Sehnsucht

Bildband


Vorwort

Seit vielen hundert Jahren werden die Kinder in die Religion der Familie und des Landes hineingeboren. Eine freie Wahl der Religion war und ist auch heute bei vielen Völkern prinzipiell nicht gegeben. Die Kultur hat die Gebräuche und Rituale der Religionen wie ein trockener Schwamm aufgesogen. Sie reproduziert diese an regelmäßigen Feiertagen und das familiäre Leben begleitende Rituale, wie Taufe, Initiation (Kommunion oder Konfirmation o.ä.) Hochzeit und Beerdigung. Erst im Maschinenzeitalter ist diese hundertjährige Verbindung zwischen Kultur und Religion aufgebrochen. Heute breitet sich auf der Welt ein zunehmend unmoralischer Kapitalismus bei freier Marktwirtschaft aus. Dies versetzt die Bürger in ein haltloses Gewirr von gesellschaftlichen Verpflichtungen, die keinen psychischen Hintergrund für das kurzfristige Dasein auf der Erde liefern. Viele Menschen verlieren darin den Halt und oder sie suchen sich eine neue Perspektive für ihr Leben, auch für ein Weiterleben nach dem Tod. Sowohl die Religionen als auch der naturwissenschaftlich begründete technoide Materialismus haben für viele an Bedeutung verloren. Neue esoterische Weltmodelle kursieren im Netz.

Die Ansicht, dass man nach einem «idealen Leben» in einen Himmel oder in eine Wiedervereinigung mit einem «Gott» eintreten wird, prägt alle großen Religionen, die sich aus den mentalen Feldern der Erde in den Gedanken der Philosophen widerspiegeln. Offenbar haben einige weise Lehrer von dem einen «Weg zur Wahrheit» gewusst, von einem speziellen Prozess, bei dem sich der erkennende Mensch über seine materielle Selbsterhaltung in der bipolaren Natur erheben kann. Jedoch eröffnet erst die materielle Selbstentfaltung die Möglichkeit, mit der ein besonnener Mensch die Verbindlichkeiten für die kosmische Evolution erfassen kann. Durch eine astrale Erhöhung kann es zu einer mentalen Offenbarung kommen, die sich nun sinnesorganisch der Person mitteilt. Damit stellt sich die Erkenntnis ein, dass alle bisherigen Wissensansammlungen, alle pädagogischen Disziplinen und religiösen Gebote sowie Verbote als eine Behinderung für jede echte Erhebung absichtlich von den Äonen verbogen wurden; schon vor tausenden von Jahren. Darum: Wer den «Ariadne-Faden» für den gesicherten Ausgang aus seinem Lebens-Labyrinth aufnehmen will, sollte alle bislang autorisierten, spirituell oder esoterisch genannten Anweisungen wohlwissend sorgfältig überprüfen, ob ihre Hinweise nicht wirklich absichtlich einen Rückweg in die Vergangenheit beschreiben. Wahre Spiritualität ist immer ein Fortschreiten in eine noch unbestimmte Zukunft, eine konsequente Weiterentwicklung aus der bisherigen materiellen Entfaltung des Wahrnehmens und Denkens in die interkosmische metaphysische Evolution.

Jedem esoterisch Gebildeten ist wohl bekannt, dass das innere Schauen des Herzens mit den Vermögen des aurischen Wesens, das von vielen Philosophen als «Seele» bezeichnet wird, vorwiegend mit Bildern arbeitet. Dieses Schauen in die abstrakten Formen der höheren Lebensfelder vermittelt sich dem von alten Klischees geklärtem Denken in einer visuellen Symbolik. In der Stille seines eigenen Seins öffnen sich dem aufmerksam lauschenden Menschen in einer gereinigten Atmosphäre die wesentlichen Aspekte und Aufgaben des Lebens für die kosmische Evolution. Für eine gewisse Zeit abgeschottet gegen alle intellektuellen Spekulationen seines Verstandes und die materialistischen Vorstellungen und Tabus der vielen gesellschaftlichen Lebensnormen öffnet sich für ihn ein Universum von pictografischen Reflexionen, Symbolen und Allegorien höchst intensiver Farben und Formen. Im Schauen auf diese Abbilder der Stille, die im Zentrum eines ganzheitlichen Erlebens wie ein zarter Film oder wie das Brausen eines Wasserfalls erscheinen, erklären sich diese Seelenbilder des Mikrokosmos oder der Monade wie von selbst.

Bergbesteigung

Die Bergbesteigung ist das klassische Symbol für die Erhöhung der
astralen und der mentalen Lebensfelder im Mikrokosmos.
Beide unstofflichen Kraftfelder des aurischen Wesens sind bei der heutigen Menschheit noch nicht vollständig im Mikrokosmos zentriert. Darum können die Impulse aus den höheren Welten vom Menschen nur geahnt werden oder intuitiv spontan erklingen.
Wird sich der erwachende Mensch am Beginn seiner Bergbesteigung aus den Niederungen der unteren Aspekte seiner Astralis erheben?
Kann er oder sie seine/ihre zweifachen Polarisationen – feminin, passiv gebärend und maskulin, aktiv zeugend – in sich ebenbürtig harmonisieren? Wer damit erfolgreich war, wird sich ohne Druck aus den Umklammerungen astraler Schemen aus dem Jenseits befreien. Die höheren Begehren aus der sich entfaltenden Astralis werden sich entfalten. Wen diese innere Sehnsucht nach dem himmlischen Horizont liebevoller Inspirationen treibt, steht am Fuße des Berges, den er nun besteigen will.
In dieser Ausrichtung auf eine interkosmische Evolution in einer freiwilligen positiven Dienstbereitschaft entsteht die erforderliche unerschütterliche Lebenshaltung. Die spirituelle Bergbesteigung zu den Gipfeln der höchsten mikrokosmischen Vermögen in den nirwanischen Feldern kann jetzt beginnen und mit Erfolg gekrönt werden.


Bilder und Symbole sind Fenster

Ein mächtiges Symbol – wie z.B. ein Kunstwerk – bewirkt mehr, als nur eine sichtbare Realität darzustellen oder einen Aspekt einer abstrakten Wirklichkeit zu präsentieren. Es kann uns wie ein mystisches Fenster einen Blick in unser Selbst gestatten. Wenn wir das Bild achtsam betrachten, befähigt es uns, hindurch zu schauen und eine Ahnung von der Vision zu erhaschen, die es symbolisiert. In einer Bild-Meditation können wir visuell eine tiefe Einsicht in das Symbolische erfahren. Das opake Abbild verwischt und wird durchsichtig wie Glas. In diesem Augenblick enthüllt es uns einen bisher verborgen gebliebenen Blick von unerwarteter Tiefe und Bedeutung. Wie in Trance erleben wir den umfassenden Sinn der allegorischen Wesentlichkeit. Es kann sich uns ein traumhafter Blick in einen weiten und tiefen Raum schenken, der sich vor unserem Sein bis ins Unendliche erstreckt. Im symbolischen Sehen erweitert sich unser Erfassen über unser sinnesorganisches Wahrnehmen. In diesem Schauen in die transzendenten Gegebenheiten erfahren wir ein mystisches Erleben des grenzenlosen Universums und begreifen die Entwicklungen der kosmischen Lebendigkeit. Plötzlich, wie in einem Rausch, sehen wir von innen, wie bei einem Hologramm, wie die inneren Lebensfelder die Erscheinungen bewegen.
Symbole produzieren in unserem Sehen geistige Bilder, die von der höheren Mentalis erweckt, das Erfassen lenken. Wenn das Bild eine Art Leitfaden für uns bildet, formt und richtet der Verstand das mentale Fenster danach aus. Die mitklingenden Gefühle färben das Glas und erschaffen seine Transluzenz. Ist diese klar genug und zeigt sie uns ein sympathisches Abbild, dann wird die künstlerische Vision von unseren resonanten Vorstellungen durchdrungen. Dabei vermag solch ein Bild schnell eine noch höhere Schicht der Mentalis aufzurufen, die uns unmittelbar vergegenwärtigt, was das Bild beabsichtigt.
Die faszinierende Eigenschaft des Fensters besteht darin, dass es nicht so aussehen muss wie das, was durch die Glasscheiben sichtbar wird. Obwohl ein kunstvoll gestaltetes Bild, das klare visuelle Einsichten gewährt, anfangs unsere achtsame Aufmerksamkeit lenkt, muss es der erfahrenen Vision nicht unbedingt gleichen. Eine von einer visuellen Allegorie versinnbildlichte Wirklichkeit entzieht sich eigentlich einer materiellen Darstellung durch statische Abbildungen. Die innerlich erlebte Schau steht im emotionalen Fluss des Betrachters. Bilder können nur dann aktive Fenster für uns sein, wenn wir bereit sind, uns all jenen Bildausschnitten zu öffnen, die uns subtil und feinsinnig in den eigenen Impressionen und Erinnerungen berühren, die sich nicht direkt einfangen lassen.


