Harmonie und Gleichgewicht

Genderphilosophie – Harmonie und Gleichgewicht

Nach Erich Neumann: Die Erforschung der weiblichen Psyche in ihrer Eigenart sowie die der männlichen Psyche in ihrer aktuellen Ausprägung ist eine der notwendigsten und wichtigsten Aufgaben, die sich dem Tiefenpsychologen stellt, dem in seiner Arbeit die schöpferische Gesundung und Entwicklung des Einzelmenschen am Herzen liegt. – Die abendländische Menschheit muss notwendigerweise zu einer Synthese gelangen, in welcher die – in ihrer Isolierung ebenfalls einseitige – weibliche Welt fruchtbar mit einbezogen wird. Erst dann kann auch die Entwicklung der psychischen Ganzheit des Einzelmenschen möglich werden, die dringend nötig ist, wenn der abendländische Mensch psychisch den Gefahren gewachsen sein soll, die sein Dasein von innen und von außen bedrohen. – Die Entwicklung jedes Einzelmenschen zu einer psychischen Ganzheit, in der sein Bewusstsein schöpferisch mit den Inhalten des Unbewussten verbunden ist, ist das tiefenpsychologische Ziel der Zukunft. (aus Die große Mutter, Walter Verlag, 1997)

Dieser Gedanke von Erich Neumann ist im geistigen Feld von Eranos in Askona gewachsen, in dem u.a. auch C.G. Jung einen starken Einfluss ausübte. Trotz aller Nähe zu esoterischen und religiösen Gedankenwelten, scheint eine konkrete spirituelle Entwicklung innerhalb der Psyche des Menschen eher eine Randerscheinung neben den tiefenpsychologischen Erkenntnissen zu sein. Das mag auch daran gelegen haben, dass das von den großen Geistern in Eranos akzeptierte Modell des Menschen dem Jung‘schen Konzept entsprechen musste, in dem der Mensch seine Psyche nur imaginativ projiziert. Die Großartigkeit der Archetypen und die Symbolwelt eines Campbell entfalten sich nicht in einer konkreten unstofflichen Seinsstruktur, sondern in einem imaginierten metaphysisch abstrakten Unbewussten als solches. Jedem theosophischen oder anthroposophischen Wissen um eine unstoffliche Wesensstruktur des Mikrokosmos, in dem der materielle Mensch als Persönlichkeit die Beeinflussungen der ihn durchdringenden Kraftfelder ausbalancieren muss, wurde argumentativ die Stirn geboten. Das, was nicht gesehen werden konnte, was also allen gemeinsam ein Unbewusstes geblieben ist, musste sich dem Dogma der großen Autoritäten der damaligen Psychologie beugen. Vielfach ist das auch heute noch in der medienbeeinflussten Allgemeinheit die gängige Weltanschauung, insofern das Unbewusste überhaupt im Denken der Leser einen Platz gefunden hat.


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Allerdings gibt es auch eine ganze Reihe Menschen – und ihre Zahl scheint immer mehr anzuwachsen –, die in die unstofflichen Gebiete des Daseins hinein schauen können. Die Berichte über Hellsehen, Hellhören, Channeling nehmen zu, mystisch-magische Kunstwerke und Fantasy-Romane (Berichte aus den astralen Welten im Jenseits) etc. werden im Literatur- und Comic-Markt immer zahlreicher. Insbesondere die Science-fiction-Filme und das Fantasy-Genre spülen in den Cinema-Palästen unvorstellbare Gelder in die Kassen. Die Autorin von Harry Potter ist mittlerweile zur Milliardärin aufgestiegen. Aber auch die weltweit publizierten sogenannten Nahtod-Erfahrungen verweisen auf eine bewusst erlebbare Sphäre jenseits des körperlichen Daseins, aus der der Mensch – obgleich klinisch tot – die materielle Umgebung mit allen Einzelheiten sehen kann, auch wenn er bereits von Engeln oder nahen Verwandten im Jenseits empfangen wurde. Der Wiedereintritt in die stoffliche Ebene des Lebens wurde nicht immer als besonders erfreulich dargestellt. Wegen dieser und vieler anderer Erkenntnisse kann man davon ausgehen, dass der Mensch aus unstofflichen Kraftfeldern hervorgebracht wird. Sein Denken, Fühlen und Handeln basieren nicht auf den materialistischen Reiz-Reaktionen seiner Gehirnzellen, sondern finden erst in unstofflichen Gegebenheiten statt, bevor sie sich im Stoff manifestieren.

Aus den heiligen Schriften der großen Religionen können wir erfahren: Gott schuf den Menschen, ein Mann und ein Weib, so heißt es z.B. in der Genesis. Das heißt für uns auf der unteren Ebene des Daseins, dass der irdische Schöpfer der Erde, der Herr der tellurischen Natur, zweierlei Urtypen gerecht werden musste. So wurde für Mensch und Tier die geschlechtliche Fortpflanzung geschaffen. Aus diesem Grunde gibt es Menschen zweierlei Geschlechts, wie man so sagt. Nach dem Schöpfungsmodell der zweiten Genesis gibt es zweierlei Monaden (Leibnitz). Diese sind im Grundprinzip gleich, unterscheiden sich jedoch etwas in der dominanten Wirkungsweise. Wir nennen diese markanten vordergründigen Prioritäten in unserer Welt meistens Frau und Mann. Das Weibliche repräsentiert dabei u.a. die empfangende, gebärende und verwirklichende Ansicht; das Männliche ist die zeugende, kreative und aktivierende Ansicht. Diese Prioritäten drücken sich in den Mikrokosmen über die Vereinigung von Anima und Animus aus, und natürlich über die Frauen und Männer, die die Mikrokosmen als grobstoffliches Werkzeug beleben. Es sieht heute so aus, als wäre nichts einfacher als das. Doch aus der ursprünglich sich selbst reproduzierenden Welt der Pflanzen und Tiere, die natürlich in uns völlig unbekannten Körpern existierten, mussten in einem langfristigen Prozess die vorbereitenden Aktionsstrukturen, Regeln und Verhaltensmuster geschaffen werden.

Die universelle Weisheit, die uns von den großen Esoterikern des 20. Jahrhunderts überbracht wurde, erklärt zum Werdegang des Menschen: Das göttliche Schöpfungsprinzip hatte bei der Erschaffung der Menschen die Gesetze der isobaren Harmonie und der körperlichen Liebe in Kraft gesetzt. Mit diesen konnten fürderhin alle Monaden in gleichstarker Partnerschaft stets harmonisch die Schöpfung mitgestalten. Das Gesetz der Harmonie enthält in sich die Regeln der Resonanz und der Symmetrie. Die höchstmögliche Symmetrie findet sich im Kreis oder in der Kugel. Darin sind alle Radien gleich weit vom Zentrum entfernt, alle Durchmesser können sich millionenfach mittig spiegeln. Die Kugel ist die Form unzähliger Schöpfungen im All. In ihr wirken zwei Kräfte symmetrisch, gleich stark zusammen: es ist die zentrifugale, die vom Zentrum weg fliehende und die tangentiale, die an der Peripherie entlang strömende Kraft. Man könnte auch sagen, zentrifugal ist die Kraft des Wegschenkens und tangential die Kraft der Bewahrung. In dem hermetischen Axiom: Alles empfangen, umwandeln und wegschenken, manifestiert sich die symbolische Harmonie zur Erhaltung der Schöpfung: Damit offenbart sich die Grundlage des Daseins. Es ist der vollkommen kugelförmige Holokumulus aller elektromagnetischen Wirksamkeiten der sieben mal sieben Kraftfeldebenen des Alls.

So ist es also berechtigt zu sagen, dass das männliche und das weibliche Prinzip fundamental zum Schöpfungsgesetz gehören. Allerdings muss man dieses ideale Zusammenspiel der sich trotz scheinbarer Gegensätzlichkeit ergänzenden Charaktere im Menschen gut begreifen. Vor allen Dingen, wenn man die Menschen in dieser Natur betrachtet und ihre Bemühungen um die Errichtung eines Paradieses auf Erden einmal genauer unter die Lupe nimmt.

Wer sich den großen Religionen dieser Welt zuwendet und zur Grundstruktur ihrer Lehren durchdringt, wird unzweifelhaft feststellen, dass die meisten Interpretationen das grundlegende Schöpfungsgesetz der gleich starken Partnerschaft zwischen Mann und Weib entweder prinzipiell ignorieren oder stark zugunsten der maskulinen Dominanz manipulieren. Doch das fundamentale Schöpfungsprinzip der Kohabitation von weiblich und männlich ist Gesetz im All. Wer dieses Gesetz verletzt wird das Gottesreich niemals sehen, geschweige denn betreten. Es bleibt ein aktueller Auftrag für die Menschheit, sich in allen Belangen des Daseins mit der immer deutlicher bemerkbar machenden Gleichberechtigung von Mann und Frau zu identifizieren, und von der einströmenden kosmischen Kraft in der Aquariusperiode unterstützt, an ihrer Verwirklichung mit zuarbeiten. Damit sich für unsere Kinder in den künftigen sozialen Verhältnissen ein harmonisches Miteinander auf allen Kontinenten durchsetzen kann.

Das Zusammenspiel der kosmischen Kräfte in der Aquariusevolution kann in dem Menschen, der sich positiv und praktisch in den Auftrag stellt, eine völlig neue Weltsicht offenbaren. Die aktuelle Wendephase für den Kosmos und seine Bewohner wurde bereits in den Perioden des Widders und der Fische vorbereitet. Prinzipiell steht der Mensch in jedem Aspekt seines Lebens unter den sieben Kraftströmen, die aus dem universellen Bewusstsein, aus dem Sonnenlogos den Kosmos Erde durchströmen. Alle Aktionen und Reaktionen seines Lebens sind daraus zu erklären. Keine seiner Handlungen sind ursächlich aus seinem individuellen Begehren oder seinen persönlichen Entscheidungen hervor gegangen. Die kosmischen Kräfte, zu denen auch die 12 Kräfte des Tierkreises gehören, führen die Menschen stetig in eine höhere Lebensform, ein Begehren nach Freiheit von der materiellen Gebundenheit.  In ihnen soll sich ein kosmisches Denken entwickeln, mit dem sie befähigt werden, die weitere Evolution des Kosmos zu unterstützen. Dabei wird sich dem Erfassen ein vielfaches an Gedächtnissen des Universums öffnen, und gleichzeitig wird die Geschwindigkeit in der bewussten Verarbeitung der Myriaden von Information immens gesteigert. Das bedeutet also einen gewaltigen Entwicklungssprung. Als fundamentale Grundlage dafür muss sich der bereitwillige Mensch zunächst auf diesen Prozess ausrichten, um die eigene Evolution so gut als möglich zu beschleunigen. Nur wer sich stets standhaft hilfesuchend den einströmenden Impulsen öffnet, dem kann auch geholfen werden. Dann wird vor seinem inneren Erfassen der kosmische Plan und die Wirkungsstruktur der hohen Liebe offenbar.
Die Kommunikation über den eingeborenen Sohn erklärt und beschreibt die Möglichkeit der Entwicklung und die darin enthaltenen Teilabschnitte im weiteren Wachstum der mikrokosmischen Kraftfelder. Für den Menschen erwacht jetzt der Ansporn zur Aktivität, der dynamische Aspekt in der Realisation. Er bewirkt im Kandidaten eine alles beherrschende Kraft, das entschlossene Begehren, den erkannten Plan für die Menschheit zu verwirklichen. Sie teilt sich mit als Ideation, als sinngebender und zielbestimmender Einfluss, der vom weiblichen Aspekt empfangen, gehört und umgesetzt werden muss. Wer dieser höchsten Ideation folgt, empfängt ein tiefes Vertrauen in seine Möglichkeiten, um mit seinem Gegenüber, dem männlichen Impuls, den eröffneten Plan mit aller Kraft zu erfüllen.

Hierzu ist ein weitreichender Gedanke angebracht, der enorme Bedeutung für das künftige Zusammenleben der Menschheit haben wird:  Die hohen Kräfte der Kommunion und der Organisation spiegeln sich stets in Harmonie, also symmetrisch in jedem Menschen, wenn er sich für diese Einflüsse des Kubus öffnet. An ihm ist es nun, die Kräfte der Empathie und der Weisheit ebenfalls in vollkommenem Gleichgewicht durch sich hin wirken zu lassen. So können sich sowohl die männlich aktive und dynamisierende Kraft als auch die weiblich empfangende und gebärende Kraft gleichgewichtig entfalten.

Mikros Jesus mTWer sich in seinem täglichen Leben umschaut, wird sehen, in allen Führungsgremien scheinen total andere Regeln vorzuherrschen. Ganz besonders auch in den christlichen Klosterschulen, Kirchenorganisationen, in den buddhistischen Klöstern, in den Hawza oder Madrasa, sowie  in den Synagogen dominieren weltweit die Männer als sogenannte Gottesvertreter. Und selbst dort, wo diese heiligen Männer und Priester, Mullahs o.ä. nicht hinreichen, werden die Rechte der Frauen meist deutlich missachtet. Vielfach werden sie in Anlehnung an gut interpretierte religiöse Regeln völlig selbstverständlich zu Arbeitssklaven ihrer Ehemänner degradiert, weil es seit Alters her aus der gängigen Lehre so abgeleitet wird. Die sich über Jahrhunderte entwickelten Bräuche werden dann auch noch natürlich von patriarchalisch organisierten Gremien zum Weltkulturerbe gekürt.
Ein kurzer Überblick über die mikrokosmischen Wirksamkeiten helfen hierbei, die Notwendigkeit der Gleichberechtigung im alltäglichen Leben zu verstehen.
Der Mikrokosmos besteht ebenso wie der Kosmos aus sieben Kraftfeldern, die jeweils noch einmal siebenfach untergliedert sind.
Bekannt für alle ist
1. das Stoffkleid.
Weniger geläufig sind die unstofflichen Kraftfelder:
2. Das Ätherfeld.
3. Die Astralis.
4. Das Mentalvermögen.
5., 6. + 7. drei nirvanische Gebiete, Spinalis, Spirituell und Idealis.

Bezogen auf die bekannte Trennung von Mann und Frau ist dabei von außerordentlicher Bedeutung, dass diese Kraftfelder in sich wechselweise gegensätzlich polarisiert sind. Das lässt sich am Besten in einer Tabelle darstellen (nach J.v.Rijckenborgh)

GenderTabelleDer Stoffwechselprozess der Gehirnzellen ist bei der Frau ganz anders als beim Mann. Es gibt eine völlig unterschiedliche Wirkung der Drüsen im Endokrinen Kreislauf, eine unterschiedliche Geschlechtlichkeit, eine verschiedene Wirkung und die Temperatur des Blutes und auch der Hautaufbau sind anders. Aus allen diesen Gründen ist es unvermeidlich, dass Mann und Frau sich dem Bewusstsein, der Wahrnehmung sowie Bewertung des Seins und dem Körper nach sehr unterschiedlich offenbaren, sowohl im psychologisch unbewussten unstofflichen Gebiet als auch auf dem Gebiet der groben Materie, wie sich aus der aktuellen Forschung in der Gender-Medizin ergeben hat. Alle diese Unterschiede sind daraus zu erklären, dass die Urtypen, die geistigen Matrizen der Monaden, nach denen sich die beiden Manifestationen vollziehen, bei Mann und Frau unterschiedlich sind. Und was im höheren Bewusstsein bereits angelegt ist, muss sich auch im Körper offenbaren. Dabei ist es auch von einschneidender Bedeutung für jede weitere Entfaltung auf dem Bogen der Evolution, dass beide Menschentypen nicht nur harmonisch zusammen wirken, sondern dass beide, sowohl Mann als auch die Frau in sich selbst Animus und Anima in ein gutes Gleichgewicht bringen. Nur dann kann sich eine ungestörte Autonomie unabhängig von den negativen Einflüssen der allgemein vertretenen patriarchalischen Denkungsart des Mainstream in Ost und West entwickeln.

Nicht unerheblich ist in diesem Zusammenhang die Entwicklung  der Kinder in ihrem Wachstum, vor allem in den ersten Lebensjahren. Der Entwicklungsrhythmus basiert auf 4 und 7 Jahren. In den ersten vier Lebensjahren werden die niederen Ätherfelder angelegt und in Folge davon der Stoffkörper mit allen grobstofflichen Organen. Die folgenden drei Jahre sind vor allem der Entfaltung der ätherischen sowie der stofflichen Kommunikation gewidmet. In diesen ersten sieben Jahren spielt primär das positiv ausstrahlende Ätherfeld der Mutter eine wichtige Rolle. Dabei sollte keineswegs die Ausstrahlung des Mannes fehlen, denn er gewährt der Familie nicht nur Schutz und Geborgenheit. Die nachfolgenden sieben Jahre des Kindes sind von einem verstärkten Körperaufbau gekennzeichnet, wie es eigentlich allgemein jedermann weiß. Weniger bekannt ist dabei, dass sich in dieser Zeit, besonders unter dem Einfluss des männlichen Astralfeldes, der Begierdenkörper des Kindes entwickelt, bis es in der Pubertät – den folgenden sieben Jahren – mit seinem eigenen Karma aus der Lipika in Verbindung kommt. Bis dahin war die sehr direkte Beeinflussung des jungen Menschen vornehmlich von den unstofflichen Feldern der Eltern abhängig. Zwischen dem 14. und 21. Lebensjahr wird der Mensch vor allem von den mentalen Projektionen der Mutter geführt, die vom Manne mit einer positiven astralen Prägung für die Partnerschaft begleitet werden sollte. Die Kenntnis dieser Zusammenhänge wurde und wird von den großen Religionen und pädagogischen Autoritäten keineswegs akzeptiert, und bedauerlich sehr wenige Eltern wissen davon und kümmern sich bei der Betreuung ihrer Kinder um diese unabänderlichen Vorgänge. Darum war es zu allen Zeiten in der westlichen Zivilisation üblich, dass sich die Jugend mit zunehmendem Alter immer von den elterlichen Vorbildern distanzierte und in der Pubertät geradezu rebellisch gegen ihr Elternhaus vorging. Das wurde schon in der Antike von Aristoteles festgehalten. Auch heute sind diese unvermeidlichen Differenzen weltweit zu erkennen, weil die gegensätzliche Polarisation der unstofflichen Kraftfelder eines jeden Mikrokosmos vor allem bei der Erziehung ignoriert wird.

Wenn aber die fundamentalen Unterschiede zwischen Mann und Frau wissenschaftlich wegargumentiert oder banalisiert auf die grobstofflichen äußeren Merkmale reduziert werden, dann entwickeln sich die größten Schwierigkeiten. Wer die damit zusammen hängende Forderung der Evolution nicht annehmen kann, aus welchen Gründen auch immer, der wird auch nicht die Berufung des Menschen erfassen, wieder ein autonomer vollbewusster Mitarbeiter im fortschreitenden Prozess der kosmischen Evolution zu werden.

Die immer noch ungebrochene Ausbeutung aller Ressourcen der Erde durch die Kapitäne des globalen Kapitalismus ist eine typisch maskuline Attitüde, die allerdings auch deutlich signalisiert, wo und wie unsere Erben ihr Leben künftig gestalten werden können. Wird die kosmische Kraft des Wassermanns diese patriarchalische Dominanz in den religiösen und politischen Entscheidungsgremien einmal zu Gunsten einer harmonischen Kohabitation mit der femininen Potenz auflösen, ohne in das umgekehrte Verhältnis zu stürzen? – Doch zunächst ist jeder bei sich selbst gefragt, ob er seine lange unbewusst gehegten Tabus aus den männlich dominierten Weltanschauungen aufspüren und neutralisieren wird. Nur dann werden sich in seinem Mikrokosmos die Kraftfelder weiter entfalten, und die Schöpfung vom Anbeginn kann voranschreiten.

Jeder Mann muss das weibliche Prinzip, die Frau in sich akzeptieren, und die Potenzen der Anima in sich wirken lassen, und jede Frau muss das männliche Prinzip, den Animus in sich zu gleichberechtigter Mitwirkung beleben. Das ist beileibe kein einfaches Werk, weil die Angelhaken vorwiegend im Unbewussten liegen, wo sich die Tabus und Weltanschauungen kristallisiert haben. Jeder männlich dominante Macher und jede selbstbewusste Frau, die mit dem Ränkespiel der Weiblichkeit vertraut ist, steht einer Veränderung der unbekannten Psyche äußerst misstrauisch gegenüber. Die Tiefenpsychologie hätte da so einige Methoden zur Hand, wie man sich seiner unbewussten Mitstreitern bewusst werden kann, um sie entweder aufzulösen oder für ein harmonisches und kraftvolles Leben zu integrieren
Doch gerade darum geht es immer wieder in dem Evolutionsprozess, der nur in Wahrheit und mit Ehrlichkeit voran schreitet. Der Satz des Jesus zum reichen Jüngling: „Verkaufe alles was Du hast, und folge mir nach.“ hat in diesem Zusammenhang seine ganz spezielle Bedeutung. Es wird vielleicht staunend zur Kenntnis genommen, wenn festgestellt wird, dass Jesus ein vollendeter Mikrokosmos mit allen voll funktionsfähigen Kraftfeldern war. Weil er der Christus war, mit göttlichen Gaben gesalbt, sah er Welt und Menschheit in einem höheren Zusammenhang. Auch verfügte er über besondere kosmische Kräfte, mit denen er heilen und Tote zum Leben erwecken konnte. Wenn Jesus also in dieser Form zur Nachfolge aufruft, erinnert er den reichen Jüngling daran, die veralteten Weltanschauungen auch in bezug zum Genderproblem in sich vollkommen los zu lassen. Dabei steht das grundlegende Prinzip der Schöpfung, das harmonische Miteinander von weiblich und männlich im Mittelpunkt. Für den heutigen Menschen heißt das, in sich selbst und tatsächlich als Mann und Frau gleichberechtigt im täglichen Miteinander in Beruf und Familie zu arbeiten, zu leben, zu sein. Wer diese psychischen Aspekte seiner im Hintergrund der äußeren Person wirkenden Antipode zur Geltung bringen kann, wird stets völlig mit ganzer Kraft in eindeutiger Ausrichtung seinen tiefen Glauben an die Schöpfung unter Beweis stellen.

Viele aktuelle Autoren stimmen darin überein, dass die irdische Natur unter den vergeblichen Bemühungen, hier im irdischen Lebensfeld ein maskulin dominiertes Paradies unter der Herrschaft eines Jahwe, Allah oder Brahman zu stiften, in unsäglichem Leid versinkt. Welt und Menschheit verirren sich vollkommen in einem Irrgarten von überholten Weltanschauungen und Vorstellungen über die Aufgaben der Natur und vor allem der fruchtbaren Sexualität. Es ist sicherlich müßig, einzelne Theorien der verschiedenen Religionen und historisch gewachsenen Tabus in dieser Hinsicht zu relativieren. Nirgendwo zeigt sich ein überzeugendes Konzept, die von den Mentalprojektionen im Gedankenfeld der Erde über Millionen von Jahren angewachsenen Ungerechtigkeiten wieder in ein sinnvolles Zusammenspiel umzuwandeln.
Es drängt sich die vielseitig kolportierte Aussage auf: Wer die Welt verändern will, muss bei sich selbst beginnen! Jeder kann immer nur in der eigenen Psyche beginnen, die mentalen Eingebungen im Haupt mit den Ideationen im Herzen harmonisch aufeinander abzustimmen. Dann kann das weibliche Empfangen und Hervorbringen, Gebären, harmonisch mit der männlichen verständnisvollen Dynamisierung und Realisation zusammen wirken. Im Mikrokosmos stellt sich das Trigonum Igneum von Herz, Haupt und Becken harmonisch unter den Einfluss der Inspiration, der Ideation des universalen Bewusstseins. Wer sich um diese innere Harmonie bemüht, wird für die kosmisch geplante Evolution geeignet und kann praktisch für Welt und MenscYing Yang2hheit wirken. Der Plan, die Dynamik und der Werkstoff werden allen zur Verfügung gestellt.

Jeder Mensch wird dann im aktiven Wissen und dem Befolgen dieser Gleichheit in Harmonie und größtmöglicher Toleranz allen gegenüber beweisen, dass es zwischen den Geschlechtern eigentlich keinen Wertunterschied gibt, jedoch einen überaus notwendigen Wesensunterschied. Nur in Kohabitation können gemeinsam die Schritte der Evolution im fruchtbaren und kraftvollen Zusammenspiel gegangen werden, weil jeder seine individuellen Wesenseigenschaften ohne jeden Gedanken der Konkurrenz in den Strom der neuen Schöpfung einfließen lässt. Alle psychologischen Grenzen, aufgebaut zwischen Scham und Eifersucht, entfallen ohne Zwist und Streit. Wenn sich die Kräfte alternativ oder komplementär gegenüber stehen, können sie problemlos harmonisch zusammen wirken, wie es in dem Ying-Yang-Symbol so schön ausgedrückt wird. Ganz einfach entsteht dann aus dem gemeinsamen Verstehen und Handeln die wahre Gruppeneinheit.

Streitlosigkeit, Harmonie im Wechsel der Aktivitäten und die Liebe zu Kosmos und Makrokosmos und die Empathie mit aller Natur und allen anderen Mitmenschen ist dann so selbstverständlich, wie das Atmen. Damit diese Möglichkeiten in unserer Zeitperiode erkannt und realisiert werden können, haben vor vielen tausend Jahren überaus weise und geschickte Magier die großartigen Pyramiden am Nil gebaut. Aus deren harmonischer Geometrie können bis heute grandiose Information ausgelesen werden, auch über die Bedeutung von Mann und Frau, wenn man bereit ist, den Gedanken ihrer Erbauung, unbeeinflusst von unserer christlich-kirchlichen Historie und den ägyptischen Archäologen, konstruktiv zu folgen.

 

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Allbewusstsein


Die Ideologien der experimentellen Freiheitsphilosophie aus den vergangenen Jahrhunderten haben der Menschheit geholfen, bis in die Neuzeit zu kommen und alle Fürstentümer, Tyrannen und Diktatoren zu überwinden. Jedoch um wahrlich moderne Menschen zu werden, muss sich ein völlig neues Denken durchsetzen. Damit wird jeder dann einmal erkennen können, dass viele Hinweise im Neuen Testament oder anderen heiligen Büchern keineswegs Gebote oder Verbote sind, sondern Prophetien.
In unseren Tagen der beginnenden Aquariuszeit ist es eine der höchsten Aufgaben für alle Menschen, sich von allen Egoismen zu verabschieden, die einem in den beruflichen Durchsetzungsstrukturen gut geholfen haben. Jedoch ist es jetzt dringend notwendig der Menschheit die Kenntnis ihres kosmischen und mikrokosmischen Daseins nahe zu bringen,  damit sie die Verantwortung dafür zu übernehmen vermag, dass jeder Mensch im Feld des allumfassenden Bewusstseins mit jedem anderen nach der isobaren Resonanz verbunden ist. Ganz gleich welcher Rasse, welcher Sprache oder welcher Religion.

Bei den meisten Theologen und Philosophen beginnt ihre Wissenschaft mit dem Studium der alten überlieferten Schriften der heiligen Männer aller Zeiten. Man sagt, diese waren besondere Menschen, die eine mentale Verbindung mit den überirdischen Göttern hatten und darum hinter die offensichtlichen Geschehnisse des Alltags schauen konnten. Der materielle Vorhang der sinnlich wahrnehmbaren Welt hatte sich ihnen einen Spalt breit geöffnet, um den Menschen, die hören können – deren Mikrokosmos mental schon soweit entwickelt war –, etwas vom wahren Leben zu berichten und das Wissen um die eigene Entwicklung dafür zu vermitteln. Dieses Wissen, diese eine Weisheit aus der fundamentalen Kraft des universalen Bewusstseins befördert zu allen Zeiten die Evolution der Menschheit.


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Wenn im Evangelium des Johannes steht: «Im Anfang war der Logos – oder das Wort» – das ist der siebenfältige Name Gottes –, dann kann ein pragmatischer Wissenschaftler der modernen Zeit sagen – wenn er die einfach Übersetzung des Begriffs „Logos“ von Luther etwas beiseite legen kann –: Zu allen Vorgängen im Kosmos gehört natürlich immer auch eine Energieform, eine Art elektromagnetisches Kraftfeld. Giordano Bruno hat dafür das Konzept der Monaden entwickelt. Den Kosmologen und Astronomen ist der Gedanke an eine ursächliche Kraft zu Beginn der Schöpfung wohlbekannt, darum suchen sie schon ein Jahrhundert nach der einen, für alles gültigen Kraft in der materiellen Natur. Dabei bezeichnen sie diese universelle Kraft meistens als «Licht». Dieser Begriff steht in der Physik nicht nur für das sichtbare Licht, einem kleinen Abschnitt im Spektrum aller elektromagnetischen Kräfte, von den längsten Langwellen bis zu den kürzesten Vibrationen aus dem Weltall, die von irdischen Messgeräten erfasst werden können. Dabei sollte jedoch bedacht werden, dass die Eingeweihten aller Zeiten auch von den unstofflichen Kräften im Jenseits und im Kosmos sowie im eigenen Mikrokosmos wussten. Die Ätherwelten, die astralen Kräfte, die mentalen und die drei nirvanischen Energiefelder der Natur waren ihnen wohl bekannt, und diese sollten dem allgemeinen Begriff „Licht“ hierbei hinzugerechnet werden. Es muss aber – wenn wir beim Originaltext im Neuen Testament bleiben – hinzugefügt werden, dass alle Kraftfelder des Universums keine unbelebten oder unintelligenten Kräfte physikalischer Wirksamkeit darstellen. Die Erkenntnis, dass in allen Welten und Kraftfeldern das universelle Bewusstsein wirkt, ist von fundamentaler Bedeutung. Die Lichtvibrationen, die Kraftfelder des Kosmos sind also im umfassendsten Sinn belebt, können sich und die Umwelt erkennen, deduktive Beschlüsse fassen und sinnhafte teleologische Aktionen und Kooperationen durchführen. Dabei ist das Grundprinzip der Resonanz auf die harmonische Kohabitation aller mit allen ausgerichtet.

Das Wort vom Anfang, der griechische Begriff «Logos», bezeichnet diese umfassende Bedeutung deutlich und unmissverständlich. Im universellen «Licht», dem «Logos» vibrieren sowohl die fundamentale Energie, das Licht, als auch ein dazu gehöriges, total integriertes eigenständiges Bewusstsein, Wahrheit, Weisheit, Liebe, Gerechtigkeit. Es ist der heilige Siebengeist, Gottes Name mit sieben Buchstaben. Die fehlgeleiteten Übertragungen des ursprünglich griechischen Begriffs rücken den Logos, Tao, Akasha oder Chi in die Nähe der Kommunikationswissenschaften, was eine ganze Reihe irreführende religiöse Konzepte ausgelöst hat. Diese Entwicklung hängt leider auch mit der antiken Attitüde der Mittelmeervölker zu Beginn unserer Zeitrechnung zusammen, einen persönlichen Gott zu verehren, den man auch plastisch in Stein gehauen in einen Tempel stellen kann. Sie alle beleben das Bild des „Gottes im Außen“, sehr wohl irgendwie metaphysisch, aber dennoch auch persönlicher Ansprechpartner, viel majestätischer als alle Könige, aber dennoch einbezogen in das Irdische, wenn auch überdimensional. Zu diesen göttlichen Weltbilder gehören dann auch irgendwo räumlich oder überräumlich existent so etwas wie ein Himmel, ein Garten Eden oder ein Sommerland und dann natürlich unterirdisch eine Hölle oder Hades, in der der Mensch oder seine Seele nach entsprechendem Wohl- oder Böseverhalten nach seinem physischen Tode seinen zukünftigen Aufenthalt verbringen muss.

Diese siebenfältige Kraft aus der Urmonade, die in sich und aus sich heraus alle weiteren Monaden hervorgebracht hat. In diesen und aus ihnen wurden alle Erscheinungen im All geschaffen und werden auch aktuell weiterhin hervorgebracht. Sie wirken absolut zielgerichtet und hochintelligent für deren Erhaltung und für die harmonische Evolution aller Lebewesen, Entitäten und Hierarchien, Galaxien, Kosmen, Sterne und Planeten des gesamten Universums.
Sie ist in sich und mit allen Monaden in einer hohen Ordnung kohabitativ strukturiert sowie hierarchisch untergliedert. Sie ist die Urmonade – das Urkraftfeld der ersten Offenbarung in IHM, Tao. Dieses erste Feld der Offenbarung, die Urmonas, die seit dem Anbeginn das universale Bewusstsein von IHM ist, wird in den unterschiedlichen Lehren der esoterischen Welt als das PSI-Feld, Brahman, Chi oder die Akasha etc. bezeichnet. Dem menschlichen Denken wird dabei ganz deutlich gezeigt: das All kennt nur eine einzige Perspektive, mit einem Anfang vor aller Schöpfung, der in fernster Vergangenheit an einem bestimmten Scheidepunkt beginnt, und einem vorher bedachten Ende, dem Eingang aller Monaden mit ihren involvierten, vollkommen entwickelten Lebewesen, in das universalen Bewusstsein. Es ist überaus problematisch, davon zu sprechen oder zu schreiben, denn aus der Sicht des irdischen Menschen existierte einstmals vor Beginn allen Seins das unkennbare, alles umfassende Feld des ungeschaffenen Gottes – das Feld, das vor allem Anfang ist und in aller Ewigkeit sein wird. Denn Zeit und Ewigkeit sind sich selbst stets gleich verfließend und dennoch unverflossen, ohne Anfang und ohne Ende. Die Männer des Sanskrit haben dieses Problem für sich gelöst, indem sie sich das Ein- und Ausatmen des Brahman dafür vorgestellt haben.

Für die Menschen ist immer ein unfassbares göttliches Lebensfeld existent, das uns Hermes Trismegistos in einem Lobgesang des Pymander beschreibt, das Dionysios Aeropagita in seinen mystischen Traktaten umreißen will. Es ist das Ahura Mazda, die allerhöchste umfassende Weisheit des persischen Zarathustra, die gleichzeitig auch die über alles und in allem wirkende Kraft aller Welten ist. Wenn auch die Menschheit nur in staunendem Anbeten vor ihr stehen kann, ohne sie wahrlich zu begreifen, so sind wir doch alle und ist das ganze All mit allen Geschehnissen und Bewusstheiten in ihr, der Urmonas geborgen, aus ihr sind alle weiteren Monaden hervorgegangen und in eine teleologische Evolution eingebunden, die alle Monaden und ihre vollendeten Wesen einmal wieder in dem universalen Bewusstsein, der Urmonas aufnimmt.
So steht in der Genesis geschrieben: zu Beginn der Schöpfung schwebte der Geist über den Wassern. Auch hier wird das göttliche Bewusstsein, die Wahrheit, die Sophia mit der fundamentalen Kraft – den lebenden Wassern, Symbol für die stets fließende, nie versiegende Kraft Taos – verknüpft. Die Schöpfung und alles was in ihr geschah, geschieht, und geschehen wird, entfaltet sich aus dem Geist, dem kraftvollen Bewusstsein, dem All-Wissen, der hohen Weisheit, der einen ungeteilten Wahrheit und den sieben Kräften, den Energien des Heiligen Lichtes, der Lebens-Vibration oder der Sphären-Musik.
Es ist der Sohn des Vater-Mutterfeldes, die erste Monade, das umfassende Bewusstsein. Sie offenbart sich sofort in der Dreiheit. Geist (Bewusstsein), Dynamik, Schöpfung (Realisation), der Ursprung von allem, die Offenbarung und der heilige Geist oder der Vater, der Sohn und die Mutter. Diese Trinität des Daseins durchtönt alle Kreationen im All bis hinein in die kleinsten Handlungen jedes animalischen Seins. In jeder Handlung klingt ein sinngebender Impuls, ein Gedanke und ein entscheidender Plan, ein Bedürfnis zur Realisation. Jede Handlung wird mit einer Kraft im Gefüge eines Gedankens und Begehrens durchgeführt. Oder andersherum gesagt: ohne Begehren und Bedenken entsteht keine Aktivität, ohne geplante energetische Wirkung wird keine Tat, keine Veränderung durchgeführt – offenbart sich keine Schöpfung. Jede Evolution steht in einer Idee (1), geschieht nach einem Plan (2), wird mit Energie vollzogen (3).
Nun ist es allerdings nicht so, wie es sich im Islam darstellt. Hier unten lebt der Mensch in seiner irdischen Welt und da oben ist dann allumfassend Allah. Das kosmische Geschehen ist in einer abgestuften Hierarchie aufgebaut. In sieben kosmischen Gebieten, wirken in den sieben Dimensionen sieben Kraftfelder. So gibt es dann auch im Allgeschehen einen Unterschied zwischen dem universalen und dem universellen Bewusstsein, der von besonderer Bedeutung ist, insofern die verschiedenen Strata und Galaxien im Universum richtig verstanden werden. Zunächst wäre dabei zu klären, dass das Bewusstsein selbst ein ganz besonderes Kraftfeld ist. Wie in vielen Schriften bereits dargestellt, ist es die Kraft, die allem Leben und allen Wesen, Entitäten, Kosmen und Mikrokosmen immanent ist. Es wird in China Tao genannt oder in der modernen Philosophie  PSI, Chi, oder in Indien von Shankara die Akasha, also die das All tragende fundamentale Vibration, das universelle Meer der lebenden Wasser. Eine Kraft ist immer auch eine Energievibration, in diesem Falle ist sich diese Kraft ihrer Selbst bewusst, ganz gleich in welchem Teilchen oder Teil der Gesamtschöpfung sie sich offenbart. Das alles umfassende Bewusstsein von Anbeginn bis in alle Ewigkeiten ist das universale Bewusstsein, die Urmonas, das allumfassende Schöpfungsfeld im unkennbaren Gott. Dieses beweist sich zum Beispiel auch als Bewusstheit in der Sonnenmonade, aus der Christus hervorging, um dem Kosmos Erde bei seiner Evolution zu helfen. Im Sonnenlogos vibriert ein universelles Bewusstsein, von dem ein Anteil im Kosmos der Erde als kosmisches Bewusstsein für das irdische Leben wirkt, und ein mikrokosmisches Bewusstsein aus der Monade dem Menschen für sein Denken zur Verfügung steht.

Im Mikrokosmos könnte man also ein umfassendes aurisches Bewusstsein erkennen.  Zudem gibt es in jedem einzelnen Kraftfeld des Mikrokosmos und des Kosmos, also im Äther, in der Astralis, in der Mentalis usw. jeweils ein eigens Bewusstsein. Alle „unteren“ Bewusstheiten sind anteilig in den höheren aufgenommen. Somit sind alle Bewusstheiten aller Galaxien und Kosmen des totalen Universums stets im universalen Bewusstsein eingebettet und kohabitieren miteinander. Grundsätzlich ist dabei auch zu bedenken, was den irdischen Vorstellungen von Kraftfeldern nicht unbedingt entspricht: Das Bewusstsein ermöglich auf jeder Stufe, auch im kleinsten Atom, ein Erfassen von sich selbst und der näheren Umgebung, auch der Kraftfelder in das es eingebettet ist, ein Bewerten der sich entwickelnden Sensationen, der erfassten Ereignisse und Zusammenhänge, sowie ein Bedenken und Planen von Reaktionen und ein Anlegen von Gedächtnisinhalten nach dem Isobaren Resonanzgesetz in kleineren oder größeren Modulen, Strings oder Holokumulies, Kluster o.ä. Von dort kann das Wahrnehmungsorgan des Bewusstseins, der Verstand, manchmal auch Vernunft genannt, – was nur eine Art von Selektionsmöglichkeit nach ideellen Vorstellungen bedeutet –, bestehende Erinnerungen aus den diversen Gedächtnissen abrufen und in das allgemeine Bedenken mit einbinden. Genau so wie wir uns das Denken vorstellen. Allerdings können die Aktionen des Bewusstseins in den drei höheren Kraftfeldern der nirvanischen Sphären nicht wirklich beschrieben werden. Es fehlen dafür einfach die geeigneten Worte. Und selbst wenn sie von einem Eingeweihten den Menschen in einer Vision geschenkt würden, wer vermöchte es dann richtig verstehen? (Selbst Christus, der große Eingeweihte in diese Mysterien, ist von seinen Aposteln nicht wirklich verstanden worden.) Heute würde es allerdings schon ausreichen, wenn sich viel mehr Menschen aus der Überschattung der dogmatischen Weltanschauungen, Philosophien und Religionen hervortreten könnten, um sich in das klare Licht des universellen Bewusstseins ihrer Monade oder des Christus zu stellen.

In unserer Natur findet jede Verwirklichung, jede neue Realisation in einem stofflichen Substrat statt, das nach der Absicht der höheren Kraftfelder – Astralis und Mentalis – über den Äther Form und Gestalt erhält. Die Realisation in der stofflichen Wirklichkeit kann nur innerhalb einer bewussten Triade geschehen, wobei die gemeinsame Wirkung aller Stofflichkeiten sehr unterschiedlich sein kann. Denn die unstofflichen Kräfte und ihre Manifestationen können die Menschen in dem materiellen Lebensfeld mit ihren fünf stofflichen Sinnesorganen nicht wahrnehmen. Da diese selbst als Organ aus Atomen und Molekülen mit einem stofflichen Körper über Nervenbahnen mit dem stofflichen Gehirn verbunden sind, können sie eben nur die äußeren materiellen Erscheinungen der Gegenstände oder Eriegnisse dem aktuellen Denken vermitteln. Nur die äußeren grobstofflichen Erscheinungen manifestieren sich wahrnehmbar in unserer sinnlichen Welt, obgleich sie ohne das Energiepotential des Ätherfeldes selbst niemals existent wären.

Ob es ihm nun bewusst ist oder nicht, bei allem Tun und Handeln steht der Mensch stets im Verbund mit allen ihn umgebenden Kräften, die ihn beim Denken, Begehren und Handeln leiten und führen, ja, die ihm das Bewusstsein seiner Aktivität in der Form schenken, so dass er sagt: Ich habe es getan! Allerdings hören wir von Gustav Meyrink, zitiert in seinem Traktat „Die Verwandlung des Blutes“: In dem indischen grandiosen Epos „Die Bhagawadgita“, das ausführlich über Yoga spricht, wie wohl kein zweites Buch, heißt es: »Jedwede Tat, die hier geschieht, geschieht nach dem Naturgesetz.–‘Ich bin der Täter dieser Tat‘ – ist selbstgefälliges Geschwätz!« – Alles Handeln durch den Menschen, alles Wirken des Mikrokosmos für den Kosmos, kann nur geschehen, weil in ihm eine Anknüpfungsmöglichkeit mit den Kraftfeldern des All implementiert ist. Er ist nicht die Kraft selbst, aber sein Leben zeugt von den Kräften, die durch ihn wirken können. Darum sagt auch Johannes im NT: «Ich bin nicht der Messias, aber ich zeuge von ihm.» Es wird in diesem heiligen Buch nicht nur eine Prophetie geschildert, sondern in ihm wird eindeutig auf eine grundlegenden Gesetzmäßigkeit in der Schöpfung hingewiesen. Jede Tat aus bewusstem Krafteinsatz kann nur geschehen, weil der Handelnde lichtfähig ist – wie Eckartshausen sagt – weil seine mikro-kosmischen Kraftfelder die Kräfte aus dem All assimilieren und diese für die beabsichtigte Aktion wirkfähig umwandeln. Jeder Mensch vermag darum nur die Energie verwenden, die mit ihm eine Verbindung eingegangen ist, weil sie von ihm angezogen werden konnte und ihn darum durchströmt und belebt. An der Art und Weise, Dynamik und Melodie, sowie der Zusammensetzung dieses Stroms von Kräften kann jeder Mikrokosmos gesehen und von dafür geeigneten Wesen – Menschen, Devas, etc. – erkannt werden. Dies geschieht in vielfacher Hinsicht, zumal die Menschheit als Ganzes einen Auftrag zu erfüllen hat, wobei jeder, ebenso wie in einem Orchester bei einer Symphonie seine Partitur zu spielen hat. Diesbezügliches Fehlverhalten wird liebevoll korrigiert, was sich bis in körperliche Veränderungen auswirken kann, die vom Menschen nicht unbedingt für gut befunden werden.

Aus dieser Sichtweise ergibt sich eine weitere sehr bedeutsame Perspektive. Jedes Lebewesen, jeder einzelne Mensch, jedes Tier, jede Pflanze ist an seinem Platz und auf seine Weise immer ein mitverantwortlicher Akteur im Allgeschehen. Denn alles, was irgendwo geschieht, ist stets eingebettet in das universale Bewusstsein, die Akasha, in die alles und alle anderen mit ihren Reaktionen ebenfalls eingebettet sind, und auch in die Energiefelder, die Wasser des Lebens, die für alle ausgegossen werden. Der bekannte Satz aus der Genesis: «Der Geist schwebte über den Wassern…» – sagt es sehr gut aus: alles Sein sind Kraftfelder mit Bewusstsein.

So wird uns in der indischen Philosophie, unter anderem in den Upanischaden und der Baghavadgita erklärt, dass Brahman im Menschen nur wirken kann, wenn Atman in ihm einen Platz gefunden hat. Die wahre Wissenschaft entfaltet sich also stets im Wechselspiel zwischen dem universalen Bewusstsein der höchsten Offenbarung des Siebengeistes, dem eingeborenen Sohn und der hervorbringenden Harmonie im Mikrokosmos. Alles Wirken des Menschen ist immer die wahrhaftige Offenbarung seines totalen Seins in allen seinen Feldern. Oder anders gesagt, in seinem Tun und Handeln zeigen sich stets die Kraftwirkungen, alle bewussten und unbewussten Absichten und Begehren, bilden sich die Komponenten ab, die ihn handeln lassen. Für den Menschen, der das weiß und sehen kann, bleibt nichts verborgen.

In unseren Tagen der beginnenden Aquariuszeit ist es eine der höchsten Aufgaben für alle Menschen, sich von allen Egoismen zu verabschieden und die Verantwortung dafür zu übernehmen, dass jeder im Feld des allumfassenden Bewusstseins mit jedem verbunden ist. Jeder Gedanke, jede Handlung hat eine Auswirkung auf alle anderen Mitbürger unseres Lebensfeldes und darüber hinaus. Was sagt uns Mirdad (Akteur in dem gleichnamigen Buch von Mikhaïl Naimy) über unser Denken: «Jeder Gedanke ist wie mit großen Lettern an den Himmel geschrieben, und jedes Wort kann von aller Welt gelesen werden.» Und die Chaostheoretiker wagten zu behaupten: Ein Flügelschlag eines Schmetterlings in Mexiko kann einen Tornado in China auslösen.
Liest man in den heiligen Büchern und Folianten, dann stolpert man ziemlich oft über Aussagen wie: Du sollst; Du musst! etc.. Es sollte einem bewusst werden, dass das alles keine Vorschriften und Gebote für einen verirrten Materialisten sind, der sich als unabhängige Persönlichkeit in der Freiheit seines Seins erfindet, sondern diese Aussagen formulieren ein prinzipielles Grundgesetz: Alles und alle sind miteinander verwoben wie in einem großen schillernden Seidentuch aus Marrakesch. Und wer an der einen Seite des wunderschönen Tischtuches einen Faden zieht, reißt möglicherweise die ganze Tischdekoration mit herunter. Im Nachhinein, wenn das Unglück geschehen ist, will es niemand gewesen sein. Und sie haben natürlich aus ihrer Perspektive eines Materialisten so recht, denn sie konnten die unstofflichen Wirkkräfte nicht mit ihren materiellen Sinnen und ihrer eingebildeten materialistischen Denkweise verfolgen.
Das Weltgeschehen beweist: es ist genug falsches Denken und Handeln von Menschenhand geschehen, in dem das Resonanzgesetz des irdischen Tränentals ignoriert wurde. «Sie haben Augen und können nicht sehen, sie haben Ohren und können nicht hören.» Dennoch wird das Chaos immer und immer wieder fortgesetzt. An allen Orten ist es zu merken und die Verwirrung und das Leid der Menschen wird täglich größer. Die Menschen verhalten sich wie der in der Ballade von J.W. von Goethe beschriebene Zauberlehrling, der die hervor gezauberten Besen nicht mehr beim Wasser-Holen bändigen kann.

Wer wahrlich geisteswissenschaftlich arbeiten will, wer zu höherer Erkenntnis kommen will, wird die heiligen Bücher und Philosophien aller Kulturen aus der Perspektive der menschlichen Evolution studieren müssen, die noch nicht abgeschlossen ist und noch auf ihre Vollendung im Allbewusstsein harrt. Aber nicht nur studieren und theoretisieren, bis die Gedankenwolken in den Hörsälen dick zum Schneiden geworden sind! Vielmehr sollte jeder Student die Quintessenz der Gedanken in die eigene Lebenshaltung hineinziehen, wenn die Theorien es ermöglichen. Wenn sich die Philosophien allerdings nur um sich selbst und ihre eigenen Aszendenten drehen, dann sollte man sie schnellstens dem Antiquariat überlassen. Dabei ist heute wohl weltweit ein alles entscheidender Schritt von möglichst vielen Menschen zu machen. Aber das wird in der uns umfangenden Sphäre der rächenden Äonen nicht so leicht werden. Nahezu alle Religionen und Philosophien, und natürlich alle ihnen unterliegenden Wissenschaften beschreiben „Gott“, oder wie er auch immer in anderen Sprachen oder Zivilisationen genannt wird, außerhalb des Menschen. Es ist immer ein Hier und ein Dort, hier der Mensch und dort das Göttliche, die Welt der Ideale. Mit dieser Annahme, Hypothese oder Fiktion, die diesem nahezu unausrottbaren Dogma der letzten Jahrtausende werden alle Gläubigen für einen Archont und seine Äonen ausgebeutet. Besondere Stärke und Ausbeutungsdramatik erreichten alle diejenigen Götter, die personifiziert und mit Hilfe von Statuen oder menschenähnlichen Plastiken dargestellt, mit Opfergaben verehrt und angebetet wurden, wegen egoistischer Wunscherfüllung. Aus meinem Elternhaus erklingt die mütterliche Ermahnung: „Hilf Dir selbst! Dann hilft dir Gott!“ Dieser Satz bekommt jetzt eine tiefe Bedeutung, denn es geht nicht darum, dass irgend ein Gott mir helfen wird, wenn meine kleinmenschliche Hilfe zu versagen droht, nachdem ich mich unsäglich bemüht habe. Nein und abermals nein. Der Gott ist nicht außerhalb des Mikrokosmos. Er ist ein wesentlicher Teil des Systems, sogar der absolut wesentlichste.
Ich muss ihn nur erwecken. Das Vermögen dazu ist implementiert: Atman, der eingeborene Sohn, die Verbindung mit der Monade. Für diese Erweckung der höheren Begehren, der höheren Astralfelder des Mikrokosmos, und des höheren Denkens und Erfassens mit den noch fehlenden Ansichten der Mentalis, muss der Mensch aktiv die Verwirklichung der persönlichen Heiligung in der Materie völlig aufgeben. Die Anhänger des alten Humanismus, der unsere Kultur hat versteinern lassen, lehnen eine solche Vision total ab. Sie stellen sich vor, der Mensch habe dann kein individuelles Ziel mehr, er verliert seine Persönlichkeit . Wie könnte der Mensch, der zu einem viel höheren Denken vorgestoßen ist, der alle niederen Begierden auf das biologische Minimum reduzieren konnte, ohne jedes Verzichtserlebnis, wie könnte er den Verlust seiner materialistischen Erscheinung als schmerzhaft erfahren? Ihm wurde die zur Zeit höchst erfahrbare Möglichkeit seines „göttlichen“ Bedenkens und Erfassens geschenkt, eingebunden in die Gedächtnisse aller mentalen Felder des Sonnenkosmos. Die aktuelle Persönlichkeit ist nicht das höchste Gut des Menschen und auch nicht die Krone der Schöpfung. Sie ist Teil eines sich entwickelnden Mikrokosmos, einer sich weiter entfaltenden Zelle innerhalb des Kosmos, die zu einem neuen Evolutionsschritt gedrängt wird. Die Überlieferungen und die kosmischen Entwicklungen fordern die Menschheit auf, alles irdische materielle Hin- und Hergeschiebe auf allen Ebenen, also Sport, Kommerz, Kunst, Kultur, Humanität Karitas und Religion, insoweit es über die Grunderfordernisse der irdischen Existenz hinausgeht, aufzugeben, um zu dem einen fundamentalen Ziel zu gelangen. Das wahrhaft erwachte Denken und Erfassen stößt vor in einen weiteren Bereich der universellen Kommunikation des universalen Bewusstseins, in dem die Wesen und Entitäten für die Kohabitation aller Galaxien im All wirken. Dafür kann bereits heute die persönliche stoffliche Existenz viel weiter begriffen und als ein Instrument des Erwachsenwerdens verwendet werden, während sie gleichzeitig, ohne Schaden zu nehmen, mit dem kollektiven Leben aller Kosmen des Sonnenlogos verschmilzt. Das Motto, das dem Hermes Trismegistos nachgesagt wird: «Alles empfangen, alles umwandeln und dann alles wegschenken!» – ist die grundlegende Formel für das universelle Resonanzgesetz, für die Wirkung und Erleuchtung allen Seins. Die Schöpfung im All verläuft nach diesem Spiegelgesetz: «Gib, so wird Dir gegeben.» Wer viel gibt, dem wird viel gegeben. Wer wenig gibt, dem wird auch das noch genommen, was er bereits hat, sagt Jesus im NT zu seinen Jüngern!

