Monadische Schöpfung

Holografische Monadologie

Alles Leben im Universum verlief und verläuft nach einem Entwicklungsplan absoluter Ordnung. Diese höchste Ordnung basiert formal auf der vollkommenen Symmetrie und energetisch auf der kongruenten Resonanz. Die vollkommene Symmetrie entwirft holografisch kugelförmige Energiefelder in resonanten Regelkreise, die Monaden. Seit Anbeginn der offenbarten Schöpfung der Welten ist alle Entfaltung der Universen, Kosmen, Mikrokosmen und Menschen, Tiere, Pflanzen etc. eingebettet in dieses holografische Werden aus dem Urgrund der Offenbarung, aus der Urmonade. Alle Monaden sind vergleichbar mit Kraftfeldern, mit Schwingungsfeldern wie die Sender von Rundfunk, Fernsehen oder Mobilfunksendern, jedoch viel größer und viel energiereicher – je nachdem, welches Offenbarungsgeschöpf in ihnen eingebunden ist. Die lebenden Monaden sind viel komplexer, weil durch sie sieben etwas voneinander abweichende Vibrationen wirken. Darum haben die antiken Weisen gerne von der Sphärenmusik bzw. -Harmonie gesprochen, denn jeder Stern oder Planet sendet seinen Klang in das Weltall hinaus.

Die fundamentale Idee des Daseins erklingt aus dem universalen Bewusstsein als ein gewaltiges Orchester von ungezählten Monaden und Geschöpfe. Zur Offenbarung der Herrlichkeit des unkennbaren, unfassbaren «Ewigen Seins» reproduziert jede Monade analog der ersten Schöpfung in sich ein holografisches Schöpfungsfeld, einen Kosmos und darin eingebunden ein Geschöpf. Zum Verständnis des Menschen haben die alten Weisen in West und Ost von der Trinität des «Gottes» gesprochen: Der «Vater» erschuf den «Heiligen Geist» und den «Sohn». Der Sohn ist als werdendes Geschöpf wesensgleich mit dem Vater, ebenso wie ein Kind bis zu einer gewissen Grenze bereits ein Mensch ist, aber noch nicht voll erwachsen. So ist das monadische Geschöpf bereits ein holografischer Resonanzkörper, jedoch zu Beginn noch nicht vollkommen, wie die schöpfende Monade. Das siebenfache Kraftfeld des «Heiligen Geistes», der Kosmos oder Mikrokosmos, versorgt den «Sohn» bis zur vollkommenen Wiedervereinigung mit allen für das Wachstum erforderlichen Kräften. Die Monade stimuliert Mikrokosmos und Mensch in der prozessmäßigen Entwicklung und Erhöhung, ebenso wie die erste Urmonade alle Geschöpfe, alles Geschaffene in vollkommener Harmonie evolviert in Resonanz mit dem universalen Bewusstsein.


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Der «Heilige Siebengeist» ist eine Fülle aus Licht, ein Holokumulus aus sieben holografisch zusammen wirkenden Kräften, ein Kosmos, Makro- oder Mikrokosmos. Ihre Art kann mit der elektromagnetischen Wirksamkeit im physikalischen Licht verglichen werden, weil sie kommunizieren, informieren und Kraft in Form von Vibrationen mit anderen Kraftfelder austauschen. Der «Logos» offenbart sich im «Heiligen Geist» durch sieben mal sieben Kräfte, die sich permanent in allen Monaden reflektieren und holografisch weitere, absolut neue kreative Schöpfungen hervorbringen. Diese holografische Entwicklung aller Monaden beruht auf dem fundamentalen Resonanzgesetz, das mit den Regeln der elektromagnetischen Anziehung unserer Welt annäherungsweise vergleichbar ist: Gleiches zieht Gleiches an. Alles empfangene Licht, alle reflektierten Kräfte werden mit den in der Monade klingenden Informationen moduliert und wieder nach außen reflektiert. Die Weitervermittlung und -verwendung der umlaufenden Reflektionen der Lichtkräfte basiert auf der Kongruenz der Energiearten und ihrer Frequenzen sowie der immanenten Informationen – Melodien, Farben etc. – und den Ideationen, also den mitgegebenen Sinninhalten analog der kreativen Idee in der Evolution aller Geschöpfe. Diese fundamentale Uridee des Logos erschafft in einer endlosen Kaskade weitere zahllose kugelförmige, lebende Reflektionseinheiten, die heiligen Monaden, nach dem Prinzip der Emergenz.

So entfaltet sich von Anfang an aus der Idee des unkennbaren ewigen heiligen Feldes in und aus IHM die Urmonade, der Logos, Tao, Brahman, das universale Bewusstsein. Mit dem ersten geschaffenen Offenbarungsfeld, der Urmonade, erklingen vom Anbeginn an sieben Schöpfungskräfte in dem universalen Bewusstsein, der «Heilige Siebengeist» mit der Fülle aller Energien, dem Lichtfeld des allumfassenden Universums. Alle Monaden bestehen holografisch aus allen sieben Kräften, die in sich harmonisch als eine untrennbare Einheit wirken und von der Uridee erregt ihrerseits Monaden emanieren.
So entstehen in sieben kosmischen Gebieten, in sieben kosmischen Entwicklungsfeldern der Urmonade, Myriaden galaktischer Monaden, Sonnenmonaden und planetare Monaden.
Alle Monaden reproduzieren in sich weitere Monaden für Kosmen mit eingeborenen Entitäten, Galaxien, Planeten, Sterne, Sonnen sowie Wesen, Menschen, Tiere, Pflanzen und sonstige Lebenswellen. Die in den Monaden eingeborenen Geschöpfe werden von ihrer Monade in einer Evolution zur weiteren Vollendung und Vereinigung mit ihr geführt, um weitere ungeahnte Neuschöpfungen zu schaffen. Die Offenbarung ist eine sich fortwährend erweiternde Kaskade von kreativen
Neuschöpfungen in unbegrenztem Ausmaß.

Alle Schöpfung in und aus der Urmonade wird von sieben Dimensionen umfasst:

1. Bewusstsein, Liebe und Ideation,
2. Zeit, Schöpfung und Werden,
3. Raum, Kohabitation und Harmonie,
4. Licht, Kraft und Energie,
5. Einheit, Sein und Leben,
6. Wahrheit, Weisheit und Gerechtigkeit,
7. Begehren, Dynamik und Wille.

Diese für das menschliche Denken geläufigen Bezeichnungen sind natürlich in vielen Philosophien mit unterschiedlichen Bedeutungen ausgefüllt worden. Sie könnten durchaus mit einigen anderen Begriffen erweitert und ergänzt werden. Für diese Darstellung stellen sie nur analoge Modelle dar, die symbolisch die fundamentalen Lebensbedingungen des Universums der sieben Dimensionen in der Urschöpfung andeuten.

Die Kaskade der monadischen Schöpfungen analog der Idee vom Anbeginn nimmt kein Ende, bis für alle Wesen bis hin zu den Nanotierchen die Fülle des Lebens geoffenbart ist. Wie bei einem gewaltigen Orchester – auch wenn es das menschliche Denkvermögen nahezu überfordert – klingen alle universellen, galaktischen, solaren, planetaren Monaden in der Einheit des universalen Bewusstseins zusammen mit der ursächlichen Monade der Schöpfung. So können die Menschen dazu sagen: Tao, Gott-Vater, Indra, Brahman, o.ä. Alle, auch die sich sehr stark von anderen Monaden unterscheiden, sind mit ihrer unvorstellbaren Vielheit im allumfassenden Universum ununterbrochen eins in der fundamentalen Einheit.