Die Weite des Seins

In unserem Kosmos fluten die sieben Kräfte der animalischen Selbsterhaltung horizontal über den Planeten von Ost nach West im Wechsel von Tag und Nacht. Bipolare Vibrationen von Gut und Böse dringen in das Leben der Menschen, damit sie sich mit ihren subjektiven Erfahrungen nach einem höheren Sein sehnen, nach einem Lebensfeld der Ideale in Einheit mit dem All. Die transpersonalen immateriellen Kräfte durchströmen unbehindert die Bipolarität des Werdens und Vergehens der materiellen Welt und impulsieren die irdischen Lebenswellen in ihren kontrastreichen Erscheinungen. Alle Kreatur wartet auf die neue Menschheit, die sich in ihren Mikrokosmen vollendet, um die ahrimanische Last unter dem Firmament so weit schwächen zu können, damit die Evolution des ganzen Planeten Erde sich vollziehen kann und dabei auch alle Fauna und Flora in ein neues Sein erhebt.
Zur möglichen Befreiung aus der jenseitigen Umklammerung sendet die Monade drei Kraftströme in jeden Mikrokosmos. Diese verbinden sich mit der aktiven Person über die Pinealisaura im Haupt mit dem Mentalfeld und über das Herzchakra mit der Astralis sowie über das Sonnengeflecht mit den ätherisch-stofflichen Vermögen. Damit wird jeder Mensch befähigt, seinen Auftrag für den Kosmos anzunehmen und durchzuführen.


Mikrokosmische Entfaltung

Der Mensch mit seinem Mikrokosmos entwickelte sich über viele Inkarnationen durch vier Werdenszyklen, damit sich auch sein stofflicher Körper soweit vollenden konnte, bis dass die Person autonom und selbstbewusst – ohne jede Fremdbestimmung – ihre Welt und Umwelt mit allen aktiven Feldern des Planeten erfassen und bedenken kann.
In der Erkenntniss der Ursache aller irdischen Konfliktorgien bemüht er sich um Toleranz und Verständnis für alle, die in sich die Harmonie und den Frieden für das kosmische Werden anstreben. Für den Kontakt mit seiner Monade löst er behutsam die erkannten Behinderungen seiner astralen Vergangenheiten, die ihn bei seiner Entwicklung und Selbsterhaltung im materiellen Lebensfeld begleiteten. So wird er beständig astral geeignet gemacht, das holistische Weltall mit allen elektromagnetischen Interferenzen zu begreifen. Erhebt sich dann auch das Mentalfeld aus den niederen Aspekten, kann der Mensch das Allgeschehen von innen erfassen.
Im Dienen für die komplexen Zusammenhänge der kosmischen Evolution muss sein mikrokosmischer Magnetismus völlig unabhängig von den noch bestehenden Äonen sein. Dann vermag er eigenständig bei der kosmischen Evolution ein nützlicher Mitarbeiter zu sein, auch um alle Mikrokosmen von Fauna und Flora im Kosmos Erde weiter zu fördern.

Bipolarität der Materie

Solange den Menschen die physische Selbsterhaltung als die eine unabdingbare Lebensnotwendigkeit vollkommen ausfüllt, erlebt er in seinem täglichen Sein die sich stets entfaltenden Bi-Polaritäten der materiellen Erscheinungen. So wird aus schön schnell hässlich, aus dem Guten wird umgehend das Böse, aus mühselig wird bequem, hoch steht neben dem Niedrigen und so offenbaren sie ihre gegenseitige Ungleichheit.
Im spirituellen Streben sucht der Erkennende sehnsüchtig nach einer Lebenshaltung in intelligenter Neutralität. Er übt sich im Loslassen emotionaler Verflechtungen mit den vielen Sachzwängen des alltäglichen Wettkampfes. Viele Menschen meinen, alles zu wissen, was für ihn sinnvoll gut, und richtig ist. In der Bipolarität verwirklicht sich letztlich dadurch auch das Schlechte. Erst im eindeutigen Erfassen, dass die komplementären Er-Scheinungen nur in den niederen Zusammenhängen des Äthers mit der Materie auftreten, kann sich auf eine neue Sicht in die transpersonalen Sphären der Welt vorbereiten.
In der höheren Astralis verwehen die Gegensätzlichkeiten, alle Lebensaktivitäten werden völlig natürlich erhalten durch die von allen Wesen ausgehende Reflexion aller Kräfte. Auf diese mikrokosmische Evolution wird sich der Mensch ausrichten, der die Zusammenhänge der transpersonellen Lebensfelder mit seiner Monade erkannt hat.

Begehren und Vertrauen

Die Evolution ist ewige kreative Entfaltung der kosmischen Lebensfelder. Die darwinschen Beobachtungen der stofflichen Erscheinungen bei Tieren und Pflanzen weisen darauf hin, dass auch die an sonsten sehr festen Mineralien und Metalle in die permanente Weiterentwicklung und Neuschaffung einbezogen sind. Für die Entwicklung aus der Selbst- und Arterhaltung im irdischen Lebensfeld wurden alle Voraussetzungen in den sieben Kraftfeldern des Mikrokosmos geschaffen. Insbesondere in der Materie, im Äther, in der Astralis und Mentalis. Heute sendet Aquarius seine Liebe zu den Menschen, damit sich alle zubereiteten Mikrokosmen zunächst in der Astralis und zukünftig auch in der Mentalis vollenden. Die Weiterentfaltung in den drei nirvanischen Feldern wird noch einige Inkarnationen benötigen.

Das neue Mentalvermögen kann dann in aller Konsequenz von der Person erlebt werden, wenn die dankbare Sehnsucht alltäglich aus den hohen astralen Ansichten nach der Erhabenheit des geistigen Lichtes aus der Monade erklingt. Die Erleuchtung durch die hohen mentalen Lebens felder steht prinzipiell vor allen Menschen. Diese unvergleichlichen Möglichkeiten einer radikalen Veränderung der Weltanschauung sind von grundlegenden Entscheidungen des Individuums abhängig.

Wer wird seine unbewussten Vorstellungen der Selbstbehauptung von den materiellen Konzeptionen ablösen können? – Allein das bedingungslose Vertrauen zur Monade und zu den Prinzipien der kosmischen Resonanz werden es ermöglichen.

Die Wahrheit

Wie ein geschliffener Kristall, unveränderlich hart wie ein Diamant, ruht die Wahrheit im Allgeschehen. Was können wir Menschen von der Wahrheit erahnen? – Sind wir denn noch in Windeln gewickelte Kinder, die so eben erfassen können, dass ihnen auf Erden ein Bleiberecht in der Gesellschaft mit anderen Menschen und Tieren geschenkt wurde?
Wer bereits erwachend erfassen kann, wie sein Dasein mit einem weit über ihn selbst hinaus gehenden Werden verwoben ist, erlebt seine Kleinheit im gigantischen Allgeschehen. Angesichts der unvorstellbaren Größe und Weite des Universums, das aus dem einen unbegrenzten ewigen Schöpfungsfeld hervorgegangen sein muss, wird er niemals mehr in einem irdenen Tempel aus Stein einen darin waltenden Gott anflehen, um einen Gefallen bitten oder um tatkräftige Unterstützung seiner egoistischen Ambitionen.
In tiefer Sehnsucht nach der monadischen Führung bei seiner Weiterentwicklung auf dem Bogen der Evolution bittet der erkennende Mensch um mehr Licht für seine Erkenntnis von der einen Wirklichkeit. Nur mit diesen vielfachen kosmischen Kräften vermag der Mensch etwas mehr von der Strecke zu erkennen, die sich vor seinen Füßen abzeichnet, die Brücke, die er unter der Leitung seiner Monade auf der Evolutionsleiter trittsicher ersteigen muss.
Nur durch dieses metaphysische Licht kann der Mensch in seinem Mikrokosmos das große Wunder der Transfiguration verwirklichen.

Dienst für die Evolution im Kosmos

Im erblühenden Lotus liegt symbolisch die Perle der spirituellen Berührung durch die Monade. Es ist die klassische Allegorie für die Verheißung der mikrokosmischen Weiterentwicklung bis zur Vollendung in den nirvanischen Feldern.
Die mikrokosmische Evolution der höheren Astralis führt jeden Menschen in einen Lebensbereich, in dem er sich als Teil der kosmischen Einheit mit allen Wesen in den astralen, ätherischen Feldern und in der materiellen Natur erleben wird. Als wirksamer Teil dieser umfassenden Einheit erfährt er auch, dass durch den beständigen Austausch aller Kräfte unter allen kosmischen Geschöpfen, die Monaden aller Kosmen und Mikrokosmen, völlig natürlich erhalten werden. Die grobstoffliche Erhaltung der Person erfolgt dann über einen parallel ablaufenden «Stoffwechsel» aus der Astralis und dem Äther.
Die Person erlebt diesen Seinszustand wie eine Erleuchtung, wie eine Einweihung in die höchsten Mysterien. Doch gerade in dieser nahezu paradiesischen Situation darf der Mensch nicht verharren. Jetzt im Selig-Sein muss bewusst das «Kleinod der Unterscheidung» angewendet werden, um den Auftrag des Lebens zu erkennen, damit er sein Streben unverändert nach den höheren Weihen intensiv fortsetzt. Dieses wird dem Menschen nur dann gelingen, wenn seine Umwendung und Hinwendung zum metaphysischen Lebensziel mit der barmherzigen Dienstbereitschaft für alle Wesen und Kosmen unverwundbar bestehen bleibt.

