Morphogenetische Felder

Eine Zusammenfassung wichtiger Standpunkte der Morphik kombiniert mit der Lehre von den interkosmischen Feldern.

Aus platonischer Sicht ist biologische Evolution von der Evolution genetischer Systeme abhängig, denn nur unter dieser Voraussetzung können sich einige der möglichen Formen oder Urbilder in der stofflichen Welt als tatsächliche Organismen manifestieren; die Formen oder Formeln oder Biomorphe selbst evolvieren jedoch nicht. Zum Beispiel haben die morphogenetischen Feldgleichungen für Tyrannosaurus rex schon existiert, bevor die Erde entstand, bevor überhaupt der Kosmos geboren wurde. Sie blieben gänzlich unbeeinflusst vom tatsächlichen Auftreten dieser Saurierart und ebenso unbeeinflusst von ihrem Aussterben.

Sollte den morphogenetischen Feldern jedoch ein Gedächtnis innewohnen, so könnten wir uns ein ganz anderes Bild von ihnen machen: Sie sind dann keine transzendenten Formen, sondern den Organismen immanent. Sie evolvieren im Bereich der Natur und unterliegen dem Einfluss dessen, was früher geschah. Es bilden sich Gewohnheiten und Gedächtnismuster in ihnen.

Der Gedanke, dass morphogenetische Felder ein Gedächtnis beinhalten, ist der Ausgangspunkt für die Hypothese der Formenbildungsursachen. Diese Hypothese kann die Menschheit zu einem wirklich evolutionären Verständnis des Lebendigen hinführen. Die bislang einzige Alternative – die Kombination von Platonismus (Gottesglauben) und Materialismus einer mechanistischen Sicht der Dinge – wird dies wohl nie leisten können, denn sie wurzelt in einer vorevolutionären Vorstellung vom Universum, die nun auch von der modernen Physik allmählich aufgegeben wird.

Die Hypothese der Formenbildungsursachen geht von der Annahme aus, dass morphogenetische Felder physikalisch real sind in dem Sinne, wie Gravitationsfelder, elektromagnetische Felder und Quantenmateriefelder, die als physikalisch real angenommen werden. Jede Art von Zellen, Geweben, Organen und Organismen besitzt ihre eigene Art morphischer Felder. Diese Felder gestalten und organisieren auch die Entwicklung von Mikroorganismen, Pflanzen und Tieren und stabilisieren die Form des ausgewachsenen Organismus. Dies können sie aufgrund ihrer eigenen räumlich-zeitlichen Organisation.

Morphogenetische Felder entfalten in jedem Organismus die künftige Lebensstruktur anhand des gespeicherten Organisationsmusters, und lenken den Entwicklungsprozess probabilistisch in die künftige Richtung. Die Formenbildungsursachen konkretisieren mit der Struktur dieser Felder die tatsächlichen Formen ähnlicher Organismen aus der Vergangenheit, weil sie diese für die kommenden Generationen der Organismen aufbewahren, um sie später in die Strukturgebung des neuen Organismus einzubinden. So werden etwa die morphogenetischen Felder von Eichenbäumen durch alle Einflüsse geformt, die von früheren Eichen ausgehen; ihre morphischen Felder bilden insofern eine Art kollektive Erinnerung dieser Art. Jedes Pflanze einer Art wird von den Art-Feldern geformt, gestaltet selbst aber auch diese Art-FeIder mit und beeinflusst damit die künftigen Exemplare seiner Art.

Wie könnte dieses Gedächtnis wirken? Die Formenbildungsursachen, die morphischen Felder, beruhen auf einer Art von Resonanz, die man «morphische Resonanz» nennen kann. Morphische Resonanz wiederum beruht auf isomorphen Informationen: Je ähnlicher ein Organismus früheren Organismen ist, desto stärker die morphische Resonanz. Und je mehr es solche ähnliche Organismen in der Vergangenheit gegeben hat, desto stärker ist ihr kumulativer Einfluss im morphischen Feld. Eine sich entwickelnde Eiche steht in morphischer Resonanz mit zahlreichen früheren Eichen ihrer Art, und diese Resonanz formt und stabilisiert aktuell ihr morphogenetisches Feld.

Die morphische Resonanz unterscheidet sich nur wenig von den in der Physik bekannten Arten der Resonanz – etwa der akustischen Resonanz (zum Beispiel beim Mitschwingen von gespannten Saiten), der elektromagnetischen Resonanz (zum Beispiel beim Abstimmen eines Radios auf eine bestimmte Frequenz, einen bestimmten Sender), der Elektronenspin-Resonanz und der kernmagnetischen Resonanz. Sie ist nicht immer mit einem Energietransfer von einem System auf ein anderes verbunden, sondern stellt vorwiegend einen determinierenden Informationstransfer dar.

Morphische Resonanz stimmt allerdings darin mit anderen Arten der Resonanz überein, dass sie auf rhythmischen sowie melodischen Mustern beruht. Organismen sind Aktivitätsstrukturen, und auf jeder Ebene der Organisation werden bei ihnen rhythmische Oszillationen oder Schwingungen, periodische Bewegungen oder Zyklen gefunden. Die Elektronen von Atomen und Molekülen befinden sich in ihren Schalen in beständiger Schwingungsbewegung; große Moleküle wie etwa Eiweißmoleküle zeigen wellenartige Bewegungen von charakteristischer Frequenz. In den Zellen finden wir zahllose schwingende Molekularstrukturen, und auch die biochemischen und physiologischen Prozesse lassen einen rhythmischen Ablauf erkennen usw.

Die Hypothese der Formenbildungsursachen besagt nun, dass sich zwischen solchen rhythmischen Aktivitätsstrukturen eine morphische Resonanz bildet, wenn sie einander ähnlich sind, und aufgrund dieser isomorphen Resonanz können die Aktivitätsmuster vergangener Systeme die Felder der folgenden beeinflussen. Morphische Resonanz beinhaltet eine Art Fernwirkung sowohl räumlicher als auch zeitlicher Art. Die Hypothese nimmt an, dass dieser Einfluss weder mit der räumlichen noch mit der zeitlichen Entfernung abnimmt.

Die Bildung von Formen findet nicht im «leeren Raum» statt. Alle Entwicklungsprozesse setzen bei Systemen an, die bereits eine spezifische Organisation aufweisen. Ein Embryo zum Beispiel entwickelt sich aus einer befruchteten Eizelle, die DNS, Proteine und andere Moleküle enthält, die bereits auf bestimmte Weise organisiert und für die Art charakteristisch sind. Solche organisierten Anfangsstrukturen oder «morphogenetischen Keime» treten in morphische Resonanz zu früheren Exemplaren ihrer Art, es findet eine «Abstimmung» statt zwischen ihrem Feld und dem der Art, die ihre Entwicklung lenken.

Alle Exemplare einer Art tragen zum Art-Feld bei; ihr Einfluss ist kumulativ, wird also mit wachsender Zahl der Individuen größer. Organismen einer Art sind einander ähnlich, aber nicht identisch, und das Art-Feld, von dem ein neuer Organismus geformt wird, stellt eine Art probabilistisches Durchschnittsfeld dar. Es ist eine Wahrscheinlichkeitseinfluss, der im Rahmen der gespeicherten Informationen und der vorgegebenen Lebensstrukturen wirksam wird. Morphische Felder sind immer probabilistisch, d.h. sie haben «Wahrscheinlichkeitsstrukturen», in denen die Durchschnittsmerkmale dominieren, womit sich die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass das Typische des Organismus erhalten bleibt.

Information ist in unserer Zeit ein Modewort geworden, und es wird auch gerne die lutherischen Übertragung des Johannesevangeliums zitiert: «Am Anfang war das Wort.» um dieser Bedeutung noch etwas mehr Gewicht zu geben. Jedoch umfasst der ursprüngliche Begriff «Logos» vielmehr den Sinn eines morphischen Feldes, insofern am Anfang nämlich Licht, Vibration und Energie war, sowie In-Formation für das sich entfaltende Leben. Wenn man diesen Informationsbegriff heranzieht, um die Entwicklung und Evolution von Körper, Verhalten, Geist und Kultur zu erklären, kann man die interkosmischen Information selbst nicht als statisch betrachten – diese muss dann selbst permanent in Entwicklung und Evolution begriffen sein.

Morphische Felder, Formbildungsursachen spielen eine ähnliche Rolle wie Informationen und Programme im biologischen Denken, und man könnte sie auch als Informationsfelder oder Gedächtnisfelder bezeichnen. Damit wäre der evolutionäre Charakter biologischer und transpersonaler Information einbezogen, denn diese Felder enthalten ein Gedächtnis, das von morphischer Resonanz getragen wird.

Morphische Felder stehen wie Gravitationsfelder, elektromagnetische Felder und Quantenmateriefelder der Physik in einer sehr engen Beziehung zu allem Leben. Sie stehen mit dem Werden aller Wesen in Wechselwirkung und organisieren diese bis in die feinsten Strukturen. Selbst die Materie besteht für die heutige moderne Physik aus rhythmischen Prozessen, aus gebundener und strukturierter Energie innerhalb von Feldern. Faraday schlug verschiedene Interpretationsmöglichkeiten vor: «Sie sind entweder Zustände eines materiellen Mediums, das wir Äther nennen können, oder Zustände des bloßen Raumes.» Er selbst neigte der zweiten Anschauung zu, denn sie passte besser zu seinen Überlegungen, dass Materieteilchen nichts weiter seien als die Schnittpunkte konvergierenden Kraftlinien – und mit dieser Überlegung war bereits der Unterschied zwischen Materie und Kraft aufgehoben.
Maxwell hatte Faradays Überlegungen aufgegriffen und betrachtete Felder als Zustände eines Mediums, des Äthers. Der Äther hatte etwas von der Natur der Fluide an sich.
Der Äther war für K. Lorentz erstens ein nicht-mechanisches Medium und dabei auch ein absoluter Bezugsrahmen für das Leben mit einer ähnlichen Rolle wie Newtons absoluter Raum. Mittlerweile ist die Wissenschaft so weit fortgeschritten, dass gesagt werden kann: Teilchen sind Manifestationen der grundlegenden Wirklichkeit der Felder. Diese Felder sind Zustände des Raumes, und dieser Raum ist nicht leer, sondern voller Energie und erfährt «Quantenfluktuationen».

Nehmen wir einen organismischen anstelle eines atomistischen Standpunktes ein, so ist durchaus einzusehen, dass Organismen auf allen Ebenen der Organisation und des Aufbaues von lebenden Körpern ihre charakteristischen Felder haben.
Das morphische Feld eines Organismus organisiert die Teile oder Holons dieses Organismus; deren Felder wiederum organisieren die untergeordneten Holons und so weiter, So werden von einem Organfeld die Gewebe organisiert, von einem anderen Gewebefeld die Zellen, von einem Zellenfeld die subzellulären Holons, wie z.B. der Zellkern und die Zellmembran. Sowohl die Holons als auch ihre Felder sind in einer geschachtelten Hierarchie angeordnet. Die Felder der Holons sind auf jeder Ebene probabilistisch und die materiellen Prozesse in den Holons daher teilweise beliebig oder unbestimmt. Höhere morphische Felder wirken auf die Felder niederer Ebenen auf eine Weise ein, die deren Probabilitätsstruktur beeinflusst, und zwar im Sinne einer Stabilisierung, d.h. einer Beschränkung ihrer Variationsbreite.

Damit sind wir bei einem sehr allgemeinen Gesichtspunkt für die Morphogenese symmetrischer Strukturen: Die Symmetrie erfordert offenbar eine Resonanzkommunikation zwischen den symmetrischen Teilen eines Organismus. Betrachten Sie zum Beispiel Ihre beiden Hände. Sie unterscheiden sich deutlich von den Händen anderer Menschen, sind einander jedoch so ähnlich wie die Kristall-Arme einer Schneeflocke. Innerhalb eines sich entwickelnden Organismus könnte zwischen ähnlichen Strukturen eine morphische Resonanz bestehen, in diesem Fall zwischen den Feldern der embryonalen Hände. Ähnliches gilt auch für andere symmetrische Strukturen, etwa die beiden Gesichtshälften oder die Augen; auch hier ist die Symmetrie nicht ganz exakt, die Ähnlichkeit ist jedoch so groß, dass man annehmen muss, die Entwicklung habe unter dem Einfluss eines Resonanzphänomens stattgefunden.

Es kann daraus geschlossen werden, dass in sich entwickelnden Organismen generell eine innere Resonanz zwischen den Feldern symmetrischer Strukturen besteht und diese Eigenresonanz für die Symmetrie von entscheidender Bedeutung ist. Da Symmetrie ein so charakteristischer Zug natürlicher Formen ist, dürfte die innere Resonanz zwischen symmetrischen Strukturen ein und desselben Organismus ein allgemeines Kennzeichen der Formenbildung aufgrund morphischer Felder sein. Dies ist jedoch nur eine Form der Eigenresonanz. Eine andere und ebenso grundlegende Form der Eigenresonanz ist die morphische Resonanz eines bestimmten Organismus mit seiner eigenen Vergangenheit.

Morphische Resonanz ist um so spezifischer und wirksamer, je ähnlicher die in Resonanz stehenden rhythmischen Muster sind. Besonders spezifisch ist natürlich die Resonanz eines Organismus mit seinen eigenen früheren Zuständen, denn diese Zuständen – vor allem, wenn sie erst kurze Zeit zurück liegen – ist er ähnlicher als anderen Organismen. Diese Eigenresonanz stabilisiert den Organismus in seiner charakteristischen Form und harmonisiert die Entwicklung symmetrischer Strukturen. Diese Selbststabilisierung morphischer Felder könnte auch vieles beitragen zum Verständnis des Umstands, dass lebendige Organismen ihre typische Form aufrechterhalten können, obgleich die Stoffe, aus denen ihre Zellen und Gewebe bestehen, ständig ausgetauscht werden.

Wenn die Resonanz eines Holons mit seiner eigenen Vergangenheit tatsächlich von solcher Bedeutung ist, wie weit muss dann ein bestimmtes rhythmisches Muster zurück liegen, um durch morphische Resonanz wirksam werden zu können?
Der Begriff «Resonanz» impliziert ja eine Beziehung zwischen mindestens zwei Schwingungsmustern, und solch ein Muster ist nicht für einen bestimmten Zeitpunkt zu definieren, da Schwingungen in der Zeit ablaufen. Ein «gegenwärtiges» rhythmisches Muster muss also von einer gewissen Dauer sein, da die Schwingungsfrequenz erst anhand mehrerer Schwingungen zu bestimmen ist. Wenn die «Gegenwart» aber mehrere Schwingungszyklen umfassen muss, ist ihre Dauer abhängig von der Schwingungsfrequenz des jeweiligen Systems oder Organismus.
Da ein morphisches Feld in der Zeit «stehen» bleibt, muss seine Gegenwart irgendwie mit seiner Vergangenheit verbunden sein, und diese Kontinuität kann nicht durch unabhängig bestehende materielle Strukturen gegeben sein, da die Materieteilchen selbst Manifestationen des Feldes sind. Die Verbindung von Gegenwart und Vergangenheit muss zeitlicher Natur sein und kann daher nur auf Eigenresonanz beruhen.
Diese Vergangenheit wird durch morphische Resonanz gegenwärtig und stabilisiert damit das Feld in der Zeit. Wenn diese Interpretation zutrifft, dann beruht das Fortbestehen von Materie und Strahlung auf beständiger Resonanz der Felder mit ihrer eignen Vergangenheit. Die Kontinuität jedes selbstorganisierenden Aktivitätsmusters – vom Elektron bis zum Elefanten – wird durch Eigenresonanz mit den Aktivitätsmustern der eigenen Vergangenheit hergestellt. Alle Organismen sind dynamische Strukturen, die sich unter dem Einfluss ihrer eigenen vergangenen Zustände über morphische Felder in den sieben universellen kosmischen Lebensfeldern beständig selbst neu erschaffen.

Alle Organismen erben – durch morphische Resonanz mit früheren Organismen ihrer Art – ein kollektives Gedächtnis ihrer Art, individuelle Organismen stehen in morphischer Resonanz mit ihren eigenen vergangenen Zuständen in den transpersonalen Feldern, der Mentalis, der Astralis, dem Äther und der Materie. Dabei bildet die Eigenresonanz die Grundlage ihrer individuellen Gedächtnisse in diesen Feldern und ihre Lebens-Gewohnheiten.

Die Funktionen des Nervensystems sind von Natur aus zunächst unbestimmt und probabilistisch und die organisierende Wirkung der Verhaltensfelder besteht darin, dass sie diesen Funktionen ein raumzeitliches Muster auferlegen. Das Verhalten wird nicht nur vom Leitungsnetz des Nervensystems und den darin ablaufenden physikalisch-chemischen Prozessen bestimmt, sondern vor allem von der ordnenden Wirkung dieser Felder. Wir können uns diese Tiefenstrukturen, die u.a. für die Sprache und das Lernen erforderlich werden, als geschachtelte Hierarchien morphischer Felder vorstellen, die auf die Aktivitätsmuster des Nervensystems einwirken und durch sie wirksam werden. Die Verhaltensmuster von geschachtelten Hierarchien von Verhaltensfeldern werden so wie die Muster der Morphogenese von geschachtelten Hierarchien morphogenetischer Felder organisiert.
Aufgrund der generellen morphischen Resonanz mit ihrer Kultur haben Kinder die Anlage zur Spracherlernung ihrer Muttersprache, doch sobald sie die Sprache zu sprechen beginnen, befinden sie sich in der morphischen Resonanz mit den Menschen, die sie eben diese Sprache sprechen hören, und die Resonanz erleichtert ihnen, Grammatik und Wortbestand dieser Sprache zu erfassen.

Wenn unser Verhalten von morphischen Feldern organisiert wird, so enden diese Felder nicht an den Grenzen unseres Gehirns oder unseres Körpers, sondern breiten sich in die Umgebung aus und verbinden sich mit den morphischen Feldern anderer Menschen, Tiere oder Pflanzen in der Umwelt. Insgesamt koordinieren diese die Sinneswahrnehmung und das Handeln, verbinden die sensorischen und motorischen Regionen des Körpers und Gehirns, bilden eine geschachtelte Hierarchie morphischer Felder, bis hinunter zu den Feldern einzelner Nerven und Muskelzellen.

Wenn wir die verschiedenen Arten organisierter Aktivität betrachten, ist es durchaus sinnvoll bei den morphischen Feldern zwischen morphogenetischen Feldern, Verhaltensfeldern und mentalen Feldern zu unterscheiden. Diese Erkenntnis beweist prinzipiell, dass es

  1. ein morphogenetisches Feld für und in dem Feld der Materie gibt;
  2. ein morphogenetisches Feld im Äther gibt, für die Bildung der Materiestrukturen;
  3. ein morphisches Feld für Verhaltens- bzw. Begehrensstrukturen, z.B. der Wahrnehmung, in der Astralis
  4. ein morphisches Feld für das Bedenken und Bewerten in der Mentalis.

(Es ist nicht auszuschließen, dass sich in den drei höheren Lebensfeldern ebenfalls morphische Felder herausbilden, die die noch kommenden Mikrokosmen in ihre Ausprägung für ihre Aufgaben determinieren.)

Die menschliche Fähigkeit Dinge zu erkennen, zu bewerten und zu kategorisieren, hängt von Beziehungsmustern ab. Wir erkennen den Sinn eines Satzes in der Sprache, die uns geläufig ist, aufgrund von Mustern und der Sequenz seiner Elemente. Auch eine Melodie erkennen wir trotz großer Klangunterschiede, wenn sie uns bekannt ist, also im Gedächtnis Erinnerungen aufgerufen werden. Wir erkennen Pflanzen, Tiere und Gegenstände an hand von bereits abgespeicherten Information im Gedächtnisfeld.

Die Elemente einer konkreten Erfahrung werden nicht nur kategorisiert, sondern zueinander in Beziehung gesetzt. Morphische Felder verknüpfen und vereinigen nach Resonanz die einzelnen Elemente der Erkenntnis zu integralen Ganzheiten. Aufgrund unserer Erfahrung bilden sich ganze Verknüpfungsmuster in morphischen Feldern höherer Ordnung (Strings in Kluster oder Holokumulies).

Das morphische Feld des Erkennens wird bestimmt von den Faktoren Interesse, Motivation und Aufmerksamkeit. Auch die Intensität des Erkannten und seine Bedeutung in der aktuellen Gegenwart verstärken die morphische Resonanz. Gewöhnung und Gleichgültigkeit schwächen die Aufmerksamkeit und die Resonanz. Wenn wir uns aktiv erinnern, dann verbinden sich frühere Erfahrungen und Einsichten mit dem aktuellen Feld des Denkens zu neuen Organisationsmustern; selbst in Träumen geschieht das ohne unser bewusstes zutun. Daraus können sich dann Déjà-Vue-Erfahrungen ergeben, die wir nicht bewusst nachvollziehen können.

Das Grundprinzip der Mnemonik, das schon im Altertum bekannt war, gehört zum Studium der Rhetorik. Dabei werden die Begriffe, die man sich einprägen will oder ganze Sequenzen mit sogenannten «Eselsbrücken» verbunden. Das bedeutet, man verknüpft in dem morphischen Feld des Lehrstoffes Aussagen  mit prägnante Bildern, die besonders leicht zu merken sind. Erinnert werden also nicht einzelne Begriffe, sondern komplette Assoziationen oder Beziehungen im morphischen Gedächtnisfeld, in die sie eingebunden gespeichert sind.
Werden später ähnliche Erfahrungen gemacht, können die vorangegangenen Erinnerungen im morphischen Feld «überschrieben» werden, was eine besondere Art des Vergessens darstellt. Man könnte sagen dass das frühere Muster mit dem neueren kumuliert und verschmilzt.
Kollektive Erinnerungen ähneln Gewohnheiten darin, dass die Wiederholung ähnlicher Aktivitätsmuster die Besonderheit jedes einzelnen Musters verwischt oder auslöscht; alle früheren Aktivitätsmuster der gleichen Art tragen durch Resonanz zu einem morphischen Gesamtfeld bei und werden gleichsam in dieses Feld eingeschmolzen. Es entsteht ein Überlagerungs- oder Durchschnittsmuster. C.G. Jung bezeichnete solche historisch gewachsenen Gewohnheitsmuster auch als «Archetypen».

Der Gedanke, dass Gesellschaften Ganzheiten darstellen, die mehr sind als die Summe ihre Teile, scheint überall auf der Welt ganz selbstverständlich zu sein. Wir wachsen damit auf. Wir geben dem organismischen Charakter von Gruppen bzw. Gesellschaften sogar in der Sprache Ausdruck in Wendungen wie Körperschaft, Bruderschaft, Vereinigung, Holding etc. bis hin zum «Willen des Volkes».
Nach der Erkenntnis der Formbildungsursachen hängt die Organisation sozialer Systeme (Firmen, Konzerne, Vereine, Parteien, Religionen) von geschachtelten Hierarchien morphischer Felder ab, wobei das Gesamtfeld der Gesellschaft o.ä. durch Resonanz auf die Felder der Einzelwesen einwirkt und deren Felder wiederum auf die Felder des Denkens, Fühlen und Handelns bis in die Organe und Zellen.

Das persönliche und geistige Leben eines jeden Menschen wird von der Kultur geformt, in der er geboren und aufgewachsen ist, nicht zuletzt durch seine Muttersprache und durch das kulturelle Erbe, das in ihr seinen Niederschlag gefunden hat. Jede menschliche Gesellschaft weist allgemein verbindliche Strukturen und Muster auf, die von ihrem kulturelle Erbe in ihrem morphischen Feld bestimmt werden, aus denen sich kein Mitglied der Gesellschaft so ohne weiteres befreien kann.
Es gibt in allen menschlichen Gesellschaften und Institutionen grundlegende morphische Felder, die bis in Ordnungsvorschriften und in die Gesetzgebung hineinreichen. In diesen kollektiven morphischen Feldern konkurrieren vielfach die Attributen der Selbst- und Arterhaltung der Gesellschafts-Mitglieder je nach Rang und Bedeutung. Dazu gehören das Verhältnis des Mannes zur Frau, dazu gehört das Bild der Familie und der Freundschaft, die Vorstellungen ehrlicher und fairer Zusammenarbeit und beim Kooperieren in leitenden Gruppierungen, bei gemeinsamen Aktivitäten aller Art.

Zitate aus dem Buch: Das Gedächtnis der Natur von Rupert Sheldrake

Monadische Schöpfung

Holografische Monadologie

Alles Leben im Universum verlief und verläuft nach einem Entwicklungsplan absoluter Ordnung. Diese höchste Ordnung basiert formal auf der vollkommenen Symmetrie und energetisch auf der kongruenten Resonanz. Die vollkommene Symmetrie entwirft holografisch kugelförmige Energiefelder in resonanten Regelkreise, die Monaden. Seit Anbeginn der offenbarten Schöpfung der Welten ist alle Entfaltung der Universen, Kosmen, Mikrokosmen und Menschen, Tiere, Pflanzen etc. eingebettet in dieses holografische Werden aus dem Urgrund der Offenbarung, aus der Urmonade. Alle Monaden sind vergleichbar mit Kraftfeldern, mit Schwingungsfeldern wie die Sender von Rundfunk, Fernsehen oder Mobilfunksendern, jedoch viel größer und viel energiereicher – je nachdem, welches Offenbarungsgeschöpf in ihnen eingebunden ist. Die lebenden Monaden sind komplexe Holokumulies, in denen  sieben in der Frequenz  voneinander abweichende Vibrationen wirken. Darum haben die antiken Weisen gerne von der Sphärenmusik bzw. -Harmonie gesprochen, denn jeder Stern oder Planet sendet seinen Klang in das Weltall hinaus.

Die fundamentale Idee des Daseins erklingt aus dem universalen Bewusstsein als ein gewaltiges Orchester von ungezählten Monaden, ihren Kosmen und den darin werdenden Geschöpfe. Zur Offenbarung der Herrlichkeit des unkennbaren, unfassbaren «Ewigen Seins» reproduziert jede Monade analog der ersten Schöpfung in sich ein holografisches Schöpfungsfeld, einen Kosmos und darin eingebunden ein Geschöpf. Zum Verständnis des Menschen haben die alten Weisen in West und Ost von der Trinität des «Gottes» gesprochen: Der «Vater» erschuf den «Heiligen Geist» und den «Sohn». Der Sohn ist als werdendes Geschöpf wesensgleich mit dem Vater, ebenso wie ein Kind bis zu einer gewissen Grenze bereits ein Mensch ist, aber noch nicht voll erwachsen. So ist das monadische Geschöpf bereits ein holografischer Resonanzkörper, jedoch zu Beginn noch nicht vollkommen, wie die schöpfende Monade. Das siebenfache Kraftfeld des «Heiligen Geistes», der Kosmos oder Mikrokosmos, versorgt den «Sohn» bis zur vollkommenen Wiedervereinigung mit allen für das Wachstum erforderlichen Kräften. Die Monade stimuliert Kosmos bzw. Mikrokosmos und Mensch in der prozessmäßigen Entwicklung und Erhöhung, ebenso wie die erste Urmonade alle Geschöpfe, alles Geschaffene in vollkommener Harmonie evolviert in Resonanz mit dem universalen Bewusstsein.


Sollte Dir ein Gedanke zu dem Text einfallen, dann schicke ihn mir bitte zu. ⇒ Vielen Dank.


Der «Heilige Siebengeist» repräsentiert in allen Lebensebenen eine Fülle aus Licht. In allen ksomischen Gebieten formt er Holokumulies aus sieben holografisch zusammen wirkenden Kräften, die Monaden. In ihnen evolvieren Kosmen, Makro- oder Mikrokosmen mit ihren immanenten Geschöpfen. Die Art der Kräfte kann mit der elektromagnetischen Wirksamkeit im physikalischen Licht verglichen werden, weil sie kommunizieren, informieren und Kräfte in Form von Vibrationen mit anderen Kraftfeldern resonant austauschen. Der «Logos» offenbart sich im «Heiligen Geist» durch sieben mal sieben Kräfte, die sich permanent in allen Monaden reflektieren und holografisch weitere, absolut neue kreative Schöpfungen hervorbringen. Diese holografische Entwicklung aller Monaden beruht auf dem fundamentalen Resonanzgesetz, das mit den Regeln der elektromagnetischen Anziehung unserer Welt annäherungsweise vergleichbar ist: «Gleiches zieht Gleiches» an. Alles empfangene Licht, alle reflektierten Kräfte werden mit den in der Monade klingenden Informationen moduliert und wieder nach außen reflektiert. Die Weitervermittlung und -verwendung der umlaufenden Reflektionen der Lichtkräfte basiert auf der isomorphen Kongruenz der Energiearten und ihrer Frequenzen sowie der immanenten Informationen – Melodien, Farben etc. – und den Ideationen, also den mitgegebenen Sinninhalten analog der kreativen Idee in der Evolution aller Geschöpfe. Diese fundamentale Uridee des Logos erschafft in einer endlosen Kaskade weitere zahllose kugelförmige Holokumulies, lebende Reflektionseinheiten, die heiligen Monaden, nach dem Prinzip der Emergenz.

So entfaltet sich von Anfang an aus der Idee des unkennbaren ewigen heiligen Feldes in und aus IHM die Urmonade, der Logos, Tao, Brahman, das universale Bewusstsein. Mit dem ersten geschaffenen Offenbarungsfeld, der Urmonade, erklingen vom Anbeginn an sieben Schöpfungskräfte in dem universalen Bewusstsein, der «Heilige Siebengeist» mit der Fülle aller Energien, dem Lichtfeld des allumfassenden Universums. Alle Monaden bestehen holografisch aus allen sieben Kräften, die in sich harmonisch als eine untrennbare Einheit wirken und von der Uridee erregt ihrerseits Monaden emanieren.
So entstehen in sieben kosmischen Gebieten, in sieben kosmischen Entwicklungsfeldern der Urmonade, Myriaden galaktischer Monaden, Sonnenmonaden und planetare Monaden.
Alle Monaden reproduzieren in sich weitere Monaden für Kosmen mit eingeborenen Entitäten, Galaxien, Planeten, Sterne, Sonnen sowie Wesen, Menschen, Tiere, Pflanzen und sonstige Lebenswellen. Die in den Monaden eingeborenen Geschöpfe werden von ihrer Monade in einer Evolution zur weiteren Vollendung und Vereinigung mit ihr geführt, um weitere ungeahnte Neuschöpfungen zu schaffen. Die Offenbarung ist eine sich fortwährend erweiternde Kaskade von kreativen
Neuschöpfungen in unbegrenztem Ausmaß.

Alle Schöpfung in und aus der Urmonade wird von sieben Dimensionen umfasst:

1. Bewusstsein, Liebe und Ideation,
2. Zeit, Schöpfung und Werden,
3. Raum, Kohabitation und Harmonie,
4. Licht, Kraft und Energie,
5. Einheit, Sein und Leben,
6. Wahrheit, Weisheit und Gerechtigkeit,
7. Begehren, Dynamik und Wille.

Diese für das menschliche Denken geläufigen Bezeichnungen sind natürlich in vielen Philosophien mit unterschiedlichen Bedeutungen ausgefüllt worden. Sie könnten durchaus mit einigen anderen Begriffen erweitert und ergänzt werden. Für diese Darstellung stellen sie nur analoge Modelle dar, die symbolisch die fundamentalen Lebensbedingungen des Universums der sieben Dimensionen in der Urschöpfung andeuten.

Die Kaskade der monadischen Schöpfungen analog der Idee vom Anbeginn nimmt kein Ende, bis für alle Wesen bis hin zu den Nanotierchen die Fülle des Lebens geoffenbart ist. Wie bei einem gewaltigen Orchester – auch wenn es das menschliche Denkvermögen nahezu überfordert – klingen alle universellen, galaktischen, solaren, planetaren Monaden in der Einheit des universalen Bewusstseins zusammen mit der ursächlichen Monade der Schöpfung. So können die Menschen dazu sagen: Tao, Gott-Vater, Indra, Brahman, o.ä. Alle, auch die sich sehr stark von anderen Monaden unterscheiden, sind mit ihrer unvorstellbaren Vielheit im allumfassenden Universum ununterbrochen eins in der fundamentalen Einheit.

Alle Monaden kommunizieren seit Anbeginn vollkommen zusammen als Gruppe und im Einzelnen in Resonanz mit der Ur-Idee, genauso vollkommen und harmonisch wie ihr Schöpfungsfeld, die aus dem und in dem unkennbaren Hyperuniversum erklingt. So wie die Monade der Erde ein Geschöpf der Monade des Sonnensystems ist, ist die Monade der Sonne wiederum ein Geschöpf der galaktischen Monade Milchstraße. In der Monade der Sonne kreisen die acht Monaden der Planeten mit ihren Begleitern. So wie der Mond seine Monade bei seiner Schöpfung aus der Erdmonade empfangen hat, so haben die anderen Planetenmonde im Sonnensystem ebenfalls ihre Monaden aus den Monaden ihrer Mutterplaneten erhalten. Die irdischen Monaden aller Lebewesen und Lebenswellen auf Erden sind eingebettet in die irdische Monade, dem lebenden Wesen Erde.

  1. Der Logos, Tao, Indra, das ursächliche Schöpfungsfeld für alle Universen ist die Urmonade, das universale Bewusstsein. Diese Emanation aus dem unkennbaren Hyperuniversum vor allem Anfang aller Anfänge ist seitdem ein fortwährendes Erschaffen des ewigen Lebens.
  2. Diese Schöpfung umfasst in sieben Dimensionen und sieben kosmischen Gebieten das ganze Dasein. Alles Leben entfaltet sich und wird strukturiert von sieben Kräften, sieben Kraftfeldern; von der höchsten Energiestufe dem universalen Bewusstsein begonnen, drei nirvanische Felder, die Mentalis, die Astralis, das Ätherfeld plus der Offenbarungsebene im Nadir, die Materie.
  3. Alle Monaden sind selbst und in der Gruppe vollkommen, wie die Uridee des Unkennbaren.
  4. Alle Geschöpfe, von der größten Galaxie bis hin zum Menschen, den Tieren, Pflanzen und Mikroben werden in und von ihren Monaden geschaffen. Sie sind im status nascendi unvollkommen – Kinder des Vaters – und werden über eine jeder Art gemäßen Evolution zur Vollendung geführt.
  5. Alles Dasein besteht zusammen in einer progressiven Dynamik, Evolution oder dynamischen Entropie, die von den Monaden ausgeht, und letztendlich zu einer vollkommenen Einheit aller Geschöpfe mit dem universalen Bewusstsein führen wird.
  6. Jede Schöpfung findet in und mit den erforderlichen sieben Kraftfeldern statt, die sukzessive mit dem Geschöpf verbunden und entwickelt werden. Sie beginnt immer in der unteren energetisch niederen Ansicht und setzt sich aufbauend fort bis in die obersten Energie-Ebenen. Für uns Menschen ist die niedere Energie die Materie, die höchste Energie im nirvanischen Feld. Das scheint etwas paradox, weil die Erschaffung der Felder stets von der höheren Energiebene ausgeht.
  7. Der irdische Nadirzustand im Feld der Materie, die entgegen der empirischen Wahrnehmung der Menschen auch nur ein elektromagnetisches Feld ist, stellt einen expliziten Sonderzustand dar, der mit der Vollendung der drei nirvanischen Felder des irdischen Kosmos entfällt. Die irdischen Wesen benutzen nach ihrer vollständigen Entfaltung in ihrer Monade als untersten Wirkungsbereich das Ätherfeld.

Aus der irdischen Perspektive können drei Entwicklungsperioden festgestellt werden:
1. Die irdische Monade erschafft die materielle Erde mit Wesen, Pflanzen, Tieren und Menschen bis in die stofflichen Sphären (Äther und Materie) durch zahllose Inkarnationen. Diese Offenbarungsperiode war bestimmt von der monadischen Uridee, nach „dem Bilde des Logos“ Menschen in der materiellen Offenbarung zu entwickeln, die die grundlegenden Prinzipien von sich selbst und ihrer Umwelt erfassen und begreifen können. Im Dasein innerhalb einer materiellen Beschaffenheit des irdischen Lebensfeldes sollen die Menschen zunächst sich selbst und ihre Mitmenschen, die Pflanzen und Tiere in ihrer gemeinsamen Funktionalität erkennen und daraus lernen, mit großer Empathie alles Leben auf Erden zu beschützen und zu fördern.
2. In der zweiten Etappe der Evolution sind die Menschen vor allem dazu ausersehen, sich in den unstofflichen Kraftfeldern zurecht zu finden und unabhängig von ahrimanischen Wesen des Jenseits zu autonomen selbstbewussten Menschen zu werden. Sie sollten unabhängig von materialistischen Selbsterhaltungsbegehren die komplementäre Resonanz der irdischen stofflichen Natur erkennen, in ihrem allgemeinen Dasein auch wahrzunehmen. Damit sie bewusst eine Reinigung in den jenseitigen Gebieten des Devachan anstoßen, um auch aus den höheren Welten belebt zu werden. In dieser Entwicklungsperiode galt es, eine mentale Basis zu finden für eine konstruktive Zusammenarbeit mit diesen Welten und Kräften,sowie den dort lebenden Entitäten. Letztendlich werden alle durch den Kosmos geschaffenen Wesen einmal über Inkarnationen in diese Entwicklungsphase geführt.
3. Die dritte Phase entfaltet die Weiterentwicklung aller Wesen, Universen, Kosmen, Mikrokosmen und Menschen, Tiere, Pflanzen etc. durch Prozesse der Selbsterfahrung und Selbsterkenntnis, damit insbesondere die Menschheit als Ganzes durch eine kontinuierliche Evolution das kollektive Wirken der sieben Kraftfelder in ihrem Lebensfeld und im Sonnenkosmos eindeutig erfassen kann. Danach können die evolvierten Mikrokosmen durch die Mitwirkung bei der permanenten Entfaltung bereits geschaffener Lebenswellen sowie der Schöpfung neuer Generationen im Universum in das höchste universale Bewusstsein eingehen.