Alle Monaden kommunizieren seit Anbeginn vollkommen zusammen als Gruppe und im Einzelnen in Resonanz mit der Ur-Idee, genauso vollkommen und harmonisch wie ihr Schöpfungsfeld, die aus dem und in dem unkennbaren Hyperuniversum erklingt. So wie die Monade der Erde ein Geschöpf der Monade des Sonnensystems ist, ist die Monade der Sonne wiederum ein Geschöpf der galaktischen Monade Milchstraße. In der Monade der Sonne kreisen die acht Monaden der Planeten mit ihren Begleitern. So wie der Mond seine Monade bei seiner Schöpfung aus der Erdmonade empfangen hat, so haben die anderen Planetenmonde im Sonnensystem ebenfalls ihre Monaden aus den Monaden ihrer Mutterplaneten erhalten. Die irdischen Monaden aller Lebewesen und Lebenswellen auf Erden sind eingebettet in die irdische Monade, dem lebenden Wesen Erde.

  1. Der Logos, Tao, Indra, das ursächliche Schöpfungsfeld für alle Universen ist die Urmonade, das universale Bewusstsein. Diese Emanation aus dem unkennbaren Hyperuniversum vor allem Anfang aller Anfänge ist seitdem ein fortwährendes Erschaffen des ewigen Lebens.
  2. Diese Schöpfung umfasst in sieben Dimensionen und sieben kosmischen Gebieten das ganze Dasein. Alles Leben entfaltet sich und wird strukturiert von sieben Kräften, sieben Kraftfeldern; von der höchsten Energiestufe dem universalen Bewusstsein begonnen, drei nirvanische Felder, die Mentalis, die Astralis, das Ätherfeld plus der Offenbarungsebene im Nadir, die Materie.
  3. Alle Monaden sind selbst und in der Gruppe vollkommen, wie die Uridee des Unkennbaren.
  4. Alle Geschöpfe, von der größten Galaxie bis hin zum Menschen, den Tieren, Pflanzen und Mikroben werden in und von ihren Monaden geschaffen. Sie sind im status nascendi unvollkommen – Kinder des Vaters – und werden über eine jeder Art gemäßen Evolution zur Vollendung geführt.
  5. Alles Dasein besteht zusammen in einer progressiven Dynamik, Evolution oder dynamischen Entropie, die von den Monaden ausgeht, und letztendlich zu einer vollkommenen Einheit aller Geschöpfe mit dem universalen Bewusstsein führen wird.
  6. Jede Schöpfung findet in und mit den erforderlichen sieben Kraftfeldern statt, die sukzessive mit dem Geschöpf verbunden und entwickelt werden. Sie beginnt immer in der unteren energetisch niederen Ansicht und setzt sich aufbauend fort bis in die obersten Energie-Ebenen. Für uns Menschen ist die niedere Energie die Materie, die höchste Energie im nirvanischen Feld. Das scheint etwas paradox, weil die Erschaffung der Felder stets von der höheren Energiebene ausgeht.
  7. Der irdische Nadirzustand im Feld der Materie, die entgegen der empirischen Wahrnehmung der Menschen auch nur ein elektromagnetisches Feld ist, stellt einen expliziten Sonderzustand dar, der mit der Vollendung der drei nirvanischen Felder des irdischen Kosmos entfällt. Die irdischen Wesen benutzen nach ihrer vollständigen Entfaltung in ihrer Monade als untersten Wirkungsbereich das Ätherfeld.

Aus der irdischen Perspektive können drei Entwicklungsperioden festgestellt werden:
1. Die irdische Monade erschafft die materielle Erde mit Wesen, Pflanzen, Tieren und Menschen bis in die stofflichen Sphären (Äther und Materie) durch zahllose Inkarnationen. Diese Offenbarungsperiode war bestimmt von der monadischen Uridee, nach „dem Bilde des Logos“ Menschen in der materiellen Offenbarung zu entwickeln, die die grundlegenden Prinzipien von sich selbst und ihrer Umwelt erfassen und begreifen können. Im Dasein innerhalb einer materiellen Beschaffenheit des irdischen Lebensfeldes sollen die Menschen zunächst sich selbst und ihre Mitmenschen, die Pflanzen und Tiere in ihrer gemeinsamen Funktionalität erkennen und daraus lernen, mit großer Empathie alles Leben auf Erden zu beschützen und zu fördern.
2. In der zweiten Etappe der Evolution sind die Menschen vor allem dazu ausersehen, sich in den unstofflichen Kraftfeldern zurecht zu finden und unabhängig von ahrimanischen Wesen des Jenseits zu autonomen selbstbewussten Menschen zu werden. Sie sollten unabhängig von materialistischen Selbsterhaltungsbegehren die komplementäre Resonanz der irdischen stofflichen Natur erkennen, in ihrem allgemeinen Dasein auch wahrzunehmen. Damit sie bewusst eine Reinigung in den jenseitigen Gebieten des Devachan anstoßen, um auch aus den höheren Welten belebt zu werden. In dieser Entwicklungsperiode galt es, eine mentale Basis zu finden für eine konstruktive Zusammenarbeit mit diesen Welten und Kräften,sowie den dort lebenden Entitäten. Letztendlich werden alle durch den Kosmos geschaffenen Wesen einmal über Inkarnationen in diese Entwicklungsphase geführt.
3. Die dritte Phase entfaltet die Weiterentwicklung aller Wesen, Universen, Kosmen, Mikrokosmen und Menschen, Tiere, Pflanzen etc. durch Prozesse der Selbsterfahrung und Selbsterkenntnis, damit insbesondere die Menschheit als Ganzes durch eine kontinuierliche Evolution das kollektive Wirken der sieben Kraftfelder in ihrem Lebensfeld und im Sonnenkosmos eindeutig erfassen kann. Danach können die evolvierten Mikrokosmen durch die Mitwirkung bei der permanenten Entfaltung bereits geschaffener Lebenswellen sowie der Schöpfung neuer Generationen im Universum in das höchste universale Bewusstsein eingehen.

Jesus, der Christus, ist eine in die Materie der Erde, in das niedrigste Kraftfeld, inkarnierte Entität aus der Sonnenmonade, die mit allen sieben Feldern und also auch mit den drei nirvanischen Feldern (Begriff nach Annie Besant) bekleidet war. Christus ist ein griechisches Wort und bedeutet «der mit göttlichen Vermögen Gesalbte». Diese Benennung erklärt, dass sein Wesen über alle Kräfte des heiligen Geistes verfügte, die zu einem vollendeten Mikrokosmos gehören. Das bedeutet, dass alle höheren Kräfte, die im Mikrokosmos des normalen Menschen von heute erst noch entwickelt werden müssen, durch ihn hindurch wirken.
Der Christus verband sich durch den irdischen Aufenthalt im stofflichen Körper von Jesus vor 2000 Jahren mit dem Kosmos Erde, um diesem Gesamtwesen mit allen zugehörigen Entitäten und Mikrokosmen bei ihrer Evolution in die höheren Kraftfelder beizustehen. Dies geschieht einerseits durch eine intensive Krafttransformation und durch konkrete Informationen über die transpersonalen Felder. Dazu gehört natürlich sein vorgelebtes Beispiel, das mehr oder weniger in den Evangelien aufgezeichnet und vollständig in das Akashafeld der Erde eingraviert wurde. Anderseits spiegelt die Gruppe von Mikrokosmen, die sich dem unstofflichem Wesen des Christus-Jesus bewusst zuwenden, seine Licht-Kraft in die Astralsphäre des irdischen Jenseits, damit noch viele Mikrokosmen bei ihrer Evolution davon profitieren können. In dieser Christuskraft können sich alle, die dafür resonant sind, bis zum höchsten nirvanischen Bewusstsein weiter entwickeln.
Jesus der Christus, hatte seine Anhänger/Jünger aufgefordert, alle bisherigen Philosophien, Tempelrituale und Weltanschauungen abzulegen und ihm nachzufolgen. Diese konkrete Nachfolge bedeutet für den Menschen eine bedeutsame Lebensveränderung durch eine fundamentale Umwendung seiner inneren Lebensmotivation.
Alle bisherigen egoistischen Überlegungen der Heiligung oder Erleuchtung müssen im eigenen Wirken als Vorspiegelung der Wahrheit erkannt werden. Dies ist die unabdingbare Voraussetzung dafür, damit sich eine kosmische Motivation entwickeln kann. Erst die tiefe Einsicht, dass der Mensch bereit sein muss, seinem Mikrokosmos bei der Entfaltung zu helfen. Der Mensch muss die Bedeutung seiner aktiven Mitarbeit bei die aktuellen Evolution der mikrokosmischen Astralis und Mentalis erkennen. Denn nur dann, wenn sich diese beiden transpersonalen Lebensfelder vollständig entfaltet haben, kann bei den nachfolgenden Inkarnationen die Entwicklung der nirvanischen Kraftfelder möglich werden, über die Christus-Jesus bereits zu Beginn unserer Zeitrechnung verfügte.

