Vater Unser Neu

Eine neue Interpretation des klassischen Gebetes aus dem Neuen Testament

Eine neue Interpretation des in der christlichen Zivilisation weit verbreiteten Gebetes birgt natürlich das Risiko, dass nur wenige ein Interesse dafür aufbringen, weil es wohl kaum ein Gebet in der christlichen Welt gibt, das schon so oft besprochen, redigiert und interpretiert wurde. Dieser Versuch einer alternativen Interpretation ist in eine Weltanschauung eingebettet, die in der esoterischen Wirklichkeit unserer modernen Wissenschaften gewachsen ist. Absolut revolutionär dabei ist die weitreichende Vision der beständigen Evolution des Kosmos und der Menschheit. Die bisherigen religiösen oder philosophischen Darstellungen bestimmen den Menschen als eine Endfassung, als die Krone der Schöpfung eines religiösen Konzeptes. In allen Religionen wird dem Menschen vorhergesagt, sein Lebensziel wäre die Überwindung des materiellen Diesseits und der Eingang in eine andere jenseitige, himmlische oder nirvanische Lebensebene. Jedoch und das ist das wirklich Neue: Der Mensch als Mikrokosmos hat sich noch nicht bis an der Grenze seiner Möglichkeiten entwickelt. Vielmehr muss er erst noch zu einem vollständigen Mikrokosmos heranwachsen. Das wird allerdings noch einige Inkarnationen in Anspruch nehmen. Aktuell steht der Mensch vor der Vollendung der mikrokosmischen Astralis und Mentalis, wodurch sich das menschliche Erkennen und Bedenken umfassend verändern wird. Dadurch werden alle bisherigen Parameter im Wahrnehmen und Denken in total andere Zusammenhänge gestellt. Es wird bei vielen zu einem wirklich neuen Denken kommen, bei dem sich die veralteten Denkmuster und bisherigen Reaktionen zur Selbsterhaltung auflösen.


Sollte Dir ein Gedanke zu dem Text einfallen, dann schicke ihn bitte mir zu.  Vielen Dank.


Für jeden Menschen bedeutet es immer noch eine gewisse Anstrengung, sich aus den festgefahrenen mentalen Bahnungen zu befreien, die von der materiellen Existenzsicherung und der darin wuchernden Selbstbehauptung geprägt werden. Mit zunehmendem Alter wird selten ein anderes Denken zugelassen als es die in jüngeren Jahren assimilierten Vorstellungen und Weltanschauungen erlauben, die bis heute so hilfreich waren, um den persönlichen Erfolg im Leben zu erkämpfen. Wer will es dem Menschen verdenken, dass er sich in die selbstgeschaffenen äonischen Strukturen zurücklehnt, die ihn ab einer gewissen Zeit seines Daseins wie selbstverständlich leiten.

Viele Betrachtungen und Fallbeschreibungen aus der Psychologie zeigen, dass jeder seine ihm eigenen Prägungen hat, die die Art seines Denkens bestimmen, und für ihn die humanistischen oder religiöser Ambitionen bewerten. Zu Beginn der Aquariusära wird es allerdings langsam Zeit, dass sich der Mensch auf die zukünftigen Dimensionen des irdischen Daseins einstellt. Dazu gehört auch der Mut, die seit altersher gepflegten Dogmen der Religionen auf den Prüfstand zu stellen und diese einmal im Geist einer evolvierenden Menschheit völlig neu zu beleuchten
Das Gebet, so wie es Jesus im Neuen Testament, übertragen von Luther (1912), seinen Jüngern erklärt, lautet:
Unser Vater in dem Himmel!
Dein Name werde geheiligt.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe auf Erden wie im Himmel.
Unser täglich Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie wir unseren Schuldigern vergeben.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Übel (alt.: erlöse uns von dem Bösen).
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.                               

