{"id":4982,"date":"2014-05-30T14:48:43","date_gmt":"2014-05-30T12:48:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.artokora.de\/?p=4982"},"modified":"2016-06-25T11:17:47","modified_gmt":"2016-06-25T09:17:47","slug":"selbsterkenntnis-der-weg-zu-einem-freien-bewusstsei","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.artokora.de\/?p=4982","title":{"rendered":"Selbsterkenntnis \u2013 der Weg zu einem freien Bewusstsein"},"content":{"rendered":"<p>Die Einteilung des Themas in drei Abschnitte gliedert den Prozess, der sich im Menschen auf dem Weg zur Selbsterkenntnis entfaltet, je nachdem in welcher Entwicklung sich sein Mikrokosmos befindet.<\/p>\n<p>Ist uns bewusst, dass jede Erkenntnis, jede Einsicht im Ged\u00e4chtnis des Erkennenden ihre Spuren hinterl\u00e4sst? \u2013 Das Ged\u00e4chtnis wird sozusagen durch das neu Erkannte ver\u00e4ndert. Das ist allgemein bekannt, weniger bekannt ist die Tatsache, das jede \u00c4nderung im Ged\u00e4chtnis\u00a0 zugleich auch das Feld des Erkennens modifiziert. Wird das neu in das Ged\u00e4chtnis eingetretene stark emotional aufgefasst, dann bekommt es im Wahrnehmen eine sehr hohe Aufmerksamkeit, die das nachfolgende Erkennen massiv beeinflusst. Negative Gef\u00fchle der Ablehnung k\u00f6nnen das Aufnehmen weiterer Einsichten vollkommen blockieren. Euphorische Zustimmungen lassen den Realit\u00e4tsbezug zum eigenen Sein deutlich in den Hintergrund treten. So wird dieser Text im aufmerksamen Leser nat\u00fcrlich eine Bewegung ausl\u00f6sen. Seine k\u00fcnftigen Einstellungen zu diesem Thema werden dennoch im Wesentlichen von der Reflexionsm\u00f6glichkeit seines Denkens und dem Wahrnehmen seiner Ged\u00e4chtnisspuren bestimmt werden. Darum bitten wir, die vorgebrachten \u00dcberlegungen sorgsam zu bedenken. Seine Gedanken, Reflexionen und Ansichten kann jeder Leser im pers\u00f6nlichen Garten seiner bisherigen Erkenntnisse einsortieren und sie mit den bestehenden Vorbehalten und Anschauungen in \u00dcbereinstimmung bringen, oder nicht. So entscheidet jeder Mensch bereits in seinem Wahrnehmen wesentlich, ob wir uns verstehen werden oder ob wir \u00fcber die T\u00fccken der Missverst\u00e4ndnisse stolpern.<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"padding-left: 60px;\"><em>Sollte Dir ein Gedanke zu dem Text einfallen, dann schicke ihn bitte mir zu.\u00a0 <a href=\"http:\/\/www.artokora.de\/?page_id=74\"><span style=\"color: #ff0000;\">Vielen Dank.<\/span><\/a><\/em><\/p>\n<hr \/>\n<p>Bevor wir einen Schritt weiter zum Selbstbewusstsein machen, sollten wir definieren, was wir unter Bewusstsein verstehen. Allgemein ausgedr\u00fcckt umfasst das Bewusstsein die Wesenheit der Person, in der die innere Realit\u00e4t ihres Seins erfahren wird. Es umfasst dabei die komplette Selbstwahrnehmung, die Wahrnehmung und die Beziehungen zur Umwelt und zu den Menschen im direkten Leben, das Bedenken der grunds\u00e4tzliche Weltsicht bzw. des angelernten Modells von Realit\u00e4t, wie es in den verschiedenen Stufen des Erwachsenwerdens gelehrt wurde. Kurz gesagt: Das eigene Wahrnehmen, Erinnern und Denken, die vom Tagesbewusstsein und dem Unterbewusstsein durchgef\u00fchrt werden \u2013 bestimmen alles, wie und was wir von den Ereignissen der Welt erleben k\u00f6nnen. Aus\u00a0 der unmittelbaren Wahrnehmung, dem Bedenken und F\u00fchlen der in uns einflie\u00dfenden inneren und \u00e4u\u00dferen Informationen formt sich unsere Realit\u00e4t, an die wir glauben, die wir f\u00fcr wahr halten. Sie wird allerdings st\u00e4ndig beeinflusst von bewussten und unbewussten Wechselwirkungen zwischen den aktuellen subjektiven, individuellen Einsichten, den gesellschaftlichen Paradigmen und den in den mikrokosmischen Ged\u00e4chtnissen gespeicherten Werturteilen. Das subjektive, empfundene Leben spiegelt sich in einem Kaleidoskop aus innerem Wissen, religi\u00f6sem Glauben, anerzogenen Vorurteilen, sozialen Tabus und Gesetzen aus der eignen inneren Erfahrung. Das tats\u00e4chlich faktische Leben vollzieht sich &#8222;da drau\u00dfen&#8220; im Reflexionsbogen mit den subjektiven Wahrnehmungen der Welt, in der sich jeder pragmatisch und komfortabel eingerichtet hat. Unser Weltbild entsteht also stets aus der Vermischung der Erinnerung unbewusster oder teilbewusster Inhalte mit der aktuell bewussten und \u00fcberdachten Weltwahrnehmung, die an den bestehenden Werturteilen im Ged\u00e4chtnis abgeglichen wurden. Es ist ein immer wieder ignorierter Tatbestand, dass dabei das im Hintergrund von F\u00fchlen und Denken liegende Ged\u00e4chtnis komplett jede neue Wahrnehmung und seine Bewertung bestimmt. Auf diese Weise wird der Rahmen des aktuellen Tagesbewusstseins best\u00e4ndig