Die ebenbürtige Gleichheit

Die Trinität des Lebens offenbart sich über drei Stufen des Seins. Die Ideation als höchste Inspiration strahlt die Intention des Schöpfers in das Wachstumsfeld, in das Tal der Mutter, die Urmonade.
Die Kaskade der Monaden erschafft die ungezählten Arbeitsplätze für die Offenbarungskräfte im Universum. So offenbaren sich Kosmen, Makrokosmen und Mikrokosmen. In allen diversen Kosmen werden die in ihnen wirkenden Geschöpfe entfaltet. Der Mensch, der Planet, der Mond, die Sonne, die Galaxie werden mit ihren Devas oder Demiurgen aus ihrem «Tal der Mutter» erschaffen und zu dynamischem Mitwirken in der Evolution angefeuert. Im Konzept der Schöpfung liegen für alle Entfaltungen und Wirkungen die sich ergänzenden Polaritäten. Wie beim elektrischen Strom aus der Spannung von Minus nach Plus, ergänzen sich in allen Wesen immer das aktive Schaffen (maskulin) und das bewahrende Hervorbringen (feminin) durch die ebenbürtige Liebe im Bewusstsein der universellen Einheit.
Immer und überall bewirkt die liebevolle Wärme der Barmherzigkeit im Zusammenspiel mit der wissenden Weisheit und Gerechtigkeit die Harmonie aller vielfältigen Entitäten im Universum. Von der Ideation über die Organisation bis zur Realisation bleiben die Weltenkräfte stets im Gleichgewicht. Die Suche nach Schuld bleibt vergeblich.

Das Ewige Sein

Leben ist das Wesen der Offenbarung. Universales Bewusstsein ist die Liebe der Urmonade für alle Monaden, für alle Kosmen und ihre vielfältigen Geschöpfe. Alles in der unendlichen Offenbarung ist Leben. Das, was der Mensch «Tod» nennt, existiert nur in den Köpfen der materialistisch denkenden Gläubigen der sogenannten Wissenschaftler.
Ewiges Sein entspringt nur dem ewig Einen, dem Urquell aller geoffenbarten und ungeoffenbarten Lebenswellen. Das universale Bewusstsein der Urmonade inspiriert alle weiteren Monaden in der kreativen ewigen Offenbarung. Wer sich im eigenen Selbst als Teil der von diesem Schöpfer ausgehenden Monade erfährt, begreift sich völlig natürlich als ein abhängiges Wesen von den ewig lebenden Systemen des Alls, ist in Resonanz mit der liebevollen Einheit des Ewigen.
Durch freiwillige Mitschwingung mit allem Leben in allen Kosmen und Makrokosmen verbunden, schwinden sämtliche auf die Selbsterhaltung und Verteidigung des materiellen Körpers ausgerichteten Absichten dahin, wie die Nebel im steigenden Sonnenlicht eines neuen Tages.
Sein bewusstes Mitwirken in und für die Evolution im einheitlichen Kosmos wird zum täglichen Bedürfnis nach Liebe, Harmonie und Barmherzigkeit. Das mangelnde Wissen um die metaphysischen Lebensfelder ist dem Licht der unvorstellbaren Wirklichkeit gewichen.

Wasser – Symbol der Kräfte

Viele Schöpfungstheorien beschreiben als Ursache des Lebens das Wasser. Dabei wird es schnell deutlich, dass die antiken Weisen mit diesem quirligen Element etwas viel Höheres symbolisierten, als das profane Wasser eines Baches oder das der Meere. Aber selbst das irdische Wasser in den Meeren verbirgt zahllose Geheimnisse für die Forscher und es ist dabei Träger zahlloser Informationen über das Werden des Wesens Erde. Im Kreislauf von Verdunstung und Regen fließt das Wasser aus Quellen über Bäche, Flüsse und Ströme in seinen unterschiedlichen Betten wieder zum Meer zurück. Als Wasserdampf und Nebel entsteigt es überall der Natur, bildet gigantische Wolken, die mit den aufgetankten Informationen und elektromagnetischen Ladungen den Erdball umkreisen, und sich erneut als Regen ergießen. Auch tief unter der Erde strömen die Wasser als Grundwasser in den Erdschichten und in gewaltigen Höhlen, bilden selbst unter Wüsten großartige Katakomben mit glitzernden Seen.
Wer nach den höheren Weihen des Daseins strebt, orientiert sich am «lebenden Wasser». Seine Ausrichtung ist auf die höchsten Himmel gerichtet, wenn er sich mit den tiefsten Abgründen des Menschen verbindet. Stets verschenkt er vollkommen die Vermögen der Liebe seiner Monade an alle Wesen, die nach der einen lebendigen Einheit aller suchen.

Die Leere ist der Vase Sinn

Seit ewigen Zeiten verwendet die Menschheit geformte Vasen, Krüge und Schalen für die Aufbewahrung der kostbaren Lebensmittel. In großen, aus Ton geformten Amphoren wurden sogar Schriftrollen in Höhlen verborgen. Das wichtigste an diesen Formen war ihre Hohlheit, die mit den unterschiedlichsten wertvollen Dingen gefüllt werden konnte. Das harte Material, gebrannter Ton, Stein oder Metall schützte die Füllung und ließ sogar Wein oder Gemüse im Inneren reifen.
Die Menschheit entwickelt sich zu einem höheren Bewusstsein. Die Zeit des Wassermanns ist eine besondere Periode der geistigen Evolution des ganzen Kosmos. Dieser kosmische Einfluss drängt die Menschen und alle Natur aus der stofflichen Entwicklung hinaus und fordert von ihnen einen aktiven Schritt in die Evolution eines höheren Seins.
Die Entwicklungen in der Vergangenheit betrafen vor allem die Vollendung des Gehirns im grobstofflichen Körpers, der Vase. Dieses Phase scheint nun abgeschlossen, die Vase ist mit transpersonalen Kraftfeldern und ihren Gedächtnissen gefüllt. Jetzt führt die Monade die Mikrokosmen der Menschen in einen gewaltigen Schritt zur Erhöhung der Astralis.
Darum wird es jetzt Zeit, sich nicht mehr mit der materiellen Seite der Selbstbehauptung zu befassen. Das stoffliche Werk ist vollbracht und der Verstand kann erkennen und bedenken. Jeder ist nun aufgefordert, auf die Stimme seiner Monade zu hören, und ihren Impulsen zu folgen. Es gilt nun, sich liebevoll von der materiellen Weltbild abzuwenden, und sich der probabilistischen Evolution des Mikrokosmos zu widmen.

Individuelle Erleuchtung

Wer das wunderbare Bild eines großen Malers in einem Museum bestaunt, bedenkt innerlich die Vision hinter der gemalten stofflichen Existenz des Bildes. Ein wenig widmet er sich dem Rahmen und dem Canvas oder dem körperlichen Farbauftrag. Es ist jedoch die völlig immaterielle Idee des Genies, die den Betrachter fasziniert, die in ihm ein intensives Sehnen nach der tiefen Bedeutung dieser mentalen Vision weckt, die den Maler zu seinem Werk inspiriert hat. Das universelle Bewusstsein beweist dem bewusst werdenden Menschen in den ungezählten Schönheiten der irdischen Natur die Existenz einer harmonischen, liebevollen Einheit in der überwältigenden Vielheit des interkosmischen Seins.
Weit über alle materiellen Erscheinungen hinaus entfalten sich die energetischen Ströme von sieben heiligen Kräften in sieben kosmischen Gebieten, von deren Herrlichkeiten sich nur ein winziger Abglanz im stofflichen Dasein abbilden kann. So, wie der weite Himmel in einem Wassertropfen auf der Glasscherbe im Rinnstein aufblinkt..
Das Teleskop ist ein großes Wunder der Technik. Mit ihm erblickt der Mensch das gewaltige Weltall als ein noch größeres Wunder des Daseins. Wer den Sinn des Lebens innerlich erfassen kann, erfährt hinter und über allem sichtbaren Universum die unendliche Weite und Tiefe des ewig webenden Bewusstseins einer höheren Einheit.
Wer seinen eigenen Rahmen, sein Bild auf dem eigenen «Canvas» sorgsam pflegt, wird einmal in Denken und Sein die hohe Kunst der individuellen Erleuchtung umfassen.

