{"id":8192,"date":"2017-09-30T08:58:39","date_gmt":"2017-09-30T06:58:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.artokora.de\/?p=8192"},"modified":"2018-04-23T14:20:54","modified_gmt":"2018-04-23T12:20:54","slug":"7-0-diverse-einfluesse-auf-die-wahrnehmung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.artokora.de\/?p=8192","title":{"rendered":"7.0 Diverse Einfl\u00fcsse auf die Wahrnehmung"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #000080;\"><strong>7.1 Wahrnehmung von Menschen mit sensorischen M\u00e4ngeln<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Wie ist es nun aber, wenn einem Menschen ein Sinnesorgan fehlt oder eines nur eingeschr\u00e4nkt arbeitet?<br \/>\nDie Welt der Menschen mit sensorischen M\u00e4ngeln ist gewisserma\u00dfen verarmt, eben um diesen Teil, den sie nicht wahrnehmen k\u00f6nnen. Wesentlich f\u00fcr die Betrachtung der Wahrnehmung ist dabei die Unterscheidung zwischen angeborenen M\u00e4ngeln und den durch Krankheit oder Unfall erworbenen M\u00e4ngeln. Der seit seiner Geburt total Farbenblinde hat meistens kein Farbenged\u00e4chtnis und ihm fehlen die mit den Farbwahrnehmungen verbundenen psychologischen Erlebnisse.<br \/>\nEbenso hat der von Geburt an Taube meistens kein akustisches Ged\u00e4chtnis. Musik verschafft dem h\u00f6rf\u00e4higen Menschen einige der zwingendsten Wahrnehmungserfahrungen, die dem Tauben nicht zug\u00e4nglich sind. Dem Blinden fehlt jegliche Erfahrung unserer sehr stark auf visuellen Reizen aufgebauten Welt.<\/p>\n<p><span style=\"color: #c40000;\">Diese Menschen sind jedoch in betr\u00e4chtlichem Ausma\u00dfe f\u00e4hig, derartige Defekte \u00fcber andere Wahrnehmungsbereiche zu kompensieren.<\/span><\/p>\n<p>So kann z.B. ein Blinder sein Tastgef\u00fchl und sein Geh\u00f6r bis zu einer Leistung sensibilisieren, die f\u00fcr den Normalsichtigen nahezu unerreichbar ist. Es bleiben aber immer einige Aspekte der Wahrnehmung, wie das Erfassen ausdrucksstarker und affektiver Qualit\u00e4ten von Farben und T\u00f6nen, die nicht voll kompensiert werden k\u00f6nnen. Die aus esoterischer Sicht bekannten Wahrnehmungen werden von den visuell und akustisch Behinderten verst\u00e4rkt erlebt.<\/p>\n<p>\u00dcber dieses Thema sind zahlreiche ausf\u00fchrliche Studien angefertigt worden, um mit Behinderten ihren Anspr\u00fcchen gem\u00e4\u00df arbeiten zu k\u00f6nnen, die hier allerdings nicht zitiert werden sollen,<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong><em>Sollte Dir ein Gedanke zu dem Text einfallen, dann schicke ihn <\/em><em>mir <\/em><\/strong><em><strong>bitte zu.<\/strong>\u00a0\u21d2<strong> <a href=\"http:\/\/www.artokora.de\/?page_id=74\">Vielen Dank. <\/a><\/strong><\/em><\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #000080;\"><strong>7.2 Wahrnehmung des Kindes<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Eine andere Wahrnehmung ergibt sich auch, wenn der Mensch nur perinatale oder postnatale Erfahrungen hat. Obwohl jeder einmal diese Phase durchleben musste, kann man sich nur schwer im einzelnen daran erinnern, wie anders ein Kind seine Welt wahrnimmt. Obwohl jeder einmal diese Phase durchschritten hat, kann man sich nur schwer im einzelnen erinnern, wie anders ein Kind seine Welt wahrnimmt.<br \/>\nAls erstes beeinflusst die K\u00f6rpergr\u00f6\u00dfe des Kindes die Wahrnehmung seiner Umwelt. Die Welt der Erwachsenen ist f\u00fcr ihre Durchschnittsgr\u00f6\u00dfe und ihre Bed\u00fcrfnisse konstruiert. Der \u00abniedrigere Standpunkt\u00bb des Kindes l\u00e4sst viele Dinge gr\u00f6\u00dfer und imposanter erscheinen. Auch nimmt es Gewichte von Gegenst\u00e4nden schwerer wahr als ein Erwachsener. Die Welt des Kindes hat (in r\u00e4umlicher und zeitlicher Hinsicht) einen geringeren Umfang.