Trennen wir uns endgültig von den Ideologien der experimentellen Freiheitsphilosophie der vergangenen Jahrhunderte und beginnen wir als wahrlich moderne Menschen zu akzeptieren, dass viele Hinweise im Neuen Testament oder anderen heiligen Büchern keine Gebote oder Verbote sind, denen wir von „Gottes“ wegen gehorchen müssen, wobei wir uns unter Umständen noch überlegen können, ob wir sie befolgen müssen oder nicht. Die Gesetze, die Jesus konkret und in Gleichnissen vor seine Jünger oder Zuhörer stellt, weisen auf die grundlegenden, stets ablaufenden Gesetze hin. Alles Leben und Sein läuft nach diesen einmal gesetzten Prinzipien des Universums ab. Und es ist noch niemals ein Held geboren oder ein Demiurg geschaffen worden, der auch nur einen Tüttel daran ändern konnte. Jeder wird das ernten, was er gesät hat, auch wenn er längst kein Bauer mehr ist. Auch ein Banker wird seinen Lohn einstmals erhalten, je nach der Messlatte seiner Verwirrspiele. In dem fundamentalen Prinzip der Nemesis, der isobaren Resonanz, zeigt sich das Bild der Verantwortung eines Jeden für sich selbst, aber auch seine sehr persönliche Verantwortung für die ganze Schöpfung. Daran wird er nach seinem stofflichen Ableben gemessen werden. Da auch sein Mikrokosmos einmal als ein voll funktionsfähiges Werkzeug in das Allgeschehen integriert werden soll, wird er im Jenseits ganz besonders für ihn kalibrierte Ereignisse absolvieren müssen, die dann auch seine Einsichtsfähigkeit trainieren und zu höheren Denkmöglichkeiten befähigen wird.

Wer heute bereits bei allen seinen Aktivitäten immer weiß, dass er in der fundamentalen Kraft des Allbewusstseins geführt wird, die von vielen Menschen als Christus bezeichnet wird, von dem Kraftfeld, ohne das wir Menschen ohnehin nichts tun können, der bekennt jetzt schon einen Irrtum der Selbstheit, die Verlogenheit des Egoismus. Ein solcher Mensch wird in einen Strom des evolvierenden Bewusstseins aufgenommen, denn die Barmherzigkeit, die Liebe und die Weisheit des Allbewusstseins sind stets vollkommen. Die Harmonie und die Ordnung im All werden durch das Resonanzgesetz beschirmt, bis alle Evolution zum universellen Bewusstsein erfüllt sein wird. In der ägyptischen Urgnosis kann man den uralten Gedanken finden: „Wer sich innerlich sorgfältig in die Evolution seines Denkens und Seins vertieft und alles damit verbundene mit den erwachenden Augen seines erhöhten Begehrens beharrlich betrachtet, wird den Weg zum erneuerten Denken und Erfassen finden; oder noch richtiger: Die Vorstellung des universalen Bewusstseins selbst wird jeden auf diesen Weg führen. Die innerliche Ausrichtung auf diesen Weg der Erleuchteten hat zur Folge, dass sie jene, die mit einer solchen Hinwendung einmal begonnen haben, in ihrer Macht umfangen hält und zu sich nach oben zieht, wie ein Magnet das Eisen.“
Bei aller Religion geht es also nicht um die Vernichtung oder Auflösung des bestehenden Menschen, sondern um eine grundsätzliche innere Evolution des Begehrens und Denkens. Innerhalb der anstehenden Inkarnationszyklen werden sowohl das Astralfeld als auch das Mentalfeld vollendet, damit in den nachfolgenden Inkarnationen die nirvanischen Felder dem Mikrokosmos eingegliedert werden können. Selbstertötung und Askese in allen ihren irdischen Erscheinungen sind Vortäuschungen. Letztlich dienen diese Fehlinterpretationen nur den jeweils zugehörigen Äonen, um den Menschen ihrer Äther und astralen Kräfte zu berauben, wie der Schäfer seine Schafe hält, um sie nach pfleglicher Behandlung jährlich scheren zu können. Ja, es ist eigentlich noch viel schlimmer. Jeder Verzicht auf die notwendigen körperlichen und psychischen Bedürfnisse des natürlichen menschlichen Miteinander bedeutet, dass ungenutzten Energien des Mikrokosmos freibleibend in das Jenseits ausgestoßen werden, wo sie sich entsprechend ihrer egoistischen Polarisation zusammenballen, um sich von dort erneut mit Menschen zu verbinden, die aus karmischen Gründen für sie empfänglich sind. Diese werden dann durch die unbewusste Beeinflussung zu höchst unappetitlichen Steigerungen, z.B. der Fresssucht oder der Sexualität angestiftet. Auch um diesen unüberschaubaren Folgen intelligent vorzubeugen, sollte sich jeder bei aller mentalen Ausrichtung normal und vollkommen natürlich verhalten, dem eigenen Körper und auch seinen Mitmenschen, der Natur und der Gesellschaft gegenüber, maßvoll und völlig neutral.


Worterklärung

Das Resonanzgesetz
Auf eine einfach Formel gebracht heißt es: Gleiches zieht Gleiches an. Es kann am schönsten mit einer Stimmgabel ausprobiert werden. Stellen wir eine Stimmgabel, die auf den Kammerton A‘ abgestimmt ist, fest auf eine Tischplatte. Spielt nun ein Pianist auf seinem Klavier den Kammerton A‘, dann erklingt auch die Stimmgabel und überträgt diese Vibration direkt auf die Tischplatte. Dieses Modell mit dem Piano und der Stimmgabel symbolisiert die Art und Weise, wie das ganze All miteinander kommuniziert. Es kann auch als die isobare Resonanz bezeichnet werden.

Nicht der Schwingungskörper als solches ist wirklich entscheidend, obgleich nicht unbedeutend, denn er muss rein schwingen können, sondern die spezielle Vibrationsaffinität, der Vibrationsschlüssel. Sympathie heißt Mitleiden. Man kann auch Mitschwingen sagen. Beachtet man dabei ein wenig die Wellentheorie der Physik, werden einige charakteristische Eigenschaften der elektromagnetischen Resonanz deutlich, die für alle Kraftfelder gültig sind. Für jede Welle oder Vibration kann eine Grundschwingung bestimmt werden, die von verschiedenen Parametern abhängig ist, denn die Schwingung entwickelt sich in einem Kraftfeld, in dem vor allem der Pulsator die Grundfrequenz – Länge und Amplitute der Wellen – bestimmt. Man könnte sie auch als Grundfarbe benennen oder als Grundton. Die Basisvibration bekommt dort Eigenschaften der Energie, Lichtfülle, Schnelligkeit und Intensität oder andere. Diese Grundschwingung kann von einer anderen Vibration, z.B. einer Melodie, überlagert werden, wodurch die Basisschwingung nicht verändert wird. Diese Überlagerungen, in der Musik als Melodien bekannt, können auf der Grundschwingung mehrfach aufgesetzt sein. Dabei müssen sie allerdings immer den selben Vibrationsschlüssel wie die Basisschwingung haben. Das ist natürlich immer gewährleistet, wenn Basisvibration und Melodie zum gleichen Kraftfeld gehören und dort integriert sind.
Die Menschen leben in einem Spiegelkabinett, könnte man sagen. In Indien ist der Begriff Maya für alles materielle Geschehen ganz normal. Alle Bewegungen in den Kraftfeldern des Mikrokosmos und alle Kommunikation mit diesen zu den Sphären des Kosmos ist nach den Spiegelgesetz oder Resonanzgesetz organisiert, ganz gleich ob mit der materiellen Wahrnehmung oder mit der ätherischen, astralen und mentalen „Schau“. Immer und überall gilt: „So wie es in den Wald hinein schallt, so schallt es auch heraus!“ Darum gibt es auch den weisen Ratschlag: „Was Du nicht willst, das man dir tut, das füge keinem anderen zu!“ Da aber der Mensch, wie jeder bei sich selbst und in der Welt sehen kann, diesen Rat keineswegs ununterbrochen befolgen kann, und viele internationale Katastrophen gelegentlich das totale Gegenteil zu beweisen scheinen, gibt es wohl eine starke Behinderung dafür. Dennoch bleibt das Motto, das dem Hermes Trismegistos nachgesagt wird, stets und überall gültig: «Alles empfangen, alles umwandeln und dann alles wegschenken!» – ist die grundlegende Formel für das universelle Resonanzgesetz, für die Wirkung und Erleuchtung allen Seins. Die Schöpfung im All verläuft nach diesem isobaren Resonanzgesetz: «Gib, so wird Dir gegeben.» Wer viel gibt, dem wird viel gegeben. Wer wenig gibt, dem wird auch das noch genommen, was er bereits hat, sagt Jesus im NT zu seinen Jüngern!

 

Vision 13. Februar 2016; redigiert 15. Mai 2017

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Gibt es eine Freiheit der Entscheidung?

Die Freiheit – Welche Freiheit ist es wert?

In der allgemeinen Diskussion über die Religionen oder über politische Ansichten wird eine ganze Reihe von Begriffen benutzt, die aus einer metaphysischen Idealität abgeleitet sind. Gerne werden diese in der Argumentation für oder gegen Ansprüche oder Beurteilungen emotional aufgeladen verwendet. Gerade die „Freiheit“ ist in der westlichen Kultur eine ganz besonders „heilige Kuh“. Die persönliche Freiheit des Seins darf unter keinen Umständen verletzt werden. Allerdings gibt es heute sehr viele Staaten, in denen die Freiheit vor allem als eine an die von der Regierung geforderten Gesetze angepasste Lebenshaltung definiert wird. In Europa und Amerika kennt man in Glaubenssachen die Religionsfreiheit, in den Medien herrscht die Pressefreiheit, und im Kommerz die freie Marktwirtschaft. Wer diese Freiheit definiert, wissen alle. Die freiheitliche Selbstentscheidung für oder gegen einen Trend bleibt ein ganz wichtiges Argument für die Menschenwürde gegen jede Art der politischen oder religiösen Abhängigkeit oder Unterdrückung, je nach persönlicher Ansicht oder Erkenntnisvermögen. Zahlreiche Philosophen haben sich bei ihren Auseinandersetzungen mit diesem Thema längst auf die „bedingte Freiheit“ von etwas zurückgezogen. Niemand ist in der Lage, sich eine Elle länger zu machen, und kein Mensch kann sich lebensnotwendigen Sachzwängen wie Hunger, Durst, Notdurft, etc. wirklich aus eigenem Entschluss entziehen. Natürlich sollte eine gesellschaftliche Struktur jedem Menschen einen großzügigen Raum ermöglichen, in dem er seine eigene, von staatlichen Repressalien freie Lebensform finden kann, mit der er seine persönlichen Vorstellungen praktikabel umsetzen möchte. Dennoch bleibt sogar dieser „freie“ Lebensraum – wie jeder weiß – von bestimmten Regeln und Pflichten gegenüber der Gruppe und Gesellschaft eingerahmt. Schon der deutsch-schweizer Philosoph Karl Theodor Jaspers ließ seine Leser wissen: „Es darf keine Freiheit geben zur Zerstörung der Freiheit!“


Sollte Dir ein Gedanke zu dem Text einfallen, dann schicke ihn mir bitte zu.  Vielen Dank.


Es ist dabei allerdings doch sinnvoll, den idealisierten und oft als politisches Druckmittel eingesetzten Begriff Freiheit genauer unter die Lupe zu nehmen. Vor allem aus dem klaren Wissen heraus, dass der Mensch mehr als eine stoffliche Person ist, die für die Gesellschaft die jeweils notwendigen Klassifikationen bekommt, wie z.B. Wähler, Konsument, Demokrat, Rechtspopulist etc, nämlich ein komplexer Mikrokosmos. Dadurch bekommt die Freiheit einen besonderen Klang. In der Esoterik ist längst bekannt, dass der Mikrokosmos eine Zusammenwirkung von mindestens vier (7 oder 12) Sphären oder Kraftfeldern ist. Die ersten vier Felder sind die Stoffsphäre, das Ätherfeld, das Astralfeld und das Mentalvermögen, womit der Mensch mit seinem Verstand denken kann. Das spitzt sich weiter zu, wenn man berücksichtigt, dass der Mikrokosmos mit seinen vier oder sieben Kraftfeldern niemals frei und kontaktlos in der Atmosphäre der Erde herum schwebt wie ein Luftballon. Vielmehr ist der Mikrokosmos ganz eng in die entsprechenden Kraftfelder des Kosmos eingebettet, womit ein beständiger Kräfteaustausch gewährleistet ist, ohne den kein Wesen lebensfähig wäre. Damit steht die Persönlichkeit in einer permanenten isobaren Resonanz, die nach den Regeln „Gleiches zu Gleichem“ abläuft. Die isobare Resonanz sorgt stets für den Selbstschutz und die innere Harmonie.

Diese vor allem feinstofflichen Wechselwirkungen berechtigten den deutschen Philosophen Ludwig Feuerbach zu sagen: „Der Mensch ist, was er isst.“ Ludwig Feuerbach kannte zu seiner Zeit noch nicht den Mikrokosmos, sonst hätte er wohl ergänzt, dass der Mensch auch von den ihn durchströmenden Ätherkräften, der sehr bewegten Astralis sowie der Mentalis in seiner ganzen Lebenshaltung deutlich beeinflusst wird. Der Äther baut die stoffliche Substanz auf, die Astralis bestimmt mit ihrer Dynamik über Begehren und Wünsche alle angestrebten Lebensziele und die Mentalis ermöglicht das Erfassen, Bedenken, Beurteilen sowie Entscheiden und das Erinnern. So wird natürlich in allen esoterischen Gruppen sehr viel Wert auf die Nahrung gelegt. Selbstverständlich ist die erwünschte Geisteshaltung eines jeden Mitglieds in ein bestimmtes Verhaltensmuster eingebunden (asketisch, hohe Moral, 10-Gebote, Sündenregister und Beichte etc.), die die so vielfach gepriesene Freiheit arg einschränkt.

Auch wenn man diese unstofflichen Felder nicht direkt wahrnehmen kann, so spielen sie letztlich eine viel größere Rolle bei der Ausprägung der Lebenshaltung als die materielle Nahrung. Darum sagte Jesus von Nazareth zu seinen Jüngern: „Nicht das, was der Mensch durch den Mund aufnimmt, macht ihn vor Gott unrein, sondern das, was aus seinem Mund herauskommt, verunreinigt ihn. (Matth. 15.11)“. Zur Erweiterung dieses Gedankens wäre auch das Zitat aus Matth. 4.4 hilfreich: „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeglichen Wort, das durch den Mund Gottes geht.“ Dieser Ausspruch verweist auch auf die Tatsache, dass der Mensch vor allem durch feinstoffliche Kräfte gelebt wird, unabhängig von allen kirchlich-christlichen Ressentiments.  Es wäre natürlich heilsam und förderlich, wenn der Mensch und sein Mikrokosmos angesichts seiner kosmischen Verantwortung aus höheren Kräften leben könnte, den höheren astralen und mentalen Speisen. Dafür wird von einigen Institutionen eine total andere Lebenshaltung in dieser Welt angeordnet, zu der sich eigentlich jeder Mensch durchringen könnte. Zunächst sieht das natürlich so aus, als müsste der Mensch dann in einer neuen Abhängigkeit leben, denn er richtete sich erneut mit seinem nach Freiheit drängenden Wesen in die Abhängigkeit einer Autorität.

Natürlich ist es zunächst ein bestürzendes Bild, dass der Mensch bei genauem Hinschauen eigentlich niemals wirklich frei sein kann, weil er ununterbrochen in einen lebendigen Kraftstrom eingebettet ist, wie der Fisch im Wasser. Bei allem Geschehen geht es wirklich darum, dass jeder Mensch in die Lage versetzt wird, zu erkennen – ohne jeden sonstigen äußeren Zwang – dass er sich endgültig zu entscheiden hat, aus welchem Kraftstrom er gelebt werden will. Wer sich für die Evolution des Mikrokosmos und des Kosmos entscheidet, wird frei von den irdischen Gesetzen der Materie, der Zeit und der darin waltenden Polarität, die sich in den niederen astralen und mentalen Sphären ausgebreitet hat. Die Regeln des Werdens und Vergehens sowie die Licht-und-Schatten-Wirkung der Bipolarität sind Bestandteile der Nemesis, der geschickten Führung der kosmischen Kräfte, um den Menschen, jeden Menschen, zu seiner eigenen Erkenntnis und Einsicht zu bringen. Wer nun wahrlich erkennt, kann prinzipiell in einen Strom der ewig fortschreitenden Entwicklung zur Wahrheit aufgenommen werden.

Um sich ein vollständiges Bild von den Zusammenhängen der diversen Sphären machen zu können, sind in den folgenden Abschnitten alle Einflüsse dargestellt.

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1. Die Einflüsse aus Makrokosmos und Kosmos

Die 12 Häuser des Tierkreises mit ihren Sternbildern wirken durch die als Tiere symbolisierten Kräfte erstens auf die kosmischen Sphären der Akasha-Chronik, zweitens auf die Konstellationen in der aurischen Sphäre des Mikrokosmos mit der Lipika und drittens direkt auf die mentalen Vermögen der Persönlichkeit.
Schon die antiken Astrologen wussten davon, dass in jedem Sternbild des Tierkreises eine Wesenheit herrscht, ein bewusster Demiurg oder Deva, der mit einer sehr speziellen Kopie der Idealität das materielle Weltfeld für die Menschheit zu formen hatte. So prägen 12 Kräfte dem Denken und Begehren ein Raster aus entscheidenden Prinzipien und Werthaltungen auf. Jede menschliche Inkarnation steht unter der klaren Dominanz eines dieser Häuser im Tierkreis, wie es in den astrologischen Dispositionen in etwa dargestellt wird. Uneingeschränkt erhält jeder Mensch sein Charakterbild, das diese Grunddominanz spiegelt und wird sein Leben lang daraus leben, begehren, fühlen und denken! Die Planetenkonstellationen und Mondknoten etc. des Sonnensystems bestimmen vor allem in den mentalen, astralen und ätherischen Feldern sowohl die individuelle Dynamik als auch die Sensitivität. Die Mondkräfte beeinflussen das Wachstum im Stoff sowie den endokrinen Kreislauf bezüglich Aggression und Fortpflanzung. Das Wesen Erde bestimmt, wie und wo der Körper geboren wird, d.h. wie seine Konstitution und seine physischen Vermögen ausgeprägt sein werden und
wie im klimatischen und sozialen Rahmen seine weitere physisch-materielle Entwicklung ablaufen wird.

2. Einfluss aus den 7. Kraftsphären der Erde

In der Mentalsphäre versammeln sich die Gedankengebilde aller Menschen in ihren Prozessen für die Evolution. Bedauerlicherweise bündeln sich dort auch die absonderlichen Gedankengebäude einer paradiesischen Welt im materiellen Weltfeld, die von zig Milliarden Menschen in ungezählten Inkarnationen der arischen Ära ausgesendet wurden und werden. Somit wirkt diese Sphäre mit prall gefüllten Sehnsüchten nach einem Paradies auf Erden zurück auf die Menschheit. Im Devachan tummeln sich neben den die Natur erhaltenden Entitäten zahllose tellurische Demiurgen aus allen Zeiten, die um ihren Selbsterhalt willen stets die Menschen beeinflussen müssen.

Die Astralsphäre vibriert in allen natürlichen Begeh-ren der Selbst- und Arterhaltung, aber auch in den ungeheuerlichsten Begierden der Menschheit. Ein gigantisches, völlig ignoriertes Problem formiert sich immer deutlicher: In der astralen Sphäre verlöschen langsam die Astralleiber aller Tiere, die vor Ende ihres Lebensfadens für die Nahrung der Menschen oder zum Opfer für religiöse Feste (Islam) getötet werden. So schwingt in dem astralen Feld der Welt, rund um den Globus zirkulierend wie die Luftströmungen, massiv die animalische Existenzangst, die von den ausvibrierenden Körpern der hingerichteten Tiere ausgeht. Natürlich vegetieren in dieser Sphäre auch sämtliche Astralschemen der Mikrokosmen, die durch Krieg, Mord, Selbstmord oder Unfall vorzeitig ihren Stoffkörper verloren haben. Das alles hat zu einer unvorstellbaren Verschmutzung dieses Kraftfeldes beigetragen, und niemand braucht sich zu beschweren, dass die kriegerischen Konflikte immer bestialischer ausgetragen werden.

In der Äthersphäre verlöschen die Ätherleiber aller Toten. Nicht zu vergessen, auch Tiere und Pflanzen haben Ätherleiber, die im Jenseits vergehen müssen, wenn sie vor Beendigung ihres Lebensfadens in ihrer physischen Existenz vernichtet wurden. Viele Naturgeister wesen darum im Ätherfeld und kümmern sich permanent um die Reinigung dieser Sphäre. Durch diese beachtenswerte Hilfeleistung wird das materielle Leben auf der Erde einigermaßen bewahrt. Man bedenke dabei immer: Jede materielle Umweltverschmutzung ist zunächst eine direkte Verschmutzung des Ätherfeldes. Das was auf der Erde in Gewässern oder im Meer unsichtbar versenkt wird oder in Wüsten, Tundren oder weiten Steppen verborgen abgeladen wird, entlässt seine ätherischen Vibrationen weltumspannend in die Atmosphäre und verdirbt die Qualität des kosmischen Weltäthers. Und alle Menschen sind jede Sekunde ihres Lebens dazu gezwungen, aus diesem total verunreinigten Feld ätherisch zu atmen. Letztlich wächst alle Nahrung nicht nur stofflich, sondern vor allem im Ätherfeld, ganz gleich ob Bio oder Ayurveda – und alle Menschen und Tiere ernähren sich jeden Tag davon.
In den höchsten mentalen Sphären des Devachan arbeiten Entitäten für die Menschen, damit diese, soweit als möglich, innerhalb der aktuellen Aquarius-Periode zu einem höheren Denkvermögen vordringen können. Das wird auf Grund der fortschreiten-den mikrokosmischen Kristallisation sowie der zunehmenden Verschmutzung in allen Sphären des Kosmos immer problematischer. Wenn man bedenkt, die großen Religionen wirken schon seit mehr als 2000 Jahren auf die Menschheit ein, um wenigstens Moral und Anstand, Fairness und Humanität auf ein höheres Niveau als die existentielle Lebensnot zu bringen. Zu jeder Zeitperiode drängt sich aus der Akasha-Chronik, dem Gedächtnis der Erde, der Teil der Evolution, dessen Aufträge das Wesen Erde mit der Menschheit in dieser Zeit aufzuarbeiten hat, jedem Menschen auf. Er muss endlich die Verantwortung in der Weiterentwicklung des Kosmos erkennen und daran mitwirken. Dafür ist es notwendig, dass er sein Denken, Begehren und Handeln, natürlich im Zusammenhang mit seinem Volk, seiner Familie innerhalb seines aktuellen sozialen Gesellschaftsgefüges, absolut und pragmatisch auf diese makrokosmischen Zusammenhänge abstimmt.

Gedaechtnisse k3. Die Wirkung aus den mikrokosmischen Gedächtnissen

Vier niedere Körper, stofflich, ätherisch, astral und mental, formen zur Zeit im aurischen Wesen und unter seinem Einfluss das lebende Wesen Mensch, die Person. Das aurische Wesen, das den körperlichen Menschen adoptiert hat, bestimmt mit seinem Vibrationsschlüssel nach den Regeln der isobaren Resonanz die Qualität alles dessen, was aus dem kosmischen bzw. jenseitigen Raum aufgenommen bzw. eingeatmet, und alles, was abgestoßen wird, um das notwendige Gleichgewicht für das irdische Dasein zu sichern.

Im Unbewussten wirkt das Gedächtnis des Stoffes direkt mit dem der Äthersphäre zusammen, um den Körper mit allen Drüsen und Organen zu erhalten und die internen Funktionen zu organisieren. Aus dieser Ebene wirkt am stärksten die Kraft der materiellen Egozentrik, die kreatürliche Todesangst.

Im Atemfeld bilden sich unter dem prägenden Einfluss der Erziehung zahllose astral-ätherische Kumulies oder Golems mit psychischen Affekten und autorisierten Vorschriften, Vorstellungen und Tabus. Von ihnen werden die ätherisch-astralen „Speisen“ entsprechend polarisiert, damit sie dem Selbsterhaltungsprozess dienen können. Der Einfluss auf die Person aus diesem Gedächtnis im Atemfeld, aus den dort vibrierenden Vorurteilen und traditionell gesellschaftlichen Regeln auf das aktuelle Geschehen, ist gewaltig.

Die Astralsphäre dominiert auch mit ihrer Vergangenheit aus früheren Inkarnationen die emotionalen Bedürfnisse der innewohnenden Person, vor allem der Selbsterhaltung. In ihr bilden sich die mit starken Gefühlen aufgeladenen Phantome, die den tradierten Tabus von Stolz, Ehre und sozialen Gesetzen gehorchen. Aus dem astralen Gedächtnis stürmen alle Grundbegehren und sämtliche heiligen Gefühle der Liebe, Familie, Heimat, Nationalismus, Humanitas und Gerechtigkeit auf das Herzdenken ein. Aber auch Depression, Enttäuschung, Frust, Eifersucht, Rache und Hass finden in der Astralis ihre Domäne. Hieraus erwachsen dann, auch unter Einfluss aus dem Jenseits, alle perversen grausigen Begierden, die im unbewussten Pool entstehen und zeitweilig den Menschen dominieren. Als anschauliches Beispiel sei an die Novelle des schottischen Schriftstellers Robert Louis Stevenson „Dr. Jekyll and Mr. Hyde“ erinnert.

Das mentale Gedächtnis dient als Speicher für das intelligente deduktive Denken und Handeln, allgemein für das rationelle Bewerten des eigenen Seins. Die individuelle Vorprägung aus der Lipika des aurischen Wesens und aus dem Mentalfeld der Erde bilden die fundamentale Basis für alles Wahrnehmen, Beurteilen und kreative Kombinieren im Verstand. Aus diesen mentalen Verankerungen schöpfen alle genialen Dichter und Denker, Wissenschaftler und spirituellen Meister und Mystiker. Allerdings werden aus diesem Vorrat – unter Mithilfe der Äonen – auch raffinierte Verbrecher, finanzielle und industrielle Ausbeuter geschaffen und bei ihren Taten angeleitet.

Die Eltern mit ihrem Blutserbe geben ihre genetische Prägung an den Stoffkörper weiter. Dabei werden auch einige Qualitäten vom stofflichen Gedächtnis der Eltern an die Kinder übertragen, das über die Großeltern weit in frühere Generationen hineinreichen kann.

Die Chakren wirbeln als mikrokosmische Atmungsorgane zwischen den Kraftfeldern und transportieren permanent die entsprechend geprägten Kräfte bis in den materiellen Körper. Das Ätherfeld zirkuliert durch das Milz-Leber-System, die Astralis wird über den Herz-Lungen-Bereich verstoffwechselt, die Mentalis wird vom Neokortex und den endokrinen Organen, den unstofflichen Auren der Pinealis und der Hypophyse,  im Kopf assimiliert. Aber auch das Blut, die Nerven und das Schlangenfeuer in der Wirbelsäule sind im direkten Kontakt mit den feinstofflichen Fluiden, so dass der Mensch unmittelbar entsprechend all diesen Einflüssen denken, fühlen und handeln muss.

4. Die Wirkungen durch das aktuelle Sein

Jeder Lebensimpuls, der von einem Menschen umgesetzt wird, prägt sich direkt in das Gedächtnis der verschiedenen Kraftfelder ein und modifiziert direkt und sofort das folgende Wahrnehmen und Bedenken. Jeder neu hinzugefügte Gedanken- und Gefühls-Kumulus bestimmt stets aktuell das nach folgende Denken und Handeln. Innerhalb der angemessenen Zeitspanne, von der Geburt bis zum Tode, hat jedes der vier Kraftfelder im Mikrokosmos eine vom aurischen Wesen bestimmte Entwicklung zu vollziehen. In der Quintessenz muss der Mensch dabei pragmatisch auf den Impuls der Evolution konstruktiv reagieren. Durch das subjektive Erfassen und Erfahren seines Seins innerhalb des irdischen Chaos, sortiert er dynamisch alle Beeinflussungen und sucht stets nach der unabhängigen neuen Lebenshaltung, um zu einem höheren Denken fortzuschreiten bzw. die noch nicht vollendet konzentrierten höheren Kräfte künftig anziehen zu können.

Bedauerlicherweise wird der Mikrokosmos in seinem aktuellen Sein stets von den Äonen und Archonten, den mentalen Kräften und Fürsten unter dem Himmel, stark über das aurische Wesen und die Kräfte des Atemfeldes manipuliert, solange sich der Mensch auf die Selbsterhaltung aus den niedern Astralfeldern und der unteren Mentalis verlässt. Das führt leider in der Masse zu einem Lebensverhalten, das die vorher genannten Prozess be- bzw. verhindert. Dazu gehören zahllose Ablenkungen mit wertlosen Beschäftigungen, nutzlos repetierende Bedürfnisbefriedigungen, Drogen- und Alkoholabhängigkeiten, kurz gesagt: mit allen Verhaltensweisen, die das aktuelle Erfassen und Bewerten enorm verdunkeln oder sogar auslöschen. Dafür ist es zunächst erforderlich, die unteren astralen Aspekte der Selbsterhaltung zu neutralisieren, und die Ausrichtung auf die höheren Begehren zu stimulieren.

Leider gibt es im Jenseits auch zahlreiche Verstorbene, die sich über okkulte Übungen soweit präpariert haben, damit sie dort einen längeren Aufenthalt haben können. Diese müssen jetzt ebenfalls für ihr Daseinsbestehen zur Ausbeutung schreiten. Dafür müssen sie den stofflichen Personen ätherische und astrale oder sogar mentale Kräfte rauben , die ihrem Vibrationsschlüssel entsprechen. Dieser wurde allerdings aus den niederen astralen und mentalen Feldern geschmiedet. Darum können jene Menschen von ihnen nicht mehr angetriggert werden, die sich bereits zur höheren Astralis und Mentalis hinentwickeln. Das ist ein gewaltiger Schutz vor allen spiritistischen und anderen okkulten Phänomenen, die vor allem von schamanistischen Gruppen angepriesen werden.

5. Überkosmische Dynamik

Der Mikrokosmos hat innerhalb der universellen Evolution prinzipiell einen vitalen aktuellen Auftrag bekommen, nämlich mit seinem irdischen System in der ihm zugemessenen Zeitperiode beizutragen, die Entwicklung des Erdkosmos voran zu bringen. Endziel wäre einmal die Wiederverbindung mit dem universellen Bewusstsein, d.h. im Sonnenlogos eine vollständige Einheit zu bilden.
Die kosmische Komponenten dieser Entwicklung sind die höheren Kraftfelder, die von R. Steiner als Cherubim, Seraphim und Throne bezeichnet wurden. Sie entsprechen den auch im Mikrokosmos noch nicht zentrierten drei nirvanischen Kräfte. In der christlichen Terminologie wird für diesen Einfluss der Monade auch der Christus, der mit höheren Kräften Gesalbte, verwendet.
Die hinduistische Philosophie spricht von einem Wiedereintreten in Krishna. Für modernere Hinduisten entspräche diese kosmische Wirksamkeit auch Brahman, wie es Shankaracharya und andere indischen Schriftgelehrten in ihren Schriften erläutern.

Dieses weltumspannende Kraftpotential wirkt im Mikrokosmos über die Monade zunächst zusammen mit den höheren Entitäten im Kosmos, den Elohim, Cherubim und Throne. Auf diese Weise sorgen sie neben der Reinigung und den Erhalt der irdischen Natur innerhalb eines kosmischen Zyklus, für die innere Dynamik jedes Einzelnen solange, bis die Menschheit als Ganzes den Evolutionsschritt vollzogen haben wird.
Gemeinsam wird dabei erstens die Entwicklung des Astralfeldes der fortgeschrittenen Menschen vorangetrieben – zur Zeit sind davon wohl nur 3 oder vier Ansichten  konzentriert.
Zweitens wird dabei die Entwicklung des Mentalvermögens der fortgeschrittenen Menschen dynamisiert – zur Zeit sind hierbei nur 3 oder vier Ansichten konzentrisch verfügbar –
und drittens wird mit Hilfe der kosmischen Kräfte die Lehre, Kosmologie, Philosophie und Arbeitsweise für das Verhalten der geeigneten Menschen in der Akasha-Chronik beständig aktualisiert, die den völlig neuen Entwicklungsmöglichkeiten der modernen Menschen des 30. Jahrhunderts entspricht.

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Der Logos, das universale Bewusstsein

Im Neuen Testament steht zu Beginn des Johannes-Evangeliums 1, 1-14:
„Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Dasselbe war im Anfang bei Gott. Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht,
ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist.
In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat‘s nicht begriffen.
Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, die an seinen Namen glauben, welche nicht von dem Geblüt noch von dem Willen des Fleisches noch von dem Willen eines Mannes, sondern von Gott geboren sind.“

Mit Sicherheit ist dieser Text vielen Christen geläufig, denn es wird immer wieder von der Kanzel darüber gesprochen. Manch einer hat das Ringen Goethes in seinem Werk „Faust“ gelesen, der den Anfang des Johannes-Evangeliums letztlich abändern wollte, indem er den Begriff „Logos“ nicht in das „Wort“, sondern Logos mit der „Tat“ übersetzte. (Faust II. Teil) In der von Luther gewählten Übertragung der ersten Zeile des Johannes-Evangeliums aus dem Griechischen ist ein kleines Geheimnis verborgen, das den heutigen Menschen leicht in die Irre führen kann. Im Originaltext der Bibel steht an dieser Stelle der Begriff „Logos“ und für die deutsche Übersetzung wurde von Luther dafür „Wort“ gewählt. Möglicherweise war dem mittelalterlichen Menschen die weiter greifende Bedeutung des Wortes noch als ein Kraftprinzip geläufig. Er wusste aus seiner Lebenspraxis, dass Sprache eine bestimmte Art der Magie, der Kraftübertragung und Beeinflussung war. In unserer modernen Zeit sind Worte und Sprache zum Spielball der Werbetexter und Journalisten geworden, die beständig unter dem Druck stehen, spannende oder animierende Zeilen, Slogans, Headlines, zu finden, die beim Leser den AHA-Effekt auslösen.


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Aber auch im Allgemeinen gehen viele Menschen davon aus, dass Fakten und Probleme besprochen und so geklärt werden können. Kommunikation ist die moderne Lebensnotwendigkeit am euroamerikanischen Horizont, am Besten die totale Kommunikation mit allen Menschen über Communities mit dem Smartphone. Die technischen Medien machen die beständige Verbindung mit Freunden und ein unentwegtes Gerede über die allgemeinsten Alltäglichkeiten möglich. Es besteht natürlich ein großes Interesse daran, dass möglichst viele Menschen viel miteinander über alles Mögliche reden, denn das bringt nicht nur den Providern viel Geld ein. Mittlerweile ist so ziemlich jeder zu der Überzeugung gekommen, dass der Mensch mit Reden und Publizieren etwas Wesentliches bewegt. Man denke nur an die Internet-Communities wie facebook, Google, Twitter oder YouTube und ihre zahllosen Kopien. Man könnte sich vielleicht einmal fragen: Warum führen die Kommunikationsprofis die Menschen gezielt mit einer entsprechend gefärbten Berichterstattung in eine gesteigerte Emotionalität, die vielfach dazu führt, dass sinnvolle Überlegungen oder berechtigte Bedenken vergessen werden? Die äonischen Komponenten dieses Geschehens sollen hier jedoch nicht besprochen werden.

Auch wenn sie sich auf esoterischen oder spirituellen Wegen befinden, hören die Menschen nur selten auf den gesunden Menschenverstand. Selbst Moral, Ethik und Fairness bleiben bei den angefachten Bedürfnissen schnell auf der Strecke. Kann es sein, dass der Sinn dieses Handelns von anderen Kräften bestimmt wird, die ein sehr spezielles Interesse daran haben, dass die innere Stimme aus dem Kontakt mit der Monade von den lauten emotionell aufgeladenen Propagandabildern aus Politik, Sport, Pop-Kultur, Humanitas, Karitas und Religion übertönt wird? Für die Stimme der Stille, die nur in einer geordneten, von überflüssigen Begehren befreiten Atmosphäre aus dem Herzen aufsteigen kann, ist bei dieser Kommunikationsflut kaum ein freier Raum im Denken zu finden. Überall, verbunden mit jeder allgemeinen Mitteilung werden vorgeprägte Idealvorstellungen, Wünsche und Wollüste geschürt, die sich an den medial gezüchteten Ansichten und Wertstellungen der Kultur-Industrie, der Politiker und der heutigen Religionen ausrichten.

Jedes subjektive Selbstbewusstsein richtet sich nach dem: „Sage mir, was Du Dir leisten kannst, und ich sage Dir wer Du bist.“ Descartes erkannte sein Selbstbewusstsein noch aus dem Cogito ergo sum = Ich denke also bin ich!  Heute erwächst bei vielen Menschen das Selbstbewusstsein aus materiellem Besitz oder dem wirtschaftlichen Ansehen, dem beruflichen Erfolg – Ruhm und Ehre – und der sexuellen Potenz. Dabei beziehen sie allerdings ihre Autorität vor allem aus dem: „Ich sage etwas, also bin ich jemand!“. Denn das Sprechen gehört zu der unentbehrlichen sexuellen Aktivität des Menschen. Und heute sorgen die Pressechefs auch durch konsequent gepflegten Kontakt mit den Medien dafür, dass Politiker, Stars, Manager und Wissenschaftler – Sachverständige – öfters in Rundfunk und Fernsehen zu Wort kommen. Unbewusst berufen sich sowohl Journalisten als auch Buchautoren dabei auf das Bibelzitat: „Am Anfang war das Wort.“ – „Sie reden wie gedruckt.“ Denn sie ahnen, dass Reden und Schreiben mit einer schöpferischen Funktion verbunden ist. So können dann ihre Vorstellungen von den Hörern oder Lesern auch umgesetzt werden. Ganz deutlich ist das Phänomen bei Politikern und Lobbyisten zu beobachten, die mit vielen intelligenten Worten und autorisierter Logik die Interessen ihrer Lobby vertreten und sich geschickt in der PR- und Medienlandschaft bewegen. Dem ernsthaften Sucher nach der einen Wahrheit wird jedoch bald bewusst, dass vieles Sprechen und Dozieren alles andere als befreiend oder von irgendeinem besonderen Wert ist. Die Wahrheit selbst ist nicht auf Erden zu finden. Geschickter Lug und Betrug sind die plausibelsten Erfolgsmethoden im Kommerz. Laotse sagte unmissverständlich: „Schöne Worte sind nicht wahr. Und wahre Worte sind nicht schön.“ Denn alles auf der Erde ist Eitelkeit und Haschen nach Wind, bekennt der Priester im AltenTestament. Alles irdische Geschehen ist Maya, die Erscheinung ist in die Vergänglichkeit geboren, war schon den alten Indern eine bekannte Einsicht in das tägliche Überleben. Das kann sehr gut auch heute noch im Zusammenhang mit historischen, literarischen und journalistischen Machwerken  beobachtet werden.

Aber wie jeder aufmerksame Betrachter der Kommunikationsbranche erkennt, kann sich Niemand so ohne weiteres aus seinem kulturellen Lebenskreis heraus bewegen. Jeder benutzt selbstverständlich seine ihm bekannten Argumente, die von der existierenden Gesellschaft autorisiert sind, und die in dem Zusammenhang für seine Absichten förderlich sind. Aus Selbsterhaltung entstehen politisch anerkannte Rationalisierungen und Vereinfachungen bis hin zu missverständlichen Wortschöpfungen. Dabei wurden schon viele gute Gedanken sinnentfremdet, und dann durch Multiplikation in den Medien zu geflügelten Worten gemacht. Manchmal ist es einfacher und ungefährlicher, den Wahn zu vergrößern, als für die Realität eine Bresche zu schlagen.

Kommen wir zu unserem Zitat zurück: Im griechischen Originaltext steht im Johannesevangelium nicht der Begriff „Wort“ – in dem Sinne als Teil unserer Sprache oder eines Textes – sondern das griechische Wort: „Logos“.  Und Logos beinhaltet wesentlich mehr als eine sinnvolle Buchstabenfolge,  die ein Mensch aussprechen oder auf ein Papier drucken kann. Es handelt sich bei dem Begriff „Logos“ um eine umfassende Definition der sieben Kraftwirksamkeiten des ursprünglichen und unaussprechlichen Gottes. Es gibt esoterische Kreise, denen ist bekannt, dass die Wirksamkeit Gottes mit dem Heiligen Siebengeist einhergeht. Darum wird auch in der Kabbala gesagt: dass der unaussprechliche „Name“ Gottes 7 Buchstaben hat.

Auch hier wird vom Wissenden versucht, eine Wirkungsweise des erhabenen unbegreiflichen alles umfassenden Kraftfeldes allegorisch zu verdeutlichen, die für unser auf die Materie gerichtetes Denken unbegreiflich bleibt. Dieses an das stoffliche Bewusstsein gebundene Wahrnehmen sieht immer nur abgegrenzte Form neben Form, geschlossenen Körper neben Körper. Die Polarität der Gegensätze von Licht und Schatten und die physikalischen Begrenzungen bestimmen unser Wahrnehmen und dominieren unser Denken.
Selbst beim Beschreiben quantenphysikalischer Vorgänge bleiben die Erfahrungen des Nebeneinander verschiedener Wirksamkeiten, wie in der Mechanik, im Bedenken der Forschungen dermaßen dominant, so dass sie sich selbst bei der Definition zusammenwirkender Phänomene des Lichtes immer wieder von mechanischen Gesetzen leiten lassen, die in der körperlichen Physik üblich sind. So werden in ihren Berichten aus Kraftfeldern verständliche Modelle gebaut, wo festgestellte Strahlen sich überlappen, sich ergänzen, aufhäufen, summieren oder gegenseitig auslöschen. Die Weltsprachen sind allerdings über die Jahrhunderte zu kommerzialen Sprachen geworden, die absolut erforderlich waren, um Handelsgüter messen, wiegen und berechnen zu können

Hinter dem Begriff „Logos“ steht allerdings eine alles umfassende Einheit von 7 Kosmen, 7 Dimensionen und 7 mal 7 Kraftwirksamkeiten, die in dem und durch das alles umfassende Gesetz der isobaren Resonanz wirken, leben und schöpfen. „Von Herrlichkeit zu Herrlichkeit.“ Wer sich von allen der irdischen Physik entnommenen Vorstellungen befreien kann, in seinem tiefsten Inneren werden diese herrlichen Gedanken der grundlegenden Einheit widerhallen. Dann kann es auch sein, dass aus dieser Stimme das Bild der Rose aufscheint, das an einigen Stellen der religiösen Weltliteratur angedeutet wird. Welchen Namen diese Manifestation dort auch haben mag, sie ist ein komplexes Bild für das alles einschließende „Wort“ Gottes, den Logos.

Unsere gewohnte Denkweise arbeitet stets mit Bildern von Körpern, Teilchen und Korpuskeln. Dabei sträubt sie sich mit allen erdenklichen rückwärts gewandten Rationalisierungen und aus der Vergangenheit geborenen Vorstellungen längst verflossener Autoritäten gegen eine Welt der Kraftfelder, der Wellen des Lichtes, wie sie in manchen mystischen Berichten über göttliche Erscheinungen mittels symbolischer Bilder erwähnt werden. Wenn der moderne Mensch mit den autorisierten Begriffen seiner Wirklichkeit die Erklärungen nicht erfassen kann, dann werden sofort tausend Zweifel an ihrer Tatsächlichkeit laut. Das ist ganz natürlich, denn alle weisen Denker konnten ihre Symbole immer nur aus dem Bildervorrat entnehmen, den sie in ihrem Leben aus ihrem persönlichen sinnesorganisch erfassbaren Umfeld nehmen konnten. Und sie mussten es tun, weil sie nur auf der Basis dieser Bilder von ihren Zuhörern verstanden werden konnten. Dafür erzählten sie dann wundervolle Allegorien oder Sinnbeispiele, die für Ereignisse in einer allgemein gültigen Welt stehen, die nur und ausschließlich durch Vibrationen, Klängen oder Licht geschehen.

Auch die Manifestation der Materie ist nur eine besondere Energieform des elektromagnetischen Lichtspektrums, wie die Kernphysiker heute durchaus bestätigen werden.

„Am Anfang war der Logos.“ Aus ihm ist alles gemacht, was gemacht ist. Diese allumfassende Einheit enthält einerseits alle Ideale von Weisheit, Liebe, Harmonie, Gerechtigkeit, andererseits auch alle Kräfte, vibrierende Energie, das Licht, den Klang, die Gravitation, ja, das Werden und Leben aller Schöpfungen, Galaxien, Universen, Entitäten und Wesen in allen metaphysischen Räumen, natürlich auch aller Menschen, aller Mikrokosmen, Monaden oder Urtypen. Die Ideen des Logos erschaffen aus der „Materia Magica“, dem universalen Bewusstsein, reflektieren in dem ursächlichen Kraftfeld der Offenbarung, dem einen überaus strahlenden Licht des allumfassenden Bewusstseins, der höchsten Energie im All nach den Gesetzen der isobaren Resonanz die Herrlichkeiten seiner Offenbarwerdung. In diesen Kräften gibt es kein Nebeneinander und niemals ein Gegeneinander. Sie wirken und entfalten sich in einem stets fließenden Miteinander. Sie reflektieren und inspirieren sich untereinander und schaffen auf diese liebevolle Weise stetig absolut neue Möglichkeiten der göttlichen Weisheit und Barmherzigkeit.

Wenn Eva in der klassischen Mythe unter dem Baum der Erkenntnis auf Geheiß der Schlange Adam einen Apfel gibt, dann ist das nur im christlich kirchlichen Sinne der Sündenfall. Im gnostischen Sinn werden die symbolischen Figuren völlig anders gesehen. Adam stellt den aktiv-dynamischen Aspekt des Geistes und Eva das gebärende, hervorbringende Vermögen der universellen Alloffenbarung dar. Die Schlange der Weisheit inspiriert Eva, Adam den Schlüssel, das Symbol für den irdischen Evolutionssprung zu schenken: einen Apfel. Nun muss man im europäischen Kulturraum berücksichtigen, dass dort, wo diese Geschichte eigentlich zu Hause ist, in den Ländern um das Mittelmeer herum, wo sie also auch zuerst formuliert wurde, es sehr unwahrscheinlich ist, dass Eva dem Adam einen germanischen Apfel reichte. Viel eher wurde für diese Schöpfungs-Allegorie der Granatapfel verwendet. In diesem hohen allumfassenden Symbol für die Entstehung der Menschheit repräsentiert HVA (Eva) den weiblichen Aspekt des Seins, die Materie, und ADM die männliche Wirksamkeit, das universelle Bewusstsein, und der Apfel symbolisiert die zusammenwirkende Einheit von Kraft, Denken und Geschöpf.
Darum ist es ausgerechnet ein Granatapfel. Es geht hierbei keineswegs um gesunde Ernährung, oder ähnliches, wie jedem einsichtig sein wird. Vielmehr zeigt der Blick auf den durchgeschnittenen Granatapfel die Einheit zahlreicher Fruchtperlen, die sich aneinander fügen und wohlstrukturiert ein nahezu rundes Ganzes formen. – Hier haben wir das Symbol der Einheit aus der sich ineinanderfügenden Vielheit als ein leicht verständliches Bild aus dieser Natur. Es ist ein unglaublich treffendes Bild für die holografischen Strukturen der mikrokosmischen Offenbarung. Die schmackhaften roten Perlen im Granatapfel schmiegen sich aneinander und deformieren sich sogar teilweise dafür, damit sie alle zusammen als eine Gruppe die äußere nahezu runde Hülle lückenlos erfüllen können. Als materielle Partikel können sie sich nur anschmiegen, nicht durchdringen, wie es die holografischen Körper durchaus können.

Kraft, Licht, Raum und Leben durchwirken sich in höchster Energie mit Weisheit, Wahrheit, Gerechtigkeit und Liebe zum absoluten Sein. Nur unser auf die irdische Natur ausgerichtetes Bewusstsein will für seine lange gezüchteten Definitionen überall Grenzen und Abgrenzungen sehen, sucht Differenzierungen und Unterscheidungen für Beurteilungen, für Bewertungen von besser, höher oder wertvoller. Dass dieses Denken für sportliche Aktivitäten durchaus sinnvoll sein kann, zeigt uns die Olympiade. Doch für einen realistischen Weg zu einem höheren Denken ist das physikalische Beurteilen und Analysieren selbst unserer Natur eine glatte Irreführung. Es wird heute sogar den physikalischen Forschern mittlerweile deutlich, sofern sie sich ein wenig über die Erkenntnisse in der Quantenphysik erheben und die Aussage voll akzeptieren, dass selbst die Materie definitiv Licht ist, wie Louis de Broglie es zu Beginn des 20. Jahrhunderts mathematisch formulierte.