Beginnen wir mit der Frage: Wer ist der Vater? Für die meisten Christen wird der Vater mit dem höchsten «Gott», dem Schöpfer des Himmels und der Erde, gleichgesetzt. Empfindungsgemäß wird vom Gläubigen ein persönliches Gegenüber angesprochen, an das der Betende seine Bitte im Verborgenen richtet. Dabei stellt sich jeder seinen «Gott-Vater» (oder Mutter) mit idealistischen Eigenschaften und Qualitäten vor. In der Familie und in der Gemeinde werden von Kindheit an diese recht naiven Vorstellungen von Gott bei vielen Gelegenheiten verkündet, die später dem Katechismus seines Glaubens angehören. Dabei bleibt es jedoch grundsätzlich offen, ob damit der Schöpfer des irdischen Kosmos mit Diesseits und Jenseits gemeint ist, oder der Schöpfer des Zodiaks mit allen darin wirkenden Wesenheiten (Sephiroth), oder ob die unkennbare Entität vor aller Schöpfung mit «Gott-Vater» gemeint sein soll. Bei all diesen christlichen Allegorien, bleiben die Gedanken in der mehr oder weniger personifizierten «Gott-Vater/Mutter»-Konstruktion verfangen, das schon seit der Antike viele Generationen von Gläubigen von einer hierarchisch organisierten Priesterschaft abhängig gemacht hat.
Treten wir in eine andere Sicht der Welt ein, die vielen Mystikern in Ost und West bereits ein wenig vertraut ist. Schon bei einigen antiken Philosophen oder in den Veden kann nachgeschlagen werden, dass die höchste Ebene der Offenbarung, also die allererste Hervorbringung aus dem Urgrund allen Seins, aus diesem ursächlichen Offenbarungsfeld als eine Schöpfung von Bewusstsein und Licht hervortritt. Diese wird in einigen Beschreibungen nur darum als «Vater» bezeichnet, weil er der «Hervorbringer» ist, der ein Schöpfungsfeld geoffenbart hat, das ihm selbst so ähnlich ist, wie das Gezeugte dem Erzeuger ähnlich sein kann. Eigentlich besteht der einzige Unterschied darin, dass die eine Entität Ursache und «Produzent» der anderen Entität «Produkt» ist.
Ich möchte mich hier mit einer ganz flüchtigen Skizze begnügen. Hervortretend aus den Tiefen des unbeschreiblichen Kraftfeldes vor allem Sein, aus dem EINEN, das jenseits weltlicher Vorstellungen ist, entfaltet sich in und aus IHM ein «Logos», eine Offenbarung, die Urmonade. Man sagt, dass ER – das Unerkennbare und Unbegrenzte – sich selbst zu erkennen gibt und sein Wesen zur Offenbarung öffnet. Indem ER so die unbegreiflichen Vermögen seines Seins der Offenbarung schenkt, erfüllt ER in sich den unendlichen Umkreis seines Universums mit seinem Licht und seinem Geist, mit dem höchsten, alles umfassenden Bewusstsein. In diesem geoffenbarten Vibrationsfeld des universalen Bewusstseins der Urmonade manifestiert sich das erste «Geschöpf des Schöpfers», der erste geoffenbarte «Logos», so kann man es sagen. Dies entspricht der Trinität aus Mutter – Heiliger Geist – Sohn. Im indischen Denken ist die erste Offenbarung natürlich dualistisch männlich-weiblich, z.B. Shiva plus Shakti oder Brahma plus Sarasvati.
In diesem unendlichen Offenbarungsfeld können alle erdenklichen Universen existieren. Innerhalb dieses Bereiches entwickelt sich auch das dem Menschen erfahrbare Universum, es evolviert bis in die Unendlichkeit. Das Dasein lebt, webt und folgt den Regeln des Kosmos mit seinem ihm eingeborenen Logos in allen sieben Dimensionen. In jedem kosmischen Kraftfeld manifestiert sich das Leben, das Sein evolviert probalistisch. SEINE Ausstrahlung, seine Kräfte und Energien im Universum sind Ströme SEINES geoffenbarten Lebens. Das universelle Bewusstsein wohnt jedem Atom inne, alles durchdringend, alles erhaltend und alles entfaltend, aufgeteilt auf alle lebendigen Monaden. Diese phänomenale universelle Ordnung wirkt in individueller Vielheit in einer beständigen Einheit. Die Urmonade; die Mutter ist das allumfassende Weltall ohne Ende, seine Ursache und seine Ewigkeit, sein Mittelpunkt und sein Umfang. Sie ist der sichere Urgrund, in dem eine Kaskade aus Monaden (Töchter) die Herrlichkeiten der Offenbarung erkennbar werden lassen.
Das Johannesevangelium beginnt mit der Betrachtung: „Am Anfang war der LOGOS. Er war das Licht, Gott selbst, aus ihm und in ihm ist alles, was geoffenbart ist.“ Können wir als Menschen, als Bewohner nur eines Teiles im siebenten kosmischen Gebiet, dem schwingungsmäßig untersten Lebensfeld, etwas von diesem eigentlich über alles erhabene Wirken erkennen? – Am Beginn der Schöpfung wurde SEIN Bewusstsein geoffenbart, das gleichzeitig Licht, das die alles umfassende und ermöglichende siebenfache Energie ist. Diese ist durch die allumfassende Kommunikation stets eines. Zoroaster nennt seinen höchsten Gott Ahura Mazda, die absolute Weisheit, wie er ihn in seinen Gathas erklärte. In den Veden, den heiligen Büchern am Indus, ist Brahma m/f Ursache aller Welten. Es stellt das Grund-Prinzip der Schöpfung dar.
Die Komplexität der Offenbarung hat zu jeder Zeit die religiösen Mystiker erfüllt, und sie haben ihre Visionen in schönen Worten beschrieben. So erfährt der Leser: In dem universalen Feld der allumfassenden höchsten Schöpfungsenergie wurden sieben Polarisationen, eine Fülle von sieben Wirkungskräften geboren, die mit ungezählten Monaden die Offenbarung des Logos zu einem geordneten Konzert machten. Der Siebengeist wirkte in Einheit unter der Leitung des universalen Bewusstseins. Die Urmonade kannte alle aus ihr entsprungenen Monaden mit ihren Geschöpfen, Entitäten, Götter, Engel, Devas, Wesen, Aspekte und Kosmen in allen Einzelheiten bereits vor ihrer Hervorbringung. Ihre Ideen standen voll bewusst in ihrer Weisheit, die alle ihre Keime, ihre Grundinformation ihres Seins enthielt, noch bevor sie in das Sein eintraten. Es ist, als würde sich Gott seiner Selbst stets durch seine Schöpfung bewusst. «Brahman öffnete die Augen», so leuchtet diese wunderbare Allegorie voll sinnlicher Logik in unserem Denken.

Dein Name werde geheiligt.