<\/p>\n<p>Die Anzahl von Gegenst\u00e4nden oder Ereignissen, die gleichzeitig aufgefasst werden k\u00f6nnen, ist kleiner. Ebenso ist die Dauer der Aufmerksamkeit k\u00fcrzer.<\/p>\n<p>Die Wahrnehmung des Kindes ist auf das Erfassen der Hauptz\u00fcge seiner Umwelt gerichtet, dabei werden viele Einzelheiten \u00fcbersehen. Es gibt auch Anhaltspunkte daf\u00fcr, dass die Gr\u00f6\u00dfenkonstanz und andere Konstanzph\u00e4nomene f\u00fcr das Kind nicht in gleicher Weise gelten wie f\u00fcr Erwachsene.<br \/>\nDas Kind neigt eher dazu, seine Umwelt animistisch wahrzunehmen, d.h. tote Objekte werden mit Gef\u00fchlen und Absichten belebt. Die Ausdrucksqualit\u00e4ten von Gegenst\u00e4nden oder Ereignissen spielen in der Wahrnehmung eine relativ gro\u00dfe Rolle. Wo ein Erwachsener diese als \u00absubjektive\u00bb Faktoren gew\u00f6hnlich wenig beachtet, k\u00f6nnen diese \u00absubjektiven\u00bb Ausdrucksqualit\u00e4ten die Wahrnehmung des Kindes v\u00f6llig f\u00fcr sich in Anspruch nehmen.<\/p>\n<p>Man k\u00f6nnte nun meinen, die Wahrnehmungswelt eines Kindes ist durch diese andere Wahrnehmungsgestaltung beschr\u00e4nkt. Das wird jedoch durch andere Werte mehr als kompensiert. Gerade der Mangel an Objektivit\u00e4t und \u201eRealismus\u201c, verbunden mit der Empf\u00e4nglichkeit f\u00fcr Ausdrucksqualit\u00e4ten, erhalten der kindlichen Welt Frische und Spontanit\u00e4t. Hier brillieren Intuition und Erfindungsgabe, solange, bis die Erwachsenen-Erziehung sie erstickt hat.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #000080;\">7.3 Kultureller Einfluss auf die Wahrnehmung<\/span><\/strong><\/p>\n<p>Da die vorangegangenen Erfahrungen des Menschen seine Wahrnehmung stark beeinflussen, ist es selbstverst\u00e4ndlich, dass die Menschen verschiedener Rassen und Kulturen ihre Umwelt entsprechend unterschiedlich wahrnehmen. Manche Kulturen unterscheiden sich z.B. sehr stark nach der Anzahl der verschiedenen Varianten innerhalb einer Gegenstandsklasse, die beim Erfassen unterschieden werden k\u00f6nnen. Bei der Wahrnehmung eines Gegenstandes oder einer Person steht es jedem offen, welchem Aspekt er seine Aufmerksamkeit schenkt. So ist es nicht verwunderlich, dass sich gerade zwischen verschiedenen Kulturen eine ganze Reihe Unterschiede hinsichtlich des Wahrgenommenen ergeben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #000080;\"><strong>7.4 Wahrnehmung und Drogen<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Interessant ist in diesem Zusammenhang die Frage:<br \/>\n<span style=\"color: #c40000;\">Welche Wahrnehmungs\u00e4nderungen treten bei psychischer Krankheit oder bei Einnahme von Halluzinogenen oder anderen Drogen auf?<\/span><\/p>\n<p>Als sicher kann angenommen werden, dass jede Einnahme von Medikamenten, von Alkohol, von Nikotin u.a. unterschiedlich stark die Wahrnehmung beeinflusst. Vor allem im Hinblick auf die \u00abFahrt\u00fcchtigkeit\u00bb von Kraftfahrzeugen wird immer wieder auf diese gravierenden Ver\u00e4nderungen hingewiesen. Eine ausf\u00fchrliche Erl\u00e4uterung all dieser Erscheinungen w\u00fcrde jedoch den Rahmen dieser Darstellung sprengen. Ich will mich hier darauf beschr\u00e4nken, einige Ph\u00e4nomene optischer Halluzinationen nach der Einnahme von \u00abbewusstseinserweiternder\u00bb Drogen zu beschreiben.