Es ist von großer Bedeutung, dass sich das vor dem nirvanischen Erfassen ausbreitende Leben so vollkommen anders ist, als das stoffliche Dasein, wie es die heutigen Forscher mit ihrem an die niederen Ansichten gebundenem Denkvermögen erfahren können. Darum konnte Jesus mit voller Berechtigung sagen: «Mein Reich ist nicht von dieser – materiellen – Welt!» Das mit dem sinnesorganischen Wahrnehmen, den grobstofflichen Einsichten und materiellem Begehren aus der niederen Astralis, erfahrbare Leben ist eine in den niederen Energiefeldern entwickelte Natur, mag sie auch in vielen Ansichten ausgesprochen komplex und tatsächlich sehr schön sein.

Der große Irrtum vieler Prediger liegt in einer Weltanschauung, in der zwei verschiedene Lebensfeldern existieren. Es gibt jedoch in der irdischen Welt nur einen einzigen Kosmos, in dem ein einziges siebenfaches Lebensfeld zusammen vibriert. Wer – wie ein guter Hellseher – nur die vier unteren Aspekte der Welt sehen kann, für den ist durch seine unvollkommene Einsicht der stofflichen Erscheinungen die Wirklichkeit stark eingeschränkt. Dabei macht ihn seine angenommene «Wahrheit», von der er fest überzeugt ist, blind für die höheren Kraftfelder, zu denen er mit seiner Sicht aus den niederen Feldern nicht vordringen kann. Der materialistisch orientierte Mensch brüstet sich, im Hochmut seiner empirischen Naturwissenschaft, die Vorgänge allen Lebens in der irdischen Natur bestimmen zu können. In der Ignoranz gegenüber den transpersonalen Feldern schafft er sich selbst die Verblendung vor der eigentlichen Wahrheit, und darum kann er die höheren, die unstofflichen Weltfelder, die die Wirklichkeit selbst sind, nicht erfassen.

Natürlich gibt es eine Vielzahl von «Göttern», Devas oder Engel in den unstofflichen Gebieten, dem Jenseits, die alle das Leben und Sein in den grobstofflichen Bereichen der irdischen Welt bestimmen. Die sechs unstofflichen Kraftfelder des «Jenseits» bilden und durchdringen die stoffliche Natur im «Diesseits». Es ist jedoch auch schon von mehreren Wissenschaftlern eindeutig nachgewiesen worden, dass selbst die materiellen Atome nur Energiepakete elektromagnetischer Strahlungen sind. Die kleinsten «Bauteilchen» der «Atome» sind definitiv nur Vibrationspakete einer mathematisch zu definierenden Energie. Der materiell ausgerichtete Wissenschaftler sagt dann, zwischen dem Atomkern und dem diesen umschwirrenden Elektron ist der Raum leer. Esoterisch oder geisteswissenschaftlich gesehen, gibt es keinen leeren Raum, weil aller Raum mit lebendigen Vibrationen angefüllt ist. Das bedeutet doch, alle die Welt konstituierenden Kraftfelder sind jederzeit im Hier und Jetzt anwesend. Sie durchströmen alle sichtbare Materie, alles Leben und Sein auf Erden, den Menschen, die körperliche Person. Diese eindeutig helfenden Kräfte sind jedem Erdenbürger «näher als Hände und Füße!» wie es so schön im Neuen Testament gesagt wird.

Bei den unstofflichen Entitäten, die aus dem Jenseits für alles irdische Leben wirksam sind, muss man sorgfältig zwei Gruppen unterscheiden:
a. Eine Gruppe dieser großen Entitäten, die vielfach als «Götter» oder «Engel» bezeichnet werden, wurde und wird aus dem natürlichen universellen Bewusstsein der kosmischen Schöpfung emaniert. Sie sind hierarchisch nach Aufgaben und Energiefrequenz gegliedert, um die für den Lebensprozess notwendigen Strukturen und Entwicklungslinien in den naturnotwendigen Kraftfeldern harmonisch zu bilden und anzuwenden. Diese in vielen Mythen der Völker benannten Naturgötter oder Devas schaffen die Voraussetzungen für die alle kosmischen Lebenserscheinungen, vom Mikrokosmos bis zum Makrokosmos, vom kleinsten Atom bis zur größten Galaxie. Diese Gruppe könnte man unter dem in der abendländischen Kultur geläufigen Begriff für Lichtbringer: »Luzifer« zusammenfassen.
b. Eine andere Gruppe von «Göttern» oder« Äonen und Archonten» im Kosmos werden aus den astralen und mentalen Ausstrahlungen der Tiere und Reflexionen der Menschen geschaffen. Jeder Mikrokosmos ist prinzipiell ein Kraftwechselorgan. Er assimiliert kosmische Kräfte, verarbeitet sie – indem er und der Mensch oder ein anderes Lebewesen durch diese gelebt wird – und scheidet die verarbeiteten Kräfte wieder aus. Je nach innerer Vibrationsart ballen sich diese ausgeschiedenen Kräfte gemäß der isobaren Resonanz zusammen. Meist sind diese Kraftkumulies mit einem Bewusstsein ausgestattet, dass in Qualität und Ausrichtung von den selbstbehauptenden Schöpfern bestimmt wurde und wird. Dabei sind es vor allem die besonders guten humanistischen Menschen, die bewusst oder unbewusst der Selbstheiligung im irdischen Lebensfeld, oder einem darin vorhandenen Himmel, nachstreben. Diese Aktivität der Gottesverehrung für egoistische Zwecke, diese Entwicklungen auf der Basis unausgegorener Informationen mit ihren Emissionen werden von den Äonen unterstützt und mit Hilfe vieler Dienstknechte nach dem Schneeballsystem angefeuert. Diese Gruppe astral-mentaler Entitäten und Wesen könnte man unter dem von Zarathustra geschaffenen Begriff »Ahriman« zusammenfassen, der auch von Rudolf Steiner wieder aufgegriffen wurde.

Alle Lebensaktivitäten gehen von den sechs unstofflichen Kraftfeldern aus, die alle materiellen Erscheinungen, das siebente Kraftfeld – Licht, Luft, Mineralreich, Insektenreich, Pflanzenreich, Tierreich, Menschen – hervorbringen und dynamisieren.
Vier Kraftfelder sind im Mikrokosmos individuell befestigt und zentralisiert:

  1. Die Materie, als niedrigste Energiestufe
  2. Das Ätherfeld ist die Matrize der Materie. Es existiert kein stoffliches Atom ohne ein Ätheratom, desgleichen manifestieren sich alle sogenannten Bauteile des Atoms vorwiegend im Ätherfeld.
  3. Das Astralfeld ist der Beleber des ätherisch-stofflichen Geschehens über die Emotionen des Begehrens, Wünschens, Wollens, Erflehens; Liebe und Hass sind darin die starken Beweger.
    Jede Zu- und Abneigung, Empathie und Antipathie, repräsentieren auf dieser Ebene unterschiedliche Ausprägungen der bipolaren Kohärenz.
  4. Das Mentalfeld ermöglich dem Menschen Denken, Wahrnehmen und Bewerten, Gedächtnis und Verstand. Selbst die beiden niederen Aspekte der Mentalis ermöglichen einfache logische Schlüsse. Um ein Netzplan-Denken (siehe Frederic Vester, Neuland des Denkens) zu ermöglichen, benötigt der Mikrokosmos mindestens die drei unteren Aspekte der Mentalis. Der Instinkt im Tier und im Menschen entfaltet sich mit der untersten Mentalis sowie den astralen Möglichkeiten.
  5. Die noch nicht zentrierten drei höheren nirvanischen Kraftfelder: Spinalis, Spiritualis und Idealis wirken aus ihren lockeren Kraftwolken wohl in die Aktivitäten der Mikrokosmen hinein, um ihre Evolution zu fördern. Jedoch hat der Mensch vorläufig keinen erkennbaren Zugang zu diesen Bereichen. Ausgenommen sind einige wenige Ausnahmen, bei denen dann – meistens bei Meditationen oder mystischen Versenkungen – blitzartig Inspirationen durchbrechen.