Die erste Bitte im «VaterUnser» erscheint auf den ersten Blick sehr egoistisch gedacht. Gott und alles was mit ihm zusammen von Menschen gedacht oder gemacht wird, ist in IHM, durch IHN und zu IHM hin. Warum diese Aussage im «VaterUnser». Ich gebe zu bedenken, dass die Übertragung der Aussage Jesu aus dem Aramäischen in die griechischen Evangelien bereits an einer menschlichen Vorstellung gescheitert ist. Was ist hier der «Name Gottes» und wer soll da heiligen? Der Name, so wussten es alle Völker in der antiken Welt, bedeutete Kraft, Vermögen und Macht. Wer im Namen des römischen Kaisers Recht sprach, der hatte auch die Macht des römischen Reiches hinter sich, um dem gesprochenen Recht Geltung zu verschaffen. Einen «Namen heiligen» erscheint etwas abwegig. Unter einer etwas anderen Formulierung bekommt dieser Satz, diese innige Bitte jedoch einen tiefen Sinn.
Mögen wir durch Deinen Namen geheiligt werden.
Setzt man für den Begriff «Name» Vermögen, Kraft oder Bewusstsein ein, wie es im ersten Abschnitt dieses Textes dargelegt ist, dann bekommt der Satz eine höchst plausible Aussage. Ohne das fundamentale Bewusstsein, ohne diese Kraft kann der Mensch niemals vollendet werden. Jesus repräsentiert im Evangelium die Kraft der Lehre und der Erkenntnis Gottes. Dies ist die Basis für seine Aussage, mit der er sich an alle Christen wendet: «Ohne mich könnt ihr nichts tun!» Doch das ist natürlich für den machtbewussten und selbstherrlichen euroamerikanischen Willensmenschen ein völlig unannehmbarer Aspekt. Auch wenn viele empirisch materialistische Gegenargumente ins Feld geführt werden, bleibt diese Feststellung ebenso eine unumstößliche Tatsache, wie die treffende Aussage: «Mein Reich ist nicht von dieser Welt!»
Darum wendet sich die erste Bitte des sich selbst total erkennenden Menschen an seinen Vater, seine Monade, und er bittet diese inständig um Hilfe auf dem Weg der Evolution seines Mikrokosmos. Damit ist nicht die Abgabe aller Verantwortung an eine metaphysische Instanz gemeint, wie sie hinter der täglich zitierten Aussage islamischer Orientalen „Inschallah – So Gott will.“ steht. Um das Ausmaß seiner schicksalhaften Führung zu begreifen, braucht der Mensch unbedingt eigene Erfahrung von seinem mikrokosmischen System. Die bis jetzt gewachsenen Anteile der Mentalis ermöglichen seinen Verstand, und damit bekommt er Einsichten in eine erforderliche, vernünftige Lebenshaltung für die Entfaltung seines Mikrokosmos. Der ersten Bitte folgt in dieser Erkenntnis der eigenen Ohnmacht die nächstfolgende: „Schenke uns täglich DEIN heiliges Brot.“
In dem festen Glauben an die Kräfte seiner Monade, die sich in drei Strömen in den Mikrokosmos ergießen, steht auch die Erkenntnis, dass sich das universelle Bewusstsein in alle Schöpfungsebenen in Vibrationshöhe und Zuständigkeit herabsenkt. Das Bewusstsein ist in den sieben kosmischen Lebensfeldern die grundlegende Energie für die interne und externe Kommunikation. Sie baut in den untergliederten morphischen Feldern die für das geordnete Leben erforderlichen Gedächtnisse auf, aus denen die Lebensströme geregelt werden. In jedes Kraftfeld ist das zugehörige Spektrum des universellen Bewusstseins eingebettet. Es fügt sich voller Liebe bis in jede sich entfaltende Reaktion. Dennoch bleiben alle Bewusstheiten zusammen stets das eine allumfassende Bewusstsein als eine herrliche, zusammen schwingende Einheit. Letztlich vibriert auch im siebenten kosmischen Gebiet, im irdischen Kosmos für das menschliche Dasein, der diesem Lebensgebiet angemessene Anteil des irdischen Bewusstseins. Also auch in den irdischen Mikrokosmen, die in dieser Zeit der Evolution durch die Verirrungen der unterschiedlichen Kraftspiele auf dem Planeten ihren geeigneten Weg suchen müssen.
Die Monade berührt die Menschen selbst in ihrer Kreatürlichkeit im materiellen Dasein. Dieser Bewusstseinsstrom der Monade im Nadir des irdischen Seins kann auch als «Unser Vater» betrachtet werden. Über das holistische Wirken aller universellen Monaden wird die Basisinformation aus unserer Galaxie über den Sonnenlogos in unsere Welt gesendet, damit alle ihre Wesen an «IHREM Reich» Anteil haben können, damit auch alle Kreatur IHREN Willen hören und einmal erfüllen.
So schreiten wir in dem Gebet weiter, um auch die nächste Aussage gut zu begreifen.
Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel also auch auf Erden.
Das universale Bewusstsein der ersten Offenbarung ist unveränderlich mit allen Monaden verbunden. Darüber senkt es sich in einer angepassten Vibration in alle Kosmen, in unsere Mikrokosmen, und auch in alle Geschöpfe. In den unstofflichen Sphären aller Wesen, Götter, Devas, Engel und aller Kreaturen, aller Atome der grobstofflichen Welten kommunizieren die individuellen Ansichten des einen Bewusstseins, beleben und leiten deren Entfaltung. Es ist die tiefe, fundamentale Einsicht eines Teilhard de Chardin, es ist die weitreichende Erkenntnis der Quantenphilosophen: alles irdische Leben besteht selbst im tiefsten Nadir aus der einen alles durchdringenden Lebenskraft. Sie ist für die einen die Weltseele, eingehaucht aus Gottes Atem, für die anderen ist es eine mentale Ideation, herunter gesendet aus den höchsten Seinsebenen. Diese erste Offenbarung ist SEIN Reich, «Gottes» geschaffener Wirkungsbereich, in dem SEIN Wille geschieht. Der Wille des LOGOS, das Vermögen des TAO, vollzieht sich aus der höchsten Energie, aus dem uranfänglichen Bewusstsein, hinunter durch alle Dimensionen und Schöpfungsebenen bis in die Mentalis, die Astralis und das Ätherfeld in-form-ierend, und auch bis in die irdische Materie, dem Erdendasein. Das bedeutet in diesem Gebet «im Himmel», d.h. in allen jenseitigen transpersonalen Kraftfeldern und auch in dem materiellen Kraftfeld. Denn selbst die atomare Materie ist nur eine Form von Energie, wie Louis de Broglie bereits 1924 in seiner Dissertation der Welt erklärte. Später konnte dies von den meisten Kernphysikern und Quantenforschern nur bestätigt werden.
Angesichts der desolaten Situation im irdischen Lebensfeld, das durchaus als ein Tränental des Leidens und des Todes bezeichnet werden kann, folgert natürlich der Gläubige automatisch, dass dies nicht die Schöpfung eines Gottes der Liebe und Barmherzigkeit sein kann. Darum schickt der Betende sich an, die Kräfte einer höheren Ordnung zu erflehen, die seiner eigenen Vorstellung einer Idealität entsprechen.
Was ist eigentlich an diesem irdischen Lebensfeld so ungeheuerlich und brutal, dass es von einigen Menschengruppen als teuflisch oder vom Satan geschaffen, dem überall vorherrschenden Bösen, angesehen wird? – Die uns umgebende und beherrschende Natur entfaltet sich in einem beständigen Werden von der Geburt, über ein Wachsen und Entfalten, Frucht-Tragen und Vergehen. Schon allein wegen der fleischlichen Ernährung steht jeder Mensch bezüglich «Seiner Gebote» immer in der Schuld anderem Leben gegenüber und bittet um Schuldvergebung. Selbst jeder einfache Mensch weiß unterbewusst und ohne wissenschaftliche Logik von der Wirklichkeit seines Seins. Darum bittet er Angesichts seiner Verstrickungen in das Karma, zur Unterstützung seiner Bemühungen, um die Liebeskraft des Schöpfers, das ist «sein heiliges Brot». Es ist die gleiche Einsicht, die auch Herkules überfiel, als er nach einigen vergeblichen Versuchen, den Augiasstall alleine zu reinigen, scheitern musste. Darum bat er einen «Freund» – seine Monade –, ihm zu helfen, „den nahe gelegenen Strom durch den Stall zu leiten“.


