{"id":7187,"date":"2016-10-07T17:31:55","date_gmt":"2016-10-07T15:31:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.artokora.de\/?p=7187"},"modified":"2019-01-29T12:32:42","modified_gmt":"2019-01-29T10:32:42","slug":"gleichberechtigung-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.artokora.de\/?p=7187","title":{"rendered":"Gleichberechtigung"},"content":{"rendered":"<p>Wer seine m\u00e4nnliche Kraft kennt und doch weibliche Sanftmut bewahrt, ist das Tal des Reiches. Wenn er das Tal des Reiches ist, wird ihn die immerw\u00e4hrende Tugend nicht verlassen, und er wird zur\u00fcckkehren zu dem nat\u00fcrlichen, unkomplizierten Zustand eines Kindes.<\/p>\n<p>Wer sein Licht kennt und doch im Schatten bleibt, ist das Vorbild f\u00fcr das Reich.<br \/>Ist er das Vorbild f\u00fcr das Reich, dann wird die immerw\u00e4hrende Tugend in ihm nicht versagen, und er kehrt zur\u00fcck zum universalen Bewusstsein.<\/p>\n<p>Wer seine Glorie kennt und in der Schande bleibt, ist das Tal des Reiches.<br \/>Wenn er das Tal des Reiches ist, wird die immerw\u00e4hrende Tugend in ihm ihre Vollkommenheit erreichen, und er wird zum universalen Bewusstsein zur\u00fcckkehren.<\/p>\n<p>Als sich der Makrokosmos verbreitete, wurden die Kosmen gebildet.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Der Weise, der das hohe Erfassen anwendet, wird selbstverst\u00e4ndlich in Gruppeneinheit mit allen sein. Er wirkt gemeinsam mit allen in Erhabenheit und verletzt niemanden.<br \/>(\u00dcbertragung aus dem Tao-Te-King von Laotse)<\/p>\n<p>Zu Anfang seiner Verse spricht Laotse davon, dass jeder Mensch, sowohl der Mann als auch die Frau, im eigenen Wesen die innerpsychi-schen komplement\u00e4ren Aspekte des m\u00e4nnlichen und des weiblichen \u2013 C.G. Jung nannte diese Animus und Anima \u2013 in eine harmonische Zusammenarbeit in Gleichwertigkeit f\u00fchren muss. Bei den gegebenen gesellschaft-lichen Bedingungen (je nach Volk und Kultur) bedeutet dies nat\u00fcrlich eine Vielzahl subjektiver Erfahrungen im Leben mit Leid und Verdruss, bis letztendlich aus der tiefgreifenden Einsicht eine zwingende Motivation entsteht, dass nur dann eine \u201eimmer w\u00e4hrende Tugend\u201c entstehen kann, wenn eine unverbr\u00fcchliche Harmonie zwischen den beiden komplement\u00e4ren Kr\u00e4ften besteht. Daf\u00fcr ist selbstverst\u00e4ndlich auch die Gleichstellung von Mann und Frau innerhalb einer zivilen Gesellschaft notwendig. Diese Tugend oder Tauglichkeit f\u00fcr die Weiterentwicklung des Menschen bedeutet: die h\u00f6heren astralen Aspekte werden sich nur dann im Mikrokosmos entfalten, wenn die niedere Astralis endg\u00fcltig zur Ruhe gekommen ist. Erst nachdem alle Sympathien und Antipathien f\u00fcr den Selbstschutz des K\u00f6rpers im materiellen Lebensfeld ausvibriert sind, wird sich im Astralfeld ein h\u00f6heres Begehren bemerkbar machen.<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: center;\"><em>Sollte Dir ein Gedanke zu dem Text einfallen, dann schicke ihn <\/em><em>mir <\/em><em>bitte zu.\u00a0 <br \/><\/em><em><a href=\"http:\/\/www.artokora.de\/?page_id=74\"><span style=\"color: #ff0000;\">Vielen Dank.<\/span> <\/a><\/em><\/p>\n<hr \/>\n<p>Die Menschen m\u00fcssen innerlich erfassen k\u00f6nnen, dass die h\u00f6heren Welten \u2013 oft auch die seelischen Welten genannt, \u2013 kostbarer sind als Besitz, Ruhm und Macht auf dem Erdball. Es ist eigentlich erstaunlich, dass sich diese Einsicht trotz vieler Publikationen in China, in Indien \u2013 durch die Veden bereits vor 4000 Jahren \u2013, in Griechenland, im Zweistromland, im antiken \u00c4gypten u.a., weltweit nicht in der Praxis durchgesetzt hat. Vielmehr leidet und st\u00f6hnt der Planet unter dem martialischen Patriarchat. Kapitalistische Ausbeutung der Natur ist die Grundmelodie der Aktienwelt, dabei ist die \u00dcbervorteilung und Unterdr\u00fcckung der Frauen vielerorts an der Tagesordnung. Laotse war mit seinen humanen Gedanken, die auch von Konfuzius geteilt wurden, seiner Zeit um viele tausend Jahre voraus. Die ungebrochene Gier der Reichen und ihre Verblendung, die stets von den F\u00fcrsten unter dem Himmel (Paulus) angefacht wird, erreicht zur Zeit wohl einen H\u00f6hepunkt. Dabei werden die Empathie und die Kohabitation von Mann und Frau mit stahlharten Kommiss-Stiefeln getreten.