Die sieben Lebensfelder unterhalten und bestimmen alle Lebensaktivitäten. Ohne diese Kraftfelder gibt es kein Leben. Selbst die Elementarwesen des Jenseits verfügen für ihr Dasein zumindest über Äther und ein wenig Astralis. Wer das Leben erforschen will, muss die Qualitäten dieser Lebensfelder kennen. Die sogenannte «Freiheit des Menschen» ist aus diesem Blickwinkel gesehen einfach ein Irrtum, oder eben eine beabsichtigte Dummheit – je nach Perspektive –, damit die Menschheit von den mittlerweile ins gigantische angewachsenen Äonen im Kosmos problemlos ausgebeutet werden kann. Nur solange die menschliche Population mit allen erdenklichen Hilfsmitteln in dem «Freiheitswahn» gehalten werden kann, ist dies möglich.

Der irdische Kosmos wird von allen anderen planetaren Kosmen, speziell von der Sonne und dem Mond beeinflusst, weil zum Lebensfeld der Erde alle genannten Kraftfelder gehören, die in dem höheren Kollektiv miteinander schwingen und sich beständig informativ untereinander austauschen. So kann man ohne Weiteres sagen, dass nichts auf der Erde geschieht, was die Sonne nicht wolle. Oder umgekehrt: Alles was auf Erden geschieht, wird von den planetaren Kräften des Sonnensystems vorgeprägt, die ihrerseits von den hindurch tönenden Kraftfeldern der Milchstraße und des Tierkreises mitbestimmt werden. Diese zusammenwirkende Einheit aller Lebensfelder bedingt die kreative Weiterentwicklung aller und sichert durch das in allen wirkende Resonanzgesetz die Selbsterhaltung der Systeme bis zur Ausschöpfung aller materiellen Kreationen, die in der irdischen Zeit noch erfolgen können.

Die Wendezeit in der Menschheitsentwicklung wurde schon im vergangenen Jahrhundert von einigen bekannten Autoren beschworen. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts verband Mme H.P. Blavatsky die indische Mythologie mit der westeuropäischen Philosophie und Religion, was von den Anthroposophen und Rosenkreuzern in Amerika und Europa fortgesetzt wurde. In diese Zeit nach 1900 fielen auch die bahnbrechenden Erkenntnisse großer Psychoanalytiker im Westen, und die materialistische Reiz-Reaktionstheorie allen Lebens durch Pavlow in Russland, sowie die sich darauf aufbauende Geburt des amerikanischen Behaviorismus, der die Psychologie erneut in die materialistische Denkweise der Technokraten stürzte. Der «Kommende Neue Mensch» stand bereits um 1920 visionär vor Jan van Rijckenborgh und Max Heindel, nachdem Nietzsche 1883 den Übermenschen in seinem Buch «Also sprach Zarathustra» ins Gespräch brachte. Die Ägyptologen sprechen davon, dass die Zeitrechnung, die architektonisch in der großen Pyramide von Gizeh verschlüsselt eingemauert sein soll, im Jahre 2001 zu Ende gegangen ist. Die esoterisch-okkulten Geheimnisse der Pyramide wurden später von Axel Klitzel entschleiert. Am 11. September 2001 soll ein Flugzeugangriff auf die Worldtrade-Towers in New York eine neue Zeitepoche eingeleitet haben, dargestellt durch den internationalen Terrorismus. Auch dieses extraordinäre Ereignis hat der Welt jedoch nur den Beginn eines vor allem mentalen Kampfes zwischen den klassischen Weltanschauungen gebracht und erhöhte Feindseligkeiten mit den fanatischen Islamisten mit einigen Kriegen im Orient ausgelöst. Der Mayakalender soll wohl 2012 ein entscheidendes Enddatum gehabt haben, das vielfach fehlinterpretiert wurde. Die sensationellen Veränderungen, die so einige Profi-Esoteriker darum verkünden mussten, haben nur die Auflagen einiger Gazetten und das Interesse mancher Forscher für die Tempelanlagen in Mexiko erhöht.

Mit Beginn der philosophischen Interpretation der Quantenphysik Ende des 19. Jahrhunderts begann eine völlig neuartige Spiritualisierung kernphysikalischer Erkenntnisse über die elektromagnetischen Kräfte im subatomaren Bereich. Nach der Wendezeit, die Fritjof Kapra 1982 in seinem so genannten Buch beschrieb, folgten die umfangreichen Theorien von Ervin Laszlo, Rupert Sheldrake, Michael Murphy, Ken Wilber u.a. «Der Aufbruch in das dritte Jahrtausend», veröffentlicht von Louis Pauwels 1962, reicht bereits in die beginnende Aquariuszeit. Diese beschert der Menschheit ein Vielzahl von Kriegen, sowie äußerst dramatische Entwicklungen, vor allem in den islamischen Regionen des mittleren Ostens.
Zur Zeit (2018) scheinen in keinem Land die Regierungspräsidenten, Könige und Parlamentarier, sowie Meinungsbildner und sachverständige Autoritäten der allgemeinen Verwirrung in den Völkern und der Finanzwelt gewachsen. Sie machen in ihrer fundamentalen Verblendung durch die materialistische Weltanschauung im Schatten der großen Unternehmensmanager und Finanzexperten mit ihren Beschlüssen und Verordnungen das allgemeine Chaos stets größer. Zudem sind natürlich allen Regierungspräsidenten und anderen Herrschern die Hände gebunden, weil ihr Charisma und ihre Führungsstruktur ganz eindeutig von den herrschenden Äonen dominiert werden, die aus ersichtlichen Gründen an ihrer Selbsterhaltung durch die Massen festhalten müssen. Aus dem Jenseits, von den dort ablaufenden hierarchischen Prozessen, werden die erfolgreichen Führungsmodelle abgekupfert (siehe «Der Fürst» von Niccolò Machiavelli). Diese gespiegelten Methoden der Führerpersönlichkeiten – ganz gleich ob als Staatslenker oder als Religionsoberhaupt – basieren auf der fundamentalen Problemsituation aller «Fürsten unter dem Himmel», wie Paulus sie nennt. Eigentlich wollen alle Entitäten des Ahriman so sein wie «Gott», jedoch de facto sind sie es nicht, und sie können es auch niemals sein, weil ihnen die dafür erforderlichen Kräfte nicht zur Verfügung gestellt werden. Darum stehen sie in beständiger Angst ums Überleben und plagen sich mit heftigen Aktivitäten und Reaktionen, um ihre Abhängigen und Ausgebeuteten mit subversiven Verwirrspielen und überzeugenden Verleumdungen zu beliefern. Für diese jenseitige Schlacht der Täuschungen ist kein Mittel zu heilig.

In den esoterischen Medien sind die Visionen einer künftigen positiven Entwicklung auf der Evolutionsleiter der Menschen wohl ausgegangen. Die da und dort erwartete Wiedererscheinung des prophezeiten Christus ist auch nicht wirklich eingetroffen. Selbst Krishnamurti, der 1910 von Annie Besant zum künftigen «Messias» gekürt wurde, hat sich nach einigen internationalen Aktivitäten wieder nach Kalifornien zurückgezogen. In dieser ziemlichen verwirrenden Zeitperiode zu Beginn des 3. Jahrtausends spürt nahezu jeder Mensch, dass sich eine deutliche Veränderung für die ganze Menschheit atmosphärisch andeutet.