Alles ist im Fluss

Das mechanistische Weltbild beginnt sich aufzulösen. Mit den Quantenfluktuationen werden die letzten Teilchen der atomaren Aufspaltung der Materie zu Gitterpunkten in einem elektromagnetischen Feldgeschehen. Das Atom wird zu dem Unteilbaren, wie es die antiken Griechen einmal gemeint haben, und die Materie wird zur Hylé – Hülle – der alten Weisen am Isthmus von Korinth. Der Mensch, als stofflicher Bewohner eines Mikrokosmos, erkennt sich selbst als ein Teil innerhalb der kosmischen Interferenzen von mehreren Lebensfeldern unterschiedlicher Frequenzen. Der Satz «alles ist im Fluss» bekommt einen echten Sinn.
Ein Haus macht nur Sinn, weil es Räume umgibt, die von Leben erfüllt werden. Die Speichen des Rades korrespondieren mit den Lebenskräften des Mikrokosmos: wie z.B.: die Materie, der Äther, die Astralis, die Mentalis und drei nirvanische Gebiete. Allerdings erforderte das Erfassen dieses kosmischen Konzeptes das Werden im materiellen Feld. Dabei entstand im Körper des Menschen das Gehirn, mit dem das sinnesorganische Wahrnehmen und das Verstandes-Denken ermöglicht wurde. Das Erkennen und Bedenken des natürlichen Wirkens, seine Entwicklungen und Entfaltungen, ermöglichte dem Menschen das Erfassen der auch ihn durchströmenden metaphysischen Kräfte.
Das materielle Sein erschafft die äußere Erscheinung des Daseins, das eigentliche Leben hängt vom Immateriellen, vom Nicht-Sein ab. Die von vielen Menschen angestrebte Einheit in der Natur ist auf dem metaphysischen Plan bereits vollkommene Wirklichkeit. Eins mit allen Göttern, Engeln, eins mit Christus.

Harmonie im All

Die moderne Vorstellung, dass das Universum eine harmonische Melodie aus vielfältigen Vibrationen von Informationen ist, die mit ihren Myriaden verschiedener Wesen und Galaxien in einer einzigen Kommunikation leben, hat schon antike Philosophen bewegt. Die Einheit im kosmischen Klang steigt empor aus der allumfassenden Liebe und Barmherzigkeit der Urmonade. Vielen Weisen der alten Welt war längst vertraut: Alles im Universum wird aus Kraftfeldern erschaffen, aus Vibrationen, Schwingungen oder Klang. Die höchste aller Kräfte in der Schöpfung des Logos, die Urmonade, ist das universale Bewusstsein, die ewige Kommunikation und Kommunion. In ihm und aus ihm entstehen alle heiligen Lebensfelder im unendlichen Universum, die die Galaxien, Sonnen, Planeten und Monde erschaffen. Alles Leben, mit allen kreativen Entfaltungen und Funktionen, klingt zusammen in der Trilogie Harmonie, Liebe und Gerechtigkeit. Verwendet der Mensch seine ganzen Intentionen für das Wachsen der Kraftfelder in seinem Mikrokosmos, schenkt ihm seine Monade eine universelle Welterfahrung, wird er die allumfassende Einheit mit Allem schauen.
Niemand befreit sich aus dem Wechselspiel der materiellen Natur, der sich nicht in einer Transfiguration vollendet. Im starken Wissen um die metaphysischen Lebensfelder steigt das Unbewusste in sein helles Sehen. Das Ego beginnt, harmonisch im aurischen Wesen mitzuschwingen und verbindet die Person mit dem kosmischen Bewusstsein aus der Monade der Gaia. Ihr Licht ist nicht nur die Liebe im Bewusstsein, sondern auch die Kraft der Mutter zur Verwirklichung der universellen Evolution, der Versöhnung mit der Sonnenmonade, dem Vater. Sein Sohn, der Christus, vereinte sich mit dem Wesen Erde, damit die Befreiung aller Menschen sowie der Lebenswellen der Fauna und Flora aus der Materie gelingen kann.


Achtsamkeit

Die meisten Menschen müssen jenseits von Eden eine chaotische Welt erleben. Nur wenige Auserwählte können sich mit ihren Gärten und Ländereien vor der Sicht auf die Leiden der verarmten Menschen schützen, die auch König Siddharta bei seinen vier Ausflügen in das Leben vor den Toren des Palastes erlebte. Dabei stellte er fest: „Der Körper ist wie ein großes Unheil. Ich habe darum großes Unheil, weil ich einen Körper besitze.“
Erst unter dem Bodibaum entstand die Lehre von der Befreiung vom achtfachen Rad. Für die Erlösung vom Alltäglichen sollte der Mensch seine Begehren aufgeben. Im Okzident wurde diese Sünde zur Ursache des Leidens, die den Menschen angeblich an die Begierden des Fleisches kettet. Also verachtete der sich nach Freiheit vom Leiden sehnende Mensch seinen Körper, sein einziges bewusst erkennendes Werkzeug für die lebendige Einsicht in das irdische Sein.
Pflege den Baum, damit die Blätter sich kraftvoll entfalten, und gibt seinen Wurzeln Wasser und Nahrung, damit die herrlichen Blüten sich einmal im Sommerwind wiegen. Bei allem Wachsen und Gedeihen erlebt jeder im blühenden Baum die große Schönheit des irdischen Wunders.
Selbst dann, wenn der Mensch das hohe, über alles materielle Dasein hinaus reichende Ziel seines Lebens in den metaphysischen Welten anstrebt, darf er die erste Stufe der Jakobsleiter nicht missachten.
Nur aus dem Vater – dem geistig Erhabenen – und der Mutter – der bodenständigen Lebenskraft – kann sich der Sohn erheben, und die Evolution des Kosmos für alle Menschen bewirken.

Die fundamentale Ursache des Lebens

Das Mysterium des Seins beginnt mit den verborgenen Vorgängen im Wahrnehmen und Erkennen. Der Mensch sieht mit seinen stofflichen Augen die Erscheinungen der materiellen Dinge. Die chemisch-elektrischen Impulse werden vom Verstand aus der Mentalis in begreifliche Begriffe umgewandelt. Auch wenn jeder ahnt, dass alles materielle Sein aus dem Unstofflichen erschaffen wird, bleibt für die meisten Menschen die Materie die fundamentale Ursache des Lebens.
Könnte er jedoch alle holistischen Kraftfelder erleben, würde er ganz konkret erfassen, dass jedes Wesen im Universum in und von dem alles umfassenden Bewusstsein ausgeht. Die Offenbarung ist eine vollkommen geordnete Struktur aus Myriaden holistischen Lebenssphären, eine dynamische Gegenwärtigkeit. Alle hierarchisch eingebetteten Monaden entfalten in harmonischer Resonanz miteinander die unzähligen Naturen und Wesen in ihren Kosmen, Makro- oder Mikrokosmen.
Den stofflichen Sinnesorganen der Menschen auf der Erde bleibt diese Schau auf die Wirklichkeit der Offenbarung verborgen, weil sie immer nur das Stoffliche erfassen können. Im ätherischen «Sehen» erlebt der Mensch, wie sich die Materie aus den unstofflichen Fluiden entwickelt. Die astrale Schau erlaubt den Blick auf die In-formation der Äther von den mentalen Ideationen. Die materielle Er-Scheinung ist nur der Glanz auf den metaphysischen Kraftfeldern. Als Bild und Gleichnis gehört sie, entgegen vieler Ansichten, zu der als einzigen fundamental erforderlichen, liebevoll versorgten Basis zur Weiterentfaltung von Mensch und Erde, Fauna und Flora in der kosmischen Evolution.

Symbole für das eine Werden

Wer sein Lebensziel erkannt hat und sich behutsam auf den Weg begibt, wird mit der Zeit bei seinen eigenen Schritten und Erfahrungen der Einsicht begegnen, dass eine evolutionäre Entwicklung in der Materie nur innerhalb einer interkosmischen Evolution von allem stattfinden kann.
Diese irdische materielle Natur wurde in allen Richtungen und Dimensionen nach naturwissenschaftlichen Gesetzen erforscht. Allerdings wird bei alledem eine grundlegende Regel gerne übersehen: nämlich die Bipolarität der Dinge und Ereignisse. Alles hier hat seine zwei Seiten: Tag und Nacht, Licht und Schatten, Gut und Böse, Krieg und Frieden, Liebe und Hass usw. Das sich vor ihm ausbreitende Lebensfeld wird von zahlreichen Kraftfeldern durchkreuzt, die einerseits seine irdische stoffliche Existenz und andererseits seine Teilnahme an der holistischen Gesamtheit aller Dimensionen im Universum ermöglichen. Die von ihm erahnten Ideale verwirklichen sich in den metaphysischen Feldern, wenn sein Mikrokosmos sich zu vollenden beginnt. Das probabilistische Entwicklungsprinzip wird von einem Kreuz allegorisch dargestellt.
Das ägyptische «Ankh-Kreuz» oder Schleifenkreuz enthält als Zeichen des universellen Lebens den Hinweis auf die Lebensfelder der Einheit und Liebe, mit denen der Mensch auf ewig fest verbunden ist. Die Person sollte auf der Erde den Weg studieren und sich dabei den höheren Wirkungen ihrer Monade anvertrauen. Dann kann sie wie von selbst ihre Impulse in ihrem Dasein verwirklichen. Der ernsthaft Strebende lässt die wechselnden Aspekte im Horizontalen ausklingen, während ihn die Strahlen der Monade vertikal empor tragen.

