Das Wissen des Menschen

Es sollte jeder Mensch wissen.

In einem vordergründigen Dasein leben die Menschen innerhalb ihres Unbewussten durch ein Werden in Raum und Zeit. Im alltäglichen Erleben in den materiellen Gegebenheiten und den psychologischen Antrieben verwirklicht der Mensch mit seinem Ich sein in vieler Hinsicht unbestimmtes EGO. Dieses ist, infolge seiner veräußerlichten, sinnenhaften Lebenseinstellung während seines Werdens in der Zeit, unwissend über seine lange Vergangenheit und seine lange Zukunft. Der Mensch weiß eigentlich nur von dem kleinen Leben, an das er sich erinnern kann, und selbst davon sind nur einzelne Bruchstücke im Gedächtnis übrig geblieben, die mit der Zeit weiter verblassen. Denn vieles von den tatsächlichen Erlebnissen, den äußeren Gegebenheiten und den emotionalen Beweggründen der aktuellen Beobachtungen, geht in den anwachsenden Erinnerungen verloren. Aus dem einfachen, zwingenden aber unzureichenden Grund, dass man sich nicht daran erinnert, es nicht wahrgenommen hat und über nichts anderes informiert ist, glaubt der Mensch, dass er erst durch seine physische Geburt in dieses aktuelle Leben eingetreten ist und dass durch den Tod dieses Körpers und das Aufhören der kurzen physischen Aktivitäten auch sein Dasein beendet ist.

Das trifft zwar zu für die materielle Seite der Person, die physische und die stoffliche Umhüllung. Diese sind erst bei der Geburt hervorgebracht worden und daraufhin glaubt dann der Mensch, mit dem Auflösen dieses Körpers im Tod wird auch seine Person und sein Selbstbewusstsein aufhören zu existieren. Aber das ist nicht wahr für den tatsächlichen Werdeprozess des ganzen Menschen in der kosmischen Zeit. Denn das wirkliche Sein im Kosmos ist der Mikrokosmos, eine Zusammenballung von sieben Kraftfeldern, deren unterste Energieebene die stoffliche Seite der Person bildet. Der Mensch hat demnach ein «niederes Selbst», das sich aus Äther und Materie, Astralkräften und Mentalvermögen im aurischen Wesen des Mikrokosmos herausbildet. Diese kugelförmige Konstellation aus metaphysischen Kräften stellt das sichtbare Selbst, die stoffliche Person, nach außen, damit sie eine kurze Zeit für die Weiterentwicklung im materiellen Dasein, im tagtäglichen Dasein mit allen psychologischen Vorgängen, Erfahrungen erstens über sich selbst, zweitens über die praktische Umwelt und drittens über die transphysischen Vorgänge insgesamt einsammeln kann.

Der Mensch spielt dabei eine wesentliche Rolle, die ihm zwischen materieller Geburt und Tod zugeteilt wurde, um mit seiner gegenwärtigen, lebenden und bewussten Ausgestaltung des niederen Selbst, in einer vielgestaltigen Welt unterschiedlich bewusster Natur – Mineralien, Wasser, Insekten, Pflanzen, Tiere, – das wahre Werden seines eigenen Seins im Kosmos zu erforschen und zu begreifen. Insbesondere das wahre Wesen, seinen siebenfachen Mikrokosmos, in der innigen Verbindung mit dem evolvierenden Kosmos. Die sterbliche Personalität spielt in der Materie nur eine besondere Rolle, mit der weitreichende Erfahrungen in der materiellen Welt auf der notwendigen Stufe in der Evolution des Mikrokosmos gemacht werden müssen. Dafür stehen dem Mikrokosmos mehrere Inkarnationen zur Verfügung, denn dieser stirbt ebenso wenig durch das Aufhören der einen physischen Person wie der Schauspieler aufhört zu existieren, wenn er eine seiner Rollen beendet hat. Die Person lebt allerdings mit ihrem Bewusstsein auch etwas länger als das materielle Dasein andauert, weil die transphysischen Kraftfelder sich erst innerhalb von einigen Jahrhunderten in die verursachenden Kräfte im Jenseits auflösen. Dabei werden vom Menschen noch weitere Erfahrungen durchlebt und ihre Quintessenz im aurischen Wesen, seiner Lipika, eingespeist.


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Ob man die Inkarnations-Theorie von vielen Geburten desselben Mikrokosmos oder des gleichen psychischen Wesens in verschiedenen menschlichen Personen auf dieser Erde akzeptieren kann oder nicht, ist es gewiss, dass das mikrokosmische Werden in der Zeit weit in eine Vergangenheit zurück reicht und sich weit in eine Zukunft hinein fortsetzten wird. Denn weder die Monade hinter dem Mikrokosmos noch das aurische Wesen im Mikrokosmos können durch einige wenige Jahre als materielle Erscheinung im Werden und Vergehen begrenzt werden. Es ist nicht unbedingt einfach zu erfassen: Die Monade ist grundsätzlich ewig seit Anbeginn in der Schöpfung, und der im offenbarten Lebensfeld inkarnierte Mikrokosmos ist mit der Person nur eine Erscheinungsform zur Weiterentwicklung der in ihm eingebundenen Felder, speziell des Äthers, der Astralis und der Mentalis.

Für die Monade ist die kosmische Zeit ein weites Feld für diverse Entwicklungen in den interkosmischen Verflechtungen. Das Werden des Seienden als solches findet permanent in allen Vergangenheiten, in der Gegenwart und gleicherweise in der ganzen Zukunft statt. Von der irdischen Vergangenheit, die eigentlich allein vom menschlichen Wissen definiert wird, weiß das persönliche naturwissenschaftliche Denken – wenn man das überhaupt ein Wissen nennen kann – nur um das aktuelle körperliche Dasein und die damit für den einzelnen Menschen verbundenen Erinnerungen. Von seiner Zukunft, die allein die kontinuierliche Orientierung unseres Werdens erklärt, weiß der Mensch so viel wie eine Wettervorhersage möglich macht, sonst nichts. Die dadurch entstehende Lücke füllt er mit vorausschauenden hypothetischen Planungen aus, die meist nur auf vergangenen Erfahrungen beruhen.

Der Mensch ist in seiner beschränkten Einsicht in die stattfindenden Lebensvorgänge durch die angelernten Vorbehalte dermaßen stark festgelegt, dass er ernsthaft darauf besteht, die Vergangenheit könne nur durch die von ihm hinterlassenen äußeren Artefakte erklärt werden. Von der Zukunft könne man überhaupt nichts konkretes wissen, weil die Zukunft eben noch nicht vorhanden ist. Dennoch sind die beiden Zeitbereiche des Werdens immer in allen Geschehnissen und Sensationen einbezogen. Die Vergangenheit ist stets aus den diversen Gedächtnissen involviert und aktiv, insbesondere das Gedächtnis des Stoffkörpers; die Zukunft ist immer bereit, sich in der kontinuierlichen Evolution des verborgenen Denkens und Fühlens zu entwickeln. Aus der Ignoranz gegenüber der tatsächlichen Existenz des Menschen in den metaphysischen Feldern des Kosmos ergibt sich eine fundamental begrenzende und enttäuschende Unwissenheit.

Aber nicht nur hier beschränkt sich das Wissen des Menschen über sich selbst. Mit seinem breitspurigen Hochmut weiß er nicht nur nichts über seine höhere Verbindung mit seiner Monade, meistens auch nichts über sein unbewusstes niederes Selbst im Mikrokosmos mit den vier Gedächtnissen, geschweige denn über seine Lipika im aurischen Wesen. Er ist auch unwissend hinsichtlich der vielfältigen Beeinflussungen aus seiner transpersonalen Welt, in der er gegenwärtig lebt, die ständig auf ihn und durch ihn wirkt und auf der und durch die er notabene zu handeln hat.
Seine fundamentale Unwissenheit wird auch dadurch charakterisiert, dass er die Welt und seine direkte Umwelt als etwas ansieht, das von ihm völlig gesondert existiert, als etwas Fremdes, das da draußen außerhalb von ihm selbst erscheint, auch weil dieses Fremde anders ist als die eigene Gestaltung in der Natur, und nicht in seine Icherfahrung einbezogen ist. In gleicher Weise denkt er zuerst, wenn er z.B. durch Meditation, Hypnose oder Drogen seinem aurischen Wesen gegenübersteht, dass dieses etwas völlig anderes ist als er selbst, etwas außerhalb von ihm. Sobald er auf ähnliche Weise seines kosmischen Bewusstseins inne wird, erscheint ihm auch dieses zuerst als eine andere, größere Person oder als ein Bewusstsein, das anders ist als sein eigenes, das ihn fördern und erhalten, dass ihn bei seiner empfundenen Kleinheit jetzt führen kann. Er wähnt sogar einen außerkosmischen Gott in diesem Feld zu erkennen.

Von der Welt überschaut der Mensch eben nur die eine kleine Schaumblase Dasein, nämlich sein partielles Leben in seinem stofflichen Körper, mit dem er sich täglich identifiziert. Er meint ernsthaft, nur diese körperliche Erscheinung mit all den physischen Fähigkeiten und den psychischen Vermögen sei er selbst. Wenn der Mensch aber ganz konkret in sein mentales Bewusstsein eintreten kann, wird er schauen, dass sich die unstofflichen Felder des Kosmos vor ihm ausdehnen, so weit wie sein Blickhorizont diese Welt erfassen kann. Verbindet sich der Mensch einmal mit seinem höheren Denken, so wird er finden, dass die materielle Welt nur eine Manifestation von vielen Welten ist, und alles in dieser umfassenden Welt ist die Fülle aller kosmischen Kraftfelder. Er erfährt sich in ihr als ein vibrierender Mikrokosmos, innig verbunden mit den ihn durchdringenden kosmischen Lebensfeldern und doch von ihnen geschieden, wie ein Tropfen im Meer. Er wird ferner mit Bestimmtheit erkennen, dass alle Lebensfelder zusammen nur ein einziges unteilbares Feld von wohlgeordneten bewussten Kräften im Universum bilden.

Im ganzen vielteiligen Weltall gibt es nur ein einziges unteilbares Leben mit einem Bewusstsein, das als höchstes Kraftvermögen in allen Lebensfeldern bis zum kleinsten Wesen als universelles Bewusstsein immanent ist. Letztlich ist das ganze All nur ein einziges universales Bewusstsein, die Urmonade, der Logos, TAO oder das PSI-Feld. Aus ihm gehen drei Lebensnotwendigkeiten hervor: Sieben Kraftfelder für die Realisation der Uridee, sieben Dimensionen als Entwicklungsparameter und sieben kosmische Gebiete für die geordneten Entwicklungsperioden. Für alle Geschöpfe und Wesen erschafft die Urmonade alle Monaden nach der Grundidee in der Offenbarung die funktionalen Lebenseinheiten, die je nach ihrer Größe Makrokosmos, Kosmos oder Mikrokosmos genannt werden. Die sich in ihnen entwickelnden materiellen Körper stellen in den Kosmen nur eine lebendige Kumulation der Kräfte mit der niedersten Energieebene im siebenten kosmischen Gebiet dar. Dort werden sie wie alle anderen Wesen und Entitäten zu erkennenden und selbstbewusst Mitwirkenden bei der interkosmischen Evolution heranwachsen. Die menschliche Monade, ihr Mikrokosmos und ihr individuelles Wesen stellen also eine triadische Konzeption dar, so wie alle Monaden mit ihren Manifestationen. Die für den Menschen sichtbaren Galaxien, Sternenhaufen, Sonnen, Planeten und Monde bewirken aktiv die Weiterentwicklung ihrer Kosmen bzw. Makrokosmen. Ist ein Planet voll entfaltet, geht sein Kosmos in die zuständige Monade über, um danach bei der Entwicklung des höheren planetaren Systems mitzuarbeiten, dieses zur Vollendung zu bringen.

Das menschliche Dasein entfaltet sich in einem vibrierenden Holokumulus, einem Mikrokosmos aus sieben mal sieben kosmischen Kräften in unterschiedlichen Entwicklungsstufen. In ihm wirken zu unserer Zeit ein siebenfaches materielles Feld im sechsfachen Ätherfeld, eine vierfache Astralis und eine zwei- bis dreifache Mentalis, sowie drei nirvanische Felder, die noch nicht voll zentriert sind. Alle Mikrokosmen entwickeln sich in den sieben kosmischen Kraftfeldern bis zu ihrer Vollendung unter der Leitung ihrer Monaden. Die sich dabei auch verändernden Qualitäten der Wahrnehmung gehören zu einer Reihe von neuen Vermögen, die für die Mitwirkung bei der Förderung der irdischen Natur und ihrer Lebenswellen erforderlich werden. So ist z.B. das Erleben der liebevollen Einheit mit allen Lebewesen der Natur eine natürliche Erfahrung mit der höheren Astralis, mit der auch eine Art kosmischen Bewusstseins einhergehen kann. Dieses Phänomen ähnelt einem «himmlischen Zustand», der allerdings keine Beendigung der vorgesehenen Entwicklung ist, sondern nur ein wichtiger Durchgang zu der folgenden Entfaltung in der Mentalis, bei der sich weitere Ideale völlig natürlich hinzu gesellen. Auch diese Stufe der Entwicklung könnte mit dem «Garten Eden» verwechselt werden, wenn nicht bereits im Vorfeld dem Menschen deutlich wird, wofür diese phänomenalen Entwicklungen letztlich erforderlich sind. Der Mikrokosmos muss in Folge nämlich noch die nirvanischen Bereiche zur vollen Entfaltung bringen können. Wer zählt die dafür erforderlichen Inkarnationen?

Nur der auf die physische Selbsterhaltung und Selbsterhöhung ausgerichtete Ich-Sinn klammert sich an die Aufteilung zwischen Person und Umwelt, zwischen Ich und Du, zwischen EGO und «Gott» bzw. übersinnlichem Lebensfeld. Aus dieser Verhaltens- und Denkweise schöpft die menschliche Unwissenheit ihre Macht, die starken Trennungswände intakt zu halten, die das Denken mit den autorisierten Lehrmeinungen und Religionen erschuf. Diese emotionalen und mentalen Mauern aus Verboten und Tabus halten auch den modernen Menschen in seinem selbst gemauerten Kerker gefangen. Das vom materialistisch naturwissenschaftlichen Denken geschaffene Ich ist der gordische Knoten, der die westlich orientierten Zivilisationen in ihrer Unwissenheit gefesselt hält. So wie der Mensch von seinem Dasein in der Zeit außerhalb der kleinen Stunde seines materiellen Erscheinens auf dem Planeten nichts weiter kennt, an das er sich erinnert, so weiß er selbst auch nichts von außerhalb seines Raumes, außerhalb der kleinen Peripherie seiner persönlichen Reichweite, deren er sich durch die Sinne und das Wahrnehmen bewusst wird. Die einzelnen Körper bewegen sich beim Reisen mit dem Auto oder Flugzeug hier auf Erden durch diese angenommene Erscheinung des Raumes, mit dem sie sich beim Bedenken ihrer Macht, beim Fühlen ihrer Selbsterhöhung und beim Besitzen ihrer Häuser, Gärten oder Ländereien stets erneut identifizieren. In diesem auf den Kontinenten materiell eingegrenzten Raum finden die Wissenschaftler ihre Institute, ihre technischen Apparate, erforschen Archäologen die Artefakte etlicher verschütteter Vergangenheiten, errichten die Finanzkräfte der Welt ihre Verwaltungshochhäuser, ohne die allumfassenden Weiten der metaphysischen Dimensionen des Universums in ihre Überlegungen und Daseinsphilosophien mit einzubeziehen.

Die Umgebung sowie die sich darin im Wechsel der Jahreszeiten entwickelnde Natur wird als ein lebloses Nicht-Selbst betrachtet, mit dem umgegangen und das für die erdachten Konzepte der materiellen Selbstbereicherung verwendet werden muss. Diese täglich neue Identifikation mit der materialistischen Konzeption der Welt bildet den Zusammenhang für die erwünschte Sicherheit und den stets aktuellen Selbstschutz der stofflichen Hülle. Die endlos sprießende Fauna und Flora wird mit vordergründigen Rationalisierungen für das menschliche Überleben von den sich anmaßenden Besitzern rücksichtslos ausgebeutet, weil jeder kapitalistisch verfremdete Materialist das siebenfache Gesamtwesen Erde mit seiner hochkomplexen Ökologie unverstanden verleugnet. Raum ist für viele naturwissenschaftlich orientierte Denker nur eine selbstverständliche Voraussetzung der Dinge und Ereignisse, eine plausible Dimension mit den drei gewohnten Dimensionen – Höhe, Breite, Tiefe –, die sich für die meisten Menschen nur in der begreifbaren Horizontalen entfaltet. Die beachtlichen Raumhöhen in der Atmo- und Stratosphäre und darüber hinaus sind im wesentlichen nur für Wetterbeobachtungen, Flugüberwachung sowie für Astronomen und -nauten der Beachtung wert. Eine Zeit lang machte das Ozonloch in der Stratosphäre von sich reden, weil es für die verstärkte schädliche UV-Strahlung, vor allem im sommerlichen Australien, verantwortlich gemacht werden konnte. Doch dieser Hype ist schon lange wieder bei langwierigen Erforschungen natürlicher Ursachen aus dem Blick der sensations-heischenden Medien verschwunden. Die Pluralität der Menschen und ihr vielfältiges unabhängiges Dasein ist eigentlich nur durch die räumliche Einheit auf der Oberfläche des Planeten möglich und der darauf bzw. darin wachsenden Natur, ergänzt durch das Erfahrungsfeld der kosmischen Interaktionen im galaktischen Raum, z.B. Sonnenstrahlen.

Im übersinnlichen holotropen Raum besteht die Koexistenz der vielfältigen Myriaden von Kosmen, Entitäten und Wesen mit ihren Monaden in einem einzigen Wesen, der Urmonade, dem universalen Bewusstsein, dem LOGOS. Die Dimension Raum ist insofern die sich selbst konzipierende Ausdehnung dieses einzigen Wesens in der Vervielfältigung unzähliger Monaden und kreativen Neuschöpfungen durch die zahllosen Interaktionen bzw. Kommunikationen seit der Offenbarung des Universums. Aus der Urmonade geht das geoffenbarte, universale bewusste Sein hervor, das sich in alle geschaffenen Monaden und Kosmen einsenkt. Alle vom Menschen im All sichtbaren Sterne, Sonnen und Planeten leben mit einem materiellen Anteil in ihrem aurischen Wesen, der zusammen mit den weiteren Anteilen aus den sechs holotropen Kraftfeldern lebt und interagiert.
In Unkenntnis dieser transpersonalen Kräfte hält der Mensch die Erfahrungen seiner mental-astralen Regungen für sich selbst, für sein EGO; alle übrigen Erscheinungen in der materiellen Umwelt erfährt er als «Nicht-Selbst» außerhalb von sich. Erwachsen erfährt sich der Mensch als Spiegel für die ihm zugeeigneten Sensationen. Sein Erkennen, Wahrnehmen oder Erfassen über die stofflichen Sinneswerkzeuge im Bewusstsein ist immer eine Reflektion vom «Nicht-Selbst», einem Ding oder einer Erscheinung im Raum um ihn herum. Seine konsequente materielle Definition aller Umwelt führt dazu, dass der Mensch sich ebenfalls nur mit seiner materiellen Form identifiziert und darum sein einziges physisches Leben aus dieser Unwissenheit für sein ganzes Dasein hält, das aus dem Fluss der Vergangenheit in die Zukunft im Heute heraus geschnitten ist.

Die eigene Mentalität kann jedoch mit dem Wahrnehmen nicht wirklich erfasst werden, ohne dass das kosmische Mentalfeld erkannt, anerkannt wird. Ebenso kann die astrale Vitalität nicht erfasst werden, ohne dass etwas vom einzigen allumfassenden astralen Feld des Kosmos gewusst wird. Desgleichen kann der menschliche Körper in seinen komplexen organischen und neuronalen Funktionen nur wahrgenommen werden, wenn die Äther-Basis für die Materie erkannt und anerkannt wird. Die stoffliche Natur des Menschen wird nicht nur von den Qualitäten der vier transpersonalen Kräfte im Mikrokosmos bestimmt, sondern auch durch die sie ernährenden kosmischen Kräfte werden ihre Auswirkungen und körperlichen Pathologien in jedem Augenblick geregelt und bestimmt. Obwohl aber dieses ganze Meer des Seins permanent auf die Menschheit und den Kosmos einströmt, nehmen die Menschen mit ihrem Verstandesdenken nicht einmal an den kosmischen Astral- bzw. Mentalfeldern teil. Vom Devachan – in der indischen Philosophie wird das kosmische Mentalfeld insgesamt so genannt – wissen nur einige wenige so viel, als in ihr äußeres Mental intuitiv spontan eingeht, dort übersetzt und mit den bestehenden Vorstellungen koordiniert werden kann.

Jeder Kosmos lebt Kraft seiner Monade, die ihn ernährt und erhält. Sie führt ihre Kräfte angemessen in jeden Mikrokosmos und so auch in jedes Lebewesen. Auf diese Weise wirkt sie in allen Menschen und Tieren und Pflanzen mit und gestaltet so mit ihnen die Impulse für die Evolution der ganzen Welt. Es gibt insofern keine auf die animalischen Erscheinungen begrenzte Evolution, wie von Darwin erforscht wurde, sondern eine alle kosmischen Wesen umfassende interkosmische Evolution, die auf der Entwicklung der sieben Kraftfelder in den Kosmen basiert. Wegen ihrer eingeschränkten Wahrnehmung der tatsächlichen Lebenszusammenhänge bilden sich die körperlichen Menschen gerne ein, das ganze Weltall wäre ausschließlich für sie erschaffen und sie seien physisch gesehen die Krone der Schöpfung oder die auserwählten Kinder Gottes, und sie seien es, die gesondert aus ihrer Person selbst und mit ihrem eigenen Denken und mit ihrer eigenen Kraft für ihre Selbstverwirklichung leben, denken und handeln müssen. So wie die Menschen darum wenig oder nichts vom zeitlosen aurischen Wesen wissen, von den ätherischen und astralen Feldern, oder von den mentalen Lebensbereichen und von dem höheren Selbst im Mikrokosmos, so wissen nur ganz wenige Personen etwas von den Beeinflussungen aus der kosmischen Monade, aus dem universalen Selbst.

Rettung bringt der Menschheit allein, dass viele trotz ihrer Unwissenheit vom Streben nach einer spirituellen Vollendung erfüllt sind, die in ihren Vorstellungen auftaucht und in vielen Religionen mit zahlreichen nebulösen Hypothesen dürftig ausgekleidet wird. Befreiung käme auch dadurch zustande, wenn die für die Evolution geeigneten Menschen jede religiöse Intention und Aktivität unterließen, und ununterbrochen täglich darum ringen würden, dem wahren Gesetz ihres Wesens gemäß der Höherentwicklung des Kosmos und ihres Mikrokosmos zu dienen, in der Erkenntnis der ebenfalls evolvierenden Natur und ihren inhärenten Resonanzgesetzen. Wollte man versuchen, den heutigen Menschen zu dieser Ausrichtung umzustimmen, so müsste man zunächst die zahlreichen familiären Rituale, religiösen Feiertage und sonstige Aktivitäten der staatlich organisierten Religionsgruppen stark reduzieren, z.B. Glockengeläute verbieten und den Ruf des Muezzin auf allen Moscheen untersagen. Dann würde es erforderlich, besonders in der westlichen Einflusssphäre das Wissen über den kompletten Mikrokosmos mit seinen aktiven und inaktiven holotropen Sphären an den Schulen und Universitäten in den Biologieunterricht einzubinden, wo dann die vier niederen realisierten, transpersonalen Felder in ihren einzelnen Entwicklungsstadien mit ihren Auswirkungen auf Mensch und Tier ausführlich besprochen werden könnten. Erstens würden dadurch viele bislang ungeklärten Fragen in der Biologie des Lebens plausibel verständlich beantwortet werden können und zweitens würde der überlebensnotwendige ökologische Zusammenhang in der Natur viel deutlicher hervor treten.

  • Das materielle Feld ist weitestgehend in allen sieben Aspekten wirksam. Darum ist eigentlich die Periode der materiellen Selbsterhaltung mehr oder weniger abgeschlossen.
  • Das ätherische Feld erschafft und unterstützt in fünf bis sechs Ansichten die Lebendigkeit der Organe und die Gesunderhaltung des Körpers.
  • Die Astralis dominiert mit drei bis vier Ansichten das Wollen, Wünschen und Begehren. Mit ihrer vierten Ansicht werden Idealvorstellungen paradiesischer Prägung erwünscht und angezogen. Diese Ahnungen bilden den Ausgangspunkt für Humanismus, Karitas, Religion und philosophisches Schaffen. Der „Gute Mensch“ ist das Produkt der vierten Astralis. Es kann allerdings die Absicht der Schöpfung nicht darin bestehen, dass der Mensch sich, nach einer gewissen physischen Entwicklung, in einem Kreislauf auslebt unter Befolgung der von einem Gott geschaffenen Regeln der Empathie und Güte für die Mitmenschen. Stets wird er nach diesem Modell der Religion mit Unkenntnis über sein Vorleben in einer vorherigen Inkarnation in karmische Zusammenhänge verwickelt, muss Leiden ohne triftigen und einsichtigen Grund erdulden oder in Reichtum und luxuriösem Überfluss leben, ohne eine Einsicht in die resonanten Erfahrungen, die sich im Jenseits an ihn wenden. Diese gnadenlos gedachten Zusammenhänge eines Daseins im halben Kreislauf von Geburt und Tod muss der Mensch aus eigenem Antrieb nach den Vorschriften dieser Religion dann durchbrechen. Das spätere Erwachen in der Phase der Auflösung der holotropen Felder des Mikrokosmos im Jenseits bedeutet nur geringe Erlösungschancen. Darum scheint doch das Lebensmodell der Evolution, einer steten Weiterentwicklung der Lebensmöglichkeiten mit den sich entfaltenden Vermögen der mikrokosmischen Felder, viel barmherziger und liebevoller.
    Erst die prozessmäßig entstehende Einsicht, dass die idealen Weltanschauungen von der Monade für ein interkosmisches Zusammenwirken aller Wesen und Kräfte im Kosmos vorgesehen sind, bewirkt im Menschen die tiefe Einsicht seiner eigenen ganz persönlichen Mitverantwortung für die weitere Evolution des lebenden Wesens Erde mit allen ihren Bewohnern. Jenen Mikrokosmen bzw. Menschen, die damit vollkommen bereit wurden, die erahnten Ideale nicht für eine spirituelle Selbsterhöhung in der materiellen Welt umzusetzen, z.B. für priesterliche Beförderung etc.. öffnet sich in der fünften Ansicht der Astralis ein kleines Wunder. In der höheren Astralis erlebt der Mensch jetzt eine Art „himmlischer“ Zustände der Einheit aller Wesen in dieser Sphäre. Die sich selbst regulierende Resonanz aller Kräfte ist für den Menschen keine Gnade oder Belohnung für ein vorschriftsmäßiges Verhalten gegenüber den Wesen der Natur, sondern ein total aus sich selbst wirkendes natürliches Sein. Jeder erlebt sich als aktiv beteiligtes Mitglied einer Einheit in steter Kommunikation mit allen Wesen der Erde; die vielfach erahnten Ideale gehören wie selbstverständlich zum natürlichen Dasein. Dabei wird der Schöpfungsplan für die bevorstehende Entwicklung aller Lebewesen auf und in der Erde in den erforderlichen Details erfahren. Nun ist die wesenswirkliche Voraussetzung für die weitere Mitarbeit in der Evolution des Kosmos Erde geschaffen.
  • Der heutige Mensch verfügt noch nicht über ein vollendetes mentales Vermögen. Das heißt, seine Mentalis ist erst in drei bis max. vier Ansichten wirksam. Daraus resultiert natürlich eine vielseitige Unkenntnis über alles Leben, das mit der höheren Mentalis eingesehen werden kann. Der Anstoß der Monade über die Pinealis Aura lässt den Menschen jedoch danach streben, ein umfassenderes Denken und höhere Bereiche des Schauens und Bedenkens zu erreichen. Im Streben nach diesen höheren Gaben, das sich in religiösen und esoterischen Praktiken äußert, findet sich auch die Ursache für alle Arten von Meditation und Yoga, praktiziert von Asketen, Mönchen, Priestern, Saddhus oder Sannyasins auf der ganzen Welt. Auch die wortgewaltigen Beschreibungen von Götterwelten und vielen Mysterien in Ost und West erklären sich aus diesem Impuls. Aber die höhere Mentalis erschließt sich nur dem dienstbereiten Kandidaten, der die neuen Befähigungen für seine Mitarbeit in der interkosmischen Evolution dringend benötigt. Von einer anderen Seite her betrachtet, könnte man heute durchaus sagen: Die beginnende Aquariusperiode treibt mit kosmischer Präzision die ganze Menschheit an, ihre Unwissenheit jetzt zu überwinden und zum sich Verschenken an die ganze Welt mit allen Lebenswellen überzugehen.

Die Menschheit muss heute bei ihrer Evolution aus den materiellen Zusammenhängen vom Wissen über die empirisch erfahrbaren Erscheinungen des Daseins zu einem Wissen um die Wirkungsweisen in den höheren transpersonalen Energien voran schreiten. Dafür muss sie allerdings zuerst die verborgene Natur ihrer Mikrokosmen und des Kosmos anerkennen und auch wissenschaftlich erforschen können, sowie die volle Ausdehnung und die für die Natur notwendigen Wesen in den holotropen Lebensfeldern entdecken. Solange die Mentalis speziell auf die stoffliche Selbstverwirklichung des Hier-Seins und die Heiligung in einem stofflichen Himmel ausgerichtet bleibt, wird sie sich mit der veröffentlichten Halbwissenheit zufrieden geben müssen. Wem das Denken im Verstand auf der Basis der bestehenden Gedächtnisstrukturen ausreicht, wird sich selbst immer noch als die höchste Wahrhaftigkeit im Kosmos empfinden. Da die Menschheit aufgrund ihrer empirisch naturwissenschaftlichen Selbstdefinition in einem materiellen, räumlich und zeitlich begrenzten Universum lebt, wird pauschal übersehen, dass sich diese Welt auf ihrer verborgenen Seite bis in unendliche Sphären erhebt, die weit über die erfassten astronomischen Entfernungen des Sternenmeeres hinausreichen. Von welcher Richtung wir die Mentalis auch betrachten, erblicken wir die Tatsache einer vielseitigen Halbwahrheit über das eigene Selbst und über die natürlichen Lebensformen der Erde: Die Menschen wissen nichts vom Absoluten, das als der Ursprung allen Seins und allen Werdens erfahren und erklärt wird.

  • Die erste ursächliche Unwissenheit der Menschen besteht darin, dass sie die partiellen Er-Scheinungen des Lebens in der Natur und die vergänglichen Beziehungen des Werdens für die ganze Wahrheit des Seins nehmen. Denn auf der physischen Basis kann niemand etwas von den sieben universellen Dimensionen und den darin wirkenden sieben Kräften für die interkosmische Evolution innerhalb der Schöpfung wissen.
  • Die zweite kosmische Unwissenheit entsteht durch eine Selbstirreführung: Die anerkannten Erforscher des Lebens nehmen die beständige Beweglichkeit und Veränderlichkeit des irdischen Werdens in Zeit und Raum als das einzig gültige Modell für die ganze Wahrheit des Seins. Diese Wissenschaftler werden von zahlreichen Medien und deren unstofflichen Befürwortern im Jenseits als vollautorisierte Meinungsbildner dem breiten Publikum präsentiert.
  • Die dritte Unwissenheit entfaltet sich in der Unkenntnis vom mikrokosmischen höheren und niederen Selbst, von einem transpersonalen Sein, von einem möglichen kosmischen Bewusstsein, von der Einheit mit aller irdischen Natur, mit allen Wesen und den Aufgaben in den kosmischen Entwicklungen über Inkarnationen. Der Mensch sieht sehr individuell, je nach Kultur und sozialem Status, sein begrenztes egobezogenes Denken und Handeln, seine durch die Haut begrenzte Körperlichkeit für sein wahres ICH. Dabei wird jeder Andere bzw. jedes andere Wesen und Erkenntnisfeld, also alles andere als er selbst ausgegrenzt, als das außerhalb Seiende, das Befremdliche bis Gefährliche betrachtet.
  • Die vierte Unwissenheit manifestiert sich in der Dimension Zeit. Der Mensch erkennt nicht die fundamentale Dimension «Zeit», weil er nicht einmal sein kurzes Leben auf Erden in den materiellen Zusammenhängen in einer kleinen Spanne seines Werdens und Vergehens überschauen kann, geschweige denn etwas von dem ewigen Werden in den metaphysischen Perspektiven seiner Religionen erfährt. Darum beschränkt der Mensch sein eigenes Werden in ein winziges Feld von Zeit und Raum, als einen kurzen Kreislauf mit einem Anfang, einer Mitte und einem Ende. Die spirituellen Spekulationen bleiben psychische Trostpflaster für demoralisierende Begierden und Handlungen.
  • Die fünfte, die psychologische Unkenntnis wurzelt tief in der materialistischen, körperlichen Vorstellung vom Menschen. Innerhalb des kurzen, vergänglichen Werdens auf dem Planeten weiß kein Mensch, kein Biologe oder Arzt etwas vom umfassenden, komplexen menschlichen Wesen, von der Monade, vom Mikrokosmos und allem, was im Verhältnis zum vordergründigen Werden überbewusst, unterbewusst, innenbewusst, umweltbewusst ist, weil die autorisierten Meinungsbildner in Wissenschaft und Religion das Werden und Dasein an der Oberfläche für das ganze Arsenal des Daseins darstellen, mit einer kleinen Auswahl emotionaler Erscheinungen – wie Liebe, Hass, Wut und Eifersucht und anderen gefühlten Erfahrungen, sowie dem oberflächlichen Verstandesdenken.
  • Die sechste, die konstitutionelle Unwissenheit folgt direkt auf die fünfte Fehleinstellung. Kein Mensch bekommt infolge der verbreiteten materialistischen Denkhaltung und Pädagogik eine realistische Information über die wahren Zusammenhänge seines Werdens. Wissenschaft, Philosophie und Religion fördern die empirisch erworbenen Halbwahrheiten und göttlichen Hypothesen aus unterschiedlichen Gruppeninteressen. Der Mensch begnügt sich für sein Dasein meistens mit den theoretischen Modellen der internationalen Autoritäten. Meistens hält er seinen Körper, sein Denken oder seine Gefühlswelt, seine erfolgreiche Selbstbehauptung, seine gesellschaftliche Anpassung und seine Empathie für Familienangehörige und Freunde, für sein wahres Dasein oder für das ganze Leben nach dem Fun-Prinzip. Dabei verliert der Mensch schnell aus dem Auge, was ihn konstituiert, wie er beständig durch verschiedene unbewusste Kräfte bestimmt wird, und dass er eigentlich gerade diese Wirkweisen uneingeschränkt bestimmen soll, frei nach dem Motto: Erkenne Dich selbst.
  • Die siebte kumuliert in der praktischen Unwissenheit. Der Mensch verfehlt als Ergebnis all dieser Halbwahrheiten die ursächlichen Prinzipien und Aufgaben seines Daseins innerhalb der kosmischen Zusammenhänge. Dabei wird die Lenkung im irdischen Werden missverstanden und die Freude des Lebens in der Welt wird durch zahllose Missverständnisse und ungeklärte Pathologien geschmälert. Warum wissen die Menschen in ihrem Denken und Wollen, in ihrem Empfinden und Handeln nichts von den brennenden Fragen, die die Welt an die Mächtigen der Menschheit stellt, und warum reagieren diese an jedem Punkt falsch oder unvollkommen auf sie? Warum irren selbst die Entscheider an der Macht in einem Labyrinth umher, geblendet von Irrtümern und falschen Begehren, vom Ringen um Macht und Versagen in der Liebe? Von Schmerz und Lust, von billigen Erfolgen und tiefem Straucheln begleitet, verfolgen die Menschen bei ihrer Entwicklung einen ziemlich verschlungenen Weg, und sie tasten, vom Wahn geblendet, nach wechselnden Irrlichtern, weil sie ihre monadische Führung ignorieren und von der äonischen Übermacht aus dem Jenseits erfolgreich ausgebeutet werden.

Es wird dringend notwendig, dass die Menschen sich auf die rudimentäre Basis ihrer Erkenntnisse besinnen, die sie mit empirischen Forschungen von den Erscheinungen des Daseins erhaschen können. Nur wer sich seiner eigenen Positionen wirklich bewusst ist, kann sein nächstes Ziel genau bestimmen und dann auch erreichen. Dazu bedarf es heute der Kenntnis einiger grundsätzlicher Fakten, die nun nicht mehr übersehen werden sollten. Auch wenn es den Äonen oder Asuras absolut nicht ins Konzept passen wird.

Die Grundgesetze der Offenbarung sind eigentlich nur wenige, die sich in der Schöpfung der allumfassenden, expandierenden Wirklichkeit gegenseitig ergänzen:

  • Erstens: Der Mensch ist von Anbeginn der Schöpfung ein wesentlicher, mitwirkender Teil in einer triadischen Konzeption: Monade, Mikrokosmos und Person. Damit kann sich das Ziel allen menschlichen Strebens und der Zweck des kosmischen Bemühens erfüllen. Die Monade ist als Teil der Offenbarung über das universelle Bewusstsein prinzipiell und über die nirwanischen Lebensfelder fundamental eins mit allen Monaden seit der Offenbarung in allen Universen.
  • Zweitens: Die Evolution der Mikrokosmen und der Kosmen wird von zwei Strömen aus der Monade stimuliert und dynamisiert. Dies löst das Bestreben der Menschen aus, zu höheren astralen Begehren und weiteren mentalen Einsichten zu kommen, um durch rechtes Erfassen und Bewerten der vielfältigen Zusammenhänge in den metaphysischen Lebensfeldern und in ihren Lebenswellen die Absichten der Natur intelligenter zu beantworten.
  • Drittens: An bedeutender Stelle steht das Resonanzgesetz, das innerhalb aller Geschehnisse zwischen den Mitwirkenden stets einen gerechten Ausgleich herbeiführt. In diesem Konzert-Prinzip der Spiegelung aller Informationen und Kräfte besteht die harmonische Selbsterhaltung aller Geschöpfe. Es ist der Menschheit seit Urzeiten bekannt: «Gib, so wird dir gegeben.» oder «Alles empfangen, umwandeln, und alles wieder wegschenken.»
  • Viertens: Das aktive Mitwirken an den Entwicklungsprozessen im Kosmos erscheint für den Menschen als das Gebot: «Liebe Gott – deine Monade – über alles, und deinen Nächsten – deinen Mikrokosmos – wie dich selbst.» Bei diesem mitfühlenden Dienen steht die alles belebende Triade in ununterbrochener Resonanz mit den immanenten mikrokosmischen Bewusstheiten. Die permanente interaktive Kommunikation zwischen allen Monaden und Kosmen bewirkt die expandierende Subsumtion aller beteiligten Glieder in der kreativen Multiplikation der Grundidee im Universum.
  • Fünftens: In dieser harmonischen Kohabitation wird die Evolution nicht auf einzelne Lebensfelder eingeschränkt, denn sie entfaltet sich kontinuierlich in allen Berührungen und Durchmischungen zwischen den beteiligten Kraftfeldern nach dem Emergenzprinzip. Dabei entwickeln sich neuartige Schöpfungen, die in ihrer Art den Bedingungen, Ereignissen oder Strukturen, aus denen sie erwachsen, nicht direkt entsprechen. Sie entfalten sich grundlegend neuartig und sind keine Umgestaltung bereits existierender Elemente, weil sie sich qualitativ von allem unterscheiden, was vor ihnen existent war.

Es stellt sich einem intelligenten Denken doch die Frage, warum das aktuellen Dasein der Menschheit von der Halbwahrheit in den empirischen Forschungsergebnissen dominiert wird, die sich in wissenschaftlichen Kreisen als die eine unantastbare Wahrheit präsentiert, wobei gleichzeitig ein darüber hinaus reichendes metaphysisches Wissen verleugnet wird, obgleich in vielen esoterischen Zirkeln fleißig damit experimentiert wird. Das holotrope Wissen entfaltet sich allerdings nur mit der Weiterentwicklung in den mikrokosmischen Feldern, im Zusammenhang mit dem Erwachen und Annehmen der transpersonalen Prominenz im Sein. Die siebenfache Unwissenheit weicht bei der Entdeckung der unstofflichen Lebensfelder im Kosmos einem integralen Wahrnehmen und denkendem Erfassen.
Wird der Mensch mit seinem Denken in die Bereiche des Daseins vorstoßen, die ihm bislang verschlossen waren – was ihm nicht bewusst wurde, weil er sein Erleben nur auf die Selbsterhaltung in der Materie gerichtet hielt – erfährt er sich in dem triadischen System aus Monade, Mikrokosmos und sich Selbst aufgenommen. Damit kann er die siebenfache Offenbarung des Bewusstseins in den mikro- bzw. kosmischen Feldern bewusst erkennend annehmen. Das bedeutet: Erkenntnis der kosmischen Ordnungsstruktur aller Dinge im gesamten Weltall; Wissen von den Monaden, von den siebenfachen Kräften, von den sieben kosmischen Gebieten und vom Universum als der allumfassenden Einheit aller Vielheiten und in der kreativen Manifestation der Schöpfungsidee. Diese tiefgreifende Erkenntnis der Welt, als eins mit sich selbst und allem im Erkennen des wahren Kontextes der Menschen, hebt die trennende Idee im Leben der Menschen auf, bedeutet auch die Erkenntnis der psychischen Wesenheit und ihrer unsterblichen Dauer in der Zeit über Tod und Erden-Dasein hinaus.

Zu dieser Erkenntnis des größeren und inneren Seins hinter der physischen Außenseite gesellen sich die Erkenntnis der vier aktiven Lebensfelder des Lebens und des Körpers in ihrem konkreten Verhältnis zum Mikrokosmos und zu den noch latenten übermentalen nirwanischen Sphären über ihnen. Damit erschließt sich auch die Erkenntnis der universellen Harmonie und des rechten Gebrauchs des interkosmischen Denkens, Wollens und Handelns und die Umwandlung der ganzen Natur in einen bewussten Ausdruck der vollständigen kosmischen Wirklichkeit.

Das ist dann kein intellektuelles Wissen, das systematisch gelernt und mit dem gegenwärtigen Bildervorrat der vorhandenen Gedächtnisse umfasst werden kann. Es wird eine neue Erfahrung im Werden, eine Umwandlung des Erfassens, die auch das physische Wesen mit seinen Sinnes- und Denkorganen verwandelt. Das weist hin auf den evolutionären Charakter allen Werdens und auf die Tatsache, dass die aktuelle mentale Unwissenheit nur eine Stufe von insgesamt 49 Stufen innerhalb der kosmischen Entwicklung ist. Das umfassende kosmische Wissen kann also durch eine Entfaltung der Mentalis sowie der nirwanischen Bereiche der mikrokosmischen Natur zustande kommen. Das bedeutet allerdings einen stets fortschreitenden Prozess in der Zeit, der die bereits erfolgten evolutionären Transformationen der Physis begleitet hat. Bei dieser Schlussfolgerung sollte aber die Tatsache berücksichtigt werden, dass die Evolution jetzt einigen Menschen bewusst geworden ist. Ihre Methode und ihre Stufen brauchen darum keineswegs den selben Charakter zu haben wie bisher, wo die Entwicklung für die Menschheit unterbewusst verlaufen ist.