Eigentlich ist das alles doch nur eine Frage des Erkenntnisstandpunktes. Natürlich ist der Mensch dieser Natur noch nicht eins mit dem universellen Bewusstsein, aber er ist keineswegs von ihm ausgenommen. Wäre die allumfassende Welt dieses Bewusstseins nicht prinzipiell mit dem Bewusstsein dieser Natur verbunden, so wäre eine Evolution zu höherem Denken unmöglich. Weil das ewige Licht auch in unsere Natur scheint, und dort mit allem Leben zusammenwirkt, kann sich jeder darauf ausrichten, damit es auch ihn zu neuen Erkenntnissen erhebt. Diese in der Praxis gelebte Ausrichtung auf die höheren Befähigungen des Bewusstseins, des Denkens und Wahrnehmens, ist die fundamentale Voraussetzung für eine wirkliche Erleuchtung. Erst dann kann das Energiefeld des anderen Reiches, des Reiches der überfeinstofflichen Vibrationen, die im Gehirn bereits angelegten Areale des Menschen zu ihrer Entwicklung stimulieren und dynamisieren. Damit kann und wird künftig ein total neues Wahrnehmen und Denken, ein völlig neues Erfassen der Geschehnisse unserer Natur möglich. Dem Menschen wird aus eigener Anschauung sein Lebensfeld in völlig neuen Dimensionen erscheinen. Dafür muss niemand einen anderen Planeten aufsuchen oder irgendeinen obskuren Platz im Jenseits erkämpfen.

Es wird sich dem neuen, völlig gesunden Wahrnehmen zeigen, dass die materielle Erscheinung der Natur sowie die eng damit verbundenen unteren Ätherschichten – die die indischen Philosophen bereits Maya nannten – und die Griechen mit dem bezeichnenden Begriff „ὔᴧἠ“ – hule belegten – nomen est omen, eben weil diese energiearmen Lebensfelder einem Wechsel von Geburt, Werden, und Vergehen, Tod, unterworfen sind. Die höheren Äther und die Astralis unterliegen einem beständigen Wandel, der permanenten Transformation. Wohingegen bereits in den oberen astralen Ansichten und in der Mentalis sich eine sehr lange Beständigkeit der Ideen- und Gedankengeschöpfe manifestiert. Die Offenbarungen in den folgenden metamentalen Kraftebenen bleiben in für den Menschen unvorstellbar lange Zeiten existenzfähig, so dass es aus unserer Sicht wie eine Ewigkeit erscheint. Diese Erfahrung ist keine Angelegenheit irgendeines Ortswechsels. Sie wird dermaleinst von den dafür reif gewordenen Mikrokosmen in künftigen Inkarnationen in dieser Natur, der heiligen Erde, erfahrbar werden.

Heute leben wir in der Welt, die sich durch unsere Wahrnehmungsart und unsere Denkparameter vor uns projiziert, also materiell, grobstofflich, korpuskulär. Schon der Mensch, dem die Gabe des ätherischen Hellsehens geschenkt ist, lebt in einer formgebundenen Welt der feinstofflichen Geschehnisse, die rein äußerlich der unsrigen Welt sehr ähnlich ist, aber keinerlei materielle Grenzen, Mauern oder dergleichen kennt. Alles ist erfahrbar, was mit den Begehren, Wünschen und Projektionen in Zusammenhang steht. Er sieht in diesen Bereichen viele für den grobsinnlichen Menschen unfassbare Ereignisse, die ihm keineswegs als irgendein Wunder vorkommen. In einem Bericht darüber zu normalen Sterblichen könnte er die Sachlage gewiss auf die eine oder andere Weise erklären, doch er wird meistens vom sozusagen normalen Menschen für „irre“ erklärt. Seine Aussagen werden prinzipiell mit dem Spott der in der euroamerikanischen Kultur allgemein verbreiteten Anschauung verleumdet. Darum werden sich auch solche Menschen aus dem Mainstream heraushalten, die von Natur aus schon astral hellsichtig sind. Obgleich bemerkt werden muss, dass gerade diese einzelnen Begnadeten bereits heute der Menschheit große und überragende Hilfe leisten könnten. Doch auch sie müssen sich bei der Veröffentlichung ihrer Ansichten mit einigermaßen wissenschaftlichen Erklärungen und Beweisen vor Diffamierungen schützen. Es ist verständlich, dass sich solche hellsichtigen Menschen unter geschützte Gruppen mischen, die sich mit religiösen Bestrebungen, Meditationen und Ritualen befassen. Prinzipiell ist es schon heute möglich, mit geeigneten Methoden zur mentalen Hellsichtigkeit zu kommen. Soweit die veröffentlichen Kenntnisse reichen, kann nicht davon ausgegangen werden, dass die mikrokosmischen Voraussetzungen dafür wirklich schon ausgebildet sind. Kommende Inkarnationen werden öfters mit diesem Talent begabt sein.

Wer nur etwas seinen Entwicklungsgang in diese Richtung hin einschlagen möchte, muss zunächst wissen, dass das mikrokosmische Wachstum in allem nicht automatisch abläuft. Auch die Gesamtentwicklung des Kosmos und der darin existierenden Wesenheiten und Mikrokosmen ist von den Bemühungen aller Menschen abhängig. Wie kann das bewerkstelligt werden? – Dafür muss sich möglichst jeder Mensch als erstes von den alten im stofflichen Denken verhafteten Ichstrukturen lossagen, die historisch gewachsenen Lebensprinzipien der Materie vergessen, und sich zweitens dem universalen Bewusstsein, dem Streben zum Logos zuwenden. Dann wird der Satz des Paulus Wirklichkeit: in der Christuskraft – das universelle Bewusstsein der Sonne – werden „alle, die IHN annehmen, die Kraft erhalten, wiederum Kinder Gottes, des universalen Bewusstseins, zu werden.“ Die unabänderliche Regel dafür steht in den Sätzen: „Liebe Gott über alles, mit deinem ganzen Herzen, mit deinem ganzen Haupte und mit deinem ganzen Gemüt. – Und: Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst.“ Die isobaren Resonanzgesetze des Alls werden jedes Streben nach Heilbegehren in diesem Sinne unterstützen und für jeden geeigneten Mikrokosmos erfüllen. Wer seine eigenen Denk- und Wahrnehmungspotentiale erweitern will, der benötigt eine permanente Ausrichtung, einerseits ein beständiges Bemühen um das Loslassen der irdisch materiell orientierten Begierden und andererseits ein Hinwenden und Annehmen der ideellen Welten der holografischen Vibrationsmuster des heiligenden Bewusstseins.

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Verstand und Wahrheit

Bildtitel: Licht-Erde04; Format: 70 x 50 cm; Datei: 140 MB, 260 dpi. Datum: 2004

Im Neuen Testament steht: „Da sprach Jesus zu den Juden, die an ihn glaubten: Wenn ihr bleiben werdet in meiner Rede, so seid ihr in Wahrheit meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen und die Wahrheit wird euch freimachen.“ –

Was kann der Mensch schon von der Wahrheit wissen, selbst wenn er versuchen sollte, sich von den irdischen Täuschungen freizumachen, denn er ist als physische Person ein Wesen der Täuschung. Gefangen in der Materie des groben Stoffes wird jeder von den Kräften seines Unbewussten gelenkt. Jenseitige Kraftfelder beeinflussen aus den feinstofflichen Gebieten alle Gefühle, das Denken, Begehren und die Empathie des Menschen. Wie viel davon dem Einzelnen in seinem Leben bewusst wird, hängt unter anderem von seinem mentalen Vermögen ab. Denn von den organischen Möglichkeiten der Gehirnzellen benutzt der Mensch nach Aussage kompetenter Neurologen nur einen geringen Teil für sein Denken und Wahrnehmen.

Und dennoch wird allen Menschen im NT verheißen: „und die Wahrheit wird euch freimachen!“ Unter welchen Bedingungen könnte ein Mensch einen Abglanz der Wahrheit mit seinem Bewusstsein empfangen? –
Für die täglichen Notwendigkeiten ist der uns zugeteilte Verstand sehr gut zu gebrauchen. Zum praktischen „Überleben“ auf der Erde ist er hervorragend geschaffen, doch die eine Wahrheit kann sich nicht in ihm spiegeln.


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Für den Menschen ist der Verstand in der Regel ein feststehender Begriff.
Er scheint ein konkretes Organ zu umfassen und wird im Gehirn lokalisiert. Mit ihm wird gedacht, erinnert, reflektiert, besonnen, kombiniert, gerechnet, diskutiert, getröstet, rationalisiert, spekuliert und vieles mehr. Der Verstand ist auch definiert als das Organ für die Intelligenz und den Willen.

Auf der anderen Seite wird er auch mit dem Begriff  Vernunft verbunden. In diesem „Organ“ lokalisiert der Mensch sein Gedächtnis und sein Bewusstsein. Schon daran wird deutlich, dass der Verstand eigentlich kein festumrissenes Organ, wie z.B. das Auge oder das Ohr sein kann. Das stoffliche Organ, in dem der Verstand lokalisiert wird, ist bekanntermaßen das Großhirn, der Neokortex. In seinen vielfältigen Zellverbänden, Windungen, Brücken und Verknüpfungen sollen sich die Funktionen vollziehen, die allgemein dem Wahrnehmen, dem Erinnern und dem Denken zugeordnet werden.

Es ist keineswegs falsch zu sagen, dass der Verstand eine virtuelle Struktur ist, die von grobstofflichen Organteilen der Person und von feinstofflichen Anteilen des niederen Selbstes im Mikrokosmos so organisiert ist, damit für das Überleben sinnvolle Verknüpfungen mentaler Einheiten mittels chemischer und elektrischer Impulse aus den Informationen der einzelnen Sinnesorgane, aus dem Gedächtnis und dem Tagesbewusstsein hergestellt werden können.

Es sei gestattet, es in einem modernen Bild zu beschreiben: Der organische Zellverband, der dem Verstand zur Verfügung steht, wird von einem virtuellen Softwareprogramm zur Wahrnehmung, Verarbeitung und Speicherung aller physischen und psychischen  Sensationen sowie aller mentalen Ereignisse gesteuert. Die zugehörige Hardware sind bestimmte Bereiche im Gehirn und die fünf Sinnesorgane. Der große Datenspeicher für das Denkprogramm liegt allerdings vorwiegend in den feinstofflichen Gedächtnissen des Mikrokosmos, im Mental- und Astralkörper sowie im Atemfeld und in der Lipika des aurischen Wesens.

In gewisser Hinsicht wirkt der Verstand primär genauso selektiv wie ein Radioempfänger, der durch die Einstellung eines definierten Frequenzbereiches für den klaren Empfang eines Senders geeignet gemacht wird. Die persönliche Aufmerksamkeit sowie die innere Einstellung oder Motivation, z.B. beim Studium auf die erforderlichen Inhalte, im Beruf auf die zu verrichtende Arbeit und in der Meditation auf das gewünschte Ergebnis fokussieren die Bereiche des Verstandes auf die anstehenden Verrichtungen oder Denktätigkeiten. Auf diese selektive Art der Einstellung wird der Mensch nur diesen ausgewählten Teil aller möglichen Informationen aus der Summe aller Wahrnehmungen und dem Gedächtnis in sein Tagesbewusstsein übertragen bekommen, die er zu diesem Zeitpunkt benötigt. Andere Wahrnehmungen oder Gedächtnisteile werden selektiv ausgeblendet.
Im Laufe der irdischen Evolution des Menschen ist der Verstand und das damit verbundene Wahrnehmen und Denken vom selbstbehauptenden Menschen ausschließlich für das irdische Überleben auf der materiellen Ebene programmiert und letztlich auch physisch eingestellt worden. Alle seine primären Verknüpfungen im Mikrokosmos mit dem aurischen Wesen, mit seinem Karma, und mit den naturgeborenen Bedürfnissen des Körpers ließen den Massenmenschen zum Selbstschutzwesen, zum Egoisten werden. Mit dieser primären Ausrichtung auf das stoffliche Dasein hat er sich in allem Wahrnehmen und Bedenken an die Empfänglichkeit und die Qualität der grobstofflichen Sinnesorgane gebunden, die ihm auf Grund der Erbfolge zur Verfügung stehen können. Zahlreiche Philosophen und Wissenschaftler haben das Dogma geschaffen, dass nur die sinnesorganisch erfahrbare Natur wirklich ist. Alle feinstofflichen oder geisteswissenschaftlichen Erkenntnisse sind für die anerkannte Wissenschaft entweder Einbildung oder inexistent. Parapsychologie oder Noetik gelten nur für „Spinner“.

Obwohl der Mensch das Denkvermögen als Basis für den Verstand von einem Funken aus der göttlichen Welt geschenkt bekam, wurde und wird dieses enorme Vermögen aus Unkenntnis über viele Inkarnationen für die naturgegebene Selbstbehauptung und für die egozentrische Selbstbereicherung aufs brutalste missbraucht. So wurden über Millionen von Jahren die Möglichkeiten des Verstandes verbogen und explizit auf materielle Bedürfnisbefriedigung konzentriert. Durch die fatalen Bedrängnisse im Existenzkampf auf Erden werden die verängstigten Menschen von einem Irrgarten der Wirklichkeit in den nächsten geschickt, und der Schrecken wird nicht weniger.

All das hat natürlich zu einer katastrophalen Entwicklung geführt. Die religiösen Führer der Menschheit haben zunächst mit ihren Philosophien versucht, den Massenmenschen in Bahnen zu lenken, die dazu geeignet waren, ihr Los zu erklären und zu erleichtern. Dies geschah vor allem durch die psychologisch geschickt aufgebauten und darum für den einfachen Verstand verstehbaren Erklärungen autorisierter Dogmen, durch die der Mensch sein schweres Los als Bauer oder Viehzüchter ertragen lernte. Dabei wurde in den religiösen Dogmen der Priesterkasten oder der Schamanen jedem Erdenbürger eine prinzipielle Schuld am eigenen Schicksal als von Gott gegeben aufgebürdet. Neben allem Leiden für die eigene und familiäre Lebensabsicherung musste der Mensch auch noch Opfer für das Land, den Staat und vor allem für Tempel und Kirchen und ihre Götter bringen. Als Dank für seine Zuarbeit und die Spenden durfte der leidende Mitbürger dann Hilfe, Beistand und Trost für sein Leiden erbeten. Die Priester segneten seine Arbeit und vergaben ihm großzügig die gebeichteten Sünden, damit der Mensch nach dem Tode nicht die breitspurig ausgemalten Höllenqualen erleiden müsse.

Kann der Mensch in dieser ausweglosen Situation etwas von der Wahrheit empfangen? – Wollten die herrschenden Priesterkasten, Medizinmänner und Schamanen jemals ihren abhängigen Gläubigen die Wahrheit verkünden? – Wohl kaum. Denn sie würden dabei sofort alle Pfründe ihrer sorgfältig aufgebauten Lebensabsicherung verlieren.

Das Problem mit der Wahrheit ist also zweifach gelagert. Einerseits wird kein Mensch die Wahrheit auf den bisher praktizierten Einweihungswegen erlangen können! Das ist die bittere Realität. Denn die Methoden der Persönlichkeitskultur und auch der Persönlichkeitsspaltung, um in die jenseitigen Gebiete eintauchen zu können, stützen sich auf  Ich-zentrale Motive, die immer nur egoistische Resultate nach sich ziehen können. Darauf können selbstverständlich nur die Kräfte antworten, die ebenfalls egoistisch polarisiert sind.

Zweitens ist die Wahrheit eine Kraft, die weit über ein geisteswissenschaftliches Erkennen aller feinstofflichen Lebensgebiete hinausgeht. – Jeder, der das Gegenteil behauptet, vergrößert den Irrwahn dieser Welt. Jeder, der trotzdem davon spricht, die Wahrheit zu wissen, versucht nur auf neuen Wegen Abhängigkeiten zu schaffen, mit denen er seine irdischen oder jenseitigen Bedürfnisse mit Hilfe der Gläubigen decken kann.

Wie weit allein die allgemeine Egozentrik den Verstand bereits beschädigt hat, kann ganz deutlich bei einer Analyse der üblichen Sprachen erkannt werden. Die gebräuchlichsten Worte sind inhaltlich stark von der Lebenshaltung im Materialismus und den Eigenarten des Besitzens und des Habens irdischer Güter geprägt. Alle philologischen Bemühungen um neue Begriffe, um eine wahrhaft philosophische Sprache, können es nicht schaffen, dass von Menschen wahrlich über die Wahrheit geschrieben werden kann. Es ist eine strukturelle Untauglichkeit des Systems festzustellen, auch nur einige Fasern der Wahrheit wahr-zu-nehmen. Woran kann das liegen?

Es ist eigentlich leicht verständlich: Es liegt am homologen Resonanzgesetz dieser Welt. Wer sich mit seiner ganzen Aufmerksamkeit immer und überall den Methoden und Strategien zum physischen Überleben zuwendet, bekommt seinen Wünschen entsprechend für die Verwirklichung seiner Begehren stets die Kräfte aus dem Lebensfeld gereicht, das er mit seinen Aktivitäten belebt hat. Und das sind immer komplementäre Kraftpotentiale mit zwei ganz charakteristischen Eigenschaften:

Erstens: die Polarität verknüpft immer mit dem Gegenteil und

Zweitens: das Werden in der Zeit lässt alles Entstandene wieder vergehen.

Wer also immer wieder – egal wofür – die irdischen Kräfte aufruft, wird ganz konsequent in seinem Sein von diesen irdischen Gesetzen begleitet, vom Januskopf der Polarität und dem Vergehen in der Zeit. Die sich trotz allem guten Bemühen aufbauenden negativen Folgen fordern erneut ein intensives Bemühen. Der Mensch wird sein intellektuelles Denken und Impulsieren verstärken, um seine stofflichen Begehren zu realisieren. Frust, Hochmut, Stolz und Trotz mit allen Reaktionen, wie Streit, Eifersucht, Wut und Krieg durchwirken den endlosen Existenzkampf von Sisyphus. Sein Schicksal wurde eindringlich in der griechischen Mythologie beschrieben.

Die entsprechenden Auswirkungen auf die körperlichen Organe, auf Gehirn und Verstand, aber auch auf das Blut, die Knochen und die Organe der inneren Sekretion sind nicht zu verhindern. Diese konsequent angewendete selbstbehauptende Ausrichtung der Persönlichkeit auf die materielle Seite des Lebens in Denken und Handeln bestimmt stets mehr den Kräftefluss im Mikrokosmos und wird zu einem unüberwindbaren Kreidekreis. Dieses stoffgebundene Denken führt die Menschen auf diese Weise in ein mit materiellen Blümchentapeten geschmücktes Gefängnis, in dem die körperliche Liebe und das Glücklichsein in einer kristallisierten Unwahrheit mit aller Medienmacht den Menschen bei jeder Gelegenheit übergestülpt werden. Der auf physische Wohlfahrt gerichtete Kräftestrom in Denken, Fühlen und Begehren beschleunigt durch die zunehmende Verfestigung in humanistischen und kulturellen Weltbildern eine perfide Selektion, die permanente Degeneration und letztendlich den Tod.

Allen, die sich der Begrenztheit im irdischen Dasein bewusst geworden sind, und darum einen Weg in die Freiheit von allen materiellen Zwängen eingeschlagen haben, sei gesagt: Auch eine intensive Ausrichtung auf die okkulten Seiten des Lebens, auf die feinstofflichen Ebenen der uns umgebenden Sphären und die Manipulationen der dort hausenden jenseitigen Wesen, befreit keineswegs von der Polarität und der zeitlichen Vergänglichkeit. Auch wenn das Sein in den feinstofflichen Kraftfeldern vor oder nach dem Ablegen des physischen Körpers durchaus etwas Befreiendes hat, weil der träge Stoffkörper die Realisation der Wünsche und Vorstellungen nicht mehr behindern kann, denn das Ätherfeld und auch das astrale Feld können viel beweglicher, schneller und elastischer auf die mentalen und emotionalen Impulse des Menschen reagieren. Jedoch auch im Jenseits folgt unwiederbringlich der Schlagschatten jeder sogenannten „guten“ Tat entsprechend deutlich und schnell. Das homologe Resonanzgesetz ist dort in seiner Wirkung ausgesprochen präzise und zeitlich präsent, wirkt sich sofort und direkt aus, ohne jede Behinderung durch materielle Fakten.

Wer die 10 Gebote des Mose nicht spontan von innen heraus einhalten kann, sollte vorerst keinen Ausflug in das Jenseits machen, es sei denn, er hat schützende Begleiter, die sich ohne jede Täuschung absolut auskennen und dem experimentellen Forscher helfend beistehen können, wenn sich die Horrorszenarien in aller Grandiosität ausbreiten können.

Wohin gehen Ihre persönlichen Wünsche und Begehren? –
Wie viel Angst, wie viele Sorgen um das tägliche Dasein glühen noch im Unbewussten? – Wie viele Bemühungen um Komfort, Ruhm und Ehre, Ansehen oder Erleuchtung der eigenen Person halten sie bewusst oder unbewusst beschäftigt? – Wie vielen Ablenkungen durch Zeitschriften, Computer, Internet, Fernsehen, Kino und Smartphone setzen Sie sich täglich aus? – Vieles, das von uns eigentlich sorgsamer überdacht werden sollte, wird unkontrolliert vom Kommunikationsmüll der Banalitäten überspült.

In diesem Strom, der wie im Blitzlichtfeuer abgesendeten Informationen über ungezählte materielle Erscheinungen irgendwo in der Welt, ertrinken Denken, Fühlen und letztlich auch der wachsame Verstand. Von Vernunft ist dabei nicht zu reden. Der Mensch wird auch ohne Drogen oder Alkohol geistig trunken gemacht, und fällt, unfähig zu einer inneren Besinnung, in eine hektische Depression automatisch durchgeführter Handlungen in einem sinnentleerten Leben.

Können wir Menschen uns, wenn wir uns dieser Situation voll bewusst werden, aus diesem unentwirrbaren Irrgarten befreien? –
Haben wir eine reelle Chance, uns und den Verstand wieder zu befähigen, seine ursprünglichen Aufgaben wahrzunehmen? –
Ja, diese Möglichkeit wurde und wird den Menschen zu allen Zeiten geboten.

Jeder möge noch einmal für sich in aller Ruhe und Achtsamkeit bedenken:
Womit wird in uns entschieden, was für uns selbst wahr oder unwahr ist? –
Wovon wird unsere spezifisch subjektive Lebensanschauung geprägt? –
Hat jeder für sich einen konkreten Anhaltspunkt für seine Wirklichkeit, die er für seine unverbrüchliche Wahrheit hält? – Oder ist auch das, woran man sich so gerne in seinem Inneren festhält – Vorstellungen, Beurteilungen, Dogmen, Tabus und Tradition – alles nur Schein? –

Jeder kann in seinem Leben fast täglich selber feststellen, dass in der westlichen Welt gerne nur diejenigen Gedanken als „Wahrheit und Wirklichkeit“ akzeptiert werden, die das bestehende materialistische Wertesystem bestätigen und absichern. Nur die auf antikem Denken aufgebauten Philosophien und solche Religionen, die im Rahmen der wohlbehüteten Traditionen zur Sicherung der Ausbeutungsrituale seit Jahrtausenden gepflegt wurden, werden in den autorisierten Medien kommuniziert, gedruckt und veröffentlicht.
Wer kann unter diesen Bedingungen in dieser offenbar absichtlich aufgebauten Surrogatwelt wirklich von seinem Verstand und Denken erwarten, dass sich göttliche Gedanken in ihn projizieren? –
Und doch gibt es eine ganz reale Chance, die von dem Menschen, der sich ehrlich nach der einen Wahrheit sehnt, ergriffen werden kann. Wer in sich aus eigener Erfahrung erkennt, dass er ganz persönlich selbst derjenige ist, der die Beschädigung seines Systems immer wieder zulässt, der ist bereits an der Grenze angelangt, wo ihn die rufende Kraft des allumfassenden Feldes der hohen Bewusstheit erreichen kann. Da kein Mensch sich selbst lebt, weil er vor allem von feinstofflichen Kräften geführt wird, können ihn diese Kräfte nur dann befreien, wenn er sich ihnen mit seiner ganzen Aufmerksamkeit und Lebenshaltung zuwendet. Es mag in diesem Zusammenhang etwas banal klingen, einen von der Kirche breitgepredigten Satz zu zitieren: „Wer einen Schritt zum Vater geht, dem kommt er mit zwei Schritten entgegen!“ Doch dieser Gedanke aus der heiligen Schrift erklärt mit wenigen Worten das überall und stets geltende Resonanzgesetz. Es ist die Basis für das homologe Spiegelgesetz im All. Allerdings muss immer der Mensch den ersten Schritt machen! Erst derjenige, der durch seine eindeutige und unverbrüchliche Ausrichtung auf das höhere Denken den fundamentalen Magnetismus seines Mikrokosmos umwendet, wird den Morgenglanz der einen Wahrheit in sich klingen hören.

Berufen wir uns hier auf zahllose Weise und Hierophanten in der Zeit:
Indras Netz, die allumfassende Bewusstheit des Sohnes, die Welt des Lichtes, der Wahrheit und der Liebe, ist eigentlich immer präsent, also in und um uns. Die Wahrheit hat selbst im Sündenfall alle Wirksamkeiten ausgeschöpft, um alle, die im materiellen Dasein ihrem Lebensschicksal zu entlaufen versuchen, wieder in die ursprünglichen Kraftfelder zurück zu geleiten, wo alle Polarität und Vergänglichkeit erloschen sind. Das ist und war schon immer der wirkliche Sinn jeder wirklichen Religion.

Es muss an dieser Stelle klar gesagt werden: Religion ist keine Institution, um Machtstrukturen einzelner Gruppen von Priestern, Kardinälen, Kalifen oder Imame, Maharishis, Gurus oder Saddhus etc. aufrecht zu erhalten. Religion ist auch keine Institution, um auf Bergen oder in heiligen Tempeln oder Pagoden ungezählten Schein-Göttern Opfer zu bringen und die Reliquien anzubeten, um auf diese devote Art Hilfe für den egoistischen Selbstbehauptungskampf zu erhalten. –
Eine Religion, die diesen Namen wirklich verdient, wird stets von Menschen vertreten und gelebt, die sich von der universellen Weisheit führen lassen. „Ein Weiser Mann ist darum ein weiser, weil er sich weisen lässt, nicht, weil er viel Wissen hat.“ sagt ein altes geflügeltes Wort. Dieser wird sich niemals rühmen, die Wahrheit zu wissen, oder irgend etwas dergleichen. Er ist ja selbst noch auf dem Weg zu diesem im irdischen Tränental unauffindbaren Lebensfeld.

Das Paradies der Menschheit ist weder für den stofflichen Menschen im Hier noch für den unstofflichen (toten) Menschen im Jenseits zu finden. Alles, was sich als Himmel, Nirvana, Sommerland oder Neues Jerusalem oder ähnlich deklariert, sind nur raum-zeitliche Enklaven im Jenseits, meistens irgendwo im siebenfachen Devachan. Von dort muss jeder Bewohner einmal in ferner Zukunft oder auch bald wieder in das leidige Erdendasein inkarnieren, wo ihm eine erneute Chance zugebilligt wird, durch Überwindung der egozentrischen Selbstbehauptung im materiellen Dasein den einzigen Weg zur Wahrheit zu gehen.

Wahre Religion will den Menschen vor allem auf seine Vernetzung mit den irdischen Imitaten der Wahrheit aufmerksam machen. Sie will ihn ermuntern und bestärken, seine Aufmerksamkeit und seine tägliche Lebenshaltung auf die Berührung mit dem allumfassenden Bewusstsein abzustimmen. Dazu gehören eine beständige Ausrichtung auf das Ziel und eine nicht nachlassende Wachsamkeit gegenüber dem eigenen Unbewussten. Diese leicht verständlichen Anweisungen beinhalten keinerlei Schuldzuweisung oder irgendeine Verurteilung. Die hinter einer wahren Religion stehende Kraft wirkt immer aufklärend und aufbauend.
In der Ausrichtung auf das allumfassende Bewusstsein wird jedem die Kraft zuteil, die er in seiner aktuellen Lebenssituation benötigt, um zu gegebener Zeit das Lebensfeld der physischen Existenz verlassen zu können, um in einem höheren Bewusstseinsfeld aufgenommen zu werden.

In aller Welt wird von einer Zeitenwende gesprochen. Seit fast einem ganzen Jahrhundert wird vom kommenden neuen Menschen gesprochen. Ja, die beginnende Aquariusperiode schenkt der Menschheit eine wahrhaft grandiose Zeit mit vielen ungeheuerlichen Möglichkeiten für jeden. Jedoch auch die Gegenkräfte versuchen in dieser Zeitenwende mit allen Mitteln der Subversivität und der offenen Kriegsführung die Verschiebungen der werdenden Neuordnung in der ganzen Welt zu ihren Gunsten zu beeinflussen. Doch der kosmische Zyklus im Werde- und Wachstumsgang der Menschheit ist durch keine irdische Initiative aufzuhalten. Auch die Götter im Devachan oder in der Mondsphäre haben keine Macht, diesen absolut neuen Entwicklungsprozess der ganzen Menschheit abzuwenden.

Wie bei allem Leben wird der Mensch in seiner Entwicklung weiter fortschreiten. Obgleich in den meisten Philosophien oder Weisheitsschriften der Religionen der Mensch so betrachtet wird, als sei er in seiner jetzigen Form das Endprodukt der Schöpfung. Doch dafür ist definitiv keine logische Begründung in der allgemeinen Natur zu finden. Auch der Mensch ist als Geschöpf des Werdens in der Zeit in einer permanenten Entwicklung. Und jetzt, besonders in der aktuellen Zeit, bahnt sich ein völlig neuer Evolutionssprung an. Dabei werden prozessmäßig im Mentalvermögen des Menschen für das Erfassen und Umsetzen der einen Wahrheit total neue Möglichkeiten geschaffen.
Bislang verfügte der Mensch nur über einen Brennpunkt des Denkens. Man kann dabei bereits von einem gewaltigen Denkvermögen sprechen, weil, wie allgemein ersichtlich, mit diesem Vermögen phänomenale wissenschaftliche Erkenntnisse und Technologien erfunden wurden, großartige Kunstwerke und berauschende Musik, Dramen, Theaterstücke, Possen und Opern, und unglaublich viel Literatur und Philosophie geschaffen wurden. Aber auch der entsprechende Schlagschatten mit Kriegen, mit Umweltzerstörung und -verschmutzung, mit brutalster Ausbeutung der irdischen Ressourcen und der Massenmenschen wurde mit dem logischen Denken des Verstandes geplant und durchgeführt. Man denke nur an die Kriegsmaschinen, die Michelangelo di Lodovico Buonarroti neben allen religiösen Gemälden gezeichnet hat.

Der neue Mensch wird in den kommenden Jahrzehnten für einen neuen Zyklus des irdischen Daseins mit einem vollständigen Denkvermögen ausgestattet werden. Was das im einzelnen für die gesellschaftlichen und politischen Gesamtzusammenhänge bewirken wird, kann mit Sicherheit noch Niemand vorausahnen. Allerdings muss gesagt werden, dass die sich dadurch entwickelnden Erneuerungen von derartigem Ausmaß sein werden, dass alle bisherigen Weisheitsbücher nur noch als historische Wertobjekte gebraucht werden können. Mit dem neuen Denkvermögen geht natürlich auch ein absolut neues Wahrnehmen und neues Denken einher. Der Mensch mit einem vollendeten Denkkörper wird nicht nur die in die grobstoffliche Natur ausgestreuten Zeichen, die materiellen Symbole für die Wahrheit, erfassen können, sondern auch alle feinstofflichen Zeichen in den Kraftfeldern des Jenseits. Der Verstand richtet sich in diesem Wandlungsprozess auf die Frequenz der kosmischen Einheit aus. Sein künftiges Bedenken und in Folge sein Handeln wird vernünftig darauf abgestimmt sein, für alle Menschen die gesellschaftlichen und politischen Voraussetzungen zu stiften, um friedvoll allen Wesenheiten des irdischen Kosmos die weitere Entwicklung harmonisch zu gestalten. Es wird sich eine bislang ungekannte Einheit aller Menschen mit der Natur ergeben. in der die kontinuierliche Ausrichtung auf eine ungestörte Kommunikation und direkte Information mit dem Bewusstsein des Sonnenkosmos erschlossen wird.
All das verändert und erweitert auch die Weiterentwicklung der komplizierten Organstruktur, die wir Gehirn nennen. Dort, wo heute ein materiell orientiertes Ego den Verstand regiert, wird fürderhin ein von den herrlichen Möglichkeiten der universellen Kommunikation beseeltes Selbst völlig neue Dimensionen des Denkens und Wahrnehmens ermöglichen. Und alle bereits dafür vorbereiteten Areale des Großhirns werden für dieses höhere Denken und Erinnern benutzt. Der Verstand wird als ein multitaskingfähiges Sinnesorgan eingesetzt und dient vollwertig der Koordination jeder Lebenssituation, ebenso wie die anderen Sinnesorgane es in ihren Arbeitsfeldern auch verrichten.

Die Impulse aus dem höheren Bewusstseinsfeld begegnen im Herzen und im Verstand den Informationen aus den Sinnesorganen und werden zu Bildern einer totalen Sinnhaftigkeit für alles Leben. Alle mentalen Ereignisse werden in diesem Bewusstsein in ergreifbare Bilder der interaktiven Psyche umgewandelt und ihre Bedeutungen und Werte kommen in eine folgerichtige Reihe für die auszuführenden Aufträge. Auf diese Weise breitet sich auch der Plan mit Welt und Menschheit für alle künftigen Zeiten in allen Details vor dem inneren Schauen aus.

Es ist unleugbar eine ungeheure Verheißung, die der Menschheit bereitet ist. Mit diesem neuen Vermögen des Wahrnehmens und Denkens werden die vergänglichen Werte der materiellen Welt erkannt und ihre Täuschungen entlarvt.

Durch diese Weiterentwicklung des Denkvermögens entsteht die praktikable Wirklichkeit, dass jeder Mensch im irdischen Lebensfeld, auf der Basis eigener Erkenntnis, die Wiederverbindung mit der universellen Weisheit und Wahrheit in sich verwirklichen kann.

Durch die aktuell rasant zunehmende Degeneration der Menschen und Mikrokosmen ist der Verstand heute kaum noch geeignet für den Empfang der in diese Welt ausgestreuten Lichtfunken der Wahrheit. Vor allem, weil das Geschenk des bisherigen Denkvermögens überwiegend für die Egozentrik in der physischen Welt missbraucht wird.

Die Geburt des vollendeten Denkkörpers ist der Beginn für eine totale Revolution des Menschen in allen Lebensbereichen, auch weil der Magnetismus des Mikrokosmos, der für den Stoffwechsel aller Organe zuständig ist, komplett umgewechselt wird. Er beeinflusst über die mikrokosmischen Atmungsorgane die Chakren, die ätherischen, astralen und mentalen Kraftfelder, und damit auch alle seelischen, geistigen und physischen Vorgänge. Im Verstand entwickeln sich zusätzlich völlig neue Frequenzbereiche. Die Wahrnehmungs- und Denksoftware wird sozusagen vollständig aktualisiert. Damit wird natürlich auch eine absolut neue Sinngebung des Lebens und aller Vernetzungen mit den Lebewesen des Jenseits möglich. Wenn die Bibel dazu sagt: „Es fiel ihm wie Schuppen von den Augen.“ ist damit sehr bildhaft beschrieben, was in einem Menschen geschieht, der mit einem vollendeten Denkvermögen ausgestattet sein wird. Es ist vor allem diese völlig neue Sichtweise, diese neue Lebensanschauung, die dem Menschen ermöglicht, weit über die stofflichen Zusammenhänge des Kosmos hinauszuschauen, die ihm die kosmischen Interaktionen aller Entitäten erklärt.

Damit ist jedoch kein komfortables und konfliktfreies Leben verbunden, aber die neuen Erkenntnisse lassen die bislang geheiligten Wertigkeiten und Wichtigkeiten des irdischen Lebens zu Nichts zerfließen. In dieser Phase wird dann aus eigenem Erleben wahrgenommen, dass die umgewandelte Einstellung des Verstandes die eingehenden Informationen völlig anders gewichtet, und sich neue ungeahnte Perspektiven im Denken formulieren.

Dieser Weg in die Befreiung von allen bisherigen materiell gebundenen Verpflichtungen verbietet jede autoritäre Forcierung, sowohl von außen als auch von innen. Denn jedes methodische Muss, jedes psychologische Drängeln beschädigt erneut ernsthaft das empfindliche Zusammenspiel zwischen dem neuen Wahrnehmen und Denken und dem möglichen Heilungsprozess für die gesellschaftliche Entwicklung. Es ist dabei stets zu berücksichtigen, dass der Rettungsplan für Welt und Menschheit, wie er allegorisch in den Religionen dargestellt wird, kein theoretisches Denkmodell für philosophische Spekulanten oder devote Mystiker ist, sondern es wird definitiv von jedem Menschen eine ganz konkrete praktische Mitarbeit erwartet. Damit alle in diesen Prozess aufgenommenen Mikrokosmen und auch alle Nachzügler in allen Ländern mit den Veränderungen im Zusammenleben ihre persönliche Entwicklung harmonisch umsetzen und einbringen können, müssen völlig neuartige Strukturen für die staatlichen Interaktionen in den internationalen Institutionen erarbeitet werden.

In einer früheren Phase dieser Entwicklung ist der Mensch, bzw. der Mikrokosmos zunächst mit den niederen Aspekten des Denkvermögens verbunden worden. In einer späteren Phase des Weltgeschehens, zu Beginn unserer Zeitrechnung, hat sich der Christusimpuls über den Jesus von Nazareth mit der Erde verbunden. Dieses Beispiel eines total vollkommenen Mikrokosmos mit allen vollendeten sieben Kraftfeldern wurde der Erde geschenkt, damit alle Menschen auf ihr sehen können, welche Entwicklungen für sie vom universellen Bewusstsein vorbereitet sind. Jetzt ist es an der Zeit, die allegorisch im Neuen Testament angedeuteten Schritte der eigenen Denkkultur anzuwenden, und sich auf diesen Impuls auszurichten, ganz gleich wie er auch in den verschiedenen Kulturen benannt wurde.

Ein wichtiger Punkt wäre hierzu noch zu erwähnen: Wer sich hier in dieser Welt, mit allem Begehren dem Lebensfeld der Wahrheit zuwendet, wird sofort von den Mächten der Unwahrheit, der Täuschung und Imitation angegriffen. Es muss von jedem, der sich in diesen Entwicklungsprozess stellt, gut verstanden werden: Das aggressive Verhalten der Äonen und Archonten ist keine böse Absicht, jedoch er selbst gefährdet durch das neue Denken und Fühlen eindeutig ihre Existenz. Sie wurden nämlich aus dem äonenlangen selbstbehauptenden Denken und Wünschen der Menschen nach einem Paradies auf Erden geschaffen. Jetzt fühlen sie sich in ihrer Selbstbehauptung bedroht und beginnen die Verteidigung.

Diesen Mächten der Täuschung begegnet jeder in seinem eigenen Wesen. Darum sollte jeder klar einsehen: Herodes, Leviten, die Schriftgelehrten und Pharisäer sind aktive Bewohner des eigenen Mikrokosmos, und sie haben gewaltige Kooperationspartner im Jenseits. Die aus dem alten Verstandesdenken geschaffenen Kräfte werden natürlich, wenn ihre Existenz gefährdet wird, alle rationalen Schemen der irdischen Argumentationstechnik, alle vergangenen Zweifel und weltanschaulichen Kritiken in das Atemfeld des neuen Menschen spiegeln. Es werden alle Register der Täuschung gezogen, um das erwachende neue Denkvermögen für die eigenen Interessen zu instrumentalisieren oder mit süßen Versprechungen aus der Einweihungsgeschichte zu umnebeln.

Wer bereits heute in seinem Inneren mit dem alten Denken seine Entscheidung für die Evolution des Denkvermögens gefällt hat, wird an der Grenze zur kommenden Zeit ausharren. Ein solcher Mensch kann nicht mehr anders. Er muss jetzt ganz konkret dem einmal eingeschlagenen Weg folgen. Er hat noch nicht das neue Denken, aber er weiß, dass diese Entwicklung heute schon von der Menschheit durch ihre innere Ausrichtung gefördert werden muss. Diese Erkenntnis bestärkt seinen Entschluss und weist ihm einen praktischen Weg. Zu ihm strömt die neue Kraft entsprechend den Regeln der Resonanz, die ihn instand setzt, gegen alle Angriffe aus dem eigenen Sein zu widerstehen. Der Brand der unterschiedlichen Erfahrungen in der zurückliegenden Zeit war schon ein kräftigendes Läuterungsfeuer. Auf diese Weise wurde dem Bewusstsein eine klare Sicherheit für die jetzt eingeschlagene Lebenshaltung übertragen, die unabhängig von allen religiösen Autoritäten und ihren Philosophien immer mehr Kontur gewinnt..

Wer seine Religion im besprochenen Sinn gefunden hat, den durchströmt eine ruhige mächtige Kraft. Sie ist wie die lebendige Stärke im Keim eines Baums, der sich aus dem geöffneten Samen durch das Erdreich einen Weg zum Licht erarbeitet. Die Wurzel nach unten in die Erde bohrend, entfaltet er sich gleichzeitig nach oben mit den Keimblättern, die sich immer nach der Sonne ausrichten, damit kein einziger Lichtstrahl verloren geht. Die bewusste Ausrichtung aller Lebensaktivitäten auf die stets stärker werdende Stimme des erwachenden Mentalfeldes schränkt den Empfang der vielen Stimmen aus der irdischen Welt auf das natürliche Lebensminimum ein. Selbsterkenntnis und die Welterkenntnis stehen von nun an unter einem neuen geistigen Licht.

So kann durch Menschen ein dauerhafter Magnetismus für die anstehende Entwicklung der Menschheit geschaffen werden, der die universellen Kraftströme zum Menschen lenkt, damit die Menschheit für die Entfaltung des erweiterten Denkens soweit vorbereitet ist, damit sich die Stimme des universellen Bewusstseins, die Wahrheit, harmonisch in das Weltfeld einsenken kann. Dann wird wieder die Stimme der Wahrheit, Weisheit und Liebe im Menschen erklingen, wie es im Prolog des Johannesevangeliums ausgedrückt wird: „Im Anfang war der Logos, und der Logos war bei Gott, und Gott war der Logos. Dasselbe war im Anfang bei Gott. Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist.“ Mögen einmal alle Menschen die Erfahrung dieser allumfassenden Wahrheit aus eigenem Erleben bestätigen.

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Das Licht

„Für den stillen und ruhigen Beobachter ist kein Jahrhundert merkwürdiger als das unsrige. Überall Kampf… – Wie weit haben es die Vernunftmenschen mit der Glückseligkeit aller Menschen gebracht? – War wohl je ein Jahrhundert, das so viele Opfer der Menschheit kostete, wie das jetzige? War je ein Jahrhundert, wo die Unsittlichkeit größer, der Egoismus herrschender war, als das Jetzige? – Wie leben in den Zeiten der Vernunftidolaterie: wir setzen eine Pechfackel auf den Altar und schreien laut, es wäre nun Sonnenaufgang, es würde nun wirklich durch uns Tag.“ so schreibt Karl von Eckartshausen bereits 1802 in seinem Buch „Die Wolke über dem Heiligtum“.

Wie würde er sich entsetzen, wenn er die heutige Zeit erleben müsste.
Überall das Geschrei wegen der Klimakatastrophe, wegen der Finanzkrise und wegen der Kriege und Millionen Flüchtlinge etc. Auf der ganzen Welt Krieg und Morden, Größenwahnsinn in China und am Golf von Persien, tiefste unmenschliche Armut in allen Kontinenten. Endlose Friedensbemühungen in den internationalen Institutionen, unaufhörliche groteske Ausbeutung der Massen durch die Globalisierung von Unternehmen für Energie, Wasser und Lebensmittel. Totaler Kampf um die zerrinnenden Ressourcen seltener Erden, Sand und Holz.


Sollte Dir ein Gedanke zu dem Text einfallen, dann schicke ihn bitte mir zu.  Vielen Dank.


Wo sind die Politiker, die Menschenführer zu finden, die endlich Licht in das Dunkel der zunehmenden Verirrungen bringen könnten? Ist Amerika, Indien oder China ihr politischer Startplatz? In welcher Richtung man auch suchen würde, in keinem Land treten heute die Staatsmänner auf, die mit ihrem Charisma die Weltprobleme anpacken und für die Menschheit herumreißen könnten. Überall beschleicht einen der Verdacht, dass sie als Azubi ihre Hausaufgaben nicht richtig gemacht haben.
Wer trotzdem sucht, der findet eigenartiger Weise überall politisch beabsichtigten Krieg der Reichen gegen die bereits Armen, nutzlose Auseinandersetzungen der Ideologien und Religionen gegeneinander und untereinander, und er findet an allen Ecken und Enden Mafiastrukturen, Prostitution und menschliches Entsetzen rund um den Planeten und mittlerweile weltumspannend virtuell im Internet. Heute ist die Suche nach wahrem Licht und verständnisvollem Bewusstsein scheinbar völlig vergeblich.

Man kann mit Eckartshausen feststellen: „Betörte Menschen mit einer eingebildeten Naturvernunft: Woher habt ihr denn das Licht, womit ihr so hell den anderen leuchten wollt? Sind Eure Ideen alle nicht von der Sinnlichkeit erborgt, die euch keine Wahrheit, sondern nur Erscheinung gibt?“

Haben wir uns einmal gefragt, was damit gemeint ist, dass Gott Licht ist?

Im Evangelium des Johannes Kap.1,Vers 5 steht: »Und das ist die Verkündigung, die wir von ihm gehört haben und euch verkündigen, daß Gott Licht ist und in ihm ist keine Finsternis.« Und Christus sagt zu seinen Jüngern, Joh.8,12: »Ich bin das Licht der Welt; wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben«. »Ihr seid das Licht der Menschen« steht in Matthäus 5.14.
Wie kann der Mensch, der sich in den aktuellen Lebensverhältnissen über Wasser halten muss, diesem Licht ähnlich werden, von dem Jesus der Christus spricht? Die Menschen, die der Materie des beständigen Wandels und der Polarität anhängen und sich von ihr bestimmen lassen, werden von dem verdorbenen Licht der irdischen Welt angezogen. Weder durch einen mystischen Prozess der Entsagung noch durch christliche Meditation oder buddhistischem Yoga kann die Ich-Persönlichkeit lichtfähig werden. Das dialektische Lichtfeld kann das höhere göttliche Licht nur imitieren. Es führt die Menschen in den Persönlichkeitswahn des religiösen Hochmutes und in die Isolation. Die unverbrüchliche Hinwendung zu dem göttlichen Licht entsteht erst aus der schmerzlichen Erkenntnis der eigenen Unfähigkeit, aus der Erfahrung der eigenen Verdammnis in die Lichtferne. In dieser unstillbaren Sehnsucht nach dem Geist, nach dem Logos, der das Licht ist, begegnen sich die Buße und die Demut im aktuellen Bewusstsein.

Das dann im Herzen erwachte Lichtprinzip verlangt nach Nahrung durch das eine wahre Licht. Damit erfüllt sich das rettende isobare Resonanzgesetz. Es spiegelt die Barmherzigkeit des göttlichen Lichtes, das sich mit dem niederen Denken des Suchers verbindet: »Dieses neue Licht, das jetzt in Deinem Mikrokosmos geboren ist, dieses Licht verbindet Dich mit dem neuen Leben. Diese Entfaltung Deines Denkens ist die Liebe, ist das Urprinzip der Evolution, die Dich einmal in dem univeralen Bewusstsein eintauchen lässt, in Gott«.

Jeder Mensch ahnt, warum schon das irdische Licht der Sonne für den Menschen ein ganz besonderes psychologisches Phänomen ist. Es klopft jeden Tag als ein Symbol für eine ideale Welt bei der heiligsten Sehnsucht an, das Wesen des Lichtes zu erkennen und seine symbolischen Tiefen zu ergründen. Es entsteht ein inneres Bedürfniss, eine kraftschlüssige Verbindung mit dem Licht herzustellen. Doch dafür  muss er sich als irdischer Mensch erst in einer prozessmäßigen Umwandlung verändern. Denn erst in der bewussten Abwendug von allen astralen und ätherischen Verlockungen der irdischen Lebenssphäre kann sich das neue Denken zum dem einen Licht erheben. So steht es doch in der 2000 Jahre alten Verheißung, dass er selbst im eigenen Wahrnehmen und Denken dem universellen Bewusstsein nahe kommen wird.

Die Theorien der großen Wissenschaftler wie Maxwell oder Max Planck über das Licht dokumentieren sicher nicht das wahre Wesen des Lichtes, aber sie haben – unter dem Einfluss des göttlichen Bemühens um alle gefallenen Entitäten  – Bilder entworfen, in denen sich das Ziel der menschlichen Entwicklung spiegelt. Wenn sich das Denken mehr und mehr von der Ausrichtung auf das so selbstverständliche Kämpfen um materielle Schätze und irdischen Ruhm reinigen kann, wird der Mensch das Mysterium vom inneren Wesen der unerschöpflichen Strahlungen kosmischen Lebens erkennen. Damit Maxwell seine Feldtheorien entwickeln konnte, wurde ihm ein Lichtstrahl aus dem kosmischen Bewusstseinsfeld geschenkt. Er konnte bei seinen Forschungen erfassen – eigentlich bei seinen Erwägungen in einer religiösen Besinnung – , dass das sichtbare Licht nur ein kleiner Bestandteil des den ganzen Raum durchdringenden, wellenförmigen elektromagnetischen Energiefeldes sein kann, das alles Leben hervorbringt. Damals in der Mitte des 19. Jahrhunderts mussten die Menschen bereits durch einen grundlegenden Impuls aus dem mechanistischen Denken heraus gebrochen werden. Maxwells Theorien prägten die folgenden Forschungen zahlreicher Wissenschaftler über die Wechselwirkungen der Kraft-Felder aus Elektrizität und Magnetismus sowie der Gravitation.

Seine Bilder helfen uns heute bei der Beschreibung der elektromagnetischen Radiationen und ihren feinstofflichen Ansichten, wie sie auch in geisteswissenschaftlichen Interpretationen der Universellen Lehre immer wieder verwendet werden. Das symbolische Sinnbild, die Allegorie des Phänomens Licht, schenkt dem aufmerksamen Betrachter eine Fülle von Inspirationen, warum und wieso das göttliche Licht in allen heiligen Schriften mit der Einheit des heiligen Siebengeistes verbunden wird.
Für den modernen Menschen ist es mittlerweile selbstverständlich geworden, sofern er sich überhaupt dafür interessiert, dass das sichtbare Licht nur ein winziger Bruch-teil eines gewaltigen Spektrums verschiedener elektromagnetischer Vibrationen ist.
Unsere Vorstellung vom Licht wird immer geprägt von einem unüberschaubaren Spektrum vielfältiger Strahlungen, angefangen von den kilometerlangen Frequenzen bis zu den ultrakurzen Wellen der Rundfunk- und Fernsehwellen, Satellitenkommunikation, GPS sowie UMTS bis hin zu den radioaktiven Strahlen.