Die Aquariusperiode hat unzweifelhaft begonnen. Und jetzt geht es um die tatwirkliche Nachfolge des Christus, also um die mögliche Erhöhung der mikrokosmischen Astralis und Mentalis, soweit es in dieser Inkarnation noch möglich ist. Sicher ist, dass jüngere Menschen mit einem reiferen Mikrokosmos inkarnieren werden, die die Dynamik in diese Richtung erheblich beschleunigen werden.

Zur Druckversion: Monas-Schöpfung

 

Vater Unser

Eine neue Interpretation des klassischen Gebetes aus dem Neuen Testament

Eine neue Interpretation des in der christlichen Zivilisation weit verbreiteten Gebetes birgt natürlich das Risiko, dass nur wenige ein Interesse dafür aufbringen, weil es wohl kaum ein Gebet in der christlichen Welt gibt, das schon so oft besprochen, redigiert und interpretiert wurde. Dieser Versuch einer alternativen Interpretation ist in eine Weltanschauung eingebettet, die in der esoterischen Wirklichkeit unserer modernen Wissenschaften gewachsen ist. Absolut revolutionär dabei ist die weitreichende Vision der beständigen Evolution des Kosmos und der Menschheit. Die bisherigen religiösen oder philosophischen Darstellungen bestimmen den Menschen als eine Endfassung, als die Krone der Schöpfung eines religiösen Konzeptes. In allen Religionen wird dem Menschen vorhergesagt, sein Lebensziel wäre die Überwindung des materiellen Diesseits und der Eingang in eine andere jenseitige, himmlische oder nirvanische Lebensebene. Jedoch und das ist das wirklich Neue: Der Mensch als Mikrokosmos hat sich noch nicht bis an der Grenze seiner Möglichkeiten entwickelt. Vielmehr muss er erst noch zu einem vollständigen Mikrokosmos heranwachsen. Das wird allerdings noch einige Inkarnationen in Anspruch nehmen. Aktuell steht der Mensch vor der Vollendung der mikrokosmischen Astralis und Mentalis, wodurch sich das menschliche Erkennen und Bedenken umfassend verändern wird. Dadurch werden alle bisherigen Parameter im Wahrnehmen und Denken in total andere Zusammenhänge gestellt. Es wird bei vielen zu einem wirklich neuen Denken kommen, bei dem sich die veralteten Denkmuster und bisherigen Reaktionen zur Selbsterhaltung auflösen.


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Für jeden Menschen bedeutet es immer noch eine gewisse Anstrengung, sich aus den festgefahrenen mentalen Bahnungen zu befreien, die von der materiellen Existenzsicherung und der darin wuchernden Selbstbehauptung geprägt werden. Mit zunehmendem Alter wird selten ein anderes Denken zugelassen als es die in jüngeren Jahren assimilierten Vorstellungen und Weltanschauungen erlauben, die bis heute so hilfreich waren, um den persönlichen Erfolg im Leben zu erkämpfen. Wer will es dem Menschen verdenken, dass er sich in die selbstgeschaffenen äonischen Strukturen zurücklehnt, die ihn ab einer gewissen Zeit seines Daseins wie selbstverständlich leiten.
Viele Betrachtungen und Fallbeschreibungen aus der Psychologie zeigen, dass jeder seine ihm eigenen Prägungen hat, die die Art seines Denkens bestimmen, und für ihn die humanistischen oder religiöser Ambitionen bewerten. Zu Beginn der Aquariusära wird es allerdings langsam Zeit, dass sich der Mensch auf die zukünftigen Dimensionen des irdischen Daseins einstellt. Dazu gehört auch der Mut, die seit altersher gepflegten Dogmen der Religionen auf den Prüfstand zu stellen und diese einmal im Geist einer evolvierenden Menschheit völlig neu zu beleuchten
Das Gebet, so wie es Jesus im Neuen Testament, übertragen von Luther (1912), seinen Jüngern erklärt, lautet:
Unser Vater in dem Himmel!
Dein Name werde geheiligt.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe auf Erden wie im Himmel.
Unser täglich Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie wir unseren Schuldigern vergeben.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Übel (alt.: erlöse uns von dem Bösen).
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.                               

Beginnen wir mit der Frage: Wer ist der Vater?Für die meisten Christen wird der Vater mit dem höchsten «Gott», dem Schöpfer des Himmels und der Erde, gleichgesetzt. Empfindungsgemäß wird vom Gläubigen ein persönliches Gegenüber angesprochen, an das der Betende seine Bitte im Verborgenen richtet. Dabei stellt sich jeder seinen «Gott-Vater» (oder Mutter) mit idealistischen Eigenschaften und Qualitäten vor. In der Familie und in der Gemeinde werden von Kindheit an diese recht naiven Vorstellungen von Gott bei vielen Gelegenheiten verkündet, die später dem Katechismus seines Glaubens angehören. Dabei bleibt es jedoch grundsätzlich offen, ob damit der Schöpfer des irdischen Kosmos mit Diesseits und Jenseits gemeint ist, oder der Schöpfer des Zodiaks mit allen darin wirkenden Wesenheiten (Sephiroth), oder ob die unkennbare Entität vor aller Schöpfung mit «Gott-Vater» gemeint sein soll. Bei all diesen christlichen Allegorien, bleiben die Gedanken in der mehr oder weniger personifizierten «Gott-Vater»-Konstruktion verfangen, das schon seit der Antike viele Generationen von Gläubigen von einer hierarchisch organisierten Priesterschaft abhängig gemacht hat.
Treten wir in eine andere Sicht der Welt ein, die vielen Mystikern in Ost und West bereits ein wenig vertraut ist. Schon bei einigen antiken Philosophen oder in den Veden kann nachgeschlagen werden, dass die höchste Ebene der Offenbarung, also die allererste Hervorbringung aus dem Urgrund allen Seins, aus diesem ursächlichen Offenbarungsfeld als eine Schöpfung von Bewusstsein und Licht hervortritt. Diese wird in einigen Beschreibungen nur darum als «Vater» bezeichnet, weil er der «Hervorbringer» ist, der ein Schöpfungsfeld geoffenbart hat, das ihm selbst so ähnlich ist, wie das Gezeugte dem Erzeuger ähnlich sein kann. Eigentlich besteht der einzige Unterschied darin, dass die eine Entität Ursache und «Produzent» der anderen Entität «Produkt» ist.
Ich möchte mich hier mit einer ganz flüchtigen Skizze begnügen. Hervortretend aus den Tiefen des unbeschreiblichen Kraftfeldes vor allem Sein, aus dem EINEN, das jenseits weltlicher Vorstellungen ist, entfaltet sich in und aus IHM ein «Logos», eine Offenbarung, die Urmonade. Man sagt, dass ER – das Unerkennbare und Unbegrenzte – sich selbst zu erkennen gibt und sein Wesen zur Offenbarung öffnet. Indem ER so die unbegreiflichen Vermögen seines Seins der Offenbarung schenkt, erfüllt ER in sich den unendlichen Umkreis seines Universums mit seinem Licht und seinem Geist, mit dem höchsten, alles umfassenden Bewusstsein. In diesem geoffenbarten Vibrationsfeld des universalen Bewusstseins der Urmonade manifestiert sich das erste «Geschöpf des Schöpfers», der erste geoffenbarte «Logos», so kann man es sagen. Dies entspricht der Trinität aus Vater/Mutter – Heiliger Geist – Sohn. Im indischen Denken ist die erste Offenbarung natürlich dualistisch männlich-weiblich, z.B. Shiva plus Shakti oder Brahma plus Sarasvati.
In diesem unendlichen Offenbarungsfeld können alle erdenklichen Universen existieren. Innerhalb dieses Bereiches entwickelt sich auch das dem Menschen erfahrbare Universum, es evolviert bis in die Unendlichkeit. Das Dasein lebt, webt und folgt den Regeln des Kosmos mit seinem ihm eingeborenen Logos in allen sieben Dimensionen. In jedem kosmischen Kraftfeld manifestiert sich das Leben, das Sein evolviert probalistisch. SEINE Ausstrahlung, seine Kräfte und Energien im Universum sind Ströme SEINES geoffenbarten Lebens. Das universelle Bewusstsein wohnt jedem Atom inne, alles durchdringend, alles erhaltend und alles entfaltend, aufgeteilt auf alle lebendigen Monaden. Diese phänomenale universelle Ordnung wirkt in individueller Vielheit in einer beständigen Einheit. Die Urmonade ist das allumfassende Weltall ohne Ende, seine Ursache und seine Ewigkeit, sein Mittelpunkt und sein Umfang. Sie ist der sichere Urgrund, in dem eine Kaskade aus Monaden die Herrlichkeiten der Offenbarung erkennbar werden lassen.
Das Johannesevangelium beginnt mit der Betrachtung: „Am Anfang war der LOGOS. Er war das Licht, Gott selbst, aus ihm und in ihm ist alles, was geoffenbart ist.“ Können wir als Menschen, als Bewohner nur eines Teiles im siebenten kosmischen Gebiet, dem schwingungsmäßig untersten Lebensfeld, etwas von diesem eigentlich über alles erhabene Wirken erkennen? – Am Beginn der Schöpfung wurde SEIN Bewusstsein geoffenbart, das gleichzeitig Licht, das die alles umfassende und ermöglichende siebenfache Energie ist. Es ist ebenso die allumfassende Kommunikation. Zoroaster nennt seinen höchsten Gott Ahura Mazda, die absolute Weisheit, wie er ihn in seinen Gathas erklärte. In den Veden, den heiligen Büchern am Indus, ist Brahma Ursache aller Welten. Es stellt das Grund-Prinzip der Schöpfung dar.
Die Komplexität der Offenbarung hat zu jeder Zeit die religiösen Mystiker erfüllt, und sie haben ihre Visionen in schönen Worten beschrieben. So erfährt der Leser: In dem universalen Feld der allumfassenden höchsten Schöpfungsenergie wurden sieben Polarisationen, eine Fülle von sieben Wirkungskräften geboren, die mit ungezählten Monaden die Offenbarung des Logos zu einem geordneten Konzert machten. Der Siebengeist wirkte in Einheit unter der Leitung des universalen Bewusstseins. Die Urmonade kannte alle aus ihr entsprungenen Monaden mit ihren Geschöpfen, Entitäten, Götter, Engel, Devas, Wesen, Aspekte und Kosmen in allen Einzelheiten bereits vor ihrer Hervorbringung. Ihre Ideen standen voll bewusst in ihrer Weisheit, die alle ihre Keime, ihre Grundinformation ihres Seins enthielt, noch bevor sie in das Sein eintraten. Es ist, als würde sich Gott seiner Selbst stets durch seine Schöpfung bewusst. «Brahman öffnete die Augen», so leuchtet diese wunderbare Allegorie voll sinnlicher Logik in unserem Denken.