Diese tiefe Einsicht der eigenen Unfähigkeit steht hinter der innigen Bitte:
Dein tägliches geistiges Brot gib uns heute.
Natürlich wird dem Menschen in seinem Leben deutlich, dass er selbst, mit allen Zellen und Gedanken seines Daseins, in dieses Werden verstrickt ist. So erfährt er auf seinem Lebensweg diese Welt als Dialektik, in der die isobare Resonanz der Polarität herrscht. Alles, aber auch wirklich jede Erscheinung, jeder Wunsch oder Gedanke hat die berühmten «zwei Seiten». Licht und Schatten, Tag und Nacht, Gut und Böse werden durch den Januskopf aus der ursprünglichen römischen Mythologie symbolisiert. Heute kennt jeder die prägnanten «geflügelten» Worte: „Alles hat Licht und Schatten.“ – „Auf jedes Gewitter folgt wieder Sonnenschein.“ In ihrer ungebrochenen Selbstsucht verstoßen die Menschen jedoch täglich unachtsam gegen die Grundregeln der Resonanz, weil sie bei aller zielgerichteten Aktivität gedankenlos übersehen werden.
Es bleibt nicht aus, dass jedem einmal deutlich vor Augen geführt wird, wie sein Leben mit dem Leid anderer Menschen verbunden ist. Im Verband einer größeren Gemeinschaft ist es nach dem Gesetz der komplementären Resonanz nicht zu vermeiden, dass ein Mitglied der Gesellschaft einem anderen Menschen Leid zufügt, um einen persönlichen Vorteil zu bekommen, oder er sich im Kampf um die vorderen Plätze in Politik oder Wirtschaft auf andere Weise schuldig macht.
Jeder Mensch macht sich in seinem Leben in bezug zu den ihn führenden Kraftfeldern absolut schuldig, auch wenn er davon nichts weiß. Einsichtige Christen beten darum immer vorsorglich: Unser Vater, vergib uns unsere Schuld, wie wir vergeben unseren Schuldnern. Das Gesetz der Liebe für den Nächsten, das von Jesus angedeutet wird, umfasst die Grundregel der harmonischen Evolution. Diese wird in unserem Lebensfeld von der Resonanz aufrecht gehalten, und sichert die ausgleichende Gerechtigkeit in der Polarität. Sie wird sich ohne Ansehen der Person bis zum Ende aller Tage vollkommen erfüllen. Mit dem Gebet um Schuldvergebung erkennen die Menschen das Resonanzgesetz im weitesten Sinne an. Damit bekennen sie sich zu allen schuldhaften Vergehen, die sie möglicherweise unbewusst mental, astral und auch ätherisch durch ihr Dasein ausgelöst haben könnten. Würden sich die Menschen täglich einmal auf alle in ihr Sein verstrickten Komponenten besinnen, wie es Pythagoras seinen Schülern empfohlen hat, so könnte manche missliebige Resonanz vermieden werden.
Für die Betrachtung der nachfolgenden Zeilen im «VaterUnser» ist jedoch die Sicht auf die Resonanzen im Jenseits von grundlegender Bedeutung, denn nur dadurch bekommt dieser Satz: „…und führe uns aus der Versuchung“ seinen eigentlichen Sinn. Die Versuchung des Menschen besteht nämlich darin, dass er die Idealität, also die paradiesischen Ideale, als Vorstellungen seiner egoistischen persönlichen Welt, in einen materiellen Himmel projiziert. Das große Problem der Versuchung liegt in der konsumtiven Grundhaltung des materiellen Seins. «Das Böse» ist das egoistische Begehren nach einer unrealistischen Idealität in einer Realität der materiellen Bipolarität.
Die ursächliche Schöpfung kann als ein mentaler Prozess angesehen werden. «Fiat Lux» – «ER sprach und es war.» Die griechische Mythologie erzählt: Zeus gebar Helena, die aus seinem Haupte entstieg. Auch heute noch verfügt jeder Mensch unbewusst über das Schöpfungsorgan der Sprache. In der Chakrakunde der indischen Weltanschauung findet man beschrieben, dass neben den sieben Hauptchakren auch noch ein Nebenchakra des Sexualchakras im menschlichen Kraftfeld wirksam ist, das Kehlkopfchakra. Damit artikulieren wir unsere Gedanken. Indem wir Gedanken in Wortbilder umsetzen, erschaffen wir mentale Gebilde. Dieses kann ganz konkret verstanden werden, wenn man die transpersonalen Felder im Kosmos berücksichtigt. Mit dem Sprechen erschafft der Mensch mit den Gedanken mentale und astrale Kumulies. Das sind Zusammenballungen aus astralen und mentalen Fluiden, die je nach Gefühls- und Gedankenintensität ganz konkrete Formen in diesen ausgesprochen plastischen Feldern annehmen.
Zunächst halten sich diese Gedankengeschöpfe im Atemfeld des eigenen Mikrokosmos auf. Wenn allerdings die Sätze im Gespräch hin und hergehen, dann wandern die mentalen Geschöpfe zum anderen Menschen und bevölkern so auch das Atemfeld des Zuhörers. Das gigantische Problem wird allerdings erst dann sichtbar, wenn man sehen kann, wie bei jeder Auseinandersetzung auch ein mentaler Anteil völlig unkontrolliert ins mentale Jenseits entweicht und sich dort mit anderen entsprechend vibrierenden Geschöpfen zusammenballt, nach den Regeln des isobare Magnetismus. Für die Menschheit wird dieser unbeachtete Vorgang vor allem dadurch beängstigend, wenn Millionen Menschen immer wieder das Gleiche erflehen, die gleichen Gedankenbilder hegen und pflegen, wie z.B. bei gemeinsamen Gebeten und bei Pilgerfahrten. Aber auch bei großen Sport- oder Musikevents werden gleich schwingende Gedanken und Gefühle massenhaft ins Jenseits ausgesendet, die dort in entsprechend vibrierenden Feldern eine bewusste Struktur annehmen. Aus den vor allem auf eine persönliche «Heiligung» gerichteten Gedanken- und Gebetswolken entstehen im Jenseits Äonen und Archonten, die „Fürsten und Gewaltigen unter dem Himmel,“ wie Paulus es in Epheser 6 ausdrückt. Dort steht exakt in der Lutherbibel, 1912: „Denn wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit Fürsten und Gewaltigen, nämlich mit den Herren der Welt, die in der Finsternis dieser Welt herrschen, mit den bösen Geistern unter dem Himmel.“ Allerdings wirkt das Jenseits nicht irgendwo in der Stratosphäre oder zwischen den Sternen des Zodiaks. Die als Jenseits bezeichneten unstofflichen Sphären durchdringen den ganzen Kosmos, auch hier auf und in der Erde. Jeder Mensch ist stets von seinem Anteil «Jenseits» umgeben und wird immer von den jenseitigen Kräften beeinflusst.
Das könnte man als das «fundamental Böse» bezeichnen, was sich durch die Jahrtausende mit Predigten, Gebeten und Opfern von Millionen Menschen im mental-astralen Feld der irdischen Atmosphäre entwickelt hat. Seiner Selbsterhaltung wegen müssen sie die Menschen immer wieder in die gleiche Richtung animieren, damit diese die uralten religiösen Rituale und Traditionen bis in alle Zeiten fortsetzen.
Davon und dafür werden die Menschen beständig in Versuchung gebracht, immer und immer wieder die alten Feste der Väter zu Feiern, die altehrwürdigen Prozessionen auszurichten, und die vorgeschriebenen Pilgerfahrten durchzuführen, wie es auch im Koran steht, damit diese „Fürsten unter dem Himmel“ weiter existieren können. Das bedeutet doch: nur wenn die Menschen in Unkenntnis der wirklichen Lebenssituation weiterhin von ihrer irdischen Frömmigkeit und dem natürlichen Humanismus angestachelt werden, ihren kindlich naiv idealisierten Himmel als Endziel ihrer materiellen Persönlichkeit zu betrachten, wird die Nahrung der „Götter“ weiter strömen. Und das Böse kann die Menschheit mit allen raffinierten und subtilen Methoden in Versuchung führen. Wenn die Menschen die Realität eines Jenseits mit allen Komplikationen nicht akzeptieren können, wird «das Böse» weiterhin in aller Brutalität seinen Weg finden.