Da das kosmische Wissen mit der Entwicklung der mikrokosmischen Felder zunehmen wird, kann es durch einen Prozess befördert werden, in dem die innere Ausrichtung und unentwegte Bemühung um das Erwachen im Menschen eine elementare Rolle spielen, in dem sie ihre systemeigenen Möglichkeiten entdecken und ihre Lebenshaltung danach umstellen. Das Wachsen der nirwanischen Erkenntnisse im Menschen kann durch bewusste Selbst-Transformation der Mentalis zügig fortschreiten, wenn der Mensch mit seinen erwachten holotropen Sinnesorganen und seinem völlig neuen Reflektieren der supermentalen Erfahrungen erfassen kann, welche Aufgaben ihm bei der kosmischen Mitarbeit in der Evolution zufallen werden und welche Veränderungen von der Monade noch vorgenommen werden, die zwangsläufig daraus hervorgehen, mit anderen Worten: welche Fülle des Erkennens eintreten wird, die die Basis der kosmischen Resonanz und interplanetaren Kommunikation sein wird. Dabei bleibt vorerst noch offen, wie dieses unvorstellbar andersartige Leben gestaltet werden oder sich selbst gestalten mag. Welcher Visionär kann heute schon die Herrlichkeiten schauen, wie sich das universelle Dasein letztendlich in den unendlichen Resonanzen und Interferenzen aller Schöpfungsmodalitäten nach dem Emergenzprinzip kreativ «verwirklichen» wird?

8.0 Wahrnehmung unter esoterischen Gesichtpunkten

2. Teil: Esoterische Aspekte zur Wahrnehmung

Das menschliche Denken umkleidet sich mit den sinnlichen Wahrnehmungen, den positiven Erinnerungen und den gewohnten Gefühlen komfortabler Lust, und bildet damit im Unbewussten ein hochmütiges EGO aus Selbstvertrauen und eingebildeter Autonomie.
Dieses kann selbst von einem konsequenten Querdenker kaum von seinen Fundamenten gestürzt werden, um sich einer ihm unbekannten Freiheit anzunähern.

Ein Zitat aus dem Buch: «Das holographische Weltbild, Wirklichkeit und Wandel», von Marilyn Ferguson führt zum Kern der nun folgenden Besprechung. (Zitat aus «Das holographische Weltbild», herausgegeben von Ken Wilber, Scherz Verlag, Bern)

«Alle sichtbare Substanz und Bewegung sind Illusion. Sie treten aus einer anderen, ursprünglicheren Ordnung des Universums hervor. Bohm nannte dieses Phänomen Holobewegung, Seit Galilei, so sagte David Bohm, haben wir die Welt durch Linsen betrachtet, unsere eigene Tätigkeit des Objektivierens so verändert, wie in einem Elektronenmikroskop, zu dem, was wir zu sehen hoffen. Wir wollen die Umrisse eines Objekts sehen, wollen, dass die «Realität» für einen Augenblick stillhält, während doch ihre wahre Natur zu einer anderen Ordnung der Wirklichkeit gehört, zu einer anderen Dimension, in der es keine Dinge gibt. Es ist so, als stellten wir das «Beobachtete» scharf ein, wie man ein Dia schärfer einstellt: doch ist in Wahrheit das Verschwommene die genauere Darstellung. Das Verschwommene selbst ist die grundlegende Wirklichkeit.»

Karl Pribram, Gehirnforscher, kam der Gedanke, der Berechnungsapparat des Gehirns könnte ebenfalls wie eine Linse wirken. Seine mathematischen Umwandlungen machen aus Verschwommenheit oder Frequenzen Objekte, verwandeln sie in Klänge und Farben, kinästhetische Empfindungen, Gerüche und Geschmack. «Vielleicht ist die Wirklichkeit gar nicht das, was wir mit unseren Augen sehen». sagte Pribram. «Hätten wir nicht diese Linse – diese von unserem Gehirn vorgenommenen Berechnungen –, dann würden wir vielleicht eine im Frequenzbereich organisierte Welt kennen. Kein Raum, keine Zeit – nichts als Geschehnisse. Könnte es sein, dass wir unsere Realität aus diesem Bereich heraus lesen – heraus isolieren?»
Pribram meinte, transzendentale oder mystische Erfahrungen könnten uns gelegentlich direkten Zugang zu diesem Bereich gewähren. Tatsächlich – subjektive Berichte über solche Erfahrungen klingen oft wie Beschreibungen der Quantenwirkiichkeit, ein Zusammentreffen, das eine Reihe von Physikern zu ähnlichen Gedankengängen verleitet hat. Umgehen wir unsere normale und einschränkende Wahrnehmungsweise – das, was Aldous Huxley das Reduktionsventil nannte –, können wir uns vielleicht auf die Frequenz der Quelle oder der Matrix der Wirklichkeit einstimmen.

Die neuralen Interferenzmuster des Gehirns, seine mathematischen Berechnungen, sind vielleicht mit dem Urzustand des Universums identisch. Das heißt, unsere mentalen Prozesse bestehen tatsächlich aus demselben «Stoff» wie das organisierende Prinzip. Physiker und Astronomen haben gelegentlich festgestellt, die wirkliche Natur des Universums sei immateriell, aber geordnet. Albert Einstein, bekannter Kernphysiker, hat seine mystische Ehrfurcht vor dieser Harmonie bekannt. Der Astronom James Jeans sagte, das Universum gleiche mehr einem großen Gedanken als einer großen Maschine, und der Astronom Arthur Eddington meinte: «Der Stoff, aus dem das Universum besteht, ist Geiststoff.» In jüngster Zeit hat der Kybernetiker David Forster ein «intelligentes Universum» beschrieben, dessen konkretes Erscheinungsbild durch kosmische Daten aus einer nicht erkennbaren organisierten Quelle erzeugt wird. Kurz formuliert besagt die holographische Supertheorie: Unser Gehirn konstruiert aufgrund mathematischer Berechnungen die «harte» Wirklichkeit durch Interpretation von Frequenzen aus einer Dimension, die Raum und Zeit transzendiert. Das Gehirn ist demnach ein Hologramm, das ein holographisches Universum interpretiert.


Sollte Dir ein Gedanke zu dem Text einfallen, dann schicke ihn mir bitte zu. ⇒ Vielen Dank.


Pribram gibt manchmal auf entwaffnende Weise zu: .«Ich hoffe, Sie sind sich darüber im klaren, dass ich all das nicht verstehe. Dieses Eingeständnis entlockt im allgemeinen selbst den wissenschaftlich geschulten Zuhörern einen Seufzer der Erleichterung. Hatte doch jeder einzelne von ihnen – ausgenommen die Vertreter der Neuen Physik, die es besser wissen – immer wieder versucht, lineare, logische Denkprozesse auf eine nicht-lineare Dimension anzuwenden. Man kann nicht in Ursache-Wirkung denken, will man Geschehnisse begreifen, die nicht an Raum und Zeit gebunden sind.»

Die Menschheit steht mit ihren Philosophien, Wissenschaften und Religionen in einem ungeheuren Spannungsfeld, und die weltweite, vielfältige Auseinandersetzung politischer Art oder sogar heftige Kriege um Energie- oder Wasser-Ressourcen reflektieren dieses Katastrophenfeld sehr konkret. Dabei laufen unbeirrt die kosmischen Zyklen in der Zeit ab und senden der Erde in ihren vielfältigen Strahlungen und intensiven Kraftfeldern ihre ihnen eigene Dynamik zur Erfüllung des wirklichen Schöpfungsauftrages. Eine neue – definitiv – neue Zukunft muss in dieser Welt umgesetzt werden, auch mit Hilfe von Menschen, die ihren Auftrag erkennen können. Dafür ist zuallererst ein neues Denken vieler Bewohner dieses Kosmos Erde erforderlich. Die oben zitierten Wissenschaftler sind bereits einen großen Schritt auf diesem Weg gegangen, dennoch fehlt noch der entscheidende verbindende Sprung zu einer ersten mentalen Vereinigung.

Im Folgenden soll der Versuch gemacht werden, eine neue Perspektive zu skizzieren. Dafür müssen allerdings die Grenzen zwischen der materiellen Weltanschauung der westlichen Wissenschaftler und der esoterischen Sicht der Geisteswissenschaftler sowie den östlichen Religionen vorbehaltlos weg gewischt werden. Aber es muss auch die allgemein verbreitete Tradition der hoch verehrten Theorien antiker Philosophien und Weltanschauungen auf einen vertretbaren Platz gestellt werden. Prüfen wir einmal nach, ohne Rücksicht auf all die mentalen Vorbehalte. Von H.P. Blavatsky, Ouspensky, Heindel und Steiner erfahren wir, dass unsere Welt zwei Sphären hat: ein Diesseits und ein Jenseits, das auch der christlichen Kirche nicht ganz unbekannt ist. Mit Diesseits wird die sichtbare physische Welt mit all ihren Erscheinungen der astronomischen Weiten bezeichnet. Das Jenseits beherbergt neben Himmel und Hölle eine Fülle von unstofflichen Kräften, Naturwesen und auch Engel sollen dort ihr Dasein fristen.
Die Hellseher sehen lebendiges Dasein in diesen unstofflichen Sphären, das sie uns erklären wollen. Auch die Astralwanderer sollte man zunächst einmal ruhig anhören, egal mit welchen Methoden sie auf ihre Reisen gegangen sind. Auch die indischen Meistergurus oder die orientalischen Sufis bekommen mit Sicherheit ihre Impressionen aus der kosmischen Mentalsphäre, die in der indischen Philosophie «Devachan» genannt wird. Alles das sind ganz konkrete Wirklichkeiten, die eigentlich nicht nur die Mystiker interessieren sollten. Sie wirken auf alle Menschen, auch wenn sie diese (noch) nicht wahrnehmen können. Auch wenn dieser Tatbestand von den materiell durchtrainierten Fachleuten lauthals verleugnet oder einfach ignoriert wird.

Viele Menschen haben zu allen Zeiten nach einem plausiblen und verständlichen Weg gesucht, auf dem der Mensch seine künftigen Möglichkeiten erforschen kann, wie und wo er die Lücke in seinem System finden kann, durch die er hindurch muss, um wirklich autonom zu werden. Dafür ist es zu allen Zeiten erforderlich gewesen, bewusst sämtliche Grundlagen und Kräfte des eigenen Seins zu erfassen. „Mensch, erkenne Dich selbst!“ war schon über dem Eingang zum Tempel der Einweihung in Stein gemeißelt. Diese Selbsterkenntnis ist nicht nur eine psychologische Analyse unbewusster Aspekte des irdischen materiellen Seins. Die unbewussten Ansichten des Seins befinden sich nun einmal in den unsichtbaren mikrokosmischen Kraftfeldern. Diese muss der Mensch aus individueller Erfahrung kennen lernen, weil dort die Ursachen und Strukturen des Wahrnehmens, des empirischen Erfassens der Umwelt zu finden sind. Erst mit diesen  unstofflichen Gegebenheiten werden die Voraussetzungen des Bedenkens, des Erinnerns und der mentalen Ordnung deutlich, z.B. die Regeln der Resonanz.

Vor jeder sinnesorganischen Wahrnehmung im Stoffkörper vollzieht sich sozusagen eine «Wahrnehmung», ein Informationsaustausch im Ätherkörper, im Astralkörper und in der Mentalis. Alle kommunikativen Vermögen des Mikrokosmos stehen immer im Einklang miteinander, weil sie die eingehenden Informationen für seine Selbsterhaltung in den aktiven Ansichten der vier Lebensfelder verwerten. Dadurch werden damit alle körperlichen, emotionalen und mentalen Aktivitäten für den aktuellen Auftrag des Mikrokosmos im Allgeschehen gesteuert. Alle kursierenden Informationen müssen auch immer mit den bereits bestehenden karmischen Bestimmungen in der Lipika abgeglichen werden. Die Balance zwischen diesen beiden Dynamiken wird stets vom aurischen Wesen mit den Regeln der Resonanz gewahrt. Das Begehren nach Vollendung des Systems wird von der Monade, der Entität hinter dem Mikrokosmos, über den Begegnungspunkt im Herzen eingespielt. Bei diesem teleologischen Bemühen helfen auch noch drei weitere Sphären, die noch nicht zentrierten nirwanischen Felder, die den Mikrokosmos wolkenartig umgeben. Sie werden sich erst in späteren Inkarnationen konzentrisch kumulieren und dem Menschen zur Verfügung gestellt.

8.1 Der Mensch ist ein Mikrokosmos

Genauso wie der Kosmos eine Atmosphäre von ziemlicher Ausdehnung hat, so hat der Mikrokosmos ein großes Atemfeld. Um den Planeten Mensch herum gibt es eine lebendige Kraftwolke, ein bewusstes Wesen, das aurische Wesen von ca. 16 mtr. Durchmesser. Es umfasst den körperlichen Menschen mit allen unstofflichen Kraftfeldern. Der Mensch ist sozusagen das Produkt des aurische Wesens, das ihn führt und ihn dabei auf besondere Weise im Auftrag der Monade leitet. Jeder Mensch wird aus diesen Wechselwirkungen der ihm zugehörigen vier Kraftfelder, mit den sich noch nicht zentrierten drei weiteren gelebt. Das aurische Wesen ist sozusagen der Vater/Mutter des stofflichen Menschen und die unstofflichen Felder sind das persönliche Jenseits. Die darin lebende Person ist stets das Produkt dieses ewig lebenden aurischen Wesens, das seinerseits Produkt der Monade innerhalb unseres irdischen Naturfeldes mit Diesseits und Jenseits ist. Die Monade selbst gehört in ihrer Gesamtheit in eine höhere Lebensdomäne.

Das aurische Wesen
Das aurische Wesen – der Mikrokosmos – besteht aus sieben Wirkungsfeldern mit einem gewaltigen Magnetfeld. Dieses Magnetfeld ist gemäß dem aktuellen Lebensimpuls so polarisiert, dass alle förderlichen Kräfte angezogen und alle disharmonischen Beeinflussungen abgestoßen werden. Der Mensch ist bei aller physischen Perfektion vorerst nur das eigenwillige Werkzeug des aurischen Wesens für seinen Lebensweg.

Für das richtige Verstehen der Wahrnehmung ist es sinnvoll, jetzt noch eine Besonderheit des aurischen Wesens zu beschreiben. Das aurische Wesen ist die Institution des Menschen, die eigentlich nahezu unsterblich ist, also stets erneut einen körperlichen Menschen adoptiert, sein Wesen und Dasein präformiert und seine Erfahrungen so lange speichert, bis die Vollendung des Mikrokosmos mit allen sieben Kraftfeldern zur Tatsache geworden ist. Sind alle Lebensfelder völlig kongruent mit den Kräften in der Monade geworden, dann wird der Mikrokosmos mit dem monadischen Kraftfeld eins sein, ausgestattet mit allen Kräften und Vermögen der ursprünglichen Schöpfung und eins mit sämtlichen Monaden der Schöpfung. Das entspräche der göttlichen Verheißung aller großen Religionen. Darum muss das aurische Wesen stets direkt mit der Monade kooperieren, damit alle weiteren Entfaltungsschritte im Mikrokosmos erfolgen können, auch wenn diese scheinbar über unzählige Umwege führen, um dann letztendlich doch erfolgreich vollzogen zu werden.

Der Ätherkörper
Der Ätherkörper durchdringt und umgibt die materielle Erscheinung, ist ca. 3 cm bis 5 cm größer als der Stoffkörper. Die sich für unser Tastorgan als fest erweisende Materie ist in Wirklichkeit nur eine Anhäufung von Schwingungsklustern besonders niedriger Energie. Die grobstoffliche, materielle Persönlichkeit wird komplett aus dem Ätherfeld erhalten. Das Ätherfeld des Mikrokosmos ist keine insulare Erscheinung. Vielmehr kann man sagen, es schwimmt in einem Wechselbad aus jenseitigem Äther und den in ihm lebenden Wesen. Wie wir das Ein- und Ausatmen kennen, so muss das mikrokosmische Ätherfeld durch Assimilation aus dem umgebenden Ätherfeld stets erneuert werden. Für die Erde sind die Ätherwelten eigentlich der Aufenthaltsbereich für alle Wesenheiten, die vorwiegend für den Erhalt und die Kommunikation der Mineralien, der Pflanzen und für die niederen Tiere arbeiten. Alle stofflichen Lebenswellen die Mineralien, die Einzeller, die Pflanzen und Tiere, Vögel, Fische und Säugetiere sowie die Menschen werden in allen stofflichen Belangen aus dem Ätherfeld der Erde ernährt.

Der Astralkörper
Das nächst höhere energetische Kraftfeld für Tiere und Menschen hat in der okkulten Sprache der Alten den Namen Astralwesen oder Astralis. Weil dieses von Sehern wahrnehmbare aurische Feld des Menschen ein starkes Leuchten kennzeichnet, wird die Astralis eben als Sternenkraft bezeichnet. Das Astralwesen hat im Ruhezustand in etwa die Form eines Eies, in das der materielle Körper vollkommen hineinpasst. Es dynamisiert das Leben und Sein über die Gefühle, Wünsche, Bedürfnisse und Begierden, und sorgt auf diese Weise für die Selbst- und Arterhaltung. In ihm vibriert die fundamentale Kraft, die S. Freud als Libido bezeichnet hat. So ist die Astralis die unstoffliche Basis für alle Wahrnehmungen. Darum sind die Wahrnehmungen vielfach mit Emotionalitäten unterschiedlicher Art verbunden, die sehr direkt die Aufmerksamkeitsrichtung beeinflussen. Die in vielen religiösen Texten erwähnte Seele kann durchaus als der prinzipielle Lebenstrieb in der Astralis benannt werden.

Die Mentalis
Als viertes Kraftfeld haben sich bei vielen Menschen die ersten Aspekte des Denkvermögens aktiv im Mikrokosmos zentriert. Dieses, bei den Theosophen auch Mentalkörper genannte Kraftfeld, befähigt den Menschen für eine gewisse mentale Aktivität. Dabei sollte immer klar sein, dass der Mikrokosmos wie ein Wassertropfen im Meer in den kosmischen Feldern eingefügt wirkt. So wird die mikrokosmische Mentalis vollkommen vom mentalen Feld des Kosmos durchflutet. Da es als solches aktuell noch kein wirklic voll ausgereiftes Kraftfeld ist, benötigt es stete Ernährung, Reinigung und Dynamisierung von außen. R. Steiner beschreibt sehr schön, wie sich die elementaren Kräfte einerseits um eine Weiterentwicklung der Mentalis beim Menschen bemühen, und andererseits ihn gerade wegen dieser Befähigung massiv für ihre eigenen Interessen gebrauchen.

Dieser Ansatz der Mentalis im Mikrokosmos ist ein kleines, aber gewaltiges Potential, das dem Menschen von seiner Monade zur Verfügung gestellt wurde. Das Mentalvermögen oder vielmehr die Summe aller Kräfte, die damit zusammenwirken, ermöglichen der Persönlichkeit ein bewusstes Wahrnehmen und Denken. Dieses ist die Basis für den deduktiv arbeitenden Verstand, der als ein besonderes virtuelles Sinnesorgan neue Sensationen mit gespeicherten Erfahrungen verknüpfen, abgleichen und bewerten kann. Das mit dem Großhirn in Verbindung stehende Organ, hat verschiedene Eigenschaften und Vermögen, die man am ehesten mit einem Radioapparat vergleichen kann und der seiner Wirkungsweise vielfach einem Computer ähnlich ist.

Jetzt haben wir die verschiedenen in der Esoterik meist bekannten elektromagnetischen Felder in etwa definiert:
Das Feld des materiellen Körpers.
Das uns geläufige Bild von der Erde, von den Gewässern, von der Luft, von den Pflanzen, Tieren und Menschen.
Das Ätherfeld, die Matrize für alle materiellen Erscheinungen. Das Pflanzenreich lebt aus und in dem Ätherfeld.
Das Astralfeld, in dem sich unsere Wünsche und Begehren manifestieren. Das Tierreich lebt sowohl aus dem Ätherfeld, und auch in den niederen Aspekten des Astralfeldes.
Das mentale Feld, das den Verstand, das Denken und den Willen ermöglicht. Dem Menschen gebührt die Ehre, außerdem Anteil am mentalen Feld zu haben. Einige wenige Auserwählte verfügen bereits über höhere Aspekte der Mentalis. Diese werden als Intuition oder Inspiration bezeichnet.
Es gibt darüber hinaus noch drei weniger bekannte Felder, die «nirwanischen Felder»: die Spinalis, Spiritualis, Idealis.

Die höheren drei Kraftfelder des Nirwana werden in der Esoterik immer nur angedeutet. In der jüdischen Kabbala bekamen sie Namen wie Throne, Cherubim und Seraphim, die von der Anthroposophie (R. Steiner) als die höheren Engel in der menschlichen Evolution beschrieben werden. Annie Besant erwähnt die einzelnen Felder in ihrem Buch «Eine uralte Weisheit» ohne genaue Definitionen, weil die Mentalis, also das menschliche Denken keinen Zugriff auf sie hat. Die drei oberen Ebenen des Weltalls heißen bei Sri Aurobindo «sat-chit-ananda», aus dem Buch «Stufen der Vollendung». Diese Begriffe, die an das Sanskrit angelehnt sind, bezeichnen sat = wesenhafte Wahrheit; chit = göttliches Bewusstsein; ananda = Seligkeit des Geistes.

Wenn man das ganze Miteinander und Durchwirken der Lebensfelder und der Wesenheiten in Diesseits und Jenseits richtig betrachtet, sind alle Kraftfelder überall anwesend. Sie befinden sich im selben Raum und kommunizieren nach den Resonanzgesetzen miteinander. Allerdings hat jede Wesenheit unterschiedliche Möglichkeiten und Fähigkeiten der Wahrnehmung. So können die Pflanzen mit ihren Assimilationszellen neben dem Licht und den flüssigen Stoffen eben nur die ätherischen Anteile ihrer Umwelt erfassen und werden von diesen Informationen gelenkt. Sie haben jeweils als Pflanzenfamilie einen großen, ihnen übergeordneten Kraftkosmos, in dem auch viele Informationen astraler und mentaler Art der ganzen Gattung gespeichert sind. Die Tiere werden je nach Art und Familie aus einem Gruppengeist, ähnlich einem Mikrokosmos, geführt. Entsprechend ihrer wesensmäßigen Beteiligung an den drei unteren Kraftfeldern können die Tiere auch astral „Sehen“, sich auf der Erde orientieren, z.B. bei ihren großen Wanderungen für die Fortpflanzung. Mit ihrer ätherischen Wahrnehmung elektromagnetischer Art vermögen Tiere auch die regionale Ekliptik des Erdmagnetismus erfassen und sich daran für ihre Flugrichtung oder Schwimmrichtung orientieren. Dieser Bereich ist so umfassend und höchst spannend, dass ein exakte Erforschung sicherlich über das Leben der Tiere und der Menschheit mehr aussagen könnte, als eine Expedition zum Mars.

 

8.2 Das Bewusstsein

Ein sehr schwieriges Feld in diesem Zusammenhang der Wahrnehmung ist das Bewusstsein. Der Begriff «Bewusstsein» ist in unserer Gesellschaft weit verbreitet und wird oft mit zahlreichen unterschiedlichen Sinngebungen ausgestattet, die eigentlich in den Bereich der Sinneswahrnehmungen gehören. Alles Leben, Denken und Fühlen wird allgemein von der sinnlich wahrnehmbaren Erscheinung der Materie abgeleitet, so auch das Bewusstsein. Jedoch vom «Bewusstsein» selbst, von seiner ihm eigenen Wesensqualität, ist in der Regel ebenso wenig bekannt wie von dem Phänomen «Zeit». Eigentlich kann niemand so richtig erfassen, was das Bewusstsein selbst ist. Ja, jeder spricht davon, es zu besitzen. Jedoch kann man bei einem genauen Hinschauen und Hinhören feststellen, dass das nicht stimmen kann. Der Mensch wird von seinem Bewusstsein permanent gelebt, denn es umfasst und bestimmt alle Aktivitäten seines Lebens, nämlich sinnesorganisch Wahrnehmen, Denken, Erinnern, Fühlen, Hören, Schmecken, Riechen, körperliches Empfinden, seine Muskeln, seinen Atem, seinen Herzschlag spüren. Eben alle äußerlichen und innerlichen Sensationen wahrnehmen und begreifen, alle Informationen für den Selbstschutz und die sogenannte Zweckmäßigkeit einschätzen. Mit Hilfe all dieser zahlreichen Funktionen, die durch das Bewusstsein ermöglicht werden, wird sich jeder seines Selbst bewusst.
Das Bewusstsein ist demnach die Basisenergie in allen Lebenstrukturen, weil jede Funktion im Körper und mit dem Körper kontrolliert und geregelt werden muss. Dazu gehört, wie heute jeder Wissenschaftler bestätigen kann, ein steter Informationsaustausch. Und das Bewusstsein ist das Medium für alle Kommunikation im Mikrokosmos. Bei all diesen Prozessen wirken für die geordneten Strukturen immer die Regeln der isobaren Resonanz, im aurischen Wesen wie auch im Kosmos.

Alles Erfassen und alles Bedenken findet in der Mentalis statt. Sämtliche Kommunikation in den und zwischen den Kraftfeldern wird mit dem Bewusstsein ermöglicht, das in jedem der sieben Kraftfelder jeweils funktional immanent ist.

Das Bewusstsein ist eines der sieben gewaltigen Kräfte des Universums, die die ganze Schöpfung durchdringen und beleben. Das Bewusstsein wird von allen Monaden in allen Schöpfungsgebieten ausgetragen. Dabei muss eigentlich von mehreren Bewusstheiten oder von vielen Bewusstseinsstrukturen gesprochen werden. Einerseits ist das Bewusstsein im ganzen Universum immer eins – das Universale Bewusstsein ist ein einziges Kraftfeld – andererseits wirkt es in den verschiedenen Kosmen, Monaden, Entitäten, Wesen, sowie den Teilfeldern aller Wesen unterschiedlich, jeweils entsprechend der Art und Struktur der Teilbereiche sowie in Harmonie mit dem notwendigen Informationsstrom und der Erlebnisfähigkeit der zugehörigen Aspekte. Für den Auftrag, die Erkenntnisse der erfahrenen Lebenszusammenhänge zwischen den Monaden auszutauschen, werden die verschiedenen Informationsströme vom monadischen Bewusstsein zu den in den Monaden wirkenden Wesen intelligent überspielt.
Auf diese Weise ist im Mikrokosmos das Grundbewusstsein des aurischen Wesens die Basisenergie auch für die Mentalis als Verwerter der diversen Sinneswahrnehmungen. Dabei werden alle sinnesorganischen Wahrnehmungen über die unbewussten Feldstrukturen hinaus vorselektiert, und mit dem Verstand in das erfassbare Tagesbewusstsein gehoben, das immer nur einen Bruchteil der Gesamtinformationen erfassen kann. Informationswissenschaftler sprechen von einer aktuellen Informationsflut von 1 Million Bits pro Sekunde, wovon im Tagesbewusstsein durchschnittlich nur 100 bits/sec verarbeitet werden. Die Qualität des tatsächlich von der Person bewusst Erlebten im aktuellen Tagesbewusstsein ist also nur eine Konzentration oder Selektion aus allen eingehenden Informationen im System für die rationalen Überlebensnotwendigkeiten. Die Vielfalt aller im Mikrokosmos ablaufenden Kommunikationen werden vollkommen im Unterbewusstsein verarbeitet, für die Gedächtnisse in den Kraftfeldern und im Atemfeld aufbereitet und gesammelt. Simultan werden die eingehenden Informationen teilweise direkt in der Lenkung der Wahrnehmung wieder angewendet.

Es ist ganz wichtig, sich immer wieder deutlich zu machen, dass jede mikrokosmische und kosmische Sphäre von einem ihr eigenen Bewusstsein geführt wird, das mit zugehörigen virtuellen Wahrnehmungsorganen arbeitet.

1. Im Körper wirkt das bekannte Körperbewusstsein, das sogenannte Tagesbewusstsein. Von den Neurologen wird es auch Beta-Bewusstsein genannt. Die dazugehörigen Sinnesorgane des Körpers Gefühl, Geschmack, Geruch, Gehör, Gesicht sind allgemein bekannt, und wurden im vorderen Teil des Textes ausführlich besprochen. Der sechste Sinn – der Verstand – gehört allerdings auch zu den Sinnesorganen. Er arbeitet meistens übergreifend mit den anderen Feldern zusammen. Zu den Sinnesorganen im Körper gehören noch einige Kontroll- und Regelungszentren für Wärme, Blutdruck, Flucht- und Schutzmechanismen, die durch die moderne Biologie erforscht wurden.

2. Im Ätherfeld gibt es ein ätherisches Bewusstsein, das von Hellsehern gebraucht werden kann. Es arbeitet aber auch bei allen Menschen, die sich nicht zu den sensitiven Medien rechnen. Die Wahrnehmung im Ätherfeld ist für viele Menschen zunächst nur ein vages Fühlen von Veränderungen gegenüber dem eigenen Vibrationsstatus, z.B. Empfindungen von Kälte oder Wärme, auch wenn die Außentemperaturen normal sind.

3. Im astralen Feld wirkt ein astrales Bewusstsein, das vor allem über das Herz arbeitet, dem zentralen Organ des Astralwesens. Manchmal hört man bei komplexen Entscheidungen die Rede: «Das habe ich aus dem Bauch entschieden». Diese Aussage bedeutet, dass Menschen nicht-rationale Entscheidungen über das Sonnengeflecht reflektieren, wo sich das Denkzentrum de Astralis konzentriert. Das Herzbewusstsein ist ein ganz besonderes Gefühlsorgan, in dem sich verschiedene Bewusstheiten unterschiedlich mischen und zu dem werden, was normalerweise als Gemütszustand bezeichnet wird. Dieser wird jedoch stark vom Astralbewusstsein dominiert.

4. Das mentale Feld ist die Hauptdomäne des denkenden Bewusstseins. So wird es immer gesagt. Doch es ist ernsthaft die Frage erlaubt, ob der Mensch wirklich nur mit seinem Kopf denkt, bewusst seine Erfahrungen verarbeitet und dann mit kräftigem Entschluss zum Handeln übergeht. Wir sind in unserer Vorstellung Kopf-Dinosaurier geworden. Das Denken über das Instrument Verstand ist für die heutige Menschheit die höchste Erfahrung des scheinbar unabhängigen Selbstwertes. Darum resümiert Descartes: «Ich denke, also bin Ich!» Dabei hat er allerdings übersehen, dass das menschliche Sein ein komplexes Produkt von Körper, Mikrokosmos und Monade ist. Erst mit dieser Kombination aus stofflichem Körper – Gehirn – und der unstofflichen Mentalis ist das Denken erst möglich geworden.

Die Sinnesorgane des Körpers sind immer gekoppelt mit dem virtuellen Verstand im Körperbewusstsein. So ist es bei weitaus den meisten Menschen, auch weil sie ihr Leben überwiegend auf die Selbsterhaltung im stofflichen Lebensfeld ausrichten. Die materielle Konsumhaltung lässt nur bei wenigen Menschen eine Sensitivität für das ätherische oder astrale Bewusstsein zu. Im Übergang des Fischezeitalters zur Aquariusperiode ist bereits festzustellen, dass immer mehr Mikrokosmen inkarnieren, in denen die Menschen schon Empfindungen für die Äthersphäre haben. Man denke dabei nur an den Begriff der «Indigo-Kinder» (Auch der Ausdruck Wassermann-Kinder drängt sich geradezu auf, weil diese Kinder über Fähigkeiten oder Eigenschaften verfügen, die viel mit dem Prinzip des Wassermanns zu tun haben: z.B. Hellsichtigkeit und/oder Hypersensitivität – ätherisches Sehen) oder an die sich immer mehr zeigende «ADHS-Krankheit» (Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung. ADHS gehört zur Gruppe der Verhaltens- und emotionalen Störungen mit Beginn in der Kindheit und Jugend.) Natürlich werden von der Standardwissenschaft diese Feststellung der mikrokosmischen Weiterentfaltung als esoterisch eingestuft, weil sie mit ihrem Körperbewusstsein diese Lebensbereiche nicht erfassen kann.

Darin liegt natürlich ein ganz wesentlicher Schutz für die Entwicklung des Menschen. In der Übergangszeit zu einer neuen Entwicklungsstufe in der Evolution wird dieser Schutz gleichzeitig zu einer enormen Behinderung. Denn noch sind viele Menschen mikrokosmisch in der Phase der Vollendung der dritten astralen Ansicht oder sie beginnen gerade, sich mit den Begehren aus der vierten astralen Ansicht auseinander zu setzen. Das bedeutet, sie empfinden in ihrem System hohe Ideale der Liebe, der Gerechtigkeit, der Harmonie, der Schönheit usw. die meistens mit dem göttlichen Himmel verbunden werden. Wenn ein Mikrokosmos bereits mit einer weiter entwickelten Astralis inkarniert, mit der vollendeten 4. oder bereits mit der 5. astralen Komponente, dann wird auch die vierte Mentalis zunehmend aktiv. Das führt dann zu völlig anderen Wahrnehmungen, wie z.B. Hellsichtigkeit in die ätherische Sphäre, evtl. auch in die Felder der niederen Astralis. Das ist natürlich für den «normal» gesinnten Menschen derart außergewöhnlich und darum höchst gefährlich, zumal solche Menschen auch den allgemeinen Betrug in Handel und Werbung, in Finanzen und Medizin intuitiv erfassen. Sie erkennen viel schneller und direkter die Unwahrhaftigkeit ihrer Umwelt. Darum muss diese Entwicklung von den noch nicht so weit entwickelten Menschen mit Hilfe ihrer Medien vollständig verdrängt werden. Mögliche Einsichten oder Erkenntnisse bzw. Erscheinungen von diesen Menschen werden esoterisch oder spirituell gewertet oder in die Welt der Wunder und Märchen einsortiert.

Dass diese erweiterten Befähigungen allerdings schon lange von Mystikern in Ost und West bekannt waren und auch von anerkannten Forschern in vielen Studien beschrieben werden, ist verständlicherweise kein Allgemeingut. Jedoch die Erkenntnisse über diese Erneuerungen im Wahrnehmen durch die Entwicklung des Mikrokosmos in der Astralis und Mentalis nehmen zu (Michael Murphy, Der Quantenmensch). Die Kenntnisse über die einzelnen Kraftfelder in Kosmos und Mikrokosmos sind auch erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts durch die Theosophie zur Menschheit gekommen, insbesondere Annie Besant und C.W. Leadbeater haben darüber berichtet. J. v. Rijckenborgh und Cath. de Petrie haben in der Lehre der Rosenkreuzer viele Zusammenhänge und Wirkungen der mikrokosmischen Felder mit den Feldern des Jenseits erläutert.

Es wäre hier noch einmal zu betonen: Da der Mensch seine Wahrnehmungen überwiegend mit dem stofflichen Bewusstsein macht und auch mit dem stofflichen Bewusstsein alle Informationen aus den Gedächtnissen bedenkt (schon ca. 340 v.Chr. von Aristoteles als empirische Wissenschaft benannt), bleibt er von der Erkenntnis aus den höheren Kraftfeldern (Äther, Astralis, Mentalis) ausgeschlossen. Das allgemein übliche Denken auf dieser niederen Basis wird zum harten Kern seines EGOs,
und ein jeder hat große Problem, sich mit seinem Denken für eine höhere Erfahrenswelt zu öffnen. Dies ist wiederum der Grund für die explosionsartige Entwicklung von Religion, Spiritismus und Okkultismus sowie Drogengebrauch, denn es gibt auch viele Menschen, die den einschränkenden Mangel empfinden und nach gangbaren Wegen zur Bewusstseinserweiterung suchen. Andere entfalten für ihre Selbstbestätigung kulturelle Aktivitäten nach allen Richtungen oder bilden und wirken in karitativen Hilfsorganisationen und sonstigen Schutzorganisationen für Kinder, Tiere und die Flora.

 

8.3 Das Atemfeld

Das Atemfeld im aurischen Wesen ist ein kugelförmiges Kraftfeld von ca 8 mtr. Durchmesser, in dem der Mensch atmet, die Luft und auch ätherische, astrale und mentale Kräfte aufnimmt und umwandelt. In dieses Atemfeld projiziert der Mensch seine Gedankengeschöpfe, mit allen lang gehegten Wünschen und Vorstellungen von sich und der Welt. Auch nicht ausgelebte und verdrängte Begehren jeder Art werden zu astral-mentalen Schemen, die sich manchmal nachts dem Träumer offenbaren. Je nach Intensität und Dauer werden diese Atemfeldbewohner sehr kraftvolle Erscheinungen, die sich ganz konkret vor das Gesicht stellen und so das Wahrnehmen, Empfinden und Denken beeinflussen. In dieser Projektionsfähigkeit offenbart sich ein fataler Teil des schöpferischen Vermögens unserer Denktätigkeit. Diese erschafft aus unseren Gedanken und Gefühlen lebende Geschöpfe, die sich primär im Atemfeld einnisten und sich dort kurz oder länger aufhalten. Wenn man von Vorstellungen, Dogmen, Prinzipien, Weltanschauungen, Werthaltungen o.ä. spricht, denen man mehr oder weniger zwanghaft gehorchen muss, dann sind diese mentalen Geschöpfe im mikrokosmischen Atemfeld gemeint. Denn sie stehen dort ganz konkret vor der Wahrnehmung des Verstandes und dominieren das Denken. Je intensiver der Mensch mit diesen Holokumulies kooperiert – was leider nicht ausbleiben kann – desto kräftiger werden diese astral-mentalen Bewohner zur Gewohnheit. Dadurch bekommen sie immer konkretere Form und stärkere Dynamik. Zunehmend wenden sie sich aus Selbsterhaltungszwang an ihren Schöpfer, um erneut Nahrung, sprich mentale und astrale Kraft zu bekommen. Jeder könnte das alles bei sich selbst erkennen, wenn er sich in seinen Gewohnheiten einmal genau unter die Lupe nähme. Wer schon aus Gewohnheit z.B. bestimmten ungeschriebenen Tabus oder Gesetzen gehorchen muss – die ihm möglicherweise von der Gesellschaft anerzogen wurden – oder wenn man Autoritäten und deren Weltanschauungen zwingend folgen muss, die nicht mehr anwesend sind, folgt ausschließlich seinen «Atemfeldgolems». Dann haben sich diese Autoritäten bzw. deren Vorstellungen bereits im Atemfeld fest eingerichtet. Von dort wird dann der Mensch über sein Unterbewusstsein regelmäßig manipuliert und vertritt wie gewohnt diese Ansichten oder Vorbehalte vehement nach außen. Er selbst glaubt, seine Äußerungen entsprächen seinen eigenen, selbst geschaffenen Vorstellungen. Steigert sich der Mensch mit diesen Einstellungen und Werthaltungen hoch zu Streitigkeiten und emotionalen Eruptionen, dann werden die «Mentalgolems» im Atemfeld besonders kräftig ernährt. Man selbst wird und fühlt sich hinterher ziemlich kraftlos und meistens auch noch völlig zu Unrecht missachtet.

Dabei wird allerdings sehr deutlich, dass alle Inhalte des Atemfeldes ein Gedächtnis darstellen, das außerdem ständig aktualisiert und meistens auch kräftig benutzt wird. Das Gehirn ist nur die Apparatur für den Verstand, der im Atemfeld die in den astral-mentale Holokumulies vibrierenden Gedanken ausliest.

Das aurische Wesen ist auch ein effektiv schützendes Feld für den Mikrokosmos, das aus dem Kosmos über seinen Magnetismus jene Ereignisse und Kräfte anzieht, die notwendig für sein Leben und Werden sind. Alle mentalen und emotionalen Vorstellungen im Atemfeld zusammen mit den Melodien aller mikrokosmischen Sphären prägen den Vibrationsschlüssel dieses Feldes. Dementsprechend werden jene Kräfte angezogen, die zur Entwicklung des Mikrokosmos gut passen und alle disharmonischen Kräfte, die nicht zur Gesamtschwingung resonant sind, werden abgewiesen. Dieses kugelförmige elektromagnetische Feld reicht ziemlich weit über den Körper des Menschen hinaus. Wer sich einmal eine stark belebte Hauptstraße in einer Großstadt vorstellt, kann ermessen, wie die Mikrokosmen durcheinander gehen und -fahren, durcheinander in der Bahn sitzen und sich gegenseitig mit ihren Magnetfeldern durchdringen, sich damit möglicherweise beeinflussen, ohne dass es wirklich vom Einzelnen erfasst werden kann. Allerhöchstens tauchen ein paar Impressionen der Sympathie oder Antipathie auf. Spannend zu beobachten sind große Massenversammlungen, z.B. die Hadsch in Mekka oder die Kumbh Mela in Indien, wo dann alle Pilger auch noch gleichermaßen auf ihren Gott ausgerichtet werden, oder die großen Pop-Events, wo sich viele Menschen bei gleicher Musik auf ihre besondere Lebensqualität einschwingen. Sie summieren sich auch noch in ihrer Verehrung – also im Magnetismus – für eine Spiegelsphärenwesenheit, die natürlich mächtig angezogen wird und ihre «Schäfchen» kräftig ausbeutet.

Unzweifelhaft sind die Basisgesetze für die visuelle Wahrnehmungsorganisation auch für das Wahrnehmen in den unstofflichen Kraftfeldern wirksam. Das Prinzip Leben erfindet sich permanent neu in der ununterbrochenen Kommunikation, dem permanenten Austausch von Kräften, Ideen, logistischen Elementen, Planungen des Zusammenwirkens, Abgleichen, Interferieren und Multiplizieren von Daten und Fakten. Bei diesem komplexen Informationsaustausch finden sich immer jene Vibrationen zusammen, die eine gleiche Schwingung aufweisen. Demnach wirkt in allen Kraftfeldern vor allem der Ähnlichkeitsgrundsatz, aber auch das Prinzip der harmonische Fortsetzung, die Regel von Figur und Grund und alle weiteren bereits beschriebenen Regeln der Wahrnehmungsorganisation bestimmen das Geschehen. Die in der visuellen Wahrnehmung dargestellten Gesetze spiegeln ausnahmslos das Zusammenspiel im gesamten Kommunikations-Prozess in allen Bewusstheiten der monadischen Kraftfelder. Über allem ist das Gesetz der isobaren Resonanz gültig.

Die Wechselwirkung zwischen Monade und aurischem Wesen beinhaltet in ihrer Gesamtheit die Selbsterhaltung des Mikrokosmos mit einer bewusst erfassenden Persönlichkeit und die Vermittlung aller Informationen und Kräfte. So ist das Leben ein beständiges Fließen von Kräften nach unterschiedlichen Regeln. Viele davon spiegeln sich bereits in der materiellen Wahrnehmungsorganisation, wie vorher beschrieben. Dieses Hin und Her von Wahrnehmungen, Informationen und Kräften ist wie ein sich unentwegt webender Teppich, in dem sich die Muster permanent verändern, ineinander übergehen, sich gegenseitig überlagern oder auslöschen, allerdings in allen Dimensionen. Das ist das vitale Leben selbst. Alle gespeicherten Kraftimpulse schwingen ganz langsam aus, nachdem sie die Auftragserfüllung erreicht und dabei den Höhepunkt der Intensität überschritten haben. Zentrale hohe Impulse lösen in den unteren Kraftfeldern eine Kaskade von weiteren Impulsen aus, die sich in einem mehrdimensionalen Netz verstärken, ergänzen oder gegenseitig auslöschen, so dass man durchaus von einer multidimensionalen Melodie der Monade sprechen kann.

Chakras
Die Chakras, Quellräder und Transportbahnen für alle immateriellen Kräfte, sorgen für die Gesunderhaltung des Systems Mikrokosmos und für das seelische und auch das physische Gleichgewicht der Persönlichkeit. Dies geschieht innerhalb zahlloser Kräfte und Einflüsse des gewaltigen Universums, in dem der Kosmos Erde mit Diesseits und Jenseits nur ein Bruchteil des ganzen Seins ist. Die elementar wichtigen Austauschfunktionen, also die Aufnahme und Weitergabe von Kräften zwischen den Sphären im Mikrokosmos, üben die Chakras aus, allerdings ohne die bewusste Kontrolle der Menschen. Jede Störung in diesem stetig fließenden informativen Stoffwechsel führt zu Krankheiten und letztendlich auch zur Auflösung des mikrokosmischen Verbandes. Die Reorganisation der Chakras hat in esoterisch-okkulten Kreisen und Vereinigungen zu einer gewissen Kultur geführt, angefangen vom echten Hatha-Yoga bis hin zu den Chakra-Meditationen der Theosophen. Dabei wird immer auch beschrieben, wie sich eine neue Wahrnehmung einstellen kann.

