{"id":6104,"date":"2015-05-06T09:40:53","date_gmt":"2015-05-06T07:40:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.artokora.de\/?p=6104"},"modified":"2019-02-11T14:59:18","modified_gmt":"2019-02-11T12:59:18","slug":"ueber-die-seele","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.artokora.de\/?p=6104","title":{"rendered":"Was ist die Seele?"},"content":{"rendered":"<h4>Existenz und Seinsform<\/h4>\n<p>Wohl kaum ein menschlicher Aspekt hat \u00fcber die Jahrtausende in der Philosophie als fundamentaler Grundbegriff so viele verschiedene Wandlungen erfahren wie die Seele. In nahezu allen Kulturen ist sie im Leben der gl\u00e4ubigen Menschen als eigenst\u00e4ndiges, belebendes Wesen der wichtigste Hauptakteur des Daseins. Umfangreich und bildstark wird in den Philosophien von den Weisen aller Zeiten erkl\u00e4rt, dass allein die Seele, oder ein Aspekt von ihr, eine Chance auf ewiges Weiterleben nach dem k\u00f6rperlichen Tode hat. Besonders in der modernen christlich-j\u00fcdisch orientierten Philosophie wird sie zum fundamentalen Leitfaden des Lebens, sozusagen das sinngebende Ziel des menschlichen Daseins. Heute befl\u00fcgeln Vorstellungen vom methodisch beeinflussten Seelenwachstum und einer gelenkten Seelenwanderung die Esoterik sowie das New Age unter dem Einfluss hinduistischer, buddhistischer, taoistischer und suffistischer Denker. Die gnostische Philosophie erkl\u00e4rt die Seele zum Hervorbringer des Lebens und des Bewusstseins. Ihre Seele manifestiert sich im Blut und im Schlangenfeuer der Pers\u00f6nlichkeit. In der hermetischen Gnosis kann sich der Kandidat \u00fcber einen Transfigurationsprozess eine neue Seele und neue Seelenkleider erwerben.<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"padding-left: 60px;\"><em>Sollte Dir ein Gedanke zu dem Text einfallen, dann schicke ihn bitte mir zu.\u00a0 <a href=\"http:\/\/www.artokora.de\/?page_id=74\"><span style=\"color: #ff0000;\">Vielen Dank.<\/span> <\/a><\/em><\/p>\n<hr \/>\n<p>Die vielen, sehr unterschiedlichen Wirklichkeiten, K\u00f6rperlichkeiten und F\u00e4higkeiten der \u00abSeele\u00bb oder der \u00abPsyche\u00bb, wie sie im Laufe der Jahrtausende mit der Seele verbunden wurden, hinterlassen beim Studenten den Eindruck, dass gerade bei diesem so eminent wichtigen Seinsfaktor die Sprachverwirrung von Babylon noch nicht \u00fcberwunden wurde. Bei alledem kann man den modernen Psychologen und Philosophen durchaus nachsehen, dass auch sie die konkrete Wirklichkeit der Seele im Wesen Mensch noch nicht gefunden haben, selbst wenn in den abgedruckten Texten \u00fcber die Seele sehr viele, bereits bekannte Aspekte immer wieder erneut umschrieben werden. Ausf\u00fchrliche Texte finden sich bei G.R.S. Mead, Die Lehre vom feinstofflichen K\u00f6rper, und Ernst R. Waelti, Die abgeschlagenen Wurzeln. Hier werden auch alle antiken Philosophen mit ihren Ansichten querbeet vorgestellt.<\/p>\n<p>Auf der Basis der neuesten geisteswissenschaftlichen Ansichten \u00fcber den Mikrokosmos mit all seinen unstofflichen Aspekten in der Tradition der Theosophen, lohnt sich ein Versuch, eine f\u00fcr alle plausible Beschreibung der Seele zu geben. Der Wachstumsfaktor, der allem Leben im All eigen ist, die permanente kosmische Evolution, wird eigenartiger Weise gerade dann vergessen, wenn die menschliche Konzeption, seine Gef\u00fchle und sein Denken unter psychologischen oder religi\u00f6sen Gesichtspunkten diskutiert wird. Besonders st\u00f6rend stehen den Wissenschaftlern wohl dabei besonders die historischen Belehrungen antiker Philosophen oder heiliger Weisen asiatischer Vergangenheiten im Wege. Wird von einem Autor ein besonders heikles Thema aus dem Bereich des Glaubens besprochen, wie z.B. das der Seele, dann muss er sich wegen der tradierten Vorstellungen darauf einstellen, dass alle Leser als erstes das tradierte Bild ihrer gewohnten Religion oder ihrer verinnerlichten philosophischen Weltansicht vor ihrem inneren Auge aufrufen.<br \/>\nBeim Studieren der umfangreichen Weltliteratur und der Darstellungen der Seele bzw. Psyche fallen die stets wiederholten symptomatischen Fachbegriffe auf. Der aufmerksame Leser kann meistens problemlos feststellen, dass die zahllosen Autoren aus Philosophie und Religion bem\u00fcht sind, aus den ungekl\u00e4rten Begriffen ihrer Vorredner oder -Schreiber die ihnen wichtigen Aspekte heraus zu drechseln, ohne selbst wirklich zu kl\u00e4ren, welche Qualit\u00e4t die Seele ihrer Ansicht nach nun hat, welche Bef\u00e4higungen der Seele ganz konkret zueigen sind oder zu welchen \u201eKleidern\u201c des Wesens Mensch die Psyche nun definitiv geh\u00f6rt.<\/p>\n<p>Die heutigen Vorstellungen von Psychologie als Seelenkunde, in der ungez\u00e4hlte statistische Wahrscheinlichkeiten Einzug gehalten haben, hat nat\u00fcrlich popul\u00e4rwissenschaftlich zu weiterer Begriffsverwirrung \u00fcber die Seele beigetragen. In den diversen historischen Darstellungen der Philosophie und der Religionen aller Welt wird der Begriff Seele nach wie vor, je nach beabsichtigter \u00dcberzeugungstaktik, f\u00fcr ganz unterschiedliche Aspekte bzw. K\u00f6rperlichkeiten des Wesens Mensch verwendet.<br \/>\nInnerhalb aller Abhandlungen \u00fcber die Psyche werden verschiedene Verm\u00f6gen der Seele besprochen. Dazu geh\u00f6ren vor allem das Bewusstsein mit dem Unbewusstsein, die Gef\u00fchle und das Gem\u00fct, sowie der Charakter. Sie kann Empfinden, Wahrnehmen und dem Menschen einen individuellen Seinszustand schenken. Mystische Visionen steigen f\u00fcr den streng gl\u00e4ubigen Christen aus der Seele empor und vermitteln seinem Bewusstsein wundervolle Bilder aus der Gotteswelt, die unm\u00f6glich zu beschreiben sind. Die Seele ist f\u00fcr viele Christen ein besonderer g\u00f6ttlicher K\u00f6rper, eine Art Hochzeitskleid. F\u00fcr die indisch beeinflussten Esoteriker ist sie eine durch Meditation errungene mentale Aura, die Verwirklichung der Kundalini u.a.