Viele Menschen, Philosophen, Künstler und Wissenschaftler werden unter dem Einfluss von Aquarius immer wieder neue Bilder vom Dasein entwickeln, in denen Bruchstücke der Wirklichkeit enthalten sind, die der Menschheit sukzessive überbracht werden müssen. Auch wenn die Menschen die einzelnen Puzzelteile oft nicht zu einem vollständigen Bild zusammenstellen können, so werden sie doch auf diese Weise ganz liebevoll auf die Entwicklung ihres Lebens innerhalb von sieben Kraftfeldern vorbereitet. Die Erkenntnis das Licht und Materie im Prinzip ein einziger Energiekomplex ist, wurde im beginnenden 20. Jahrhundert wissenschaftlich definiert. Erst von A. Einstein wurde die bis dato geltende Regel revidiert, dass die elektromagnetischen Wellen den Äther als Träger benötigen. Vom Astralfeld sprechen erst die Theosophen nach den mächtigen Erkenntnissen von Mme. H.P. Blavatsky. Das Mentalfeld und weitere drei noch höhere Felder im Mikrokosmos und Makrokosmos wurden später von Eingeweihten der Universellen Lehre angekündigt. Das Licht nähert sich dem menschlichen Denken sukzessive, sobald es Menschen gibt, die bereit sind, sich mit diesen Information auf ihre künftigen Lebensabsichten auszurichten. Das isobare Resonanzgesetz beweist sich auch in dieser Hinsicht als überaus gütig und barmherzig.

Wer verstehen kann, warum er sich von den alten, im materiellen Erfassen der Natur kristallisierten physikalischen Denkmustern abwenden muss, tritt viel leichter in die so notwendige Selbsterkenntnis und Welterkenntnis ein. Wer im eigenen Denken klar erkennen kann, dass er selbst bereits Licht ist, – auch wenn es nur das irdische Licht des Kosmos Erde ist – wendet sich viel eher vom klassischen mechanistischen Weltbild ab, das bei allen Schritten zu einem höheren Denken nur in die Irre führen kann. In diesem Wissen wirkt der Abstand zwischen der erfahrbaren Realität zum Ergebnis des kommenden Evolutionsschrittes nicht mehr so gewaltig. Und das wäre schon ein großer Fortschritt.

Das sichtbare Licht wurde im letzten Jahrhundert in vielen seiner irdischen Aspekte und technischen Verwendbarkeit erforscht. Heute tritt es den Menschen auch in vielfältigen Bildern entgegen, die von sehnsüchtigen Künstlern des Impressionismus, des Kubismus und der Moderne dargestellt wurde. Es ist fantastisch zu sehen, wie viele Allegorien für das göttliche Licht der Menschheit bereits geschenkt wurden. Ist der gnadenvolle Aspekt dieser liebevollen und ausgesprochen geschickten Unterweisung bereits in diesen Bildern zu erkennen? Heute im 3. Jahrtausend beginnen wir vieleicht an Hand der Holografie zu verstehen, dass das Licht als ein Doppelwesen wirkt, als wären es zwei unterschiedliche Energieformen. Einerseits schwingt das Licht wie ein elektromagnetisches Feld aus vielen hochenergetischen Wellen. Andererseits offenbart es sich als energetischer Baustoff des Alls, als eine Art Prima Materia, in der sich das Leben des Alls nach allen Seiten hin in sieben Dimensionen entfaltet.

Die universelle Schöpfung, die Basisoffenbarung aller Universen entfaltet sich in sieben Radiationen, sieben Kräften, und diese Lebenden Wasser verfügen über alle denkbaren und undenkbaren Bausubstanzen der göttlichen Schöpfung zur Verherrlichung des universalen Bewusstseins. Diese „komplementäre“ Beschreibung des Lichtes begegnet uns bereits in der Genesis. Hier können wir über das Doppelwesen des Lichtes lesen: „Und der Geist schwebte über den Wassern.“ wie es zu Beginn der Schöpfungsgeschichte heißt. Für die antiken Weisen vollzog sich zu jeder Zeit die heilige Schöpfung in der Verbindung von Geist und Wasser. Es ist die einigende Verflechtung aller Lichtkräfte, und für ihre Verwirklichung kennen wir die griechische Benennung „agape“, zu deutsch die Liebe. Sie ist wesenseins mit dem Licht und aus dem Licht, das sowohl Energie als auch Bewusstsein ist.

Wenn die mystische Sonne des Sonnenkosmos mit ihren sieben Facetten wie ein funkelnder Diamant vor dem inneren Schauen aufleuchtet, durchglüht diese Schönheit das ganze Wesen mit ungewohnten Bildern der Einheit in der Vielheit. Vollkommen neue Seiten des Gemütes erklingen in der harmonischen Resonanz mit den ursprünglichen Absichten der supramentalen Entwicklung. Sie erweisen dem menschlichen Erkennen die unfassbare Gnade, die überaus herrlichen Attribute des göttlichen Lichtes zu schauen.
Im Licht erstrahlt als erstes die Helligkeit bis in unvorstellbare Weiten und Tiefen. Sie vertreibt die undurchdringliche Finsternis und so können die Manifestationen der Schöpfung erkannt werden. Diese Allegorie spiegelt das Bild ewiger Geduld und Fürsorge mit allen Wesen, Entitäten, Kosmen und Universen im Allgeschehen. Die Helligkeit vertreibt die Dunkelheit, die Unkenntnis und jede Angst. Mit ihr wachsen Sicherheit und Vertrauen für die Tat. Jeder Lichtstrahl erwärmt das Erleuchtete als die Gnade und Hilfeleistung zum Leben Im Licht wird die Welt erst lebendig. Das Licht verschenkt voller Güte und Einsicht die notwendige Wärme an alle Natur. Das Leben spendende Licht der Sonne wurde von den Menschen immer mit einer Gottheit verglichen, weil es sich über alles erhaben von einer unfassbaren Größe und Energiefülle ohne Ansehen von Gut und Böse aller Natur zur Verfügung stellt. Damit wird eine unfassbare Gnade verdeutlicht, vor der alle Wesen gleich sind. Die Art und Weise, wie sich selbst das irdische Sonnenlicht für uns Sterbliche offenbart, ist ausgesprochen rücksichtsvoll und bescheiden. Seine Helligkeit und Wärme entfalten sich immer erst dort, wo sie auf einen Gegenstand treffen. Zwischen der Lichtquelle und dem beleuchteten Objekt ist das Licht allerdings vollkommen transparent. Es bleibt bis zu seiner Kraftentfaltung unsichtbar. Alles Licht vereinigt sich mit jedem anderen Licht im Raum. Viele Lichter bilden eine gemeinsame Helligkeit, bilden eine Zusammenfügung aller ihrer verschiedenen Farben. Scheinen die Grundfarben zusammen, so summieren sie sich zu reinem Weiß. Wie viele Farben auch zusammen kommen, es gibt immer eine gemeinsame Wirkung.
Dionysios Areopagita war wohl auch von dieser Allergorie der Einheit des Lichtes angetan und schreibt in dem Buch „Mystische Theologie“: »Die heilige Dreifaltigkeit steht in ihrer Einheit und Allgegenseitigkeit vollkommen auch noch jenseits des Prinzips jedes Einsseins selbst, in ihrer Allgegenseitigkeit vollkommen auch noch jenseits von jedem Unterscheiden, Trennen oder Verbinden, also ohne jede Vermischung.

Wenn ich hierzu einen sinnfälligen Vergleich mit uns vertrauten Gegenständen wagen darf: wir sehen doch auch, wenn in einem Raume viele Lampen sind, dass alle ihre Lichter sich zu einer einzigen Helligkeit vereinen und, wo sie Licht geben, einen einzigen ununterschiedenen Glanz ausstrahlen.
Niemand – so vermute ich – dürfte da imstande sein, das Licht einer einzelnen Lampe von den anderen Lichtern auszusondern, etwa im Flimmern der alle Lichter umfangenden Luft, um das eine ohne das andere zu sehen, denn alle Lichter sind ganz im Ganzen, und ohne Vermischung dennoch ineinander vereint.
So wie aber jemand in den Raum eintritt, in welchem viele Lampen dicht nebeneinander vereint leuchten, und auch nur eine von diesen Lampen ergreift und mit ihr diesen Raum verlässt, so wird auch das betreffende Licht ganz mit hinaus folgen, ohne irgend etwas von den übrigen Lichtern mit sich fortzunehmen oder von dem seinigen irgend etwas zurückzulassen.
Ihre vollkommene, totale Einigung war also genau wie ich sagte durchaus unvermischt geblieben, in keinem Teile vermengt und doch Eins. Und das traf tatsächlich zu, schon bei einem geschaffenen Stoff, nämlich der beleuchteten Luft, und bei dem an materielles Feuer gebundenen irdischen Licht!
Deshalb sagen wir, dass die überwesentliche Einheit über alles erhaben ist: nicht nur über die Einungen von Körpern, sondern auch selbst über die der Seelen und sogar über die Einungen unter den Geistern. Als Lichter außer- und oberhalb aller Welt und als Spiegel der Gottheit sind ihnen Einungen möglich, die unvermischt und überweltlich bleiben – gemäß der Teilnahme, die den Teilnehmern an der über alles erhabenen Einung angemessen ist.«

Wenn man z.B. die Art der Lichtentstehung in einer banalen Glühbirne betrachtet, dann erschließt sich ein weiteres Sinnbild. In einem möglichst reinen Werkstoff, z.B. Kohlenstoff oder Wolfram schwingt Elektrizität in einem elektromagnetischen Feld. Durch die Spannung und Intensität des Stromes erhitzen sich die Atome des Werkstoffes und geben jetzt die sie durchströmende Energie als Licht und Wärme wieder ab. Erst durch eine vollkommen reine und unverbrüchliche Ausrichtung auf die Lebenden Wasser, die mentalen Kräfte des Kosmos, kann der Mensch mit dem höheren Denken in Resonanz kommen, das ihn dann erleuchtet. In dieser kraftvollen Verbindung wird das göttliche Licht in liebevoller Geduld auch nach außen treten

Ohne die Zuwendung des universalen Bewusstseins kann niemand die Allegorien erkennen, die dem schauenden Menschen in der Natur geschenkt sind. Ausschließlich in dieser Verbindung können die Menschen zu einem höheren Denken und Wahrnehmen hinwachsen, mit dem die Schöpfung sowie die Aufgaben von Kosmos und Mikrokosmos erklärt werden. Das Gleichnis für das Wirken des universellen Bewusstseins aus dem Sonnenkosmos wurde der Welt mit dem irdischen Licht der Sonne geschenkt. Dieses Bild wird der Menschheit nicht dafür geschenkt, damit es verstanden wird und man sich daran erbaut. Diese herrliche Allegorie scheint täglich am Himmel, damit das bewusst Erkannte und Erlebte über Wesen und Wirken des göttlichen Lichtes transformiert weiterwirken kann, um allen, die tief innerlich nach diesem neuen Denken verlangen, über das Mysterium des universalen Bewusstseins in lebendig gewordenen Anschauungen zu berichten.

So verwirklicht sich auch auf diese Weise das Christusgeschehen, das im NT mit den Sätzen angedeutet wird: „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis wandeln, sondern er wird das Licht des Lebens haben.“ (Johannes 8/12) Dieses Licht ist die siebenfältige Kraft der ursächlichen Offenbarung durch das universale Bewusstsein. Selbst im Licht der irdischen Sonne beweisen sich die gnadenvolle Wahrheit und die Weisheit der Art und Weise der kosmischen Evolution.
Alle Menschen sind aufgefordert, sich dieser Entwicklung zuzuwenden, damit sie nicht nur bewusst erfahren, sondern auch im Leben prozessmäßig umgesetzt wird.

Man muss sich diesen Aussagen: »Der Logos ist das Licht« und »seid meine Nachfolger!« aus der richtigen Pespektive nähern. Die Nachfolge ist ein Prozess, der in einem Zeitrahmen über mehrere Inkarnationen laufen kann. Darum ist es unbedingt notwendig zu wissen, welches der erste Schritt in diese Richtung sein muss. Am Anfang steht natürlich die tiefe Überzeugung, dass diese Nachfolge die plausibelste Vorhersage der menschlichen Evolution ist, die in den kommenden Jahrhunderten stattfinden wird. Nicht nach menschlichem Ermessen oder wissenschaftlichen Beweisen, sondern durch kosmische Wirkungen im Sonnensystem. Darum ist dann doch der nächste Schritt auf diesem Weg ein völlig neues Denken, mit dem der Mensch seine Realität und seinen Auftrag in diesem Zusammenhang erfassen, durchdringen und auch umsetzen kann. Es geht also um eine Revolution des Denkens, die Jesus seinen Jüngern verkündet hat. Und wer konkret und praktisch an dieser Entwicklung mitwirkt, wird einmal im gleichen Lichtfeld des universalen Bewusstseins aufgenommen.

Durch die Verwirklichung der Lichtgesetze des Christus können alle Mikrokosmen selbst einmal in ferner Zukunft lichtähnlich werden. Aber gerade das ist mit der Nachfolge Christi gemeint, das ist der alles entscheidende Faktor für das künftige Werden des Kosmos. Es wird dem Menschen ein ganz anderes Wahrnehmen verheißen, wenn er sich bereitwillig in diese Entwicklung stellt. Darum steht im Evangelium des Phillippus, Vers 44: »Niemand kann etwas Unvergängliches wahrnehmen, außer er wird selbst unvergänglich. Es ist mit der Wahrheit nicht so wie auf der Welt, wo der Mensch die Sonne sieht, ohne selbst die Sonne zu sein, wo er den Himmel sieht und die Erde und alles übrige, ohne selbst Himmel, Erde und dergleichen zu sein. Sondern im Reich der Wahrheit siehst du etwas von ihr und wirst selbst zu ihr. Du siehst den Geist und wirst selbst zu Geist. Du siehst Christus: Du wirst Christus. Du siehst den Vater: Du wirst zum Vater. Hier auf dieser Welt also siehst Du alle Dinge, siehst aber Dich selbst nicht. In der anderen Welt siehst du dich selbst, denn was du dort siehst, das wirst du selbst.«

Das Licht des Lebens vibriert in Einheit als ein siebenfacher Kraftfächer in den sieben Dimensionen der sieben kosmischen Gebiete. Der neue Mensch wird in künfigen Zeiten, am Ende seiner totalen Realisiation aus sieben Kraftfeldern nicht in einem neuen Licht erscheinen, sondern er existiert dann aus diesem Licht, aus dem universalen Bewusstsein. Es ist das pure Sein in der vollkommenen Übergabe an die Offenbarung des Gottes, der unkennbar über allem ist. Das universale Bewusstseins-Licht ist das Wesen seiner Welt, es ist Wirken und Sein. Dieses herrliche Licht besteht ewig, weil es sich nicht verzehrt, sondern sich in einem immer wieder schließenden Kreislauf der isobaren Resonanz wegschenkt. So wird es immer größer, herrlicher in unfassbarer Glorie und Macht.

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Der Herr?

Eine andere Sicht auf die heilige Schrift

In allen Philosophien und Theologien werden die heiligen Bücher der Religionen zum allergrößten Teil als Anweisungen oder Richtung gebende Informationen, als pädagogische Anweisungen für ein gutes Lebensverhalten betrachtet.

Vielfach ist die historische Betrachtung durchaus Gang und Gäbe. So wird z.B. das Alte Testament von den Juden auch als Geschichtsbuch gesehen. Bereits an dieser Stelle sind natürlich Bedenken anzumelden, denn die Schöpfungsgeschichte der Genesis ist erstens nicht die älteste Fassung im semitischen Lebensraum und zweitens haben zahlreiche archäologische Ausgrabungen und die Datierungen der gefundenen Artefakte viel weiter zurückliegende Zivilisationen erwiesen, als die Zeitschiene der Genesis es zulässt.


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Natürlich werden die damit verbundenen Bedenken nur von den Nichtgläubigen in Erwägung gezogen. Damit wird hier ein äußerst brisantes Thema angeschnitten. Wenn die heiligen Bücher der Religionen, die über 2000 Jahre maßgeblich die Leitlinien für das Zusammenleben von Menschen geprägt haben, nur für die Gläubigen der jeweiligen Religion bestimmend sind – eben weil sie an die Texte glauben –, dann ist damit doch ihre Allgemeingültigkeit in Frage zu stellen. Das betrifft natürlich auch den Koran und alle entsprechenden Auslegungen der Suren für die Moslems. Ihr darin wurzelnder Weltherrschaftsanspruch steht auf absolut tönernen Füßen. Bei richtiger Betrachtung wird deutlich, dass hinter all dem aktuellen religiösen Treiben eine Konstellation ihr Unwesen treibt, die keinerlei vernünftige – moralische und tolerante – Lebensansichten vertritt.

Nimmt man all den heiligen Büchern, die sicherlich von sehr weisen Menschen niedergeschrieben wurden – davon sollten wir angesichts ihrer Bedeutung für die Menschheit insgesamt ruhig ausgehen –, die ihnen auferlegten religiösen Ansprüche und mystischen Interpretationen, dann entstehen zwei viel weiter reichende Gedankenkomplexe:

  1. Viele Aussagen sind wohl als Anweisung formuliert (und übertragen), allerdings kann man diese auch als die Darlegung einer unumstößlichen Gesetzmäßigkeit erfassen;
  2. Die Gleichnisse und Allegorien sind oft in einer Gegenwartsform ausgesprochen, ähnlich einer allegorischen Geschichte. Jedoch ist es durchaus möglich, die gleichen Texte auch als eine Vorhersage, als eine Prophetie zu lesen.

Beide Lesarten könnten unter Umständen, soweit es überhaupt von den Meinungsbildnern und deren Kompetenzen gewünscht ist, völlig neue und hilfreiche Aspekte für das weitere Zusammenleben der gesamten Menschheit ergeben.

Ganz zu Beginn einer Erörterung sind allerdings einige wenige Kernaussagen in voller Tragweite zu würdigen. So sagt Jesus von sich: „Der Vater und ich sind eins.“ „Ich tue nur was der Vater will.“ Will man sich diesen klaren Bestimmungen ohne Vorbehalte nähern, dann muss man alle Vorbehalte, die aus den tradierten Übertragungen der Theologen stammen wirklich bei Seite legen. Der „Vater“ ist für Jesus eine übergeordnete Wesenheit, die mit den Attributen eines Vaters ausgestattet ist, also wie ein menschlicher Vater im geistigen Sinne über die Person Jesus körperlich wirkt, also Geister austreibt, Kranke heilt und Tote auferweckt. Jesus bekennt eindeutig, dass er es nicht selbst tut, sondern eben sein „Vater“. Hierin ist eine tiefgründige Gesetzmäßigkeit verborgen, die allerdings im westlichen Kulturkreis total ausgemerzt wurde. Sie besagt, dass ein jeder Mensch zu jeder Tages- und Nachtzeit von seinem „Vater“ gemacht wird. Das entspricht eindeutig der hinduistischen Aussage: Alles ist Maya, wir sind alle nur eine Erscheinung. Also ist auch die Person – das Wort stammt aus dem lateinischen und bedeutet per sonare = hindurchtönen – ein Werkzeug für das „was ihn führt, den Vater“. Doch hier haben bislang alle Theologen und Philosophen keine genauen Analysen mehr angestellt, weil es Bestrebungen gibt, die den Zusammenhang zwischen der körperlichen Persönlichkeit und dem mikrokosmischen Wesen verschleiert.

Dieser Trend manifestiert sich in der Aussage: „Ich will sein wie Gott.“, die Luzifer bei der Schöpfung unseres Naturfeldes geäußert haben soll, wie es in vielen alten Mythen geschildert wird. Demnach wird dem Menschen aus dieser narzisstischen Quelle, die sich in seinem mikrokosmischen Himmel eingenistet hat, stets suggeriert, er wäre der Herrscher über seine Person. Sein ICH-BIN ist Auslöser und Ursache sämtlicher Taten, Gedanken, Erfindungen, Kreationen und alles Fühlen und Empfinden kommen aus dem ICH. Darum ist das Possessivpronomen „mein“ in unserer Sprache so eminent wichtig geworden. Jedoch das alles ändert nichts an dem Gesetz: „Der ‚Vater’ und ich sind eins.“ „Ich tue nur was der Vater mir eingibt!“

Hier wird natürlich neben allen berechtigten Widerworten die Frage gestellt werden, wer denn der ‚Vater’ eines Jeden ist. Diese Frage ist nicht so einfach zu beantworten. Aber gerade darum lohnt es sich, einmal die unterschiedlichen Faktoren zu betrachten, die diesen Herrn des Menschen bilden, auch dann wenn der Mensch sich selbst keinerlei Beherrschung bewusst ist. Insbesondere in der euroamerikanischen Kultur die Freiheit und die persönliche Autonomie wie eine heilige Kuh behandelt. Doch wie weit diese unumstößlichen Dogmen reichen, werden wir gleich genauer analysieren.

Zunächst ist wohl jedermann geläufig, dass unser Tun und Lassen von drei Steuerungszentren bestimmt wird. Für uns Westeuropäer ist das Haupt mit den Sinnesorganen und dem Gehirn wohl das dominierende Zentrum. Hier werden gewöhnlich das Bedenken, Entscheiden und das Wollen lokalisiert. Es ist durchaus nicht falsch, wenn man die überlegende Ratio in diesem Zentrum vermutet, aber auch die Kreativität und die sogenannte Vernunft werden von den meisten Neurologen in den Gehirnzellen angesiedelt. Meistens wird das Kleinhirn im Hinterkopf unterschätzt, das zuverlässig zu vielen vegetativen Vorgängen im Körper beiträgt, die nicht vom Bewusstsein erfasst werden. Überhaupt kontrolliert der Mensch mit seinem Bewusstsein äußerst wenige neurovegetative Vorgänge seines Körpers, und das ist auch gut so.
Daneben haben wir auch ein Gefühlszentrum, das für die meisten im Herzen zu Hause ist. Für manche Esoteriker ist es schon eine stehende Aussage: „Man denkt nur mit dem Herzen gut!“ Was auch immer damit gemeint sein soll. Vielleicht möchte man damit sagen, dass man im sozialen Miteinander bei allem Beurteilen auch die seelischen Komponenten des Zusammenseins berücksichtigen sollte. Doch im Herzen, oder besser gesagt im Sonnengeflecht, entfalten sich auch die Gegensätze von Liebe und Hass, Zuneigung und Eifersucht. Diese bekommen allerdings, wie allgemein bekannt ist, sehr viel Dynamik aus dem Becken, wo einige dominante endokrine Organe beheimatet sind. Zu diesem Zentrum gehören alle Impulse der Selbsterhaltung, der Selbstentfaltung und der Fortpflanzung, also der Sex.

Aus dieser kurzgefassten Übersicht kann man erkennen, dass drei Kommandozentralen um die Vorherrschaft im System ringen oder miteinander kooperieren. Inwieweit sich der Mensch im Einzelnen über diese Faktoren bewusst ist, lässt sich natürlich endlos diskutieren.

Aus dieser Sicht kann man nicht eindeutig bestimmen, welcher „Herr“ angerufen wird, wenn ein Mensch das erwähnte Mantram aus dem „Vater-Unser“ ausspricht. Es muss zunächst das Gesamtgefühl des Menschen in dieser Situation betrachtet werden. Aus welchem Komplex – Angst, Sorge und Furcht; Zorn, Hass, Eifersucht o.ä. – wird er gerade gelebt? Welche Richtung möchte er mit seinem aktuellen Bewusstsein einschlagen? Wie steht es mit seinen Bewertungen, Vorurteilen und gelebten Tabus? Denn gerade diese Gesamtschwingung im Wesen Mensch bestimmt, wer „die Tür“ öffnet, wenn aus innerem Antrieb angeklopft wird. Denn geantwortet wird auf jedes Stoßgebet. Nur, aus welcher Kraftebene die Antwort kommt, das bestimmt nicht der Wunsch, sondern die Grundvibration im Aurischen Wesen (das kommt von der Bezeichnung „Aura = körperliche Ausstrahlung, die von hellsichtigen Personen gesehen werden kann).

Die Gesamtvibration des Mikrokosmos kann man jedoch erst dann einschätzen, wenn der Mensch als ein Mikrokosmos gesehen werden kann. So wie die Erde Mittelpunkt einer vielschichtigen Atmosphäre ist, so lebt die Person in einem gemischten Kraftfeld, einem Atemfeld des aurischen Wesens. Der Mikrokosmos lebt mit allen anderen Mikrokosmen in den Kraftfeldern der Erde. Der Kosmos Erde bewegt sich wiederum durch einen Makrokosmos aus einigen Planetenkraftfeldern und dem ganzen Sternenheer. Der auch den Menschen beeinflussende Makrokosmos reicht bei unseren Betrachtungen bis zu dem astronomischen Tierkreis, in dem die 12 Sternbilder bereits in der Antike mit besondere Namen versehen wurden, die spezielle Kraftwirkungen aus diesem kosmischen Bereich symbolisieren.
Nach der hermetischen Aussage: „Wie oben so unten.“, können wir konstatieren: Wenn die Sternbilder des Tierkreises einen beachtlichen Einfluss auf den Kosmos haben, so werden die Sternbilder im „Himmel“ des Menschen, also die astrologische Konzeption seines aurischen Wesens, ebenfalls einen bedeutenden Einfluss auf den Menschen ausüben. In den aufgeklärten Wochenzeitschriften des euroamerikanischen Pressemarktes ist das Horoskop unverzichtbarer Bestandteil, weil zahllose Menschen sich ungeachtet aller Rationalität in ihrem Leben nach den Sternkonstellationen richten. Es ist nicht unbekannt geblieben, dass sich in unserem modernen Zeitalter einige ranghohe Politiker stets von Wahrsagern/innen beraten ließen.

Damit wäre bereits ein wesentlicher Faktor eines Jeden „Vaters“ erkannt. Nun wird nicht jeder Rationalist die Astrologie als einen ernst zu nehmenden Faktor im Leben anerkennen. Dennoch ist der Mond auch dann am Himmel, wenn man ihn nicht sehen kann. Zumindest kann man den alten heiligen Büchern der indischen Kultur entnehmen, dass jeder Mensch in einer karmischen Veranlagung aufwächst, die er selbst durch sein Leben für eine folgende Inkarnation beeinflusst. So ist es also keineswegs falsch, wenn man feststellt, dass jeder Mensch seinen Lebensweg mit einer Vorprägung beginnt und auch damit fortsetzt, ganz gleichgültig, welche Doktrin die Definitionen dafür liefert.

Im mikrokosmischen Modell ist das Aurische Wesen der Schöpfer des körperlichen Menschen, der innerhalb einer multidimensionalen Kraftkugel seine Persönlichkeit entsprechend der aurischen Konditionierung entfaltet. Aus den aktuellen Erkenntnissen der Kernphysik kann man heute entnehmen, dass selbst die feste Materie nur ein Kondensat aus elektromagnetischer Energie ist. Durch die Betrachtungen der esoterischen Geisteswissenschaft ist mittlerweile bekannt geworden, wie sich die anderen feinstofflichen Felder im Mikrokosmos zusammensetzen. Bekannt sind der Äther, die Astralis und ein Mentalvermögen. Die drei weiteren Kraftfelder haben noch keine verbindliche Definition bei den Esoterikern gefunden.

Um die vierfache Persönlichkeit entfaltet sich im Aurischen Wesen bis zur Lipika das Atemfeld. Sie beinhalten unterschiedliche Speicher astraler und mentaler Konzentrationen, die in einem holografischen Netzwerk miteinander kommunizieren. Dort finden wir das menschliche Gedächtnis. Der Mensch selbst hat meistens von all diesen Vorgängen wenig oder kein Bewusstsein. Da diese mikrokosmische Konzeption für den Menschen von der Wissenschaft negiert wird, werden alle im Aurischen Wesen ablaufenden Reaktionen, Emotionen und mentale Ausbrüche dem Unbewusstsein zugeschrieben. Diesem Lebensraum haben zahlreiche weltbekannte Psychoanalytiker wie z.B. S Freud und C.G. Jung ihre Studien gewidmet.

Könnte man den „Herrn“ der Menschen in diesem Gewirr aus vielfältigen Kräften ermitteln? – Nein, leider geht es auch jetzt noch nicht wirklich.
Natürlich gibt es bestimmte Prioritäten des alltäglichen Seins, die entsprechende Kräfte der verschiedenen Ebenen polarisieren und damit in den Vordergrund des Daseins ziehen. So stehen dem Menschen am Morgen beim Frühstück in friedlicher Atmosphäre andere Kräfte aus seinem Vorrat zur Verfügung, als am Nachmittag bei einer heftigen Diskussion über personelle und sonstige Probleme am Arbeitsplatz.

Bei alledem ist auch noch zu berücksichtigen, dass von den Kraftkonzentrationen im Aurischen Wesen noch andere Wesenheiten aus dem Jenseits angezogen werden, die ein vitales Interesse daran haben, dass die innermikrokosmischen Kumulies lebendig und wirkungsvoll den Menschen beeinflussen. Diese Elementalen oder Golems im Jenseits leben dort in der Äther- oder Astralsphäre, in die alle Mikrokosmen eingebettet sind, wie Goldfische im Wasser. Niemand ist jemals befreit von diesen Begleitern, die nach dem Resonanzgesetz zum Menschen und seinem Mirkokosmos gehören, wie die Pilotfische zum Hai.

Aus diesen Beschreibungen der feinstofflichen Umgebung der körperlichen Person wird ungemein deutlich, dass der Mensch eben nur eine „Person“ ist. Alles, was in den verschiedenen Kraftfeldern des Mikrokosmos und um ihn herum erklingt, tönt durch ihn nach außen, wird durch Mimik und Gestik, durch Bekleidung und Frisur und vor allem durch das Sprechen, Singen und Lachen in die Umwelt kommuniziert.

Natürlich können sich die meisten Menschen dieser direkten Beeinflussung all der feinstofflichen Komponenten ihres Daseins nicht bewusst werden, weil sie aus vitalen Gründen getarnt im Unterbewusstsein ihr Unwesen treiben.

Es gibt allerdings noch eine weitere Quelle der Beeinflussung, die „Gott sei Dank“ im Menschen einmal wirksam werden kann. Das ist die Monade oder der Urtyp, der einen Brennpunkt seines Wirkens in das Herz des Menschen eingesenkt hat. Diese Stimme wird in der hinduistischen Philosophie Atman genannt, die Rosenkreuzer nennen diesen Berührungspunkt mit der göttlichen Ebene die Rose des Herzens und im Christentum ist es der „eingeborene Sohn“.
Nun liegt es am Menschen, welchen Beeinflussungen er seine Aufmerksamkeit zuwenden kann. Darum wird auch von allen weisen Männern, sowohl der Antike als auch der Moderne die Aufforderung an die Menschen gerichtet, doch endlich zu erwachen, durch beständige Wachsamkeit den Kräften auf die Spur zu kommen, die das normale Leben immer und immer wieder dominieren. Bedauerlicherweise bringen es oftmals erst die schmerzlichen Erfahrungen deutlich an den Tag, von welchen unterbewussten Reflexen man sich völlig aus Bahn bringen lässt. Allerdings können auch heftige Konflikte die Krise im Menschen so weit auf die Spitze treiben, dass er entgegen alle Widerstände der täglichen Verbindlichkeiten selbst Abstand zu den hektischen Abwicklungen des Daseins nimmt. In dieser Ruhepause von dem obligatorischen Hin und Her kann er der verborgenen Stimme in seinem Herzen lauschen, und auf einmal beginnt er etwas von der wahrhaftigen Freiheit seiner Seele zu ahnen.

Wenn der Mensch also zu sich selbst sagt: „Herr, nicht mein Wille, sondern Dein Wille geschehe!“, dann ist es doch dringend notwendig genau zu wissen, an wen sich der Sprechende just in diesem Augenblick wendet. Denn er befindet sich in jedem Moment seines Daseins in einem Konglomerat von Beeinflussungen aus den feinstofflichen Feldern. Darin hausen verschiedene Wesen, die aus vitalen Gründen alles tun, um weiterhin die Aufmerksamkeit des Menschen in der Art zu manipulieren, damit sie an den Kraftflüssen des Mikrokosmos ausreichend partizipieren können. Damit ihre Schmarotzertätigkeit nicht entdeckt werden, kann praktizieren sie allerlei Verhaltensweisen für die Selbsttarnung im Unterbewusstsein. Die entscheidende davon ist der Materialismus. Denn er erklärt rundherum ohne jede Scham: „Das gibt es alles nicht. Das sind nur Halluzinationen, psychotische Projektionen.“ Doch auch das, was der aufgeklärte Geist nicht sehen kann, hat durchaus Existenz. Es gibt mittlerweile genügend Menschen, die in die Aura schauen können.

Allerdings gibt es eine noch hartnäckigere Aktivität dieser Golems: Das heißt sie machen sich nicht nur wichtig, sondern sie erklären dem Ich-Bewusstsein, sie wären unentbehrlich. Das geht heute schon so weit, dass sich im gewöhnlichen Sprachgebrauch kaum Sätze bilden lassen, die nicht ohne ICH gebildet werden können. Jedes Mal, wenn der Mensch von seinen Aktivitäten berichtet, wird immer davon gesprochen: Ich habe gemacht, ich habe gegessen etc. Doch das Ich im Menschen ist keineswegs der Macher, sondern nur ein Brennpunkt oder Golem im Atemfeld, der alle Aktivitäten der Person auf sich bezieht und sich damit wichtig tut.

Das bezeugt vor allem das erste Gebot aus dem Alten Testamen: „ICH bin der Herr Dein Gott, Du sollst keine anderen Götter neben mir haben!“ und so geschieht es. Nur wenige Menschen können diese Lüge entlarven. Wer vermag schon einsehen, dass er mit diesem ersten Gebot der Genesis durch Selbsthypnose sein eigenes Gefängnis zumauert. Natürlich erlebt sich der Mensch sehr aktiv und tut vieles in seinem Leben, jedoch wird sich bei genauem Hinschauen leicht feststellen lassen, aus welchen bewussten oder unterbewussten Antrieben der Körper in dieser oder jener Form aktiv geworden ist.

Vor allem, wer sich der Rose des Herzens zuwendet, und sich für die Belange der Überwindung dieser materiellen Welt einsetzt, nicht durch Fürbitte oder Kirchengeläut, sondern durch aktives Mitwirken in der Menschgruppe, die sich der Befreiung der ganzen Welt von den Gesetzen der Polarität geweiht hat, sollte sich selbst genau prüfen „Wes Geistes Kind er ist“. Wer sich einmal dem Auftrag des Christus wirklich zugewendet hat, wer in aller Wahrheit begonnen hat, Sein Nachfolger zu werden, kann sich von der Überschattung all der feinstofflichen Kumulies, Golems oder sonstigen Elementale befreien. Frei von Angst, Sorge, Furcht und Zweifel wird er in seinem Leben sehr wachsam hinschauen, welchem „Herrn“ er gerade dienen muss.

In diesem Sinne wird dann auch die Aussage der Engel bedeutsam, die in Bethlehem zu den Schäfern auf die Weide gehen, nachdem Jesus in der Grotte geboren wurde.
Sie rufen ihnen zu: „Erwachet! Euch ist heut’ ein Kindlein geboren!“ Das heißt unmissverständlich: Wenn die neue Stimme im Herzen ertönen kann, wenn Jesus geboren ist, dann sollte man in seinem Leben allem Tun und Lassen sehr wachsam gegenüber sein, damit diese leise Stimme nicht wieder von den lauten Stimmen der irdischen Begehren nach Selbsterhalt, Ruhm, Macht sowie finanzieller Sicherheit übertönt wird.

Dieser Prozess, der jetzt beginnen kann, liegt etwas abseits der lauten Straßen der gewohnten irdischen Beschäftigungen. Andererseits kann aber diese leise Stimme den Menschen auch zu dem unheiligen Gedanken verführen, selbst der Erleuchtete zu sein. Dann werden oft unterschiedliche Methoden der Kirchengebetstradition, der mystischen Verzückung in einer Einsiedelei, der buddhistischen Meditation oder der hinduistischen Askese zur Heiligung angewendet, um sich selbst als heilig betrachten zu können, wie bei den hinduistischen Saddhus, den kirchlichen Kardinälen oder den islamischen Ajatollahs.

„Niemand ist heilig. Nicht einer. – Mein Reich ist nicht von dieser Welt!“ so klärt Jesus Christus seine Anhänger auf. Wer trotz alledem selbst heilig werden will, muss sehr wachsam fragen, aus welchen Kräften in seinem System er jetzt gedacht wird. Kann er das nicht mehr in sich selbst ergründen, dann ist er bereits ein Opfer der höchsten irdischen Hierarchie geworden. Dieser einmal zu entkommen wird sicherlich ein äußerst schwieriges Unterfangen sein, das ohne Frage mit der Ersteigung des Mt. Everest zu vergleichen wäre.

Wer die klare Aussage von Jesus Christus: „Mein Reich ist nicht von dieser Welt!“ wirklich verstanden hat, wird der Stimme seines Herzens folgen, und diese andere göttliche Welt suchen, wo immer er kann. Sie ist nicht im Diesseits zu finden, aber auch nicht in den feinstofflichen Feldern des Jenseits, sondern immer außerhalb jeder Polarität.

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Sein und Wirklichkeit

Esoterisch-theosophische Interpretation einiger Gedanken von Don Juan.

Don Juan spricht mit Castaneda in dem Buch: Der zweite Ring der Kraft.

CC: „Wer sind die Schwarzen Magier, Don Juan?“
DJ: „Die Schwarzen Magier sind unsere Mitmenschen. Und da du zu ihnen gehörst, bist du auch ein Schwarzer Magier. Denk mal einen Augenblick nach! Kannst Du von dem Weg abweichen, den sie dir vorschreiben? – Nein. Dein Denken und dein Handeln sind auf ewig nach ihren Bedingungen festgelegt. Das ist Sklaverei! – Darum fürchte deine Gefängniswärter, deine Meister! Vergeude nicht deine Zeit und deine Kraft, in dem du Angst vor mir hast!“
CC: Ich wusste, dass er recht hatte, und doch, trotz meiner ehrlichen Zustimmung wusste ich auch, dass meine lebenslangen Gewohnheiten mich unausweichlich auf meinem alten Weg festhalten würden. Tatsächlich, ich kam mir wie ein Sklave vor. –
An anderer Stelle sagt DJ:
„Deine Kenntnis der Welt sagt dir, dass sich im Gebüsch nur umherschleichende Tiere oder Menschen verstecken können. An diesem Gedanken hast du festgehalten, und natürlich musstest du eine Möglichkeit finden, die Welt in Übereinstimmung mit diesem Gedanken zu bringen.“- „Aber ich dachte überhaupt nichts.“ – „Nun, nennen wir es nicht Denken. Es ist eher die Gewohnheit, die Welt stets in Übereinstimmung mit unseren Gedanken zu sehen. Wenn sie dies nicht ist, sorgen wir einfach dafür, dass sie übereinstimmt. (Mit unseren inneren Vorstellungen dessen, was wir wahrgenommen haben, bestimmen wir völlig automatisch das Ereignis.)


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Mit unseren angelernten Vorstellungen von den Zusammenhängen der Welt versuchen wir uns das Glück im materiellen Leben zu sichern, obgleich wir vielfach gelesen haben, dass die äußere Ansicht der Welt, die Formseite der Dinge nur Erscheinung, indisch: Maya ist. Nicht umsonst spricht Appolonius von Thyana in der Ersten Stunde seiner Erläuterungen für seine Schüler von der Reinigung des Atemfeldes, von den Komplexen im Unbewussten. Erst wenn die alten Prägungen der Vor- und Ausbildung gelöscht werden konnten, wird sich das positive Karma aus dem aurischen Wesen im Leben offenbaren. Erst dann kann der Mensch seine tatsächliche Wirklichkeit sehen oder hören, ohne sie zugleich mit den alten Bildern aus dem antrainierten Gedächtnis zu überschreiben.
Solange die bestehenden mentalen und emotionalen Bewohner des mikrokosmischen Atemfeldes im Unterbewussten weiter stimuliert werden, bleibt das Wesen Mensch auch an die zugehörigen Kräfte aus dem Jenseits gebunden, ohne einen Schatten ihres Daseins zu erhaschen.
Viele halten ihre jahrtausendalten Traditionen in hohen Ehren, ohne sie ernsthaft  nach ihrer Berechtigung zu fragen. Zahllose Menschen predigen die historischen Gewordenheiten des Lebens, die seit Aristoteles aus den sichtbaren und erfahrbaren Zusammenhängen abgeleitet werden. Auf allen Kontinenten werden in ungezählten Tempeln oder Gotteshäusern irgendwie gearteten metaphysischen Gotteswesen geopfert, die für Schutz, Wohlergehen, Fruchtbarkeit und materiellem Erfolg angebetet werden. Die aus diesem philosophischen Konglomerat zusammengestellten Weltanschauungen werden den Kindern in ihrer Kinderstube eingetrichtert und dann in der höheren Schule erweitert und vertieft. So ist mit Garantie gesichert, damit immer alles beim Alten bleibt. Jeder Erwachsene in Ost und West glaubt an Dogmen der Vergangenheit und verbreitet diese tausendfach vorgeprägten Meinungen bei jeder Unterhalten. Die ganze Weltliteratur der Bestsellerie-Plantagen ist vollgestopft mit dem Unrat historisch verbrämter Lebensvorstellungen. Wie in einer hypnotischen Verabredung ist alle Welt total begeistert davon. Auf diese subtile Weise entsteht unbewusst und ungewollt ein schwarz-magisches Netz aus immer wieder erneut bestätigten, stets bereits veralteten Vorstellungen des Daseins. Von der Kindererziehung, über die Medizin, das kommerzielle Gebaren der Menschen bis hin zur großen Politik – alles tanzt auf diese schleichende Weise ohne einen Schimmer der Ahnung um das Goldenen Kalb, das von den Herren der Welt in ihre mentale bzw. emotionale Mitte gestellt wurde.
Zum zweiten Teil ist zu bemerken, dass schon J. W. Goethe bei seinen Betrachtungen der Sinnesorgane feststellen musste, dass der Mensch schon im Vorgang des Wahrnehmens das Wahrgenommene bewertet und nach seinen Vorbehalten beurteilt. Neuere Untersuchen amerikanischer Neurophysiologen haben ergeben, dass sogar die organischen Voraussetzungen der Sinnesorgane schon eine prinzipielle Selektion des Wahrgenommenen für die Selbsterhaltung bedingen. Das Phänomen MAYA ist wohl tief im Hinduismus vergraben, hat jedoch mit der steten Verbreitung indische angehauchter Esoterik seinen Weg in das euroamerikanische New Age-Denken gefunden, diese Wahrheit wird jedoch, trotz der elektrophysikalischen Erkenntnisse in der Kernphysik, nicht als Er-Scheinung im realen Leben konkretisiert.

DJ: » Vor allem halte ich es für grundfalsch, dass du alles dermaßen ernst nimmst«, sagte er, »Es gibt dreierlei schlechte Gewohnheiten, in die wir immer wieder verfallen, sobald wir im Leben mit ungewöhnlichen Situationen konfrontiert sind.
1. Erstens können wir das, was geschieht oder geschehen ist, leugnen und so tun, als sei es nie geschehen. So machen es die Bigotten.
2. Zweitens können wir alles unbesehen akzeptieren und so tun, als wüssten wir, was geschieht. So machen es die Frommen.
3. Drittens kann ein Ereignis uns zwanghaft beschäftigen, weil wir es weder leugnen noch rückhaltlos akzeptieren können. So machen es die Narren. – Du etwa auch?
– Doch es gibt noch eine vierte Möglichkeit, die richtige nämlich, die des Kriegers. Ein Krieger handelt so, als sei überhaupt nichts geschehen, weil er an gar nichts glaubt, und doch akzeptiert er alles unbesehen. Er akzeptiert, ohne zu akzeptieren, und leugnet, ohne zu leugnen. Nie tut er so, als wisse er, noch tut er so, als sei nichts geschehen. Er handelt so, als ob er die Situation in der Hand hätte, auch wenn ihm vielleicht die Hosen schlottern. Diese Art zu handeln vertreibt die zwanghafte Beschäftigung mit den Dingen.« – Lange schwiegen wir.

Dieser Abschnitt enthält eine kräftige Beschreibung des Wu-wei aus dem chinesischen Schatz der Taoisten. Jeder kann in der Aktualität seines Seins prinzipiell allen Geschehnissen in völliger Neutralität, also ohne jegliche Überprüfung an persönlichen Bedenken und Einwänden, gegenüber treten und sie sang und klanglos abwickeln. Nicht aus Pflichtbewusstsein, nicht Zwanghaft, einfach als den Tatbestand einer neuen exklusiv für ihn persönlich geschaffenen Information. Jede Erfahrung im Feld der Maya bleibt eine Erscheinung in der projektierten Form, die von den Kräften der Welt nur dafür geschaffen ist, den vitalen Akteuren eine Möglichkeit der Erfahrung zu schenken, um ihr Bewusstsein in eine höhere Schwingung zu erheben, letztlich bis in das höchste Seelenfeld.

DJ: »Niemand bringt einen Doppelgänger hervor. Das ist nur eine bildliche Redeweise. Und du, bei all deinem vielen Reden, bist doch den Wörtern hilflos ausgeliefert. Du gehst ihrer Bedeutung auf den Leim. Jetzt meinst du, man bringe den Doppelgänger durch unredliche Tricks hervor, nehme ich an. Aber wir leuchtenden Wesen haben alle einen Doppelgänger. Wir alle! Ein Krieger lernt lediglich, sich dessen bewusst zu sein, das ist alles. Es gibt anscheinend unüberwindliche Schranken, die dieses Bewusstsein versperren. Aber das kann nicht anders sein. Gerade diese Schranken machen das Erreichen eines solchen Bewusstseins zu einer so einzigartigen Herausforderung.« –
CC: »Warum habe ich soviel Angst davor, Don Juan?« –
DJ: »Weil du glaubst, der Doppelgänger sei das, was das Wort besagt, ein Doppelgänger oder ein anderes Ich. Ich gebrauche diese Wörter nur, um den Sachverhalt zu beschreiben.“

Viele esoterisch-wissenschaftliche Autoren beschreiben den Menschen mit einem Ätherkörper und einem Astralkörper. Einige wissen auch davon, dass der Mensch über den Ansatz eines Mentalvermögens verfügt. Der Doppelgänger von DJ weist auf eine damit zusammenhängendes Problem hin. Der Weg zur Erleuchtung erfordert vom Kandidaten, dass er sich Schritt für Schritt aber konsequent dieses eigenen Astralwesens bewusst wird. Doch wie jeder auf diesem Weg in die Seelenfreiheit erfahren muss, entstehen aus dem Unbewussten gerade dann, wenn er dabei erfolgreich wird, etliche gewaltige Behinderungen. Der Zerberus bäumt sich hinter dem Ego auf.
Zudem macht Don Juan an dieser Stelle auf eine für den Euroamerikaner nahezu unüberwindliche Barriere aufmerksam. Die Menschen sind geradezu verbissen, sich an die Begrifflichkeit ihrer Worte zu klammern, die aus ihrer antrainierten materiellen Weltanschauung stammen. Die spontan aus dem eigenen Denken auftauchenden Vorstellungen werden direkt mit den erfassten Sensationen verknüpft und verbauen damit das richtige Erkennen und Verstehen. Die Chance, andere mentale Erkenntnisse zuzulassen, wird in den vorherrschenden Meinungen eingefroren, kristallisiert und stirbt.
Der Doppelgänger ist ein Phänomen des Astralwesens, das bedauerlicherweise  auch eine Spiegelung im Jenseits hervorbringt, das ohne jede bewusste Wahrnehmung das Leben jedes Menschen dominiert. Eigentlich sind alle Menschen unter diesem Gesichtspunkt als Sklaven ihrer eigenen Astralis zu betrachten. Darum ist es für ein intelligentes Handeln aus dem neu erwachenden Seelenbewusstsein ausgesprochen förderlich, sich einen Weg zu erarbeiten, um sich der eigenen Astralis bewusst zu werden. Dieser Weg dahin führt über die klassische Forderung: Mensch erkenne dein Selbst. Bereits Buddha predigte seinen Mönchen, beständig und gerade bei allen noch so gewöhnlichen Verrichtungen des alltäglichen Dasein wachsam zu sein, um die Abhängigkeit von der eigenen Begierdennatur im Stoffbewusstsein einigermaßen erkennen zu können, die ganz besonders aus der Astralis kommt.

CC: Don Juan hatte recht. Ich musste ihnen zugestehen, dass ich wusste, dass es irgend etwas in mir gab, das alles registrierte und sich dessen, was ich tat, bewusst war. Und doch hatte dies nichts mit dem gewöhnlichen Bewusstsein meiner selbst zu tun. Es war etwas anderes, das ich nicht erfassen konnte. – Es ist eine innere Stimme, die dir sagt, was los ist. Und damals sagte sie mir, dass ich zum zweiten Mal erwacht war. Sobald ich aufwachte, war ich natürlich überzeugt, dass ich geträumt haben musste. Offenbar war es kein gewöhnlicher Traum gewesen, aber es war auch nicht eigentlich Träumen gewesen. Daher kam ich zu dem Schluss, dass es etwas anderes gewesen sein musste: Schlafwandeln war es, im Halbschlaf, nehme ich an. Ich konnte es mir nicht anders erklären. – Das, was ich erlebt hatte, war alles andere als ein Traum und ich dürfe mich nicht damit begnügen, es als Schlafwandeln aufzufassen.

Wer in sich akzeptieren kann, dass sein Wesen mit einem Ätherkörper und einem Astralkörper ausgestattet ist, hat die Chance, unter bestimmten Bedingungen in diesen mikrokosmischen Feldern bewusst zu sein. Z.B. tritt der Mensch im Traum mit seinem Astralbewusstsein in die astralen Welten ein, die aktuell von ihm angezogen werden. Ein Forscher, der Sein und Glauben der indischen Saddhus erforscht hat, schreibt, dass einige durch Meditation und langjährige Askese geschulte Saddhus bis in das mentale Bewusstsein vordringen können. Wer fest dazu entschlossen ist und die geeignete Umgebung für sich herstellt, kann sich durch Meditation, Autogenes Training, oder ganz einfach durch Tagträumen in sein ihn umgebendes astrale Feld erheben. Er sollte sich dabei stets dessen bewusst sein, dass auch dort die Erscheinungen nur Erscheinungen sind, keine Wirklichkeiten! Die bereits mehrfach beschriebenen Nahtod-Erfahrungen sind ungewolltes Betreten der jenseitigen Sphären, in den sich zunächst die ätherischen Gegebenheiten noch mit der stofflichen Welt mischen.