<\/p>\n<p>Im letzten Abschnitt seiner Verse erweist sich Laotse als ein wahrer Prophet, denn er wusste bereits vor ca. 2500 Jahren, dass sich durch die Entfaltung der h\u00f6heren Mentalis wie \u201eselbstverst\u00e4ndlich\u201c eine Einheit einstellen wird. Jedoch kann sich die Mentalis erst vervollkommnen, nachdem sich die h\u00f6heren Aspekte der Astralis im Mikrokosmos konzentriert haben und darum f\u00fcr das Werkzeug aktiv werden. Um die Abh\u00e4ngigkeit des Menschen von diesem Zusammenhang richtig verstehen zu k\u00f6nnen, sollte man einsehen, dass die subjektive Weltsicht, also das, was jeder pers\u00f6nlich durch Informationen \u00fcber die \u00e4u\u00dfere Welt erf\u00e4hrt, erstens direkt abh\u00e4ngig ist von der grobstofflichen Art seiner Sinnesorgane und zweitens von der gedanklichen Bewertung auf der Basis gespeicherter Lebenserfahrungen, Vorstellungen, Dogmen und Tabus in seinen morphischen Feldern. Sind diese Ged\u00e4chtnisst\u00fctzen vorwiegend aus Aktionen zum Selbstschutz des K\u00f6rpers sowie der Selbsterhaltung im materiellen Lebensfeld zusammengestellt, wird das Weltbild dementsprechend an die bereits bestehenden materialistischen Lebensbilder angepasst ausfallen. Dadurch bedenken und bewerten die Gedanken im Verstand der unteren Mentalis dann die eingehenden Informationen nur nach N\u00fctzlichkeit, Sinn und Zweck, bzw. Gefahr und Bedrohung von Leib und Leben. Der Mensch best\u00e4tigt durch dieses egobezogene Denken v\u00f6llig unbewusst sich selbst immer nur die eine f\u00fcr seine stoffliche Person g\u00fcltige \u201eWahrheit\u201c.<\/p>\n<p>Auf diese Weise wird sichergestellt, dass ununterbrochen ausschlie\u00dflich die niedere Astralis besch\u00e4ftigt wird. So l\u00e4uft das Denken wie in einem Hamsterrad im materiellen Regelkreis von Sympathie und Antipathie, Zuneigung und Abneigung, Liebe und Hass. Dabei ist nicht daran zu denken, dass die niederen Astralfelder aus Angst vor einem materiellen Tod zur Ruhe kommen. Wenn okkulte Methoden oder fern\u00f6stliche Meditation diesen Kreislauf der Egozentrik nicht ber\u00fccksichtigen, bleibt die h\u00f6here Mentalis auch auf diese Weise ebenfalls unerreichbar. Dabei w\u00e4re es doch ganz einfach. Laotse hat sich ausf\u00fchrlich damit auseinander gesetzt und seinen Lesern einige gute Informationen f\u00fcr die harmonische Weiterentwicklung des Mikrokosmos im Tao-Te-King vermittelt.<\/p>\n<p>Beruhigt sich die niedere Astralis bis auf das biologisch Notwendige, dann kann sich die Monade deutlicher im Menschen bemerkbar machen und im Mikrokosmos die Weiterentwicklung der h\u00f6heren Kraftfelder dynamisieren. Ein besonderes inneres Ereignis tritt ein: In den h\u00f6heren Astralfeldern erf\u00e4hrt der Mensch wom\u00f6glich ein Gebiet der vollkommenen Einheit mit alle Natur und allen Wesenheiten bzw. Gesch\u00f6pfen darin. Dabei kann er diese Einheit allerdings nur als ein Teil der Ganzheit erfahren. Alles geh\u00f6rt wundersch\u00f6n zusammen, nirgendwo findet sich eine Grenze, auch keine emotionale Trennung, alle verstehen sich ohne Worte. Jedoch das Viele in der Einheit steht immer noch im Au\u00dfen. Alles Erkennen in diesem Stadium gleicht einem gef\u00fchlten, intuitiven Erfassen aller Wesen und Entit\u00e4ten der Astralis und der \u00c4therwelt, die er \u00fcber die isobare Resonanz seiner Person anzieht. Jedoch sollte der Mensch diese Pseudo-Himmel nicht als sein Lebensziel betrachten und dabei stehen bleiben, denn in seinem Mikrokosmos ist die Entwicjklung noch beendet, die h\u00f6here Mentalis und die drei nirvanischen Lebensfelder noch nicht konzentriert.<\/p>\n<p>In dem B\u00fcchlein \u201eDie Stimme der Stille\u201c von Mme. H.P. Blavatsky steht darum \u00fcber diesen Zustand: \u201eDer Name der zweiten Halle ist: Halle des Lernens zur Erprobung \u2013 (es ist die h\u00f6here Astralis). In ihr wird deine Seele die Bl\u00fcten des Lebens finden, unter jeder Blume ringelt sich jedoch eine Schlange. Wenn du die zweite Halle sicher durchschreiten willst, dann bleibe nicht stehen, um den Duft ihrer bet\u00e4ubenden Bl\u00fcten einzuatmen. Wenn du von den karmischen Ketten frei werden willst, dann darfst du in diesen m\u00e3y\u00e3vischen Reichen nicht deinen Guru suchen.