteht auf diese Weise ein mehrdimensionaler Holokumulus aus stehenden Energiewellen mit vielen Sternen. Seine Qualitäten entsprechen den Vibrationen und Polarisationen der Kraftfelder, die ihn geformt haben. Dadurch werden die Feldströmungen, die Informationsaktivität und das Schöpfungspotential des neuen Holokumulus auf das vorgegebene Umfeld, die Galaxien und den weiteren Kosmos abgestimmt, in den er eingegliedert wird, und wo er seine ihm aufgetragenen Aufgaben erfüllen kann.
Wenn jetzt Licht, Vibration, also Energie und Informationen, in die Monade eintritt, wird es – nach der Verwendung und Umwandlung in ihr – ähnlich einem Spiegel wieder reflektiert. Dabei nimmt die gespiegelte Kraft einiges von den Eigenschaften des Holokumulus mit. Das einströmende Licht mit seinen Aufzeichnungen und Melodien könnte nur dann vollständig und unverändert reflektiert werden, wenn die Monade oder der Kosmos/Mikrokosmos in Frequenz und Amplitude absolut identisch mit dem einströmenden Licht vibriert und völlig kongruent ist. Anderenfalls wird Reflexion von den inneren Strukturen des Holokumulus entsprechend seinem inneren individuellen Auftrag moduliert. Damit wird das ihn durchströmende Licht für die weitere Kommunikation verändert, überarbeitet und mit zusätzlichen Informationen polarisiert.

Im universellen Gesamtgeschehen reflektieren sich alle Geschöpfe in totaler Abstimmung mit dem großen Plan vom Anbeginn, das universelle «siebenfache Licht» wird ohne Schatten und all die irdischen Unsäglichkeiten in Myriaden von Diversifikationen vervielfältigt. Im irdischen Feld gibt es wegen der physikalischen Gegebenheiten der Materie davon nur eine stark reduzierte Spiegelung, die für die Entfaltung aller eingebundenen Wesen noch einige Entwicklungsstadien durchlaufen muss. Dafür sind noch einige Aberrationen der niederen Energie in der Materie mit den damit verbundenen Erfahrungen notwendig. Dennoch kann gesagt werden, dass alle Menschen mit ihren Mikrokosmen und Monaden sowie alle Kosmen in ihren Monaden im Universum in einem einzigen größeren holistischen Kosmos, der Urmonade existieren, die aus sieben elektromagnetischen Lichtströmen oder Kraftfeldern gebildet wird. Dieses komplexe kosmische Licht wird den tellurischen Kosmos mit allen darin evolvierenden Menschen, Lebenswellen, höheren Wesen und Engeln künftig in die makrokosmische Lebenswelt des universalen Bewusstseins hineinführen. Als Hilfe des ursprünglichen Universums umgeben und durchweben auch jetzt schon die höheren nirwanischen Kräfte aus den Monaden alle Geschöpfe des Planeten Erde.

Wer die Bilder in den heiligen Büchern unter diesem Bewusstseinsaspekt der Lebensfelder betrachtet, wird schnell herausfinden, dass selbst die mystischen Bilder aus Tibet, China oder Indien oftmals überraschend piktografisch genau die Wirksamkeit der Monaden mit ihren Kosmen in einer landestypisch anschaulichen Sprache auszudrücken vermögen. Allerdings, wie kann es auch anders sein, mussten die Mönche damals vor 2000 oder 4000 Jahren eben in der Sprache sprechen oder in solchen Bildern beschreiben, die von den Kandidaten und Mönchen ihres Volkes dann auch verstanden werden konnten. Darum finden heute unsere Archäologen in dem alten religiösen Schrifttum, in den Hieroglyphen, dem Sanskrit, dem Koptischen oder Alt-Hebräischen oder Assyrischen etc. erstaunlich kraftvolle Bilder aus der Natur für die esoterisch-wissenschaftlichen Zusammenhänge. In der Bibel wird gesagt: «Gott ist Licht». Überall wird in den heiligen Büchern auf den Energiefluss der Schöpfung hingewiesen. Alles Geschaffene, auch die natürlichen Materieatome in unserem Kosmos, ist ein Konzert, ein Zusammenklang der universellen Kräfte in Allgeschehen.

Zusammen bilden alle Monaden, Mikrokosmen, Menschen, alle Wesen und Kosmen in der Natur einen Körper. Die Kaskade aus den geschaffenen Monaden bilden aus vielen eigenständigen individuellen Schwingungskörpern immer eine untrennbare Einheit.

Diese Vielheit aus holografischen Lebenseinheiten in der einen unendlich großen metaphysischen Urmonade, dem erstgeschaffenen Metaversum, besteht seit urdenklichen Zeiten. Dieses Kraftfeld aus dem Anfang vor allen Anfängen ist das unbenennbare TAO, der Logos, Gott oder Indra, in seiner ganzen Herrlichkeit. Wie sich das für uns bestimmte Lebensfeld offenbart, wie sich die Natur unseres Kosmos in der weiteren Evolution entfaltet und künftig sein wird, diese Qualität bestimmen auch wir als Menschheit mit unseren Mikrokosmen im Ganzen und auch im Einzelnen. Sowohl als Gruppe wie auch als Individuum bilden sich durch unsere Ausrichtung auf die Evolution des Denkens und unser wachsames Leben und Sein die kommenden Strukturen in den transpersonalen Feldern. Unsere heutige Art zu leben, unsere täglichen Entscheidungen über Krieg und Frieden, Selbstsucht oder Humanismus, Liebe oder Hass, sie definieren zweifellos das künftige Sein der Erde, der Menschheit und unserer Kinder und Enkel.

Mikros mTJeder Mensch lebt in seinem Mikrokosmos, in einer vollständigen Monade aus sieben mal sieben Kräften. Das ist ein komplettes Lichtfeld, in dem sich die interkosmische Ideation über ein spirituales und das spinale Feld projiziert, damit die Mentales induziert und die Astralis – soweit bereits möglich – für das richtige Begehren aktiviert. Dieses Begehren der Astralis instrumentalisiert ätherisches Licht, damit im materiellen Feld eine atomare Resonanz Gestalt annehmen kann. Dort wird der Mensch mit seinem Körper mit allen Organen entwickelt. So kann er in seinem stofflichen Leben durch Erfahrung und Erleiden (Pathos) seine Fähigkeiten und sein Denkvermögen entfalten, um die Ursache seines Daseins auf Erden und sein Lebensziel zu erfassen. Die Grundkonzeption für dieses hochkomplexe Organ Mikrokosmos, das Basissystem mit allen Lebensprogrammen schwingt in der Monade, die über das Zentrum im aurischen Wesen dem Wesen wichtige Informationen zuspielt. Das System Monade, Mikrokosmos und Mensch wurde über Millionen von Inkarnationen perfektioniert und verfeinert. Die wissenschaftliche Erforschung dieser nahezu unüberschaubaren Entwicklung kann immer nur einige Aspekte, z.B. der Evolution durch Charles Darwin, der Vererbungslehre durch Gregor Mendel und der modernen Genetik, oder der Lichtgesetze durch Max Planck und der aktuellen Quantenphysik, zur Erkenntnis der Schöpfung beisteuern.

Der Gedanke, dass alle notwendigen Informationen für den Bau des Menschen in den Erbanlagen, in den Genen der Zellen enthalten sind, ist einer der vielen vorschnellen Irrtümer der Biochemie des 19. Jahrhunderts. Heute im 3. Jahrtausend sind sich bereits einige moderne Gentechniker bereits darin einig, dass viele Erbfaktoren zellulär gespeichert sind. Andere Biologen sprechen bereits von den morphogenetischen Feldern, die das Werden des Homo Sapiens mitbestimmen. Natürlich finden sich in den Genomen einige wesentliche Grundpläne für die körperliche Manifestation als Basis für das physische Funktionieren der Zellverbände und Organe. So kann man sagen, dass die meisten stofflichen Anlagen von den Eltern bzw. Ureltern nach den Mendelschen Regeln geerbt werden. Welcher materielle Körper mit seinen Anlagen dann endgültig aus den physischen Erbstrukturen geformt wird, entscheiden die Prädispositionen im aurischen Wesen des Mikrokosmos. In seinem Gedächtnisspeicher, der Lipika sind die Ereignisse aus vorangegangenen Leben virtuell abgelegt, die von dem aktuellen Menschen in dieser Inkarnation für seine vor allem astrale und mentale Weiterentwicklung gelebt werden sollen. Erst bei der Geburtskonzeption wird ein Abgleich zwischen dem inkarnierenden Mikrokosmos und den elterlichen Bedingungen nach den bestehenden Regeln der Resonanz durchgeführt, damit das Blutserbe der Eltern mit den karmischen Bedingungen des inkarnierenden Mikrokosmos in optimaler Wechselwirkung steht. Dann kann der Mensch in seinem Leben mit seinen physischen Veranlagungen und mentalen Vermögen die folgenden Schritte seines Lebensauftrages erkennen und in seinen sich formenden stofflichen Lebenszusammenhängen realisieren und das mit ihm noch verbundene Karma ausgleichen.

Jeder Mensch, jede Lebenswelle wird über das mikrokosmische Arbeitsfeld über die Einflüsse aus den Monaden durch alle einzelnen Etappen für die weitere Evolution geführt. Eine große Hilfe für eine friedfertige und zügige Weiterentfaltung wäre die grundlegende bewusste Ausrichtung des Menschen auf diesen Prozess, damit alle abwegigen Ziele der Selbstentfaltung vermieden werden können. Es soll in den folgenden Kapiteln näher auf den Mikrokosmos eingegangen werden.

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Fortsetzung im folgenden Kapitel ⇒  5, Der Mensch ein Mikrokosmos

zur Druckversion als PDF :04. Wesen und Wirken im All

 

5. Der Mensch ein Mikrokosmos

Der mikrokosmische Gesamtplan.

«Mensch erkenne Dich selbst!» ist eine viel zitierte Inschrift am Tempel des Apollon in Delphi, als deren Urheber Chilon von Sparta, einer der «Sieben Weisen», angesehen wird. Der erste Beleg für diesen Gedanken findet sich in einem Fragment des Philosophen Heraklit: „Allen Menschen ist zuteil, sich selbst zu erkennen und verständig zu denken.“ Für Platon stand bei der Selbsterkenntnis der eine Aspekt im Vordergrund, dass des Menschen Wissen Torheit sei, weil es noch unvollendet die Realität nicht erfassen kann. Erst die Erkenntnis um das eigene Nichtwissen kann den Menschen von seinem Hochmut befreien, etwas empirisch von Gott oder alles um das Wesen der Natur und des Lebens zu wissen. Nur dann wird er nach rechter Einsicht des eigenen Unwissens und der eigenen Unfähigkeit selbst etwas zu machen in Bescheidenheit und Ehrfurcht sein Leben in die Hände des Fatums, des Schicksals, oder der Führung seiner Monade geben. Er erlebt die christliche Umwendung «Buße» oder das «Bhakti» der Veden oder das «Wu-wei» in der chinesischen Weltanschauung. „Es irrt der Mensch, solange er strebt!“ erinnert Goethe an die menschliche Unmöglichkeit, etwas Wirkliches zu wissen, nach Weisheit zu streben und dadurch auch seinen Charakter zu veredeln. Das Bemühen um solche Selbsterkenntnis war für Platon ein Bestandteil seines zentralen ethischen Projekts der Sorge um die Seele, d.h. um die Entwicklung des Mikrokosmos. Seine harmonische Weiterentwicklung und das Wohlergehen des Menschen ist davon abhängig, dass er die Stimmen des Gewissens aus den höheren Ebenen seines Systems hören kann, sie befolgt und die vermittelten Ideale der Tugend praktiziert. Der Spruch: «Γνῶθι σεαυτόν (Gnothi seauton)» soll heute noch auf einem Fries über den letzten Säulen der antiken Tempelruine eingemeißelt sein.
Das Dasein Mensch ist für den westeuropäischen Durchschnittsbürger ohne Frage auf einen einigermaßen funktionierenden Körper und einen klaren Kopf reduziert, mit dem er alle seine Lebensereignisse bedenken kann. Der menschliche Körper mit seinen Organen ist an sich schon ein wahres Wunderwerk der Schöpfung, auch wenn man die unglaublich kreativen Befähigungen des Denkens betrachtet. Der Körper fügt sich fast jedem Wunsch und Begehren, was der Mensch sich so im Raum seiner gedanklichen und materiellen Umgebung vorstellt. Mit ihm bewältigt man im Laufe seines Lebens die verschiedensten Aufgaben seines täglichen Lebens, ohne jedes Murren oder Zucken, es sei denn, die Normalität des Wohlbefindens wird von Gebrechen, Krankheiten oder Unfällen gestört. Vieles wird mit den geliebten Mitmenschen unternommen, mit denen man sich wohl fühlt und gerne einige Zeit verbringt, wie es eben die gesellschaftlichen und finanziellen Verhältnisse zulassen. Dem Menschen gehört sein Körper, er besitzt sein Bewusstsein, seine Gefühle oder Begehren, und es ist dabei völlig selbstverständlich, dass er mit seinen Gefühlen und der Sprache alles zum Ausdruck bringen kann, was ihm fehlt oder was er begehrt. Jedermann schätzt es ohne Frage, dass er in seinem Tagesbewusstsein über all die Ereignisse oder Lebensanforderungen mal eben einfach Nachdenken kann, oder dass er sich in seinem Gedächtnis an die vergangenen Urlaubsereignisse am Meerestrand oder in den Bergen erinnern kann.


Sollte Dir ein Gedanke zu dem Text einfallen, dann schicke ihn mir bitte zu.  Vielen Dank.


Es ist wirklich erstaunlich, aber die Menschen reflektieren es nicht, dass jeder viele Talente von der Natur geschenkt bekommt, vielfältige handwerkliche, sportliche, musische oder sonstige intellektuelle Vermögen. Ohne darüber nachzudenken, verwendet er seine Vermögen jederzeit wie ein Herrscher als ein persönliches Eigentum für seine materielle Bereicherung und Befriedigung, für Machtausübung oder für humanitäre Aktionen, für ein liebevolles soziales und kulturelles Zusammensein oder für die brutale Ausbeutung seiner Mitmenschen. Dabei wird der Körper des Menschen trotz teilweise extremer Strapazen völlig selbstverständlich viele Jahrzehnte, meistens bis ins hohe Alter einigermaßen funktionsfähig bleiben. Das alles erscheint ihm so, als könne er seine Befähigungen nach Gutdünken benutzen, ohne eine Reflektion auf die metaphysischen Zusammenhänge des Lebens, die ihm nach dem Tod des Körpers präsentiert werden. Kaum ein gesunder Mensch im westlichen Kulturkreis hält die Fakten seines Zusammenhanges mit transpersonalen Kräften überhaupt des Bedenkens für würdig. Alle Erfolge sind eigener persönlicher Ruhm, alle Verluste und Abstürze sind seine privaten Depressionen, auch seine Krankheiten, sein persönlicher Tod. Für die zahlreichen unangenehmen Konflikte werden entweder die zufälligen unglücklichen Umstände, die Umwelt oder Außenstehende verantwortlich gemacht. Alle diese Vorstellungen des physischen Lebens und Daseins sind völlig selbstverständlich ohne sie irgendwie in Frage zu stellen.
Die Erkenntnis des eigenen Selbst, wie es von Apollon gefordert wird, bedeutet doch, dass das Dasein der Menschen auf Erden mit einem Auftrag für den Kosmos verbunden ist. Das zu erfassen und zu bekennen müssen die Menschen einmal erfüllen, auch wenn es heute so erscheint, als würden sie davon meistens nicht einmal einen ungefähren Schimmer des Wissens haben. Ihre Funktion als Mensch erfüllt sich für sie innerhalb der gesellschaftlichen Spielregeln mit ihrer privaten Selbst- und Artentfaltung und der politischen traditionellen Gruppenerhaltung. Jeder ist mit sich selbst und seinen persönlichen Erlebnissen, mit seiner Arbeit für Lohn und Brot, mit seinem Umfeld, seiner Heimat und den täglichen banalen Ereignissen völlig ausreichend beschäftigt, oftmals auch noch total überfordert. Alles Erfassen, Fühlen und Bedenken dreht sich um sein spezifisches privates, sehr individuelles Dasein, wie das mit der geliebten Partnerin, seiner Familie, seinen Kindern, seinen Freunden, seinem Arbeitsplatz und in seinem Volk mit allen Vereinen, Parteien und Organisationen so um ihn oder sie eingerichtet ist.

Der Mikrokosmos

Einige Biochemiker sind bei ihren Forschungen bereits darauf gestoßen, dass es im Menschen eine kommunikative «Organstruktur» aus unstofflichen, elektromagnetischen Feldern geben muss, um bestimmte Phänomene des Lebens zu erklären. In einigen esoterischen Kreisen sind diese metaphysischen Phänomene bereits seit längerem bekannt. Sie werden schon immer benutzt, teilweise für angeblich okkulte Beschäftigungen, wie Wahrsagen, Kommunikation mit Verstorbenen oder Außerirdischen, für Schamanismus, Channeling, bei spiritistischen Sitzungen und geistigem Heilen.

Das alles wird nur möglich,

  1. weil es im und um den Menschen herum immaterielle «elektromagnetische» Kraftfelder gibt,
  2. weil einigen Menschen von Natur aus die Möglichkeiten geschenkt bekommen, mit diesen Kräften zu wirken, wenn sie die notwendigen Verbindungen ermöglichen, und die daraus entstehenden Verpflichtungen akzeptiert werden,
  3. wenn die natürlichen Vorgänge für die Wesen im Jenseits wenig gestört werden,
  4. wenn sich die Äonen oder Asuras durch diese Offenbarungen Vorteile für ihre Selbsterhaltung versprechen.

Da es in der europamerikanischen Zivilisation nicht unbedingt üblich ist, dass über diese transpersonale Zusammenhängen in Schulen unterrichtet wird, und auch sonst sehr wenig darüber offiziell berichtet wird, ist es wahrlich nicht ganz leicht zu verstehen, in welch umfassende transpersonale Aktionen jeder einzelne Mensch unzweifelhaft eingebettet ist. Das Dramatische dabei wird erst deutlich, wenn diese Tatsachen einem unbedarften Bürger eingängig erklärt werden. Denn es ist die Erfahrung einiger absolut vertrauenswürdiger „Hellseher“, dass die Verleumdung durch die allgemeinen Medien und durch die empirischen Wissenschaftler in der westlichen Welt völlig selbstverständlich an der Tagesordnung ist. Selbst wenn in parapsychologischen Instituten der absolute Beweis erbracht werden konnte, werden die metaphysischen Verhältnisse des Lebens von den autorisierten Meinungsbildnern in Politik und Medien nicht akzeptiert. Die Ignoranz dieser unstofflichen Lebenssphären, die so wichtig für das Verstehen und Annehmen des Todes wären, wird heute nur durch einige Publikationen im Internet durchbrochen, die sich prinzipiell jeder heraus suchen kann, jedoch meistens nicht macht, weil sie im täglichen Existenzkampf unbedeutend erscheinen. Darum gerät dieses Wissen meistens nach einem Gespräch oder Kontakt recht schnell in Vergessenheit und wird aus dem normalen Zusammenleben in Familie und Beruf wieder ausgeblendet. Allein darum ist eine stete Auffrischung dieser transpersonalen Lebensfaktoren sinnvoll, um das prinzipiell Andersartige und Wunderbare des Lebens im eigenen Sein bewusst und positiv anzuschauen und für wahr nehmen zu können, nicht nur dann, wenn unheilbare Krankheiten oder der Tod den Menschen dazu zwingen.

Seit langen Zeiten ist bei esoterischen Eingeweihten und auch in einigen religiösen Kreisen bekannt:

Mikros oT
Jeder Mensch bewohnt einen komplexen Mikrokosmos, eine Welt im Kleinen, die von einer Monade geführt wird.

Hinter jedem Mikrokosmos drängt die ursprüngliche Schöpfung aus ferner Vergangenheit, der Urtyp, die Monade. Der Begriff «Monas» (griechisch = Einheit, das Einfache) bzw. «Monade» hat in der Geschichte der Philosophie unterschiedliche Bedeutungen bekommen, deren Grundaspekte aber erstaunlich konstant blieben. Die Monade gilt als eine komplexe Kraftkonstellation, als Matrize einer ursprünglichen Idee der Offenbarung für alle Geschöpfe in allen kosmischen Gebieten. Diese Bedeutung findet sich nicht nur bei den Pythagoräern und entfaltet sich insbesondere im Neuplatonismus und teilweise auch in der christlichen Mystik. Viele Aspekte finden sich bei Giordano Bruno, der für seine Bekenntnis zu diesem Weltbild auf dem Schafott endete. Später wird dieses kosmische Modell in der Monadologie von Gottfried Wilhelm Leibniz vertreten. Heute bezeichnet die Monade in den meisten esoterischen Weltbildern das metaphysische Kraftfeld eines vollständigen Urtyps aus sieben sich ineinander drehenden Kraftfeldern. Die Monaden leiten die fortschreitende Entwicklung in den eingeborenen Makrokosmen, Kosmen und Mikrokosmen, und sie sind auch für die Evolution der implantierten Geschöpfe zuständig, wie Galaxien, Sonnensysteme, Planeten, Wesen, Menschen und diverse Lebenswellen.

Eine der Kraftverbindungen der Monade mit dem Menschen über den Mikrokosmos wird mittelalterlich die «Rose des Herzens» genannt, oder persisch die «Perle in der Lotusblüte». Nach den moderneren Darlegungen der Veden ist es «Atman», der innewohnende Anteil von «Brahman», der höchste Schöpferimpuls. Nach dem paulinischen Christentum könnte der Berührungspunkt der Monade als der «eingeborene Sohn, Jesus» bezeichnet werden. Die zweite Verbindung der Monade mit dem Mikrokosmos wird im Hauptheiligtum über die Pinealisaura aufrecht erhalten, solange der Mensch sich durch seine Lebenshaltung dafür geeignet macht. Die Monade selbst kann als das «Kind Gottes» angesehen werden, die bereits mit allen sieben Kraftfeldern vollkommen ausgestattet ist, und diese für den evolvierenden Mikrokosmos und den Menschen bereit hält. Und zwar solange, bis er über mehrere Inkarnationen für diese Erhebungen geeignet wurde. Also werden die höheren Lebensfelder prinzipiell für jeden Menschen bereits jetzt zur Verfügung gehalten, bis sein Mikrokosmos die erforderliche höhere Stufe auf dem Evolutiosbogen erreichen konnte. Dieses erstaunliche Phänomen wird in dem gnostischen Werk der «Pistis Sophia» – verfasst von dem Alexandriner «Valentinus» – beschrieben. Dort wird nach Aussage des Autors berichtet, wie «Jesus» zu seinen Jüngern sagte:

„Als nun die Sonne im Osten aufging, geschah es durch das Erste Mysterium, das von Anfang an besteht, aus dessen Willen das All hervorgegangen ist, woraus ich selbst soeben gekommen bin, nicht in der Zeit vor meiner Kreuzigung, sondern jetzt – dass durch den Befehl dieses Mysteriums mir mein Lichtkleid gesandt wurde, das mir von Anfang an gegeben war, und das ich im letzten Mysterium zurückgelassen hatte, dem vierundzwanzigsten von innen nach außen – von jenen vierundzwanzig Mysterien, die sich in der Ordnungsmacht des zweiten Raumes des Ersten Mysteriums befinden. Dieses Lichtgewand nun hatte ich im letzten Mysterium zurückgelassen, bis die Zeit angebrochen sein würde, um es anzulegen und ich beginnen würde, zur Menschheit zu sprechen und ihr alles zu offenbaren vom Beginn der Wahrheit bis zu ihrer Vollendung und vom Innersten bis zum Äußersten, und vom Äußersten bis zum Innersten.“

In diesem Gedankengang wird etwas Grundlegendes über die mikrokosmische Struktur festgestellt, das von vielen nachfolgenden Philosophen möglicherweise übersehen wurde: der Mensch, der Mikrokosmos hat mehrere «Lichtkleider». Das ist zwar ein altertümlicher Begriff für Energiefelder, aber er besagt doch deutlich, dass der körperliche Mensch in seinem Mikrokosmos von unterschiedlichen Kraftfeldern umgeben ist, ja, dass die stoffliche Person innerhalb dieser Kraftfelder «eingeboren» ist. Der Körper selbst ist dann in diesen Zusammenhängen eigentlich die materielle «Finsternis». Wenn wir diesen Begriff jetzt nicht abwerten, sondern einfach neutral nehmen, können wir erfassen, dass der stoffliche Körper nur die unterste, am niedrigsten schwingende Kraftebene ist. Damit ist dann bereits eine wesentliche Selbsterkenntnis eingetreten als ein Abglanz von der Wirklichkeit des komplexen Mikrokosmos in bezug zur Persönlichkeit. Die Erkenntnis, dass der Mensch dementsprechend viel mehr ist als nur ein Körper aus Materie, kann doch ziemlich begeistern. Er bewohnt eine Totalität, einen Holokumulus (holos = ganz, kumulus = zusammengeballt, vereint) aus mehreren Kraftfeldern, vom höchsten Licht bis in die unterste Finsternis, dem irdischen Lebensfeld. Alle Makrokosmen, Kosmen und Mikrokosmen sind derartige Konglomerate aus den diversen Kraftfeldern.

Diese Erkenntnis hat Giordano Bruno ca. 1584 in seinen Visionen über die Monade als Wesensstruktur der Schöpfung in dem Dialog «Über die Ursache, das Prinzip und das Eine» ausführlich dargestellt. Darin beweist er im Rahmen der damaligen Erkenntnisse die Notwendigkeit der kosmischen Unterstrukturen als kugelförmige Zusammenballungen der Kräfte, Monaden, aus mehren Perspektiven und hebt das geozentrische Weltbild des Aristoteles auf. Seine Ausführungen gehen auch über die heliozentrische Kosmologie des Keppler hinaus, was ihm den Unwillen der Inquisition einbringt. Zurück zu dem Zitat aus der Pistis Sophia, in dem noch angedeutet wird, was keinesfalls übersehen werden darf: Nämlich, dass einige Lichtkleider für den aktuellen Menschen noch nicht wirksam sind, während andere, einige höhere «Lichtkleider» in einem anderen Lebensfeld, in dem Feld der vollendeten Monade immer noch aufbewahrt werden. So heißt es in dem Traktat des Valentinus, der Pistis Sophia: „…dass mir mein Lichtkleid gesandt wurde, das mir von Anfang an gegeben war, und das ich (Jesus) im letzten Mysterium zurückgelassen hatte, dem vierundzwanzigsten von innen nach außen“. «Jesus, der Christus» kann durchaus als der Prototyp eines vollständigen Mikrokosmos bzw. einer Monade angesehen werden. Wer IHM nachfolgt, wer den Impulsen seiner vollendeten Monade nachstrebt, wird einmal ihr gleich werden, in ihr aufgehen mit allen damit verbundenen Herrlichkeiten. Das ist die Verheißung in den Evangelien. Dafür ist es dringend erforderlich, die Gesamtkonzeption des eigenen Mikrokosmos und des Kosmos Erde mit allen Implikationen zu verstehen und den zugehörigen Regeln zu folgen. Einige fundamentale Informationen dafür liefern uns die «Zehn Gebote» des Moses.

Es ist wirklich keine naturgegebene Selbstverständlichkeit, dass jeder Mensch in seinem Leben nach seinem Gutdünken Lust auf Lust und Arbeit auf Arbeit bis zum Tode aneinander reihen muss, nach welchen gesellschaftlichen Regeln auch immer. Sein Wirken und Dasein in Denken, Fühlen und Handeln bildet das Schöpfrad für diverse Kräfte, die seinen Mikrokosmos eigentlich für ein sinngebendes Ziel durchströmen. Die Monade führt den Menschen zielgerichtet bei seiner Entwicklung, in seiner permanenten Evolution der noch nicht entfalteten mikrokosmischen Kraftfelder. Damit wird der Mensch befähigt, mit seinem eigenen Erfassen und aufmerksamen Bedenken selbstbewusst die fundamentalen Zusammenhänge zu erkennen, in welchen Strom von Kräften er eingebettet ist, und dass sogar das scheinbar sinnlose Dahintreiben auf dem Strom des Lebens einen tiefen Sinn hat. Die Berührung mit der Monade macht sich bemerkbar als ein Drängen nach höheren «Gefilden», wie es im «Lied von der Perle» von Mani, dem persischen Propheten der Spätantike, so schön beschrieben ist. Wer wahrlich aus eigenem Antrieb beginnt, sein Leben auf die mikrokosmische Evolution einzurichten, ermöglicht, dass sich die höheren Kraftfelder, die für ihn aufbewahrten «Lichtkleider», z.B. die Astralis, die Mentalis und die noch fehlenden nirwanischen Felder konzentrisch mit dem Mikrokosmos verbinden! Das wird von der Monade über die Pinealisaura und den Brennpunkt im Herzen, dem Zentrum des aurischen Wesens beständig dem Mikrokosmos eingespiegelt. Es ist eine überwältigend gnadenvolle Verheißung, wenn der Mensch einmal in sich erfährt, dass er nicht nur ein vierfacher Holokumulus für einen zeitlich begrenzten Stoffwechsel im irdischen Weltfeld ist, wo sich Schmerz an Leid und Verderben reiht, sondern dass jeder Mensch immer von einer Verbindung mit dem universellen Bewusstsein begleitet wird, das sich in allen sieben Kraftfeldern der Schöpfung offenbart. Dadurch wird auch deutlich sichtbar, dass jeder Mensch prinzipiell über sein kleines, scheinbar unbedeutendes Bewusstsein, mit dem gigantischen Gesamtbewusstsein der Offenbarung verbunden ist und Anteil daran haben kann.

