Monadische Schöpfung

Holografische Monadologie

Alles Leben im Universum verlief und verläuft nach einem Entwicklungsplan absoluter Ordnung. Diese höchste Ordnung basiert formal auf der vollkommenen Symmetrie und energetisch auf der kongruenten Resonanz. Die vollkommene Symmetrie entwirft holografisch kugelförmige Energiefelder in resonanten Regelkreise, die Monaden. Seit Anbeginn der offenbarten Schöpfung der Welten ist alle Entfaltung der Universen, Kosmen, Mikrokosmen und Menschen, Tiere, Pflanzen etc. eingebettet in dieses holografische Werden aus dem Urgrund der Offenbarung, aus der Urmonade. Alle Monaden sind vergleichbar mit Kraftfeldern, mit Schwingungsfeldern wie die Sender von Rundfunk, Fernsehen oder Mobilfunksendern, jedoch viel größer und viel energiereicher – je nachdem, welches Offenbarungsgeschöpf in ihnen eingebunden ist. Die lebenden Monaden sind viel komplexer, weil durch sie sieben etwas voneinander abweichende Vibrationen wirken. Darum haben die antiken Weisen gerne von der Sphärenmusik bzw. -Harmonie gesprochen, denn jeder Stern oder Planet sendet seinen Klang in das Weltall hinaus.

Die fundamentale Idee des Daseins erklingt aus dem universalen Bewusstsein als ein gewaltiges Orchester von ungezählten Monaden und Geschöpfe. Zur Offenbarung der Herrlichkeit des unkennbaren, unfassbaren «Ewigen Seins» reproduziert jede Monade analog der ersten Schöpfung in sich ein holografisches Schöpfungsfeld, einen Kosmos und darin eingebunden ein Geschöpf. Zum Verständnis des Menschen haben die alten Weisen in West und Ost von der Trinität des «Gottes» gesprochen: Der «Vater» erschuf den «Heiligen Geist» und den «Sohn». Der Sohn ist als werdendes Geschöpf wesensgleich mit dem Vater, ebenso wie ein Kind bis zu einer gewissen Grenze bereits ein Mensch ist, aber noch nicht voll erwachsen. So ist das monadische Geschöpf bereits ein holografischer Resonanzkörper, jedoch zu Beginn noch nicht vollkommen, wie die schöpfende Monade. Das siebenfache Kraftfeld des «Heiligen Geistes», der Kosmos oder Mikrokosmos, versorgt den «Sohn» bis zur vollkommenen Wiedervereinigung mit allen für das Wachstum erforderlichen Kräften. Die Monade stimuliert Mikrokosmos und Mensch in der prozessmäßigen Entwicklung und Erhöhung, ebenso wie die erste Urmonade alle Geschöpfe, alles Geschaffene in vollkommener Harmonie evolviert in Resonanz mit dem universalen Bewusstsein.


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Der «Heilige Siebengeist» ist eine Fülle aus Licht, ein Holokumulus aus sieben holografisch zusammen wirkenden Kräften, ein Kosmos, Makro- oder Mikrokosmos. Ihre Art kann mit der elektromagnetischen Wirksamkeit im physikalischen Licht verglichen werden, weil sie kommunizieren, informieren und Kraft in Form von Vibrationen mit anderen Kraftfelder austauschen. Der «Logos» offenbart sich im «Heiligen Geist» durch sieben mal sieben Kräfte, die sich permanent in allen Monaden reflektieren und holografisch weitere, absolut neue kreative Schöpfungen hervorbringen. Diese holografische Entwicklung aller Monaden beruht auf dem fundamentalen Resonanzgesetz, das mit den Regeln der elektromagnetischen Anziehung unserer Welt annäherungsweise vergleichbar ist: Gleiches zieht Gleiches an. Alles empfangene Licht, alle reflektierten Kräfte werden mit den in der Monade klingenden Informationen moduliert und wieder nach außen reflektiert. Die Weitervermittlung und -verwendung der umlaufenden Reflektionen der Lichtkräfte basiert auf der Kongruenz der Energiearten und ihrer Frequenzen sowie der immanenten Informationen – Melodien, Farben etc. – und den Ideationen, also den mitgegebenen Sinninhalten analog der kreativen Idee in der Evolution aller Geschöpfe. Diese fundamentale Uridee des Logos erschafft in einer endlosen Kaskade weitere zahllose kugelförmige, lebende Reflektionseinheiten, die heiligen Monaden, nach dem Prinzip der Emergenz.

So entfaltet sich von Anfang an aus der Idee des unkennbaren ewigen heiligen Feldes in und aus IHM die Urmonade, der Logos, Tao, Brahman, das universale Bewusstsein. Mit dem ersten geschaffenen Offenbarungsfeld, der Urmonade, erklingen vom Anbeginn an sieben Schöpfungskräfte in dem universalen Bewusstsein, der «Heilige Siebengeist» mit der Fülle aller Energien, dem Lichtfeld des allumfassenden Universums. Alle Monaden bestehen holografisch aus allen sieben Kräften, die in sich harmonisch als eine untrennbare Einheit wirken und von der Uridee erregt ihrerseits Monaden emanieren.
So entstehen in sieben kosmischen Gebieten, in sieben kosmischen Entwicklungsfeldern der Urmonade, Myriaden galaktischer Monaden, Sonnenmonaden und planetare Monaden.
Alle Monaden reproduzieren in sich weitere Monaden für Kosmen mit eingeborenen Entitäten, Galaxien, Planeten, Sterne, Sonnen sowie Wesen, Menschen, Tiere, Pflanzen und sonstige Lebenswellen. Die in den Monaden eingeborenen Geschöpfe werden von ihrer Monade in einer Evolution zur weiteren Vollendung und Vereinigung mit ihr geführt, um weitere ungeahnte Neuschöpfungen zu schaffen. Die Offenbarung ist eine sich fortwährend erweiternde Kaskade von kreativen
Neuschöpfungen in unbegrenztem Ausmaß.

Alle Schöpfung in und aus der Urmonade wird von sieben Dimensionen umfasst:

1. Bewusstsein, Liebe und Ideation,
2. Zeit, Schöpfung und Werden,
3. Raum, Kohabitation und Harmonie,
4. Licht, Kraft und Energie,
5. Einheit, Sein und Leben,
6. Wahrheit, Weisheit und Gerechtigkeit,
7. Begehren, Dynamik und Wille.

Diese für das menschliche Denken geläufigen Bezeichnungen sind natürlich in vielen Philosophien mit unterschiedlichen Bedeutungen ausgefüllt worden. Sie könnten durchaus mit einigen anderen Begriffen erweitert und ergänzt werden. Für diese Darstellung stellen sie nur analoge Modelle dar, die symbolisch die fundamentalen Lebensbedingungen des Universums der sieben Dimensionen in der Urschöpfung andeuten.

Die Kaskade der monadischen Schöpfungen analog der Idee vom Anbeginn nimmt kein Ende, bis für alle Wesen bis hin zu den Nanotierchen die Fülle des Lebens geoffenbart ist. Wie bei einem gewaltigen Orchester – auch wenn es das menschliche Denkvermögen nahezu überfordert – klingen alle universellen, galaktischen, solaren, planetaren Monaden in der Einheit des universalen Bewusstseins zusammen mit der ursächlichen Monade der Schöpfung. So können die Menschen dazu sagen: Tao, Gott-Vater, Indra, Brahman, o.ä. Alle, auch die sich sehr stark von anderen Monaden unterscheiden, sind mit ihrer unvorstellbaren Vielheit im allumfassenden Universum ununterbrochen eins in der fundamentalen Einheit.

Alle Monaden kommunizieren seit Anbeginn vollkommen zusammen als Gruppe und im Einzelnen in Resonanz mit der Ur-Idee, genauso vollkommen und harmonisch wie ihr Schöpfungsfeld, die aus dem und in dem unkennbaren Hyperuniversum erklingt. So wie die Monade der Erde ein Geschöpf der Monade des Sonnensystems ist, ist die Monade der Sonne wiederum ein Geschöpf der galaktischen Monade Milchstraße. In der Monade der Sonne kreisen die acht Monaden der Planeten mit ihren Begleitern. So wie der Mond seine Monade bei seiner Schöpfung aus der Erdmonade empfangen hat, so haben die anderen Planetenmonde im Sonnensystem ebenfalls ihre Monaden aus den Monaden ihrer Mutterplaneten erhalten. Die irdischen Monaden aller Lebewesen und Lebenswellen auf Erden sind eingebettet in die irdische Monade, dem lebenden Wesen Erde.

  1. Der Logos, Tao, Indra, das ursächliche Schöpfungsfeld für alle Universen ist die Urmonade, das universale Bewusstsein. Diese Emanation aus dem unkennbaren Hyperuniversum vor allem Anfang aller Anfänge ist seitdem ein fortwährendes Erschaffen des ewigen Lebens.
  2. Diese Schöpfung umfasst in sieben Dimensionen und sieben kosmischen Gebieten das ganze Dasein. Alles Leben entfaltet sich und wird strukturiert von sieben Kräften, sieben Kraftfeldern; von der höchsten Energiestufe dem universalen Bewusstsein begonnen, drei nirvanische Felder, die Mentalis, die Astralis, das Ätherfeld plus der Offenbarungsebene im Nadir, die Materie.
  3. Alle Monaden sind selbst und in der Gruppe vollkommen, wie die Uridee des Unkennbaren.
  4. Alle Geschöpfe, von der größten Galaxie bis hin zum Menschen, den Tieren, Pflanzen und Mikroben werden in und von ihren Monaden geschaffen. Sie sind im status nascendi unvollkommen – Kinder des Vaters – und werden über eine jeder Art gemäßen Evolution zur Vollendung geführt.
  5. Alles Dasein besteht zusammen in einer progressiven Dynamik, Evolution oder dynamischen Entropie, die von den Monaden ausgeht, und letztendlich zu einer vollkommenen Einheit aller Geschöpfe mit dem universalen Bewusstsein führen wird.
  6. Jede Schöpfung findet in und mit den erforderlichen sieben Kraftfeldern statt, die sukzessive mit dem Geschöpf verbunden und entwickelt werden. Sie beginnt immer in der unteren energetisch niederen Ansicht und setzt sich aufbauend fort bis in die obersten Energie-Ebenen. Für uns Menschen ist die niedere Energie die Materie, die höchste Energie im nirvanischen Feld. Das scheint etwas paradox, weil die Erschaffung der Felder stets von der höheren Energiebene ausgeht.
  7. Der irdische Nadirzustand im Feld der Materie, die entgegen der empirischen Wahrnehmung der Menschen auch nur ein elektromagnetisches Feld ist, stellt einen expliziten Sonderzustand dar, der mit der Vollendung der drei nirvanischen Felder des irdischen Kosmos entfällt. Die irdischen Wesen benutzen nach ihrer vollständigen Entfaltung in ihrer Monade als untersten Wirkungsbereich das Ätherfeld.

Aus der irdischen Perspektive können drei Entwicklungsperioden festgestellt werden:
1. Die irdische Monade erschafft die materielle Erde mit Wesen, Pflanzen, Tieren und Menschen bis in die stofflichen Sphären (Äther und Materie) durch zahllose Inkarnationen. Diese Offenbarungsperiode war bestimmt von der monadischen Uridee, nach „dem Bilde des Logos“ Menschen in der materiellen Offenbarung zu entwickeln, die die grundlegenden Prinzipien von sich selbst und ihrer Umwelt erfassen und begreifen können. Im Dasein innerhalb einer materiellen Beschaffenheit des irdischen Lebensfeldes sollen die Menschen zunächst sich selbst und ihre Mitmenschen, die Pflanzen und Tiere in ihrer gemeinsamen Funktionalität erkennen und daraus lernen, mit großer Empathie alles Leben auf Erden zu beschützen und zu fördern.
2. In der zweiten Etappe der Evolution sind die Menschen vor allem dazu ausersehen, sich in den unstofflichen Kraftfeldern zurecht zu finden und unabhängig von ahrimanischen Wesen des Jenseits zu autonomen selbstbewussten Menschen zu werden. Sie sollten unabhängig von materialistischen Selbsterhaltungsbegehren die komplementäre Resonanz der irdischen stofflichen Natur erkennen, in ihrem allgemeinen Dasein auch wahrzunehmen. Damit sie bewusst eine Reinigung in den jenseitigen Gebieten des Devachan anstoßen, um auch aus den höheren Welten belebt zu werden. In dieser Entwicklungsperiode galt es, eine mentale Basis zu finden für eine konstruktive Zusammenarbeit mit diesen Welten und Kräften,sowie den dort lebenden Entitäten. Letztendlich werden alle durch den Kosmos geschaffenen Wesen einmal über Inkarnationen in diese Entwicklungsphase geführt.
3. Die dritte Phase entfaltet die Weiterentwicklung aller Wesen, Universen, Kosmen, Mikrokosmen und Menschen, Tiere, Pflanzen etc. durch Prozesse der Selbsterfahrung und Selbsterkenntnis, damit insbesondere die Menschheit als Ganzes durch eine kontinuierliche Evolution das kollektive Wirken der sieben Kraftfelder in ihrem Lebensfeld und im Sonnenkosmos eindeutig erfassen kann. Danach können die evolvierten Mikrokosmen durch die Mitwirkung bei der permanenten Entfaltung bereits geschaffener Lebenswellen sowie der Schöpfung neuer Generationen im Universum in das höchste universale Bewusstsein eingehen.

Jesus, der Christus, ist eine in die Materie der Erde, in das niedrigste Kraftfeld, inkarnierte Entität aus der Sonnenmonade, die mit allen sieben Feldern und also auch mit den drei nirvanischen Feldern (Begriff nach Annie Besant) bekleidet war. Christus ist ein griechisches Wort und bedeutet «der mit göttlichen Vermögen Gesalbte». Diese Benennung erklärt, dass sein Wesen über alle Kräfte des heiligen Geistes verfügte, die zu einem vollendeten Mikrokosmos gehören. Das bedeutet, dass alle höheren Kräfte, die im Mikrokosmos des normalen Menschen von heute erst noch entwickelt werden müssen, durch ihn hindurch wirken.
Der Christus verband sich durch den irdischen Aufenthalt im stofflichen Körper von Jesus vor 2000 Jahren mit dem Kosmos Erde, um diesem Gesamtwesen mit allen zugehörigen Entitäten und Mikrokosmen bei ihrer Evolution in die höheren Kraftfelder beizustehen. Dies geschieht einerseits durch eine intensive Krafttransformation und durch konkrete Informationen über die transpersonalen Felder. Dazu gehört natürlich sein vorgelebtes Beispiel, das mehr oder weniger in den Evangelien aufgezeichnet und vollständig in das Akashafeld der Erde eingraviert wurde. Anderseits spiegelt die Gruppe von Mikrokosmen, die sich dem unstofflichem Wesen des Christus-Jesus bewusst zuwenden, seine Licht-Kraft in die Astralsphäre des irdischen Jenseits, damit noch viele Mikrokosmen bei ihrer Evolution davon profitieren können. In dieser Christuskraft können sich alle, die dafür resonant sind, bis zum höchsten nirvanischen Bewusstsein weiter entwickeln.
Jesus der Christus, hatte seine Anhänger/Jünger aufgefordert, alle bisherigen Philosophien, Tempelrituale und Weltanschauungen abzulegen und ihm nachzufolgen. Diese konkrete Nachfolge bedeutet für den Menschen eine bedeutsame Lebensveränderung durch eine fundamentale Umwendung seiner inneren Lebensmotivation.
Alle bisherigen egoistischen Überlegungen der Heiligung oder Erleuchtung müssen im eigenen Wirken als Vorspiegelung der Wahrheit erkannt werden. Dies ist die unabdingbare Voraussetzung dafür, damit sich eine kosmische Motivation entwickeln kann. Erst die tiefe Einsicht, dass der Mensch bereit sein muss, seinem Mikrokosmos bei der Entfaltung zu helfen. Der Mensch muss die Bedeutung seiner aktiven Mitarbeit bei die aktuellen Evolution der mikrokosmischen Astralis und Mentalis erkennen. Denn nur dann, wenn sich diese beiden transpersonalen Lebensfelder vollständig entfaltet haben, kann bei den nachfolgenden Inkarnationen die Entwicklung der nirvanischen Kraftfelder möglich werden, über die Christus-Jesus bereits zu Beginn unserer Zeitrechnung verfügte.

Es ist von großer Bedeutung, dass sich das vor dem nirvanischen Erfassen ausbreitende Leben so vollkommen anders ist, als das stoffliche Dasein, wie es die heutigen Forscher mit ihrem an die niederen Ansichten gebundenem Denkvermögen erfahren können. Darum konnte Jesus mit voller Berechtigung sagen: «Mein Reich ist nicht von dieser – materiellen – Welt!» Das mit dem sinnesorganischen Wahrnehmen, den grobstofflichen Einsichten und materiellem Begehren aus der niederen Astralis, erfahrbare Leben ist eine in den niederen Energiefeldern entwickelte Natur, mag sie auch in vielen Ansichten ausgesprochen komplex und tatsächlich sehr schön sein.

Der große Irrtum vieler Prediger liegt in einer Weltanschauung, in der zwei verschiedene Lebensfeldern existieren. Es gibt jedoch in der irdischen Welt nur einen einzigen Kosmos, in dem ein einziges siebenfaches Lebensfeld zusammen vibriert. Wer – wie ein guter Hellseher – nur die vier unteren Aspekte der Welt sehen kann, für den ist durch seine unvollkommene Einsicht der stofflichen Erscheinungen die Wirklichkeit stark eingeschränkt. Dabei macht ihn seine angenommene «Wahrheit», von der er fest überzeugt ist, blind für die höheren Kraftfelder, zu denen er mit seiner Sicht aus den niederen Feldern nicht vordringen kann. Der materialistisch orientierte Mensch brüstet sich, im Hochmut seiner empirischen Naturwissenschaft, die Vorgänge allen Lebens in der irdischen Natur bestimmen zu können. In der Ignoranz gegenüber den transpersonalen Feldern schafft er sich selbst die Verblendung vor der eigentlichen Wahrheit, und darum kann er die höheren, die unstofflichen Weltfelder, die die Wirklichkeit selbst sind, nicht erfassen.

Natürlich gibt es eine Vielzahl von «Göttern», Devas oder Engel in den unstofflichen Gebieten, dem Jenseits, die alle das Leben und Sein in den grobstofflichen Bereichen der irdischen Welt bestimmen. Die sechs unstofflichen Kraftfelder des «Jenseits» bilden und durchdringen die stoffliche Natur im «Diesseits». Es ist jedoch auch schon von mehreren Wissenschaftlern eindeutig nachgewiesen worden, dass selbst die materiellen Atome nur Energiepakete elektromagnetischer Strahlungen sind. Die kleinsten «Bauteilchen» der «Atome» sind definitiv nur Vibrationspakete einer mathematisch zu definierenden Energie. Der materiell ausgerichtete Wissenschaftler sagt dann, zwischen dem Atomkern und dem diesen umschwirrenden Elektron ist der Raum leer. Esoterisch oder geisteswissenschaftlich gesehen, gibt es keinen leeren Raum, weil aller Raum mit lebendigen Vibrationen angefüllt ist. Das bedeutet doch, alle die Welt konstituierenden Kraftfelder sind jederzeit im Hier und Jetzt anwesend. Sie durchströmen alle sichtbare Materie, alles Leben und Sein auf Erden, den Menschen, die körperliche Person. Diese eindeutig helfenden Kräfte sind jedem Erdenbürger «näher als Hände und Füße!» wie es so schön im Neuen Testament gesagt wird.

Bei den unstofflichen Entitäten, die aus dem Jenseits für alles irdische Leben wirksam sind, muss man sorgfältig zwei Gruppen unterscheiden:
a. Eine Gruppe dieser großen Entitäten, die vielfach als «Götter» oder «Engel» bezeichnet werden, wurde und wird aus dem natürlichen universellen Bewusstsein der kosmischen Schöpfung emaniert. Sie sind hierarchisch nach Aufgaben und Energiefrequenz gegliedert, um die für den Lebensprozess notwendigen Strukturen und Entwicklungslinien in den naturnotwendigen Kraftfeldern harmonisch zu bilden und anzuwenden. Diese in vielen Mythen der Völker benannten Naturgötter oder Devas schaffen die Voraussetzungen für die alle kosmischen Lebenserscheinungen, vom Mikrokosmos bis zum Makrokosmos, vom kleinsten Atom bis zur größten Galaxie. Diese Gruppe könnte man unter dem in der abendländischen Kultur geläufigen Begriff für Lichtbringer: »Luzifer« zusammenfassen.
b. Eine andere Gruppe von «Göttern» oder« Äonen und Archonten» im Kosmos werden aus den astralen und mentalen Ausstrahlungen der Tiere und Reflexionen der Menschen geschaffen. Jeder Mikrokosmos ist prinzipiell ein Kraftwechselorgan. Er assimiliert kosmische Kräfte, verarbeitet sie – indem er und der Mensch oder ein anderes Lebewesen durch diese gelebt wird – und scheidet die verarbeiteten Kräfte wieder aus. Je nach innerer Vibrationsart ballen sich diese ausgeschiedenen Kräfte gemäß der isobaren Resonanz zusammen. Meist sind diese Kraftkumulies mit einem Bewusstsein ausgestattet, dass in Qualität und Ausrichtung von den selbstbehauptenden Schöpfern bestimmt wurde und wird. Dabei sind es vor allem die besonders guten humanistischen Menschen, die bewusst oder unbewusst der Selbstheiligung im irdischen Lebensfeld, oder einem darin vorhandenen Himmel, nachstreben. Diese Aktivität der Gottesverehrung für egoistische Zwecke, diese Entwicklungen auf der Basis unausgegorener Informationen mit ihren Emissionen werden von den Äonen unterstützt und mit Hilfe vieler Dienstknechte nach dem Schneeballsystem angefeuert. Diese Gruppe astral-mentaler Entitäten und Wesen könnte man unter dem von Zarathustra geschaffenen Begriff »Ahriman« zusammenfassen, der auch von Rudolf Steiner wieder aufgegriffen wurde.

Alle Lebensaktivitäten gehen von den sechs unstofflichen Kraftfeldern aus, die alle materiellen Erscheinungen, das siebente Kraftfeld – Licht, Luft, Mineralreich, Insektenreich, Pflanzenreich, Tierreich, Menschen – hervorbringen und dynamisieren.
Vier Kraftfelder sind im Mikrokosmos individuell befestigt und zentralisiert:

  1. Die Materie, als niedrigste Energiestufe
  2. Das Ätherfeld ist die Matrize der Materie. Es existiert kein stoffliches Atom ohne ein Ätheratom, desgleichen manifestieren sich alle sogenannten Bauteile des Atoms vorwiegend im Ätherfeld.
  3. Das Astralfeld ist der Beleber des ätherisch-stofflichen Geschehens über die Emotionen des Begehrens, Wünschens, Wollens, Erflehens; Liebe und Hass sind darin die starken Beweger.
    Jede Zu- und Abneigung, Empathie und Antipathie, repräsentieren auf dieser Ebene unterschiedliche Ausprägungen der bipolaren Kohärenz.
  4. Das Mentalfeld ermöglich dem Menschen Denken, Wahrnehmen und Bewerten, Gedächtnis und Verstand. Selbst die beiden niederen Aspekte der Mentalis ermöglichen einfache logische Schlüsse. Um ein Netzplan-Denken (siehe Frederic Vester, Neuland des Denkens) zu ermöglichen, benötigt der Mikrokosmos mindestens die drei unteren Aspekte der Mentalis. Der Instinkt im Tier und im Menschen entfaltet sich mit der untersten Mentalis sowie den astralen Möglichkeiten.
  5. Die noch nicht zentrierten drei höheren nirvanischen Kraftfelder: Spinalis, Spiritualis und Idealis wirken aus ihren lockeren Kraftwolken wohl in die Aktivitäten der Mikrokosmen hinein, um ihre Evolution zu fördern. Jedoch hat der Mensch vorläufig keinen erkennbaren Zugang zu diesen Bereichen. Ausgenommen sind einige wenige Ausnahmen, bei denen dann – meistens bei Meditationen oder mystischen Versenkungen – blitzartig Inspirationen durchbrechen.

Die sieben Lebensfelder unterhalten und bestimmen alle Lebensaktivitäten. Ohne diese Kraftfelder gibt es kein Leben. Selbst die Elementarwesen des Jenseits verfügen für ihr Dasein zumindest über Äther und ein wenig Astralis. Wer das Leben erforschen will, muss die Qualitäten dieser Lebensfelder kennen. Die sogenannte «Freiheit des Menschen» ist aus diesem Blickwinkel gesehen einfach ein Irrtum, oder eben eine beabsichtigte Dummheit – je nach Perspektive –, damit die Menschheit von den mittlerweile ins gigantische angewachsenen Äonen im Kosmos problemlos ausgebeutet werden kann. Nur solange die menschliche Population mit allen erdenklichen Hilfsmitteln in dem «Freiheitswahn» gehalten werden kann, ist dies möglich.

Der irdische Kosmos wird von allen anderen planetaren Kosmen, speziell von der Sonne und dem Mond beeinflusst, weil zum Lebensfeld der Erde alle genannten Kraftfelder gehören, die in dem höheren Kollektiv miteinander schwingen und sich beständig informativ untereinander austauschen. So kann man ohne Weiteres sagen, dass nichts auf der Erde geschieht, was die Sonne nicht wolle. Oder umgekehrt: Alles was auf Erden geschieht, wird von den planetaren Kräften des Sonnensystems vorgeprägt, die ihrerseits von den hindurch tönenden Kraftfeldern der Milchstraße und des Tierkreises mitbestimmt werden. Diese zusammenwirkende Einheit aller Lebensfelder bedingt die kreative Weiterentwicklung aller und sichert durch das in allen wirkende Resonanzgesetz die Selbsterhaltung der Systeme bis zur Ausschöpfung aller materiellen Kreationen, die in der irdischen Zeit noch erfolgen können.

Die Wendezeit in der Menschheitsentwicklung wurde schon im vergangenen Jahrhundert von einigen bekannten Autoren beschworen. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts verband Mme H.P. Blavatsky die indische Mythologie mit der westeuropäischen Philosophie und Religion, was von den Anthroposophen und Rosenkreuzern in Amerika und Europa fortgesetzt wurde. In diese Zeit nach 1900 fielen auch die bahnbrechenden Erkenntnisse großer Psychoanalytiker im Westen, und die materialistische Reiz-Reaktionstheorie allen Lebens durch Pavlow in Russland, sowie die sich darauf aufbauende Geburt des amerikanischen Behaviorismus, der die Psychologie erneut in die materialistische Denkweise der Technokraten stürzte. Der «Kommende Neue Mensch» stand bereits um 1920 visionär vor Jan van Rijckenborgh und Max Heindel, nachdem Nietzsche 1883 den Übermenschen in seinem Buch «Also sprach Zarathustra» ins Gespräch brachte. Die Ägyptologen sprechen davon, dass die Zeitrechnung, die architektonisch in der großen Pyramide von Gizeh verschlüsselt eingemauert sein soll, im Jahre 2001 zu Ende gegangen ist. Die esoterisch-okkulten Geheimnisse der Pyramide wurden später von Axel Klitzel entschleiert. Am 11. September 2001 soll ein Flugzeugangriff auf die Worldtrade-Towers in New York eine neue Zeitepoche eingeleitet haben, dargestellt durch den internationalen Terrorismus. Auch dieses extraordinäre Ereignis hat der Welt jedoch nur den Beginn eines vor allem mentalen Kampfes zwischen den klassischen Weltanschauungen gebracht und erhöhte Feindseligkeiten mit den fanatischen Islamisten mit einigen Kriegen im Orient ausgelöst. Der Mayakalender soll wohl 2012 ein entscheidendes Enddatum gehabt haben, das vielfach fehlinterpretiert wurde. Die sensationellen Veränderungen, die so einige Profi-Esoteriker darum verkünden mussten, haben nur die Auflagen einiger Gazetten und das Interesse mancher Forscher für die Tempelanlagen in Mexiko erhöht.

Mit Beginn der philosophischen Interpretation der Quantenphysik Ende des 19. Jahrhunderts begann eine völlig neuartige Spiritualisierung kernphysikalischer Erkenntnisse über die elektromagnetischen Kräfte im subatomaren Bereich. Nach der Wendezeit, die Fritjof Kapra 1982 in seinem so genannten Buch beschrieb, folgten die umfangreichen Theorien von Ervin Laszlo, Rupert Sheldrake, Michael Murphy, Ken Wilber u.a. «Der Aufbruch in das dritte Jahrtausend», veröffentlicht von Louis Pauwels 1962, reicht bereits in die beginnende Aquariuszeit. Diese beschert der Menschheit ein Vielzahl von Kriegen, sowie äußerst dramatische Entwicklungen, vor allem in den islamischen Regionen des mittleren Ostens.
Zur Zeit (2018) scheinen in keinem Land die Regierungspräsidenten, Könige und Parlamentarier, sowie Meinungsbildner und sachverständige Autoritäten der allgemeinen Verwirrung in den Völkern und der Finanzwelt gewachsen. Sie machen in ihrer fundamentalen Verblendung durch die materialistische Weltanschauung im Schatten der großen Unternehmensmanager und Finanzexperten mit ihren Beschlüssen und Verordnungen das allgemeine Chaos stets größer. Zudem sind natürlich allen Regierungspräsidenten und anderen Herrschern die Hände gebunden, weil ihr Charisma und ihre Führungsstruktur ganz eindeutig von den herrschenden Äonen dominiert werden, die aus ersichtlichen Gründen an ihrer Selbsterhaltung durch die Massen festhalten müssen. Aus dem Jenseits, von den dort ablaufenden hierarchischen Prozessen, werden die erfolgreichen Führungsmodelle abgekupfert (siehe «Der Fürst» von Niccolò Machiavelli). Diese gespiegelten Methoden der Führerpersönlichkeiten – ganz gleich ob als Staatslenker oder als Religionsoberhaupt – basieren auf der fundamentalen Problemsituation aller «Fürsten unter dem Himmel», wie Paulus sie nennt. Eigentlich wollen alle Entitäten des Ahriman so sein wie «Gott», jedoch de facto sind sie es nicht, und sie können es auch niemals sein, weil ihnen die dafür erforderlichen Kräfte nicht zur Verfügung gestellt werden. Darum stehen sie in beständiger Angst ums Überleben und plagen sich mit heftigen Aktivitäten und Reaktionen, um ihre Abhängigen und Ausgebeuteten mit subversiven Verwirrspielen und überzeugenden Verleumdungen zu beliefern. Für diese jenseitige Schlacht der Täuschungen ist kein Mittel zu heilig.

In den esoterischen Medien sind die Visionen einer künftigen positiven Entwicklung auf der Evolutionsleiter der Menschen wohl ausgegangen. Die da und dort erwartete Wiedererscheinung des prophezeiten Christus ist auch nicht wirklich eingetroffen. Selbst Krishnamurti, der 1910 von Annie Besant zum künftigen «Messias» gekürt wurde, hat sich nach einigen internationalen Aktivitäten wieder nach Kalifornien zurückgezogen. In dieser ziemlichen verwirrenden Zeitperiode zu Beginn des 3. Jahrtausends spürt nahezu jeder Mensch, dass sich eine deutliche Veränderung für die ganze Menschheit atmosphärisch andeutet.

Die Aquariusperiode hat unzweifelhaft begonnen. Und jetzt geht es um die tatwirkliche Nachfolge des Christus, also um die mögliche Erhöhung der mikrokosmischen Astralis und Mentalis, soweit es in dieser Inkarnation noch möglich ist. Sicher ist, dass jüngere Menschen mit einem reiferen Mikrokosmos inkarnieren werden, die die Dynamik in diese Richtung erheblich beschleunigen werden.

Zur Druckversion: Monas-Schöpfung

 

8.0 Wahrnehmung unter esoterischen Gesichtpunkten

2. Teil: Esoterische Aspekte zur Wahrnehmung

Das menschliche Denken umkleidet sich mit den sinnlichen Wahrnehmungen, den positiven Erinnerungen und den gewohnten Gefühlen komfortabler Lust, und bildet damit im Unbewussten ein hochmütiges EGO aus Selbstvertrauen und eingebildeter Autonomie.
Dieses kann selbst von einem konsequenten Querdenker kaum von seinen Fundamenten gestürzt werden, um sich einer ihm unbekannten Freiheit anzunähern.

Ein Zitat aus dem Buch: «Das holographische Weltbild, Wirklichkeit und Wandel», von Marilyn Ferguson führt zum Kern der nun folgenden Besprechung. (Zitat aus «Das holographische Weltbild», herausgegeben von Ken Wilber, Scherz Verlag, Bern)

«Alle sichtbare Substanz und Bewegung sind Illusion. Sie treten aus einer anderen, ursprünglicheren Ordnung des Universums hervor. Bohm nannte dieses Phänomen Holobewegung, Seit Galilei, so sagte David Bohm, haben wir die Welt durch Linsen betrachtet, unsere eigene Tätigkeit des Objektivierens so verändert, wie in einem Elektronenmikroskop, zu dem, was wir zu sehen hoffen. Wir wollen die Umrisse eines Objekts sehen, wollen, dass die «Realität» für einen Augenblick stillhält, während doch ihre wahre Natur zu einer anderen Ordnung der Wirklichkeit gehört, zu einer anderen Dimension, in der es keine Dinge gibt. Es ist so, als stellten wir das «Beobachtete» scharf ein, wie man ein Dia schärfer einstellt: doch ist in Wahrheit das Verschwommene die genauere Darstellung. Das Verschwommene selbst ist die grundlegende Wirklichkeit.»

Karl Pribram, Gehirnforscher, kam der Gedanke, der Berechnungsapparat des Gehirns könnte ebenfalls wie eine Linse wirken. Seine mathematischen Umwandlungen machen aus Verschwommenheit oder Frequenzen Objekte, verwandeln sie in Klänge und Farben, kinästhetische Empfindungen, Gerüche und Geschmack. «Vielleicht ist die Wirklichkeit gar nicht das, was wir mit unseren Augen sehen». sagte Pribram. «Hätten wir nicht diese Linse – diese von unserem Gehirn vorgenommenen Berechnungen –, dann würden wir vielleicht eine im Frequenzbereich organisierte Welt kennen. Kein Raum, keine Zeit – nichts als Geschehnisse. Könnte es sein, dass wir unsere Realität aus diesem Bereich heraus lesen – heraus isolieren?»
Pribram meinte, transzendentale oder mystische Erfahrungen könnten uns gelegentlich direkten Zugang zu diesem Bereich gewähren. Tatsächlich – subjektive Berichte über solche Erfahrungen klingen oft wie Beschreibungen der Quantenwirkiichkeit, ein Zusammentreffen, das eine Reihe von Physikern zu ähnlichen Gedankengängen verleitet hat. Umgehen wir unsere normale und einschränkende Wahrnehmungsweise – das, was Aldous Huxley das Reduktionsventil nannte –, können wir uns vielleicht auf die Frequenz der Quelle oder der Matrix der Wirklichkeit einstimmen.

Die neuralen Interferenzmuster des Gehirns, seine mathematischen Berechnungen, sind vielleicht mit dem Urzustand des Universums identisch. Das heißt, unsere mentalen Prozesse bestehen tatsächlich aus demselben «Stoff» wie das organisierende Prinzip. Physiker und Astronomen haben gelegentlich festgestellt, die wirkliche Natur des Universums sei immateriell, aber geordnet. Albert Einstein, bekannter Kernphysiker, hat seine mystische Ehrfurcht vor dieser Harmonie bekannt. Der Astronom James Jeans sagte, das Universum gleiche mehr einem großen Gedanken als einer großen Maschine, und der Astronom Arthur Eddington meinte: «Der Stoff, aus dem das Universum besteht, ist Geiststoff.» In jüngster Zeit hat der Kybernetiker David Forster ein «intelligentes Universum» beschrieben, dessen konkretes Erscheinungsbild durch kosmische Daten aus einer nicht erkennbaren organisierten Quelle erzeugt wird. Kurz formuliert besagt die holographische Supertheorie: Unser Gehirn konstruiert aufgrund mathematischer Berechnungen die «harte» Wirklichkeit durch Interpretation von Frequenzen aus einer Dimension, die Raum und Zeit transzendiert. Das Gehirn ist demnach ein Hologramm, das ein holographisches Universum interpretiert.


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Pribram gibt manchmal auf entwaffnende Weise zu: .«Ich hoffe, Sie sind sich darüber im klaren, dass ich all das nicht verstehe. Dieses Eingeständnis entlockt im allgemeinen selbst den wissenschaftlich geschulten Zuhörern einen Seufzer der Erleichterung. Hatte doch jeder einzelne von ihnen – ausgenommen die Vertreter der Neuen Physik, die es besser wissen – immer wieder versucht, lineare, logische Denkprozesse auf eine nicht-lineare Dimension anzuwenden. Man kann nicht in Ursache-Wirkung denken, will man Geschehnisse begreifen, die nicht an Raum und Zeit gebunden sind.»

Die Menschheit steht mit ihren Philosophien, Wissenschaften und Religionen in einem ungeheuren Spannungsfeld, und die weltweite, vielfältige Auseinandersetzung politischer Art oder sogar heftige Kriege um Energie- oder Wasser-Ressourcen reflektieren dieses Katastrophenfeld sehr konkret. Dabei laufen unbeirrt die kosmischen Zyklen in der Zeit ab und senden der Erde in ihren vielfältigen Strahlungen und intensiven Kraftfeldern ihre ihnen eigene Dynamik zur Erfüllung des wirklichen Schöpfungsauftrages. Eine neue – definitiv – neue Zukunft muss in dieser Welt umgesetzt werden, auch mit Hilfe von Menschen, die ihren Auftrag erkennen können. Dafür ist zuallererst ein neues Denken vieler Bewohner dieses Kosmos Erde erforderlich. Die oben zitierten Wissenschaftler sind bereits einen großen Schritt auf diesem Weg gegangen, dennoch fehlt noch der entscheidende verbindende Sprung zu einer ersten mentalen Vereinigung.

Im Folgenden soll der Versuch gemacht werden, eine neue Perspektive zu skizzieren. Dafür müssen allerdings die Grenzen zwischen der materiellen Weltanschauung der westlichen Wissenschaftler und der esoterischen Sicht der Geisteswissenschaftler sowie den östlichen Religionen vorbehaltlos weg gewischt werden. Aber es muss auch die allgemein verbreitete Tradition der hoch verehrten Theorien antiker Philosophien und Weltanschauungen auf einen vertretbaren Platz gestellt werden. Prüfen wir einmal nach, ohne Rücksicht auf all die mentalen Vorbehalte. Von H.P. Blavatsky, Ouspensky, Heindel und Steiner erfahren wir, dass unsere Welt zwei Sphären hat: ein Diesseits und ein Jenseits, das auch der christlichen Kirche nicht ganz unbekannt ist. Mit Diesseits wird die sichtbare physische Welt mit all ihren Erscheinungen der astronomischen Weiten bezeichnet. Das Jenseits beherbergt neben Himmel und Hölle eine Fülle von unstofflichen Kräften, Naturwesen und auch Engel sollen dort ihr Dasein fristen.
Die Hellseher sehen lebendiges Dasein in diesen unstofflichen Sphären, das sie uns erklären wollen. Auch die Astralwanderer sollte man zunächst einmal ruhig anhören, egal mit welchen Methoden sie auf ihre Reisen gegangen sind. Auch die indischen Meistergurus oder die orientalischen Sufis bekommen mit Sicherheit ihre Impressionen aus der kosmischen Mentalsphäre, die in der indischen Philosophie «Devachan» genannt wird. Alles das sind ganz konkrete Wirklichkeiten, die eigentlich nicht nur die Mystiker interessieren sollten. Sie wirken auf alle Menschen, auch wenn sie diese (noch) nicht wahrnehmen können. Auch wenn dieser Tatbestand von den materiell durchtrainierten Fachleuten lauthals verleugnet oder einfach ignoriert wird.

Viele Menschen haben zu allen Zeiten nach einem plausiblen und verständlichen Weg gesucht, auf dem der Mensch seine künftigen Möglichkeiten erforschen kann, wie und wo er die Lücke in seinem System finden kann, durch die er hindurch muss, um wirklich autonom zu werden. Dafür ist es zu allen Zeiten erforderlich gewesen, bewusst sämtliche Grundlagen und Kräfte des eigenen Seins zu erfassen. „Mensch, erkenne Dich selbst!“ war schon über dem Eingang zum Tempel der Einweihung in Stein gemeißelt. Diese Selbsterkenntnis ist nicht nur eine psychologische Analyse unbewusster Aspekte des irdischen materiellen Seins. Die unbewussten Ansichten des Seins befinden sich nun einmal in den unsichtbaren mikrokosmischen Kraftfeldern. Diese muss der Mensch aus individueller Erfahrung kennen lernen, weil dort die Ursachen und Strukturen des Wahrnehmens, des empirischen Erfassens der Umwelt zu finden sind. Erst mit diesen  unstofflichen Gegebenheiten werden die Voraussetzungen des Bedenkens, des Erinnerns und der mentalen Ordnung deutlich, z.B. die Regeln der Resonanz.

Vor jeder sinnesorganischen Wahrnehmung im Stoffkörper vollzieht sich sozusagen eine «Wahrnehmung», ein Informationsaustausch im Ätherkörper, im Astralkörper und in der Mentalis. Alle kommunikativen Vermögen des Mikrokosmos stehen immer im Einklang miteinander, weil sie die eingehenden Informationen für seine Selbsterhaltung in den aktiven Ansichten der vier Lebensfelder verwerten. Dadurch werden damit alle körperlichen, emotionalen und mentalen Aktivitäten für den aktuellen Auftrag des Mikrokosmos im Allgeschehen gesteuert. Alle kursierenden Informationen müssen auch immer mit den bereits bestehenden karmischen Bestimmungen in der Lipika abgeglichen werden. Die Balance zwischen diesen beiden Dynamiken wird stets vom aurischen Wesen mit den Regeln der Resonanz gewahrt. Das Begehren nach Vollendung des Systems wird von der Monade, der Entität hinter dem Mikrokosmos, über den Begegnungspunkt im Herzen eingespielt. Bei diesem teleologischen Bemühen helfen auch noch drei weitere Sphären, die noch nicht zentrierten nirwanischen Felder, die den Mikrokosmos wolkenartig umgeben. Sie werden sich erst in späteren Inkarnationen konzentrisch kumulieren und dem Menschen zur Verfügung gestellt.

8.1 Der Mensch ist ein Mikrokosmos

Genauso wie der Kosmos eine Atmosphäre von ziemlicher Ausdehnung hat, so hat der Mikrokosmos ein großes Atemfeld. Um den Planeten Mensch herum gibt es eine lebendige Kraftwolke, ein bewusstes Wesen, das aurische Wesen von ca. 16 mtr. Durchmesser. Es umfasst den körperlichen Menschen mit allen unstofflichen Kraftfeldern. Der Mensch ist sozusagen das Produkt des aurische Wesens, das ihn führt und ihn dabei auf besondere Weise im Auftrag der Monade leitet. Jeder Mensch wird aus diesen Wechselwirkungen der ihm zugehörigen vier Kraftfelder, mit den sich noch nicht zentrierten drei weiteren gelebt. Das aurische Wesen ist sozusagen der Vater/Mutter des stofflichen Menschen und die unstofflichen Felder sind das persönliche Jenseits. Die darin lebende Person ist stets das Produkt dieses ewig lebenden aurischen Wesens, das seinerseits Produkt der Monade innerhalb unseres irdischen Naturfeldes mit Diesseits und Jenseits ist. Die Monade selbst gehört in ihrer Gesamtheit in eine höhere Lebensdomäne.

Das aurische Wesen
Das aurische Wesen – der Mikrokosmos – besteht aus sieben Wirkungsfeldern mit einem gewaltigen Magnetfeld. Dieses Magnetfeld ist gemäß dem aktuellen Lebensimpuls so polarisiert, dass alle förderlichen Kräfte angezogen und alle disharmonischen Beeinflussungen abgestoßen werden. Der Mensch ist bei aller physischen Perfektion vorerst nur das eigenwillige Werkzeug des aurischen Wesens für seinen Lebensweg.

Für das richtige Verstehen der Wahrnehmung ist es sinnvoll, jetzt noch eine Besonderheit des aurischen Wesens zu beschreiben. Das aurische Wesen ist die Institution des Menschen, die eigentlich nahezu unsterblich ist, also stets erneut einen körperlichen Menschen adoptiert, sein Wesen und Dasein präformiert und seine Erfahrungen so lange speichert, bis die Vollendung des Mikrokosmos mit allen sieben Kraftfeldern zur Tatsache geworden ist. Sind alle Lebensfelder völlig kongruent mit den Kräften in der Monade geworden, dann wird der Mikrokosmos mit dem monadischen Kraftfeld eins sein, ausgestattet mit allen Kräften und Vermögen der ursprünglichen Schöpfung und eins mit sämtlichen Monaden der Schöpfung. Das entspräche der göttlichen Verheißung aller großen Religionen. Darum muss das aurische Wesen stets direkt mit der Monade kooperieren, damit alle weiteren Entfaltungsschritte im Mikrokosmos erfolgen können, auch wenn diese scheinbar über unzählige Umwege führen, um dann letztendlich doch erfolgreich vollzogen zu werden.

Der Ätherkörper
Der Ätherkörper durchdringt und umgibt die materielle Erscheinung, ist ca. 3 cm bis 5 cm größer als der Stoffkörper. Die sich für unser Tastorgan als fest erweisende Materie ist in Wirklichkeit nur eine Anhäufung von Schwingungsklustern besonders niedriger Energie. Die grobstoffliche, materielle Persönlichkeit wird komplett aus dem Ätherfeld erhalten. Das Ätherfeld des Mikrokosmos ist keine insulare Erscheinung. Vielmehr kann man sagen, es schwimmt in einem Wechselbad aus jenseitigem Äther und den in ihm lebenden Wesen. Wie wir das Ein- und Ausatmen kennen, so muss das mikrokosmische Ätherfeld durch Assimilation aus dem umgebenden Ätherfeld stets erneuert werden. Für die Erde sind die Ätherwelten eigentlich der Aufenthaltsbereich für alle Wesenheiten, die vorwiegend für den Erhalt und die Kommunikation der Mineralien, der Pflanzen und für die niederen Tiere arbeiten. Alle stofflichen Lebenswellen die Mineralien, die Einzeller, die Pflanzen und Tiere, Vögel, Fische und Säugetiere sowie die Menschen werden in allen stofflichen Belangen aus dem Ätherfeld der Erde ernährt.

Der Astralkörper
Das nächst höhere energetische Kraftfeld für Tiere und Menschen hat in der okkulten Sprache der Alten den Namen Astralwesen oder Astralis. Weil dieses von Sehern wahrnehmbare aurische Feld des Menschen ein starkes Leuchten kennzeichnet, wird die Astralis eben als Sternenkraft bezeichnet. Das Astralwesen hat im Ruhezustand in etwa die Form eines Eies, in das der materielle Körper vollkommen hineinpasst. Es dynamisiert das Leben und Sein über die Gefühle, Wünsche, Bedürfnisse und Begierden, und sorgt auf diese Weise für die Selbst- und Arterhaltung. In ihm vibriert die fundamentale Kraft, die S. Freud als Libido bezeichnet hat. So ist die Astralis die unstoffliche Basis für alle Wahrnehmungen. Darum sind die Wahrnehmungen vielfach mit Emotionalitäten unterschiedlicher Art verbunden, die sehr direkt die Aufmerksamkeitsrichtung beeinflussen. Die in vielen religiösen Texten erwähnte Seele kann durchaus als der prinzipielle Lebenstrieb in der Astralis benannt werden.

Die Mentalis
Als viertes Kraftfeld haben sich bei vielen Menschen die ersten Aspekte des Denkvermögens aktiv im Mikrokosmos zentriert. Dieses, bei den Theosophen auch Mentalkörper genannte Kraftfeld, befähigt den Menschen für eine gewisse mentale Aktivität. Dabei sollte immer klar sein, dass der Mikrokosmos wie ein Wassertropfen im Meer in den kosmischen Feldern eingefügt wirkt. So wird die mikrokosmische Mentalis vollkommen vom mentalen Feld des Kosmos durchflutet. Da es als solches aktuell noch kein wirklic voll ausgereiftes Kraftfeld ist, benötigt es stete Ernährung, Reinigung und Dynamisierung von außen. R. Steiner beschreibt sehr schön, wie sich die elementaren Kräfte einerseits um eine Weiterentwicklung der Mentalis beim Menschen bemühen, und andererseits ihn gerade wegen dieser Befähigung massiv für ihre eigenen Interessen gebrauchen.

Dieser Ansatz der Mentalis im Mikrokosmos ist ein kleines, aber gewaltiges Potential, das dem Menschen von seiner Monade zur Verfügung gestellt wurde. Das Mentalvermögen oder vielmehr die Summe aller Kräfte, die damit zusammenwirken, ermöglichen der Persönlichkeit ein bewusstes Wahrnehmen und Denken. Dieses ist die Basis für den deduktiv arbeitenden Verstand, der als ein besonderes virtuelles Sinnesorgan neue Sensationen mit gespeicherten Erfahrungen verknüpfen, abgleichen und bewerten kann. Das mit dem Großhirn in Verbindung stehende Organ, hat verschiedene Eigenschaften und Vermögen, die man am ehesten mit einem Radioapparat vergleichen kann und der seiner Wirkungsweise vielfach einem Computer ähnlich ist.

Jetzt haben wir die verschiedenen in der Esoterik meist bekannten elektromagnetischen Felder in etwa definiert:
Das Feld des materiellen Körpers.
Das uns geläufige Bild von der Erde, von den Gewässern, von der Luft, von den Pflanzen, Tieren und Menschen.
Das Ätherfeld, die Matrize für alle materiellen Erscheinungen. Das Pflanzenreich lebt aus und in dem Ätherfeld.
Das Astralfeld, in dem sich unsere Wünsche und Begehren manifestieren. Das Tierreich lebt sowohl aus dem Ätherfeld, und auch in den niederen Aspekten des Astralfeldes.
Das mentale Feld, das den Verstand, das Denken und den Willen ermöglicht. Dem Menschen gebührt die Ehre, außerdem Anteil am mentalen Feld zu haben. Einige wenige Auserwählte verfügen bereits über höhere Aspekte der Mentalis. Diese werden als Intuition oder Inspiration bezeichnet.
Es gibt darüber hinaus noch drei weniger bekannte Felder, die «nirwanischen Felder»: die Spinalis, Spiritualis, Idealis.

Die höheren drei Kraftfelder des Nirwana werden in der Esoterik immer nur angedeutet. In der jüdischen Kabbala bekamen sie Namen wie Throne, Cherubim und Seraphim, die von der Anthroposophie (R. Steiner) als die höheren Engel in der menschlichen Evolution beschrieben werden. Annie Besant erwähnt die einzelnen Felder in ihrem Buch «Eine uralte Weisheit» ohne genaue Definitionen, weil die Mentalis, also das menschliche Denken keinen Zugriff auf sie hat. Die drei oberen Ebenen des Weltalls heißen bei Sri Aurobindo «sat-chit-ananda», aus dem Buch «Stufen der Vollendung». Diese Begriffe, die an das Sanskrit angelehnt sind, bezeichnen sat = wesenhafte Wahrheit; chit = göttliches Bewusstsein; ananda = Seligkeit des Geistes.

Wenn man das ganze Miteinander und Durchwirken der Lebensfelder und der Wesenheiten in Diesseits und Jenseits richtig betrachtet, sind alle Kraftfelder überall anwesend. Sie befinden sich im selben Raum und kommunizieren nach den Resonanzgesetzen miteinander. Allerdings hat jede Wesenheit unterschiedliche Möglichkeiten und Fähigkeiten der Wahrnehmung. So können die Pflanzen mit ihren Assimilationszellen neben dem Licht und den flüssigen Stoffen eben nur die ätherischen Anteile ihrer Umwelt erfassen und werden von diesen Informationen gelenkt. Sie haben jeweils als Pflanzenfamilie einen großen, ihnen übergeordneten Kraftkosmos, in dem auch viele Informationen astraler und mentaler Art der ganzen Gattung gespeichert sind. Die Tiere werden je nach Art und Familie aus einem Gruppengeist, ähnlich einem Mikrokosmos, geführt. Entsprechend ihrer wesensmäßigen Beteiligung an den drei unteren Kraftfeldern können die Tiere auch astral „Sehen“, sich auf der Erde orientieren, z.B. bei ihren großen Wanderungen für die Fortpflanzung. Mit ihrer ätherischen Wahrnehmung elektromagnetischer Art vermögen Tiere auch die regionale Ekliptik des Erdmagnetismus erfassen und sich daran für ihre Flugrichtung oder Schwimmrichtung orientieren. Dieser Bereich ist so umfassend und höchst spannend, dass ein exakte Erforschung sicherlich über das Leben der Tiere und der Menschheit mehr aussagen könnte, als eine Expedition zum Mars.

 

8.2 Das Bewusstsein

Ein sehr schwieriges Feld in diesem Zusammenhang der Wahrnehmung ist das Bewusstsein. Der Begriff «Bewusstsein» ist in unserer Gesellschaft weit verbreitet und wird oft mit zahlreichen unterschiedlichen Sinngebungen ausgestattet, die eigentlich in den Bereich der Sinneswahrnehmungen gehören. Alles Leben, Denken und Fühlen wird allgemein von der sinnlich wahrnehmbaren Erscheinung der Materie abgeleitet, so auch das Bewusstsein. Jedoch vom «Bewusstsein» selbst, von seiner ihm eigenen Wesensqualität, ist in der Regel ebenso wenig bekannt wie von dem Phänomen «Zeit». Eigentlich kann niemand so richtig erfassen, was das Bewusstsein selbst ist. Ja, jeder spricht davon, es zu besitzen. Jedoch kann man bei einem genauen Hinschauen und Hinhören feststellen, dass das nicht stimmen kann. Der Mensch wird von seinem Bewusstsein permanent gelebt, denn es umfasst und bestimmt alle Aktivitäten seines Lebens, nämlich sinnesorganisch Wahrnehmen, Denken, Erinnern, Fühlen, Hören, Schmecken, Riechen, körperliches Empfinden, seine Muskeln, seinen Atem, seinen Herzschlag spüren. Eben alle äußerlichen und innerlichen Sensationen wahrnehmen und begreifen, alle Informationen für den Selbstschutz und die sogenannte Zweckmäßigkeit einschätzen. Mit Hilfe all dieser zahlreichen Funktionen, die durch das Bewusstsein ermöglicht werden, wird sich jeder seines Selbst bewusst.
Das Bewusstsein ist demnach die Basisenergie in allen Lebenstrukturen, weil jede Funktion im Körper und mit dem Körper kontrolliert und geregelt werden muss. Dazu gehört, wie heute jeder Wissenschaftler bestätigen kann, ein steter Informationsaustausch. Und das Bewusstsein ist das Medium für alle Kommunikation im Mikrokosmos. Bei all diesen Prozessen wirken für die geordneten Strukturen immer die Regeln der isobaren Resonanz, im aurischen Wesen wie auch im Kosmos.

Alles Erfassen und alles Bedenken findet in der Mentalis statt. Sämtliche Kommunikation in den und zwischen den Kraftfeldern wird mit dem Bewusstsein ermöglicht, das in jedem der sieben Kraftfelder jeweils funktional immanent ist.

Das Bewusstsein ist eines der sieben gewaltigen Kräfte des Universums, die die ganze Schöpfung durchdringen und beleben. Das Bewusstsein wird von allen Monaden in allen Schöpfungsgebieten ausgetragen. Dabei muss eigentlich von mehreren Bewusstheiten oder von vielen Bewusstseinsstrukturen gesprochen werden. Einerseits ist das Bewusstsein im ganzen Universum immer eins – das Universale Bewusstsein ist ein einziges Kraftfeld – andererseits wirkt es in den verschiedenen Kosmen, Monaden, Entitäten, Wesen, sowie den Teilfeldern aller Wesen unterschiedlich, jeweils entsprechend der Art und Struktur der Teilbereiche sowie in Harmonie mit dem notwendigen Informationsstrom und der Erlebnisfähigkeit der zugehörigen Aspekte. Für den Auftrag, die Erkenntnisse der erfahrenen Lebenszusammenhänge zwischen den Monaden auszutauschen, werden die verschiedenen Informationsströme vom monadischen Bewusstsein zu den in den Monaden wirkenden Wesen intelligent überspielt.
Auf diese Weise ist im Mikrokosmos das Grundbewusstsein des aurischen Wesens die Basisenergie auch für die Mentalis als Verwerter der diversen Sinneswahrnehmungen. Dabei werden alle sinnesorganischen Wahrnehmungen über die unbewussten Feldstrukturen hinaus vorselektiert, und mit dem Verstand in das erfassbare Tagesbewusstsein gehoben, das immer nur einen Bruchteil der Gesamtinformationen erfassen kann. Informationswissenschaftler sprechen von einer aktuellen Informationsflut von 1 Million Bits pro Sekunde, wovon im Tagesbewusstsein durchschnittlich nur 100 bits/sec verarbeitet werden. Die Qualität des tatsächlich von der Person bewusst Erlebten im aktuellen Tagesbewusstsein ist also nur eine Konzentration oder Selektion aus allen eingehenden Informationen im System für die rationalen Überlebensnotwendigkeiten. Die Vielfalt aller im Mikrokosmos ablaufenden Kommunikationen werden vollkommen im Unterbewusstsein verarbeitet, für die Gedächtnisse in den Kraftfeldern und im Atemfeld aufbereitet und gesammelt. Simultan werden die eingehenden Informationen teilweise direkt in der Lenkung der Wahrnehmung wieder angewendet.

Es ist ganz wichtig, sich immer wieder deutlich zu machen, dass jede mikrokosmische und kosmische Sphäre von einem ihr eigenen Bewusstsein geführt wird, das mit zugehörigen virtuellen Wahrnehmungsorganen arbeitet.

1. Im Körper wirkt das bekannte Körperbewusstsein, das sogenannte Tagesbewusstsein. Von den Neurologen wird es auch Beta-Bewusstsein genannt. Die dazugehörigen Sinnesorgane des Körpers Gefühl, Geschmack, Geruch, Gehör, Gesicht sind allgemein bekannt, und wurden im vorderen Teil des Textes ausführlich besprochen. Der sechste Sinn – der Verstand – gehört allerdings auch zu den Sinnesorganen. Er arbeitet meistens übergreifend mit den anderen Feldern zusammen. Zu den Sinnesorganen im Körper gehören noch einige Kontroll- und Regelungszentren für Wärme, Blutdruck, Flucht- und Schutzmechanismen, die durch die moderne Biologie erforscht wurden.

2. Im Ätherfeld gibt es ein ätherisches Bewusstsein, das von Hellsehern gebraucht werden kann. Es arbeitet aber auch bei allen Menschen, die sich nicht zu den sensitiven Medien rechnen. Die Wahrnehmung im Ätherfeld ist für viele Menschen zunächst nur ein vages Fühlen von Veränderungen gegenüber dem eigenen Vibrationsstatus, z.B. Empfindungen von Kälte oder Wärme, auch wenn die Außentemperaturen normal sind.

3. Im astralen Feld wirkt ein astrales Bewusstsein, das vor allem über das Herz arbeitet, dem zentralen Organ des Astralwesens. Manchmal hört man bei komplexen Entscheidungen die Rede: «Das habe ich aus dem Bauch entschieden». Diese Aussage bedeutet, dass Menschen nicht-rationale Entscheidungen über das Sonnengeflecht reflektieren, wo sich das Denkzentrum de Astralis konzentriert. Das Herzbewusstsein ist ein ganz besonderes Gefühlsorgan, in dem sich verschiedene Bewusstheiten unterschiedlich mischen und zu dem werden, was normalerweise als Gemütszustand bezeichnet wird. Dieser wird jedoch stark vom Astralbewusstsein dominiert.

4. Das mentale Feld ist die Hauptdomäne des denkenden Bewusstseins. So wird es immer gesagt. Doch es ist ernsthaft die Frage erlaubt, ob der Mensch wirklich nur mit seinem Kopf denkt, bewusst seine Erfahrungen verarbeitet und dann mit kräftigem Entschluss zum Handeln übergeht. Wir sind in unserer Vorstellung Kopf-Dinosaurier geworden. Das Denken über das Instrument Verstand ist für die heutige Menschheit die höchste Erfahrung des scheinbar unabhängigen Selbstwertes. Darum resümiert Descartes: «Ich denke, also bin Ich!» Dabei hat er allerdings übersehen, dass das menschliche Sein ein komplexes Produkt von Körper, Mikrokosmos und Monade ist. Erst mit dieser Kombination aus stofflichem Körper – Gehirn – und der unstofflichen Mentalis ist das Denken erst möglich geworden.

Die Sinnesorgane des Körpers sind immer gekoppelt mit dem virtuellen Verstand im Körperbewusstsein. So ist es bei weitaus den meisten Menschen, auch weil sie ihr Leben überwiegend auf die Selbsterhaltung im stofflichen Lebensfeld ausrichten. Die materielle Konsumhaltung lässt nur bei wenigen Menschen eine Sensitivität für das ätherische oder astrale Bewusstsein zu. Im Übergang des Fischezeitalters zur Aquariusperiode ist bereits festzustellen, dass immer mehr Mikrokosmen inkarnieren, in denen die Menschen schon Empfindungen für die Äthersphäre haben. Man denke dabei nur an den Begriff der «Indigo-Kinder» (Auch der Ausdruck Wassermann-Kinder drängt sich geradezu auf, weil diese Kinder über Fähigkeiten oder Eigenschaften verfügen, die viel mit dem Prinzip des Wassermanns zu tun haben: z.B. Hellsichtigkeit und/oder Hypersensitivität – ätherisches Sehen) oder an die sich immer mehr zeigende «ADHS-Krankheit» (Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung. ADHS gehört zur Gruppe der Verhaltens- und emotionalen Störungen mit Beginn in der Kindheit und Jugend.) Natürlich werden von der Standardwissenschaft diese Feststellung der mikrokosmischen Weiterentfaltung als esoterisch eingestuft, weil sie mit ihrem Körperbewusstsein diese Lebensbereiche nicht erfassen kann.

Darin liegt natürlich ein ganz wesentlicher Schutz für die Entwicklung des Menschen. In der Übergangszeit zu einer neuen Entwicklungsstufe in der Evolution wird dieser Schutz gleichzeitig zu einer enormen Behinderung. Denn noch sind viele Menschen mikrokosmisch in der Phase der Vollendung der dritten astralen Ansicht oder sie beginnen gerade, sich mit den Begehren aus der vierten astralen Ansicht auseinander zu setzen. Das bedeutet, sie empfinden in ihrem System hohe Ideale der Liebe, der Gerechtigkeit, der Harmonie, der Schönheit usw. die meistens mit dem göttlichen Himmel verbunden werden. Wenn ein Mikrokosmos bereits mit einer weiter entwickelten Astralis inkarniert, mit der vollendeten 4. oder bereits mit der 5. astralen Komponente, dann wird auch die vierte Mentalis zunehmend aktiv. Das führt dann zu völlig anderen Wahrnehmungen, wie z.B. Hellsichtigkeit in die ätherische Sphäre, evtl. auch in die Felder der niederen Astralis. Das ist natürlich für den «normal» gesinnten Menschen derart außergewöhnlich und darum höchst gefährlich, zumal solche Menschen auch den allgemeinen Betrug in Handel und Werbung, in Finanzen und Medizin intuitiv erfassen. Sie erkennen viel schneller und direkter die Unwahrhaftigkeit ihrer Umwelt. Darum muss diese Entwicklung von den noch nicht so weit entwickelten Menschen mit Hilfe ihrer Medien vollständig verdrängt werden. Mögliche Einsichten oder Erkenntnisse bzw. Erscheinungen von diesen Menschen werden esoterisch oder spirituell gewertet oder in die Welt der Wunder und Märchen einsortiert.

Dass diese erweiterten Befähigungen allerdings schon lange von Mystikern in Ost und West bekannt waren und auch von anerkannten Forschern in vielen Studien beschrieben werden, ist verständlicherweise kein Allgemeingut. Jedoch die Erkenntnisse über diese Erneuerungen im Wahrnehmen durch die Entwicklung des Mikrokosmos in der Astralis und Mentalis nehmen zu (Michael Murphy, Der Quantenmensch). Die Kenntnisse über die einzelnen Kraftfelder in Kosmos und Mikrokosmos sind auch erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts durch die Theosophie zur Menschheit gekommen, insbesondere Annie Besant und C.W. Leadbeater haben darüber berichtet. J. v. Rijckenborgh und Cath. de Petrie haben in der Lehre der Rosenkreuzer viele Zusammenhänge und Wirkungen der mikrokosmischen Felder mit den Feldern des Jenseits erläutert.

Es wäre hier noch einmal zu betonen: Da der Mensch seine Wahrnehmungen überwiegend mit dem stofflichen Bewusstsein macht und auch mit dem stofflichen Bewusstsein alle Informationen aus den Gedächtnissen bedenkt (schon ca. 340 v.Chr. von Aristoteles als empirische Wissenschaft benannt), bleibt er von der Erkenntnis aus den höheren Kraftfeldern (Äther, Astralis, Mentalis) ausgeschlossen. Das allgemein übliche Denken auf dieser niederen Basis wird zum harten Kern seines EGOs,
und ein jeder hat große Problem, sich mit seinem Denken für eine höhere Erfahrenswelt zu öffnen. Dies ist wiederum der Grund für die explosionsartige Entwicklung von Religion, Spiritismus und Okkultismus sowie Drogengebrauch, denn es gibt auch viele Menschen, die den einschränkenden Mangel empfinden und nach gangbaren Wegen zur Bewusstseinserweiterung suchen. Andere entfalten für ihre Selbstbestätigung kulturelle Aktivitäten nach allen Richtungen oder bilden und wirken in karitativen Hilfsorganisationen und sonstigen Schutzorganisationen für Kinder, Tiere und die Flora.

 

8.3 Das Atemfeld

Das Atemfeld im aurischen Wesen ist ein kugelförmiges Kraftfeld von ca 8 mtr. Durchmesser, in dem der Mensch atmet, die Luft und auch ätherische, astrale und mentale Kräfte aufnimmt und umwandelt. In dieses Atemfeld projiziert der Mensch seine Gedankengeschöpfe, mit allen lang gehegten Wünschen und Vorstellungen von sich und der Welt. Auch nicht ausgelebte und verdrängte Begehren jeder Art werden zu astral-mentalen Schemen, die sich manchmal nachts dem Träumer offenbaren. Je nach Intensität und Dauer werden diese Atemfeldbewohner sehr kraftvolle Erscheinungen, die sich ganz konkret vor das Gesicht stellen und so das Wahrnehmen, Empfinden und Denken beeinflussen. In dieser Projektionsfähigkeit offenbart sich ein fataler Teil des schöpferischen Vermögens unserer Denktätigkeit. Diese erschafft aus unseren Gedanken und Gefühlen lebende Geschöpfe, die sich primär im Atemfeld einnisten und sich dort kurz oder länger aufhalten. Wenn man von Vorstellungen, Dogmen, Prinzipien, Weltanschauungen, Werthaltungen o.ä. spricht, denen man mehr oder weniger zwanghaft gehorchen muss, dann sind diese mentalen Geschöpfe im mikrokosmischen Atemfeld gemeint. Denn sie stehen dort ganz konkret vor der Wahrnehmung des Verstandes und dominieren das Denken. Je intensiver der Mensch mit diesen Holokumulies kooperiert – was leider nicht ausbleiben kann – desto kräftiger werden diese astral-mentalen Bewohner zur Gewohnheit. Dadurch bekommen sie immer konkretere Form und stärkere Dynamik. Zunehmend wenden sie sich aus Selbsterhaltungszwang an ihren Schöpfer, um erneut Nahrung, sprich mentale und astrale Kraft zu bekommen. Jeder könnte das alles bei sich selbst erkennen, wenn er sich in seinen Gewohnheiten einmal genau unter die Lupe nähme. Wer schon aus Gewohnheit z.B. bestimmten ungeschriebenen Tabus oder Gesetzen gehorchen muss – die ihm möglicherweise von der Gesellschaft anerzogen wurden – oder wenn man Autoritäten und deren Weltanschauungen zwingend folgen muss, die nicht mehr anwesend sind, folgt ausschließlich seinen «Atemfeldgolems». Dann haben sich diese Autoritäten bzw. deren Vorstellungen bereits im Atemfeld fest eingerichtet. Von dort wird dann der Mensch über sein Unterbewusstsein regelmäßig manipuliert und vertritt wie gewohnt diese Ansichten oder Vorbehalte vehement nach außen. Er selbst glaubt, seine Äußerungen entsprächen seinen eigenen, selbst geschaffenen Vorstellungen. Steigert sich der Mensch mit diesen Einstellungen und Werthaltungen hoch zu Streitigkeiten und emotionalen Eruptionen, dann werden die «Mentalgolems» im Atemfeld besonders kräftig ernährt. Man selbst wird und fühlt sich hinterher ziemlich kraftlos und meistens auch noch völlig zu Unrecht missachtet.

Dabei wird allerdings sehr deutlich, dass alle Inhalte des Atemfeldes ein Gedächtnis darstellen, das außerdem ständig aktualisiert und meistens auch kräftig benutzt wird. Das Gehirn ist nur die Apparatur für den Verstand, der im Atemfeld die in den astral-mentale Holokumulies vibrierenden Gedanken ausliest.

Das aurische Wesen ist auch ein effektiv schützendes Feld für den Mikrokosmos, das aus dem Kosmos über seinen Magnetismus jene Ereignisse und Kräfte anzieht, die notwendig für sein Leben und Werden sind. Alle mentalen und emotionalen Vorstellungen im Atemfeld zusammen mit den Melodien aller mikrokosmischen Sphären prägen den Vibrationsschlüssel dieses Feldes. Dementsprechend werden jene Kräfte angezogen, die zur Entwicklung des Mikrokosmos gut passen und alle disharmonischen Kräfte, die nicht zur Gesamtschwingung resonant sind, werden abgewiesen. Dieses kugelförmige elektromagnetische Feld reicht ziemlich weit über den Körper des Menschen hinaus. Wer sich einmal eine stark belebte Hauptstraße in einer Großstadt vorstellt, kann ermessen, wie die Mikrokosmen durcheinander gehen und -fahren, durcheinander in der Bahn sitzen und sich gegenseitig mit ihren Magnetfeldern durchdringen, sich damit möglicherweise beeinflussen, ohne dass es wirklich vom Einzelnen erfasst werden kann. Allerhöchstens tauchen ein paar Impressionen der Sympathie oder Antipathie auf. Spannend zu beobachten sind große Massenversammlungen, z.B. die Hadsch in Mekka oder die Kumbh Mela in Indien, wo dann alle Pilger auch noch gleichermaßen auf ihren Gott ausgerichtet werden, oder die großen Pop-Events, wo sich viele Menschen bei gleicher Musik auf ihre besondere Lebensqualität einschwingen. Sie summieren sich auch noch in ihrer Verehrung – also im Magnetismus – für eine Spiegelsphärenwesenheit, die natürlich mächtig angezogen wird und ihre «Schäfchen» kräftig ausbeutet.

Unzweifelhaft sind die Basisgesetze für die visuelle Wahrnehmungsorganisation auch für das Wahrnehmen in den unstofflichen Kraftfeldern wirksam. Das Prinzip Leben erfindet sich permanent neu in der ununterbrochenen Kommunikation, dem permanenten Austausch von Kräften, Ideen, logistischen Elementen, Planungen des Zusammenwirkens, Abgleichen, Interferieren und Multiplizieren von Daten und Fakten. Bei diesem komplexen Informationsaustausch finden sich immer jene Vibrationen zusammen, die eine gleiche Schwingung aufweisen. Demnach wirkt in allen Kraftfeldern vor allem der Ähnlichkeitsgrundsatz, aber auch das Prinzip der harmonische Fortsetzung, die Regel von Figur und Grund und alle weiteren bereits beschriebenen Regeln der Wahrnehmungsorganisation bestimmen das Geschehen. Die in der visuellen Wahrnehmung dargestellten Gesetze spiegeln ausnahmslos das Zusammenspiel im gesamten Kommunikations-Prozess in allen Bewusstheiten der monadischen Kraftfelder. Über allem ist das Gesetz der isobaren Resonanz gültig.

Die Wechselwirkung zwischen Monade und aurischem Wesen beinhaltet in ihrer Gesamtheit die Selbsterhaltung des Mikrokosmos mit einer bewusst erfassenden Persönlichkeit und die Vermittlung aller Informationen und Kräfte. So ist das Leben ein beständiges Fließen von Kräften nach unterschiedlichen Regeln. Viele davon spiegeln sich bereits in der materiellen Wahrnehmungsorganisation, wie vorher beschrieben. Dieses Hin und Her von Wahrnehmungen, Informationen und Kräften ist wie ein sich unentwegt webender Teppich, in dem sich die Muster permanent verändern, ineinander übergehen, sich gegenseitig überlagern oder auslöschen, allerdings in allen Dimensionen. Das ist das vitale Leben selbst. Alle gespeicherten Kraftimpulse schwingen ganz langsam aus, nachdem sie die Auftragserfüllung erreicht und dabei den Höhepunkt der Intensität überschritten haben. Zentrale hohe Impulse lösen in den unteren Kraftfeldern eine Kaskade von weiteren Impulsen aus, die sich in einem mehrdimensionalen Netz verstärken, ergänzen oder gegenseitig auslöschen, so dass man durchaus von einer multidimensionalen Melodie der Monade sprechen kann.

Chakras
Die Chakras, Quellräder und Transportbahnen für alle immateriellen Kräfte, sorgen für die Gesunderhaltung des Systems Mikrokosmos und für das seelische und auch das physische Gleichgewicht der Persönlichkeit. Dies geschieht innerhalb zahlloser Kräfte und Einflüsse des gewaltigen Universums, in dem der Kosmos Erde mit Diesseits und Jenseits nur ein Bruchteil des ganzen Seins ist. Die elementar wichtigen Austauschfunktionen, also die Aufnahme und Weitergabe von Kräften zwischen den Sphären im Mikrokosmos, üben die Chakras aus, allerdings ohne die bewusste Kontrolle der Menschen. Jede Störung in diesem stetig fließenden informativen Stoffwechsel führt zu Krankheiten und letztendlich auch zur Auflösung des mikrokosmischen Verbandes. Die Reorganisation der Chakras hat in esoterisch-okkulten Kreisen und Vereinigungen zu einer gewissen Kultur geführt, angefangen vom echten Hatha-Yoga bis hin zu den Chakra-Meditationen der Theosophen. Dabei wird immer auch beschrieben, wie sich eine neue Wahrnehmung einstellen kann.

 

8.4 Der Verstand, ein Sinnesorgan

Was kann oder macht der Verstand? – Es wird vielfach sehr unterschiedlich über dieses Phänomen des Menschen geschrieben, gesprochen und meditiert. Man sollte sich diese erstaunlichen Befähigungen einmal in Ruhe anschauen. Als erstes beobachtet man zunächst das Vordergründige: das Denken, wie wohl ein jeder weiß. Doch nicht jeder ist sich seines Denkens wirklich bewusst und erfasst die dazu gehörenden Vorgänge, weil er selten oder nie seine Aufmerksamkeit auf diese vielfältigen Prozesse lenkt. Jedes Denken findet sozusagen innerhalb eines „Gartens“ mit zahlreichen, bereits gepflanzten Blumen statt. Ohne einen gewissen Bildervorrat aus Erfahrungen, Vorstellungen, Meinungen und lebensnotwendigen Verbindlichkeiten findet kein Denken, Überlegen Bewerten etc. statt. Jeder Mensch ist voller solcher Weltanschauungen und selbst geschaffenen Wahrheiten, mit Dogmen und Tabus ausgestattet.

Der Verstand funktioniert wie ein perfekter Artist in einer Mannschaft aus mehreren Artisten am Hochseil. Als virtuelles Sinnesorgan muss er alle aktuellen Wahrnehmungen der Sinnesorgane auf der Basis eines emotionalen und konditionellen Settings des Körpers mit allen Gedächtnisstrukturen im Mikrokosmos – im Atemfeld, in der Astralis und in der Lipika – abgleichen; simultan die vielfältigen Informationen in den zentralen virtuellen Denkapparat einspiegeln, und dann die plausibelste, dem Gesamtsystem am besten angepasste Information dem bewussten Denken zur Verfügung stellen. Außerdem noch – je nach Situation – einen rational ausgewogenen Gedanken für einen grammatikalisch perfekt formulierten Satz in der richtigen Sprache – in der Muttersprache oder einer Fremdsprache – dem Sprechapparat zur Verfügung stellen.

Es kann dabei durchaus vorkommen, dass der Verstand einen Gedanken formuliert hat, der dem Zuhörer nicht übertragen werden darf; dann muss schnell noch eine fast richtige Gegenargumentation aus dem Gedächtnis gefischt werden, die in der erkannten richtigen Absicht dem Zuhörer gefallen könnte. Bei alledem muss das Denken im Verstand natürlich auch der emotionalen Gesamtsituation des Gespräches Rechnung tragen. Das ist eine hochkomplizierte Angelegenheit, die niemals vollständig bewusst gesteuert werden kann. Darum ist dieses Geschehen eingebettet in angelernte Modellstrukturen und antrainierte Formulierungstechniken, wie es vor allem in besonderen Internaten für das Höhere Personal gelehrt wird. Dabei sind die Koranschulen oder buddhistischen Klosterschulen auch nicht zu unterschätzen, wo die religiösen Dogmen solange durchargumentiert werden, bis nahezu jede Antwortmöglichkeit bereits vom Kandidaten im Schlaf hergesagt werden kann. Man könnte so etwas ernsthaft als Gehirnwäsche bezeichnen, denn es entsteht dadurch kein wirklich freies Denken.

Der Verstand ist also ein virtuelles Organ, analog einem Computerprogramm, das auf die verschiedenen Gedächtnisse zugreifen kann, ggfs. auch auf das kosmische Gedächtnis, und gleichzeitig mit dem Input der Sinnesorgane und der Begehren und Gefühle des Körpers direkt verbunden ist. Das stoffliche Gehirn ist sozusagen die Hardware des Computers, in dem unter der Leitung des Verstandes und einem für alle geltenden System verschiedene virtuelle Programme kooperieren.

Das Programm Verstand fragt alle Gedächtnisteile nach der isobaren Regel ab, scannt die eingespeisten Strings, und gibt die Gedanken in das Assoziationsprogramm ein. Dort werden alle Informationen erst miteinander abgeglichen und dabei nach Begehren, Nutzen und Zweckmäßigkeit für das Überleben bzw. harmonische Zusammenleben bewertet und eingestuft, und dann für ein sinnvolles Handeln verwendet. Simultan werden die kombinierten Informationen direkt für die Wahrnehmungsorganisation eingesetzt. Dafür arbeitet im Verstand ein Kombinationsmodul, das deduktive Vermögen, das die aus den Gedächtnissen abgefragten Inhalte miteinander verknüpfen kann. Diese assoziierten Informationskomplexe werden dann dem Denken zum Bewerten übergeben. Hier wird vor allem selektiert, was davon im Sprachmodul über die Rede verwendet werden soll. Dies geschieht nach unterschiedlichen Regeln der Kohabitation, wovon einige Gesetze im ersten Teil dieses Buches bereits besprochen wurden.

Wichtige Regeln neben der isobaren Resonanz sind das Interpolieren von sich nahe liegenden Gedanken und die Selektion nach dem Kriterium des physischen Überlebens. Die Menge der auf den Menschen einstürmenden Informationen ist so gigantisch, dass der Verstand aus dieser Flut der Informationen, unter der Leitung eines höheren Auftrages aus der Monade, die Qualitäten nach Selbsterhaltung sowie Arterhaltung für die geringe Kapazität des Tagesbewusstseins selektieren muss. Dafür werden sich ähnliche Informationen nach den bereits beschriebenen Gesetzen der Resonanz zu «Melodiekonfigurationen» zusammengefasst. Gleichzeitig bieten sich bereits vorhandene Modelle aus bereits vorgeformten Einstellungen und Wertschätzungen an, die meistens neue, ungeeignete Informationen überschreiben. Zusätzlich wird dabei alles reduziert und in den Hintergrund gedrängt, das nicht mit der emotionalen Situation übereinstimmt und darum nicht der bewussten Betrachtung für die aktuelle Anforderung zugeführt werden muss. Erst wenn äußere oder innere Faktoren dazu zwingen, absolut neue unorthodoxe Verhaltensweisen für das Überleben zu kreïeren, werden andere, bislang unterdrückte Assoziationen zusätzlich dem Verstand zugeführt und in den aktuelle Assoziationsprozess mit aufgenommen.