verifiziert, innerhalb dessen wir uns auf die inneren und \u00e4u\u00dferen Sensationen der Welt beziehen. Tagesbewusstsein und Selbstbewusstsein befinden sich in einem permanenten Wechselspiel mit den verschiedenen Komponenten der internen und externen Kommunikation des Daseins. Das\u00a0Selbstbewusstsein ist niemals konstant, fixiert. Jede einmal autorisierte Feststellung kann durch eine neue, ungew\u00f6hnliche Erfahrung sofort gelockert oder vollkommen aufgel\u00f6st werden. Die Beweglichkeit des Bewusstseins, in dem sich Denken, Erinnern und Wahrnehmen entfalten, kann dann wohl als Grundvoraussetzung f\u00fcr eine konstruktive und m\u00f6glichst objektive Selbsterkenntnis genommen werden.<\/p>\n<h5><strong>1. Die empirische und psychologische Selbsterkenntnis. <\/strong><\/h5>\n<p>Jeder Mensch kennt sich selbst. Er wei\u00df mehr oder weniger um seine Beziehungen zur Familie, im Beruf und in der Gesellschaft. Er kennt seine innere und \u00e4u\u00dfere Wirklichkeit, seine Talente und vielleicht auch seine Unverm\u00f6gen. Er wei\u00df, wie man Freunde gewinnt, und sich auf dem Parkett der gesellschaftlichen Beziehungen gefahrlos bewegt. Ihm ist bekannt, welche Verh\u00e4ltnisse v\u00f6llig gelockert zu ihm passen und solche, die anstrengend aber notwendig sind. L\u00e4uft alles im Leben so, wie in den etablierten Vorstellungen des Menschen gespeichert ist, dann werden bez\u00fcglich Selbsterkenntnis wenig oder keine Fragen aufkommen. Das Ich steht in seiner ihm eigenen Realit\u00e4t, die sich kontinuierlich selbst best\u00e4tigt. Die Lebensbetrachtung aus den eigenen Erfahrungen mit sich und der Umwelt stabilisiert sich ohne eine konkrete \u00dcberpr\u00fcfung der sich langsam und sicher aufbauenden Fixierung prinzipieller Verhaltensweisen.<\/p>\n<p>Eine Reflexion dieser Vorstellungen, z.B. an den Modellen von Psychologen wie S. Freud oder C.G. Jung (um nur zwei zu nennen). wird erst in Erw\u00e4gung gezogen, wenn es im Leben nicht mehr so l\u00e4uft, wie der Mensch sich das vorgestellt hat. Wir meinen, dass zu jeder neuen Selbsterkenntnis eine innere Not geh\u00f6rt. Denn wer mit dieser, seiner Welt so zufrieden ist, wie sie nun einmal ist, der versp\u00fcrt keinen Drang, sich selbst, seinen Charakter und sein Wesen durchschauen zu wollen. Erst der Mensch, der heftige Konflikte mit sich und seiner Umwelt erlebt, will wissen, wer er selbst ist und sucht nach einer m\u00f6glichen Ver\u00e4nderung seiner Situation. Denn sein Bewusstsein spiegelt ihm den Konflikt zwischen der bestehenden inneren Schau mit der erfahrbaren Welt. Sein Bewusstsein muss st\u00e4ndig erhebliche Differenzen zwischen der inneren Sicht und den t\u00e4glichen Erfahrungen verarbeiten und ausgleichen. Im Leben entwickeln sich unerkl\u00e4rbare Unstimmigkeiten. Das Denken wird mit unlogischem Verhalten konfrontiert \u2013 bei sich selbst und bei den Mitmenschen. Schier unl\u00f6sbar paradoxe Geschehnisse tauchen auf, so nach dem Motto: \u201eDas darf doch alles nicht wahr sein!\u201c. Erlebt der Mensch wiederholt Pleiten oder wird von unverst\u00e4ndlichen Konflikten gebeutelt, verlangt er nach genauerer Selbsterkenntnis. Dann beginnt er ernsthaft, sich selbst und seine Handlungen in Frage zu stellen und L\u00f6sungen f\u00fcr seine Probleme zu finden. Bei dieser Suche dr\u00e4ngen sich ihm dann auch grunds\u00e4tzliche Fragen auf, wie z.B.: Wer bin ich eigentlich? \u2013 Warum handele ich so wie ich handele?<\/p>\n<p>Wer vieles von seinem Erleben nicht mehr richtig einordnen kann, sucht nach Erkenntnis \u00fcber sich und alle zwischenmenschlichen Beziehungen. Doch nach vielen Unerredungen oder Auseinandersetzungen mit Bekannten und Verwandten wird er bald feststellen, dass sich allein durch ein Studium der Psyche aus B\u00fcchern keine neue Erkenntnis \u00fcber sich selbst erschlie\u00dft. Aus einem rein verstandesm\u00e4\u00dfigen Konsumieren vorgedachter S\u00e4tze und Theoreme aus dem gewohnten Milieu und Paradigmengef\u00fcge kann keine echte Selbsterkenntnis erwachsen. Zu ihr geh\u00f6rt die praktische Selbsterfahrung. Erst wenn das selbst gef\u00fchlte und ergriffene Erlebnis im Rahmen der psychologischen Denkmodelle richtig \u00fcberdacht und gewertet wird, f\u00fchrt es zu eigener Erkenntnis, zu einem kleinen Teil selbst gemachter Erfahrung unter neuen Voraussetzungen. Das Bedenken und \u00dcberdenken der Erlebnisse geh\u00f6rt ganz wesentliche zu dieser neuen Einsicht. \u2013 Doch wie leicht spielt uns gerade dabei das Unterbewusstsein einen Streich? An dieser Stelle ist Wachsamkeit geraten. Wie oft werden wohlgemeinte Ratschl\u00e4ge falsch verstanden, oder die cleveren Tipps und Hinweise in den Wind geschlagen. Die urspr\u00fcnglich geplante Absicht wird dann keine Tat folgen, weil bestehende Bedenken dagegen sprachen. Jeder psychologisch versierte Menschenverstand wird best\u00e4tigen: Nur wer gegen\u00fcber dem gewohnten Verhalten ganz neu pers\u00f6nliche Erfahrungen machen kann, wird eine umfassende Selbsterkenntnis erfahren.