Dein Name werde geheiligt.

Die erste Bitte im «VaterUnser» erscheint auf den ersten Blick sehr egoistisch gedacht. Gott und alles was mit ihm zusammen von Menschen gedacht oder gemacht wird, ist in IHM, durch IHN und zu IHM hin. Warum diese Aussage im «VaterUnser». Ich gebe zu bedenken, dass die Übertragung der Aussage Jesu aus dem Aramäischen in die griechischen Evangelien bereits an einer menschlichen Vorstellung gescheitert ist. Was ist hier der «Name Gottes» und wer soll da heiligen? Der Name, so wussten es alle Völker in der antiken Welt, bedeutete Kraft, Vermögen und Macht. Wer im Namen des römischen Kaisers Recht sprach, der hatte auch die Macht des römischen Reiches hinter sich, um dem gesprochenen Recht Geltung zu verschaffen. Einen «Namen heiligen» erscheint etwas abwegig. Unter einer etwas anderen Formulierung bekommt dieser Satz, diese innige Bitte jedoch einen tiefen Sinn.
Mögen wir durch Deinen Namen geheiligt werden.
Setzt man für den Begriff «Name» Vermögen, Kraft oder Bewusstsein ein, wie es im ersten Abschnitt dieses Textes dargelegt ist, dann bekommt der Satz eine höchst plausible Aussage. Ohne das fundamentale Bewusstsein, ohne diese Kraft kann der Mensch niemals vollendet werden. Jesus repräsentiert im Evangelium die Kraft der Lehre und der Erkenntnis Gottes. Dies ist die Basis für seine Aussage, mit der er sich an alle Christen wendet: «Ohne mich könnt ihr nichts tun!» Doch das ist natürlich für den machtbewussten und selbstherrlichen euroamerikanischen Willensmenschen ein völlig unannehmbarer Aspekt. Auch wenn viele empirisch materialistische Gegenargumente ins Feld geführt werden, bleibt diese Feststellung ebenso eine unumstößliche Tatsache, wie die treffende Aussage: «Mein Reich ist nicht von dieser Welt!»
Darum wendet sich die erste Bitte des sich selbst total erkennenden Menschen an seinen Vater, seine Monade, und er bittet diese inständig um Hilfe auf dem Weg der Evolution seines Mikrokosmos. Damit ist nicht die Abgabe aller Verantwortung an eine metaphysische Instanz gemeint, wie sie hinter der täglich zitierten Aussage islamischer Orientalen „Inschallah – So Gott will.“ steht. Um das Ausmaß seiner schicksalhaften Führung zu begreifen, braucht der Mensch unbedingt eigene Erfahrung von seinem mikrokosmischen System. Die bis jetzt gewachsenen Anteile der Mentalis ermöglichen seinen Verstand, und damit bekommt er Einsichten in eine erforderliche, vernünftige Lebenshaltung für die Entfaltung seines Mikrokosmos. Der ersten Bitte folgt in dieser Erkenntnis der eigenen Ohnmacht die nächstfolgende: „Schenke uns täglich DEIN heiliges Brot.“
In dem festen Glauben an die Kräfte seiner Monade, die sich in drei Strömen in den Mikrokosmos ergießen, steht auch die Erkenntnis, dass sich das universelle Bewusstsein in alle Schöpfungsebenen in Vibrationshöhe und Zuständigkeit herabsenkt. Das Bewusstsein ist in den sieben kosmischen Lebensfeldern die grundlegende Energie für die interne und externe Kommunikation. Sie baut in den untergliederten morphischen Feldern die für das geordnete Leben erforderlichen Gedächtnisse auf, aus denen die Lebensströme geregelt werden. In jedes Kraftfeld ist das zugehörige Spektrum des universellen Bewusstseins eingebettet. Es fügt sich voller Liebe bis in jede sich entfaltende Reaktion. Dennoch bleiben alle Bewusstheiten zusammen stets das eine allumfassende Bewusstsein als eine herrliche, zusammen schwingende Einheit. Letztlich vibriert auch im siebenten kosmischen Gebiet, im irdischen Kosmos für das menschliche Dasein, der diesem Lebensgebiet angemessene Anteil des irdischen Bewusstseins. Also auch in den irdischen Mikrokosmen, die in dieser Zeit der Evolution durch die Verirrungen der unterschiedlichen Kraftspiele auf dem Planeten ihren geeigneten Weg suchen müssen.
Die Monade berührt die Menschen selbst in ihrer Kreatürlichkeit im materiellen Dasein. Dieser Bewusstseinsstrom der Monade im Nadir des irdischen Seins kann auch als «Unser Vater» betrachtet werden. Über das holistische Wirken aller universellen Monaden wird die Basisinformation aus unserer Galaxie über den Sonnenlogos in unsere Welt gesendet, damit alle ihre Wesen an «IHREM Reich» Anteil haben können, damit auch alle Kreatur IHREN Willen hören und einmal erfüllen.
So schreiten wir in dem Gebet weiter, um auch die nächste Aussage gut zu begreifen.
Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel also auch auf Erden.
Das universale Bewusstsein der ersten Offenbarung ist unveränderlich mit allen Monaden verbunden. Darüber senkt es sich in einer angepassten Vibration in alle Kosmen, in unsere Mikrokosmen, und auch in alle Geschöpfe. In den unstofflichen Sphären aller Wesen, Götter, Devas, Engel und aller Kreaturen, aller Atome der grobstofflichen Welten kommunizieren die individuellen Ansichten des einen Bewusstseins, beleben und leiten deren Entfaltung. Es ist die tiefe, fundamentale Einsicht eines Teilhard de Chardin, es ist die weitreichende Erkenntnis der Quantenphilosophen: alles irdische Leben besteht selbst im tiefsten Nadir aus der einen alles durchdringenden Lebenskraft. Sie ist für die einen die Weltseele, eingehaucht aus Gottes Atem, für die anderen ist es eine mentale Ideation, herunter gesendet aus den höchsten Seinsebenen. Diese erste Offenbarung ist SEIN Reich, «Gottes» geschaffener Wirkungsbereich, in dem SEIN Wille geschieht. Der Wille des LOGOS, das Vermögen des TAO, vollzieht sich aus der höchsten Energie, aus dem uranfänglichen Bewusstsein, hinunter durch alle Dimensionen und Schöpfungsebenen bis in die Mentalis, die Astralis und das Ätherfeld in-form-ierend, und auch bis in die irdische Materie, dem Erdendasein. Das bedeutet in diesem Gebet «im Himmel», d.h. in allen jenseitigen transpersonalen Kraftfeldern und auch in dem materiellen Kraftfeld. Denn selbst die atomare Materie ist nur eine Form von Energie, wie Louis de Broglie bereits 1924 in seiner Dissertation der Welt erklärte. Später konnte dies von den meisten Kernphysikern und Quantenforschern nur bestätigt werden.
Angesichts der desolaten Situation im irdischen Lebensfeld, das durchaus als ein Tränental des Leidens und des Todes bezeichnet werden kann, folgert natürlich der Gläubige automatisch, dass dies nicht die Schöpfung eines Gottes der Liebe und Barmherzigkeit sein kann. Darum schickt der Betende sich an, die Kräfte einer höheren Ordnung zu erflehen, die seiner eigenen Vorstellung einer Idealität entsprechen.
Was ist eigentlich an diesem irdischen Lebensfeld so ungeheuerlich und brutal, dass es von einigen Menschengruppen als teuflisch oder vom Satan geschaffen, dem überall vorherrschenden Bösen, angesehen wird? – Die uns umgebende und beherrschende Natur entfaltet sich in einem beständigen Werden von der Geburt, über ein Wachsen und Entfalten, Frucht-Tragen und Vergehen. Schon allein wegen der fleischlichen Ernährung steht jeder Mensch bezüglich «Seiner Gebote» immer in der Schuld anderem Leben gegenüber und bittet um Schuldvergebung. Selbst jeder einfache Mensch weiß unterbewusst und ohne wissenschaftliche Logik von der Wirklichkeit seines Seins. Darum bittet er Angesichts seiner Verstrickungen in das Karma, zur Unterstützung seiner Bemühungen, um die Liebeskraft des Schöpfers, das ist «sein heiliges Brot». Es ist die gleiche Einsicht, die auch Herkules überfiel, als er nach einigen vergeblichen Versuchen, den Augiasstall alleine zu reinigen, scheitern musste. Darum bat er einen «Freund» – seine Monade –, ihm zu helfen, „den nahe gelegenen Strom durch den Stall zu leiten“.