Den Kosmos kennen

„Wissen, was ewig ist, heißt, erleuchtet sein. Nicht wissen, was ewig ist, heißt, eigenes Elend bewirken“.– Laotse
Was bedeutet eigentlich die Kenntnis über die Wirkungen der Kräfte im Kosmos für das tägliche Leben?
Was will Jesus den Menschen sagen, wenn er klagt: „Mein Volk geht verloren, weil es keine Kenntnis hat.?“
Wer sich in seinem Leben immer nur für die stoffliche Selbstbehauptung, möglicherweise für eine schöne Existenz im materiellen Dasein mit einem schönen Haus in einer schönen Landschaft mit schöner Musik und einem harmonischen Einklang mit netten Menschen, mit seinen ihm geschenkten Vermögen, Wissen und Befähigungen einsetzt, wird einmal feststellen, dass alles Schöne dieser Welt wie Staub im Winde verweht. Es ist Maya.
Maximal ein Bild und Gleichnis, wie Goethe uns sagt. Dieses Gleichnis kann nur verstehen, wer Kenntnis vom All hat, vom Ziel der kosmischen Dimensionen, von der Einheit im kybernetischen Wirken der Vielheit. Die ewige Seligkeit, «ananda», wird nur dem zuteil, der sich für seinen Mikrokosmos zu den Ebenen aufschwingen mag, die sich über seinen mentalen Vorstellungen entfalten. Erst dort offenbart sich die die alles umfassende ewige Liebe, die über allen Verstand geht. Diese Kenntnis des systematischen harmonischen Zusammenklingens und die Integration in die permanente Evolution des Universums, diesen Prozess, in den jeder Mikrokosmos zu seiner Vollendung eingefügt ist, wollte der Christus der ganzen kosmischen Natur offenbaren

Holografische Monadologie

Die Ordnung im All erzeugt die vollkommene Symmetrie, energetisch und gleichzeitig informativ über die isomorphe Resonanz. Alles kumuliert holografisch in kugelförmige Energiefelder, die Monaden. In der offenbarten Schöpfung entfalten sich alle Wesen in den Kosmen der Monaden, die aus der Urmonade hervorgingen. Sieben verschiedene Vibrationen erschaffen das Leben aller Geschöpfe über ihre morphischen Felder, den ewigen Gedächtnissen. Das universelle Bewusstsein teilt sich allen Monaden, Kosmen und Geschöpfen mit. Jede Galaxie, jeder Stern oder Planet ist mit seinem Klang in die Kommunikation seines Lebensbereiches eingebettet. Darin haben die antiken Weisen die Sphärenmusik und -Harmonie erkannt.
Die Grundidee des Daseins erklingt beständig aus dem universellen Bewusstsein aller Kosmen als ein gewaltiges Orchester unzähliger Wesen.
Zur Offenbarung der Herrlichkeit des unkennbaren «Ewigen Seins» reproduziert jede Monade analog der ersten Schöpfung in sich ein «holografisch» wirkendes Schöpfungsfeld mit einem darin wachsenden Geschöpf. Zum Verständnis dieser Schöpfung, die auch für den Menschen gültig ist, haben die alten Weisen von der Trinität gesprochen: Der «Vater/Mutter» schuf den «Heiligen Geist» und den «Sohn». Der Sohn ist als werdendes Geschöpf wesensgleich mit dem «Vater», aber noch nicht vollendet. So ist das monadische Geschöpf von Anbegin seines Seins ein Resonanzkörper für das grundlegende morphische Feld, das die Idee der Schöpfung kommuniziert. Das siebenfache Kraftfeld des «Heiligen Geistes», der Kosmos bzw. Makro- oder Mikrokosmos, durchströmt den «Sohn» bis zur vollkommenen Vereinigung mit allen für das weitere Mitwirken erforderlichen Kräften.

Die Trilogie der Offenbarung

Die Universen, die von dem Logos ausgehen und im Meer des universalen Bewusstseins treiben, werden durch göttliche Intelligenz mit Ideation und Energie versorgt und gelenkt. Das Universum ist ein unvorstellbar offenes, unbegrenztes Lebensfeld. Alle sieben Kräfte der Offenbarung kommunizieren fortlaufend untereinander. Alle Planeten, Sonnen und Galaxien sind bewusst lebende Entitäten in einer dreifach gestuften Hierarchie, wie auch das gesamte Universum eine dreifach organisierte lebende Einheit ist.
1. Die Monade verwirklicht die ursprüngliche Idee der Offenbarung.
2. In ihr entfaltet sich ein siebenfaches Energiefeld für die Verwirklichung des Geschöpfes, des Kosmos, Makro- oder Mikrokosmos (häufig auch Seele genannt).
3. Mit den sieben Kraftfeldern wächst das Geschöpf, der Quasar, die Galaxie, das Sternensystem, die Sonnen, die Planeten und alle Lebenswellen in ihnen unter der Leitung ihrer Monade.

Sie alle kommunizieren stets über eine direkte Verbindung mit dem Zentrum ihres Kosmos. Alle Monaden vibrieren in der Kraft des Bewusstseins in einer harmonischen Einheit mit sämtlichen Monaden im Universum.
Die Evolution vollzieht sich nach dem Plan des Logos, Tao oder Brahman in Resonanz mit der allumfassenden Weisheit, Harmonie und Liebe für alle Geschöpfe.

Die Weltzyklen

Alles steht mit allem in steter Kommunikation. Schon die Weisen des Altertums wussten von den zwölf zodiakalen Beeinflussungen aus dem die Welt umgebenden Tierkreis. Die Namen für diese Abschnitte wurden ganz bewusst mit den Sternbildern verbunden. Insbesondere die Astrologen des alten Persiens kannten genau die Besonderheiten dieser Kräfte, die jeden Menschen über das persönliche Sternbild in seinem aurischen Wesen beeinflussen. Die Veränderungen in der Art der Zivilisationen auf Erden sind stets von der besonderen Systemstruktur der Kräfte in den aktuellen Perioden abhängig.
Im Stierzeitalter reiften in den Menschen die großen physischen Vermögen, damit im Zeitalter des Widders die selbstbewussten Individuen heran- wachsen konnten. Anschließend dominierte das Fischezeitalter die Entwicklung ethischer, religiöser und spiritueller Empfindungen und verband eine große Sehnsucht nach göttlicher Harmonie und Gerechtigkeit mit der Menschheit.
Im Zeitalter des Wassermanns müssen sich in jenen Menschen die höheren Gebiete der Astralis und Mentalis entfalten, deren Mikrokosmen bereits dafür herangereift sind, damit sie zu der neuen Weltanschauung kommen können, die bereits von einigen Mystikern bereits erahnt wurde. Dann erscheinen Mars und Venus in Konjunktion, Stier und Sonne bilden eine harmonische Einheit für die weitere Evolution der metaphysischen Lebensfelder. Männliche Vitalität und weibliche Geborgenheit im unendlichen Licht der Monade drängen zur Erfüllung der kosmischen Aufgabe für das Wesen Erde.

Die Weisheit der Antike

Die Philosophien und Religionen, die unsere Kulturen auch heute noch beeinflussen, stammen alle aus den antiken Zeiten von ca. 500 v.Chr. bis 500 n.Chr.. Die Stifter der großen Religionen in Asien und im Orient haben selbst, bis auf wenige Ausnahmen, nichts aufgeschrieben. Nur Mani hat seine Lehre in Bildern weitergegeben.
Erst die nachfolgenden Zuhörer, oft sogar erst die Menschen, die den Geschichten der Augenzeugen gelauscht haben, brachten die Gedanken von Buddha, Christus oder Mohammed zu Papier. Folgt man der chinesischen Anekdote über Laotse, so hat er nur ein paar Verse seiner Weisheit dem Hüter der Grenze für die Nachwelt überlassen.
Die Mysterien des alten Ägyptens basieren auf einer profunden Kenntnis der jenseitigen kosmischen Welten des Äthers und der Astralis, die der Verstorbene durch gute Taten, durch Bereuen und Anrufungen der heiligen Götter überwinden musste, um an den zahlreichen Widersachern vorbeizukommen. In der Unterwelt sah man Osiris als den vorherrschenden Machthaber und den einen Retter bei vielen Gefahren, die den verstorbenen Mikrokosmos herausforderten. Angekündigt war der Weg zur Sonne oder zu den Sternen, dem Sternbild des Orion, um in einer erneuten Inkarnation den dann lebenden Menschen beizustehen, damit diese auf einer höheren Ebene am Ende ihres Leben gut vorbereitet die Unterwelt betreten konnten. Sie sollten es künftig etwas leichter haben auf ihrem Weg zur Transfiguration.