<\/p>\n<p>Die Modelle der Psychologie \u00fcber das Sein und die Fein-Strukturen des menschlichen Bewusstseins sind von Fakult\u00e4t zu Fakult\u00e4t etwas unterschiedlich, nicht nur in der Terminologie. Die Verwandtschaften mit indischem oder chinesischem Gedankengut In den Beschreibungen des Unterbewusstseins mit seinen Etagen, dem Bewusstsein als Ganzes und dem Selbstbewusstsein sind un\u00fcbersehbar. Allerdings ist festzustellen, dass alle Therapeuten von einem erlebbaren Tagesbewusstsein und einem mehrfach gegliederten Unterbewusstsein ausgehen. In allen Theorien spielt auch eine nicht genau bestimmbare Seele ihre Rolle. Psyche kommt aus dem Griechischen und hei\u00dft \u00fcbersetzt: Seele, im Gegensatz zur Physis der elementaren Materie. Das Bewusstsein bildet in seiner Gesamtheit eine hochkomplexe Einheit, in der Denken, Wollen, F\u00fchlen und Agieren initiiert, kontrolliert und aufgezeichnet werden.<\/p>\n<p>Jedoch: allein das Wissen um eine Struktur der eigenen Bewusstheiten, wie genau diese Landschaft auch beschrieben und benahmt wird, macht noch keine echte Selbsterkenntnis aus. Denn bei aller gelehrten Theorie bleibt stets offen, was die subjektiven individuellen Eigenschaften und abgespeicherten Verhaltensmuster der Person angeht. Denn in den vielf\u00e4ltigen Wesensstrukturen leuchten zahlreiche sehr individuelle Pr\u00e4gungen auf, die sich erst im aktuell gelebten Sein, F\u00fchlen und Handeln erkennen lassen. Um diese pers\u00f6nlichen intimen R\u00e4ume im eigenen Bewusstsein aufzusp\u00fcren, werden in der Psychotherapie unterschiedliche Methoden und Tests angewendet. Sie alle laufen letztendlich darauf hinaus, die bislang unterbewussten Verhaltensmuster und Wertungen in das Tagesbewusstsein herauf zu holen, um sie dort mit dem aktuellen Leben und den Bedeutungen und Gewichtungen abzugleichen, die jetzt angesagt sind. Kernpunkt ist dabei das erneute \u00dcberdenken der erlebten Gef\u00fchlen, die aus vergangenen Zeiten aufsteigen, und das dadurch m\u00f6gliche Umgewichten der Emotionen. So k\u00f6nnen durch m\u00f6glichst objektives \u00dcberdenken viele unbekannte Aspekte des eigenen Werdens und Seins relativiert werden und bekommen einen anderen Platz im Ged\u00e4chtnis \u00fcbertragen. Unter professioneller Anleitung eines Psychotherapeuten oder Coach kann eine umfassende Selbsterkenntnis entstehen, die auf dem anerkannten westeurop\u00e4ischen Modell des psychologischen Werdens von der Geburt bis in das Heute basiert. Es gibt auch einige Therapien, die die Abstammung von Eltern, Gro\u00dfeltern und die Einbettung in ein Volk etc. mit einbeziehen. Wird ein Mensch bewusst vor seine unterbewussten Beeinflussungen, Komplexe und Charakterz\u00fcge gestellt, kann er manche unabsichtlich gemachten Erfahrungen \u00fcber sein eigenes Wesen besser einordnen. Vor allem die Einsicht, dass jeder Mensch zu einem gro\u00dfen Prozentsatz (Eisbergmodell) vollkommen aus dem Unterbewusstsein gehandelt wird \u2013 auch dann, wenn er davon wei\u00df \u2013 , ist eine umwerfende Erkenntnis, die die moderne Psychologie vermitteln kann. Dadurch entsteht langfristig eine neue Form der Selbsterkenntnis, bei der sich gleichzeitig die Bef\u00e4higung entwickelt, aufmerksam, lebendig und verst\u00e4ndnisvoll mit sich und seinen Mitmenschen umzugehen.<\/p>\n<p>Dabei kann es nun sein, dass in der Erkenntnis des eigenen tieferen Selbstes erneut Fragen entstehen. Man kann sagen, die Selbsterfahrung tritt in eine bewusstere Phase ein. Es sind etwas \u00fcbergeordnete Fragen, wie z.B.: Wer ist der Mensch \u00fcberhaupt? \u2013 Wo kommt er her? \u2013 Ist das Dasein auf der Erde zwischen Geburt und Tod alles? \u2013 Was hat das Leben auf der Erde f\u00fcr einen Sinn? \u2013 Wie sieht es mit der Gleichheit aller Menschen aus? \u2013 Stimmt das mit der Gleichberechtigung, oder nicht?