\u201c Erst wer auch die dritte Halle durchschritten hat \u2013 die h\u00f6here Mentalis, kann sich auf den weiteren Pfad durch die nirvanischen Felder begeben.<\/p>\n<p>Wichtig f\u00fcr den Wanderer in diesem weiten Tal der Erfahrungen ist, sich gerade bei diesen erfolgreichen Schritten auf dem Weg der mikrokosmischen Entwicklung immer bewusst zu sein, dass er selbst niemals der Akteur seines Denkens und Handelns ist. Der Mensch wird stets von den Kr\u00e4ften seiner Monade und den Feldern seines Mikrokosmos gef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Leider ist diese allgemein verbreitet Selbstt\u00e4uschung auch verquickt mit den unerm\u00fcdlichen Bem\u00fchungen der irdischen \u00c4onen im astral-mentalen Feld des irdischen Kosmos, die sich mit allen erdenklichen Methoden um ihre Existenzsicherung bem\u00fchen. Kann der fortgeschrittene Kandidat trotz aller inneren und \u00e4u\u00dferen Wider-st\u00e4nde mit der h\u00f6heren Mentalis verbunden werden, dann zeigt sich ihm erneut ein Himmel von unbeschreiblicher Sch\u00f6nheit. Er erf\u00e4hrt sich integriert in den mit ihm resonanten Makrokosmos. Er erf\u00e4hrt sich innerhalb des Kosmos, eins mit allem und allen, in aller Pracht und aller verhei\u00dfenen Herrlichkeit. Das Buch der Natur ist mit s\u00e4mtlichen Details vor ihm ausgebreitet, alle Bedeutung des Daseins in seinem Lebensfeld und in allen anderen Existenzen wird vor dem inneren Erfassen ersichtlich. Jedoch der \u00abErleuchtete\u00bb muss auch diese \u00fcberaus herrliche Phase seiner Evolution schnell wieder verlassen, um die weitere Entwicklung der folgenden drei nirvanischen Felder zu erm\u00f6glichen. Gerade auf dieser hohen Stufe der Einweihung muss es immer glasklar vor seinem h\u00f6chsten Bewusstsein stehen, dass er selbst, sein mentales EGO \u2013 auch das sogenannte h\u00f6here Selbst \u2013 niemals das Ziel des Bestrebens ist. Wer das einmal auf diesem Wege im heiligen Strom vergisst, st\u00fcrzt sofort wie ein Eisberg vom Gletscher ins Meer der Vergessenheit. Wenn er die Selbstlosigkeit noch nicht verwirklichen kann, w\u00e4re es besser f\u00fcr ihn, diese Stufe vorerst noch nicht zu betreten. Sonst werden die \u00e4onischen Kr\u00e4fte des Egoismus ihm eine vielversprechende Selbstherrlichkeit schenken, die ihn unweigerlich an die irdische Magie fesselt.<\/p>\n<p>Jeder Mensch kann die Entwicklung aus den unteren astralen Feldern bis zu den heiligsten nirvanischen Gebieten in seinem Mikrokosmos vollziehen lassen, der sich klug von den Anweisungen des Laotse im Tao-te-king f\u00fchren l\u00e4sst. Die h\u00f6chste Kunst des Wu-wei\u00a0<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-7205 alignleft\" src=\"http:\/\/www.artokora.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/wu-wei.jpg\" alt=\"wu-wei\" width=\"300\" height=\"153\" srcset=\"https:\/\/www.artokora.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/wu-wei.jpg 300w, https:\/\/www.artokora.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/wu-wei-260x133.jpg 260w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/> erreicht jeder, der immer und unter allen Bedingungen eine dem\u00fctige Geduld und eine r\u00fccksichtsvolle Zuneigung zu allem Leben bewahrt. Auch wenn es noch einige Inkarnationen dauern k\u00f6nnte.<\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #0000ff;\">Zu den Bildern zum <a href=\"http:\/\/www.artokora.de\/?page_id=5363\"><span style=\"color: #ff0000;\">Daodejing<\/span><\/a><\/span><\/strong><\/p>\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer seine m\u00e4nnliche Kraft kennt und doch weibliche Sanftmut bewahrt, ist das Tal des Reiches. Wenn er das Tal des Reiches ist, wird ihn die immerw\u00e4hrende Tugend nicht verlassen, und er wird zur\u00fcckkehren zu dem nat\u00fcrlichen, unkomplizierten Zustand eines Kindes. 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