Die Grundstrukturen des Mikrokosmos, die Lichtarten der «elektromagnetischen» Energiefelder, die sich in unserer Natur des siebten kosmischen Gebietes holistisch offenbaren, haben schon viele Geisteswissenschaftler intensiv beschäftigt. In allen okkulten Beschreibungen des menschlichen Daseins finden sich gute Modelle, die plausible Rahmenbedingungen für die unstofflichen Ansichten des Systems Mensch schaffen. In den bestehenden Kosmologien der großen Religionen oder dem esoterischen New-Age werden einige derartige Weltbilder vorgestellt. In ihnen wird unterschiedlich beschrieben, in welchen Formen das universelle Bewusstsein mit der stofflichen Erde verbunden ist. In dem Buch «Basis der Evolution» wird auch auf die philosophische Weisheit der indischen Veden zurückgegriffen, die sich sowohl bei Zoroaster als auch im paulinischen Christentum spiegeln. Die kosmologische Ursache allen Lebens hat die Menschheit schon immer beschäftigt, und es wurden schon manche Modelle einer Gotteswelt mit der offenbarten Schöpfung entworfen. Wir wollen hier bei alledem sehr vorsichtig erneut ein plausibles Gedankenbild vorstellen, immer bewusst, dass auch wir sozusagen von unten her nur ein menschliches Modell entwickeln können. Dieses soll allerdings plausibel, logisch und leicht verständlich sowohl mit den antiken großen Religionstheorien als auch mit den modernen Erkenntnissen aller Wissenschaften und Geisteswissenschaften übereinstimmen. Es wird in diesem Rahmen der Darstellung des Mikrokosmos allerdings nur eine Kurzfassung sein können.
Zu Beginn aller Zeiten und Offenbarungen entfaltet sich im unbegrenzten, unkennbaren ewigen Kraftfeld ein alles umfassendes universales Bewusstsein, die Urmonade, aus und in der wie in einer Kaskade alle weiteren Monaden der ganzen Schöpfung entstehen. Das ist das ursprüngliche Offenbarungsfeld, der Logos vom Anfang, TAO, Brahman, Ahura Mazda, das PSI-Feld. Mit diesem totalen Universum offenbaren sich sieben Kräfte, der «Heilige Siebengeist», in den sieben kosmischen Gebieten mit sieben universellen Bewusstheiten, die sich dem jeweiligen Schöpfungsprozess der Monaden mit und durch die sieben universellen Kräfte anpassen und an den diesen Feldern gestellten Aufgaben mitwirken.

Im siebenten kosmischen Gebiet entwickeln die Monaden in der Galaxie Milchstraße mit ihren kosmischen «Kindern» auch die Sonnenmonade mit den planetaren Monaden des solaren Systems. Gleichzeitig entstehen die Monaden der Monde und Asteroiden. In der Monade der Erde wird ein irdisches Lebensfeld, der Kosmos mit seinen sieben Kraftfeldern, dem Diesseits und Jenseits entwickelt. Die Erde ist als materieller Körper im siebten Stratum darin eingebettet. Im gesamten Kosmos wesen und wirken zahlreiche Entitäten (Engel, Devas o.ä.) und ätherische bzw. astrale Naturwesenheiten für die Aufrechterhaltung der natürlichen Zusammenhänge und Lebenswellen. In diesem komplexen Lebensfeld werden und erleiden die irdischen Menschen ihre Erfahrungen für die Entwicklung ihrer sieben mikrokosmischen Kraftfelder. Die stete Entwicklung der Kräfte im Mikrokosmos verändern, erhöhen für die Menschen die Wahrnehmungsmöglichkeiten seiner selbst und seiner wechselnden Umwelt.
Dieses Lebensfeld im siebenten kosmischen Gebiet mit seinen inhärenten Monaden ist Teil eines gewaltigen Evolutionsbogens. In dem vorläufig noch kristallisierten Teil des siebten Lebensfeldes entwickeln sich die stofflichen Menschen mit ihren Mikrokosmen. Unter der Führung der Monaden, die die Mikrokosmen in ihrem Erwachen vorantreiben, werden die Menschen künftig zu einem höheren Erfassen und Bedenken ihres Seins und ihrer Umwelt kommen. Diese dadurch entstehende total neuartige Selbst- und Welterkenntnis wird den Menschen künftig so erscheinen, als wären sie im Paradies angekommen. Das wäre jedoch ein fataler Irrtum. Denn das ist keineswegs der Fall! Vielmehr sind mit der Aktivierung der höheren Astralis erst die Voraussetzungen geschaffen, damit sich auch die noch nicht zentrierten mentalen Aspekte offenbaren können und sich die drei nirwanischen Kraftfelder im Mikrokosmos zentrieren, was den Menschen erneut mit völlig unbeschreibbaren Erfahrungsmöglichkeiten seiner Welt verbinden wird.

Der teleologische Prozess, in dem die Menschheit seit Anbeginn ihrer Schöpfung mit ihren Monaden in der kosmischen Monade der Erde steht, ist bereits in der fundamentalen Idee des universalen Bewusstseins enthalten. Soweit es unseren Einsichten geschenkt werden kann, können wir sagen, dass dieser Plan vorsieht, dass sich jeder Mikrokosmos künftig mit seiner Monade vereinigen wird, nachdem er in allen Kräften mit ihr kongruent geworden ist. Aber Achtung für alle Himmelsstürmer: Auch dann ist der Mensch als Manas – als Monade – nicht in der Endphase seines kosmischen Daseins. Völlig neue für uns unbegreifbare Aufgaben für die Evolution im solaren System und in der Galaxie stehen noch an. Es wäre äußerst gewagt, darüber irgend etwas Genaues zu berichten. Nur eines scheint uns in diesem Zusammenhang doch ersichtlich. Zunächst müssen die jenseitigen Lebensfelder von allen unheiligen Kräften – Äonen oder Asuras – gereinigt werden, damit sie für die weitere Entwicklung anderer Mikrokosmen keine Behinderung mehr sein können. Und es sollten auch alle noch nicht so weit fortgeschrittenen Lebenswellen in Fauna und Flora vollendet in ihren Monaden aufgenommen werden können. Auch dabei haben die bereits vollkommen entwickelten «Menschen» in ferner Zukunft mitzuwirken.
Diese wichtige Grunderkenntnis wird da und dort in wenigen Büchern verschleiert angedeutet. Aber man muss sich schon viel Zeit nehmen und intensiv graben, um diese ausgezeichneten Gedanken zu finden. Seit Anbeginn der Offenbarung werden sämtliche Universen, Galaxien, Kosmen, Planeten, Monde und die Menschen als Mikrokosmen von ihren Monaden in einer kontinuierlichen Evolution geführt. Zur aktuellen Zeit befindet sich der Kosmos mit allen seinen Lebenswellen bei seiner Entwicklung in einer Wendezeit zwischen der vorbereitenden Entwicklung des materiellen Körpers bis zur Aufnahme des wahrnehmenden Verstandes im Gehirn und der aufsteigenden Evolution, der Entfaltung des Denkvermögens für die Umsetzung aller Impulse für die interkosmische Evolution, so könnte man es beschreiben. Das beginnende Aquariuszeitalter verweist in der kosmischen Uhr auf diese absolut revolutionäre Wendezeit. Dabei wird der Menschheit die eine alles entscheidende Aufgabe zugewiesen. Aktuell ist jeder Mensch selbst dafür verantwortlich, dass sich in seinem Mikrokosmos die höhere Astralis und Mentalis entfalten wird. Dafür muss er in seiner Psyche die komplementären Kräfte des Animus und der Anima, maskulin und feminin, ebenbürtig und gleichberechtigt in harmonischer Zusammenarbeit beim täglichen Leben verwirklichen. Dann wird er auch in der Lage sein, sich mit all seinen bewussten Entscheidungen eindeutig auf die anstehende Evolution auszurichten. Diese neue Lebenshaltung wird eigentlich für jeden verständlich, der die Natur mit ihren vielfältigen Aspekten beim Wachsen und Gedeihen kennt. Die Pflanze muss im Erdreich wurzeln und sich mit dem Trieb, dem Stamm aus dem Erdreich erheben und mit aller Kraft zum Licht emporstreben, damit einmal in der vollen Krone der Blätter sich die Blüten entfalten, um darin die erforderlichen Organe für die Früchte zu bilden. Es ist keineswegs erstaunlich, dass die Rishis in Indien und die Priester in Ägypten den Lotos als Symbol für die menschliche Entwicklung genommen haben, denn er wurzelt im Winter im Schlamm unter dem Wasser, erhebt sich im Frühling über die Wasseroberfläche und im Sommer streckt er seine wunderschönen Blüten zum Sonnenlicht.

Die ganze Schöpfung, wie in den vorhergehenden Kapiteln bereits dargestellt, besteht aus sieben Lebensfeldern. Als Paradies, Garten Gottes, bezeichnete man in der Antike das siebte kosmische Gebiet, aus dem die Menschheit symbolisch durch Adam und Eva vertrieben wurde. Die Monade, das göttliche Wesen hinter dem Mikrokosmos, wirkt allerdings beständig aus und in allen kosmischen Gebieten, sie ist holistisch mit allen Kraftfeldern und Gebieten verbunden. Vollbringt der Mensch einmal unter ihrer Leitung die vollständige Herstellung seines Mikrokosmos aus den sieben Kraftfeldern, dann wird dieser «Neue Mensch» eins mit seiner Monade, die auch immer in der Einheit mit allen Monaden steht. In den alten chinesischen Mythen wurde der geheiligte Mikrokosmos als der «siebenflügelige Drachen» beschrieben. Darum wird auch heute noch die Verehrung des Drachens in der chinesischen Kultur an vielen Festen vom Volk gefeiert. Diese siebenflügelige Kraftkonzeption repräsentiert mit einem leitenden Flügel die Pinealisaura, mit den zwei Flügeln des Hauptes die Mentalis im Wahrnehmen und Bedenken, mit den zwei Flügeln des Herzens die Astralis in Begehren und Liebe, und mit den zwei Flügeln der aktiven Verwirklichung das Ätherfeld zur Mitwirkung im Plan des Logos.

Darin kann man die neuen Kräfte oder die Lichtkleider des kommenden neuen Menschen erkennen. Aber für diese weitreichenden Prozesse müssen zuerst die niederen astralen und mentalen Felder auf ihre schützenden Aufgaben im stofflichen Lebensfeld neutral reduziert werden, damit sich die höhere Astralis und die höhere Mentalis entfalten können. Dies wäre die aktuelle fundamentale Verrichtung der Menschheit in dieser Wendezeit. Sie sollte sich in Selbsterkenntnis und autonom von den alten Methoden der materiellen Selbsterhaltung und Arterhaltung und dem luxuriösen Einrichten auf Kosten anderer Mitbürger vollkommen verabschieden, damit die niedere Astralis beruhigt werden kann.
Auch das Bestreben, mit der niederen Mentalis die größten Weisheiten über die materiellen Ursachen des Lebens zu erforschen sollte verstummen, damit sich die bislang nicht aktivierten höheren Ansichten der Mentalis im Mikrokosmos zentrieren. Das ist eine entscheidende Maßnahme in der Aquariuszeit. Diese unbequemen Verbindlichkeiten werden allerdings nur jenen ersichtlich, die bereits die Schwerpunkte in den Geboten und Regeln der großen Religionen beherzigen. Da steht z.B. die Begierdelosigkeit bei Buddha im Mittelpunkt, die vielfach missverstanden zu einer die Menschlichkeit verzerrenden Askese geführt hat. Auch Mose predigte schon die Abkehr vom «Mammon» oder dem «goldenen Kalb», was insbesondere von einer bestimmten Elite absolut nicht eingesehen wird. Jesus erklärte seinen Nachfolgern, sie sollen sich nicht um den nächsten Tag sorgen: Matth. 6, 25 „Darum sage ich euch: Sorget nicht für euer Leben, was ihr essen und trinken werdet, auch nicht für euren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr denn Speise, und der Leib mehr denn die Kleidung? – Sehet die Vögel unter dem Himmel an: sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater nährt sie doch. Seid ihr denn nicht viel mehr denn sie? – Wer ist aber unter euch, der seiner Länge eine Elle zusetzen möge, ob er gleich darum sorget?“ Eigentlich ist alles schon gesagt. Der Mensch antwortet darauf mit dem Zitat: «Der Geist ist willig, doch das Fleisch ist schwach.» Ist es mit derartigen Sprüchen wirklich getan oder gibt es unerkannte Kraftstrukturen im Jenseits, die mit einer konsequenten Weiterentwicklung der Menschheit nicht einverstanden sind und darum alle guten Ansätze verderben?
Allerdings bleiben die Begleiterscheinungen für die mikrokosmische Evolution sowie die damit notwendigen Forderungen an den Menschen in dieser Zeitperiode dennoch bestehen. Erst nach der völlig natürlichen Neutralisation der niederen astralen Begehren für die stoffliche Selbsterhaltung, erst durch das Entfalten der höheren Begehren aus der Astralis nach den metaphysischen Entfaltungen kann sich auch die Mentalis erhöhen. Nur damit werden die mikrokosmischen Voraussetzungen geschaffen, um den drei nirwanischen Kraftfeldern, der Spinalis, der Spiritualis und der Idealis sukzessive mehr Zugriff auf das Dasein der Menschen zu ermöglichen. Diese Zusammenhänge und Wechselwirkungen unterstehen nicht den persönlichen Entscheidungen, vielmehr sind sie nach den Regeln der harmonischen Resonanz geordnet und kosmisch eingerichtet. Die damit verbundenen Lebenszusammenhänge können hier verständlicherweise nicht im Detail dargestellt werden. Eines kann man jedoch mit Sicherheit sagen, weil es bereits seit zweitausend Jahren verkündet wird: Jeder Mensch wird sich uneingeschränkt autonom in den Dienst für alle Menschen, Tiere und Pflanzen stellen und auch in den Dienst für die Evolution des irdischen Kosmos.

Der Mensch ist ein Mikrokosmos innerhalb seiner Monade

Die meisten Menschen leben und existieren in einem multiplexen Kraftfeld, einem Holokumulus von ca. 16 m Durchmesser, der von seiner Monade, einem noch größeren Holokumulus aus sieben Kräften, umschlossen ist. Allerdings nicht alle Menschen. Einige Volksgruppen der sogenannten Naturvölker werden über einem gemeinsamen Mikrokosmos entwickelt, ebenso wie die höheren Säugetiere. Alle anderen Lebenswellen der Erde sind ebenfalls nach Arten oder Gattungen zusammen in einem Mikrokosmos mit der zugehörigen Monade in das allgemeine Kräftespiel des Kosmos aufgenommen. Jeder Mikrokosmos wird beständig aus den ihn umgebenden Sphären ernährt. Nach den universellen Regeln der Resonanz atmet der Mikrokosmos über den Nordpol die mit seinem Vibrationsschlüssel resonanten Kräfte ein, und über den Südpol werden die verbrauchten Kräfte wieder ausgeatmet. In unserer Zeit spielen dabei insbesondere die Äther und die drei niederen astralen Kräfte eine dominante Rolle. Mit ihnen lebt der Mensch solange in Resonanz, wie er sich mit all seinen Begehren, Wünschen und Denken ausschließlich auf seine materielle Selbst- und Arterhaltung richtet.

Die Persönlichkeit selbst – als materieller Körper – ist das Kind des ewig seienden aurischen Wesens in seinem Mikrokosmos, der ein Kind der Monade ist. Niemand kann sich sein Schicksal selber aussuchen, niemand lebt sich selbst, wie schon Paulus festgestellt hat. Jeder, ob Kaiser, Topmanager, Star oder Bettelmann, ob in Rom, New York, Peking oder São Paulo, wird von den Wechselspielen der Kräfte in seinem aurischen Wesen in Resonanz mit den Wesenheiten des Jenseits hin- und hergetrieben, um über die zugehörige Monade den für die Entwicklung seines Systems notwendigen Kräfteaustausch abzuwickeln. Dabei durchlebt und durchleidet der Mensch im Sinne des griechischen «Pathos» in seinem Leben – aus seiner egozentrischen Sicht selbstständig und selbstverschuldet – zahllose Schicksale und Erfahrungen. Dieses «Pathos» dauert so lange, bis der Mensch jenen Punkt erreicht hat, wo er sich eindeutig von den Abhängigkeiten in der stofflichen Existenzsicherung liebevoll aber eindeutig distanziert. Dann sucht er noch eine Weile nach dem Sinn seines Daseins, bis er nach vielen Experimenten in eine neue Entwicklungsphase eintritt, die völlig befreit ist von den vergeblichen Bemühungen um liebevolle Karitas, tiefgründige Kultur, abwegigen Bemühungen um paradiesische Verhältnisse und wissenschaftlichen Naturforschungen der materiellen Zusammenhänge. Unter dem stets lauter werdenden Einfluss der Monade im Bedenken und Begehren wird er sich endgültig bewusst auf die Entwicklung seiner höheren astralen Felder und seines Denkvermögens konzentrieren. Die Monade des ewigen Lebens unterstützt ihn jetzt dynamischer als je zuvor, auch bei seinen Aufgaben bei allen noch bestehenden karmischen Verpflichtungen.

Das aurische Wesen inkarniert immer wieder, die Person lebt nur einmal.

«Aura» ist das griechische Wort für Hauch, Lufthauch und auch für die «Göttin der Morgenbrise». So ist «Aurora» die Göttin der Morgenröte. Heute wird der Begriff Aura in esoterischen Lehren auch für die durchaus wahrnehmbare Ausstrahlung, das Charisma des Menschen benutzt. Meist werden damit die unteren Ebenen des Energiekörpers oder ein Teil des Ätherfeldes bezeichnet. In dem gängigen stoffgebundenen Begriffskatalog gibt es wenige passende Worte für die diversen Energiewelten. Die offizielle Meinung der europamerikanischen Öffentlichkeit verhält sich so, als wären diese Sphären überhaupt nicht existent. Man sollte annehmen, dass die Namensgebung für die Dinge und Vorgänge in der uns umgebenden Welt bereits in einer geschichtlichen Zeit stattfand, als einige weise Menschen in ihrer Welt neben den fünf grobstofflichen Sinnesorganen auch noch einen sechsten Sinn für die Geister und Wesen der immateriellen Zustände hatten. Aus den Forschungen des Schamanismus, z.B. durch Mircëa Eliade, kann entnommen werden, dass unter besonderen Bedingungen zumindest die unteren ätherischen und astralen Welten für die Schamanen nicht nur «einsehbar» waren, sondern auch für Heilungen verschiedener Art verwendet wurden. Heute können wir auf die Erkenntnisse modernerer Okkultisten, vor allem aus den theosophischen bzw. anthroposophischen Gruppen, zurückgreifen.
Das mikrokosmische Feld wird insgesamt als aurisches Wesen bezeichnet, weil es einem Holokumulus gleich ein Kraftkonglomerat aus sieben «elektromagnetischen» Feldern mit einem eigenen Leben, mit Bewusstsein und Erfassen ist. Das aurische Wesen belebt unter der Leitung der Monade den eingeborenen Menschen in einem wechselseitigen Magnetismus mit Hilfe seiner persönlichen Begehren, Gedanken und Reaktionen. Der Mensch ist demgemäß mehr als nur ein Körper. Er wirkt auch in die immateriellen Kraftfelder des wachsenden Mikrokosmos hinein als selbstbewusstes, für die Evolution mitverantwortliches Werkzeug.
Die Bezeichnung «elektromagnetisch» für die Qualität der sieben Kraftfelder sollte in diesem Zusammenhang richtig verstanden werden. Allerdings kann dieser Begriff nicht direkt aus der materiellen Physik in die metaphysischen Dimensionen übertragen werden. Wir werden ihn dennoch weiterhin so benutzen, weil in den unstofflichen Feldern ebenfalls immer Energien fließen, die mit isobarer Resonanz Kräfte anziehen bzw. abstoßen, wie beim einem magnetischen Kraftfeld.
In einem Mikrokosmos wirken und weben sieben Kraftfelder. Folgende Übersicht zeigt sie von unten nach oben von niederer zu höherer Frequenz:

1. der stoffliche Körper
2. das ätherische Doppel
3. das astralen Feld
4. das mentale Feld
sowie drei nirwanische Kraftfelder, die den Mikrokosmos aus einer nicht zentrierten Kraftwolke umschweben.

Alle Kraftfelder leben auf ihre eigene Art und haben mit einem eigenen Bewusstsein verschiedene Ausdrucksmöglichkeiten wie Gefühle, Denken sowie ein selbstständiges Gedächtnis. Darüber kommunizieren sie untereinander, z.B. über Interferenzen oder direkter über die Chakren. Alle sieben Kraftfelder können selbst noch einmal in sieben unterschiedliche Qualitäten oder Modalitäten untergliedert werden. Die drei höheren Frequenzen wirken über die mittlere – die vierte Frequenz – mit den drei darunter schwingenden zusammen. Die drei unteren Frequenzbereiche wenden sich über das Feld in der Mitte zu den drei höheren Vibrationen, und der Feldaspekt der Mitte bildet sozusagen die Verbindung für die interne Kommunikation. Eigentlich sind die unterschiedlichen Aspekte nicht wirklich getrennt – wie es in der stofflichen Welt so üblich ist – , vielmehr wirken sie immer als eine einheitliche Gruppe zusammen. Dabei ist allerdings zu beachten: Nur die im mikrokosmischen Mittelpunkt konzentrierten Aspekte der Felder können aktiv für den Menschen agieren, stehen ihm mehr oder weniger direkt, wenn auch unbewusst, zur Verfügung. Die noch nicht zentrierten Ansichten oder Felder begleiten wohl alle seine Aktivitäten, beeinflussen aber das Leben des Menschen vorerst nur am Rande. Die Leitung oder Steuerung aller Entfaltungen obliegt immer der Monade.

Man kann die Affinitäten oder charakteristischen Wirkungen der Kraftfelder wohl voneinander unterscheiden, ähnlich einem Lichtspektrum mit seinen verschiedenen Farben. Dennoch sind die Feldbereiche nicht wirklich voneinander zu separieren, denn sie vibrieren immer als eine untrennbare Einheit. Das aurische Wesen, das alles umfassende Feld des Mikrokosmos, übernimmt dabei als Werkzeug der Monade eine ihrer Aufgaben. Diese umfasst, die Person (wird hergeleitet von ‚persona = per-sonare = hindurchtönen‘), den Menschen in seinem Dasein im materiellen Feld zu der Einsicht bzw. Selbsterkenntnis zu führen, dass er auch von weiteren immateriellen Kräften unterhalten und bestimmt wird. Nur in dieser umfassenden Erkenntnis seiner Daseinsfelder kann ihm die Bedeutung des «Gib, so wird dir gegeben», des universellen Resonanzgesetzes wirklich einleuchten.
Das ist eine zwingend notwendige Selbsterkenntnis, die den in der materiellen Selbstentfaltung entstandenen Hochmut auslöschen kann, bevor der Mensch in seiner Entwicklung mit den höheren Aspekten der Mentalis verbunden wird. Dies ist eine unabdingbare Voraussetzung, damit einmal alle vorgesehenen Kraftfelder vollkommen mit dem System konzentrisch verbunden werden können. Es sollte gut verstanden und niemals übersehen werden: der Mensch ist vorläufig noch nicht wirklich vollendet! Dieses ganze siebenfache Lebenssystem steht wohl in einer kräftigen Entwicklung, und zwar mit Hilfe und unter der Einstrahlung der Monade, die mit dem Kernprinzip des Mikrokosmos zusammen arbeitet. Der mikrokosmische Aufbau aus den vier unteren Kraftfeldern, der den Menschen zu einem selbstbewusst wirkenden Werkzeug gemacht hat, ist als solches jetzt schon ein wahres Wunder der Natur. Doch das ganze Wesen steht in einem noch viel höheren teleologischen Auftrag, der weit über das Dasein auf dem Planeten Erde hinausweist. Das scheint jedoch bei den meisten Menschen heute angesichts des irdischen Überlebenskampfes vergessen worden zu sein. Die Entfaltung des mikrokosmischen Geschöpfes unterliegt vorübergehend der Willkür der eingebildeten «persönlichen Freiheit». Jedem wirklichen Kenner der Lebenszusammenhänge wird dabei auch klar, dass die Vision eines «paradiesischen Lebens nach einem im Sinne der großen Religionen guten Lebensverhaltens» den Prozess der kosmischen Evolution sehr stark behindert. Die dadurch bedauerlicherweise entstandenen jenseitigen Kräfte ringen selbstverständlich mit aller Macht um ihr Überleben, das durch die konsequente Weiterentwicklung der Mikrokosmen gefährdet ist.

Die morphischen Felder der Lipika

Die menschlichen Vorstellungen über Gott oder Götter sind geglaubte hypothetische Theorien, angefüllt mit gedachten Vorstellungen von Menschen mit einem begrenzten Denkvermögen. Eine «Theorie» wird im Allgemeinen als eine durch Denken bzw. Intuition gewonnene Erkenntnis verstanden im Gegensatz zum durch empirische Erfahrung gewonnenen Wissen. Das Wort «Theo» bedeutet soviel wie «Gott», im Griechischen bezeichnete «Theorie» einmal die Betrachtung der Wahrheit durch reines Bedenken kosmischer Zusammenhänge. Das entspräche einer inneren Überlegung bzw. Erleuchtung im mentalen Feld. Dabei kann es heute auf der Basis geisteswissenschaftlicher Zusammenhänge durchaus bekannt sein, dass der Mensch mehr als ein physischer Körper auf materieller Ebene ist.
Das menschliche Wesen ist Teil eines Mikrokosmos aus mehreren Kraftfeldern und wird von einer Monade aus der ursprünglichen Schöpfung geführt und geleitet. Der Mikrokosmos beherbergt als ewiges Sein das aurische Wesen, das als Kumulus aus verschiedenen lebenden Feldern auch die Person Mensch bewirtet. Die sieben Lebensfelder sind 1. die Materie, 2. der Äther, der als Matrize der Atome, Moleküle und Organe den Körper komplett durchströmt und belebt, 3. die Astralis, die über das Begehren oder die Begierden und Wünsche die erforderlichen Kräfte und In-formationen anzieht. Diese Selbsterhaltungsfunktion wird vor allem nach außen durch die Magnetkraft des aurischen Wesens ausgeführt. 4. Für die interne und externe Kommunikation gehört die Mentalis dazu, welche dem Mikrokosmos über den menschlichen Verstand das Bedenken und Bewerten der Erlebnisse ermöglicht. Der Mikrokosmos wird erst mit den drei nirvanischen Feldern vollständig, die sich bislang noch nicht aktiv mit ihm verbunden haben.

Die Monade ist seit ihrer Schöpfung absolut vollständig und unabhängig vom Menschen. Sie existiert seit Anbeginn der Offenbarung und wird weiterhin ewig leben. Sie dominiert über das aurische Wesen alle Geschehnisse im und mit dem Mikrokosmos. Für die Überlebensfähigkeit des sich in der Entwicklung befindenden Mikrokosmos sind eine ganze Reihe von Abläufen für die Selbsterhaltung erforderlich, die von einer Inkarnation zur nachfolgenden weiter gegeben werden. In jedem Lebensfeld des aurischen Wesens wird vom Bewusstsein ein Gedächtnis geschaffen, das diese Vorgänge aufnimmt und regulierend wieder abgibt. Diese morphisches Felder (– um mit Rupert Sheldrake zu sprechen –), enthalten alle bisherigen Regulatorien und Gesetzmäßigkeiten für alle physischen und transpersonalen Funktionen der recht komplexen Menschen im Mikrokosmos. Damit wird jenes Metaprogramm der Inkarnationsweisheit aus der indischen Hindureligion gemeint, das dort von den Rishis «Lipika» genannt wird und für die karmischen Zusammenhänge verantwortlich ist. Mme. Blavatsky schrieb dazu: «Die Lipika gehen von Mahat aus und werden in der Kabala die vier Aufnahme-Engel genannt. in Indien die vier Maharajas, diejenigen, die jeden Gedanken und jede Tat eines Menschen aufzeichnen; Die Lipika stehen in direktem Zusammenhang mit Karma und dem, was die Christen den Tag des Gerichts nennen.» Die Psychologie (z.B. C.G. Jung) sagt in seinen Theorien: Der Geist jedes Menschen ist mit einem Über-Ich verbunden. Diese EGO, das kumuliert in den morphischen Feldern geformt wird, steuert die automatischen Körperfunktionen sowie die Gesundheit und fördert die Evolution.
Eine Erkenntnis aus der materiellen Physik erleichtert das Verstehen: Wenn man eine Maschine mit allen Details genauestens beschreibt, dann ist immer noch nicht alles gesagt, warum sie funktioniert. Beim Auto braucht es einen Ingenieur, der die gesamte Funktionalität und die zugehörige Mechanik erdacht und erprobt hat, und es braucht dann auch einen Auto-Fahrer, einen Anwender, der den komplexen Mechanismus jetzt «in Bewegung» setzen kann. Der Fahrer löst «auf geheimnisvolle Weise» durch den Zündfunken «Salamander im Ätherfeld» aus, die von der Elektrizität im Äther hervorgebracht werden, die dann die Explosion im Kolben verursachen. Die Hubbewegungen der Kolben werden über ein Getriebe und eine Kurbelwelle auf die Räder übertragen, wodurch das Fahrzeug angetrieben wird. Man könnte die Informationsquelle als die Überseele, das natürliche EGO bezeichnen. Dabei wird allerdings ein zentraler Faktor des menschlichen Daseins verallgemeinert und ausgeblendet: das Gedächtnis oder vielmehr die Gedächtnisse in den vier Lebensfeldern, der Materie, dem Äther, der Astralis und der Mentalis.
Für die Mikrokosmen werden die wesentlichen Informationen sowohl für den physischen Körper des Menschen, also die Muskeln und Knochen, als auch für den Blutkreislauf, die Wirkungen der endokrinen Drüsen und die Verarbeitung der nervlichen Fluiden, über die morphischen Felder im materiellen Bereich und im Äther geliefert. Die Basisstrukturen für die Energieresonanz, sowohl Stärke oder Intensität als auch Qualität und Subjektivität für die Selbsterhaltung liegen in den morphischen Feldern der niederen Astralis. Die Bewertungskriterien liegen im Gedächtnis der Mentalis. Die darin verborgenen morphischen Felder generieren die Parameter für das Überleben und die Kooperation mit den Mitmenschen, Familie und Freunde, später auch die Verbindungen für die Partnerschaft, bzw. die Erhaltung der Art.