<\/p>\n<p>Die sinnesorganischen Erfahrungen k\u00f6nnen immer nur die materielle Welt erkl\u00e4ren, die \u00e4u\u00dferen Erscheinungen. Alle Gef\u00fchle von Liebe, Trauer oder Mitleiden entfalten sich bei einem darauf aufgebauten Weltmodell in einem imagin\u00e4ren Sein eines metaphysischen Feldes, das nach den Theorien der im Westen gel\u00e4ufigen Wissenschaft von der Materie hervorgebracht wird. Die physisch und psychisch denkenden Kapazit\u00e4ten im Westen akzeptieren mittlerweile diesen imagin\u00e4ren Raum der Psyche. Aber was und wo dieser Raum ist, wird in den wissenschaftlichen Darlegungen \u2013 wenn \u00fcberhaupt \u2013 sehr nebul\u00f6s und stark verklausuliert abgehandelt. Doch gerade in den unk\u00f6rperlichen Eigenschaften wie Mitleid, Zuwendung, Liebe, Verzeihen, Bedachtsamkeit, etc. entsteht die Qualit\u00e4t Mensch. Gerade dort im Denken, Empfinden und Wollen liegt die Ausgangsbasis f\u00fcr jedes Handeln im Stoff. Die Grenze des Seins ist also nicht der planetare Raum oder die Bergespitze, sondern sie liegt in den h\u00f6chsten Ebenen des Feinstofflichen.<\/p>\n<h5><strong>2. Die esoterische Selbsterkenntnis <\/strong><\/h5>\n<p>Neben die empirische Analyse mit Hilfe der sinnesorganischen Selbsterfahrung und den Gespr\u00e4chen im Kreise von Freunden und Verwandten wird meistens nur die psychologische Analyse mit den Werkzeugen und Denkmodellen der anerkannten westlichen Psychologie angesteuert. Dabei entsteht dann ein verstandesorientiertes Modell des Menschen, der sich mit Hilfe von Arbeit seinen Lebensunterhalt sichert, einen Lebenspartner findet und eine Familie gr\u00fcndet, der sich im sozialen Geschehen und im beruflichen Wettbewerb einer materialistisch orientierten Gesellschaft zu behaupten versucht. Liebe und Gott bekommen einen im metaphysisch Raum akzeptierten Platz irgendwo am irdischen Horizont, bis der Tod eintritt. Um die Frage: Was ist nach dem Tod? zu beantworten, versucht der Mensch eine andere Wissenschaft oder die Religionsspezialisten anzuzapfen. Jetzt kann eine esoterische Analyse entstehen, die sichtbar werden l\u00e4sst, dass der Mensch viel viel mehr ist als ein Leib aus Fleisch und Blut, und dass Fleisch und Blut in Kraftfelder eingebettet sind, die man mit den normalen Sinnesorganen direkt nicht wahrnehmen kann. Obgleich es auch Menschen gibt, die in die feinstofflichen Seinsebenen hinein \u201cschauen\u201c k\u00f6nnen. Sie untersuchen die uns umgebende feinstoffliche Welt mit ihren Sensationen und beschreiben in umfangreichen B\u00fcchern ihre Erfahrungen mit erstaunlichen nahezu unwahrscheinlichen Vorg\u00e4ngen. Aber schon die Mystiker der christlichen Welt hatten ihre Visionen von Himmel und H\u00f6lle, und sie haben uns etwas \u00fcber die Seele des Menschen erz\u00e4hlt.<\/p>\n<p>\u201eMensch, erkenne dich selbst!,\u201c steht \u00fcber der Pforte zum Tempel der griechischen Mysterien in Delphi. K\u00f6nnen wir uns heute vorstellen, welche Selbsterkenntnis dort an dem heiligen Ort gefordert wurde? \u2013 Wer seine Suche nach Selbsterkenntnis bis an diesen Punkt f\u00fchren konnte, wird vor dem Eintritt in das Heiligtum nun aufgefordert zu erkennen, dass er ein Mikrokosmos ist. Der Mensch ist eine Welt im Kleinen, aus der er gelebt wird. Ein Abbild der gro\u00dfen Welt des irdischen Kosmos. Wie oben so unten, sagt uns die \u00e4gyptische Weisheit. Mit der esoterisch-okkulten Selbstanalyse ist man mitten in diese neue Phase der Selbstwahrnehmung hineingeraten. Aber dieser esoterische Beginn ist am Anfang total un\u00fcbersichtlich und experimentell. Der Irrgarten in der feinstofflichen Welt ist mit den unterschiedlichsten Gefahren gespickt. Mme. Blavatsky hat es in ihrem B\u00fcchlein: \u201eDie Stimme der Stille\u201c folgenderma\u00dfen ausgedr\u00fcckt: \u201eWenn Du die zweite Halle des Lernens sicher durchschreiten willst, dann bleibe nicht unter den B\u00e4umen stehen, um die bet\u00e4ubenden Wohlger\u00fcche ihrer Bl\u00fcten einzuatmen. Wenn du von den Ketten der Schicksalsverkn\u00fcpfung frei werden willst, dann suche nach deiner Erkenntnis nicht in diesem Reich des Scheins.\u201c<\/p>\n<p>Die Selbsterkenntnis aus den psychischen Wesenseigenschaften steigt aus imagin\u00e4ren Bewusstseinsinhalten auf, die Auswirkungen der \u00fcbersinnlichen Kr\u00e4fte auf die eigene Person sind noch etwas subtiler. Vielfach werden in den Buchhandlungen oder im Internet B\u00fccher angeboten, die dem Leser einen Leitfaden f\u00fcr diese Welt der noetischen Erfahrungen anbieten. Doch Selbsterkenntnis ist eigentlich eine Folge von selbst gemachten Erfahrungen, Einsichten, die direkt erlebt und begriffen werden, nicht von theoretischen Erl\u00e4uterungen und Belehrungen. Letztlich sucht jeder f\u00fcr sich nach praktikablen M\u00f6glichkeiten und handfesten Methoden, um seine individuelle Erkenntnis zu vertiefen. Daf\u00fcr werden gerade in der esoterischen Welt eine Reihe von Methoden diskutiert, die zum gro\u00dfen Teil schon seit langer Zeit in den gro\u00dfen Religionen bekannt sind.