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Diese tiefe Einsicht der eigenen Unfähigkeit steht hinter der innigen Bitte:
Dein tägliches geistiges Brot gib uns heute.

Natürlich wird dem Menschen in seinem Leben deutlich, dass er selbst, mit allen Zellen und Gedanken seines Daseins, in dieses Werden verstrickt ist. So erfährt er auf seinem Lebensweg diese Welt als Dialektik, in der die isobare Resonanz der Polarität herrscht. Alles, aber auch wirklich jede Erscheinung, jeder Wunsch oder Gedanke hat die berühmten «zwei Seiten». Licht und Schatten, Tag und Nacht, Gut und Böse werden durch den Januskopf aus der ursprünglichen römischen Mythologie symbolisiert. Heute kennt jeder die prägnanten «geflügelten» Worte: „Alles hat Licht und Schatten.“ – „Auf jedes Gewitter folgt wieder Sonnenschein.“ In ihrer ungebrochenen Selbstsucht verstoßen die Menschen jedoch täglich unachtsam gegen die Grundregeln der Resonanz, weil sie bei aller zielgerichteten Aktivität gedankenlos übersehen werden.
Es bleibt nicht aus, dass jedem einmal deutlich vor Augen geführt wird, wie sein Leben mit dem Leid anderer Menschen verbunden ist. Im Verband einer größeren Gemeinschaft ist es nach dem Gesetz der komplementären Resonanz nicht zu vermeiden, dass ein Mitglied der Gesellschaft einem anderen Menschen Leid zufügt, um einen persönlichen Vorteil zu bekommen, oder er sich im Kampf um die vorderen Plätze in Politik oder Wirtschaft auf andere Weise schuldig macht.
Jeder Mensch macht sich in seinem Leben in bezug zu den ihn führenden Kraftfeldern absolut schuldig, auch wenn er davon nichts weiß. Einsichtige Christen beten darum immer vorsorglich: Unser Vater, vergib uns unsere Schuld, wie wir vergeben unseren Schuldnern. Das Gesetz der Liebe für den Nächsten, das von Jesus angedeutet wird, umfasst die Grundregel der harmonischen Evolution. Diese wird in unserem Lebensfeld von der Resonanz aufrecht gehalten, und sichert die ausgleichende Gerechtigkeit in der Polarität. Sie wird sich ohne Ansehen der Person bis zum Ende aller Tage vollkommen erfüllen. Mit dem Gebet um Schuldvergebung erkennen die Menschen das Resonanzgesetz im weitesten Sinne an. Damit bekennen sie sich zu allen schuldhaften Vergehen, die sie möglicherweise unbewusst mental, astral und auch ätherisch durch ihr Dasein ausgelöst haben könnten. Würden sich die Menschen täglich einmal auf alle in ihr Sein verstrickten Komponenten besinnen, wie es Pythagoras seinen Schülern empfohlen hat, so könnte manche missliebige Resonanz vermieden werden.