Betrachten wir beispielhaft die Geburt eines Menschen: Bei der Inkarnation eines Mikrokosmos überschattet dieser eine bestimmte Frau, die mit ihm gut resonant ist. Sie wird von diesem auf der Erde durch «die Liebe» zu einem sympathischen Mann geführt, der beabsichtigt, mit ihr eine Partnerschaft oder Ehe aufzubauen. Gemeinsam sind die Eltern in dieser Phase resonant vor allem mit dem Gedächtnis im morphischen Feld der Materie des Embryos. Das Aurische Wesen des inkarnierenden Mikrokosmos induziert nach der Zeugung, wenn sich die Wirbelsäule mit ihren neuronalen Zusammenhängen ansatzweise gebildet hat, die ersten Anlagen aus dem materiellen Gedächtnis in das morphische stoffliche Feld des Embryos. Dies geschieht ebenso mit der mikrokosmischen Verbindung zur kosmischen Sternkonstellation im Geburtszeitpunkt. Damit wird für den Menschen das astrologische Metaprogramm für alle Gedächtnisse in der Lipika: ätherisch, astral und mental angelegt.
Diese Basisinformationen beeinflussen über die morphischen Felder sowohl auf der mentalen Ebene als auch auf der astralen Ebene alle späteren Wahrnehmungen. Durch dieses Metaprogramm kann der heranwachsende Mensch immer nur das wahrnehmen, was mit diesem «Horoskop», der astrologischen Determination seines Daseins, in Verbindung steht. Außerhalb dieser in ihn eingesenkten Grundstruktur kann er nichts wahrnehmen und für wahr halten. Damit wird jeder Mensch mit seiner fundamentalen Aufgabe in der Evolution verbunden, die ihm über die morphischen Felder in den vier Lebensfeldern seines Mikrokosmos von der Monade diktiert wird.

Im Kind füllt sich das morphogenetische Gedächtnis im Feld der Materie für den Aufbau, die Lagerung und alle materielle Verbindungen zum Blut, der Lymphe und den Nerven für das Kommunizieren mit allen stofflichen Organen aus dem Stoffgedächtnis des inkarnierenden Mikrokosmos. Viele Prägungen darin sind identisch mit den Informationen aus dem materiellen Feld der Mutter. Alle perinatalen Erlebnisse prägen sich ein, und auch alle ersten Erlebnisse in der Frühkindzeit dominieren das Gedächtnis im morphogenetischen Feld des Stoffgedächtnisses.
Das Ätherfeld entwickelt sich parallel in den ersten Lebensjahren zunächst aus dem Äther der Mutter, bzw. anderen Bezugspersonen, in dem sich das morphische Feld (ätherisches Gedächtnis) aufbaut, analog zu den primären Erfahrungen mit dem stofflichen Gedächtnis.
Die Astralis entwickelt sich zwischen dem 3. und 7. Lebensjahr, um für die sozialen Kontakte im entsprechenden morphischen Feld die ersten Erfahrungen zu speichern Das astrale Gedächtnis füllt sich auf mit allen sozialen Einsichten auf der Basis der karmischen Prägungen. Dazu kommen die Impulse aus der Familie, sowie aus den ersten Interaktionen in der Kita und der Schule. Dieses soziale Gefüge zu Beginn des Lebens, im Alter von etwa 7 – 14 Jahren, beeinflusst sehr stark das Gemüt des Menschen. Mit der heranwachsenden Geschlechtsreife wird das morphische Feld in der dritten Astralis mit den karmischen Erinnerungen aus früheren Inkarnationen gespeist, womit die Partnerwahl in sympathisch oder antipathisch probabilistisch vorbestimmt wird.
Zur gleichen Zeit werden auch die ersten morphischen Felder für das mentale Gedächtnis angelegt. Alle gravierenden Einsichten während der Kindheit aus den subjektiven Erfahrungen mit der Gesellschaft werden analog in den morphischen Feldern der Materie, des Äthers und der Astralis gemäß den bereits darin vorhandenen Prägungen, auch karmischer Art, gespeichert. Zu dieser letzten Phase in der Kindheit gehören auch ritualisierte Einweihungen, Initiationen, Konfirmation, Kommunion, Aufnahme in ein Kloster, erste Liebe, tiefgreifende Unfälle bzw. Krankheiten etc.
Die Summe dieser Gedächtnisse in den jeweiligen morphischen Feldern sind die belebenden Grundstrukturen im Wesen des Menschen. Alle diese Gedächtnisinhalte bestimmen den Kommunikationsfluss des Menschen, seine Wahrnehmung, sein Bewerten und Gewichten, seine Intelligenz, seine musischen oder künstlerischen Vermögen, seine Dynamik und sein Durchsetzungsvermögen, seine Sprache im Rahmen der kulturellen Zusammenhänge mit dem Volkskarma.
Daraus kann zweifelsfrei geschlossen werden, dass jeder Mensch sowohl von einem Metaprogramm geführt wird, dass vor allem seiner physischen und psychischen Selbst- und Arterhaltung dient, als auch von individuellen morphischen Feldern, deren Gedächtnisse seine subjektiven Lebenserfahrungen in einer gewissen Richtung mit allen Implikationen probabilistisch beeinflussen. Insgesamt kann man die Summe dieser mitwirkenden Gedächtnisse in der Lipika des Mikrokosmos als das EGO oder «Über-Ich» bezeichnen. Es wäre ein Forschungsprojekt wert, um zu erfahren, in wie weit die unterschiedlichen virtuellen Programme im alltäglichen Dasein sowohl die Geschehnisse als auch die dabei gespeicherten subjektiven Einsichten bestimmen. Alle Ereignisse der Person werden prinzipiell vom Magnetismus des eigenen aurischen Wesens angezogen, alle Begegnungen mit anderen Menschen, sowohl in einer intimen Situation als auch im Beruf, bei Massenveranstaltungen oder in Verkehrsmitteln. Dabei bestimmen die sich verfestigenden „Glaubensansichten“ in den morphischen Feldern, insbesondere in der Astralis und Mentalis ganz eindeutig das, was der Mensch bei den Geschehnissen wahrnimmt oder nicht. Alle für die Person als unwahr geltenden Möglichkeiten werden durch diese Zusammenhänge spätestens kurz nach dem Geschehen wieder ausgeblendet.

Diese Gedächtnisse in den morphischen Feldern der sieben Lebensgebiete des Mikrokosmos wurden in den Veden als die «Lipika» bezeichnet, und bei einigen Richtungen sind die Lipika göttergleich, die grundlegend das Leben des Menschen und sein Karma, sowohl das empfangene als das ausgelöste, bestimmen.

Bei alledem muss auch berücksichtigt werden, dass das Wesen Erde mit seinem Kosmos ebenfalls unter «ihrer Lipika» belebt wird. Rudolf Steiner nannte diese Sphäre die Akasha-Chronik, wobei der Begriff «Akasha» in der hinduistischen Philosophie den «Welt-Äther», den Raum im Universum bezeichnet. Natürlich bilden die sieben Lebensfelder mit dem Planetenkörper Erde eine Einheit, einen Holokumulus aus sieben miteinander kommunizierenden elektromagnetischen Kraftfeldern in einer Monade. So betrachtet könnte man die in diesen enthaltenen sieben morphischen Felder ebenso zusammen nehmen. Allerdings beinhalten die sieben morphischen Felder der Erde sieben unterschiedliche Gedächtnisse für die verschiedenen Lebensorganisationen der Erde. Das morphische Feld für Materie verwaltet die atomaren, molekularen, kristallinen Entfaltungen, sowie die Kommunikation mit allen organischen Lebewesen und die Informationen für den stofflichen Aufbau der Teile der Pflanzen und der Organe der Tiere. Hierbei kommt bereits das Äthergedächtnis ins Spiel, das die fließenden Aspekte reguliert und die Strukturen für die interne Kommunikation bestimmt. Die morphischen Felder der Erde, die sich rund um den Globus ausbreiten, interagieren notwendigerweise mit den Gedächtnisfeldern aller Mikrokosmen auf Erden. Auch alle Lebewesen der Fauna und Flora werden von Monaden über ihre Mikrokosmen gelebt, die aus den Gedächtnissen ihrer morphischen Felder in-formiert und gesteuert werden, im Zusammenklang mit den Resonanzen aus den morphischen Feldern der Erde.
Dies haben die gewaltigen Forschungen und Betrachtungen von Rupert Sheldrake ergeben. Könnte man den Irrglauben der Materialisten ausrotten, die der Menschheit wissenschaftlich beweisen wollen, dass das Leben aus der Materie entstanden ist, dann würden gewiss viele bislang fortwährend unbeantwortete Fragen über die Natur, ihre Entstehung und ihre Weiterentwicklung vollkommen und plausible beantwortet werden. Jedoch muss man einsehen, dass die Masse der Menschen auf allen Kontinenten in ihren Traditionen verharren, in denen die Ansichten bzw. Hypothesen antiker Autoren über die Schöpfung seit Gedenken reproduziert werden. Darum bleiben die modernen Erkenntnissen über die interkosmische Evolution aller Lebensfelder den wenigen Pionieren vorbehalten. Auch im Postdarwinismus hat sich mittlerweile die Erkenntnis durchgesetzt, dass es keine singuläre materielle Evolution geben kann, wenn nicht auch eine fundamentale Evolution im ganzen Universum stattfindet, die sich auch ätherische, astral und mental bei allen Wesen, Tieren, Pflanzen und Menschen durchsetzt. Mit diesen Überlegungen müsste auch eine einmalige Gottesschöpfung, wie sie die Genesis erzählt, in Frage gestellt werden.

Der grobstoffliche Mensch

In der niedrigsten Kraftebene offenbart sich die Energie der Materie mit allen ihren Strahlungen und Wellenemissionen. Hier im tiefsten Nadir vibriert das kosmische «Licht», selbst die elektromagnetischen Strahlung im subatomaren Bereich, ganz langsam. Darum nennt man diesen Teil der Schöpfung etwas ungalant «die Finsternis». Für uns Menschen ist diese Energieebene das natürliche gewohnte Lebensfeld und es ist von den empirischen Wissenschaftlern eigentlich auch am Besten erforscht. Diese Wissenschaftler haben seit Jahrhunderten mit ungezählten verschiedenen Naturbeobachtungen alle materiellen Zusammenhänge erforscht, unter teilweise unglaublichen Bedingungen, von den astronomischen Weiten bis hin zu den kleinsten «Bausteinen» der Materie durch Zertrümmerung der Atome (paradoxer Weise bedeutet dieser Begriff eigentlich «unteilbar») und auch ihrer winzigen Bestandteile in riesigen Zyklotronen. Von der gigantischen Galaxie, den mit dem Hubble-Teleskop erfahrbaren Ansichten, bis in das kleinste Bit wurde keine materiell mögliche Untersuchungsrichtung ausgespart. Ob nun technisch-maschinistisch, physiologisch, biologisch oder psychologisch, soziologisch oder ökonomisch, nahezu alle Existenzbereiche von Mineral, Flora und Fauna wurden genauestens durchforstet.

Ein ganz erstaunliches Ergebnis der intensiven Forschungen über mittlerweile zweitausend Jahre ist die aktuelle Weltanschauung der meisten Menschen in der europamerikanischen Kultur: die meisten – wie viele andere Autoren ebenfalls berichten – gehen davon aus, dass die Materie fest ist, kompakt wie Stein oder Mineral. Sogar die Luft und das Wasser sind rein physikalische Stoffe, die sich entsprechend den Gesetzen der Mechanik verhalten. Auch die vielfach genutzten Funkwellen (für Smartphone, Rundfunk, TV, Internet, GPS o.a.) oder die radioaktiven Strahlungen sind Emissionen der materiellen Energieebene. Der Mensch selbst ist in diesem Weltbild mit allen Gefühlen, Emotionen, Psyche und Denken ebenfalls ein materieller Körper, der vor allem stofflich ernährt werden muss und sogar mechanisch repariert werden kann. Jeder identifiziert seine Persönlichkeit vorwiegend bis ausschließlich mit dem stofflichen Körper, insbesondere dann, wenn es um seinen Tod geht. Trotz alledem ist es bei einigen Forschern, insbesondere den Psychologen und auch bei einigen Quantenphysio-philosophen bereits bekannt, dass die Verstandestätigkeiten, die Emotionalitäten und viele soziale Verhaltensstrukturen irgendwie in einem psychischen transpersonalen Raum stattfinden, der allerdings, obgleich schon metaphysisch akzeptiert, oft noch in das grobmaterielle Weltbild integriert wird.


Darum ist es von immenser Bedeutung, dass jeder Leser – bevor er
die Beschreibungen dieses holografischen mikrokosmischen Weltbildes positiv
aufnehmen kann – sein aktuelles Verhältnis zu der alten Weltanschauung
selbst noch einmal genauestens überprüft.
Achtung: Wer die holistische Kosmologie mit der Monadenlehre noch nicht akzeptieren kann, sollte sich mit den nachfolgenden Gedanken nicht belasten.


Seit Marsilio Ficino für Cosimo de Medici die Traktate des Hermes aus dem Arabischen ins Lateinische übertragen hatte, wussten bereits viele Autoren der Renaissance und berichteten auch in ihren Werken: «Es gibt keinen leeren Raum». Das kann heute ganz konkret durch die wissenschaftliche Feststellung ergänzt werden, dass jeder Raum, selbst ein physikalisches Vakuum, mit Strahlungen, Vibrationen, Schwingungen sowie elektromagnetischen Kraftfeldern mit zahllosen Unterstrukturen erfüllt ist. Am besten passt für diese erfüllende Gesamtheit das Wort: Feldharmonien oder einfach Weltmelodie. Denn jede Frequenz kann nach verschiedenen Inhalten, nach aufmodulierten Kommunikationsstrukturen, nach Aufgaben und Funktionen unterschieden werden. Wie in einem Orchester spielen viele elektromagnetische Instrumente in einem alles umfassenden holistischen Konzert der Kommunikation aus Information und Kraftverteilung.

Ein Bild aus der Akustik kann das noch am ehesten deutlich machen. Der Lärm einer Arbeitsmaschine, gleichmäßig in Rhythmus und Lautstärke klingt durch eine große Werkshalle. In nahezu gleicher Lautstärke und fast dem gleichen Rhythmus erklingt ein Symphoniekonzert von Wagner in der Philharmonie. Das Klatschen der Zuhörer braust nach der Beendigung des Konzerts durch den Saal. Der Sprecher bedankt sich anschließend über die Lautsprecheranlage beim Dirigenten und dem Orchester. Alle Gäste gehen nun, sich intensiv über den gelungenen Abend unterhaltend, zur Garderobe. Das ziemlich laute Gemurmel aller Gäste füllt das Foyer. Auf der Straße tost der Verkehr. Hupen, Quietschen der Reifen, Start- und Bremsgeräusche füllen die Straßen. Alle diese Sensationen im hörbaren Bereich erreichen den Ätherkörper der Menschen und darüber ihr Gehör und lösen selektiert durch die subjektive Aufmerksamkeit und das Hörvermögen in der persönlichen Wahrnehmung sehr unterschiedliche Reaktionen aus. Alle Tonmodulationen sind in gewisser Weise gleichermaßen Kommunikation, allerdings aus unterschiedlichen Quellen, gesonderten Anlässen und mit weit auseinander gehenden Aufgaben. Diese können in den höheren Energiequalitäten noch vielseitiger und wunderlicher sein, als hier Beispiele aus der materiellen Welt angeführt werden können. Jede Vibration oder Schwingung hat immer auch eine individuelle Melodie, gehört gewissermaßen zu einem umfassenden Konzert. Jede Melodie besteht entsprechend dem klangerzeugenden «Instrument» immer auch aus diversen Obertonreihen, die auf mehreren Ebenen Informationen austauschen.

Die materielle Weltanschauung erleichtert scheinbar das tägliche Ringen um die Selbsterhaltung im stofflichen Miteinander, vor allem, wenn es um das nackte Überleben zwischen gleichgeschalteten «Raubtieren» geht. Die Bedrängnisse und Gefahren der materiellen Natur werden durch die gut durchstrukturierte Wahrnehmungsorganisation (siehe Wahrnehmungslehre) schnell und direkt überschaubar selektiert. Durch Ausblendung unwesentlicher Belange werden die Zusammenhänge für den Bedrohten nach plausiblen Zusammenhängen übersichtlich strukturiert, damit er schnell und erfolgreich die Gefahren für Leib und Leben abwenden kann. Die Erforschung dieser stofflichen Zusammenhänge hat viele umfassende Gesetzmäßigkeiten ans Tageslicht gebracht und zahllose in den Tiefen der Natur verborgene Abhängigkeiten zumindest den Wissenschaftlern deutlich werden lassen. Dabei wurde – es war gar nicht anders zu erwarten – auch erkannt: der Mensch ist – selbst nur in seiner materiellen Fassung – ein Wunder der Schöpfung. Vor allem, wenn man ihn in allen organischen Einzelteilen mit den zahllosen endokrinen und neuronalen Regelkreisen genauer unter die Lupe nimmt. Es grenzt wahrhaft an Zauberei, dass dieses materielle Wunder zwischen Reiz und Reaktion stofflicher Zellen Gefühle der Liebe aufbringen kann und über religiöse Philosophien nachzudenken weiß. Aber, weil der Mensch nun einmal in der niedersten Vibration der Welt lebt, in der «Finsternis», wie im Neuen Testament die stoffliche Gebundenheit beschrieben wird, könnte eigentlich jeder Gläubige der Welt endgültig verstehen, dass er selbst kein direktes Kind Gottes sein kann und beileibe auch nicht zur Krone der Schöpfung berufen ist. Das ist eine wahnhafte Verwechslung der Fakten. Der Mensch ist vorerst noch in Entwicklung, als ein Werkzeug im aurischen Wesen seines Mikrokosmos. Dieser ist ein Holokumulus aus mehreren Kraftfeldern, der von einer Monade durch einen Erfahrungsweg in der kosmischen Evolution geführt wird, wobei der erwachende und erwachsen werdende Mensch eine nicht unerhebliche Rolle spielt und diese verantwortungsvoll übernehmen sollte.

In den meisten kosmischen Mythen der Welt wird der Mensch aus einem Kloß Erde, aus Schlamm, Dung oder aus dem Staub der Erde erschaffen. Mater als Wortstamm zu Matrize heißt zu deutsch Mutter. Im Französischen heißt die Mutter «la mère». Dieses französische Wort kann auch mit «das Meer» übersetzt werden. Das hängt mit dem ursprünglichen Wissen der Griechen zusammen, nach dem alles materielle, physische Leben seinen Ursprung im Wasser hat und immer vom Wasser abhängig sein wird. Damit sind die «lebenden Wasser» der christlichen Schöpfung angedeutet, der Strom der holistisch wirkenden sieben Strahlungen, aus denen die Monade den Mikrokosmos als Arbeitsplatz für den Menschen hat entstehen lassen. Man kann dabei klar erkennen, warum die Weltanschauung des Betrachters immer auch seine Ansicht von der Realität dieser Natur bestimmt. Die Matrize der Materie ist der lebend vibrierende Äther der Schöpfung. Eine der sieben kosmischen Kräfte, die von den Monaden zur Offenbarung der Herrlichkeiten ihrer Urmonade eingesetzt werden. Die Materie ist nur in einem stofflich offenbarten Lebensfeld erforderlich. Sie bekam in der altgriechischen Sprache den Begriff «Hylé» und in den indischen Veden wurde sie der Göttin «Maya» zugeschrieben, der irdischen Erscheinung, als Widerspiegelung des tatsächlichen Seins.
Heute weiß fast jeder Gymnasiast in Europa, dass die materielle Seite der Natur sieben Aggregatzustände hat, wie man sagt. In einer der ersten Schöpfungsphasen der Welt soll der Himmel von der Erde getrennt worden sein, also der «Himmel», die Atmosphäre mit dem Sternenmeer von dem körperlichen Erdball mit seinen flüssigen und kristallinen Bestandteilen. In einigen Mythen wird dafür sogar ein Gott oder eine Göttin «gespalten». Darin spiegelt sich das Wissen, dass die äußerlich sehr unterschiedlichen Komponenten der Welt einmal, vor dem Beginn aller Zeiten, wohl eine Einheit waren, von den höchsten Sphären im Sternenhimmel über die Atmosphäre bis hin zum tiefsten Orkus der Planeten. Diese kosmische Einheit aller Kraftfelder in den Monaden und Wesen im Universum wird in der plausiblen Beweisführung der Vision in Giordano Brunos Dialog über die kosmischen Zusammenhänge ausgezeichnet vorgestellt. Zu dieser Weltanschauung gehört auch die elementare Feststellung, dass alle Sphären im All immer von intelligenten Wesen geleitet werden, was im materiellen Weltbild wohl verloren gegangen ist. Denn in allen Kraftfeldern ist immanent stets ein Anteil des universellen Bewusstseins wirksam mit einem Gedächtnis und einem deduktiven Leitungsvermögen. (Deduktion ist in der Philosophie und der Logik eine Schlussfolgerung gegebener Prämissen auf die logisch zwingenden Konsequenzen. Wikipedia)

Die sieben Aggregatzustände der stofflichen Natur

1. Die niederste Energieebene ist der Kristall, der Stein oder das Mineral. Dazu gehören viele Metalle, die zahllosen Metall-Vermischungen und Legierungen, Silikate und Edelsteine. In diesen verfestigten Bestandteilen der sogenannt anorganischen Chemie der Erde vibrieren die Atome meist nur noch in einem Kristallgitter um sich selbst. Erst durch eine starke Erwärmung von außen kann ein höherer Energiezustand erzielt werden, wodurch ein Mineral oder Metall einen Fließ- oder sogar einen Gaszustand erreicht. Unter ganz extremen Bedingungen, zum Beispiel im Erdkern oder in der Sonne, unter hohem Druck und sehr großer Hitze, können auch Steine zu Plasma werden.
2. Die nächst höhere Energiestufe der Materie entspricht den organischen Verbindungen wie z.B. Holz, wie es bei den alten chinesischen Elementen noch aufgeführt wird. Sie umfasst die festen aber strapazierfähigen elastischen, organischen oder synthetischen Verbindungen aus Zellulose, Chitin oder ähnlich geartete Kunststoffe. Man findet sie sehr oft in den tragenden, statischen Teilen von Pflanzen und Tieren, z.B. Knochen, Baumstämme, Äste, Blumenstengeln, die Knochen, Fischgräten, Insekten-Panzer, Fell und Haare. In der Regel sind es organische, feste und elastische Stoffe, ohne die das Leben von Pflanzen und Tieren undenkbar wäre. Ohne diese fest-elastischen Stoffe aus der Natur oder die ihnen ähnlichen Kunststoffe könnten uns die vielen Gebrauchsgegenstände für den Haushalt oder in der industriellen Produktion das Leben nicht erleichtern.
3. Die dritte Ebene, die plastischen Stoffe kann man als eine Vorstufe zum Holz oder den Gräten bzw. Knochen ansehen. Dazu gehören vor allem Verbindungstoffe, z.B. zwischen den Knochen und in den Faszien der Muskeln. Im Körper gibt es an vielen verschiedenen Stellen ein plastisches, kollagen faseriges Bindegewebe, das diverse Schutzhüllen, Stützgewebe, Knorpel, Sehnen, weiche Fischgräten und innere Stützen für Mollusken und andere Weichtiere bildet. Diese weicheren faserigen Kollagenstoffe formen auch die Transferleitungen, z.B. die Adern für Blut und Lymphe und die Kapillarröhrchen in Pflanzen für den Transport von Nahrungsflüssigkeiten. Viele Kleintiere haben in ihrem Körper keine festeren Bestandteile als diese knorpeligen Strukturen aus Kollagen.
4. Die vierte Ebene bilden die geleeartigen Stoffe in der Mitte zwischen flüssig und fest. Aus ihr gehen die zähflüssigen Bestandteile hervor: Das Protoplasma als Zellinhalt ist ein Gelee aus und mit anderen organischen Bestandteilen angereichert und so für zahllose Lebenskomponenten zuständig. Es gibt in dieser Gruppe auch noch die Konsistenz sirupartig, wie z.B. Honig, Rohkautschuk, Baumharz, Pech und Substanzen, vergleichbar mit schwerem mineralischen Öl. Viele organische oder synthetische Klebstoffe gehören in diese Gruppe.
5. Die fünfte Ebene sind alle Flüssigkeiten, wie Wasser und andere organische oder anorganische wässrige Säuren, Alkohole, Basen oder Ester (solche Substanzen gibt es auch kristallin). In dem Experiment der Brownschen Molekularbewegung wird deutlich, dass in den Flüssigkeiten (und auch in den Gasen) die ihnen innewohnende Wärmeenergie der beteiligten Teilchen/Moleküle die Aggregatzustände der Elemente bestimmen
6. Die sechste Ebene wird gebildet von den Gasen, wie Luft, Sauerstoff und Wasserstoff, die Edelgase und andere gasförmige Verbindungen. Entzieht man den Gasen die Wärmeenergie, dann gehen viele direkt in einen flüssigen oder kristallinen Zustand über, was in der modernen Chemie eine erhebliche Erleichterung in der Logistik ist und auch für die tiefe Kühlung bestimmter Experimente genutzt wird (Trockeneis aus CO2).
7. Die siebte Ebene wird nur unter besonders hohen energetischen Bedingungen erreicht: das Plasma. In ihm sind selbst die Gase «ionisiert», das heißt in elektrisch geladene Bestandteile aufgespalten, wie zum Beispiel in einer Neonröhre oder in einem Halogenbirnchen. Ein weiteres schönes und größtes Beispiel für Plasma kennen wir alle in der Sonne. In ihrem Plasma wird durch Kernfusion von Heliumatomen unser Tageslicht und alle Wärme für den Planeten Erde produziert.

Diese Einteilung wird sehr direkt von dem energetischen Zustand der materiellen Bestandteile bzw. Elemente bestimmt. Das Plasma ist mit der höchsten Energie ausgestattet, das Mineral oder das amorphe Metall Blei haben sehr viel weniger Energie. Das bedeutet auch, erhitzt man z.B. ein Metall so lange bis es flüssig wird, kann sein Aggregatzustand entsprechend der Energiezufuhr bis zum Plasma ansteigen. In der Sonne entsteht ununterbrochen ein sehr heißes Plasma mit der uns bekannten höchsten Energiestufe, durch Kernfusion. Im kernphysikalischen Bereich kann die Energie soweit gesteigert werden, dass nur noch Elementarbausteine, Quarks, Mesonen, Bosonen o.ä. – also Strahlung – gemessen werden können.

Für jeden ernsthaften Wissenschaftler ist es immer wieder erstaunlich, wie subtil die verschiedenen Materialien, Elemente und Moleküle doch im Körper von Mensch, Tier oder Pflanze harmonisch zusammenwirken. Erst wenn man den lebendigen Zusammenhang zerstört, können die einzelnen Bestandteile fraktioniert, können die einzelnen Bausteine analysiert, definiert, katalogisiert und in die verschiedenen wissenschaftlichen Betrachtungswinkel gestellt werden. Noch immer sind nicht alle Lebewesen erforscht, z.B. die in der Tiefsee oder in manchen völlig abgelegenen Tälern der Regenwaldgebirge in Afrika oder Asien. Die Wissenschaft ist weit entfernt davon, alle Lebensrätsel gelöst zu haben. Stets werden erneut traumhafte Wesen entdeckt, ob in der Tiefsee oder in den undurchdringlichen Dschungeln am Äquator oder in heißen, stark mineralhaltigen Quellen an den tektonischen Verwerfungen der Erdplatten. Vieles in den unerforschten Winkeln der Erde bleibt bis auf den heutigen Tag den Expeditionen der Naturforscher verborgen.
Es ist wahrscheinlich schon vielen Wissenschaftlern deutlich geworden: Wer die Umwelt immer nur mit seinen fünf Sinnen nach materiellen Lebewesen absucht und diese stofflich analysiert, wird niemals erfassen können, was das Leben selbst ausmacht. Denn dieses ist die treibende Kraft in allen grob- und unstofflichen Ebenen.

Esoterische und noetische, parapsychologische Wissenschaftler wissen seit längerem: Alle Materie wird vollkommen aus einem siebenfachen Ätherfeld hervorgebracht, durchströmt und erhalten. Der Äther ist die unmittelbare Basis, der Urgrund jeder stofflichen Offenbarung. Man kann ohne Einschränkung sagen, dass die materiellen Erscheinungen alles dessen, was wir zu unserer sichtbaren Welt zählen, Materie aus Stein, Metall, Glas, Wasser sowie andere Flüssigkeiten, alle Gase und auch das elektromagnetische Licht (Strahlungen) ohne das ätherische Geschehen inexistent wären. Diese nachweisbaren Fakten werden bei vielen westlich orientierten Wissenschaftlern und den von ihnen abhängigen «Gläubigen“ und medienabhängigen Meinungsbildnern prinzipiell nicht akzeptiert. Seit Albert Einstein gibt es für jeden anerkannten Physiker in dem beschriebenen Sinn keinen Äther mehr. Aus dieser Weltsicht heraus wird folgendermaßen argumentiert: «Niemand hat den Äther je gesehen oder mit wissenschaftlich anerkannten Untersuchungsmethoden nachgewiesen, also kann es ihn objektiv nicht geben!» Das ist der gleiche Standpunkt wie der eines Wilden, der vehement vertritt: Es kann keinen Schnee geben, weil ich keinen gesehen habe. Die heutige Wissenschaft, die von staatlichen oder industriellen Aufträgen abhängig ist, benimmt sich gewissermaßen ebenso erzorthodox wie seinerzeit die katholische Kirche im Mittelalter, die Johannes Kepler oder Giordano Bruno durch die Inquisition belangte und auf dem Scheiterhaufen verbrannte. Dennoch muss hier noch einmal in völliger Neutralität der Fakt ausgesprochen werden:

Das Ätherfeld ist die Matrix der Materie, die Mutter allen irdischen Seins.