<\/p>\n<p>In einigen religi\u00f6sen Kreisen flammt immer wieder die Diskussion um die Lebensdauer der Seele auf. \u2013 War sie bereits vor der Geburt pr\u00e4existent? \u2013 Kann sie l\u00e4nger leben als der Stoffk\u00f6rper? \u2013 Wird die Seele erneut inkarnieren? \u2013 Wenn ja, welche Seele? M\u00f6glicherweise in einem Tier oder einem Insekt? \u2013 Kommt sie nach dem Tod in den \u00abHimmel\u00bb oder muss die Seele nach ungeb\u00fchrlichem Leben in der \u00abH\u00f6lle\u00bb schmoren? \u2013 Ist die Seele ein Produkt eines \u00abGottes\u00bb, sein eingehauchter Atem am Beginn der menschlichen Sch\u00f6pfung? \u2013 Oder wird die Seele erst bei der physischen Geburt des Babys mit dem Menschen verbunden? \u2013 Warum muss die Seele, die \u00abs\u00fcndigt\u00bb, sterben? \u2013 Muss es eine zweite Seele geben, die nicht ges\u00fcndigt hat, und darum ewig leben wird? \u2013<br \/>\nAlle diese Fragen deuten darauf hin, dass die meisten Autoren die Seele als etwas wesenhaft Geformtes betrachten. Die Seele handelt und wirkt bei diesen Betrachtungen \u00e4hnlich einem K\u00f6rper aus Fluiden, einer Art metaphysischer Stofflichkeit. Vielleicht war die Frage: Was ist die Seele? den Autoren in dem ihnen besonders bedeutungsvollem Zusammenhang nicht wichtig genug, um sich auf eine pr\u00e4zise Definition festzulegen. Darum kann in all diesen au\u00dferordentlich spannenden Bekenntnissen keine genauere Definition gefunden werden.<br \/>\nWill man sich heute auf die Suche nach einer konkreten Definition der Seele machen, dann wird der beste Startplatz eine esoterisch-geisteswissenschaftliche Basis sein. In den Ausf\u00fchrungen der Theosophen H.P. Blavatsky, A. Besant, M. Heindel, R. Steiner und J.v. Rijckenborgh befinden sich eine Vielzahl sehr guter Hinweise, aus deren s\u00e4uberlicher Zusammenf\u00fcgung sich eine plausible Konzeption f\u00fcr eine genauere Interpretation ergibt.<br \/>\nAm Beginn dieser\u00a0Betrachtungen steht die Einsicht, dass die theologischen Bedeutungen aller metaphysischen Ph\u00e4nomene leider nur sehr vage und schleierhafte Begriffe liefern. Es kann davon ausgegangen werden, dass dem Priester\/Prediger immer bewusst war, dass ein fester Glaube an einen Gott nicht von einer genauen Definition der Seele abh\u00e4ngig ist. In der Kenntnis, dass der Stoffk\u00f6rper im Tod vergehen wird \u2013 \u00abAsche zu Asche und Staub zu Staub\u00bb \u2013, bem\u00fcht sich der eine Mensch durch ein gutes Verhalten, nach seinen Vorstellungen und gemessen am gesellschaftlich sanktionierten Verhaltensgesetze, durch sein Beten und Opfern, das\u00a0 Recht auf ein Weiterleben in einem unstofflichen Kleid in einem metaphysischen Lebensfeld zu erwerben. F\u00fcr Atheisten, Nihilisten und Materialisten ist nach dem Tod sowieso alles zu Ende, ohne jede ausvibrierende Struktur von etwas Seelischem. F\u00fcr alle Esoteriker darf die Seele in dem \u00fcberirdischen Lebensfeld, im Jenseits, f\u00fcr einen langen Zeitraum weiterexistieren, sozusagen als Belohnung f\u00fcr alle bisherigen M\u00fchen und Leiden im irdischen Leben. Dieses metaphysische Gerechtigkeitspr\u00e4sent der \u00abHeiligkeit\u00bb spornt zig Millionen von Menschen an, G\u00f6tter zu erschaffen, die in f\u00fcr sie errichteten Tempeln, Kirchen und Kathedralen angebetet werden.<\/p>\n<p>So entstanden in den Weltreligionen umfangreiche Darstellungen, was oder welcher Teil nach dem physischen Tode weiter lebt, vor allem, um dem Gl\u00e4ubigen plausibel zu machen, wie er in seinem Leben und vor allem nach dem Ableben vor weiterem Ungl\u00fcck und Leiden bewahrt werden k\u00f6nne. Diese ausgefeilten Argumente f\u00fcr ein gerechtes und heiliges Weiterleben nach dem Tode sehen eigenartigerweise so aus, als w\u00e4ren sie dem Wortschatz der allgemeinen Propaganda und Werbetechnik entnommen. Es wird in allen Tempeln und Kirchen den Gl\u00e4ubigen stets das Prinzip Hoffnung angeboten, auch dann, wenn niemand wirklich erfahren hat, was mit dieser Hoffnung verbunden ist. Das ist auch absolut verst\u00e4ndlich, wenn man ber\u00fccksichtigt, dass in aller Welt die heiligen M\u00e4nner und Frauen, Priester, Kaplane, \u00c4btissinen oder M\u00f6nche von den Zuwendungen ihrer Gl\u00e4ubigen im Diesseits existentiell abh\u00e4ngig waren und sind. Nirgendwo flie\u00dft und floss mehr Geld, als im Zusammenhang mit religi\u00f6ser Verehrung und religi\u00f6sem Brauchtum. Auch wenn Lenin von der Religion als dem Opium f\u00fcr das Volk sprach, so muss man bei dem festen Glauben unz\u00e4hliger Menschen doch einsehen, dass selbst in den \u00e4rgsten religi\u00f6sen Spekulationen ein F\u00fcnkchen Wahrheit glimmt.<\/p>\n<p>Bei alledem ist auch zu bedenken, dass in antiken Zeiten auserw\u00e4hlte Menschen, Priester und Weise, Magier und Schamanen problemlos die Vorg\u00e4nge in den niederen Wesen und Wirkungen im Allgeschehen der jenseitigen Welten schauen konnten. Sie konnten nicht nur mit ihren G\u00f6ttern oder G\u00f6ttinnen verkehren, sondern auch wahrnehmen, wie sich in den \u00e4therisch-astralen Gebieten die mikrokosmischen Anteile der Verstorbenen langsam verfl\u00fcchtigten. Trotz alledem blieb es ihnen verborgen, wohin sich der Mikrokosmos bei seiner Aufl\u00f6sung im Jenseits\u00a0 letztlich entfernte, wenn sich selbst die \u00e4therischen und astralen Anteile aufgel\u00f6st hatten.\u00a0So konnten sie keine plausible Anschauung vermitteln, wo und wie der spirituelle Impuls des G\u00f6ttlichen im Menschen, eben die Seele, nach einem entsprechendem Lebensverhalten im Himmel bis in alle Ewigkeit in Seligkeit weiter existieren wird.<br \/>\nIm alten \u00c4gypten haben die Priester eine hochkomplizierte Seelenreise durch die Unterwelt mit zahlreichen K\u00e4mpfen und Pr\u00fcfungen in den diversen Jenseitsbereichen ausf\u00fchrlich beschrieben. Wer die \u00e4gyptischen Unterweltb\u00fccher einmal gelesen hat, kann sich nicht des Eindrucks erwehren, dass es sich bei den plastisch beschriebenen Abenteuern der Toten um konkret erlebte Ereignisse handelt, die in der \u00e4gyptischen Unterwelt von der Seelenkonfiguration bestanden wurden. Auch die weisen Hindus, Gurus und Saddhus wussten und wissen von dem Fortbestehen in einem jenseitigen Gebiet mit seinen karmischen Auswirkungen auf die nachfolgenden Inkarnationen im Diesseits.<br \/>\nZu allen Zeiten haben intelligente Menschen durchschaut, dass die uns so vertraute irdische Natur keine g\u00f6ttliche, vollkommen gute und gerechte Welt sein kann. Viele kriegerischen Auseinandersetzungen und Hungersn\u00f6te sprachen und sprechen deutlich dagegen, dass die Erde keine Sch\u00f6pfung des absolut guten Gottes sein kann, der die totale Liebe, Weisheit, Frieden und Harmonie repr\u00e4sentiert. Darum musste f\u00fcr die Gl\u00e4ubigen eine unersch\u00fctterliche Erkl\u00e4rung gefunden werden, in die eine Vorstellung der k\u00fcnftigen Wiederverbindung mit der Gotteswelt einflie\u00dfen konnte. Diese L\u00fccke wurde mit dem schillernden Begriff der Seele ausgef\u00fcllt, die nach dem Leiden in der irdischen Welt als Belohnung f\u00fcr das gottesf\u00fcrchtige Verhalten des Menschen, ewig in Seligkeit weiterexistieren wird.