DJ: »Heute habe ich nur die Aufgabe, den Nagel einzutreiben, den Genaro abgesteckt hat – nämlich die Tatsache, dass wir leuchtende Wesen sind. Wir sind Wahrnehmung. Wir sind Bewusstsein. Wir sind keine Objekte, wir haben keine feste Konsistenz, wir sind grenzenlos. Die Welt der festen Objekte ist ein Mittel, unsere Wanderschaft auf Erden angenehm zu machen. Sie ist nur eine Beschreibung, geschaffen, um uns zu helfen. Wir – oder besser: unsere Vernunft (unsere rationelle Prägung durch Erziehung und Pädagogik) – vergessen gern, dass die Beschreibung nur eine Beschreibung ist, und so schließen wir die Ganzheit unseres Selbst in einen Teufelskreis ein, dem wir, solange wir leben, kaum entrinnen können.«

Der Mikrokosmos bzw. das aurische Wesen ist ein multiplexes Kraftfeld auf der Basis von Bewusstsein. Im Ätherfeld ist ein ätherisches Bewusstsein, im Astralfeld wirkt ein astrales Bewusstsein, im mentalen Feld denkt ein mentales Bewusstsein und im Stoffkörper kommuniziert ein stoffliches Bewusstsein. In gewisser Weise arbeiten alle mikrokosmischen Bewusstheiten für die verschiedenen Lebensaufgaben unterschiedlich zusammen und aktivieren die entsprechenden Wahrnehmungsmöglichkeiten, Denken, Fühlen, Riechen, Schmecken, Sehen. Es wird allerdings nicht nur der Input geregelt, sondern auch der Output wie z.B. Sprechen oder emotionale Ablehnung über die Astralis, oder das Einspeichern in die den Bewusstheiten zugänglichen Gedächtnisse. Einiges wird in die bereits im Atemfeld aufgebauten Vorstellungen, Werturteile oder Lebensprinzipien nach dem isobaren Resonanzgesetz eingegliedert. Dazu gehören auch die Sinngebungen von Bezeichnungen oder Namen aus der materiellen Weltanschauung. z.B. ist ein Stein hart und schwer, Wasser ist flüssig und nass und Federn sind leicht und weich. Vom Gesichtspunkt des Kernphysikers sind das alles nur Kondensate von subatomarer Energie; wir können auch sagen: alle Dinge der materiellen Welt sind Ab-bildungen aus dem Ätherfeld. Und dabei wird das Ätherfeld direkt und konsequent vom Astralfeld ausgeprägt. Das mikrokosmische Gesamtgeschehen wird vom Gesamtbewusstsein des aurischen Wesens geführt, bis hinein in alle stofflichen Reaktionen, die die Person ausführt. Hat sich der Mensch allerdings methodisch vom stofflichen und ätherischen Sein lösen können, kann der Astralkörper unabhängig und ohne Probleme „durch Wände“ gehen, weil er prinzipiell weder vom Stoff noch vom Äther aufgehalten werden kann. Das Erlebnis ist dann ganz ähnlich der Erfahrung in einem Traum. Nur dass er in dieser bewusst herbeigeführten Situation aktiv handeln kann, im Rahmen des vorbereiteten Settings – Umgebung, Zeitschiene, Mitwirkende, Betreuer etc.

DJ: »Wir sind wahrnehmende Wesen«, fuhr er fort. – »Die Welt, die wir wahrnehmen, ist jedoch eine Illusion. Sie (Maya) ist entstanden durch eine Beschreibung, die man uns seit dem Augenblick unserer Geburt erzählt hat. – Wir sind leuchtende Wesen, sind mit zwei Ringen der Kraft geboren, aber wir benutzen nur einen davon, um die Welt zu erschaffen. Dieser Ring, der sich schließt, bald nachdem wir geboren sind, ist die Vernunft – und ihr Begleiter ist das Sprechen. Gemeinsam hecken die beiden die Welt aus und halten sie in Schwung. Die Welt, die deine Vernunft erhalten möchte, ist also im Grunde eine Welt, geschaffen durch eine Beschreibung und ihre dogmatischen, unumstößlichen Regeln, welche die Vernunft zu akzeptieren und zu verteidigen lernt.
Das Geheimnis der leuchtenden Wesen ist, dass sie noch einen weiteren Ring der Kraft haben, der gewöhnlich nie benutzt wird, den Willen. Die Methode der Zauberer ist die gleiche Methode, wie ihn die normalen Menschen anwenden. Beide haben sie eine Beschreibung (ihrer Welt). Der eine, der normale Mensch, erhält sie mit Hilfe seiner Vernunft aufrecht, der andere, der Zauberer, erhält sie mit seinem Willen aufrecht. Beide Beschreibungen haben ihre Regeln, und die Regeln sind wahrnehmbar, doch der Vorteil des Zauberers liegt darin, dass der Wille umfassender ist als die Vernunft.
Was ich dir jetzt vorschlagen möchte, ist, dass du von nun an deine Wahrnehmung entscheiden lassen sollst, ob die Beschreibung der Welt durch deine Vernunft oder durch deinen Willen aufrechterhalten wird.«

Bei diesen Textabschnitt fällt auf, das DJ darauf aufmerksam machen will, dass der normale Mensch mit seiner Vernunft ein bestehende Weltbild erschafft, das jedoch nicht komplett ist. Das vernünftige Denken der Menschen in den westeuropäisch orientierten Zivilisation auf ihren materialistisch geprägten Gedächtnisspuren aufbaut. Dabei sind Ding oder Abstrakta mit dem Begriff und dem Namen verschmolzen. Dem Denken entgeht mithin, dass alle Sensationen allerdings nur Erscheinung im stofflichen Energiefeld sind, in dem der Mensch sein ganzes Selbst niemals realisieren kann. Die Vernunft – dieses Wort wird hier in der Bedeutung von rationalem Bedenken und Abgleichen an autorisierten Weltanschauungen benutzt, die ein Mensch im Laufe des Erwachsen-Werdens abgespeichert hat, um sich im Konkurrenzkampf des Alltäglichen behaupten zu können. Da er sich der Einfachheit halber stets mit den Oberflächen der Erscheinungen zufrieden gibt, kann er nicht wirklich Kraft wirken, kann er auch niemals sein wahres Selbst erfassen, das aus allen Kraftebenen des Mikrokosmos hervorgebracht wird.
Der Wille bezeichnet eine Kombination aus uneingeschränktem Begehren aus der Astralis und einer ungebrochenen mentalen Wachsamkeit und Ausrichtung auf das gewünschte Ziel, die nicht von äußeren Verstandesargumenten, gesellschaftlichen Bedingungen, Verhaltenskodizes oder Tabus in Frage gestellt wird. Dieses mentale und astrale „Wollen“ ist ein so sein müssen, das aus der ganzen Person klingt und sich dann auch in allen Feldern verwirklicht. In diesem Handeln realisieren sich das autonome Selbstbewusstsein und die damit verbundenen karmischen Aufträge. Dabei wird der Kandidat von seiner sehr aufmerksamen Wahrnehmung geleitet, die, unabhängig von vorgeprägten Anschauungen, alle ihn betreffenden Ereignisse in den Gesamtrahmen des aktuellen Werdens stellt.

DJ: »Der grundlegende Unterschied zwischen einem normalen Menschen und einem Krieger ist, dass der Krieger alles als eine Herausforderung annimmt, während der normale Mensch alles entweder als Segen oder als Fluch auffasst.«

Mit dieser Feststellung wird ein typisches Verhalten der konsumorientierten euroamerikanischen Mitbürger charakterisiert. Allerdings ist sein Kern in dem semitischen „Sündenfall-Konzept“ und den darauf aufbauenden teleologischen Philosophien verborgen. Darum sortieren die in ihrem Einfluss stehenden Menschen, die sie umgebenden Ereignisse und Sensationen stets nach Erfolg bzw. Misserfolg. Viele Menschen wenden sich heute von den religiösen Zwangsmechanismen ab, und sortieren ihre Geschehnisse nach ihrem subjektiven Wohlbefinden oder nach der Kompatibilität mit ihrem aktuellen Überlebenskampf, je nach sozialer Schichtung. Alle Gruppen realisieren ihr Sein und die darin für sie auftretenden Ereignisse als Glück oder Unglück, oder als Vor- bzw. Nachteil.
Dabei werden die Ereignisse immer im Außen wahrgenommen, im materiellen Feld der Erscheinung. Die verursachende Instanz wird offensichtlich immer außerhalb des Wahrnehmenden positioniert. Egal ob es jetzt materielle Gegebenheiten oder Zufälligkeiten analog der Billardkugeln sind oder religiöse Zusammenhänge mit Göttern oder schamanistischen Geistern, es herrscht die kuriose Meinung vor, dass es immer etwas anderes in der Umwelt gibt, was das Geschehnis bestimmt. Besonders die unangenehmen Ereignisse sind immer von der Gesellschaft, anderen Menschen oder Wesen, Geistern oder Göttern verursacht, die dann auch durch angemessene Rituale wieder besänftigt werden müssen.
Alles Leben ist jedoch auch für verbohrte Marxisten und Allah-Gläubige eine Perlenschnur aus ganz konkreten praktischen Erfahrungen, die leichter zu bewältigen sind, wenn die Erlebnisse von Vornherein weder bewertet noch verurteilt werden. Zum anderen sollte einmal jedem klar werden: alle Ereignisse, die den Menschen erreichen, alle mentalen, emotionalen und physischen Sensationen, die von ihm wahrgenommen, sein Denken, Fühlen und Begehren aktivieren, werden immer von dem mikrokosmischen Gesamtfeld angezogen, das von den karmischen Strukturen, polarisiert von seinem aktuellen Sein, Denken, Fühlen und Begehren, eine individuelle Vibration hervorbringt. Das aktuelle Bewusstsein des Menschen ist sich dieses Gesamtzusammenhangs niemals bewusst und unterliegt aus diesem Grunde zahllosen Irrtümern und Täuschungen, vor allem, wenn es darum geht, einen Verursacher zu finden.

1. Vorwort: Basis der Evolution

Warum braucht es in der heutigen Zeit noch ein weiteres Buch über die Weltanschauung?
Die meisten Menschen sind überzeugend selbstständig und in ein fest gefügtes Weltbild einer Religion oder der empirischen Naturwissenschaft eingebettet, oder in eine esoterische oder geisteswissenschaftliche oder politische Gruppe ?
Sie glauben an das Weltbild einer fremden Autorität, mit der sie sich berechtigter Weise identifizieren. Über  ungezählte Publikationen in den Medien oder Videos  im Internet erfahren sie alles, was sie für ihre aktuelle Weltsicht benötigen?
Alle Wissensbereiche sind ausführlich erforscht und bei Wikipedia kann sich jeder in kurzen Lesehappen die Einsichten der Weltelite herauspicken. Die materielle Evolution ist doch die Geschichte von Darwin und den Knochenfunden der Archäologen. So kann dort gelesen werden: «Die Theorie der Evolution durch natürliche Selektion wurde erstmals ausführlich von Charles Darwin in seinem 1859 erschienenen Buch «The Origin of Species» dargestellt. In den 1930er Jahren wurde die von Darwin herausgestellte natürliche Selektion mit den mendelschen Regeln zur Vererbung verbunden. (Dass die Evolutionstheorie bereits mit Lamarcke begann, ist heute wenigen Menschen bekannt. Er führte 1766 den Begriff „Biologie“ ein und legte als erster eine ausformulierte Evolutionstheorie vor (Wiki). Die synthetische Evolutionstheorie definiert Evolution als die zeitliche Änderung der Häufigkeiten relativer Varianten durch Mutationen in einer Population. Durch ihre beschreibenden und begründenden Aussagen wurde diese Theorie zum zentralen organisierenden Prinzip der modernen Biologie und liefert eine fundierte Erklärung für die Vielfalt des Lebens auf der Erde.» In dieser aus den materiellen Untersuchungen vieler Tiere, Insekten, Pflanzen und Mikroben ist eine Theorie entstanden, aus der die genetische Vererbungshypothese für die materielle Evolution extrahiert wurde.

Jedoch sind dabei eine Vielzahl von ungeklärten Zusammenhängen aufgetaucht, z.B. die sogenannten Missing Links, und andere genetische Unstimmigkeiten, die immer deutlicher werden, je genauer die Genforschung in die Tiefen der Zusammenhänge eintaucht. Die Epigenetiker sind in der neuesten Zeit zu folgender Überzeugung gelangt: man muss heute nach den neuesten Forschungen davon ausgehen, dass wesentliche Informationen für die Art eines Lebewesens von einem morphogenetischen Feld ausgehen. Rupert Shaldrake hat eine bemerkenswerte Abhandlung über seine diesbezüglichen Forschungen in dem Buch «Das Gedächtnis der Natur» publiziert.
Es ist also an der Zeit einige Erkenntnisse aus den verschiedenen Fakultäten zusammen zu fügen, und der Evolution in ihren interkosmischen metaphysischen Dimension zu erläutern. Viele Autoren wie z.B. Louis Pauwels schreibt bereits 1980 in seinem Buch «Der Aufbruch in das 3. Jahrtausend» über zahlreiche Ereignisse in Wissenschaft, Politik, Kultur und Gesellschaft. Darin wird sehr deutlich dargestellt, dass in den kommenden Jahren erhebliche Umwandlungen in der Welt stattfinden werden. Einmal abgesehen von den Veränderungen im Magnetfeld der Erde, der Verlagerung der Polachsen, der Beschleunigung der Zeit, dem unübersehbaren Klimawandel, der Häufung von Kriegen und Terroranschlägen und so weiter, usw.

Helfen die möglicherweise neuen Kosmologien dem Menschen in seiner aktuellen Lebenssituationen? – Warum jetzt den Menschen eine Konzeption von einem völlig unbekannten Autor vorlegen, in der eigentlich neben den bereits publizierten modernen Erkenntnissen einige uralte Weisheiten erneut ausgesprochen werden?


Sollte Dir ein Gedanke zu dem Text einfallen, dann schicke ihn bitte mir zu.  Vielen Dank.


Wem nützen dann die Gedankenwelten eines Avicenna (vollständiger Name: Abū Alī al-Husain ibn Abdullāh ibn Sīnā), Shankarasharya, Aristoteles, Paulus, Mohammed, Plato, Plotin, Valentinus, Konfuzius, Laotse, G. Bruno, F. Bacon, E. Swedenborg, G.W.F. Hegel, G.W. Leibnitz, Mme. Blavatsky, R. Steiner, M. Heindel, P.D. Ouspensky , Jan van Rijckenborgh, Anagarika Govinda, Vivekananda, Sri Aurobindo, F. Kapra, K. Wilber, St. Grof, J.C. Lilly, M. Murphy, E. Laszlo und vielen anderen, die sich tiefe und fundamentale Gedanken über das Leben, den Sinn der Menschheit und die Aufgabe und Werdegang des Kosmos gemacht und viele Bücher veröffentlicht haben?

Wer hat heute schon Lust solche Texte lesen? –

Gibt es Menschen, die sich in der aktuellen Zeit mit den kosmischen Perspektiven ihres Seins auf dem lebenden Planeten Gaia befassen wollen, in denen sich die elementare Bedeutung der sich abwickelnden kosmischen Evolution spiegelt, und die auch fundamentale Informationen über das Weiterexistieren nach dem körperlichen Tod enthalten? –
Seit meiner Kindheit sprach in mir stets eine Stimme, die irgendwie um die großen bestimmenden Kraftströme dieser Welt wusste, die mir später dann beim Lesen philosophischer oder wissenschaftlicher Bücher immer zuflüsterte, die Informationen aller Autoren sollten in eine große logischen Verbindung zusammen gefügt werden. Das Leben ist eine Einheit; es gibt nur eine alles umschließende Weisheit, eine absolute Wahrheit; darin gibt es keine separaten Fakultäten oder einzelne Funktionsteile wie in der Mechanik. Vielmehr ist alles Leben ein Licht und in ihm ist alles zusammen miteinander wirksam. Physikalische Wissenschaft und metaphysische, transpersonale Psychologie gehören zusammen, sie sind nur Teilaspekte des einen Leben im Kosmos.
Immer wieder habe ich in Büchern, Fachzeitschriften und auch online der unterschiedlichen Fakultäten von Wissenschaft, Philosophie und Religion recherchiert, um die Zusammenhänge des irdischen Daseins zu begreifen, das in meiner Jugend nicht sehr komfortabel war. Ich wollte unbedingt die fundamentale Ursache des täglichen Streites und der unglaublichen Ausbeutung von Mensch und Natur begreifen, und die Wahrheit über den Sinn allen Daseins im Universum erfassen. Die vielen Warums? sind bis heute in meinem Denken immer noch nicht erloschen.
Warum werden stets die alten Lebensideale penetrant von den Kanzeln gepredigt, wenn bis heute in der Realität kaum die kleinsten Fitzelchen von der geforderten Idealität verwirklicht werden? Die dann auch noch von riesigen Schlagschatten des Unfriedens und der Kriege begleitet oder verfolgt werden. – An vielen Orten und in vielen Gesprächen oder Büchern fand ich immer wieder nur Halbwahrheiten, eingepackt in die stets wiederholten Hypothesen der aus der Antike stammenden materiellen Weltsicht! – Nach langen Jahren des Suchens in allen Wissenschaften, Psychologien, Religionen und esoterischen Unterweisungen und des immer weiter Lernens konnte eine erste Zusammenfassung entstehen, wie sie wohl kaum in einer öffentlichen Bibliotheken gefunden wird.

Mit dem vorliegenden Buch: «Basis der Evolution» ist ein übersichtliches Sachbuch entstanden. In ihm werden alle wirkenden Kräfte in den sieben Dimensionen des Universums erklärt, wie sie zusammenwirken und welche Perspektiven mit der ablaufenden Evolution vor der Menschheit aufgetan werden. Viele der beschriebenen Tatbestände zählen die meisten Menschen in der westlichen Kultur zum geheimen oder okkulten (verborgenen) Wissen der Welt. Aber das Buch stellt keine Geheimlehre oder etwas Vergleichbares dar, weil die darin erwähnten Kraftfelder, Fakten und Entwicklungen eigentlich von jedem normalen Menschen erfahren werden könne, insofern er möchte. Diese wichtigen Zusammenhänge zwischen den wissenschaftlichen Erkenntnissen der Neuzeit und die mystischen transpersonalen Erfahrungen esoterischer oder religiöser Philosophen ist unzweifelhaft eine hervorragende Hilfe beim Lösen der zahllosen Fragen nach Frieden und Gerechtigkeit in unserer chaotischen Zeit. In diesem Teppich, gewoben aus allen Wissensgebieten der Menschheit, finden sich viele vergeblich gesuchte Ausgangspunkte nach harmonischer Liebe und weltumspannender Empathie.

Diese Begründung und Beweisführung der kosmischen Evolution trifft in unserer Zeitenwende auf interessierte Menschen, die in der gleichen Entwicklung stehen. Sehr viele der aktuellen Generation sind sehr wache Menschen mit einem schnellen Erfassen und Erkennen. Und denen sind die kosmischen und menschlichen Zusammenhänge wichtiger als Aktienkurse, Macht oder Immobilien. Mit Sicherheit suchen zahllose Menschen in einer Welt, die von den etablierten Kräften immer mehr in Vergangenheiten konserviert wird, nach praktikablen und plausiblen Wegen in eine zuverlässige Zukunft. Besonders junge Menschen wissen bereits, dass sich irgendwo und irgendwann das Ziel des menschlichen Daseins auf der planetaren Existenzebene für sie entschlüsseln wird. Dann kann der Sinn der aktuell heftigen Eruptionen in aller Welt für die kommende Evolution von einem großen Teil der Menschheit erkannt werden.

In einer so weit reichenden, gut strukturierten Darstellung über alle Kräfte, die die Welt bewegen – soweit die heute bestehenden geisteswissenschaftlichen oder esoterischen Intuitionen im Einzelnen reichen –, entsteht wie selbstverständlich für jeden interessierten Leser ein Problem, das sich nach zwei Seiten hin entwickelt:

  • Erstens wird, er angeregt von den ihn überzeugenden Passagen versuchen, seine besten Freunde an diesem Wissen teilhaben zu lassen. Leider kann er dabei erleben, dass sie wenig oder nicht interessiert sind. Was sehr einsam machen kann. Wie ich selbst erfahren musste.
  • Und zweitens wird er letztlich damit leben müssen, dass die ihm entgegen kommenden Vorurteile und Zweifel der unbelehrbaren Materialisten nicht aussterben, obgleich er selbst die neue Weltanschauung nicht mehr loslassen kann. Ganz im Gegenteil, trotz aller spontanen Begeisterung für die neue Weltanschauung erheben die innereigenen Zweifel noch einmal gewaltig ihr Medusenhaupt.

Entgegen aller Bereitschaft, sich mit Philosophie und Religion zu befassen, bleiben die edlen Wahrheiten bei den meisten Menschen im unbeachteten Schatten ihres Lebens. Denn Konsequenzen sind fordernd und wollen sich nicht in das bestehende komfortable Weltbild einfügen. Nachdem sie nun endlich erwachsen und dabei unabhängig von ihren ungeliebten Lehrern geworden sind, richten sie sich gemütlich gemeinsam mit ihren Verwandten und Freunden mit ihren Göttern und Vorurteilen in ihrer persönlichen Welt ein. Es entwickeln sich zahlreiche Wohlfühlgemeinsamkeiten, in der sich die Menschen mit ihren Familien, Freunden und Lebensgefährten so ganz richtig fühlen. Darüber entfalten sich die schon lange in bestehenden dogmatischen Traditionen eingebetteten Volksgruppen und Clans. Neue Gedanken, mögen sie auch noch so wahr und richtig sein, sprengen jeden Rahmen, in dem die Menschen ihr subjektives ICH-BIN verwirklichen können, meistens so stark, dass jede neue Weltansicht maximal als eine Hypothese angenommen wird, die man eben mal beim Bier oder Sekt diskutieren kann. Professionelle Philosophen, Theologen, Ayatollahs, Maharishis oder Priester werden diese neuen Perspektiven über die immateriellen Kraftfelder des Lebens total ignorieren. Jedoch, auch wenn die Menschen in ihren tradierten und zigfach abgehandelten Lebensstrukturen von der kosmischen Evolution geschockt sein sollten, Aquarius wird seinen Auftrag in den Menschen und im Kosmos konsequent vollziehen. Auch wenn die etablierten Institutionen und ihre Äonen alle neuen Weisheiten mit heftigen Gegenargumenten ihrer antiken Weltschau von sich weisen, kann kein Sterblicher und keine äonische Entität im Jenseits den kosmischen Werdegang aufhalten.

Es ist leider nur wenigen Wissenden bekannt, dass in der Atmosphäre der Welt einige bislang gut getarnte, und öffentlich nie benannte Instanzen leben, die verständlicherweise wenig oder gar kein Interesse daran haben, dass eine sie entlarvende Weltanschauung auch nur ansatzweise bei den Menschen verbreitet wird. Darüber wäre noch einiges zu sagen.

In den folgenden Kapiteln sollen einige Aspekte davon ausführlich beleuchtet werden.
Gerade darum sollte dieses Wissen völlig frei und ohne Lizenzrechte jedem Menschen kostenfrei zur Verfügung gestellt werden, der sich ernsthaft mit dem Wesen und der interkosmischen Evolution befassen möchte, denn jeder Mensch ist in diese Entwicklung mit einbezogen. Nur ein vollständige Aufklärung über alle Kraftfelder der Natur, des Kosmos und der Mikrokosmen ermöglicht, den Sinn des Daseins innerhalb der universellen Weiterentfaltung zu begreifen.
Diese provokante dynamische Weltanschauung richtet sich ausnahmslos an solche Menschen, die gewillt sind, sich bewusst von den bislang autorisierten Philosophien unabhängig zu machen. Wer den Drang zur einen ungeteilten Wahrheit als einen intensiven Durst nach Freiheit von den stets wiederholten Theorien in der Geschichte der Menschheit erlebt, kann etwas von den bevorstehenden Umwälzen bei der Entwicklung in Kosmos und Makrokosmos in sich erspüren. Das erfordert eine absolut aufrichtige Einstellung sich selbst gegenüber und zu allen Erscheinungen in unserer Natur, auch in Bezug zu allen transpersonalen Ansichten der eigenen Persönlichkeit und des Kosmos. Dafür muss man bereits ein, jeden Egoismus, auch den im Unbewussten, aufzulösen für eine uneingeschränkte Dienstbereitschaft für die Evolution des Kosmos. Dabei verblassen dann die Konflikte der profanen Selbsterhaltung im alltäglichen Miteinander. Um dem endlosen Leiden unzähliger Lebewesen und Menschen auf unserem Planeten für alle Zeiten ein Ende zu bereiten, muss der Mensch entschlossen sein und sich selbst gegenüber die größtmögliche Wahrhaftigkeit und Neutralität einnehmen. Nur mit diesem Schutz der Neutralität gegenüber allen durchaus noch bestehenden Lebensnotwendigkeiten und ihren Vertretern in den historisch gewachsenen Institutionen vermag er unbescholten zur Vollendung der ursprünglich im Schöpfungsplan engebetteten Evolution aller Kosmen und Mikrokosmen beitragen.

 Warum sollte man das beginnen? – Was hat der einzelne Mensch davon? –

Als erstes entsteht eine lebendige, befreiende Wahrnehmung der eigenen Realität sowie der kosmischen Wirklichkeit des Planeten Erde, die sich in keiner bestehenden, ideologisch gefärbten Philosophie oder regionalen Theologie abbildet. Ein völlig erneuerter mentaler Freiraum öffnet sich, in dem sich Gedanken entfalten und wirksam werden, die bislang wegen Tabus oder pauschalen Grundregeln der menschlichen Gesellschaft exkommuniziert waren. Die Akzeptanz des Ungewöhnlichem gewinnt Oberhand gegenüber den kristallisierenden Vorstellungen in der aristotelischen Naturwissenschaft, gegenüber den in allen Kulturen und Religionen gewachsenen Traditionen und damit verbundenen Aktionen, regelmäßigen Feiertagen und vorgeschriebenen Pilgerfahrten.

Es besteht in diesem Buch keineswegs die Absicht, die zweifellos gewaltigen Wissens-Schätze der menschlichen Zivilisation in irgendeiner Form zu diskreditieren. Natürlich kann in jedem Gedankengebäude ein Teil absolute Wirklichkeit angedeutet werden; jedoch die eine Wahrheit kann ohnehin im physischen Lebensfeld nicht publiziert werden. Vielmehr stellt dieses den Versuch dar, einen Großteil der umfassenden Wirklichkeit des Kosmos mit allen immateriellen Lebensfeldern aus einer weitestgehenden unabhängigen Perspektive zu beschreiben. Die Fakten aus Erforschung und der bereits bestehenden Literatur summieren sich hier übersichtlich, geordnet und unabhängig, soweit das irgend möglich ist. In der Unabhängigkeit von bereits tradierten Grundhaltungen und prägenden Vorstellungen, wie und warum sich der Kosmos im Makrokosmos dreht, wird der Anfang zur Erweiterung im Erfassen, Denken und Bewerten gefunden. Damit ist keine Ablehnung der bereits gefundenen Weisheiten gemeint, sondern ihrer absolutistischen Autorität in Sachen Weltgeschehen wird erneut in Frage gestellt. Es ist ein Beginn in eine Freiheit des Denkens, soweit es die alle beeinflussenden Kraftströme zulassen.

Es wurde schon vielfach gedacht und veröffentlicht, dass jedes Nachsprechen bestehender Weltanschauungen meist zu einer ungeprüften Reproduktion gewünschter Vorstellungen führt, wie es in der Pädagogik meist unbewusst angestrebt wird. Aber nur derjenige kann zu einem weitestgehend freien Denken kommen, wer alles alte, von antiken Autoritäten in vorgefertigte Schablonen oder Dogmen gepresste Kopieren oder Imitieren definitiv unterlässt. Zu einem dieser neuen Gedanken schreibt Stanislav Grof: „Die Gedankenwelt der Wissenschaftler aus den Bereichen der Kernphysik und Quantenmechanik haben die korpuskuläre Weltsicht bereits aufgebrochen. Um mit den Worten des berühmten Mathematikers und Physikers Sir James Jeans zu reden: »Das Universum gleicht immer weniger einer Maschine und immer mehr einem Gedankensystem.« Die dreidimensionale Raum- und die eindimensionale Zeitvorstellung Newtons wich dem vierdimensionalen Kontinuum von Raum-Zeit Einsteins. Werner Heisenberg: »Das lineare Prinzip von Ursache und Wirkung verliert seinen Platz als das einzige und notwendige verbindende Prinzip im Universum.« In der modernen Physik ist das Universum nicht das gigantische mechanische Uhrwerk Newtons, sondern ein verbundenes Netzwerk von Ereignissen und Beziehungen. Einige prominente Physiker wie zum Beispiel Eugene Wigner, David Bohm, Geoffrey Chew, Edward Walker, Fred Alan Wolf und andere gehen davon aus, dass Geist, Intelligenz und womöglich Bewusstsein integrierte Bestandteile der Existenz unseres Universums sind, und nicht lediglich eine unbedeutende Randerscheinung der Materie.“ Ähnliche Überlegungen finden sich auch bei Ervin Laszlo in seinem Buch: «Der Akasha-Code»

An erster Stelle der dynamischen Weltsicht steht die Einsicht, dass die Welt aus zahlreichen Feldern in einem Feld gelebt wird, wie so manche Denker heute bereits bei ihren Überlegungen erkannt haben. An zweiter Stelle steht eine – ich möchte sie passive Weltanschauung nennen –, in der die ICH-sagende Persönlichkeit bewusst weiß, keineswegs der aktiv Handelnde, der Machthaber seines Lebens zu sein. Im weiten scheinbar leeren Raum können zahlreiche Kraftfelder mit immanentem Bewusstsein festgestellt werden, die ohne Ausnahme jedes Wesen im Universum beleben, und natürlich auch jeden Menschen. Alle Offenbarung geht von Monaden aus, die den Kosmen entsprechen und diese in ihrer Entwicklung führen und bestimmen. Alle Natur, im Großen wie im Kleinen, ist unabdingbar eingewoben in diese Kräfte, und lebt in ihnen permanent wie ein Goldfisch im Wasserglas. In dieser Weltsicht existiert eine sich dynamisch entwickelnde Welt, in der die materielle Manifestation keineswegs die eine Wirklichkeit ist, von der und zu der hin sich alle Erscheinungen erfüllen. Wie später noch ausführlich beschrieben wird, ist die Materie (griechisch Hylé), nur eine von den sieben Kraftfeldern des Daseins. Das universale Bewusstsein, das über alle universalen Schöpfungen stehende Tao, benötigt keine stofflichen Erscheinungen für seine in aller Herrlichkeit geschaffenen Offenbarungen. Die Menschheit ist in die interkosmische Evolution eingebettet und wird jetzt unter der Leitung ihrer Monaden einen fundamentalen Entwicklungssprung vollziehen, die Wende zu einem Neuen Menschen, die bereits von vielen Autoren und Denkern vorhergesagt wurde.

Warum kann ich das so einfach behaupten, obwohl die halbe Welt das Gegenteil propagiert?

Niemand kann unabhängig von der Atmosphäre leben, in der er atmet, genauso wenig, wie ein Fisch außerhalb seines Wassers leben kann – amphibisch mutierte Ausnahmen ausgenommen. Auch nicht der Autor dieser Zeilen. Auch für ihn kommen alle Gefühle, Gedanken und Absichten aus einem unstofflichen Lebensfeld, das in einem komplexen Wechselspiel der Resonanzen und Interdependenzen mit der Monade hervorgebracht wird. Alles Leben ist in einen Strom von vergangenen Erfahrungen früherer Existenzen und kosmisch geplanten Entwicklungen sowie ganz aktuell entstandenen Lebensereignisse eingebettet. Davon kann er sich Niemand trennen, kein Papst oder Kaiser, auch dann nicht, wenn er physisch «stirbt». Das bewusste Leben setzt sich nach der materiellen Auflösung in der Unstofflichkeit noch zusätzlich für einige hundert Jahre in völlig neue Perspektiven fort. Die Erkenntnis «Ich bin nicht der Macher meiner Events» oder das ICH ist niemals der Verursacher, wird dann unmittelbar eingesehen. Jeder, der sich auf dieses unstoffliche Sein nicht minimal vorbereitet hat, wird nach seinem Ableben erst einmal in einen Bewusstseinsschock fallen.
Darum ist auch jede Be- oder Verurteilung auf der Basis materieller Gegebenheiten immer nur eine halbe Sache. Es ist geradezu spannend, wenn man sich selbst als Endprodukt einer Folge von diversen Kraftwirkungen erfährt. Der Mensch sitzt sozusagen wie ein Mitfahrer in einem Auto und er kann die Ereignisse an sich vorüberziehend beobachten. Wer sich als machthabender Lenker in diesem Auto sieht, ist bereits einer der größten Irreführungen aufgesessen, die zu dem Ausbeutungsschema der bestehenden Welt gehört.

Um das alles richtig verstehen zu können, werden in diesem Buch «Basis der Evolution» alle Kraftfelder des Lebens im Einzelnen beschrieben – soweit diese in esoterischen sowie geisteswissenschaftlichen Kreisen bereits benannt werden – und es werden einige wichtige Regeln und prinzipielle Gesetze innerhalb der kosmischen Evolution vorgestellt, die das Zusammenwirken aller Monaden, Kosmen und aller lebendigen Wesen «im Diesseits und im Jenseits», sowie aller «physisch Toten» bestimmen. Diese Beschreibungen wurden zum Teil aus Büchern und Gesprächen/Vorträgen zusammengetragen und durch vielfältige eigene Erfahrungen und Visionen bestätigt. Viele der dabei erwähnten Gesetze sind nicht von Menschen gemacht oder von Rishis, Ajatollahs oder anderen Heiligen erfunden, sondern diese Gesetze sind Teil der Offenbarung im ganzen All. Niemand wird sich anmaßen können, alle diese universellen Gesetze zu kennen. Allerdings kann auch gesagt werden, dass mit einem erneuerten Erfassen und Denken auf der Basis der mikrokosmischen Entwicklung werden auch Zusammenhänge erfasst, die mit dem allgemein üblichen, materiellen Weltbild definitiv unvereinbar sind. Von den Erscheinungen in den unstofflichen Kraftfeldern in den Mikrokosmen kann ein Mensch erst wissen, der durch natürliche Geburt in die Kraftfelder schauen kann – was in den aktuellen Zeiten immer häufiger vorkommen wird –, oder wer sich methodisch dafür geöffnet hat. Einige dieser Methoden werden an geeigneter Stelle vorgestellt.

Durch das «höhere Sehen» entsteht ein neues, alle aktivierten Lebensfelder umfassendes Weltbild, das bislang nur von hellsichtigen Medien oder Astralreisenden erfasst werden kann. Viele Ansichten aus diesen Feldern dazu finden sich allerdings schon in antiken Philosophien sowie in den großen klassischen Religionen. Von diesem neuen Weltbild haben u.a. die Theosophen um Mme. H.P. Blavatsky, die Anthroposophen um R. Steiner, die Rosenkreuzer von M. Heindel und J.v. Rijckenborgh, zahlreiche amerikanische New-Age-Autoren und esoterisch-wissenschaftliche Denker einiges berichtet. Somit kann ich auf eine ganze Reihe Vordenker zurückgreifen, die meine Visionen bestätigen. Allerdings ist die Sicht in die metaphysischen Welten von den subjektiven Prägungen, Wünschen und kulturellen Vorstellungen beeinflusst. Darum sind gerade ihre Bücher, die wirklich sehr schätzenswert sind, mit wachsamer Sensibilität zu lesen. Es ist leider so: diese von mir sehr geschätzten Autoren konnten auch nur unter ihren eigenen Voraussetzungen «Schauen und Lesen» und diese ihre persönlichen Einsichten in die Akasha publizieren. Hinzu kam noch die Grundbedingung jeder Kommunikation, dass sie ihre dort geschauten Bilder und Erkenntnisse einigermaßen in die bestehende und allgemein verwendete Begriffswelt der normalen Bürger übertragen mussten.

Warum nur ist das alles so kompliziert? –
Was oder wer behindert die Menschen an einem weiter führenden Denken? –

Zu allen Zeiten träumten einige Philosophen von einem Utopia, meistens sollte es ein Utopia auf der stofflichen Erde sein, eine Art materielles, irdisches Paradies, in dem alle Ideale natürlich waren, ewige Liebe, Harmonie, Frieden, Gerechtigkeit, Nahrung für alle im Überfluss, Schönheit und Gerechtigkeit. Viele Künstler und andere Autoren haben die Vision eines neuen Lebensfeldes mit allen erdachten idealen Qualitäten gemalt und beschrieben. Wenn sie veröffentlicht wurden, spielten diese futuristischen Modelle entweder in einer märchenhaften Umwelt, oder liefen in einer alle Grenzen sprengenden Science Fiction Dimension ab, damit ihr visionären Charakter dem einfachen Leser plausibel erscheinen konnte. Diese Utopien mussten dem an die Materie gebundenen Menschen und seinem permanenten Streben nach hehren Idealen in dieser tellurischen Welt gehorchen. Doch gerade darin verbirgt sich eine große Wahnvorstellung. In dieser erschöpfen sich unzählige Menschen, Priester, Kardinäle, Kalife, Imame, Ajatollahs, Gurus, Saddhus, Maharischis und alle Tempelmönche und Klosterbewohner in der ganzen Welt mit ihren Milliarden Gläubigen. Mit diesem permanent publizierten Wahnvorstellungen ist das größte Übel aller Zeiten verbunden. Da alle diese ausgesprochen lieben humanistischen Menschen unterhalten auf diese sehr kindliche Weise des Glaubens an einen irdischen Himmel o.ä. eine nahezu paranoide Täuschung in den unstofflichen Feldern. Beim unabhängigen Durchdenken der allgemein anerkannten Weltanschauungen wird man etwas Bestürzendes erkennen: Die Menschheit beugt sich seit Tausenden von Jahren wie selbstverständlich unter die unerbittliche Knute von Machtwahn und Kommerz, in allen Kulturen auf allen Kontinenten. Dabei konservieren sie die banalste Methode der Ausbeutung aller Wesen jeglicher Art im irdischen Kosmos.

Prinzipiell könnten es alle Menschen wissen: Die ideale Welt muss nicht erst geschaffen werden, sie existiert bereits seit Anbeginn aller Zeiten um sie herum auf einem anderen Plan, in den höher vibrierenden elektromagnetischen Kraftfeldern. Es bedarf keiner weltlichen Opfer, Geldspenden oder Räucherwerk, schon gar nicht tierische Opfer, um diese Weltfelder mit ihren Entitäten zu betreten. Die teleologischen Erziehung oder das vielfach verbreitete Gütestreben, mit Humanitas und Karitas geschmückt, sind nur eine erste beschützende Vorbereitung für den Übergang in diese Lebensfelder, der überall auf der Welt «Tod» genannt wird, der jedoch keiner ist. Das Leben als solches, auch der Menschen und Tiere ist ewig, sonst gäbe es überhaupt kein Leben.

Es gibt sogar einige klassische und eindeutige Beschreibungen für diese allen Menschen geltende Zukunft. Die Befreiung von der Materie ist grundsätzlich in jedem reifen Mikrokosmos bereits angelegt. Die «Jakobsleiter» in den «Himmel», auf der alle Erkennenden in der Antike vorangestiegen sind, steht in der stofflichen Existenz des irdischen Daseins, die aus einer höheren Sicht als Wüstenei für das ewige Leben darstellt.

Einige Aspekte der hier vorgestellten kosmischen Evolution wird da und dort auch in anderen Büchern und Schriften mehr oder weniger angedeutet. Dabei ist zu berücksichtigen: bei allen okkulten Studien ist dringend Achtsamkeit geboten, denn kein Autor kann sich gänzlich den Beeinflussungen der irdischen Hierarchien entziehen. Darum sollte jeder zu Beginn seiner Studien die erweiterten Grundregeln im energetischen Weltgeschehen der Interferenzen in Kraftfeldern gründlich in sich aufnehmen, und dabei alle neuen Einsichten in die selbst erfassten Wirklichkeiten passgenau eingliedern. Wenn sich die neuen Erkenntnisse des eigenen Wahrnehmens und Bedenkens nicht wirklich plausibel einfügen, werden sich unerwünschte Abwege in die bisherige Gefangenschaft jenseitiger Projektionen ergeben.

Alle Teile der neuen Weltanschauung sollten sich harmonisch in die Perspektiven der bestehenden Weltansichten einfügen. Dafür stehen diese Texte hier bereit.

Wenn jeder diese neuen Zusammenhänge in der kosmischen Evolution unabhängig gut in sich verarbeitet, wird er sie selbst in sein Langzeitgedächtnis speichern können, ohne an den Behinderungen seines Unterbewusstseins zu stranden. Dort lauern nämlich die unerkannten Gegenspieler aus der Vergangenheit, die eine kontinuierliche Weiterentwicklung verhindern wollen. – Warum? Weil diese Bewohner des Mikrokosmos und ihre Anhänger im Jenseits von den Gedanken und Gefühlen aus den aktuell verfestigten Verhältnissen und Vorurteilen leben. Erst wenn diese Medusa der konservativen Einstellungen definitiv vernichtet werden konnte, können keine sibyllinischen Einflüsterungen mehr das neue Denken trüben.

In dem Buch «Basis der Evolution» findet der Leser ein umfangreiches Kompendium esoterischer Aspekte und Wirkungen, die ein echter Beginn auf dem Weg zu einem neuen Denken sein kann, zu einem neuen eigenen Erfassen durch ein verändertes Wahrnehmen, zu einer neuen dynamischen Weltanschauung in die Evolution aller Lebensfelder. Es entstehen völlig neue Perspektiven, die die bisherigen Halbwahrheiten über die Lebensfelder aller irdischen Lebensbereiche der Natur im Vorhinein deutlich werden lassen. Das vollendete Denkvermögen bildet die Voraussetzung für die Licht-Brücke in die Zukunft weiterer Entwicklungen des Mikrokosmos und Kosmos. Sie kann und wird gemäß des kosmischen Voranschreitens in der Aquariusperiode letztendlich alle Menschen mit einbeziehen.
Die hiermit zunächst online veröffentlichten Texte bestehen auch aus einer Vielzahl von Inspirationen als Summe einiger Visionen aus dem eigenen Umsetzen der gegebenen und verarbeiteten Anweisungen, und manchen leidigen Einsichten in die dabei aufgetretenen Irreführungen. Viele Komponenten werden von den in der Bibliothek genannten Autoren ungefiltert im Original bestätigt. Kann ein Leser den Rahmen seines Denkens heute schon für eine absolut neue Sichtweise öffnen? – Jeder kennt die paradoxe Aufforderung an den Anderen: Sei einmal spontan! Das kann natürlich dem menschlichen Wesen nur bedingt gelingen.

Kein Mensch ist von seinem Beginn an niemals autonom. Er verfügt nicht über die stets propagierte Denk- bzw. Handlungsfreiheit. Siehe oben! – Bereits mit dieser Prämisse beginnt der große Konflikt mit den meist bereits etablierten Vordenkern. Während Plato den Menschen noch als eingebunden in die ihn umgebenden und durchdringenden Kräfte und Ideen erfahren und beschrieben hat, sträubte sich bereits Plotin vehement gegen die Außenbeeinflussung der Seele/Mikrokosmos und des Menschen. Ob nun Aristoteles, Augustinus, Blaise Pascal, Descartes, Leibnitz o.a. Es ging bei ihnen stets hin und her: einmal wurde für die Freiheit des Menschen argumentiert, dann für die «determinierte» Freiheit. Im Orient und im asiatischen Raum prägten die Religionen den Fatalismus viele Anhänger, in dem eigentlich keiner wirklich frei sein dürfte. Was prinzipiell vielfach bei der Machtausübung übergangen wird.
Es sollte noch einmal rundheraus gesagt werden, egal was noch in Mode kommen wird: Der Mensch wähnt sich, der machthabende Akteur zu sein! Aber er ist de facto eine Marionette seiner unterbewussten Verflechtungen mit den Lebensfeldern seines Mikrokosmos und dem Kosmos. Dabei sind natürlich nicht einmal seine Gedanken frei. Im Wechselspiel der Kräfte ist er aber keineswegs absichtslos oder unfähig, seinen eigenen Weg einzuschlagen. Diese Einsicht braucht eine ganze Weile, bis sich das Denken in die höheren Gefilde aufgeschwungen hat und auch alle damit entstehenden Ängste neutralisiert wurden.

So paradox es klingt: Erst die innere Einsicht, in einem von vielen Einflüssen bestimmten System zu leben, schafft eine gewisse Voraussetzung, den Rahmen des eigenen Denkens für eine bislang ungekannte Dimension neu zu justieren. Erst wer die beängstigende Gefangenschaft seines bisherigen Denkens in den permanent und überall verbreiteten Meinungen der emotional-materiell bestimmten Welt erfährt und die darin kristallisierten Weltanschauungen selbst erlebt, erkennt aus sich heraus auch die unlösbare Verstrickung seines Mikrokosmos mit den zahllosen Weltmächten. Aus diesem neuen Erkennen der eigenen Persönlichkeit im Wechselspiel mit dem Kosmos und seiner Evolution entsteht wie selbstverständlich eine völlig andere Sehnsucht. Wenn sich die höhere Astralis bemerkbar macht, erlischt das Streben nach «Heiligkeit» der Seele. Das ganze Wesen lässt sich von der Monade auf die stete Evolution des Kosmos mit allen seinen Wesen ausrichten.

Diese spezielle Veränderung des Denkens und Erfassens beginnt niemand aus purer Neugierde. Wenn sich das Denken in die Richtung dieser Entwicklung erweitern kann, werden im Mikrokosmos die bis dato unbewussten Beeinflussungen und Abhängigkeiten versiegen. Damit ist ein nicht zu unterschätzendes Kriterium verbunden. Bislang profitierten die Bewohner des Atemfeldes und die mit ihnen kooperierenden niederen Geister aus dem astralen Feld des Kosmos von den bestehenden Denk- und Gefühlsausbrüchen. Verlöschen diese durch das neue Denken und Wahrnehmen der Welt, dann kommen diese Wesen verständlicherweise in arge Bestehensnot und ringen mit allen Mitteln um Selbsterhalt. Die Selbsterkenntnis und Ehrlichkeit sich selbst gegenüber wird darum gerade zu Beginn der Umstellung auf eine harte Probe gestellt, weil die widerstreitenden Kräfte im eigenen Mikrokosmos sehr subtile Waffen einsetzen, vor allem schüren sie Zweifel und Misstrauen. Wird das neue Weltbild die bestehenden Vorstellungen und Denkkategorien zu sehr stören, dann löst sich der Blick auf den eingeschlagenen Weg unter dem Druck der Gegenkräfte nach manchem Konflikt schnell wieder auf, um sich vorläufig mit der bekannten und bequemeren Weltanschauung zu einigen. An dieser Klippe strandeten bedauerlicherweise schon viele Religionslehrer, Theosophen und andere Philosophen.

Es gibt in diesem Zusammenhang noch eine weitere Schwelle, die besonders in unseren Tagen ganz enorm wichtig genommen wird. Ein noch nicht autorisierter und unbekannter Autor, der zudem kein irdisches «Charisma» hat, wird in dieser Welt nicht ernst genommen. Das ist ein extrem raffinierter Schutz der Äonen unter dem Himmel. Sie benutzen jede infame Methode der Verunglimpfung, um die bestehenden Verhältnisse aufrecht zu erhalten. Eine Veränderung des bislang favorisierten Weltmodells bringt sie in Bestehensnot. In den vorliegenden Texten wird einiges erklärt, das von keinem Professor bereits autorisiert wurde, weil die meisten allgemein anerkannten Autoritäten unwissentlich zu den Gefängniswärtern der Menschheit gehören, zur Dienerschaft der ahrimanischen Kräfte unter dem Firmament, die eine Änderung der Verhältnisse verhindern müssen.
Nun ist der mutige Leser gefordert. Wird er die Texte lesen und unabhängig von seinen inneren etablierten Richtern in sein Denkgebäude einsortieren können? –
Letztlich wird sein Erfassen nur das wahrnehmen, was er vor seinem innersten Selbst auch wahr haben will und kann. An dieser Prüfung ist bereits mancher Kandidat gescheitert. Man beachte: jeder lebenswichtige Inhalt muss mit den bereits abgespeicherten Ansichten im Gedächtnis einigermaßen mitklingen, wenigstens ein ganz klein Wenig, bevor er in das morphische Feld eingelassen wird. Darum steht jeder mit diesen Informationen vor seiner eigenen inneren Konsequenz. Es ist mir selbst leider nur zu gut bekannt: Was ich in meinem Sein nicht akzeptieren will, wird sich nicht sofort meinem Gedächtnis hinzu gesellen! Frederic Vester hat das in seinen Untersuchungen über das menschliche Denken sehr gut belegt. John Lilly beschreibt u.a. das Graben-Syndrom. Alles eigene wird in den Vorstellungen wie ein Turm erhöht, alle Fremdansichten werden zunächst prinzipiell erniedrigt. Das geschieht jedem Menschen genauso. Selbst wenn es vorübergehend auch so ausschaut, als wären die neuen Gedanken höchst interessant. Der selbsterhaltende Filter hat so seine Feinstruktur im Unbewussten. Diesen kann niemand sofort ausschalten. Aber das erwähnte maßlose Sehnen nach Denkfreiheit könnte hier weiter helfen.

Das Denken über uns und die von uns erfahrene Wirklichkeit ist so überaus kompliziert, weil der Denker mit dem betrachteten Problem identisch ist.

Eigentlich ist es ein ganz normaler Lernprozess, der mit der inneren Revolution gegen das bestehende Programm beginnt, das sich dem Bedenken und Bewerten in den Weg stellt. Jedoch, die meisten Menschen denken nicht wirklich über sich selbst nach, über ihr Selbstwahrnehmung und ihre Umwelt. Vor allem, das in vielen Fällen völlig hinderliche Unbewusstsein wird meist sogar absichtlich verdrängt. Erst dramatische Ereignisse – ein Unglück, schwere Krankheit oder Krieg – rücken auf einmal die konkrete Wirklichkeit z.B. des Todes in das aktuell bewusste Blickfeld.
Damit das nicht geschieht, gibt es einige subtile Methoden, dem Menschen die Neugier nach dem Wissen über sich selbst und die Welt auszutreiben. Eine davon ist die weitestgehend von westlichen Autoritäten bestimmte wissenschaftliche Beweisführung. Die Definition des wissenschaftlich anerkannten Beweises zementiert die Erklärung der Welt aus den materiellen Bausteinen der zeiträumlichen Natur und eliminiert den unleugbaren Vorgang der Schöpfung durch eine über allem stehende numinose Entität – Gott, Indra, Vishnu, Brahman oder Allah. Jeder Mensch weiß, dass ein Kunstwerk im Louvre von einem Künstler erdacht und gemacht wurde. Nur die Erde ist durch einen genau definierten Zufall aus Materie entstanden. Es ist erstaunlich, wie salopp in der westlichen Welt gut angesehene Doktoren und autorisierte Professoren mit dem Faktor Zufall spielen! Wohingegen mehrere Millionen Menschen im Orient schon seit langem wissen, dass es so etwas wie Karmagesetze gibt. Glücklicherweise gibt es heute selbst unter den amerikanischen Autoren der Physik und Psychologie einige fortschrittliche Grenzgänger, die versuchen, zwischen Orient und Okzident einen Kompromiss zu finden.

Eigentlich müsste man international eine Art Liga der Ehrlichkeit gründen, die zum Schutz des Menschenrechtes für ein aufrichtiges und politisch ungelenktes Denken einträte. Da es trotz aller heftig verteidigten Pressefreiheit in allen Ländern einen genau definierten Maulkorb gibt, der vor allem den bestehenden Ausbeutungsstrukturen der Reichen und ihren Regierungen dient, ist es ausgesprochen gefährlich, ernsthaft über die tatsächlichen Vorschriften der globalen Kommunikation zu sprechen.
Was will man über die Wirklichkeit des Menschen herausfinden, oder über die Evolution der Erde und des Kosmos, wenn die immateriellen Lebensfelder des Daseins ignoriert, oder in die Ecke der Märchen oder des Glaubens gestellt werden? –
Wer will die zahllosen Verschleierungstechniken für dieses Thema aufdecken? –
Wie will man hinter den Schleier des Materialismus schauen, wenn schon im Vorfeld einer solchen Absicht die Angst grassiert, von den machthabenden Hierarchien abgestraft zu werden?