Auch wenn die Multiplexität all dieser Befähigungen scheinbar unüberschaubar ist, so kann man bei alle Verstandes- bzw. Denktätigkeiten einige Grundfunktionen erkennen:

  • Er steuert mit dem Bedenken alle bewussten sinnesorganischen Wahrnehmungen.
  • Auf der anderen Seite kontrollieren das Wahrnehmen und Bedenken die gefühlsmäßigen Aktionen und begleiten das Handeln. Unzählige unbewusste Vorgänge im Körper beeinflussen das, was der Mensch konkret erfassen und bedenken kann.
  • Der Verstand nimmt die Inhalte in den Gedächtnisse wahr: durch Aufrufen und Abfragen, durch Bewerten, Zuordnen und das Ablegen mentaler Inhalte.
  • Aus dem gesamten Vorrat von Informationen aller Gedächtnisse können, je nach Flexibilität der Grundprogrammierung des Verstandes, neue Gedanken-Kombinationen erdacht, gefunden werden.
  • Verstand und Gefühle nehmen auch transpersonale Informationen in der Kommunikation mit Menschen und der Umwelt wahr, was mit der Sensibilität der unstofflichen Felder zusammenhängt.
  • Das Denken formiert auf der einen Seite das Sprechen, die verbale Artikulation, und dominiert andererseits die psychischen und die physichen Aussagen des Körpers.
  • Das alles geschieht mit den Energien der höheren Astralis, des Mentalfeldes und der Bewusstheiten im Mikrokosmos.

 

8.5 Die Gedächtnisse
Das Gedächtnis ist – wie oft behauptet – nicht nur im Gehirn zu Hause. Es existieren mehrere Gedächtnisse im Mikrokosmos und in den Gebieten des Kosmos, die mit ihm resonant sind. In allen Feldern des aurischen Wesens sind unterschiedlich strukturierte Gedächtnisse angelegt, die unterschiedlich jede Wahrnehmung innerhalb des Systems beeinflussen. Es wäre ein umfangreiches Unternehmen der Geisteswissenschaft, die Details zu erforschen, auf welche Weise die verschiedenen Gedächtnisse die Wahrnehmungsorganisation dominieren. Dabei beeinflussen die neuesten «Erinnerungen» normalerweise die stattfindende Wahrnehmung am stärksten. Im hohen Alter verlieren die aktuellen Geschehnisse für den Menschen zunehmend an Bedeutung, so dass die Erinnerungen aus vergangenen Zeiten mehr und mehr in den Vordergrund rücken und das aktuelle Wahrnehmen in die festgefahrenen Denkparameter pressen.

Die hochkomplexe Steuerung aller Lebensvorgänge des menschlichen Körpers und seines Mikrokosmos macht doch selbstverständlich diese Erinnerungsspeicher im Bewusstsein aller Kraftfelder erforderlich. Die diversen Organe in den Körpern können nur in und mit ihren lebendigen Wechselwirkungen auf der Grundlage einer eigenen Informationsspeicherung reibungslos miteinander kommunizieren. Nur diese sich beim Heranwachsen des Menschen entwickelnden und stabilisierenden «Erinnerungen» an erfolgreiche Koordinationen der internen und externen Logistik (Austausch der Kräfte) gewährleisten auf Dauer ein gesundes Leben in und mit allen Organen. Wer sich einmal mit Biochemie bzw. Biophysik im eigenen Körper befasst hat, wird mit Erstaunen registriert haben, wie viele Regelkreise durch ihr perfekt aufeinander abgestimmtes, routinemäßiges Arbeiten bei den zahlreichen, permanenten Kontrollen, z.B. der Viskosität, Konzentration, Druck, Temperatur usw., in allen Organen zum harmonischen Wachstum und einem ausgeglichenen Lebenszustand beitragen, was vom Menschen meistens völlig selbstverständlich und natürlich hingenommen wird.

Aus diesen Gedächtnissen entwickelt sich im Menschen auch seine fundamentale Grundprägung im Hintergrund des Tagesbewusstseins. Dieses hochkomplexe, sehr subjektive Zusammenspiel in Verbindung mit seiner ganzen Ratio kann mit EGO bezeichnet werden. Das trifft den Kern am Besten, wenn man auch die zwischenmenschlichen Aktionen und Reaktionen mit Familie, Freundes- und Arbeitskreis im rechten Betrachtungswinkel mit einbezieht. Man kann diese Grundprägung auch als Naturseele bezeichnen, weil die Quintessenz aller Erinnerungen im Mikrokosmos und ihre Qualität seine Lebensintentionen und -strategien bestimmen und dynamisieren. Einige Autoren bezeichnen diese individuelle Struktur der internen Kommunikation und Regelung mit Gemüt oder mit Charakter. Die für die äußeren gesellschaftlichen Verbindlichkeiten unbequemen und weniger passenden Eigenschaften werden dabei jedoch meistens der Betrachtung entzogen. Die naturwissenschaftlich orientierten Psychologen und Soziologen kennen die komplexe Architektur des unstofflichen Mikrokosmos mit seinen sieben Kraftfeldern nicht oder ignorieren diese. Darum können sie auch nur die äußerlichen Aspekte der allgemein akzeptierten Grundprägung des menschlichen Denkens und Wahrnehmens dokumentieren und in ihrer grobstofflichen Abhängigkeit von Sinnesorganen oder Zellbereichen im Gehirn umreißen. Auch wenn ihnen die Aspekte eines unstofflichen Bewusstseins und der Emotionen durchaus bekannt sind, müssen sie sich wegen der wissenschaftlichen Vorschriften an die genehmigten empirischen Konstrukte halten. Die in der Literatur des C.G. Jung ausführlichen Fallbeispiele dokumentieren seine großartigen psychologischen Konzepte. Diese vielseitigen Studien (in Religion und Alchemie) und seine Patientenberichte beweisen, dass nach seinem hochdifferenzierten psychologischen Modell mehrere Gedächtnisse in Form von «virtuellen Personen» (der Alte, Anima und Animus und die kulturübergreifenden Archetypen) im Unterbewusstsein des Menschen wirken.

Die esoterische Sicht auf Mikrokosmos und Persönlichkeit unterscheidet also sieben Kraftfeldstrukturen: den materiellen Körper, das diesen prägenden Ätherkörper, die alles dynamisierende Astralis, das bewusste Erkennen in der Mentalis, sowie die nicht erfassbaren drei nirwanischen Felder. Aus dieser Perspektive sind auch alle Ansichten mit einem spezifischen Bewusstsein ausgestattet. Damit ist folgerichtig, dass für die lebensfördernde Koordination aller Interaktionen in diesen sieben Bewusstheiten jeweils auch ein eigenes Gedächtnis wirkt.

1. Organisches Körper-Gedächtnis. Dieses wurde u.a. auch von dem Physiotherapeuten Feldenkrais entdeckt und für die nach ihm benannte Therapie an zahlreichen Fallbeispielen erforscht. Es wird vor allem in den jüngeren Lebensjahren mit allen Bewegungsabläufen angefüllt, die der heranwachsende Menschen spielerisch vor allem bei sportlichen Betätigungen erleben kann. Der stoffliche Mensch wird natürlich, wie alle Tiere und Pflanzen, zunächst von einem stofflichen Gedächtnis in seinen körperlichen Aktivitäten gesteuert, das vor allem für die Bewegungsabläufe zuständig ist, für die Haltung, Gestik und Mimik, für Gleichgewicht, sportliches Talent, Kondition und Fitness etc.. Selbstverständlich auch für alle orthopädischen Fehlhaltungen und muskuläre Verkrampfungen, die auch auf karmische Vorprägungen zurückgehen können.

2. Ätherisches Gedächtnis. Für den stofflichen Bereich hat das ätherische Feld mit seinem Gedächtnis natürlich eine große Bedeutung. Dieses Gedächtnis wirkt ganz eng mit dem stofflichen zusammen, so direkt, dass man die beiden kaum auseinander halten kann. Darum werden bei einigen esoterischen Autoren diese beiden Kraftfelder stets zusammengehörig beschrieben. Das ätherische Gedächtnis ist vor allem für die zelluläre und interorganische Kommunikation zuständig. Die lebensnotwendigen Regelkreise der Lymphe, des Blutes, der Nerven und der endokrinen Organe werden bei ihren lebenswichtigen Aufgaben von den ätherischen Fluiden unterstützt. Die chinesischen Ärzte wirken u.a. mit ihrer Akupunktur direkt in diese Kreisläufe, und auch die ayurverdische Medizin berücksichtigt vor allem die ganzheitliche Kommunikation dieser feinstofflichen Wechselwirkungen, die von den konventionellen allopathischen Ärzten, die sich an der chemisch-pharmazeutischen Industrie orientieren, total übersehen werden. Wenn dann ein Homöopath wie z.B. Hahnemann eine diese Zusammenhänge berücksichtigende selbstheilende Therapie entwickelt, dann ist die Verleumdung die erste Wahl der etablierten Ärzteschaft und der Chemiegiganten. Längst wurden von einigen Heilpraktikern Heilungskonzepte entwickelt, die analog der chinesischen Medizin und Ayurveda berücksichtigen, dass die ätherischen Anteile von Pflanzen und Pflanzenauszügen oder die ätherischen Aspekte bestimmter Mineralien eine vor allem selbstheilende Reaktion im Körper des Menschen auslösen.

3. Astrales Gedächtnis. Die Gruppe der emotionalen Erfahrungen, erfolgreiche Begehren und unbefriedigte Begierden, hehre Wünsche und Absichten werden als astrale Konfigurationen im astralen Bereich des Atemfeldes im Mikrokosmos eingespeichert. Dieses virtuelle Gedächtnis wird einerseits von der aktuellen Mentalis durchpulst und beeinflusst und andererseits polarisiert es den Ätherstrom, der für die Erhaltung des Körpers zuständig ist. Im Astralgedächtnis vibrieren die Gefühls-Komplexe als Module, die mit mentalen Erinnerungen nach der isobaren Resonanz miteinander verlinkt zu einer Art Klustersystem (siehe Atemfeld) heranwachsen. Hier tummeln sich auch alle frisch erwachenden Begehren und Wünsche des Menschen mit ihren vorgeprägten Ansichten für die realistische Umsetzung im täglichen Dasein. Im astralen Gedächtnis werden in der Jugend – verstärkt während der Pubertät – die karmischen astralen Vergangenheiten des Mikrokosmos aktiviert. Diese Erinnerungen aus früheren Inkarnationen polarisieren dann alle folgenden aktuellen emotionalen Erlebnisse und Einsichten. Das bedeutet, im Grunde wird jeder Mensch völlig unbewusst bereits von Jugend auf bei seiner Wahrnehmung und Bewertung der aktuell aufkommenden Gefühle der Empathie und Antipathie von ganz individuellen emotionalen Vorprägungen beeinflusst. Dafür werden diese astralen Informationen zunächst entsprechend dem internen Selbsterhaltungskonzept kompatibel polarisiert, und dann resonant sortiert und assoziiert abgespeichert. Dies ist für die mehr oder weniger problemlose Integration in sein soziales Umfeld, seine Familie und sein Volk zwar unbedingt lebensnotwendig. Werden diese astralen Erlebnisse wenig oder gar nicht mit dem Gewissen relativiert oder transzendiert, dann führen diese zu belastenden Kristallisationen auch im Denken, bis hin zu pathologischen Fantastereien und fanatischen Auswüchsen (z.B. religiöse Extreme). Die aus früheren Inkarnationen noch aktiven astralen Vorprägungen können für den Heranwachsenden auch zu erheblichen psychischen Belastungen werden. Vor allem, wenn diese astralen Repliken mit den aktuellen emotionalen Zusammenhängen des tatsächlichen Lebens nicht übereinstimmen, und auch nicht mit Hilfe mentaler Überlegungen mit dem inneren Gewissen kompatibel rationalisiert werden können.

Das astrale Gedächtnis ist neben allem auch ein meist unerkannter, starker Redakteur und Mitspieler in den nächtlich erlebten Traumwelten, die viele astrale Erinnerungen in lebhaften Bildsequenzen dem Bewusstsein übertragen können. Auch wenn sich der Träumer seiner nächtlichen Erfahrungen nicht immer erinnert, wird er in seiner täglichen körperlichen Gemütslage bei seinen folgenden Tageserfahrungen davon beeinflusst.

Kann ein Mensch auch unstoffliche Zusammenhänge in seinem Lebensfeld erfassen, dann macht ihn die angeborene Konstitution und Offenheit seines astralen Gedächtnisses dafür geeignet. Das Vermögen dieser besonderen Sensibilität transpersonaler Welten geht aus der mikrokosmischen Vergangenheit hervor. Genie und Wahnsinn, Fluch und Segen liegen hierbei dicht beieinander, vor allem, wenn die tatsächlichen Zusammenhänge mit dem EGO falsch interpretiert werden, und/oder unüberwindliche Verbote aus Tradition und Religion den hellsehenden Menschen in den Weg gestellt werden.

Aus Unkenntnis über die unstofflichen Zusammenhänge können sich weitere schwere psychologische Probleme entwickeln, denn leider ist jeder Mikrokosmos beständig mit den resonanten astralen Vibrationen oder Wesen des Jenseits verbunden, die aus den nahe liegenden Vergangenheiten seines Mikrokosmos stammen. Diese belasten ihn zusätzlich zu den mentalen karmischen Erinnerungen in seinem aurischen Wesen, der Lipika. Diese astrale kosmische Vergangenheit wird vom Magnetismus des aurischen Wesens aus der alle Menschen und Tiere umfassenden irdischen Astralis angezogen, in der zahllose Reste unaufgelöster Interaktionen mit der Welt und ihren Bewohnern immer noch in das aktuelle Lebensfeld hinein vibrieren. Einen gewissen Schutz bietet hierbei die isobare Resonanz, d.h. der Mensch kommt nur mit solchen astralen Komplexen in Kontakt, mit denen er eine konkrete Beziehung hat. Das ist unter anderem der Grund, warum viele Weise in aller Welt zur Begierdelosigkeit und astraler Neutralität raten.

4. Das mentale Gedächtnis. Es besteht also keineswegs nur im Denkvermögen ein Gedächtnis. Das Mentalgedächtnis ist für den Menschen selbstverständlich ein ganz wichtiger Speicher für alles Erfassen und Wahrnehmen (Input), für alles Bedenken und Reflektieren (Bewerten und Assoziieren) und für alles Behalten und Wiedererinnern. Das mentale Gedächtnis wird spätestens ab dem 12. Lebensjahr mit der Fülle jener vergangener Informationen aus der Lipika verbunden, die das Langzeitgedächtnis früherer Inkarnationen im aurischen Wesen darstellt. Diese Informationen sind die Quintessenz der mikrokosmischen Unternehmungen, den monadischen Impulsen entsprechend zu Leben und zu Wirken. Unbewältigte Reste dieser Wege sollte der Mensch versuchen, in seinen aktuellen Lebenszusammenhängen mit den ihm zugeführten Mitmenschen zu bewältigen .
Die gewaltigen mentalen Vermögen, ganz unterschiedliche komplexe Vorgänge zu erfassen und zu speichern, sind absolut bewundernswert. Man denke nur an die wissenschaftlichen Erkenntnisse vom astronomisch Gigantischen bis zum submikroskopisch Kleinen interatomarer Bestandteilchen; auch an das Komponieren und Aufführen von Opern, das Schaffen und Nachspielen von Dramen, wie z.B. Goethes Faust, die Stiftung von umfassenden Gesetzeswerken und großen sozialen Gesellschaftsstrukturen, das Planen und Konstruieren von gewaltigen Maschinen, Schiffen, Flugzeugen und Weltraumtransportern, und vieles andere mehr. Der für diese Megaleistungen einzelner Menschen oder großer Teams zur Verfügung stehende Speicher ist so gigantisch, dass es wahrlich eine Beleidigung wäre, diesen im Zellvolumen eines Gehirns oder einiger klugen Köpfe zu platzieren. Für diese gewaltige Menge von Daten steht nicht nur das komplette Atemfeld (incl. der Lipika) im aurischen Wesen eines Menschen zur Verfügung, sondern auch die Teamastralis aller Unternehmungen entwickelt ein solches für alle erreichbare Gruppengedächtnis im Gruppenkörper. Dabei helfen alle mitresonanten Wesen, die aus dem Jenseits für das Projekt, z.B. den Bau des Suez-Kanal oder der bemannten Weltraumstation ISS, benötigt und aufgerufen werden. Man sollte dabei vorsichtshalber auch berücksichtigen, dass große Genies immer ihren besonderen Kommunikationskanal zu willfährigen Bewohnern im Jenseits – oftmals ehemalige professionelle Fachleute, Wissenschaftler, Musiker, Künstler oder Dichter, die sich selbst noch einmal auf Erden beweisen wollen – als Gedächtnisstütze verwenden.

5. die Gedächtnisse der drei latenten nirwanischen Felder können noch nicht konzentrisch mit den zur Zeit inkarnierten Mikrokosmen verbunden werden, weil deren Entwicklung in der erforderlichen Anziehung noch nicht so weit fortgeschritten ist, wie diese für die endgültige Konzentration sein muss. Darum stehen diese darin implementierten Gedächtnisvolumen dem Menschen vorerst nicht zur Verfügung.

6. Dennoch gibt es aktuell ein spirituelles «Gedächtnis» im zentralen Begegnungspunkt mit der Monade, das für den Menschen im Hintergrund seines Charakters als eine Art «Gewissen» aufleuchtet. Wenn der Mensch sich für diese aus seinem Herzen erklingenden höheren Ideale des Seins öffnen kann, wird mit Sicherheit zumindest ein Reflexionsmodul im aurischen Firmament aufleuchten, das den Menschen zu neuen Ufern seines Erfassens geleiten wird. Wahrnehmen, Erfassen und Denken gehören unzweifelhaft stets zusammen und sind direkt mit jenem virtuellen Organ verbunden, das wir normalerweise Verstand nennen.

Der Verstand muss als das innere Wahrnehmungsorgan betrachtet werden, das alle gedanklichen und begrifflichen Informationen empfängt und für die weitere Kommunikation modelliert. Dafür hat das virtuelle Organ «Verstand» die Zugriffsstruktur für eigentlich alle Gedächtnisse des Mikrokosmos. Er kann in ihnen je nach Bedarf „lesen“, d.h. gespeicherte Daten wieder aufrufen und zum Reflektieren in den aktuellen Vordergrund bringen und unwesentliche sowie erledigte Komplexe aussortieren und dann erneut im Gedächtnis ablegen. Die Denk-Tätigkeit gibt auch vielen emotionellen Begehren und gefühlten Bewegtheiten eine mentale Umhüllung, eine begleitende Rationalisierung und/oder begriffliche Begründung, wodurch das entsteht, was normalerweise als Wille bezeichnet wird. Der Wille selbst benötigt eigentlich kein eigenes virtuelles Organ, denn seine Dynamik stammt aus dem astralen Bereich der Begierde, des Begehrens und Wünschens, die mit dem Mantel der Rationalisierung geäußert wird. Diese simultane Aktion formt das astrale Begehren, die dramatische Begierde, um in einen dynamischen mental-astralen Willen, der dann  – oftmals sehr theatralisch – mit einer entsprechenden Mimik und Gestik verbal verkündet wird. Das alles geschieht simultan mit dem astralen Impuls, so dass von nahezu allen Menschen der sogenannte Wille immer als ein eigenständiges Aktionspotential neben dem Verstand und dem Gefühl beschrieben wird. Der Wille benötigt also kein eigenes separates Enstehensfeld, auch wenn er in allen Philosophien und Religionen entsprechend behandelt wird. Das beginnt bei dem übermächtigen «Willen Gottes», den jeder Mensch erfüllen muss, und hört auf bei dem prinzipiellen Willen zur Macht jedes Herrschenden, wie er von Friedrich Nietzsche in seinen Büchern formuliert wurde. Niccoló Machialvelli hat in seiner politischen und praktischen Philosophie wohl die besten Ratschläge für die herrschende Machtelite zusammengestellt, wie sie ihren Willen dem Volke aufzwingen kann.

Will man also der Art und Weise, wie die Sensationen beim Wahrnehmen bzw. Erfassen durch die Sinnesorgane in den Menschen hinein kommen und weitergeleitet werden, einigermaßen nahe kommen, dann sollte man nicht nur die biologisch somatischen Gegebenheiten der Sinneszellen und der nachgeordneten Gehirnzellen berücksichtigen, sondern sich den mikrokosmischen Plan aller Gedächtnisse ganz deutlich vor Augen führen, weil alle in ihnen gespeicherten Vorstellungen wesentlich die Auswahl bestimmen, was und wie etwas wahrgenommen wird, und auch die Kriterien, nach denen die Informationen selektiert werden und sogar das Blickfeld diesbezüglich einschränken.

Goethe schreibt in seinen naturwissenschaftlichen Schriften ausführlich darüber, dass bei der Anschauung einer Sache oder eines Ereignisses der Mensch bereits im Wahrnehmen das Betrachtete direkt an seinen Vorstellungen und bereits gespeicherten Erinnerungen ähnlicher Art beurteilt und bewertet. Frederic Vester hat in seinen neurologischen Studien über das Denken erkannt, dass ein Mensch immer nur solche Dinge oder Ereignisse wirklich erfassen und reflektieren kann, für die im Gedächtnis bereits eine angelegte Matrize existiert, an der das Geschauten für das Erkennen und Bewerten abgeglichen wird. Ist nichts Resonantes gespeichert, ist das Wahrgenommene definitiv absolut neu, so kann der Mensch es nicht Erfassen. Das löst zunächst eine große Angst vor dem Unbekannten aus. Entsteht dann jedoch keinerlei Bedrohung für das Leben, erwacht die etwas paradoxe Neugier nach dem Neuen mit angemessener ängstlicher Vorsicht vor dem unbekannten Neuen. Das wird von jedem Verhaltensforscher durch genaue Beobachtungen in der Tierwelt bestätigt. Für die Wahrnehmung ergibt sich aus diesen Überlegungen ganz klar, dass Niemand unbedarft völlig frei von den in den Gedächtnissen angelegten Vorprägungen irgend etwas autonom Erkennen wird. Allein der physische Selbsterhaltungstrieb ist über die Angst, Sorge und Furcht für den Menschen so programmiert, dass seine innere und äußere Sicherheit und Harmonie möglichst niemals gestört wird. Viele pathologische Fallstudien zeigen, welche Folgen schockhafte Erfahrungen mit überraschenden Neuigkeiten haben können.

Die Speicherung in den Gedächtnissen und die weitere Verwaltung der Inhalte entspricht bildhaft gesehen der Art, wie in einem Computer viele Daten auf Festplatten oder anderen Datenträgern gespeichert und aktuell im Arbeitsspeicher verarbeitet werden. Die Qualität der neurologischen und unstofflichen Organe, die Sensibilität für den Eingang von Informationen aus dem transpersonalen Raum, sowie die Schnelligkeit bzw. Flexibilität der äußeren und inneren Sinnesorgane inklusive des Verstandes determinieren die Aufnahme- und Denkgeschwindigkeit. Das Assoziationspotential, die Erinnerungsreichweite und die Abspeicherung wird vom Selbsterhaltungsprogramm dominiert und auch von einigen individuellen Verdrängungsmechanismen und zugehörigen Täuschungsmanövern begleitet. In diesem neuronalen Funktionsreaktor wird entschieden, welche Informationspakete der Mensch aus der Fülle aller angebotenen Informationen als für ihn lebensnotwendige Werte „wahrnimmt“, und welche er davon für die nachfolgenden Apperzeptionen als Vorstellung (Vorprägung) abspeichert, und welche beim Erfassen als unpassend und unbequem vorher aussortiert werden. Diese Zusammenhänge gewährleisten, dass die Selbsterhaltung störende und ungeeignete Fakten in der Realität von vornherein ausgeblendet werden. In allen Büchern der großen Psychologen findet man zu diesen subtilen Vorgängen der Wahrnehmung eine ganze Reihe pittoresker Fallstudien. Frederic Vester hat bei seinen Recherchen sogar nachweisen können, dass derartige Verdrängungsmechanismen mit den Jahren die dazu erforderlichen neuronalen Bahnungen bzw. Synapsen im Nervengeflecht befestigen. Man könnte dieses recht komplexe Geschehen, den Einfluss der Gedächtnisse auf das Erfassen und Bewerten in der Wahrnehmungsorganisation, auch salopp als die berühmten «Scheuklappen» bezeichnen.

Bei der Suche nach einer einheitlichen, vielleicht allgemein gültigen Weltanschauung ist es unbedingt notwendig, vor allem die nahezu automatisch ablaufenden Prägungen im subjektiven Wahrnehmen – die Scheuklappen in den einzelnen Kulturen oder Zivilisationen – der gewöhnlichen Lebenszusammenhänge zu berücksichtigen, die natürlich auch von den gesellschaftlichen Regelungen in den unterschiedlichen Kulturen und von den klimatischen Bedingungen auf den verschiedenen Kontinenten geprägt werden. Diesbezügliche ethnologische Forschungen können gar nicht weit genug in die Details der divergierenden Überlebensstrategien eindringen, um zu erkennen, in welchen prinzipiellen Lebenszusammenhängen der großen Zivilisationen die Welt-Religionen und -Philosophien herangewachsen sind.
Welche Selbst- und Arterhaltungskonzepte mussten die Menschen durch die Jahrtausende immer wieder, auch unter den karmischen Resonanzen in den Völkern und Menschengruppen, erneut modifizieren? – Wie viele biologische Natürlichkeiten der Spezies Mensch sind durch unzählige Machtkämpfe zwischen den herrschenden Priestern durch «göttliche» Gebote oder Verbote unkennbar verbogen worden? – Wie viele karmische Belastungen der Mikrokosmen sind durch unzählbare martialische Kriege zwischen den herrschenden Klassen rund um dem Globus aufgerufen worden und werden bis heute in den Selbsterhaltungskampf der Völker eingeflochten? –

Fassen wir das alles noch einmal zusammen:

Selbst wenn dem Menschen von tausend Kanzeln gepredigt wird, dass alle Menschen gleich sind, kann leicht von jedem festgestellt werden, dass die Menschen alle sehr unterschiedlich sind. Jeder lebt in seinem gesellschaftlichen Zusammenhang, der natürlich in seiner Entwicklungsgeschichte von den Verwaltungsinstitutionen viele landestypische Gesetzen, Regeln und Vorschriften bekommen hat. Zusätzlich lasten auf jedem Einzelnen seine ganz individuellen mikrokosmischen Unbekannten seiner Vorfahren, seiner Familie, seines Stammes, seines Volkes, die niemand so ohne Weiteres sehen, erfassen, geschweige denn, wahr nehmen kann. Diese lange andauernde Entwicklung hat auch dazu beigetragen, dass es heute für immer mehr Menschen innerhalb von den bestehenden Religionen keine konstruktiven Impulse für seine Lebensmodelle ausgehen. Man kann die spirituelle Qualität «Religion» nicht mehr im praktischen Dasein erfahren, auch nicht innerlich. Der Mensch kann sich selbst nicht einmal mehr richtig wahrnehmen, und er nimmt auch nicht wirklich mehr ernst, wie er selbst etwas «wahr-nimmt». Nur sehr wenige überschauen etwas, in welchem Rahmen sich ihr soziales Miteinander abspielt. Da er sich mit seinen eigenen Lebensstrukturen so selbstverständlich erfährt, und meistens auch voll damit ausgefüllt ist, sind diese ihm meistens völlig gleichgültig. Er fragt selten nach dem Grund, warum sein – möglicherweise sogar geliebter – Gesprächspartner eine Situation total anders wahr-nimmt als er selbst. Dabei kommt es auch sehr wenigen Menschen in den Sinn, solche «Banalitäten» des täglichen Miteinander zu betrachten oder zu hinterfragen. Die subjektive «Wahrheit» ist für jeden immer die Richtige. Darauf ist der Mensch sehr stolz und wird diese zu jeder Zeit intensiv verteidigen. Dieser arrogante Standpunkt wird möglicherweise erst bei Begegnungen mit fremden Kulturen oder bei extremen Lebenssituationen auf den Prüfstand gestellt.

Das Wahrnehmen oder Erfassen ist nicht nur eine Angelegenheit der gesellschaftlichen Beziehungen unter den Menschen, sondern betrifft immer auch das Erfassen der Natur in Wald und Flur sowie ein Erfassen einer transpersonalen Übernatur in den unstofflichen Sphären. Dabei geht es nicht nur um jene okkulten Themenbereiche, die von religiösen Vertretern bei entsprechenden Events oder religiösen Festtagen bzw. Prozessionen lauthals verkündet werden. Das Wahrnehmen der metaphysischen Welten geht weit über jenen Erlebensbereich hinaus, der normalerweise mit Tod und Sterben verbunden wird. Der Mensch steht doch immer auf allen Ebenen – Tag und Nacht – in einer Kommunikation mit seiner inneren und äußeren Umwelt, auch wenn er arbeitet oder nur in der Stille sitzt, liegt oder steht. Ja, sogar im Schlaf kommunizieren die inneren Organe miteinander. In einigen Schlafphasen kommuniziert der Mensch in seinen Träumen mit sich selbst. Auch diese Art des inneren Erfassens oder Wahrnehmens ist stark abhängig von den bereits in der Jugend gewachsenen bzw. gelernten Vorstellungen über das Traumleben.

Freiheit des Denkens
Es besteht die weit verbreitete Ansicht, dass der Mensch selbstbestimmend aktiv wahrnimmt und denkt. Aber dem ist leider nicht so. Alle Sensationen und damit auch alle Wahrnehmungen, Einsichten über die Umwelt und Erfassungen der inneren Realität werden direkt im Wahrnehmen vom Vibrationsschlüssel im Magnetismus des aurischen Wesens bestimmt. Dieser fundamentale Magnetismus bestimmt durch seine individuelle Polarisation, was vom Mikrokosmos bzw. dem Menschen empfangen werden kann. Alles was mit dieser Grundvibration in positiver Resonanz ist, wird angezogen und es wird alles abgestoßen, was nicht mit ihr kompatibel ist. Dieser Schwingungschlüssel im System bestimmt demnach auch das, was der Mensch sieht, hört, erfühlt, schmeckt und riecht etc. Er bestimmt auch alles, was getan wird usw. Zusammen mit den angekoppelten Einflüssen aus den astralen Sphären des Jenseits ergibt das eine deutliche Fremdbestimmung für alles, was dem Menschen die Sinnesorgane vermitteln können.

Also alles das, was der Mikrokosmos an Kräften und Informationen von Ereignissen aus seiner direkten Umwelt und aus dem Kosmos anzieht oder abstößt, wird vom Vibrationsschlüssel im aurischen Wesen bestimmt. Diese fundamentale Polarisation dient vor allem der Selbsterhaltung des Systems und der dafür stets erforderlichen Balance zwischen den unterschiedlichen Kraftfeldern. Es müssen alle Wahrnehmungen, auch die Erfassungen aus den transpersonalen Bereichen des Mikrokosmos, auch die Impulse aus der Monade, in strukturerhaltende Bahnen geführt werden. Das Ganze ist vergleichbar mit einem intelligenten Kartenspiel mit bestehenden Worten, Begriffen, Gedankenfetzen oder vorformulierten Sätzen, die bereits nach Erfahrungswert und Bedeutung beurteilt und einsortiert in wohlgeordneten Strings oder Kluster nach Resonanz kombiniert im Gedächtnis bevorratet werden. Das aktuelle Denken im Verstand liest die Informationen aus diesen mentalen Strings oder Kluster, bewertet die bereits empfangenen Informationen damit erneut für die aktuelle Situation, Aussprache oder Handlung. Auf diese Weise werden natürlich die bisher abgespeicherten Erfolgsstrukturen immer wieder neu belebt, erweitert, verfestigt und erneut eingespeichert. Das ist keine Aktion des bewussten Denkens, sondern eine völlig unbewusste Aktivität in der Kommunikationsstruktur des gesamten Mikrokosmos. Dabei spielen die verschiedenen Gedächtnisse und Bewusstheiten in den Kraftfeldern die entscheidende Rolle. Allerdings kann das bewusste ICH-Bin nur einen Hauch von dieser internen Kommunikation im Denken erfassen. Einiges spiegelt sich im allgemeinen Gemütszustand, einiges davon bestimmt die Art der laufenden Wahrnehmungen und deren Bewertungen für die Speicherung.

Alles das beweist eindeutig, dass kein Mensch wirklich aktiv selbstbestimmt sich selbst und seine Umwelt wahrnimmt, sondern stets von den bereits eingespeicherten Informationen gesteuert wird.

Vieles von diesen Zusammenhängen könnte dem wachsamen Menschen durchaus bei seinem Erfassen und seinem persönlichen Bedenken klar vor Augen stehen. Aber meistens treten die offenbar vorhandenen Faktoren beim Bedenken und Bewältigen einer alltäglichen Verpflichtung in den Hintergrund. Lautstark vorgebrachte Behauptungen oder komplex argumentierte Wunschvorstellungen können diesen Tatbestand der persönlichen Unfreiheit der Gedanken nicht aus der Welt schaffen.

Lipika und Karma
Im aurischen Wesen gibt es ein umfangreiches Gedächtnis aus früheren Inkarnationen, eine besondere Sphäre, in der elektromagnetisch die Lebenserfahrungen der Menschen gespeichert werden, die in dem Mikrokosmos einmal gelebt haben und leben. Die Theosophie hat den Namen dafür – die «Lipika» – aus dem hinduistischen Weltbild entnommen. Lipika heißt soviel wie Aufzeichner. In diesem elektromagnetischen Schwingungsfeld der Aura werden alle Lebenserfahrungen, die zum grundlegenden Auftrag des Mikrokosmos gehören, wie in einer multidimensionalen Holografie gespeichert. Aus diesem Langzeitgedächtnis werden die jungen Menschen schon bei ihrer Geburt geprägt. Man kann durchaus sagen, die Sterne in der Lipika, die Kraftaspekte früherer Erfahrungen, bestimmen den Charakter, seine Vermögen, die Familie, den Lebensraum, die Volkszugehörigkeit, die sozialen und gesellschaftliche Strukturen des Neugeborenen, genau so wie es die Astrologen durch ihre Auslegung des Geburtshimmels annähernd erkennen können. Diese gespeicherten Erfahrungen aus früheren Inkarnationen werden im Sanskrit zusammenfassend als «Karma» bezeichnet.

Die richtige Kenntnis über den Einfluss des «Karmas» auf das aktuelle Leben ist besonders heute dringend notwendig, weil sich die Ansicht eingebürgert hat, dass im Karma sozusagen alle Lebensereignisse aus den vorhergehenden Inkarnationen aufgezeichnet sind. Das ist in dieser Konsequenz nicht ganz richtig. Die Speicherung in der Lipika hat einen besonderen Sinn für die sich entwickelnde Evolution des Mikrokosmos. Dafür findet eine qualitative Selektion statt, die den Magnetismus des aurischen Wesens bestimmt. Darüber werden insbesondere die sozialen und gesellschaftlichen Gegebenheiten der neuen Inkarnation vorbestimmt. Nun werden die karmischen Vorprägungen in einem passenden Körper realisiert, der stofflich und ätherisch aus dem Blutserbe der Eltern konfektioniert wird. Dabei kommen zwei Gedächtnisinhalte im jungen Menschen zusammen, die nicht unbedingt vollkommen kompatibel miteinander sein müssen, je nach dem wie die anstehenden Aufgaben des neu inkarnierten Menschen für den Fortschritt in seiner Entwicklung aussehen.Vielfach zeigt sich eine solche Diskrepanz in der Pubertät. In diesen Jahren werden alle Erinnerungen aus der Astralis und Mentalis früherer Inkarnationen dem jungen Menschen geöffnet, und er oder sie muss diese intuitiven Impulse in der Realität des Körpers und der entstandenen elterlichen Umgebung ausbalancieren. Was in vielen gesellschaftlichen Zusammenhängen, wie allseits bekannt ist, durchaus nicht immer einfach ist. Bei alledem wird doch deutlich, dass das teilweise kuriose Lebensverhalten weder ein Verdienst noch eine Schuld der Persönlichkeit oder der Eltern ist. Nichts hat der Mensch aus sich selbst! Alle seine Reaktionen werden größtenteils aus den unbewussten Informationen seiner Lipika im aurischen Wesen und dem stofflichen Gedächtnis seines Erbgutes mitbestimmt.

Diese Inkarnationen übergreifende Gedächtnisstruktur hilft prinzipiell jedem Menschen, im eigenen Rhythmus bei der Entfaltung der höheren Astralis mitzuwirken. Es gibt eine zielgerichtete Selektion der Speicherung in der Lipika. Die dabei entstandenen Gedächtnispakete bestimmen das Leben in der kommenden Inkarnation auf zweifache Weise: Erstens entstehen bestimmte zwischenmenschliche Verbindungen sowohl positiver als auch negativer Art, die in dem anstehenden Leben möglichst aufgelöst werden müssen. Zweitens werden bereits angefangene Umsetzungen idealer astraler Begehren erneut zur Auflösung gestellt.
So klingen also verschiedene Spuren vergangener Leben in der Lipika. Das aktuelle EGO ist, ebenso wie die Person, zwar ein Produkt der aurischen Sphäre, jedoch keineswegs die körperliche Fortsetzung früherer Inkarnationen. Nach dem physischen Tod lösen sich auch alle zur ursprünglichen Person gehörenden unstofflichen Kraftsphären vollständig auf. Nur die ausgewählten Quintessenzen der subjektiven Erfahrungen werden den Gedächtnis-Strings in der Lipika hinzugefügt. Natürlich wird auch das im aktuellen Leben neu geschaffene Karma in bezug auf die Evolution dort gespeichert. Das Karma und das Blutserbe bilden zusammen die Grundstruktur der Realität in dieser Welt, die der Mensch für seinen Lebensauftrag nun konstruktiv und intelligent nutzen sollte. Tut er das nicht, aus welchen Gründen auch immer, werden entsprechend den Grundgesetzen der Speicherung seine Lebensergebnisse im Karma vervollständigt. Es ist dabei unbedingt zu bedenken, dass nach dem körperlichen Hinscheiden auch solche Lebenserfahrungen, die während der Zeit im Jenseits gemacht werden, während sich die Äther, die Astralis und die Anteile der Mentalis auflösen, aufgezeichnet werden. So kann mit Fug und Recht gesagt werden, dass der Mensch von seiner Monade auch über das Karma unweigerlich zur Erfüllung seines Lebensauftrages geführt wird.

 

8.6 Kreativität
Wird ein Mensch vor eine völlig neue Aufgabe gestellt oder wird er im Beruf oder Hobby in einen kreativen Prozess gestellt, ganz gleich welcher Art, dann wird er – wenn wir diesen Vorgang geisteswissenschaftlich betrachten – zunächst all seine mikrokosmischen Gedächtnisvorräte unter den vorhandenen Absichten des angedachten Vorhabens nach möglichen Informationen für sein Projekt durchsuchen. Das kann der Kreative mit verschiedenen Modellen unterstützen. Die bekanntesten sind: Brainstorming mit Kollegen, stimulierende Musik, Lesen entsprechender Fachliteratur, Tiefen-Entspannung oder eine sportliche Betätigung. Auch durch eine freie Meditation, die das Denken aus den gewohnten Bahnen entführt, kann das Finden in verborgenen Winkeln der eigenen Gedächtnisse beschleunigt werden. Mit bestimmten Drogen zur Bewusstseinserweiterung, wie LSD o.ä., oder durch andere Stimulanzien (niemals Alkohol oder andere betäubende Mittel) kann der Mensch unter geeigneten Voraussetzungen die mit ihm resonanten Sphären in der Astralis und im Devachan «bereisen», um dort mit Ereignissen oder Informationskluster in Kontakt zu kommen, die mit seinem Projekt in Verbindung zu bringen sind. Es gibt auch spezielle Meditationsmethoden, die ganz gezielt einen Kontakt mit bestimmten Ebenen der unstofflichen Sphären ermöglichen. Dabei ist jedoch für jeden einsichtig, dass die erfassten Informationen nicht unbedingt echte Neuschöpfungen darstellen,
weil dort auch nur bereits entstandenen Abbilder gespeichert werden können. Mancher Künstler, Arzt oder Wissenschaftler, besonders die Genies, haben ihr Türchen zu ihrem schöpferischen Begleiter im Jenseits von Geburt an «geerbt». Jedoch alle Erfindungen und Copyright-geschützten Kreationen können nur Kopien vorhandener mentaler Gedächtnisinhalte aus dem allumfassenden Gedächtnis der Erde, der Akasha-Chronik, sein. Näheres dazu findet sich bei Rudolf Steiner, der ausführlich über die Entwicklung der Erde und ihre Akasha geschrieben hat.

Die im ersten Teil dargestellten Wahrnehmungsgesetze oder -Tendenzen können folgerichtig auch auf alles angewendet werden, was wir schlechthin Denken nennen. Sie sind für das mentale und emotionale Organisieren und Vereinfachen ebenso gültig, wie für das Kombinieren und Interpolieren der vielfältigen Entscheidungen im Leben und das Abfragen in den verschiedenen Gedächtnissen der mikrokosmischen Felder. Kreative Informationslinien, die zu einem wirklich erneuerten Handeln führen könnten, werden nur in gefahrvollen, bedrohlichen Situationen geschaffen oder wenn besonders hohe Ansprüche im Beruf oder Dasein gestellt werden. Je nach Befähigung und Reife des Mikrokosmos kann der Impuls aus der Monade über die Rose des Herzens zu erstaunlichen Visionen führen.

 

Die besondere Wahrnehmung in den transpersonalen Feldern

Es ist ein durchaus heikles Unterfangen, über die vielfältigen Visionen, Erfahrungen oder Impressionen aus den jenseitigen unstofflichen Gefilden unserer Erde zu berichten. Die bestehende Literatur darüber ist so umfangreich, dass sich der interessierte Leser dort über eine ausführliche Darstellung aller Perspektiven und Modelle informieren kann.

An dieser Stelle können nur ein paar orientierende Fakten aufgeführt werden. Grundsätzlich ist die Wahrnehmung in den unstofflichen Lebensfeldern davon abhängig, ob der Mensch in diesen Feldern aktiv bewusst sein kann, d.h. ob er oder sie die ätherischen bzw. astralen Sphären konkret sehen kann. Das kann an einer natürlichen Prägung von Geburt an liegen, wie es bei vielen hellsichtigen Menschen vorliegt oder durch Drogen oder eine andere Methode erworben werden. Dabei gibt es unterschiedliche Ausprägungen, wie z.B. das ätherisches Sehen erlebt wird oder die astralen Welten erfasst werden. Vielfach wird auch von einem sogenannten «kosmischen Bewusstsein» gesprochen, das auf eine besondere mentale Entwicklung im Atemfeld hinweist. Von verschiedenen religiösen oder esoterischen Gruppen wird berichtet, dass ihrer Mitglieder diesbezüglich besondere Befähigungen haben. Es wird in der esoterischen Literatur berichtet, dass man durch spezielle Meditationstechniken zum Hellsehen kommen kann. Einige Gruppierungen der Freimaurer, Theosophen, Anthroposophen oder ähnliche esoterische Gruppen bieten ihren Mitgliedern Kurse für außersinnliche Wahrnehmungen an. Selbst der historische Schamanismus erlebt eine moderne Renaissance. Ich kann hier keine vollständige Liste derartiger Vereine vorlegen, denn es entstehen fast täglich neue Denkmodelle und esoterische Gruppen.
Zu dem außersinnlichen Wahrnehmen oder Hellsehen zählt man auch das Hellhören, das Channeling und eine Reihe paranormaler Betätigungen, wie z.B. Gedankenlesen, Telekinese, Fernheilungen etc. Es existieren mittlerweile weltweit eine Reihe von Fakultäten, die sich mit dem Thema Grenzwissenschaften bzw. Parapsychologie oder Noetik befassen.

Jede Wahrnehmung in den unstofflichen Feldern des Jenseits hängt fundamental von dem Vibrationsschlüssel des schauenden Mikrokosmos ab.
Diese Grundschwingung im aurischen Wesen wird von einigen Besonderheiten sowohl des Mikrokosmos als auch der aktuellen Persönlichkeit – mit ihren Aufgaben für die Evolution – hervorgerufen. Der Mensch, eigentlich jeder Mensch, steht permanent in Resonanz zu dem ihn umgebenden Gesamtgeschehen in den jenseitigen Gebieten. Allein seine Resonanzfähigkeit entscheidet, was und wieviel er davon wahrnehmen kann. Die subjektive Ausrichtung und Aufmerksamkeit wird in vielen Fällen von Tabus und Verboten religiöser Institutionen bestimmt, sowie von dem Prinzip: «Was nicht wahr sein darf, kann nicht sein!» Alles das bestimmt auch, wie der Mensch die zu ihm kommenden Informationen decodieren kann. Das beginnt ja schon bei der Übertragung von Träumen in das Tagesbewusstsein. Viele kennen ihre Träume nicht, manche ignorieren diesen Vorgang der nächtlichen Aufarbeitung unbewusster Affekte, andere wieder richten sich bei der Deutung nach dem Rezeptbuch eines autorisierten Psychologen. Meistens wird beim Träumen einfach übersehen, dass jeder Traum eine Art Astralwanderung darstellt, die eine besondere Bedeutung für den Menschen hat. Wer sich den richtigen Zutritt zu den vermittelten Informationen verschafft, kann seine Bewusstseinsentfaltung erheblich beschleunigen. Hat der Mensch jedoch in seinem Gedächtnis nur seine irdische materielle Vorstellungswelt, kann er natürlich nicht wirklich träumen, geschweige denn bewusst methodisch eine Astralwanderung durchführen oder ätherisch Hellsehen. Für ihn bleibt dann dieses vielfach praktizierte Geschehen Märchen, Spökes und Hokuspokus. Leider ist diese letzte Einstellung in den westlich christlich orientierten Zivilisationen die oft vorherrschende Meinung.

Durch eine geisteswissenschaftliche Untersuchung dieser unstofflichen Lebensfelder wird bestätigt, dass in den ätherischen Feldern zahlreiche sehr unterschiedliche Wesen leben, die mit der Erhaltung der Natur befasst sind. Sie können von entsprechend hellsichtigen Menschen gesehen werden. Vielfach wird von ihnen in den Märchen berichtet. Zu diesem Thema über Engel, Elfen, Nymphen, Sylphen und Gnome gibt es heute eine ausreichende Fachliteratur, wobei allerdings die Engel-Mode zur Zeit im Vordergrund steht.

Wer in die Astralsphäre schauen kann, auch wenn es durch Traumtraining oder Drogen erzielt wurde, sollte sich im Vorfeld mit einem Führer abstimmen, um aus einem optimalen positiven Setting heraus zu starten. In der irdischen Astral-Sphäre manifestieren sich alle emotionalen Höhenflüge und Gefühlsausbrüche sowie alle erdenklichen Extreme der menschlichen Psyche, von höchster idealer Liebe bis zum tiefsten abscheulichen Hass. Allerdings bestimmen die Grundregeln der Resonanz – Gleiches zu Gleichem – welchen Erlebnisbereich der Mensch erfassen kann. Dabei ist immer mitbestimmend, dass die im gewachsenen Gedächtnis bereits gespeicherten Vorstellungen des irdischen Daseins das Wahrgenommene bestimmen. Alle angelernten Bilderwelten von einem Himmel, einer Hölle oder sonstiger Welten, von Gott und seinen Abgesandten Jesus oder Buddha, Krishna oder Shiva, die von den Religionen und dem New-Age verbreitet werden, bestimmen das Geschaute. Das Resonanzgeschehen wird in der subjektiven Modulation einer «Self-full-filling Prophetie» ablaufen, wobei vielfach der Wunsch «der Vater» nicht nur des Denkens, sondern des Geschauten ist. Es entfaltet sich in etwa analog der Möglichkeiten, die prinzipiell jeder Mensch in seinen Träumen erfahren kann. Diese werden ja ebenfalls in der Astralis erlebt. Es gibt Menschen, deren Erfahrungen in der Astralis so lebendig sind wie in einem Cinemaskope-Kinofilm, andere sehen nur schwarzweiß und hören keinen Ton. Die Art des Traumerlebens wird von der Grundeinstellung des Schauenden bestimmt, die ihm meistens selbst nicht bewusst ist. Die Fülle der sich abbildenden Erscheinungen, die in der astralen Welt als absolut real erlebt werden, ist so gigantisch, dass die Antwort der «Vier Stürme», die in der «Unendlichen Geschichte» von Michael Ende von Atreju befragt wurden: «Wusstest du nicht, dass Fantasialand grenzenlos ist?», die Situation eigentlich am Besten beschreibt. Jeder Wunschgedanke, jede Begierde, und mag sie noch so erschreckend sein, wird sich durch die ausgesendeten astralen Fluiden des Begehrenden im astralen Feld des Jenseits immer in einer Form manifestieren, die zur Entwicklung des Kandidaten beitragen kann. Alle Gruppengedächtnisse und karmischen Zusammenhänge spielen mit hinein. Wer bereits während seines Lebens völlig frei von aggressiven selbstsüchtigen Ansichten werden kann, wird mit der niederen Astralis kaum in Kontakt kommen.

Eine mögliche weitere Einsicht in die mentalen Regionen basiert auf der höheren Entwicklung der Mentalis. Das, was er dann schauen kann und welche Zonen sich ihm zeigen, hängt wiederum vom grundlegenden Vibrationsschlüssel des mental Reisenden ab. Vielleicht sind die Beschreibungen von R. Steiner über die sieben Felder des Devachan bekannt, die er bereits 1913 in einem Berliner Vortrag beschrieben hat. Ein bekanntes amerikanisches Medium, Jane Roberts, hat durch Channeling (automatisches Schreiben) die «Gespräche mit Seth» aufgezeichnet, einem jenseitigen Geist, der sich offenbar in den mentalen Gebieten gut auskannte. Über die drei höheren Aspekte des Devachan im interkosmischen Mentalfeld schreibt Sri Aurobindo in seinen Büchern. Darin werden einige Ansichten dieser hohen Mentalis beschrieben, die mit dem Erleben hoher Ideale einer Art himmlischen Erlebens einher gehen, wie z.B. Einheit, Seligkeit, Allwissen, Gottesverbundenheit u.a.. Die vibrationsmäßig noch höheren nirwanischen Sphären können von den aktuellen Menschen vorerst nicht erreicht werden, weil sie sich noch nicht in ihren Mikrokosmen zentriert haben. Ausgenommen davon sind nach meinen Kenntnissen der spirituellen Geschichte ganz besondere Inkarnationen aus den höheren Lebensfeldern des Sonnenkosmos wie Christus, Laotse und Buddha.

8.7 Das Resonanzgesetz
Es muss noch an dieser Stelle ein elementar wichtiges Gesetz des Alls erläutert werden, dass unzweifelhaft jede Wahrnehmung betrifft. Wer heute von «Gesetz» spricht, meint damit etwas Festgelegtes, Unabänderliches, meistens jedoch mit dem Hintergedanken: Es ist von irgend jemanden gesetzt, möglicherweise von einer eminent bedeutenden Autorität , der man unbedingt glauben muss, na ja, weil fast als sacro sanct gehandelt wird, darf man diesen Gesetzes-Text niemals in Zweifel ziehen. Das kommt vielfach in den abrahamitischen Religionen vor, die eine Reihe niedergelegter Gesetze im Alten Testament, in der Tora und auch im Koran haben. Derartige Gesetze sind die Angelegenheit von Menschen oder Gesellschaften, bei denen Macht ausgeübt werden muss.
Doch die Grundgesetze, die im ganzen All wirksam sind, entstanden mit der Schöpfung. Sie gehören zum Selbstschutz der Existenz im Universum. Eines wird in allen Kulturen gepriesen, es wird in tausend wunderschönen Liedern besungen, und doch können es nur wenige Weise wirklich erfassen: Gott ist die Liebe, die Liebe, die über allen Verstand geht. Alles was dieser Vibration noch nicht gleicht, wird so lange liebevoll in seinem Wirkungskreis aufrecht erhalten, bis es letztendlich doch die fundamentale Schwingung der Liebe aus sich heraus reproduzieren kann.

Auf eine einfache Formel gebracht heißt es: Gleiches zieht Gleiches an. Es kann am schönsten mit einer Stimmgabel ausprobiert werden. Stellen wir eine Stimmgabel, die auf den Kammerton A‘ abgestimmt ist, fest auf eine Tischplatte. Spielt nun ein Pianist auf seinem Klavier den Kammerton A‘, dann erklingt auch die Stimmgabel und überträgt diese Vibration direkt auf die Tischplatte. Dieses Modell mit dem Piano und der Stimmgabel symbolisiert die Art und Weise, wie das ganze All miteinander kommuniziert. Es kann konkret als die «kongruente Resonanz» bezeichnet werden.

Nicht der Schwingungskörper als solches ist wirklich entscheidend, obgleich nicht unbedeutend, denn er muss rein schwingen können, sondern die spezielle Vibrationsaffinität, der Vibrationsschlüssel. Sympathie heißt Mitleiden. Man kann auch Mitschwingen sagen. Dabei muss man ein wenig die Fakten der Wellentheorie im Auge behalten. Dort kann für jede Welle eine Grundschwingung bestimmt werden, die von verschiedenen Parametern abhängig ist, denn sie ist Schwingung in einem Kraftfeld, in dem vor allem der Pulsator die Grundfrequenz – Länge und Amplitute – bestimmt. Man könnte sie auch als Grundfarbe benennen oder als Grundton. Die Basisvibration hat Eigenschaften der Energie, Lichtfülle, Schnelligkeit und Intensität oder andere.
Diese Grundschwingung kann von einer anderen Vibration, z.B. einer Melodie, überlagert werden, wodurch die Basisschwingung nicht verändert wird. Ein plastisches Beispiel wären die Kräuselungen auf der Wasseroberfläche eines Sees. Die großen Wellen werden von der Strömung im See bestimmt, die kleineren Wellen bemustern die wogende Oberfläche durch die Böen des Windes. Diese Überlagerungen, in der Musik als Obertöne bekannt, können auf der Grundvibration mehrfach aufgesetzt sein. Dabei müssen sie allerdings immer den selben Vibrationsschlüssel wie die Basisschwingung haben. Das ist natürlich immer gewährleistet, wenn Basisvibration und Melodie zum gleichen Kraftfeld gehören und dort resonant integriert sind.

Eigentlich ist das Spiegelgesetz jedem Menschen bekannt. Aber gerade weil es so augenscheinlich zum täglichen Dasein gehört, wird es selbst in seiner lebensbedrohlichen Erscheinungsform meist übersehen. Es ist so selbstverständlich wie der Tag oder die Nacht, oder eben wie das Atmen. Niemand denkt im täglichen Einerlei darüber nach. Hin und wieder wird das Spiegelgesetz im Physikunterricht erwähnt, während sich der Lehrer über die optischen Phänomene ausbreitet. Aber sehr bald verschwindet das Gelernte wieder in der Versenkung der Selbstverständlichkeiten des normalen Daseins, denn es betrifft ja doch, wenn überhaupt, immer nur den Mitmenschen. Darum wird es zuweilen den Kindern als Erziehungsmaßnahme vorgehalten, und man sagt ihnen dann: «Wer einem anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein!» oder «Wie es in den Wald hinein schallt, so schallt es auch hinaus!»

Wer kann schon einen Gegenstand oder einen Menschen so sehen, wie er wirklich ist! Er sieht immer nur eine Erscheinung der ihm zugewandten Seite, die aber keineswegs den vollständigen Gegenstand abbildet. Das ist die obligatorische Irreführung der notwendigen Vereinfachung in der Wahrnehmung, die auf das aktuelle Überleben in einer überaus gefährlichen Umwelt gerichtet ist. Die halbe Erscheinung, der erste Eindruck, genügt meistens, um den Gegenstand, den Menschen, zu identifizieren. Ihm wird die einseitige Ansicht, der erste Eindruck, sozusagen übergestülpt. Die im ersten Teil beschriebene Wahrnehmungsorganisation schildert eine ganze Reihe solcher Mechanismen. Die abgekürzte Information dient der schnelleren Verarbeitung für die Orientierung oder praktischste Gefahrenabwendung in der aktuellen Situation. Dabei geht es ja meistens ums reine Überleben. Das hat natürlich den einen oder anderen Nachteil, weil die Erscheinung durch gewisse Umweltsituationen so falsch sein kann, dass gerade dadurch lebensbedrohliche Täuschungen übersehen werden. Alles das, was der Mensch sinnesorganisch empirisch erfassen kann, ist letztlich nur die Widerspiegelung von Oberflächen der Gegenstände, die durch ihre Art und Beschaffenheit bestimmte Anteile des auf sie fallenden Lichtes absorbieren. Die Reflexionen, Rückstrahlungen der Lichtreste bestehen für das Sehen aus unterschiedlichen Frequenzen, die in den Rezeptoren der Retina im Augapfel chemische Reaktionen auslösen. Wissenschaftlich gesehen werden dann über diese Informationen mit Bedenken und Erkennen der Farben und Schattierungen, der Strukturen und Kanten, die Gegenstände identifiziert. Das ätherische Erfassen des Gegenstandes läuft dabei immer synchron ab, und schenkt dem sensitiven Betrachter vor seiner grobstofflichen Analyse auch eine Vorahnung oder sogar konkrete Erkenntnis des Gesehenen.

Die Menschen leben in einem Spiegelkabinett, könnte man sagen. In Indien ist der Begriff «Maya» für alles materielle Geschehen ganz normal. Alle Bewegungen in den Kraftfeldern des Mikrokosmos und alle Kommunikation mit den energetischen Sphären des Kosmos ist nach den Spiegelgesetz oder Resonanzgesetz organisiert, ganz gleich ob mit der materiellen Wahrnehmung oder mit der ätherischen, astralen und mentalen «Schau». Immer und überall gilt: «So wie es in den Wald hinein schallt, so schallt es auch heraus!» Darum gibt es auch den weisen Ratschlag: «Was Du nicht willst, das man dir tut, das füge keinem anderen zu!» Da aber der Mensch, wie jeder bei sich selbst und in der Welt erfährt, diesen Rat keineswegs ununterbrochen befolgen kann, gibt es wohl eine starke Behinderung dafür, und viele internationale Katastrophen beweisen es.

 

8.8 Ausblick auf künftige Wahrnehmungsarten

Die weitverbreitete These, der Mensch ist aus einem göttlichen Lebensfeld herausgefallen, oder er wurde wegen seiner Sünde aus dem Paradies verstoßen, verliert angesichts der grundsätzlichen interkosmischen Evolution aller Kosmen und Mikrokosmen ihre Bedeutung. Niemand hat eine Ursünde oder Grundschuld zu tragen. Jeder Erdenbürger, ja, die ganze Natur mit Fauna und Flora, befindet sich aktuell in einer besonders wichtigen Phase der fortlaufenden Evolution, die von jedem Beteiligten besondere Mitwirkung erfordert. In der europamerikanischen Kultur stände die Befreiung von der materiell orientierten Selbsterhaltungsangst im Vordergrund.
Allgemein wäre eine Harmonisierung der femininen und maskulinen Aspekte im menschlichen Dasein unbedingt notwendig, nicht nur im äußerlichen gesellschaftlichen Miteinander, sondern diese polaren Aspekte sollten vor allem innerhalb eines jeden Mikrokosmos ebenbürtig zusammenarbeiten. Die traditionellen Bindungen an die niedere Astralis – sowohl im mikrokosmischen Inneren als auch mit den kosmischen Kräften im Jenseits – müssen prozessmäßig neutralisiert werden, zugunsten einer Weiterentwicklung der höheren Astralis. Eigentlich ist der Mikrokosmos bereits hervorragend für die Erfassung seiner Zusammenhänge innerhalb der irdischen Entwicklungen ausgestattet. Jedoch muss sich der Mensch seiner gesamten Existenz – auch in den transpersonalen Sphären – wirklich bewusst werden. Das bedeutet vor allem, er muss sich von seiner Fixierung auf die Selbsterhaltung und komfortablen Lebenshaltung in der Materie trennen, damit er zur Erkenntnis der weiteren unstofflichen Kraftfelder seines Wesens durchdringen kann. Erst dann wird der Mensch die ihm von der Monade in der interkosmischen Evolution gestellten Aufgaben im ganzen Umfange erfassen, bewerten und verwirklichen können.

Dafür wurde der Mensch mit seinem aurischen Wesen von der Monade mit dem Planeten Erde verbunden. Nun gilt es, im Rahmen einer einigermaßen freiheitlichen Gesellschaft unter einem sozialen und finanziellen Gleichgewicht, möglichst viele zwischenmenschliche Erfahrungen auszuwerten, und die noch vorhandenen karmischen Bindungen der niederen Astralis und Mentalis aufzulösen.
Entscheidend für ein höheres bzw. erweitertes Denkvermögen ist zuerst die Entwicklung der höheren Astralebenen. Darum haben die Weisen aller Zeiten an den Anfang eines sogenannten spirituellen Weges stets die Begierdelosigkeit gestellt, damit die niedere Astralis zur Ruhe kommen kann. Das wurde als Basis für jede weitere Entfaltung wohl erkannt. Dabei ist leider übersehen worden, dass die Abtötung der niederen Astralis eine Illusion ist und keineswegs das Wachstum der höheren Ansichten des Astralfeldes einschließt. Tatbestand ist allerdings: Solange der Mensch die Basis seines Lebens ausschließlich in den Sphären der niederen Astralis sucht, und dort in allen Bedürfnissen und Begehren Erfüllung findet, wird sich kein neues Begehren einstellen und kein höheres Empfinden oder Bedenken offenbaren können. Wofür sollte er die höheren Begehren denn gebrauchen wollen? Jedoch nur das persönliche intensive Bestreben nach den höheren Denkmöglichkeiten dynamisiert das Wachstum dieser unstofflichen Felder.

Die moderne Esoterik erklärt uns, dass Monaden (Begriff von G. Bruno und G.W. Leibniz), als lebendige Geschöpfe vom Anbeginn in höheren Kraftfeldern wesen. Diese drängen ihre Kinder, Kosmen und Mikrokosmen über den Berührungspunkt im Zentrum aller Kraftsphären ohne Unterlass zur Vervollkommnung. So wird im irdischen Lebensfeld und in jedem Wesen dieses Kosmos ein Begehren nach der Evolution entstehen und bekräftigt. Mit dem Erwachsen-Werden ihrer noch unvollendeten Felder wird sich eine völlig andere, bislang unvorstellbare Wahrnehmung oder Erfassung der Welt einstellen, eine total überwältigende Kommunikation bis in unendliche Zeiten.

Der wesentliche Fortschritt bei der zur Zeit anstehenden Stufe der mikrokosmischen und kosmischen Evolution ist, dass die Wahrnehmung des eigenen Wesens sowie die Erkenntnis über den Kosmos auf eine völlig – sagen wir – transparente Stufe gehoben wird. Dafür ist die Weiterentwicklung der unstofflichen Felder im Mikrokosmos erforderlich, die von einer dorthin gerichteten Aufmerksamkeit und einer förderlichen Lebenshaltung unterstützt werden kann. Hierzu gehören vor allem eine natürliche Ernährung, bei der alle Lebensmittel, Medikamente oder Drogen vermieden werden, die die Wahrnehmungsfähigkeit einschränken oder verzerren. Ein Mensch sollte – am Besten mit einer Gruppe – in ein harmonisches Wechselspiel von Aktivität und Entspannung eintauchen, bei dem immer viel Raum und Zeit in einem angenehmen Ambiente für spirituelle Besinnung bleibt. Im aktuellen Zeitraum ist die Erhöhung der Astralis das vordringlichste Geschehen, das sich allerdings nur dann im Mikrokosmos vollziehen kann, wenn der Mensch in sich die weiblichen und männlichen Aspekte seines Wesens in Einklang bringen konnte. Für jede weitere Entfaltung der Mentalis ist eine innerlich gewünschte Dienstbarkeit für die interkosmische Entwicklung zwingend notwendig, die sich aus einem starken eigenen Sehnen entwickelt. Wenn sich dann prozessmäßig die drei höheren Aspekte der Mentalis entfaltet haben, kann er ungeschminkt alle Vorgänge in den vier Kraftsphären – Mentalis, Astralis, Äther und Materie – erfassen und mit den in diesen Lebensfeldern für den Kosmos wirkenden Wesen kooperieren. Dabei erkennt der Mensch nicht nur die fundamentalen Grundgesetze seines Denkens und Fühlens, sondern auch das planvolle zielgerichtete Zusammenspiel aller in diesen Gebieten. Vor allem die vollständigen Einblicke in die Mentalis und Astralis erhellen umfassend das Wahr-Nehmen und Bedenken des Menschen. Da er dann sozusagen «zuschauen kann», wie sich mit Gedanken und ausgesprochenen Sätzen die mental-astralen Holokumulus auch im Atemfeld anderer Menschen einnisten, und wie sie sich gleichzeitig in das Jenseits reflektieren und sich dort mit bereits vorhandenen Gedankenkluster verbinden, kann sich ein mental erwachter Mensch in dieser Hinsicht effektiv kontrollieren. Durch ein intelligent bedachtes Gedankenleben und ein wohlwollendes Sprechen wird er vielen negativen Reaktionen vorbeugen. Das vielfach schon heute verbreitete «positive» Denken und Fühlen wird in dieser Entwicklungsphase zu einer Selbstverständlichkeit. Jede psychologische Manipulation oder Verirrung bleiben ausgeschlossen. Der erwachte Mensch wird sich für den monadischen Einfluss weit öffnen, der in ihm eine weite Selbsterkenntnis und stabile Autonomie schenkte. Jetzt erfährt der Mensch im Gesamtplan der kosmischen Entwicklungen den essentiellen spirituellen Sinn des Lebens.


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14 Worterklärungen

Worterklärungen zur Basis der Evolution

Abraxas: Gnostische Bezeichnung für das universelle Liebeswesen Gottes, zum Beispiel in der Lehre des Apollonius von Tyana.

Äonen und Archonten: So wie es im Mikrokosmos ein Atemfeld mit einer Lipika des aurischen Wesens gibt, so befindet sich um die Erde eine Atmosphäre mit einem meist Jenseits genannten Kraftfeldkonglomerat. Die materielle Erde ist ebenso wie jeder Mensch in einen siebenfache gestuftes Lebensfeld eingebettet, von dem der physische Mensch mit seinen Sinnesorganen nur die niederste Energieebene erfassen kann, die Materie und die darin eingebetteten Erscheinungen. Darum befinden sich alle höheren Energiefelder jenseits der empirischen Erkenntnisse. In diesem Jenseits, das auch viele Reflexion des Diesseits bewahrt und zu den Bewohnern der Erde zurückspiegelt, werden alle sterbenden Mikrokosmen mit ihren noch nicht verklungenen Kraftfeldern aufgenommen, damit sie weitere Erfahrungen für ihre Entwicklung machen können. In diesem irdischen Jenseits versammeln sich alle Gedanken der Menschen mit ihren emotionalen Begehren und Wünschen, und verbünden sich Kraft der isobaren Resonanz zu dynamischen Kraftwolken mit Bewusstsein und Denkaktivitäten, denn sie bestehen auch aus der menschlichen Mentalis. Diese Kräfte in den unstofflichen Sphären nannte bereits Paulus im NT die «Fürsten und Gewaltigen unter dem Firmament». Sie sind vor allem aus den egoitischen Begehren und Denken der Menschen entstanden, die im materiellen Dasein das Paradies errichten wollen. Sie repräsentieren heute einen gewaltigen Anteil des Herrn der Welt. In den Veden werden diese Kraftkonstellationen

Asuras genannt. Da sie unfähig sind, die tatsächlich Realität jenseits „ihrer“ mental eingeschränkten Zusammenhänge zu sehen, haben sie keine andere Wahl, als ihr begrenztes Denken in die Welten der Materie zu projizieren, und dort – im materiellen Spielfeld – wollen sie ihre eigenen Vorstellungen von Imperien und Paradiesen verwirklichen, ein Königreich, in dem sie die „Götter“ sein können. Sie identifizieren sich mit ihren Ego-Rollen und mit den vermeintlich eigenen Energien, die sie in Wirklichkeit dem Denken der Menschheit beziehen. Die Asuras halten sich, ebenso wie ihre Erschaffer, die Menschen, für eigenmächtige Schöpfer und sind daher besessen vom Gedanken des Erschaffens, Manipulierens und „Verbesserns“. Sie wollen eine Welt erschaffen, die besser ist als diejenige, die bereits auf Erden existiert, und diese „bessere Welt“ ist für sie der Zweck, der alle Mittel heiligt. Materialismus, Deismus, Dualismus, Monismus – dies sind die Weltbilder der unlichten Wesen, der Asuras, wie sie im Sanskrit genannt werden. Auf jeder dieser Stufen kann man aufwärts oder abwärts gehen, weshalb es unterschiedliche Asuras gibt: die „lieben“ und die „bösen“. Doch sie alle kennen nur das materialistische Weltbild, wobei sie gemäß ihrer Mentalität unterschiedliche Rollen spielen.

Weil im dualistischen Kampf jede Illusion möglich ist, der eigene Zweck heilige alle Mittel, geschieht es des öfteren, dass gewisse Parteien in der Wahl ihrer Mittel zu brutal oder zu hinterhältig werden. Angesichts dieser bösen, ja satanischen Asuras entscheiden sich andere global players oder cosmic players, in diesem Spiel nicht mehr mitzumachen. Ihnen wird das Spiel der bösen Asuras zu unheimlich. Daher gehen sie in Gegenposition und predigen „Fairplay“, da sonst das Spiel für die Mehrheit keinen Spaß mehr macht! Mit anderen Worten: Unter den atheistischen Mächten, die glauben, alles sei eins, herrscht keine Einheit. Sie bekämpfen sich gegenseitig, wobei die „lieben“ und fairen Asuras manchmal Aktionen und Sondermissionen starten, um die Öffentlichkeit über die Machenschaften der bösen Asuras aufzuklären. Sie wollen die Opfer informieren oder sogar deprogrammieren. Aber da sie alle in denselben materialistischen Weltbildern gefangen sind, die sie in den Gedankenbildern der Menschen finden, kommen sie nie über das sinnlose Spiel hinaus. (A. Risi, Licht wirft keinen Schatten)

Ätherfeld: Es ist ist die Matrix der Materie, die Mutter allen irdischen Seins. Alle grobstoffliche Ernährung, vor allem mit Vitaminen oder ätherischen Ölen – nomen est omen – dient auch der ätherischen Ernährung. Die direkte Ätherassimilation durch Milz und Leber oder über die Haut sind ganz wichtig für die Stabilität von Gesundheit und körperlicher Konstitution. Jede zwischenmenschliche Beziehung basiert auf einem intensiven Ätheraustausch, auch in der Verliebtheit. Gerade bei Kindern spielt der liebevolle Austausch von Äthern bei körperlichen Kontakten mit Vater und Mutter eine lebenserhaltende Rolle, wie vor allem in Waisenhäusern festgestellt worden ist.

Das den Menschen durchdringende und ihn umgebende Ätherfeld hat sieben Polarisationen oder Wirkungsgrade:
Die Atome, Moleküle und Zellen werden vor allem von dem chemischen Äther aufgebaut, vitalisiert und funktionstüchtig gehalten.
Die Organe und die körperliche Zusammenwirkung werden vom organischen- oder Lebensäther dominiert, der auch den darin ablaufenden Informationsaustausch bestimmt.
Der neuronale Äther liefert u. a. die Fluiden für die Nervenbahnen, das Schlangenfeuer in der Wirbelsäule und die endokrinen Organe.
Das Denken und alle hochkomplexen Informationen zwischen den leitenden Organstrukturen werden vom widerspiegelnden Äther getragen.
Für die höheren Zellaktivitäten im Kopf werden diese vom Lichtäther durchflutet, der auch bei entsprechender Entwicklung bislang nicht genutzte Areale im Gehirn aktiviert
Für die höhere Entwicklung in den unstofflichen Feldern, stehen die notwendigen Fluiden des Feueräthers zur Verfügung.
Der spinale Äther spornt das aurische Wesen an, die höhere Mentalis im Mikrokosmos zu konzentrieren und zu aktivieren.

Diese Bezeichnungen für die sieben Kraftebenen des Ätherfeldes werden in der esoterischen Literatur von einigen Autoren ähnlich formuliert, werden dort je nach Richtung jedoch verschieden eingesetzt. Da die drei höheren Ätherfelder oder Polarisationen direkt mit den astralen oder mentalen Entwicklungen einhergehen, sind sie bislang nirgendwo ausdrücklich erwähnt. Man kann sagen, dass die drei höheren Äther noch nicht konzentrisch mit dem Ätherkörper verbunden sind, sondern mehr oder weniger frei fluktuierend den Mikrokosmos begleiten und sich nur dann fest mit den Mikrokosmen verbinden, wenn diese für die Nutzung reif geworden sind.

Astralfeld, Astralis: Das Astralfeld des Menschen hat im Ruhezustand in etwa die Form eines Eies, in das die materielle Person im Ruhezustand hineinpasst. Es weist allerdings einige Besonderheiten auf, die damit zusammenhängen, dass sich in ihm und über ihn alle Gefühle, Wünsche, Bedürfnisse und Begierden ausdrücken. Darum sagen einige Autoren zu diesem Kraftfeld des Mikrokosmos auch Begierdenkörper. Zahllose Begehren sind in der Astralis als Vibrationswirbel, als Phantome gespeichert, die den Menschen seit seiner Kindheit begleiten, oder ihn sogar noch aus früheren Inkarnationen überschatten.

1. Die elementale Astralis. Auf der untersten Schwingungsebene sorgt die elementale Astralis für die Grundbedürfnisse und ganz nahe zu den Wirkungen des chemischen Äthers für den Selbsterhalt des Stoffkörpers. Die Atome, Moleküle und Zellverbände müssen sich mit den diversen Organen zu einem Gesamtorganismus, zu einem funktionstüchtigen Körper zusammenfügen. Das besorgt das elementare Begehren durch die Vibration der elementalen Astralis, die auch die ätherische und somit die materielle Basis des irdischen Seins gewährleistet.
2. Die funktionale Astralis. Auf der ätherischen und stofflichen Grundlage muss die funktionale Astralis den Magnetismus für die Organe und ihre Gesunderhaltung sicherstellen. Jedes Organ steht in einer besonderen Beziehung zu einem astralen Wirbel, Chakra, der die ätherischen Strömungen regelt. Die grundlegenden und lebensnotwendigen Bedürfnisse werden durch eine besondere Kooperation mit dem Ätherfeld abgedeckt. Diese Astralis hat die Befähigung, sich mit den Äther-Kräften zu umkleiden und sie entsprechend einer In-formation aus dem mentalen Feld zu bilden.
3. Die vitale Astralis. Der dynamische Aspekt der Gefühlswelt mit allen Exzessen geht von diesem Feldbereich aus, darum kann er durchaus als Naturseele gesehen werden. Jeder mentale Entschluss oder Entscheidung wird aus diesem Feld dynamisiert und mit der erforderlichen Kraft ausgestattet, die dann entsprechend den Gedanken polarisiert in das Ätherfeld hineinströmt, im Stoffkörper die endokrinen Hormondrüsen steuert und die Nervenplexi stimuliert und so den physischen Körper zur Aktion antreibt. In diesem Aspekt vibrieren alle Emotionen der materiellen Arterhaltung und der körperliche Liebe, also der Sexualität, sowie der stofflichen und unstofflichen Existenz im weitesten Sinne. Hier thront auch die Angst vor dem Tod, vor Hunger und Verdursten. Die Todesangst ist der höchste emotionale Wert in der Astralis. In geringerem Maße vibriert hier selbst die banale Angst vor tiefgreifenden Veränderungen in der gewohnten Nahrungskette.
4. Die synergetische Astralis. In der synergetischen Astralis kumulieren alle Begehrensimpulse. Verstärkt drücken sich hier die vielfarbigen Gefühle der Selbsterhaltung aus, mit denen der Mensch unbewusst konfrontiert ist, denn sie regeln nicht nur den ätherisch-astralen Haushalt des Menschen. Sondern auch die hohen Ideale werden in dieser Schicht der Astralis avisiert, die aus dem Brennpunkt der Monade eingestrahlt werden. So machen sich eine tiefe Sehnsucht nach Frieden, nach absoluter Gerechtigkeit und Wahrheit als eine Art Heimweh nach einem höheren Lebensfeld, dem Paradies bemerkbar.
5. Die soziale Astralis. In diesem besonderen Aspekt erklingt neben der Arterhaltung „Mensch“ bereits sehr stark das Heimweh nach „göttlichen“ Werten. Ganze Völker werden damit in ihren traditionellen Strukturen aufrecht erhalten. Aber auch hohe spirituelle Gefühle der Volksseele, Respekt und Achtung vor moralischem Tun, aller karitativer Naturschutz für die Tier- und Pflanzenwelt gründen in diesem astralen Aspekt. Aber auch Landesstolz und politisches Machtstreben in der menschlichen Gesellschaft spiegeln sich in der sozialen Astralis. Hier entwickeln sich erste Begehren nach unpersönlicher Liebe für die anstehende Weiterentwicklung der Menschheit und die Evolution des Kosmos.
6. Die koronale Astralis – (die mit dem Herzen verbundene Astralis). Die höchsten menschlichen Werte und Gefühle der ewigen Liebe, Harmonie, Gerechtigkeit und Wahrheit werden ersehnt. In ihr finden alle sogenannten religiösen Begehren nach Seligkeit oder Heiligkeit ihren Ausdruck, sowie die unpersönlichen Bestrebungen zu einer Weiterentfaltung der ganzen Menschheit. In und mit ihr äußern sich starke Zuneigungen zu höheren Wesen oder entsprechend autorisierten Heiligen der Geschichte, wie „Isis und Osiris“, „Krishna“ oder „Maria Magdalena“.
7.  Die kephalische Astralis – (die mit dem Haupt verbundene Astralis). Es ist normalerweise bekannt, dass Emotionen und Begehren, also die Astralis eigentlich vom Herzen, dem Sitz der Gefühle regiert wird. Weniger bekannt ist, dass in der kephalischen Astralis die höchsten Begehren nach Heiligung der ganzen Menschheit, ja, des ganzen Kosmos, schlummern, die sich auch als emotionale Liebe (Agape) äußern können.
Werden die drei höheren Ansichten der Astralis im Sinne einer spirituellen Entwicklung und Sehnsucht nach einem höheren Menschwerden von dem Menschen aktiv gefördert, wie es die Monade eigentlich beabsichtigt, wird sie diese Begehren über ein gereinigtes Herzheiligtum verstärken. Im Zusammenhang damit werden sich dann auch die drei höheren Felder des Mentalvermögens für den Mikrokosmos entfalten.
Damit ist dann auch das Tor zu den drei nirvanischen Feldern des Mikrokosmos erreicht, das sich in der nachfolgenden Inkarnation für diesen Mikrokosmos öffnen wird. Und der Kandidat wird dann wie Johannes auf Patmos ausrufen: „Ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde.“ Nichts wird mehr wie vorher sein.

Aurisches Wesen: Basis-Werkfeld der Monade für den eingeborenen Mikrokosmos. Es begleitet die Evolution des Menschen und versorgt ihn über eine kooperatives Magnetfeld mit den kosmischen Kräften. Aura ist das griechische Wort für Hauch, Lufthauch und auch für die Göttin der Morgenbrise. So ist Aurora die Göttin der Morgenröte. Heute wird der Begriff Aura in esoterischen Lehren für die durchaus wahrnehmbare Ausstrahlung des Menschen benutzt, der den Energiekörper oder einen Teil davon bezeichnet. Man kann davon ausgehen, dass die Namensgebung für die uns umgebende Welt bereits in der Antike stattfand, als der Mensch noch über die Fähigkeit verfügte, die niederen Welten des Jenseits zu schauen. Das aurisches Wesen wird so genannt, weil es ein selbstständiger Holokumulus in der Monade ist, eine Kraftkonstellation aus vier aktiven elektromagnetischen Feldern und drei inaktiven mit einem eigenen Leben. Das aurische Wesen belebt den Menschen in einem wechselnden Magnetismus mit Hilfe der persönlichen Reaktionen. Die Lipika ist das Langzeitgedächtnis des aurischen Wesens, in dem alle Erfahrungen der stets erneut implantierten Personen auf ihrem Weg der Evolution als Quintessenz holistisch gespeichert werden.

Atemfeld: Das direkte Kraftfeld im Mikrokosmos, in dem das Leben der Persönlichkeit ermöglicht wird. Es ist das Verbindungsfeld zwischen dem aurischen Wesen und der Persönlichkeit und ist in seiner Tätigkeit des Anziehens und Abstoßens von Kräften und Stoffen zugunsten des Lebens und der Instandhaltung der Persönlichkeit vollkommen mit dieser im Einklang.