Darum betet der verständige Christ mit allem Ernst darum:
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Wer die persönliche Sünde nach den gesellschaftlichen Regeln der Moral, wie es vielfach artikuliert wird, als Ursache des Bösen bezeichnet, hat den Esel mit dem Sack verwechselt, den der Esel tragen muss. Sünde ist keineswegs sexuelle Begierde, böse sind nicht die menschlichen Gelüste etc.! Das Böse ist in der Gesetzmäßigkeit der Bipolarität die Folge des materialistischen Egoismus; das Gute ist dabei immer der Verursacher seines Schlagschattens, dem Bösen. In der Evolution ist das Werden als materielle Person erforderlich, um einen Verstand mit den Sinnesorganen hervorzubringen, mit dem die Spielregeln des Daseins erkannt werden können. Das isobare Resonanzgesetz hilft den Menschen, sein mikrokosmischen Sein zu erfassen und sich auf diese Weiterentwicklung auszurichten. Wer noch die feinsinnigen Regeln der christlichen Ethik sozusagen als Erziehungsknute umbiegt, macht sich selbst zum Dienstknecht der Äonen. Das Gesetz der 10 Gebote betrifft vor allem die mikrokosmischen Faktoren der Evolution und ihre Regeln der Resonanz. Gib, so wird Dir gegeben!
Zum Abschluss des «VaterUnsers» wird vom Betenden noch einmal bestätigt, dass das alles umfassende Lebensfeld, SEIN Reich, erfüllt ist mit dem universalen Bewusstsein, mit hierarchisch geordneten Monaden, die alles Leben in kreativer Vielheit und harmonischer Einheit entfalten. Darin offenbaren sich die sieben universellen Kräfte des LOGOS, sein Licht des heiligen Siebengeistes. Es ist die jede universelle Entität, Kosmos oder Wesen hervorbringende und alles dynamisierende Lebenskraft der Urmonade. Diese Kraft des Lebens wird kein materialistisch forschender Wissenschaftler jemals in seinen Labors entdecken. Darum schaut der wissende Mensch empor zu seinem Schöpfer, von welchem Punkt des irdischen Globus auch immer, und betet:
Denn Dein ist das Reich und die Kraft …
In Momenten der inneren Stille und der Besinnung auf den unendlichen Raum der Sternenbahnen entsteht die Verehrung und Anbetung der überwältigenden Barmherzigkeit der Monaden, die alle Geschöpfe erschaffen und beleben. Selbst den winzigen Menschen, angesichts der gigantischen Weite des Alls, werden für ihren Weg durch die Evolution in der materiellen Welt die erforderlichen Kräfte geschenkt. In dieser sich hernieder senkenden Fülle des Erkennens können sie die ihnen gewährten Vermögen ihres Lebens ausschöpfen, um mit der errungenen Erfahrung in der universellen Evolution mitzuwirken. Dann mündet alles Sein mit den sieben Lebensfeldern in ein kreatives Werden bis in alle Ewigkeit. Alle Lebensfelder und alle Menschen sind eingebettet in dieses trinitarische Entwicklungsfeld mit allen Kosmen und Makrokosmen und mit den unstofflichen Entitäten und Bewohnern der metaphysischen Sphären. Alle Kosmen in den sieben kosmischen Gebieten leben und wirken unter der Leitung ihrer Monaden – dem «Vater/Mutter» des Alls –, inspiriert und dynamisiert zu einem wachsamen Selbstbewusstsein, aufgefordert autonom zur ewigen Wirklichkeit durchzudringen im Heiligen Geist. Das ist seine Herrlichkeit bis in alle Ewigkeit.So lautet dann auch der letzte Vers:
und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Im Bewusstsein zu wissen, ein Teil dieser unbegrenzten Barmherzigkeit zu sein, die über allen Verstand geht, bleibt nur die Bestätigung und Bekräftigung durch ein „Möge es allen Menschen einmal gegeben sein!“
Möge es so sein.