Jesus, der Christus, ist eine in die Materie der Erde, in das niedrigste Kraftfeld, inkarnierte Entität aus der Sonnenmonade, die mit allen sieben Feldern und also auch mit den drei nirvanischen Feldern (Begriff nach Annie Besant) bekleidet war. Christus ist ein griechisches Wort und bedeutet «der mit göttlichen Vermögen Gesalbte». Diese Benennung erklärt, dass sein Wesen über alle Kräfte des heiligen Geistes verfügte, die zu einem vollendeten Mikrokosmos gehören. Das bedeutet, dass alle höheren Kräfte, die im Mikrokosmos des normalen Menschen von heute erst noch entwickelt werden müssen, durch ihn hindurch wirken.
Der Christus verband sich durch den irdischen Aufenthalt im stofflichen Körper von Jesus vor 2000 Jahren mit dem Kosmos Erde, um diesem Gesamtwesen mit allen zugehörigen Entitäten und Mikrokosmen bei ihrer Evolution in die höheren Kraftfelder beizustehen. Dies geschieht einerseits durch eine intensive Krafttransformation und durch konkrete Informationen über die transpersonalen Felder. Dazu gehört natürlich sein vorgelebtes Beispiel, das mehr oder weniger in den Evangelien aufgezeichnet und vollständig in das Akashafeld der Erde eingraviert wurde. Anderseits spiegelt die Gruppe von Mikrokosmen, die sich dem unstofflichem Wesen des Christus-Jesus bewusst zuwenden, seine Licht-Kraft in die Astralsphäre des irdischen Jenseits, damit noch viele Mikrokosmen bei ihrer Evolution davon profitieren können. In dieser Christuskraft können sich alle, die dafür resonant sind, bis zum höchsten nirvanischen Bewusstsein weiter entwickeln.
Jesus der Christus, hatte seine Anhänger/Jünger aufgefordert, alle bisherigen Philosophien, Tempelrituale und Weltanschauungen abzulegen und ihm nachzufolgen. Diese konkrete Nachfolge bedeutet für den Menschen eine bedeutsame Lebensveränderung durch eine fundamentale Umwendung seiner inneren Lebensmotivation.
Alle bisherigen egoistischen Überlegungen der Heiligung oder Erleuchtung müssen im eigenen Wirken als Vorspiegelung der Wahrheit erkannt werden. Dies ist die unabdingbare Voraussetzung dafür, damit sich eine kosmische Motivation entwickeln kann. Erst die tiefe Einsicht, dass der Mensch bereit sein muss, seinem Mikrokosmos bei der Entfaltung zu helfen. Der Mensch muss die Bedeutung seiner aktiven Mitarbeit bei die aktuellen Evolution der mikrokosmischen Astralis und Mentalis erkennen. Denn nur dann, wenn sich diese beiden transpersonalen Lebensfelder vollständig entfaltet haben, kann bei den nachfolgenden Inkarnationen die Entwicklung der nirvanischen Kraftfelder möglich werden, über die Christus-Jesus bereits zu Beginn unserer Zeitrechnung verfügte.

Es ist von großer Bedeutung, dass sich das vor dem nirvanischen Erfassen ausbreitende Leben so vollkommen anders ist, als das stoffliche Dasein, wie es die heutigen Forscher mit ihrem an die niederen Ansichten gebundenem Denkvermögen erfahren können. Darum konnte Jesus mit voller Berechtigung sagen: «Mein Reich ist nicht von dieser – materiellen – Welt!» Das mit dem sinnesorganischen Wahrnehmen, den grobstofflichen Einsichten und materiellem Begehren aus der niederen Astralis, erfahrbare Leben ist eine in den niederen Energiefeldern entwickelte Natur, mag sie auch in vielen Ansichten ausgesprochen komplex und tatsächlich sehr schön sein.

Der große Irrtum vieler Prediger liegt in einer Weltanschauung, in der zwei verschiedene Lebensfeldern existieren. Es gibt jedoch in der irdischen Welt nur einen einzigen Kosmos, in dem ein einziges siebenfaches Lebensfeld zusammen vibriert. Wer – wie ein guter Hellseher – nur die vier unteren Aspekte der Welt sehen kann, für den ist durch seine unvollkommene Einsicht der stofflichen Erscheinungen die Wirklichkeit stark eingeschränkt. Dabei macht ihn seine angenommene «Wahrheit», von der er fest überzeugt ist, blind für die höheren Kraftfelder, zu denen er mit seiner Sicht aus den niederen Feldern nicht vordringen kann. Der materialistisch orientierte Mensch brüstet sich, im Hochmut seiner empirischen Naturwissenschaft, die Vorgänge allen Lebens in der irdischen Natur bestimmen zu können. In der Ignoranz gegenüber den transpersonalen Feldern schafft er sich selbst die Verblendung vor der eigentlichen Wahrheit, und darum kann er die höheren, die unstofflichen Weltfelder, die die Wirklichkeit selbst sind, nicht erfassen.

Natürlich gibt es eine Vielzahl von «Göttern», Devas oder Engel in den unstofflichen Gebieten, dem Jenseits, die alle das Leben und Sein in den grobstofflichen Bereichen der irdischen Welt bestimmen. Die sechs unstofflichen Kraftfelder des «Jenseits» bilden und durchdringen die stoffliche Natur im «Diesseits». Es ist jedoch auch schon von mehreren Wissenschaftlern eindeutig nachgewiesen worden, dass selbst die materiellen Atome nur Energiepakete elektromagnetischer Strahlungen sind. Die kleinsten «Bauteilchen» der «Atome» sind definitiv nur Vibrationspakete einer mathematisch zu definierenden Energie. Der materiell ausgerichtete Wissenschaftler sagt dann, zwischen dem Atomkern und dem diesen umschwirrenden Elektron ist der Raum leer. Esoterisch oder geisteswissenschaftlich gesehen, gibt es keinen leeren Raum, weil aller Raum mit lebendigen Vibrationen angefüllt ist. Das bedeutet doch, alle die Welt konstituierenden Kraftfelder sind jederzeit im Hier und Jetzt anwesend. Sie durchströmen alle sichtbare Materie, alles Leben und Sein auf Erden, den Menschen, die körperliche Person. Diese eindeutig helfenden Kräfte sind jedem Erdenbürger «näher als Hände und Füße!» wie es so schön im Neuen Testament gesagt wird.

Bei den unstofflichen Entitäten, die aus dem Jenseits für alles irdische Leben wirksam sind, muss man sorgfältig zwei Gruppen unterscheiden:
a. Eine Gruppe dieser großen Entitäten, die vielfach als «Götter» oder «Engel» bezeichnet werden, wurde und wird aus dem natürlichen universellen Bewusstsein der kosmischen Schöpfung emaniert. Sie sind hierarchisch nach Aufgaben und Energiefrequenz gegliedert, um die für den Lebensprozess notwendigen Strukturen und Entwicklungslinien in den naturnotwendigen Kraftfeldern harmonisch zu bilden und anzuwenden. Diese in vielen Mythen der Völker benannten Naturgötter oder Devas schaffen die Voraussetzungen für die alle kosmischen Lebenserscheinungen, vom Mikrokosmos bis zum Makrokosmos, vom kleinsten Atom bis zur größten Galaxie. Diese Gruppe könnte man unter dem in der abendländischen Kultur geläufigen Begriff für Lichtbringer: »Luzifer« zusammenfassen.
b. Eine andere Gruppe von «Göttern» oder« Äonen und Archonten» im Kosmos werden aus den astralen und mentalen Ausstrahlungen der Tiere und Reflexionen der Menschen geschaffen. Jeder Mikrokosmos ist prinzipiell ein Kraftwechselorgan. Er assimiliert kosmische Kräfte, verarbeitet sie – indem er und der Mensch oder ein anderes Lebewesen durch diese gelebt wird – und scheidet die verarbeiteten Kräfte wieder aus. Je nach innerer Vibrationsart ballen sich diese ausgeschiedenen Kräfte gemäß der isobaren Resonanz zusammen. Meist sind diese Kraftkumulies mit einem Bewusstsein ausgestattet, dass in Qualität und Ausrichtung von den selbstbehauptenden Schöpfern bestimmt wurde und wird. Dabei sind es vor allem die besonders guten humanistischen Menschen, die bewusst oder unbewusst der Selbstheiligung im irdischen Lebensfeld, oder einem darin vorhandenen Himmel, nachstreben. Diese Aktivität der Gottesverehrung für egoistische Zwecke, diese Entwicklungen auf der Basis unausgegorener Informationen mit ihren Emissionen werden von den Äonen unterstützt und mit Hilfe vieler Dienstknechte nach dem Schneeballsystem angefeuert. Diese Gruppe astral-mentaler Entitäten und Wesen könnte man unter dem von Zarathustra geschaffenen Begriff »Ahriman« zusammenfassen, der auch von Rudolf Steiner wieder aufgegriffen wurde.

Alle Lebensaktivitäten gehen von den sechs unstofflichen Kraftfeldern aus, die alle materiellen Erscheinungen, das siebente Kraftfeld – Licht, Luft, Mineralreich, Insektenreich, Pflanzenreich, Tierreich, Menschen – hervorbringen und dynamisieren.
Vier Kraftfelder sind im Mikrokosmos individuell befestigt und zentralisiert:

  1. Die Materie, als niedrigste Energiestufe
  2. Das Ätherfeld ist die Matrize der Materie. Es existiert kein stoffliches Atom ohne ein Ätheratom, desgleichen manifestieren sich alle sogenannten Bauteile des Atoms vorwiegend im Ätherfeld.
  3. Das Astralfeld ist der Beleber des ätherisch-stofflichen Geschehens über die Emotionen des Begehrens, Wünschens, Wollens, Erflehens; Liebe und Hass sind darin die starken Beweger.
    Jede Zu- und Abneigung, Empathie und Antipathie, repräsentieren auf dieser Ebene unterschiedliche Ausprägungen der bipolaren Kohärenz.
  4. Das Mentalfeld ermöglich dem Menschen Denken, Wahrnehmen und Bewerten, Gedächtnis und Verstand. Selbst die beiden niederen Aspekte der Mentalis ermöglichen einfache logische Schlüsse. Um ein Netzplan-Denken (siehe Frederic Vester, Neuland des Denkens) zu ermöglichen, benötigt der Mikrokosmos mindestens die drei unteren Aspekte der Mentalis. Der Instinkt im Tier und im Menschen entfaltet sich mit der untersten Mentalis sowie den astralen Möglichkeiten.
  5. Die noch nicht zentrierten drei höheren nirvanischen Kraftfelder: Spinalis, Spiritualis und Idealis wirken aus ihren lockeren Kraftwolken wohl in die Aktivitäten der Mikrokosmen hinein, um ihre Evolution zu fördern. Jedoch hat der Mensch vorläufig keinen erkennbaren Zugang zu diesen Bereichen. Ausgenommen sind einige wenige Ausnahmen, bei denen dann – meistens bei Meditationen oder mystischen Versenkungen – blitzartig Inspirationen durchbrechen.

Die sieben Lebensfelder unterhalten und bestimmen alle Lebensaktivitäten. Ohne diese Kraftfelder gibt es kein Leben. Selbst die Elementarwesen des Jenseits verfügen für ihr Dasein zumindest über Äther und ein wenig Astralis. Wer das Leben erforschen will, muss die Qualitäten dieser Lebensfelder kennen. Die sogenannte «Freiheit des Menschen» ist aus diesem Blickwinkel gesehen einfach ein Irrtum, oder eben eine beabsichtigte Dummheit – je nach Perspektive –, damit die Menschheit von den mittlerweile ins gigantische angewachsenen Äonen im Kosmos problemlos ausgebeutet werden kann. Nur solange die menschliche Population mit allen erdenklichen Hilfsmitteln in dem «Freiheitswahn» gehalten werden kann, ist dies möglich.

Der irdische Kosmos wird von allen anderen planetaren Kosmen, speziell von der Sonne und dem Mond beeinflusst, weil zum Lebensfeld der Erde alle genannten Kraftfelder gehören, die in dem höheren Kollektiv miteinander schwingen und sich beständig informativ untereinander austauschen. So kann man ohne Weiteres sagen, dass nichts auf der Erde geschieht, was die Sonne nicht wolle. Oder umgekehrt: Alles was auf Erden geschieht, wird von den planetaren Kräften des Sonnensystems vorgeprägt, die ihrerseits von den hindurch tönenden Kraftfeldern der Milchstraße und des Tierkreises mitbestimmt werden. Diese zusammenwirkende Einheit aller Lebensfelder bedingt die kreative Weiterentwicklung aller und sichert durch das in allen wirkende Resonanzgesetz die Selbsterhaltung der Systeme bis zur Ausschöpfung aller materiellen Kreationen, die in der irdischen Zeit noch erfolgen können.

Die Wendezeit in der Menschheitsentwicklung wurde schon im vergangenen Jahrhundert von einigen bekannten Autoren beschworen. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts verband Mme H.P. Blavatsky die indische Mythologie mit der westeuropäischen Philosophie und Religion, was von den Anthroposophen und Rosenkreuzern in Amerika und Europa fortgesetzt wurde. In diese Zeit nach 1900 fielen auch die bahnbrechenden Erkenntnisse großer Psychoanalytiker im Westen, und die materialistische Reiz-Reaktionstheorie allen Lebens durch Pavlow in Russland, sowie die sich darauf aufbauende Geburt des amerikanischen Behaviorismus, der die Psychologie erneut in die materialistische Denkweise der Technokraten stürzte. Der «Kommende Neue Mensch» stand bereits um 1920 visionär vor Jan van Rijckenborgh und Max Heindel, nachdem Nietzsche 1883 den Übermenschen in seinem Buch «Also sprach Zarathustra» ins Gespräch brachte. Die Ägyptologen sprechen davon, dass die Zeitrechnung, die architektonisch in der großen Pyramide von Gizeh verschlüsselt eingemauert sein soll, im Jahre 2001 zu Ende gegangen ist. Die esoterisch-okkulten Geheimnisse der Pyramide wurden später von Axel Klitzel entschleiert. Am 11. September 2001 soll ein Flugzeugangriff auf die Worldtrade-Towers in New York eine neue Zeitepoche eingeleitet haben, dargestellt durch den internationalen Terrorismus. Auch dieses extraordinäre Ereignis hat der Welt jedoch nur den Beginn eines vor allem mentalen Kampfes zwischen den klassischen Weltanschauungen gebracht und erhöhte Feindseligkeiten mit den fanatischen Islamisten mit einigen Kriegen im Orient ausgelöst. Der Mayakalender soll wohl 2012 ein entscheidendes Enddatum gehabt haben, das vielfach fehlinterpretiert wurde. Die sensationellen Veränderungen, die so einige Profi-Esoteriker darum verkünden mussten, haben nur die Auflagen einiger Gazetten und das Interesse mancher Forscher für die Tempelanlagen in Mexiko erhöht.

Mit Beginn der philosophischen Interpretation der Quantenphysik Ende des 19. Jahrhunderts begann eine völlig neuartige Spiritualisierung kernphysikalischer Erkenntnisse über die elektromagnetischen Kräfte im subatomaren Bereich. Nach der Wendezeit, die Fritjof Kapra 1982 in seinem so genannten Buch beschrieb, folgten die umfangreichen Theorien von Ervin Laszlo, Rupert Sheldrake, Michael Murphy, Ken Wilber u.a. «Der Aufbruch in das dritte Jahrtausend», veröffentlicht von Louis Pauwels 1962, reicht bereits in die beginnende Aquariuszeit. Diese beschert der Menschheit ein Vielzahl von Kriegen, sowie äußerst dramatische Entwicklungen, vor allem in den islamischen Regionen des mittleren Ostens.
Zur Zeit (2018) scheinen in keinem Land die Regierungspräsidenten, Könige und Parlamentarier, sowie Meinungsbildner und sachverständige Autoritäten der allgemeinen Verwirrung in den Völkern und der Finanzwelt gewachsen. Sie machen in ihrer fundamentalen Verblendung durch die materialistische Weltanschauung im Schatten der großen Unternehmensmanager und Finanzexperten mit ihren Beschlüssen und Verordnungen das allgemeine Chaos stets größer. Zudem sind natürlich allen Regierungspräsidenten und anderen Herrschern die Hände gebunden, weil ihr Charisma und ihre Führungsstruktur ganz eindeutig von den herrschenden Äonen dominiert werden, die aus ersichtlichen Gründen an ihrer Selbsterhaltung durch die Massen festhalten müssen. Aus dem Jenseits, von den dort ablaufenden hierarchischen Prozessen, werden die erfolgreichen Führungsmodelle abgekupfert (siehe «Der Fürst» von Niccolò Machiavelli). Diese gespiegelten Methoden der Führerpersönlichkeiten – ganz gleich ob als Staatslenker oder als Religionsoberhaupt – basieren auf der fundamentalen Problemsituation aller «Fürsten unter dem Himmel», wie Paulus sie nennt. Eigentlich wollen alle Entitäten des Ahriman so sein wie «Gott», jedoch de facto sind sie es nicht, und sie können es auch niemals sein, weil ihnen die dafür erforderlichen Kräfte nicht zur Verfügung gestellt werden. Darum stehen sie in beständiger Angst ums Überleben und plagen sich mit heftigen Aktivitäten und Reaktionen, um ihre Abhängigen und Ausgebeuteten mit subversiven Verwirrspielen und überzeugenden Verleumdungen zu beliefern. Für diese jenseitige Schlacht der Täuschungen ist kein Mittel zu heilig.

In den esoterischen Medien sind die Visionen einer künftigen positiven Entwicklung auf der Evolutionsleiter der Menschen wohl ausgegangen. Die da und dort erwartete Wiedererscheinung des prophezeiten Christus ist auch nicht wirklich eingetroffen. Selbst Krishnamurti, der 1910 von Annie Besant zum künftigen «Messias» gekürt wurde, hat sich nach einigen internationalen Aktivitäten wieder nach Kalifornien zurückgezogen. In dieser ziemlichen verwirrenden Zeitperiode zu Beginn des 3. Jahrtausends spürt nahezu jeder Mensch, dass sich eine deutliche Veränderung für die ganze Menschheit atmosphärisch andeutet.

Die Aquariusperiode hat unzweifelhaft begonnen. Und jetzt geht es um die tatwirkliche Nachfolge des Christus, also um die mögliche Erhöhung der mikrokosmischen Astralis und Mentalis, soweit es in dieser Inkarnation noch möglich ist. Sicher ist, dass jüngere Menschen mit einem reiferen Mikrokosmos inkarnieren werden, die die Dynamik in diese Richtung erheblich beschleunigen werden.

Zur Druckversion: Monas-Schöpfung

Maya – die Identifikation mit dem Körper

Maya und die Identifikation des Menschen mit seiner materiellen Lebensform

Spätestens seit Immanuel Kant sollten die Menschen auch im Abendland erkannt haben, daß die bloße Sinneserfahrung nie zur wahren Natur der Dinge vordringen kann. Dies gilt insbesondere für die Phänomene Leben und Bewusstsein, Gefühle von Liebe und Empathie. Nur weil das transpersonale Sein Leben und Erkennen schenkt, gibt es auch in der materiellen Welt Leben und Erfassen. Da das Absolute, Metaphysische, allumfassend ist, ist alles Relative, Materielle, das immer vom Absoluten ausgeht, eingebunden in das Wirken des Absoluten. Hinter allen relativen Erscheinungen der Welt gibt es eine ewige, absolute Realität. Ohne diese Realität gäbe es tatsächlich nichts, weder Leben noch Erfassen, noch Denken und keine Menschen, die sich irgend etwas vorstellen. Wir als Menschen können die absolute Realität nicht sehen, wir erfassen immer nur eine subjektive Relativität, und innerhalb dieser Relativität ebenfalls nur jene Ausschnitte, die von unseren Sinnesorganen in unser Bedenken gespiegelt werden. Die „Welt an sich“ kann über die sinnliche Wahrnehmung der materiellen Erscheinungen nicht erfasst werden. Die objektive Wirklichkeit ist deshalb im wahrsten Sinn des Wortes über-sinnlich, metaphysisch. Doch zwischen dieser Wirklichkeit und unserer subjektiven Wahrnehmung liegt ein Schleier der Illusion, der unsere Sicht verdeckt. Dieser Schleier ist das von den Gedächtnissen im EGO beeinflusste Denken. Diese Schleier bewirken, dass wir die Realität so sehen, wie «wir» sie sehen wollen. Maya bedeutet demnach Ego-Projektion und falsche Identifikation mit der materiellen Erscheinung, die letztlich sogar dazu führt, dass man sich selbst als ein Produkt der Materie, sieht.


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Die materielle Energie erzeugt unbegrenzt viele relative Ansichten, weshalb das bloße Erforschen des Relativen endlos und daher sinnlos ist. Innerhalb des Relativen kann man das Absolute nicht finden, genauso wie man innerhalb der Dunkelheit kein Licht finden kann. Licht ist kein Produkt der Finsternis. Dunkelheit ist die Abwesenheit von Licht. Ebenso ist das Relative vom Absoluten abhängig, und nicht umgekehrt. Sobald Licht erscheint, weicht die Dunkelheit. Unser Problem ist der ungebrochene Glaube an die naturwissenschaftliche Perspektive der materiellen Erscheinungen, was auch durch das Wort «Materie» zum Ausdruck gebracht werden soll. Denn «Mater» heißt Mutter, sie ist also die «Matrize», die Voraussetzung für das Sein. Doch das ist eine sprachliche Irreführung, weil der Äther die Matrize für die stofflichen Atome ist. Diese Verwechslung führt zu der Arroganz in der europamerikanischen Kultur, in der die Menschen nicht bemerken, dass sie in einer Scheinwelt leben und dass sie diese Schattenwelt des Relativen (Plato: Schatten an der Rückwand der Höhle) für die einzige Realität halten. Diese falsche Identifikation mit der Welt der materiellen Er-Scheinungen bedeutet in den überwiegenden Fällen auch – insbesondere in den westlichen Interpretationen der buddhistischen Lehren –, die transpersonalen Wirklichkeiten der metaphysischen Kraftfelder zu leugnen.

Der Mensch, die Person, ist esoterisch gesehen kein Geschöpf der Materie. Aufgrund der beschränkten Erfahrungen des heranwachsenden Ichs (inkl. Schulbildung) wird in der westeuropäischen Kultur unter Einfluss der empirischen Wissenschaft häufig nur die materielle Wirksamkeit erfasst. Die Erziehung durch die Kinderstube und die Schulbildung im Einfluss der christlichen oder moslemischen Kirchen legen einen Schleier zwischen die Wahrnehmung und die Wirklichkeit. Eine sogenannte Hellsichtigkeit der unstofflichen Sphären wird in diesem Einflussbereich mit allerlei Diffamierungen belegt oder streng verboten. Für viele Christen ist der transpersonale Bereich des Menschen ein Produkt des Teufels oder Satans, oder ihren weiblichen Entsprechungen der Hexen. Mittlerweile finden sich jedoch sogar in öffentlichen Publikationen Besprechungen über Sylphen, Engel und Elfen, den Wesen, die für die Erhaltung der Natur sorgen.

Wenn wir uns selbst betrachten, finden wir nicht nur eine, sondern viele Einschränkungen der Wahrnehmung und Bewertung: den grobstofflichen Körper, der uns seine ganz bestimmte Perspektive aufzwingt (die materielle Perspektive); die stofflichen Sinnesorgane, die immer nur beschränkte Eindrücke vermitteln; den Verstand, der nur unter dem Einfluss der Vorprägungen die zahllosen Sinneseindrücke verarbeitet; den für den Konsum dressierten Intellekt, der die materiellen Wünsche bewertet und egoistisch interpretiert; unsere körperlichen Gefühle, die von vielen sympathischen und antipathischen Eindrücken beeinflusst werden, und dann auch noch rückwirkend die neuen Wahrnehmungen beeinflussen. Dies alles sind erhebliche, leider meist unbedachte Einschränkungen, die unsere Sicht auf die tatsächlichen Realitäten verblenden.

Das Erlangen höherer Erkenntnis ist in erster Linie ein innerer Vorgang, denn die Einschränkungen entstehen im Verhältnis zur mikrokosmischen Entfaltung. Um das Erfassen der Wirklichkeit von allen bestehenden Einschränkungen der materiellen Selbstbehauptung zu befreien, müssen sich im Mikrokosmos Gegebenheiten einstellen, damit sich die höheren astralen und mentalen Aspekte entfalten können. Da sich diese nur unter dem Einfluss der Monade im Mikrokosmos entwickeln, sollte der Mensch erstens die Stimmen der Monade über das Herz und das Haupt «hören» können. Das ist natürlich nur möglich, wenn er sich von den lauten Märkten des materiellen Gerangels um Luxusgüter und anderer materieller Vorteile distanziert, und sich zweitens nicht mehr mit ihnen identifiziert. Das bezeichnet der vedische Begriff Maya.
Wer sich aus der Identifikation mit der stofflichen Ansicht der Selbstbehauptung erheben kann, beruhigt seinen Mikrokosmos vor allem in den niederen astralen Ansichten. Dann können sich die beiden höheren Aspekte entfalten, wodurch eine immer tiefere Einsicht in die Wirklichkeiten der Welt möglich würde. Zum Beispiel würde die umfassende Einheit aller Wesen im astralen Kosmos geschaut, in dem die Erhaltung aller durch permanenten Austausch der Kräfte erfolgt. Das im Mittelalter vielfach bemühte Bild eines paradiesischen Schlaraffenlandes ist eine passende Allegorie für die fünfte Astralis, übertragen in stoffliche Gegebenheiten. Durch die sich natürlich abspielende Ernährung entfällt in der Astralis das grundlegende Begehren nach dem Materiellen. Insofern träte eine große Ruhe ein. Auch das ständig aufwühlende Freund-Feind-Geschehen würde sich in dem Erleben der allgegenwärtigen Einheit auflösen. Auf diesem Weg könnte sich ein besseres Hören der Herz-Impulse aus der Monade einstellen.

Jeder Mensch spielt seine Rolle innerhalb seiner karmischen Bedingungen, der Körper ist das multiple Kostüm, und das Spiel ist eine Tragödie, denn die Identifikation mit der gesellschaftlichen Rolle ist unnatürlich. Es ist genauso verrückt, wie wenn ein Schauspieler, der Hamlet spielt, denkt er sei Hamlet. Wir identifizieren uns mit so vielen Dingen; aber wer sind wir, die wir uns identifizieren? Identifikation und Identität sind ja nicht dasselbe. Die verschiedenen Eindrücke, die wir wahrnehmen, sind Er-Scheinungen auf dem Spiegel unserer Sinneserkenntnis, und sie ziehen an uns vorbei wie natürliche Vorgänge bei den Jahreszeiten, Werden, Aufblühen, Frucht tragen, Vergehen, Glück und Leid, Jugend und Alter, «Leben» und «Tod». All diese Erscheinungen betreffen nur die materiellen Schleier der physischen Körpers. Seine Sinnesorgane und die von ihnen projizierten Wahrnehmungen vermitteln absolut nicht die Wirklichkeit des ganzen mikrokosmischen Seins. Wer die transpersonalen Zusammenhänge einmal erfassen kann, wird durch die stofflichen Erscheinungen nicht mehr verwirrt. Wenn er in sich feststellt, dass er durch die Identifikation mit seinem Mikrokosmos einen nicht zu unterschätzenden Anteil an dem ewigen Leben geschenkt bekommt, hat er prinzipiell dem vielfach gefürchteten Tod bereits ein Schnippchen geschlagen.

Die materielle Verblendung, die den menschlichen Hochmut in der europamerikanischen Welt prägt, bestimmt, was der Mensch sieht, was er für wahr annimmt und was er nicht sehen kann, weil er es überhaupt nicht wahr haben will. Die persönliche Resonanz seines Mikrokosmos aus dem aurischen Wesen bestimmt, von welchen Aktivitäten sich der Mensch beeinflussen lässt, und dies wiederum bestimmt die Art und Weise, wie er handelt: harmonisch (konstruktiv, verbessernd, weitsichtig), leidenschaftlich (produktiv, aufbauend, manipulierend) oder unwissend (destruktiv, verschlimmernd, schadend). Dabei sollte man die Zusammenhänge richtig einschätzen, denn das aurische Wesen repräsentiert und reflektiert eine Vermischung aus dem karmischen Gedächtnis sowie den vier Gedächtnissen des niederen Selbst. Dabei ist meistens das egoistische stoffliche Gedächtnis mit allen Selbsterhaltungsreflexen sehr dominant, weil es aus dem Unterbewusstsein alle eingehenden Erfahrungen bestimmt, die pränatal und juvenil meistens unreflektiert mit egoistischen Werthaltungen eingespeichert werden. Später mischen sich die astralen Erfahrungen mit den vergangenen Ergebnissen aus dem Karma. Eine mentale Werteeinschätzung kommt erst später durch Erziehung oder Schulbildung zustande. Je weniger der Mensch seine individuellen Entscheidungen aus einer höheren Werteskala beziehen kann, zumal wenn er sie nicht erlernen konnte, desto primitiver und egoistischer wird er sich verhalten.

Jede Entscheidung ist eine ganz konkrete Wahl, die die isobare Resonanz im magnetischen Spiel der mikrokosmischen Wirksamkeit bestimmt. Dabei ist zu bedenken, dass wohl kaum ein Mensch wirklich in sich autonom agieren kann. An dieser Stelle sollen besonders die diversen Wechselwirkungen mit den Kräften im Jenseits hervor gehoben werden. Denn jeder Mikrokosmos ist ein Wassertropfen im Meer, ein Holokumulus aus Kräften eingebettet in ein Meer aus diesen Kräften, die sich beständig mit den Kräften im Mikrokosmos austauschen. Alles funktioniert nach den Prinzipien der isotonen Resonanz, vergleichbar mit der Versorgung einer Körperzelle, die von der Körperflüssigkeit umspült wird, damit Sauerstoff und wichtige Nährstoffe in die Zelle eintreten und Zellmüll oder Gifte abtransportiert werden können. Diese ununterbrochene Kommunikation mit dem Umfeld des Mikrokosmos bedeutet, dass der Mensch entsprechend den aurischen Resonanzen in eine ganz bestimmte Strömung materieller Ereignisse hineingezogen wird, die dann auch alle weiteren Gedanken, Begehren, Handlungen und innere Einstellungen bestimmen. So kann man sich doch gut vorstellen, das ein stark erdgebundener Mensch auch immer ein egoistischer Mensch sein wird, der selbst seine Religion auf seine selbstbehauptenden Begehren abstimmen wird. Alle gesellschaftlich orientierten Wertvorstellungen werden subjektiv an den eigenen Bedürfnissen verifiziert. Ein Mensch, der sich schon immer mit philosophischen oder anderen «geistigen» Themen beschäftig hat, sich von Kultur, Musik und Literatur angesprochen fühlte, wird auch mit anderen Wesen oder Kräften im Jenseits verbunden sein, so dass er von seinem aurischen Wesen mit den entsprechenden resonanten Ereignissen zusammengeführt wird. Das ist allerdings primär nicht seine Absicht, weil es ihm bei allen seinen Betätigungen um die Entwicklung der spirituellen Möglichkeiten seines Mikrokosmos geht. Damit macht der Mensch einen gewaltigen Schritt in seinem Karma, denn die Maya ist ihm nicht mehr der verbindliche Gesprächspartner. Seine Identifikation mit den stofflichen Erscheinungen hat einfach nicht mehr die Kraft, um ihn in die materielle Kampfsituation hinein zu ziehen.

«Solange man nicht das Bewusstsein (die Erkenntnis) des zeitlosen ewigen Seins besitzt, solange man von einem Körper oder einem verkörperten Denkwesen oder einem verkörperten Vitalen abhängt und auf diese oder jene Welt, auf diese oder jene Umstände des Seins angewiesen ist, lebt man weder in der Wirklichkeit des Selbst, noch in der Fülle des spirituellen Daseins. Nur als das Selbst eines Körpers zu leben oder nur durch den Körper zu sein, heißt, eine vergängliche Kreatur sein, dem Tode und dem Begehren, den Schmerzen und Leiden, der Verwesung und dem Verfall unterworfen. Über das Bewusstsein des Körpers hinauszugehen, seine Grenzen zu überschreiten, nicht in ihm oder durch ihn gefangen gehalten zu werden, sondern ihn nur als Werkzeug zu behalten und als geringfügige äußere Gestalt des Selbst zu sehen, ist die Grundvoraussetzung für ein spirituelles Leben.»  – Sri Aurobindo, The Live Divine. II, 28

 

14 Worterklärungen

Worterklärungen zur Basis der Evolution

Abraxas: Gnostische Bezeichnung für das universelle Liebeswesen Gottes, zum Beispiel in der Lehre des Apollonius von Tyana.

Äonen und Archonten: So wie es im Mikrokosmos ein Atemfeld mit einer Lipika des aurischen Wesens gibt, so befindet sich um die Erde eine Atmosphäre mit einem meist Jenseits genannten Kraftfeldkonglomerat. Die materielle Erde ist ebenso wie jeder Mensch in einen siebenfache gestuftes Lebensfeld eingebettet, von dem der physische Mensch mit seinen Sinnesorganen nur die niederste Energieebene erfassen kann, die Materie und die darin eingebetteten Erscheinungen. Darum befinden sich alle höheren Energiefelder jenseits der empirischen Erkenntnisse. In diesem Jenseits, das auch viele Reflexion des Diesseits bewahrt und zu den Bewohnern der Erde zurückspiegelt, werden alle sterbenden Mikrokosmen mit ihren noch nicht verklungenen Kraftfeldern aufgenommen, damit sie weitere Erfahrungen für ihre Entwicklung machen können. In diesem irdischen Jenseits versammeln sich alle Gedanken der Menschen mit ihren emotionalen Begehren und Wünschen, und verbünden sich Kraft der isobaren Resonanz zu dynamischen Kraftwolken mit Bewusstsein und Denkaktivitäten, denn sie bestehen auch aus der menschlichen Mentalis. Diese Kräfte in den unstofflichen Sphären nannte bereits Paulus im NT die «Fürsten und Gewaltigen unter dem Firmament». Sie sind vor allem aus den egoitischen Begehren und Denken der Menschen entstanden, die im materiellen Dasein das Paradies errichten wollen. Sie repräsentieren heute einen gewaltigen Anteil des Herrn der Welt. In den Veden werden diese Kraftkonstellationen

Asuras genannt. Da sie unfähig sind, die tatsächlich Realität jenseits „ihrer“ mental eingeschränkten Zusammenhänge zu sehen, haben sie keine andere Wahl, als ihr begrenztes Denken in die Welten der Materie zu projizieren, und dort – im materiellen Spielfeld – wollen sie ihre eigenen Vorstellungen von Imperien und Paradiesen verwirklichen, ein Königreich, in dem sie die „Götter“ sein können. Sie identifizieren sich mit ihren Ego-Rollen und mit den vermeintlich eigenen Energien, die sie in Wirklichkeit dem Denken der Menschheit beziehen. Die Asuras halten sich, ebenso wie ihre Erschaffer, die Menschen, für eigenmächtige Schöpfer und sind daher besessen vom Gedanken des Erschaffens, Manipulierens und „Verbesserns“. Sie wollen eine Welt erschaffen, die besser ist als diejenige, die bereits auf Erden existiert, und diese „bessere Welt“ ist für sie der Zweck, der alle Mittel heiligt. Materialismus, Deismus, Dualismus, Monismus – dies sind die Weltbilder der unlichten Wesen, der Asuras, wie sie im Sanskrit genannt werden. Auf jeder dieser Stufen kann man aufwärts oder abwärts gehen, weshalb es unterschiedliche Asuras gibt: die „lieben“ und die „bösen“. Doch sie alle kennen nur das materialistische Weltbild, wobei sie gemäß ihrer Mentalität unterschiedliche Rollen spielen.

Weil im dualistischen Kampf jede Illusion möglich ist, der eigene Zweck heilige alle Mittel, geschieht es des öfteren, dass gewisse Parteien in der Wahl ihrer Mittel zu brutal oder zu hinterhältig werden. Angesichts dieser bösen, ja satanischen Asuras entscheiden sich andere global players oder cosmic players, in diesem Spiel nicht mehr mitzumachen. Ihnen wird das Spiel der bösen Asuras zu unheimlich. Daher gehen sie in Gegenposition und predigen „Fairplay“, da sonst das Spiel für die Mehrheit keinen Spaß mehr macht! Mit anderen Worten: Unter den atheistischen Mächten, die glauben, alles sei eins, herrscht keine Einheit. Sie bekämpfen sich gegenseitig, wobei die „lieben“ und fairen Asuras manchmal Aktionen und Sondermissionen starten, um die Öffentlichkeit über die Machenschaften der bösen Asuras aufzuklären. Sie wollen die Opfer informieren oder sogar deprogrammieren. Aber da sie alle in denselben materialistischen Weltbildern gefangen sind, die sie in den Gedankenbildern der Menschen finden, kommen sie nie über das sinnlose Spiel hinaus. (A. Risi, Licht wirft keinen Schatten)

Ätherfeld: Es ist ist die Matrix der Materie, die Mutter allen irdischen Seins. Alle grobstoffliche Ernährung, vor allem mit Vitaminen oder ätherischen Ölen – nomen est omen – dient auch der ätherischen Ernährung. Die direkte Ätherassimilation durch Milz und Leber oder über die Haut sind ganz wichtig für die Stabilität von Gesundheit und körperlicher Konstitution. Jede zwischenmenschliche Beziehung basiert auf einem intensiven Ätheraustausch, auch in der Verliebtheit. Gerade bei Kindern spielt der liebevolle Austausch von Äthern bei körperlichen Kontakten mit Vater und Mutter eine lebenserhaltende Rolle, wie vor allem in Waisenhäusern festgestellt worden ist.

Das den Menschen durchdringende und ihn umgebende Ätherfeld hat sieben Polarisationen oder Wirkungsgrade:
Die Atome, Moleküle und Zellen werden vor allem von dem chemischen Äther aufgebaut, vitalisiert und funktionstüchtig gehalten.
Die Organe und die körperliche Zusammenwirkung werden vom organischen- oder Lebensäther dominiert, der auch den darin ablaufenden Informationsaustausch bestimmt.
Der neuronale Äther liefert u. a. die Fluiden für die Nervenbahnen, das Schlangenfeuer in der Wirbelsäule und die endokrinen Organe.
Das Denken und alle hochkomplexen Informationen zwischen den leitenden Organstrukturen werden vom widerspiegelnden Äther getragen.
Für die höheren Zellaktivitäten im Kopf werden diese vom Lichtäther durchflutet, der auch bei entsprechender Entwicklung bislang nicht genutzte Areale im Gehirn aktiviert
Für die höhere Entwicklung in den unstofflichen Feldern, stehen die notwendigen Fluiden des Feueräthers zur Verfügung.
Der spinale Äther spornt das aurische Wesen an, die höhere Mentalis im Mikrokosmos zu konzentrieren und zu aktivieren.

Diese Bezeichnungen für die sieben Kraftebenen des Ätherfeldes werden in der esoterischen Literatur von einigen Autoren ähnlich formuliert, werden dort je nach Richtung jedoch verschieden eingesetzt. Da die drei höheren Ätherfelder oder Polarisationen direkt mit den astralen oder mentalen Entwicklungen einhergehen, sind sie bislang nirgendwo ausdrücklich erwähnt. Man kann sagen, dass die drei höheren Äther noch nicht konzentrisch mit dem Ätherkörper verbunden sind, sondern mehr oder weniger frei fluktuierend den Mikrokosmos begleiten und sich nur dann fest mit den Mikrokosmen verbinden, wenn diese für die Nutzung reif geworden sind.

Astralfeld, Astralis: Das Astralfeld des Menschen hat im Ruhezustand in etwa die Form eines Eies, in das die materielle Person im Ruhezustand hineinpasst. Es weist allerdings einige Besonderheiten auf, die damit zusammenhängen, dass sich in ihm und über ihn alle Gefühle, Wünsche, Bedürfnisse und Begierden ausdrücken. Darum sagen einige Autoren zu diesem Kraftfeld des Mikrokosmos auch Begierdenkörper. Zahllose Begehren sind in der Astralis als Vibrationswirbel, als Phantome gespeichert, die den Menschen seit seiner Kindheit begleiten, oder ihn sogar noch aus früheren Inkarnationen überschatten.