<\/p>\n<p>Optische Halluzinationen sind ein Privileg der symptomatischen Psychose. Der Psychiater beobachtet sie \u00fcberwiegend beim Delirium, in der Alkoholpsychose und anderen toxischen Psychosen, etwa bei \u00dcberdosierung gewisser Medikamente, bei Pilzvergiftungen u.a.. Die besten Ausk\u00fcnfte \u00fcber das Wesen der optischen Halluzinose erh\u00e4lt man jedoch aus den experimentellen Psychosen, die durch sogenannte Halluzinogene oder Psychotica beim Menschen willk\u00fcrlich steuerbar hervorgerufen werden k\u00f6nnen. Unter den z.Zt. bekannten Halluzinogene sind die klinisch wichtigsten Haschisch, Mescalin, Lysergs\u00e4ure-Di\u00e4thylamid (LSD-25) und Psilocybin.<br \/>\nVon der Art des verabreichten Mittels und der H\u00f6he der Dosis abh\u00e4ngig, kann der rauschartige Zustand der experimentellen Psychose 5 &#8211; 12 Stunden andauern. In der Regel klingt er von selbst wieder ab. Die experimentelle Psychose ist f\u00fcr die psychopathologische Forschung von besonderem heuristischem Wert, weil bereits w\u00e4hrend der Intoxikation und \u2013 wegen der erhaltenen Erinnerung \u2013 erst recht danach, Erlebnisschilderungen von gr\u00f6\u00dfter Pr\u00e4gnanz und Eindringlichkeit gewonnen werden k\u00f6nnen. (ausf\u00fchrliche Berichte \u00fcber LSD-Therapien bei Stanislav Grof, \u00abTopografie des Unterbewussten\u00bb) Eine gewisse Objektivierung ist schlie\u00dflich durch die zeichnerischen und malerischen Darstellungen der in der Psychose erlebten Visionen und Halluzinationen m\u00f6glich. Die Bilder f\u00fchren in die Gesichtserscheinungen des Rausches und in die Welt der psychisch \u00fcbersteigerten Affekte: der plastischen und akustischen Erinnerung vergangener Erlebnisse bis zur\u00fcck in perinatale Begebnisse, der lustvollen Hingegebenheit in Fantasiewelten, starken spirituellen Erfahrungen der Ganzheit des Makrokosmos, seltener auch der Angst vor Phantomen, der depressiven Verlassenheit oder der gespannten Aggressivit\u00e4t in der ganzen Weltbev\u00f6lkerung. Oft werden diese Sensationen mit verfremdeten und verunstalteten insektenartigen Wesen bev\u00f6lkert, die vielfach an Darstellungen der Fantasiewelten erinnern.<\/p>\n<p>Im Selbstversuch mit Halluzinogenen wurde beobachtet, dass mit zunehmender Wirkung des Toxins eine Intensivierung der optischen Erlebnissph\u00e4re einhergeht und sich die Ph\u00e4nomene langsam von den \u00e4u\u00dferen Sinneseindr\u00fccken abheben, um mehr und mehr einer intrapsychischen optischen Reizproduktion Platz zu machen. Zwischen den Exponenten pr\u00e4gnanter Au\u00dfenwahrnehmung und \u00fcbersteigerter Innenproduktion optischer Erscheinungen in Form leibhaftiger Halluzinationen liegt ein breiter Bereich vielf\u00e4ltiger \u00abTrug\u00bb-Wahrnehmungen, in denen sich beide Formen optischen Erlebens miteinander mischen oder \u00fcberlagern. Marihuana z.B. kann in einen Zustand f\u00fchren, in dem Farben ganz \u00abunrealistisch\u00bb leuchtend erscheinen. Der Zeitsinn ist derart stark ver\u00e4ndert, dass selbst die einfachste Handlung subjektiv enorm lange dauert. Haschisch bewirkt in seiner nat\u00fcrlichen Verbindung eine Intensitvierung der sinnlichen Wahrnehmung, regt die Fantasie an und d\u00e4mpft die Bereitschaft zu zielgerichtetem Denken. Die spontane Assoziationsf\u00e4higkeit nimmt in gro\u00dfem Umfang zu.<\/p>\n<p>\u00c4hnliche Erfahrungen zeigen sich auch bei der Einnahme von Meskalin. Die Erlebnisse der wenigen Menschen, die unter Beobachtung Meskalin genommen haben, lassen sich folgenderma\u00dfen zusammenfassen:<\/p>\n<ol>\n<li><span style=\"color: #c40000;\">Die F\u00e4higkeit, sich zu erinnern und folgerichtig zu denken, ist nur wenig, wenn \u00fcberhaupt, verringert. <\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #c40000;\">Visuelle Eindr\u00fccke sind sehr verst\u00e4rkt , und das Auge gewinnt einiges von der unbefangenen Wahrnehmungsweise der Kindheit wieder, in welcher das durch die Sinne Wahrgenommene nicht sogleich und automatisch dem Begriff untergeordnet wurde.