Bewusstsein: Das Bewusstsein kann man sowohl als Dimension und gleichzeitig als Kraft aller Kräfte im ganzen Universum bezeichnen, als die höchste offenbarte Schöpfungsstruktur: der Logos, Brahman (Shiva, Vishnu), Tao, Allah. Die Urmonade ist heilig, ewig unbegreifbar, allumfassend und für den Verstandes-Menschen unfassbar. Unbeholfen nähern sich die Visionäre mit symbolische Allegorien, weil es in unserer Welt nichts gibt, was mit dieser Herrlichkeit nur annäherungsweise vergleichbar wäre. Das universale Bewusstsein, die Urmonade enthält und stimuliert alle anderen universellen Bewusstheiten in ihm. Es ist die Ursache der Bewusstseinsmöglichkeiten aller Geschöpfe und Entitäten und Wesen und Menschen auf allen Planeten und Kosmen.
So wie es sieben kosmische Gebiete gibt, die alle ineinander umeinander kreisen, so gibt es sieben verschiedene Bewusstheiten in diesen Gebieten, die sich nach Art der Herrlichkeit unterscheiden, aber alle in diesem einen Bewusstsein vibrieren, und von ihm induziert werden. Im siebten kosmischen Gebiet, in dem wir uns befinden, hat jeder Stern und jeder Planet sein universelles Bewusstsein im Bewusstsein des kosmischen Gebietes und wird von ihm stimuliert. So wie es vergleichbar auch in den anderen kosmischen Gebieten ist.

Zu dieser symbolische Darstellung muss natürlich gesagt werden, dass die Bewusstheiten stets konzentrisch als eine Einheit ineinander vibrieren.

Der Planet Erde hat als Wesen sein Bewusstsein im Kollektiv mit den anderen Planeten, mit der Sonne und mit dem Mond im Bewusstsein des Sonnensystems, das im Bewusstsein der Milchstraße vibriert und auch darüber hinaus in allen Sternkonstellationen des Tierkreises und aller zugehörigen Galaxien. Der Mensch muss sich bei all seinen Lebensaktivitäten Zeit und Raum lassen, um die Tiefen der astronomischen Weiten und ihrer Sterne und Planeten einmal unabhängig von den wissenschaftlich geprägten Gesichtspunkten der unbelebten Materie oder Radiostrahlung anzuschauen. Dann vermag er in seinem Erfassen zu realisieren, dass alle diese Lichtpunkte am Sternenhimmel bewusste, denkende, wahrnehmende und lebende Wesen sind, die wie ein gigantisches Orchester ein gewaltiges Kommunikationskonzert aufführen. Jedes kosmische Gebiet ist einerseits selbstbestimmt und wird gleichzeitig mitbestimmt vom nächsthöheren Gebiet. Alle stehen unter der Leitung des einen höchsten und alles umfassenden ursprünglichen universalen Bewusstseins, der Urmonade, damit alles Leben, alles Sein in seine unfassbare Herrlichkeit aufsteigen werde.
Das universale Bewusstsein, diese den menschlichen Vorstellungen so ferne Einheit Aller, ist der Schutz und das gnadenvolle Bewahren innerhalb der steten Entfaltung aller Geschöpfe. Das menschliche Bewusstsein, also das Bewusstsein des einzelnen Individuums, kooperiert stets mit dem Bewusstsein seines Volkes. Das Volk, seine Rasse – wie auch immer die aktuell politisch genehmigten Interpretationen dieses Wortes gerade sind – und sein zugehöriger Äon umfassen ein Volks-Bewusstsein, innerhalb des Gesamt-Bewusstseins aller Menschen. Das Bewusstsein aller Menschen – der in der materiellen Welt Lebenden und der Menschen, die sich noch im Jenseits für eine neue Inkarnation vorbereiten – webt im Bewusstsein aller Säugetiere. Dieses wirkt im Bewusstsein aller irdenen Wesen, und auch in dem der im Jenseits existierenden Wesen. So wirken im Bewusstsein der Erde die Bewusstheiten aller Wesen – Menschen, Tiere, Pflanzen –, aller Entitäten und bewussten Äonen zusammen.

Chakra: Die Chakras sind wirbelartige Kraftzentren, die zwischen allen Kraftfeldern und dem Körpern im Mikrokosmos die Kräfte vermitteln und den permanenten Informationsfluss aufrecht erhalten. C. W. Leadbeater hat diese lebenswichtigen Organe des Mikrokosmos ausführlich in seinem Werk „Der sichtbare und der unsichtbare Mensch“ beschrieben. Der Wasserstrudel ist ein sehr plastisches Bild für diese Vermittler von strömenden Energien. Der Name Chakra für die Strudel kommt aus einer uralten Kultur am Indus und bedeutete dort einfach Rad, oder Rad des Lebens. Wegen ihrer blütenähnlichen Form wurden sie im Hinduismus und in der buddhistischen Lehre auch „Lotosblumen“ genannt. Viele andere esoterische Autoren, die über das Yoga schreiben und die Meditationen erläutern, benutzen diesen Begriff. Mittlerweile ist dieser Begriff Chakra mit den hinduistischen oder buddhistischen Religionen über die ganze Welt verbreitet worden. Insbesondere bei der Meditation und den Yoga-Methoden werden die Chakras mit ihren unterschiedlichen Positionen und Aufgaben beschrieben.
Der Hauptkraftstrom versorgt den Mikrokosmos von außen über den „Nordpol“ des aurischen Wesens, korrespondierend mit dem Scheitelchakra oder der Pinealisaura, über die beständig kosmische Kräfte zugeführt werden. Im Atemfeld werden diese Kräfte zusätzlich für den Mikrokosmos entsprechend seinem inneren Vibrationsschlüssel polarisiert. Von dort werden die einströmenden Kräfte dann über die Chakras in die einzelnen Felder weitergetragen. Die „verbrauchten, nicht mehr weiter verwendbaren“ Kräfte werden über den Südpol, korrespondierend mit dem Steißbeinchakra, wieder aus dem Mikrokosmos ausgeschieden.
Die sieben Hauptchakras liegen entlang der Wirbelsäule vom Steißbein bis zum Kopf. Die heutigen deutschen Bezeichnungen definieren in etwa die Lage des jeweiligen Chakras: (von unten nach oben)

Wurzel- oder Basischakra, Steißbeinchakra,
Sakral- oder Sexualchakra,
Nabel- oder Solarplexus-Chakra,
Herzchakra,
Hals- oder Kehlchakra (Nebenchakra von 2.),
Stirnchakra – auch Drittes Auge genannt,
Kronen- oder Scheitelchakra.

Eine genaue Analyse ergibt insgesamt 49 Chakras (7 größere + 42 kleinere) im Mikrokosmos, die beständig unter der jeweiligen Oberherrschaft eines der Hauptchakras die Kraftverteilungen im ganzen System gewährleisten. Die Rotationsgeschwindigkeit und der davon abhängige Transfer werden prinzipiell von dem jeweiligen Gemütszustand dominiert.
Die aus dem Gesamtbewusstsein getragene Gemütsart konfiguriert die Wirkungsweise aller Chakras, bestimmt somit die Vibration der Kräfte gemäß den Vorgaben aus der bis dato entstandenen Grundvibration der übergeordneten Monade. Verständlich ist, dass die Chakras je nach Aufgabenbereich unterschiedlich rotieren und jeweils verschieden weit mit den Kraftfeldern kooperieren. Durch ihre permanente Rotation von links nach rechts zirkulieren die lebensnotwendigen Kräfte bis in das grobstoffliche System. Die Kräfte, die den Basisvibrationsschlüssel verloren haben und nicht mehr mit dem Grundprinzip des Mikrokosmos vereinbar sind, werden über die Chakras nach außen transportiert und über den „Südpol“ des aurischen Wesen in die Spiegelsphäre ausgeatmet. Entsprechend den Lebensaktivitäten des Menschen findet immer ein reger isobarer Austausch mit allen Kraftfeldern statt, die den Mikrokosmos im Jenseits umgeben und durchströmen. Das ist ein fortwährendes Ein- und Ausatmen, ein kontinuierliches Strömen von Kräften, die der Mensch für seine natürlichen Lebenstätigkeiten benötigt, auch wenn er es selbst nicht für möglich hält

Dämon: Ursprünglich wörtlich: »Naturkraft«. In allen Kraftfeldern wirken dies Kräfte zur Erhaltung der Natur und zur Förderung der Evolution mit den Monaden. Wer sich in seinem diesen Vorgängen konsequent positiv zuwendet, bekommt von diesen Kräften Unterstützung. In Indien werden sie dann Devas genannt. Sie entsprechen den karmischen Folgen, die auf dem Weg der Erfahrung das menschliche Schicksal bestimmen. Wer sich seinen karmischen Gegebenheiten mit aller Kraft widersetzt, erfährt die Naturdämonen auch als rächende, negative Auswirkungen. Diese Kräfte bekamen in Persien/Iran die Bezeichnung: Daevas,
Auch die durch das blinde Naturleben des gefallenen Menschen geschaffenen astral-mentalen Äonen werden vielfach als Dämonen bezeichnet, die zum ahrimanischen Geschwader gehören.

Devachan: Die mentalen Gedächtnisse der Erde regieren das «Devachan». Für den Kosmos Erde und eigentlich für alle Planetensysteme der Sonnensphäre existiert im Jenseits ein gewaltiges Speichermedium innerhalb des universellen Bewusstseins, der kosmischen Akasha. Dieses Feld wird in Anlehnung an die indisch-theosophische Terminologie «Devachan» oder Mentalplan genannt, eine höhere geistige Welt mit ihren unstofflichen Speicherfeldern im engeren Sinn. «Deva» heißt im Sanskrit «Gott» und «Chan» heißt «Gebiet, Wohnung» – «Devachan» bedeutet demnach «Gottesgebiet». In diesem Devachan gibt es für die Anthroposophen die Akasha-Chronik, aus der R. Steiner seinen Schülern sein spezielles Weltbild erklärte. Nach Vivekananda sind alle die Welt einhüllenden unstofflichen Felder die Akasha, für moderne Esoteriker ist es das PSI-Feld oder die Noosphäre. Innerhalb diesem die Erde umhüllenden Gesamtfeld der unstofflichen Lebenskräfte bildet das Devachan eine Speichersphäre aller mentalen Vorbilder, der bisherigen und der kommenden Archetypen allen Lebens. Eine sich einstellende Wahrnehmung dieser Welt offenbart sich im Menschen nicht primär in inneren Bildern, in Imaginationen, sondern eher als Inspiration als sinngebend-abstrakt für das innere Erfassen, als das innerlich erlebte sinnfüllende «Wort», dass sich in das bestehende Mentalvermögen einschwingen kann.
In der hinduistischen und buddhistischen Weisheit wird das Devachan in sieben voneinander unterscheidbare Wirkungsbereiche aufgegliedert. Die vier unteren Bereiche werden gemeinsam unter dem Begriff «niederes Devachan» zusammengefasst. Hier finden sich in aufsteigender Reihenfolge die ausgeformten mentalen Urbilder der physischen Welt, die Matrizen des Ätherfeldes und die Informationen der Astralis sowie die Bilder und Vor-Bilder des Mentalfeldes, das auch als Akasha bezeichnet wird, die Quelle der urbildlichen Vorprägungen.


Die drei höchsten Regionen des Devachan bilden gemeinsam das sog. Arupa-Devachan nach der indisch-theosophischer Ausdrucksweise. Nach meiner Ansicht ist es angeraten, bei allen historischen Vorstellungen zu berücksichtigen, dass auch die heiligsten Rishis immer nur mir ihren damaligen Vermögen derart hohe Inspirationen empfangen konnten. Da sich aus den esoterischen Zusammenhängen ergibt, dass in jedem der sieben Kraftfelder eine eigene Bewusstheit für die Kommunikation sorgt, kann man eigentlich ein anderes Modell annehmen. In allen sieben Feldern des Erdkosmos ist jeweils ein eigenes Gedächtnis angesiedelt, das jeweils die erforderlichen Abläufe speichert und reflektiert. So sind auch die Vorprägungen bzw. Keime der drei nirwanischen Lebensfelder der Spinalis, der Spiritualis und der Idealis in ihren irdisch kosmischen Feldern angelegt. Darüber hinaus gibt es selbstverständlich auch im planetaren Kosmos der Sonne solche Gedächtnisse in den sieben zugehörigen Feldern; vergleichbare Gedächtnisse existieren auch in der Galaxy Milchstraße und anderen Systemen. In einigen esoterischen Erklärungen wird als Einflusssphäre auch immer der Tierkreis mit seinen Sternkonstellationen erwähnt, weil er für die Astrologie schon seit der Antike mitentscheidende Vibrationen zur Erde schickt, so dass die Astrologen in der Lage sind, selbst Vorhersagen für ein persönliche Leben auszusprechen. Das basiert naturgemäß auch über die in den Sternkonstellationen angelegten Gedächtnisse. Ihre Entsprechungen werden in der Lipika des Neugeborenen zum Zeitpunkt seiner Geburt abgelegt.

Dialektik: In unserem heutigen Lebensfeld offenbart sich das Leben nur in Verbindung mit dem Gegensatz; Tag und Nacht, Licht und Finsternis, Freude und Schmerz, Jugend und Alter, Gut und Böse, Leben und Tod usw. sind untrennbar miteinander verbunden. Die Schattenwirkung des Guten wird dadurch aufrecht erhalten, weil der Mensch in der niederen Astralis ausschließlich egoistisch konsumtiv handelt. Dadurch entsteht durch ihn gleichzeitig das Fehlen des Guten, des Lichtes, der Freude, etc. Des Menschen Mühen erschöpfen sich im Verhindern des „Schattens“, solange er sich der wirklichen Ursache der Schlagschatten nicht bewusst werden kann. Dennoch folgt unabwendbar eines auf das andere, und so wird mit den Guten stets das Böse erzeugt. Durch die Kombination dieses Gesetzes mit dem Resonanzgesetz unterliegt alles in unserem Daseinsfeld einer fortwährenden Veränderung. Andererseits ist vom Standpunkt der Monade aus gesehen das bipolare Lebensfeld, die Dialektik, gleichzeitig ein umfassendes Lernfeld für den erwachenden Menschen. Die fortwährende Zerbrechung und Erneuerung in der Bipolarität verhindert die endgültige Kristallisation des Menschen, und schenkt ihm immer wieder eine neue Offenbarungsmöglichkeit und damit die Chance, das Ziel seines Daseins zu erkennen und den Pfad der Evolution zu beschreiten.

Emergenz: Einige moderne Forscher haben den Gedankengang entwickelt, dass die Evolution neue auftauchende Strukturen, Prozesse und Gesetzlichkeiten oder Gewohnheiten hervorbringt, die zuvor nicht existierten. Nach den meisten Versionen dieser Emergenz-Theorie können die neuartigen Gegebenheiten nicht aus den Bedingungen, Ereignissen oder Strukturen, aus denen sie erwachsen, abgeleitet oder vorher gesagt werden. Sie sind grundlegend neuartig und keine Umgestaltung bereits existierender Elemente. Sie unterscheiden sich qualitativ von allem, was vor ihnen war.
Im Verlauf der Evolution bauen neue Stufen auf den ihnen vorhergehenden auf und subsumierten frühere Prozesse in ihre einzigartigen Aktivitäten. So nimmt alles Lebende anorganische Elemente auf und verwendet sie in organischen Zusammenhängen, Molekülen, zu eigenen Zwecken; alle Tierfe und Pflanzen, und auch die Menschen sind in ihren Funktionen, die komplexer als die ihrer Vorfahren aus der Tierwelt sind, von vielen organischen, biologischen Prozessen abhängig.

Evolution und Höhere Natur: Bevor sich die Vorstellung von Fortschritt und Evolution der westlichen materiellen Weltanschauung anpassen kann, muss der Gedanke, dass die Welt statisch oder zyklisch abläuft bis zu einer Apokalypse, bei dem der Faktor Zeit nichts Neues hinzufügt, abgeklungen sein. Dass sich diese Sichtweise einer evolutionären Entfaltung aller kosmischen Wesen nicht so schnell durchsetzen wird, hängt nicht zuletzt von allen daran mitdenkenden Menschen ab, und von den äonischen Kräften unter dem Firmament, die aus dem stetigen wieder Aufleben-Lassen der Vergangenheit ihre Kraft beziehen.
Das entstehende Bewusstsein, das in Sri Aurobindos Philosophie seinem Wesen nach gnostisch ist, nimmt die Lebensform, die es bewohnt, mit sich, um sie … auf eine höhere Ebene emporzuheben, ihr höhere Werte zu geben, aus ihr höhere Wirkmöglichkeiten hervorzubringen.
Kreativität ist die letztliche Wirklichkeit, für die alle Ereignisse, Wesen und Dinge als Beispiele gelten. Alle subatomaren sowie sämtliche astronomisch-makroskopischen Ereignisse geschehen in großen Gruppeneinheiten. Sie weisen organisierte und strukturelle Muster auf, sowohl in den gigantischen Weiten des Universums als auf molekularer Ebene.
Giordano Bruno zufolge schaffen die Monaden diese Muster und die strukturelle Vollständigkeit durch eine allen Dimensionen innewohnende Kommunikation, nämlich durch die universelle Bewusstheit, die sich in allen Kosmen, Makro- und Mikrokosmen für die Entfaltung der innewohnenden Galaxien, Sonne, Planeten, Menschen und Lebenswellen einsenkt. Sri Aurobindo war der Ansicht, dass im Verlauf der menschlichen Geschichte neue Formen des Bewusstseins (des Erfassens und Bedenkens) entstehen. Er beschrieb die Entwicklung eines höheren Bewusstseins über mehrere Stufen bis zu der höchsten Entwicklung im Supramentalen, in dem sich die göttliche Einheit in Vielheit ausdrückt, Individuen mit ihrem kosmischen Wesen in Einklang gebracht werden und das persönliche Begehren mit dem kosmischen Werden in Resonanz steht.
Nach Brunos Monadologie offenbart sich die höchste Offenbarungskraft siebenfach durch eine hierarchische Ordnung nach den Regeln der isobaren Resonanz. Alle Monaden, von der ersten Urmonade bis hinunter zu den menschlichen Monaden repräsentieren eine grundlegende Einheit über alle transpersonalen Kraftfelder, die in permanenter Kommunikation jede kreative Erneuerung in der Evolution an alle Wesen vermitteln. Alle Kraft- und Lebensaspekte werden ununterbrochen weiter reflektiert, so dass alle Entwicklungen eine nach der anderen in einem höheren Erfüllt-Werden aufgehoben werden.
In der nächsten Evolutionsstufe wird das menschliche Erfassen und Bedenken sich von der ego-gebundenen weg und zur transpersonalen Form hin bewegen. Dies wird eine größere, ja in der Tat eine bedeutsame Evolution sein, aber wie alle Evolutionen vor ihr wird auch sie nicht plötzlich und im Geist aller Menschen gleichzeitig stattfinden. Sie wird wohl in einem allmählichen Prozess ablaufen. Durch eine neue Erkenntnis oder eine Offenbarungserfahrung kann die Transformation des Bedenkens einzelner Menschen schnell geschehen, aber das Bewusstsein der Spezies wird einige Zeit brauchen, um sich in der ganzen Welt zu verbreiten.

Fantasie: In diesem Zusammenhang ist es auch höchst interessant, einmal eine besondere Denkqualität des Menschen, die «Fantasie» im Detail zu betrachten. Die «Fantasie» als außergewöhnlich kreative Fähigkeit ausgesuchter Köpfchen bekommt einen völlig anderen Stellenwert, nimmt man die Zusammenhänge der mikrokosmischen Gedächtnisse mit den astral-mentalen Entsprechungen im Jenseits genauer unter die Lupe. Wer sich mit den Gedächtnissen in den unstofflichen Feldern des Jenseits verbinden kann und das dort mental-astral Gespeicherte über sein Tagesbewusstsein in die aktuelle Realität zu bringen vermag, ist damit kein Schöpfer «eigener Ideen», sondern vielmehr ein Kopist besonderer Art. Er ist nicht viel mehr als ein Nachahmer der im jenseitigen Gedächtnis gespeicherter Vorräte aus vergangenen Ereignissen. Es läuft nur über die außergewöhnliche Befähigung der Person ab, bestimmte Sensationen in der Spiegelsphäre «erfassen» zu können. Unter esoterisch Bewanderten wird so etwas u.a. auch als «Channeling» bezeichnet. Wenn der Künstler oder Comic-Autor seine «Bilder» malt, seine «Fantasien» oder «Visionen» aufs Papier bringt, offenbart er nur seine subjektiven Wahrnehmungen aus den Sphären des Jenseits. Diese kommen teilweise direkt aus seiner persönlichen Aura, teils aus den Speichern in der unstofflichen Umgebung, die mit ihm in Resonanz sind. Das gleiche gilt für alle Literaten, Poeten, Lyriker, Musiker oder genialen Wissenschaftler und Mystiker. Der/die Meditierende oder der/die Träumerin bewegen sich, bestimmt von ihrer Weltanschauung, ihrer persönlichen Lebensgrundhaltung und ihren subjektiven Intentionen, die vielfach unbeachtet das Unbewusstsein dominieren, in den astralen und/oder mentalen Welten. Diese projizieren sich sehr lebendig auf die resonanten astralen und mentalen Gedächtnisse des diesseitigen Lebens. Diese „Ereignisse“ aus den jenseitigen Welten kann der Sensitive mit seinem «inneren» Auge abscannen und in das Tagesbewusstsein hinüberziehen. Der Drogensüchtige erlebt lebendig und intensiv, absolut real seine astralen Highlights oder unerwünschte Horrorszenarien aus dem Jenseits, die mit dem Vibrationsschlüssel in seinem aurischen Wesen in Resonanz kommen. In den Strings seiner psychischen Verbindungen erscheinen dann die Gestalten und Szenen, die vom menschlichen Abschaum in den Welten des Jenseits entflammt wurden. In Dantes Buch «Die Göttliche Komödie» werden verschiedene Ebenen einer jenseitigen Hölle und des Himmels als ein Purgatorio auf dem Weg der Wiedervereinigung mit Beatrice beschrieben.

Gedächtnisse:
Das Zusammenwirken der Gedächtnisse im mikrokosmischen Dasein kann zusammenfassend folgendermaßen beschrieben werden:

  1. Das stoffliche Gedächtnis könnte man auch als Körper bezeichnen, weil es oftmals bereits entsprechende Formen annimmt. Dieses vibrationsmäßig niedere Gedächtnis durchwirkt alle Zellen, Organe, Blutbahnen, Nerven, Rückenmark und Gehirn, Skelett und Stützgewebe und sonstige organischen Zusammenhänge. Es ist sehr flexibel direkt mit seinen materiellen Offenbarungen verbunden und bedient sich vorzugsweise der interzellulären Kommunikationswege auf elektrochemischer Basis und wirkt insofern immer im Unterbewusstsein. Wenn es sich dem Menschen bemerkbar macht, dann vor allem über sein mehr oder weniger gutes Wohlbefinden, die diversen Schmerzen und seine aktuelle Gemütslage. Bei pathologischen Belastungen, auch bei intensiven sportlichen Aktionen, spürt der Mensch die massiven Kräfte des stofflichen Bewusstseins und seine Verankerung in den Selbsterhaltungsstrategien. Viele Leistungssportler suchen nach Wegen,über die Begrenzungen des Körpers hinaus zu kommen, andere Menschen nehmen apathisch seine Unfreiheit wahr, und im Alter wird ihm seine Gefangenschaft in einem anfälligen Körper deutlich vor das Tagesbewusstsein geführt.
  2. Das ätherische Gedächtnis muss die lebensnotwendigen Funktionsabläufe in allen Organen koordinieren und die Vorspannung für sämtliche Handlungsabläufe aufrecht erhalten, Atmung und Kreislauf überwachen, aber auch osmotische Gleichgewichte und interzelluläre Kreisläufe von Transmittern oder Botenstoffen den aktuellen Aufgaben anpassen. Wenn in diesem komplexen Zusammenspiel der Kommunikation etwas quer läuft, werden im Gedächtnis Informationen abgerufen, die als Hilfsstruktur für die Sondersituationen geeignet sind. Gibt es für die Rettung der betroffenen Organe oder Gebiete keine geeigneten Erinnerungen, dann wird der Mensch einfach physisch krank.
  3. Das Äthergedächtnis kooperiert direkt mit dem stofflichen Gedächtnis, ähnlich der induktiven Übertragung in einem elektromagnetischen Schwingungskreis. Aus diesen dort einfließenden Informationen werden zusammen mit dem genetischen Code in den Zellen, der auch zum stofflichen Gedächtnis gehört, die materiellen Bausteine (Aminosäuren) produziert und in die bestehende Zellstruktur integriert.
  4. Im Astralgedächtnis formen sich die Strukturen auch unter Zuhilfenahme der höheren Äther zu Körpern, die den Begierden oder den Projektionen aus dem aurischen Wesen der Tiere und Menschen entsprechen, was sich dann wiederum durch die induktive Übertragung auf das Ätherfeld bis in den Stoffkörper auswirkt. Je intensiver das Begehren der Menschen ist und je öfter es ausgesendet wird, desto konkreter und kraftvoller werden diese astralen Formen im Atemfeld, die dort den Äther entsprechend informieren, was sich dann auch direkt im Stoffkörper bemerkbar macht. Von hellsichtigen Menschen können die astral-ätherischen Konfigurationen im Atemfeld auch wahrgenommen werden. Alle Begehren und Wünsche rufen immer zusätzlich mentale Reaktionen auf, lösen Gedanken aus, die sich mit den korrespondierenden Astralelementalen verbinden. Zusammen vibrieren diese Holokumulies zunächst im Atemfeld des Mikrokosmos, werden jedoch partiell ausgesendet, zu Gesprächspartnern und/oder zu mit der gleichen Begierde verbundene Menschen.
    Bedauerlicherweise unterhält das mikrokosmische Gedächtnis viele Verbindungen mit den Speichern in den niederen astralen Welten, weil diese die materielle Selbsterhaltung fördern. Es ist leider eine unbekannte aber ausgesprochen traurige Wahrheit: Dort wesen unerkannt zahlreiche Monster der malträtierten irdischen Astralis.
  5. Die mentalen Gedächtnisse der Erde regieren das «Devachan». Für den Kosmos Erde und eigentlich für alle Planetensysteme der Sonnensphäre existiert im Jenseits ein gewaltiges Speichermedium innerhalb des universellen Bewusstseins, der kosmischen Akasha. Dieses Feld wird in Anlehnung an die indisch-theosophische Terminologie «Devachan» oder Mentalplan genannt, eine höhere geistige Welt mit ihren unstofflichen Speicherfeldern im engeren Sinn. «Deva» heißt im Sanskrit «Gott» und «Chan» heißt «Gebiet, Wohnung» – «Devachan» bedeutet demnach «Gottesgebiet». In diesem Devachan gibt es für die Anthroposophen die Akasha-Chronik, aus der R. Steiner seinen Schülern sein spezielles Weltbild erklärte. Nach Vivekananda sind alle die Welt einhüllenden unstofflichen Felder die Akasha, für moderne Esoteriker ist es das PSI-Feld oder die Noosphäre. Innerhalb diesem die Erde umhüllenden Gesamtfeld der unstofflichen Lebenskräfte bildet das Devachan eine Speichersphäre aller mentalen Vorbilder, der bisherigen und der kommenden Archetypen allen Lebens. Eine sich einstellende Wahrnehmung dieser Welt offenbart sich im Menschen nicht primär in inneren Bildern, in Imaginationen, sondern eher als Inspiration als sinngebend-abstrakt für das innere Erfassen, als das innerlich erlebte sinnfüllende «Wort», dass sich in das bestehende Mentalvermögen einschwingen kann.
  6. Die Gedächtnisse in den drei latenten nirwanischen Feldern, Spinalis, Spiritualis und Idealis, können zur Zeit noch nicht mit den inkarnierten Mikrokosmen aktiv verbunden werden, weil die Entwicklung dieser Kraftstrukturen für die erforderlichen Anziehung noch nicht entstanden ist, wie dies für die endgültige Zentrierung im Mikrokosmos sein muss. Darum stehen diese darin implementierten Gedächtnisvolumen dem Menschen vorerst nicht zur Verfügung.

Das persönliche Gedächtnis wird der Reihe nach zunächst vom stofflichen, zweitens teilweise) vom ätherischen, drittens vom astralen und künftig viertens vom mentalen Bewusstsein gebildet. Die zum persönlichen Gedächtnis gehörenden Strings sind beim heutigen Menschen überwiegend stofflich-ätherische Gedächtnisinhalte, an die sich die emotionalen Sensationen aus der Gefühlswelt als astrale Strings und mentale Überlegungen anlagern. Je älter der Mensch wird, desto häufiger werden mentale Anteile diesem wachsenden Gedächtnispool hinzugefügt, die aus den beschriebenen Assoziationen, Überlegungen und Konflikten im sozialen Zusammenhang hervorgehen. Dennoch gibt es aktuell ein spirituelles „Gedächtnis“ im zentralen Begegnungspunkt mit der Monade, das für den Menschen im Hintergrund seines Charakters als eine Art „Gewissen“ aufleuchtet. Wenn der Mensch sich für diese aus der Rose seines Herzens erklingenden höheren Ideale des Seins öffnen kann, wird mit Sicherheit zumindest ein Reflexionsstern im aurischen Firmament aufleuchten, dass den Menschen zu neuen Ufern seines Erkennens geleiten wird. Dann werden sich ihm auch Ausblicke auf die höheren Gedächtnisse in Inspirationen geschenkt werden.

Gott: Im panentheistischen Weltbild gibt es keinen personifizierte Gotteswesenheit. Die begrenzte menschliche Gedankenkraft vermag keinerlei formgebenden Eigenschaften für das Kraftfeld vor aller Offenbarung hypothetisieren. Diese unfassbare Schöpfungssphäre bleibt unbenannt. Die aus diesem und in diesem geoffenbarte Lebensfeld ist das universale Bewusstsein, der Logos, das TAO, Shiva, Ahura-Mazda, die Urmonade (nach Giordano Bruno). Die unendliche Größe in Raum und Zeit besteht in einer steten Expansion. Die Emergenz aller Ereignisse steht in den Regeln der isobaren Resonanz, wodurch das beständige harmonische Wachstum der Offenbarung zu aller Vielfältigkeit gesichert bleibt.
Innerhalb der separaten Galaxien und Kosmen entstanden unter der Leitung der Monaden (siehe dort) diverse leitende Hierarchien, die in den bestehenden Theogonien auch als Götter bezeichnet wurden. Für diese «regionalen» zuständigen Entitäten steht in den Veden der Begriff «Deva» und in den jüdisch-christlichen Philosophien taucht in diesem Zusammenhang der Begriff «Engel» auf. Da das menschliche Denken an die materielle Erscheinungswelt gebunden ist, sucht jeder normal Sterbliche völlig selbstverständlich auch in den metaphysischen Sphären, in diesen unvorstellbaren Dimensionen nach Formen, die seinem Vorstellungsvermögen angepasst sind. So haben die antiken Griechen allen Göttern Statuen aus Marmor oder vergoldetem Stein als Allegorien geweiht; dabei muss sich der Mensch jedoch von einer falschen Identifikation hüten, denn das Abbild entspricht nicht einmal der allegorisch gemeinten Gottheit. Das gleiche gilt natürlich auch für jegliche Buddhastatue in den asiatischen Tempeln oder bei Stupas.

Holografie: Ende der 1940ger Jahre stellte Dennis Gabor die These auf, man könne das Auflösungsvermögen von Elektronenmikroskopen verbessern, wenn man die Bilder nicht direkt speichere, sondern den fotografischen Film Lichtbrechungs-Mustern aussetze, also Licht, das von dem davon durchdrungenen Untersuchungsgegenstand abgelenkt oder davon reflektiert wird. Gabors These war mathematisch formuliert. Seine Anregung wurde erst zu Beginn der sechziger Jahre in die Tat umgesetzt. Dabei stellte sich heraus, dass Bilder der Objekte, die ursprünglich das Licht gestreut hatten, ganz einfach rekonstruiert werden konnten.
Außerdem zeigten Gabors Gleichungen, dass dieselbe mathematische Transferfunktion Objekte in gespeicherte Wellen und gespeicherte Wellen in Bilder transformiert! Die Speicherung von Wellen steht also in reziproker Beziehung zur Abbildung von Objekten!
Gabor nannte diese Speicherung von Wellenmustern in Form von fotografischen Bildern oder Dias ein Hologramm, weil es zu ihren interessantesten Eigenschaften gehört, dass die von einem Objekt gelieferte Information über die ganze Oberfläche des fotografischen Films verteilt wird. Jeder einzelne vom Objekt gebrochene Lichtpunkt wird unscharf über die ganze Fläche des Films verteilt, genauso wie jeder benachbarte Punkt. Von jedem Lichtpunkt gehen Wellen aus, genauso wie sie entstehen, wenn man einen Kieselstein in das stille Wasser eines Teichs wirft. Man werfe eine Handvoll Kiesel oder Sand in den Teich, und die von jedem Kiesel oder Sandkorn verursachten Wellen werden sich mit denen überschneiden, die von den anderen Kieseln oder Sandkörnern verursacht werden, wodurch Strukturen sich gegenseitig überlagernder Wellenfronten entstehen. Die spiegelglatte Oberfläche des Teichs ist auf einmal wild gekräuselt, doch steckt in diesem Gekräusel ein unvermutet geordnetes Muster. Könnte man den Teich in diesem Augenblick schockfrosten, dann wäre seine Oberfläche ein Hologramm. Das fotografische Hologramm ist eine solche gefrorene Aufzeichnung von Interferenzmustern des vom Objekt reflektierten Lichtes von zwei Lichtquellen.

Holografisches Universum: Im Jahre 1970 oder 1971 begann Pribam, Physiker und Philosoph, eine entscheidende Frage zu beschäftigen. Angenommen, das Gehirn erkennt wirklich dadurch, dass es Hologramme zusammensetzt – durch mathematische Umwandlungen von außen kommender Frequenzen –, «wer» im Gehirn interpretiert dann die Hologramme?
Das ist eine alte, immer wiederkehrende Fragestellung. Schon griechische Philosophen haben über den «Geist» in der Maschine Mensch nachgedacht, über den kleinen Mann innerhalb des kleinen Mannes. Wo ist das «Ich», dieses Etwas, das sich des Gehirns bedient? Wer vollzieht das tatsächliche Erkennen? Der heilige Franziskus von Assisi formulierte einmal: «Das, wonach wir suchen, ist das, was sucht.»
Während eines Vortrages bei einem Symposium in Minnesota meinte Pribram nachdenklich, die Antwort sei möglicherweise im Bereich der Gestalt-Psychologie zu finden, die behauptet, dass das, was wir da draußen wahrnehmen, mit den Vorgängen in unserem Gehirn identisch, mit ihnen isomorph ist. Plötzlich brach es aus ihm heraus: «Vielleicht ist die Welt ein Hologramm!»
Pribram las einige Arbeitspapiere von Bohm, Physiker und Kosmologe, in denen er die Notwendigkeit einer neuen Ordnung in der Physik betont. Bohm beschrieb darin eine «holografisches» Universum auf materieller Basis.
Das, was uns als stabile, greifbare, sichtbare und hörbare Welt erscheint, sagt Bohm ist eine Illusion. Es ist dynamisch und kaleidoskopisch, aber nicht wirklich existent. Was wir normalerweise sehen, ist die «entfaltete Ordnung der Dinge» etwa so, als wenn wir einen Film ansehen. Es gibt jedoch eine allem zugrunde liegende Ordnung, die für diese Wirklichkeit zweiter Ordnung «Mutter und Vater» ist. Diese andere Ordnung nannte er die «eingefaltete» Ordnung.
Alle sichtbaren Substanz und Bewegung sind Illusion (Maya). Sie treten aus einer anderen, ursprünglicheren Ordnung des Universums hervor. Bohm nannte dieses Phänomen «Holobewegung». Es ist so, als stellten wir das Beobachtete scharf ein, wie man ein Dia scharf einstellt; doch ist in Wahrheit das «Verschwommene» die genauere Darstellung. Das Verschwommene selbst ist die grundlegende Wirklichkeit. Unsere mentalen Prozesse, Denken, Wahrnehmen, Erinnern, bestehen tatsächlich aus dem selben «Stoff» wie das organisierende Prinzip. Die wirkliche Natur des Universums ist immateriell, aber geordnet. Der Astronom James Jeans sagte, das Universum gleiche mehr «einem großen Gedanken» als einer großen Maschine, und der Astronom Arthur Eddington meinte: Der Stoff, aus dem das Universum besteht ist «Geiststoff». In jüngster Zeit hat der Kybernetiker David Forster ein intelligentes Universum beschrieben, dessen konkretes Erscheinungsbild durch kosmische Daten = Informationen aus einer nicht erkennbaren organisierten Quelle (Urfeld vor dem Anbeginn) erzeugt wird.

Kurz gesagt besagt diese holografische Supertheorie: Unser Verstand rekonstruiert aufgrund mathematischer Berechnungen die lebendige Wirklichkeit durch Interpretation von Frequenzen mehrerer Energiefelder, die aus dem uns umgebenden Raum und der implizierten Zeit über die Sinnesorgane empfangen werden können. Der Verstand ist ein virtuelles Programm, das im Mentalvermögen wie ein Hologramm arbeitet, das die in den holografisch angelegten Gedächtnisse abgelegten Gedächtnisstrings aufruft und interpretiert.
Die vielleicht ungewöhnlichste uralte Beschreibung einer holografischen Wirklichkeit (Schöpfung aus Holokumulies) findet sich im Avatamsaka-Sutra.
Wenn man die wissenschaftlichen Überlegungen für das uns erkennbare Universum anwendet, dann sollten einige fundamentale Paradigmen hinzugefügt werden.

  1. Das Universum ist ein komplexes Geschehen aus sieben Kraftfeldern. Die Materie ist eine Ausnahmeerscheinung im siebten kosmischen Gebiet. Darum finden überall sowohl interne Interferenzen in den sieben Energien statt als auch externe Interferenzen zwischen den Kraftfeldern nach dem REsonanzgesetz.
  2. Das gesamte Universum ist ein einziges projiziertes Holon, oder Monade, aus Myriaden verschiedener Monaden, Energie-Holokumulies unterschiedlicher Art, die permanent holistisch interagieren..
  3. Die Projektionsursache liegt außerhalb der menschlichen Vorstellungswelten, auch außerhalb aller metaphysischen Erfassungen des höchsten Bewusstseins im nirwanischen Feld. Die universalen Hologramme in der allumfassenden Offenbarung manifestieren sich stets holografisch kugelförmig als Monaden, als stehende in sich schwingende Energiefelder.
  4. Die Monaden mit ihren implementierten Kosmen oder Wesen umfassen immer alle sieben Energien.
  5. Die Interaktionen untereinander und die Kommunikation miteinander, so wie auch der interne Informations- bzw. Kräfteaustausch, bedienen sich des universellen isomorphen Resonanzgesetzes: Gleiches zu Gleichem. Dadurch ergibt sich auch hier in den kosmischen Weiten, dass jede Monade eins ist mit allen Monaden, unabhängig von Dimension, Größe, Raum und Zeit.
  6. Jede Monade enthält alle Informationen des Vater/Mutter, der Wahrheit, Weisheit, Harmonie, Gerechtigkeit und Liebe des Alls und verwirklicht das Leben nach der universellen Grundidee allen Seins in harmonischer Resonanz mit dem ursächlichen Höchsten vor jedem Beginn.

Holons: Das neue Verhältnis, das die moderne Wissenschaft zwischen dem Ganzen und seinen Teilen entdeckt hat, wurde von dem englischen Schriftsteller und Philosophen «Arthur Koestler» erforscht und systematisch beschrieben. In seinem Buch «Janus» (deutsch: Der Mensch – Irrläufer der Evolution), benannt nach dem zweigesichtigen römischen Gott, prägte Koestler den Begriff Holon als Ausdruck der Tatsache, dass alles im Universum gleichzeitig ein Ganzes und ein Teil ist.
Die Wurzel dieses Wortes, «hol-», steht für Ganzheit und Vollständigkeit (von griechisch holos, »ganz«), und das üblicherweise in den Namen von Elementarteilchen verwendete Suffix «-on» bezeichnet einen Teil oder eine Komponente. HoIons sind nach «Koestler» janusgesichtige Gebilde auf den Zwischenstufen jeder Hierarchie, die sich je nachdem, wie wir sie betrachten, ob von »unten« oder von »oben«, entweder als Ganze oder als Teile beschreiben lassen (Koestler 1978). Der Begriff des Holons ist kürzlich von Ken Wilber (1995) auf überaus kluge und kreative Weise weiterentwickelt worden.
Holons können sich zu größeren Haufen zusammenballen. Bakterien zum Beispiel können eine Kultur bilden, oder Sterne können zu einer Galaxie zusammengefasst werden. Dies sind soziale Holons, die aus Elementen derselben Ordnung bestehen. Holons können auch neue Holons einer höheren Ordnung bilden. Wasserstoff- und Sauerstoffatome können sich zu Wassermolekülen verbinden, Makromoleküle können Zellen bilden, und Zellen können sich zu vielzelligen Organismen organisieren. Dies sind Beispiele für Holons zunehmend höherer Ordnung.

Holokumulus: Die Erkenntnis, dass der Mensch viel mehr ist als nur ein Körper aus Materie, kann doch ziemlich begeistern. Er bewohnt eine Totalität, einen Holokumulus (holo = ganz, kumulus = zusammengeballt, vereint) aus mehreren Kraftfeldern, vom höchsten Licht bis in die Finsternis, dem irdischen Lebensfeld. Alle Makrokosmen, Kosmen und Mikrokosmen sind derartige Zusammenballungen aus sieben Kraftfeldern. Das entsprich dem Bild des Mikrokosmos, einer Welt im kleinen.
Diese Erkenntnis hat Giordano Bruno bereits ca. 1584 in seinen Visionen über die Monade als Wesensstruktur der Schöpfung in dem Dialog «Über die Ursache, das Prinzip und das Eine» ausführlich dargestellt. Darin beweist er im Rahmen der damaligen Erkenntnisse die Notwendigkeit der kosmischen Unterstrukturen als kugelförmige Zusammenballungen der Kräfte, Monaden, Holokumulies, aus mehren Perspektiven und hebt das geozentrische Weltbild des Aristoteles auf.

Jenseits: siehe Stoffsphäre/Spiegelsphäre

Karma: Die richtige Kenntnis über den Einfluss des Karmas ist besonders heute dringend notwendig, weil sich leider die Ansicht eingebürgert hat, dass in der Lipika sozusagen alle Lebensereignisse aufgezeichnet sind. Das ist keineswegs der Fall. Es findet dabei eine qualitative Selektion statt. Allgemein sagt man, das Karma determiniert den Menschen, den Zeitpunkt seiner Geburt, seine Eltern und Rasse, sein Lebensraum und das soziale Umfeld. Alle Erbkrankheiten, körperliche oder geistige Behinderungen, aber auch körperliche oder geistige Vermögen, künstlerisches, wissenschaftliches oder musikalisches Genie, angeborene Hellsichtigkeit o.ä. haben ihre Ursache in früheren Inkarnationen. Das ist leider nicht ganz richtig, denn die Vorprägungen aus der Lipika werden in einem Körper realisiert, der stofflich und ätherisch aus dem Blutserbe der Eltern konfektioniert wird. So kommen zwei Gedächtnisinhalte im jungen Menschen zusammen, die nicht unbedingt vollkommen kompatibel miteinander sind, wie sich vielfach in der Pubertät zeigt. In diesen Jahren werden alle Erinnerungen aus der astralis und mentalis früherer Inkarnationen dem jungen Menschen geöffnet, und er oder sie müssen diesen intuitiven Impulse in ihrer Realität ihres Körpers und ihrer elterlichen Umgebung ausbalancieren, was, wie allseits bekannt, durchaus nicht einfach ist. Bei alledem wird doch deutlich, das kuriose Verhalten ist weder ein Verdienst noch eine Schuld der Persönlichkeit oder der Eltern. Nichts hat der Mensch aus sich selbst! Alle seine Reaktionen werden aus den unbewussten Informationen der Lipika im aurischen Wesens und dem stofflichen Gedächtnis des Erbgutes dominiert.

Diese Inkarnationen übergreifende Gedächtnisstruktur hilft jedem Menschen, im eigenen Rhythmus bei der Entfaltung der höheren Astralis mitzuwirken, denn es speichert keineswegs alle Gedanken und Ereignisse der täglichen Verrichtungen im Leben, wie es vielfach behauptet wird.
Angesichts des Problems der ambivalenten Spannung zwischen unserer Identität und unserer Rolle im kosmischen Drama ist eine Mahnung zur Vorsicht geboten. In den letzten paar Jahrzehnten ist das Thema Karma in der New-Age-Bewegung und der populären Spiritualität oft falsch dargestellt worden. In holotropen Zuständen kann man Anschluss an eine Bewusstseinsstufe bekommen, auf der es sehr glaubhaft erscheint, dass wir uns unsere Eltern und die Umstände unserer Geburt durch das Karma selbst ausgesucht haben. Wir können auch ein sehr starkes Erlebnis der Identifikation mit dem schöpferischen Prinzip oder Gott haben. Alle diese Erfahrungen können sehr real und überzeugend wirken.
Es wäre jedoch ein schwerwiegender Fehler, aus solchen Einsichten Rückschlüsse auf unsere gewöhnliche Identität oder unser verkörpertes EGO zu ziehen. In dieser Form haben wir bestimmt keine der obigen Entscheidungen getroffen. Dafür ist das Karma nicht geschaffen. Vielmehr gibt es eine zielgerichtete Selektion der Speicherung, die man folgendermaßen beschreiben kann: Von allen Geschehnissen werden vor allem die mental-astralen Bewegtheiten danach abgefragt, ob sie dem Auftrag für die Evolution, dem Sinn des Daseins, förderlich waren oder ob sie dafür hinderlich waren. Beide Ergebnisse werden in den entsprechenden Sektionen der Lipika gesammelt. Dabei entstehen Gedächtnispakete die das Leben in der kommenden Inkarnation dominieren. Es entstehen bestimmte zwischenmenschliche Verbindungen sowohl positiver als auch negativer Art, die in dem anstehenden Leben aufgelöst werden sollten. So erklingen also verschiedene Melodien aus den vergangenen Inkarnationen in der Lipika.

Kohabitation: In diesem besonderen Zusammenhang bedeutet dieser Begriff die ebenbürtige Zusammenarbeit, ein Zusammenwirken ohne einseitige Führung.

Lipika: Im aurischen Wesen gibt es ein umfangreiches Gedächtnis aus früheren Inkarnationen, eine besondere Sphäre, in der elektromagnetisch die Lebenserfahrungen der Menschen gespeichert werden, die in dem Mikrokosmos einmal gelebt haben und leben. Die Theosophie hat den Namen dafür, die Lipika, aus dem hinduistischen Weltbild entnommen. Lipika heißt soviel wie Aufzeichner. In diesem elektromagnetischen Schwingungsfeld der Aura werden alle Lebenserfahrungen, die zum grundlegenden Auftrag des Mikrokosmos gehören, wie in einer multidimensionalen Holografie gespeichert. Aus diesem Langzeitgedächtnis werden die jungen Menschen schon bei ihrer Geburt geprägt. Man kann durchaus sagen, die Sterne in der Lipika, die Kraftfelder früherer Erfahrungen bestimmen den Charakter, seine Vermögen, die Familie, den Lebensraum, die Volkszugehörigkeit, die sozialen und gesellschaftliche Strukturen des Neugeborenen, genau so wie es die Astrologen durch ihre Auslegung des Geburtshimmels annähernd erkennen können. Diese gespeicherten Erfahrungen aus früheren Inkarnationen werden im Sanskrit zusammenfassend als Karma bezeichnet.

Maya: Die theosophische Kosmogonie setzt eine multidimensionale Wissenschaft voraus, die nicht bloß von direkter Sinneswahrnehmung und physikalischer Berechnung ausgeht wie die westliche Naturwissenschaft, die sich ausschließlich auf „objektiv“ erfassbare Daten der materiellen Erscheinungen verlässt. Definition von Maya (bei A.Risi): „Was immer von Wert zu sein scheint, besitzt keine Wirklichkeit, wenn es nicht mit mir [dem Absoluten] verbunden ist. Wisse, dies [diese scheinbare Getrenntheit] ist das Wirken der Maya, meiner täuschenden Energie, und ist vergleichbar mit einer Widerspiegelung oder mit Dunkelheit.“ (Srimad-Bhagavatam 2.9.34)
„Diejenigen, die sich von dem einen, allumfassenden Wissen abwenden, sehen das Absolute, das jenseits der Gunas (nirguna) ist, nicht. Sie sehen nur das Äußere, das in Form zahlloser Objekte erscheint, und denken daher irrtümlich, es gebe nichts anderes als Kombinationen des Materiellen [alles sei relativ].“ (Srimad-Bhagavatam 3.32.28)
Spätestens seit Immanuel Kant sollten die Menschen auch im Abendland erkannt haben, daß die bloße Sinneserfahrung nie zur wahren Natur der Dinge vordringen kann. Dies gilt insbesondere für die Phänomene Leben und Bewusstsein, Gefühle von Liebe und Empathie. Nur weil das transpersonale Sein Leben und Erkennen schenkt, gibt es auch in der materiellen Welt Leben und Erfassen. Da das Absolute, Metaphysische, allumfassend ist, ist alles Relative, Materielle, das immer vom Absoluten ausgeht, eingebunden in das Wirken des Absoluten.
Hinter allen relativen Erscheinungen der Welt gibt eine ewige, absolute Realität. Ohne diese Realität gäbe es tatsächlich nichts, weder Leben noch Erfassen, noch Denken und keine Menschen, die sich irgend etwas vorstellen. Wir als Menschen können die absolute Realität nicht sehen, wir erfassen immer nur eine subjektive Relativität, und innerhalb dieser Relativität ebenfalls nur jene Ausschnitte, die von unseren Sinnesorganen in unser Bedenken gespiegelt werden. Die „Welt an sich“ kann über die sinnliche Wahrnehmung der materiellen Erscheinungen nicht erfasst werden. Die objektive Wirklichkeit ist deshalb im wahrsten Sinn des Wortes über-sinnlich, metaphysisch. Doch zwischen dieser Wirklichkeit und unserer subjektiven Wahrnehmung liegt ein Schleier der Illusion (Maya), der unsere Sicht verdeckt.
Dieser Schleier ist das von den Gedächtnissen im EGO beeinflusste Denken. Diese Schleier bewirken, dass wir die Realität so sehen, wie «wir» sie sehen wollen. Maya bedeutet demnach Ego-Projektion und falsche Identifikation mit der materiellen Erscheinung, die letztlich sogar dazu führt, dass man sich selbst als ein Produkt der Materie, sieht.
Die materielle Energie erzeugt unbegrenzt viele relative Ansichten, weshalb das bloße Erforschen des Relativen endlos und daher sinnlos ist. Innerhalb des Relativen kann man das Absolute nicht finden, genauso wie man innerhalb der Dunkelheit kein Licht finden kann. Licht ist kein Produkt der Finsternis. Dunkelheit ist die Abwesenheit von Licht. Ebenso ist das Relative vom Absoluten abhängig, und nicht umgekehrt. Sobald Licht erscheint, weicht die Dunkelheit.
Unser Problem ist der ungebrochene Glaube an die naturwissenschaftliche Perspektive der materiellen Erscheinungen. In dieser Arroganz bemerken die Menschen nicht, dass sie in einer Scheinwelt leben und diese Schattenwelt des Relativen (Plato: Schatten an der Rückwand der Höhle) für die einzige Realität halten. Die Identifikation mit ihrer Illusion ist Maya. Illusion bedeutet dann auch, die transpersonale Wirklichkeit aller metaphysischen Lebensfelder zu leugnen.

Mikrokosmos: Der Mensch als minutus mundus, wird als kleine Welt in der Monade holistisch projiziert. So entsteht ein zusammengesetztes, kugelförmiges Lebenssystem das als Ausdruckswerkzeug in der materiellen Welt die Person mit Selbstbewusstsein und einem einsichtsfähigen Erfassungsinstrumentarium besitzt – Sinnesorgane, Verstand, Gedächtnis. Zur derzeitigen vorwiegend existierenden niederen Persönlichkeit gehören: das stoffliche Wesen Mensch innerhalb eines aurischen Wesens, umgeben von einem Ätherfeld, einem Astralfeld, sowie einem Mentalvermögen. Die siebenfache Monade bewirkt im aurischen Wesen die Entwicklung der höheren noch fehlenden Aspekte und Kraftfelder. Der wirkliche Mensch, der Manas vom Anbeginn, ist die Monade. Der Mikrokosmos ist das zu vollendende „Kind“ in ihr. Was in dieser Welt unter »Mensch« verstanden wird, ist nur die unvollendete Person, die mit ihrem Mikrokosmos über Erfahrung und Lebensausrichtung neue Bewusstseinsmöglichkeiten erlangen kann. Das heutige Erfassen, Bedenken und Bewerten basiert vorerst auf den beschränkten Möglichkeiten der niederen grobstofflichen Person und ist sich daher nur des materiellen Daseinsfeldes bewusst, dem es angehört.
In der Menschheit als Ganzes vermischen sich auf Erden unterschiedliche Reifezustände der Mikrokosmen. So kann es durchaus Menschen geben, in deren Mikrokosmos noch höhere Aspekte der vier unteren Kraftfelder angelegt sind. Andererseits gibt es auch Menschengruppen, die ähnlich den höheren Säugetieren zu mehreren von einer Monade geführt werden.

Mentalfeld, Mentalis: Das Mentalvermögen ist die Basis für das Denken. Ohne das Denken, das bereits durch das niedere Mentalvermögen mit unserem Verstand ermöglicht wird, könnte dieses Buch „Basis der Evolution“ nicht geschrieben worden sein, und niemand könnte oder würde darin lesen. Das Mentalvermögen erhebt den Menschen zu einem sich selbst bewussten Sein. Dieser wird sich dadurch seiner Existenz mit allen Handlungen, Gedanken und Gefühlen bewusst und darum kann er sich selbst, die Natur und andere Mitmenschen mehrdimensional erfassen, reflektieren und auch abstrakte Vorstellungen wie in Mathematik oder in Wissenschaften kombinieren und bewerten. Ja, er kann metaphysische Gedanken erfassen und lyrisch formulieren. Ganz besonders Befähigte vermögen bewusst in künstlerische, musische und mystische Visionen nicht nur einzutauchen, sondern sie auch anderen Menschen mit ihrem Denken und ihren kreativen Vermögen verständlich zu machen.
Betrachtet man die Mentalis genauer, dann wird auch hier die siebenfache Abstufung deutlich sichtbar. Diese Gliederung stellt nur unterschiedliche graduelle Aspekte in der Frequenz dar, die sich bei den Aufgaben des Mikrokosmos die Arbeit teilen. Bei Denkaktionen wirken sie immer in Harmonie zusammen, auch wenn nur Teilbereiche konzentrisch mit dem Mikrokosmos verbunden sind. (Die nachfolgenden Bezeichnungen sind keiner genehmigten Nomenklatur entnommen!)

1. Die instinktive Mentalis. Dieser mentale Aspekt hat zwei Aktivitätsbereiche, so könnte man sagen. Mit dem einen Aktivitätsbereich aktiviert er die Erinnerung in die animalischen Reaktionsbereiche. Mit dem anderen Aktivitätsbereich vermag dieses Vermögen ein stets abgreifbares Gedächtnis in den körperlichen Strukturen anzulegen.
2. Die vernünftige Mentalis. Sie bewirkt das Abgleichen und Verbinden der eingehenden Informationen mit bereits vorhandenen Gedankenstrings und bereitet die Informationen für die Gedächtnisse und die aktuelle „Kommunikation“ auf.
3. Die kreative Mentalis. Hierbei wirkt vor allem die prinzipielle Offenheit für neue Kontakte und neue Ereignisse, die für die bedachte Weiterentwicklung nützlich erscheinen. Das ist die ausgeprägt zukunftsorientierte Komponente, in der auch die natürliche Neugier mitschwingt.
4. Die kollektive Mentalis.  Alle eingehenden Gedanken werden nach gemeinsamen Interessen im Zusammenwirken für die Evolution sorgfältig abgeglichen und für die höheren Aspekte eingeordnet. Ein weiterer Schwerpunkt dieser Energie liegt bei der Sortierung bestehender Informationen aus den kollektiven Gedächtnissen, sowie die Aufsplittung übergreifender kosmischer Informationen.
5. Die intuitive Mentalis. Durch spontane Auffassung und Einbindung sinngebender Informationen aus den höheren Feldern werden sie hypothetisch in aktuelle Denkprozesse reflektiert und dabei vorsortiert gewertet an bereits vorhandene Gedankenstrings angeknüpft.
6. Die soziale Mentalis. Mit diesem Multitasking-Aspekt werden alle von außen eingehenden Impulse auf ihre möglichst harmonische Eingliederung in bereits lebende Inhalte abgetastet, wobei als Grundschlüssel die isobare Mitschwingung mit den komplexen Gedanken anderer kosmischen Vorgängen zentral steht.
7. Die kosmische Mentalis. Diese obere Mitschwingung im mentalen Feld arbeitet sehr direkt mit den nächst höheren, den nirvanischen Feldern zusammen. Es ist die Kraft für die Erfassung und Verarbeitung der höchsten Ideationen vor allem aus dem nächsten spinalen Energiefeld. Im Kern steht immer das Überschauen des kosmischen Entwicklungsplans. Der Plan für die kosmischen Entwicklungen ist ein äußerst lebendiger und dynamischer Vorgang, der stets mit den sich permanent neu gestaltenden Zusammenhängen kompiliert wird.

Monade: Das erste Universum der Offenbarung ist gemäß seinem Schöpfungsurgrund, eine nach seinem Bilde geschaffene Monade, eine alles einschließende und umfassende Einheit aller geschaffenen Monaden in sieben kosmischen Gebieten. In den sieben Dimensionen offenbaren und entwickeln sie sich durch sieben Kräfte in einem holografischen Geschehen.
Nach den weitreichenden Erkenntnissen der Quantenphysik und der Erforschung der elektromagnetischen Wellen (Licht, Rundfunk) kann man heute diese gewaltige Einheit mit der Vielheit aller Schöpfungen besser verstehen, als zu der Zeit Brunos, als gerade mal die ersten Erkenntnisse der Materie in seiner sich in der Natur offenbarenden Vielfältigkeit von Wissenschaftlern erforscht wurden. So können wir heute mit Bestimmtheit durchaus davon ausgehen, dass im Beginn aller Anfänge eine mit allen universalen Kräften und Dimensionen ausgestattete Monade aus dem unkennbaren Urfeld des Metaversums hervorgegangen ist. In diesem allumfassenden Offenbarungsfeld vibrierte ein alles umfassendes universales Bewusstsein (die universale Seele), dass mit seiner unbeschreiblichen Kraft die Idee des ewigen unkennbaren göttlichen Urfeldes holistisch offenbart. In sieben Dimensionen projezierten sieben Kraftströme die Monaden mit ihren „Kindern“ und erfüllten in sieben kosmischen Gebiete die Herrlichkeiten der Offenbarung. Das universale Bewusstsein stand als fundamentales Lebensprinzip bei allen seinen Monaden in der Mitte, die sich in Myriaden im unendlichen Raum der Offenbarungsfelder ausbreiteten. In allen Monaden erklingt stets die eine alles umfassende Grundidee der göttlichen Schöpfung: Das jeder Monade eingeborene Kind oder Werkzeug, – eine Galaxie, ein Sternennebel, ein Sonnensystem oder ein Mikrokosmos – wird durch die sieben schöpferischen Kräfte des Universums mit den großen Systemen der Monaden zur Vollendung und Vereinigung mit ihrer Urmonade gebracht.
In dem der Erde näher stehenden Kosmos der Milchstraße entfalten sich die Kräfte der kosmischen Monade des Sonnensystems mit den acht Monaden der Planeten, Merkur, Venus, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun, Pluto, sowie ihren Monden. Jede Monade unserer Galaxie beherbergt eine komplette Schöpfung aus sieben Kraftfeldern, eine lebendige Wesenheit in Entwicklung. So wird der Planet Erde mit allen eingebundenen Wesen und Lebenswellen von seiner Monade zu Vollendung im Kosmos der Sonne geführt. Die naturgebundene Evolution wird von zahlreichen Monaden dynamisiert. Sie treiben alle implementierten Kosmen, Wesen und Lebenswellen zur Vollkommenheit, erst zur Vereinigung mit ihrer eigenen Monade, dann zur Versammlung aller Monaden mit kongruenter Vibrationstiefe, damit die sie umfassende Monade ihrerseits zur Vervollkommnung kommen und sich in die höher stehende Monade der Sonne eingliedern kann.

Diese Betrachtung lehnt sich an das Gedankenfeld von Giordano Bruno und das von Gottfried Wilhelm Leibniz an, der im 17. Jahrhundert in seiner Theodizee und der Monadologie auf besondere Weise die Zusammenhänge zwischen der Urschöpfung, dem Gotteswesen und seinen Geschöpfen bis hinunter zur einfachen Natur dargelegt hat.

Nirwanische Felder: Die höheren Vermögen im Mikrokosmos. Die Vermischung der Mentalenergie ist so fein, dass bereits die vorgenommene Differenzierung einiges Unverständnis auslösen kann, werden sie getrennt wirkend betrachtet. Die höheren Vermögen sind dafür vorgesehen, die innere Einheit und die übergeordnete Einheit zwischen allen Wesen und den umfassenden Aufgaben für die interkosmische Evolution zu erkennen und mit den sich aus den drei nirwanischen Kraftstrukturen entfaltenden Erkenntnisse und Vermögen für das universale Geschehen auch im Sonnenkosmos zu wirken.
Bislang wurde der Mikrokosmos als ein vierfaches Wesen dargestellt, wie es den bisherigen Esoterikern auch immer bekannt war.

1. Stoffkörper,
2. Ätherfeld,
3. Astralfeld und
4. Mentalvermögen (Mentalis).

Aber zu ihm gehören auch noch drei weitere Kraftaspekte, die sogenannten nirwanischen Vermögen, die in der augenblicklichen Inkarnation bei nahezu keinem Mikrokosmos konzentrisch integriert sind, und darum auch nicht von einem Menschen verwendet werden.

Wir nennen sie hier:
5. Spinalis,
6. Spiritualis,
7. Idealis

Diese drei nicht autorisierten Begriffe stehen für jene mikrokosmischen Vibrationsfelder, die in noch höheren Schwingungen für die weitere Entwicklung der Menschen bereits vorbereitet sind. Sie sind vollendet in den Monaden entwickelt, in denen die Mikrokosmen eingebunden sind und bei ihrer Evolution zur Vollendung geführt werden. In unserer Zeit umschweben diese Kraftfelder noch die Mikrokosmen in einer größeren lockeren Energiewolke. Sie vibriert ausgerichtet auf die künftige Entwicklung und induzieren alle Fortgeschrittenen zunächst in der Mentalis. Es wird einmal die Zeit kommen, in der es Mikrokosmen auf Erden geben wird, die für ihre Integration reif geworden sind. Darum bleiben diese Felder vorerst latent und stehen dem Menschen nicht zur Verfügung. Nur einige wenige Menschen werden zeitweilig mit den nirwanischen Energiefeldern verbunden, um bestimmte Informationen für die Evolution aus diesen Gebieten der Menschheit zu überbringen, damit sie einen weiteren Schritt in ihrer Entwicklung machen kann

Pistis Sophia: Ein gnostisches Evangelium aus dem zweiten Jahrhundert, das Valentinus von Alexandrien zugeschrieben wird. Es ist unversehrt bewahrt geblieben ist und verkündet einen Erlösungsweg in Christus. Dabei werden viele kosmische Dimensionen und Entitäten, Äonen und Archonten erwähnt, die in den nachfolgenden theologischen Auseinandersetzungen der Lehre Christi äußerst selten erwähnt werden.

Resonanzgesetz: Die wichtigste Regel im universellen Geschehen ist die isobare Resonanz, das Interpolieren von sich ähnlichen oder gleichen Gedanken. Die Menge der im All umlaufenden Information ist so gigantisch, dass für diese Flut der Informationen unter der Leitung des Lebensauftrages für alle Kosmen aus der Urmonas, sich die universellen Vibrationen nach einer harmonischen, weisheitsvollen Liebe zusammenfinden. Dafür koalieren die Informationen nach dem Gesetz der isobaren Resonanz zu „Melodiekonfigurationen“, werden zu Strings, zu Kluster oder Holokumulies.
Auf eine einfach Formel gebracht heißt es: Gleiches zieht Gleiches an. Es kann am schönsten mit einer Stimmgabel ausprobiert werden. Stellen wir eine Stimmgabel, die auf den Kammerton A‘ abgestimmt ist, fest auf eine Tischplatte. Spielt nun ein Pianist auf seinem Klavier den Kammerton A‘, dann erklingt auch die Stimmgabel und überträgt diese Vibration direkt auf die Tischplatte. Dieses Modell mit dem Piano und der Stimmgabel symbolisiert die Art und Weise, wie das ganze All miteinander kommuniziert. Dabei werden alle bereits vorhandene Modelle aus kongruenten Einstellungen und Wertschätzungen überschrieben, von meistens neuen umfassenderen Informationsstrings. Zusätzlich wird dabei alles reduziert und in den Hintergrund gedrängt, das nicht mehr mit den aktuellen Entwicklungen der Evolution übereinstimmt. Erst wenn aus neu entstandenen Situationen Informationen entstehen, werden effektivere Assoziationen in den  aktuellen Kommunikationsprozess mit aufgenommen.

Eigentlich ist das Spiegelgesetz jedem Menschen bekannt. Aber gerade weil es so augenscheinlich zum täglichen Dasein gehört, wird es selbst in seiner lebensberohlichen Erscheinungsform meist übersehen. Es ist so selbstverständlich wie der Tag oder die Nacht, oder eben wie das Atmen. Niemand denkt im täglichen Einerlei darüber nach. hin und wieder wird es im Physikunterricht erwähnt, während sich der Lehrer über optische Phänomene ausbreitet. Aber sehr bald verschwindet das Gelernte wieder in der Versenkung der Selbstverständlichkeiten des normalen Daseins, denn es betrifft ja doch, wenn überhaupt, immer nur den Mitmenschen. Darum wird es zuweilen den Kindern als Erziehungsmaßnahme vorgehalten, und sagt ihnen dann: „Wer einem anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein!“ oder „Wie es in den Wald hinein schallt, so schallt es auch hinaus!“

Die Menschen leben tatsächlich in einem Spiegelkabinett, kann man sagen. In Indien ist der Begriff Maya für alles materielle Geschehen ganz normal. Alle Bewegungen in den Kraftfeldern des Mikrokosmos und alle Kommunikation mit den Sphären des Kosmos ist nach den Spiegelgesetz oder Resonanzgesetz organisiert, ganz gleich ob mit der materiellen Wahrnehmung oder mit der ätherischen, astralen und mentalen „Schau“. Immer und überall gilt: „So wie es in den Wald hinein schallt, so schallt es auch heraus!“ Darum gibt es auch den weisen Ratschlag: „Was Du nicht willst, das man dir tut, das füge keinem anderen zu!“
Da aber die meisten Menschen diesen Rat noch nicht ununterbrochen befolgen können, wie jeder in seiner Welt sehen kann, in der viele internationale Katastrophen beweisen, dass es wohl eine starke Behinderung dafür gibt. Sie entsteht aus der Wirkungsweise der niederen Astralis, die ihr Begehren zu körperlichen Selbsterhaltung immer konsumtiv ausstrahlt. Das Haben- und Besitzen-Wollen produziert in der bipolaren Welt immer die Schattenwirkung. Das nennt sich dann die komplementäre Resonanz, mit dem Guten geht das Böse einher, wie dem Tag natürlich die Nacht folgt.

Rose des Herzens: Mystische Bezeichnung für den Berührungspunkt der Monade mit dem Mikrokosmos. Wird auch Geistfunkenatom oder Christus-Atom genannt, das ungefähr mit dem höchsten Punkt der rechten Herzkammer übereinstimmt. Das entspricht dem mathematischen Mittelpunkt des Mikrokosmos. Die Stimme des Herzens sollte aus der Monade erklingen und den Menschen mit seiner Evolution im Rahmen seines Auftrages für den Kosmos verbinden. Die Rose des Herzens, auch das wunderbare Juwel in der Lotosblüte genannt, ist der Keim des reifenden Mikrokosmos, der als eine Verheißung der Vollendung aller sieben Kraftprinzipien in seiner verherrlichten Zukunft bewahrt ist. Kann der Mensch sein Leben auf diesen Arbeitsplan der Monade abstimmen, wird sein Mikrokosmos in einem längeren Prozess zur Vollendung reifen und mit seiner Monade eins werden.

Stoffsphäre/Spiegelsphäre: Diesseits/Jenseits: Die beiden Daseinshälften der irdischen Naturordnung. Die Stoffsphäre ist das materielle Gebiet, in dem alle Menschen, Fauna und Flora in einer stofflichen Erscheinung leben. Es kann mit den Sinnesorganen erfasst und empirisch erforscht werden. Die Spiegelsphäre ist das Jenseits, in dem sich u.a. der Auflösungsprozess der unstofflichen mikrokosmischen Felder zwischen Tod und Reinkarnation abspielt. Das kosmische Jenseits besteht aus sieben Kraftfeldern, wobei nur jene Felder aktiv sind, die von Menschen in ihrem irdischen Dasein belebt werden. Alle höheren Gebiete son vorläufig nur latet anwesend., außer den Höllensphären und dem Fegefeuer (der Läuterungssphäre),
aus der Sphäre, die in der Naturreligion und im Okkultismus als »Himmel« und »ewiges Leben« bezeichnet wird. Diese Himmelssphären und das Leben dort sind, ebenso wie das Leben in der Stoffsphäre, der Endlichkeit und Zeitlichkeit unterworfen. Die Spiegelsphäre
ist also der zeitliche Aufenthaltsort der Toten, was nicht bedeutet, dass die gestorbene Persönlichkeit ein neues Leben erhält, denn es gibt kein Fortbestehen der vierfachen Persönlichkeit. Nur der tiefste Kern des Bewusstseins, der Geistblitz oder dialektische Funke, wird zeitlich in das aurische Wesen zurückgenommen und bildet die Bewusstseinsbasis für eine neue Persönlichkeit, die vom aurischen Wesen in Zusammenarbeit mit den in der Mutter wirkenden Kräften aufgebaut wird.

Sünde: Das Thema ist so alt wie das Amen in der Kirche. Aber schon im Alten Ägypten mussten die Menschen, wenn sie durch die Tore der Unterwelt heil in das Gebiet des Orion kommen wollten, mit allerlei Bekenntnissen aufwarten, dass sie während ihres Lebens bestimmte Regeln und Gesetze eingehalten und die von „Göttern“ geschaffenen Anordnungen nicht übertreten haben. Das Alte Testament oder die Tora ist vollgepfropft mit vielen kleinkarierten Verhaltensregeln. So wird von Jesus berichtet, dass er viele von Menschenhand erschaffene Regeln der Tora keineswegs billigen kann. Eigentlich kann man keinem einzigen Menschen eine Grundschuld oder fundamentale Sünde durch sein Dasein auf Erden nachsagen, weil jeder in seinem physischen Dasein und auch im Zeitraum seines jenseitigen Erfahrungsleben von vielfältigen Kräften getragen wird. Zum Überfluss befinden sich in all diesen Kräften auch noch besondere Gedächtnisse, denen das Denken und Empfinden niemals ausweichen kann, weil sie den Erhalt des Lebens absichern. Zudem machen erst die eingespeicherten Erfahrungen ein Erkennen oder Erfassen von Sensationen überhaupt möglich. Zu allem Überfluss erklingen auch noch verschiedene Melodien vergangener Inkarnationen aus dem Gedächtnis der Lipika. Dabei ist jedoch unbedingt darauf zu achten, dass dieses dort angehäufte Karma nicht von der jetzigen Person stammt, ausgenommen das im aktuellen Leben neu geschaffene. Niemand kann dem Menschen also ernsthaft die finale Verantwortung für sein sündiges Verhalten aufbürden, er muss nur darunter „leiden“ im Sinne des griechischen „pathos“. Alle Vorprägungen sind die unabänderliche Grundstruktur seiner Realität in diesem Weltfeld, die er für seinen Lebensauftrag nun konstruktiv und intelligent nutzen solle. Tut er das nicht, aus welchen Gründen auch immer, wird das Karma weiterhin entsprechend den Regeln der Resonanz mit seinen Lebensreaktionen angefüllt. Der niedere Mensch mit seinen unstofflichen Kleidern wird nach einem längeren Aufenthalt im Jenseits wieder ausgelöscht. Es sollte dabei beachtet werden, dass auch nach dem körperlichen Hinscheiden die Lebenserfahrungen aus dieser Zeit von ca. 400 bis 700 Jahren, in der sich die Äther, die Astralis und die Anteile der Mentalis auflösen, ebenfalls aufgezeichnet werden. So kann mit Fug und Recht gesagt werden, dass der Mensch trotz aller Irrfahrten von seiner Monade über das Karma unweigerlich zur Erfüllung seines Lebensauftrages geführt wird. Bei allen Konflikten und Lebensfreuden bestimmt im Rahmen der Kraftfeldbeeinflussungen immer ein freiheitliches Bedenken die täglichen Entscheidungen für oder gegen die Evolution. Diese guten oder schlechten Aktionen des Menschen könnte man als Sünde bezeichnen. Aber darauf würde ich dann mit dem Gedanken antworten: „Wer selbst im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen!“

Verstand: Was kann oder macht der Verstand? – Es wird vielfach sehr unterschiedlich über dieses Phänomen des Menschen geschrieben, gesprochen und meditiert. Man sollte sich diese erstaunlichen Befähigungen einmal in Ruhe anschauen. Als erstes beobachtet man zunächst das Vordergründige: das Denken, wie wohl ein jeder weiß. Doch nicht jeder ist sich seines Denkens wirklich bewusst und erfasst die dazu gehörenden Vorgänge, weil er selten oder nie seine Aufmerksamkeit auf diese vielfältigen Prozesse lenkt. Jedes Denken findet sozusagen innerhalb eines „Gartens“ mit zahlreichen, bereits gepflanzten Blumen statt. Ohne ein gewissen Bildervorrat aus Erfahrungen, Vorstellungen, Meinungen und lebensnotwendigen Verbindlichkeiten findet kein Denken, Überlegen Bewerten etc. statt. Jeder Mensch ist voller solcher Weltanschauungen und selbst geschaffenen Wahrheiten, mit Dogmen und Tabus ausgestattet.

Der Verstand funktioniert wie ein perfekter Artist in einer Mannschaft aus mehreren Artisten am Hochseil. Als virtuelles Sinnesorgan muss er alle aktuellen Wahrnehmungen der Sinnesorgane auf der Basis eines emotionalen und konditionellen Settings der Körpers mit allen Gedächtnisstrukturen im Mikrokosmos – im Atemfeld, in der Astralis und in der Lipika – abtasten; simultan die vielfältigen Informationen in den zentralen virtuellen Denkapparat einspiegeln, und dann die plausibelste, dem Gesamtsystem am besten angepasste Information dem bewussten Denken zur Verfügung stellen, und je nach Situation diesen rational ausgewogenen Gedanken auch noch für einen grammatikalisch perfekt formulierten Satz in der richtigen Sprache – in der Muttesprache oder einer Fremdsprach – dem Sprechapparat zur Verfügung stellen. Es kann dabei durchaus vorkommen, dass der Verstand einen Gedanken formuliert hat, der dem Zuhörer nicht übertragen werden darf; dann muss schnell noch eine fast richtige Gegenargumentation aus dem Gedächtnis gefischt werden, die in der erkannten richtigen Absicht dem Zuhörer gefallen könnte. Bei alledem muss das Denken im Verstand natürlich auch der emotionalen Gesamtsituation des Gespräches Rechnung tragen. Das ist eine hochkomplizierte Angelegenheit, die niemals vollständig bewusst  gesteuert werden kann. Darum ist dieses Geschehen eingebettet in angelernte Modellstrukturen und antrainierte Formulierungstechniken, wie es vor allem in den Internaten für das Höhere Personal geschieht. Aber man sollte die Koranschulen oder buddhistischen Klösterschulen nicht unterschätzen, wo vor allem Dingen die religiösen Dogmen solange durchargumentiert werden, bis nahezu jede Antwortmöglichkeit bereits vom Kandidaten im Schlaf hergesagt werden kann. Man könnte so etwas ernsthaft als Gehirnwäsche bezeichnen, denn es entsteht dadurch kein wirklich freies Denken.

Der Verstand ist also ein virtuelles Organ, analog einem Computerprogramm, das auf die verschiedenen Gedächtnisse zugreifen kann, ggfs. auch auf das kosmische Gedächtnis, und gleichzeitig mit dem Input der Sinnesorgane und der Begehren und Gefühle des Körpers direkt verbunden ist. Das stoffliche Gehirn ist sozusagen die Hardware des Computers, in dem unter der Leitung des Verstandes und einem für alle geltenden System verschiedene virtuelle Programme kooperieren.

Das Programm Verstand fragt alle Gedächtnisteile nach der isobaren Regel ab, scannt die eingespeisten Strings, und gibt die Gedanken in das Assoziationsprogramm ein. Dort werden alle zusammenkommenden Informationen erst miteinander abgeglichen und dabei nach Begehren, Nutzen und Zweckmäßigkeit für das Überleben bzw. Zusammenleben bewertet und eingestuft, und für ein sinnvolles Handeln verwendet und soweit erforderlich über das Sprachmodul grammatikalisch ausformuliert über den Kehlkopf und den Mund ausgegeben. Simultan werden die kombinierten Informationen direkt für die Wahrnehmungsorganisation eingesetzt. Dafür arbeitet im Verstand eine Kombinationsmodul, das deduktive Vermögen, das die aus den Gedächtnissen abgefragten Inhalte miteinander verknüpfen kann. Diese assozierten Informationskomplexe werden dann dem Denken zum Bewerten übergeben. Hier wird vor allem selektiert, was davon im Sprechmodul über die Ausgabe verwendet werden soll. Hat der Verstand dann alle erforderlichen Informationen zusammengestellt und zu einem plausiblen Verbund versammelt, dann kann dieses Gedankenkonglomerat in das Programmtool „Sprechen“ oder in das Programmtool „Handeln“ eingespeist werden. Gleichzeitig, sozusagen simultan, werden alle aktuell stattfindenden Wahrnehmungen direkt von diesem Output codiert und gesteuert.

Auch wenn die Multiplexität all dieser Befähigungen scheinbar unüberschaubar ist, so reduzieren sich alle Verstandes bzw. Denktätigkeiten auf einige Grundfunktionen:

  1. Der Verstand muss als ein virtuelles Sinnesorgan betrachtet werden.
  2. Er steuert mit dem Bedenken alle bewussten sinnesorganischen Wahrnehmungen.
  3. Auf der anderen Seite kontrollieren das Wahrnehmen und Bedenken die gefühlsmäßigen Aktionen und begleiten das Handeln. Unzählige unbewusste Vorgänge im Körper beeinflussen das,
    was der Mensch konkret erfassen und bedenken kann.
  4. Der Verstand nimmt die Inhalte in den Gedächtnisse wahr. Durch Aufrufen und Abfragen, durch Bewerten, Zuordnen und das Ablegen mentaler Inhalte.
  5. Aus dem gesamten Vorrat von Informationen aller Gedächtnisse können je nach Flexibilität der Grundprogrammierung des Verstandes neue Gedanken-Kombinationen erdacht,
    gefunden werden.
  6. Verstand und Gefühle nehmen auch transpersonale Informationen in der Kommunikation mit Menschen und der Umwelt war, was mit der Sensibilität der unstofflichen Felder
    zusammenhängt.
  7. Das Denken formiert auf der einen Seite das Sprechen, die verbale Artikulation, und dominiert die psychischen und die physichen Aussagen des Körpers.
  8. Der Verstand kann Ahnungen, Intuitionen und Inspirationen wahrnehmen.
  9. Das alles geschieht mit den Energien des Mentalfeldes und der Bewusstheiten im Mikrokosmos.

Wellen und Kraftfelder:

Interferenz: ist die Änderungen der Amplituden (Höhen oder Tiefen) bei der Überlagerung von zwei oder mehr Wellen als eine Addition, bzw. Subtraktion.

Induktion: Darunter versteht man das kontaktfreie Übertragen von elektrischem Strom von einem elektrischen Leiter auf einen anderes Medium oder das Entstehen eines elektrischen Feldes bei einer Änderung eines Magnetfeldes, bzw. die Änderung des Magnetfeldes bei der Änderung des Stromes in der Magnetspule (Generator).

Resonanz: Widerspiegelung im Bereich der Wellen und Kraftfelder; Echoprinzip. Morphische Resonanz = formgebende bzw. sinngebende Reflexion; komplementäre Resonanz = eine entgegengesetzte Reflexion im bipolaren, dialektischen Lebensfeld.