1. Die elementale Astralis. Auf der untersten Schwingungsebene sorgt die elementale Astralis für die Grundbedürfnisse und ganz nahe zu den Wirkungen des chemischen Äthers für den Selbsterhalt des Stoffkörpers. Die Atome, Moleküle und Zellverbände müssen sich mit den diversen Organen zu einem Gesamtorganismus, zu einem funktionstüchtigen Körper zusammenfügen. Das besorgt das elementare Begehren durch die Vibration der elementalen Astralis, die auch die ätherische und somit die materielle Basis des irdischen Seins gewährleistet.
2. Die funktionale Astralis. Auf der ätherischen und stofflichen Grundlage muss die funktionale Astralis den Magnetismus für die Organe und ihre Gesunderhaltung sicherstellen. Jedes Organ steht in einer besonderen Beziehung zu einem astralen Wirbel, Chakra, der die ätherischen Strömungen regelt. Die grundlegenden und lebensnotwendigen Bedürfnisse werden durch eine besondere Kooperation mit dem Ätherfeld abgedeckt. Diese Astralis hat die Befähigung, sich mit den Äther-Kräften zu umkleiden und sie entsprechend einer In-formation aus dem mentalen Feld zu bilden.
3. Die vitale Astralis. Der dynamische Aspekt der Gefühlswelt mit allen Exzessen geht von diesem Feldbereich aus, darum kann er durchaus als Naturseele gesehen werden. Jeder mentale Entschluss oder Entscheidung wird aus diesem Feld dynamisiert und mit der erforderlichen Kraft ausgestattet, die dann entsprechend den Gedanken polarisiert in das Ätherfeld hineinströmt, im Stoffkörper die endokrinen Hormondrüsen steuert und die Nervenplexi stimuliert und so den physischen Körper zur Aktion antreibt. In diesem Aspekt vibrieren alle Emotionen der materiellen Arterhaltung und der körperliche Liebe, also der Sexualität, sowie der stofflichen und unstofflichen Existenz im weitesten Sinne. Hier thront auch die Angst vor dem Tod, vor Hunger und Verdursten. Die Todesangst ist der höchste emotionale Wert in der Astralis. In geringerem Maße vibriert hier selbst die banale Angst vor tiefgreifenden Veränderungen in der gewohnten Nahrungskette.
4. Die synergetische Astralis. In der synergetischen Astralis kumulieren alle Begehrensimpulse. Verstärkt drücken sich hier die vielfarbigen Gefühle der Selbsterhaltung aus, mit denen der Mensch unbewusst konfrontiert ist, denn sie regeln nicht nur den ätherisch-astralen Haushalt des Menschen. Sondern auch die hohen Ideale werden in dieser Schicht der Astralis avisiert, die aus dem Brennpunkt der Monade eingestrahlt werden. So machen sich eine tiefe Sehnsucht nach Frieden, nach absoluter Gerechtigkeit und Wahrheit als eine Art Heimweh nach einem höheren Lebensfeld, dem Paradies bemerkbar.
5. Die soziale Astralis. In diesem besonderen Aspekt erklingt neben der Arterhaltung „Mensch“ bereits sehr stark das Heimweh nach „göttlichen“ Werten. Ganze Völker werden damit in ihren traditionellen Strukturen aufrecht erhalten. Aber auch hohe spirituelle Gefühle der Volksseele, Respekt und Achtung vor moralischem Tun, aller karitativer Naturschutz für die Tier- und Pflanzenwelt gründen in diesem astralen Aspekt. Aber auch Landesstolz und politisches Machtstreben in der menschlichen Gesellschaft spiegeln sich in der sozialen Astralis. Hier entwickeln sich erste Begehren nach unpersönlicher Liebe für die anstehende Weiterentwicklung der Menschheit und die Evolution des Kosmos.
6. Die koronale Astralis – (die mit dem Herzen verbundene Astralis). Die höchsten menschlichen Werte und Gefühle der ewigen Liebe, Harmonie, Gerechtigkeit und Wahrheit werden ersehnt. In ihr finden alle sogenannten religiösen Begehren nach Seligkeit oder Heiligkeit ihren Ausdruck, sowie die unpersönlichen Bestrebungen zu einer Weiterentfaltung der ganzen Menschheit. In und mit ihr äußern sich starke Zuneigungen zu höheren Wesen oder entsprechend autorisierten Heiligen der Geschichte, wie „Isis und Osiris“, „Krishna“ oder „Maria Magdalena“.
7.  Die kephalische Astralis – (die mit dem Haupt verbundene Astralis). Es ist normalerweise bekannt, dass Emotionen und Begehren, also die Astralis eigentlich vom Herzen, dem Sitz der Gefühle regiert wird. Weniger bekannt ist, dass in der kephalischen Astralis die höchsten Begehren nach Heiligung der ganzen Menschheit, ja, des ganzen Kosmos, schlummern, die sich auch als emotionale Liebe (Agape) äußern können.
Werden die drei höheren Ansichten der Astralis im Sinne einer spirituellen Entwicklung und Sehnsucht nach einem höheren Menschwerden von dem Menschen aktiv gefördert, wie es die Monade eigentlich beabsichtigt, wird sie diese Begehren über ein gereinigtes Herzheiligtum verstärken. Im Zusammenhang damit werden sich dann auch die drei höheren Felder des Mentalvermögens für den Mikrokosmos entfalten.
Damit ist dann auch das Tor zu den drei nirvanischen Feldern des Mikrokosmos erreicht, das sich in der nachfolgenden Inkarnation für diesen Mikrokosmos öffnen wird. Und der Kandidat wird dann wie Johannes auf Patmos ausrufen: „Ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde.“ Nichts wird mehr wie vorher sein.

Aurisches Wesen: Basis-Werkfeld der Monade für den eingeborenen Mikrokosmos. Es begleitet die Evolution des Menschen und versorgt ihn über eine kooperatives Magnetfeld mit den kosmischen Kräften. Aura ist das griechische Wort für Hauch, Lufthauch und auch für die Göttin der Morgenbrise. So ist Aurora die Göttin der Morgenröte. Heute wird der Begriff Aura in esoterischen Lehren für die durchaus wahrnehmbare Ausstrahlung des Menschen benutzt, der den Energiekörper oder einen Teil davon bezeichnet. Man kann davon ausgehen, dass die Namensgebung für die uns umgebende Welt bereits in der Antike stattfand, als der Mensch noch über die Fähigkeit verfügte, die niederen Welten des Jenseits zu schauen. Das aurisches Wesen wird so genannt, weil es ein selbstständiger Holokumulus in der Monade ist, eine Kraftkonstellation aus vier aktiven elektromagnetischen Feldern und drei inaktiven mit einem eigenen Leben. Das aurische Wesen belebt den Menschen in einem wechselnden Magnetismus mit Hilfe der persönlichen Reaktionen. Die Lipika ist das Langzeitgedächtnis des aurischen Wesens, in dem alle Erfahrungen der stets erneut implantierten Personen auf ihrem Weg der Evolution als Quintessenz holistisch gespeichert werden.

Atemfeld: Das direkte Kraftfeld im Mikrokosmos, in dem das Leben der Persönlichkeit ermöglicht wird. Es ist das Verbindungsfeld zwischen dem aurischen Wesen und der Persönlichkeit und ist in seiner Tätigkeit des Anziehens und Abstoßens von Kräften und Stoffen zugunsten des Lebens und der Instandhaltung der Persönlichkeit vollkommen mit dieser im Einklang.

Bewusstsein: Das Bewusstsein kann man sowohl als Dimension und gleichzeitig als Kraft aller Kräfte im ganzen Universum bezeichnen, als die höchste offenbarte Schöpfungsstruktur: der Logos, Brahman (Shiva, Vishnu), Tao, Allah. Die Urmonade ist heilig, ewig unbegreifbar, allumfassend und für den Verstandes-Menschen unfassbar. Unbeholfen nähern sich die Visionäre mit symbolische Allegorien, weil es in unserer Welt nichts gibt, was mit dieser Herrlichkeit nur annäherungsweise vergleichbar wäre. Das universale Bewusstsein, die Urmonade enthält und stimuliert alle anderen universellen Bewusstheiten in ihm. Es ist die Ursache der Bewusstseinsmöglichkeiten aller Geschöpfe und Entitäten und Wesen und Menschen auf allen Planeten und Kosmen.
So wie es sieben kosmische Gebiete gibt, die alle ineinander umeinander kreisen, so gibt es sieben verschiedene Bewusstheiten in diesen Gebieten, die sich nach Art der Herrlichkeit unterscheiden, aber alle in diesem einen Bewusstsein vibrieren, und von ihm induziert werden. Im siebten kosmischen Gebiet, in dem wir uns befinden, hat jeder Stern und jeder Planet sein universelles Bewusstsein im Bewusstsein des kosmischen Gebietes und wird von ihm stimuliert. So wie es vergleichbar auch in den anderen kosmischen Gebieten ist.

Zu dieser symbolische Darstellung muss natürlich gesagt werden, dass die Bewusstheiten stets konzentrisch als eine Einheit ineinander vibrieren.

Der Planet Erde hat als Wesen sein Bewusstsein im Kollektiv mit den anderen Planeten, mit der Sonne und mit dem Mond im Bewusstsein des Sonnensystems, das im Bewusstsein der Milchstraße vibriert und auch darüber hinaus in allen Sternkonstellationen des Tierkreises und aller zugehörigen Galaxien. Der Mensch muss sich bei all seinen Lebensaktivitäten Zeit und Raum lassen, um die Tiefen der astronomischen Weiten und ihrer Sterne und Planeten einmal unabhängig von den wissenschaftlich geprägten Gesichtspunkten der unbelebten Materie oder Radiostrahlung anzuschauen. Dann vermag er in seinem Erfassen zu realisieren, dass alle diese Lichtpunkte am Sternenhimmel bewusste, denkende, wahrnehmende und lebende Wesen sind, die wie ein gigantisches Orchester ein gewaltiges Kommunikationskonzert aufführen. Jedes kosmische Gebiet ist einerseits selbstbestimmt und wird gleichzeitig mitbestimmt vom nächsthöheren Gebiet. Alle stehen unter der Leitung des einen höchsten und alles umfassenden ursprünglichen universalen Bewusstseins, der Urmonade, damit alles Leben, alles Sein in seine unfassbare Herrlichkeit aufsteigen werde.
Das universale Bewusstsein, diese den menschlichen Vorstellungen so ferne Einheit Aller, ist der Schutz und das gnadenvolle Bewahren innerhalb der steten Entfaltung aller Geschöpfe. Das menschliche Bewusstsein, also das Bewusstsein des einzelnen Individuums, kooperiert stets mit dem Bewusstsein seines Volkes. Das Volk, seine Rasse – wie auch immer die aktuell politisch genehmigten Interpretationen dieses Wortes gerade sind – und sein zugehöriger Äon umfassen ein Volks-Bewusstsein, innerhalb des Gesamt-Bewusstseins aller Menschen. Das Bewusstsein aller Menschen – der in der materiellen Welt Lebenden und der Menschen, die sich noch im Jenseits für eine neue Inkarnation vorbereiten – webt im Bewusstsein aller Säugetiere. Dieses wirkt im Bewusstsein aller irdenen Wesen, und auch in dem der im Jenseits existierenden Wesen. So wirken im Bewusstsein der Erde die Bewusstheiten aller Wesen – Menschen, Tiere, Pflanzen –, aller Entitäten und bewussten Äonen zusammen.

Chakra: Die Chakras sind wirbelartige Kraftzentren, die zwischen allen Kraftfeldern und dem Körpern im Mikrokosmos die Kräfte vermitteln und den permanenten Informationsfluss aufrecht erhalten. C. W. Leadbeater hat diese lebenswichtigen Organe des Mikrokosmos ausführlich in seinem Werk „Der sichtbare und der unsichtbare Mensch“ beschrieben. Der Wasserstrudel ist ein sehr plastisches Bild für diese Vermittler von strömenden Energien. Der Name Chakra für die Strudel kommt aus einer uralten Kultur am Indus und bedeutete dort einfach Rad, oder Rad des Lebens. Wegen ihrer blütenähnlichen Form wurden sie im Hinduismus und in der buddhistischen Lehre auch „Lotosblumen“ genannt. Viele andere esoterische Autoren, die über das Yoga schreiben und die Meditationen erläutern, benutzen diesen Begriff. Mittlerweile ist dieser Begriff Chakra mit den hinduistischen oder buddhistischen Religionen über die ganze Welt verbreitet worden. Insbesondere bei der Meditation und den Yoga-Methoden werden die Chakras mit ihren unterschiedlichen Positionen und Aufgaben beschrieben.
Der Hauptkraftstrom versorgt den Mikrokosmos von außen über den „Nordpol“ des aurischen Wesens, korrespondierend mit dem Scheitelchakra oder der Pinealisaura, über die beständig kosmische Kräfte zugeführt werden. Im Atemfeld werden diese Kräfte zusätzlich für den Mikrokosmos entsprechend seinem inneren Vibrationsschlüssel polarisiert. Von dort werden die einströmenden Kräfte dann über die Chakras in die einzelnen Felder weitergetragen. Die „verbrauchten, nicht mehr weiter verwendbaren“ Kräfte werden über den Südpol, korrespondierend mit dem Steißbeinchakra, wieder aus dem Mikrokosmos ausgeschieden.
Die sieben Hauptchakras liegen entlang der Wirbelsäule vom Steißbein bis zum Kopf. Die heutigen deutschen Bezeichnungen definieren in etwa die Lage des jeweiligen Chakras: (von unten nach oben)

Wurzel- oder Basischakra, Steißbeinchakra,
Sakral- oder Sexualchakra,
Nabel- oder Solarplexus-Chakra,
Herzchakra,
Hals- oder Kehlchakra (Nebenchakra von 2.),
Stirnchakra – auch Drittes Auge genannt,
Kronen- oder Scheitelchakra.

Eine genaue Analyse ergibt insgesamt 49 Chakras (7 größere + 42 kleinere) im Mikrokosmos, die beständig unter der jeweiligen Oberherrschaft eines der Hauptchakras die Kraftverteilungen im ganzen System gewährleisten. Die Rotationsgeschwindigkeit und der davon abhängige Transfer werden prinzipiell von dem jeweiligen Gemütszustand dominiert.
Die aus dem Gesamtbewusstsein getragene Gemütsart konfiguriert die Wirkungsweise aller Chakras, bestimmt somit die Vibration der Kräfte gemäß den Vorgaben aus der bis dato entstandenen Grundvibration der übergeordneten Monade. Verständlich ist, dass die Chakras je nach Aufgabenbereich unterschiedlich rotieren und jeweils verschieden weit mit den Kraftfeldern kooperieren. Durch ihre permanente Rotation von links nach rechts zirkulieren die lebensnotwendigen Kräfte bis in das grobstoffliche System. Die Kräfte, die den Basisvibrationsschlüssel verloren haben und nicht mehr mit dem Grundprinzip des Mikrokosmos vereinbar sind, werden über die Chakras nach außen transportiert und über den „Südpol“ des aurischen Wesen in die Spiegelsphäre ausgeatmet. Entsprechend den Lebensaktivitäten des Menschen findet immer ein reger isobarer Austausch mit allen Kraftfeldern statt, die den Mikrokosmos im Jenseits umgeben und durchströmen. Das ist ein fortwährendes Ein- und Ausatmen, ein kontinuierliches Strömen von Kräften, die der Mensch für seine natürlichen Lebenstätigkeiten benötigt, auch wenn er es selbst nicht für möglich hält

Dämon: Ursprünglich wörtlich: »Naturkraft«. In allen Kraftfeldern wirken dies Kräfte zur Erhaltung der Natur und zur Förderung der Evolution mit den Monaden. Wer sich in seinem diesen Vorgängen konsequent positiv zuwendet, bekommt von diesen Kräften Unterstützung. In Indien werden sie dann Devas genannt. Sie entsprechen den karmischen Folgen, die auf dem Weg der Erfahrung das menschliche Schicksal bestimmen. Wer sich seinen karmischen Gegebenheiten mit aller Kraft widersetzt, erfährt die Naturdämonen auch als rächende, negative Auswirkungen. Diese Kräfte bekamen in Persien/Iran die Bezeichnung: Daevas,
Auch die durch das blinde Naturleben des gefallenen Menschen geschaffenen astral-mentalen Äonen werden vielfach als Dämonen bezeichnet, die zum ahrimanischen Geschwader gehören.

Devachan: Die mentalen Gedächtnisse der Erde regieren das «Devachan». Für den Kosmos Erde und eigentlich für alle Planetensysteme der Sonnensphäre existiert im Jenseits ein gewaltiges Speichermedium innerhalb des universellen Bewusstseins, der kosmischen Akasha. Dieses Feld wird in Anlehnung an die indisch-theosophische Terminologie «Devachan» oder Mentalplan genannt, eine höhere geistige Welt mit ihren unstofflichen Speicherfeldern im engeren Sinn. «Deva» heißt im Sanskrit «Gott» und «Chan» heißt «Gebiet, Wohnung» – «Devachan» bedeutet demnach «Gottesgebiet». In diesem Devachan gibt es für die Anthroposophen die Akasha-Chronik, aus der R. Steiner seinen Schülern sein spezielles Weltbild erklärte. Nach Vivekananda sind alle die Welt einhüllenden unstofflichen Felder die Akasha, für moderne Esoteriker ist es das PSI-Feld oder die Noosphäre. Innerhalb diesem die Erde umhüllenden Gesamtfeld der unstofflichen Lebenskräfte bildet das Devachan eine Speichersphäre aller mentalen Vorbilder, der bisherigen und der kommenden Archetypen allen Lebens. Eine sich einstellende Wahrnehmung dieser Welt offenbart sich im Menschen nicht primär in inneren Bildern, in Imaginationen, sondern eher als Inspiration als sinngebend-abstrakt für das innere Erfassen, als das innerlich erlebte sinnfüllende «Wort», dass sich in das bestehende Mentalvermögen einschwingen kann.
In der hinduistischen und buddhistischen Weisheit wird das Devachan in sieben voneinander unterscheidbare Wirkungsbereiche aufgegliedert. Die vier unteren Bereiche werden gemeinsam unter dem Begriff «niederes Devachan» zusammengefasst. Hier finden sich in aufsteigender Reihenfolge die ausgeformten mentalen Urbilder der physischen Welt, die Matrizen des Ätherfeldes und die Informationen der Astralis sowie die Bilder und Vor-Bilder des Mentalfeldes, das auch als Akasha bezeichnet wird, die Quelle der urbildlichen Vorprägungen.


Die drei höchsten Regionen des Devachan bilden gemeinsam das sog. Arupa-Devachan nach der indisch-theosophischer Ausdrucksweise. Nach meiner Ansicht ist es angeraten, bei allen historischen Vorstellungen zu berücksichtigen, dass auch die heiligsten Rishis immer nur mir ihren damaligen Vermögen derart hohe Inspirationen empfangen konnten. Da sich aus den esoterischen Zusammenhängen ergibt, dass in jedem der sieben Kraftfelder eine eigene Bewusstheit für die Kommunikation sorgt, kann man eigentlich ein anderes Modell annehmen. In allen sieben Feldern des Erdkosmos ist jeweils ein eigenes Gedächtnis angesiedelt, das jeweils die erforderlichen Abläufe speichert und reflektiert. So sind auch die Vorprägungen bzw. Keime der drei nirwanischen Lebensfelder der Spinalis, der Spiritualis und der Idealis in ihren irdisch kosmischen Feldern angelegt. Darüber hinaus gibt es selbstverständlich auch im planetaren Kosmos der Sonne solche Gedächtnisse in den sieben zugehörigen Feldern; vergleichbare Gedächtnisse existieren auch in der Galaxy Milchstraße und anderen Systemen. In einigen esoterischen Erklärungen wird als Einflusssphäre auch immer der Tierkreis mit seinen Sternkonstellationen erwähnt, weil er für die Astrologie schon seit der Antike mitentscheidende Vibrationen zur Erde schickt, so dass die Astrologen in der Lage sind, selbst Vorhersagen für ein persönliche Leben auszusprechen. Das basiert naturgemäß auch über die in den Sternkonstellationen angelegten Gedächtnisse. Ihre Entsprechungen werden in der Lipika des Neugeborenen zum Zeitpunkt seiner Geburt abgelegt.

Dialektik: In unserem heutigen Lebensfeld offenbart sich das Leben nur in Verbindung mit dem Gegensatz; Tag und Nacht, Licht und Finsternis, Freude und Schmerz, Jugend und Alter, Gut und Böse, Leben und Tod usw. sind untrennbar miteinander verbunden. Die Schattenwirkung des Guten wird dadurch aufrecht erhalten, weil der Mensch in der niederen Astralis ausschließlich egoistisch konsumtiv handelt. Dadurch entsteht durch ihn gleichzeitig das Fehlen des Guten, des Lichtes, der Freude, etc. Des Menschen Mühen erschöpfen sich im Verhindern des „Schattens“, solange er sich der wirklichen Ursache der Schlagschatten nicht bewusst werden kann. Dennoch folgt unabwendbar eines auf das andere, und so wird mit den Guten stets das Böse erzeugt. Durch die Kombination dieses Gesetzes mit dem Resonanzgesetz unterliegt alles in unserem Daseinsfeld einer fortwährenden Veränderung. Andererseits ist vom Standpunkt der Monade aus gesehen das bipolare Lebensfeld, die Dialektik, gleichzeitig ein umfassendes Lernfeld für den erwachenden Menschen. Die fortwährende Zerbrechung und Erneuerung in der Bipolarität verhindert die endgültige Kristallisation des Menschen, und schenkt ihm immer wieder eine neue Offenbarungsmöglichkeit und damit die Chance, das Ziel seines Daseins zu erkennen und den Pfad der Evolution zu beschreiten.

Emergenz: Einige moderne Forscher haben den Gedankengang entwickelt, dass die Evolution neue auftauchende Strukturen, Prozesse und Gesetzlichkeiten oder Gewohnheiten hervorbringt, die zuvor nicht existierten. Nach den meisten Versionen dieser Emergenz-Theorie können die neuartigen Gegebenheiten nicht aus den Bedingungen, Ereignissen oder Strukturen, aus denen sie erwachsen, abgeleitet oder vorher gesagt werden. Sie sind grundlegend neuartig und keine Umgestaltung bereits existierender Elemente. Sie unterscheiden sich qualitativ von allem, was vor ihnen war.
Im Verlauf der Evolution bauen neue Stufen auf den ihnen vorhergehenden auf und subsumierten frühere Prozesse in ihre einzigartigen Aktivitäten. So nimmt alles Lebende anorganische Elemente auf und verwendet sie in organischen Zusammenhängen, Molekülen, zu eigenen Zwecken; alle Tierfe und Pflanzen, und auch die Menschen sind in ihren Funktionen, die komplexer als die ihrer Vorfahren aus der Tierwelt sind, von vielen organischen, biologischen Prozessen abhängig.

Evolution und Höhere Natur: Bevor sich die Vorstellung von Fortschritt und Evolution der westlichen materiellen Weltanschauung anpassen kann, muss der Gedanke, dass die Welt statisch oder zyklisch abläuft bis zu einer Apokalypse, bei dem der Faktor Zeit nichts Neues hinzufügt, abgeklungen sein. Dass sich diese Sichtweise einer evolutionären Entfaltung aller kosmischen Wesen nicht so schnell durchsetzen wird, hängt nicht zuletzt von allen daran mitdenkenden Menschen ab, und von den äonischen Kräften unter dem Firmament, die aus dem stetigen wieder Aufleben-Lassen der Vergangenheit ihre Kraft beziehen.
Das entstehende Bewusstsein, das in Sri Aurobindos Philosophie seinem Wesen nach gnostisch ist, nimmt die Lebensform, die es bewohnt, mit sich, um sie … auf eine höhere Ebene emporzuheben, ihr höhere Werte zu geben, aus ihr höhere Wirkmöglichkeiten hervorzubringen.
Kreativität ist die letztliche Wirklichkeit, für die alle Ereignisse, Wesen und Dinge als Beispiele gelten. Alle subatomaren sowie sämtliche astronomisch-makroskopischen Ereignisse geschehen in großen Gruppeneinheiten. Sie weisen organisierte und strukturelle Muster auf, sowohl in den gigantischen Weiten des Universums als auf molekularer Ebene.
Giordano Bruno zufolge schaffen die Monaden diese Muster und die strukturelle Vollständigkeit durch eine allen Dimensionen innewohnende Kommunikation, nämlich durch die universelle Bewusstheit, die sich in allen Kosmen, Makro- und Mikrokosmen für die Entfaltung der innewohnenden Galaxien, Sonne, Planeten, Menschen und Lebenswellen einsenkt. Sri Aurobindo war der Ansicht, dass im Verlauf der menschlichen Geschichte neue Formen des Bewusstseins (des Erfassens und Bedenkens) entstehen. Er beschrieb die Entwicklung eines höheren Bewusstseins über mehrere Stufen bis zu der höchsten Entwicklung im Supramentalen, in dem sich die göttliche Einheit in Vielheit ausdrückt, Individuen mit ihrem kosmischen Wesen in Einklang gebracht werden und das persönliche Begehren mit dem kosmischen Werden in Resonanz steht.
Nach Brunos Monadologie offenbart sich die höchste Offenbarungskraft siebenfach durch eine hierarchische Ordnung nach den Regeln der isobaren Resonanz. Alle Monaden, von der ersten Urmonade bis hinunter zu den menschlichen Monaden repräsentieren eine grundlegende Einheit über alle transpersonalen Kraftfelder, die in permanenter Kommunikation jede kreative Erneuerung in der Evolution an alle Wesen vermitteln. Alle Kraft- und Lebensaspekte werden ununterbrochen weiter reflektiert, so dass alle Entwicklungen eine nach der anderen in einem höheren Erfüllt-Werden aufgehoben werden.
In der nächsten Evolutionsstufe wird das menschliche Erfassen und Bedenken sich von der ego-gebundenen weg und zur transpersonalen Form hin bewegen. Dies wird eine größere, ja in der Tat eine bedeutsame Evolution sein, aber wie alle Evolutionen vor ihr wird auch sie nicht plötzlich und im Geist aller Menschen gleichzeitig stattfinden. Sie wird wohl in einem allmählichen Prozess ablaufen. Durch eine neue Erkenntnis oder eine Offenbarungserfahrung kann die Transformation des Bedenkens einzelner Menschen schnell geschehen, aber das Bewusstsein der Spezies wird einige Zeit brauchen, um sich in der ganzen Welt zu verbreiten.

Fantasie: In diesem Zusammenhang ist es auch höchst interessant, einmal eine besondere Denkqualität des Menschen, die «Fantasie» im Detail zu betrachten. Die «Fantasie» als außergewöhnlich kreative Fähigkeit ausgesuchter Köpfchen bekommt einen völlig anderen Stellenwert, nimmt man die Zusammenhänge der mikrokosmischen Gedächtnisse mit den astral-mentalen Entsprechungen im Jenseits genauer unter die Lupe. Wer sich mit den Gedächtnissen in den unstofflichen Feldern des Jenseits verbinden kann und das dort mental-astral Gespeicherte über sein Tagesbewusstsein in die aktuelle Realität zu bringen vermag, ist damit kein Schöpfer «eigener Ideen», sondern vielmehr ein Kopist besonderer Art. Er ist nicht viel mehr als ein Nachahmer der im jenseitigen Gedächtnis gespeicherter Vorräte aus vergangenen Ereignissen. Es läuft nur über die außergewöhnliche Befähigung der Person ab, bestimmte Sensationen in der Spiegelsphäre «erfassen» zu können. Unter esoterisch Bewanderten wird so etwas u.a. auch als «Channeling» bezeichnet. Wenn der Künstler oder Comic-Autor seine «Bilder» malt, seine «Fantasien» oder «Visionen» aufs Papier bringt, offenbart er nur seine subjektiven Wahrnehmungen aus den Sphären des Jenseits. Diese kommen teilweise direkt aus seiner persönlichen Aura, teils aus den Speichern in der unstofflichen Umgebung, die mit ihm in Resonanz sind. Das gleiche gilt für alle Literaten, Poeten, Lyriker, Musiker oder genialen Wissenschaftler und Mystiker. Der/die Meditierende oder der/die Träumerin bewegen sich, bestimmt von ihrer Weltanschauung, ihrer persönlichen Lebensgrundhaltung und ihren subjektiven Intentionen, die vielfach unbeachtet das Unbewusstsein dominieren, in den astralen und/oder mentalen Welten. Diese projizieren sich sehr lebendig auf die resonanten astralen und mentalen Gedächtnisse des diesseitigen Lebens. Diese „Ereignisse“ aus den jenseitigen Welten kann der Sensitive mit seinem «inneren» Auge abscannen und in das Tagesbewusstsein hinüberziehen. Der Drogensüchtige erlebt lebendig und intensiv, absolut real seine astralen Highlights oder unerwünschte Horrorszenarien aus dem Jenseits, die mit dem Vibrationsschlüssel in seinem aurischen Wesen in Resonanz kommen. In den Strings seiner psychischen Verbindungen erscheinen dann die Gestalten und Szenen, die vom menschlichen Abschaum in den Welten des Jenseits entflammt wurden. In Dantes Buch «Die Göttliche Komödie» werden verschiedene Ebenen einer jenseitigen Hölle und des Himmels als ein Purgatorio auf dem Weg der Wiedervereinigung mit Beatrice beschrieben.

Gedächtnisse:
Das Zusammenwirken der Gedächtnisse im mikrokosmischen Dasein kann zusammenfassend folgendermaßen beschrieben werden:

  1. Das stoffliche Gedächtnis könnte man auch als Körper bezeichnen, weil es oftmals bereits entsprechende Formen annimmt. Dieses vibrationsmäßig niedere Gedächtnis durchwirkt alle Zellen, Organe, Blutbahnen, Nerven, Rückenmark und Gehirn, Skelett und Stützgewebe und sonstige organischen Zusammenhänge. Es ist sehr flexibel direkt mit seinen materiellen Offenbarungen verbunden und bedient sich vorzugsweise der interzellulären Kommunikationswege auf elektrochemischer Basis und wirkt insofern immer im Unterbewusstsein. Wenn es sich dem Menschen bemerkbar macht, dann vor allem über sein mehr oder weniger gutes Wohlbefinden, die diversen Schmerzen und seine aktuelle Gemütslage. Bei pathologischen Belastungen, auch bei intensiven sportlichen Aktionen, spürt der Mensch die massiven Kräfte des stofflichen Bewusstseins und seine Verankerung in den Selbsterhaltungsstrategien. Viele Leistungssportler suchen nach Wegen,über die Begrenzungen des Körpers hinaus zu kommen, andere Menschen nehmen apathisch seine Unfreiheit wahr, und im Alter wird ihm seine Gefangenschaft in einem anfälligen Körper deutlich vor das Tagesbewusstsein geführt.
  2. Das ätherische Gedächtnis muss die lebensnotwendigen Funktionsabläufe in allen Organen koordinieren und die Vorspannung für sämtliche Handlungsabläufe aufrecht erhalten, Atmung und Kreislauf überwachen, aber auch osmotische Gleichgewichte und interzelluläre Kreisläufe von Transmittern oder Botenstoffen den aktuellen Aufgaben anpassen. Wenn in diesem komplexen Zusammenspiel der Kommunikation etwas quer läuft, werden im Gedächtnis Informationen abgerufen, die als Hilfsstruktur für die Sondersituationen geeignet sind. Gibt es für die Rettung der betroffenen Organe oder Gebiete keine geeigneten Erinnerungen, dann wird der Mensch einfach physisch krank.
  3. Das Äthergedächtnis kooperiert direkt mit dem stofflichen Gedächtnis, ähnlich der induktiven Übertragung in einem elektromagnetischen Schwingungskreis. Aus diesen dort einfließenden Informationen werden zusammen mit dem genetischen Code in den Zellen, der auch zum stofflichen Gedächtnis gehört, die materiellen Bausteine (Aminosäuren) produziert und in die bestehende Zellstruktur integriert.
  4. Im Astralgedächtnis formen sich die Strukturen auch unter Zuhilfenahme der höheren Äther zu Körpern, die den Begierden oder den Projektionen aus dem aurischen Wesen der Tiere und Menschen entsprechen, was sich dann wiederum durch die induktive Übertragung auf das Ätherfeld bis in den Stoffkörper auswirkt. Je intensiver das Begehren der Menschen ist und je öfter es ausgesendet wird, desto konkreter und kraftvoller werden diese astralen Formen im Atemfeld, die dort den Äther entsprechend informieren, was sich dann auch direkt im Stoffkörper bemerkbar macht. Von hellsichtigen Menschen können die astral-ätherischen Konfigurationen im Atemfeld auch wahrgenommen werden. Alle Begehren und Wünsche rufen immer zusätzlich mentale Reaktionen auf, lösen Gedanken aus, die sich mit den korrespondierenden Astralelementalen verbinden. Zusammen vibrieren diese Holokumulies zunächst im Atemfeld des Mikrokosmos, werden jedoch partiell ausgesendet, zu Gesprächspartnern und/oder zu mit der gleichen Begierde verbundene Menschen.
    Bedauerlicherweise unterhält das mikrokosmische Gedächtnis viele Verbindungen mit den Speichern in den niederen astralen Welten, weil diese die materielle Selbsterhaltung fördern. Es ist leider eine unbekannte aber ausgesprochen traurige Wahrheit: Dort wesen unerkannt zahlreiche Monster der malträtierten irdischen Astralis.
  5. Die mentalen Gedächtnisse der Erde regieren das «Devachan». Für den Kosmos Erde und eigentlich für alle Planetensysteme der Sonnensphäre existiert im Jenseits ein gewaltiges Speichermedium innerhalb des universellen Bewusstseins, der kosmischen Akasha. Dieses Feld wird in Anlehnung an die indisch-theosophische Terminologie «Devachan» oder Mentalplan genannt, eine höhere geistige Welt mit ihren unstofflichen Speicherfeldern im engeren Sinn. «Deva» heißt im Sanskrit «Gott» und «Chan» heißt «Gebiet, Wohnung» – «Devachan» bedeutet demnach «Gottesgebiet». In diesem Devachan gibt es für die Anthroposophen die Akasha-Chronik, aus der R. Steiner seinen Schülern sein spezielles Weltbild erklärte. Nach Vivekananda sind alle die Welt einhüllenden unstofflichen Felder die Akasha, für moderne Esoteriker ist es das PSI-Feld oder die Noosphäre. Innerhalb diesem die Erde umhüllenden Gesamtfeld der unstofflichen Lebenskräfte bildet das Devachan eine Speichersphäre aller mentalen Vorbilder, der bisherigen und der kommenden Archetypen allen Lebens. Eine sich einstellende Wahrnehmung dieser Welt offenbart sich im Menschen nicht primär in inneren Bildern, in Imaginationen, sondern eher als Inspiration als sinngebend-abstrakt für das innere Erfassen, als das innerlich erlebte sinnfüllende «Wort», dass sich in das bestehende Mentalvermögen einschwingen kann.
  6. Die Gedächtnisse in den drei latenten nirwanischen Feldern, Spinalis, Spiritualis und Idealis, können zur Zeit noch nicht mit den inkarnierten Mikrokosmen aktiv verbunden werden, weil die Entwicklung dieser Kraftstrukturen für die erforderlichen Anziehung noch nicht entstanden ist, wie dies für die endgültige Zentrierung im Mikrokosmos sein muss. Darum stehen diese darin implementierten Gedächtnisvolumen dem Menschen vorerst nicht zur Verfügung.

Das persönliche Gedächtnis wird der Reihe nach zunächst vom stofflichen, zweitens teilweise) vom ätherischen, drittens vom astralen und künftig viertens vom mentalen Bewusstsein gebildet. Die zum persönlichen Gedächtnis gehörenden Strings sind beim heutigen Menschen überwiegend stofflich-ätherische Gedächtnisinhalte, an die sich die emotionalen Sensationen aus der Gefühlswelt als astrale Strings und mentale Überlegungen anlagern. Je älter der Mensch wird, desto häufiger werden mentale Anteile diesem wachsenden Gedächtnispool hinzugefügt, die aus den beschriebenen Assoziationen, Überlegungen und Konflikten im sozialen Zusammenhang hervorgehen. Dennoch gibt es aktuell ein spirituelles „Gedächtnis“ im zentralen Begegnungspunkt mit der Monade, das für den Menschen im Hintergrund seines Charakters als eine Art „Gewissen“ aufleuchtet. Wenn der Mensch sich für diese aus der Rose seines Herzens erklingenden höheren Ideale des Seins öffnen kann, wird mit Sicherheit zumindest ein Reflexionsstern im aurischen Firmament aufleuchten, dass den Menschen zu neuen Ufern seines Erkennens geleiten wird. Dann werden sich ihm auch Ausblicke auf die höheren Gedächtnisse in Inspirationen geschenkt werden.

Gott: Im panentheistischen Weltbild gibt es keinen personifizierte Gotteswesenheit. Die begrenzte menschliche Gedankenkraft vermag keinerlei formgebenden Eigenschaften für das Kraftfeld vor aller Offenbarung hypothetisieren. Diese unfassbare Schöpfungssphäre bleibt unbenannt. Die aus diesem und in diesem geoffenbarte Lebensfeld ist das universale Bewusstsein, der Logos, das TAO, Shiva, Ahura-Mazda, die Urmonade (nach Giordano Bruno). Die unendliche Größe in Raum und Zeit besteht in einer steten Expansion. Die Emergenz aller Ereignisse steht in den Regeln der isobaren Resonanz, wodurch das beständige harmonische Wachstum der Offenbarung zu aller Vielfältigkeit gesichert bleibt.
Innerhalb der separaten Galaxien und Kosmen entstanden unter der Leitung der Monaden (siehe dort) diverse leitende Hierarchien, die in den bestehenden Theogonien auch als Götter bezeichnet wurden. Für diese «regionalen» zuständigen Entitäten steht in den Veden der Begriff «Deva» und in den jüdisch-christlichen Philosophien taucht in diesem Zusammenhang der Begriff «Engel» auf. Da das menschliche Denken an die materielle Erscheinungswelt gebunden ist, sucht jeder normal Sterbliche völlig selbstverständlich auch in den metaphysischen Sphären, in diesen unvorstellbaren Dimensionen nach Formen, die seinem Vorstellungsvermögen angepasst sind. So haben die antiken Griechen allen Göttern Statuen aus Marmor oder vergoldetem Stein als Allegorien geweiht; dabei muss sich der Mensch jedoch von einer falschen Identifikation hüten, denn das Abbild entspricht nicht einmal der allegorisch gemeinten Gottheit. Das gleiche gilt natürlich auch für jegliche Buddhastatue in den asiatischen Tempeln oder bei Stupas.