Alle grobstoffliche Ernährung, vor allem mit Vitaminen oder ätherischen Ölen – nomen est omen – dient fundamental auch der ätherischen Ernährung, die für jedes Überleben in Gesundheit und Vitalität absolut erforderlich ist. Die direkte Ätherassimilation durch Milz und Leber oder über die Haut sind ebenso wichtig für die Stabilität von Gesundheit und körperlicher Konstitution wie genügend gute und reine Luft zum Atmen. Jede zwischenmenschliche Beziehung basiert immer auf einem intensiven Ätheraustausch, vor allem in der Liebe und jedem empathischen Miteinander. Gerade bei Kindern spielt der liebevolle Austausch von Äthern bei körperlichen Kontakten mit Vater und Mutter eine lebenserhaltende Rolle, wie vor allem aus Fallstudien in Waisenhäusern festgestellt wurde. Leider ist der Ätheraustausch auch bei Rache und Hass mit im Spiel.

Das den Menschen durchdringende und ihn umgebende Ätherfeld hat sieben Polarisationen oder Wirkungsgrade:

1. Die Atome, Moleküle und Zellen werden vor allem von dem chemischen Äther aufgebaut, vitalisiert und funktionstüchtig gehalten.
2. Die Organe und die körperliche Zusammenwirkung werden vom organischen- oder Lebensäther dominiert, der den darin ablaufenden Informationsaustausch bestimmt.
3. Der neuronale Äther liefert u. a. die Fluiden für das Gehirn, die Nervenbahnen, das Schlangenfeuer in der Wirbelsäule und die endokrinen Organe.
4. Das Denken – der Verstand und die Sinnesorgane – sowie das Erinnern und alle hochkomplexen Informationen zwischen den leitenden Organstrukturen werden vom widerspiegelnden Äther getragen.
5. Für die höheren Zellaktivitäten im Kopf werden Groß- und Kleinhirn vom Lichtäther durchflutet.
Er wird dann bei entsprechender Entwicklung des Mikrokosmos bislang nicht genutzte Areale im Gehirn aktivieren.
6. Für die höhere Entwicklung in der Astralis und Mentalis stehen die notwendigen Fluiden des Feueräthers zur Verfügung.
7. Der spinale Äther spornt das aurische Wesen an, die Mentalis im Mikrokosmos zu vervollständigen und die Übergänge für die Spinalis zu ebnen.

Diese Bezeichnungen für die sieben Aspekte des Ätherfeldes werden in der esoterischen Literatur von einigen Autoren so oder ähnlich formuliert. Sie werden dort je nach Richtung jedoch mit verschiedenen Bezügen zum Sein eingesetzt. Da die drei höheren Ätherfelder oder Aspekte direkt mit den astralen oder mentalen Entwicklungen einhergehen, sind sie bislang nirgendwo ausdrücklich erwähnt. Man kann sagen, die drei höheren Äther sind noch nicht vollständig und definitiv konzentrisch in allen Mikrokosmen mit dem Ätherkörper verbunden. Dann begleiten sie mehr oder weniger frei flukturierend die mikrokosmische Entwicklung und werden sich dann fest mit ihm verbinden, wenn dieser für die Nutzung reif geworden ist. Theophrastus Bombast von Hohenheim als «Paracelsus» erwähnt in seinen medizinischen Erklärungen für den Basisäther den Begriff «Archäus» oder «ursprünglicher Äther», den er als leitende Kraft sehr direkt mit der «Astralis» in Verbindung setzte. Für die Menschen seiner Zeit wären alle weiter führenden Begriffe sicherlich sehr verwirrend gewesen, weil die wissenschaftlichen Beschreibungen der Natur des Mittelalters noch nicht bis zur Wellenlehre reichten. Der Begriff «Feueräther» wird verschiedentlich in der theosophischen bzw. esoterischen Literatur im Zusammenhang mit einer neuen Seelenentfaltung verwendet. Dieser Gedanke korrespondiert mit der Entwicklung der höheren Astralis sowie der höheren Aspekte der Mentalis. Wie bereits angedeutet, sollen die höheren Äther während der Aquariusperiode eine besondere Entwicklung in der Menschheit einläuten, bei der alle Erdenbürger in eine Weiterentwicklung vor allem des Denkvermögens aufgenommen werden. Das könnte ganz aktuell dazu führen, dass sich jeder Mann und jede Frau autonom, unabhängig von allen bisherigen Autoritäten und Religionen, für ein absolut humanes Miteinander aller Völker und Rassen einsetzen.

Die Übergänge zwischen Materie und Äther sind mittlerweile von Grenzwissenschaftlern labormäßig untersucht und bestimmt worden, so weit es mit sensiblen elektronischen Apparaten heute überhaupt möglich ist. Das bekannteste Beispiel dafür ist die Kirlianfotografie, mit der unter hochfrequenter Hochspannung Strukturen des chemischen Äthers auf fotoempfindlichen Platten sichtbar gemacht werden können. Mit Hilfe eines meist elektrostatischen Hochspannungsfeldes haben verschiedene Forscher von Fingerkuppen, frischen Pflanzenteilen oder von anderen Dingen ausgehende «Koronen» auf lichtempfindlichen Papieren oder Folien abbilden können. Der sowjetische Elektrotechnik-Ingenieur Semjon Davidowitsch Kirlian entdeckte 1937 diese Art der Fotografie und ließ das Verfahren 1949 patentieren.

Bekannt ist auch das ätherische Hellsehen von sensitiven Personen. Schamanen und Geistheiler wirken verstärkt im Ätherfeld, auch zusammen mit den dort wesenden Elementalen, die beim Schutz unserer Natur mithelfen. Mittlerweile kann akzeptiert werden, dass sich einige Tierarten durch ätherisches «Sehen» orientieren. Bis zur Zeit von «James Clerk Maxwell» (bedeutender Physiker im 19. Jahrhundert, Begründer der Wellenlehre) war der Äther in der Physik das Trägermedium für den Strom, elektromagnetische Felder und das Licht. Erst seit Albert Einstein «benötigte» das Licht den Äther nicht mehr, zumindest in der Theorie der europamerikanischen Wissenschaft.

magnetfeld Jedes Kraftfeld hat sogenannte Feldlinien, also eine Unterstruktur ähnlich der Struktur in einem Magnetfeld.

In jedem Kumulus aus Feldkräften konzentrieren sich diese etwas entlang von Bahnen, Feldlinien, die von Pol zu Pol laufen, in denen ein stärkeres Fließen stattfindet. Im Körper strömt der Äther z.B. auch stärker entlang der Nervenbahnen bzw. der Adern. Die in der chinesischen Medizin bekannte Akupunktur kennt sogenannte Meridiane, die als Kraftfeldlinien im Ätherfeld des Menschen angesehen werden können. Die Manipulation und Stimulation mit metallischen Nadeln einzelner Akupunkturpunkte auf den Meridianen produziert einen ganz feinen elektrischen Energieausgleich in den zugehörigen Segmenten des Körpers. Die elektrische Änderung dieser Punkte im Ätherkörper hilft, die gestörte Harmonie wieder herzustellen. Die minimalen Veränderungen des Spannungsniveaus im Äther lassen die Organe wieder gesunden, die zu dem entsprechenden Körpersegment gehören. So kann man sehen, dass das Wissen um die Zusammenhänge zwischen dem Stoffkörper, der Materie und dem Äther, zumindest schon den Weisen und Ärzten im alten China bekannt war.

Das astrale Feld

Astral heißt übereinstimmend mit der theosophischen Literatur (C.W. Leadbeater) soviel wie Sternenkraft, weil dieses Feld von besonders irisierendem und transluzentem Leuchten gekennzeichnet ist, das mit dem Licht der Sterne verglichen wurde.
Die Astralis ist nach dem Äther das nächst höher energetische Schwingungsfeld für den Menschen, das alle niederen Felder durchwirkt. Okkulte Seher sprechen oft von einer farbigen Aura oder einem lichtvollen Glanzkörper, z.B. um den Kopf. Wenn bei den mittelalterlichen Heiligenbildern oder den christlich-orthodoxen Ikonen die Goldaura um die Köpfe der Heiligen gemalt wurden, dann haben die Mönche und Künstler des Altertums diese Erscheinungen in der Astralis oder sogar von der Mentalis um den Kopf schauen können. Natürlich wurden vielfach ältere Vorbilder kopiert.

Das Astralwesen des Menschen hat im Ruhezustand in etwa die Form eines Eies, in das die materielle Person im Ruhezustand hineinpasst. Die Astralis weist allerdings einige ungewöhnliche Eigenheiten auf – u.a. eine «großen Seifenblasen» ähnliche atmosphärische Beweglichkeit –, die damit zusammenhängen, dass sich in ihr und durch sie alle menschlichen Gefühle, Wünsche, Bedürfnisse und Begierden ausdrücken. Darum hat sich bei den esoterischen Autoren für dieses Kraftfeld des Mikrokosmos der Begriff «Begierdenkörper» eingebürgert. Zahllose Begehren sind in diesem Kraftfeld als Vibrationswirbel, als «Phantome» gespeichert, die den Menschen seit seiner Kindheit begleiten oder ihn sogar noch aus früheren Inkarnationen überschatten. Besonders extreme Gefühlsausbrüche in Zusammenhang mit Freudes- bzw. Glücksausbrüchen oder mystische Euphorien, aber auch infernalische Brutalitäten und hässliche emotionale Exzesse der Eifersucht hinterlassen ihre Spuren im astralen Gedächtnis. Überdies ist die Astralis äußerst geschmeidig und plastisch, an alle emotionalen Strömungen des Menschen anpassungsfähig. Sie kann sich bei einem konsequenten Begehren unter entsprechender mentaler Beeinflussung mit den Äthern umkleiden. Alle Wünsche und Begehren der Persönlichkeit werden im Astralen soweit dynamisiert, bis der Mensch seine Handlungen im Verstand plant und physisch durchführt. Damit kann jeder mit seinem «Wollen und Begehren» und den nachfolgenden Handlungen über die mit diesen Aktionen zusammen hängenden Erfahrungen auch sein inneres Selbst erkennen.

Die Ignoranz der immateriellen Lebensfelder bringt den Menschen allerdings in eine extrem problematische Situation, die er selbst meistens nicht einmal wahr haben will. – Warum ist das so problematisch? – Man stelle sich folgendes vor: Ein Mensch muss, um heil und unbeschadet an sein Ziel zu kommen, nachts bei dichtem Nebel einen fremden Wald durchqueren. Es ist so dunkel und neblig, dass man die Hände nicht vor den Augen sehen kann. Aber der Weg führt nun einmal durch den Wald hindurch, zumal es keinen anderen Weg zum erwünschten Ziel gibt. Wenn man aus Unkenntnis auch noch fast blind für die aktuelle Situation ist, kann es doch nicht ausbleiben, dass es zu erheblichen Blessuren kommt. Der Mensch stößt sich beim blinden Herumstolpern an Bäumen oder Ästen und stürzt über Gräben oder querliegende Felsbrocken. Auch wenn er dann doch letztendlich am Ziel angekommen sein mag, sieht der Mensch sicherlich ziemlich lädiert aus. So oder ähnlich ergeht es vielen modernen Menschen mit ihrer Astralis. Wie heftig die emotionalen Defekte bei den Menschen insgesamt sind, zeigen doch die Statistiken über psychisch Kranke, aber auch andere gesellschaftliche Konflikte sind auf diese Deformation der Astralis in vielen Menschen zurückzuführen. Einige astrale Defekte könnten in einer Hypnotherapie eventuell bearbeitet und wieder in die Reihe gebracht werden. Meistens werden die Beschädigungen aber erst in den psychosomatischen Krankheiten des Körpers deutlich. Die Symptome werden dann mit Tabletten oder physischen Therapien behandelt, weil die transpersonalen Felder von den allopathischen Ärzten ignoriert werden.

Da die meisten Menschen im christlichen Kulturbereich die transpersonalen Felder igno-rieren, sehen sie nicht, wie sie sich mit ihren unstofflichen Feldern benehmen, tappen sie bei vielen Handlungen und zwischenmenschlichen Interaktionen in dem unbekannten «Unrat» ihrer immateriellen Zusammenhänge und den darin verborgenen «Fettnäpfchen» herum. Besonders dramatisch wird das für aufbrausende bzw. cholerische Typen, die sich explosiv unkontrolliert in ihren Ärger oder Zorn wütend hineinsteigern. «Zorn macht blind», so sagt der Volksmund. Die äußeren Folgen, vor allem bei zwischenmenschlichen Beziehungen, Partnerschaft oder Familie, sind oftmals auch bei den Sozialämtern bekannt. Aber, was den meisten Menschen dabei unbekannt ist: Das mikrokosmische Astralfeld bläht sich bei großer Erregung übermäßig auf und stülpt sich sogar über das Objekt seiner Begierde oder Eifersucht, auch um in der anderen Astralis den beabsichtigten Schaden anrichten zu können. Ein in rasender Wut ausgesprochener Fluch lässt im astralen Feld eine überschäumende Kraftform entstehen, die im Gegenüber grausame Wunden schlagen kann. Wenn das nur alles wäre –, denn gleichzeitig werden im Jenseits mit dem Hass, der Wut und dem Fluch resonante Wesen oder Elementale angezogen, die sich von diesen emotionalen Eruptionen ernähren und dadurch wachsen. Alle diese Exaltationen der niederen Gefühle, des Zornes und Hasses, der Eifersucht und der Rache, schaffen auf diese Weise zusätzlich unerkannte Verbindungen mit zahllosen Kräften des ignorierten Jenseits. Es ist absolut kein erfreuliches Thema, aber eigentlich wäre es für den allgemeinen Frieden förderlich, wenn jeder Mensch sich dieser faktischen Verstärkung der eigenen Aktionen durchaus bewusst wäre. Jeder Wutausbruch wird von diesen Wesen zusätzlich verstärkt und zurück reflektiert, auch wenn der westlich-christlichen Kultur dieser Gedanke fremd ist. So kommt nach dem cholerischen Ausbruch ein entsprechend verstärkter und multiplizierter Impuls zum Wütenden oder Fluchenden zurück. Schließlich steht der Mensch fassungslos vor den erschütternden Folgen seiner eigenen emotionalen Entgleisung, die er mit Sicherheit in dieser Heftigkeit nicht gewollt hatte. Auch aus diesem Grund wird in den weisen Schriften immer zur Sanftmut und Gewahrsamkeit aller Gedanken und Worte geraten. In Sanftmut und verständiger Toleranz könnten alle Konflikte und Dissonanzen, die im Miteinander oft nicht zu vermeiden sind, ohne übermäßigen astralen Unrat abgewickelt werden. Es nützt allerdings wenig, wenn man innerlich emotional «am Kochen» ist und äußerlich die Höflichkeitsmaske trägt. Das Astralwesen ist selbst auch dann hochaktiv und behelligt aufs Heftigste den Gesprächspartner. Jedoch Stillschweigen ist zehnmal besser als Schreien. Am Besten ist, immer den Rat der alten Rishis zu beherzigen: «Was du nicht willst, dass man es dir tue, das füge auch keinem anderen zu.»

„Während des Erdenlebens vermengen sich die verschiedenen Arten von astralen Stoffen bei der Bildung des Astralkörper gerade so, wie es bei den festen, flüssigen, gasförmigen und ätherischen Stoffen im physischen Körper der Fall ist. Die in der Anordnung des Astralkörpers nach dem Tode eintretende Änderung besteht in der Scheidung der Kräfte nach der Vibrationsfrequenz; es bildet sich auf diese Weise eine Reihe konzentrischer Schalen, von welchen jede einzelne nur aus einer bestimmten Unterebene der Astralebene besteht. Der Astralkörper wird so zu einem Gebilde aus sieben aufeinander geschichteten Lagen, zu einem siebenschaligen Gehäuse aus astralen Kräften, in das der Mensch eingekerkert ist.“ schrieb Annie Besant in ihrem Buch „Eine uralte Weisheit“.

In bezug auf die Beschreibungen von A. Besant muss allerdings deutlich betont werden, dass die Astralis wirklich kein Stoff ist und auch keinerlei materielle Qualitäten hat. Die Astralis ist, wie alle anderen Kraftfelder, ein «elektromagnetischer» Vibrationskumulus mit besonderen plastischen, bildformenden Eigenschaften, die analog aus der Holographie bekannt sind. Das hat frühere Autoren dazu verführt, der Astralis atomare Qualität zuzusprechen. Einzig und allein im ursprünglichen Sinne des griechischen Wortes «a-tomos = unteilbar» wäre es richtig, denn die astralen Holokumulies können nicht in dem Sinne zerteilt oder geschichtet werden, wie es mit materiellen Kügelchen oder Platten geschehen kann, weil es eben vibrierende Kraftfelder sind. Es ist vielleicht hier auch zu berücksichtigen, dass es sich bei einer elektromagnetischen Wirkung dieser unstofflichen Ebene um einen qualitativ völlig anderen Elektromagnetismus handelt, wie der in der Elektrophysik unserer physischen Welt dargestellte. Auch das führt vielleicht zu einiger Verwirrung, denn wir messen den «materiellen» Strom, also die Elektrizität, in Volt und Watt und in Abhängigkeit davon die entstehenden «grobstofflichen» Schwingungsfelder und den Magnetismus. Diese Darstellungen reichen für die Qualitäten der unstofflichen Kraftfelder nicht immer ganz aus, obwohl analog auch dort Spannung, Frequenz und Fließmenge für die anziehenden und abstoßenden Reaktionen relevant sind. Allerdings übersteigen sie bei weitem die irdischen Messwerte, vor allem in Energie und Frequenz. Das Zitat von Frau A. Besant macht uns noch auf einen weiteren Tatbestand aufmerksam, der in diesem Zusammenhang von großer Bedeutung ist. Sie sagt in ihrem Text, dass die Astralis siebenfach gegliedert ist, sieben verschiedene Polarisationen und Aufgabenbereiche aufweist, die nach der Auflösung des Stoffkörpers, dem physischen «Tod», allerdings nicht zusammenfallen. In dem Buch «Eine uralte Weisheit» werden zwei Bereiche genannt, die niedere Astralis und die höhere Astralis. Diese Wertung ist der hinduistischen Philosophie entnommen und weist auf die prinzipiellen Vibrationsunterschiede in den sieben Aspekten hin. Fügen wir dieser Bewertung in dem hinduistischen Bild eine weitere Erklärung bei, nämlich bezüglich der Wirkungsrichtung der Astralis: Das konsumtive Begehren nach materieller Behauptung begleitet die erforderliche stoffliche Selbsterhaltung, und das transpersonale Begehren nach der mikrokosmischen Evolution aller Menschen erklingt aus den qualitativ höheren astralen Aspekten.

Karl von Eckartshausen beschreibt das Zusammenwirken der Kräfte in seinem Buch «Über die Zauberkräfte der Natur» folgendermaßen:
„Der Äther oder die feinste und primitive Luft kann auf alle anderen Luftarten wirken und durch sie aufs Physische; darin bestehet das höchste Geheimnis natürlicher Magie.  Dieser Äther ist einem Spiegel gleich, worin sich alles reflectirt; denn er ist ein Astralgeist, und steht mit allen Astris in Analogie. Um dieses Geheimniss wohl zu verstehen, muss man wissen, was die Astra sind. Das Unsichtbare in der Natur nannten die Alten Astris, und die Verhältnisse dieses Unsichtbaren in der Wirkung die sieben astralischen Kräfte; das Ganze den Astralgeist. Die verschiedenen Verhältnisse zusammen sind der Grund der Imagination. Die Imagination, oder die Verhältnisse der Kräfte unter sich, gehen nach unveränderlichen Gesetzen vor. Das Organ, wodurch die Kräfte wirken, ist der Geist. Alle Kräfte wirken im Astralgeiste. Im Menschen liegt die Fähigkeit der Imagination, wie in den Astris. Das Verlangen erzeugt die Imagination. Wenn die Seele mit Heftigkeit dieses Verlangen realisirt wissen will, so entsteht durch den Willen eine Begierde, und diese Begierde wirkt im Geist, und dieser Geist vereint sich mit dem ähnlichen Geist in der Natur und wirkt, was der ähnliche Geist wirkt. Die Einbildungskraft ist attractiv. Der Geist, welcher durch die heftige Einbildung entsteht, schöpft sich eine Menschheit, in welche sich die Begierde des Menschen durch seinen Willen senkt und eine Wirklichkeit erzeuget. Der Astralgeist hat sieben Kräfte; diese äußern sich in sieben Quantitäten; diese in sieben Qualitäten; die Qualitäten in sieben Formen, und die Formen in sieben Körpern. So wirkt eines auf das andere durch die Analogie.“
So wird schon im Jahre 1795 von K. v. Eckartshausen über die Wechselwirkungen der mikrokosmischen Kraftfelder geschrieben. Das spricht eindeutig dafür, dass schon die klassischen Alchemisten von diesen unsichtbaren Kräften und ihren Wirkungen wussten. Wie bereits dargestellt, wirken die sogenannten drei unteren Astralkräfte sehr direkt zusammen mit dem Äther-Feld und die drei oberen Astralkräfte kooperieren induktiv bereits mit den unteren mentalen Feldern. Der vierte astrale Aspekt betätigt sich dazwischen als Mittler. Er ermöglicht und dynamisiert gleichermaßen die Synergie zwischen allen 7 Kraftansichten der Astralis. Bei allen Unterschieden in Vibration und Aufgaben klingen diese Kraftfelder jedoch stets wie in einem Konzert zusammen. Eine permanente Stimulation aus der Monade informiert ständig über Kompetenzen und Bedeutungen. Dabei bleibt der emotionale, astrale Gemütszustand immer auf das Gleichgewicht im Wohlergehen des Mikrokosmos ausgerichtet, dass nur durch ein totales Gemeinsam-Machen (Kohabitation und Kommunikation) aller in den vielschichtigen Holokumulus hinein klingenden Informationen erreicht wird.

Betrachten wir die sieben Feldbereiche der Astralsphäre einmal genauer:

1. Die elementale Astralis. Auf der untersten Schwingungsebene sorgt die elementale Astralis für die Grundbedürfnisse und in Zusammenwirkung mit dem chemischen Äther für den Selbsterhalt des Stoffkörpers. Die Atome, Moleküle und Zellverbände müssen sich mit den diversen Organen zu einem Gesamtorganismus, zu einem funktionstüchtigen Körper zusammenfügen. Das besorgt das elementare Begehren durch die Vibration der elementalen Astralis, die somit die ätherische und die materielle Basis des irdischen Seins sicher stellt.

2. Die funktionale Astralis. Auf der ätherischen und stofflichen Grundlage muss die funktionale Astralis den Magnetismus und die Kommunikation für die Organe und ihre Gesunderhaltung sicherstellen. Jedes Organ steht in einer besonderen Beziehung zu einem astralen Wirbel, Chakra, der die ätherisch-astralen Strömungen regelt. Die grundlegenden und lebensnotwendigen Bedürfnisse werden durch eine besondere Kooperation mit dem Ätherfeld abgedeckt. Diese Astralis hat die Befähigung, sich mit den Äther-Kräften zu umkleiden und sie entsprechend einer Information aus dem mentalen Feld zu formen.

3. Die vitale Astralis. Der dynamische Aspekt der menschlichen Gefühlswelt mit allen Exzessen geht von diesem Feldbereich aus, darum kann er durchaus als die «Naturseele» angesehen werden. Jeder mentale Entschluss und jede Entscheidung wird aus diesem Feld dynamisiert und mit den erforderlichen Kräften ausgestattet. Im Stoffkörper werden die endokrinen Hormondrüsen gesteuert und die Nervenplexi stimuliert und treiben so den physischen Körper zur Aktion an. Darum könnte man in diesem astralen Bereich auch den Willen lokalisieren. In diesem astralen Aspekt vibrieren alle starken Begehren/Begierden der materiellen Arterhaltung und der körperlichen Liebe, der Sexualität, der Familien- und Heimatliebe sowie der stofflichen und unstofflichen Existenz im weitesten Sinne. Hier thront die Angst vor dem stofflichen Tod, vor dem Hunger und dem Verdursten. Diese Todesangst ist der höchste emotionale Wert in der Astralis. In geringerem Maße vibriert hier selbst die banale Angst vor tiefgreifenden Veränderungen in der gewohnten materiellen Nahrungskette.

4. Die solidarische Astralis. Diese mittig liegende astrale Ansicht vermittelt die ersten Impulse für eine idealere Zukunft des Mikrokosmos. Allerdings wirken hier auch alle feineren Begehren zur Selbsterhaltung, mit denen der Mensch weiterhin konfrontiert ist. Darum dynamisiert sie nicht nur den ätherisch-astralen Haushalt des kultivierten Menschen, sondern die bereits anklingenden Ideale werden über diesen Aspekt der Astralis angezogen. Im Brennpunkt der Monade mit dem Mikrokosmos werden die ersten transpersonalen Informationen greifbar. So entsteht eine tiefe Sehnsucht im Bewusstsein des Menschen nach Frieden, nach absoluter Gerechtigkeit und Wahrheit als ein tiefes Heimweh nach einem höheren Lebensfeld, dem göttlichen Paradies.

5. Die ethische Astralis. In diesem speziellen Aspekt werden erstmals die Wünsche nach den hohen Idealen vollkommen real. Das starke Begehren nach wahren Informationen über die Einheit der Menschen mit den Lebenswellen und dem Kosmos wird erlebt. Im Erleben der Einheit mit allen Geschöpfen des Kosmos erwachen hohe empathische Gefühle für alle Menschen, Respekt und Achtung in einem fairen Miteinander. Aller Naturschutz für die Tier- und Pflanzenwelt erfüllt sich in diesem Aspekt. In der ethischen Astralis wird die erste Stufe der unpersönlichen Liebe zu allen Wesen erlebte Wirklichkeit – auch zu den astralen Helfern im Jenseits – für die Evolution aller Lebenswellen auf Erden und für den ganzen Kosmos.
Diese Erfahrungen der universellen Einheit aller Lebewesen mit aller Natur werden in den meisten (christlich gefärbten) Religionen als das «Paradies» bezeichnet, und das birgt für den in Unkenntnis lebenden Mystiker eine gewisse Gefahr. Er wird versucht anzunehmen, dass er das Ziel seines idealistischen Bestrebens erreicht hat. Jedoch ist das nicht der Fall. Denn sein Mikrokosmos sollte sich noch weiter entwickeln können, in die höhere Mentalis und die drei nirwanischen Felder. In dem Büchlein «Die Stimme der Stille» von Mme. Blavatsky wird bereits darauf deutlich hingewiesen, dass der Kandidat die errungene Lebensstufe nicht als seinen eigenen Erfolg ansehen darf, dass er als Mensch sein Paradies erreicht hat. Dann wird er stagnieren und ein Opfer der darauf wartenden Äonen

6. Die koronale Astralis – (direkt mit dem Herzen verbundene Astralis). Die höchsten menschlichen Werte und Gefühle der ewigen Liebe, Harmonie, Gerechtigkeit und Wahrheit werden in diesem Aspekt magisch angezogen. In ihr finden alle sogenannten religiösen Begehren nach Seligkeit oder Heiligkeit ihre Dynamik, sowie die aktive Beteiligung zur Weiterentfaltung der ganzen Menschheit. In und mit ihr äußern sich starke Zuneigungen zu den höheren, den Kosmos fördernden Wesen und dafür entstandenen Heiligen in der Weltgeschichte, wie z.B. die «Boddhisattvas», «Isis und Osiris», «Krishna» oder «Maria Magdalena», u.a..

7. Die kephalische Astralis – (die mit dem Haupt verbundene Astralis). Es ist normalerweise bekannt, dass Emotionen und Begehren in der Astralis eigentlich vom Herzen, dem Sitz der Gefühle regiert werden. Weniger bekannt ist, dass in der kephalischen Astralis die höchsten Begehren nach Heiligung der ganzen Menschheit, ja, Vervollkommnung des ganzen Kosmos, schlummern, die sich auch als emotionale Liebe (Agape) zur interkosmischen Evolution äußern. Dieses Denken mit dem Herzen verbindet den Menschen in seiner Wahrnehmung mit nahezu «göttlichen» Impulsen, was vielfach bei Mystikern zu der Fehleinschätzung geführt hat, sie wären im Himmel aufgenommen. Die Erfahrungen in dieser Entwicklungsstufe des Mikrokosmos lassen eine solche Schlussfolgerung wohl zu, jedoch ist mit dieser Stufe keineswegs ein Ende der Evolution erreicht. Darum darf der Mensch auch an dieser Schwelle seiner Erkenntnis die Sehnsucht nach Vollendung nicht aufgeben, sonst gerät er in einen rückläufigen Strudel. Dieser führt ihn dann zu einer stationären Kristallisation.