<\/span><\/li>\n<\/ol>\n<p>Meskalin verleiht allen Farben erh\u00f6hte St\u00e4rke und macht den Wahrnehmenden unz\u00e4hlige feine Abschattungen bewusst, f\u00fcr die er zu gew\u00f6hnlichen Zeiten v\u00f6llig blind ist. Es hat den Anschein, dass f\u00fcr den allumfassenden Geist die sogenannten sekund\u00e4ren Merkmale der Dinge prim\u00e4re sind, \u2026 er f\u00fchlt offenbar, dass Farbe wichtiger und der Beachtung mehr wert ist, als Zahl, Lage und Gr\u00f6\u00dfe.<\/p>\n<ol>\n<li><span style=\"color: #c40000;\">Das Interesse f\u00fcr R\u00e4umliches ist verringert .<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #c40000;\">Das Interesse f\u00fcr die Zeit f\u00e4llt fast auf den Nullpunkt .<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #c40000;\">Obgleich der Verstand unbeeintr\u00e4chtigt bleibt und das Wahrnehmungsverm\u00f6gen <\/span><span style=\"color: #c40000;\">verbessert wird, erleidet die Entschlussf\u00e4higkeit eine tiefgreifende Ver\u00e4nderung <\/span><span style=\"color: #c40000;\">zum Schlechteren.<\/span><\/li>\n<\/ol>\n<p>Wer Meskalin nimmt, f\u00fchlt sich nicht veranlasst, irgend etwas im Besonderen zu tun und findet die meisten der Zwecke, f\u00fcr die er zu gew\u00f6hnlichen Zeiten zu handeln und zu leiden bereit war, \u00e4u\u00dferst uninteressant. Er \u00abkann sich nicht mit ihnen abgeben, aus dem guten Grund, dass er \u00fcber Besseres nachzudenken hat.\u00bb (Aldous Huxley, Die T\u00fcren der Wahrnehmung)<\/p>\n<p>\u00dcber die Auswirkungen auf die Wahrnehmung nach Einnahme von Psilocybin berichtete G. Wasson:<br \/>\n\u00abDann kam es mir vor, als h\u00e4tten sich die W\u00e4nde des Hauses aufgel\u00f6st und mein Geist sich in die Luft erhoben\u2026 Die vision\u00e4ren Bilder waren nicht verwischt oder undeutlich. Im Gegenteil, die Umrisse und Farben waren so ausgepr\u00e4gt und scharf, dass sie mir wirklicher vorkamen als alles, was ich bisher in der Natur gesehen hatte. Ich sp\u00fcrte, dass ich erst jetzt klar sehen konnte, w\u00e4hrend unser gew\u00f6hnliches Sehverm\u00f6gen uns nur eine unvollkommene Ansicht der Gegenst\u00e4nde vermittelt.\u00bb<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-8193\" src=\"http:\/\/www.artokora.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Abb.-85-Hofmann_1993.jpg\" alt=\"\" width=\"480\" height=\"379\" srcset=\"https:\/\/www.artokora.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Abb.-85-Hofmann_1993.jpg 480w, https:\/\/www.artokora.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Abb.-85-Hofmann_1993-300x237.jpg 300w, https:\/\/www.artokora.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Abb.-85-Hofmann_1993-340x268.jpg 340w, https:\/\/www.artokora.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Abb.-85-Hofmann_1993-306x242.jpg 306w, https:\/\/www.artokora.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Abb.-85-Hofmann_1993-260x205.jpg 260w\" sizes=\"(max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><\/p>\n<p>1943 entdeckte A. Hofman bei Versuchen die Wirkung von LSD 25. Er beschrieb seine Selbst-Wahrnehmungen:<br \/>\n\u00abObjekte ver\u00e4nderten sich optisch, ich konnte mich nicht konzentrieren\u2026 Bei geschlossenen Augen \u00fcberschwemmten mich phantastische Bilder von au\u00dferordentlicher Plastik und intensiven Farben\u2026\u00bb Nach sechs Stunden: \u00abDie optischen Verzerrungen waren immer noch sehr ausgepr\u00e4gt. Alles schien zu schwanken und keine festen Dimensionen zu besitzen, wie Zerrbilder auf einer bewegten Wasseroberfl\u00e4che \u2026 Besonders auffallend war, dass alle Ger\u00e4usche in visuelle Empfindungen umgesetzt wurden, so dass jeder Ton und jedes Ger\u00e4usch ein dementsprechendes Bild erzeugten.