Transfiguration – Selbstübergabe

Wir können nur das sehen, was unseren Erwartungen entspricht. Erst mit einer erhöhten Astralis kann ein erweitertes Erfassen entstehen. Das neue Wahrnehmen vermittelt dann unserem Denken eine Impression von den uns tragenden kosmischen Lebensfeldern und ihren tiefen Sinn. Das ist möglich, weil das Schauen mit den immateriellen Sinnen eine Reichweite besitzt, die weit über das Materielle hinausreicht. Das gesamte Werden stellt sich nun als ein Erkennen der ewig webenden Evolution in den metaphysischen Feldern dar, in der das dingliche Sein hervorgebracht wird. In der Materie entwickelt sich die erste Etappe.
Das Denken sagt uns: Werde, der du bist! Alles fließt zu den Ursprüngen zurück. Doch ich kann das Gestern loslassen, wenn ich den Blick auf die Evolution richte, auf das Aufgebrochen-Werden von der Monade. Es ist gut, dass ich den Weg nun begreifen kann. Er bedeutet die große Vorbereitung der Mentalis für das neue Erfassen unserer Einheit im Allgeschehen. Wir müssen das aushalten, was in uns geschehen wird: die Geburt der Verantwortung für den irdischen Kosmos.
Dabei treten zwei Lebensbilder zusammen, die einander zu widersprechen scheinen: Ich bin das alles, was ich um mich herum erfasse. Alles ist jedoch mehr als das, was ich mit den stofflichen Sinnesorganen wahrnehme. Ich bin das All, auch mit dem physischen Körper. Und ich bin in allem, in meinem aurischen Wesen zugleich gegenüber allem.
Die Kraft der Monade trägt das Unaufgelöste zu mir. Reflektiere ich ihr Licht ungebrochen auf das, was zu mir kommt, dann erscheint in mir die Erlösung. In jedem Lebensfeld schwingt eine eigene Zeit, das Werden der holistischen Felder, die beständig im Allgeschehen weben. Selbst in der Erlösung stehend, reichen wir allen Erdenwesen ihre Möglichkeit, selbst zu werden. Das heißt, Wegbereiter für die ewige kreative Evolution zu sein. Wir eröffnen neue Chancen, indem wir es in Christus für den Kosmos und seine Lebenswellen vollbringen.

Das Streben des Menschen

Sinnst du über die Evolution des Lebens intensiv nach, kommt einmal der entscheidende Punkt, wo du deinen Blick bis zu entferntesten Galaxien ausbreitest. Das unbegrenzte Universum steht vor deinem inneren Gesicht. Nun weiß du: keine Evolution eines Teiles der Schöpfung vollzieht sich allein. Alle Lebensfelder zusammen evolvieren mit dem gänzlich Ganzen. Also gibt es keine separate Evolution in der Materie, oder eine abgetrennte Evolution des Äthers, der Astralis sowie der Mentalis. Alle Wesen im All evolvieren ewig mit ihren Kosmen. Die sie umfangenden Monaden sind siebenfach. Diese bedürfen keiner Weiterentwicklung, denn die weise Urschöpfung hat sie bereits bei ihrer Geburt vollendet. Diese Vorstellungen des Giordano Bruno möchte ich hiermit einmal so annehmen.
Das Dasein und das Leben aller Geschöpfe im Universum vollzieht sich in einem triadischen Kräftespiel. Die absolut leitende Kraft und Idee in der Offenbarung geht von dem universalen Bewusstsein in der Urmonade aus, dem Logos, Tao, Shiva. Es gibt viele verschiedene Namen auf der Welt für das als «göttlich» angenommene Urfeld des Alls.
Alle Weltanschauungen und Kosmologien werden von den erhabenen Vorstellungen der antiken Weisen geprägt. Mit dem Vermögen ihrer Mentalis und ihrer Naturkenntnis haben sie sich bemüht, das unfassbare Phänomen zu beschreiben. Dabei blieb das Modell des «Manas» – das Kind Gottes – Grundlage für viele religiöse Modelle. Die tatsächlich auf Erden lebenden Menschen gleichen nicht der gedachten Ideale in der göttlichen Schöpfung. Dem Menschen wurde ein besonderer Weg gewiesen, auf dem sich die Evolution seines Wesens vollziehen kann. Dabei wird dem Menschen das ersehnte Ideal einmal zuteil. Weihst du dich der kosmischen Evolution, verblasst der Schein der materiellen Werte und du erlebst die holistischen Lebensfelder. Damit alle Menschen diese Erlösung finden, wirst du die monadischen Ströme für den kosmischen Christus konsequent im irdischen Dasein verwirklichen.

Das Bewusstsein der Schöpfung

Nach allen philosophischen Betrachtungen können wir heute sagen, dass im Urgrund allen kosmischen Seins eine mit allen universalen Kräften und Dimensionen ausgestattete «Monade», die Urmonade regiert. Sie ist das mit Leben begabte Universum selbst, das aus dem unkennbaren Urfeld des Metaversums hervorgeht. In diesem Offenbarungsfeld vibriert ein alles umfassendes universales Bewusstsein (die universale Seele, die Akasha, das PSI-Feld), dass mit seiner Potenz die fundamentale Idee des unkennbaren Urfeldes verwirklicht. In dieser Urmonade expandieren in den sieben Dimensionen die sieben kosmischen Gebiete, und zahlreiche Kraftströme erfüllen sie.
Das universale Bewusstsein steht bei allen seinen Offenbarungen in der Mitte, die in Myriaden von Monaden im unendlichen Raum des Offenbarungsfeldes eine hierarchisch geordnete Wirklichkeit ausbreiteten. In allen Monaden vibriert stets die eine alles umfassende Grundidee: In großer Vielfalt, möglichst kreativ, von Herrlichkeit zu Herrlichkeit seine unbegrenzte Potenz in Einheit mit allem zu beweisen.
In jedem Kraftfeld der Monaden wirkt sein ihm eigenes Bewusstsein, das nach kosmischen Gebieten strukturiert im Gesamtbewusstsein des Universums vibriert. Jedes Lebensfeld erhält aus dem Bewusstsein ein für seine Aufgaben erforderliches Gedächtnis, ein morphisches Feld. Dieses dient nicht nur der Speicherung von Informationen. Vielmehr konfiguriert und regelt dieses das Leben und Wirken des Geschöpfes durch eine beständige Kommunikation.

Selbstsucht

Kraft, Licht, und Leben durchwirken sich in Raum und Zeit mit Weisheit, Wahrheit, Gerechtigkeit und Liebe. Das auf die irdische Materie gerichtete Schauen sieht überall Grenzen und Abgrenzungen, sucht Unterscheidungen für Beurteilungen von besser, höher oder wertvoller. Für einen gangbaren Weg zu einem höheren Denken ist das physikalische Analysieren der materiellen Erscheinungen unzweifelhaft ein Irrweg.
Natürlich ist der Mensch dieser Natur noch nicht vollendet, aber er wird entfaltet mit der mikrokosmischen Evolution. Das allumfassende Bewusstsein ist grundsätzlich mit allen Kräften der Natur verbunden, sonst wäre eine Evolution zu höherem Denken nicht möglich. Weil das «ewige Licht» auch in unsere Natur scheint, kann sich jeder auf die monadischen Beeinflussungen ausrichten. Diese gelebte Ausrichtung auf die Evolution des Mikrokosmos ist die Voraussetzung für eine wirkliche Erleuchtung, für ein neues Wahrnehmen und das Denken.
Mit den neu geborenen unstofflichen Sinnesorganen kann und wird ein total neues Wahrnehmen und Bedenken des Lebens möglich. Damit kann der Mensch die metaphysischen Felder der Welt in ihrer Wirklichkeit erfassen.
Dem Menschen wird sein Lebensfeld in völlig neuen Zusammenhängen erscheinen. Er schaut nämlich alle Wesen und Geschehnisse in den ätherischen, astralen und mentalen Gebieten, für die er resonant ist. Dafür braucht niemand einen anderen Planeten aufzusuchen. Es erübrigt sich, irgendeine heilige Enklave – Himmel oder Sommerland – im Devachan durch geeignete antike Methoden zu erringen. Seine Erleuchtung wird vollendet, um dem Christus zu dienen für die Transformation des Wesens Gaia.