Die drei Ansichten der höheren Astralis bereiten den Mikrokosmos auf die weitere Entfaltung der höheren Mentalis vor. Damit kommen die weiterführenden Aufgaben in der Evolution des Kosmos und des Sonnenmakrokosmos in größere Reichweite. Nach der stufenweisen Vollendung der drei nirwanischen Felder wird dann künftig die Integrierung des Mikrokosmos in die leitende Monade sukzessive verwirklicht. In Verbindung mit dem Kreis der kosmischen Monaden bekommen alle Kontakt mit dem universellen Bewusstsein des Sonnensystems, dem Christusgeist. Dabei wäre zu betonen, dass die hier angedeutete Entwicklung keinen Automatismus darstellt. Für einen erfolgreichen Prozess für dieses Wachstum der Mikrokosmen werden viele Menschen benötigt, die sich autonom, durch eine bewusst positive neue Lebenshaltung, aktiv in diesen dienenden Prozess einbringen. Werden die drei höheren Ansichten der Astralis im Sinne einer spirituellen Entwicklung und Sehnsucht nach einem höheren Menschwerden vom Menschen bewusst und aktiv gefördert, wie es von der Monade eigentlich beabsichtigt ist, wird sie diese Begehren über einen Kraftimpuls in das gereinigte Herzheiligtum verstärken. In diesem Zusammenhang werden sich dann auch die drei höheren Felder des Mentalvermögens für den Mikrokosmos entfalten. Damit ist dann auch das Tor zu den nirwanischen Feldern im Mikrokosmos erreicht, das sich in der nachfolgenden Inkarnation öffnen wird. Ein solcher Kandidat wird dann wie Johannes auf Patmos bekennen können: «Ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde.» Nichts wird mehr wie vorher sein. Allerdings wird dieser ganze Prozess durch den kleinsten egoistischen Wunsch nach Selbsteinweihung oder Erleuchtung unterbrochen.

Für viele Esoteriker ist die Erkenntnis unserer Zeit, dass die meisten Menschen vorerst nur über drei oder vier untere astrale Aspekte verfügen, die für das Überleben im stofflichen Feld ausreichend sind, leider eine unumstößliche Tatsache. Die Sehnsucht nach höheren Äthern, nach höheren astralen und mentalen Kräften leuchtet erst mit dem vierten Aspekt der Astralis im Bewusstsein auf. Es ist ein ethisches und moralisches Gewissen, das das Gemüt sehr stark bewegt. Dabei muss der Mensch dann aber erfahren, dass die kulturelle, karitative oder religiöse Umsetzung der empfundenen Ideale nach ewiger Treue in der Liebe, nach tief empfundenem Mitleid mit den gequälten Mitmenschen, nach einer reinen Liebe und einem absolut fairen und wahrhaftigen Miteinander in Brüderlichkeit und Einheit aller Völker, in der stofflichen Welt wegen dem in der Zeit waltenden Gesetz der Bipolarität und der Affinität mit den schmarotzenden Äonen zum Scheitern verurteilt ist.
Die Induktion aus der Monade erklingt in einem besonderen Brennpunkt im Herzen. Aus der Berührung im Mittelpunkt des aurischen Wesens werden nach Vollendung der sieben astralen Aspekte helfende Kräfte der Monade auch die Mentalis in den sieben Wirkungen auffalten und im Mikrokosmos aktivieren. In Folge davon kann sich künftig die Berührung mit den nirwanischen Feldern liebevoll bemerkbar machen. Jedoch werden die idealen Impulse aus der vierten Astralis in der Verkennung ihres Ursprungs viele Inkarnationen lang vom Menschen unverstanden leider auf das egoistische Leben für Ruhm, Ehre, Kultur, Kunst, Poesie, Musik, Macht, Humanismus, Karitas und Religion im materiellen Lebensfeld projiziert. Für den hochkultivierten Menschen ist es keineswegs so einfach zu erkennen, dass der idealistische Impuls auf ein metaphysisches Lebensfeld verweist, das der Mensch in seiner Entwicklung erst noch erreichen soll. Um diesen prinzipiellen Unterschied in sich selbst zu empfinden, braucht es einen gewissen Stillstand im niederen Begehren nach Selbsterhöhung durch materielle Vorteile oder Besitz. Nur unter diesem Entschleunigen der irdischen Aktivitäten kann sich das Kleinod der Unterscheidung entfalten. Damit kann der Mensch die monadische Information entgegen der allgemeinen Massenströmung für den Dienst in der kosmischen Evolution erkennen und auch umsetzen.
Nun erst ist es möglich, klar zu verstehen und zu unterscheiden: Die Hauptaufgabe der niederen Astralfelder besteht vor allem darin, die physisch-psychische Konzeption «Mensch» dynamisch mit den materiellen Kräften aus dem Kosmos – und auch mit den astral-ätherischen Fluiden – solange zu ernähren, bis sich die höheren Aspekte der Astralis und Mentalis und ihre Konzentration im Mikrokosmos anbieten. Danach wird durch den erneuerten Magnetismus der höheren Astralis das Selbsterhaltungskonzept unter der Leitung der Monade total umgestellt. Diese höheren Kräfte erhalten alles Leben nicht mehr materiell konsumtiv, sondern resonant kooperativ.

Insbesondere das egoistische Erhalten des Lebens mit materiellen Lebensmitteln ist stark konsumtiv mit Haben und Besitzen, sowie Angst um Verlust und Vorsorge für später, auch für Familien- bzw. Gruppenangehörige, Kinder und Enkel geprägt. Darum entstehen in der von der Materie bestimmten Gesellschaft immer die erschreckenden Schatten des «Nichthabens», der Armut mit quälendem Neid, Eifersucht sowie Missgunst mit abstrusen Intrigen, Lügen und das ganze intelligente Schlangennest der verstörten Natur bricht auf. Dann beginnt der unerbittliche Kampf um den persönlichen Vorteil, um Macht und Besitz, zwischen den wenigen ganz reichen Clans und der Masse des Pöbels, der ewigen Sklaven. Erst das bewusste Eintreten in die höheren astralen Ebenen macht dem Menschen die fundamentale Grundregel im All deutlich: Das fortwährende Geben, das freiwillige und unbedingte Wegschenken. Dann ist die Aussage des Jesus aus dem NT: «Gib so wird Dir gegeben!» keine Anordnung oder Vorschrift, sondern es wird gelebte Wirklichkeit. Darum vermag auch niemand diese Vorstellung umsetzen, der noch nicht diese mikrokosmischen Entwicklung eingetreten ist. Das wird bedauerlicherweise in unserer Welt noch nicht wirklich verstanden, auch wenn in den heiligen Büchern immer wieder davon gesprochen wird. Da spricht z.B. im Neuen Testament «Jesus», der erhobene Mikrokosmos, «Christus», der mit den «höheren Kräften Gesalbte», zu seinen «Nachfolgern auf dem Berg». Das bedeutet doch der «Erhabene» erzählt den bereits erwachenden Menschen, die ebenfalls schon die «Erhöhung ihrer Astralis» erleben können, von ihrem neuen Lebenszustand. In diesen Sphären versorgen alle Wesen im steten Strom der permanenten Reflexion alle anderen «Jüngeren oder Nachfolger», die sich bis in diese Sphären kraft ihrem mikrokosmischen Wachstum erheben konnten, und in diesen erhabenen Kraftfeldern angekommen sind. Dieser Zustand wird von Menschen erfahren, als wäre er nach einer langen Wanderung durch die Wüste endlich im Garten Eden angekommen. Dort wird ihm ein Vorgeschmack des ersehnten Paradieses geschenkt, nachdem er das Haus des Werdens und Vergehens in der Bipolarität verlassen konnte.

Das Ein- und Ausatmen der astralen Fluiden in der ihn umhüllenden astralen Sphäre des Kosmos stellt immer wieder die Balance und die Stabilität des Mikrokosmos zwischen den verschiedenen Impulsen der Entstehens und Vergehens zur Selbsterhaltung der Person her. Jeder Mensch ist nach seiner Geburt im Stoffkleid bis zum Vergehen seines Körpers über seinen Mikrokosmos aufs innigste mit den Feldern der niederen Astralis der Erde verbunden, die durch die zahllosen Wahnvorstellungen über die menschliche Existenz mit vielem emotionalen und mentalem Müll angefüllt ist. So wie die Umwelt, die Meere und Strände, mittlerweile mit unglaublichen Mengen von Plastik- und sonstigem Abfall vermüllt sind, so ist die Astralis und auch der untere Devachan über die Jahrtausende mit unvorstellbarem menschlichen „emotionalen und mentalen Unrat“ vollgestopft worden. Leider sind gerade diese irdischen Sphären am stärksten verdorben, weil sich in ihnen alle undenkbar hässlichen und absurden Miasmen der ganzen menschlichen Geschichte angesammelt haben. Alle hasserfüllten, vor allem national oder religiös gefärbten Fanatismen, entlassen ihre abgrenzenden Egoismen in die den Erdball umkreisenden und durchdringenden, niederen astralen Sphären. Niemand ist darum vor einem Anfall von Fanatismus geschützt, wenn er nur durch den kleinsten Anstoß, z.B. über die Medien Fernsehen, Rundfunk bzw. Internet, in einen resonanten Gefühlszustand manövriert wird.

Die Askese und die Astralis

Wie unmittelbar die Astralis mit dem stofflichen Körper verbunden ist, zeigt sich auch in dem folgenden Aspekt. Spirituelle Heiler berichten, dass die astralen Kräfte  über die ätherischen Fluiden wirken, vor allem mit den Nerven und den endokrinen Organen zusammen, z.B. Hypophyse, Schilddrüse, Nebennieren und Ovarien u.a., die für die natürliche Erhaltung der physischen Energie und die Schöpfungsfunktionen erforderlich sind. Wird der endokrine Kreislauf, z.B. durch Verzicht und Askese, gepaart mit dem Wusch nach einer Selbsterhöhung, Einweihung oder Erleuchtung, stark eingeschränkt oder sogar unterbrochen, dann fließen dennoch die zugehörigen astralen und ätherischen Kräfte im Mikrokosmos immer noch weiter. Sowohl physisch als auch unstofflich kommt es dadurch zu einem Stau. In der Psychologie spricht man auch von Verdrängung oder Abkapselung. Je nach Konstitution kann der Mensch das recht lange ausbalancieren, und es stellen sich möglicherweise sogar außersinnliche Wahrnehmungen ein. Diese hellseherischen Vermögen werden dann gerne von jenseitigen Wesen induziert, weil diese sich dabei von den gleichzeitig ins Jenseits abgeschiedenen Kräften ernähren. Diese meist unerkannte Verbindung mit jenseitigen Wesen allein kann an sich schon einige unangenehme psychische Defekte im Menschen verursachen. Die überschüssigen und ungenutzten Kräfte stauen sich nämlich nicht nur im aurischen Wesen im sogenannten «Atemfeld», sondern diese werden auch ungerichtet, mit allen subjektiven Begierden polarisiert, frei in die alle umfassende Spiegelsphäre reflektiert. Entweder werden sie während der Wirkung direkt von jenseitigen Schmarotzern konsumiert oder sie ballen sich in der Astralsphäre des Kosmos mit den bereits gleichen abgesonderten Kräften nach dem isobaren Resonanzgesetz zusammen, was leider schon seit über einigen tausend Jahren der Menschheitsgeschichte geschieht. Darum wurden diese Kräfte auch Äonen genannt, denn «Äon» heißt übersetzt «langer Zeitraum».
Die Selbsterhaltung dieser jenseitigen Bewohner ist die perfide und völlig unerkannte Ursache, warum in vielen Religionen das Streben nach dem verheißenen Ziel, Erleuchtung, die Lösung von allen Bindungen an die irdische Welt sowie die Überwindung des Todes, mit der Forderung nach Begierdelosigkeit und Askese verknüpft ist. Falsch verstanden, begannen schon in der Antike die Mönche ihre natürlichen sexuellen Begehren zu unterdrücken, die in allen Kulturen, insbesondere bei der führenden Gesellschaftsschichten und Priesterschaften, als «sündhafte Begierde» bezeichnet wurden. Meistens wurden unter diesem Begriff dann auch noch alle freudigen Ereignisse des Menschen eingeordnet, wie Lachen, fröhliches Singen und Scherzen, Tanzen, alle Flirtaktionen und die Verliebtheit sowie das zum lebendigen Dasein, zur Arterhaltung des Volkes gehörende sexuelle Fruchtbarkeitsritual, das zur Unzucht und Hurerei umgetauft wurde. Die Folgen davon haben die westlich hochkultivierten Zivilisationen in Europa und Amerika so stark geprägt, dass die Geburtenrate in den Völkern beängstigend zurückgegangen ist.
Da die mentale Weiterentwicklung und die damit verbundene «Erleuchtung» etc. nur über eine Veränderung, eine Erhöhung im Astralwesen erreicht werden kann, ist die Überlegung zu einer Begrenzung der irdischen Begehren wohl die richtige Richtung. Wenn die egoistische Anziehung astraler Kräfte aus der Todesnatur und ihre ständige Verwirbelung im astralen Feld durch intensive Begierden und euphorische Aktivitäten nicht bereinigt wird, werden die transpersonalen Ströme von der höheren Astralis nicht angezogen. Der dafür erforderliche Magnetismus wird vom Wesen überhaupt nicht entwickelt. Es war wohl schon immer die Erkenntnis einiger fortgeschrittener Menschen, dass eine effektive Beruhigung und Neutralisation des niederen Astralwesens jedoch erst dann erfolgen kann, wenn diese aus der Einsicht in die Vergeblichkeit der egoistischen Bemühungen nach vielen Inkarnationen des Mikrokosmos hervorgeht. Eine willentlich methodisch betriebene Begierdelosigkeit auf der Basis der niederen Astralis, um selbst heilig zu werden, bewirkt keine Neutralisation, sondern nur die Deprivation des Astralkörpers und eine höchst unpassende Deformation. Die für die Instandhaltung des physischen Körpers erforderlichen Kräfte in den endokrinen Kreisläufen fließen trotz aller asketischen Anstrengungen weiter und werden sich unerkannt in Bahnen ergießen, die den Menschen krank machen werden.

Die egozentrische Begierde zur persönlichen Heiligung wird vom aurischen Wesen und den jenseitigen Kräften enorm verstärkt und für den Streber mit allen Vorteilen der materiellen Welt geschmückt. Alle mystischen Ambitionen werden geschickt von den Äonen (Asuras) unterstützt. Sie fördern dieses unzeitige Heilbegehren in den Menschen nach dem himmlischen Paradies gezielt durch entsprechende Events, Prozessionen, Massenveranstaltungen an sogenannten heiligen Plätzen, um den Ernährungskreislauf für die im Jenseits existierenden Wesenheiten und Entitäten eine möglichst lange Zeit aufrecht zu erhalten. Das dialektische Begehren nach «Selig-Werden» oder «Erleuchtung» löst nicht nur einen selbstbehauptenden herunterziehenden astralen Einfluss aus, sondern auch eine Ätheremission egozentrischer Lichtäther. So werden den Äonen auch höher vibrierende Äther gespendet, die aus religiösem Egoismus und Fanatismus entstehen. Die Größenordnungen dieser Kraftausschüttungen erreichen bei den Großveranstaltungen der jährlich gefeierten religiösen Events gigantische Ausmaße, z.B. bei der islamischen «Hadsch» in Mekka und Medina, den christlichen Festtagsveranstaltungen auf dem «Petersplatz» in Rom, der «Kumbh Mela» am Ganges oder bei der jährlichen Pilgerreise zum Berg «Keilasch» in Tibet. Aber auch bei den traditionellen «Pilgerpfaden» zu den etablierten Wallfahrtsorten wie z.B. «Lourdes» in Frankreich oder «Santiago de Compostela» in Spanien, den ritualisierten «Karfreitagsprozessionen» in Jerusalem, den regelmäßigen islamischen, buddhistischen oder hinduistischen Tempelfesten, den Shintofeiertagen oder dem touristischen Strom der Millionen Chinesen, Thailänder, Kambodschaner usw. zu den zahllosen buddhistischen oder taoistischen Tempeln, die in den Ländern Asiens aktuell in einem nahezu kapitalistischen Gesellschaftsgefüge zur Freude der Mönche heute wieder restauriert und finanziell unterstützt werden.
Wer wird schon zuhören und danach handeln, wenn auch von anderen Autoren beschrieben wird, dass diese Zeremonien mit einer beabsichtigten Evolution oder einem Erwachsen-Werden des Mikrokosmos im eigentlichen Sinn nichts zu tun haben. Man bezeichnet diese vielgestaltigen Aktivitäten der Menschen wohl als «Religion» oder «spirituelle Aktivität», dahinter verbirgt sich leider eine Tradition der unstofflichen Ausbeutung. Jede Ambition oder Initiative auf der Basis der niederen Astralis, die ein Mensch für sich selbst, für seine Verwandten oder für sein Volk praktiziert, bleibt unzweifelhaft rein animistisch okkult, und kann den Menschen niemals von seinem Leiden im Kreislauf der Inkarnationen befreien. Ganz im Gegenteil, je intensiver sein unnützes Streben praktiziert wird, desto heftiger wird der Mikrokosmos beschädigt und benötigt weitere zusätzliche Inkarnationen für die Regeneration.

Man muss sich das bei aller Liebe zu den verständlichen Sehnsüchten des vereinsamten Menschen gut vor Augen halten: Die niederen astralen und mentalen Kräfte des Mikrokosmos haben die Aufgabe, die grobstoffliche Seite der Menschen zu entwickeln und so lange zu erhalten, bis sich die höheren astralen Felder im Mikrokosmos konzentrieren können. Solange wirken diese gemäß dem Spiegelgesetz immer nur in der irdischen stofflichen Natur. Mit den stofflichen Augen kann keine «göttliche Welt» erfahren, geschaut oder betreten werden, mit den materiellen Ohren kann keine «göttliche Musik» gehört werden. Solange die Mentalis nur für eine egoistische Erleuchtung eingesetzt wird, egal ob in einem Ashram in Indien, in «Mekka», in «Bagan», Myanmar, oder in «Lhasa», Tibet, um nur einige zu nennen, können sich die höheren Kraftaspekte nicht entfalten, kann kein «supramentales» Bewusstsein (Sri Aurobindo) aufleuchten. Das Gesetz der isobaren Resonanz verhindert das.
Es bleibt ein zu allen Zeiten ungelöstes Rätsel, dass ein religiös Irregeleiteter die aufklärenden Informationen über seine diesbezügliche biologische Untauglichkeit nicht in die Hände nimmt, auch wenn Immanuel Kant den Fakt, dass der gewöhnliche Mensch mit seinem Verstand keine «göttlichen Gedanken» nachdenken kann, schon im Jahre 1781 ganz ausführlich philosophisch begründet hat. Niemand kann mit dem niederen menschlichen Verstand eine wahre spirituelle Erfahrung machen, die aus den höheren mentalen Ebenen in das Denken des erwachten Menschen eintreten wird wie das Licht der Morgensonne. Jedoch der Verblendete will das überhaupt nicht wissen. Selbst die mystische Versenkung, die von den New-Age-Gruppen in esoterischer Uminterpretation von Buddhismus und Hinduismus indischer Meister ihren Anhängern angepriesen wird, führt bei einer selbstverliebten Ausrichtung in die mystische Quantenphilosophie stets nur in die damit resonanten astralen oder/und mentalen Welten des Jenseits, dem zugehörigen New-Age-Devachan – es soll mittlerweile eine ganze Menge davon geben –, oder dem christlichen, islamischen oder jüdischen Himmel. Die Perversität der subjektiven Verblendung hat Johann Amos Comenius in seinem Buch «Labyrint světa a ráj srdce» (1623/1631) «Labyrinth der Welt und das Paradies des Herzens» recht anschaulich beschrieben.
Es ist durchaus möglich, dass bei diesen meditativen Atemtechniken oder kontemplativen Methoden oder vielleicht mit Drogen ein niederes ätherisches oder astrales «Schauen» erlangt werden, vielleicht auch ein überproportionales Wahrnehmen im Mikrokosmos, das in esoterischen Kreisen als «kosmisches Bewusstsein» beschrieben wird. Bedauerlicherweise führt die Identifikation des alten EGO mit den Inkarnationen des aurischen Wesens immer nur zu einem unbeherrschbaren Größenwahn, der meistens in psychopathologische Zustände hinüber gleitet. Selbst bei einem guten und gesunden Übergang in die unstoffliche Wahrnehmung wird der Kandidat mit diesen Methoden maximal in den niederen Gebieten des Devachan die Reflexionen des unteren Akasha-Feldes im irdischen Kosmos schauen können. Da das bewusste Durchbrechen in diese Sphären und die darin möglichen Aktionen, wie sie auch von früheren Schamanen berichtet werden (Mircëa Eliade), für den Erlebenden als überaus grandiose Realität erfahren werden, ist die Überschätzung dieses transpersonalen Zustandes an der Tagesordnung. Auch weil diese Errungenschaft von den Äonen oder Asuras (bösartige Entitäten im Jenseits) mit entsprechenden Talenten und/oder Astralreisen und Heilungsvermögen diverser Arten gefördert wird. Die Erscheinungswelten in der jenseitigen Astralis sind nahezu unbegrenzt. Michael Ende lässt in seinem Buch «Die unendliche Geschichte» die vier Winde dem fragenden Atreju auf der Suche nach Bastian sagen: «Wusstest Du nicht, das s Fantasialand unendlich ist?» Die geschenkten Einsichten und Ansichten in die astralen Welten werden aus Dankbarkeit und Euphorie mit entsprechenden Emissionen aus egoistisch polarisierten Äther- und Astralkräften ins Jenseits beantwortet, was die Äonen für ihre fortwährende Ernährung beabsichtigt haben. Auf so einfache Weise können sie ihre Dienstknechte auch für die kommenden Inkarnationen an die Erde fesseln.

Dabei bleiben die fantasievollen Erscheinungen des Jenseits jedoch auch nur Erscheinungen und bilden keine dauerhafte Wirklichkeit ab. Leider sind sie für den «hell»-Sehenden eine persönlich erlebbare, absolut fantastische Realität, die kaum von ihm selbst in Frage gestellt werden kann. Diese irregeleiteten esoterischen Kandidaten glauben bei der Erhabenheit ihrer Einsichten in das Jenseits ganz fest daran, dass sie jetzt die Erleuchtung und die Seligkeit erreicht haben. Das ist wohl zu verstehen, denn im Verhältnis zum irdischen Dasein ist selbst der Aufenthalt im niederen Devachan, mit deren herrlichen Prachtbauten und heiligen Personen, überdimensionalen Engeln und sonstigen Erscheinungen, sehr viel herrlicher als das irdische chaotische Weltengeschehen. Man muss dabei sehr wohl bedenken: jedes Wesen in den niederen astralen Feldern muss in unserer irdischen Sphäre immer Kräfte von außen als Lebenserhalt anziehen. Das wird auch für einen menschlichen Bewohner in den unteren astralen und ätherischen Abteilungen des Jenseits bald zu einer bitteren Erkenntnis. Auch ohne den materiellen Stoffkörper wird er dort nur solche kosmischen Kräfte anziehen können, die mit seinem Seinszustand resonant sind. Das bedeutet vor allem die niederen astralen Emissionen der stofflich lebenden Menschen zu ernten, die er weiterhin assimilieren muss, um am Leben zu bleiben. So ist er oder sie in unserem materiellen Sinne auch dort ein «Toter». Zu gegebener Zeit wird er sich wieder in das materielle Feld der Erde inkarnieren. Jeder mystische oder spirituelle Aufstieg in den Devachan entspricht durchaus einer Bergbesteigung, wie der des Mount Everest im Himalaja. Wer allerdings ohne die notwendige Weiterentwicklung seines Mikrokosmos in die höhere Astralis den Gipfel nach zahllosen Etappen und mit viel Unterstützung durch die «Scherpas», nach zahlreichen Entbehrungen und Strapazen erreicht hat, wird spätestens am Ende seiner Bemühungen feststellen, dass er erneut hinunter auf die Erde muss, wo sich seine transpersonalen Felder in den geeigneten Zusammenhängen entwickeln können. Leider wird es nach einem solchen erzwungenen Aufenthalt im Devachan noch vieler Irrfahrten bedürfen, die der nunmehr beschädigte Mikrokosmos im planetaren Irrgarten erleben muss, bis alle mikrokosmischen Verletzungen der schein-spirituellen Strapazen ausgeheilt sind.

Der ursächliche Plan des Logos für das irdische Dasein erschöpft sich eben nicht darin, als materielle Person für irgendwelche individuelle Vorteile im Kampf ums Überleben, für Ruhm und erhobenes Ansehen, erleuchtet zu werden. Die Erfahrungen beim Leben auf unserem Planeten mit allen emotionalen Sensationen in Glück und Leid, in Freude und Scham mit den zahlreichen Mitmenschen sollen ein völlig neues Denken und Wahrnehmen wachsen lassen, das u.a. zu einer ganz anderen Weitsicht in die Entwicklungszyklen des Weltgeschehens führt. Die höheren astralen Kräfte helfen dem Kandidaten, wenn er in seiner inneren Ausrichtung gegenüber allem irdischen Treiben neutral werden konnte, dieses Ziel auch durch die Aktivierung der höheren Denkvermögen zu erreichen, weil er sich tief innerlich ahnungsvoll nach einer Einbindung in die Entwicklung von Kosmos und Menschheit sehnt. Es muss allerdings noch einmal betont werden, die Entfaltung der höheren Astralis kann nicht mit Askese oder diätischer Meditation erreicht werden, auch nicht mit humanitärer und karitativer Güte gegenüber dem materiellen Leben. Alle sogenannte Güte des körperlichen Menschen für stoffliche Mitbürger, wie sie vielfach von den irdischen Religionen und den karitativen Institutionen gepredigt und alle Jahre wieder in den Medien über die zahllosen Katastrophen stimuliert wird, ist für diese Weiterentwicklung des Mikrokosmos ziemlich wertlos. Der Mensch muss die Nutzlosigkeit dieses Bemühens aus eigener Anschauung und lebendiger Erfahrung eingesehen haben, um die Stimme der Monade in seinem Herzen, mit diesem völlig anderen Begehren nach Mitwirken im Prozess der kosmischen Evolution, beantworten zu können.

Das Mentalvermögen als Basis für das Denken

Ohne das Denken, das durch das mikrokosmische Mentalvermögen durch unseren Verstand ermöglicht wird, könnte dieses Buch «Basis der Evolution» nicht geschrieben worden sein, und niemand könnte oder würde darin lesen. Das Mentalvermögen erhebt den Menschen auch zu einem sich selbst bewussten Sein. Dieser wird sich dadurch seiner Existenz mit allen Handlungen, Gedanken und Gefühlen bewusst und er kann sich selbst, die Natur und andere Mitmenschen mehrdimensional reflektieren. Mit dem Verstand kann er auch abstrakte Vorstellungen wie in der Mathematik oder in den Naturwissenschaften, kombinieren und bewerten. Ja, er kann sogar metaphysische Gedanken erfassen und poetisch formulieren. Ganz besonders Befähigte vermögen bewusst in künstlerische, musische und mystische Visionen nicht nur einzutauchen, sondern sie auch anderen Menschen mit ihrem Denken und ihrem sprachlichen Vermögen verständlich zu machen.

Bei all diesen schon bewundernswerten Vermögen ist es äußerst erstaunlich, dass der Mensch für das bewusste Leben und Erkennen heute allerdings erst nur über einen ersten Ansatz seines Denkvermögens mit zwei oder drei Ansichten verfügt. Dennoch kann jeder bereits mit seinem kleinen Strahl der Mentalis einen hochfunktionalen Verstand und einen enormen Gedächtnispool verwalten. Das ist bereits ein gewaltiges Potential, das dem Menschen in der Erdinkarnation geschenkt wurde, als sich der Mond von der Erde trennte, wie Rudolf Steiner in seiner Akasha-Chronik beschreibt. Allerdings muss man bei dieser Betrachtung auch bekennen, wie viel Schaden die eigenwillige Menschheit mit ihrem Wahn von Selbstsucht, mit ihrer intellektuellen wissenschaftlichen Verstandestätigkeit, in ihrer Unwissenheit in bezug auf die unstofflichen Wirkungsebenen und dem wahren Sinn des Lebens, der Erde schon zugefügt hat. Als Beispiel soll nur auf die dramatische Entwicklung des Klimas und die mittlerweile unübersehbaren Ausmaße der Umweltverschmutzung durch unnötigen Verpackungsmüll, gigantischen Bergbau, überflüssiges Landgrabbing und globale Industriekombinate sowie Lebensmittelkonzerne zur Bereicherung einiger weniger Clans hingewiesen werden, über das uns täglich in den Medien berichtet wird.