Wille: Ein ganz wichtiger Aspekt des Lebens ist vor allem in der europamerikanischen Kultur, die mittlerweile den ganzen Planeten eingenommen hat, der ganz heilig gehandelte freie Wille. Er ist mit dem Verstandesdenken und dem persönlichen Begehren derart verbunden, so das psychologisch-gesellschaftlich keine besondere Trennung vorgenommen wird. Den meisten Interpreten ist der Wille ein eigenständiges Organ, natürlich im Gehirn, das von allen äußeren Beeinflussungen befreit agieren darf. Das wird von allen Potentaten, Herrschern etc. und sonstigen Machtmenschen stets verteidigt, wenn es denn notwendig wird auch mit Waffengewalt. Doch die Lautstärke der Argumentation macht noch lange keine Wahrheit.
Dem Thema Wille sind schon ganze Werke gewidmet, weil mit ihm vor allem die persönliche Lebensmacht gekoppelt ist. Darum notierte sich Friedrich Nietzsche immer wieder Gedanken zu einem Buch mit dem Titel „Der Wille zur Macht“. Es ist ein höchst komplexes Thema, weil das Begehren nach Macht in die Nähe einer heiligen Idealität rückt, denn Gott ist im Okzident und im Orient der Allmächtige. Alle geisteswissenschaftliche Kenntnis weist jedoch deutlich darauf hin, dass der Wille eben kein virtuelles Organ oder gesondertes „Programm“ im Denkvermögen ist. Vielmehr kann man ihn als ein sehr starkes Begehren, als eine kräftige Begierde bezeichnen, die im Denken mit einer unanfechtbaren Rationalisierung und trefflichen Begründung aufgewertet wird. Selbstverständlich wird man bei einem Despoten die Aussage „Meine Wille muss erfüllt werden!“ bereits kennen, und sich seinen unerbittlichen Forderungen beugen. Aber besonders in dieser Konstellation zeigt sich deutlich, das der Wille nur ein heftiges,  aus der Astralis emporquellendes Begehren ist, das sich einen unanfechtbaren mentalen Deckmantel übergehängt hat. Die Macht ist tief in der Begierde aus der niederen Astralis verwurzelt, weil sie eine kräftige Unterstützung der Selbst- und Arterhaltung darstellt. Für die Durchsetzung des Willensimpulses wird der Emotion eine rationalisiert mentale Begründung entwickelt, die dadurch zu einer ungeheuer bedeutenden Aktion hochstilisiert wird.  Es lohnt sich immer, im  Zusammenhang mit der Ratio auch jene Dogmen neu zu definieren, die sich völlig ungenau mit Halbwahrheiten über die tradierten Denkmechanismen in der Menschheit eingebürgert haben. Nun ja, im üblichen Sprachgebrauch wird sich trotzdem nicht ändern.

Worterklärungen als Druckversion ⇒ 14. Worterklärungen

Vorlauf – Basis der Evolution

Basis der Evolution

Kosmische Ordnung – Übersicht über alle kosmischen Felder

Das Bewusstsein erschafft den Körper. Wer seine Eingebundenheit in die ihn stets umgebenden und  durchdringenden unnstofflichen Kraftfelder nicht kennt, wird das Wesen und den Sinn des menschlichen Daseins nur unvollständig erfassen können.
Wer ernsthaft noch daran glaubt, sein Leben und sein Bewusstsein wären Auswirkungen seines materiellen Körpers, bleibt in dieser Vorstellung eingesperrt und kann nicht erfassen, welche weitreichenden Folgen sein Denken, Fühlen und Handeln für die ganze Welt hat.
Verantwortung für Frieden und ein gerechtes Miteinander kann nur der Mensch übernehmen, der umfassend seine Welt – und darin alle Faktoren, die sein Leben und Wirken bestimmen – erfahren kann.

Alle reden von der Wende – die Evolution ist ein kontinuierliches Geschehen im steten Jetzt.

In allen Medien wird ständig über die weltweiten sich überstürzenden Ereignisse in Politik, Wirtschaft und Klimawandel ausführlich gesprochen. Zahllose Kapazitäten forschen über die materiellen Interdependenzen, und es ergeben sich viele erstaunliche Beschreibungen der offen liegenden Wahrscheinlichkeiten. Es ist absolut erstaunlich, dass der Mensch die Ursachen immer dort sucht, wo nur die Folgen zu finden sind. Es besteht doch die Frage: Warum sich das alles in unserer Zeit so abspulen muss? Es scheint eine weltweit akzeptierte Vereinbarung zu geben, dass diese Frage nach der tatsächlichen Ursache in den weltweiten Publikationen nicht gestellt wird.

Ist die Wende, die bereits in den 80ern von amerikanischen Philosophen verkündet wurde, noch nicht gekommen? Oder wird sie nicht wahrgenommen? – Die sich abspulenden Weltereignisse überstürzen sich. Auf der Basis der bestehenden Kultur-, Wirtschafts- und Denkstrukturen haben sich die Konflikte weiterhin verschärft. Vor allem im Orient, Afrika, Asien – in den islamischen Ländern – aber auch in Südamerika häufen sich die politischen und religiös motivierten Konfrontationen.
Sind die Meinungsbildner und Journalisten angesichts der unüberschaubaren Katastrophen und all dieser menschlichen Ungeheuerlichkeiten an ein Tabu gefesselt.
Es scheint so, als wolle niemand ernsthaft die Wende? –


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Der Büchermarkt und das Internet publiziert eine Menge über die Wendezeit und über das Neue Denken, und die Entscheider in der globalen Wirtschaft und die meisten Regenten scheinen kein Interesse daran zu haben. Warum stritt Frederic Vester um ein neues Denken, und warum setzte er sich an Universitäten und in internationalen Organisationen für ein neues ökologisches Denken ein? Warum geschieht nun heute wirklich nichts, was das  menschlich Leid lindern könnte? Es fehlt etwas – Warum haben die Menschen wenig oder kein Interesse, die Basis ihrer Lebenszusammenhänge zu erkennen? Warum werden immer wieder die selben materiellen Zusammenhänge zitiert, die von empirischen Wissenschaftlern erforscht wurden?
Immer wieder werden gigantische Projekte begonnen, die im Übrigen Milliarden des Volksvermögens verschlingen, in denen die Ursachen des Lebens und des Daseins aus  Erkenntnissen materieller Elemente und Zusammensetzungen entschlüsselt werden sollen, z.B. die Satellitenlandung auf dem Mars. Das geht nun schon seit Jahrhunderten so, und alle gewaltigen Anstrengungen zum Trotz, haben die Forscher mit ihren empirischen Methoden in den Bausteinen der Materie weder die Basis des Daseins im All noch den Ursprung des Lebens in der Mikrobiologie gefunden. Vom Sinn des Lebens auf dem Planeten Erde sind alle Hypothesen noch sehr weit entfernt. Selbst in Psychologie, Philosophie und Religion ist alles erzkonservative Spekulation im Wald statistischer Wahrscheinlichkeiten. Auf diese Weise wird vom Menschen die Basis seiner Evolution nicht erfasst.

Die Menschen werden weltweit in ihrem Konservativismus bestärkt.
Unterstützt von den materiellen Funden der Archäologie wiederholen Religion und Philosophie bereits aufgestellte und vielfach strapazierte Weltanschauungen.
Die empirische Wissenschaft hat sich mit ihren Grundregeln selber ein gewaltiges Gefängnis gebaut.

Irgendwie sehen die Berichterstattungen in Zeitschriften, TV und Internet immer wieder ganz neu aus, aber bei genauem Hinschauen und Vergleichen, wird man feststellen: Man findet in allen Hochglanzzeitschriften immer wieder die gleichen glücklichen, jungen Menschen – vor allem lächelnde Frauen – hübsche bezahlte Modelle mit großem Dekolleté – die stets die aktuellen Konsumprobleme vorstellen. Die politischen Gazetten strengen sich etwas mehr an, und bringen Karrikaturen oder am besten Katastrophenbilder mit leidenden Frauen und großen Kinderaugen aus dem Orient oder Afrika. Das psychologische Reizthema hat sich durch alle Zeiten hin nicht verändert. Die Häuser werden wohl höher, die Raketen werden größer, die Fußballstadien werden immer internationaler, das Weltkulturerbe umfasst immer mehr Denkmäler, Städte und Landschaften … die Menschenrechte sind immer noch die alten. Sie werden entgegen allen politischen Beteuerungen von den meisten Staaten nicht wirklich eingehalten. Die Journalisten der Welt kennen das Grundprinzip des menschlichen Zusammenseins nicht, sie könnten ihm nicht mal in die Augen schauen. Es wird auch nur an ganz geheimen Plätzen darüber gesprochen, und nur wenige Menschen befassen sich ernsthaft damit. Doch ihnen ist die Problematik der Kommunikation vollkommen bewusst. Wer nicht zuhören will, den braucht man nicht anzusprechen.

Es wird massenweise in allen Medien publiziert: Wie zu allen Zeiten werden überall die Schwachen ausgebeutet, überall werden die Reichen reicher und die Armen immer ärmer. – Der Tanz um das Goldene Kalb „Besitz, Aktien, Immobilien, Macht und Ruhm“ wird mit Glanz und Glorie in allen Ländern, auch in den ehemals kommunistischen Staaten weiter getanzt, allen Rebellionen und terroristischen Anschlägen zum Trotz. Und niemand hat ein Forschungsprojekt aufgelegt, um dahinter zu kommen, warum das alles so stupide in allen Epochen ablaufen muss. Wie zu Zeiten der Assyrer finden weltweit Religionskriege statt, ohne konkret nach den Ursachen der anachronistischen Religionen zu fragen. Bei allen finanziellen und kommerziellen Transaktionen werden Verträge unterschrieben, von Rechtsanwälten beglaubigt und mit Garantieansprüchen abgesichert, nur bei dem Glauben an ein Paradies gibt es keinerlei schriftlichen Beweis, geschweigen denn eine Art Reklamationsmethode. Unzählige Menschen opfern in unserer absolut modernen Zeit unglaubliche Summen für einen Platz im Garten Eden, ohne Unterschrift oder dergleichen. Im Tod wird das Mystische auf einmal manifest.

Natürlich sind die metaphysischen Kraftfelder oder Lebensgebiete für jeden bewussten Leser erst einmal sehr problematisch, und seine Zweifel an den Ausführungen in diesem Buch durchaus angebracht. Bedauerlicherweise ist in unserer Zeit der Denkansatz der meisten kreativen Erneuerer eine Hieroglyphe, eine „heilige“ „Einmeißelung“ in das allgemein festgeschriebene materialistische Weltbild. Es basiert auf der aristotelischen Annahme aus der Antike, dass einzig die empirische Erfassung der Natur zu der einen alles begründenden Ursache führen kann. Jedoch nach über 2000 Jahren intensivster Erforschung der materiellen Zusammenhänge können die wesentlichen Fragen des Lebens immer noch nicht beantwortet werden. Auch der in diese Weltanschauung eingebettete religiöse Gottesglauben – egal welcher Nation oder Rasse – ist mittlerweile soweit degeneriert, dass er die Ursachen oder den Sinn des Daseins kaum noch erklären kann. Vielmehr wird versucht, die abgeirrten Menschen mit den sozialen Folgen in dem unerquicklichen Zusammenleben zu versöhnen. Damit sie unterwürfig, bescheiden und devot weiterhin in ihrer Gesellschaft die bestehende Ordnung zur eigenen Ausbeutung aufrecht erhalten, werden ihnen idealisierte Lebensumstände nach dem Tod in einem Jenseits versprochen, das leider keiner konkreten wissenschaftliche Darstellung stand hält.

Fragt man nach dem „Warum?“ der weit verbreiteten „Fehlschaltung“ im Denken der Menschen, wird man auf ein eigenartiges Kräftespiel aufmerksam. Hinter oder über allen materiellen Zusammenhängen wird wohl ein eigenartiges Spiel gespielt wird, das alles Geschehen durchwirkt und beeinflusst. Die Struktur dieses Vorgehens ist so konzipiert, damit dieses Kräftespiel von keinem Menschen erkannt werden kann. Jede Art von Tarnung, Betrug, Verleumdung und Diffamierung sind auf dieser Ebene fundamentale Notwendigkeit. Darum besteht meistens ein Mangel an wahrer Kenntnis der faktischen Zusammenhänge und der Aufgabe von Menschheit und Kosmos. Der Sinn des Lebens verschwimmt in vagen Vermutungen, hypothetischen und mystischen Denkmodellen, die auf sehr alten und längst überholten Weltanschauungen aufgesetzt sind. Je dürftiger die konkreten Beweise, desto lauter die Predigten und desto mächtiger die Prachtentfaltung der religiösen Autoritäten. Eingeschüchtert von soviel Prunk und Macht wird niemals nach einer Rechtfertigung ihres Reichtums gefragt. Das ist Tradition, das ist schon immer so, sind die banalen Bestätigungen. Denn wer nach einer Berechtigung für Spende und Opfer fragt, bedeutet für diese Diener der jenseitigen Kräfte eine echte Gefahr. Darum ist das konservative Getue für Religion und Schamanismus sowie der abgeleiteten esoterischen Gruppierungen eine entscheidende und alles erhaltende Bedingung.

Wer sich echt mit den beharrenden Kräften im Denken und Handeln auseinander setzt, wird sehr bald schmerzlich erfahren müssen, dass alle bisherigen revolutionären Denkansätze – auch die aus fernen Vergangenheiten – entweder nach einer sehr kurzen Frist wieder in der Versenkung verschwinden, oder auf eine sehr subtile Art und Weise in die reaktionären und traditionellen Strukturen umgebogen wurden, die seit langem schon von den leitenden Gesellschaftsschichten gewohnheitsmäßig praktiziert werden. Damit das auf alle Zeiten so bleibt, wurde in alle Pädagogik und Unterrichtung die höhere Bewertung traditioneller Denkweisen und Theorien eingerichtet. Alles, was aus einer antiken Vergangenheit kommt, ist eo ipso wahrer, richtiger und vertrauenswürdiger. – Immer wieder werden die hehren Tradition mit Fahnenschwenken und Prozessionen für die Götter der orientalischen und indischen Antike belebt. – Wie lange wird das Weltbild eines Aristoteles bereits lebendig gehalten? Trotz Gallilei, Keppler und Giordano Bruno.
Wenn sich eine große Gefahr für die bestehenden Weltansichten entwickelte, wurden die entstehenden Neuerungen von den Traditionalisten im Ansatz bereits verleumdet. Die Gegenrevolution der „alten Priester“ machte jede konkrete Erneuerung zunichte, wie sich in der Geschichte vieler Länder nachweisen lässt. Wie oft wurden neue Gedanken in Religion und Philosophie subtil mit den bestehenden Konzepten vermischt und dann banalisiert? Dafür wurden sogar Götter einfach umbenannt und in ihren Stellungen von Menschen versetzt.
Es gibt ein nahezu selbstlaufendes System im Konservieren der bestehenden Weltanschauung, in jeglicher Hinsicht. Und dann ist es kein Wunder, wenn man bei einigen Dichtern den Gedanken findet: Es gibt nichts Neues unter der Sonne!
Es ist wahrhaft an der Zeit, eine deutliche Wende im Denken zu vollziehen. Doch dafür ist eine Voraussetzung zwingend notwendig. (Man achte auf das Wort: not – wendig) Die Menschen müssten bereit gefunden werden, alle, wirklich alle Dimensionen und Kraftstrukturen dieser Welt und des Kosmos, also auch die des esoterisch-wissenschaftlich Erkannten aus den Sphären der jenseitigen Hälfte des Daseins zu akzeptieren und die Forscher dieser bislang okkulten Welten endlich anzuerkennen. Ja, die Kenntnisse um die unstofflichen Kraftfelder und ihre Wechselwirkungen im Leben müssten ernsthaft in die Betrachtung von Ursache und Wirkung beim kosmischen Geschehen als ganz konkrete Wirklichkeit mit einbezogen werden. Ansonsten bleibt wieder alles beim Alten. Das ist leider der prinzipielle Fehler beim reaktionären empirischen Denken!

Das Buch „Basis der Evolution“ will eine erste geordnete Aufstellung über die zahlreichen Dimensionen, Kraftfelder und Vorgänge der Welt sein, inklusive aller bislang als okkult bezeichneten Kräfte nach zu denken. Die allgemein wissenschaftlichen Hieroglyphen werden in die umfassende Zusammenstellung der unstofflichen Felder, der Dimensionen und Ansichten des Bewusstseins eingebettet. Aus dieser völlig umfassenden Perspektive, wenn Menschen und ihre Machthaber in Wissenschaft und Pädagogik das Gesamtgeschehen durchschauen und auch annehmen können, wird eine wirkliche Wende im menschlichen Zusammenleben eingeläutet. Kann die offensichtliche Verblendung, die der Menschheit absichtlich übergestülpt wurde und täglich erneut aufgedrückt wird, einmal wie Schuppen von den Augen fallen? – Wann wäre das endlich möglich? – Erst mit einer wirklich neuen alles umfassenden Weltanschauung kann sich die prinzipielle Lebenshaltung ändern, die auf ein harmonisches und förderliches menschliches Zusammensein mit allen Völkern und Nationen ausgerichtet ist. Es muss also mit einem neuen Bewusstsein beginnen, mit völlig neuen Perspektiven im Denken und einer neuen Zielvorstellung für den Sinn des Lebens. Dann könnte eventuell das „goldene Kalb“ für alle Zeiten seine Macht verlieren und eine wahre uneingeschränkte Humanitas selbstverständlich werden.

Erneut ein Wechsel auf die Zukunft? – Warum?

Die folgenden Seiten werden entscheiden, ob Sie, lieber Leser den in diesem Buch vorgestellten Gedanken folgen möchten. Oder ob sie lieber an den bestehenden Weltbildern festhalten wollen, die ihr Leben bestimmen.

Die die ganze Welt umspannenden Probleme in der aktuellen Zeit machen definitiv ein fundamental neues Denken notwendig. Die Warnungen des Club of Rome von 1972, die Aufrufe von Fritjof Capra in „Wendezeit“ oder die Appelle von Frederic Vester in „Neuland des Denkens“ und zahlloser anderer Autoren haben leider nur weniges faktisch in der Welt verändert. Selbstbereicherung und Ausbeutung der natürlichen Ressourcen sowie die politischen und religiös motivierten Konflikte haben rund um den Globus deutlich zugenommen. Der islamische Terrorismus breitet sich auf allen Kontinenten aus. Das Erstaunliche daran ist, dass viele gute Erkenntnisse und die zahllosen internationalen humanitären Bemühungen keine wirkliche Wende herbeiführen.
Es besteht die Hoffnung, dass viele Menschen sich bei der Bewältigung ihren aktuellen Lebensprobleme von dieser neuen zukunftsweisenden Anschauung leiten lassen werden. Vor allem, wenn die Menschen grundlegend verstehen und begreifen, dass es uneingeschränkt für jeden ganz konkrete Wege in ein humanes und gerechtes Miteinander geben kann, wenn wir – jeder für sich und auch gemeinsam – alle Begrenzungen der reaktionären materialistischen Denkbilder überwinden und die lebensspendenden Wirkungsmöglichkeiten unseres Erfassens und Bedenkens auch benutzen.
Bei Berücksichtigung aller Aspekte und Kräfte des Lebens, sowohl im Diesseits als auch im Jenseits, ist das weltliche Dasein umfassend erklärbar. Und das was erkannt und begriffen wird, kann zu einem Helfer aller Menschen werden. Der Zorn, der Hass und die Kriege, die Verschmutzung und Vernichtung der Natur können nur ohne die egoistische Ausbeutung und private Bereicherung eingedämmt werden. Die Wege zu einer Gesundung der Menschen und Renaturierung aller Kontinente liegen offen vor uns allen, wenn wir unsere Verantwortung erkennen und den transpersonalen, unstofflichen Teilen der Welt Raum in unserem Denken geben. Wo die Freiheit des unabhängigen Denkens den höchsten Stellenwert hat, kann sich ein gesundes Miteinander für die Welt und den leidenden Kosmos entfalten.

Dazu könnte dieses Buch „Basis der Evolution“ seinen Beitrag leisten.    

Wenn ich den zahlreichen Autoren danke, die ich im Laufe meines Lebens lesen durfte, ist es wohl ein wenig schräg, denn sie haben ihre Bücher ja veröffentlicht, damit sie gelesen und ihre Einsichten auch verarbeitet werden. Viele Erkenntnisse stellen bereits einen erheblichen Beitrag für eine Veränderung der Grundeinstellung in Denken und Leben. Das Überdenken der vielfältigen Literatur hat mich bei meinen Bemühungen um einen Gesamtschau auf die Fundamente des Daseins in der Natur nicht nur unterstützt, sondern auch beständig dynamisch vorwärts getrieben. Die manchmal schmerzlichen Denkanstöße haben mich jedoch zu der Überzeugung geführt, dass erst die Zusammenführung der Forschungsergebenisse aus den sehr unterschiedlichen Fakultäten und deren Denkansätze zu einem weiteren Verständnis der Lebenszusammenhänge und der Evolution in dieser ablaufenden Aquariusperiode beitragen kann. Vor allem die Gedankenwelt der modernen Wissenschaftler aus den Bereichen Kernphysik und Quantenmechanik hat die korpuskuläre Weltsicht aufgebrochen.
Die Welt der festen Materie wurde durch die Beschreibungen der Prozesse, des Geschehens, der Kommunikation und der unterschiedlichen Beziehungen ersetzt. In der subatomaren Analyse verschwand die feste Newtonsche Materie und wurde durch Aktivität, Form, abstrakte Ordnung und Muster ersetzt. Um mit den Worten des berühmten Mathematikers und Physikers Sir James Jeans zu reden: »Das Universum gleicht immer weniger einer Maschine und immer mehr einem Gedankensystem.« Die dreidimensionale Raum- und die eindimensionale Zeitvorstellung Newtons wich dem vierdimensionalen Raum-Zeit-Kontinuum von Albert Einstein. Die objektive Welt lässt sich nicht mehr von dem Beobachter trennen (Werner Heisenberg) und das lineare Prinzip von Ursache und Wirkung verliert seinen Platz als das einzige und notwendige verbindende Prinzip im Universum. In der modernen Physik ist das Universum nicht mehr das gigantische mechanische Uhrwerk Newtons, sondern ein vielseitig verflochtenes Netzwerk von Ereignissen und Beziehungen.
Einige prominente Physiker wie zum Beispiel Eugene Wigner, David Bohm, Geoffrey Chew, Edward Walker, Fred Alan Wolf und andere gehen davon aus, dass Geist, Intelligenz und womöglich Bewusstsein integrierende Bestandteile der Existenz unseres Universums sind, und nicht lediglich eine unbedeutende Randerscheinung der Materie. Obwohl die Quantenphysik die überzeugendste und radikalste Kritik des mechanistischen Weltbildes bietet, haben explizite Forschungserkenntnisse auch aus anderen Disziplinen der Naturwissenschaften zu wichtigen Veränderungen im Denken geführt. Unter diesen spielten die Kybernetik, Informationstheorie und Systemtheorie eine wichtige Rolle. Nicht zu unterschätzen sind die Bemühungen des Forschungsinstitutes für Noetik in den USA, wenn auch die Presse wenig darüber berichten darf.

Auf der anderen Seite haben sich die vielfältigen Methoden der Psychoanalyse mit den Religions-Philosophien, den Erkenntnissen der Mystiker aller Zeiten verbunden. Einige moderne Denker sind bis zu den transpersonalen Ansichten der menschlichen Vermögen vorgedrungen. In diesem umfassenden mentalen Feld begegnen sich nun alle Bereiche mit den grundlegenden Aussagen der Theosophen. Leadbeater und A. Besant, der Rosenkreuzer, M. Heindel und J.v.Rijckenborgh schreiben über die okkulten Zusammenhänge der Welt von einem in sich stimmigen und äußerst plausiblen Gesamtbild des universellen Geschehens. Die Zusammenführung und harmonische Übernahme der vielfältigen, bislang getrennt abgehandelten Denkansätze in eine gemeinsame Übersicht stellt die Bedeutung des sich nun entwickelnden Weltbildes für die Zukunft der Menschheit und des Kosmos in ein überwältigendes Licht. Die kosmische Ordnung in allen sieben Dimensionen bekommt für das irdische Dasein einen total neuen Stellenwert. Viele der bislang unbeantworteten Fragen können nun eine plausible wohlbegründete Antwort bekommen. Und jeder Mensch könnte an den Vorteilen der künftigen Gesellschaftsstrukturen teilhaben.

Peter Alexander Kremin                        Helmenzen 2017


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Zum Vorwort

Harmonie und Gleichgewicht

Genderphilosophie – Harmonie und Gleichgewicht

Nach Erich Neumann: Die Erforschung der weiblichen Psyche in ihrer Eigenart sowie die der männlichen Psyche in ihrer aktuellen Ausprägung ist eine der notwendigsten und wichtigsten Aufgaben, die sich dem Tiefenpsychologen stellt, dem in seiner Arbeit die schöpferische Gesundung und Entwicklung des Einzelmenschen am Herzen liegt. – Die abendländische Menschheit muss notwendigerweise zu einer Synthese gelangen, in welcher die – in ihrer Isolierung ebenfalls einseitige – weibliche Welt fruchtbar mit einbezogen wird. Erst dann kann auch die Entwicklung der psychischen Ganzheit des Einzelmenschen möglich werden, die dringend nötig ist, wenn der abendländische Mensch psychisch den Gefahren gewachsen sein soll, die sein Dasein von innen und von außen bedrohen. – Die Entwicklung jedes Einzelmenschen zu einer psychischen Ganzheit, in der sein Bewusstsein schöpferisch mit den Inhalten des Unbewussten verbunden ist, ist das tiefenpsychologische Ziel der Zukunft. (aus Die große Mutter, Walter Verlag, 1997)

Dieser Gedanke von Erich Neumann ist im geistigen Feld von Eranos in Askona gewachsen, in dem u.a. auch C.G. Jung einen starken Einfluss ausübte. Trotz aller Nähe zu esoterischen und religiösen Gedankenwelten, scheint eine konkrete spirituelle Entwicklung innerhalb der Psyche des Menschen eher eine Randerscheinung neben den tiefenpsychologischen Erkenntnissen zu sein. Das mag auch daran gelegen haben, dass das von den großen Geistern in Eranos akzeptierte Modell des Menschen dem Jung‘schen Konzept entsprechen musste, in dem der Mensch seine Psyche nur imaginativ projiziert. Die Großartigkeit der Archetypen und die Symbolwelt eines Campbell entfalten sich nicht in einer konkreten unstofflichen Seinsstruktur, sondern in einem imaginierten metaphysisch abstrakten Unbewussten als solches. Jedem theosophischen oder anthroposophischen Wissen um eine unstoffliche Wesensstruktur des Mikrokosmos, in dem der materielle Mensch als Persönlichkeit die Beeinflussungen der ihn durchdringenden Kraftfelder ausbalancieren muss, wurde argumentativ die Stirn geboten. Das, was nicht gesehen werden konnte, was also allen gemeinsam ein Unbewusstes geblieben ist, musste sich dem Dogma der großen Autoritäten der damaligen Psychologie beugen. Vielfach ist das auch heute noch in der medienbeeinflussten Allgemeinheit die gängige Weltanschauung, insofern das Unbewusste überhaupt im Denken der Leser einen Platz gefunden hat.


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Allerdings gibt es auch eine ganze Reihe Menschen – und ihre Zahl scheint immer mehr anzuwachsen –, die in die unstofflichen Gebiete des Daseins hinein schauen können. Die Berichte über Hellsehen, Hellhören, Channeling nehmen zu, mystisch-magische Kunstwerke und Fantasy-Romane (Berichte aus den astralen Welten im Jenseits) etc. werden im Literatur- und Comic-Markt immer zahlreicher. Insbesondere die Science-fiction-Filme und das Fantasy-Genre spülen in den Cinema-Palästen unvorstellbare Gelder in die Kassen. Die Autorin von Harry Potter ist mittlerweile zur Milliardärin aufgestiegen. Aber auch die weltweit publizierten sogenannten Nahtod-Erfahrungen verweisen auf eine bewusst erlebbare Sphäre jenseits des körperlichen Daseins, aus der der Mensch – obgleich klinisch tot – die materielle Umgebung mit allen Einzelheiten sehen kann, auch wenn er bereits von Engeln oder nahen Verwandten im Jenseits empfangen wurde. Der Wiedereintritt in die stoffliche Ebene des Lebens wurde nicht immer als besonders erfreulich dargestellt. Wegen dieser und vieler anderer Erkenntnisse kann man davon ausgehen, dass der Mensch aus unstofflichen Kraftfeldern hervorgebracht wird. Sein Denken, Fühlen und Handeln basieren nicht auf den materialistischen Reiz-Reaktionen seiner Gehirnzellen, sondern finden erst in unstofflichen Gegebenheiten statt, bevor sie sich im Stoff manifestieren.

Aus den heiligen Schriften der großen Religionen können wir erfahren: Gott schuf den Menschen, ein Mann und ein Weib, so heißt es z.B. in der Genesis. Das heißt für uns auf der unteren Ebene des Daseins, dass der irdische Schöpfer der Erde, der Herr der tellurischen Natur, zweierlei Urtypen gerecht werden musste. So wurde für Mensch und Tier die geschlechtliche Fortpflanzung geschaffen. Aus diesem Grunde gibt es Menschen zweierlei Geschlechts, wie man so sagt. Nach dem Schöpfungsmodell der zweiten Genesis gibt es zweierlei Monaden (Leibnitz). Diese sind im Grundprinzip gleich, unterscheiden sich jedoch etwas in der dominanten Wirkungsweise. Wir nennen diese markanten vordergründigen Prioritäten in unserer Welt meistens Frau und Mann. Das Weibliche repräsentiert dabei u.a. die empfangende, gebärende und verwirklichende Ansicht; das Männliche ist die zeugende, kreative und aktivierende Ansicht. Diese Prioritäten drücken sich in den Mikrokosmen über die Vereinigung von Anima und Animus aus, und natürlich über die Frauen und Männer, die die Mikrokosmen als grobstoffliches Werkzeug beleben. Es sieht heute so aus, als wäre nichts einfacher als das. Doch aus der ursprünglich sich selbst reproduzierenden Welt der Pflanzen und Tiere, die natürlich in uns völlig unbekannten Körpern existierten, mussten in einem langfristigen Prozess die vorbereitenden Aktionsstrukturen, Regeln und Verhaltensmuster geschaffen werden.

Die universelle Weisheit, die uns von den großen Esoterikern des 20. Jahrhunderts überbracht wurde, erklärt zum Werdegang des Menschen: Das göttliche Schöpfungsprinzip hatte bei der Erschaffung der Menschen die Gesetze der isobaren Harmonie und der körperlichen Liebe in Kraft gesetzt. Mit diesen konnten fürderhin alle Monaden in gleichstarker Partnerschaft stets harmonisch die Schöpfung mitgestalten. Das Gesetz der Harmonie enthält in sich die Regeln der Resonanz und der Symmetrie. Die höchstmögliche Symmetrie findet sich im Kreis oder in der Kugel. Darin sind alle Radien gleich weit vom Zentrum entfernt, alle Durchmesser können sich millionenfach mittig spiegeln. Die Kugel ist die Form unzähliger Schöpfungen im All. In ihr wirken zwei Kräfte symmetrisch, gleich stark zusammen: es ist die zentrifugale, die vom Zentrum weg fliehende und die tangentiale, die an der Peripherie entlang strömende Kraft. Man könnte auch sagen, zentrifugal ist die Kraft des Wegschenkens und tangential die Kraft der Bewahrung. In dem hermetischen Axiom: Alles empfangen, umwandeln und wegschenken, manifestiert sich die symbolische Harmonie zur Erhaltung der Schöpfung: Damit offenbart sich die Grundlage des Daseins. Es ist der vollkommen kugelförmige Holokumulus aller elektromagnetischen Wirksamkeiten der sieben mal sieben Kraftfeldebenen des Alls.

So ist es also berechtigt zu sagen, dass das männliche und das weibliche Prinzip fundamental zum Schöpfungsgesetz gehören. Allerdings muss man dieses ideale Zusammenspiel der sich trotz scheinbarer Gegensätzlichkeit ergänzenden Charaktere im Menschen gut begreifen. Vor allen Dingen, wenn man die Menschen in dieser Natur betrachtet und ihre Bemühungen um die Errichtung eines Paradieses auf Erden einmal genauer unter die Lupe nimmt.

Wer sich den großen Religionen dieser Welt zuwendet und zur Grundstruktur ihrer Lehren durchdringt, wird unzweifelhaft feststellen, dass die meisten Interpretationen das grundlegende Schöpfungsgesetz der gleich starken Partnerschaft zwischen Mann und Weib entweder prinzipiell ignorieren oder stark zugunsten der maskulinen Dominanz manipulieren. Doch das fundamentale Schöpfungsprinzip der Kohabitation von weiblich und männlich ist Gesetz im All. Wer dieses Gesetz verletzt wird das Gottesreich niemals sehen, geschweige denn betreten. Es bleibt ein aktueller Auftrag für die Menschheit, sich in allen Belangen des Daseins mit der immer deutlicher bemerkbar machenden Gleichberechtigung von Mann und Frau zu identifizieren, und von der einströmenden kosmischen Kraft in der Aquariusperiode unterstützt, an ihrer Verwirklichung mit zuarbeiten. Damit sich für unsere Kinder in den künftigen sozialen Verhältnissen ein harmonisches Miteinander auf allen Kontinenten durchsetzen kann.

Das Zusammenspiel der kosmischen Kräfte in der Aquariusevolution kann in dem Menschen, der sich positiv und praktisch in den Auftrag stellt, eine völlig neue Weltsicht offenbaren. Die aktuelle Wendephase für den Kosmos und seine Bewohner wurde bereits in den Perioden des Widders und der Fische vorbereitet. Prinzipiell steht der Mensch in jedem Aspekt seines Lebens unter den sieben Kraftströmen, die aus dem universellen Bewusstsein, aus dem Sonnenlogos den Kosmos Erde durchströmen. Alle Aktionen und Reaktionen seines Lebens sind daraus zu erklären. Keine seiner Handlungen sind ursächlich aus seinem individuellen Begehren oder seinen persönlichen Entscheidungen hervor gegangen. Die kosmischen Kräfte, zu denen auch die 12 Kräfte des Tierkreises gehören, führen die Menschen stetig in eine höhere Lebensform, ein Begehren nach Freiheit von der materiellen Gebundenheit.  In ihnen soll sich ein kosmisches Denken entwickeln, mit dem sie befähigt werden, die weitere Evolution des Kosmos zu unterstützen. Dabei wird sich dem Erfassen ein vielfaches an Gedächtnissen des Universums öffnen, und gleichzeitig wird die Geschwindigkeit in der bewussten Verarbeitung der Myriaden von Information immens gesteigert. Das bedeutet also einen gewaltigen Entwicklungssprung. Als fundamentale Grundlage dafür muss sich der bereitwillige Mensch zunächst auf diesen Prozess ausrichten, um die eigene Evolution so gut als möglich zu beschleunigen. Nur wer sich stets standhaft hilfesuchend den einströmenden Impulsen öffnet, dem kann auch geholfen werden. Dann wird vor seinem inneren Erfassen der kosmische Plan und die Wirkungsstruktur der hohen Liebe offenbar.
Die Kommunikation über den eingeborenen Sohn erklärt und beschreibt die Möglichkeit der Entwicklung und die darin enthaltenen Teilabschnitte im weiteren Wachstum der mikrokosmischen Kraftfelder. Für den Menschen erwacht jetzt der Ansporn zur Aktivität, der dynamische Aspekt in der Realisation. Er bewirkt im Kandidaten eine alles beherrschende Kraft, das entschlossene Begehren, den erkannten Plan für die Menschheit zu verwirklichen. Sie teilt sich mit als Ideation, als sinngebender und zielbestimmender Einfluss, der vom weiblichen Aspekt empfangen, gehört und umgesetzt werden muss. Wer dieser höchsten Ideation folgt, empfängt ein tiefes Vertrauen in seine Möglichkeiten, um mit seinem Gegenüber, dem männlichen Impuls, den eröffneten Plan mit aller Kraft zu erfüllen.

Hierzu ist ein weitreichender Gedanke angebracht, der enorme Bedeutung für das künftige Zusammenleben der Menschheit haben wird:  Die hohen Kräfte der Kommunion und der Organisation spiegeln sich stets in Harmonie, also symmetrisch in jedem Menschen, wenn er sich für diese Einflüsse des Kubus öffnet. An ihm ist es nun, die Kräfte der Empathie und der Weisheit ebenfalls in vollkommenem Gleichgewicht durch sich hin wirken zu lassen. So können sich sowohl die männlich aktive und dynamisierende Kraft als auch die weiblich empfangende und gebärende Kraft gleichgewichtig entfalten.

Mikros Jesus mTWer sich in seinem täglichen Leben umschaut, wird sehen, in allen Führungsgremien scheinen total andere Regeln vorzuherrschen. Ganz besonders auch in den christlichen Klosterschulen, Kirchenorganisationen, in den buddhistischen Klöstern, in den Hawza oder Madrasa, sowie  in den Synagogen dominieren weltweit die Männer als sogenannte Gottesvertreter. Und selbst dort, wo diese heiligen Männer und Priester, Mullahs o.ä. nicht hinreichen, werden die Rechte der Frauen meist deutlich missachtet. Vielfach werden sie in Anlehnung an gut interpretierte religiöse Regeln völlig selbstverständlich zu Arbeitssklaven ihrer Ehemänner degradiert, weil es seit Alters her aus der gängigen Lehre so abgeleitet wird. Die sich über Jahrhunderte entwickelten Bräuche werden dann auch noch natürlich von patriarchalisch organisierten Gremien zum Weltkulturerbe gekürt.
Ein kurzer Überblick über die mikrokosmischen Wirksamkeiten helfen hierbei, die Notwendigkeit der Gleichberechtigung im alltäglichen Leben zu verstehen.
Der Mikrokosmos besteht ebenso wie der Kosmos aus sieben Kraftfeldern, die jeweils noch einmal siebenfach untergliedert sind.
Bekannt für alle ist
1. das Stoffkleid.
Weniger geläufig sind die unstofflichen Kraftfelder:
2. Das Ätherfeld.
3. Die Astralis.
4. Das Mentalvermögen.
5., 6. + 7. drei nirvanische Gebiete, Spinalis, Spirituell und Idealis.

Bezogen auf die bekannte Trennung von Mann und Frau ist dabei von außerordentlicher Bedeutung, dass diese Kraftfelder in sich wechselweise gegensätzlich polarisiert sind. Das lässt sich am Besten in einer Tabelle darstellen (nach J.v.Rijckenborgh)

GenderTabelleDer Stoffwechselprozess der Gehirnzellen ist bei der Frau ganz anders als beim Mann. Es gibt eine völlig unterschiedliche Wirkung der Drüsen im Endokrinen Kreislauf, eine unterschiedliche Geschlechtlichkeit, eine verschiedene Wirkung und die Temperatur des Blutes und auch der Hautaufbau sind anders. Aus allen diesen Gründen ist es unvermeidlich, dass Mann und Frau sich dem Bewusstsein, der Wahrnehmung sowie Bewertung des Seins und dem Körper nach sehr unterschiedlich offenbaren, sowohl im psychologisch unbewussten unstofflichen Gebiet als auch auf dem Gebiet der groben Materie, wie sich aus der aktuellen Forschung in der Gender-Medizin ergeben hat. Alle diese Unterschiede sind daraus zu erklären, dass die Urtypen, die geistigen Matrizen der Monaden, nach denen sich die beiden Manifestationen vollziehen, bei Mann und Frau unterschiedlich sind. Und was im höheren Bewusstsein bereits angelegt ist, muss sich auch im Körper offenbaren. Dabei ist es auch von einschneidender Bedeutung für jede weitere Entfaltung auf dem Bogen der Evolution, dass beide Menschentypen nicht nur harmonisch zusammen wirken, sondern dass beide, sowohl Mann als auch die Frau in sich selbst Animus und Anima in ein gutes Gleichgewicht bringen. Nur dann kann sich eine ungestörte Autonomie unabhängig von den negativen Einflüssen der allgemein vertretenen patriarchalischen Denkungsart des Mainstream in Ost und West entwickeln.

Nicht unerheblich ist in diesem Zusammenhang die Entwicklung  der Kinder in ihrem Wachstum, vor allem in den ersten Lebensjahren. Der Entwicklungsrhythmus basiert auf 4 und 7 Jahren. In den ersten vier Lebensjahren werden die niederen Ätherfelder angelegt und in Folge davon der Stoffkörper mit allen grobstofflichen Organen. Die folgenden drei Jahre sind vor allem der Entfaltung der ätherischen sowie der stofflichen Kommunikation gewidmet. In diesen ersten sieben Jahren spielt primär das positiv ausstrahlende Ätherfeld der Mutter eine wichtige Rolle. Dabei sollte keineswegs die Ausstrahlung des Mannes fehlen, denn er gewährt der Familie nicht nur Schutz und Geborgenheit. Die nachfolgenden sieben Jahre des Kindes sind von einem verstärkten Körperaufbau gekennzeichnet, wie es eigentlich allgemein jedermann weiß. Weniger bekannt ist dabei, dass sich in dieser Zeit, besonders unter dem Einfluss des männlichen Astralfeldes, der Begierdenkörper des Kindes entwickelt, bis es in der Pubertät – den folgenden sieben Jahren – mit seinem eigenen Karma aus der Lipika in Verbindung kommt. Bis dahin war die sehr direkte Beeinflussung des jungen Menschen vornehmlich von den unstofflichen Feldern der Eltern abhängig. Zwischen dem 14. und 21. Lebensjahr wird der Mensch vor allem von den mentalen Projektionen der Mutter geführt, die vom Manne mit einer positiven astralen Prägung für die Partnerschaft begleitet werden sollte. Die Kenntnis dieser Zusammenhänge wurde und wird von den großen Religionen und pädagogischen Autoritäten keineswegs akzeptiert, und bedauerlich sehr wenige Eltern wissen davon und kümmern sich bei der Betreuung ihrer Kinder um diese unabänderlichen Vorgänge. Darum war es zu allen Zeiten in der westlichen Zivilisation üblich, dass sich die Jugend mit zunehmendem Alter immer von den elterlichen Vorbildern distanzierte und in der Pubertät geradezu rebellisch gegen ihr Elternhaus vorging. Das wurde schon in der Antike von Aristoteles festgehalten. Auch heute sind diese unvermeidlichen Differenzen weltweit zu erkennen, weil die gegensätzliche Polarisation der unstofflichen Kraftfelder eines jeden Mikrokosmos vor allem bei der Erziehung ignoriert wird.

Wenn aber die fundamentalen Unterschiede zwischen Mann und Frau wissenschaftlich wegargumentiert oder banalisiert auf die grobstofflichen äußeren Merkmale reduziert werden, dann entwickeln sich die größten Schwierigkeiten. Wer die damit zusammen hängende Forderung der Evolution nicht annehmen kann, aus welchen Gründen auch immer, der wird auch nicht die Berufung des Menschen erfassen, wieder ein autonomer vollbewusster Mitarbeiter im fortschreitenden Prozess der kosmischen Evolution zu werden.

Die immer noch ungebrochene Ausbeutung aller Ressourcen der Erde durch die Kapitäne des globalen Kapitalismus ist eine typisch maskuline Attitüde, die allerdings auch deutlich signalisiert, wo und wie unsere Erben ihr Leben künftig gestalten werden können. Wird die kosmische Kraft des Wassermanns diese patriarchalische Dominanz in den religiösen und politischen Entscheidungsgremien einmal zu Gunsten einer harmonischen Kohabitation mit der femininen Potenz auflösen, ohne in das umgekehrte Verhältnis zu stürzen? – Doch zunächst ist jeder bei sich selbst gefragt, ob er seine lange unbewusst gehegten Tabus aus den männlich dominierten Weltanschauungen aufspüren und neutralisieren wird. Nur dann werden sich in seinem Mikrokosmos die Kraftfelder weiter entfalten, und die Schöpfung vom Anbeginn kann voranschreiten.

Jeder Mann muss das weibliche Prinzip, die Frau in sich akzeptieren, und die Potenzen der Anima in sich wirken lassen, und jede Frau muss das männliche Prinzip, den Animus in sich zu gleichberechtigter Mitwirkung beleben. Das ist beileibe kein einfaches Werk, weil die Angelhaken vorwiegend im Unbewussten liegen, wo sich die Tabus und Weltanschauungen kristallisiert haben. Jeder männlich dominante Macher und jede selbstbewusste Frau, die mit dem Ränkespiel der Weiblichkeit vertraut ist, steht einer Veränderung der unbekannten Psyche äußerst misstrauisch gegenüber. Die Tiefenpsychologie hätte da so einige Methoden zur Hand, wie man sich seiner unbewussten Mitstreitern bewusst werden kann, um sie entweder aufzulösen oder für ein harmonisches und kraftvolles Leben zu integrieren
Doch gerade darum geht es immer wieder in dem Evolutionsprozess, der nur in Wahrheit und mit Ehrlichkeit voran schreitet. Der Satz des Jesus zum reichen Jüngling: „Verkaufe alles was Du hast, und folge mir nach.“ hat in diesem Zusammenhang seine ganz spezielle Bedeutung. Es wird vielleicht staunend zur Kenntnis genommen, wenn festgestellt wird, dass Jesus ein vollendeter Mikrokosmos mit allen voll funktionsfähigen Kraftfeldern war. Weil er der Christus war, mit göttlichen Gaben gesalbt, sah er Welt und Menschheit in einem höheren Zusammenhang. Auch verfügte er über besondere kosmische Kräfte, mit denen er heilen und Tote zum Leben erwecken konnte. Wenn Jesus also in dieser Form zur Nachfolge aufruft, erinnert er den reichen Jüngling daran, die veralteten Weltanschauungen auch in bezug zum Genderproblem in sich vollkommen los zu lassen. Dabei steht das grundlegende Prinzip der Schöpfung, das harmonische Miteinander von weiblich und männlich im Mittelpunkt. Für den heutigen Menschen heißt das, in sich selbst und tatsächlich als Mann und Frau gleichberechtigt im täglichen Miteinander in Beruf und Familie zu arbeiten, zu leben, zu sein. Wer diese psychischen Aspekte seiner im Hintergrund der äußeren Person wirkenden Antipode zur Geltung bringen kann, wird stets völlig mit ganzer Kraft in eindeutiger Ausrichtung seinen tiefen Glauben an die Schöpfung unter Beweis stellen.

Viele aktuelle Autoren stimmen darin überein, dass die irdische Natur unter den vergeblichen Bemühungen, hier im irdischen Lebensfeld ein maskulin dominiertes Paradies unter der Herrschaft eines Jahwe, Allah oder Brahman zu stiften, in unsäglichem Leid versinkt. Welt und Menschheit verirren sich vollkommen in einem Irrgarten von überholten Weltanschauungen und Vorstellungen über die Aufgaben der Natur und vor allem der fruchtbaren Sexualität. Es ist sicherlich müßig, einzelne Theorien der verschiedenen Religionen und historisch gewachsenen Tabus in dieser Hinsicht zu relativieren. Nirgendwo zeigt sich ein überzeugendes Konzept, die von den Mentalprojektionen im Gedankenfeld der Erde über Millionen von Jahren angewachsenen Ungerechtigkeiten wieder in ein sinnvolles Zusammenspiel umzuwandeln.
Es drängt sich die vielseitig kolportierte Aussage auf: Wer die Welt verändern will, muss bei sich selbst beginnen! Jeder kann immer nur in der eigenen Psyche beginnen, die mentalen Eingebungen im Haupt mit den Ideationen im Herzen harmonisch aufeinander abzustimmen. Dann kann das weibliche Empfangen und Hervorbringen, Gebären, harmonisch mit der männlichen verständnisvollen Dynamisierung und Realisation zusammen wirken. Im Mikrokosmos stellt sich das Trigonum Igneum von Herz, Haupt und Becken harmonisch unter den Einfluss der Inspiration, der Ideation des universalen Bewusstseins. Wer sich um diese innere Harmonie bemüht, wird für die kosmisch geplante Evolution geeignet und kann praktisch für Welt und MenscYing Yang2hheit wirken. Der Plan, die Dynamik und der Werkstoff werden allen zur Verfügung gestellt.

Jeder Mensch wird dann im aktiven Wissen und dem Befolgen dieser Gleichheit in Harmonie und größtmöglicher Toleranz allen gegenüber beweisen, dass es zwischen den Geschlechtern eigentlich keinen Wertunterschied gibt, jedoch einen überaus notwendigen Wesensunterschied. Nur in Kohabitation können gemeinsam die Schritte der Evolution im fruchtbaren und kraftvollen Zusammenspiel gegangen werden, weil jeder seine individuellen Wesenseigenschaften ohne jeden Gedanken der Konkurrenz in den Strom der neuen Schöpfung einfließen lässt. Alle psychologischen Grenzen, aufgebaut zwischen Scham und Eifersucht, entfallen ohne Zwist und Streit. Wenn sich die Kräfte alternativ oder komplementär gegenüber stehen, können sie problemlos harmonisch zusammen wirken, wie es in dem Ying-Yang-Symbol so schön ausgedrückt wird. Ganz einfach entsteht dann aus dem gemeinsamen Verstehen und Handeln die wahre Gruppeneinheit.

Streitlosigkeit, Harmonie im Wechsel der Aktivitäten und die Liebe zu Kosmos und Makrokosmos und die Empathie mit aller Natur und allen anderen Mitmenschen ist dann so selbstverständlich, wie das Atmen. Damit diese Möglichkeiten in unserer Zeitperiode erkannt und realisiert werden können, haben vor vielen tausend Jahren überaus weise und geschickte Magier die großartigen Pyramiden am Nil gebaut. Aus deren harmonischer Geometrie können bis heute grandiose Information ausgelesen werden, auch über die Bedeutung von Mann und Frau, wenn man bereit ist, den Gedanken ihrer Erbauung, unbeeinflusst von unserer christlich-kirchlichen Historie und den ägyptischen Archäologen, konstruktiv zu folgen.

 

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Allbewusstsein


Die Ideologien der experimentellen Freiheitsphilosophie aus den vergangenen Jahrhunderten haben der Menschheit geholfen, bis in die Neuzeit zu kommen und alle Fürstentümer, Tyrannen und Diktatoren zu überwinden. Jedoch um wahrlich moderne Menschen zu werden, muss sich ein völlig neues Denken durchsetzen. Damit wird jeder dann einmal erkennen können, dass viele Hinweise im Neuen Testament oder anderen heiligen Büchern keineswegs Gebote oder Verbote sind, sondern Prophetien.
In unseren Tagen der beginnenden Aquariuszeit ist es eine der höchsten Aufgaben für alle Menschen, sich von allen Egoismen zu verabschieden, die einem in den beruflichen Durchsetzungsstrukturen gut geholfen haben. Jedoch ist es jetzt dringend notwendig der Menschheit die Kenntnis ihres kosmischen und mikrokosmischen Daseins nahe zu bringen,  damit sie die Verantwortung dafür zu übernehmen vermag, dass jeder Mensch im Feld des allumfassenden Bewusstseins mit jedem anderen nach der isobaren Resonanz verbunden ist. Ganz gleich welcher Rasse, welcher Sprache oder welcher Religion.

Bei den meisten Theologen und Philosophen beginnt ihre Wissenschaft mit dem Studium der alten überlieferten Schriften der heiligen Männer aller Zeiten. Man sagt, diese waren besondere Menschen, die eine mentale Verbindung mit den überirdischen Göttern hatten und darum hinter die offensichtlichen Geschehnisse des Alltags schauen konnten. Der materielle Vorhang der sinnlich wahrnehmbaren Welt hatte sich ihnen einen Spalt breit geöffnet, um den Menschen, die hören können – deren Mikrokosmos mental schon soweit entwickelt war –, etwas vom wahren Leben zu berichten und das Wissen um die eigene Entwicklung dafür zu vermitteln. Dieses Wissen, diese eine Weisheit aus der fundamentalen Kraft des universalen Bewusstseins befördert zu allen Zeiten die Evolution der Menschheit.


Sollte Dir ein Gedanke zu dem Text einfallen, dann schicke ihn mir bitte zu.  Vielen Dank.


Wenn im Evangelium des Johannes steht: «Im Anfang war der Logos – oder das Wort» – das ist der siebenfältige Name Gottes –, dann kann ein pragmatischer Wissenschaftler der modernen Zeit sagen – wenn er die einfach Übersetzung des Begriffs „Logos“ von Luther etwas beiseite legen kann –: Zu allen Vorgängen im Kosmos gehört natürlich immer auch eine Energieform, eine Art elektromagnetisches Kraftfeld. Giordano Bruno hat dafür das Konzept der Monaden entwickelt. Den Kosmologen und Astronomen ist der Gedanke an eine ursächliche Kraft zu Beginn der Schöpfung wohlbekannt, darum suchen sie schon ein Jahrhundert nach der einen, für alles gültigen Kraft in der materiellen Natur. Dabei bezeichnen sie diese universelle Kraft meistens als «Licht». Dieser Begriff steht in der Physik nicht nur für das sichtbare Licht, einem kleinen Abschnitt im Spektrum aller elektromagnetischen Kräfte, von den längsten Langwellen bis zu den kürzesten Vibrationen aus dem Weltall, die von irdischen Messgeräten erfasst werden können. Dabei sollte jedoch bedacht werden, dass die Eingeweihten aller Zeiten auch von den unstofflichen Kräften im Jenseits und im Kosmos sowie im eigenen Mikrokosmos wussten. Die Ätherwelten, die astralen Kräfte, die mentalen und die drei nirvanischen Energiefelder der Natur waren ihnen wohl bekannt, und diese sollten dem allgemeinen Begriff „Licht“ hierbei hinzugerechnet werden. Es muss aber – wenn wir beim Originaltext im Neuen Testament bleiben – hinzugefügt werden, dass alle Kraftfelder des Universums keine unbelebten oder unintelligenten Kräfte physikalischer Wirksamkeit darstellen. Die Erkenntnis, dass in allen Welten und Kraftfeldern das universelle Bewusstsein wirkt, ist von fundamentaler Bedeutung. Die Lichtvibrationen, die Kraftfelder des Kosmos sind also im umfassendsten Sinn belebt, können sich und die Umwelt erkennen, deduktive Beschlüsse fassen und sinnhafte teleologische Aktionen und Kooperationen durchführen. Dabei ist das Grundprinzip der Resonanz auf die harmonische Kohabitation aller mit allen ausgerichtet.

Das Wort vom Anfang, der griechische Begriff «Logos», bezeichnet diese umfassende Bedeutung deutlich und unmissverständlich. Im universellen «Licht», dem «Logos» vibrieren sowohl die fundamentale Energie, das Licht, als auch ein dazu gehöriges, total integriertes eigenständiges Bewusstsein, Wahrheit, Weisheit, Liebe, Gerechtigkeit. Es ist der heilige Siebengeist, Gottes Name mit sieben Buchstaben. Die fehlgeleiteten Übertragungen des ursprünglich griechischen Begriffs rücken den Logos, Tao, Akasha oder Chi in die Nähe der Kommunikationswissenschaften, was eine ganze Reihe irreführende religiöse Konzepte ausgelöst hat. Diese Entwicklung hängt leider auch mit der antiken Attitüde der Mittelmeervölker zu Beginn unserer Zeitrechnung zusammen, einen persönlichen Gott zu verehren, den man auch plastisch in Stein gehauen in einen Tempel stellen kann. Sie alle beleben das Bild des „Gottes im Außen“, sehr wohl irgendwie metaphysisch, aber dennoch auch persönlicher Ansprechpartner, viel majestätischer als alle Könige, aber dennoch einbezogen in das Irdische, wenn auch überdimensional. Zu diesen göttlichen Weltbilder gehören dann auch irgendwo räumlich oder überräumlich existent so etwas wie ein Himmel, ein Garten Eden oder ein Sommerland und dann natürlich unterirdisch eine Hölle oder Hades, in der der Mensch oder seine Seele nach entsprechendem Wohl- oder Böseverhalten nach seinem physischen Tode seinen zukünftigen Aufenthalt verbringen muss.

Diese siebenfältige Kraft aus der Urmonade, die in sich und aus sich heraus alle weiteren Monaden hervorgebracht hat. In diesen und aus ihnen wurden alle Erscheinungen im All geschaffen und werden auch aktuell weiterhin hervorgebracht. Sie wirken absolut zielgerichtet und hochintelligent für deren Erhaltung und für die harmonische Evolution aller Lebewesen, Entitäten und Hierarchien, Galaxien, Kosmen, Sterne und Planeten des gesamten Universums.
Sie ist in sich und mit allen Monaden in einer hohen Ordnung kohabitativ strukturiert sowie hierarchisch untergliedert. Sie ist die Urmonade – das Urkraftfeld der ersten Offenbarung in IHM, Tao. Dieses erste Feld der Offenbarung, die Urmonas, die seit dem Anbeginn das universale Bewusstsein von IHM ist, wird in den unterschiedlichen Lehren der esoterischen Welt als das PSI-Feld, Brahman, Chi oder die Akasha etc. bezeichnet. Dem menschlichen Denken wird dabei ganz deutlich gezeigt: das All kennt nur eine einzige Perspektive, mit einem Anfang vor aller Schöpfung, der in fernster Vergangenheit an einem bestimmten Scheidepunkt beginnt, und einem vorher bedachten Ende, dem Eingang aller Monaden mit ihren involvierten, vollkommen entwickelten Lebewesen, in das universalen Bewusstsein. Es ist überaus problematisch, davon zu sprechen oder zu schreiben, denn aus der Sicht des irdischen Menschen existierte einstmals vor Beginn allen Seins das unkennbare, alles umfassende Feld des ungeschaffenen Gottes – das Feld, das vor allem Anfang ist und in aller Ewigkeit sein wird. Denn Zeit und Ewigkeit sind sich selbst stets gleich verfließend und dennoch unverflossen, ohne Anfang und ohne Ende. Die Männer des Sanskrit haben dieses Problem für sich gelöst, indem sie sich das Ein- und Ausatmen des Brahman dafür vorgestellt haben.

Für die Menschen ist immer ein unfassbares göttliches Lebensfeld existent, das uns Hermes Trismegistos in einem Lobgesang des Pymander beschreibt, das Dionysios Aeropagita in seinen mystischen Traktaten umreißen will. Es ist das Ahura Mazda, die allerhöchste umfassende Weisheit des persischen Zarathustra, die gleichzeitig auch die über alles und in allem wirkende Kraft aller Welten ist. Wenn auch die Menschheit nur in staunendem Anbeten vor ihr stehen kann, ohne sie wahrlich zu begreifen, so sind wir doch alle und ist das ganze All mit allen Geschehnissen und Bewusstheiten in ihr, der Urmonas geborgen, aus ihr sind alle weiteren Monaden hervorgegangen und in eine teleologische Evolution eingebunden, die alle Monaden und ihre vollendeten Wesen einmal wieder in dem universalen Bewusstsein, der Urmonas aufnimmt.
So steht in der Genesis geschrieben: zu Beginn der Schöpfung schwebte der Geist über den Wassern. Auch hier wird das göttliche Bewusstsein, die Wahrheit, die Sophia mit der fundamentalen Kraft – den lebenden Wassern, Symbol für die stets fließende, nie versiegende Kraft Taos – verknüpft. Die Schöpfung und alles was in ihr geschah, geschieht, und geschehen wird, entfaltet sich aus dem Geist, dem kraftvollen Bewusstsein, dem All-Wissen, der hohen Weisheit, der einen ungeteilten Wahrheit und den sieben Kräften, den Energien des Heiligen Lichtes, der Lebens-Vibration oder der Sphären-Musik.
Es ist der Sohn des Vater-Mutterfeldes, die erste Monade, das umfassende Bewusstsein. Sie offenbart sich sofort in der Dreiheit. Geist (Bewusstsein), Dynamik, Schöpfung (Realisation), der Ursprung von allem, die Offenbarung und der heilige Geist oder der Vater, der Sohn und die Mutter. Diese Trinität des Daseins durchtönt alle Kreationen im All bis hinein in die kleinsten Handlungen jedes animalischen Seins. In jeder Handlung klingt ein sinngebender Impuls, ein Gedanke und ein entscheidender Plan, ein Bedürfnis zur Realisation. Jede Handlung wird mit einer Kraft im Gefüge eines Gedankens und Begehrens durchgeführt. Oder andersherum gesagt: ohne Begehren und Bedenken entsteht keine Aktivität, ohne geplante energetische Wirkung wird keine Tat, keine Veränderung durchgeführt – offenbart sich keine Schöpfung. Jede Evolution steht in einer Idee (1), geschieht nach einem Plan (2), wird mit Energie vollzogen (3).
Nun ist es allerdings nicht so, wie es sich im Islam darstellt. Hier unten lebt der Mensch in seiner irdischen Welt und da oben ist dann allumfassend Allah. Das kosmische Geschehen ist in einer abgestuften Hierarchie aufgebaut. In sieben kosmischen Gebieten, wirken in den sieben Dimensionen sieben Kraftfelder. So gibt es dann auch im Allgeschehen einen Unterschied zwischen dem universalen und dem universellen Bewusstsein, der von besonderer Bedeutung ist, insofern die verschiedenen Strata und Galaxien im Universum richtig verstanden werden. Zunächst wäre dabei zu klären, dass das Bewusstsein selbst ein ganz besonderes Kraftfeld ist. Wie in vielen Schriften bereits dargestellt, ist es die Kraft, die allem Leben und allen Wesen, Entitäten, Kosmen und Mikrokosmen immanent ist. Es wird in China Tao genannt oder in der modernen Philosophie  PSI, Chi, oder in Indien von Shankara die Akasha, also die das All tragende fundamentale Vibration, das universelle Meer der lebenden Wasser. Eine Kraft ist immer auch eine Energievibration, in diesem Falle ist sich diese Kraft ihrer Selbst bewusst, ganz gleich in welchem Teilchen oder Teil der Gesamtschöpfung sie sich offenbart. Das alles umfassende Bewusstsein von Anbeginn bis in alle Ewigkeiten ist das universale Bewusstsein, die Urmonas, das allumfassende Schöpfungsfeld im unkennbaren Gott. Dieses beweist sich zum Beispiel auch als Bewusstheit in der Sonnenmonade, aus der Christus hervorging, um dem Kosmos Erde bei seiner Evolution zu helfen. Im Sonnenlogos vibriert ein universelles Bewusstsein, von dem ein Anteil im Kosmos der Erde als kosmisches Bewusstsein für das irdische Leben wirkt, und ein mikrokosmisches Bewusstsein aus der Monade dem Menschen für sein Denken zur Verfügung steht.

Im Mikrokosmos könnte man also ein umfassendes aurisches Bewusstsein erkennen.  Zudem gibt es in jedem einzelnen Kraftfeld des Mikrokosmos und des Kosmos, also im Äther, in der Astralis, in der Mentalis usw. jeweils ein eigens Bewusstsein. Alle „unteren“ Bewusstheiten sind anteilig in den höheren aufgenommen. Somit sind alle Bewusstheiten aller Galaxien und Kosmen des totalen Universums stets im universalen Bewusstsein eingebettet und kohabitieren miteinander. Grundsätzlich ist dabei auch zu bedenken, was den irdischen Vorstellungen von Kraftfeldern nicht unbedingt entspricht: Das Bewusstsein ermöglich auf jeder Stufe, auch im kleinsten Atom, ein Erfassen von sich selbst und der näheren Umgebung, auch der Kraftfelder in das es eingebettet ist, ein Bewerten der sich entwickelnden Sensationen, der erfassten Ereignisse und Zusammenhänge, sowie ein Bedenken und Planen von Reaktionen und ein Anlegen von Gedächtnisinhalten nach dem Isobaren Resonanzgesetz in kleineren oder größeren Modulen, Strings oder Holokumulies, Kluster o.ä. Von dort kann das Wahrnehmungsorgan des Bewusstseins, der Verstand, manchmal auch Vernunft genannt, – was nur eine Art von Selektionsmöglichkeit nach ideellen Vorstellungen bedeutet –, bestehende Erinnerungen aus den diversen Gedächtnissen abrufen und in das allgemeine Bedenken mit einbinden. Genau so wie wir uns das Denken vorstellen. Allerdings können die Aktionen des Bewusstseins in den drei höheren Kraftfeldern der nirvanischen Sphären nicht wirklich beschrieben werden. Es fehlen dafür einfach die geeigneten Worte. Und selbst wenn sie von einem Eingeweihten den Menschen in einer Vision geschenkt würden, wer vermöchte es dann richtig verstehen? (Selbst Christus, der große Eingeweihte in diese Mysterien, ist von seinen Aposteln nicht wirklich verstanden worden.) Heute würde es allerdings schon ausreichen, wenn sich viel mehr Menschen aus der Überschattung der dogmatischen Weltanschauungen, Philosophien und Religionen hervortreten könnten, um sich in das klare Licht des universellen Bewusstseins ihrer Monade oder des Christus zu stellen.

In unserer Natur findet jede Verwirklichung, jede neue Realisation in einem stofflichen Substrat statt, das nach der Absicht der höheren Kraftfelder – Astralis und Mentalis – über den Äther Form und Gestalt erhält. Die Realisation in der stofflichen Wirklichkeit kann nur innerhalb einer bewussten Triade geschehen, wobei die gemeinsame Wirkung aller Stofflichkeiten sehr unterschiedlich sein kann. Denn die unstofflichen Kräfte und ihre Manifestationen können die Menschen in dem materiellen Lebensfeld mit ihren fünf stofflichen Sinnesorganen nicht wahrnehmen. Da diese selbst als Organ aus Atomen und Molekülen mit einem stofflichen Körper über Nervenbahnen mit dem stofflichen Gehirn verbunden sind, können sie eben nur die äußeren materiellen Erscheinungen der Gegenstände oder Eriegnisse dem aktuellen Denken vermitteln. Nur die äußeren grobstofflichen Erscheinungen manifestieren sich wahrnehmbar in unserer sinnlichen Welt, obgleich sie ohne das Energiepotential des Ätherfeldes selbst niemals existent wären.

Ob es ihm nun bewusst ist oder nicht, bei allem Tun und Handeln steht der Mensch stets im Verbund mit allen ihn umgebenden Kräften, die ihn beim Denken, Begehren und Handeln leiten und führen, ja, die ihm das Bewusstsein seiner Aktivität in der Form schenken, so dass er sagt: Ich habe es getan! Allerdings hören wir von Gustav Meyrink, zitiert in seinem Traktat „Die Verwandlung des Blutes“: In dem indischen grandiosen Epos „Die Bhagawadgita“, das ausführlich über Yoga spricht, wie wohl kein zweites Buch, heißt es: »Jedwede Tat, die hier geschieht, geschieht nach dem Naturgesetz.–‘Ich bin der Täter dieser Tat‘ – ist selbstgefälliges Geschwätz!« – Alles Handeln durch den Menschen, alles Wirken des Mikrokosmos für den Kosmos, kann nur geschehen, weil in ihm eine Anknüpfungsmöglichkeit mit den Kraftfeldern des All implementiert ist. Er ist nicht die Kraft selbst, aber sein Leben zeugt von den Kräften, die durch ihn wirken können. Darum sagt auch Johannes im NT: «Ich bin nicht der Messias, aber ich zeuge von ihm.» Es wird in diesem heiligen Buch nicht nur eine Prophetie geschildert, sondern in ihm wird eindeutig auf eine grundlegenden Gesetzmäßigkeit in der Schöpfung hingewiesen. Jede Tat aus bewusstem Krafteinsatz kann nur geschehen, weil der Handelnde lichtfähig ist – wie Eckartshausen sagt – weil seine mikro-kosmischen Kraftfelder die Kräfte aus dem All assimilieren und diese für die beabsichtigte Aktion wirkfähig umwandeln. Jeder Mensch vermag darum nur die Energie verwenden, die mit ihm eine Verbindung eingegangen ist, weil sie von ihm angezogen werden konnte und ihn darum durchströmt und belebt. An der Art und Weise, Dynamik und Melodie, sowie der Zusammensetzung dieses Stroms von Kräften kann jeder Mikrokosmos gesehen und von dafür geeigneten Wesen – Menschen, Devas, etc. – erkannt werden. Dies geschieht in vielfacher Hinsicht, zumal die Menschheit als Ganzes einen Auftrag zu erfüllen hat, wobei jeder, ebenso wie in einem Orchester bei einer Symphonie seine Partitur zu spielen hat. Diesbezügliches Fehlverhalten wird liebevoll korrigiert, was sich bis in körperliche Veränderungen auswirken kann, die vom Menschen nicht unbedingt für gut befunden werden.

Aus dieser Sichtweise ergibt sich eine weitere sehr bedeutsame Perspektive. Jedes Lebewesen, jeder einzelne Mensch, jedes Tier, jede Pflanze ist an seinem Platz und auf seine Weise immer ein mitverantwortlicher Akteur im Allgeschehen. Denn alles, was irgendwo geschieht, ist stets eingebettet in das universale Bewusstsein, die Akasha, in die alles und alle anderen mit ihren Reaktionen ebenfalls eingebettet sind, und auch in die Energiefelder, die Wasser des Lebens, die für alle ausgegossen werden. Der bekannte Satz aus der Genesis: «Der Geist schwebte über den Wassern…» – sagt es sehr gut aus: alles Sein sind Kraftfelder mit Bewusstsein.

So wird uns in der indischen Philosophie, unter anderem in den Upanischaden und der Baghavadgita erklärt, dass Brahman im Menschen nur wirken kann, wenn Atman in ihm einen Platz gefunden hat. Die wahre Wissenschaft entfaltet sich also stets im Wechselspiel zwischen dem universalen Bewusstsein der höchsten Offenbarung des Siebengeistes, dem eingeborenen Sohn und der hervorbringenden Harmonie im Mikrokosmos. Alles Wirken des Menschen ist immer die wahrhaftige Offenbarung seines totalen Seins in allen seinen Feldern. Oder anders gesagt, in seinem Tun und Handeln zeigen sich stets die Kraftwirkungen, alle bewussten und unbewussten Absichten und Begehren, bilden sich die Komponenten ab, die ihn handeln lassen. Für den Menschen, der das weiß und sehen kann, bleibt nichts verborgen.

In unseren Tagen der beginnenden Aquariuszeit ist es eine der höchsten Aufgaben für alle Menschen, sich von allen Egoismen zu verabschieden und die Verantwortung dafür zu übernehmen, dass jeder im Feld des allumfassenden Bewusstseins mit jedem verbunden ist. Jeder Gedanke, jede Handlung hat eine Auswirkung auf alle anderen Mitbürger unseres Lebensfeldes und darüber hinaus. Was sagt uns Mirdad (Akteur in dem gleichnamigen Buch von Mikhaïl Naimy) über unser Denken: «Jeder Gedanke ist wie mit großen Lettern an den Himmel geschrieben, und jedes Wort kann von aller Welt gelesen werden.» Und die Chaostheoretiker wagten zu behaupten: Ein Flügelschlag eines Schmetterlings in Mexiko kann einen Tornado in China auslösen.
Liest man in den heiligen Büchern und Folianten, dann stolpert man ziemlich oft über Aussagen wie: Du sollst; Du musst! etc.. Es sollte einem bewusst werden, dass das alles keine Vorschriften und Gebote für einen verirrten Materialisten sind, der sich als unabhängige Persönlichkeit in der Freiheit seines Seins erfindet, sondern diese Aussagen formulieren ein prinzipielles Grundgesetz: Alles und alle sind miteinander verwoben wie in einem großen schillernden Seidentuch aus Marrakesch. Und wer an der einen Seite des wunderschönen Tischtuches einen Faden zieht, reißt möglicherweise die ganze Tischdekoration mit herunter. Im Nachhinein, wenn das Unglück geschehen ist, will es niemand gewesen sein. Und sie haben natürlich aus ihrer Perspektive eines Materialisten so recht, denn sie konnten die unstofflichen Wirkkräfte nicht mit ihren materiellen Sinnen und ihrer eingebildeten materialistischen Denkweise verfolgen.
Das Weltgeschehen beweist: es ist genug falsches Denken und Handeln von Menschenhand geschehen, in dem das Resonanzgesetz des irdischen Tränentals ignoriert wurde. «Sie haben Augen und können nicht sehen, sie haben Ohren und können nicht hören.» Dennoch wird das Chaos immer und immer wieder fortgesetzt. An allen Orten ist es zu merken und die Verwirrung und das Leid der Menschen wird täglich größer. Die Menschen verhalten sich wie der in der Ballade von J.W. von Goethe beschriebene Zauberlehrling, der die hervor gezauberten Besen nicht mehr beim Wasser-Holen bändigen kann.

Wer wahrlich geisteswissenschaftlich arbeiten will, wer zu höherer Erkenntnis kommen will, wird die heiligen Bücher und Philosophien aller Kulturen aus der Perspektive der menschlichen Evolution studieren müssen, die noch nicht abgeschlossen ist und noch auf ihre Vollendung im Allbewusstsein harrt. Aber nicht nur studieren und theoretisieren, bis die Gedankenwolken in den Hörsälen dick zum Schneiden geworden sind! Vielmehr sollte jeder Student die Quintessenz der Gedanken in die eigene Lebenshaltung hineinziehen, wenn die Theorien es ermöglichen. Wenn sich die Philosophien allerdings nur um sich selbst und ihre eigenen Aszendenten drehen, dann sollte man sie schnellstens dem Antiquariat überlassen. Dabei ist heute wohl weltweit ein alles entscheidender Schritt von möglichst vielen Menschen zu machen. Aber das wird in der uns umfangenden Sphäre der rächenden Äonen nicht so leicht werden. Nahezu alle Religionen und Philosophien, und natürlich alle ihnen unterliegenden Wissenschaften beschreiben „Gott“, oder wie er auch immer in anderen Sprachen oder Zivilisationen genannt wird, außerhalb des Menschen. Es ist immer ein Hier und ein Dort, hier der Mensch und dort das Göttliche, die Welt der Ideale. Mit dieser Annahme, Hypothese oder Fiktion, die diesem nahezu unausrottbaren Dogma der letzten Jahrtausende werden alle Gläubigen für einen Archont und seine Äonen ausgebeutet. Besondere Stärke und Ausbeutungsdramatik erreichten alle diejenigen Götter, die personifiziert und mit Hilfe von Statuen oder menschenähnlichen Plastiken dargestellt, mit Opfergaben verehrt und angebetet wurden, wegen egoistischer Wunscherfüllung. Aus meinem Elternhaus erklingt die mütterliche Ermahnung: „Hilf Dir selbst! Dann hilft dir Gott!“ Dieser Satz bekommt jetzt eine tiefe Bedeutung, denn es geht nicht darum, dass irgend ein Gott mir helfen wird, wenn meine kleinmenschliche Hilfe zu versagen droht, nachdem ich mich unsäglich bemüht habe. Nein und abermals nein. Der Gott ist nicht außerhalb des Mikrokosmos. Er ist ein wesentlicher Teil des Systems, sogar der absolut wesentlichste.
Ich muss ihn nur erwecken. Das Vermögen dazu ist implementiert: Atman, der eingeborene Sohn, die Verbindung mit der Monade. Für diese Erweckung der höheren Begehren, der höheren Astralfelder des Mikrokosmos, und des höheren Denkens und Erfassens mit den noch fehlenden Ansichten der Mentalis, muss der Mensch aktiv die Verwirklichung der persönlichen Heiligung in der Materie völlig aufgeben. Die Anhänger des alten Humanismus, der unsere Kultur hat versteinern lassen, lehnen eine solche Vision total ab. Sie stellen sich vor, der Mensch habe dann kein individuelles Ziel mehr, er verliert seine Persönlichkeit . Wie könnte der Mensch, der zu einem viel höheren Denken vorgestoßen ist, der alle niederen Begierden auf das biologische Minimum reduzieren konnte, ohne jedes Verzichtserlebnis, wie könnte er den Verlust seiner materialistischen Erscheinung als schmerzhaft erfahren? Ihm wurde die zur Zeit höchst erfahrbare Möglichkeit seines „göttlichen“ Bedenkens und Erfassens geschenkt, eingebunden in die Gedächtnisse aller mentalen Felder des Sonnenkosmos. Die aktuelle Persönlichkeit ist nicht das höchste Gut des Menschen und auch nicht die Krone der Schöpfung. Sie ist Teil eines sich entwickelnden Mikrokosmos, einer sich weiter entfaltenden Zelle innerhalb des Kosmos, die zu einem neuen Evolutionsschritt gedrängt wird. Die Überlieferungen und die kosmischen Entwicklungen fordern die Menschheit auf, alles irdische materielle Hin- und Hergeschiebe auf allen Ebenen, also Sport, Kommerz, Kunst, Kultur, Humanität Karitas und Religion, insoweit es über die Grunderfordernisse der irdischen Existenz hinausgeht, aufzugeben, um zu dem einen fundamentalen Ziel zu gelangen. Das wahrhaft erwachte Denken und Erfassen stößt vor in einen weiteren Bereich der universellen Kommunikation des universalen Bewusstseins, in dem die Wesen und Entitäten für die Kohabitation aller Galaxien im All wirken. Dafür kann bereits heute die persönliche stoffliche Existenz viel weiter begriffen und als ein Instrument des Erwachsenwerdens verwendet werden, während sie gleichzeitig, ohne Schaden zu nehmen, mit dem kollektiven Leben aller Kosmen des Sonnenlogos verschmilzt. Das Motto, das dem Hermes Trismegistos nachgesagt wird: «Alles empfangen, alles umwandeln und dann alles wegschenken!» – ist die grundlegende Formel für das universelle Resonanzgesetz, für die Wirkung und Erleuchtung allen Seins. Die Schöpfung im All verläuft nach diesem Spiegelgesetz: «Gib, so wird Dir gegeben.» Wer viel gibt, dem wird viel gegeben. Wer wenig gibt, dem wird auch das noch genommen, was er bereits hat, sagt Jesus im NT zu seinen Jüngern!

Trennen wir uns endgültig von den Ideologien der experimentellen Freiheitsphilosophie der vergangenen Jahrhunderte und beginnen wir als wahrlich moderne Menschen zu akzeptieren, dass viele Hinweise im Neuen Testament oder anderen heiligen Büchern keine Gebote oder Verbote sind, denen wir von „Gottes“ wegen gehorchen müssen, wobei wir uns unter Umständen noch überlegen können, ob wir sie befolgen müssen oder nicht. Die Gesetze, die Jesus konkret und in Gleichnissen vor seine Jünger oder Zuhörer stellt, weisen auf die grundlegenden, stets ablaufenden Gesetze hin. Alles Leben und Sein läuft nach diesen einmal gesetzten Prinzipien des Universums ab. Und es ist noch niemals ein Held geboren oder ein Demiurg geschaffen worden, der auch nur einen Tüttel daran ändern konnte. Jeder wird das ernten, was er gesät hat, auch wenn er längst kein Bauer mehr ist. Auch ein Banker wird seinen Lohn einstmals erhalten, je nach der Messlatte seiner Verwirrspiele. In dem fundamentalen Prinzip der Nemesis, der isobaren Resonanz, zeigt sich das Bild der Verantwortung eines Jeden für sich selbst, aber auch seine sehr persönliche Verantwortung für die ganze Schöpfung. Daran wird er nach seinem stofflichen Ableben gemessen werden. Da auch sein Mikrokosmos einmal als ein voll funktionsfähiges Werkzeug in das Allgeschehen integriert werden soll, wird er im Jenseits ganz besonders für ihn kalibrierte Ereignisse absolvieren müssen, die dann auch seine Einsichtsfähigkeit trainieren und zu höheren Denkmöglichkeiten befähigen wird.