<br \/>\nOb in den Anf\u00e4ngen des Hinduismus oder in den Annalen des alten \u00c4gypten, in den Keilschriftaufzeichnungen der Sumerer, in den chinesischen Philosophien oder in den Mythen der Mayas und Aymaras, \u00fcberall finden sich Worte, die einen Aspekt des Menschen umfassen, der nach dem Tode eine Wiederverbindung mit dem g\u00f6ttlichen Lebensfeld erm\u00f6glicht. In Folge des Wissens oder des Glaubens an diese Wiederverbindung (darum das Wort Religion) mit dem g\u00f6ttlichen Lebensfeld entstand bei den Philosophen nat\u00fcrlich auch die Frage nach der Reinkarnation oder der Seelenwanderung, die von den katholischen Kirchenv\u00e4tern per Absprache auf dem \u00abZweiten Konzil von Konstantinopel\u00bb, 553 n.Chr., abgeschafft wurde. Ergo gibt es f\u00fcr die Millionen Gl\u00e4ubigen der christlichen Kirche in aller Welt keine Pr\u00e4existenz der Seele \u2013 sie wird nach ihrer Doktrin mit der physischen Geburt von Gott dem Neugeborenen beigegeben \u2013 und es wird auch kein weiteres Fortbestehen nach dem Tode angenommen \u2013 ausgenommen die physische Auferstehung am Ende aller Tage nach der Gnade Gottes.<\/p>\n<p>In den unterschiedlichen Philosophien der V\u00f6lker und deren Religionen wird eine verwirrende Verschiedenheit der Seelen gefunden, die nicht nur untereinander gem\u00e4\u00df des Landes oder der Zeit differieren, sondern auch im menschlichen Wesen selbst werden unterschiedliche Seelen benannt. Der Mensch verf\u00fcgte z.B. im alten \u00c4gypten \u00fcber drei Seelen: Ka, Ba und Ach. In der \u00dcbertragung der Hieroglyphen kann nat\u00fcrlich nicht mit Sicherheit die wahre Bedeutung dieser Begriffe f\u00fcr die damaligen Priester und Menschen gefunden werden. Jedenfalls ist diese Dreiteilung der Seele dann \u00fcber die Griechen und das Judentum in das Christentum eingeflossen. Dort wird in den Texten eine K\u00f6rperseele, eine Vitalseele (Triebseele) und eine Geistseele erw\u00e4hnt. So wie das vorwiegend dualistisch ausgerichtete griechische Denken die beiden Prinzipien Leib und Seele auseinander hielt, so schien es den christlich orientierten Philosophen sinnvoll, bei der Seele oder Psyche ebenfalls den pers\u00f6nlichen oder k\u00f6rperlichen Aspekt von dem metaphysischen Anteil zu trennen. Bei genauer Anschauung der erw\u00e4hnten verschiedenen Bestimmungen der Seele werden die zwei Existenzformen des Menschwesens sichtbar: es lebt ein grobstofflicher Mensch, die Person in dieser materiellen Welt, und es existiert mit ihm eine Konfiguration aus unstofflichen K\u00f6rpern, ein Mikrokosmos.<\/p>\n<p>Bei vielen Autoren wirkt die Seele bis in das nat\u00fcrliche, stoffliche Selbst. Dabei liegt meistens der Schwerpunkt auf der Belebung des K\u00f6rpers. Hegel unterteilt diese Wirkung noch nach nat\u00fcrlicher, f\u00fchlender und wirklicher Seele. Bei Hesekiel steht im Alten Testament: \u201eDie Seele, welche s\u00fcndigt, die muss sterben!\u201c Demnach kann gefolgert werden, dass es auch eine Seele gibt, die nicht s\u00fcndigt. Die griechische Philosophie definierte eine pneumatische und eine physische Seele. Die pneumatische Seele wird nach christlich-j\u00fcdischer Anschauung den Tod \u00fcberdauern und in das Paradies kommen. Diese Ansicht wurde ganz besonders von den \u00abalexandrinischen Gnostikern\u00bb vertreten. Allerdings tun sich alle christlichen Autorit\u00e4ten \u00e4u\u00dferst schwer mit der \u00abAuferstehung\u00bb des Menschen, die Jesus seinen Nachfolgern verhei\u00dfen hat.<\/p>\n<p>Aus der griechisch-christlichen Seeleneinteilung kann geschlossen werden, dass das stoffliche Selbst des Menschen mit seinen nat\u00fcrlichen Bed\u00fcrfnissen von einer seelischen Komponente durchwirkt ist, die mit dem Tode des physischen K\u00f6rpers ebenfalls vergeht. Und dar\u00fcber hinaus wird ein metaphysischer K\u00f6rper der Person definiert, der f\u00fcr ein Weiterleben und die Auferstehung \u2013 bei guter F\u00fchrung im diesseitigen Leben \u2013 von einer unsterblichen Seele gef\u00fchrt wird. \u00abJ. W. v. Goethe\u00bb betont es im Faust I, Vers 1112-1117: \u201eZwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust, Die eine will sich von der andern trennen; Die eine h\u00e4lt, in derber Liebeslust, sich an die Welt mit klammernden Organen; Die andere hebt gewaltsam sich vom Dust (= Staub) zu den Gefilden hoher Ahnen.\u201c<\/p>\n<p>Selbst bei detaillierten Interpretationen der urchristlichen Anschauung und den hinduistischen oder buddhistischen Philosophien bleibt jedoch immer noch die konkrete Frage offen: Was ist das nun, die Seele? Aus welcher Materie oder Kraft ist sie? \u2013<\/p>\n<p>Aus vielen Aufzeichnungen fern\u00f6stlicher Weisheiten und den Lehren der hermetischen Gnostiker in Alexandrien, sowie aus den aktuellen esoterischen und theosophischen Erkenntnissen kann entnommen werden, dass das menschliche Wesen mehr als nur ein Stoffk\u00f6rper ist. Der Mensch ist ein Mikrokosmos aus mehreren Kraftfeldern, die f\u00fcr seine physischen Sinnesorgane nicht unbedingt wahrnehmbar sind. Dazu geh\u00f6rt das \u00c4therfeld, die Astralis, das Denkverm\u00f6gen und weitere drei Felder, die im Mikrokosmos noch unkonzentriert vorliegen. Diese Felder bilden zusammen ein kugelf\u00f6rmigen Holokumulus, in dessen Mitte der stoffliche Mensch als Werkzeug, als bewusst mitwirkendes Organ lebt. Das inkarnierende Wesen im Mikrokosmos wird in der esoterischen Geisteswissenschaft als \u00abaurisches Wesen\u00bb bezeichnet. Im Herzen, im Haupt und im Becken wird dieses von einer metaphysischen Entit\u00e4t ber\u00fchrt, die von Giordano Bruno und sp\u00e4ter auch von Leibnitz mit Monade bezeichnet wurde. Der Umfang des aurischen Wesens bildet eine siebenfach gegliederte Sph\u00e4re, das \u00abLangzeitged\u00e4chtnis der Lipika\u00bb; dieser Begriff aus dem Sanskrit bezeichnet diese Speichersph\u00e4re des aurischen Wesens f\u00fcr das angesammelte Karma aus fr\u00fcheren Inkarnationen.<\/p>\n<p>Von Innen nach Au\u00dfen betrachtet, gliedert sich das menschliche Wesen, der Mikrokosmos, in folgende Aspekte:<\/p>\n<ol>Erstens die Monade; \u2013 Das Gesamtwesen Mensch wird von einer elektromagnetischen Sph\u00e4re umfasst, die \u00e4hnlich einem\u00a0Magnetfeld alle koh\u00e4renten Kr\u00e4fte anzieht und alle nicht kompatiblen abst\u00f6\u00dft.Das aurische Wesen mit der Lipika, und dem\u00a0Atemfeld, das innere Feld des aurischen Wesens, das die Ged\u00e4chtnisse der aktiven Sph\u00e4ren bildet. Der physische K\u00f6rper mit seinen Organen aus Materie ; \u2013Dieser Stoffk\u00f6rper \u2018schwimmt\u2018 in einem \u00c4therfeld, das ihn um ca. 5 cm \u00fcberragt; \u2013 Beide Felder durchzieht und umgibt ein Astralfeld. \u2013 Es entwickelt sich ein Mentalverm\u00f6gen . \u2013 drei weitere nirvanische Kraftfelder durchwirken und dynamisieren das ganze System. Sie werden von den Theosophen meistens als Kausal-, Weisheits- und Geist-Licht-K\u00f6rper benannt.