Es ist unverständlich aber wahr, dass die Menschheit entgegen vieler ernst gemeinter Ermahnungen konsequent mit ihrem falsch verstandenen Egoismus den Erdball plündert, obgleich ihrem hohen Denken eigentlich ersichtlich sein sollte: Die Menschheit hat nur einen einzigen Globus als Lebensfeld und jeder Mensch ist nur einen kurzen Lebensabschnitt im Stoffkörper gefesselt. Diesen kann er nicht in das bewusste Erleben nach dem physischen Tod mitnehmen. Allerdings muss jeder Mensch während der Auflösung seiner transpersonalen Felder alle Folgen seiner irdischen Wahnsinnshandlungen mit ansteigendem Bewusstsein erleben und bis zu einem gewissen Grad die angerichteten Schäden und Verletzungen selbst durchleben, damit sein Mikrokosmos bei der folgenden Inkarnation vor vergleichbaren Ambitionen geschützt ist. Heute steht der Mensch mit diesem göttlichen Geschenk des Denkvermögens vor einer viel weiter reichenden Aufgabe: Er soll mit Hilfe seines intelligenten Verstandes und seiner wachen Sinnesorgane zu einer empathischen Lebensweise durchdringen und die femininen und maskulinen Aspekte in seiner Astralis harmonisieren. Er sollte «Anima und Animus» in ebenbürtiger Weise nutzen, dadurch aller Natur und allen Mitbürgern auf Erden, jedem auf seine eigene Weise, langfristig ermöglichen, in einer toleranten Gesellschaft ein gediegenes Leben für die bevorstehende Evolution des Kosmos vorzubereiten. Dadurch könnten optimale Voraussetzungen für jeden Erdenbürger entwickelt werden, einmal seine ihm gestellten Aufgaben eigenständig zu erfassen und zu erfüllen. Nur in einer offenen, allgemein empathischen und friedfertigen Gesellschaftsstruktur kann jeder unter der Leitung seiner Monade die Weiterentwicklung seines Mikrokosmos fördern, um allen Menschen und Lebenswellen der Natur bei ihrer Entwicklung für ihre künftige Vollendung zu helfen.
Leider scheinen nur wenige Menschen von dieser wahrhaft befreienden Entwicklung zu wissen, die alles kommerzielle Streben börsenorientierter Machtmenschen durchkreuzt. Aber auch Zahllose, die längst dafür reif wären, beschäftigen sich noch immer viel zu viel mit der Heiligung ihrer irdischen Person auf der stofflichen Ebene, die leider immer zu einer weiteren Verkettung mit den egoistischen Kräften des Jenseits führt. Viele Anhänger des New-Age, die Vertreter der modernen Quantenphilosophie, zahllose Saddhus, Moslems, Suffis, neu-christliche Mystiker und andere seriöse Denker der wissenschaftlich orientierten Esoterik erschaffen bewundernswerte überkosmische Gedankengebäude mit modernem christlichen, hinduistischem oder buddhistischem Anstrich. Ja, zahllose Menschen in Ost und West streben ernsthaft nach einer «persönlichen» Einweihung in die Mysterien des Lebens und nach privater Erleuchtung. Aber erst eine totale Umwendung des Begehrens, eine radikale Abwendung von allen irdischen Methoden als Basis für die subjektive Heiligung, bewirkt eine erfolgreiche Veränderung, wodurch dann der Prozess für eine Vollendung des Denkvermögens begonnen werden kann. Ansonsten bewegt sich das auf den stofflichen Erdplaneten und seinen «Himmel» bezogene astrale und niedere mentale
Erkennen nur innerhalb der animalischen Astralis im eigenen aurischen Wesen und im Jenseits rund um den Globus. Es kann gar nicht anders sein. Laotse, der Weise aus China, erklärte es schon ca. 400 v.Chr. aller Welt in seinem Dáodéjing oder «Tao Teh Ching»: „Nichts ist verborgen, alles ist offenbar. Man muss nur richtig lesen können, und verstehen wollen.“ Dafür ist jedoch ein erneuertes Denkvermögen erforderlich!

Es gibt überall auf der Welt mythologische Erzählungen, die eine malerische Begründung dafür liefern, warum die Entwicklung auf der Erde so abgelaufen sein soll, wie es in den Annalen der Religionen aufgezeichnet wurde. Prinzipiell ist wirklich niemand bei der Erschaffung der Welt dabei gewesen. Auch die wenigen Menschen, die gut in der Akasha-Chronik der Erde lesen konnten und noch können, berichten nur von dem Teil der Schöpfung, der mit ihrem individuellen subjektiven Denkmodell in Resonanz sein kann. Das wird zu allen Zeiten ein gewaltiges Problem gewesen sein, weil es immer Meinungsbildner gibt, die – aus welchen Gründen auch immer – besonders die uralten Folianten als die entscheidenden Wahrheitsträger autorisieren. Es erklingen in ihren Erzählungen die Aspekte des Narzissmus und des Ödipus (seine Mutter ist die Erde, sein Vater der Geist), des Ying-Yang-Kreislaufes und der Vischnu-Brahma-Shiva-Manifestationen in den Veden. Zahlreiche ägyptische Aufzeichnungen spiegeln den Kreislauf der Sonne (Ra oder Re) mit ihrer täglichen Wiedergeburt. Andere orientalische Geschichten verbinden das Menschenschicksal mit dem Kreislauf sowie den Kräften des Mondes. Andere weise Autoren spekulieren später mit den Beeinflussungen der Planeten oder den Zyklen des Tierkreises oder der Jahreszeiten, die auch einmal einen Anfang gehabt haben müssen. Heute nach der Zeit der Aufklärung und des Humanismus haben viele wissenschaftlich orientierte Philosophen und Kosmologen mit empirischer Akribie den Erschaffungsprozess des Kosmos dem König «Zufall» in den Schoß gelegt. Ein «göttlicher» Schöpfungsakt ist für viele westlich-moderne, wissenschaftlich fundierte und mathematisch belegte Kosmologien überhaupt nicht mehr notwendig.

Wer das Menschsein in seiner umfassenden Tragweite verstehen möchte, wer wirklich eine Idee von absoluter Liebe und Gerechtigkeit erfassen will, dem muss hinter allen Schöpfungstheorien etwas deutlich werden können. Der Planet Erde ist mit allen Lebenswellen der Natur, also Mineral, Wasser, Luft, Pflanzen, Tiere, Insekten und sonstigen Lebewesen und auch mit dem Menschen in Mikrokosmen, Holokumulies aus diversen Kraftfeldern in einen Kosmos eingepflanzt. In diesem findet zuerst in eine Entwicklung der niederen Kraftfelder statt, bis die materiellen Ebenen voll funktionsfähig entwickelt sind, aus denen sie bewusst eigenständig leben können. Danach entwickeln sich vor allem die menschlichen Mikrokosmen weiter, damit der Plan der Schöpfung erkannt werden kann. Auf dem irdischen Plan wurden alle Wesen für diese fundamentale Entwicklung in die Materie eingebunden, in die niederste kosmische Energieform, die sich aus einem sich zugleich entfaltenden Ätherfeld herausbildet. Alles Leben im Universum wird bei dieser Evolution gezielt aus den Monaden geführt, wie es in dem Kapitel o4 «Wesen und Wirken im Allgeschehen» ausführlich dargestellt ist.

In der aktuellen Wendezeit vom Fischezeitalter zur Aquariusperiode, in der 4. Inkarnation der Erde und während der Halbzeit der vierten Runde – laut «Akasha-Chronik» von R. Steiner – wird der Kosmos Erde allerdings jetzt von den kosmischen Kräften des Wassermanns dazu gedrängt, seine Evolution der Astralis und Mentalis zu fördern. Dafür befindet sich das mikrokosmische Wesen, von dem der stoffliche Mensch adoptiert wurde, in einer stürmischen Weiterentwicklung seiner Kraftfelder, was einige revolutionäre Entwicklungen mit sich bringt, die den Äonen bzw. Asuras absolut nicht gefallen werden. Die Entwicklung der unstofflichen Kräfte im Mikrokosmos könnte in der aktuellen Zeit für viele Menschen bereits abgeschlossen sein und die Evolution des Empfindens und Denkens schon begonnen haben. Da sich der Mensch – bevorzugt in der europamerikanischen Zivilisation – aber meistens bereits mit den niederen Aspekten seines Denkvermögens als Krone der Schöpfung betrachtet – einmal abgesehen von den noch drei fehlenden nirwanischen Feldern seines Systems, die ohnehin wenigen bekannt sein können –, hat er natürlich vor seinem innersten Erfassen ein grundlegendes Problem des Selbstverständnisses. Der Mensch ist sich in seinem eigenen Erkennen auf der Basis seiner subjektiven stoffgebundenen Gedächtnisse immer die oberste Autorität, vor allem in punkto «Wahrheit». Aller Hochmut und alle Ingnoranz basieren auf der Verblendung seiner persönlichen Einsichten in die materiellen Zusammenhänge, die er aus seinem Begehren und den Begierden der niederen Astralis nach materieller Selbsterhaltung erfahren und auch erfolgreich bewältigt hat. Nun projiziert der Mensch diese seine in der Materie als wirksam erkannten Methoden auch auf sein spirituelles Ringen um ein «Paradies auf Erden», möglichst physischer Natur. Die für das körperliche Überleben geschärften, grobstofflichen Sinnesorgane sind ohnehin für die transpersonalen Welten ungeeignet, und die ätherischen bzw. astralen Sinnesorgane sind durch die bevorzugte Lebenseinstellung vorläufig stark degeneriert und nur begrenzt nutzbar. Dennoch erklingt in jedem heranwachsenden Mikrokosmos unterschwellig aus der Monade das Wissen, dass er keinesfalls schon fertig entwickelt ist. Gleichzeitig verstärkt sich der innere Glaube, dass das ideale neue Lebensfeld in greifbare Nähe gerückt ist.

Um den inneren Spagat aus subjektiver Erfahrung und innerer Ahnung ausbalancieren zu können, kompensiert der Materialist im «hylotropen Tagesbewusstsein» die unbewusste Induktion der Ideale mit einer fiktiven Gegendarstellung. Der verheißene Garten Eden wird in eine metaphysische Sphäre verbannt, die nur von einer «geheiligten Seele» betreten werden kann. Durch gehorsames Befolgen der religiösen Gesetze der klerikalen Autorität und durch devote Anbetung der Heiligen besteht für den Menschen, bzw. für seine Seele die Chance, nach dem irdischen Leben – oder nach dem Abschluss der Apokalypse – eine materielle Wiedergeburt im Paradies zu erleben. Diese Fiktion verhindert natürlich jede mikrokosmische Entwicklung. Wahrscheinlich wird jeder unbewusst von den klerikalen Äonen, die er durch sein eigenes Leben angezogen und aktiviert hat, dermaßen für deren Selbstbehauptung missbraucht, dass ihm eine klare Einsicht in das eigene Sein beständig von den astralen Unmöglichkeiten der materiellen Welt verbaut wird.
Die Entwicklung des Mikrokosmos ist in den vergangenen vier Inkarnationen der Erde nun so weit fortgeschritten, dass der heutige Mensch über zwei, drei oder vielleicht auch vier Aspekte seines Denkvermögens verfügen könnte. Die Mentalis soll sich in dieser kosmischen Periode allerdings noch viel weiter entwickeln. Das Denkvermögen arbeitet auf der Basis des Bewusstseins mit mentaler Energie, die eine wesentlich höhere Frequenz hat als die Astralis. Die Mentalis hat eine ganz besondere, wenig bekannte Eigenschaft. Sie wirkt schöpferisch und ist damit für Mensch und Welt ein höchst gefährliches Vermögen. Diese potentielle Gefahr sollte jedem Menschen erklärt werden, damit er umsichtig und mit einer hohen ethischen Grundhaltung damit umgehen kann. Darauf werden wir später noch genauer eingehen.

Mit den mentalen Kräften werden die Erinnerungen aus den verschiedenen mikrokosmischen Gedächtnissen aufgenommen und mit den Wahrnehmungen aus den Sinnesorganen über das virtuelle Organ Verstand assoziiert und für das aktuelle Leben in der sich gestaltenden Umwelt bedacht, bewertet und für die Aktivitäten in die Tat umgesetzt. Dabei ist jeder Gedanke ein mentales Geschöpf, das zunächst kurzfristig im Atemfeld vibriert. Wird der Gedanke mit einem eindeutig kräftigen Begehren begleitet, dann stabilisiert sich der kleine Holokumulus und verbindet sich dabei mit resonanten Begleitern im Atemfeld, in dem dort vibrierenden Gedächtnis. Das alles ist zunächst völlig wertfrei und neutral für alles Leben. Erst die menschlichen Absichten und Intentionen können die Gedankenformationen zu erbarmungswürdigen Konzeptionen anwachsen lassen, die sich für die allgemeinen Weltereignisse erschütternd entwickeln können. Und dann realisieren sich die egozentrischen Ausbeutungmethoden der Masse, Mafia und Korruption, Kriege und Katastrophen, Finanzkrisen und Hungersnöte unserer Zeit rund um den Erdball! – Die Menschen benutzen so im allgemeinen ihre empirischen Sinneserkenntnisse, ihren auf das stoffliche Existieren ausgerichteten Verstand, ihre in den Traditionen versunkenen Religionen und Bräuche, vorwiegend für die persönlichen Vorteile, meistens ohne Rücksicht auf die psychischen, wirklich humanen Zusammenhänge. – Einige Autoren betiteln zeitweilig ihr Denken als den «gesunden Menschenverstand». Betrachtet man den Zustand unserer hochzivilisierten westlich orientierten Welt einmal objektiv, klingt es ziemlich anmaßend, von einer geistigen Gesundheit zu sprechen. Viele Menschen sind mit Gewissheit hochintelligent und überaus vernunftorientiert, intellektuell geschult, vielleicht auch esoterisch vorgebildet und «spirituell» veranlagt. Es ist schon erschütternd, wie spekulativ und experimentell diese Begriffe in den meisten Büchern ohne jede profunde Kenntnis der tatsächlichen Zusammenhänge verwendet werden. Man muss die kaum zu überbietende Wortakrobatik geradezu bewundern, mit der zauberhafte Worthülsen in fantastische und durchaus plausibel wirkende semantische Konzeptionen verpackt werden. Mit einer grandiosen Geschicklichkeit werden die Sätze zu farbenfrohen Gedankenteppichen gewoben, die dann als Weisheit oder Weltanschauung für das moderne Leben in perfekt gestylten Büchern publiziert werden. Die großen heiligen Versprechungen der Antike und die darauf aufgebauten einseitigen Weltbilder, die das prinzipielle Grundproblem der niederen Astralis im Menschen unberücksichtigt lassen, sind angesichts der weltweiten Kontraste total unrealistisch. Schon Laotse gibt der Menschheit einen äußerst interessanten Hinweis, indem er sagt: «Wahre Worte sind nicht schön, und schöne Worte sind nicht wahr.»

Die offenbare Tätigkeit des Verstandes ist vielfach nur ein Abgreifen überlebenswichtiger Ergebnisse der stoffgebundenen Sinnesorgane und der sich daran anschließenden Hypo-thesen, die sich an den Vorratsspeichern persönlicher Erfahrungen und Vorstellungen vergangener Autoritäten orientieren. Solange sich das Erfassen und Denken allerdings nur «hylotrop» auf die materiellen Erscheinungen in der Welt richtet, können immer nur die erworbenen Informationen aus den materiellen Abbildern und deren Abstraktionen erfasst und kombiniert werden. Der Verstand kann sie zwar vielseitig miteinander verknüpfen und dabei durchaus zu völlig neuen Mustern oder Gedankenkonzepten kommen. Wird eine solche Gedankenarbeit dann den Mitmenschen durch Sprache oder Schriftzeichen präsentiert, stehen die plausible Kombination vorhandener Vorstellungen und die subjektive Erfindungsgabe des Autors im Vordergrund. Die scheinbar neuen Gedanken selbst sind jedoch nur «Patchwork» bereits bestehender Gedankenkomplexe, selbst wenn sie durch hellsichtige Personen oder durch Astralreisen aus dem Jenseits gewonnen wurden. Denn auch die dort erfassbaren Gedächtnisse sind das Ergebnis früherer materieller Betrachtungen der Lebenszusammenhänge und deren Kombinationen von Naturerkenntnissen aus noch älteren Zeiten. Ein amerikanischer Psychologe und Verhaltensforscher, John C. Lilly, der auch die Kommunikation von Delphinen umfangreich erforscht hat, spricht aus seiner langjährigen Erfahrung mit transpersonalen Workshops im Esalen Institut in Big Sur, Kalifornien:

„Im Bereich des Denkens ist das, was man für wahr hält, entweder wahr oder wird wahr innerhalb bestimmter Grenzen, die von Karma, Gedächtnis und aktueller Erfahrung bestimmt werden. Diese Grenzen sind innere Überzeugungen, die transzendiert werden müssen. Vor uns selbst versteckt, gibt es eine heimliche Gruppe von Überzeugungen, die das Denken, das Handeln und das Fühlen kontrollieren. Diese heimliche Gruppe von versteckten Überzeugungen ist die begrenzende Gruppe von Überzeugungen, die transzendiert werden müssen. – Wenn ich es erlaube, gibt es keine Grenzen; keine Grenzen des Denkens, keine Grenzen des Fühlens, keine Grenzen der Bewegung. Werden von mir die Grenzen überwunden, so gibt es keine Grenzen.“
Im Bereich des Geistes ist das, was man für wahr hält, entweder wahr oder wird wahr. Im Bereich des Geistes (der Mentalis) gibt es keine Grenzen. (John C. Lilly, Im Zentrum des Zyklons, Fischer TB, 1976)

Die Verknüpfung bereits vorhandener Gedankenkomplexe oder Abbildungen aus den mikrokosmischen Gedächtnissen in der uns umgebenden Astralis im Atemfeld des aurischen Wesens mit dem Verstand wird allgemein als Denken bezeichnet. Jedoch bleiben alle diese mentalen Kunststücke meistens im Netz der stofflichen Vorstellungen und Erfahrungen gefangen, weil die menschlichen Erlebnisse und Misserfolge, Gefahren und Wollüste vorwiegend in den materiellen Zusammenhängen stattgefunden haben. Am deutlichsten wird das durch die Film- und Fernsehindustrie, die immer nur materielle Vorgänge oder Geschehnisse auf die Leinwand bannen können. Eventuelle psychische Vorgänge müssen über besondere «bildliche Zaubertricks» visualisiert werden, was bei sogenannten Fantasy-Filmen manchmal ausgesprochen synthetisch daherkommt. Wer von den aufgeklärten Autoren der Neuzeit will schon hören, wie beängstigend der menschliche Wahn und seine Verblendung bereits sind? Wenn die Filmemacher ihre von den Äonen lancierten Geschichten und Bilder aus einem «erdachten Jenseits» den Menschen als Realität verkaufen, kann es immer nur eine Imitation der Wirklichkeit sein, die sich aus den spärlichen Berichten einiger «Hellseher» ergibt, die sich bei ihren Beschreibungen schon auf die materiellen Belange des Daseins beschränken mussten, um überhaupt verstanden werden zu können. Ein Film, wie perfekt er mit seinen Effekten auch gemacht ist, kann immer nur die äußeren Erscheinungen materieller Situationen abbilden, auch wenn mit verführerischen Effekten der modernen Computeranimationen Scheingestalten und Rauchwolken hinter dem Horizont simuliert werden, bleiben es visuelle Abbilder körperlicher Figuren und stofflicher Gegenstände.

Solange es in der normalen Gesellschaft keine Akzeptanz der transpersonalen Lebenswelten gibt, werden sich auch keine realistischen Begriffe dafür in der Umgangssprache entwickeln. Alle Menschen und alle empirischen Forscher sowie alle Autoren aus allen publizistischen Branchen sind vorerst immer die Schatten an der «Rückwand der Höhle in dem Gleichnis von Platon». Das Immaterielle ist und bleibt für das materiell gebundene Denken unbeschreiblich. Das intelligente Denken – wie wir es normalerweise nennen –, das Verbinden bereits existierender Informationen von mentalen «Geschöpfen im Atemfeld» mit den mentalen Sternen in der Lipika sowie den körperlichen, ätherischen und astralen Gedächtnisvorräten ist eine saubere Abfrage- und Kombinationstechnik mit den Begriffen für die sinnesorganisch erfassten äußeren Erscheinungen des Daseins. Dieses menschliche Denken geht selbstverständlich sehr weit über das instinktive Reiz-Reaktionsmuster bei den Tieren hinaus. Jedoch zum wirklichen höheren Bedenken des kosmischen Daseins in aller Tragweite, im ursprünglichen Sinne von «Manas», gehört zunächst ein vollendetes Mentalvermögen mit allen seinen sieben Aspekten. Dann kann dieser fortgeschrittene Mensch alle Regungen und Interferenzen seines Mentalfeldes – der Astralis und des Ätherfeldes – erfassen und bedenken. Entsprechend seiner Resonanz wird er jetzt auch mit den kosmischen Lebensfeldern verbunden, dem «Buch der Natur» oder der «Akasha-Chronik». Damit wird er befähigt, im Astralfeld der Erde mit allen darin lebenden Wesen für den Erhalt des Planeten dienstbar zu sein. Zu dieser weitreichenden Entwicklung ist prinzipiell die ganze Menschheit heute in der beginnenden Aquariusperiode aufgerufen, auch wenn die Erkenntnisse zeigen, dass nur wenige heute schon für diese Erhebungen erwachsen sind.

In seinem Buch «Der QuantenMensch» berichtet Michael Murphy aus seinen umfassenden Recherchen über zahllose bestätigte außersinnliche Erfahrungen in aller Welt, dass schon sehr viele Menschen erstaunliche Befähigungen auf dem Wege zu außersinnlichen Wahrnehmungen über das Geschehen in der Welt erworben haben. Zunächst ist es wirklich erforderlich dass, viel mehr Menschen in der europamerikanischen Einflusssphäre davon Kenntnis nehmen, die nachgewiesenen Fakten auch anerkennen, und in ihre wissenschaftlichen Betrachtungen mit einbeziehen. Für die nächsten Schritte auf der Evolutionsleiter wäre es dringend notwendig, dass die dafür geeignet gewordenen Menschen oder zumindest ihre auserwählten Pioniere die Blickrichtung ihrer Aufmerksamkeit von den Überlebensstrategien im materiellen Lebensbereich abwenden, und sich für die bereits vorhandenen Möglichkeiten bzw. Methoden für die transpersonalen Erfahrungen öffnen, sich darauf ausrichten. Möglicherweise auch solche Menschen dafür schulen, die sich für diese Erfahrungen interessieren. Die in der Aquariusperiode für die Menschheit ausgehauenen Stufen können heute schon mit einiger Kenntnis der wirklichen Zusammenhänge in der siebenfachen Astralis und der siebenfachen Mentalis erstiegen werden. Hier ist auch das «Kleinod der Unterscheidung» zu finden, wie es schon Shankaracharya in seinen Gedanken umrissen hat, damit sich niemand in den riesigen vielfach projizierten und reflektierten Landschaften des Jenseits verirren kann. Negierung, Verdrängung oder Verleugnung, wie es bislang von der empirischen Wissenschaft, den Religionen und deren Interpretationen in den Medien üblich ist, wird das bestehende Chaos des menschlichen Zusammenlebens nur noch vergrößern, und unsägliches Leid über die Völker ausbreiten. Diese Entwicklung kann verständlicherweise niemals mit – auch niemals unbewusst – von statten gehen.

Das siebenfache mentale Feld.

Untersuchen wir das mentale Kraftfeld genauer, dann wird auch hier die siebenfache Abstufung deutlich sichtbar. Es ist dabei wie bei allen Beschreibungen der Kraftfelder zu beachten, dass diese Gliederung nur unterschiedliche graduelle Aspekte in der Frequenz darstellt, die sich bei den Aufgaben für den Mikrokosmos die Arbeit teilen. Bei allen Wahrnehmungen und Denkaktionen wirken sie immer in Harmonie zusammen, auch wenn vorerst nur einige Teilbereiche konzentrisch mit dem Mikrokosmos verbunden sind. Die nachfolgenden Bezeichnungen sind keiner genehmigten Nomenklatur entnommen!

1. Die instinktive Mentalis. Dieser mentale Aspekt hat zwei lebenserhaltende Aktivitätsbereiche, so könnte man sagen. Mit dem einen Bereich aktiviert die instinktive Mentalis die Erinnerung in die Erfolgsgeschichte der animalischen Reaktionen im Stoffkörper. Mit dem anderen Aktivitätsbereich legt dieses Vermögen ein stets abgreifbares Gedächtnis der lebenserhaltenden Verhaltensmuster in den körperlichen Strukturen und organischen Zusammenhängen an.

2. Die vernünftige Mentalis. Sie bewirkt das beständige Abgleichen und Verbinden der über die Sinnesorgane und transpersonalen Erfassungen eingehenden Informationen mit bereits vorhandenen Gedankenstrings. Sie bereitet alle Informationen für die aktuelle «Kommunikation» in den Gedächtnissen auf und formuliert die Gedanken für das aktuelle Aussprechen oder Schreiben.

3. Die intuitive Mentalis. Hierbei wirkt neben der besonderen Beweglichkeit im Erfassen und Kombinieren, vor allem die prinzipielle Offenheit für neue Kombinationen bei überraschenden Begegnungen und Auseinandersetzungen und für völlig neue Ereignisse und Sensationen, die für die bedachte Weiterentwicklung des Mikrokosmos nützlich erscheinen. Diese ausgeprägt zukunftsorientierte Komponente der Mentalis geht mit einer unvoreingenommenen, natürlichen Neugier einher.

4. Die kollektive Mentalis. Alle eingehenden Gedanken werden nach gemeinsamen Interessen im gesellschaftlichen Miteinander für die Selbst- und Arterhaltung sorgfältig abgeglichen und auch für die höheren Aspekte der Evolution gewertet und eingeordnet. Ein weiterer Schwerpunkt dieser Energie liegt im Vergleichen bestehender Informationen aus den kollektiven Gedächtnissen für die gesellschaftlichen Interaktionen, sowie die Aufsplittung übergreifender kosmischer Informationen.

5. Die idealistische Mentalis. Mit ihr werden die sinngebenden Informationen aus den höheren, nirwanischen Kraftfeldern spontan aufgenommen und in die aktuellen Denkprozesse eingebunden. Dabei werden diese Impulse dekodiert in die Mentalis reflektiert und für die in der Evolution anstehenden Schritte bewertet und im Mentalgedächtnis resonant an bereits vorhandene Gedankenstrings angebunden.

6. Die universale Mentalis. Mit diesem Multitasking-Aspekt werden alle aus dem interkosmischen höheren Feldern eingehenden Impulse auf ihre optimal harmonische Eingliederung in bereits vibrierende Inhalte abgetastet. Hierbei wirkt zentral als Schlüssel für eine wirkungsvolle Aufnahme im Gedächtnis die isobare Mitschwingung mit den komplexen Gedankenimpulsen aus anderen kosmischen Kraftfeldentwicklungen.

7. Die spirituelle Mentalis. Diese obere Mitschwingung im mentalen Feld arbeitet bereits intensiv mit dem nächst höheren nirwanischen Feld, der Spiritualis, zusammen. Es ist die Kraft für die Erfassung und Verarbeitung der höchsten Ideationen, die vor allem aus dem spinalen Energiefeld in die Mentalis einströmen. Im Mittelpunkt steht immer die Kooperation und das angemessene Erkennen der aktuellen Situationen im kosmischen Entwicklungszyklus. Der Plan für diese kosmischen Entwicklungen ist ein äußerst lebendiger und dynamischer Vorgang, der stets mit den sich permanent neu gestaltenden Zusammenhängen in den komplexen Interaktionen aller Kraftfelder abgeglichen werden muss.

In seltenen Fällen können auserwählte Menschen unter der Leitung ihrer Monaden in die höheren Sphären des Devachan eintreten und dabei visionäre Impressionen über die kosmische Evolution empfangen. Oftmals sind dies nur kurze Ausblicke auf eine ferne Zukunft, die allerdings wichtige Informationen für den heutigen Menschen enthalten können. Das sind den ergriffenen Mikrokosmen geschenkte Gedankenkomplexe, die über ihn auf einem optimalen Weg die ganze Menschheit erreichen sollen. So hatte z.B. Mme. H.P. Blavatsky von 1880 bis 1985 eindeutig Kontakt mit den Mahatmas, einer tibetisch-buddhistischen Loge zur Erhebung der Menschheit wurde. Sie wurde in dieser Zeit im Wesentlichen von den Mahatmas beeinflusst. Dabei hatte sie zahllose Textübertragungen von den Meistern empfangen, die sich in ihren Büchern «Die entschleierte Isis» und «Die theosophische Geheimlehre» niederschlugen. Recht spannend ist das in den «Mahatma Briefen» von A.P. Sinnett zu lesen. Auch Jane Roberts schreibt in ihren «Gesprächen mit Seth» von überirdischen Kontakten zu einem Kontrollgeist «Seth». Diese Übertragungen von Inhalten aus den jenseitigen Sphären werden heute Channeling genannt. Dabei werden den sensitiven Personen Gedanken, Sätze, ganze Bücher von Wesen des höheren Jenseits (oder von Personen einer weit entfernten Gegend der Welt) für die aktuelle Entwicklung in der stoffliche Welt übertragen, z.B. durch automatisches Schreiben oder akustische Informationen. Die unteren Ebenen des Devachan, wie auch die zeitlich nahe liegenden Felder der Akasha-Chronik der Erde, können prinzipiell von jedem dafür geeigneten Menschen mit einem geschulten Denk-Vermögen gelesen werden. Einige esoterische Gruppierungen, wie die Theosophen, die Anthroposophen und AMORC u.a. bieten eine entsprechende Schulung an. Ein unvorbereitetes Eindringen in diese Wissensspeicher ohne ethisch-moralische Basis soll leider zu einer stark übersteigerten Überheblichkeit der Person führen und/oder zu einem unkontrollierten psychologischen Defekt, wie R. Steiner ausdrücklich betont. Nur ein Denken, das frei von allen selbstsüchtigen Ambitionen sich der anstehenden Evolution geweiht hat, kann diese hohen Impressionen unbeschadet empfangen und der Menschheit weiterreichen.

Die höheren Vermögen im Mikrokosmos

Die Vermischung der Mentalenergie ist so fein, dass bereits die begriffliche Differenzierung auch Unverständnis auslösen kann, sofern man sie getrennt wirkend betrachtet. Die Einheit des Denkens bleibt unter allen Umständen trotz geschickter Arbeitsteilung gewahrt. Jeder weise Denker wird sich geduldig in die Offenbarungen einfügen, die sich seinem Erfassen mitteilen. Die höheren Vermögen sind dafür vorgesehen, die innere Einheit und die übergeordnete Einheit mit der Monade, sowie zwischen allen Wesen und dem Kosmos zu erfassen, um sich mit den daraus entfaltenden Vermögen für das kosmische Geschehen einzusetzen. Die im Kosmos Erde vereinten Monaden streben die Erhebung aller irdischen Wesen und Lebenswellen an, damit in den zukünftigen Entwicklungsschritten der ganze Planet Erde für die kommende Evolution des solaren Kosmos in seine Monade aufsteigen kann.

