{"id":6014,"date":"2015-02-27T11:57:26","date_gmt":"2015-02-27T09:57:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.artokora.de\/?p=6014"},"modified":"2016-06-25T10:20:47","modified_gmt":"2016-06-25T08:20:47","slug":"gedanken-zum-kommenden-neuen-menschen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.artokora.de\/?p=6014","title":{"rendered":"Aufbruch ins dritte Jahrtausend"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Von der Zukunft der fantastischen Vernunft<\/h3>\n<p><strong><em>Pr\u00e4gnante Ausz\u00fcge aus dem Buch, Scherz Verlag 1962, und einige Kommentare zu den Textpassagen, die meinem aktuellen Informationsstand widersprechen.<\/em><\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">\u00abUnser Jahrhundert wird etwas erleben, das noch bedeutsamer ist als das Aufkommen des Buddhismus. Von jetzt an geht es nicht mehr darum, die menschlichen F\u00e4higkeiten in den Dienst dieser oder jener Gottheit zu stellen. Die religi\u00f6se Kraft der ganzen Welt ist es, die in uns eine entscheidende Krise durchmacht: die Krise ihrer eigenen Entdeckung. Wir fangen an, ein f\u00fcr allemal zu begreifen, dass die einzige f\u00fcr den Menschen annehmbare Religion diejenige ist, die ihn zun\u00e4chst einmal lehrt, das Universum, dessen wesentlichster Teil er ist, zu erkennen und zu lieben und ihm voller Hingebung zu dienen.\u00bb<\/p>\n<p><strong>G. Boujus<\/strong> Ansicht nach war Evolution nicht gleichbedeutend mit Transformismus, sondern eine integrale, aufw\u00e4rts strebende Kraft, die die psychische Dichte unseres Planeten st\u00e4ndig erh\u00f6ht und ihn allm\u00e4hlich bef\u00e4higt, Verbindung mit den geistigen Bezirken anderer Welten aufzunehmen und sich der Seele des Kosmos selbst zu n\u00e4hern. Die Menschheit war f\u00fcr ihn keineswegs am Ende ihrer Laufbahn angelangt, sondern strebte in aufsteigender Linie \u00fcber ein kollektives Leben und die allm\u00e4hliche Bildung einer einheitlichen Seelenstruktur dem Zustand eines \u00dcberbewusstseins zu. <strong>Er erkl\u00e4rte, der Mensch sei noch nicht vollendet und gerettet, doch die Kondensationsgesetze der sch\u00f6pferischen Energie berechtigten uns zu ungeheuren Hoffnungen von kosmischem Ma\u00dfstab.<\/strong> (Seite 17)<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"padding-left: 60px;\"><em>Sollte Dir ein Gedanke zu dem Text einfallen, dann schicke ihn bitte mir zu.\u00a0 <a href=\"http:\/\/www.artokora.de\/?page_id=74\"><span style=\"color: #ff0000;\">Vielen Dank.<\/span> <\/a><\/em><\/p>\n<hr \/>\n<p>Bevor man sich an die Ausf\u00fchrung eines solchen Buchs begibt, muss man seine Gedanken weit nach r\u00fcckw\u00e4rts und weit nach vorw\u00e4rts ausschicken, um so die Gegenwart zu verstehen. Ich, L.Pauwels, stellte fest, dass die Menschen, die ich bis vor kurzem ablehnte, weil sie ganz einfach \u00abmodern\u00bb waren, mir auch jetzt nicht sympathischer wurden. Nur hatte ich sie aus einer falschen Einstellung heraus verurteilt. In Wirklichkeit sind sie deshalb bemitleidenswert, weil ihr Denken einem viel zu kleinen Zeitabschnitt verhaftet ist. Kaum haben sie angefangen zu existieren, so sind sie bereits wieder hinter ihrer Zeit zur\u00fcck. <strong>Um wahrhaft gegenw\u00e4rtig zu sein, muss man ein Zeitgenosse der Zukunft werden.<\/strong> Und selbst die fernste Vergangenheit noch l\u00e4sst sich als Brandungswelle der Zukunft erkennen. Von dem Augenblick an, da ich begann, die Gegenwart zu befragen, wurden mir die erstaunlichsten und verhei\u00dfungsvollsten Antworten zuteil. (Seite 25)<\/p>\n<h6><strong>Kommentar: Wer sich der Zukunft mit seiner ganzen Pers\u00f6nlichkeit weihen will, muss alle Vorstellungen, Vorbehalte und vor allem alle irgendwie gearteten Traditionen und Tabus eindeutig von weisen und auch nicht mehr in seinem Unbewusstsein ern\u00e4hren!<\/strong><\/h6>\n<p>Die letzten Untersuchungen auf dem Gebiet der Psychologie (1960?) scheinen das Vorhandensein eines Zustands zu beweisen, der weder dem Schlafzustand noch dem Zustand des Wachseins gleichzusetzen ist. <strong>Es handelt sich um einen Zustand erh\u00f6hten Bewusstseins, in dem der Mensch in den Besitz verzehnfachter geistiger F\u00e4higkeiten gelangt.<\/strong> Der Tiefenpsychologie, die wir der Psychoanalyse verdanken, f\u00fcgen wir heute eine <strong>H\u00f6henpsychologie<\/strong> hinzu, die uns den Ausblick auf eine m\u00f6gliche <strong>\u00dcberintellektualit\u00e4t<\/strong> er\u00f6ffnet. Das Genie w\u00e4re demnach eine der Etappen auf dem Wege, den der Mensch in sich selber durchlaufen muss, um zum Gebrauch seiner Gesamtf\u00e4higkeiten zu gelangen. <strong>Wir wenden in einem normalen Leben nicht den zehnten Teil der uns m\u00f6glichen Aufmerksamkeit und Intuitionsf\u00e4higkeit, der uns m\u00f6glichen Beobachtungs-, Erinnerungs- und Koordinationsgabe an.<\/strong> Es ist durchaus denkbar, dass wir binnen kurzem die Schl\u00fcssel finden oder wiederfinden, mit deren Hilfe wir T\u00fcren aufschlie\u00dfen k\u00f6nnen, hinter denen uns eine Unzahl von Erkenntnissen erwartet.<br \/>\n<strong>Der Gedanke einer bevorstehenden Mutation der Menschheit in diesem Sinne geh\u00f6rt nicht in den Bereich okkultistischer Tr\u00e4ume, sondern in den der Wirklichkeit.<\/strong> Zweifellos gibt es bereits Mutanten unter uns oder doch jedenfalls Menschen, die schon einige Schritte auf dem Weg zur\u00fcckgelegt haben, den die Menschheit als Ganzes eines Tages einschlagen wird. Wenn bestimmte untergegangene Kulturen bereits profunde Kenntnisse \u00fcber das Wesen der Materie und der Energie und \u00fcber die Gesetze, die das Weltall regieren, gehabt haben und wenn Fragmente dieser Kenntnisse \u00fcber alle Zeitalter hinweg bewahrt wurden (eine Annahme, die uns keineswegs als gesichert erscheint), so konnte die \u00dcberlieferung dieser Kenntnisse nur durch h\u00f6her geartete Geister und in einer Sprache bewerkstelligt werden, die der Allgemeinheit zwangsl\u00e4ufig unverst\u00e4ndlich sein musste. (Seite 70)<\/p>\n<h6><strong>Kommentar: z.B. die architektonisch eingebauten Aussagen in der gro\u00dfen Pyramide von Gizeh, die nur \u00fcber mathematisch-kabbalistische Vergleiche ermittelt werden konnten! Axel Klitzke, Pyramiden: Wissenstr\u00e4ger aus Stein.<\/strong><\/h6>\n<p><strong>Ashoka<\/strong>, der sich zum Buddhismus bekehrte, verbreitete durch das Beispiel seiner eigenen Tugend diese Religion in Indien und in seinem gesamten Herrschaftsgebiet, das sich bis zum Malaiischen Archipel, Ceylon und Indonesien erstreckte. Von hier aus eroberte der Buddhismus Nepal, Tibet, China und die Mongolei. Aschoka respektierte indessen alle religi\u00f6sen Sekten. <strong>Er predigte eine vegetarische Lebensweise, verbot den Alkoholgenuss und schaffte die Tieropfer ab.<\/strong><\/p>\n<h6><strong> Kommentar: Doch wie verh\u00e4lt sich die heutige Menschheit? \u2013 Ungez\u00e4hlt sind die Tonnen toter Tiere, die von der Menschheit j\u00e4hrlich verzehrt werden. Wie verh\u00e4lt es sich mit dem Gebot des Moses: Du sollst nicht T\u00f6ten!. Ungeachtet aller weisen Ratschl\u00e4ge wird weiter gemordet.<\/strong><\/h6>\n<p><strong> H. G. Wells<\/strong> schreibt \u00fcber ihn in seiner Short History of the World:<br \/>\n\u00abUnter den Zehntausenden von Herrschernamen, die sich in den Spalten der Geschichtsb\u00fccher aneinanderreihen, leuchtet der Name Aschoka wie ein Stern in einzigartigem Glanz.\u00bb Man berichtet, dass <strong>Kaiser Aschoka<\/strong>, der \u00fcber die Schrecken des Krieges unterrichtet war, die Absicht hatte, den Menschen auf immer den Gebrauch der unheilvollen Intelligenz zu untersagen. Unter seiner Herrschaft wird die Naturwissenschaft mit ihren vergangenen, gegenw\u00e4rtigen und zuk\u00fcnftigen Erfindungen ins Gebiet des Geheimnisses verbannt. Von nun an verbergen sich die Forschungen auf allen Gebieten, von der Struktur der Materie bis zur Technik der Massenpsychologie, hinter dem mystischen Antlitz eines Volkes, von dem die Welt glaubt, es besch\u00e4ftige sich nur mit Ekstase und \u00fcbernat\u00fcrlichen Dingen, und sie sollten zweiundzwanzig Jahrhunderte lang dahinter verborgen bleiben. Aschoka begr\u00fcndet die m\u00e4chtigste Geheimgesellschaft der Erde: <strong>die der Neun Unbekannten.<\/strong> Es wird weiter berichtet, dass die gro\u00dfen M\u00e4nner, die das Schicksal des modernen Indien bestimmen, und ebenso Gelehrte wie Bose und Ram, an die Existenz der Neun Unbekannten glauben und Ratschl\u00e4ge und Botschaften von ihnen empfangen.\u00a0 (Seite 81)<\/p>\n<p>Nach jahrzehntelanger Sammlung von Zeitungsartikeln besonderer Art machte sich Charles Fort eines Tages klar, dass seine ganze bisherige riesige Arbeit v\u00f6llig sinnlos war. Er ahnte, dass er nur auf der Stelle getreten war und immer noch vor der T\u00fcr zu jenen R\u00e4umen stand, die er unbewusst suchte. Er hatte seine wahre Natur entdeckt. Dieser leidenschaftliche Sammler ungew\u00f6hnlicher Tatsachen war in Wirklichkeit ein Fanatiker hoher Ideen. Was hatte er im Verlauf dieser \u00abverlorenen\u00bb Jahre unbewusst ins Werk zu setzen begonnen? <strong>Nichts anderes als einen Angriff gegen eine der gro\u00dfen M\u00e4chte des Jahrhunderts gegen die \u00dcberzeugung der zivilisierten Menschen, dass sie alles \u00fcber diese Welt, in der sie leben, wissen.