<\/p>\n<p>Als Voraussetzung daf\u00fcr steht ein grundlegend von der genormten materialistischen Weltanschauung verschiedenes Weltbild, in dem alles in unserer Welt in ein alles umfassendes PSI-Feld oder Quantenvakuum eingebettet ist. Es kursieren auch andere Namen. In der Bibel steht daf\u00fcr der Begriff <em>LOGOS<\/em>, bei Laotse hei\u00dft das Feld des h\u00f6chsten Seins <em>TAO<\/em>, bei Zarathustra bekam es den Namen <em>Ahura Mazda<\/em>. Im Seit den <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Upanishaden\">Upanishaden<\/a> steht im Hinduismus der Begriff <em>Brahman<\/em> f\u00fcr das Absolute, das heilige Wort oder die heilige Kraft. Alle Universen sind mit allen zugeh\u00f6rigen Entit\u00e4ten und Wesenheiten in eine fundamentale Einheit eingebettet und leben aus und in ihr.<\/p>\n<p>Alles Sein besteht aus diversen Energiefeldern und wird aus ihnen gelebt. Es k\u00f6nnen mehrere Energiefelder qualitativ unterschieden werden. Nat\u00fcrlich haben sie in den verschiedenen Kulturen auch abweichende Namen. Folgende Begriffe haben sich zur Zeit daf\u00fcr eingeb\u00fcrgert: das \u00c4therfeld, das astrale Feld und das mentale Feld. Hinzu kommt das grobstoffliche Feld, das uns so bekannt ist. Dar\u00fcber hinaus spricht man noch von einer spinalen Kraft, einer Kraft der Ideation und einer Kraft der Inspiration. So ergeben sich sieben Kraftfelder, die zusammenwirken, und mit verschiedenen Aufgaben betraut alles Leben hervorbringen, betreuen und in eine h\u00f6here Seinsform hineinwachsen lassen. Diese Kraftfelder sind r\u00e4umlich nicht voneinander getrennt, sondern \u00fcber ihre Vibrationsart, ihre Frequenz und ihre melodische Modulation. So durchdringen sie sich gegenseitig und beeinflussen sich durch Induktion, Interferenzen und auch durch Kraftwirbel (Chakren). Eine weitere grundlegende Einsicht beginnt sich ganz langsam auch bei westlichen Esoterikern durchzusetzen:<\/p>\n<p><em>Alle Kraftfelder sind lebende mit Bewusstsein ausgestattete Wesen (\u00c4onen, G\u00f6tter, Engel oder Devas), die ebenso wie die Menschen konstruktiv denken, planen und aktiv handeln.<\/em><\/p>\n<p>Es ist normalerweise allgemein bekannt, jeder Mensch ist gepr\u00e4gt von seinen Einstellungen, seinen Verhaltensmustern und von seinen Erfahrungen \u2013 aus diesem Leben oder aus fr\u00fcheren Inkarnationen. Das alles beeinflusst nat\u00fcrlich die Energiefelder seines Mikrokosmos. Jedes Atom, jedes Lebewesen, jeder Organismus, besteht aus einem kugelf\u00f6rmigen Energiefeld, einem Mikrokosmos. Jeder Mikrokosmos wird von einer Gruppe von Energiefeldern gebildet und gef\u00fchrt. So umgibt und durchdringt den stofflichen Menschen sein \u00c4therfeld und sein Astralfeld, dar\u00fcber hinaus beginnt sich auch ein Mentalfeld zu entfalten. Der Mikrokosmos ist mit seinen Kraftfeldern in die Kraftfelder der Erde eingebettet wie der Wassertropfen in das Meer. In all diesen Bereichen entfalten sich Raum und Zeit in anderen als den uns bekannten Dimensionen. Menschen, die sich mit lebendiger Esoterik und den okkulten Hintergr\u00fcnden des irdischen Daseins auseinandersetzen, verwenden Denkmodelle, mit denen sie das Wesen Mensch in seinen seelischen und feinstofflichen Strukturen beschreiben, die nicht in die mechanistisch deklarierte Physik der westlichen Wissenschaften passen. Durch Selbst- und Gruppenerfahrungen, in denen das esoterische Weltbild die Reflexionen des eigenen Erlebens bestimmt, und durch Diskussionen \u00fcber die verschiedenen Methoden der Ern\u00e4hrung, Medizin, Lebensweisen aus \u00f6stlichen Kulturen werden tiefere seelische Ebenen des Menschen sichtbar, die ein wirkliches Umdenken in der Selbsterkenntnis erforderlich machen.<\/p>\n<p>Gerade in dieser Phase k\u00f6nnen die vielen sch\u00f6nen Worte und Versprechungen in B\u00fcchern oder Vortr\u00e4gen nicht weiterhelfen. Denn die esoterischen Modelle und Theorien werden zu einem theoretischen Ballast, wenn man glaubt, die eigenen Erfahrungen durch Verstehen der M\u00f6glichkeiten ersetzen zu k\u00f6nnen. Doch die wirkliche Einsicht erlangt der Mensch nur, wenn er sich f\u00fcr noetischen Erfahrungen in der feinstofflichen, vor allem zwischenmenschlichen Kommunikation \u00f6ffnet. Denn der Tatbestand, dass alle Menschen \u2013 mehr oder weniger \u2013 bereits \u00fcber diese Kommunikationsm\u00f6glichkeiten verf\u00fcgen, wird in der westlichen Kultur seit geraumer Zeit ignoriert. Wenn man die feinstofflichen Welten leugnet oder ignoriert, dann wird man den sechsten oder siebten Sinn, Hellsehen, Fernheilen und so weiter nicht wahr haben wollen. Und das, was man nicht <em>wahr<\/em> haben will, dass kann man nicht <em>wahr<\/em>nehmen. Auch wenn diese subtilen Empfindungen uns oft nur nebul\u00f6s begleiten, so kann man bei genauer Kenntnis feststellen, dass vieles von unserem Wesen gerade in diesen Feldern schlummert. Eine kritische Wachsamkeit ihnen gegen\u00fcber ist gewiss angebracht, weil uns die dort herrschenden Gesetze und Dimensionen vorerst v\u00f6llig unbekannt sind.