\u00bb (siehe Syn\u00e4sthesie Anm.d.V.).<\/p>\n<p>\u00abLSD vermittelt durch eine sinnliche Erfahrung die Erkenntnis der Relativit\u00e4t unserer gew\u00f6hnlichen Auswertung von Sinnesinformationen, indem es uns mit einer F\u00fclle von qualitativ neuen Informationen \u00fcbersch\u00fcttet. Die au\u00dferordentliche Wahrnehmungsf\u00e4higkeit, verbunden mit dem Abbau der kategorisierenden, kanalisierenden Funktionsweise der Wahrnehmung und des Denkens, erfordert eine Korrektur unserer Vorstellung von der Wirklichkeit und erm\u00f6glicht eine Erweiterung des Wissens \u00fcber die Wirklichkeit. Die LSD- Erfahrung macht deutlich, dass wir auch in \u00abnormalem\u00bb Zustand die Welt nicht sehen , wie sie ist, sondern wie wir sind, wie unsere Nervensysteme und unsere Individualgeschichte es erlauben\u00bb. (R. SteckeI)<\/p>\n<p>Gerade diese letzte Aussage best\u00e4rkt die in den vorangegangenen Kapiteln wiederholt aufgef\u00fchrten Hinweise, dass die Wahrnehmungsorganisation dem Menschen nur eine sehr individuelle Gestaltung der empfangenen Sinnesreize vermittelt, die von den sensorischen und psychologischen Qualit\u00e4ten seiner Person und seinen damit verbundenen Vorstellungen und Abberationen (Abweichungen) abh\u00e4ngig ist. Somit nehmen wir prinzipiell die uns umgebende \u00abWirklichkeit\u00bb nicht in voller Objektivit\u00e4t wahr. Die Wahrnehmung der Menschen und Tiere ist so von der Natur ausgerichtet, dass sie sich in einer dreidimensionalen Umwelt zum physischen Selbsterhalt (Fressen, K\u00e4mpfen oder Flucht) und Arterhalt orientieren k\u00f6nnen. Sie ist zus\u00e4tzlich geformt von den historischen und kulturellen Einfl\u00fcssen der sozialen, politischen, finanziellen und religi\u00f6sen Weltereignisse, in denen wir leben.<\/p>\n<p>Dass dadurch einseitig konditionierte Nervensystem wird von den Halluzinogenen in unterschiedlicher Weise und St\u00e4rke entkonditioniert und somit f\u00fcr das Angebot vielf\u00e4ltiger Reize von au\u00dfen und innen zug\u00e4nglich gemacht, die es normalerweise unterschl\u00e4gt. Mehr dazu im folgenden Kapitel:<br \/>\n<strong><span style=\"color: #c40000;\">Die menschliche Wahrnehmung unter esoterischen Gesichtspunkten: <a href=\"http:\/\/www.artokora.de\/?p=8216#.WdjLikzqgUE\">Kapitel 8.0<\/a><br \/>\n<\/span><\/strong><\/p>\n<p>7.5 Nachwort allgemeine Wahrnehmung<\/p>\n<p>Der Bereich \u00abWahrnehmung\u00bb umfasst eine Vielzahl interessanter Interaktionsmechanismen zwischen den biologischen Gegebenheiten der Sinnesorgane und den psychologischen Situationen des betrachtenden Menschen. Will man jemanden kennen lernen, so ist man auch darauf angewiesen, seine Wahrnehmungen zu beobachten und zu untersuchen, denn nur so kann man erfahren, in welchem Rahmen er seine pers\u00f6nliche Welt erfassen kann, die f\u00fcr ihn seine wahre Welt ist.