Wer heute bereits bei allen seinen Aktivitäten immer weiß, dass er in der fundamentalen Kraft des Allbewusstseins geführt wird, die von vielen Menschen als Christus bezeichnet wird, von dem Kraftfeld, ohne das wir Menschen ohnehin nichts tun können, der bekennt jetzt schon einen Irrtum der Selbstheit, die Verlogenheit des Egoismus. Ein solcher Mensch wird in einen Strom des evolvierenden Bewusstseins aufgenommen, denn die Barmherzigkeit, die Liebe und die Weisheit des Allbewusstseins sind stets vollkommen. Die Harmonie und die Ordnung im All werden durch das Resonanzgesetz beschirmt, bis alle Evolution zum universellen Bewusstsein erfüllt sein wird. In der ägyptischen Urgnosis kann man den uralten Gedanken finden: „Wer sich innerlich sorgfältig in die Evolution seines Denkens und Seins vertieft und alles damit verbundene mit den erwachenden Augen seines erhöhten Begehrens beharrlich betrachtet, wird den Weg zum erneuerten Denken und Erfassen finden; oder noch richtiger: Die Vorstellung des universalen Bewusstseins selbst wird jeden auf diesen Weg führen. Die innerliche Ausrichtung auf diesen Weg der Erleuchteten hat zur Folge, dass sie jene, die mit einer solchen Hinwendung einmal begonnen haben, in ihrer Macht umfangen hält und zu sich nach oben zieht, wie ein Magnet das Eisen.“
Bei aller Religion geht es also nicht um die Vernichtung oder Auflösung des bestehenden Menschen, sondern um eine grundsätzliche innere Evolution des Begehrens und Denkens. Innerhalb der anstehenden Inkarnationszyklen werden sowohl das Astralfeld als auch das Mentalfeld vollendet, damit in den nachfolgenden Inkarnationen die nirvanischen Felder dem Mikrokosmos eingegliedert werden können. Selbstertötung und Askese in allen ihren irdischen Erscheinungen sind Vortäuschungen. Letztlich dienen diese Fehlinterpretationen nur den jeweils zugehörigen Äonen, um den Menschen ihrer Äther und astralen Kräfte zu berauben, wie der Schäfer seine Schafe hält, um sie nach pfleglicher Behandlung jährlich scheren zu können. Ja, es ist eigentlich noch viel schlimmer. Jeder Verzicht auf die notwendigen körperlichen und psychischen Bedürfnisse des natürlichen menschlichen Miteinander bedeutet, dass ungenutzten Energien des Mikrokosmos freibleibend in das Jenseits ausgestoßen werden, wo sie sich entsprechend ihrer egoistischen Polarisation zusammenballen, um sich von dort erneut mit Menschen zu verbinden, die aus karmischen Gründen für sie empfänglich sind. Diese werden dann durch die unbewusste Beeinflussung zu höchst unappetitlichen Steigerungen, z.B. der Fresssucht oder der Sexualität angestiftet. Auch um diesen unüberschaubaren Folgen intelligent vorzubeugen, sollte sich jeder bei aller mentalen Ausrichtung normal und vollkommen natürlich verhalten, dem eigenen Körper und auch seinen Mitmenschen, der Natur und der Gesellschaft gegenüber, maßvoll und völlig neutral.


Worterklärung

Das Resonanzgesetz
Auf eine einfach Formel gebracht heißt es: Gleiches zieht Gleiches an. Es kann am schönsten mit einer Stimmgabel ausprobiert werden. Stellen wir eine Stimmgabel, die auf den Kammerton A‘ abgestimmt ist, fest auf eine Tischplatte. Spielt nun ein Pianist auf seinem Klavier den Kammerton A‘, dann erklingt auch die Stimmgabel und überträgt diese Vibration direkt auf die Tischplatte. Dieses Modell mit dem Piano und der Stimmgabel symbolisiert die Art und Weise, wie das ganze All miteinander kommuniziert. Es kann auch als die isobare Resonanz bezeichnet werden.

Nicht der Schwingungskörper als solches ist wirklich entscheidend, obgleich nicht unbedeutend, denn er muss rein schwingen können, sondern die spezielle Vibrationsaffinität, der Vibrationsschlüssel. Sympathie heißt Mitleiden. Man kann auch Mitschwingen sagen. Beachtet man dabei ein wenig die Wellentheorie der Physik, werden einige charakteristische Eigenschaften der elektromagnetischen Resonanz deutlich, die für alle Kraftfelder gültig sind. Für jede Welle oder Vibration kann eine Grundschwingung bestimmt werden, die von verschiedenen Parametern abhängig ist, denn die Schwingung entwickelt sich in einem Kraftfeld, in dem vor allem der Pulsator die Grundfrequenz – Länge und Amplitute der Wellen – bestimmt. Man könnte sie auch als Grundfarbe benennen oder als Grundton. Die Basisvibration bekommt dort Eigenschaften der Energie, Lichtfülle, Schnelligkeit und Intensität oder andere. Diese Grundschwingung kann von einer anderen Vibration, z.B. einer Melodie, überlagert werden, wodurch die Basisschwingung nicht verändert wird. Diese Überlagerungen, in der Musik als Melodien bekannt, können auf der Grundschwingung mehrfach aufgesetzt sein. Dabei müssen sie allerdings immer den selben Vibrationsschlüssel wie die Basisschwingung haben. Das ist natürlich immer gewährleistet, wenn Basisvibration und Melodie zum gleichen Kraftfeld gehören und dort integriert sind.
Die Menschen leben in einem Spiegelkabinett, könnte man sagen. In Indien ist der Begriff Maya für alles materielle Geschehen ganz normal. Alle Bewegungen in den Kraftfeldern des Mikrokosmos und alle Kommunikation mit diesen zu den Sphären des Kosmos ist nach den Spiegelgesetz oder Resonanzgesetz organisiert, ganz gleich ob mit der materiellen Wahrnehmung oder mit der ätherischen, astralen und mentalen „Schau“. Immer und überall gilt: „So wie es in den Wald hinein schallt, so schallt es auch heraus!“ Darum gibt es auch den weisen Ratschlag: „Was Du nicht willst, das man dir tut, das füge keinem anderen zu!“ Da aber der Mensch, wie jeder bei sich selbst und in der Welt sehen kann, diesen Rat keineswegs ununterbrochen befolgen kann, und viele internationale Katastrophen gelegentlich das totale Gegenteil zu beweisen scheinen, gibt es wohl eine starke Behinderung dafür. Dennoch bleibt das Motto, das dem Hermes Trismegistos nachgesagt wird, stets und überall gültig: «Alles empfangen, alles umwandeln und dann alles wegschenken!» – ist die grundlegende Formel für das universelle Resonanzgesetz, für die Wirkung und Erleuchtung allen Seins. Die Schöpfung im All verläuft nach diesem isobaren Resonanzgesetz: «Gib, so wird Dir gegeben.» Wer viel gibt, dem wird viel gegeben. Wer wenig gibt, dem wird auch das noch genommen, was er bereits hat, sagt Jesus im NT zu seinen Jüngern!

 

Vision 13. Februar 2016; redigiert 15. Mai 2017

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Der Logos, das universale Bewusstsein

Im Neuen Testament steht zu Beginn des Johannes-Evangeliums 1, 1-14:
„Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Dasselbe war im Anfang bei Gott. Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht,
ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist.
In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat‘s nicht begriffen.
Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, die an seinen Namen glauben, welche nicht von dem Geblüt noch von dem Willen des Fleisches noch von dem Willen eines Mannes, sondern von Gott geboren sind.“

Mit Sicherheit ist dieser Text vielen Christen geläufig, denn es wird immer wieder von der Kanzel darüber gesprochen. Manch einer hat das Ringen Goethes in seinem Werk „Faust“ gelesen, der den Anfang des Johannes-Evangeliums letztlich abändern wollte, indem er den Begriff „Logos“ nicht in das „Wort“, sondern Logos mit der „Tat“ übersetzte. (Faust II. Teil) In der von Luther gewählten Übertragung der ersten Zeile des Johannes-Evangeliums aus dem Griechischen ist ein kleines Geheimnis verborgen, das den heutigen Menschen leicht in die Irre führen kann. Im Originaltext der Bibel steht an dieser Stelle der Begriff „Logos“ und für die deutsche Übersetzung wurde von Luther dafür „Wort“ gewählt. Möglicherweise war dem mittelalterlichen Menschen die weiter greifende Bedeutung des Wortes noch als ein Kraftprinzip geläufig. Er wusste aus seiner Lebenspraxis, dass Sprache eine bestimmte Art der Magie, der Kraftübertragung und Beeinflussung war. In unserer modernen Zeit sind Worte und Sprache zum Spielball der Werbetexter und Journalisten geworden, die beständig unter dem Druck stehen, spannende oder animierende Zeilen, Slogans, Headlines, zu finden, die beim Leser den AHA-Effekt auslösen.


Sollte Dir ein Gedanke zu dem Text einfallen, dann schicke ihn bitte mir zu.  Vielen Dank.


Aber auch im Allgemeinen gehen viele Menschen davon aus, dass Fakten und Probleme besprochen und so geklärt werden können. Kommunikation ist die moderne Lebensnotwendigkeit am euroamerikanischen Horizont, am Besten die totale Kommunikation mit allen Menschen über Communities mit dem Smartphone. Die technischen Medien machen die beständige Verbindung mit Freunden und ein unentwegtes Gerede über die allgemeinsten Alltäglichkeiten möglich. Es besteht natürlich ein großes Interesse daran, dass möglichst viele Menschen viel miteinander über alles Mögliche reden, denn das bringt nicht nur den Providern viel Geld ein. Mittlerweile ist so ziemlich jeder zu der Überzeugung gekommen, dass der Mensch mit Reden und Publizieren etwas Wesentliches bewegt. Man denke nur an die Internet-Communities wie facebook, Google, Twitter oder YouTube und ihre zahllosen Kopien. Man könnte sich vielleicht einmal fragen: Warum führen die Kommunikationsprofis die Menschen gezielt mit einer entsprechend gefärbten Berichterstattung in eine gesteigerte Emotionalität, die vielfach dazu führt, dass sinnvolle Überlegungen oder berechtigte Bedenken vergessen werden? Die äonischen Komponenten dieses Geschehens sollen hier jedoch nicht besprochen werden.

Auch wenn sie sich auf esoterischen oder spirituellen Wegen befinden, hören die Menschen nur selten auf den gesunden Menschenverstand. Selbst Moral, Ethik und Fairness bleiben bei den angefachten Bedürfnissen schnell auf der Strecke. Kann es sein, dass der Sinn dieses Handelns von anderen Kräften bestimmt wird, die ein sehr spezielles Interesse daran haben, dass die innere Stimme aus dem Kontakt mit der Monade von den lauten emotionell aufgeladenen Propagandabildern aus Politik, Sport, Pop-Kultur, Humanitas, Karitas und Religion übertönt wird? Für die Stimme der Stille, die nur in einer geordneten, von überflüssigen Begehren befreiten Atmosphäre aus dem Herzen aufsteigen kann, ist bei dieser Kommunikationsflut kaum ein freier Raum im Denken zu finden. Überall, verbunden mit jeder allgemeinen Mitteilung werden vorgeprägte Idealvorstellungen, Wünsche und Wollüste geschürt, die sich an den medial gezüchteten Ansichten und Wertstellungen der Kultur-Industrie, der Politiker und der heutigen Religionen ausrichten.

Jedes subjektive Selbstbewusstsein richtet sich nach dem: „Sage mir, was Du Dir leisten kannst, und ich sage Dir wer Du bist.“ Descartes erkannte sein Selbstbewusstsein noch aus dem Cogito ergo sum = Ich denke also bin ich!  Heute erwächst bei vielen Menschen das Selbstbewusstsein aus materiellem Besitz oder dem wirtschaftlichen Ansehen, dem beruflichen Erfolg – Ruhm und Ehre – und der sexuellen Potenz. Dabei beziehen sie allerdings ihre Autorität vor allem aus dem: „Ich sage etwas, also bin ich jemand!“. Denn das Sprechen gehört zu der unentbehrlichen sexuellen Aktivität des Menschen. Und heute sorgen die Pressechefs auch durch konsequent gepflegten Kontakt mit den Medien dafür, dass Politiker, Stars, Manager und Wissenschaftler – Sachverständige – öfters in Rundfunk und Fernsehen zu Wort kommen. Unbewusst berufen sich sowohl Journalisten als auch Buchautoren dabei auf das Bibelzitat: „Am Anfang war das Wort.“ – „Sie reden wie gedruckt.“ Denn sie ahnen, dass Reden und Schreiben mit einer schöpferischen Funktion verbunden ist. So können dann ihre Vorstellungen von den Hörern oder Lesern auch umgesetzt werden. Ganz deutlich ist das Phänomen bei Politikern und Lobbyisten zu beobachten, die mit vielen intelligenten Worten und autorisierter Logik die Interessen ihrer Lobby vertreten und sich geschickt in der PR- und Medienlandschaft bewegen. Dem ernsthaften Sucher nach der einen Wahrheit wird jedoch bald bewusst, dass vieles Sprechen und Dozieren alles andere als befreiend oder von irgendeinem besonderen Wert ist. Die Wahrheit selbst ist nicht auf Erden zu finden. Geschickter Lug und Betrug sind die plausibelsten Erfolgsmethoden im Kommerz. Laotse sagte unmissverständlich: „Schöne Worte sind nicht wahr. Und wahre Worte sind nicht schön.“ Denn alles auf der Erde ist Eitelkeit und Haschen nach Wind, bekennt der Priester im AltenTestament. Alles irdische Geschehen ist Maya, die Erscheinung ist in die Vergänglichkeit geboren, war schon den alten Indern eine bekannte Einsicht in das tägliche Überleben. Das kann sehr gut auch heute noch im Zusammenhang mit historischen, literarischen und journalistischen Machwerken  beobachtet werden.

Aber wie jeder aufmerksame Betrachter der Kommunikationsbranche erkennt, kann sich Niemand so ohne weiteres aus seinem kulturellen Lebenskreis heraus bewegen. Jeder benutzt selbstverständlich seine ihm bekannten Argumente, die von der existierenden Gesellschaft autorisiert sind, und die in dem Zusammenhang für seine Absichten förderlich sind. Aus Selbsterhaltung entstehen politisch anerkannte Rationalisierungen und Vereinfachungen bis hin zu missverständlichen Wortschöpfungen. Dabei wurden schon viele gute Gedanken sinnentfremdet, und dann durch Multiplikation in den Medien zu geflügelten Worten gemacht. Manchmal ist es einfacher und ungefährlicher, den Wahn zu vergrößern, als für die Realität eine Bresche zu schlagen.

Kommen wir zu unserem Zitat zurück: Im griechischen Originaltext steht im Johannesevangelium nicht der Begriff „Wort“ – in dem Sinne als Teil unserer Sprache oder eines Textes – sondern das griechische Wort: „Logos“.  Und Logos beinhaltet wesentlich mehr als eine sinnvolle Buchstabenfolge,  die ein Mensch aussprechen oder auf ein Papier drucken kann. Es handelt sich bei dem Begriff „Logos“ um eine umfassende Definition der sieben Kraftwirksamkeiten des ursprünglichen und unaussprechlichen Gottes. Es gibt esoterische Kreise, denen ist bekannt, dass die Wirksamkeit Gottes mit dem Heiligen Siebengeist einhergeht. Darum wird auch in der Kabbala gesagt: dass der unaussprechliche „Name“ Gottes 7 Buchstaben hat.

Auch hier wird vom Wissenden versucht, eine Wirkungsweise des erhabenen unbegreiflichen alles umfassenden Kraftfeldes allegorisch zu verdeutlichen, die für unser auf die Materie gerichtetes Denken unbegreiflich bleibt. Dieses an das stoffliche Bewusstsein gebundene Wahrnehmen sieht immer nur abgegrenzte Form neben Form, geschlossenen Körper neben Körper. Die Polarität der Gegensätze von Licht und Schatten und die physikalischen Begrenzungen bestimmen unser Wahrnehmen und dominieren unser Denken.
Selbst beim Beschreiben quantenphysikalischer Vorgänge bleiben die Erfahrungen des Nebeneinander verschiedener Wirksamkeiten, wie in der Mechanik, im Bedenken der Forschungen dermaßen dominant, so dass sie sich selbst bei der Definition zusammenwirkender Phänomene des Lichtes immer wieder von mechanischen Gesetzen leiten lassen, die in der körperlichen Physik üblich sind. So werden in ihren Berichten aus Kraftfeldern verständliche Modelle gebaut, wo festgestellte Strahlen sich überlappen, sich ergänzen, aufhäufen, summieren oder gegenseitig auslöschen. Die Weltsprachen sind allerdings über die Jahrhunderte zu kommerzialen Sprachen geworden, die absolut erforderlich waren, um Handelsgüter messen, wiegen und berechnen zu können

Hinter dem Begriff „Logos“ steht allerdings eine alles umfassende Einheit von 7 Kosmen, 7 Dimensionen und 7 mal 7 Kraftwirksamkeiten, die in dem und durch das alles umfassende Gesetz der isobaren Resonanz wirken, leben und schöpfen. „Von Herrlichkeit zu Herrlichkeit.“ Wer sich von allen der irdischen Physik entnommenen Vorstellungen befreien kann, in seinem tiefsten Inneren werden diese herrlichen Gedanken der grundlegenden Einheit widerhallen. Dann kann es auch sein, dass aus dieser Stimme das Bild der Rose aufscheint, das an einigen Stellen der religiösen Weltliteratur angedeutet wird. Welchen Namen diese Manifestation dort auch haben mag, sie ist ein komplexes Bild für das alles einschließende „Wort“ Gottes, den Logos.

Unsere gewohnte Denkweise arbeitet stets mit Bildern von Körpern, Teilchen und Korpuskeln. Dabei sträubt sie sich mit allen erdenklichen rückwärts gewandten Rationalisierungen und aus der Vergangenheit geborenen Vorstellungen längst verflossener Autoritäten gegen eine Welt der Kraftfelder, der Wellen des Lichtes, wie sie in manchen mystischen Berichten über göttliche Erscheinungen mittels symbolischer Bilder erwähnt werden. Wenn der moderne Mensch mit den autorisierten Begriffen seiner Wirklichkeit die Erklärungen nicht erfassen kann, dann werden sofort tausend Zweifel an ihrer Tatsächlichkeit laut. Das ist ganz natürlich, denn alle weisen Denker konnten ihre Symbole immer nur aus dem Bildervorrat entnehmen, den sie in ihrem Leben aus ihrem persönlichen sinnesorganisch erfassbaren Umfeld nehmen konnten. Und sie mussten es tun, weil sie nur auf der Basis dieser Bilder von ihren Zuhörern verstanden werden konnten. Dafür erzählten sie dann wundervolle Allegorien oder Sinnbeispiele, die für Ereignisse in einer allgemein gültigen Welt stehen, die nur und ausschließlich durch Vibrationen, Klängen oder Licht geschehen.

Auch die Manifestation der Materie ist nur eine besondere Energieform des elektromagnetischen Lichtspektrums, wie die Kernphysiker heute durchaus bestätigen werden.

„Am Anfang war der Logos.“ Aus ihm ist alles gemacht, was gemacht ist. Diese allumfassende Einheit enthält einerseits alle Ideale von Weisheit, Liebe, Harmonie, Gerechtigkeit, andererseits auch alle Kräfte, vibrierende Energie, das Licht, den Klang, die Gravitation, ja, das Werden und Leben aller Schöpfungen, Galaxien, Universen, Entitäten und Wesen in allen metaphysischen Räumen, natürlich auch aller Menschen, aller Mikrokosmen, Monaden oder Urtypen. Die Ideen des Logos erschaffen aus der „Materia Magica“, dem universalen Bewusstsein, reflektieren in dem ursächlichen Kraftfeld der Offenbarung, dem einen überaus strahlenden Licht des allumfassenden Bewusstseins, der höchsten Energie im All nach den Gesetzen der isobaren Resonanz die Herrlichkeiten seiner Offenbarwerdung. In diesen Kräften gibt es kein Nebeneinander und niemals ein Gegeneinander. Sie wirken und entfalten sich in einem stets fließenden Miteinander. Sie reflektieren und inspirieren sich untereinander und schaffen auf diese liebevolle Weise stetig absolut neue Möglichkeiten der göttlichen Weisheit und Barmherzigkeit.

Wenn Eva in der klassischen Mythe unter dem Baum der Erkenntnis auf Geheiß der Schlange Adam einen Apfel gibt, dann ist das nur im christlich kirchlichen Sinne der Sündenfall. Im gnostischen Sinn werden die symbolischen Figuren völlig anders gesehen. Adam stellt den aktiv-dynamischen Aspekt des Geistes und Eva das gebärende, hervorbringende Vermögen der universellen Alloffenbarung dar. Die Schlange der Weisheit inspiriert Eva, Adam den Schlüssel, das Symbol für den irdischen Evolutionssprung zu schenken: einen Apfel. Nun muss man im europäischen Kulturraum berücksichtigen, dass dort, wo diese Geschichte eigentlich zu Hause ist, in den Ländern um das Mittelmeer herum, wo sie also auch zuerst formuliert wurde, es sehr unwahrscheinlich ist, dass Eva dem Adam einen germanischen Apfel reichte. Viel eher wurde für diese Schöpfungs-Allegorie der Granatapfel verwendet. In diesem hohen allumfassenden Symbol für die Entstehung der Menschheit repräsentiert HVA (Eva) den weiblichen Aspekt des Seins, die Materie, und ADM die männliche Wirksamkeit, das universelle Bewusstsein, und der Apfel symbolisiert die zusammenwirkende Einheit von Kraft, Denken und Geschöpf.
Darum ist es ausgerechnet ein Granatapfel. Es geht hierbei keineswegs um gesunde Ernährung, oder ähnliches, wie jedem einsichtig sein wird. Vielmehr zeigt der Blick auf den durchgeschnittenen Granatapfel die Einheit zahlreicher Fruchtperlen, die sich aneinander fügen und wohlstrukturiert ein nahezu rundes Ganzes formen. – Hier haben wir das Symbol der Einheit aus der sich ineinanderfügenden Vielheit als ein leicht verständliches Bild aus dieser Natur. Es ist ein unglaublich treffendes Bild für die holografischen Strukturen der mikrokosmischen Offenbarung. Die schmackhaften roten Perlen im Granatapfel schmiegen sich aneinander und deformieren sich sogar teilweise dafür, damit sie alle zusammen als eine Gruppe die äußere nahezu runde Hülle lückenlos erfüllen können. Als materielle Partikel können sie sich nur anschmiegen, nicht durchdringen, wie es die holografischen Körper durchaus können.

Kraft, Licht, Raum und Leben durchwirken sich in höchster Energie mit Weisheit, Wahrheit, Gerechtigkeit und Liebe zum absoluten Sein. Nur unser auf die irdische Natur ausgerichtetes Bewusstsein will für seine lange gezüchteten Definitionen überall Grenzen und Abgrenzungen sehen, sucht Differenzierungen und Unterscheidungen für Beurteilungen, für Bewertungen von besser, höher oder wertvoller. Dass dieses Denken für sportliche Aktivitäten durchaus sinnvoll sein kann, zeigt uns die Olympiade. Doch für einen realistischen Weg zu einem höheren Denken ist das physikalische Beurteilen und Analysieren selbst unserer Natur eine glatte Irreführung. Es wird heute sogar den physikalischen Forschern mittlerweile deutlich, sofern sie sich ein wenig über die Erkenntnisse in der Quantenphysik erheben und die Aussage voll akzeptieren, dass selbst die Materie definitiv Licht ist, wie Louis de Broglie es zu Beginn des 20. Jahrhunderts mathematisch formulierte.

Eigentlich ist das alles doch nur eine Frage des Erkenntnisstandpunktes. Natürlich ist der Mensch dieser Natur noch nicht eins mit dem universellen Bewusstsein, aber er ist keineswegs von ihm ausgenommen. Wäre die allumfassende Welt dieses Bewusstseins nicht prinzipiell mit dem Bewusstsein dieser Natur verbunden, so wäre eine Evolution zu höherem Denken unmöglich. Weil das ewige Licht auch in unsere Natur scheint, und dort mit allem Leben zusammenwirkt, kann sich jeder darauf ausrichten, damit es auch ihn zu neuen Erkenntnissen erhebt. Diese in der Praxis gelebte Ausrichtung auf die höheren Befähigungen des Bewusstseins, des Denkens und Wahrnehmens, ist die fundamentale Voraussetzung für eine wirkliche Erleuchtung. Erst dann kann das Energiefeld des anderen Reiches, des Reiches der überfeinstofflichen Vibrationen, die im Gehirn bereits angelegten Areale des Menschen zu ihrer Entwicklung stimulieren und dynamisieren. Damit kann und wird künftig ein total neues Wahrnehmen und Denken, ein völlig neues Erfassen der Geschehnisse unserer Natur möglich. Dem Menschen wird aus eigener Anschauung sein Lebensfeld in völlig neuen Dimensionen erscheinen. Dafür muss niemand einen anderen Planeten aufsuchen oder irgendeinen obskuren Platz im Jenseits erkämpfen.

Es wird sich dem neuen, völlig gesunden Wahrnehmen zeigen, dass die materielle Erscheinung der Natur sowie die eng damit verbundenen unteren Ätherschichten – die die indischen Philosophen bereits Maya nannten – und die Griechen mit dem bezeichnenden Begriff „ὔᴧἠ“ – hule belegten – nomen est omen, eben weil diese energiearmen Lebensfelder einem Wechsel von Geburt, Werden, und Vergehen, Tod, unterworfen sind. Die höheren Äther und die Astralis unterliegen einem beständigen Wandel, der permanenten Transformation. Wohingegen bereits in den oberen astralen Ansichten und in der Mentalis sich eine sehr lange Beständigkeit der Ideen- und Gedankengeschöpfe manifestiert. Die Offenbarungen in den folgenden metamentalen Kraftebenen bleiben in für den Menschen unvorstellbar lange Zeiten existenzfähig, so dass es aus unserer Sicht wie eine Ewigkeit erscheint. Diese Erfahrung ist keine Angelegenheit irgendeines Ortswechsels. Sie wird dermaleinst von den dafür reif gewordenen Mikrokosmen in künftigen Inkarnationen in dieser Natur, der heiligen Erde, erfahrbar werden.

Heute leben wir in der Welt, die sich durch unsere Wahrnehmungsart und unsere Denkparameter vor uns projiziert, also materiell, grobstofflich, korpuskulär. Schon der Mensch, dem die Gabe des ätherischen Hellsehens geschenkt ist, lebt in einer formgebundenen Welt der feinstofflichen Geschehnisse, die rein äußerlich der unsrigen Welt sehr ähnlich ist, aber keinerlei materielle Grenzen, Mauern oder dergleichen kennt. Alles ist erfahrbar, was mit den Begehren, Wünschen und Projektionen in Zusammenhang steht. Er sieht in diesen Bereichen viele für den grobsinnlichen Menschen unfassbare Ereignisse, die ihm keineswegs als irgendein Wunder vorkommen. In einem Bericht darüber zu normalen Sterblichen könnte er die Sachlage gewiss auf die eine oder andere Weise erklären, doch er wird meistens vom sozusagen normalen Menschen für „irre“ erklärt. Seine Aussagen werden prinzipiell mit dem Spott der in der euroamerikanischen Kultur allgemein verbreiteten Anschauung verleumdet. Darum werden sich auch solche Menschen aus dem Mainstream heraushalten, die von Natur aus schon astral hellsichtig sind. Obgleich bemerkt werden muss, dass gerade diese einzelnen Begnadeten bereits heute der Menschheit große und überragende Hilfe leisten könnten. Doch auch sie müssen sich bei der Veröffentlichung ihrer Ansichten mit einigermaßen wissenschaftlichen Erklärungen und Beweisen vor Diffamierungen schützen. Es ist verständlich, dass sich solche hellsichtigen Menschen unter geschützte Gruppen mischen, die sich mit religiösen Bestrebungen, Meditationen und Ritualen befassen. Prinzipiell ist es schon heute möglich, mit geeigneten Methoden zur mentalen Hellsichtigkeit zu kommen. Soweit die veröffentlichen Kenntnisse reichen, kann nicht davon ausgegangen werden, dass die mikrokosmischen Voraussetzungen dafür wirklich schon ausgebildet sind. Kommende Inkarnationen werden öfters mit diesem Talent begabt sein.

Wer nur etwas seinen Entwicklungsgang in diese Richtung hin einschlagen möchte, muss zunächst wissen, dass das mikrokosmische Wachstum in allem nicht automatisch abläuft. Auch die Gesamtentwicklung des Kosmos und der darin existierenden Wesenheiten und Mikrokosmen ist von den Bemühungen aller Menschen abhängig. Wie kann das bewerkstelligt werden? – Dafür muss sich möglichst jeder Mensch als erstes von den alten im stofflichen Denken verhafteten Ichstrukturen lossagen, die historisch gewachsenen Lebensprinzipien der Materie vergessen, und sich zweitens dem universalen Bewusstsein, dem Streben zum Logos zuwenden. Dann wird der Satz des Paulus Wirklichkeit: in der Christuskraft – das universelle Bewusstsein der Sonne – werden „alle, die IHN annehmen, die Kraft erhalten, wiederum Kinder Gottes, des universalen Bewusstseins, zu werden.“ Die unabänderliche Regel dafür steht in den Sätzen: „Liebe Gott über alles, mit deinem ganzen Herzen, mit deinem ganzen Haupte und mit deinem ganzen Gemüt. – Und: Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst.“ Die isobaren Resonanzgesetze des Alls werden jedes Streben nach Heilbegehren in diesem Sinne unterstützen und für jeden geeigneten Mikrokosmos erfüllen. Wer seine eigenen Denk- und Wahrnehmungspotentiale erweitern will, der benötigt eine permanente Ausrichtung, einerseits ein beständiges Bemühen um das Loslassen der irdisch materiell orientierten Begierden und andererseits ein Hinwenden und Annehmen der ideellen Welten der holografischen Vibrationsmuster des heiligenden Bewusstseins.

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Vater Unser

Eine neue Interpretation des klassischen Gebetes aus dem Neuen Testament

Eine neue Interpretation des in der christlichen Zivilisation weit verbreiteten Gebetes birgt natürlich das Risiko, dass nur wenige ein Interesse dafür aufbringen, weil es wohl kaum ein Gebet in der christlichen Welt gibt, das schon so oft besprochen, redigiert und interpretiert wurde. Dieser Versuch einer alternativen Interpretation ist in eine Weltanschauung eingebettet, die in der esoterischen Wirklichkeit unserer modernen Wissenschaften gewachsen ist. Absolut revolutionär dabei ist die weitreichende Vision der beständigen Evolution des Kosmos und der Menschheit. Die bisherigen religiösen oder philosophischen Darstellungen bestimmen den Menschen als eine Endfassung, als die Krone der Schöpfung eines religiösen Konzeptes. In allen Religionen wird dem Menschen vorhergesagt, sein Lebensziel wäre die Überwindung des materiellen Diesseits und der Eingang in eine andere jenseitige, himmlische oder nirvanische Lebensebene. Jedoch und das ist das wirklich Neue: Der Mensch als Mikrokosmos hat sich noch nicht bis an der Grenze seiner Möglichkeiten entwickelt. Vielmehr muss er erst noch zu einem vollständigen Mikrokosmos heranwachsen. Das wird allerdings noch einige Inkarnationen in Anspruch nehmen. Aktuell steht der Mensch vor der Vollendung der mikrokosmischen Astralis und Mentalis, wodurch sich das menschliche Erkennen und Bedenken umfassend verändern wird. Dadurch werden alle bisherigen Parameter im Wahrnehmen und Denken in total andere Zusammenhänge gestellt. Es wird bei vielen zu einem wirklich neuen Denken kommen, bei dem sich die veralteten Denkmuster und bisherigen Reaktionen zur Selbsterhaltung auflösen.


Sollte Dir ein Gedanke zu dem Text einfallen, dann schicke ihn bitte mir zu.  Vielen Dank.


Für jeden Menschen bedeutet es immer noch eine gewisse Anstrengung, sich aus den festgefahrenen mentalen Bahnungen zu befreien, die von der materiellen Existenzsicherung und der darin wuchernden Selbstbehauptung geprägt werden. Mit zunehmendem Alter wird selten ein anderes Denken zugelassen als es die in jüngeren Jahren assimilierten Vorstellungen und Weltanschauungen erlauben, die bis heute so hilfreich waren, um den persönlichen Erfolg im Leben zu erkämpfen. Wer will es dem Menschen verdenken, dass er sich in die selbstgeschaffenen äonischen Strukturen zurücklehnt, die ihn ab einer gewissen Zeit seines Daseins wie selbstverständlich leiten.
Viele Betrachtungen und Fallbeschreibungen aus der Psychologie zeigen, dass jeder seine ihm eigenen Prägungen hat, die die Art seines Denkens bestimmen, und für ihn die humanistischen oder religiöser Ambitionen bewerten. Zu Beginn der Aquariusära wird es allerdings langsam Zeit, dass sich der Mensch auf die zukünftigen Dimensionen des irdischen Daseins einstellt. Dazu gehört auch der Mut, die seit altersher gepflegten Dogmen der Religionen auf den Prüfstand zu stellen und diese einmal im Geist einer evolvierenden Menschheit völlig neu zu beleuchten
Das Gebet, so wie es Jesus im Neuen Testament, übertragen von Luther (1912), seinen Jüngern erklärt, lautet:
Unser Vater in dem Himmel!
Dein Name werde geheiligt.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe auf Erden wie im Himmel.
Unser täglich Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie wir unseren Schuldigern vergeben.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Übel (alt.: erlöse uns von dem Bösen).
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.                               

Beginnen wir mit der Frage: Wer ist der Vater?Für die meisten Christen wird der Vater mit dem höchsten «Gott», dem Schöpfer des Himmels und der Erde, gleichgesetzt. Empfindungsgemäß wird vom Gläubigen ein persönliches Gegenüber angesprochen, an das der Betende seine Bitte im Verborgenen richtet. Dabei stellt sich jeder seinen «Gott-Vater» (oder Mutter) mit idealistischen Eigenschaften und Qualitäten vor. In der Familie und in der Gemeinde werden von Kindheit an diese recht naiven Vorstellungen von Gott bei vielen Gelegenheiten verkündet, die später dem Katechismus seines Glaubens angehören. Dabei bleibt es jedoch grundsätzlich offen, ob damit der Schöpfer des irdischen Kosmos mit Diesseits und Jenseits gemeint ist, oder der Schöpfer des Zodiaks mit allen darin wirkenden Wesenheiten (Sephiroth), oder ob die unkennbare Entität vor aller Schöpfung mit «Gott-Vater» gemeint sein soll. Bei all diesen christlichen Allegorien, bleiben die Gedanken in der mehr oder weniger personifizierten «Gott-Vater»-Konstruktion verfangen, das schon seit der Antike viele Generationen von Gläubigen von einer hierarchisch organisierten Priesterschaft abhängig gemacht hat.
Treten wir in eine andere Sicht der Welt ein, die vielen Mystikern in Ost und West bereits ein wenig vertraut ist. Schon bei einigen antiken Philosophen oder in den Veden kann nachgeschlagen werden, dass die höchste Ebene der Offenbarung, also die allererste Hervorbringung aus dem Urgrund allen Seins, aus diesem ursächlichen Offenbarungsfeld als eine Schöpfung von Bewusstsein und Licht hervortritt. Diese wird in einigen Beschreibungen nur darum als «Vater» bezeichnet, weil er der «Hervorbringer» ist, der ein Schöpfungsfeld geoffenbart hat, das ihm selbst so ähnlich ist, wie das Gezeugte dem Erzeuger ähnlich sein kann. Eigentlich besteht der einzige Unterschied darin, dass die eine Entität Ursache und «Produzent» der anderen Entität «Produkt» ist.
Ich möchte mich hier mit einer ganz flüchtigen Skizze begnügen. Hervortretend aus den Tiefen des unbeschreiblichen Kraftfeldes vor allem Sein, aus dem EINEN, das jenseits weltlicher Vorstellungen ist, entfaltet sich in und aus IHM ein «Logos», eine Offenbarung, die Urmonade. Man sagt, dass ER – das Unerkennbare und Unbegrenzte – sich selbst zu erkennen gibt und sein Wesen zur Offenbarung öffnet. Indem ER so die unbegreiflichen Vermögen seines Seins der Offenbarung schenkt, erfüllt ER in sich den unendlichen Umkreis seines Universums mit seinem Licht und seinem Geist, mit dem höchsten, alles umfassenden Bewusstsein. In diesem geoffenbarten Vibrationsfeld des universalen Bewusstseins der Urmonade manifestiert sich das erste «Geschöpf des Schöpfers», der erste geoffenbarte «Logos», so kann man es sagen. Dies entspricht der Trinität aus Vater/Mutter – Heiliger Geist – Sohn. Im indischen Denken ist die erste Offenbarung natürlich dualistisch männlich-weiblich, z.B. Shiva plus Shakti oder Brahma plus Sarasvati.
In diesem unendlichen Offenbarungsfeld können alle erdenklichen Universen existieren. Innerhalb dieses Bereiches entwickelt sich auch das dem Menschen erfahrbare Universum, es evolviert bis in die Unendlichkeit. Das Dasein lebt, webt und folgt den Regeln des Kosmos mit seinem ihm eingeborenen Logos in allen sieben Dimensionen. In jedem kosmischen Kraftfeld manifestiert sich das Leben, das Sein evolviert probalistisch. SEINE Ausstrahlung, seine Kräfte und Energien im Universum sind Ströme SEINES geoffenbarten Lebens. Das universelle Bewusstsein wohnt jedem Atom inne, alles durchdringend, alles erhaltend und alles entfaltend, aufgeteilt auf alle lebendigen Monaden. Diese phänomenale universelle Ordnung wirkt in individueller Vielheit in einer beständigen Einheit. Die Urmonade ist das allumfassende Weltall ohne Ende, seine Ursache und seine Ewigkeit, sein Mittelpunkt und sein Umfang. Sie ist der sichere Urgrund, in dem eine Kaskade aus Monaden die Herrlichkeiten der Offenbarung erkennbar werden lassen.
Das Johannesevangelium beginnt mit der Betrachtung: „Am Anfang war der LOGOS. Er war das Licht, Gott selbst, aus ihm und in ihm ist alles, was geoffenbart ist.“ Können wir als Menschen, als Bewohner nur eines Teiles im siebenten kosmischen Gebiet, dem schwingungsmäßig untersten Lebensfeld, etwas von diesem eigentlich über alles erhabene Wirken erkennen? – Am Beginn der Schöpfung wurde SEIN Bewusstsein geoffenbart, das gleichzeitig Licht, das die alles umfassende und ermöglichende siebenfache Energie ist. Es ist ebenso die allumfassende Kommunikation. Zoroaster nennt seinen höchsten Gott Ahura Mazda, die absolute Weisheit, wie er ihn in seinen Gathas erklärte. In den Veden, den heiligen Büchern am Indus, ist Brahma Ursache aller Welten. Es stellt das Grund-Prinzip der Schöpfung dar.
Die Komplexität der Offenbarung hat zu jeder Zeit die religiösen Mystiker erfüllt, und sie haben ihre Visionen in schönen Worten beschrieben. So erfährt der Leser: In dem universalen Feld der allumfassenden höchsten Schöpfungsenergie wurden sieben Polarisationen, eine Fülle von sieben Wirkungskräften geboren, die mit ungezählten Monaden die Offenbarung des Logos zu einem geordneten Konzert machten. Der Siebengeist wirkte in Einheit unter der Leitung des universalen Bewusstseins. Die Urmonade kannte alle aus ihr entsprungenen Monaden mit ihren Geschöpfen, Entitäten, Götter, Engel, Devas, Wesen, Aspekte und Kosmen in allen Einzelheiten bereits vor ihrer Hervorbringung. Ihre Ideen standen voll bewusst in ihrer Weisheit, die alle ihre Keime, ihre Grundinformation ihres Seins enthielt, noch bevor sie in das Sein eintraten. Es ist, als würde sich Gott seiner Selbst stets durch seine Schöpfung bewusst. «Brahman öffnete die Augen», so leuchtet diese wunderbare Allegorie voll sinnlicher Logik in unserem Denken.

Dein Name werde geheiligt.

Die erste Bitte im «VaterUnser» erscheint auf den ersten Blick sehr egoistisch gedacht. Gott und alles was mit ihm zusammen von Menschen gedacht oder gemacht wird, ist in IHM, durch IHN und zu IHM hin. Warum diese Aussage im «VaterUnser». Ich gebe zu bedenken, dass die Übertragung der Aussage Jesu aus dem Aramäischen in die griechischen Evangelien bereits an einer menschlichen Vorstellung gescheitert ist. Was ist hier der «Name Gottes» und wer soll da heiligen? Der Name, so wussten es alle Völker in der antiken Welt, bedeutete Kraft, Vermögen und Macht. Wer im Namen des römischen Kaisers Recht sprach, der hatte auch die Macht des römischen Reiches hinter sich, um dem gesprochenen Recht Geltung zu verschaffen. Einen «Namen heiligen» erscheint etwas abwegig. Unter einer etwas anderen Formulierung bekommt dieser Satz, diese innige Bitte jedoch einen tiefen Sinn.
Mögen wir durch Deinen Namen geheiligt werden.
Setzt man für den Begriff «Name» Vermögen, Kraft oder Bewusstsein ein, wie es im ersten Abschnitt dieses Textes dargelegt ist, dann bekommt der Satz eine höchst plausible Aussage. Ohne das fundamentale Bewusstsein, ohne diese Kraft kann der Mensch niemals vollendet werden. Jesus repräsentiert im Evangelium die Kraft der Lehre und der Erkenntnis Gottes. Dies ist die Basis für seine Aussage, mit der er sich an alle Christen wendet: «Ohne mich könnt ihr nichts tun!» Doch das ist natürlich für den machtbewussten und selbstherrlichen euroamerikanischen Willensmenschen ein völlig unannehmbarer Aspekt. Auch wenn viele empirisch materialistische Gegenargumente ins Feld geführt werden, bleibt diese Feststellung ebenso eine unumstößliche Tatsache, wie die treffende Aussage: «Mein Reich ist nicht von dieser Welt!»
Darum wendet sich die erste Bitte des sich selbst total erkennenden Menschen an seinen Vater, seine Monade, und er bittet diese inständig um Hilfe auf dem Weg der Evolution seines Mikrokosmos. Damit ist nicht die Abgabe aller Verantwortung an eine metaphysische Instanz gemeint, wie sie hinter der täglich zitierten Aussage islamischer Orientalen „Inschallah – So Gott will.“ steht. Um das Ausmaß seiner schicksalhaften Führung zu begreifen, braucht der Mensch unbedingt eigene Erfahrung von seinem mikrokosmischen System. Die bis jetzt gewachsenen Anteile der Mentalis ermöglichen seinen Verstand, und damit bekommt er Einsichten in eine erforderliche, vernünftige Lebenshaltung für die Entfaltung seines Mikrokosmos. Der ersten Bitte folgt in dieser Erkenntnis der eigenen Ohnmacht die nächstfolgende: „Schenke uns täglich DEIN heiliges Brot.“
In dem festen Glauben an die Kräfte seiner Monade, die sich in drei Strömen in den Mikrokosmos ergießen, steht auch die Erkenntnis, dass sich das universelle Bewusstsein in alle Schöpfungsebenen in Vibrationshöhe und Zuständigkeit herabsenkt. Das Bewusstsein ist in den sieben kosmischen Lebensfeldern die grundlegende Energie für die interne und externe Kommunikation. Sie baut in den untergliederten morphischen Feldern die für das geordnete Leben erforderlichen Gedächtnisse auf, aus denen die Lebensströme geregelt werden. In jedes Kraftfeld ist das zugehörige Spektrum des universellen Bewusstseins eingebettet. Es fügt sich voller Liebe bis in jede sich entfaltende Reaktion. Dennoch bleiben alle Bewusstheiten zusammen stets das eine allumfassende Bewusstsein als eine herrliche, zusammen schwingende Einheit. Letztlich vibriert auch im siebenten kosmischen Gebiet, im irdischen Kosmos für das menschliche Dasein, der diesem Lebensgebiet angemessene Anteil des irdischen Bewusstseins. Also auch in den irdischen Mikrokosmen, die in dieser Zeit der Evolution durch die Verirrungen der unterschiedlichen Kraftspiele auf dem Planeten ihren geeigneten Weg suchen müssen.
Die Monade berührt die Menschen selbst in ihrer Kreatürlichkeit im materiellen Dasein. Dieser Bewusstseinsstrom der Monade im Nadir des irdischen Seins kann auch als «Unser Vater» betrachtet werden. Über das holistische Wirken aller universellen Monaden wird die Basisinformation aus unserer Galaxie über den Sonnenlogos in unsere Welt gesendet, damit alle ihre Wesen an «IHREM Reich» Anteil haben können, damit auch alle Kreatur IHREN Willen hören und einmal erfüllen.
So schreiten wir in dem Gebet weiter, um auch die nächste Aussage gut zu begreifen.
Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel also auch auf Erden.
Das universale Bewusstsein der ersten Offenbarung ist unveränderlich mit allen Monaden verbunden. Darüber senkt es sich in einer angepassten Vibration in alle Kosmen, in unsere Mikrokosmen, und auch in alle Geschöpfe. In den unstofflichen Sphären aller Wesen, Götter, Devas, Engel und aller Kreaturen, aller Atome der grobstofflichen Welten kommunizieren die individuellen Ansichten des einen Bewusstseins, beleben und leiten deren Entfaltung. Es ist die tiefe, fundamentale Einsicht eines Teilhard de Chardin, es ist die weitreichende Erkenntnis der Quantenphilosophen: alles irdische Leben besteht selbst im tiefsten Nadir aus der einen alles durchdringenden Lebenskraft. Sie ist für die einen die Weltseele, eingehaucht aus Gottes Atem, für die anderen ist es eine mentale Ideation, herunter gesendet aus den höchsten Seinsebenen. Diese erste Offenbarung ist SEIN Reich, «Gottes» geschaffener Wirkungsbereich, in dem SEIN Wille geschieht. Der Wille des LOGOS, das Vermögen des TAO, vollzieht sich aus der höchsten Energie, aus dem uranfänglichen Bewusstsein, hinunter durch alle Dimensionen und Schöpfungsebenen bis in die Mentalis, die Astralis und das Ätherfeld in-form-ierend, und auch bis in die irdische Materie, dem Erdendasein. Das bedeutet in diesem Gebet «im Himmel», d.h. in allen jenseitigen transpersonalen Kraftfeldern und auch in dem materiellen Kraftfeld. Denn selbst die atomare Materie ist nur eine Form von Energie, wie Louis de Broglie bereits 1924 in seiner Dissertation der Welt erklärte. Später konnte dies von den meisten Kernphysikern und Quantenforschern nur bestätigt werden.
Angesichts der desolaten Situation im irdischen Lebensfeld, das durchaus als ein Tränental des Leidens und des Todes bezeichnet werden kann, folgert natürlich der Gläubige automatisch, dass dies nicht die Schöpfung eines Gottes der Liebe und Barmherzigkeit sein kann. Darum schickt der Betende sich an, die Kräfte einer höheren Ordnung zu erflehen, die seiner eigenen Vorstellung einer Idealität entsprechen.
Was ist eigentlich an diesem irdischen Lebensfeld so ungeheuerlich und brutal, dass es von einigen Menschengruppen als teuflisch oder vom Satan geschaffen, dem überall vorherrschenden Bösen, angesehen wird? – Die uns umgebende und beherrschende Natur entfaltet sich in einem beständigen Werden von der Geburt, über ein Wachsen und Entfalten, Frucht-Tragen und Vergehen. Schon allein wegen der fleischlichen Ernährung steht jeder Mensch bezüglich «Seiner Gebote» immer in der Schuld anderem Leben gegenüber und bittet um Schuldvergebung. Selbst jeder einfache Mensch weiß unterbewusst und ohne wissenschaftliche Logik von der Wirklichkeit seines Seins. Darum bittet er Angesichts seiner Verstrickungen in das Karma, zur Unterstützung seiner Bemühungen, um die Liebeskraft des Schöpfers, das ist «sein heiliges Brot». Es ist die gleiche Einsicht, die auch Herkules überfiel, als er nach einigen vergeblichen Versuchen, den Augiasstall alleine zu reinigen, scheitern musste. Darum bat er einen «Freund» – seine Monade –, ihm zu helfen, „den nahe gelegenen Strom durch den Stall zu leiten“.

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Diese tiefe Einsicht der eigenen Unfähigkeit steht hinter der innigen Bitte:
Dein tägliches geistiges Brot gib uns heute.

Natürlich wird dem Menschen in seinem Leben deutlich, dass er selbst, mit allen Zellen und Gedanken seines Daseins, in dieses Werden verstrickt ist. So erfährt er auf seinem Lebensweg diese Welt als Dialektik, in der die isobare Resonanz der Polarität herrscht. Alles, aber auch wirklich jede Erscheinung, jeder Wunsch oder Gedanke hat die berühmten «zwei Seiten». Licht und Schatten, Tag und Nacht, Gut und Böse werden durch den Januskopf aus der ursprünglichen römischen Mythologie symbolisiert. Heute kennt jeder die prägnanten «geflügelten» Worte: „Alles hat Licht und Schatten.“ – „Auf jedes Gewitter folgt wieder Sonnenschein.“ In ihrer ungebrochenen Selbstsucht verstoßen die Menschen jedoch täglich unachtsam gegen die Grundregeln der Resonanz, weil sie bei aller zielgerichteten Aktivität gedankenlos übersehen werden.
Es bleibt nicht aus, dass jedem einmal deutlich vor Augen geführt wird, wie sein Leben mit dem Leid anderer Menschen verbunden ist. Im Verband einer größeren Gemeinschaft ist es nach dem Gesetz der komplementären Resonanz nicht zu vermeiden, dass ein Mitglied der Gesellschaft einem anderen Menschen Leid zufügt, um einen persönlichen Vorteil zu bekommen, oder er sich im Kampf um die vorderen Plätze in Politik oder Wirtschaft auf andere Weise schuldig macht.
Jeder Mensch macht sich in seinem Leben in bezug zu den ihn führenden Kraftfeldern absolut schuldig, auch wenn er davon nichts weiß. Einsichtige Christen beten darum immer vorsorglich: Unser Vater, vergib uns unsere Schuld, wie wir vergeben unseren Schuldnern. Das Gesetz der Liebe für den Nächsten, das von Jesus angedeutet wird, umfasst die Grundregel der harmonischen Evolution. Diese wird in unserem Lebensfeld von der Resonanz aufrecht gehalten, und sichert die ausgleichende Gerechtigkeit in der Polarität. Sie wird sich ohne Ansehen der Person bis zum Ende aller Tage vollkommen erfüllen. Mit dem Gebet um Schuldvergebung erkennen die Menschen das Resonanzgesetz im weitesten Sinne an. Damit bekennen sie sich zu allen schuldhaften Vergehen, die sie möglicherweise unbewusst mental, astral und auch ätherisch durch ihr Dasein ausgelöst haben könnten. Würden sich die Menschen täglich einmal auf alle in ihr Sein verstrickten Komponenten besinnen, wie es Pythagoras seinen Schülern empfohlen hat, so könnte manche missliebige Resonanz vermieden werden.

Für die Betrachtung der nachfolgenden Zeilen im «VaterUnser» ist jedoch die Sicht auf die Resonanzen im Jenseits von grundlegender Bedeutung, denn nur dadurch bekommt dieser Satz: „…und führe uns aus der Versuchung“ seinen eigentlichen Sinn. Die Versuchung des Menschen besteht nämlich darin, dass er die Idealität, also die paradiesischen Ideale, als Vorstellungen seiner egoistischen persönlichen Welt, in einen materiellen Himmel projiziert. Das große Problem der Versuchung liegt in der konsumtiven Grundhaltung des materiellen Seins. «Das Böse» ist das egoistische Begehren nach einer unrealistischen Idealität in einer Realität der materiellen Bipolarität.
Die ursächliche Schöpfung kann als ein mentaler Prozess angesehen werden. «Fiat Lux» – «ER sprach und es war.» Die griechische Mythologie erzählt: Zeus gebar Helena, die aus seinem Haupte entstieg. Auch heute noch verfügt jeder Mensch unbewusst über das Schöpfungsorgan der Sprache. In der Chakrakunde der indischen Weltanschauung findet man beschrieben, dass neben den sieben Hauptchakren auch noch ein Nebenchakra des Sexualchakras im menschlichen Kraftfeld wirksam ist, das Kehlkopfchakra. Damit artikulieren wir unsere Gedanken. Indem wir Gedanken in Wortbilder umsetzen, erschaffen wir mentale Gebilde. Dieses kann ganz konkret verstanden werden, wenn man die transpersonalen Felder im Kosmos berücksichtigt. Mit dem Sprechen erschafft der Mensch mit den Gedanken mentale und astrale Kumulies. Das sind Zusammenballungen aus astralen und mentalen Fluiden, die je nach Gefühls- und Gedankenintensität ganz konkrete Formen in diesen ausgesprochen plastischen Feldern annehmen.
Zunächst halten sich diese Gedankengeschöpfe im Atemfeld des eigenen Mikrokosmos auf. Wenn allerdings die Sätze im Gespräch hin und hergehen, dann wandern die mentalen Geschöpfe zum anderen Menschen und bevölkern so auch das Atemfeld des Zuhörers. Das gigantische Problem wird allerdings erst dann sichtbar, wenn man sehen kann, wie bei jeder Auseinandersetzung auch ein mentaler Anteil völlig unkontrolliert ins mentale Jenseits entweicht und sich dort mit anderen entsprechend vibrierenden Geschöpfen zusammenballt, nach den Regeln des isobare Magnetismus. Für die Menschheit wird dieser unbeachtete Vorgang vor allem dadurch beängstigend, wenn Millionen Menschen immer wieder das Gleiche erflehen, die gleichen Gedankenbilder hegen und pflegen, wie z.B. bei gemeinsamen Gebeten und bei Pilgerfahrten. Aber auch bei großen Sport- oder Musikevents werden gleich schwingende Gedanken und Gefühle massenhaft ins Jenseits ausgesendet, die dort in entsprechend vibrierenden Feldern eine bewusste Struktur annehmen. Aus den vor allem auf eine persönliche «Heiligung» gerichteten Gedanken- und Gebetswolken entstehen im Jenseits Äonen und Archonten, die „Fürsten und Gewaltigen unter dem Himmel,“ wie Paulus es in Epheser 6 ausdrückt. Dort steht exakt in der Lutherbibel, 1912: „Denn wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit Fürsten und Gewaltigen, nämlich mit den Herren der Welt, die in der Finsternis dieser Welt herrschen, mit den bösen Geistern unter dem Himmel.“ Allerdings wirkt das Jenseits nicht irgendwo in der Stratosphäre oder zwischen den Sternen des Zodiaks. Die als Jenseits bezeichneten unstofflichen Sphären durchdringen den ganzen Kosmos, auch hier auf und in der Erde. Jeder Mensch ist stets von seinem Anteil «Jenseits» umgeben und wird immer von den jenseitigen Kräften beeinflusst.
Das könnte man als das «fundamental Böse» bezeichnen, was sich durch die Jahrtausende mit Predigten, Gebeten und Opfern von Millionen Menschen im mental-astralen Feld der irdischen Atmosphäre entwickelt hat. Seiner Selbsterhaltung wegen müssen sie die Menschen immer wieder in die gleiche Richtung animieren, damit diese die uralten religiösen Rituale und Traditionen bis in alle Zeiten fortsetzen.
Davon und dafür werden die Menschen beständig in Versuchung gebracht, immer und immer wieder die alten Feste der Väter zu Feiern, die altehrwürdigen Prozessionen auszurichten, und die vorgeschriebenen Pilgerfahrten durchzuführen, wie es auch im Koran steht, damit diese „Fürsten unter dem Himmel“ weiter existieren können. Das bedeutet doch: nur wenn die Menschen in Unkenntnis der wirklichen Lebenssituation weiterhin von ihrer irdischen Frömmigkeit und dem natürlichen Humanismus angestachelt werden, ihren kindlich naiv idealisierten Himmel als Endziel ihrer materiellen Persönlichkeit zu betrachten, wird die Nahrung der „Götter“ weiter strömen. Und das Böse kann die Menschheit mit allen raffinierten und subtilen Methoden in Versuchung führen. Wenn die Menschen die Realität eines Jenseits mit allen Komplikationen nicht akzeptieren können, wird «das Böse» weiterhin in aller Brutalität seinen Weg finden.

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Darum betet der verständige Christ mit allem Ernst darum:
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Wer die persönliche Sünde nach den gesellschaftlichen Regeln der Moral, wie es vielfach artikuliert wird, als Ursache des Bösen bezeichnet, hat den Esel mit dem Sack verwechselt, den der Esel tragen muss. Sünde ist keineswegs sexuelle Begierde, böse sind nicht die menschlichen Gelüste etc.! Das Böse ist in der Gesetzmäßigkeit der Bipolarität die Folge des materialistischen Egoismus; das Gute ist dabei immer der Verursacher seines Schlagschattens, dem Bösen. In der Evolution ist das Werden als materielle Person erforderlich, um einen Verstand mit den Sinnesorganen hervorzubringen, mit dem die Spielregeln des Daseins erkannt werden können. Das isobare Resonanzgesetz hilft den Menschen, sein mikrokosmischen Sein zu erfassen und sich auf diese Weiterentwicklung auszurichten. Wer noch die feinsinnigen Regeln der christlichen Ethik sozusagen als Erziehungsknute umbiegt, macht sich selbst zum Dienstknecht der Äonen. Das Gesetz der 10 Gebote betrifft vor allem die mikrokosmischen Faktoren der Evolution und ihre Regeln der Resonanz. Gib, so wird Dir gegeben!
Zum Abschluss des «VaterUnsers» wird vom Betenden noch einmal bestätigt, dass das alles umfassende Lebensfeld, SEIN Reich, erfüllt ist mit dem universalen Bewusstsein, mit hierarchisch geordneten Monaden, die alles Leben in kreativer Vielheit und harmonischer Einheit entfalten. Darin offenbaren sich die sieben universellen Kräfte des LOGOS, sein Licht des heiligen Siebengeistes. Es ist die jede universelle Entität, Kosmos oder Wesen hervorbringende und alles dynamisierende Lebenskraft der Urmonade. Diese Kraft des Lebens wird kein materialistisch forschender Wissenschaftler jemals in seinen Labors entdecken. Darum schaut der wissende Mensch empor zu seinem Schöpfer, von welchem Punkt des irdischen Globus auch immer, und betet:
Denn Dein ist das Reich und die Kraft …
In Momenten der inneren Stille und der Besinnung auf den unendlichen Raum der Sternenbahnen entsteht die Verehrung und Anbetung der überwältigenden Barmherzigkeit der Monaden, die alle Geschöpfe erschaffen und beleben. Selbst den winzigen Menschen, angesichts der gigantischen Weite des Alls, werden für ihren Weg durch die Evolution in der materiellen Welt die erforderlichen Kräfte geschenkt. In dieser sich hernieder senkenden Fülle des Erkennens können sie die ihnen gewährten Vermögen ihres Lebens ausschöpfen, um mit der errungenen Erfahrung in der universellen Evolution mitzuwirken. Dann mündet alles Sein mit den sieben Lebensfeldern in ein kreatives Werden bis in alle Ewigkeit. Alle Lebensfelder und alle Menschen sind eingebettet in dieses trinitarische Entwicklungsfeld mit allen Kosmen und Makrokosmen und mit den unstofflichen Entitäten und Bewohnern der metaphysischen Sphären. Alle Kosmen in den sieben kosmischen Gebieten leben und wirken unter der Leitung ihrer Monaden – dem «Vater/Mutter» des Alls –, inspiriert und dynamisiert zu einem wachsamen Selbstbewusstsein, aufgefordert autonom zur ewigen Wirklichkeit durchzudringen im Heiligen Geist. Das ist seine Herrlichkeit bis in alle Ewigkeit.
So lautet dann auch der letzte Vers:
und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Im Bewusstsein zu wissen, ein Teil dieser unbegrenzten Barmherzigkeit zu sein, die über allen Verstand geht, bleibt nur die Bestätigung und Bekräftigung durch ein „Möge es allen Menschen einmal gegeben sein!“
Möge es so sein.

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2. Beginn und Ursache

Am Anfang war das Licht…
Warum suchen westlich orientierte Menschen vielfach die Ursache des Seins in der Materie?

Als Einleitung zu der nachfolgenden Kosmologie stelle ich ein Zitat moderner Philosophen aus dem Buch: Das holographische Weltbild, Wirklichkeit und Wandel, von Marilyn Ferguson. (aus dem Buch Das holographische Weltbild, von Ken Wilber, Scherz Verlag, Bern)

«Alle sichtbare Substanz und Bewegung sind Illusion, sie treten aus einer anderen, ursprünglicheren Ordnung des Universums hervor. Bohm nannte dieses Phänomen Holobewegung, Seit Galilei, so sagt David Bohm, haben wir die Welt durch Linsen betrachtet. Unsere eigene Tätigkeit des Objektivierens verändert, wie in einem Elektronenmikroskop, das, was wir zu sehen hoffen. Wir wollen die Umrisse eines Objekts sehen, wollen, dass die «Realität» für einen Augenblick stillhält, während doch ihre wahre Natur zu einer anderen Ordnung der Wirklichkeit gehört, zu einer anderen Dimension, in der es keine Dinge gibt. Es ist so, als stellten wir das «Beobachtete» scharf ein, wie man ein Dia schärfer einstellt: doch ist in Wahrheit das Verschwommene die genauere Darstellung. Das Verschwommene selbst ist die grundlegende Wirklichkeit. Karl Pribram, Gehirnforscher, kam der Gedanke, der Berechnungsapparat des Gehirns könnte ebenfalls wie eine Linse wirken. Seine mathematischen Umwandlungen machen aus Verschwommenheit oder Frequenzen Objekte, verwandeln sie in Klänge und Farben. kinästhetische Empfindungen, Gerüche und Geschmack. Die neuralen Interferenzmuster des Gehirns, seine mathematischen Berechnungen, sind vielleicht mit dem Urzustand des Universums identisch. Das heißt, unsere mentalen Prozesse bestehen tatsächlich aus demselben «Stoff» wie das organisierende Prinzip. Der Astronom James Jeans sagte, das Universum gleiche mehr einem großen Gedanken als einer großen Maschine, und der Astronom Arthur Eddington meinte: «Der Stoff, aus dem das Universum besteht, ist Geiststoff.» In jüngster Zeit hat der Kybernetiker David Forster ein «intelligentes Universum» beschrieben, dessen konkretes Erscheinungsbild durch kosmische Daten aus einer nicht erkennbaren organisierten Quelle erzeugt wird.


Sollte Dir ein Gedanke zu dem Text einfallen, dann schicke ihn bitte mir zu.  Vielen Dank.


Kurz formuliert besagt die holographische Supertheorie: Unser Gehirn konstruiert aufgrund mathematischer Berechnungen die «harte» Wirklichkeit durch Interpretation von Frequenzen aus einer Dimension, die Raum und Zeit transzendiert. Das Gehirn verwandelt die Interferenzen der sieben Schöpfungskräfte in ein Hologramm, ein holographisches Universum, in dem sich auch die stofflichen Qualitäten manifestieren.» Das sind die Monaden, die Giordano Bruno als Vision seiner Weltordnung bereits ca. 1570 gesehen hatte. 

Die Menschheit steht mit ihren Philosophien, Wissenschaften und Religionen in einem ungeheuren Spannungsfeld, und die weltweiten, vielfältigen Auseinandersetzungen politischer Art oder sogar Kriege reflektieren dieses Katastrophenfeld sehr konkret. Die kosmischen Zyklen laufen in der Zeit ab und senden der Erde in ihren vielfältigen Strahlungen und intensiven Kraftfeldern ihre Dynamik zur Erfüllung des Schöpfungsauftrages. Eine neue – wirklich – neue Zukunft muss sich in dieser Welt verwirklichen. Dafür sind zuallererst neue Erkenntnisse der wirklichen Zusammenhänge und ein neues Bedenken aller Bewohner dieses Kosmos Erde erforderlich. Die oben zitierten Wissenschaftler sind bereits einen großen Schritt auf diesem Wege gegangen, dennoch fehlt noch der entscheidende verbindende Sprung zu einer ersten universalen Vereinigung.

Die Fixierung auf ein wissenschaftlich beweisbares, materialistisches Weltbild hat die westliche Menschheit an diesen Punkt geführt. Ausbeutung und Unterdrückung überall, weltweite Kriege und Zerstörung der Umwelt. Man ist mittlerweile etwas desorientiert und hält einfach nur die Luft an: Was muss denn noch an Unglücken geschehen, damit die Menschheit begreift? – Die einen suchen nach Lösungen in dieser Richtung, andere in jener Richtung und die «ganz Schlauen» wissen alles schon, und die oberschlauen Zokker versuchen, sich an dem allgemeinen Chaos noch zu bereichern. Was müssen die Menschen begreifen?

Im Folgenden wird versucht, die verschiedenen modernen Weltanschauungen zu einer Kosmologie umzuformen, in der alle teilweisen Perspektiven ihren berechtigten Platz finden. Dafür müssen allerdings alle Grenzen zwischen der materiellen Weltanschauung der westlichen Wissenschaftler und der esoterischen Sicht der Geisteswissenschaftler und den okkulten östlichen Religionen vorbehaltlos transzendiert werden. Auch die verbreiteten Traditionstheorien und die überzogene Anbetung antiker Philosophien und Weltbeschreibungen sollten in diesem gemeinsamen Bild einen vertretbaren Platz finden. Viele große Geister unserer Zeit haben schon einen ganz steifen Nacken vom ständigen „Nach-der-Vergangenheit-Schielen“ und berauben sich damit der Möglichkeit, nach vorne in eine Zukunft zu schauen, die von allen alten Dogmen befreit ist.

Können Sie, liebe Leser, an dieser Stelle die Dramatik dieses ganzen Geschehens erfassen? – Einerseits drängt die beginnende Aquariusperiode die Menschheit zu einem enorm wichtigen Evolutionsschritt, die Erhöhung der astralen und mentalen Felder im Mikrokosmos. Das kommt einer Revolution der Wahrnehmung gleich, einer Transformation in ein höheres, völlig andersartiges Vibrationsfeld. Die kosmischen Kräfte der Monaden hinter den Mikrokosmen und dem Kosmos dynamisieren in dieser Periode sehr stark die Evolution, der sich letztendlich kein Mensch entziehen kann. Andererseits gibt es Äonen und Archonten (Asuras) in den jenseitigen Sphären unserer Welt, die dieses Vorwärtsschreiten der ganzen Menschheit in eine neue Zukunft absolut verhindern wollen, weil sie sonst die Macht über ihren Selbsterhalt verlieren.

Das Universum ist ein einziges gigantisches Bewusstseinsfeld und der Kosmos Erde ist, so wie wir ihn mit unseren astronomischen Berechnungen erfassen können, ein kleines Abbild dieser grenzenlosen Wirklichkeit des Alls. Prinzipiell sollte im folgenden von jedem Leser das Billardkugel-Weltbild, das die Gedankenwelt vieler Autoren und auch Pädagogen in der eurpamerikanischen Kultur bis ins 20. Jahrhundert dominierte, fallen gelassen werden. Diese Kalottenmodelle der Atome und Moleküle waren gut als Anschauungsmodelle für die im materiellen Weltbild eingefangenen Menschen, um sich überhaupt verständlich zu machen. Aber die Wirklichkeit sieht schon seit Nobelpreisträger Werner K. Heisenberg völlig anders aus. Alle Materie besteht aus elektromagnetischen Energiefeldern. Alles Sein ist Licht, so wie alle Funkwellen bis hin zu den radioaktiven Strahlungen. Wir sagen „elektromagnetisch“, weil alle derzeitigen Untersuchungsmethoden auf diesen Kraftfeldern beruhen. Eigentlich sind es Kraftfelder einer siebenfältigen Kraftstruktur, in die das Feld der Materie sozusagen «eingefaltet» ist, wie David Bohm versucht hat, es auszudrücken. Selbst sein faszinierendes Gedankenmodell ist ein materialistisch basierter Versuch, diese Kompliziertheit einem Publikum zu veranschaulichen, das noch nicht anders denken kann.

Rund um den Globus sind in den Jahrtausenden zahlreiche Schöpfungstheorien oder Kosmologien entwickelt worden. Unvermeidlich stehen sie alle in dem Allgemeinwissen der Entstehungszeit. Da und dort gab es erlauchte Propheten, die ein kleines Stückchen weiter in die Entwicklung des Universums hineinschauen konnten. Leider muss man bei der großen Vielfalt der Begründungen des menschlichen Daseins berücksichtigen, dass die Führer größerer Völkergruppen ein elementares Interesse daran hatten, dass die Theologien ihrer Priesterschaften auf jeden Fall ihre Herrschaftansprüche göttlich absicherten. Außerdem waren die Religionen, so wie wir das im aufgeklärten Europa heute nennen – früher waren das allgemein verbindliche Weltanschauungen, an denen niemand zweifeln durfte – , hervorragende pädagogische Richtlinien, damit die Gesellschaft kooperativ zusammengefügt und regiert werden konnte. So entstanden die Religionen mit ihren Geboten aus den regional schamanistischen Ritualen und wurden unter den herrschenden Klassen das Rückgrat der staatlichen Gesetzgebungen. Damit das Volk auch weiterhin im gegebenen Sinne gehorsam blieb, wurde in einigen Kulturen dem Bürger und Gläubigen eine Grundschuld aufgebürdet, nämlich die primäre Sünde. Die historisch entstandene Ursünde bestimmt heute vor allem die abrahamitischen Kosmologien, die rund um das Mittelmeer entstanden waren.
Natürlich hat das alles einen tieferen Sinn, der dann allerdings schwer ins Wanken gerät, wenn man die nachfolgenden Verhaltensweisen der diversen Könige, Kaiser und Päpste, Kalifen, Schahs etc. ansieht. Die Geschichtsbücher aller Völker schreiben von unzähligen Kriegen, Intrigen an den Höfen der Herrscher, von martialischer Ausbeutung der Un- bzw. Anders-Gläubigen etc. Darum sollte man alle religiösen Kosmologien höchstens als mögliche Modelle betrachten, die schon eine kleine Wahrheit enthalten können. Aber man sollte ohne Bedenken jeden Absolutheitsanspruch – egal welcher religiösen Gruppe – absprechen. Die der Menschheit vorliegenden «heiligen» Bücher sind alle von Menschenhand geschrieben. Dabei ist zu berücksichtigen, dass jeder Denker immer nur in seiner von ihm erlernten Weltanschauung seine Einsichten formuliert hat. Selbst wenn er sich einer größeren Gruppe von Menschen verständlich machen wollte, musste er sich bei seinen Begriffen notgedrungen an deren Verständnisvermögen orientieren. So stehen auch wir heute an einer Schwelle, die wir mit unseren Visionen nicht so ohne weiteres überschreiten können. Vorerst müssen auch wir noch unser Denkvermögen, die Mentalis des Mikrokosmos, vollständig werden lassen, bevor wir einen Blick in die Vermögen der nirwanischen Felder werfen können.
Bis es soweit ist, können wir jedoch, auf dieses einmalige Ziel gerichtet, eine moderne Evolutionstheorie entwickeln, in der sich auch die Anschauungen heutiger Geisteswissenschaftler und esoterischer Philosophen, Psychoanalytiker, Soziologen, Quantenphysiker, Mediziner, etc. niederschlagen.

Unabhängig von allen religiösen Traditionen und wissenschaftlichen Kosmologien betrachtet ist das irdische Lebensfeld ein nahezu unüberschaubares komplexes Feld zahlloser Interferenzen. Mit unserem Wahrnehmen, Denken und Fühlen können wir immer nur einen winzigen Bruchteil der Vielfalt selbst der stofflichen Sensationen in unserem Umfeld erfassen. Auch die Naturforscher müssen sich bei ihren Betrachtungen immer auf einen definierten Bereich beschränken, um konkrete Aussagen über Pflanzen oder Tiere in den unterschiedlichsten landschaftlichen Strukturen machen zu können. Auf dem Erdkörper mit seinen riesigen Kontinenten und gewaltigen Meeren leben Billionen Wesen, werden geboren, wachsen und werden gefressen, sterben, vermodern in einer immer noch nicht vollständig erforschten Fauna und Flora. Unter der verhältnismäßig dünnen Erdkruste wühlt ein gigantischer Lavakern, der die Plattentektonik der Kontinente nicht zur Ruhe kommen lässt und viele Vulkane in Aktivitäten versetzt sowie immer wieder neue Inseln aus dem Meer hervorstößt.
Über dem nahezu unüberschaubaren materiellen Planeten Erde wölbt sich eine Atmosphäre Kilometer hoch in das Weltenall, in deren unteren Schichten die Vogelwelt ihren Lebensbereich findet. In den höheren Stratosphären wird das Weltenklima gemischt. Am äußeren Rand dieser Sphären schützen elektromagnetische Felder die Erde vor den kosmischen Strahlen, z.B. werden im van-Allen-Gürtel viele galaktische Strahlungen abgefangen oder nur modifiziert zur Erde durchgelassen.

Geisteswissenschaftlich gesehen, werden alle stofflichen Bereiche, Erde, Wasser und Luft, zusätzlich von sechs unstofflichen Kraftfeldern durchzogen, die das materielle Sein hervor bringen – allgemein naturwissenschaftlich nicht anerkannt – und das Wachsen, Werden und Sterben aller irdischen Wesen dynamisieren. Das den meisten Menschen völlig unbekannte transpersonale oder metaphysische Jenseits – ob nun in den bestehenden Kosmologien daran geglaubt oder davon gewusst wird, oder nicht – belebt alle Materie und alle physischen Lebewesen des Planeten. In diesem multiplexen Kosmos der unstofflichen Kraftfelder vibrieren die körperlich verstorbenen Menschen und Tiere solange, bis sich ihre Mikrokosmen entleert haben, und auch zahlreiche Wesen übermenschlicher und untermenschlicher Art, die vom Jenseits aus für eine gewisse Ordnung und Reinhaltung der materiellen Natur sorgen.

Hubblefoto Ultra deep; NASA

Das Leben entfaltet sich in Myriaden von gegenseitigen Beeinflussungen, sowohl aus den aktuellen Reaktionen in bezug zu einem kommenden Geschehen, die in ihrer Art und Struktur von bereits in den Vergangenheiten sich abwickelnden Ereignissen oder Impressionen beeinflusst sind. Die gigantische Vielfalt der irdischen Lebewesen und die begründete Unüberschaubarkeit selbst für den Universalforscher bestimmt einen unumstößlichen Glaubenssatz wissenschaftlicher Erkenntnis der europamerikanischen Kultur: «Alles Leben entwickelt sich nach dem Zufall». Mit dieser Grundhaltung bei aller anerkannten Forschung können natürlich die tatsächlich ablaufenden materiellen Vorgänge in ihren Wechselwirkungen mit den unsichtbaren, metaphysischen Kraftfeldern nicht einmal ansatzweise erfasst werden.
Darüber hinaus ergibt sich für den aktuellen Stand jeder Forschung ein noch weiter reichendes Problem. Das Verstandesdenken des aktuellen Menschen ist im stofflichen Bewusstsein versunken, weil seine Evolution noch nicht weiter fortgeschritten ist und er darum nicht über ein Erfassen im Äther oder in der Astralis verfügen kann. Das ist ein gravierender Faktor, weshalb die naturwissenschaftlichen Erkenntnisse immer in der halben Wirklichkeit hängen bleiben. Die Annahmen einiger großer Forscher, dass hinter allem materiellen Zusammenspiel eine gewaltige «Bewusstheit» wirken muss, um u.a. die neuesten Erkenntnisse der Kernphysik zu erklären, werden vom breiten Publikum meistens ignoriert. Sie passen nicht in die Schablonen der allgemein üblichen Vorstellungen von Gott und der Welt, sofern man sich überhaupt Gedanken darüber macht. Die Begrenzung der Forschung auf die stoffliche Seite des Lebens erleichtert natürlich die labormäßigen Experimente und Aussagen über die Ergebnisse, weil die Kraftfelder, die nach unserem Sprachgebrauch das Jenseits darstellen, bequem ausgeklammert bleiben können, weil diese nicht zu den denkbaren Realitäten der naturwissenschaftlichen Forscher gehören.

Viele esoterische Denker, geisteswissenschaftliche Forscher oder Noetiker beschreiben die Welt als eine »Zwei-Einheit«, die irdische stoffliche Erde mit einem materiellen Diesseits aus Materie, Luft und Wasser, inklusive aller physikalischen Emissionen, und einem Jenseits, dem metaphysischen Erfahrungsfeld der Gestorbenen, dem Durchgangsfeld für alle Inkarnationen, die Seelenfelder und der Wirkungsbereich diverser Devas, Entitäten und Wesen, die sich um die Regulation der irdischen Natur in den unstofflichen Kraftfeldern bemühen. In der zweiten Ansicht der Welt lokalisieren viele Menschen, die innerhalb ihrer Religionstheorie an einen Gott glauben, eine paradiesische heilige Erde, einen «Garten Eden», in dem alle Heiligen und geheiligten Menschen «ewig» leben werden. Es kann von Niemandem mit Sicherheit festgestellt werden, dass diese Vorstellungen nicht nur eine besondere Energieenklave irgendwo im Jenseits darstellen, im Feld des Devachan, wie es in der indischen Philosophie angedeutet wird, oder ob die gläubigen Menschen bereits ein darüber hinausgehendes Wirkungsfeld innerhalb der irdischen Monade im Sinn haben.
Nahezu alle Aussagen über das Jenseits sind entweder aus den Nahtoderfahrungen von zahlreichen Menschen zusammengestellt, von hellsichtigen Menschen erfasst worden oder durch Channeling mit dem Transpersonalen entnommen. Manche Berichte darüber in den «Stanzen des Dzyan» sollen Mme. Blavatsky von den «Mahatmas», eine transpersonale Gruppierung im Himalaya, diktiert worden sein. Die meisten Berichte mystischer Erfahrungen mit jenseitigen Wesen entsprechen stets dem jeweiligen Kulturkreis mit den dort prägnanten Religionen. Darum sind in diesen Berichten Wunsch und Wahrheit unentwirrbar miteinander vermischt, zumal das fundamental geltende Resonanzgesetz jeden Seher mit seiner Welt verbindet, die mit ihm in kongruenter Vibration ist. Konkret bedeutet das, dass ein Hinduist in den metaphysischen Sphären die ihm geläufige Götterwelt des Krishna, Vishnu oder Brahman erfassen wird, und ein Christ wird in einen christlichen Himmel sehen können.

Die umfassende Darstellung vieler Weltreligionen durch den amerikanischen Religionsforscher und Professor Mircea Eliade zeigt, dass die vielgestaltigen Schöpfungsgeschichten oder Kosmologien meistens mit einem übermächtigen ewigen Gott oder einigen großen Göttern oder sogar vielzahligen Götterhierarchien beginnen. Bei den vorsichtigen Umschreibungen von Eliade kann man feststellen, dass es in den Religionen sehr unterschiedliche Ausgangsebenen innerhalb der Kosmologie für die regionale Schöpfungsgeschichte geben muss. Im romanisch-griechischen Kulturbereich um das Mittelmeer herum propagieren die meisten religiösen Betrachtungen über Mensch und Kosmos seit dem Griechentum einen «persönlichen Gott». Bei vielen antiken Zivilisationen werden in den geläufigen Kosmologien die großen Herrscher, Könige, Pharaonen oder Kaiser häufig als die Söhne des Gottes, z.B. der Sonne oder eines Sternes, dargestellt. Diese göttliche Autorisierung der herrschenden Oberhäupter sicherte ihnen ihren absolutistischen Machtanspruch auf Erden; durch die priesterlichen Darstellungen wurden sie als Person sozusagen tabuisiert «sakro sankt», und damit unangreifbar in allen ihren Entscheidungen. Die moderne Sicht eines demokratisch erzogenen Europäers, der für diese Art der Verfügungsgewalt über das Volk wenig Verständnis aufbringt, war für den in der Antike lebenden Menschen absolut undenkbar. In dem damals üblichen Gruppendenken und -empfinden war es allen Bürgern völlig natürlich, dass alle Menschen des Volkes – nicht nur die persönlichen Sklaven – ohne Frage absolute Leibeigene z.B. des Pharao in Ägypten, des Königs in Griechenland oder des Shahinshah in Persien oder des Aššur, dem König von Assyrien waren. Das arbeitende Volk der Gläubigen konnte niemals wirklich Kenntnis davon erlangen, dass ihnen mit dieser Interpretation der göttlichen Hierarchie immer und zu allen Zeiten von den Priestern der absolute Gehorsam, natürlich im Auftrage des großen Herrschers, aufgezwungen wurde. Die vom König eingesetzten Hohepriester hatten in jedem Land die absolute Kommunikationshoheit und konnten mit ihren Verkündigungen ohne Frage den Auftrag des Herrschers befolgen und so seinen fundamentalen Absolutheitsanspruch durch Rituale in den extra dafür errichteten Tempeln mit entsprechenden Festlichkeiten, Prozessionen und Opferregelungen für das Volk dauerhaft gewährleisten. Wer sich den heute noch üblichen überbordenden Prunk bei vergleichbaren kirchlichen Veranstaltungen in Rom oder anderen Zentren der Religionen in Indien, Thailand, China und Japan anschaut, kann in etwa nachvollziehen, wie diese religiösen Zurschaustellungen bereits vor mehreren tausend Jahren das Volk tief beeindruckt haben.