<\/p>\n<p>Es soll hier auf zwei Gesetze eingegangen werden, die alle Energiefelder, die ganze Natur beleben und durchweben, zur Befreiung der Menschheit gef\u00fcgt wurden:<br \/>\nDas erste ist das Spiegelgesetz und das zweite das Gesetz der Gegens\u00e4tze, der Polarit\u00e4t. Das Spiegelgesetz ist eigentlich \u00fcberall im Land bekannt. So sagt der Volksmund: Wie es in den Wald hineinschallt, so schallt es hinaus. Oder: Wer anderen eine Grube gr\u00e4bt, f\u00e4llt selbst hinein. Im NT erkl\u00e4rt Jesus seinen J\u00fcngern: Urteilt nicht, so werdet ihr nicht verurteilt. Oder an anderer Stelle: Was Du nicht willst, das man Dir tut, das f\u00fcge keinem anderen zu! Es ist ein ausgleichendes Gesetz zwischen allen Aktivit\u00e4ten, denn auf diese Weise wird alles in aller Welt zur Harmonie gef\u00fchrt. Dabei ist von einschneidender Bedeutung, dass sich immer Gleiches zu Gleichem f\u00fcgt. Diese im ganzen All geltende Regel ist uns aus dem Magnetismus bekannt: Gleiches zieht Gleiches an. Sie ist f\u00fcr jeden, der sich in die esoterische Selbsterkenntnis st\u00fcrzt ein wirksamer Schutzmantel, denn dadurch wird er bei seinen Exkursionen in den bislang unbekannten R\u00e4umen immer nur mit den Sensationen konfrontiert, die zu seinem Wesen geh\u00f6ren. Wer sich in seinem Leben spontan positiv nach den 10 Geboten verhalten kann, hat sich vor nichts zu f\u00fcrchten.<\/p>\n<p>Alle Erscheinungen der Natur pendeln zwischen den extremen Polen Positiv und Negativ hin und her, gleichsam wie der Wechselstrom. Dadurch wird mit dem Positiven gleichzeitig das Negative aktiviert. Es sind die beiden Seiten einer Medaille. Und das ist in allen Lebensbereichen so, in allen Energiefeldern, ob im Diesseits oder im Jenseits. Diese umfassende Einsicht wird ihnen in vielen esoterischen Kreisen meist unterschlagen. Es gibt allerdings auch Gruppen, die die Dualit\u00e4t der Welt begreifen, und daraufhin beginnen, das B\u00f6se Gut zu reden. Doch das ver\u00e4ndert das Prinzip nicht. Die Einsicht in den polaren Tatbestand von Licht und Schatten in unserer Welt wird nat\u00fcrlich nach einem Selbsterfahrungsprozess, das Denken, Sprechen und das Handeln stark ver\u00e4ndern. Wer zu erkennen beginnt, das sein Selbst etwas v\u00f6llig anders ist, als das, was die Psychologie so normalerweise vor uns stellt, und wie sehr wir von Kr\u00e4ften dominiert werden, die wir in Unkenntnis ihres Seins experimentell benutzen, der wird bald versuchen, in seinem Leben neue Schwerpunkte zu setzen. Diese tiefgreifende esoterische Selbsterkenntnis beinhaltet auch die innere Einsicht der totalen Einheit im Kosmos. Ohne Umschweife wird sie zu einem bestimmenden Faktor in seiner Lebenshaltung. Jedoch nicht in der revolution\u00e4ren Verbr\u00fcderung einer marxistisch-kommunistischen Gesellschaft oder einer religi\u00f6sen Vereinigung in einem Kloster.<\/p>\n<p>Wer bis zu dieser Einsicht aus eigenem Erleben durchgedrungen ist, der wird vor seinem inneren Auge neue Dimensionen auftauchen sehen, die eigentlich nur von Mystikern der Vergangenheit bekannt sind. Man kann es heute nicht oft genug betonen: eine Bewusstseinserweiterung tritt wirklich nur dann ein, wenn sie durch selbsterlebte Erfahrungen, also eigene Bem\u00fchungen im noetischen Raum erfolgen. Die echten Erfahrensberichte von Menschen, die in den okkulten Welten, der \u00c4ther- und Astralsph\u00e4re der Erde, selbst Erfahrungen gesammelt haben, sind rar.<\/p>\n<p>Die esoterische Selbstanalyse kann zun\u00e4chst einmal ergeben, dass aus welchen Gr\u00fcnden auch immer, f\u00fcr die meisten Menschen die T\u00fcr zu den feinstofflichen Gebieten des Jenseits geschlossen wurde. Viele Menschen, die direkt hineinschauen k\u00f6nnen, man nennt sie pathologisch paranoid, verbringen ihr Leben in einer geschlossenen Psychiatrie. Andere Experimentatoren qu\u00e4len sich nach ihren Drogenerfahrungen mit dem Verwirrspiel zwischen \u201eWirklichkeit\u201c und \u00e4therisch-astralen Projektionen oder Flashbacks. Aber es gibt auch Schamanen oder Yogis mit au\u00dfergew\u00f6hnlichen F\u00e4higkeiten, Geistheiler und Hellseher. Einige esoterische Gruppen schulen sogar ihre Mitglieder f\u00fcr eine besondere Wahrnehmung der feinstofflichen Felder, insbesondere des Akashafeldes. Die NASA und die entsprechende Organisation in Russland experimentieren f\u00fcr die milit\u00e4rische Kommunikation mit Gedanken\u00fcbertragung, weil sie schneller ist als das Licht. In den USA wurde vom Astronauten Edgar Mitchell das Institute of Noetic