<\/p>\n<p>Die Beschaffenheit der stofflichen Welt setzt sich zusammen aus dem, was der Mensch mit seinen f\u00fcnf Sinnesorganen wahrnimmt, was er f\u00fchlt, mit seinem Verstand denkt und sich mit Hilfe seines Vorrates an Bildern in seinem Ged\u00e4chtnis vorstellt. Diese Weltanschauung wird von ihm als die f\u00fcr jeden spezifisch eigene \u00abWelt\u00bb empfunden, sie ist Jedermanns eigene Wahrheit. Nach dieser als total wahr angenommenen Weltanschauung richtet sich sein Verhalten und wiederum seine Wahrnehmungsgestaltung. Doch kann damit alles \u00fcber das menschliche Sein bestimmt werden? Wer bedenkt, dass mit der Wendezeit schon im vergangenen Jahrhundert von einigen Autoren der Gedanke an die feinstofflichen Beeinflussungen der Menschen beschrieben wurde, wird erstaunt sein, wie wenig sich davon in den Kreisen der westlich-christlich oder islamisch orientierten Menschheit in der Allgemeinbildung manifestiert hat.<\/p>\n<p>Zu Beginn des 19. Jahrhunderts verband Mme H.P. Blavatsky die indische Mythologie \u2013 mit der Reinkarnations- und Karmalehre \u2013 mit der westeurop\u00e4ischen Philosophie und der christlichen Religion. Dabei wurden auch die spiritistischen Erkenntnisse und die okkulten Zusammenh\u00e4nge der unstofflichen Kraftfelder in Kosmos und Mikrokosmos auf breiter Basis vorgestellt. Einige ihrer Zeitgenossen, z.B. G.S. Mead, G.I. Gurdijeff, P.D. Ouspensky, C.W. Leadbeater sowie Elivas Levi haben u.a. tiefgreifende Einsichten der immateriellen Seiten des Lebens und Wahrnehmens wahrgenommen und beschrieben. Dieser Trend setzte sich bei zahlreichen modernen Autoren fort. Die umfassenden Schriften von Rudolf Steiner, der den Kreis der Anthroposophen gestiftet hatte, zeugen in seiner weitreichenden Geisteswissenschaft von den komplexen anthropologischen Einsichten in das Werden des Kosmos und des Mikrokosmos. Dieses geistige Erwachen entwickelte sich auch bei einigen indischen Gelehrten sowie den Rosenkreuzern in Amerika und Europa weiter.<\/p>\n<p>In der Zeit nach 1900 wurden im Westen bahnbrechende Erkenntnisse gro\u00dfer Psychoanalytiker gemacht, wie z.B. durch S. Freud, C.G. Jung, A. Adler und. E. Fromm. Hinzu kam die vorwiegend materialistisch orientierte Reiz-Reaktionstheorie allen Lebens durch Iwan Petrowitsch Pawlow in Russland, worauf sich dann in Folge der amerikanische Behaviorismus zu voller Bl\u00fcte entwickelte. Der kommende neue Mensch stand bereits um 1920 vision\u00e4r vor Jan van Rijckenborgh und Max Heindel. Die \u00c4gyptologen sprechen davon, dass die Zeitrechnung, die architektonisch in der gro\u00dfen Pyramide von Gizeh verschl\u00fcsselt eingemauert wurde, im Jahre 2001 zu Ende gegangen sei. Die esoterisch-okkulten Geheimnisse der \u00e4gyptischen Pyramiden am Nil und der mexikanischen Pyramiden von Teotihuac\u00e1n wurden durch ausgiebige Forschungen sowie Ma\u00dfanalysen von Axel Klitzel entschleiert.<br \/>\nNeue Verbindlichkeiten f\u00fcr das menschliche Leben aus den unstofflichen Gegebenheiten wurden besonders durch amerikanische Forscher\u00a0 der Psychologie entdeckt und umfassend mit zahlreichen Fallstudien belegt. Dazu z\u00e4hlen auch die Nahtoderfahrungen, erforscht von R.A. Moody, oder die LSD-Therapie von St. Grof, die Jenseitskontakte (spiritistische Sitzungen mit Fletcher) mit Verstorbenen von Arthur Ford, sowie die Erforschung des mexikanischen Schamanen Don Juan von C. Castaneda, die Experimente mit dem Samadhi-Tank von J. Lilly und die Jenseitsreisen von Robert A. Monroe und das Channeling von Jane Roberts, die ihre Gespr\u00e4che mit Seth aufzeichnete.<br \/>\nAm 11. September 2001 wurde ein \u00abFlugzeugangriff\u00bb auf die Worldtrade-Towers in New York zu einem einschneidenden kosmischen Ereignis hochstilisiert. Auch dieses extraordin\u00e4re Ereignis hat der Welt nur den Beginn eines vor allem mentalen Kampfes zwischen den klassischen Weltanschauungen gebracht und erh\u00f6hte Feindseligkeiten mit dem fanatischen Zweig des Islam ausgel\u00f6st. Der Mayakalender hat wohl 2012 ein entscheidendes Enddatum gehabt, das vielfach fehlinterpretiert wurde. Die sensationellen Ver\u00e4nderungen, die so einige Profi-Esoteriker dar\u00fcber verk\u00fcndeten, haben nur die Auflagen einiger Gazetten und das Interesse mancher Forscher f\u00fcr die Tempelanlage von Teotihuac\u00e1n erh\u00f6ht.