Die im Buch «Basis der Evolution» vorgestellte Weltanschauung kann dein Leben verändern. Wer die Entwicklung seines Denkens in sich methodisch fördern will, wird die Erde als ein bewusstes lebendes Wesen innerhalb einer universellen Gruppe von Monaden erfassen und den Mensch in seinem Mikrokosmos in seiner Monade. Wer versucht, eine umfassende Erkenntnis vom Aquarius-Auftrag der Welt zu bekommen, der ertastet etwas vom universellen Sinn der kosmischen Evolution. Darin findet er oder sie den einen lebenserfüllenden Auftrag, dem jeder von seiner Monade zugeführt wird. Ganz gleich wie viele Umwege die Person noch machen wird. Das universale Bewusstsein wird nicht ruhen, bis alle Menschen in der Aquariusperiode den nächsten Schritt auf dem Evolutiosbogen erfüllt haben werden, die Vollendung des mikrokosmischen Denkvermögens. Letztlich kann kein Äon diese kosmische Entwicklung verhindern, auch wenn es zur Zeit noch so aussieht, als hätten die Archonten die Welt total im Griff. Das täuscht! Die Monaden des Kosmos werden dies unter der Leitung der Christus-Monade aus der Sonne nicht zulassen. Das Ahrimanische Feld löst sich in den kommenden Entwicklungen von selbst auf.
Wer die Literatur der modernen Weltanschauungen studiert, kommt irgendwann an eine Grenze der Unklarheiten, die von den allermeisten Forschern nicht überschritten wird. Entweder sind die Autoren selbst, aus welchen Gründen auch immer, tatsächlich in dieser Hinsicht an die Grenze ihres Denkvermögens angekommen, oder sie wissen, dass sie diese Grenze nicht überschreiten dürfen, weil sie sonst keine Chance haben, publiziert zu werden. Ich möchte hier nur einige Beispiele nennen, die mir jetzt aktuell einfallen: Fritjof Kapra «Wendezeit», Annie Besant «Eine uralte Weisheit», Ken Wilber «Das Holographische Weltbild», Rupert Sheldrake «Das Gedächtnis der Natur», über morphogenetische Felder, John Lilly «Das Zentrum des Zyklons», Stanislav Grof «Topographie des Unbewussten», Robert A. Monroe «Der Mann mit den zwei Leben», Gustav Meyring «Der Engel vom westlichen Fenster», Michael Naïmi «Das Buch Mirdad», Sri Aurobindo «Stufen der Vollendung» und viele andere. Wenn in dem Buch «Die uralte Weisheit» von Annie Besant versucht wird, die natürlichen metaphysischen Vorgänge in unserer Welt, im Kosmos mit dem Planeten Erde, in eine neue Form zu gießen, dann bin ich mir auch meiner eigenen Beschränktheit bei diesem Thema bewusst. Aber es werden in diesem Buch bereits eine ganze Reihe von Perspektiven vorgestellt, die entweder in anderen kosmologischen Beschreibungen unerwähnt geblieben sind, oder innerhalb anderer komplexer Gedankengänge untrennbar verwoben sind. Mit tiefem Dank für ihre Arbeit habe ich ihre Informationen in das vorliegende Gedankengebäude zur Evolution des Kosmos erneut eingebaut.

Fortsetzung im folgenden Kapitel

2. Beginn und Ursache

Am Anfang war das Licht…
Warum suchen westlich orientierte Menschen vielfach die Ursache des Seins in der Materie?

Als Einleitung zu der nachfolgenden Kosmologie stelle ich ein Zitat moderner Philosophen aus dem Buch: Das holographische Weltbild, Wirklichkeit und Wandel, von Marilyn Ferguson. (aus dem Buch Das holographische Weltbild, von Ken Wilber, Scherz Verlag, Bern)

«Alle sichtbare Substanz und Bewegung sind Illusion, sie treten aus einer anderen, ursprünglicheren Ordnung des Universums hervor. Bohm nannte dieses Phänomen Holobewegung, Seit Galilei, so sagt David Bohm, haben wir die Welt durch Linsen betrachtet. Unsere eigene Tätigkeit des Objektivierens verändert, wie in einem Elektronenmikroskop, das, was wir zu sehen hoffen. Wir wollen die Umrisse eines Objekts sehen, wollen, dass die «Realität» für einen Augenblick stillhält, während doch ihre wahre Natur zu einer anderen Ordnung der Wirklichkeit gehört, zu einer anderen Dimension, in der es keine Dinge gibt. Es ist so, als stellten wir das «Beobachtete» scharf ein, wie man ein Dia schärfer einstellt: doch ist in Wahrheit das Verschwommene die genauere Darstellung. Das Verschwommene selbst ist die grundlegende Wirklichkeit.»
Karl Pribram, Gehirnforscher, kam der Gedanke, der Berechnungsapparat des Gehirns könnte ebenfalls wie eine Linse wirken. Seine mathematischen Umwandlungen machen aus Verschwommenheit oder Frequenzen Objekte, verwandeln sie in Klänge und Farben. kinästhetische Empfindungen, Gerüche und Geschmack.
Die neuralen Interferenzmuster des Gehirns, seine mathematischen Berechnungen, sind vielleicht mit dem Urzustand des Universums identisch. Das heißt, unsere mentalen Prozesse bestehen tatsächlich aus demselben «Stoff» wie das organisierende Prinzip. Der Astronom James Jeans sagte, das Universum gleiche mehr einem großen Gedanken als einer großen Maschine, und der Astronom Arthur Eddington meinte: «Der Stoff, aus dem das Universum besteht, ist Geiststoff.» In jüngster Zeit hat der Kybernetiker David Forster ein «intelligentes Universum» beschrieben, dessen konkretes Erscheinungsbild durch kosmische Daten aus einer nicht erkennbaren organisierten Quelle erzeugt wird.


Sollte Dir ein Gedanke zu dem Text einfallen, dann schicke ihn bitte mir zu.
Vielen Dank.


Kurz formuliert besagt die holographische Supertheorie: Unser Gehirn konstruiert aufgrund mathematischer Berechnungen die «harte» Wirklichkeit durch Interpretation von Frequenzen aus einer Dimension, die Raum und Zeit transzendiert. Das Gehirn verwandelt die Interferenzen der sieben Schöpfungskräfte in ein Hologramm, ein holographisches Universum, in dem sich auch die stofflichen Qualitäten manifestieren.» Das sind die Monaden, die Giordano Bruno als Vision seiner Weltordnung bereits ca. 1570 gesehen hatte. 

Die Menschheit steht mit ihren Philosophien, Wissenschaften und Religionen in einem ungeheuren Spannungsfeld. Jedem denkenden und liebenden Menschen ist absolut vertraut, dass sich die wesentlichen Dinge jeder Mitmenschlichkeit im Immateriellen abspielen, auch dort ihre Ursachen und zukünftigen Auswirkungen zeigen werden, trotzdem über alle Medien und Pädagogen und Naturwissenschaftler der Glaube an die materielle Begründung allen Lebens möglich ist. Alle weltweiten, vielfältigen Auseinandersetzungen politischer Art oder sogar der entsetzlichen Kriege mit den Millionen Flüchtlingen beweisen konkret dieses Katastrophenfeld. Gleichzeitig laufen von den meisten völlig unbemerkt die stellaren Zyklen in der Zeit ab. Diese senden dem Wesen Erde mit ihren vielfältigen Strahlungen und intensiven Kraftfeldern eine kosmische Dynamik zur Erfüllung des Schöpfungsauftrages. Eine völlig neue Zukunft, mit total veränderten Parametern des Daseins wird sich in dieser Welt verwirklichen. Um die Tragweite dieses Evolutionsschrittes einigermaßen zu erfassen sind zuallererst neue Erkenntnisse der wirkenden Zusammenhänge und eine veränderte Kommunikation mit allen Bewohnern dieses Kosmos Erde erforderlich. Die bereits zitierten Wissenschaftler und Denker sind bereits einen großen Schritt auf diesem Wege gegangen, dennoch fehlt noch der entscheidende, der verbindende Gedankensprung zu einer ersten universalen Vereinigung.

Die Fixierung auf ein wissenschaftlich beweisbares, materialistisches Weltbild, die konsum-orientierte Existenzpanik und die «Mumifizierung» der religiösen Dogmen in allen Kulturen hat die Menschheit insgesamt in diese extreme Kristallisierung geführt. Weit verbreiterter Frust, Ausbeutung und Unterdrückung überall, weltweite Kriege und Zerstörung der Umwelt sind die Folge. Man ist mittlerweile ziemlich desorientiert und hält sich entweder an dem vereinbarten Mainstream fest oder resigniert in einer quälenden Wirklichkeit. Viele fragen sich: «Was muss denn noch an Unglücken geschehen, damit die Menschheit begreift?» – Wie viele Lösungen esoterischer Visionen oder wissenschaftlich-philosophischer Hypothesen werden noch publiziert? – Die «ganz Schlauen» wissen schon, was der Menschheit aktuell machen muss, und die «oberschlauen» Dienstknechte der Äonen/Asuras bereichern sich materiell an dem allgemeinen Chaos, ohne zu ahnen, dass es in unserem Kosmos Nichts umsonst gibt. Wann werden die Menschen begreifen, dass die Grundregel des Alls die Resonanz ist: «Gib, so wird Dir gegeben!»?

Im Folgenden habe ich die mir wichtigen Weltanschauungen zu einer plausiblen Kosmologie verbunden, in der einige grundlegende Perspektiven aus den diversen Philosophien ihren berechtigten Platz finden, wie z.B. das Weltbild von Giordano Bruno und Jan van Rijckenborgh, die morphischen Felder von Rupert Sheldrake, die Kraftfelder von Annie Besant, die Holografie, das Weltbild von Ervin Laszlo und Ken Wilber u.a. Um diesem Teppich von Gedanken folgen zu können sollten alle Grenzen zwischen der materiellen Weltanschauung der westlichen Wissenschaftler und der esoterischen Sicht der Geisteswissenschaftler und den okkulten östlichen Religionen vorbehaltlos transzendiert werden. Viele Gedanken der verbreiteten Traditionstheorien, der antiken Philosophien und Weltbeschreibungen werden in diesem gemeinsamen Gewebe einen vertretbaren Platz finden. Wenn man den aktuellen Restaurierungen vergangener Philosophien folgen will, beraubt man sich der Möglichkeit, nach vorne in eine Zukunft zu schauen, die von allen klassischen Dogmen befreit ist.

Können Sie, liebe Leser, an dieser Stelle die Dramatik dieses ganzen Geschehens erfassen? Einerseits drängt die beginnende Aquariusperiode die Menschheit zu einem enorm wichtigen Evolutionsschritt, die Erhöhung der astralen und mentalen Felder im Mikrokosmos. Damit ist eine für alle Materialisten un vorstellbare Revolution der Wahrnehmung verbunden, auf die Paulus bereits hingewiesen hatte: «Und es fiel ihm wie Schuppen von den Augen.» Für alle Menschen in den veränderten bzw. gereiften Mikrokosmen tritt das ein, was geläufig unter Hellsehen oder Astralwanderungen bezeichnet wird. Das bedeutet eine wahrnehmbare reale Transformation in höhere, völlig andersartige Vibrationsfelder.

Die kosmischen Kräfte der Monaden hinter den Mikrokosmen und dem Kosmos entfalten in dieser Periode einen gewaltigen Schritt in der Evolution, der sich letztendlich Niemand entziehen kann. Andererseits sind in den jenseitigen Sphären unserer Welt während der materiellen Evolution der Natur Äonen und Archonten (Asuras) entstanden, die dieses Vorwärtsschreiten der ganzen Menschheit in eine neue Zukunft verhindern wollen, weil sie damit die Macht über ihren Selbsterhalt «bis in alle Ewigkeit» verlieren werden.

Das Universum ist ein einziges gigantisches Energiefeld, das PSI-Feld oder die Akasha. Der Kosmos Erde ist, so wie wir ihn mit unseren astronomischen Berechnungen erfassen können, ein kleines Abbild dieser grenzenlosen Wirklichkeit des Alls. Bei den nachfolgenden Beschreibungen wird das Billardkugel-Weltbild, das die Gedankenwelt vieler Autoren in der eurpamerikanischen Kultur dominierte, fallen gelassen. Diese Kalottenmodelle der Atome und Moleküle waren gut als Anschauungsmodelle für die im materiellen Weltbild eingefangenen Menschen, um sich überhaupt verständlich zu machen. Aber die Wirklichkeit sieht schon seit Nobelpreisträger Werner K. Heisenberg völlig anders aus. Selbst die Materie besteht aus elektromagnetischen Energiefeldern. Alles Sein ist Vibration, Licht, so wie alle Funkwellen bis hin zu den radioaktiven Strahlungen. Wir bezeichnen sie als «elektromagnetisch», weil alle derzeitigen Untersuchungsmethoden dieser Kraftfeldern einerseits Energie (Strom) transportieren und andererseits auch den «Magnetismus» hervorbringen. Eigentlich ist diese universelle Vibration eine siebenfältige Kraftstruktur, in die das Feld der Materie sozusagen «eingefaltet» ist, wie David Bohm versucht hat, es auszudrücken. Selbst sein faszinierendes Gedankenmodell ist ein materialistisch basierter Versuch, diese Kompliziertheit einem Publikum zu veranschaulichen, das eben nicht anders denken kann, weil sie ihr Leben lang so von den meinungsbildner beeinflusst wurden.

Rund um den Globus sind in den Jahrtausenden zahlreiche Schöpfungstheorien oder Kosmologien entwickelt worden. Unvermeidlich stehen sie alle in dem Allgemeinwissen ihrer Entstehungszeit. Da und dort gab es erlauchte Propheten, die ein kleines Stückchen weiter in die Entwicklung des Universums hineinschauen konnten. Leider muss man bei der großen Vielfalt der Begründungen des menschlichen Daseins berücksichtigen, dass die Führer größerer Völkergruppen ein elementares Interesse daran hatten, dass die Theologien ihrer Priesterschaften auf jeden Fall ihre Herrschaftansprüche in einem «Gott», einer überirdischen un erkennbaren Metakraft absicherten. Außerdem waren die Religionen, so wie wir das im aufgeklärten Europa heute nennen, hervorragend pädagogische ethische und humanistische Richtlinien, damit die Gesellschaft empathisch zusammengefügt und regiert werden konnte. Damit sich das Volk auch im Interesse der Fürsten gehorsam verhielt, wurde dem Bürger und Gläubigen eine Grundschuld aufgebürdet, nämlich die primäre Sünde. Die zum Dogma erhobene Ursünde bestimmt heute vor allem die abrahamitischen Kosmologien, die rund um das Mittelmeer entstanden.

Natürlich hat das alles einen tieferen Sinn, der allerdings schwer ins Wanken gerät, wenn man die nachfolgenden Verhaltensweisen der diversen Könige, Kaiser und Päpste, Kalifen, Schahs etc. ansieht. Die Geschichtsbücher aller Völker schreiben von unzähligen Kriegen, Intrigen an den Höfen der Herrscher, von martialischer Ausbeutung der Un- bzw. Anders-Gläubigen etc. Darum sollte man alle religiösen Kosmologien höchstens als hypothetische Modelle betrachten, die da und dort schon eine kleine Wahrheit enthalten können. Dabei sollte man ohne Bedenken gegen jeden Absolutheitsanspruch – egal welcher religiösen Gruppe – Einspruch erheben. Die der Menschheit vorliegenden «heiligen» Bücher sind alle, ohne jede Einschränkung, von Menschenhand verfasst. Nebenbei ist zu berücksichtigen, dass jeder Denker seine Einsichten immer nur in seiner von ihm erlernten Weltanschauung formulieren konnte. Und weil er sich einer größeren Gruppe von Menschen verständlich machen wollte, musste er sich bei seinen Begriffen notgedrungen an deren Verständnisvermögen orientieren. Auch wir sind es gewohnt mit dem Gefängnis unserer Sprache und den darin möglichen Bildern zu leben. So stehen wir heute wieder an einer Schwelle, die wir mit unseren angelernten Bildern und Vorstellungen nicht so ohne weiteres überschreiten können. Vorerst muss sich noch unser Denkvermögen entwickeln, die Astralis und die Mentalis des Mikrokosmos, vollständiger werden, bevor wir einen Blick in die Vermögen der nirwanischen Felder werfen können.
Bis es soweit ist, können wir jedoch, auf dieses einmalige Ziel gerichtet, eine moderne Evolutionstheorie entwickeln, in der sich auch die Anschauungen heutiger Geisteswissenschaftler und esoterischer Philosophen, Psychoanalytiker, Soziologen, Quantenphysiker, Mediziner, etc. niederschlagen.

Unabhängig von allen religiösen Traditionen und wissenschaftlichen Kosmologien betrachtet, ist das irdische Lebensfeld ein nahezu unüberschaubares komplexes Feld zahlloser Interferenzen. Mit unserem Wahrnehmen, Denken und Fühlen können wir immer nur einen winzigen Bruchteil der Vielfalt selbst der stofflichen Sensationen in unserem Umfeld erfassen. Auch die Naturforscher müssen sich bei ihren Betrachtungen immer auf einen definierten Bereich beschränken, um konkrete Aussagen über Pflanzen oder Tiere in den unterschiedlichsten landschaftlichen Strukturen machen zu können. Auf dem Erdkörper mit seinen riesigen Kontinenten und gewaltigen Meeren leben Billionen Wesen, werden geboren, wachsen und werden gefressen, sterben, vermodern in einer immer noch nicht vollständig erforschten Fauna und Flora. Unter der verhältnismäßig dünnen Erdkruste wühlt ein gigantischer Lavakern, der die Plattentektonik der Kontinente nicht zur Ruhe kommen lässt und viele Vulkane in Aktivitäten versetzt sowie immer wieder neue Inseln aus dem Meer hervorstößt.
Über dem nahezu unüberschaubaren materiellen Planeten Erde wölbt sich eine Atmosphäre Kilometer hoch in das Weltenall, in deren unteren Schichten die Vogelwelt ihren Lebensbereich findet. In den höheren Stratosphären wird das Weltenklima gemischt. Am äußeren Rand dieser Sphären schützen elektromagnetische Felder die Erde vor den kosmischen Strahlen, z.B. werden im van-Allen-Gürtel viele galaktische Strahlungen abgefangen oder nur modifiziert zur Erde durchgelassen.

Esoterisch gesehen, gehören alle stofflichen Bereiche, Erde, Wasser und Luft, zu den sechs unstofflichen Kraftfeldern, die das materielle Sein hervor bringen, allgemein naturwissenschaftlich meist nicht anerkannt, wird das Wachsen, Werden und Sterben aller irdischen Wesen aus diesem einen, siebenfachen Vibrationsfeld hervorgebracht. Das den meisten Menschen völlig unbekannte transpersonale oder metaphysische Lebensfeld, das Jenseits genannt, – ob nun in den bestehenden Kosmologien daran geglaubt oder davon gewusst wird, oder nicht – lebt mit jeder Materie und formt alle physischen Lebewesen des Planeten. In diesem multiplexen Kosmos der sieben Kraftfelder vibrieren alle Menschen, Tiere und Pflanzen, auch die «körperlich verstorbenen» Menschen und Tiere solange, bis sich ihre Mikrokosmen in die kosmischen Felder aufgelöst haben. Dazu gehören unzweifelhaft auch alle Wesen übermenschlicher und untermenschlicher Art, die aus ihren Lebensfeldern im «Jenseits» für eine gewisse Ordnung und Reinhaltung der materiellen Natur sorgen.

Das Leben entfaltet sich in Myriaden von gegenseitigen Wechselwirkungen, sowohl aus den aktuellen Reaktionen in bezug zu einem kommenden Geschehen, die in ihrer Art und Struktur von bereits in den Vergangenheiten sich abwickelnden Ereignissen oder Impressionen beeinflusst sind. Die Kybernetik der morphischen Felder, sowohl des Kosmos als auch aller Mikrokosmen darin, ist ein lebendiges Netz aus Kommunikation und In-formation, das «Netz des Indra». Die gigantische Vielfalt der irdischen Lebewesen und die begründete Unüberschaubarkeit selbst für den Universalforscher bestimmt einen dogmatischen Glaubenssatz wissenschaftlicher Erkenntnis der europamerikanischen Kultur: «Alles Leben entwickelt sich nach dem Zufall aus der Materie». Mit dieser Grundhaltung bei aller Anerkennung der wissenschaftlichen Forschung können die tatsächlich ablaufenden Lebensvorgänge in ihren zwingenden Abhängigkeiten mit den unsichtbaren, metaphysischen Kraftfeldern nicht einmal ansatzweise erfasst werden.

Hubblefoto Ultra deep; NASA

Darüber hinaus ergibt sich für jede empirische Forschung ein noch viel weiter reichendes Problem. Das Verstandesdenken des aktuellen Menschen ist mit dem stofflichen morphischen Feld verbunden. Das darin vibrierende Gedächtnis kann nur jene Vorstellungen und Bilder speichern und dem Denken zur Verfügung stellen, die während der Ausbildung in einer materiellen Denken festgefahrenes Dogmatik entstanden sind. Da auch seine mikrokosmische Evolution noch nicht weiter fortgeschritten ist und kann er nicht über ein reales Erfassen im Äther, in der Astralis oder der Mentalis verfügen. Das ist ein bedeutender Faktor, weshalb die naturwissenschaftlichen Erkenntnisse aktuell immer in der halben Wirklichkeit hängen bleiben. Die Annahmen einiger großer Forscher, dass hinter allem materiellen Zusammenspiel eine gewaltige «Bewusstheit» (PSI-Feld oder Akasha) wirken muss, um u.a. die neuesten Erkenntnisse der Kernphysik zu erklären, werden dem breiten Publikum meistens nicht unterbreitet. Sie passen nicht in die Schablonen der allgemein üblichen Vorstellungen von Gott und der Welt, sofern man sich überhaupt Gedanken darüber macht. Die Begrenzung der Forschung auf die stoffliche Seite des Lebens erleichtert natürlich die labormäßigen Experimente und Aussagen über die Ergebnisse, weil die immateriellen Kraftfelder, die nach unserem allgemeinen Sprachgebrauch das «Jenseits» darstellen, bequem ausgeklammert bleiben können, weil diese transpersonalen Felder nicht zu den denkbaren Realitäten der naturwissenschaftlichen Forscher gehören.

Viele esoterische Denker, geisteswissenschaftliche Forscher oder Noetiker beschreiben die Welt als eine »Zwei-Einheit«. Die irdische stoffliche Erde besteht aus einem materiellen «Diesseits» aus Materie, Luft und Wasser, inklusive aller physikalischen Emissionen, und aus einem «Jenseits», irgendwo weit weg, aber unerheblich für die materielle Welt. Dort lokalisieren die Religionen das metaphysischen Erfahrungsfeld der Gestorbenen, das Durchgangsfeld für alle Inkarnationen, die Seelenfelder und der Wirkungsbereich diverser Devas, Entitäten und Wesen, die sich um die Regulation der irdischen Natur in den unstofflichen Kraftfeldern bemühen. In dieser zweiten Ansicht der Welt haben viele Menschen, die innerhalb ihrer Religion an einen «Gott» glauben, eine paradiesische «heilige Erde», einen «Garten Eden», in dem alle Heiligen und geheiligten Menschen «ewig» leben werden. Es kann von Niemandem mit Sicherheit festgestellt werden, ob diese Vorstellungen nicht nur eine besondere Energieenklave irgendwo in der kosmischen Astralis oder Mentalis formen, – im Feld des Devachan, wie es in der indischen Philosophie angedeutet wird – oder ob die gläubigen Menschen bereits ein weiter reichendes Wirkungsfeld innerhalb der irdischen Monade im Sinn haben.
Nahezu alle Aussagen über die immateriellen Lebensfelder der Menschen sind entweder aus den Nahtoderfahrungen von zahlreichen Menschen zusammengestellt, von hellsichtigen Menschen erfasst worden oder durch Channeling mit dem Transpersonalen entnommen. Manche Berichte darüber in den «Stanzen des Dzyan» sollen Mme. Blavatsky von den «Mahatmas», eine transpersonale Gruppierung im Himalaya, diktiert worden sein. Die meisten Berichte mystischer Erfahrungen mit jenseitigen Wesen entsprechen stets dem jeweiligen Kulturkreis mit den dort prägnanten Religionen. Darum sind in diesen Berichten Wunsch und Wahrheit unentwirrbar miteinander vermischt, zumal das fundamental geltende Resonanzgesetz jeden Seher immer nur mit seiner Welt verbindet, die mit ihm in kongruenter Vibration ist. Konkret bedeutet das, dass ein Hinduist in den metaphysischen Sphären die ihm geläufige Götterwelt des Krishna, Vishnu oder Brahman erfassen wird, und ein Christ wird in einen christlichen Himmel sehen können.

Die umfassende Darstellung vieler Weltreligionen durch den amerikanischen Religionsforscher und Professor Mircea Eliade zeigt, dass die vielgestaltigen Schöpfungsgeschichten oder Kosmologien meistens mit einem übermächtigen ewigen Gott oder einigen großen Göttern oder sogar vielzahligen Götterhierarchien beginnen. Bei den vorsichtigen Umschreibungen von Eliade kann man feststellen, dass es in den Religionen sehr unterschiedliche Ausgangsebenen innerhalb der Kosmologie für die regionale Schöpfungsgeschichte geben muss. Im romanisch-griechischen Kulturbereich, um das Mittelmeer herum, propagieren die meisten religiösen Betrachtungen über Mensch und Kosmos seit dem Griechentum einen «persönlichen Gott». Bei vielen antiken Zivilisationen werden in den geläufigen Kosmologien die großen Herrscher, Könige, Pharaonen oder Kaiser häufig als die Söhne des Gottes, z.B. der Sonne oder eines Sternes, dargestellt. Diese göttliche Autorisierung der herrschenden Oberhäupter sicherte ihnen ihren absolutistischen Machtanspruch auf Erden; durch die priesterlichen Darstellungen wurden sie als Person sozusagen tabuisiert «sakro sankt», und damit unangreifbar in allen ihren Entscheidungen. Die moderne Sicht eines demokratisch erzogenen Europäers, der für diese Art der Verfügungsgewalt über das Volk wenig Verständnis aufbringt, war für den in der Antike lebenden Menschen absolut undenkbar. In dem damals üblichen Gruppendenken und -empfinden war es für die Bürger völlig natürlich, dass alle Menschen des Volkes – nicht nur die persönlichen Sklaven – ohne Frage absolute Leibeigene z.B. des Pharao in Ägypten, des Königs in Griechenland oder des Shahinshah in Persien oder des Aššur, dem König von Assyrien waren. Das arbeitende Volk der Gläubigen konnte niemals wirklich Kenntnis davon erlangen, dass ihnen mit dieser Interpretation der göttlichen Hierarchie immer und zu allen Zeiten von den Priestern der absolute Gehorsam, natürlich im Auftrage des großen Herrschers, aufgezwungen wurde. Jeder, der diese königliche Anmaßung in Frage stellte, wurde der Gotteslästerung bezichtigt, und wurde gesteinigt o.ä. Die vom König eingesetzten Hohepriester hatten in jedem Land die absolute Kommunikationshoheit und konnten mit ihren Verkündigungen ohne Frage seinen fundamentalen Absolutheitsanspruch durch Rituale in den extra dafür errichteten Tempeln mit entsprechenden Festlichkeiten, Prozessionen und Opferregelungen für das Volk dauerhaft gewährleisten. Wer sich den heute noch üblichen überbordenden Prunk bei vergleichbaren kirchlichen Veranstaltungen in Rom oder anderen Zentren der Religionen in Indien, Thailand, China und Japan anschaut, kann in etwa nachvollziehen, wie diese religiösen Zurschaustellungen bereits vor mehreren tausend Jahren das Volk tief beeindruckt haben, und zweifellos gehorsam machten.

Selbstverständlich sind alle menschlichen Vorstellungen eines ursächlichen Wesens vor aller Offenbarung immer nur Annahmen bzw. Hypothesen, die sich meistens auf Visionen und Aussagen oder niedergeschriebene Dokumente historischer Personen beziehen, z.B. Religionsstifter oder Propheten und Mystiker (heilige Männer) verschiedener Kulturen. Hinsichtlich der Erkenntnis des unkennbaren Schöpfungsfeldes vor jedem Anbeginn einer Offenbarung verhält sich unser Denken zur Realität wie das Polygon zum Kreis. Obgleich jedermann nach Einstein mittlerweile wissen kann, dass der Weltenraum unendlich ist, bleibt es allen Forschern oder Astronauten versagt, die Grenzen des Universums auch nur annäherungsweise anzudeuten. Weil das menschliche Denken solche Gegensätze nicht verarbeiten kann, werden sie von den Philosophen, Theologen und Kosmologen gerne hinter nebulösen Thesen über astronomische Voraussetzungen verborgen. Bereits in Griechenland gab es einen «unbekannten Gott», der auf dem «Aeropag» (Tagungsort des obersten Gerichts im antiken Athen) vom Volk verehrt wurde, wie Paulus seinerzeit bei seiner Visite in Athen festgestellt haben soll. In der hinduistischen Philosophie gibt es mehrere Schöpfungsmythen, bei denen unpersönliche Weltfelder als die höchsten unkennbaren Kraftwirkungen des Universums benannt werden. Angesichts der häufig sehr kontroversen Vorstellungen über die Schöpfung bzw. die Lebensvorgänge im All kann der Mensch eigentlich immer nur feststellen, dass dieser unser Kosmos stets ein weit über das Verstandesdenken hinausgehendes Miteinander überdimensionaler metaphysischer Wirkungen, Reflexionen und Inspirationen ist und war. Alle Weisen der Welt bestätigen eine so ziemlich für alle Religionen gültige Aussage: Das höchste allumfassende Universum steht in einer dynamischen, vollkommenen Einheit aller Vielheiten, die über jedes menschliche Denken und Erfassen hinausgeht.

Hier zitiere ich Giordano Bruno selbst aus seinem Buch „Über die Ursache, das Prinzip und das Eine“:

„Also ist diese Welt, dieses Sein, dieses Wahre, dieses Universum, dieses Unendliche und Unermessliche in jedem seiner Teile ganz, so dass es die Allgegenwart selbst ist. Was daher im Universum ist, ist hinsichtlich des Universums nach dem Maße seiner Fähigkeit überall, sei es auch in bezug auf die übrigen Einzeldinge, was es wolle; denn es ist über, unter, innerhalb, rechts, links und überhaupt an jeder Stelle des Raumes, weil im Unendlichen als Ganzem all diese Unterschiede sind wie auch keiner von ihnen. Was wir auch im Weltall betrachten: es enthält, was Alles in Allem ist, und umfasst daher auf seine Weise die ganze Weltseele, wenn auch – wie schon gesagt – nicht vollständig, so doch als eine solche, die ganz in jedem beliebigen Teil des Universums ist. Da der Aktus einer ist und überall ein Sein bewirkt, so darf man annehmen, dass es in der Welt eine Vielheit von Substanzen und von dem gebe, was wahrhaft das Sein bildet. Darüber hinaus seht Ihr es – wie ich weiß – als unzweifelhaft an, dass jeder einzelne dieser unzähligen Weltkörper, die wir im Universum erblicken, darin nicht wie in einem ihn umschließenden Raum oder Zwischenraum an bestimmter Stelle schwebt, sondern wie in einem alles Umfassenden, Erhaltenden, Bewegenden und Schaffenden, welches von jedem dieser Weltkörper ebenso ganz umfasst wird wie die Weltseele von jedem seiner Teile. Wenn also ein einzelner Weltkörper – wie die Erde – sich auf einen anderen wie die Sonne – zubewegt und ihn umkreist, so bewegt sich doch in bezug auf das Universum keiner auf dasselbe zu, noch um dasselbe, sondern in demselben.
Außerdem lehrt Ihr, dass auch das Wesen des Universums Eines im Unendlichen ist und in jedem Ding, sofern man es als Glied von jenem betrachtet, so dass in der Tat das Ganze und alle seine Teile der Substanz nach Eines sind; daher habe es Parmenides nicht unpassend das Eine, Unendliche und Unbewegliche genannt.. Ihr sagt, dass die Unterschiede, die man an den Körpern hinsichtlich ihrer Form, Beschaffenheit, Gestalt, Farbe und ihren sonstigen besonderen sowie gemeinsamen Eigenschaften wahrnimmt, nichts anderes sind als das wechselnde Antlitz ein und derselben Substanz: ein unstetes, bewegliches und vergängliches Antlitz des einen unbeweglichen, beständigen und ewigen Seins, in dem alle Formen, Gestalten und Glieder sind, aber noch ungeschieden…“

Und Dionysios Aeropagita teilt uns seine Weisheit von der Einheit des ursächlichen Feldes mit:

„Die heilig Eingeweihten verstehen unserer theologischen Überlieferung nach unter göttlicher Einung jene geheime Wirklichkeiten, die tiefgründiger als jeder Urgrund und darum nicht mitteilbar sind. Sie führen bis zur Höhe jener Einheit empor, die uns unerreichbar, unsagbar und unerkennbar ist. Und dieselben Theologen nennen göttliche Sonderung jedes wohltätige Offenbarwerden der Urgottheit, d.h. alle ihre Äußerungen im Hinblick auf uns. Im Anschluss an die Heilige Schrift reden sie auch von den Eigentümlichkeiten der erwähnten Einung und behaupten, dass auch die Sonderung wieder in Einungen und Sonderungen geordnet werden müsse.
Ein Beispiel: gemäß der wahrhaft göttlichen Einheit des urgöttlichen Wesens, das jenseits aller Wesen ist, müssen wir der ureinen Dreifaltigkeit folgende einheitlichen gemeinsamen Eigenschaften zuschreiben: ihr heiliges Vorhandensein überragt alles Wesenhafte, ihre heilige Göttlichkeit übersteigt jedes einzelne Göttliche, ihr allwirkendes Gute reicht über alles wirkende Gute hinaus und ihre heilige Identität – ihr über alles erhabenes Sich-Selbst-Ewig-Gleich-Bleiben – umfasst und sprengt alle einzelnen Eigentümlichkeiten in ihrer Ganzheit. Die heilige Dreifaltigkeit ist deshalb eine Einheit auch noch jenseits und oberhalb des Prinzips der Einheit selbst, denn sie ist jenseits von jeder Eigenschaft, und ebenso jenseits von Unsagbarkeit, Vielheit oder Vielnamigkeit, jenseits von Unkennbarkeit oder allbegreifendem Weltverstehen, jenseits von allumfassendem Bejahen, allumfassendem Verneinen, Übersteigen, Unerreichbarbleiben – ja sie ist auch noch jenseits des Nicht-mehr-berührt-werden-könnens von jedem Ja und von jedem Nein. Sie ist das Verbleiben und Ruhen der ureinheitlichen Hypostasen ineinander, die Urgrundlage und der Fortbestand aller persönlichen Grundwesenheiten der heiligen Dreifaltigkeit in ihrer Einheit und Allgegenseitigkeit, in ihrer Einheit vollkommen auch noch jenseits des Prinzips jedes Einsseins selbst, in ihrer Allgegenseitigkeit vollkommen auch noch jenseits von jedem Unterscheiden, Trennen oder Verbinden, also ohne jede Vermischung.“

Man kann sich heute nach den umfassenden Erkenntnissen in der Quantenphysik und der Kybernetik elektromagnetischer Wellen (Licht, Rundfunk, Radioaktivität) von dieser gewaltigen Einheit aller Schöpfungen sehr viel besser einen plausiblen Begriff machen, als zu antiken Zeiten, in denen einige Philosophen soeben die fundamentalen Ansichten über die sich in der Natur offenbarenden Vielfältigkeit der Materie besprachen. In Anbetracht all dieser Erkenntnisse können wir heute sagen, und mit Bestimmtheit durchaus davon ausgehen, dass vor allen Anfängen eine mit allen universalen Kräften und Dimensionen ausgestattetes Lebensfeld aus dem unkennbaren Metaversum hervorgegangen ist, die Urmonade. Die Monade ist das grundlegende Organisationsprinzip in dem Weltmodell von Giordano Bruno.
In dem allumfassenden höchsten Offenbarungsfeld vibriert seit aller Ewigkeit ein alles tragendes und durchdringendes universales Bewusstsein (die universale Seele), das mit seiner unbeschreiblichen Energie und unvorstellbaren Liebe die Idee des ewigen unkennbaren «göttlichen» Urfeldes offenbart, der LOGOS, TAO, Ahura Mazda, Indra o.ä..
In der Urmonas expandieren sieben Dimensionen mit sieben Kraftströmen und erfüllen die sieben kosmischen Gebiete, die Akasha oder das PSI-Feld mit unzählbaren Monaden mit ihren Kosmen. Das universale Bewusstsein steht als fundamentales Lebensprinzip bei allen Offenbarungen und Kraftfeldern in der Mitte, wie «Laotse» in seinem «Daodejing» sagt, die sich in Myriaden von Monaden im unendlichen Raum des Offenbarungsfeldes ausbreiten.
In sämtlichen Monaden vibriert unentwegt die eine alles umfassende Grundidee der göttlichen Schöpfung: Jeder Monade ist ein vibrierender Holokumulus oder Holon aus sieben Lebensfeldern, in dem ein Kosmos (Makro- oder Mikrokosmos) ein in diesen eingeborenes Geschöpf – eine Galaxie, ein Sternennebel, ein Sonnensystem, Planeten Monde, Asteroiden etc. oder ein Mensch, eine Tierart – mit den sieben schöpferischen Kräften in seinem Kosmos durch die Monade fortentwickelt.
In dem uns näher stehenden Makrokosmos der Milchstraße begegnen sich die Lebensfelder der kosmischen Monade Erde innerhalb der Monade des Sonnensystems mit den acht Monaden der Planeten, Merkur, Venus, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun, Pluto, sowie ihren Monaden der Monde, der zugehörigen Kometen und Asteroiden.
Jede Monade unserer Galaxie beherbergt eine komplette Schöpfung, einen wirkenden, lebendigen Kosmos aus sieben Kraftfeldern, mit einer lebendigen, sich selbst bewusste Wesenheit, einem aurischen Wesen, in Entwicklung. So wird der Kosmos Erde von seiner Monade mit allen eingebundenen Geschöpfen, Wesen und Lebenswellen zur Vollendung im planetaren Kosmos der Sonne geführt. Die naturgebundene Evolution aller Kosmen und Mikrokosmen auf Erden wird von ihren zahlreichen Monaden geleitet. Sie bewahren und fördern alle implementierten Kosmen, Wesen, Lebenswellen bis zu ihrer Vollkommenheit, dann zur Vereinigung mit ihrer eigenen Monade, dann zur Versammlung aller Monaden mit gleicher Vibrationstiefe. In Folge werden sie der sie umfassenden Monade der Erde ihrerseits zur Vervollkommnung beistehen und sich bei Kongruenz in die höher stehende Monade der Sonne eingliedern.

Diese Betrachtung lehnt sich auch an das Gedankenfeld von Gottfried Wilhelm Leibniz an, der im 17. Jahrhundert in seiner Theodizee und der Monadologie auf besondere Weise die Zusammenhänge zwischen der Urschöpfung, dem Gotteswesen und seinen Geschöpfen bis hinunter zur einfachen Natur dargelegt hat. Als beachtenswert und relevant für diese Ausführungen soll folgender Gedanke aus der Monadologie stehen: «Die kleinsten, einfachen, unteilbaren Teile (A-tomos) in der Natur sind im metaphysischen Sinn Ideen des Schöpfers.» Leibniz verwendet dafür auch den Begriff «Substanz». In der modernen materialisierten Sprache wurde aus dem Begriff «Substanz» Materie, was zu Vielfältigen irreführenden Betrachtungen führte. Seit Aristoteles versteht die Philosophie unter «Substanz» ein selbständig seiendes Wesen oder eine Entelechie. Diesen «einfachen» Lebensarten gibt Leibniz dann den Namen «Monade». Das Wort selbst stammt von dem griechischen Wort «Monas» ab, was so viel wie Einheit bedeutet. «Nur die Einheit ist Sein, die sich aus der Einfachheit, der Einzelheit und der Einzigkeit zusammensetzt.» erklärt Leibniz und verbindet sich mit diesem Denkansatz über das universale Geschehen und die Schöpfung mit Giordano Bruno, der in seinem Werk «Über die Ursache, das Prinzip und das Eine» von 1584 ein hohes Lied auf die grundlegende Einheit der Schöpfung verfasst hat. Brunos vielfältige Begründungen arithmetischer und geometrischer Art bestätigen aus menschlicher Sicht die alles umfassende Einheit der Schöpfung in aller Vielheit. Zumal wir selbst denkende Wesen eines Mikrokosmos innerhalb einer Monade sind, können wir diese plausiblen Darlegungen der göttlichen Einheit auch gut begreifen, in der sich die Vielfachheit der Geschöpfe offenbaren kann. Als Basis für die Evolution proklamieren beide Philosophen die Monaden, diese «einfachen Substanzen». In diesen entwickeln sich aus sieben sich gegenseitig durchdringenden 7-fache Kraftfelder «Holokumulies» oder Kosmen. Sie können als selbstständig seiende Wesen nur möglich sein, wenn auch eine Vielheit zusammengesetzter «Substanzen» (Monaden), also eine räumliche und körperliche Welt in Evolution existiert.

Man kann sich heute nach den umfassenden Erkenntnissen in der Quantenphysik und der Kybernetik elektromagnetischer Wellen (Licht, Rundfunk, Radioaktivität) von dieser gewaltigen Einheit aller Schöpfungen sehr viel besser einen plausiblen Begriff machen, als zu antiken Zeiten, in denen einige Philosophen soeben die fundamentalen Ansichten über die sich in der Natur offenbarenden Vielfältigkeit der Materie besprachen. In Anbetracht all dieser Erkenntnisse können wir heute sagen, und mit Bestimmtheit durchaus davon ausgehen, dass vor allen Anfängen eine mit allen universalen Kräften und Dimensionen ausgestattetes Lebensfeld aus dem unkennbaren Metaversum hervorgegangen ist, die Urmonade. Die Monade ist das grundlegende Organisationsprinzip in dem Weltmodell von Giordano Bruno.
In dem allumfassenden höchsten Offenbarungsfeld vibriert seit aller Ewigkeit ein alles tragendes und durchdringendes universales Bewusstsein (die universale Seele), das mit seiner unbeschreiblichen Energie und unvorstellbaren Liebe die Idee des ewigen unkennbaren «göttlichen» Urfeldes offenbart, der LOGOS, TAO, Ahura Mazda, Indra o.ä..
In der Urmonas expandieren sieben Dimensionen mit sieben Kraftströmen und erfüllen die sieben kosmischen Gebiete, die Akasha oder das PSI-Feld mit unzählbaren Monaden mit ihren Kosmen. Das universale Bewusstsein steht als fundamentales Lebensprinzip bei allen Offenbarungen und Kraftfeldern in der Mitte, wie «Laotse» in seinem «Daodejing» sagt, die sich in Myriaden von Monaden im unendlichen Raum des Offenbarungsfeldes ausbreiten.
In sämtlichen Monaden vibriert unentwegt die eine alles umfassende Grundidee der göttlichen Schöpfung: Jeder Monade ist ein vibrierender Holokumulus oder Holon aus sieben Lebensfeldern, in dem ein Kosmos (Makro- oder Mikrokosmos) ein in diesen eingeborenes Geschöpf – eine Galaxie, ein Sternennebel, ein Sonnensystem, Planeten Monde, Asteroiden etc. oder ein Mensch, eine Tierart – mit den sieben schöpferischen Kräften in seinem Kosmos durch die Monade fortentwickelt.
In dem uns näher stehenden Makrokosmos der Milchstraße begegnen sich die Lebensfelder der kosmischen Monade Erde innerhalb der Monade des Sonnensystems mit den acht Monaden der Planeten, Merkur, Venus, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun, Pluto, sowie ihren Monaden der Monde, der zugehörigen Kometen und Asteroiden.
Jede Monade unserer Galaxie beherbergt eine komplette Schöpfung, einen wirkenden, lebendigen Kosmos aus sieben Kraftfeldern, mit einer lebendigen, sich selbst bewusste Wesenheit, einem aurischen Wesen, in Entwicklung. So wird der Kosmos Erde von seiner Monade mit allen eingebundenen Geschöpfen, Wesen und Lebenswellen zur Vollendung im planetaren Kosmos der Sonne geführt. Die naturgebundene Evolution aller Kosmen und Mikrokosmen auf Erden wird von ihren zahlreichen Monaden geleitet. Sie bewahren und fördern alle implementierten Kosmen, Wesen, Lebenswellen bis zu ihrer Vollkommenheit, dann zur Vereinigung mit ihrer eigenen Monade, dann zur Versammlung aller Monaden mit gleicher Vibrationstiefe. In Folge werden sie der sie umfassenden Monade der Erde ihrerseits zur Vervollkommnung beistehen und sich bei Kongruenz in die höher stehende Monade der Sonne eingliedern.

Diese Betrachtung lehnt sich auch an das Gedankenfeld von Gottfried Wilhelm Leibniz an, der im 17. Jahrhundert in seiner Theodizee und der Monadologie auf besondere Weise die Zusammenhänge zwischen der Urschöpfung, dem Gotteswesen und seinen Geschöpfen bis hinunter zur einfachen Natur dargelegt hat. Als beachtenswert und relevant für diese Ausführungen soll folgender Gedanke aus der Monadologie stehen: «Die kleinsten, einfachen, unteilbaren Teile (A-tomos) in der Natur sind im metaphysischen Sinn Ideen des Schöpfers.» Leibniz verwendet dafür auch den Begriff «Substanz». In der modernen materialisierten Sprache wurde aus dem Begriff «Substanz» Materie, was zu Vielfältigen irreführenden Betrachtungen führte. Seit Aristoteles versteht die Philosophie unter «Substanz» ein selbständig seiendes Wesen oder eine Entelechie. Diesen «einfachen» Lebensarten gibt Leibniz dann den Namen «Monade». Das Wort selbst stammt von dem griechischen Wort «Monas» ab, was so viel wie Einheit bedeutet. «Nur die Einheit ist Sein, die sich aus der Einfachheit, der Einzelheit und der Einzigkeit zusammensetzt.» erklärt Leibniz und verbindet sich mit diesem Denkansatz über das universale Geschehen und die Schöpfung mit Giordano Bruno, der in seinem Werk «Über die Ursache, das Prinzip und das Eine» von 1584 ein hohes Lied auf die grundlegende Einheit der Schöpfung verfasst hat. Brunos vielfältige Begründungen arithmetischer und geometrischer Art bestätigen aus menschlicher Sicht die alles umfassende Einheit der Schöpfung in aller Vielheit. Zumal wir selbst denkende Wesen eines Mikrokosmos innerhalb einer Monade sind, können wir diese plausiblen Darlegungen der göttlichen Einheit auch gut begreifen, in der sich die Vielfachheit der Geschöpfe offenbaren kann. Als Basis für die Evolution proklamieren beide Philosophen die Monaden, diese «einfachen Substanzen». In diesen entwickeln sich aus sieben sich gegenseitig durchdringenden 7-fache Kraftfelder «Holokumulies» oder Kosmen. Sie können als selbstständig seiende Wesen nur möglich sein, wenn auch eine Vielheit zusammengesetzter «Substanzen» (Monaden), also eine räumliche und körperliche Welt in Evolution existiert.

Folgen wir den Grundgedanken von G. Bruno und G.W. Leibniz, dann kann man das kosmische Geschehen kurzgefasst etwa folgendermaßen darstellen:
Aus der Urmonas vor allem Beginn erklingen durch alle sieben kosmischen Gebiete sieben Schöpfungskräfte in den sieben Dimensionen, das universale Bewusstsein erschafft alle universellen Monaden, die von der Uridee erregt ihrerseits galaktische Monaden entwickeln. In Folge entstehen gleichermaßen in ihnen Myriaden Sonnenmonaden und planetare Monaden. Der Gedanke, dass es mehrere Universa geben kann, wäre dabei keineswegs abwegig. Die Kaskade der monadischen Schöpfungen analog der ewigen Schöpfungsidee nimmt kein Ende, denn für alle geschaffenen Wesen bis hin zu den Nanotierchen wird das Leben geoffenbart. Wie bei einem gewaltigen Orchester – auch wenn es das menschliche Denkvermögen nahezu überfordert – klingen alle universellen, galaktischen, solaren, planetaren Monaden in der interkosmischen Einheit zusammen mit der Ur-Monas der Offenbarung, im universalen Bewusstsein: Tao, Gott-Vater, Indra o.ä. Alle auch sehr verschiedenen Monaden des allumfassenden Universums sind stets und permanent eins mit der fundamentalen Einheit aller. Das «universale Bewusstsein» fügt sich mit seinen Vermögen der Kommunikation in alle Lebensfelder hinein, hinein in alle kosmischen und mikrokosmischen Felder bis in die kleinsten Monaden, dynamisiert in diesen die Funktionen und Entwicklungen, angepasst an die durch sie geführten Lebewesen, ganz gleich ob atomar winzig oder galaktisch groß.

Die Monaden kommunizieren in allen Lebensfeldern über die Bewusstheiten miteinander, sowohl als Gruppen als auch im Einzelnen, in Harmonie für die eine Schöpfungs-Idee, «kreative Vielfalt in der Einheit», genauso vollkommen und harmonisch wie ihr ursächliches Schöpfungsfeld, das aus dem und in dem unkennbaren ewigen Hyperuniversum vibriert. So wie die Monade der Erde ein Geschöpf der kosmischen Monade des Sonnensystems ist, wurde die Monade der Sonne wiederum aus der galaktischen Monade der Milchstraße hervorgebracht. In der kosmischen Monade des Sonnensystems kreisen die acht Monaden der anderen Planeten mit ihren Begleitern. So wie der Mond seine Monade bei seiner Entstehung aus der Erdmonade empfangen hat, so haben die anderen Planetenmonde im Sonnensystem ebenfalls ihre Monaden aus ihren Mutterplaneten erhalten, als sie im Prozess der kosmischen Evolution erschaffen wurden.

Die Monaden aller irdischen Wesen und Lebenswellen auf und in der Erde gliedern sich ein in die weltumspannende irdische Monade. Sie sind insofern stets eine Wirkungseinheit, und doch unterschieden nach den jeweils probabilistisch vorgegebenen Aktionsstrukturen. Man könnte dieses mit der Erde verbundene monadische Feld auch als die universelle bruderschaftliche Kette andeuten, aus der und in der sich die im irdischen Kosmos geoffenbarten Mikrokosmen der Botschafter und Heilsbringer, wie Lao Tse, Vishnu, Shiva, Zoroaster, Buddha, Moses, Jesus Christus und Mani offenbarten. Sie alle verkündeten den Menschen, wie sich aus ihrem Mikrokosmos der wirkliche «Mensch» zu seiner vollendeten Monade hin entwickeln kann und wird. Diesem Gedanken folgt auch die oft beschriebene Vorstellung, dass die «Monade» ein Kind Gottes ist, weil sie der Impuls- und Kraftgeber aus dem höchsten universellen Lebensbereich für jede Offenbarung ist. So wird diese monadische Beeinflussung im Mikrokosmos als die «göttliche Seele» benannt, oder als der «eingeborene Sohn» – in der christlichen Welt – als «Atman» in der brahmanischen Welt.