Holografie: Ende der 1940ger Jahre stellte Dennis Gabor die These auf, man könne das Auflösungsvermögen von Elektronenmikroskopen verbessern, wenn man die Bilder nicht direkt speichere, sondern den fotografischen Film Lichtbrechungs-Mustern aussetze, also Licht, das von dem davon durchdrungenen Untersuchungsgegenstand abgelenkt oder davon reflektiert wird. Gabors These war mathematisch formuliert. Seine Anregung wurde erst zu Beginn der sechziger Jahre in die Tat umgesetzt. Dabei stellte sich heraus, dass Bilder der Objekte, die ursprünglich das Licht gestreut hatten, ganz einfach rekonstruiert werden konnten.
Außerdem zeigten Gabors Gleichungen, dass dieselbe mathematische Transferfunktion Objekte in gespeicherte Wellen und gespeicherte Wellen in Bilder transformiert! Die Speicherung von Wellen steht also in reziproker Beziehung zur Abbildung von Objekten!
Gabor nannte diese Speicherung von Wellenmustern in Form von fotografischen Bildern oder Dias ein Hologramm, weil es zu ihren interessantesten Eigenschaften gehört, dass die von einem Objekt gelieferte Information über die ganze Oberfläche des fotografischen Films verteilt wird. Jeder einzelne vom Objekt gebrochene Lichtpunkt wird unscharf über die ganze Fläche des Films verteilt, genauso wie jeder benachbarte Punkt. Von jedem Lichtpunkt gehen Wellen aus, genauso wie sie entstehen, wenn man einen Kieselstein in das stille Wasser eines Teichs wirft. Man werfe eine Handvoll Kiesel oder Sand in den Teich, und die von jedem Kiesel oder Sandkorn verursachten Wellen werden sich mit denen überschneiden, die von den anderen Kieseln oder Sandkörnern verursacht werden, wodurch Strukturen sich gegenseitig überlagernder Wellenfronten entstehen. Die spiegelglatte Oberfläche des Teichs ist auf einmal wild gekräuselt, doch steckt in diesem Gekräusel ein unvermutet geordnetes Muster. Könnte man den Teich in diesem Augenblick schockfrosten, dann wäre seine Oberfläche ein Hologramm. Das fotografische Hologramm ist eine solche gefrorene Aufzeichnung von Interferenzmustern des vom Objekt reflektierten Lichtes von zwei Lichtquellen.

Holografisches Universum: Im Jahre 1970 oder 1971 begann Pribam, Physiker und Philosoph, eine entscheidende Frage zu beschäftigen. Angenommen, das Gehirn erkennt wirklich dadurch, dass es Hologramme zusammensetzt – durch mathematische Umwandlungen von außen kommender Frequenzen –, «wer» im Gehirn interpretiert dann die Hologramme?
Das ist eine alte, immer wiederkehrende Fragestellung. Schon griechische Philosophen haben über den «Geist» in der Maschine Mensch nachgedacht, über den kleinen Mann innerhalb des kleinen Mannes. Wo ist das «Ich», dieses Etwas, das sich des Gehirns bedient? Wer vollzieht das tatsächliche Erkennen? Der heilige Franziskus von Assisi formulierte einmal: «Das, wonach wir suchen, ist das, was sucht.»
Während eines Vortrages bei einem Symposium in Minnesota meinte Pribram nachdenklich, die Antwort sei möglicherweise im Bereich der Gestalt-Psychologie zu finden, die behauptet, dass das, was wir da draußen wahrnehmen, mit den Vorgängen in unserem Gehirn identisch, mit ihnen isomorph ist. Plötzlich brach es aus ihm heraus: «Vielleicht ist die Welt ein Hologramm!»
Pribram las einige Arbeitspapiere von Bohm, Physiker und Kosmologe, in denen er die Notwendigkeit einer neuen Ordnung in der Physik betont. Bohm beschrieb darin eine «holografisches» Universum auf materieller Basis.
Das, was uns als stabile, greifbare, sichtbare und hörbare Welt erscheint, sagt Bohm ist eine Illusion. Es ist dynamisch und kaleidoskopisch, aber nicht wirklich existent. Was wir normalerweise sehen, ist die «entfaltete Ordnung der Dinge» etwa so, als wenn wir einen Film ansehen. Es gibt jedoch eine allem zugrunde liegende Ordnung, die für diese Wirklichkeit zweiter Ordnung «Mutter und Vater» ist. Diese andere Ordnung nannte er die «eingefaltete» Ordnung.
Alle sichtbaren Substanz und Bewegung sind Illusion (Maya). Sie treten aus einer anderen, ursprünglicheren Ordnung des Universums hervor. Bohm nannte dieses Phänomen «Holobewegung». Es ist so, als stellten wir das Beobachtete scharf ein, wie man ein Dia scharf einstellt; doch ist in Wahrheit das «Verschwommene» die genauere Darstellung. Das Verschwommene selbst ist die grundlegende Wirklichkeit. Unsere mentalen Prozesse, Denken, Wahrnehmen, Erinnern, bestehen tatsächlich aus dem selben «Stoff» wie das organisierende Prinzip. Die wirkliche Natur des Universums ist immateriell, aber geordnet. Der Astronom James Jeans sagte, das Universum gleiche mehr «einem großen Gedanken» als einer großen Maschine, und der Astronom Arthur Eddington meinte: Der Stoff, aus dem das Universum besteht ist «Geiststoff». In jüngster Zeit hat der Kybernetiker David Forster ein intelligentes Universum beschrieben, dessen konkretes Erscheinungsbild durch kosmische Daten = Informationen aus einer nicht erkennbaren organisierten Quelle (Urfeld vor dem Anbeginn) erzeugt wird.

Kurz gesagt besagt diese holografische Supertheorie: Unser Verstand rekonstruiert aufgrund mathematischer Berechnungen die lebendige Wirklichkeit durch Interpretation von Frequenzen mehrerer Energiefelder, die aus dem uns umgebenden Raum und der implizierten Zeit über die Sinnesorgane empfangen werden können. Der Verstand ist ein virtuelles Programm, das im Mentalvermögen wie ein Hologramm arbeitet, das die in den holografisch angelegten Gedächtnisse abgelegten Gedächtnisstrings aufruft und interpretiert.
Die vielleicht ungewöhnlichste uralte Beschreibung einer holografischen Wirklichkeit (Schöpfung aus Holokumulies) findet sich im Avatamsaka-Sutra.
Wenn man die wissenschaftlichen Überlegungen für das uns erkennbare Universum anwendet, dann sollten einige fundamentale Paradigmen hinzugefügt werden.

  1. Das Universum ist ein komplexes Geschehen aus sieben Kraftfeldern. Die Materie ist eine Ausnahmeerscheinung im siebten kosmischen Gebiet. Darum finden überall sowohl interne Interferenzen in den sieben Energien statt als auch externe Interferenzen zwischen den Kraftfeldern nach dem REsonanzgesetz.
  2. Das gesamte Universum ist ein einziges projiziertes Holon, oder Monade, aus Myriaden verschiedener Monaden, Energie-Holokumulies unterschiedlicher Art, die permanent holistisch interagieren..
  3. Die Projektionsursache liegt außerhalb der menschlichen Vorstellungswelten, auch außerhalb aller metaphysischen Erfassungen des höchsten Bewusstseins im nirwanischen Feld. Die universalen Hologramme in der allumfassenden Offenbarung manifestieren sich stets holografisch kugelförmig als Monaden, als stehende in sich schwingende Energiefelder.
  4. Die Monaden mit ihren implementierten Kosmen oder Wesen umfassen immer alle sieben Energien.
  5. Die Interaktionen untereinander und die Kommunikation miteinander, so wie auch der interne Informations- bzw. Kräfteaustausch, bedienen sich des universellen isomorphen Resonanzgesetzes: Gleiches zu Gleichem. Dadurch ergibt sich auch hier in den kosmischen Weiten, dass jede Monade eins ist mit allen Monaden, unabhängig von Dimension, Größe, Raum und Zeit.
  6. Jede Monade enthält alle Informationen des Vater/Mutter, der Wahrheit, Weisheit, Harmonie, Gerechtigkeit und Liebe des Alls und verwirklicht das Leben nach der universellen Grundidee allen Seins in harmonischer Resonanz mit dem ursächlichen Höchsten vor jedem Beginn.

Holons: Das neue Verhältnis, das die moderne Wissenschaft zwischen dem Ganzen und seinen Teilen entdeckt hat, wurde von dem englischen Schriftsteller und Philosophen «Arthur Koestler» erforscht und systematisch beschrieben. In seinem Buch «Janus» (deutsch: Der Mensch – Irrläufer der Evolution), benannt nach dem zweigesichtigen römischen Gott, prägte Koestler den Begriff Holon als Ausdruck der Tatsache, dass alles im Universum gleichzeitig ein Ganzes und ein Teil ist.
Die Wurzel dieses Wortes, «hol-», steht für Ganzheit und Vollständigkeit (von griechisch holos, »ganz«), und das üblicherweise in den Namen von Elementarteilchen verwendete Suffix «-on» bezeichnet einen Teil oder eine Komponente. HoIons sind nach «Koestler» janusgesichtige Gebilde auf den Zwischenstufen jeder Hierarchie, die sich je nachdem, wie wir sie betrachten, ob von »unten« oder von »oben«, entweder als Ganze oder als Teile beschreiben lassen (Koestler 1978). Der Begriff des Holons ist kürzlich von Ken Wilber (1995) auf überaus kluge und kreative Weise weiterentwickelt worden.
Holons können sich zu größeren Haufen zusammenballen. Bakterien zum Beispiel können eine Kultur bilden, oder Sterne können zu einer Galaxie zusammengefasst werden. Dies sind soziale Holons, die aus Elementen derselben Ordnung bestehen. Holons können auch neue Holons einer höheren Ordnung bilden. Wasserstoff- und Sauerstoffatome können sich zu Wassermolekülen verbinden, Makromoleküle können Zellen bilden, und Zellen können sich zu vielzelligen Organismen organisieren. Dies sind Beispiele für Holons zunehmend höherer Ordnung.

Holokumulus: Die Erkenntnis, dass der Mensch viel mehr ist als nur ein Körper aus Materie, kann doch ziemlich begeistern. Er bewohnt eine Totalität, einen Holokumulus (holo = ganz, kumulus = zusammengeballt, vereint) aus mehreren Kraftfeldern, vom höchsten Licht bis in die Finsternis, dem irdischen Lebensfeld. Alle Makrokosmen, Kosmen und Mikrokosmen sind derartige Zusammenballungen aus sieben Kraftfeldern. Das entsprich dem Bild des Mikrokosmos, einer Welt im kleinen.
Diese Erkenntnis hat Giordano Bruno bereits ca. 1584 in seinen Visionen über die Monade als Wesensstruktur der Schöpfung in dem Dialog «Über die Ursache, das Prinzip und das Eine» ausführlich dargestellt. Darin beweist er im Rahmen der damaligen Erkenntnisse die Notwendigkeit der kosmischen Unterstrukturen als kugelförmige Zusammenballungen der Kräfte, Monaden, Holokumulies, aus mehren Perspektiven und hebt das geozentrische Weltbild des Aristoteles auf.

Jenseits: siehe Stoffsphäre/Spiegelsphäre

Karma: Die richtige Kenntnis über den Einfluss des Karmas ist besonders heute dringend notwendig, weil sich leider die Ansicht eingebürgert hat, dass in der Lipika sozusagen alle Lebensereignisse aufgezeichnet sind. Das ist keineswegs der Fall. Es findet dabei eine qualitative Selektion statt. Allgemein sagt man, das Karma determiniert den Menschen, den Zeitpunkt seiner Geburt, seine Eltern und Rasse, sein Lebensraum und das soziale Umfeld. Alle Erbkrankheiten, körperliche oder geistige Behinderungen, aber auch körperliche oder geistige Vermögen, künstlerisches, wissenschaftliches oder musikalisches Genie, angeborene Hellsichtigkeit o.ä. haben ihre Ursache in früheren Inkarnationen. Das ist leider nicht ganz richtig, denn die Vorprägungen aus der Lipika werden in einem Körper realisiert, der stofflich und ätherisch aus dem Blutserbe der Eltern konfektioniert wird. So kommen zwei Gedächtnisinhalte im jungen Menschen zusammen, die nicht unbedingt vollkommen kompatibel miteinander sind, wie sich vielfach in der Pubertät zeigt. In diesen Jahren werden alle Erinnerungen aus der astralis und mentalis früherer Inkarnationen dem jungen Menschen geöffnet, und er oder sie müssen diesen intuitiven Impulse in ihrer Realität ihres Körpers und ihrer elterlichen Umgebung ausbalancieren, was, wie allseits bekannt, durchaus nicht einfach ist. Bei alledem wird doch deutlich, das kuriose Verhalten ist weder ein Verdienst noch eine Schuld der Persönlichkeit oder der Eltern. Nichts hat der Mensch aus sich selbst! Alle seine Reaktionen werden aus den unbewussten Informationen der Lipika im aurischen Wesens und dem stofflichen Gedächtnis des Erbgutes dominiert.

Diese Inkarnationen übergreifende Gedächtnisstruktur hilft jedem Menschen, im eigenen Rhythmus bei der Entfaltung der höheren Astralis mitzuwirken, denn es speichert keineswegs alle Gedanken und Ereignisse der täglichen Verrichtungen im Leben, wie es vielfach behauptet wird.
Angesichts des Problems der ambivalenten Spannung zwischen unserer Identität und unserer Rolle im kosmischen Drama ist eine Mahnung zur Vorsicht geboten. In den letzten paar Jahrzehnten ist das Thema Karma in der New-Age-Bewegung und der populären Spiritualität oft falsch dargestellt worden. In holotropen Zuständen kann man Anschluss an eine Bewusstseinsstufe bekommen, auf der es sehr glaubhaft erscheint, dass wir uns unsere Eltern und die Umstände unserer Geburt durch das Karma selbst ausgesucht haben. Wir können auch ein sehr starkes Erlebnis der Identifikation mit dem schöpferischen Prinzip oder Gott haben. Alle diese Erfahrungen können sehr real und überzeugend wirken.
Es wäre jedoch ein schwerwiegender Fehler, aus solchen Einsichten Rückschlüsse auf unsere gewöhnliche Identität oder unser verkörpertes EGO zu ziehen. In dieser Form haben wir bestimmt keine der obigen Entscheidungen getroffen. Dafür ist das Karma nicht geschaffen. Vielmehr gibt es eine zielgerichtete Selektion der Speicherung, die man folgendermaßen beschreiben kann: Von allen Geschehnissen werden vor allem die mental-astralen Bewegtheiten danach abgefragt, ob sie dem Auftrag für die Evolution, dem Sinn des Daseins, förderlich waren oder ob sie dafür hinderlich waren. Beide Ergebnisse werden in den entsprechenden Sektionen der Lipika gesammelt. Dabei entstehen Gedächtnispakete die das Leben in der kommenden Inkarnation dominieren. Es entstehen bestimmte zwischenmenschliche Verbindungen sowohl positiver als auch negativer Art, die in dem anstehenden Leben aufgelöst werden sollten. So erklingen also verschiedene Melodien aus den vergangenen Inkarnationen in der Lipika.

Kohabitation: In diesem besonderen Zusammenhang bedeutet dieser Begriff die ebenbürtige Zusammenarbeit, ein Zusammenwirken ohne einseitige Führung.

Lipika: Im aurischen Wesen gibt es ein umfangreiches Gedächtnis aus früheren Inkarnationen, eine besondere Sphäre, in der elektromagnetisch die Lebenserfahrungen der Menschen gespeichert werden, die in dem Mikrokosmos einmal gelebt haben und leben. Die Theosophie hat den Namen dafür, die Lipika, aus dem hinduistischen Weltbild entnommen. Lipika heißt soviel wie Aufzeichner. In diesem elektromagnetischen Schwingungsfeld der Aura werden alle Lebenserfahrungen, die zum grundlegenden Auftrag des Mikrokosmos gehören, wie in einer multidimensionalen Holografie gespeichert. Aus diesem Langzeitgedächtnis werden die jungen Menschen schon bei ihrer Geburt geprägt. Man kann durchaus sagen, die Sterne in der Lipika, die Kraftfelder früherer Erfahrungen bestimmen den Charakter, seine Vermögen, die Familie, den Lebensraum, die Volkszugehörigkeit, die sozialen und gesellschaftliche Strukturen des Neugeborenen, genau so wie es die Astrologen durch ihre Auslegung des Geburtshimmels annähernd erkennen können. Diese gespeicherten Erfahrungen aus früheren Inkarnationen werden im Sanskrit zusammenfassend als Karma bezeichnet.

Maya: Die theosophische Kosmogonie setzt eine multidimensionale Wissenschaft voraus, die nicht bloß von direkter Sinneswahrnehmung und physikalischer Berechnung ausgeht wie die westliche Naturwissenschaft, die sich ausschließlich auf „objektiv“ erfassbare Daten der materiellen Erscheinungen verlässt. Definition von Maya (bei A.Risi): „Was immer von Wert zu sein scheint, besitzt keine Wirklichkeit, wenn es nicht mit mir [dem Absoluten] verbunden ist. Wisse, dies [diese scheinbare Getrenntheit] ist das Wirken der Maya, meiner täuschenden Energie, und ist vergleichbar mit einer Widerspiegelung oder mit Dunkelheit.“ (Srimad-Bhagavatam 2.9.34)
„Diejenigen, die sich von dem einen, allumfassenden Wissen abwenden, sehen das Absolute, das jenseits der Gunas (nirguna) ist, nicht. Sie sehen nur das Äußere, das in Form zahlloser Objekte erscheint, und denken daher irrtümlich, es gebe nichts anderes als Kombinationen des Materiellen [alles sei relativ].“ (Srimad-Bhagavatam 3.32.28)
Spätestens seit Immanuel Kant sollten die Menschen auch im Abendland erkannt haben, daß die bloße Sinneserfahrung nie zur wahren Natur der Dinge vordringen kann. Dies gilt insbesondere für die Phänomene Leben und Bewusstsein, Gefühle von Liebe und Empathie. Nur weil das transpersonale Sein Leben und Erkennen schenkt, gibt es auch in der materiellen Welt Leben und Erfassen. Da das Absolute, Metaphysische, allumfassend ist, ist alles Relative, Materielle, das immer vom Absoluten ausgeht, eingebunden in das Wirken des Absoluten.
Hinter allen relativen Erscheinungen der Welt gibt eine ewige, absolute Realität. Ohne diese Realität gäbe es tatsächlich nichts, weder Leben noch Erfassen, noch Denken und keine Menschen, die sich irgend etwas vorstellen. Wir als Menschen können die absolute Realität nicht sehen, wir erfassen immer nur eine subjektive Relativität, und innerhalb dieser Relativität ebenfalls nur jene Ausschnitte, die von unseren Sinnesorganen in unser Bedenken gespiegelt werden. Die „Welt an sich“ kann über die sinnliche Wahrnehmung der materiellen Erscheinungen nicht erfasst werden. Die objektive Wirklichkeit ist deshalb im wahrsten Sinn des Wortes über-sinnlich, metaphysisch. Doch zwischen dieser Wirklichkeit und unserer subjektiven Wahrnehmung liegt ein Schleier der Illusion (Maya), der unsere Sicht verdeckt.
Dieser Schleier ist das von den Gedächtnissen im EGO beeinflusste Denken. Diese Schleier bewirken, dass wir die Realität so sehen, wie «wir» sie sehen wollen. Maya bedeutet demnach Ego-Projektion und falsche Identifikation mit der materiellen Erscheinung, die letztlich sogar dazu führt, dass man sich selbst als ein Produkt der Materie, sieht.
Die materielle Energie erzeugt unbegrenzt viele relative Ansichten, weshalb das bloße Erforschen des Relativen endlos und daher sinnlos ist. Innerhalb des Relativen kann man das Absolute nicht finden, genauso wie man innerhalb der Dunkelheit kein Licht finden kann. Licht ist kein Produkt der Finsternis. Dunkelheit ist die Abwesenheit von Licht. Ebenso ist das Relative vom Absoluten abhängig, und nicht umgekehrt. Sobald Licht erscheint, weicht die Dunkelheit.
Unser Problem ist der ungebrochene Glaube an die naturwissenschaftliche Perspektive der materiellen Erscheinungen. In dieser Arroganz bemerken die Menschen nicht, dass sie in einer Scheinwelt leben und diese Schattenwelt des Relativen (Plato: Schatten an der Rückwand der Höhle) für die einzige Realität halten. Die Identifikation mit ihrer Illusion ist Maya. Illusion bedeutet dann auch, die transpersonale Wirklichkeit aller metaphysischen Lebensfelder zu leugnen.

Mikrokosmos: Der Mensch als minutus mundus, wird als kleine Welt in der Monade holistisch projiziert. So entsteht ein zusammengesetztes, kugelförmiges Lebenssystem das als Ausdruckswerkzeug in der materiellen Welt die Person mit Selbstbewusstsein und einem einsichtsfähigen Erfassungsinstrumentarium besitzt – Sinnesorgane, Verstand, Gedächtnis. Zur derzeitigen vorwiegend existierenden niederen Persönlichkeit gehören: das stoffliche Wesen Mensch innerhalb eines aurischen Wesens, umgeben von einem Ätherfeld, einem Astralfeld, sowie einem Mentalvermögen. Die siebenfache Monade bewirkt im aurischen Wesen die Entwicklung der höheren noch fehlenden Aspekte und Kraftfelder. Der wirkliche Mensch, der Manas vom Anbeginn, ist die Monade. Der Mikrokosmos ist das zu vollendende „Kind“ in ihr. Was in dieser Welt unter »Mensch« verstanden wird, ist nur die unvollendete Person, die mit ihrem Mikrokosmos über Erfahrung und Lebensausrichtung neue Bewusstseinsmöglichkeiten erlangen kann. Das heutige Erfassen, Bedenken und Bewerten basiert vorerst auf den beschränkten Möglichkeiten der niederen grobstofflichen Person und ist sich daher nur des materiellen Daseinsfeldes bewusst, dem es angehört.
In der Menschheit als Ganzes vermischen sich auf Erden unterschiedliche Reifezustände der Mikrokosmen. So kann es durchaus Menschen geben, in deren Mikrokosmos noch höhere Aspekte der vier unteren Kraftfelder angelegt sind. Andererseits gibt es auch Menschengruppen, die ähnlich den höheren Säugetieren zu mehreren von einer Monade geführt werden.

Mentalfeld, Mentalis: Das Mentalvermögen ist die Basis für das Denken. Ohne das Denken, das bereits durch das niedere Mentalvermögen mit unserem Verstand ermöglicht wird, könnte dieses Buch „Basis der Evolution“ nicht geschrieben worden sein, und niemand könnte oder würde darin lesen. Das Mentalvermögen erhebt den Menschen zu einem sich selbst bewussten Sein. Dieser wird sich dadurch seiner Existenz mit allen Handlungen, Gedanken und Gefühlen bewusst und darum kann er sich selbst, die Natur und andere Mitmenschen mehrdimensional erfassen, reflektieren und auch abstrakte Vorstellungen wie in Mathematik oder in Wissenschaften kombinieren und bewerten. Ja, er kann metaphysische Gedanken erfassen und lyrisch formulieren. Ganz besonders Befähigte vermögen bewusst in künstlerische, musische und mystische Visionen nicht nur einzutauchen, sondern sie auch anderen Menschen mit ihrem Denken und ihren kreativen Vermögen verständlich zu machen.
Betrachtet man die Mentalis genauer, dann wird auch hier die siebenfache Abstufung deutlich sichtbar. Diese Gliederung stellt nur unterschiedliche graduelle Aspekte in der Frequenz dar, die sich bei den Aufgaben des Mikrokosmos die Arbeit teilen. Bei Denkaktionen wirken sie immer in Harmonie zusammen, auch wenn nur Teilbereiche konzentrisch mit dem Mikrokosmos verbunden sind. (Die nachfolgenden Bezeichnungen sind keiner genehmigten Nomenklatur entnommen!)

1. Die instinktive Mentalis. Dieser mentale Aspekt hat zwei Aktivitätsbereiche, so könnte man sagen. Mit dem einen Aktivitätsbereich aktiviert er die Erinnerung in die animalischen Reaktionsbereiche. Mit dem anderen Aktivitätsbereich vermag dieses Vermögen ein stets abgreifbares Gedächtnis in den körperlichen Strukturen anzulegen.
2. Die vernünftige Mentalis. Sie bewirkt das Abgleichen und Verbinden der eingehenden Informationen mit bereits vorhandenen Gedankenstrings und bereitet die Informationen für die Gedächtnisse und die aktuelle „Kommunikation“ auf.
3. Die kreative Mentalis. Hierbei wirkt vor allem die prinzipielle Offenheit für neue Kontakte und neue Ereignisse, die für die bedachte Weiterentwicklung nützlich erscheinen. Das ist die ausgeprägt zukunftsorientierte Komponente, in der auch die natürliche Neugier mitschwingt.
4. Die kollektive Mentalis.  Alle eingehenden Gedanken werden nach gemeinsamen Interessen im Zusammenwirken für die Evolution sorgfältig abgeglichen und für die höheren Aspekte eingeordnet. Ein weiterer Schwerpunkt dieser Energie liegt bei der Sortierung bestehender Informationen aus den kollektiven Gedächtnissen, sowie die Aufsplittung übergreifender kosmischer Informationen.
5. Die intuitive Mentalis. Durch spontane Auffassung und Einbindung sinngebender Informationen aus den höheren Feldern werden sie hypothetisch in aktuelle Denkprozesse reflektiert und dabei vorsortiert gewertet an bereits vorhandene Gedankenstrings angeknüpft.
6. Die soziale Mentalis. Mit diesem Multitasking-Aspekt werden alle von außen eingehenden Impulse auf ihre möglichst harmonische Eingliederung in bereits lebende Inhalte abgetastet, wobei als Grundschlüssel die isobare Mitschwingung mit den komplexen Gedanken anderer kosmischen Vorgängen zentral steht.
7. Die kosmische Mentalis. Diese obere Mitschwingung im mentalen Feld arbeitet sehr direkt mit den nächst höheren, den nirvanischen Feldern zusammen. Es ist die Kraft für die Erfassung und Verarbeitung der höchsten Ideationen vor allem aus dem nächsten spinalen Energiefeld. Im Kern steht immer das Überschauen des kosmischen Entwicklungsplans. Der Plan für die kosmischen Entwicklungen ist ein äußerst lebendiger und dynamischer Vorgang, der stets mit den sich permanent neu gestaltenden Zusammenhängen kompiliert wird.

Monade: Das erste Universum der Offenbarung ist gemäß seinem Schöpfungsurgrund, eine nach seinem Bilde geschaffene Monade, eine alles einschließende und umfassende Einheit aller geschaffenen Monaden in sieben kosmischen Gebieten. In den sieben Dimensionen offenbaren und entwickeln sie sich durch sieben Kräfte in einem holografischen Geschehen.
Nach den weitreichenden Erkenntnissen der Quantenphysik und der Erforschung der elektromagnetischen Wellen (Licht, Rundfunk) kann man heute diese gewaltige Einheit mit der Vielheit aller Schöpfungen besser verstehen, als zu der Zeit Brunos, als gerade mal die ersten Erkenntnisse der Materie in seiner sich in der Natur offenbarenden Vielfältigkeit von Wissenschaftlern erforscht wurden. So können wir heute mit Bestimmtheit durchaus davon ausgehen, dass im Beginn aller Anfänge eine mit allen universalen Kräften und Dimensionen ausgestattete Monade aus dem unkennbaren Urfeld des Metaversums hervorgegangen ist. In diesem allumfassenden Offenbarungsfeld vibrierte ein alles umfassendes universales Bewusstsein (die universale Seele), dass mit seiner unbeschreiblichen Kraft die Idee des ewigen unkennbaren göttlichen Urfeldes holistisch offenbart. In sieben Dimensionen projezierten sieben Kraftströme die Monaden mit ihren „Kindern“ und erfüllten in sieben kosmischen Gebiete die Herrlichkeiten der Offenbarung. Das universale Bewusstsein stand als fundamentales Lebensprinzip bei allen seinen Monaden in der Mitte, die sich in Myriaden im unendlichen Raum der Offenbarungsfelder ausbreiteten. In allen Monaden erklingt stets die eine alles umfassende Grundidee der göttlichen Schöpfung: Das jeder Monade eingeborene Kind oder Werkzeug, – eine Galaxie, ein Sternennebel, ein Sonnensystem oder ein Mikrokosmos – wird durch die sieben schöpferischen Kräfte des Universums mit den großen Systemen der Monaden zur Vollendung und Vereinigung mit ihrer Urmonade gebracht.
In dem der Erde näher stehenden Kosmos der Milchstraße entfalten sich die Kräfte der kosmischen Monade des Sonnensystems mit den acht Monaden der Planeten, Merkur, Venus, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun, Pluto, sowie ihren Monden. Jede Monade unserer Galaxie beherbergt eine komplette Schöpfung aus sieben Kraftfeldern, eine lebendige Wesenheit in Entwicklung. So wird der Planet Erde mit allen eingebundenen Wesen und Lebenswellen von seiner Monade zu Vollendung im Kosmos der Sonne geführt. Die naturgebundene Evolution wird von zahlreichen Monaden dynamisiert. Sie treiben alle implementierten Kosmen, Wesen und Lebenswellen zur Vollkommenheit, erst zur Vereinigung mit ihrer eigenen Monade, dann zur Versammlung aller Monaden mit kongruenter Vibrationstiefe, damit die sie umfassende Monade ihrerseits zur Vervollkommnung kommen und sich in die höher stehende Monade der Sonne eingliedern kann.

Diese Betrachtung lehnt sich an das Gedankenfeld von Giordano Bruno und das von Gottfried Wilhelm Leibniz an, der im 17. Jahrhundert in seiner Theodizee und der Monadologie auf besondere Weise die Zusammenhänge zwischen der Urschöpfung, dem Gotteswesen und seinen Geschöpfen bis hinunter zur einfachen Natur dargelegt hat.

Nirwanische Felder: Die höheren Vermögen im Mikrokosmos. Die Vermischung der Mentalenergie ist so fein, dass bereits die vorgenommene Differenzierung einiges Unverständnis auslösen kann, werden sie getrennt wirkend betrachtet. Die höheren Vermögen sind dafür vorgesehen, die innere Einheit und die übergeordnete Einheit zwischen allen Wesen und den umfassenden Aufgaben für die interkosmische Evolution zu erkennen und mit den sich aus den drei nirwanischen Kraftstrukturen entfaltenden Erkenntnisse und Vermögen für das universale Geschehen auch im Sonnenkosmos zu wirken.
Bislang wurde der Mikrokosmos als ein vierfaches Wesen dargestellt, wie es den bisherigen Esoterikern auch immer bekannt war.

1. Stoffkörper,
2. Ätherfeld,
3. Astralfeld und
4. Mentalvermögen (Mentalis).

Aber zu ihm gehören auch noch drei weitere Kraftaspekte, die sogenannten nirwanischen Vermögen, die in der augenblicklichen Inkarnation bei nahezu keinem Mikrokosmos konzentrisch integriert sind, und darum auch nicht von einem Menschen verwendet werden.

Wir nennen sie hier:
5. Spinalis,
6. Spiritualis,
7. Idealis

Diese drei nicht autorisierten Begriffe stehen für jene mikrokosmischen Vibrationsfelder, die in noch höheren Schwingungen für die weitere Entwicklung der Menschen bereits vorbereitet sind. Sie sind vollendet in den Monaden entwickelt, in denen die Mikrokosmen eingebunden sind und bei ihrer Evolution zur Vollendung geführt werden. In unserer Zeit umschweben diese Kraftfelder noch die Mikrokosmen in einer größeren lockeren Energiewolke. Sie vibriert ausgerichtet auf die künftige Entwicklung und induzieren alle Fortgeschrittenen zunächst in der Mentalis. Es wird einmal die Zeit kommen, in der es Mikrokosmen auf Erden geben wird, die für ihre Integration reif geworden sind. Darum bleiben diese Felder vorerst latent und stehen dem Menschen nicht zur Verfügung. Nur einige wenige Menschen werden zeitweilig mit den nirwanischen Energiefeldern verbunden, um bestimmte Informationen für die Evolution aus diesen Gebieten der Menschheit zu überbringen, damit sie einen weiteren Schritt in ihrer Entwicklung machen kann

Pistis Sophia: Ein gnostisches Evangelium aus dem zweiten Jahrhundert, das Valentinus von Alexandrien zugeschrieben wird. Es ist unversehrt bewahrt geblieben ist und verkündet einen Erlösungsweg in Christus. Dabei werden viele kosmische Dimensionen und Entitäten, Äonen und Archonten erwähnt, die in den nachfolgenden theologischen Auseinandersetzungen der Lehre Christi äußerst selten erwähnt werden.

Resonanzgesetz: Die wichtigste Regel im universellen Geschehen ist die isobare Resonanz, das Interpolieren von sich ähnlichen oder gleichen Gedanken. Die Menge der im All umlaufenden Information ist so gigantisch, dass für diese Flut der Informationen unter der Leitung des Lebensauftrages für alle Kosmen aus der Urmonas, sich die universellen Vibrationen nach einer harmonischen, weisheitsvollen Liebe zusammenfinden. Dafür koalieren die Informationen nach dem Gesetz der isobaren Resonanz zu „Melodiekonfigurationen“, werden zu Strings, zu Kluster oder Holokumulies.
Auf eine einfach Formel gebracht heißt es: Gleiches zieht Gleiches an. Es kann am schönsten mit einer Stimmgabel ausprobiert werden. Stellen wir eine Stimmgabel, die auf den Kammerton A‘ abgestimmt ist, fest auf eine Tischplatte. Spielt nun ein Pianist auf seinem Klavier den Kammerton A‘, dann erklingt auch die Stimmgabel und überträgt diese Vibration direkt auf die Tischplatte. Dieses Modell mit dem Piano und der Stimmgabel symbolisiert die Art und Weise, wie das ganze All miteinander kommuniziert. Dabei werden alle bereits vorhandene Modelle aus kongruenten Einstellungen und Wertschätzungen überschrieben, von meistens neuen umfassenderen Informationsstrings. Zusätzlich wird dabei alles reduziert und in den Hintergrund gedrängt, das nicht mehr mit den aktuellen Entwicklungen der Evolution übereinstimmt. Erst wenn aus neu entstandenen Situationen Informationen entstehen, werden effektivere Assoziationen in den  aktuellen Kommunikationsprozess mit aufgenommen.

Eigentlich ist das Spiegelgesetz jedem Menschen bekannt. Aber gerade weil es so augenscheinlich zum täglichen Dasein gehört, wird es selbst in seiner lebensberohlichen Erscheinungsform meist übersehen. Es ist so selbstverständlich wie der Tag oder die Nacht, oder eben wie das Atmen. Niemand denkt im täglichen Einerlei darüber nach. hin und wieder wird es im Physikunterricht erwähnt, während sich der Lehrer über optische Phänomene ausbreitet. Aber sehr bald verschwindet das Gelernte wieder in der Versenkung der Selbstverständlichkeiten des normalen Daseins, denn es betrifft ja doch, wenn überhaupt, immer nur den Mitmenschen. Darum wird es zuweilen den Kindern als Erziehungsmaßnahme vorgehalten, und sagt ihnen dann: „Wer einem anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein!“ oder „Wie es in den Wald hinein schallt, so schallt es auch hinaus!“

Die Menschen leben tatsächlich in einem Spiegelkabinett, kann man sagen. In Indien ist der Begriff Maya für alles materielle Geschehen ganz normal. Alle Bewegungen in den Kraftfeldern des Mikrokosmos und alle Kommunikation mit den Sphären des Kosmos ist nach den Spiegelgesetz oder Resonanzgesetz organisiert, ganz gleich ob mit der materiellen Wahrnehmung oder mit der ätherischen, astralen und mentalen „Schau“. Immer und überall gilt: „So wie es in den Wald hinein schallt, so schallt es auch heraus!“ Darum gibt es auch den weisen Ratschlag: „Was Du nicht willst, das man dir tut, das füge keinem anderen zu!“
Da aber die meisten Menschen diesen Rat noch nicht ununterbrochen befolgen können, wie jeder in seiner Welt sehen kann, in der viele internationale Katastrophen beweisen, dass es wohl eine starke Behinderung dafür gibt. Sie entsteht aus der Wirkungsweise der niederen Astralis, die ihr Begehren zu körperlichen Selbsterhaltung immer konsumtiv ausstrahlt. Das Haben- und Besitzen-Wollen produziert in der bipolaren Welt immer die Schattenwirkung. Das nennt sich dann die komplementäre Resonanz, mit dem Guten geht das Böse einher, wie dem Tag natürlich die Nacht folgt.

Rose des Herzens: Mystische Bezeichnung für den Berührungspunkt der Monade mit dem Mikrokosmos. Wird auch Geistfunkenatom oder Christus-Atom genannt, das ungefähr mit dem höchsten Punkt der rechten Herzkammer übereinstimmt. Das entspricht dem mathematischen Mittelpunkt des Mikrokosmos. Die Stimme des Herzens sollte aus der Monade erklingen und den Menschen mit seiner Evolution im Rahmen seines Auftrages für den Kosmos verbinden. Die Rose des Herzens, auch das wunderbare Juwel in der Lotosblüte genannt, ist der Keim des reifenden Mikrokosmos, der als eine Verheißung der Vollendung aller sieben Kraftprinzipien in seiner verherrlichten Zukunft bewahrt ist. Kann der Mensch sein Leben auf diesen Arbeitsplan der Monade abstimmen, wird sein Mikrokosmos in einem längeren Prozess zur Vollendung reifen und mit seiner Monade eins werden.

Stoffsphäre/Spiegelsphäre: Diesseits/Jenseits: Die beiden Daseinshälften der irdischen Naturordnung. Die Stoffsphäre ist das materielle Gebiet, in dem alle Menschen, Fauna und Flora in einer stofflichen Erscheinung leben. Es kann mit den Sinnesorganen erfasst und empirisch erforscht werden. Die Spiegelsphäre ist das Jenseits, in dem sich u.a. der Auflösungsprozess der unstofflichen mikrokosmischen Felder zwischen Tod und Reinkarnation abspielt. Das kosmische Jenseits besteht aus sieben Kraftfeldern, wobei nur jene Felder aktiv sind, die von Menschen in ihrem irdischen Dasein belebt werden. Alle höheren Gebiete son vorläufig nur latet anwesend., außer den Höllensphären und dem Fegefeuer (der Läuterungssphäre),
aus der Sphäre, die in der Naturreligion und im Okkultismus als »Himmel« und »ewiges Leben« bezeichnet wird. Diese Himmelssphären und das Leben dort sind, ebenso wie das Leben in der Stoffsphäre, der Endlichkeit und Zeitlichkeit unterworfen. Die Spiegelsphäre
ist also der zeitliche Aufenthaltsort der Toten, was nicht bedeutet, dass die gestorbene Persönlichkeit ein neues Leben erhält, denn es gibt kein Fortbestehen der vierfachen Persönlichkeit. Nur der tiefste Kern des Bewusstseins, der Geistblitz oder dialektische Funke, wird zeitlich in das aurische Wesen zurückgenommen und bildet die Bewusstseinsbasis für eine neue Persönlichkeit, die vom aurischen Wesen in Zusammenarbeit mit den in der Mutter wirkenden Kräften aufgebaut wird.