 

8.4 Der Verstand, ein Sinnesorgan

Was kann oder macht der Verstand? – Es wird vielfach sehr unterschiedlich über dieses Phänomen des Menschen geschrieben, gesprochen und meditiert. Man sollte sich diese erstaunlichen Befähigungen einmal in Ruhe anschauen. Als erstes beobachtet man zunächst das Vordergründige: das Denken, wie wohl ein jeder weiß. Doch nicht jeder ist sich seines Denkens wirklich bewusst und erfasst die dazu gehörenden Vorgänge, weil er selten oder nie seine Aufmerksamkeit auf diese vielfältigen Prozesse lenkt. Jedes Denken findet sozusagen innerhalb eines „Gartens“ mit zahlreichen, bereits gepflanzten Blumen statt. Ohne einen gewissen Bildervorrat aus Erfahrungen, Vorstellungen, Meinungen und lebensnotwendigen Verbindlichkeiten findet kein Denken, Überlegen Bewerten etc. statt. Jeder Mensch ist voller solcher Weltanschauungen und selbst geschaffenen Wahrheiten, mit Dogmen und Tabus ausgestattet.

Der Verstand funktioniert wie ein perfekter Artist in einer Mannschaft aus mehreren Artisten am Hochseil. Als virtuelles Sinnesorgan muss er alle aktuellen Wahrnehmungen der Sinnesorgane auf der Basis eines emotionalen und konditionellen Settings des Körpers mit allen Gedächtnisstrukturen im Mikrokosmos – im Atemfeld, in der Astralis und in der Lipika – abgleichen; simultan die vielfältigen Informationen in den zentralen virtuellen Denkapparat einspiegeln, und dann die plausibelste, dem Gesamtsystem am besten angepasste Information dem bewussten Denken zur Verfügung stellen. Außerdem noch – je nach Situation – einen rational ausgewogenen Gedanken für einen grammatikalisch perfekt formulierten Satz in der richtigen Sprache – in der Muttersprache oder einer Fremdsprache – dem Sprechapparat zur Verfügung stellen.

Es kann dabei durchaus vorkommen, dass der Verstand einen Gedanken formuliert hat, der dem Zuhörer nicht übertragen werden darf; dann muss schnell noch eine fast richtige Gegenargumentation aus dem Gedächtnis gefischt werden, die in der erkannten richtigen Absicht dem Zuhörer gefallen könnte. Bei alledem muss das Denken im Verstand natürlich auch der emotionalen Gesamtsituation des Gespräches Rechnung tragen. Das ist eine hochkomplizierte Angelegenheit, die niemals vollständig bewusst gesteuert werden kann. Darum ist dieses Geschehen eingebettet in angelernte Modellstrukturen und antrainierte Formulierungstechniken, wie es vor allem in besonderen Internaten für das Höhere Personal gelehrt wird. Dabei sind die Koranschulen oder buddhistischen Klosterschulen auch nicht zu unterschätzen, wo die religiösen Dogmen solange durchargumentiert werden, bis nahezu jede Antwortmöglichkeit bereits vom Kandidaten im Schlaf hergesagt werden kann. Man könnte so etwas ernsthaft als Gehirnwäsche bezeichnen, denn es entsteht dadurch kein wirklich freies Denken.

Der Verstand ist also ein virtuelles Organ, analog einem Computerprogramm, das auf die verschiedenen Gedächtnisse zugreifen kann, ggfs. auch auf das kosmische Gedächtnis, und gleichzeitig mit dem Input der Sinnesorgane und der Begehren und Gefühle des Körpers direkt verbunden ist. Das stoffliche Gehirn ist sozusagen die Hardware des Computers, in dem unter der Leitung des Verstandes und einem für alle geltenden System verschiedene virtuelle Programme kooperieren.

Das Programm Verstand fragt alle Gedächtnisteile nach der isobaren Regel ab, scannt die eingespeisten Strings, und gibt die Gedanken in das Assoziationsprogramm ein. Dort werden alle Informationen erst miteinander abgeglichen und dabei nach Begehren, Nutzen und Zweckmäßigkeit für das Überleben bzw. harmonische Zusammenleben bewertet und eingestuft, und dann für ein sinnvolles Handeln verwendet. Simultan werden die kombinierten Informationen direkt für die Wahrnehmungsorganisation eingesetzt. Dafür arbeitet im Verstand ein Kombinationsmodul, das deduktive Vermögen, das die aus den Gedächtnissen abgefragten Inhalte miteinander verknüpfen kann. Diese assoziierten Informationskomplexe werden dann dem Denken zum Bewerten übergeben. Hier wird vor allem selektiert, was davon im Sprachmodul über die Rede verwendet werden soll. Dies geschieht nach unterschiedlichen Regeln der Kohabitation, wovon einige Gesetze im ersten Teil dieses Buches bereits besprochen wurden.

Wichtige Regeln neben der isobaren Resonanz sind das Interpolieren von sich nahe liegenden Gedanken und die Selektion nach dem Kriterium des physischen Überlebens. Die Menge der auf den Menschen einstürmenden Informationen ist so gigantisch, dass der Verstand aus dieser Flut der Informationen, unter der Leitung eines höheren Auftrages aus der Monade, die Qualitäten nach Selbsterhaltung sowie Arterhaltung für die geringe Kapazität des Tagesbewusstseins selektieren muss. Dafür werden sich ähnliche Informationen nach den bereits beschriebenen Gesetzen der Resonanz zu «Melodiekonfigurationen» zusammengefasst. Gleichzeitig bieten sich bereits vorhandene Modelle aus bereits vorgeformten Einstellungen und Wertschätzungen an, die meistens neue, ungeeignete Informationen überschreiben. Zusätzlich wird dabei alles reduziert und in den Hintergrund gedrängt, das nicht mit der emotionalen Situation übereinstimmt und darum nicht der bewussten Betrachtung für die aktuelle Anforderung zugeführt werden muss. Erst wenn äußere oder innere Faktoren dazu zwingen, absolut neue unorthodoxe Verhaltensweisen für das Überleben zu kreïeren, werden andere, bislang unterdrückte Assoziationen zusätzlich dem Verstand zugeführt und in den aktuelle Assoziationsprozess mit aufgenommen.

Auch wenn die Multiplexität all dieser Befähigungen scheinbar unüberschaubar ist, so kann man bei alle Verstandes- bzw. Denktätigkeiten einige Grundfunktionen erkennen:

  • Er steuert mit dem Bedenken alle bewussten sinnesorganischen Wahrnehmungen.
  • Auf der anderen Seite kontrollieren das Wahrnehmen und Bedenken die gefühlsmäßigen Aktionen und begleiten das Handeln. Unzählige unbewusste Vorgänge im Körper beeinflussen das, was der Mensch konkret erfassen und bedenken kann.
  • Der Verstand nimmt die Inhalte in den Gedächtnisse wahr: durch Aufrufen und Abfragen, durch Bewerten, Zuordnen und das Ablegen mentaler Inhalte.
  • Aus dem gesamten Vorrat von Informationen aller Gedächtnisse können, je nach Flexibilität der Grundprogrammierung des Verstandes, neue Gedanken-Kombinationen erdacht, gefunden werden.
  • Verstand und Gefühle nehmen auch transpersonale Informationen in der Kommunikation mit Menschen und der Umwelt wahr, was mit der Sensibilität der unstofflichen Felder zusammenhängt.
  • Das Denken formiert auf der einen Seite das Sprechen, die verbale Artikulation, und dominiert andererseits die psychischen und die physichen Aussagen des Körpers.
  • Das alles geschieht mit den Energien der höheren Astralis, des Mentalfeldes und der Bewusstheiten im Mikrokosmos.

 

8.5 Die Gedächtnisse
Das Gedächtnis ist – wie oft behauptet – nicht nur im Gehirn zu Hause. Es existieren mehrere Gedächtnisse im Mikrokosmos und in den Gebieten des Kosmos, die mit ihm resonant sind. In allen Feldern des aurischen Wesens sind unterschiedlich strukturierte Gedächtnisse angelegt, die unterschiedlich jede Wahrnehmung innerhalb des Systems beeinflussen. Es wäre ein umfangreiches Unternehmen der Geisteswissenschaft, die Details zu erforschen, auf welche Weise die verschiedenen Gedächtnisse die Wahrnehmungsorganisation dominieren. Dabei beeinflussen die neuesten «Erinnerungen» normalerweise die stattfindende Wahrnehmung am stärksten. Im hohen Alter verlieren die aktuellen Geschehnisse für den Menschen zunehmend an Bedeutung, so dass die Erinnerungen aus vergangenen Zeiten mehr und mehr in den Vordergrund rücken und das aktuelle Wahrnehmen in die festgefahrenen Denkparameter pressen.

Die hochkomplexe Steuerung aller Lebensvorgänge des menschlichen Körpers und seines Mikrokosmos macht doch selbstverständlich diese Erinnerungsspeicher im Bewusstsein aller Kraftfelder erforderlich. Die diversen Organe in den Körpern können nur in und mit ihren lebendigen Wechselwirkungen auf der Grundlage einer eigenen Informationsspeicherung reibungslos miteinander kommunizieren. Nur diese sich beim Heranwachsen des Menschen entwickelnden und stabilisierenden «Erinnerungen» an erfolgreiche Koordinationen der internen und externen Logistik (Austausch der Kräfte) gewährleisten auf Dauer ein gesundes Leben in und mit allen Organen. Wer sich einmal mit Biochemie bzw. Biophysik im eigenen Körper befasst hat, wird mit Erstaunen registriert haben, wie viele Regelkreise durch ihr perfekt aufeinander abgestimmtes, routinemäßiges Arbeiten bei den zahlreichen, permanenten Kontrollen, z.B. der Viskosität, Konzentration, Druck, Temperatur usw., in allen Organen zum harmonischen Wachstum und einem ausgeglichenen Lebenszustand beitragen, was vom Menschen meistens völlig selbstverständlich und natürlich hingenommen wird.

Aus diesen Gedächtnissen entwickelt sich im Menschen auch seine fundamentale Grundprägung im Hintergrund des Tagesbewusstseins. Dieses hochkomplexe, sehr subjektive Zusammenspiel in Verbindung mit seiner ganzen Ratio kann mit EGO bezeichnet werden. Das trifft den Kern am Besten, wenn man auch die zwischenmenschlichen Aktionen und Reaktionen mit Familie, Freundes- und Arbeitskreis im rechten Betrachtungswinkel mit einbezieht. Man kann diese Grundprägung auch als Naturseele bezeichnen, weil die Quintessenz aller Erinnerungen im Mikrokosmos und ihre Qualität seine Lebensintentionen und -strategien bestimmen und dynamisieren. Einige Autoren bezeichnen diese individuelle Struktur der internen Kommunikation und Regelung mit Gemüt oder mit Charakter. Die für die äußeren gesellschaftlichen Verbindlichkeiten unbequemen und weniger passenden Eigenschaften werden dabei jedoch meistens der Betrachtung entzogen. Die naturwissenschaftlich orientierten Psychologen und Soziologen kennen die komplexe Architektur des unstofflichen Mikrokosmos mit seinen sieben Kraftfeldern nicht oder ignorieren diese. Darum können sie auch nur die äußerlichen Aspekte der allgemein akzeptierten Grundprägung des menschlichen Denkens und Wahrnehmens dokumentieren und in ihrer grobstofflichen Abhängigkeit von Sinnesorganen oder Zellbereichen im Gehirn umreißen. Auch wenn ihnen die Aspekte eines unstofflichen Bewusstseins und der Emotionen durchaus bekannt sind, müssen sie sich wegen der wissenschaftlichen Vorschriften an die genehmigten empirischen Konstrukte halten. Die in der Literatur des C.G. Jung ausführlichen Fallbeispiele dokumentieren seine großartigen psychologischen Konzepte. Diese vielseitigen Studien (in Religion und Alchemie) und seine Patientenberichte beweisen, dass nach seinem hochdifferenzierten psychologischen Modell mehrere Gedächtnisse in Form von «virtuellen Personen» (der Alte, Anima und Animus und die kulturübergreifenden Archetypen) im Unterbewusstsein des Menschen wirken.

Die esoterische Sicht auf Mikrokosmos und Persönlichkeit unterscheidet also sieben Kraftfeldstrukturen: den materiellen Körper, das diesen prägenden Ätherkörper, die alles dynamisierende Astralis, das bewusste Erkennen in der Mentalis, sowie die nicht erfassbaren drei nirwanischen Felder. Aus dieser Perspektive sind auch alle Ansichten mit einem spezifischen Bewusstsein ausgestattet. Damit ist folgerichtig, dass für die lebensfördernde Koordination aller Interaktionen in diesen sieben Bewusstheiten jeweils auch ein eigenes Gedächtnis wirkt.

1. Organisches Körper-Gedächtnis. Dieses wurde u.a. auch von dem Physiotherapeuten Feldenkrais entdeckt und für die nach ihm benannte Therapie an zahlreichen Fallbeispielen erforscht. Es wird vor allem in den jüngeren Lebensjahren mit allen Bewegungsabläufen angefüllt, die der heranwachsende Menschen spielerisch vor allem bei sportlichen Betätigungen erleben kann. Der stoffliche Mensch wird natürlich, wie alle Tiere und Pflanzen, zunächst von einem stofflichen Gedächtnis in seinen körperlichen Aktivitäten gesteuert, das vor allem für die Bewegungsabläufe zuständig ist, für die Haltung, Gestik und Mimik, für Gleichgewicht, sportliches Talent, Kondition und Fitness etc.. Selbstverständlich auch für alle orthopädischen Fehlhaltungen und muskuläre Verkrampfungen, die auch auf karmische Vorprägungen zurückgehen können.

2. Ätherisches Gedächtnis. Für den stofflichen Bereich hat das ätherische Feld mit seinem Gedächtnis natürlich eine große Bedeutung. Dieses Gedächtnis wirkt ganz eng mit dem stofflichen zusammen, so direkt, dass man die beiden kaum auseinander halten kann. Darum werden bei einigen esoterischen Autoren diese beiden Kraftfelder stets zusammengehörig beschrieben. Das ätherische Gedächtnis ist vor allem für die zelluläre und interorganische Kommunikation zuständig. Die lebensnotwendigen Regelkreise der Lymphe, des Blutes, der Nerven und der endokrinen Organe werden bei ihren lebenswichtigen Aufgaben von den ätherischen Fluiden unterstützt. Die chinesischen Ärzte wirken u.a. mit ihrer Akupunktur direkt in diese Kreisläufe, und auch die ayurverdische Medizin berücksichtigt vor allem die ganzheitliche Kommunikation dieser feinstofflichen Wechselwirkungen, die von den konventionellen allopathischen Ärzten, die sich an der chemisch-pharmazeutischen Industrie orientieren, total übersehen werden. Wenn dann ein Homöopath wie z.B. Hahnemann eine diese Zusammenhänge berücksichtigende selbstheilende Therapie entwickelt, dann ist die Verleumdung die erste Wahl der etablierten Ärzteschaft und der Chemiegiganten. Längst wurden von einigen Heilpraktikern Heilungskonzepte entwickelt, die analog der chinesischen Medizin und Ayurveda berücksichtigen, dass die ätherischen Anteile von Pflanzen und Pflanzenauszügen oder die ätherischen Aspekte bestimmter Mineralien eine vor allem selbstheilende Reaktion im Körper des Menschen auslösen.

3. Astrales Gedächtnis. Die Gruppe der emotionalen Erfahrungen, erfolgreiche Begehren und unbefriedigte Begierden, hehre Wünsche und Absichten werden als astrale Konfigurationen im astralen Bereich des Atemfeldes im Mikrokosmos eingespeichert. Dieses virtuelle Gedächtnis wird einerseits von der aktuellen Mentalis durchpulst und beeinflusst und andererseits polarisiert es den Ätherstrom, der für die Erhaltung des Körpers zuständig ist. Im Astralgedächtnis vibrieren die Gefühls-Komplexe als Module, die mit mentalen Erinnerungen nach der isobaren Resonanz miteinander verlinkt zu einer Art Klustersystem (siehe Atemfeld) heranwachsen. Hier tummeln sich auch alle frisch erwachenden Begehren und Wünsche des Menschen mit ihren vorgeprägten Ansichten für die realistische Umsetzung im täglichen Dasein. Im astralen Gedächtnis werden in der Jugend – verstärkt während der Pubertät – die karmischen astralen Vergangenheiten des Mikrokosmos aktiviert. Diese Erinnerungen aus früheren Inkarnationen polarisieren dann alle folgenden aktuellen emotionalen Erlebnisse und Einsichten. Das bedeutet, im Grunde wird jeder Mensch völlig unbewusst bereits von Jugend auf bei seiner Wahrnehmung und Bewertung der aktuell aufkommenden Gefühle der Empathie und Antipathie von ganz individuellen emotionalen Vorprägungen beeinflusst. Dafür werden diese astralen Informationen zunächst entsprechend dem internen Selbsterhaltungskonzept kompatibel polarisiert, und dann resonant sortiert und assoziiert abgespeichert. Dies ist für die mehr oder weniger problemlose Integration in sein soziales Umfeld, seine Familie und sein Volk zwar unbedingt lebensnotwendig. Werden diese astralen Erlebnisse wenig oder gar nicht mit dem Gewissen relativiert oder transzendiert, dann führen diese zu belastenden Kristallisationen auch im Denken, bis hin zu pathologischen Fantastereien und fanatischen Auswüchsen (z.B. religiöse Extreme). Die aus früheren Inkarnationen noch aktiven astralen Vorprägungen können für den Heranwachsenden auch zu erheblichen psychischen Belastungen werden. Vor allem, wenn diese astralen Repliken mit den aktuellen emotionalen Zusammenhängen des tatsächlichen Lebens nicht übereinstimmen, und auch nicht mit Hilfe mentaler Überlegungen mit dem inneren Gewissen kompatibel rationalisiert werden können.

Das astrale Gedächtnis ist neben allem auch ein meist unerkannter, starker Redakteur und Mitspieler in den nächtlich erlebten Traumwelten, die viele astrale Erinnerungen in lebhaften Bildsequenzen dem Bewusstsein übertragen können. Auch wenn sich der Träumer seiner nächtlichen Erfahrungen nicht immer erinnert, wird er in seiner täglichen körperlichen Gemütslage bei seinen folgenden Tageserfahrungen davon beeinflusst.

Kann ein Mensch auch unstoffliche Zusammenhänge in seinem Lebensfeld erfassen, dann macht ihn die angeborene Konstitution und Offenheit seines astralen Gedächtnisses dafür geeignet. Das Vermögen dieser besonderen Sensibilität transpersonaler Welten geht aus der mikrokosmischen Vergangenheit hervor. Genie und Wahnsinn, Fluch und Segen liegen hierbei dicht beieinander, vor allem, wenn die tatsächlichen Zusammenhänge mit dem EGO falsch interpretiert werden, und/oder unüberwindliche Verbote aus Tradition und Religion den hellsehenden Menschen in den Weg gestellt werden.

Aus Unkenntnis über die unstofflichen Zusammenhänge können sich weitere schwere psychologische Probleme entwickeln, denn leider ist jeder Mikrokosmos beständig mit den resonanten astralen Vibrationen oder Wesen des Jenseits verbunden, die aus den nahe liegenden Vergangenheiten seines Mikrokosmos stammen. Diese belasten ihn zusätzlich zu den mentalen karmischen Erinnerungen in seinem aurischen Wesen, der Lipika. Diese astrale kosmische Vergangenheit wird vom Magnetismus des aurischen Wesens aus der alle Menschen und Tiere umfassenden irdischen Astralis angezogen, in der zahllose Reste unaufgelöster Interaktionen mit der Welt und ihren Bewohnern immer noch in das aktuelle Lebensfeld hinein vibrieren. Einen gewissen Schutz bietet hierbei die isobare Resonanz, d.h. der Mensch kommt nur mit solchen astralen Komplexen in Kontakt, mit denen er eine konkrete Beziehung hat. Das ist unter anderem der Grund, warum viele Weise in aller Welt zur Begierdelosigkeit und astraler Neutralität raten.

4. Das mentale Gedächtnis. Es besteht also keineswegs nur im Denkvermögen ein Gedächtnis. Das Mentalgedächtnis ist für den Menschen selbstverständlich ein ganz wichtiger Speicher für alles Erfassen und Wahrnehmen (Input), für alles Bedenken und Reflektieren (Bewerten und Assoziieren) und für alles Behalten und Wiedererinnern. Das mentale Gedächtnis wird spätestens ab dem 12. Lebensjahr mit der Fülle jener vergangener Informationen aus der Lipika verbunden, die das Langzeitgedächtnis früherer Inkarnationen im aurischen Wesen darstellt. Diese Informationen sind die Quintessenz der mikrokosmischen Unternehmungen, den monadischen Impulsen entsprechend zu Leben und zu Wirken. Unbewältigte Reste dieser Wege sollte der Mensch versuchen, in seinen aktuellen Lebenszusammenhängen mit den ihm zugeführten Mitmenschen zu bewältigen .
Die gewaltigen mentalen Vermögen, ganz unterschiedliche komplexe Vorgänge zu erfassen und zu speichern, sind absolut bewundernswert. Man denke nur an die wissenschaftlichen Erkenntnisse vom astronomisch Gigantischen bis zum submikroskopisch Kleinen interatomarer Bestandteilchen; auch an das Komponieren und Aufführen von Opern, das Schaffen und Nachspielen von Dramen, wie z.B. Goethes Faust, die Stiftung von umfassenden Gesetzeswerken und großen sozialen Gesellschaftsstrukturen, das Planen und Konstruieren von gewaltigen Maschinen, Schiffen, Flugzeugen und Weltraumtransportern, und vieles andere mehr. Der für diese Megaleistungen einzelner Menschen oder großer Teams zur Verfügung stehende Speicher ist so gigantisch, dass es wahrlich eine Beleidigung wäre, diesen im Zellvolumen eines Gehirns oder einiger klugen Köpfe zu platzieren. Für diese gewaltige Menge von Daten steht nicht nur das komplette Atemfeld (incl. der Lipika) im aurischen Wesen eines Menschen zur Verfügung, sondern auch die Teamastralis aller Unternehmungen entwickelt ein solches für alle erreichbare Gruppengedächtnis im Gruppenkörper. Dabei helfen alle mitresonanten Wesen, die aus dem Jenseits für das Projekt, z.B. den Bau des Suez-Kanal oder der bemannten Weltraumstation ISS, benötigt und aufgerufen werden. Man sollte dabei vorsichtshalber auch berücksichtigen, dass große Genies immer ihren besonderen Kommunikationskanal zu willfährigen Bewohnern im Jenseits – oftmals ehemalige professionelle Fachleute, Wissenschaftler, Musiker, Künstler oder Dichter, die sich selbst noch einmal auf Erden beweisen wollen – als Gedächtnisstütze verwenden.

5. die Gedächtnisse der drei latenten nirwanischen Felder können noch nicht konzentrisch mit den zur Zeit inkarnierten Mikrokosmen verbunden werden, weil deren Entwicklung in der erforderlichen Anziehung noch nicht so weit fortgeschritten ist, wie diese für die endgültige Konzentration sein muss. Darum stehen diese darin implementierten Gedächtnisvolumen dem Menschen vorerst nicht zur Verfügung.

6. Dennoch gibt es aktuell ein spirituelles «Gedächtnis» im zentralen Begegnungspunkt mit der Monade, das für den Menschen im Hintergrund seines Charakters als eine Art «Gewissen» aufleuchtet. Wenn der Mensch sich für diese aus seinem Herzen erklingenden höheren Ideale des Seins öffnen kann, wird mit Sicherheit zumindest ein Reflexionsmodul im aurischen Firmament aufleuchten, das den Menschen zu neuen Ufern seines Erfassens geleiten wird. Wahrnehmen, Erfassen und Denken gehören unzweifelhaft stets zusammen und sind direkt mit jenem virtuellen Organ verbunden, das wir normalerweise Verstand nennen.

Der Verstand muss als das innere Wahrnehmungsorgan betrachtet werden, das alle gedanklichen und begrifflichen Informationen empfängt und für die weitere Kommunikation modelliert. Dafür hat das virtuelle Organ «Verstand» die Zugriffsstruktur für eigentlich alle Gedächtnisse des Mikrokosmos. Er kann in ihnen je nach Bedarf „lesen“, d.h. gespeicherte Daten wieder aufrufen und zum Reflektieren in den aktuellen Vordergrund bringen und unwesentliche sowie erledigte Komplexe aussortieren und dann erneut im Gedächtnis ablegen. Die Denk-Tätigkeit gibt auch vielen emotionellen Begehren und gefühlten Bewegtheiten eine mentale Umhüllung, eine begleitende Rationalisierung und/oder begriffliche Begründung, wodurch das entsteht, was normalerweise als Wille bezeichnet wird. Der Wille selbst benötigt eigentlich kein eigenes virtuelles Organ, denn seine Dynamik stammt aus dem astralen Bereich der Begierde, des Begehrens und Wünschens, die mit dem Mantel der Rationalisierung geäußert wird. Diese simultane Aktion formt das astrale Begehren, die dramatische Begierde, um in einen dynamischen mental-astralen Willen, der dann  – oftmals sehr theatralisch – mit einer entsprechenden Mimik und Gestik verbal verkündet wird. Das alles geschieht simultan mit dem astralen Impuls, so dass von nahezu allen Menschen der sogenannte Wille immer als ein eigenständiges Aktionspotential neben dem Verstand und dem Gefühl beschrieben wird. Der Wille benötigt also kein eigenes separates Enstehensfeld, auch wenn er in allen Philosophien und Religionen entsprechend behandelt wird. Das beginnt bei dem übermächtigen «Willen Gottes», den jeder Mensch erfüllen muss, und hört auf bei dem prinzipiellen Willen zur Macht jedes Herrschenden, wie er von Friedrich Nietzsche in seinen Büchern formuliert wurde. Niccoló Machialvelli hat in seiner politischen und praktischen Philosophie wohl die besten Ratschläge für die herrschende Machtelite zusammengestellt, wie sie ihren Willen dem Volke aufzwingen kann.

Will man also der Art und Weise, wie die Sensationen beim Wahrnehmen bzw. Erfassen durch die Sinnesorgane in den Menschen hinein kommen und weitergeleitet werden, einigermaßen nahe kommen, dann sollte man nicht nur die biologisch somatischen Gegebenheiten der Sinneszellen und der nachgeordneten Gehirnzellen berücksichtigen, sondern sich den mikrokosmischen Plan aller Gedächtnisse ganz deutlich vor Augen führen, weil alle in ihnen gespeicherten Vorstellungen wesentlich die Auswahl bestimmen, was und wie etwas wahrgenommen wird, und auch die Kriterien, nach denen die Informationen selektiert werden und sogar das Blickfeld diesbezüglich einschränken.

Goethe schreibt in seinen naturwissenschaftlichen Schriften ausführlich darüber, dass bei der Anschauung einer Sache oder eines Ereignisses der Mensch bereits im Wahrnehmen das Betrachtete direkt an seinen Vorstellungen und bereits gespeicherten Erinnerungen ähnlicher Art beurteilt und bewertet. Frederic Vester hat in seinen neurologischen Studien über das Denken erkannt, dass ein Mensch immer nur solche Dinge oder Ereignisse wirklich erfassen und reflektieren kann, für die im Gedächtnis bereits eine angelegte Matrize existiert, an der das Geschauten für das Erkennen und Bewerten abgeglichen wird. Ist nichts Resonantes gespeichert, ist das Wahrgenommene definitiv absolut neu, so kann der Mensch es nicht Erfassen. Das löst zunächst eine große Angst vor dem Unbekannten aus. Entsteht dann jedoch keinerlei Bedrohung für das Leben, erwacht die etwas paradoxe Neugier nach dem Neuen mit angemessener ängstlicher Vorsicht vor dem unbekannten Neuen. Das wird von jedem Verhaltensforscher durch genaue Beobachtungen in der Tierwelt bestätigt. Für die Wahrnehmung ergibt sich aus diesen Überlegungen ganz klar, dass Niemand unbedarft völlig frei von den in den Gedächtnissen angelegten Vorprägungen irgend etwas autonom Erkennen wird. Allein der physische Selbsterhaltungstrieb ist über die Angst, Sorge und Furcht für den Menschen so programmiert, dass seine innere und äußere Sicherheit und Harmonie möglichst niemals gestört wird. Viele pathologische Fallstudien zeigen, welche Folgen schockhafte Erfahrungen mit überraschenden Neuigkeiten haben können.

Die Speicherung in den Gedächtnissen und die weitere Verwaltung der Inhalte entspricht bildhaft gesehen der Art, wie in einem Computer viele Daten auf Festplatten oder anderen Datenträgern gespeichert und aktuell im Arbeitsspeicher verarbeitet werden. Die Qualität der neurologischen und unstofflichen Organe, die Sensibilität für den Eingang von Informationen aus dem transpersonalen Raum, sowie die Schnelligkeit bzw. Flexibilität der äußeren und inneren Sinnesorgane inklusive des Verstandes determinieren die Aufnahme- und Denkgeschwindigkeit. Das Assoziationspotential, die Erinnerungsreichweite und die Abspeicherung wird vom Selbsterhaltungsprogramm dominiert und auch von einigen individuellen Verdrängungsmechanismen und zugehörigen Täuschungsmanövern begleitet. In diesem neuronalen Funktionsreaktor wird entschieden, welche Informationspakete der Mensch aus der Fülle aller angebotenen Informationen als für ihn lebensnotwendige Werte „wahrnimmt“, und welche er davon für die nachfolgenden Apperzeptionen als Vorstellung (Vorprägung) abspeichert, und welche beim Erfassen als unpassend und unbequem vorher aussortiert werden. Diese Zusammenhänge gewährleisten, dass die Selbsterhaltung störende und ungeeignete Fakten in der Realität von vornherein ausgeblendet werden. In allen Büchern der großen Psychologen findet man zu diesen subtilen Vorgängen der Wahrnehmung eine ganze Reihe pittoresker Fallstudien. Frederic Vester hat bei seinen Recherchen sogar nachweisen können, dass derartige Verdrängungsmechanismen mit den Jahren die dazu erforderlichen neuronalen Bahnungen bzw. Synapsen im Nervengeflecht befestigen. Man könnte dieses recht komplexe Geschehen, den Einfluss der Gedächtnisse auf das Erfassen und Bewerten in der Wahrnehmungsorganisation, auch salopp als die berühmten «Scheuklappen» bezeichnen.

Bei der Suche nach einer einheitlichen, vielleicht allgemein gültigen Weltanschauung ist es unbedingt notwendig, vor allem die nahezu automatisch ablaufenden Prägungen im subjektiven Wahrnehmen – die Scheuklappen in den einzelnen Kulturen oder Zivilisationen – der gewöhnlichen Lebenszusammenhänge zu berücksichtigen, die natürlich auch von den gesellschaftlichen Regelungen in den unterschiedlichen Kulturen und von den klimatischen Bedingungen auf den verschiedenen Kontinenten geprägt werden. Diesbezügliche ethnologische Forschungen können gar nicht weit genug in die Details der divergierenden Überlebensstrategien eindringen, um zu erkennen, in welchen prinzipiellen Lebenszusammenhängen der großen Zivilisationen die Welt-Religionen und -Philosophien herangewachsen sind.
Welche Selbst- und Arterhaltungskonzepte mussten die Menschen durch die Jahrtausende immer wieder, auch unter den karmischen Resonanzen in den Völkern und Menschengruppen, erneut modifizieren? – Wie viele biologische Natürlichkeiten der Spezies Mensch sind durch unzählige Machtkämpfe zwischen den herrschenden Priestern durch «göttliche» Gebote oder Verbote unkennbar verbogen worden? – Wie viele karmische Belastungen der Mikrokosmen sind durch unzählbare martialische Kriege zwischen den herrschenden Klassen rund um dem Globus aufgerufen worden und werden bis heute in den Selbsterhaltungskampf der Völker eingeflochten? –

Fassen wir das alles noch einmal zusammen:

Selbst wenn dem Menschen von tausend Kanzeln gepredigt wird, dass alle Menschen gleich sind, kann leicht von jedem festgestellt werden, dass die Menschen alle sehr unterschiedlich sind. Jeder lebt in seinem gesellschaftlichen Zusammenhang, der natürlich in seiner Entwicklungsgeschichte von den Verwaltungsinstitutionen viele landestypische Gesetzen, Regeln und Vorschriften bekommen hat. Zusätzlich lasten auf jedem Einzelnen seine ganz individuellen mikrokosmischen Unbekannten seiner Vorfahren, seiner Familie, seines Stammes, seines Volkes, die niemand so ohne Weiteres sehen, erfassen, geschweige denn, wahr nehmen kann. Diese lange andauernde Entwicklung hat auch dazu beigetragen, dass es heute für immer mehr Menschen innerhalb von den bestehenden Religionen keine konstruktiven Impulse für seine Lebensmodelle ausgehen. Man kann die spirituelle Qualität «Religion» nicht mehr im praktischen Dasein erfahren, auch nicht innerlich. Der Mensch kann sich selbst nicht einmal mehr richtig wahrnehmen, und er nimmt auch nicht wirklich mehr ernst, wie er selbst etwas «wahr-nimmt». Nur sehr wenige überschauen etwas, in welchem Rahmen sich ihr soziales Miteinander abspielt. Da er sich mit seinen eigenen Lebensstrukturen so selbstverständlich erfährt, und meistens auch voll damit ausgefüllt ist, sind diese ihm meistens völlig gleichgültig. Er fragt selten nach dem Grund, warum sein – möglicherweise sogar geliebter – Gesprächspartner eine Situation total anders wahr-nimmt als er selbst. Dabei kommt es auch sehr wenigen Menschen in den Sinn, solche «Banalitäten» des täglichen Miteinander zu betrachten oder zu hinterfragen. Die subjektive «Wahrheit» ist für jeden immer die Richtige. Darauf ist der Mensch sehr stolz und wird diese zu jeder Zeit intensiv verteidigen. Dieser arrogante Standpunkt wird möglicherweise erst bei Begegnungen mit fremden Kulturen oder bei extremen Lebenssituationen auf den Prüfstand gestellt.

Das Wahrnehmen oder Erfassen ist nicht nur eine Angelegenheit der gesellschaftlichen Beziehungen unter den Menschen, sondern betrifft immer auch das Erfassen der Natur in Wald und Flur sowie ein Erfassen einer transpersonalen Übernatur in den unstofflichen Sphären. Dabei geht es nicht nur um jene okkulten Themenbereiche, die von religiösen Vertretern bei entsprechenden Events oder religiösen Festtagen bzw. Prozessionen lauthals verkündet werden. Das Wahrnehmen der metaphysischen Welten geht weit über jenen Erlebensbereich hinaus, der normalerweise mit Tod und Sterben verbunden wird. Der Mensch steht doch immer auf allen Ebenen – Tag und Nacht – in einer Kommunikation mit seiner inneren und äußeren Umwelt, auch wenn er arbeitet oder nur in der Stille sitzt, liegt oder steht. Ja, sogar im Schlaf kommunizieren die inneren Organe miteinander. In einigen Schlafphasen kommuniziert der Mensch in seinen Träumen mit sich selbst. Auch diese Art des inneren Erfassens oder Wahrnehmens ist stark abhängig von den bereits in der Jugend gewachsenen bzw. gelernten Vorstellungen über das Traumleben.

Freiheit des Denkens
Es besteht die weit verbreitete Ansicht, dass der Mensch selbstbestimmend aktiv wahrnimmt und denkt. Aber dem ist leider nicht so. Alle Sensationen und damit auch alle Wahrnehmungen, Einsichten über die Umwelt und Erfassungen der inneren Realität werden direkt im Wahrnehmen vom Vibrationsschlüssel im Magnetismus des aurischen Wesens bestimmt. Dieser fundamentale Magnetismus bestimmt durch seine individuelle Polarisation, was vom Mikrokosmos bzw. dem Menschen empfangen werden kann. Alles was mit dieser Grundvibration in positiver Resonanz ist, wird angezogen und es wird alles abgestoßen, was nicht mit ihr kompatibel ist. Dieser Schwingungschlüssel im System bestimmt demnach auch das, was der Mensch sieht, hört, erfühlt, schmeckt und riecht etc. Er bestimmt auch alles, was getan wird usw. Zusammen mit den angekoppelten Einflüssen aus den astralen Sphären des Jenseits ergibt das eine deutliche Fremdbestimmung für alles, was dem Menschen die Sinnesorgane vermitteln können.

Also alles das, was der Mikrokosmos an Kräften und Informationen von Ereignissen aus seiner direkten Umwelt und aus dem Kosmos anzieht oder abstößt, wird vom Vibrationsschlüssel im aurischen Wesen bestimmt. Diese fundamentale Polarisation dient vor allem der Selbsterhaltung des Systems und der dafür stets erforderlichen Balance zwischen den unterschiedlichen Kraftfeldern. Es müssen alle Wahrnehmungen, auch die Erfassungen aus den transpersonalen Bereichen des Mikrokosmos, auch die Impulse aus der Monade, in strukturerhaltende Bahnen geführt werden. Das Ganze ist vergleichbar mit einem intelligenten Kartenspiel mit bestehenden Worten, Begriffen, Gedankenfetzen oder vorformulierten Sätzen, die bereits nach Erfahrungswert und Bedeutung beurteilt und einsortiert in wohlgeordneten Strings oder Kluster nach Resonanz kombiniert im Gedächtnis bevorratet werden. Das aktuelle Denken im Verstand liest die Informationen aus diesen mentalen Strings oder Kluster, bewertet die bereits empfangenen Informationen damit erneut für die aktuelle Situation, Aussprache oder Handlung. Auf diese Weise werden natürlich die bisher abgespeicherten Erfolgsstrukturen immer wieder neu belebt, erweitert, verfestigt und erneut eingespeichert. Das ist keine Aktion des bewussten Denkens, sondern eine völlig unbewusste Aktivität in der Kommunikationsstruktur des gesamten Mikrokosmos. Dabei spielen die verschiedenen Gedächtnisse und Bewusstheiten in den Kraftfeldern die entscheidende Rolle. Allerdings kann das bewusste ICH-Bin nur einen Hauch von dieser internen Kommunikation im Denken erfassen. Einiges spiegelt sich im allgemeinen Gemütszustand, einiges davon bestimmt die Art der laufenden Wahrnehmungen und deren Bewertungen für die Speicherung.

Alles das beweist eindeutig, dass kein Mensch wirklich aktiv selbstbestimmt sich selbst und seine Umwelt wahrnimmt, sondern stets von den bereits eingespeicherten Informationen gesteuert wird.

Vieles von diesen Zusammenhängen könnte dem wachsamen Menschen durchaus bei seinem Erfassen und seinem persönlichen Bedenken klar vor Augen stehen. Aber meistens treten die offenbar vorhandenen Faktoren beim Bedenken und Bewältigen einer alltäglichen Verpflichtung in den Hintergrund. Lautstark vorgebrachte Behauptungen oder komplex argumentierte Wunschvorstellungen können diesen Tatbestand der persönlichen Unfreiheit der Gedanken nicht aus der Welt schaffen.

Lipika und Karma
Im aurischen Wesen gibt es ein umfangreiches Gedächtnis aus früheren Inkarnationen, eine besondere Sphäre, in der elektromagnetisch die Lebenserfahrungen der Menschen gespeichert werden, die in dem Mikrokosmos einmal gelebt haben und leben. Die Theosophie hat den Namen dafür – die «Lipika» – aus dem hinduistischen Weltbild entnommen. Lipika heißt soviel wie Aufzeichner. In diesem elektromagnetischen Schwingungsfeld der Aura werden alle Lebenserfahrungen, die zum grundlegenden Auftrag des Mikrokosmos gehören, wie in einer multidimensionalen Holografie gespeichert. Aus diesem Langzeitgedächtnis werden die jungen Menschen schon bei ihrer Geburt geprägt. Man kann durchaus sagen, die Sterne in der Lipika, die Kraftaspekte früherer Erfahrungen, bestimmen den Charakter, seine Vermögen, die Familie, den Lebensraum, die Volkszugehörigkeit, die sozialen und gesellschaftliche Strukturen des Neugeborenen, genau so wie es die Astrologen durch ihre Auslegung des Geburtshimmels annähernd erkennen können. Diese gespeicherten Erfahrungen aus früheren Inkarnationen werden im Sanskrit zusammenfassend als «Karma» bezeichnet.

Die richtige Kenntnis über den Einfluss des «Karmas» auf das aktuelle Leben ist besonders heute dringend notwendig, weil sich die Ansicht eingebürgert hat, dass im Karma sozusagen alle Lebensereignisse aus den vorhergehenden Inkarnationen aufgezeichnet sind. Das ist in dieser Konsequenz nicht ganz richtig. Die Speicherung in der Lipika hat einen besonderen Sinn für die sich entwickelnde Evolution des Mikrokosmos. Dafür findet eine qualitative Selektion statt, die den Magnetismus des aurischen Wesens bestimmt. Darüber werden insbesondere die sozialen und gesellschaftlichen Gegebenheiten der neuen Inkarnation vorbestimmt. Nun werden die karmischen Vorprägungen in einem passenden Körper realisiert, der stofflich und ätherisch aus dem Blutserbe der Eltern konfektioniert wird. Dabei kommen zwei Gedächtnisinhalte im jungen Menschen zusammen, die nicht unbedingt vollkommen kompatibel miteinander sein müssen, je nach dem wie die anstehenden Aufgaben des neu inkarnierten Menschen für den Fortschritt in seiner Entwicklung aussehen.Vielfach zeigt sich eine solche Diskrepanz in der Pubertät. In diesen Jahren werden alle Erinnerungen aus der Astralis und Mentalis früherer Inkarnationen dem jungen Menschen geöffnet, und er oder sie muss diese intuitiven Impulse in der Realität des Körpers und der entstandenen elterlichen Umgebung ausbalancieren. Was in vielen gesellschaftlichen Zusammenhängen, wie allseits bekannt ist, durchaus nicht immer einfach ist. Bei alledem wird doch deutlich, dass das teilweise kuriose Lebensverhalten weder ein Verdienst noch eine Schuld der Persönlichkeit oder der Eltern ist. Nichts hat der Mensch aus sich selbst! Alle seine Reaktionen werden größtenteils aus den unbewussten Informationen seiner Lipika im aurischen Wesen und dem stofflichen Gedächtnis seines Erbgutes mitbestimmt.

Diese Inkarnationen übergreifende Gedächtnisstruktur hilft prinzipiell jedem Menschen, im eigenen Rhythmus bei der Entfaltung der höheren Astralis mitzuwirken. Es gibt eine zielgerichtete Selektion der Speicherung in der Lipika. Die dabei entstandenen Gedächtnispakete bestimmen das Leben in der kommenden Inkarnation auf zweifache Weise: Erstens entstehen bestimmte zwischenmenschliche Verbindungen sowohl positiver als auch negativer Art, die in dem anstehenden Leben möglichst aufgelöst werden müssen. Zweitens werden bereits angefangene Umsetzungen idealer astraler Begehren erneut zur Auflösung gestellt.
So klingen also verschiedene Spuren vergangener Leben in der Lipika. Das aktuelle EGO ist, ebenso wie die Person, zwar ein Produkt der aurischen Sphäre, jedoch keineswegs die körperliche Fortsetzung früherer Inkarnationen. Nach dem physischen Tod lösen sich auch alle zur ursprünglichen Person gehörenden unstofflichen Kraftsphären vollständig auf. Nur die ausgewählten Quintessenzen der subjektiven Erfahrungen werden den Gedächtnis-Strings in der Lipika hinzugefügt. Natürlich wird auch das im aktuellen Leben neu geschaffene Karma in bezug auf die Evolution dort gespeichert. Das Karma und das Blutserbe bilden zusammen die Grundstruktur der Realität in dieser Welt, die der Mensch für seinen Lebensauftrag nun konstruktiv und intelligent nutzen sollte. Tut er das nicht, aus welchen Gründen auch immer, werden entsprechend den Grundgesetzen der Speicherung seine Lebensergebnisse im Karma vervollständigt. Es ist dabei unbedingt zu bedenken, dass nach dem körperlichen Hinscheiden auch solche Lebenserfahrungen, die während der Zeit im Jenseits gemacht werden, während sich die Äther, die Astralis und die Anteile der Mentalis auflösen, aufgezeichnet werden. So kann mit Fug und Recht gesagt werden, dass der Mensch von seiner Monade auch über das Karma unweigerlich zur Erfüllung seines Lebensauftrages geführt wird.