Für die Betrachtung der nachfolgenden Zeilen im «VaterUnser» ist jedoch die Sicht auf die Resonanzen im Jenseits von grundlegender Bedeutung, denn nur dadurch bekommt dieser Satz: „…und führe uns aus der Versuchung“ seinen eigentlichen Sinn. Die Versuchung des Menschen besteht nämlich darin, dass er die Idealität, also die paradiesischen Ideale, als Vorstellungen seiner egoistischen persönlichen Welt, in einen materiellen Himmel projiziert. Das große Problem der Versuchung liegt in der konsumtiven Grundhaltung des materiellen Seins. «Das Böse» ist das egoistische Begehren nach einer unrealistischen Idealität in einer Realität der materiellen Bipolarität.
Die ursächliche Schöpfung kann als ein mentaler Prozess angesehen werden. «Fiat Lux» – «ER sprach und es war.» Die griechische Mythologie erzählt: Zeus gebar Helena, die aus seinem Haupte entstieg. Auch heute noch verfügt jeder Mensch unbewusst über das Schöpfungsorgan der Sprache. In der Chakrakunde der indischen Weltanschauung findet man beschrieben, dass neben den sieben Hauptchakren auch noch ein Nebenchakra des Sexualchakras im menschlichen Kraftfeld wirksam ist, das Kehlkopfchakra. Damit artikulieren wir unsere Gedanken. Indem wir Gedanken in Wortbilder umsetzen, erschaffen wir mentale Gebilde. Dieses kann ganz konkret verstanden werden, wenn man die transpersonalen Felder im Kosmos berücksichtigt. Mit dem Sprechen erschafft der Mensch mit den Gedanken mentale und astrale Kumulies. Das sind Zusammenballungen aus astralen und mentalen Fluiden, die je nach Gefühls- und Gedankenintensität ganz konkrete Formen in diesen ausgesprochen plastischen Feldern annehmen.
Zunächst halten sich diese Gedankengeschöpfe im Atemfeld des eigenen Mikrokosmos auf. Wenn allerdings die Sätze im Gespräch hin und hergehen, dann wandern die mentalen Geschöpfe zum anderen Menschen und bevölkern so auch das Atemfeld des Zuhörers. Das gigantische Problem wird allerdings erst dann sichtbar, wenn man sehen kann, wie bei jeder Auseinandersetzung auch ein mentaler Anteil völlig unkontrolliert ins mentale Jenseits entweicht und sich dort mit anderen entsprechend vibrierenden Geschöpfen zusammenballt, nach den Regeln des isobare Magnetismus. Für die Menschheit wird dieser unbeachtete Vorgang vor allem dadurch beängstigend, wenn Millionen Menschen immer wieder das Gleiche erflehen, die gleichen Gedankenbilder hegen und pflegen, wie z.B. bei gemeinsamen Gebeten und bei Pilgerfahrten. Aber auch bei großen Sport- oder Musikevents werden gleich schwingende Gedanken und Gefühle massenhaft ins Jenseits ausgesendet, die dort in entsprechend vibrierenden Feldern eine bewusste Struktur annehmen. Aus den vor allem auf eine persönliche «Heiligung» gerichteten Gedanken- und Gebetswolken entstehen im Jenseits Äonen und Archonten, die „Fürsten und Gewaltigen unter dem Himmel,“ wie Paulus es in Epheser 6 ausdrückt. Dort steht exakt in der Lutherbibel, 1912: „Denn wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit Fürsten und Gewaltigen, nämlich mit den Herren der Welt, die in der Finsternis dieser Welt herrschen, mit den bösen Geistern unter dem Himmel.“ Allerdings wirkt das Jenseits nicht irgendwo in der Stratosphäre oder zwischen den Sternen des Zodiaks. Die als Jenseits bezeichneten unstofflichen Sphären durchdringen den ganzen Kosmos, auch hier auf und in der Erde. Jeder Mensch ist stets von seinem Anteil «Jenseits» umgeben und wird immer von den jenseitigen Kräften beeinflusst.
Das könnte man als das «fundamental Böse» bezeichnen, was sich durch die Jahrtausende mit Predigten, Gebeten und Opfern von Millionen Menschen im mental-astralen Feld der irdischen Atmosphäre entwickelt hat. Seiner Selbsterhaltung wegen müssen sie die Menschen immer wieder in die gleiche Richtung animieren, damit diese die uralten religiösen Rituale und Traditionen bis in alle Zeiten fortsetzen.
Davon und dafür werden die Menschen beständig in Versuchung gebracht, immer und immer wieder die alten Feste der Väter zu Feiern, die altehrwürdigen Prozessionen auszurichten, und die vorgeschriebenen Pilgerfahrten durchzuführen, wie es auch im Koran steht, damit diese „Fürsten unter dem Himmel“ weiter existieren können. Das bedeutet doch: nur wenn die Menschen in Unkenntnis der wirklichen Lebenssituation weiterhin von ihrer irdischen Frömmigkeit und dem natürlichen Humanismus angestachelt werden, ihren kindlich naiv idealisierten Himmel als Endziel ihrer materiellen Persönlichkeit zu betrachten, wird die Nahrung der „Götter“ weiter strömen. Und das Böse kann die Menschheit mit allen raffinierten und subtilen Methoden in Versuchung führen. Wenn die Menschen die Realität eines Jenseits mit allen Komplikationen nicht akzeptieren können, wird «das Böse» weiterhin in aller Brutalität seinen Weg finden.

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Darum betet der verständige Christ mit allem Ernst darum:
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Wer die persönliche Sünde nach den gesellschaftlichen Regeln der Moral, wie es vielfach artikuliert wird, als Ursache des Bösen bezeichnet, hat den Esel mit dem Sack verwechselt, den der Esel tragen muss. Sünde ist keineswegs sexuelle Begierde, böse sind nicht die menschlichen Gelüste etc.! Das Böse ist in der Gesetzmäßigkeit der Bipolarität die Folge des materialistischen Egoismus; das Gute ist dabei immer der Verursacher seines Schlagschattens, dem Bösen. In der Evolution ist das Werden als materielle Person erforderlich, um einen Verstand mit den Sinnesorganen hervorzubringen, mit dem die Spielregeln des Daseins erkannt werden können. Das isobare Resonanzgesetz hilft den Menschen, sein mikrokosmischen Sein zu erfassen und sich auf diese Weiterentwicklung auszurichten. Wer noch die feinsinnigen Regeln der christlichen Ethik sozusagen als Erziehungsknute umbiegt, macht sich selbst zum Dienstknecht der Äonen. Das Gesetz der 10 Gebote betrifft vor allem die mikrokosmischen Faktoren der Evolution und ihre Regeln der Resonanz. Gib, so wird Dir gegeben!
Zum Abschluss des «VaterUnsers» wird vom Betenden noch einmal bestätigt, dass das alles umfassende Lebensfeld, SEIN Reich, erfüllt ist mit dem universalen Bewusstsein, mit hierarchisch geordneten Monaden, die alles Leben in kreativer Vielheit und harmonischer Einheit entfalten. Darin offenbaren sich die sieben universellen Kräfte des LOGOS, sein Licht des heiligen Siebengeistes. Es ist die jede universelle Entität, Kosmos oder Wesen hervorbringende und alles dynamisierende Lebenskraft der Urmonade. Diese Kraft des Lebens wird kein materialistisch forschender Wissenschaftler jemals in seinen Labors entdecken. Darum schaut der wissende Mensch empor zu seinem Schöpfer, von welchem Punkt des irdischen Globus auch immer, und betet:
Denn Dein ist das Reich und die Kraft …
In Momenten der inneren Stille und der Besinnung auf den unendlichen Raum der Sternenbahnen entsteht die Verehrung und Anbetung der überwältigenden Barmherzigkeit der Monaden, die alle Geschöpfe erschaffen und beleben. Selbst den winzigen Menschen, angesichts der gigantischen Weite des Alls, werden für ihren Weg durch die Evolution in der materiellen Welt die erforderlichen Kräfte geschenkt. In dieser sich hernieder senkenden Fülle des Erkennens können sie die ihnen gewährten Vermögen ihres Lebens ausschöpfen, um mit der errungenen Erfahrung in der universellen Evolution mitzuwirken. Dann mündet alles Sein mit den sieben Lebensfeldern in ein kreatives Werden bis in alle Ewigkeit. Alle Lebensfelder und alle Menschen sind eingebettet in dieses trinitarische Entwicklungsfeld mit allen Kosmen und Makrokosmen und mit den unstofflichen Entitäten und Bewohnern der metaphysischen Sphären. Alle Kosmen in den sieben kosmischen Gebieten leben und wirken unter der Leitung ihrer Monaden – dem «Vater/Mutter» des Alls –, inspiriert und dynamisiert zu einem wachsamen Selbstbewusstsein, aufgefordert autonom zur ewigen Wirklichkeit durchzudringen im Heiligen Geist. Das ist seine Herrlichkeit bis in alle Ewigkeit.
So lautet dann auch der letzte Vers:
und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Im Bewusstsein zu wissen, ein Teil dieser unbegrenzten Barmherzigkeit zu sein, die über allen Verstand geht, bleibt nur die Bestätigung und Bekräftigung durch ein „Möge es allen Menschen einmal gegeben sein!“
Möge es so sein.

001 Mikor-Angel Ausschn

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