Transfiguration – Selbstübergabe

            Wir können nur das sehen, was unseren Erwartungen entspricht. Erst mit einer erhöhten Astralis kann ein erweitertes Erfassen entstehen. Das neue Wahrnehmen vermittelt dann unserem Denken eine Impression von den uns tragenden kosmischen Lebensfeldern und ihren tiefen Sinn. Das ist möglich, weil das Schauen mit den immateriellen Sinnen eine Reichweite besitzt, die weit über das Materielle hinausreicht. Das gesamte Werden stellt sich nun als ein Erkennen der ewig webenden Evolution in den metaphysischen Feldern dar, in der das dingliche Sein hervorgebracht wird. In der Materie entwickelt sich die erste Etappe.

            Das Denken sagt uns: Werde, der du bist! Alles fließt zu den Ursprüngen zurück. Doch ich kann das Gestern loslassen, wenn ich den Blick auf die Evolution richte, auf das Aufgebrochen-Werden von der Monade. Es ist gut, dass ich den Weg nun begreifen kann. Er bedeutet die große Vorbereitung der Mentalis für das neue Erfassen unserer Einheit im Allgeschehen. Wir müssen das aushalten, was in uns geschehen wird: die Geburt der Verantwortung für den irdischen Kosmos.

            Dabei treten zwei Lebensbilder zusammen, die einander zu widersprechen scheinen: Ich bin das alles, was ich um mich herum erfasse. Alles ist jedoch mehr als das, was ich mit den stofflichen Sinnesorganen wahrnehme. Ich bin das All, auch mit dem physischen Körper. Und ich bin in allem, in meinem aurischen Wesen zugleich gegenüber allem.

            Die Kraft der Monade trägt das Unaufgelöste zu mir. Reflektiere ich ihr Licht ungebrochen auf das, was zu mir kommt, dann erscheint in mir die Erlösung. In jedem Lebensfeld schwingt eine eigene Zeit, das Werden der holistischen Felder, die beständig im Allgeschehen weben. Selbst in der Erlösung stehend, reichen wir allen Erdenwesen ihre Möglichkeit, selbst zu werden. Das heißt, Wegbereiter für die ewige kreative Evolution zu sein. Wir eröffnen neue Chancen, indem wir es in Christus für den Kosmos und seine Lebenswellen vollbringen.

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