Wir haben den Mikrokosmos bis hierhin als vierfaches Wesen dargestellt, bestehend aus:

1. Stoffkörper,
2. Ätherfeld,
3. Astralis und
4. Mentalvermögen (Mentalis).

Aber zu diesem lebensfähigen und selbstbewusst denkenden Menschen gehören auch noch drei weitere mikrokosmische Kraftaspekte, die sogenannten nirwanischen Vermögen, die in der augenblicklichen Inkarnation bei keinem Mikrokosmos konzentrisch integriert sind, und darum auch nicht von einem Menschen verwendet werden können.
Wir benennen diese höheren «nirwanischen» Kraftfelder des Mikrokosmos und im Kosmos hier:

5. Spinalis,
6. Spiritualis,
7. Idealis

Der Begriff «Nirwana» gehört zu der indischen Philosophie und wurde von Buddha als Endziel der mönchischen Bemühungen beschrieben. Nirwana oder Nirvana bzw. Nibbana (Pali, nibbãna), ist ein buddhistischer Schlüsselbegriff, der den Austritt aus dem «Samsara», dem Kreislauf des Leidens und der Wiedergeburten, bzw. Reinkarnationen, durch Erwachen «Bodhi» bezeichnet. In der buddhistischen Philosophie wird Nirwana erreicht im Loslassen von allen Anhaftungen an die Bedingungen des «Samsara», der selbsterhaltenden Begehren mit der niederen Astralis im grobstofflichen Lebensfeld. Folglich bedeutet das Erreichen des «Nirwana» nicht etwas, das sich erst mit dem physischen Tod einstellt. Vielmehr könnten die nirwanischen Kräfte theoretisch, entsprechend einer astral und mental geförderten Entwicklung schon mit dem stofflichen Leben erreicht werden. Dieses transpersonale Erwachen ist kein Übertritt in eine andere Lebenssphäre – einen Himmel oder ein Paradies –, auch wenn es dem Menschen vielleicht so vorkommt. Sondern durch die Erweiterung der mikrokosmischen Kraftfelder wird der Mensch seine Umwelt in völlig neuen Dimensionen und Zusammenhängen erfassen. In diesen nirwanischen Lebenssphären sind die für jetzige Menschen unerreichbaren Ideale konkret gelebte Wirklichkeit. Es ist natürlich ein riskantes Unterfangen über Lebenszustände zu sprechen oder visionäre Kräfte zu beschreiben, die bislang nur von einzelnen Personen benannt wurden, die in ihrem Leben bereits die höheren Mentalvermögen erleben konnten. Es ist selbstverständlich, dass nur solchen ausgereiften Mikrokosmen ein Ausblick auf die weitere Entwicklung der nirwanischen Vermögen geschenkt wird. Das ist auch der Grund, warum wir hier die drei angeführten, nicht autorisierten Begriffe für die nirwanischen Vibrationsfelder benutzen. Aber sie sind definitiv bereits für die künftigen Schritte in der Evolution der Menschheit latent angelegt. In unserer Zeit umschweben und durchweben diese Kraftfelder unter der direkten Führung der Monaden die vier unteren mikrokosmischen Felder wie größere lockere Energiewolken. Diese vibrieren ausgerichtet auf das anstehende Wachstum und stimulieren vor allem die in der Mentalis bereits Fortgeschrittenen, ihre Mentalis für die kosmische Dienstbarkeit geeignet zu machen.

Die Aquariuszeit hat unweigerlich begonnen, in der für zahlreiche Mikrokosmen die astrale und mentale Vollendung eigentlich vorgesehen ist. Es ist keineswegs verwunderlich, dass sich jene Kräfte im Jenseits wegen der eingeborenen Selbstbehauptung, die Äonen, Daevas oder Asuras, mit allen erdenklichen Mitteln und subtilen Techniken dieser revolutionären Entwicklung im Kosmos entgegen stemmen. Sie werden es bereits wissen, dass einmal die Zeit kommen wird, in der weiter fortgeschrittene Mikrokosmen auf Erden inkarnieren, die für die Integration der nirwanischen Kraftfelder schon bereit sind. So lange bleiben diese Felder auch im Kosmos vorerst latent und stehen dem Menschen vorerst nicht für eine aktive Verwendung in der Lebenshaltung zur Verfügung. Nur einige wenige werden zeitweilig mit der Spinalis verbunden, um wichtige Schlüsselinformationen im Sinne der Evolution aus diesen Gebieten der Menschheit zu überbringen, damit diese einen weiteren Schritt in ihrer Entwicklung machen kann. Diese höheren mikrokosmischen Anlagen sind ein gnadenvolles Geschenk der monadischen Hierarchie und können unmöglich durch etwaige Methoden des Zen oder anderen Yoga-Übungen vorzeitig erreicht werden.

Eine tabellarische Übersicht über die sieben mal sieben Kraftebenen, die sowohl den Kosmos als auch den Mikrokosmos durchströmen. In den Kosmen/Mikrokosmen sind die Kräfte mehr oder weniger konzentrisch in einem kugelförmigen Holokumulus zusammengefügt. Die Bezeichnungen innerhalb der nirwanischen Ansichten sind ein zaghafter Versuch, auch hier die bestehenden Dominanzen und Aufgaben zu charakterisieren. Es scheint noch nicht die Zeit gekommen, diese Unterteilung eindeutig zu publizieren. Die in der Grafik eingefügte Wellenform veranschaulicht die aktuelle Entwicklung der Kraftfeldansichten in den aktuellen Mikrokosmen der hochzivilisierten Kulturen.

Eine Übersicht über die gut geordnete Zusammenarbeit aller immateriellen Felder zeigt, wie recht der Semiotiker Charles S. Peirce mit seiner Theorie hatte, in der er über die Triangelwirkung allen Seins schreibt. Ein wenig schimmert in dieser Struktur der Gedanke der göttlichen Trinität hindurch. Selbst beim Zusammenwirken im Bereich der subatomaren Quarks finden sich erstaunliche Parallelen zur trinitarischen Resonanz im Weltgeschehen, im makrokosmischen Weltall bis hin zum mikrokosmisch Atomaren. Nur in der für uns Menschen erfahrbaren physikalischen Natur scheinen die Kräfte immer linear auf die oder mit der Materie zu wirken. Das wird wissenschaftlich mit den Gesetzen der Mechanik «belegt». Obgleich die fünf Sinne stets die empirische Sicht der Erscheinungen beweisen, werden alle materiellen Gegenstände und Wesen dennoch immer in Folge von einigen Kräften aus den Sphären gelebt, in die sie nun einmal kraft ihres Daseins eingebettet sind. Ja, es ist geradezu eine Kaskade von Kräften, die das ganze Sein erschafft und belebt – auch die sogenannte tote Materie – und alle Pflanzen, Tiere und Menschen, alle Planeten, Sterne, Galaxien und andere uns unbekannte Wesen und Entitäten wirken lässt.

Triangel-Reaktion der Kräfte

Aus der fundamentalen Energie der Urmonade, dem universalen Bewusstsein, tritt die Idealis in Offenbarung. Hier erfüllen die höchsten Ideen, wie Plato sie geschaut und in seinen Dialogen beschrieben hat, mit unbändiger Kraft Raum und Zeit und schenken der Spiritualis die nachfolgende Stufe der Konkretisierung. Die Impulse aus dem allerhöchsten Kraftfeld werden mit weiteren Informationen sowie angefügten Sinngebungen geladen in die Spinalis eingesenkt. Von dort erfolgt die Induktion in das Mentalfeld, welches als Mittler zu den unteren Lebensebenen fungiert. Hier spiegelt sich am deutlichsten die hohe Bedeutung, die dem menschlichen Denken angemessen wird. Dabei ist es immer beachtenswert, dass zusätzlich jedes mikrokosmische Feld von einem speziellen Bewusstsein durchdrungen ist. Jedes Feld hat in seinem Bewusstsein ein spezielles Gedächtnis und entsprechende Resonanzen. Bei genauerem Betrachten der Wirkungsart der Kraftfelder wird verständlich, dass alle Kraftfelder vor allem über das ihnen innewohnende Bewusstsein permanent miteinander kommunizieren.

Es sollte allen Menschen wie ein heiliges Mantram sein: Alles Leben ist immer eine Einheit. Im Sonnenkosmos wird alles Leben vom universellen Bewusstsein aller Monaden getragen. Im universalen Bewusstsein der Urmonade offenbart sich die Totalität der Schöpfung; aus dem LOGOS ist und in IHM wird alles, was es im All gibt und geben wird.

Viele Berichte bekannter Koryphäen, esoterischer Autoritäten sowie anderer okkulter Experten lassen den Schluss zu, dass die meisten von ihnen nur mit einer mehr oder weniger hoch entwickelten Mentalis ausgestattet waren. Damit können sie selbstverständlich unmöglich in die nirwanischen Lebensfelder schauen und ihre besondere Art erfassen, geschweige denn in irgendeiner Form darüber berichten. Auch der Vortrag von R. Steiner über die sieben Felder des Devachan 1913 in Berlin bleibt unter diesen außergewöhnlichen Bereichen. Selbst Buddha musste seinen Mönchen ausweichend antworten, als sie nach dem Nirwana fragten. Seine Worte trafen den Kern der Sache: «Wenn ihr dort eintreten könnt, werdet ihr es erleben». Diese höheren Felder können nur erlebt werden, weil die Mentalis nicht direkt mit diesen Kräften kommunizieren kann. Für das Wurzelwerk wäre es unsinnig, über die Aufgaben der Knospen zu sprechen.

In der angebrochenen Aquariusperiode wird für den Menschen die Entwicklung seines Mentalvermögens die allerwichtigste Aufgabe neben der natürlichen Selbsterhaltung seines Körpers. Für diese sollte der Mensch immer nur soviel Lebensenergie aufwenden, wie es biologisch erforderlich ist. Man möge es noch einmal ruhig bedenken: Im mentalen Feld werden alle Ideen und vibrierenden Gedanken aus jenen Ansichten der Mentalis ergriffen, die mit der eigenen mikrokosmischen Entwicklungsstufe kongruent sind. Nur diese resonanten Assoziationen, Bedeutungen und Sinninhalte werden vom Verstand verarbeitet und dadurch im aktuellen Denken des Menschen konkret erfassbar. Ein Mensch, in dessen Mikrokosmos nur die drei unteren Phasen der Mentalis aktiviert sind, wird niemals den Menschen verstehen, der mit der 5. Mentalis bereits «himmlische» Perspektiven in seinem Erfassen aufleuchten sieht, wo Einheit, Harmonie, Schönheit, ewige Liebe, brüderliche Gerechtigkeit und Barmherzigkeit so völlig selbstverständlich sind, dass er sich vor überschäumender «Seligkeit» bereits in den versprochenen Gefilden des «Garten Eden» versetzt wähnt. Dieses manchmal erwähnte «kosmische Bewusstsein» ist jedoch nur eine der Treppenstufen innerhalb der fortschreitenden Evolution des irdischen Kosmos. Man sollte sich immer ganz klar vor Augen halten, dass die Natur der Evolution ein beständig fortschreitender Prozess im Mikrokosmos unter der Leitung der Monade ist. Dabei entstehen für den Menschen mit jeder weiteren Entfaltung seiner Kraftfelder neue Möglichkeiten für die Erfassung dieser Lebensfelder. Vergleichen wir es einfach mit einer Pflanze: Zu Beginn muss sie das Wurzelwerk ausbreiten. Dafür bekommt sie die erforderlichen Informationen. Wenn sie den Trieb und den Stengel erschafft, werden ihr auch die Impulse für die Blätter gegeben, die sie nun am Stengel ausbreiten wird. Ist dieses Gebilde nun kräftig genug, eine Blüte zu tragen, und ist die passende Jahreszeit mit der erforderlichen Wärme eingetreten, dann werden die Impulse für ein Knospe ausgetragen. Nun bereitet sich die Blüte für ihr Erblühen vor und die Impulse für die Bildung von Samen und Frucht steigen in den Fruchtknoten und die Staubblätter. Erst nach der Bestäubung durch Bienen oder andere Insekten beginnt sich die Information für die Fruchtbildung auszuwirken. Jede Entwicklungsstufe bekommt für seine aktive Phase rechtzeitig die erforderlichen Informationen. Das ist eigentlich überall so in der Natur eingerichtet. Es bedarf in diesem Sinne auch für den Menschen nur ein wenig mehr Geduld mit sich selbst, dann werden sich die anstehenden Informationen für die weiteren Schritte in seinem Wesen manifestieren. Die total friedfertige Gelassenheit und vollkommene Empathie für alle Wesen in Gerechtigkeit und Barmherzigkeit ist eine ungeheuer wichtige Lebenshaltung, um den Anfechtungen bei der weiteren Reinigung der jenseitigen Erdensphäre standhalten zu können, ohne selbst erneut in den Orkus abzurutschen.

Eines könnten heute schon einige Menschen, Neurologen und Psychiater begreifen, um eventuellen Pathologien in rechter Weise zu begegnen: Die Vermittlung der «höheren Gedanken» über die mentalen Aspekte des Verstandes sowie die virtuelle Speicherung der Informationen in den Gedächtnissen ist ein Vermögen, eine Wirkung der Bewusstseinsenergie. Es ist niemals umgekehrt, wie es materialistisch orientierte Wissenschaftler stets behaupten. Dabei haben sich für diese Eigenschaften über die Jahrhunderte einige sinnentstellende Begriffe in den Wortschatz von Psychologie, Religion und Esoterik mit unterschiedlichen transpersonalen Aspekten eingeschlichen, die an vielerlei Stellen mit einem undefinierten «Bewusstsein» belegt wurden.

Der Verstand ist ein virtuelles Sinnes-Organ

Im und durch das virtuelle Verstandesorgan werden die mentalen Aktivitäten, die Ideen in konkrete Bilder oder abstrakte Gedankenformen aufgenommen und miteinander kombiniert in das Bedenken des «Tagesbewusstseins» übertragen. Der Verstand kann alle erreichbaren Gedächtnisse abfragen, mit denen er Kraft der mentalen Entfaltung in Resonanz ist. Erläuternde und beschreibende Gedanken begleiten alle Handlungen und auch alle Gefühle, die das Sein bestätigen, aber auch alle aggressiven und menschenmordenden Konzeptionen des irregeleiteten Terroristen. Kreative Gedanken erfassen intuitiv einen Plan zur Verwirklichung und Umsetzung im Dasein. Das erfolgversprechende mentale Konzept wird je nach Situation und Gegebenheit im Astralen emotional belohnt – die erfasste Schönheit stimuliert die Begeisterung, das erlebte Unglück schürt den Zorn. So wird die Tat in die jeweils beabsichtigte Richtung dynamisiert. Eine starke Begierde zur Verwirklichung egoistischer Absichten vitalisiert alle Detailwünsche und koordiniert auch die erforderliche Logistik für die Durchführung bis zur Realisation. So bekleidet sich das mental-astrale Konzept mit einem Feld aus starken, der Idee entsprechenden ätherischen Energien, die dann im Stoff wirksam werden und auch den Menschen innerlich für die Handlung und Realisation in der Materie kräftig stimulieren. Diese Kraftkaskade kann geradezu beispielhaft vor dem inneren Auge visualisiert erstehen.

Jedes Begehren – Liebe und Freude, Hass und Zorn – wird also immer von Gedanken begleitet. Es wäre jetzt müßig zu fragen, ob zuerst das intensive Denken oder zuerst das unbändige Begehren die Kraft zur Umsetzung – den «Willen» – anfacht. Der Mikrokosmos ist in seinem Holokumulus immer eins in allen Kraftfeldern. Ein Nacheinander ist die typisch materielle Auffassung von korpuskulären, Ereignissen wie auf einem Billardtisch. Die triadische Wirkung in den unstofflichen Feldern ist prinzipiell nahezu simultan: so wie gefühlt, so wird es gedacht. Auch darum ist die Bergierdelosigkeit ein nicht ganz einfach zu bewältigendes menschliches Problem, das Kurt Tucholsky folgendermaßen aussprach: „Der Zustand der gesamten menschlichen Moral lässt sich in zwei Sätzen zusammenfassen: «We ought to. But we don‘t!» (Eigentlich sollten wir, aber wir tun es nicht.).“

Das pädagogische Resonanzgesetz

In diesem Zusammenhang wäre es sinnvoll, sich mit dem Resonanzgesetz etwas genauer zu befassen. Für das harmonische Zusammenleben sollte der Mensch seine Auswirkungen einschätzen können, es in allen seinen Konsequenzen verstehen und künftig bei jeder Kommunikation und Reaktion beachten. Die kosmische Evolution wird unter der Leitung der irdischen Monaden von holistischen Kraftwirkungen vollzogen. Diese arbeiten ohne Ausnahme «zentrifugal» «reflexiv», d.h. dass sie stets nach dem Prinzip: «Alles empfangen, umwandeln und wegschenken» wirken, also resonant ohne Ansehen einer subjektiven Eigenschaft oder Qualität. Auf der monadischen Ebene sind dadurch alle erforderlichen Kräfte permanent im Fluss, wie Heraklit schon in der Antike feststellen konnte. Offensichtlich waren schon einigen antiken Denkern die unstofflichen Zusammenhänge des Mikrokosmos, das Ätherfeld, die Astralis und auch die Mentalis bekannt. In der höheren Astralis werden von jedem Holokumulus, jeder Galaxie, jedem Sternenkosmos, jedem Planeten und allen auf diesen Ebenen wirkenden Entitäten und Wesen im Universum alle empfangenen Kräfte nach den Prinzipien der insobaren Resonanz widergespiegelt bzw. weitergereicht. Das ist die totale, alle und alles umfassende universelle Kommunikation und Information.

In dem uns bekannten irdischen Kosmos, der zur Zeit vorwiegend von Menschen, Fauna und Flora bevölkert ist, die noch mit den niederen ätherischen, astralen und mentalen Kräften auf ihm existieren müssen, will jeder konsumieren, mehr haben und besitzen, weil es notwendigerweise zu seinem/ihrem Selbsterhalt erforderlich ist. Ist der Mikrokosmos mit der Entwicklung der vierten Astralis befasst, wird der Mensch in sich die ersten Gefühle für Humanität, Liebe, Barmherzigkeit, Gerechtigkeit, Empathie oder Mitgefühl entwickeln. Auf dieser Basis erfüllen sich dann leider viele Menschen ihr Selbstwertgefühl in empathischer Mitarbeit bei karitativen Organisationen oder in der Mitarbeit für den Naturschutz, oder sie setzen sich für bedrohte Naturvölker ein. Viele Berufe für ein harmonisches gesellschaftliches Miteinander basieren auf dieser mikrokosmischen Entfaltung. Doch dabei wird etwas Prinzipielles übersehen. Die Entwicklung der mikrokosmischen Felder geschieht keineswegs für eine persönliche Einweihung oder Erleuchtung, oder die körperliche Wiedergeburt nach einer vorhergesagten Apokalypse. Das ist der große Irrtum der großen Religionen. Die mikrokosmische Entwicklung in der Nachfolge Christi, der ein vollendeter Mikrokosmos war, geschieht im Rahmen und für eine weiterführende interkosmische Evolution. Darum vergehen sich diese irregeleiteten Gläubigen und Humanisten eigentlich gegen die anstehende Evolution der Menschheit, und erschaffen unglücklicherweise dabei die Schrecken der Äonen oder Asuras. Das Gleichnis von Ananias und Saphira im NT, Apostelgeschichte des Lukas, verweist mit großer Deutlichkeit auf diese sehr schwer durchschaubare «menschliche Güte». Es zeigt unmissverständlich die Radikalität des Resonanzgesetzes in den niederen astralen Bereichen.

Warum muss das so radikal sein? – Hierbei ist auf keinerlei Art und Weise so etwas wie eine Verurteilung im gesellschaftlichen Sinne angesagt. Das Resonanzgesetz des Alls ist völlig unparteiisch und wertfrei. Es richtet sich ausschließlich nach der Kongruenz und der Art der Spiegel“fläche“. Die ausgesendeten Begehren werden direkt aus der isobaren Energiequalität beantwortet, die mit dem Begehren kongruent ist. Ist das Wunschpotential egoistisch voller Sorgen oder Angst um die Selbsterhaltung in der stofflichen Welt polarisiert, wird die resonante Antwort notwendigerweise dieser Absicht entsprechend ebenfalls egoistisch ausfallen. Damit kommt aber dann auch noch die komplementäre Reaktion ins Spiel. Stammt die ausgesendete Frequenz aus der niederen Astralis, so kann die Antwort immer nur bipolar sein. Dieses Problem wird in jenen esoterischen Kreisen vielfach übersehen, die sich vor allem auf das positive Coaching stützen. Nach den Grundregeln der Reflexion kommt immer Gleiches zu Gleichem. «Wie es in den Wald hinein schallt, so schallt es auch hinaus», so kalkuliert man dabei. Darum denkt man z.B.: Wenn 1 Mio Menschen um Frieden beten, (ist übrigens von der TM schon um 2000 organisiert worden), dann verstärkt diese Gruppenaktivität die Friedensbemühungen in der Welt. Doch die Reaktion in der niederen astralen Sphäre für die grobstoffliche, sprich egoistische Menschheit, bewirkt gleichzeitig mit dem Begehren um Frieden den Schatten des Krieges, und fördert mit der wirklich gut gemeinten Veranstaltung die weltweiten Kriegsaktivitäten. Bedauerlicherweise wird dieser direkte Zusammenhang in der Welt niemals konkret erkannt, zumal niemand der materialistischen Wissenschaftler in der Lage wäre, die astralen Zusammenhänge empirisch darzustellen.

Man sollte bei alledem bedenken, dass das Resonanzprinzip im Weltgeschehen unerkannt eigentlich ein ganz liebevolles pädagogisches Konzept enthält. Der Mensch soll nämlich durch seine leidvollen Erfahrungen begreifen, dass die materielle Welt niemals eine Art von Paradies sein soll, in dem für die Persönlichkeiten himmlische Ideale eingesetzt oder angewendet werden. Ein empathisches Miteinander in den Volksgruppen mit den Nachbarstaaten in Gleichberechtigung und toleranter Akzeptanz kann auf der materiellen Ebene niemals ohne den enttäuschenden «Schlagschatten» durchgehalten werden. Der Mensch wird in seinem Mikrokosmos von der Monade zu einem höheren Dasein in den metaphysischen Sphären gerufen, dafür sollte er seine Ausrichtung auf die materielle Selbstverwirklichung weitestgehend einstellen und neutralisieren.
Nur das absolut reine Begehren nach hingebungsvoller Mitarbeit und absichtslosem Dienen für und innerhalb der interkosmischen Evolution unter der monadischen Leitung in und mit Christus, dem Abgesandten des Sonnenkosmos, lässt die höheren Aspekte in der mikrokosmischen Astralis und Mentalis mit den zugehörigen «Sinnesorganen» erwachen.

Dabei ist es von großer Bedeutung, diese völlig neuartige Lebenshaltung gegen alle unterbewussten Widerstände durchzusetzen. Denn in den vorangegangenen Lebensjahren dominierte die aktuelle materielle Selbsterhaltung, die natürlich in den Gedächtnissen allerlei Voreinstellungen und Erfolgsprogramme (COEX-Systeme oder Golems) im Atemfeld hinterlassen hat. Die dafür zwingend notwendige Selbsterkenntnis bedeutet dann auch eine gründliche Reinigung von allen bisherigen und veralteten Vorstellungen, Tabus und Werthaltungen in der Psyche durchzuführen. Das ist mit Sicherheit kein so leichtes Unterfangen. Dennoch steht am Eingang über dem Apolontempel die Aussage: «Mensch erkenne Dich selbst!» Es gibt viele ausführliche Unterweisungen zu diesem Thema bei den antiken Weisen, wie z.B. bei Pythagoras oder Apolonius von Thyana, aber auch die modernen Psychologen können mit ihrem Wissen um diese Problematik jedem helfen, der sich auf den Weg begibt. Kann der Mensch sein Gedanken- und Gefühlsleben mit diesem Ziel – für die mikrokosmische Evolution – vollständig reinigen, sind ihm nahezu «himmlische» Lebenserfahrungen verheißen. In Folge dieser astralen und mentalen Umwendung haben die niederen Kräfte der total verschmutzten irdischen Astralis und des verdorbenen Devachan keinerlei Resonanz mehr mit diesem von allem Egoismus «geheilten» Mikrokosmos. Im Neuen Testament steht: «Und er sah wie Johannes auf Patmos einen neuen Himmel und eine neue Erde». Nicht, weil diese sozusagen aus «dem Himmel» herabgekommen sind, als eine Art Neuland, oder wie das «Neue Jerusalem» – wie es in der Bibel auch dargestellt wird – sondern, weil sich die virtuellen Sinnesorgane der Wahrnehmung in der Astralis und in der Mentalis für diese Lebensfelder geöffnet haben. Dann kann der Mensch in die transpersonalen Felder hineinschauen und alles darin sehen und erleben, mit dem er aktuell resonant ist. Er wird also in diesen Feldern auch alle Wesen «sehen», die genauso wie er, für die Entwicklung der Erde, für die interkosmische Evolution bereits wirken. Die ätherische Erde erscheint natürlich in einer völlig anderen Manifestation als die stoffliche Welt. Prinzipiell sind jetzt schon alle sieben Sphären existent. Für ihre volle und herrliche Entfaltung muss die Menschheit und auch die anderen Lebenswellen Flora, Fauna etc. der Welt diese Lebensfelder erst noch wirksam beleben und mit ihren sinngebenden Aufgaben erfüllen. Im Verhältnis zur Dialektik, im materiellen «Werden» und in der Bipolarität, sind die Einsichten und Erfahrungen in der nun «sichtbaren» Astralis und Mentalis tatsächlich im höchsten Maße ideal. Einerseits, weil alle mit der Materie verbundenen Problematiken und Konflikte wegfallen, und andererseits weil vor allem die mit allen Wesen und allem Sein innerliche Einheit in einer unbeschreiblichen Liebe erfahren wird. Die vollkommene Kenntnis aller Zusammenhänge in der kosmischen Natur sowie die permanente Verteilung bzw. Reflektion aller Kräfte ist eine außergewöhnliche Erfahrung, in der das dialektische Gerangel um Nahrung im materiellen Überleben total entfällt.

Der physische Tod wird als eine Angelegenheit der materiellen Daseinsform erkannt, weil er die sinnvolle Regeneration der Mikrokosmen ermöglicht, damit jeder einmal die höheren Stufen in seinen immateriellen Feldern erreichen kann. Jede erfolgte Erneuerung eines Mikrokosmos trägt wesentlich zur Gesundung des ganzen Kosmos Erde bei und hilft gleichzeitig anderen Mikrokosmen bei ihre eigenen erneuernden Entfaltung. Nach der Reinigung in der Astralis und Mentalis von allen materiell orientierten, egoistischen Bestrebungen kann diese Menschen nun auch keine «böse Tat» mehr erreichen, weil sämtliches Begehren auf die kosmische Evolution ausgerichtet ist. Die Lebenshaltung und der Lebensstil, die sich daraus ergeben, sind dann völlig der Bewegung der Gegensätze der niederen Astralis entzogen. Das ungeteilte Tao wird sich aus der Monade offenbaren. Die Persönlichkeit, die sich so in die Evolution eingebracht hat, wird dann in der materiell bedingten Natur des Werdens und Vergehens keine Spuren mehr hinterlassen; denn der Mensch lebt weiterhin einerseits in der stofflichen Welt, seine Lebensmotivation ist aus der höheren Welt. Das ist ein Geheimnis Tao‘s. Wer sich diesem heilenden Prozess vollständig weiht, hat sich auch allen Gründen und Ursachen für Karma entzogen, er hebt die erdbindenden Folgen seines Lebensganges prozessmäßig auf. Das bedeutet das Geheimnis, das man Schuldvergebung nennt. «Und wären eure Sünden so rot wie Scharlach, ich werde sie weißer waschen als weiße Wolle…« steht im NT. Alles Vergangene der materiellen Verbindlichkeiten ist erloschen, selbst die stoffliche Erscheinung wird von den astralen Kräften über die Äthersphäre erhalten. Die damit verknüpfte große Gnade ist die Entbindung aller unheiligen Kräfte im mikrokosmischen und kosmischen Jenseits, was eine Befreiung auch aller anderen Menschen und Wesen der Erde darstellt, die sich bis dahin noch nicht aus eigenen Kräften erheben konnten.

Diese kosmischen Entwicklungen der Aquariuszeit sind weder von Menschen
und deren Machthabern noch von den Äonen oder den Asuras aufzuhalten!


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Die holografische Schöpfung

Zu allen Zeiten waren und sind sich die weisen Männer und Frauen der umfassenden Einheit des gesamten Alls bewusst. Da stellt sich dann doch die Frage: Warum gerade der aufgeklärte westeuropäisch-amerikanische Mensch so stark der Individualisation anhängt und sich mit allen Mitteln des Exibitionismus als eine abgegrenzte Persönlichkeit profiliert? Und gleichzeitig entstehen heute besonders in internationalen Firmen, IT-Unternehmen und Handelsriesen große kreative Teams, selbst bei leitenden Abteilungen. Sogar klerikale Institutionen verlassen sich immer mehr auf große Gruppenstrukturen statt auf einzelne Autoritäten. Liegt es nur daran, dass ein Einzelner sich leichter irren kann? Ist vielleicht hinter diesem Trend etwas ganz anderes zu erkennen?


Sollte Dir ein Gedanke zu dem Text einfallen, dann schicke ihn bitte mir zu.  Vielen Dank.


Die Spatzen pfeifen es schon von allen Dächern: Die Aquariuszeit hat begonnen. Kann man heute schon wirklich einschätzen, was das so Besondere an dieser Wendezeit von den Fischen zum Wassermann ist? – Erleben wir bereits die sich verstärkende Dynamik der anlaufenden kosmischen Veränderungen? – Ist es nur die wachsende Offenlegung bestehender Verborgenheiten, insbesondere der diversen Ungereimtheiten in Politik, Kirche und Kommerz? – Wir erleben eine Hyperventilation in der weltweiten Kommunikation. Die weltweiten Entwicklungen der Computer, des Internet, GPS und Smartphones überschlägt sich. Wird dadurch alles Geschehen noch transparenter? – Was bricht sich wirklich Bahn? – Der Wassermann demaskiert nicht nur alle und alles, sondern löst mit der Zeit die bestehenden autokratischen Festungen auf und verbindet autonome Menschen zu Gruppen zusammen, wie z.B. die Kluster im Wasser. Nichts und niemand ist davon ausgenommen. Das ganze Weltgefüge wird zunehmend geprägt von Gruppengebilden in mehr oder weniger demokratischen Ordnungen.