<\/strong><br \/>\nUnd warum hatte Charles Hoy Fort sich so schamhaft verborgen gehalten?\u00a0 \u2013 Weil schon die leiseste Anspielung auf <strong>die Tatsache, dass es in dieser Welt noch ungeheure Bereiche des Unbekannten gibt, die Menschen unangenehm ber\u00fchrt und verwirrt.<\/strong> Charles Hoy Fort hatte sich verhalten wie ein Erotomane: halten wir unsere Laster geheim, damit die Gesellschaft nicht in Wut ger\u00e4t, wenn sie merkt, dass die meisten L\u00e4ndereien des Wissens noch brach liegen. Seine Aufgabe war es, von nun an ein wahrhaftes, ein revolution\u00e4res Werk zu vollbringen. <strong>Die wissenschaftliche Erkenntnis ist nicht objektiv. Sie ist, genau wie die Zivilisation, eine Verschw\u00f6rung. Man verwirft eine ganze Anzahl von Tatsachen, weil sie die festgelegten Vernunftschl\u00fcsse st\u00f6ren w\u00fcrden. Wir leben unter einer Inquisitionsherrschaft, und die Waffe, die sie gegen unliebsame Tatsachen am h\u00e4ufigsten anwendet, ist die von h\u00f6hnischem Lachen begleitete Verachtung.<\/strong> (Seite 173)<\/p>\n<p>Was ist unter diesen Umst\u00e4nden die Erkenntnis? <strong>\u00abIn der Topographie der Intelligenz\u00bb<\/strong>, schrieb Fort, <strong>\u00abk\u00f6nnte man die Erkenntnis als die von Gel\u00e4chter verdeckte Unwissenheit bezeichnen.\u00bb<\/strong> Man sollte also zus\u00e4tzlich zu jenen Freiheiten, die uns durch die Verfassung garantiert sind, noch weitere fordern: <strong>die Freiheit, an der\u00a0 Wissenschaft zu zweifeln. Die Freiheit, die Evolutionstheorie in Frage zu stellen<\/strong>, oder die Drehbewegung der Erde, die Existenz der Lichtgeschwindigkeit, das Gravitationsgesetz und vieles andere. Alles, nur nicht die Tatsachen. An sie soll man glauben. Und zwar nicht an sorgf\u00e4ltig ausgew\u00e4hlte Tatsachen, sondern an alle, so, wie sie sich uns darbieten mitsamt all ihren bizarren Nebenerscheinungen und unwahrscheinlich wirkenden Einzelheiten. <strong>Wir d\u00fcrfen nichts, was real ist, von vornherein verwerfen: eine zuk\u00fcnftige Wissenschaft wird unbekannte Verbindungen zwischen Fakten entdecken, die uns heute beziehungslos erscheinen.<\/strong> Die Wissenschaft hat es n\u00f6tig, einmal von einem ungl\u00e4ubigen, hei\u00dfhungrigen, wilden Geist kr\u00e4ftig durchgesch\u00fcttelt zu werden. Die Welt braucht eine Enzyklop\u00e4die der verschm\u00e4hten Tatsachen, der verbannten Realit\u00e4ten. \u00abIch f\u00fcrchte, man muss unserer Zivilisation neue Welten entgegenstellen, in denen auch wei\u00dfe Fr\u00f6sche ein Lebensrecht haben.\u00bb (Seite 174)<\/p>\n<h6><strong>Kommentar: Die Menschheit muss erwachen und begreifen, dass sie aus feinstofflichen Kraftebenen gelebt wird. Der Mond scheint auch dann, wenn man ihn nicht sieht!<\/strong><\/h6>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">\u201eAber entschiedener noch ist die wahre Geschichte jene vom Fortschritt des Menschen in seiner Geistigkeit. <strong>Die Aufgabe der Menschheit ist es, dem geistigen Menschen zu helfen<\/strong>, sich zu entwickeln und zu verwirklichen, ihm, wie die Inder es in einer wunderbaren Formulierung ausdr\u00fccken, dabei zu helfen, das zu werden, was er ist. Die \u00e4u\u00dferlich sichtbare Geschichte allerdings, die Geschichte der Oberfl\u00e4che, ist nichts als ein Beinhaus. W\u00e4re die Geschichte wirklich nichts anderes, so m\u00fcsste man das Buch zuschlagen und auf die Ausl\u00f6schung allen Bewusstseins im Nirwana hoffen&#8230; Aber ich m\u00f6chte doch glauben, dass der Buddhismus nicht recht hat und dass die wahre Historie etwas anderes ist.\u201c\u00a0 <strong>Ren\u00e9 Grousset<\/strong><\/p>\n<p>Auch der Physiker, der Chemiker, der Biologe und der Psychologe haben im Verlauf der letzten f\u00fcnfzig Jahre gro\u00dfe Ersch\u00fctterungen erfahren und sind auf ihren \u00abSchattensteinbrech\u00bb gesto\u00dfen. Aber sie zeigen heute nicht eine so rastlose Unruhe wie der Historiker. Sie arbeiten, sie schreiten vorw\u00e4rts, ja, man bemerkt gerade in diesen Wissenschaften eine au\u00dferordentliche Vitalit\u00e4t. Man vergleiche nur die Spinnengewebe Spenglers oder Toynbees mit der st\u00fcrmischen Bewegung der Kernphysik. Die Geschichte ist ins Stocken geraten. Es gibt zweifellos viele Gr\u00fcnde f\u00fcr diese Erscheinung, einer jedoch erscheint uns als der einleuchtendste: <strong>W\u00e4hrend der Physiker und der Psychoanalytiker<\/strong> den Gedanken aufgegeben haben, dass die Wirklichkeit notwendigerweise die Vernunft zufriedenstellen m\u00fcsse, und <strong>sich der Realit\u00e4t des Phantastischen zugewendet haben, verharrt der Historiker noch immer im kartesianischen Denksystem.<\/strong> Dieses Verhalten wird oft durch eine gewisse politische Zaghaftigkeit bestimmt. Man sagt, die gl\u00fccklichen V\u00f6lker h\u00e4tten keine Geschichte. Aber die V\u00f6lker, die zu ihren Historikern keine Freisch\u00e4rler und Poeten z\u00e4hlen, sind mehr als ungl\u00fccklich: sie sind erstickt und verraten. Indem der Historiker dem Phantastischen den R\u00fccken kehrt, wird er gelegentlich zu phantastischen Irrt\u00fcmern verleitet.\u00a0 (Seite 271)<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">\u00abIch freue mich, dass Sie wieder auf diesen Vergleich zur\u00fcckkommen\u00bb, sagte Cotgrave, \u00abdenn ich wollte Sie fragen, welche Erscheinungen auf dem Gebiet des Menschlichen wohl diesen phantastischen Wundertaten der Dinge, die Sie erw\u00e4hnen, entspr\u00e4chen. Also mit anderen Worten: Was ist nun eigentlich S\u00fcnde? Ich m\u00f6chte gern, dass Sie mir das endlich an einem konkreten Beispiel erl\u00e4utern.\u00bb<br \/>\nJetzt z\u00f6gerte Ambrose zum ersten mal. Dann begann er: <strong>\u00abIch sagte es Ihnen schon, das wahrhaft B\u00f6se ist selten. Der Materialismus unserer Epoche, der so viel dazu beigetragen hat, die Heiligkeit zu unterdr\u00fccken, hat vielleicht noch mehr dazu vermocht, das B\u00f6se auszurotten. (Komm.: in die feinstofflichen Verstecke zu verdr\u00e4ngen!) Wir f\u00fchlen uns so behaglich auf dieser Erde, dass wir gar keine Lust versp\u00fcren, von hier aus hinauf oder hinab zu steigen. Es hat ganz den Anschein, als sei die Arbeit der H\u00f6llenforscher heute rein arch\u00e4ologischer Natur.\u00bb<\/strong> (Seite 301)<\/p>\n<p><strong>Bulwer-Lytton<\/strong> gab vermittels einer romanhaften Fabel <strong>Zanoni<\/strong> seiner Gewissheit Ausdruck dass es Wesen gibt, die mit \u00fcbermenschlichen Kr\u00e4ften begabt sind. Diese Wesen werden uns einstmals ersetzen und die Auserw\u00e4hlten der menschlichen Rasse einer au\u00dferordentlichen Mutation zuf\u00fchren.<br \/>\n<strong>Wir m\u00fcssen diesen Gedanken einer Mutation der menschlichen Rasse im Auge behalten. Wir werden ihn bei Nietzsche wiederfinden, und er ist selbst heute noch nicht erloschen.<\/strong> Desgleichen m\u00fcssen wir auch dem Gedanken des \u00abUnbekannten \u00dcbermenschen\u00bb unsere Aufmerksamkeit widmen. Man findet ihn in der gesamten schwarzen Mystik des Orients und des Okzidents. Existieren sie, diese Bewohner unterirdischer Gefilde oder diese Wesen, die von anderen Planeten gekommen sind? Diese Riesenmenschen, \u00e4hnlich jenen, die, in einen goldenen Panzer geh\u00fcllt, in den tibetanischen Gr\u00fcften ruhen? Oder auch diese ungestalten und schreckenerregenden Gesch\u00f6pfe, wie <strong>Lovecraft<\/strong> sie beschreibt und die in den heidnischen und luziferischen Riten beschworen werden?<br \/>\nWenn <strong>Machen<\/strong> von der Welt des B\u00f6sen spricht, der \u00abWelt der H\u00f6hlen mit ihren Bewohnern der D\u00e4mmerung\u00bb, so bezieht er sich mit diesen Worten als Adept des <strong>Golden Dawn<\/strong> auf die \u00abandere Welt\u00bb, jene Welt, in welcher der Mensch mit den unbekannten \u00dcbermenschen in Beziehung tritt. Wir erw\u00e4hnten die <strong>Golden Dawn<\/strong> und die deutsche <strong>Vril-Gesellschaft<\/strong>. Wir werden noch auf die <strong>Thule-Gesellschaft<\/strong> zu sprechen kommen. Zwar sind wir nicht auf den abwegigen Gedanken verfallen, die Geschichte lediglich durch das Wirken von Geheimgesellschaften erkl\u00e4ren zu wollen, aber seltsamerweise werden wir doch feststellen m\u00fcssen, dass alle diese Dinge ineinander greifen und dass es tats\u00e4chlich jene \u00abandere Welt\u00bb war, die mit Hilfe des Nationalsozialismus einige Jahre lang geherrscht hat. <strong>Sie ist noch nicht besiegt. Und nicht das ist erschreckend, sondern erschreckend ist nur unsere Unwissenheit.