Dodekaeder-Vision

Digitale Komposition, Format 70 x 50 cm, Daten: 140 MB, Datum: 01.09.2019

Das Weltenmodell des Materialismus ist längst überholt

Am Anfang war der «Logos», so steht es im Johannes-Evangelium. Dieses griechische Wort ist schon vielfach übersetzt und uminterpretiert worden. Der Begriff «Logos» steht für ein komplexes und besonderes universales Bewusstsein. Dieses hat nicht nur die Fähigkeit zu denken und zu bewerten, sondern es verschenkt seine schöpferischen Kräfte an das ganze Allgeschehen: es ist das göttliche Licht, die unendliche, vielfältige Energie des Alls. Der Logos ist die unbegreifliche Weisheit allen Wissens in der Schöpfung und der Erschaffung von allen Geschöpfen. Nichts und niemand ist außerhalb des Logos, er umfasst alles Geschaffene und alles noch nicht Erschaffene. Der «Logos» ist die Urmonade aller Monaden des Giordano Bruno, das Tao des Laotse, die Akasha oder Brahma der Veden, und sie ist die Gesamtheit aller Tropfen in Indras Schöpfung, sie ist die Individualität (Unteilbarkeit) aller Universen.

Im Avatamsaka Sutra steht: Die Buddhas erkennen mit ihrer Weisheit, dass der ganze Kosmos der Seienden ohne Ausnahme so wie das große „Netz im Indra-Palast“ ist, so dass alle Seienden wie die Edelsteine an jedem Knoten des „Indra-Netzes“ untereinander unendlich und unerschöpflich ihre Bilder und die Bilder der Bilder u.s.f. in sich spiegeln. (Buch 28, Das Buch von der Wunderbarkeit des Buddha)

Seit Anbeginn aller Zeiten vibrieren im Akasha Feld alle lebensfördernden Gedächtnisse der Natur. R. Steiner nannte aus seiner Sicht diese von ihm lesbaren Abschnitte der interkosmischen Aufzeichnungen die Akasha-Chronik. In ihr sollen alle tellurischen Informationen, alle Erfahrungen aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Welt existieren, jetzt und für immer. Dieses von ihm eingesehene Feld ist jedoch auch nur ein Bruchteil allen kosmischen Wissens, denn dieses mentale, von besonders begabten Menschen erfassbare Matrix, vibriert nur in den unteren Feldern des Devachan. Erst aus den höheren nirvanischen Feldern werden die Baupläne über alle Monaden auf sämtliche Wesen, Entitäten, Devas, Engel, Mikrokosmen und Naturwesen übertragen, auch für alle Teilchen, Monde, Kometen, Asteroiden, Planeten, Sterne, Sonnensysteme und Galaxien, mit allem zugehörigen Leben. Der Mensch mit seinen stofflichen Sinnesorganen kann nur einen winzigen Bruchteil dieser Herrlichkeiten erfassen, weil sich alles Leben im Universum aus miteinander wirkenden Vibrationen und Schwingungen hochkomplex zusammenfügt und sich dabei kreativ vervielfältigt. Die permanenten Reflexionen und Interferenzen aller resonanten Informationen und Kräfte im PSI-Feld des Universums oder in der Akasha erschaffen stetig neue Variationen des Lebens. Indras Netz erklingt wie eine überwältigende Melodie eines gigantischen Orchesters in stets anwachsender lebendiger Klangfülle. Das Universum ist eine sieben mal sieben verschachtelte Offenbarung in höchster Vollkommenheit und liebevoller Kommunikation aller mit allen und allem.

In der materiellen Welt der Menschen existieren viele Schichten der Verschleierung, die den Menschen nötigen, seine ihm geschenkten Möglichkeiten in der kosmischen Evolution zu entdecken. Bei dem permanenten Überlebenskampf im materiellen Dasein hat sich die Menschheit mittlerweile so weit entwickelt, dass sie mit den höheren Aspekten ihrer Astralis die Idealwelt ihrer Monaden erfassen kann. Nun kann sie gegen alle aufgebotenen Widerstände mit dem geschenkten Denkvermögen begreifen, dass  diese Ideale ihrer inneren Sehnsucht nicht in ihrer stofflichen, dem Werden und Vergehen unterworfenen, substanziellen Gegenwart verwirklicht werden können. In diesem seit tausenden von Jahren andauerndem irdischen Versteckspiel haben die Menschen aufgehört, auf die Weisen der Veden zu hören, die ihnen von den Blendwerken der Maya erzählt haben. Wer die Täuschungen auf der tiefsten Ebene des Seins im täglichen Dasein durchschaut, kann sich von der Identifikation mit den vergänglichen materiellen Dingen selbst erlösen, und einen Entwicklungsweg mit seinem Mikrokosmos gehen. Das wirkliche Leben ist ein harmonischer Tanz der Resonanzen im holografischen Netz des Kosmos. Diesem Impuls aus seinem Mikrokosmos sollte sich jeder Erwachende zuwenden, sowie durch Aufmerksamkeit und sich stetig entfaltende Aufrichtigkeit den Weg der interkosmischen Evolution fortsetzen.