 

8.6 Kreativität
Wird ein Mensch vor eine völlig neue Aufgabe gestellt oder wird er im Beruf oder Hobby in einen kreativen Prozess gestellt, ganz gleich welcher Art, dann wird er – wenn wir diesen Vorgang geisteswissenschaftlich betrachten – zunächst all seine mikrokosmischen Gedächtnisvorräte unter den vorhandenen Absichten des angedachten Vorhabens nach möglichen Informationen für sein Projekt durchsuchen. Das kann der Kreative mit verschiedenen Modellen unterstützen. Die bekanntesten sind: Brainstorming mit Kollegen, stimulierende Musik, Lesen entsprechender Fachliteratur, Tiefen-Entspannung oder eine sportliche Betätigung. Auch durch eine freie Meditation, die das Denken aus den gewohnten Bahnen entführt, kann das Finden in verborgenen Winkeln der eigenen Gedächtnisse beschleunigt werden. Mit bestimmten Drogen zur Bewusstseinserweiterung, wie LSD o.ä., oder durch andere Stimulanzien (niemals Alkohol oder andere betäubende Mittel) kann der Mensch unter geeigneten Voraussetzungen die mit ihm resonanten Sphären in der Astralis und im Devachan «bereisen», um dort mit Ereignissen oder Informationskluster in Kontakt zu kommen, die mit seinem Projekt in Verbindung zu bringen sind. Es gibt auch spezielle Meditationsmethoden, die ganz gezielt einen Kontakt mit bestimmten Ebenen der unstofflichen Sphären ermöglichen. Dabei ist jedoch für jeden einsichtig, dass die erfassten Informationen nicht unbedingt echte Neuschöpfungen darstellen,
weil dort auch nur bereits entstandenen Abbilder gespeichert werden können. Mancher Künstler, Arzt oder Wissenschaftler, besonders die Genies, haben ihr Türchen zu ihrem schöpferischen Begleiter im Jenseits von Geburt an «geerbt». Jedoch alle Erfindungen und Copyright-geschützten Kreationen können nur Kopien vorhandener mentaler Gedächtnisinhalte aus dem allumfassenden Gedächtnis der Erde, der Akasha-Chronik, sein. Näheres dazu findet sich bei Rudolf Steiner, der ausführlich über die Entwicklung der Erde und ihre Akasha geschrieben hat.

Die im ersten Teil dargestellten Wahrnehmungsgesetze oder -Tendenzen können folgerichtig auch auf alles angewendet werden, was wir schlechthin Denken nennen. Sie sind für das mentale und emotionale Organisieren und Vereinfachen ebenso gültig, wie für das Kombinieren und Interpolieren der vielfältigen Entscheidungen im Leben und das Abfragen in den verschiedenen Gedächtnissen der mikrokosmischen Felder. Kreative Informationslinien, die zu einem wirklich erneuerten Handeln führen könnten, werden nur in gefahrvollen, bedrohlichen Situationen geschaffen oder wenn besonders hohe Ansprüche im Beruf oder Dasein gestellt werden. Je nach Befähigung und Reife des Mikrokosmos kann der Impuls aus der Monade über die Rose des Herzens zu erstaunlichen Visionen führen.

 

Die besondere Wahrnehmung in den transpersonalen Feldern

Es ist ein durchaus heikles Unterfangen, über die vielfältigen Visionen, Erfahrungen oder Impressionen aus den jenseitigen unstofflichen Gefilden unserer Erde zu berichten. Die bestehende Literatur darüber ist so umfangreich, dass sich der interessierte Leser dort über eine ausführliche Darstellung aller Perspektiven und Modelle informieren kann.

An dieser Stelle können nur ein paar orientierende Fakten aufgeführt werden. Grundsätzlich ist die Wahrnehmung in den unstofflichen Lebensfeldern davon abhängig, ob der Mensch in diesen Feldern aktiv bewusst sein kann, d.h. ob er oder sie die ätherischen bzw. astralen Sphären konkret sehen kann. Das kann an einer natürlichen Prägung von Geburt an liegen, wie es bei vielen hellsichtigen Menschen vorliegt oder durch Drogen oder eine andere Methode erworben werden. Dabei gibt es unterschiedliche Ausprägungen, wie z.B. das ätherisches Sehen erlebt wird oder die astralen Welten erfasst werden. Vielfach wird auch von einem sogenannten «kosmischen Bewusstsein» gesprochen, das auf eine besondere mentale Entwicklung im Atemfeld hinweist. Von verschiedenen religiösen oder esoterischen Gruppen wird berichtet, dass ihrer Mitglieder diesbezüglich besondere Befähigungen haben. Es wird in der esoterischen Literatur berichtet, dass man durch spezielle Meditationstechniken zum Hellsehen kommen kann. Einige Gruppierungen der Freimaurer, Theosophen, Anthroposophen oder ähnliche esoterische Gruppen bieten ihren Mitgliedern Kurse für außersinnliche Wahrnehmungen an. Selbst der historische Schamanismus erlebt eine moderne Renaissance. Ich kann hier keine vollständige Liste derartiger Vereine vorlegen, denn es entstehen fast täglich neue Denkmodelle und esoterische Gruppen.
Zu dem außersinnlichen Wahrnehmen oder Hellsehen zählt man auch das Hellhören, das Channeling und eine Reihe paranormaler Betätigungen, wie z.B. Gedankenlesen, Telekinese, Fernheilungen etc. Es existieren mittlerweile weltweit eine Reihe von Fakultäten, die sich mit dem Thema Grenzwissenschaften bzw. Parapsychologie oder Noetik befassen.

Jede Wahrnehmung in den unstofflichen Feldern des Jenseits hängt fundamental von dem Vibrationsschlüssel des schauenden Mikrokosmos ab.
Diese Grundschwingung im aurischen Wesen wird von einigen Besonderheiten sowohl des Mikrokosmos als auch der aktuellen Persönlichkeit – mit ihren Aufgaben für die Evolution – hervorgerufen. Der Mensch, eigentlich jeder Mensch, steht permanent in Resonanz zu dem ihn umgebenden Gesamtgeschehen in den jenseitigen Gebieten. Allein seine Resonanzfähigkeit entscheidet, was und wieviel er davon wahrnehmen kann. Die subjektive Ausrichtung und Aufmerksamkeit wird in vielen Fällen von Tabus und Verboten religiöser Institutionen bestimmt, sowie von dem Prinzip: «Was nicht wahr sein darf, kann nicht sein!» Alles das bestimmt auch, wie der Mensch die zu ihm kommenden Informationen decodieren kann. Das beginnt ja schon bei der Übertragung von Träumen in das Tagesbewusstsein. Viele kennen ihre Träume nicht, manche ignorieren diesen Vorgang der nächtlichen Aufarbeitung unbewusster Affekte, andere wieder richten sich bei der Deutung nach dem Rezeptbuch eines autorisierten Psychologen. Meistens wird beim Träumen einfach übersehen, dass jeder Traum eine Art Astralwanderung darstellt, die eine besondere Bedeutung für den Menschen hat. Wer sich den richtigen Zutritt zu den vermittelten Informationen verschafft, kann seine Bewusstseinsentfaltung erheblich beschleunigen. Hat der Mensch jedoch in seinem Gedächtnis nur seine irdische materielle Vorstellungswelt, kann er natürlich nicht wirklich träumen, geschweige denn bewusst methodisch eine Astralwanderung durchführen oder ätherisch Hellsehen. Für ihn bleibt dann dieses vielfach praktizierte Geschehen Märchen, Spökes und Hokuspokus. Leider ist diese letzte Einstellung in den westlich christlich orientierten Zivilisationen die oft vorherrschende Meinung.

Durch eine geisteswissenschaftliche Untersuchung dieser unstofflichen Lebensfelder wird bestätigt, dass in den ätherischen Feldern zahlreiche sehr unterschiedliche Wesen leben, die mit der Erhaltung der Natur befasst sind. Sie können von entsprechend hellsichtigen Menschen gesehen werden. Vielfach wird von ihnen in den Märchen berichtet. Zu diesem Thema über Engel, Elfen, Nymphen, Sylphen und Gnome gibt es heute eine ausreichende Fachliteratur, wobei allerdings die Engel-Mode zur Zeit im Vordergrund steht.

Wer in die Astralsphäre schauen kann, auch wenn es durch Traumtraining oder Drogen erzielt wurde, sollte sich im Vorfeld mit einem Führer abstimmen, um aus einem optimalen positiven Setting heraus zu starten. In der irdischen Astral-Sphäre manifestieren sich alle emotionalen Höhenflüge und Gefühlsausbrüche sowie alle erdenklichen Extreme der menschlichen Psyche, von höchster idealer Liebe bis zum tiefsten abscheulichen Hass. Allerdings bestimmen die Grundregeln der Resonanz – Gleiches zu Gleichem – welchen Erlebnisbereich der Mensch erfassen kann. Dabei ist immer mitbestimmend, dass die im gewachsenen Gedächtnis bereits gespeicherten Vorstellungen des irdischen Daseins das Wahrgenommene bestimmen. Alle angelernten Bilderwelten von einem Himmel, einer Hölle oder sonstiger Welten, von Gott und seinen Abgesandten Jesus oder Buddha, Krishna oder Shiva, die von den Religionen und dem New-Age verbreitet werden, bestimmen das Geschaute. Das Resonanzgeschehen wird in der subjektiven Modulation einer «Self-full-filling Prophetie» ablaufen, wobei vielfach der Wunsch «der Vater» nicht nur des Denkens, sondern des Geschauten ist. Es entfaltet sich in etwa analog der Möglichkeiten, die prinzipiell jeder Mensch in seinen Träumen erfahren kann. Diese werden ja ebenfalls in der Astralis erlebt. Es gibt Menschen, deren Erfahrungen in der Astralis so lebendig sind wie in einem Cinemaskope-Kinofilm, andere sehen nur schwarzweiß und hören keinen Ton. Die Art des Traumerlebens wird von der Grundeinstellung des Schauenden bestimmt, die ihm meistens selbst nicht bewusst ist. Die Fülle der sich abbildenden Erscheinungen, die in der astralen Welt als absolut real erlebt werden, ist so gigantisch, dass die Antwort der «Vier Stürme», die in der «Unendlichen Geschichte» von Michael Ende von Atreju befragt wurden: «Wusstest du nicht, dass Fantasialand grenzenlos ist?», die Situation eigentlich am Besten beschreibt. Jeder Wunschgedanke, jede Begierde, und mag sie noch so erschreckend sein, wird sich durch die ausgesendeten astralen Fluiden des Begehrenden im astralen Feld des Jenseits immer in einer Form manifestieren, die zur Entwicklung des Kandidaten beitragen kann. Alle Gruppengedächtnisse und karmischen Zusammenhänge spielen mit hinein. Wer bereits während seines Lebens völlig frei von aggressiven selbstsüchtigen Ansichten werden kann, wird mit der niederen Astralis kaum in Kontakt kommen.

Eine mögliche weitere Einsicht in die mentalen Regionen basiert auf der höheren Entwicklung der Mentalis. Das, was er dann schauen kann und welche Zonen sich ihm zeigen, hängt wiederum vom grundlegenden Vibrationsschlüssel des mental Reisenden ab. Vielleicht sind die Beschreibungen von R. Steiner über die sieben Felder des Devachan bekannt, die er bereits 1913 in einem Berliner Vortrag beschrieben hat. Ein bekanntes amerikanisches Medium, Jane Roberts, hat durch Channeling (automatisches Schreiben) die «Gespräche mit Seth» aufgezeichnet, einem jenseitigen Geist, der sich offenbar in den mentalen Gebieten gut auskannte. Über die drei höheren Aspekte des Devachan im interkosmischen Mentalfeld schreibt Sri Aurobindo in seinen Büchern. Darin werden einige Ansichten dieser hohen Mentalis beschrieben, die mit dem Erleben hoher Ideale einer Art himmlischen Erlebens einher gehen, wie z.B. Einheit, Seligkeit, Allwissen, Gottesverbundenheit u.a.. Die vibrationsmäßig noch höheren nirwanischen Sphären können von den aktuellen Menschen vorerst nicht erreicht werden, weil sie sich noch nicht in ihren Mikrokosmen zentriert haben. Ausgenommen davon sind nach meinen Kenntnissen der spirituellen Geschichte ganz besondere Inkarnationen aus den höheren Lebensfeldern des Sonnenkosmos wie Christus, Laotse und Buddha.

8.7 Das Resonanzgesetz
Es muss noch an dieser Stelle ein elementar wichtiges Gesetz des Alls erläutert werden, dass unzweifelhaft jede Wahrnehmung betrifft. Wer heute von «Gesetz» spricht, meint damit etwas Festgelegtes, Unabänderliches, meistens jedoch mit dem Hintergedanken: Es ist von irgend jemanden gesetzt, möglicherweise von einer eminent bedeutenden Autorität , der man unbedingt glauben muss, na ja, weil fast als sacro sanct gehandelt wird, darf man diesen Gesetzes-Text niemals in Zweifel ziehen. Das kommt vielfach in den abrahamitischen Religionen vor, die eine Reihe niedergelegter Gesetze im Alten Testament, in der Tora und auch im Koran haben. Derartige Gesetze sind die Angelegenheit von Menschen oder Gesellschaften, bei denen Macht ausgeübt werden muss.
Doch die Grundgesetze, die im ganzen All wirksam sind, entstanden mit der Schöpfung. Sie gehören zum Selbstschutz der Existenz im Universum. Eines wird in allen Kulturen gepriesen, es wird in tausend wunderschönen Liedern besungen, und doch können es nur wenige Weise wirklich erfassen: Gott ist die Liebe, die Liebe, die über allen Verstand geht. Alles was dieser Vibration noch nicht gleicht, wird so lange liebevoll in seinem Wirkungskreis aufrecht erhalten, bis es letztendlich doch die fundamentale Schwingung der Liebe aus sich heraus reproduzieren kann.

Auf eine einfache Formel gebracht heißt es: Gleiches zieht Gleiches an. Es kann am schönsten mit einer Stimmgabel ausprobiert werden. Stellen wir eine Stimmgabel, die auf den Kammerton A‘ abgestimmt ist, fest auf eine Tischplatte. Spielt nun ein Pianist auf seinem Klavier den Kammerton A‘, dann erklingt auch die Stimmgabel und überträgt diese Vibration direkt auf die Tischplatte. Dieses Modell mit dem Piano und der Stimmgabel symbolisiert die Art und Weise, wie das ganze All miteinander kommuniziert. Es kann konkret als die «kongruente Resonanz» bezeichnet werden.

Nicht der Schwingungskörper als solches ist wirklich entscheidend, obgleich nicht unbedeutend, denn er muss rein schwingen können, sondern die spezielle Vibrationsaffinität, der Vibrationsschlüssel. Sympathie heißt Mitleiden. Man kann auch Mitschwingen sagen. Dabei muss man ein wenig die Fakten der Wellentheorie im Auge behalten. Dort kann für jede Welle eine Grundschwingung bestimmt werden, die von verschiedenen Parametern abhängig ist, denn sie ist Schwingung in einem Kraftfeld, in dem vor allem der Pulsator die Grundfrequenz – Länge und Amplitute – bestimmt. Man könnte sie auch als Grundfarbe benennen oder als Grundton. Die Basisvibration hat Eigenschaften der Energie, Lichtfülle, Schnelligkeit und Intensität oder andere.
Diese Grundschwingung kann von einer anderen Vibration, z.B. einer Melodie, überlagert werden, wodurch die Basisschwingung nicht verändert wird. Ein plastisches Beispiel wären die Kräuselungen auf der Wasseroberfläche eines Sees. Die großen Wellen werden von der Strömung im See bestimmt, die kleineren Wellen bemustern die wogende Oberfläche durch die Böen des Windes. Diese Überlagerungen, in der Musik als Obertöne bekannt, können auf der Grundvibration mehrfach aufgesetzt sein. Dabei müssen sie allerdings immer den selben Vibrationsschlüssel wie die Basisschwingung haben. Das ist natürlich immer gewährleistet, wenn Basisvibration und Melodie zum gleichen Kraftfeld gehören und dort resonant integriert sind.

Eigentlich ist das Spiegelgesetz jedem Menschen bekannt. Aber gerade weil es so augenscheinlich zum täglichen Dasein gehört, wird es selbst in seiner lebensbedrohlichen Erscheinungsform meist übersehen. Es ist so selbstverständlich wie der Tag oder die Nacht, oder eben wie das Atmen. Niemand denkt im täglichen Einerlei darüber nach. Hin und wieder wird das Spiegelgesetz im Physikunterricht erwähnt, während sich der Lehrer über die optischen Phänomene ausbreitet. Aber sehr bald verschwindet das Gelernte wieder in der Versenkung der Selbstverständlichkeiten des normalen Daseins, denn es betrifft ja doch, wenn überhaupt, immer nur den Mitmenschen. Darum wird es zuweilen den Kindern als Erziehungsmaßnahme vorgehalten, und man sagt ihnen dann: «Wer einem anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein!» oder «Wie es in den Wald hinein schallt, so schallt es auch hinaus!»

Wer kann schon einen Gegenstand oder einen Menschen so sehen, wie er wirklich ist! Er sieht immer nur eine Erscheinung der ihm zugewandten Seite, die aber keineswegs den vollständigen Gegenstand abbildet. Das ist die obligatorische Irreführung der notwendigen Vereinfachung in der Wahrnehmung, die auf das aktuelle Überleben in einer überaus gefährlichen Umwelt gerichtet ist. Die halbe Erscheinung, der erste Eindruck, genügt meistens, um den Gegenstand, den Menschen, zu identifizieren. Ihm wird die einseitige Ansicht, der erste Eindruck, sozusagen übergestülpt. Die im ersten Teil beschriebene Wahrnehmungsorganisation schildert eine ganze Reihe solcher Mechanismen. Die abgekürzte Information dient der schnelleren Verarbeitung für die Orientierung oder praktischste Gefahrenabwendung in der aktuellen Situation. Dabei geht es ja meistens ums reine Überleben. Das hat natürlich den einen oder anderen Nachteil, weil die Erscheinung durch gewisse Umweltsituationen so falsch sein kann, dass gerade dadurch lebensbedrohliche Täuschungen übersehen werden. Alles das, was der Mensch sinnesorganisch empirisch erfassen kann, ist letztlich nur die Widerspiegelung von Oberflächen der Gegenstände, die durch ihre Art und Beschaffenheit bestimmte Anteile des auf sie fallenden Lichtes absorbieren. Die Reflexionen, Rückstrahlungen der Lichtreste bestehen für das Sehen aus unterschiedlichen Frequenzen, die in den Rezeptoren der Retina im Augapfel chemische Reaktionen auslösen. Wissenschaftlich gesehen werden dann über diese Informationen mit Bedenken und Erkennen der Farben und Schattierungen, der Strukturen und Kanten, die Gegenstände identifiziert. Das ätherische Erfassen des Gegenstandes läuft dabei immer synchron ab, und schenkt dem sensitiven Betrachter vor seiner grobstofflichen Analyse auch eine Vorahnung oder sogar konkrete Erkenntnis des Gesehenen.

Die Menschen leben in einem Spiegelkabinett, könnte man sagen. In Indien ist der Begriff «Maya» für alles materielle Geschehen ganz normal. Alle Bewegungen in den Kraftfeldern des Mikrokosmos und alle Kommunikation mit den energetischen Sphären des Kosmos ist nach den Spiegelgesetz oder Resonanzgesetz organisiert, ganz gleich ob mit der materiellen Wahrnehmung oder mit der ätherischen, astralen und mentalen «Schau». Immer und überall gilt: «So wie es in den Wald hinein schallt, so schallt es auch heraus!» Darum gibt es auch den weisen Ratschlag: «Was Du nicht willst, das man dir tut, das füge keinem anderen zu!» Da aber der Mensch, wie jeder bei sich selbst und in der Welt erfährt, diesen Rat keineswegs ununterbrochen befolgen kann, gibt es wohl eine starke Behinderung dafür, und viele internationale Katastrophen beweisen es.

 

8.8 Ausblick auf künftige Wahrnehmungsarten

Die weitverbreitete These, der Mensch ist aus einem göttlichen Lebensfeld herausgefallen, oder er wurde wegen seiner Sünde aus dem Paradies verstoßen, verliert angesichts der grundsätzlichen interkosmischen Evolution aller Kosmen und Mikrokosmen ihre Bedeutung. Niemand hat eine Ursünde oder Grundschuld zu tragen. Jeder Erdenbürger, ja, die ganze Natur mit Fauna und Flora, befindet sich aktuell in einer besonders wichtigen Phase der fortlaufenden Evolution, die von jedem Beteiligten besondere Mitwirkung erfordert. In der europamerikanischen Kultur stände die Befreiung von der materiell orientierten Selbsterhaltungsangst im Vordergrund.
Allgemein wäre eine Harmonisierung der femininen und maskulinen Aspekte im menschlichen Dasein unbedingt notwendig, nicht nur im äußerlichen gesellschaftlichen Miteinander, sondern diese polaren Aspekte sollten vor allem innerhalb eines jeden Mikrokosmos ebenbürtig zusammenarbeiten. Die traditionellen Bindungen an die niedere Astralis – sowohl im mikrokosmischen Inneren als auch mit den kosmischen Kräften im Jenseits – müssen prozessmäßig neutralisiert werden, zugunsten einer Weiterentwicklung der höheren Astralis. Eigentlich ist der Mikrokosmos bereits hervorragend für die Erfassung seiner Zusammenhänge innerhalb der irdischen Entwicklungen ausgestattet. Jedoch muss sich der Mensch seiner gesamten Existenz – auch in den transpersonalen Sphären – wirklich bewusst werden. Das bedeutet vor allem, er muss sich von seiner Fixierung auf die Selbsterhaltung und komfortablen Lebenshaltung in der Materie trennen, damit er zur Erkenntnis der weiteren unstofflichen Kraftfelder seines Wesens durchdringen kann. Erst dann wird der Mensch die ihm von der Monade in der interkosmischen Evolution gestellten Aufgaben im ganzen Umfange erfassen, bewerten und verwirklichen können.

Dafür wurde der Mensch mit seinem aurischen Wesen von der Monade mit dem Planeten Erde verbunden. Nun gilt es, im Rahmen einer einigermaßen freiheitlichen Gesellschaft unter einem sozialen und finanziellen Gleichgewicht, möglichst viele zwischenmenschliche Erfahrungen auszuwerten, und die noch vorhandenen karmischen Bindungen der niederen Astralis und Mentalis aufzulösen.
Entscheidend für ein höheres bzw. erweitertes Denkvermögen ist zuerst die Entwicklung der höheren Astralebenen. Darum haben die Weisen aller Zeiten an den Anfang eines sogenannten spirituellen Weges stets die Begierdelosigkeit gestellt, damit die niedere Astralis zur Ruhe kommen kann. Das wurde als Basis für jede weitere Entfaltung wohl erkannt. Dabei ist leider übersehen worden, dass die Abtötung der niederen Astralis eine Illusion ist und keineswegs das Wachstum der höheren Ansichten des Astralfeldes einschließt. Tatbestand ist allerdings: Solange der Mensch die Basis seines Lebens ausschließlich in den Sphären der niederen Astralis sucht, und dort in allen Bedürfnissen und Begehren Erfüllung findet, wird sich kein neues Begehren einstellen und kein höheres Empfinden oder Bedenken offenbaren können. Wofür sollte er die höheren Begehren denn gebrauchen wollen? Jedoch nur das persönliche intensive Bestreben nach den höheren Denkmöglichkeiten dynamisiert das Wachstum dieser unstofflichen Felder.

Die moderne Esoterik erklärt uns, dass Monaden (Begriff von G. Bruno und G.W. Leibniz), als lebendige Geschöpfe vom Anbeginn in höheren Kraftfeldern wesen. Diese drängen ihre Kinder, Kosmen und Mikrokosmen über den Berührungspunkt im Zentrum aller Kraftsphären ohne Unterlass zur Vervollkommnung. So wird im irdischen Lebensfeld und in jedem Wesen dieses Kosmos ein Begehren nach der Evolution entstehen und bekräftigt. Mit dem Erwachsen-Werden ihrer noch unvollendeten Felder wird sich eine völlig andere, bislang unvorstellbare Wahrnehmung oder Erfassung der Welt einstellen, eine total überwältigende Kommunikation bis in unendliche Zeiten.

Der wesentliche Fortschritt bei der zur Zeit anstehenden Stufe der mikrokosmischen und kosmischen Evolution ist, dass die Wahrnehmung des eigenen Wesens sowie die Erkenntnis über den Kosmos auf eine völlig – sagen wir – transparente Stufe gehoben wird. Dafür ist die Weiterentwicklung der unstofflichen Felder im Mikrokosmos erforderlich, die von einer dorthin gerichteten Aufmerksamkeit und einer förderlichen Lebenshaltung unterstützt werden kann. Hierzu gehören vor allem eine natürliche Ernährung, bei der alle Lebensmittel, Medikamente oder Drogen vermieden werden, die die Wahrnehmungsfähigkeit einschränken oder verzerren. Ein Mensch sollte – am Besten mit einer Gruppe – in ein harmonisches Wechselspiel von Aktivität und Entspannung eintauchen, bei dem immer viel Raum und Zeit in einem angenehmen Ambiente für spirituelle Besinnung bleibt. Im aktuellen Zeitraum ist die Erhöhung der Astralis das vordringlichste Geschehen, das sich allerdings nur dann im Mikrokosmos vollziehen kann, wenn der Mensch in sich die weiblichen und männlichen Aspekte seines Wesens in Einklang bringen konnte. Für jede weitere Entfaltung der Mentalis ist eine innerlich gewünschte Dienstbarkeit für die interkosmische Entwicklung zwingend notwendig, die sich aus einem starken eigenen Sehnen entwickelt. Wenn sich dann prozessmäßig die drei höheren Aspekte der Mentalis entfaltet haben, kann er ungeschminkt alle Vorgänge in den vier Kraftsphären – Mentalis, Astralis, Äther und Materie – erfassen und mit den in diesen Lebensfeldern für den Kosmos wirkenden Wesen kooperieren. Dabei erkennt der Mensch nicht nur die fundamentalen Grundgesetze seines Denkens und Fühlens, sondern auch das planvolle zielgerichtete Zusammenspiel aller in diesen Gebieten. Vor allem die vollständigen Einblicke in die Mentalis und Astralis erhellen umfassend das Wahr-Nehmen und Bedenken des Menschen. Da er dann sozusagen «zuschauen kann», wie sich mit Gedanken und ausgesprochenen Sätzen die mental-astralen Holokumulus auch im Atemfeld anderer Menschen einnisten, und wie sie sich gleichzeitig in das Jenseits reflektieren und sich dort mit bereits vorhandenen Gedankenkluster verbinden, kann sich ein mental erwachter Mensch in dieser Hinsicht effektiv kontrollieren. Durch ein intelligent bedachtes Gedankenleben und ein wohlwollendes Sprechen wird er vielen negativen Reaktionen vorbeugen. Das vielfach schon heute verbreitete «positive» Denken und Fühlen wird in dieser Entwicklungsphase zu einer Selbstverständlichkeit. Jede psychologische Manipulation oder Verirrung bleiben ausgeschlossen. Der erwachte Mensch wird sich für den monadischen Einfluss weit öffnen, der in ihm eine weite Selbsterkenntnis und stabile Autonomie schenkte. Jetzt erfährt der Mensch im Gesamtplan der kosmischen Entwicklungen den essentiellen spirituellen Sinn des Lebens.


Weiter zum Literatur-Verzeichnis

Vorlauf – Basis der Evolution

Basis der Evolution

Kosmische Ordnung – Übersicht über alle kosmischen Felder

Das Bewusstsein erschafft den Körper.
Wer seine Eingebundenheit in die ihn stets formenden immateriellen Kraftfelder übersieht, wird das Wesen des Kosmos und den Sinn des menschlichen Daseins nur unvollständig erfassen.
Wer sein Leben und sein Erkennen auf die materielle Erscheinung beschränkt, bleibt in dieser Vorstellung eingesperrt und kann nicht erfassen, welche weitreichenden Folgen
sein Denken, Fühlen und Handeln für die ganze Welt hat.
Verantwortung für Frieden und ein gerechtes Miteinander kann nur ein Mensch übernehmen, der seine Welt als ein holistisches Wesen im Werden, mit allen transpersonalen Feldern, erfahren kann.

Alle reden von einer Wende im irdischen Geschehen.
Es geschieht die Evolution als kontinuierliches Geschehen im steten Jetzt.

In den Medien wird immer wieder über die weltweiten sich überstürzenden Ereignisse in Politik, Wirtschaft und Klima gesprochen. Zahllose Kapazitäten forschen über die materiellen Interdependenzen, und es ergeben sich manche erstaunliche Beschreibungen der offen liegenden Wahrscheinlichkeiten. Es ist absolut verwunderlich, dass der Mensch die Ursachen meistens dort sucht, wo nur die Symptome gefunden werden können. Darum entsteht die Frage: Warum sich diese chaotischen Geschehnisse in unserer Zeit so abspulen müssen? Dabei sollte die Antwort nicht von den Symptomen abgeleitet werden. Es scheint ein grundlegendes Problem zu sein, dass diese Frage nach den tatsächlichen Ursachen in den weltweiten Publikationen nicht gestellt werden kann.

Hat sich die Wende, die bereits in den 1980.ern von amerikanischen Philosophen verkündet wurde, noch nicht vollzogen? – Oder wird sie nicht wahrgenommen? – Die sich abspulenden Weltereignisse überstürzen sich stets heftiger. Auf Basis der bestehenden Kultur-, Wirtschafts- und Denkstrukturen haben sich die Konflikte bis heute (Juni 2019)weiterhin verschärft. Vor allem im Orient, Afrika, Asien – bevorzugt in den islamischen Ländern – aber auch in Mittel- und Südamerika häufen sich die politischen und religiös motivierten Konfrontationen, die sich auf den wachsenden Unterschieden von reichen Besitzern und armen Lohnabhängigen aufstützen.

Es sieht so aus, als wären die Meinungsbildner und Journalisten an ein Tabu gefesselt, dass sie über die unüberschaubaren Katastrophen und all die menschlichen Ungeheuerlichkeiten nicht wirklich informieren dürfen. Die Meinungsfreiheit insbesondere in den Medien wird in viele großen Staaten immer ungeschminkter unterdrückt. Darum erwecken die Publikationen in den Medien und im Internet den Eindruck, als wäre alles beim Alten geblieben, niemand wolle eine Wende vollziehen? Das ist natürlich vollkommen verständlich, weil sich damit die bestehenden Bereicherungsmethoden arg verschlechtern würden.


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Der Büchermarkt und das Internet publiziert eine Menge Interessantes über die Wendezeit und über ein neues Bedenken, aber die Entscheider in der globalen Wirtschaft und die obersten Regenten in den Ländern haben keinerlei wirkliches Interesse daran. Warum stritt z.B. Frederic Vester um ein neues Denken, und warum setzte er sich an Universitäten und in internationalen Organisationen für ein neues ökologisches Denken ein? – Warum geschieht nun heute wirklich nichts, was das globale menschlich Leid lindern könnte? – Warum haben die meisten Bürger wenig oder kein Interesse, die Grundstrukturen ihrer Lebenszusammenhänge zu erkennen? – Warum werden immer wieder die selben materiellen Zusammenhänge zitiert, die vor 1900 von Naturwissenschaftlern erforscht wurden? – Warum werden die modernen Erkenntnisse z.B. in der Quantenphysik oder in der Epigenetik nicht publiziert?

Immer wieder werden gigantische Projekte begonnen, die im übrigen Milliarden des Volksvermögens verschlingen, in denen die Ursachen des Lebens mit Erkenntnissen über die materiellen Zusammensetzungen auf Planeten oder Kometen gefunden werden sollen. Das geht nun schon seit Jahrhunderten so, und allen gewaltigen Anstrengungen zum Trotz, haben die Forscher mit ihren empirischen Methoden in der Materie weder die Basis des Daseins im All noch den Ursprung des Lebens in der Mikrobiologie gefunden. Vom wirklichen Sinn des Lebens auf dem Planeten Erde sind alle bisherigen Hypothesen noch weit entfernt. Selbst in der Psychologie, Philosophie und Religion ist alles erzkonservative Spekulation im Wald statistischer Wahrscheinlichkeiten.

Auf diese Weise kann vom Menschen die Basis seiner Evolution nicht erfasst werden. Die Menschen bleiben weltweit in ihrem Konservativismus gefangen.
Unterstützt von den materiellen Funden der Archäologie wiederholen Religion und Philosophie mehrfach aufgestellte und vielfach strapazierte Weltanschauungen. Die empirische Wissenschaft hat sich mit ihren Grundregeln selber ein gewaltiges Gefängnis gebaut.

Immer wieder veröffentlichte Publikationen über ein neues Menschsein sehen irgendwie ganz neu aus. Bei genauem Studieren und Vergleichen der Texte, stellt man fest: In allen Hochglanzzeitschriften strahlen immer wieder die gleichen glücklichen, jungen Menschen – vor allem lächelnde Frauen – hübsche Modelle mit großem Dekolleté – die stets die aktuellen Konsumprobleme vorstellen. Die politischen Gazetten strengen sich etwas mehr an, und bringen Karikaturen oder am besten Katastrophenbilder mit leidenden Frauen und großen Kinderaugen aus dem Orient oder Afrika. Das psychologische Reizthema hat sich durch alle Zeiten hin nicht verändert. Die Häuser werden höher, die Raketen werden größer, die Fußballstadien werden immer internationaler, das Weltkulturerbe umfasst immer mehr Denkmäler, Städte und Landschaften … die Menschenrechte sind immer noch die alten, und werden entgegen allen politischen Beteuerungen von den meisten Staaten nicht wirklich eingehalten. Die Journalisten der Welt dürfen über das Grundprinzip des menschlichen Zusammenseins nicht berichten, selbst wenn sie mit der Nase darauf gestoßen würden, müsste sie um ihren Job fürchten, würden sie darüber schreiben. Natürlich ist den meisten die Problematik der freien Kommunikation vollkommen bewusst, aber immer nur in den «anderen» Staaten.

Wie zu allen Zeiten werden überall die Schwachen ausgebeutet, überall werden die Reichen reicher und die Armen immer ärmer. – Der Tanz um das Goldene Kalb „Besitz, Aktien, Immobilien, Macht und Ruhm“ wird mit Glanz und Glorie in allen Ländern, auch in den ehemals kommunistischen Staaten weiter getanzt, allen Rebellionen und terroristischen Anschlägen zum Trotz. Und niemand hat ein Forschungsprojekt aufgelegt, um dahinter zu kommen, warum das alles so stupide erneut wie in allen vorherigen Epochen ablaufen muss. Wie zu Zeiten der Assyrer finden weltweit Religionskriege statt, ohne konkret nach den Ursachen der anachronistischen Religionen zu fragen. Bei allen finanziellen und kommerziellen Transaktionen werden Verträge unterschrieben, von Rechtsanwälten beglaubigt und mit Garantieansprüchen abgesichert; nur bei dem Glauben an ein Paradies gibt es keinerlei schriftlichen Beweis, geschweigen denn eine Art Reklamationsmethode. Unzählige Menschen opfern in unserer absolut modernen Zeit unglaubliche Summen für einen Platz im «Garten Eden», ohne Unterschrift oder dergleichen. Im Tod wird das blinde Vertrauen auf das Mystische auf einmal manifest.

Wer beschäftigt sich schon mit den Erfahrungen von Hellsichtigen, mit den Ergebnissen einer holotropen Psychotherapie, mit Hypnose- oder Rebirthing-Konzepten? Wer hat schon einmal von den Nahtoderfahrungen gehört? Wer hat sich schon mal mit dem theosophischen Menschenbild des Mikrokosmos oder den morphischen Feldern des R. Sheldrake befasst? – Natürlich sind die metaphysischen Kraftfelder oder Lebensgebiete für jeden normalen Leser erst einmal sehr problematisch, und seine Zweifel an den Ausführungen darüber (in diesem Buch) durchaus angebracht.
Bedauerlicherweise ist in unserer Zeit der Denkansatz der meisten kreativen Erneuerer eine Hieroglyphe, eine «heilige Einmeißelung» in das allgemein festgeschriebene materialistische Weltbild. Diese basiert auf dem aristotelischen Naturverständnis aus der Antike, dass einzig die empirische Erforschung der materiellen Natur zu der alles begründenden Ursache des Lebens auf Erden führen kann. Bacon, Newton und Descartes haben dieses Weltbild später befestigt. Jedoch, nach über 2000 Jahren intensivster Erforschung der materiellen Natur, können die wesentlichen Fragen des Lebens immer noch nicht beantwortet werden. Auch der in diese Weltanschauung eingebettete religiöse Gottesglauben – egal welcher Nation oder Rasse – ist mittlerweile soweit degeneriert, dass alle Religionen mit ihren Erklärungen des Daseins im Dunkeln fragwürdiger Hypothesen herumtappen. Vielmehr wird versucht, die abgeirrten Menschen in dem unerquicklichen Zusammenleben mit Versprechungen auf eine Zukunft im «Himmel» oder einer besseren Inkarnation zu trösten. Damit die Menschen unterwürfig, bescheiden und devot weiterhin die bestehende gesellschaftliche Ordnung zur eigenen Ausbeutung aufrecht erhalten, werden ihnen idealisierte Lebensumstände nach dem physischen Tod in einem «Jenseits» versprochen, das leider keiner konkreten wissenschaftlichen Darstellung erfahren kann.

Fragt man nach dem «Warum?» der weit verbreiteten «Fehlschaltung» im Denken der Menschen, wird man auf ein eigenartiges Kräftespiel aufmerksam. Hinter oder über allen materiellen Wirkungen spielt sich ein eigenartiges Komplott ab, das alles irdische Geschehen durchwirkt und beeinflusst. Die Struktur dieses Vorgehens ist so geschickt konzipiert, damit dieses Kräftespiel von keinem Menschen erkannt werden kann. Jede Art von Tarnung, Betrug, Verleumdung und Diffamierung sind für die Beherrscher dieser Ebene fundamentale Notwendigkeit. Darum ignorieren die Naturforscher alle parapsychologischen und transpersonalen Erscheinungen, und so entsteht ein Mangel an wahrer Kenntnis der wirkenden Fakten des Daseins und der Aufgabe von Menschheit und Kosmos. Der Sinn des Lebens verschwimmt in vagen Vermutungen, hypothetischen und mystischen Denkmodellen, die auf sehr alten und längst überholten Weltanschauungen aufgebaut sind. Je dürftiger die konkreten Beweise, desto lauter die Predigten und desto mächtiger die Prachtentfaltung der religiösen Autoritäten. Eingeschüchtert von soviel Prunk und Macht wird vom kleinen Mann niemals nach einer Rechtfertigung des unvorstellbaren Reichtums der Kirchen gefragt. Das ist eben Tradition. Das war schon immer so, sind die banalen Bestätigungen. Wer ernsthaft nach einer Berechtigung für Spende und Opfer fragt, bedeutet für diese Diener der jenseitigen Kräfte eine echte Gefahr. Dabei bleibt das konservative Getue für die diversen Religionen in Ost und West sowie der davon abgeleiteten esoterischen Gruppierungen eine entscheidende und alles erhaltende Bedingung.

Wer sich echt mit den beharrenden Kräften im Denken und Handeln auseinander setzt, wird sehr bald schmerzlich erfahren müssen, dass alle bisherigen revolutionären Denkansätze – auch die aus fernen Vergangenheiten – entweder nach einer sehr kurzen Frist wieder in der Versenkung verschwanden. Meist wurden echte Verbesserungen auf eine sehr subtile Art und Weise in die reaktionären und traditionellen Strukturen umgebogen, die seit langem schon von den leitenden Gesellschaftsschichten praktiziert wurden. Damit das auch in künftigen Zeiten so bleibt, wurde in jede Pädagogik und Unterrichtung die höher Bewertung traditioneller Denkweisen und Theorien eingerichtet. Alles, was aus einer antiken Vergangenheit kommt, ist eo ipso wahrer, richtiger und vertrauenswürdiger. – Hehre Traditionen mit Fahnenschwenken und Prozessionen für die Götter der germanisch-orientalischen und indisch-tibetischen Antike. – Wie lange wird das Weltbild eines Aristoteles in Europa bereits lebendig gehalten?
Wenn sich eine echte Reformation der bestehenden Weltanschauungen entwickelte, wurden die vorgeschlagenen Erneuerungen von den Traditionalisten bereits im Ansatz verleumdet. Die Gegenrevolution der «alten Priester» machte jede konkrete Veränderung zunichte, wie sich in der Geschichte vieler Länder nachweisen lässt. Wie oft wurden neue Gedanken in Religion und Philosophie subtil mit den bestehenden Konzepten vermischt und sophistisch banalisiert? Dafür wurden sogar die Götter einfach umbenannt und in ihren Stellungen von Priestern versetzt.
Es gibt ein nahezu selbstlaufendes System im Konservieren der bestehenden Weltanschauung, in jeglicher Hinsicht. Und dann ist es kein Wunder, wenn man bei einigen Dichtern den Gedanken findet: Es gibt nichts Neues unter der Sonne! – Es ist wahrhaft an der Zeit, eine deutliche Wende im Denken zu vollziehen. Doch dafür ist eine Voraussetzung zwingend notwendig. (Man achte auf das Wort: not – wendig!) Die Menschen müssten bereit gefunden werden, alle, wirklich alle Dimensionen und Kraftstrukturen dieser Welt und des Kosmos, also auch die des esoterisch-wissenschaftlich Erkannten aus den Sphären der jenseitigen Hälfte des Daseins zu akzeptieren und die Forscher dieser bislang okkulten Welten endlich anzuerkennen. Denn es gibt nur ein einziges Universum, und alle Menschen sind mitverantwortliche Bewohner des Wesens Erde; alle sind Mikrokosmen mit allen anderen Lebenswellen im Kosmos Erde, eine alles Leben tragende Arche. – Die theosophischen Kenntnisse um die unstofflichen Kraftfelder und ihre Wechselwirkungen im Leben müssten ernsthaft in die Betrachtung von Ursache und Wirkung bei allem Leben auf Erden als ganz konkrete Wirklichkeit mit einbezogen werden. Ansonsten bleibt wieder alles beim Alten. Das ist leider der prinzipielle Fehler beim empirischen materiellen Denken!

Das vorliegende Buch «Basis der Evolution» will eine übersichtliche Darstellung über die Dimensionen, Kraftfelder und Wechselwirkungen der Welt sein, inklusive aller bislang als okkult bezeichneten, metaphysischen Kräfte. Die allgemein bekannten naturwissenschaftlichen Hieroglyphen werden in der Zusammenstellung mit den unstofflichen Feldern verbunden. Die kosmischen Dimensionen und Gebiete sowie die esoterische Bedeutung der universellen Bewusstheiten werden mit ihren Interdependenzen beschrieben. Mit dieser völlig umfassenden holistischen Perspektive könnte eine Wende im menschlichen Zusammenleben eingeläutet werden, wenn viele Menschen und ihre Machthaber in Wissenschaft und Pädagogik das Allgeschehen auf dieser Basis durchschauen, annehmen und umsetzen könnten.
Kann die offensichtliche Verblendung, die der Menschheit absichtlich übergestülpt wurde und täglich erneut aufgedrückt wird, einmal wie Schuppen von den Augen fallen? – Wann könnte das endlich möglich werden? – Erst mit einer wirklich neuen, alle Kräfte des Lebens umfassenden Weltanschauung kann sich die prinzipielle Lebenshaltung so verändern, dass künftig ein harmonisches und förderliches menschliches Zusammensein möglich wird, in dem alle Völker und Rassen ebenbürtig für die Evolution des Kosmos wirken. Es muss also mit einem neuen Erfassen der Welt beginnen, mit völlig neuen Perspektiven im Denken und einer neuen Zielvorstellung für den Sinn des Lebens. Dann könnte eventuell das „goldene Kalb“ für alle Zeiten seine Macht verlieren und eine uneingeschränkte Humanitas auf allen Kontinenten selbstverständlich werden.