<\/strong> (Seite 305)<\/p>\n<p>Zur gleichen Zeit geschah es, dass eine au\u00dfergew\u00f6hnliche Pers\u00f6nlichkeit, <strong>Rudolf Steiner,<\/strong> in der Schweiz die <strong>anthroposophische Gesellschaft<\/strong> begr\u00fcndete, die auf dem Gedanken beruht, dass <strong>das gesamte Universum im menschlichen Geist enthalten ist<\/strong> und dass dieser Geist eine Aktivit\u00e4t erreichen kann, die mit dem, was die offizielle Psychologie hier\u00fcber sagt, in keinem messbaren Verh\u00e4ltnis steht. Rudolf Steiner war \u00fcberzeugt, dass es eine schwarze und eine wei\u00dfe Form der \u00abmagischen\u00bb Forschung gebe. Seiner Ansicht nach hatten die Theosophie und die verschiedenen neu-heidnischen Gesellschaften ihren Ursprung in der gro\u00dfen unterirdischen Welt des B\u00f6sen und k\u00fcndeten ein d\u00e4monisches Zeitalter an. Darum bem\u00fchte er sich, eine moralische Doktrin in seine eigene Lehre einzubauen, nach der die \u00abEingeweihten\u00bb gehalten waren, sich nur der positiven Kr\u00e4fte zu bedienen. Er wollte eine Gesellschaft der Wohlmeinenden begr\u00fcnden.<br \/>\nWir wollen hier nicht die Frage aufwerfen, ob <strong>Steiner<\/strong> recht oder unrecht hatte, ob er im Besitz der Wahrheit war oder nicht. Bemerkenswert aber ist, dass die ersten nationalsozialistischen Gruppen Steiner offenbar als ihren Feind Nummer eins betrachteten. Die \u00abalten K\u00e4mpfer\u00bb sprengten gewaltsam die Zusammenk\u00fcnfte der Steinerianer, bedrohten die Anh\u00e4nger der Bewegung mit dem Tode, zwangen sie zur Flucht aus Deutschland und setzten im Jahre 1924 in Dornach in der Schweiz das von <strong>Steiner<\/strong> errichtete Hauptgeb\u00e4ude der Bewegung in Brand. Die Archive gingen in Flammen auf, und Steiner, dem jede M\u00f6glichkeit zur Weiterarbeit genommen war, starb ein Jahr nach diesem Attentat. (Seite 310)<\/p>\n<p>In <strong>Tiahuanaco<\/strong> nahe dem <strong>Titicacasee<\/strong> stehen neben Toren von drei Meter H\u00f6he und vier Meter Breite aus einem Monolithen gehauen riesige Statuen, von denen man eine forttransportiert und im Garten des Museums von La Paz aufgestellt hat. Sie ist acht Meter hoch und wiegt zwanzig Tonnen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">\u00abEine unaussprechliche Harmonie geht von dem ganzen Koloss aus, dessen K\u00f6rper und Arme in ihrer vergeistigten Stilisierung ein geradezu moralisches Gleichgewicht ausdr\u00fccken. Der ganze wunderbare Monolith str\u00f6mt Ruhe und Frieden aus. Falls wir hier das Portr\u00e4t eines der Riesenk\u00f6nige vor uns haben, die \u00fcber jenes Volk herrschten, so kommt einem unwillk\u00fcrlich der Anfang eines Satzes von Pascal in den Sinn: <strong>\u00abWenn Gott uns von seiner Hand geschaffene Meister gab &#8230; \u00bb<\/strong><\/p>\n<p>Sollten diese Monolithen tats\u00e4chlich von den Riesen behauen und f\u00fcr ihre Sch\u00fcler, die Menschen, aufgestellt worden sein, sollten diese Skulpturen mit ihrer f\u00fcr unsere Begriffe beinahe unfasslichen Abstraktion und Stilisierung wirklich von jenen Meistern stammen, so bef\u00e4nden wir uns hier an der Wiege der Sagen<strong> (Komm.: von Atlantis?)<\/strong>, laut denen die K\u00fcnste den Menschen von den G\u00f6ttern geschenkt wurden, und wir h\u00e4tten den Schl\u00fcssel zu verschiedenen \u00e4sthetisch orientierten mystischen Richtungen in der Hand.<br \/>\nUnter diesen Skulpturen finden sich auch stilisierte Wiedergaben eines Tiers, des Toxodons <strong>(Komm.: Das Toxodon \u00e4hnelte einem schweren Nashorn mit einem Flusspferd-\u00e4hnlichem Kopf, von bis zu 2 to Lebendgewicht)<\/strong>, dessen Knochen <strong>unter den Ruinen von Tiahuanaco<\/strong> entdeckt wurden. Nun wei\u00df man aber, dass das Toxodon einzig in der Terti\u00e4rzeit gelebt haben kann. Und schlie\u00dflich gibt es in dieser Ruinenstadt, die etwa hunderttausend Jahre vor dem Ende der Terti\u00e4r-Epoche entstanden sein d\u00fcrfte, einen im getrockneten Schlamm eingebetteten Portikus, dessen Dekorationen der <strong>deutsche Arch\u00e4ologe Kiss<\/strong>, ein Sch\u00fcler des \u00f6sterreichischen <strong>Glazialtheoretikers Hans H\u00f6rbigers<\/strong>, zwischen 1928 und 1937 eingehend untersucht hat. Sie stellen seiner Ansicht nach einen Kalender dar, der nach den Beobachtungen <strong>der Astronomen des Terti\u00e4rs<\/strong> aufgezeichnet wurde. Er gliedert sich in vier Teile, die durch die Sonnenwenden und die Tag- und Nachtgleichen, welche die astronomischen Jahreszeiten markieren, voneinander getrennt sind. Jede dieser Jahreszeiten wiederum zerf\u00e4llt in drei Abschnitte, und innerhalb dieser zw\u00f6lf Unterabteilungen wird die Position des Mondes f\u00fcr jede Stunde des Tages sichtbar. Au\u00dferdem sind die beiden Bewegungen des Satelliten, und zwar seine scheinbare und seine wirkliche Bewegung unter Ber\u00fccksichtigung der Erdrotation, angezeigt. <strong>Alle diese Einzelheiten m\u00fcssen die \u00dcberzeugung in uns erwecken, dass die Menschen, die diesen Kalender erfanden und anwendeten, einer h\u00f6heren Kultur als der unseren angeh\u00f6rten.<\/strong> (Seite 327)<\/p>\n<p>Abgesehen davon scheint sich in unserer Kultur alles zu verb\u00fcnden, um dem allgemeinen Verstand begreiflich zu machen, dass der Geist nicht alles ist. Eine unbewusste Verschw\u00f6rung der materiellen Kr\u00e4fte vermindert das Risiko und h\u00e4lt den Verstand in jenen Grenzen, in denen zwar ein gewisser Stolz nicht ausgeschlossen ist, der Ehrgeiz jedoch gem\u00e4\u00dfigt wird, weil er zun\u00e4chst immer nach Sinn und Zweck seiner Anstrengungen fragt. Es ist so, wie der \u00f6sterreichische Schriftsteller Robert Musil sehr richtig gesehen hat: <strong>\u00abW\u00fcrde auch nur ein einziges Mal mit einer der Ideen, die unser Leben bewegen, restlos, so dass von der Gegenidee nichts \u00fcbrig bleibt, Ernst gemacht, unsere Kultur w\u00e4re wohl nicht mehr unsere Kultur!\u00bb<\/strong><br \/>\nDieses Ph\u00e4nomen aber ist in Deutschland, zumindest unter den f\u00fchrenden Schichten des magischen Sozialismus, eingetreten. Wir stehen in magischer Verbindung mit dem Universum, aber wir haben es vergessen. <strong>Die n\u00e4chste Mutation der menschlichen Rasse wird Wesen erschaffen, die sich dieser Verbindung bewusst sind: Gottmenschen(?).<\/strong> Bereits heute versp\u00fcrt man die Wirkung dieser k\u00fcnftigen Wandlung auf gewisse messianische Seelen, die an eine weit zur\u00fcckliegende Vergangenheit ankn\u00fcpfen und sich der Zeiten erinnern, in denen die Riesen den Lauf der Gestirne beeinflussten. (Seite 341)<\/p>\n<p>Nach einer tibetanischen Sage lebte vor drei- oder viertausend Jahren im Gebiet der heutigen W\u00fcste Gobi ein Volk mit einer hohen Kultur. Infolge einer kosmischen Katastrophe verwandelte sich das Land Gobi in eine W\u00fcste, und die \u00dcberlebenden wanderten aus: ein Teil zog nach Nordeuropa, ein anderer in den Kaukasus. Der <strong>Gott Thor<\/strong> der nordischen Mythologie soll einer der Helden dieser Wanderung gewesen sein. Die \u00abEingeweihten\u00bb der <strong>Thule-Gesellschaft<\/strong> waren \u00fcberzeugt, dass diese Auswanderer aus dem Lande Gobi die Grundrasse der Menschheit, den arischen Stamm, bildeten.<br \/>\n<strong>Haushofer<\/strong> wies auf die Notwendigkeit hin, zu den \u00abQuellen\u00bb zur\u00fcckzukehren, d. h., ganz Osteuropa, Turkestan, Pamir, die W\u00fcste Gobi und Tibet zu erobern. Diese L\u00e4nder waren in seinen Augen die \u00abHerzregion\u00bb, und der Herrscher \u00fcber sie war gleichzeitig der Herr der Welt. Nach dieser Sage, so wie sie <strong>Haushofer<\/strong> zweifellos gegen 1905 aus dem Orient mitbrachte und wie <strong>Rene Guenon<\/strong> sie auf seine Art in <strong>Le Roi du Monde<\/strong> erz\u00e4hlt, siedelten sich die f\u00fchrenden Pers\u00f6nlichkeiten jener hohen Kultur, die gro\u00dfen Weisen, die S\u00f6hne der Geister anderer Welten, nach der Katastrophe von Gobi in einem <strong>riesigen H\u00f6hlenbezirk unter dem Himalaja (Wesak?)<\/strong> an. Innerhalb dieses Bezirks spalteten sie sich in zwei Gruppen; die eine folgte dem \u00abWeg rechter Hand\u00bb, die andere dem \u00abWeg linker Hand\u00bb.<\/p>\n<h6><strong>Kommentar: Die linke Hand ist nach indischer Weltanschauung immer die schmutzige Hand; darum ist der linke Weg immer der Weg mit Luzifer und seinen Helfershelfern Saturn und Mond.<\/strong><\/h6>\n<p>Der Mittelpunkt des \u00abersten rechten Weges\u00bb soll Agarthi gewesen sein, eine unauffindbare Stadt, der Ort der Kontemplation, der Tempel des Nicht-Teilhabens an der Welt. Der \u00abzweite Weg\u00bb f\u00fchrte \u00fcber Shampullah (Shamballah?), die Stadt der Macht und der Gewalt, deren Kr\u00e4fte \u00fcber die Elemente und die Massen der Menschen geboten und sie der \u00abgro\u00dfen Zeitwende\u00bb entgegenf\u00fchrten. Den gro\u00dfen Magiern anderer V\u00f6lker war es m\u00f6glich, durch Gel\u00f6bnisse und Opfer einen Pakt mit Shampullah zu schlie\u00dfen.