Sünde: Das Thema ist so alt wie das Amen in der Kirche. Aber schon im Alten Ägypten mussten die Menschen, wenn sie durch die Tore der Unterwelt heil in das Gebiet des Orion kommen wollten, mit allerlei Bekenntnissen aufwarten, dass sie während ihres Lebens bestimmte Regeln und Gesetze eingehalten und die von „Göttern“ geschaffenen Anordnungen nicht übertreten haben. Das Alte Testament oder die Tora ist vollgepfropft mit vielen kleinkarierten Verhaltensregeln. So wird von Jesus berichtet, dass er viele von Menschenhand erschaffene Regeln der Tora keineswegs billigen kann. Eigentlich kann man keinem einzigen Menschen eine Grundschuld oder fundamentale Sünde durch sein Dasein auf Erden nachsagen, weil jeder in seinem physischen Dasein und auch im Zeitraum seines jenseitigen Erfahrungsleben von vielfältigen Kräften getragen wird. Zum Überfluss befinden sich in all diesen Kräften auch noch besondere Gedächtnisse, denen das Denken und Empfinden niemals ausweichen kann, weil sie den Erhalt des Lebens absichern. Zudem machen erst die eingespeicherten Erfahrungen ein Erkennen oder Erfassen von Sensationen überhaupt möglich. Zu allem Überfluss erklingen auch noch verschiedene Melodien vergangener Inkarnationen aus dem Gedächtnis der Lipika. Dabei ist jedoch unbedingt darauf zu achten, dass dieses dort angehäufte Karma nicht von der jetzigen Person stammt, ausgenommen das im aktuellen Leben neu geschaffene. Niemand kann dem Menschen also ernsthaft die finale Verantwortung für sein sündiges Verhalten aufbürden, er muss nur darunter „leiden“ im Sinne des griechischen „pathos“. Alle Vorprägungen sind die unabänderliche Grundstruktur seiner Realität in diesem Weltfeld, die er für seinen Lebensauftrag nun konstruktiv und intelligent nutzen solle. Tut er das nicht, aus welchen Gründen auch immer, wird das Karma weiterhin entsprechend den Regeln der Resonanz mit seinen Lebensreaktionen angefüllt. Der niedere Mensch mit seinen unstofflichen Kleidern wird nach einem längeren Aufenthalt im Jenseits wieder ausgelöscht. Es sollte dabei beachtet werden, dass auch nach dem körperlichen Hinscheiden die Lebenserfahrungen aus dieser Zeit von ca. 400 bis 700 Jahren, in der sich die Äther, die Astralis und die Anteile der Mentalis auflösen, ebenfalls aufgezeichnet werden. So kann mit Fug und Recht gesagt werden, dass der Mensch trotz aller Irrfahrten von seiner Monade über das Karma unweigerlich zur Erfüllung seines Lebensauftrages geführt wird. Bei allen Konflikten und Lebensfreuden bestimmt im Rahmen der Kraftfeldbeeinflussungen immer ein freiheitliches Bedenken die täglichen Entscheidungen für oder gegen die Evolution. Diese guten oder schlechten Aktionen des Menschen könnte man als Sünde bezeichnen. Aber darauf würde ich dann mit dem Gedanken antworten: „Wer selbst im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen!“

Verstand: Was kann oder macht der Verstand? – Es wird vielfach sehr unterschiedlich über dieses Phänomen des Menschen geschrieben, gesprochen und meditiert. Man sollte sich diese erstaunlichen Befähigungen einmal in Ruhe anschauen. Als erstes beobachtet man zunächst das Vordergründige: das Denken, wie wohl ein jeder weiß. Doch nicht jeder ist sich seines Denkens wirklich bewusst und erfasst die dazu gehörenden Vorgänge, weil er selten oder nie seine Aufmerksamkeit auf diese vielfältigen Prozesse lenkt. Jedes Denken findet sozusagen innerhalb eines „Gartens“ mit zahlreichen, bereits gepflanzten Blumen statt. Ohne ein gewissen Bildervorrat aus Erfahrungen, Vorstellungen, Meinungen und lebensnotwendigen Verbindlichkeiten findet kein Denken, Überlegen Bewerten etc. statt. Jeder Mensch ist voller solcher Weltanschauungen und selbst geschaffenen Wahrheiten, mit Dogmen und Tabus ausgestattet.

Der Verstand funktioniert wie ein perfekter Artist in einer Mannschaft aus mehreren Artisten am Hochseil. Als virtuelles Sinnesorgan muss er alle aktuellen Wahrnehmungen der Sinnesorgane auf der Basis eines emotionalen und konditionellen Settings der Körpers mit allen Gedächtnisstrukturen im Mikrokosmos – im Atemfeld, in der Astralis und in der Lipika – abtasten; simultan die vielfältigen Informationen in den zentralen virtuellen Denkapparat einspiegeln, und dann die plausibelste, dem Gesamtsystem am besten angepasste Information dem bewussten Denken zur Verfügung stellen, und je nach Situation diesen rational ausgewogenen Gedanken auch noch für einen grammatikalisch perfekt formulierten Satz in der richtigen Sprache – in der Muttesprache oder einer Fremdsprach – dem Sprechapparat zur Verfügung stellen. Es kann dabei durchaus vorkommen, dass der Verstand einen Gedanken formuliert hat, der dem Zuhörer nicht übertragen werden darf; dann muss schnell noch eine fast richtige Gegenargumentation aus dem Gedächtnis gefischt werden, die in der erkannten richtigen Absicht dem Zuhörer gefallen könnte. Bei alledem muss das Denken im Verstand natürlich auch der emotionalen Gesamtsituation des Gespräches Rechnung tragen. Das ist eine hochkomplizierte Angelegenheit, die niemals vollständig bewusst  gesteuert werden kann. Darum ist dieses Geschehen eingebettet in angelernte Modellstrukturen und antrainierte Formulierungstechniken, wie es vor allem in den Internaten für das Höhere Personal geschieht. Aber man sollte die Koranschulen oder buddhistischen Klösterschulen nicht unterschätzen, wo vor allem Dingen die religiösen Dogmen solange durchargumentiert werden, bis nahezu jede Antwortmöglichkeit bereits vom Kandidaten im Schlaf hergesagt werden kann. Man könnte so etwas ernsthaft als Gehirnwäsche bezeichnen, denn es entsteht dadurch kein wirklich freies Denken.

Der Verstand ist also ein virtuelles Organ, analog einem Computerprogramm, das auf die verschiedenen Gedächtnisse zugreifen kann, ggfs. auch auf das kosmische Gedächtnis, und gleichzeitig mit dem Input der Sinnesorgane und der Begehren und Gefühle des Körpers direkt verbunden ist. Das stoffliche Gehirn ist sozusagen die Hardware des Computers, in dem unter der Leitung des Verstandes und einem für alle geltenden System verschiedene virtuelle Programme kooperieren.

Das Programm Verstand fragt alle Gedächtnisteile nach der isobaren Regel ab, scannt die eingespeisten Strings, und gibt die Gedanken in das Assoziationsprogramm ein. Dort werden alle zusammenkommenden Informationen erst miteinander abgeglichen und dabei nach Begehren, Nutzen und Zweckmäßigkeit für das Überleben bzw. Zusammenleben bewertet und eingestuft, und für ein sinnvolles Handeln verwendet und soweit erforderlich über das Sprachmodul grammatikalisch ausformuliert über den Kehlkopf und den Mund ausgegeben. Simultan werden die kombinierten Informationen direkt für die Wahrnehmungsorganisation eingesetzt. Dafür arbeitet im Verstand eine Kombinationsmodul, das deduktive Vermögen, das die aus den Gedächtnissen abgefragten Inhalte miteinander verknüpfen kann. Diese assozierten Informationskomplexe werden dann dem Denken zum Bewerten übergeben. Hier wird vor allem selektiert, was davon im Sprechmodul über die Ausgabe verwendet werden soll. Hat der Verstand dann alle erforderlichen Informationen zusammengestellt und zu einem plausiblen Verbund versammelt, dann kann dieses Gedankenkonglomerat in das Programmtool „Sprechen“ oder in das Programmtool „Handeln“ eingespeist werden. Gleichzeitig, sozusagen simultan, werden alle aktuell stattfindenden Wahrnehmungen direkt von diesem Output codiert und gesteuert.

Auch wenn die Multiplexität all dieser Befähigungen scheinbar unüberschaubar ist, so reduzieren sich alle Verstandes bzw. Denktätigkeiten auf einige Grundfunktionen:

  1. Der Verstand muss als ein virtuelles Sinnesorgan betrachtet werden.
  2. Er steuert mit dem Bedenken alle bewussten sinnesorganischen Wahrnehmungen.
  3. Auf der anderen Seite kontrollieren das Wahrnehmen und Bedenken die gefühlsmäßigen Aktionen und begleiten das Handeln. Unzählige unbewusste Vorgänge im Körper beeinflussen das,
    was der Mensch konkret erfassen und bedenken kann.
  4. Der Verstand nimmt die Inhalte in den Gedächtnisse wahr. Durch Aufrufen und Abfragen, durch Bewerten, Zuordnen und das Ablegen mentaler Inhalte.
  5. Aus dem gesamten Vorrat von Informationen aller Gedächtnisse können je nach Flexibilität der Grundprogrammierung des Verstandes neue Gedanken-Kombinationen erdacht,
    gefunden werden.
  6. Verstand und Gefühle nehmen auch transpersonale Informationen in der Kommunikation mit Menschen und der Umwelt war, was mit der Sensibilität der unstofflichen Felder
    zusammenhängt.
  7. Das Denken formiert auf der einen Seite das Sprechen, die verbale Artikulation, und dominiert die psychischen und die physichen Aussagen des Körpers.
  8. Der Verstand kann Ahnungen, Intuitionen und Inspirationen wahrnehmen.
  9. Das alles geschieht mit den Energien des Mentalfeldes und der Bewusstheiten im Mikrokosmos.

Wellen und Kraftfelder:

Interferenz: ist die Änderungen der Amplituden (Höhen oder Tiefen) bei der Überlagerung von zwei oder mehr Wellen als eine Addition, bzw. Subtraktion.

Induktion: Darunter versteht man das kontaktfreie Übertragen von elektrischem Strom von einem elektrischen Leiter auf einen anderes Medium oder das Entstehen eines elektrischen Feldes bei einer Änderung eines Magnetfeldes, bzw. die Änderung des Magnetfeldes bei der Änderung des Stromes in der Magnetspule (Generator).

Resonanz: Widerspiegelung im Bereich der Wellen und Kraftfelder; Echoprinzip. Morphische Resonanz = formgebende bzw. sinngebende Reflexion; komplementäre Resonanz = eine entgegengesetzte Reflexion im bipolaren, dialektischen Lebensfeld.

Wille: Ein ganz wichtiger Aspekt des Lebens ist vor allem in der europamerikanischen Kultur, die mittlerweile den ganzen Planeten eingenommen hat, der ganz heilig gehandelte freie Wille. Er ist mit dem Verstandesdenken und dem persönlichen Begehren derart verbunden, so das psychologisch-gesellschaftlich keine besondere Trennung vorgenommen wird. Den meisten Interpreten ist der Wille ein eigenständiges Organ, natürlich im Gehirn, das von allen äußeren Beeinflussungen befreit agieren darf. Das wird von allen Potentaten, Herrschern etc. und sonstigen Machtmenschen stets verteidigt, wenn es denn notwendig wird auch mit Waffengewalt. Doch die Lautstärke der Argumentation macht noch lange keine Wahrheit.
Dem Thema Wille sind schon ganze Werke gewidmet, weil mit ihm vor allem die persönliche Lebensmacht gekoppelt ist. Darum notierte sich Friedrich Nietzsche immer wieder Gedanken zu einem Buch mit dem Titel „Der Wille zur Macht“. Es ist ein höchst komplexes Thema, weil das Begehren nach Macht in die Nähe einer heiligen Idealität rückt, denn Gott ist im Okzident und im Orient der Allmächtige. Alle geisteswissenschaftliche Kenntnis weist jedoch deutlich darauf hin, dass der Wille eben kein virtuelles Organ oder gesondertes „Programm“ im Denkvermögen ist. Vielmehr kann man ihn als ein sehr starkes Begehren, als eine kräftige Begierde bezeichnen, die im Denken mit einer unanfechtbaren Rationalisierung und trefflichen Begründung aufgewertet wird. Selbstverständlich wird man bei einem Despoten die Aussage „Meine Wille muss erfüllt werden!“ bereits kennen, und sich seinen unerbittlichen Forderungen beugen. Aber besonders in dieser Konstellation zeigt sich deutlich, das der Wille nur ein heftiges,  aus der Astralis emporquellendes Begehren ist, das sich einen unanfechtbaren mentalen Deckmantel übergehängt hat. Die Macht ist tief in der Begierde aus der niederen Astralis verwurzelt, weil sie eine kräftige Unterstützung der Selbst- und Arterhaltung darstellt. Für die Durchsetzung des Willensimpulses wird der Emotion eine rationalisiert mentale Begründung entwickelt, die dadurch zu einer ungeheuer bedeutenden Aktion hochstilisiert wird.  Es lohnt sich immer, im  Zusammenhang mit der Ratio auch jene Dogmen neu zu definieren, die sich völlig ungenau mit Halbwahrheiten über die tradierten Denkmechanismen in der Menschheit eingebürgert haben. Nun ja, im üblichen Sprachgebrauch wird sich trotzdem nicht ändern.

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Vorlauf – Basis der Evolution

Basis der Evolution

Kosmische Ordnung – Übersicht über alle kosmischen Felder

Das Bewusstsein erschafft den Körper. Wer seine Eingebundenheit in die ihn stets umgebenden und  durchdringenden unnstofflichen Kraftfelder nicht kennt, wird das Wesen und den Sinn des menschlichen Daseins nur unvollständig erfassen können.
Wer ernsthaft noch daran glaubt, sein Leben und sein Bewusstsein wären Auswirkungen seines materiellen Körpers, bleibt in dieser Vorstellung eingesperrt und kann nicht erfassen, welche weitreichenden Folgen sein Denken, Fühlen und Handeln für die ganze Welt hat.
Verantwortung für Frieden und ein gerechtes Miteinander kann nur der Mensch übernehmen, der umfassend seine Welt mit allen darin wirkenden Faktoren für sein Leben und das Sein der Natur erfährt.

Alle reden von der Wende – die Evolution ist ein kontinuierliches Geschehen im steten Jetzt.

In allen Medien wird ständig ausführlich über die weltweiten sich überstürzenden Ereignisse in Politik, Wirtschaft und Klimawandel  gesprochen. Zahllose Kapazitäten forschen über die materiellen Interdependenzen, und es ergeben sich viele erstaunliche Beschreibungen der offen liegenden Wahrscheinlichkeiten. Es ist absolut erstaunlich, dass der Mensch die Ursachen immer dort sucht, wo nur die Auswirkungen in den Erscheinungen zu finden sind. Es besteht doch die Frage: Warum sich das alles in unserer Zeit so abspulen muss? – Es scheint eine weltweit akzeptierte Vereinbarung zu geben, dass diese Frage nach der tatsächlichen Ursache in den weltweit verbreiteten Medien nicht gestellt wird.

Ist die Wende, die bereits in den 80ern von amerikanischen Philosophen verkündet wurde, noch nicht gekommen? – Oder wird sie nicht wahrgenommen? – Die sich abspulenden Weltereignisse überstürzen sich. Auf der Basis der bestehenden Kultur-, Wirtschafts- und Denkstrukturen haben sich die Konflikte weiterhin verschärft. Vor allem im Orient, Afrika, Asien – in den islamischen Ländern – aber auch in Südamerika häufen sich die politischen und religiös motivierten Konfrontationen.
Sind die Meinungsbildner und Journalisten angesichts der unüberschaubaren Katastrophen und all dieser menschlichen Ungeheuerlichkeiten an ein Tabu gefesselt.
Es scheint so, als wolle niemand ernsthaft die Wende? –


Sollte Dir ein Gedanke zu dem Text einfallen,
dann schicke ihn
mir
bitte zu. ⇒ Vielen Dank.


Der Büchermarkt und das Internet publizieren eine Menge über die Wendezeit und über das Neue Denken, und die Entscheider in der globalen Wirtschaft. Jedoch scheinen die meisten Regenten absolut kein Interesse daran zu haben. Warum stritt Frederic Vester um ein neues Denken, warum setzte er sich an Universitäten und in internationalen Organisationen für ein neues ökologisches Denken ein? – Warum geschieht nun heute wirklich nichts, was das  menschlich Leid lindern könnte?
Es fehlt etwas – Warum haben die Menschen wenig oder kein Interesse, die wirkliche Basis ihrer Lebenszusammenhänge zu erkennen? – Warum werden immer wieder die selben materiellen Zusammenhänge zitiert, die von empirischen Wissenschaftlern erforscht wurden?
Immer wieder werden gigantische Projekte begonnen, die im übrigen Milliarden des Volksvermögens verschlingen, in denen die Ursachen des Lebens und des Daseins aus  Erkenntnissen materieller Elemente und Zusammensetzungen entschlüsselt werden sollen, z.B. die Satellitenlandung auf dem Mars. Das geht nun schon seit Jahrhunderten so, und alle gewaltigen Anstrengungen zum Trotz, haben die Forscher mit ihren empirischen Methoden in den Bausteinen der Materie weder die Basis des Daseins im All noch den Ursprung des Lebens in der Mikrobiologie gefunden. Vom Sinn des Lebens auf dem Planeten Erde sind alle Hypothesen noch sehr weit entfernt. Selbst in Psychologie, Philosophie und Religion ist alles erzkonservative Spekulation im Wald statistischer Wahrscheinlichkeiten. Auf diese Weise wird vom Menschen der Grund seiner Evolution nicht erfasst.

Die Menschen werden weltweit in ihrem Konservativismus bestärkt.
Unterstützt von den materiellen Funden der Archäologie wiederholen Religion und Philosophie bereits aufgestellte und vielfach strapazierte Weltanschauungen.
Die empirische Wissenschaft hat sich mit ihren Grundregeln selber ein gewaltiges Gefängnis gebaut.

Irgendwie sehen die Berichterstattungen in Zeitschriften, TV und Internet immer wieder ganz neu aus, aber bei genauem Hinschauen und Vergleichen, kann jeder feststellen: Man findet in allen Hochglanzzeitschriften immer wieder die gleichen glücklichen, jungen Menschen – vor allem lächelnde Frauen – hübsche bezahlte Modelle mit großem Dekolleté – die stets die aktuellen Konsumprobleme vorstellen. Die politischen Gazetten strengen sich etwas mehr an, und bringen Karrikaturen oder am besten Katastrophenbilder mit leidenden Frauen und großen Kinderaugen aus dem Orient oder Afrika. Das psychologische Reizthema hat sich durch alle Zeiten hin nicht verändert. Die Häuser werden wohl höher, die Raketen werden größer, die Stadien  für Fusball, Tennis und Musik-Events werden immer internationaler, das Weltkulturerbe umfasst immer mehr Denkmäler, Städte und Landschaften … die Menschenrechte sind immer noch die alten. Sie werden entgegen allen politischen Beteuerungen von den meisten Staaten nicht wirklich eingehalten. Die Journalisten der Welt kennen das Grundprinzip des menschlichen Zusammenseins nicht wirklich, sie könnten ihm nicht mal in die Augen schauen. Es wird auch nur an ganz geheimen Plätzen darüber gesprochen, und nur wenige Menschen befassen sich ernsthaft damit. Doch ihnen ist die Grundproblematik jeder Kommunikation vollkommen bewusst: das richtige Zuhören. Wer nicht zuhören will, den braucht man nicht anzusprechen.

Es wird massenweise in allen Medien publiziert: Wie zu allen Zeiten werden überall die Schwachen ausgebeutet, überall werden die Reichen reicher und die Armen immer ärmer. – Der Tanz um das Goldene Kalb „Besitz, Aktien, Immobilien, Macht und Ruhm“ wird mit Glanz und Glorie in allen Ländern, auch in den ehemals kommunistischen Staaten weiter getanzt, allen Rebellionen und terroristischen Anschlägen zum Trotz. Und niemand hat ein Forschungsprojekt aufgelegt, um dahinter zu kommen, warum das alles so stupide in allen Epochen ablaufen muss. Wie zu Zeiten der Assyrer finden weltweit Religionskriege statt, ohne konkret nach den Ursachen der anachronistischen Religionen zu fragen. Bei allen finanziellen und kommerziellen Transaktionen werden Verträge unterschrieben, von Rechtsanwälten beglaubigt und mit Garantieansprüchen abgesichert, nur bei dem Glauben an ein Paradies gibt es keinerlei schriftlichen Beweis, geschweigen denn eine Art Reklamationsmethode. Unzählige Menschen opfern in unserer absolut modernen Zeit unglaubliche Summen für einen Platz im Garten Eden, ohne Unterschrift oder dergleichen. Im Tod wird das Mystische dann einmal manifest.

Natürlich sind die metaphysischen Kraftfelder oder Lebensgebiete für jeden bewussten Leser erst einmal sehr problematisch, und seine Zweifel an den Ausführungen in diesem Buch durchaus angebracht. Bedauerlicherweise ist in unserer Zeit der Denkansatz der meisten kreativen Erneuerer eine Hieroglyphe, eine „heilige“ „Einmeißelung“ in das allgemein festgeschriebene materialistische Weltbild. Es basiert auf der aristotelischen Annahme aus der Antike, dass einzig die empirische Erfassung der Natur zu der einen alles begründenden Ursache führen kann. Jedoch nach über 2000 Jahren intensivster Erforschung der materiellen Zusammenhänge können die wesentlichen Fragen des Lebens immer noch nicht beantwortet werden. Auch der in diese Weltanschauung eingebettete religiöse Gottesglauben – egal welcher Nation oder Rasse – ist mittlerweile soweit degeneriert, dass er die Ursachen oder den Sinn des Daseins kaum noch erklären kann. Vielmehr wird versucht, die abgeirrten Menschen mit den sozialen Folgen in dem unerquicklichen Zusammenleben zu versöhnen. Damit sie unterwürfig, bescheiden und devot weiterhin in ihrer Gesellschaft die bestehende Ordnung zur eigenen Ausbeutung aufrecht erhalten, werden ihnen idealisierte Lebensumstände nach dem Tod in einem Jenseits versprochen, das leider keiner konkreten wissenschaftliche Darstellung stand hält.

Fragt man nach dem „Warum?“ der weit verbreiteten „Fehlschaltung“ im Denken der Menschen, wird man auf ein eigenartiges Kräftegerangel aufmerksam. Hinter oder über allen materiellen Zusammenhängen wird wohl ein eigenartiges Spiel gespielt wird, das alles Geschehen durchwirkt und beeinflusst. Die Struktur dieses Vorgehens ist so konzipiert, damit dieses Kräftespiel von keinem Menschen erkannt werden kann. Jede Art von Tarnung, Betrug, Verleumdung und Diffamierung sind auf dieser jenseitigen Ebene fundamentale Notwendigkeit. Darum besteht meistens ein Mangel an wahrer Kenntnis der faktischen Zusammenhänge und der Aufgabe von Menschheit und Kosmos. Der Sinn des Lebens verschwimmt in vagen Vermutungen, hypothetischen und mystischen Denkmodellen, die auf sehr alten und längst überholten Weltanschauungen aufgesetzt sind. Je dürftiger die konkreten Beweise, desto lauter die Predigten und desto mächtiger die Prachtentfaltung der religiösen Autoritäten. Eingeschüchtert von soviel Prunk und Macht wird niemals nach einer Rechtfertigung ihres Reichtums gefragt. Das ist Tradition, das ist schon immer so, sind die banalen Bestätigungen. Denn wer nach einer Berechtigung für Spende und Opfer fragt, bedeutet für diese Diener der jenseitigen Kräfte eine echte Gefahr. Darum ist das konservative Getue für Religion und Schamanismus sowie der davon abgeleiteten esoterischen Gruppierungen eine entscheidende und alles erhaltende Bedingung.

Wer sich echt mit den beharrenden Kräften im Denken und Handeln auseinander setzt, wird sehr bald schmerzlich erfahren müssen, dass alle bisherigen revolutionären Denkansätze – auch die aus fernen Vergangenheiten – entweder nach einer sehr kurzen Frist wieder in der Versenkung verschwinden, oder auf eine sehr subtile Art und Weise in die reaktionären und traditionellen Strukturen umgebogen wurden, die seit langem schon von den leitenden Gesellschaftsschichten gewohnheitsmäßig praktiziert werden. Damit das auf alle Zeiten so bleibt, wurde in alle Pädagogik und Unterrichtung die höhere Bewertung traditioneller Denkweisen und Theorien eingerichtet. Alles, was aus einer antiken Vergangenheit kommt, ist eo ipso wahrer, richtiger und vertrauenswürdiger. – Immer wieder werden die hehren Tradition mit Fahnenschwenken und Prozessionen für die Götter der orientalischen und indischen Antike belebt. – Wie lange wird das Weltbild eines Aristoteles bereits lebendig gehalten? Trotz Gallilei, Keppler und Giordano Bruno.
Wenn sich eine große Gefahr für die bestehenden Weltansichten entwickelte, wurden die entstehenden Neuerungen von den Traditionalisten im Ansatz bereits verleumdet. Die Gegenrevolution der „alten Priester“ machte jede konkrete Erneuerung zunichte, wie sich in der Geschichte vieler Länder nachweisen lässt. Wie oft wurden neue Gedanken in Religion und Philosophie subtil mit den bestehenden Konzepten vermischt und dann banalisiert? Dafür wurden sogar Götter einfach umbenannt und in ihren Stellungen von Menschen versetzt.
Es gibt ein nahezu selbstlaufendes System im Konservieren der bestehenden Weltanschauung, in jeglicher Hinsicht. Und dann ist es kein Wunder, wenn man bei einigen Dichtern den Gedanken findet: Es gibt nichts Neues unter der Sonne!
Es ist wahrhaft an der Zeit, eine deutliche Wende im Denken zu vollziehen. Doch dafür ist eine Voraussetzung zwingend notwendig. (Man achte auf das Wort: not – wendig) Die Menschen müssten bereit gefunden werden, alle, wirklich alle Dimensionen und Kraftstrukturen dieser Welt und des Kosmos, also auch die des esoterisch-wissenschaftlich Erkannten aus den Sphären der jenseitigen Hälfte des Daseins zu akzeptieren und die Forscher dieser bislang okkulten Welten endlich anzuerkennen. Ja, die Kenntnisse um die unstofflichen Kraftfelder und ihre Wechselwirkungen im Leben müssten ernsthaft in die Betrachtung von Ursache und Wirkung beim kosmischen Geschehen als ganz konkrete Wirklichkeit mit einbezogen werden. Ansonsten bleibt wieder alles beim Alten. Das ist leider der prinzipielle Fehler beim reaktionären empirischen Denken!

Das Buch „Basis der Evolution“ will eine erste geordnete Aufstellung über die zahlreichen Dimensionen, Kraftfelder und Vorgänge der Welt sein, inklusive aller bislang als okkult bezeichneten Kräfte nach zu denken. Die allgemein wissenschaftlichen Hieroglyphen werden in die umfassende Zusammenstellung der unstofflichen Felder, der Dimensionen und Ansichten des Bewusstseins eingebettet. Aus dieser völlig umfassenden Perspektive, wenn Menschen und ihre Machthaber in Wissenschaft und Pädagogik das Gesamtgeschehen durchschauen und auch annehmen können, wird eine wirkliche Wende im menschlichen Zusammenleben eingeläutet. Kann die offensichtliche Verblendung, die der Menschheit absichtlich übergestülpt wurde und täglich erneut aufgedrückt wird, einmal wie Schuppen von den Augen fallen? – Wann wäre das endlich möglich? – Erst mit einer wirklich neuen alles umfassenden Weltanschauung kann sich die prinzipielle Lebenshaltung ändern, die auf ein harmonisches und förderliches menschliches Zusammensein mit allen Völkern und Nationen ausgerichtet ist. Es muss also mit einem neuen Bewusstsein beginnen, mit völlig neuen Perspektiven im Denken und einer neuen Zielvorstellung für den Sinn des Lebens. Dann könnte eventuell das „goldene Kalb“ für alle Zeiten seine Macht verlieren und eine wahre uneingeschränkte Humanitas selbstverständlich werden.

Erneut ein Wechsel auf die Zukunft? – Warum?

Die folgenden Seiten werden entscheiden, ob Sie, lieber Leser den in diesem Buch vorgestellten Gedanken folgen möchten. Oder ob sie lieber an den bestehenden Weltbildern festhalten wollen, die ihr Leben bestimmen.

Die die ganze Welt umspannenden Probleme in der aktuellen Zeit machen definitiv ein fundamental neues Denken notwendig. Die Warnungen des Club of Rome von 1972, die Aufrufe von Fritjof Capra in „Wendezeit“ oder die Appelle von Frederic Vester in „Neuland des Denkens“ und zahlloser anderer Autoren haben leider nur weniges faktisch in der Welt verändert. Selbstbereicherung und Ausbeutung der natürlichen Ressourcen sowie die politischen und religiös motivierten Konflikte haben rund um den Globus deutlich zugenommen. Der islamische Terrorismus breitet sich auf allen Kontinenten aus. Das Erstaunliche daran ist, dass viele gute Erkenntnisse und die zahllosen internationalen humanitären Bemühungen keine wirkliche Wende herbeiführen.
Es besteht die Hoffnung, dass viele Menschen sich bei der Bewältigung ihren aktuellen Lebensprobleme von dieser neuen zukunftsweisenden Anschauung leiten lassen werden. Vor allem, wenn die Menschen grundlegend verstehen und begreifen, dass es uneingeschränkt für jeden ganz konkrete Wege in ein humanes und gerechtes Miteinander geben kann, wenn wir – jeder für sich und auch gemeinsam – alle Begrenzungen der reaktionären materialistischen Denkbilder überwinden und die lebensspendenden Wirkungsmöglichkeiten unseres Erfassens und Bedenkens auch benutzen.
Bei Berücksichtigung aller Aspekte und Kräfte des Lebens, sowohl im Diesseits als auch im Jenseits, ist das weltliche Dasein umfassend erklärbar. Und das was erkannt und begriffen wird, kann zu einem Helfer aller Menschen werden. Der Zorn, der Hass und die Kriege, die Verschmutzung und Vernichtung der Natur können nur ohne die egoistische Ausbeutung und private Bereicherung eingedämmt werden. Die Wege zu einer Gesundung der Menschen und Renaturierung aller Kontinente liegen offen vor uns allen, wenn wir unsere Verantwortung erkennen und den transpersonalen, unstofflichen Teilen der Welt Raum in unserem Denken geben. Wo die Freiheit des unabhängigen Denkens den höchsten Stellenwert hat, kann sich ein gesundes Miteinander für die Welt und den leidenden Kosmos entfalten.

Dazu könnte dieses Buch „Basis der Evolution“ seinen Beitrag leisten.    

Wenn ich den zahlreichen Autoren danke, die ich im Laufe meines Lebens lesen durfte, ist es wohl ein wenig schräg, denn sie haben ihre Bücher ja veröffentlicht, damit sie gelesen und ihre Einsichten auch verarbeitet werden. Viele Erkenntnisse stellen bereits einen erheblichen Beitrag für eine Veränderung der Grundeinstellung in Denken und Leben. Das Überdenken der vielfältigen Literatur hat mich bei meinen Bemühungen um einen Gesamtschau auf die Fundamente des Daseins in der Natur nicht nur unterstützt, sondern auch beständig dynamisch vorwärts getrieben. Die manchmal schmerzlichen Denkanstöße haben mich jedoch zu der Überzeugung geführt, dass erst die Zusammenführung der Forschungsergebenisse aus den sehr unterschiedlichen Fakultäten und deren Denkansätze zu einem weiteren Verständnis der Lebenszusammenhänge und der Evolution in dieser ablaufenden Aquariusperiode beitragen kann. Vor allem die Gedankenwelt der modernen Wissenschaftler aus den Bereichen Kernphysik und Quantenmechanik hat die korpuskuläre Weltsicht aufgebrochen.
Die Welt der festen Materie wurde durch die Beschreibungen der Prozesse, des Geschehens, der Kommunikation und der unterschiedlichen Beziehungen ersetzt. In der subatomaren Analyse verschwand die feste Newtonsche Materie und wurde durch Aktivität, Form, abstrakte Ordnung und Muster ersetzt. Um mit den Worten des berühmten Mathematikers und Physikers Sir James Jeans zu reden: »Das Universum gleicht immer weniger einer Maschine und immer mehr einem Gedankensystem.« Die dreidimensionale Raum- und die eindimensionale Zeitvorstellung Newtons wich dem vierdimensionalen Raum-Zeit-Kontinuum von Albert Einstein. Die objektive Welt lässt sich nicht mehr von dem Beobachter trennen (Werner Heisenberg) und das lineare Prinzip von Ursache und Wirkung verliert seinen Platz als das einzige und notwendige verbindende Prinzip im Universum. In der modernen Physik ist das Universum nicht mehr das gigantische mechanische Uhrwerk Newtons, sondern ein vielseitig verflochtenes Netzwerk von Ereignissen und Beziehungen.
Einige prominente Physiker wie zum Beispiel Eugene Wigner, David Bohm, Geoffrey Chew, Edward Walker, Fred Alan Wolf und andere gehen davon aus, dass Geist, Intelligenz und womöglich Bewusstsein integrierende Bestandteile der Existenz unseres Universums sind, und nicht lediglich eine unbedeutende Randerscheinung der Materie. Obwohl die Quantenphysik die überzeugendste und radikalste Kritik des mechanistischen Weltbildes bietet, haben explizite Forschungserkenntnisse auch aus anderen Disziplinen der Naturwissenschaften zu wichtigen Veränderungen im Denken geführt. Unter diesen spielten die Kybernetik, Informationstheorie und Systemtheorie eine wichtige Rolle. Nicht zu unterschätzen sind die Bemühungen des Forschungsinstitutes für Noetik in den USA, wenn auch die Presse wenig darüber berichten darf.

Auf der anderen Seite haben sich die vielfältigen Methoden der Psychoanalyse mit den Religions-Philosophien, den Erkenntnissen der Mystiker aller Zeiten verbunden. Einige moderne Denker sind bis zu den transpersonalen Ansichten der menschlichen Vermögen vorgedrungen. In diesem umfassenden mentalen Feld begegnen sich nun alle Bereiche mit den grundlegenden Aussagen der Theosophen. Leadbeater und A. Besant, der Rosenkreuzer, M. Heindel und J.v.Rijckenborgh schreiben über die okkulten Zusammenhänge der Welt von einem in sich stimmigen und äußerst plausiblen Gesamtbild des universellen Geschehens. Die Zusammenführung und harmonische Übernahme der vielfältigen, bislang getrennt abgehandelten Denkansätze in eine gemeinsame Übersicht stellt die Bedeutung des sich nun entwickelnden Weltbildes für die Zukunft der Menschheit und des Kosmos in ein überwältigendes Licht. Die kosmische Ordnung in allen sieben Dimensionen bekommt für das irdische Dasein einen total neuen Stellenwert. Viele der bislang unbeantworteten Fragen können nun eine plausible wohlbegründete Antwort bekommen. Und jeder Mensch könnte an den Vorteilen der künftigen Gesellschaftsstrukturen teilhaben.

Peter Alexander Kremin                        Helmenzen 2017


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Zum Vorwort

Ein neues Denken

Gute Gründe für ein neuartiges Denken

Für viele Menschen ist die Welt ein Wechsel-spiel aus Körpern. Das mechanistische Denkmodell wird unbewusst auch auf abstrakte, auf psychische oder geistige Ebenen angewendet. Dieses Weltbild wurde bereits in der Antike von Aristoteles geprägt, der in seinen Ausführungen vor allem jene Naturerscheinungen, die mit den Sinnesorganen zu erfassen sind, als die eine Wirklichkeit bezeichnet. Gerade diese Weltanschauung wurde in Europa das ganze Mittelalter hindurch von den meinungsbildenden Vordenkern favorisiert. Die Aufklärung brachte dem aufstrebenden Europa vor allem viel technische Errungenschaften, unter denen die spirituellen Impulse jener Zeit begraben wurden. Die explodierende Wissenschaft im 19. + 20. Jahrhundert und die maschinelle Industrialisierung haben die mechanischen Dogmen stets tiefer in das Denken der Menschen eingeprägt.

Dieses kartesianische Bild des Universums steht in enger Beziehung zur Vorstellung von der Natur als einem Uhrwerk, mit der stumpfen Logik einer unbewussten Maschine und dem klugen Menschen als den obersten Maschinisten. Nahezu unbemerkt haben jedoch die Wissenschaftler seit längerem mehrfach bewiesen: Alle stofflichen Konzentrationen innerhalb unseres Universums können nicht mehr als isolierte Einheiten oder Körper verstanden werden, sondern lassen sich nur durch energetische Kraftfelder und innerhalb ihrer Wechselwirkungen mit anderen Energiekonzeptionen definieren.


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Eigentlich könnte das mechanische oder deterministische Weltbild längst durch eine  Weltanschauung aus Vibrationen und Kraftfeldern abgelöst worden sein. Denn ein realistisches Bild von der uns umgebenden Wirklichkeit erhält nur, wer sich von der körperlichen Weltanschauung verabschieden kann und beginnt, in Energiefeldern zu denken, in Interaktionen zwischen elektromagnetischen Klustern oder dynamischen Gravitationsfeldern. Dabei sind die Interaktionen zwischen den Feldern wesentlicher, sie sind das Leben schlechthin. Keineswegs die materiellen Bausteine.

James Jeans, ein amerikanischer Physiker, sagte: „Heute besteht ein großes Maß an Übereinstimmung, . . . dass der Strom unserer Erkenntnisse sich in Richtung einer nicht-mechanischen Wirklichkeit bewegt; das Universum beginnt eher wie ein großer Gedanke, denn wie eine große Maschine auszusehen.“
Die aktuelle Forschung zeigt uns ein Universum aus ineinander verwobenen Netzen von Zusammenhängen und sie bestätigt, dass dieses kosmische Gewebe von Natur aus dynamisch ist. Materie sind Wahrscheinlichkeitsstrukturen, Zusammenhänge in einem unteilbaren kosmischen Gewebe, das den menschlichen Beobachter und sein Bewusstsein mit einbezieht. Die Relativitätstheorie hat dieses kosmische Gewebe ausführlich beschrieben, und dabei dessen ureigenen dynamischen Charakter enthüllt und gezeigt, dass seine Aktivität, seine Expansion und Interaktion im Raum-Zeit-Kontinuum sein eigentliches Wesen ist. Viele Forscher ahnen, dass es eine darüber hinaus gehende Interaktion mit anderen, noch nicht erkannten Räumen geben muss, dass die erforschbare sichtbare Welt nicht alles ist. Denken wir dabei an Rupert Sheldrake, der den Begriff des „morphogenetischen Feldes“ prägte.