Sciences (IONS, zu deutsch: Institut f\u00fcr Noetische Wissenschaften) gegr\u00fcndet. Sie ist eine Non-Profit-Organisation, die wissenschaftliche Forschung \u00fcber Telepathie, Psychokinese, Hellsehen und Effekte der Meditation betreibt und sponsert. Noetisch ist vom griechischen <em>no\u0113t\u00f3s<\/em> (deutsch: geistig wahrnehmbar) abgeleitet und bezieht sich auf ein intuitives Bewusstsein, das auf Wissen zugreift, das \u00fcber das normale Wahrnehmen hinausgeht. Aus der Kenntnis \u00fcber die grundlegenden Gesetze dieser Hemisph\u00e4re werden die Gefahren ersichtlich, die mit experimentellen und ungef\u00fchrten Versuchen, sein Bewusstsein f\u00fcr die feinstofflichen Felder zu erweitern, verbunden sind. Jedoch werden alle Erfahrungen auf dem Weg zur Selbstbewusstheit auch in diesen Sph\u00e4ren im mikrokosmischen Speicher, der Lipika, abgelegt, so dass die kommende Inkarnation die einmal vollzogenen Umwege nicht noch einmal machen muss.<\/p>\n<p>Jeder m\u00f6ge sich an erster Stelle von der Stimme in sich leiten lassen, die ihm eine ideale, eine g\u00f6ttliche Welt erahnen l\u00e4sst, denn diese innere Wahrheit wird letztendlich von jedem Irrtum befreien. Auch davon, dass wir irdischen Menschen alle die esoterischen Erfahrungen noch durchmachen m\u00fcssen, um zu der wahren Selbsterkenntnis durchdringen zu k\u00f6nnen. Gustav Meyring ist mit seinen Aussagen \u00fcber seine Erfahrungen ein gutes Beispiel daf\u00fcr.<\/p>\n<h5><strong>3. Selbsterkenntnis durch Transfiguration <\/strong><\/h5>\n<p>Die Selbsterkenntnisse auf der nat\u00fcrlichen empirischen oder esoterischen Basis haben neue Perspektiven und Erkenntnisse f\u00fcr das eigene Sein er\u00f6ffnet. Leider haben die Philosophen und Religionen den Irrgarten des Lebens mit ihren komplexen Hypothesen und dogmatischen Regeln nur noch vergr\u00f6\u00dfert und so den Weg in die Freiheit absichtlich verbaut. Durch die zunehmende Besch\u00e4ftigung mit Esoterik und Okkultismus f\u00fcr pers\u00f6nliche Erfolgssteigerung wird alles nur noch chaotischer.<br \/>\nDer Drang zur Selbsterkenntnis ist dem Menschen eingegeben. \u2013 Doch welches Selbst soll erkannt werden? Aber warum eigentlich Erkenntnis? \u2013 Liegt dahinter m\u00f6glicherweise ein kosmischer Auftrag? Der Sinn allen weltweiten Wirkens und Bem\u00fchens besteht eigentlich darin, dass Menschen heranreifen, die ihr spirituelles Selbst erfahren k\u00f6nnen und mit dieser Selbsterkenntnis eine v\u00f6llig neue konsequente Lebenshaltung umsetzen. Das Ziel des Daseins in unserer Periode und der damit verbundene Auftrag ist, im eigenen Mikrokosmos das wahre Selbst mit seinem kosmischen Bewusstsein entstehen zu lassen. Die Aussage im NT: \u201eDie Wiedergeburt aus Wasser und Geist\u201c, bedeutet eigentlich nur, dass ein neuer Mensch aus den feinstofflichen Kr\u00e4ften \u00c4ther, Astralis und Mentalis der \u00dcbernatur entstehen wird.<\/p>\n<p>Wer auf seinem Wege zur Selbsterkenntnis die Idealit\u00e4t in sich als Leuchte f\u00fcr sein Leben erkannt hat, distanziert sich zuerst von der \u00fcblichen Selbstsucht um sich herum. Er wendet sich von allen martialischen \u00dcberlebensstrategien der Machthabenden und Meinungsbildnern ab, weil er die \u00fcber alles herrschenden Gesetze der Welt ausf\u00fchrlich erkannt hat. Im Rahmen der irdischen Zeit, ob im Diesseits oder im Jenseits, wird alles ausgeglichen. Jeder Gedanke und jedes Gef\u00fchl bekommt seine Reflexion entsprechend seiner Vibrationsart, ganz gleich welches politische oder religi\u00f6se Etikett man ihm aufgeklebt hat. Das B\u00f6sartige wird im B\u00f6sen reflektiert und der verursachende Mikrokosmos wird zu einer Wieder-Gutmachung gef\u00fchrt. Das Gutartige wird im Guten summiert und der Weg des Menschen zur Freiheit wird erleichtert.<\/p>\n<p>Der stoffliche Mensch ist immer nur ein Bruchteil der Pers\u00f6nlichkeit und niemals die Krone der Sch\u00f6pfung. Au\u00dferdem besitzt jeder Mensch einen Partner im Aurischen Wesen und dessen Beziehungen zum umgebenden Jenseits. C.G. Jung nannte ihn den ganz Alten; auch andere Psychologen weisen auf diesen unterbewussten Aspekt im Menschen hin. Dar\u00fcber hinaus ist seit uralten Zeiten bekannt, dass in jeden Menschen der Same einer h\u00f6heren Welt ges\u00e4t ist, der ihn zu den idealen Welten streben l\u00e4sst. Jetzt schlummert dieser noch leblos im Gef\u00e4ngnis der materiellen Person. Alle Menschen haben den Auftrag sein Erwachen zuzulassen, damit er erneut eine aktive Verbindung mit den h\u00f6heren Welten herstellen kann. Nun ist diese \u00fcbernat\u00fcrliche Welt nicht irgendwo in einem fernen Raum des Universums verborgen Das Paradies oder der Himmel werden