Die wahre Krise unserer Welt ist nicht auf sozialer, wirtschaftlicher oder politischer Ebene zu sehen. Die aktuelle Krise der Menschheit ist eine Krise des Erkennens der tatsächlichen Zusammenhänge in der Welt. 

Es ist dringend notwendig und an der richtigen Zeit, die direkte Abhängigkeit der menschlichen Person von seinen mikrokosmischen und kosmischen Kraftfeldern zu erleben. In der beginnenden Aquariusperiode geht es vor allem um erlebtes Erfassen und konsequentes Befolgen der monadischen Führung im Zentrum des Herzens. Dann entsteht ein umfassendes holistisches Erkennen des Grundprinzips der Resonanz in der höheren Natur, die glorreiche Melodie in der Akasha kann gehört und erhört werden. Jeder Hörer dieser Vibrationen erfährt sich als Teil dieses Klanges in der Einheit mit allen Wesen im allumfassenden Licht der Schöpfung, dem universalen Bewusstsein und der Liebe des Logos, dem unerschöpflichen Netz der resonanten Monaden.

Das ewig Weibliche

Kunstwerk Digital editiert; Format 50 x 70 cm; Daten: 186 MB; Datum Mai 2019

Goethe schreibt im Faust: Das ewig Weibliche zieht uns hinan. Gewiss wollte er damit vor allem das männliche Geschlecht ansprechen. Der Mann solle in sich analog dem Prinzip von Yin und Yang seine Anima erblühen lassen, damit beide Antriebskräfte des Universums in seinem Wesen in Harmonie klingen können. Nur dann kann der Mensch das Labyrinth der polaren irdischen Welt der Materie verlassen, um in einer höheren kosmischen Spirale der weiteren Evolution seines Mikrokosmos mit seinen astralen und mentalen Befähigung dienen zu können. Erst dann kann die Menschheit dem Christus, der Monade aus dem Sonnenkosmos, bei der Erhöhung des Kosmos Erde, helfend zur Seite stehen.

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NaturEvolution

Bildgröße: 75 x 75 cm; Datei: 224 MB; Date: 04.08.2016

Evolution
Die Herrschaft einer kultivierten Unbewusstheit gegenüber den fundamentalen Prinzipien des Lebendigseins, spiegelt sich im allgemeinen in einer Denkhaltung, die wohl allseits um Wissen bemüht ist, das jedoch vor allem der materiellen Selbsterhaltung und Machtentfaltung des eigenen Ego im Überlebenskampf dient. Sich selbst gegenüber aber verharrt der Mensch meistens seiner ursprünglichen Natur nach in seinen autorisierten Vorstellungen, die auf der Basis eines natürlichen Materialismus entstanden sind. Durch Misserfolge und verinnerlichte Ängste gehemmt und belastet muss der denkende Mensch erst noch ein Wesen entwickeln, ein Menschsein mit einem wahrlich verbesserten Erfassen und Bedenken seiner mikrokosmischen Natur, einem neuen Erwachtsein, das auf den Stufen der kosmischen Evolution das anstehende Ergebnis für die Menschheit sein soll.
Dies wird den Übergang von einer stofflichen Vervollkommnung im Rahmen der materiellen Natur zu einer weiteren Entfaltung im Rahmen der ätherich-astralen Natur darstellen. Damit wird sich eine bislang ungekannte Einsicht in jene Lebensfelder einstellen, die nicht länger im Dunkel der Unkenntnis gründet, sondern im Lichte eines erneuerten Denkvermögens steht. Damit werden Erkennen, Wahrnehmen, Bedenken und Beurteilen der naturgegebenen Seinsprozesse in die umfassenden Lebensfelder aus Äther, Astralis und Mentalis des Kosmos eingebettet, in dem alle Lebensformen auch der unstofflichen Welten transparent und überschaubar werden.

Dieser Entfaltungsprozess der irdischen Natur, von der Materie und den niederen unstofflichen Kraftfeldern bis zu den höheren astralen und mentalen Vermögen des Mikrokosmos und darüber hinaus, findet auf zweifache Weise statt: Das eine ist ein äußerlich sichtbarer Vorgang der körperlichen Entwicklung in einem spiraligen Prozess von der stofflichen Geburt bis zu seinem Tode, und darüber hinaus durch vielfältige Erfahrungen in den transpersonalen Lebensgebieten des Jenseits. Unter der Leitung seiner Monade reift der Mikrokosmos während unzähliger Inkarnationen, die angefüllt sind mit den erforderlichen Erfahrungen und Einsichten, um im Wesen die Voraussetzungen für das Erfassen und Bedenken der mikrokosmischen und kosmischen Perspektiven zu schaffen. Dabei ist die Weiter-Entwicklung des Mikrokosmos mit der irdischen Wiedergeburt ein völlig natürliches Geschehen zu immer höherer Entfaltung der unstofflichen Sphären bis in die nirvanischen Lebensfelder.