David Bohm äußerte in einer interdisplinären Diskussion: „Es ist eine absolut faszinierende Erkenntnis: Im Weltall herrscht fortwährende Bewegung; doch gibt es letzten Endes keine sich bewegenden Objekte; es gibt eine ununterbrochene Aktivität, jedoch keine Handelnden; es gibt keine Tänzer, sondern nur den Tanz.“  David Bohm lässt sich bei seinen Betrachtungen über das kosmische Werden von dem Begriff der „ungebrochenen Ganzheit“ leiten. Dabei geht er von dem Gedanken aus, dass Bewusstsein und Materie miteinander dynamisch verbunden sind. Es ist schon erstaunlich, wie intensiv moderne Forscher versuchen, die Grenzen ihrer Wahrnehmung zu sprengen, um der tief innerlich empfundenen Wirklichkeit näher zu kommen. Einerseits bleiben sie im Diesseits verhaftet, andererseits kommen sie jedoch dem Wesen der Welt und ihrem Sein recht nahe.

Ihre Bilder weisen uns eine Richtung: Die mechanische Welt gehört der Vergangenheit an, die Zukunft gehört den elektromagnetischen Interaktionen, sowohl im mikroskopisch Kleinen als auch in astronomischen Weiten, und der Kommunion mit Informationen. So steht auf allen Ebenen die alte Forderung wieder vor dem Menschen, sein Denken zu wandeln, die Bilder vergangener Weltvorstellungen zu löschen, damit für neue Weltanschauungen Platz geschaffen wird. Denn der Auftrag für die aktuelle Lebenshaltung reicht in die Zukunft. Wer die kosmischen sowie mikrokosmischen Zusammenhänge direkt in sein Leben zu übertragen weiß, wird mit völlig neuen Eindrücken im Denken konfrontiert. Darauf kann man nicht mit einem verflossenen Weltbild reagieren. Dann käme es zu Missverständnissen, dann entstehen Zweifel und das damit verbundene Chaos der Gedanken.

Alle mechanischen Erklärungen fesseln das Denken an die materielle Seite dieser Welt, an den Schein. Das Empfindungsleben wird ebenfalls auf die sinnesorganischen Wirklichkeiten der Selbsterhaltung des Körpers projeziert. Und das seelische Ahnen, das innere Lauschen in eine höhere Welt der Ideen und Ideale verstummt. Unser Bewusstsein wird auf diese Weise ungewollt stets erneut auf die Wahrnehmung der äußeren Welt getrimmt, und die Bedeutung und die Erfahrungen des Lebens werden immer wieder von körperlichen Werten geprägt. Alle Strukturen der Umwelt- und Selbsterfahrung werden dem entsprechend strukturiert. Die Vorstellungen und Weltbilder, die für das ganzheitliche Verstehen des Lebens erforderlich sind, auch um die inneren Intuitionen oder Inspirationen begreifen zu können, werden wiederholt in ein kartesianisches Weltbild gezwängt.

Wer sich den innerseelischen Ebenen nähern will, muss zuerst seine Denkbilder von den mechanischen Vorstellungen befreien und die neuen Bilder der von Licht durchfluteten energetischen Wechselbeziehungen in elektro-magnetischen Kraftfeldern annehmen. Alle lebendigen Ereignisse sind dynamische Inter-aktionen zwischen kleineren und größeren energetischen Vibrationseinheiten. Das Denken ist z.B. Folge der mentalen Bewegtheiten und Interferenzen von Kosmen innerhalb der mentalen Sphäre. Nicht Ich denke, spreche, fühle, handele. Sondern – die Person wird vom Mikrokosmos und seinen Wechselbeziehungen mit der Mentalis des Kosmos gedacht, die Person ist immer nur ein Werkzeug zur Offenbarung des dynamischen Feldes, zu dem sie gehört. Der stoffliche Mensch ist nur eine wirkende Eigenschaft des siebenfachen Feldes, des Mikrokosmos. Das mikrokosmische Mentalvermögen ist demnach nur ein Schwingungsmuster, ein Schwingungsknoten innerhalb eines größeren Schwingungsfeldes, z.B. im mentalen Kosmos einer Gruppe, auf der Arbeit oder beim Hobby, in der Gesellschaft, in einem Volk. Dieses Schwingungsfeld steht dynamisch mit weiteren geistigen Kosmen der Völker auf der Welt in Wechselbeziehung. Jedes Feld hat eine innereigene Dynamik, korrespondierend mit dem übergeordneten System, und ist dabei immer eins mit allen Kosmen des planetaren Feldes im Makrokosmos.

Dieses Kraftfeld des Sonnenlogos will uns zu einem neuen Denken führen. Dafür müssen wir als Person das bestehende Offenbarungswerkzeug zubereiten, und es so weit wie möglich vom Ballast des alten Denkens befreien. Wer mit einem neuen Denken begonnen hat, wird erleben, dass zahllose Klischees für das menschliche Zusammenleben völlig wertlos werden. Das neue Denken aus der höheren Mentalis erlebt sich dynamisch mit allen anderen Bewusstheiten im Weltenfeld verwoben. Auf der einen Seite schwingt es mit den mentalen Aktivitäten der irdischen Verbindlichkeiten und auf der anderen Seite steht es bereits in einem Kraftstrom der universellen Einheit, ist es mit der Klarheit des Lichtfeldes im irdischen Kosmos verbunden. Das erweiterte mikrokosmische Mentalvermögen, gespiegelt an der neuen Astralis des Herzens und der Wirksamkeit des Hauptes mit dem Kraftzentrum der Pinealis-Aura, bildet eine Rose aus sieben mal sieben Vibrationen des universellen Lichtstromes, dem Christuslicht. In diesem Licht werden die persönlichen Schwingungsmuster neu beleuchtet. In diesem Licht der Wahrheit bekommen alle mentalen Aktivitäten einen neuen Platz im großen Universum des Lebens.

Der Mikrokosmos mit seinen sieben Kraftfeldern ist immer eine dynamische Einheit, eingebun-den in eine multiplexe Kommunikation mit den interplanetaren Kosmen im Sonnensystem. Kein kosmisches Wesen, kein Mensch, kein Tier, kein Planet lebt und wirkt isoliert. Der lebende Äther durchströmt immer sämtliche kosmischen Ätherfelder. Die darin vorhandenen Vibrationen spiegeln sich gemäß dem isobaren Resonanzgesetz zu allen damit Verbundenen. Desgleichen geschieht in den astralen Feldern und ganz besonders in den mentalen Feldern. Niemand steht isoliert in allen diesen Vibrationskonstellationen. Nur die irdische kartesianische Vorstellung schafft den Wahn der eingekapselten, abgeschlossenen Persönlichkeit, die wie eine Nuss in der eigenen Schale ohne Kontakt mit den anderen Menschen lebt.

Das universelle Bewusstsein vibriert durch den Raum ohne Zeit – und ohne Grenzen teilt es seine Weisheit und Liebe mit allen Entitäten, Wesen und Kosmen, die mit ihren Vermögen dem Evolutionsprozess dienen. Christus will sich dem Menschen mitteilen. Dieses Kraftfeld schenkt sich jedem, hilft jedem, ihm gleich zu werden, damit sein Kleid – sein mikrokosmisches Vibrationsfeld – den sieben Bedingungen seiner Hilfe entsprechen kann. Durch diese beständige Annäherung, durch dieses ununterbrochene Bemühen, dem universellen Licht des Lebens gleich werden zu können, entsteht immer mehr das klare Verstehen des kosmischen Auftrages. Es entfaltet sich ein vorbehaltloses Annehmen, um aus der hohen Ideation der Schöpfung neues, schönes herrliches Werden fördern zu können.

Die Wiedervereinigung mit den dynamischen Kosmen im universellen Bewusstsein, in der Sphäre des Sonnenlogos, wird Wirklichkeit. Das dynamische Gleichgewicht der irdischen Natur wird seine Aufgabe als Erfahrungsfeld für die Evolution des Kosmos in der Aquariusperiode erfüllen.

 

 

Allbewusstsein


Die Ideologien der experimentellen Freiheitsphilosophie aus den vergangenen Jahrhunderten haben der Menschheit geholfen, bis in die Neuzeit zu kommen und alle Fürstentümer, Tyrannen und Diktatoren zu überwinden. Jedoch um wahrlich moderne Menschen zu werden, muss sich ein völlig neues Denken durchsetzen. Damit wird jeder dann einmal erkennen können, dass viele Hinweise im Neuen Testament oder anderen heiligen Büchern keineswegs Gebote oder Verbote sind, sondern Prophetien.
In unseren Tagen der beginnenden Aquariuszeit ist es eine der höchsten Aufgaben für alle Menschen, sich von allen Egoismen zu verabschieden, die einem in den beruflichen Durchsetzungsstrukturen gut geholfen haben. Jedoch ist es jetzt dringend notwendig der Menschheit die Kenntnis ihres kosmischen und mikrokosmischen Daseins nahe zu bringen,  damit sie die Verantwortung dafür zu übernehmen vermag, dass jeder Mensch im Feld des allumfassenden Bewusstseins mit jedem anderen nach der isobaren Resonanz verbunden ist. Ganz gleich welcher Rasse, welcher Sprache oder welcher Religion.

Bei den meisten Theologen und Philosophen beginnt ihre Wissenschaft mit dem Studium der alten überlieferten Schriften der heiligen Männer aller Zeiten. Man sagt, diese waren besondere Menschen, die eine mentale Verbindung mit den überirdischen Göttern hatten und darum hinter die offensichtlichen Geschehnisse des Alltags schauen konnten. Der materielle Vorhang der sinnlich wahrnehmbaren Welt hatte sich ihnen einen Spalt breit geöffnet, um den Menschen, die hören können – deren Mikrokosmos mental schon soweit entwickelt war –, etwas vom wahren Leben zu berichten und das Wissen um die eigene Entwicklung dafür zu vermitteln. Dieses Wissen, diese eine Weisheit aus der fundamentalen Kraft des universalen Bewusstseins befördert zu allen Zeiten die Evolution der Menschheit.


Sollte Dir ein Gedanke zu dem Text einfallen, dann schicke ihn mir bitte zu.  Vielen Dank.


Wenn im Evangelium des Johannes steht: «Im Anfang war der Logos – oder das Wort» – das ist der siebenfältige Name Gottes –, dann kann ein pragmatischer Wissenschaftler der modernen Zeit sagen – wenn er die einfach Übersetzung des Begriffs „Logos“ von Luther etwas beiseite legen kann –: Zu allen Vorgängen im Kosmos gehört natürlich immer auch eine Energieform, eine Art elektromagnetisches Kraftfeld. Giordano Bruno hat dafür das Konzept der Monaden entwickelt. Den Kosmologen und Astronomen ist der Gedanke an eine ursächliche Kraft zu Beginn der Schöpfung wohlbekannt, darum suchen sie schon ein Jahrhundert nach der einen, für alles gültigen Kraft in der materiellen Natur. Dabei bezeichnen sie diese universelle Kraft meistens als «Licht». Dieser Begriff steht in der Physik nicht nur für das sichtbare Licht, einem kleinen Abschnitt im Spektrum aller elektromagnetischen Kräfte, von den längsten Langwellen bis zu den kürzesten Vibrationen aus dem Weltall, die von irdischen Messgeräten erfasst werden können. Dabei sollte jedoch bedacht werden, dass die Eingeweihten aller Zeiten auch von den unstofflichen Kräften im Jenseits und im Kosmos sowie im eigenen Mikrokosmos wussten. Die Ätherwelten, die astralen Kräfte, die mentalen und die drei nirvanischen Energiefelder der Natur waren ihnen wohl bekannt, und diese sollten dem allgemeinen Begriff „Licht“ hierbei hinzugerechnet werden. Es muss aber – wenn wir beim Originaltext im Neuen Testament bleiben – hinzugefügt werden, dass alle Kraftfelder des Universums keine unbelebten oder unintelligenten Kräfte physikalischer Wirksamkeit darstellen. Die Erkenntnis, dass in allen Welten und Kraftfeldern das universelle Bewusstsein wirkt, ist von fundamentaler Bedeutung. Die Lichtvibrationen, die Kraftfelder des Kosmos sind also im umfassendsten Sinn belebt, können sich und die Umwelt erkennen, deduktive Beschlüsse fassen und sinnhafte teleologische Aktionen und Kooperationen durchführen. Dabei ist das Grundprinzip der Resonanz auf die harmonische Kohabitation aller mit allen ausgerichtet.

Das Wort vom Anfang, der griechische Begriff «Logos», bezeichnet diese umfassende Bedeutung deutlich und unmissverständlich. Im universellen «Licht», dem «Logos» vibrieren sowohl die fundamentale Energie, das Licht, als auch ein dazu gehöriges, total integriertes eigenständiges Bewusstsein, Wahrheit, Weisheit, Liebe, Gerechtigkeit. Es ist der heilige Siebengeist, Gottes Name mit sieben Buchstaben. Die fehlgeleiteten Übertragungen des ursprünglich griechischen Begriffs rücken den Logos, Tao, Akasha oder Chi in die Nähe der Kommunikationswissenschaften, was eine ganze Reihe irreführende religiöse Konzepte ausgelöst hat. Diese Entwicklung hängt leider auch mit der antiken Attitüde der Mittelmeervölker zu Beginn unserer Zeitrechnung zusammen, einen persönlichen Gott zu verehren, den man auch plastisch in Stein gehauen in einen Tempel stellen kann. Sie alle beleben das Bild des „Gottes im Außen“, sehr wohl irgendwie metaphysisch, aber dennoch auch persönlicher Ansprechpartner, viel majestätischer als alle Könige, aber dennoch einbezogen in das Irdische, wenn auch überdimensional. Zu diesen göttlichen Weltbilder gehören dann auch irgendwo räumlich oder überräumlich existent so etwas wie ein Himmel, ein Garten Eden oder ein Sommerland und dann natürlich unterirdisch eine Hölle oder Hades, in der der Mensch oder seine Seele nach entsprechendem Wohl- oder Böseverhalten nach seinem physischen Tode seinen zukünftigen Aufenthalt verbringen muss.

Diese siebenfältige Kraft aus der Urmonade, die in sich und aus sich heraus alle weiteren Monaden hervorgebracht hat. In diesen und aus ihnen wurden alle Erscheinungen im All geschaffen und werden auch aktuell weiterhin hervorgebracht. Sie wirken absolut zielgerichtet und hochintelligent für deren Erhaltung und für die harmonische Evolution aller Lebewesen, Entitäten und Hierarchien, Galaxien, Kosmen, Sterne und Planeten des gesamten Universums.
Sie ist in sich und mit allen Monaden in einer hohen Ordnung kohabitativ strukturiert sowie hierarchisch untergliedert. Sie ist die Urmonade – das Urkraftfeld der ersten Offenbarung in IHM, Tao. Dieses erste Feld der Offenbarung, die Urmonas, die seit dem Anbeginn das universale Bewusstsein von IHM ist, wird in den unterschiedlichen Lehren der esoterischen Welt als das PSI-Feld, Brahman, Chi oder die Akasha etc. bezeichnet. Dem menschlichen Denken wird dabei ganz deutlich gezeigt: das All kennt nur eine einzige Perspektive, mit einem Anfang vor aller Schöpfung, der in fernster Vergangenheit an einem bestimmten Scheidepunkt beginnt, und einem vorher bedachten Ende, dem Eingang aller Monaden mit ihren involvierten, vollkommen entwickelten Lebewesen, in das universalen Bewusstsein. Es ist überaus problematisch, davon zu sprechen oder zu schreiben, denn aus der Sicht des irdischen Menschen existierte einstmals vor Beginn allen Seins das unkennbare, alles umfassende Feld des ungeschaffenen Gottes – das Feld, das vor allem Anfang ist und in aller Ewigkeit sein wird. Denn Zeit und Ewigkeit sind sich selbst stets gleich verfließend und dennoch unverflossen, ohne Anfang und ohne Ende. Die Männer des Sanskrit haben dieses Problem für sich gelöst, indem sie sich das Ein- und Ausatmen des Brahman dafür vorgestellt haben.

Für die Menschen ist immer ein unfassbares göttliches Lebensfeld existent, das uns Hermes Trismegistos in einem Lobgesang des Pymander beschreibt, das Dionysios Aeropagita in seinen mystischen Traktaten umreißen will. Es ist das Ahura Mazda, die allerhöchste umfassende Weisheit des persischen Zarathustra, die gleichzeitig auch die über alles und in allem wirkende Kraft aller Welten ist. Wenn auch die Menschheit nur in staunendem Anbeten vor ihr stehen kann, ohne sie wahrlich zu begreifen, so sind wir doch alle und ist das ganze All mit allen Geschehnissen und Bewusstheiten in ihr, der Urmonas geborgen, aus ihr sind alle weiteren Monaden hervorgegangen und in eine teleologische Evolution eingebunden, die alle Monaden und ihre vollendeten Wesen einmal wieder in dem universalen Bewusstsein, der Urmonas aufnimmt.
So steht in der Genesis geschrieben: zu Beginn der Schöpfung schwebte der Geist über den Wassern. Auch hier wird das göttliche Bewusstsein, die Wahrheit, die Sophia mit der fundamentalen Kraft – den lebenden Wassern, Symbol für die stets fließende, nie versiegende Kraft Taos – verknüpft. Die Schöpfung und alles was in ihr geschah, geschieht, und geschehen wird, entfaltet sich aus dem Geist, dem kraftvollen Bewusstsein, dem All-Wissen, der hohen Weisheit, der einen ungeteilten Wahrheit und den sieben Kräften, den Energien des Heiligen Lichtes, der Lebens-Vibration oder der Sphären-Musik.
Es ist der Sohn des Vater-Mutterfeldes, die erste Monade, das umfassende Bewusstsein. Sie offenbart sich sofort in der Dreiheit. Geist (Bewusstsein), Dynamik, Schöpfung (Realisation), der Ursprung von allem, die Offenbarung und der heilige Geist oder der Vater, der Sohn und die Mutter. Diese Trinität des Daseins durchtönt alle Kreationen im All bis hinein in die kleinsten Handlungen jedes animalischen Seins. In jeder Handlung klingt ein sinngebender Impuls, ein Gedanke und ein entscheidender Plan, ein Bedürfnis zur Realisation. Jede Handlung wird mit einer Kraft im Gefüge eines Gedankens und Begehrens durchgeführt. Oder andersherum gesagt: ohne Begehren und Bedenken entsteht keine Aktivität, ohne geplante energetische Wirkung wird keine Tat, keine Veränderung durchgeführt – offenbart sich keine Schöpfung. Jede Evolution steht in einer Idee (1), geschieht nach einem Plan (2), wird mit Energie vollzogen (3).
Nun ist es allerdings nicht so, wie es sich im Islam darstellt. Hier unten lebt der Mensch in seiner irdischen Welt und da oben ist dann allumfassend Allah. Das kosmische Geschehen ist in einer abgestuften Hierarchie aufgebaut. In sieben kosmischen Gebieten, wirken in den sieben Dimensionen sieben Kraftfelder. So gibt es dann auch im Allgeschehen einen Unterschied zwischen dem universalen und dem universellen Bewusstsein, der von besonderer Bedeutung ist, insofern die verschiedenen Strata und Galaxien im Universum richtig verstanden werden. Zunächst wäre dabei zu klären, dass das Bewusstsein selbst ein ganz besonderes Kraftfeld ist. Wie in vielen Schriften bereits dargestellt, ist es die Kraft, die allem Leben und allen Wesen, Entitäten, Kosmen und Mikrokosmen immanent ist. Es wird in China Tao genannt oder in der modernen Philosophie  PSI, Chi, oder in Indien von Shankara die Akasha, also die das All tragende fundamentale Vibration, das universelle Meer der lebenden Wasser. Eine Kraft ist immer auch eine Energievibration, in diesem Falle ist sich diese Kraft ihrer Selbst bewusst, ganz gleich in welchem Teilchen oder Teil der Gesamtschöpfung sie sich offenbart. Das alles umfassende Bewusstsein von Anbeginn bis in alle Ewigkeiten ist das universale Bewusstsein, die Urmonas, das allumfassende Schöpfungsfeld im unkennbaren Gott. Dieses beweist sich zum Beispiel auch als Bewusstheit in der Sonnenmonade, aus der Christus hervorging, um dem Kosmos Erde bei seiner Evolution zu helfen. Im Sonnenlogos vibriert ein universelles Bewusstsein, von dem ein Anteil im Kosmos der Erde als kosmisches Bewusstsein für das irdische Leben wirkt, und ein mikrokosmisches Bewusstsein aus der Monade dem Menschen für sein Denken zur Verfügung steht.

Im Mikrokosmos könnte man also ein umfassendes aurisches Bewusstsein erkennen.  Zudem gibt es in jedem einzelnen Kraftfeld des Mikrokosmos und des Kosmos, also im Äther, in der Astralis, in der Mentalis usw. jeweils ein eigens Bewusstsein. Alle „unteren“ Bewusstheiten sind anteilig in den höheren aufgenommen. Somit sind alle Bewusstheiten aller Galaxien und Kosmen des totalen Universums stets im universalen Bewusstsein eingebettet und kohabitieren miteinander. Grundsätzlich ist dabei auch zu bedenken, was den irdischen Vorstellungen von Kraftfeldern nicht unbedingt entspricht: Das Bewusstsein ermöglich auf jeder Stufe, auch im kleinsten Atom, ein Erfassen von sich selbst und der näheren Umgebung, auch der Kraftfelder in das es eingebettet ist, ein Bewerten der sich entwickelnden Sensationen, der erfassten Ereignisse und Zusammenhänge, sowie ein Bedenken und Planen von Reaktionen und ein Anlegen von Gedächtnisinhalten nach dem Isobaren Resonanzgesetz in kleineren oder größeren Modulen, Strings oder Holokumulies, Kluster o.ä. Von dort kann das Wahrnehmungsorgan des Bewusstseins, der Verstand, manchmal auch Vernunft genannt, – was nur eine Art von Selektionsmöglichkeit nach ideellen Vorstellungen bedeutet –, bestehende Erinnerungen aus den diversen Gedächtnissen abrufen und in das allgemeine Bedenken mit einbinden. Genau so wie wir uns das Denken vorstellen. Allerdings können die Aktionen des Bewusstseins in den drei höheren Kraftfeldern der nirvanischen Sphären nicht wirklich beschrieben werden. Es fehlen dafür einfach die geeigneten Worte. Und selbst wenn sie von einem Eingeweihten den Menschen in einer Vision geschenkt würden, wer vermöchte es dann richtig verstehen? (Selbst Christus, der große Eingeweihte in diese Mysterien, ist von seinen Aposteln nicht wirklich verstanden worden.) Heute würde es allerdings schon ausreichen, wenn sich viel mehr Menschen aus der Überschattung der dogmatischen Weltanschauungen, Philosophien und Religionen hervortreten könnten, um sich in das klare Licht des universellen Bewusstseins ihrer Monade oder des Christus zu stellen.

In unserer Natur findet jede Verwirklichung, jede neue Realisation in einem stofflichen Substrat statt, das nach der Absicht der höheren Kraftfelder – Astralis und Mentalis – über den Äther Form und Gestalt erhält. Die Realisation in der stofflichen Wirklichkeit kann nur innerhalb einer bewussten Triade geschehen, wobei die gemeinsame Wirkung aller Stofflichkeiten sehr unterschiedlich sein kann. Denn die unstofflichen Kräfte und ihre Manifestationen können die Menschen in dem materiellen Lebensfeld mit ihren fünf stofflichen Sinnesorganen nicht wahrnehmen. Da diese selbst als Organ aus Atomen und Molekülen mit einem stofflichen Körper über Nervenbahnen mit dem stofflichen Gehirn verbunden sind, können sie eben nur die äußeren materiellen Erscheinungen der Gegenstände oder Eriegnisse dem aktuellen Denken vermitteln. Nur die äußeren grobstofflichen Erscheinungen manifestieren sich wahrnehmbar in unserer sinnlichen Welt, obgleich sie ohne das Energiepotential des Ätherfeldes selbst niemals existent wären.

Ob es ihm nun bewusst ist oder nicht, bei allem Tun und Handeln steht der Mensch stets im Verbund mit allen ihn umgebenden Kräften, die ihn beim Denken, Begehren und Handeln leiten und führen, ja, die ihm das Bewusstsein seiner Aktivität in der Form schenken, so dass er sagt: Ich habe es getan! Allerdings hören wir von Gustav Meyrink, zitiert in seinem Traktat „Die Verwandlung des Blutes“: In dem indischen grandiosen Epos „Die Bhagawadgita“, das ausführlich über Yoga spricht, wie wohl kein zweites Buch, heißt es: »Jedwede Tat, die hier geschieht, geschieht nach dem Naturgesetz.–‘Ich bin der Täter dieser Tat‘ – ist selbstgefälliges Geschwätz!« – Alles Handeln durch den Menschen, alles Wirken des Mikrokosmos für den Kosmos, kann nur geschehen, weil in ihm eine Anknüpfungsmöglichkeit mit den Kraftfeldern des All implementiert ist. Er ist nicht die Kraft selbst, aber sein Leben zeugt von den Kräften, die durch ihn wirken können. Darum sagt auch Johannes im NT: «Ich bin nicht der Messias, aber ich zeuge von ihm.» Es wird in diesem heiligen Buch nicht nur eine Prophetie geschildert, sondern in ihm wird eindeutig auf eine grundlegenden Gesetzmäßigkeit in der Schöpfung hingewiesen. Jede Tat aus bewusstem Krafteinsatz kann nur geschehen, weil der Handelnde lichtfähig ist – wie Eckartshausen sagt – weil seine mikro-kosmischen Kraftfelder die Kräfte aus dem All assimilieren und diese für die beabsichtigte Aktion wirkfähig umwandeln. Jeder Mensch vermag darum nur die Energie verwenden, die mit ihm eine Verbindung eingegangen ist, weil sie von ihm angezogen werden konnte und ihn darum durchströmt und belebt. An der Art und Weise, Dynamik und Melodie, sowie der Zusammensetzung dieses Stroms von Kräften kann jeder Mikrokosmos gesehen und von dafür geeigneten Wesen – Menschen, Devas, etc. – erkannt werden. Dies geschieht in vielfacher Hinsicht, zumal die Menschheit als Ganzes einen Auftrag zu erfüllen hat, wobei jeder, ebenso wie in einem Orchester bei einer Symphonie seine Partitur zu spielen hat. Diesbezügliches Fehlverhalten wird liebevoll korrigiert, was sich bis in körperliche Veränderungen auswirken kann, die vom Menschen nicht unbedingt für gut befunden werden.

Aus dieser Sichtweise ergibt sich eine weitere sehr bedeutsame Perspektive. Jedes Lebewesen, jeder einzelne Mensch, jedes Tier, jede Pflanze ist an seinem Platz und auf seine Weise immer ein mitverantwortlicher Akteur im Allgeschehen. Denn alles, was irgendwo geschieht, ist stets eingebettet in das universale Bewusstsein, die Akasha, in die alles und alle anderen mit ihren Reaktionen ebenfalls eingebettet sind, und auch in die Energiefelder, die Wasser des Lebens, die für alle ausgegossen werden. Der bekannte Satz aus der Genesis: «Der Geist schwebte über den Wassern…» – sagt es sehr gut aus: alles Sein sind Kraftfelder mit Bewusstsein.

So wird uns in der indischen Philosophie, unter anderem in den Upanischaden und der Baghavadgita erklärt, dass Brahman im Menschen nur wirken kann, wenn Atman in ihm einen Platz gefunden hat. Die wahre Wissenschaft entfaltet sich also stets im Wechselspiel zwischen dem universalen Bewusstsein der höchsten Offenbarung des Siebengeistes, dem eingeborenen Sohn und der hervorbringenden Harmonie im Mikrokosmos. Alles Wirken des Menschen ist immer die wahrhaftige Offenbarung seines totalen Seins in allen seinen Feldern. Oder anders gesagt, in seinem Tun und Handeln zeigen sich stets die Kraftwirkungen, alle bewussten und unbewussten Absichten und Begehren, bilden sich die Komponenten ab, die ihn handeln lassen. Für den Menschen, der das weiß und sehen kann, bleibt nichts verborgen.

In unseren Tagen der beginnenden Aquariuszeit ist es eine der höchsten Aufgaben für alle Menschen, sich von allen Egoismen zu verabschieden und die Verantwortung dafür zu übernehmen, dass jeder im Feld des allumfassenden Bewusstseins mit jedem verbunden ist. Jeder Gedanke, jede Handlung hat eine Auswirkung auf alle anderen Mitbürger unseres Lebensfeldes und darüber hinaus. Was sagt uns Mirdad (Akteur in dem gleichnamigen Buch von Mikhaïl Naimy) über unser Denken: «Jeder Gedanke ist wie mit großen Lettern an den Himmel geschrieben, und jedes Wort kann von aller Welt gelesen werden.» Und die Chaostheoretiker wagten zu behaupten: Ein Flügelschlag eines Schmetterlings in Mexiko kann einen Tornado in China auslösen.
Liest man in den heiligen Büchern und Folianten, dann stolpert man ziemlich oft über Aussagen wie: Du sollst; Du musst! etc.. Es sollte einem bewusst werden, dass das alles keine Vorschriften und Gebote für einen verirrten Materialisten sind, der sich als unabhängige Persönlichkeit in der Freiheit seines Seins erfindet, sondern diese Aussagen formulieren ein prinzipielles Grundgesetz: Alles und alle sind miteinander verwoben wie in einem großen schillernden Seidentuch aus Marrakesch. Und wer an der einen Seite des wunderschönen Tischtuches einen Faden zieht, reißt möglicherweise die ganze Tischdekoration mit herunter. Im Nachhinein, wenn das Unglück geschehen ist, will es niemand gewesen sein. Und sie haben natürlich aus ihrer Perspektive eines Materialisten so recht, denn sie konnten die unstofflichen Wirkkräfte nicht mit ihren materiellen Sinnen und ihrer eingebildeten materialistischen Denkweise verfolgen.
Das Weltgeschehen beweist: es ist genug falsches Denken und Handeln von Menschenhand geschehen, in dem das Resonanzgesetz des irdischen Tränentals ignoriert wurde. «Sie haben Augen und können nicht sehen, sie haben Ohren und können nicht hören.» Dennoch wird das Chaos immer und immer wieder fortgesetzt. An allen Orten ist es zu merken und die Verwirrung und das Leid der Menschen wird täglich größer. Die Menschen verhalten sich wie der in der Ballade von J.W. von Goethe beschriebene Zauberlehrling, der die hervor gezauberten Besen nicht mehr beim Wasser-Holen bändigen kann.

Wer wahrlich geisteswissenschaftlich arbeiten will, wer zu höherer Erkenntnis kommen will, wird die heiligen Bücher und Philosophien aller Kulturen aus der Perspektive der menschlichen Evolution studieren müssen, die noch nicht abgeschlossen ist und noch auf ihre Vollendung im Allbewusstsein harrt. Aber nicht nur studieren und theoretisieren, bis die Gedankenwolken in den Hörsälen dick zum Schneiden geworden sind! Vielmehr sollte jeder Student die Quintessenz der Gedanken in die eigene Lebenshaltung hineinziehen, wenn die Theorien es ermöglichen. Wenn sich die Philosophien allerdings nur um sich selbst und ihre eigenen Aszendenten drehen, dann sollte man sie schnellstens dem Antiquariat überlassen. Dabei ist heute wohl weltweit ein alles entscheidender Schritt von möglichst vielen Menschen zu machen. Aber das wird in der uns umfangenden Sphäre der rächenden Äonen nicht so leicht werden. Nahezu alle Religionen und Philosophien, und natürlich alle ihnen unterliegenden Wissenschaften beschreiben „Gott“, oder wie er auch immer in anderen Sprachen oder Zivilisationen genannt wird, außerhalb des Menschen. Es ist immer ein Hier und ein Dort, hier der Mensch und dort das Göttliche, die Welt der Ideale. Mit dieser Annahme, Hypothese oder Fiktion, die diesem nahezu unausrottbaren Dogma der letzten Jahrtausende werden alle Gläubigen für einen Archont und seine Äonen ausgebeutet. Besondere Stärke und Ausbeutungsdramatik erreichten alle diejenigen Götter, die personifiziert und mit Hilfe von Statuen oder menschenähnlichen Plastiken dargestellt, mit Opfergaben verehrt und angebetet wurden, wegen egoistischer Wunscherfüllung. Aus meinem Elternhaus erklingt die mütterliche Ermahnung: „Hilf Dir selbst! Dann hilft dir Gott!“ Dieser Satz bekommt jetzt eine tiefe Bedeutung, denn es geht nicht darum, dass irgend ein Gott mir helfen wird, wenn meine kleinmenschliche Hilfe zu versagen droht, nachdem ich mich unsäglich bemüht habe. Nein und abermals nein. Der Gott ist nicht außerhalb des Mikrokosmos. Er ist ein wesentlicher Teil des Systems, sogar der absolut wesentlichste.
Ich muss ihn nur erwecken. Das Vermögen dazu ist implementiert: Atman, der eingeborene Sohn, die Verbindung mit der Monade. Für diese Erweckung der höheren Begehren, der höheren Astralfelder des Mikrokosmos, und des höheren Denkens und Erfassens mit den noch fehlenden Ansichten der Mentalis, muss der Mensch aktiv die Verwirklichung der persönlichen Heiligung in der Materie völlig aufgeben. Die Anhänger des alten Humanismus, der unsere Kultur hat versteinern lassen, lehnen eine solche Vision total ab. Sie stellen sich vor, der Mensch habe dann kein individuelles Ziel mehr, er verliert seine Persönlichkeit . Wie könnte der Mensch, der zu einem viel höheren Denken vorgestoßen ist, der alle niederen Begierden auf das biologische Minimum reduzieren konnte, ohne jedes Verzichtserlebnis, wie könnte er den Verlust seiner materialistischen Erscheinung als schmerzhaft erfahren? Ihm wurde die zur Zeit höchst erfahrbare Möglichkeit seines „göttlichen“ Bedenkens und Erfassens geschenkt, eingebunden in die Gedächtnisse aller mentalen Felder des Sonnenkosmos. Die aktuelle Persönlichkeit ist nicht das höchste Gut des Menschen und auch nicht die Krone der Schöpfung. Sie ist Teil eines sich entwickelnden Mikrokosmos, einer sich weiter entfaltenden Zelle innerhalb des Kosmos, die zu einem neuen Evolutionsschritt gedrängt wird. Die Überlieferungen und die kosmischen Entwicklungen fordern die Menschheit auf, alles irdische materielle Hin- und Hergeschiebe auf allen Ebenen, also Sport, Kommerz, Kunst, Kultur, Humanität Karitas und Religion, insoweit es über die Grunderfordernisse der irdischen Existenz hinausgeht, aufzugeben, um zu dem einen fundamentalen Ziel zu gelangen. Das wahrhaft erwachte Denken und Erfassen stößt vor in einen weiteren Bereich der universellen Kommunikation des universalen Bewusstseins, in dem die Wesen und Entitäten für die Kohabitation aller Galaxien im All wirken. Dafür kann bereits heute die persönliche stoffliche Existenz viel weiter begriffen und als ein Instrument des Erwachsenwerdens verwendet werden, während sie gleichzeitig, ohne Schaden zu nehmen, mit dem kollektiven Leben aller Kosmen des Sonnenlogos verschmilzt. Das Motto, das dem Hermes Trismegistos nachgesagt wird: «Alles empfangen, alles umwandeln und dann alles wegschenken!» – ist die grundlegende Formel für das universelle Resonanzgesetz, für die Wirkung und Erleuchtung allen Seins. Die Schöpfung im All verläuft nach diesem Spiegelgesetz: «Gib, so wird Dir gegeben.» Wer viel gibt, dem wird viel gegeben. Wer wenig gibt, dem wird auch das noch genommen, was er bereits hat, sagt Jesus im NT zu seinen Jüngern!

Trennen wir uns endgültig von den Ideologien der experimentellen Freiheitsphilosophie der vergangenen Jahrhunderte und beginnen wir als wahrlich moderne Menschen zu akzeptieren, dass viele Hinweise im Neuen Testament oder anderen heiligen Büchern keine Gebote oder Verbote sind, denen wir von „Gottes“ wegen gehorchen müssen, wobei wir uns unter Umständen noch überlegen können, ob wir sie befolgen müssen oder nicht. Die Gesetze, die Jesus konkret und in Gleichnissen vor seine Jünger oder Zuhörer stellt, weisen auf die grundlegenden, stets ablaufenden Gesetze hin. Alles Leben und Sein läuft nach diesen einmal gesetzten Prinzipien des Universums ab. Und es ist noch niemals ein Held geboren oder ein Demiurg geschaffen worden, der auch nur einen Tüttel daran ändern konnte. Jeder wird das ernten, was er gesät hat, auch wenn er längst kein Bauer mehr ist. Auch ein Banker wird seinen Lohn einstmals erhalten, je nach der Messlatte seiner Verwirrspiele. In dem fundamentalen Prinzip der Nemesis, der isobaren Resonanz, zeigt sich das Bild der Verantwortung eines Jeden für sich selbst, aber auch seine sehr persönliche Verantwortung für die ganze Schöpfung. Daran wird er nach seinem stofflichen Ableben gemessen werden. Da auch sein Mikrokosmos einmal als ein voll funktionsfähiges Werkzeug in das Allgeschehen integriert werden soll, wird er im Jenseits ganz besonders für ihn kalibrierte Ereignisse absolvieren müssen, die dann auch seine Einsichtsfähigkeit trainieren und zu höheren Denkmöglichkeiten befähigen wird.

Wer heute bereits bei allen seinen Aktivitäten immer weiß, dass er in der fundamentalen Kraft des Allbewusstseins geführt wird, die von vielen Menschen als Christus bezeichnet wird, von dem Kraftfeld, ohne das wir Menschen ohnehin nichts tun können, der bekennt jetzt schon einen Irrtum der Selbstheit, die Verlogenheit des Egoismus. Ein solcher Mensch wird in einen Strom des evolvierenden Bewusstseins aufgenommen, denn die Barmherzigkeit, die Liebe und die Weisheit des Allbewusstseins sind stets vollkommen. Die Harmonie und die Ordnung im All werden durch das Resonanzgesetz beschirmt, bis alle Evolution zum universellen Bewusstsein erfüllt sein wird. In der ägyptischen Urgnosis kann man den uralten Gedanken finden: „Wer sich innerlich sorgfältig in die Evolution seines Denkens und Seins vertieft und alles damit verbundene mit den erwachenden Augen seines erhöhten Begehrens beharrlich betrachtet, wird den Weg zum erneuerten Denken und Erfassen finden; oder noch richtiger: Die Vorstellung des universalen Bewusstseins selbst wird jeden auf diesen Weg führen. Die innerliche Ausrichtung auf diesen Weg der Erleuchteten hat zur Folge, dass sie jene, die mit einer solchen Hinwendung einmal begonnen haben, in ihrer Macht umfangen hält und zu sich nach oben zieht, wie ein Magnet das Eisen.“
Bei aller Religion geht es also nicht um die Vernichtung oder Auflösung des bestehenden Menschen, sondern um eine grundsätzliche innere Evolution des Begehrens und Denkens. Innerhalb der anstehenden Inkarnationszyklen werden sowohl das Astralfeld als auch das Mentalfeld vollendet, damit in den nachfolgenden Inkarnationen die nirvanischen Felder dem Mikrokosmos eingegliedert werden können. Selbstertötung und Askese in allen ihren irdischen Erscheinungen sind Vortäuschungen. Letztlich dienen diese Fehlinterpretationen nur den jeweils zugehörigen Äonen, um den Menschen ihrer Äther und astralen Kräfte zu berauben, wie der Schäfer seine Schafe hält, um sie nach pfleglicher Behandlung jährlich scheren zu können. Ja, es ist eigentlich noch viel schlimmer. Jeder Verzicht auf die notwendigen körperlichen und psychischen Bedürfnisse des natürlichen menschlichen Miteinander bedeutet, dass ungenutzten Energien des Mikrokosmos freibleibend in das Jenseits ausgestoßen werden, wo sie sich entsprechend ihrer egoistischen Polarisation zusammenballen, um sich von dort erneut mit Menschen zu verbinden, die aus karmischen Gründen für sie empfänglich sind. Diese werden dann durch die unbewusste Beeinflussung zu höchst unappetitlichen Steigerungen, z.B. der Fresssucht oder der Sexualität angestiftet. Auch um diesen unüberschaubaren Folgen intelligent vorzubeugen, sollte sich jeder bei aller mentalen Ausrichtung normal und vollkommen natürlich verhalten, dem eigenen Körper und auch seinen Mitmenschen, der Natur und der Gesellschaft gegenüber, maßvoll und völlig neutral.