<br \/>\nIn \u00d6sterreich verk\u00fcndete die Gruppe \u00ab<strong>Edelwei\u00df<\/strong>\u00bb im Jahre 1928, es sei ein neuer Messias geboren. In England erkl\u00e4rten <strong>Sir Mosley <\/strong>und<strong> Bellamy<\/strong> im Namen der H\u00f6rbigerschen Lehre, dass Deutschland vom \u00abLicht\u00bb ber\u00fchrt sei. In Amerika erschienen die <strong>Silver Roads des Obersten Ballard<\/strong>. Eine Anzahl bedeutender englischer Pers\u00f6nlichkeiten versucht, die \u00d6ffentlichkeit vor dieser Bewegung zu warnen, in der sie zun\u00e4chst nur eine geistige Bedrohung, das Heraufkommen einer luziferischen Religion erblickt. <strong>Lord Tweedsmuir<\/strong>, der unter dem Namen <strong>John Buchan<\/strong> schreibt, ver\u00f6ffentlicht zwei Schl\u00fcsselromane: <strong>The Courts of the Morning<\/strong> und <strong>A Prince in Captivity<\/strong>, die eine Beschreibung der Gefahren enthalten, welche die abendl\u00e4ndische Kultur durch eine geistige und zugleich magische \u00abEnergiezentrale\u00bb erwachsen k\u00f6nnten. (Seite 376)<\/p>\n<p>Der Literaturkritiker und Philosoph <strong>Albert Beguin<\/strong> hat einmal behauptet, <strong>Balzacs<\/strong> Begabung sei viel mehr die der vision\u00e4ren Schau als die der Beobachtung gewesen. Dieser Satz erscheint mir zutreffend. In einer gro\u00dfartigen Novelle, <strong>Le Requisitionnaire<\/strong>, sieht <strong>Balzac<\/strong> die Geburt der <strong>Parapsychologie<\/strong> voraus, die erst in der zweiten H\u00e4lfte des 20. Jahrhunderts stattfinden und <strong>das Studium der \u00abpsychischen Kr\u00e4fte\u00bb des Menschen zum Gegenstand einer exakten Wissenschaft erheben sollte:<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">\u00abZur selben Stunde, in der Mme. de Dey in Carentan starb, wurde ihr Sohn im Morbihan erschossen. Diese tragische Tatsache ist ein weiterer Beitrag zu den Beobachtungen \u00fcber die geheimen Beziehungen, f\u00fcr welche die Gesetze des Raumes nicht existieren. Einzelne interessierte Menschen haben mit methodischer Neugier Dokumente \u00fcber dieses Gebiet zusammengetragen, die eines Tages die Grundlagen einer neuen Wissenschaft ergeben werden, der bis heute ein genialer Kopf fehlt.\u00bb<br \/>\n1891 erkl\u00e4rte <strong>Camille Flammarion:<\/strong><br \/>\n\u00abDas Ende unseres Jahrhunderts \u00e4hnelt in manchem dem des vorigen. Der Geist ist der Lehrs\u00e4tze einer Philosophie, die sich selbst als positivistisch bezeichnet, \u00fcberdr\u00fcssig. <strong>Man kommt auf den Verdacht, dass sie sich irrt &#8230;<\/strong> &lt;Erkenne dich selbst!&gt; sagt Sokrates. Seit einigen tausend Jahren haben wir eine Unmenge von Dingen gelernt, nur nicht das, was uns selbst unmittelbar betrifft. Es scheint, als ginge die gegenw\u00e4rtige Tendenz des menschlichen Geistes endlich dahin, der sokratischen Maxime zu gehorchen.\u00bb<br \/>\n(Seite 413)<\/p>\n<p>Zu <strong>Flammarion<\/strong> ins Observatorium von Juvisy kam einmal monatlich <strong>Conan Doyle<\/strong> aus London, um gemeinsam mit dem Astronomen gewisse ungekl\u00e4rte und im \u00fcbrigen auch etwas zweifelhafte F\u00e4lle von <strong>Hellsichtigkeit, von Geistererscheinungen und Materialisationen<\/strong> zu besprechen. Flammarion glaubte an Geister, und Conan Doyle sammelte \u00abGeisterphotographien\u00bb. Die von Balzac erahnte \u00abneue Wissenschaft\u00bb war noch nicht geboren, aber ihre Notwendigkeit wurde immer f\u00fchlbarer. In der gro\u00dfartigen Studie <strong>Victor Hugos<\/strong> \u00fcber Shakespeare stehen die folgenden wundervollen S\u00e4tze:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">\u00abJeder Mensch tr\u00e4gt sein <strong>Patmos<\/strong> in sich. Es steht ihm frei, ob er auf dieses erschreckende Vorgebirge des Denkens steigen will, von dem aus man in die Schattenwelt blickt. Wenn er es nicht tut, verbleibt er im gew\u00f6hnlichen Leben, im gew\u00f6hnlichen Bewusstsein, in der gew\u00f6hnlichen Tugend, im gew\u00f6hnlichen Glauben, im gew\u00f6hnlichen Zweifel, und damit ist es gut. Ja, f\u00fcr seine innere Ruhe ist es zweifellos so am besten. Wenn er jedoch diesen Gipfel ersteigt, ist er ein f\u00fcr allemal gefangen. Die gewaltigen Wogen des Wunders sind ihm erschienen. Niemand erblickt ungestraft diesen Ozean.\u00a0 Er str\u00e4ubt sich wohl gegen diesen lockenden Abgrund, gegen dieses Eintauchen in das Unerforschte, gegen diese Abwendung von der Erde und vom Leben\u201a gegen dieses Eindringen in ein verbotenes Gebiet, gegen diesen Drang, das Unber\u00fchrbare zu betasten \u2013 er kommt doch immer wieder hierher zur\u00fcck, er st\u00fctzt sich darauf, er neigt sich dar\u00fcber, er tut einen Schritt und noch einen. Auf diese Weise aber dringt man in das Undurchdringliche ein, so gelangt man in die grenzenlose Weite des Zustands der Unendlichkeit.\u00bb<\/p>\n<p>Was mich selber betrifft, so hatte ich im Jahre 1939 pr\u00e4zise Vorstellungen von einer Wissenschaft, die einwandfreie Zeugnisse \u00fcber das innere Leben des Menschen erbringen, den Geist zu neuen Betrachtungen \u00fcber die Natur der Erkenntnis zwingen und allm\u00e4hlich zu einer Ab\u00e4nderung der wissenschaftlichen Forschungsmethoden auf allen Gebieten f\u00fchren w\u00fcrde. Ich war damals neunzehn Jahre alt, und der Krieg \u00fcberraschte mich genau zu dem Zeitpunkt, an dem ich beschlossen hatte, mein Leben dem Aufbau einer Psychologie und Physiologie der mystischen Zust\u00e4nde zu widmen. (L.Pauwels) (Seite 414)<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">\u00abDie Streitkr\u00e4fte der Vereinigten Staaten m\u00fcssen unbedingt in Erfahrung bringen, ob die von einem menschlichen Gehirn ausgesandte Energie \u00fcber Tausende von Kilometern hinweg ein anderes menschliches Gehirn beeinflussen kann\u2026 Es handelt sich hier um ein rein wissenschaftliches Experiment. Die Erforschung und Erweiterung dieser Ph\u00e4nomene liefert uns vielleicht eine neue Verbindungsm\u00e4glichkeit zwischen den Unterseebooten und dem Festland und eines Tages vielleicht auch zwischen einzelnen Raumschiffen.\u00bb<\/p>\n<p>Auf Grund dieses Artikels und zahlreicher Berichte von Wissenschaftlern, die die Eingabe der <strong>Rand Corporation<\/strong> unterst\u00fctzten, entschloss die Regierung sich zu handeln. Heute bestehen Forschungslaboratorien dieser neuen Disziplin, der <strong>Parapsychologie<\/strong>, bei der <strong>Rand Corporation<\/strong> in Cleveland, bei <strong>Westinghouse<\/strong> in Friendship, Maryland, bei der <strong>General Electric<\/strong> in Schenectady, bei der <strong>Bell Telephone<\/strong> in Boston und im <strong>Forschungszentrum der Armee<\/strong> in Redstone, Alabama. In Redstone liegen die R\u00e4ume, in denen die M\u00f6glichkeiten der Gedanken\u00fcbertragung untersucht werden, f\u00fcnfhundert Meter neben dem B\u00fcro von <strong>Wernher von Braun<\/strong>, dem Erforscher des Weltraums. Man kann darin ein Symbol daf\u00fcr sehen, dass die Eroberung der Planeten und die Exploration des menschlichen Geistes schon heute parallel vor sich gehen.<br \/>\nIn weniger als einem Jahr haben diese mit allen Mitteln ausgestatteten Laboratorien bereits mehr Resultate erzielt, als jahrhundertelange Untersuchungen auf dem Gebiet der <strong>Telepathie<\/strong> bisher aufzustellen vermochten. Der Grund daf\u00fcr ist sehr einfach: die Forscher sind ohne jede vorgefasste Meinung vom Nullpunkt ausgegangen. Es wurden Kommissionen in die ganze Welt entsandt, und in England z. B. nahmen Mitglieder einer solchen Kontakt mit namhaften<br \/>\nGelehrten auf, welche die Ph\u00e4nomene der <strong>Gedanken\u00fcbertragung<\/strong> \u00fcberpr\u00fcft und best\u00e4tigt hatten. <strong>Dr. Soal<\/strong> von der Universit\u00e4t Cambridge konnte den Forschern derartige Kommunikationen zwischen zwei jungen Bergarbeitern aus Wales vorf\u00fchren, die \u00fcber mehrere hundert Kilometer hinweg zustande kamen.<br \/>\nIn Deutschland fand die Kommission die Unterst\u00fctzung so anerkannter Wissenschaftler wie <strong>Hans Bender<\/strong> und <strong>Pascual Jordan<\/strong>, die nicht allein Ph\u00e4nomene der <strong>Gedanken\u00fcbertragung<\/strong> beobachtet hatten, sondern sich auch nicht scheuten, dar\u00fcber zu schreiben. In Amerika selbst h\u00e4uften sich die Beweise. Ein chinesischer Wissenschaftler, <strong>Dr. Ching Yu Wang,<\/strong> konnte mit Hilfe einiger ebenfalls chinesischer Kollegen den Experten der Rand Corporation absolut \u00fcberzeugende Proben von <strong>Gedanken\u00fcbertragungen<\/strong> liefern. (Seite 424)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5><strong>AUF DEM WEG ZU EINER PSYCHOLOGISCHEN REVOLUTION<\/strong><\/h5>\n<p><strong>Die Zeit des wahren Erwachens &#8211; Wir brauchen einen Einstein der Psychologie &#8211; Der religi\u00f6se Gedanke wird neu geboren<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">\u00abVon Fabriken rauchende Erde. Von Gesch\u00e4ften erzitternde Erde. Von hundert neuen Strahlungen vibrierende Erde. Dieser gro\u00dfe Organismus lebt endg\u00fcltig nur durch und f\u00fcr eine neue Seele. Unterhalb des Zeitenwandels ein Gedankenwandel. Wo aber sollen wir diese subtile erneuernde Umbildung entdecken, die uns, ohne unseren K\u00f6rper sichtbar zu ver\u00e4ndern, zu neuen Wesen gemacht hat &#8211; wo ist sie? Nirgendwo anders als in einer neuen Intuition, die das Antlitz der Welt, in der wir uns bewegen, ganz und gar umgestaltet &#8211; mit anderen Worten: in einem Erwachen.