Einheit der Offenbarung

Beschaue ich die Menschen, wie sie in den Vergangenheiten autorisierter Religionen, diversen antiken Philosophien und der dogmatisierten Naturwissenschaft leben, wie sie sich ihre zukünftigen Häuser aus Glanzpapier erbauen, entsteht eine tönerne Traurigkeit.
Man spricht von einer Wendezeit. Sie bewirkt eine Revolution der Wahrnehmung, des Denkens und eine dadurch notwendige völlig neue Lebenshaltung. Der klassische Materialismus und alle damit verbundenen Philosophien und Weltanschauungen lösen sich auf. Die morschen Fassaden aller materiellen Kosmologien, alle physikalisch begründeten Notwendig keiten der Astronomie, alle genetischen Erbfolgetheorien blättern von den verkalkten Mauern eines unvollendeten Denkvermögens. Die mechanistischen Definitionen der menschlichen Psyche werden, wie zahllose andere archäologische Hypothesen, im neuen Denken genesen.
Wie kann so etwas geschehen? – Die zyklischen Entwicklungen der kosmischen Strahlungen schicken neue Inkarnationen von Mikrokosmen auf die Erde, die für die zukünftigen Entwicklungen erwachen. Diese wahrhaft neuen Menschen werden wegen ihrer weiterentwickelten Astralis unser Lebensfeld mit ihren astralen Sinnen schauen. Dabei erleben sie bis heute vielfach ignorierte Daseinswirklichkeiten. In den astralen Welten sind alle Wesen, alle Natur eine einzige Einheit. Alle Selbsterhaltung wird aus der Astralis und dem Äther des Kosmos geregelt. Sie werden auch, was heute noch von Religionen und Medien geleugnet wird, die in den morphischen Feldern der Erde wirkenden Äonen und Asuras der Antike „sehen“ und erkennen, die eigentlich schon einige Jahrhunderte ausgedient haben sollten.
Uralte Überzeugungen von der Trinität in der universellen Offenbarung zeigen sich erneut deutlich in den mentalen Gebieten. Die Schöpfungstriade aus Monade, Kosmos und Geschöpf wird im Jetzt der neuen Zeit zum zentralen Wirkungspunkt der irdischen Natur.

Gaias Liebe

Die Verbindung mit dem göttlichen Lebensfeld war niemals wirklich unterbrochen. Diese Liebe – die Verbindung des Geschöpfes mit der Monade – kann niemals unterbrochen werden. Es bleibt immer nur die Frage, ob der Mensch bereit ist, die All-Einheit zu erfassen und auf die heiligen Gesetze des Alls harmonisch zu reagieren.
Jeder Mensch erlebt sich als einsam und ringt um Selbst-Bedeutung. Also identifiziert er sich mit seinen Gütern und strebt nach Wissen, Ruhm, Macht über materielle Dinge. Jedes Kind wird in dieser irdischen Konkurrenz erzogen, mit all den Streitigkeiten, bis die Resignation eintritt. In der tiefen Erschütterung der eigenen Einsicht, dass alles irdische Streben nur Haschen nach Wind ist, wird der Mensch still und leer. In diese Leere klingt eine neue Stimme. In dieser Ruhe von aller Hektik spricht ein bislang ungehörter Klang von der einen großen Liebe.
Der Mensch kann seine Verbundenheit mit allen Menschen erfassen, das Einssein mit der Mutter Gaia, dem Bewusstsein der Erde, mit dem Kosmos. Kometenhaft steigt in ihm der überwältigende Gedanke auf und überstrahlt ihn für einen Moment: Er selbst ist mit seinem Mikrokosmos in der heiligen Monade aufgenommen, die alles in ihrer Weisheit und Barmherzigkeit lenkt.
Aus dieser Erkenntnis erklingt das erste Gebot: Halte die Verbindung mit der Monade aufrecht, durch alle Turbulenzen hin, egal mit welchen Gewalten die alten Kräfte an deinem materiellen Dasein zerren. Der Reflex der Liebe steigt empor aus dem Herzen. Mit dem Denken werden die konkreten Absichten und Regeln der Resonanz erkannt. Aus der sich neu entfaltenden Achtsamkeit im täglichen Leben ändert sich die Lebenshaltung. Die Monade sendet drei Strahlen in den Mikrokosmos und berührt die erwachende Person in Haupt, Herz und Becken. Im Erfassen der Liebe und Barmherzigkeit aus der Schöpfung erblickt diese ihre persönliche Aufgabe für die Liebe im Wesen Gaias: aufmerksam und ununterbrochen sich der kosmischen Evolution zu widmen.

Logos – Offenbarung

Unsere gewohnte Denkweise arbeitet stets mit Bildern von Körpern, Teilchen und Korpuskeln. Dabei sträubt sie sich mit allen erdenklichen antiken Dogmen gegen eine Welt der Kraftfelder, der Wellen des Lichtes, wie sie in manchen mystischen Berichten über göttliche Erscheinungen erwähnt werden. Kann der moderne Mensch mit den autorisierten Begriffen seiner Wirklichkeit solche Erklärungen nicht erfassen, werden sofort tausend Zweifel an dieser Ansicht laut. Das ist ganz natürlich, weil alle weisen Denker ihre Symbole nur aus dem Bildervorrat entnehmen, den sie in ihrem Leben aus ihrem sinnesorganisch erfassbaren Umfeld gespeichert haben. Und sie mussten es auch so tun, weil sie nur auf der Basis dieser Bilder von ihren damaligen Zuhörern verstanden werden konnten. Dabei erzählten sie auch wundervolle Allegorien und Sinnbeispiele für eine mehr allgemein gültige Welt, die nur und ausschließlich durch Vibrationen, durch Klänge oder dem vielgestaltigen Licht geschahen.

«Am Anfang war der Logos.» Aus ihm ist alles gemacht, was gemacht ist. Diese in der Genesis proklamierte allumfassende Einheit enthält alle Ideale von Weisheit, Liebe, Harmonie, Gerechtigkeit, und auch alle Kräfte, vibrierende Energien, das Licht, den Klang, die Gravitation, ja, das Werden aller Monaden, Kosmen und Makrokosmen, Universen, Galaxien, Sonnen und Planeten, Entitäten und Wesen in allen metaphysischen Räumen, natürlich auch aller Urtypen, Mikrokosmen, aller Menschen usw.. Die Ideen der Logoi erschaffen aus der «Substancia Magica», dem universalen Bewusstsein die Urmonade. In diesem ursächlichen Kraftfeld der Offenbarung, dem einen überaus strahlenden Licht der allumfassenden Kommunikation, reflektieren die erhabenen Energien die Herrlichkeiten seiner Geschöpfe nach den Gesetzen der isobaren Resonanz. In den holistischen Lebensfeldern existiert kein Nebeneinander und nie ein Gegeneinander. Sie wirken und entfalten sich in einem stets fließenden Austausch aller Kräfte. Sie reflektieren und informieren sich und schaffen in liebevoller kreativer Weise stetig neue Geschöpfe der göttlichen Weisheit und Barmherzigkeit.

Der Sohn der Sonne – Christus

Die Inkarnation des Christus, der mit «Gotteskräften gesalbte», ist eine Verbindung dieser vollkommenen Monade aus der Sonnensphäre mit dem Wesen Erde. Diese mächtige Kraft aus Vulkanus, der metaphysischen Sonne, ist uns über Jahrtausende näher gekommen und hat sich dann vor über 2000 Jahren kraftvoll mit der Monade des Planeten Erde verbun den. Welcher Beobachter und Autor verlegt ein derartiges Ereignis in einen irdischen Stall und eine Krippe? Der Christus inkarnierte in unsere Welt mit einer gewaltigen Absicht. Er hilft der irdischen Monade mit ihren Mikrokosmen und Lebenswellen bei der Entwicklung der kosmischen Evolution in Liebe, Erkennen und Verwirklichen gegen alle äonischen Mächte der materiellen Reaktion und steht ihr bei.
Alle Schriften über die christliche Legende sind eine arge Verniedlichung des «Christus» für das einfache menschliche Denken. Sein irdischer Sprecher, der Jesus von Nazareth, überträgt einige Regeln für die zu erwartenden Veränderungen an die Apostel, damit die Menschen zur notwendigen Lebenshaltung finden können, um mit der kosmischen Evolution im Einklang zu leben.
Die schon in der antiken Zeit zunehmende Kristallisation und überbordende Ausbeutung der meisten Menschen, die politische und merkantile Verlogenheit, sowie die schier endlose Streit- und Kriegssucht, drohte bereits damals die Menschheit zu vernichten. Es bedurfte eines starken Impulses der kosmischen Liebe, damit sich die Menschheit mit dem Wesen Erde in einer unbehinderten Evolution entwickeln kann.
Können die Menschen erkennen, was damals tatsächlich in Bethlehem geschah: die Verbindung der Erde mit der kosmischen Liebe aus dem Sonnenlogos? Wer die Allegorien in den Evangelien auf diese hohe Ebene stellen kann, sieht, wie die drei Ströme, die von den irdischen Monaden zum Kosmos und den Mikrokosmen ausgehen, mit der Kraft des Christus verbunden sind. In dieser evangelischen Allegorie ergänzen die symbolischen «drei Heiligen aus dem Morgenland» die Entfaltung der drei nirvanischen Felder, die alle Kosmen noch vollenden müssen.