<\/p>\n<p>Mit Beginn der philosophischen Interpretation der Quantenphysik Ende des 19. Jahrhunderts begann eine v\u00f6llig neuartige religi\u00f6se Betrachtung kernphysikalischer Erkenntnisse. Angesichts der Forschungsergebnisse \u00fcber die elektromagnetischen Kr\u00e4fte im subatomaren Bereich entwarfen einige Physiker ein total neues Modell der kosmischen Zusammenh\u00e4nge. Nach der Wendezeit, die von Fritjof Kapra 1982 in seinem gleichnamigen Buch ausf\u00fchrlich geschildert wird, folgten die umfangreichen Theorien von Rupert Sheldrake, Ervin Laszlo und Ken Wilber. Die zahlreichen historischen Beispiele in dem Buch \u00abDer Aufbruch in das dritte Jahrtausend\u00bb, ver\u00f6ffentlicht 1962 von Louis Pauwels, reichen aus den 1960igern bereits in die beginnende Aquariuszeit. Im Eranos-Kreis von Ascona trafen sich ausgesuchte Fachkr\u00e4fte aus Psychologie, Wissenschaft, Biophysik, Chemie und Religion, die die wissenschaftlich esoterische Basis des menschlichen Daseins und ihre Entwicklungstendenzen diskutierten. In den seit 1933 regelm\u00e4\u00dfig publizierten Jahrb\u00fcchern mit den abgedruckten Vortr\u00e4gen werden auch die bevorstehenden Ver\u00e4nderungen der Evolution sichtbar. Michael Murphy ver\u00f6ffentlichte 1992 in dem Buch, \u00abDer Quanten-Mensch\u00bb, einen Blick in die Entfaltung des menschlichen Bewusstseins-Potentials vom Anbeginn der menschlichen Aufzeichnungen bis ins 21. Jahrhundert.<\/p>\n<p>So spiegelt sich die beginnende Aquariusperiode in vielen Berichten nahezu aller Forschungszweige. Die sich tats\u00e4chlich entwickelnden Bewusstseinsver\u00e4nderungen bescheren als Schlagschatten der positiven Entwicklung zu h\u00f6heren Dimensionen der Menschheit leider eine Vielzahl von Kriegen, \u00e4u\u00dferst dramatische Entwicklungen, vor allem in den islamischen Regionen des mittleren und fernen Ostens. Der Verursacher daf\u00fcr ist nicht bei den grobstofflichen Personen in den Machtzentren der Staaten zu suchen, sondern vielmehr bei den selbsterhaltenden Kr\u00e4ften \u2013 \u00abAsuras\u00bb (ein Begriff aus den Veden) oder \u00c4onen 8ein Begriff aus der Gnosis) \u2013 im Jenseits, die mit den Emissionen der bestehenden Glaubens- und Denkrichtungen der Menschen ihre Existenz unter dem Himmel sichern. Bei weiterem Fortschreiten der Aquariuszeit wird die \u00abNahrung der G\u00f6tter\u00bb verst\u00e4ndlicherweise immer d\u00fcnner. Denn auf die Bewusstseinsver\u00e4nderung bei vielen Menschen folgt nat\u00fcrlich auch eine Ver\u00e4nderung in der Lebenshaltung. Es entwickelt sich eine v\u00f6llig neue Wahrnehmung der Welt in bislang ungedachten Perspektiven. Denken, Wollen und Handeln werden k\u00fcnftig in einem total anderen Lebenskontext stehen. Durch die sich aus den unstofflichen Kraftfeldern entwickelnden Wahrnehmungsm\u00f6glichkeiten werden die bisher geltenden alten Weltanschauungen sowie Machtkonzeptionen und deren beherrschenden Autorit\u00e4ten unbrauchbar. Unaufhaltsam l\u00f6sen sich die herrschenden materiellen Strukturen darum auf und verwehen in der Zeit. Die menschlichen Wahrnehmungen und Bewertungen erfolgen k\u00fcnftig nach v\u00f6llig neuen Gesichtspunkten und dienen f\u00fcrderhin anderen Pespektiven f\u00fcr die weitere <a href=\"http:\/\/www.artokora.de\/?p=7609#.WdjM-0zqgUE\">Evolution im Kosmos und Makrokosmos<\/a>.