\u00bb<\/p>\n<p>So hat also f\u00fcr <strong>Teilhard de Chardin<\/strong> die Mutation der Gattung Mensch schon begonnen: die <strong>neue Seele<\/strong> ist im Begriff, geboren zu werden. Diese Mutation vollzieht sich in den tieferen Regionen des Geistes, und uns wird durch diese <strong>\u00aberneuernde Umbildung\u00bb<\/strong> eine totale und total andere Sicht des Universums geboten. Der Wachzustand des Bewusstseins wird ersetzt durch einen h\u00f6heren Zustand, im Vergleich zu dem der vorhergehende nur ein Schlaf war. <strong>Damit ist die Zeit des wahren Erwachens gekommen.<\/strong><\/p>\n<p>Der Naturwissenschaft gegen\u00fcber ist die Seelenwissenschaft erheblich im R\u00fcckstand. Die sogenannte moderne Psychologie studiert den Menschen gem\u00e4\u00df einer Vorstellung des vom <strong>militanten Positivismus beherrschten 19. Jahrhunderts<\/strong>. Die wahrhaft moderne Wissenschaft untersucht eine Welt, die st\u00e4ndig neue \u00dcberraschungen bietet und die den Strukturen des Geistes und der Natur der Erkenntnis, wie sie offiziell anerkannt sind, immer weniger angepasst ist. Die Psychologie der Bewusstseinszust\u00e4nde setzt einen fertigen, statischen Menschen voraus: den homo sapiens der Aufkl\u00e4rungszeit. (Seite 431)<\/p>\n<p>Nun aber enth\u00fcllt die Physik eine Welt, die gleichzeitig mehrere Spiele spielt und von der aus zahlreiche T\u00fcren ins Unendliche gehen. <strong>Die Naturwissenschaften m\u00fcnden im Phantastischen,<\/strong> w\u00e4hrend die Geisteswissenschaften noch immer im <strong>positivistischen Aberglauben<\/strong> befangen sind. Die Psychologie gr\u00fcndet ihre S\u00e4tze noch heute auf dem Bild eines Menschen, dessen geistige Funktionen ein f\u00fcr allemal festgelegt und klassifiziert sind. Nun haben wir aber ganz <strong>im Gegenteil den Eindruck, dass der Mensch durchaus nicht \u00abausgewachsen\u00bb ist<\/strong>. Die Welt wird zur Zeit von gro\u00dfen Ersch\u00fctterungen heimgesucht. Diese Ersch\u00fctterungen wirken einerseits in die H\u00f6he und betreffen das Gebiet der Erkenntnis; sie erstrecken sich aber auch in die Breite und f\u00fchren zur Bildung gro\u00dfer Massen. In alledem lassen sich die Anf\u00e4nge einer tiefgreifenden Ver\u00e4nderung des menschlichen Bewusstseinszustandes erkennen. Und darum sollte unserer Ansicht nach <strong>eine wirksame Psychologie, die unserer Zeit angepasst ist, nicht von dem ausgehen, was der Mensch ist \u2013 oder was er vielmehr zu sein scheint \u2013, sondern von dem, was er werden kann, von seiner m\u00f6glichen Entwicklung.<\/strong> Die Erforschung dieses neuen \u2013 oder zuk\u00fcnftigen \u2013 Menschen haben wir uns zur Aufgabe gemacht.<br \/>\nAlle uns \u00fcberlieferten Lehren beruhen auf dem Gedanken, dass der Mensch kein abgeschlossenes Wesen ist. Die Psychologen fr\u00fcherer Zeiten untersuchen die Bedingungen, unter denen sich die Ver\u00e4nderungen, Umbildungen und Transmutationen vollziehen m\u00fcssen, die den Menschen seiner wahren Vollendung entgegenf\u00fchren.<br \/>\nEine bestimmte nach unserer Methode vorgenommene und v\u00f6llig moderne \u00dcberlegung bringt uns auf den Gedanken, dass der Mensch vielleicht F\u00e4higkeiten besitzt, die er gar nicht anwendet, einen ganzen ungebrauchten Maschinenpark. Wir sagten es bereits: die Erkenntnis der Au\u00dfenwelt f\u00fchrt, wenn wir sie immer weiter vorantreiben, schlie\u00dflich dazu, dass wir die Natur unserer Erkenntnisf\u00e4higkeit selbst, die Strukturen des Intellekts und des Wahrnehmungsverm\u00f6gens in Frage stellen. <strong>Wir sagten gleichfalls, dass die n\u00e4chste Revolution psychologischer Art sein werde.<\/strong> Das ist nicht nur unser pers\u00f6nlicher Standpunkt; viele moderne Forscher, von Oppenheimer bis Costa de Beauregard, von Wolfgang Pauli bis Heisenberg, von Charles-Noel Martin bis Jacques Menetrier, teilen ihn mit uns. Allerdings muss hinzugef\u00fcgt werden, dass auf der Schwelle dieser Revolution nichts von den hohen, fast religi\u00f6sen Gedanken, die die Forscher bewegen, <strong>in den Geist der gew\u00f6hnlichen Menschen eindringt, dass kein Hauch davon die Tiefen der Gesellschaft streift.<\/strong> Die Ver\u00e4nderung spielt sich lediglich in einigen wenigen K\u00f6pfen ab. (Seite 432)<br \/>\nAn den g\u00e4ngigen Vorstellungen \u00fcber die Natur des Menschen und die menschliche Gesellschaft hat sich seit dem 19. Jahrhundert nichts ge\u00e4ndert. In einem unver\u00f6ffentlichten Aufsatz \u00fcber Gott schreibt <strong>Jean Jaur\u00e8s<\/strong> am Ende seines Lebens, also 1914, die herrlichen S\u00e4tze:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">\u00abWir wollen nur eines sagen: dass n\u00e4mlich der religi\u00f6se Gedanke, der f\u00fcr eine Zeitlang verblasst war, wieder von Geist und Bewusstsein der Menschen Besitz ergreifen kann, da die gegenw\u00e4rtigen Ergebnisse der Wissenschaften die Voraussetzungen daf\u00fcr schaffen. Es gibt von jetzt ab, wenn man es so ausdr\u00fccken kann, eine Religion, die zur Verf\u00fcgung steht, und wenn sie zu dieser Stunde noch nicht in die Tiefen der Gesellschaft eingedrungen ist, wenn das B\u00fcrgertum einem platten Spiritualismus oder einem l\u00e4cherlichen Positivismus huldigt, wenn das Proletariat entweder einem knechtischen Aberglauben oder einem wilden Materialismus ergeben ist, so darum, weil das heutige soziale Regime ein Regime der Verdummung und des Hasses ist, kurzum ein irreligi\u00f6ses Regime. Etwas Religi\u00f6ses hingegen finden wir in der Eroberung der Natur durch den Menschen, in dem Bestreben, die Kr\u00e4fte des Universums den Bed\u00fcrfnissen der Menschheit anzupassen.<br \/>\n<strong>Irreligi\u00f6s daran ist nur, dass der Mensch die Natur erobert, indem er die Menschen zu Sklaven macht. Nicht die Sorge um den materiellen Fortschritt ist es, die den Menschen von den hohen Gedanken und von der Betrachtung der g\u00f6ttlichen Dinge ablenkt,<\/strong> sondern die \u00fcberm\u00e4\u00dfige Arbeitslast, die die meisten Menschen so ersch\u00f6pft, dass ihnen nicht mehr die Kraft bleibt, zu denken, und nicht einmal die Kraft, das Leben, also Gott, zu f\u00fchlen. Und daneben die \u00dcbersteigerung der schlechten Leidenschaften, der Eifersucht und des Ehrgeizes, welche die eigentliche Kraft der Mutigsten und Gl\u00fccklichsten in ruchlosen K\u00e4mpfen aufbrauchen. Die Menschheit, die zwischen der Bedrohung durch den Hunger und der \u00dcbersteigerung des Hasses steht, kann nicht an die Unendlichkeit denken. <strong>Die Menschheit ist wie ein gro\u00dfer Baum unter einem Gewitterhimmel, in dem es von Fliegen summt, und in diesem Dr\u00f6hnen des Hasses muss die tiefe und g\u00f6ttliche Stimme des Universums untergehen.<\/strong>\u00bb (Seite 433)<\/p>\n<p>Die Maschine, die unser Verstehen regelt, ist eine arithmetische Maschine. Sie sortiert, sie vergleicht. Der ganze <strong>Discours de La methode<\/strong> beruht auf dieser Tatsache. Und ebenso die ganze chinesische Philosophie des <strong>Yin<\/strong> und des <strong>Yang<\/strong>. Und das <strong>I Ging<\/strong>, das <strong>\u00abBuch der Wandlungen\u00bb<\/strong>, das einzige Orakelbuch, dessen Regeln die Antike uns \u00fcberliefert, ist aus graphischen Figuren zusammengesetzt: drei fortlaufenden und drei unterbrochenen Linien, die in jeder m\u00f6glichen Weise kombiniert sind. <strong>Albert Einstein<\/strong> sagte am Ende seines Lebens: <strong>\u00abIch frage mich, ob die Natur nicht immer dasselbe Spiel spielt.\u00bb<\/strong> Ich habe tats\u00e4chlich den Eindruck, als entziehe die Natur sich der bin\u00e4ren Maschine, die unser Gehirn in seiner normalen T\u00e4tigkeit darstellt. Seit <strong>Louis de Broglie<\/strong> sind wir gezwungen anzunehmen, dass das Licht gleichzeitig stetig und unterbrochen, gleichzeitig Welle und Teilchen ist. <strong>Aber keinem menschlichen Gehirn ist die Darstellung eines solchen Ph\u00e4nomens, das Verst\u00e4ndnis von innen her, die wirkliche Erkenntnis gelungen.<\/strong> Nehmen wir jetzt einmal an, dass, ausgehend von einem Modell des Lichts <strong>(die gesamte religi\u00f6se Literatur und Ikonographie sind \u00fcberreich an solchen Darstellungen des Lichts)<\/strong>, das Gehirn in einer blitzartigen ekstatischen Erleuchtung vom arithmetischen zum analogischen Zustand \u00fcbergeht. Es wird selber zum Licht. Es sieht die unbegreifbare Erscheinung. Es wird mit ihr geboren. Es kennt sie. Es gelangt dorthin, wohin die hohe Intelligenz eines <strong>de Broglie<\/strong> nicht gelangen konnte. Dann aber f\u00e4llt es zur\u00fcck: der Kontakt mit den gewaltigen Maschinen, die in dem gro\u00dfen Geheimbereich des Gehirns arbeiten, ist unterbrochen. Seine Erinnerung vermittelt ihm nur Bruchst\u00fccke der Erkenntnis, die es soeben erlangt hatte. Und die Sprache scheitert bei dem Versuch, selbst diese Fragmente zu \u00fcbersetzen.