Selbstverständlich sind alle menschlichen Vorstellungen eines ursächlichen Wesens vor aller Offenbarung immer nur Annahmen bzw. Hypothesen, die sich meistens auf Visionen und Aussagen oder niedergeschriebene Dokumente historischer Personen beziehen, z.B. Religionsstifter oder Propheten und Mystiker (heilige Männer) verschiedener Kulturen. Hinsichtlich der Erkenntnis des unkennbaren Schöpfungsfeldes vor jedem Anbeginn einer Offenbarung verhält sich unser Denken zur Realität wie das Polygon zum Kreis. Obgleich jedermann nach Einstein mittlerweile weiß, dass der Weltenraum unendlich ist, bleibt es allen Forschern oder Astronauten versagt, die Grenzen des Universums auch nur annäherungsweise anzudeuten. Weil das menschliche Denken solche Gegensätze nicht verarbeiten kann, werden sie von den Philosophen, Theologen und Kosmologen gerne hinter nebulösen Thesen über astronomische Voraussetzungen verborgen. Bereits in Griechenland gab es seinerzeit einen «unbekannten Gott», der auf dem «Aeropag» (Tagungsort des obersten Gerichts im antiken Athen) vom Volk verehrt wurde, wie Paulus seinerzeit bei seiner Visite in Athen festgestellt haben soll. In der hinduistischen Philosophie gibt es mehrere Schöpfungsmythen, bei denen unpersönliche Weltfelder als die höchsten unkennbaren Kraftwirkungen des Universums benannt werden. Angesichts der häufig sehr kontroversen Vorstellungen über die Schöpfung bzw. die Lebensvorgänge im All kann der Mensch eigentlich immer nur konstatieren, dass dieser unser Kosmos stets ein weit über das Verstandesdenken hinausgehendes Miteinander überdimensionaler metaphysischer Wirkungen, Reflexionen und Inspirationen ist und war. Alle Weisen der Welt bestätigen eine so ziemlich für alle Religionen gültige Aussage: Das höchste allumfassende Universum steht in einer dynamischen, vollkommenen Einheit aller Vielheiten, die über jedes menschliche Denken und Erfassen hinausgeht.

Hier zitieren wir Giordano Bruno selbst aus seinem Buch „Über die Ursache, das Prinzip und das Eine“:

„Also ist diese Welt, dieses Sein, dieses Wahre, dieses Universum, dieses Unendliche und Unermessliche in jedem seiner Teile ganz, so dass es die Allgegenwart selbst ist. Was daher im Universum ist, ist hinsichtlich des Universums nach dem Maße seiner Fähigkeit überall, sei es auch in bezug auf die übrigen Einzeldinge, was es wolle; denn es ist über, unter, innerhalb, rechts, links und überhaupt an jeder Stelle des Raumes, weil im Unendlichen als Ganzem all diese Unterschiede sind wie auch keiner von ihnen. Was wir auch im Weltall betrachten: es enthält, was Alles in Allem ist, und umfasst daher auf seine Weise die ganze Weltseele, wenn auch – wie schon gesagt – nicht vollständig, so doch als eine solche, die ganz in jedem beliebigen Teil des Universums ist. Da der Aktus einer ist und überall ein Sein bewirkt, so darf man annehmen, dass es in der Welt eine Vielheit von Substanzen und von dem gebe, was wahrhaft das Sein bildet. Darüber hinaus seht Ihr es – wie ich weiß – als unzweifelhaft an, dass jeder einzelne dieser unzähligen Weltkörper, die wir im Universum erblicken, darin nicht wie in einem ihn umschließenden Raum oder Zwischenraum an bestimmter Stelle schwebt, sondern wie in einem alles Umfassenden, Erhaltenden, Bewegenden und Schaffenden, welches von jedem dieser Weltkörper ebenso ganz umfasst wird wie die Weltseele von jedem seiner Teile. Wenn also ein einzelner Weltkörper – wie die Erde – sich auf einen anderen wie die Sonne – zubewegt und ihn umkreist, so bewegt sich doch in bezug auf das Universum keiner auf dasselbe zu, noch um dasselbe, sondern in demselben.
Außerdem lehrt Ihr, dass auch das Wesen des Universums Eines im Unendlichen ist und in jedem Ding, sofern man es als Glied von jenem betrachtet, so dass in der Tat das Ganze und alle seine Teile der Substanz nach Eines sind; daher habe es Parmenides nicht unpassend das Eine, Unendliche und Unbewegliche genannt.. Ihr sagt, dass die Unterschiede, die man an den Körpern hinsichtlich ihrer Form, Beschaffenheit, Gestalt, Farbe und ihren sonstigen besonderen sowie gemeinsamen Eigenschaften wahrnimmt, nichts anderes sind als das wechselnde Antlitz ein und derselben Substanz: ein unstetes, bewegliches und vergängliches Antlitz des einen unbeweglichen, beständigen und ewigen Seins, in dem alle Formen, Gestalten und Glieder sind, aber noch ungeschieden…“ –

Und Dionysios Aeropagita teilt uns seine Weisheit von der Einheit des ursächlichen Feldes mit:

„Die heilig Eingeweihten verstehen unserer theologischen Überlieferung nach unter göttlicher Einung jene geheime Wirklichkeiten, die tiefgründiger als jeder Urgrund und darum nicht mitteilbar sind. Sie führen bis zur Höhe jener Einheit empor, die uns unerreichbar, unsagbar und unerkennbar ist. Und dieselben Theologen nennen göttliche Sonderung jedes wohltätige Offenbarwerden der Urgottheit, d.h. alle ihre Äußerungen im Hinblick auf uns. Im Anschluss an die Heilige Schrift reden sie auch von den Eigentümlichkeiten der erwähnten Einung und behaupten, dass auch die Sonderung wieder in Einungen und Sonderungen geordnet werden müsse.
Ein Beispiel: gemäß der wahrhaft göttlichen Einheit des urgöttlichen Wesens, das jenseits aller Wesen ist, müssen wir der ureinen Dreifaltigkeit folgende einheitlichen gemeinsamen Eigenschaften zuschreiben: ihr heiliges Vorhandensein überragt alles Wesenhafte, ihre heilige Göttlichkeit übersteigt jedes einzelne Göttliche, ihr allwirkendes Gute reicht über alles wirkende Gute hinaus und ihre heilige Identität – ihr über alles erhabenes Sich-Selbst-Ewig-Gleich-Bleiben – umfasst und sprengt alle einzelnen Eigentümlichkeiten in ihrer Ganzheit. Die heilige Dreifaltigkeit ist deshalb eine Einheit auch noch jenseits und oberhalb des Prinzips der Einheit selbst, denn sie ist jenseits von jeder Eigenschaft, und ebenso jenseits von Unsagbarkeit, Vielheit oder Vielnamigkeit, jenseits von Unkennbarkeit oder allbegreifendem Weltverstehen, jenseits von allumfassendem Bejahen, allumfassendem Verneinen, Übersteigen, Unerreichbarbleiben – ja sie ist auch noch jenseits des Nicht-mehr-berührt-werden-könnens von jedem Ja und von jedem Nein. Sie ist das Verbleiben und Ruhen der ureinheitlichen Hypostasen ineinander, die Urgrundlage und der Fortbestand aller persönlichen Grundwesenheiten der heiligen Dreifaltigkeit in ihrer Einheit und Allgegenseitigkeit, in ihrer Einheit vollkommen auch noch jenseits des Prinzips jedes Einsseins selbst, in ihrer Allgegenseitigkeit vollkommen auch noch jenseits von jedem Unterscheiden, Trennen oder Verbinden, also ohne jede Vermischung.“

MilkyWay-full-annotated/NASA

Man kann heute nach den weitreichenden Erkenntnissen der Quantenphysik und der Erforschung der elektromagnetischen Wellen (Licht, Rundfunk, Radioaktivität) sich von dieser gewaltigen Einheit aller Schöpfungen sehr viel besser eine analoge Vorstellung machen, als zu den Zeiten, in denen gerade die fundamentalen Erkenntnisse der Materie in ihrer sich in der Natur offenbarenden Vielfältigkeit besprochen wurden. In Anbetracht all dieser Erkenntnisse können wir heute sagen, und mit Bestimmtheit durchaus davon ausgehen, dass im Beginn aller Anfänge eine mit allen universalen Kräften und Dimensionen ausgestattete Monade aus dem unkennbaren Urfeld des Metaversums hervorgegangen ist, die Urmonade.
In diesem allumfassenden Offenbarungsfeld vibrierte und vibriert ein alles tragendes und durchdringendes universales Bewusstsein (die universale Seele), das mit seiner unbeschreiblichen Energie und unvorstellbaren Liebe die Idee des ewigen unkennbaren göttlichen Urfeldes offenbarte, der LOGOS, TAO, Ahura Mazda, Indra o.ä..
Es expandierten sieben Dimensionen mit sieben Kraftströmen und erfüllten die sieben kosmischen Gebiete, das Akasha- oder PSI-Feld. Das universale Bewusstsein stand als fundamentales Lebensprinzip bei allen seinen Offenbarungen in der Mitte, wie Laotse in seinem Daodejing sagt, die sich in Myriaden von Monaden im unendlichen Raum des Offenbarungsfeldes ausbreiteten.
In allen Monaden vibrierte und vibriert stets die eine alles umfassende Grundidee der göttlichen Schöpfung: Das jeder Monade eingeborene Werkzeug – eine Galaxie, ein Sternennebel, ein Sonnensystem, Planeten Monde, Asteroiden etc. oder ein Mikrokosmos – wird durch die sieben schöpferischen Kräfte des Universums in seiner Monade fortentwickelt und vollendet, um dann in den nächst größeren Systemen mit diesen Monaden vollendet und vereinigt zu werden, bis letztlich alle geschaffenen Monaden in die Urmonade eingehen werden.
In dem uns näher stehenden Kosmos der Milchstraße begegnen sich die Kräfte der kosmischen Monade Erde innerhalb der Monade des Sonnensystems mit den acht Monaden der Planeten, Merkur, Venus, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun, Pluto, sowie ihren Monaden der Monde, der zugehörigen Kometen und Asteroiden. Jede Monade unserer Galaxie beherbergt eine komplette Schöpfung, einen wirkenden, lebendigen Kosmos aus sieben Kraftfeldern, eine lebendige sich selbst bewusste Wesenheit in Entwicklung. So wird der Planet Erde mit allen eingebundenen Wesen und Lebenswellen von seiner Monade zur Vollendung im Kosmos der Sonne geführt. Die naturgebundene Evolution auf der Erde wird von zahlreichen Monaden dynamisiert. Sie bewahren und fördern alle implementierten Kosmen, Wesen, Lebenswellen bis zu ihrer Vollkommenheit, dann zur Vereinigung mit ihrer eigenen Monade, dann zur Versammlung aller Monaden mit gleicher Vibrationstiefe. In Folge werden sie der sie umfassenden Monade ihrerseits zur Vervollkommnung beistehen und sich zukünftig in die höher stehende Monade der Sonne eingliedern.

Diese Betrachtung lehnt sich auch an das Gedankenfeld von Gottfried Wilhelm Leibniz an, der im 17. Jahrhundert in seiner Theodizee und der Monadologie auf besondere Weise die Zusammenhänge zwischen der Urschöpfung, dem Gotteswesen und seinen Geschöpfen bis hinunter zur einfachen Natur dargelegt hat. Als beachtenswert und relevant für diese Ausführungen soll folgender Gedanke aus der Monadologie stehen: „Die kleinsten, einfachen, unteilbaren Teile (A-tomos) in der Natur sind im metaphysischen Sinn Ideen des Schöpfers.“ Leibniz verwendet dafür auch den Begriff „Substanz“. Seit Aristoteles versteht die Philosophie unter „Substanz“ ein selbständiges seiendes Wesen oder Entelechie. Diesen einfachen Teilen gibt Leibniz dann den Namen Monade. Das Wort selbst stammt von dem griechischen Wort Monas ab, was so viel wie Einheit bedeutet. Nur die Einheit ist Sein, die sich aus der Einfachheit, der Einzelheit und der Einzigkeit zusammensetzt. Leibniz verbindet sich mit diesem Denkansatz über das universale Geschehen und die Schöpfung mit Giordano Bruno, der in seinem Werk „Über die Ursache, das Prinzip und das Eine“ 1584 ein hohes Lied auf die grundlegende Einheit der Schöpfung verfasst hat. Brunos vielfältige Begründungen arithmetischer und geometrischer Art bestätigen aus menschlicher Sicht die alles umfassende Einheit der Schöpfung in aller Vielheit. Zumal wir selbst denkende Wesen innerhalb einer Monade sind, können wir diese plausiblen Darlegungen der göttlichen Einheit eigentlich auch begreifen, in der sich die Vielfachheit der Geschöpfe offenbaren kann. Als Basis für die Evolution proklamieren beide Philosophen die Monaden, diese „einfachen Substanzen“ – aus sieben sich gegenseitig durchdringenden 7-fachen Kraftfeldern konzipierte Holokumulies –, die als selbstständig seiende Wesen nur möglich sein können, wenn auch eine Vielheit zusammengesetzter Substanzen (Monaden), also eine räumliche und körperliche Welt in Evolution existiert.

Folgen wir den Grundgedanken von G. Bruno und G.W. Leibniz, dann kann man das kosmische Geschehen etwa folgendermaßen darstellen:
Aus der Urmonade vom Anbeginn erklingen durch alle sieben kosmischen Gebiete sieben Schöpfungskräfte in den sieben Dimensionen aller universellen Monaden, die dann von der Uridee erregt ihrerseits galaktische Monaden entwickeln. In Folge entstehen gleichermaßen in ihnen Myriaden Sonnenmonaden und planetare Monaden. Der Gedanke, dass es mehrere Universa geben kann, wäre dabei keineswegs abwegig. Die Kaskade der monadischen Schöpfungen analog der Schöpfungsidee vom Anbeginn nimmt kein Ende, bis für alle Wesen bis hin zu den Nanotierchen das Leben geoffenbart ist. Wie bei einem gewaltigen Orchester – auch wenn es das menschliche Denkvermögen nahezu überfordert – klingen alle universellen, galaktischen, solaren, planetaren Monaden in der Einheit zusammen mit der ursächlichen Monade des Schöpfungsfeldes, Tao, Gott-Vater, Indra o.ä. Alle auch sehr stark unterschiedlichen Monaden des allumfassenden Universums sind stets und permanent eins mit der fundamentalen Einheit aller. Das universale Bewusstsein fügt sich mit seinen Vermögen hinein bis in die kleinsten Monaden, dynamisiert die jeweiligen Funktionen und Aufgaben angepasst an die durch sie geführten Lebewesen, ganz gleich ob atomar winzig oder galaktisch groß.

Die Monaden kommunizieren seit Anbeginn vollkommen miteinander, sowohl als Gruppen als auch im Einzelnen, in Harmonie für die eine Schöpfungs-Idee, genauso vollkommen und harmonisch wie ihr ursächliches Schöpfungsfeld, das aus dem und in dem unkennbaren ewigen Hyperuniversum erklingt. So wie die Monade der Erde ein Geschöpf der kosmischen Monade des Sonnensystems ist, wurde die Monade der Sonne wiederum aus der galaktischen Monade der Milchstraße hervorgebracht. In der kosmischen Monade des Sonnensystems kreisen auch die acht Monaden der anderen Planeten mit ihren Begleitern. So wie der Mond seine Monade bei seiner Schöpfung aus der Erdmonade empfangen hat, so haben die anderen Planetenmonde im Sonnensystem ebenfalls ihre Monaden aus ihren Mutterplaneten erhalten, als sie im Prozess der Hervorbringung erschaffen wurden.
Die Monaden aller irdischen Wesen und Lebenswellen auf und in der Erde gliedern sich ein in die weltumspannende irdische Monade. Sie sind insofern stets eine Wirkungseinheit, und doch unterschieden nach den jeweils eingegebenen Aktionsstrukturen. Man könnte dieses mit der Erde verbundene monadische Feld auch als die universelle bruderschaftliche Kette andeuten, aus der und in der sich die im irdischen Kosmos geoffenbarten Glieder der Botschafter und Heilsbringer, wie Lao Tse, Vishnu, Shiva, Zoroaster, Buddha, Moses, Jesus Christus und Mani offenbarten. Sie alle verkündeten den Menschen, wie sich einmal aus ihrem Mikrokosmos der wirkliche Mensch zu seiner vollendeten Monade hin entwickeln kann und wird. Diesem Gedanken folgt die oft beschriebene Vorstellung, dass die »Monade« ein Gottesfunken ist, weil sie der Impuls- und Kraftgeber aus dem höchsten universellen Lebensbereich für jede Offenbarung ist. So wird diese monadische Beeinflussung im Mikrokosmos als die „göttliche Seele“ benannt, oder als der „eingeborene Sohn“ – in der christlichen Welt – als „Atman“ in der brahmanischen Welt.

Für die konsequente Umsetzung der ihnen innewohnenden Idee aus dem universalen Bewusstsein setzten alle Monaden für die Schöpfung ihrer Wesen – Engel, Menschen, Tiere, Pflanzen – die sieben fundamentalen Kräfte ein, die in den sieben Dimensionen alles Dasein bewirken. (Siehe Kapitel: Wesen und Wirken im All, in „Basis der Evolution“)
Wer ernsthaft versucht, diesen Vorgängen und Impressionen mit seinem Verstandesdenken zu folgen, was eigentlich völlig natürlich und auch logisch ist, das sich aber an den materiellen Gegebenheiten orientiert wie ein empirischer Verhaltensforscher, für den ist leider auch das Zweifeln und Verleumden dieses Modells bereits vorprogrammiert. Der Leser dieser Gedanken sollte sich selbst dieser außergewöhnlichen Problematik bewusst sein und sich entgegen aller Vorbehalte vorübergehend einmal auf den Standpunkt des Autors stellen.
Es kommt noch ein anderer, nicht zu unterschätzender Vorbehalt ins Spiel, der aus dem Unbewussten all unserer Bedenken dominiert: Es ist bei den Besprechungen und Traktaten der modernen Philosophen obligatorisch, die Erkenntnisse der antiken Weisen als unanfechtbar hinzustellen. Das führt sehr schnell dazu, dass das theoretische Erwägen – insbesondere transpersonaler Welten – über die veralteten Dogmen und Tabus nicht hinaus kommt. Darum können die neuesten Forschungserkenntnisse aus den aktuellen Wissenschaften keineswegs so schnell in die bestehenden, antik-religiös überschatteten Kosmologien einfließen.

Warum sollte heute die geistige Inquisition nicht ebenso schnell zur Hand sein, wie ehedem im Mittelalter, um die erfolgreichen Pfründe der herrschenden Priesterscharen mit ihren eigenen Theorien zu schützen? – Wer jedoch unvoreingenommen bereit ist, auf den Spuren eines G. Bruno und G.W. Leibniz, sich mit einem holografischen Denkmodell, das für die Wellenlehre der elektromagnetischen Welten und die Optik entworfen wurde, diesen monadischen Prinzipien in der Schöpfung zu nähern, erlebt eine durchaus sinnvolle und plausible, leicht verständliche Kosmologie, die eigentlich von allen aufrichtigen und ehrlichen Denkern akzeptiert werden könnte und sollte.

Mit dem Denkansatz von Bruno und Leibniz werden die gigantischen Strukturen der vielfältigen Kommunikation in der universellen Schöpfung wie in einer ahnungsvollen Vision sichtbar.
Aus und in dem unkennbaren ewigen heiligen Feld des Anfangs vor allen Anfängen entfaltet sich die Urmonade, der Logos, Tao, Brahma, das universale Bewusstsein. Dieses Schöpfungsfeld vor allem Anfang ist bezüglich des irdischen Menschen völlig und absolut unpersönlich und besitzt keinerlei Figuration, keine von uns erkennbare Qualität oder Quantität, die sich dem stoffgebundenen Denken erschließen könnte.
Alle figurativen Gottesdarstellungen seit dem Griechentum, und wenn sie künstlerisch noch so schön oder wertvoll wären, sind totale Irreführungen. Selbst die Götterhierarchie des Zeus nach Gaja und Chaos sind nur mentale Projektionen irdischer Kräfte im stoffgebundenen Lebensfeld, die den griechischen Priestern und ihren Künstlern in den Tempeln als Visionen erschienen waren, um dem Volk weise und gerechte Lebensrichtlinien zu geben. Es ist dabei immer zu berücksichtigen, dass die antiken Menschen mit ihrem Denken noch direkt allegorische Bilder in ihrem inneren Schauen aufrufen konnten, die die Plastiken in den Tempeln und auf den Plätzen mit den gemeinten Attributen und Qualitäten sozusagen bekleideten. Der schauende Grieche sah also nicht nur die Marmorstatue, sondern vielmehr ihre spirituelle Bedeutung, ihr Wirken und ihre Affekte. Die indischen Darstellungen der Schöpfungsmächte glichen bis zur Eroberung von Nordindien durch Alexander den Großen eher abstrakten Abbildungen von Kräften. Auch die indische Bevölkerung konnte damals die transpersonalen Kräfte der Götter in ihrem allegorischen Schauen mit den von ihnen geschaffenen Skulpturen verbinden. So kennt man von Buddha z.B. an dem Ort seiner Anwesenheit die Darstellung seiner Füße, oder er wurde da und dort als Baum visualisiert. Selbst Shiva wurde in frühesten Abbildungen nur als ein monolithischer Stein symbolisiert. Ob es sich bei solch einem Phallus um die allegorische Darstellung seiner göttlichen Potenz handelt oder um ein steinzeitliches Symbol unbekannten Inhaltes, wird heute von Fachleuten diskutiert, denen das direkte allegorische Erfassen der Plastiken oder Skulpturen völlig abhanden gekommen ist. Man kann daraus auch den Rückschluss ziehen, dass sich mit der Bewusstseinsverengung im Menschen für den einfachen Gläubigen die heute üblichen persönlichen Gottesdarstellungen als eine pragmatische Modifikation der ursprünglich abstrakten Beziehungen zum göttlichen Wesen durchgesetzt haben. Speziell in der hinduistischen Religion ist bei einigen Gottesveränderungen eindeutig nachzuvollziehen, wie sich einzelne große Gottheiten aus regionalen Vorgängern heraus entwickelten, und danach beim Volk zunehmend an Popularität gewannen. Zuletzt erfuhr auch der Brahmanismus durch die Wiederbelebung der völlig abstrakten Vision des stets immanenten Kraftfeldes Brahman wieder an Bedeutung. Brahman ist ein unpersönliches Konzept vom Göttlichen, als neutrale, alles umfassende Gesamtheit aller Energien, ein Urgrund des Seins aller Universen, ohne Anfang und ohne Ende. Und doch bildet es den gedacht chronologischen Anfang allen Seins, so die Philosophen der Upanishaden. Brahman wäre im korrekten Zusammenhang ohne weiteres der Urmonade vergleichbar, die nach der bhagavad-gïtã in allen Geschöpfen als „Atman“ die interkosmische Evolution betreibt.

Fassen wir hier für die nachfolgenden Betrachtungen erst einmal zusammen:

  1. Vor allem Anfang existierte und existiert ein unergründliches, ungeschaffenes, ewiges, heiliges, göttliches Feld, das über alle denkbaren und undenkbaren Ideale erhaben ist. Aus diesem ging hervor:
  2. der Logos, Tao, Brahman, das ursächliche Schöpfungsfeld für alle Universen, auch die Urmonade, das universale Bewusstsein. Diese Emanation aus dem unkennbaren Hyperuniversum vor dem Anfang aller Anfänge verursacht seitdem ein beständiges Erschaffen unendlichen vielfältigen Lebens.
  3. Diese Schöpfung umfasst in sieben Dimensionen und sieben kosmischen Gebieten das ganze Dasein allen Lebens.
  4. Das Sein bewirkt und strukturiert sieben Kräfte, sieben Strahlungen; von der höchsten Energiestufe, dem universalen Bewusstsein, begonnen, drei nirvanische Felder, die Mentalis, die Astralis, das Ätherfeld plus der Offenbarungsebene im Nadir, die Materie,
  5. Alle Monaden sind als solche aus den sieben Kräften lebend, wirkend und bewusst und in der Gruppe vollkommen, wie die Uridee des Unkennbaren selbst.
  6. Alle Geschöpfe werden in und von ihren Monaden geschaffen, von der größten Galaxie bis hin zum Menschen, den Tieren, Pflanzen und Mikroben. Sie sind im status nascendi unvollkommen und werden über eine jeder Art gemäßen Evolution zur Vollendung geführt.
  7. Alles Dasein besteht zusammen in einer progressiven Dynamik, Evolution oder dynamischen Entropie, die von den Monaden ausgeht und gesteuert wird, und letztendlich zu einer vollkommenen Einheit aller Geschöpfe mit dem universalen Bewusstsein hinführt.
  8. Jede Schöpfung in der Monade findet in und mit den erforderlichen sieben Kraftfeldern statt, die sukzessive mit dem Geschöpf zentral verbunden und für weiterführende Aktionen entwickelt werden. Diese Entfaltung beginnt immer in der energetisch niederen Ansicht und setzt sich aufbauend fort bis in die oberste Energie-Ebene. Für uns Menschen ist die niederste Energie die Materie, die höchste in den nirvanischen Feldern.
  9. Der irdische Nadirzustand mit dem Feld der Materie, die entgegen der empirischen Wahrnehmung der Menschen auch ein elektromagnetisches Kraftfeld ist, stellt einen expliziten Sonderzustand in der Schöpfung dar, der mit der Vollendung der drei nirvanischen Felder in den Monaden entfällt. Die mikrokosmische Evolution beginnt mit einem Werkzeug als materieller Körper, der in der weiteren Entwicklung wichtige Aufgaben zu erfüllen hat. Die irdischen Wesen und der Kosmos Erde benutzen nach ihrer vollständigen Entfaltung mit der Monade als unterstes Wirkungsfeld das Ätherfeld.

Wer diese Faktoren einigermaßen neben seine bisherigen Vorstellungen harmonisch einfügen kann, dem wird ganz deutlich: Alle Monaden der universellen Evolution dynamisieren einerseits die geschaffenen Entitäten, Wesen und Körper – Seelen, Mikrokosmen, Kosmen – zur Vollkommenheit ihres Seins und harmonisieren anderseits mit Liebe und Gerechtigkeit das Miteinander aller Wesen und Geschöpfe kraft des universalen Resonanzgesetzes. Dabei umfasst das monadische Feld der Erde auch alle irdischen Monaden der Devas und Engel, die Mikrokosmen und alle sich in Entwicklung befindenden Menschengruppen, Tiere und Pflanzen, etc.. Es ist im Geschehen des irdischen Chaos unübersehbar, dass eine gewisse Anzahl von Mikrokosmen körperlicher Menschen direkt von eigenen Monaden instrumentalisiert werden, und andere Menschen in Gruppen von einer Monade weiter entwickelt werden. Das Wesen Erde entwickelt sich nicht nur als materieller Körper stets weiter, sondern natürlich auch mit allen unstofflichen Kraftfeldern. Dabei tragen die auf ihr lebenden Menschen eine besondere Verantwortung für die Evolution des Planeten, nämlich mit ihrem fortschreitenden Erfassen und Erkennen der Lebensprozesse in allen irdischen Sphären die Entfaltung der irdischen astralen und mentalen Sphären zu ermöglichen. Diese spezielle Aufgabe teilen sie sich mit den Naturwesen, Devas oder Engeln dieser Welt. Alle Tierfamilien bzw. Gattungen und Pflanzenarten und -Familien werden je nach eigener Art von ihren Monaden bestimmt und geführt und sind in die allgemeine Evolution eingebunden.

Es ist immer wieder erstaunlich, wie intelligente Autoritäten der empirischen Wissenschaft und Philosophie die Schöpfung selbst aus dem Zufall materieller Gegebenheiten erklären wollen, obwohl eigentlich allen Christen aus der Bibel bekannt sein sollte, dass am Anfang von allem der Logos, das Licht war.

Es gibt ein Meer von Licht, ein gigantisches Spektrum aus elektromagnetischer Energie. Aber die Menschheit kann dieses Bewusstseinslicht nicht erfassen, weil sie von den niederen astralen Kräften an die materielle Selbsterhaltung gefesselt ist. So nimmt sie nur einen winzigen Bruchteil dieser Leben spendenden Kräfte wahr, weil ihr Wahrnehmen und Bewerten mit der stofflichen Seite des Lebens verbunden ist. Solange der Mensch nur der materiellen Seite des irdischen Daseins seine Aufmerksamkeiten schenkt, kann er mit seinem Denken nur das stoffliche Bewusstsein aktivieren, vielleicht ein wenig auch etwas aus dem Ätherbewusstsein. Von dem alles durchstrahlenden siebenfachen Licht, das in diesem Falle alle elektromagnetischen Strahlungen und alle unstofflichen Vibrationen im All umfasst, gehen zur Menschheit permanent lebenswichtige Impulse aus. Die Menschheit reagiert jedoch überwiegend selbsterhaltend im Rahmen der materiellen Gegebenheiten ihrer Umwelt, soweit sie diese mit ihren Sinnesorganen erfassen kann. Unentwegt verschenkt sich das Licht jeden Augenblick an alles und alle, die in seinen Schein eintreten. Der Mensch strebt verständlicherweise nach Lebenserhaltung und Lebenssicherung, also nach Haben, Macht und Ruhm, Anerkennung, Liebe und Ehre. Er will möglichst alles als sein persönliches Eigentum besitzen. Sogar die Heiligkeit, die Einweihung und die Erleuchtung wollen die Frommen „haben“, also in ihren Besitz nehmen. Dabei werden sogar Humanismus und Karitas zu attraktiven Beschäftigungen auf dem Wege zur Selbsterhöhung eingesetzt. Im Kampf um die höchsten Plätze im Selbstwertgerangel gründen immer mehr Meister, Avatare, Maharishis und Kalifen ihre Rettungsorganisationen. Um die Verwirrung der Menschen zu vermehren, werden nahezu täglich neue Modelle über die Psyche und ihre Erleuchtung erdacht und durch dafür geeignete Medien und über Videos im Internet verbreitet. Auf allen Ebenen wird so versucht, die Gedanken der verunsicherten Gläubigen mit gezielten Methoden zu verwirren, damit sie gar nicht erst zur Erkenntnis des eigenen Seins und ihrem in der Zukunft liegenden tatsächlichen Lebensziel kommen.

Ein amerikanischer Philosoph der Neuzeit wagte zu behaupten, dass die heutige Menschheit in einer Flut von Kommunikatiosmüll untergehen wird, wobei sie das Wesentliche des Daseins bereits völlig aus den Augen verloren hat. Angesichts der ungezählten Artikel in den internationalen Zeitungen und Zeitschriften, der vielfältigen Berichte und Filme im Fernsehen und der Milliarden Videos im weltweiten Internet, begreift man diesen Mann. Einstein erzählte seinerzeit den staunenden Journalisten: „Er kenne zwei Unendlichkeiten: Die Unendlichkeit des Weltalls und die der menschlichen Dummheit. Bei ersterer wäre er sich aber nicht ganz so sicher“. Eigentlich kann man nicht von einer Dummheit der Menschen sprechen, das wäre wirklich zu einfach. Aber Einstein hat schon bestens erkannt, wie wenig die Menschen im allgemeinen von ihren wirklichen Lebenszusammenhängen erfassen können, und wie wenig sie sich bewusst werden, dass sie völlig natürlich von diversen Kräften des Diesseits und Jenseits manipuliert und ausgebeutet werden. Das alles ist unerkennbar zu einer permanenten Selbstverständlichkeit geworden wie das Atmen. Ja, man muss eigentlich sagen, wie wenig die Menschen sich der „Schafherdenmentalität“ bewusst werden können, weil ihr Begehren, Wahrnehmen und Denken bei den alltäglichen Zwängen im materiellen Überlebenskampf vor allem von den einfachen Verrichtungen in den stofflichen Gegebenheiten des aktuellen Daseins gefangen genommen werden.

Wie ist das alles entstanden und wie ist das alles so geworden, sollte man sich doch fragen. – Warum wird nicht gefragt?
Bei jedem schönen Gebäude fragt man den Architekten nach seinen kreativen Einfällen zu dem Plan des Hauses, bei jedem hervorragenden Gemälde sucht man die Gedanken des Künstlers zu entdecken, um seine Inspiration kennenzulernen, aus der er sein Bild geschaffen hat. Nur bei der Erde untersucht man die Steine, das Wasser und seine körperlichen Bewohner und fragt neuerdings die Planeten im Weltall, woher und warum die Welt entstanden ist. Für alle Gläubigen der Welt, und das ist immer noch die überwiegende Mehrheit der irdischen Bevölkerung, ist die Erdkugel, die Welt, das Produkt eines Schöpfers, eines Gottes oder einer Götterschar, die vor allen Zeiten Welt und Menschheit erschaffen haben. Und es ist höchste Zeit, bei diesen hohen Kräften einmal direkt anzufragen. Oder zumindest den antiken Weisen oder den modernen Philosophen zuzuhören, die immer wieder den Menschen eine kleine Ansicht der Schöpfungsgeschichte vermitteln durften. Sonst wird die ganze Menschheit erneut ein Opfer der kollektiven Unbewusstheit dieser Erde.

Es gibt Sternstunden, in denen das überirdische Wesen einem menschlichen Denken seinen Abglanz schenkt. Lassen wir uns hier auf einen ägyptischen Wissenden ein, genannt Hermes Trismegistos, von dem die hermetische Weisheit über Alexandrien nach Arabien kam.

„Als Gott, der Vater/Mutter seinerzeit den Menschen als Gottesfunken aus sich selbst hervorbrachte und in den unermesslichen Raum stellte, damit er seine Pilgerfahrt beginnen konnte, die ihn von der Unbewusstheit zum Allbewusstsein führen sollte, wurde sein Ort im Raum durch die mehr oder weniger enge Verbindung seines Wahrnehmungsvermögens mit der stofflichen Dichtigkeit jener Gebiete bestimmt, in die das Leben ihn führte. Je fester der Mensch sich mit der Erde verband, desto mehr rückte das Licht von ihm ab. Solange der Mensch dunkel und allein imstande ist, Licht und Wärme zu absorbieren, wird die Erde ihn innerhalb der Kraft ihres Wirkungsfeldes festhalten.“

«Gott der Vater» – «Krishna» – «Allah» – «Voodoo» – «Ahura Mazda» – Es gibt viele unterschiedliche Bezeichnungen für die metaphysischen Kräfte im All, und viele Irrtümer. – Was war im Anfang aller Zeiten? – Kann man das als irdischer Mensch überhaupt erfassen und umfassen? – Das ursächlich universale Bewusstsein als Schöpfungsfeld aller Universen, Entitäten, Wesen, Kosmen und Mikrokosmen, bedingt eine unfassbare Qualität, die sich jedem Denken entzieht. – Und doch gibt es Sternstunden, in denen das allgemeine überirdische Bewusstsein in seiner Größe einem menschlichen Gewahrsein und vernünftigen Denken einen Abglanz schenkt, in dem dieses dann einige Aspekte des ursächlichen Allfeldes der Natur erfassen kann.
Ein gewissenhafter Erforscher des Lichtes, der u.a. seine Quantelung entdeckt hat, bestätigt die religiöse Schau:
„Als ein Mensch, der sein ganzes Leben der am klarsten denkenden Wissenschaft gewidmet hat, der Erforschung der Materie, kann ich Ihnen über das Ergebnis meiner Forschung zu den Atomen so viel mitteilen: Es gibt keine Materie an sich! Jede Materie entsteht und existiert nur vermöge einer Kraft, welche die Teilchen eines Atoms in Schwingung versetzt und dieses äußerst fragile Sonnensystem des Atoms zusammenhält. … Wir müssen hinter dieser Kraft die Existenz eines bewussten und intelligenten Geistes annehmen. Dieser Geist ist die Matrix aller Materie!“ erklärt Max Planck (1858-1947)
«Gott ist Licht.» sagt uns die Bibel. Wenn das richtig ohne den üblichen mystischen Zierrat betrachtet wird, kann erkannt werden, dass seit dem Anfang aller Anfänge so etwas wie eine über alles erhabene Energie wirkte und wirkt. Die ursächliche Energie ist das universale Bewusstsein, der Logos, aus ihm und in ihm wesen das Leben und die Liebe, wie uns viele heilige Weisen in Ost und West mitteilen. Dazu gehören neben Harmonie und Gerechtigkeit natürlich auch die Weisheit, das allumfassende Wissen und nicht zu vergessen, die totale Selbstbewusstheit Aller.

Die höhere Wirklichkeit kann wirken. Sie ist real, ganz konkret. Sie ist wirklicher als aller Wahn dieser materiellen Welt.
Wenn schon die Natur des Todes alle geschaffenen Wesen darin an ihrer Bewusstheit teilhaben lässt, warum sollte nicht der Gott des Alls „seinen Kindern, den von ihm geschaffenen Gottessöhnen und -Töchtern“ auch sein umfassendes Bewusstsein mittels des universellen Bewusstseins, das mit dem Kosmos Erde verbunden ist, zur Verfügung halten, zumindest jenen Teil schenken, den sie kraft ihrer Beseelung für ihre aktuelle Weiterentwicklung und für die Mitwirkung im Gesamtplan des Alls benötigen?
Die Ursache des Lebens vor allen Anfängen ruht in TAO, wie uns Laotse aus China berichtet. Es ist vielleicht die schönste Benennung von einer Wirklichkeit, die keinen Namen haben kann, von der wir uns kein Bild noch Gleichnis machen sollten, wie Moses argumentiert. Ein kurzes Zitat von Dionysios Areopagita beschreibt allerdings in bildreichen Worten die Welt des Schöpfers:

„Gleichwie nämlich die alles übersteigende Güte der alles überragenden Gottheit von den höchsten und vollkommensten Wesen bis zu den untersten herab dringt und doch über allen ist – denn auch die oberen Wesen können die Überhoheit Seiner Güte nicht überragen, und auch die unteren können aus der Umfassung nicht heraustreten – gleichwie die Güte alles erleuchtet, erschafft, belebt, zusammenhält und vollendet, gleichwie sie allen Wesen ihr Maß setzt, deren Aeon bestimmt, und deren Zahl, Ordnung, Umfassung, Ursache und Endziel ist: so erleuchtet auch das strahlende Abbild der göttlichen Güte alle Körper, die an ihr teilnehmen können. Und diese große, durch und durch lichte und immer flammende Sonne wirkt also wie ein vielgestaltetes Echo des Guten, sie hat von oben her ihr Licht ausgebreitet und lässt den Glanz ihrer unvergleichlichen Strahlen über die ganze sichtbare Welt dahinfluten, über ihre Höhen und über ihre Tiefen.“

Dieses unfassbare multiplexe Kraftfeld wirkt über ihre Schöpfung der Urmonade in allen Universen, allen Galaxien, Sternensystemen und Planeten. Die unvorstellbare Vielheit konstituiert in Einheit das Dasein, sie tut es real, ganz konkret und absolut kreativ. Sie ist wirklicher als aller Wahn dieser materiellen Welt, zu der schon die Hinduisten Maya sagten. Maya ist der schöne Schein. Die Griechen hatten einen durchaus passenden Begriff dafür: Hylé. Goethe lässt in seinem Faust sagen: „Und Gott hat es gefallen, alle Dinge zu einem Gleichnis zu machen.“ Plato schreibt in seinem Werk «Der Staat» von den Schatten auf dem Hintergrund der Höhle, die die Seelen als ihre Realität ansehen. Der Mensch gehört zu den Schatten. Das Wirkliche, die Ideen, werden vor der Höhle zwischen dem Feuer und der Höhlenwand vorbeigeführt, die durch das Licht die Schatten der Ideen auf die Rückwand der Höhle werfen.
Der postmoderne Mensch befindet sich inmitten einer revolutionären Entwicklung seines Denkvermögens, die als Wendezeit zwischen der Involution zur materiellen Person und der Evolution zu einer höheren mikrokosmischen Bewusstheit bezeichnet werden kann. Grandiose Möglichkeiten leuchten am Horizont der Zeiten auf. So kann der Mensch, in dem sich der vollständige Denkkörper entfalten wird, viel klarer die subtilen Hinweise seiner Zeit lesen und er wird sich dann zu diesem Horizont aufmachen, der von unserem bisherigen niederen Wahrnehmen nicht erfasst werden kann. Jedoch muss man heute schon bereit sein, für die künftigen Chancen vollbewusst alle bisherigen Weltanschauungen zu relativieren. Tatsächlich sollten alle kosmischen Modelle und religiösen Weltbilder, die der aktuellen Menschheit sehr viel wert sind, überarbeitet werden. Warum? Alles bisher angelernte Wissen über den Menschen selbst, alle alten materialistischen Vorstellungen über den Weltenkörper sind angesichts der neuen Erkenntnisse renovierungsbedürftig, weil die bisherigen Betrachtungen mit einem noch nicht voll entfalteten Mentalvermögen bedacht und übertragen wurden. Alles, was jeder bisher treu und voller Glauben in seinen diversen Gedächtnissen gesammelt hat, sollte ernsthaft einer Überprüfung unterzogen werden. Denn es gilt, in der Aquariuszeit mit der Weiterentwicklung des Denkvermögens zu einem völlig neuen Denken und Bewerten aufzubrechen. Es werden künftig alle Zusammenhänge des Tagesbewusstseins und des Unbewusstseins auf den Prüfstand gestellt, denn mit nur halbem Erfassen würde der Mensch erneut ein Opfer der unstofflichen Kräfte ätherischer und astraler Art im Mikrokosmos und allen damit zusammenhängenden Wesen aus den Kraftfeldern des Jenseits.

Es gilt, alle Zusammenhänge des Bewusstseins zu erforschen, denn mit nur halbem Wissen werden wir erneut geopfert …

Alle Kulturen haben im Rahmen ihrer gesellschaftlichen Wertestrukturen aus Wissenschaft, Philosophie und Religion einen Kanon von Vorschriften und Regeln erschaffen, bestehend aus ungezählten „das darfst du nicht!“, „das solltest Du!“, „das kannst du nicht machen!“, „das ist absolut verboten!“ usw. und im Laufe der Jahrhunderte als Verhaltens- und Denkparameter mit Hilfe von Religion, Medien und Pädagogik in den Menschen verankert. So kann man heute die chinesische Denkweise, die koreanische, die thailändische, die hinduistische, die orientalische, die islamische, die deutsche, die englische, die christliche usw. … beschreiben. Alle haben einige gemeinsame Denkstrukturen, denn alle sind irgendwie ein Produkt von selbstbewussten Persönlichkeiten. Aber viele Denkparameter weichen erstaunlich weit ab von denen anderer Menschen, und dadurch grenzen sich die Menschen stets gegenseitig aus. Diese landes- oder kulturtypischen Denkmuster sind für den Ethnologen recht interessant, jedoch grenzen sie die Möglichkeiten für einen Austausch der realen Lebenserfahrungen sehr stark ein. Die technisch industrialisierten Länder haben eine intellektuelle Kultur des Verstandesdenkens auf der Basis der niederen Aspekte des Denkvermögens über ihre Bevölkerung ausgebreitet. In Korea und China büffeln Kinder in der Schule für ihre Zukunft in einem erfolgreichen Berufsleben, damit die Versorgung der Eltern im Alter gesichert ist. Dabei entsteht natürlich eine einseitige Ausrichtung der Lebenseinstellung auf Wissensanhäufung stofflicher Zusammenhänge und Interdependenzen vor allem für die berufliche Karriere. Die sozialen, menschlichen Komponenten des Daseins werden auf die zwingend notwendigen Rituale reduziert, wie Partnerschaft, Heiraten, Kinder, Familie, Religionsfeiern, Ahnenkult etc. Trotz alledem läuft alles Leben in einem Kreislauf von unbeachteten Kräften ab, wie mittlerweile auch andere esoterische Autoren beschreiben, selbst wenn niemand mehr hinschauen mag oder will.
Eingebettet in seine Monade ist der Kosmos Erde mit allen Lebenswellen und allen Völkern ein vielfältiges alchemisches Laboratorium mit zahlreichen Kraftfeldern, die alle miteinander kommunizieren und isotrop resonant interagieren. Dabei erfasst der auf seinen Intellekt und seine Karriere so stolze Mensch nicht viel mehr, als dass er jederzeit an jedem Ort total in dieses Kräftespiel eingebettet ist. Ja, er wird von diesen Kräften auf unterschiedliche Weise gelebt und ausgebeutet, gerade weil er sie mit seinen Sinnesorganen und seinem Denken nicht wahrnehmen kann, will oder darf. Doch Unwissenheit und Angst haben noch zu keiner Zeit den Menschen vor Schaden schützen können.
Darum ist das Buch: «Basis der Evolution» ein bescheidener Versuch, diese vielfältigen Komponenten und Kräfte des Daseins in einer gewissen plausiblen Ordnung darzustellen. Dafür wurden aus zahlreichen Berichten und geisteswissenschaftlichen Erkenntnissen die in esoterischen Kreisen bekannten transpersonalen Vibrationen in den weiten Räumen des Kosmos aus ihren komplexen okkulten Zusammenhängen gelöst, damit sie in eine einigermaßen übersichtliche Struktur eingefügt werden konnten.

Für den aufmerksamen Leser werden dadurch viele Warums beantwortet, z.B. warum Leben? warum Sterben? warum Liebe? warum Krieg? –

Karl Gamper schreibt in einem seiner Bücher: „Das Herz kann die Einheit, die Ewigkeit, das Formlose und die Form allen Lebens wahrnehmen. Der Verstand ist immer polar und vergangenheitsorientiert. Er kann nicht anders, das ist seine Natur. Wer also mental beispielsweise Erfolg fokussiert, zieht damit immer auch Misserfolg in sein Leben. Die Zukunft beginnt niemals im Kopf! Der Verstand kann jedoch verstehen, dass das Herz der alchimistische Ofen ist und kann daher auch versöhnt mit dem Herzen gemeinsam wirken. Kraft und Notwendigkeit vermählen sich. Das Ego wird als illusionäre Bildergalerie durchschaut und weicht einem authentischen Selbst. Ein Individualist mit einem synchronen Bewusstsein nimmt im Konzert des kosmischen Orchesters ganz natürlich seinen Platz ein, versöhnt und jenseits seines Wichtigkeits-Syndroms. Wenn das Herz aktiviert ist, kommt es auch auf eine sehr natürliche und selbstverständliche Art zu einer Gedankenhygiene. Denn der Verstand rutscht organisch an seinen Platz als Diener. Jeder kann für sich diese Gedankenhygiene pflegen und zum Wohle aller – und auch für sich selbst – nützen. Wir sind nicht getrennt und können daher miteinander machtvolle morphische Echos auslösen.“
Es muss, wie K. Gamper schreibt, von vielen karrierebewussten Menschen wieder die herzliche Bewusstseinskomponente in alle Erwägungen mit einbezogen werden. Doch dabei kann ein selbstbewusster Pionier der Freiheit nicht stehen bleiben. Es gilt, alle Zusammenhänge des Bewusstseins zu erforschen, denn mit nur halbem Wissen werden wir erneut ein Opfer der Äonen, die sich in der Atmosphäre und ihren Feldern der Erde eingenistet haben, vor denen uns schon Paulus im Neuen Testament gewarnt hat: „Denn wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit Mächten und Gewaltigen, nämlich mit den Herren der Welt, die in dieser Finsternis herrschen, mit den bösen Geistern unter dem Himmel.“ Epheser 6.12

Um nicht erneut die alten verdorbenen unvollständigen Weltanschauungen zu unserem Gott, zu unserem Beherrscher zu machen, der alle weiteren Gedanken und Handlungen unseres Lebens bestimmt, müssen wir das Nachfolgende klar vor unsere Einsicht stellen und dort festhalten. Niemand hat dann einen Grund, sich über das chaotische Dasein zu beklagen.
Es gibt eine umfassende Schöpfungsgeschichte der Erde in den Bildern der modernen Zeit, unbeeinflusst von religiösen oder wissenschaftlichen Tabus: Das unkennbare Seinsfeld des allmächtigen Schöpfungsfeldes, hat aus sich heraus in sich ein Offenbarungsfeld hervorgebracht. Die einen nennen diese Urmonade den geoffenbarten Logos („Der Geist schwebte über den Wassern“, steht in der Genesis). Andere sprechen in ihren Denkmodellen von Brahman, Krishna, Tao, von einem PSI- oder Akasha-Feld. In dieser Monade mit dem universalen Bewusstseinsfeld entfalteten sich sieben kosmische Entwicklungsfelder, Monaden, in sieben Dimensionen und mit siebenfach wirkenden Kraftfeldern. Dafür wurden von den Weisen der antiken Kulturen immer «Götter» mit den Sternbildern verknüpft und in den die Erde umfassenden Tierkreis gesetzt. Wo anders hätten solche alles menschliche Denken sprengenden Kräfte ihren Platz haben können? In dieses allumfassende Metaversum wurden und werden beständig neue Schöpfungsideen emaniert, Monaden auf ihren Entwicklungsweg gestellt, die in der christlichen Welt «die Kinder Gottes» genannt werden. Dabei ist heute leicht zu begreifen, dass die aktuelle Menschheit in der irdischen Welt nicht damit gemeint sein kann. Die ursprünglichen Kinder Gottes sind die Monaden und diese hatten in gewisser Weise metaphysische Attribute in Dimension und Vermögen, aber sie waren eben noch Kinder, heranwachsende «Götter». Sie wurden in einen gewaltigen Entwicklungsprozess hineingestellt, in dem sie «Manas», vollwertige Verwirklicher der «Gedanken Gottes» werden können. Nach der Ur-Schöpfung der ursprünglichen Bewohner des Universums, der Monaden, Kräfte und Dimensionen, ging es um eine kosmische Revolution gigantischen Ausmaßes, eine wirkliche Entfaltung aller kreativen Daseinsmöglichkeiten, um die Offenbarung seiner Herrlichkeit in all ihrer Liebe und Barmherzigkeit. Dabei sollte immer an die multidimensionalen Ausmaße des sichtbaren Universums gedacht werden, in dem ungezählte Monaden die Galaxien, Sternhaufen, Sterne und Planeten, ja, selbst Asteroiden und Kometen mit allen denkbaren und undenkbaren Lebenswellen zu bewussten Wesen im kreativen Allgeschehen heranwachsen lassen.

Aber es ist stets erneut festzuhalten: Auf der einen Seite gibt es diese überirdischen Lebensfelder, in denen sich das geoffenbarte kreative Potential von Herrlichkeit zu Herrlichkeit entfaltet, wobei sich tatsächlich die Evolution im universellen Bewusstsein nach dem Emergenzprinzip abspult. In der Monade der Milchstraße mit all ihren Galaxien und Sternen wirkt die Monade des Sonnensystems mit ihren Planeten und Monden. Darin entwickelt sich auch die kosmische Monade der Erde; und auf ihr entwickeln sich die Menschen und die anderen Lebenswellen in den Mikrokosmen ihrer Monaden. In der aktuellen Periode der Selbstentfaltung der niederen mikrokosmischen Kraftfelder müssen die Menschen vorerst konsumtiv leben und wirken. Dabei ziehen sie die materiellen Lebensmittel an sich und schützen sich und ihre Nachkommen durch Besitz und Feststellung ihres Machtbereiches, in dem sie allein befugt sind, die darin vorhandenen Ressourcen allein für sich zu verwenden (Revierschutz). Diese auf die stoffliche Erhaltung ausgerichtete Lebenseinstellung löst auf der anderen Seite beständig den Mangel aus, der auch wieder aufgefüllt werden muss. So entstehen im irdischen Lebensfeld die «Natur der Gegensätze» und des «Werdens und Sterbens» in der Zeit, in dem sich wegen der sich ständig überschneidenden individuellen Interessen und Ansprüche ein vielfältiges Chaos abspult, wie sich auf allen Kontinenten in der Welt beweist. Im Laufe der mikrokosmischen Weiterentfaltung entsteht beim Eintritt in die höheren astralen Felder eine total veränderte Lebenssituation. Bei dieser wird die Selbsterhaltung aller Wesen über die permanente Reflektion der Kräfte in allen Feldern gesichert. Einerseits werden die Ströme aller Kräfte im ganzen Kosmos von allen Wesen widergespiegelt, wodurch verständlicherweise keine Notdurft entstehen kann, andererseits bedarf es jetzt keiner materiellen Nahrungsmittel mehr, weil diese sich aus dem Ätherstrom heraus bilden.

Bei alledem sollte einmal über den folgenden Gedanken ernsthaft nachgedacht werden: Für den normal Sterblichen repräsentiert das sinnliche Erkennen und Bedenken mit seinem Verstand seinen «Geist». – Kann das sein, bei der unvollendeten Erkenntnismöglichkeit des niederen Denkapparates? – Kann der Intellekt so etwas wie «Geist» besitzen? Oder ist der Verstand ein Produkt des Geistes? – Was wohl vielerorts von Autoritäten beschworen und in zahlreichen Philosophien und ergänzenden Publikationen verbreitet wird. Dieses ungebrochene Dogma über den Geist oder das Bewusstsein der empirischen Sinngebung und des Verstandesdenkens ist die Ursache für die weit verbreitete Denk-Degeneration. Gerade darum sollten mit allem zur Verfügung stehendem Mut die behindernden mentalen Baustellen genau ins Visier genommen werden, um alle noch bestehenden Fehlinterpretationen, irreführenden Behauptungen von religiösen Autoritäten zu beseitigen. Der meist zitierte «Geist» steht bei zahlreichen Autoren für die metaphysischen Einflüsse aus dem «Überbewusstsein», dem höheren Selbst. Geist bedeutet demnach nicht einfach alles Unstoffliche des Lebens auch nicht die verdunstenden Substrate von Alkohol oder chemischem Äther. Der esoterisch gemeinte Geist kann als höhere Astralis und die höhere Mentalis angesehen werden. Andere Autoren, wie Sri Aurobindo, setzen den Begriff «Geist» erst in den supramentalen Bereichen der Evolution ein.

Das, was dem Menschen bewusst wird, ist immer eine Erkenntnis aus den sinnlichen oder übersinnlichen Wahrnehmungen. Zumindest ist das der üblicherweise gängige Umgang mit diesem Begriff. Auch wenn der Mensch etwas verstanden oder konkret erfasst hat, benutzt er die Phrase: Das ist mir bewusst. Eigentlich sollte er einen anderen Begriff benutzen, der die Art seiner Einsicht oder Erkenntnis genauer definiert. Das Bewusstsein ist nämlich etwas ganz anderes; eine besondere kosmische Kraft. Das Bewusstsein ist die in allen sieben Lebensfeldern immanente Kraft für die interne und externe Kommunikation, für die Informationsaufnahme, -verarbeitung und -speicherung (Gedächtnis) zur Aufrechterhaltung des Lebens.
Wer sich einmal mit dieser Sichtweise anfreunden konnte, wird sich von den massenhaft angebotenen Vorstellungen und materiellen Modellen des Lebens und des Kosmos beruhigt abwenden. Denn er hat jetzt das Tal der Verirrungen durchschritten und kann mit seinem neuen Denken eine weitere Stufe auf der Treppe zur Erkenntnis der Wirklichkeit ersteigen.

Gab es ein kosmisches Unglück, eine Vertreibung aus dem Paradies?

Wenn wir alle Klischees der Geschichte über die Schöpfung neutral und unbewertet zur Seite stellen und nur die prinzipiellen Wirklichkeiten, die durchaus darin verborgen sind, zu einem logischen und realen Geschehen zusammenfügen wollen, dann erscheint ein etwas anderes Bild von der Offenbarung im Anbeginn. Die Erschaffung des Alls aus und in der Urmonade, die Kaskade der Monaden als Organisationsstruktur des Kosmos, alle Universen, Makrokosmen und Mikrokosmen, alle Galaxien, Planetensysteme, Planeten und ihre Bewohner bis zu den Menschen und anderen Lebenswellen entwickelt sich aus sich heraus nach der einen Uridee unabänderlich in einer vorgedachten Entwicklung, in einer sich erfüllenden Offenbarung. Frei von allen irdischen, durch Menschen autorisierten Vorbehalten kann jede kosmische und mikrokosmische Wesenheit an der monadischen Evolution im All mitwirken und alle Herrlichkeiten dieser freiheitlichen und liebevollen Entwicklung für seinen Teil erfassen und erleben.
Die gesamte Schöpfung entfaltet sich in einer Kaskade von „ursprünglichen Gottesfunken“, den Monaden. In ihnen allen vibriert die Grundidee des hohen Schöpfungsplans ausgehend aus dem universalen Bewusstsein. Jede Monade erschafft in sich – nach dem Vorbild ihres Schöpfers – ein eigenes komplexes Wesen, einen Kosmos, Makro- oder Mikrokosmos, damit diese sich zu einem selbstbewussten mitwirkenden Faktor in der Schöpfung unter der Leitung der Monaden entwickeln können. Dafür muss dieses eingeborene Geschöpf sich selbst in den komplexen Abhängigkeiten der Schöpfung erkennen, um dann die eigene sowie die kosmische Entwicklung konstruktiv zu fördern. In der interkosmischen Evolution entwickelt jeder Kosmos aus den sieben kosmischen Energien eine Wesenheit (Menschen, Wesen, Planeten, Sonnen, Sterne, Galaxien o.ä.) Die Geburt dieses Bewohners im Kosmos beginnt mit der Konzentration auf den untersten beiden Energiestufen, dem Äther und der Materie. Die anderen fünf Kraftfelder in dem Holokumulus sind noch nicht konzentrisch aktiv eingebunden, wirken jedoch bereits bei der Schöpfung mit. Diese zugehörigen Kräfte umschweben wolkenartig das innerkosmische Geschehen so lange, bis auch sie alle vollkommen ausgebildet, konzentrisch aufgenommen, aktiv mitwirkend werden. Die Ur-Idee beinhaltete von Anfang an ein bewusstes Werden und Erwachen in allen Energien, in allen sieben Kraftfeldern der Schöpfung. Also entsteht von Beginn an die Schöpfungsmonade aus der Idee des unkennbaren Schöpfungsfeldes und diese evolviert in sich alle Monaden der Universen im umfassenden Bewusstseinsfeld. Alle Monaden leben und wirken in ihrer unvorstellbaren Vielheit und Unterschiedlichkeit in der Urmonade, dem Logos, Tao, PSI-Feld, Brahman, Krishna usw.. Aus und in dieser Vielheit bleiben alle in der universellen Einheit. Durch sie werden alle zugehörenden kosmischen Entitäten, Galaxien, Makrokosmen, Kosmen und Mikrokosmen mit den in ihnen eingeborenen Wesen, Planeten, Menschen etc. aus den sieben Kräften beständig belebt und entfaltet.

Dies sind die multiplexen Kräfte des allumfassenden universellen Lichtes. Man kann ruhig Analogien mit den uns bekannten elektromagnetischen Energien entwerfen. Ihre Wirk- oder Reaktionsstrukturen entsprechen einerseits den optischen Gesetzen der Reflexion und entfalten sich im Rahmen der Wellenlehre, wie zum Beispiel der Interferenz, der Kohärenz, der Induktion oder der Amplitudenmodulation. Andererseits wirken sie als Kräfte und Energietransformatoren und -Speicher. Dessen ungeachtet sind ihre Wirkungen vielfach differenzierter und mit den Kräften der irdischen Welt unvergleichbar, vor allem was ihre Intensität, ihre Energiedichte und die Wirkungsrichtungen angeht. Diese ursprünglichen Kraftfelder sind im All sieben an der Zahl. Die Siebenheit ist die kosmische Grundstruktur. Sieben kosmische Gebiete, sieben Dimensionen der Entfaltung, sieben Kräfte in sieben mal sieben Wechselwirkungen, 49 Polaritäten, Farben und Offenbarungen.

Buddha hat seinerzeit selbst zu seinen Mönchen des inneren Kreises über das Devachan, das kosmische Feld der Mentalis, allegorisch gesprochen. Was er sagte, kann im Shan-Mun-yih-Tung gefunden werden. Der Tathagata sagt: „Viele tausend Myriaden von Weltsystemen jenseits dieses unseren gibt es eine Region der Seligkeit, genannt Skhavati … Diese Region ist von sieben Reihen von Zäunen umgeben, von sieben Reihen weiter Vorhänge, sieben Reihen sich wiegender Bäume; diese heilige Wohnstatt von Arahats wird von den Tathagats (Dyan Choanen) regiert und ist im Besitz der Bodhisattvas. Sie hat sieben kostbare Seen, in deren Mitte kristallene Wasser fließen, die ‚sieben und ein‘ Eigenschaften oder unterscheidende Merkmale haben (die sieben Prinzipien, die aus dem EINEN ausstrahlen). Dies, o Saiputra, ist das Devachan. Seine göttliche Umsumbara-Blume senkt eine Wurzel in den Schatten jeder Erde und blüht für alle, die sie erreichen. Die in dieser gesegneten Region Geborenen sind wahrhaft glücklich, in diesem Zyklus gibt es für sie keinen Schmerz und keine Sorgen mehr … usw.“ aus Die Mahatma Briefe, A.P. Sinnett und A.O. Hume, Adyar, 3. Band.

Es bleibt, es muss ein Versuch bleiben, wenn man sich ernsthaft Gedanken über die Anfänge des Daseins im Universum macht, insofern es überhaupt einen Anfang gegeben hat. Dieser angenommene Anfang liegt nicht nur sehr weit zurück in einer unkennbaren Vergangenheit – die Schätzungen der Forscher umfassen mehrere Milliarden Jahrtausende – , er ist mit Gewissheit in eine ganz andere Energiequalität eingebettet, die weit über unsere Erkenntnismöglichkeiten hinausreicht, wofür kein Mensch einen Bildervorrat hätte anlegen können, auch nicht aus seinen heiligsten Träumen.

Wir stehen bei aller Weite der naturwissenschaftlichen Erkenntnisse bei der Schöpfung vor dem Phänomen der Undenkbarkeit. Sie kann vom menschlichen Denken allerhöchstens symbolisch beschrieben werden. Und das haben bereits einige weise Philosophen der Antike in Indien, Persien, Griechenland und in Asien versucht. So finden sich in den Veden, in den iranischen Mythen der Meder, im Heldenepos des Gilgamesch aus Ur, in der Genesis und in den Büchern des Hermes Trismegistus, von Pythagoras oder in den Stanzen des Dzyan, die Mme. Blavatsky nach Europa gebracht hat, viele Denkansätze zu allegorischen Kosmologien, die mit Sicherheit alle etwas von der ursprünglichen Weisheit enthalten.
Bei dem folgenden Modell haben einige bekannte Autoren Pate gestanden. Aus der Bibel (NT, Johannes 1.1) stammt der Satz: „Im Anfang war der Logos, und der Logos war bei Gott. Und Gott war das Licht.“ Der griechische Begriff Logos steht für Bewusstsein und für Kraft, für die Idee und die Realisation. Schenkt man dem von der römischen Kirche verurteilten Giordano Bruno die Aufmerksamkeit, dann besteht seit Beginn der Offenbarung eine Urmonade im unbegreifbaren Urfeld vor allem Anfang. Gewöhnlich wird dafür der Begriff «Gott» verwendet. Ich scheue mich, dieses Wort dafür zu benutzen, weil es über zwei Jahrtausende missbraucht wird und für alle mögliche Kraftkonzentrationen übermenschlicher Art im Firmament herhalten muss. Dennoch kann man aus allen Schriftwerken herauslesen, die sich mit diesem Thema befassen, dass es ein übermächtiges unbeschreibliches Kraft- und Lebensfeld gibt, aus dem heraus die erste Offenbarung allen Seins hervorgegangen ist, die sich in IHM ausbreitet.

In der Genesis steht zu Beginn der ersten Schöpfung 1. Mose 1.2: „ und der Geist Gottes schwebte auf dem Wasser.“ und weiter bei 1. Mose 1.6 „Und Gott sprach: Es werde eine Feste zwischen den Wassern, und die sei ein Unterschied zwischen den Wassern.“ Hiermit kann begründet werden, dass ein Bewusstsein die universellen sieben Kräfte, die an anderer Stelle als der „Heilige Siebengeist“ bezeichnet werden, mit einer Schöpfungsidee beauftragt hat, nämlich eine «Feste» zwischen den Wassern zu ermöglichen.
Damit offenbarten sich die sieben Dimensionen als die Ordnung in Raum und Zeit. Diese beiden Dimensionen neben dem universalen Bewusstsein sind charakteristisch für die Schöpfung. Der Raum ist umfassend und hervorbringend, in unserem Verständnis also weiblich, die Zeit ist dynamisierend und bewegend, also männlich. Die vier weiteren Dimensionen: das Licht – Kräfte, Energien –, die Einheit – das Leben und Sein – das Begehren, Dynamik, Wille – und die Wahrheit, Weisheit, Kreativität, gliedern sich in diese ebenbürtige Konzeption ein.

So finden wir in vielen heiligen Schriften der ganzen Welt die Siebenheit der ursprünglichen Schöpfung bestätigt.

Im Apokryphon des Johannes lesen wir in seiner Schöpfungsgeschichte von der Barbelo, die vier mal drei Gottheiten mit ihrem Gepaarten hervorbringt. Das sind zusammen 24 Kosmokratoren, deren Namen uns ganz klar an die Ideale dieser Welt erinnern. Die Zahl erinnert an die 12 Tierkreiszeichen. Beim Zeichen Zwilling und dem Zeichen Fische ist noch die Doppelung zu erblicken. In der Rigveda lesen wir die hinduistische Variante: „Aditi, die Himmelsgöttin der Unendlichkeit erzeugt sieben Adityas.“ Bei einer späteren Beschreibung der Schöpfungsmythe sind es dann 12 Götter, die unsere Welt gestalten. So finden wir im Westen wie im Osten zwei unterschiedliche Schöpfungszyklen. In der ersten wird die Siebenheit betont und in der zweiten die Zwölfheit, die in die Schöpfung der Siebenheit eingebettet ist.

Es ist der Logos, das Wort, das am Anfang war, bestehend aus sieben Buchstaben, den sieben mal sieben Kraftwirkungen.

Wer sich der Mühe unterzieht, den hier zugrunde liegenden Ursachen nachzuforschen, wird bald feststellen, dass es sich bei der zweiten Schöpfungsperiode um die Erschaffung der irdischen Natur, den Kosmos Erde, handelt. Damit ist die Welt unserer Natur gemeint, die wir als Menschen kennen. Sie wurde innerhalb des Kosmos von der Monade hervorgebracht, damit im Rahmen einer langfristig angelegten Evolution sich aus der Materie individuelle stoffliche Körper, die Erde, der Mond und die verschiedenen Lebenswellen in der Natur entwickeln, damit auch einmal eine selbstbewusste Menschheit entstehen kann. Diese wird von ihren Monaden durch die Mikrokosmen prozessmäßig in die Lage versetzt, mit ihrem Denken und Erfassen in der weiteren Evolution konstruktiv mitzuwirken. Am guten Ende werden sie als erwachte «Kinder Gottes», als Erwachsene in und gemeinsam mit ihrer Monade an der Evolution des Kosmos mitarbeiten, bis alle Monaden mit ihren Entitäten des ganzen Universums wieder in das universale Bewusstsein, in die Urmonade, eingehen können.
Für das Verstandesdenken etwas unverständlich wirken sechs ursächliche Kräfte vollbewusst in Harmonie zusammen. (Im irdischen Nadir ist die Erscheinung der Materie eng mit dem Ätherfeld verbunden. Separiert betrachtet wäre die Materie das achte Kraftfeld, faktisch ist sie nur die äußere „Haut“ des Äthers, auch wenn die Menschheit diese als ihre einzige Realität ansieht.) Damit alle Kräfte in totaler Freiheit und Kreativität zusammenwirken können, hat sich die siebte Vibration, das universelle Bewusstsein = die Liebe, in die anderen sechs Kraftfelder für die Kommunikation hinein gesenkt. TAO ist überall in der Mitte, sagt der chinesische Weise Laotse. In Folge der Urschöpfung entstehen auf der zweiten Emanationsebene durch die 6 aktiven, dynamischen (männlichen) Kraftwirkungen in gemeinsamer Arbeit mit den 6 passiven, erzeugenden (weiblichen) Kraftwirkungen die 12 Urkräfte, die über den 13. Äon, das universale Bewusstsein, kommunizieren. Dieser 13. Äon wird in der Pistis Sophia, einem gnostischen Evangelium erwähnt. Er wird dort symbolisch dem «Sohn Gottes» zugeordnet, der der siebten Kraft der ersten Emanation gleich ist. Alle göttlichen Kräfte wirken aus ihrem Bewusstsein verbunden mit ihren Monaden in der ursächlichen universalen Monade. Sie schöpfen mit der Kraft der Barbelo. „Diese ist der erste Gedanke, des Schöpfers Abbild. Sie wurde der Mutterschoß des Alls, denn sie ist die, die vor ihnen allen ist, der Mutter-Vater, der erste Mensch, der heilige Geist, der dreifach-männliche, der dreifach-kraftvolle, der dreifach-benannte Mannweibliche und der ewige Äon bei den Unsichtbaren und das erste Herauskommen.“ (Apokryphon des Johannes) Andere Mythen lassen die schöpferische Urkraft als Brahman, als Osiris + Isis oder als den Heiligen Siebengeist wirken. In allen Weisheiten wird versucht dem Hörer diese multiple Kraftwirkung verständlich zu machen, aus der alles im Universum gemacht wurde, was gemacht ist, und alles gemacht wird, was noch geplant ist. Es ist der Logos, das Wort, das universale Bewusstsein das am Anfang war, bestehend aus sieben Buchstaben, den sieben mal sieben Kraftwirkungen in den sieben Dimensionen.

In einigen Denkmodellen wird gesagt, dass während der Schöpfung der Welt nach der Hervorbringung der Sophia bedauerlicherweise ein Unglück geschehen sein soll. So wird es auch in einem gnostischen Evangelium vorgestellt. Es soll hier dieses unrichtige Bild nicht weiter transportiert werden. Denn die fundamentale Aussage des Hermes Trismegistos in der ägyptischen Urgnosis, dass in der Schöpfung die Wesen von der Unbewusstheit zur totalen Bewusstheit aller Schöpfungsmöglichkeiten heranwachsen werden, ist der Kern aller Entwicklungen im All. Der sogenannte «Sündenfall» kann insofern als eine abrahamitisch-christliche Spezialität bei den orientalischen Religionen betrachtet werden. Bei der modernen Psychoanalyse über perinatale Erinnerungen, haben sich Patienten unter dem Einfluss einer holotropen Therapie nach Stanislav Grof an ihre vorgeburtliche Phase als Fötus im Mutterleib erinnert. Dieses ozeanisch geborgene, alles versorgende umfassend geliebte paradiesische Dasein wird durch den nachfolgenden Geburtsprozess so zerstört, dass es mit einem Tod-und-Wiedergeburts-Erleben verglichen wurde. Auf diesen in vielen Menschen im stofflichen Gedächtnis abgespeicherten Erlebensstrukturen wird von den antiken Autoren wohl die Mythe vom Sündenfall aus dem Paradies aufgebaut worden sein, denn sie hat sie selbst aus den Tiefen ihres Unterbewusstseins berührt. Die modernen Erkenntnisse der Evolution waren in diesen Zeiten noch völlig unbekannt, konnten darum auch als Modell für die Schöpfung nicht herangezogen werden.
Wer sich heute von den Klischees der alten Kulturen aus dem Mittelmeerraum einigermaßen befreien kann, wird einem völlig anderen Modell von der menschlichen Erschaffung zustimmen können, in dem keinerlei Schuld oder Sühne der Persönlichkeit eingebunden ist. Wagen wir hier trotz aller Gegendarstellungen religiöser Autoritäten die Beschreibung einer Kosmologie ohne Sündenfall und ohne Apokalypse, in der auch die Begriffe «Himmel» oder «Hölle» neu bestimmt werden sollten.

Es gab also zu Beginn des Werdens eine göttliche Inspiration, eine Kaskade monadischer Schöpfungen aus dem und im universalen Bewusstsein. Betrachten wir nachfolgend der Einfachheit halber hier nur den irdischen Kosmos, das Sonnensystem als Ganzes. Luzifer repräsentiert im irdischen Lebensfeld den Lichtbringer, also das Wesen des Alls, das den innewohnenden Systemen die Energie, die Kohäsion und Adhäsion und alle Wirkkräfte für eine materielle Seinsform erschuf, die als fundamentale Basis für die folgende Evolution erforderlich ist, weil mit ihrer Hilfe auch das Erkennen und Erfassen einer selbstbewussten Menschheit hervorgegangen ist.
Christus, die große Kraft in der Sonnenmonade, entzündete in sämtlichen Monaden der planetaren Natur die sieben Impulse für die Entwicklung ihrer Kraftfelder. Diese Monaden erschufen die Grundstrukturen für ihre Kosmen, Makro- bzw. Mikrokosmen und statteten die in ihnen sich entwickelnden, innewohnenden Geschöpfe und Kreaturen mit allen Eigenschaften und Befähigungen des Erfassens, des Denkens, des Bewertens, der Zuneigung, Gnade, Liebe etc aus. Damit ist vollkommen das Bild aus der Schöpfungsgeschichte der Genesis erfüllt: „Am Anfang schwebte der Geist – Christus – über den Wassern – Lebensfelder –.“ Für den christlichen Leser mag diese Vision zunächst sehr provokant sein, weil sie mit den über lange Zeiten verbreiteten Bildern über unsere Welt nicht zusammen passt. Zunächst ist bei diesem Modell von großer Bedeutung, dass die Ideen Gottes, die Monaden mit ihren Wesen und Entitäten des Alls, so auch die Mikrokosmen, für ihre Evolution nach SEINEM Bilde geschaffen wurden. Dieses Bild repräsentiert grundlegend die monadische Konzeption aus sieben mal sieben Kräften, wie sie im ganzen All und in Folge davon auch in allen Kosmen gefunden werden kann. „Wie oben, so unten!“ spricht die Tabula Smaragdina. Insofern waren und sind die Mikrokosmen immer mit der Grundidee des Alls verbunden. In ihrer Mitte vibriert der Begegnungspunkt mit der Monade, die Perle in der Lotosblüte. Einige Interpreten der Veden sprechen von Atman, das ein Aspekt von Brahman ist. Auf dem Weg nach Erlösung räumt Shankara dem spirituellen Erkennen «dem Kleinod der Unterscheidung» den höchsten Stellenwert ein: „Man mag die heiligen Schriften hersagen und den heiligen Geistern Opfer bringen, man mag die Riten ausführen und Gottheiten verehren, doch solange der Mensch nicht zur Erkenntnis seiner Identität mit dem Atman (der Monade) erwacht, kann er niemals Befreiung finden – selbst nicht nach Hunderten von Zeitaltern.“

Lebenshaltung im Sinne einer ewigen Philosophie ist etwas völlig anderes als das Verlangen nach Erlösung. Da diese das Absolute als integrale Ganzheit beschreibt, kann es nicht das Ziel des Lebens sein, von ihm erlöst zu werden.

Der Sinn des irdischen Lebens in den materiellen Zusammenhängen ist eine Fülle unterschiedlicher Erfahrungen im Befriedigen der großen Begehren, um damit jene Ganzheit des Werdens und Wirkens mit allen transpersonalen Aspekten zu erfüllen. Durch Hinwendung und Sehnsucht an das kreative Schöpfungspotential aller Wesen und Entitäten im Universum wird die Trinität der Offenbarung erfahren. Albert Einstein bezeichnete diese Einsicht als Beseitigung der optischen Täuschung, wir seien separate, vom Ganzen getrennte Individuen: „Ein menschliches Wesen ist stets ein Teil des Ganzen, das wir «Universum» nennen, ein in Raum und Zeit begrenzter Teil. Es erfährt sich selbst, seine Gedanken und Gefühle als etwas von allem anderen Getrenntes – eine Art optische Täuschung seines Bewusstseins. Diese Täuschung ist für uns eine Art Gefängnis, das uns auf unser persönliches Verlangen und unsere Zuneigung für einige wenige uns nahestehende Personen beschränkt. Unsere Aufgabe muss es sein, uns aus diesem Gefängnis zu befreien.“

Nach der ewigen Philosophie ist diese «Entdeckung der Ganzheit», die Beseitigung der optischen Täuschung des Getrenntseins, kein bloßer Glaube und auch kein Dogma, das akzeptiert werden muss, weil viele Menschen daran glauben. Wenn das Absolute wirklich eine integrale Ganzheit ist, wenn es zugleich Teil und Gesamtheit von allem ist, was existiert, dann ist es auch in allen Menschen vollständig vorhanden. Im Gegensatz zu Felsen, Pflanzen oder Tieren haben menschliche Wesen – weil sie ihr eigenes Dasein bewusst erfassen können – die Fähigkeit, diese Ganzheit zu entdecken. Sie können auch das Metaphysische erfahren. Sie sollten nicht nur daran glauben weil es ihnen gesagt wird, sondern sie sollten es in sich entdecken, ganz konkret erfahren. Es ist so, als werde sich eine Meereswelle plötzlich ihrer selbst bewusst und entdeckte dadurch, dass sie eins ist mit dem Ozean und auch eins mit allen anderen Wellen, da sie alle aus dem selben Wasser bestehen. Das ist ein eindeutiges Phänomen der Transzendenz und könnte mit Erleuchtung oder Befreiung verglichen werden. Das meinte auch Plato, wenn er davon sprach, man steige aus der Höhle der Schatten nach oben und findet das Licht des Seins; oder wenn Einstein die Hoffnung äußert, der Täuschung des Getrenntseins zu entkommen. Das kann auch als das Ziel der buddhistischen Meditation, des hinduistischen Yoga und der christlichen mystischen Kontemplation angesehen werden. Allerdings sollte jeder Pilger, der diesen Pfad der Selbstentdeckung erklimmen will, entschieden wissen, dass die kosmische Einheit und das Erleben der permanenten Resonanzen in allen Kraftfeldern nicht das Endziel der Evolution bedeuten. Die Evolution der Mikrokosmen ist eingebettet in die Evolution des Kosmos Erde mit allen darin wesenden Lebenswellen, stofflich und unstofflich im Jenseits, und die Evolution der Erde ist eingebettet in die Evolution des Sonnensystems, jeweils geleitet und liebevoll betreut durch ihre Monaden, die mit der interkosmischen Evolution verbunden sind.

Nähert man sich dem Sinn der Geschichte aus der neuen Sicht mit einer allgemein gültigen Perspektive in der Evolution, dann lässt sich Geschichte nur mit einer neu zu definierenden Kosmologie mit den Monaden erklären. «Gott» ist in diesem Zusammenhang niemals eine übermächtige Person – die anbetet werden will, der man opfert oder um eine Zuwendung, Hilfe oder Heilung bitten kann –, sondern der Logos, Tao, Indra, Brahman o.ä. und bezeichnet die Ganzheit und das Sosein alles dessen, was das Metaversum ausmacht, die unbegreifliche und unbegrenzte Urmonade in der Einheit mit allen Monaden der Universen. In diesem Bilde umfasst die irdische Geschichte keine Berichterstattung von der Entfaltung eines Paktes zwischen dem Menschen und dem einen isrealischen «Gott», sondern die Entfaltung multipler Erfahrungshorizonte zwischen den Menschen, mit allen Lebenswellen der irdischen Natur und allen vitalen Lebenskräften im Kosmos Erde, mit allen Planeten und Monden im Sonnenkosmos, in der Milchstraße und über allem in der höchsten Ganzheit des Universums. Gerade in der westlichen Philosophie muss man sich dieser unbegrenzten Einheit gewahr sein. Diese Ganzheit und Kohabitation aller Dimensionen und Kräfte mit dem universalen Bewusstsein ist in Harmonie mit allem Leben, welches sich durch die Monaden über die Kosmen bis hin zum Wesen ausdrückt. Das meinte Laotse, wenn er sagte: «Tao ist überall in der Mitte». In dieser Anschauung gibt es keineswegs mehr eine «versteckte Metaphysik» oder «unbeweisbare Annahmen» als in der normalen materiellen Evolutionstheorie. Beide Betrachtungsweisen beruhen auf der gleichen Art «unsichtbarer» Annahmen, weil sich die Sinnesorgane noch nicht bis in diese Höhen erheben konnten.