nicht in den astronomischen Weiten des Alls gefunden. Sie m\u00fcssen auch nicht durch menschliche Bem\u00fchungen, durch Tempeldienste oder tausend Opfer auf Alt\u00e4ren vor G\u00f6tterstatuen erneut hervorgebracht werden. Die vollkommene Welt ber\u00fchrt uns bereits seit Beginn aller Zeiten im eigenen Herzen. Dieser Ber\u00fchrungspunkt mit der spirituellen Dimension, mit der Monade, wie sie von Leibnitz genannt wurde, schenkt uns ein anderes Bewusstsein. Daf\u00fcr muss man sich von den lauten M\u00e4rkten der materialistischen Weltanschauung und den kommerziellen Wettbewerben, ganz gleich welcher Sportart, abwenden k\u00f6nnen. F\u00fcr jeden, der diese leise Stimme aus seinem Herzen vernehmen kann, ist der religi\u00f6se Weg zur Selbsterkenntnis und Selbstrevolution gebahnt. Nur weil wir immer wieder das Unm\u00f6gliche versuchen, wird das M\u00f6gliche zum Teil unserer Wirklichkeit.<\/p>\n<p>Prinzipiell stellt unser K\u00f6rpersystem mit allen Organen einen f\u00fcr diesen Prozess zubereiteten und geeigneten N\u00e4hrboden dar. In diesem Boden kann sich aus der in uns ges\u00e4ten Keimzelle das andere, das neue Wesen Mensch entfalten, der das wahre Selbst ist. Diese Selbsterkenntnis ist kein Weg des Studiums, der Vermehrung von Wissen, sondern ein Weg der erlebten Erfahrung, die eine t\u00e4gliche Ver\u00e4nderung ausl\u00f6st, die sich durch die Stimme der Stille im t\u00e4glichen Leben entwickelt. Das wird nur der Mensch verwirklichen k\u00f6nnen, der die anderen Ebenen der Selbsterkenntnis auch bis zu Ende gegangen ist, und auf der Suche nach der Sinnfrage letztendlich gescheitert ist. Diese Erfahrung ist unbedingt erforderlich f\u00fcr die dadurch entstehenden Lebensnotwendigkeiten. Doch f\u00fcr diesen Prozess, um zur wahrhaftigen Selbsterkenntnis durchzudringen, ist das alte Wissen der irdischen Welt strukturell ungeeignet. Denn es geht um eine fundamentale Erneuerung des Menschen in einem Lebensfeld aus Licht, Liebe und ewig werdendem Sein.<\/p>\n<p>Wie in allen Mysterien dargestellt, ist diese hier angedeutete Neugeburt des wahren Manas ein ganz besonderes Erleben der praktischen Selbsterkenntnis. Es ist ein methodisches Zerbrechen der eigenen bestehenden Denkstrukturen und Denkprogramme, ein totaler Ausverkauf vorgefasster Meinungen und Vorstellungen im eigenen Wesen. Die im Unterbewusstsein herrschenden Gedankenkomplexe und Autorit\u00e4ten m\u00fcssen sich f\u00fcr die Kraftfeinsenkung der Wahrheit \u00f6ffnen und dem feinstofflichen Lebensfeld der h\u00f6heren Natur anvertrauen. Der Prozess der Transfiguration kann ausschlie\u00dflich aus den Radiationen des g\u00f6ttlichen Lebensfeldes vollbracht werden, den sogenannten heiligen Speisen, die heiligen \u00c4ther und Astralkr\u00e4fte. Das ist die eine wahre Religion. Sie f\u00fchrt zur\u00fcck in die h\u00f6heren Lebensgebiete des Gottesreiches, dem urspr\u00fcnglichen Lebensfeld der Kinder Gottes. Wenn in seiner Barmherzigkeit die Lichtkr\u00e4fte aus dem vollkommenen Lebensfeld zum Menschen kommen k\u00f6nnen, um sein Bewusstsein soweit anzuheben, damit er die unbewussten Beherrscher seines Daseins erkennen und neutralisieren kann, wird nur eine eindeutige Ausrichtung auf die gew\u00fcnschte Ver\u00e4nderung und Ausdauer in der Erkenntnis neuer M\u00f6glichkeiten des Handelns gefordert. Das ist verbunden mit einem kontinuierlichen Prozess der Selbsterkenntnis und Selbstbefreiung. Das ist die einzig wahre religi\u00f6se Methode, die der Menschheit seit Anbeginn aller Zeiten empfohlen wird: Wer sein ICH, den selbstbehauptenden Bewusstseinstyp, zur Seite stellen kann, und \u00fcber die Sehnsucht nach dem Gottesreich die gnostischen Kr\u00e4fte zu seinem Herzheiligtum durchstr\u00f6men l\u00e4sst, wird von der unirdischen Kraft gereinigt und bef\u00e4higt, eine neue Seele zu erwecken. Das ist die Basis f\u00fcr ein absolut neues spirituelles Selbstbewusstsein. In dieser tiefgehenden Selbsterkenntnis wird der weitere Plan f\u00fcr seinen Weg im Dienst f\u00fcr die ganze Menschheit, der Auftrag f\u00fcr das allumfassende Sein erfahren und verwirklicht.<\/p>\n<p>Zur\u00fcck zur \u00dcbersicht <a href=\"http:\/\/www.artokora.de\/?cat=1\">Gedanken<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Einteilung des Themas in drei Abschnitte gliedert den Prozess, der sich im Menschen auf dem Weg zur Selbsterkenntnis entfaltet, je nachdem in welcher Entwicklung sich sein Mikrokosmos befindet. Ist uns bewusst, dass jede Erkenntnis, jede Einsicht im Ged\u00e4chtnis des Erkennenden ihre Spuren hinterl\u00e4sst? \u2013 Das Ged\u00e4chtnis wird sozusagen durch das neu Erkannte ver\u00e4ndert. 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