Worterklärung

Das Resonanzgesetz
Auf eine einfach Formel gebracht heißt es: Gleiches zieht Gleiches an. Es kann am schönsten mit einer Stimmgabel ausprobiert werden. Stellen wir eine Stimmgabel, die auf den Kammerton A‘ abgestimmt ist, fest auf eine Tischplatte. Spielt nun ein Pianist auf seinem Klavier den Kammerton A‘, dann erklingt auch die Stimmgabel und überträgt diese Vibration direkt auf die Tischplatte. Dieses Modell mit dem Piano und der Stimmgabel symbolisiert die Art und Weise, wie das ganze All miteinander kommuniziert. Es kann auch als die isobare Resonanz bezeichnet werden.

Nicht der Schwingungskörper als solches ist wirklich entscheidend, obgleich nicht unbedeutend, denn er muss rein schwingen können, sondern die spezielle Vibrationsaffinität, der Vibrationsschlüssel. Sympathie heißt Mitleiden. Man kann auch Mitschwingen sagen. Beachtet man dabei ein wenig die Wellentheorie der Physik, werden einige charakteristische Eigenschaften der elektromagnetischen Resonanz deutlich, die für alle Kraftfelder gültig sind. Für jede Welle oder Vibration kann eine Grundschwingung bestimmt werden, die von verschiedenen Parametern abhängig ist, denn die Schwingung entwickelt sich in einem Kraftfeld, in dem vor allem der Pulsator die Grundfrequenz – Länge und Amplitute der Wellen – bestimmt. Man könnte sie auch als Grundfarbe benennen oder als Grundton. Die Basisvibration bekommt dort Eigenschaften der Energie, Lichtfülle, Schnelligkeit und Intensität oder andere. Diese Grundschwingung kann von einer anderen Vibration, z.B. einer Melodie, überlagert werden, wodurch die Basisschwingung nicht verändert wird. Diese Überlagerungen, in der Musik als Melodien bekannt, können auf der Grundschwingung mehrfach aufgesetzt sein. Dabei müssen sie allerdings immer den selben Vibrationsschlüssel wie die Basisschwingung haben. Das ist natürlich immer gewährleistet, wenn Basisvibration und Melodie zum gleichen Kraftfeld gehören und dort integriert sind.
Die Menschen leben in einem Spiegelkabinett, könnte man sagen. In Indien ist der Begriff Maya für alles materielle Geschehen ganz normal. Alle Bewegungen in den Kraftfeldern des Mikrokosmos und alle Kommunikation mit diesen zu den Sphären des Kosmos ist nach den Spiegelgesetz oder Resonanzgesetz organisiert, ganz gleich ob mit der materiellen Wahrnehmung oder mit der ätherischen, astralen und mentalen „Schau“. Immer und überall gilt: „So wie es in den Wald hinein schallt, so schallt es auch heraus!“ Darum gibt es auch den weisen Ratschlag: „Was Du nicht willst, das man dir tut, das füge keinem anderen zu!“ Da aber der Mensch, wie jeder bei sich selbst und in der Welt sehen kann, diesen Rat keineswegs ununterbrochen befolgen kann, und viele internationale Katastrophen gelegentlich das totale Gegenteil zu beweisen scheinen, gibt es wohl eine starke Behinderung dafür. Dennoch bleibt das Motto, das dem Hermes Trismegistos nachgesagt wird, stets und überall gültig: «Alles empfangen, alles umwandeln und dann alles wegschenken!» – ist die grundlegende Formel für das universelle Resonanzgesetz, für die Wirkung und Erleuchtung allen Seins. Die Schöpfung im All verläuft nach diesem isobaren Resonanzgesetz: «Gib, so wird Dir gegeben.» Wer viel gibt, dem wird viel gegeben. Wer wenig gibt, dem wird auch das noch genommen, was er bereits hat, sagt Jesus im NT zu seinen Jüngern!

 

Vision 13. Februar 2016; redigiert 15. Mai 2017

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Der Logos, das universale Bewusstsein

Im Neuen Testament steht zu Beginn des Johannes-Evangeliums 1, 1-14:
„Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Dasselbe war im Anfang bei Gott. Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht,
ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist.
In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat‘s nicht begriffen.
Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, die an seinen Namen glauben, welche nicht von dem Geblüt noch von dem Willen des Fleisches noch von dem Willen eines Mannes, sondern von Gott geboren sind.“

Mit Sicherheit ist dieser Text vielen Christen geläufig, denn es wird immer wieder von der Kanzel darüber gesprochen. Manch einer hat das Ringen Goethes in seinem Werk „Faust“ gelesen, der den Anfang des Johannes-Evangeliums letztlich abändern wollte, indem er den Begriff „Logos“ nicht in das „Wort“, sondern Logos mit der „Tat“ übersetzte. (Faust II. Teil) In der von Luther gewählten Übertragung der ersten Zeile des Johannes-Evangeliums aus dem Griechischen ist ein kleines Geheimnis verborgen, das den heutigen Menschen leicht in die Irre führen kann. Im Originaltext der Bibel steht an dieser Stelle der Begriff „Logos“ und für die deutsche Übersetzung wurde von Luther dafür „Wort“ gewählt. Möglicherweise war dem mittelalterlichen Menschen die weiter greifende Bedeutung des Wortes noch als ein Kraftprinzip geläufig. Er wusste aus seiner Lebenspraxis, dass Sprache eine bestimmte Art der Magie, der Kraftübertragung und Beeinflussung war. In unserer modernen Zeit sind Worte und Sprache zum Spielball der Werbetexter und Journalisten geworden, die beständig unter dem Druck stehen, spannende oder animierende Zeilen, Slogans, Headlines, zu finden, die beim Leser den AHA-Effekt auslösen.


Sollte Dir ein Gedanke zu dem Text einfallen, dann schicke ihn bitte mir zu.  Vielen Dank.


Aber auch im Allgemeinen gehen viele Menschen davon aus, dass Fakten und Probleme besprochen und so geklärt werden können. Kommunikation ist die moderne Lebensnotwendigkeit am euroamerikanischen Horizont, am Besten die totale Kommunikation mit allen Menschen über Communities mit dem Smartphone. Die technischen Medien machen die beständige Verbindung mit Freunden und ein unentwegtes Gerede über die allgemeinsten Alltäglichkeiten möglich. Es besteht natürlich ein großes Interesse daran, dass möglichst viele Menschen viel miteinander über alles Mögliche reden, denn das bringt nicht nur den Providern viel Geld ein. Mittlerweile ist so ziemlich jeder zu der Überzeugung gekommen, dass der Mensch mit Reden und Publizieren etwas Wesentliches bewegt. Man denke nur an die Internet-Communities wie facebook, Google, Twitter oder YouTube und ihre zahllosen Kopien. Man könnte sich vielleicht einmal fragen: Warum führen die Kommunikationsprofis die Menschen gezielt mit einer entsprechend gefärbten Berichterstattung in eine gesteigerte Emotionalität, die vielfach dazu führt, dass sinnvolle Überlegungen oder berechtigte Bedenken vergessen werden? Die äonischen Komponenten dieses Geschehens sollen hier jedoch nicht besprochen werden.

Auch wenn sie sich auf esoterischen oder spirituellen Wegen befinden, hören die Menschen nur selten auf den gesunden Menschenverstand. Selbst Moral, Ethik und Fairness bleiben bei den angefachten Bedürfnissen schnell auf der Strecke. Kann es sein, dass der Sinn dieses Handelns von anderen Kräften bestimmt wird, die ein sehr spezielles Interesse daran haben, dass die innere Stimme aus dem Kontakt mit der Monade von den lauten emotionell aufgeladenen Propagandabildern aus Politik, Sport, Pop-Kultur, Humanitas, Karitas und Religion übertönt wird? Für die Stimme der Stille, die nur in einer geordneten, von überflüssigen Begehren befreiten Atmosphäre aus dem Herzen aufsteigen kann, ist bei dieser Kommunikationsflut kaum ein freier Raum im Denken zu finden. Überall, verbunden mit jeder allgemeinen Mitteilung werden vorgeprägte Idealvorstellungen, Wünsche und Wollüste geschürt, die sich an den medial gezüchteten Ansichten und Wertstellungen der Kultur-Industrie, der Politiker und der heutigen Religionen ausrichten.

Jedes subjektive Selbstbewusstsein richtet sich nach dem: „Sage mir, was Du Dir leisten kannst, und ich sage Dir wer Du bist.“ Descartes erkannte sein Selbstbewusstsein noch aus dem Cogito ergo sum = Ich denke also bin ich!  Heute erwächst bei vielen Menschen das Selbstbewusstsein aus materiellem Besitz oder dem wirtschaftlichen Ansehen, dem beruflichen Erfolg – Ruhm und Ehre – und der sexuellen Potenz. Dabei beziehen sie allerdings ihre Autorität vor allem aus dem: „Ich sage etwas, also bin ich jemand!“. Denn das Sprechen gehört zu der unentbehrlichen sexuellen Aktivität des Menschen. Und heute sorgen die Pressechefs auch durch konsequent gepflegten Kontakt mit den Medien dafür, dass Politiker, Stars, Manager und Wissenschaftler – Sachverständige – öfters in Rundfunk und Fernsehen zu Wort kommen. Unbewusst berufen sich sowohl Journalisten als auch Buchautoren dabei auf das Bibelzitat: „Am Anfang war das Wort.“ – „Sie reden wie gedruckt.“ Denn sie ahnen, dass Reden und Schreiben mit einer schöpferischen Funktion verbunden ist. So können dann ihre Vorstellungen von den Hörern oder Lesern auch umgesetzt werden. Ganz deutlich ist das Phänomen bei Politikern und Lobbyisten zu beobachten, die mit vielen intelligenten Worten und autorisierter Logik die Interessen ihrer Lobby vertreten und sich geschickt in der PR- und Medienlandschaft bewegen. Dem ernsthaften Sucher nach der einen Wahrheit wird jedoch bald bewusst, dass vieles Sprechen und Dozieren alles andere als befreiend oder von irgendeinem besonderen Wert ist. Die Wahrheit selbst ist nicht auf Erden zu finden. Geschickter Lug und Betrug sind die plausibelsten Erfolgsmethoden im Kommerz. Laotse sagte unmissverständlich: „Schöne Worte sind nicht wahr. Und wahre Worte sind nicht schön.“ Denn alles auf der Erde ist Eitelkeit und Haschen nach Wind, bekennt der Priester im AltenTestament. Alles irdische Geschehen ist Maya, die Erscheinung ist in die Vergänglichkeit geboren, war schon den alten Indern eine bekannte Einsicht in das tägliche Überleben. Das kann sehr gut auch heute noch im Zusammenhang mit historischen, literarischen und journalistischen Machwerken  beobachtet werden.

Aber wie jeder aufmerksame Betrachter der Kommunikationsbranche erkennt, kann sich Niemand so ohne weiteres aus seinem kulturellen Lebenskreis heraus bewegen. Jeder benutzt selbstverständlich seine ihm bekannten Argumente, die von der existierenden Gesellschaft autorisiert sind, und die in dem Zusammenhang für seine Absichten förderlich sind. Aus Selbsterhaltung entstehen politisch anerkannte Rationalisierungen und Vereinfachungen bis hin zu missverständlichen Wortschöpfungen. Dabei wurden schon viele gute Gedanken sinnentfremdet, und dann durch Multiplikation in den Medien zu geflügelten Worten gemacht. Manchmal ist es einfacher und ungefährlicher, den Wahn zu vergrößern, als für die Realität eine Bresche zu schlagen.

Kommen wir zu unserem Zitat zurück: Im griechischen Originaltext steht im Johannesevangelium nicht der Begriff „Wort“ – in dem Sinne als Teil unserer Sprache oder eines Textes – sondern das griechische Wort: „Logos“.  Und Logos beinhaltet wesentlich mehr als eine sinnvolle Buchstabenfolge,  die ein Mensch aussprechen oder auf ein Papier drucken kann. Es handelt sich bei dem Begriff „Logos“ um eine umfassende Definition der sieben Kraftwirksamkeiten des ursprünglichen und unaussprechlichen Gottes. Es gibt esoterische Kreise, denen ist bekannt, dass die Wirksamkeit Gottes mit dem Heiligen Siebengeist einhergeht. Darum wird auch in der Kabbala gesagt: dass der unaussprechliche „Name“ Gottes 7 Buchstaben hat.

Auch hier wird vom Wissenden versucht, eine Wirkungsweise des erhabenen unbegreiflichen alles umfassenden Kraftfeldes allegorisch zu verdeutlichen, die für unser auf die Materie gerichtetes Denken unbegreiflich bleibt. Dieses an das stoffliche Bewusstsein gebundene Wahrnehmen sieht immer nur abgegrenzte Form neben Form, geschlossenen Körper neben Körper. Die Polarität der Gegensätze von Licht und Schatten und die physikalischen Begrenzungen bestimmen unser Wahrnehmen und dominieren unser Denken.
Selbst beim Beschreiben quantenphysikalischer Vorgänge bleiben die Erfahrungen des Nebeneinander verschiedener Wirksamkeiten, wie in der Mechanik, im Bedenken der Forschungen dermaßen dominant, so dass sie sich selbst bei der Definition zusammenwirkender Phänomene des Lichtes immer wieder von mechanischen Gesetzen leiten lassen, die in der körperlichen Physik üblich sind. So werden in ihren Berichten aus Kraftfeldern verständliche Modelle gebaut, wo festgestellte Strahlen sich überlappen, sich ergänzen, aufhäufen, summieren oder gegenseitig auslöschen. Die Weltsprachen sind allerdings über die Jahrhunderte zu kommerzialen Sprachen geworden, die absolut erforderlich waren, um Handelsgüter messen, wiegen und berechnen zu können

Hinter dem Begriff „Logos“ steht allerdings eine alles umfassende Einheit von 7 Kosmen, 7 Dimensionen und 7 mal 7 Kraftwirksamkeiten, die in dem und durch das alles umfassende Gesetz der isobaren Resonanz wirken, leben und schöpfen. „Von Herrlichkeit zu Herrlichkeit.“ Wer sich von allen der irdischen Physik entnommenen Vorstellungen befreien kann, in seinem tiefsten Inneren werden diese herrlichen Gedanken der grundlegenden Einheit widerhallen. Dann kann es auch sein, dass aus dieser Stimme das Bild der Rose aufscheint, das an einigen Stellen der religiösen Weltliteratur angedeutet wird. Welchen Namen diese Manifestation dort auch haben mag, sie ist ein komplexes Bild für das alles einschließende „Wort“ Gottes, den Logos.

Unsere gewohnte Denkweise arbeitet stets mit Bildern von Körpern, Teilchen und Korpuskeln. Dabei sträubt sie sich mit allen erdenklichen rückwärts gewandten Rationalisierungen und aus der Vergangenheit geborenen Vorstellungen längst verflossener Autoritäten gegen eine Welt der Kraftfelder, der Wellen des Lichtes, wie sie in manchen mystischen Berichten über göttliche Erscheinungen mittels symbolischer Bilder erwähnt werden. Wenn der moderne Mensch mit den autorisierten Begriffen seiner Wirklichkeit die Erklärungen nicht erfassen kann, dann werden sofort tausend Zweifel an ihrer Tatsächlichkeit laut. Das ist ganz natürlich, denn alle weisen Denker konnten ihre Symbole immer nur aus dem Bildervorrat entnehmen, den sie in ihrem Leben aus ihrem persönlichen sinnesorganisch erfassbaren Umfeld nehmen konnten. Und sie mussten es tun, weil sie nur auf der Basis dieser Bilder von ihren Zuhörern verstanden werden konnten. Dafür erzählten sie dann wundervolle Allegorien oder Sinnbeispiele, die für Ereignisse in einer allgemein gültigen Welt stehen, die nur und ausschließlich durch Vibrationen, Klängen oder Licht geschehen.

Auch die Manifestation der Materie ist nur eine besondere Energieform des elektromagnetischen Lichtspektrums, wie die Kernphysiker heute durchaus bestätigen werden.

„Am Anfang war der Logos.“ Aus ihm ist alles gemacht, was gemacht ist. Diese allumfassende Einheit enthält einerseits alle Ideale von Weisheit, Liebe, Harmonie, Gerechtigkeit, andererseits auch alle Kräfte, vibrierende Energie, das Licht, den Klang, die Gravitation, ja, das Werden und Leben aller Schöpfungen, Galaxien, Universen, Entitäten und Wesen in allen metaphysischen Räumen, natürlich auch aller Menschen, aller Mikrokosmen, Monaden oder Urtypen. Die Ideen des Logos erschaffen aus der „Materia Magica“, dem universalen Bewusstsein, reflektieren in dem ursächlichen Kraftfeld der Offenbarung, dem einen überaus strahlenden Licht des allumfassenden Bewusstseins, der höchsten Energie im All nach den Gesetzen der isobaren Resonanz die Herrlichkeiten seiner Offenbarwerdung. In diesen Kräften gibt es kein Nebeneinander und niemals ein Gegeneinander. Sie wirken und entfalten sich in einem stets fließenden Miteinander. Sie reflektieren und inspirieren sich untereinander und schaffen auf diese liebevolle Weise stetig absolut neue Möglichkeiten der göttlichen Weisheit und Barmherzigkeit.

Wenn Eva in der klassischen Mythe unter dem Baum der Erkenntnis auf Geheiß der Schlange Adam einen Apfel gibt, dann ist das nur im christlich kirchlichen Sinne der Sündenfall. Im gnostischen Sinn werden die symbolischen Figuren völlig anders gesehen. Adam stellt den aktiv-dynamischen Aspekt des Geistes und Eva das gebärende, hervorbringende Vermögen der universellen Alloffenbarung dar. Die Schlange der Weisheit inspiriert Eva, Adam den Schlüssel, das Symbol für den irdischen Evolutionssprung zu schenken: einen Apfel. Nun muss man im europäischen Kulturraum berücksichtigen, dass dort, wo diese Geschichte eigentlich zu Hause ist, in den Ländern um das Mittelmeer herum, wo sie also auch zuerst formuliert wurde, es sehr unwahrscheinlich ist, dass Eva dem Adam einen germanischen Apfel reichte. Viel eher wurde für diese Schöpfungs-Allegorie der Granatapfel verwendet. In diesem hohen allumfassenden Symbol für die Entstehung der Menschheit repräsentiert HVA (Eva) den weiblichen Aspekt des Seins, die Materie, und ADM die männliche Wirksamkeit, das universelle Bewusstsein, und der Apfel symbolisiert die zusammenwirkende Einheit von Kraft, Denken und Geschöpf.
Darum ist es ausgerechnet ein Granatapfel. Es geht hierbei keineswegs um gesunde Ernährung, oder ähnliches, wie jedem einsichtig sein wird. Vielmehr zeigt der Blick auf den durchgeschnittenen Granatapfel die Einheit zahlreicher Fruchtperlen, die sich aneinander fügen und wohlstrukturiert ein nahezu rundes Ganzes formen. – Hier haben wir das Symbol der Einheit aus der sich ineinanderfügenden Vielheit als ein leicht verständliches Bild aus dieser Natur. Es ist ein unglaublich treffendes Bild für die holografischen Strukturen der mikrokosmischen Offenbarung. Die schmackhaften roten Perlen im Granatapfel schmiegen sich aneinander und deformieren sich sogar teilweise dafür, damit sie alle zusammen als eine Gruppe die äußere nahezu runde Hülle lückenlos erfüllen können. Als materielle Partikel können sie sich nur anschmiegen, nicht durchdringen, wie es die holografischen Körper durchaus können.

Kraft, Licht, Raum und Leben durchwirken sich in höchster Energie mit Weisheit, Wahrheit, Gerechtigkeit und Liebe zum absoluten Sein. Nur unser auf die irdische Natur ausgerichtetes Bewusstsein will für seine lange gezüchteten Definitionen überall Grenzen und Abgrenzungen sehen, sucht Differenzierungen und Unterscheidungen für Beurteilungen, für Bewertungen von besser, höher oder wertvoller. Dass dieses Denken für sportliche Aktivitäten durchaus sinnvoll sein kann, zeigt uns die Olympiade. Doch für einen realistischen Weg zu einem höheren Denken ist das physikalische Beurteilen und Analysieren selbst unserer Natur eine glatte Irreführung. Es wird heute sogar den physikalischen Forschern mittlerweile deutlich, sofern sie sich ein wenig über die Erkenntnisse in der Quantenphysik erheben und die Aussage voll akzeptieren, dass selbst die Materie definitiv Licht ist, wie Louis de Broglie es zu Beginn des 20. Jahrhunderts mathematisch formulierte.

Eigentlich ist das alles doch nur eine Frage des Erkenntnisstandpunktes. Natürlich ist der Mensch dieser Natur noch nicht eins mit dem universellen Bewusstsein, aber er ist keineswegs von ihm ausgenommen. Wäre die allumfassende Welt dieses Bewusstseins nicht prinzipiell mit dem Bewusstsein dieser Natur verbunden, so wäre eine Evolution zu höherem Denken unmöglich. Weil das ewige Licht auch in unsere Natur scheint, und dort mit allem Leben zusammenwirkt, kann sich jeder darauf ausrichten, damit es auch ihn zu neuen Erkenntnissen erhebt. Diese in der Praxis gelebte Ausrichtung auf die höheren Befähigungen des Bewusstseins, des Denkens und Wahrnehmens, ist die fundamentale Voraussetzung für eine wirkliche Erleuchtung. Erst dann kann das Energiefeld des anderen Reiches, des Reiches der überfeinstofflichen Vibrationen, die im Gehirn bereits angelegten Areale des Menschen zu ihrer Entwicklung stimulieren und dynamisieren. Damit kann und wird künftig ein total neues Wahrnehmen und Denken, ein völlig neues Erfassen der Geschehnisse unserer Natur möglich. Dem Menschen wird aus eigener Anschauung sein Lebensfeld in völlig neuen Dimensionen erscheinen. Dafür muss niemand einen anderen Planeten aufsuchen oder irgendeinen obskuren Platz im Jenseits erkämpfen.

Es wird sich dem neuen, völlig gesunden Wahrnehmen zeigen, dass die materielle Erscheinung der Natur sowie die eng damit verbundenen unteren Ätherschichten – die die indischen Philosophen bereits Maya nannten – und die Griechen mit dem bezeichnenden Begriff „ὔᴧἠ“ – hule belegten – nomen est omen, eben weil diese energiearmen Lebensfelder einem Wechsel von Geburt, Werden, und Vergehen, Tod, unterworfen sind. Die höheren Äther und die Astralis unterliegen einem beständigen Wandel, der permanenten Transformation. Wohingegen bereits in den oberen astralen Ansichten und in der Mentalis sich eine sehr lange Beständigkeit der Ideen- und Gedankengeschöpfe manifestiert. Die Offenbarungen in den folgenden metamentalen Kraftebenen bleiben in für den Menschen unvorstellbar lange Zeiten existenzfähig, so dass es aus unserer Sicht wie eine Ewigkeit erscheint. Diese Erfahrung ist keine Angelegenheit irgendeines Ortswechsels. Sie wird dermaleinst von den dafür reif gewordenen Mikrokosmen in künftigen Inkarnationen in dieser Natur, der heiligen Erde, erfahrbar werden.

Heute leben wir in der Welt, die sich durch unsere Wahrnehmungsart und unsere Denkparameter vor uns projiziert, also materiell, grobstofflich, korpuskulär. Schon der Mensch, dem die Gabe des ätherischen Hellsehens geschenkt ist, lebt in einer formgebundenen Welt der feinstofflichen Geschehnisse, die rein äußerlich der unsrigen Welt sehr ähnlich ist, aber keinerlei materielle Grenzen, Mauern oder dergleichen kennt. Alles ist erfahrbar, was mit den Begehren, Wünschen und Projektionen in Zusammenhang steht. Er sieht in diesen Bereichen viele für den grobsinnlichen Menschen unfassbare Ereignisse, die ihm keineswegs als irgendein Wunder vorkommen. In einem Bericht darüber zu normalen Sterblichen könnte er die Sachlage gewiss auf die eine oder andere Weise erklären, doch er wird meistens vom sozusagen normalen Menschen für „irre“ erklärt. Seine Aussagen werden prinzipiell mit dem Spott der in der euroamerikanischen Kultur allgemein verbreiteten Anschauung verleumdet. Darum werden sich auch solche Menschen aus dem Mainstream heraushalten, die von Natur aus schon astral hellsichtig sind. Obgleich bemerkt werden muss, dass gerade diese einzelnen Begnadeten bereits heute der Menschheit große und überragende Hilfe leisten könnten. Doch auch sie müssen sich bei der Veröffentlichung ihrer Ansichten mit einigermaßen wissenschaftlichen Erklärungen und Beweisen vor Diffamierungen schützen. Es ist verständlich, dass sich solche hellsichtigen Menschen unter geschützte Gruppen mischen, die sich mit religiösen Bestrebungen, Meditationen und Ritualen befassen. Prinzipiell ist es schon heute möglich, mit geeigneten Methoden zur mentalen Hellsichtigkeit zu kommen. Soweit die veröffentlichen Kenntnisse reichen, kann nicht davon ausgegangen werden, dass die mikrokosmischen Voraussetzungen dafür wirklich schon ausgebildet sind. Kommende Inkarnationen werden öfters mit diesem Talent begabt sein.

Wer nur etwas seinen Entwicklungsgang in diese Richtung hin einschlagen möchte, muss zunächst wissen, dass das mikrokosmische Wachstum in allem nicht automatisch abläuft. Auch die Gesamtentwicklung des Kosmos und der darin existierenden Wesenheiten und Mikrokosmen ist von den Bemühungen aller Menschen abhängig. Wie kann das bewerkstelligt werden? – Dafür muss sich möglichst jeder Mensch als erstes von den alten im stofflichen Denken verhafteten Ichstrukturen lossagen, die historisch gewachsenen Lebensprinzipien der Materie vergessen, und sich zweitens dem universalen Bewusstsein, dem Streben zum Logos zuwenden. Dann wird der Satz des Paulus Wirklichkeit: in der Christuskraft – das universelle Bewusstsein der Sonne – werden „alle, die IHN annehmen, die Kraft erhalten, wiederum Kinder Gottes, des universalen Bewusstseins, zu werden.“ Die unabänderliche Regel dafür steht in den Sätzen: „Liebe Gott über alles, mit deinem ganzen Herzen, mit deinem ganzen Haupte und mit deinem ganzen Gemüt. – Und: Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst.“ Die isobaren Resonanzgesetze des Alls werden jedes Streben nach Heilbegehren in diesem Sinne unterstützen und für jeden geeigneten Mikrokosmos erfüllen. Wer seine eigenen Denk- und Wahrnehmungspotentiale erweitern will, der benötigt eine permanente Ausrichtung, einerseits ein beständiges Bemühen um das Loslassen der irdisch materiell orientierten Begierden und andererseits ein Hinwenden und Annehmen der ideellen Welten der holografischen Vibrationsmuster des heiligenden Bewusstseins.

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Das Licht

„Für den stillen und ruhigen Beobachter ist kein Jahrhundert merkwürdiger als das unsrige. Überall Kampf… – Wie weit haben es die Vernunftmenschen mit der Glückseligkeit aller Menschen gebracht? – War wohl je ein Jahrhundert, das so viele Opfer der Menschheit kostete, wie das jetzige? War je ein Jahrhundert, wo die Unsittlichkeit größer, der Egoismus herrschender war, als das Jetzige? – Wie leben in den Zeiten der Vernunftidolaterie: wir setzen eine Pechfackel auf den Altar und schreien laut, es wäre nun Sonnenaufgang, es würde nun wirklich durch uns Tag.“ so schreibt Karl von Eckartshausen bereits 1802 in seinem Buch „Die Wolke über dem Heiligtum“.

Wie würde er sich entsetzen, wenn er die heutige Zeit erleben müsste.
Überall das Geschrei wegen der Klimakatastrophe, wegen der Finanzkrise und wegen der Kriege und Millionen Flüchtlinge etc. Auf der ganzen Welt Krieg und Morden, Größenwahnsinn in China und am Golf von Persien, tiefste unmenschliche Armut in allen Kontinenten. Endlose Friedensbemühungen in den internationalen Institutionen, unaufhörliche groteske Ausbeutung der Massen durch die Globalisierung von Unternehmen für Energie, Wasser und Lebensmittel. Totaler Kampf um die zerrinnenden Ressourcen seltener Erden, Sand und Holz.


Sollte Dir ein Gedanke zu dem Text einfallen, dann schicke ihn bitte mir zu.  Vielen Dank.


Wo sind die Politiker, die Menschenführer zu finden, die endlich Licht in das Dunkel der zunehmenden Verirrungen bringen könnten? Ist Amerika, Indien oder China ihr politischer Startplatz? In welcher Richtung man auch suchen würde, in keinem Land treten heute die Staatsmänner auf, die mit ihrem Charisma die Weltprobleme anpacken und für die Menschheit herumreißen könnten. Überall beschleicht einen der Verdacht, dass sie als Azubi ihre Hausaufgaben nicht richtig gemacht haben.
Wer trotzdem sucht, der findet eigenartiger Weise überall politisch beabsichtigten Krieg der Reichen gegen die bereits Armen, nutzlose Auseinandersetzungen der Ideologien und Religionen gegeneinander und untereinander, und er findet an allen Ecken und Enden Mafiastrukturen, Prostitution und menschliches Entsetzen rund um den Planeten und mittlerweile weltumspannend virtuell im Internet. Heute ist die Suche nach wahrem Licht und verständnisvollem Bewusstsein scheinbar völlig vergeblich.

Man kann mit Eckartshausen feststellen: „Betörte Menschen mit einer eingebildeten Naturvernunft: Woher habt ihr denn das Licht, womit ihr so hell den anderen leuchten wollt? Sind Eure Ideen alle nicht von der Sinnlichkeit erborgt, die euch keine Wahrheit, sondern nur Erscheinung gibt?“

Haben wir uns einmal gefragt, was damit gemeint ist, dass Gott Licht ist?

Im Evangelium des Johannes Kap.1,Vers 5 steht: »Und das ist die Verkündigung, die wir von ihm gehört haben und euch verkündigen, daß Gott Licht ist und in ihm ist keine Finsternis.« Und Christus sagt zu seinen Jüngern, Joh.8,12: »Ich bin das Licht der Welt; wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben«. »Ihr seid das Licht der Menschen« steht in Matthäus 5.14.
Wie kann der Mensch, der sich in den aktuellen Lebensverhältnissen über Wasser halten muss, diesem Licht ähnlich werden, von dem Jesus der Christus spricht? Die Menschen, die der Materie des beständigen Wandels und der Polarität anhängen und sich von ihr bestimmen lassen, werden von dem verdorbenen Licht der irdischen Welt angezogen. Weder durch einen mystischen Prozess der Entsagung noch durch christliche Meditation oder buddhistischem Yoga kann die Ich-Persönlichkeit lichtfähig werden. Das dialektische Lichtfeld kann das höhere göttliche Licht nur imitieren. Es führt die Menschen in den Persönlichkeitswahn des religiösen Hochmutes und in die Isolation. Die unverbrüchliche Hinwendung zu dem göttlichen Licht entsteht erst aus der schmerzlichen Erkenntnis der eigenen Unfähigkeit, aus der Erfahrung der eigenen Verdammnis in die Lichtferne. In dieser unstillbaren Sehnsucht nach dem Geist, nach dem Logos, der das Licht ist, begegnen sich die Buße und die Demut im aktuellen Bewusstsein.

Das dann im Herzen erwachte Lichtprinzip verlangt nach Nahrung durch das eine wahre Licht. Damit erfüllt sich das rettende isobare Resonanzgesetz. Es spiegelt die Barmherzigkeit des göttlichen Lichtes, das sich mit dem niederen Denken des Suchers verbindet: »Dieses neue Licht, das jetzt in Deinem Mikrokosmos geboren ist, dieses Licht verbindet Dich mit dem neuen Leben. Diese Entfaltung Deines Denkens ist die Liebe, ist das Urprinzip der Evolution, die Dich einmal in dem univeralen Bewusstsein eintauchen lässt, in Gott«.

Jeder Mensch ahnt, warum schon das irdische Licht der Sonne für den Menschen ein ganz besonderes psychologisches Phänomen ist. Es klopft jeden Tag als ein Symbol für eine ideale Welt bei der heiligsten Sehnsucht an, das Wesen des Lichtes zu erkennen und seine symbolischen Tiefen zu ergründen. Es entsteht ein inneres Bedürfniss, eine kraftschlüssige Verbindung mit dem Licht herzustellen. Doch dafür  muss er sich als irdischer Mensch erst in einer prozessmäßigen Umwandlung verändern. Denn erst in der bewussten Abwendug von allen astralen und ätherischen Verlockungen der irdischen Lebenssphäre kann sich das neue Denken zum dem einen Licht erheben. So steht es doch in der 2000 Jahre alten Verheißung, dass er selbst im eigenen Wahrnehmen und Denken dem universellen Bewusstsein nahe kommen wird.

Die Theorien der großen Wissenschaftler wie Maxwell oder Max Planck über das Licht dokumentieren sicher nicht das wahre Wesen des Lichtes, aber sie haben – unter dem Einfluss des göttlichen Bemühens um alle gefallenen Entitäten  – Bilder entworfen, in denen sich das Ziel der menschlichen Entwicklung spiegelt. Wenn sich das Denken mehr und mehr von der Ausrichtung auf das so selbstverständliche Kämpfen um materielle Schätze und irdischen Ruhm reinigen kann, wird der Mensch das Mysterium vom inneren Wesen der unerschöpflichen Strahlungen kosmischen Lebens erkennen. Damit Maxwell seine Feldtheorien entwickeln konnte, wurde ihm ein Lichtstrahl aus dem kosmischen Bewusstseinsfeld geschenkt. Er konnte bei seinen Forschungen erfassen – eigentlich bei seinen Erwägungen in einer religiösen Besinnung – , dass das sichtbare Licht nur ein kleiner Bestandteil des den ganzen Raum durchdringenden, wellenförmigen elektromagnetischen Energiefeldes sein kann, das alles Leben hervorbringt. Damals in der Mitte des 19. Jahrhunderts mussten die Menschen bereits durch einen grundlegenden Impuls aus dem mechanistischen Denken heraus gebrochen werden. Maxwells Theorien prägten die folgenden Forschungen zahlreicher Wissenschaftler über die Wechselwirkungen der Kraft-Felder aus Elektrizität und Magnetismus sowie der Gravitation.

Seine Bilder helfen uns heute bei der Beschreibung der elektromagnetischen Radiationen und ihren feinstofflichen Ansichten, wie sie auch in geisteswissenschaftlichen Interpretationen der Universellen Lehre immer wieder verwendet werden. Das symbolische Sinnbild, die Allegorie des Phänomens Licht, schenkt dem aufmerksamen Betrachter eine Fülle von Inspirationen, warum und wieso das göttliche Licht in allen heiligen Schriften mit der Einheit des heiligen Siebengeistes verbunden wird.
Für den modernen Menschen ist es mittlerweile selbstverständlich geworden, sofern er sich überhaupt dafür interessiert, dass das sichtbare Licht nur ein winziger Bruch-teil eines gewaltigen Spektrums verschiedener elektromagnetischer Vibrationen ist.
Unsere Vorstellung vom Licht wird immer geprägt von einem unüberschaubaren Spektrum vielfältiger Strahlungen, angefangen von den kilometerlangen Frequenzen bis zu den ultrakurzen Wellen der Rundfunk- und Fernsehwellen, Satellitenkommunikation, GPS sowie UMTS bis hin zu den radioaktiven Strahlen.

Viele Menschen, Philosophen, Künstler und Wissenschaftler werden unter dem Einfluss von Aquarius immer wieder neue Bilder vom Dasein entwickeln, in denen Bruchstücke der Wirklichkeit enthalten sind, die der Menschheit sukzessive überbracht werden müssen. Auch wenn die Menschen die einzelnen Puzzelteile oft nicht zu einem vollständigen Bild zusammenstellen können, so werden sie doch auf diese Weise ganz liebevoll auf die Entwicklung ihres Lebens innerhalb von sieben Kraftfeldern vorbereitet. Die Erkenntnis das Licht und Materie im Prinzip ein einziger Energiekomplex ist, wurde im beginnenden 20. Jahrhundert wissenschaftlich definiert. Erst von A. Einstein wurde die bis dato geltende Regel revidiert, dass die elektromagnetischen Wellen den Äther als Träger benötigen. Vom Astralfeld sprechen erst die Theosophen nach den mächtigen Erkenntnissen von Mme. H.P. Blavatsky. Das Mentalfeld und weitere drei noch höhere Felder im Mikrokosmos und Makrokosmos wurden später von Eingeweihten der Universellen Lehre angekündigt. Das Licht nähert sich dem menschlichen Denken sukzessive, sobald es Menschen gibt, die bereit sind, sich mit diesen Information auf ihre künftigen Lebensabsichten auszurichten. Das isobare Resonanzgesetz beweist sich auch in dieser Hinsicht als überaus gütig und barmherzig.

Wer verstehen kann, warum er sich von den alten, im materiellen Erfassen der Natur kristallisierten physikalischen Denkmustern abwenden muss, tritt viel leichter in die so notwendige Selbsterkenntnis und Welterkenntnis ein. Wer im eigenen Denken klar erkennen kann, dass er selbst bereits Licht ist, – auch wenn es nur das irdische Licht des Kosmos Erde ist – wendet sich viel eher vom klassischen mechanistischen Weltbild ab, das bei allen Schritten zu einem höheren Denken nur in die Irre führen kann. In diesem Wissen wirkt der Abstand zwischen der erfahrbaren Realität zum Ergebnis des kommenden Evolutionsschrittes nicht mehr so gewaltig. Und das wäre schon ein großer Fortschritt.