Mit den geisteswissenschaftlichen Einsichten und Erkenntnissen über die Metaphysik der unstofflichen Kraftsphären wird jedoch viel mehr Sinn, Zusammenhang und Ausgewogenheit für dieses umfassende Lebensmodell erreicht. Wer die Geschichte der Menschheit mit ihrem Planeten in diesen Zusammenhang stellt, der erkennt, dass alles Sein im gewaltigen Universum zugleich wissenschaftlich und spirituell, immanent und transzendent, empirisch, plausibel und sinnvoll ist. Diese Anschauung bestätigt auch, dass das Weltgeschehen tatsächlich in einer permanenten, unbegrenzten kreativen Expansion fortschreitet. Nicht auf einen Tag des Jüngsten Gerichts hin, sondern es evolviert in Richtung auf die maximale Kreativität nach dem Emergenzprinzip. Nach den meisten Versionen dieser These können die auftauchenden Gegebenheiten aus den Bedingungen, Ereignissen oder Strukturen heraus, aus denen sie erwachsen, nicht erklärt oder vorher gesagt werden. Sie sind fundamental neuartig und sie sind auch keine Umgestaltung bereits existierender Elemente. Das Prinzip der universellen Emergenz setzt die Existenz von Stufen voraus, das heißt kosmische Gebiete im Universum, die durch ihnen eigene Qualitäten, Formen und Gesetzlichkeiten gekennzeichnet sind und aus anderen Bereichen hervorgehen. Der Philosoph T.A. Goudge schreibt: „Es stimmt mehr mit den naturwissenschaftlichen Beweisen überein, Leben und Geist als letzte Stadien einer langen Reihe minimaler Emergenzen statt als plötzlich auftretende Sprünge zu verstehen. Doch trotz ihrer unterschiedlichen Auffassungen unterstützen die Philosophen, die Emergenz und Neuartigkeit in der Entwicklung der Welt betonten, die Idee der evolutionären Transzendenz. Dabei muss man berücksichtigen, dass Materie, Leben und Geist nach jeweils eigenen Gesetzmäßigkeiten funktionieren, in der bewussten Einheit mit der Urmonade, dem universalen Bewusstsein. Diese ist nicht nur die NATUR aller Naturen, sondern auch das vollendete und höchste Potential der allumfassenden Schöpfung selbst.
Die Evolution ist in der Geschichte der Welt jener Pfad durch die monadische Transzendenz zur mikrokosmischen Transzendenz. Er beginnt also beim höchsten ersten Glied der Entfaltung mit dem Bewahren und Fördern der in die Monade eingeborenen Wesen, die einmal den Auftrag zur konstruktiven bewussten Mitwirkung bei seiner Entfaltung und Vollendung erfüllen müssen. In einem sehr speziellen Sinn gilt dies vor allem für die aufsteigende Kurve der menschlichen Evolution. So macht Ken Wilber aus der ganzen Menschheitsentwicklung mit allen einzelnen evolutionären Schritten des Bewusstseins das von ihm so genannte «Atman-Projekt». Ein weiterer Kerngedanke zu diesem Projekt erinnert deutlich an die Überlegungen von Giordano Bruno bei seiner Monadologie: „Bei genauem Betrachten der Natur sehen wir überall Ganzheiten, nicht nur einfache Ganzheiten, sondern in sich hierarchisch organisierte Entelechien: Jede Lebensstruktur ist Teil einer größeren, die wiederum Teil eines noch größeren Ganzen ist. Felder in Feldern in Feldern erfüllen den gesamten Kosmos und verflechten alles und jedes mit allem anderen.“ G. Bruno ging davon aus, dass das allumfassende Universum eine geisterfüllte, statische und doch tätige Monade sei, die stets mit allen resonanten Monaden kommuniziert, also keineswegs «fensterlos» ist, wie es später G. W. Leibniz darstellt. Dabei bewirkt der Kosmos in allen Gliedern und Wesen absolut vital, voller Energie, dynamisch und bewusst kreative Neuschöpfungen. Das universale Bewusstsein, der Logos, tendiert dazu, Monaden in einer sich eingliedernden Ordnung hervorzubringen, die sich immer differenzierter organisieren und zielgerichtet in allen Sphären vervollkommnen. Dieser allumfassende kosmische Prozess, der sich in den sieben Dimensionen des Alls entfaltet, ist nichts anderes als die fundamentale Evolution.
Setzt man diesen Gedankengang fort, wird folgende Feststellung plausibel: Da die Person und der menschliche Mikrokosmos mit seinen sieben Kraftfeldern mit den sieben Kraftfeldern des Kosmos immer wesenseins ist, kann gesagt werden, im Mikrokosmos selbst ist die gleiche Entwicklung von Ganzheiten (Kraftfeldern) innerhalb von Ganzheiten zu finden, von sehr einfachen, unvollständigen bis hin zu äußerst komplexen und umfassenden Feldern. Genau dies hat auch die moderne Psychologie bereits festgestellt.
R. Jakobson spricht von „jenen geschichteten Phänomenen, die die moderne Psychologie in verschiedenen Bereichen des Geistes entdeckt“, wobei jede Schicht integrierter und umfassender als die vorangegangene ist. Wir können demnach zusammenfassen, dass der Mikrokosmos – wie der Kosmos im Großen – vielschichtig, pluridimensional ist, und aus einer Folge von kumulierenden Ganzheiten, Einheiten und Integrationen immer höherer Ordnung besteht, eben den sieben verschiedenen Kraftfeldern, die sich entlang den Struktur gebenden Linien der Monade vervollständigen, zentrieren und kohabitieren.

Im Esalen-Institut in Big Sur, Kalifornien, USA, sammelte Michael Murphy mit zahlreichen Wissenschaftlern unterschiedlicher Fakultäten am Rande des Mainstream eine gewaltige Menge an Daten und Aussagen über die Bewusstseins-Entwicklung der Menschheit. Die Lebenswellen Pflanzenreich, Insekten, Vögel, Fische und Säugetiere bildeten auf Erden ein lebendiges Laboratorium, in dem die irdische Natur sozusagen den heutigen selbstbewussten Menschen erarbeitet hat. Der Mensch mag sehr wohl eine denkende, lebendige Persönlichkeit sein, die mit der bewussten Mitwirkung im eigenen Mikrokosmos den Plan der Monade umsetzen will, sofern der Mensch die «Stimme der Monade» hören kann. Wenn die Evolution die fortschreitende Offenbarung seitens der Natur von dem ist, was in ihr latent, in ihr involviert wirkt, ist die stoffliche Natur auch die offenbarte Realisation von dem, was sie insgeheim auch im Metaphysischen oder Transpersonalen ist. Sie kann von niemandem auf einer gewissen Stufe ihrer Entwicklung aufgehalten werden, auch wenn es Kräfte in den unstofflichen Sphären des Jenseits gibt, die das gerne machen würden. Wenn es wahr ist, dass unstoffliche Kräfte die Materie instrumentalisieren und die sichtbare Natur unerkannt und unbeachtet im metaphysischen Weben steht, dann ist es für den Menschen auf Erden das erhabenste und legitime Ziel, in sich selbst das Unstoffliche zu erkennen und die Qualitäten der Monade durch den Mikrokosmos zu verwirklichen.
Trotz der deutlichen Unterschiede in ihren Philosophien sahen sowohl Aurobindo als auch James die Evolution des Universums aus einer vorausgehenden Involution des universalen Lebensfeldes in die materielle Natur hervorgehen. Sie betrachten die sichtbare Welt als Emanation des Göttlichen (oder der einen ursächlichen Monade, dem universalen Bewusstsein), gleichzeitig jedoch als einen dynamischen Prozess, der den Plan allen Seins, über die Monaden in der äußeren Welt schöpferisch zu offenbaren sucht.

Im Zusammenhang mit den Erkenntnissen der unstofflichen Lebensfelder der Kosmen ist es unbedingt notwendig, einige betagte Begriffe der vergangenen Kulturepochen zu modifizieren. Dabei werden die Prämissen der Aussagen keineswegs relativiert. Die sichtbare Natur ist nicht das Abbild eines Gottes, wie es von Teilhard de Chardin dargestellt wird. Vielmehr gestaltet die sichtbare materielle Natur nur die äußere Erscheinung allen Lebens im materiellen Lebensfeld, wie eine Haut – griechisch «Hylé», indisch «Maya» – einer viel komplexeren Kumulation von sieben unstofflichen Kraftfeldern, insofern eine Emanation der kosmischen Lebensfelder innerhalb des planetaren Sonnenkosmos, die komplett von der Sonnenmonade getragen wird. Die Monaden sind im Universum die Werkzeuge der Schöpfung und geben diesem gewaltigen Geschehen Struktur und die erforderliche Logistik.
Dieser Brennpunkt mit den Kräften der Monade ist der Verbindungspunkt mit den kosmischen Monaden, die ihrerseits zusammen mit allen grundlegenden Ideen der Schöpfung im universalen Bewusstsein aus der Zeit am Anfang aller Zeiten aufgenommen sind. In jeder mikrokosmischen Monade vibriert als Urtyp die siebenfache Struktur sozusagen als der Bauplan, als Kausalkörper der Anthroposophen, für alle vollzogenen Entwicklungen und für die noch folgenden Eingliederungen der noch fehlenden Kraftfelder, so lange bis jeder Mikrokosmos mit allen sieben Kraftfeldern vollendet sein wird. Doch bis dahin wird es noch einige Inkarnationen auch der Erde bedürfen, denn auch unser Kosmos muss in dieser Zeit ebenfalls in allen Feldern vollkommen werden. Das ist eine unvorstellbar gewaltige Arbeit, denn zu unserer Zeit sind noch äußerst wenige Mikrokosmen der Menschen über eine astrale Vollkommenheit hinausgewachsen. Wie viele Inkarnationen werden noch vorübergehen, bis ein Großteil der Menschen über einen vollkommenen Mikrokosmos mit allen sieben Kraftfeldern verfügen wird? Bis sich das materielle Kleid aller Personen künftig aufgelöst und verflüchtigt hat und der Mikrokosmos eins mit der Monade geworden ist? Dann werden die vollendeten Monaden der Erde gemeinsam mit den integrierten Geschöpfen zu den Monaden im Sonnenkosmos aufgenommen, um dort für die Vollendung des Sonnenkosmos mitzuwirken.
In den Büchern des Erlösers, die zum apokryphen Evangelium der Pistis Sophia gehören, findet man noch einen weiteren wertvollen Gedanken. Er ist verborgen in der Beschreibung der Seelenschöpfung in unserer Natur durch die Äonen. Es ist dort geschrieben, wie Jesus darüber seinen Jüngern erzählt haben soll:

„Wenn die Seele (der Mikrokosmos) eine aus der ‚Hefe‘ des gereinigten Lichtes ist, dann nimmt Melchisedek, der große Überbringer in der Lichtwelt, diese Hefe von den Archonten entgegen. Oder sonst, wenn die Seelen (Mikrokosmen) aus den Tränen ihrer Augen oder aus dem Atem ihres Mundes sind – mit einem Wort, wenn die fünf Archonten derartigen Seelenstoff verteilen und verschiedene Seelen daraus machen, oder auch noch, wenn es eine alte Seele ist –, dann mischt der Archont, der sich in den Häuptern der Äonen befindet, selbst den Becher des Vergessens mit der Saat des Bösen; und er vermischt ihn mit jeder neuen Seele (oder Mikrokosmos) zu der Zeit, wenn er sich in dem jeweiligen Äonenhaupt befindet. Und dieser Becher des Vergessens wird zum Widersacher-Geist für jene Seele und bleibt außerhalb der Seele (im aurischen Wesen), indem er ein Mantel für sie ist und ihr in jeder Hinsicht gleicht, gleichsam als eine Gewandumhüllung für sie (den Mikrokosmos).“

Diese Beschreibung stellt sich in die Ansicht, dass die Schöpfung vieler irdischen Mikrokosmen mit ihren Menschen nicht aus «göttlicher Hand» geschieht, wie es in der Bibel, in der Genesis, beschrieben wurde. Das kreative Potential der Offenbarung ist zu allen Zeiten also auch noch jetzt so gewaltig, dass es keineswegs unwahrscheinlich ist, wenn es in allen Bereichen des siebenten kosmischen Gebietes unserer Welt dafür vorgesehene metaphysische Kräfte kreativ wirken und offenbaren, dass also Monaden aus den irdischen Kosmos die Mikrokosmen erschaffen, in denen Pflanzen, Tiere und andere Lebenswellen evolvieren, sich weiter entwickeln und so die Voraussetzungen hervorbringen, aus denen später auch ein Mensch hervorgehen wird. Das ist eine bewusst gelenkte Kumulation von spinalen, mentalen, astralen, ätherischen Energien zu einem aurischen Wesen nach der isotropen Resonanz im All. Beim Erscheinen eines physischen Wesens oder körperlichen Menschen werden dann aus der Erde die noch fehlenden stofflichen Kräfte ins aurischen Wesen hineingezogen. Das aurische Wesen ist eine holografische Kraftspiegelung der Monaden, ein Holokumulus – individuelle Zusammenfügung von Kräften – im planetaren Kosmos. Doch von entscheidender Bedeutung in dieser Erzählung, so eigenartig sie dem modernen Menschen auch erscheinen mag, ist die Feststellung Jesu, dass ein Teil von der Lichtkraft des Christus, dem Sonnenlogos, mit einem Auftrag in die Mikrokosmen eingewoben ist, wie es sein Gebot war. Danach kann man davon ausgehen, dass nicht nur die Impulse der Monade mit Mikrokosmos und Mensch kommunizieren, sondern auch der Christuskosmos in diese speziell menschliche Evolution hineinwirkt. Diese Verbindung des universellen Bewusstseins mit der irdischen Menschenschöpfung wird in vielen Religionen als die eine fundamentale Basis für ihre Existenz dargestellt. Das ist allerdings von enormer Bedeutung für die kosmische Weiterentwicklung, denn dieser hohe Bewusstseinsstrahl ist eine zusätzliche Vernetzung für das realistische Erfassen der ganzen phänomenalen Evolution. Es ist wahrlich ein Gnadenakt der Monaden, der im Hinduismus bei den Upanishaden als im Menschen innewohnender Brahman entspricht Atman bezeichnet wird.

In dem Buch «Die Akasha-Chronik» beschreibt Rudolf Steiner einen mehrstufigen Schöpfungsgang, der sich an die Philosophie des Mani aus Persien anlehnt. Über mehrere Inkarnationen des Kosmos «Erde» entwickeln sich auch die unstofflichen Felder der Mikrokosmen und werden zu einem Holokumulus zusammengefügt, um den stofflichen Körper herauszubilden, der heute Mensch genannt wird. Dieser Textabschnitt in der Akasha-Chronik erfordert vom Leser eine besondere Aufmerksamkeit. Nach Ansicht von R. Steiner waren bereits im Entstehungsbeginn der Welt, vor der sogenannten «Saturnphase» der Erde, alle sieben Kraftfelder im Kosmos anwesend. In jedem universellen Lebensfeld des All treten sie immer zusammen in Erscheinung. Diese elektromagnetischen Kraftfelder müssen in einem Prozess der subjektiven Erfahrungen und individuellen Erkenntnisse sukzessive nacheinander kraftwirksam im aurischen Wesen des Mikrokosmos zentriert eingebunden werden, damit sie vom innewohnenden Monadenprinzip geleitet und entwickelt werden können. Die noch nicht ganz konzentrisch mit dem Mikrokosmos verbundenen Kraftfelder umschweben die niedere Persönlichkeit in den zentrierten Kraftfeldern während der ersten Inkarnationsphasen wolkenartig und werden von den höheren Wesen aus der monadischen Sphäre für die Entwicklung der Menschen angewendet.
Aus den Höhen des universalen Schöpfungsfeldes, der Urmonade, wurde unter anderem die Monade der Galaxie «Milchstraße» entlassen. Hier entwickelten sich die Monaden des Sonnensystems mit allen planetaren Monaden. So entstand dann aus der irdischen Monade der Kosmos Erde auf seiner Entwicklungsbahn, eine Schöpfung mit einem monadischen Impuls zur weiteren Entwicklung aller unstofflichen Felder der Welt. Aus der Genesis erfahren wir von einem «Paradies». Dieser «Garten Eden» wird als eine Art Zwischen-Feld der Entscheidung beschrieben. Die Autoren des Alten Testaments verkündeten ihren Anhängern: Der Mensch bekam in dieser Phase seiner Entwicklung die Möglichkeit geschenkt, durch eine Auseinandersetzung mit den polaren Kräften von Gut und Böse, bewusst Erfahrungen zu sammeln, um dadurch zu einem höheren Erkennen und Denken heranzureifen und dann mit der Frucht vom «Baum des Lebens» direkt ins universelle Lebensfeld des Sonnenkosmos einzugehen. Der «ADM», der irdische Kosmos oder der erste Mensch, hat sich für den Weg der Erfahrung entschieden «und fiel aus dem Paradies», so wird von den Berichterstattern und Übersetzern des Alte Testaments behauptet. Es ist durchaus denkbar, dass bei dieser Betrachtungsweise ungefilterte Ahnungen aus der postnatalen Phase des menschlichen Lebens die Gedankenwelt einiger bedeutender Schriftgelehrten ausgestattet haben.
Der Erfahrungsweg der Mikrokosmen begann nach R. Steiner allerdings bereits in der Saturnphase. In dieser Periode der Erdentwicklung wurde unter der Leitung der Monaden für die Basiserfahrungen eine äußerst elegante Entwicklungskonzeption für die solaren Kosmen und planetaren Mikrokosmen gestiftet, die mit der Uridee der Offenbarung übereinstimmt. Aus den sieben Kraftfeldern sollten sich nach der Uridee der Schöpfung als erstes handlungsfähige Wesen im niedersten Energiefeld, in der Materie, entwickeln, die mit einem gewissen Selbstbewusstsein und sinnesorganischen Erkenntnisfähigkeiten ausgestattet werden konnten. So entwickelten die kosmischen Monaden für alle Lebenswellen zunächst das Mineralreich, dann die Mikroben, Insekten, Pflanzen, Tiere und Menschen. Die Autoren des apokryphen Evangeliums der Pistis Sophia beschreiben diesen Schöpfungsprozess viel ausführlicher. Parallel zu den materiellen Entfaltungen des Lebens erschuf «Luzifer, der Lichtbringer», zwölf metaphysische irdische Götter als Regenten im Umfeld des Sonnensystems, die den Kraftwirkungen aus dem kosmischen Tierkreis entsprechen. Die persischen und ägyptischen Astrologen begannen schon in historischen Zeiten die Auswirkungen dieser Gestirn-Konstellationen auf das menschliche Geschehen zu berechnen. Insbesondere die Staatslenker und Heerführer verlangten von diesen Auskünfte der «Götter» vor allem über den Ausgang ihrer Kriege. So bekamen die «Götter» am Firmament auch ihre tierischen Namen, die allegorisch für die Qualitäten der überirdischen Kräfte standen. Dabei erschufen die Regenten der sieben Kraftfelder auch andere unstoffliche Wesen oder Entitäten, die für das Wachstum, die Entfaltung der Natur und ihre Ordnung zuständig waren.

Die kosmischen Monaden der Erde sind in die Welt-Monade eingebettet. Während der Erdperiode senkte sich die Christuskraft aus dem Sonnenkosmos in den Erdkosmos für den Erhalt und die Beschleunigung der Entwicklung aller irdischen Wesen gegen die reaktionären Einflüsse der Äonen oder Asuras. Seit dem Geschehen um «Jesus von Nazareth» zu Beginn unserer Zeitrechnung stellte «Christus» für das menschliche Denken und Werden die wichtigste Kraft dar. Insbesondere im Einflussbereich des römischen Reiches um das Mittelmeer herum und in Europa bis ins ferne Skandinavien und Island bekam die christliche Religion eine ganz phänomenale Bedeutung für die gesellschaftlichen und sozialen Strukturen, weil sie von den herrschenden Äonen vereinnahmt und angewendet wurde. Das römische Reich deutscher Nationen unter der Leitung des Papsttums im Vatikan evolvierte mit Hilfe der abrahamitischen Äonen zum römischen Reich europäischer Nationen mit den mittelalterlichen Besitzstrukturen. Das Christusgeschehen wurde in den kanonisierten Bibeltexten von den staatlich autorisierten Kardinälen zu einer göttlich abgesicherten Verhaltensvorschrift aller Mitbürger degradiert, die sich später im 20. Jahrhundert den Deckmantel der Religionsfreiheit umhängte. Dass bei den diversen Konzilien der Kirchenväter erhebliche Korrekturen an den ursprünglichen Gleichnissen und Aussagen der Apostel beschlossen und mit Macht umgesetzt wurden, stört heute kaum einen gläubigen Christen. Sie alle wähnen in dem Schriftwerk das ungefälschte Wort Gottes, wie es der Katechismus auch fordert.

Eigentlich repräsentiert Christus das aus dem Sonnenkosmos in die Erde einstrahlende universelle Bewusstsein. Dieses hat sich damals mit dem Mikrokosmos Jesus in die kosmischen Zusammenhänge der Erde inkarniert. Mit diesem Geschehen konnte Christus in einer stofflichen Erscheinung der Menschheit die künftige Entwicklung für alle Menschen glaubwürdig demonstrieren. Das Verhalten des Jesus-Christus sowie alle Gleichnisse und Geschichten aus den Evangelien mit seinen 12 Jüngern beschreiben darum recht genau, wie der Mensch in tatwirklicher Nachfolge die sieben Kraftfelder in seinem Mikrokosmos vollenden wird. Diese prophetische Vision für die Menschheit steht glücklicherweise nicht nur in den tausendfach übersetzten und verfälschten Evangelien sowie dem Katechismus der römischen Kurie, sondern auch in der Akashachronik der Erde, wo sie unzensiert von jedem geeigneten Mikrokosmos ausgelesen werden kann. Von dort reflektiert sich die Verheißung der kommenden Entwicklung aller Mikrokosmen mit den Menschen, auch für die gesamte Natur im irdischen Kosmos, wie sie künftig sämtliche Lebenswellen mit ihren Monaden zum höchsten Devachan und darüber hinaus in das nirwanische Lebensgebiet des Sonnenkosmos aufsteigen lässt.

Das Basisprinzip, die Uridee der ganzen universalen Schöpfung, ist die fortwährende kreative Neuschöpfung (Emergenz), bei der alle weniger entwickelten Geschöpfe in die höher entwickelten aufgenommen, mitgenommen werden. Nach dem Empfangen des Lebens und des Daseins in dem universellen Bewusstsein entwickeln sich alle Kosmen der Schöpfung mit den ihnen innewohnenden Wesen bis zur höchsten Vollkommenheit durch das uneingeschränkte Wegschenken aller empfangenen Kräfte an alle, durch die kontinuierliche Reflexion aller Informationen nach dem für alle gültigen Resonanzgesetz. Wer dieses bereits in seinem irdischen Leben anwenden kann, verbunden mit der tiefen Erkenntnis, niemals selbst die Ursache seines Wirkens oder der Kraft zu sein, steht in der Gnade einer herrlichen Entwicklung.

Wie konnte bei diesem herrlichen Plan der Liebe und Freiheit im Universum all das Leid im materiellen Lebensfeld auf Erden entstehen? Diese Frage hat zu allen Zeiten die weisen Männer der Kulturen beschäftigt; und es haben sich auch einige Modelle entwickelt, die aus der Perspektive der naturwissenschaftlichen Empirie plausibel erscheinen. Insbesondere die Konzeption der Sünde als eigenwillige Abwendung von Gott wegen der narzistischen Egozentrik wird von den abrahamitischen Religionen vertreten. Diesem Modell widerspricht die Tatsache, dass sich kein Mensch selbst geschaffen hat. Alle Menschen leben aus den sieben Kräften ihres Mikrokosmos, die ihrerseits von einer Monade umfangen sind. Alle Mikrokosmen sind eingebettet in die Kraftfelder des irdischen Kosmos, wie die Wassertropfen im Meer. Auch der Kosmos Erde ist in seiner Monade eingeschlossen, wie alle anderen Nachbarplaneten im Sonnensystem, die zusammen die große Sonnenmonade erfüllen. Alles Leben in den universellen Zusammenhängen beruht auf der ununterbrochenen Kommunikation aller mit allen in allen Kraftfeldern nach dem Prinzip der Resonanz. Dabei könnte man das Grundgesetz der interkosmischen Kommunikation als die gewollte Freiheit zur totalen Kreativität bezeichnen, als die Schaffung von unendlich vielen Neugestaltungen nach dem Emergenzprinzip.
Natürlich bleiben diese Betrachtungen ebenfalls im Rahmen der beschränkten Möglichkeiten der mikrokosmischen Entwicklung, über die fundamentalen Schöpfungsprinzipien nachzudenken. Dabei erscheint die Brunosche Monadenlehre als eine plausible Grundlage. Alle sieben Kraftfelder stehen innerhalb ihres Energielevels immer auch mit dem niedrigeren und dem höheren Level in Kommunikation. Dabei entwickelt sich der unterste Energielevel innerhalb der Evolution als erstes nach den Prinzipien der Kreativität. Das Mineralreich entfaltet sich unter dem ätherischen Einfluss zu unvorstellbaren planetaren und stellaren Wesen, zu gewaltigen Sternenkonstellationen, Myriaden Galaxien und Sternennebeln in beständiger Expansion. Auf einem Planeten in der Galaxie Milchstraße entstand das Sonnensystem, in dem sich dann auch noch der Planet Erde herausbildete. Die ätherisch-materielle Entfaltung der Erde schuf mit der speziellen Zusammensetzung der irdischen Atmosphäre und den Konstellationen der Meere und Kontinente die idealen Voraussetzungen für die biologischen Lebenswellen der Flora und Fauna sowie dem Menschen. Im höheren Ätherfeld erlebten die Pflanzen ihre große Schaffensphase, dann folgte die Entfaltung der Tierwelt mit einem Umweg über die Insekten durch die Evolution der Astralfelder, wodurch sich auch die Sinnesorgane entwickelten. Dabei wurden bereits die Voraussetzungen geschaffen, dass sich einmal auch die Mentalis entwickeln kann, die von den Organen der Tiere für ihre Selbsterhaltung genutzt werden können.
Zahlreiche Verhaltensforscher bestätigen, dass in vielen Tieren das Organ «Gehirn» sehr gut ausgeprägt ist. Das Erfassen der Umwelt mit den Sinnesorganen und das instinktive Reagieren und Verarbeiten der empfangenen Informationen für den Selbstschutz ist bei vielen höheren Säugetieren sehr hoch entwickelt. Welche Kreativität wurde erst bei der Erschaffung des sich selbst bewusst seienden Menschen aufgebracht? Es ist unter der Leitung und Betreuung der Monaden eine gewaltige Leistung erbracht worden, um aus den vier niederen Energiefeldern, Materie plus Äther, Astralis und Mentalis, dieses hochkomplexe Ökosystem von Fauna und Flora mit wechselnden Interdependenzen zum Wasser, zur Mineralwelt und zur Atemluft auf dem Planeten Erde zu entwickeln. Welch gigantische Ordnung wurde rein kreativ nach den Prinzipien der Emergenz und der Resonanz geschaffen? – Welchem Menschen steht eine Beurteilung zu, wie „humanistisch“ das alles hätte geschehen müssen? – Es wäre sehr vermessen, auch nur einen Evolutionsstep nach seinem Leidenspotential zu beurteilen? – Beim Erschaffen neuer Lebensformen regeln die wechselseitigen Informationen nach dem ursächlichen Plan der Schöpfung von Anbeginn die wechselseitigen Kombinationen der Kraftfelder, die von den Monaden bei jedem Entwicklungsschritt begleitet werden.
Die Dynamik der Offenbarung ist ein unaufhaltsamer Strom resonanter In-formation. Jede Interaktion zwischen den Wesen, jede Interferenz zwischen den Kräften reflektiert das ganze unerschöpfliche Potential der Urmonade. Monas ist ein Wort aus dem Griechischen und bedeutet «Einheit»; im universalen Bewusstsein stehen alle Geschöpfe und alles Geschaffene ununterbrochen seit Anbegin – sofern es diesen gegeben hat – in der Einheit mit ihrem Schöpfer. Diese Einheit ist ewig, so wie der Schöpfer ewig ist; darin ist kein Tod zu finden. Die Myriaden von Erneuerungen der Formungen gehören zum Strom der sich beständig wandelnden Kommunikation zwischen den sieben Kraftfeldern für die Offenbarung seiner supranirvanischen Kreativität innerhalb der kosmischen Gebiete. Bei aller Vielheit der Erscheinungen bewahren alle stets die liebevolle und harmonische Einheit mit den sieben Dimensionen.

Das über alles menschliche Denken hinausgehende Kraft- und Lichtfeld «göttlicher» Art aus und in dem die Offenbarung der Urmonade eingebettet ist, erschafft in seiner permanenten Evolution die gewaltige Ordnung des Geschehens im unbegrenzten, ewig expandierenden Universum mit einer überwältigenden Präzision über die Hierarchie der Monaden und die Gesetzmäßigkeiten der isotropen Resonanz.

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Fortsetzung im ⇒ folgenden Kapitel

zur Druckversion als PDF02. Beginn + Ursache

3. Das siebenfache Weltfeld

Die Basiszahl aller Strukturen im All ist die heilige Sieben. Es gibt sieben kosmische Gebiete, in allen existieren sieben Dimensionen. In ihnen wird alles Leben von sieben Kräften erfüllt, die sich jeweils in sieben unterschiedlichen Polarisationen auswirken.

Diese Weltanschauung umfasst den ganzen Bereich der stofflichen und unstofflichen Offenbarungen im Universum. In vielen Büchern werden einzelne Teile davon angedeutet, meistens im Zusammenhang mit religiösen Vorstellungen oder kabbalistischen Hypothesen. Es ist wohl die Zeit gekommen, ernsthaft danach zu fragen, warum die Weisen aller Zeiten dieses Thema immer nur beiläufig besprochen haben? – Fehlte ihnen die Vision, oder ermangelte es einfach an der Kommunikationsmöglichkeit? – Auch heute wird es nicht ganz einfach sein, mit den nichtautorisierten Begriffen für diese Weltschau auf Verständnis zu stoßen. Warum? – Weil diese sich derzeit dafür anbietenden Bezeichnungen oder Namen bereits für andere verschiedene esoterische Bereiche mit abweichenden Inhalten verwendet werden oder aus bislang nicht bedachten Erlebensbereichen stammen.


Sollte Dir ein Gedanke zu dem Text einfallen, dann schicke ihn bitte mir zu.  Vielen Dank.


Jakob Böhme beschrieb seine Visionen von der Schöpfung und dem Sündenfall 1612 in einem christlich geprägten Europa. Die dominierende katholische Kirche hatte alle wissenschaftlichen Erkenntnisse der Griechen, Perser und Araber unter das Joch ihrer Dogmen gestellt, die damals sehr stark von Aristoteles beeinflusst waren. Auch darum existierten in den deutschen Landen zur Zeit Böhmes keine bekannten Bilder für die kosmischen Kräfte oder Dimensionen, obgleich sich die Philosophen sehr viel mit den Erkenntnissen aus der Metaphysik beschäftigten. Denn bereits damals brannte den scholastischen Geistern die Fragen nach dem Woher? und Wohin der Menschen? auf den Nägeln.
Gerade in der Zeit der Renaissance wurde die Alchemie von einigen erlauchten Herren gepflegt, die sich ein entsprechendes Labor eingerichtet hatten, um den Wirkungen der Tinkturen auf die Schliche zu kommen, oder um profanes Gold für die Fürsten zu machen. Es wurde auch fleißig nach dem Stein der Weisen geforscht, oft unter der Anleitung des ägyptischen Alchimisten Hermes Trismegistos. Die Rosenkreuzer forderten in ihren Manifesten zu einer Reformation in Wissenschaft, Philosophie und Religion auf. Für die normalen Gläubigen in der Kirche musste die Erde eine Scheibe sein, darüber thronte der Himmel, am Rande dehnten sich die großen Meere aus bis zum Horizont, und unter der Erdscheibe stellte man sich die furchtbare Hölle vor. Ob das aristotelische Weltbild, in dem sich alles um die Erde dreht, vielleicht immer noch bei vielen Menschen das Denken bestimmt, obgleich sie sich heute alle in Sprache und Bildern der modernen Wissenschaften über unseren kugelförmigen Kosmos und die planetare Konstellation in zahllosen Publikationen informieren können?
Vergegenwärtigen wir uns den irdischen Kosmos, so wie er uns heute in modernen wissenschaftlichen Bildern beschrieben wird, mit allen Sphären in den Höhen der Atmosphäre bis hin zum van-Allen-Gürtel und in den Tiefen des Meeres und des Erdinneren, von denen einst Jules Verne seine Visionen geschrieben hat. Die Atmosphäre – von griechisch ατμός, atmós „Dampf, Dunst, Hauch“ und σφαιρα, sphaira „Kugel“– ist die gasförmige Hülle um den Planeten Erde. Sie besteht meistens aus einem Gemisch verschiedener Gase, das vom Schwerefeld des Himmelskörpers festgehalten werden kann. Die planetare Atmosphäre, als ein Bestandteil der Geosphäre, ist an der Oberfläche der Erde am dichtesten und geht in großen Höhen fließend in den interplanetaren Raum über. Sie bestimmt im Falle ihrer Existenz zum größten Teil das Erscheinungsbild eines Himmelskörpers. Die Atmosphären der Sterne reichen tief in den Raum hinein, auch wenn das von den menschlichen Messinstrumenten nicht erfasst werden kann.
Die Erde hat in erster grober Näherung die Form einer leicht abgeflachten Kugel mit einem Erdradius von 6357 bis 6378 km. Das  Innere der Erde ist aus mehreren Schalen aufgebaut: Im Zentrum befindet sich der feste Erdkern aus Eisen und Nickel. Daran schließt sich der flüssige Teil des Erdkerns an, mit einer Mächtigkeit von rund 2200 km. Darüber liegt die 2900 km dicke Schicht des Mantels aus zähplastischem Gestein. Daran sieht man, dass unsere Welt auf einer relativ dünnen, harten mineralischen Kruste existiert. Mit ihrem schalenartigen Aufbau ist die Erde gleichzeitig der Prototyp der vier terrestrischen Planeten im inneren Teil unseres Sonnensystems.

Soweit die grobstoffliche Ansicht des Lebensfeldes der Erde. Die unstoffliche Sicht des Geistesforschers reicht weit über die materielle Kugel hinaus in die sie umgebenden Sphären. Das Wesen Erde ist vielgestaltiger und wird in den Stratas von mehreren Planetgeistern bewusst als ein Organ innerhalb des Sonnenkosmos geführt. Es gibt keinen leeren Raum. Alle Sphären sind angefüllt mit unstofflichem Leben, um das multidimensionale Sein der Welt innerhalb und außerhalb des materiellen Körpers Erde aufrecht zu erhalten und die geplante Evolution aller Monaden des universellen Offenbarungsfeldes durch den Logos zu ermöglichen.

van-Allen_guertel

Abb.: van-Allen-Gürtel, NASA/GSFC Scientific Visualisation Studio

Alles Leben unserer Welt, alle Mikrokosmen, alle Wesen in den Märchen und alle sonstigen die Natur instand haltenden Entitäten, alle irdischen Götter, Demiurgen, Engel und Devas, Daevas und Äonen wesen in den unstofflichen Feldern der Planetensphäre, in der „unsichtbaren“ Spiegelsphäre oder dem Jenseits der Welt, das auch das Diesseits enthält, die für uns sichtbare materielle Natur. Jeder Planet, jeder Stern und jede Galaxie ist ein lebendes Wesen, und kann als Teil des Zodiaks gesehen werden, die alle einen speziellen Auftrag im Gesamtgeschehen haben. Sie werden durchzogen und getragen von einer Monade, die das Wirken des komplexen Klusters von Kraftfeldern unterschiedlicher Vibrationen leitet. Diese monadische Infusion schafft im System eine Bewusstheit, mit Wahrnehmung und bedachten, erwogenen Reaktionen. Alle Körper im All und alle für die Menschen unsichtbaren Wesen und Entitäten sind bewusste, mitentscheidende lebende Bausteine des Universums. „Der Geist schwebt über den Wassern“, wird in der Genesis gesagt.

Dieses historische Bild erläutert in seiner allegorischen Sprache, dass alle Energien der Welt – die Wasser – immer vom Geist, d.h. von Bewusstheit, Wissen und Weisheit geführt werden.

Erst die modernen Wissenschaftler haben in ihren Theorien aus Materie den Geist, die Bewusstheit extrahiert. Sie stellen sich überall eine tote Materie oder eine unbelebte Energie vor. Aber nirgendwo im ganzen All und auf der Erde gibt es etwas Unbelebtes. In der Natur gibt es eben nur darum lebendige Wesen, Tiere, Pflanzen, Einzeller und Bakterien, weil alles – auch die Mineralien – von pulsierendem Leben erfüllt sind. Darum können sie alle zu einer lebendigen Gesundheit aller Fauna und Flora im Himmel, auf der Erde und im Wasser beitragen. Selbst alle synthetisch produzierte chemische Medizin könnte keinem Kranken helfen, wenn sie nicht irgendwie lebendig wäre.

Das umgebende und durchdringende Jenseits
Die grobstoffliche Natur ist der sinnesorganisch erfassbare Teil der gesamten Welt. Zu ihr gehören noch weitere sechs unstofflichen Sphären. Zusammen werden diese mit ihren lebendigen Kräften und Bewohnern, Entitäten und Engeln als Jenseits bezeichnet, im Gegensatz zu der wahrnehmbaren, stofflichen Erde, dem materiellen Diesseits. Man spricht gerne auch von einer Spiegelsphäre, weil sich die Krafterscheinungen des Jenseits auch in den stofflichen Ebenen der Himmelskörper widerspiegeln – sowie umgekehrt, die Geschehnisse der materiellen Welt reflektieren sich immer in die jenseitigen Feldstrukturen. Vielfältig wird von kirchengläubigen Menschen dieses Bild vom Jenseits, in das Himmel und Hölle der Verstorbenen versetzt wurde, oberhalb oder unterhalb der materiellen Ebene gesehen. Das Weltbild aus der Zeit, als die Erde noch als eine Scheibe aufgefasst wurde, müsste heute endgültig revidiert werden, angesichts der Erfahrungen einiger Astronauten, die das Weltall bereits mit Satelliten bereist haben. Natürlich durchwirken die unstofflichen Felder mit ihren Bewohnern die gesamte Materie bis in die Tiefen der Erde und bis in die Höhen des van-Allan-Gürtels und auch darüber hinaus. Ja, die ätherischen und astralen Kräfte sind unbedingt notwendig für die Existenz der materiellen Erscheinungen. Oftmals enthalten die Märchen über Engel, Nymphen, Sylphen, Elben und Orks mehr Weisheit als die empirischen Definitionen der Elemente in der Luft, im Wasser, im Holz und im Stein.

Die Spiegelsphäre heißt so, weil sich die Erscheinungen des Jenseits in der materiellen Ebene der Erde widerspiegeln, und umgekehrt.

Alles Geschehen der Welt trägt zu einem gemeinsamen Kosmos bei, zu einem gewaltigen elektromagnetischen Kraftkörper, weil alle Ereignisse des Seins miteinander kommuniziert werden und im Resonanzprinzip reflektiert werden. Die Bauernsprüche: „Wer einem anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein.“ und „Wie es in den Wald hinein schallt, so schallt es auch hinaus!“ sind nicht nur wohlfeile Ratschläge, sondern sie definieren ein kosmisches Gesetz. Das Spiegel- oder Resonanzgesetz ist überall gültig, jeder Gedanke, jede Handlung – ob von Menschen oder von Göttern – hat eine Reflexion in der zugehörigen Ebene, und je nach Wirkungsstärke, reicht diese auch bis in andere naheliegende Felder hinein. Kein Leben kann ohne Reflexion ablaufen, denn jede lineare Dynamik bedarf einer korrigierenden Reaktion, um sich im vielfältigen elektromagnetischen Miteinander harmonisch zu gestalten. Wer die erhabene Konstruktion des Universums in etwa erkennen will, darf sich nicht im allgemein veröffentlichten Vorurteilsurwald, in der allseits gepflegten Unwissenheit der Menschheit verstecken. Wer sich der steten Verschleierung der Realitäten durch die materialistische Wissenschaft unkritisch hingibt, wird den Sinn und die Schönheit des kosmischen Entwicklungsplans nicht sehen können. Stellen wir uns möglichst neutral und ohne die obligatorischen Einwände vor die esoterisch nachweisbaren Tatsachen: Der sichtbarer Teil unserer irdischen Natur vibriert in einer unsichtbaren multiplexen Kraftsphäre, dem sogenannten Jenseits mit zahlreichen unstofflichen Feldern. Alle durchdringen sich gegenseitig innerhalb ihres Sphäroids analog den elektromagnetischen Energiefeldern der GPS, Funk, Radio- bzw. Fernsehsender, die rund um den Erdball pulsieren. Beide Sphären, Diesseits und Jenseits des Kosmos Erde beeinflussen sich wechselseitig, und beleben auf diese Weise die Welt als eine selbstbewusste Entität in ihrer Monade. Alles für das menschliche Auge Sichtbare unter dem Himmel gehört zu der stofflichen Natur. Der Raum zwischen den Sternen ist jedoch kein Vakuum, sondern ist mit zahllosen Kräften erfüllt.
Lesen wir, was der Codex Askewianus, das Buch „Die Pistis Sophia“, über die Herrscher in den  jenseitigen Sphären berichtet:

„Über die Archonten und ihr Ziel, die Zeit ihrer Herrschaft möglichst lange hinauszuschieben. Jetzt aber hatten sie erkannt, dass die Siebenzahl der Ziffern Melchisedeks, des Lichtüberbringers, vollkommen war. Er kommt wiederum heraus, wie er es zu tun pflegt, und geht in die Mitte der Archonten all der Äonen und der Archonten der Schicksalskräfte und der 24 Sphären hinein. Er versetzt sie in Aufregung und bewirkt, dass sie ihre Kreisbahnen schnell verlassen. Sie geraten unmittelbar in Bedrängnis und werfen die Kraft aus sich heraus durch den Atem ihres Mundes und die Tränen ihrer Augen und den Schweiß ihrer Leiber.“

Dieser Text macht deutlich, dass die irdische Welt aus sieben sich ineinander drehenden Kraftkugeln besteht, in denen 24 Kosmokratoren die Regeln fügen und die Gesetze beherrschen. Sie sind als Herrscher dieser Naturordnung eingesetzt, um für diese zu sorgen und so lange instand zu halten, bis die Evolution der Mikrokosmen vollendet sein wird. Aber zusätzlich zu diesen, von Beginn an für die Menschheit wirkenden Monaden, wirken gewaltige Bewusstseinswesen, Äonen und Archonten, aus den jenseitigen Sphären auf die Menschen. Die gewaltigen, unbeachteten Entitäten, die ahrimanischen Fürsten unter dem Himmel, wurden aus den zahllosen Gedanken, Wünschen und Gebeten aller Menschen geschaffen, die sich den Garten Eden in der irdischen astral-mentalen Welt sowie dem materiellen Pendant bis in alle Ewigkeit herbeiwünschen. Diese von Menschen geschaffenen astralen Kräfte werden Äonen und Archonten, Kosmokratoren genannt, weil sie bereits seit undenklichen Zeiten („äon“ bedeutet im Altgriechischen „ein langer Zeitraum“) hervorgebracht und ernährt werden. Die Summe all dieser Kräfte im Jenseits wird in der alten persischen Lehre des Zarathustra als „Ahriman“ angedeutet. Die hinduistischen Lehren bezeichnen diese irdischen Götter unterschiedlich als Asuras oder als Devas. Ihr Aufenthaltsgebiet im mentalen Feld des Jenseits heißt darum auch Devachan.

Es ist und war also zu allen Zeiten bekannt, dass es neben dem Diesseits, damit ist die sinnlich erfahrbare Welt gemeint, und auch ein Jenseits gibt, die hellsichtig erfahrbare unstoffliche Welt, in der auch zahllose Wesen, Geister oder Engel leben. die zum Erhalt und zur Regeneration der Natur beitragen. Dabei ist wohl zu bedenken, dass alle sieben Lebensfelder unbedingt zusammen gehören, nicht nur weil sie sich ineinander drehen und sich gegenseitig durchdringen, also einen zusammenhängenden Kosmos oder Holokumulus  bilden, sondern weil sie in ihrer Monade eine lebendige, mit Bewusstsein begabte Kraftkugel innerhalb des Sonnensystems bilden. In der Sonnenmonade sind alle planetaren Monaden mit ihren Planeten und Monden integriert und erfüllen gemeinsam eine konkrete Aufgabe für die Evolution des Gesamtsystems der Galaxie Milchstraße.

Die Erde wird von einer Monade belebt und besteht aus sieben sich ineinander drehenden Kraftfeldern.

Die Monade der Erde kann als ein „Kind Gottes“ bezeichnet werden, sie ist eines der Kinder des Sonnenlogos. Die Erde selbst mit allen Strata ist eher ein Kind der zugehörigen Monade. In diesem Lichte scheint es doch eine unbedachte Überheblichkeit zu sein, wenn sich der Mensch selbst als Kind Gottes bezeichnet. Der Mensch ist mit seinem Mikrokosmos selbstverständlich ein Kind des lebendigen Wesens Erde. Erst die empirische Wissenschaft hat unter Anleitung der selbstbehauptenden Äonen im Denken der europamerikanischen Kultur eine unbeseelte und unbewusste Natur definiert. Die ersten Weichen für diese materialistische Weltanschauung haben allerdings bereits einige griechische Philosophen, unter anderem Aristoteles gestellt. Da die katholische Kirche und einige arabische Philosophen haben seine Lehre über die Regeln der wissenschaftlichen Methoden, wie die Natur zu untersuchen sei, im Mittelalter bis weit in die Renaissance hinein dogmatisiert. Zugleich wurde das kritische Hinterfragen der kirchlichen Dogmen in mehreren Konzilien unter Strafe gestellt, z.B. die Exkommunikation. Jeder, der noch ein wenig von den unstofflichen Welten erfassen konnte und ihre natürlichen Bewohner in ihrem Dasein berücksichtigte, wurde während der Inquisition verfolgt. Alle Forscher, die getrieben von ihrem inneren Wissensdrang auch die Wesen in der unstofflichen Natur genauer analysierten, wurden verleumdet, ihrer Vermögen beraubt und zwecks Meinungsänderung gefoltert. Dieses menschliche Trauma des europäischen Mittelalters hat tiefe Spuren in der Psyche vieler Europäer hinterlassen, darum wird weitestgehend nicht über Engel, Nymphen oder andere Elementalwesen gesprochen. Es ist eigentlich ungeheuerlich, dass man auch heute noch in Gesprächen über dieses Thema deutlich bemerken kann, wie die dadurch geschürten Zweifel selbst den aufgeklärten modernen Menschen beeinflussen.

Heute weiß es eigentlich ein jeder: Alle Planeten im Sonnensystem verfügen über vergleichbare Kraftfelder, über Stratosphären, über eine Gravitation und eine elektromagnetische Ausbreitung. Der Mutterstern unseres Planetensystems, die Sonne, hat ebenso wie alle anderen Sterne seine unstofflichen Sphären. Sie nehmen dabei einen so großen Raum ein, wie das Sonnenlicht in das All hinausreicht. Dieses gigantische Sonnenfeld ist eingebettet in die Sonnenmonade, in der die planetaren Monaden organisch, bewusst mitarbeitend eingebunden sind. So reichen die ursprünglich geschaffenen Schöpfungsfelder für uns Menschen, die Monaden, bis an den Rand des astronomisch „sichtbaren“ Bereiches. Dort, im Zodiak des Tierkreises des sichtbaren Universums, sollen die obersten Kosmokratoren herrschen. So stellen es sich die Astrologen aus Chaldäa, Persien, Ägypten und Griechenland seit der Antike vor. Dass aus diesen hohen Sphären besondere Monaden ihre Einflüsse über das planetare Sonnensystem, die Welt und auch über die Menschheit der Erde ausstrahlen, kann man aus der Kabbalah, der Geheimlehre von Mme. Blavatsky und bei R. Steiner nachlesen. Dieses Wissen um die großen Zusammenhänge hat in der Antike dazu geführt, dass wissende Priester den Sternbildern im Zodiak die heute noch geläufigen astrologischen Namen von „ihren Göttern“ gegeben haben. In den griechischen Mythologien wurden die Götter oder Halbgötter öfters als Stern oder Sternbild in den Himmel versetzt. Die Sternbildnamen sind dabei keineswegs willkürlich erfunden worden, so wie man heute Markennamen produziert, sondern die Allegorien der Götter bedeuten eine spezielle Auswirkung ihrer Kraftfelder auf alle Planeten, Wesen und Geschöpfe ringsumher. Die Namen charakterisieren die expliziten Eigenschaften und Qualitäten ihrer auf die Welt und den Menschen ausstrahlenden Kräfte.

Die Urmonas, das ganze Offenbarungsfeld ist ein zusammengehöriges und zusammenwirkendes im Allbewusstsein pulsierendes Lebensfeld, der Logos, Tao, Chi, Ahura Mazda oder Allah. In diesem Universum gibt es tatsächlich sieben kosmische Gebiete, in denen seit der Schöpfung zahlreiche Makrokosmen leben und sind.

Das führt den Leser an den Gedanken heran, dass alle sieben kosmischen Gebiete, alle Universen und Galaxien – ob sichtbar oder unsichtbar – in ihrer unvorstellbaren Vielfalt ein einziges zusammenhängendes gigantisches Kraftfeld bilden, ein gewaltiger geordneter Sphäroid in unbeschreiblicher Vielfalt und in einer herrlichen Einheit in der Urmonas. Das ganze Offenbarungsfeld ist ein zusammengehöriges und zusammenwirkendes im Allbewusstsein pulsierendes Lebensfeld, der Logos, Tao, Chi, Ahura Mazda oder Allah. Wer etwas von dieser Herrlichkeit erahnen möchte, sollte seine Lebensausrichtung von den kleinkarierten Lebensumständen auf dem irdenen Erdenkloß einmal abwenden und sich in aller Stille mit diesen hehren Einsichten erfüllen. Auf diese Weise kann ihm die Möglichkeit geschenkt werden, in seinem Mikrokosmos dafür geeignete neue „Sinnesorgane“ zu entwickeln. Das einheitliche Bemühen um eine höhere Bewusstheit wird aus einem Denken geboren, dass die materielle, in dieser Natur lebensnotwendige, auf sich selbst bezogene Weltanschauung auf einen neutralen Platz stellt. Dabei sollten die das ganze Dasein durchdringenden Dogmen und Tabus ernsthaft bis in das Unterbewusstsein gelöscht werden. Erst wenn sich der Mensch mit Hilfe seines intelligenten Verstandes-Denkens auf ein Leben und Geben in allen unstofflichen Energieströmen ausrichtet, kann sich eine Tür zur höheren Astralis und zum höheren Mentalvermögen öffnen. (Genaueres dazu unter Mikrokosmos, Kapitel 05) Entfalten sich diese neuen Vermögen, kann es möglicherweise bereits in der Aquariusperiode wirklich werden, dass viele Menschen in dem neuen Weltgeschehen mitwirkend zu einem friedlichen und harmonischen Durchbruch beitragen.

Die Wendezeit zum Beginn der Aquariusperiode.

Die Menschheit erlebt zur Zeit in ihrer Evolution eine besondere Wende- und Entscheidungszeit. Innerhalb des siebten kosmischen Gebietes führt die Monade die Entwicklung der Erde durch das elektromagnetische Feld der Materie, in dem die Menschen selbstbewusst zu der Erkenntnis kommen soll, dass die Evolution sie alle zu höheren Lebensgebieten führen wird. Dafür müssen sich alle Menschen aus eigener Erkenntnis von dem Prinzip des Konsumierens zum Prinzip des Schenkens erheben. Man kann also sagen, dass die Erde zur Zeit ein Lernfeld ist, eine Art Universität, in der jeder prozessmäßig über viele Erfahrung zu einer selbstständigen, innereigenen Erkenntnis kommen kann, dass seine Lebensaufgabe darin besteht, das bisherige Leben aufzugeben zugunsten einem Leben aus dem Strom der Kräfte, die sich permanent wegschenken.
Kann man etwas konkretes über die kosmischen Gebiete sagen? In dem gnostischen Werk, das von Valentinus verfasst sein soll, die Pistis Sophia, Kapitel 88, wird mehrfach über die höheren Sphären des Lichtreiches gesprochen: Nach all diesen Worten wiederum fuhr Jesus in der Rede fort und sprach zu seinen Jüngern: „Hört, damit Ich mit euch spreche über den Glanz jener von der Höhe, wie sie sind, der Art entsprechend, wie ich mit euch bis jetzt gesprochen habe. Wohlan, wenn ich euch zum Gebiet des letzten Helfers führe, der den Lichtschatz umringt – wenn ich euch also zum Gebiet jenes letzten Helfers führe, und ihr die Herrlichkeit seht, worin er sich befindet, so wird der Ort des Lichterbes für euch nur so viel wie die Größe einer Stadt dieser Welt gelten, gemessen an der Größe, in der sich der letzte Helfer befindet, und an dem großen Licht, in dem er ist. Und danach werde ich mit euch auch sprechen über den Glanz des Helfers, der über dem kleinen Helfer steht; doch ich werde nicht mit euch reden können über die Gebiete derer, die über allen Helfern stehen; denn es gibt in dieser Welt kein Bild, um sie zu beschreiben; denn es gibt in dieser Welt nichts Ähnliches, um sie damit zu vergleichen: weder Größe, noch Licht, das ihnen gleicht, um sie zu beschreiben; nicht nur mit dieser Welt, sondern sie haben auch keine Ähnlichkeit mit jenen vom Ort der Höhe der Gerechtigkeit aufwärts. Darum gibt es nun in der Tat kein Bild in dieser Welt, um sie zu beschreiben, wegen des großen Glanzes derer von der Höhe und ihrer unermesslichen Größe. Darum nun gibt es Nichts in dieser Weit, um diesen Glanz zu beschreiben!“

Die sieben Kraftfelder der Schöpfung sind, wie hier angedeutet, in ihrer Energiestärke vielfach höher als die uns bekannten Energien, die im Zusammenhang mit der Materie im siebenten Gebiet erforscht werden können. Da und dort wird in der esoterischen Literatur von Zahlen gesprochen, die jedoch allesamt sehr vage Hypothesen sind, darum wollte ich diese hier nicht wiederholen. Zahlreiche Gespräche und die überwältigende Fülle Bücher und Zeitschriften aus Wissenschaft und Forschung beweisen: Die europamerikanische Weltanschauung der materiellen Welt ist stahlhart kristallisiert und wird unter subtiler Anleitung der Äonen von hohen Autoritäten der Wissenschaften bewacht.

Stanislav Grof schreibt in seinem Buch: Auf der Schwelle zum Leben:
Der Mythos von fester, unzerstörbarer Materie, das zentrale Dogma überlieferten Denkens, löste sich unter experimentellen und theoretischen Beweisen auf. Die Grundbausteine des Universums, die Atome, stellten sich als im wesentlichen leer heraus. Zuerst wurden sie auf Protonen, Neutronen und Elektronen reduziert, um später in der Hochenergiephysik in Hunderte von subatomaren Partikeln aufgelöst zu werden. Zusätzlich noch weisen diese Partikel dieselben paradoxen Charakteristika wie das Licht auf, sie zeigen sich – je nach dem Verlauf des Experiments – entweder als Partikel oder als Wellen. Die Welt der festen Materie wurde durch die des Prozesses, des Geschehens, der Beziehungen ersetzt. In der subatomaren Analyse verschwand die feste Newtonsche Materie und wurde durch Aktivität, Form, abstrakte Ordnung und Muster ersetzt. Um mit den Worten des berühmten Mathematikers und Physikers Sir James Jeans zu reden: »Das Universum gleicht immer weniger einer Maschine und immer mehr einem Gedankensystem.« Die dreidimensionale Raum- und die eindimensionale Zeitvorstellung Newtons wich dem vierdimensionalen Kontinuum von Raum-Zeit Einsteins. Die objektive Welt lässt sich nicht mehr von dem Beobachter trennen (Werner Heisenberg) und das lineare Prinzip von Ursache und Wirkung verliert seinen Platz als das einzige und notwendige verbindende Prinzip im Universum. In der modernen Physik ist das Universum nicht das gigantische mechanische Uhrwerk Newtons, sondern ein verbundenes Netzwerk von Ereignissen und Beziehungen.
Einige prominente Physiker wie zum Beispiel Eugene Wigner, David Bohm, Geoffrey Chew, Edward Walker, Fred Alan Wolf und andere gehen davon aus, daß Geist, Intelligenz und womöglich Bewusstsein integrierte Bestandteile der Existenz unseres Universums sind, und nicht lediglich eine unbedeutende Randerscheinung der Materie. Obwohl die Quantenphysik die überzeugendste und radikalste Kritik des mechanistischen Weltbildes bietet, haben auch in anderen Disziplinen – auch in den Naturwissenschaften – Forschungserkenntnisse zu wichtigen Veränderungen im Denken geführt. Unter diesen spielten die Kybernetik, Informationstheorie und Systemtheorie eine wichtige Rolle.

Die dreidimensionale Raum- und die eindimensionale Zeitvorstellung Newtons wich dem vierdimensionalen Kontinuum von Raum-Zeit Einsteins. Die objektive Welt lässt sich nicht mehr von dem Beobachter trennen (Werner Heisenberg) und das lineare Prinzip von Ursache und Wirkung verliert seinen Platz als das einzige und notwendige verbindende Prinzip im Universum. In der modernen Physik ist das Universum nicht das gigantische mechanische Uhrwerk Newtons, sondern ein verbundenes Netzwerk von Ereignissen und Beziehungen.
Einige prominente Physiker wie zum Beispiel Eugene Wigner, David Bohm, Geoffrey Chew, Edward Walker, Fred Alan Wolf und andere gehen davon aus, daß Geist, Intelligenz und womöglich Bewusstsein integrierte Bestandteile der Existenz unseres Universums sind, und nicht lediglich eine unbedeutende Randerscheinung der Materie. Obwohl die Quantenphysik die überzeugendste und radikalste Kritik des mechanistischen Weltbildes bietet, haben auch in anderen Disziplinen – auch in den Naturwissenschaften – Forschungserkenntnisse zu wichtigen Veränderungen im Denken geführt. Unter diesen spielten die Kybernetik, Informationstheorie und Systemtheorie eine wichtige Rolle.

Alle sieben Kraftfelder der irdischen Monade sind auf besondere Weise miteinander verschränkt.

Dabei lässt sich auch aus wissenschaftlicher Forschung – insbesondere der Quantenphysik und Bosonenforschung – nicht mehr ganz leugnen, dass alle sieben Kraftfelder des irdischen Kosmos auf besondere Weise mit den aller anderen planetaren Monaden verschränkt sind. Genauso wie der sichtbare Kosmos mit seinen Planeten eine großartige Ordnung und Genauigkeit zeigen, haben alle unstofflichen Kraftfelder der Welt einen wesentlichen Anteil an der unabdingbaren Gesamtordnung im Universum. Da die irdische Natur als ein Abbild des monadischen Urtyps geschaffen wurde, sind dem Autor plausible Analogien zum göttlichen Wirken erlaubt, allerdings im klaren Wissen, dass sich das Sein in den höheren kosmischen Lebensfeldern in Qualität und Quantität der Energieströmungen völlig anders entfaltet als alle irdischen Forschungen beibringen können.
Es ist dabei von grundlegender Bedeutung, dass der Mensch mit seinen aktuellen Sinnesorganen eigentlich nicht begreifen kann, wie und worin sich die Energieebenen in den höheren Ebenen im sechsten, fünften, und vierten etc. kosmischen Gebiet von den irdischen im siebenten unterscheiden. Einerseits vibrieren alle irdischen elektromagnetischen Kräfte mit einer deutlich niedrigeren Schwingung. Allein die Materie vibriert mit der niedrigsten Energie in der untersten Ebene, und schon das Ätherfeld wirkt in einer viel höheren Energie. Das nächste Feld, die Astralis überträgt noch höhere Energien, wobei sich auch die Zeitqualität deutlich verändert. Jeder vermag das in seinen Träumen beobachten, die sich bekanntermaßen in der Astralis abspielen. Im Traum können es Monate und Jahre gewesen sein, eine parallel erfasste Zeit in der Tagesrealität zeigt nur ein paar Minuten. Auf der anderen Seite werden von den Wesen der irdischen Natur von den sieben Kräften des Kosmos nur die vier unteren aktiv genutzt, das stoffliche Feld, der Äther, die Astralis und die Mentalis. Dabei ist die konsequente Aufmerksamkeitsrichtung des Menschen auf das Überleben in den materiellen Zusammenhängen fokussiert, das ist auch für die Tiere und Pflanzen gültig. Jeder aufmerksame Beobachter kennt das aus seinem persönlichen Umfeld, die Selbst- und Arterhaltung mittels materiellem Konsum, mit Macht und Standesvorteilen stehen weltweit im Vordergrund des täglichen Lebens. Jeder Mensch lebt unter seinem individuellen Denkcharakter, wird geprägt von seinen astrologischen Sternkonstellationen, seinem Karma und seinen pädagogisch geschickt übertragenen Dogmen. Darum sind die Menschen sozusagen taub geworden gegenüber den außersinnlichen Zusammenhängen, sie beschränken sich auf ein an die Materie gebundenes Bewusstsein. Erst wenn dem Menschen die höhere Astralis und die höhere Mentalis im Mikrokosmos aktiv zur Verfügung steht, vermag er auch die unstofflichen Zusammenhänge mit seinen neuen Sinnesorganen zu erfassen. Damit taucht er in eine völlig neue Welt ein – die eigentlich nur ein höheres Kraftfeld der gleichen Erde ist – in der allerdings sich das Gesetz der Resonanz positiv umsetzt: „Gib, so wird Dir gegeben.“ Wer das noch nicht verwirklichen kann, wird diesen Entwicklungsschritt vorerst nicht wollen.

Denn der wesentliche Unterschied zwischen den niederen Aspekten der Kraftfelder liegt in der deutlich anderen Wirkungsrichtung der Kräfte. Die Kraftfelder der höheren kosmischen Gebiete wirken stets zentrifugal nach außen. Das beginnt bereits zunehmend mit der Aktivierung der höheren Astralis. Diese Kräfte verschenken sich völlig schattenlos. Sich gegenseitig vollkommen ergänzend streben sie harmonisch in die absolute Einheit der Schöpfungsherrlichkeit. Im Gegensatz dazu wirken die niederen astralen Kräfte in der irdischen Natur immer konzentrisch, vereinnahmend, behaltend, stets konsumtiv nach innen gerichtet. Sich selbst egozentrisch in den Mittelpunkt stellend werden spontan und meist unbewusst gegen jeden anderen Grenzen errichtet und oftmals bitter verteidigt. Immer polar pendelnd zwischen den Gegensätzen von Gut und Böse werfen die kriegerischen Ereignisse ihre Schatten voraus in eine immer absurder werdende Disharmonie. Zum Schutz der Evolution ist im materiellen Werden das Sterben bereits eingebunden. In dieser uns bekannten sichtbaren Welt entwickelt sich das Dasein im Kommen, Aufblühen, Fruchttragen und Vergehen. Die Eckpunkte des materiellen Lebens auf der Erde sind die Geburt, das Dasein und der Tod. Insofern ist die stete Polarität zwischen den Gegensätzen ein bestimmender Faktor des alltäglichen Lebens. Dabei ist der Begriff „Tod“ ausgesprochen relativ. Wohl löst sich beim körperlichen Tod der Verband der Organe und Moleküle in die Atome dieser Natur auf, jedoch gibt es dabei keinen wirklichen Energie- oder Materieverlust. Es findet nur eine Transmutation von einem organisierten Körper zu einer amorphen Menge von unzusammenhängenden Atomen statt, die sofort in den natürlichen Kreislauf wieder übernommen werden. Jeder Mensch kann mit seinem subjektiven Erkennen dieser Zusammenhänge und ihn umgebenden Abläufe zu der notwendigen Einsicht kommen kann, dass der Wechsel in den Zuständen aller beteiligten Wesen ein perfektes, kybernetisch verknüpftes Zusammenspiel zum Erhalt des Gesamtsystems Erde darstellt, solange der Mensch nicht, von seinen materialistischen Vorstellungen seiner stofflichen Selbsterhaltung angetrieben, darin eingreift.

Nicht alle Kraftstrukturen unserer Welt sind dabei eindeutig zu benennen, weil in unserer Sprache, auch in der vorhandenen esoterischen Fachsprache, die Begriffe dafür niemals wirklich festgelegt wurden. Das Chaos, das Ungeordnete, ist vorerst das Kennzeichen im materiellen irdischen Kosmos, der in einer kosmischen Vergangenheit von einer Monade für eine besondere Evolution der Erkenntnis und Vollendung aller sieben mikrokosmischen Kraftfelder geschaffen wurde. In anderen kosmischen Schöpfungen entfalten sich die Werdeprozesse nach unvorstellbaren Gesetzen und Zusammenhängen, dass hier nicht darüber gesprochen werden kann. Das gesamte Universum im Allbewusstsein bleibt eine, von den menschlichen Betrachtungen und Bewertungen total unabhängige, ganz einfache Ordnung. Alle sieben Kosmen wirken und leben ineinander und miteinander in steter Kommunikation (Gemeinsamkeit sowie Einheit) und Information (Form und Kraft dafür schenkend) nach verblüffend einfachen Regeln der Resonanz, die später noch erläutert werden.

Das universelle Sein offenbart sich in sieben kosmischen Gebieten und in  sieben Dimensionen. In ihnen wirken sieben Kräfte, stets auf die Entwicklungen und Bedürfnisse eines jeden Kosmos abgestuft.

Zur Offenbarung der Monaden und ihrer Kinder – Kosmen oder Mikrokosmen – haben alle Kraftfelder sieben Dominanzen, sieben Aspekte oder sieben Unterfrequenzen. Dabei sind diese aber niemals scharf  gegen- oder nebeneinander abgegrenzt, sondern alle Kräfte vibrieren stets mit- und ineinander. Die Kraftfelder haben wohl unterschiedliche Schwingungszustände, vergleichbar mit den Frequenzen, sowie diverse Qualitäten oder Arbeitsmodalitäten, die sich aus ihrem Auftrag im Welten-Plan ergeben. Dennoch wirken sie immer ineinander schwingend, unter allen Umständen in einer einzigen Einheit miteinander kooperierend.
Jede Monade entfaltet in sich einen Kosmos, eine Galaxie oder einen Stern, ein Wesen oder einen Mikrokosmos mit einem Menschen aus allen diesen vieldimensionalen Kraftfeldern der Welt und des Alls. Man kann durchaus von 7 x 7 = 49 Vibrationsfeldern sprechen. Auch die Monade des Mikrokosmos, aus dem und in dem der Mensch lebt, wirkt mit den siebenfältigen Kräften. Sie überträgt diese über das aurischen Wesen im Mikrokosmos, in dem sich alle Anteile der ihn umgebenden und durchdringenden Felder entsprechend seinem innereigenen Magnetismus transformieren. Die bis heute abgespulte Entwicklung der Mikrokosmen über einige Inkarnationen der Erde, wie sie bei R. Steiner in seiner Geheimlehre beschrieben wird, hat dem Menschen einen nahezu vollendetes Wunderwerk des Köpers und ein deutliches Selbstbewusstsein verschafft. Der Mensch kann sich und seine Umwelt erfassen, taxieren und koordinierte Maßnahmen für sein Leben ergreifen.
Jedoch ist der Mensch dabei keineswegs unabhängig von den ihn gestaltenden Kräften geworden. Er entscheidet keinesfalls frei über Gedanken, Wünsche und Taten. Das alles sind die Folgen der mikrokosmischen und kosmischen Kräfte. Er wird immer von den Kräften gelebt, die er leider innerhalb seines materiellen Weltbildes mehr oder weniger ignoriert. Das ist ein seltsames paradoxes Kuriosum. Da der Mensch die unstofflichen Kräfte seiner Welt nicht wahr haben will, kann er sie auch nicht wahrnehmen, und wird dadurch zu ihrer Marionette. Die Prinzipien des Lebens, die der Mensch verdrängt, psychologisch gesprochen, bestimmen in völliger Unkenntnis ganz eindeutig, wie er lebt. Das ist allerdings das elementarste Problem für die dynamischen Macher unserer Zeit, die sich alle als erfolgreiche Beherrscher des Schicksals empfinden. Was ist aus Kyros,  Ramses, Dschingis Khan, Caesar und Alexander dem Großen geworden? – Nur Helden in den Geschichtsbüchern. Ursprünglich wurde der Mensch nach seinem Bilde geschaffen, dem Urtyp,  der Monade – wie einstmals die Urmonas am Anbeginn der Schöpfung. – Was ist aus dieser Herrlichkeit geworden, der sich die Welt untertan machen solle? Das mikrokosmische Dasein hat sich bis zur Selbst- und Arterhaltung mit einem begrenzten Denken und Wahrnehmen evolviert. Es kann sich jeder auf dem Erdball glücklich schätzen, der noch ein winziges Bild der Monade, des Lebensfeldes in sich trägt, das ihn geschaffen hat.

Die irdische Welt, das für uns sichtbare Universum, ist trotz seiner galaktischen Weiten (soweit es unsere Astrologen mit ihren Messgeräten ermitteln) nur ein winziger Schnipsel von Kräften, ein Makrokosmos, innerhalb des siebten kosmischen Gebietes. Aus unserer Sicht, so können wir ohne Weiteres bekennen, ist er mit allen Galaxien, Kosmen und Planeten eine sehr wichtige und für alles Dasein durchaus notwendige Welt. Damit der Mensch seine Gesamterscheinung und seine grandiose Auswirkung wahrlich begreifen kann, wird die Evolution von der Monade solange dynamisiert, bis alle sieben Kraftfelder, in die er eingebettet ist und von ihnen gelebt wird, erst einmal bewusst erkannt werden. Erst wenn dem Menschen alle Wirkungsvorgänge der sieben Felder bekannt sein werden, kann er in der kosmischen Evolution mitarbeiten – sich seine Welt untertan machen, wie es in der Genesis heißt. Das überwältigende Ziel im irdischen Dasein während der Aquariuszeit liegt in einem entscheidenden Schritt auf diesem Wege: die Erweiterung der Astralis und der Mentalis, damit ein völlig neues Begehren, Erfassen und Bedenken für den Menschen möglich wird. Damit wachsen die kommenden Generationen der Menschheit über die bis jetzt noch bestehenden Begrenzungen ihrer Denkvermögen hinaus, so dass völlig neue noch nicht beschreibbare Entwicklungen möglich werden. Einzelne Bruchstücke dieser Erkenntnis haben allegorisch in einige heilige Bücher und in philosophische Außenseiter der Moderne bereits Eingang gefunden.

Das materielle Feld

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Der Mensch erlebt sich als Bewohner eines materiell aufgebauten, nach physikalischen Gesetzen entwickelten Planeten Erde, der mit seinem Satelliten, dem Mond, um die Sonne kreist. Für die meisten Wissenschaftler ist die Erde eine feste Kugel mit schnee- und eisbedeckten Polkappen, mit großen Strömen und Meeren, mit fruchtbaren Ebenen und Wüsten und mit hohen Bergketten und gigantischen Untiefen in den Meeren. Wie dünn diese starre Erdschicht tatsächlich ist, auf der sich das bunte Leben entfaltet, wird bei Erdbeben und Vulkanausbrüchen schnell erkennbar. So kristallisiert und mineralisiert die Erde auch vielfach erscheinen mag, sie ist dennoch ein lebendiges Wesen, eine denkende, empfindende und bewusst handelnde Entität. Dafür schenkt sie permanent allen Lebewesen auf und in ihr verschiedene Entwicklungsfelder, sieben Strata, angefüllt mit siebenfältigen Potenzen.
Die Erforschung der materiellen Welt ist in der technisierten modernen europamerikanischen Welt bis zur höchsten Perfektion gelungen. Alle Wissenschaften haben über Jahrtausende ihre zeitgebundenen Irrtümer der Physik mehr oder weniger beseitigen können. Heute weiß seit Max Planck jedes Kind bereits, dass alle festen Körper, alle Atome eigentlich vibrierende Energiefelder sind. Louis de Broglie bewies bereits 1929 in seiner wissenschaftlichen Dissertation, dass die Materie in Wirklichkeit nur ein Phänomen der elektromagnetischen Kraftfelder ist, die wir salopp in seiner Gesamtheit als Licht bezeichnen. Das heißt, die Materie erscheint uns nur deswegen als hart mit einer festen Oberfläche, weil die sinnesorganische Wahrnehmung mit Organen stattfindet, die ebenfalls aus Molekülen dieser Materie aufgebaut sind. Darum kann Mann oder Frau nur das wahrnehmen, was dem Auflösungsvermögen und der Empfindungsschärfe der organischen Sinne entspricht. Auch wenn die materiellen Bausteine sowie Flüssigkeiten und Gase, die Moleküle und Zellen in ihrem Netzen aus Lymphe, Blut und Nerven nur funktionieren können, weil sie in die ätherischen und astralen Fluiden eingebettet sind. Dabei bleiben dem menschlichen Erfassen die unstofflichen Ansichten seines Lebens meistens verborgen, weil er im Laufe seines Werdens über die Jahrtausende die Fähigkeit des Hellsehens meistens verloren hat. Zu allen Zeiten hat es immer wieder auch Forscher gegeben, denen eine über den Materiekloß hinausgehende ganzheitliche Betrachtungsweise der Welt erforschenswert erschien, und die darum auch außersinnliche Wahrnehmungen in ihre Forschungen mit einbezogen. Die holotrope Ansicht der Welt war bereits im alten China geläufig, wie man aus den Stoffgliederungen im I Ging studieren kann. Auch die platonischen Wissenschaftler der Antike haben die ätherische Konstante hinter den physikalischen Erscheinungen gekannt, die letztlich erst im 20. Jahrhundert durch Albert Einstein aus der Physik verbannt wurde. Die Akupunktur, ein Teilgebiet der traditionellen chinesischen Medizin (TCM), wurde bereits ca. 200 Jahre vor unserer Zeitrechnung durchgeführt. Sie geht von einer „Lebensenergie des Körpers“ (Qi = Ätherfeld) aus, die von definierten Leitbahnen, den Meridianen, durchzogen ist, und einen steuernden Einfluss auf alle Körperfunktionen hat. Der Mesmerismus ist eine Behandlung im Ätherfeld, der im ausgehenden 18. Jahrhundert von F.A. Mesmer in Paris praktiziert wurde. Die Homöopathie erforscht und beschrieben von S. Hahnemann basiert auf der Erkenntnis, dass die Krankheit nichts anderes als eine krankhafte Verstimmung des „Lebensprinzips“ – im Ätherfeld und der Astralis – ist, die der Heilkünstler oder Arzt anhand der körperlichen Symptome zu erkennen und zu beseitigen habe. Auch das moderne geistige Heilen berücksichtigt die Tatsache, dass Licht und Materie zusammen eine Wirkungseinheit ist, die eigentlich nicht getrennt betrachtet werden sollte.

Licht und Materie sind eigentlich richtig betrachtet ein und das Selbe.

Die menschlichen Sinnesorgane sind nicht nur aus Materie gebildet, sondern sie wurden aus den lebensnotwendigen Begehren nach Selbsterhalt und Selbstverwirklichung der Astralis konzipiert und über das Ätherfeld vorgeprägt in der Materie realisiert. Die Notwendigkeiten der Evolution im Kampf gegen die Umwelt bestimmt nicht nur die Art und Weise der Wahrnehmungen sondern auch die Weiterleitung der empfangenen Informationen an die beurteilenden Zentren in der Mentalis. Das Denken des Verstandes ist unter diesem Einfluss vollkommen auf das materielle Überleben auf dem Planeten Erde ausgerichtet. Die Wahrnehmungsordnung wurde über die Jahrtausende derart intensiv dafür vorprogrammiert. so dass der Mensch heute durch seine Sinne nur noch das erfassen kann, was seiner eigenen materiellen Auflösung und Ausrichtung entspricht. Die Einsicht, dass der Körper vor allem durch einen geregelten Ätherfluss instand gehalten werden muss, wird dabei völlig ignoriert. Diese ignorante Grundhaltung wird dann in allen Medien die „allgemeine Erfahrung“ genannt oder sogar als der „gesunde Menschenverstand“ verkauft. Auf dieser Basis erklärte bereits Aristoteles die Grundregeln für die empirischen Forschung. Will man jedoch heute die Struktur eines physikalischen Atoms sehen, muss ein Elektronenmikroskop benutzt werden. Ein normales Lichtmikroskop kann eben nur in der Wellenlänge des sichtbaren Lichtes differenzieren, wohingegen ein Elektronenmikroskop das untersuchte Objekt viel feiner in der Frequenz der Elektronenstrahlen darstellen kann. Das Problem einer noch feineren Auflösung besteht nun eindeutig darin, dass mit der Feinheit der Strahlung auch die Energie der Strahlung zunimmt, die dann möglicherweise das beleuchtete Objekt zerstören würde. Das erkannte bereits A. Einstein und erklärte seinen Studenten: Der Mensch befindet sich bei seinen Experimenten mit der Natur in der Situation des Blinden, der mit seinen Fingern versucht, einen Schneekristall zu ertasten. Er stellt nur eine kalte Feuchtigkeit fest. Die Feinstrukturen des Kristalls werden durch die Wärme und den Druck des tastenden Fingers zerstört.

„Wer will etwas Lebendiges erkennen und beschreiben,
Sucht erst den Geist heraus zutreiben,
Dann hat er die Teile in seiner Hand,
Fehlt leider nur das geistige Band.“               schreibt Johann Wolfgang von Goethe im Faust.

Die ungeheure Begrenztheit der Naturwissenschaften in bezug auf das Lebendige wird von Goethe durch die Gestalt des Mephisto im Drama Faust spöttisch dargestellt. Es werden immer nur die materiellen Teile von den seriösen Wissenschaftlern untersucht, ohne jedoch den Bewusstseinsaspekt des Lebens zu berücksichtigen. Das Wesentliche, was ein lebendes Wesen von einem „toten Erdenkloß“ unterscheidet, wird in der wissenschaftlichen Erforschung erst hinaus getrieben. Man muss dabei feststellen, dass das keineswegs banale Ignoranz ist. Die Forscher werden in ihrem Bedenken der Fakten von unbewussten transphysischen Kräften so geführt, damit sie prinzipiell eine mögliche andere Weltsicht überhaupt nicht akzeptieren. Das Anerkennen unstofflicher Zusammenhängen ist für diese Menschen schlichtweg nicht möglich. Dieser Zustand ist überaus bedauerlich, aber wohl kaum zu ändern. Die anerkannten Wissenschaftler müssen sich an den vereinbarten Codex der sinnesorganisch erfahrbaren Welt halten, auch auf Basis ihrer selbstgeschaffenen Begrenzung wissenschaftlich anerkannter Untersuchungen. Sollte einer von ihnen beginnen, die Äther- oder Astralwelten zu erforschen, so wird er sofort aus dem Kollegium der Wissenschaftler ausgestoßen und bekommt keinerlei Fördergelder für seine Forschungen und ihm wird nicht einmal mehr Zutritt zu seinem Forschungsplatz gestattet. Mir sind einige Berichte aus USA-amerikanischen Büchern bekannt.
Die moderne Inquisition ist gut von der historischen abgekupfert. Ein solcher Forscher, der die Wirkungen unstofflichen Energien untersuchen will, muss völlig unabhängig von allen bestehenden Glaubensrichtungen und etablierten wissenschaftlichen Institutionen arbeiten können. Wie schwer das in der heutigen Zeit namhaften Wissenschaftlern gemacht zeigt das Beispiel des Institute of Noetic Sciences in Petaluma, Kalifornien. Die Erforschung des PSI-Feldes, meistens ist es nur das Ätherfeld, ist darum so problematisch, weil es eine viel höheren Frequenz hat, als die Lichtstrahlung der bereits wissenschaftlich erfassten Strahlungen. Es können also immer nur auftretende Wechselwirkungen erforscht werden, wie z.B. Psi-Phänomene, Gedankenübertragungen, und andere außersinnliche Erscheinungen. Wer sich experimentell den Äther- oder Astralwelten oder den noch energiereicheren Feldern des Kosmos nähern wollte, müsste bei ihrer Erforschung von Anfang an selbst mit diesen unstofflichen elektromagnetischen Wellen operieren. Nikola Tesla hat einige letztlich wenig beachtete Versuche mit freier Energie dazu unternommen. Wie bei seinen Experimenten deutlich wurde, können selbst die parapsychologische Forschung oder die noetischen Wissenschaftler nur einige Randbereiche der unstofflichen Sphären des Ätherfeldes erfassen. Dennoch wurde schon bei diesen Forschungen deutlich erkennbar, dass es für den heutigen Menschen keineswegs so einfach ist, die für solche Untersuchungen notwendigen „Sinnesorgane“ zu erfinden, geschweige denn die Anerkennung solcher Forschungen durch die etablierte Wissenschaft.

Halten wir hier erst einmal fest:

Licht und Materie sind eigentlich richtig betrachtet ein und das Selbe, aber sie treten in unterschiedlichen Verdichtungsgraden auf. Licht und Materie sind elektromagnetische Schwingungen, die vom Ätherfeld her bewegt werden, das seinerseits der stofflichen elektromagnetischen Vibration ähnlich, jedoch viel energetischer ist.