Für die konsequente Umsetzung der ihnen innewohnenden Idee aus dem universalen Bewusstsein setzten alle Monaden für die Entfaltung ihrer Kosmen und Mikrokosmen die sieben fundamentalen Kräfte ein, die in den sieben Dimensionen alles Dasein bewirken. In den Kosmen wirken dann die sich ebenfalls entwickelnden Wesen – Engel, Menschen, Tiere, Pflanzen – aus den aktivierten Feldern. (Siehe Kapitel 4: Wesen und Wirken im Allgeschehen; http://www.artokora.de/?p=5462)
Wer versucht, diese Vorgängen und Impressionen mit seinen bisherigen Weltvorstellungen abzugleichen – was eigentlich völlig natürlich und auch logisch ist –, die aus den materiellen Gegebenheiten des Daseins entstanden sind, wird bedauerlicherweise über das Zweifeln und Verleumden jedes neuen ungewohnten Modells stolpern. Es kommt noch ein anderer, nicht zu unterschätzender Vorbehalt ins Spiel, der aus dem Unbewussten all unsere Bedenken dominiert: Es ist bei den Darlegungen der modernen Philosophen obligatorisch, die Erkenntnisse der antiken Weisen als «unanfechtbar» hinzustellen, weil die historischen Dogmen «mumifiziert» wurden. Das führt dann dazu, dass das neue wissenschaftliche Forschungen und darauf aufbauende Theorien – insbesondere ASW und okkulte Erfahrungen – schnell abgelehnt werden, weil die veralteten Dogmen und Tabus nicht verworfen werden.

Darum wirkt heute die geistige Inquisition ebenso, wie ehedem im Mittelalter, um das Vertrauen in die herrschenden Religionen mit ihren antiken Theorien zu bewahren?

Wer allerdings von einem inneren Freiheitsdrang getrieben, unvoreingenommen bereit ist, sich auf den Spuren eines Giordano Bruno, Jan van Rijckenborgh und Ervin Laszlo mit einem holistischen Denkmodell zu befassen, in dem sich die monadischen Prinzipien in der Evolution aller Kosmen mit dem universellen Bewusstsein verlinken.
Mit den modernsten Erkenntnissen aus der Feldlehre (Magnetismus, Gravitation, Quantenfluktuationen), mit den theosophische Erkenntnissen über die Mikrokosmen und Kosmen, den Forschungsergebnissen von Rupert Sheldrake über die morphischen Felder und den Visionen der interkosmischen Evolution von Michael Murphy und Ervin Laszlo entsteht eine durchaus sinnvolle und plausible, leicht nachvollziehbare Kosmologie der Ewigkeit, mit der sich eigentlich allen konsequenten Denkern der Moderne verbinden können.
Mit dem Denkansatz von G. Bruno und G.W. Leibniz werden die gigantischen Strukturen der kybernetischen Vernetzung und Kommunikation aller Wesen und Entitäten in der universellen Schöpfung wie in einer ahnungsvollen Vision deutlich.

Aus und in dem unkennbaren ewigen heiligen Feld des Anfangs vor allen Anfängen entfaltet sich die Urmonade, der Logos, Tao, Brahma, das universale Bewusstsein. Dieses Schöpfungsfeld vor allem Anfang ist bezüglich des irdischen Menschen völlig und absolut unpersönlich und besitzt keinerlei Figuration, keine von uns erkennbare Qualität oder Quantität, die sich dem stoffgebundenen Denken erschließen könnte.
Alle figurativen Gottesdarstellungen seit dem Griechentum – auch wenn sie künstlerisch noch so schön oder wertvoll wären – sind für das moderne Denken reine Irreführungen. Selbst die Götterhierarchie des Zeus nach Gaja und Chaos sind nur mentale Projektionen irdischer Kräfte im stoffgebundenen Lebensfeld, die den griechischen Priestern und ihren Künstlern in den Tempeln als symbolische Visionen erschienen waren, um dem damaligen Menschen weise und gerechte Lebensrichtlinien sowie Sicherheit in einem abstrusen Dasein und Trost für die Angst vor dem Tod zu geben. Es ist dabei auch zu berücksichtigen, dass der antike Menschen mit seinem Denken noch direkt allegorische Bilder in seinem inneren Schauen aufrufen konnte, die die Plastiken in den Tempeln und auf den Plätzen mit den gemeinten Attributen und Qualitäten sozusagen bekleideten. Der schauende Grieche sah also nicht nur die Marmorstatue, sondern erfasste direkt real ihre spirituelle Bedeutung, ihr Wirken und ihre Affekte. Die indischen Darstellungen der Schöpfungsmächte glichen bis zur Eroberung von Nordindien durch «Alexander den Großen» eher abstrakten symbolischen Abbildungen von Kräften. Auch die indische Bevölkerung konnte damals die transpersonalen Kräfte der Götter in ihrem allegorischen Schauen mit den von ihnen geschaffenen Skulpturen verbinden. So kennt man von Buddha z.B. an dem Ort seiner Anwesenheit die Darstellung seiner Füße, oder er wurde da und dort als Baum visualisiert. Selbst Shiva wurde in frühesten Abbildungen nur als ein monolithischer Stein symbolisiert. Ob es sich bei solch einem Phallus um die allegorische Darstellung seiner göttlichen Potenz handelt oder um ein steinzeitliches Symbol unbekannten Inhaltes, wird heute von Fachleuten diskutiert, denen das direkte allegorische Erfassen der Plastiken oder Skulpturen schwer fällt. Man kann daraus auch den Rückschluss ziehen, dass sich mit der Bewusstseinsverengung im Menschen für den einfachen Gläubigen die heute üblichen persönlichen Gottesdarstellungen als eine pragmatische Modifikation der ursprünglich abstrakten Beziehungen zum göttlichen Wesen durchgesetzt haben. Speziell in der hinduistischen Religion ist bei einigen Gottesveränderungen eindeutig nachzuvollziehen, wie sich einzelne große Gottheiten aus regionalen Vorgängern heraus entwickelten, und danach beim Volk zunehmend an Popularität gewannen. Zuletzt erfuhr auch der Brahmanismus durch die Wiederbelebung der völlig abstrakten Vision des stets immanenten Kraftfeldes Brahman wieder an Bedeutung. Brahman ist ein unpersönliches Konzept vom Göttlichen, als neutrale, alles umfassende Gesamtheit aller Energien, ein Urgrund des Seins aller Universen, ohne Anfang und ohne Ende. Und doch bildet es den gedacht chronologischen Anfang allen Seins, so die Philosophen der Upanishaden. Brahman wäre im korrekten Zusammenhang ohne weiteres der Urmonade vergleichbar, die nach der «bhagavad-gïtã» in allen Geschöpfen als «Atman» – Brennpunkt der Monade mit dem Mikrokosmos – die kosmische Evolution betreibt. Ken Wilber hat in Anlehnung an diesen Gedanken seine Forschungen über die geistige Entwicklung des Menschen in seinem «Atman-Projekt» zusammengefasst.

Fassen wir hier für die nachfolgenden Betrachtungen erst einmal zusammen:

  1. Vor allem Anfang existierte und existiert ein unergründliches, ungeschaffenes, ewiges, heiliges, unbeschreibliches Lebensfeld, das über alle denkbaren und undenkbaren Ideale erhaben ist. In IHM und aus diesem ging hervor:
  2. der Logos, Tao, Brahman, die ursächliche Offenbarung für alle Universen, auch die Urmonas, das universale Bewusstsein. Diese ewige Emanation aus dem unkennbaren Hyperuniversum vor dem Anfang  induziert seitdem ein beständiges Erschaffen unendlichen vielfältigen Lebens.
  3. Diese Schöpfung umfasst in sieben kosmischen Gebieten und sieben Dimensionen das ganze Dasein allen Lebens.
  4. Das Sein bewirkt und strukturiert sieben oder neun Kraftfelder, sieben bzw. neun Strahlungen.
    Wir können im irdischen Feld folgende erkennen: von der höchsten Energiestufe, dem universalen Bewusstsein, begonnen, drei nirvanische Felder, die Mentalis, die Astralis, das Ätherfeld plus der Offenbarungsebene im Nadir, die Materie,
  5. Alle Monaden sind als solche aus den sieben/neun Kräften lebend, wirkend und bewusst und in der Gruppe vollkommen, wie die Uridee des Unkennbaren selbst.
  6. Alle Geschöpfe werden in und von ihren Monaden geschaffen, von der größten Galaxie bis hin zum Menschen, den Tieren, Pflanzen und Mikroben. Sie sind im status nascendi unvollkommen und werden über eine jeder Art gemäßen Evolution zur Vollendung geführt.
  7. Alles Dasein besteht zusammen in einer progressiven Dynamik, Evolution oder dynamischen Entropie, die von den Monaden ausgeht und über die aurischen Wesen in den Kosmen gesteuert wird, und letztendlich Teilnehmer an der vollkommenen Einheit aller Geschöpfe mit dem universalen Bewusstsein werden.
  8. Jede Schöpfung in der Monade findet in und mit den erforderlichen sieben/neun Kraftfeldern statt, die sukzessive über ihre Kosmen mit dem Geschöpf zentral verbunden und für weiterführende Aktionen entwickelt werden. Diese Entfaltung beginnt immer in der energetisch unteren Ansicht und setzt sich aufbauend fort bis in die oberste Energie-Ebene. Für uns Menschen ist die niederste Energie im Mikrokosmos die Materie, die höchste in den nirvanischen Feldern.
  9. Der irdische Nadirzustand mit dem Feld der Materie, die entgegen der normalen Wahrnehmung der Menschen auch ein «elektromagnetisches Kraftfeld» ist, stellt einen expliziten Sonderzustand in der Schöpfung dar, der wahrscheinlich mit der Vollendung der drei nirvanischen Felder in den Mikrokosmen entfällt. Die mikrokosmische Evolution beginnt also mit einem Werkzeug als materieller Körper, der in der weiteren Entwicklung wichtige Aufgaben zu erfüllen hat. Die irdischen Wesen und der Kosmos Erde benutzen nach ihrer vollständigen Entfaltung mit der Monade als unterstes Wirkungsfeld des Mikrokosmos das Ätherfeld.

Wer diese Faktoren neben seine Vorstellungen harmonisch einfügen kann, dem wird ganz deutlich: Alle Monaden der universellen Evolution dynamisieren in den «Seelen» bzw. Mikrokosmen, Kosmen und Makrokosmen einerseits die darin geschaffenen Entitäten, Wesen und Körper zur Vollkommenheit ihres Seins und harmonisieren anderseits mit Liebe und Gerechtigkeit das Miteinander aller Wesen und Geschöpfe kraft des universellen Resonanzgesetzes.
Dabei umfasst das monadische Feld des Planeten Erde auch alle Monaden der Devas und Engel, die Mikrokosmen und alle sich in Entwicklung befindenden Menschengruppen, Tiere und Pflanzen, etc.. Es ist im Geschehen der irdischen Natur unübersehbar, dass eine gewisse Anzahl von Mikrokosmen körperlicher Menschen direkt von eigenen Monaden geführt werden, und andere Menschen als Gruppen von einer Monade individualisiert werden. Das Wesen Erde entwickelt sich nicht nur als materieller Körper stets weiter, sondern natürlich auch mit allen immateriellen Lebensfeldern. Dabei tragen die auf ihr lebenden Menschen eine besondere Verantwortung für die Evolution des Planeten, nämlich mit ihrem fortschreitenden Erfassen und Erkennen der Lebensprozesse in den irdischen Sphären aktuell die Entfaltung der irdischen astralen und mentalen Sphären zu ermöglichen. Diese spezielle Aufgabe teilen sie sich mit den Naturwesen, Devas oder Engeln dieser Welt. Alle Tierfamilien bzw. Gattungen und Pflanzenarten und -Familien werden je nach eigener Art von ihren Monaden bestimmt und geführt und sind mit ihren Mikrokosmen in die allgemeine Evolution eingebunden.

Es ist immer wieder erstaunlich, warum bekannte Autoritäten der empirischen Wissenschaft und Philosophie die Schöpfung selbst immer aus dem Zufall materieller Gegebenheiten erklären, obwohl eigentlich allen Christen aus der Bibel bekannt sein sollte, dass am Anfang von allem der «Logos, das Licht» war: also Bewusstsein und Energie.

Es gibt im All ein Meer von Licht, ein gigantisches Spektrum elektromagnetischer Energie. Aber die Menschheit kann dieses Bewusstseinslicht nicht erfassen, weil sie von den niederen astralen Kräften an die materielle Selbsterhaltung gefesselt ist. So nimmt sie nur einen winzigen Bruchteil dieser Leben spendenden Kräfte wahr, weil ihr Wahrnehmen und Bewerten mit der stofflichen Seite des Lebens verbunden wurde. Solange der Mensch nur der materiellen Seite des irdischen Daseins seine Aufmerksamkeiten schenkt, kann er mit seinen Ambitionen nur die stofflichen Sinnesorgane aktivieren, vielleicht auch ein wenig ätherisches Sehen. Von dem alles durchstrahlenden siebenfachen Licht, das in diesem Falle alle elektromagnetischen Strahlungen und alle unstofflichen Vibrationen im All umfasst, gehen zur Menschheit permanent lebenswichtige Impulse und Kräfte aus. Die Menschheit reagiert jedoch überwiegend selbsterhaltend im Rahmen der materiellen Gegebenheiten ihrer Umwelt, soweit sie diese mit ihren Sinnesorganen begreifen kann. Unentwegt verschenkt sich das Licht jeden Augenblick an alles und alle, die in seinem Schein leben. Der Mensch strebt verständlicherweise nach Lebenserhaltung und Lebenssicherung, also nach Haben, Macht, Ruhm, Anerkennung, Liebe und Ehre. Er will möglichst alle materiellen Güter und Vermögen als sein persönliches Eigentum besitzen. Sogar die Heiligkeit, die Einweihung und die Erleuchtung wollen die Frommen «haben», also in ihren Besitz nehmen. Dabei werden sogar Humanismus und Karitas zu attraktiven Beschäftigungen auf dem Wege zur Selbsterhöhung eingesetzt. Auf allen Ebenen wird von herrschenden Kräften versucht, die Gedanken der ängstlichen Gläubigen mit gezielten Methoden zu verwirren, damit sie nicht erst zur Erkenntnis des eigenen Seins und ihrem in der Zukunft liegenden ewigen Lebensweg kommen.
Ein amerikanischer Philosoph der Neuzeit wagte zu behaupten, dass die heutige Menschheit von Kommunikatiosmüll überflutet wird, wobei das Wesentliche des Daseins bereits völlig aus den Augen verloren wird. Angesichts der ungezählten Artikel in den internationalen Zeitungen und Zeitschriften, der vielfältigen Berichte und Filme im Fernsehen und der Milliarden Videos im weltweiten Internet, begreift man diesen Mann. Einstein erzählte seinerzeit den staunenden Journalisten: «Er kenne zwei Unendlichkeiten: Die Unendlichkeit des Weltalls und die der menschlichen Dummheit. Bei ersterer wäre er sich aber nicht ganz so sicher». Eigentlich kann man nicht von einer Dummheit der Menschen sprechen, das wäre wirklich zu einfach. Aber Einstein hat schon bestens erkannt, wie wenig die Menschen im allgemeinen von ihren Wirklichkeiten erfassen können, und wie wenig sie sich bewusst werden können, weil sie völlig natürlich von diversen Kräften des Diesseits und Jenseits manipuliert und benutzt werden. Das alles ist zu einer permanenten Selbstverständlichkeit geworden wie das Atmen. Ja, man muss eigentlich sagen, wie wenig die Menschen sich der «Schafherdenmentalität» bewusst werden, weil zu ihre stoffliche Entfaltung das Begehren, Wahrnehmen und Denken bei den alltäglichen Zwängen im materiellen Überlebenskampf gehört. Allerdings sollten sie auch erkennen können, dass vor allem in den einfachen Verrichtungen in den stofflichen Gewohnheit des aktuellen Daseins unbeachtet gefangen sind.

Wie ist das alles entstanden und wie ist das alles so geworden, sollte man sich doch fragen. – Warum wird nicht gefragt?
Bei jedem schönen Gebäude fragt man den Architekten nach seinen kreativen Einfällen zu dem Plan des Hauses. Bei jedem hervorragenden Gemälde sucht man die Gedanken des Künstlers zu entdecken, um seine Inspiration kennenzulernen, aus der er sein Bild geschaffen hat. Nur bei der Erde untersucht man die Steine, das Wasser und seine körperlichen Bewohner und fragt neuerdings die Planeten im Weltall, woher und warum die Welt und das Leben auf ihr entstanden ist. Für alle Gläubigen der Welt, und das ist immer noch die überwiegende Mehrheit der irdischen Bevölkerung, ist die Erdkugel, die Welt, das Produkt eines Schöpfers, eines Gottes oder einer Götterschar, die vor allen Zeiten Welt und Menschheit erschaffen haben. Es wäre eigentlich höchste Zeit, bei diesen hohen Kräften einmal direkt anzufragen, oder zumindest den antiken Weisen oder den modernen Philosophen zuzuhören, die immer wieder versuchen, den Menschen eine kleine Ansicht der Schöpfungsgeschichte zu vermitteln. Sonst wird die ganze Menschheit erneut ein Opfer der kollektiven Unbewusstheit dieser Erde.

Es gibt Sternstunden, in denen das überirdische Wesen einem menschlichen Denken seinen Abglanz schenkt. Lassen wir uns hier auf einen unerkannten griechischen Weisen ein, genannt Hermes Trismegistos, dem die besondere hohe Weisheit in den Mund gelegt wurde:

„Als Gott, der Vater/Mutter seinerzeit den Menschen als Gottesfunken aus sich selbst hervorbrachte und in den unermesslichen Raum stellte, damit er seine Pilgerfahrt beginnen konnte, die ihn von der Unbewusstheit zum Allbewusstsein führen sollte, wurde sein Ort im Raum durch die mehr oder weniger enge Verbindung seines Wahrnehmungsvermögens mit der stofflichen Dichtigkeit jener Gebiete bestimmt, in die das Leben ihn führte. Je fester der Mensch sich mit der Erde verband, desto mehr rückte das Licht von ihm ab. Solange der Mensch dunkel und allein imstande ist, Licht und Wärme zu absorbieren, wird die Erde ihn innerhalb der Kraft ihres Wirkungsfeldes festhalten.“

«Gott der Vater» – «Krishna» – «Allah» – «Voodoo» – «Ahura Mazda» – Es gibt viele Bezeichnungen für die unkennbare Kraft im All, und leider auch viele Irrtümer. – Was war im Anfang aller Zeiten? – Hat es in der Ewigkeit jemals einen Anfang gegeben? – Wir können als irdische Menschen nur das mentale Geschehen erfassen! – Das ursächlich nirvanische Schöpfungsfeld aller Universen, Entitäten, Wesen, Kosmen und Mikrokosmen, bedingt eine unfassbare Qualität, die sich jedem menschlichen Denken entzieht. – Und doch gibt es Sternstunden, in denen das allgemeine überirdische Bewusstsein in seiner Größe einem menschlichen Gewahrsein und vernünftigen Erfassen einen Abglanz schenkt, in dem dieses dann einige Aspekte des ursächlichen Allfeldes der Natur intuitiv erkennt.
Ein gewissenhafter Erforscher des Lichtes, der u.a. seine Quantelung entdeckt hat, bestätigt die religiöse Schau: «Als ein Mensch, der sein ganzes Leben der am klarsten denkenden Wissenschaft gewidmet hat, der Erforschung der Materie, kann ich Ihnen über das Ergebnis meiner Forschung zu den Atomen so viel mitteilen: Es gibt keine Materie an sich! Jede Materie entsteht und existiert nur vermöge einer Kraft, welche die Teilchen eines Atoms in Schwingung versetzt und dieses äußerst fragile Sonnensystem des Atoms zusammenhält. … Wir müssen hinter dieser Kraft die Existenz eines bewussten und intelligenten Geistes annehmen. Dieser Geist ist die Matrix aller Materie!» erklärt Max Planck (1858-1947)
«Gott ist Licht.» sagt uns die Bibel. Wenn das richtig ohne den üblichen religiösen Zierrat betrachtet wird, kann erkannt werden, dass hinter aller Offenbarung so etwas wie eine über alles erhabene kybernetische Energie wirkt. Diese ursächliche Energie ist das universale Bewusstsein, der Logos, aus ihm und in ihm wesen das Leben und die Liebe, wie uns viele heilige Weisen in Ost und West mitteilen. Dazu gehören neben Harmonie und Gerechtigkeit natürlich auch die Weisheit, das allumfassende Wissen und nicht zu vergessen, die totale Selbstbewusstheit Aller.

Die höhere Wirklichkeit kann wirken. Sie ist real, ganz konkret. Sie ist wirklicher als aller Wahn dieser materiellen Welt.
Wenn schon die irdische Natur alle geschaffenen Wesen darin an ihrer Bewusstheit teilhaben lässt, warum sollte nicht der Gott des Alls «seinen Kindern, den von ihm geschaffenen Gottessöhnen und -Töchtern» auch sein umfassendes Bewusstsein mittels des universellen Bewusstseins, das mit dem Kosmos Erde verbunden ist, zur Verfügung halten, zumindest jenen Teil schenken, den sie kraft ihrer Beseelung für ihre aktuelle Weiterentwicklung und für die Mitwirkung im Gesamtplan des Alls benötigen?
Die Ursache des Lebens in der Alloffenbarung ruht in der Urmonas, in TAO, wie uns Laotse aus China berichtet. Es ist vielleicht die schönste Benennung von einer Wirklichkeit, die keinen Namen haben kann, von der wir uns kein Bild noch Gleichnis machen sollen, wie Moses argumentiert. Ein kurzes Zitat von Dionysios Areopagita beschreibt in bildreichen Worten seine Vision von der Welt des Schöpfers:

„Gleichwie nämlich die alles übersteigende Güte der alles überragenden Gottheit von den höchsten und vollkommensten Wesen bis zu den untersten herab dringt und doch über allen ist – denn auch die oberen Wesen können die Überhoheit Seiner Güte nicht überragen, und auch die unteren können aus der Umfassung nicht heraustreten – gleichwie die Güte alles erleuchtet, erschafft, belebt, zusammenhält und vollendet, gleichwie sie allen Wesen ihr Maß setzt, deren Aeon bestimmt, und deren Zahl, Ordnung, Umfassung, Ursache und Endziel ist: so erleuchtet auch das strahlende Abbild der göttlichen Güte alle Körper, die an ihr teilnehmen können. Und diese große, durch und durch lichte und immer flammende Sonne wirkt also wie ein vielgestaltetes Echo des Guten, sie hat von oben her ihr Licht ausgebreitet und lässt den Glanz ihrer unvergleichlichen Strahlen über die ganze sichtbare Welt dahinfluten, über ihre Höhen und über ihre Tiefen.“

Dieses unfassbare multiplexe Kraftfeld wirkt über ihre Schöpfung der Urmonade in allen Monaden, in allen Kosmen und ihren Universen, Galaxien, Sternensystemen, Planeten und Wesen und Menschen. Die unvorstellbare Vielheit konstituiert auf allen Ebenen des Lebens in Einheit das Dasein. Sie tut es wirklich, ganz konkret und absolut kreativ. Sie ist wirklicher als aller Wahn dieser materiellen Welt, für die schon die Griechen den Begriff Hylé schufen. Die Identifikation mit der Materie ist Maya, der schöne Schein.
Goethe lässt in seinem Faust sagen: «Und Gott hat es gefallen, alle Dinge zu einem Gleichnis zu machen.» Plato schreibt in seinem Werk «Der Staat» von den Schatten auf dem Hintergrund der Höhle, die die Seelen, die Mikrokosmen, als ihre Realität ansehen. Der Mensch gehört zu den Schatten auf der Wand. Das Wirkliche, die Ideen, werden vor der Höhle zwischen dem Feuer und der Höhlenwand vorbeigeführt. Diese hohen Ideen werfen durch das Licht ihre Schatten auf die Rückwand der Höhle.
Der postmoderne Mensch befindet sich inmitten einer revolutionären Entwicklung seines Denkvermögens, die als Wendezeit zwischen der Involution zur materiellen Person und der Evolution zu einer höheren mikrokosmischen Erkenntnisfähigkeit bezeichnet werden kann. Grandiose Möglichkeiten leuchten am Horizont der Zeiten auf. So kann der Mensch, in dem sich der vollständige Denkkörper entfalten wird, viel klarer die subtilen Hinweise seiner Zeit lesen. Er wird sich in neuer Weltanschauung zu diesem Horizont aufmachen, der von unserem bisherigen sinnesorganischen Wahrnehmen nicht erfasst werden kann. Jedoch muss jedermann heute schon bereit sein, für die künftigen Chancen vollbewusst alle bisherigen Weltanschauungen zu relativieren.

Tatsächlich sollten alle kosmischen Modelle und antiken religiösen Weltbilder, die der aktuellen Menschheit sehr viel wert sind, überarbeitet werden. – Warum? Alles bisher angelernte Wissen über den Menschen selbst, alle alten materialistischen Vorstellungen über den Weltenkörper sind angesichts der neuen Erkenntnisse renovierungsbedürftig, weil die bisherigen Betrachtungen mit einem noch nicht voll entfalteten Mentalvermögen erdacht und übertragen wurden. Alles, was jeder bisher treu und voller Glauben in seinen diversen Gedächtnissen, in seinen morphischen Feldern, gesammelt hat, muss ernsthaften überprüft werden. Denn die Devise in der Aquariuszeit heißt, die mikrokosmische Weiterentwicklung der Astralis und der Mentalis konsequent zu unterstützen für ein völlig neues Erfassen, Denken und Bewerten. Alle Zusammenhänge des Tagesbewusstseins und des Unbewusstseins werden künftig dem neuen Menschen transparent. Es entsteht eine total andere Weltanschauung, die einigen hellsichtigen Menschen oder einigen Astralreisenden schon bekannt vorkommen wird. Alle bestehenden Modelle der Moderne sind mit nur halbem Erfassen geschaffen. Mit ihnen würde der Mensch erneut ein Opfer der unstofflichen Kräfte ätherischer und astraler Art im Mikrokosmos und allen damit zusammenhängenden Wesen aus den Kraftfeldern des «Jenseits». In dem Buch von Steward E. White, Das uneingeschränkte Weltall, wird Betty, eine verstorbene Frau im «Jenseits» zitiert: «Bewusstsein ist die einzige und alleinige Realität. Alle Manifestationen im Universum können auf das Bewusstsein zurückgeführt werden.» – «All die neuen Begriffe, die ich Euch vermitteln soll», stellte Betty fest, «müssen auf der Tatsache gründen, dass es nur ein Universum gibt.» Dieser ganz realen Feststellung kann eigentlich nur hinzugefügt werden, dass die Trennung in zwei Felder – Diesseits und Jenseits – eine echte Irreführung ist. Nur der materiell schauende Mensch kann die real existierenden immateriellen Welten mit seinen Sinnesorganen nicht wahrnehmen. Darum sind jene kosmischen Modelle, die auf der materiellen Weltperspektive aufbauen, absolut irreführend. Alle empirischen Wissenschaften arbeiten mit der Brille der Verblendung und der Arroganz.

Es gilt, alle Zusammenhänge des Bewusstseins zu erforschen,
denn mit nur halbem Wissen über die materiellen Erscheinungen werden wir erneut geopfert …

Alle Kulturen haben im Rahmen ihrer gesellschaftlichen Wertestrukturen aus Wissenschaft, Philosophie und Religion einen Kanon von Vorschriften und Regeln erschaffen, bestehend aus ungezählten «das darfst du nicht!», «das solltest Du!», «das kannst du nicht machen!», «das ist absolut verboten!» usw. und im Laufe der Jahrhunderte als Verhaltens- und Denkparameter mit Hilfe von Religion, Medien und Pädagogik in die Menschen verankert. So kann man heute die chinesische Denkweise, die koreanische, die thailändische, die hinduistische, die orientalische, die islamische, die deutsche, die englische, die christliche usw. … beschreiben. In allen walten einige gemeinsame Denkstrukturen, denn irgendwie sind sie alle ein Produkt selbstbewusster Persönlichkeiten. Aber viele Denkparameter weichen erstaunlich weit ab von denen anderer Menschen, und damit grenzen sich die Menschen stets gegenseitig aus. Diese landes- oder kulturtypischen Denkmuster sind für den Ethnologen recht interessant, jedoch behindern sie gravierend den Austausch der realen Lebenserfahrungen. Die technisch industrialisierten Länder haben eine intellektuelle reduktionistische Kultur des Verstandesdenkens auf der Basis der niederen Aspekte des Denkvermögens über ihre Bürger ausgebreitet. In Korea und China büffeln Kinder in der Schule für ihre Zukunft in einem erfolgreichen Berufsleben, damit die Versorgung der Eltern im Alter gesichert ist. Dabei entsteht natürlich eine einseitige Ausrichtung der Lebenseinstellung auf Wissensanhäufung materieller Zusammenhänge und Interdependenzen vor allem für die Karriere. Die sozialen, menschlichen Komponenten des Daseins werden auf die zwingend notwendigen Rituale reduziert, wie Partnerschaft, Heiraten, Kinder, Familie, Religionsfeiern, Ahnenkult etc. Trotz alledem läuft alles Leben in einem Kreislauf von unbeachteten Kräften ab, wie mittlerweile auch andere esoterische Autoren beschreiben. In Indien ist die Abgrenzung in der Bevölkerung sogar durch Kastengesetze abgesichert, die wohl per staatlichem Gesetz nicht mehr gültig sind, jedoch von den Menschen weiterhin praktiziert werden.
Eingebettet in seine Monade ist der Kosmos Erde mit allen Lebenswellen und allen Völkern ein vielfältiges alchemisches Laboratorium mit zahlreichen Kraftfeldern, die alle miteinander kommunizieren und isomorph resonant interagieren. Dabei erfasst der auf seinen Intellekt und seine Karriere so stolze Mensch nicht viel mehr als seine materiellen Verbindlich- und Abhängigkeiten. Darüber hinaus ist er jederzeit an jedem Ort total in das umfassende Kräftespiel er immateriellen Lebensfelder des Kosmos und seines Mikrokosmos eingebettet. Ja, er wird über seine morphischen Felder auf unterschiedliche Weise von diesen Kräften gelebt und benutzt, gerade weil er sie mit seinen Sinnesorganen und seinem stofflichen Bedenken nicht erfassen kann, will oder darf. Doch Unwissenheit und Angst haben noch zu keiner Zeit den Menschen vor Schaden schützen können. Die ausgleichenden Wirkungen der kybernetischen Entropie des Kosmos werden für jeden das erforderliche Erfahrungspotential zu gegebener Zeit bereit stellen.
Mit dem Buch «Basis der Evolution» starte ich einen bescheidenen Versuch, diese vielfältigen Komponenten und Kräfte des Daseins in einer gewissen plausiblen Ordnung darzustellen. Dafür habe ich auf der Basis meiner christlichen Kultur aus zahlreichen Berichten und philosophischen Erkenntnissen eine kosmische Übersicht erstellt, in der auch die in esoterischen Kreisen bekannten immateriellen Lebensfelder in den weiten Räumen des Kosmos aus ihren komplexen okkulten Zusammenhängen gelöst, und sie in eine einigermaßen übersichtliche Struktur eingefügt.

Für den aufmerksamen Leser werden dadurch viele Warums beantwortet, z.B. warum Leben? warum Sterben? warum Liebe? warum Krieg? –

Karl Gamper schreibt in einem seiner Bücher: „Das Herz kann die Einheit, die Ewigkeit, das Formlose und die Form allen Lebens wahrnehmen. Der Verstand ist immer polar und vergangenheitsorientiert. Er kann nicht anders, das ist seine Natur. Wer also mental beispielsweise Erfolg fokussiert, zieht damit immer auch Misserfolg in sein Leben. Die Zukunft beginnt niemals im Kopf! Der Verstand kann jedoch verstehen, dass das Herz der alchimistische Ofen ist und kann daher auch versöhnt mit dem Herzen gemeinsam wirken. Kraft und Notwendigkeit vermählen sich. Das Ego wird als illusionäre Bildergalerie durchschaut und weicht einem authentischen Selbst. Ein Individualist mit einem synchronen Bewusstsein nimmt im Konzert des kosmischen Orchesters ganz natürlich seinen Platz ein, versöhnt und jenseits seines Wichtigkeits-Syndroms. Wenn das Herz aktiviert ist, kommt es auch auf eine sehr natürliche und selbstverständliche Art zu einer Gedankenhygiene. Denn der Verstand rutscht organisch an seinen Platz als Diener. Jeder kann für sich diese Gedankenhygiene pflegen und zum Wohle aller – und auch für sich selbst – nützen. Wir sind nicht getrennt und können daher miteinander machtvolle morphische Echos auslösen.“
Es müssen, wie K. Gamper schreibt, von vielen selbstbewussten Menschen wieder die in den morphischen Feldern der Astralis vibrierenden «Erkenntnisse des Herzens» in alle Ambitionen des Daseins mit einbezogen werden. Doch dabei darf ein selbstbewusster Pionier der Evolution nicht stehen bleiben. Es gilt, alle Möglichkeiten des immateriellen Erkennens zu erforschen, denn mit nur halbem Wissen werden wir erneut ein Opfer der Äonen/Asuras. Sie haben sich seit Jahrtausenden in der Atmosphäre der Erde eingenistet, vor diesen hat uns schon Paulus in den Evangelien gewarnt: «Denn wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit Mächten und Gewaltigen, nämlich mit den Herren der Welt, die in dieser Finsternis herrschen, mit den bösen Geistern unter dem Himmel.» Epheser 6.12 Das sollte man doch wirklich einmal ernst nehmen, und bei seinen täglichen Verrichtungen berücksichtigen.

Auch um nicht erneut die antiken und mumifizierten Weltanschauungen zu unserem Gott, zu unserem Beherrscher zu machen, der dann alle weiteren Gedanken und Handlungen unseres Lebens bestimmt, müssen wir die folgenden Überlegungen ins Zentrum unserer Einsicht stellen und dort festhalten. Niemand hat dann einen Grund, sich über das chaotische Weltgeschehen zu beklagen.
Es gibt eine umfassende Kosmologie der Erde in den Bildern der modernen Zeit, unbeeinflusst von religiösen oder wissenschaftlichen Tabus:
Das unkennbare Sein des allmächtigen Schöpfungsfeldes, hat aus sich heraus in sich ein Offenbarungsfeld hervorgebracht. Die einen nennen diese Urmonade den geoffenbarten Logos («Der Geist schwebte über den Wassern», steht in der Genesis). Andere sprechen in ihren Denkmodellen von Brahman, Krishna, Tao, von einem PSI- oder Akasha-Feld.
In dieser Urmonade mit dem universalen Bewusstseinsfeld entfalteten sich sieben kosmische Entwicklungsfelder, Monaden, in sieben Dimensionen und mit siebenfach wirkenden Kraftfeldern. Dafür wurden von den Weisen der antiken Kulturen immer «Götter» mit den Sternbildern verknüpft und in den die Erde umfassenden Tierkreis gesetzt. Wo anders sonst hätten solche alles menschliche Denken sprengenden Kräfte ihren Platz haben können?
In diese allumfassende Offenbarung wurden und werden beständig neue Schöpfungsideen emaniert, Monaden auf ihren Entwicklungsweg gestellt, die in der christlichen Welt «die Kinder Gottes» genannt werden. Dabei ist heute leicht zu begreifen, dass die aktuelle Menschheit in der irdischen Welt nicht damit gemeint sein kann. Die ursprünglichen Kinder Gottes sind die Monaden und diese hatten in gewisser Weise metaphysische Attribute in Dimension und Vermögen, aber sie waren eben noch Kinder, heranwachsende «Götter». Sie wurden in einen gewaltigen Entwicklungsprozess hineingestellt, in dem sie «Manas», vollwertige Verwirklicher der «Gedanken Gottes» werden können. Nach der Ur-Schöpfung der ursprünglichen Bewohner des Universums, der Monaden, Kräfte und Dimensionen, ging es um eine kosmische Evolution gigantischen Ausmaßes, eine wirkliche Entfaltung aller kreativen Daseinsmöglichkeiten in Einheit durch kybernetische Emergenzen. In dieser probabilistischen Evolution aller Lebensfelder offenbart sich die Herrlichkeit der Schöpfung in all ihrer Liebe und Barmherzigkeit. Dabei sollte immer an die multidimensionalen Ausmaße des sichtbaren Universums gedacht werden, in dem ungezählte Monaden durch ihre Makrokosmen, Kosmen und Mikrokosmen die Galaxien, Sternhaufen, Sterne und Planeten, ja, selbst Asteroiden und Kometen mit allen denkbaren und undenkbaren Lebenswellen zu bewussten Wesen im kreativen Allgeschehen heranwachsen lassen.

Aber es ist stets erneut festzuhalten: Auf der einen Seite gibt es die überirdischen Lebensfelder, in denen sich das geoffenbarte kreative Potential in Ewigkeit entfaltet, wobei sich tatsächlich die Evolution in allen Lebensfeldern nach dem Prinzip der Emergenz abspult. In der Monade der Milchstraße mit all ihren Galaxien und Sternen wirkt die Monade des Sonnensystems mit ihren Planeten und Monden. Darin entwickelt sich auch die kosmische Monade der Erde; und auf ihr entwickeln sich die Menschen und die weiteren Lebenswellen der Flora und Fauna in den Mikrokosmen ihrer Monaden. In der aktuellen Periode der Selbstentfaltung der niederen mikrokosmischen Kraftfelder müssen auch die Menschen für die materielle Entfaltung vorerst konsumtiv leben und wirken. Dabei ziehen sie die materiellen Lebensmittel an sich und beschützen sich und ihre Nachkommen durch Besitz und Feststellung ihres Machtbereiches, in dem sie allein befugt sind, die darin vorhandenen Ressourcen für sich und ihre Bedürfnisse zu verwenden (Revierschutz). Diese auf die stoffliche Erhaltung ausgerichtete Lebenshaltung löst auf der anderen Seite beständig den Mangel aus, der wieder aufgefüllt werden muss. So entsteht im materiellen Lebensfeld die «Natur der Bipolarität» und das «Werden und Sterben» in der Zeit, in dem sich wegen der sich ständig überschneidenden individuellen Interessen und Ansprüche ein vielfältiger Kampf um die Vorräte abspult, wie sich auf allen Kontinenten der Welt beweist. Im Laufe der mikrokosmischen Weiterentfaltung entsteht beim Eintritt in die höheren astralen Felder eine total veränderte Lebenssituation. Alle Mikrokosmen mit ihren Bewohnern werden in dieser Phase über die permanente Reflektion aller erforderlichen Kräfte gesichert. Einerseits werden die Ströme aller Kräfte im ganzen Kosmos von allen Wesen widergespiegelt, wodurch verständlicherweise keine Notdurft entstehen kann, andererseits bedarf es jetzt keiner materiellen Nahrungsmittel mehr, weil diese sich aus dem Äther- bzw. Astralstrom heraus bilden. Die Bipolarität entfällt, die Todesangst verschwindet, der neue Mensch sieht sich in der ewigen Evolution einbezogen, in der er ein aktiver Mitarbeiter geworden ist.
Bei alledem sollte einmal über den folgenden Gedanken ernsthaft nachgedacht werden: Für den normal Sterblichen repräsentiert das sinnliche Erkennen und Bedenken mit seinem Verstand seinen «Geist». – Kann das sein, bei der unvollendeten Erkenntnismöglichkeit des niederen Denkvermögens? – Kann der Intellekt so etwas wie «Geist» besitzen? Oder ist der Verstand ein Produkt des Geistes? – Was wohl vielerorts von Autoritäten beschworen und in zahlreichen Philosophien und ergänzenden Publikationen verbreitet wird.
Dieses ungebrochene Dogma über den Geist oder das Bewusstsein der empirischen Sinngebung und des Verstandesdenkens ist die Ursache für die weit verbreitete Denk-Degeneration. Gerade darum sollten mit allem zur Verfügung stehendem Mut die behindernden mentalen Baustellen genau ins Visier genommen werden, um alle noch bestehenden Fehlinterpretationen und irreführenden Behauptungen von religiösen Autoritäten zu beseitigen. Der meist zitierte «Geist» steht bei zahlreichen Autoren für die metaphysischen Einflüsse aus dem «Überbewusstsein», dem höheren Selbst. Geist bedeutet demnach nicht einfach alles Metaphysische des Lebens, und schon lange auch nicht die verdunstenden Substrate von Alkohol oder chemischem Äther. Der esoterisch gemeinte «Geist» kann als höhere Astralis mit der höhere Mentalis angesehen werden. Andere Autoren, wie Sri Aurobindo, setzen den Begriff «Geist» erst in den «supramentalen» Bereichen der Evolution ein.
Das, was dem Menschen bewusst wird, ist immer eine Erkenntnis aus den sinnlichen oder übersinnlichen Wahrnehmungen. Diese Erkenntnisse werden in der Mentalis, in ihrem morphischen Feld gespeichert. Dieses gedankliche Gedächtnis ist niemals im Kopf oder im Gehirn; es ist ein Gebiet des aurischen Wesens im Mikrokosmos. Der Verstand ist das Sinnesorgan für die Gedanken, für das Auslesen aus dem morphischen Feld, für das Assoziieren und Formulieren bis zur Aussprache. Auch wenn der Mensch etwas verstanden oder konkret erfasst hat, benutzt er meistens die Phrase: «Das ist mir bewusst». Er hat in seiner Sprache keinen anderen Begriff. Eigentlich sollte er ein anderes Wort benutzen, das die Art seiner Einsicht oder Erkenntnis genauer definiert. Das Bewusstsein ist nämlich etwas ganz anderes! Es ist eine besondere kosmische Kraft. Das Bewusstsein ist die in allen sieben Lebensfeldern immanente Kraft für die interne und externe Kommunikation, für die Informationsaufnahme, -verarbeitung und -speicherung (Gedächtnis) zur Aufrechterhaltung des Lebens.
Wer sich einmal mit dieser Sichtweise anfreunden konnte, wird sich von den massenhaft angebotenen Vorstellungen und materiellen Modellen des Lebens und des Kosmos beruhigt abwenden. Denn er hat jetzt das Tal der Verirrungen durchschritten und kann mit seinem neuen Denken eine weitere Stufe auf der Treppe zur Erkenntnis der Wirklichkeit ersteigen, der ewig fortdauernden Evolution, in die jeder Mensch aufgenommen ist. Das bedeutet der Satz von Paulus: «Der Tod ist verschlungen in den Sieg!» Die materielle Auflösung des Körpers ist nur eine notwendige Veränderung auf dem weiteren Weg des bewussten Erlebens.

Gab es ein kosmisches Unglück, eine Vertreibung aus dem Paradies?

Wenn wir alle zementierten Klischees der Geschichte über die Schöpfung neutral und unbewertet zur Seite stellen und nur die prinzipiellen Wirklichkeiten, die durchaus darin verborgen sind, zu einem logischen und realen Geschehen zusammenfügen, dann erscheint ein etwas anderes Bild von der Offenbarung des einzigen Universums. Die Erschaffung des Alls aus und in der Urmonade, die Kaskade der Monaden als hierarchische Organisationsstruktur des Kosmos, alle Universen, Makrokosmen und Mikrokosmen, alle Galaxien, Planetensysteme, Planeten und ihre Bewohner bis zu den Menschen und anderen Lebenswellen entwickelt sich aus sich heraus probabilistisch nach der einen Uridee, unabänderlich in einer vorgeprägten Entwicklung, in einer sich erfüllenden Offenbarung. Frei von allen irdischen, durch Menschen autorisierten Vorbehalten wirkt jede kosmische und mikrokosmische Wesenheit an der monadischen Evolution im All mit und wird alle Herrlichkeiten dieser freiheitlichen und liebevollen Entwicklung für seinen Teil erfassen und erleben.
Die gesamte Schöpfung entfaltet sich in einer kybernetischen Kaskade von ursprünglichen «Gottesfunken», den Monaden. In ihnen allen vibriert die Grundidee des hohen Schöpfungsplans ausgehend aus dem universalen Bewusstsein. Jede Monade erschafft in sich – nach dem Vorbild ihres Schöpfers – ein eigenes komplexes Wesen in Entwicklung, einen Kosmos, Makro- oder Mikrokosmos, damit diese sich zu einem selbstbewussten mitwirkenden Faktor in der emergenten Schöpfung entwickeln. Dafür muss dieses eingeborene Geschöpf sich selbst in den komplexen Abhängigkeiten des Daseins erkennen, um auf jeder Entwicklungsstufe die eigene, sowie die kosmische Entwicklung konstruktiv zu fördern. In dieser interkosmischen Evolution entwickelt jeder Kosmos aus den sieben (oder neun) kosmischen Energien eine Wesenheit (Menschen, Wesen, Planeten, Sonnen, Sterne, Galaxien o.ä.) Die Geburt dieses Bewohners im Kosmos beginnt mit einer Konzeption auf den untersten beiden Energiestufen, dem Äther und der Materie. Die anderen fünf Kraftfelder in dem Holokumulus sind noch nicht konzentrisch aktiv eingebunden, wirken jedoch bereits bei der Entfaltung mit. Diese zugehörigen Kräfte umschweben wolkenartig das innerkosmische Geschehen so lange, bis auch sie alle vollkommen ausgebildet, konzentrisch aufgenommen, aktiv mitwirkend werden. Die Ur-Idee beinhaltete von Anfang an ein bewusstes Werden und Erwachen in allen Energien, in allen sieben Kraftfeldern der Schöpfung. Also entsteht von Beginn an die Urmonas aus der Idee des unkennbaren Schöpfungsfeldes und diese evolviert in sich alle Monaden der Geschöpfe im umfassenden Bewusstseinsfeld. Alle Monaden leben und wirken in ihrer unvorstellbaren Vielheit und Unterschiedlichkeit in der Urmonas, dem Logos, Tao, PSI-Feld, Brahman, Krishna usw.. Aus und in dieser Vielheit stehen alle in der universellen Einheit. Durch sie werden alle zugehörenden kosmischen Entitäten, Galaxien, Makrokosmen, Kosmen und Mikrokosmen mit den in ihnen eingeborenen Wesen, Planeten, Menschen etc. aus den sieben/neun Kräften kybernetisch und probabilistisch belebt und entfaltet.


Dies sind die multiplexen Kräfte des allumfassenden universellen Lichtes. Man kann ruhig Analogien mit den uns bekannten elektromagnetischen Energien entwerfen. Ihre Wirk- oder Reaktionsstrukturen entsprechen einerseits den optischen Gesetzen der Reflexion und entfalten sich im Rahmen der Wellenlehre, wie zum Beispiel der Interferenz, der Kohärenz, der Induktion oder der Amplitudenmodulation. Andererseits wirken sie als Kräfte und Energietransformatoren und -Speicher. Dessen ungeachtet sind ihre Wirkungen vielfach differenzierter und mit den Kräften der irdischen Welt unvergleichbar, vor allem was ihre Intensität, ihre Energiedichte und die Wirkungsrichtungen angeht. Diese ursprünglichen Kraftfelder sind im All sieben (oder neun) an der Zahl. Die Siebenheit wirkt als kosmische Grundstruktur. Sieben kosmische Gebiete, sieben Dimensionen der Entfaltung, sieben/neun Kräfte in sieben mal sieben Wechselwirkungen, 49 Polaritäten, Farben und Offenbarungen.
Buddha hat seinerzeit selbst zu seinen Mönchen des inneren Kreises über das Devachan, das kosmische Feld der Mentalis, allegorisch gesprochen. Was er sagte, kann im Shan-Mun-yih-Tung gefunden werden. Der Tathagata sagt: «Viele tausend Myriaden von Weltsystemen jenseits dieses unseren gibt es eine Region der Seligkeit, genannt Skhavati … Diese Region ist von sieben Reihen von Zäunen umgeben, von sieben Reihen weiter Vorhänge, sieben Reihen sich wiegender Bäume; diese heilige Wohnstatt von Arahats wird von den Tathagats (Dyan Choanen) regiert und ist im Besitz der Bodhisattvas. Sie hat sieben kostbare Seen, in deren Mitte kristallene Wasser fließen, die ‚sieben und ein‘ Eigenschaften oder unterscheidende Merkmale haben (die sieben Prinzipien, die aus dem EINEN ausstrahlen). Dies, o Saiputra, ist das Devachan. Seine göttliche Umsumbara-Blume senkt eine Wurzel in den Schatten jeder Erde und blüht für alle, die sie erreichen. Die in dieser gesegneten Region Geborenen sind wahrhaft glücklich, in diesem Zyklus gibt es für sie keinen Schmerz und keine Sorgen mehr … usw.» aus Die Mahatma Briefe, A.P. Sinnett und A.O. Hume, Adyar, 3. Band.

Es bleibt, es muss ein Versuch bleiben, wenn man sich ernsthaft Gedanken über die Anfänge des Daseins im Universum macht, insofern es überhaupt einen Anfang gegeben hat. Dieser angenommene Anfang liegt nicht nur sehr weit zurück in einer unkennbaren Vergangenheit – die Schätzungen der Forscher umfassen mehrere Milliarden Jahrtausende – , er ist mit Gewissheit in eine ganz andere Energiequalität eingebettet, die weit über unsere Erkenntnismöglichkeiten hinausreicht. Dafür hätte kein noch so heiliger Mensch einen Bildervorrat anlegen können, auch nicht aus seinen erhabensten Träumen. Als Buddha von einem seiner Schüler nach dem Nirvana gefragt hatte, antwortete er nur: «Das wirst Du erleben, wenn Du dort angekommen bist.»
Wir stehen bei aller Weite der naturwissenschaftlichen Erkenntnisse im materiellen Lebensfeld bei den höheren Feldern in der Schöpfung vor dem Phänomen der Undenkbarkeit. Die nirvanischen Bereiche können auch von einem «supramentalen Wahrheitsdenken» (Sri Aurobindo) maximal symbolisch angedeutet werden. Und das haben bereits einige weise Philosophen der Antike in Indien, Persien, Griechenland und in Asien versucht. So finden sich in den Veden, in den iranischen Mythen der Meder, im Heldenepos des Gilgamesch aus Ur, in der Genesis und bei Hermes Trismegistus, bei Pythagoras oder in den Stanzen des Dzyan, die Mme. Blavatsky nach Europa gebracht hat, viele Denkansätze zu allegorischen Kosmologien, die mit Sicherheit alle einen Bruchteil der ursprünglichen Wirklichkeit enthalten.
Bei dem folgenden Modell haben einige bekannte Autoren Pate gestanden. Aus der Bibel (NT, Johannes 1.1) stammt der Satz: «Im Anfang war der Logos, und der Logos war bei Gott. Und Gott war das Licht.» Der griechische Begriff «Logos» steht für Bewusstsein und für Kraft, für die Idee und die Realisation. Schenkt man dem von der römischen Kirche verurteilten Giordano Bruno die Aufmerksamkeit, dann besteht seit Beginn der Offenbarung die Urmonas im unbegreifbaren Urfeld vor allem Anfang. Gewöhnlich wird dafür der Begriff «Gott» verwendet. Ich scheue mich, dieses Wort dafür zu verwenden, weil es über zwei Jahrtausende missbraucht wurde und für alle mögliche Kraftkonzentrationen übermenschlicher Art im Firmament herhalten muss. Dennoch kann man aus allen Schriftwerken herauslesen, die sich mit diesem Thema befassen, dass es ein übermächtiges unbeschreibliches Kraft- und Lebensfeld gibt, aus dem heraus die erste Offenbarung allen Seins hervorgegangen ist, die sich in diesem kybernetisch ausbreitet.
In der Genesis steht zu Beginn der ersten Schöpfung 1. Mose 1.2: « und der Geist Gottes schwebte auf dem Wasser.» und weiter bei 1. Mose 1.6: «Und Gott sprach: Es werde eine Feste zwischen den Wassern, und die sei ein Unterschied zwischen den Wassern.» Hiermit kann begründet werden, dass ein Bewusstsein die universellen Lebensfelder, die an anderer Stelle als der «Heilige Siebengeist» bezeichnet werden, mit einer Schöpfungsidee induziert hat, nämlich eine «Feste» zwischen den Wassern, den Kraftfeldern zu ermöglichen.
Damit offenbarten sich die sieben Dimensionen als die Ordnung in Raum und Zeit. Neben dem universalen Bewusstsein sind zwei weitere Dimensionen charakteristisch für die Schöpfung. Der Raum ist umfassend und hervorbringend, in unserem Verständnis also weiblich, die Zeit ist dynamisierend und bewegend, also männlich. Die vier weiteren Dimensionen: das Licht – Kräfte, Energien –, die Einheit – das Leben und Sein – das Begehren, Dynamik, Wille – und die Wahrheit, Weisheit, Kreativität, gliedern sich in diese Konzeption ein.