<\/ol>\n<p>Das zentrale Feld des Mikrokosmos ist angef\u00fcllt mit \u00e4therischen, astralen und mentalen Kr\u00e4ften und wird darum als Atemfeld bezeichnet, weil der Mensch alle Kr\u00e4fte und auch die physische Luft durch dieses Feld hindurch einatmen muss. Nat\u00fcrlich werden alle Aspekte der Atmung von der Qualit\u00e4t der sich darin aufhaltenden \u201eBewohner\u201c beeinflusst. Das muss sehr klar verstanden werden, vor allem wenn man sich die Qualit\u00e4t der Seele\u00a0 als Untersuchungsobjekt ausgesucht hat. Denn sie ist ein besonderer \u201eBewohner\u201c des mikrokosmischen Atemfeldes, wie aus der umfassenden Weltliteratur zu ersehen ist.<\/p>\n<p>Um das genau zu verstehen, muss man einen speziellen Faktor des Lebens kennen lernen. Der Impuls zum Dasein eines Mikrokosmos kommt aus den Kraftfeldern des irdischen Kosmos und seiner f\u00fcr das Wirken und Sein notwendigen Hierarchien \u201eunter dem Himmel\u201c. Diese irdischen G\u00f6tter und Devas oder Asuras haben den Auftrag, die nat\u00fcrlichen Wechselwirkungen allen Lebens in diesem Kosmos zu regeln und so lange in Funktion zu halten, bis alle Mikrokosmen, die zu dem Kosmos Erde geh\u00f6ren, vollendet in ihre Monaden eingegangen sein werden. Wer sich mit der Gr\u00f6\u00dfenordnung und Komplexit\u00e4t dieses befassen m\u00f6chte, muss sich mit zahlreichen weltumspannenden Sch\u00f6pfungstheorien auseinander setzen. Wie die Genesis sagt, gibt es zwei Sch\u00f6pfungen des Menschen. Eine Sch\u00f6pfung ist v\u00f6llig nat\u00fcrlich und geht von den \u00abG\u00f6ttern\u00bb der irdischen Natur aus. Die Aufzeichnungen sprechen dann aber noch von einer zweiten Erschaffung des Menschen nach seinem Bilde. Diese zweite Sch\u00f6pfung aus der Monade des \u00fcberirdischen Feldes wird allerdings erst nach einer gewissen Reife des nat\u00fcrlichen Mikrokosmos stattfinden k\u00f6nnen, folgt man den Betrachtungen der gro\u00dfen Esoteriker Blavatsky, Heindel und Steiner. In den verschleierten Darstellungen wird unter anderem auch bei den Rosenkreuzern von dem Wachstum des Mikrokosmos gesprochen.<\/p>\n<p>Der Gedanke, dass der Mensch ein Mikrokosmos in Entwicklung ist, der komplett von den unstofflichen Sph\u00e4ren der Natur durchwirkt wird, ist wie gesagt, keineswegs eine moderne Erkenntnis. In der chinesischen Medizin z.B. findet sich seit tausenden von Jahren das Ph\u00e4nomen ch\u2018i. Ch\u2018i ist, in abendl\u00e4ndischen Begriffen erkl\u00e4rt, das strukturierte Muster von Lebenszusammenh\u00e4ngen, das in Begriffen einer Ausrichtung definiert wird. (Nach Porkert und Kapra) Aus unserer Sicht ist es das holografische Interferenzmuster aller Wechselwirkungen zwischen den sieben Kraftfeldern des Seins, das vom universellen Bewusstsein \u00fcber die Monaden zur Evolution aller kosmischen Offenbarungen gedr\u00e4ngt wird. Damit wird auch deutlich, dass die esoterischen Erkenntnisse \u00fcber die diversen Sph\u00e4ren und Hierarchien im Jenseits zu den altbekannten Weisheiten aller Zeiten geh\u00f6rt.<\/p>\n<p>Es muss\u00a0 davon ausgegangen werden, dass seit vielen tausend Jahren das Erfassen und Bedenken der Erscheinungen im Menschen best\u00e4ndig einengte, verdichtete, zu Gunsten einer individualisierten Autonomie. Darum haben die Menschen die F\u00e4higkeiten des Hellsehens in die sie umgebenden transpersonellen Lebensfelder und ihre Verbindung mit den verschiedenen \u00abG\u00f6ttern\u00bb und den Elementarwesen im Jenseits verloren. Rudolf Steiner berichtete in seinen Vortr\u00e4gen in M\u00fcnchen im August 1911 \u00fcber dieses Ph\u00e4nomen. Auch Mircea Eliade erw\u00e4hnt in seinen Betrachtungen \u00fcber den Schamanismus der Welt, dass die modernen Schamanen immer weniger wirklich mit ihren \u00abGeistern\u00bb oder \u00abG\u00f6ttern\u00bb kommunizieren k\u00f6nnen. Einige Uralte dieser Zunft bekennen in den Gespr\u00e4chen mit den Ethnologen, dass ihre V\u00e4ter und Vorv\u00e4ter sich noch ganz konkret mit den \u00abKr\u00e4ften im Jenseits\u00bb verbanden, um durch diese ihre Vorhersagen zu machen oder die Kranken des Clans zu heilen. Um im 21. Jahrhundert ihren Auftrag als Heiler und Medizinmann f\u00fcr ihren Clan erf\u00fcllen zu k\u00f6nnen, m\u00fcssen sie entsprechende landestypische psychedelische Drogen benutzen, damit sie mit den Geistern in den feinstofflichen Sph\u00e4ren kommunizieren k\u00f6nnen. Den Schamanen war in ihrer Kultur bewusst, dass die Krankheit des K\u00f6rpers oder eines K\u00f6rpergliedes immer ein Defekt im Fluss der mikrokosmischen Kr\u00e4fte und seiner damit verwobenen \u00abSeele\u00bb war.<\/p>\n<p>Damit kommen wir bei unseren Betrachtungen zu einer Perspektive, die recht gut die Rahmenbedingungen der Seele offenbart. Insbesondere in den indischen Philosophien wird die Seele oftmals als Zusammenf\u00fcgung aller feinstofflichen K\u00f6rper des Menschen bezeichnet. Die esoterische Geisteswissenschaft pr\u00e4gte daf\u00fcr den Begriff \u00abAurisches Wesen\u00bb. Wer den Gedanken in den religi\u00f6sen Philosophien der V\u00f6lker \u00fcber die Seele aufmerksam folgt, kann erkennen, dass sich die Autoren in diesem Zusammenhang stets bem\u00fcht haben, konkrete Fakten der Reinkarnation zu erw\u00e4hnen. Insbesondere das Bardo T\u00f6dol, das Tibetanische Totenbuch, und die Unterweltb\u00fccher aus \u00c4gypten besch\u00e4ftigen sich ausf\u00fchrlich mit den nachtodlichen Erlebnissen. Viele Aspekte davon werden heute durch die Berichte von Nahtoderlebnissen best\u00e4tigt, die z.B. von \u00abDr. Raymond A. Moody\u00bb um 1970 in Amerika gesammelt und erstmals 1975 ver\u00f6ffentlicht wurden. In zahlreichen Religionen wird ein Weiterleben nach dem physischen Tod in einem der jenseitigen Umgebung angepassten K\u00f6rper beschrieben, der dort sogar ganz praktisch irdische Bed\u00fcrfnisse befriedigen musste. Das beweisen auch die von den Arch\u00e4ologen auf allen Kontinenten gefundenen Grabbeigaben. Der Leser wird in allen bestehenden Philosophien lesen k\u00f6nnen, wie auf kulturtypische Weise das mikrokosmische Wesen und seine Seele in metaphysische Lebensfelder eingebettet ist. Mit dem Begriff Seele wurden dann besonders die unstofflichen Aspekte des Mikrokosmos benannt, insbesondere die \u00abAstralis\u00bb, die mit dem darin stets anwesenden belebenden Faktor der Seele ganze System durch das Begehren antreibt.