<\/p>\n<p>Vielleicht haben einige Mystiker so die Erscheinungen der Natur geschaut, die unser moderner Intellekt entdecken und erahnen, aber sich nicht zu eigen machen konnte.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 90px;\">\u00abUnd da fragte ich, der Schreiber, wie oder was sie sah und ob sie etwas K\u00f6rperliches sah. Sie antwortete: Ich sehe eine F\u00fclle, eine Helle, aus der mir eine Vollkommenheit zuteil wird, die ich nicht auszusprechen wei\u00df und der ich nichts an die Seite stellen k\u00f6nnte &#8230; \u00bb<br \/>\n(Seite 444)<\/p>\n<p>Der Mensch kann zu den Geheimnissen vordringen, das Licht <strong>sehen<\/strong>, die Ewigkeit <strong>sehen<\/strong>, sich in seiner inneren Haltung dem <strong>universalen Rhythmus<\/strong> anpassen, eine f\u00fchlbare Erkenntnis vom letzten Zusammenstr\u00f6men der Kr\u00e4fte erlangen und, wie <strong>Teilhard de Chardin<\/strong>, das unbegreifbare Leben des Punktes Omega leben, an dem die gesamte Sch\u00f6pfung am Ende der Erdenzeit angelangt sein wird, erf\u00fcllt, verzehrt und zugleich gel\u00e4utert. Der Mensch kann alles. Sein Geist, der zweifellos von Anfang an mit unbegrenzter Erkenntnisf\u00e4higkeit begabt ist, kann unter gewissen Bedingungen die Gesamtheit der Lebensmechanismen erfassen. Und die bis ins letzte entfaltete Kraft des menschlichen Geistes kann sich vermutlich auf die <strong>Totalit\u00e4t des Universums<\/strong> erstrecken. Doch es gibt einen Punkt, an dem diese Kraft innehalten muss: den Punkt, an dem der Geist des Menschen am Ende seiner Mission angelangt ist und ahnt, dass es <strong>jenseits des sichtbaren Universums noch \u00abetwas anderes\u00bb gibt<\/strong>. Hier hilft auch das <strong>analogische<\/strong> Bewusstsein nicht mehr weiter.<\/p>\n<p><strong>Es bestehen im grobstofflichen Universum keine Vorbilder f\u00fcr das, was sich jenseits dieses materialistischen Universums findet.<\/strong> Diese un\u00fcberschreitbare Schwelle f\u00fchrt zum Reich Gottes.<\/p>\n<h6><strong>Kommentar: Hier irrt der Autor. Denn zun\u00e4chst findet der Mensch mit der daf\u00fcr geeigneten Wahrnehmung hinter dem Schleier der materiellen Erscheinung Erde, dem sichtbaren Kosmos mit all der radioaktiven Strahlung, das gewaltige Feld der feinstofflichen Welt mit den zahllosen Bewohnern, die in den Mythen der V\u00f6lker, ihren M\u00e4rchen und Sagen beschriebenen werden. Diese fantastische Natur hat Louis Pauwels in seinem ganzen Buch ausgespart.<\/strong><\/h6>\n<p>Es gibt eine letzte Pforte, welche der analogische Intellekt \u2013 der immer nur in die materiellen Erscheinungen blickt \u2013 nicht \u00f6ffnen kann. Wenige Texte kommen an metaphysischer Gr\u00f6\u00dfe dem gleich, in welchem <strong>H. P. Lovecraft<\/strong> den Versuch unternimmt, das unausdenkbare Abenteuer des erwachten Menschen zu beschreiben, dem es gelungen ist, diese Pforte um einen Spaltbreit zu \u00f6ffnen, und der in jenen Raum hineinschl\u00fcpfen m\u00f6chte, in dem Gott(?) jenseits der Unendlichkeit thront &#8230;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">\u00abEr wusste, dass es in Boston einen <strong>Randolph Carter<\/strong> gegeben hatte; trotzdem konnte er nicht genau feststellen, ob er das sei, dieses Fragment, diese Facette einer Einheit jenseits der Letzten Pforte, oder vielleicht ein anderer, der einmal dieser Randolph Carter gewesen war. Sein Ich war zerst\u00f6rt, und doch war ihm dank irgendeiner unbegreiflichen F\u00e4higkeit bewusst, dass er eine ganze Legion von \u201eICHs\u201c war.<br \/>\n(Seite 451)<\/p>\n<p>F\u00fcr einen Intellekt, der die dringende Notwendigkeit einer Transmutation versp\u00fcrt, kann es gegen\u00fcber seiner Zeit keine Verachtung geben, sondern nur Liebe. Bis dahin war der Zustand des Erwachtseins nur in religi\u00f6sen, esoterischen oder poetischen Begriffen beschworen worden. <strong>G.I.<\/strong> <strong>Gurdjews<\/strong> unbestreitbares Verdienst ist der Beweis, dass es eine <strong>Psychologie<\/strong> und eine <strong>Physiologie<\/strong> dieses Zustands geben kann. Selbstverst\u00e4ndlich m\u00fcssen wir bei einem solchen Gegenstand in den Augen der weltlichen Spezialisten als Barbaren erscheinen. \u2013 Wir f\u00fchlen, wie in der Welt von heute eine neue Seele f\u00fcr ein neues Zeitalter der Erde geschmiedet wird. Unsere Methode, die m\u00f6gliche Existenz eines Zustands des Erwachtseins zu ergr\u00fcnden, wird weder v\u00f6llig religi\u00f6s, noch v\u00f6llig esoterisch oder poetisch, noch v\u00f6llig wissenschaftlich sein. Sie wird etwas von allen diesen Gebieten an sich haben und sich doch nicht ganz mit ihnen vertragen. Und eben das ist die Renaissance: ein Strudel, in den, bunt durcheinander gemengt, die Methoden der Theologen, der Gelehrten, der Magier und der Kinder geworfen werden.<\/p>\n<p>An einem Augustmorgen des Jahres 1957 dr\u00e4ngten sich die Londoner Journalisten am Kai vor einem Postschiff, das nach Indien auslief. Ein Herr und eine Dame in den F\u00fcnfzigern, Leute von unauff\u00e4lligem \u00c4u\u00dferen, gingen an Bord. Es war der gro\u00dfe <strong>Biologe J. B. S. Haldane<\/strong>; der in Begleitung seiner Frau England f\u00fcr immer verlie\u00df. \u00abIch habe genug von diesem Land und von einem Haufen Dinge in ihm\u00bb, erkl\u00e4rte er ruhig. <strong>\u00abVor allem vom Amerikanismus, der \u00fcber uns hereinbricht. Ich m\u00f6chte nach neuen Ideen suchen und frei in einem neuen Land leben.\u00bb<\/strong> So begann eine neue Etappe in der Laufbahn eines der au\u00dfergew\u00f6hnlichsten Menschen dieser Epoche. J. B. S. Haldane hatte Madrid mit dem Gewehr in der Hand gegen die Truppen Francos verteidigt. Er hatte der englischen kommunistischen Partei angeh\u00f6rt und dann, nach der Aff\u00e4re Lyssenko, seine Mitgliedskarte zerrissen. Und jetzt fuhr er nach Indien, um dort die Wahrheit zu suchen. (Seite 460)<br \/>\nSeit langem hatte er darauf bestanden, dass sich die Wissenschaft systematisch mit dem Begriff des \u201emystischen Erwachens\u201c befassen solle. Seit 1930 hatte er in seinen Werken <strong>The Inequality of Men<\/strong> und <strong>The Possible Worlds<\/strong> trotz seines Rufes als seri\u00f6ser Wissenschaftler erkl\u00e4rt, dass das Universum zweifellos viel seltsamer sei, als man es sich vorstelle, und dass man die poetischen und religi\u00f6sen Zeugnisse \u00fcber einen <strong>dem normalen Wachzustand \u00fcberlegenen Bewusstseinszustand<\/strong> zum Gegenstand wissenschaftlicher Forschung machen m\u00fcsse. (Seite 461)<\/p>\n<p>Unserer Hypothese entsprechend gibt es einen rationalistischen, positivistischen Menschentyp, der gewisserma\u00dfen zur Selbstverteidigung aggressiv wird, sobald es in der Literatur, in der Philosophie oder in der Wissenschaft darum geht, den Bereich zu verlassen, in dem das Bewusstsein im Normalzustand angesprochen wird. <strong>Daneben aber gibt es einen spiritualistischen Menschentyp, der jede Anspielung auf eine \u00dcberh\u00f6hung des Bewusstseins wie eine Erinnerung an ein verlorenes Paradies empfindet.<\/strong> So w\u00fcrde man am Ursprung eines riesigen Gelehrtengez\u00e4nks die einfache Alternative finden: \u00abIch liebe, oder ich liebe nicht.\u00bb Aber was ist es denn, das in uns liebt oder nicht liebt? In Wahrheit ist es niemals das Ich. Es sollte einfach hei\u00dfen: \u00abEs liebt in mir, oder es liebt nicht.\u00bb R\u00fccken wir darum so weit wie m\u00f6glich von dem falschen Problem Spiritualismus-Materialismus ab, das in Wirklichkeit vielleicht nur die Frage einer Allergie ist. Wesentlich ist, zu wissen, ob der Mensch in seinen unerforschten Bereichen \u00fcber h\u00f6here Werkzeuge, so etwas wie m\u00e4chtige Verst\u00e4rker seines Intellekts, verf\u00fcgt.<br \/>\nEs wird erz\u00e4hlt, dass <strong>Bodhidharma<\/strong>, der Begr\u00fcnder des <strong>Zen-Buddhismus<\/strong>, eines Tages w\u00e4hrend einer Meditation einschlief \u2013 das will besagen, dass er sich unversehens in den f\u00fcr die meisten Menschen normalen Bewusstseinszustand zur\u00fcck gleiten lie\u00df. Dieser Vorfall kam ihm so entsetzlich vor, dass er sich die Augenlider abschnitt. Diese, so berichtet die Legende, fielen zu Boden, und aus ihnen entspross die erste Teepflanze. Der Tee, der vor dem Einschlafen sch\u00fctzt, ist die Pflanze, die den Wunsch der Weisen, sich stets wach zu halten, symbolisiert, und daraus entstand dann der Spruch: \u00abDer Geschmack des Tees und der Geschmack des Zen sind einander gleich.\u00bb<\/p>\n<p><strong>Der Begriff des \u00abZustands des Erwachtseins\u00bb ist offenbar so alt wie die Menschheit.