Erneut ein Wechsel auf die Zukunft? – Warum?

Die folgenden Seiten werden entscheiden, ob Sie, lieber Leser den in diesem Buch vorgestellten Gedanken folgen möchten, die mit Gewissheit für viele völliges Neuland darstellen. Oder ob sie lieber an den bestehenden Weltbildern festhalten wollen, die über ihr Leben bestimmen.

Es wird bereits von vielen Menschen und Autoren eingesehen, dass die in der aktuellen Zeit die ganze Welt umspannenden Probleme definitiv ein fundamental neues Denken und Handeln erfordern. Die Warnungen des Club of Rome von 1972, die Aufrufe von Fritjof Capra in «Wendezeit» um 1982 oder die Appelle von Frederic Vester in «Neuland des Denkens» von 1980 und Bruce Lipton «Spontane Evolution» 2009 sowie zahlloser anderer Autoren haben leider faktisch nur weniges im Weltgeschehen verändert. Mir scheint, es ist eher schlimmer geworden. Die Selbstbereicherung und Ausbeutung der natürlichen Ressourcen unter autoritären Regierungen sowie die politischen und religiös motivierten Konflikte haben rund um den Globus eindeutig zugenommen. Der islamische Terrorismus breitet sich auf allen Kontinenten aus. Das Erstaunliche daran ist, dass viele gute Erkenntnisse und die zahllosen internationalen humanitären Bemühungen keine wirkliche Wende herbei geführt haben.

Es besteht trotz alledem die Hoffnung, dass sich viele Menschen bei der Bewältigung ihrer aktuellen Lebensprobleme von dieser neuen zukunftsweisenden Anschauung leiten lassen werden. Vor allem, wenn sie grundlegend verstehen und begreifen, dass es uneingeschränkt für jeden ganz konkrete Wege in ein humanes und gerechtes Miteinander geben kann, wenn wir – jeder für sich und auch alle gemeinsam – alle Einschränkungen der materialistischen Denkbilder sowie die dogmatischen Abhängigkeiten antiker Religionen überwinden und die positiven Wirkungen unseres Erfassens und Bedenkens auch aktiv einsetzen.

Bei Berücksichtigung aller Aspekte und Kräfte des Lebens, sowohl im materiellen als auch im immateriellen Wirken im Kosmos Erde, ist das weltliche Dasein umfassend erklärbar. Und das was erkannt und begriffen wird, kann zu einem Helfer aller Menschen werden. Der Zorn, der Hass und die Kriege, die Verschmutzung und Vernichtung der Natur werden nur dann weniger, wenn alle Ressourcen ohne egoistische Privilegien und private Bereicherung allen Menschen zur Verfügung gestellt werden. Die Wege zu einer Gesundung der Menschen und Renaturierung aller Kontinente liegen offen vor uns allen, wenn wir unsere Verantwortung für das Wesen Erde erkennen und den transpersonalen, unstofflichen Feldern der Welt Raum in unserem Denken geben. Wo die Freiheit des unabhängigen Denkens den höchsten Stellenwert hat, kann sich ein gesundes Miteinander für alle Lebenswellen auf dem leidenden Kosmos entfalten.

Dazu könnte dieses Buch „Basis der Evolution“ seinen Beitrag leisten.    

Wenn ich den zahlreichen Autoren danke, die ich im Laufe meines Lebens lesen durfte, ist es wohl ein wenig schräg, denn sie haben ihre Bücher ja veröffentlicht, damit sie gelesen und ihre Einsichten auch verarbeitet werden. Viele Erkenntnisse stellen bereits einen erheblichen Beitrag für eine Veränderung der Grundhaltung in Denken und Leben. Das Überdenken der vielfältigen Literatur hat mich bei meinen Bemühungen um einen Gesamtschau auf die Fundamente des Daseins in der Natur nicht nur unterstützt, sondern auch beständig dynamisch vorwärts getrieben. Die manchmal schmerzlichen Denkanstöße haben mich auch zu der Überzeugung geführt, dass erst die Zusammenführung und Verbindung der Forschungsergebnisse aus den sehr unterschiedlichen Fakultäten beitragen. Gerade die Kombination dieser Denkansätze haben zu einem tiefen Verständnis der Lebenszusammenhänge und der Evolution in der beginnenden Aquariusperiode geführt. Vor allem die Gedankenwelt der modernen Wissenschaftler aus den Bereichen Kernphysik, Quantenmechanik, Informatik und Epigenetik hat die korpuskuläre Weltsicht völlig aufgebrochen.
Die Welt der festen Materie wurde durch die Beschreibungen der Interaktionen, der wechselseitigen Resonanzen, der Kommunikation in den unterschiedlichen Kraftfeldern ersetzt. In der subatomaren Analyse verschwand die feste «Newtonsche Materie» und wurde durch Aktivität, Form, abstrakte Ordnung und Feldmuster ersetzt. Um mit den Worten des berühmten Mathematikers und Physikers Sir James Jeans zu reden: »Das Universum gleicht immer weniger einer Maschine und immer mehr einem Gedankensystem.«
Die dreidimensionale Raumbeziehung und die eindimensionale Zeitvorstellung Newtons wich dem vierdimensionalen Raum-Zeit-Kontinuum von Albert Einstein. Die objektive Welt lässt sich nicht mehr von dem Beobachter trennen (Werner Heisenberg) und das lineare Prinzip von Ursache und Wirkung verliert seinen Platz als das einzige und notwendige verbindende Prinzip im Universum. In der modernen Physik ist das Universum nicht mehr das gigantische mechanische Uhrwerk Newtons, sondern ein vielseitig verflochtenes Netzwerk von Feld-Ereignissen und -Interaktionen.
Einige prominente Physiker wie zum Beispiel Eugene Wigner, David Bohm, Geoffrey Chew, Edward Walker, Fred Alan Wolf und andere Autoren gehen heute ernsthaft davon aus, dass Geist, Intelligenz und womöglich Bewusstsein integrierende Felder für die Existenz unseres Universums sind, und nicht lediglich eine unbedeutende Randerscheinung der Materie.
Obwohl die Quantenphysik die überzeugendste und radikalste Kritik des mechanistischen Weltbildes bietet, haben explizite Forschungserkenntnisse auch aus anderen Disziplinen der Naturwissenschaften zu wichtigen Veränderungen im Denken geführt. Unter diesen spielten die Epigenetik, die Kybernetik, die Informationstheorie und die Systemtheorie eine wichtige Rolle. Nicht zu unterschätzen sind die Bemühungen des Forschungsinstitutes für Noetik in den USA, der parapsychologischen Institute in Deutschland, England und Russland, wenn auch die Presse wenig darüber berichten darf.
Auf der anderen Seite haben sich die vielfältigen Methoden der Psychoanalyse mit den Religions-Philosophien, den Erkenntnissen der Mystiker aller Zeiten verbunden. Einige moderne Denker sind bis zu den transpersonalen Ansichten der menschlichen Vermögen vorgedrungen. In diesem umfassenden mentalen Feld begegnen sich nun alle naturwissenschaftlichen Bereiche auch mit den grundlegenden Aussagen der Theosophen, Ch. W. Leadbeater und A. Besant, der Rosenkreuzer, M. Heindel und J.v. Rijckenborgh über die okkulten Zusammenhänge zu einem in sich stimmigen und äußerst plausiblen Gesamtbild des Weltgeschehens.
Die harmonische Übernahme der vielfältigen, bislang getrennt abgehandelten Denkansätze in eine gemeinsame Zusammenführung stellt die Bedeutung des sich nun entwickelnden Weltbildes für die Zukunft der Menschheit und des Kosmos in ein überwältigendes Licht. Die interkosmische Ordnung in allen Dimensionen bekommt für das irdische Dasein einen völlig neuen Stellenwert. Viele der bislang unbeantworteten Fragen können nun eine plausible wohlbegründete Antwort bekommen. Jeder Mensch könnte auf dieser Basis an den Vorteilen der künftigen Weltgemeinschaft verantwortet mitwirken.

Peter Alexander Kremin                        Helmenzen Juni 2019


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Gleichberechtigung

Wer seine männliche Kraft kennt und doch weibliche Sanftmut bewahrt, ist das Tal des Reiches. Wenn er das Tal des Reiches ist, wird ihn die immerwährende Tugend nicht verlassen, und er wird zurückkehren zu dem natürlichen, unkomplizierten Zustand eines Kindes.

Wer sein Licht kennt und doch im Schatten bleibt, ist das Vorbild für das Reich.
Ist er das Vorbild für das Reich, dann wird die immerwährende Tugend in ihm nicht versagen, und er kehrt zurück zum universalen Bewusstsein.

Wer seine Glorie kennt und in der Schande bleibt, ist das Tal des Reiches.
Wenn er das Tal des Reiches ist, wird die immerwährende Tugend in ihm ihre Vollkommenheit erreichen, und er wird zum universalen Bewusstsein zurückkehren.

Als sich der Makrokosmos verbreitete, wurden die Kosmen gebildet.

Der Weise, der das hohe Erfassen anwendet, wird selbstverständlich in Gruppeneinheit mit allen sein. Er wirkt gemeinsam mit allen in Erhabenheit und verletzt niemanden.
(Übertragung aus dem Tao-Te-King von Laotse)

Zu Anfang seiner Verse spricht Laotse davon, dass jeder Mensch, sowohl der Mann als auch die Frau, im eigenen Wesen die innerpsychi-schen komplementären Aspekte des männlichen und des weiblichen – C.G. Jung nannte diese Animus und Anima – in eine harmonische Zusammenarbeit in Gleichwertigkeit führen muss. Bei den gegebenen gesellschaft-lichen Bedingungen (je nach Volk und Kultur) bedeutet dies natürlich eine Vielzahl subjektiver Erfahrungen im Leben mit Leid und Verdruss, bis letztendlich aus der tiefgreifenden Einsicht eine zwingende Motivation entsteht, dass nur dann eine „immer währende Tugend“ entstehen kann, wenn eine unverbrüchliche Harmonie zwischen den beiden komplementären Kräften besteht. Dafür ist selbstverständlich auch die Gleichstellung von Mann und Frau innerhalb einer zivilen Gesellschaft notwendig. Diese Tugend oder Tauglichkeit für die Weiterentwicklung des Menschen bedeutet: die höheren astralen Aspekte werden sich nur dann im Mikrokosmos entfalten, wenn die niedere Astralis endgültig zur Ruhe gekommen ist. Erst nachdem alle Sympathien und Antipathien für den Selbstschutz des Körpers im materiellen Lebensfeld ausvibriert sind, wird sich im Astralfeld ein höheres Begehren bemerkbar machen.


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Die Menschen müssen innerlich erfassen können, dass die höheren Welten – oft auch die seelischen Welten genannt, – kostbarer sind als Besitz, Ruhm und Macht auf dem Erdball. Es ist eigentlich erstaunlich, dass sich diese Einsicht trotz vieler Publikationen in China, in Indien – durch die Veden bereits vor 4000 Jahren –, in Griechenland, im Zweistromland, im antiken Ägypten u.a., weltweit nicht in der Praxis durchgesetzt hat. Vielmehr leidet und stöhnt der Planet unter dem martialischen Patriarchat. Kapitalistische Ausbeutung der Natur ist die Grundmelodie der Aktienwelt, dabei ist die Übervorteilung und Unterdrückung der Frauen vielerorts an der Tagesordnung. Laotse war mit seinen humanen Gedanken, die auch von Konfuzius geteilt wurden, seiner Zeit um viele tausend Jahre voraus. Die ungebrochene Gier der Reichen und ihre Verblendung, die stets von den Fürsten unter dem Himmel (Paulus) angefacht wird, erreicht zur Zeit wohl einen Höhepunkt. Dabei werden die Empathie und die Kohabitation von Mann und Frau mit stahlharten Kommiss-Stiefeln getreten.

Im letzten Abschnitt seiner Verse erweist sich Laotse als ein wahrer Prophet, denn er wusste bereits vor ca. 2500 Jahren, dass sich durch die Entfaltung der höheren Mentalis wie „selbstverständlich“ eine Einheit einstellen wird. Jedoch kann sich die Mentalis erst vervollkommnen, nachdem sich die höheren Aspekte der Astralis im Mikrokosmos konzentriert haben und darum für das Werkzeug aktiv werden. Um die Abhängigkeit des Menschen von diesem Zusammenhang richtig verstehen zu können, sollte man einsehen, dass die subjektive Weltsicht, also das, was jeder persönlich durch Informationen über die äußere Welt erfährt, erstens direkt abhängig ist von der grobstofflichen Art seiner Sinnesorgane und zweitens von der gedanklichen Bewertung auf der Basis gespeicherter Lebenserfahrungen, Vorstellungen, Dogmen und Tabus in seinen morphischen Feldern. Sind diese Gedächtnisstützen vorwiegend aus Aktionen zum Selbstschutz des Körpers sowie der Selbsterhaltung im materiellen Lebensfeld zusammengestellt, wird das Weltbild dementsprechend an die bereits bestehenden materialistischen Lebensbilder angepasst ausfallen. Dadurch bedenken und bewerten die Gedanken im Verstand der unteren Mentalis dann die eingehenden Informationen nur nach Nützlichkeit, Sinn und Zweck, bzw. Gefahr und Bedrohung von Leib und Leben. Der Mensch bestätigt durch dieses egobezogene Denken völlig unbewusst sich selbst immer nur die eine für seine stoffliche Person gültige „Wahrheit“.

Auf diese Weise wird sichergestellt, dass ununterbrochen ausschließlich die niedere Astralis beschäftigt wird. So läuft das Denken wie in einem Hamsterrad im materiellen Regelkreis von Sympathie und Antipathie, Zuneigung und Abneigung, Liebe und Hass. Dabei ist nicht daran zu denken, dass die niederen Astralfelder aus Angst vor einem materiellen Tod zur Ruhe kommen. Wenn okkulte Methoden oder fernöstliche Meditation diesen Kreislauf der Egozentrik nicht berücksichtigen, bleibt die höhere Mentalis auch auf diese Weise ebenfalls unerreichbar. Dabei wäre es doch ganz einfach. Laotse hat sich ausführlich damit auseinander gesetzt und seinen Lesern einige gute Informationen für die harmonische Weiterentwicklung des Mikrokosmos im Tao-Te-King vermittelt.

Beruhigt sich die niedere Astralis bis auf das biologisch Notwendige, dann kann sich die Monade deutlicher im Menschen bemerkbar machen und im Mikrokosmos die Weiterentwicklung der höheren Kraftfelder dynamisieren. Ein besonderes inneres Ereignis tritt ein: In den höheren Astralfeldern erfährt der Mensch womöglich ein Gebiet der vollkommenen Einheit mit alle Natur und allen Wesenheiten bzw. Geschöpfen darin. Dabei kann er diese Einheit allerdings nur als ein Teil der Ganzheit erfahren. Alles gehört wunderschön zusammen, nirgendwo findet sich eine Grenze, auch keine emotionale Trennung, alle verstehen sich ohne Worte. Jedoch das Viele in der Einheit steht immer noch im Außen. Alles Erkennen in diesem Stadium gleicht einem gefühlten, intuitiven Erfassen aller Wesen und Entitäten der Astralis und der Ätherwelt, die er über die isobare Resonanz seiner Person anzieht. Jedoch sollte der Mensch diese Pseudo-Himmel nicht als sein Lebensziel betrachten und dabei stehen bleiben, denn in seinem Mikrokosmos ist die Entwicjklung noch beendet, die höhere Mentalis und die drei nirvanischen Lebensfelder noch nicht konzentriert.

In dem Büchlein „Die Stimme der Stille“ von Mme. H.P. Blavatsky steht darum über diesen Zustand: „Der Name der zweiten Halle ist: Halle des Lernens zur Erprobung – (es ist die höhere Astralis). In ihr wird deine Seele die Blüten des Lebens finden, unter jeder Blume ringelt sich jedoch eine Schlange. Wenn du die zweite Halle sicher durchschreiten willst, dann bleibe nicht stehen, um den Duft ihrer betäubenden Blüten einzuatmen. Wenn du von den karmischen Ketten frei werden willst, dann darfst du in diesen mãyãvischen Reichen nicht deinen Guru suchen.“ Erst wer auch die dritte Halle durchschritten hat – die höhere Mentalis, kann sich auf den weiteren Pfad durch die nirvanischen Felder begeben.

Wichtig für den Wanderer in diesem weiten Tal der Erfahrungen ist, sich gerade bei diesen erfolgreichen Schritten auf dem Weg der mikrokosmischen Entwicklung immer bewusst zu sein, dass er selbst niemals der Akteur seines Denkens und Handelns ist. Der Mensch wird stets von den Kräften seiner Monade und den Feldern seines Mikrokosmos geführt.

Leider ist diese allgemein verbreitet Selbsttäuschung auch verquickt mit den unermüdlichen Bemühungen der irdischen Äonen im astral-mentalen Feld des irdischen Kosmos, die sich mit allen erdenklichen Methoden um ihre Existenzsicherung bemühen. Kann der fortgeschrittene Kandidat trotz aller inneren und äußeren Wider-stände mit der höheren Mentalis verbunden werden, dann zeigt sich ihm erneut ein Himmel von unbeschreiblicher Schönheit. Er erfährt sich integriert in den mit ihm resonanten Makrokosmos. Er erfährt sich innerhalb des Kosmos, eins mit allem und allen, in aller Pracht und aller verheißenen Herrlichkeit. Das Buch der Natur ist mit sämtlichen Details vor ihm ausgebreitet, alle Bedeutung des Daseins in seinem Lebensfeld und in allen anderen Existenzen wird vor dem inneren Erfassen ersichtlich. Jedoch der «Erleuchtete» muss auch diese überaus herrliche Phase seiner Evolution schnell wieder verlassen, um die weitere Entwicklung der folgenden drei nirvanischen Felder zu ermöglichen. Gerade auf dieser hohen Stufe der Einweihung muss es immer glasklar vor seinem höchsten Bewusstsein stehen, dass er selbst, sein mentales EGO – auch das sogenannte höhere Selbst – niemals das Ziel des Bestrebens ist. Wer das einmal auf diesem Wege im heiligen Strom vergisst, stürzt sofort wie ein Eisberg vom Gletscher ins Meer der Vergessenheit. Wenn er die Selbstlosigkeit noch nicht verwirklichen kann, wäre es besser für ihn, diese Stufe vorerst noch nicht zu betreten. Sonst werden die äonischen Kräfte des Egoismus ihm eine vielversprechende Selbstherrlichkeit schenken, die ihn unweigerlich an die irdische Magie fesselt.

Jeder Mensch kann die Entwicklung aus den unteren astralen Feldern bis zu den heiligsten nirvanischen Gebieten in seinem Mikrokosmos vollziehen lassen, der sich klug von den Anweisungen des Laotse im Tao-te-king führen lässt. Die höchste Kunst des Wu-wei wu-wei erreicht jeder, der immer und unter allen Bedingungen eine demütige Geduld und eine rücksichtsvolle Zuneigung zu allem Leben bewahrt. Auch wenn es noch einige Inkarnationen dauern könnte.

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Ein neues Denken

Gute Gründe für ein neuartiges Denken

Für viele Menschen ist die Welt ein Wechsel-spiel aus Körpern. Das mechanistische Denkmodell wird unbewusst auch auf abstrakte, auf psychische oder geistige Ebenen angewendet. Dieses Weltbild wurde bereits in der Antike von Aristoteles geprägt, der in seinen Ausführungen vor allem jene Naturerscheinungen, die mit den Sinnesorganen zu erfassen sind, als die eine Wirklichkeit bezeichnet. Gerade diese Weltanschauung wurde in Europa das ganze Mittelalter hindurch von den meinungsbildenden Vordenkern favorisiert. Die Aufklärung brachte dem aufstrebenden Europa vor allem viel technische Errungenschaften, unter denen die spirituellen Impulse jener Zeit begraben wurden. Die explodierende Wissenschaft im 19. + 20. Jahrhundert und die maschinelle Industrialisierung haben die mechanischen Dogmen stets tiefer in das Denken der Menschen eingeprägt.

Dieses kartesianische Bild des Universums steht in enger Beziehung zur Vorstellung von der Natur als einem Uhrwerk, mit der stumpfen Logik einer unbewussten Maschine und dem klugen Menschen als den obersten Maschinisten. Nahezu unbemerkt haben jedoch die Wissenschaftler seit längerem mehrfach bewiesen: Alle stofflichen Konzentrationen innerhalb unseres Universums können nicht mehr als isolierte Einheiten oder Körper verstanden werden, sondern lassen sich nur durch energetische Kraftfelder und innerhalb ihrer Wechselwirkungen mit anderen Energiekonzeptionen definieren.


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Eigentlich könnte das mechanische oder deterministische Weltbild längst durch eine  Weltanschauung aus Vibrationen und Kraftfeldern abgelöst worden sein. Denn ein realistisches Bild von der uns umgebenden Wirklichkeit erhält nur, wer sich von der körperlichen Weltanschauung verabschieden kann und beginnt, in Energiefeldern zu denken, in Interaktionen zwischen elektromagnetischen Klustern oder dynamischen Gravitationsfeldern. Dabei sind die Interaktionen zwischen den Feldern wesentlicher, sie sind das Leben schlechthin. Keineswegs die materiellen Bausteine.

James Jeans, ein amerikanischer Physiker, sagte: „Heute besteht ein großes Maß an Übereinstimmung, . . . dass der Strom unserer Erkenntnisse sich in Richtung einer nicht-mechanischen Wirklichkeit bewegt; das Universum beginnt eher wie ein großer Gedanke, denn wie eine große Maschine auszusehen.“
Die aktuelle Forschung zeigt uns ein Universum aus ineinander verwobenen Netzen von Zusammenhängen und sie bestätigt, dass dieses kosmische Gewebe von Natur aus dynamisch ist. Materie sind Wahrscheinlichkeitsstrukturen, Zusammenhänge in einem unteilbaren kosmischen Gewebe, das den menschlichen Beobachter und sein Bewusstsein mit einbezieht. Die Relativitätstheorie hat dieses kosmische Gewebe ausführlich beschrieben, und dabei dessen ureigenen dynamischen Charakter enthüllt und gezeigt, dass seine Aktivität, seine Expansion und Interaktion im Raum-Zeit-Kontinuum sein eigentliches Wesen ist. Viele Forscher ahnen, dass es eine darüber hinaus gehende Interaktion mit anderen, noch nicht erkannten Räumen geben muss, dass die erforschbare sichtbare Welt nicht alles ist. Denken wir dabei an Rupert Sheldrake, der den Begriff des „morphogenetischen Feldes“ prägte.

David Bohm äußerte in einer interdisplinären Diskussion: „Es ist eine absolut faszinierende Erkenntnis: Im Weltall herrscht fortwährende Bewegung; doch gibt es letzten Endes keine sich bewegenden Objekte; es gibt eine ununterbrochene Aktivität, jedoch keine Handelnden; es gibt keine Tänzer, sondern nur den Tanz.“  David Bohm lässt sich bei seinen Betrachtungen über das kosmische Werden von dem Begriff der „ungebrochenen Ganzheit“ leiten. Dabei geht er von dem Gedanken aus, dass Bewusstsein und Materie miteinander dynamisch verbunden sind. Es ist schon erstaunlich, wie intensiv moderne Forscher versuchen, die Grenzen ihrer Wahrnehmung zu sprengen, um der tief innerlich empfundenen Wirklichkeit näher zu kommen. Einerseits bleiben sie im Diesseits verhaftet, andererseits kommen sie jedoch dem Wesen der Welt und ihrem Sein recht nahe.

Ihre Bilder weisen uns eine Richtung: Die mechanische Welt gehört der Vergangenheit an, die Zukunft gehört den elektromagnetischen Interaktionen, sowohl im mikroskopisch Kleinen als auch in astronomischen Weiten, und der Kommunion mit Informationen. So steht auf allen Ebenen die alte Forderung wieder vor dem Menschen, sein Denken zu wandeln, die Bilder vergangener Weltvorstellungen zu löschen, damit für neue Weltanschauungen Platz geschaffen wird. Denn der Auftrag für die aktuelle Lebenshaltung reicht in die Zukunft. Wer die kosmischen sowie mikrokosmischen Zusammenhänge direkt in sein Leben zu übertragen weiß, wird mit völlig neuen Eindrücken im Denken konfrontiert. Darauf kann man nicht mit einem verflossenen Weltbild reagieren. Dann käme es zu Missverständnissen, dann entstehen Zweifel und das damit verbundene Chaos der Gedanken.

Alle mechanischen Erklärungen fesseln das Denken an die materielle Seite dieser Welt, an den Schein. Das Empfindungsleben wird ebenfalls auf die sinnesorganischen Wirklichkeiten der Selbsterhaltung des Körpers projeziert. Und das seelische Ahnen, das innere Lauschen in eine höhere Welt der Ideen und Ideale verstummt. Unser Bewusstsein wird auf diese Weise ungewollt stets erneut auf die Wahrnehmung der äußeren Welt getrimmt, und die Bedeutung und die Erfahrungen des Lebens werden immer wieder von körperlichen Werten geprägt. Alle Strukturen der Umwelt- und Selbsterfahrung werden dem entsprechend strukturiert. Die Vorstellungen und Weltbilder, die für das ganzheitliche Verstehen des Lebens erforderlich sind, auch um die inneren Intuitionen oder Inspirationen begreifen zu können, werden wiederholt in ein kartesianisches Weltbild gezwängt.

Wer sich den innerseelischen Ebenen nähern will, muss zuerst seine Denkbilder von den mechanischen Vorstellungen befreien und die neuen Bilder der von Licht durchfluteten energetischen Wechselbeziehungen in elektro-magnetischen Kraftfeldern annehmen. Alle lebendigen Ereignisse sind dynamische Inter-aktionen zwischen kleineren und größeren energetischen Vibrationseinheiten. Das Denken ist z.B. Folge der mentalen Bewegtheiten und Interferenzen von Kosmen innerhalb der mentalen Sphäre. Nicht Ich denke, spreche, fühle, handele. Sondern – die Person wird vom Mikrokosmos und seinen Wechselbeziehungen mit der Mentalis des Kosmos gedacht, die Person ist immer nur ein Werkzeug zur Offenbarung des dynamischen Feldes, zu dem sie gehört. Der stoffliche Mensch ist nur eine wirkende Eigenschaft des siebenfachen Feldes, des Mikrokosmos. Das mikrokosmische Mentalvermögen ist demnach nur ein Schwingungsmuster, ein Schwingungsknoten innerhalb eines größeren Schwingungsfeldes, z.B. im mentalen Kosmos einer Gruppe, auf der Arbeit oder beim Hobby, in der Gesellschaft, in einem Volk. Dieses Schwingungsfeld steht dynamisch mit weiteren geistigen Kosmen der Völker auf der Welt in Wechselbeziehung. Jedes Feld hat eine innereigene Dynamik, korrespondierend mit dem übergeordneten System, und ist dabei immer eins mit allen Kosmen des planetaren Feldes im Makrokosmos.

Dieses Kraftfeld des Sonnenlogos will uns zu einem neuen Denken führen. Dafür müssen wir als Person das bestehende Offenbarungswerkzeug zubereiten, und es so weit wie möglich vom Ballast des alten Denkens befreien. Wer mit einem neuen Denken begonnen hat, wird erleben, dass zahllose Klischees für das menschliche Zusammenleben völlig wertlos werden. Das neue Denken aus der höheren Mentalis erlebt sich dynamisch mit allen anderen Bewusstheiten im Weltenfeld verwoben. Auf der einen Seite schwingt es mit den mentalen Aktivitäten der irdischen Verbindlichkeiten und auf der anderen Seite steht es bereits in einem Kraftstrom der universellen Einheit, ist es mit der Klarheit des Lichtfeldes im irdischen Kosmos verbunden. Das erweiterte mikrokosmische Mentalvermögen, gespiegelt an der neuen Astralis des Herzens und der Wirksamkeit des Hauptes mit dem Kraftzentrum der Pinealis-Aura, bildet eine Rose aus sieben mal sieben Vibrationen des universellen Lichtstromes, dem Christuslicht. In diesem Licht werden die persönlichen Schwingungsmuster neu beleuchtet. In diesem Licht der Wahrheit bekommen alle mentalen Aktivitäten einen neuen Platz im großen Universum des Lebens.

Der Mikrokosmos mit seinen sieben Kraftfeldern ist immer eine dynamische Einheit, eingebun-den in eine multiplexe Kommunikation mit den interplanetaren Kosmen im Sonnensystem. Kein kosmisches Wesen, kein Mensch, kein Tier, kein Planet lebt und wirkt isoliert. Der lebende Äther durchströmt immer sämtliche kosmischen Ätherfelder. Die darin vorhandenen Vibrationen spiegeln sich gemäß dem isobaren Resonanzgesetz zu allen damit Verbundenen. Desgleichen geschieht in den astralen Feldern und ganz besonders in den mentalen Feldern. Niemand steht isoliert in allen diesen Vibrationskonstellationen. Nur die irdische kartesianische Vorstellung schafft den Wahn der eingekapselten, abgeschlossenen Persönlichkeit, die wie eine Nuss in der eigenen Schale ohne Kontakt mit den anderen Menschen lebt.

Das universelle Bewusstsein vibriert durch den Raum ohne Zeit – und ohne Grenzen teilt es seine Weisheit und Liebe mit allen Entitäten, Wesen und Kosmen, die mit ihren Vermögen dem Evolutionsprozess dienen. Christus will sich dem Menschen mitteilen. Dieses Kraftfeld schenkt sich jedem, hilft jedem, ihm gleich zu werden, damit sein Kleid – sein mikrokosmisches Vibrationsfeld – den sieben Bedingungen seiner Hilfe entsprechen kann. Durch diese beständige Annäherung, durch dieses ununterbrochene Bemühen, dem universellen Licht des Lebens gleich werden zu können, entsteht immer mehr das klare Verstehen des kosmischen Auftrages. Es entfaltet sich ein vorbehaltloses Annehmen, um aus der hohen Ideation der Schöpfung neues, schönes herrliches Werden fördern zu können.

Die Wiedervereinigung mit den dynamischen Kosmen im universellen Bewusstsein, in der Sphäre des Sonnenlogos, wird Wirklichkeit. Das dynamische Gleichgewicht der irdischen Natur wird seine Aufgabe als Erfahrungsfeld für die Evolution des Kosmos in der Aquariusperiode erfüllen.

 

 

Harmonie und Gleichgewicht

Genderphilosophie – Harmonie und Gleichgewicht

Nach Erich Neumann: Die Erforschung der weiblichen Psyche in ihrer Eigenart sowie die der männlichen Psyche in ihrer aktuellen Ausprägung ist eine der notwendigsten und wichtigsten Aufgaben, die sich dem Tiefenpsychologen stellt, dem in seiner Arbeit die schöpferische Gesundung und Entwicklung des Einzelmenschen am Herzen liegt. – Die abendländische Menschheit muss notwendigerweise zu einer Synthese gelangen, in welcher die – in ihrer Isolierung ebenfalls einseitige – weibliche Welt fruchtbar mit einbezogen wird. Erst dann kann auch die Entwicklung der psychischen Ganzheit des Einzelmenschen möglich werden, die dringend nötig ist, wenn der abendländische Mensch psychisch den Gefahren gewachsen sein soll, die sein Dasein von innen und von außen bedrohen. – Die Entwicklung jedes Einzelmenschen zu einer psychischen Ganzheit, in der sein Bewusstsein schöpferisch mit den Inhalten des Unbewussten verbunden ist, ist das tiefenpsychologische Ziel der Zukunft. (aus Die große Mutter, Walter Verlag, 1997)

Dieser Gedanke von Erich Neumann ist im geistigen Feld von Eranos in Askona gewachsen, in dem u.a. auch C.G. Jung einen starken Einfluss ausübte. Trotz aller Nähe zu esoterischen und religiösen Gedankenwelten, scheint eine konkrete spirituelle Entwicklung innerhalb der Psyche des Menschen eher eine Randerscheinung neben den tiefenpsychologischen Erkenntnissen zu sein. Das mag auch daran gelegen haben, dass das von den großen Geistern in Eranos akzeptierte Modell des Menschen dem Jung‘schen Konzept entsprechen musste, in dem der Mensch seine Psyche nur imaginativ projiziert. Die Großartigkeit der Archetypen und die Symbolwelt eines Campbell entfalten sich nicht in einer konkreten unstofflichen Seinsstruktur, sondern in einem imaginierten metaphysisch abstrakten Unbewussten als solches. Jedem theosophischen oder anthroposophischen Wissen um eine unstoffliche Wesensstruktur des Mikrokosmos, in dem der materielle Mensch als Persönlichkeit die Beeinflussungen der ihn durchdringenden Kraftfelder ausbalancieren muss, wurde argumentativ die Stirn geboten. Das, was nicht gesehen werden konnte, was also allen gemeinsam ein Unbewusstes geblieben ist, musste sich dem Dogma der großen Autoritäten der damaligen Psychologie beugen. Vielfach ist das auch heute noch in der medienbeeinflussten Allgemeinheit die gängige Weltanschauung, insofern das Unbewusste überhaupt im Denken der Leser einen Platz gefunden hat.


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Allerdings gibt es auch eine ganze Reihe Menschen – und ihre Zahl scheint immer mehr anzuwachsen –, die in die unstofflichen Gebiete des Daseins hinein schauen können. Die Berichte über Hellsehen, Hellhören, Channeling nehmen zu, mystisch-magische Kunstwerke und Fantasy-Romane (Berichte aus den astralen Welten im Jenseits) etc. werden im Literatur- und Comic-Markt immer zahlreicher. Insbesondere die Science-fiction-Filme und das Fantasy-Genre spülen in den Cinema-Palästen unvorstellbare Gelder in die Kassen. Die Autorin von Harry Potter ist mittlerweile zur Milliardärin aufgestiegen. Aber auch die weltweit publizierten sogenannten Nahtod-Erfahrungen verweisen auf eine bewusst erlebbare Sphäre jenseits des körperlichen Daseins, aus der der Mensch – obgleich klinisch tot – die materielle Umgebung mit allen Einzelheiten sehen kann, auch wenn er bereits von Engeln oder nahen Verwandten im Jenseits empfangen wurde. Der Wiedereintritt in die stoffliche Ebene des Lebens wurde nicht immer als besonders erfreulich dargestellt. Wegen dieser und vieler anderer Erkenntnisse kann man davon ausgehen, dass der Mensch aus unstofflichen Kraftfeldern hervorgebracht wird. Sein Denken, Fühlen und Handeln basieren nicht auf den materialistischen Reiz-Reaktionen seiner Gehirnzellen, sondern finden erst in unstofflichen Gegebenheiten statt, bevor sie sich im Stoff manifestieren.

Aus den heiligen Schriften der großen Religionen können wir erfahren: Gott schuf den Menschen, ein Mann und ein Weib, so heißt es z.B. in der Genesis. Das heißt für uns auf der unteren Ebene des Daseins, dass der irdische Schöpfer der Erde, der Herr der tellurischen Natur, zweierlei Urtypen gerecht werden musste. So wurde für Mensch und Tier die geschlechtliche Fortpflanzung geschaffen. Aus diesem Grunde gibt es Menschen zweierlei Geschlechts, wie man so sagt. Nach dem Schöpfungsmodell der zweiten Genesis gibt es zweierlei Monaden (Leibnitz). Diese sind im Grundprinzip gleich, unterscheiden sich jedoch etwas in der dominanten Wirkungsweise. Wir nennen diese markanten vordergründigen Prioritäten in unserer Welt meistens Frau und Mann. Das Weibliche repräsentiert dabei u.a. die empfangende, gebärende und verwirklichende Ansicht; das Männliche ist die zeugende, kreative und aktivierende Ansicht. Diese Prioritäten drücken sich in den Mikrokosmen über die Vereinigung von Anima und Animus aus, und natürlich über die Frauen und Männer, die die Mikrokosmen als grobstoffliches Werkzeug beleben. Es sieht heute so aus, als wäre nichts einfacher als das. Doch aus der ursprünglich sich selbst reproduzierenden Welt der Pflanzen und Tiere, die natürlich in uns völlig unbekannten Körpern existierten, mussten in einem langfristigen Prozess die vorbereitenden Aktionsstrukturen, Regeln und Verhaltensmuster geschaffen werden.

Die universelle Weisheit, die uns von den großen Esoterikern des 20. Jahrhunderts überbracht wurde, erklärt zum Werdegang des Menschen: Das göttliche Schöpfungsprinzip hatte bei der Erschaffung der Menschen die Gesetze der isobaren Harmonie und der körperlichen Liebe in Kraft gesetzt. Mit diesen konnten fürderhin alle Monaden in gleichstarker Partnerschaft stets harmonisch die Schöpfung mitgestalten. Das Gesetz der Harmonie enthält in sich die Regeln der Resonanz und der Symmetrie. Die höchstmögliche Symmetrie findet sich im Kreis oder in der Kugel. Darin sind alle Radien gleich weit vom Zentrum entfernt, alle Durchmesser können sich millionenfach mittig spiegeln. Die Kugel ist die Form unzähliger Schöpfungen im All. In ihr wirken zwei Kräfte symmetrisch, gleich stark zusammen: es ist die zentrifugale, die vom Zentrum weg fliehende und die tangentiale, die an der Peripherie entlang strömende Kraft. Man könnte auch sagen, zentrifugal ist die Kraft des Wegschenkens und tangential die Kraft der Bewahrung. In dem hermetischen Axiom: Alles empfangen, umwandeln und wegschenken, manifestiert sich die symbolische Harmonie zur Erhaltung der Schöpfung: Damit offenbart sich die Grundlage des Daseins. Es ist der vollkommen kugelförmige Holokumulus aller elektromagnetischen Wirksamkeiten der sieben mal sieben Kraftfeldebenen des Alls.

So ist es also berechtigt zu sagen, dass das männliche und das weibliche Prinzip fundamental zum Schöpfungsgesetz gehören. Allerdings muss man dieses ideale Zusammenspiel der sich trotz scheinbarer Gegensätzlichkeit ergänzenden Charaktere im Menschen gut begreifen. Vor allen Dingen, wenn man die Menschen in dieser Natur betrachtet und ihre Bemühungen um die Errichtung eines Paradieses auf Erden einmal genauer unter die Lupe nimmt.

Wer sich den großen Religionen dieser Welt zuwendet und zur Grundstruktur ihrer Lehren durchdringt, wird unzweifelhaft feststellen, dass die meisten Interpretationen das grundlegende Schöpfungsgesetz der gleich starken Partnerschaft zwischen Mann und Weib entweder prinzipiell ignorieren oder stark zugunsten der maskulinen Dominanz manipulieren. Doch das fundamentale Schöpfungsprinzip der Kohabitation von weiblich und männlich ist Gesetz im All. Wer dieses Gesetz verletzt wird das Gottesreich niemals sehen, geschweige denn betreten. Es bleibt ein aktueller Auftrag für die Menschheit, sich in allen Belangen des Daseins mit der immer deutlicher bemerkbar machenden Gleichberechtigung von Mann und Frau zu identifizieren, und von der einströmenden kosmischen Kraft in der Aquariusperiode unterstützt, an ihrer Verwirklichung mit zuarbeiten. Damit sich für unsere Kinder in den künftigen sozialen Verhältnissen ein harmonisches Miteinander auf allen Kontinenten durchsetzen kann.

Das Zusammenspiel der kosmischen Kräfte in der Aquariusevolution kann in dem Menschen, der sich positiv und praktisch in den Auftrag stellt, eine völlig neue Weltsicht offenbaren. Die aktuelle Wendephase für den Kosmos und seine Bewohner wurde bereits in den Perioden des Widders und der Fische vorbereitet. Prinzipiell steht der Mensch in jedem Aspekt seines Lebens unter den sieben Kraftströmen, die aus dem universellen Bewusstsein, aus dem Sonnenlogos den Kosmos Erde durchströmen. Alle Aktionen und Reaktionen seines Lebens sind daraus zu erklären. Keine seiner Handlungen sind ursächlich aus seinem individuellen Begehren oder seinen persönlichen Entscheidungen hervor gegangen. Die kosmischen Kräfte, zu denen auch die 12 Kräfte des Tierkreises gehören, führen die Menschen stetig in eine höhere Lebensform, ein Begehren nach Freiheit von der materiellen Gebundenheit.  In ihnen soll sich ein kosmisches Denken entwickeln, mit dem sie befähigt werden, die weitere Evolution des Kosmos zu unterstützen. Dabei wird sich dem Erfassen ein vielfaches an Gedächtnissen des Universums öffnen, und gleichzeitig wird die Geschwindigkeit in der bewussten Verarbeitung der Myriaden von Information immens gesteigert. Das bedeutet also einen gewaltigen Entwicklungssprung. Als fundamentale Grundlage dafür muss sich der bereitwillige Mensch zunächst auf diesen Prozess ausrichten, um die eigene Evolution so gut als möglich zu beschleunigen. Nur wer sich stets standhaft hilfesuchend den einströmenden Impulsen öffnet, dem kann auch geholfen werden. Dann wird vor seinem inneren Erfassen der kosmische Plan und die Wirkungsstruktur der hohen Liebe offenbar.
Die Kommunikation über den eingeborenen Sohn erklärt und beschreibt die Möglichkeit der Entwicklung und die darin enthaltenen Teilabschnitte im weiteren Wachstum der mikrokosmischen Kraftfelder. Für den Menschen erwacht jetzt der Ansporn zur Aktivität, der dynamische Aspekt in der Realisation. Er bewirkt im Kandidaten eine alles beherrschende Kraft, das entschlossene Begehren, den erkannten Plan für die Menschheit zu verwirklichen. Sie teilt sich mit als Ideation, als sinngebender und zielbestimmender Einfluss, der vom weiblichen Aspekt empfangen, gehört und umgesetzt werden muss. Wer dieser höchsten Ideation folgt, empfängt ein tiefes Vertrauen in seine Möglichkeiten, um mit seinem Gegenüber, dem männlichen Impuls, den eröffneten Plan mit aller Kraft zu erfüllen.

Hierzu ist ein weitreichender Gedanke angebracht, der enorme Bedeutung für das künftige Zusammenleben der Menschheit haben wird:  Die hohen Kräfte der Kommunion und der Organisation spiegeln sich stets in Harmonie, also symmetrisch in jedem Menschen, wenn er sich für diese Einflüsse des Kubus öffnet. An ihm ist es nun, die Kräfte der Empathie und der Weisheit ebenfalls in vollkommenem Gleichgewicht durch sich hin wirken zu lassen. So können sich sowohl die männlich aktive und dynamisierende Kraft als auch die weiblich empfangende und gebärende Kraft gleichgewichtig entfalten.

Mikros Jesus mTWer sich in seinem täglichen Leben umschaut, wird sehen, in allen Führungsgremien scheinen total andere Regeln vorzuherrschen. Ganz besonders auch in den christlichen Klosterschulen, Kirchenorganisationen, in den buddhistischen Klöstern, in den Hawza oder Madrasa, sowie  in den Synagogen dominieren weltweit die Männer als sogenannte Gottesvertreter. Und selbst dort, wo diese heiligen Männer und Priester, Mullahs o.ä. nicht hinreichen, werden die Rechte der Frauen meist deutlich missachtet. Vielfach werden sie in Anlehnung an gut interpretierte religiöse Regeln völlig selbstverständlich zu Arbeitssklaven ihrer Ehemänner degradiert, weil es seit Alters her aus der gängigen Lehre so abgeleitet wird. Die sich über Jahrhunderte entwickelten Bräuche werden dann auch noch natürlich von patriarchalisch organisierten Gremien zum Weltkulturerbe gekürt.
Ein kurzer Überblick über die mikrokosmischen Wirksamkeiten helfen hierbei, die Notwendigkeit der Gleichberechtigung im alltäglichen Leben zu verstehen.
Der Mikrokosmos besteht ebenso wie der Kosmos aus sieben Kraftfeldern, die jeweils noch einmal siebenfach untergliedert sind.
Bekannt für alle ist
1. das Stoffkleid.
Weniger geläufig sind die unstofflichen Kraftfelder:
2. Das Ätherfeld.
3. Die Astralis.
4. Das Mentalvermögen.
5., 6. + 7. drei nirvanische Gebiete, Spinalis, Spirituell und Idealis.