<\/p>\n<p>Geschulte Hellseher k\u00f6nnen alle diese Kraftfelder des Jenseits und des Mikrokosmos wahrnehmen und beschreiben, wie z.B: Leadbeater, A. Besant, Elivas Levi, Gurdjieff u.a. Das Aurische Wesen, oder ein Teilaspekt davon, lebt in ihren Vorstellungen nach dem Tod des K\u00f6rpers weiter, der damals von ihnen \u00abSeele\u00bb genannt wurde, analog den bereits bestehenden von den Religionen eingeb\u00fcrgerten Vorstellungen. Einige Theorien sprechen davon, dass sich die unstofflichen K\u00f6rper des Mikrokosmos sp\u00e4ter in einem \u00dcbergangsgebiet aufl\u00f6sen, wohingegen das aurische Wesen mit der Beseelung sich f\u00fcr eine erneute Inkarnation vorbereitet. Die verschiedenen Religionen sprechen der fortlebenden Seele dementsprechend ganz unterschiedliche Erlebnisbereiche zu. Je nachdem wie sich der Mensch bzw. die Seele im irdischen Leben den humanistischen Vorstellungen eines guten und friedlichen Zusammenlebens in der Gesellschaft gewidmet hat, ist f\u00fcr die Seele das nachtodliche Weiterleben eine Art H\u00f6lle, mit Leiden und Peinigungen, oder eine Art Himmel, mit gl\u00fccklichem und freudevollem Dasein, vorgesehen, befreit vom materiellen Rad zwischen Geburt und Tod.<br \/>\nIn den indischen Philosophien wird von einer weiteren Reifung der Seele w\u00e4hrend ihrer Erlebnisse und Geschehnisse in den diversen jenseitigen Gefilden gesprochen. Erst nach einer vollst\u00e4ndigen Aufl\u00f6sung aller unstofflichen K\u00f6rper sowie der Einspeisung aller Lebenserfahrungen in die Ged\u00e4chtnisse des Mikrokosmos, die Lipika, kommt es zu einer erneuten Inkarnation in der irdischen Natur, wobei entsprechend den karmischen Vorbedingungen auch eine Person im materiellen Feld geschaffen wird. Ganz \u00e4hnlich musste die \u00e4gyptische Seele nach vielen Auseinandersetzungen mit den verschiedenen geistigen Bewohnern in der Unterwelt, des Jenseits, unter Zuhilfenahme von Osiris, an den dort hausenden \u00abG\u00f6ttern\u00bb vorbeikommen, um letztlich erfolgreich den Weg in die Sonne zu finden. Auf diese sehr bildhafte Art und Weise wird die qualitative Bewertung der Seele in der \u00e4gyptischen Mythologie ausgesprochen physikalisch dargestellt. Das Herz oder das Gewissen des Kandidaten (=die Seele) wird von Anubis und Thot auf den Waagschalen der Maat gegen eine Feder gewogen. Auch hier ist die Symbolik eindeutig. Der Kern, das Herz des Menschen, als physischer Wohnplatz der Seele, liegt als ein konkreter Teil des Mikrokosmos auf der Waagschale, und die G\u00f6tterfiguren, die Hierarchien im Jenseits, entscheiden \u00fcber ihr\/sein weiteres Verbleiben.<\/p>\n<p>All diesen Darstellungen kann man entnehmen, dass die Seele auf eine besondere Weise mit den energetischen Ansichten des Mikrokosmos korrespondiert. Dann stellt sich allerdings die Frage, in welchem Anteil\u00a0 des Gesamtwesens manifestiert sie sich? Aus den verschiedenen Lehren ist bereits deutlich geworden, dass es mindestens zwei, wenn nicht sogar drei Seelen gibt. Einige indische Theorien sprechen von neun oder sogar noch mehr Seelen, je nachdem welchen Ausblick auf das Wesen Mensch der Philosoph im Auge hat. Dabei wird subtil angedeutet, dass es den Autoren eigentlich weniger um die Qualit\u00e4t der Seele geht, sondern vielmehr um ihre Aufgabe und ihre Funktion, vor allem im Zusammenhang mit dem physischen Tod.<\/p>\n<p>An dieser Stelle bietet sich ein ganz konkreter Ansatzpunkt f\u00fcr eine moderne Beschreibung der Seele. Es ist durchaus ein sehr guter Denkansatz, wenn f\u00fcr einige Philosophen die Seele das \u00abAurische Wesen\u00bb im Mikrokosmos repr\u00e4sentiert, das nach dem Ausvibrieren von \u00c4ther, Astralis, Mentalis die nirvanischen Felder noch eine Weile zusammenh\u00e4lt, bis auch diese sich aufgel\u00f6st haben. Doch nach den Bedeutungen der weitergehenden Seelenfunktionen w\u00e4re uns diese Zuteilung etwas zu engherzig, auch wenn das \u00abAurische Wesen\u00bb die Qualit\u00e4t des ewigen Lebens als solches bereits beinhaltet. Damit w\u00e4re dann der Tatbestand einer ewig seienden Seele eigentlich schon angedeutet. Man muss sich dann jedoch die unbequeme Frage stellen, ob das Aurische Wesen wirklich f\u00fcr die irdische S\u00fcnde verantwortlich ist? \u2013 Wie die zahlreichen Sch\u00f6pfungsmythologien darstellen, ist es n\u00e4mlich gerade das aurische Wesen oder der Mikrokosmos als solcher, der den Ausrutscher in das Chaos ausgel\u00f6st haben soll. Danach entspr\u00e4che das Aurische Wesen dann der Seele, die s\u00fcndigt, die sterben muss, wie es von Hesekiel erkl\u00e4rt wird.<br \/>\nSo wie die Erde eine Atmosph\u00e4re um sich herum ausbreitet, in der die verschiedenen Lebensfelder miteinander kommunizieren, so verf\u00fcgt auch der Mikrokosmos \u00fcber ein mehrschichtiges Atemfeld. Zun\u00e4chst ist dieses Feld von den erforderlichen morphischen Feldern erf\u00fcllt, die f\u00fcr das Wachstum des Kindes die erforderlichen Informationen bewahren und neue Informationen aus dem aktuellen Sein aufnehmen. Der erste selbstgeschaffene Bewohner des Atemfeldes, das Ego des Babys, formiert sich prim\u00e4r aus dem Begehren nach Nahrung und Mutterw\u00e4rme, Z\u00e4rtlichkeit und Zuwendung, sowie S\u00e4ttigung an der Brust, womit gleicherma\u00dfen die Ern\u00e4hrung des heranwachsenden \u00c4therk\u00f6rpers gesichert wird. In der Kindheit wird somit das Ego als erster Bewohner des Atemfeldes von den prim\u00e4ren Begierden, Gef\u00fchlen und Gedanken des Kindes gepr\u00e4gt, die nat\u00fcrlich auf die k\u00f6rperliche Selbsterhaltung ausgerichtet sind. Im Laufe des Heranwachsens kommen alle Gedanken- und Begierdenkomplexe hinzu, die sich aus der Wechselwirkung der Person mit seinem gesellschaftlichen Umfeld und dem einstr\u00f6men der karmischen Bedingungen sowie der monadischen Impulse ergibt. Darum konnte Karl Marx in seiner Philosophie sehr bestimmt behaupten, der Mensch wird von seiner Umwelt gepr\u00e4gt. Er hatte in seiner Philosophie allerdings die Rahmenbedingungen durch das Karma vergessen, das sich verst\u00e4rkt in der Phase der Pubert\u00e4t \u00fcber das sich vervollst\u00e4ndigende Astralverm\u00f6gen mit dem Menschen verbindet. Darin entfalten sich alle Bed\u00fcrfnisse der partnerschaftlichen Beziehungen und der Fortpflanzung mit den darin verflochtenen karmischen Verpflichtungen aus fr\u00fcheren Inkarnationen. Dabei sind dann auch alle Wertvorstellungen der famili\u00e4ren Gruppe und die zugeh\u00f6rigen gesellschaftlichen Tabus in einer individuellen lebendigen Struktur erhalten.