So finden wir in vielen heiligen Schriften der ganzen Welt die Siebenheit der ursprünglichen Schöpfung bestätigt.

Im Apokryphon des Johannes lesen wir in seiner Schöpfungsgeschichte von der «Barbelo», die vier mal drei Gottheiten mit ihrem Gepaarten hervorbringt. Das wären zusammen 24 Kosmokratoren, deren Namen uns ganz klar an die Ideale dieser Welt erinnern. Die Zahl selbst erinnert an die 12 Tierkreiszeichen. Beim Zeichen Zwilling und dem Zeichen Fische ist noch eine Doppelung zu erkennen. In der «Rigveda» lesen wir die hinduistische Variante: «Aditi, die Himmelsgöttin der Unendlichkeit erzeugt sieben Adityas.» Bei einer späteren Beschreibung der Schöpfungsmythe sind es dann 12 «Götter», die unsere Welt gestalten, analog zu dem Tierkreis und den Monaten des Jahres. So finden wir im Westen wie im Osten zwei unterschiedliche Schöpfungszyklen. In der ersten wird die Siebenheit betont und in der zweiten die Zwölfheit, die in die Schöpfung der Siebenheit eingebettet ist. In der ersten Schöpfung gibt es eine alles umfassende Emanation des universalen Bewusstseins, die unbeschreibbar und über alles irdische Denken erhaben ist, aus der die Dimensionen und die ersten Kraftwirkungen für eine expansive Offenbarung seiner Herrlichkeit hervorgingen, sozusagen aus dem und in dem ewigen Sein seit allem Anfang.

Es ist der Logos, das Wort, das am Anfang war, bestehend aus sieben Buchstaben, den sieben mal sieben Kraftwirkungen.

Wer sich der Mühe unterzieht, den hier zugrunde liegenden Ursachen nachzuforschen, wird bald feststellen, dass es sich bei der zweiten Schöpfungsperiode allein um die Erschaffung der irdischen Natur, den Kosmos Erde, handelt. Damit ist die Welt unserer Natur gemeint, wovon wir Menschen vorwiegend die materiellen Erscheinungen kennen. Der Planet Erde wurde innerhalb des Kosmos in der irdischen Monade hervorgebracht, damit im Rahmen einer langfristig angelegten Evolution sich aus der Materie probabilistisch individuelle stoffliche Körper, die Erde, der Mond und die verschiedenen Lebenswellen in der Natur entwickeln. Wichtigstes Ziel war, einmal eine selbstbewusste mitdenkende Menschheit zu schaffen. Die Menschen werden von ihren Monaden über die Mikrokosmen prozessmäßig in die Lage versetzt, mit ihrem Denken und Erfassen in der weiteren Evolution konstruktiv mitzuwirken. Am guten Ende werden sie als erwachte «Kinder Gottes», als Erwachsene in und gemeinsam mit ihrer Monade an der Evolution des Kosmos mitarbeiten, bis alle Monaden der Erde mit ihren Geschöpfen in der Monade der Erde wieder aufgehen, und dann in der höheren Monade des Sonnensystems ihre Vermögen einbringen können.
Für das Verstandesdenken etwas unverständlich wirken immer sieben ursächliche Kräfte vollbewusst in Harmonie zusammen. (Im irdischen Nadir ist die Erscheinung der Materie eng mit dem Ätherfeld verbunden. Separiert betrachtet wäre die Materie das achte Kraftfeld, faktisch ist sie nur die äußere «Haut» des Äthers, auch wenn die Menschheit diese als ihre einzige Realität ansieht.) Damit alle Kräfte in kybernetischer Kreativität zusammenwirken können, hat sich die siebte Vibration, das universelle Bewusstsein = die Liebe, in die anderen sechs Kraftfelder für die Kommunikation hinein gesenkt. «TAO ist überall in der Mitte», sagt der chinesische Weise Laotse. In Folge der Urschöpfung entstehen auf der zweiten Emanationsebene durch die 6 aktiven, dynamischen (männlichen) Kraftwirkungen in gemeinsamer Arbeit mit den 6 passiven, erzeugenden (weiblichen) Kraftwirkungen die 12 Urkräfte, die über den 13. Äon, das universale Bewusstsein, kommunizieren. Dieser 13. Äon wird in der Pistis Sophia, einem gnostischen Evangelium erwähnt, das in Nag Hamadi in Ägypten gefunden wurde. In diesem Werk wird der 13. symbolisch dem «Sohn Gottes» zugeordnet, der der siebten Kraft der ersten Emanation gleich ist. Alle universellen Kräfte wirken aus ihrem Bewusstsein verbunden mit ihren Monaden in der ursächlichen universalen Monade. Sie schöpfen mit der Kraft der Barbelo. «Diese ist der erste Gedanke, des Schöpfers Abbild. Sie wurde der Mutterschoß des Alls, denn sie ist die, die vor ihnen allen ist, der Mutter-Vater, der erste Mensch, der heilige Geist, der dreifach-männliche, der dreifach-kraftvolle, der dreifach-benannte Mannweibliche und der ewige Äon bei den Unsichtbaren und das erste Herauskommen.» (Apokryphon des Johannes) Andere Mythen lassen die schöpferische Urkraft als Brahman, als Osiris + Isis oder als den Heiligen Siebengeist wirken. In allen Weisheiten wird versucht dem Hörer diese multiple Wechselwirkung aller Lebensfelder verständlich zu machen, aus der alles im Universum hervorgeht, was entstanden ist, und alles hervorgebracht wird, was noch entstehen kann. Es ist der Logos, das Wort, das universale Bewusstsein das am Anfang war, bestehend aus sieben Buchstaben, den sieben mal sieben Kraftwirkungen in den sieben Dimensionen.
In einigen Denkmodellen wird gesagt, dass während der Offenbarung nach der Hervorbringung der Sophia bedauerlicherweise ein Unglück geschehen sein soll. So wird es auch in einem gnostischen Evangelium vorgestellt. Es soll hier dieses halbwahre Bild nicht weiter transportiert werden. Denn die fundamentale Aussage des Hermes Trismegistos in seinen Traktaten, dass in der Schöpfung alle Wesen, Entitäten, Engel und Menschen von der Unbewusstheit zur totalen Bewusstheit aller Schöpfungsmöglichkeiten heranwachsen werden, ist der Kern aller Entwicklungen im All. Der sogenannte «Sündenfall» kann insofern als eine abrahamitisch-christliche Spezialität in den orientalischen Religionen betrachtet werden.
Bei der modernen Psychoanalyse über perinatale Erinnerungen, haben sich Patienten unter dem Einfluss einer holotropen Therapie nach «Stanislav Grof» an ihre vorgeburtliche Phase als Fötus im Mutterleib erinnert. Dieses ozeanisch geborgene, alles versorgende, umfassend geliebte paradiesische Dasein wird durch den nachfolgenden Geburtsprozess so zerstört, dass es mit einem Tod-und-Wiedergeburts-Erleben verglichen wurde. Auf diesen in vielen Menschen im stofflichen Gedächtnis abgespeicherten Erlebensstrukturen wird von den antiken Autoren wohl die «Mythe vom Sündenfall aus dem Paradies» aufgebaut worden sein, denn diese Erfahrung hat sie selbst aus den Tiefen ihres Unbewusstseins berührt. Die modernen Erkenntnisse der Evolution waren in diesen Zeiten noch völlig unbekannt, konnten darum auch als Modell für die Schöpfung nicht mit einbezogen werden.
Wer sich heute von den Klischees der alten Kulturen aus dem Mittelmeerraum einigermaßen befreien kann, wird einem völlig anderen Modell von der menschlichen Erschaffung zustimmen können, in dem keinerlei Schuld oder Sühne der Persönlichkeit eingebunden ist. Wagen wir hier trotz aller Gegendarstellungen religiöser Autoritäten die Beschreibung einer Kosmologie ohne Sündenfall und ohne Apokalypse, in der auch die Begriffe «Himmel» oder «Hölle» neu bestimmt werden sollten.
Es gab also zu Beginn des Werdens eine göttliche Inspiration, eine Kaskade monadischer Schöpfungen aus dem und im universalen Bewusstsein. Betrachten wir nachfolgend der Einfachheit halber hier nur den irdischen Kosmos, das Sonnensystem als Ganzes. Luzifer repräsentiert im irdischen Lebensfeld den Lichtbringer, also das Wesen des Alls, das den innewohnenden Systemen die Energie, die Kohäsion und Adhäsion und alle Wirkkräfte für eine materielle Seinsform erschuf, die als fundamentale Basis für die folgende Evolution erforderlich ist, weil mit ihrer Hilfe auch das Erkennen und Erfassen einer selbstbewussten Menschheit hervorgegangen ist.
Christus, die große Kraft aus der Sonnenmonade inkarnierte in den Kosmos Erde und entzündete in sämtlichen Monaden der planetaren Natur die sieben Impulse für die astrale und mentale Entwicklung ihrer Mikrokosmen. Diese Monaden erschufen die Grundstrukturen für ihre Kosmen, Makro- bzw. Mikrokosmen und statteten die in ihnen sich entwickelnden, innewohnenden Geschöpfe und Kreaturen mit allen Eigenschaften und Befähigungen des Erfassens, des Denkens, des Bewertens, der Zuneigung, Gnade, Liebe etc aus. Damit ist vollkommen das Bild aus der Schöpfungsgeschichte der Genesis erfüllt: «Am Anfang schwebte der Geist – Christus – über den Wassern – Lebensfelder –.» Für den christlichen Leser mag diese Vision zunächst sehr provokant sein, weil sie mit den über lange Zeiten verbreiteten Bildern über unsere Welt nicht zusammen passt. Zunächst ist bei diesem Modell von großer Bedeutung, dass die Ideen Gottes, die Monaden mit ihren Wesen und Entitäten des Alls, so auch die Mikrokosmen, für ihre Evolution nach SEINEM Bilde geschaffen wurden. Dieses Bild repräsentiert grundlegend die monadische Konzeption aus sieben mal sieben Kräften, wie sie im ganzen All und in Folge davon auch in allen Kosmen gefunden werden kann. «Wie oben, so unten!» spricht die Tabula Smaragdina. Insofern waren und sind die Mikrokosmen immer mit der Grundidee des Alls verbunden. In ihrer Mitte vibriert der Begegnungspunkt mit der Monade. Einige Interpreten der Veden sprechen von «Atman», das ein Aspekt von Brahman ist. Auf dem Weg nach Erlösung räumt Shankara dem spirituellen Erkennen «dem Kleinod der Unterscheidung» den höchsten Stellenwert ein: «Man mag die heiligen Schriften hersagen und den heiligen Geistern Opfer bringen, man mag die Riten ausführen und Gottheiten verehren, doch solange der Mensch nicht zur Erkenntnis seiner Identität mit dem Atman (der Monade) erwacht, kann er niemals Befreiung finden – selbst nicht nach Hunderten von Zeitaltern.»

Lebenshaltung im Sinne einer ewigen Philosophie ist etwas völlig anderes als das Verlangen nach Erlösung. Da diese «philosophis perennis» das Absolute als integrale Ganzheit mit aller Welt beschreibt, kann es nicht das Ziel des Lebens sein, von Dasein in der Welt erlöst zu werden.

Die materiellen Zusammenhänge haben für jeden Mikrokosmos einen tiefen Sinn, der über viele Erfahrungen im Befriedigen der Begehren nach Selbstverwirklichung und Selbsterhöhung erfüllt wird. Dieses auf sich selbst bezogene Streben im materiellen Umfeld treibt den Menschen an, zu jener Ganzheit des eigenen Wesens und seines sozialen Wirkens mit allen transpersonalen Aspekten heran zu reifen. In diesen Reifeprozess wird durch Hinwendung und Sehnsucht an das kreative Schöpfungspotential aller Wesen und Entitäten im Universum die Trinität der Wirklichkeit erfahren. Albert Einstein bezeichnete diese Einsicht als Beseitigung der optischen Täuschung, wir seien separate, vom Ganzen getrennte Individuen: „Ein menschliches Wesen ist stets ein Teil des Ganzen, das wir «Universum» nennen, ein in Raum und Zeit begrenzter Teil. Es erfährt sich selbst, seine Gedanken und Gefühle als etwas von allem anderen Getrenntes – eine Art optische Täuschung seines Bewusstseins. Diese Täuschung ist für uns eine Art Gefängnis, das uns auf unser persönliches Verlangen und unsere Zuneigung für einige wenige uns nahestehende Personen beschränkt. Unsere Aufgabe muss es sein, uns aus diesem Gefängnis zu befreien.“

Nach der ewigen Philosophie ist diese «Entdeckung der Ganzheit», die Beseitigung der optischen Täuschung des Getrenntseins, kein bloßer Glaube und auch kein Dogma, das akzeptiert werden muss, weil viele Menschen daran glauben. Wenn das universale Bewusstsein wirklich eine integrale Ganzheit ist, wenn es zugleich Teil und Gesamtheit von aller Kommunikation ist, die das Zusammensein befeuert, dann ist es auch in allen Menschen wirksam. Im Gegensatz zu Felsen, Pflanzen oder Tieren haben menschliche Wesen – weil sie ihr eigenes Dasein bewusst erfassen können – die Fähigkeit, die universelle Ganzheit in der Vielheit zu entdecken. Sie können auch in Meditation, Autogenem Training oder Yoga das Metaphysische erfahren. Der Mensch sollte nicht nur an diese immateriellen Aspekte des Lebens glauben, weil es ihm einmal gesagt wurde. Er oder sie sollte sich selbst darum bemühen, es in im eigenen Wesen zu entdecken und ganz konkret zu erfahren. Die Erfahrung zeigt sich, als werde sich eine Meereswelle plötzlich ihrer selbst bewusst und entdeckte, dass sie eins ist mit dem Ozean und auch eins mit allen anderen Wellen, die alle im gleichen Wasser wogen. Das ist ein eindeutiges Phänomen der Transzendenz und könnte mit «Erleuchtung» oder «Einweihung» verglichen werden. Das meinte auch Plato, wenn er davon sprach, der Mikrokosmos steigt aus der Höhle der Schatten nach oben und der Mensch in ihm findet dort das wahre Licht des Seins; oder wenn Einstein die Hoffnung äußert, der Täuschung des Getrenntseins zu entkommen. Das kann auch als ein Ziel der zen-buddhistischen Meditation, des hinduistischen Yoga und der christlichen mystischen Kontemplation angesehen werden.
Allerdings sollte jeder Strebende, der den Weg der Selbstentdeckung beschreiten will, entschieden wissen, dass die kosmische Einheit und das Erleben der permanenten Resonanz in allen Kraftfeldern keineswegs das Endziel der Evolution bedeuten. Die Evolution der Mikrokosmen ist eingebettet in die Evolution des Kosmos Erde mit allen darin wesenden Lebenswellen, stofflich und unstofflich. Die Evolution der Erde ist eingebettet in die Evolution des Sonnensystems, jeweils geleitet und liebevoll betreut von ihren Monaden, die mit der interkosmischen Evolution verbunden sind. Grundlegende Voraussetzung für die Wahrnehmung dieser gewaltigen Einheit aller Geschöpfe ist das uneingeschränkte Mitwirken in jedem Prozess der Evolution. Die Erleuchtung tritt erst ein, wenn das: «Nicht Ich, sondern der andere (der Mikrokosmos) soll sich entfalten!» unerschütterlich im eigenen Selbstbewusstsein verankert ist.
Nähert man sich dem Sinn der Geschichte der Völker aus der neuen Sicht mit der allgemein gültigen Perspektive einer Evolution, dann wäre diese Geschichte nur mit einer neu zu definierenden Kosmologie zu beschreiben. «Gott» ist in diesem Zusammenhang niemals eine übermächtige Person – die angebetet werden will, der man opfert oder um eine Zuwendung, Hilfe oder Heilung bitten kann –, sondern die Alloffenbarung ist der Logos, Tao, Indra, Brahman o.ä. Die Urmonas der Schöpfung bezeichnet die Ganzheit und das Sosein alles dessen, was das ewige Metaversum ausmacht, die unbegreifliche und unbegrenzte siebenfache Energiefeld in der Einheit mit allen Monaden der Universen. In diesem Bilde umfasst die irdische Geschichte keine Berichterstattung von der Entfaltung eines Paktes zwischen dem Menschen und dem einen «isrealischen Gott», sondern die Entfaltung multipler Erfahrungshorizonte zwischen den Menschen, mit allen Lebenswellen der irdischen Natur und allen vitalen Lebenskräften im Kosmos Erde, mit allen Planeten und Monden im Sonnenkosmos, in der Milchstraße und über allem in der höchsten Ganzheit des Universums. Gerade in der westlichen Philosophie muss man sich dieser unbegrenzten Einheit gewahr sein. Diese Ganzheit und Kohabitation aller Dimensionen und Kräfte mit dem universalen Bewusstsein ist in Harmonie mit allem Leben, welches sich durch die Monaden über die Kosmen bis hin zum Wesen ausdrückt. Das meinte Laotse, wenn er sagte: «Tao ist überall in der Mitte». In dieser Anschauung gibt es keineswegs mehr eine «versteckte Metaphysik» oder «unbeweisbare Annahmen» wie in der normalen materiellen Evolutionstheorie eines Lamarck oder Darwin. Alle empirischen Weltbeschreibungen, die vorwiegend von den Betrachtungen der materiellen Erscheinungen hergeleitet sind, beruhen auf der gleichen Art «unsichtbarer» Annahmen, weil die menschlichen Wahrnehmungen, auch wenn sie mit hochtechnisierten Apparaten durchgeführt werden, auf Hypothesen des materiellen Weltbildes beschränken. Es ist dabei deutlich zu betonen, dass die Naturwissenschaftler an ihre Empirie der Materie ebenso «glauben», wie religiöse Menschen an ihren Gott.

Erst mit höheren Einsichten und Erkenntnissen über die Metaphysik der unstofflichen Lebensfelder auf der Basis einer weiter entwickelten Astralis und Mentalis kann ein klare Wirklichkeit und das plausible Interagieren in unserem kybernetischen Kosmos erfasst werden. Wer die Historie der Menschheit mit ihrem Planeten in diesen Zusammenhang stellt, der erkennt, dass alles Sein im unendlichen Universum zugleich wissenschaftlich und spirituell, immanent und transzendent, kybernetisch, probabilistisch und sinnvoll ist. Diese Anschauung bestätigt auch, dass das Weltgeschehen tatsächlich in einer permanenten, unbegrenzten kreativen Expansion fortschreitet. Nicht auf einen Tag des Jüngsten Gerichts hin, sondern alle Geschöpfe evolvieren kybernetisch auf die maximale Kreativität nach dem Emergenzprinzip. Nach dieser Vorstellung können die auftauchenden Gegebenheiten aus den Bedingungen, Ereignissen oder Strukturen heraus, aus denen sie erwachsen, nicht erklärt oder vorher gesagt werden. Sie sind fundamental neuartig und sie sind auch keine Umgestaltung bereits existierender Elemente. Das Prinzip der universellen Emergenz setzt die Existenz von Stufen voraus, das heißt kosmische Gebiete im Universum, die durch ihre eigenen Qualitäten, Formen und Gesetzlichkeiten gekennzeichnet sind und aus anderen Bereichen hervorgehen. Der Philosoph T.A. Goudge schreibt: «Es stimmt mehr mit den naturwissenschaftlichen Beweisen überein, Leben und Geist als letzte Stadien einer langen Reihe minimaler Emergenzen statt als plötzlich auftretende Sprünge zu verstehen. Doch trotz ihrer unterschiedlichen Auffassungen unterstützen die Philosophen, die Emergenz und Neuartigkeit in der Entwicklung der Welt betonten, die Idee der evolutionären Transzendenz.» Dabei muss man berücksichtigen, dass Materie, Leben und Geist nach jeweils eigenen Gesetzmäßigkeiten funktionieren, in der bewussten Einheit mit der Urmonade, dem universalen Bewusstsein. Diese ist nicht nur die NATUR aller Naturen, sondern auch das vollendete und höchste Potential der allumfassenden Schöpfung selbst.

Die Evolution ist in der Geschichte der Welt jener Pfad durch die monadische Transzendenz zur mikrokosmischen Transzendenz. Er beginnt also beim ersten Glied der Entfaltung mit dem Bewahren und Fördern der in die Monade eingeborenen Wesen, die einmal den Auftrag zur konstruktiven bewussten Mitwirkung bei seiner Entfaltung und Vollendung erfüllen müssen. In einem sehr speziellen Sinn gilt dies vor allem für die aufsteigende Kurve der menschlichen Evolution. So macht Ken Wilber aus der ganzen Menschheitsentwicklung mit allen einzelnen evolutionären Schritten des Erkennens und Bedenkens das von ihm so genannte «Atman-Projekt». Ein weiterer Kerngedanke zu diesem Projekt erinnert deutlich an die Überlegungen von Giordano Bruno in seiner Monadologie: «Bei genauem Betrachten der Natur sehen wir überall Ganzheiten, nicht nur einfache Ganzheiten, sondern in sich hierarchisch organisierte Entelechien: Jede Lebensstruktur ist Teil einer größeren, die wiederum Teil eines noch größeren Ganzen ist. Felder in Feldern in Feldern erfüllen den gesamten Kosmos und verflechten alles und jedes mit allem anderen.» G. Bruno ging davon aus, dass das allumfassende Universum eine geisterfüllte, statische und doch tätige Monade sei, die stets mit allen resonanten Monaden kommuniziert, also keineswegs «fensterlos» ist, wie es später G. W. Leibniz darstellt. Dabei bewirkt der Kosmos in allen Gliedern und Wesen absolut vital, voller Energie, dynamisch und bewusst kreative Neuschöpfungen. Das universale Bewusstsein, der Logos, tendiert dazu, Monaden in einer sich eingliedernden Ordnung hervorzubringen, die sich immer differenzierter organisieren und zielgerichtet in allen Sphären vervollkommnen. Dieser allumfassende kybernetische Prozess, der sich in den sieben Dimensionen des Alls selbst in höchster Perfektion selber reguliert, ist nichts anderes als die interkosmische Evolution, die Idee den ewig ungeschaffenen Lebensfeldes.
Setzt man diesen Gedankengang fort, wird folgende Feststellung plausibel: Da die Person und der menschliche Mikrokosmos mit seinen sieben Kraftfeldern mit den sieben wirkenden Kraftfeldern des Kosmos immer wesenseins ist, kann gesagt werden, im Mikrokosmos selbst ist die gleiche Entwicklung von Ganzheiten (Kraftfeldern) innerhalb von Ganzheiten zu finden, von sehr einfachen, unvollständigen bis hin zu äußerst komplexen und umfassenden Feldern. Genau dies hat auch die moderne Psychologie bereits festgestellt. R. Jakobson spricht von «jenen geschichteten Phänomenen, die die moderne Psychologie in verschiedenen Bereichen des Geistes entdeckt», wobei jede Schicht integrierter und umfassender als die vorangegangene ist. Wir können demnach zusammenfassen, dass der Mikrokosmos – wie der Kosmos im Großen – vielschichtig, pluridimensional ist, und aus einer Folge von kumulierenden Ganzheiten, Einheiten und Integrationen immer höherer Ordnung besteht, eben den sieben verschiedenen Kraftfeldern, die sich entlang den Struktur gebenden Linien der Monade kybernetisch vervollständigen, zentrieren und kohabitieren.

Im Esalen-Institut in Big Sur, Kalifornien, USA, sammelte Michael Murphy mit zahlreichen Wissenschaftlern unterschiedlicher Fakultäten am Rande des Mainstream eine gewaltige Menge an Daten und Aussagen über die «Bewusstseins-Entwicklung» der Menschheit. Die Lebenswellen von Flora und Fauna bilden auf Erden ein lebendiges Laboratorium, in dem die irdische Natur sozusagen den heutigen selbstbewussten Menschen erarbeitet hat. Der Mensch ist wohl eine denkende, bewusste Persönlichkeit, die im eigenen Mikrokosmos an den Plan der Monade mitwirken will, sofern sie die «Stimme der Monade» hören kann. Wenn die Evolution die fortschreitende Offenbarung seitens der Natur von dem ist, was in ihr latent, in ihr involviert wirkt, ist die stoffliche Natur die offenbarte Realisation von dem, was in ihr insgeheim metaphysisch oder transpersonal ist. Die Entwicklung kann von niemandem auf einer Stufe aufgehalten werden, auch wenn es Kräfte in den unstofflichen Sphären des Kosmos gibt, die das gerne machen würden. Wenn es wahr ist, dass immaterielle Felder die Materie instrumentalisieren und die sichtbare Natur unerkannt und unbeachtet im metaphysischen Weben steht, dann ist es für den Menschen auf Erden das erhabenste und legitime Ziel, in sich selbst das Transpersonale zu erkennen und die Qualitäten der Monade durch den Mikrokosmos zu verwirklichen.
Trotz der bemerkbaren Unterschiede in ihren Philosophien sahen moderne Philosophen wie z.B. Sri Aurobindo, K. Wilber und auch W. James die Evolution der Welt aus einer vorausgehenden Involution des kosmischen Lebensfeldes in die materielle Natur hervorgehen. Sie betrachten die sichtbare Welt als Emanation des Göttlichen – der einen Urmonade, dem universalen Bewusstsein – gleichzeitig jedoch als einen dynamischen Prozess der emergente Kreativität allen Seins, über die Monaden auch in der materiellen Welt schöpferisch zu offenbaren sucht.

Die Erkenntnissen der unstofflichen Lebensfelder der Kosmen können nur richtig verstanden werden, wenn man einige mumifizierte Begriffe der antiken Kulturen relativiert. Dabei werden einige Prämissen dieser Aussagen transzendiert. Die sichtbare Natur ist weder das anvisierte Ziel der Schöpfung noch das Abbild eines «Gottes», wie es von den abrahamitischen Religionen, selbst noch von Teilhard de Chardin und anderen Theologen dargestellt wird. Vielmehr ist die sichtbare materielle Natur nur die äußere Erscheinung des Daseins im irdischen Lebensfeld, eine Art Haut – griechisch «Hylé», indisch «Maya» – einer kybernetischen Kumulation von immateriellen Kraftfeldern. Insofern ist die Materie eine Emanation der kosmischen Lebensfelder innerhalb des planetaren Sonnenkosmos, der mit allen Planeten von der Sonnenmonade getragen wird. Die Monaden erfüllen im Universum als eine Art Werkzeuge die ewige Schöpfung und geben diesen gewaltigen Wechselwirkungen durch die morphische Resonanz vollkommene Kybernetik und kreative Logistik. Alle Monaden kommunizieren resonant in der Hierarchie der kosmischen Monaden bis zur Urmonas. Alle sind zusammen mit allen grundlegenden Ideen der Schöpfung im universalen Bewusstsein seit ewigen Zeiten aufgenommen.
In jeder mikrokosmischen Monade vibrieren in der siebenfache Struktur morphische Felder, wie sie von R. Sheldrake definiert werden, die als eine Art Gedächtnisstruktur sozusagen den «Bauplan» verwalten, als «Kausalkörper» der Anthroposophen, Erfahrungen aller vollzogenen Entwicklungen und für die folgenden Eingliederungen der noch unvollendeten Kraftfelder, so lange bis jeder Mikrokosmos mit allen sieben Kraftfeldern komplett sein wird. Doch bis dahin wird es wohl noch einige Inkarnationen auch der Erde bedürfen, denn unser Kosmos muss in dieser Zeit ebenfalls in allen Feldern vollkommen werden. Das ist eine unvorstellbar gewaltige Arbeit, denn zu unserer Zeit sind noch äußerst wenige Mikrokosmen der Menschen über eine ätherische Vollkommenheit hinausgewachsen. Wie viele Inkarnationen werden noch vorübergehen, bis ein Großteil der Menschen über einen vollkommenen Mikrokosmos mit allen sieben Kraftfeldern verfügen wird? – Bis sich das materielle Kleid aller Personen künftig aufgelöst und verflüchtigt hat und der Mikrokosmos eins mit der Monade geworden ist? – Wie viele Inkarnationen werden noch vergehen müssen, bis alle Flora und Fauna über individuelle Mikrokosmen verfügen können und in diesen vollendet werden? – Erst wenn alle Lebenswellen der Welt in perfekten Mikrokosmen leben, werden die vollendeten Monaden der Erde gemeinsam mit den kongruenten Mikrokosmen zu den Monaden im Sonnenkosmos aufgenommen, um dort für die Vollendung des Sonnenkosmos mitzuwirken.
In den Büchern des Erlösers, die zum apokryphen Evangelium der Pistis Sophia gehören, findet man noch einen weiteren wertvollen Gedanken. Er ist verborgen in der Beschreibung der Seelenschöpfung in unserer Natur durch die Äonen. Es wird dort Jesus in den Mund gelegt, wie darüber seinen Jüngern erzählt haben soll:

„Wenn die Seele (der Mikrokosmos) eine aus der ‚Hefe‘ des gereinigten Lichtes ist, dann nimmt Melchisedek, der große Überbringer in der Lichtwelt, diese Hefe von den Archonten entgegen. Oder sonst, wenn die Seelen (Mikrokosmen) aus den Tränen ihrer Augen oder aus dem Atem ihres Mundes sind – mit einem Wort, wenn die fünf Archonten derartigen Seelenstoff verteilen und verschiedene Seelen daraus machen, oder auch noch, wenn es eine alte Seele ist –, dann mischt der Archont, der sich in den Häuptern der Äonen befindet, selbst den Becher des Vergessens mit der Saat des Bösen; und er vermischt ihn mit jeder neuen Seele (oder Mikrokosmos) zu der Zeit, wenn er sich in dem jeweiligen Äonenhaupt befindet. Und dieser Becher des Vergessens wird zum Widersacher-Geist für jene Seele und bleibt außerhalb der Seele (im aurischen Wesen), indem er ein Mantel für sie ist und ihr in jeder Hinsicht gleicht, gleichsam als eine Gewandumhüllung für sie (den Mikrokosmos).“

Diese Beschreibung stellt sich in die Ansicht, dass die Schöpfung vieler irdischen Mikrokosmen mit ihren Menschen nicht aus «göttlicher Hand» geschieht, wie es in der Bibel, in der Genesis, beschrieben wurde. Das kreative Potential der Offenbarung ist zu allen Zeiten also auch noch jetzt so gewaltig, dass es keineswegs unwahrscheinlich ist, wenn es in allen Bereichen des siebenten kosmischen Gebietes unserer Welt dafür vorgesehene metaphysische Kräfte kreativ wirken und offenbaren, dass also Monaden aus den irdischen Kosmos die Mikrokosmen erschaffen, in denen Pflanzen, Tiere und andere Lebenswellen evolvieren, sich weiter entwickeln und so die Voraussetzungen hervorbringen, aus denen später auch ein Mensch hervorgehen wird. Das ist eine bewusst gelenkte Kumulation von spinalen, mentalen, astralen, ätherischen Energien zu einem aurischen Wesen nach der isomorphen Resonanz. Beim Erscheinen eines physischen Wesens oder körperlichen Menschen werden dann aus der Erde die noch fehlenden stofflichen Kräfte ins aurischen Wesen hineingezogen. Das aurische Wesen ist eine holografische Kraftspiegelung der Monaden im Mikrokosmos, ein Holokumulus – individuelle Zusammenfügung von Kraftfeldern – im planetaren Kosmos. Doch von entscheidender Bedeutung in dieser Erzählung, so eigenartig sie dem modernen Menschen auch erscheinen mag, ist die Feststellung, dass ein Teil von der Lichtkraft des «Christus», der Monade aus dem Sonnenlogos, mit einem Auftrag in die Mikrokosmen eingewoben ist, wie es sein Gebot war. Es wäre wahrlich ein Gnadenakt der Monaden, der von den Interpreten der Vedanta als im Menschen innewohnender «Brahman» entspricht «Atman» bezeichnet wird. Danach könnte man davon ausgehen, dass nicht nur die Impulse der Monade mit Mikrokosmos und Mensch kommunizieren, sondern auch der Christuskosmos in die aktuelle menschliche Evolution hineinwirkt. Die Verbindung der solaren Bewusstheit «Christus» mit der irdischen Menschenschöpfung wird in vielen großen Religionen als die eine fundamentale Basis für ihre Existenz dargestellt. Das hat eine weitreichende Bedeutung für die irdische Weiterentwicklung, denn dieser hohe Bewusstseinsstrahl ist eine zusätzliche Vernetzung des Wesens Erde bei der aktuellen Evolution.

In dem Buch «Die Akasha-Chronik» beschreibt Rudolf Steiner einen mehrstufigen Schöpfungsgang, der sich an die Philosophie des «Mani» aus Persien anlehnt. Über mehrere Inkarnationen des Kosmos «Erde» entwickeln sich auch die unstofflichen Felder der Mikrokosmen und werden zu einem Holokumulus zusammengefügt, um zunächst den stofflichen Körper mit Sinnesorganen und einem Verstand herauszubilden, der heute Mensch genannt wird. Dieser Textabschnitt in der Akasha-Chronik erfordert eine besondere Aufmerksamkeit. Nach Ansicht von R. Steiner waren bereits im Beginn der Welt, vor der sogenannten «Saturnphase» der Erde, alle sieben Kraftfelder im Kosmos kumuliert. In jedem universellen Lebensfeld des All erscheinen sie immer zusammen als Spiegelung der Monade. Diese einzelne Lebensfelder müssen in einem Prozess der Erfahrungen und individuellen Erkenntnisse sukzessive nacheinander kraftwirksam im aurischen Wesen des Kosmos zentriert eingebunden werden, damit sie vom aurischen Wesen geleitet und weiter entwickelt werden können. Die noch nicht ganz konzentrisch aktiv mit dem Kosmos verbundenen Felder umschweben die niedere Persönlichkeit in den zentrierten Kraftfeldern – materiell, ätherisch, astral und mental – während der ersten Inkarnationsphasen amorph. Dennoch werden sie von den höheren Wesen aus der monadischen Sphäre ebenfalls für die Entwicklung der Geschöpfe eingesetzt.

Aus der Hierarchie des universellen Schöpfungsfeldes, wurde unter anderem in der zuständigen Monade der Makrokosmos mit der Galaxie «Milchstraße» entlassen. Hier entwickelten sich auch die Monade und der Kosmen des Sonnensystems mit allen planetaren Monaden und Kosmen. So entstand einmal aus der irdischen Monade der Kosmos mit dem Wesen Erde auf seiner Entwicklungsbahn. Der Planet ist seinem materiellen Körper eine Schöpfung aus allen immateriellen Feldern der Welt mit einem monadischen Impuls aus dem Sonnenkosmos «Christus» zur weiteren Evolution aller immanenten Mikrokosmen. Aus der Genesis erfahren wir von einem «Paradies», in dem Adam und Eva lebten. Dieser «Garten Eden» wird als eine Art Zwischen-Feld der Entscheidung beschrieben. Die Autoren des Alten Testaments verkündeten ihren Anhängern: «Der Mensch bekam in dieser Phase seiner Entwicklung die Möglichkeit geschenkt, durch eine Auseinandersetzung mit den polaren Kräften von aktiv-männlich-zeugend und passiv-weiblich-gebärend bewusst Erfahrungen zu sammeln, um dadurch zu einem höheren Erkennen und Denken heranzureifen. Daraus haben die theologischen Interpreten im Verlauf der Geschichte die Polarität «Gut und Böse» gemacht. Der «ADM», der irdische Kosmos oder der erste Mensch, hat sich für den Weg der Erfahrung entschieden, wurde beschlossen, «und fiel darum aus dem Paradies», so wird von den Übersetzern des Alte Testaments behauptet. Warum diese jüdischen Theologen die «Sünde» als Ursache eines Weges durch materielle Erfahrungen in die Kosmologie einfügten, bleibt letztendlich ungeklärt. Für eine ewige interkosmische Evolution ist dieser Faktor unerheblich, denn der Mensch ist ohnehin nur ein Produkt der immateriellen Lebensfelder, die unter der Leitung der Monade sein Schicksal durch das Dasein führen. Er muss sein «dharma» insofern erleben ohne «Karma» auszulösen. Das führt zu einer klaren Erkenntnis der wirkenden Zusammenhänge im Kosmos.

Der Erfahrungsweg der Mikrokosmen begann nach R. Steiner allerdings bereits in der Saturnphase. In dieser Periode der Erdentwicklung wurde unter der Leitung der Monaden für die Basiserfahrungen eine äußerst elegante Entwicklungskonzeption für die solaren Kosmen und planetaren Mikrokosmen gestiftet, die mit der Uridee der Offenbarung übereinstimmt. Aus den sieben Kraftfeldern sollten sich nach der Uridee der Schöpfung als erstes handlungsfähige Wesen im niedersten Energiefeld, in der Materie, entwickeln, die sich mit sinnesorganischen Erkenntnisfähigkeiten und einem gewissen Selbstbewusstsein selbst aktiv in die Entwicklung einbringen konnten. So entstanden die Monaden für alle Lebenswellen und in ihren Mikrokosmen zunächst das Mineralreich, dann die Mikroben, Insekten, Pflanzen, Tiere und Menschen.
Die Autoren des apokryphen Evangeliums der «Pistis Sophia» beschreiben diesen Schöpfungsprozess viel ausführlicher. Parallel zu den materiellen Entfaltungen des Lebens erschuf «Luzifer, der Lichtbringer», zwölf metaphysische irdische Götter als Regenten im Umfeld des Sonnensystems, die den Kraftwirkungen aus dem kosmischen Tierkreis entsprechen. Die persischen und ägyptischen Astrologen begannen schon in historischen Zeiten die Auswirkungen dieser Gestirn-Konstellationen auf das menschliche Geschehen zu berechnen. Insbesondere die Regenten und Heerführer verlangten von diesen Wahrsagern spezielle Auskünfte der «irdischen Götter bzw. Demiurgen» vor allem über den Ausgang ihrer Kriege. So bekamen die «Götter/Devas» am Firmament entsprechend der Qualitäten ihrer überirdischen Kräfte ihre allegorischen Namen. Dabei erschufen die obersten Regenten des irdischen «Gottes» aus den sieben Kraftfeldern auch immaterielle Lebewesen und Entitäten, die für das Wachstum, die Entfaltung der Natur und ihre Ordnung zuständig waren.

Die mikrokosmischen Monaden der Erde sind alle in die Hierarchie der Welt-Monade eingebettet. Während der Erdperiode senkte sich die «Christusmonade» aus dem Sonnenkosmos in den Erdkosmos für den Erhalt und die Beschleunigung der Entwicklung aller irdischen Wesen gegen die reaktionären Einflüsse der Äonen oder Asuras. Seit dem Geschehen um «Jesus von Nazareth», zu Beginn unserer Zeitrechnung, stellt «Christus» für das menschliche Denken und Werden die wichtigste Kraft dar, nach den Aussagen der Evangelien und ihren Interpreten. Insbesondere im Einflussbereich des römischen Reiches um das Mittelmeer herum und in Europa bis ins ferne Skandinavien und Island bekam die auf diesen Beschreibungen aufgebaute «christliche Religion» eine phänomenale Bedeutung für die gesellschaftlichen und sozialen Strukturen. Die herrschenden Äonen bzw. Asuras beauftragten den damaligen römischen Kaiser Konstantin, diese Interpretation des christlichen Geschehens zur Staatsreligion zu machen, um die vielen Völker mit der sündenbewussten Ethik zu lenken. Damit wurden alle Bürger des römischen Reiches durch die christlichen Rituale an die Äonen gebunden, denen sie fortan regelmäßig mit ihrem Glauben und Beten die erforderlichen Kräfte – Äther und Astralis – spendeten. Das «Römische Reich deutscher Nationen» unter der Leitung des Papsttums im Vatikan evolvierte mit Hilfe der abrahamitischen Äonen zum «Römischen Reich europäischer Nationen» – heute die EU – mit den mittelalterlichen Besitzstrukturen. Das Christusgeschehen wurde in den kanonisierten Bibeltexten von den staatlich autorisierten Kardinälen zu einer göttlich abgesicherten Verhaltensvorschrift aller Mitbürger degradiert, die sich später im 20. Jahrhundert den Deckmantel der Religionsfreiheit umhängte. Dass bei den diversen Konzilien der Kirchenväter erhebliche Korrekturen an den ursprünglichen Gleichnissen und Aussagen der Apostel beschlossen und mit Macht umgesetzt wurden, stört heute kaum einen gläubigen Christen. Sie alle wähnen in dem Schriftwerk das ungefälschte Wort Gottes, wie es selbst der lutherische Katechismus fordert.

Eigentlich repräsentiert Christus das aus dem Sonnenkosmos in die Erde einstrahlende universelle Bewusstsein.

Dieses hat sich damals über den Mikrokosmos «Jesus» in die kosmischen Zusammenhänge der Erde inkarniert. Mit diesem Geschehen konnte Christus in einer stofflichen Erscheinung der Menschheit die künftige Entwicklung für alle Menschen glaubwürdig demonstrieren. Das Verhalten des «Jesus-Christus» sowie alle Gleichnisse und Geschichten aus den Evangelien mit seinen 12 Jüngern beschreiben darum recht genau, wie der Mensch in tatwirklicher Nachfolge die sieben Kraftfelder in seinem Mikrokosmos vollenden wird. Diese prophetische Vision für die Zukunft der Menschheit steht glücklicherweise nicht nur in den tausendfach übersetzten und verfälschten Evangelien sowie dem Katechismus der römischen Kurie, sondern auch in der Akashachronik der Erde, wo sie unzensiert von jedem geeigneten Mikrokosmos ausgelesen werden kann. Von dort reflektiert sich die Verheißung der kommenden Entwicklung aller Mikrokosmen mit den Menschen und für die gesamte Natur im irdischen Kosmos, wie sie künftig sämtliche Lebenswellen mit ihren Monaden in das nirwanische Lebensgebiet des Sonnenkosmos aufsteigen lässt. Damit entfallen sämtliche religiösen Konflikte und auch alle Kriege um Macht und Ressourcen.
Das Basisprinzip, die Uridee der ganzen universalen Schöpfung, ist die fortwährende kreative Neuschöpfung (Emergenz), bei der alle weniger entwickelten Geschöpfe in die höher entwickelten aufgenommen, mitgenommen werden.

Nach dem Empfangen des Lebens und des Daseins in dem universellen Bewusstsein entwickeln sich alle Kosmen der Schöpfung mit den ihnen innewohnenden Wesen bis zur höchsten Vollkommenheit durch das uneingeschränkte Wegschenken aller empfangenen Kräfte an alle, durch die kontinuierliche Reflexion aller Informationen nach dem für alle gültigen Resonanzgesetz. Wer dieses empathische universelle Geschehen auch in seinem irdischen Leben anwenden kann, verbunden mit der tiefen Erkenntnis, niemals selbst die Ursache seines Wirkens oder der Lebenskraft zu sein, steht schon heute in der Gnade einer herrlichen Entwicklung.

Wie konnte bei diesem herrlichen Plan der Liebe und Freiheit im Universum all das Leid im materiellen Lebensfeld auf Erden entstehen? – Diese Frage hat zu allen Zeiten die weisen Männer aller Kulturen beschäftigt. In der Geschichte der Völker haben sich einige gute Modelle entwickelt, die aus Perspektive der naturwissenschaftlichen Empirie recht plausibel erscheinen. Insbesondere die Konzeption der Sünde als eigenwillige Abwendung von Gott wegen einer narzistischen Egozentrik wird von den abrahamitischen Religionen vertreten. Diesem Modell widerspricht schon die Tatsache, dass sich kein Mensch selbst geschaffen hat. Alle Menschen werden ohne ihr Zutun aus den sieben Kräften ihres Mikrokosmos hervor gebracht, der seinerseits von einer Monade umfangen ist. Alle Mikrokosmen sind beständig eingebettet in die kybernetischen Kraftfelder des irdischen Kosmos, wie die Wassertropfen im Meer. Auch der Kosmos Erde ist in seiner Monade eingeschlossen, wie alle anderen Nachbarplaneten im Sonnensystem, die zusammen die große Sonnenmonade erfüllen. Alles Leben in den universellen Zusammenhängen beruht auf der ununterbrochenen resonanten Kommunikation aller mit allen in allen Kraftfeldern nach dem Prinzip der kreativen Emergenz. Dabei könnte man das Grundgesetz der interkosmischen Kommunikation als die kybernetische, sich selbst regelnde, Freiheit zur totalen Kreativität bezeichnen, als die Schaffung von unendlich vielen Neugestaltungen in aller Ewigkeit.
Natürlich bleiben diese Betrachtungen ebenfalls im Rahmen meiner beschränkten Möglichkeiten der mikrokosmischen Entwicklung, über die fundamentalen Schöpfungsprinzipien nachzudenken. Dabei erscheint mir einerseits die Brunosche Monadenlehre als eine plausible Grundlage für das Universum und die theosophische Lehre von den mikrokosmischen Feldern in Kombination mit den morphischen Feldern für die innere Entfaltung der Kosmen. Alle sieben Lebensfelder stehen nicht nur innerhalb ihres Energielevels immer in Kommunikation sondern auch mit dem niedrigeren und dem höheren Level. Dabei entwickeln sich alle Kraftfelder innerhalb der Evolution der Reihe nach von unten nach oben unter der Führung der Monade nach den Regeln der optimalen Kreativität. Das Mineralreich entfaltet sich unter dem ätherischen Einfluss zu unvorstellbaren planetaren und stellaren Wesen, zu gewaltigen materiellen Sternenkonstellationen, Myriaden Galaxien und Sternennebeln in beständiger Expansion. In der Galaxie Milchstraße entstand auf einem Sternenarm (Orion Spur, siehe Abb.) das Sonnensystem, in dem sich dann auch noch der Planet Erde herausbildete. Die ätherisch-materielle Entfaltung der Erde schuf mit der speziellen Zusammensetzung der irdischen Atmosphäre und den Konstellationen der Meere und Kontinente die idealen Voraussetzungen für die biologischen Lebenswellen der Flora und Fauna sowie dem Menschen. Im höheren Ätherfeld erlebten die Pflanzen ihre große Schaffensphase, dann folgte die Entfaltung der Tierwelt mit einem Umweg über die Insekten durch die Evolution der Astralfelder, wobei sich unterschiedliche Bauweisen für die Sinnesorgane entwickelten. Dabei wurden bereits die Voraussetzungen geschaffen, dass sich einmal auch die Mentalis entwickeln konnte. Schon die Tiere entwickelten teilweise in ihr die Instinkte, die mit den Sinnesorganen erfolgreich für ihre Selbsterhaltung benutzt werden.

MilkyWay-full-annotated/NASA

Zahlreiche Verhaltensforscher bestätigen, dass bei vielen Tieren das Organ «Gehirn» sehr gut ausgeprägt ist. Das Erfassen der Umwelt mit den Sinnesorganen und das instinktive Reagieren und Verarbeiten der empfangenen Informationen für den Selbstschutz ist bei vielen höheren Säugetieren sehr hoch entwickelt. Welche Kreativität wurde erst bei der Erschaffung des sich selbst bewusst seienden Menschen aufgebracht? Es ist unter der Leitung und Betreuung der Monaden eine gewaltige Leistung erbracht worden, um aus den vier niederen mikrokosmischen Energiefeldern, Materie plus Äther, Astralis und Mentalis, dieses hochkomplexe Ökosystem von Fauna und Flora mit wechselnden Interdependenzen zum Wasser, zur Mineralwelt und zur Atemluft auf dem Planeten Erde zu entwickeln. Welch gigantische Ordnung wurde rein kreativ nach den Prinzipien der Emergenz und der Resonanz geschaffen? – Welchem Menschen steht eine Beurteilung zu, wie «humanistisch» und «streitlos» das alles hätte geschehen müssen? – Es wäre sehr vermessen, auch nur einen Evolutionsstep nach seinem Leidenspotential zu beurteilen? – Beim Erschaffen neuer Lebensformen regeln die wechselseitigen Informationen nach dem ursächlichen Plan der Offenbarung die zahlreichen Kohärenzen und Interferenzen der Kraftfelder, die von den Monaden bei jedem Entwicklungsschritt kybernetisch begleitet werden.

Die Dynamik der Offenbarung ist ein unaufhaltsamer Strom resonanter In-formation. Jede Interaktion zwischen den Wesen, jede Kommunikation zwischen den Kräften reflektiert einen Abglanz des unerschöpflichen Potentials der Urmonas. Monas ist ein Wort aus dem Griechischen und bedeutet «Einheit»; im universalen Bewusstsein stehen alle Geschöpfe und alles Geschaffene ununterbrochen in der Einheit mit der Urmonas. Diese Einheit ist ewig, so wie der Schöpfer ewig ist; an keinem Ort darin ist so etwas wie «Tod» zu finden. Die Myriaden von Erneuerungen der Formungen gehören zum Strom der sich beständig wandelnden Kommunikation zwischen den Kraftfeldern für die Offenbarung seiner supranirvanischen Kreativität innerhalb der sieben kosmischen Gebiete. Bei aller Vielheit der Erscheinungen bewahren alle stets die liebevolle und harmonische Einheit in den sieben Dimensionen.

Das über alles menschliche Denken hinausgehende Kraft- und Lichtfeld «göttlicher» Art aus und in dem die Offenbarung der Urmonade eingebettet ist, erschafft in seiner permanenten Evolution die gewaltige sich selbst regelnde Ordnung des Geschehens im unbegrenzten, ewig expandierenden Universum mit einer überwältigenden Präzision über die Hierarchie der Monaden und die Gesetzmäßigkeiten der isomorphen Resonanz.

PAK Juli 2019

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