Eine grobstoffliche Evolution, wie sie von Darwin und anderen Forschern deklariert wurde, kann nicht geschehen ohne eine interkosmische Evolution in allen sieben Lebensfeldern. Eine solche Entwicklung innerhalb der materiellen Natur würde einen ineffektiven Kreislauf des Werdens und Vergehens auf einer einzigen Seinsebene bedeuten. Jeder Mensch bliebe dann lediglich ein vergängliches Werkzeug ohne Sinn und Ziel. Darum kommt die treibende Kraft zur Vollendung des Menschen über seine Monade das kosmisches Grundprinzip des universalen Bewusstseins. Dieses befeuert im irdischen Kosmos und Mikrokosmen über die sich erneuernde Astralis und Mentalis und die steten Wiedergeburten als eine unerlässliche Voraussetzung für jegliche Weiterentwicklung des individuellen Wesens die kosmische Evolution.
Es ist doch unerlässlich, zu bedenken, dass jedes materielle Leben in die unstofflichen transpersonalen Felder des Kosmos eingefügt ist. Diese sieben Lebensfelder sind voller Leben, auch unstoffliche Wesen tragen zum Erhalt der Lebensfähigkeit im Kosmos Erde bei. Auch wenn die materielle Perspektive diese Prozesse ignoriert, können die naturwissenschaftlichen Forscher ohne sie niemals existieren. Das ist niemals zu vergessen. Alle Wesen und Entitäten der Natur sind Mitwirkende im Kosmos Erde, die selbst als Wesen im planetaren Sonnensystem lebt. Darum sind alle irdischen Lebenswellen mit ihren Mikrokosmen für die gemeinsame Evolution betroffen und mitverantwortlich. Es sollte sich doch jeder intelligente Mensch fragen, ob ein supramentales Denken erforderlich ist, um diese Einheit allen Lebens zu erfassen, wie das kosmische Leben sich zu allen Zeiten in der allumfassenden Einheit mit Liebe und Wahrheit im Sonnenlogos entwickelt.

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Feuerblume

Bildgröße: 50 x 70 cm, Datei: 150 MB; Date: 30.09.2018

Feuerblume 2018

Feueräther
Wer sich in der Welt aufmerksam umschaut, kann feststellen, dass sich die Konflikte in den astralen Feldern der Erde immer deutlicher durch Kriege zwischen den herrschenden Mächten deklarieren.
Auf allen Kontinenten Krieg, Flüchtlinge, Millionen müssen in menschenunwürdigen Verhältnissen leben, Krankheit und Verhungern sind an der Tagesordnung, einmal abgesehen von den zig tausend Toten auf den Schlachtfeldern. Die Regierungen nehmen dieses Morden für ihre Machtpolitik in Kauf. Die Religionen bietet nur antiquierte Versprechen eines paradiesischen Zustandes als emotionale Motivation für das abgerutschte Selbstbewusstsein. Daneben expandiert die radikale Ausbeutung der Bodenschätze auf Kosten der Ärmsten in Asien, Australien, Afrika und Südamerika, dadurch bzw. gleichzeitig wird die Verschmutzung der Erde, der Meere, und der Luft in gigantische Ausmaße getrieben. Den globalen Konzernen und Kommunikationsfirmen scheint das alles vollkommen gleichgültig zu sein.
Aber dabei zeigt sich in der ganzen Welt, dass auch die Gedanken und Gefühle der Top-Manager und -rinnen völlig verschmutzen, weil in den globalen Konzernen beständig mentale Kriege um interne Machtbereiche geführt werden. Man nennt das im Kommerz dann «Wettbewerb». Die ungebremste Gedankenwelt der Verkaufsstrategen vermüllt auch die Astralsphäre und es wird dann niemanden wundern, wenn die ätherischen Lebens-Felder ebenfalls mit Abschaum jeder Art verstopft werden. In Folge davon werden sich epidemische Krankheiten jeder Art über den Globus ausbreiten. Dass bei alledem die Wesen in den unstofflichen Feldern der Erde, die für den Erhalt der irdischen Natur sorgen, vollkommen denaturiert werden, kann von der empirischen Wissenschaft nicht gesehen werden, weil sie nur die materiellen Gegebenheiten beobachten. Kultur, Politik und Religion folgen dem materiellen Denkansatz. Die wirtschaftlich abhängigen Medien kennen und diskutieren immer nur die materielle Struktur des Daseins. So wird ohne jede bewusste Kenntnis der wirklichen Zusammenhänge des natürlichen Lebens ein unheiliges Feuer entzündet, das durch die tiefe Verzweiflung und Überlebensangst der Masse Mensch stets erneut entfacht wird. Der wahre Quell des lebendigen Lichtes im metaphysischen Raum kann den Meinungsbildnern nicht gewahr werden.
Nur eine neue unirdische Kraft, das Feuer des Christus, die Monade aus dem Sonnenlogos. wird den Niedergang des Kosmos Erde mildern. Alle Menschen, die in ihrem Inneren bereits die warnende Stimme des Wassermanns hören, werden zur Mitwirkung bei der fortschreitenden Evolution des Kosmos und ihres Mikrokosmos inspiriert. Menschen, die sich im Erfahren ihres Daseins auf die eigentliche Aufgabe des Lebens besinnen, die Weiterentwicklung der mikrokosmischen Lebensfelder, wie z.B. der Astralis und der Mentalis, werden im Feueräther den Brand der Egozentrik löschen. Im Begehren nach der Einheit aller Wesen in der irdischen Natur befreien sie sich von den Fesseln des unbewussten Automatismus der materiellen Selbsterhaltung. Wer sich auf die höheren Felder des kosmischen Seins ausrichtet und täglich die für seine Evolution erforderliche Zeit und Raum opfert, wird vom heilenden Feueräther in einem Werdeprozess für den Lichtkreis der aktiven Menschen magnetisch. Unter der Führung ihrer Monaden entfalten sich zunehmend die höheren Aspekte in der Astralis und der Mentalis. Die absolut neue Weltanschauung ermöglicht diesen «Erleuchteten» bei der Reinigung der Weltfelder mitzuwirken und zur Heilung aller Menschen ihren Anteil beizutragen. Ein total umgewandelter mikrokosmischer Magnetismus lässt neue isomorphe Kräfte einströmen. Alle Menschen in den herangereiften Mikrokosmen können davon erhoben werden, damit auch sie, von den alten Komplexen der materiellen Selbsterhöhung befreit, für das universelle Bewusstsein des Sonnenlogos resonant sein werden.

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