<\/p>\n<p>Man sollte sich dabei vergegenw\u00e4rtigen, dass bei allen Lebensvorg\u00e4ngen und Ereignissen die aktuelle Astralis sowie die Mentalis unentwegt sch\u00f6pferisch t\u00e4tig sind. Aus allen W\u00fcnschen und Begehren, aus allen \u00dcberlegungen, Bedenken und aktivem Handeln formt der Mensch \u2013 ohne etwas davon zu bemerken \u2013 Wesen aus Mentalstoff und Astralis, die sich in den strukturierten morphischen Feldern versammeln. Diese Bewohner des Atemfeldes mischen sich permanent in das egoistische Denken, F\u00fchlen und Handeln ein und bestimmen damit die weitere mentale und emotionale Ausrichtung der Person. Einerseits sind diese Mentalsch\u00f6pfungen wirklich lebensnotwendig f\u00fcr den Menschen, andererseits k\u00f6nnen sie zu den gr\u00f6\u00dften Behinderungen f\u00fcr ein geordnetes Leben werden, was zahlreiche Psychotherapeuten aus ihrer Praxis best\u00e4tigen k\u00f6nnten.<br \/>\nDie Informationen in den morphischen Feldern eines jungen Menschen bestehen vorwiegend aus den Selbsterhaltungsstrategien der im materiellen Wettkampf heranwachsenden Person. Dieser egozentrische Grundimpuls des um Selbsterhalt ringenden Menschen bildet zun\u00e4chst das Ego als ein alles bestimmendes Wesen, das alle anderen Lebensstrukturen des gesamten Mikrokosmos koordiniert. Dabei spielt vor allem die Ausrichtung der Wahrnehmung und die damit verkn\u00fcpfte Bewertung der Einsichten und \u00dcberlegungen eine alles entscheidende Rolle. Dieses EGO, als ein Wesen aus Astralis und Mentalis, kann man gut und gerne als die Naturseele bezeichnen. Sie ist unbewusst mit allen Funktionen und Aktivit\u00e4ten des Menschen, seinem F\u00fchlen, Denken und Handeln, verbunden und sie bestimmt \u00fcber das aurische Magnetfeld die Qualit\u00e4t der kosmischen Kr\u00e4fte, die vom Mikrokosmos eingeatmet werden.<\/p>\n<p>Die oft gestellte Frage: Wer ist das eigentlich, der da ICH sagt?, kann hiermit eindeutig beantwortet werden. Es ist selbstverst\u00e4ndlich die Naturseele, das Ego, dieser dominante Gedanken- und Gef\u00fchls-Kumulus im Atemfeld des Mikrokosmos. Er \u2013 dieses Ich \u2013 ist niemals das ausf\u00fchrende Organ der Pers\u00f6nlichkeit, nimmt aber alle Aktivit\u00e4ten des K\u00f6rpers f\u00fcr sich in Anspruch und macht sich damit bedeutend. Man kann das sehr sch\u00f6n im normalen Leben bei allen Aussprachen beobachten. Am besten sagte es wohl Ludwig der XIV. von Frankreich: \u201eL\u2018\u00e9tat c\u2018est moi!\u201c. Man vergleiche damit die vornehme Artikulation von Descartes: \u201eIch denke, also bin Ich!\u201c Ganz deutlich wird es in den 10 Geboten zum Ausdruck gebracht, die Moses von JHWE erhalten haben soll: \u201eICH bin der Herr, Dein Gott, Du sollst keine anderen G\u00f6tter haben neben mir!\u201c<\/p>\n<p>Zur Vereinfachung der nachfolgenden Besprechung wollen wir diesen Atemfeldbewohnern aus mentalen und astralen Kr\u00e4ften eine Bezeichnung geben, die einem Buch von Gustav Meyring entnommen ist: \u00abGolem\u00bb. So k\u00f6nnen wir jetzt sagen, dass das Atemfeld unbewusst zahlreiche kleinere und gr\u00f6\u00dfere Golems beherbergt, die unter anderem alle dort zirkulierenden Kr\u00e4fte mit ihrer Grundschwingung in \u00dcbereinstimmung bringen, bevor sie vom k\u00f6rperlichen Menschen eingeatmet werden. Der Mensch reproduziert und ern\u00e4hrt mit seinen Gedanken, Gef\u00fchlen und Taten seine Golems und erschafft stets auch v\u00f6llig neue, die zu seinem bereits existenten Pantheon passen. Dabei ist der Hauptgolem, die Naturseele, sein Ego, der gr\u00f6\u00dfte und absolut dominante Faktor, der Metaprogrammierer. Er bestimmt die prinzipielle Polarit\u00e4t aller Gef\u00fchle und Gedanken sowie seine Ausrichtung z.B. auf Tierliebe und Natur, Humanit\u00e4t, Moralit\u00e4t und Mitgef\u00fchl, Sozialit\u00e4t und Geselligkeit, auf Politik und Machtstreben etc. Sie bestimmt seinen Platz im Dasein, reguliert sein Werden und auch seine Vergehen gegen die gesellschaftlichen Normen. Diesen Hauptgolem im Atemfeld eines jeden Menschen kann man als Naturseele bezeichnen, denn sie ist im Wechselspiel zwischen dem aurischen Wesen, dem morphogenetischen Programm der stofflichen Eltern, dem morphischen Feld in der Astralis und den mentalen Einsichten des Menschen von Kindesbeinen an, entstanden.<\/p>\n<p>Zu Beginn des Lebens war diese Seele die das Leben sichernde Instanz, zust\u00e4ndig f\u00fcr die Belebung des Wesens einerseits und auch f\u00fcr alle regulativen Wechselwirkungen im Mikrokosmos. F\u00fcr seine irdische Existenz m\u00fcssen alle Kraftfelder durch eine innewohnende Dynamik zentriert zusammengehalten und durch spezielle Kraftimpulse belebt, f\u00fcr das aktuelle Geschehen selbsterhaltend dynamisiert werden. Zwischen diesen funktionalen morphischen Feldern str\u00f6men unz\u00e4hlige Informationen hin und her. Dar\u00fcber hinaus findet eine best\u00e4ndige Kommunikation mit den resonanten transpersonalen Feldern des Jenseits statt. Die permanente Interdependenz mit den das All erf\u00fcllenden unstofflichen elektromagnetischen Kraftfeldern wird bei den meisten Erl\u00e4uterungen oftmals \u00fcbersehen. Der Mikrokosmos ist realistisch betrachtet ein Stoffwechselorgan, wobei der Begriff \u201eStoff\u201c hier f\u00fcr Verwirrung sorgt, denn es geht im ganzen Kosmos weniger um die materielle Seite unserer Natur, sondern vor allem um eine best\u00e4ndige Kommunikation von Kr\u00e4ften und Informationen in einem alles umspannenden siebenfachen Kraftfeld des Kosmos. Dabei spielt allerdings die stoffliche Person eine nicht ganz unerhebliche Rolle. Der Mensch sollte es eigentlich aus eigener Erfahrung wissen. Er ist vor allem auch ein Betrachtungsorgan, das seine Wahrnehmungen bewusst realisiert und mit seinem ICH die zu ihm durchdringenden Impulse aus der Monade nach den Kriterien der interkosmischen Evolution bewertet.<\/p>\n<p>Wer sich in seiner Weltanschauung mit dieser Megastruktur des Menschen vertraut machen kann, wird auch die Frage nach der Qualit\u00e4t der Seele beantworten k\u00f6nnen. Die Natur-Seele kann als eine Zusammenf\u00fcgung von feinstofflichen Kr\u00e4ften, Mentalis und Astralis gesehen werden, die im Atemfeld des Mikrokosmos alle Aktivit\u00e4ten des Menschen unbewusst beeinflusst. Der Mensch glaubt, seine Handlungen aktiv selbst ausgef\u00fchrt zu haben. Wer sagt: Ich habe diese Idee gehabt. oder Ich habe die Schlacht geschlagen. oder Ich habe die Natur gerettet, ist seinem \u00abinneren Golem\u00bb aufgesessen, denn die von seiner Naturseele angespornten Kr\u00e4fte haben den Menschen handeln lassen.