Bezogen auf die bekannte Trennung von Mann und Frau ist dabei von außerordentlicher Bedeutung, dass diese Kraftfelder in sich wechselweise gegensätzlich polarisiert sind. Das lässt sich am Besten in einer Tabelle darstellen (nach J.v.Rijckenborgh)

GenderTabelleDer Stoffwechselprozess der Gehirnzellen ist bei der Frau ganz anders als beim Mann. Es gibt eine völlig unterschiedliche Wirkung der Drüsen im Endokrinen Kreislauf, eine unterschiedliche Geschlechtlichkeit, eine verschiedene Wirkung und die Temperatur des Blutes und auch der Hautaufbau sind anders. Aus allen diesen Gründen ist es unvermeidlich, dass Mann und Frau sich dem Bewusstsein, der Wahrnehmung sowie Bewertung des Seins und dem Körper nach sehr unterschiedlich offenbaren, sowohl im psychologisch unbewussten unstofflichen Gebiet als auch auf dem Gebiet der groben Materie, wie sich aus der aktuellen Forschung in der Gender-Medizin ergeben hat. Alle diese Unterschiede sind daraus zu erklären, dass die Urtypen, die geistigen Matrizen der Monaden, nach denen sich die beiden Manifestationen vollziehen, bei Mann und Frau unterschiedlich sind. Und was im höheren Bewusstsein bereits angelegt ist, muss sich auch im Körper offenbaren. Dabei ist es auch von einschneidender Bedeutung für jede weitere Entfaltung auf dem Bogen der Evolution, dass beide Menschentypen nicht nur harmonisch zusammen wirken, sondern dass beide, sowohl Mann als auch die Frau in sich selbst Animus und Anima in ein gutes Gleichgewicht bringen. Nur dann kann sich eine ungestörte Autonomie unabhängig von den negativen Einflüssen der allgemein vertretenen patriarchalischen Denkungsart des Mainstream in Ost und West entwickeln.

Nicht unerheblich ist in diesem Zusammenhang die Entwicklung  der Kinder in ihrem Wachstum, vor allem in den ersten Lebensjahren. Der Entwicklungsrhythmus basiert auf 4 und 7 Jahren. In den ersten vier Lebensjahren werden die niederen Ätherfelder angelegt und in Folge davon der Stoffkörper mit allen grobstofflichen Organen. Die folgenden drei Jahre sind vor allem der Entfaltung der ätherischen sowie der stofflichen Kommunikation gewidmet. In diesen ersten sieben Jahren spielt primär das positiv ausstrahlende Ätherfeld der Mutter eine wichtige Rolle. Dabei sollte keineswegs die Ausstrahlung des Mannes fehlen, denn er gewährt der Familie nicht nur Schutz und Geborgenheit. Die nachfolgenden sieben Jahre des Kindes sind von einem verstärkten Körperaufbau gekennzeichnet, wie es eigentlich allgemein jedermann weiß. Weniger bekannt ist dabei, dass sich in dieser Zeit, besonders unter dem Einfluss des männlichen Astralfeldes, der Begierdenkörper des Kindes entwickelt, bis es in der Pubertät – den folgenden sieben Jahren – mit seinem eigenen Karma aus der Lipika in Verbindung kommt. Bis dahin war die sehr direkte Beeinflussung des jungen Menschen vornehmlich von den unstofflichen Feldern der Eltern abhängig. Zwischen dem 14. und 21. Lebensjahr wird der Mensch vor allem von den mentalen Projektionen der Mutter geführt, die vom Manne mit einer positiven astralen Prägung für die Partnerschaft begleitet werden sollte. Die Kenntnis dieser Zusammenhänge wurde und wird von den großen Religionen und pädagogischen Autoritäten keineswegs akzeptiert, und bedauerlich sehr wenige Eltern wissen davon und kümmern sich bei der Betreuung ihrer Kinder um diese unabänderlichen Vorgänge. Darum war es zu allen Zeiten in der westlichen Zivilisation üblich, dass sich die Jugend mit zunehmendem Alter immer von den elterlichen Vorbildern distanzierte und in der Pubertät geradezu rebellisch gegen ihr Elternhaus vorging. Das wurde schon in der Antike von Aristoteles festgehalten. Auch heute sind diese unvermeidlichen Differenzen weltweit zu erkennen, weil die gegensätzliche Polarisation der unstofflichen Kraftfelder eines jeden Mikrokosmos vor allem bei der Erziehung ignoriert wird.

Wenn aber die fundamentalen Unterschiede zwischen Mann und Frau wissenschaftlich wegargumentiert oder banalisiert auf die grobstofflichen äußeren Merkmale reduziert werden, dann entwickeln sich die größten Schwierigkeiten. Wer die damit zusammen hängende Forderung der Evolution nicht annehmen kann, aus welchen Gründen auch immer, der wird auch nicht die Berufung des Menschen erfassen, wieder ein autonomer vollbewusster Mitarbeiter im fortschreitenden Prozess der kosmischen Evolution zu werden.

Die immer noch ungebrochene Ausbeutung aller Ressourcen der Erde durch die Kapitäne des globalen Kapitalismus ist eine typisch maskuline Attitüde, die allerdings auch deutlich signalisiert, wo und wie unsere Erben ihr Leben künftig gestalten werden können. Wird die kosmische Kraft des Wassermanns diese patriarchalische Dominanz in den religiösen und politischen Entscheidungsgremien einmal zu Gunsten einer harmonischen Kohabitation mit der femininen Potenz auflösen, ohne in das umgekehrte Verhältnis zu stürzen? – Doch zunächst ist jeder bei sich selbst gefragt, ob er seine lange unbewusst gehegten Tabus aus den männlich dominierten Weltanschauungen aufspüren und neutralisieren wird. Nur dann werden sich in seinem Mikrokosmos die Kraftfelder weiter entfalten, und die Schöpfung vom Anbeginn kann voranschreiten.

Jeder Mann muss das weibliche Prinzip, die Frau in sich akzeptieren, und die Potenzen der Anima in sich wirken lassen, und jede Frau muss das männliche Prinzip, den Animus in sich zu gleichberechtigter Mitwirkung beleben. Das ist beileibe kein einfaches Werk, weil die Angelhaken vorwiegend im Unbewussten liegen, wo sich die Tabus und Weltanschauungen kristallisiert haben. Jeder männlich dominante Macher und jede selbstbewusste Frau, die mit dem Ränkespiel der Weiblichkeit vertraut ist, steht einer Veränderung der unbekannten Psyche äußerst misstrauisch gegenüber. Die Tiefenpsychologie hätte da so einige Methoden zur Hand, wie man sich seiner unbewussten Mitstreitern bewusst werden kann, um sie entweder aufzulösen oder für ein harmonisches und kraftvolles Leben zu integrieren
Doch gerade darum geht es immer wieder in dem Evolutionsprozess, der nur in Wahrheit und mit Ehrlichkeit voran schreitet. Der Satz des Jesus zum reichen Jüngling: „Verkaufe alles was Du hast, und folge mir nach.“ hat in diesem Zusammenhang seine ganz spezielle Bedeutung. Es wird vielleicht staunend zur Kenntnis genommen, wenn festgestellt wird, dass Jesus ein vollendeter Mikrokosmos mit allen voll funktionsfähigen Kraftfeldern war. Weil er der Christus war, mit göttlichen Gaben gesalbt, sah er Welt und Menschheit in einem höheren Zusammenhang. Auch verfügte er über besondere kosmische Kräfte, mit denen er heilen und Tote zum Leben erwecken konnte. Wenn Jesus also in dieser Form zur Nachfolge aufruft, erinnert er den reichen Jüngling daran, die veralteten Weltanschauungen auch in bezug zum Genderproblem in sich vollkommen los zu lassen. Dabei steht das grundlegende Prinzip der Schöpfung, das harmonische Miteinander von weiblich und männlich im Mittelpunkt. Für den heutigen Menschen heißt das, in sich selbst und tatsächlich als Mann und Frau gleichberechtigt im täglichen Miteinander in Beruf und Familie zu arbeiten, zu leben, zu sein. Wer diese psychischen Aspekte seiner im Hintergrund der äußeren Person wirkenden Antipode zur Geltung bringen kann, wird stets völlig mit ganzer Kraft in eindeutiger Ausrichtung seinen tiefen Glauben an die Schöpfung unter Beweis stellen.

Viele aktuelle Autoren stimmen darin überein, dass die irdische Natur unter den vergeblichen Bemühungen, hier im irdischen Lebensfeld ein maskulin dominiertes Paradies unter der Herrschaft eines Jahwe, Allah oder Brahman zu stiften, in unsäglichem Leid versinkt. Welt und Menschheit verirren sich vollkommen in einem Irrgarten von überholten Weltanschauungen und Vorstellungen über die Aufgaben der Natur und vor allem der fruchtbaren Sexualität. Es ist sicherlich müßig, einzelne Theorien der verschiedenen Religionen und historisch gewachsenen Tabus in dieser Hinsicht zu relativieren. Nirgendwo zeigt sich ein überzeugendes Konzept, die von den Mentalprojektionen im Gedankenfeld der Erde über Millionen von Jahren angewachsenen Ungerechtigkeiten wieder in ein sinnvolles Zusammenspiel umzuwandeln.
Es drängt sich die vielseitig kolportierte Aussage auf: Wer die Welt verändern will, muss bei sich selbst beginnen! Jeder kann immer nur in der eigenen Psyche beginnen, die mentalen Eingebungen im Haupt mit den Ideationen im Herzen harmonisch aufeinander abzustimmen. Dann kann das weibliche Empfangen und Hervorbringen, Gebären, harmonisch mit der männlichen verständnisvollen Dynamisierung und Realisation zusammen wirken. Im Mikrokosmos stellt sich das Trigonum Igneum von Herz, Haupt und Becken harmonisch unter den Einfluss der Inspiration, der Ideation des universalen Bewusstseins. Wer sich um diese innere Harmonie bemüht, wird für die kosmisch geplante Evolution geeignet und kann praktisch für Welt und MenscYing Yang2hheit wirken. Der Plan, die Dynamik und der Werkstoff werden allen zur Verfügung gestellt.

Jeder Mensch wird dann im aktiven Wissen und dem Befolgen dieser Gleichheit in Harmonie und größtmöglicher Toleranz allen gegenüber beweisen, dass es zwischen den Geschlechtern eigentlich keinen Wertunterschied gibt, jedoch einen überaus notwendigen Wesensunterschied. Nur in Kohabitation können gemeinsam die Schritte der Evolution im fruchtbaren und kraftvollen Zusammenspiel gegangen werden, weil jeder seine individuellen Wesenseigenschaften ohne jeden Gedanken der Konkurrenz in den Strom der neuen Schöpfung einfließen lässt. Alle psychologischen Grenzen, aufgebaut zwischen Scham und Eifersucht, entfallen ohne Zwist und Streit. Wenn sich die Kräfte alternativ oder komplementär gegenüber stehen, können sie problemlos harmonisch zusammen wirken, wie es in dem Ying-Yang-Symbol so schön ausgedrückt wird. Ganz einfach entsteht dann aus dem gemeinsamen Verstehen und Handeln die wahre Gruppeneinheit.

Streitlosigkeit, Harmonie im Wechsel der Aktivitäten und die Liebe zu Kosmos und Makrokosmos und die Empathie mit aller Natur und allen anderen Mitmenschen ist dann so selbstverständlich, wie das Atmen. Damit diese Möglichkeiten in unserer Zeitperiode erkannt und realisiert werden können, haben vor vielen tausend Jahren überaus weise und geschickte Magier die großartigen Pyramiden am Nil gebaut. Aus deren harmonischer Geometrie können bis heute grandiose Information ausgelesen werden, auch über die Bedeutung von Mann und Frau, wenn man bereit ist, den Gedanken ihrer Erbauung, unbeeinflusst von unserer christlich-kirchlichen Historie und den ägyptischen Archäologen, konstruktiv zu folgen.

 

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Allbewusstsein


Die Ideologien der experimentellen Freiheitsphilosophie aus den vergangenen Jahrhunderten haben der Menschheit geholfen, bis in die Neuzeit zu kommen und alle Fürstentümer, Tyrannen und Diktatoren zu überwinden. Jedoch um wahrlich moderne Menschen zu werden, muss sich ein völlig neues Denken durchsetzen. Damit wird jeder dann einmal erkennen können, dass viele Hinweise im Neuen Testament oder anderen heiligen Büchern keineswegs Gebote oder Verbote sind, sondern Prophetien.
In unseren Tagen der beginnenden Aquariuszeit ist es eine der höchsten Aufgaben für alle Menschen, sich von allen Egoismen zu verabschieden, die einem in den beruflichen Durchsetzungsstrukturen gut geholfen haben. Jedoch ist es jetzt dringend notwendig der Menschheit die Kenntnis ihres kosmischen und mikrokosmischen Daseins nahe zu bringen,  damit sie die Verantwortung dafür zu übernehmen vermag, dass jeder Mensch im Feld des allumfassenden Bewusstseins mit jedem anderen nach der isobaren Resonanz verbunden ist. Ganz gleich welcher Rasse, welcher Sprache oder welcher Religion.

Bei den meisten Theologen und Philosophen beginnt ihre Wissenschaft mit dem Studium der alten überlieferten Schriften der heiligen Männer aller Zeiten. Man sagt, diese waren besondere Menschen, die eine mentale Verbindung mit den überirdischen Göttern hatten und darum hinter die offensichtlichen Geschehnisse des Alltags schauen konnten. Der materielle Vorhang der sinnlich wahrnehmbaren Welt hatte sich ihnen einen Spalt breit geöffnet, um den Menschen, die hören können – deren Mikrokosmos mental schon soweit entwickelt war –, etwas vom wahren Leben zu berichten und das Wissen um die eigene Entwicklung dafür zu vermitteln. Dieses Wissen, diese eine Weisheit aus der fundamentalen Kraft des universalen Bewusstseins befördert zu allen Zeiten die Evolution der Menschheit.


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Wenn im Evangelium des Johannes steht: «Im Anfang war der Logos – oder das Wort» – das ist der siebenfältige Name Gottes –, dann kann ein pragmatischer Wissenschaftler der modernen Zeit sagen – wenn er die einfach Übersetzung des Begriffs „Logos“ von Luther etwas beiseite legen kann –: Zu allen Vorgängen im Kosmos gehört natürlich immer auch eine Energieform, eine Art elektromagnetisches Kraftfeld. Giordano Bruno hat dafür das Konzept der Monaden entwickelt. Den Kosmologen und Astronomen ist der Gedanke an eine ursächliche Kraft zu Beginn der Schöpfung wohlbekannt, darum suchen sie schon ein Jahrhundert nach der einen, für alles gültigen Kraft in der materiellen Natur. Dabei bezeichnen sie diese universelle Kraft meistens als «Licht». Dieser Begriff steht in der Physik nicht nur für das sichtbare Licht, einem kleinen Abschnitt im Spektrum aller elektromagnetischen Kräfte, von den längsten Langwellen bis zu den kürzesten Vibrationen aus dem Weltall, die von irdischen Messgeräten erfasst werden können. Dabei sollte jedoch bedacht werden, dass die Eingeweihten aller Zeiten auch von den unstofflichen Kräften im Jenseits und im Kosmos sowie im eigenen Mikrokosmos wussten. Die Ätherwelten, die astralen Kräfte, die mentalen und die drei nirvanischen Energiefelder der Natur waren ihnen wohl bekannt, und diese sollten dem allgemeinen Begriff „Licht“ hierbei hinzugerechnet werden. Es muss aber – wenn wir beim Originaltext im Neuen Testament bleiben – hinzugefügt werden, dass alle Kraftfelder des Universums keine unbelebten oder unintelligenten Kräfte physikalischer Wirksamkeit darstellen. Die Erkenntnis, dass in allen Welten und Kraftfeldern das universelle Bewusstsein wirkt, ist von fundamentaler Bedeutung. Die Lichtvibrationen, die Kraftfelder des Kosmos sind also im umfassendsten Sinn belebt, können sich und die Umwelt erkennen, deduktive Beschlüsse fassen und sinnhafte teleologische Aktionen und Kooperationen durchführen. Dabei ist das Grundprinzip der Resonanz auf die harmonische Kohabitation aller mit allen ausgerichtet.

Das Wort vom Anfang, der griechische Begriff «Logos», bezeichnet diese umfassende Bedeutung deutlich und unmissverständlich. Im universellen «Licht», dem «Logos» vibrieren sowohl die fundamentale Energie, das Licht, als auch ein dazu gehöriges, total integriertes eigenständiges Bewusstsein, Wahrheit, Weisheit, Liebe, Gerechtigkeit. Es ist der heilige Siebengeist, Gottes Name mit sieben Buchstaben. Die fehlgeleiteten Übertragungen des ursprünglich griechischen Begriffs rücken den Logos, Tao, Akasha oder Chi in die Nähe der Kommunikationswissenschaften, was eine ganze Reihe irreführende religiöse Konzepte ausgelöst hat. Diese Entwicklung hängt leider auch mit der antiken Attitüde der Mittelmeervölker zu Beginn unserer Zeitrechnung zusammen, einen persönlichen Gott zu verehren, den man auch plastisch in Stein gehauen in einen Tempel stellen kann. Sie alle beleben das Bild des „Gottes im Außen“, sehr wohl irgendwie metaphysisch, aber dennoch auch persönlicher Ansprechpartner, viel majestätischer als alle Könige, aber dennoch einbezogen in das Irdische, wenn auch überdimensional. Zu diesen göttlichen Weltbilder gehören dann auch irgendwo räumlich oder überräumlich existent so etwas wie ein Himmel, ein Garten Eden oder ein Sommerland und dann natürlich unterirdisch eine Hölle oder Hades, in der der Mensch oder seine Seele nach entsprechendem Wohl- oder Böseverhalten nach seinem physischen Tode seinen zukünftigen Aufenthalt verbringen muss.

Diese siebenfältige Kraft aus der Urmonade, die in sich und aus sich heraus alle weiteren Monaden hervorgebracht hat. In diesen und aus ihnen wurden alle Erscheinungen im All geschaffen und werden auch aktuell weiterhin hervorgebracht. Sie wirken absolut zielgerichtet und hochintelligent für deren Erhaltung und für die harmonische Evolution aller Lebewesen, Entitäten und Hierarchien, Galaxien, Kosmen, Sterne und Planeten des gesamten Universums.
Sie ist in sich und mit allen Monaden in einer hohen Ordnung kohabitativ strukturiert sowie hierarchisch untergliedert. Sie ist die Urmonade – das Urkraftfeld der ersten Offenbarung in IHM, Tao. Dieses erste Feld der Offenbarung, die Urmonas, die seit dem Anbeginn das universale Bewusstsein von IHM ist, wird in den unterschiedlichen Lehren der esoterischen Welt als das PSI-Feld, Brahman, Chi oder die Akasha etc. bezeichnet. Dem menschlichen Denken wird dabei ganz deutlich gezeigt: das All kennt nur eine einzige Perspektive, mit einem Anfang vor aller Schöpfung, der in fernster Vergangenheit an einem bestimmten Scheidepunkt beginnt, und einem vorher bedachten Ende, dem Eingang aller Monaden mit ihren involvierten, vollkommen entwickelten Lebewesen, in das universalen Bewusstsein. Es ist überaus problematisch, davon zu sprechen oder zu schreiben, denn aus der Sicht des irdischen Menschen existierte einstmals vor Beginn allen Seins das unkennbare, alles umfassende Feld des ungeschaffenen Gottes – das Feld, das vor allem Anfang ist und in aller Ewigkeit sein wird. Denn Zeit und Ewigkeit sind sich selbst stets gleich verfließend und dennoch unverflossen, ohne Anfang und ohne Ende. Die Männer des Sanskrit haben dieses Problem für sich gelöst, indem sie sich das Ein- und Ausatmen des Brahman dafür vorgestellt haben.

Für die Menschen ist immer ein unfassbares göttliches Lebensfeld existent, das uns Hermes Trismegistos in einem Lobgesang des Pymander beschreibt, das Dionysios Aeropagita in seinen mystischen Traktaten umreißen will. Es ist das Ahura Mazda, die allerhöchste umfassende Weisheit des persischen Zarathustra, die gleichzeitig auch die über alles und in allem wirkende Kraft aller Welten ist. Wenn auch die Menschheit nur in staunendem Anbeten vor ihr stehen kann, ohne sie wahrlich zu begreifen, so sind wir doch alle und ist das ganze All mit allen Geschehnissen und Bewusstheiten in ihr, der Urmonas geborgen, aus ihr sind alle weiteren Monaden hervorgegangen und in eine teleologische Evolution eingebunden, die alle Monaden und ihre vollendeten Wesen einmal wieder in dem universalen Bewusstsein, der Urmonas aufnimmt.
So steht in der Genesis geschrieben: zu Beginn der Schöpfung schwebte der Geist über den Wassern. Auch hier wird das göttliche Bewusstsein, die Wahrheit, die Sophia mit der fundamentalen Kraft – den lebenden Wassern, Symbol für die stets fließende, nie versiegende Kraft Taos – verknüpft. Die Schöpfung und alles was in ihr geschah, geschieht, und geschehen wird, entfaltet sich aus dem Geist, dem kraftvollen Bewusstsein, dem All-Wissen, der hohen Weisheit, der einen ungeteilten Wahrheit und den sieben Kräften, den Energien des Heiligen Lichtes, der Lebens-Vibration oder der Sphären-Musik.
Es ist der Sohn des Vater-Mutterfeldes, die erste Monade, das umfassende Bewusstsein. Sie offenbart sich sofort in der Dreiheit. Geist (Bewusstsein), Dynamik, Schöpfung (Realisation), der Ursprung von allem, die Offenbarung und der heilige Geist oder der Vater, der Sohn und die Mutter. Diese Trinität des Daseins durchtönt alle Kreationen im All bis hinein in die kleinsten Handlungen jedes animalischen Seins. In jeder Handlung klingt ein sinngebender Impuls, ein Gedanke und ein entscheidender Plan, ein Bedürfnis zur Realisation. Jede Handlung wird mit einer Kraft im Gefüge eines Gedankens und Begehrens durchgeführt. Oder andersherum gesagt: ohne Begehren und Bedenken entsteht keine Aktivität, ohne geplante energetische Wirkung wird keine Tat, keine Veränderung durchgeführt – offenbart sich keine Schöpfung. Jede Evolution steht in einer Idee (1), geschieht nach einem Plan (2), wird mit Energie vollzogen (3).
Nun ist es allerdings nicht so, wie es sich im Islam darstellt. Hier unten lebt der Mensch in seiner irdischen Welt und da oben ist dann allumfassend Allah. Das kosmische Geschehen ist in einer abgestuften Hierarchie aufgebaut. In sieben kosmischen Gebieten, wirken in den sieben Dimensionen sieben Kraftfelder. So gibt es dann auch im Allgeschehen einen Unterschied zwischen dem universalen und dem universellen Bewusstsein, der von besonderer Bedeutung ist, insofern die verschiedenen Strata und Galaxien im Universum richtig verstanden werden. Zunächst wäre dabei zu klären, dass das Bewusstsein selbst ein ganz besonderes Kraftfeld ist. Wie in vielen Schriften bereits dargestellt, ist es die Kraft, die allem Leben und allen Wesen, Entitäten, Kosmen und Mikrokosmen immanent ist. Es wird in China Tao genannt oder in der modernen Philosophie  PSI, Chi, oder in Indien von Shankara die Akasha, also die das All tragende fundamentale Vibration, das universelle Meer der lebenden Wasser. Eine Kraft ist immer auch eine Energievibration, in diesem Falle ist sich diese Kraft ihrer Selbst bewusst, ganz gleich in welchem Teilchen oder Teil der Gesamtschöpfung sie sich offenbart. Das alles umfassende Bewusstsein von Anbeginn bis in alle Ewigkeiten ist das universale Bewusstsein, die Urmonas, das allumfassende Schöpfungsfeld im unkennbaren Gott. Dieses beweist sich zum Beispiel auch als Bewusstheit in der Sonnenmonade, aus der Christus hervorging, um dem Kosmos Erde bei seiner Evolution zu helfen. Im Sonnenlogos vibriert ein universelles Bewusstsein, von dem ein Anteil im Kosmos der Erde als kosmisches Bewusstsein für das irdische Leben wirkt, und ein mikrokosmisches Bewusstsein aus der Monade dem Menschen für sein Denken zur Verfügung steht.

Im Mikrokosmos könnte man also ein umfassendes aurisches Bewusstsein erkennen.  Zudem gibt es in jedem einzelnen Kraftfeld des Mikrokosmos und des Kosmos, also im Äther, in der Astralis, in der Mentalis usw. jeweils ein eigens Bewusstsein. Alle „unteren“ Bewusstheiten sind anteilig in den höheren aufgenommen. Somit sind alle Bewusstheiten aller Galaxien und Kosmen des totalen Universums stets im universalen Bewusstsein eingebettet und kohabitieren miteinander. Grundsätzlich ist dabei auch zu bedenken, was den irdischen Vorstellungen von Kraftfeldern nicht unbedingt entspricht: Das Bewusstsein ermöglich auf jeder Stufe, auch im kleinsten Atom, ein Erfassen von sich selbst und der näheren Umgebung, auch der Kraftfelder in das es eingebettet ist, ein Bewerten der sich entwickelnden Sensationen, der erfassten Ereignisse und Zusammenhänge, sowie ein Bedenken und Planen von Reaktionen und ein Anlegen von Gedächtnisinhalten nach dem Isobaren Resonanzgesetz in kleineren oder größeren Modulen, Strings oder Holokumulies, Kluster o.ä. Von dort kann das Wahrnehmungsorgan des Bewusstseins, der Verstand, manchmal auch Vernunft genannt, – was nur eine Art von Selektionsmöglichkeit nach ideellen Vorstellungen bedeutet –, bestehende Erinnerungen aus den diversen Gedächtnissen abrufen und in das allgemeine Bedenken mit einbinden. Genau so wie wir uns das Denken vorstellen. Allerdings können die Aktionen des Bewusstseins in den drei höheren Kraftfeldern der nirvanischen Sphären nicht wirklich beschrieben werden. Es fehlen dafür einfach die geeigneten Worte. Und selbst wenn sie von einem Eingeweihten den Menschen in einer Vision geschenkt würden, wer vermöchte es dann richtig verstehen? (Selbst Christus, der große Eingeweihte in diese Mysterien, ist von seinen Aposteln nicht wirklich verstanden worden.) Heute würde es allerdings schon ausreichen, wenn sich viel mehr Menschen aus der Überschattung der dogmatischen Weltanschauungen, Philosophien und Religionen hervortreten könnten, um sich in das klare Licht des universellen Bewusstseins ihrer Monade oder des Christus zu stellen.

In unserer Natur findet jede Verwirklichung, jede neue Realisation in einem stofflichen Substrat statt, das nach der Absicht der höheren Kraftfelder – Astralis und Mentalis – über den Äther Form und Gestalt erhält. Die Realisation in der stofflichen Wirklichkeit kann nur innerhalb einer bewussten Triade geschehen, wobei die gemeinsame Wirkung aller Stofflichkeiten sehr unterschiedlich sein kann. Denn die unstofflichen Kräfte und ihre Manifestationen können die Menschen in dem materiellen Lebensfeld mit ihren fünf stofflichen Sinnesorganen nicht wahrnehmen. Da diese selbst als Organ aus Atomen und Molekülen mit einem stofflichen Körper über Nervenbahnen mit dem stofflichen Gehirn verbunden sind, können sie eben nur die äußeren materiellen Erscheinungen der Gegenstände oder Eriegnisse dem aktuellen Denken vermitteln. Nur die äußeren grobstofflichen Erscheinungen manifestieren sich wahrnehmbar in unserer sinnlichen Welt, obgleich sie ohne das Energiepotential des Ätherfeldes selbst niemals existent wären.

Ob es ihm nun bewusst ist oder nicht, bei allem Tun und Handeln steht der Mensch stets im Verbund mit allen ihn umgebenden Kräften, die ihn beim Denken, Begehren und Handeln leiten und führen, ja, die ihm das Bewusstsein seiner Aktivität in der Form schenken, so dass er sagt: Ich habe es getan! Allerdings hören wir von Gustav Meyrink, zitiert in seinem Traktat „Die Verwandlung des Blutes“: In dem indischen grandiosen Epos „Die Bhagawadgita“, das ausführlich über Yoga spricht, wie wohl kein zweites Buch, heißt es: »Jedwede Tat, die hier geschieht, geschieht nach dem Naturgesetz.–‘Ich bin der Täter dieser Tat‘ – ist selbstgefälliges Geschwätz!« – Alles Handeln durch den Menschen, alles Wirken des Mikrokosmos für den Kosmos, kann nur geschehen, weil in ihm eine Anknüpfungsmöglichkeit mit den Kraftfeldern des All implementiert ist. Er ist nicht die Kraft selbst, aber sein Leben zeugt von den Kräften, die durch ihn wirken können. Darum sagt auch Johannes im NT: «Ich bin nicht der Messias, aber ich zeuge von ihm.» Es wird in diesem heiligen Buch nicht nur eine Prophetie geschildert, sondern in ihm wird eindeutig auf eine grundlegenden Gesetzmäßigkeit in der Schöpfung hingewiesen. Jede Tat aus bewusstem Krafteinsatz kann nur geschehen, weil der Handelnde lichtfähig ist – wie Eckartshausen sagt – weil seine mikro-kosmischen Kraftfelder die Kräfte aus dem All assimilieren und diese für die beabsichtigte Aktion wirkfähig umwandeln. Jeder Mensch vermag darum nur die Energie verwenden, die mit ihm eine Verbindung eingegangen ist, weil sie von ihm angezogen werden konnte und ihn darum durchströmt und belebt. An der Art und Weise, Dynamik und Melodie, sowie der Zusammensetzung dieses Stroms von Kräften kann jeder Mikrokosmos gesehen und von dafür geeigneten Wesen – Menschen, Devas, etc. – erkannt werden. Dies geschieht in vielfacher Hinsicht, zumal die Menschheit als Ganzes einen Auftrag zu erfüllen hat, wobei jeder, ebenso wie in einem Orchester bei einer Symphonie seine Partitur zu spielen hat. Diesbezügliches Fehlverhalten wird liebevoll korrigiert, was sich bis in körperliche Veränderungen auswirken kann, die vom Menschen nicht unbedingt für gut befunden werden.

Aus dieser Sichtweise ergibt sich eine weitere sehr bedeutsame Perspektive. Jedes Lebewesen, jeder einzelne Mensch, jedes Tier, jede Pflanze ist an seinem Platz und auf seine Weise immer ein mitverantwortlicher Akteur im Allgeschehen. Denn alles, was irgendwo geschieht, ist stets eingebettet in das universale Bewusstsein, die Akasha, in die alles und alle anderen mit ihren Reaktionen ebenfalls eingebettet sind, und auch in die Energiefelder, die Wasser des Lebens, die für alle ausgegossen werden. Der bekannte Satz aus der Genesis: «Der Geist schwebte über den Wassern…» – sagt es sehr gut aus: alles Sein sind Kraftfelder mit Bewusstsein.

So wird uns in der indischen Philosophie, unter anderem in den Upanischaden und der Baghavadgita erklärt, dass Brahman im Menschen nur wirken kann, wenn Atman in ihm einen Platz gefunden hat. Die wahre Wissenschaft entfaltet sich also stets im Wechselspiel zwischen dem universalen Bewusstsein der höchsten Offenbarung des Siebengeistes, dem eingeborenen Sohn und der hervorbringenden Harmonie im Mikrokosmos. Alles Wirken des Menschen ist immer die wahrhaftige Offenbarung seines totalen Seins in allen seinen Feldern. Oder anders gesagt, in seinem Tun und Handeln zeigen sich stets die Kraftwirkungen, alle bewussten und unbewussten Absichten und Begehren, bilden sich die Komponenten ab, die ihn handeln lassen. Für den Menschen, der das weiß und sehen kann, bleibt nichts verborgen.

In unseren Tagen der beginnenden Aquariuszeit ist es eine der höchsten Aufgaben für alle Menschen, sich von allen Egoismen zu verabschieden und die Verantwortung dafür zu übernehmen, dass jeder im Feld des allumfassenden Bewusstseins mit jedem verbunden ist. Jeder Gedanke, jede Handlung hat eine Auswirkung auf alle anderen Mitbürger unseres Lebensfeldes und darüber hinaus. Was sagt uns Mirdad (Akteur in dem gleichnamigen Buch von Mikhaïl Naimy) über unser Denken: «Jeder Gedanke ist wie mit großen Lettern an den Himmel geschrieben, und jedes Wort kann von aller Welt gelesen werden.» Und die Chaostheoretiker wagten zu behaupten: Ein Flügelschlag eines Schmetterlings in Mexiko kann einen Tornado in China auslösen.
Liest man in den heiligen Büchern und Folianten, dann stolpert man ziemlich oft über Aussagen wie: Du sollst; Du musst! etc.. Es sollte einem bewusst werden, dass das alles keine Vorschriften und Gebote für einen verirrten Materialisten sind, der sich als unabhängige Persönlichkeit in der Freiheit seines Seins erfindet, sondern diese Aussagen formulieren ein prinzipielles Grundgesetz: Alles und alle sind miteinander verwoben wie in einem großen schillernden Seidentuch aus Marrakesch. Und wer an der einen Seite des wunderschönen Tischtuches einen Faden zieht, reißt möglicherweise die ganze Tischdekoration mit herunter. Im Nachhinein, wenn das Unglück geschehen ist, will es niemand gewesen sein. Und sie haben natürlich aus ihrer Perspektive eines Materialisten so recht, denn sie konnten die unstofflichen Wirkkräfte nicht mit ihren materiellen Sinnen und ihrer eingebildeten materialistischen Denkweise verfolgen.
Das Weltgeschehen beweist: es ist genug falsches Denken und Handeln von Menschenhand geschehen, in dem das Resonanzgesetz des irdischen Tränentals ignoriert wurde. «Sie haben Augen und können nicht sehen, sie haben Ohren und können nicht hören.» Dennoch wird das Chaos immer und immer wieder fortgesetzt. An allen Orten ist es zu merken und die Verwirrung und das Leid der Menschen wird täglich größer. Die Menschen verhalten sich wie der in der Ballade von J.W. von Goethe beschriebene Zauberlehrling, der die hervor gezauberten Besen nicht mehr beim Wasser-Holen bändigen kann.

Wer wahrlich geisteswissenschaftlich arbeiten will, wer zu höherer Erkenntnis kommen will, wird die heiligen Bücher und Philosophien aller Kulturen aus der Perspektive der menschlichen Evolution studieren müssen, die noch nicht abgeschlossen ist und noch auf ihre Vollendung im Allbewusstsein harrt. Aber nicht nur studieren und theoretisieren, bis die Gedankenwolken in den Hörsälen dick zum Schneiden geworden sind! Vielmehr sollte jeder Student die Quintessenz der Gedanken in die eigene Lebenshaltung hineinziehen, wenn die Theorien es ermöglichen. Wenn sich die Philosophien allerdings nur um sich selbst und ihre eigenen Aszendenten drehen, dann sollte man sie schnellstens dem Antiquariat überlassen. Dabei ist heute wohl weltweit ein alles entscheidender Schritt von möglichst vielen Menschen zu machen. Aber das wird in der uns umfangenden Sphäre der rächenden Äonen nicht so leicht werden. Nahezu alle Religionen und Philosophien, und natürlich alle ihnen unterliegenden Wissenschaften beschreiben „Gott“, oder wie er auch immer in anderen Sprachen oder Zivilisationen genannt wird, außerhalb des Menschen. Es ist immer ein Hier und ein Dort, hier der Mensch und dort das Göttliche, die Welt der Ideale. Mit dieser Annahme, Hypothese oder Fiktion, die diesem nahezu unausrottbaren Dogma der letzten Jahrtausende werden alle Gläubigen für einen Archont und seine Äonen ausgebeutet. Besondere Stärke und Ausbeutungsdramatik erreichten alle diejenigen Götter, die personifiziert und mit Hilfe von Statuen oder menschenähnlichen Plastiken dargestellt, mit Opfergaben verehrt und angebetet wurden, wegen egoistischer Wunscherfüllung. Aus meinem Elternhaus erklingt die mütterliche Ermahnung: „Hilf Dir selbst! Dann hilft dir Gott!“ Dieser Satz bekommt jetzt eine tiefe Bedeutung, denn es geht nicht darum, dass irgend ein Gott mir helfen wird, wenn meine kleinmenschliche Hilfe zu versagen droht, nachdem ich mich unsäglich bemüht habe. Nein und abermals nein. Der Gott ist nicht außerhalb des Mikrokosmos. Er ist ein wesentlicher Teil des Systems, sogar der absolut wesentlichste.
Ich muss ihn nur erwecken. Das Vermögen dazu ist implementiert: Atman, der eingeborene Sohn, die Verbindung mit der Monade. Für diese Erweckung der höheren Begehren, der höheren Astralfelder des Mikrokosmos, und des höheren Denkens und Erfassens mit den noch fehlenden Ansichten der Mentalis, muss der Mensch aktiv die Verwirklichung der persönlichen Heiligung in der Materie völlig aufgeben. Die Anhänger des alten Humanismus, der unsere Kultur hat versteinern lassen, lehnen eine solche Vision total ab. Sie stellen sich vor, der Mensch habe dann kein individuelles Ziel mehr, er verliert seine Persönlichkeit . Wie könnte der Mensch, der zu einem viel höheren Denken vorgestoßen ist, der alle niederen Begierden auf das biologische Minimum reduzieren konnte, ohne jedes Verzichtserlebnis, wie könnte er den Verlust seiner materialistischen Erscheinung als schmerzhaft erfahren? Ihm wurde die zur Zeit höchst erfahrbare Möglichkeit seines „göttlichen“ Bedenkens und Erfassens geschenkt, eingebunden in die Gedächtnisse aller mentalen Felder des Sonnenkosmos. Die aktuelle Persönlichkeit ist nicht das höchste Gut des Menschen und auch nicht die Krone der Schöpfung. Sie ist Teil eines sich entwickelnden Mikrokosmos, einer sich weiter entfaltenden Zelle innerhalb des Kosmos, die zu einem neuen Evolutionsschritt gedrängt wird. Die Überlieferungen und die kosmischen Entwicklungen fordern die Menschheit auf, alles irdische materielle Hin- und Hergeschiebe auf allen Ebenen, also Sport, Kommerz, Kunst, Kultur, Humanität Karitas und Religion, insoweit es über die Grunderfordernisse der irdischen Existenz hinausgeht, aufzugeben, um zu dem einen fundamentalen Ziel zu gelangen. Das wahrhaft erwachte Denken und Erfassen stößt vor in einen weiteren Bereich der universellen Kommunikation des universalen Bewusstseins, in dem die Wesen und Entitäten für die Kohabitation aller Galaxien im All wirken. Dafür kann bereits heute die persönliche stoffliche Existenz viel weiter begriffen und als ein Instrument des Erwachsenwerdens verwendet werden, während sie gleichzeitig, ohne Schaden zu nehmen, mit dem kollektiven Leben aller Kosmen des Sonnenlogos verschmilzt. Das Motto, das dem Hermes Trismegistos nachgesagt wird: «Alles empfangen, alles umwandeln und dann alles wegschenken!» – ist die grundlegende Formel für das universelle Resonanzgesetz, für die Wirkung und Erleuchtung allen Seins. Die Schöpfung im All verläuft nach diesem Spiegelgesetz: «Gib, so wird Dir gegeben.» Wer viel gibt, dem wird viel gegeben. Wer wenig gibt, dem wird auch das noch genommen, was er bereits hat, sagt Jesus im NT zu seinen Jüngern!

Trennen wir uns endgültig von den Ideologien der experimentellen Freiheitsphilosophie der vergangenen Jahrhunderte und beginnen wir als wahrlich moderne Menschen zu akzeptieren, dass viele Hinweise im Neuen Testament oder anderen heiligen Büchern keine Gebote oder Verbote sind, denen wir von „Gottes“ wegen gehorchen müssen, wobei wir uns unter Umständen noch überlegen können, ob wir sie befolgen müssen oder nicht. Die Gesetze, die Jesus konkret und in Gleichnissen vor seine Jünger oder Zuhörer stellt, weisen auf die grundlegenden, stets ablaufenden Gesetze hin. Alles Leben und Sein läuft nach diesen einmal gesetzten Prinzipien des Universums ab. Und es ist noch niemals ein Held geboren oder ein Demiurg geschaffen worden, der auch nur einen Tüttel daran ändern konnte. Jeder wird das ernten, was er gesät hat, auch wenn er längst kein Bauer mehr ist. Auch ein Banker wird seinen Lohn einstmals erhalten, je nach der Messlatte seiner Verwirrspiele. In dem fundamentalen Prinzip der Nemesis, der isobaren Resonanz, zeigt sich das Bild der Verantwortung eines Jeden für sich selbst, aber auch seine sehr persönliche Verantwortung für die ganze Schöpfung. Daran wird er nach seinem stofflichen Ableben gemessen werden. Da auch sein Mikrokosmos einmal als ein voll funktionsfähiges Werkzeug in das Allgeschehen integriert werden soll, wird er im Jenseits ganz besonders für ihn kalibrierte Ereignisse absolvieren müssen, die dann auch seine Einsichtsfähigkeit trainieren und zu höheren Denkmöglichkeiten befähigen wird.

Wer heute bereits bei allen seinen Aktivitäten immer weiß, dass er in der fundamentalen Kraft des Allbewusstseins geführt wird, die von vielen Menschen als Christus bezeichnet wird, von dem Kraftfeld, ohne das wir Menschen ohnehin nichts tun können, der bekennt jetzt schon einen Irrtum der Selbstheit, die Verlogenheit des Egoismus. Ein solcher Mensch wird in einen Strom des evolvierenden Bewusstseins aufgenommen, denn die Barmherzigkeit, die Liebe und die Weisheit des Allbewusstseins sind stets vollkommen. Die Harmonie und die Ordnung im All werden durch das Resonanzgesetz beschirmt, bis alle Evolution zum universellen Bewusstsein erfüllt sein wird. In der ägyptischen Urgnosis kann man den uralten Gedanken finden: „Wer sich innerlich sorgfältig in die Evolution seines Denkens und Seins vertieft und alles damit verbundene mit den erwachenden Augen seines erhöhten Begehrens beharrlich betrachtet, wird den Weg zum erneuerten Denken und Erfassen finden; oder noch richtiger: Die Vorstellung des universalen Bewusstseins selbst wird jeden auf diesen Weg führen. Die innerliche Ausrichtung auf diesen Weg der Erleuchteten hat zur Folge, dass sie jene, die mit einer solchen Hinwendung einmal begonnen haben, in ihrer Macht umfangen hält und zu sich nach oben zieht, wie ein Magnet das Eisen.“
Bei aller Religion geht es also nicht um die Vernichtung oder Auflösung des bestehenden Menschen, sondern um eine grundsätzliche innere Evolution des Begehrens und Denkens. Innerhalb der anstehenden Inkarnationszyklen werden sowohl das Astralfeld als auch das Mentalfeld vollendet, damit in den nachfolgenden Inkarnationen die nirvanischen Felder dem Mikrokosmos eingegliedert werden können. Selbstertötung und Askese in allen ihren irdischen Erscheinungen sind Vortäuschungen. Letztlich dienen diese Fehlinterpretationen nur den jeweils zugehörigen Äonen, um den Menschen ihrer Äther und astralen Kräfte zu berauben, wie der Schäfer seine Schafe hält, um sie nach pfleglicher Behandlung jährlich scheren zu können. Ja, es ist eigentlich noch viel schlimmer. Jeder Verzicht auf die notwendigen körperlichen und psychischen Bedürfnisse des natürlichen menschlichen Miteinander bedeutet, dass ungenutzten Energien des Mikrokosmos freibleibend in das Jenseits ausgestoßen werden, wo sie sich entsprechend ihrer egoistischen Polarisation zusammenballen, um sich von dort erneut mit Menschen zu verbinden, die aus karmischen Gründen für sie empfänglich sind. Diese werden dann durch die unbewusste Beeinflussung zu höchst unappetitlichen Steigerungen, z.B. der Fresssucht oder der Sexualität angestiftet. Auch um diesen unüberschaubaren Folgen intelligent vorzubeugen, sollte sich jeder bei aller mentalen Ausrichtung normal und vollkommen natürlich verhalten, dem eigenen Körper und auch seinen Mitmenschen, der Natur und der Gesellschaft gegenüber, maßvoll und völlig neutral.