<\/strong> Er ist der Schl\u00fcssel zu den \u00e4ltesten religi\u00f6sen Texten, und vielleicht bem\u00fchte sich bereits der Mensch des Cromagnon; diesen dritten Bewusstseinszustand zu erreichen. Die Datierungsmethode mit Hilfe des Kohlenstoffs hat ergeben, dass die Indianer im S\u00fcdosten Mexikos vor mehr als sechstausend Jahren bestimmte Pilze (z.B. Psilocybe mexicana) und den Kaktus Peyote a\u00dfen, um sich in eine <strong>\u00dcber-Klarsichtigkeit<\/strong> zu steigern. Immer geht es darum, das <strong>\u00abdritte Auge\u00bb<\/strong> zu \u00f6ffnen, den normalen Bewusstseinszustand zu \u00fcberwinden, in dem alles nur Illusion, Verl\u00e4ngerung der Tr\u00e4ume eines tiefen Schlafes ist. <strong>\u00abWach auf, Schl\u00e4fer, wach auf!\u00bb Von den Evangelien bis zu den M\u00e4rchen stets derselbe Mahnruf.<\/strong><br \/>\nDie Menschen haben alle erdenklichen Mittel angewandt, um diesen Zustand des Erwachtseins zu erreichen: Riten, T\u00e4nze, Ges\u00e4nge, Kasteiung, Askese, Abstinenz, sexuelle Enthaltsamkeit, Yoga, Ujjayi Pranayama, Fasten, k\u00f6rperliche Martern, die verschiedensten Drogen (Seite 464). Wenn der moderne Mensch erst einmal <strong>die Wichtigkeit des Einsatzes<\/strong> erfasst hat &#8211; und das kann nicht mehr lange dauern &#8211; wird er bestimmt noch andere M\u00f6glichkeiten finden.<br \/>\nDer amerikanische Wissenschafter <strong>J. B. Odds<\/strong> denkt an eine elektronische Stimulierung des Gehirns. Der englische <strong>Astronom Fred Hoyle<\/strong> schl\u00e4gt die Betrachtung leuchtender Bilder auf einem Fernsehschirm vor. Schon <strong>H. G. Wells<\/strong> malte in seinem sch\u00f6nen Roman In the <strong>Days of the Comet<\/strong> aus, wie nach dem Zusammensto\u00df mit einem Kometen die Erdatmosph\u00e4re pl\u00f6tzlich von einem Gas erf\u00fcllt ist, das eine <strong>\u00dcber-Klarsichtigkeit<\/strong> hervorruft. Die Menschen durchbrechen endlich <strong>die Schranke zwischen Wahrheit und Illusion<\/strong>. Sie erwachen zu den echten Realit\u00e4ten. Und mit einem Schlag sind alle praktischen, moralischen und geistigen Probleme gel\u00f6st. <strong>Komm.: Welch ein Irrtum!!!<\/strong><br \/>\nEs scheint, als h\u00e4tten bisher nur die Mystiker sich ernstlich darum bem\u00fcht, dieses <strong>Super-Bewusstsein<\/strong> zu erlangen. Wenn es m\u00f6glich ist, welcher Kraft ist es dann zuzuschreiben?<br \/>\nDie Gl\u00e4ubigen sprechen von der Gnade Gottes. Die Okkultisten von magischer Weihe. Und wenn es sich um eine ganz nat\u00fcrliche F\u00e4higkeit handelte?<br \/>\n<strong>Die j\u00fcngste Wissenschaft hat erwiesen, dass betr\u00e4chtliche Teile unserer Hirnmasse noch immer unerforschtes Gebiet sind.<\/strong> Der weitaus gr\u00f6\u00dfte Teil unserer F\u00e4higkeiten liegt noch immer brach. Dies ist der Sinn der uralten Sage vom verborgenen Schatz. Und ebendas sagt auch der <strong>englische Gelehrte Gray Walter<\/strong> in einer der wesentlichen Arbeiten unserer Epoche: <strong>The Living Brain.<\/strong> In einem zweiten Werk mit dem Titel <strong>Farther Outlook<\/strong>, das eine Mischung von Antizipation und Beobachtung, Philosophie und Dichtung darstellt, erkl\u00e4rt <strong>Walter<\/strong>, dass es zweifellos <strong>keine Grenze<\/strong> f\u00fcr die M\u00f6glichkeiten des menschlichen Gehirns gebe und dass unser Denken eines Tages die Zeit ebenso explorieren werde, wie es heute den Raum erforscht. In dieser Prophezeiung stimmt er \u00fcberein mit dem <strong>Mathematiker Eric Temple Bell<\/strong>, der dem Helden seines Romans <strong>The Time Stream<\/strong> die F\u00e4higkeit verleiht, durch die ganze Geschichte des Kosmos zu reisen.<br \/>\nIn dem Roman The Black Cloud von dem englischen Astronom Fred Hoyle steht:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">Dort sind die schwarzen Wolken, die im Weltraum zwischen den Sternen schweben, h\u00f6here Lebensformen. Die Superintelligenzen nehmen sich vor, die Erdenmenschen zu erwecken, indem sie ihnen leuchtende Bilder schicken, die in den menschlichen Gehirnen bestimmte Verbindungen herstellen und damit den <strong>\u00abZustand des erwachten Bewusstseins\u00bb<\/strong> einleiten. (Seite 465)<\/p>\n<p>Es ist m\u00f6glich, tausend Jahre lang zu denken, es ist m\u00f6glich, ganze Bibliotheken zu schreiben, Theorien zu Tausenden aufzustellen &#8211; und alles das im Schlaf, ohne jede Hoffnung auf ein Erwachen. Im Gegenteil: die von Schlafenden verfertigten Theorien und B\u00fccher werden nur bewirken, dass immer mehr Menschen in diesen Schlaf hineingezogen werden.<\/p>\n<p><strong>Diese Idee vom Schlaf ist keineswegs neu.<\/strong> Fast seit der Erschaffung der Welt schon hat man den Menschen davon gesprochen. Wie oft lesen wir zum Beispiel in den Evangelien: <strong>\u00abWacht auf!\u00bb, \u00abWache!\u00bb, \u00abSchlaft nicht!\u00bb<\/strong>. Sogar die J\u00fcnger Jesu schliefen im Garten Gethsemane, w\u00e4hrend ihr Meister zum letzten Mal betete. Diese Tatsache besagt alles.<br \/>\n<strong>Aber verstehen die Menschen sie?<\/strong> Sie halten sie f\u00fcr eine rhetorische Floskel, f\u00fcr eine Metapher. Und sie begreifen nicht, dass sie buchst\u00e4blich als Wahrheit begriffen werden muss. Dabei ist gerade in diesem Fall der Grund noch leicht zu erfassen. Die J\u00fcnger brauchten ja nur zu erwachen, oder sie sollten es zumindest versuchen. Man hat mich tats\u00e4chlich oft gefragt, warum die Evangelien nie vom Schlaf sprechen &#8230; Es ist auf jeder Seite davon die Rede. Die Frage beweist nur, d<strong>ass die Menschen auch die Bibel im Schlaf lesen.<\/strong><br \/>\nWie bringt man es fertig, einen schlafenden Menschen aufzuwecken? Man muss ihn ansto\u00dfen. Wenn ein Mensch jedoch sehr tief schl\u00e4ft, gen\u00fcgt ein einfacher Sto\u00df nicht. Dann muss man ihn immer wieder, unaufh\u00f6rlich r\u00fctteln. Infolgedessen ist ein Mensch <strong>(ein konsequenter Bewusstseinsimpuls)<\/strong> n\u00f6tig, der dies besorgt. Ich sagte bereits, dass ein Mensch, der erwachen will, sich einen Helfer dingen muss, der es \u00fcbernimmt, ihn st\u00e4ndig wachzur\u00fctteln. Aber wen kann er dazu bringen, wenn doch alle Welt schl\u00e4ft? Er nimmt einem Menschen das Versprechen ab, ihn zu wecken, und dieser f\u00e4llt seinerseits in Schlaf. Wozu ist er ihm also n\u00fctze? Und wenn man einen Menschen findet, der tats\u00e4chlich f\u00e4hig ist, sich wach zu halten, so wird dieser vermutlich Wichtigeres zu tun haben, als die anderen zu wecken. (Seite 489)<\/p>\n<h6><strong>Kommentar: Im Menschen muss ein Wecker erwachen, der nicht einschlafen kann. Es ist der Ber\u00fchrungspunkt der Monade mit dem h\u00f6heren Bewusstsein, das pausenlos weckt, bis der Mensch erwacht ist und seinen Auftrag ausf\u00fchrt.<\/strong><\/h6>\n<p>Zwei amerikanische Wissenschaftler, <strong>C. Brooke Worth <\/strong>und<strong> Robert K. Enders<\/strong>, glauben in ihrem bedeutenden Werk<strong> The Nature of Living Things<\/strong> bewiesen zu haben, dass die Gruppierung der Gene sich in letzter Zeit ver\u00e4ndert hat und dass durch Einwirkung vorerst noch unerforschter Einfl\u00fcsse <strong>eine neue Menschenrasse<\/strong> entsteht, die mit \u00fcberragenden geistigen F\u00e4higkeiten ausgestattet ist. Selbstverst\u00e4ndlich handelt es sich hier um eine These, die noch der Best\u00e4tigung bedarf. Immerhin ist der <strong>Genetiker Lewis Terman<\/strong>, der drei\u00dfig Jahre hindurch sogenannte \u00ab<strong>Wunderkinder<\/strong>\u00bb untersucht hat, zu den folgenden Schlussfolgerungen gelangt: Die <strong>meisten \u00dcberbegabten<\/strong> b\u00fc\u00dften fr\u00fcher nach der Pubert\u00e4t ihre F\u00e4higkeiten ein. Heute sieht es so aus, als <strong>entwickelten sie sich zu einer Art von h\u00f6heren Erwachsenen<\/strong>, die \u00fcber eine Intelligenz verf\u00fcgen, mit der sich die der anderen Menschen \u00fcberhaupt nicht vergleichen l\u00e4sst. Sie besitzen <strong>drei\u00dfigmal soviel Aktivit\u00e4t<\/strong> wie ein normaler begabter Mensch. Ihr \u00ab<strong>Erfolgsindex<\/strong>\u00bb ist um das F\u00fcnfundzwanzigfache vermehrt. Sie erfreuen sich einer ausgezeichneten Gesundheit und einer absoluten gef\u00fchlsm\u00e4\u00dfigen und sexuellen Ausgeglichenheit. Sie sind kaum anf\u00e4llig f\u00fcr psychosomatische Krankheiten und auch nicht f\u00fcr Krebserkrankungen.<\/p>\n<p>Treffen diese Beobachtungen zu? Sicher ist, dass wir auf der ganzen Welt eine fortschreitende <strong>Erh\u00f6hung des geistigen Verm\u00f6gens<\/strong> erleben, der \u00fcbrigens eine parallel laufende Erh\u00f6hung der k\u00f6rperlichen F\u00e4higkeiten entspricht. Die Erscheinung ist so eindeutig, dass ein anderer amerikanischer <strong>Wissenschaftler, Dr. Sydney Pressey<\/strong> von der Universit\u00e4t Ohio, einen Erziehungs- und Ausbildungsplan f\u00fcr fr\u00fchreife Kinder ausgearbeitet hat, bei dessen Durchf\u00fchrung pro Jahr dreihunderttausend junge Menschen von h\u00f6chster Intelligenz die Schulen verlassen w\u00fcrden. \u2013 Handelt es sich hier um eine Mutation innerhalb der menschlichen Rasse? Erleben wir das Auftauchen von Wesen, die uns \u00e4u\u00dferlich gleichen und die doch ganz anders sind als wir? \u2013 Wir wollen versuchen, dieser interessanten Frage auf den Grund zu gehen. Sicher ist jedenfalls, dass wir die Geburt eines Mythos erleben: des Mythos vom Mutanten. In unserem von Technik und Wissenschaft beherrschten Zeitalter kann die Geburt einer solchen Mythe nicht ohne wesentliche Bedeutung und dynamischen Wert sein.