<br \/>\nFassen wir die weiteren Verm\u00f6gen der Seele noch einmal zusammen.<br \/>\nErstens: die Seele hat Bewusstsein und sie kann denken. Die Seele bewirkt Kommunikation und Information, allerdings in und mit allen Aspekten aus den morphischen Feldern des Mikrokosmos und auch dar\u00fcber hinaus, mit allen kosmischen Feldern des Jenseits.<br \/>\nZweitens: Die Seele ist eine komplexe Vernetzung vielf\u00e4ltiger Informationen aus allen Strukturen des mikrokosmischen Wesens. Wie ein Baum hat sie \u00fcberall ihre Wurzeln und streckt in alle Richtungen ihre \u00c4ste, die \u00fcber einen starken egoistischen Stamm mit den Wurzeln verbunden sind.<br \/>\nIm Laufe des Lebens werden diese Strukturen der Naturseele immer kr\u00e4ftiger und zu un\u00fcberwindlichen morphodynamischen Faktoren, die nachhaltig das Denken und Beurteilen des Menschen bestimmen.<\/p>\n<p>Der \u00abGolem\u00bb Seele bestimmt vor allem die Aufmerksamkeit und Ausrichtung der agierenden Person. Sie bestimmt, wohin sich der Mensch ausrichtet, entweder auf die materielle Seite des irdischen Lebens \u2013 das w\u00e4re die Seele, die \u2018s\u00fcndigt\u2018 (dies ist gewiss ein falscher Begriff; denn die Naturseele bem\u00fcht sich um eine gute materielle Ausstattung des K\u00f6rpers) \u2013 oder er lenkt sein Begehren nach den holistischen Impulsen der Monade \u2013 das entspr\u00e4che der ewig seienden Seele. Das astrale Begehren muss n\u00e4mlich die Selbsterhaltung in allen Kraftfeldern f\u00fcr den ganzen Mikrokosmos sichern, solange seine materielle Konzeption noch nicht voll ausgebildet ist. Werden die h\u00f6heren Ansichten der Astralis und Mentalis aktiv, dann wird \u00abdie Seele\u00bb die permanente Evolution innerhalb der Sch\u00f6pfung dynamisieren. In diesen Zusammenhang macht uns noch einmal der Ausspruch des Faust in Goethes Drama: \u201eZwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust, Die eine will sich von der andern trennen; Die eine h\u00e4lt, in derber Liebeslust, sich an die Welt mit klammernden Organen; Die andere hebt gewaltsam sich vom Dust (= Staub) zu den Gefilden hoher Ahnen.\u201c auf ein besonderes Problem des Menschen aufmerksam.<br \/>\nWenn man nach der Qualit\u00e4t der zweiten, der ewig seienden Seele fragt, sollte man sich kurzfristig mit der Art und der Struktur unseres nat\u00fcrlichen Lebensfeldes befassen. Allen Menschen ist die stoffliche Natur mit allen ihren materiellen Erscheinungen unseres Planeten Erde v\u00f6llig selbstverst\u00e4ndlich. Weniger bekannt ist, dass alle materiellen Erscheinungen selbst elektromagnetische Kraftfelder sind und von unstofflichen Kr\u00e4ften durchdrungen sind, die das Dasein auf der Erde \u00fcberhaupt erst erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>Bedauerlicherweise hat sich in den Lebensfeldern unseres Kosmos eine \u00abgewisse Unheiligkeit\u00bb entwickelt, die \u00e4hnlich den Vorg\u00e4ngen im Atemfeld des Mikrokosmos aus mentalen und emotionalen Sch\u00f6pfungen der ganzen Menschheit besteht. Im Jenseits tummeln sich also neben den Wesen und Kr\u00e4ften, die diese irdische Natur erhalten und ordnen, auch Wesen und Entit\u00e4ten (\u00c4onen), die aus den W\u00fcnschen und Begehren aller Menschen nach einem paradiesischen Dasein auf Erden entstanden sind und auch noch immer entstehen. Zu allem \u00dcberfluss sind die \u00e4therischen, astralen und mentalen Felder des Jenseits auch die Gebiete, in denen sich die Mikrokosmen der Verstorbenen langsam aufl\u00f6sen. Es ist jetzt hier nicht der Platz, all die verwickelten Entwicklungen der jenseitigen Sph\u00e4ren im Einzelnen zu erl\u00e4utern. Beschr\u00e4nken wir uns auf den Fakt, dass \u00e4hnlich den Golems im Atemfeld des Mikrokosmos sich im Jenseits gewaltige \u00c4onen (Holokumulies) oder Asuras aus den Halbwahrheiten und globalen Aktivit\u00e4ten entwickeln, die neben allen egozentrischen Bestrebungen nach Macht, Ruhm und Reichtum auch mit all den Begierden nach Erleuchtung und ewigem Leben f\u00fcr das selbsts\u00fcchtige Ego geladen sind. \u00abDiese F\u00fcrsten und Gewaltigen unter dem Himmel\u00bb, wie sie von Paulus im NT genannt werden, spiegeln den verlangenden Menschen vor, dass ihre Natur-Seele dermaleinst heilig in den seligen Bereichen eines paradiesischen Himmels ewig leben wird. F\u00fcr diesen Betrug machen diese Entit\u00e4ten oder G\u00f6tter oder Devas im Jenseits alles, damit ihre Selbsterhaltung f\u00fcr ewig gesichert ist, denn sie wurden \u00fcber Millionen von Jahren von selbsts\u00fcchtigen Menschen hervorgebracht.<\/p>\n<p>Allerdings m\u00fcssen alle Mikrokosmen, die auf diese Vort\u00e4uschung falscher Tatsachen hereinfallen, dermaleinst erneut ihre Erfahrungen als sterblicher Erdenb\u00fcrger vervollkommnen. Es ist die Regel, dass alle stoffliche Menschen ihre materielle Seite des Lebens erf\u00fcllen. Erst wenn die materielle Ansicht des Mikrokosmos vollst\u00e4ndig wurde, kann eine Entfaltung der h\u00f6heren Lebensfelder ungest\u00f6rt von statten gehen. Die M\u00f6glichkeit, dass sich ein unvollendeter Mikrokosmos eine neue Seele zur Geburt bringt, ist in der Evolution ausgeschlossen. Dass der Mensch mit seinem methodischen Streben den Himmel dermaleinst betreten kann, was Weise aus den gro\u00dfen urspr\u00fcnglichen Religionen beschreiben, ist nur eine Etappe der Menschheit bei der Entwicklung zu einem vollkommenen Mikrokosmos. Der Glaube, dass jenen die Gnade geschenkt wird, einmal eine neue Seele zu bekommen, die sich wahrhaftig im Garten Eden oder im Paradies ewig aufhalten kann, verbindet den Strebenden mit einer mentalen Enklave im Devachan, in einem mentalen Feld des Jenseits.