Aquarius als eine Geistesströmung macht alles feinstofflicher und durchsichtiger, zerbricht die bislang kristallisierten Strukturen. Jede philosophische oder religiöse Behauptung muss sich im offenbarenden Licht der neuen Realität beweisen. Gleichzeitig erleben viele Menschen heute eine unerklärliche Hilflosigkeit gegenüber allen politischen und finanziellen Entwicklungen. Sie stehen fast ohnmächtig vor den gesellschaftlichen Veränderungen, weil sie die Buchstaben der Aquariuszeit noch nicht erkennen können, um die sich entwickelnde Realität zu lesen und zu verstehen.

Die Menschheit steht in dieser Entwicklungsperiode vor einer unfassbaren Forderung, die durch die Einflüsse der neuen kosmischen Zeit in jedem Menschen zu einem quälenden Drängen geworden ist. Alle Menschen müssen sich von den bislang so erfolgreich praktizierten Methoden des Individualismus und der Egozentrik verabschieden. Längst wird es auch von einigen Philosophen und Psychologen geahnt und veröffentlicht: Horst-E. Richter proklamiert das Ende der Egomanie. Ken Wilber begründet mit zahlreichen Experimenten und Fallstudien das holografischen Weltbild. R. Sheldrake schreibt zusammen mit anderen Wissenschaftlern über die morphogenetische Felder der Natur. Ervin Laszlo dokumentiert mit zahlreichen Wissenschaftlern der Psychologie und der Parapsychologie das Akashafeld. Überall erfahren die Menschen aus ihrem Umgang miteinander, dass das Zeitalter der einzelnen Genies, der Herrenmenschen und der Patriarchen abgelaufen ist. Die Individualisierung ist über ihren Höhepunkt hinausgewachsen. Jedoch wollen viele diesen Trend noch nicht wahrhaben, weil ihren gut funktionierenden Machtstrukturen dadurch die Basis entzogen wird. Natürlich setzen sie erst einmal alles daran, die bestehenden persönlichen Verbindungen in Politik, Kultur, Schulung und Wirtschaft zu stabilisieren. Trotzdem beginnt sich eine neue Art der Gruppenwirksamkeit auf allen Ebenen des gesellschaftlichen Miteinanders durchzusetzen. Das wurde auch besonders deutlich, als die Menschen in Nordafrika und im ehemaligen Ostblock auf die Straßen gingen, um radikal ihre demokratische Rechte von den Regierungen einforderten. Auch in Europa und Amerika sind die Menschen nicht mehr so ohne weiteres bereit, sich den autoritären Vorschriften der Machthaber zu beugen.

Was offenbart sich uns in dieser Strömung des Wassermannzeitalters? – Ist es etwas vollkommen Neues? – Etwas, das jetzt erst entstanden ist? – Nein, das was sich heute Bahn bricht, ist bereits so alt wie der Sündenfall! Es wird aktuell nur deutlicher sichtbar, sozusagen unübersehbar. Die für alle Menschen anstehende Erweiterung des Bewusstseins verdrängt Schritt für Schritt die autoritären Komplotts der heute noch bestimmenden Autoritäten.

Durch die sich ändernden kosmischen Strahlungen wird der Vorhang vor einer Tatsache endgültig beiseite gezogen, die schon immer das Grundprinzip im Werden des irdischen Daseins gewesen ist. Für eine Zeitspanne von ca. 2600 Jahre wurden die Menschen in ihrer selbstgeschaffenen Verblendung gefangen gehalten, dass sie die Macher und Gestalter der Welt wären. Und darum bezogen sie dann den Auftrag von Jehova: „Mache Dir die Erde untertan!“ auf die irdische Persönlichkeit. Doch das war leider der Beginn eines gigantischen Wahns. Auch wenn einige gewaltigen Aufklärer auf der Erde inkarnierten, um die Menschheit zu wecken, fielen die Menschen stets wieder in einem Dämmerschlaf. Heute, nach ungezählten Kriegen und zahllosen Katastrophen erwachen so langsam da und dort einige unruhigen Geister. Aber noch immer ist die Welt nicht ganz erwacht. Es scheint, dass sie für die neuen Forderungen des erwachsen werdenden Bewusstseins noch nicht wirklich reif geworden ist.

Es stellt sich erneut die Frage: Was hindert die Menschen nur daran, endlich wach werden? – Könnte es vielleicht sein, dass der hochgepriesene Intellekt hierbei die Fessel ist? – Oder ist die Hängematte für ein verantwortungsloses „Es wird schon werden! Inschallah.“ aus den dogmatischen Denkbildern und Tabus der autokratischen Gesellschaft geflochten?

Der Bildervorrat, der dem natürlichen Verstandesdenken zur Verfügung steht, ist von den äußeren Bildern angefüllt, die mit den fünf Sinnen von der materiellen Welt und ihren Ereignissen abgenommen ins Gedächtnis gespeichert wurden. Von ihm wird dann auch bestimmt, wie und was der Mensch wahrnehmen kann und darf. So wird das Sehen und Hören zunehmend materieller und kristallisierter. Der Mensch kann seine Umwelt immer weniger symbolisch oder allegorisch erfassen. Noetische Empfindungen werden ignoriert oder mit dem Etikett Zufall oder Märchen versehen. Das Sensitive und Intuitive zwischen den Dingen wird gerne übersehen, obwohl es immer noch das Wesenszentrale im Leben bestimmt. Die Gleichnisse und Allegorien aus früheren Zeiten entziehen sie sich dem rationellen Überheblichkeitsmenschen. So bleiben diese mythischen Bilder aus den feinstofflichen Welten nur metaphysische Klänge am Rande einer stets chaotischer werdenden Realität. So können diese ungenehmigten Bilder einer geistigen Welt um uns in der Breite kein neues Denken auslösen, sondern die Reaktion in den bestehenden Lebensstrukturen wird vorerst konservativ bleiben.

Aber auch die neuen Abstrakta können noch nicht von allen Menschen aufgenommen werden. Gedanken rein verbal-philosophischer oder mathematisch-logischer Art, die an die Gedankenwelt eines Pythagoras anknüpfen und die Grundstrukturen der großen Pyramide von Gizeh mathematisch mit den Bedeutungen des Tarot und der Kabbala abgleichen (Axel Klitzke), werden nur von einzelnen wirklich verarbeitet. Die Forschungen von Graham Hancock, Oswaldo Rivera, John Grigsby und Robert Bauval machen den modernen Menschen auf die unvorstellbare Metaphysik historischer Zeiten bewusst. Doch diese Erkenntnisse werden dann gern in einen Raum der Bewunderung und der theoretischen Abhandlung gestellt. Denn die damit verbundenen Feststellungen sprengen den zugelassenen Rahmen der Ägyptologen und Historiker, mit dem sich alle Publizisten mittlerweile ganz häuslich eingerichtet haben. So werden die grandiosen Forschungsergebnisse unserer Zeit nur ein weiteres metaphysisches Theorem, über das man sich gerne mal in einigen Freiräumen am Rande der „harten Wirklichkeit“ wundert. Doch mittlerweile gibt es immer mehr moderne Philosophen, die Abbilder aus allen Wissenschaften kombinieren, um den vielfältigen Aspekten des mehrdimensionalen Geschehens in ihrem Denkraum gerecht zu werden, quer durch die ideografischen Ebenen und quer durch die Fakultäten. Jedoch diese komplexen Gedankengebilde schaffen wenig Klarheit für die Publizisten und für den einfachen Mann auf der Straße, wenn sie nicht auf die allgemein üblichen Denkmuster heruntergebrochen werden. Für die meisten Menschen bleiben diese überwältigend neuen Ansichten dann genauso theoretisch und führen zu keiner erkennbaren Erneuerung des täglichen Miteinander.

Weil zu allen Zeitenwenden vor allem eine Bewusstseinswandlung vollzogen wurde, scheuten sich die Leitbilder der Zeiten nicht, immer wieder den Versuch zu wagen, ihren Zuhörern und Nachfolgern die sich entwickelnden Mysterien und die damit verbundenen Prozesse vollkommen nahe zu bringen. Damit die Worte und die vermittelten Bilder den sich ändernden Bewusstseinsmöglichkeiten der Menschen gerecht werden, bedienen sie sich natürlich der Bilder, die der aktuellen Zeit und ihrer Sprache entnommen sind.

In den antiken Zeiten wurden für metaphysische Gruppenprozeses plastische Symbole aus der Schifffahrt verwendet, wie z.B. die Ankerkette. So kennen die Gnostiker die bruderschaftliche Kette der helfenden Kräfte, die aus den Himmeln herabsteigen, um dem Menschen die Rückkehr ins Vaterhaus zu ermöglichen. Die himmlischen Vorgänge der Universellen Bruderschaft wurden damals durch ein verständnisvolles Gleichnis dargestellt, das heute jedoch nur noch von wenigen ernst genommen wird. Die Kette symbolisiert eine absolut starke und kraftvolle Verbindung dieser Gemeinschaft aus vielen starken Gliedern zwischen dem schwankenden Schiff des irdischen Daseins und den festen Ufern im sicheren Hafen einer idealen Welt. Sie stellt die kraftvolle Verbindung von den Wassern des Lebens zu einem statischen höheren Lebensfeld dar und symbolisiert einerseits die zugfeste Verkettung und andererseits gleichzeitig die unabdingbare Abhängigkeit aller Glieder voneinander. Hesekiel verwendete seinerzeit als Gleichnis für die Verbundenheit aller Universen im Gottesfeld die sieben Himmelsräder, die sich um eine Achse drehen, um den Gläubigen die harmonische Zusammenarbeit der miteinander verbundenen Körperschaften anschaulich darzustellen, um die gigantische Zusammenwirkung auf kosmischer Ebene auf das einfache Vorstellungsvermögen des Einzelnen herunterzubrechen. Damit konnten die Propheten des Altertums ihrem Volk einen detaillierten Verhaltenscodex begründen und so klar verständlich machen, damit sie ungeschadet auf die Anforderungen der neuen Periode reagieren konnten. In der Pistis Sophia von Valentinus z.B. sagt Jesus zu seinen Jüngern: „Von nun an werde ich in aller Offenheit mit euch sprechen, vom Anfang der Wahrheit bis zu ihrer Vollendung, und ich werde mit euch von Angesicht zu Angesicht und ohne Gleichnis reden. Von jetzt an werde ich nichts vor euch verbergen vom Mysterium der Höhe und vom Wesen des Gebietes der Wahrheit.“ (PS Kap. 5-7)

Heute werden von vielen esoterischen Autoren zur Verdeutlichung ihrer Lehre und ihrer Weltanschauung Bilder aus den elektromagnetischen Wirksamkeiten und den quantenphysikalischen Gegebenheiten des Lichtes übertragen. Wiederholt wird in den entsprechenden Büchern das Wirken eines Gravitationsfeldes erläutert, weil die miteinander wirkenden Planeten den Menschen heute durchaus geläufig sind. Damit können auch die Interaktionen metaphysischer Kosmen im Universum beschrieben werden. Um die unsichtbaren Zusammenhänge in den feinstofflichen Feldern des neunfachen Menschen deutlich zu machen, werden die elektromagnetischen Wechselwirkungen als Analogien für die mikrokosmischen Interaktivitäten herangezogen.

Mit der Entwicklung der Quantenphysik entstand eine ganz spezielle Bilderwelt, in der die Kraftfelder der Kosmen und ihre Zusammenarbeit symbolisch plausibel mit wissenschaftlich erforschten Vorgängen verglichen werden können. Die Bruderschaften bilden zahllose Lebensfelder, kugelförmige kraftvolle Schwingungskörper, die alle konzentrisch ineinander liegen, induktiv miteinander und gemeinsam nach ähnlichen Prinzipien (Reflexion; Gleiches zu Gleichem) wirken und zur Offenbarung beitragen, wie sie von den elektromagnetischen Wechselwirkungen der Elemente bekannt sind. Damit kann jetzt auch ein grundsätzliches Phänomen der beginnenden Aquariuszeit sehr plastisch visualisiert werden. Die Menschen sind niemals Einzelwesen aus abgegrenzten Körpern geschaffen worden, sondern sie sind immer multiplexe lebende Kraftfelder in einem vielfältigen Kosmos Erde, der seinerseits als Wesen elektromagnetischer Art im Chor der Kosmen und Entitäten des Sonnenkosmos mitschwingt, der sich in die Kraftfeldstrukturen der Lichtstraße einfügt. Alles Sein in den Universen des All ist die totale Kommunikation Aller mit Allen durch Reflexion und Induktion, Interferenz und Inspiration.

Schon beginnt die Bildersprache wieder abstrakter zu werden. Und die Worte werden durch die wissenschaftliche Bedeutung für manchen Publizisten ohne Fachlexikon ausgesprochen schwer zugänglich. Der eine wendet sich dann erneut den mystisch verklärten Allegorien des Mittelalters seines Landes zu. Der andere belässt die Gedankenbilder unverdaut lieber im metaphysisch abstrakten Raum, ohne sie irgendwie relevant für sein alltägliches Leben zu empfinden. Wer sich ein Bild von den werdenden Strukturen der Aquariuszeit machen will und deutlich in sich spürt, dass damit ganz konkrete Forderungen für sein eigenes Lebensverhalten verbunden sind, wird diese modernen Allegorien bereitwillig mit seinem sich stetig verändernden Bewusstsein ergreifen und in ihrer Bedeutung vollkommen durchdringen und verinnerlichen. Dann kann er sie bewusst positiv umsetzen und an der sich anbahnenden Evolution des Bewusstseins durch kleine, aber vollwirksame Schritte mitwirken. Die quantenphysikalischen Bilder können heute plastisch darstellen, dass der Mensch viel mehr ist als nur ein Körper aus grobstofflicher Materie. Dadurch wird auch jedem verständlich, dass der Mensch nicht nur mystisch ein mit allen Kosmen verbundenes Wesen ist, sondern ganz praktisch. Nun wird leicht verständlich, dass aktuell jeder eine höhere Verantwortung für sein Handeln im Rahmen seiner gesellschaftlichen und sozialen Stellung hat.

In allen Lebensweisheiten verbirgt sich die Erkenntnis: Bewusstseinszustand ist Lebenszustand. Jede gut gemeinte Lebensberatung vermittelt zu einer gemachten Erfahrung immer auch eine verständliche Erklärung, die bereits Gedanken für die folgenden Lebensentwicklungen einschließt. Allerdings können dogmatische Theorien nicht in die Freiheit führen, sondern gerade heute lösen sie nur noch ablehnende Reaktionen aus. Besonders in der beginnenden Aquariuszeit werden alle Pädagogen, Lehrer oder Ausbilder – ganz gleich welcher Kultur oder Religion – dazu gedrängt, den sich entwickelnden Forderungen nicht nur in ihren Theologien, Philosophien und Interpretationen Rechnung zu tragen. Dazu gehören vor allem das Entstehen von Gruppeneinheiten auf allen Ebenen des Lebens ohne eine autoritäre Führungspersönlichkeit. Dies bedingt auch die vollkommene Gleichstellung von Mann und Frau. Eine neue Selbstautorität wird sich Bahn brechen, die sich allerdings nur in den Menschen entwickeln wird, die in sich selbst Anima und Animus harmonisieren konnten. Das allseits bekannte Ying-Yang Symbol steht für eine gleichbedeutende Unterschiedlichkeit im Wesen des Menschen. Die Bedeutung der griechischen Mythe von „Leda und dem Schwan“ sollte noch viel konkreter in alle Facetten des Tatlebens eines jeden Menschen hinein gezogen werden. Diese zwingende Forderung wird im euro-amerikanischen Kulturraum wohl eine kleine Revolution in den pädagogischen und psychologischen Institutionen auslösen. Die psychologischen Aspekte in der charakterlichen Dynamik, die den ganzen Mikrokosmos betreffen, sollten nicht nur in den klösterlichen Ausbildungsstätten, Koranschulen oder im Religionsunterricht angeschnitten werden, sondern auch in allen anderen Unterrichtsfächern. Schulbildung entwickelte sich im industriellen Zeitalter zur Abrichtung auf ein erfolgreiches Arbeitsleben. Marx ist allerdings längst verstorben. Die technische Industrierevolution hat ihre Kinder in das virtuelle Zeitalter entlassen. Es geht doch aktuell um eine gleichwertige Bedeutung und Realisation von Geist, Körper und Seele. Gute und angemessene Ausbildung basiert nicht auf einer rein theoretischen Wissensvermittlung, sondern auf einer Unterweisung und Führung junger Menschen zu einem verbindlichen konfliktfreien Sozialverhalten, frei von allen Abgrenzenten Theorien oder Religionen, in dem die Einheit aller Menschen ein selbstverständlicher Faktor im gesellschaftlichen Zusammenleben ist. Die Einheit aller ist nicht nur eine Vision der Informatiker und Kommunikationswissenschaftler, sondern eine bislang unbekannte Qualität der Seele. Um diese Einsicht plausibel zu erklären, können wir allegorisch die bekannten Grundgesetze der elektromagnetischen Wirksamkeit im Kraftfeld des Lichtes verwenden.

Wie dürfen wir uns das vorstellen? Drei Aspekte der Lichterscheinungen eignen sich besonders gut als Basisallegorie, von der sich leicht weitere symbolische Analogien ableiten lassen.

Erstens: das Licht ist ein unterschiedlich stark bewegter Austausch von Energie, von Energiefeldern. Auf der einen Ebene fließen atomare Quanten in Form von elektrischem Strom, der auf einer höheren Ebene in ein Vibrationsfeld aus Äther eingebettet ist, wie die Physiker bis Einstein eigentlich noch wussten. Das Hin- und Herströmen, das Ausgleichen von Spannungen zwischen zwei entgegengesetzten Polen („plus – minus“ oder „aktiv ausstrahlend – empfangend kumulierend“) ist allerdings nur ein wichtiger Aspekt. Er allein reicht als Erklärung für die Offenbarung der Einheit nicht aus.

Zweitens wirkt im Licht die Kraft der Anziehung, der Kohäsion, die sich, für das menschliche Auge unsichtbar, mit jedem Energiestrom im Weltall entfaltet. Das entspricht auch dem inneren Wirkprinzip zwischen den Planeten, und wird in der heutigen Physik auf der kosmischen Ebene Gravitation oder Massenwirkungsgesetz genannt. Es hat aber auch seine Auswirkungen in den Nanobereichen des Lebens, auch wenn sie von der Physik dort nicht ermittelt werden kann.

Und drittens offenbaren sich im Kraftstrom des Lichtes und der Gravitation die Kommunikation zwischen allen Wesen und Kosmen, die mentalen Kräfte der Ideation aus dem Universum die zur Einheit dazu gehören. Mit Licht werden hierbei alle sieben Kraftfelder des Alls gemeint, die aus den sieben ersten Emanationen der ursprünglichen Schöpfung hervorgehen. Die fließenden Energieströme unterscheiden sich in Frequenz und Qualität voneinander, jedoch kommunizieren sie auf bestimmte elektromagnetische Art miteinander, um die gemeinsamen Wirkungen zu ermöglichen. Die höchste Ideation aus dem ursächlichen Allbewusstsein induziert den Auftrag zum Bau des einen Tempels in Liebe und Weisheit. Gleiches zieht Gleiches an. Dieses Gesetz hat sich bei der Erforschung der Gravitation und des Phänomens Licht immer wieder bestätigt. Dieses grundlegende Prinzip kann auch wie folgt bestimmt werden: Das Angezogene muss mit dem Anziehenden gleich sein. Das ist die fundamentale Basis für das Spiegelgesetz und das Echoprinzip. Die Übereinstimmung in den Eigenschaften und Wirkungen ist für die Schöpfungen im All und bei aller Kommunikation absolute Notwendigkeit. Ohne diese Gleichheit oder Identität der Schöpfungen kommt es nicht zu der kraftschlüssigen Verbindung, die so fest ist, wie es im Bild der „Kette“ gefordert wird.

Aquarius stellt die ganze Menschheit vor die Forderung, sich innerhalb von ungefähr 2500 Jahren in diese Einheit einzufügen. Jeder und jede Gruppe in der Welt wird in seiner Vibrationsqualität von den ewigen unveränderlichen Werten der All-Einheit geprüft. Wie auf einer Waage stehen da die sieben fundamentalen Eigenschaften des idealen Universums: absolute Liebe, Weisheit, die jeden Verstand übersteigt, unbestechliche Gerechtigkeit, vollkommene Schönheit, die jedes menschliche Auge blendet, vollkommene Güte, unerschütterliche Barmherzigkeit, vollkommenen Frieden im ewig währenden Sein. Ob es der Menschheit oder wenigstens einigen Wenigen von ihnen gelingen wird, diesen Qualitäten des überirdischen Feldes genügen zu können, um mit den auserwählten Entitäten in die Einheit kommen, wird die Zukunft zeigen.

Noch viel verständlicher wird die Einheit im All, wenn man sie mit den Analogien aus der Holografie betrachtet. In dieser besonderen Art der Licht-Aufzeichnung sowie der entsprechenden Licht-Projektion werden die bereits erwähnten Eigenschaften unseres Schöpfungsfeldes in geradezu frappierender Art deutlich gemacht. Nur zwei Aspekte davon, die die zwingende Notwendigkeit der Einheit aller Menschen deutlich machen, werden hier noch einmal im Detail besprochen.

Erstens formt das Licht im Hologramm eine kumulierte Aufzeichnung aus Interferenzen, ein kugelförmiges Kraftfeld aus stehenden Wellen. Durch die Kohäsion bildet sich aus dem strömenden Licht ein Kosmos aus Licht, ein „stehendes“ Lichtfeld aus vielen Sternen. In unserer dreidimensionalen Welt kennen wir eine ähnliche Form, natürlich horizontal aufgefächert. Wenn man eine Handvoll Sand in eine stille Wasseroberfläche wirft, entstehen viele kleine Wellen, ausgelöst von den kleinen Sandkörnchen. Sie laufen durcheinander und übereinander und bilden zusammen auf der Wasseroberfläche ein kreisförmiges Wellenmuster. Dieses Bild entspricht einer Welleninterferenz, analog einem mehrdimensionalen Hologramm. Diese Wasserinterferenz hält so lange, bis der Impuls der ins Wasser gefallenen Sandkörner ausgeklungen ist. Auch die Hologramme der höheren Ebenen; kosmen oder Mikrokosmen, existieren eben so lange, wie die Lichtenergien und die Ideationen der Kraftfelder sie durchströmen, in die sie eingebettet und mit denen sie in gleichbleibender Vibration vereint sind. Strömt das Licht ohne Unterbrechung, also ewiglich, so besteht auch das zugehörige Hologramm, der Kosmos ewig.

Der zweiten Aspekt betont das Gleichheitsgesetz: Das Licht, das durch das Hologramm fließt, das den Kosmos oder Mikrokosmos bestehen lässt, um das aufgezeichnete Geschehen zu projizieren, muss mit dem Licht der Aufzeichnung in Kraft und Vibrationsqualität identisch sein! Sonst entsteht keine oder nur eine verzerrte bzw. unvollständige Kommunikation. Das Abbild, die vollbrachte Schöpfung entspricht dann nicht der Schöpfungsabsicht. Das Ergebnis löst sich unwiderruflich in seine ursächlichen Kräfte ungeformt wieder auf, analog den Effekten, die auch aus der Holografie bekannt sind.

Alle Menschen bilden zusammen auf den sieben Kraftebenen ein gemeinsames Lichtfeld, ein Hologramm, das sich aus den höheren Feldern über das mentale, das astrale und das ätherische Feld bis in das materielle Feld abbildet. Alles ist Licht, elektromagnetischer Energiefluss, alles – auch die gewohnte Materie – ist elektromagnetische Schwingung, wenn auch mit unterschiedlichen Frequenzen und Energien. Zusammen bilden alle Menschen mit der Erde einen Körper, ein Hologramm aus vielen Schwingungskörpern, eine untrennbare Einheit in der irdischen Natur. Es ist überhaupt kein Thema, das wissenschaftlich, philosophisch oder theologisch diskutiert werden könnten: Seit Anbeginn der Schöpfung der Menschen besteht diese Zusammenfügung aus Hologrammen oder Mikrokosmen im irdischen Kosmos. Die Qualität seiner Ausrichtung seiner inneren Bewegtheiten wird von jedem Menschen oder Wesen durch seinen individuell geprägten Anteil, durch seine Mit- oder Gegenschwingung im Ganzen. Aber erst dann, wenn diese Gruppe des irdischen Kosmos insgesamt in der Einheit mit der Allbemühung mitschwingen kann, entsteht die Verbindung mit dem übernatürlichen Lebensfeld, dem Hologramm des Sonnenfeldes, dem Christus (Krishna oder Osiris) der lebendigen Sonnenwesenheit. Dann kann jeder Mensch als kleiner Kosmos darin eingebettet sein und er wird sein wie der Tropfen im Ozean, und das Licht des Sonnenkosmos durchstrahlt alle Wesen bewusstseinserhellend, reinigend und befreiend.

Die holografische Vereinigung von Kosmen erfolgt grundsätzlich nach dem Resonanzgesetz: Soll ein elektromagnetischer Schwingungskörper, ein Lichthologramm, mit einem anderen ohne Störung zusammengehen, müssen beide in den verschiedenen Qualitäten und Aspekten der Energie, aus der sie leben und bestehen, vollkommen übereinstimmen. Diese völlige Kongruenz mit den bestehenden, befreiten Kosmen bedeutet vor allem, dass der Kosmos der Menschheit mit ihnen siebenfach übereinstimmen muss. Nur dann kann sich die vollkommen ungestörte, totale Kommunikation entfalten, und die Kommunion aller mit den göttlichen Kraftströmen kann sich verwirklichen.

Für das Gelingen dieser Vereinigung in der Aquariuszeit stehen alle Menschen in ihrer pesönlichen Verantwortung. Um dieser Forderung gerecht zu werden, ist es heute dringender denn je notwendig, dass aller Unfrieden – egal aus welchen Gründen – auf Erden beendet wird. Jeder Mensch sollte in seinem Leben den gesellschaftlichen Rahmen und die soziale Lebenssicherheit erhalten, um sich auf die Aspekte seines Wirkens für die Einheit richten zu können, ohne irgendwie leiden zu müssen. Denn er muss jetzt alle Aspekte seines Wirkens nach zwei Seiten sorgfältig im Auge behalten. Auf der einen bestehen nach wie vor die Forderungen des alltäglichen Seins und jetzt kommen auf der spirituellen Seite die neuen Forderungen für das totale Einheitsbemühen um den Globus hinzu. Das können die Menschen nur erreichen, indem sie Zeit und Raum für ihren Auftrag haben, ohne in ihrem Leben mit ihrer Familie in Bedrängnis zu geraten, weder psychologisch noch finanziell. Nur dann können sie angstfrei in seinem Willen und mit seinem Licht wirken und arbeiten. In dieser gesellschaftlichen Gemeinsamkeit könnten alle Berührten angeleitet werden, wie sie sich im Bewusstsein ihrer eigenen Erfahrung und Empfindung durch eine Umwendung, d.h. eine innerliche Abwendung vom irdischen Kraftfeld und eine deutlich wirksame Hinwendung zum metaphysischen Kraftfeld, in die Einheit erheben. Ziel der gemeinsamen Anstrengung ist das unbedingte Wegschenken aller Menschen und Mikrokosmen an diese innere Struktur und Methode der holografischen Meditation. Bei dieser Methode, die schon in der Vergangenheit von vielen Gruppen praktiziert wurde, wird ganz besonders deutlich, dass eine Verletzung der inneren Gruppeneinheit immer auch eine Verlangsamung, eine Beschädigung der gemeinsamen Bemühungen bedeutet. Das Gläserne Meer des Hiram Abbif ist eine klassische Analogie dafür. Es musste neu gegossen werden, weil kaltes Wasser auf den heißen, heiligen Glasguss fällt, springt er in tausend Einzelteile. Das kalte Wasser steht in diesem Bild für irdisch egozentrisches Denken und Verhalten. So muss auch das durch Eigenwilligkeit zerstörte heilige Hologramm stets erneut gegossen und gefestigt werden, solange bis kein egoistisches irdisches Licht den bereits aufgebauten heiligen Kosmos mehr beschädigt.

Wer einmal die Bilder in den heiligen Büchern unter dem Aspekt der holografischen Felder betrachtet, wird schnell herausfinden, dass selbst die antiken mystischen Analogien in blumiger Sprache oftmals überraschend genau dem Bild einer holografischen Wirksamkeit entsprechen. Denn es war zu allen Zeiten bekannt: am Anfang aller Zeiten erwirkte das metaphysische Bewusstsein ein allumfassendes Hologramm aus verschiedenen Kraftfeldern der Schöpfung, aus Wasser und Geist steht in der Genesis. Der Heilige Siebengeist projiziert sich beständig in sieben kosmischen Gebieten zur Offenbarung aller Herrlichkeiten. Die Forderung der Einheit aller Menschen, Wesen und Kosmen steht im ganzen Sein an erster Stelle. Die Einheit des Alls strebt holografisch zur Verherrlichung seines Seins, in dem sich alle Facetten der einen unbegreiflich barmherzigen Liebe offenbaren, in der niemand ausgeschlossen ist, in der alle und alles angenommen ist. Mit diesem göttlichen Hologramm, das seit Anbeginn der Zeiten existiert, wird auch einmal das Hologramm der unserer gefallenen Welt wieder eins werden. Dann wenn sich alle Entitäten und Mikrokosmen des irdischen Kosmos wieder dem reinen ursprünglichen Licht der Schöpfung schenken, werden sie sich schwingungsmäßig zur holografischen Schöpfung des metaphysischen Lichtes des Christus erheben können.