Das sichtbare Licht wurde im letzten Jahrhundert in vielen seiner irdischen Aspekte und technischen Verwendbarkeit erforscht. Heute tritt es den Menschen auch in vielfältigen Bildern entgegen, die von sehnsüchtigen Künstlern des Impressionismus, des Kubismus und der Moderne dargestellt wurde. Es ist fantastisch zu sehen, wie viele Allegorien für das göttliche Licht der Menschheit bereits geschenkt wurden. Ist der gnadenvolle Aspekt dieser liebevollen und ausgesprochen geschickten Unterweisung bereits in diesen Bildern zu erkennen? Heute im 3. Jahrtausend beginnen wir vieleicht an Hand der Holografie zu verstehen, dass das Licht als ein Doppelwesen wirkt, als wären es zwei unterschiedliche Energieformen. Einerseits schwingt das Licht wie ein elektromagnetisches Feld aus vielen hochenergetischen Wellen. Andererseits offenbart es sich als energetischer Baustoff des Alls, als eine Art Prima Materia, in der sich das Leben des Alls nach allen Seiten hin in sieben Dimensionen entfaltet.

Die universelle Schöpfung, die Basisoffenbarung aller Universen entfaltet sich in sieben Radiationen, sieben Kräften, und diese Lebenden Wasser verfügen über alle denkbaren und undenkbaren Bausubstanzen der göttlichen Schöpfung zur Verherrlichung des universalen Bewusstseins. Diese „komplementäre“ Beschreibung des Lichtes begegnet uns bereits in der Genesis. Hier können wir über das Doppelwesen des Lichtes lesen: „Und der Geist schwebte über den Wassern.“ wie es zu Beginn der Schöpfungsgeschichte heißt. Für die antiken Weisen vollzog sich zu jeder Zeit die heilige Schöpfung in der Verbindung von Geist und Wasser. Es ist die einigende Verflechtung aller Lichtkräfte, und für ihre Verwirklichung kennen wir die griechische Benennung „agape“, zu deutsch die Liebe. Sie ist wesenseins mit dem Licht und aus dem Licht, das sowohl Energie als auch Bewusstsein ist.

Wenn die mystische Sonne des Sonnenkosmos mit ihren sieben Facetten wie ein funkelnder Diamant vor dem inneren Schauen aufleuchtet, durchglüht diese Schönheit das ganze Wesen mit ungewohnten Bildern der Einheit in der Vielheit. Vollkommen neue Seiten des Gemütes erklingen in der harmonischen Resonanz mit den ursprünglichen Absichten der supramentalen Entwicklung. Sie erweisen dem menschlichen Erkennen die unfassbare Gnade, die überaus herrlichen Attribute des göttlichen Lichtes zu schauen.
Im Licht erstrahlt als erstes die Helligkeit bis in unvorstellbare Weiten und Tiefen. Sie vertreibt die undurchdringliche Finsternis und so können die Manifestationen der Schöpfung erkannt werden. Diese Allegorie spiegelt das Bild ewiger Geduld und Fürsorge mit allen Wesen, Entitäten, Kosmen und Universen im Allgeschehen. Die Helligkeit vertreibt die Dunkelheit, die Unkenntnis und jede Angst. Mit ihr wachsen Sicherheit und Vertrauen für die Tat. Jeder Lichtstrahl erwärmt das Erleuchtete als die Gnade und Hilfeleistung zum Leben Im Licht wird die Welt erst lebendig. Das Licht verschenkt voller Güte und Einsicht die notwendige Wärme an alle Natur. Das Leben spendende Licht der Sonne wurde von den Menschen immer mit einer Gottheit verglichen, weil es sich über alles erhaben von einer unfassbaren Größe und Energiefülle ohne Ansehen von Gut und Böse aller Natur zur Verfügung stellt. Damit wird eine unfassbare Gnade verdeutlicht, vor der alle Wesen gleich sind. Die Art und Weise, wie sich selbst das irdische Sonnenlicht für uns Sterbliche offenbart, ist ausgesprochen rücksichtsvoll und bescheiden. Seine Helligkeit und Wärme entfalten sich immer erst dort, wo sie auf einen Gegenstand treffen. Zwischen der Lichtquelle und dem beleuchteten Objekt ist das Licht allerdings vollkommen transparent. Es bleibt bis zu seiner Kraftentfaltung unsichtbar. Alles Licht vereinigt sich mit jedem anderen Licht im Raum. Viele Lichter bilden eine gemeinsame Helligkeit, bilden eine Zusammenfügung aller ihrer verschiedenen Farben. Scheinen die Grundfarben zusammen, so summieren sie sich zu reinem Weiß. Wie viele Farben auch zusammen kommen, es gibt immer eine gemeinsame Wirkung.
Dionysios Areopagita war wohl auch von dieser Allergorie der Einheit des Lichtes angetan und schreibt in dem Buch „Mystische Theologie“: »Die heilige Dreifaltigkeit steht in ihrer Einheit und Allgegenseitigkeit vollkommen auch noch jenseits des Prinzips jedes Einsseins selbst, in ihrer Allgegenseitigkeit vollkommen auch noch jenseits von jedem Unterscheiden, Trennen oder Verbinden, also ohne jede Vermischung.

Wenn ich hierzu einen sinnfälligen Vergleich mit uns vertrauten Gegenständen wagen darf: wir sehen doch auch, wenn in einem Raume viele Lampen sind, dass alle ihre Lichter sich zu einer einzigen Helligkeit vereinen und, wo sie Licht geben, einen einzigen ununterschiedenen Glanz ausstrahlen.
Niemand – so vermute ich – dürfte da imstande sein, das Licht einer einzelnen Lampe von den anderen Lichtern auszusondern, etwa im Flimmern der alle Lichter umfangenden Luft, um das eine ohne das andere zu sehen, denn alle Lichter sind ganz im Ganzen, und ohne Vermischung dennoch ineinander vereint.
So wie aber jemand in den Raum eintritt, in welchem viele Lampen dicht nebeneinander vereint leuchten, und auch nur eine von diesen Lampen ergreift und mit ihr diesen Raum verlässt, so wird auch das betreffende Licht ganz mit hinaus folgen, ohne irgend etwas von den übrigen Lichtern mit sich fortzunehmen oder von dem seinigen irgend etwas zurückzulassen.
Ihre vollkommene, totale Einigung war also genau wie ich sagte durchaus unvermischt geblieben, in keinem Teile vermengt und doch Eins. Und das traf tatsächlich zu, schon bei einem geschaffenen Stoff, nämlich der beleuchteten Luft, und bei dem an materielles Feuer gebundenen irdischen Licht!
Deshalb sagen wir, dass die überwesentliche Einheit über alles erhaben ist: nicht nur über die Einungen von Körpern, sondern auch selbst über die der Seelen und sogar über die Einungen unter den Geistern. Als Lichter außer- und oberhalb aller Welt und als Spiegel der Gottheit sind ihnen Einungen möglich, die unvermischt und überweltlich bleiben – gemäß der Teilnahme, die den Teilnehmern an der über alles erhabenen Einung angemessen ist.«

Wenn man z.B. die Art der Lichtentstehung in einer banalen Glühbirne betrachtet, dann erschließt sich ein weiteres Sinnbild. In einem möglichst reinen Werkstoff, z.B. Kohlenstoff oder Wolfram schwingt Elektrizität in einem elektromagnetischen Feld. Durch die Spannung und Intensität des Stromes erhitzen sich die Atome des Werkstoffes und geben jetzt die sie durchströmende Energie als Licht und Wärme wieder ab. Erst durch eine vollkommen reine und unverbrüchliche Ausrichtung auf die Lebenden Wasser, die mentalen Kräfte des Kosmos, kann der Mensch mit dem höheren Denken in Resonanz kommen, das ihn dann erleuchtet. In dieser kraftvollen Verbindung wird das göttliche Licht in liebevoller Geduld auch nach außen treten

Ohne die Zuwendung des universalen Bewusstseins kann niemand die Allegorien erkennen, die dem schauenden Menschen in der Natur geschenkt sind. Ausschließlich in dieser Verbindung können die Menschen zu einem höheren Denken und Wahrnehmen hinwachsen, mit dem die Schöpfung sowie die Aufgaben von Kosmos und Mikrokosmos erklärt werden. Das Gleichnis für das Wirken des universellen Bewusstseins aus dem Sonnenkosmos wurde der Welt mit dem irdischen Licht der Sonne geschenkt. Dieses Bild wird der Menschheit nicht dafür geschenkt, damit es verstanden wird und man sich daran erbaut. Diese herrliche Allegorie scheint täglich am Himmel, damit das bewusst Erkannte und Erlebte über Wesen und Wirken des göttlichen Lichtes transformiert weiterwirken kann, um allen, die tief innerlich nach diesem neuen Denken verlangen, über das Mysterium des universalen Bewusstseins in lebendig gewordenen Anschauungen zu berichten.

So verwirklicht sich auch auf diese Weise das Christusgeschehen, das im NT mit den Sätzen angedeutet wird: „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis wandeln, sondern er wird das Licht des Lebens haben.“ (Johannes 8/12) Dieses Licht ist die siebenfältige Kraft der ursächlichen Offenbarung durch das universale Bewusstsein. Selbst im Licht der irdischen Sonne beweisen sich die gnadenvolle Wahrheit und die Weisheit der Art und Weise der kosmischen Evolution.
Alle Menschen sind aufgefordert, sich dieser Entwicklung zuzuwenden, damit sie nicht nur bewusst erfahren, sondern auch im Leben prozessmäßig umgesetzt wird.

Man muss sich diesen Aussagen: »Der Logos ist das Licht« und »seid meine Nachfolger!« aus der richtigen Pespektive nähern. Die Nachfolge ist ein Prozess, der in einem Zeitrahmen über mehrere Inkarnationen laufen kann. Darum ist es unbedingt notwendig zu wissen, welches der erste Schritt in diese Richtung sein muss. Am Anfang steht natürlich die tiefe Überzeugung, dass diese Nachfolge die plausibelste Vorhersage der menschlichen Evolution ist, die in den kommenden Jahrhunderten stattfinden wird. Nicht nach menschlichem Ermessen oder wissenschaftlichen Beweisen, sondern durch kosmische Wirkungen im Sonnensystem. Darum ist dann doch der nächste Schritt auf diesem Weg ein völlig neues Denken, mit dem der Mensch seine Realität und seinen Auftrag in diesem Zusammenhang erfassen, durchdringen und auch umsetzen kann. Es geht also um eine Revolution des Denkens, die Jesus seinen Jüngern verkündet hat. Und wer konkret und praktisch an dieser Entwicklung mitwirkt, wird einmal im gleichen Lichtfeld des universalen Bewusstseins aufgenommen.

Durch die Verwirklichung der Lichtgesetze des Christus können alle Mikrokosmen selbst einmal in ferner Zukunft lichtähnlich werden. Aber gerade das ist mit der Nachfolge Christi gemeint, das ist der alles entscheidende Faktor für das künftige Werden des Kosmos. Es wird dem Menschen ein ganz anderes Wahrnehmen verheißen, wenn er sich bereitwillig in diese Entwicklung stellt. Darum steht im Evangelium des Phillippus, Vers 44: »Niemand kann etwas Unvergängliches wahrnehmen, außer er wird selbst unvergänglich. Es ist mit der Wahrheit nicht so wie auf der Welt, wo der Mensch die Sonne sieht, ohne selbst die Sonne zu sein, wo er den Himmel sieht und die Erde und alles übrige, ohne selbst Himmel, Erde und dergleichen zu sein. Sondern im Reich der Wahrheit siehst du etwas von ihr und wirst selbst zu ihr. Du siehst den Geist und wirst selbst zu Geist. Du siehst Christus: Du wirst Christus. Du siehst den Vater: Du wirst zum Vater. Hier auf dieser Welt also siehst Du alle Dinge, siehst aber Dich selbst nicht. In der anderen Welt siehst du dich selbst, denn was du dort siehst, das wirst du selbst.«

Das Licht des Lebens vibriert in Einheit als ein siebenfacher Kraftfächer in den sieben Dimensionen der sieben kosmischen Gebiete. Der neue Mensch wird in künfigen Zeiten, am Ende seiner totalen Realisiation aus sieben Kraftfeldern nicht in einem neuen Licht erscheinen, sondern er existiert dann aus diesem Licht, aus dem universalen Bewusstsein. Es ist das pure Sein in der vollkommenen Übergabe an die Offenbarung des Gottes, der unkennbar über allem ist. Das universale Bewusstseins-Licht ist das Wesen seiner Welt, es ist Wirken und Sein. Dieses herrliche Licht besteht ewig, weil es sich nicht verzehrt, sondern sich in einem immer wieder schließenden Kreislauf der isobaren Resonanz wegschenkt. So wird es immer größer, herrlicher in unfassbarer Glorie und Macht.

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Resonanz – das Grundgesetz des Lebens

Die isobare Resonanz des universalen Bewusstseins

In Matthäus Vers 22 kann man lesen: „Einer unter ihnen, ein Schriftgelehrter, versuchte ihn und sprach: `Meister, welches ist das vornehmste Gebot im Gesetz?‘ – Jesus aber sprach zu ihm:
`Du sollst lieben Gott, deinen Herrn, von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüte. Dies ist das vornehmste und größte Gebot.
Das andere aber ist ihm gleich: ‘Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst!‘ In diesen zwei Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten.“


Sollte Dir ein Gedanke zu dem Text einfallen, dann schicke ihn bitte mir zu.  Vielen Dank.


Die tiefe Bedeutung dieser Worte verstehen zu wollen, ist wohl eine der wichtigsten Aufgaben der Menschheit, ja, eines jeden Menschen. Denn diese grundlegende Aussage durchdringt in vielfältiger Weise alles Leben. Das wird besonders dann deutlich, wenn wir ein anderes Grundgesetz der Allnatur daneben stellen. Am bekanntesten ist diese Regel wohl beim Magnetismus. Ein Magnet kann nur die Metalle anziehen, die gleichermaßen magnetisch sind wie der Magnet selbst. Allerdings ist dieses fundamentale Miteinander von elektromagnetischen Wellen die Grundvoraussetzung für jede Funktechnik, Rundfunk oder Fernsehen. Dieses Gesetz der isobaren Resonanz, beruht auf dem Spiegelgesetz der Optik, und gilt für alles Licht und alle Vibrationen im Universum. Es ist fundamental und bestimmt alles Leben.

Unter diesem Gesichtswinkel wird beim genauen Betrachten der einzelnen Komponenten unseres Daseins so manches Ereignis erklärbar:

Der Mensch lebt in einem Mikrokosmos, gebildet aus sieben Kraftfeldern: Stoffkörper, Ätherfeld, Astralfeld, Mentalvermögen plus drei weitere höhere Felder.

Mikros mTDer Stoffkörper ist das materielle Werkzeug in einem feinstofflichen Kosmos, der sowohl die grobstoffliche Nahrung als auch die unstofflichen Kräfte der Erde aufnimmt und die vielfältigen Vibrationen aus dem Kosmos einatmet, diese umwandelt und dann wieder an die Felder im Jenseits abgibt. Der Mensch wird durch einen völlig natürlichen Stoffwechsel aus den sieben Kraftfeldern der Welt belebt. Wie ein Fisch im Ozean von allen Bewegtheiten und Qualitäten des ihn umgebenden Wassers sowie der darin enthaltenen Nahrung abhängig ist, so wird auch der Mensch beständig durch Kosmos und Makrokosmos nach den Regeln der isobaren Resonanz beeinflusst. Das bedeutet, dass der innere Vibrationsschlüssel des Mikrokosmos als Ganzes bestimmt, welche Vibrationen er über das aurische Wesen einatmet, ohne dass sein inneres Gleichgewicht gestört wird. Der bestimmende Faktor dafür ist die prinzipielle Ausrichtung der astral-mentalen Bewohner seines Atemfeldes, was im Allgemeinen meistens als Seele oder Charakter bezeichnet wird. Die Psychologie hat schon lange erkannt, dass der Mensch nur zu 2/7 aus seinem Tagesbewusstsein lebt. Der andere größere Anteil, das unbewusste 5/7, bestimmt allerdings sehr deutlich, wie der Mensch wahrnimmt, wie und was er bedenkt oder beschließt. Dieses sogenannte Eisbergmodell der menschlichen Bewusstheit muss stark überarbeitet werden, wenn man berücksichtigt, dass noch drei weitere höher vibrierende Kraftfelder den Mikrokosmos wie Wolken umschweben und seine weiteren Schritte durch die noch folgenden Inkarnationen bestimmen.

Auch die Erde ist ein lebendes Wesen, genauso wie alle Kreatur auf ihr. Sie ist mehr als nur ein  Gesteinsball mit ein bisschen Atmosphäre darum herum. Sie besteht ebenso wie der Mikrokosmos aus sieben Kraftfeldern. Wie oben, so unten.  Die Erde atmet als Ganzes unentwegt die Kräfte des sie umgebenden und durchdringenden Universum ein, verarbeitet sehr intelligent und zielbewusst diese für alle auf ihr und in ihr lebenden Entitäten, Wesen, Menschen, Tiere, Pflanzen und Mineralien, und strahlt die umgewandelten Kräfte wieder ins All. Es soll hier nicht näher auf die Details der Kräfte eingegegangen werden, denn das ist bereits an anderer Stelle geschehen. Unsere Perspektive soll jetzt auf das große Grundgesetz des Lebens, allen Lebens gerichtet sein. Ebenso wie die Stoffwechselprozesse des Mikrokosmos, grobstofflich sowie feinstofflich, von der isobaren Resonanz zur Sicherung des harmonischen Gleichgewichtes geregelt werden, genauso sichert dieses Spiegelgesetz auch das dynamische Werden der Erde. Es ist wohl erwähnenswert, obgleich völlig selbstverständlich, dass alle anderen Planeten, Galaxien und Universen  im All nach den absolut selben Regeln geführt werden.
So ist auch die Sonne ein Wesen mit bewusstem Leben, das für sein kontinuierliches Werden zahllose Kräfte aus der Milchstraße und aus dem Universum ein- und ausatmet. Alles Dasein ist ein lebendiger Stoffwechsel, alles Leben ist stets fließende Information im gemeinsamen universellen Bewusstsein. Es gibt nirgendwo so etwas wie „tote Materie“, so wie es hinter den Vorträgen aller materialistischen Wissenschaftler stets hindurchscheint, nur weil sie mit ihren stoffgebundenen Sinnesorganen nicht weiter schauen können. Die über allem herrschenden höheren Kräfte über der Mentalis bleiben für den erdgerichteten Beobachter trotz aller materiellen Wunder verborgen. Nur die religiös inspirierten Gläubigen ahnen etwas von diesen hohen unerforschbaren Kräften, denen sie zu gehorchen haben. Darum haben sie dafür auch keine konkrete Bennung gefunden und sie geben ihnen den metaphysischen Begriff der Numinosität: Gott, die Bezeichnung für das Unkennbare, das Selbsthervorgebrachte, das überzeitliche Ewige, alles Erschaffende und doch ungeschaffen, alles Umfassende. In den großen Naturreligionen der Mittelmeerkulturen werden diese Kräfte summa summarum Gott genannt. Im Eangelium des Johannes steht: Gott ist Licht, der Logos. Das bedeutet doch für alle religiösen Menschen selbstverständlich, egal welcher Religionsform sie hier auf Erden anhängen: Alles geoffenbarte Leben und Bewusstsein ist aus und in seiner unerschöpflichen Kraft sowie in und  aus SEINEM Bewusstsein, alles ist in IHM und aus IHM, aus dem geoffenbarten Sohn des einen unkennbaren Gottes.

Wer angesichts dieser beiden großen Komponenten des All, der Kraft und dem Bewusstsein innehält und die Tragweite dieser unfassbaren Wirklichkeit zu ahnen beginnt, schaut in das große barmherzige Wirken der einen Liebe, die für den Menschen über allen Verstand geht. Diese Erkenntnis kann der Beginn eines total anders ausgerichteten Lebens sein, in dem sich die Evolution eines neu erwachenden Denkens vollzieht. Wer diese aktive Essenz des Daseins verwendet, dieses besondere Vermögen, das den Menschen, die Welt und seine Geschöpfe zu dem einen bewussten Dasein führen wird, wird in IHM, dem universalen Bewusstsein selbst bewusst ist. Dies geschieht nach den vorgenannten Gesetzen der Liebe und der Resonanz.

Das universale Bewusstsein ist das kosmische Feld der offenbarten Schöpfung. Es manifestiert sich in allen Universen, Galxien, Planetensystemen, Sternen und Planeten, in allen Entitäten, Daevas, Wesen und Mikokosmen, angepasst und transformiert für die jeweiligen Aufgaben und Lebensziele in der Gesamtschöpfung. Das universale Bewusstsein entspricht dem Sohn, dem Christus, in dem und durch den alles geschieht, was geschieht, geschah und geschehen wird. Dieses Kraftfeld verfügt über besondere Eigenschaften,

1.    Das Sein entfaltet und strukturiert sich für eine permanente Kommunikation.
2.    Das Sein baut auf dem Grundgesetz: „Gleiches zu Gleichem.“
Die isobare Resonanz nach dem hermetischen Prinzip:
„Alles empfangen, alles beleben und alles wieder wegschenken.“
3.    Das Sein ist ewige Spiegelung und permanente Vermehrung,
Leben und Wachstum.

Jedes Leben, wirklich alles was an Leiden und Freuden geschieht, jedes Wachstum und Sterben im Diesseits oder im Jenseits, jede Artentfaltung oder Auslöschung von irgendwelchem Dasein, jeder Tod und jede Geburt, einer Zivilisation oder eines Menschen, wird von diesen Grundgesetzen bestimmt. Es ist das eine fundamentale Gesetz, nämlich das barmherzige Prinzip der Liebe, deren Vollzug alle Wesen, Kosmen und Mikrokosmen im All einmal wieder in das universale Bewusstsein zurückführt.

Die gesamte universelle Weisheit und ihre Verwirklichung im Menschen und im ganzen All basiert auf dem einen Gebot: Liebe für Gott. Das bedeutet eine permanente Kommunikation mit dem ermöglichten  Anteil am universellen Bewusstsein des Kosmos. Es ist dabei sorgfältig zu beachten, was definitiv gemeint ist, und es wird dringend angeraten, die vorschnellen üblichen Ansichten von Liebe hierbei zu vermeiden. Diese Liebe, von der auch Paulus im NT spricht, ist etwas völlig anderes als die in den grobmateriellen Stoff hineingezogene Hochsympathie zwecks Fortpflanzung. Diese metaphysische Liebe, die von den Griechen noch Agape genannt wurde, um sie von Eros zu unterscheiden, ist ein Phänomen des All, eine Kraft die uneingeschränkt alle und alles einbezieht. Sie kommuniziert, sie in-formiert und harmonisiert über die genannten Prinzipien so sicher, so absolut und grenzenlos in jeder Sekunde für jedes Wesen und jedes Atom im All.

Der Mensch neigt in den meisten Fällen dazu, sich selbst als Akteur und Macher auf seiner Lebensbühne zu betrachten. Vielfach wird diese Aktionsdominanz gerne geleugnet, aber sie bleibt trotzdem weiterhin über das Unbewusstsein aktiv. Man erkennt es sehr deutlich in der Wortwahl der Sprache und an den selbstbewussten Handlungen. Beim genauen Hinsehen wird schnell deutlich, dass dieser Mensch nicht der Akteur ist, sondern vielmehr eine Marionette von diversen Kräften, die er – wenngleich unbewusst – aus den Sphären seines Mikrokosmos bzw. von den ihn belauernden Kräften des Jenseits heranzieht. Auch wenn Gustav Meyring sagt: »In der Welt herrscht ein einziges Gesetz. Ich bin der Täter dieser Tat, ist selbstgefälliges Geschwätz.« ( So steht es im Weißen Dominikaner), wird diese Aussage von vielen Menschen nicht geglaubt, weil sie in der Verblendung gehalten werden. Von wem? – Von dem Narziss-Impuls aus dem eigenen aurischen Wesen, in dem sich die prinzipielle Selbstsucht der Äonen manifestiert. Denn jeder Mensch will, in Zusammenarbeit mit den anderen drei Herren des Schicksals – den Kosmokratoren im Kosmos, im Sonnensystem und im Tierkreis – der Selbstschöpfer sein. Und so hat Moses den Semiten – und allen ihren tumben Nachfolgern eingeprägt: »Ich bin der Herr Dein Gott. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir!« Eine bessere Selbsthypnose konnte sich wohl niemand anderes ausdenken. Nun sollten wir heute alle bereits wissen, dass Egoismus auf Dauer nicht zu einem erfolgreichen und fortschrittlichen Zusammenleben aller Völker führen kann. Denn das eine fundamentale Gesetz der isobaren Resonanz zerstört langfristig alle Selbstsucht. Wer trotz alledem ernsthaft versucht, diesem Gesetz zuwider zu handeln, wird spätestens im Jenseits mit seinen eigenen Resultaten konfrontiert. Er muss die Ernte seiner Saat einbringen, ob es ihm nun gefällt oder nicht. Denn auch dort regiert das Echoprinzip: »Wie es in den Wald hinein schallt, so schallt es auch hinaus.« Das Grundgesetz der Liebe: »Gib, so wird dir gegeben!« ist an allen Orten und zu allen Zeiten Wesen und Wirken des Daseins.

Es ist zum allgemeinen Verständnis der aktuellen Situation notwendig, darauf hinzuweisen, dass die irdischen Devas oder Götter im Jenseits mit ihrem feinstofflichen Kumulus direkt keine kosmische Kraft für ihre Erhaltung aufnehmen können. Das ist zunächst nicht so leicht zu verstehen, zumal es schon problematisch genug ist, sich darauf einzustellen, dass jeder Mensch in seinem Mirkokosmos stetig aus sieben Kräften gelebt wird. Wenn man sich jedoch der Grundprinzipien des isobaren Resonanzgesetzes erinnert, wird es logisch und verständlich. Eigentlich ist es ausgesprochen banal. Die kosmischen Kräfte sind prinzipiell immer ‚wegschenkend‘ polarisiert. Dahingegen sind die Äonen und Archonten selbstbehauptend, aus egoistischen Impulsen und Kräften entstanden. Darum können die kosmischen Kräfte bei ihnen nicht direkt anknüpfen, sie werden infolge dieser entgegengesetzten Vibration abgestoßen. Beim Menschen mit einer grobstofflichen Persönlichkeit ist die Situation allerdings etwas anders. Der Mensch in seinem Mikrokosmos steht innerhalb einer beabsichtigten Evolution, einer Vollendung seines Mikrokosmos. Für diese Entwicklung muss der Mensch anhand zahlloser Erlebnisse und mancher leidvollen Erfahrungen stets Entscheidungen in seinem Leben fällen können, die ihn auf dem Wege der Evolution vorwärts bringen. Dabei entwickelt er, oftmals ohne eigenes Wissen, einen kräftigen Magnetismus in Richtung auf die helfenden kosmischen Kräfte, die ihn gerne liebevoll umfangen, wenn er sich ernsthaft für die vorgesehene kosmische Progression einsetzt. Diese fortgeschrittenen Mikrokosmen können die Kräfte aus dem Kosmos direkt assimilieren. Allerdings werden diese  assimilierten Kräfte bedauerlicherweise zunächst auch für selbstsüchtige Bestrebungen nach Heiligung und Erleuchtung, für Humanismus, Kultur und Karitas verwendet. Dadurch werden die kosmischen Kräfte  entsprechend selbstbehauptend transformiert und in den äonischen Kreislauf der eigenwilligen jenseitigen Entitäten eingespeist. Um diesen Strom irdischer Äther, Astralis und Mentalis beständig aufrecht zu erhalten, sind die Archonten stets gezwungen, alle Hierarchien, Fürsten und Gewaltigen unter dem Himmel und alle ihre Diener auf Erden anzuspornen, die Menschen mit spirituellen, politischen und sportlichen Events in ihren egoistischen Bestrebungen zu fördern. Diesen Entitäten ist es ein Gräuel zu wissen, dass die göttliche  Kraft – das universale Bewusstsein und die Liebe – die Erde und die Menschen aus dem irdischen Gefängnis befreien will, denn das wäre natürlich ihr Untergang. Doch sie werden die Auswirkungen der großen Zyklen in der kosmischen Entwicklung nicht aufhalten können.

Der Mensch wird in seinem Leben permanent von zahllosen Institutionen an diverse Richtlinien gebunden und in Verhaltensgesetze gefesselt. Dabei hat er nur eine, wirklich nur eine kleine Möglichkeit, in diesem Strom von Kräften selbst das Ruder herumzureißen. Diese kleine Möglichkeit liegt in seiner täglichen Ausrichtung bei allem Geschehen und der entscheidenen Kraft seines Denkens. Er muss zu der Einsicht kommen, dass die innere Wachsamkeit bei allem Handeln und Denken absolut entscheidend ist. Dann besteht grundsätzlich für Jeden absolut die Chance, in dieser Einsicht  des eigenen Seins in bezug auf seine nähere und weitere Umgebung das Grundgesetz allen Lebens zu erkennen und für sein Leben umzusetzen. Die isobare Resonanz ist das fundamentale Liebesgesetz des Lebens, mit dem jeder seit seiner Geburt in diesem Kosmos verbunden ist. Wer dieses Grundprinzip in sein Leben integrieren kann, erbringt den Beweis, dass der Sohn der Gottheit, das in den irdischen Kosmos eingesenkte universelle Bewusstsein, einen Strahl seines Vermögens mit diesem Menschen verbunden hat.

Durch diese Kommunion mit dem Strom der Natur kann prinzipiell die Weiterentwicklung des siebenfachen Denkvermögens beginnen. Sein vierter Aspekt wird sich vollenden, damit in der weiter schreitenden Aquariusperiode sich auch noch die drei anderen Ansichten des Denkvermögens entfalten können. Diese warten jetzt noch, wie in einer Knospe verborgen, auf den Impuls zum Erblühen. Wie in einer Morgenröte im Aufgang wird dieser Mensch seine wahre Bestimmung auf Erden mit einem völlig neuen Wahrnehmen und Denken erkennen. Er ist dann über die eigene Erkenntnis bewusst mit dem Ziel des Daseins verbunden, das er sicher einmal erreichen wird. Prinzipiell ist der Mensch bereits seit seiner Geburt schon ein Teil des universellen Gesetzes der Liebe. Die Verbindung mit dem universalen Bewusstsein war niemals wirklich unterbrochen gewesen. Denn die Liebe – diese Verbindung des Geschöpfes mit dem Schöpfer – wird nicht unterbrochen, kann niemals unterbrochen werden. Sie kann allerdings hinter all den allgemein so üblichen Verrichtungen des täglichen Daseins im materiellen Selbsterhaltungsgerangel, ausgeschmückt mit den zahllosen irritierenden Ablenkungen und Vergnügungen, verstummen.

Es bleibt doch stets die bange Frage bestehen, wie und wann der Mensch in seinem Denken bereits fähig sein wird, die Alleinheit aller Wesen und Menschen zu erfassen und auf das heilige Gesetz des Alls harmonisch zu antworten. Im normalen Leben der Massen herrschen rund um den Globus bedauerlicherweise zahllose Weltanschauungen, die die Menschen immer wieder dazu anstacheln, den Äonen und Archonten die so notwendigen ätherisch-astral-mentalen Kräfte zu liefern. Nach den in allen Welttheorien und Religionen reproduzierten Regeln will der Mensch vor allem sein Leben auf Erden gesund, erfolgreich und spirituell im Rahmen der ihn umgebenden Gesellschaft führen. Er versucht, möglichst viel Geld, materiellen Komfort und Macht zu besitzen. Im Kampf um Bequemlichkeiten und Lebensluxus möchte jeder möglichst dann nach seinem Ableben auch ein ewiges Leben in einer paradiesischen Welt geschenkt bekommen. Leider wird von nahezu allen irdischen Pädagogen jedes Kind zu diesem absurden dialektischen Konkurrenzkampf erzogen. Das Leben schreitet unbehelligt fort mit all den unsäglichen Streitigkeiten, Auseinandersetzungen und Kriegen, bis einmal die Psyche von einer tiefen Resignation in der Sinnlosigkeit des weltlichen Treibens erfasst wird.

In dieser Erschütterung des eigenen Seins kann eine völlig neue Erkenntnis den Menschen zum Umdenken motivieren. In dieser Niedergeschlagenheit kann wie ein letzter Lebensfunke die freudige Einsicht aufleuchten, dass alles irdische Streben trotz aller Aussichtslosigkeit einen tiefen bislang unerkannten Sinn hat. Nämlich, dass alles Gerangel auf der materiellen Ebene mit allem Leid in ein Erlernen der kosmischen Regeln mündet, die alles Geschehen auf das großartige Lebensziel im universalen Bewusstsein hinlenken. Die fundamentale Ordnung basiert vor allem auf dem kosmischen Resonanzgesetz, das sich in dem magnetischen Prinzip »Gleiches zu Gleichem« verwirklicht. Allerdings fordert es in der irdischen Natur von jedem eine unverbrüchliche Hinwendung, denn in allen stofflichen Ebenen des irdischen Kosmos verbindet sich das Spiegelprinzip mit dem Gesetz der Polarität. Diese irdische komplementäre Resonanz erfordert von jedem, die eigenen Gedanken und Handlungen wahrlich neu zu überprüfen. So bekommen die Goldenen Regeln des Pythagoras für ein besonnenes Leben eine vorzügliche Bedeutung. Auch die alten Sprüche: «Alles Leben ist Eitelkeit und Haschen nach Wind!» oder «Es gibt nichts Neues unter dem Himmel!» erscheinen in einem neuen Licht.

Das leiderfüllte Dasein auf Erden bekommt einen tiefen Sinn. In der neuen Stimme des Denkens erklingt der verantwortungsvolle Auftrag für den Menschen, die Lebenserfüllung in der menschlichen und kosmischen Evolution. Gemessen an den zahlreichen philosophischen Kosmologien und religiösen Thesen aus Ost und West ist das eine bahnbrechende Erkenntnis, die den Äonen und Archonten bereits heute Angst und Bange macht. Wenn der Mensch in seinem Leben die Regeln der komplementären Resonanz erfüllt, dann entspricht das einer fundamentalen Umwendung seiner Lebenshaltung. Vor allem die entsetzliche Angst vor dem Tode löst sich endgültig in Rauch auf. Die auf der Basis dieser Grundangst im Menschen geschaffenen Abhängigkeiten werden dahinschmelzen wie der Schnee in der Frühlingssonne. Entwickeln sich die feinstofflichen Kraftfelder von Kosmos und Mikrokosmos weiter, dann werden alle existenziellen Begehren nach irdischem Besitz, Ruhm und Macht und dem blendenden Tand der ‚Karussellbesitzer‘ im Jenseits vergehen. Das Dasein wird sich wie von selbst auf die lebensnotwendigen Bedürfnisse beschränken. Je mehr Menschen sich zu dieser fundamentalen Einsicht erheben werden und die entsprechenden Konsequenzen in ihrem Leben durchsetzen, desto weniger Kraft und Vermögen wird den bisherigen Weltbeherrschern zur Verfügung stehen, um die noch Unwissenden in das für die Äonen lebensnotwendige Unterhaltungsprogramm einzuspannen. Eines ist bei alledem jetzt schon sicher: Im Rahmen dieser gigantischen Evolution werden einmal alle Entitäten und Wesen unserer Welt im allumfassenden Bewusstsein des Sonnenmakrokosmos aufgehen. Ihr Lebensziel ist dann erreicht.

Nach den unzähligen Umdrehungen des Mikrokosmos im Rad des Todesnatur schwingen letztendlich alle Bestrebungen aus, in der irdischen Lebensstruktur von Diesseits und Jenseits eine himmlische Sphäre zu erreichen. In dieser besinnlichen Ruhe, befreit von allem materiellen Treiben und Begehren nach spiritueller Erleuchtung, spricht auf einmal im eigenen Bewusstsein eine kräftige Stimme von der einen großen Liebe des Alls, von der Verbundenheit mit dem Bewusstsein aller Menschen, vom Einssein mit dem Bewusstsein der Erde und des Kosmos. Im Menschen steigt wie ein Komet der überwältigende Gedanke auf, der ihn für einen Moment überstrahlt: Er selbst, sein Mikrokosmos ist über die isobare Resonanz mit dem universalen Bewusstsein verbunden, das alles in einer Weisheit und Barmherzigkeit lenkt, die so einfach ist und so grandios, dass es jedes logische Verstandesdenken übersteigt. Diese völlig neue Erkenntnis enthält das grundlegende Gebot: »Halte die Verbindung mit dieser universellen Kraft aufrecht, strebe zu ihr bei allen deinen Ambitionen und Handlungen, durch alle Turbulenzen hindurch, egal mit welchen Gewalten die äonenalten Kräfte der irdischen Natur an deinem materiellen Dasein zerren!«

Der Reflex dieser Liebe steigt aus dem Herzen auf und bekommt Kraft aus dem wachsenden Denkvermögen. Mit dem Verstand, der das Empfangs- und Verarbeitungsprogramm in der Persönlichkeit ist, werden die neuen Absichten und nun geltenden Maßregelungen in vernünftige Bahnen gelenkt. Die sich dabei entfaltende neue Ausrichtung  für das tägliche Leben lässt einen ganz anderen Magnetismus entstehen, denn das erwachsen werdende Denkvermögen verlangt nach der steten Einsicht in die Regeln des universellen Bewusstseins. Durch die tiefe Einsicht in die Blendwerke der esoterischen Kultur in die über tausende von Jahren alten Tempelrituale und der klassischen Religionen sowie die damit verknüpften Philosophien entsteht ein verstärktes Verlangen nach der einen Wahrheit. Der Mensch sucht jene Gleichgesinnten, die ebenfalls in den Untiefen des irdischen Lebens müde geschlagen sind von den stets wiederholten Irreführungen zu Gunsten der im Jenseits herrschenden Entitäten.
Ja, die irdische Natur ist eine Lebensebene, auf der jeder seine ganz speziellen Erfahrungen machen kann, um zu dem einen Grundgesetz der Resonanz, der Liebe und Harmonie durchzudringen. Aber dann wird er auch die letzten individuellen Verstrickungen, die durch seinen Mikrokosmos bis dahin gewirkt wurden, in einem intelligenten und besonnenen Verhalten abschütteln. Jeder, in dem diese Lebenseinsicht in die Barmherzigkeit des Alls aufdämmert, kann durch sein achtsames Leben anderen Menschen helfen, ebenfalls die so wichtigen Schritte in ihrem eigenen Leben zu gehen. Entwickeln sich diese Prozesse im Laufe der Aquariusperiode immer stärker, dann wird sich das Denkvermögen vollkommen entfalten. Dem menschlichen Denken erschließt sich die ursprüngliche Weisheit des universalen Bewusstseins. Die fundamentale Liebe im isobaren Resonanzgesetz für alle Wesen des Daseins kann in aller Weite eingesehen und verstanden werden.
Eingebettet in die liebevolle Entfaltung des wirklichen Seins fügt sich jeder dem Wesen und Ziel dieses ausgleichenden Allbewusstseins. Auf diesem Wege werden alle Menschen, alle Kosmen einmal bewusst erfahren: Die ewige Liebe selbst führt die ganze Schöpfung mit allen Kosmen, Galaxien und ihren Bewohnern nach den göttlichen Regeln auf dreifache Weise bis in die heiligen Gefilde der erhabenen Welt der ewigen Wahrheit.

 

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