<\/p>\n<p>Kann sich der Mensch von den Selbsterh\u00f6hungen innerhalb des irdischen materiellen Kreislaufes l\u00f6sen, weil sein Mikrokosmos in der Astralis und in der Mentalis neue Aspekte aktivieren konnte, wird die Person sich intensiv der weiteren Evolution des Kosmos weihen. Es entsteht von selbst dieses Begehren nach einer permanenten Weiterentfaltung und wie selbstverst\u00e4ndlich eine mentale Neutralit\u00e4t gegen\u00fcber allen materiellen Belangen. Die Sehnsucht nach einer holistischen Lebenswelt wird zu einem uneingeschr\u00e4nkten Mitwirken bei der interkosmischen Umw\u00e4lzung in der Evolution der Erde. Die Stimme der Monade lenkt immer deutlicher das Wesen Mensch bei seiner Arbeit. Diese innere Stimme, die im Herzen das F\u00fchlen und Begehren stimuliert, die im Verstand stets deutlicher das Denken beeinflusst, die im Plexus Sakralis das rechte Handeln bestimmt, kann als ein neuer mental-astraler Golem im mikrokosmischen Atemfeld erkannt werden. Zus\u00e4tzlich werden Informationen aus den morphischen Feldern der Lipika an die Oberfl\u00e4che kommen, mit denen die Erinnerung vom urspr\u00fcnglichen Auftrag des Menschen in das Erkennen des Kandidaten klingt. So entwickelt sich in diesem Wechselspiel zwischen mentalem Erfassen, aurischer Sph\u00e4re und den monadischen Ber\u00fchrungen, eine Art neuer \u00abBeseelung.\u00bb<\/p>\n<p>Diese innereigene Dynamik, begleitet von einer neuen Einsicht in die wahren Absichten des kosmischen Lebens, wird die weiter entwickelten Menschen zu einer Lebenshaltung f\u00fchren, mit der den noch nicht entwickelten Mikrokosmen geholfen wird, selbst die vor ihnen liegenden Prozesse der Entfaltung zu f\u00f6rdern. Das alte selbsts\u00fcchtige Denken verliert prozessm\u00e4\u00dfig an Kraft, weil sich der Mensch bewusst seinem neuen Lebensziel zuwendet, und unter dem Einfluss seiner Monade sich v\u00f6llig dem realen Auftrag der interkosmischen Evolution zuwendet. Diese Transfiguration wirkt sich vor allem in den Feldbereichen der Astralis und Mentalis aus, wo in einem mehrstufigen Prozess neue Aspekte entwickelt werden, die bislang noch nicht vom Menschen erfasst werden konnten. Jetzt kann das neu erwachende Erfassen sprechen, wie Johannes: \u201eUnd ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde.\u201c<\/p>\n<p><em><strong>Hier die wichtigsten Punkte zusammengefasst:<\/strong><\/em><br \/>\n1. Man kann die Seele als das unstoffliche Ego bezeichnen, es ist ein Golem aus astralen und mentalen Kr\u00e4ften im Atemfeld des Mikrokosmos. Viele Theorien deuten auf ihre Weise und in ihrer Sprache \u00e4hnliche Dimensionen an. Der Begriff \u00abSeele\u00bb wird meistens f\u00fcr einen nicht genau definierten Aspekt in den unbewussten Sph\u00e4ren der Pers\u00f6nlichkeit verwendet. Damit soll zum Ausdruck gebracht werden, dass von diesem Anteil des Mikrokosmos ein dynamisches Prinzip ausgeht, eine Art Gewissen oder moralische Instanz, die das Denken, das Begehren und das Handeln des Menschen unbewusst pr\u00e4gt.<br \/>\n2. Die Dynamik der mikrokosmischen Verbindung aus den morphischen Feldern der drei Lebensfelder \u00c4ther, Astralis und Mentalis bestimmt in allen Wesen die Individualit\u00e4t.<br \/>\n3. Die Grundvibration dieses \u00abEGO\u00bb bewirkt vor allem die Ausrichtung bei allen Wahrnehmungs- und Denkvorg\u00e4ngen, die Art wie Erinnerungen aufgerufen, Bedeutungen, Wertungen und Beurteilungen vorgenommen werden.<br \/>\n4. Die Grundvibration dieses \u00abEGO\u00bb bestimmt auch den Charakter, den magnetischen Vibrationsschl\u00fcssel des Mikrokosmos, und dominiert somit den gesamten Stoffwechsel der Kraftfelder f\u00fcr die Selbsterhaltung und die Evolution in der Sch\u00f6pfung.<br \/>\n5. Eine s\u00fcndige Seele als solche gibt es nicht. Der Erfahrungsweg in dieser materiellen Natur ist f\u00fcr jeden Mikrokosmos erforderlich, um die Entwicklung eines intelligenten Verstandes zu schaffen, der sich selbst und sein Umfeld mit allen transpersonalen Lebensfeldern erkennt. Mit ihm kann der Mensch lernen, den Impulsen seiner Monade zu folgen.<br \/>\n6. Ein solcher Mensch wird mit den zahllosen Erfahrungen reifer, die er mit seinem heranwachsenden Mikrokosmos machen darf, um dem weiteren Werden f\u00fcr die Entfaltung aller Kr\u00e4fte im Wesen Erde den Weg zu ebnen.<br \/>\n7. Wer von einer \u00abg\u00f6ttlichen oder Geist-Seele\u201c in seinem Modell sprechen m\u00f6chte, wird diese in der Kommunikation der Monade mit dem Mikrokosmos finden. Diese bewirkt zun\u00e4chst einen \u00abGolem\u00bb im Atemfeld, der\u00a0 sich im Mikrokosmos der weiteren Entwicklung des \u00c4therfeldes, der Astralis und der Mentalis widmet. Dass damit erhebliche Ver\u00e4nderungen im Denken, Erfassen, Bewerten und auch in der Physis des Menschen verbunden sind, wird jedem intelligenten Menschen verst\u00e4ndlich sein.<\/p>\n<p>Mit diesen Definitionen werden einige offene Fragen nach dem seelischen Sein beantwortet, die mit den bestehenden Thesen durchaus vertr\u00e4glich sind. Die Seele als dominanter \u00abKraftstern\u00bb aus Astralis und Mentalis bestimmt als Triebfeder durch Begehren, Aufmerksamkeit, also Ausrichtung, das Ziel des Mikrokosmos: Selbsterhaltung zur Selbstentfaltung in der alles umfassenden sch\u00f6pferischen Evolution. Daf\u00fcr regelt im irdischen Lebensfeld zun\u00e4chst ein \u00abEGO\u00bb (=Naturseele) den Stoffwechsel und bewirkt die Kommunikation mit allen unstofflichen Kraftfeldern im Rahmen der isomorphen Resonanz, bis aus allem Leiden und Erleiden in der Materie die Erfahrung aufsteigt, dass das Dasein ein h\u00f6heres Ziel hat. Dadurch wird der Weg zu den h\u00f6heren Sph\u00e4ren auf der Spirale der Evolution gebahnt.<\/p>\n<p>Danach wird sich unter dem Einfluss der Monade im Mikrokosmos ein neues Begehren und Bedenken entfalten. So entflammt dieser nun auf die Evolution ausgerichtete Mikrokosmos auch seine Dienstbarkeit in der auf die h\u00f6chste Ideation ausgerichteten Evolution des Kosmos. Dabei w\u00e4re zu erw\u00e4hnen, dass das mikrokosmische Sein zu allen Zeiten ein Teil seiner Monade ist, die immer mit dem universalen All-Bewusstsein verbunden ist, das sich im kosmischen und im solaren Feld der Sch\u00f6pfung manifestiert. Im Rahmen dieser interkosmischen Evolution wird das Denken und Erfassen eines jeden Mikrokosmos einmal soweit mit den kosmischen und makrokosmischen Entwicklungen vereint sein, dass er sie, im Vergleich seinen heutigen Verh\u00e4ltnisse als einen paradiesischen Himmel bezeichnen w\u00fcrde. Bis dahin m\u00fcssen allerdings noch einige Inkarnationen erfolgreich verlaufen.<\/p>\n<p>Zur\u00fcck zur \u00dcbersicht <a href=\"http:\/\/www.artokora.de\/?cat=1\">Gedanken-Sch\u00e4tze<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Existenz und Seinsform Wohl kaum ein menschlicher Aspekt hat \u00fcber die Jahrtausende in der Philosophie als fundamentaler Grundbegriff so viele verschiedene Wandlungen erfahren wie die Seele. In nahezu allen Kulturen ist sie im Leben der gl\u00e4ubigen Menschen als eigenst\u00e4ndiges, belebendes Wesen der wichtigste Hauptakteur des Daseins. 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