Worterklärung

Das Resonanzgesetz
Auf eine einfach Formel gebracht heißt es: Gleiches zieht Gleiches an. Es kann am schönsten mit einer Stimmgabel ausprobiert werden. Stellen wir eine Stimmgabel, die auf den Kammerton A‘ abgestimmt ist, fest auf eine Tischplatte. Spielt nun ein Pianist auf seinem Klavier den Kammerton A‘, dann erklingt auch die Stimmgabel und überträgt diese Vibration direkt auf die Tischplatte. Dieses Modell mit dem Piano und der Stimmgabel symbolisiert die Art und Weise, wie das ganze All miteinander kommuniziert. Es kann auch als die isobare Resonanz bezeichnet werden.

Nicht der Schwingungskörper als solches ist wirklich entscheidend, obgleich nicht unbedeutend, denn er muss rein schwingen können, sondern die spezielle Vibrationsaffinität, der Vibrationsschlüssel. Sympathie heißt Mitleiden. Man kann auch Mitschwingen sagen. Beachtet man dabei ein wenig die Wellentheorie der Physik, werden einige charakteristische Eigenschaften der elektromagnetischen Resonanz deutlich, die für alle Kraftfelder gültig sind. Für jede Welle oder Vibration kann eine Grundschwingung bestimmt werden, die von verschiedenen Parametern abhängig ist, denn die Schwingung entwickelt sich in einem Kraftfeld, in dem vor allem der Pulsator die Grundfrequenz – Länge und Amplitute der Wellen – bestimmt. Man könnte sie auch als Grundfarbe benennen oder als Grundton. Die Basisvibration bekommt dort Eigenschaften der Energie, Lichtfülle, Schnelligkeit und Intensität oder andere. Diese Grundschwingung kann von einer anderen Vibration, z.B. einer Melodie, überlagert werden, wodurch die Basisschwingung nicht verändert wird. Diese Überlagerungen, in der Musik als Melodien bekannt, können auf der Grundschwingung mehrfach aufgesetzt sein. Dabei müssen sie allerdings immer den selben Vibrationsschlüssel wie die Basisschwingung haben. Das ist natürlich immer gewährleistet, wenn Basisvibration und Melodie zum gleichen Kraftfeld gehören und dort integriert sind.
Die Menschen leben in einem Spiegelkabinett, könnte man sagen. In Indien ist der Begriff Maya für alles materielle Geschehen ganz normal. Alle Bewegungen in den Kraftfeldern des Mikrokosmos und alle Kommunikation mit diesen zu den Sphären des Kosmos ist nach den Spiegelgesetz oder Resonanzgesetz organisiert, ganz gleich ob mit der materiellen Wahrnehmung oder mit der ätherischen, astralen und mentalen „Schau“. Immer und überall gilt: „So wie es in den Wald hinein schallt, so schallt es auch heraus!“ Darum gibt es auch den weisen Ratschlag: „Was Du nicht willst, das man dir tut, das füge keinem anderen zu!“ Da aber der Mensch, wie jeder bei sich selbst und in der Welt sehen kann, diesen Rat keineswegs ununterbrochen befolgen kann, und viele internationale Katastrophen gelegentlich das totale Gegenteil zu beweisen scheinen, gibt es wohl eine starke Behinderung dafür. Dennoch bleibt das Motto, das dem Hermes Trismegistos nachgesagt wird, stets und überall gültig: «Alles empfangen, alles umwandeln und dann alles wegschenken!» – ist die grundlegende Formel für das universelle Resonanzgesetz, für die Wirkung und Erleuchtung allen Seins. Die Schöpfung im All verläuft nach diesem isobaren Resonanzgesetz: «Gib, so wird Dir gegeben.» Wer viel gibt, dem wird viel gegeben. Wer wenig gibt, dem wird auch das noch genommen, was er bereits hat, sagt Jesus im NT zu seinen Jüngern!

 

Vision 13. Februar 2016; redigiert 15. Mai 2017

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Gibt es eine Freiheit der Entscheidung?

Die Freiheit – Welche Freiheit ist es wert?

In der allgemeinen Diskussion über die Religionen oder über politische Ansichten wird eine ganze Reihe von Begriffen benutzt, die aus einer metaphysischen Idealität abgeleitet sind. Gerne werden diese in der Argumentation für oder gegen Ansprüche oder Beurteilungen emotional aufgeladen verwendet. Gerade die „Freiheit“ ist in der westlichen Kultur eine ganz besonders „heilige Kuh“. Die persönliche Freiheit des Seins darf unter keinen Umständen verletzt werden. Allerdings gibt es heute sehr viele Staaten, in denen die Freiheit vor allem als eine an die von der Regierung geforderten Gesetze angepasste Lebenshaltung definiert wird. In Europa und Amerika kennt man in Glaubenssachen die Religionsfreiheit, in den Medien herrscht die Pressefreiheit, und im Kommerz die freie Marktwirtschaft. Wer diese Freiheit definiert, wissen alle. Die freiheitliche Selbstentscheidung für oder gegen einen Trend bleibt ein ganz wichtiges Argument für die Menschenwürde gegen jede Art der politischen oder religiösen Abhängigkeit oder Unterdrückung, je nach persönlicher Ansicht oder Erkenntnisvermögen. Zahlreiche Philosophen haben sich bei ihren Auseinandersetzungen mit diesem Thema längst auf die „bedingte Freiheit“ von etwas zurückgezogen. Niemand ist in der Lage, sich eine Elle länger zu machen, und kein Mensch kann sich lebensnotwendigen Sachzwängen wie Hunger, Durst, Notdurft, etc. wirklich aus eigenem Entschluss entziehen. Natürlich sollte eine gesellschaftliche Struktur jedem Menschen einen großzügigen Raum ermöglichen, in dem er seine eigene, von staatlichen Repressalien freie Lebensform finden kann, mit der er seine persönlichen Vorstellungen praktikabel umsetzen möchte. Dennoch bleibt sogar dieser „freie“ Lebensraum – wie jeder weiß – von bestimmten Regeln und Pflichten gegenüber der Gruppe und Gesellschaft eingerahmt. Schon der deutsch-schweizer Philosoph Karl Theodor Jaspers ließ seine Leser wissen: „Es darf keine Freiheit geben zur Zerstörung der Freiheit!“


Sollte Dir ein Gedanke zu dem Text einfallen, dann schicke ihn mir bitte zu.  Vielen Dank.


Es ist dabei allerdings doch sinnvoll, den idealisierten und oft als politisches Druckmittel eingesetzten Begriff Freiheit genauer unter die Lupe zu nehmen. Vor allem aus dem klaren Wissen heraus, dass der Mensch mehr als eine stoffliche Person ist, die für die Gesellschaft die jeweils notwendigen Klassifikationen bekommt, wie z.B. Wähler, Konsument, Demokrat, Rechtspopulist etc, nämlich ein komplexer Mikrokosmos. Dadurch bekommt die Freiheit einen besonderen Klang. In der Esoterik ist längst bekannt, dass der Mikrokosmos eine Zusammenwirkung von mindestens vier (7 oder 12) Sphären oder Kraftfeldern ist. Die ersten vier Felder sind die Stoffsphäre, das Ätherfeld, das Astralfeld und das Mentalvermögen, womit der Mensch mit seinem Verstand denken kann. Das spitzt sich weiter zu, wenn man berücksichtigt, dass der Mikrokosmos mit seinen vier oder sieben Kraftfeldern niemals frei und kontaktlos in der Atmosphäre der Erde herum schwebt wie ein Luftballon. Vielmehr ist der Mikrokosmos ganz eng in die entsprechenden Kraftfelder des Kosmos eingebettet, womit ein beständiger Kräfteaustausch gewährleistet ist, ohne den kein Wesen lebensfähig wäre. Damit steht die Persönlichkeit in einer permanenten isobaren Resonanz, die nach den Regeln „Gleiches zu Gleichem“ abläuft. Die isobare Resonanz sorgt stets für den Selbstschutz und die innere Harmonie.

Diese vor allem feinstofflichen Wechselwirkungen berechtigten den deutschen Philosophen Ludwig Feuerbach zu sagen: „Der Mensch ist, was er isst.“ Ludwig Feuerbach kannte zu seiner Zeit noch nicht den Mikrokosmos, sonst hätte er wohl ergänzt, dass der Mensch auch von den ihn durchströmenden Ätherkräften, der sehr bewegten Astralis sowie der Mentalis in seiner ganzen Lebenshaltung deutlich beeinflusst wird. Der Äther baut die stoffliche Substanz auf, die Astralis bestimmt mit ihrer Dynamik über Begehren und Wünsche alle angestrebten Lebensziele und die Mentalis ermöglicht das Erfassen, Bedenken, Beurteilen sowie Entscheiden und das Erinnern. So wird natürlich in allen esoterischen Gruppen sehr viel Wert auf die Nahrung gelegt. Selbstverständlich ist die erwünschte Geisteshaltung eines jeden Mitglieds in ein bestimmtes Verhaltensmuster eingebunden (asketisch, hohe Moral, 10-Gebote, Sündenregister und Beichte etc.), die die so vielfach gepriesene Freiheit arg einschränkt.

Auch wenn man diese unstofflichen Felder nicht direkt wahrnehmen kann, so spielen sie letztlich eine viel größere Rolle bei der Ausprägung der Lebenshaltung als die materielle Nahrung. Darum sagte Jesus von Nazareth zu seinen Jüngern: „Nicht das, was der Mensch durch den Mund aufnimmt, macht ihn vor Gott unrein, sondern das, was aus seinem Mund herauskommt, verunreinigt ihn. (Matth. 15.11)“. Zur Erweiterung dieses Gedankens wäre auch das Zitat aus Matth. 4.4 hilfreich: „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeglichen Wort, das durch den Mund Gottes geht.“ Dieser Ausspruch verweist auch auf die Tatsache, dass der Mensch vor allem durch feinstoffliche Kräfte gelebt wird, unabhängig von allen kirchlich-christlichen Ressentiments.  Es wäre natürlich heilsam und förderlich, wenn der Mensch und sein Mikrokosmos angesichts seiner kosmischen Verantwortung aus höheren Kräften leben könnte, den höheren astralen und mentalen Speisen. Dafür wird von einigen Institutionen eine total andere Lebenshaltung in dieser Welt angeordnet, zu der sich eigentlich jeder Mensch durchringen könnte. Zunächst sieht das natürlich so aus, als müsste der Mensch dann in einer neuen Abhängigkeit leben, denn er richtete sich erneut mit seinem nach Freiheit drängenden Wesen in die Abhängigkeit einer Autorität.

Natürlich ist es zunächst ein bestürzendes Bild, dass der Mensch bei genauem Hinschauen eigentlich niemals wirklich frei sein kann, weil er ununterbrochen in einen lebendigen Kraftstrom eingebettet ist, wie der Fisch im Wasser. Bei allem Geschehen geht es wirklich darum, dass jeder Mensch in die Lage versetzt wird, zu erkennen – ohne jeden sonstigen äußeren Zwang – dass er sich endgültig zu entscheiden hat, aus welchem Kraftstrom er gelebt werden will. Wer sich für die Evolution des Mikrokosmos und des Kosmos entscheidet, wird frei von den irdischen Gesetzen der Materie, der Zeit und der darin waltenden Polarität, die sich in den niederen astralen und mentalen Sphären ausgebreitet hat. Die Regeln des Werdens und Vergehens sowie die Licht-und-Schatten-Wirkung der Bipolarität sind Bestandteile der Nemesis, der geschickten Führung der kosmischen Kräfte, um den Menschen, jeden Menschen, zu seiner eigenen Erkenntnis und Einsicht zu bringen. Wer nun wahrlich erkennt, kann prinzipiell in einen Strom der ewig fortschreitenden Entwicklung zur Wahrheit aufgenommen werden.

Um sich ein vollständiges Bild von den Zusammenhängen der diversen Sphären machen zu können, sind in den folgenden Abschnitten alle Einflüsse dargestellt.

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1. Die Einflüsse aus Makrokosmos und Kosmos

Die 12 Häuser des Tierkreises mit ihren Sternbildern wirken durch die als Tiere symbolisierten Kräfte erstens auf die kosmischen Sphären der Akasha-Chronik, zweitens auf die Konstellationen in der aurischen Sphäre des Mikrokosmos mit der Lipika und drittens direkt auf die mentalen Vermögen der Persönlichkeit.
Schon die antiken Astrologen wussten davon, dass in jedem Sternbild des Tierkreises eine Wesenheit herrscht, ein bewusster Demiurg oder Deva, der mit einer sehr speziellen Kopie der Idealität das materielle Weltfeld für die Menschheit zu formen hatte. So prägen 12 Kräfte dem Denken und Begehren ein Raster aus entscheidenden Prinzipien und Werthaltungen auf. Jede menschliche Inkarnation steht unter der klaren Dominanz eines dieser Häuser im Tierkreis, wie es in den astrologischen Dispositionen in etwa dargestellt wird. Uneingeschränkt erhält jeder Mensch sein Charakterbild, das diese Grunddominanz spiegelt und wird sein Leben lang daraus leben, begehren, fühlen und denken! Die Planetenkonstellationen und Mondknoten etc. des Sonnensystems bestimmen vor allem in den mentalen, astralen und ätherischen Feldern sowohl die individuelle Dynamik als auch die Sensitivität. Die Mondkräfte beeinflussen das Wachstum im Stoff sowie den endokrinen Kreislauf bezüglich Aggression und Fortpflanzung. Das Wesen Erde bestimmt, wie und wo der Körper geboren wird, d.h. wie seine Konstitution und seine physischen Vermögen ausgeprägt sein werden und
wie im klimatischen und sozialen Rahmen seine weitere physisch-materielle Entwicklung ablaufen wird.

2. Einfluss aus den 7. Kraftsphären der Erde

In der Mentalsphäre versammeln sich die Gedankengebilde aller Menschen in ihren Prozessen für die Evolution. Bedauerlicherweise bündeln sich dort auch die absonderlichen Gedankengebäude einer paradiesischen Welt im materiellen Weltfeld, die von zig Milliarden Menschen in ungezählten Inkarnationen der arischen Ära ausgesendet wurden und werden. Somit wirkt diese Sphäre mit prall gefüllten Sehnsüchten nach einem Paradies auf Erden zurück auf die Menschheit. Im Devachan tummeln sich neben den die Natur erhaltenden Entitäten zahllose tellurische Demiurgen aus allen Zeiten, die um ihren Selbsterhalt willen stets die Menschen beeinflussen müssen.

Die Astralsphäre vibriert in allen natürlichen Begeh-ren der Selbst- und Arterhaltung, aber auch in den ungeheuerlichsten Begierden der Menschheit. Ein gigantisches, völlig ignoriertes Problem formiert sich immer deutlicher: In der astralen Sphäre verlöschen langsam die Astralleiber aller Tiere, die vor Ende ihres Lebensfadens für die Nahrung der Menschen oder zum Opfer für religiöse Feste (Islam) getötet werden. So schwingt in dem astralen Feld der Welt, rund um den Globus zirkulierend wie die Luftströmungen, massiv die animalische Existenzangst, die von den ausvibrierenden Körpern der hingerichteten Tiere ausgeht. Natürlich vegetieren in dieser Sphäre auch sämtliche Astralschemen der Mikrokosmen, die durch Krieg, Mord, Selbstmord oder Unfall vorzeitig ihren Stoffkörper verloren haben. Das alles hat zu einer unvorstellbaren Verschmutzung dieses Kraftfeldes beigetragen, und niemand braucht sich zu beschweren, dass die kriegerischen Konflikte immer bestialischer ausgetragen werden.

In der Äthersphäre verlöschen die Ätherleiber aller Toten. Nicht zu vergessen, auch Tiere und Pflanzen haben Ätherleiber, die im Jenseits vergehen müssen, wenn sie vor Beendigung ihres Lebensfadens in ihrer physischen Existenz vernichtet wurden. Viele Naturgeister wesen darum im Ätherfeld und kümmern sich permanent um die Reinigung dieser Sphäre. Durch diese beachtenswerte Hilfeleistung wird das materielle Leben auf der Erde einigermaßen bewahrt. Man bedenke dabei immer: Jede materielle Umweltverschmutzung ist zunächst eine direkte Verschmutzung des Ätherfeldes. Das was auf der Erde in Gewässern oder im Meer unsichtbar versenkt wird oder in Wüsten, Tundren oder weiten Steppen verborgen abgeladen wird, entlässt seine ätherischen Vibrationen weltumspannend in die Atmosphäre und verdirbt die Qualität des kosmischen Weltäthers. Und alle Menschen sind jede Sekunde ihres Lebens dazu gezwungen, aus diesem total verunreinigten Feld ätherisch zu atmen. Letztlich wächst alle Nahrung nicht nur stofflich, sondern vor allem im Ätherfeld, ganz gleich ob Bio oder Ayurveda – und alle Menschen und Tiere ernähren sich jeden Tag davon.
In den höchsten mentalen Sphären des Devachan arbeiten Entitäten für die Menschen, damit diese, soweit als möglich, innerhalb der aktuellen Aquarius-Periode zu einem höheren Denkvermögen vordringen können. Das wird auf Grund der fortschreiten-den mikrokosmischen Kristallisation sowie der zunehmenden Verschmutzung in allen Sphären des Kosmos immer problematischer. Wenn man bedenkt, die großen Religionen wirken schon seit mehr als 2000 Jahren auf die Menschheit ein, um wenigstens Moral und Anstand, Fairness und Humanität auf ein höheres Niveau als die existentielle Lebensnot zu bringen. Zu jeder Zeitperiode drängt sich aus der Akasha-Chronik, dem Gedächtnis der Erde, der Teil der Evolution, dessen Aufträge das Wesen Erde mit der Menschheit in dieser Zeit aufzuarbeiten hat, jedem Menschen auf. Er muss endlich die Verantwortung in der Weiterentwicklung des Kosmos erkennen und daran mitwirken. Dafür ist es notwendig, dass er sein Denken, Begehren und Handeln, natürlich im Zusammenhang mit seinem Volk, seiner Familie innerhalb seines aktuellen sozialen Gesellschaftsgefüges, absolut und pragmatisch auf diese makrokosmischen Zusammenhänge abstimmt.

Gedaechtnisse k3. Die Wirkung aus den mikrokosmischen Gedächtnissen

Vier niedere Körper, stofflich, ätherisch, astral und mental, formen zur Zeit im aurischen Wesen und unter seinem Einfluss das lebende Wesen Mensch, die Person. Das aurische Wesen, das den körperlichen Menschen adoptiert hat, bestimmt mit seinem Vibrationsschlüssel nach den Regeln der isobaren Resonanz die Qualität alles dessen, was aus dem kosmischen bzw. jenseitigen Raum aufgenommen bzw. eingeatmet, und alles, was abgestoßen wird, um das notwendige Gleichgewicht für das irdische Dasein zu sichern.

Im Unbewussten wirkt das Gedächtnis des Stoffes direkt mit dem der Äthersphäre zusammen, um den Körper mit allen Drüsen und Organen zu erhalten und die internen Funktionen zu organisieren. Aus dieser Ebene wirkt am stärksten die Kraft der materiellen Egozentrik, die kreatürliche Todesangst.

Im Atemfeld bilden sich unter dem prägenden Einfluss der Erziehung zahllose astral-ätherische Kumulies oder Golems mit psychischen Affekten und autorisierten Vorschriften, Vorstellungen und Tabus. Von ihnen werden die ätherisch-astralen „Speisen“ entsprechend polarisiert, damit sie dem Selbsterhaltungsprozess dienen können. Der Einfluss auf die Person aus diesem Gedächtnis im Atemfeld, aus den dort vibrierenden Vorurteilen und traditionell gesellschaftlichen Regeln auf das aktuelle Geschehen, ist gewaltig.

Die Astralsphäre dominiert auch mit ihrer Vergangenheit aus früheren Inkarnationen die emotionalen Bedürfnisse der innewohnenden Person, vor allem der Selbsterhaltung. In ihr bilden sich die mit starken Gefühlen aufgeladenen Phantome, die den tradierten Tabus von Stolz, Ehre und sozialen Gesetzen gehorchen. Aus dem astralen Gedächtnis stürmen alle Grundbegehren und sämtliche heiligen Gefühle der Liebe, Familie, Heimat, Nationalismus, Humanitas und Gerechtigkeit auf das Herzdenken ein. Aber auch Depression, Enttäuschung, Frust, Eifersucht, Rache und Hass finden in der Astralis ihre Domäne. Hieraus erwachsen dann, auch unter Einfluss aus dem Jenseits, alle perversen grausigen Begierden, die im unbewussten Pool entstehen und zeitweilig den Menschen dominieren. Als anschauliches Beispiel sei an die Novelle des schottischen Schriftstellers Robert Louis Stevenson „Dr. Jekyll and Mr. Hyde“ erinnert.

Das mentale Gedächtnis dient als Speicher für das intelligente deduktive Denken und Handeln, allgemein für das rationelle Bewerten des eigenen Seins. Die individuelle Vorprägung aus der Lipika des aurischen Wesens und aus dem Mentalfeld der Erde bilden die fundamentale Basis für alles Wahrnehmen, Beurteilen und kreative Kombinieren im Verstand. Aus diesen mentalen Verankerungen schöpfen alle genialen Dichter und Denker, Wissenschaftler und spirituellen Meister und Mystiker. Allerdings werden aus diesem Vorrat – unter Mithilfe der Äonen – auch raffinierte Verbrecher, finanzielle und industrielle Ausbeuter geschaffen und bei ihren Taten angeleitet.

Die Eltern mit ihrem Blutserbe geben ihre genetische Prägung an den Stoffkörper weiter. Dabei werden auch einige Qualitäten vom stofflichen Gedächtnis der Eltern an die Kinder übertragen, das über die Großeltern weit in frühere Generationen hineinreichen kann.

Die Chakren wirbeln als mikrokosmische Atmungsorgane zwischen den Kraftfeldern und transportieren permanent die entsprechend geprägten Kräfte bis in den materiellen Körper. Das Ätherfeld zirkuliert durch das Milz-Leber-System, die Astralis wird über den Herz-Lungen-Bereich verstoffwechselt, die Mentalis wird vom Neokortex und den endokrinen Organen, den unstofflichen Auren der Pinealis und der Hypophyse,  im Kopf assimiliert. Aber auch das Blut, die Nerven und das Schlangenfeuer in der Wirbelsäule sind im direkten Kontakt mit den feinstofflichen Fluiden, so dass der Mensch unmittelbar entsprechend all diesen Einflüssen denken, fühlen und handeln muss.

4. Die Wirkungen durch das aktuelle Sein

Jeder Lebensimpuls, der von einem Menschen umgesetzt wird, prägt sich direkt in das Gedächtnis der verschiedenen Kraftfelder ein und modifiziert direkt und sofort das folgende Wahrnehmen und Bedenken. Jeder neu hinzugefügte Gedanken- und Gefühls-Kumulus bestimmt stets aktuell das nach folgende Denken und Handeln. Innerhalb der angemessenen Zeitspanne, von der Geburt bis zum Tode, hat jedes der vier Kraftfelder im Mikrokosmos eine vom aurischen Wesen bestimmte Entwicklung zu vollziehen. In der Quintessenz muss der Mensch dabei pragmatisch auf den Impuls der Evolution konstruktiv reagieren. Durch das subjektive Erfassen und Erfahren seines Seins innerhalb des irdischen Chaos, sortiert er dynamisch alle Beeinflussungen und sucht stets nach der unabhängigen neuen Lebenshaltung, um zu einem höheren Denken fortzuschreiten bzw. die noch nicht vollendet konzentrierten höheren Kräfte künftig anziehen zu können.

Bedauerlicherweise wird der Mikrokosmos in seinem aktuellen Sein stets von den Äonen und Archonten, den mentalen Kräften und Fürsten unter dem Himmel, stark über das aurische Wesen und die Kräfte des Atemfeldes manipuliert, solange sich der Mensch auf die Selbsterhaltung aus den niedern Astralfeldern und der unteren Mentalis verlässt. Das führt leider in der Masse zu einem Lebensverhalten, das die vorher genannten Prozess be- bzw. verhindert. Dazu gehören zahllose Ablenkungen mit wertlosen Beschäftigungen, nutzlos repetierende Bedürfnisbefriedigungen, Drogen- und Alkoholabhängigkeiten, kurz gesagt: mit allen Verhaltensweisen, die das aktuelle Erfassen und Bewerten enorm verdunkeln oder sogar auslöschen. Dafür ist es zunächst erforderlich, die unteren astralen Aspekte der Selbsterhaltung zu neutralisieren, und die Ausrichtung auf die höheren Begehren zu stimulieren.

Leider gibt es im Jenseits auch zahlreiche Verstorbene, die sich über okkulte Übungen soweit präpariert haben, damit sie dort einen längeren Aufenthalt haben können. Diese müssen jetzt ebenfalls für ihr Daseinsbestehen zur Ausbeutung schreiten. Dafür müssen sie den stofflichen Personen ätherische und astrale oder sogar mentale Kräfte rauben , die ihrem Vibrationsschlüssel entsprechen. Dieser wurde allerdings aus den niederen astralen und mentalen Feldern geschmiedet. Darum können jene Menschen von ihnen nicht mehr angetriggert werden, die sich bereits zur höheren Astralis und Mentalis hinentwickeln. Das ist ein gewaltiger Schutz vor allen spiritistischen und anderen okkulten Phänomenen, die vor allem von schamanistischen Gruppen angepriesen werden.

5. Überkosmische Dynamik

Der Mikrokosmos hat innerhalb der universellen Evolution prinzipiell einen vitalen aktuellen Auftrag bekommen, nämlich mit seinem irdischen System in der ihm zugemessenen Zeitperiode beizutragen, die Entwicklung des Erdkosmos voran zu bringen. Endziel wäre einmal die Wiederverbindung mit dem universellen Bewusstsein, d.h. im Sonnenlogos eine vollständige Einheit zu bilden.
Die kosmische Komponenten dieser Entwicklung sind die höheren Kraftfelder, die von R. Steiner als Cherubim, Seraphim und Throne bezeichnet wurden. Sie entsprechen den auch im Mikrokosmos noch nicht zentrierten drei nirvanischen Kräfte. In der christlichen Terminologie wird für diesen Einfluss der Monade auch der Christus, der mit höheren Kräften Gesalbte, verwendet.
Die hinduistische Philosophie spricht von einem Wiedereintreten in Krishna. Für modernere Hinduisten entspräche diese kosmische Wirksamkeit auch Brahman, wie es Shankaracharya und andere indischen Schriftgelehrten in ihren Schriften erläutern.

Dieses weltumspannende Kraftpotential wirkt im Mikrokosmos über die Monade zunächst zusammen mit den höheren Entitäten im Kosmos, den Elohim, Cherubim und Throne. Auf diese Weise sorgen sie neben der Reinigung und den Erhalt der irdischen Natur innerhalb eines kosmischen Zyklus, für die innere Dynamik jedes Einzelnen solange, bis die Menschheit als Ganzes den Evolutionsschritt vollzogen haben wird.
Gemeinsam wird dabei erstens die Entwicklung des Astralfeldes der fortgeschrittenen Menschen vorangetrieben – zur Zeit sind davon wohl nur 3 oder vier Ansichten  konzentriert.
Zweitens wird dabei die Entwicklung des Mentalvermögens der fortgeschrittenen Menschen dynamisiert – zur Zeit sind hierbei nur 3 oder vier Ansichten konzentrisch verfügbar –
und drittens wird mit Hilfe der kosmischen Kräfte die Lehre, Kosmologie, Philosophie und Arbeitsweise für das Verhalten der geeigneten Menschen in der Akasha-Chronik beständig aktualisiert, die den völlig neuen Entwicklungsmöglichkeiten der modernen Menschen des 30. Jahrhunderts entspricht.

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Die Wahrheit

Im Neuen Testament steht: „Da sprach Jesus zu den Juden, die an ihn glaubten: Wenn ihr bleiben werdet in meiner Rede, so seid ihr in Wahrheit meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen und die Wahrheit wird euch freimachen.“ –

Was kann der Mensch schon von der Wahrheit wissen, selbst wenn er versuchen sollte, sich von den irdischen Täuschungen freizumachen, denn er ist als physische Person ein Wesen der Täuschung. Gefangen in der Materie des groben Stoffes wird jeder von den Kräften seines Unbewussten gelenkt. Jenseitige Kraftfelder beeinflussen aus den feinstofflichen Gebieten alle Gefühle, das Denken, Begehren und die Empathie des Menschen. Wie viel davon dem Einzelnen in seinem Leben bewusst wird, hängt unter anderem von seinem mentalen Vermögen ab. Denn von den organischen Möglichkeiten der Gehirnzellen benutzt der Mensch nach Aussage kompetenter Neurologen nur einen geringen Teil für sein Denken und Wahrnehmen.

Und dennoch wird allen Menschen im NT verheißen: „und die Wahrheit wird euch freimachen!“ Unter welchen Bedingungen könnte ein Mensch einen Abglanz der Wahrheit mit seinem Bewusstsein empfangen? –
Für die täglichen Notwendigkeiten ist der uns zugeteilte Verstand sehr gut zu gebrauchen. Zum praktischen „Überleben“ auf der Erde ist er hervorragend geschaffen, doch die eine Wahrheit kann sich nicht in ihm spiegeln.


Sollte Dir ein Gedanke zu dem Text einfallen, dann schicke ihn bitte mir zu.  Vielen Dank.


Für den Menschen ist der Verstand in der Regel ein feststehender Begriff.
Er scheint ein konkretes Organ zu umfassen und wird im Gehirn lokalisiert. Mit ihm wird gedacht, erinnert, reflektiert, besonnen, kombiniert, gerechnet, diskutiert, getröstet, rationalisiert, spekuliert und vieles mehr. Der Verstand ist auch definiert als das Organ für die Intelligenz und den Willen.

Auf der anderen Seite wird er auch mit dem Begriff  Vernunft verbunden. In diesem „Organ“ lokalisiert der Mensch sein Gedächtnis und sein Bewusstsein. Schon daran wird deutlich, dass der Verstand eigentlich kein festumrissenes Organ, wie z.B. das Auge oder das Ohr sein kann. Das stoffliche Organ, in dem der Verstand lokalisiert wird, ist bekanntermaßen das Großhirn, der Neokortex. In seinen vielfältigen Zellverbänden, Windungen, Brücken und Verknüpfungen sollen sich die Funktionen vollziehen, die allgemein dem Wahrnehmen, dem Erinnern und dem Denken zugeordnet werden.

Es ist keineswegs falsch zu sagen, dass der Verstand eine virtuelle Struktur ist, die von grobstofflichen Organteilen der Person und von feinstofflichen Anteilen des niederen Selbstes im Mikrokosmos so organisiert ist, damit für das Überleben sinnvolle Verknüpfungen mentaler Einheiten mittels chemischer und elektrischer Impulse aus den Informationen der einzelnen Sinnesorgane, aus dem Gedächtnis und dem Tagesbewusstsein hergestellt werden können.

Es sei gestattet, es in einem modernen Bild zu beschreiben: Der organische Zellverband, der dem Verstand zur Verfügung steht, wird von einem virtuellen Softwareprogramm zur Wahrnehmung, Verarbeitung und Speicherung aller physischen und psychischen  Sensationen sowie aller mentalen Ereignisse gesteuert. Die zugehörige Hardware sind bestimmte Bereiche im Gehirn und die fünf Sinnesorgane. Der große Datenspeicher für das Denkprogramm liegt allerdings vorwiegend in den feinstofflichen Gedächtnissen des Mikrokosmos, im Mental- und Astralkörper sowie im Atemfeld und in der Lipika des aurischen Wesens.

In gewisser Hinsicht wirkt der Verstand primär genauso selektiv wie ein Radioempfänger, der durch die Einstellung eines definierten Frequenzbereiches für den klaren Empfang eines Senders geeignet gemacht wird. Die persönliche Aufmerksamkeit sowie die innere Einstellung oder Motivation, z.B. beim Studium auf die erforderlichen Inhalte, im Beruf auf die zu verrichtende Arbeit und in der Meditation auf das gewünschte Ergebnis fokussieren die Bereiche des Verstandes auf die anstehenden Verrichtungen oder Denktätigkeiten. Auf diese selektive Art der Einstellung wird der Mensch nur diesen ausgewählten Teil aller möglichen Informationen aus der Summe aller Wahrnehmungen und dem Gedächtnis in sein Tagesbewusstsein übertragen bekommen, die er zu diesem Zeitpunkt benötigt. Andere Wahrnehmungen oder Gedächtnisteile werden selektiv ausgeblendet.
Im Laufe der irdischen Evolution des Menschen ist der Verstand und das damit verbundene Wahrnehmen und Denken vom selbstbehauptenden Menschen ausschließlich für das irdische Überleben auf der materiellen Ebene programmiert und letztlich auch physisch eingestellt worden. Alle seine primären Verknüpfungen im Mikrokosmos mit dem aurischen Wesen, mit seinem Karma, und mit den naturgeborenen Bedürfnissen des Körpers ließen den Massenmenschen zum Selbstschutzwesen, zum Egoisten werden. Mit dieser primären Ausrichtung auf das stoffliche Dasein hat er sich in allem Wahrnehmen und Bedenken an die Empfänglichkeit und die Qualität der grobstofflichen Sinnesorgane gebunden, die ihm auf Grund der Erbfolge zur Verfügung stehen können. Zahlreiche Philosophen und Wissenschaftler haben das Dogma geschaffen, dass nur die sinnesorganisch erfahrbare Natur wirklich ist. Alle feinstofflichen oder geisteswissenschaftlichen Erkenntnisse sind für die anerkannte Wissenschaft entweder Einbildung oder inexistent. Parapsychologie oder Noetik gelten nur für „Spinner“.

Obwohl der Mensch das Denkvermögen als Basis für den Verstand von einem Funken aus der göttlichen Welt geschenkt bekam, wurde und wird dieses enorme Vermögen aus Unkenntnis über viele Inkarnationen für die naturgegebene Selbstbehauptung und für die egozentrische Selbstbereicherung aufs brutalste missbraucht. So wurden über Millionen von Jahren die Möglichkeiten des Verstandes verbogen und explizit auf materielle Bedürfnisbefriedigung konzentriert. Durch die fatalen Bedrängnisse im Existenzkampf auf Erden werden die verängstigten Menschen von einem Irrgarten der Wirklichkeit in den nächsten geschickt, und der Schrecken wird nicht weniger.

All das hat natürlich zu einer katastrophalen Entwicklung geführt. Die religiösen Führer der Menschheit haben zunächst mit ihren Philosophien versucht, den Massenmenschen in Bahnen zu lenken, die dazu geeignet waren, ihr Los zu erklären und zu erleichtern. Dies geschah vor allem durch die psychologisch geschickt aufgebauten und darum für den einfachen Verstand verstehbaren Erklärungen autorisierter Dogmen, durch die der Mensch sein schweres Los als Bauer oder Viehzüchter ertragen lernte. Dabei wurde in den religiösen Dogmen der Priesterkasten oder der Schamanen jedem Erdenbürger eine prinzipielle Schuld am eigenen Schicksal als von Gott gegeben aufgebürdet. Neben allem Leiden für die eigene und familiäre Lebensabsicherung musste der Mensch auch noch Opfer für das Land, den Staat und vor allem für Tempel und Kirchen und ihre Götter bringen. Als Dank für seine Zuarbeit und die Spenden durfte der leidende Mitbürger dann Hilfe, Beistand und Trost für sein Leiden erbeten. Die Priester segneten seine Arbeit und vergaben ihm großzügig die gebeichteten Sünden, damit der Mensch nach dem Tode nicht die breitspurig ausgemalten Höllenqualen erleiden müsse.

Kann der Mensch in dieser ausweglosen Situation etwas von der Wahrheit empfangen? – Wollten die herrschenden Priesterkasten, Medizinmänner und Schamanen jemals ihren abhängigen Gläubigen die Wahrheit verkünden? – Wohl kaum. Denn sie würden dabei sofort alle Pfründe ihrer sorgfältig aufgebauten Lebensabsicherung verlieren.

Das Problem mit der Wahrheit ist also zweifach gelagert. Einerseits wird kein Mensch die Wahrheit auf den bisher praktizierten Einweihungswegen erlangen können! Das ist die bittere Realität. Denn die Methoden der Persönlichkeitskultur und auch der Persönlichkeitsspaltung, um in die jenseitigen Gebiete eintauchen zu können, stützen sich auf  Ich-zentrale Motive, die immer nur egoistische Resultate nach sich ziehen können. Darauf können selbstverständlich nur die Kräfte antworten, die ebenfalls egoistisch polarisiert sind.

Zweitens ist die Wahrheit eine Kraft, die weit über ein geisteswissenschaftliches Erkennen aller feinstofflichen Lebensgebiete hinausgeht. – Jeder, der das Gegenteil behauptet, vergrößert den Irrwahn dieser Welt. Jeder, der trotzdem davon spricht, die Wahrheit zu wissen, versucht nur auf neuen Wegen Abhängigkeiten zu schaffen, mit denen er seine irdischen oder jenseitigen Bedürfnisse mit Hilfe der Gläubigen decken kann.

Wie weit allein die allgemeine Egozentrik den Verstand bereits beschädigt hat, kann ganz deutlich bei einer Analyse der üblichen Sprachen erkannt werden. Die gebräuchlichsten Worte sind inhaltlich stark von der Lebenshaltung im Materialismus und den Eigenarten des Besitzens und des Habens irdischer Güter geprägt. Alle philologischen Bemühungen um neue Begriffe, um eine wahrhaft philosophische Sprache, können es nicht schaffen, dass von Menschen wahrlich über die Wahrheit geschrieben werden kann. Es ist eine strukturelle Untauglichkeit des Systems festzustellen, auch nur einige Fasern der Wahrheit wahr-zu-nehmen. Woran kann das liegen?

Es ist eigentlich leicht verständlich: Es liegt am homologen Resonanzgesetz dieser Welt. Wer sich mit seiner ganzen Aufmerksamkeit immer und überall den Methoden und Strategien zum physischen Überleben zuwendet, bekommt seinen Wünschen entsprechend für die Verwirklichung seiner Begehren stets die Kräfte aus dem Lebensfeld gereicht, das er mit seinen Aktivitäten belebt hat. Und das sind immer komplementäre Kraftpotentiale mit zwei ganz charakteristischen Eigenschaften:

Erstens: die Polarität verknüpft immer mit dem Gegenteil und

Zweitens: das Werden in der Zeit lässt alles Entstandene wieder vergehen.

Wer also immer wieder – egal wofür – die irdischen Kräfte aufruft, wird ganz konsequent in seinem Sein von diesen irdischen Gesetzen begleitet, vom Januskopf der Polarität und dem Vergehen in der Zeit. Die sich trotz allem guten Bemühen aufbauenden negativen Folgen fordern erneut ein intensives Bemühen. Der Mensch wird sein intellektuelles Denken und Impulsieren verstärken, um seine stofflichen Begehren zu realisieren. Frust, Hochmut, Stolz und Trotz mit allen Reaktionen, wie Streit, Eifersucht, Wut und Krieg durchwirken den endlosen Existenzkampf von Sisyphus. Sein Schicksal wurde eindringlich in der griechischen Mythologie beschrieben.

Die entsprechenden Auswirkungen auf die körperlichen Organe, auf Gehirn und Verstand, aber auch auf das Blut, die Knochen und die Organe der inneren Sekretion sind nicht zu verhindern. Diese konsequent angewendete selbstbehauptende Ausrichtung der Persönlichkeit auf die materielle Seite des Lebens in Denken und Handeln bestimmt stets mehr den Kräftefluss im Mikrokosmos und wird zu einem unüberwindbaren Kreidekreis. Dieses stoffgebundene Denken führt die Menschen auf diese Weise in ein mit materiellen Blümchentapeten geschmücktes Gefängnis, in dem die körperliche Liebe und das Glücklichsein in einer kristallisierten Unwahrheit mit aller Medienmacht den Menschen bei jeder Gelegenheit übergestülpt werden. Der auf physische Wohlfahrt gerichtete Kräftestrom in Denken, Fühlen und Begehren beschleunigt durch die zunehmende Verfestigung in humanistischen und kulturellen Weltbildern eine perfide Selektion, die permanente Degeneration und letztendlich den Tod.

Allen, die sich der Begrenztheit im irdischen Dasein bewusst geworden sind, und darum einen Weg in die Freiheit von allen materiellen Zwängen eingeschlagen haben, sei gesagt: Auch eine intensive Ausrichtung auf die okkulten Seiten des Lebens, auf die feinstofflichen Ebenen der uns umgebenden Sphären und die Manipulationen der dort hausenden jenseitigen Wesen, befreit keineswegs von der Polarität und der zeitlichen Vergänglichkeit. Auch wenn das Sein in den feinstofflichen Kraftfeldern vor oder nach dem Ablegen des physischen Körpers durchaus etwas Befreiendes hat, weil der träge Stoffkörper die Realisation der Wünsche und Vorstellungen nicht mehr behindern kann, denn das Ätherfeld und auch das astrale Feld können viel beweglicher, schneller und elastischer auf die mentalen und emotionalen Impulse des Menschen reagieren. Jedoch auch im Jenseits folgt unwiederbringlich der Schlagschatten jeder sogenannten „guten“ Tat entsprechend deutlich und schnell. Das homologe Resonanzgesetz ist dort in seiner Wirkung ausgesprochen präzise und zeitlich präsent, wirkt sich sofort und direkt aus, ohne jede Behinderung durch materielle Fakten.

Wer die 10 Gebote des Mose nicht spontan von innen heraus einhalten kann, sollte vorerst keinen Ausflug in das Jenseits machen, es sei denn, er hat schützende Begleiter, die sich ohne jede Täuschung absolut auskennen und dem experimentellen Forscher helfend beistehen können, wenn sich die Horrorszenarien in aller Grandiosität ausbreiten können.

Wohin gehen Ihre persönlichen Wünsche und Begehren? –
Wie viel Angst, wie viele Sorgen um das tägliche Dasein glühen noch im Unbewussten? – Wie viele Bemühungen um Komfort, Ruhm und Ehre, Ansehen oder Erleuchtung der eigenen Person halten sie bewusst oder unbewusst beschäftigt? – Wie vielen Ablenkungen durch Zeitschriften, Computer, Internet, Fernsehen, Kino und Smartphone setzen Sie sich täglich aus? – Vieles, das von uns eigentlich sorgsamer überdacht werden sollte, wird unkontrolliert vom Kommunikationsmüll der Banalitäten überspült.

In diesem Strom, der wie im Blitzlichtfeuer abgesendeten Informationen über ungezählte materielle Erscheinungen irgendwo in der Welt, ertrinken Denken, Fühlen und letztlich auch der wachsame Verstand. Von Vernunft ist dabei nicht zu reden. Der Mensch wird auch ohne Drogen oder Alkohol geistig trunken gemacht, und fällt, unfähig zu einer inneren Besinnung, in eine hektische Depression automatisch durchgeführter Handlungen in einem sinnentleerten Leben.

Können wir Menschen uns, wenn wir uns dieser Situation voll bewusst werden, aus diesem unentwirrbaren Irrgarten befreien? –
Haben wir eine reelle Chance, uns und den Verstand wieder zu befähigen, seine ursprünglichen Aufgaben wahrzunehmen? –
Ja, diese Möglichkeit wurde und wird den Menschen zu allen Zeiten geboten.