<br \/>\nBevor wir unseren Gegenstand n\u00e4her betrachten, m\u00fcssen wir darauf hinweisen, dass dieses <strong>fieberhafte Hochschnellen der Intelligenzkurve<\/strong>, das bei den Kindern festgestellt wurde, die einfache praktische und einleuchtende Erkl\u00e4rung nahelegt, dass die fortschreitende Verbesserung der menschlichen Rasse der Technik zu verdanken ist. (Seite 516)<\/p>\n<h6><strong>Kommentar: Oh, wie leicht lassen sich intelligente Menschen von dem materialistischen Hochmut der euroamerikanischen Kulturspezies in die Irre f\u00fchren. In den kosmischen Zyklen ist die Aquariuszeit eingel\u00e4utet, die die Menschheit noch mit anderen \u00dcberraschungen erfreuen wird.<\/strong><\/h6>\n<p>In seiner stammelnden Niederschrift dieser wunderbaren und entsetzlichen Vision von dem <strong>Horla<\/strong> schreibt <strong>Maupassant<\/strong> seinem erdachten Mutanten hypnotische Kr\u00e4fte zu. Die moderne Literatur der <strong>Science Fiction<\/strong>, die sich mehr an die Arbeiten von <strong>Rhine, Saal <\/strong>und<strong> Mac Conn<\/strong>el h\u00e4lt als an die Charcots, verleiht den Mutanten \u00ab<strong>parapsychologische<\/strong>\u00bb Kr\u00e4fte, die F\u00e4higkeit der <strong>Telepathie<\/strong> und der <strong>Telekinese<\/strong>. Einzelne Autoren gehen noch weiter und zeigen uns den <strong>\u00dcbermenschen<\/strong>, der in der Luft schwebt oder durch W\u00e4nde und Mauern geht. Doch das sind nur Phantasien <strong>(spekulative Kopien aus der Akasha-Chronik, in der auch die Erinnerungen von Atlantis gespeichert sind!)<\/strong>, ein Wiederaufgreifen der M\u00e4rchen-Archetypen. Wir neigen zu der Ansicht, dass dem Menschen heute Kr\u00e4fte zu Gebote stehen, die viel st\u00e4rker sind als alles, was unsere Phantasie sich zu ertr\u00e4umen vermag. Und vor allem eine Kraft, die der gew\u00f6hnliche Mensch kaum ausnutzt: <strong>die Intelligenz<\/strong>.<\/p>\n<p>Unsere Handlungen sind irrational, und die Intelligenz spielt bei unseren Entscheidungen nur eine sehr unwesentliche Rolle. Man kann sich den <strong>\u00dcbermenschen<\/strong>, die neue Stufe des Lebens auf unserem Planeten, als ein rationales Wesen vorstellen, das nicht mehr einfach<br \/>\ndenkt und \u00fcberlegt, sondern mit einer st\u00e4ndigen objektiven Intelligenz ausgestattet ist und erst dann eine Entscheidung trifft, wenn es die Gesamtheit seiner Erfahrungen und Kenntnisse klar \u00fcberpr\u00fcft hat. Ein Wesen, dessen Nervensystem wie eine Festung ist, die dem Angriff aller negativen Triebe und Str\u00f6mungen zu widerstehen vermag. Ein Wesen mit einem k\u00fchlen, rasch arbeitenden Gehirn, begabt mit einem vollkommenen, unfehlbaren Ged\u00e4chtnis. Das Bild, das wir zeichnen, mag simpel erscheinen. (Seite 525)<\/p>\n<h6><strong>Kommentar: Diese Ansicht ist v\u00f6llig unbeleckt von den umfassenden Erkenntnissen der Menschen, die heute schon etwas tiefer in die feinstofflichen Kraftebenen der Welt schauen k\u00f6nnen. C. Castaneda, Stanislav Grof, John C. Lilly, \u00c9liphas L\u00e9vi Zahed, Charles W. Leadbeater, Annie Besant, H.P. Blavatsky, R. Steiner, Max Heindel, Jan v. Rijckenborg, etc.<\/strong><\/h6>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\"><strong>Louis de Broglie<\/strong> schreibt:<br \/>\n\u00abWir d\u00fcrfen nie vergessen, wie beschr\u00e4nkt unsere Kenntnisse sind und welche unverhofften Entwicklungen sich hier noch ergeben k\u00f6nnen. Wenn die menschliche Kultur weiter besteht, so wird die Physik vermutlich in einigen hundert Jahren von der unseren so verschieden sein wie diese von der Physik des Aristoteles. Vielleicht werden die erweiterten Begriffe, zu denen wir heute gelangt sind, uns eines Tages gestatten, die Gesamtheit aller physikalischen und biologischen Ph\u00e4nomene in einem einheitlichen System zusammenzufassen, in dem jedes seinen ihm geb\u00fchrenden Platz erh\u00e4lt. Falls das menschliche Denkverm\u00f6gen infolge irgendeiner biologischen Mutation gekr\u00e4ftigt wird und sich eines Tages zu der entsprechenden H\u00f6he aufschwingen kann, wird es unter einer anderen und richtigeren Beleuchtung, von der wir heute noch nichts ahnen, die Einheit all der Ph\u00e4nomene erfassen, die wir zur Zeit mit Hilfe von Adjektiven wie &lt;physiko-chemism&gt;, &lt;biologism&gt; oder auch &lt;psychism&gt; benennen und unterscheiden.\u00bb<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Und wenn diese Mutation bereits vollzogen sein sollte? Einer der bedeutendsten franz. <strong>Biologen P. Morand<\/strong> nimmt an, dass im Verlauf der gesamten Menschheitsgeschichte immer wieder Mutanten aufgetreten sind: <strong>\u00abDie Mutanten hie\u00dfen unter anderem Mohammed, Konfuzius, Jesus Christus &#8230; \u00bb<\/strong> Vielleicht gibt es noch viele andere. Es ist keineswegs ausgeschlossen, dass die Mutanten in der gegenw\u00e4rtigen Entwicklungsepoche es nicht f\u00fcr n\u00f6tig halten, sich zu erkennen zu geben oder irgendeine Form einer neuen Religion zu predigen.<br \/>\nIm Augenblick gibt es Besseres zu tun, als sich an das Individuum zu wenden. Es w\u00e4re vorstellbar, <strong>dass die Mutanten die zum Kollektivismus hinstrebende Bewegung unserer Menschheit als notwendig und g\u00fcnstig erachten.<\/strong> Und schlie\u00dflich ist es auch nicht undenkbar, dass sie unsere Geburtsschmerzen als w\u00fcnschenswert ansehen und sogar irgendeine gro\u00dfe Katastrophe begr\u00fc\u00dfen w\u00fcrden, die dazu angetan w\u00e4re, das Bewusstwerden der geistigen Trag\u00f6die, die das Ph\u00e4nomen Mensch in seiner Gesamtheit darstellt, zu beschleunigen. Um handeln zu k\u00f6nnen, um den Strom zu lenken, der uns vielleicht irgendeine Form des \u00dcbermenschlichen entgegen tr\u00e4gt, die sie bereits verk\u00f6rpern, m\u00fcssen sie vielleicht verborgen bleiben und das Geheimnis ihrer Koexistenz wahren, w\u00e4hrend sich entgegen allem Anschein und vielleicht gerade dank ihrer Gegenwart die neue Seele f\u00fcr eine neue Welt heranbildet, die wir mit der ganzen Kraft unserer Liebe herbeiw\u00fcnschen wollen. (Seite 530)<\/p>\n<h6><strong>Kommentar: Jede \u00c4nderung, Mutation oder Evolution des Menschen wird zur Folge haben, das der Strom der Kr\u00e4fte sich ein neues Bett suchen wird, dass die Vitalit\u00e4t und dynamik seiner Potenzen zu b\u00e4ndigen in der Lage ist. Damit werden alle bisherigen Deiche und Kan\u00e4le langsam aber sicher austrocknen, die von den \u00c4onen und Archonten der atlantischen Zeit m\u00fchsam errichtet worden sind, um sich an den Emissionen der Menschheit in der arischen Epoche zu s\u00e4ttigen. Warum werden die Menschen so oft mit Schafen verglichen, die von einem guten Hirten bewacht werden? Damit recht tumbe das Gras weiden und fetter und dicker werden f\u00fcr die Schur des Felles und das Schlachten des Fleisches. Wo sie nicht erwachen, werden sie weiterhin auf die Weiden der \u00c4onen ziehen. Oder werden sie von der Aquariusperiode geweckt werden? Wird der Impuls aus der Monade ihr Denkverm\u00f6gen dynamisieren und in neue Erkenntnisbahnen lenken? \u2013 Es wird eine neue Zeit geben und mit ihr eine Evolution des Bewusstseins, des Denkverm\u00f6gens. Vieles ist bereits vorhergesagt, doch wie sich das insgesamt auf Politik, Wirtschaft und Sozialit\u00e4t auswirken wird, bleibt vorerst noch im Dunkeln. Denn die widersachenden Kr\u00e4fte, denen diese Evolution verst\u00e4ndlicherweise nicht recht sein kann, werden noch einiges an Raffinesse und Geschicklichkeit aufwenden, um den Prozess der Verwandlung so lange wie m\u00f6glich aufzuhalten. Kriege, Konflikte und Terrorismus sind nur die eine Seite dieser Methoden. Viel effektiver sind die psychologischen und historischen Methoden der Verleumdung in Presse und Medien. Nach dem Motto: Was das Volk nicht wei\u00df macht es nicht hei\u00df! wird nur das ver\u00f6ffentlicht, was zur bisherigen Weltanschauung passt. Alles andere f\u00e4llt durch die Zensur, die sich ganz banal durch finanzielle Beschr\u00e4nkungen manifestiert<\/strong>.<\/h6>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Von der Zukunft der fantastischen Vernunft Pr\u00e4gnante Ausz\u00fcge aus dem Buch, Scherz Verlag 1962, und einige Kommentare zu den Textpassagen, die meinem aktuellen Informationsstand widersprechen. \u00abUnser Jahrhundert wird etwas erleben, das noch bedeutsamer ist als das Aufkommen des Buddhismus. 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