<\/p>\n<p><strong>Darum wird in den folgenden Abschnitten ein Abriss der esoterischen Zusammenh\u00e4nge gegeben. <a href=\"http:\/\/www.artokora.de\/?p=8216#.Wc9w2EzqgUE\"><span style=\"color: #c20000;\">Kapitel 8.0<\/span><\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p>Die bis hierhin vorliegende Arbeit ist als wissenschaftliche Arbeit zu meinem Design-Examen an der Fachhochschule D\u00fcsseldorf unter der Anleitung von Professor H. Lenzen erarbeitet worden. Sie ist im Wesentlichen, mit einigen redaktionellen Erg\u00e4nzungen im Vorlauf und in den abschlie\u00dfenden Gedanken, eine umfassende Zusammenstellung aktueller Erkenntnisse \u00fcber die Wahrnehmung aus unterschiedlichen Quellen aus dem Jahre 1974.<br \/>\nDie Arbeit bekam eine Auszeichnung durch den damaligen Ministerpr\u00e4sidenten von Nordrhein-Westfalen, Johannes Rau, dem sp\u00e4teren 8. Bundespr\u00e4sidenten Deutschlands. Die Texte sind leicht \u00fcberarbeitet und viele Beispiel-Abbildungen wurden erneut mit dem Computer editiert, andere Bilder sind meistens eigene Fotos oder aus Wikipedia.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>7.1 Wahrnehmung von Menschen mit sensorischen M\u00e4ngeln Wie ist es nun aber, wenn einem Menschen ein Sinnesorgan fehlt oder eines nur eingeschr\u00e4nkt arbeitet? Die Welt der Menschen mit sensorischen M\u00e4ngeln ist gewisserma\u00dfen verarmt, eben um diesen Teil, den sie nicht wahrnehmen k\u00f6nnen. Wesentlich f\u00fcr die Betrachtung der Wahrnehmung ist dabei die Unterscheidung zwischen angeborenen M\u00e4ngeln &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/www.artokora.de\/?p=8192\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201e7.0 Diverse Einfl\u00fcsse auf die Wahrnehmung\u201c<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":8019,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[669,832,829,383,727,827,828,826,831,294,830,824,770,825,671],"class_list":["post-8192","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-gedanken-schaetze","tag-aufmerksamkeit","tag-design-examen","tag-drogen","tag-evolution","tag-groessenkonstanz","tag-medikamente","tag-nikotin","tag-objektivitaet","tag-pilzvergiftung","tag-psychologie","tag-psychopathologie","tag-sensorische-maengel","tag-sinnesorgan","tag-tastgefuehl","tag-umwelt"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.artokora.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8192"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.artokora.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.artokora.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.artokora.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.artokora.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=8192"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/www.artokora.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8192\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8551,"href":"https:\/\/www.artokora.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8192\/revisions\/8551"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.artokora.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/8019"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.artokora.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=8192"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.artokora.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=8192"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.artokora.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=8192"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}