Jeder möge noch einmal für sich in aller Ruhe und Achtsamkeit bedenken:
Womit wird in uns entschieden, was für uns selbst wahr oder unwahr ist? –
Wovon wird unsere spezifisch subjektive Lebensanschauung geprägt? –
Hat jeder für sich einen konkreten Anhaltspunkt für seine Wirklichkeit, die er für seine unverbrüchliche Wahrheit hält? – Oder ist auch das, woran man sich so gerne in seinem Inneren festhält – Vorstellungen, Beurteilungen, Dogmen, Tabus und Tradition – alles nur Schein? –

Jeder kann in seinem Leben fast täglich selber feststellen, dass in der westlichen Welt gerne nur diejenigen Gedanken als „Wahrheit und Wirklichkeit“ akzeptiert werden, die das bestehende materialistische Wertesystem bestätigen und absichern. Nur die auf antikem Denken aufgebauten Philosophien und solche Religionen, die im Rahmen der wohlbehüteten Traditionen zur Sicherung der Ausbeutungsrituale seit Jahrtausenden gepflegt wurden, werden in den autorisierten Medien kommuniziert, gedruckt und veröffentlicht.
Wer kann unter diesen Bedingungen in dieser offenbar absichtlich aufgebauten Surrogatwelt wirklich von seinem Verstand und Denken erwarten, dass sich göttliche Gedanken in ihn projizieren? –
Und doch gibt es eine ganz reale Chance, die von dem Menschen, der sich ehrlich nach der einen Wahrheit sehnt, ergriffen werden kann. Wer in sich aus eigener Erfahrung erkennt, dass er ganz persönlich selbst derjenige ist, der die Beschädigung seines Systems immer wieder zulässt, der ist bereits an der Grenze angelangt, wo ihn die rufende Kraft des allumfassenden Feldes der hohen Bewusstheit erreichen kann. Da kein Mensch sich selbst lebt, weil er vor allem von feinstofflichen Kräften geführt wird, können ihn diese Kräfte nur dann befreien, wenn er sich ihnen mit seiner ganzen Aufmerksamkeit und Lebenshaltung zuwendet. Es mag in diesem Zusammenhang etwas banal klingen, einen von der Kirche breitgepredigten Satz zu zitieren: „Wer einen Schritt zum Vater geht, dem kommt er mit zwei Schritten entgegen!“ Doch dieser Gedanke aus der heiligen Schrift erklärt mit wenigen Worten das überall und stets geltende Resonanzgesetz. Es ist die Basis für das homologe Spiegelgesetz im All. Allerdings muss immer der Mensch den ersten Schritt machen! Erst derjenige, der durch seine eindeutige und unverbrüchliche Ausrichtung auf das höhere Denken den fundamentalen Magnetismus seines Mikrokosmos umwendet, wird den Morgenglanz der einen Wahrheit in sich klingen hören.

Berufen wir uns hier auf zahllose Weise und Hierophanten in der Zeit:
Indras Netz, die allumfassende Bewusstheit des Sohnes, die Welt des Lichtes, der Wahrheit und der Liebe, ist eigentlich immer präsent, also in und um uns. Die Wahrheit hat selbst im Sündenfall alle Wirksamkeiten ausgeschöpft, um alle, die im materiellen Dasein ihrem Lebensschicksal zu entlaufen versuchen, wieder in die ursprünglichen Kraftfelder zurück zu geleiten, wo alle Polarität und Vergänglichkeit erloschen sind. Das ist und war schon immer der wirkliche Sinn jeder wirklichen Religion.

Es muss an dieser Stelle klar gesagt werden: Religion ist keine Institution, um Machtstrukturen einzelner Gruppen von Priestern, Kardinälen, Kalifen oder Imame, Maharishis, Gurus oder Saddhus etc. aufrecht zu erhalten. Religion ist auch keine Institution, um auf Bergen oder in heiligen Tempeln oder Pagoden ungezählten Schein-Göttern Opfer zu bringen und die Reliquien anzubeten, um auf diese devote Art Hilfe für den egoistischen Selbstbehauptungskampf zu erhalten. –
Eine Religion, die diesen Namen wirklich verdient, wird stets von Menschen vertreten und gelebt, die sich von der universellen Weisheit führen lassen. „Ein Weiser Mann ist darum ein weiser, weil er sich weisen lässt, nicht, weil er viel Wissen hat.“ sagt ein altes geflügeltes Wort. Dieser wird sich niemals rühmen, die Wahrheit zu wissen, oder irgend etwas dergleichen. Er ist ja selbst noch auf dem Weg zu diesem im irdischen Tränental unauffindbaren Lebensfeld.

Das Paradies der Menschheit ist weder für den stofflichen Menschen im Hier noch für den unstofflichen (toten) Menschen im Jenseits zu finden. Alles, was sich als Himmel, Nirvana, Sommerland oder Neues Jerusalem oder ähnlich deklariert, sind nur raum-zeitliche Enklaven im Jenseits, meistens irgendwo im siebenfachen Devachan. Von dort muss jeder Bewohner einmal in ferner Zukunft oder auch bald wieder in das leidige Erdendasein inkarnieren, wo ihm eine erneute Chance zugebilligt wird, durch Überwindung der egozentrischen Selbstbehauptung im materiellen Dasein den einzigen Weg zur Wahrheit zu gehen.

Wahre Religion will den Menschen vor allem auf seine Vernetzung mit den irdischen Imitaten der Wahrheit aufmerksam machen. Sie will ihn ermuntern und bestärken, seine Aufmerksamkeit und seine tägliche Lebenshaltung auf die Berührung mit dem allumfassenden Bewusstsein abzustimmen. Dazu gehören eine beständige Ausrichtung auf das Ziel und eine nicht nachlassende Wachsamkeit gegenüber dem eigenen Unbewussten. Diese leicht verständlichen Anweisungen beinhalten keinerlei Schuldzuweisung oder irgendeine Verurteilung. Die hinter einer wahren Religion stehende Kraft wirkt immer aufklärend und aufbauend.
In der Ausrichtung auf das allumfassende Bewusstsein wird jedem die Kraft zuteil, die er in seiner aktuellen Lebenssituation benötigt, um zu gegebener Zeit das Lebensfeld der physischen Existenz verlassen zu können, um in einem höheren Bewusstseinsfeld aufgenommen zu werden.

In aller Welt wird von einer Zeitenwende gesprochen. Seit fast einem ganzen Jahrhundert wird vom kommenden neuen Menschen gesprochen. Ja, die beginnende Aquariusperiode schenkt der Menschheit eine wahrhaft grandiose Zeit mit vielen ungeheuerlichen Möglichkeiten für jeden. Jedoch auch die Gegenkräfte versuchen in dieser Zeitenwende mit allen Mitteln der Subversivität und der offenen Kriegsführung die Verschiebungen der werdenden Neuordnung in der ganzen Welt zu ihren Gunsten zu beeinflussen. Doch der kosmische Zyklus im Werde- und Wachstumsgang der Menschheit ist durch keine irdische Initiative aufzuhalten. Auch die Götter im Devachan oder in der Mondsphäre haben keine Macht, diesen absolut neuen Entwicklungsprozess der ganzen Menschheit abzuwenden.

Wie bei allem Leben wird der Mensch in seiner Entwicklung weiter fortschreiten. Obgleich in den meisten Philosophien oder Weisheitsschriften der Religionen der Mensch so betrachtet wird, als sei er in seiner jetzigen Form das Endprodukt der Schöpfung. Doch dafür ist definitiv keine logische Begründung in der allgemeinen Natur zu finden. Auch der Mensch ist als Geschöpf des Werdens in der Zeit in einer permanenten Entwicklung. Und jetzt, besonders in der aktuellen Zeit, bahnt sich ein völlig neuer Evolutionssprung an. Dabei werden prozessmäßig im Mentalvermögen des Menschen für das Erfassen und Umsetzen der einen Wahrheit total neue Möglichkeiten geschaffen.
Bislang verfügte der Mensch nur über einen Brennpunkt des Denkens. Man kann dabei bereits von einem gewaltigen Denkvermögen sprechen, weil, wie allgemein ersichtlich, mit diesem Vermögen phänomenale wissenschaftliche Erkenntnisse und Technologien erfunden wurden, großartige Kunstwerke und berauschende Musik, Dramen, Theaterstücke, Possen und Opern, und unglaublich viel Literatur und Philosophie geschaffen wurden. Aber auch der entsprechende Schlagschatten mit Kriegen, mit Umweltzerstörung und -verschmutzung, mit brutalster Ausbeutung der irdischen Ressourcen und der Massenmenschen wurde mit dem logischen Denken des Verstandes geplant und durchgeführt. Man denke nur an die Kriegsmaschinen, die Michelangelo di Lodovico Buonarroti neben allen religiösen Gemälden gezeichnet hat.

Der neue Mensch wird in den kommenden Jahrzehnten für einen neuen Zyklus des irdischen Daseins mit einem vollständigen Denkvermögen ausgestattet werden. Was das im einzelnen für die gesellschaftlichen und politischen Gesamtzusammenhänge bewirken wird, kann mit Sicherheit noch Niemand vorausahnen. Allerdings muss gesagt werden, dass die sich dadurch entwickelnden Erneuerungen von derartigem Ausmaß sein werden, dass alle bisherigen Weisheitsbücher nur noch als historische Wertobjekte gebraucht werden können. Mit dem neuen Denkvermögen geht natürlich auch ein absolut neues Wahrnehmen und neues Denken einher. Der Mensch mit einem vollendeten Denkkörper wird nicht nur die in die grobstoffliche Natur ausgestreuten Zeichen, die materiellen Symbole für die Wahrheit, erfassen können, sondern auch alle feinstofflichen Zeichen in den Kraftfeldern des Jenseits. Der Verstand richtet sich in diesem Wandlungsprozess auf die Frequenz der kosmischen Einheit aus. Sein künftiges Bedenken und in Folge sein Handeln wird vernünftig darauf abgestimmt sein, für alle Menschen die gesellschaftlichen und politischen Voraussetzungen zu stiften, um friedvoll allen Wesenheiten des irdischen Kosmos die weitere Entwicklung harmonisch zu gestalten. Es wird sich eine bislang ungekannte Einheit aller Menschen mit der Natur ergeben. in der die kontinuierliche Ausrichtung auf eine ungestörte Kommunikation und direkte Information mit dem Bewusstsein des Sonnenkosmos erschlossen wird.
All das verändert und erweitert auch die Weiterentwicklung der komplizierten Organstruktur, die wir Gehirn nennen. Dort, wo heute ein materiell orientiertes Ego den Verstand regiert, wird fürderhin ein von den herrlichen Möglichkeiten der universellen Kommunikation beseeltes Selbst völlig neue Dimensionen des Denkens und Wahrnehmens ermöglichen. Und alle bereits dafür vorbereiteten Areale des Großhirns werden für dieses höhere Denken und Erinnern benutzt. Der Verstand wird als ein multitaskingfähiges Sinnesorgan eingesetzt und dient vollwertig der Koordination jeder Lebenssituation, ebenso wie die anderen Sinnesorgane es in ihren Arbeitsfeldern auch verrichten.

Die Impulse aus dem höheren Bewusstseinsfeld begegnen im Herzen und im Verstand den Informationen aus den Sinnesorganen und werden zu Bildern einer totalen Sinnhaftigkeit für alles Leben. Alle mentalen Ereignisse werden in diesem Bewusstsein in ergreifbare Bilder der interaktiven Psyche umgewandelt und ihre Bedeutungen und Werte kommen in eine folgerichtige Reihe für die auszuführenden Aufträge. Auf diese Weise breitet sich auch der Plan mit Welt und Menschheit für alle künftigen Zeiten in allen Details vor dem inneren Schauen aus.

Es ist unleugbar eine ungeheure Verheißung, die der Menschheit bereitet ist. Mit diesem neuen Vermögen des Wahrnehmens und Denkens werden die vergänglichen Werte der materiellen Welt erkannt und ihre Täuschungen entlarvt.

Durch diese Weiterentwicklung des Denkvermögens entsteht die praktikable Wirklichkeit, dass jeder Mensch im irdischen Lebensfeld, auf der Basis eigener Erkenntnis, die Wiederverbindung mit der universellen Weisheit und Wahrheit in sich verwirklichen kann.

Durch die aktuell rasant zunehmende Degeneration der Menschen und Mikrokosmen ist der Verstand heute kaum noch geeignet für den Empfang der in diese Welt ausgestreuten Lichtfunken der Wahrheit. Vor allem, weil das Geschenk des bisherigen Denkvermögens überwiegend für die Egozentrik in der physischen Welt missbraucht wird.

Die Geburt des vollendeten Denkkörpers ist der Beginn für eine totale Revolution des Menschen in allen Lebensbereichen, auch weil der Magnetismus des Mikrokosmos, der für den Stoffwechsel aller Organe zuständig ist, komplett umgewechselt wird. Er beeinflusst über die mikrokosmischen Atmungsorgane die Chakren, die ätherischen, astralen und mentalen Kraftfelder, und damit auch alle seelischen, geistigen und physischen Vorgänge. Im Verstand entwickeln sich zusätzlich völlig neue Frequenzbereiche. Die Wahrnehmungs- und Denksoftware wird sozusagen vollständig aktualisiert. Damit wird natürlich auch eine absolut neue Sinngebung des Lebens und aller Vernetzungen mit den Lebewesen des Jenseits möglich. Wenn die Bibel dazu sagt: „Es fiel ihm wie Schuppen von den Augen.“ ist damit sehr bildhaft beschrieben, was in einem Menschen geschieht, der mit einem vollendeten Denkvermögen ausgestattet sein wird. Es ist vor allem diese völlig neue Sichtweise, diese neue Lebensanschauung, die dem Menschen ermöglicht, weit über die stofflichen Zusammenhänge des Kosmos hinauszuschauen, die ihm die kosmischen Interaktionen aller Entitäten erklärt.

Damit ist jedoch kein komfortables und konfliktfreies Leben verbunden, aber die neuen Erkenntnisse lassen die bislang geheiligten Wertigkeiten und Wichtigkeiten des irdischen Lebens zu Nichts zerfließen. In dieser Phase wird dann aus eigenem Erleben wahrgenommen, dass die umgewandelte Einstellung des Verstandes die eingehenden Informationen völlig anders gewichtet, und sich neue ungeahnte Perspektiven im Denken formulieren.

Dieser Weg in die Befreiung von allen bisherigen materiell gebundenen Verpflichtungen verbietet jede autoritäre Forcierung, sowohl von außen als auch von innen. Denn jedes methodische Muss, jedes psychologische Drängeln beschädigt erneut ernsthaft das empfindliche Zusammenspiel zwischen dem neuen Wahrnehmen und Denken und dem möglichen Heilungsprozess für die gesellschaftliche Entwicklung. Es ist dabei stets zu berücksichtigen, dass der Rettungsplan für Welt und Menschheit, wie er allegorisch in den Religionen dargestellt wird, kein theoretisches Denkmodell für philosophische Spekulanten oder devote Mystiker ist, sondern es wird definitiv von jedem Menschen eine ganz konkrete praktische Mitarbeit erwartet. Damit alle in diesen Prozess aufgenommenen Mikrokosmen und auch alle Nachzügler in allen Ländern mit den Veränderungen im Zusammenleben ihre persönliche Entwicklung harmonisch umsetzen und einbringen können, müssen völlig neuartige Strukturen für die staatlichen Interaktionen in den internationalen Institutionen erarbeitet werden.

In einer früheren Phase dieser Entwicklung ist der Mensch, bzw. der Mikrokosmos zunächst mit den niederen Aspekten des Denkvermögens verbunden worden. In einer späteren Phase des Weltgeschehens, zu Beginn unserer Zeitrechnung, hat sich der Christusimpuls über den Jesus von Nazareth mit der Erde verbunden. Dieses Beispiel eines total vollkommenen Mikrokosmos mit allen vollendeten sieben Kraftfeldern wurde der Erde geschenkt, damit alle Menschen auf ihr sehen können, welche Entwicklungen für sie vom universellen Bewusstsein vorbereitet sind. Jetzt ist es an der Zeit, die allegorisch im Neuen Testament angedeuteten Schritte der eigenen Denkkultur anzuwenden, und sich auf diesen Impuls auszurichten, ganz gleich wie er auch in den verschiedenen Kulturen benannt wurde.

Ein wichtiger Punkt wäre hierzu noch zu erwähnen: Wer sich hier in dieser Welt, mit allem Begehren dem Lebensfeld der Wahrheit zuwendet, wird sofort von den Mächten der Unwahrheit, der Täuschung und Imitation angegriffen. Es muss von jedem, der sich in diesen Entwicklungsprozess stellt, gut verstanden werden: Das aggressive Verhalten der Äonen und Archonten ist keine böse Absicht, jedoch er selbst gefährdet durch das neue Denken und Fühlen eindeutig ihre Existenz. Sie wurden nämlich aus dem äonenlangen selbstbehauptenden Denken und Wünschen der Menschen nach einem Paradies auf Erden geschaffen. Jetzt fühlen sie sich in ihrer Selbstbehauptung bedroht und beginnen die Verteidigung.

Diesen Mächten der Täuschung begegnet jeder in seinem eigenen Wesen. Darum sollte jeder klar einsehen: Herodes, Leviten, die Schriftgelehrten und Pharisäer sind aktive Bewohner des eigenen Mikrokosmos, und sie haben gewaltige Kooperationspartner im Jenseits. Die aus dem alten Verstandesdenken geschaffenen Kräfte werden natürlich, wenn ihre Existenz gefährdet wird, alle rationalen Schemen der irdischen Argumentationstechnik, alle vergangenen Zweifel und weltanschaulichen Kritiken in das Atemfeld des neuen Menschen spiegeln. Es werden alle Register der Täuschung gezogen, um das erwachende neue Denkvermögen für die eigenen Interessen zu instrumentalisieren oder mit süßen Versprechungen aus der Einweihungsgeschichte zu umnebeln.

Wer bereits heute in seinem Inneren mit dem alten Denken seine Entscheidung für die Evolution des Denkvermögens gefällt hat, wird an der Grenze zur kommenden Zeit ausharren. Ein solcher Mensch kann nicht mehr anders. Er muss jetzt ganz konkret dem einmal eingeschlagenen Weg folgen. Er hat noch nicht das neue Denken, aber er weiß, dass diese Entwicklung heute schon von der Menschheit durch ihre innere Ausrichtung gefördert werden muss. Diese Erkenntnis bestärkt seinen Entschluss und weist ihm einen praktischen Weg. Zu ihm strömt die neue Kraft entsprechend den Regeln der Resonanz, die ihn instand setzt, gegen alle Angriffe aus dem eigenen Sein zu widerstehen. Der Brand der unterschiedlichen Erfahrungen in der zurückliegenden Zeit war schon ein kräftigendes Läuterungsfeuer. Auf diese Weise wurde dem Bewusstsein eine klare Sicherheit für die jetzt eingeschlagene Lebenshaltung übertragen, die unabhängig von allen religiösen Autoritäten und ihren Philosophien immer mehr Kontur gewinnt..

Wer seine Religion im besprochenen Sinn gefunden hat, den durchströmt eine ruhige mächtige Kraft. Sie ist wie die lebendige Stärke im Keim eines Baums, der sich aus dem geöffneten Samen durch das Erdreich einen Weg zum Licht erarbeitet. Die Wurzel nach unten in die Erde bohrend, entfaltet er sich gleichzeitig nach oben mit den Keimblättern, die sich immer nach der Sonne ausrichten, damit kein einziger Lichtstrahl verloren geht. Die bewusste Ausrichtung aller Lebensaktivitäten auf die stets stärker werdende Stimme des erwachenden Mentalfeldes schränkt den Empfang der vielen Stimmen aus der irdischen Welt auf das natürliche Lebensminimum ein. Selbsterkenntnis und die Welterkenntnis stehen von nun an unter einem neuen geistigen Licht.

So kann durch Menschen ein dauerhafter Magnetismus für die anstehende Entwicklung der Menschheit geschaffen werden, der die universellen Kraftströme zum Menschen lenkt, damit die Menschheit für die Entfaltung des erweiterten Denkens soweit vorbereitet ist, damit sich die Stimme des universellen Bewusstseins, die Wahrheit, harmonisch in das Weltfeld einsenken kann. Dann wird wieder die Stimme der Wahrheit, Weisheit und Liebe im Menschen erklingen, wie es im Prolog des Johannesevangeliums ausgedrückt wird: „Im Anfang war der Logos, und der Logos war bei Gott, und Gott war der Logos. Dasselbe war im Anfang bei Gott. Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist.“ Mögen einmal alle Menschen die Erfahrung dieser allumfassenden Wahrheit aus eigenem Erleben bestätigen.

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Das Licht

„Für den stillen und ruhigen Beobachter ist kein Jahrhundert merkwürdiger als das unsrige. Überall Kampf… – Wie weit haben es die Vernunftmenschen mit der Glückseligkeit aller Menschen gebracht? – War wohl je ein Jahrhundert, das so viele Opfer der Menschheit kostete, wie das jetzige? War je ein Jahrhundert, wo die Unsittlichkeit größer, der Egoismus herrschender war, als das Jetzige? – Wie leben in den Zeiten der Vernunftidolaterie: wir setzen eine Pechfackel auf den Altar und schreien laut, es wäre nun Sonnenaufgang, es würde nun wirklich durch uns Tag.“ so schreibt Karl von Eckartshausen bereits 1802 in seinem Buch „Die Wolke über dem Heiligtum“.

Wie würde er sich entsetzen, wenn er die heutige Zeit erleben müsste.
Überall das Geschrei wegen der Klimakatastrophe, wegen der Finanzkrise und wegen der Kriege und Millionen Flüchtlinge etc. Auf der ganzen Welt Krieg und Morden, Größenwahnsinn in China und am Golf von Persien, tiefste unmenschliche Armut in allen Kontinenten. Endlose Friedensbemühungen in den internationalen Institutionen, unaufhörliche groteske Ausbeutung der Massen durch die Globalisierung von Unternehmen für Energie, Wasser und Lebensmittel. Totaler Kampf um die zerrinnenden Ressourcen seltener Erden, Sand und Holz.


Sollte Dir ein Gedanke zu dem Text einfallen, dann schicke ihn bitte mir zu.  Vielen Dank.


Wo sind die Politiker, die Menschenführer zu finden, die endlich Licht in das Dunkel der zunehmenden Verirrungen bringen könnten? Ist Amerika, Indien oder China ihr politischer Startplatz? In welcher Richtung man auch suchen würde, in keinem Land treten heute die Staatsmänner auf, die mit ihrem Charisma die Weltprobleme anpacken und für die Menschheit herumreißen könnten. Überall beschleicht einen der Verdacht, dass sie als Azubi ihre Hausaufgaben nicht richtig gemacht haben.
Wer trotzdem sucht, der findet eigenartiger Weise überall politisch beabsichtigten Krieg der Reichen gegen die bereits Armen, nutzlose Auseinandersetzungen der Ideologien und Religionen gegeneinander und untereinander, und er findet an allen Ecken und Enden Mafiastrukturen, Prostitution und menschliches Entsetzen rund um den Planeten und mittlerweile weltumspannend virtuell im Internet. Heute ist die Suche nach wahrem Licht und verständnisvollem Bewusstsein scheinbar völlig vergeblich.

Man kann mit Eckartshausen feststellen: „Betörte Menschen mit einer eingebildeten Naturvernunft: Woher habt ihr denn das Licht, womit ihr so hell den anderen leuchten wollt? Sind Eure Ideen alle nicht von der Sinnlichkeit erborgt, die euch keine Wahrheit, sondern nur Erscheinung gibt?“

Haben wir uns einmal gefragt, was damit gemeint ist, dass Gott Licht ist?

Im Evangelium des Johannes Kap.1,Vers 5 steht: »Und das ist die Verkündigung, die wir von ihm gehört haben und euch verkündigen, daß Gott Licht ist und in ihm ist keine Finsternis.« Und Christus sagt zu seinen Jüngern, Joh.8,12: »Ich bin das Licht der Welt; wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben«. »Ihr seid das Licht der Menschen« steht in Matthäus 5.14.
Wie kann der Mensch, der sich in den aktuellen Lebensverhältnissen über Wasser halten muss, diesem Licht ähnlich werden, von dem Jesus der Christus spricht? Die Menschen, die der Materie des beständigen Wandels und der Polarität anhängen und sich von ihr bestimmen lassen, werden von dem verdorbenen Licht der irdischen Welt angezogen. Weder durch einen mystischen Prozess der Entsagung noch durch christliche Meditation oder buddhistischem Yoga kann die Ich-Persönlichkeit lichtfähig werden. Das dialektische Lichtfeld kann das höhere göttliche Licht nur imitieren. Es führt die Menschen in den Persönlichkeitswahn des religiösen Hochmutes und in die Isolation. Die unverbrüchliche Hinwendung zu dem göttlichen Licht entsteht erst aus der schmerzlichen Erkenntnis der eigenen Unfähigkeit, aus der Erfahrung der eigenen Verdammnis in die Lichtferne. In dieser unstillbaren Sehnsucht nach dem Geist, nach dem Logos, der das Licht ist, begegnen sich die Buße und die Demut im aktuellen Bewusstsein.

Das dann im Herzen erwachte Lichtprinzip verlangt nach Nahrung durch das eine wahre Licht. Damit erfüllt sich das rettende isobare Resonanzgesetz. Es spiegelt die Barmherzigkeit des göttlichen Lichtes, das sich mit dem niederen Denken des Suchers verbindet: »Dieses neue Licht, das jetzt in Deinem Mikrokosmos geboren ist, dieses Licht verbindet Dich mit dem neuen Leben. Diese Entfaltung Deines Denkens ist die Liebe, ist das Urprinzip der Evolution, die Dich einmal in dem univeralen Bewusstsein eintauchen lässt, in Gott«.

Jeder Mensch ahnt, warum schon das irdische Licht der Sonne für den Menschen ein ganz besonderes psychologisches Phänomen ist. Es klopft jeden Tag als ein Symbol für eine ideale Welt bei der heiligsten Sehnsucht an, das Wesen des Lichtes zu erkennen und seine symbolischen Tiefen zu ergründen. Es entsteht ein inneres Bedürfniss, eine kraftschlüssige Verbindung mit dem Licht herzustellen. Doch dafür  muss er sich als irdischer Mensch erst in einer prozessmäßigen Umwandlung verändern. Denn erst in der bewussten Abwendug von allen astralen und ätherischen Verlockungen der irdischen Lebenssphäre kann sich das neue Denken zum dem einen Licht erheben. So steht es doch in der 2000 Jahre alten Verheißung, dass er selbst im eigenen Wahrnehmen und Denken dem universellen Bewusstsein nahe kommen wird.

Die Theorien der großen Wissenschaftler wie Maxwell oder Max Planck über das Licht dokumentieren sicher nicht das wahre Wesen des Lichtes, aber sie haben – unter dem Einfluss des göttlichen Bemühens um alle gefallenen Entitäten  – Bilder entworfen, in denen sich das Ziel der menschlichen Entwicklung spiegelt. Wenn sich das Denken mehr und mehr von der Ausrichtung auf das so selbstverständliche Kämpfen um materielle Schätze und irdischen Ruhm reinigen kann, wird der Mensch das Mysterium vom inneren Wesen der unerschöpflichen Strahlungen kosmischen Lebens erkennen. Damit Maxwell seine Feldtheorien entwickeln konnte, wurde ihm ein Lichtstrahl aus dem kosmischen Bewusstseinsfeld geschenkt. Er konnte bei seinen Forschungen erfassen – eigentlich bei seinen Erwägungen in einer religiösen Besinnung – , dass das sichtbare Licht nur ein kleiner Bestandteil des den ganzen Raum durchdringenden, wellenförmigen elektromagnetischen Energiefeldes sein kann, das alles Leben hervorbringt. Damals in der Mitte des 19. Jahrhunderts mussten die Menschen bereits durch einen grundlegenden Impuls aus dem mechanistischen Denken heraus gebrochen werden. Maxwells Theorien prägten die folgenden Forschungen zahlreicher Wissenschaftler über die Wechselwirkungen der Kraft-Felder aus Elektrizität und Magnetismus sowie der Gravitation.

Seine Bilder helfen uns heute bei der Beschreibung der elektromagnetischen Radiationen und ihren feinstofflichen Ansichten, wie sie auch in geisteswissenschaftlichen Interpretationen der Universellen Lehre immer wieder verwendet werden. Das symbolische Sinnbild, die Allegorie des Phänomens Licht, schenkt dem aufmerksamen Betrachter eine Fülle von Inspirationen, warum und wieso das göttliche Licht in allen heiligen Schriften mit der Einheit des heiligen Siebengeistes verbunden wird.
Für den modernen Menschen ist es mittlerweile selbstverständlich geworden, sofern er sich überhaupt dafür interessiert, dass das sichtbare Licht nur ein winziger Bruch-teil eines gewaltigen Spektrums verschiedener elektromagnetischer Vibrationen ist.
Unsere Vorstellung vom Licht wird immer geprägt von einem unüberschaubaren Spektrum vielfältiger Strahlungen, angefangen von den kilometerlangen Frequenzen bis zu den ultrakurzen Wellen der Rundfunk- und Fernsehwellen, Satellitenkommunikation, GPS sowie UMTS bis hin zu den radioaktiven Strahlen.

Viele Menschen, Philosophen, Künstler und Wissenschaftler werden unter dem Einfluss von Aquarius immer wieder neue Bilder vom Dasein entwickeln, in denen Bruchstücke der Wirklichkeit enthalten sind, die der Menschheit sukzessive überbracht werden müssen. Auch wenn die Menschen die einzelnen Puzzelteile oft nicht zu einem vollständigen Bild zusammenstellen können, so werden sie doch auf diese Weise ganz liebevoll auf die Entwicklung ihres Lebens innerhalb von sieben Kraftfeldern vorbereitet. Die Erkenntnis das Licht und Materie im Prinzip ein einziger Energiekomplex ist, wurde im beginnenden 20. Jahrhundert wissenschaftlich definiert. Erst von A. Einstein wurde die bis dato geltende Regel revidiert, dass die elektromagnetischen Wellen den Äther als Träger benötigen. Vom Astralfeld sprechen erst die Theosophen nach den mächtigen Erkenntnissen von Mme. H.P. Blavatsky. Das Mentalfeld und weitere drei noch höhere Felder im Mikrokosmos und Makrokosmos wurden später von Eingeweihten der Universellen Lehre angekündigt. Das Licht nähert sich dem menschlichen Denken sukzessive, sobald es Menschen gibt, die bereit sind, sich mit diesen Information auf ihre künftigen Lebensabsichten auszurichten. Das isobare Resonanzgesetz beweist sich auch in dieser Hinsicht als überaus gütig und barmherzig.

Wer verstehen kann, warum er sich von den alten, im materiellen Erfassen der Natur kristallisierten physikalischen Denkmustern abwenden muss, tritt viel leichter in die so notwendige Selbsterkenntnis und Welterkenntnis ein. Wer im eigenen Denken klar erkennen kann, dass er selbst bereits Licht ist, – auch wenn es nur das irdische Licht des Kosmos Erde ist – wendet sich viel eher vom klassischen mechanistischen Weltbild ab, das bei allen Schritten zu einem höheren Denken nur in die Irre führen kann. In diesem Wissen wirkt der Abstand zwischen der erfahrbaren Realität zum Ergebnis des kommenden Evolutionsschrittes nicht mehr so gewaltig. Und das wäre schon ein großer Fortschritt.

Das sichtbare Licht wurde im letzten Jahrhundert in vielen seiner irdischen Aspekte und technischen Verwendbarkeit erforscht. Heute tritt es den Menschen auch in vielfältigen Bildern entgegen, die von sehnsüchtigen Künstlern des Impressionismus, des Kubismus und der Moderne dargestellt wurde. Es ist fantastisch zu sehen, wie viele Allegorien für das göttliche Licht der Menschheit bereits geschenkt wurden. Ist der gnadenvolle Aspekt dieser liebevollen und ausgesprochen geschickten Unterweisung bereits in diesen Bildern zu erkennen? Heute im 3. Jahrtausend beginnen wir vieleicht an Hand der Holografie zu verstehen, dass das Licht als ein Doppelwesen wirkt, als wären es zwei unterschiedliche Energieformen. Einerseits schwingt das Licht wie ein elektromagnetisches Feld aus vielen hochenergetischen Wellen. Andererseits offenbart es sich als energetischer Baustoff des Alls, als eine Art Prima Materia, in der sich das Leben des Alls nach allen Seiten hin in sieben Dimensionen entfaltet.

Die universelle Schöpfung, die Basisoffenbarung aller Universen entfaltet sich in sieben Radiationen, sieben Kräften, und diese Lebenden Wasser verfügen über alle denkbaren und undenkbaren Bausubstanzen der göttlichen Schöpfung zur Verherrlichung des universalen Bewusstseins. Diese „komplementäre“ Beschreibung des Lichtes begegnet uns bereits in der Genesis. Hier können wir über das Doppelwesen des Lichtes lesen: „Und der Geist schwebte über den Wassern.“ wie es zu Beginn der Schöpfungsgeschichte heißt. Für die antiken Weisen vollzog sich zu jeder Zeit die heilige Schöpfung in der Verbindung von Geist und Wasser. Es ist die einigende Verflechtung aller Lichtkräfte, und für ihre Verwirklichung kennen wir die griechische Benennung „agape“, zu deutsch die Liebe. Sie ist wesenseins mit dem Licht und aus dem Licht, das sowohl Energie als auch Bewusstsein ist.

Wenn die mystische Sonne des Sonnenkosmos mit ihren sieben Facetten wie ein funkelnder Diamant vor dem inneren Schauen aufleuchtet, durchglüht diese Schönheit das ganze Wesen mit ungewohnten Bildern der Einheit in der Vielheit. Vollkommen neue Seiten des Gemütes erklingen in der harmonischen Resonanz mit den ursprünglichen Absichten der supramentalen Entwicklung. Sie erweisen dem menschlichen Erkennen die unfassbare Gnade, die überaus herrlichen Attribute des göttlichen Lichtes zu schauen.
Im Licht erstrahlt als erstes die Helligkeit bis in unvorstellbare Weiten und Tiefen. Sie vertreibt die undurchdringliche Finsternis und so können die Manifestationen der Schöpfung erkannt werden. Diese Allegorie spiegelt das Bild ewiger Geduld und Fürsorge mit allen Wesen, Entitäten, Kosmen und Universen im Allgeschehen. Die Helligkeit vertreibt die Dunkelheit, die Unkenntnis und jede Angst. Mit ihr wachsen Sicherheit und Vertrauen für die Tat. Jeder Lichtstrahl erwärmt das Erleuchtete als die Gnade und Hilfeleistung zum Leben Im Licht wird die Welt erst lebendig. Das Licht verschenkt voller Güte und Einsicht die notwendige Wärme an alle Natur. Das Leben spendende Licht der Sonne wurde von den Menschen immer mit einer Gottheit verglichen, weil es sich über alles erhaben von einer unfassbaren Größe und Energiefülle ohne Ansehen von Gut und Böse aller Natur zur Verfügung stellt. Damit wird eine unfassbare Gnade verdeutlicht, vor der alle Wesen gleich sind. Die Art und Weise, wie sich selbst das irdische Sonnenlicht für uns Sterbliche offenbart, ist ausgesprochen rücksichtsvoll und bescheiden. Seine Helligkeit und Wärme entfalten sich immer erst dort, wo sie auf einen Gegenstand treffen. Zwischen der Lichtquelle und dem beleuchteten Objekt ist das Licht allerdings vollkommen transparent. Es bleibt bis zu seiner Kraftentfaltung unsichtbar. Alles Licht vereinigt sich mit jedem anderen Licht im Raum. Viele Lichter bilden eine gemeinsame Helligkeit, bilden eine Zusammenfügung aller ihrer verschiedenen Farben. Scheinen die Grundfarben zusammen, so summieren sie sich zu reinem Weiß. Wie viele Farben auch zusammen kommen, es gibt immer eine gemeinsame Wirkung.
Dionysios Areopagita war wohl auch von dieser Allergorie der Einheit des Lichtes angetan und schreibt in dem Buch „Mystische Theologie“: »Die heilige Dreifaltigkeit steht in ihrer Einheit und Allgegenseitigkeit vollkommen auch noch jenseits des Prinzips jedes Einsseins selbst, in ihrer Allgegenseitigkeit vollkommen auch noch jenseits von jedem Unterscheiden, Trennen oder Verbinden, also ohne jede Vermischung.

Wenn ich hierzu einen sinnfälligen Vergleich mit uns vertrauten Gegenständen wagen darf: wir sehen doch auch, wenn in einem Raume viele Lampen sind, dass alle ihre Lichter sich zu einer einzigen Helligkeit vereinen und, wo sie Licht geben, einen einzigen ununterschiedenen Glanz ausstrahlen.
Niemand – so vermute ich – dürfte da imstande sein, das Licht einer einzelnen Lampe von den anderen Lichtern auszusondern, etwa im Flimmern der alle Lichter umfangenden Luft, um das eine ohne das andere zu sehen, denn alle Lichter sind ganz im Ganzen, und ohne Vermischung dennoch ineinander vereint.
So wie aber jemand in den Raum eintritt, in welchem viele Lampen dicht nebeneinander vereint leuchten, und auch nur eine von diesen Lampen ergreift und mit ihr diesen Raum verlässt, so wird auch das betreffende Licht ganz mit hinaus folgen, ohne irgend etwas von den übrigen Lichtern mit sich fortzunehmen oder von dem seinigen irgend etwas zurückzulassen.
Ihre vollkommene, totale Einigung war also genau wie ich sagte durchaus unvermischt geblieben, in keinem Teile vermengt und doch Eins. Und das traf tatsächlich zu, schon bei einem geschaffenen Stoff, nämlich der beleuchteten Luft, und bei dem an materielles Feuer gebundenen irdischen Licht!
Deshalb sagen wir, dass die überwesentliche Einheit über alles erhaben ist: nicht nur über die Einungen von Körpern, sondern auch selbst über die der Seelen und sogar über die Einungen unter den Geistern. Als Lichter außer- und oberhalb aller Welt und als Spiegel der Gottheit sind ihnen Einungen möglich, die unvermischt und überweltlich bleiben – gemäß der Teilnahme, die den Teilnehmern an der über alles erhabenen Einung angemessen ist.«

Wenn man z.B. die Art der Lichtentstehung in einer banalen Glühbirne betrachtet, dann erschließt sich ein weiteres Sinnbild. In einem möglichst reinen Werkstoff, z.B. Kohlenstoff oder Wolfram schwingt Elektrizität in einem elektromagnetischen Feld. Durch die Spannung und Intensität des Stromes erhitzen sich die Atome des Werkstoffes und geben jetzt die sie durchströmende Energie als Licht und Wärme wieder ab. Erst durch eine vollkommen reine und unverbrüchliche Ausrichtung auf die Lebenden Wasser, die mentalen Kräfte des Kosmos, kann der Mensch mit dem höheren Denken in Resonanz kommen, das ihn dann erleuchtet. In dieser kraftvollen Verbindung wird das göttliche Licht in liebevoller Geduld auch nach außen treten

Ohne die Zuwendung des universalen Bewusstseins kann niemand die Allegorien erkennen, die dem schauenden Menschen in der Natur geschenkt sind. Ausschließlich in dieser Verbindung können die Menschen zu einem höheren Denken und Wahrnehmen hinwachsen, mit dem die Schöpfung sowie die Aufgaben von Kosmos und Mikrokosmos erklärt werden. Das Gleichnis für das Wirken des universellen Bewusstseins aus dem Sonnenkosmos wurde der Welt mit dem irdischen Licht der Sonne geschenkt. Dieses Bild wird der Menschheit nicht dafür geschenkt, damit es verstanden wird und man sich daran erbaut. Diese herrliche Allegorie scheint täglich am Himmel, damit das bewusst Erkannte und Erlebte über Wesen und Wirken des göttlichen Lichtes transformiert weiterwirken kann, um allen, die tief innerlich nach diesem neuen Denken verlangen, über das Mysterium des universalen Bewusstseins in lebendig gewordenen Anschauungen zu berichten.

So verwirklicht sich auch auf diese Weise das Christusgeschehen, das im NT mit den Sätzen angedeutet wird: „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis wandeln, sondern er wird das Licht des Lebens haben.“ (Johannes 8/12) Dieses Licht ist die siebenfältige Kraft der ursächlichen Offenbarung durch das universale Bewusstsein. Selbst im Licht der irdischen Sonne beweisen sich die gnadenvolle Wahrheit und die Weisheit der Art und Weise der kosmischen Evolution.
Alle Menschen sind aufgefordert, sich dieser Entwicklung zuzuwenden, damit sie nicht nur bewusst erfahren, sondern auch im Leben prozessmäßig umgesetzt wird.

Man muss sich diesen Aussagen: »Der Logos ist das Licht« und »seid meine Nachfolger!« aus der richtigen Pespektive nähern. Die Nachfolge ist ein Prozess, der in einem Zeitrahmen über mehrere Inkarnationen laufen kann. Darum ist es unbedingt notwendig zu wissen, welches der erste Schritt in diese Richtung sein muss. Am Anfang steht natürlich die tiefe Überzeugung, dass diese Nachfolge die plausibelste Vorhersage der menschlichen Evolution ist, die in den kommenden Jahrhunderten stattfinden wird. Nicht nach menschlichem Ermessen oder wissenschaftlichen Beweisen, sondern durch kosmische Wirkungen im Sonnensystem. Darum ist dann doch der nächste Schritt auf diesem Weg ein völlig neues Denken, mit dem der Mensch seine Realität und seinen Auftrag in diesem Zusammenhang erfassen, durchdringen und auch umsetzen kann. Es geht also um eine Revolution des Denkens, die Jesus seinen Jüngern verkündet hat. Und wer konkret und praktisch an dieser Entwicklung mitwirkt, wird einmal im gleichen Lichtfeld des universalen Bewusstseins aufgenommen.

Durch die Verwirklichung der Lichtgesetze des Christus können alle Mikrokosmen selbst einmal in ferner Zukunft lichtähnlich werden. Aber gerade das ist mit der Nachfolge Christi gemeint, das ist der alles entscheidende Faktor für das künftige Werden des Kosmos. Es wird dem Menschen ein ganz anderes Wahrnehmen verheißen, wenn er sich bereitwillig in diese Entwicklung stellt. Darum steht im Evangelium des Phillippus, Vers 44: »Niemand kann etwas Unvergängliches wahrnehmen, außer er wird selbst unvergänglich. Es ist mit der Wahrheit nicht so wie auf der Welt, wo der Mensch die Sonne sieht, ohne selbst die Sonne zu sein, wo er den Himmel sieht und die Erde und alles übrige, ohne selbst Himmel, Erde und dergleichen zu sein. Sondern im Reich der Wahrheit siehst du etwas von ihr und wirst selbst zu ihr. Du siehst den Geist und wirst selbst zu Geist. Du siehst Christus: Du wirst Christus. Du siehst den Vater: Du wirst zum Vater. Hier auf dieser Welt also siehst Du alle Dinge, siehst aber Dich selbst nicht. In der anderen Welt siehst du dich selbst, denn was du dort siehst, das wirst du selbst.«

Das Licht des Lebens vibriert in Einheit als ein siebenfacher Kraftfächer in den sieben Dimensionen der sieben kosmischen Gebiete. Der neue Mensch wird in künfigen Zeiten, am Ende seiner totalen Realisiation aus sieben Kraftfeldern nicht in einem neuen Licht erscheinen, sondern er existiert dann aus diesem Licht, aus dem universalen Bewusstsein. Es ist das pure Sein in der vollkommenen Übergabe an die Offenbarung des Gottes, der unkennbar über allem ist. Das universale Bewusstseins-Licht ist das Wesen seiner Welt, es ist Wirken und Sein. Dieses herrliche Licht besteht ewig, weil es sich nicht verzehrt, sondern sich in einem immer wieder schließenden Kreislauf der isobaren Resonanz wegschenkt. So wird es immer größer, herrlicher in unfassbarer Glorie und Macht.

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