Die uns bekannte Materie – die unterste Kraftebene der elektromagnetischen Kraftfelder – gliedert sich in sieben sogenannte Aggregatzustände:

1. hart, kristallin – Eis, Metalle, Steine, Mineralien, Edelsteine.
2. plastisch bis elastisch – Holz, Knochen, Elfenbein, Asphalt, Gummi, Kunststoffe
3. gelartig – Zellinhalte, diverse Eiweiße, Knorpel und ähnliche organische Substanzen
4. zähfließend, sirupartig – Öl, Pech, diverse organische Verbindungen
5. flüssig, wässrig – Wasser, div. chemische Verbindungen, wie Säuren, Laugen, Alkohol
6. gasförmig, luftig – alle Gase, Mischungen, Luft
7. plasma – Gasplasma

Wer sich ein wenig in den natürlichen Zusammenhängen auskennt, weiß bereits seit dem Physikunterricht in der Schule, dass alle Materialien, Stoffe oder Elemente unter bestimmten Bedingungen, wie z.B. Druck und/oder Hitze, in mehreren Aggregatzuständen auftreten können. Sie unterscheiden sich allerdings dann vor allem durch eine Energieabstufung. Das Plasma gehört zur höchsten Energiestufe und das kristallisierte Mineral oder das metallische Element zur untersten. Das bedeutet allerdings keineswegs eine qualitative Wertung, weil alle Aggregatzustände im Zusammenwirken der körperlichen Naturerscheinungen ihre notwendige Bedeutung haben. Die materiellen Bestandteile der Kosmen sind einerseits qualitativ voneinander geschieden, werden jedoch vielfach miteinander verbunden und vermischt aufgefunden. Durch chemisch-physikalische Situationen können sich einzelne Stoffe oder Gase zu komplexen Molekülen und Kristallen ionisch miteinander verbinden, ineinander auflösen und vermischen.
Wir sollten uns an dieser Stelle nicht täuschen lassen! Es gibt nicht nur einen Stoffwechsel der materiellen Bestandteile. Auf vielfache Weise hat der Mensch aufs Innigste Anteil an allen Stoffen und unstofflichen Kräften, besteht er doch insgesamt aus diesen Stoffen und Kräften. Der Mensch atmet die Luft – Sauerstoff, Kohlendioxid, Stickstoff und Edelgase – ein und verändert aus, trinkt Mineralwasser und er ernährt sich von pflanzlichen und tierischen Körperteilen. Das Wesentliche dabei entgeht den meisten Konsumenten, nämlich dass sie mit dem materiellen Essen alle die Materie bildenden und erhaltenden ätherischen und astralen Fluiden ebenfalls aufnehmen. Auf diese Weise gliedert er nicht nur die materiellen Stoffe in seinen Körper ein, sondern auch die zugehörigen unstofflichen Fluiden gesellen sich zu seinem Äther- und Astralfeld, aus dem der Mensch leben muss. Auf diese Weise  wird er auch von den Fluiden beeinflusst, die er unbewusst in sein Lebensfeld integriert.

„Der Mensch ist, was er isst!“ Mit diesem berühmt gewordenen Diktum kommentierte Ludwig Feuerbach zustimmend das Buch des Physiologen Jakob Moleschott. In der 1846 erschienenen Streitschrift „Wider den Dualismus von Leib und Seele, Fleisch und Geist“ wettert der stürmische Neuerer, dessen Schriften seine Zeitgenossen Karl Marx und Friedrich Engels – trotz aller Unterschiede – als „eine wirkliche theoretische Revolution“ erleben, gegen die idealistische Vorstellung, wonach sich die menschliche Wirklichkeit allein im Geiste abspielt: „Der Leib ist die Existenz des Menschen; den Leib nehmen, heißt die Existenz nehmen; wer nicht mehr sinnlich ist, ist nicht mehr.“ (Zitat Dr. Hans Lemke, Zeitschrift für freies Denken und humanistische Philosophie). In diesem Sinne bestätigen wir die Ansicht von Feuerbach und auch von Marx, dass die Umwelt den Menschen ausmacht, dass es in ihm keine Trennung von Geist – unstoffliche Kraftfelder – und Materie gibt. Wir müssen aber ausdrücklich betonen, dass der Mensch aus allen ihn durchströmenden Kräften gelebt wird, sowohl körperlich im Sinne von A. Feuerbach mit allen sinnlichen Notwendigkeiten als auch seelisch-psychologisch mit allen unstofflichen Assimilationen.
Es gibt zu keinem Zeitpunkt eine Trennung zwischen den unstofflichen  und grobstofflichen Lebenskräften. Bei richtiger Betrachtung der Lebensvorgänge wird leicht ersichtlich, dass die höheren Lebensfluiden die niederen materiellen Vibrationen nicht nur durchdringen und erhalten, sondern diese beständig hervorbringen. Darum gibt es ohne Äther niemals Materie, niemals entsteht ohne die erforderliche Astralis ein Ätherfeld. Kein astrales Feld existiert ohne die Wirkung des Mentalfeldes usw. Die verschiedenen Kräfte treten überall und stets in einem hierarchisch geordneten Zusammenhang in Erscheinung. Die Analyse der physikalischen Kräfte, die wir für unser Verständnis der Welt benötigen, basiert auf einer rein theoretischen Annahme. Bei genauer Betrachtung besteht das weitverbreitete Weltbild als ein Glaubensdogma, das ausschließlich durch die Kommunikationshoheit der Medien gestützt wird. Was den meisten Menschen jedoch bei der dogmatisierten Wahrnehmung entgeht, ist, dass jedes Atom, jeder Kristall immer erst im Ätherfeld besteht. Jedes Tier besteht aus astraler Kraft, aus Äther und aus Materie, wobei die höheren Kraftfelder (Mentalis und höher) die Tiere in einer Art Wolke umschweben, formiert in einer Wesenheit. Man kann diese Feldstruktur Mikrokosmos oder Gruppengeist nennen, denn auch dort ist Bewusstheit. Akzeptieren wir, dass alle Kraftfelder ineinander wirken, dann können wir uns problemlos vorstellen, wie sich mit dem Austausch von materiellen Lebensmitteln oder Flüssigkeiten, also durch Essen und Trinken, auch die damit verbundenen unstofflichen Kräfte, der zugehörige Äther und Astralis mit dem Menschen verbinden. Denn er lebt in einem Mikrokosmos, in dem sich die Vibrationen all dieser Felder natürlicherweise gegenseitig durchdringen und informieren. Das ist wie der Goldfisch im Wasserglas.

Der Mensch, also der ganze Mikrokosmos, nimmt beständig Kräfte und Stoffe zu sich, verarbeitet sie und integriert sie in sein System. Die nicht verwendbaren und die verbrauchten Kräfte oder Stoffe gibt der Mikrokosmos wieder von sich in die zugehörige Sphäre. Der Mensch ist geschaffen als ein Stoff-Kraft-Wechselmedium. Das hat auch zur Folge, dass durch die Art der täglichen Ernährung das Erfassen und das Denken des Menschen deutlich mit beeinflusst wird. Es wird je nach Art der Lebensmittel, Getränke, Drogen oder Medikamente getrübt oder erhellt, verdunkelt, betäubt oder erleuchtet, belebt oder getötet. Dabei sollte man nicht vergessen, dass die Zusammensetzung der Luft sowie die vielfältigen Funkwellen ebenfalls die Mikrokosmen durchdringen und auch beeinträchtigen.

Das ist unter anderem ein triftiger Grund, warum die vegetarische oder vegane Ernährung und das Leben in den abgelegenen Bergen  von vielen Esoterikern bevorzugt wird, abgesehen davon, dass sie, in Kombination mit den Produkten von Tieren, also Milch, Käse und Eier, die nicht von getöteten Tieren gewonnen werden, die gesündeste sein soll. Jede synthetische Medizin, jedes Pflanzengift in unseren Nahrungsmitteln, jede Luftverunreinigung, jede Wasserverschmutzung unseres Trinkwassers, Alkohol oder Drogen, Kaffee oder Tee, Fisch oder Fleisch, Gemüse, Käse, Eier und sonstige Lebensmittel mit ihren synthetischen Komponenten, die kristallinen Äther bei Mineralien und Pflanzenteilen und die belastete Astralis bei totem Fleisch oder Fisch, beeinflussen sehr direkt das Bewusstsein der Menschen. Stark kristallisierend und bewusstseinsdämpfend wirken vor allem die synthetisch gewonnenen Medikamente, Drogen, Düngemittel, Pestizide und diverse Tierfutterbeigaben, zudem auch Nikotin und alle Sorten aus Erdöl gewonnener Zusätze. Die modernen esoterischen Autoren des New-Age oder der Geisteswissenschaften haben stets die unstofflichen Grundlagen des irdischen Daseins beschrieben, um den wirklichen Zusammenhang des Seins aller Wesen erkennbar zu machen, damit jeder Mensch einmal den Auftrag in der Evolution seines Denkvermögens auch wirklich erkennen kann. Mit einem eingetrübten Denkvermögen und degenerierten sowie desorganisierten unstofflichen Kraftfeldern in seinem Mikrokosmos wird er das nicht können.
Es ist für jeden Gebildeten leicht einzusehen: Wer sein Lebensfeld nicht wirklich mit allen zugehörigen Komponenten kennt, die es durchwirken und dynamisieren, ist niemals in der Lage, diese Aufgabe in seiner Tragweite zu erkennen. Bedauerlicherweise kann sich der Mensch unter keiner Bedingung auf dogmatisch wissenschaftliche Weise der vielfältigen Beeinflussungen und Wirkungsweisen der Kraftfelder bewusst werden. Niemand kann sich ihnen entziehen, nicht einmal nach dem grobstofflichen Ableben. Er  bleibt darum solange im Wahn gefangen, bis er seine prekäre Situation vollständig einsieht, und einen Ausweg sucht, wie der Held in dem Film die „Die Truman Show“. Leider ist es unter diesen Bedingungen auch den Ökologen und Naturschützern kaum möglich, die weitreichenden Interdependenzen der verschiedenen kosmischen Felder in der Natur nur annähernd zu erfassen. Das wäre allerdings für ein harmonisches, gerechtes und friedliches Zusammenleben aller Menschen auf unserem Kosmos zwingend notwendig.
Der postmoderne Mensch der westlichen Kultur wähnt sich meistens – vor allem bei seinen großen persönlichen Erfolgen, man bedenke nur alle sportlichen Wettkämpfe oder politischen Wahlkämpfe, einmal ganz abgesehen von kriegerischen Auseinandersetzungen und astronomischen Meisterleistungen – als freier Macher seiner eigenen Lebensumstände. Jedoch gerade diese Fehlprojektion oder Einbildung ist ein absolut gigantisches Gefängnis. Kein Mensch kann in dieser Verblendung durch seine empirischen Erkenntnissen wahrlich sehen, welch enorme Malträtierungen alle Wesen – inklusive der Erde – über sich ergehen lassen müssen.

Der Mensch wird meistens ungebeten von den Kräften in seinem Unbewusstsein und aus dem Jenseits wie eine willfährige Marionette an den Fäden der Äonen im Zirkus der materiellen Weltanschauung herumgeführt.

Das Ätherfeld

Im Jenseits der Erde sind die Ätherwelten zunächst der Aufenthaltsbereich für alle Wesen, die ihren stofflichen Körper abgelegt haben, und jetzt als niedersten Körper ihr Ätherfeld noch haben. Um das Ungemach einigermaßen beschreiben zu können, das damit bereits seit Jahrtausenden mit der auf Erden lebenden Menschheit verbunden ist, muss ich inhaltlich etwas vorgreifen und weiter ausholen. Die beiden unteren Äther verbleiben solange bei den Resten der Leiche, wie diese in der materiellen Ebene nicht aufgelöst wurde. Erst wenn alle Knochen und sonstige Teile des Körper wieder im Kreislauf der stofflichen Natur aufgenommen werden konnten, kann sich der chemische Äther vom Körper lösen. Solange die niederen Äther beider verwesenden Leiche verbleiben müssen, wie z.B. durch Mumifizierung, solange muss auch das noch lebende Astralfeld mit der bewussten Mentalis existent bleiben. Das heißt, der Verstorbene kann sich so lange nicht auf die kommende Inkarnation im Jenseits vorbereiten, und geistert halb verstorben durch die ätherisch-astralen Welten. Wieviel Leid allein durch die konventionelle Leichenbestattung über die Menschheit gekommen ist, können sich möglicherweise nur die Kulturen vorstellen, die ihrem Ahnenkult nachgehen. Große Religionen haben allezeit die Einäscherung propagiert, weil dadurch der Sterbeprozess im Jenseits optimal kurz gehalten werden kann. Durch die vielfach normale Bestattung des ganzen Körpers, wird das Ätherfeld der Erde übermäßig denaturiert, so dass es selbst jenen ätherischen Wesenheiten, die vorwiegend für den Erhalt und die Kommunikation der Mineralien, der Pflanzen und für die Insekten und niederen Tiere zuständig sind, unnötigerweise schwer gemacht wird, ihre Aufgaben zu erfüllen. Einmal abgesehen von allen spiritistischen Machenschaften, banalem Schamanismus und sonstigen Betrügereien. Im Ätherfeld leben eine ganze Reihe untermenschlicher Wesen, sogenannte Elementale, die in liebevoller Fürsorge das für den Menschen erforderliche elementare und molekulare Umfeld instand setzen und intakt halten. Sie müssen die Folgen ungezählter zerstörerische Aktivitäten aus Eigennutz und egoistischer Ausbeutung z.B. durch intensive Landwirtschaft, Erz- und Kohle-Industrie immer wieder ausbalancieren. Die modernen wissenschaftlichen und technischen Methoden haben besonders in den letzten Jahrhunderten das Ätherfeld der Erde sehr stark mineralisiert und damit stark beschädigt, warum auch diese Wesenheiten im Ätherfeld zunehmend beschädigt wurden. Jeder kann aus diesen kurzen Andeutungen verstehen, welch einen Unsinn der Mensch in seiner Unwissenheit mit der industriellen Atomspaltung, dem Fracking und der chemischen Industrie weltweit anstiftet, einmal abgesehen von den gigantischen Umweltzerstörungen und Umweltverschmutzungen durch Elektroschrott, städtische Mülldeponien, Industrieabwässer, -abgase und Tanker- bzw. Pipelinehavarien, etc.

Auch das Ätherfeld hat eine siebenfache Gliederung, die mit den speziellen Wirkungsweisen im Mikrokosmos und den anderen Bewohnern des Jenseits und ihren Aufgaben für die Erde korrespondiert. Der Äther umfasst viel mehr als die strukturierende Matrize des stofflichen Feldes. Die stofflichen Erscheinungen alles dessen, was wir Materie nennen, die Atome, Mineralien, Moleküle, Zellen, Organe, Flora und Fauna, wären ohne das ätherische Geschehen inexistent. Es kann ohne Weiteres gesagt werden: Die Materie ist das „Produkt“, ein Abguss der Matrize im Ätherfeld. Darum findet sich auch in den indischen Philosophien bei der Beschreibung der Welt der bezeichnende Begriff „Maya“ für die Erscheinung des materiellen Seins.

Hören wir dazu ein Zitat aus den Wissenschaften (Wikipedia):

„Die lorentzsche Äthertheorie, die hauptsächlich um 1900 von H.A. Lorentz und Poincaré entwickelt wurde, beruhte auf der Weiterentwicklung von A. J. Fresnels Äthertheorie, den Maxwell-Gleichungen und der Elektronentheorie von Rudolf Clausius. Lorentz führte eine strikte Trennung zwischen Materie (Elektronen) und Äther ein, wobei in seinem Modell der Äther völlig unbewegt ist und von bewegten Körpern nicht mitgeführt wird. Der Zustand dieses Äthers kann im Sinne der Maxwell-Lorentz’schen Elektrodynamik durch ein elektrisches Feld und ein magnetisches Feld definiert werden, wobei diese Felder als von den Ladungen der Elektronen verursachte Anregungszustände bzw. Vibrationen im Äther aufgefasst wurden. Lorentz nahm als Vermittler zwischen den Elektronen dieses elektromagnetische Feld des Äthers an, in dem sich Wirkungen maximal mit Lichtgeschwindigkeit ausbreiten können.“

Manche Grenzwirkungen des Ätherfeldes wurden von Wissenschaftlern labormäßig untersucht und definiert. Die bekannteste davon ist wohl die Kirlianfotografie. Auch bei einigen Tierarten ist mittlerweile erforscht worden, dass sie ätherisch „sehen“ können, sonst wäre ihre problemlose Fortbewegung im Raum zwischen Gebüschen und Bäumen bei Dunkelheit kaum zu erklären. Die Vielfalt der außersinnlichen Phänomene der Welt hat Michael Murphy in seinem Buch «Der QuantenMensch» ausführlich dargestellt. Aber auch andere Autoren wie Ervin Laszlo, St. Grof, K. Wilber, R. Sheldrake schreiben über die transpersonalen Erfahrungen der modernen Zeit. In einem holografischen Weltbild wird jede grobstoffliche Wesenheit aus einem Kraftfeld erhalten. Das bekannte Ätherfeld durchdringt den Körper und überragt ihn um einige Zentimeter. Der Begriff Äther ist seit langer Zeit ein in der esoterischen Welt anerkannter Begriff für die untere Schwingungsebene in den feinstofflichen Welten. Bis zur Relativitätstheorie von Albert Einstein gehörte der Äther auch zu den physikalischen Erscheinungen, z.B. als Träger für das Licht. (s.o.)

Das Ätherfeld kann in sich noch einmal siebenfach unterschieden werden in
den chemischen Äther,
den organischen Äther, auch Lebensäther genannt
den neuronalen Äther,
den widerspiegelnden Äther,
den Lichtäther,
den Feueräther und
den spinalen Äther

Der chemische Äther erschafft das Stoffatom und sorgt für die direkte Kommunikation zwischen den Atomen. Die Wissenschaftler kennen das als elektrische oder ionisierende Eigenschaft der Atome. Alle Plasmaeigenschaften, die elektrische Leitfähigkeit oder der elektrische Widerstand in den Elementen, alle sogenannten Aggregatzustände stehen in direktem Zusammenhang mit den Wirkungen des chemischen Äthers. Er dominiert das Mineralreich. Der Äther ordnet die Atome im Cluster oder im Kristallgitter, strukturiert die Vermischung in den Legierungen, Amalgamen oder sonstigen anorganischen Vermischungen.
Der organische Äther oder Lebensäther schafft die organischen Molekülketten, insbesondere die Organisation der Eiweißketten in den Zellen. Er verfügt das Zusammenkommen großer Moleküle und bewirkt die Organisation von Zellen, die DNS, die Organellen. Alle Organe und übergreifenden Strukturen des Zusammenlebens bis hin zu den Körpern werden vom Lebensäther geschaffen. Er ist stark an der Kommunikation zwischen den Organverbänden beteiligt, die als Fluidum über die Bahnen der Körperflüssigkeiten, Blut und Lymphe, laufen.
Der neuronale Äther stellt die Fluiden für die Nervenbahnen und die Gehirnzellen, und er unterstützt und trägt die neuronale Kommunikation zwischen allen Zellverbänden und Organen.
Der widerspiegelnde Äther arbeitet eng mit den endokrinen Organen zusammen. Der Widerspiegelnde Äther ist vor allem  für die enzymatische und lymphonale Kommunikation zuständig. Seine Fluiden lassen einen  Körper erst richtig lebendig sein. Er reflektiert Gefühle und Emotionen in die Organe und führt sie zu einer angemessenen Reaktion im Rahmen des Selbstschutzes.
Der Lichtäther wird vorwiegend für die Gehirntätigkeiten, das Gedächtnis, das Erinnern und das Denken verwendet. Aber auch alle unbewusste Kommunikation, die eine deduktive Operation erforderlich machen, wird mittels Lichtäther vollzogen. Er ist natürlich um den Kopf und verstärkt in der Gehirnmasse konzentriert, dazu in und um die Medulla Oblongata und das Rückenmark, im Schlangenfeuerkanal, im Parasympathikus und in den großen Nervenplexi im Herzbereich, im Sonnengeflecht und im Kreuzbeinbereich.

Darüber hinaus wirken noch zwei weitere Ätherarten, die sich in der aktuellen Zeit der beginnenden Aquariusperiode verstärkt im Weltgeschehen bemerkbar machen.
Für Fernheilungen, Telepathie, Hellsehen, Psychokinese sind stärkere Kräfte erforderlich, die aus dem Feueräther hervorgebracht werden können. Er manifestiert sich heute immer mehr in den wundersamen Geschehnissen unserer Welt in vielen außersinnlichen Wahrnehmungen. Fernheilungen und Heilungen geistiger Art werden durch den Feueräther ermöglicht. Der Feueräther unterstützt sehr stark die beginnende Aquariusevolution, durch die vor allem das autonome Selbstbewusstsein dynamisiert wird. Das eigenständige Denken der Menschen wird erhoben und der Freiheitsdrang als Loslösung von historisch begründeten Autoritäten wird verstärkt. Ganz besonders wird dabei die Selbstautorität der Frauen gestärkt, die sich nun aus den traditionellen unterwürfigen Rollen ihrer bisher patriarchalisch geprägten Gesellschaften befreien.
Die ernst zu nehmende Kommunikation mit den Schöpferkräften dieser Welt kann nur mit Hilfe des spinalen Äthers gelingen. Dafür wird sich in den folgenden Inkarnationen der Mikrokosmen ein ausgewachsenes Mentalvermögen ausbilden. Doch dieses Zukunftsbild wird der Menschheit noch zahllosen Verirrungen und Erfahrungen in einem komplexen Entwicklungsprozess bringen.
Der spinale Äther verbindet sich zunehmend intensiver mit den Menschen, die in sich die beiden Aspekte von Anima und Animus ebenbürtig verwirklichen. Das ist die notwendige Voraussetzung für eine Erhöhung in der Astralis und der Mentalis. Alle telementalen Aktivitäten zwischen ebenbürtigen Personen und auch mit resonanten Wesenheiten des Jenseits werden von den Fluiden des mentalen Äthers unterstützt. Das wahre Denken im schöpferischen Sinne wird erst mit Hilfe des spinalen Äthers möglich werden. Darum wird er auch als kephalischer Äther bezeichnet. Diese Kraft kann den Menschen mit einer völlig neuen Lebenshaltung verbinden, in der vor allem Verzeihen und tolerante Kooperation mit jedem Lebewesen völlig natürlich sein werden.

Es ist heute bereits festzustellen, dass zunehmend mehr Menschen eine höhere Sensitivität gegenüber den unstofflichen Welten haben, einmal ganz abgesehen davon, dass auch im westeuropäisch-christlichen Einflussbereich der allgemeine Trend zu einer psychologischen Beratung und zur esoterischen Charakterschulung flächendeckend immer stärker wird. Eigentlich ist das alles bereits mehrfach gesagt und beschrieben. Es kann reichlich in bereits publizierter Literatur nachgelesen werden.
Viele esoterische Gelehrte unterrichten ihre Anhänger bereits in diesen Aspekten. Nahezu alle Religionen sprechen in irgendeiner Form davon. Dennoch werden die Menschen leider regelmäßig durch scheinbar plausible Verallgemeinerungen und zahlreiche ungenaue Darstellungen ganz leicht in die Irre geführt. Dort ist wohl das Grundproblem der heutigen Menschheit zu suchen. Je verdrehter eine esoterische Ansicht, desto größer ihr Verbreitungsgebiet durch den scheinbar unabhängig operierenden freien Journalismus. Die Kommunikationshoheit im Schutz einer stets proklamierten Freiheit, die wirklich keine sein kann, ist die ahrimanische Perfektion einer permanenten Ausbeutung aller Menschen, die sich über Jahrmillionen um die Erde ausgebreitet hat. Später davon mehr.

Das astrale Feld

Das astrale Feld der Erde ist ein viel höher schwingendes Energiefeld, das die niedriger schwingenden Felder, das materielle und ätherische Feld, durchdringt und konjugiert. Die Astralis ist eine besondere Vibration, die mit den elementaren Lebensanstößen, den Gefühlen, dem Wünschen und Begehren der Wesen korrespondiert. Entsprechend dieser Begehren werden die ätherischen und stofflichen Organe belebt und angetrieben. Darum wurde zu allen Zeiten der Begriff Seele für diese Antriebskraft benutzt. Die Seele ist das Leben, so sagt man. Und bei diesem Modell gibt es eine Naturseele, die sterben muss, und eine neue Seele, die für den Eingang in den Himmel geeignet ist. Beide Seelen bewohnen die Astralis. Mit den drei niederen Aspekten der Astralis ist die Naturseele verbunden, denn diese dynamisieren die materiellen Selbsterhaltung. Die neue Seele ist mit der höheren Astralis verbunden, in der die Begehren nach der Einheit aller und alle weiteren Ideale entstehen. Man sollte dieses Thema allerdings zunächst völlig sachlich betrachten, unabhängig von den verheerenden Folgen, welche die emotionalen Entgleisungen in der niederen Astralis anrichten können. Es gibt viele Betrachtungen in Philosophie und Religion über die Seele. So sind vielschichtige Vorstellungen entwickelt worden, bis hin zu körperlichen Konfigurationen, die dann einmal in den Himmel aufgenommen werden. Doch im mikrokosmischen Zusammenspiel ist die Seele die Dynamik im astralen Begehren. Dabei könnten einige Visionen großer  Mystiker zu dieser Konzeption beigetragen haben, weil der Mensch eine Art Himmel erfährt, wenn sich in seinem Mikrokosmos die sechste Ebene der Astralis deutlich bemerkbar gemacht hat.

Viele Erfahrungen und Berichte aus den astralen Welten der Erde wurden schon von Wissenschaftlern, Psychologen und Neurologen veröffentlicht, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts gezielte Untersuchungen und Studien unter anderem mit LSD oder Mescalin durchgeführt haben. Sämtliche Traumdeutungen befassen sich mit den Reisen in astrale Gebiete. Auch berichten zahlreiche Nahtodberichte z.B. von R.A. Moody, USA, und E.Kübler-Ross, Deutschland, u.a. über Erfahrungen aus den unstofflichen Sphären.
Die Astralis wird als Sternenkraft bezeichnet, weil sie ein starkes Leuchten kennzeichnet. Bekannte Seher beschreiben die leuchtende Aura der Menschen, insbesondere Heilige haben stark leuchtend goldgelbe Farben in der Aura. (C.W. Leadbeater) Außerdem hat die Astralis ein sehr bildformendes Vermögen. Es wird von A. Besant beschrieben, dass sie ätherische Kräfte an sich binden können und zusammen damit sogenanntes Ektoplasma bilden. Sie beschreiben, wie im Jenseits damit unter besonderen Bedingungen leuchtende Wesen von unüberschaubaren Maßen geformt werden können, die darum von den Spiritisten die Bezeichnung Engel bekommen. So ist die Astralis der Welt bedauerlicherweise voll gepackt mit zahllosen Wuschvorstellungen, mit allen religiösen Idealen, die in diesem Feld für das astrale Bewusstsein sichtbar sind, solange sie von Menschen emotional und gedanklich belebt werden (z.B. durch Gebete, Messen, Prozessionen u.ä.). Wegen der gegensätzlichen Polarität aller irdischen Kräfte ist die Astralis leider auch mit den Schlagseiten der gütigen und friedlichen Gedankenwelt angefüllt, allen verlogenen, betrügerischen, bösartigen und entsetzlichen Begierden der Menschheit, mit den gruseligsten und unappetitlichsten Horrorvisionen, die jede Hollywooddarstellung in den Schatten stellt.
Man achte in diesem  Zusammenhang einmal auf die Aussage im Alten Testament. Dort wird im Psalm 90, 9-11 gesagt: „…; und es geschieht nichts Neues unter der Sonne. Geschieht auch etwas, davon man sagen möchte: Siehe, das ist neu? Es ist zuvor auch geschehen in den langen Zeiten, die vor uns gewesen sind. Man gedenkt nicht derer, die zuvor gewesen sind; also auch derer, so hernach kommen, wird man nicht gedenken bei denen, die darnach sein werden.“

Im ablaufenden pythagoräischen Jahr „Fische“ versammeln sich in der Astralis unserer Welt viele Ungeheuerlichkeiten des menschlichen Zusammenlebens aus der Vergangenheit, die sich mitten in den zivilisierten Städten auswirken und auch solche, die sich am Rande der gigantischen Großstädte oder in den abgelegenen Gebieten des von zahllosen Bürgerkriegen erfüllten Afrikas vollziehen. Doch für die Äonen, die von den menschlichen Wünschen nach einer paradiesischen Welt geschaffenen Kraftkonzentrationen unter dem Himmel, sind alle diese Ungeheuerlichkeiten dringend lebensnotwendig, weil sie sich zur Existenzsicherung von den ausstrahlenden Kräften der Menschen, von den Miasmen vieler Menschen ernähren müssen. Dabei ist die Aussage von A. Schopenhauer so treffend: „Hauptsache, sie – die Menschen – wesen.“  Das alles ist auch ein Grund, warum von den so liebevoll humanistisch eingestellten Kirchen und Organisationen aller Religionen und anderen karitativen Organisation, wie z.B. das Rote Kreuz, so erbärmlich wenig für die leidende Menschheit getan werden kann. Die ‚Fürsten unter dem Himmel‘ werden diesen äonenalten Kreislauf der Kriege und Aggressionen besonders über das Astralfeld immer wieder anfachen.

Warum muss im Zusammenhang mit dem Denken und Wahrnehmen der Menschen in Deutschland, England oder Frankreich über die Schrecklichkeiten im fernen Afrika oder in Kambodscha gesprochen werden? – Weil die Astralis der Welt mit viel höherer Schnelligkeit um den ganzen Erdball kreist als die Tief- und Hochdruckgebiete des Wetters. Durch die verdorbene Astralis wird nicht nur das Ätherfeld rund um den Globus chaotisiert, sondern auch das stoffliche und das mentale Feld der Erde werden völlig durcheinander gewirbelt. Die zivilisierten, humanistischen und hochmoralischen Menschen der anderen Hemisphären werden dann aus diesen unseligen Kräften angestachelt. Welch ein ätherisch-astrales Spektakel dadurch abgespult wird, kann sich jeder selbst denken, der sich mit den aktuellen Flüchtlingswellen aus dem vorderen Orient beschäftigt. Die Einheit der ganzen Menschheit wird heute von zahlreichen esoterischen Autoren geradezu beschworen. Ja, diese Einheit ist auf dem astralen und mentalen Plane trotz aller Grausamkeiten absolute Wirklichkeit, auch wenn dem Menschen bereits die höheren astralen und mentalen Vermögen zur Verfügung stehen. Aber das ist auch die Basis für das geflügelte Wort: „Es kann der gute Mensch nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt.“ Die brutalen Exzesse in Afrika, Südamerika und dem Orient durchfluten die ganze irdische Astralis, und sie berühren direkt und sofort jeden Menschen auch in allen anderen Ländern der Welt.

Da das Wahrnehmen und Denken aller Menschen auch über die Gefühle, Begierden und das davon abhängige Handeln unbewusst von den die Welt umspannenden verdorbenen astralen Feldern mitbestimmt wird, kann sich eigentlich niemand seiner Mitverantwortung entziehen. Wie heißt es bei dem persischen Dichter und Mystiker Saadi, eigentlich Moscharraf od-Din Abdullah, aus dem 13. Jahrhundert:

„Die Söhne Adams sind aus einem Stoff gemacht,
Als Glieder eines Leibes von Gott dem Herrn erdacht,
Sobald ein Leid geschieht nur einem seiner Glieder,
Erklingt sein Schmerz sogleich in ihnen allen wider.
Ein Mensch, den nicht die Not der Menschenbrüder rührt,
Ist es nicht wert, dass er den Namen Mensch noch führt.“

Jede irdische Methode der humanistisch orientierten Menschheit, Frieden zu bringen, ob durch Gebete, religiöse Prozessionen oder Meditation mit Millionen von Teilnehmern, löst in unserer polaren Welt, in der Dialektik, leider auch immer den unangenehmen Schlagschatten des Unfriedens und des Krieges aus. Es kann nicht deutlich genug betont werden: Man muss von diesem Gesetz der komplementären Resonanz voll durchdrungen sein, um die perfide Gefangenschaft der Menschheit und des Kosmos mit allen Wesen zu begreifen, die gerade von den Gutwollenden beständig verstärkt wird. Immer wird sich ein Teil der Menschheit aufs Heftigste anstrengen, das Dasein mit blumigen Worten positiv aufs Allerschönste auszumalen. Und dennoch finden auf der Welt immer mehr kriegerische Handlungen statt. Wie viele Staaten sind gerade bei den Steuern auf den Verkauf von Zigaretten, Alkohol, Drogen, synthetischer Medikamente und militärische Produkte angewiesen? – Nach vielen Jahren erinnert man mit Denkmälern und Gedenkstätten dann an die vergangenen desaströsen Zustände, in dem Glauben, sie könnten künftiges Leid verhindern helfen. Jedoch das Gegenteil ist leider der Fall!

Man sollte es immer wieder betonen: Jedes Wiedererinnern, jede emotionale und mentale Wiederbelebung der ruinösen Vergangenheit verstärkt die bereits bestehenden und mit dem Unglück verbundenen astralen und mentalen Kraftfelder und fachen sie im Jenseits erneut an. Wenn man es nur sehen könnte, wie sich die Äonen über diese prachtvoll restaurierten Gedenkstätten in aller Welt freuen, wenn Politiker von großem Medienrummel begleitet, dort ihre Kränze niederlegen? – Das ist die richtige Nahrung für den Kriegsäon, angefüllt mit nationalistischem Hass und den ewig selben Schuldgefühlen und Wünschen für Frieden und Brüderlichkeit auf Erden.

An dieser Stelle muss auch über eine andere besondere Eigenschaft der elektromagnetischen Felder gesprochen werden, die ich hier summa summarum als Licht bezeichne. Durch die Erforschung der Holographie ist man auf ein Phänomen aufmerksam geworden, das den historischen Esoterikern erhebliche Schwierigkeiten bereitet hat, bestimmte Phänomene in den astral-mentalen Feldern zu beschreiben und sie auch plausibel zu begründen. Das Licht, so hat diese Forschung ergeben, kann in sich und aus sich heraus durch holografische Konfiguration der Kraftfelder und davon ausgehenden Reflexionen gegenständliche Erscheinungen analog den Abbildungen schaffen, die in der materiellen Welt vom Ätherfeld hervorgebracht werden. Dies ist natürlich zunächst für den irdischen Verstand etwas widersinnig, weil er stets aus den in der kristallisierten materiellen Welt entstandenen Vorstellungen heraus denkt und reflektiert. Wer den Begriff „Er-scheinung“ ganz konkret nimmt und nicht mit stofflichen Kristallisationen füllt, kann auch holografisch mitdenken. Alles Sein ist eine Projektion aus den energiereicheren Kraftfeldern in die ernergieärmeren Felder, wo sie dann ganz konkret für diejenigen sichtbar wird, die über eine entsprechende Wahrnehmungsmöglichkeit verfügen. Solche Erfahrungen bleiben natürlich für den einfachen und unbedarften Menschen immer ausgesprochen suspekt, und werden darum auch von vielen Menschen ignoriert und verdrängt. Wer nicht wahr haben kann, was er nicht mit seinen Sinnesorganen wahrnehmen kann, der wird immer einen großen und wesentlichen Teil seines Lebensfeldes nicht einmal akzeptieren können. Im Ätherfeld leben ätherische Wesenheiten, im Astralfeld leben astrale Wesenheiten –  und in beiden halten sich die entsprechenden Anteile aller verstorbenen Menschen und Tiere so lange auf, bis die sich abwickelnden Erfahrungen in ihren aurischen Wesen geordnet eingespeichert werden konnten.

Das mentale Feld

In einer noch höheren Energie als das astrale Feld und die anderen Felder, die es durchwebt, vibriert das mentale Feld. Genauso wie ein Fernsehsender die UKW- oder Mittelwellenfelder durchdringt, denn sie sind alle gleichzeitig in einem Raum empfangsbereit, und trotzdem stören sie sich gegenseitig nicht. Allerdings sind die unstofflichen Felder doch noch etwas anders polarisiert, als die von technischen Apparaten abgestrahlten Frequenzen. Die kosmischen Felder sind äußerst lebendig und alle haben bewusste Eigenschaften, die zum Erhalt des Lebens beitragen. Sie wirken nicht nur für die Kommunikation. Im Mikrokosmos der Menschen hat sich ein kleiner mentaler Brennpunkt gebildet. Ohne die induktiven Impulse aus der Monade wäre der Verstandesapparat des Menschen jedoch absolut stumm. Die Sensationen aus den Sinnesorganen und aus den ihnen nachgelagerten Nerven- und Gehirnstrukturen können nur durch die Kooperation mit dem mentalen Feld zu einem für den Menschen sinnvollen Ganzen zusammengefügt werden. Im Verstand wird normalerweise alles das lokalisiert, was wir „Denken“ nennen. Mit ihm verknüpfen wir die Informationen aus den unterschiedlichen Strukturen des Mikrokosmos und verarbeiten die wahrgenommenen Gedanken, die im Verstand zum Denken kommen. Mit der Mentalis erschaffen wir neue Gedankenformen, die uns für die Kommunikation z.B. für das zwischenmenschliche Miteinander wieder verlassen. Betrachten wir dieses mentale Feld einmal noch genauer, wird erneut deutlich, dass es ebenso wie die anderen mikrokosmischen Felder eine siebenfache Untergliederung hat.

Jeder Sterbende wird in den letzten Jahren der Auflösung seines Mikrokosmos im Jenseits einmal nur noch mit seinem Mentalvermögen bekleidet sein. Nach Auflösung der stofflichen Hülle vergeht in den jenseitigen Feldern der Ätherkörper und nach Jahren auch der Astralkörper. Alles das funktioniert in der Spiegelsphäre immer nach dem selben isobaren Resonanzgesetz: Gleiches zieht Gleiches an. Natürlich wirken dann auch alle folgenden Entwicklungen und leidvollen Erfahrungen im Jenseits wieder auf den Schwingungsschlüssel ein, was die Entwicklung weiter treibt und zu einer Veränderung des kommenden Aufenthaltsbereiches führt. Der Mikrokosmos durchwandert im Jenseits sozusagen verschiedene Lebensdomänen. Aber dieser Aufenthalt ist weder eine sinn- und wertlose Bestrafung noch der Aufenthalt im Himmel bei einem „lieben“ Gott. In dieser Natur wird zur Evolution des allen gemeinsamen kosmischen Bewusstseins keine Energie verschwendet. Die Phasen der Auflösung in den ätherischen und astralen Feldern führen zu erheblichen Erkenntnissen des Mikrokosmos, die, oft von heftigen Erlebnissen begleitet, tief in die Aura eingebrannt werden. So wird die Chance der Erlösung vom Rad der Geburt und des Todes durch das Purgatorio im Jenseits stark optimiert. Vielleicht haben Sie von Dantes „Die Göttliche Komödie“ einmal gehört. Im Purgatorio entscheidet ausschließlich immer und überall das helfende Licht, wo das Wesen Mikrokosmos schlussendlich das erfahrbare Jenseits verlassen wird. Wenn in diesen Feldern alle Begehren und Wünsche endgültig verklungen und die zugehörigen Erfahrungen eingesammelt sind, wird der Mensch mit seiner Restmentalis im Devachan ein Feld betreten, für das er sich in seinem irdischen Dasein oder im Jenseits qualifizieren konnte. Der aktuelle Schwingungsschlüssel seines aurischen Wesens, wie er im Leben und in der Auflösungsphase im Jenseits entstanden ist, entscheidet über den Magnetismus, der ihn in die Sphäre des Devachan ziehen wird, wo er bis zur endgültigen Auflösung seines Bewusstseins verweilen darf. Die letzten Restschwingungen mit allen zugehörigen Erfahrungen, die keine ausgleichenden Resonanzen finden konnten, werden in der Lipika des aurischen Wesens gespeichert, das wieder inkarnieren muss. Sicher ist, dass die nächste Inkarnation auf Erden in einem nirwanischen Gebiet, dem spinalen Feld, weiter vorbereitet wird, so dass der Mikrokosmos in seiner erneuten Inkarnation die besten Möglichkeiten bekommt, seine Evolution fortzusetzen. Der dann entstandene Vibrationsschlüssel des mikrokosmischen Feldes bestimmt, wo und wie der Mikrokosmos auf der Erde die nächsten Erfahrungen im stofflichen Leben abwickeln muss, die für seine Weiterentwicklung noch anstehen.

Die mentalen Möglichkeiten verändern sich heute vor allem bei den jungen Menschen in einer unglaublichen Dynamik, die von der beginnenden Aquariusperiode enorm beschleunigt wird. Dabei ist selbstverständlich, dass es nicht alle Menschen gleichzeitig betrifft. Wie zu allen Zeiten bewegt es zuerst eine Pinoniergruppe, die sich aus vielen Menschen aller Nationen zusammensetzt. Fatal daran ist allerdings, dass diese Entfaltungen des Mentalvermögens nicht unbedingt über eine kontinuierliche Weiterentwicklung zu einem höheren Erfassen des kosmischen Auftrages hinführen kann. Einerseits wird es unter dem Einfluss der bestehenden Äonen zu einer noch stärkeren Verbindung mit den egozentrischen Kräften im Jenseits kommen, die leider nichts anderes im Sinn haben, als die Erde zu einem Paradies zu machen. Andererseits drängen die Monaden die innere mentale Reife auch schneller zu der Erkenntnis, dass es nach einer Erweiterung des Denkens und Wahrnehmens der paranoiden Verhältnisse auf Erden die Menschheit radikal aus den materiellen Verbindungen entsteigen muss. Diese Einsicht wird allerdings erst dann den Mikrokosmen einen Weg in die Freiheit ebnen, wenn auch die bestehenden mentalen Kraftwolken Ahrimans geschwächt sein werden.

Im siebenfachen Devachan wie Buddha uns erläutert (aus den Mahatma-Briefen), dem höchsten mentalen Feld der Erde im Jenseits, vibriert auch das Feld Ahrimans, der tellurischen Spiritualis als absolute Imitation der kosmischen Monade. Gerade weil sich ein Sohn des Sonnenlogos, der Christus, in seiner großen Barmherzigkeit in den irdischen Kosmos eingesenkt hat, wird das heilige Geschehen in den Feldern des Jenseits als ein lebendiger Äon mental eingespiegelt. Aber gerade dadurch, weil die Resonanzgesetze im ganzen All wirken, wird in der Spiegelsphäre der irdischen Natur gleichzeitig eine perfekte Imitation Christi aufgerufen und belebt. Die Evolution, die konstruktive Weiterentwicklung von Kosmos und Mikrokosmos werden allerdings so lange als möglich von den Fürsten unter dem Himmel kopiert, denaturiert und pervertiert. Es ist wohl die am schwersten auszuhaltende Einsicht im Weltgeschehen: Das höchste Gute der Erde bringt als Reflektion das brutalste Böse auf Erden hervor, so wie das Licht in den niederen astralen Feldern eben immer wieder Schatten wirft. Die obersten Kosmokratoren und Daevas dieser Welt erschaffen durch ihre hohe Güte unentwegt „Ahriman“ mit allen unvorstellbaren Hässlichkeiten, die sich leider auch direkt im stofflichen Leben der Menschen ausdrücken. Trotzdem oder gerade darum ist dieses komplexe kosmische Gebäude aus den zahllosen Kraftströmungen für alle Wesen in der solaren Monade das Lebensfeld der Erkenntnis und der Gnade. Jeder Mensch ist aufgefordert, in sich autonom das Kleinod der Unterscheidung zu entwickeln, mit dem er dann seine Evolution konsequent und ungestört fördern kann.

Unzweifelhaft ist die volle Entfaltung des Mentalvermögens die aktuelle Entwicklungsstufe der Menschheit auf dem Evolutionsbogen.

Dafür müssen sich die Menschen sowohl im Einzelnen als auch in der Gemeinschaft jetzt von vielen tradierten Verhaltensweisen und Dogmen befreien, die bislang von den vorherrschenden Religionen und den davon abgeleiteten Philosophien dominiert werden. Es ist eigentlich ungeheuerlich, wie sich die moderne Kultur und Wissenschaft den verhärteten Prinzipien des materiellen Weltbildes unterwirft, wodurch selbst die allgemeine Medizin und die Psychologie zu einer oberflächlichen Unmenschlichkeit verkommen ist. Das sich über den Erdball ausgebreitete Ausbeutungssystem des unmoralischen Kapitalismus offenbart sich immer mehr als eine schizophrene Schimäre. Mittlerweile erkennen viele Menschen die monetären Scheingefechte der herrschenden Mächte, die sich in ihren Glaspalästen unter einer demokratischen Maskerade zusammenfinden. Die Wendezeit ist unmissverständlich eingeläutet. Das Fischezeitalter geht seinem Ende zu und die Wasser des Aquarius beginnen zu strömen. Sie werden alles Alte davon schwemmen, damit ein neues klares Denken in aufrichtigen Menschen entstehen kann. Die kosmische Evolution schreitet unaufhaltsam fort.

Neue Generationen werden mit erweiterten Vermögen des Bedenkens und Erfassens geboren, die die Wege zu einer Gesellschaftsform bahnen werden, in denen sich das Menschsein zu einer wahren Sinnentfaltung entwickeln kann. Dazu gehört als allererstes die völlige Gleichstellung der männlichen und weiblichen Dynamiken im Mikrokosmos, damit sich der Mensch von den bisherigen Autoritäten, sowohl im Inneren als auch im Äußeren, distanzieren kann. Da die im Jenseits herrschenden Kräfte gerade davor die größte Angst haben, nutzen sie jetzt, soweit sie irgend können, alle mentalen Möglichkeiten der modernen Menschen aus, sie mit allerlei belanglosen Beschäftigungen des Verstandes abzulenken, so z.B. in den Wissenschaften, z.B. der Kommunikationsindustrie mit Computertechnik und Internet, und in der Film- und Spieleindustrie. Mit ihren Plagiaten suggerieren sie den Menschen die totale Verbrüderung auf einer virtuellen Plattform z.B. durch sogenannte Communities, womit viele junge Menschen in eine egoistische Abzocke der unstofflichen Kräfte eingebunden werden. Ein von der Aquariusstrahlung getroffener Mensch muss heute schon sehr gefestigt sein, damit er den Irrwitz dieser Ausbeutungs-Methoden einigermaßen erkennen kann. Um wenigsten die Richtung eines Ausweges zu sehen, braucht es eine innerliche Verbindung mit der Monade, um selbst tief innerlich die Perversität der machtausübenden irdischen Hierarchien erfahren zu können. Das ist das berühmte Nadelöhr, durch das selbst ein Kamel passen sollte. Wer allerdings in seinen früheren Inkarnationen schon einmal die leidvolle Erfahrung gemacht hat, dass alle mentalen Methoden und Übungen mit der niederen Mentalis keine private Tür zur Einheit öffnen kann, wird all diesen Einflüsterungen der irdischen Götter standhalten können, und mit seiner erhöhten Astralis ein neues Freiheitsbegehren aussenden.

Die nirwanischen Felder

Alle Kraftfelder bilden trotz ihrer grundlegenden Unterschiede eine lebendige bewusste Einheit. Das Bewusstsein senkt sich in jede Kraft als eine eigene Wirkungsvibration ein, so dass alle Kraftfelder einerseits eigene Wesen sind und als solche mit unterschiedlichen Aufgaben im Kosmos betraut wurden. Die Vorstellung von geistigen Wesen oder Engel neben dem Hauptgott oder den Hauptgottheiten ist im gesamten indogermanischen Kulturraum altüberliefertes Kulturgut. So hat z.B. Dionysius Areopagita  ca, 500 n.Chr. ein umfassendes Werk über die Engelhierarchie geschrieben, die in viele christliche Theologien Eingang gefunden hat. Auch Thomas von Aquin hat in seiner Summa Theologiae eine umfassende Engellehre aufgestellt. Die höheren drei Engelchöre repräsentierten in den historischen Denkmodellen den obersten Aspekt der interkosmischen Evolution. Die nirwanischen Kraftfelder wirken genauso wie die vier unteren Felder durch- und miteinander wie die Organe eines lebenden Körpers im Zusammenklang mit allen weiteren Kräften. Als Vorbild dient und wirkt in allen Schöpfungen die Monade, die ihre in ihnen implantierten „Kinder“ – Galaxien, Sterne, Sonnen, Planeten, unser Planetensystem, die Milchstraße, zu der unser Sonnensystem gehört – stets informieren und mit den erforderlichen Kräften versorgen. Alle profitieren von den in ihnen und den sie durchwirkenden Kraftfelder.

Man kann es sich wirklich nur schwer vorstellen, doch alle Kraftfelder der irdischen Welt werden beständig von den entsprechenden Kraftfeldern der nächst höheren Welten durchströmt, um durch induktive Impulse die gemeinsame Evolution zu fördern. Die Monaden aller Wesen sind von Beginn an in allen Kraftfeldern vollendet, und sie verfügen über alle sieben Kraftfelder, auch über die nirwanischen Möglichkeiten. Diese werden sie ihren Mikrokosmen zu der richtigen Zeit der Entwicklung ebenfalls zur aktiven Verfügung stellen.

Das spinale Feld 

Bis hierher wurden die unteren Vibrationen der Materie, des Äthers, der Astralis und der Mentalis besprochen. Das nächst höher vibrierende Kraftfeld, das spinale Feld, gehört zu den drei nächst höher schwingenden nirwanischen Kräften, die bislang selten erwähnt wurden. Seit den Zeiten des großen Buddha heißt dieser Lebensbereich der Erleuchteten Nirwana. Diese drei Kraftfelder, Spinalis, Spiritualis und Idealis, gehören bei einigen Esoterikern unserer Zeit zum nirwanischen Lebensfeld. Dieses ist in seinen Aspekten und Qualitäten vielen Autoren eher weniger geläufig, einerseits, weil sich die Kraftfelder noch nicht direkt mit den Mikrokosmen verbunden haben, und andererseits kann der Mensch diese Lebensbereiche nicht mit seinem Verstandesdenken erreichen. Dieses Phänomen hat manchen Autor, der seine diesbezügliche Grenze erfassen konnte, dazu geführt, die nirwanischen Felder zu leugnen. Jedoch wird sich die Wahrheit überall durchsetzen und zu erkennen sein. So sprechen doch einige Autoren von diesen überherrlichen Dimensionen, die den Menschen in einer großartigen Zukunft verheißen sind.
Die Monade sendet über die nirwanischen Felder aus den großen kosmischen Zusammenhängen völlig neue Impulse über das höchste mentale Feld in den empfangsbereiten Mikrokosmos. Im Menschen werden diese hohen Inspirationen im Gemüt empfangen. Die Induktion über die Spinalis in die Mentalis ist kein deduktives, assoziatives oder kombinatorisches Geschehen wie aus dem Bedenken bekannt, sondern sie wirkt mehr wie eine schöpferische Inspiration. In dieser Ideation klingen zusammenfassend die hohen Regeln des Weltalls, die fundamentale Information für alle Offenbarungen leuchten vor dem inneren Erkennen auf. Das gewöhnliche Bedenken könnte man so umschreiben: Das mentale Feld empfängt mit dem Verstand, verarbeitet, kombiniert und bearbeitet mit bereits eingegangenen Informationen in den Gedächtnissen des Mikrokosmos, und erschafft daraus neue Gedankenkomplexe. Diese bleiben jedoch wesensgemäß mit den Parametern der  unteren Kraftfelder verbunden. Die Spinalis dagegen atmet völlig aus den Eingebungen, die sich aus den höheren kosmischen Ideationen in sie einsenken. So werden hehre Impulse für die kosmische Gesamtwirksamkeit mit allen Menschen induktiv verbunden, die dann dem aktiven Erleben der universellen Einheit zu völlig neuen Dimensionen vorauseilt, die heute von den Menschen noch nicht einmal geahnt werden. Grundvoraussetzung dafür sind völlige Ausgeglichenheit in den unteren Ansichten der Astralis und Mentalis und eine unbeirrbare stille Ausrichtung auf die unbekannten neuen Inspirationen.

Die Spinalis ist ein Kraftfeld, das sich wohl erst in der nächsten Erdperiode mit den Mikrokosmen individuell zentrisch verbinden wird, so wie sich heute bereits das Mentalfeld in die Mikrokosmen eingesenkt hat. Hier kann ergänzt werden, dass für die Wirksamkeit der einzelnen nirwanischen Kraftfelder beim Menschen vorher ein inneres Erfassen aus neuen virtuellen Organen erwachen muss. Allerdings war zu allen Zeiten einigen wenigen Priestern, Rishis oder Weisen der großen Religionen Methoden und Mittel bekannt, wie sie aus den höheren Kraftfeldern Informationen abrufen, bzw. wie sie mit Wesen aus diesen Feldern Kontakt bekommen und deren Hilfe aufrufen konnten. Mit großer Wahrscheinlichkeit wird es heute schon einzelne Personen geben, die sich bereits auf die sich dadurch ergebenden Perspektiven im gemeinsamen Zusammenleben vorbereiten. Natürlich ist es ausgesprochen riskant, konkrete Aussagen über einzelne Qualitäten und Aspekte der nirwanischen Felder zu machen, solange noch die meisten Menschen darum ringen, wenigstens mit den höheren astralen und mentalen Feldern ihres Mikrokosmos zu kooperieren. Dennoch werden sie alle bereits von den nirwanischen Feldern speziell der Spinalis selbstverständlich völlig unbewusst für die Evolution vorbereitet.

Das spirituelle Feld

Dieses nirwanische Kraftfeld steht völlig unter dem Einfluss der höheren Aspekte und Kräfte der Monade, die in antiken Schriften als Cherubim, Seraphim und Throne bezeichnet werden. Da alle Kraftfelder von einem eigenen Bewusstsein gelenkt werden, haben diese Felder in antiken Religionen, insbesondere im Judentum, die Bezeichnung Engel bekommen. Unter ihrer Leitung werden die unteren vier Kraftfelder dynamisiert und in ihrer weiteren Evolution systematisch gelenkt. Ein wesentlicher Aspekt der anstehenden Entwicklung besteht darin, die Mikrokosmen mit einem selbstbewusst positiv agierenden Werkzeug, dem Menschen, für die intensive Mitwirkung am Werden des irdischen Kosmos auszustatten. Dafür müssen aus dem Wesen Mensch alle individuellen egoistischen Bezüge zu seinem stofflichen Umfeld vor allem in seinem Erfassen des Geschehens abgebaut werden. Das bedeutet eine völlig natürlicher Gleichmut gegenüber allen physischen und auch psychischen Beeinflussungen, damit diese Kraftfelder in tiefer Stille ruhen können. Für die Kooperation mit den höheren Wesen für die Evolution der Erde ist eine uneingeschränkte Empathie mit allen einbezogenen Wesen erforderlich, die von innen heraus erfahren und miterlebt werden kann. Dabei wird auch die in unserer stofflichen Welt obligatorische Grundeinstellung des hier und dort, oder die selbstverständliche Auffassung des Ich und Du völlig eliminiert. Die Engelchöre der nirwanischen Felder bereiten auch auf Erden dafür sehr weise viele Gegebenheiten für den Menschen vor, in denen jeder Einzelne seine persönlichen für ihn erforderlichen Erfahrungen in aller Regel harmonisch abwickeln kann. Nach der heutigen Erkenntnis der Weisen heben die hohen nirwanischen Felder der Spiritualis und der Idealis die Mikrokosmen in interkosmische Erlebnisbereiche und Kommunikationen ungekannter Dimensionalität. Allerdings haften an allen Begriffen und Namen für diese Schwindel erregenden Höhen der irdischen Evolution immer noch die materialistischen Vorstellungen von den Strukturen unseres aktuellen Daseins. Alle Beschreibungen können demnach nur unvollständige Versuche mit einer begrenzten Bedeutungsreichweite sein, weil die Fakten der kommenden Realität weit entfernt von jeder direkten Erkenntnis dieser Zeit liegen, und darum noch nicht von der höchsten Mentalis berührt werden können. Darin findet sich auch der Grund, warum die nirwanischen Felder in den Theogonien der Länder sehr unterschiedlich benannt oder überhaupt nicht erwähnt werden.

Das Feld der Idealis

Dem Feld der Idealis entströmt die fundamentale Kraft allen Daseins, das höchste Daseinserfassen, in dem  alle Ideationen des höchsten Schöpfungsfeldes vibrieren, durch das alle Energieströme für die Offenbarung polarisiert werden, aus dem sich jede Realisatiosstruktur in die Offenbarung spiegelt. Es ist auch die höchste Vibration im irdischen All, die in der universellen Lehre aller Völker stets mit dem Begriff „Feuer“ oder „Geist“ in Verbindung gebracht wurde. Feuer stand dem antiken Menschen allegorisch immer für die heißeste und darum stärkste Energie. Feuer hat schon zu diesen historischen Zeiten viele Stätten vernichtet. Und der Mensch stand bei solchen Feuerbrünsten dieser verzehrende Energie oftmals machtlos gegenüber. Doch Feuer gehörte zu den wichtigsten Elementen für die heranwachsenden Zivilisationen, denn mit ihm konnte man nicht nur heizen und gekochte bzw. gebratene Speisen zubereiteten, sondern mit Feuer konnten Metalle geschmolzen werden, um sich aus Gold, Kupfer und Zinn Schmuck, Gebrauchsgeräte und Werkzeuge herzustellen sowie Waffen zu schmieden. Man denke nur an die Beschreibung der Elemente in der chinesischen Mythologie und Astrologie: Erde, Holz, Wasser und Feuer. Heute können wir mit unseren technischen Apparaturen und der Kernspaltung viel höhere Energien produzieren oder sogar mit einem Laser versenden. Wir wissen als postmoderne aufgeklärte Menschen auch von zahlreichen künstlichen elektromagnetischen Kraftfeldern. Überall werden heute zahlreiche Sendemasten für Funkverbindungen aufgestellt und viele Satelliten für GPS, Internet und Radioteleskopie um die Welt geschickt. Forscher erzeugen mittels Kernspaltung neue radioaktiver Elemente, die bislang völlig unbekannt waren. Doch die unstofflichen Energien, schon der niederste Äther oder die höchste Energie der Ideation kann mit irdischer Technik niemals verwendet werden. Schon die Darstellung des niedrig vibrierenden Äther bereitet dem menschlichen Vermögen erhebliche Schwierigkeiten.
Wenn in spiritistischen Kreisen von der Emanation von Ektoplasma gesprochen wird, das die jenseitigen Geister benötigen, um ihre Lichtwesen für Menschen sichtbar werden zu lassen, wie es Umberto Eco in seinem Buch Das Foucaultsche Pendel beschrieben hat, dann geschieht das unter ganz extremen Umständen. (Ein Foucaultsches Pendel ist ein langes Fadenpendel mit einer großen Pendelmasse, mit dessen Hilfe die Erdrotation anschaulich nachgewiesen werden kann.)

Alle Eingeweihten der Mysterien schreiben davon, dass alles Leben und das bewusste Sein aller irdischen Wesen, aller Devas, aller Throne, Seraphim oder Cherubim, aller Engel, Entitäten usw. irgendwo im mentalen Feld beginnt, im Devachan. Doch das sah für sie damals nur darum so aus, weil sie die drei höheren nirwanischen Felder nicht klar erkennen konnten. Es ist von unermesslicher Bedeutung, wenn man im eigenen Wesen begreifen kann, dass am Beginn des irdischen Werdens alle sieben Kraftfelder in unserem sichtbaren Makrokosmos als eine Spiegelung der sieben Schöpfungskräfte im Universum der Monaden entstanden sind, wie es in vielen heiligen Schriften beschrieben wird. Die Kraftfelder der Natur können in unserer irdischen Welt nur darum wirken und sein, weil die höheren Kraftfelder auch die Natur des Todes vollständig durchdringen und in sie harmonisch dynamisierend hineinwirken. Durch gezielte Impulse und Induktionen unterstützen die hohen Bewusstseinskräfte als Helfer und Begleiter der Monaden jede nur ansatzweise gemachte Bewegung der implantierten Mikrokosmen, sich aus der Umklammerung der niederen Astralis mit der materiellen Welt zu befreien. Jeder Gedanke, die Täuschung von Maya zu entlarven, wird verstärkt und jeder Schritt, in dieser irdischen Welt auf der Basis einer inneren bewussten Umwendung in der Evolution vorwärts zu kommen, wird von diesen hohen Kräften gefördert.

Die Monade der Erde ist ein Kind der Sonnenmonade im planetaren Sonnensystems. Insofern wurde unsere Welt völlig nach dem Vorbild des Ur-Vater-Mutter, der Urmonas, erschaffen. In diesem Abbild oder Spiegelbild wurden Heerscharen von Engeln, von ihren Monaden, als Regenten in der irdischen Natur gebildet. Dann senkten die Kinder der Welt ihre Monaden in das stoffliche Gebiet der Erde. In ihnen wurden die Mikrokosmen für alle Wesen dieser Lebenswellen in das für sie vorbereitete Entwicklungsfeld entbunden. Man kann diese ersten Stufen der Menschwerdung innerhalb der ersten drei Inkarnationen der Erde durchaus als Involution bezeichnen, weil sich in dieser Zeit mit vielen natürlichen Experimenten der grobstoffliche Körper herausbildeten. Dabei entwickelten sich vor allem der materielle Körper im Ätherfeld, die unteren Ansichten des Astralfeldes sowie die ersten Aspekte der Mentalis  In der vierten Inkarnation der Erde, wie es bei Heindel und Steiner dargestellt wird, befindet sich jetzt die Menschheit an dem Wendepunkt zur Evolution. In der sich entwickelnden Aquariusperiode schaffen besondere kosmische Strahlungen dafür beschleunigende Einwirkungen, damit die Menschheit sich aus den niederen Feldern der Astralis und Mentalis den höheren zuwendet. Die Selbsterhaltung im materiellen Lebensfeld bedingt ein konsumtives Verhalten. Durch das Verzehren und Behalten der kosmischen Kräfte im Rahmen entstehen die bipolaren Schattenwirkungen im Strom des Lebens. Im beständigen Werden und Vergehen entstehen neben dem Guten stets das Böse gemeinsam wie Licht und Schatten, damit der Mensch durch Erfahrung und Erkenntnis bewusst zu den höheren Lebensfeldern vorankommen kann. So wurde für den Menschen eine liebevolle eigenständige Erfahrung geschaffen, damit in ihm die Einsicht wachsen kann, dass in dem ihn umgebenden Lebensfeld das Ziel seines Lebens nicht gefunden werden kann. Diese Erkenntnis, selbst nicht die Krone der Schöpfung zu sein, ist eine wichtige Voraussetzung für die erforderliche Selbsterkenntnis. Zumal ausführlich von fortgeschrittenen Meistern beschrieben wird, dass sich die Kraftfelder der hohen Lebensdomänen in Einheit und Liebe dynamisch in Raum und Zeit des ewigen Werdens entfalten. Es wird in den heiligen Schriften von einer permanenten Evolution und Expansion von Herrlichkeit zu Herrlichkeit gesprochen. In unserer irdischen Natur ist der Raum begrenzt, einengend, immer irgendwo zu Ende, selbst das sichtbare Weltall mit seinen gigantischen Entfernungen. Im höheren Lebensfeld ist der Raum unvorstellbar unendlich, sich für alles und alle Universen permanent erweiternd, ohne irgendwie erkennbare Grenzen.

Die Bewusstseinsfelder

Allein der Begriff „Bewusstsein“ löst bei vielen Menschen schon echte Denkprobleme aus. Einerseits stellt sich das Bewusstsein für Jeden als eine Gesamteinheit aller seiner sinnesorganischen und verstandesgemäßen Informationen dar, die er im Wachzustand erfassen kann. Andererseits gibt es doch viele verschiedene Bewusstseinssituationen, in denen auch ein Unbewusstsein Platz findet. Neurologische Erkenntnisse zeigen, dass im Tagesbewusstsein nur ein Bruchteil der Menge an Informationen verarbeitet werden, die durch die zahllosen Organe und Neuronen des Körpers fluten. Denn dieses aktuelle Wahrnehmen hat sich über viele Inkarnationen so entwickelt, dass vor allem die Informationen selektiert werden, die für das Überleben in der materiellen Umwelt nötig sind. Was tatsächlich beim Erkennen ankommt, hängt unter anderem von der Bandbreite der möglichen Aufmerksamkeit ab, die aus innermikrokosmischen Impulsen gespeist wird. Darüber hinaus beeinflussen ständig Aktivitäten im Unbewusstsein den regulären Informationsfluss. Durch besondere Situationen, Konflikte, und Krankheiten, aber auch durch Bewegtheiten in der niederen Astralis und Mentalis, die durch jenseitige Wesen angestachelt werden, können Anteile des verborgenen Bewusstseins zeitweilig an die Oberfläche des Tagesbewusstseins gehoben werden. Das Gesamtbewusstsein ist immer im Menschen aktiv, auch im Schlaf und im Koma. Er lebt permanent in und aus dieser Qualität. Damit kann bei sinnvoller Nutzung seiner Möglichkeiten jeder Mensch auch einsehen, dass das Erkennen im Denkvermögen nur eine einzige Dimension seines Daseins ist. Das bewusste Sein, das Denken und Wahrnehmen, das Gedächtnis und Erinnern, wird getragen von den Vermögen der Mentalis, die vom Bewusstsein getragen wird. Der Mensch kann in seinem wachen Leben erfahren, dass sein deduktives Denken, sein Wahrnehmen und Erinnern permanent seine Entscheidungen beeinflusst und damit sein Dasein kräftig strukturiert, ohne irgendeine Kenntnis davon zu bekommen. Bewusstseinszustand ist Lebenszustand, wird gesagt. Im Bewusstsein manifestiert sich die fundamentale Energie des Alls, die alle sieben Kraftfelder durchwebt, in allen anderen Energien mitvibriert. Auf der höchsten offenbarten Ebene ist das Bewusstsein sowohl eine Dimension als auch eine Energie, das Bewusstsein ist das Sein und die Liebe selbst. Hier ist Anfang und Ende, Ziel allen Seins und Werden allen Seins.

„Im Anfang war der Logos, und der Logos war bei Gott, und Gott war der Logos. Dieser war im Anfang bei Gott.
Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist. In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen.
Er war das wahrhaftige Licht, welches alle Menschen erleuchtet, die in diese Welt kommen. Es war in der Welt, und die Welt ist durch dasselbe gemacht; und …
Und der Logos ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit wie des Einzig-geborenen vom Vater, voll Gnade und Wahrheit.“
(1. Johannes, Münchner NT, 1988)

In dieser Bibelübertragung steht, vollkommen befreit von aller sentimentalen Religiosität und den damit verbundenen Streitereien, dass die Ursache aller Ursachen der LOGOS ist, das Allbewusstsein. Warum Luther daraus das „Wort“ gemacht hat, bleibt in der Geschichte verborgen. Vielleicht, weil in der Kabbalah Gottes „Name“ mit sieben Buchstaben geschrieben wird, die man nicht aussprechen kann. „Das Wort des Anfanges“  hat eine klare und deutliche Aussage, sowie auch der „Name Gottes“. Denn zu dem griechischen Wort „Logos“ gehört auch Sein, Kraft, Licht und Entfaltung. Die sieben unaussprechlichen Buchstaben des Namens bezeichnen die sieben Schöpfungskräfte.

Ein ganz entscheidender Aspekt unterscheidet das universale Bewusstsein von den anderen Kräften oder Feldqualitäten. Wie bereits betont, durchdringen die energiereicheren Kräfte selbstverständlich alle an Energie niederen Kraftfelder, die höheren Kräfte sind also stets auch in den niedereren immanent und kommunizieren auf verschiedene Weise miteinander. Das universale Bewusstsein ist das ursprüngliche Offenbarungsfeld, die Urmonas, der Logos, Tao, Allah, Chi u.a. für alle weiteren Monaden im All. Das in ihr wirkende Allbewusstsein durchwebt alle anderen Kraftfelder, wo es als universelles Bewusstsein gemäß ihrer Funktionalität einbezogen mitwirkt. Es fügt sich harmonisch in Vibration und Wirkungsart in die jeweiligen Funktionen und die Aufgabenbereiche der Kraftfelder ein und leitet alle behutsam bei der Erfüllung ihrer Lebensaufgaben in der Evolution.

So arbeitet also im stofflichen Lebensfeld ein stoffliches Bewusstsein. Im Ätherfeld wirkt ein Ätherbewusstsein, im Astralfeld ein Astralbewusstsein, im Mentalfeld ein Mentalbewusstsein, dann ein Spinalbewusstsein und ein spirituelles Bewusstsein und ein Idealisbewusstsein. Über allem, durch und mit allen zusammen wirkt das universelle Gesamtbewusstsein des Kosmos Erde und über allem das universelle Bewusstsein des Sonnenlogos. Alle menschlichen Vorstellungen sprengend ist: Alle diese Aspekte des Bewusstseins sind in aller Differenziertheit gleichzeitig eine vollkommene Einheit. Sie kommunizieren untereinander stets anhaftend und innewohnend zusammen, wirken in jeder Ebene spezifisch als das eine Bewusstsein der Kraftebene, gleichzeitig jedoch immer in Einheit mit allen anderen Bewusstheiten der anderen Ebenen.

In  dem 2000 Jahre alten christlichen Weltmodell muss der im Sündenfall aus dem Paradies ausgestoßene Mensch in der stofflichen Welt im Schweiße seines Angesichts viele unangenehme Erfahrungen im Scheitern seiner Ideale wandeln, bis er in einem Gott dienenden Leben erkennen kann, dass im materiellen Lebensfeld nur die Imitation eines göttlichen Schöpfungsplans zu finden ist. Und Jakob Böhme beschreibt diese Situation noch drastischer: der „verdorbene Salniter“ in der gefallenen Natur aus Werden und Vergehen stört irgendwie  die Verbindung mit dem Schöpfer. Richtig daran ist, dass der Mensch mit den unteren Aspekten seiner Astralis und Mentalis nur seine physische Selbsterhaltung vollziehen kann. Erst wenn in seinem Mikrokosmos Ansichten der vierten Astralis zu leuchten beginnen, erfährt der Mensch etwas von den höheren idealeren Lebensaspekten. Nun muss er in sich die Stimme aus der Monade hören können, die seine Weiterentwicklung fördern will. Dafür muss der Mensch seine Eigenwilligkeit, seinen hochmütigen Narzissmus aufgeben, die ihn mit der stofflich gebundenen Astralis im Egoismus gefangen setzt. Damit wird auch die Evolution blockiert, die ursprüngliche Harmonie mit dem monadischen Bestreben ist gestört. Unermüdlich greifen auch hier die unterschiedlichen Aspekte des Bewusstseins helfend ein, so dass für Jedermann eigentlich die stets kommunizierten Dogmen des Abgetrenntseins, des Alleinseins und des Individuellen als Wahnbilder erkennbar werden. Auch in der niederen Natur steht der Satz: „Ich bin der Herr Dein Gott, sagt das Bewusstsein, das in allem und über allem ist.“ An dieser Stelle spricht die Genesis im Alten Testament eine deutliche Sprache über die irdische Wirklichkeit.

Richtig betrachtet, ist mit dem sogenannten Sündenfall, mit dem die abrahamitischen Glaubenstheorien die europäische und orientalische Menschheit infiziert haben, mit einer unglaublichen tragischen Gefangenschaft verbunden. Die darin begründete gesellschaftlich prägende Moral der materiellen Seinsformen des Lebens wurde zu einem angstverflochtenen Dogma erhoben. So wurde ein irdischer Gedankenirrgarten gezüchtet, in dem kein praktikabler Ausgang zu finden ist. Man führe sich heute nur das entsetzliche Leiden der Menschheit in den ungezählten Konflikten und Kriegen in Asien, im Orient und in Afrika vor Augen. Wenn sich in der Materie bereits derart abartigen Auswüchse des Terrors und der perversen Aggressionen gegeneinander abspielen, wie soll man dann die Pein und die Notdurft der Wesen im Jenseits verstehen, die für die Ordnung und die Erhaltung des irdischen Lebensfeldes sorgen müssen. Die Menschheit muss die holografischen Zusammenhänge aller Monaden in der Schöpfung begreifen lernen, damit ihre Lebenswellen, Kosmen und Wesen, die zu Beginn der irdischen Schöpfung die Gegebenheiten für die Involution plus Evolution des Kosmen und aller Entitäten in dem multiplexen Kraftfeld Erde geschaffen haben, ohne weitere Erschwernisse für die Gesamtentwicklung wirksam sein können.

Der Lichtbringer, auch «Luzifer» genannt, ist auch ein Sohn der uranfänglichen Schöpfungsidee, und wirkt im irdischen Lebensfeld für die kosmische Monade. Allerdings ist der «Sohn» noch nicht selbst der «Vater», seine Monade. Das ist der kleine aber entscheidende Unterschied. Darum muss er jetzt eigenständig dafür sorgen, dass die für die Evolution einströmenden kosmischen Lebenskräfte unter seiner Ägide nicht von den astral-mentalen Fehlprojektionen der Menschheit, den Äonen und Archonten, für deren Selbsterhaltung reaktionär missbraucht werden. Leider kämpfen gerade heute diese ahrimanischen Fürsten verstärkt im kosmischen Jenseits, um weiterhin ausreichende Äther, Astralis mit der alten Polarisation von der Menschheit zu bekommen. Somit stemmen sich in dieser Wendezeit die „falschen Götter oder Daevas“ der Involution gegen die kosmisch angesagte Evolution der Menschen. Dennoch kann diese angesagte Bewusstseins-Entwicklung nicht aufgehalten werden, wie sehr sich die Äonen und Archonten auch anstrengen, um ohne Unterbrechung neue Kräfte durch irdische Institutionen und Massenveranstaltungen zu generieren.

Die Selbstbehauptung aus der niederen Astralis ist als Lernprogramm eigentlich schon beendet worden. Leider spiegelt sich bekanntlich die Tradition in vielen Menschen: Sie schafft Egoismus auf Kosten der anderen Wesen. Man könnte darum eigentlich leicht erkennen, wo der Hass und der Krieg, die Übel aller Zeiten, ihre wirkliche Ursache haben.

Der innigste Wunsch der religiösen Menschheit, das Paradies, die Harmonie und den ewigen Frieden im irdischen Lebensfeld aufzurichten, konnte trotz aller überwältigenden Bemühungen von Wissenschaft und Technik, von Philosophen und heiligen Männern aller Religionen, niemals realisiert werden.

Das intelligente Verstandesdenken könnte prinzipiell heute schon jedem Menschen ermöglichen, zu dieser weitreichenden Erkenntnis vorzudringen, sofern er dafür überhaupt ein Interesse aufbringt. Die kosmische Entwicklung der Aquariuszeit wird für viele neuinkarnierte Menschen die Möglichkeit eines erweiterten umfassenden Wahrnehmens und Denkens schaffen. Wenn sich die Entwicklung eines vollständigen Mentalvermögens bei immer mehr  Mikrokosmen durchsetzen wird, kann das dadurch entstehende neue Erfassen und Bewerten der unstofflichen Zusammenhänge die Welt so radikal verändern, dass viele Menschen ihren Auftrag für die kosmische Evolution in einem völlig neuen Licht sehen. Doch für die aktuelle Zeit ist die Abwendung von den materiellen Selbsterhaltungsstrategien der erste notwendige Schritt zum autonomen Denken. Die bedingungslose Befreiung von allen Autoritäten, die sich auf das Denken, Fühlen und Handeln aus den unteren Ansichten der Astralis und Mentalis stützen , das Losmachen von den ungezählten historischen Tabus für das Zusammenleben könnte schon heute für alle Mitmenschen eine lebenswerte Atmosphäre erschaffen. Das Buch „Labyrinth der Welt und Paradies des Herzens“ von Johann Amos Comenius beschreibt eigentlich die fatale Situation des Menschen am deutlichsten. Die europamerikanische Wissenschaft hat den Schöpfer aus der Offenbarung vertrieben, und der orientalische Fatalismus hat mit dem Karma den Menschen seiner Eigeninitiative beraubt, sich eigenständig aus dem Sumpf der Irrtümer zu erheben. Dennoch werden die kosmischen Zyklen viele Menschen zur Veränderung ihrer Lebenssituation und zu völlig neuen Erfahrungen führen. Viele Menschen folgen heute z.B. in den USA einer amerikanischen Avantgarde der Naturwissenschaftler um Ken Wilber, die das holografische Weltbild vertreten und beweisen, das bereits in den Monadologien von Giordano Bruno und C.W. Leibniz angeklungen ist. Auch die Mitglieder des Club of Budapest erforschen die transpersonalen Zusammenhänge in der Akasha, dem Bewusstseinsfeld der Erde, und im Esalen Institut sprechen moderne Forscher, Psychologen und Quantenphysiker über ASW und Noetik.

Trotz zweitausend jährigem Christentum erklärt die wissenschaftlich beeinflusste Mehrheit der europamerikanischen Medien den Ursprung des Lebens in der Materie nach dem Prinzip Zufall. Eine überirdische Schöpfung wird von vielen autorisierten Wissenschaftlern in den Hintergrund verwiesen. In ihren Darstellungen der Urforschung fehlt dann immer nur noch ein winziges Moment, und sie könnten die Entstehung des Lebens im Labor nachstellen. Einige Wissenschaftler und namhafte Physiker betonen, dass es sich nicht wirklich lohnen würde, darüber nachzudenken, wie die Schöpfung entstanden ist. Wir gehen allerdings davon aus, wie der leider viel zu wenig bekannte Helmut Pape in seinen einleitenden Worten zu einem Büchlein von C.S. Peirce schreibt,

dass „alle lebenden Wesen auf dieser Erde in einem unverbrüchlichen Zusammenhang stehen, der über die Evolution des Kosmos und des Lebens auf dieser Erde hinausreicht in die Gleichzeitigkeit der Wechselwirkungen zwischen allen lebenden Wesen und der Materie im gegenwärtigen Augenblick. – Wir teilen mit allem Lebendigen eine gemeinsame Welt, und für diese Welt tragen wir Verantwortung, weil unser Handeln diese Welt in steigendem Maße verändert … Für uns Menschen gilt: indem wir uns für Ziele entscheiden, legen wir fest, nicht nur wer wir sein werden, sondern wie unsere Welt beschaffen sein wird: Diese einfache Weise, die Ökologie menschlichen Erkennens und Handelns zu umreißen, führt zu dreierlei: Achtung und Würdigung der instinktiven, emotionalen Gemeinschaft aller Lebewesen… Nur eine Philosophie, die damit beginnt, unseren Platz in dieser Welt als philosophisches Datum ernst zu nehmen, wird in der Lage sein, unseren Umgang mit dieser Welt und den kommunikativen Umgang miteinander angemessen verständlich zu machen.“

In diesem Zitat wird zwischen den Zeilen angedeutet, dass H. Pape weiß, wie unser Kosmos auch mit zahllosen anderen nichtmenschlichen Wesen bevölkert und mit allen Planeten und ihren Bewohnern in die Gesamtwesenheit Sonnensystem eingebettet ist. Moderne Physiker können das allerdings kaum berücksichtigen, weil  im eingeschränkten Weltbild des mechanistischen Verstandesdenkens nur materielle Bausteine planetarer Mineralballen existieren dürfen, die wir Galaxien, Sterne oder Planeten nennen.

Wer die Fülle der Wirkungsprinzipien aller unstofflichen Kraftfelder dieser Welt im eigenen Leben einigermaßen erfassen kann, der wird  in seinen alltäglichen Verrichtungen auch die Verantwortung für das universelle Geschehen übernehmen und umsetzen wollen. Ein solcher Mensch wird zu einem gesunden Egoismus heranreifen, in dem er stets dafür Sorge trägt, dass alle Mitmenschen in einer gesunden Umwelt in einer naturgemäßen Umgebung mit allen Wesen, Pflanzen und Tieren zusammenleben, und sich darin für die weitere Entwicklung der Menschheit und des Kosmos einsetzen können. Seine Sorge wird es stets und überall sein, die bedingte Freiheit für alle in der Welt nach dem Motto von Jacob Christoph Burckhardt zu schützen: „Es darf keine Freiheit geben zur Zerstörung der Freiheit.“
Für diese wahrhaft hohe Erkenntnis ist der Mensch bereits heute mit seinen herangewachsenen Vermögen in der Astralis und Mentalis für ein bewusstes Erfassen, Bedenken, Eingliedern und Speichern aller ihm zugehenden Informationen aus seiner inneren und äußeren Umwelt eingerichtet. So könnte er theoretisch problemlos weiterschreiten zu den kommenden Entfaltungen des Mikrokosmos in den nirwanischen Vermögen. Im diesem vollendeten Lebensfeld der heiligen Monaden wirken alle Polarisationen des Bewusstseins in einer total harmonischen Einheit. Unvorstellbar sanft und liebevoll schmiegt sich jedes Bewusstsein informierend, assimilierend, Leitung gebend und Gedächtnis formend in alle Kraftfelder des Seins. Es ist, so könnte man sagen, die konkrete Kommunion, die absolute Information und total innige Verbindung, der liebevolle Mittler zwischen allen Energiebereichen, der vermittelnde lebenspendende einigende Urgrund aller Entfaltungsmöglichkeiten, die Liebe selbst.

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zur Druckversion als PDF 03. Siebenfaches Weltfeld