Himmel und Erde sind vereinigt

Die Bewusstheiten aller kosmischen Gebiete, aller Monaden und Kraftfelder vibrieren stets miteinander als eine unteilbare Einheit.
Der Planet Erde erhält als Wesen Gaia sein Bewusstsein aus seiner Monade, die stets mit dem Kollektiv der Monaden der anderen Planeten, mit der Monade der Sonne und des Mondes ineinander vibriert. Das Bewusstsein der Monade des Sonnensystems vibriert im Bewusstsein der Monade der Milchstraße, die auch darüber hinaus mit den Bewusstheiten aller Monaden der Sternkonstellationen des Tierkreises und aller zugehörigen Galaxien verbunden sind.
Der Mensch wird sich bei allen Lebensaktivitäten in Zeit und Raum besinnen, um die Tiefen der astronomischen Weiten und ihrer Sterne und Planeten in den recht einfachen Interaktionen der Bewusstheiten anzuschauen und zu bedenken, in aller Klarheit einmal unabhängig von den wissenschaftlich geprägten Gesichtspunkten der unbelebten Materie oder Radiostrahlung. Dann vermag er im eigenen Erfassen realisieren, dass alle ungezählten Lichtpunkte am unendlichen Firmament bewusste, denkende, wahrnehmende und lebende Wesen sind, die wie ein riesiges Orchester ein harmonisches Informationskonzert aufführen.
Jede kosmische Sphäre informiert resonant die nächst höheren Sphären und auch die Nachbarsphären. Alle Monaden leben kybernetisch in ihren Gebieten gemeinsam unter der probabilistischen Leitung der einen alles umfassenden Offenbarung, der Urmonade. Das universale Bewusstsein aus ihr durchwirkt alles Leben, alles Sein entfaltet sich systematisch kreativ in einer unbeschreiblichen Herrlichkeit in der unteilbaren Einheit bis in alle Ewigkeit.
Das ganze Universum ist ein kybernetisches System. Es kennt keinen übermächtigen Herrscher, weil sich alle in ihm wirkenden Geschöpfe miteinander in aller Vielfalt nach den Regeln der isomorphen Resonanz selbst harmonisch strukturieren. Dabei ist das universale Bewusstsein, diese den menschlichen Vorstellungen so ferne Einheit in der gewaltigen Offenbarung, der Logos, Tao oder Brahman, der liebevolle Schutz und das gnadenvolle Bewahren innerhalb der fulminanten Entfaltung aller Monaden, Kosmen und Geschöpfe.

Männlich – weiblich

Angesichts der aktuellen Situation der Geschlechter rund um den Erdball ist leicht zu erkennen, dass die internationalen Unternehmen, globalen Institutionen und staatlichen Führungen wenig von der Kenntnis einer lebendigen Harmonie zwischen männlich und weiblich geprägt sind. Ebenso mangelt es an einer ebenbürtigen Beteiligung von Mann und Frau in den Leitung gebenden Bereichen und Vorständen.
Die zunehmende Aquariusstrahlung fordert allerdings von der ganzen Menschheit exakt diesen Schritt, vor allem, weil er die wichtige Voraussetzung für die persönliche Autonomie ist. Die diesem Prozess entgegen wirkenden Kräfte waren bereits Paulus bekannt. Er nannte sie die «Fürsten und Gewaltigen unter dem Himmel, nämlich den Herren der Welt, die in der Finsternis dieser Welt herrschen.» (Eph. 6.12) Dieses Grundproblem der Menschheit war auch schon Zarathustra bekannt, der die bösen Kräfte als Ahriman (mittelpersisch) bezeichnete. Diese Kräfte, Äonen und Archonten, sind natürlich patriarchalisch organisiert. Aus Gründen der Selbsterhaltung müssen sie die maskuline Polarisation beständig anfachen.
Es ist jedem selbstverständlich, dass Mann und Frau sich in allen Lebensfeldern nach Bedenken, Gefühl und Aktion sehr unterschiedlich verhalten. Diese feinen Unterschiede sind auch daraus zu erklären, dass bereits die geistigen Vorlagen in den morphischen Feldern der Monaden bei Mann und Frau höchst unterschiedlich sind. Das was in den höheren Feldern bereits angelegt ist, muss sich dann im Körper offenbaren.
Für jede weitere Entfaltung auf dem Bogen der Evolution ist es von einschneidender Bedeutung, dass beide Geschlechter nicht nur harmonisch zusammen wirken, sondern dass beide, sowohl der Mann als auch die Frau, jeder in sich selbst, die beiden Kraftprinzipien – von C.G. Jung als Animus und Anima bezeichnet – in ein symmetrisches Gleichgewicht bringen. Nur unter dieser Voraussetzung kann sich im Mikrokosmos der nächste Entwicklungsschritt vollziehen, mit dem ein neues Erfassen der Welt möglich wird., das für ein wirkungsvolle Mitarbeit für die kosmische Evolution erforderlich ist.

Nachwort

Nach einer langen Expedition durch die internationalen Wälder religiöser, esoterischer und philosophischer Stammbäume, nach ausgiebigen Ausfahrten auf den höher gelegenen Meeren schamanistischer und New-Age-Weltanschauungen, hat sich letztendlich die Einsicht durchgesetzt, dass die publizierten Autoren das Denken vor allem mit theoretischen, aber durchaus plausiblen Modellen auffüllen. Dabei werden bei den meisten Beschreibungen der spirituellen Wege die natürlichen Begehren nach materieller Lebenserfüllung entweder missachtet oder durch einen heiligen Verzicht absichtlich unterdrückt.
Einige Naturwissenschaftler des zweiten Jahrtausends haben sich ein klein wenig aus ihrer materialistischen Weltanschauung befreit, in der es nur ein körperliches Leben zwischen Geburt und Tod gibt, und ihre Forschungseinsichten mit den Weisheiten indischer Religionslehrer verbunden. So kamen Ken Wilber, Stanislav Grof, Fritjof Capra, Rupert Sheldrake, Illya Prigogine, Karl H. Pribram, Alfred N. Whitehead, Michael Murphy, David Bohm, Ervin Laszlo u.a. zu völlig neuartigen Erkenntnissen über den Menschen und seine psychologische Evolution. Bei den modernen Rosenkreuzern konnte ich mich mit den sieben transpersonalen Kraftfeldern des Mikrokosmos und des Kosmos weiter vertraut machen, nachdem ich diese bei den Theosophen Annie Besant und C.W. Leadbeater kennen gelernt hatte. Später las ich bei Giordano Bruno über die Monaden. Diese Ideologie spiegelte sich im holografischen Weltbild von Karl H. Pribram/Ken Wilber und überlagerte sich mit dem «Netz des Indra» aus den Veden.
Die Verbindung zwischen den Wissenschaftlern und den esoterischen Philosophen erlebte ich beim Studieren der «morphischen Felder» von Rupert Sheldrake. Damit entstand ein plausibles Modell des Universums. Dabei vereinigte sich die Interpretation der Äonen und Archonten aus der «Pistis Sophia» des alexandrinischen Valentinus mit dem Modell der kosmischen morphischen Felder mit den mikrokosmischen Gedächtnissen, die von der materiellen Selbstbehauptung erfüllt sind. Das stolze und hochmütige Verstandesdenken des Menschen (Authades) wird durch das Wirken der in den Lebensfeldern der Erde geschaffenen Äonen und Archonten verstärkt, die aus den materiellen Wunschprojektionen der Menschen entstanden sind. Bereits in den Veden werden diese immateriellen Kräfte unter dem Firmament beschrieben und in ihren Lehren «Asuras» – als Gegenspieler der Suras (Sanskrit) – genannt (Armin Risi). Da diese Kräfte schon von Paulus (im NT) und von Zarathustra (in den Gathas) erkannt waren, ist es um so erstaunlicher, dass diese astral-mentalen Kräfte in den positivistisch orientierten Publikationen der Esoterik übersehen werden.
Die vorliegende Zusammenstellung von überarbeiteten Fotos und Illustrationen können dem aufmerksamen Beschauer innere Weisheiten aus allen Kulturen und ungewohnte Einblicke in künftige Dimensionen erschließen. Ich wünsche jedem schauenden Leser seine ihm offenbarten Inspirationen, seine persönlichen Einsichten noch intensiver zu erleben, und dass er dadurch seine Verbindung mit der Monade – seinem Minutus Mundus – deutlicher erfahren kann. Es kann eine Sonne aufgehen, die den Rosengarten – die morphischen Felder im Kosmos und im Mikrokosmos – hell erleuchtet, bis alle sieben Lebens-felder voll erblüht sein werden. Wer die Impulse aus der Bilderserie annehmen kann, bekommt eine Möglichkeit geschenkt, intuitiv seine tief in sich selbst angelegte spirituelle Aufgabe des Menschseins im Wesen Gaia zu erfassen.

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